

150 Jahre Kölner Alpenverein

Grußwort des
Deutschen Alpenvereins
„Wir machen‘s gemeinsam“ – was für ein passendes Motto! Es ist der Titel einer richtungsweisenden Vereinbarung, die von der Sektion Köln bereits 2018 ausgearbeitet und seitdem täglich gelebt wird. Es geht dabei um den respektvollen, verantwortungsbewussten Umgang miteinander, am Berg, in der Natur. Es geht darum, auch andere Meinungen zu akzeptieren und Vielfalt als Bereicherung zu sehen, denn „jede Jeck is anders“, wie Sie es so schön auf den Punkt bringen. Es ist die beste Basis, um sich in stürmischen Zeiten den Herausforderungen zu stellen. Und die Sektion beweist dies immer wieder aufs Neue, sei es bei der Initiative zur Digitalisierung, beim Klimaschutz oder beim Verlegen von Stolpersteinen. Von all dem konnten die Gründer der Sektion Rheinland-Köln vor 150 Jahren noch nichts ahnen. Sie waren begeisterte Bergsteiger, die Gipfel erobern, Hütten bauen und unberührte Regionen erschließen wollten. Allen voran Sektionsgründer Otto Welter, der ja auch zu den Gründungsmitgliedern des Deutschen Alpenvereins zählt. Lange hatten diese Ziele Bestand, doch so vieles hat sich inzwischen gewandelt.

Heute sind über 26.000 Bergbegeisterte Mitglied der Sektion Rheinland-Köln. Die meisten brillieren nicht mit alpinen Glanzleistungen, dafür bringen sie durch ihr unermüdliches Engagement erst Leben in die Sektion: In Jugend- oder Seniorengruppen, beim Wandern oder beim Mountainbiken, in der Kletterhalle, beim Erhalt Ihrer Hütten und Wege, bei der ehrenamtlichen Arbeit. Sie bringen die Menschen im Alpenverein zusammen und machen sie „bergfähig“. Und das nicht nur für eine kurze Phase, sondern oft für ein Leben lang.
„Wir ermutigen Menschen, Verantwortung für sich und andere zu übernehmen und vermitteln die Fähigkeit, mit Gefahren und Risiken bewusst
umzugehen.“ So steht es in unserem Leitbild, so wird es in unseren Sektionen praktiziert. Gerade jetzt ist es wichtiger denn je, selbst Verantwortung zu übernehmen. Denn die Folgen der Klimakatastrophe betreffen uns Bergbegeisterte massiv. Bergsport mit Verantwortung bedeutet inzwischen vor allem, immer aufs Neue zu lernen, mit dem Wandel umzugehen. Die Berge sind in Bewegung und dadurch ändern sich nicht nur Routen zu beliebten Gipfeln, sondern auch unser gesamtes Umfeld. Es ist unsere Pflicht, genau abzuwägen, was wir der Natur, den Bergen – und uns selbst – noch zumuten dürfen. Ein Jubiläum bietet da eine gute Möglichkeit, sich einen Überblick zu verschaffen, Vergangenes mit der Gegenwart zu verbinden und eine Brücke in die Zukunft zu bauen. Lassen Sie sich deshalb auf den folgenden Seiten von Vergangenem, auf das Sie voller Stolz blicken können, für eine positive Zukunft inspirieren. Wir vom Alpenverein werden auch künftig Raum schaffen für Begegnung und Dialog. Im Vordergrund steht dabei der richtige, schonende Umgang mit der Natur. Welch ein wichtiger Beitrag für gesellschaftlichen Zusammenhalt, für gelebte Vielfalt und den Schutz unserer Bergwelt. Ich bin mir sicher: Gemeinsam schaffen wir‘s! Ich freue mich auf diesen Weg in eine Zukunft, in der uns das Bergsteigen mit Sicherheit auch weiterhin sehr glücklich machen wird. In diesem Sinne gratuliere ich der Sektion Rheinland-Köln herzlich zum 150. Jubiläum und wünsche Ihnen allen ein weiter so aktives Sektionsleben und viele unvergessliche, unfallfreie Tage in den schönen Bergen!
Roland Stierle Präsident Deutscher Alpenverein

Grußwort der Stadt Köln
Liebe Vereinsmitglieder des Kölner Alpenvereins, liebe Bergbegeisterte, liebe Ehrenamtliche, im Namen aller Kölner*innen, aber auch persönlich, gratuliere ich Ihnen ganz herzlich zum 150-jährigen Jubiläum der Sektion Rheinland-Köln im Deutschen Alpenverein. Seit Jahrzehnten wächst Ihr Verein stetig und verbindet mittlerweile rund 26.000 bergsportbegeisterte und naturaffine Menschen aus Köln und dem nahen Umland mit den Bergen und miteinander. Von Köln aus sind Sie das gesamte Jahr über in den Alpen und vielen weiteren Bergregionen unterwegs und bieten Bergsport in all seinen Facetten an: von nationalen und internationalen Erfolgen im Wettkampfklettern über Ski- und Snowboardtouren bis hin zu gemütlichen Wanderungen – der Kölner Alpenverein macht die Berge für alle erlebbar. Dabei geht Ihr Engagement weit über die sportliche Betätigung hinaus. Als engagierte Ehrenamtliche vermitteln Sie Werte, die auch unsere Stadt prägen: Verantwortung, Zusammenhalt und den respektvollen Umgang mit unserer Umwelt. Sie fördern Nachhaltigkeit, unterstützen den Schutz sensibler alpiner Lebensräume und begeistern gleichzeitig Menschen aller Altersgruppen für Bewegung und Natur. Damit leisten Sie einen unschätzbaren Beitrag – nicht nur in den Alpen, sondern auch hier in Köln. Seit 150 Jahren erbringen Sie den Beweis, dass man auch in einer Großstadt den Blick in die Ferne wagen und Horizonte erweitern kann, und sind zugleich überall gern gesehene Botschafter*innen Kölns in den Bergen.
Für die zahlreichen sportlichen wie kulturellen Aktivitäten im Jubiläumsjahr wünsche ich Ihnen von Herzen gutes Gelingen!
Torsten Burmester
Oberbürgermeister der Stadt Köln

Grußwort des DAV-Landesverbandes
Nordrhein-Westfalen
Herzlichen Glückwunsch zum 150-jährigen Jubiläum der Sektion Rheinland-Köln
Der DAV-Landesverband Nordrhein-Westfalen gratuliert seiner mitgliederstärksten Sektion, Rheinland-Köln, ganz herzlich zu ihrem 150-jährigen Bestehen.
Der Name sagt bereits viel: Rheinland – und erst dann Köln. Sieben Jahre nach der Gründung des Deutschen Alpenvereins 1869 war es endlich so weit – auch im Rheinland wurde eine Sektion ins Leben gerufen. Einige der Gründungsmitglieder waren schon zuvor in München aktiv, doch nun fand der DAV auch am Rhein eine feste Heimat. Die Zeit nach der Reichsgründung 1871 war geprägt von Aufbruch und Wandel. Auch im Rheinland entwickelte sich eine dynamische Industrialisierung und Urbanisierung – und mit ihr eine selbstbewusste, bürgerliche Schicht, die sich Reisen in die Alpen leisten konnte und die Begeisterung für die Berge mittrug.
In Köln fielen diese neuen Ideen auf fruchtbaren Boden. Eine liberale Stadtverwaltung, wo der preußische Einfluss, auf katholischem Widerstand stieß, bot beste Voraussetzungen für die Gründung einer Sektion. So entstand im Jahr 1876 die Keimzelle vieler rheinischer Sektionen: die Sektion Rheinland, die 1926 um den Namen Köln ergänzt wurde. Die ersten Jahrzehnte waren bewegt. Immer wieder schwankte die Mitgliederzahl, denn mit jeder Neugründung einer weiteren Sektion verließen Mitglieder die „Muttersektion“. Doch das tat ihrer Entwicklung keinen Abbruch – im Gegenteil. Heute zählt die Sektion Rheinland-Köln rund 26.000 Mitglieder und ist damit die größte Sektion im DAV-Landesverband Nordrhein-Westfalen.
Dass sie bis heute den Namen Rheinland-Köln trägt, ist mehr als nur Tradition. Es ist ein Bekenntnis zur Verbundenheit mit dem Rheinland – und Ausdruck des Wunsches, den jüngeren Sektionen zur Seite zu stehen. Von der Sektion Rheinland-Köln gehen immer wieder wichtige Impulse aus, die das gemeinsame Miteinander im Landesverband stärken und inspirieren.
Der DAV-Landesverband Nordrhein-Westfalen blickt mit großer Dankbarkeit und Anerkennung auf 150 Jahre engagierter Arbeit, gelebter Bergleidenschaft und unermüdlichen Einsatz für die Gemeinschaft. Wir wünschen der Sektion Rheinland-Köln weiterhin viel Erfolg, Begeisterung und Freude auf ihrem Weg – und dass sie ihre beeindruckende Geschichte auch in Zukunft so lebendig fortschreibt, wie sie einst begonnen hat: mit Herz, Mut und Liebe zu den Bergen.
Norbert Balser
1. Vorsitzender des Landesverband NordrheinWestfalen des Deutschen Alpenvereins e.V.

Liebe Mitglieder, Freundinnen und Freunde des Kölner Alpenvereins,



150 Jahre sind schon ein beträchtliches Alter, das man unserer Sektion aber gar nicht ansieht. Sie hat sich nicht nur gut gehalten, wie man so sagt, sondern wächst und gedeiht prächtig. Mit über 26.000 Mitgliedern sind wir in Köln und im Rheinland ein relevanter Teil der Zivilgesellschaft, der sich für ein weltoffenes, tolerantes, vielfältiges und demokratisches Miteinander einsetzt. Dies hat dazu beigetragen, dass wir in den letzten Jahrzehnten im Verein insgesamt weiblicher, diverser und bunter geworden sind.
Unsere Vereinsgeschichte beginnt nach der Gründerzeit. Im jungen Kaiserreich konnte sich das Bergsteigen nur die Ober- und gutsituierte Mittelschicht leisten. So verwundert es nicht, dass unsere Gründungsväter Advokaten, Bergwerksbesitzer und Bankiers waren. Mit der schnell fortschreitenden Erschließung der Alpen durch Hütten und Wege änderte sich das. Die Berge wurden dadurch für viele Bergbegeisterte erreichbar. Heute gehören die alpinen Sportarten zum Breitensport, der Millionen von Menschen in die Berge bringt – mit allen Vor- und Nachteilen, die daraus entstehen.
Anfangs war unsere Sektion die einzige im Rheinland – was man auch heute noch im Namen erkennen kann. Bald bildeten sich Ortsgruppen aus denen später viele unserer heutigen Nachbarsektionen entstanden sind, wie zum Beispiel Aachen, Bonn, Trier, Koblenz, Wuppertal und Düsseldorf.
Jutta Kern Kalle Kubatschka
Renate Jaritz
Turan Caglayan
Trotz unser Größe sind wir immer noch ein Verein von Mitgliedern für Mitglieder. Wir bieten eine große Zahl von gemeinsamen und bunten Aktivitäten: von der geführten Tagestour im Umland über Wochentouren in den Mittelgebirgen oder den Alpen bis hin zu Ausbildungskursen in fast allen Spielarten des Bergsports bieten wir Gleichgesinnten ein breites alpines Spektrum an. In unseren Gruppen, Jugendgruppen und den Referaten können alle Mitglieder Angebote für ihre Interessen finden. Zudem sorgen wir mit unseren Mitgliedervorteilen dafür, dass der Bergsport erschwinglich bleibt und für möglichst alle zugänglich gemacht wird.
All das ist nur möglich und wird getragen durch das großartige Engagement unserer vielen Ehrenamtlichen, die sich Jahr ein Jahr aus für die Sektion einsetzen und sie mit Leben füllen. Ob bei der Tourenleitung, der Ausbildung, der Erhaltung der Hütten und Wege, der Jugend- und Nachwuchsarbeit, beim Leistungssport, bei Nachhaltigkeit und Naturschutz oder bei der Gremienarbeit in der Sektion – jeder Einsatz für den Verein wirkt in seiner Weise und in Summe entsteht, was unsere starke Gemeinschaft von Bergsportbegeisterten ausmacht. Dafür möchten wir uns bei allen Aktiven ganz herzlich bedanken!
Eure Vorsitzenden Jutta, Kalle, Renate und Turan


Einladungsschreiben zur Gründungsversammlung der Sektion am 19.2.1876
Am 19. Februar 1876 wurde in Köln ein Kapitel alpiner Geschichte aufgeschlagen: die Gründung der Sektion Rheinland. Die konstituierende Generalversammlung fand im eleganten Salon des Café-Restaurants von Louis Fischer in der Kaiserin-Augusta-Passage an der Hohen Straße statt. Dort versammelten sich 86 Männer aus 11 westdeutschen Städten – darunter Aachen, Bonn, Siegen und Köln.
Der erste Vorstand setzte sich wie folgt zusammen:
Vorsitzender: Franz Wilhelm Gustav Custodis, Justizrat aus Köln
1. Stellvertreter: Ferdinand Reiners, Rechtsanwalt aus Aachen
2. Stellvertreter: Otto Welter, Rechtsanwalt aus Köln
Schriftführer: Ernst Jung, Bergwerkbesitzer aus Kirchen/Sieg
Kassierer: Moritz Seligmann, Bankier aus Köln
Beisitzer:
Dr. med. M. Schenk, aus Siegen
Prof. A. Damert, aus Aachen
B. Jordan, Bergassessor aus St. Johann-Saarbrücken
H. Kleinholz, Staatsprokurator aus Aachen
Theodor Schaaffhausen, Rentner aus Bonn
H. Kolligs, Staatsprokurator a. D. aus Kleve
Zu den prägenden Persönlichkeiten gehörten Otto Welter, Ernst Jung und Ferdinand Reiner, die bereits seit der Gründung des Deutschen Alpenvereins (DAV) im Jahr 1869 engagierte Mitglieder waren. Der Zweck des DAV war klar umrissen. Er geht aus einem im Juni 1869 veröffentlichten „Aufruf an alle Deutschen Alpenfreunde!“ hervor: „Der deutsche Alpenverein soll sich die Durchforschung und erleichterte Bereisung der gesamten deutschen Alpen, sowie die Herausgabe von periodischen Schriften zur Aufgabe stellen; er soll aus selbstständigen Sektionen mit jährlich wechselnder Zentrale bestehen.“

Der Ort der Sektionsgründung im Jahr 1876
Dieser visionäre Gedanke führte 187 zur Vereinigung des DAV mit dem 1862 gegründeten Österreichischen Alpenverein (ÖAV) zum Deutschen und Österreichischen Alpenverein (DuÖAV).
Schon in den ersten Monaten nach der Gründung gingen 2 Aufnahmeanträge ein – eine Zahl, die heute bescheiden wirkt, damals aber beachtlich war. Denn nur wenige Menschen verfügten über die finanziellen Mittel und die Freizeit, um sich Reisen in die Alpen leisten zu können.
Insgesamt war die Sektion Rheinland bei ihrer Gründung die 55. Sektion des DuÖAV, die 25. Sektion in Deutschland und die erste Sektion im Westen Deutschlands. Ihre Gründung bildete den Anfang für Neugründungen weiterer Sektionen im westdeutschen Raum. So folgten 1880 die Sektion Siegerland, 188 die Sektion Bonn, 1886 die Sektion Rothe Erde (Essen), 1888 die Sektion Düsseldorf, 1891 die Sektion Bergisches Land (Barmen), 189 die Sektionen Aachen und Krefeld und 1899 die Sektion Düren. Einige dieser neuen Sektionen entstanden sogar mit aktiver Beteiligung von Mitgliedern der Sektion Rheinland, die somit „Keimzelle“ für weitere Sektionen des Alpenvereins in dieser Region angesehen werden kann.
Die Entwicklung setzte sich im 20. Jahrhundert nahtlos fort: Bis 192 entstanden weitere Sektionen wie Duisburg (1902), Mülheim/Ruhr (1911), Mönchengladbach (1922) und Gummersbach (192). Nach dem Ersten Weltkrieg schlossen sich die westlichen Sektionen im „Rheinisch-Westfälischen Sektionenverband“ zusammen, um gemeinsame Aktivitäten zu organisieren und die Ziele des Gesamtvereins zu fördern. Dieser Zusammenschluss schuf ein Netzwerk von Gleichgesinnten, das den Alpenverein in der Region fest verankerte.
Die Gründung der Sektion Rheinland spiegelte den Geist einer Epoche wider, in der Industrialisierung und Urbanisierung das Leben prägten.
Der Alpenverein eröffnete die Möglichkeit zur Rückkehr in die Natur, zur körperlichen Ertüchtigung und zur geistigen Erholung. Darüber hinaus war der Alpenverein ein Ausdruck bürgerlicher Selbstorganisation und Bildungsbestrebungen. Die Mitglieder, meist Angehörige des gehobenen Bürgertums, suchten nicht nur die Schönheit der Berge, sondern verfolgten auch wissenschaftliche Ziele – etwa die Erforschung der Alpen und die Herausgabe von Schriften. Damit verband sich das Naturerlebnis mit dem Ideal von Bildung und Fortschritt. Die Sektion Rheinland steht somit am Anfang einer Bewegung deren Werte – Naturerlebnis, Gemeinschaft und Verantwortung – aktueller sind denn je.
Die ersten Schritte und ein wachsendes Netzwerk
Gesellschaftliche Bedeutung im 19. Jahrhundert

JAHRE Rheinland-K
Die ersten Jahre

Sektionsvorsitzender F. L. Günther zwischen den Pfeiferauchenden Bergfühern Alois Anthamattern (Schweiz) und Croux aus Courmayeur auf dem Grande Sassiere .756m, Grajische Alpen (189)

In den ersten Jahren nach der Sektionsgründung ging es vor allem um den Aufbau der Sektion und um die Kontaktpflege zu anderen Sektionen.
Da Vernetzung auch damals schon wichtig war, wurden diverse Möglichkeiten geschaffen, sich mit anderen Sektionsmitgliedern zu treffen und auszutauschen. Die Sektion veranstaltete für die Mitglieder monatliche Treffen und regelmäßige Wanderungen in die Eifel, die sich reger Teilnahme erfreuten.
Bei Vortragsabenden konnten sich die Mitglieder zu Bergfahrten informieren. Als weitere Informationsquelle diente damals wie heute die Vereinsbücherei. Diese umfasste Bücher, Landkarten und Fotos und wurde regelmäßig erweitert.
Jeweils eine Delegation der Sektion besuchte auch die Generalversammlungen des DuÖAV, die in wechselnden Städten Deutschlands und Österreichs stattfanden. Hier gab es Austauschmöglichkeiten über die Sektion Rheinland hinaus sowie die Möglichkeit weitere Kontakte auch für Aktivitäten und Projekte zu knüpfen. Solche Projekte waren beispielsweise der Wegebau in den Alpen, den die Sektion bereits jetzt finanziell förderte. Sie richtete bereits 188 eigene Bergführerkurse ein und förderte so das Bergführerwesen und auch bei der wissenschaftlichen Erforschung der Alpen durch Gletschervermessungen oder geologische Untersuchungen war sie mit finanzieller Beteiligung aktiv.
Darüber hinaus unterstützte die Sektion regelmäßig Menschen in den Alpen, die durch Naturkatastrophen notleidend geworden waren. Nicht zuletzt wegen der Zunahme des Interesses an Fahrten in die Alpenregionen begann die Sektion schon früh mit der Planung und schließlich mit dem Bau einer Unterkunftshütte, die Kölner Hütte im Rosengarten in den Südtiroler Alpen.

Die Architekturpläne zeigen die geplante Kölner Hütte, die nordseitige und südseitige Ansicht
Die Kölner Hütte im Rosengarten
Die Kölner Hütte liegt auf 2.7 Metern Höhe am Westhang der Rosengartengruppe unterhalb des Tschagerjochs in Südtirol. Den Bauplatz fand die Kölner Sektion durch Vermittlung der befreundeten Sektion Meran. 1898 wurde mit dem Bau der Bergsteigerhütte begonnen. Mit der Eröffnungsfeier am 29. Juli 1900 erschloss sich die Sektion Rheinland ihre erste „Bergheimat“ in den Dolomiten. Der Bau der Hütte war ein bedeutendes Projekt für die Kölner Sektion, das viel Planung, Engagement und Zusammenarbeit erforderte. Sie bot in sieben Zimmern 20 Schlafplätze und verfügte zusätzlich über einige Pritschenlagerplätze. Bis zum Ende des 1. Weltkriegs 1918 war sie im Besitz der Sektion. Die Enteignung im Zuge der Neuordnung nach dem 1. Weltkrieg bedeutete für den Verein den Verlust seiner wichtigsten alpinen Grundlage.



Einweihung Erweiterungsbau 1912


Hüttenwirt Villgrattner mit Familie Mulis versorgen die Hütte
Ihre vielen Namen wie Rifugio Fronza, Rifugio Coronelle oder Rosengartenhütte verweisen auf die bewegte Geschichte Europas im 20. Jahrhundert. Nach langjähriger Zugehörigkeit zum Italienischen Alpenverein Club Alpino Italiano (CAI) wird sie heute von der Autonome Provinz Bozen betrieben und beim Wegebau durch die AVS-Sektion Welschnofen unterstützt.
Aufgrund ihres Standortes, der Nähe zum Karer See und zu den Routen in das UNESCO-Weltnaturerbe, dem Naturpark Schlern-Rosengarten, ist die Kölner Hütte, das Rifugio Fronza alle Coronelle, auch heute noch ein beliebter Ausgangspunkt für Bergtouren, Klettereien und Wanderungen im Rosengarten. Sie steht weiterhin für alpine Gastfreundschaft und für die Geschichte des Bergsteigens in dieser Region.
Die ersten Jahrzente

Klettergilde im Klettergarten, Leo Reuver, . von rechts, Paul
Hager, 2. von rechts
Schon in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts zeigte sich die Sektion Rheinland als wahre Pionierin des Klettersports.

Mit der Gründung der Klettergilde im Jahr 1910 begann eine Ära voller Abenteuer: Im Rurtal wurden zahlreiche Erstbesteigungen durchgeführt. Ebenso ging es in den Felsenlandschaften der Ahr und Kyll sowie bei Gerolstein und sogar in Luxemburg nach oben. Verglichen mit heute war diese Zeit geprägt von Improvisation und Pioniergeist. Seile aus Hanf und selbstgebaute Karabiner gehörten zum Alltag. Trotz dieser Herausforderungen wagten sich die Mitglieder mit Mut und Leidenschaft an anspruchsvolle Touren.
Für die damalige Zeit außergewöhnlich: auch zwei Frauen waren aktiv dabei. Eine von ihnen, Charlotte Fröhlich, schrieb 1911 Alpingeschichte mit der Erstbesteigung der Westwand der Rosengartenspitze – ein Meilenstein, der bis heute fasziniert.
Von der Gilde zur Gruppe – Ausbildung und Innovation
191 wurde aus der Klettergilde die Klettergruppe, die nicht nur neue Routen erschloss, sondern auch die alpine Ausbildung professionalisierte. Unter Federführung der Klettergruppe entstanden zahlreiche beeindruckende Kletterfilme in der Eifel und sogar in den Alpen. Regelmäßige Kletterkurse auf Komperdell in Tirol festigten das Wissen um das Klettern am Fels und das neu erbaute Kölner Haus wurde zur beliebten Unterkunft. Bis heute, über Generationen hinweg, beherbergt es im Sommer wie im Winter die Bergsportbegeisterten.
1910 Mitglieder der Kletterriege in der Eifel (Rurtal)
Tradition und Geselligkeit
Die Schuhplattlergruppe
Die Nähe der Sektion zum Alpenraum vermittelte auch die Schuhplattlergruppe. Sie wurde bereits 1907 gegründet und studierte in den kommenden Jahren diverse Schuhplattlertänze aus den verschiedenen Alpentälern ein. Ihr großes Repertoire zeigte die Gruppe regelmäßig bei allen Festen der Sektion und sorgte dort immer wieder für Begeisterung.

Die Schuplattlerriege beim Alpinen Trachtenfest am 27. November 1909
Neue Horizonte - Ski, Sport und Jugend
Mit der Gründung der Skiabteilung (1925) und der Sportgruppe (192) erweiterte sich das sportliche Angebot der Sektion erheblich. Nun gehörten im Winter Skitouren und ganzjährig Gymnastik und Turnen zum festen Programm, immer unter der Anleitung kundiger Experten.
Auch die Jugendarbeit begann früh: Schon 192 entstand eine Jugendgruppe, die sportliche und naturkundliche Aktivitäten verband – ein wichtiger Schritt für die Nachwuchsförderung, der bis heute begangen wird.
Neben sportlichen Aktivitäten war die Gemeinschaft entscheidend. Regelmäßige Treffen, gesellige Abende und gemeinsame Reisen stärkten


den Zusammenhalt. Die Sektion war nicht nur ein Verein, sondern ein Ort, an dem Freundschaften entstanden und die Liebe zu den Bergen geteilt wurde – Werte, die bis heute lebendig sind.



Rheinland-K
1910 Mitglieder der Klettergilde an den Blenser Felsen in der Eifel
Mitglieder der Klettergilde und Südtiroler vor einem Schupfen in Südtirol
Das Kölner Haus auf Komperdell

Einweihung des Kölner Haus am 1. September 1929 1925, nachdem der Verlust der Kölner Hütte in den Dolomiten durch Enteignung vollzogen war, suchte die Sektion eine neue Bergsteigerunterkunft in den Bergen. Nach der Diskussion über verschiedene Standorte im Alpenraum, fiel die Wahl auf die Übernahme des Hüttenrohbaus der Sektion Stuttgart auf Komperdell oberhalb von Serfaus. Das auf knapp 2.000 Metern gelegene neue Kölner Haus bot auch den Skiläufern ein ideales Gelände. Der bei der Einweihung anwesende Hannes Schneider aus St. Anton am Arlberg sagte dem Gebiet um das Haus eine große Zukunft als Skigebiet voraus.
Am 1. September 1929 wurde die Einweihung mit einem großen Fest gefeiert. Das Stadtwappen gestiftet durch den Oberbürgermeister Konrad Adenauer hängt heute noch an der Außenfassade. Es war für die damalige Zeit ein komfortables Bergsteigerheim mit Zentralheizung, elektrischem Licht und fließendem kalten und warmen Wasser in jedem Zimmer; auch ein Wannenbad und Duschen gab es bereits.
Das Kölner Haus bietet heute den Einstieg in das weitläufige Skigebiet von Serfaus im Winter. Im Sommer ist das Kölner Haus ein beliebter Ausgangspunkt für Wanderinnen und Wanderer, Bergsteiger sowie alle, die sich für den alpinen Bergsport begeistern. Unser Wegewart koordiniert regelmäßig den Einsatz der Aktiven, die vor Ort zur Pflege und Erhaltung der Wanderwege beitragen.
Auch der angrenzende Alpengarten wird jedes Jahr im Frühsommer von engagierten Mitgliedern unserer Sektion neu gestaltet und mit einem schützenden Zaun versehen. Das vielfältige kulinarische An

Das Kölner Haus heute

Seit Vereinsgründung 1876 hatten jüdische Mitglieder wichtige Funktionen inne und trugen über das Ende des Ersten Weltkriegs 1918 zum Vereinsalltag und zum alpinen Engagement bei. Der Antisemitismus entwickelte sich in den 1920ern allmählich zu einem fiebernden Phänomen mit Massenwirkung, von der der Alpenverein in Deutschland nicht ausgenommen war. Auch nicht-völkische Sektionen, die jüdische Mitglieder hatten und nach außen unpolitisch auftraten, gerieten in den Sog der antisemitischen Bewegung, so auch der Kölner Alpenverein. Während der sogenannte „Arierparagraph“ in den 1920er Jahre nicht eingeführt worden war, änderte sich dies mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten Ende Januar 19 und der Verein ließ sich gleichschalten. In der Folge wurden jüdische Mitglieder ausgegrenzt. Viele von ihnen wurden Opfer des Nationalsozialismus: deportiert, vertrieben, ermordet oder in den Suizid getrieben.

Von der Sektion verlegte Stolpersteine
Am 1. April 2016 stellte der Kölner Alpenverein im NS-Dokumentationszentrum im EL-DE-Haus seine Aufarbeitung „Wer Mitglied werden will, muss arischer Abstammung sein – Der Antisemitismus in der Sektion Rheinland-Köln des Alpenvereins“ vor. Die 2-seitige Publikation beleuchtet die Geschichte des Deutschen Alpenvereins in der NS-Zeit und berichtet über Biografien jüdischer Mitglieder des Kölner Alpenvereins. Dank der Beharrlichkeit unseres Archivars Reinhold Kruse sowie
der wissenschaftlichen Expertise unseres Historikers Dr. André Postert wurden unzählige Quellen aufgetan und wieder in unser Bewusstsein gebracht.
Zum Gedenken an das Schicksal seiner jüdischen Mitglieder, die Opfer des Nationalsozialismus wurden, beteiligt sich der Kölner Alpenverein an der Verlegung von Stolpersteinen, dem größten dezentralen Mahnmal der Welt des Künstlers Gunter Demnig. Am 2. November 2017 wurden die ersten Stolpersteine für ehemalige jüdische Mitglieder von Gunter Demnig auf Wunsch des Kölner Alpenvereins verlegt: für Dr. Moritz Bing und seine Familie am Oberländer Ufer 208 in Köln. Dr. Moritz Bing war das letzte Mitglied jüdischen Glaubens, das durch den sogenannten Arierparagraphen aus dem Verein gedrängt wurde. Dabei war Dr. Bing ein langjährig aktives und angesehenes Mitglied gewesen, der zu den Darlehensgebern für den Bau des Kölner Hauses gehörte. Sein Schicksal sei hier stellvertretend für viele Opfer des Nationalsozialismus erwähnt, für die in den letzten Jahren Stolpersteine gelegt wurden. Bing war bis 1. August 197 Mitglied und floh 198, nach dem er in der Arbeitsanstalt Brauweiler und im KZ Dachau in „Schutzhaft“ genommen worden war, mit seiner Familie in die Schweiz. Die Aufarbeitung der Vergangenheit lehrt uns: Wegschauen ist keine Option. Die Sektion Rheinland-Köln steht heute für Offenheit, Vielfalt und Akzeptanz.

Aufziehen der Hakenkreuzfahne in den Bergen
Aufarbeitung zum Thema Antisemitismus



Die ersten Kletterer der Sektion fanden zu Beginn des 20. Jahrhundert in Gasthäusern des Rurtals Unterkunft. Das Rurtal wurde zur zweiten Heimat der Kölner Sektion. 19 mietete der Verein Räume in der Burg Hausen, sie wurde als ständiges Quartier bis 199 genutzt. 196 erwarb der Verein die ehemalige Pension Hoor in Blens und baute diese mit Hilfe der Mitglieder um. Eröffnung war am 27. Mai 1965.
Die Kölner Eifelhütte ist eines der ältesten Häuser im schönen Eifeldorf Blens an der Rur. Die Hütte wird als eine anerkannte Mittelgebirgshütte nach den Regeln des DAV geführt. Von 2010 bis 2012 wurde eine aufwendige Generalsanierung durchgeführt, dabei wurde die Hütte umgebaut und etwas erweitert. Bei der Sanierung wurden viele Arbeiten in Eigenleistung durch Mitglieder vorgenommen und die Inneneineinrichtung vollständig durch Spenden finanziert. Sie bietet Platz für bis zu 6 Personen, davon 2 in Zimmern mit Stockbetten und in zwei Lagern mit insgesamt 2 Schlafplätzen.
Seitdem finden hier viele von Vereinsmitgliedern organisierte Zusammenkünfte statt, sei es zur Nutzung für Gruppenaktivitäten oder in Eigenregie. Die vielseitige Umgebung und die Ausstattung mit Essraum, Seminarraum, Küche und Garten bietet große Vielseitigkeit.
Lohnenswerte Ziele sind die Kletterfelsen und Seen des Rurtals, der Wilde Kermeter sowie Wanderungen und Mountainbiketouren im Nationalpark Eifel, nach Nideggen zur Burg, Kloster Maria Wald oder Wildpark Schmidt.

Pension Hoor vor der Übernahme durch die Sektion
Die Hexenseehütte


Einweihung der Hexenseehütte 197
Die Hexenseehütte (2.588 m) liegt im Masnergebiet am Weitwanderweg Nr. 712 zwischen Kölner Haus und Heidelberger Hütte. Namensgeber ist der malerisch gelegene Hexensee auf 2.50 Metern Höhe. Ihr Hausberg, der Hexenkopf (.0 m), lockt Gipfelstürmer ebenso wie die Übergänge nach Samnaun und ins Paznauntal.
Die Hütte wurde 197 erbaut. Nach einem Feuer (199) wurde die Hexenseehütte 1996 wieder aufgebaut. Nach dem Umbau 2011 bietet sie einen gemütlichen Gastraum, moderne Toiletten und Waschräume mit Duschen sowie Platz für 2 Personen. Sie wird unter der Führung der Hüttenwirtsleute des Kölner Hauses auf Komperdell bewirtschaftet und dabei aktiv unterstützt durch den freiwilligem Einsatz von Mitgliedern der Sektion im sogenannten „Hüttendienst“. Die Hütte ist im Sommer von Anfang Juli bis Ende September in Betrieb (abhängig vom Wetter und der Schneelage).
In der Wintersaison wird die Hexenseehütte von der Seilbahn Komperdell GmbH, Serfaus, als Restaurant betrieben und ist aus dem Skigebiet von Serfaus über den Masnerkopf-Lift und die Hexenseeabfahrt erreichbar.
Allgemeine Aktivitäten
Der Kölner Alpenverein bietet mehr als Bergsport. Er steht für Bewegung, Gemeinschaft und Verantwortung für uns, andere und für die Natur –mitten in einer der lebendigsten Regionen Deutschlands. Wer bei uns mitmacht, wird Teil eines aktiven Netzwerks, das Bergsport und damit verbundene Aktivitäten nicht nur ausübt, sondern gemeinsam gestaltet, weiterdenkt und nachhaltig lebt.
Mitglieder profitieren bei uns zum Beispiel von einem umfangreichen Ausrüstungsverleih: Von Kletter- und Hochtourenausrüstung bis zu Material für Wanderungen oder Skitouren. Das erleichtert den Einstieg, schafft Flexibilität und ermöglicht es, Neues auszuprobieren – ohne große Investitionen. Gleichzeitig leisten wir so einen Beitrag zu einem bewussteren Umgang mit Ressourcen.
Verantwortung zu übernehmen, gehört für uns immer dazu. Klimaschutz ist deshalb fest in unserer Vereinsarbeit verankert. Unsere Mitglieder profitieren von Informationsund Bildungsangeboten, nachhaltiger Tourenplanung und dem gemeinsamen Einsatz für den Schutz der alpinen Lebensräume. Wer bei uns aktiv ist, verbindet Naturerlebnis mit dem positiven Gefühl, Teil einer zukunftsorientierten Gemeinschaft zu sein.


Mit der Kletteranlage an der Hohenzollernbrücke bieten wir einen außergewöhnlichen Treffpunkt mitten in Köln. Hier ist Klettern in einzigartiger Lage möglich – niedrigschwellig, offen und für viele Könnerstufen geeignet. Kommt vorbei und schaut es
Was die Sektion noch besonders macht? Ihr lebendiges Miteinander. Wir betreiben zwar keine eigene Kletterhalle, bieten unseren Mitgliedern aber ermäßigte Eintritte in derzeit 1 Kletter- und Boulderhallen der Region.

Beim Sommerfest in Blens zeigt sich deutlich, wofür die Kölner Sektion steht: zusammenkommen, sich austauschen, gemeinsam Zeit verbringen. Ob beim Wandern, Klettern, Spielen, am Lagerfeuer oder im Gespräch – Vereinsleben wird hier spürbar.
Mitmachen lohnt sich, weil der Kölner Alpenverein mehr ist als ein Sportverein. Wir bieten Zugang zu Wissen, Ausrüstung und Infrastruktur. Wir eröffnen neue Perspektiven im Bergsport. Wir schaffen Gemeinschaft über Generationen hinweg. Wer sich engagiert, kann eigene Ideen einbringen, Verantwortung übernehmen und aktiv mitgestalten – ganz gleich, ob neu dabei oder seit vielen Jahren Mit-
Wir laden alle ein, Teil unserer offenen, modernen und verantwortungsbewussten Bergsportgemeinschaft zu werden.
Die Referate
Die acht Referate des Kölner Alpenvereins bilden die wichtigsten Bereiche unseres vielfältigen Vereinslebens ab. Mit großem Engagement organisieren sie Angebote rund um Bergsport, Naturschutz, Ausbildung, Jugend, Kultur und Gemeinschaft. Im Folgenden geben die Referate Einblicke in ihre Arbeit, ihre Ziele und Mitwirkungsmöglichkeiten. Sie zeigen, wie bunt und lebendig unsere Sektion ist – und laden dazu ein, sich aktiv einzubringen und den Verein gemeinsam weiterzuentwickeln.
Referat Hütten und Wege
Der Kölner Alpenverein besitzt drei Hütten: das Kölner Haus und die Hexenseehütte in der Samnaungruppe in Tirol oberhalb von Serfaus und die Kölner Eifelhütte in Blens, in der Rureifel.
Wie der Wegebau werden die Hütten vom Referat Hütten und Wege verwaltet. Für jede Hütte sowie für die vom Kölner Alpenverein betreuten Wege gibt es Beisitzer*innen, die sich um die jeweiligen technischen Belange kümmern. Zudem besteht mit der Richterhütte in den Zillertaler Alpen, die der Sektion Bergfreunde Rheydt gehört, eine Hüttenpartnerschaft.

Referat Ehrenamt
Alle Gremienmitglieder im Vorstand, die Beisitzer*innen und Gruppenleiter*innen im Gesamtvorstand, die Beauftragten des Vorstands, die Mitglieder des Ältestenrats und die Rechnungsprüfer*innen arbeiten ehrenamtlich für den Kölner Alpenverein. Das gleiche gilt für alle Tourenleiterinnen und Tourenleiter der Sektionsgruppen, für alle Ausbilderinnen und Ausbilder sowie alle anderen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Referaten. Sie alle engagieren sich unentgeltlich und in ihrer Freizeit für unsere Mitglieder. Aus der Anzahl der Ehrenamtlichen kann aus den Erfahrungswerten des DAV die Anzahl der geleisteten Ehrenamtsstunden und die daraus resultierende volkswirtschaftliche Wertschöpfung abgeschätzt werden. Derzeit leisten die etwa 600 ehrenamtlich Aktiven im Kölner Alpenverein rund .000 Stunden jährlich. Dies entspricht einer Wertschöpfung von fast 655.000 Euro.
Das sind ganz beachtliche Zahlen, wie wir finden! Ein herzliches Dankeschön an alle, die sich bei uns aktiv einbringen. Trotz der immer mehr geforderten und auch angestrebten Professionalität in unserem Verein, sind und bleiben wir eine Gemeinschaft von Gleichgesinnten - und sind kein Unternehmen!
Referat Naturschutz
Im Bewusstsein, dass alle Naturnutzende auch Naturschützende sein sollen, setzt sich das Referat Naturschutz der Sektion aktiv für den Erhalt alpiner und heimischer Lebensräume ein. Umweltbildung ist dafür eine Kernaufgabe. Das Referat vermittelt ökologische Zusammenhänge und zeigt, wie nachhaltiger Bergsport funktioniert – inklusive klimafreundlicher Anreisen. Naturkundliche Wanderungen und Exkursionen für alle Altersgruppen sowie Fortbildungen für Tourenleitende gehören zum festen Programm. Letztere lernen in der Kölner Eifelhütte, wie Naturerleben in Touren integriert werden kann.
„Global denken – lokal handeln“ prägt die Aktivitäten. Viele kleine Schritte können das Gesicht der Erde verändern – und jede*r kann dazu beitragen.
Referat Ausbildung
Das Ausbildungsprogramm des Kölner Alpenvereins ermöglicht es jedem Mitglied in einem absehbaren Zeitraum die Sportarten Bergwandern, Bergsteigen, Mountainbiken, Klettern, Sportklettern, Ski- und Snowboardfahren, sowie Eis-, Hoch- und Skitourengehen zu erlernen.
In den Grund- und Aufbaukursen werden alle Fertigkeiten und Techniken zum selbständigen Durchführen von Bergtouren vermittelt. Ausbildung über Erste Hilfe, Alpine Gefahren, Wetterkunde, Ori entierung, Sicherungstechnik und vieles mehr runden




Referat Leistungssport

Der Deutsche Alpenverein veranstaltet jedes Jahr Sportkletter-Wettkämpfe in den Disziplinen Schwierigkeitsklettern (Lead), Bouldern und Speedklettern. Die NRW Landesmeisterschaften werden jeweils unter Beteiligung einer Sektion in NRW ausgerichtet.
Die Athlet*innen des Kölner Alpenvereins sind regelmäßig sowohl auf Landes- und Bundesebene als auch international aktiv dabei.
Als Nachwuchswettkämpfe für Kinder von 8 bis 1 Jahren wurden die Kids-Cups ins Leben gerufen. Hierbei wird in drei Altersklassen gestartet: U10, U12, U1. Für die Gesamtwertung werden verschiedene Schwierigkeits-, Boulder- und Speedrouten geklettert.
Pro Jahr werden mehrere Kids-Cups in NRW durchgeführt. Nähere Informationen und Anmeldung zur Wettkampfreihe und zum Reglement: www.sportklettern-nrw.de.

Die Wettkämpferinnen und Wettkämpfer unserer Sektion werden mit großem Einsatz und hoher Fachkompetenz vom Referat Leistungssport begleitet. Regelmäßig organisiert das Team seit Jahren Nachwuchs- und Leistungstrainings, in denen Kinder und Jugendliche gezielt auf ihre Wettkämpfe vorbereitet werden. Durch die intensive Begleitung und das gezielte und engagierte Training entwickelt sich nicht nur der sportliche Nachwuchs – es gelingt der Sektion auch immer wieder große Wettkampferfolge zu erzielen.

Referat Jugend
Derzeit bestehen wir, als jdav Köln, aus vier Gruppen. Die beiden Jüngeren, die J1 (8-12 J.) und die J2 (1-16 J.) treffen sich wöchentlich zum Klettern, Kochen oder Spielen. Hauptsache zusammen sein und viel Spaß haben! Dies gilt auch für die Fahrten: Egal ob im Sommer in die Alpen, oder am Wochenende in die Umgebung von Köln zum Klettern. Wir gehen Alpinklettern, Wandern, Klettersteige und machen alles sonst, was die Alpen zu bieten haben. Hierbei ist uns wichtig, dass man keinerlei Voraussetzungen braucht, um mitzukommen und man mit jedem Erfahrungslevel Spaß haben kann.
Die Leiter*innen der J1und J2 sind zudem bei den Grup penabenden der J (17-21 J.) anzutreffen. Ein bisschen Chaos und viele Diskussionen sind hier vorprogram miert. Besondere Leidenschaften der J rengehen und Alpinklettern.
Unsere älteste Jugendgruppe ist die J konzentriert sich auf Fahrten. Die letzte ging 2025 auf Skitour ins Verwall.
Das Besondere an der jdav Köln ist die Gemeinschaft, hier entstehen enge Freundschaften und wir sind sehr gut darin sowohl sportfachliche als auch pädagogische Kompetenzen weiterzugeben und auszubauen. Das passiert sowohl auf Fahrten als auch durch viele Fortbildungen. Dennoch sind wir nicht perfekt: Unsere Gruppen sind nicht sehr divers. Um dem entgegenzuwirken, versuchen wir unsere Angebote durch niedrige Teilnahmebeiträge niederschwellig zu gestalten.


Referat Öffentlichkeitsarbeit
Das Referat Öffentlichkeitsarbeit ist die zentrale Schnittstelle für Information und Austausch in der Sektion und darüber hinaus. Nicht zuletzt über die Webseite sorgt es dafür, dass alle stets gut informiert sind – über Vereinsaktivitäten, Bergsportthemen, Klima- und Naturschutz.



Die Sektionszeitschrift „gletscherspalten“ erscheint dreimal jährlich. Mit Berichten aus dem Vereinsleben, Tourenberichten und -tipps und Hintergrundartikeln bietet sie vielfältigen Lesestoff. Seit 2022 wird sie überwiegend digital als E-Paper angeboten, kann aber weiterhin in gedruckter Form bezogen werden. Alle Ausgaben seit 19 sind im Archiv online verfügbar. Genau wie das Sektionsarchiv mit historischen Büchern, Karten, Ausrüstungsgegenständen und Bildmaterial ist dies ein wertvoller Fundus zur Geschichte der Sektion.
Über aktuelle Veranstaltungen, Kurse und Neuigkeiten aus dem Verein informiert monatlich der digitale Newsletter ALPINEWS. So bleiben Mitglieder jederzeit auf dem Laufenden.
In der Wintersaison lädt die Reihe AlpinVisionen zu spannenden Multivisionsvorträgen ein. Bergsteiger*innen, Fotograf*innen und Abenteurer*innen berichten von ihren Erlebnissen in den Alpen und weltweit – ein Highlight für alle, die Berge lieben.
Die Vereinsbücherei bietet eine große Auswahl an alpiner Literatur und Führern. Sie ist eine wichtige Anlaufstelle für alle, die Touren planen oder sich vertiefend mit Bergsport und Natur beschäftigen möchten.
Das Referat Öffentlichkeitsarbeit versteht sich nicht nur als Informationsquelle, sondern auch als Impulsgeber für nachhaltigen Bergsport. Durch digitale Formate sowie klimaneutralen Druck auf FSC-zertifiziertem Papier trägt es aktiv zum Ressourcenschutz bei.
Referat Gruppen
Die Gruppen des Kölner Alpenvereins bilden das Referat für Gruppen. Jede Gruppe hat ihr eigenes Touren- und Veranstaltungsprogramm. Die Aktivitäten decken die verschiedenen Bereiche des Bergsports ab. Die notwendigen Techniken und Fähigkeiten zur Teilnahme an den Touren können in Ausbildungskursen der Sektion erworben werden.
Jeder ist eingeladen, bei den Gruppen mitzumachen. Gäste (Nichtmitglieder) sind bei den Tagesveranstaltungen sehr willkommen. Diese bieten die Gelegenheit zum Hineinschnuppern und zum gegenseitigen Kennenlernen. Im Folgenden stellen sich die Gruppen im Einzelnen vor und geben einen Einblick in ihre vielfältigen Aktivitäten.
Alpennials

Wir sind eine Gruppe von Oudoor-Begeisterten (Generation geboren oder gefühlt zwischen 1980 und 199), die gerne gemeinsam draußen unterwegs ist.
Ob beim Wandern, Klettern, Zelten, Radfahren - alle Interessen finden hier Gleichgesinnte. Über die Jahre konnten wir schon viele schöne gemeinsame Momente teilen, neue Gebiete erkunden und tolle Aussichten

Wir machen sowohl Tagestouren in die umliegenden Wandergebiete als auch Mehrtagestouren in den Alpen oder verlängerte Wochenenden



Aktivitäten am Donnerstag
Die Gruppe der Aktivitäten am Donnerstag hat sich gegründet, um Bergsportbegeisterten, denen früher kein Gipfel zu hoch und kein Klettersteig zu steil war, die Gelegenheit zu geben auch im Alter weiterhin aktiv wandern zu können. In der Natur zu sein, ist heute unser Ziel.
Beim Wandern im Mittel- und Hochgebirge ohne Hetze und Eile, angepasst an unsere Fitness, fühlen wir uns wohl. Deshalb haben wir bei unseren Wanderungen Maßstäbe gesetzt, die nicht überschritten werden sollen.
Angeboten werden Wanderungen über 10-16 Kilometer, 00 Höhenmeter, 5-6 Stunden und Wanderungen über 7-10 Kilometer, 150 Höhenmeter, -5 Stunden mit Rucksackverpflegung und einer gemütliche Schlusseinkehr. Unser Wandergebiet sind die Mittelgebirge und die Alpen in Europa. Wir benutzen meist die öffentlichen Verkehrsmittel und nehmen auch gerne eine Seilbahn. Gipfeltouren kommen dennoch nicht zu kurz. Bei Wanderungen über mehrere Tage bevorzugen wir ein festes Quartier. Wandern, Besichtigungen mit Kultur und Freundschaft sind das, was wir fördern.


integrativ


In der Gruppe integrativ kommen Menschen zusammen, die gerne draußen unterwegs sind und gemeinsam die Natur genießen möchten. Integrativ bedeutet dabei, dass in unserer Gruppe jeder willkommen ist. Damit auch Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen bei uns mitwandern können, führen wir Touren von zirka 5-10 Kilometern Länge mit geringen Steigungen auf eher breiten Wegen durch. Alle Wanderstrecken werden von uns gezielt ausgewählt und vorher Probe gewandert.
Uns ist besonders wichtig, dass sich alle Mitwanderer*innen wohlfühlen und wir alle gemeinsam viel Spaß haben – unabhägig von unseren individuellen Einschränkungen und Schwächen. Daher unterstützen wir uns gegenseitig. Außerdem wird unsere Gruppe von tatkräftigen/anpackenden Mitwandernden begleitet, die bei Bedarf helfen können.



Alpinisten
Die Alpinistengruppe konzentriert sich auf Bergsteigen, Klettersteige, Wochenendkletterfahrten und anspruchsvolle Tageswanderungen. Wir bewegen uns im alpinen Gelände, begehen anspruchsvolle Klettersteige und Kletterrouten in steilen Wänden, durchsteigen eisige Couloirs oder erleben die Berge auf fordernden Hochtouren weltweit. Die dafür erforderlichen Kenntnisse sind bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern bereits vorhanden. Der praktische Austausch von Erfahrungen und die Anwendung der Techniken sollen neben dem Erreichen persönlicher Ziele am Berg und dem Gefühl der Berggemeinschaft im Mittelpunkt stehen. Das ganze Jahr über unternehmen wir Tageswanderungen zur Verbesserung der Kondition und zur Vorbereitung auf alpinistische Unternehmungen. Dabei gehen wir schon mal weglos und in steilem Gelände, machen ordentlich Höhenmeter und das Ganze in zügigem Tempo.
Bei den gemeinsamen Wochenend- und Bergfahrten handelt es sich meist um Gemeinschaftstouren, die keine ausgewiesene Leitung haben. Die Tourenwochen werden teilweise in Zusammenarbeit mit dem Ausbildungsreferat konzipiert und sollen dazu dienen, Wissen und Erlerntes aus den Kursen zu vertiefen und die Fähigkeiten im Hochgebirge und im Eis zu festigen. Die Gemeinschaftstouren werden oft von Trainer*innen organisiert, die jedoch keine sicherheitsrelevante Verantwortung übernehmen.

Interessenten an anspruchsvollen Touren sind hier genau richtig.


Familiengruppen
Familienbergsteigen im DAV? Und in Köln?


Das heißt: Wanderungen mit und ohne Kinderwagen, Klettertage, Hüttenabende, Planschen am Bach, Naturerlebnis, Bergwandern, Zelten und Lagerfeuer - kleine und große Abenteuer mit kleinen und großen Kindern.
All das unter dem Motto: Mit Kindern unterwegs!
Wir sind im Tempo unserer Kinder gemeinschaftlich in der Natur aktiv. Unsere Jüngsten bei den Steinadlern werden im Kinderwagen durch den Wald geschoben, unsere Ältesten bei den Trollen und flinken Wieseln planen inzwischen selbst Wanderungen für ihre Gruppe. Dazwischen sind in mitwachsenden Gruppen die Wölfe, Luchse, Murmeltiere, Steinböcke und Salamander unterwegs. Zusätzlich treffen sich Familien mit Kindern aller Altersstufen bei den Wolpertingern (inklusive Gruppe), im Familienklettertreff und beim gruppenübergreifenden Familiencamp. Gemeinschaft, Erlebnis und Natur stehen bei uns im Mittelpunkt.




Klettergruppe
In der Klettergruppe finden sich Kletternde aller Leistungsstufen zusammen. Bei uns stehen Sicherheit, Spaß beim Klettern und das gemeinsame Erlebnis im Vordergrund. Zum Angebot der Gruppe gehören die wöchentlichen Kletter- und Bouldertreffs, sowie zahlreiche Tagesfahrten in die Klettergärten der Umgebung. Bei Wochen end- und Mehrtagesfahrten erkunden wir Klettergebiete in ganz Europa. Bei unseren Veranstaltungen handelt es sich um Gemeinschaftsfahrten selbstständiger Seilschaften, bei denen alle Teilnehmenden die Gefahren selbständig und eigenverantwortlich einschätzen müssen. Bei Fahrten an den Fels besteht grundsätzlich Helmpflicht. Die Entscheidung über die Teilnahme liegt letztendlich bei der jeweiligen Tourenleitung. Zum wöchentlichen offenen Klettertreff treffen wir uns donnerstags in den Kölner Kletterhallen. Von Ostern bis Oktober geht es an die Kletteranlage an der Hohenzollernbrücke. Hierbei steht der Spaß und die Kommunikation im Vordergrund, sodass sich Klet-




Regenbogen-Gruppe

Die Regenbogen-Gruppe ist die jüngste Wandergruppe des Kölner Alpenvereins. Sie wurde gegründet, um Wanderungen für lesbische, schwule, bisexuelle, trans, queere, inter- und asexuelle Menschen (englisch: LGBTQIA+) anzubieten.
Seitdem treffen wir uns regelmäßig, um gemeinsam die Natur zu genießen. Wir sind eine offene und vielfältige Gruppe, die alle queeren Menschen und interessierte Wanderer*innen willkommen heißt. Neben dem Wandern legen wir auch Wert auf Geselligkeit und Spaß. Wir möchten unsere Touren nutzen, um uns auszutauschen und uns kennenzulernen. Wenn du Lust hast, mit uns zu wandern und neue Leute zu treffen, melde dich einfach bei uns an. Wir freuen uns auf dich!




Mountainbikegruppe
Wir bieten Euch vielfältige Mountainbike-Touren mit unterschiedlichem Anspruch an Kondition und Fahrtechnik. Von der Einsteigertour bis zum anspruchsvollen Trail-Ride ist alles dabei. Unsere Tourenguides bereiten jede Tour mit Engagement vor und freuen sich auf glückliche Teilnehmende. Denn eins verbindet uns: die Freude über das gemeinsame Erleben von Sport und Natur. Darüber hinaus helfen wir euch in unseren MTB-Kursen, die Fahrtechnik auf ein höheres Level zu bringen. Auch hier bieten wir euch dank unserer ausgebildeten Trainer eine breite Kurspa lette an.



Naturerlebnisgruppe
Möchtest Du auf Wanderungen mehr über Natur und Landschaft erfahren? Dann bist Du bei uns – der Naturerlebnisgruppe – genau richtig. Wir bieten Touren mit thematischen Schwerpunkten an, beispielweise Kräuterwanderungen, Pilzwanderungen, Vogelbeobachtung und geobotanische Wanderungen. Wanderungen in und zu besonderen Landschaften: Auwälder, Binnendünen, Buntsandsteinfelsen … dabei erzählen wir an interessanten Punkten der Tour auf lockere Art und Weise etwas über das jeweilige Thema, zum Beispiel zu am Wegesrand entdeckten Wildkräutern, etwas zur Entstehung und Funktion von Buntsandsteinfelsen oder der Waldgeschichte der Eifel.


Darüber hinaus machen wir auch mit bei diversen Aktionen in der Natur, etwa dem World Clean up Day (Abfall sammeln am Rhein) oder Biotoppflege in Zusammenarbeit mit Biostationen. Auch Du bist herzlich eingeladen mitzumachen.
Für uns steht das Miteinander in und mit der Natur im Vordergrund unserer Aktivitäten. Wir freuen uns sehr, wenn Du an unseren Touren teilnimmst oder auch gerne direkt zu unserer Gruppe dazu stößt.



Tourengruppe
Wir laden Euch ein zu Tourenwochen in die Berge, zum Bergwandern, zum Skifahren auf die Pisten, zum Trekking in die Natur, auf die Flüsse der Umgebung, paddelnd, meistens auf eigenen Füßen, aber auch rollend auf Trekkingrädern.
Damit Ihr Euch untereinander kennenlernen könnt, fit bleibt und zur gemeinsamen Tourenvorbereitung, bieten wir ganzjährig in der näheren Umgebung und den Mittelgebirgen Tages- sowie Mehrtagesveranstaltungen, wie zum Beispiel ausgedehnte Tageswanderungen, Kulturwanderungen, Rad- und Kanutouren an. An diesen Veranstaltungen können alle teilnehmen, die über eine gewisse Grundkondition, Schwindelfreiheit und Trittsicherheit verfügen. Was wird in der Tourengruppe angeboten? Bergwanderwochen mit ausgebildeten DAV-Wanderleitenden, Mehrtagesveranstaltungen – auch Wochenendwanderungen, ausgedehnte Tageswanderungen im Bereich von 22 bis über 0 Kilometer, unser Gehtempo liegt bei ,5 bis 5,5 Kilometer in der Stunde. Neben den Tagestouren bieten wir auch mehrtägige Aktivitäten an: Trekkingtouren, Radwanderungen und kombinierte Rad- und Kanuwochen.



Wandergruppe

Wir in der Wandergruppe sind Outdoor-Begeisterte, die gemeinsam ihre Freizeit mit Tageswanderungen in den Mittelgebirgen verbringen. Auch Mehrtages- oder Wochentouren in den Alpen oder anderen Bergregionen im In- und Ausland gehören dazu.


Wir wandern in einem angenehmen Tempo von circa km/h und bis maximal 22 Kilometer pro Tour. Gerne kombinieren wir Wanderungen mit kulturellen Erlebnissen wie Musik, Museen oder historischen Gebäuden.
Unsere Wanderungen in den Alpen sind auf maximal 1.000 Höhenmeter pro Tag begrenzt und finden im Schwierigkeitsgrad T1 oder T2 statt.
In der Regel reisen wir mit öffentlichen Verkehrsmitteln an und haben nach der Wanderung noch eine Schlusseinkehr.
Alle Wanderbegeisterten sind herzlich willkommen, auch Neulinge, die noch nicht Mitglied im Kölner Al-


Frauen-BergsportGruppe
Frauen unterschiedlichen Alters treffen sich hier zum Erfahrungsaustausch, zu gemeinsamen Touren, zum Klettern, Wandern, Bergsteigen, zum Kontakte knüpfen und pflegen. Uns verbindet die Freude, Neues zu entdecken, eigene Stärken kennenzulernen, Naturerlebnisse und Gipfelziele mit anderen Frauen zu teilen.
Als Neue bist Du jederzeit herzlich willkommen - ob Anfängerin oder erfahrene ‚Bergziege‘. Unser Klettertreff findet regelmäßig jeden zweiten Freitag ab 17:00 Uhr in Frechen statt. Da wir manchmal die Halle wechseln, sind die Treffs mit den nötigen Infos auf der Webseite bei den Terminen gelistet. Wer neu dazu kommen mag, meldet sich bitte bei den dafür vorgesehenen Veran staltungen an.



HandicapKlettergruppe

Die Handicapklettergruppe wurde 201 von Falko Nettekoven und Katrin Degenhardt gegründet. Seit nunmehr 1 Jahren findet einmal im Monat ein Klettertreff in der Kletterhalle Canyon Chorweiler statt mit durchschnittlich 25 bis 0 Teilnehmenden.
Die Teilnehmenden sind – auch mit unterschiedlichsten Handicaps – begeisterte Kletternde, die auf der Suche nach Erfolgserlebnissen sind. Ein therapeutischer Anspruch wird dabei nicht erhoben. Es geht um Spaß, Gemeinschaft, Auslotung von Grenzen, Austausch und Inklusion. Der therapeutische Erfolg – sowohl physisch wie auch psychisch – stellt sich bei regelmäßigem Klettern von ganz alleine ein.


Ein wichtiger Bestandteil unserer Arbeit ist das sogenannte „Beiklettern“. Dabei klettern ein oder zwei Trainer*innen mit dem*der Kletternden mit und assistieren ganz individuell dort, wo diese Person gerade Unterstützungsbedarf hat – bei den Beinen, Armen oder im Rumpfbereich. Getreu dem Motto, soviel Unterstützung wie nötig und so wenig


Sportgruppe
Die Sportgruppe bietet jede Woche drei Sportabende in Köln an. Am Dienstags treffen sich die Teilnehmenden in der Grundschule „Trierer Straße“ zwischen 17 und 19 Uhr.
Am Donnerstag findet der Sportabend in der Turnhalle der Schule „Im Hasental“ zwischen 20:0 und 22:00 Uhr statt.
Am Freitag ist der Sportabend in Müngersdorf. Die Teilnehmenden treffen sich jeden Freitag von 17:00 bis 18: Rheinenergie-Stadion.


Skitourengruppe

In der Skitourengruppe treffen sich Frauen und Männer zwischen 5 und 65. Der Zweck der Gruppe ist es, gemeinsame Skitouren im winterlichen Hochgebirge zu organisieren.
Bei unseren Gemeinschaftstouren verabreden sich selbstständige Skitourengehende zu einer gemeinsamen Skitour. Es gibt eine*n Organisator*in, aber keine ausgewiesene Tourenleitung. Alle Teilnehmenden tragen gemeinsam Verantwortung. Voraussetzung dafür sind eine gewisse Erfahrung im Tourengehen und vor allem Kenntnisse in der Beurteilung der Lawinensituation. Bei Bedarf unterstützen ausgebildete Trainer*innen der Sektion für Skibergsteigen bei der Planung.

Die Gemeinschaftstouren eignen sich vor allem für diejenigen, die bereits einen Fortgeschrittenenkurs im Skitourengehen absolviert haben.



Die Geschäftsstelle ist der zentrale Anlaufpunkt für alle Mitgliederangelegenheiten. Hier kümmern sich Ines Wellbrock, Karen Blomeyer und Angelique Steinberg um die Organisation und Verwaltung der Sektion. Sie sind die ersten Ansprechpartnerinnen für Fragen zur Mitgliedschaft und für alle Anliegen rund um den Verein. Neben der persönlichen Beratung während der Öffnungszeiten – dienstags und donnerstags von 1:00 bis 18:0 Uhr – sorgt das Team für die Bearbeitung von Ein- und Austritten, die Pflege der Mitgliedsdaten und die Versendung der Mitgliedsausweise. Auch die Koordination von Veranstaltungen gehören zu ihren Aufgaben.
Die Geschäftsstelle ist nicht nur Servicezentrum für Mitglieder, sondern das organisatorische Herzstück: Hier laufen alle Fäden zusammen – von der Kommunikation mit dem Bundesverband bis zur Unterstützung der Referate. Datenschutz und sichere (digitale) Kommunikation haben dabei höchste Priorität. So sorgt Svetlana Naundorf, als Systemadministratorin und IT-Supporterin, dafür, dass digital alles rund läuft. Um die Buchhaltung kümmert sich Daniela Koch und Amaia Keck unterstützt hinsichtlich des Klimaschutzes.
Kurz gesagt: Die Damen in der Geschäftsstelle sorgen dafür, dass in der Sektion alles reibungslos funktioniert.






Ines Wellbrock Karen Blomeyer
Angelique Steinberg
Daniela Koch
Svetlana Naundorf
Amaia Keck

Nie wieder ist jetzt!
Im Frühjahr 2016 hat der Kölner Alpenverein die Aufarbeitung des Themas Antisemitismus in seiner Vereinsgeschichte der Öffentlichkeit vorgestellt und diskutiert: Seit der Vereinsgründung 1876 hatten jüdische Mitglieder wichtige Funktionen inne, waren geachtet und im Vereinsleben aktiv. Ab den 190er Jahren änderte sich dies allmählich. Der Verein ist mitgeschwommen, hat sich herausgehalten und gleichschalten lassen. Dies endete damit, dass Menschen jüdischen Glaubens die Mitgliedschaft verwehrt wurde. Der Verein, d.h. die Menschen, die ihn lenkten und die, die ihm angehörten, haben damals ihre jüdischen Mitglieder verraten und ausgegrenzt.
Was lernen wir daraus?
Wer sich nicht aktiv zu Akzeptanz und Offenheit bekennt, macht sich mitverantwortlich. Wer sich nicht gegen Hass, Ausgrenzung und Demokratiefeindlichkeit stellt, überlässt denen das Feld, die mit Angstmache, Lügen und Täuschungen die Leute um sich scharen.
Wir wollen klar Stellung beziehen und uns nicht heraushalten!
In unserer Satzung steht: „Die Sektion ist parteipolitisch neutral; sie vertritt die Grundsätze religiöser, weltanschaulicher und ethnischer Toleranz; sie steht ein für Diskriminierungsfreiheit, Vielfalt und Chancengleichheit aller.“
Das sind für uns keine leeren Worte, sondern ein Anspruch!
Wir setzen uns für unsere Ziele im Großen wie im Kleinen ein: Zum Beispiel bei der verantwortungsbewussten Ausübung des Bergsports, dem Natur- und Klimaschutz, der Jugend- und Familienarbeit und der Erhaltung einer intakten Bergwelt. Dabei achten wir darauf, unseren gesellschaftlichen Werten und Grundsätzen, wie sie in Satzung, Leitbild und Grundsatzprogrammen festgeschrieben sind, treu zu bleiben. Wir sind allen gegenüber offen und heißen die herzlich willkommen, die sich sowohl mit unseren Zielen verbunden fühlen als auch dieselbe Akzeptanz, Vielfalt und Offenheit leben.
Es erschreckt uns, wie die Ängste und Sorgen der Menschen dazu missbraucht werden, um Fremdenfeindlichkeit und Hetze gegenüber Andersdenkenden mehrheitsfähig zu machen und die freiheitlich demokratische Grundordnung auszuhöhlen. Dies sehen wir nicht nur bei uns in Deutschland - diese Entwicklung ist vielerorts in Europa und Teilen der Welt anhand von Wahlergebnissen und den Aussagen der politisch Agierenden ablesbar.
Die Vergangenheit lehrt uns:
Wegschauen ist keine Option!
Bei uns haben Ausgrenzung und Intoleranz nichts zu suchen. In einer Welt, die durch Kriege, Globalisierung und Klimawandel immer komplexer wird, können Kaltherzigkeit und Abschottung für uns keine Alternative sein.
Für uns Bergsportlerinnen und Bergsportler ist das Kennenlernen und Achten fremder Kulturen selbstverständlich. Dies setzt Offenheit und Akzeptanz voraus. Wir unterstützen daher ausdrücklich Mitmenschlichkeit, Chancengleichheit und Vielfalt bei uns und auch überall dort, wo wir als Sportler und Reisende unserem Hobby nachgehen.
Wir im Kölner Alpenverein
Köln, im Mai 202
Bildernachweiß:
Titel: © Montage Wolfgang Spicher
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Seite 8: © Jutta Kern, Kalle Kubatschka © Tobias Hase, © Renate Jaritz, © Turan Caglayan
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Seite 2: Kölner Haus, © Kalle Kubatschka
Seite 2: Stolpersteine © Wolfgang Spicher
Seite 25: DAV Rheinland-Köln Sektions Archiv
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Seite 27: DAV Rheinland-Köln Sektions Archiv
Seite 28: Hexenseehütte, © Kalle Kubatschka
Seite 29: DAV Rheinland-Köln Sektions Archiv
Seite 29: Grafik: © Scientists for Future e.V.
Seite 0: Klettern Hohernzollernbrücke, © Peter Plück, Sommerfest Blens, © Kalle Kubatschka
Seite 2: Wegebau, © Jürgen Lautwein
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Seite 7: © Montage Wolfgang Spicher
Seite 9 - 5: © Bilder wurden von den einzelnen Gruppen bereitgestellt
Seite 55: © Svetlana Naundorf
Impressum:
Festschrift zum 150jährigen Jubiläum der Sektion Rheinland-Köln des DAV
Herausgebende: Referat Öffentlichkeitsarbeit der Sektion
Auflage: 5.800 Stück
Redaktion: Tina Gissel, Wolfgang Spicher, Andrea Weber
Gestaltung: Wolfgang Spicher
Druck: Warlich Druck, Meckenheim
Clemensstraße 5-7
50676 Köln