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Weser Report - Achim, Oyten, Verden vom 02.11.2024

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Die Weser Report-Ausgabe für den Landkreis Verden

SAMSTAG, 2. NOVEMBER 2024

NR. 3728/54. JAHRGANG

Pflegende Angehörige

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Warum die Benachteiligung auch ein Demokratie-Problem ist

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ACHIM/OY TEN/ VER DEN

Adventsfrühstück für Senioren ACHIM – Der Senioren- und Behindertenbeirat der Stadt Achim lädt ältere Menschen und jene mit Handicap zu einem gemütlichen vorweihnachtlichen Beisammensein ein. Das Adventsfrühstück im Café im Clüverhaus findet jeweils am Freitag, 6. Dezember, Mittwoch, 11. Dezember, und Freitag, 13. Dezember, von 9.30 bis 12 Uhr statt und kostet 5 Euro. Anmeldung am 13. November von 10 bis 12 Uhr im Rathausfoyer oder am Mittwoch, 20. November, von 10 bis 12 Uhr, im Beiratsbüro (Rathaus, Raum 143). WR

Schulen sollten feste Ablaufpläne aufstellen für den Fall, dass Kinder und Jugendliche dem Unterricht unverhältnismäßig oft fernbleiben – und dabei auch die Eltern einbeziehen. Foto: Pixabay

Schulabsentismus: Zahlen weiter hoch Verdener Kreisverwaltung widmete dem Thema eine Fachtagung / Zugang zu Bildung sicher stellen

Playmobil-Ausstellung endet

HEN R IK BRU NS

V ERDEN – Im Deutschen Pferdemuseum ist noch bis zum 17. November die Sonderausstellung „Playmobil-Spielgeschichte(n) – Diorama Artist Oliver Schaffer“ zu sehen – dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr. Der Eintritt in die Sonderausstellung ist im Museumseintrittspreis von 5 Euro für Erwachsene und 2 Euro für Kinder (5 bis 17 Jahre) enthalten. Für Kinder bis 4 Jahre ist der Eintritt frei. Schaffer hatte zwei Wochen lang Dioramen mit mehr als 5.000 Figuren und rund 25.000 Einzelteilen aufgebaut. WR

Die Zahl der Schülerinnen und Schüler, die dem Unterricht an ihren Lehranstalten häufig unentschuldigt fernbleiben, war im Landkreis Verden bereits im vergangenen Schuljahr auf 359 gestiegen. In den Jahren vor Corona waren es einmal weniger als 200 gewesen. Aktuell aber gibt es immer noch deutlich mehr schulabstinente Kinder und Jugendliche, wie die Zahlen der Koordinierungsstelle Schulverweigerung der Kreisverwaltung zeigen: Im Schuljahr 2023/2024 wurden rund 325 Schülerinnen und Schüler wegen Schulversäumnissen der Koordinierungsstelle gemeldet. Schulabsentismus betraf damit knapp 1,8 Prozent der insgesamt 18.406 Schülerinnen und Schüler im Landkreis, wird resümiert.

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Die Ko-Stelle Schulverweigerung bietet den Betroffenen selbst, ihren Eltern aber auch Lehr- und Fachkräften Beratung und Unterstützung zum Thema Schulabsentismus an. „Wir wollen möglichst pädagogisch auf die Ursachen des Fernbleibens von Schule einwirken und nicht nur restriktiv den Zeigefinger in Form von Bußgeld, Arbeitsstunden oder Arrest heben“, betonte Stephan Schaper, Abteilungsleiter‚ Allgemeiner Sozialdienst, der dem Fachdienst Jugend und Familie im Kreishaus angegliedert ist. Letztlich gehe es auch darum, „die Personensorgeberechtigten zu stärken oder zu befähigen, ihre Kinder am Schulbetrieb teilhaben zu lassen“, heißt es aus der Behörde. Institutionen und Fachkräfte wirkten mittlerweile einheitlicher

und strukturierter zusammen, wie Sonja Eckstein, Gruppenleiterin der Jugendsozialarbeit im Allgemeinen Sozialdienst, berichtet. „Es gibt eine bessere Verzahnung untereinander“, sagt sie. Ziel sei ein umfassendes Unterstützungsnetzwerk, das Schulabsentismus nachhaltig entgegenwirke. Alle Bemühungen müssten darauf abzielen, den aus ganz unterschiedlichen Gründen und persönlichen Sorgen schwänzenden Schülern den Zugang zu Bildung zu sichern. Wenn eine Schulabstinenz droht, dann zeige sich das oft schon in der Grundschulzeit, sagt Professor Heinrich Ricking von der Universität Leipzig. Das Fernbleiben vom Unterricht sei meist die Folge einer anderen, dahinterliegenden Problematik. Gründe könnten in der Sozialsituation einer Klasse, im

Lernklima, aber auch in einer akuten oder dauerhaft schwierigen Lebenssituation der Schülerinnen und Schüler liegen. Auch psychische Belastungen und Erkrankungen oder familiäre Probleme seien typische Ursachen für Schulabsentismus. Ricking erklärte dies jüngst vor rund 75 Schulleitungen und Lehrkräften, Sozialarbeitern, Eltern, Polizei, Amtsvormündern sowie Fachkräften von Jugendhilfe und Jobcenter während einer Fachtagung. Sein Rat: Schulen sollten ein Monitoring betreiben und feste Ablaufpläne für den Fall des Fehlens von Schülern haben, die in Form unmittelbarer Nachfragen auch die Eltern miteinbeziehen. Und: Wichtig sei es, eine Rückkehr des Schülers oder der Schülerin in die Klasse positiv zu gestalten und ein pädagogisches Konzept dafür zu haben.

Arbeitslosigkeit ist nur leicht angestiegen Die Agentur für Arbeit NienburgVerden meldet einen leichten Anstieg der Arbeitslosenzahlen um lediglich 13 Personen im Landkreis Verden. Insgesamt gab es Ende Oktober 3.117 erwerbslose Männer und Frauen. Vor einem Jahr waren

im Kreisgebiet aber 267 Menschen weniger von Arbeitslosigkeit betroffen. Ein Anstieg der Arbeitslosenquote um 0,1 Prozentpunkte auf aktuell 4,1 Prozent ergibt sich gegenüber dem Vormonat. Im Oktober des Vorjahres lag die Quote bei 3,8

Prozent. Im Bereich der Arbeitslosenversicherung lag die Zahl der Arbeitslosen bei 1.448 Männern und Frauen, 30 oder 2,1 Prozent mehr als im September. Im Vorjahr waren 239 Menschen weniger arbeitslos gemeldet. Bei den Langzeitarbeitslo-

sen, die das Jobcenter betreut, ist die Zahl um 17 Personen oder 1,0 Prozent gesunken. Die Arbeitgeber meldeten 244 neue Arbeitsstellen, zehn weniger als im September. Seit Jahresbeginn wurden 2.855 neue Stellen gemeldet. WR

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