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Weißer Dorfecho 199

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Weißer Dorfecho

Foto: Stephanie Broch

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Polizei-Notruf 110

Feuerwehr - Notruf - Notarzt 112

Polizei - Dienstelle Rodenkirchen 0221 2295230

Krankentransport: DRK und Malteser 0221 8888 48

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Krankenhaus der Augustinerinnen 0221 33080

Dreifaltigkeits-Krankenhaus Wesseling 02236 77-0

Uniklinik Köln 0221 4780

St. - Antonius Krankenhaus 0221 37930

St. - Elisabeth-Krankenhaus 0221 46770

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Psychiatrisches Krankenhaus(Alexianer Krankenh.s)02203 369110000

Entstördienst Rheinische Netzgesellschaft: Strom 0221 34645 600

Gas 0221 34645 600, Köln-West: 0221 77066

Notruf - Suchtkranke 0221 2074 601

Telefonseelsorge (ev.) 0800 1110111

Telefonseelsorge (kath.) 0800 1110222

Bei Sirenensignal: Radio Köln einschalten!

Erste Informationen werden dort sofort gesendet. Weiteres Verhalten entnehmen Sie bitte der „Information für unsere Nachbarschaft“.

Impressum WEISSER DORFECHO

Herausgeber:

Dorfgemeinschaft Weiß von 1962 e.V. Johannes Jendrsczok, Henrikestraße 2, 50999 Köln Internet: www.dorfgemeinschaft-weiss.de E-Mail: info@dorfgemeinschaft-weiss.de

Chefredaktion: Stephanie Broch, E-Mail: redaktion@dorfgemeinschaft-weiss.de

Mitarbeiter dieser Ausgabe:

Sandra Anders, Stephanie Broch, Klaus-Dieter Classen, Willi Esser, Edeltraut Esser, Franzis Atelier Fotografie, Johannes Hempel, Ralf Hoffmeister, Bernd Hövelmann, Petra Janßen, Kira Januszewski, Johannes Jendrsczok, Jan Ludwig, Markus Lückingsmeier, Moritz Meyer, Margit Müller-Vorländer, Karl Neumann, Doris Noll, Theo Oleff, Christian Pieck, Ralf Perey, Ursula Pies, Mechthild Posth, Sascha Rogosz, Susanne Roßmüller, Victoria Rottscheidt, Herbert Schmiel, Candida Stapf, David Strickling, Team der Albert-Schweitzer-Schule, Martina Wagner, David Winkel, Robert Wirtz, Frauke Witte, Jürgen Zaverl

Anzeigenannahme: Robert Neuschütz, Telefon: 0151 41817394 robert.neuschuetz@dorfgemeinschaft-weiss.de

Gestaltung & Produktion:

Silke Keller, Grüner Weg 1, 50999 Köln, Telefon 02236 509 506 4

Druck & Weiterverarbeitung: Küpper Druck GmbH & Co. KG, Toyota Allee 21, 50858 Köln Telefon 02234 949990-0, www.kuepperdruck.de

Das „Weißer Dorfecho“ ist ein unabhängiges, überparteiliches Mitteilungsblatt der Dorfgemeinschaft Weiß und erscheint vierteljährlich. Die veröffentlichten Beiträge der Autoren spiegeln nicht die Meinung der Redaktion wider! Die nächste Ausgabe erscheint Anfang September 2026. Letzter Termin für Beiträge, Fotos und Anzeigen ist Donnerstag, 31. Juli 2026 bis 18 Uhr. Gedruckte Auflage: 3.400 Exemplare.

Apotheken-Notdienst in Weiß

An untenstehenden Tagen und Nächten hat die Rosen-Apotheke für Sie Nacht- beziehungsweise Sonntagsbereitschaft, jeweils von 9 bis 9 Uhr (Termine unter Vorbehalt).

Auf der Ruhr 86, 50999 Köln, Telefon und Fax 02236-61731. An allen anderen Tagen finden Sie an der Rosen-Apotheke einen Anschlag, der die nächstgelegene offene Apotheke ausweist.

Mittwoch, 3. Juni 2026

Freitag, 10. Juli 2026

Donnerstag, 6. August 2026

Liebe Leserinnen und Leser,

seit nunmehr 50 Jahren publiziert unser Verein das Weißer Dorfecho. Es ist jedes Mal aufs Neue schön zu sehen, wie viel Freude dieses besondere Heft den Weißern bereitet. Artikel und Geschichten, die direkt vor der eigenen Haustür entstehen und über positive Entwicklungen sowie Ereignisse im Veedel berichten, machen das Magazin zu dem, was es ist.

Mit der vorliegenden Ausgabe halten Sie die 199. Ausgabe in den Händen – und zugleich die letzte vor unserer Sonderausgabe anlässlich des 200. Dorfechos. Seit Anfang des Jahres arbeiten wir an deren Planung und Umsetzung und sind zuversichtlich, als Dorfgemeinschaft Weiß 1962 e. V. ein ganz besonderes Heft gestalten zu können. Das Dorfecho zählt zu den größten Projekten unseres Vereins und bildet einen zentralen Bestandteil unseres Engagements.

Mit dem Sommer kehrt auch wieder eine Vielzahl von Veranstaltungen nach Weiß zurück. Das Fußballturnier der Sackjeseechter am 23. Mai sorgte erneut für ausgelassene Stimmung auf dem Ascheplatz. Auch das Pfarrfest am 31. Mai hat den Kirchplatz wieder belebt. Besonders empfehlen möchte ich zudem das Sommerfest der KG Kapelle Jonge, das in diesem Jahr am Samstag, 27. Juni, auf dem Schulhof der Albert-Schweitzer-Grundschule stattfindet.

Selbstverständlich organisieren wir als Dorfgemeinschaft auch in diesem Jahr wieder den Garagenflohmarkt in Weiß. Dieser findet am Sonntag, 5. Juli, gemeinsam mit dem Straßenfest des Haus Lebenshilfe statt und wird einmal mehr für lebendiges Treiben im Ort sorgen. Weitere Informationen dazu findet ihr auf Seite 6.

Seit April hat die letzte verbliebene Gaststätte in Weiß neue Pächter. Das Team um Martin Richter hat bereits mit der Eröffnungsfeier am 11. April gezeigt, welches Potenzial im „Alt Weiß“ steckt. Wir als Dorfgemeinschaft blicken gespannt auf die weitere Entwicklung und sind zuversichtlich, dass hier wieder ein lebendiger Begegnungsort

für Jung und Alt im Ortskern entstehen kann. Den Pächtern wünschen wir viel Erfolg und werden die Entwicklung auch als Verein so gut es geht unterstützen. Weitere Informationen findet ihr auf Seite 10.

Am 19. Mai fand unsere Jahreshauptversammlung im Alt Weiß statt. Es war bereits die Zweite nach der Wahl des neuen Vorstandes im Jahr 2024. Johannes, Robert und ich freuen uns sehr, die Dorfgemeinschaft Weiß 1962 e. V. weiterhin als Vorstandsteam führen zu dürfen, und danken den Mitgliedern herzlich für das entgegengebrachte Vertrauen.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen angenehmen Sommer im Veedel und alles Gute.

Mit freundlichen Grüßen David Winkel

Anlässlich der 200. Ausgabe des Weißer Dorfechos möchten wir euch, unsere Leserinnen und Leser, zu Wort kommen lassen: Welche Wünsche, Erwartungen oder Anregungen habt ihr für die Zukunft des Dorfechos? Sendet uns euren kurzen Beitrag oder Kommentar gerne bis Sonntag, 5. Juli per E-Mail an info@dorfgemeinschaft-weiss.de. Mit etwas Glück erscheint euer Text in unserer Jubiläumsausgabe im September. Bitte gebt zu eurem Beitrag euren Namen an und fügt nach Möglichkeit auch ein Foto von euch bei. Wir freuen uns auf eure Nachrichten!

Gender-Hinweis Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung der Sprachformen männlich, weiblich und divers (m/w/d) verzichtet. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten gleichermaßen für alle Geschlechter.

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Kapelle Jonge

Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus

Garagenflohmarkt

Liebe Nachbarinnen und Nachbarn in Weiß, zum 14. Mal findet unser Garagenflohmarkt in Weiß statt – und wir hoffen, dass auch in diesem Jahr wieder viele Weißerinnen und Weißer mitmachen. Der Flohmarkt wird am Sonntag, 5. Juli, von 11 bis 16 Uhr veranstaltet.

Bitte beachten Sie: Die Stände dürfen ausschließlich auf dem eigenen privaten Grundstück aufgebaut werden. Jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer ist selbst für den eigenen Stand verantwortlich. Der Flohmarkt ist eine rein private, nicht gewerbliche Veranstaltung; die Dorfgemeinschaft übernimmt lediglich die koordinierende Funktion. Teilnehmen können ausschließlich Familien oder Personen, die in Weiß wohnen beziehungsweise ihren Stand in Weiß aufstellen. Bitte geben Sie bei der Anmeldung den Vorund Nachnamen einer verantwortlichen Person, die Adresse sowie eine Telefonnummer an. Diese Angaben benötigen wir, um in der Woche vor dem Garagenflohmarkt eine Straßenliste mit allen teilnehmenden Bereichen zu veröffentlichen. Die Telefonnummer dient außerdem dazu, Sie bei Rückfragen unsererseits kontaktieren zu können.

Am selben Tag findet außerdem am Haus Lebenshilfe in der Heinrichstraße ein Straßenfest statt. Beide Veranstaltungen lassen sich wunderbar miteinander verbinden – ob vor dem Flohmarkt,

Die KG Kapelle Jonge geht im Jahr 2027 auf ihr 80-jähriges Bestehen zu. Zu diesem Anlass stellt nach 1997 die Gesellschaft wieder gemeinsam ein „großes“ Dreigestirn und ein Kinderdreigestirn in der Altgemeinde Rodenkirchen, welche Ende des Frühjahrs und Sommers öffentlich vorgestellt werden.

Ab sofort können bei Interesse Buchungsanfragen gestellt werden unter:

• dreigestirn@festkomitee-rodenkirchen.de

• kinderdreigestirn@festkomitee-rodenkirchen.de

Unser Auge richtet sich nun erst einmal auf das Sommerfest am Samstag, 27. Juni ab 15 Uhr auf dem Schulhof der Albert-Schweitzer-Grundschule in Weiß, zu dem wir um 18.30 Uhr die Kult-Band die „Räuber“ begrüßen dürfen. Text: Christian Pieck

zwischendurch oder im Anschluss bei Essen und Getränken. Die Lebenshilfe freut sich über Ihren Besuch.

Die Anmeldung zum Garagenflohmarkt ist über den QR-Code, folgenden Link oder per E-Mail an info@dorfgemeinschaft-weiss.de möglich bis zum 28. Juni.

Ihre Dorfgemeinschaft Weiß

TSV Weiß

Boxen für Frauen

Technik, Fitness und Kickboxelemente für Frauen und Mädchen ab 16 Jahre

• Buchbar 10er Karte, SchnupperBoxen oder Mitgliedschaft

• kurze Einführung in das Binden von Bandagen

• Boxtechniken für Einsteigerinnen und Fortgeschrittene

• Einfache Boxkombinationen und Meidebewegungen

• Fitness-Elemente Boxen und Kicken (Treten)

• Kein Kampf / Kein Sparring

Trainerin: Petra Schneider, Braungurt im Kickboxen

Donnerstags 18 bis19 Uhr Turnhalle Grundschule Weiß

Weitere Infos www.tsvweiss.de

Texte: Doris Noll Bild: Wiebke Blanke

Gymnastik für Senioren im Sitzen und Stehen

Siemöchten gerne Gymnastik machen, auch wenn Niederknien und Aufstehen von der Gymnastikmatte schwerfällt? Sie wollen weiter aktiv sein und etwas für Ihre Gesundheit tun?

Dann kommen Sie zu uns!

Eine kurze Aufwärmung machen wir im Stehen, danach sitzen wir auf einem Stuhl und bewegen unseren ganzen Körper vom Kopf bis zu den Zehenspitzen. Wir machen sanfte Übungen, um die Beweglichkeit zu erhalten und zu verbessern, die Muskulatur zu stärken und alle Gelenke zu aktivieren. Die Bewegungsintensität kann bei allen Übungen an die individuellen Möglichkeiten angepasst werden.

Nachruf Heinz-Peter Kläs

Mit

großer Trauer nimmt der TSV Weiß Abschied von seinem langjährigen Präsidenten Heinz-Peter Kläs, der über viele Jahre hinweg das Gesicht und Herz unseres Vereins war.

Heinz-Peter Kläs hat den TSV Weiß mit außergewöhnlichem Engagement, Weitsicht und Leidenschaft geprägt. Sein unermüdlicher Einsatz galt dem Sport, der Gemeinschaft und den Werten des Vereins. Er war weit mehr als ein Präsident – er war Ansprechpartner, Motivator und Freund. Mit seiner offenen Art, seinem Humor und seiner Verlässlichkeit hat er das Vereinsleben bereichert.

Mit einfachen Koordinationsübungen trainieren wir nicht nur unser Gehirn, sondern beugen auch einer Sturzgefahr vor. Übungen auf dem Stuhl können genauso intensiv sein wie auf der Matte. Wer sich noch fit genug fühlt, kann die Übungen gerne auch leicht verändert auf der Matte ausführen.

Kommen Sie zum Schnuppern gerne vorbei. Wir freuen uns.

Mittwochs 10:30 bis 11:30 Uhr

Heinrich-Schneider-Halle Fronhofstraße 1, Marktplatz Sürth Training: Barbara Beyer

Wir verlieren mit Heinz-Peter Kläs einen außergewöhnlichen Menschen, dem der TSV Weiß unendlich viel zu verdanken hat. Unser tiefes Mitgefühl gilt seiner Familie und allen Angehörigen.

Anstelle von Blumen hat der Verstorbene gebeten, eine Spende an die Jugendabteilung des TSV Weiß zu leisten. Für diese Unterstützung ist der Verein Heinz-Peter Kläs auch posthum außerordentlich dankbar.

Wir werden ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren.

Im Namen des gesamten Vereins TSV Weiß Foto: privat

TVR: Jugend- und Seniorenarbeit im Focus der Zukunft

Kinder- und Jugendarbeit

Kinder- und Jugendarbeit. ist schon immer ein großes Thema im TV Rodenkirchen 1898 e.V.

Kinder und Jugendliche können durch Sport in der Gemeinschaft sehr viel für die Entwicklung mitnehmen: füreinander da sein, Stärken und Schwächen erkennen, soziale Kompetenz erlernen und das „WIR“ Gefühl erleben. Der Sozialraum im Sportverein ist hier nicht zu unterschätzen! Erfolge gemeinsam teilen, sich freuen und gemeinsam feiern wie auch den einen oder anderen Misserfolg teilen, stärken das multikulturelle Zusammenleben

Der TV Rodenkirchen ist im Bezirk diesbezüglich ein wichtiger Player. Unsere Gruppen, auch die, die wettkampforientiert aufgestellt sind, haben immer das Ziel, alle abzuholen. So trainieren die Kids und Teens mit ihren Freunden zusammen und werden nicht nach Leistungsauswahl getrennt. „Gemeinsam Sporttreiben heißt für den anderen dazusein, sich gegenseitig zu unterstützen und gemeinsam ein Ziel zu haben“, betont TVR-Vorsitzende Iris Januszewski - für sie ist dies eine wichtige Botschaft an die junge Generation.

Was ist für 2026 für die Kids geplant?

• Sommerferien-Aktionen-Camp: 1., 2., 5., und 6. Ferienwoche für alle Kids aus dem Bezirk die

nicht in Urlaub fahren können, von Allrounder-, Fußball-, Basketball- und Starke-Kids-Judo Camps

• Segelfahrt in den Herbstferien

• Kinder - und Jugendfreizeiten auf dem Reiterhof im November

Senioren

Auch das Engagement im Seniorenbereich ist dem TVR ein großes Anliegen: Generationen zusammenbringen, Erfahrungen austauschen, gemeinsam die Zukunft gestalten und für die Gesunderhaltung unseren Beitrag leisten.

So wird das Programm stetig erweitert, um die Mobilität und die Eigenständigkeit im Alltag für die Generation 60 plus zu gewährleisten. Denn nur wer sich bewusst in Bewegung begibt wird, entscheidet sich aktiv für ein selbstbestimmtes, aktives Leben.

Sport verbindet, Sport hält fit, Sport bereichert generationsübergreifend unser Leben!

Generationsübergreifend

Viele Aktivitäten sind im TVR generationsübergreifend – lernen von dem, was war und Ideen sammeln von dem, was da noch auf uns zukommt.

Jeder hat im TV Rodenkirchen seinen Platz! Gemeinsam die Zukunft gestalten, durch das, was uns verbindet – Begegnungen, gemeinschaftliche Erlebnisse und die Offenheit für Neues und die Zukunft. Januszewskis Appell: „Werde Teil der TVR-Familie und engagiere dich!“

Unterstützung willkommen

Wer Interesse hat, uns bei unserer Arbeit zu unterstützen – sei es als Trainer, Helfer oder als Sponsor - ist sehr willkommen. „Ich freue mich über Ihre Rückmeldung und Unterstützung“, sagt die Vereinsvorsitzende.

Die Angebote des TVRs sind sehr vielfältig, Infos dazu erhalten Sie unter info@tvr1898.de oder auf unserer Internetseite www.tvr1898.de

Wir freuen uns auf Sie!

Text: Kira Januszweski und Karl Neumann Foto: istockphoto | rbv

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Gaststätte Alt-Weiss –ein Lokal für den Ort und seine Menschen

Werin unserem Veedel lebt, kennt das. Ein kurzer Plausch beim Bäcker, ein schnelles Verzällche auf dem Gehweg oder ein paar Neuigkeiten, die man dem Nachbarn zwischen Parkplatz und Haustür zuruft. Für einen kurzen Austausch reicht das im Alltag meistens aus. Aber sind wir mal ehrlich. Wirklich gemütlich wird es doch erst nach Feierabend oder am Wochenende, wenn niemand auf die Uhr schauen muss, nicht wahr?

Für die Momente, in denen aus einem „Wie geht’s?“ gerne mal ein langer, geselliger Abend wird, hat in Weiß zuletzt ein fester Anlaufpunkt gefehlt. Ein Ort, an dem man sich spontan trifft, gemeinsam ein Kölsch trinkt, Neuigkeiten austauscht oder einfach nur zusammensitzt. Die Eröffnung des Restaurants „Alt Weiss“ am 11. April hat uns gezeigt, dass wir diesen Treffpunkt nun wieder haben. Mit Martin und Jessica Richter hat das Traditionslokal neue Pächter gefunden, die selbst im Veedel leben und sich damit einen lange gehegten Traum von der eigenen Gastronomie erfüllen. Und diesen Traum verfolgen die beiden nicht allein für sich selbst. Vielmehr spürt man schnell, dass hier Menschen am Werk sind, die dem Ort etwas zurückgeben möchten.

In Zeiten, in denen traditionsreiche Gaststätten vielerorts schließen, setzen sie bewusst ein Zeichen gegen das Kneipensterben und auf echte Begegnungen. Das Konzept klingt dabei ebenso bodenständig wie spannend, denn es wird nicht „nur“ bei kölscher Küche und Brauhausatmosphäre für Jung und Alt bleiben. Künftig sollen hier

Das Team im Alt-Weiss: Martin, Jessica Hajar, Sven

Live-Musik-Abende, Kneipenquizze, Knobelrunden, Skatturniere und weitere Veranstaltungen wie Open-Mics stattfinden, die das Haus wieder zu einem lebendigen Mittelpunkt des Veedels machen sollen. Auch der Effzeh-Fan wird auf seine Kosten kommen, denn Bundesligaspiele werden ebenfalls übertragen.

Die Idee kommt im Ort sehr gut an. Das zeigte bereits die Eröffnung eindrucksvoll. Das Lokal füllte sich in kürzester Zeit so sehr, dass viele Gäste kurzerhand vor der Tür weiterfeierten. Besucher kamen nicht nur aus Weiß selbst, sondern auch aus Sürth, Rodenkirchen und Rondorf, um den neuen Betreibern einen erfolgreichen Start zu wünschen.

Ein besonderes Zeichen setzte dabei auch die KG Kapelle Jonge, deren Senat das „Alt Weiss“ kurz darauf zum neuen Vereinslokal der KG erklärte. In einem Ort wie Weiß hat das durchaus Gewicht, denn schließlich gehören Vereine hier zum sozialen Herzschlag des Veedels.

Hier entsteht kein anonymer Gastronomiebetrieb, sondern ein Lokal mit echter Nähe zum Ort und seinen Menschen. Da passt es wunderbar ins Bild, dass selbst die Kinder der Betreiber im Ort eifrig die Werbetrommel für das Familienprojekt rühren.

Genau deshalb wünschen sich viele Menschen in Weiß, dass das Lokal mit den Pächtern Martin und Jessica und ihren Partnern Hajar und Sven dauerhaft Bestand hat, wirtschaftlich erfolgreich ist und wieder zu dem Ort wird, an dem man nach Feierabend zusammenkommt, am Wochenende gerne länger sitzen bleibt und aus einem kurzen Besuch oft ein geselliger Abend entsteht.

Gaststätte Alt Weiss

Auf d. Ruhr 46, 50999 Köln, Telefon: 02236 9490909

Aktuelle Öffnungszeiten: Dienstag bis Donnerstag: 15 bis 23 Uhr, Freitag und Samstag: 15 bis 24 Uhr, Sonntag: 15 bis 22 Uhr, Montag ist Ruhetag

Text: Robert Wirtz Bild: Johannes Jendrsczok

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Neue Rampen fürs Jugendzentrum

Der Außenbereich des Jugendzentrums Weiß gehört schon lange zu den beliebten Treffpunkten für Kinder und Jugendliche im Ort. Besonders die Rampen für Skateboards, Scooter und BMX machen das Gelände zu einer echten Hauptattraktion. Doch die Jahre haben ihre Spuren hinterlassen: Die alten Rampen waren inzwischen deutlich abgenutzt und mussten dringend erneuert werden.

Genau hier setzte ein besonderes Projekt an: In dem sogenannten „Builderscamp“ wurde in den Osterferien gemeinsam angepackt. Ziel war es, unter professioneller Anleitung neue Rampen zu planen und zu bauen – und das nicht nur für die Jugendlichen, sondern vor allem mit ihnen.

Insgesamt acht Kinder und Jugendliche arbeiteten dabei Seite an Seite mit sechs erwachsenen Profis und Mitarbeitenden des Jugendzentrums. Geplant, geschraubt und betoniert wurde in zwei Bauphasen vom 30. März bis 2. April sowie vom 7. bis 10. April. Neben handwerklichem Geschick waren vor allem Teamarbeit, Ausdauer und Kreativität gefragt.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Entstanden ist unter anderem eine sogenannte „Corner“ – ein Begriff aus der Skaterszene für spezielle Rampenelemente, die neue Fahrmöglichkeiten und Herausforderungen bieten. Damit wird der Außenbereich nicht nur moderner, sondern auch deutlich abwechslungsreicher.

Für die Teilnehmenden war das Projekt weit mehr als nur ein Bauvorhaben. Sie konnten eigene Ideen einbringen, praktische Fähigkeiten erlernen und am Ende stolz auf etwas sein, das sie selbst mitgestaltet haben. Gleichzeitig stärkt das neue Angebot das Jugendzentrum als wichtigen Treffpunkt im Veedel.

Damit solche Aktionen auch in Zukunft möglich sind, freut sich das Jugendzentrum über Unterstützung. Weitere Umbau- und Ausbauprojekte sind bereits in Planung – jede Spende hilft, den Außenbereich noch attraktiver zu gestalten und Kindern und Jugendlichen Raum für Bewegung und Begegnung zu bieten.

Wir danken der JuE Horst GmbH & Co KG (besonders Horst und Christopher) und Jens Hildebrand (Garten und Landschaftsbau) für ihre freundlichen Sachspenden! Ein besonderer Dank gilt der Rheinbogen Stiftung für die liebe Spende, ohne die das Builderscamp nicht möglich gewesen wäre!

Weitere Spenden können wir trotz aller Hilfe immer noch gebrauchen! Spenden Sie gerne auf folgendes Konto: Jugendzentren Köln gGmbH, IBAN: DE86 3705 0198 0007 8529 57, unter dem Verwendungszweck Skaten 401-25908

Dafür möchten wir uns schon einmal recht herzlich bedanken!

Am Freitag, 12. Juni, wird im Jugendzentrum von 16 bis 20 Uhr die neue Rampe offiziell eingeweiht. Es wird gefeiert, gegrillt, und jeder, der mag, kann die neue Rampe selbst einmal ausprobieren. Alle sind herzlich eingeladen!

Text: Sascha Rogosz Bilder: Johannes Hempel

Neues aus der Albert-Schweitzer-Schule

Hippoklasse –

E-Waste-Race Sieger 2026

E-Waste-Race

Im Herbst bewarb sich die Klasse 4c um die Teilnahme an der Aktion „E-Waste-Race“, initiiert von „Das macht Schule“. Bei dieser Aktion treten die Schulen im Sammeln von E-Schrott gegeneinander an.

Aus dem Bewerberkreis wurden zehn Kölner Schulen ausgewählt, davon war die „Hippoklasse“ die einzige aus einer Grundschule. Die Kinder setzten sich im Rahmen des Projektes auch mit den Themen Konsum und nachhaltigem Wirtschaften auseinander“, erläutert die Klassenlehrerin Frauke Witte. Die Hippos sammelten sechs große Gitterboxen, unterstützt von der ganzen Schulgemeinde, Freunden und Nachbarn aus Weiß und belegten damit den ersten Platz. Als Preis erhielt die Klasse einen Ausflug zum Industriemuseum in Engelskirchen.

Sponsorenlauf

Eines der grundsätzlichen Ziele der Grundschule in Weiß ist, dass alle Kinder aktiv zum Schulleben beitragen. In diesem Sinne wurde Ende April nach 17 Jahren wieder ein Sponsorenlauf durchgeführt. Auf einer rund 800 Meter langen Rundstrecke hinter dem Sportplatz liefen die Kinder für vorher abgefragte Spenden von Eltern, Großeltern und Nachbarn. Als Spendenziel wurde in der Klassensprecherkonferenz eine neue Reckstange für den Schulhof und, falls genug Spenden erzielt würden, ein Basketballkorb vereinbart. „Der Einsatz aller Kinder übertraf sämtliche Vorstellungen, es war ein Lauffest der Freude“, berichtet Schulleiter Ralf Hoffmeister. Die erzielte Spendensumme wird in der kommenden Ausgabe des Weißer Dorfechos mitgeteilt.

Der Teufel mit den drei goldenen Haaren

Die Schulmusical-Aufführung begeisterte Anfang Mai zahlreiche Zuschauerinnen und Zuschauer in der Turnhalle der Schule. Der Schulchor präsentierte unter der Leitung von Frau Pätzold und Frau Müller ein märchenhaftes Abenteuer, das mit viel Musik, Spielfreude und beeindruckendem Engagement auf die Bühne gebracht wurde. Die Kinder erzählten die Geschichte eines Jungen, der mit Mut, Klugheit und einer Portion Glück selbst den Teufel überlistet und dabei auch anderen hilft. Die jungen Darstellerinnen und Darsteller überzeugten durch ihre ausdrucksstarken Stimmen und ihr sicheres Auftreten.

Ein besonderer Beitrag zum Gelingen war das liebevoll gestaltete Bühnenbild, das von der KunstAG unter der Leitung von Frau Mühlenhöver entworfen worden war und die märchenhafte Atmosphäre eindrucksvoll unterstrich.

„Es war beeindruckend zu sehen, mit wie viel Engagement, Mut und Teamgeist die Kinder dieses Musical auf die Bühne gebracht haben. Jede und jeder Einzelne hat dazu beigetragen, dass diese Aufführung zu etwas ganz Besonderem wurde“, zeigte sich Frau Pätzold begeistert.

Großer Auftritt in der Philharmonie

Die Teilnahme der gesamten Schule am diesjährigen SingPause-Konzert am 27. Mai in der Kölner Philharmonie war ein ganz besonderes Erlebnis für alle Beteiligten. Gemeinsam mit drei weiteren Kölner Grundschulen machten sich alle Kinder und Lehrkräfte auf den Weg zu diesem musikalischen Höhepunkt des Schuljahres.

Im Rahmen des Projekts „SingPause“, an dem die Schule seit diesem Schuljahr teilnimmt, wurde

Voller Einsatz für die Schule

in den vergangenen Monaten intensiv geprobt. Zweimal wöchentlich sangen die Kinder unter der Anleitung von Joel Graff nach der sogenannten Ward-Methode, bei der durch regelmäßiges gemeinsames Singen musikalische Grundlagen wie Rhythmusgefühl und Gehörbildung gefördert werden.

Das Konzert war ein beeindruckendes Gemeinschaftserlebnis: Hunderte Kinderstimmen füllten den Konzertsaal und sorgten für eine besondere Atmosphäre. Das gemeinsame Singen über Schulgrenzen hinweg machte deutlich, wie verbindend Musik sein kann. Frau Pätzold betonte im Anschluss die Bedeutung des Projekts: „Die SingPause zeigt, wie wichtig gemeinsames Musizieren für die Entwicklung der Kinder ist. Musik schafft Gemeinschaft, stärkt das Selbstbewusstsein und ermöglicht allen Kindern einen Zugang zur Welt der Musik.“ Für viele Kinder war es ein unvergesslicher Moment, auf einer so großen Bühne zu stehen und Teil dieses klangvollen Miteinanders zu sein.

JeKits-Orchester lädt zum Schulkonzert ein Im Juni erwartet Kinder und Eltern ein weiteres besonderes musikalisches Ereignis: Das JeKits-Orchester lädt für Dienstag, 23. Juni zu einem Konzert in die Turnhalle ein. Am Vormittag hören alle Schülerinnen und Schüler zu, am Nachmittag um 16 Uhr sind auch die Eltern herzlich eingeladen, die musikalischen Fortschritte ihrer Kinder zu erleben.

Unter der Leitung des Instrumental- und Orchesterlehrers Herrn Bock präsentieren die jungen Musikerinnen und Musiker ein abwechslungsreiches Programm mit bekannten Melodien und geben Einblicke in ihre Orchesterarbeit. Das Konzert ist Teil des Projekts JeKits, das Kindern einen niedrigschwelligen Zugang zur Musik er-

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möglicht und das gemeinsame Musizieren stärkt. Für die ersten Klassen finden im Vorfeld Schnupperstunden im Instrumentalunterricht statt, um neue Kinder für das Orchester zu gewinnen.

Konrektorin Eva-Maria Pätzold betont: „JeKits eröffnet allen Kindern die Chance, ein Instrument kennenzulernen und Musik aktiv zu erleben. Besonders das gemeinsame Musizieren im Orchester stärkt das Selbstvertrauen und das Miteinander.“ Auch Felix Bock freut sich auf das Konzert: „Die Kinder haben mit viel Engagement geprobt und möchten nun zeigen, was sie können.“

Projektwoche

Vor den Osterferien erstellten die Kinder im Rahmen der alle zwei Jahre stattfindenden Projektwoche unter dem Motto „Vom Grau zum Wow“ vielfältige Produkte und verschönerten die Schule. Den Abschluss fand die Projektwoche bei einem gut besuchten Fest in der Schule.

Sport, Koordination und Bewegung Im Frühjahr steigert die Albert-Schweitzer-Schule noch einmal die Intensität ihrer sportlichen Aktivitäten. Nach den Osterferien trainierten alle Kinder ihre Radfahrfähigkeiten auf dem ADAC-Parcours. Das Schwimmteam kämpft Anfang Juni als Titelverteidiger um die Stadtmeisterschaft im Wettbewerb „Schwimmen-Mannschaft“. Seit Mai nehmen die Fußballmannschaften an insgesamt vier verschiedenen Wettkämpfen teil. „Die Grundlagen hierfür wurden seit Schuljahresbeginn in der Fußball-AG gelegt“, erläutert Schulleiter Hoffmeister. „Natürlich wollen wir möglichst viele Spiele gewinnen, aber der Spaß und die Freude sollen immer im Vordergrund stehen.“ Ende Juni schließlich werden die Bundesjugendspiele auf der BZA in Rodenkirchen ausgetragen.

Das Team der Albert-Schweitzer-Schule Bilder: Frauke Witte, Ralf Hoffmeister

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Jedes 2. Jahr wählen wir Kinder ein Projekt. In diesem Projekt werden wir viel Spaß haben. Dieses Mal hieß die Projektwoche „Vom Grau zum Wow!“ Das Ziel war, die Schule zu verschönern. Es wurden Zäune verschönert, Fenster bemalt und es wurde der Schulgar- ten bepflanzt. Außerdem wurde das Lesezimmer umgestaltet. Es wurde aber auch viel gebastelt. Es gab noch andere Projekte wie: Henry Matisse, Pablo Picasso, James Rizzi oder Mosaik. Lisa, 4b/Charlotte, 3a/Maxine, 4b

Kinder berichten über die Projekttage der Grundschule „Vom

Grau zum Wow“

Ich fand das Projekt “Unser Zaun wird wow!“ toll, weil man dort sägen, malen und helfen konnte. Dann war ich noch im Projekt „Die Drachenklasse wird lebendig“. Die Drachenklasse ist eine Klasse, in der die Kinder, die nicht so gut Deutsch sprechen, Deutsch lernen. Dort haben wir Flaggen gemalt und auf- gehängt, Rätsel gelöst und einen Schatz gesucht. Anna, 3a

Wir haben Bilder wie James Rizzi gemalt und aus Milchtüten Häuser gemacht. Man malt das Bild so wie er es auch immer gemacht hat, also Hochhäuser mit Gesichtern und Gefühlen. Am Ende sieht das dann wunderschön aus, wenn man das noch mit einem schwarzen Edding umrandet, echt unglaublich! Riya, 3a/ Joan, 3c

Am besten fand ich das Projekt mit den Mosaiken. Die Kinder durften in diesem Projekt Mosaike gestalten, ihnen Namen geben und eine Deutung zu ihnen schreiben. Außerdem durfte man ein Mosaik malen. Man sollte in sich hineinfühlen. Man konnte entweder gute Sprüche oder ein schönes Bild in Mosaikform malen. Ronja, 3a

In meinem Projekt „Lesezimmer“ haben wir einen riesigen Lesebaum gebastelt und einen kleinen in der Ecke. Außer- dem haben wir noch schöne Wandbilder gebastelt. Maja, 3c

(…) Und dann war ich im Lesezimmer. Ich konnte meinen Augen nicht trauen! Da war ein so schöner Baum. Sema, 3a

Im Projekt „Art meets nature“ wurde die Schule verschönert. Da haben die Kinder unseren Schulgarten verschönert. Sie haben einen Weg gebaut, einen Märchenbaum gestaltet, kleine Zwerge selbst gemacht und noch viel mehr. Lana, 3c

Im Anschluss an die Projekttage gab es ein großartiges Projektfest. Man konnte durch die Schule gehen und alles anschauen. In der Aula gab es Kaffee und Kuchen, auf dem Schulhof die Getränke. In der Turnhalle konnte man Spiele spielen. Greta, 3a

Ich war beim Projekt „Wir verschönern die Fenster“. Wir haben mit Buntstiften ein Portrait gemalt und für die Fenster laminiert. Danach haben wir noch Buntstifte angemalt und viele bunte Hände. Das hat sehr viel Spaß gemacht. Dann war ich noch bei „Picasso“. Da haben wir Vasen mit Zeitung bekleistert. Danach haben wir Augen, Nase und Mund aus Knete gemacht und angeklebt. Am nächsten Tag haben wir die Vasen mit Farbe angemalt und trocknen lassen. Man konnte noch Friedenstauben zeichnen und Aufsteller machen. Lauri, 4b

Am Projektfest fand ich das Lesezimmer beeindruckend. Der Stiftezaun war toll. In der Quoka-Klasse gab es ein Riech-Memory, ein Hör-Memory und ein selbst gebasteltes Bild-Memory. Beim Mosaik-Projekt konnten die Gäste aus Papier ein Kompliment-Mosaik oder ein Bild-Mosaik nach ihrer Art machen und dann auf Pappe kleben. Carla, 3a

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Jubiläum beim Reit-Therapie-Zentrum

Wir feiern unser 55jähriges Bestehen!

Wir bieten Hippotherapie, heilpädagogische Förderung mit dem Pferd, Voltigieren und Reitunterricht für Menschen mit und ohne Behinderungen an. Wir haben acht Schulpferde und 350 Mitglieder. Unsere Reitstunden finden täglich statt. Es gibt zwei Voltigiergruppen. In den Osterferien fand wieder ein Voltigierlehrgang für 6 - 10-jährige Kinder statt. In den Sommerferien werden wir Reitlehrgänge anbieten. Die Planung für unser Reitfest am 4. und 5. Juli läuft auf Hochtouren, am 26.September führen wir unseren vereinsinternen Stallcup durch. Unsere Weihnachtsfeier rundet das Jahr im Dezember ab.

Gründung 1971

Ein Jubiläum ist immer ein Anlass, unseren Gründungsmitgliedern zu gedenken, die 1971 die Idee der pferdegestützten Therapie auf dem Pflasterhof umgesetzt haben. Als Reit-Therapie-Zentrum ist es unser oberstes Ziel, Integration und gelebte Inklusion zu ermöglichen. Wir sind überzeugt, dass jede und jeder vom Reitsport und vom Kontakt zu Pferden profitieren kann. Immer wieder erleben wir, wie dieser besondere Sport dabei hilft, Barrieren abzubauen, Vertrauen zu stärken und Begegnungen auf Augenhöhe zu schaffen.

Zu besonderem Dank sind wir auch unseren Arbeitskreisleiterinnen verpflichtet: Regina Theilen leitet seit 2000 den Arbeitskreis Hippotherapie; sie führt die Einheiten mit ihren Helfern mit Kompetenz und Herzblut durch. Elsa Riepe ist seit 2024 Arbeitskreisleiterin Heilpädagogische Förderung mit dem Pferd; sie stützt sich ebenfalls auf ihre engagierten Helfer und Ehrenamtler. Viele der Patienten kommen seit Jahrzehnten und schätzen die Therapieeinheiten sehr.

Menschen prägen unseren Verein. So wie Willi Rottscheidt als Gründungsmitglied tatsächlich Grundsteine gelegt hat, so ist seine Enkelin 2024 als Kind des Pflasterhofes ins „kalte Wasser“ gesprungen. Victoria Rottscheidt hat sich als erste Vorsitzende des Vereins wählen lassen und bringt viele gute Ideen ein. Mittlerweile hat sie auch als angestellte Reitlehrerin die meisten Reitstunden übernommen, was auch Pferde und Reitschüler sehr erfreut.

Ursula Schmitt übernimmt die Vormittagsreitstunden, ist Ansprechpartnerin in Schulpferdefragen und Arbeitskreisleiterin für Reiten als Sport für Menschen mit Behinderung. Ursula hat viele Jahre die mühselige Suche nach neuen Schulpferden übernommen und für vom Schulbetrieb ausscheidende Pferde einen neuen Besitzer gefunden - Ziel war immer das Happy End nach langer Arbeit als Therapiepferd. Ganz wenige Male musste sie aber auch Pferde bis zum bitteren Ende begleiten. Die Pferde sind uns, den Therapeuten und Reitern ans Herz gewachsen, und solche Situationen sind schwer und verlangen Fingerspitzengefühl. Mit Petra Bürger haben wir eine akribische Schatzmeisterin, die auch noch dichten kann und auch die „Nüssele“ des Vereins mit strengem Blick verwaltet.

Was wäre ein Verein ohne Ehrenamtler?

Wir haben so tolle Leute am Start, Menschen, die seit Jahren bei der Abrechnung helfen, Kassenwarte, Schulpferdereitervertreter, Jugendvertreter, Privatreitervertreter. Klingt bürokratisch, ist aber am Ende auch gelebte Demokratie im Verein, da natürlich viele unterschiedliche Interessen unter einen Hut (eine Reitkappe!) gebracht werden müssen. Wir sind ein Team, und jeder noch so kleiner Einsatz zählt!

Nicht zuletzt erwähnt seien die Spender, die uns immer wieder unterstützen. Das sind viele Mitglieder, Privatmenschen, aber auch Stiftungen und Unternehmen aus unserem Umfeld. Besonders erwähnt sei hier die Weißer Rheinbogen Stiftung, das Bezirksamt mit den bezirksorientierten Mitteln und die Kölschen Fründe.

Wir danken allen, die helfen, damit unser RTZ so sein kann, wie es ist. Wenn wir Ihr Interesse geweckt haben, freuen wir uns über Kontaktaufnahme über unsere E-Mail vorstand@rtz-weisser-bogen.de oder einen Besuch.

Text: Martina Wagner

Bild: Franzis Atelier Fotografie

Nachruf

Hennes Pfeiffer

HennesPfeiffer ist am 19.Mai 2026 im Alter von 89 Jahren von uns gegangen. Mit ihm verliert der Angelverein „Weißer-Rheinstipper 1987“ einen seiner Gründer, einen herausragenden Angler und einen Menschen, der das Vereinsleben über alle Jahre mit Herz und Tatkraft geprägt hat. Hennes war langjähriges aktives Mitglied und Mitgründer des Angelvereins, der durch eine Wette entstanden ist und letztendlich über Jahrzehnte Bestand hatte.

Als leidenschaftlicher Stipp-und Feederangler wurde Hennes acht Mal Vereinsjahresmeister und zählte damit zu den besten Anglern im Verein. Darüber hinaus kannte jeder Rheinangler aus unserer Region Hennes Pfeiffer, denn er war oft am Rhein und sprach dabei alle Angler an, fragte nach Fang, Köder und gab immer Tipps, wie man erfolgreicher angeln könnte. Sein Können, sein positiver Siegeswille, seine Erfahrung und sein Gespür, das Wasser “lesen zu können“ machte ihn zu einer festen Größe am Rheinufer. Ohne Hennes wäre jedes Gemeinschaftsangeln uninteressant gewesen, denn jeder wollte mehr fangen als er, denn Hennes Pfeiffer war das Maß aller Dinge. Ein Sieg ohne Hennes als Mitangler war nur die Hälfte wert. Daraus entstand der Spruch: Geangelt wird mit großem Eifer, es reichen 50 Gramm vorm Pfeiffer!

Er organisierte vieles mit im Verein, mischte Futter für Anglerkollegen an, besorgte Köder, Haken und stand oft bei Fischerfesten am Grill oder backte für alle Reibekuchen. Im Sommer bei früher Helligkeit saß Hennes die letzten Jahre schon um 6 Uhr morgens am Sürther Rheinufer unterhalb der Rheinterrasse in der „Badewanne“ ( die von ihm so genannte Kiesbucht vor dem Sürther Bootshaus) und wollte seine geliebten Rotaugen fangen. Zum Jahresende 2025 war sein 5-Jahres-Fischereischein abgelaufen, den er nochmal verlängern wollte, leider war ihm das nicht vergönnt. In stiller Trauer nehmen wir Abschied von einem beeindruckenden und bescheidenen Menschen, mit dem man „Pferde stehlen konnte“

Lieber Hennes … ein letztes PETRI HEIL von deinen Weißer-Rheinstippern.

Theo Oleff

Foto: Ralf Perey

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 buntes Familienprogramm 11. Juli 2026 14 – 21 Uhr JUBILÄUMSFEST

Eine Oase in unserer Kirche

Kennen Sie schon die neu gestaltete Taufkapelle in St. Georg? Sie lädt ein zum Innehalten und zum Seele-baumeln-lassen – wie eine Oase am Wasser. Hier ist ein Ort zum Verweilen für alle Generationen entstanden. Die liebevoll und ansprechend gestaltete Kapelle strahlt eine gemütliche und zugleich würdige Atmosphäre aus – mit dem von Professor Elmar Hillebrand gestalteten Taufstein in der Mitte.

„Was für ein schöner, einladender, besonderer Raum“, so hört man die staunenden Besuche

den beim Betreten durch den Haupteingang der Kirche. Der Blick fällt auf die angenehmen und beruhigenden Farben und das warme Licht, das die Glasfenster von Paul Weigmann in besonderer Weise erstrahlen lässt. Die gemütlichen Sitzmöbel, die flexibel gestellt werden können, laden zum Verweilen ein.

In besonderen Bibelausgaben für Erwachsene und für Kinder können neue Perspektiven entdeckt werden. Ein besonderes Highlight ist die Hörstele. Verschiedene Musikstücke mit dem Thema Wasser können ausgewählt werden. Zwei Bibelgeschichten sprechen vor allem Kinder an. Wir danken für die finanzielle Unterstützung der Fachstelle Katholische Familienzentren im Erzbistum Köln.

So ist die Kapelle sowohl ein Raum der Stille und der Meditation, aber auch der Begegnung, auch vor allem unser Taufort. Tauf-, Trauer- und andere Seelsorgegespräche haben hier einen würdigen Raum.

Die Taube als Symbol der Heiligen Geistkraft wacht über allem. Haben Sie sie entdeckt?

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Text: Beatrix Vogel und Ursula Pies Bild: Ursula Pies

Bücherschrank

in

der Straße „Auf der Ruhr“

Neuer Begegnungsort in Weiß

Kinderbücher, Jugendbücher, Romane, Krimis –der neue Bücherschrank in Weiß ist bestens sortiert. Seit März steht er in der Straße „Auf der Ruhr“ gegenüber dem Bestattungsunternehmen Brodesser und entwickelt sich bereits zu einem neuen Treffpunkt im Veedel.

Die Initiative für den offenen Bücherschrank ging von Michael Brodesser aus. „Die Idee hatte ich schon lange, damit Weiß einen weiteren Begegnungsort bekommt, an dem sich Leute treffen und austauschen – ohne Handys“, sagt Brodesser. Ursprünglich wollte er den Schrank direkt vor seinem Unternehmen aufstellen lassen. Doch dort erwies sich der Gehweg als zu schmal.

Schließlich entstand die Lösung, ihn auf dem umgestalteten Parkplatz gegenüber zu platzieren. Das Grundstück gehört Brodesser.

Für das Projekt entschied sich Michael Brodesser für ein Modell der Firma Urbanlife aus Sürth. Entwickelt wurde es von Hans-Jürgen Greve, dessen öffentliche Bücherschränke seit Jahren bundesweit zu finden sind. „Wir wollten einen robusten und hochwertigen Bücherschrank“, so Brodesser. Insgesamt kostete das Lesemöbel 8000 Euro. Die eine Hälfte übernahm das Bestattungsunternehmen Brodesser, die andere Hälfte finanzierte die Weißer Rheinbogen Stiftung.

„Der Bücherschrank wird sehr gut angenommen, es kommen viele Leute und bringen Bücher, nehmen Bücher und unterhalten sich dabei“, erzählt Brodesser. Erst kürzlich habe er vier Mädchen auf der Bank neben dem Schrank sitzen sehen – jede mit einem Buch in der Hand und eben nicht mit einem Handy. „Das ist großartig, genauso habe ich mir das vorgestellt“, freut sich Brodesser. Auch die neue Bank neben dem Schrank geht auf seine Initiative zurück; dafür investierte er weitere 1200 Euro. Schrank und Bank seien eine gute Investition, die sich auf jeden Fall lohne, ist er überzeugt.

Als Patin kümmert sich Monika Krämer um den Bücherschrank. Sie wohnt gegenüber dem Parkplatz und ordnet und säubert das neue Weißer Highlight fast täglich. Der Bücherschrank „Auf der Ruhr“ ist der zweite in Weiß, 2010 wurde bereits ein Bücherschrank vor der Albert-Schweitzer-Grundschule aufgestellt.

„Wir freuen uns, wenn die Leute ihr Bücher bringen, in dem Schrank ist für alle etwas dabei, von Jung bis Alt“, meint Brodesser. Aus Platzgründen sollen jedoch keine Sachbücher, keine Ratgeber und keine Hefte hineingestellt werden.

Text und Bild: Stephanie Broch

Monika Krämer, Ute Schmidt von der Weißer Rheinbogen Stiftung und Michael Brodesser freuen sich, dass der neue Bücherschrank in Weiß so gut angenommen wird.

Weißer Rheinbogen Stiftung; Hier kommt ihre Spende an

Das „Plosterkrüz“ soll saniert werden

DieWeißer Rheinbogen Stiftung hat ein Projekt ins Leben gerufen, das als Ziel die Sanierung des Wegkreuzes in Weiß hat. Gemeinsam mit der Weißer Dorfgemeinschaft und Bürgerinnen und Bürger aus Weiß soll das „Plosterkrüz“ oder Frie-

Alles für den Schulstart

Mitleuchtenden Augen und einem Kribbeln im Bauch blicken viele Pänz jetzt dem Schulstart entgegen. Für sie beginnt ein neuer Abschnitt –voller Neugier, kleiner Abenteuer und großer Träume. Und in diesem Jahr fühlt sich dieser Anfang für manche ganz besonders an. Dank der Weißer Rheinbogen Stiftung wurde genau hingeschaut und hingehört. Kinder aus Rodenkirchen, Weiß und Sürth, deren Familien es nicht immer leicht haben, dürfen sich nun über etwas freuen, das so viel mehr ist als nur Material: ein eigener, hochwertiger Schulranzen, ein gefülltes Mäppchen, ein Turnbeutel, Hefte und Stifte – alles, was die Kinder für ihren Schulstart brauchen.

Es ist ein Geschenk, das nicht nur praktisch ist, sondern auch Würde und Zugehörigkeit schenkt. Denn jedes Kind soll mit Stolz und Selbstvertrauen seinen ersten Schultag erleben können, ohne sich anders oder benachteiligt zu fühlen. Genau dieses Gefühl wird hier möglich gemacht – leise, respektvoll und mit ganz viel Herz. So wird aus einem einfachen Schulranzen ein Symbol für Chancen, für Gemeinschaft und für das Versprechen, dass niemand vergessen wird.

Und während die Pänz ihre neuen Sachen bestaunen, wächst etwas viel Größeres: Zuversicht. Ein herzliches Dankeschön richtet die Weißer Rheinbo-

denskreuz in Weiß erneuert werden. Das Wegkreuz findet man seit dem 19. Jahrhundert hinter den Reithöfen oberhalb der Fähre. In den vergangenen Jahrzehnten hat es stark gelitten, weshalb alle gemeinsam diese Restaurierung stemmen wollen. Dieser traditionsreiche Ort des Gedenkens und der Besinnung soll optisch ansprechend für die Gemeinschaft im Weißer Rheinbogen erhalten bleiben.

Eine sorgsame und sensible Restaurierung benötigt einige finanzielle Mittel, die ohne die Unterstützung durch Sie nicht möglich sein wird. Spenden, gleich in welcher Höhe, helfen uns, dieses Ziel zu verwirklichen. Wenn Sie uns helfen wollen, dann spenden Sie auf unser Konto bei der Sparkasse KölnBonn IBAN-Nr. DE 85 3705 01981930 4756 19 mit dem Verwendungszweck: „Wegkreuz“.

Jedem Spender gilt unser besonderer Dank, denn er fördert die Gemeinschaft im Weißer Rheinbogen.

Stefanie Mollidor bei der Ausgabe der Ranzen

gen Stiftung an alle, die das ermöglicht haben. „Ihr schenkt nicht nur Dinge – ihr schenkt ein Lächeln, Mut und einen wunderbaren Start in die Zukunft“, so der Vorstand Willi Esser.

Das Projekt konnte in den letzten Tagen umgesetzt werden, zur Förderung des Gesamtprojektes fehlen uns aber noch einige finanzielle Mittel.

Für Ihre Spende nutzen Sie ebenfalls das Konto bei der Sparkasse KölnBonn mit dem Verwendungszweck „Schulranzen“.

Texte: Willi Esser

Bilder: Edeltraut Esser, Stephanie Broch

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Paddel-Club Köln

Wer an einem sonnigen Wochenende am Rhein entlang spaziert, bemerkt schnell: Auf dem Wasser ist einiges los. Da mag sich der ein oder andere spazierengehende Mensch denken: “Bei schönem Wetter entspannt im Boot sitzen, sportliche Aktivität kombiniert mit Natur und frischer Luft und dabei Zeit in netter Gesellschaft verbringen? Das ist doch genau mein Sport!” Der Paddel-Club Köln bietet seinen Mitgliedern genau das. Gegründet im Jahr 2013 ist der vergleichsweise junge Kanuverein bestrebt, jedermann und jederfrau das Paddeln zu ermöglichen. Im Vordergrund steht dabei der Spaß am Wasser jeder Art, ob ruhig oder bewegt, ob auf dem Meer oder dem Kleinfluss. Unsere Heimat haben wir auf dem Gelände des Jugendzentrums in Weiß gefunden.

Paddeln oder Rudern?

Tauchen wir also ein in die faszinierende Welt… Halt, Moment! Ausgerechnet Tauchen will das paddelnde Volk ja nicht. Sagen wir also besser: Steigen wir ein ins Boot und in die faszinierende Welt des Kanusports. Und um gleich allen Missverständnissen vorzubeugen: Bei uns wird gepaddelt, nicht gerudert. Das bedeutet, wir machen es so, wie man es von Auto, Fahrrad und jeder anderen Fortbewegungsart kennt: Wir schauen dahin, wo wir hinwollen, also nach vorne. Alles andere wäre ja auch komisch, oder? Das tun wir im Boot sitzend, kniend und immer häufiger auch stehend auf dem Stand-Up-Board, kurz SUP.

In der Hand haben wir ein Paddel, kein Ruder! Dieses hat entweder ein oder zwei Paddelblätter, und die erzeugen, fachgerecht eingesetzt, den nötigen Vortrieb und werden auch zum Steuern des Bootes benutzt.

Paddeln, aber sicher

Bevor es ins Boot geht, sind zwei Sicherheitshinweise angebracht. Erstens: Wer nicht schwimmen kann, sollte nicht paddeln gehen. Faustregel: Wer kein Bronzeabzeichen hat, macht vor dem Paddelbesser erstmal den Schwimmkurs. Aber selbst für die besten Schwimmer mit Goldabzeichen gilt

die zweite Regel: Eine Schwimmweste ist Pflicht! Diese Empfehlung geben wir im Übrigen auch allen Freizeitpaddelnden, Schlauchbootfahrern und SUP-Enthusiasten, die sich auf den Gewässern rund um Köln so tummeln. Leider erinnern uns alljährlich traurige Vorfälle daran, dass selbst vom vermeintlich harmlosesten Badesee schnell tödliche Gefahr ausgehen kann.

Das Risiko sinkt allerdings erheblich, wenn man in einer Gruppe mit erfahrenen Wassersportlern unterwegs ist. Beim PCK, wie auch bei allen anderen Kölner Kanuvereinen, steht die Sicherheit auf dem Wasser an erster Stelle. Auch das sollte ein Grund sein, diesen Sport im Verein auszuüben, anstatt auf eigene Faust aufs Wasser zu gehen.

Schnupperpaddeln am Fühlinger See Wer den PCK und den Kanusport jetzt kennenlernen möchte: Eine gute Gelegenheit dafür bietet das alljährliche Schnupperpaddeln auf dem Fühlinger See. Am Samstag, 13. Juni, besteht dafür die nächste Gelegenheit. Auf dem See kann jeder unabhängig von Alter, Geschlecht und körperlicher Fitness ganz angstfrei testen, ob man sich auf dem Wasser überhaupt wohl fühlt.

Eine Voranmeldung per Mail an info@p-c-k.de ist dabei unbedingt erforderlich, denn die Plätze sind begrenzt.

Text und Bilder: Moritz Meyer

Sault-Brenaz in Frankreich, Training in wildem Wasser

Die kleine Bibliothek um die Ecke

Icherinnere mich noch genau an den Ausflug mit meinem Vater. Es war mein zehnter Geburtstag, und ich dachte, wir gingen in den Zoo. Stattdessen standen wir nach einer kurzen Straßenbahnfahrt vor der Stadtbücherei. Eingeschüchtert folgte ich meinem Vater durch die Gänge mit den meterhohen Regalen. So viele Bücher! Dann blieb mein Vater vor einem Regal stehen. Mein Herz machte einen Freudensprung. Alle Bücher waren von Enid-Blyton! Kurz darauf verließ ich glücklich mit meinem ersten Bibliotheksausweis und zwei Fünf-Freunde-Büchern die Bibliothek.

Fünfzig Jahre später habe ich wieder einen nagelneuen Bibliotheksausweis, diesmal für die katholische Bücherei St. Georg in Weiß. Obwohl ich seit einigen Jahren in Weiß wohne, habe ich sie erst kürzlich entdeckt und bin sofort angetan: Bücherregale an den Wänden, eine schöne Leseecke, bequeme Sessel und ein paar bunte Kissen. Es ist richtig gemütlich. Mein Blick bleibt an einem Regal hängen, über dem Schöne Bücher steht.  Was für eine tolle Kategorie, denke ich. An ein Buch hat jemand ein Post-It geklebt: „Jeder sollte dieses Buch lesen, dann wäre die Welt ein besserer Ort“ - der Kommentar einer Leserin. Das ist ausdrücklich erwünscht. Eine ältere Dame spricht mich an. „Das habe ich verschlungen.“ Sie erzählt, dass sie sonntags nach dem Gottesdienst immer mit ihrer Enkelin herkommt. Die Kleine blättert in der Kuschelecke schon in einem Bilderbuch. Eine junge Familie betritt die Bücherei. Die Kinder stürmen sofort zu den Kinderbüchern, die Eltern gesellen sich zu uns. Kurz darauf plaudern wir schon über die Bücher, die wir als Kinder gelesen und geliebt haben. Eine nachbarschaftliche Atmosphäre, die ich in einer Bücherei nicht unbedingt erwartet habe.

Eine kleine Oase in der Welt der Smartphones, die es ohne Doro, Uschi, Mareike, Marisa, Evelyn, Lara und Melanie, die ehrenamtlichen Helferinnen, die reihum sonntags ab 10.45 Uhr für zwei Stunden

vor Ort sind, wohl nicht gäbe. Sie leihen Bücher aus, sortieren die Rückgaben ein und beraten potenzielle Leseratten.

Mareike Urban ist eine der sieben Ehrenamtlerinnen, die in der Kirchenbücherei von St. Georg arbeiten.

Anregungen für Neuanschaffungen sammeln sie in einer Wunschbox. Das Geld dafür kommt vom Erzbistum Köln, von der Kirchengemeinde St. Joseph und Remigius sowie von Spenden aus der Gemeinde. Aber die kleine Bücherei kann noch mehr. Regelmäßig besuchen Grundschulklassen die Bibliothek, lernen das vielfältige Leseangebot kennen und entdecken, dass auch zwischen zwei Buchdeckeln Spannendes und Interessantes zu finden ist. Und manchmal reicht schon ein Bilderbuch, um junge Stammgäste zu gewinnen- wie das vierjährige Mädchen, das ein halbes Jahr lang jeden Monat mit seinem Vater wiederkam, um dasselbe Buch auszuleihen. „Wir verstehen uns als Familienbücherei, und wir führen hier eine wichtige Weißer Kultureinrichtung fort, die es seit den späten 1940er Jahren gibt“, erklärt mir Evelyn lächelnd.

Mit neuem Lesestoff in der Tasche - natürlich aus dem Regal für Schöne Bücher - verlasse ich zufrieden die kleine Bücherei. Unterwegs schaue ich noch beim neuen öffentlichen Bücherschrank vorbei. Je mehr Menschen kostenlosen Zugang zu Büchern haben, desto besser, denke ich – ob hier oder in der kleinen Bücherei um die Ecke. Denn, wie es bei uns so schön heißt: „Jede Jeck is anders.“

Text und Bilder: Candida Stapf

Öffnungszeiten: sonntags 10.45 bis 12.45 Uhr

Wird der Weißer Bogen ein Naturschutzgebiet?

Wird der Weißer Bogen Naturschutzgebiet, werden hier strengere Regeln gelten, die die Nutzung erheblich einschränken?.

DieseFrage stand schon vor Jahren im Raum –nun ist sie wieder aktuell. Der Weißer Rheinbogen ist derzeit als Landschaftsschutzgebiet (LSG) ausgewiesen, handelt es sich doch um einen der wenigen verbliebenen Auenwälder entlang des Rheins. Wo unsere Großeltern noch bis zum Kriegsende Gemüse anbauten und „en de Jade“ gingen, ist heute ein vielfältiger Forst entstanden, den wir alle als Naherholungsgebiet schätzen. Vor Jahrzehnten schon wurde dieses Gebiet als Landschaftsschutzgebiet und 2006 auch als Fischschutzzone deklariert. Hier darf man Erholung suchen, solange Natur und Landschaft nicht gestört werden.

Nun verfolgt die Landesregierung im Rahmen der Biodiversitätsstrategie das Ziel, den Biotopverbund in NRW auf 15 Prozent der Landesfläche auszudehnen. Dafür sollen weitere Naturschutzgebiete (NSG) ausgewiesen werden. An dieses Ziel sind alle Kommunen gebunden. Auch die Stadt Köln ist gefordert und prüft entsprechende Flächen – darunter auch unseren Rheinbogen, der zum großen Teil im Besitz der RheinEnergie ist. Erste Gespräche zwischen Behörden, Eigentümern, Landwirtschaftskammer, Landwirten und Naturschutzverbänden haben bereits stattgefunden.

An sich keine schlechte Idee, denn wer will nicht die Natur erhalten, Pflanzen und Tieren Raum geben und ein bestmögliches ökologisches Gleichgewicht erhalten, zumal sich das Gebiet ohnehin in einem Wasserschutzgebiet befindet.? Doch eine Umwidmung zum NSG hätte erhebliche Auswirkungen auf die Nutzung durch die Bevölkerung, da dort deutlich strengere Regeln gelten. Wege dürften nicht mehr verlassen werden, Trampelpfade wären tabu. Hunde müssten an kurzer Leine geführt werden, Pflanzen – auch Bärlauch – dürften

nicht mehr gepflückt werden. Auch das Bauen von Tipis oder andere Holzarbeiten im Wald wären untersagt.

In den letzten Jahrzehnten ist sehr viel bei uns gebaut worden, immer mehr Menschen wollen im Grünen leben und suchen die Erholung im Wald und am Rhein. Wenn diese Regionen dann quasi nicht mehr betreten werden dürfen, bleibt weniger Platz – und Konflikte sind absehbar.

So gerne ich für die Umsetzung der Idee eines NSG bei uns eintreten würde, habe ich doch starke Bedenken, dass die damit verbundenen Einschränkungen für alle hier Erholungssuchende zu massiv ausfallen können und es zu großen Auseinandersetzungen kommen wird. Zahlreiche Fragen sind offen: Kann es weiterhin Mutterkuhhaltung oder traditionelle Nutzungen wie einen Almabtrieb geben? Dürfen Reitwege bestehen bleiben und die „Bärlauchwiese“ noch betreten werden? Darf am Rhein ein Feuerchen gemacht werden?

Die Gespräche zur Umsetzung sind bereits angestoßen. In einem ersten Protokoll der Nutzerkonferenz ist zu lesen, dass „die Einbeziehung der Bevölkerung in den Prozess nicht zielführend“ sei. Also keine Bürgerbeteiligung! Gleichzeitig wird die hohe Besucherfrequenz benannt, ohne aufzuzeigen, wo und wie diese Menschen künftig Erholung finden sollen. Welche Alternativen gibt es? Sind Ausnahmen innerhalb eines NSG möglich?

Fest steht: Wird die Umwidmung erst beschlossen, ist eine spätere Änderung nur schwer möglich.

Text: Mechthild Posth Bilder: Stephanie Broch

„Quo Vadis“, Weiß?

Liebe Mitbürger und Mitbürgerinnen,

ich hoffe, ihr habt den Frühling mit schönen Spaziergängen oder Radtouren durch den Weißer Rheinbogen genossen. Gerade in dieser Jahreszeit zieht es viele Menschen an den Rhein. Familien mit Kindern, Spaziergänger, Jogger und Radfahrer teilen sich dort den Weg und genießen gemeinsam die Natur und die schöne Atmosphäre am Wasser.

Umso wichtiger ist es, dass wir alle aufeinander Rücksicht nehmen egal, ob wir zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs sind. Es funktioniert nur miteinander, nicht gegeneinander. Der gemeinsame Weg entlang des Rheins ist nun einmal nicht sehr breit, weshalb dort besondere Vorsicht und gegenseitige Rücksichtnahme nötig sind.

Das bedeutet zum Beispiel: Wenn Radfahrer klingeln, sollte - wenn möglich - Platz gemacht werden. Gleichzeitig gilt aber auch für Radfahrer, ihre Geschwindigkeit den Gegebenheiten anzupassen. Der Weißer Leinpfad ist keine Rennstrecke. Wer dort mit 25 km/h oder mehr unterwegs ist, gefährdet andere und riskiert schwere Unfälle.

Besonders erschreckend war zuletzt der Vorfall in Rodenkirchen, bei dem es zu einem Unfall mit Fahrerflucht durch einen Radfahrer gekommen sein soll. Genau solche Situationen möchten wir im und um den Weißer Rheinbogen vermeiden. Deshalb appellieren wir an alle: Fahrt aufmerk-

sam, nehmt Rücksicht und behandelt andere so, wie ihr selbst behandelt werden möchtet. Nur gemeinsam können wir dafür sorgen, dass der Weißer Rheinbogen für alle ein sicherer und angenehmer Ort bleibt.

Mit freundlichen Grüßen

Johannes Jendrsczok Geschäftsführer

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BEITRITTSERKLÄRUNG

Ich möchte Mitglied der Dorfgemeinschaft Weiß von 1962 e.V. werden:

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Geburtsdatum______________________________ Mein Beitrag pro Kalenderjahr:

DORFGEMEINSCHAFT WEISS 1962 e.V.

Gemeinnütziger Verein | Gegründet 1962

 Jahresbeitrag

a) Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützig e Zwecke im Sinne der §§51 ff der AO 1977 b) Zweck des Vereins ist es, die Interessen der Bürger und der gem einnützigen Vereine eines Stadtteils Köln-Weiß auf sozialen, kulturellen und sportlichen Gebieten zu fördern. Solc he Zwecke sind: -Senioren und Jugendarbeit -Pflege und Förderung von kulturellen, sportlichen und gesellschaftlich relevanten Veranstaltungen wie z.B. von Informationsabenden, Au sstellungen, Straßenund anderen Festen -Umwelt-, Landschaftsund Denkmalschutz -die Errichtung und Verwaltung von Plätzen und Anlagen, die der Weißer Bevölkerung zur Nutzung zur Verfügung gestellt werden...

Datum ______________________

Unterschrift_______________________________________________

Bitte bei Werkzeugleiste auf das Symbol für die Unterschrift au f Signieren klicken.

Bitte die Beitrittserklärung, das SEPA-Lastschriftmandat und di e Einwilligung zum Datenschutz ausfüllen , elektronisch unterschreiben und uns per Knopfdruck als Mail sch icken. Alternativ können Sie die drei Formulare ausdrucken und an unsere Geschäftsstelle per Briefpost senden. Ihre Mitgliedschaft bei der Dorfgemeinschaft Weiß von 1962 e. V. können Sie jeweils zum Ende eines vollen Jahres mit einer Frist von drei Monaten kündigen.

Vorsitzender: David Winkel, Zum Hedelsberg 105A, 50999 Köln, T elefon: 02236 379100 , david.winkel@dorfgemeinschaft-weiss.de

Geschäftsführer: Johannes Jendrsczok, Henrikestraße 2, 50999 Kö ln, T elefon: 0151 17212039, johannes.jendrsczok@dorfgemeinschaft-wei ss.de

Schatzmeister: Rober t Neuschütz, Im Garten 28 , 50999 Köln, Telefon: 02236 3932971, robert.neuschuetz@dorfgemeinschaft-weiss.de

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Ukraine-Hilfe

„Einfach machen“

– Transporte von Köln in die Ukraine

„Einfach machen“, sagte sich Ernst-Jürgen Wilke aus Weiß vor drei Jahren. Seitdem fährt er mehrmals im Jahr in die Ukraine, um Sachspenden aus Köln an Ukrainer – Zivilisten, aber auch an Soldaten - zu verteilen. Die Organisation, für die er tätig ist, hat sich kurz nach dem Ausbruch des Ukraine Krieges vor vier Jahren in Köln gegründet. Der Name ist Programm: „Einfach machen Köln e.V.“

Ob Rollstühle, Bekleidung, Lebensmittel, Schutzkleidung, Ultraschallgeräte - alles wird benötigt und transportiert. Sogar eine komplette Zahnarztpraxis wurde von Ernst-Jürgen Wilke abmontiert und bis an die Front gefahren.

Bei den Fahrten im Winter wurden Stromgeneratoren, Solarladegeräte für Handys und fast 1000 Weihnachtspakete mit Spielzeug ins Kriegsgebiet gebracht. Zwei Transporter mit Anhänger machen sich alle drei Monate auf den Weg von Köln nach Lwiw.

Dort übernimmt eine ukrainische Organisation die Verteilung der medizinischen Geräte an die Krankenhäuser im Land. Der zweite Transporter fährt 1000 Kilometer weiter Richtung Osten nach Krementschuk, immer mit einer „Warn App“. die vor Drohnen und Raketen warnt.

Der Kontakt und die Verteilung der sechs Paletten mit Hilfsgütern aus Köln wird in Krementschuk über den ortsansässigen Pastor organisiert. So werden das Waisenhaus mit Spielzeug, Sportgeräten und Lebensmitteln und das privatgeleitete Tierheim, in dem rund 300 Hunde leben, mit Tiernahrung beliefert. Der Pastor ist sowohl in der Gemeinde tätig als auch an der Front, als Militärpfarrer. Bei den Soldaten sind vor allem Proteinriegel, sogenannte „Energie bars“ beliebt.

Ernst-Jürgen Wilke fiel in Krementschuk besonders auf, wie sauber das Straßenbild ist, obwohl viele Häuser zerstört wurden und immer noch werden. „Es liegt kein Müll herum, keine Zigarettenkippen, oder sonstiger Müll“, schildert er.

Besonders eindrucksvoll ist für ihn die Herzlichkeit und Dankbarkeit der Menschen und die tägliche Gedenkminute. „Jeden Tag um 9 Uhr steht die Welt dort still. Autofahrer steigen aus ihren Autos aus, stellen sich, oder knien sich hin und gedenken der Opfer des Krieges“, erzählt der Weißer.

Um 22 Uhr wird die Straßenbeleuchtung ausgestellt, um sich vor nächtlichen Raketenangriffen besser zu schützen. Zum Schutz der Bevölkerung gibt es in der Fußgängerzone und in den Einkaufsstraßen tunnelartige Bunker. „Auch einen Klassenraum gibt es im Bunker, mit allem ausgestattet, so dass bei Alarm der Unterricht dort fortgesetzt werden kann“, berichtet Ernst-Jürgen Wilke.

Der nächste Transport, an dem Ernst-Jürgen Wilke teilnimmt, wird im Juli stattfinden. Wer Geld spenden möchte, kann dies in der Spendendose in der Rosen Apotheke in Weiß tun.. Aber auch Sachspenden werden benötigt und von ihm abgeholt. Absprachen dazu können direkt per E-Mail gemacht werden: ernst-juergen-wilke@web.de“

www.einfachmachen.koeln

Text und Bild: Susanne Roßmüller

Pflanzentauschbörse im Kleingartenverein Weiß Rheinlands Ruhm und Bonner Beste

„Kann man die jetzt schon auspflanzen?“, „Welche Farbe haben denn die Blüten?“, „Ach, die Blätter sind essbar?“, „Hat noch jemand Kürbispflanzen?“: Das waren nur einige der Fragen, die bei der Bunte Beete Börse des Kleingartenvereins Weiß am 25. April 2026 gestellt wurden. Die meisten ließen sich im direkten Gespräch beantworten und führten zu interessanten Gesprächen über Anbau, Aufzucht und Verwendung der verschiedenen Pflanzen.

Für die Aktion hatten die Kleingärtnerinnen und Kleingärtner eine große Bandbreite an Gemüsepflanzen, Kräutern, Sommerblumen und Stauden aus eigener Anzucht oder dem eigenen Garten im Gemeinschaftsgarten zusammengestellt und boten diese zum Tausch an. Neben „Klassikern“ wie Zucchini, Kürbissen und Tomaten gab es auch Exotisches wie Süßkartoffelpflanzen zu entdecken.

Blumen oder Kräuter, die zur Selbstaussaat neigen oder Wurzelausläufer bilden, vagabundieren häufig im Garten herum und können deshalb manchmal lästig werden. Im Pflanzenangebot fanden sich so auch Minzen, Zitronenmelissen, Malven oder Akeleien, die nun in anderen Gärten ihr Aroma entfalten und für schöne Augenblicke sorgen können. Im Falle der Malve sogar für beides, denn die Wildpflanze blüht nicht nur herrlich leuchtend violett, Blätter und Blüten sind auch essbar beziehungsweise. können zu Tee verarbeitet werden.

Besucherinnen und Besucher der Bunte Beete Börse bereicherten das Angebot mit weiteren Pflanzen und nutzten die Gelegenheit, sich für den eigenen Garten oder Balkon mit Jungpflanzen zu versorgen. Dabei sorgten unter anderem Sortennamen von Tomaten für neugierige Nachfragen: Was sind zum Beispiel Rheinlands Ruhm oder die Bonner Beste für Sorten? Lettuce Leaf - noch nie gehört, anders als die unter Tomatenfreunden beliebte Coeur de Boeuf, die Ochsenherztomate oder die Cocktailtomate Black Cherry.

Das Angebot stieß auf großes Interesse sowohl unter den Kleingärtnerinnen und -gärtnern, von denen viele die Gelegenheit nutzten, sich auch einmal außerhalb des eigenen Gartens zu treffen, als auch bei Nachbarinnen und Nachbarn. Gemeinsam tauschte man sich bei einer leckeren Apfelholunderschorle aus und genoss entspannt den frühsommerhaften Nachmittag.

Die Pflanzentauschbörse hat bereits Tradition im Kleingartenverein. Zunächst als interne Aktion gestartet, öffnete sie sich bereits zum dritten Mal der Öffentlichkeit. Die Möglichkeit über Garten- und Nachbarschaftsgrenzen hinweg ins Gespräch zu kommen, eröffnet neue Perspektiven und bindet den Kleingartenverein noch stärker ins Dorfleben ein.

Im Gemeinschaftsgarten finden zudem regelmäßig weitere Aktionen statt, wie Nachmittage für Kinder oder der kleine Weihnachtsmarkt. Beim Tag der offenen Tür (TdoT) in den Sommermonaten dient der Gemeinschaftsgarten als Anlaufstelle und Treffpunkt. Dieses Jahr findet der TdoT am Sonntag, 12. Juli, statt. Die Vereinsmitglieder freuen sich jedes Jahr über Ihren Besuch und gewähren gerne Einblick in ihr Gartenleben.

Text und Bilder: Petra Janßen

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Weißer Benefizkonzert 2026

Zugunsten der Weißer Rheinbogen Stiftung findet am Sonntag, 5. Juli von 15 bis 19 Uhr bei freiem Eintritt im Innenhof des Hauses Weißer Hauptstraße 52, 50999 Köln, statt. Um Spenden für die Stiftung wird vor Ort gebeten! Folgende Musiker und Musikerinnen konnten wir für das diesjährige Konzert gewinnen:

15 bis 15.15 Uhr

Hardin, Countrymusiker aus Weiß, mit bürgerlichem Namen Ulf Below, braucht man nicht vorzustellen. Ihn kennt sowieso jeder in Weiß. Er ist neben seinen vielfältigen musikalischen Tätigkeiten der Organisator der jährlichen Weißer Benefizreihe. Diese Mal wird er begleitet von Walter Thoma am Bass und HB Hövelmann an der Gitarre.

15.30 bis 16 Uhr

Das Shamrock Duo spielt nicht nur irische Folkmusik, sondern gestaltet auch Vollmondnächte mit Musik und Literatur, unter anderem ein Musik-Literatur-Bilder-Programm zum Book of Kells, sowie Märchen zur Harfe. Mal sehen was Hilde und Jupp Fuhs dieses Mal mitbringen.

16.15 bis 16.45 Uhr

HB & the Random Players

HB Hövelmann ist seit vielen Jahren Republik-Reisender in Sachen Rock-n-Roll-Gitarre und handgemachte Musik. Mit vielen unterschiedlichen Bands und Besetzungen trat und tritt er auf. Als Sideman oder Solist, aber am liebsten mit seinem

Trio, den Random Players. Getreu ihrem Motto „If Rock-n-Roll is not enough...“ huldigt die kleine-große-Band den kleinen-großen, bekannten und unbekannten musikalischen Perlen dieser - Gott sei Dank - nie aussterbenden Musikrichtung. Mal hart am Original, mal hart dran vorbei, aber immer mit Humor - gefälligst. Den Mann und seine Mannen muss man einfach gesehen und gehört haben.

HB Hövelmann: Gitarre und Gesang und Moderation

Henrik Herzmann: Bass und ein bißchen Gesang Tobias Sauter: Schlagzeug und ein bißchen mehr Gesang

17 bis 17.30 Uhr

Günter Schwanenberg ist Experte für alte kölsche Liedkultur. Er betrachtet die Geschichte und das Geschehen in Köln durch eine spezielle, nämlich die kölsche Brille. Legendär sind seine musikalischen Führungen auf dem Kölner Südfriedhof, über die auch schon Deutschlandfunk Kultur berichtete. Lassen wir uns überraschen was er dabei hat . . .

17.45 bis 18.15 Uhr

Oll Spencer’s Melting Pot (D) ROCK’N’ROLL. PUNKT.

So lässt sich die Musik von Oll Spencer’s Melting Pot am treffendsten zusammenfassen. Die Band steht für kompromisslosen Rock’n’Roll mit Wurzeln in den 50ern und der rohen Energie der 70er. Authentische Vocals, dreckige VintageGitarrensounds und eine treibende Rhythmusgruppe prägen den Sound. Keine Retro-Show,

SANITÄR · HEIZUNG · LÜFTUNG

sondern zeitloser Rock’n’Roll mit Haltung, Spielfreude und eigenem Charakter. Das Repertoire ist eine explosive Mischung aus Eigenkompositionen, Klassikern und beinahe vergessenen Perlen des Rock’n’Roll. Live wird diese Musik ganz im Sinne der alten Juke Joints zelebriert: wild, intensiv und schweißtreibend vom ersten Takt an. Oll Spencer’s Melting Pot schaffen einen direkten Draht zum Publikum und bringen Bühne und Saal zuverlässig zum Kochen – roh, ehrlich und ohne Sicherheitsnetz.

Oll Spencer: Gesang, Gitarre

Steffen Brückner: Gitarre

Hermano Loco: Bass

Leon Meier: Drums

18.30 bis 19 Uhr

Jay Ottaway and The Benefit Allstars (USA/D)

Jay Ottaway pflegt sehr enge Beziehungen zu Europa. Seit mehr als 20 Jahren gibt der amerikanische Singer-Songwriter und Gitarrist aus Boston hier Konzerte, seit 2019 mit seinem Quartett Jay Ottaway and The Lost Boys. Seine Musik und seine Songs stehen in der Tradition großer amerikanischer Songwriter und Bands wie Bob Dylan and The Band, Neil Young und Tom Petty, haben aber einen eigenen, unverwechselbaren Sound. Jay Ottaway ist der offizielle Gründer der Weißer Benfizkonzerte.

Jay Ottaway: Gitarre, Gesang

Di-Tag 09:00 - 10:00 UhrNeu

GesundheitssportPilates Rücken aktiv

Di-Tag 09:00 - 10:00 UhrNeu ab 05. Mai

GesundheitssportPilates Rücken aktiv

Di-Tag 09:00 - 10:00 UhrNeu ab 05. Mai

Full-BodyWorkout

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Sa..-Tag 09:00- 10:00 Uhr

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Full-BodyWorkout

Sa..-Tag 09:00- 10:00 Uhr

Dance Fitness

Markus Griess: Keyboards

Tobi Sauter: Schlagzeug

Henrik Herzmann: Bass

An der Wachsfabrik 15 50996 Köln

HB Hövelmann: Gitarre

Telefon 0 22 36 / 6 12 35

Telefax 0 22 36 / 96 32 54 www.motoo-sk.de info@motoo-sk.de

Wir danken Ferdi Katzenburg für die Nutzung seines Innenhofes!

Text: Heinz-Bernd Hövelmann Bilder: Klaus-Dieter Classen

Gartencenter

Garten- und Landschaftsbau

Baumschulen und Staudenkulturen seit 1912

Sürther Straße 300 | 50999 Köln-Sürth

Tel. 02236 /6 2781 | Fax: 02236 /6 8416

Web: www.juergl.de

Email: info@juergl.de Winteröffnungszeiten: Mo.-Fr. 9 bis 17 Uhr Sa. 9 bis 14 Uhr

Do.-Tag 17:00 - 18:00 Uhr

Dance Fitness

Vorbei kommen lohnt sich!

Do.-Tag 17:00 - 18:00 Uhr

Trainingsort: TVR Clubhaus, Sürther Str. 195, 50999 Köln, Telefon: 0221 - 669 50 50

Vorbei kommen lohnt sich!

Dance Fitness

E-Mail: info@tvr1898.de

Do.-Tag 17:00 - 18:00 Uhr

Trainingsort: TVR Clubhaus, Sürther Str. 195, 50999 Köln, Telefon: 0221 - 669 50 50

Vorbei kommen lohnt sich!

E-Mail: info@tvr1898.de

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Weißer Team erfolgreich bei der World Robot Olympiad

DreiTeams aus den Robotik- und KI-Kursen der Brainbuster Academy haben am 9. Mai erfolgreich am Regionalwettbewerb der World Robot Olympiad in Aachen teilgenommen. In der Kategorie „Future Innovators“ entwickelten die Kinder und Jugendlichen eigene Roboterideen zum Saisonmotto „Robots meet Culture“.

Giacomo, Julian und Ben aus Weiß überzeugten die Jury mit ihrem autonomen Tunnel-Scan-Roboter zur Erkundung antiker Bauwerke und qualifizierten sich für das Deutschlandfinale der WRO in Trier.

Besonders erfolgreich war das Team aus Weiß von Giacomo, Julian und Ben mit dem Projekt „Schätze aus der Römerzeit retten“. Die drei entwickelten einen autonomen Tunnel-Scan-Roboter, der antike unterirdische Bauwerke selbstständig erkunden und mit Sensordaten eine digitale 3D-Karte erstellen soll. Die Idee verbindet Robotik mit Archäologie und Denkmalschutz – ein Thema mit besonderem Köln-Bezug. Das Team erreichte den 1. Platz und qualifizierte sich damit für das Deutschlandfinale der WRO in Trier.

Auch die weiteren Teams der Brainbuster Academy überzeugten: Johann und Moritz präsentierten mit „Keepy: Der Erinnerungsroboter“ einen sozialen Roboter, der älteren Menschen zuhören und ihre Geschichten bewahren soll. Sie erreichten den 3. Platz. Eloy, Gustav und Elias stellten einen „Food Truck Roboter“ vor, der Essen personalisiert zubereiten und in Fußgängerzonen anbieten könnte. Sie belegten den 4. Platz. „Wir sind sehr stolz darauf, wie engagiert, kreativ und souverän die Kinder ihre Projekte vorbereitet und vor der Jury präsentiert haben“, sagen Sandra Anders und Markus Lückingsmeier von der Brainbuster Academy. „Der Wettbewerb zeigt, wie viel Kinder und Jugendliche leisten können, wenn sie Technik mit eigenen Ideen und gesellschaftlich relevanten Fragen verbinden.“

Die Brainbuster Academy bietet in Weiß Robotik-, KI- und Programmierangebote für Kinder und Jugendliche an. Ziel ist es, junge Menschen für Technik zu begeistern und ihnen zu zeigen, dass sie digitale Zukunft aktiv mitgestalten können.

Nähere Informationen zu den Robotik- und KI-Kursen gibt es auf der Homepage www.brainbuster-academy.de oder direkt über Markus@ Brainbuster-Academy.de.

Text und Bilder: Sandra Anders und Markus Lückingsmeier

HÖRT, HÖRT: AUSGEZEICHNETER SERVICE

2 MEISTER. 1 ZIEL: IHNEN GEHÖR SCHENKEN.

„In vielen Fällen sind die Gärten und die Natur viel wirkungsvoller als jegliches Medikament.“

Oliver Sacks, britischer Neurologe und Schriftsteller

Gärtnerische Arbeit als Heilmittel

ImJuni/ Juli habe ich ein besonderes Augenmerk auf mitlaufende Wildkräuter in unseren Staudenund Gräserbeeten. Es sind meine ganz besonderen Yogastunden, wenn ich versuche, zwischen den Stauden zu balancieren und körperfokussiert Stellungen einnehme, die größte Ähnlichkeiten mit Yogaübungen haben. Den herabschauenden Hund meine ich sehr oft beim Gärtnern einzunehmen. Auch die Standwaage und den Krieger III übe ich meines Erachtens regelmäßig aus, um beim Unkrautjäten nicht das Gleichgewicht zu verlieren.

Dabei bleibe ich beweglich und verbinde mich gleichzeitig mit der Natur. Und wenn man das Glück hat, und sich Igel, Vögel, Eichhörnchen und andere Tiergäste ebenfalls im Garten wohlfühlen, dann kommt noch die Freude am Beobachten der Tierwelt dazu. Wir haben schon seit vielen Jahren Igel. Sie flitzen nur zu gerne in den Abendstunden durch unseren Garten. Einfach herrlich, ihnen zuzuschauen.

Ein weiterer Grund zur Freude im Juni/ Juli ist die schöne Kletterhortensie Hydrangea petiolaris. Seit 20 Jahren wächst sie an unserem geliebtem Gartenhaus Villa Süden. Dabei lässt sie sich reichlich Zeit. Kletterhortensien sind langsame, ausholende Fassadenkletterer. Wer vorhat, ein schnelles Fassadenglück zu pflanzen, liegt mit der Hydrangea petiolaris nicht richtig. Ende Mai/ Anfang Juni schiebt sie ihre wunderschönen, cremeweißen, circa 25 Zentimenter breiten Schirmblüten durch die dunkelgrün glänzenden Blätter. Dabei verströmt sie einen süßlichen Duft und zieht alle Aufmerksamkeit auf sich. Aber nicht nur damit, denn pure Freude kommt auf, wenn sich ihre sogenannten Schirmrispenblüten wie kleine Kunstwerke mit ihrem äußeren Kranz weißer Blütensterne zeigen. Mit ihren Haftwurzeln kann sie Wände und Rankgitter erklimmen, zudem ist die Pflanze eine wichtige Nahrungsquelle für Honigbienen, Hummeln, Wildbienen und Schmetterlinge.

Im Juni blüht eine weitere meiner vielen Lieblingspflanzen. Die übermotivierte Nepeta Walkers Low (Katzenminze). Ihr überschäumendes Wesen, ihre unermüdliche Blühfreude und ihr charakteristisch aromatischer Duft begleitet uns von Ende Mai bis August. Ihre blauvioletten Blütenrispen an langen Blütenstielen übernehmen gerne die Hauptrolle im frühsommerlichen Staudenbeet. Und den Job macht sie mit Bravour. Zwar leicht übermütig, aber absolut hinreißend. Der frische Minzduft zieht zudem unzählige Insekten während der Blüterauschzeiten an. Das sorgt für ein wildes Spektakel auf den Blütenständen der Katzenminze. Nepeta Walkers Low ist prächtig hochwachsend mit ihren bis zu 80 Zentimetern Höhe und 60 Zentimetern Breite. Diesen Platz muss man ihr im Staudenbeet einräumen, sonst bringt man sich um den Genuss.

Herzlichst, Margit Müller-Vorländer

Bilder: Margit Müller-Vorländer

„Die gärtnerische Arbeit gilt als ein Heilmittel, das hilft, Ordnungen und Rhythmen wieder herzustellen, die beschädigt worden oder abhanden gekommen sind.“

Jürgen Dahl, 1929 – 2001, Buchhändler und Journalist

Ehrung der langjährigen Mitglieder Emilia Ehlen, Bernhard und Liselotte Käfer durch Oliver Grunwald (2. von links) und Ralf Lachmann (rechts).

Ehrungen und Neuwahlen beim Ortsgruppentag

DieDLRG Rodenkirchen e.V. hatte zur jährlichen Hauptversammlung in den Ruderverein 1877 eingeladen. Neben dem Vorstand und dem Vertreter des Bezirks Köln hatten sich erfreulicherweise auch einige jüngere Mitglieder eingefunden.

Ausgezeichnet mit dem Verdienstabzeichen in Bronze: Constantin Jansen und David Strickling.

Los ging es mit Ehrungen: Emilia Ehlen wurde für ihre 10jährige Mitgliedschaft geehrt, Liselotte und Bernhard Käfer für jeweils 40 Jahre Mitgliedschaft in der DLRG-Ortsgruppe Rodenkirchen. Voller Stolz überreichte der Vorsitzende Blumen und Geschenke an die Jubilare. Anschließend wurden der stellvertretende Einsatzleiter Constantin Jansen und der Referent für Öffentlichkeitsarbeit David Strickling für ihre ehrenamtliche Tätigkeit im Verein mit dem Verdienstabzeichen in Bronze ausgezeichnet. In seiner Laudatio hob Geschäftsführer Oliver Grunwald die langjährigen Verdienste der beiden in der Ortsgruppe hervor.

Im weiteren Verlauf der Tagung wurden die Berichte des abgelaufenen Geschäftsjahres genehmigt. Demzufolge hat die DLRG Rodenkirchen e.V. ein erfolgreiches Jahr hinter sich und konnte den Mitgliederbestand weiter ausbauen. Nach den Berichten stand die Entlastung des Vorstandes an.

Bei den anschließenden Neuwahlen wurde der bisherige Vorstand bestätigt: Ralf Lachmann leidet die Ortsgruppe mit seinem Stellvertreter Stefan Weiß, das Amt des Geschäftsführers bekleidet Oliver Grunwald mit seiner Stellvertreterin Alexandra Beuel. Beate Puls bleibt für weitere vier Jahre mit ihrem Stellvertreter Jan Degenhardt die Schatzmeisterin der Ortsgruppe. Das Ressort der Einsatzleitung bekleiden Jan Degenhardt und Constantin Jansen (Stellvertreter), und das Referat für Öffentlichkeitsarbeit geht wieder an David Strickling und seinen Stellvertreter Fabian Fehr.

Der neu gewählte Vorstand dankte für das Vertrauen und hat sich für die nächsten Jahre ein wichtiges Ziel auf die Fahne geschrieben: Eine regelmäßige und erstklassige Schwimmausbildung in Rodenkirchen.

Weitere Infos unter: www.dlrg-rodenkirchen.de

Text: David Strickling

Bilder: David Strickling, Jan Ludwig

DLRG Rodenkirchen

Der Fall der wandernden Hecke

Im Dorf sagt man: Solange über das Wetter geredet wird, ist alles in Ordnung. Wenn plötzlich eine Hecke zum Thema wird, ist es spannend.

So begann es auch zwischen, nennen wir ihn Herrn Krüger und seinem Nachbarn, Herrn Bäcker. Herr Krüger war ein ordentlicher Mann, was sich in seinem Garten widerspiegelte. Sein Rasen hatte eine Frisur, die einem Igel nicht unähnlich war. Seine Werkzeuge hingen der Größe sortiert in seinem Gartenschuppen. Und seine Grundstücksgrenze war für ihn keine Besitzumfriedung, sondern eine zu respektierende Demarkationslinie. Herr Bäcker hingegen war, neudeutsch gesprochen, ein Hippster. Und er war großzügig - vor allem gegenüber Pflanzen. Seine Thuja-Hecke wuchs, wie sie wollte. Und sie wollte viel.

Eines Morgens stand Herr Krüger mit seiner Kaffeetasse am Fenster, sah hinaus – und erstarrte. Ein Zweig. Ein einziger, unschuldig wirkender Zweig, ragte über die Grundstücksgrenze. „Das wächst ja aktiv rüber“, sagte er beim Frühstück zu seiner Frau, als handle es sich um eine strategische Offensive. Seine Frau sah kurz auf, musterte ihn und sagte nur: „Dann sprich halt mit ihm.“Das war theoretisch richtig. Juristisch sinnvoll, praktisch aber schwierig. Denn Herr Krüger hatte einen Plan entwickelt. Und dieser Plan beinhaltete keine Gespräche, sondern eine Heckenschere.

Am Samstag, Punkt acht Uhr, stand er geschniegelt im Garten. Handschuhe, Schutzbrille. Eine Entschlossenheit, wie man sie sonst nur aus historischen Dokumentationen kennt. Schnitt. - Schnitt. - Was auf seiner Seite war, verschwand. Radikal. Präzise. Bis hinter dem Zaun plötzlich eine Stimme kam. „Das ist jetzt aber nicht Ihr Ernst.“ Das war Herr Bäcker, der die Aktion nicht so klasse fand. In Hausschuhen. Mit Kaffeebecher. Und dem Gesichtsausdruck eines Mannes, der soeben feststellt, dass sein Baum halbiert wurde. „Das wächst auf mein Grundstück“, sagte Herr Krüger ruhig. Zu ruhig. „Ja“, sagte Herr Bäcker, „aber es gehört mir.“ Ein Moment Stille. Man fühlte sich an Szenen von Loriot erinnert. Man hätte jetzt lachen können. Tat aber keiner. „Das ist mein Recht“, sagte Herr Krüger schließlich.

Und hier wird es interessant. Denn ganz falsch lag er damit nicht. Was vom Nachbargrundstück herüberwächst, darf man tatsächlich abschneiden. Aber – und dieses „aber“ hat es in sich – nicht einfach so. „Haben Sie mir vorher Bescheid gesagt?“,

fragte Herr Bäcker. Herr Krüger schwieg. „Eine Frist gesetzt?“, legte Herr Bäcker nach. Noch mehr Schweigen.

Man konnte in diesem Moment förmlich hören, wie irgendwo im Hintergrund ein Gesetzbuch aufgeklappt wurde. Denn tatsächlich gilt: Erst reden. Dann Frist setzen. Dann schneiden. Nicht umgekehrt.

„Sie hätten was sagen können“, meinte Herr Bäcker schließlich. „Sie hätten schneiden können“, konterte Herr Krüger. Damit ging es diesmal unentschieden aus.

In den folgenden Wochen passierte Folgendes: Herr Krüger begann, die Höhe der Hecke zu messen. Mit Zollstock. Mehrfach täglich. Herr Bäcker begann, die Hecke bewusst nicht zu schneiden. Aus Prinzip. Die Hecke selbst – völlig unbeeindruckt –wuchs weiter. Dann kam der nächste Punkt.

„Die ist zu hoch“, sagte Herr Krüger eines Tages und wedelte mit einem Blatt Papier. „Das ist nicht zulässig.“ Jetzt wurde es juristisch. Denn ja: Für Hecken gibt es tatsächlich Regeln: Abstand zur Grenze, maximale Höhe, je nach Bundesland fein säuberlich geregelt.

Herr Bäcker nahm das Papier, sah es sich an, nickte langsam und sagte: „Die steht da seit acht Jahren.“ Herr Krüger blinzelte. Und genau da lag das Problem. Denn viele wissen nicht: Solche Ansprüche verjähren. Wer zu lange nichts sagt, verliert irgendwann sein Recht. „Das hätten Sie früher sagen müssen“, sagte Herr Bäcker, jetzt ein kleines bisschen zufriedener. Man sah Herrn Krüger an, wie sich innerlich etwas verschob. Nicht viel. Aber genug.

Am nächsten Tag passierte etwas Unerwartetes. Herr Krüger klingelte bei Herrn Bäcker. Ohne Schere. Ohne Papier. Ohne Zollstock. „Wollen wir die Hecke zusammen schneiden?“, fragte er. Herr Bäcker sah ihn kurz an, dann grinste er. „Aber diesmal reden wir vorher.“

Was man daraus lernen kann?

Ganz einfach: Das Nachbarschaftsrecht gibt einem oft Möglichkeiten. Der Alltag verlangt meistens etwas anderes. Und manchmal ist ein gemeinsamer Schnitt mit der Heckenschere deutlich günstiger als ein Streit mit Paragraphen.

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