Skip to main content

China Newsletter Mai 2021

Page 1

Mai 2021 Liebe Leserin, lieber Leser, China hat die Pandemie weitestgehend überwunden und Inlandsreisen sind wieder ohne Beschränkungen möglich. Über die Maifeiertage waren nach langer Zeit wieder mehr als 200 Mio. Menschen im Land unterwegs. In das Jahr ist China mit einem Rekordwachstum gestartet. Die Wirtschaft wuchs in den ersten drei Monaten um 18,3 Prozent im Vergleich zum ersten Quartal des Vorjahres. Das ist der größte Anstieg seit Beginn der quartalsweisen Auswertungen vor rund 30 Jahren, der jedoch zum großen Teil auf die niedrige Vergleichsbasis während des Pandemie-Ausbruchs im vergangenen Jahr, als das Land nahezu zum Stillstand gekommen ist, zurückzuführen ist. Das Meistern der Pandemie hat das Selbstbewusstsein des Landes gegenüber der westlichen Welt weiter gesteigert. Außenpolitisch sind die derzeitigen Beziehungen zwischen China, den USA und Europa angespannt. Insbesondere die Lage in Xinjiang wird zunehmend zum dominierenden Thema zwischen China und dem Westen. Zum ersten Mal seit mehr als 30 Jahren hat die EU Sanktionen gegen China beschlossen, denen von chinesischer Seite Gegenmaßnahmen folgten. Das lange Jahre verhandelte und zur Ratifizierung anstehende Investitionsabkommen (CAI) liegt erstmal auf Eis. Trotz der bilateralen Verstimmungen und der zunehmenden kritischen Stimmung gegenüber China profitieren deutsche Exporteure und deutsche Unternehmen in China von dem erheblichen Wachstum der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt. Chinesische Importe aus Deutschland legten im April um 37,6 Prozent zu. Chinas Exporte nach Deutschland stiegen um 25,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum an. Man beobachtet aktuell in der westlichen Welt eine gesellschaftliche Auseinandersetzung zwischen politischen und ideologischen Werten sowie den wirtschaftlichen Interessen der Unternehmen.


Turn static files into dynamic content formats.

Create a flipbook