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inpuncto zur Pfarrgemeinderatswahl 2022 - OÖ

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WO ­STIMMEN ­GEWICHT ­HABEN. Entdecken Sie die vielen Seiten des Pfarrgemeinderates.


EDITORIAL

Was war mir wichtig? Pfarrgemeinderätinnen und Pfarrgemeinderäte über neue Wege, Beweggründe und Herausforderungen bei ihrer Arbeit in den vergangenen fünf Jahren. VON JUTTA STEINER

Stell dir vor, es sind Wahlen – und alle machen mit. Das wäre für den 20. März 2022, an dem österreichweit die Pfarrgemeinderäte neu gewählt werden, eine tolle Ansage. „Alle machen mit“ heißt nicht nur, dass überall zahlreiche Kandidatinnen und Kandidaten zur Auswahl für die ehrenamtliche Funktion aufgestellt sind. Es bedeutet auch, dass möglichst viele Wahlberechtigte die Chance nützen, die „Gesichter ihrer Kirche vor Ort“ mit ihrer Stimme zu bestätigen. Jede Pfarrgemeinde wird getragen von Menschen, die sich engagieren, die mitdenken und mitgestalten, die einfach „mittendrin“ stehen. Sei es als Mitglied im „Rätegremium“, als Helferin bei den verschiedensten Aktivitäten oder einfach nur als freudiger Teilnehmer daran. So wird die Kirche vor Ort lebendig, wird zu einem Ort, wo die Gemeinschaft im Glauben erlebt werden kann. Dieses Magazin inpuncto bietet eine bunte Mischung an Ansichten und Beispielen, was durch das vielfältige Engagement unterschiedlichster Menschen so alles in Pfarren entstehen kann. Stellvertretend ausgesucht aus vielen Projekten, die es wert wären, ebenfalls erzählt zu werden. Johannes Wolf

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PETRA LEITNER, OBFRAU PFARRGEMEINDERAT KUFSTEIN-ZELL, ERZDIÖZESE SALZBURG

Niemanden ausschließen. Wie entstanden das Universum, unsere Gemeinschaft? Die Physik setzt erst beim Urknall an. Sie erklärt nicht das Wesen der Liebe. Wo sie an ihre Grenzen stößt, beginnt der G ­ laube. Was braucht ein Mensch, der sich traurig oder einsam fühlt? Hier sind wir als Pfarrgemeinderat gefragt. Gerade in der Krise darf sich niemand ausgeschlossen fühlen. Bei der Wahl gehen wir heuer neue Wege. Jede und jeder, der sich einbringen will, kann Mitglied werden. Als 13-jähriger Ministrant wurde ich mit vielen Stimmen als außerordentliches Mitglied gewählt. Die Zahl der Wahlstimmen spiegelt nicht das Engagement Einzelner wider. Wir wollen nicht auf Menschen vergessen, die still und unbemerkt Gutes tun. l CHRISTIAN URAK, PFARRGEMEINDERAT IN ST. PRIMUS, DIÖZESE GURK-KLAGENFURT

Herzblut. Seit 20 Jahren bin ich als Pfarrgemeinderätin aktiv – immer noch mit Herzblut. Ich trete für eine „Hinzu-Kirche“ ein, die auf die Menschen zugeht und sich an ihren Lebensrealitäten orientiert. Das heurige Wahl-Motto „mittendrin“ ist darum so passend. In Zeiten des Umbruchs gilt es mittendrin zu sein, Verantwortung zu übernehmen, nicht auf Rückzug zu gehen. Wir haben etwa unseren alten Pfarrstadl zu einem offenen Haus umgebaut, in dem alle Platz haben sollen: unsere Chöre, der Gebetskreis, Mütter und Kinder sowie jene, die aus der Kirche ausgetreten sind. Ein Miteinander im Glauben muss gelebt werden. Es hört nicht an der Kirchenpforte auf. l SONJA THALINGER, VIZE-OBFRAU PFARRGEMEINDERAT MARIA LAACH AM JAUERLING, DIÖZESE ST. PÖLTEN

Digital. In der Bildung wie im Pfarrleben versuche ich, digitale Medien zur Stärkung mit der Gemeinschaft zu nützen. Seit wir Gottesdienste online übertragen, erhalten wir nicht nur von älteren Menschen, die aus Angst vor dem Virus oder wegen Gebrechlichkeit nicht in die Kirche kommen können, positives Feedback. Ich betreue unsere Homepage und das Pfarrblatt und sehe, wie wichtig Öffentlichkeitsarbeit im digitalen Raum ist. Von Erlebnissen der Gläubigen bei Festen, Möglichkeiten des Miteinanders und über unser reges Pfarrleben zu berichten, ist ein Angebot, sich mit der Pfarre zu identifizieren, und auch nicht regelmäßige Kirchenbesucher können sich so in der Gemeinschaft verbunden fühlen. l ANNA REUMANN, PFARRGEMEINDERAT IN NECKENMARKT, DIÖZESE EISENSTADT

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FOTOS: MANFRED LEIRER, PRIVAT, PRIVAT, PETRA LEITNER; COVERFOTO: PGRÖ

Wählen für eine lebendige Pfarre

Aktiv mitgestalten. Ich denke kritisch und meine: Wer etwas verändern will, muss mitarbeiten. Ich war schon als Jugendliche Pfarrgemeinderätin und trete heuer zum dritten Mal an. Denn ich sehe, dass mein Engagement, die Zeit und manchmal auch Nerven, die ich investiere, die Mühe wert sind. Nicht die Summe der Stimmen zählt für mich, sondern die gute Stimmung, die ich bei Veranstaltungen wahrnehme, und positive Rückmeldungen. Die Kirche aktiv mitzugestalten, über die Kirchenmauern hinauszuschauen und zu überlegen, was die Menschen auch außerhalb des klassischen Angebots in den Pfarren anspricht, ist mir wichtig. Denn Kirche ist nicht nur Gottesdienste und Beten. Zum Pfarrleben gehört viel mehr. l


Am 20. März wird in 3.000 Pfarren in ganz Österreich gewählt

„Kirche muss den Mut haben, Dinge neu auszuprobieren“ Peter Filzmaier ist bekannt für seine Wahl­analysen. ­Gegenüber dem ­Magazin ­inpuncto spricht der ­Politologe und Demokratie­ forscher über den Einfluss der katholischen Kirche ­sowie die Wahlbeteiligung bei der Pfarrgemeinde­ratswahl.

Ursachen dafür. Nur kurz vor der Wahl zu werben ist einfach zu wenig. Ohne eine Studie kann ich die Ursachen auch nicht benennen. Es mögen allgemeine gesellschaftliche Ursachen wie etwa Demokratiemüdigkeit dahinterstecken. Diese kann die Kirche nicht alleine bekämpfen. Aber es gibt sicher auch hausgemachte Gründe. Österreich ist im internationalen Vergleich ein Land, wo das Engagement für Ehrenämter in der Gesellschaft – quer durch alle Bereiche, von der Musik bis zum Sport – überdurchschnittlich hoch ist. Deshalb sollte es nachdenklich stimmen, warum gerade die Beteiligung am passiven Wahlrecht für den Pfarrgemeinderat so niedrig ist.

INTERVIEW: JOHANNES WOLF

FOTO: A&W

Wie sehen Sie die gesellschaftspolitische Rolle der katholischen Kirche: Kann sie Einfluss auf Diskussionen wie beispielsweise über Spaltungen in unserer Gesellschaft und ein soziales Miteinander nehmen? Gerade in der polarisierenden Situation wie jetzt in der Corona-Pandemie – mit der allzu leichtfertigen Verwendung des Begriffes Spaltung bin ich vorsichtig – muss man gerade jene erreichen, die einem fernstehen. Die Kirche muss jene, die womöglich jeder Religion fern sind, zu erreichen versuchen. Das ist schwierig: Denn die Kirche ist alt – wie sich schon bei den regelmäßigen Kirchgängern zeigt. Die Kirche müsste viel stärker an Jüngere herankommen. Aber sie soll, darf und muss sich selbstverständlich zu Wort melden. Die kritische Frage lautet nur: Wie erfolgreich kann sie damit sein? In einzelnen Bereichen kann sie sehr wohl etwas ausrichten. Gerade wie zuletzt, wenn es heißt, Lücken bei der dritten Impfung für ältere Menschen zu schließen. Da hat die Kirche die Chance, mehr Menschen zu erreichen als andere Organisationen. Sind die vor gut 50 Jahren eingeführten Pfarrgemeinderäte ein Schritt zu Demokratie in der Kirche? Es ist ein vergleichsweise kleiner und abgegrenzter Bereich der politischen Beteiligung, der für sich genommen noch keine demokratische Kirche begründet. Klein ist nicht die Zahl der 30.000 g­ ewählten

Unabhängiger Blick: Peter Filzmaier gehört weder einer Partei noch einer Religions­gemeinschaft an.

Gemeinderäte, jedoch die Bereiche, in denen sie Entscheidungskompetenz haben. Dazu kommt, dass rund ein Drittel des gesamten Pfarrgemeinderates nicht gewählt, sondern ernannt wird. Stellen sie sich einen politischen Gemeinderat vor, wo ein Drittel der Mitglieder ernannt und nicht gewählt würde. Und dann sehe ich noch einen Schwachpunkt: Die PGR-Wahl ist zwar entsprechend den selbstgegebenen Richtlinien formal korrekt und legal, aber bei einer Wahlbeteiligung von zuletzt knapp mehr als 20 Prozent sehe ich die demokratische Legitimität des Gremiums als sehr geschwächt an. Um mehr Wählerzuspruch wird noch bis 20. März geworben. Die niedrige Wahlbeteiligung ist das Symptom, die Schlüsselfrage ist die nach den

Es braucht also eine Nichtwählerbefragung? Ja, das wäre der spannendere und größere Teil. Die Nichtwählerbefragung muss nicht unmittelbar am Wahltag durchgeführt werden. So eine Befragung würde ich der Kirche empfehlen. Nämlich mit dem Ziel, über die Ergebnisse, auch wenn sie unangenehm sind, einen öffentlichen Diskussionsprozess zu starten. Nur Mut dazu! Vertreterinnen und Vertreter der Kirche, die sagen, ich will das wissen und öffentlich diskutieren, auch die Kritikpunkte, die sind persönlich unverdächtig, dass sie etwas unter den Teppich kehren oder schönreden wollen. Könnte mehr Mitbestimmung und Partizipation die Kirche aus ­­ihrer Krise herausführen? Ich glaube, es würde etwas bewirken. Man kann natürlich nicht gesamtgesellschaftliche Entwicklungen umdrehen, also dass Menschen generell weniger in Mitgliederorganisationen sind. Für die Kirche, die katholische wie die evangelische, ginge es vielmehr um eine Schadensbegrenzung. Laut durchaus seriösen Studien verlieren sie sonst in absehbarer Zeit ein weiteres Drittel an Mitgliedern. Da geht es nicht darum, irgendwas umzukehren und es wieder besser oder geschweige denn so, wie es früher einmal war, zu machen. Die Kirche muss den Mut haben, Dinge neu zu probieren. l

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Weil es auf die Mischung ankommt Du, eine Prise Chilischärfe im Eintopf der ständigen Notwendigkeiten, anregend, Lebensfreude versprühend. Du, ein Sternanis im Kompott der gelebten Freundschaften wohlriechend, Heimat verheißend. Du, ein rotes Pfefferkorn in der Schokolade des gemeinsamen Feierns neuartig, das Geschmackserlebnis bereichernd. Du, der Mohnsamen auf den Brötchen der Hilfsbereitschaft, erkennbar, zum Zugreifen einladend. Du, ein Kürbiskern im Snack einer gemeinsamen Unternehmung, knackig frisch, Freude verbreitend. Du, ein Stück Ingwer in der Suppe des WIR, stärkend, Gesundheit fördernd. Du, der Knoblauchhauch auf dem Brot eines geerdeten Glaubens durchdringend und nachhaltig. Du, grüner Oregano im Sugo der Traurigkeiten, würzig, Hoffnung verbreitend. Du, ein Safranfaden im den Reiskörnern des täglichen Zweifelns kostbar, eine goldene Spur hinterlassend. Du, ein einmaliges Gewürz im großen Mahl des Lebens. Wie schal wäre das Leben ohne dich! Das andere Ufer, das Ziel ist die Ewigkeit. Die Brise, der Wind, der Sturm ist der Heilige Geist. Ohne ihn geht nichts. Er muss in unsere Segel hineinfahren, er ist die treibende Kraft. Und wer mit dem Heiligen Geist fährt, fährt mit Bugwelle, wagt eine Fahrt mit Widerstand, in der die Wellen des Zeitgeistes durchschnitten werden müssen. TEXT: RENE WEINOLD, FOTO: ALEX RATHS/ISTOCK

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Pfarrgemeinderat

Im Einsatz für eine lebendige Gemeinschaft Umfrage unter Österreichs aktiven PfarrgemeinderätInnen gibt Einblick in Arbeit für die Kirche vor Ort.

N

ach der Wahl des Bundespräsidenten ist diese Wahl in Österreich wohl jene mit den meisten Wahlberechtigten. Die wählen jedoch nicht nur eine Person, sondern gleich an die 30.000. Ein salopper Vergleich, der aber ein wenig die Dimension der Pfarrgemeinderatswahlen aufzeigt. Stimmungslage, Selbstverständnis sowie Einblicke in die Arbeit für die Kirche vor Ort bieten die Ergebnisse einer großen Online-Umfrage, an der im Vorfeld der Wahl rund 3.000 aktive PfarrgemeindrätInnen teilgenommen haben. Einige Aspekte daraus seien hier aufgegriffen. Gestalten. Das Leben in der eigenen Pfarre mitzugestalten, damit etwas zu bewegen und möglichst viele Menschen aus der Gemeinde miteinzubeziehen und sie die „christliche Botschaft“ spüren zu lassen – das gehört für gut zwei Drittel der befragten Pfarrgemeinderäte zu ihren wichtigsten Aufgaben. Zugleich sehen viele dieses Hereinholen unterschiedlichster Menschen und Gruppen auch als eine der größten Herausforderungen an. Das „Ansprechen neuer Zielgruppen“ in der vergangenen PGR-Periode beurteilt so auch eine große Mehrheit als eher nicht bis gar nicht gut gelungen. Die coronabedingten Einschränkungen haben

Die Pfarre Prägraten am ­Großvenediger (Osttirol) ist mit 27 Dreitausendern die Pfarre mit den meisten Berggipfeln über 3000 Meter Seehöhe.

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Rekordverdächtig? Die Pfarre Purgstall an der Erlauf (Mostviertel) hat derzeit 100 aktive MinistrantInnen (vor 15 Jahren waren es noch 200!)

hier sicher eine Rolle gespielt. Für etwas mehr als die Hälfte der Befragten war die Pandemie allerdings Anlass, in der Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit stärker auf digitale Medien zu setzen. Als größte Freude bei der Mitwirkung im Pfarrgemeinderat kreuzte die Mehrheit die Antwort „Dass ich etwas für die Gemeinschaft tun kann“, gefolgt von „Ich kann etwas Sinnvolles tun“ und „Mit vielen Menschen ins Gespräch zu kommen“ an. Mehrheitlich überzeugt ist man deshalb auch, dass der Pfarrgemeinderat und damit die Bedeutung stark ehrenamtlich getragener lokaler Strukturen für die Kirche vor Ort künftig zunehmen werden. Und damit die Pfarre als Ort, an dem sinnstiftende Gemeinschaft erfahrbar ist, gefestigt wird. Interessant das Ergebnis bei der Frage, wie gut die Umsetzung von (aufgelisteten) Projekten gelungen ist: Auf den vordersten Plätzen liegen da die „Erhaltung oder Erneuerung unserer sakralen und profanen Gebäude“ (also Kirche, Kapelle, Pfarrheim Friedhof) sowie die Weiterführung bewährter Angebote. Dinge, die in so mancher Pfarre für reichlich Diskussionsstoff sorgen. Zeitgemäßer denken. Beim Blick in die Zukunft steht für eine große Mehrheit der PfarrgemeinderätInnen jedoch fest, dass es

eine zeitgemäße Gestaltung von Kirche vor Ort braucht („Ich glaube, der PGR wird in Zukunft Kirche vor Ort zeitgemäßer denken müssen“). Was genau wird unter zeitgemäß verstanden? „Das lässt sich so aus der Umfrage nicht herauslesen“, erklärt Klaudia Achleitner, Sprecherin der Konferenz der Österreichischen PfarrgemeinderatsreferentInnen, Auftraggeberin der Umfrage. Dafür brauche es noch tiefergehende Analysen. Veränderungen in Hinblick auf mehr Leitungs- und Entscheidungskompetenzen für den Pfarrgemeinderat, auch mehr seelsorgliche Kompetenz sind für viele Befragungsteilnehmer aber ein Gebot der Stunde. Zu den wichtigsten Ratschlägen, die man zukünftigen Mitgliedern geben möchte, gehört allerdings auch der Hinweis, sich „realistische Ziele zu setzen“. Mit jeder Wahl biete sich jedenfalls die Chance, so Achleitner, dass bis zu 50 Prozent an neuen PGR-Mitgliedern gewonnen werden können. Und damit neue Kräfte für die Transformation hin zu einer zeitgemäßen Kirche. l Mehr zu Umfrage unter: www.pfarrgemeindrat.at

Ehrenamtliches Engagement Rund 30.000 gewählte Pfarrgemeinde­ rätInnen engagieren sich ehren­ amtlich. Insgesamt sind geschätzt mehr als 300.000 Personen ehren­ amtlich für die Kirche tätig. Zum Vergleich: Beim Roten Kreuz engagieren sich über 70.000 freiwillige (ehrenamtliche) HelferInnen. Österreichs Feuerwehren haben rund 340.000 ehrenamtliche Mitglieder.


Erhaltenswertes Kulturerbe In Österreich stehen insgesamt 38.519 „unbewegliche Objekte“ unter Denkmalschutz (Stand 2019). 11.905 davon sind Sakralbauten (inklusive Friedhöfe, Kapellen).

Kleine und große Pfarren Zu den kleinsten Pfarren in Österreich zählt Wölfnitz auf der Saualpe mit 34 KatholikInnen. Die Pfarre zur Frohen Botschaft (im 4. Bezirk) als größte Pfarre der Erzdiözese Wien hat hingegen 15.236 KatholikInnen.

Zahlenspiele rund um Österreichs Pfarren und die PGR-Wahl

Die erste „Drive­through”­ Kirche ist wohl die Kreuz­ bichelkapelle in der Pfarre Gmünd in Kärnten: Der östliche Teil wurde 1754 erbaut, der Emporenraum 1784 auf der anderen Straßenseite errichtet.

Pfarrblätter sind auflagenstärkstes Printmedium Die Pfarrblätter sind zusammengenommen das mit Abstand auflagenstärkste Printmedium des Landes. 97 % der Pfarren haben ein Pfarrblatt, das wären österreichweit (Hochrechnung nur begrenzt zulässig) 2.943. Bei einer durchschnittlichen Auflage von jeweils 2.298 Stück hätten alle Pfarrblätter zusammen hochgerechnet eine Auflage von über 6 Millionen Stück pro Ausgabe. Zum Vergleich: Die „Sonntags­Krone“ hat eine verbreitete Auflage von 1,1 Millionen, „Auto Touring“ 1,9 Millionen, alle Bezirksblätter zusammen 3,4 Millionen.

Alte und neue Kirchen Zu den ältesten erhaltenen Kirchen in Österreich zählen die Ruprechts­ kirche in Wien (um das Jahr 740), die Filialkirche St. Ulrich in Thaur bei Innsbruck (um das Jahr 750) und die Martinskirche in Linz (erste urkund­ liche Erwähnung 799). Zu Kirchen­ bauten jüngsten Datums gehört die Donaucitykirche „Christus, Hoffnung der Welt“ in Wien (eingeweiht im Jahr 2000) und die Kirche St. Albrecht in Rif bei Hallein (eingeweiht 2012).

Mehr Pfarren als politische Gemeinden In Österreich gibt es 3.016 Pfarren und 1.276 sonstige Seelsorgestellen. Zum Vergleich: Öster­ reich hat 2.095 poli­ tische Gemeinden.

Rekordverdächtig? Die höchstgelegene Kirche in Österreich? Ein „offener Wettkampf“. Das Salveinkirchlein (Johanneskapelle) auf dem Gipfel der Hohen Salve (Bezirk Kitzbühel) auf 1.892 Meter wird als höchstgelegene Wallfahrtskirche Österreichs beworben. Doch zwei Meter höher liegt die „höchste Wallfahrtskirche der Ostalpen“, die Marterle­ Kirche in der Pfarre Rangersdorf im Mölltal. Und dann wäre da noch die Wallfahrtskirche Maria am heiligen Stein (Deutsche Kapelle) am Dobratsch in der Gemeinde Bad Bleiberg auf 2.159 Metern.

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Splitter

Mittendrin im Pfarrleben Vom Kostnixladen und dem Bänkle-Hock über 12 Schätze & 12 Plätze bis hin zur Baumpflanzaktion. In der Kirche vor Ort engagieren sich viele Menschen und stellen oft ungewöhnliche Aktionen, Veranstaltungen und so manches mehr auf die Beine. Bei einem Streifzug quer durch Österreich haben wir ein paar Beispiele zusammengetragen. TEXT: JOHANNES WOLF

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„Kumm, hock di hera!“ Dieser Spruch war in neun Pfarren in der Seelsorgeregion Vorderland in Vor­ arlberg an einem Nachmittag im letzten Sommer Auftakt zu einer besonderen Aktion: Insgesamt 69 GastgeberInnen rückten das traditionelle Bänkle vor ihre Haustüre und alle, die vorbeikamen, waren eingeladen, für ein Gespräch in geselliger Runde Platz zu nehmen. „Viele Leute sind von Bänkle zu Bänkle gewandert, in Weiler sind sogar zehn Mann hoch der Musikkapelle mit einer Kutsche überall vor­ beigezogen“, erinnert sich Michael Willam, einer der Mitorganisatoren. Zuvor wurden eigens Pläne mit den jeweiligen Standorten angefertigt. „Früher war ein Treffen auf der Hausbank ganz normal, heute sind die Bänke oft verwaist“, so Willam über den Hin­ tergrund dieses „Nachbarschaftsfestes“ der anderen Art. Eines ist klar: Heuer wird es den Bänkle­Hock­Tag wieder geben, vielleicht sogar noch größer.

Gemeinsames Garteln im Kloster „Hier treffen sich ganz unterschiedliche Leute – junge, alte, ganze Familien und solche, die noch nie was mit unserer Pfarre zu tun hatten“, erzählt Alois Pichler, Pfarrgemein­ derat im burgenländischen Oberpullendorf. Vor zwei Jahren hatte man dort die Idee, den seit Langem verwaisten Klostergarten für alle zu öffnen. Auf einer größeren Fläche wurden zwölf Parzellen angelegt, die jeweils von den mitmachenden Hobbygärtnern mit Gemüse, Salat, Kräutern usw. bestellt werden. Das gemeinsame Garteln ist wichtig, man unter­ stützt sich gegenseitig, teilt die Ernte, kommt ins Plaudern. So wird die Pfarre für manchen zum Stückchen Heimat. Die Nachfrage ist groß und in der jetzt beginnenden dritten Saison wird voraussichtlich erweitert.

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FOTOS: PFARRE OBERPULLENDORF, MICHAEL WILLAM

Der Bänkle-Hock


Moderne Kunst in der Kirche und viele Aktionen „Wir sind eine sehr lebendige Pfarre, nicht nur der Pfarrgemeinde­ rat initiiert Dinge, viele Menschen und unterschiedliche Gruppen engagieren sich“, erzählt Alfred Kaltenbrunner, stellvertretender Vorsitzender im Pfarrgemeinderat Steinakirchen am Forst (NÖ). Allein mit der Aktion „12 Plätze – 12 Schätze“ (der Ort besteht aus weit gestreuten zwölf ehemaligen Katastralgemeinden) entstan­ den viele weitere wie „gemeinsames Radeln in die Kirche“ oder Andachten bei jeweils einem der Plätze, zu denen Mitglieder ver­ schiedenster Vereine eingeladen wurden. „Da gibt’s viel Eigendyna­ mik in unserer Gemeinde“, so Kaltenbrunner. Und moderne Kunst findet, trotz mancher Diskussion, auch Platz in der Kirche: In der Osterzeit werden die Kreuzwegstationen mit der zeitgenössischen Bilderserie „Lichtweg Jesu“ von Raphael Bergmann überhängt. Ursprünglich nur für eine Ausstellung geholt, wurden die Bilder vom Pfarrgemeinderat gekauft: „Alles mit Sponsorengeld“.

FOTOS: MARKUS EDER, ARNO STOCKINGER, JOHANN PREITLER

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Der Lebensmittelkorb in der Kirche

Und er füllt sich immer wieder. Das gilt für jenen Wäschekorb, der seit bald zwei Jahren bestückt mit haltbaren Lebensmitteln ganz hinten in der Kirche der Pfarre Puch bei Hallein in Salzburg steht. Wie in vielen Pfarren hat man sich mit Beginn der Corona­Pande­ mie auch hier überlegt, wie in Not geratenen Menschen geholfen werden kann. „Da sich zum Aufruf, Lebensmittelpakete zu bringen, niemand gemeldet hat, haben wir gesagt, da braucht es ein ganz niederschwelliges Angebot“, so Pfarrassistent Arno Stockinger. Nach dem Motto „Wer hat, der gibt, wer nimmt, der braucht“ wurde also der Korb aufgestellt, die Idee im Ort via Newsletter & Co. verbreitet. Und siehe da: Ständig legt jemand Waren hinein („manche kaufen extra mehr ein“) und all jene, die Bedarf haben, können sich, ohne zu fragen oder anzumelden, Sachen herausneh­ men. Stockinger: „Keine aufregende Aktion, ohne großen Auf­ wand, überraschend jedoch, wie lange sie nun schon andauert.“

„Shoppen“ im Kostnixladen

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Alles, was nicht mehr verwendet wird. Das gibt es im „Kost­ nixladen“, der schon vor einigen Jahren im alten Pfarrhof von Gratkorn St. Stefan in der Steiermark eingerichtet wurde. Eine der größten unter den vielen Sozial­ und Umweltinita­ tiven, die es in der EMAS­geprüften Klimabündnis­Pfarre gibt. „Jeder kann hier was bringen und natürlich was nehmen“, so Initiator Johann Preitler. Wer unbedingt was zahlen will, der „darf was in den Opferstock“ werfen. Nachhaltigkeit, das Miteinander­teilen, Nächstenliebe, ein „neuer Erfahrungsraum des Glaubens“ – all diese Gedanken stecken hinter der Idee des Ladens. Man ist gut vernetzt in der Gemeinde, so werden etwa nicht verkaufbare Lebensmittel oder Fairtrade­Produkte von lokalen Händlern geholt. Und beim Pfarrfest läuft schon einmal die Kostnix­Modeschau. Von einer Pfarre betrieben, ist dieser Laden österreichweit wohl einzigartig. Nachahmer gibt es, aber die werden meist von Gemeinden getragen.

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Mit dem Radl und Öffis in das Zeltlager „Die Pfarre fährt Öffi.“ Dieses Motto gilt in Pfarre Kla­ genfurt St. Theresia, wenn es um die beliebten Zeltlager für die Kinder geht. „Mobilität soll nicht immer damit beginnen, dass man den Schlüssel in das Zündschloss sei­ nes Autos steckt“, sagt Markus Lampersberger, der sich in der Pfarre lang darum gekümmert hat, dass umwelt­ freundliches Denken schon bei den Kleinsten beginnt. So wird darauf geachtet, dass bei den Zeltlagern so weit möglich die Anreise und alle Wege zu Ausflugszielen mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder mit dem Fahrrad bewältigt werden. „Viele Kinder fahren da zum ersten Mal mit Bus oder Bahn“, so Lampersberger, der hofft, dass heuer nach zweijähriger coronabedingter Pause überhaupt wieder Kinderlager stattfinden können.

Weit offene Pfarrtüren in der Großstadt Flüchtlingsprojekt, Deutschkurse, Wärmestube, Lerntreff für Volksschulkinder, eine eigens ange­ stellte Sozialarbeiterin, ein in Bau befindliches Caritas­ und Grätzlzentrum, eine Musicalproduk­ tion. Das ist nur ein kleiner Auszug der vielen Pro­ jekte, Initiativen und Aktionen, die es in der Pfarre Franz von Sales mit ihren drei Teilgemeinden in Wien­Döbling gibt. „Wir haben unsere Türen weit geöffnet“, so PGR­Vizeobmann Alexander Gotsmy. Mit dem bunten, viele Akzente setzenden Pfarrleben schafft man es, selbst kirchenferne Menschen in der einen oder anderen Form anzu­ sprechen. Da bauen Begeisterte schon einmal die Kirche in 300 Arbeitsstunden aus Lego nach.“

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Da wird nicht nur ein Baum gepflanzt. Nein, ganze 20 Bäume wurden noch vor dem Wintereinbruch an den verschiedensten Plätzen im ganzen Stadtgebiet gesetzt. Und im Frühjahr folgen die nächsten. „Wir pflanzen Freistadt“ nennt sich das Projekt Baumpa­ tenschaft, das im Vorjahr von der Pfarre Freistadt in Oberösterreich ins Leben gerufen wurde. „Jeder Baum hat einen Paten oder eine Patin“, so die lei­ tende Seelsorgerin Irmi Sternbauer. Die Bevölkerung für Klimaschutzmaßnahmen sensibilisieren und Freistadt im Sommer zur kühlen und naturnahen Stadt machen – das ist das Ziel der Aktion. Die Paten zahlen für ihren Baum nicht nur 50 oder 100 Euro, sie müssen ihren Schützling auch im Auge behalten und bei Trockenheit mit Wasser versorgen.

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FOTO: MARKUS LAMPERSBERGER, GERHART ERNSTBRUNNER, PFARRE FREISTADT

Frische Bäume für eine kühle Stadt


Was gehört zum Palmsonntag? Richtig – ein ordentlich gebundener Palmbuschen.

Pfarren pflegen Traditionen

Und jetzt noch die Brezeln dazu! Bei einer gemeinsamen Aktion wird in der Pfarre Allerheiligen in Innsbruck altes Brauchtum hoch­ gehalten.

FOTO: ADOBESTOCK.COM/ LILIFOX

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ifrig binden drei Volksschulkinder die Brezeln in ihre selbstgemachten Palmbuschen: „Das ist super hier im Pfarrsaal und unsere Palmbuschen sind viel schöner als die gekauften!“ Die Pfarre Allerheiligen in Innsbruck pflegt mit der Aktion „Gemeinsam Palmbuschen binden“ wie viele anderen Pfarren in Österreich Brauchtum und Tradition. Die Erwachsenen im Pfarrsaal sind genauso begeistert wie die Kinder: „Hier ist es einfach nett, man kommt zusammen, macht etwas gemeinsam, auch wenn

man sich vorher gar nicht kannte!“ Burgi Stemmberger ist für diese seit 2007 bestehende Tradition verantwortlich: „Alles begann damit, dass mich damals eine Mutter fragte, wie man einen Palmbuschen bindet.“ Der Grünschnitt kommt aus Nachbars Garten. Burgi Stemmberger und Dekan Bernhard Kranebitter freuen sich über den Trubel im Pfarrsaal: „Wir als Stadtpfarre wollen Traditionen pflegen. Das bunte Treiben im Pfarrsaal zeigt uns immer wieder, wie gern Menschen etwas lernen und sich über das Selbstgemachte freuen!“ Der sechsjährige Max hat die Einladung dazu aus der Volksschule mitgebracht und seine Eltern überzeugt, dass ein selbstgebundener Buschen einfach schöner als jeder gekaufte ist. Außerdem hat ihn das Angebot, Brezeln in den Buschen zu binden, schon sehr zum Kommen verlockt. Menschen, die der

Pfarre verbunden sind, werken hier neben Familien und Alleinstehenden, die sonst keinen Kontakt zur Pfarre pflegen. „Wir haben keinen Garten, daher sind wir froh, dass wir hier in der Pfarre alles vorfinden, was man zum Binden braucht“, freut sich das ältere Ehepaar, das Jahr für Jahr dabei ist und ebenso regelmäßig zur Segnung der Palmbuschen am Palmsonntag kommt. „Unsere Kinder waren während des Lockdowns schon traurig, dass wir heuer nicht hierherkommen konnten. Umso größer war dann unsere Freude, dass das Team der Pfarre kleine Sträuße mit Segensbändern gebunden und auf den Kirchenbänken zum Abholen aufgelegt hat.“ Burgi Stemmberger freute sich auch, dass die insgesamt 450 Sträuße – „Ja, so viele haben wir gemacht und dabei an die vielen schönen Momente mit den Leuten hier gedacht“ – alle abgeholt worden sind. l CHRISTINA REPOLUST

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Kabarettreife Erlebnisse aus dem Pfarrleben

„Lieber ehrliche Werte statt leerer Worte“ I

ch war viel in der Kirche, hab meine Oma begleitet. Sonntagvormittag 10 Uhr. Pflichttermin. Ich war gut vorbereitet. Meine Mama, als Geschichtslehrerin dem Bauwerk Kirche und der Religion zugetan, lernte mit mir täglich am Weg zur Schule das „Vater unser“. Ich wollte ministrieren. Unser Pfarrer hat das nicht erlaubt. Fand ich ziemlich blöd. Da musste eine Alternative her, meine klassische Landkarriere nahm ihren Lauf. Nebst Ortsmusik war ich nun Teil der Jungschar. Während meine Oma noch immer am Kirchenbankerl saß, durfte ich mit der Musikkapelle „Großer Gott, wir loben dich“ vom Chor flöten oder im Altarraum mit der Jungschar „Ins Wasser fällt ein Stein“ singen. Definitiv ein Aufstieg. Ja, diese Zeit hat meine Jugend geprägt, nicht zum Schlechtesten. Eine der schönsten Wochen war das Jungscharlager in Hirschegg. Lustig, abenteuerlich, schön. Es wurde viel zur Herzensbildung beigetragen. Ich glaube, ich hab ganz viel gelernt, worauf es wirklich ankommt. Anfang der 2000er-Jahre bin ich nach Wien gezogen. Meine Oma war verstorben, da

wurde es still um die Kirche. Ich wurde Taufpatin meiner Nichte, war sehr stolz. Habe es nur zu wenig ernst genommen, mich zu wenig um eine gute Beziehung bemüht und kam als Firmpatin nicht mehr in Frage. Mir wurde wieder bewusst, wie wichtig diese Herzensbildung ist. Jene, die in der Stille entsteht. Wo man einfach nur da ist. Beziehung zu sich selbst erlebt und so erst lernt, gesund in Beziehung zu gehen. Eine meiner liebsten Freundinnen ist Religionslehrerin. Ich liebe ihren Zugang zum Glauben, ihre Herzlichkeit, ihr Wollen und das, was sie zu geben hat. Sie ist mir ein großes Vorbild. Mit ihr hatte ich ein Herzens­ projekt über. Sie war organisatorische, ich künstlerische Leiterin beim Musical „Franziskus“, beauftragt von der Pfarre Lannach, mit über 100 beteiligten Personen. Wieder war da dieses Gemeinschaftsgefühl gepaart mit dem Wissen, dass mein Wirken Sinn macht. Dann hab ich mich mit dem Pfarrer angelegt. Vielleicht als kleine Revanche, weil ich nicht ministrieren durfte. Nein. Sicher nicht. War ja nicht mal der gleiche Pfarrer. Nur bei-

Die Kernölamazonen zählen zu Österreichs bekanntesten Kabarettistinnen. Gudrun NikodemEichenhardt (links) und Caroline Athanasiadis, Siegerin der „Dancing Stars“ im November 2021.

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der Gesinnung war gleich. Ich bat ihn, die Eröffnungsrede kurz zu halten, weil viele Leute warteten. Ich wusste, dass er sich selbst gerne reden hört. 50 Minuten dauerte die „kurze“ Rede. Die Erziehung meiner Mutter, mich Autoritäten zu fügen, hatte für mich nicht mehr im Ansatz irgendeine Bedeutung. Deshalb hab ich dem Pfarrer den Marsch geblasen. Kam bei ihm nicht so gut an. Verständlich. Er hatte wahrscheinlich noch nie mit so einem selbstbewussten Mädel zu tun, das sich von seinem Status nicht beeindrucken ließ und ihn an seinen menschlichen Werten maß. Nach wie vor gehe ich gerne in die ­Messe, vor allem in die Wotrubakirche. Dort feiern und musizieren unterschiedlichste Menschen miteinander. Pfarrer Franz, leider schon verstorben, hat mit seinen leidenschaftlichen Predigten immer mein Herz berührt. Er war einer der Menschen, die für mich Kirche im besten Sinne verstanden und gelebt haben. Ich wünsche mir mehr davon. Eine Kirche, die es schafft, sich ihrer dunklen Seite zu stellen, daran zu wachsen lernt. Eine Kirche, die veraltete Prinzipien über Bord wirft, mit Menschen Orte schafft, die Trost spenden, ein Miteinander praktiziert und ehrliche Werte statt leerer Worte lebt. Eine Kirche, die wegweisend ist, ohne zu urteilen. Einer meiner besten Freunde ist h ­ omosexuell. Er ist mit der Kirche aufgewachsen und immer wieder traurig, dass er oftmals ausgeschlossen wird. Wir reden viel darüber. Weil ein gleich großer Teil in ihm wie in mir die Erinnerung an diese Herzensbildung in sich trägt. Ich wäre für einen Podcast: Die Kirche und ihre Sexualität. Das wäre innovativ, mit Potenzial zu provozieren, aber auch um sich mit überholten Inhalten auszusöhnen. Oder heißt es schon auszutöchtern? Das wird noch dauern. Fangen wir lieber damit an, dass Frauen Pfarrerinnen werden dürfen. Da fällt mir noch eine Anekdote ein. Ende der 90erJahre habe ich selbst eine Beziehung zu einem Mann aus dem Priesterseminar gepflegt. Er ist nicht zur Weihe angetreten. Wir wurden aber nicht gemeinsam alt. Das Leben halt. Mit allem, was dazugehört. Höhen und Tiefen. Wer ist Schuld daran? Niemand. Ich ersetze das Wort Schuld gerne durch das Wort Verantwortung, da schaut die Sache ganz anders aus. Aber das ist eine andere Geschichte. l

FOTOS: JULIA WESELY

Kirche ist oft wie ein ­Kabarett. „Kernölamazone“ Gudrun Nikodem-Eichenhardt lässt ihre Kirchen­ aktivitäten Revue passieren.


Was bedeutet Ihnen eine lebendige Pfarre?

SILVIA SCHNEIDER, Fernsehmoderatorin, Schauspielerin und Modedesignerin

FOTOS: SIMEON BAKER, ORF, FOTO FURGLER, PRIVAT, ZOTTER SCHOKOLADE/LUKAS BECK, INGO PERTRAMER

KATHRIN STAINERHÄMMERLE, Politikund Rechtswissenschaftlerin

JOSEF ZOTTER, Chocolatier, Andersmacher und Bauernhofromantiker

„Für mich ist ein aktives Pfarrleben wichtig, weil die Pfarre soziale Dienste übernimmt, die sonst niemand macht. In der Pfarre entsteht und wirkt ein Ge­ meinschaftsgefühl, das besonders heute dringend gebraucht wird. Ich meine, dass wir liebe Gesten und das Verständnis, das wir einander schenken, im Leben immer wieder zurückbekommen. Besinnen wir uns darum auf das Gute, das wir einander tun können, auch wenn es nicht immer leichtfällt.“

„Demokratie beginnt nicht erst in der Wahlzelle, sondern im täglichen Miteinan­ der. Eine widerstandsfähige Demokratie benötigt ein Bewusstsein für den Wert des Füreinander­Einstehens. Es braucht Re­ spekt vor anderen Meinungen. Gleichzeitig müssen wir uns um gemeinsam getragene Entscheidungen bemühen. Der Umgang mit Differenz muss geübt werden: am Arbeitsplatz, in der Familie, in der Schule und Pfarre. Viele Menschen fühlen sich einsam oder übergangen. Bei der Suche nach Verständnis und Möglichkeiten des Miteinanders sind Pfarrgemeinden wich­ tige Ansprechpartner.“

„Das Gesellschaftsleben hat sich gerade in den letzten Monaten stark verändert. Was früher vielleicht als beengend abgetan wurde, wird jetzt wieder sehnlich herbei­ gewünscht. Wir brauchen Spiritualität, Nähe und Austausch. Einen Ort, wo wir auftanken können, abseits von Beruf und Alltag. Im Pfarrleben finden Menschen Halt, fühlen sich verbunden und begegnen einander wertschätzend. Genau das brau­ chen wir jetzt: einen gemeinsamen Pfad für unsere Gesellschaft – zurück zu einem gemeinsamen WIR, voller Hoffnung und Zuversicht.“

ARMIN ASSINGER, Fernsehmoderator und ehemaliger Skirennläufer

CHRISTA KUMMER, Hydrogeologin, Klimatologin, Theologin, ORF

URSULA STRAUSS, ehemalige Präsidentin der Österreichischen Filmakademie, Botschafterin der UN-Kampagne „Orange the World“

„Als ehemaliger Ministrant und Sohn einer begeisterten Pfarrgemeinderätin bin ich der festen Überzeugung, dass es überaus wichtig ist, auch außerhalb von Kapellen, Kirchen und Domen, vor und nach den Messen oder Andachten das christliche Zusammenleben zu stärken. Dieses Pfarrleben zu hegen und zu pflegen, den christlich­sozialen Geist hochzuhalten, empfinde ich als vor­ rangige Aufgabe der jeweiligen Pfarr­ gemeinderäte.“

„Gemeindeleben ist ein unglaublich wichtiges ,Instrument‘ menschlichen Zu­ sammenhalts – im Sinne einer christlichen Prägung von Nächstenliebe, Hilfe und ge­ genseitiger Wertschätzung. Doch in einer Gemeinschaft darf es auch ,menscheln‘. Wir dürfen mit all unseren Schwächen und Stärken angenommen werden. Su­ chen wir Antworten für ein harmonisches Miteinander und richten den Blick in die Zukunft und Weiterentwicklung! Hier darf auch die Kirche neue Wege gehen, um sich nicht in der Vergangenheit zu verlieren. Gemeinschaft heißt Bewegung, nicht Stillstand.“

„Ich bin zwar nicht im Pfarrleben aktiv, aber wir erkennen gerade in Zeiten wie diesen, in denen sich ein Spalt wie der An­ dreasgraben durch die Gesellschaft zieht und diese zu erodieren droht, wie wichtig Gemeinschaft und respektvoller Diskurs sind. Wir können alle mit offenem Herzen und Liebe in den Augen und Ohren dazu beitragen, Unsicherheit und Angst des Ge­ genübers wahrzunehmen und dadurch zu verkleinern. Wir müssen uns wieder erin­ nern, Menschen zu sein, die alle irgendwie miteinander verbunden sind.“

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Pfarren im digitalen Zeitalter

Jetzt bewegt sich schon der Schaukasten Website, Facebook, Instagram, Livestream, Podcasts. Digitale Kommunikation wird mittlerweile in vielen Pfarren genützt. Die Herausforderung: Alle Kanäle dauerhaft zu betreuen.

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Social-Media-Expertin im Netzwerk. Besser sei, sich auf das zu konzentrieren, was man tatsächlich umsetzen kann. In so mancher Pfarre wurden Facebook & Co. wieder aufgegeben, weil einfach die personellen Ressourcen fehlen, um digitale Tools laufend gut zu bespielen: „Schnell, schnell was reinstellen hat sich wieder aufgehört.“ Inhalte lassen sich auch wechselseitig auf den Kanälen nutzen. Wichtig sei, Zuständigkeiten klar zu definieren. Da sprechen sich kreative Ideen rasch herum, wie diese: Manch Pfarrgemeinderat wirbt derzeit mit seinem WhatsAppStatus für die Wahl. l JOHANNES WOLF

ugespitzt formuliert kann man behaupten: Die Kirche ist bis hin zu den Pfarren im digitalen Zeitalter angekommen. Die letzten zwei Jahre mit ihren coronabedingten Einschränkungen haben einen weiteren „Schub“ zur digitalen Kommunikation auf unterschiedlichsten Kanälen ausgelöst. Die Zeiten, in denen nur Pfarrblatt und Schaukasten an der Kirchenmauer der pfarrlichen Öffentlichkeitsarbeit gedient haben, scheinen vorbei. Eines zeigt sich dabei deutlich: Ohne die Hilfe vieler Pfarrmitglieder lässt sich nicht dauerhaft posten, liken oder streamen.

Angebote sind deutlich gewachsen. „In sehr vielen Pfarren hat man sich damit beschäftigt, nicht alle haben was gemacht“, so Morawetz. Mancherorts haben sich Leute aus mehreren Pfarren zusammengetan, um reihum professionell zu streamen. Großes Thema sei die Herstellung „bewegter Bilder“, sprich Videos fürs Handy. Im Kommen ist die technisch relativ einfache Produktion von Podcasts – Audiobeiträge als neue Art der Verkündigung. Selbst der ehrwürdige Schaukasten wird digital: Manch Pfarre spielt via Bildschirm wechselnde Inhalte ein.

Grundausstattung. „Das alles ist kein Nischenthema mehr“, sagt Medienprofi Peter Morawetz, der im Netzwerk für pfarrliche Öffentlichkeitsarbeit sein Wissen einbringt. Aus den Daten der im Vorjahr erstmals österreichweit durchgeführten PfarrmedienUmfrage – 426 Pfarren haben teilgenommen – lässt sich dies sogar an (statistisch begrenzt hochrechenbaren) Zahlen ablesen. Demnach betreiben etwa 87 Prozent aller Pfarren eine eigene Website – die digitale Grundausstattung, praktisch alle Altersklassen beschaffen sich heute, meist via Handy, zuerst Infos aus dem Netz. Fast jede zweite Pfarre hat einen Auftritt auf einem der Social-Media-Kanäle. Die meisten auf Facebook (29%), YouTube (15%) und Instagram (8%). MessengerDienste wie WhatsApp sind überall im Gebrauch.

Aufwand. „Man muss nicht bei allen Plattformen mitmachen“, meint Julia Rust,

Im Stream. Sonntagsmesse, Andachts­ stunde, Bibelrunde – die Livestreaming-

Bildschirm statt Aushang im Schaukasten. Manche Pfarre hat sogar nur eine große digitale Anzeigetafel im Einsatz.

Infos unter www.pfarrmedien.at

Medieninhaber: Kooperation Kirchenzeitungen – Verein zur Förderung der Kirchenpresse, Bergstraße 12/1, 5020 Salzburg. Herausgeber: Obmann Mag. Heinz Finster, office@kizmedia.at Redaktionelle Gestaltung: Mag. Johannes Wolf, redaktioninpuncto@kizmedia.at. Anzeigenleitung: Mag. Walter Achleitner, 0676/87 76 39 41, walter.achleitner@kizmedia.at. Grafik: CASC, 1160 Wien. Herstellung: Ferdinand Berger & Söhne Ges.m.b.H., 3580 Horn. Die Konferenz der Pfarrgemeinderats-ReferentInnen der Diözesen Österreichs hat zum Erscheinen des Magazins einen Kostenbeitrag geleistet. Alle Rechte, auch die Übernahme von Beiträgen nach § 44 Abs. 1 und 2 Urheberrechtsgesetz, sind vorbehalten. Die Offenlegung gemäß MedienG §25 Abs. 2 ist unter www.meinekirchenzeitung.at/ impressum/inpuncto abrufbar. inpuncto mittendrin erscheint in einer Auflage von 324.500 Exemplaren.

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FOTO: JOHANNES WOLF

IMPRESSUM: inpuncto ist das gemeinsame Magazin von Der SONNTAG. Die Zeitung der Erzdiözese Wien, Stephansplatz 4/VI/DG, 1010 Wien; Kirche bunt. St. Pöltner Kirchenzeitung, Gutenbergstraße 12, 3100 St. Pölten; KirchenZeitung Diözese Linz, Kapuzinerstraße 84, 4020 Linz; martinus. Kirchenzeitung der Diözese Eisenstadt, St. Rochus-Straße 21, 7000 Eisenstadt; RUPERTUSBLATT. Wochenzeitung der Erzdiözese Salzburg, Kapitelplatz 6/3, 5020 Salzburg; Sonntag. Kärntner Kirchenzeitung, Tarviser Straße 30, 9020 Klagenfurt, SONNTAGSBLATT für Steiermark, Bischofplatz 2, 8010 Graz; TIROLER sonntag. Kirchenzeitung der Diözese Innsbruck, Riedgasse 9, 6020 Innsbruck; Vorarlberger KirchenBlatt, Bahnhofstraße 13, 6800 Feldkirch.


Interview mit Bischof Manfred Scheuer

„mittendrin“ im Leben der Pfarre Welche Bedeutung PfarrgemeinderätInnen auch in den neuen Pfarrstrukturen haben, wie vielseitig ihr Engagement ist und warum es wichtig ist, zur Wahl zu gehen, erläutert Bischof Manfred Scheuer im Gespräch. INTERVIEW: BARBARA ECKERSTORFER

„PfarrgemeinderätInnen tragen Verantwortung für die Entwicklung ihrer Pfarrgemeinde“, sagt Bischof Manfred Scheuer.

FOTO: HERMANN WAKOLBINGER

Warum braucht die Katholische Kirche in Oberösterreich engagierte PfarrgemeinderätInnen? Wenn von „der Kirche“ die Rede ist, ist damit häufig die Kirchenleitung gemeint. In Wirklichkeit entsteht Kirche überall dort, wo Menschen die Botschaft Jesu leben und weitertragen: in den Familien, am Arbeitsplatz, in Vereinen, Freizeiteinrichtungen und natürlich in besonderer Weise auch in den Pfarrgemeinden. PfarrgemeinderätInnen tragen Verantwortung für das Leben und die Entwicklung ihrer Pfarrgemeinde, sodass sie als Lebensraum des Evangeliums glaubwürdig ist. Der Pfarrgemeinderat berät und entscheidet, wie die Grundfunktionen von Kirche – Gottesdienst feiern, Glaube erfahrbar machen, Gemeinschaft leben, Not sehen und Menschen helfen – in der Pfarrgemeinde gelebt werden. Die Umsetzung der Pfarrstrukturreform hat bereits begonnen. In 39 neuen Pfarren soll Kirche als pastoraler Raum weit gedacht werden. Wie wichtig bleiben die Pfarr­gemeinden vor Ort? Ziel der neuen Pfarrstruktur ist, auf dem wertvollen Fundament der bisherigen territorialen Struktur das Netzwerk lebendiger Gemeinschaften und pastoraler Orte auszubauen und zu stärken. Diese stehen ja mit

den Menschen, Lebensformen und Strukturen unserer Gesellschaft in Verbindung. Die neue Struktur soll gute Rahmenbedingungen für eine zeitgemäße inhaltliche Ausrichtung schaffen. Die Kirche soll somit weiterhin als offene und positive Kraft in unserer Gesellschaft erfahren werden. Dieses Ziel kann dann gut gelingen, wenn die Kirche auch vor Ort erlebbar ist. Daher bleiben PfarrgemeinderätInnen in den künftigen Pfarrgemeinden von ganz großer Bedeutung. In den einzelnen Gemeinden und Städten unseres Landes werden sie weiterhin die Kirche am Ort prägen und entscheidend gestalten. Was sind aus Ihrer Sicht die Herausforderungen und Chancen für PfarrgemeinderätInnen in der neuen Pfarrstruktur? Die Herausforderung ist aus meiner Sicht ähnlich wie in den bisherigen Strukturen: den Kontakt zu den Gläubigen zu stärken. Die Chance ist wie bisher, etwas bewegen zu können und Veränderungen aktiv zu gestalten. Aus der im Herbst 2021 durchgeführten Online-Befragung von PfarrgemeinderätInnen geht hervor, dass genau das den Engagierten wichtig ist: Richtungsentscheidungen treffen zu können und handlungsfähig zu sein. 90 Prozent haben angegeben, dass es ihnen Freude bereitet, etwas Sinnvolles

für die Gemeinschaft zu tun. Sie übernehmen gern Verantwortung und sorgen für die Beteiligung anderer an der Gestaltung von Kirche am Ort. Als eine besondere Bereicherung sehe ich die Vernetzung der PfarrgemeinderätInnen im pastoralen Raum der neuen Pfarre. Das weitet den Blick, inspiriert für die Aufgaben in der eigenen Pfarrgemeinde und entlastet auch – was es bei uns nicht gibt, wird an einem anderen pastoralen Ort angeboten. Wie lautet Ihr Appell an die WählerInnen? Mit Ihrer Stimme stärken Sie das vielseitige Engagement in Ihrer Pfarre und zeigen Ihre Wertschätzung für dieses Engagement. Durch Ihre Teilnahme an der Pfarrgemeinderatswahl geben Sie der Kirche am Ort ein konkretes Gesicht – in der Gestalt von PfarrgemeinderätInnen, die sich mit ihren Talenten für eine lebendige Pfarrgemeinde engagieren. Diese sind – wie das Wahlmotto schon sagt – „mittendrin“ im Leben ihrer Pfarre und möchten mit ihrem Engagement die Vielfalt pfarrlichen Lebens sicherstellen. Bitte gehen Sie zur Wahl – unterstützen Sie mit Ihrer Teilnahme jene, die sich ehrenamtlich in den Dienst der Pfarrgemeinde stellen! l www.dioezese-linz.at/pgr/wahl2022

mittendrin ‫ ׀‬oberösterreich 15


WEIL WIR HIER KIRCHE GESTALTEN

Bestimme mit und wähle den nächsten Pfarrgemeinderat.

Weitere Informationen unter www.pfarrgemeinderat.at oder auf der Website Ihrer Diözese


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