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Programmheft-Vorschau: Le nozze di Figaro

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OPER

LE NOZZE DI FIGARO

Opera buffa von Wolfgang Amadeus Mozart

«Ein Abo ist ein Ja zu Bühnen Bern!»
Francis Pauchard

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LE NOZZE DI FIGARO

Opera buffa in vier Akten von Wolfgang Amadeus Mozart

Libretto von Lorenzo Da Ponte nach der Komödie

La folle journée ou Le mariage de Figaro (1784) von Pierre Augustin Caron de Beaumarchais

Musikalische Leitung

Clément Lonca

Regie

Marco Štorman

Bühne

Márton Ágh

Kostüme

Anna Rudolph

Licht

Christian Aufderstroth

Chor

Zsolt Czetner

Dramaturgie

Rebekka Meyer

Chor der Bühnen Bern

Berner Symphonieorchester

Berner Premiere Fr

30.01.26

Stadttheater

Uraufführung

1. Mai 1786

Hoftheater Wien

Inna Demenkova (Gräfin Almaviva), Patricia Westley (Susanna), Christian Valle (Bartolo), Jonathan McGovern (Graf Almaviva), Claude Eichenberger (Marcellina), Diana Mian (Eine Frau), Seth Carico (Figaro), Chor der Bühnen Bern

Die Handlung

Erste Runde

Figaro und Susanna treffen an ihrem Hochzeitstag die letzten Vorbereitungen. Die beiden sind Bedienstete bei Graf und Gräfin Almaviva und haben vom Grafen zur Hochzeit ein neues Zimmer erhalten. Susanna macht ihren Verlobten auf den wahren Grund dieser augenscheinlich grosszügigen Geste aufmerksam: Der Graf stelle ihr nach und wolle das Feudalrecht auf die erste Nacht mit der Braut, auf das er eigentlich verzichten wollte, mit ihr wieder erneuern.

Gleichzeitig bespricht Marcellina mit Bartolo ihren Plan, wie sie Figaro für sich gewinnen kann: Er hatte sich von ihr Geld geliehen und ihr die Ehe versprochen, falls er es nicht zurückzahlen könne. Um dies umzusetzen, soll Susanna den Grafen abweisen, damit dieser aus Rache Marcellinas Plan unterstützt. Auch Bartolo sagt aus alter Feindschaft mit Figaro seine Hilfe zu.

Der junge Page Cherubino ist bedrückt: Er wurde vom Grafen entlassen, weil er mit Barbarina erwischt wurde. Der liebesverwirrte Cherubino schmachtet aber ebenso nach der Gräfin. Bei Erscheinen des Grafen versteckt Susanna Cherubino. Der Graf macht Susanna den Hof und bittet sie gegen Geld um ein Treffen im Garten. Kurz darauf gelangt auch der Musiklehrer Basilio hinzu und der Graf muss sich ebenfalls verstecken. Als Basilio Cherubino erwähnt, kommt der Graf allerdings wieder aus seinem Versteck, um Näheres zu erfahren. Er befiehlt, Cherubino aus dem Haus zu jagen. Der Page nimmt all seinen Mut zusammen und stellt sich dem Grafen. Dieser wird in seiner Wut allerdings von der ankommenden Gesellschaft unterbrochen – auf Geheiss Figaros huldigt diese der Güte des Grafen in seinem Verzicht auf das «Ius primae noctis». Der Graf spielt das Spiel zähneknirschend mit, nötigt Cherubino allerdings dazu, sich der Armee anzuschliessen. Figaro hat Angst, alles zu verlieren.

Zweite Runde

Die Gräfin beklagt, die Liebe ihres Mannes verloren zu haben. Als sie von Susanna auch noch von den Annäherungsversuchen des Grafen hört, lässt sie sich auf einen Plan Figaros ein: Der Graf soll von einem Rendezvous der Gräfin mit einem Liebhaber erfahren, sodass seine Eifersucht ihn von Susanna ablenkt. Darauf soll zu einem Treffen mit Susanna der als Frau verkleidete Cherubino kommen, wobei sie durch die Gräfin ertappt werden sollen.

Auch Cherubino wird in den Plan eingeweiht und von Susanna und der Gräfin als Frau verkleidet. Er hat auch sein Offiziers­Patent dabei. Der Gräfin fällt auf, dass dort das Siegel vergessen wurde. Als plötzlich der Graf

auftaucht, versteckt die Gräfin Cherubino und beteuert, dass sich ausser ihr nur Susanna hier befinde, die ihr Brautkleid anprobiere. Der eifersüchtig gewordene Graf hingegen ist überzeugt, dass es sich um den Liebhaber der Gräfin handeln muss. Während der Graf mit der Gräfin weg ist, um Werkzeug zu holen, springt Cherubino weg und Susanna schlüpft in sein Versteck. So findet der Graf überraschenderweise Susanna vor – und muss sich reumütig bei seiner Frau entschuldigen. Figaro ist in Hochzeitstimmung, doch der Graf hält ihn zurück. Der Gärtner Antonio unterbricht die beiden und erzählt, dass ein Mann in seine Blumen gesprungen sei. Der Graf schöpft sofort wieder Verdacht, doch Figaro behauptet, selbst aus dem Fenster gesprungen zu sein. Antonio hat gar Papiere dabei, die der unbekannte Mann verloren hat. Figaro kann sich aus der Situation retten, indem er behauptet, das Dokument von Cherubino erhalten zu haben, damit der Graf das noch fehlende Siegel anbringen könne. Doch der Graf hat noch einen Trumpf im Ärmel, denn Marcellina, Bartolo und Basilio kommen hinzu, und Marcellina bringt ihre Klage gegen Figaro vor. Der Graf will den Vorwurf untersuchen.

Dritte Runde

Der Graf ist aufgrund der vorangegangenen Ereignisse verwirrt. Susanna stimmt wie zuvor abgesprochen zu, sich mit ihm im Garten zu treffen. Sie und Figaro glauben sich bereits siegessicher, doch der Graf hat sie belauscht und wird wieder misstrauisch. Er nimmt sich vor, die Hochzeitspläne der beiden zu durchkreuzen.

In der Zwischenzeit hat der Richter Don Curzio den Fall untersucht und ist zum Schluss gekommen, dass Figaro seine Schuld begleichen oder Marcellina heiraten muss. Figaro versucht sich herauszuwinden, indem er seine unbekannten adligen Eltern ins Spiel bringt, ohne deren Einverständnis er nicht heiraten könne. Als er seine Herkunftsgeschichte erzählt, fällt es Marcellina und Bartolo wie Schuppen von den Augen: Figaro ist ihr unehelicher Sohn und heisst eigentlich Rafaello. So ist eine eheliche Verbindung zwischen Figaro und Marcellina vom Tisch.

Die Gräfin erinnert sich an die gemeinsame Zeit mit ihrem Mann. Gleichzeitig ist sie nervös, ob ihr Plan aufgeht: Susanna und sie wollen Kleider tauschen, um so bei einem angeblichen Rendezvous den Grafen zu überführen. Gemeinsam schreiben sie dem Grafen einen Brief, in dem steht, dass Susanna ihn abends im Garten erwarten wird.

Ein Chor junger Frauen, unter ihnen der verkleidete Cherubino, bringt der Gräfin ein Ständchen. Als der Graf Cherubino unter den jungen Frauen entdeckt, braust er auf, doch Barbarina stellt ihn öffentlich als Verführer bloss. Figaro lässt die Hochzeitsgäste aufmarschieren, doch das Fest entwickelt sich für ihn immer mehr zu einem Alptraum. Bei Musik und Tanz überreicht Susanna dem Grafen den Brief. Figaro hat dies beobachtet, ist aber nicht in den Plan von Susanna und der Gräfin eingeweiht und glaubt, dass sich alle über ihn lustig machen. Der Graf lädt die Gesellschaft zum abendlichen Fest.

Letzte Runde: Showdown

Figaro beobachtet Barbarinas jugendliche Aufgeregtheit, erinnert sich wehmütig an seine eigene Jugend und fühlt sich in der aktuellen Situation umso verlorener. Aus einem Versteck heraus schaut er zu, wie sich Susanna und die Gräfin für das weitere Spiel positionieren. Susanna provoziert Figaro mit sehnsuchtsvollen Beschreibungen auf das bevorstehende Treffen mit ihrem Geliebten.

Gleichzeitig sucht Cherubino Barbarina, entdeckt dabei aber die Gräfin in den Kleidern Susannas und möchte ihr nahekommen. In dem Moment taucht der Graf auf und tritt dazwischen. Nun versucht es der Graf bei der als Susanna verkleideten Gräfin. Figaro glaubt indessen, Susanna mit dem Grafen zu erwischen. Da tritt die als Gräfin verkleidete Susanna auf – Susanna will Figaro auf die Probe stellen, doch dieser hat seine Braut bereits an der Stimme erkannt. Er spielt ihr als der Gräfin eine Liebesszene vor, was ihm mehrere Ohrfeigen Susannas einbringt. Als Figaro die Situation auflöst, schliessen die beiden Frieden. Der Graf irrt auf der Suche nach Susanna herum. Susanna und Figaro beschliessen, das Spiel mit ihm weiter zu treiben und so erklärt Figaro der vermeintlichen Gräfin seine Liebe, worauf der Graf nach Verstärkung ruft. Susanna alias die Gräfin und Figaro bitten den Grafen auf Knien um Verzeihung. Als der Graf sich weigert, löst die richtige Gräfin die Verwirrung auf. Der Graf ist somit zu einer Entschuldigung genötigt. Die Gräfin verzeiht ihm. Das Hochzeitsfest kann beginnen.

Das komplette Programmheft ist am Vorstellungsabend oder an der Billettkasse erhältlich.

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