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Weser Report - Achim, Oyten, Verden vom 17.08.2022

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Die Weser Report-Ausgabe für den Landkreis Verden

MITTWOCH, 17. AUGUST 2022

NR. 3600/52. JAHRGANG

Tafel stoppt Aufnahme

25. Kinderstadtfest

Mit frisch gerichteter Nase

Helfer können keine neuen Kunden mehr versorgen

Superheldenfieber in der Achimer Innenstadt

Jiri Pavlenka soll mit Gesichtsmaske gegen den BVB den Kasten sauber halten

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Heizung | Sanitär | Klima | Lüftung

ACHIM/OYTEN/ VERDEN

Fördermittel für Achim

Achim 1 Million Euro an Städtebaufördermitteln für das Gebiet Nördliche Innenstadt soll noch in diesem Jahr nach Achim fließen. Das habe sie jetzt aus dem Niedersächsischen Umweltministerium erfahren, teilt die SPD-Landtagsabgeordnete Dörte Liebetruth mit. (hb)

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Die Tierskulpturen wirken hier beinahe symbolisch wie versteinert: Schottergärten sind bei den einen in Mode, bei immer mehr um Nachhaltigkeit und Klimaschutz bedachten Menschen aber mittlerweile verrufen. In Verden wird bereits mit Zwangsgeld geahndet. Foto: Pixabay

Zahlreiche Verfahren in Arbeit Stadt Verden macht ernst gegenüber Schottergarten-Besitzern / Thema auch in Achim

Fragen zur Grundsteuerrefom

Achim Wegen der bis zum 31. Oktober zu erledigenden Grundsteuererklärung rufen offenbar viele Bürger mit Grundbesitz auch in den hiesigen Rathäusern an. Die Achimer Stadtverwaltung nimmt dies zum Anlass für den Hinweis, dass allein das Finanzamt Verden zuständig ist. Die Finanzbehörde hat die Grundsteuerreform-Hotline 04231 / 91 93 66 eingerichtet, unter der insbesondere ältere Bürger auch die benötigten Formulare mündlich anfordern können, sofern sie sie nicht online ausfüllen können. Allgemeine Infos liefert die Weserstadt unter achim.de/ grundsteuerreform (hb)

Spitzen-Voltigierer in Verden

Verden Die 59. Deutschen Meisterschaften im Einzel-, Doppel- und Gruppenvoltigieren werden zum 6. Mal in der Reiterstadt ausgetragen. Von Freitag, 26., bis Sonntag, 28. August, soll dazu in der Niedersachsenhalle ein hochkarätig besetztes Starterfeld der besten deutschen Voltigierer antreten. Weitere Informationen gibt es unter verden-turnier.de (WR)

Ausstellung und Stadtführung

Verden Anlässlich der Domfestspiele hat das Domherrenhaus die dort bis zum 20. November zu sehende Sonderausstellung Verhext – Teufelspakt und Hexenwerk aufgelegt. Maledictum wiederum heißt eine Führung durch die Ausstellung mit anschließendem Gang durch die Stadt zu den Schauplätzen des Hexenwahns. Sie wird von Gästeführerin Sabine Lühning geleitet und am 9. September um 16 Uhr, am 18. September sowie 9. Oktober um 11 Uhr, außerdem am 4. November um 16 Uhr angeboten. Tickets à 15 Euro gibt es im Domherrenhaus, Untere Straße 13. Infos unter 04231 / 21 69 oder unter domherrenhaus.de (hb)

H E N R I K B RU N S Verden/Achim Pflastersteine und geschotterte Flächen mögen für einen modernen Look in Vorgärten sorgen; doch auch in Kleinstädten wie Achim und Verden werden sie nicht nur seitens Verwaltung, Politik und Naturschützern zunehmend als problematisch angesehen. Denn für die Klimabilanz sind solche Anlagen alles andere als nachhaltig – im Gegenteil: „Auf diesen Flächen finden Vögel und Insekten keine Nahrung und keinen Unterschlupf. Das Schottern hat negative Auswirkungen auf den Boden. Auch das Stadtklima wird negativ beeinflusst“, stellt der Verdener Umweltfachbereich klar. Und weil sich Schotterflächen gerade jetzt an heißen Sommertagen enorm aufwärmten und diese Wärme praktisch speichern, zugleich aber Bepflanzung, Verdunstung und Schattenwurf fehlen, ergebe sich eine deutlich höhere Hitzebelastung für betroffene Wohngebiete. Das zeige auch die aktuelle Stadtklimaanalyse. Seit 2012 ist die Anlage der zwar

pflegeleichten, jedoch leider umweltschädlichen Schottergärten in ganz Niedersachsen verboten. „Nicht überbaute Flächen von Baugrundstücken müssen Grünflächen sein“, so heißt es klar vom Landesministerium für Bauen und Umwelt; die rechtliche Grundlage bildet § 9 Abs. 2 der Niedersächsischen Bauordnung. Doch weil selbst in der Landeshauptstadt Hausbesitzer immer wieder auf neuen Flächen schottern und versiegeln, wurden in Hannover gerade zwei neue Verwaltungsmitarbeiter extra dafür eingestellt, um im Außendienst gegen solche Umweltsünden vorzugehen. Denn schon vor drei Jahren hatte das Bauministerium alle niedersächsischen Kommunen nochmals aufgefordert, das geltende Recht auch umzusetzen. In Verden wurden zwar noch keine Stellen für Schotterbeauftragte geschaffen, doch ins Visier nimmt man Baugebiete hier seit dem vergangenen Jahr ebenfalls stärker. Nachdem schon der Stadtrat die Bauaufsicht zum Einschreiten aufgefordert hatte, sind nach Kontrollen Grundstückseigentümerinnen und -eigentümer

gefordert werden. In Achim hatte man sich nach dem Intervenieren der Politik ebenfalls des Themas angenommen und Schottergärtner zunächst über den Umweltfrevel aufklären wollen. Bislang aber sei in der Richtung nichts passiert, mahnen aktuell die Grünen mittels Antrag im Stadtrat an, um den es am 4. Oktober im Klimaschutzausschuss gehen soll. Innerhalb eines Jahres sollte die Information von Achimer Hausbesitzern nach den Vorstellungen der Fraktion noch einmal intensiviert werden, unter anderem durch Einsatz der Nabu-Broschüre Vorgärten, die ursprünglich vom Nabu Barsinghausen stammt. Dazu sollen Ordnungsamtsmitarbeiter Grundstücke auch aktiv kontrollieren und Eigentümer dann bei Bedarf anschreiben. Hat sich nach einem Jahr noch nichts getan, müsse der Bauauschuss über die weitere Vorgehensweise der Stadt in Sachen versiegelter Vorgärten beraten. Daneben, verweisen die Grünen, berate auch die Achimer Nabu-Gruppe über die ökologische Umgestaltung von Gärten.

Gemeinsame Zukunftsregion

Jugendberufshilfe berät morgen

Verden Die Jugendberufshilfe des Landkreises Verden bietet morgen, 18. August, von 14 bis 15 Uhr im Kreishaus, Lindhooper Straße 67, Raum 1039 (Eingang West), Beratungen für junge Menschen an. Unterstützt wird bei der Suche nach Ausbildungs- und Arbeitsplätzen, nach Schulen, Qualifizierungs- oder Sprachkursen. Es gibt Hilfestellung in Sachen Bewerbungstraining. Die Beratungsgespräche sind vertraulich und kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. (WR)

zunächst schriftlich über ihre Verstöße informiert und zur freiwilligen Umgestaltung ihrer Schottergärten aufgefordert worden. Doch weil dies offenbar in den meisten Fällen nicht erfolgt ist, seien inzwischen zahlreiche Verfahren in Arbeit, die für die Betroffenen kostenpflichtig und mit einer Androhung von Zwangsgeld verbunden sind, heißt es aus dem Verdener Rathaus. Bürgermeister Lutz Brockmann bleibt da nur der Appell an Eigentümer, ihre steinernen Gärten jetzt aktiv umzugestalten, um sich ein solches Verwaltungsverfahren zu ersparen. Denn die Kontrollen der Verdener Bauaufsicht liefen weiter. Grüne Gärten trügen zur guten Lebensqualität in Verden bei, betont er. Wie naturnahe Vorgärten anzulegen sind, die vergleichsweise wenig Arbeit machen, beschreibt die Stadt in einer gemeinsam mit dem Kreisverband Verden des Naturschutzbunds (Nabu) herausgebrachten Broschüre mit Tipps und Infos für lebendige Gärten. Sie wird bereits automatisch mit Baugenehmigungen als Anregung übersandt, kann aber auch via EMail an bernd.kiefer@verden.de an-

Die Landkreise Verden, Nienburg und Diepholz wollen als Zukunftsregion Mitte Niedersachsen agieren. Grafik: Landkreis Verden

Um Fördermittel von EU und Land in Höhe von bis zu 7,5 Millionen Euro für den Klimaschutz geht es bei dem Projekt ukunftsregion Mitte Niedersachsen: Als solche bewerben sich die Landkreise Verden, Nienburg und Diepholz in einem Gemeinschaftsverbund. Die Förderung wollen die Landkreise und die Projektträger „mit einem Betrag von 2,5 bis 3,75 Millionen Euro für die nächsten fünf Jahre kofinanzieren und damit wichtige Beiträge für den Klimaschutz und die regionale Innovationsfähigkeit leisten“, so Verdens Landrat Peter Bohlmann. So komme man auf ein Gesamtprojektbudget von 12,5 Millionen Euro. Die Basis für die Bewerbung bilde ein Zukunftskonzept, das ge-

meinsam mit dem Planungsbüro Sweco aus Bremen und Hamburg erarbeitet worden sei – es bilde auch die Grundlage für den Aufnahmeantrag in das niedersächsische Förderprogramm Zukunftsregionen. Die intensive Zusammenarbeit über Landkreisgrenzen hinweg soll die ganze Region nachhaltiger und zukunftsorientierter aufstellen. Leitprojekte der Bewerbung seien eine Bildungsoffensive zum Thema nachhaltiges Bauen sowie die CO2-neutrale Beheizung von drei Pilotsiedlungen. Die Bewerbung beziehe sich auf die Förderperiode 2023 bis 2027. Hinzu kommen Projekte zur CO2-armen Gesellschaft und Kreislaufwirtschaft sowie zur regionalen Innovationsfähigkeit. (WR)


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Weser Report - Achim, Oyten, Verden vom 17.08.2022 by Weser Wochenblatt Verlagsgesellschaft mbH - Issuu