1/2026 | Mitteilungen der Sektion Rheinland-Köln des Deutschen Alpenvereins
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> Wenn du neue Mitglieder wirbst, kannst du dich auf Gutscheine freuen und bei der Endverlosung attraktive Preise gewinnen.
> Jedes geworbene Mitglied gewinnt, weil es von den vielen Vorteilen einer Mitgliedschaft im Alpenverein profitiert.
> Auch der Deutsche Alpenverein und der Kölner Alpenverein gewinnen, weil sie in ihrer Arbeit bestätigt und gestärkt werden.
Für jedes von dir geworbene, erwachsene Mitglied erhältst du einen Gutschein in Höhe von 20 Euro. Diese Gutscheine kannst du für den Grundbetrag bei Ausbildungskursen, in der Geschäftsstelle oder für den DAV-Shop verwenden.
Der Wert der Gutscheine wird dir bei Vorlage einer Rechnung vom DAV-Shop seitens des Kölner Alpenvereins gutgeschrieben. Die Gutscheine können ohne Vorlage einer Rechnung nicht ausgezahlt werden. Die Gutschrift erfolgt maximal in Höhe des Rechnungsbetrags. Wenn du die Gutscheine für den Grundbetrag
bei einem Ausbildungskurs einsetzen willst, dann musst du den Grundbetrag zunächst in voller Höhe an das Referat für Ausbildung überweisen. Der Gegenwert wird dir nach Aufforderung durch dich von der Geschäftsstelle erstattet.
Für die jährliche Endverlosung erhältst du ein Los für jedes geworbene Mitglied, unabhängig von dessen Alter. Was es zu gewinnen gibt, erfährst du auf unserer Website.
Wenn du Mitglieder werben möchtest, musst du selbst mindestens ein Jahr dem DAV angehören. Du musst aber nicht Mitglied im Kölner Alpenverein sein. Die Daten der geworbenen Mitglieder kannst du über den Mitglieder-Service oder direkt an die Geschäftsstelle melden. Bei Sonderaktionen, bei denen der Beitritt ohne Aufnahmegebühr möglich ist (zum Beispiel Aktion „Mitglied werden ohne Aufnahmegebühr“, Familienmitgliedschaft, etc.), können keine Gutscheine vergeben werden. Die Teilnahme an der Endverlosung ist aber trotzdem möglich!
Die aktuellen Teilnahmebedingungen findest du unter: mwm.dav-koeln.de
i n eigener s ache
h erausgeber: s ektion r heinland-Köln des Kölner Alpenvereins e.V. clemensstraße 5–7, 50676 Köln, Tel. 0221 2406754, Fax 0221 2406764, info@dav-koeln.de
Wenn ihr uns gerne Themenvorschläge, Text- und/oder Bildmaterial schicken möchtet, verwendet dafür bitte ausschließlich unsere r edaktionsadresse: redaktion@gletscherspalten.de. > die redaktion i mpressum
Zeitschrift für die Mitglieder der s ektion, herausgegeben vom r eferat für Öffentlichkeitsarbeit
Auflage ( print): 5.400 / ( e - paper): 12.050
Beigelegt: Festschrift 150 Jahre Kölner Alpenverein
Titelbild: Queyras, Foto: Jürgen Greggersen
r edaktion: Andrea Weber, Astrid Königstein, Bernd Weber, Britta s tanek, c aro n iemann (verant wortlich), e dda Koopmann, Gudrun h epp, Julia Weinberger, Kalle Kubatschka, Meike h ansen, n adja Jambor, Tina Gissel, Vanessa przibilla, Wolfgang s picher
Verantwortliche r edakteurinnen im Wechsel: c arola n iemann, Meike h ansen, Geschäftsstelle, clemensstraße 5–7, 50676 Köln
Texte an: re daktion@gletscherspalten.de d ie r edaktion behält sich die Kürzung und Bearbeitung von Beiträgen und Zuschriften vor.
d ruck: Warlich d ruck, Am h ambuch 5, 53340 Meckenheim
Layout: Jeanette s törtte, Berlin
r edaktionsschluss für h eft 2/2026: 01.05.2026
Unsere Geschäftsstelle
Geschäftsstelle: Karen Blomeyer, Angélique s teinberg, i nes Wellbrock (Leitung), clemensstraße 5–7 (nähe neumarkt), 50676 Köln, Tel. 0221 2406754, Fax 0221 2406764, www.dav-koeln.de, info@dav-koeln.de
Öffnungszeiten: d ienstag und d onnerstag 14:00 bis 18:30 Uhr
Bücherei: d onnerstag 16:30 bis 18:30 Uhr
Bankverbindung: pax Bank, i BA n de37 3706 0193 0030 3030 32, B ic G en O ded1pAX
Anschriften unserer h ütten
> Kölner e ifelhütte, s t. Georg straße 4, 52396 heimbach-Blens, Tel. 02446 3517 www.koelner-eifelhuette.de
> Kölner haus auf Komperdell, 6534 serfaus, Österreich, Tel. 0043 5476 6214, Fax -62144, www.koelner-haus.at
> hexenseehütte s. Kölner haus
Liebe Leserinnen und Leser, liebe Mitglieder des Kölner Alpenvereins,
Berge verbinden – Menschen, Wege und Perspektiven. Diese Ausgabe unseres Mitgliedermagazins spiegelt genau das wider und zeigt die ganze Vielfalt unseres Vereins lebens. Ein Beitrag zeigt uns beispielsweise, was es bedeutet, mit dem Rollstuhl in den Bergen unterwegs zu sein. Er macht deutlich, wie viel Planung, Kraft und Unterstützung nötig sind, um alpine Ziele zu erreichen – und wie wertvoll diese Erfahrungen trotz aller Hindernisse sein können.
Konsequent by fair means ging es mit dem Rad von Burscheid auf die Kreuzspitze: 1.000 Kilometer und 7.800 Höhen meter stehen für Ausdauer, Entschleunigung und das bewusste Unterwegssein aus eigener Kraft. Unsere Titelgeschichte wiederum entführt in die ursprüngliche Bergwelt Queyras in den französischen Alpen und weckt Lust auf eigene Abenteuer. Ein historischer Fund rundet das Heft ab: Unser ehemaliger Archivar entdeckte im Dürener Archiv einen Bericht über die Erstbesteigung der Hochkoppel in der Eifel – ein spannender Blick auf die Wurzeln bergsteigerischer Begeisterung in unserer Region.
Ergänzt wird die Ausgabe durch die Siegerfotos unseres Foto wettbewerbs, die Jahresberichte der Gruppen und Referate sowie einen Blick in das spannende Programm zum 150-jährigen Jubiläum des Kölner Alpenvereins.
Wir wünschen euch viel Freude beim Lesen und Inspirierenlassen.
herzliche Grüße aus der redaktion
inhALT infos der sektion
2 Verschiedenes/impressum
4 Geschäftsstelle und Vorstand bergauf – bergab
5 Le Tour de Queyras reportage
8 im rollstuhl unterwegs jubiläum
10 150 Jahre Kölner Alpenverein vielfalt
13 Gemeinsam unterwegs reportage
14 By fair means auf einen 3.000er tourentipp
16 Wanderglück an der Mosel fotowettbewerb
18 die siegerfotos interview
20 Gletschertour im hochsommer tourengruppe
22 im nationalpark riesengebirge archiv
24 ein sensationeller Fund hütten
26 hüttendienst auf der hexenseehütte
27 die Kölner Bergwochen rechenschaftsbericht und infos der sektion
28 Jahresberichte 2025
33 neue Klettertalente gruppen
34 Gemeinsam auf Tour
35 Aktivitäten der Gruppen
n achruf h einz Arling
Heinz Arling ist am 20. Dezember 2025 im Alter von 98 Jahren nach einem langen und erfüllten Leben friedlich verstorben. Er war 54 Jahre Mitglied unserer Sektion und insgesamt 41 Jahre in verschiedenen Wahlämtern tätig, teilweise auch parallel: Referent für Naturschutz, 3. Vorsitzender, 2. Vorsitzender, 1. Vorsitzender, Beisitzer Natur schutz und Mitglied im Äl tes tenrat. Im Jahre 2004 wurde er von unserer Mitgliederversammlung zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Er war auch unzählige Jahre als Ausbilder tätig und hat Genrationen von Mitgliedern zum Bergwandern, Klettersteig- und Hochtourengehen begeistert. Besonders hatten es ihm die Civetta, das Ortlergebiet und die Grande Traversata delle Alpi (GTA) angetan. Wenn er von der GTA mit ihren vielen urigen Posti Tappa und dem guten Essen schwärmte, hatte er immer einen besonderen Glanz in den Augen.
Wir verlieren mit Heinz einen Naturfreund, Bergkameraden, Mentor und Vorstandskollegen, der unseren Verein über Jahre hinweg geprägt hat. Er wird in unseren Erinnerungen weiterleben! > Kalle Kubatschka
Verspätetes h ochzeitsgeschenk
Mit einiger Verspätung – dafür umso herzlicher – hatten Andreas, Bernd und Dirk nun die Gelegenheit, Tanja und Björn ihr Hochzeitsgeschenk auch persönlich zu überreichen. Im Namen der Sektion wurden die Glückwünsche offiziell ausgesprochen und als besonderes Zeichen der Verbundenheit eine Tafel mit den Namen und Abbildungen aller Pächterinnen und Pächter des Kölner Hauses übergeben, die künftig einen besonderen Platz im Eingangsbereich erhalten wird.
Tanja und Björn bewirtschaften das Kölner Haus inzwischen bereits im dritten Jahr mit großem Engagement und spürbarem Herzblut. Umso schöner war es, diesen besonderen Anlass gemeinsam nachzuholen und das Geschenk stellvertretend für die gesamte Sektion zu überreichen.
> c aro n iemann
d er Kölner Alpenverein hat folgende ehrenamtliche Tätigkeit zu vergeben:
Beisitzer*in Alpengarten
d as r eferat h ütten und Wege im Kölner Alpenverein betreut unsere h ütten, die Wege im Arbeitsgebiet der s amnaun-Gruppe und die Mietobjekte in Köln. d arüber hinaus unterstützen wir die r ichterhütte im n ationalpark h ohe Tauern.
d er Alpengarten am Kölner h aus auf Komperdell oberhalb s erfaus/Tirol ist eine einzigartige Anlage, um Wandernden die hochalpine p flanzenwelt in direkter n ähe einer Alpenvereinshütte näher zu bringen.
d eine Aufgaben:
Vorbereitung und Koordination der notwendigen Arbeiten
zum weiteren Auf- und Ausbau und Gestaltung des Gartens
zur gärtnerischen p flege
– Unterstützung der Arbeiten vor Ort
Budget- und Kostenkontrolle
– Mitarbeit an Berichten, Veröffentlichungen etc.
Anforderungen:
– Gärtnerische und pflanzliche Kenntnisse
– Organisatorische Fähigkeiten
– Bereitschaft zu Tätigkeit vor Ort
– i nteresse an gemeinsamer Arbeit mit den Firmen, pächtern und im r eferat
Zeitbedarf in der s ommersaison ca. 6 bis 8 s tunden pro Woche (inkl. der r eisen nach s erfaus)
Wir bieten dir:
– i nteressante Tätigkeit mit großem gestalterischen Freiraum in einem Zentrum der alpinen Touristik
– Ausreichende e inarbeitung und kontinuierliche Unterstützung durch die r eferate h ütten und Wege sowie n aturschutz
– Verantwortliche Mitarbeit in einem erfolgreichen Team
– Übernahme aller Auslagen, die im r ahmen der ehrenamtlichen Tätigkeit entstehen, wie z. B. Fahrtkosten, Büromaterial
Bitte wende dich bei i nteresse an d irk h ürtgen (dirk.hürtgen@dav-koeln.de)
Folgende e hrenämter und hauptamtliche Jobs sind aktuell im Verein zu vergeben:
– Beisitzer*in für e hrenamt
– Freiwilliges s oziales Jahr im s port
– Trainer*innen und Fachübungsleiter*innen
– Tourenleiter*innen für die Wandergruppe
– dAV-Wanderleiter*innen
– Tourenleiter*innen für die r egenbogen-Gruppe
Weitere e inzelheiten findest du unter > jobs.dav-koeln.de
Le Tour de Queyras
Es kann heiß werden, hinauf auf den Gipfel des 3.210 Meter hohen Pain du Sucre zu gelangen. Besonders im Hochsommer, wenn die Temperaturen schon mal auf gefühlte 35 Grad im Schatten steigen, den es dort nirgendwo gibt. Nebenbei wird mit zunehmender Höhe die Luft auch immer dünner, schließlich so dünn, dass man sie kaum noch sieht. Doch oben angekommen eröffnet sich zur Belohnung für die Strapazen ein grandioser Ausblick auf die überwältigende Berglandschaft des Queyras. Durch diese führt wiederum ein einzigartiger Wanderweg, der Grande Randonnée (GR) 58. Zwar liegt das Massiv nicht unbedingt am Ende der Welt, aber am östlichen Rand Frankreichs und grenzt unmittelbar an Italien. Auch wenn das abgelegene und dünn besiedelte Gebiet nur über zwei schmale und sehr kurvenreiche Passstraßen erreicht werden kann, erfreut es sich gerade bei französischen Wanderinnen und Wanderern einer recht großen Beliebtheit. Und so kann es gelegentlich vorkommen, dass in der ein oder anderen Hütte um die Mittags- und Nachmittagszeit schon mal etwas mehr los ist. Am frühen
Abend kehrt jedoch überall Ruhe ein und die Stille und Einsamkeit der Bergwelt lassen sich ungestört genießen. Wenn man schockfrostresistent ist, laden entlang des Weges auch zahlreiche Seen zum Baden ein.
Den idealen Ausgangspunkt für eine ausgedehnte Hüttentour durch den Queyras bietet das Städtchen Ceillac. So klein die Ortschaft zu sein scheint, ist dort alles zu finden, was man sich für den Start einer achttägigen Wanderrunde durch die Berge wünscht: ein Supermarché, eine Boulangerie, mehrere Restaurants und Gîtes und vor allem viele Parkplätze. Zweimal am Tag soll auch ein Bus in Ceillac ankommen und sogar wieder abfahren. So herrscht in dem Örtchen eine Geschäftigkeit wie in manchem Basecamp.
Obwohl die reguläre Route des GR 58 sicherlich sehr schön ist, bietet ein Umweg entlang der beiden malerischen Seen Lac Miroir und Lac Sainte Anne ein Highlight, das eine zusätzliche Mühe wert ist. Hat man den oberen See hinter sich gelassen, wird es langsam einsam im Gebirge. Wie eine dünne
Ein Blick zurück
Zick-Zack-Naht zieht sich der Pfad in die Höhe hinauf zum 2.699 Meter hohen Col Giradin. Um nicht die Hälfte der einzigartigen Aussichten zu verpassen, lohnt sich der ein oder andere Blick zurück und bei guter Sicht zeigt sich in der Ferne sogar die Silhouette des Monviso. Im nächsten Tal angelangt, erwartet einen am Ende des Wandertages das zwar kleine, dafür aber umso gemütlichere Refuge Maljasset.
Tags darauf verläuft die Wanderstrecke hauptsächlich bergauf. Erst gemächlich, dann wird es steiler. Am Lac de la Noire empfiehlt sich eine Pause, bevor nach einer sowohl kurzen wie auch steinigen und steilen Steigung der Pfad nochmals abwärts führt.
Auf den Lac de la Noire folgt der Lac de la Blanche, an dessen Ufer das gleichnamige Refuge liegt.
Der folgende Morgen verlangt nach Entscheidungen. Doch zuvor muss erst der 3.021 Meter hohe Pic de Caramantran überwunden werden. Unbemerkt hat man auf den Weg dorthin zuvor mehrmals die Grenze nach Italien überschritten. Die nächste Hütte, das Refuge Agnel, liegt wieder im Tal. Der Tag ist noch jung, die Kräfte noch frisch, und so stellt sich die Frage: Rauf auf den Pain du Sucre und anschließend im Agnel übernachten, oder weiter ziehen zum Refuge La Monta, der nächsten Unterkunft?
Pain du Sucre mag vielleicht recht süß klingen, aber wie anfangs geschildert, gilt es Richtung Bergspitze, die ein oder andere kleine Herausforderung zu meistern. Hinzu kommt, Wegweiser sind selten und selbst Spuren lassen sich auf dem felsigen Grund oft nicht erkennen. Wenn man beim Aufstieg zumindest den Gipfel als Ziel anvisieren kann, wird es runter partiell kompliziert. So ist die Gipfelbesteigung mit einem Schwierigkeitsgrad von T4 und drüber eher etwas für geübtere Bergfreund*innen. Obendrein ist das Platzangebot auf dem Gipfel sehr begrenzt, so dass es für Gruppen ziemlich eng werden kann.
Als Alternative zum heißen Aufstieg könnte man bei einem erfrischenden Spaßgetränk im idyllischen Refuge La Monta prima entspannen und es sich gut gehen lassen, denn schließlich ist Urlaub. Eine Entscheidung zwischen Abenteuer und Wellness fällt somit nicht leicht. Aber immerhin ist es besser, die Qual der Wahl zu haben als die Wahl der Qual. Am Morgen drauf geht’s wieder rauf. Lärchenwälder spenden Schatten und hüllen die Welt in mystisches Grün. Ein Gebirgsbach plätschert munter gurgelnd talwärts. Die Murmel pfeifen eine fröhliche Melodie und der Himmel ist zum Greifen nah, da eröffnet sich am Grad auch noch ein freier Blick auf die umgebenden Bergketten mit ihren zahlreichen Dreitausendern. Sich so an der Erhabenheit der Bergwelt erfreuend, erreicht man bei gutem Wetter in circa sechs Stunden den Ort Abriès. Wem die Idylle allmählich zu viel wird, kann sich nach einer langen Zeit der Abstinenz darauf freuen, in Abriès endlich mal wieder so richtig shoppen zu gehen. Neben Schuh- und Fashionläden findet man dort auch einen Lebensmittelmarché, Cafés, Restaurants und Unterkünfte. Für Kulturbegeisterte lohnt sich ein kurzer Besuch der Pfarrkirche Saint Pierre, die in ihren Ursprüngen auf das 12. Jahrhundert zurückgeht, jedoch während der Barockzeit übereifrig modernisiert wurde.
Nach der Betriebsamkeit der Stadt lockt anderntags wieder der Ruf der Wildnis, wo sich einsame Pfade durch die unberührte Natur winden. Irgendwo am Wegesrand zerfällt ein schon seit langem verlassenes Dorf. Der Anblick der brüchigen und moosbedeckten Mauern ruft melancholische Gefühle wach. Doch aller Romantik zum Trotz erinnern die Ruinen zugleich an die Brüchigkeit des Glücks und die Vergänglichkeit allen menschlichen Strebens. Um drohenden morbiden Gedanken zu entgehen, hilft
pic de caramantran mit bescheidenen Gipfelkreuzen
der eisfreie Lac de la Blanche
Bewegung, die zielgerichtet eingesetzt zum Refuge de Fonts de Cervières führt. Beschwingt und leichtfüßig geht es am Morgen darauf weiter, denn die Etappe zur nächsten Unterkunft ist nicht sonderlich lang. Doch opjepass, hirtenlose Schafherden können schon mal im Weg rumstehen. Dabei sind weniger die Schafe das Problem als vielmehr die riesigen Hunde, die diese vor dem Appetit hungriger Wölfe bewahren sollen. Um dem Hund klarzumachen, dass er es nicht mit einem Wolf zu tun hat, hilft Reden. Empfehlenswert wäre es auch, seinen Namen zu wissen. Diesen findet man meist nebst Foto auf irgendeinem Hinweisschild irgendwo am Wegesrand. Dumm nur, wenn man das Schild nicht beachtet oder übersehen hat. Dann heißt es, entweder zurück und den Namen eingeprägt oder die Gefahr mutig ins Auge gefasst, mit beruhigender, aber eindringlicher Stimme eine Ansage machen und das Beste hoffen! Meistens lässt er einen dann in Ruhe. Aber Vorsicht, da die Hütehunde in der Regel nur Französisch verstehen, kann es unter Umständen auch mal zu Missverständnissen kommen. Hat man dann hoffentlich unbeschadet das Örtchen Souliers erreicht, findet man im Refuge Le Grand Rochebrune eine absolut sichere und gemütliche Unterkunft. Da es im Ort selbst nichts Besonderes zu sehen gibt und auch sonst nicht viel los ist, kann man die freie Zeit prima zur Kleider- oder Körperpflege nutzen.
Nach einer Nacht im Matratzenlager verlockt anderntags wieder einmal eine lohnenswerte Alternative, vom offiziellen Verlauf des GR 58 abzuweichen. Ein mehr oder weniger unscheinbarer Pfad begleitet ein schmales Aquädukt, das vor langer Zeit einmal zur Bewässerung der Kuhweiden angelegt wurde. Folgt man dem Wasserlauf so gelangt man irgendwann an den Weitwanderweg mit der Bezeichnung GR 5, der im Tal bei der Ortschaft Brunissard wieder auf die
ursprüngliche Route trifft. Viel Strecke ist dabei zwar nicht abzukürzen, jedoch sind so zumindest einige Höhenmeter zu sparen, denn anschließend führt der Weg tendenziell nur noch nach oben. Aber auch das kann sehr schön sein, wenn auch schweißtreibend. Mit der Vorfreude auf ein kaltes Getränk und eine warme Dusche geht es also dem Refuge Furfande entgegen. Es kommt allerdings ab und an schon mal vor, dass die Dusche am Ende einer heißen Wandertour genau so kalt ist wie das Erfrischungsgetränk. Wem dies un peu inconfortable erscheint, kann beruhigt sein, die limitierte Duschdauer von gefühlt dreißig Sekunden ist schnell überstanden.
Am Abend dann versinken bei der traumhaften Lage des Refuge Furfande alle vermeintlichen Unbequemlichkeiten in die Bedeutungslosigkeit. Wie die Bühne eines Amphitheaters wird die Hütte auf der einen Seite von steilen, schroffen Felsgipfeln überragt, während auf der anderen Seite ein tiefes Tal in der Dunkelheit versinkt. Wer morgens früh genug auf den Beinen ist und Glück mit dem Wetter hat, dem bietet die Natur ein einzigartiges Schauspiel von Licht und Schatten. Gipfel und Grate sind von einem goldenen Saum umwoben, Felsen und Almen leuchten in allen nur vorstellbaren Nuancen von Ocker, Gelb und Rot. So stellt man sich den ersten Morgen nach der Geburt der Welt vor.
Währenddessen wartet der letzte Wandertag und der hat es noch einmal in sich. Insgesamt über 1.700 Meter Abstieg können gewaltig in die Knie gehen. Aber don’t panic, zwischendurch steigt der Weg auch noch mal ordentlich an. Wieder in Ceillac angekommen schließt sich der Kreis ums Queyras. Text und Fotos: Jürgen Greggersen Weitere infos: lequeyras.com
Lärchen in leuchtendem Grün
nichts geht mehr – festgefahren
i m r ollstuhl
unterwegs
Anneliese ist nicht aufzuhalten
Zugegeben, ich war ziemlich aufgeregt, als ich im Zug nach München saß, obwohl ich schon oft mit der Bahn in Urlaub gefahren bin. Südtirol ist seit Jahren mein Lieblingsurlaubsland, doch 2019 war ich das letzte Mal dort – zur Heuernte auf einem Bauernhof. 2020 bekam ich die Diagnose ALS* und seit 2023 sitze ich krankheitsbedingt im Rollstuhl.
d ie Bahn unterstützt beim e inund Aussteigen
Mit der Bahn in Urlaub zu fahren, funktioniert auch mit Rollstuhl sehr gut. Ich habe meine Reise angemeldet und habe beim Ein- und Aussteigen Unterstützung bekommen. Nach dem Zwischenstopp in München ging es weiter nach Bozen und von dort mit dem Bus nach Völs am Schlern.
Völs am s chlern – ein guter Ausgangspunkt
Völs ist ein kleines Dorf, gut angebunden durch Buslinien nach Seiser Alm, Kastelruth und Brixen. Die Busse fahren stündlich und sind alle mit einer Rampe ausgestattet – somit stand einem schönen Urlaub nichts im Wege.
Zunächst erkundeten wir den Ort: Wo gibt es was, und wo sind die Bushaltestellen? Ich wollte viel von der Umgebung sehen. Wir fuhren von Völs auf dem Fahrradweg nach Sankt Anton und dann hinauf zum Völser Weiher. Der Waldweg war für mich nicht befahrbar, also nahm ich die Fahrstraße. Umgeben von Wald und Bergen konnte man am Restaurant die Sonne bei einem kühlen Getränk genießen.
Zurück wollten wir mit dem Kleinbus fahren, doch die Rampe war zu kurz und zu steil. Also fuhr ich die Serpentinenstraße mit dem Rollstuhl hinunter
und genoss den Fahrtwind im Gesicht – ein kleines Abenteuer.
d ie s eiser Alm – ein emotionaler Moment
Die nahegelegene Seiser Alm reizte mich sehr. Aber: Komme ich mit meinem großen Rollstuhl in die Seilbahn? Würde ich hinaufkommen? Es funktionierte. Die Gondel wurde angehalten, ich fuhr hinein und es ging los. Ich war richtig gerührt und hatte Tränen in den Augen, denn ich hatte nicht mehr damit gerechnet, den Bergen so nah zu sein.
Es wurde ein wunderschöner Tag. Viele Kilometer bin ich bei sonnigem Wetter im riesigen Almgebiet unterwegs gewesen, rauf und runter über holprige Wege, immer mit dem Bergpanorama im Blick. Ich war begeistert – und meine Begleiterin ebenso. Sie fotografierte und filmte, bis der Akku leer war, denn das kann ich wegen Einschränkungen an meinen Händen nicht mehr selbst.
Unerwartete h ilfe auf holprigen Wegen
Schotterwege sind nicht jedermanns Sache, aber ich finde, es lohnt sich, es zu versuchen. Es gibt auch Ereignisse, die nicht geplant sind: Einmal rutschte ich mit den Hinterrädern in eine Wasserrinne und kam nicht weiter. Doch sofort eilten Wanderer zur Hilfe. Zwei Männer hoben den Rollstuhl an, und schon konnte ich weiterfahren. Einige Zuschauer fanden es toll, dass ich mit dem Rollstuhl in diesem Gebiet unterwegs war – ich empfand das genauso.
die seiser Alm
r egentage in Brixen und Bozen
An Regentagen machte ich das, was viele tun: Ich fuhr in die Stadt – nach Brixen und Bozen. Brixen war schon immer meine Lieblingsstadt, ebenso die meines verstorbenen Mannes. Unsere Urlaube begannen wir oft dort, mit dem Besuch des Doms und einem Prosecco beim Traubenwirt. Der Dom ist einen Besuch wert, auch wenn er klein ist. Beinahe wäre ich nicht hineingekommen, weil im Eingangsbereich eine zu hohe Stufe lag – doch hilfsbereite Menschen halfen mir hinein.
Bozen mit seinem schlichten Dom und dem Waltherplatz hat ebenfalls seinen Reiz. Bei Regen war es allerdings zu voll, deshalb kamen wir bei Sonnenschein noch einmal zurück – mit Aperol Spritz und Knödeln im Gasthaus Vögele.
Bergmesse und festgefahrene r äder
So schön die Städte waren, die Berge zogen mich stärker an. Wegen einer angekündigten Bergmesse wollte ich vorher testen, ob ich hinaufkomme. Ziel war das Schnaggenkreuz. Bei Sonnenschein ging es über die Fahrstraße hinauf. Oben angekommen konnte ich der Versuchung nicht widerstehen und fuhr weiter über ein Kuhgitter in ein kleines Waldgebiet.
Der Boden war nach dem Regen matschig. Nicht weit entfernt rutschte der Rollstuhl mit den linken Rädern in eine Pfütze – und nichts ging mehr. Ich war festgefahren, umgeben von Kühen, keine Menschenseele weit und breit. Meine Begleiterin holte Hilfe und kam schließlich mit einem Mann zurück, der lachend meinte, mit einem Rollstuhl an dieser Stelle hätte er nie gerechnet.
Busfahren mit h indernissen
Fast täglich nutzten wir Busse, um die Gegend zu erkunden. Doch die Hubrampen hatten ihre Tücken: Mal fuhren sie nicht aus, mal nicht mehr ein. Immer fanden sich fachkundige Männer, die helfen oder einfach nur zuschauen wollten. Die Busfahrer reagierten unterschiedlich. Meine Begleiterin konnte bald selbst die Rampe bedienen, denn nicht alle Fahrer wussten, wie die Fernbedienung funktioniert.
In Kastelruth blieb die Rampe komplett drin. Mehrere Männer wollten mich hinausheben, was ich ablehnte, da der Rollstuhl 130 Kilogramm wiegt und es Stufen gab. Eine ältere Frau schlug die Feuerwehr vor. Diese kam, setzte mich auf einen Stuhl und trug mich hinaus, danach folgte der Rollstuhl. Professionelle Hilfe ist nicht zu unterschätzen. Mit Verspätung fuhren wir weiter ins Grödner Tal.
Ein anderes Mal blieb nur die 112: Wieder steckten die Hinterräder in einer Wasserrinne fest und es
Angekommen
kam niemand vorbei. Die Bergrettung erschien mit Blaulicht – drei Männer, die den Einsatz amüsant fanden. Für sie war es ein Kinderspiel, mich zu befreien. Zum Schluss wollten sie ein gemeinsames Foto.
Abschied von den Bergen – mit d ankbarkeit
Die Urlaubswochen vergingen wie im Flug. Auch bei kühleren Temperaturen war jeder Tag schön. Es gab viele Möglichkeiten, auch im Rollstuhl die Bergwelt zu erleben – sogar ein Besuch auf der Tuffalm war möglich. Kühe mit Glocken, frisch gemähtes Gras, dieser besondere Geruch und vor allem der Himmel: dieses intensive Blau mit weißen Wolken. Natürlich war ich manchmal traurig. Erinnerungen an frühere Zeiten machten meine Verluste spürbar. Aber diesmal war ich nicht nur Zuschauerin – ich war mittendrin. Dieser Urlaub brauchte Technik, Geduld und Humor – vor allem aber Menschen, die helfen, unterstützen und hinschauen. Nur durch sie war er möglich. Ich bin begeistert und sehr dankbar. Ich wünsche mir, dass viel mehr Menschen mit Handicap unterwegs sind und Kraft schöpfen in dieser wunderbaren Natur. Sie ist ein Geschenk an uns alle. Text und Fotos: Anneliese h ackenbroich
i nfos
e insatz mit Blaulicht
Anneliese (70) lebt seit fünf Jahren mit der d iagnose AL s s ie hat drei Kinder und sechs e nkelkinder. Früher war sie leidenschaftliche Bergwanderin und Klettersteiggeherin. s eit 20 Jahren ist sie Mitglied im dAV Köln.
AL s (Amyotrophe Lateralsklerose) ist eine nicht heilbare e rkrankung des motorischen n ervensystems. s ie führt zu fortschreitender Muskelschwäche und zunehmenden e inschränkungen im Alltag. d ie durchschnittliche Lebenserwartung liegt bei drei bis fünf Jahren nach der d iagnose. (Quelle: Wikipedia)
Mobilitätszentrale der d eutschen Bahn: Tel. 030 65212888
Weitere i nfos zu barrierefreiem r eisen: > www.altoadigepertutti.it/de/de > www.reisen-fuer-alle.de
2026
Unser Jubiläumsjahr
150 Jahre Kölner Alpenverein s eid dabei und feiert mit!
Liebe Mitglieder und Familien, liebe Wander-, Bergund Kletterbegeisterte,
die gletscherspalten- r edaktion scheut keine Mühen, um die Vorfreude zu schüren und für euch die besten der zahlreichen Veranstaltungen rund um das Jubiläum 150 Jahre Kölner Alpenverein zu finden. Außerdem blicken wir exklusiv hinter die Kulissen der Orga-Teams. d ieses Jahr lassen wir es als s ektion richtig krachen.
Jubiläumsprogramm > jubi.dav-koeln.de
Ausstellung
Wir schalten zunächst in eine der wichtigsten Planungszentralen zu Wolfgang. Er ist seit zwölf Jahren bei den gletscherspalten aktiv und als Grafikdesigner unser Mann in der Redaktion für Layout und Bilder.
Was gefällt d ir an der r edaktionsarbeit und wie bist du im Orga-Team gelandet?
Wolfgang: Die Mitarbeit im Print macht mir viel Spaß, weil es ein guter Ausgleich zu meinem Job fürs Fernsehen war. Vor zwei Jahren gab es die ersten Gespräche für das Jubiläumsjahr, und ich war direkt motiviert. Ich wollte gerne eine Ausstellung kuratieren und startete einen Aufruf, um nach Mitstreiter*innen für die Planung zu suchen.
Worauf können unsere Leser*innen gespannt sein?
Wolfgang: Ich freue mich besonders auf die von Tina, Andrea und mir kurierte Ausstellung vom 17. April bis zum 2. Mai im Rhein-Center in Köln-Weiden. Das war sehr viel Arbeit und Recherche. Auf 20 Tafeln zeigen wir die Geschichte sowie die aktuelle Arbeit der Referate und Gruppen. Zum Aktionsprogramm gehören eine Kletterwand, Malwettbewerbe und eine Fotoausstellung. Parallel dazu findet ihr in dieser Ausgabe die Festschrift. Nach 2026 wollen wir als zweitgrößter Verein in Köln nach dem FC mit über 26.000 Mitgliedern mindestens genauso bekannt sein.
Was ist dein bester Tipp?
Wolfgang: Ich empfehle die Ausstellung im Rhein-Center. Music meets Mountains und die Staffelwanderung lohnen sich auf jeden Fall auch.
Meine nächste Gesprächspartnerin ist Andrea, auch ein Redaktionsmitglied und im Team Ausstellung.
Was ist das Besondere an der Ausstellung?
Andrea: Wir sind stolz, dass wir für unsere Ausstellung gleich zwei starke Partner gewinnen konnten, das Rhein-Center und Globetrotter im Olivandenhof. Dort kann man vom 2. bis 31. Oktober die Ausstellung im großen Treppenaufgang anschauen. Neben der Geschichte der Sektion steht vor allem die Vorstellung aller Gruppen und Aktivitäten in Bildern im Vordergrund. Für mehr Information gibt es die Festschrift und die QR-Codes direkt auf den Tafeln. Darüber findet man alles auf unserer Webseite mit Ansprechpersonen und kann sich für eine Aktivität anmelden. Wir möchten mit der Ausstellung alle Interessierten einladen, uns als Gäste, als Mitglieder oder als neue Freunde kennenzulernen.
s taffelwanderung zum Kölner h aus
Von hier aus geht es zu einem der Organisatoren der Staffelwanderung, die am 19. Februar, unserem Gründungstag, beginnt. Hans sitzt gutgelaunt am Schreibtisch und plant seinen Bergsommer, unterstützt von Rainer.
e in h ighlight der s taffelwanderung ist die letzte e tappe zum Kölner h aus im August. Warum sollte man unbedingt dabei sein?
h ans: Diese abwechslungsreiche Etappe von der Almwiese bis ins hochalpine Gelände ist das große Finale der Staffelwanderung. Mit Martina und mir sind zwei gutgelaunte Tourenleitende am Start, die ihr Bestes geben werden, die Gruppen in verschiedenen Schwierigkeitsgraden sicher zum Kölner Haus zu führen. Apropos Kölner Haus, Rainer organisiert einen echten Geheimtipp im Programm, die sehr lohnenswerten Touren von der Kölner Hütte zum Kölner Haus.
Welche Ausrüstung sollte man haben?
hans: Nichts Besonderes, ich wünsche allen Ruhe und Gelassenheit für ein unvergessliches Erlebnis. Und ein paar Feuchttücher für den Notfall schaden nie.
Worauf freust du dich am meisten?
h ans: Dass wir es als Sektion geschafft haben, ein fantastisches Jubiläumsprogramm auf die Beine zu stellen. Bei der Staffelwanderung bin ich nicht nur bei der finalen Etappe dabei.
r ainer: Wir hatten die Idee, von der Kölner Hütte, die 1899 von unserer Sektion im Südtiroler Rosengarten gebaut wurde, zum Kölner Haus verschiedene anspruchsvolle Touren anzubieten, sowohl als Etappenwanderung als auch direkt. Auf den ersten beiden Etappen von der Kölner Hütte nach Meran am 25. Juli und von Meran nach Sölden ab 9. August sind noch Plätze frei. Für diejenigen, die das Jubiläum so richtig feiern wollen, bietet sich die Transalpin-Tour ab 12. August an. Unser Tourenleiter Andreas führt diese Gruppe siebzehn Tage lang von der Kölner Hütte zum Kölner Haus. Und wenn wir schon unterwegs sind, werden wir sicher auch den einen oder anderen Gipfel auf dem Weg dorthin mitnehmen. Mehr Berge geht nicht.
Erfolgreicher Start der Staffelwanderung am Dom
Am Mittwoch, 19. Februar 2026, fiel der Startschuss zur Staffelwanderung – und das an einem ganz besonderen Ort: im Kölner Dom. Dombaumeister Peter Füssenich übergab nach der Andacht der Kölner Sektion den Staffelstein, ein echtes Stück des Kölner Doms. Für Gänsehaut sorgten die Alphornbläser, deren Klänge den Dom eindrucksvoll erfüllten. Von nun an geht der Stein mit den Wanderinnen und Wanderern auf große Reise: 1.600 Kilometer bis zum Kölner Haus.
Music meets Mountains
Ein einzigartiger Höhepunkt des Jubiläums ist „Music meets Mountains”. Ich treffe Axel, einen der Organisatoren in der künstlerischen Abteilung, wo die Bilder für „Music meets Mountains“ zusammengestellt werden.
Axel, warum sollte niemand „Music meets Mountains“ verpassen?
Axel: Das Erste Kölner Akkordeon-Orchester begleitet uns live durch die Faszination der Berge. Das wird eine Kollage aus Worten und Bildern großartiger Berglandschaften, mit Menschen und Musik auf die große Leinwand gebracht. Wer bei Akkordeon an Karnevalsmusik denkt, liegt komplett falsch. Das Orchester spielt Filmmusik, Pop, Klassik, bis hin zu Swing und dem Groove der Bigbands. Es ist ein Abend für alle, die die Faszination Berge und Landschaft spüren und Musik mit allen Sinnen erleben wollen.
d ie Karten kann man jetzt online kaufen. Was sollte man mitbringen?
Axel: Unbedingt offene Ohren und offene Augen. Ansonsten sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt.
Worauf freust du dich am meisten?
Axel: Auf die vielen begeisterten Menschen, die wir im Jubiläumsjahr treffen und für die wir dieses spektakuläre Programm gestaltet haben. Ich bin noch im Team für das Bergfest mit einem vielfältigen Mitmachprogramm am 27. Juni im Jugendpark in Köln . Wer denkt, die Sektion ist ein langweiliger Wanderverein, der wird staunen. Mein Wort darauf, dass das eine außergewöhnliche Sause werden wird.
s chnupperklettertage
Wer lieber die Kletter- als die Bergschuhe schnürt, der hat dazu am 11. April im Canyon Chorweiler oder am 13. Juni im Chimpanzodrome die Gelegenheit. Klettergruppenleiter Thomas schreibt gerade seine wöchentliche Info-Mail zum Klettertreff.
Thomas, wer kann an den schnupperklettertagen teilnehmen?
Thomas: Wer noch nie geklettert ist, der oder die kann unter Anleitung und Sicherung erfahrener Kletternden die ersten Schritte unternehmen und dazu den ganz eigenen Charme der Kölner Kletterhallen erleben.
Was sollten die Teilnehmenden mitnehmen?
Thomas: Sportliche Kleidung reicht. Die Ausrüstung wird von den Hallen gestellt, so einfach ist das.
Worauf freust du dich am meisten in diesem Jahr?
Thomas: Wir nehmen als ganze Familie zum ersten Mal an der Bergwoche teil und sind sehr gespannt.
c ologne pride
Ein Höhepunkt des Jahres für alle in Köln ist die Cologne Pride, das zentrale Event der queeren Community. Da darf der Kölner Alpenverein nicht fehlen. Inga, eine der Organisierenden, ist mit Hund in Leipzig.
i nga, warum sollte ich mit der s ektion bei der c ologne p ride dabei sein?
i nga: Weil Sichtbarkeit zählt. Gemeinsam setzen wir ein starkes Zeichen für eine offene, vielfältige und solidarische Gesellschaft. Seit 2025 ist die Sektion beim Straßenfest und der Demo dabei. Deshalb laden wir alle herzlich ein, uns zu unterstützen – sei es durch aktives Engagement oder einfach durch eure Teilnahme.
Was ist ein unverzichtbares Accessoire für die cologne pride?
i nga: Natürlich Glitzer im DAV-Grün in der Kombi mit Wanderschuhen. Es gibt nichts Bequemeres, wenn man oder frau acht Stunden bei Demo, Parade und Party auf den Beinen ist.
Ich bin begeistert zu sehen, wie viele tolle und vielfältige Events von allen Engagierten organisiert werden. Mein Highlight ist und bleibt die Cologne Pride, wir haben so viel Ermutigung und Zuspruch bekommen. Daher wollen wir in 2026 noch mehr
ch hoffe, ihr habt jetzt genauvents im Jubiläumsjahr wie wir in der paß und unvergessliche rlebnisse haben. Wir sehen uns beim Wandern, r udern, tolpersteinen, in der Ausstellung oder der ride und bei „Music meets Mountains“.
picher, Andrea Weber, hans Bökels, ainer Jürgens, Kalle Kubatschka, Axel Vorberg, inga
Gemeinsam unterwegs
Wandertage für Frauen mit Flucht- und Migrationshintergrund
Wandern, kochen, backen und gemeinsam essen –all das verbindet Menschen über kulturelle und sprachliche Grenzen hinweg.
17 Frauen (darunter auch die Diakonie-Leiterinnen) sowie zwei Kinder verbrachten vom 7. bis 9. Juli 2025 gemeinsame Wandertage in der Kölner Eifelhütte in Blens/Heimbach. Die Veranstaltung richtete sich gezielt an Frauen mit Flucht- und Migrationshintergrund und wurde in Kooperation mit dem Interkulturellen Zentrum der Diakonie Köln-Mülheim durchgeführt. Die Teilnehmerinnen kamen aus Griechenland, Afghanistan, Syrien, Irak, Peru, Ägypten, Aserbaidschan und Deutschland – eine beeindruckende kulturelle Vielfalt.
Am Ankunftstag musste die von Wanderleiterin Irana Huseynova geplante Wanderung aufgrund anhaltenden Regens verkürzt werden. Der guten Stimmung tat dies jedoch keinen Abbruch. Am zweiten Wandertag zeigte sich das Wetter von seiner besten Seite: Bei Sonnenschein konnte die von Wanderleiter Michael Stein geplante 11 Kilometer lange Rundwanderung über die umliegenden Höhen der Eifel vollständig durchgeführt werden.
Die Frauen nahmen die Tour begeistert als sportliche Herausforderung an. Für viele von ihnen war diese Art des Wanderns ein völlig neues Erlebnis.
Während der Wanderung bereicherte Michael Stein die Gruppe immer wieder mit Geschichten aus dem Eifeler Land – über die regionale Blumenvielfalt, Schnecken und den heimischen Wildbestand. So wurde die Wanderung nicht nur zu einer körperlichen, sondern auch zu einer naturkundlichen Entdeckungsreise.
Ein besonderer Höhepunkt waren die gemeinsamen Abendessen, die in der Küche der Kölner Eifelhütte zubereitet wurden. Die Frauen brachten ihre eigenen Landesspezialitäten ein: Es gab unter anderem Kuchen, herzhafte Salate und verschiedene Aufläufe – ein buntes, internationales Buffet, das zum Austausch und Miteinander einlud.
Am Nachmittag zog sich die Wander- und Projektleitung des DAV bewusst zurück, um den Frauen einen geschützten Raum für Austausch ohne Männer zu ermöglichen. Die später übersandten Fotos aus der Küche ließen erahnen, wie vielfältig das Abendessen war und wie lebendig und herzlich der gemeinsame Abend verlaufen ist.
Die Wandertage wurden finanziell von der Stadt Köln unterstützt und zeigten eindrucksvoll, wie gemeinsames Erleben in der Natur Begegnung, Austausch und Gemeinschaft fördern kann.
Text und Fotos: hildegard Troske
Gelebte Vielfalt in Blens
Gerichte aus verschiedenen Ländern
By
fair means auf einen 3.000er
Mit dem r ad in die Berge und zu Fuß auf den Gipfel
Zwei Wochen Zeit, rund 1.000 Kilometer auf dem Sattel und 7.800 Höhenmeter im Ganzen: Das sind die Zahlen unserer Tour von Burscheid aus auf die Kreuzspitze (3.455 m). Begleitet hat mich Frank Stascheit, früherer Triathlet und heute engagierter Freizeitsportler. Ich, Professor Jens Feldermann, bin passionierter Bergsteiger und habe bereits zahlreiche Sommer- und Winterbesteigungen von Drei- und Viertausendern unternommen.
Getreu dem Udo-Jürgens-Motto „Mit 66 Jahren …“ starteten wir also dieses gemeinsame Abenteuer. Vom 6. bis 20. August letzten Jahres radelten wir von Burscheid aus auf dem Bio-Fahrrad, also ohne elektrische Unterstützung, dafür mit Zelt im Gepäck ins Tiroler Ötztal. Und das alles klimafreundlich und ausschließlich mit eigener Muskelkraft; keine E-Bikes, keine öffentlichen Verkehrsmittel, keine Seilbahnen. Unsere Inspiration für diese Reise waren die Brüder Toni und Franz Schmid. Im Jahr 1931 fuhren die beiden mit dem Fahrrad von München nach Zermatt, wo ihnen die legendäre Erstbegehung der Matterhorn-Nordwand gelang.
Von Burscheid über den r heinradweg bis zum Bodensee
Unser Weg führte uns von Burscheid aus über Lever kusen zunächst nach Köln und dann für viele
Kilometer rauf auf den gut ausgebauten Rheinradweg (EuroVelo 15). Hinter Straßburg läuft der Weg am stillgelegten Rhein-Rhône-Kanal entlang, eine mono tone, fast endlose Gerade, die selbst Radbegeisterte fordert.
Umso schöner waren die Badepausen im – für Kölner kaum vorstellbar – glasklaren Wasser des Rheins in der Schweiz. Auch der Rheinfall bei Schaffhausen beeindruckte uns als gewaltiges Naturschauspiel. Anschließend radelten wir die Route über den südlichen Schweizer Uferweg am Bodensee entlang.
Über den Arlbergpass ins Ötztal zum Bergsteigerdorf Vent
Nach einem kurzen Abstecher durch Liechtenstein begannen die Bergetappen. Gleich zu Beginn wartete der 1.900 Meter hohe Arlbergpass mit engen, steilen Serpentinen bei Stuben, die sich Radfahrer*innen mit Autos und Lkw teilen müssen. Die Abfahrt ins Inntal endete mit der ersten und einzigen Panne der Tour: einem Reifenplatzer. Ärgerlich und nicht ungefährlich, doch der Defekt konnte rasch mit Bordmitteln behoben werden.
Während wir die Nächte zuvor auf Zeltplätzen verbrachten, übernachteten wir in den Alpen wegen fehlender Campingmöglichkeiten in Pensionen. Frank und ich waren uns einig: Es gibt Schlimmeres.
Von Burscheid in die Ötztaler Alpen
Von Vent aus geht es weiter zu Fuß
Dem Ziel immer näherkommend, führte uns der Ötztalradweg schließlich stetig bergauf bis zum letzten Ort im Tal, dem Bergsteigerdorf Vent.
Zu Fuß über die Martin-Busch- h ütte auf die Kreuzspitze
In Vent (ca. 1.900 m) angekommen, tauschten wir Radschuhe gegen Wanderschuhe und reduzierten das Gepäck auf einen kleinen Rucksack. Weiter ging’s zu Fuß. Der Aufstieg brachte Frank und mich zunächst 600 Höhenmeter hinauf zu unserem Nachtlager in der Martin-Busch-Hütte (2.501 m), einem lebendigen Treffpunkt für Alpinist*innen.
Nach einem frühen Bergsteigerfrühstück stiegen wir am nächsten Morgen weiter Richtung Kreuzspitze auf: nochmals rund 950 Höhenmeter über schmale, steile Pfade. Unterwegs zeigten sich Schafe mit bunten Farbflecken auf dem Rücken. Sie sind Teil der jahrhundertealten Transhumanz, bei der Tausende Schafe aus dem Südtiroler Schnalstal jeden Frühsommer über die Grenze nach Tirol ziehen und im Herbst wieder zurück.
Oben am Gipfelkreuz angekommen, belohnte uns eine grandiose Aussicht auf die Hochgebirgs- und Gletscherwelt für die Mühen der letzten Tage. Eine kurze Verschnaufpause später machten wir uns auch schon auf den Rückweg. Der Abstieg ins Tal zurück nach Vent, vorbei an der Martin-Busch-Hütte, forderte noch einmal alles, besonders aber die Knie: 1.600 Höhenmeter im Abstieg. Vom Talort Ötz ging
es abschließend mit dem Zug zurück nach Köln. Unser Ziel, der Gipfelsieg, war schließlich erreicht.
Fazit
Die Strapazen und Erlebnisse dieser Tour wurden erst mit etwas Abstand wirklich greifbar. Was zunächst wie eine längere Radtour begann, entpuppte sich im Rückblick als sportliches und persönliches Abenteuer.
Heute kann ich sagen, das war eine Höchstleistung; für uns, für unser Alter, für unseren Lebensweg. Etwas, worauf wir stolz sein können. Ohne konsequentes Training wäre das kaum möglich gewesen. Daher gilt unser besonderer Dank Anikas Langhantel-Truppe und dem Spinning-Team aus Felix’ Fitnessstudio für viele harte, aber schöne gemeinsame Trainingseinheiten.
Und jetzt?
Natürlich ist schon die nächste Idee geboren, wieder eine kombinierte Rad- und Bergtour: mit dem Fahrrad direkt bis zu einer Berghütte in der Tiroler Silvretta mit anschließender Besteigung von gleich drei Dreitausendern in Folge. Denn: Mit 66 Jahren fängt das Leben erst richtig an.
Text und Fotos: Jens Feldermann und Frank stascheit
e in Wochenende zwischen s teillagen, Weinbergen und Klöstern
Steile Rebhänge, schmale Schieferpfade und weite Blicke ins Flusstal: Die Mosel zählt zu den eindrucksvollsten Wanderregionen Deutschlands. Eingebettet zwischen Eifel und Hunsrück vereint sie alpine Anmutung mit mediterranem Flair. Von Köln aus ist die Region zwar gut erreichbar, doch gerade mit öffentlichen Verkehrsmitteln lohnt es sich, dem Wanderglück ein ganzes Wochenende zu widmen – statt es in einen hektischen Tagesausflug zu pressen.
c ochem – idealer s tartpunkt
Mit einer Gesamtlänge von 544 Kilometern, davon 231 in Deutschland, bietet die Mosel unzählige Touren für jeden Anspruch. Ein besonders geeigneter Ausgangspunkt ist das romantische Städtchen Cochem. Mittelalterliche Gassen, die Reichsburg über dem Tal und kurze Wege zu den Wanderpfaden machen den Ort attraktiv für Wandernde. Die Jugendherberge liegt moselnah auf der rechten Flussseite – und damit direkt am Einstieg in den Apolloweg. Namensgeber ist übrigens weder ein Gott noch ein Raumfahrtprogramm, sondern ein äußerst seltener Schmetterling, der hier heimisch ist.
s teillagen, r eben und wilder Buchs
Auf Höhe von Valwig geht der Apolloweg in den Breva-Weg über. Der zunächst geheimnisvoll klingende Name entpuppt sich als Zusammensetzung der Ortsnamen Bruttig, Ernst und Valwig – ein gemeinsames Projekt von Winzern, die Spitzenwein und Spitzenwanderweg verbinden wollten. Die Route fordert Kondition: Es geht stetig auf und ab durch steile Weinberge. Besonderes Highlight ist ein botanisches Relikt: In den Höhenlagen der Mosel wächst einer der letzten wild vorkommenden Buchsbaumbestände nördlich der Alpen – unbezwungen, fern jeder Formschnitt-Ästhetik. Nach einem Abstieg ins Tal folgt ein erneuter Anstieg durch bewaldete Hänge. Nun übernimmt der Moselsteig die Wegführung und bringt die Wandernden nach rund 20 Kilometern und etwa 1.000 Höhenmetern zurück nach Cochem.
Beilstein – klein, fein, wanderstark
Eine zweite, ebenso reizvolle Rundtour startet im beliebten Ausflugsort Beilstein, ebenfalls auf der rechten Moselseite. Nach einem steilen Anstieg durch die Weinberge trifft man auf den Moselkrampen-
die reichsburg thront über cochem
Rundweg. Der Begriff „Krampen“ bezeichnet dabei keine Muskelbeschwerden, sondern die spangenförmige Flussschleife, die die Mosel hier in die Landschaft zeichnet. Nach einem aussichtsreichen Pfad folgt der Anschluss an den Mosel-Camino.
Kloster, Kuchen und Kletterpassagen
Am Ende eines schattigen Tals erscheint das Kloster Engelport, seit rund 800 Jahren ein geistliches Zentrum der Region – und ein willkommener Ort für eine süße Pause. Über den Kreuzweg lässt sich ein Straßenabschnitt umgehen, bevor man schließlich auf den Saar-Hunsrück-Steig trifft. Dieser hält für trittsichere Wandernde gesicherte Kletterpassagen mit Seilen und Metallstiften bereit, die sich alternativ auch umgehen lassen. In Liesenich bietet sich eine Einkehr an, bevor Wirtschafts- und Waldwege die Runde schließen. Nach rund 22 Kilometern und 800 Höhenmetern endet die Tour wieder in Beilstein.
Text und Fotos: Jürgen Greggersen
Fotos: Jürgen Greggersen, Lothar spurzem cc BY-sA2.0 via Wikimedia (Mitte rechts)
i nfos
r egion: Mosel ( r heinland- p falz)
Ausgangspunkt: c ochem / Beilstein
Anfahrt: ab Köln mit re / r B r ichtung Koblenz
Tourentyp: r undwanderungen
Länge: 20 km c ochem / 22 km Beilstein h öhenmeter: ca. 1.000 h m / 800 h m
Anforderung: mittel bis anspruchsvoll, steile An- und Abstiege, schmale p fade, kurze gesicherte passagen
Beste Zeit: April–Oktober, aber auch im h erbst/Winter hat die Tour ihre r eize
Besonderheiten: s teillagen, Moselblicke, wilder
Buchsbaum, Kloster e ngelport
Über dem nebelmeer
Kloster Maria engelport
riesling im Winterschlaf
FOTOW e TTB e W er B
Der Fotowettbewerb 2025 stieß auf große Resonanz: Zahlreiche Einsendungen zeugen von der hohen Beteiligung und der beeindruckenden Kreativität unserer Mitglieder. Ein besonderer Anreiz war die Auswahl von zwölf Motiven für unseren kommenden Jahreskalender sowie die Teilnahme an der großen Jubiläumsausstellung.
Aus allen eingereichten Fotografien werden zudem drei Siegerfotos prämiert. Die Gewinner*innen dürfen sich über attraktive Preise freuen. Darüber hinaus erhalten sie Freikarten zu einer Veranstaltung der AlpinVisionen, bei der ihre Bilder noch einmal in großem Format präsentiert werden.
Unsere Preisträger*innen:
1. Preis Anke Greinert – Hochlandrinder im Verwallgebirge: Gutschein für das Kölner Haus (400 Euro)
3. Preis Andrea h ollerauer – Sonnenuntergang über den Bergen: Bücherpreis
2. Preis e rik Theisen – Brunnenkogelhaus im Wolkenmeer: Gutschein für die Kölner Eifelhütte (150 Euro)
Wir gratulieren den Gewinner*innen herzlich und bedanken uns bei allen Teilnehmenden für die eingereichten Bilder sowie das große Engagement, das diesen Wettbewerb zu einem vollen Erfolg gemacht hat.
Der Fotowettbewerb geht in die nächste Runde
Jetzt mitmachen! Der Wettbewerb geht in die nächste Runde. Wir sind gespannt auf eure neuen Motive. Die Bekanntgabe der nächsten Siegerfotos erfolgt in der dritten Ausgabe der gletscherspalten. Schickt uns bis zum 1. September 2026 zahlreich eure schönsten Aufnahmen (maximal drei Fotos).
> d ie r edaktion der gletscherspalten
der Gletscher auf dem dachstein
Gletschertour im h ochsommer
Über geführte Bergtouren, s teigeisen und h öhenangst
Annika hat an einer vom DAV Summit Club organisierten Tour teilgenommen und berichtet im folgenden Interview mit der gletscherspalten-Redaktion von ihren Erlebnissen. Die einwöchige Bergtour wurde von einem erfahrenen Bergführer geleitet und fand vom 27. Juli bis zum 2. August 2025 statt. Ausgangs- und Endpunkt war der Ort Obertraun bei Salzburg, der gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar ist. Ziel der Tour war die Besteigung des Hohen Dachsteins (2.995 m).
Die Interviewpartnerin Annika ist eine aktive Bergsportlerin, die bereits viele verschiedene Disziplinen ausprobiert hat und sich zu Beginn des Sommers bewusst für dieses besondere Urlaubserlebnis entschieden hat.
Was war der Auslöser für deine erste mehrtägige alpine Tour mit Gletscherbegehung?
Ich wollte ursprünglich eine Alpenüberquerung machen, wegen meines verletzten Knies ging das dann nicht. Ich habe also den DAV Summit Club gefunden und geschaut, was die sonst so für Reisen anbieten. Da ich noch nicht so bergerfahren bin, musste ich schauen, welche Tour in Frage kommt. Das Angebot war sehr gut, da man in verschiedene Bereiche reinschauen konnte. Man kann dort nicht nur Höhentouren machen, sondern auch Toprope klettern, Klettersteige und Trittsicherheitstraining, Orientierung und Gehen im unwegsamen Gelände. Ein bisschen Tourenplanung haben wir auch gelernt.
Welche alpinen e rfahrungen hattest du vorher?
Ich habe bereits tageweise Wandertouren gemacht, bin schonmal am Fels geklettert, regelmäßiger in der Halle, aber nicht in den Alpen. Ich habe außerdem schon eine mehrtägige Trekkingtour in Schottland mit Zelt gemacht.
Gab es im Vorfeld konkrete Unsicherheiten oder r espektpunkte?
Ich hatte ein bisschen Angst, dass ich nicht erfahren genug, beziehungsweise nicht sportlich genug bin, was Trittsicherheit und Kondition angeht. Und man ist eben eine Woche mit einer Gruppe anfangs Fremder Tag und Nacht zusammen – da hatte ich Bedenken, dass das komisch ist oder man gar nicht klar kommt miteinander.
Wie lange und in welcher Form hast du dich auf die Tour vorbereitet: Konditionstraining, Technik oder Theorie?
Ich habe mich nicht so konkret vorbereitet. Wir haben eine Packliste vorher bekommen – das fand ich gut. Ich bin für die Kondition ein bisschen Rad gefahren, ein bisschen Klettern gegangen, wie sonst auch. Habe mich jetzt nicht so krass vorbereitet, da ich in der Zeit sowieso einen relativ sportlichen Alltag hatte durch tägliches Radfahren zur Uni.
Was war rückblickend besonders wichtig in der p lanung? h ast du etwas an der Tour mitgeplant?
Ich bin einen Tag vorher angereist und habe in einem Hotel geschlafen – das war im Nachhinein eine sehr gute Idee. Am Starttag musste ich dann nur noch an die Talstation kommen, wo wir uns alle getroffen haben. Außerdem war es sehr wichtig, das Wetter zu beachten – dementsprechend wurde dann die Planung gemacht.
i hr seid auch auf einem Gletscher gewesen?
Ja, wir haben Höhentraining gemacht, um uns auf die Besteigung des Hohen Dachstein vorzubereiten.
Wie war das mit Bekleidung? d u warst im h ochsommer auf einem Gletscher.
Ich hatte Thermounterwäsche, ein Fleece, eine Hardshell-Jacke und -Hose an, Mütze, Handschuhe –klassischer Zwiebellook.
Wie sicher hast du dich im Umgang mit s teigeisen, p ickel und s eil gefühlt?
Wir haben vorher an einem Tag mit gutem Wetter Gletschertraining gemacht, wobei wir Steigeisenund Pickeleinsatz und Gehen als Seilschaft geübt haben. Dadurch war ich relativ sicher, würde ich sagen. Ich war mit dem Einsatz vom Equipment nicht überfordert, aber ich hatte ja auch immer die Möglichkeit den Bergführer zu fragen. Das gibt einem immer sehr viel Sicherheit, wenn man nachfragen kann.
Gab es unterwegs s ituationen, in denen alpine e rfahrung oder gutes r isikomanagement entscheidend waren? Wo du gedacht hast: n ee, das will ich jetzt nicht machen?
Der Klettersteig auf dem Hohen Dachstein war nicht so arg, aber manche Steige vorher haben mich schon Überwindung gekostet. Als wir an einem Tag auf einem Steig waren, ist das Wetter plötzlich umgeschwungen. Der Bergführer hat dann entschieden, dass wir umkehren.
Gab es eine s ituation, die dir im n achhinein besonders lehrreich erscheint?
Ich glaube, es gab immer wieder Situationen. Im Klettersteig zum Beispiel, wie man eben einen Klettersteig sicher geht. Dann haben wir gelernt, wie man sich abseilt, verschiedene Knoten haben wir auch gelernt. Diejenigen, die es noch nicht konnten, haben Toprope-Klettern gelernt.
Was hat dich an dieser Tour am meisten überrascht? Was hättest du nicht erwartet? Ich konnte meine Höhenangst überwinden. Gerade auch in den Klettersteigen.
h at sich dein Verhältnis zu Gletschern und zur alpinen Umwelt verändert?
Ja, schon. Man hat vor allem da auch gesehen, wie fortgeschritten die Gletscherschmelze ist. Ich weiß nicht, es war teilweise schon ein bisschen beängstigend auf diesen Eismassen rumzulaufen. Einschüchternd auch irgendwie. Ich hatte vorher noch nie solche Momente, an denen ich mich vom Berg eingeschüchtert gefühlt habe. Natürlich sind auch die Felsmassen beim Wandern sehr beeindruckend, aber zusätzlich noch diese Eismassen des Gletschers waren sehr imposant.
Welche Voraussetzungen sollten aus deiner s icht unbedingt erfüllt sein, bevor man eine erste Gletschertour angeht?
Man sollte schon ein bisschen Wandererfahrung haben, würde ich sagen, und eine gewisse Kondition, Sportlichkeit und Trittsicherheit.
Was würdest du Anfänger*innen raten, die mit dem Gedanken spielen, eine solche Tour zu gehen?
Ich würde es auf jeden Fall geführt machen und nicht einfach drauflosgehen, weil es schon viele Dinge gibt, auf die man achten muss. Ansonsten würde ich sagen: Go for it!
d ein wichtigster Tipp in einem s atz?
Mach es einfach, probier es aus! Mach dir nicht so viele Gedanken, ob du es kannst oder nicht. Die Möglichkeit sollte genutzt werden, solange es noch Gletscher gibt.
d as i nterview führte Julia Weinberger
Fotos: Annika Breuer
Aussicht vom dachstein
i m n ationalpark r iesengebirge
Mit e inblicken in die schlesische Kultur
Neun Wanderbegeisterte aus der Tourengruppe freuten sich letzten Juli darauf, unter der Leitung von Ulrike Warnecke die Wanderregion des Riesengebirges im polnisch-tschechischen Grenzgebiet kennenzulernen. Unsere Anreise erfolgte abenteuerlich mit dem Zug, mit Umstiegen in Berlin, Cottbus, Görlitz und Jelenia Gora (Hirschberg).
Wir wohnten im Hotel Vivaldi im Bergdorf Karpacz in 2-Bettzimmern am Fuß der Schneekoppe. Das Frühstück im Hotel war sehr reichhaltig. Es entsprach eher einem Brunch mit Salaten, Würstchen und Pfannkuchen, Quiche und Kuchen. Wir durften uns außerdem ein Lunchpaket packen. Abends probierten wir landestypische Gerichte in verschiedenen Restaurants im Ort aus, wie zum Beispiel Piroggen mit unterschiedlichen Füllungen, Plazkis (Reibekuchen) mit Beilagen sowie verschiedene Zubereitungen von Roter Bete, aber auch leckere Forelle.
Geschichte s chlesiens Karpacz (Krummhübel oder Krummhiebel) und seine Umgebung in Schlesien gehörten zeitweise zur katholischen k.u.k.-Monarchie, zeitweise zum protestantischen Preußen und als Folge des Zweiten Weltkriegs jetzt zu Polen. Während der Bauernkriege nahm Preußen protestantische Glaubensflüchtlinge aus Tirol auf und stellte ihnen Land zur Verfügung. Sie bauten ihre Häuser im Stil ihrer verlassenen Heimat.
Die Gegend war ursprünglich von Bergbau (Bleiund Eisenminen) geprägt. Außerdem gab es im 18. Jahrhundert eine bedeutende zunftähnliche Gruppe
von Laboranten, die aus einheimischen Kräutern Arznei herstellten. Ihre Tätigkeit wurde durch staatliche Dekrete Anfang des 19. Jahrhunderts eingeschränkt.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden aus dem von Russland annektierten Ostpolen viele Polen hierhin zwangsumgesiedelt. Die deutsche Bevölkerung floh zum großen Teil oder siedelte nach der Wende nach Deutschland um. Die deutschen Ortsnamen sind neben den polnischen noch bekannt, erscheinen aber nicht mehr auf Ortsschildern.
Landschaft
Der höchste Berg des Riesengebirges ist mit 1.603 Metern die Schneekoppe. Sie ist gleichzeitig der höchste Berg Tschechiens. Der Gipfel liegt hinter der Grenze. Trotzdem ist es für viele Polen wichtig, einmal auf der Schneekoppe gewesen zu sein. Im polnischen Teil des Riesengebirges wirkt der Fichtenwald noch gesund. Im tschechischen Teil fallen kranke und umgestürzte Bäume auf. Es gibt hier aber auch häufig Buchen- und Mischwald. Einige Hochflächen mit Moorlandschaft erinnern an das Hohe Venn. Die Hütten, in denen man unterwegs einkehren kann, heißen hier Bauden.
Abwechslungsreiche Touren
Die Wanderwege sind hier sehr gut in Schuss gehalten und häufig mit Natursteinen gepflastert, erfordern aber trotzdem oft Trittsicherheit und Konzentration. Die Moorgebiete sind mit robusten Holzstegen aus -
Auf der schneekoppe
Bizarre Felsformation
gestattet. Aber es gibt auch naturbelassene Pfade. Die erste Wanderung führte uns zur Kirche Wang, eine sehr kunstvoll gestaltete Holzstabkirche, die Kaiser Friedrich Wilhelm IV. der norwegischen Gemeinde Vang abgekauft hatte, weil dort eine größere Kirche gebraucht wurde. Durch den Einfluss der Fürstin von Reden kam sie hierher und wurde 1842 völlig ohne Metallnägel wieder aufgebaut.
Die zweite Wanderung von Karpacz auf die Schneekoppe entsprach auf der letzten Etappe ab der Bergstation der Seilbahn eher einer Prozession auf breiten gepflasterten Wegen. Oben auf dem Gipfel kamen auch noch die Besucher der tschechischen Seite hinzu, deren Seilbahn sogar kurz unter dem Gipfel endet. Aber die Aussicht entschädigte uns und beim Abstieg verließen wir nach einiger Zeit wieder die große Masse und die Wege wurden einsamer und naturverbundener.
Aufgrund von Gewitterneigung blieben wir am dritten Tag in tieferen Lagen. Wir fuhren mit dem Bus nach Myslakowice (Zillerthal-Erdmannsdorf), wo wir Häuser der Tiroler Einwanderer in deren typischen Stil bewundern und in einem kleinen Laden mit handgefertigten Kleidern, Geschirrtüchern, Servietten etc. aus Leinen shoppen konnten. Dann wanderten wir durch den Landschaftspark der Familie von Reden in Bukowiec und durch die Rudawskiberge nach Kowary (Schmiedeberg), einem kleinen Ort mit schön restaurierten Häusern. Mit dem Bus ging es zurück nach Karpacz.
Gletscherkar und s teinformationen
Am vierten Tag fuhren wir zunächst mit der Seilbahn, wanderten dann Richtung Pec und lernten so einen Teil des tschechischen Riesengebirges kennen. Wieder fiel auf, dass der Fichtenwald hier nicht mehr so gesund ist. Die Landschaft ist aber abwechslungs -
reich mit schönen Aussichten. Beim Abstieg konnten wir eine Hirschkuh intensiv beobachten.
Die fünfte Wanderung führte uns von Karpacz durch beeindruckende Steinformationen, vielleicht eine Hinterlassenschaft Rübezahls, und schließlich zur idyllisch an einem See gelegenen Teichbaude. Durch ein für das Riesengebirge typisches Gletscherkar erreichten wir unser Hotel.
Am sechsten Tag gingen wir über den Schmugglerpfad nach Budniki, einem zerstörten Dorf, in das sich im Dreißigjährigen Krieg mehrere Familien versteckten und sich teilweise durch Schmuggeln über Wasser hielten. Zwei längere, knackige Aufstiege brachten uns auf den Berggrat zwischen Polen und Tschechien. Dort machten wir eine Mittagspause im Regen mit Regenschirm. Beim Abstieg klarte es plötzlich auf und wir hatten eine schöne Aussicht ins Tal, was ein gemeinsames, spontanes „Oooh“ auslöste.
Für die letzte Wanderung benutzten wir noch einmal die Seilbahn, erwanderten erneut den tschechischen Teil des Riesengebirges. Diesmal ging es zur weißen Elbe. Der Bach begleitete uns eine längere Zeit mit seinem Geplätscher. Bei Überquerungen bot er schöne Aussichten. Dann ging es weiter zur Rübezahlbaude und schließlich in einem langen Abstieg zurück nach Karpacz.
Am Abreisetag fuhren wir mit dem Bus nach Jelenia Gora und besichtigten die Altstadt mit ihren pittoresken Fassaden und Arkaden. Über Görlitz, Cottbus und Berlin ging es mit dem Zug in knapp zehn Stunden zurück nach Köln. Wir hatten eine abwechslungsreiche und sehr harmonische Woche mit ausgefallenen Wanderungen im Riesengebirge und interessante Einblicke in die Kultur und Geschichte der Region.
Text: r enate s chiffgens, s ilke Lucas
Fotos: r enate s chiffgens, Ulrike Warnecke (22 re.)
Landschaftspark von reden
die Kirche Wang
e in sensationeller Fund
1925: d ie e rstbesteigung der h ochkoppel im r urtal
Meine Tätigkeit als Archivar der Sektion beendete ich 2022. Dreieinhalb Jahrzehnte suchte ich nach Dokumenten, die die jetzt 150-jährige Geschichte des Kölner Alpenvereins erhellen sollten. So entstand ein außergewöhnlich umfangreiches Archiv, wie es der Kölner Alpenverein noch nie gesehen hat. Auch heute noch stelle ich mir immer wieder die Frage: Wo lassen sich dafür neue Quellen erschließen? Eine solche Quelle fand ich in dem uns westlich gelegenen Nachbarstädtchen Düren.
Ausgangspunkt war die Überlegung: Wenn seit 1907 in der Nordeifel geklettert wurde, dann gibt es über diese Aktivitäten doch sicher einen Niederschlag in der lokalen Presse. So führte mich kürzlich mein Weg in das Stadtarchiv Düren, wo die lokalen Zeitungen der letzten 150 Jahre eingesehen werden können. Und tatsächlich, nach relativ kurzer Zeit des Blätterns blickte ich auf den Beitrag „Die Besteigung der Hochkoppel bei Untermaubach“ von „Eugen Schmitz, stud. Jur., Köln.“ Er wurde seinerzeit in den Heimatblättern, einer Beilage der Dürener Zeitung, in der Ausgabe vom 23. Oktober 1925 veröffentlicht und beschreibt die Erstbesteigung der Hochkoppel. Eugen Schmitz war Mitglied der Klettergilde des Kölner Alpenvereins, 1923 auch Mitbegründer der Alpina, einer Vereinigung außerhalb des Kölner Alpenvereins, und er war einer der seinerzeit eifrigsten
Kletterer in den Felsen des Rurtals. Er schrieb vor 100 Jahren:
„Wer schon einmal mit der Bahn von Düren aus ins Rurtal hineingefahren ist, dem wird wohl vor der Station Unter-Maubach jene Felsgestalt aufgefallen sein, die stolz und drohend mit ihrem kreuzgekrönten Haupte den eigentlichen Eingang ins Rurtal beherrscht. Auf der rechten Seite der von Düren kommenden Landstraße, umgeben von vielen Vasallen, erhebt sie sich aus dem blumigen Wiesengrunde. Die ganze Gestalt macht den Eindruck, als wäre sie aus riesigen, übereinander getürmten Blöcken aufgebaut. Ihre pyramidenartige Form, welche fast im Tale unmittelbar ansetzt und nach allen Seiten eine unnahbare Steilheit aufweist, muss auf jeden Wanderer einen überwältigen Eindruck machen. Für den zünftigen Bergsteiger aber ist sie geradezu herausfordernd. Sie war das Ziel unseres ‚alpinen‘ Ehrgeizes. Endlich war die Zeit gekommen. Mein seit Jahren gehegtes Verlangen, der titanenhaften Gestalt der Hochkoppel auf den Leib zu rücken, sollte nun in Erfüllung gehen. Wir kamen gerade aus der Wunderwelt der Dolomiten zurück und wollten nun zum dritten Male diesem Baby, wie man sie nach einer Alpenfahrt wohl nennen darf, einen Besuch abstatten. Es war am Nachmittag des 20. August, als
historisches Foto der hochkoppel
die hochkoppel von unten betrachtet
wir den Zug in Unter-Maubach verließen. Unsere Parole lautete: Heute oder nie!
Nach einigen Minuten Rast, während welcher wir die Nagelschuhe mit den Kletterschuhen vertauschten, gingen wir an die Arbeit. Durch das Seil verbunden, legte mein Freund Gerd als erster die Hand an den Felsen, dann folgte ich und zuletzt unser lieber Kurt. Mit Schneid nahm Gerd die ersten Meter der nur mit wenigen Griffen und Tritten ausgestatteten Wand, bis er auf ein kleines, nach außen abfallendes Band gelangte. Aber eine Wand, glatt wie ein Aal, versperrte uns jedes Weiterkommen. Hinauf wollten wir heute und so mußte eine andere Anstiegsmöglichkeit gefunden werden. Nach langem Suchen erhaschten wir zwei winzige Griffe, die es uns ermöglichten, mit Hilfe einer Hängetraverse ein ganz links an unserem Turm entlang ziehendes Band zu erreichen. Es brachte uns längs der Nordwestseite auf die Nordostseite, die steil ins Tal abfällt. Unter uns lag die Straße, auf der einige Schaulustige unserem Treiben zusahen und uns lustige Worte zuriefen, die uns in der ernsten Lage, in der wir uns befanden, aufmunterten.
Ein guter Teil unserer Tour war gelungen. Wir frohlockten! Aber noch stand uns das Schwierigste bevor. Ein Überhang ragte fast einen Meter über. Er konnte in uns jedoch das Gefühl des sicheren Sieges nicht mehr verdüstern. Nach kurzer Rast ging es weiter, denn die einsetzende Dämmerung mahnte uns zur Eile. Mutig griffen wir die Felsen von neuem an. Schon der erste Blick verriet uns, dass die nun kommende Stelle nicht nur schwer, sondern auch äußerst gefährlich war. Ein Fehltritt des ersten hät-
as Kreuz auf dem h ochkoppelfelsturm
Viele r ätsel ranken sich um dieses Kreuz. Mindestens 22 Jahre vor der e rstbesteigung des 35 Meter hohen Felsturms durch e ugen s chmitz stand es bereits dort oben. i n Zeitungsartikeln aus dem Jahr 1903 heißt es: „die hochkoppel, ein malerischer Felsblock mit einem großen, künstlerisch geschmiedeten Kreuz“
Wer der Kunstschmied war, ist nicht bekannt, genauso wie das d atum der e rrichtung, der Transportweg hinauf sowie der Anlass. n ach einer mündlichen Überlieferung soll das Kreuz eine s tiftung der Familie s trepp aus den 1870er-Jahren sein. s ie besaß eine papiermühle an der r ur gegenüber der h ochkoppel. War s chmitz doch nicht der e rstersteiger? Zurzeit laufen r echerchen im Geschichtsverein Kreuzau, angestoßen durch den Autor. Über neue e rkenntnisse werden wir in den gletscherspalten berichten.
te genügt, uns alle Drei in die gähnende Tiefe zu befördern. Durch einen ‚menschlichen Steigbaum‘ halfen wir unserem Freunde, oberhalb des Überhanges einige Griffe zu fassen, an denen er sich unter Aufwand aller Kräfte emporzuziehen versuchte. Nur die Beine, die frei in der Luft schwebten und nach Tritten suchten, sahen wir in der Dämmerung gespensterhaft über unseren Köpfen. Nach einigen Minuten erscholl ein fröhlicher Jodler von der Spitze des Turmes, ein Zeichen, dass unser Führer oben war. Schnell folgten wir beide, gesichert am Seil, und nach kurzer Zeit standen wir vereint auf der stolzen Felsgestalt.
Das Ziel, was wir seit Jahren erstrebt hatten, war erreicht. – Ein Gefühl der Freude und des Stolzes überkam uns in dem Gedanken, den Berg bezwungen zu haben, der bisher noch nicht erklettert worden war. Die Nacht kam langsam angeschlichen, auf leisen Sohlen und winzig guckten die Lichter von Unter-Maubach herauf, uns beglückwünschend zu unserem Erfolg. Schnell wurden einige Blöcke zusammengeworfen und ein kleiner Steinmann gebildet, der uns jetzt immer freundlich grüßt, sobald wir in seinem Bereich kommen. Dann seilten wir uns an der Wand ab und traten frohgemut über den Erfolg unsere Heimfahrt an.“
Text und Bilder: r einhold Kruse
Quelle: h eimatblätter, Beilage der d ürener Zeitung, Ausgabe vom 23. Oktober 1925, Text teilweise angepasst und gekürzt
das Gipfelkreuz
d
hüttendienst auf der hexenseehütte
e hrenamtliches e ngagement in hochalpiner Lage
Der Hüttendienst auf der Hexenseehütte ist ein wesentlicher Bestandteil des Hüttenbetriebs und lebt vom ehrenamtlichen Engagement zahlreicher Helferinnen und Helfer aus unserer Sektion. Ohne ihren Einsatz wäre der Betrieb dieser hochalpinen Schutzhütte nicht möglich. Der Dienst ist kein Urlaub, sondern eine verantwortungsvolle Aufgabe, die Verlässlichkeit, Sauberkeit, Flexibilität und vor allem Freude am Umgang mit Menschen voraussetzt.
Die Hexenseehütte liegt auf 2.588 Metern Höhe und ist ein wichtiger Stützpunkt am Weitwanderweg Nr. 712, der das Kölner Haus mit der Heidelberger Hütte verbindet. Gemeinsam mit der Ascher Hütte und dem Kölner Haus bildet sie zudem eine besonders schöne Variante der Furglerrunde als mehrtägige Hüttentour.
i n der sOMM ers A is O n bietet die Hütte 22 Schlafplätze und wird von Bergstei genden geschätzt. Der Hausberg der Hütte ist der 3.034 Meter hohe Hexenkopf. Darüber hinaus machen alpine Übergänge nach Samnaun sowie ins Paznauntal die Hexenseehütte zu einem attraktiven Ziel und zu einem beliebten Zwischenstopp für alpine Unternehmungen.
Die Geschichte der Hexenseehütte ist eindrucksvoll. Die ursprüngliche Hütte wurde 1974 errichtet, jedoch 1994 durch einen Brand vollständig zerstört. 1996 entstand an derselben Stelle die heutige Hütte, die im Jahr 2011 umfassend umgebaut und erweitert wurde. Seither verbindet sie eine moderne, funktio -
nale Ausstattung mit der besonderen Atmosphäre einer kleinen, hoch gelegenen Schutzhütte.
d er hÜTT endiens T umfasst ein vielfältiges Aufgabenspektrum. Dazu zählt die Reinigung der Schlaflager, des Gastraums, der Küche und der Sanitäranlagen ebenso wie die Vorbereitung und Ausgabe von Frühstück, Abendessen und gelegentlich auch von Tagesgerichten. Ein weiterer wichtiger Bestandteil ist die Betreuung der Gäste und eine ordnungsgemäße Übergabe an den Tagesdienst, damit ein reibungsloser Ablauf gewährleistet ist.
Unterstützt werden die Mitglieder des DAV von den Hüttenwirtsleuten Tanja und Björn, die sowohl das Kölner Haus als auch die Hexenseehütte mit großem Engagement, Organisationstalent und viel Herzblut bewirtschaften. Für technische Fragen und weitere Belange steht zudem Caro Niemann als Beisitzerin der Hexenseehütte zur Verfügung.
A L s Aner K enn U n G für ihren Einsatz erhalten die Mitarbeiter*innen des Hüttendienstes Vollverpflegung inklusive Getränke sowie Vergünstigungen bei weiteren Konsumationen. Darüber hinaus werden die Fahrtkosten erstattet. Den freiwilligen Helfer*innen steht ein separates Zweibettzimmer mit eigenem Bad zur Verfügung.
Der ehrenamtliche Dienst gibt einen unmittelbaren Einblick in den Hüttenalltag in hochalpiner Umgebung und leistet einen wertvollen Beitrag zum
Mit der drohne aufgeommen – hexenseehütte
Besuch auf der hexenseehütte
hexenseehütte zwischen speichersee und hexensee
gemeinschaftlichen Hüttenleben der Sektion. Je nach Gästeaufkommen bleibt Zeit für eigene Bergtouren in der beeindruckenden Umgebung der Hütte. Ein herzliches Dankeschön gilt allen, die sich auf der Hexenseehütte ehrenamtlich engagieren und damit das alpine Angebot des Kölner Alpenvereins aktiv mittragen.
d ie Kölner Bergwochen
Auch in diesem Jahr laden wir wieder zur Kölner Bergwoche auf das Kölner Haus ein. Aufgrund der großen nachfrage findet die Bergwoche diesmal sogar an zwei Terminen statt und bietet damit noch mehr interessierten die Möglichkeit, unvergessliche Tage in der alpinen Bergwelt zu verbringen. i m Mittelpunkt stehen vielfältige Wander- und Bergtouren, die von erfahrenen und ortskundigen Tourenleiter*innen begleitet werden. die Touren werden je nach Kondition, erfahrung und persönlichen i nteressen in unterschiedlichen s chwierigkeitsgraden angeboten. das spektrum reicht von kürzeren Bergwanderungen mit moderaten Anstiegen von bis zu 400 höhenmetern bis hin zu anspruchsvolleren Tages- und Gipfeltouren mit bis zu 1.100 höhenmetern. die Wege führen unter anderem zu idyllisch gelegenen Bergseen, bewirtschafteten Almen sowie auf die umliegenden Gipfel mit beeindruckenden Ausblicken auf die Tiroler Bergwelt.
Zu den möglichen höhepunkten zählen Besteigungen der rund 3.000 Meter hohen Gipfel des Furglers und hexenkopfes. ebenso steht ein Abstecher zur h exenseehütte auf dem programm, in der bei entsprechender planung auch übernachtet werden kann. Für Kletterbegeisterte bieten der Klettergarten am Furglersee sowie die r appenwand bei st. Georgen abwechslungsreiche r outen in verschiedenen schwierigkeitsgraden.
Wer i n T eresse am Hüttendienst hat, meldet sich bitte nach den Osterferien bei unseren Hüttenwirtsleuten unter info@koelner-haus.at . Weitere Informationen erhaltet ihr außerdem bei der Beisitzerin der Hexenseehütte (carola.niemann@davkoeln.de)
Text und Fotos: caro niemann
die konkrete planung der täglichen Touren erfolgt flexibel und direkt vor Ort. sie orientiert sich an den interessen und der Zusammensetzung der Gruppe ebenso wie an den aktuellen Wetter- und Geländebedingungen, sodass sicherheit und Genuss stets im Vordergrund stehen.
e in besonderer h öhepunkt ist schließlich die rückkehr nach den Touren auf die große, sonnige Terrasse des Kölner hauses. hier bleibt Zeit, die erlebnisse des Tages gemeinsam revue passieren zu lassen, sich zu erholen und die ausgezeichnete Tiroler Küche in entspannter Atmosphäre zu genießen.
Folgende Termine sind für 2026 geplant:
– 1. Kölner Bergwoche: 1. bis 8. August 2026
– 2. Kölner Bergwoche: 14. bis 21. August 2026 – Bergwoche hexenseehütte: 31. August bis 7. september 2026
Bereits am 21./22. März 2026 findet ein Bergwochentreffen in der Eifelhütte in Blens statt. e hemalige Teilnehmer*innen sowie alle interessierten sind herzlich eingeladen, sich in gemütlicher Atmosphäre zu treffen, erfahrungen auszutauschen und sich gemeinsam auf die kommenden Bergwochen einzustimmen. Weitere infos findet ihr unter > www.bergwochen.dav-koeln.de oder bei Ulrich ehlen > ulrich.ehlen@dav-koeln.de
Jahresberichte
r eferat Ausbildung
2025 war ein vollgepacktes, erfolgreiches und erfreulicherweise weitgehend bergunfallfreies Ausbildungsjahr.
Seitens des Kernteams haben wir im vergangenen Jahr verschiedene Initiativen auf den Weg gebracht, um die Ausbildungsarbeit der Sektion auch in Zukunft zeitgemäß und regelkonform umsetzen zu können. Zu nennen sind hier etwa die Einführung eines gemeinsamen Planungskalenders, die Neuregelung der Abrechnungsprozesse oder die Strukturierung und Bündelung der Nachwuchsbetreuung.
Die Anforderungen an die Kursorganisation und -durchführung sind durch Folgen des Klimawandels im Gebirge, Klimaschutzbemühungen sowie Datenschutz- und ComplianceAnforderungen gestiegen. Hinzu kommen die stetig wachsende Nachfrage und Mitgliederzahl der Sektion. Für den Vorstand und das Kernteam wird es trotz dieser Herausforderungen auch weiterhin eine dringliche Aufgabe sein, angemessene und zukunftsfähige Rahmenbedingungen für die ehrenamtliche Ausbildungsarbeit zu schaffen.
Wir trauern um unseren im vergangenen Jahr viel zu früh verstorbenen Trainer-Kollegen Marco Steinhauf. Unser tiefes Mitgefühl gilt seiner Ehefrau und seinen Kindern.
Mit zwei weinenden Augen verabschiedet sich das Kernteam von seinem langjährigen Mitglied, Kassenwart, Finanzminister, Gastgeber und guter Seele Ulli Pollmann, der sich in eine beratende Rolle zurückzieht. Danke dir, Ulli, für deine hochgeschätzte Arbeit, deinen ausgleichenden Geist und deine immer gute Laune!
Das Ausbildungsreferat bedankt sich beim gesamten Vorstand für die konstruktive Zusammenarbeit und bei den zahlreichen engagierten Ausbilderinnen und Ausbildern, dass sie Jahr für Jahr ein beachtliches und qualitativ hochwertiges Programm auf die Beine stellen und dieses mit viel Herzblut, Zeit und Energie mit Leben füllen.
> Tobias rothgang
r eferat e hrenamt
Das Referat Ehrenamt war im Jahr 2025 im Sinne der DAV-Mitglieder und Ehrenamtlichen wie folgt aktiv:
Das Referat hat regelmäßig an monatlichen Vorstandssitzungen und halbjährlichen Gesamtvorstandssitzungen teilgenommen. Ebenso an den beiden Infoabenden für neue Mitglieder am 17.03.2025 und 03.11.2025. Darüber hinaus hat das Referat die AG Jubiläum bei den Vorbereitungen für das Vereinsjubiläum 2026 unterstützt.
Am 14.11.2025 fand das Ehrenamtsfest erstmalig in den Räumen des Bürgerzentrums Nippes Altenberger Hof statt. Mit rund 130
Teilnehmenden war dieses Fest wieder sehr gut besucht. Das Fest wird jedes Jahr als Dank für die ehrenamtliche Arbeit der vielen Helferinnen und Helfer organisiert.
Auch im Jahr 2025 wurden zahlreiche Bewerbungsgespräche geführt und es konnten freie Stellen besetzt werden. Zahlreiche Anfragen von neuen und alten Mitgliedern nach ehrenamtlichem Engagement wurden bearbeitet und geeignete Bewerberinnen und Bewerber an die jeweiligen Referate weitergeleitet. So konnten neue Wander- und Tourenleitende sowie Wegebauer gewonnen werden.
Die Vorlage und Erneuerung von erweiterten Führungszeugnissen bei der Arbeit mit Kindern ist eine Vorgabe unseres Vereins und die Umsetzung eine Daueraufgabe des Referates. Ebenso die Ausstellung von Bescheinigungen und Beantragung von Ehrenamtskarten.
Wir blicken mit Stolz und Anerkennung auf die vielfältigen Aktivitäten und wertvollen Beiträge zurück, die zahlreiche ehrenamtliche Helferinnen und Helfer innerhalb unserer Sektion wahrgenommen haben und bedanken uns sehr herzlich bei allen!
> danuta Fuchs
r eferat Gruppen
Aktivitäten am d onnerstag
Wir sind die Gruppe der über 60-Jährigen, jüngere Wanderinnen und Wanderer sind bei uns dennoch gern gesehen. Unsere Wanderungen finden in der Regel alle zwei Wochen an einem Donnerstag statt, manchmal jedoch auch an einem anderen Tag. Es nehmen meist zehn bis 25 Wander*innen an unseren Tageswanderungen teil.
Unsere Wanderungen führten 2025 in die Eifel, ins Hohe Venn, ins Bergische Land und an Rhein und Sieg sowie ins Ruhrgebiet zum Welterbe Zeche Zollverein in Essen. Eine Adventswanderung führte über die Höhen von Rösrath und Hoffnungsthal zum Jahresabschlusstreffen auf dem Krewelshof. Die übliche Wanderstrecke beträgt zwischen zehn und 15 Kilometer bei maximal 300 bis 400 Höhenmetern. Es werden auch kürzere Wanderstrecken von zehn bis zwölf Kilometern
r eferat Jugend
2025 war bei der Jugend ein Jahr des Umbruchs. hannah hat nach drei Jahren leider ihr Amt als Jugendreferentin niedergelegt. es war sehr schwer, eine*n nachfolger*in zu finden. Übergangsweise übernimmt nun ida pinkofsky das Amt. darüber hinaus sind sehr viele unserer Jugendleiter*innen weggezogen, was zu einem engpass bei den Leiter*innen geführt hat. dennoch ist es uns gelungen, für die J1, J2 und die J3 (Altersspanne 10 bis 22 Jahre) unsere wöchentlichen Gruppenabende aufrechtzuerhalten und viele Fahrten anzubieten. die J4 (ab 23 Jahren) trifft sich weiterhin für Fahrten. Wir waren skifahren, haben skitouren gemacht, kletterten in der näheren Umgebung für ein Wochenende, waren zum Bouldern in Bleau, besuchten eine höhle, waren Mehrseillängen-Klettern und veranstalteten eine Kooperationsfahrt mit der J dAV Bonn. Am Jahresende fand wie immer die traditionelle
angeboten. Eine Schlusseinkehr rundet, wenn möglich, die Wanderungen ab. Start- und Endpunkt unserer Wanderungen erreichen wir in der Regel mit Bahn und Bus, teilweise auch mit dem Auto.
In unserer Gruppe steht nicht die Leistung in Form von Kilometern und Höhenmetern im Vordergrund, sondern das gemeinsame Erleben der Wanderung. Wir halten es für wichtig, dass auch ältere Mitglieder im Alpenverein eine Gruppe finden, die ihrer Leistungsfähigkeit angepasst ist und in der sie sich wohlfühlen.
Dank sagen wir allen ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen und Wanderleiter*innen, ohne die das umfangreiche Wanderprogramm nicht möglich wäre. > dieter Kretzschmar
Alpinistengruppe
Im Wanderjahr 2025 war die Zahl an Teilnehmenden unterschiedlich verteilt. So gab es Touren mit relativ vielen Teilnehmenden und andere waren eher nicht so stark besucht. Im Verlauf des Jahres wurde mit viel Engagement und Flexibilität der Tourenleiterinnen, Tourenleiter und Organisatoren ein abwechslungsreiches und teilweise sehr forderndes Programm realisiert.
Wir haben insgesamt 55 Veranstaltungen angeboten, von denen 47 auch durchgeführt wurden. Die Tagestouren in Form von Konditionstraining und alpiner Vorbereitung stellten mit insgesamt 40 durchgeführten Veranstaltungen wieder einen Schwerpunkt dar. Bei diesen Wanderungen wurden Strecken zwischen 20 und 70 Kilometern zurückgelegt und dabei bis zu 2.400 Höhenmeter überwunden. Leider gab es nur sehr wenige Mehrtagesveranstaltungen, sodass verschiedene Spielarten des Alpinsports nicht angeboten werden konnten. Die Highlights im Programm der Alpinistengruppe waren eine Schneeschuhtour im Spitzingbereich, eine Gemeinschaftstour in den Ötztaler Alpen, leichte Hochtouren im Stubai, eine Drei-Tages-Tour auf dem Rheinsteig und nicht zu vergessen der längste Tag mit einer zu bewältigenden Distanz von 70 Kilometern. Trekking-Touren in Nepal, die sich in der Vergangenheit großer Beliebtheit erfreuten, können leider nicht mehr angeboten werden.
Weihnachtsfahrt in die Kölner eifelhütte statt, wo alle unsere Jugendgruppen zusammenkamen. diesmal waren wir knapp 40 personen. Außerdem haben wir wie immer zahlreich an allen nr W-weiten Veranstaltungen teilgenommen, wie zum Beispiel dem pfingstzeltlager, dem Alpincamp für Leute ab 14 Jahre und der Landesjugendversammlung. darüber hinaus nahmen wir an der Bundesjugendversammlung in München teil und unsere Jugendleiter*innen besuchten viele Fortbildungen. der Fokus lag dabei vor allem auf ski- und skihochtouren. Wir danken allen Aktiven für ihr engagement und vor allem hannah für ihre jahrelange Arbeit. schaut doch einmal bei unserem neuen instagram-Account vorbei und bleibt so auf dem Laufenden über unsere Aktivitäten: > www.instagram.com/jdav.koeln > ida pinkofsky
Weiterhin gab es zwei Vorträge und einen Info-Abend zu Tourenangeboten im Jubiläumsjahr 2026 in der Geschäftsstelle. Die überwiegende Zahl der Veranstaltungen war gut bis sehr gut besucht.
> Bernd Kästner
Ausr ü stungsverleih
Der Ausrüstungsverleih wurde 2025 durch ein siebenköpfiges Team betrieben. Intern gab es einen Abgang wegen eines Umzugs nach Innsbruck und einen Neuzugang.
Neben dem Alltagsgeschäft an den Dienstagen stand 2025 im Zeichen der Neustrukturierung der gesamten Ausleih- und Inventarorganisation. Das Ende 2024 vom Referat für Ausbildung übernommene Ausrüstungssortiment wurde begutachtet, mit vorhandenen Kategorien zusammengeführt und inventarisiert. Das alte System für Reservierungsanfragen, bestehend aus E-Mail und manueller Pflege einer Excel-Übersicht, wurde durch ein modernes, intuitives und kundenfreundliches Onlinereservierungssystem abgelöst. Dies wurde federführend von Stefan entwickelt und programmiert. Thomas optimierte durch Austesten sämtlicher Eventualitäten die Nutzerfreundlichkeit. Das Ergebnis wurde im Dezember an den Start gebracht und vereinfacht die Ausleihorganisation für alle Beteiligten erheblich! Vielen Dank euch beiden!
Ein weiteres Highlight war im Sommer die Besteigung der Zugspitze „by fair means“. Ein großer Teil des Teams startete am Kölner
Dom mit dem Rad und fuhr in acht Etappen nach Garmisch-Partenkirchen. Nach einem Tag Pause stand die Besteigung des höchsten deutschen Gipfels an. Es wurde der Weg durch das Reintal, ein Trailrun über den Stöpselzieher rauf und durchs Reintal runter sowie der Klettersteig durch das Höllental gewählt. Das Team Höllental nutze dabei Material aus unserem Sortiment im Praxiseinsatz. Nach diesem anstrengenden Tag ging es mit der Gondel wieder zur Unterkunft. Am nächsten Tag wurden noch die Geschäftsstelle der Sektion Garmisch-Partenkirchen besucht und im Anschluss ging es mit dem ICE wieder nach Hause.
Die jährliche Inventur und PSA-Prüfung des gesamten Bestands erfolgten ohne besondere Auffälligkeiten.
Durch die Einführung des Onlinereservierungssystems steht die gesamte Verwaltung des Materialbestandes und der Ausleihorganisation ab sofort zukunftssicher auf einem starken Fundament. Viele Prozesse laufen automatisiert ab und sind skalierbar.
Für 2026 ist eine Erweiterung und Optimierung des Sortiments in enger Abstimmung
mit dem Referat für Ausbildung angestrebt. Angedacht ist der Erwerb von Zubehör, um die Ausrüstung noch weiter anpassen zu können. Ziel ist es, die Ausrüstung einem noch größeren Personenkreis zur Verfügung zu stellen, damit dieser viele schöne Stunden in den Bergen verbringen kann.
Wer sich für den Verleih interessiert und das Team unterstützen möchte, ist herzlich eingeladen, sich zu melden und zu hospitieren. Interessierte Personen können sich jederzeit bei Benjamin Heinz melden. > Benjamin heinz
Familiengruppen
Im vergangenen Jahr wurde eine neue Gruppe für die Familien mit den jüngsten Kindern gegründet. Seit April sind „die Steinadler“ mit Kindern der Jahrgänge 2024 bis 2025 regelmäßig auf Wanderungen in der Kölner Umgebung unterwegs. Vielen Dank an dieser Stelle an alle Familiengruppenleitenden, die die ersten Wanderungen organisiert haben, und besonders an Axel Forsch und Arne Grützmacher, die im Herbst die Leitung übernommen haben! Zusammen mit den schon bestehenden Gruppen, die Wölfe (Jahrgänge 2021–2023), die Luchse (Jahrgänge 2018–2020), die Murmeltiere (Jahrgänge 2017–2018), die Steinböcke (Jahrgänge 2013–2016), die Salamander (Jahrgänge 2010–2013) und die inklusive Gruppe die flinken Wiesel und die Trolle (ab Jahrgang 2008), tummeln sich damit sieben altersgerechte Gruppen in der Sektion. Die meisten Gruppen verbrachten jeweils ein Wochenende auf der Kölner Eifelhütte. Die flinken Wiesel und die Trolle fuhren außerdem ein Wochenende ins Mittelrheintal.
Für alle Altersgruppen wurden im vergangenen Jahr wieder Veranstaltungen des Familienklettertreffs angeboten, darunter Klettertage in der Halle und am Fels, aber auch Wochenendfahrten. Dabei klettern Eltern und Kinder gemeinsam, so dass jede*r an der Wand bzw. am Fels unterwegs sein kann. Die inklusive Gruppe „die Wolpertinger“ für Familien aller Altersgruppen, die mit und ohne Räder unterwegs sind, war auch 2025 gemeinsam wandern und klettern.
Wie auch in den letzten Jahren waren Mitglieder der Familiengruppen als Tourenleitende und Teilnehmende bei der Kölner Bergwoche dabei. Einer der Höhepunkte war für uns auch das Familiencamp, zu dem sich Familien aus allen Gruppen im Sauerland trafen. Tagsüber wurden Wanderungen, Bastelaktionen und eine Seilrutsche angeboten. Die Abende wurden gemeinsam am Lagerfeuer verbracht. Die Familiengruppenleiter*in nen haben in verschiedenen Bereichen ihre Fortbildungen absolviert. Im März fand wie immer das gemeinsame Wochenende des Leitungsteams in Blens statt. Diese Tage nutzten wir für Besprechungen zu Themen, die alle Gruppen betreffen, und zum Austausch über die Aktivitäten der Gruppen, über Herausforderungen und mögliche Lösungen. Besonders beschäftigt haben uns die Gründung der Steinadler und die Vorbereitungen für die Jubiläumsaktivitäten 2026.
Ohne den Einsatz aller ehrenamtlichen Familiengruppenleiter*innen, Trainer*innen und Tourenleiter*innen wäre die Arbeit der
Wir G eden K en
unserer 2025 verstorbenen Mitglieder h einz Arling
Wolfram Arnold
Brigitte Batstone
Martin Baur
ewald d embeck
n orbert d örr
d r. Günter d reßler
Andrea d udziak
d r. Willfried d ulson h ans-Georg d ungel
Maria- c hristina Falterbaum h ans Führer
Wolfgang Graner
d irk h ogrefe
d etlef h öpfner
Friedrich h ünten
Theo Krümmel
Gerhard Michaelis
Kai Oppermann c hristof Ott
h ilde panhaus
Waltraud paul
Wolfgang p feiffer h ermann p loog
Karl- h einz s chiffbauer h ermann Günter s chirmer
Juergen s chmidt e ngelbert s chulz h elga s padowsky
Marco s teinhauf c hristoph s telzer
Gerhard Wittkämper s usanne Zimmer- s tokowy
Familiengruppen in der Sektion nicht möglich. Vielen Dank an euch alle für euren Einsatz und die gute Zusammenarbeit!
> Jeannine Lucks und Mirko nettekoven
Frauen-Bergsport-Gruppe
Unsere Gruppe feierte ihr 13-jähriges Bestehen mit einem Wochenende in der Kölner Eifelhütte in Blens. Bianca Gandras, Annette Kremser und ein Helferteam verwöhnten die Teilnehmerinnen mit einem üppigen Menü. Dies war eine von vielen Unternehmungen, die in der Region angeboten wurden. Als neue Tourenleiterin kam Susanne Winheim hinzu. Es fand außerdem eine Tourenwoche in den Alpen unter Leitung von Martina Röher statt. Aus dem Etat wurde ein Tarp (Zeltplane) angeschafft.
> Johanna Brings
h andicap-Klettergruppe
In diesem Jahr fanden unsere Gruppentreffen wieder einmal monatlich im Canyon Chorweiler statt. Mit einer konstanten Teilnahme von 25 bis 30 Kletternden sind die Kapazitäten der leichten Routen in der Halle vollständig ausgeschöpft. Wir hoffen, künftig wieder neue Teilnehmende aufnehmen zu können.
Die Zusammenarbeit mit dem Canyon Chorweiler ist nach wie vor hervorragend. Das Team unterstützt uns stets zuverlässig, und wir sind dankbar für die offene, partnerschaftliche Kooperation.
Ein besonderes Highlight war auch in diesem Jahr das Engagement unserer Gruppen-
mitglieder bei den Kletterwettkämpfen der Special Olympics NRW. Viele unserer Teilnehmenden waren als Helferinnen und Helfer aktiv im Einsatz und trugen so zum Gelingen der Veranstaltungen bei. Zudem nahmen einige unserer Kletterinnen und Kletterer als Athletinnen und Athleten erfolgreich an den Wettbewerben teil – ein großartiges Beispiel für gelebte Inklusion, Teamgeist und sportliche Begeisterung.
Wir blicken stolz auf ein erlebnisreiches, sportliches und gemeinschaftsstarkes Jahr 2025 zurück. Die Gruppe ist über die Jahre zu einer festen Gemeinschaft zusammengewachsen, in der die gegenseitige Unterstützung, die Freude an der Bewegung und der Spaß am gemeinsamen Tun im Mittelpunkt stehen.
Mit viel Motivation und Vorfreude starten wir in das Jahr 2026 – bereit für neue Kletterrouten, gemeinsame Herausforderungen und viele schöne Momente miteinander! > Marius eiling
Alpennials
Im Jahr 2025 unternahmen wir zahlreiche erlebnisreiche Aktivitäten. Wir wanderten monatlich in verschiedenen Regionen, darunter eine Weinbergwanderung im Ahrtal, Touren im Bergischen Land, am Laacher See und in der Eifel.
Weitere Highlights waren unser Kletterwochenende in Luxemburg sowie eine Kanutour. Unsere Sommerfahrt brachte uns für eine Woche ins Stubaital in Österreich, wo wir beim Klettern, Wandern, einer Hochtour und mehreren Klettersteigen die Bergwelt in vollen Zügen genossen.
Neu in diesem Jahr war unser Einstieg in den Rheinsteig: Die Hälfte der Etappen haben wir bereits erfolgreich absolviert und freuen uns auf die Fortsetzung im nächsten Jahr.
> Lea pflieger
Klettergruppe
Das Jahr 2025 war von konstantem Wachstum vor allem im Bereich des klassischen Seilkletterns geprägt. Der Klettertreff entwickelte sich mit einer guten Mischung aus bekannten und neuen Gesichtern zu fortlaufend hohen Zahlen, so dass selbst die manchmal leerere Halle gut gefüllt wirkte. Beim Klettermarathon im Canyon Chorweiler stellte die Klettergruppe 2025 einige Teams. Die hohe Nachfrage beim Klettertreff bewegte uns gegen Ende des Jahres dazu, einen zweiten wöchentlichen Termin zu testen. Dieser wurde so gut angenommen, dass mit Beginn des neuen Jahres auch montags ein Klettertreff stattfinden wird. Beim Bouldertreff war die Nachfrage trotz Verteilung des Angebots auf mehrere Hallen im Stadtgebiet zuletzt geringer. Noch entwickeln wir Ideen, um das Angebot wieder attraktiver zu gestalten, und planen eine Umfrage 2026. Das vielfältige Fahrtenangebot erfreut sich großer Nachfrage, einige Fahrten konnten gar nicht allen Anfragen nachkommen. Es fanden klassische Fahrten zum Beispiel nach Arco, Franken oder Belgien statt. Im Bereich Mehrseillängen wurden erneut Wetterstein, Dolomiten und Marken angeboten. Wieder im Angebot waren nach einigen Jahren die Kirner Dolomiten, was sofort gut aufgenommen wurde.
> Thomas Gaub
Mountainbikegruppe
Auch im Jahr 2025 wurden von den Tourenleitenden der Mountainbikegruppe zahlreiche, teils sehr unterschiedliche Aktivitäten angeboten. Fahrtechnikkurse mit unterschiedlichen Anforderungsprofilen und Schwerpunkten, Tagestouren für Bio- und E-Biker und Mehrtagestouren von den deutschen Mittelgebirgen bis nach Südfrankreich. Dieses breite und vielseitige Programm können wir nur dank der vielen ehrenamtlichen Tourenleitenden verwirklichen. Deshalb freuen wir uns sehr, dass 2025 vier Tourenleitende die Fortbildung zum Trainer C entweder begonnen oder abgeschlossen haben. Für diese Leidenschaft und das Engagement möchten wir uns ganz herzlich bedanken.
> Jan strombach
r egenbogen-Gruppe
Nachdem das erste Jahr der Regenbogengruppe von Neugründung, Orientierung und gegenseitigem Kennenlernen geprägt war, konnte die Gruppe im zweiten Jahr ihre Existenz festigen und neue Strukturen aufbauen. In der jungen Geschichte der Gruppe gab es auch diesmal viele „erste Male“. Jung ist jedoch nur die Gruppe – nicht ausschließlich ihre Mitglieder. Erneut ist es uns gelungen, sehr junge Wanderbegeisterte und erfahrene Wanderer*innen älteren Semesters als Gemeinschaft zusammenzubringen.
Ein besonderes Highlight – und ebenfalls ein erstes Mal – war unsere Teilnahme am Cologne Pride. Dort durften wir stellvertretend für die gesamte Sektion sowohl unsere Gruppe als auch den Verein präsentieren. Mit verschiedenen Aktionen wie Kindermalen, einem kleinen Glücksspiel und aktiver Ansprache konnten wir viele interessierte Menschen erreichen und die Teilnehmendenzahlen unserer Wanderungen deutlich steigern. Darüber hinaus setzten wir bei der abschließenden Demonstration ein sichtbares Zeichen für Menschenrechte und Gleichberechtigung – Werte, die in unserer Sektion fest verankert sind. Unterstützt wurden wir dabei vom GOC, der uns mit Materialien, Rat und Tat zur Seite stand. Der GOC ist als Sektion im DAV vertreten.
Ein weiterer großer Erfolg ist der Zuwachs an Tourenleitungen. Mittlerweile besteht unser Team aus zehn Personen, die Wanderungen anbieten – Tendenz steigend. Auch die Zahl der Touren selbst konnten wir erhöhen, sodass wir mindestens einmal im Monat gemeinsam das Kölner Umland erkundet haben. Und noch ein Premierenmoment: Unsere erste Mehrtagestour fand statt.
Für das Jahr 2026 haben wir bereits neue Ideen in Planung und möchten ein vielfältiges Programm auf die Beine stellen. Selbstverständlich werden wir auch dieses Jahr wieder beim Cologne Pride vom 4. bis zum 6. Juli vertreten sein und nehmen am Sonntag, den 5. Juli, an der Demo teil – der Erfolg und die positive Resonanz im vergangenen Jahr sprechen für sich. Zudem stellen wir uns neuen Herausforderungen und werden erstmals Speed-Hiking anbieten.
Wir freuen uns auf ein wanderstarkes Jahr mit euch!
> inga stademann
s kitourengruppe
Die Skitourengruppe hat im März 2025 eine Skitourenwoche im oberen Vinschgau mit zwei Teilnehmergruppen durchgeführt. Vom festen Stützpunkt in Burgeis aus wurden täglich mittelschwere und anspruchsvolle Skitouren durchgeführt. Trotz der durchwachsenen Wetterverhältnisse sind wir täglich auf Tour gegangen und haben anschließend in der Hotelsauna entspannt. In beiden Gruppen waren jeweils fünf Teilnehmende. Es war eine sehr gute Mischung aus altbekannten und neuen Teilnehmenden sowie Frauen und Männern. Die Altersspanne reichte von Mitte 30 bis Mitte 50 Jahren.
> Boris Klinnert
s portgruppen
1) s portabend in Müngersdorf: Jeden Freitag treffen wir uns ab 17 Uhr im RheinenergieStadion. Wir starten unsere Stunde mit einer Aufwärmphase mit Musik. Es folgen muskelkräftigende Übungen mal mit, mal ohne Kleingeräte wie Therabänder oder Bälle. Danach werden Krafttraining, Ausdauertraining und Übungen für Koordination eingebaut. Nach einer Dehn- und Entspannungsphase zu sanfter Musik verabschieden wir uns bis zum nächsten Freitag. Das Programm ist für alle Altersgruppen geeignet. Die Teilnehmendenzahl hat auch in diesem Jahr stetig zugenommen.
2) s portabend Trierer s traße: Unser Training setzt sich aus drei Teilen zusammen: Wir starten mit einem Basketballspiel. Danach schließen sich ein Zirkeltraining zur Verbesserung von Kraft und Ausdauer und eine Gymnastikeinheit zur Verbesserung der Beweglichkeit an. Nach unseren Erfahrungen ist bei regelmäßiger Teilnahme bereits nach wenigen Wochen eine deutliche Leistungssteigerung feststellbar.
3) s portabend im h asental: Wir treffen uns jeden Donnerstag zu unserem Sportabend. Unter fachkundiger Anleitung beginnen wir mit einem Aufwärmtraining und Gymnastik auf der Matte. Ein Zirkeltraining bereitet uns auf die Aktivitäten in den Alpen vor. Bewegung ist das Zauberwort für Fitness und Gesundheit bis ins hohe Alter.
> Josef nagel (1), Lothar rest (2), stefan schröter (3)
Tourengruppe
Die vergangenen zwei Jahre waren für unsere Tourengruppe außergewöhnlich erfolgreich. Bereits 2024 konnten wir auf ein sehr starkes Tourenjahr zurückblicken – 2025 hat diese Erfolge jedoch noch einmal deutlich übertroffen. Mit rund 130 Tagesveranstaltungen sowie über 30 Mehrtagesveranstaltungen haben wir ein beeindruckendes Programm auf die Beine gestellt. Diese Zahlen stehen nicht nur für Quantität, sondern vor allem für die große Motivation, das Engagement und die Begeisterung unserer gesamten Gruppe. Darauf dürfen wir mit Recht sehr stolz sein.
Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Qualitätsverbesserung unserer Angebote. Durch gezielte Aus- und Fortbildungen unserer Wanderleiter*innen und Trainer*innen in C Bergwandern sowie durch einen Erste-HilfeOutdoor-Kurs konnten wir unsere fachliche Kompetenz und Sicherheit weiter stärken.
Ergänzend dazu wurden zwei ganztägige Informationsveranstaltungen für (neue) Tourenleitende durchgeführt, die dem fachlichen Austausch, der Vereinheitlichung von Standards und der weiteren Professionalisierung dienten.
Besonders erfreulich ist zudem, dass wir weitere neue Tourenleitende für unsere Gruppe gewinnen konnten. Sie bringen frische Impulse, neue Ideen und zusätzliche Kompetenzen ein und tragen maßgeblich dazu bei, unser vielfältiges Tourenangebot auch in Zukunft auf hohem Niveau weiterzuführen.
Neben all den positiven Entwicklungen gab es leider auch zwei weniger erfreuliche Punkte, die nicht unerwähnt bleiben sollen. Zum einen mussten einzelne Mehrtagesveranstaltungen mangels ausreichender Anmeldungen abgesagt werden. Zum anderen kam es bei einer Tour zu einer Verletzung der Wanderleiterin. Dank der guten Vorbereitung und Erfahrung der Gruppe konnten die Teilnehmer*innen die Tour eigenständig und verantwortungsvoll fortführen, was die hohe Kompetenz und Umsicht innerhalb unserer Tourengruppe unterstreicht.
Parallel dazu wurde bereits intensiv an der Vorbereitung des Jubiläumsjahres 2026 gearbeitet. Besonders hervorzuheben sind dabei die geplante Staffelwanderung vom Kölner Dom zum Kölner Haus in Serfaus sowie die Veranstaltungen von der Kölner Hütte im Rosengarten bis zum Kölner Haus. Diese Projekte stehen sinnbildlich für Gemeinschaft, Ausdauer und die enge Verbundenheit unserer Sektion mit ihren Hütten und Wegen.
Wir blicken mit großer Zufriedenheit auf das Erreichte zurück und mit viel Vorfreude auf das, was noch vor uns liegt. Ein herzliches Dankeschön an alle, die mit ihrem Einsatz, ihrer Zeit und ihrer Leidenschaft zum Erfolg der Tourengruppe beigetragen haben! > hans Bökels
Wandergruppe
Im vergangenen Jahr fanden in der Wandergruppe mit insgesamt 145 Touren viele schöne Erlebnisse in der Natur statt. Einige neue Tourenleiterinnen und Tourenleiter haben ihr Ehrenamt aufgenommen und das Angebot erweitert. Neben den Tageswanderungen in der Region sind neue Themen dazugekommen. Hierzu zählen das Nature Journaling, dem Zeichnen in der Natur, eine Schlossbesichtigung und ein Höhlenbesuch. Weitere Schwerpunkte wie Wandern mit Hund oder Yoga und Besinnungswanderungen haben das Angebot abgerundet.
Die Beliebtheit der Mehrtagestouren nimmt von Jahr zu Jahr zu. Es gab eine Vielzahl an Touren in Regionen wie Südpfalz und Vogesen, Teutoburger Wald, Sauerland, Odenwald und dem Hessischen Bergland. Die Übernachtungen erfolgten in Hütten, Jugendherbergen und Hotels. Highlights waren die alpinen Wochentouren. Hierzu gehörten der Preikestolen/ Kjerag in Norwegen, der Achensee in Tirol und der Rosengarten sowie das Fassatal in den Dolomiten.
Einige Adventswanderungen in Verbindung mit Weihnachtsmärkten und Glühwein ließen das Wanderjahr gemütlich ausklingen. Ein herzliches Dankeschön von mir an alle
Tourenleiterinnen und Tourenleiter für ihr fantastisches Engagement. > Matthias Övermöhle
r eferat für h ütten und Wege
Neben den nachfolgend durch die Beisitzerinnen und Beisitzer beschriebenen Aktivitäten hat sich das Referat 2025 erneut mit dem Thema „Alpiner Stützpunkt“ zur Abrundung des Hüttenportfolios der Sektion befasst und sich intensiv an den Vorbereitungen der Sektionsveranstaltungen beteiligt.
Kölner h aus
Im Jahr 2025 setzte Andreas Paulus seine Tätigkeit als Beisitzer für Hütten und Wege der Sektion fort. Nach dem erfolgreichen Vorjahr lag der Schwerpunkt weiterhin auf der kontinuierlichen Instandhaltung und Weiterentwicklung des Kölner Hauses in bewährter Zusammenarbeit mit den Hüttenwirtsleuten.
Zu den zentralen baulichen Maßnahmen des Jahres 2025 gehörte die Sanierung der Duschen. Darüber hinaus wurden die Skischuhheizungen erweitert sowie die Skischuhständer umgebaut, um mehr Platz für Skier und Schuhe zu schaffen und insbesondere in der Wintersaison effizientere Abläufe zu ermöglichen. Ergänzend dazu wurden die Polster im Lokal und an der Bar erneuert, was zu einer Aufwertung des Gastraums beitrug. Wie das Jahr 2024 verlief auch 2025 sehr erfolgreich. Sowohl die Nächtigungszahlen als auch die Anzahl der Tagesgäste bewegten sich auf einem hohen Niveau. Außergewöhnliche Ereignisse traten nicht auf, sodass ein insgesamt ruhiger und gut planbarer Hüttenbetrieb gewährleistet war.
Neben dem laufenden Betrieb wurden im Jahr 2025 Planungen für weitere notwendige Investitionen angestoßen, deren Umsetzung für 2026 vorgesehen ist. Mit Blick auf das kommende Jahr stehen zudem das Jubiläum der Sektion an, das unter anderem am Kölner Haus gefeiert wird, sowie die Begehung zur Erneuerung des Umweltgütesiegels. Vor diesem Hintergrund blicken wir mit Zuversicht auf das Jahr 2026 und freuen uns darauf, das Jubiläum der Sektion Köln sowie die weitere erfolgreiche Entwicklung des Kölner Hauses begleiten zu dürfen.
> Andreas paulus
Alpengarten am Kölner h aus
Diesmal fand die Pflanzwoche parallel zur Wegebauwoche wieder auf dem Kölner Haus statt. Ein achtköpfiges Team befestigte den im Herbst 2024 neu angelegten Pfad und tauschte zahlreiche defekte Pfosten und Bretter beim Zaunaufbau aus. Dies fand zusätzlich zur jahreszeitüblichen Routine mit Beseitigung von teilweise erheblichen Schäden an Wasserabläufen, Steinumrandungen der einzelnen Stationen, Wegen und Bänken statt. Die Stationen wurden durchgejätet, Winterschäden an den Gehölzen ausgeschnitten. Außerdem wurden Wandhalterungen sowohl für die Garten- als auch für die Wegebauwerkzeuge montiert, um das Chaos bei der Lagerung in den Griff zu bekommen.
Während der Saison haben wir im Juli und August jeweils zwei Kurzeinsätze für Pflegearbeiten mit drei bis vier Personen durchgeführt. Routinepflegearbeiten wie Jäten und besonders Mähen der Grasflächen mussten erledigt werden sowie Schäden durch Starkregenfälle behoben wurden. Hier haben sich besonders Michael Stein vom Wegebau und unser Naturschutzreferent Matthias Josko eingebracht.
Die in 2024 abmontierten Infotafeln wurden durch neu gestaltete ersetzt und im Sommer 2025 mit Unterstützung des Tourismusverbandes Serfaus (TVB) aufgestellt. Bei der abschließenden Herbstwoche wurde der Garten winterfest gemacht und die Eingangsbeschilderung farblich aufgefrischt. Für die am Kölner Haus jetzt häufiger gesichteten Gartenbzw. Hausrotschwänze wurden zwei Nistkästen aufgehängt und wir hoffen, sie werden angenommen.
Für 2026 sind insbesondere im Schaubeet erhebliche Nachpflanzungen erforderlich, außerdem sollen die Baum- und Gehölzbeschilderungen erneuert werden. Für die Routinepflegearbeiten, die insbesondere in den Monaten Juli und August anfallen, testen wir dieses Jahr erstmals ein neues Arbeitseinsatzmodell. Die Weiterführung wird vom Erfolg abhängig sein.
> Birgit Wesenberg
h exenseehütte
Inzwischen hat sich der Sommerbetrieb nach der Übernahme durch die Hüttenwirtsleute Tanja und Björn im Jahr 2024 gut eingespielt. Die Zahl der Nächtigungen ist im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Der Tagesbetrieb war dagegen leicht rückläufig. Die Bergwoche auf der Hexenseehütte hat im vergangenen Sommer wieder stattgefunden. Auch 2026 ist eine Bergwoche geplant.
Aufgrund von zeitweise schlechten Wetterbedingungen sind einige Gäste trotz Reservierung nicht auf der Hexenseehütte erschienen. Abhilfe wird dadurch erhofft, dass zukünftig bei Reservierung eine Anzahlung erfolgen muss, die im Falle eines Nichterscheinens einbehalten wird.
Die Umstellung bei Reservierung und Rechnungsstellung der Nächtigungen im Winterbetrieb hat sich eingespielt, wobei die Reservierung durch die Geschäftsstelle und die Rechnungsstellung durch das Referat Hütten und Wege erfolgt. Der Zahlungseingang wird durch die Buchführung kontrolliert.
Für den Hüttendienst im Sommer haben die Hüttenwirtsleute ein Handbuch erstellt. Zukünftig werden die Fahrtkosten für den Hüttendienst im Sommerbetrieb erstattet.
Ein herzlicher Dank gilt allen, die im Sommer die Arbeit im Hüttendienst geleistet haben. > caro niemann
Kölner e ifelhütte
Im Jahr 2025 gab es 1.132 Nächtigungen (577 Mitglieder und 555 Nichtmitglieder) sowie 187 Tagesgäste (57 Mitglieder und 130 Nichtmitglieder). Die Einnahmen beliefen sich auf 13.600 EUR.
Darüber hinaus ist festzustellen: EC-Kartenzahlung wird immer beliebter. Im Außenbereich der Hütte gibt es einen öffentlich zugängigen Defibrillator. Die Brandmeldeanlage ist
erneuert. Es gab einen Erfahrungsaustausch der in der Nordeifel hüttenbesitzenden Sektionen auf der Hütte der Sektion Eifel in Vogelsang. Außerdem gab es auch in diesem Jahr einige Erhaltungsmaßnahmen. So wurde der Sockel der Stützmauer ausgebessert.
Für unser Ziel, die Kölner Eifelhütte weitestgehend umweltverträglich zu führen, haben wir uns entschieden, das Haus zukünftig mit einer Wärmepumpe zu beheizen. Des Weiteren beabsichtigen wir eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach zu installieren. Hierzu haben wir einen Energieberater beauftragt, der uns bei der Umsetzung unterstützt. Der Denkmalschutz stellt dabei eine besondere Herausforderung dar. Daneben haben wir die üblichen, kleinen Instandhaltungen durchgeführt.
> Burkhard Frielingsdorf
Wege
Der erste Wegebaueinsatz fand wie immer in enger Zusammenarbeit und mit großem Erfolg mit dem Tourismusverband Serfaus (TVB) vor der Sommersaison am Kölner Haus statt, sogar vor der eigentlichen Eröffnung des Kölner Hauses für alle Gäste. Eine sehr große Freude war dabei die Hochzeits-Nachfeier unseres Pächterpaares Tanja und Björn am Anfang.
Nach einer gründlichen Einarbeitung der „Neulinge“ wurden Stege errichtet und entwässert (Scheid – Furglersee), Wege vom Steinschlag gereinigt (Unterer Glocksee –Oberer Glocksee), Treppenstufen neu gerichtet (Hauptweg 702 zum Furglersee) und Erdrutsche beseitigt (Brunnenkopf – Brunnenjoch). Außerdem wurde der Weg oberhalb der Lawensalm nach einem Erdrutsch wieder begehbar gemacht und am Blumensteig ein Sumpfgebiet mit Trittsteinen gestaltet. Die restlichen Hochwasserschäden von 2024 am Erzköpflesteig wurden zudem auf einem wichtigen Wegabschnitt beseitigt. Auch das Aufrichten der Schildersäulen gehörte wieder zu den Arbeiten.
Beim traditionellen Abschluss am Kölner Haus am Freitagabend waren alle Strapazen verflogen und wir freuten uns alle sehr über die herzliche Einladung des TVB.
Beim zweiten Wegebau-Einsatz von der Hexenseehütte aus wurden die letzten enormen Schäden von 2024 beseitigt und der Weg 713 teilweise neu gegraben. Auch im Bereich Bergell konnte am Steilhang der Weg etwas breiter und damit auch für unsere jüngsten Bergwanderer sicherer gestaltet werden. Auf der Strecke vom Arrezjoch zum Masnerjoch, also Richtung Hexenkopf, wurde zudem der Schaden des Steinschlags aus dem letzten Winter beseitigt.
Bei einem weiteren Einsatz wurde für eine weitere Rundtour mit Start am Kölner Haus ein möglichst gut begehbarer Weg erkundet. Der Weitwanderweg 712 wurde in einem Abschnitt von der Schweizer Grenze aus in mehreren Tagen neu markiert, eine Schildersäule repariert und eine Stelle, an der sich doch Wander*innen „verlaufen“, deutlicher gestaltet. Für 2026 ist der Rest bis zur Ochsenscharte mit rot markierten Holzpflöcken neu zu gestalten.
Ein ganz herzliches Dankeschön gilt allen freiwilligen Wegebauer*innen > Michael stein
h üttenpartnerschaft r ichterhütte Der Alpenverein hat Bergwander*innen nach ihren Lieblingshütten befragt und die Richterhütte liegt ganz vorne dabei. Sie beeindruckt mit dem gut erhaltenen und schlichten Charme einer ehrlichen AV-Hütte, ohne unnötigen Schnickschnack, dafür umso mehr mit Herz des Hüttenteams. Gut, dass wir da oben auf 2.374 Metern im Krimmler Achental helfen können. Dies wird von den Bergfreund*innen der Alpenvereinssektion Rheydt auch geschätzt. Seit diesem Jahr gibt es unter dem Hüttenschild einen Hinweis auf unsere Hüttenpartnerschaft.
Wie die Jahre zuvor waren wir zum „Sommertauglichmachen“ sowie für die Bevorratung der Hütte bereits Anfang Juni aufgestiegen. Gleichzeitig wurden in den oberen Geschossen die alten Fenster durch neue ersetzt. Die Instandhaltung und Bewartung der Wege, Bergsteige und Übergänge rund um die Richterhütte wird, wie wir alle wissen, immer schwieriger. Daher haben wir im März 2025 mit den Verantwortlichen der AV-Sektion Warndorf-Krimml besprochen, wie wir die Windbach- und Roßkarscharte richtig gut und sicher begehbar machen. Dies ist uns im Juli im Dreierpack dann auch sehr gut gelungen. Ein regelmäßiger und angenehmer Austausch zwischen der Sektion Bergfreunde Rheydt, deren Hüttenwart Jürgen Mühlsiepen, dem Vorstand André Koenen und auch dem Verantwortlichen der Sektion WarnsdorfKrimml Hans Leutgeb ist selbstverständlich. So ist bereits verabredet, dass wir gemeinsam im Jahr 2026 den Zustieg zur Hütte sichern. Dank an unsere Ehrenamtler Christoph H., Dirk L., Jürgen S., Rainer J., Richard S. > Werner Gantner r eferat Leistungssport
2025 war für das Wettkampfteam des Kölner Alpenvereins eine außergewöhnlich erfolgreiche Saison. Unser Team war bei über 70 Wettkämpfen am Start, absolvierte mehr als 430 Wettkampfteilnahmen und kehrte mit rund 50 Gold-, 53 Silber- und 40 Bronzemedaillen nach Köln zurück. Insgesamt trainierten über 100 Kinder und jugendliche Athlet*innen in mehr als 400 Trainingseinheiten pro Jahr, betreut von einem großen, engagierten Trainer*innenteam.
Besonders erfreulich ist die Entwicklung im Kaderbereich: 26 Athlet*innen starten mittler -
weile in Kadern, darunter sechs im Nationalkader, acht im Jugendnationalkader und zwölf im Landeskader. Im Nachwuchs- und ParaBereich sind wir mit zwei Para-Athlet*innen und einer Vielzahl junger Talente ebenfalls stark vertreten.
Sportliche Highlights der Saison waren die internationalen Podestplätze von Leander Carmanns mit einem 2. Platz bei den IFSC World Championships in Seoul und einem 3. Platz beim IFSC World Cup in Guiyang (beides Speed) sowie der Doppelsieg von Luca Nündel beim IFSC Youth European Cup Lead in Žilina (Slowakei) und Imst (Österreich). Krönung der nationalen Saison waren außerdem die beiden deutschen Speed-Meistertitel von Julia Koch (Damen) und Leander Carmanns (Herren). Leander hält auch den deutschen Speed-Rekord mit beachtlichen 4,86 Sekunden für die vertikalen 15 Meter.
Allen Athlet*innen gilt ein herzlicher Glückwunsch zu diesen außerordentlichen Leistungen – ihr habt den Kölner Alpenverein national und international hervorragend vertreten.
Dieser Erfolg wäre nicht möglich ohne den unermüdlichen Einsatz unserer Trainer*innen, die sehr gute Zusammenarbeit mit den Kletter- und Boulderhallen in der Region sowie die großartige Unterstützung der Eltern – euch allen ein herzliches Dankeschön! > peter plück
n aturschutzreferat und n aturerlebnisgruppe
Im Jahr 2025 führten wir wieder einige Wanderungen im Rahmen der Naturerlebnisgruppe durch. Dabei stand das Erfahren der Natur im Mittelpunkt. Die Wanderungen wurden von Mitgliedern des Referats sowie externen Expert*innen durchgeführt, um ein breiteres Angebot anbieten zu können.
Wir nahmen am World Cleanup Day teil und stellten fest, dass wir dies durchaus auch außerhalb dieses Events öfter machen wollen. Die Mitarbeit im Alpengarten setzten wir fort und erstellten unter anderem neue Schilder für den Alpengarten sowie per QR-Code verlinkte weiterführende Informationen auf unserer Sektionswebseite.
Im letzten Jahr waren wir zudem damit beschäftigt, unser Angebot zu erweitern und es auszubauen und anzupassen. Hierbei versuchen wir, noch mehr Ehrenamtliche für unser Referat zu gewinnen. Engagement rund um die Neuwahlen der Naturschutzbeiräte sowie eine Neubesetzung des Postens des Beisitzers ergänzten die organisatorische Arbeit im Referat.
> Matthias Josko
r eferat Öffentlichkeitsarbeit
Bereich Printmedien: Das Redaktionsteam der gletscherspalten ist weiterhin gut aufgestellt. Allerdings ist das Ausscheiden von Karin Spiegel ein herber Verlust: Schließlich hat sie 34 Jahre die Redaktion geleitet und weitere 13 Jahre im Redaktionsteam mitgearbeitet. Ihre große Erfahrung und ihr immenses Wissen über die Sektion werden uns sehr fehlen. Wir sagen Karin ein herzliches Dankeschön für ih -
Neue Klettertalente
ren langjährigen und beispiellosen Einsatz und wünschen ihr für ihren Alpenvereinsruhestand alles nur erdenklich Gute!
Beim Team der Sektionsbücherei rund um Annette Kremser ist alles wie immer. Beim Sektionsarchiv hat Jürgen Greggersen sein Amt niedergelegt – seine Nachfolge treten Hildegard Banneyer und Esma Dogan 2026 an. Leider konnte sich Jürgen nicht wie geplant einbringen, da das Archiv eingelagert war. Für das Archiv konnten jetzt aber neue Räumlichkeiten gefunden werden, die gute Lagerung und adäquate Arbeit mit den Archivalien ermöglicht.
Bereich Digitale Medien: Die Krise im DAVProjekt alpenverein.digital führt zu weiteren Verzögerungen bei der Umstellung der Webseite. Auch nach den Beschlüssen der Hauptversammlung 2025 ist noch nicht absehbar, wie es nun weitergeht und welchen Weg die Sektion nun einschlagen wird. Unser Newsletter ALPINEWS erscheint weiterhin monatlich und geht an rund 43.000 Empfänger*innen. Bei Social Media konnten wir Jo Godt als neue Mitarbeiterin gewinnen, die das Team von Facebook und Instagram verstärkt.
Bereich Veranstaltungen: Die AlpinVisionen haben uns erneut vier interessante Vorträge gebracht. Mit Referent*innen wie Helmut Achatz, Stephan Schulz, Ines Papert und Alix von Melle wurde ein weites Repertoire abgedeckt.
Leider musste erneut die bereits kommissarisch bestellte Kandidatin für das Amt der Referentin für Öffentlichkeitsarbeit ihre Kandidatur aus beruflichen Gründen wieder zurückziehen. Wir sind also wieder auf der Suche … Ich bedanke mich ganz herzlich bei allen Aktiven im Referat für ihre tolle Mitarbeit und das hervorragende Engagement!
> Kalle Kubatschka
Talent- und Nachwuchssichtung im Chimpanzodrom
Am Samstag, den 31. Januar 2026, fanden sich knapp zwanzig Kinder zwischen sieben und elf Jahren in Begleitung ihrer Eltern vor den Türen des Chimpanzodroms in Frechen ein. Sie kamen aus verschiedensten Ecken des Rheinlands, um zu zeigen, was sie an der Kletterwand so alles draufhaben und nach kürzester Zeit wurde klar: Sie haben einiges drauf!
„Die Kids hier haben meistens alle Spaß am Klettern, einige sind sogar schon ambitioniert auf Wettkämpfen unterwegs. Am Ende geht es darum, die passende Trainingsgruppe zu finden, damit die Kids ihr Können weiterentwickeln können“, so Peter Plück, Organisator der Veranstaltung und Referent für Leistungssport.
Um herauszufinden, in welche Kletter-Trainingsgruppe die Kinder am besten passen könnten, ging es nach der Aufwärmphase zum Toprope-Klettern in die Kletterhalle, zum Bouldern in den Boulderbereich und zum Speed-Klettern an die sogenannte „Leiter“, die aus vielen Holzleisten besteht. Diese versucht man so schnell wie möglich hinaufzuklettern. Bei den gemessenen Zeiten an der Leiter handelt es sich meist um weniger als eine halbe Minute.
Schnelligkeit und Ausdauer wurden an allen drei Stationen gemessen. Geklettert wurde an vorgegebenen Routen sowohl an den Kletter- als auch Boulderwänden. Die erfahrenen DAV-Klettertrainer*innen (Katja, Manuel und Sarah) haben gemeinsam mit Janne und Linus, die gerade ihr FSJ beim DAV absolvieren, gesichert. Die beiden unterstützen ebenfalls das reguläre Klettertraining als Trainer*innen.
Bereich Vielfalt
Im Sommer hat eine Bergwanderwoche mit Schüler*innen der inklusiven Hauptschule Köln-Porz an der Zugspitze mit Standortquartier in Ehrwald stattgefunden. Als Trainingsvorbereitung wurden im Vorfeld eine mehrtägige Wanderfahrt in die Eifel und mehrere Tageswanderungen im Siebengebirge, Bergischen Land und an der Ahr veranstaltet. Am Aktionstag für Menschen mit Beeinträchtigungen und für Menschen mit Flucht- oder Migrationshintergrund wurden verschiedene Rundwanderungen rund um die Kölner Eifelhütte angeboten.
In Kooperation mit dem Interkulturellen Dienst der Diakonie hat der Bereich Vielfalt für Frauen mit Flucht- oder Migrationshintergrund eine Wanderfahrt mit Übernachtung in der Kölner Eifelhütte durchgeführt.
Ebenfalls in der Eifel fanden zwei weitere Herbst-Tageswanderungen in Kooperation mit dem Malteser Hilfsdienst für Flüchtlinge statt. Das Klettertraining für Flüchtlingskinder wurde an vier Sonntagen in der Kletterfabrik Ehrenfeld angeboten. Das Team Vielfalt hat sich zum Austausch und zum Jahresabschluss in der Kölner Eifelhütte getroffen. > hildegard Troske
Peter Plück erklärt: „Wir suchen explizit nach Kindern mit hoher Eigenmotivation.“ Und genau dies war auch zu beobachten. Die Kinder waren sehr motiviert und hatten einfach nur Spaß. Im Laufe der nächsten Woche erfahren sie, welches Klettertrainingsangebot für sie am besten geeignet ist.
Der Kölner Alpenverein bietet insgesamt zehn Klettergruppen an, unter welchen interessierte Kinder im Alter von sieben bis zwölf eine für sie passende Gruppe finden können. Eine Übersicht der KletterAngebote findet ihr auf der Webseite unter
> trainingsgemeinschaft.dav-koeln.de
> Text: Julia Weinberger; Fotos: Julia Weinberger (li.), Astrid Königstein (re.)
Gemeinsam auf Tour
Mitfahren leicht gemacht
Es ist Wochenende, die Eifel lockt mit gutem Wetter und schönen Wanderungen. Du hast keine Lust auf die oft verspätete Bahn, der Sektionsbus ist ausgebucht, der Startpunkt ist gar nicht mit den Öffis erreichbar oder die Tour beginnt in aller Frühe.
Dir kann geholfen werden, denn seit Juli 2024 bietet die Online-Anmeldung zusätzlich die Möglichkeit, dass die Teilnehmenden selbstständig Mitfahrgemeinschaften bilden können.
Wie kann ich Mitfahrer*innen finden oder eine Mitfahrgelegenheit anbieten?
Wegen des Datenschutzes dürfen wir die Kontaktdaten nicht automatisch allen Teilnehmenden einer Tour zur Verfügung stellen – das muss jede*r Teilnehmende selbst entscheiden können.
Daher gibt es bei der Online-Anmeldung ein gar nicht mehr so neues Feld, mit dem du für genau diese Tour deine Kontaktdaten freigibst. Die Freigabe gilt nicht für zukünftige Touren. Zusätzlich kannst du noch angeben, ob du mitfahren oder Fahrer*in sein möchtest. Davon wird inzwischen reichlich Gebrauch gemacht, denn über 87 Prozent der Teilnehmenden stimmen der Freigabe zu.
s o weit, so gut. Aber wie finde ich die Kontaktdaten der anderen Teilnehmenden und setze mich mit ihnen in Verbindung?
Dafür musst du dich nur im Mitgliederportal „Mein Alpenverein“ einloggen und unter „Teilnahmen“ die Liste der Touren aufrufen, für die du dich angemeldet hast.
Anmelden, anschreiben und gemeinsam aufbrechen
Das bitte anklicken und ruckzuck öffnet sich eine Liste mit den Namen, Ort und Postleitzahl sowie E-Mail-Adresse und Telefonnummer von allen Teilnehmenden, die diese Daten für die Tour freigegeben haben.
Nun steht einer Mail oder einem Chat in der Messenger-App deiner Wahl nichts mehr im Wege. Wenn du direkt die Initiative ergreifst und rechtzeitig vor der Tour Teilnehmende kontaktierst, werden dir die weniger gut organisierten Mitwandernden sehr dankbar sein. Was gibt es Besseres, als mit Rucksack an einem Treffpunkt einzusteigen, gemütlich auf Beifahrersitz und Rückbank die Landschaft an sich vorbeiziehen zu lassen und gute Geschichten, Tipps und die letzten Neuigkeiten aus der Sektion auszutauschen? Oder auf der Rückfahrt Fotos, Ereignisse und Anekdoten der Tour auszutauschen?
#machseinfach – dir, den Mitwandernden und der Umwelt zuliebe –Danke
Melde dich bei Fragen und Anregungen bei h ans Bökels oder r ainer Jürgens.
> Text: edda Koopmann, Foto: Uta Gaentzsch
Veranstaltungen der s ektion findest d u hier > veranstaltungen.dav-koeln.de d ie Anmeldung ins portal „Mein Alpenverein“ > mein.dav.koeln
Ganz rechts in der Liste siehst du ein kleines Dokument-Ikon.
Aktivitäten der Gruppen
Die Aktivitäten in den Gruppen des Kölner Alpenvereins decken die verschiedenen Bereiche des Bergsports ab. Alle sind eingeladen, bei den Gruppen mitzumachen. Jede Gruppe hat ihr eigenes Programm an Touren und Veranstaltungen. Die Veranstaltungen sind auf den Webseiten der einzelnen Gruppen zu finden: gruppen.dav-koeln.de
Aktivitäten am Donnerstag
Alpennials
Klettertraining
Alpinistengruppe
Mountainbikegruppe
Familiengruppen
FrauenBergsportGruppe
HandicapKlettergruppe
integrativGruppe
Jugendgruppen
Klettergruppe
Naturerlebnisgruppe
RegenbogenGruppe
Skitourengruppe
Sportgruppe
Tourengruppe
Wandergruppe
Wo Gipfelträume auf Klangwelten treffen
Begleitet vom Ersten Kölner Akkordeonorchester entsteht eine einzigartige Symbiose aus Bildern und Musik.
Ein Abend für alle, die die Faszination der Berge spüren und Musik mit allen Sinnen erleben möchten.
25.04.2026 Sartory Köln 18:30 Uhr Einlass 19:30 Uhr Beginn