Die Weser Report-Ausgabe für den Landkreis Verden
Datum und Ausgabenr. immer kontrollieren! SAMSTAG, 8. NOVEMBER 2025
NR. 3781/55. JAHRGANG
Vertrauen in Unternehmen
Wärme für das Viertel
Wandern in Luxemburg
Neuer Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer im Gespräch
Genossenschaft bohrt nach Energie aus der Tiefe
Auf Schusters Rappen durch das einzige Großherzogtum der Welt
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ACHIM/OY TEN/ VERDEN
Abfallhöfe öffnen eingeschränkt Wegen einer Arbeitssicherheitsunterweisung der Mitarbeiter bleiben die Abfallhöfe in Thedinghausen-Beppen, Kirchlinteln und Achim am Dienstag, 11 November, ab 13 Uhr geschlossen. Eine Übersicht der aktuellen Öffnungszeiten aller Abfallhöfe im Kreisgebiet ist unter landkreisverden.de/abfallhoefe abrufbar. WR
Leiden von Kranichen verkürzen Weil immer mehr Kraniche im Landkreis sterbend aufgefunden werden, hat die untere Naturschutzbehörde den Revierinhabern und Eigenjagdbesitzern sowie deren Bevollmächtigten in ihren Revieren eine Ausnahme vom Tötungsverbot für Kraniche erteilt, die augenscheinlich an der Geflügelpest erkrankt sind. Die erkrankten Tiere leiden nach Angaben von Veterinären augenscheinlich schwer im Sterbeprozess. Sie taumeln und können nicht flüchten. Zum Teil liegen sie mit ausgebreiteten Flügeln auf dem Wasser und ertrinken allmählich. Für die Vögel gebe es keine Hilfe oder Therapie, heißt es von der Behörde. Die Ausnahme vom Tötungsverbot gilt bis zum 31. Dezember. WR Anzeige
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Ein zentrales bodengleiches Wasserspiel, mehr Grün und Sitzmöglichkeiten am Lugenstein: Der Siegerentwurf des Architekturbüros Arbos Landscape, den dessen Geschäftsführender Gesellschafter Torben Ziesing (kl. Bild unten) jüngst im Rathaus vorstellte. Fotos: Bruns
„Entwurf passt zu Verden“ Bereich um den Lugenstein soll räumlich klarer, einladender und klimafreundlicher werden HEN R IK BRU NS
V ERDEN – Mit ihrem „Masterplan Innenstadt“ konnte die Allerstadt Fördermittel in Höhe 3,95 Millionen Euro aus dem niedersächsischen Förderprogramm „Resiliente Innenstädte“ einwerben. Inklusive Kofinanzierungsanteil ergibt sich ein Budget von insgesamt 6,5 Millionen Euro zur Finanzierung von Projekten bis 2027. In diesem Rahmen sollen Maßnahmen umgesetzt werden, die die Innenstadt widerstandsfähiger gegenüber dem Nutzerverhalten, aber auch klimatischen Veränderungen machen. Dabei aktuell im Fokus: Der Bereich Domplatz / Lugenstein / AnitaAugspurg-Platz in der südlichen Alt-stadt, zu dem es einen freiraumplanerischen Wettbewerb gegeben hat. Teilnehmende Architekturbüros sollten ihre Ideen und Entwürfe zu einer „klima-freundlichen und multifunktionalen Umgestaltung der Potenzialfläche entwickeln“, wie ihnen es die Stadtverwaltung als Aufgabe vorgegeben hatte. Durchgesetzt vor einer Fachjury hat sich dabei ein Entwurf des Hamburger Büros Arbos Landscape, der gemeinsam mit den besten anderen Beiträgen des Wettbewerbs jüngst
im Verdener Rathaus vorgestellt wurde. „Den Lugenstein hatten wir in unserer Vorgabe auf Platz eins der Maßnahme gesetzt, denn dort ist am dringendsten etwas zu tun“, erklärte Bürgermeister Lutz Brockmann. Während dieser Bereich also deutlich umgestaltet werden soll, stehen für den Anita-Augspurg-Platz sowie den Domplatz eher Umgestaltungen an. Brockmann beruhigte: „Der Wochenmarkt bleibt, der Verkehr bleibt, die Parkplätze bleiben – aber wir wollen auf begrenzter Fläche auch etwas für das Klima tun.“ Das Arbos-Konzept – Motto: „vielseitig, grün, identitätsstiftend“ – passt da laut Jury optimal ins Bild. „Der Entwurf ist sehr harmo-
nisch, er passt zu Verden“, befand auch der Bürgermeister. Das Arbos-Konzept sieht eine räumliche Neuordnung insbesondere des Lugensteins vor, wie Torben Ziesing von der Geschäftsführung des Büros erklärte. Zunächst soll der gesamte Platz mit heute uneinheitlichen Belägen ein einheitliches, geschliffenes Großsteinpflaster erhalten. „Der Platz in der Mitte soll multifunktional nutzbar bleiben und der ganze Lugenstein mehr Aufenthaltsqualität erhalten“, so Ziesing. Neue Sitzgelegenheiten und Bepflanzungen ergänzend zum Baumbestand seien zu schaffen, ohne die Plätze der Außengastronomie zu beeinträchtigen. Und: „Das Hightlight ist natür-
lich das große Wasserspiel“, meinte der Landschaftsarchitekt – gemäß dem Entwurf dient es als „Spielangebot und als kühlendes Element an heißen Tagen“. Auf dem Anita-Augspurg-Platz wollen die Planer die Fahrbahnfläche leicht reduzieren – zugunsten neuer Freiräume für Beete sowie zwei Staudeninseln mit klimaresilienten Bäumen, die eine Gedenkfläche als neues zentrales Element zur Einnerung an die Frauenrechtlerin einrahmen könnten, so der Vorschlag. Für den Domplatz wiederum gehört die Idee, das Grundstück der Andreaskirche optisch besser daran anzubinden, sodass ein etwa für Hochzeitsfotografie interessantes Abiente entsteht, zu den neuen Ideen. Dass der Platz an sich natürlich weiter für Großevents, allen voran die Domfestspiele und das Domplatzfestival, zur Verfügung stehen soll, wurde auch bei dem Gestaltungsentwurf bedacht. Am 20. November soll der städtische Ausschuss für Straßen und Stadtgrün entscheiden, ob er dem Stadtrat den Arbos-Entwurf als Grundlage für die weitere Planung des Umbaus rund um den Lugenstein vorschlägt. Bis dahin will das Architekturbüro auch eine Kostenschätzung vorlegen.
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