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Weser Report - Achim, Oyten, Verden vom 30.04.2023

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Die Weser Report-Ausgabe für den Landkreis Verden

SONNTAG, 30. APRIL 2023

NR. 3649/53. JAHRGANG

Reiseführer aus Bremen

Achimer Freibad

Hannoveraner Verband

Autor Klaus Bötig über das Reisen und seine „Seelenorte“

Saisonstart am 16. Mai mit eingeschränkten Zeiten

Zucht- und Sportveranstaltungen auch mit anderen Pferdepopulationen

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Welche Krebsvorsorge brauchen Sie?

ACHIM/OY TEN/ VERDEN

Achim stellt heute Maibaum auf Unter dem Titel Frühlingsfantasien ACHIM wird heute in der Weserstadt das Maibaumfest veranstaltet. Beginnend mit einem Flohmarkt um 11 Uhr, folgen ab 12.30 Uhr die Aufstellung und das Rahmenprogramm. Mit einem verkaufsoffenen Sonntag von 13 bis 18 Uhr beteiligt sich der Einzelhandel. (hb)

Mehr Langzeitarbeitslose LANDKREIS Mit 2.910 Männern und Frauen im Landkreis verzeichnet die Verdener Arbeitsagentur fast konstante Arbeitslosenzahlen für April wie für den Vormonat. Gegenüber dem Aprilwert aus dem Jahr 2022 ist allerdings ein Anstieg um 429 Menschen zu erkennen. Die Arbeitslosenquote liegt gegenwärtig bei 3,9 Prozent, im Vorjahresmonat hatte sie noch 3,3 Prozent betragen. Während die Zahlen im Bereich der Arbeitslosenversicherung aber sogar zurückgegangen sind, ist die der Langzeitarbeitslosen auf 1.798 Menschen angestiegen – dies sind 38 mehr als im März 2023 und 516 mehr als im April 2022. Offene Arbeitsstellen im Landkreis gibt es derzeit 1.580 an der Zahl. (hb) Anzeige

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Bianca Schulznus (v. l.) ist Schulelternratsvorsitzende, ihre Tochter Hanna Schülervertreterin im Vorstand des Verdener Campus. Wie BBS-Verden-Leiter Stefan Frese, Achtklässler Frederik Nagel und Campus-Chef Christian Piechot glauben sie an die Chancen in einer vielfältigen Schullandschaft. Foto: Bruns

Viele Wege durchs Bildungssystem Die Leiter der Oberschule Verdener Campus und der BBS Verden sehen Aufklärungsbedarf bei Eltern H E N R I K BRU NS VERDEN „Lange nicht alle Schülerinnen und Schüler, die nach der Grundschule auf ein Gymnasium übergehen, erreichen auch das (Fach-)Abitur“, heißt es im derzeit noch aktuellen „Zweiten Bildungsbericht“ des Landkreises Verden. An den allgemeinbildenden Schulen wird am häufigsten der Realschulabschluss erreicht, erst dann folgen Abitur und Hauptschulabschluss. Zugleich werden immer mehr Viertklässler an den Gymnasien angemeldet. Auch in Verden bewegt sich diese Übergangsquote in Richtung 50 Prozent. Christian Piechot, Leiter der Oberschule Verdener Campus, und Stefan Frese, Chef der Berufsbildenden Schulen (BBS) Verden, kommt es da fast schon so vor, als würden die meisten Eltern glauben, die Schullaufbahn führe nur auf einem Weg zum Erfolg: „Grundschule – Gymnasium – Abitur. So soll es klappen. Doch der tatsächliche Weg ist oft ein ganz anderer“, sagt Frese. Das weiterführende Schulsystem sei sehr komplex, weit verzweigt,

biete aber auch vielfältige Mög- darüber spricht, muss man sich lichkeiten, um am Ende erfolgreich fast dafür entschuldigen, dass sein mit einem Abschluss zum Start ins Kind nicht zum Gymnasium geht.“ Piechot hat dazu einen klaren Berufsleben zu kommen. Bemerkt haben Frese und Pie- Standpunkt: „Für mindestens die chot zuletzt während eines Infor- Hälfte der Kinder ist das Gymnasimationsabends für Eltern von um nicht die geeignete Schulform Viertklässlern, den ihre Schulen im nach dem Übergang aus der Herbst erstmals gemeinsam veran- Grundschule, da diese zu dem staltet hatten, dass durchaus Infor- Zeitpunkt manchmal noch andere Lernsettings benömationsbedarf in tigen und ihr Weg Sachen MöglichKeine Schulform ist in das Leben noch keiten des Bilbesser oder schlechter die eine oder andungssystems bedere ‚Kurve‘ stehe, wie sie saals die andere nimmt. Das ist wegen. „Da gingen der ein Makel der ganz viele ‚Ahas‘ Kinder, noch macht es die eine durch den Raum“, meint Piechot. Längst nicht für jeden Schüler oder die andere Schulform besser sei der Wechsel auf ein Gymnasi- oder schlechter“, betont er. Die um die richtige Entscheidung, und „nichtgymnasiale Hälfte“ der Geder Weg zum Abitur sei auch nach sellschaft, die ein erfülltes Leben dem Wechsel aus einer Grund- führe und „mindestens in gleischule an den Verdener Campus chem Maße zur Gesellschaft“ beinatürlich ebensowenig verbaut. trage, werde jedoch „in vielen poliDoch von der Mutter eines Cam- tischen und gesellschaftlichen Dispus-Schülers habe er jüngst wieder kussionen zunehmend ignoriert“. Von manchen Freunden sei folgende Aussage gehört: „Unser Kind fühlt sich auf der Oberschule auch er „etwas hochnäsig“ angesewohl, und wir als Eltern sind mit hen worden, als er an die Oberder Schulwahl zufrieden. Wenn schule gewechselt war, sagt Achtman jedoch im Bekanntenkreis klässler Frederik Nagel. Aber dann

seien Bekannte von ihm „am Gymnasium abgeschmiert – und sie hatten dann hier erst mal schlechtere Noten als Schüler, die schon von Anfang an an der Oberschule waren“, berichtet er. Auch seine Mitschülerin Hanna Schluznus fühlt sich wohl am Verdener Campus. „Jeder kann hier den Lernweg gehen, den er möchte. Und wir können das Gleiche erreichen wie Schüler, die gleich aufs Gymnasium gehen“, sagt sie. Vorbehalte gegenüber der Oberschule gebe es aber auch aus sozialen Gründen. Das habe sie während eines Praktikums an einer Grundschule erlebt, als jüngere Schüler sie ausquetschten und wissen wollten, ob Oberschüler wirklich „so komische Klamotten“ trügen und ob es Schlägereien gebe, erzählt Schülersprecherin Hanna. Manche Eltern, so Piechot, wählten die Schulform zugleich wegen des sozialen Umfelds, das sie sich für ihre Kinder wünschten. Doch gehörten Konflikte zum Alltag. „Unsere Aufgabe ist es die Kinder zu befähigen, auch damit umzugehen“, meint er.

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