Nr. 1 I 5. Jänner 2012 I Tel. 0732/76 10-39 44 I www.kirchenzeitung.at Einzelpreis: € 0,95 I 4020 Linz, Kapuzinerstraße 84 I Jg. 67
3 Im Gespräch. Katholische Aktion für Dialog-Konzil. 4 Diözese. Regens Johann Hinter-
maier wurde zum Bischofsvikar für Bildung ernannt. 5 Oberösterreich. Die Stunde der Wintervögel. 8 Thema. Missio für Priester in drei Kontinenten. 15 Reihe. Mitten drin.
Rund 16.000 Buben und Mädchen waren heuer als Sternsinger/innen in Oberösterreich unterwegs.
Sternsinger helfen vor allem auf den Philippinen
HÖRMANDINGER
Nächste Woche: Das KirchenZeitungsmagazin zu den PfarrgemeinderatsWahlen 2012.
Vom Kardinal und Bundespräsidenten bis hin zu den Bewohnern der entlegensten Häuser irgendwo am Land. Sie alle bekommen in diesen Tagen Besuch von den Sternsingern der Dreikönigsaktion. Oberösterreich kann stolz sein auf rund 16.000 Sternsinger/innen, die einen Teil ihrer Ferien zur Verfügung gestellt haben, damit andere Menschen es auf der Welt besser haben. Die zuletzt von einem Tropensturm arg getroffenen Philippinen stehen heuer im Mittelpunkt der Aktion.
2 Meinung KOMMENTAR
5. Jänner 2012
Österreich und sein „Triple A“
Ein „Konklave“ statt Nadelstiche
Angesichts dieser Aussichten wäre ein neuer Stil in der Politik höchst an der Zeit, um zumindest die Hausaufgaben im eigenen Land ordentlich zu erledigen. Die derzeit geübte Praxis der gegenseitigen Nadelstiche stinkt sogar schon der eigenen Klientel. Und die angekündigten Arbeitsgruppen hatten wir schon so oft. Warum nutzt man die Krise nicht, um etwa ein „Konklave“ zu machen – die Regierung, die Landeshauptleute und Fachleute, die in den vergangenen Jahren eine Fülle guter Vorschläge zur Verwaltungsreform und zu mehr Steuergerechtigkeit erarbeitet haben? Und man geht erst auseinander, wenn „weißer Rauch“ aufsteigt, wenn gemeinsame Ergebnisse auf dem Tisch liegen. Die Bevölkerung würde so manche bittere Pille schlucken, wenn sie das Gefühl hat, da wurde ehrlich und hart für das Gemeinwohl gearbeitet. HANS BAUMGARTNER
„Österreich bleibt Triple-A-Musterschüler“, lautete eine Überschrift in einer Zeitung im Jänner 2011. Damals hatten wohl nur wenige eine Ahnung von dem, was es mit dem geheimnisvollen „Triple A“ (dreifach A) auf sich haben könnte. Am Ende des Jahres war man gerade noch einmal davongekommen. Es wäre, so sagt man uns, äußerst wichtig für unser Land und gut für die Wirtschaft. Und eben auf Grund der Stabilität seiner Wirtschaft und wegen der eindrucksvollen Exportleistungen hätte Österreich die Bestnote an Kreditwürdigkeit verdient, sagen die Leute der „Ratingagentur Moody’s“ – auch ein neuer Name am Nachrichtenhimmel. Soll man stolz sein auf diese Bestnote – oder muss man sich nicht eher schämen? Denn ist es wirklich so toll, dass die Wirtschaftsstarken mit weiteren Vorteilen ausgestattet
werden, während den Wirtschaftsschwachen die Bedingungen erschwert werden? Das wäre eine andere Art von „Triple A“: Wenn Staaten belohnt würden, die viel für Entwicklungszusammenarbeit tun, oder wenn es gelingt, das Gefälle zwischen Arm und Reich zu verringern. Länder eben, in denen Werte, die sich nicht mit Geld messen lassen, Achtung genießen – in denen vor allem die Menschlichkeit hoch im Kurs steht.
MATTHÄUS FELLINGER CHEFREDAKTEUR MATTHAEUS.FELLINGER@ @KIRCHENZEITUNG.AT
KOPF DER WOCHE: DI WILFRIED STUMMER
Den Glauben einfach tun Im Jänner wird er 70, aber er will weiter mit jungen Leuten auf Baulager fahren. Vor kurzem erhielt DI Wilfried Stummer den Menschenrechtspreis des Landes Steiermark. HANS BAUMGARTNER
KIZ/STUMMER
Die Prognosen für das neue Jahr sehen nicht besonders rosig aus. Wirtschaftsforscher kündigen einen kräftigen Dämpfer für die Konjunktur an. Die Regierung steht vor der Aufgabe, nicht erst bis 2015 – also nach den nächsten Wahlen – das Budget sanieren zu müssen; schon heuer muss ein Loch von mindestens zwei Milliarden Euro gestopft werden. Und wie es mit der Eurokrise weitergeht, kann niemand sagen, nachdem weitreichende Sparbeschlüsse kaum mehr Spielraum lassen, um die strukturellen Wirtschaftsprobleme mancher Länder und die damit verbundene steigende Jugendarbeitslosigkeit zu bekämpfen. Dazu kommen noch Probleme der Banken mit der Aufstockung des Eigenkapitals und die fehlende Bereitschaft, die schädlichen Auswüchse der internationalen Finanzspeku lationen einzudämmen.
KirchenZeitung Diözese Linz
Nach seinem Architekturstudium hat Wilfried Stummer drei Jahre in London gearbeitet. Neue Kulturen und Menschen kennenzulernen, hat ihn immer gereizt. Deshalb war er neben der Arbeit in seinem Architekturbüro in Graz und seiner Lehrtätigkeit an der HTL Zelt-
„Den Bauorden halte ich für eine gute Sache. Er ist eine tolle Möglichkeit für junge Leute, sich zu engagieren und dabei andere Länder und Menschen kennenzulernen.“ DI WILFRIED STUMMER
weg auch immer wieder als Reiseleiter tätig. Vor fünf Jahren hat er zum ersten Mal eine kleine Schülergruppe der HTL in seinen schon etwas betagten Kleinbus geladen und ist mit ihnen zu einem Baulager nach Lettland aufgebrochen. Sein Büropartner, der seit seiner Jugend mit dem Bauorden verbunden war, hatte ihn auf den „Geschmack“ gebracht. Seither ist Stummer jeden Sommer mit einer Gruppe junger Leute für den Bauorden unterwegs. Seit einigen Jahren organisiert er auch internationale Baulager in Graz, um für die Caritas alte Baracken zu sanieren. Sie dienen Menschen in schwierigen Lebensverhältnissen als Zuhause. Und so „landete“ Stummer auch in den Vorständen des Bauordens Österreich und International. Mit Menschen zu arbeiten hat Wilfried Stummer immer interessiert. Deshalb achtet er auch darauf, dass „wir bei den Baulagern nicht nur eine ordentliche Arbeit machen, sondern auch die Menschen und die Kultur des jeweiligen Landes kennenlernen.“ Den jungen Leuten zu helfen, dass sie lernen, die Augen aufzumachen, etwa für die tiefe soziale Kluft in manchen Ländern des Ostens, ist ihm ein Anliegen. „Und ich hoffe auch, dass sie, ohne dass ich ihnen das aufdränge, etwas davon mitbekommen, dass Glaube etwas mit Tun zu tun hat, mit Nächstenliebe konkret.“
KirchenZeitung Diözese Linz
Im Gespräch 3
5. Jänner 2012
STIMMEN Die Katholische Aktion will das Instrument Kirche neu stimmen. WALDHÄUSL
Katholische Aktion will Diözesankonzil – mit Kirchenvolksbefragung und Katholikentag
„Mit Tastenputzen allein ist es nicht getan“ 50 Jahre nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil sollen die Türen der Kirche in Oberösterreich erneut geöffnet werden. KAPräsident Bert Brandstetter und Generalsekretär Bernhard Rudinger erklären, was sie mit einem „Diözesankonzil“ meinen. MATTHÄUS FELLINGER
„Es hilft nicht, die Tasten zu putzen, wenn das ganze Klavier verstimmt ist“, bringt Bernhard Rudinger auf den Punkt, worum es in der derzeitigen Diskussion um ein mögliches Diözesankonzil geht. Damit das „Instrument Gottes“ – die Kirche – wieder seine ganze Klangfülle entfalten kann, sei es höchst an der Zeit, über die dringenden Kirchenfragen ins Gespräch zu kommen, meint der Generalsekretär der Katholischen Aktion. Stammtischtauglich werden. Sein neuer Chef, der im November gewählte Präsident Bert Brandstetter, erklärt im Gespräch mit der KirchenZeitung, worum es ihm mit seinem Vorschlag eines Diözesankonzils geht: Die Linie der Kirche in Oberösterreich müsse klarer erkennbar werden. Ein möglichst breiter Konsens in der Diözese soll angestrebt werden, und dieser soll dann auch verbindlich gelten. Viele, so der KA-Präsident, wüssten heute nicht, wofür die Kirche steht. „Wir müssen wieder stammtischtauglich werden“, sagt er, „und mit unseren Antworten dort auch verstanden werden.“ Alles, was die Menschen bezüglich Kirche bewegt, soll bei einer Art Diözesankonzil zur Sprache kommen, Fragen der Kirchenlehre ebenso wie etwa, wie man in Pfarren ohne Priester Gottesdienste feiert. „Hier ist in der
Diözese Linz viel geschehen, aber es ist noch nicht genügend bei den Menschen angekommen.“ Für viele sei Kirche zu einer „urlangweiligen“ Angelegenheit geworden. Rudinger spürt im Zusammenhang mit dem bevorstehenden Jubiläum „50 Jahre Zweites Vatikanisches Konzil“ die einmalige Chance, die Fenster der Kirche erneut zu öffnen. „Wann, wenn nicht jetzt“, sagt er, und: „Wir wollen uns nicht zurückziehen in eine kirchliche Kuschelecke, sondern unsere gesellschaftliche Verantwortung wahrnehmen.“ Brandstetter will daher die unter seiner Vorgängerin Margit Hauft begonnenen Gespräche mit allen im Landtag vertretenen Parteien fortsetzen. Kirchenvolks-Befragung. Wie der angestrebte Konzilsprozess aussehen soll, ist offen. Es soll nicht nur eine Sache der Katholischen Aktion sein, sondern aller, denen Kirche ein Anliegen ist. Am Ende könnte ein gemeinsamer Katholikentag stehen, möglicherweise sogar ein Kirchentag zusammen mit den anderen christlichen Kirchen. Durchaus möglich ist, dass der „Konzilsprozess“ mit einer umfassenden Kirchenvolksbefragung verbunden sein wird – die dann aber auch Konsequenzen haben müsste.
Bert Brandstetter mit Vorgängerin Margit Hauft und KA-Sekretär Bernhard Rudinger. K-BÜRO
Dr. Severin Renoldner ist Sozialreferent in der Diözese Linz – und gehört dem Arbeitskreis an, der sich mit den Konsequenzen des Zweiten Vatikanischen Konzils für die Diözese Linz beschäftigt. ARCHIV Trifft sich das Anliegen „Diözesankonzil“ mit den Intentionen des Konzilsjubiläums-Prozesses?
Dr. Severin Renoldner: Bei den Vorbereitungen seit 2010 haben wir diese Idee mehrmals erörtert. Der Gewinn läge darin, alle zu einem Dialog zu bewegen. Es müsste eine ehrliche Absicht da sein, die Kirche im Sinn des Konzils weiterzuentwickeln und sich ohne Furcht und Vorurteile den Fragen der Zeit zu stellen. Wenn dieser Mut nicht da ist, sollte man es bleiben lassen. Das Konzil ist 50 Jahre her. Was gibt es da noch neu zu entdecken?
Die Liebe zur modernen Welt. So groß auch die Probleme sind, die Kirche sollte sich liebevoll mit ihrer Zeit, mit den jetzt lebenden Menschen und ihren Sorgen befassen. Die Kirche sollte „sozialer“ werden, insofern sie die wirtschaftliche Ungerechtigkeit kritisiert, aber auch optimistisch verkündigt: Wir Christen und Christinnen dürfen im Horizont einer gerechteren, vor allem auch auf die ökologischen Lebensbedingungen achtenden Gesellschaft leben – eine solche Welt ist möglich. Der Glaube an den Auferstandenen lädt uns dazu ein.
IHRE MEINUNG Was halten Sie von der Idee eines Diözesankonzils? Schreiben Sie an: KirchenZeitung, Kapuzinerstraße 84, 4020 Linz, E-Mail: leserbriefe@kirchenzeitung.at
4 Oberösterreich AUF EINEN BLICK
5. Jänner 2012
KirchenZeitung Diözese Linz
Schwerpunkt Bildung
Regens Johann Hintermaier wird Bischofsvikar für Bildung Mit Beginn des neuen Jahres hat Diözesanbischof Ludwig Schwarz eine wichtige Personalentscheidung getroffen und Regens Kanonikus Johann Hintermaier zu seinem Stellvertreter für den Bereich Bildung gemacht. JOSEF WALLNER
P. Josef Stelzer, Benediktiner von Kremsmünster, tauft in Bad Hall die kleine Mia. NEUMAR
„Ich habe bei mir selbst gemerkt, wie sehr Bildung den Glauben vertiefen kann. Das möchte ich weitergeben“, sagt Dr. Johann Hintermaier. Die neue Aufgabe übernimmt er
Ende des Weihnachtsfestkreises Am Sonntag, den 8. Jänner 2012 wird in der Liturgie das Fest der „Taufe des Herrn“ gefeiert. Schon die Kirchenväter sahen in diesem Ereignis eine große heilstheologische Bedeutung. Sie liegt in der Offenbarung der Gottessohnschaft Jesu durch „die Stimme vom Himmel“: „Dies ist mein geliebter Sohn, den ich erwählt habe.“ Mit dem Fest der Taufe Jesu schließt der liturgische „Weihnachtsfestkreis“ und es beginnt die allgemeine Kirchenjahrzeit, die nach Sonntagen im Kirchenjahr gezählt wird. n Losenstein. Am 2. Jän-
ner 1982 hat Hermann Ganner (rechts) erstmals eine Sternsingergruppe begleitet. Seither hat er kein Jahr ausgelassen, zum dreißigsten Mal war er heuer mit den Kindern unterwegs: „Darauf freue ich mich jedes Jahr.“
Kanonikus Dr. Johann Hintermaier. FOTOGRAF
Stichwort: Bischofsvikar n Ein Bischofsvikar ist ein Stellvertreter des Bischofs in einem bestimmten Bereich. n In der Diözese Linz gibt es Bischofsvikare für den Bereich Orden (Prälat Josef Ahammer), Caritas (Prälat Maximilian Mittendorfer) und pastorale Aufgaben (Msgr. Willi Vieböck). Der Bereich Bildung war seit dem Tod von Prof. Alfons Riedl (+ 2008) vakant.
zusätzlich zu seinem Amt als Regens. Zu seinem Arbeitsgebiet gehört die Begleitung der Bildungsangebote in der Diözese. Das ist ein weiter Bereich: angefangen von der Katholisch-Theologischen Privatuniversität Linz (KTU), der Privaten Pädagogischen Hochschule der Diözese Linz, dem Bereich Bildung und Kultur des Pastoralamts mit dem Katholischen Bildungswerk bis zu den Bildungshäusern – um nur einige der Institutionen zu nennen. Menschliche und spirituelle Bildung. „Wo ich kann, möchte ich mithelfen, die vielfältigen Bildungsangebote der Diözese Linz – die kirchlichen bis gesellschaftlichen – zu bündeln und zu stärken.“ Hintermaier ist selbst im Bildungsbereich tätig. Im Fach Neues Testament hat er einen Lehrauftrag an der KTU, er hält Kurswochen beim Theologischen Fernkurs, ist beim Propädeutikum (Einführungsjahr für die österreichischen Priesteramtskandidaten) in Horn engagiert und als Referent beim Katholischen Bildungswerk aktiv. „Ich kenne und schätze die verschiedensten Einrichtungen der Diözese“, betont Hintermaier: „Was in der Priesterausbildung wichtig ist, gilt auch im Rahmen der Bildung: dass die menschlichen und spirituellen Bereiche in gleicher Weise angesprochen werden. Das gehört zusammen.“ Gebildeter Glaube. Innerhalb des weiten Feldes der Bildung weist Hintermaier ausdrücklich auf den Glauben hin: „Der gebildete Glaube wird immer wichtiger. Ich möchte beitragen, die Schätze der Kirche zu heben und ansprechend den heutigen Menschen zu vermitteln.“ Aus eigener Erfahrung weiß er, dass die Menschen sehr dankbar sind, wenn man ihnen den Glauben erschließt und so zur Glaubensbildung verhilft.
„Theotag“ für kirchliche Berufe Die Diözese Linz wirbt unter jungen Menschen für kirchliche Berufe. Erstmals wird dazu am 10. Jänner, 9 bis 13 Uhr, an der Theologischen Universität der „Theotag“ durchgeführt. In Vorlesungen und Workshops sollen Schüler/innen der beiden letzten Jahrgänge der allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen einen Einblick ins Theologiestudium, in die Ausbildung zur/zum Religionslehrer/in, darüber hinaus aber auch in die unterschiedlichen beruflichen Möglichkeiten, die auf diesen Ausbildungen beruhen, erhalten. X Info: http://www.theotag-linz.at.
Orientierungshilfe für Jugendliche – beim Theotag am 10. Jänner. WALDHÄUSL
KirchenZeitung Diözese Linz
Oberösterreich 5
5. Jänner 2012
Die Vogelzählung
Das Rotkehlchen gehört zu den häufig zu sehenden Gästen am Futterplatz. H. ZINNECKER/ BIRDLIFE
BirdLife ruft am 6. Jänner 2012 zum dritten Mal zu einer gesamtösterreichischen Vogelzählung auf. Im vorigen Jahr haben sich daran in Österreich mehr als 6000 Vogelfreundinnen und -freunde beteiligt. Sie zählten mehr als 200.000 Vögel. Am häufigsten wurde dabei die Kohlmeise gesehen. Sie ist beinahe in jedem österreichischen Garten vertreten. Auch Haussperling und Feldsperling nahmen fast überall am „Futtertisch“ Platz. Gleichzeitig mit der Zählung in Österreich werden auch in Deutschland die Vögel gezählt. Über die Jahre werden die Zählungen immer aussagestärker: Wer sind die häufigsten Gäste am Futterhaus? Bleibt eine vertraute Vogelart ganz aus ... ?
Wer Amsel von Specht unterscheiden kann, ist eingeladen zur großen Vogelzählung
Die Stunde der Wintervögel Der kleinste Vogel Europas ist das Wintergoldhähnchen. Bis zu neun Zentimeter groß, wiegt es nur fünf bis sieben Gramm und ist immer auf der Suche nach Insekten. ERNST GANSINGER
Ständig Nahrung zu finden, ist für kleine Vögel überlebenswichtig. Je größer der Vogel, desto besser kann er für den Winter Fettreserven aufbauen. Daher ist die Winterfütterung ein vogelfreundliches Tun, an dem sich auch Menschen freuen, weil sie die verschiedensten Vögel gleichsam am Tisch beobachten können. BirdLife lädt die Österreicher/innen und Österreicher ein, am 6. Jänner für eine Stunde zu zählen, wie viele Vögel von welcher Vogelart sie im Garten oder im Park sehen. Daunenkleid und kalte Füße. „Kälte kann auch dem kleinsten Vogel nichts anhaben, solange er genügend Nahrung findet“, sagt Gerald Pfiffinger von BirdLife Österreich. Nahrung und Daunenkleid bringen den Vogel durch den Winter. Die verästelten Daunenfedern sorgen für isolierende Luftpolster am Vogelkörper. So kann der Vogel dauerhaft die notwendige Körpertemperatur von 40 Grad erhalten. Doch seine Füße bleiben auch im Winter kalt, nur wenige Grad über dem Gefrierpunkt. So kann der Schnee nicht unter den Füßen schmelzen, womit das Festfrieren verhindert wird.
Vergraben und verstecken. Zurück zum Goldhähnchen: Es findet kleine Mücken und Spinnen auch im Winter. Diese sind versteckt in Ritzen der Baumrinde. Nimmt das Wintergoldhähnchen aber mehrere Stunden keine Nahrung zu sich, verliert es bis zu zwei Gramm, also fast ein Drittel seines Gesamtgewichts. Meisen verstecken, sobald sie Futter finden, bis zu 100 Körner oder Samen pro Stunde in Rindenspalten. Viele Vögel ernähren sich von Beeren, Samen, Insektenlarven. Eichelhäher vergraben Eicheln im Boden, Kleiber verstecken Samen unter Baumrinden. Vogelzählung. Jede/r kann mitmachen: Am Futterhäuschen oder beim Meisenknödel tummeln sich Meisen, Buchfinken, Kleiber, Amseln, Drosseln, Rotkehlchen, Heckenbraunelen, Spechte ... BirdLife ersucht um Meldungen, wie viele Vögel jeder Art in einer frei gewählten Stunde am 6. Jänner beobachtet wurden. Wer seine Zählung einsendet, nimmt an der Verlosung von Preisen teil. Damit es zu keiner Doppelzählung kommt, notieren Sie nur die jeweils höchste Anzahl der gleichzeitig gesehenen Vogelarten. X Das Ergebnis schicken Sie bis 13. Jänner 2012 an BirdLife, Museumsplatz 1/10/8, 1070 Wien, Fax: 01/523 46 51-50. Info-Telefon: 01/522 22 28. Wichtige heimischen Vogelarten auf: http:// www.stunde-der-wintervoegel.at/index. php?id=steckbriefe
Futtersäule.
BIRDLIFE
Die Vogelfütterung n Der Futterplatz sollte an einer übersichtlichen Stelle sein. Katzen können sich dadurch nicht anschleichen, die Vögel sind ruhiger n Hygiene ist wichtig. Das Futter sollte sauber und trocken sein. Wenn die Vögel im Futter sitzen (klassisches Futterhäuschen), verkoten sie ihr Futter leicht. Futterhäuschen daher öfters reinigen! Besser noch sind Futtersäulen (siehe oben) n Amseln, Drosseln, Rotkehlchen sind Weichfutterfresser (Äpfel, Rosinen, Getreideflocken). Finken sind Körnerfresser, sie mögen auch ölhaltige Sämereien wie Hanf oder Mohn. Meisen lieben Samen, Nüsse, Fett und Haferflocken. Sperlinge bevorzugen Körner, Samen, Getreide.
6 Zu Gast
5. Jänner 2012
KirchenZeitung Diözese Linz
Carlo Neuhuber (rechts; mit Gitarre) und einige Teilnehmer/innen des ökumenischen Fürbittdienstes. KIZ/JW
Der ökumenische „Fürbittdienst“ verbindet Aktion und Gebet
Für das Krems- und Steyrtal beten „Wir organisieren so viel für die Region“, sagt Diakon Carlo Neuhuber: „Aber wer betet eigentlich für die Menschen des Krems- und Steyrtals? – Die „Ökumenische Initiative“ hat einen monatlichen „Fürbittdienst“ geschaffen. JOSEF WALLNER
Sonntag Abend im evangelischen Pfarrhof von Kirchdorf an der Krems: Nach und nach kommen mehr als ein Dutzend Leute und nehmen um einen mit einem siebenarmigen Leuchter geschmückten Tisch Platz. Pfarrer Pater Robert Roidinger vom Stift Schlierbach ist dabei, ebenso der evangelische Pfarrer Heribert Binder als umsichtiger Gastgeber und Manfred Roidinger von der evangelikalen Gemeinde Kremstal. Konfessionell bunt gemischt ist die Runde, die Kirchenzugehörigkeit spielt keine Rolle, stellt Carlo Neuhuber klar: „Wir haben uns gern und sehen es als gemeinsame Aufgabe, für die Menschen und die Aktivitäten, die in der Region laufen, zu beten. Wir verstehen unser Tun als geistlichen Dienst – als Fürbittdienst.“ Jesus wörtlich. Es ist kein zusätzlicher Termin für ohnehin schon engagierte Christen, sondern ein Herzensanliegen: „Bei all unserem Einsatz dürfen wir nicht übersehen, auf
Gott hinzuhören.“ Die Teilnehmer/innen am Fürbittdienst wollen das Jesuswort ernst nehmen: „Ohne mich könnt ihr nichts tun.“ Die Erfahrung bestärkt sie, darauf wirklich zu vertrauen. Das Gebet nicht vergessen. Im Zuge der Landesausstellung 1998 „Land der Hämmer – Heimat Eisenwurzen“ hat sich die „Ökumenische Initiative“ (ÖKI) gegründet, um als Christen miteinander zur Ausstellung beizutragen. Sie wollten ein Buch herausgeben. Der Kostenvoranschlag betrug eine halbe Million Schilling, auf dem Vereinskonto lagen magere 12.000 Schilling. „Wir haben im gemeinsamen Gebet gesagt: Herr, wenn Du willst, hilf uns“, erzählt Neuhuber. Kurze Zeit später borgte eine Frau dem Verein die benötigte Summe. Das Buch „Leben gewinnen“ wurde ein Bestseller und hat tausende Menschen inspiriert und ermutigt. Wenn die ÖKI Projekte wie Begegnungswochen oder Aktionen für eine gerechte Welt angeht, ist das Gebet immer Teil der Zusammenkunft. Manchmal eine Stunde Arbeit, dann eine Stunde Gebet. Seit einigen Jahren wird das Gebet nicht nur mehr mit Arbeitssitzungen verbunden, sondern fix einmal monatlich abgehalten. Dabei werden die Anliegen der Menschen der Region – schlicht und konkret – vor Gott gebracht.
Aus dem Leben. Der Ablauf der Treffen ist einfach. Nach einer kurzen geistlichen Einleitung folgt eine „Lob- und Anbetungszeit“, wobei in Liedern und freiem Gebet jeder laut vor der Gruppe Gott danken und preisen kann. In einem anschließenden Gespräch werden die Gebetsanliegen gesammelt: Da gab es vor Kurzem einen Drogentoten in der Region. Eine Frau hat einem Teilnehmer am Fürbittdienst ihre Trauer über den Tod ihres Mannes anvertraut. Ein Seelsorger spürt bei seinen Besuchen in Spitälern und Altenheimen den Arbeitsdruck, dem das Personal ausgesetzt ist. Wie von selbst fallen die Mitglieder der Gebetsgruppe in die Fürbitten ein und unterstreichen sie durch gemeinsame Rufe wie: „Guter Gott, wir bitten dich!“ Die beiden Glaubenskurse der evangelischen und katholischen Kirche werden ebenfalls ins Gebet genommen. Gebet schafft Neues. Der ehemalige Bürgermeister von Steinbach an der Steyr Karl Sieghartsleitner gehört von Anfang an zur Ökumenischen Initiative. Ihm ist der ökumenische Aspekt des Fürbittdienstes ein besonderes Anliegen. „Wo Schwestern und Brüder aufeinander zugehen, weil man weiß, dass den anderen genauso das Herz brennt, da werden wir dem Evangelium gerecht, da überspringen wir Mauern, da ensteht Neues.“
KirchenZeitung Diözese Linz
Kultur 7
5. Jänner 2012
Ausstellung von Gebetbüchern im Schlossmuseum Linz
„Litaneyen und Gebetter“ Ein Totenschädel, aus dem eine Blume wächst. Ein Engel, der zum schlafenden Elija spricht: Zwei Zeichnungen ergänzen den handgeschriebenen Text eines Gebetbüchleins. Ignaz Adel hieß der Besitzer des Buches, das um die 300 Jahre alt ist und Gebete in vier Sprachen enthält. Es ist mit anderen Erbauungsbüchern aus dem 18. und 19. Jahrhundert bis Mai 2012 in einer kleinen Ausstellung zu sehen. Sie gibt Einblick in Texte „zum geistlichen Aufbutz und zur Zierde der Seelen“ und in liebevoll gestaltete „Und siehe, der Engel des Herrn berührte ihn und sprach: Steh auf und iss. Denn du hast Buchseiten: So wurde eines der Andachtsbil- einen langen Weg zu gehen.“ Der Text aus dem ersten Buch der Könige wurde mit der Hand in der mit Buntpapier beklebt, das immer noch dieses Gebetbuch aus dem 18. Jahrhundert geschrieben. SCHLOSSMUSEUM glänzt. Andere Seiten wurden kunstvoll mit religiösen Holzschnitten ergänzt, darunter aus dem Jahr 1863, herausgegeben für die dem Messer geschnitten. Gebrauchsspudie erschütternden „Martern der Apostel“ Mitglieder des Linzer Dombau-Vereins – die ren wie von Tränen (?) verwischte Schriftund Albrecht Dürers „Heilige Familie mit „wahren Verehrer der unbefleckten Gotteszeichen und Widmungen erzählen die Geden Hasen“. CHRISTINE GRÜLL mutter“. Die Sammlung wird mit kostbaren schichte der einzelnen Exponate. Wie jenes
FÜR SIE GELESEN Der Mönch aus Jerusalem, der Edith Stein retten wollte Alles begann mit einem Zufallsfund von Fotoplatten, die Szenen aus dem Heiligen Land zeigen. Der Finder und Autor Anthony David (Jerusalem) kann P. Benedikt Stolz, einen deutschen Benediktiner, der von 1921 bis zu seinem Tod 1986 in der Dormitio-Abtei (Jerusalem) lebte, als Fotografen ausmachen. David begibt sich auf eine spannende Spurensuche nach der Biografie von P. Benedikt, der im vorliegenden Buch mit seinem Taufnamen Arno bezeichnet wird. Der Autor legt dabei seinen Schwerpunkt auf einen für P. Benedikt lebensentscheidenden Auftrag: Der Mönch soll in den 1930er Jahren erkunden, ob der Kirche im Heiligen Land vom Nationalsozialismus Ge-
fahr drohe. Bei seinen Besuchen in Deutschland kommt P. Benedikt mit Theresa von Konnersreuth in Kontakt, Visionärin und radikale NS-Gegnerin, mit dem von ihr inspirierten Journalisten Fritz Gerlich und mit der Juden-
P. Benedikt (Arno) Stolz.
ARCHIV
christin Sr. Edith Stein. Gerlich wird bereits 1934 im KZ Dachau ermordet und auch die Rettung der Karmelitin Edith Stein schlägt fehl. Von einem eigenen
Mitbruder und Freund P. Benedikts wird das Vorhaben, sie ins sichere Jerusalem zu holen, verraten. Die Machtlosigkeit dem Regime gegenüber und die Anziehungskraft, die es selbst auf Ordensleute ausübt, stürzen P. Benedikt in eine tiefe Krise: Für ihn wird das „Dritte Reich“ zu einem dämonischen Reich, das man nicht mit politisch-militärischen Mitteln, sondern nur mit Exorzismus bekämpfen kann. Bis zu seinem Lebensende wird er sämtliche Vorgänge der Politik und persönliche Widerfahrnisse als Wüten der Dämonen interpretieren. Das Denken P. Benedikts ist nicht einfach nachzuvollziehen, aber es zieht in Bann. Dem Autor ist es gelungen, das Leben eines „seltsamen“ Mannes dem Vergessen zu entreißen. Dass das Buch manchmal ein wenig verworren ist, hat wohl mit der beschriebenen Per-
son zu tun. Doch für die lateinische Kirche im Heiligen Land des 20. Jahrhunderts spielt P. Benedikt keine unbedeutende Rolle: als Fotograf, als Musiker, als Lehrer für arabische Priesterstudenten, als Gesprächspartner jüdischer Gelehrter und als Biograf geistlich herausragender Ordensfrauen. Was der Autor David vielfach nur anreißen konnte, wäre einer systematischen Aufarbeitung wert. J. W. Die Infernos des Dr. Arno Stolz. Verrat – Mord – Liebe, mit zahlreichen Originalfotografien, Anthony David, Ecowin, Salzburg 2011, 413 Seiten, € 22,90.
8 Thema ZUR SACHE
5. Jänner 2012
KirchenZeitung Diözese Linz
6. Jänner: Missio-Sammlung für Priester aus drei Kontinenten
Vergebung setzt frei Noch immer liegt der Genozid des Jahres 1994 wie ein großer schwerer Schatten über einem der aufstrebendsten Länder Afrikas. Inmitten einer verlorenen Generation – geschädigt durch unvorstellbares Leid – wird in Rwanda ein Priester zu einem Leuchtturm der Liebe Gottes: ein strahlendes Beispiel, dem auch andere nachzueifern beginnen.
den Bäume, um mehr von dem Fest zu sehen und die perfekt einstudierte Musik besser zu hören. Die Stimmung an diesem Sommermorgen ist ausgelassen. Die Pfarrgemeinde ist stolz auf den jungen Priester. Man lacht, isst und trinkt gemeinsam und ist dankbar: Emanuel konnte nämlich durch eine MissioPatenschaft aus Österreich studieren. Seine Weihe ist für alle ein großes Fest.
ANDREAS THONHAUSER
Father Ubald ist auf dem aktuellen Plakat zur Sammlung „Für Priester aus drei Kontinenten“ zu sehen. MISSIO
Missio-Sammlung für Priester Am 6. Jänner sammeln die Päpstlichen Missionswerke in allen Pfarrkirchen Österreichs „Für Priester aus drei Kontinenten“ im Sinne des Auftrags der Verkündigung des Reiches Gottes: „Geht hinaus in die ganze Welt und verkündet das Evangelium allen Geschöpfen.“ In Europa kommt im Durchschnitt auf 3525 Einwohner ein Priester, teilte Missio mit. Damit sei die Versorgung mit Priestern in Europa immer noch am höchsten. „Aber gerade dort, wo es viel mehr Priester bräuchte und zahlreiche Berufungen vorhanden sind, fehlt es an Unterstützung für deren Ausbildung“, heißt es weiter. Die Anzahl der Einwohner pro Priester betrage in Ozeanien 7340, in Lateinamerika 8235, in Afrika 27.335 und in Asien gar 50.030. Es fehle in den Ländern des „Südens“ nicht an Berufungen, weiß Leo Maasburg, Nationaldirektor von Missio Austria (Päpstliche Missionswerke). Der Zustrom zu den Priesterseminaren sei groß. Oft müssen aber ernsthafte Bewerber abgewiesen werden, weil es an Geld zur Ausbildung und an Platz für die Unterbringung fehlt. u Onlinespenden: www.missio.at
Herzlich umarmt er ihn. Ein langer gemeinsamer, nicht immer einfacher Weg war diesem Augenblick vorausgegangen. Emanuel drückt Father Ubald noch einmal fest an sich. Seinem großen Vorbild verdankt er viel. Von ihm schöpfte er Inspiration. Durch sein beeindruckendes Beispiel begann Emanuel über seine Berufung nachzudenken. Was Father Ubald alles erleiden hatte müssen! Und doch sind seine Predigten voll von Güte. Zumeist spricht er über Vergebung, Gerechtigkeit und Versöhnung. Emanuel war aber weniger fasziniert von seinen Worten. Es waren Father Ubalds Taten, die den jungen Mann überzeugten. Und heute, an diesem großen Tag, kann er sich endlich bei ihm bedanken: Emanuel möchte ein Priester sein, der Gott und den Menschen aufrichtig dient – wie es ihm Father Ubald in den vergangenen 28 Jahren vorgelebt hatte. In seiner Pfarre Mushaka in Rwanda wuchs Emanuel heran, an diesem Ort entschied er sich, Priester zu werden und hier wird er heute von seinem Bischof geweiht. Auf die Bäume geklettert. Alle sind gekommen: Die Eltern, die Geschwister, der für die Region zuständige Senator, der hiesige Militärchef und tausende Pfarrmitglieder. Die Kinder kletterten bereits auf die umstehen-
Father Ubald steht auf dem Platz nahe dem Kivu-See, wo das Friedenszentrum errichtet werden soll. THONHAUSER
Völkermord. Nicht immer war hier den Menschen zum Feiern zumute. Vor 16 Jahren wurde Rwanda Schauplatz eines brutalen Genozids. Innerhalb von drei Monaten wurde knapp eine Million Menschen abgeschlachtet. Zumeist nur mit Macheten bewaffnet fielen Hutu-Milizen über Mitglieder des Tutsi-Stammes her. Später marschierten Tutsi-Rebellen unter der Führung des jetzigen Präsidenten Paul Kagame von Uganda in Rwanda ein und stoppten das Gemetzel unter den Tutsi. Dennoch kam es zu weiterem Blutvergießen. Diesmal rächten sich die Tutsi an den Hutu. Der Konflikt zwischen den Stämmen reicht weit zurück. Richtig eskaliert ist er allerdings erst aufgrund der Politik der Kolonialmächte Deutschland und Belgien, die Hutu und Tutsi gegeneinander aufbrachten und so ihre Herrschaft absicherten. Wie absurd der Hass tatsächlich ist, offenbart sich, wenn man bedenkt, wie die Stammesunterscheidung zustande kam: Als die belgische Kolonialmacht daranging, die Stammeszugehörigkeit der Menschen in deren Pässe einzutragen, war rasch klar, dass niemand genau wusste, ob er nun Tutsi oder Hutu war. Also mussten äußere Merkmale herhalten. Da Schädelvermessungen und dergleichen schon unter den deutschen Kolonialherren gescheitert waren, konzentrierte man sich auf den Besitz: Wer mehr als zehn bis zwölf Kühe besaß, wurde als Tutsi registriert, die ärmere Bevölkerung zählte man zu den Hutu. Diese künstliche Trennung der Volksgruppen war die Basis für die immer stärker werdende Verachtung, die man sich einander entgegenbrachte. Verfolgt und gepeinigt. „Seit meinem fünften Lebensjahr musste meine Mutter uns Kinder immer wieder im Busch vor aufgebrachten Hutu verstecken. Der Hass war groß“, erzählt Father Ubald heute. Von klein auf musste er Verantwortung übernehmen: Als er sieben Jahre alt war, brachten Tutsi seinen Vater um. Die Mutter hatte ab da vier Kinder alleine zu ernähren. Als Ältester kümmerte er sich ebenfalls um seine Geschwister. Wäh-
KirchenZeitung Diözese Linz
5. Jänner 2012
Thema 9 Father Emanuel (im Bild links von vorne, im rechten Bild von hinten) umarmt bei seiner Priesterweihe sein Vorbild Father Ubald. THONHAUSER (2)
rend dieser Zeit wuchs in ihm der Wunsch, Priester zu werden. Doch der Weg dorthin war ein steiniger. Aufgrund des Rassismus in Rwanda studierte er im benachbarten Burundi. Zu gefährlich schien es seinen Oberen, den jungen Seminaristen in Rwanda bleiben zu lassen. Eine Missio-Patenschaft ermöglichte ihm die theologische Ausbildung. 1984 war es dann endlich so weit: Father Ubald wurde zum Priester geweiht. Die gute Beziehung zu seinen „Paten“ aus einer Grazer Pfarre sollte später zu seiner Rettung beitragen. Albtraum. Als 1994 der Völkermord losbrach, war kein Tutsi mehr sicher. Allein in Father Ubalds damaliger Pfarre am Kivu-See im Südwesten des Landes wurden 40.000 Menschen in einer Nacht ermordet. „Pfarrmitglieder, die mich bis dahin schätzten und respektierten, stellten mir plötzlich nach und wollten mich umbringen. Es war ein Albtraum“, erinnert sich Father Ubald. Auch seine Familie wurde Opfer der Gewalt. Nur er und seine Schwester überlebten. „Sie haben meine Familie nicht nur ermordet. Die Häuser wurden ebenfalls dem Erdboden gleichgemacht. Dann pflanzten sie ein Maisfeld an dem Ort, so, als hätten wir nie existiert.“ Noch immer fällt es Father Ubald schwer, über diese Zeit zu sprechen. Sein Bischof hatte ihn im letzten Augenblick über die Grenze in den Kongo schmuggeln lassen. Wäre das bekannt geworden, hätte man auch den Bischof ermordet.
Innere Heilung. Kollaboration mit Tutsis ders seiner Familie in ihrem Studium. Deren wurde nicht geduldet. Father Ubald Mutter war gestorben, während der Vater seiemigrierte nach Österreich. Dank seiner ne Strafe im Gefängnis absaß: „Ich hatte ihm „Priesterpaten“ in der Grazer Pfarre konnte er öffentlich im Namen Jesu vergeben. Aber das hierbleiben. „Zuerst dachte ich, dass ich nie reicht nicht. Unseren Worten müssen auch wieder zurückgehen könnte. Ich wollte auch Taten folgen.“ Father Ubald ist in Rwanda für kein Priester mehr sein.“ Wie könne er die seine leidenschaftlichen Vorträge und Predigheilige Messe feiern, wenn so viel Wut und ten bekannt. Schmerz in seinem Herzen lagen? Wie hatte Gott das alles zulassen können? Wie hatte es Friedenszentrum. Rwanda ist noch weit in Rwanda so weit kommen können? Dann, davon entfernt, den Genozid aufgearbeieines Tages, war er eingeladen, nach Lourdes tet zu haben. Deshalb möchte der Priester in Frankreich zu fahren: „An diesem Father Ubald predigt nicht nur, er lebt Versöhnung auch vor. wunderbaren Ort schenkte mir Gott innere Heilung. Während einen Schritt weitergehen. Gemeinsam mit des Gebetes vernahm ich Seine Stimme. Sie seinen österreichischen „Paten“ plant er, ein forderte mich auf, mein Kreuz zu akzeptie- Friedenszentrum an den Ufern des Kivu-Sees ren. Und zu vergeben.“ Das war schließlich zu errichten. Hier möchte er Exerzitien der Punkt, an dem sich Father Ubalds Leben und Treffen abhalten, um die Vision einer zum zweiten Mal änderte. „Ich fasste neuen versöhnten und geeinten rwandesischen Lebenswillen, neuen Mut.“ Er kehrte zurück Gesellschaft wachsen zu lassen, ganz getreu und begann Vergebung und Versöhnung zu seinem Lebensmotto aus dem Römerbrief: predigen: „Wir haben nur eine Chance auf „Lass dich nicht überwinden vom Bösen, sonein friedliches Zusammenleben als Tutsi und dern überwinde mit dem Guten das Böse!“ Hutu, wenn wir es schaffen, einander von Der junge Priester Emanuel ist eine Frucht Herzen zu verzeihen. Wenn wir ehrlich zu- dieses Strebens nach dem Guten. Fasziniert geben, was wir einander angetan haben und von der Strahlkraft dieser einfachen Botdann die Schuld dem anderen erlassen.“ schaft möchte nun auch Father Emanuel mitFather Ubald ist eine leuchtende Figur der bauen an einem neuen Rwanda, einem Land, Hoffnung in seinem Land. Er predigt nicht in dem Hutu, Tutsi und auch alle anderen nur, er lebt Versöhnung auch vor. Seit mehre- Menschen friedlich zusammenleben können ren Jahren unterstützt er die Kinder des Mör- und eine gemeinsame Zukunft haben.
10 Panorama STENOGRAMM n Recht zu betteln. Gegen das in mehreren Landeshauptstädten mehr oder weniger strikte Bettelverbot hat sich der Grazer „Armen“-Pfarrer Wolfgang Pucher ausgesprochen. Betteln sei das letzte Recht, das Menschen
Vinzi-Pfarrer Wolfgang Pucher gegen Bettelverbote. KIZ/A.
in Not haben, um irgendwie überleben zu können, betonte Pucher im ORF-Radio. Er wies auch die Behauptung zurück, dass hinter den bettelnden Roma vorwiegend organisierte Kriminalität stecke. Das treffe auf 90 bis 95 Prozent der Bettler nicht zu. Puchers Vinzi-Gemeinschaft unterstützt seit Jahren Roma-Dörfer in der Slowakei, aus denen Bettler nach Graz kamen. n Druck machen. Nach der Festnahme von 42 äthiopischen Christen, die sich in einem Privathaus zum Gebet versammelt hatten, forderte CSI-Österreich die Bundesregierung auf, auf Saudi-Arabien Druck auszuüben, diese umgehend freizulassen. Erst vor kurzem hat Saudi-Arabien mit Unterstützung Österreichs in Wien ein Interreligiöses Dialogzentrum eröffnet. Kritik an der saudischen Politik kommt auch aus Ägypten, wo die radikalislamischen Salafisten mit viel Geld aus Saudi-Arabien beträchtliche Wahlerfolge erzielen können und die Stimmung gegen die Christen im Land anheizen. n Weihnachtsfreude. Mit Unterstützung der „Initiative Christlicher Orient“ aus Linz hat die Caritas Jerusalem in mehreren Kindergärten, Volksschulen sowie Senioren- und Behindertenheimen im Raum Bethlehem Weihnachtsfeiern organisiert. Dabei gab es auch kleine Geschenke – Nützliches und Süßes.
5. Jänner 2012
KirchenZeitung Diözese Linz
Grünes Licht für „Freiwilligengesetz“
Vieles endlich gesichert Am Dienstag vor Weihnachten hat der Ministerrat die Vorlage für das Freiwilligengesetz verabschiedet. Damit geht eine seit langem erhobene Forderung in Erfüllung. „Wir sind erleichtert, dass der Ministerrat knapp vor Ende des europäischen Freiwilligenjahres nun Nägel mit Köpfen gemacht und endlich ein österreichisches Freiwilligengesetz geschaffen hat“, sagt Harald Fartacek. Er ist Geschäftsführer des 1968 von der Katholischen Jugend mitbegründeten Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ). Seither hat man sich ohne klare Rechtsbasis und mit vielen Zwischenlösungen (z. B. Ersatz für Kinderbeihilfe) durchgewurstelt. Mitgespielt hat bisher auch die Ge-
Harald Fartacek: „Das Freiwilligengesetz ist ein wichtiger Durchbruch, wenn auch mit einigen Wermutstropfen.“ FSJ
KA warnt vor Diktat des Kapitals
Dr. Luitgard Derschmidt fordert gerechte Verteilung des Wohlstandes und Rücksichtnahme auf die Schwachen. KIZ/A.
Die Katholische Aktion will im neuen Jahr ihre besondere Aufmerksamkeit auf die gerechte Verteilung des Wohlstandes, auf Bildungsgerechtigkeit und auf den verantwortungsvollen Umgang mit den Ressourcen legen. Dazu sei es auch notwendig, die Werte und die Orientierung anzusprechen, nach der die Politik und die Wirtschaft handeln, betonte KA-Präsidentin Luitgard Derschmidt. Sie warnte vor einem Sparpaket auf dem Rücken der Schwachen und vor dem Diktat des wirtschaftlichen Nützlichkeitsdenkens. Wenn der Kapitalmarkt wichtiger sei als Armut und Arbeitslosigkeit, verliere die Gesellschaft das Gleichgewicht.
bietskrankenkasse. Nun aber hat sie aufgrund des neuen Lohn- und Sozialdumpinggesetzes darauf gedrängt, dass für FSJ-Dienstleistende ein eigener „Sozialtatbestand“ geschaffen wird. „Wäre das durch das neue Gesetz nicht geschehen, hätten wir die Freiwilligen als normale Dienstnehmer/innen – und nicht mit dem bisher günstigen Satz – versichern müssen. Das hätte ab Herbst unsere ganze Arbeit sehr viel schwieriger, wenn nicht unmöglich gemacht“, sagt Fartacek. Schon jetzt seien FSJler/innen, die in Kinder-, Behinderten-, Alten- oder Obdachloseneinrichtungen Dienst tun, für die Einsatzstellen deutlich teurer als Zivildiener. Der Grund dafür liegt darin, dass der Staat für den Zivildienst rund 140 Millionen Euro pro Jahr lockermacht und den Einsatzstellen die tatsächlichen Kosten für die Zivildiener (ca. 850 Euro/Monat/Mann) bei weitem nicht voll verrechnet. „Wenn wir nur einen Teil dieser Unterstützung bekämen, würden mehr junge Leute ein Freiwilliges Jahr machen. Das wäre auch ein Gewinn für die Gesellschaft, weil durch derartige Einsätze die soziale Verantwortung und das Solidaritätsbewusstsein gefördert werden.“ Das Beispiel Vorarlberg, wo Freiwillige Soziale Dienste vom Land gefördert werden, zeige, dass dort deutlich mehr junge Leute dafür gewonnen werden können. Gut, aber. Einen echten Durchbruch sieht Fartacek darin, dass durch das neue Gesetz endlich auch die FSJler/innen, so wie bisher schon die Wehr- und Zivildiener, die Familienbeihilfe erhalten werden. Das wird dadurch möglich, dass Freiwilligendienste als „Ausbildungsverhältnis“ definiert werden. „Das kommt auch jenen Einrichtungen zugute, die bisher schon den Freiwilligen eine ordentliche Einschulung und pädagogische Begleitung angeboten haben“, freut sich der FSJGeschäftsführer. Positiv sieht er auch, dass es im letzten Moment doch noch gelungen ist, freiwillige Auslandsdienste (Gedenkdienst, Volunteers von Jugend Eine Welt etc.) in die Regelung aufzunehmen. „Beide Maßnahmen kommen vor allem jungen Frauen zugute, die keinen Zivilersatzdienst leisten können.“ Noch nicht abschätzbar sei, was die auf Druck der Gewerkschaften ins Gesetz aufgenommene einklagbare „Arbeitsmarktneutralität“ bringt. Damit dürften Freiwillige keine Arbeit tun, die auch normale Dienstnehmer machen könnten. „Das wird schwer abgrenzbar sein, wenn wirklich jemand klagt“, meint Fartacek. Das Rote Kreuz spricht von einem „Schlag ins Gesicht“ – oder sollen Freiwillige nur sinnlose Arbeiten machen? BAUMGARTNER
KirchenZeitung Diözese Linz
Panorama 11
5. Jänner 2012
Rund 30.000 Jugendliche aus aller Welt nahmen zum Jahreswechsel in Berlin am Europäischen Jugendtreffen von Taizé teil. „Wege des Vertrauens“ – so lautete das Motto des diesjährigen Treffens der Taizé-Bruderschaft (im Bild Frère Alois), das in den Berliner Messehallen und Gemeinden stattfand. KNA
Taizé-Jugendtreffen: Appell zum Teilen Zum Abschluss ihres 34. Europäischen Jugendtreffens in Berlin ( 28. 12. 2011 bis 1. 1. 2012) hat die ökumenische Gemeinschaft von Taizé zu weltweiter Solidarität und zum Teilen gemahnt. Der Leiter der Bruderschaft, Frère Alois, kritisierte am vergangenen Samstagabend eine „zunehmende Ungleichheit selbst innerhalb reicher Gesellschaften“. Beim letzten gemeinsamen Abendgebet verurteilte er vor Tausenden
Teilnehmer/innen zudem die „unkontrollierte Ausbeutung der Rohstoffe des Planeten“. Dies sei eine Quelle der Konflikte von morgen. Sie stellten eine schwere Hypothek für die künftigen Generationen dar. „Die Erschütterungen der Weltwirtschaft geben uns zu denken“, sagte Frère Alois. Lösungen dafür seien jedoch nicht nur auf technischem Gebiet erforderlich, sondern auch in der Lebensführung. „Für die Zukunft von uns
Korea: Kirche hofft auf eine „Wende“
Deutschland: Warnung vor Kirchenaustritten
Die katholische Kirche Südkoreas sieht nach dem Tod des nordkoreanischen Staatsoberhaupts Kim Jong-il Chancen für eine Wende hin zu einer Wiedervereinigung des Landes. Er hoffe im Norden auf eine Politik, „in deren Mittelpunkt Dialog, Friede und die Wiedervereinigung stehen“, betonte der Vorsitzende der Südkoreanischen Bischofskonferenz, Peter Kang von Cheju, nach Angaben des vatikanischen Missionspressedienstes „Fides“. Möglicherweise werde aber eine gewisse Zeit nötig sein, bis es wieder Stabilität gibt, da der Sohn und designierte Nachfolger des Diktators, Kim Jong-un, sehr jung und politisch noch unerfahren sei.
Die großen Kirchen in Deutschland stehen nach Ansicht von Experten vor einem weiteren Mitgliederschwund. Rund 2,4 Prozent der Katholiken und Protestanten über 14 Jahren seien entschlossen, aus ihrer Religionsgemeinschaft auszutreten, so der Geschäftsführer des Heidelberger „Sinus Instituts“, Bodo Flaig. Nehme man den Anteil jener Christen hinzu, die über einen solchen Schritt nachdächten, ergebe sich ein „Schwundpotenzial“ von mehr als 5,5 Millionen Menschen, ergänzt Flaig. Dabei beruft er sich auf eine bisher unveröffentlichte repräsentative Studie, die sein Institut im Oktober durchführte.
allen ist ein Teilen der materiellen Güter unumgänglich“, betonte der Prior. In den reichen Gesellschaften erfordere dies auch Verzicht. Sie müssten lernen, sich mit weniger zu begnügen. In Solidarität zu leben, sei zunächst eine innere Einstellung. Insgesamt beteiligten sich an die 30.000 junge Christ/innen aus 70 Ländern an der fünftägigen Begegnung mit Gebeten, Gesang und Diskussionen.
WELTKIRCHE Australien. Die Behörden sollen in Flüchtlingen zunächst einmal Menschen in Not sehen und nicht so sehr ein politisches Problem: Das forderte das Migrantenhilfebüro der Australischen Bischofskonferenz nach einer Bootstragödie mit 200 Toten. Papstreisen. Papst Benedikt kündigt für März 2012 eine Reise nach Kuba und Mexiko an. Ziele der Reise sollen die Marienwallfahrtszentren in Santiago de Cuba und Leon sein, die beide ein Jubiläum feiern. Ein Großereignis der Sakralmusik steht 2012 in der Basilika Mariazell bevor: Die US-amerikanische Sopranistin Jessye Norman präsentiert am 16. Mai unter dem Titel „The World of Sacred Music“ unter anderem Lieder von Bach, Brahms und Mozart. REUTERS
SONNTAG
WORT ZUM SONNTAG
Kraftquelle Kirche und Gesellschaft sind im Umbruch. Wir können nicht einfach so weitermachen wie bisher. Die Bußprediger verkünden es landauf, landab und in allen Medien. Bußpredigten ohne Perspektive verbreiten aber Ratlosigkeit und Panik. Der Bußprediger Johannes hatte eine Perspektive: „Es kommt aber einer, der ist stärker als ich. Er wird euch in heiliger Geistkraft taufen“. Dieser Eine ist gekommen. Das haben wir zu Weihnachten gefeiert. Die Nähe des Festes der Taufe Jesu zum Weihnachtsfest macht Sinn. Wir glauben Christus als den Sohn Gottes, weil er mit Wort und Tat, in Kraft und Weisheit von Gott gekommen ist. Wir glauben Jesus als unseren Bruder, weil er in den Fluten des Unheils und in den Wassern der Angst an unserer Seite ist. Im Wasser der Taufe hat etwas zu Fließen begonnen, ist etwas in Bewegung gekommen, woran wir uns jedes Mal erinnern, wenn wir unsere Finger in Weihwasser tauchen und damit das Kreuzzeichen machen. Bewusst oder unbewusst erneuern wir in diesem Moment unser Taufversprechen, d. h. wir erklären uns bereit zum Widerstand gegen alle destruktiven Kräfte und Einflüsse in der Welt. Wir sagen Ja zum Leben unter einem offenen Himmel.
Taufe des Herrn – Lesejahr B, 8. Jänner 2012
„Kleinkraftwerk“ Gemeinde In einem ehemaligen Turbinenhaus (siehe Bild) wird in der Linzer Pfarre zum Seligen Marcel Callo das Sakrament der Taufe gefeiert. Das Wasser des Mühlbaches fließt durch die Taufkapelle. Früher wurden damit die Maschinen einer Textilfabrik bewegt. An diesem Ort steht die Bedeutung der christlichen Taufe „sinnlich“ vor Augen: sie ist ,die‘ Kraftquelle für ein Leben an der Seite Jesu. Und jede christliche Gemeinde ist eine Art „Kleinkraftwerk“, das die Menschen versorgt, aber auch antreibt, das Kraft für den inneren Motor und für die Tat gibt.
Evangelium Markus 1, 7–11 Er (Johannes der Täufer) verkündete: Nach mir kommt einer, der ist stärker als ich; ich bin es nicht wert, mich zu bücken, um ihm die Schuhe aufzuschnüren. Ich habe euch nur mit Wasser getauft, er aber wird euch mit dem Heiligen Geist taufen. In jenen Tagen kam Jesus aus Nazaret in Galiläa und ließ sich von Johannes im Jordan taufen. Und als er aus dem Wasser stieg, sah er, dass der Himmel sich öffnete und der Geist wie eine Taube auf ihn herabkam. Und eine Stimme aus dem Himmel sprach: Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Gefallen gefunden.
1. Lesung Jesaja 55, 1–11 Auf, ihr Durstigen, kommt alle zum Wasser! Auch wer kein Geld hat, soll kommen. Kauft Getreide und esst, kommt und kauft ohne Geld, kauft Wein und Milch ohne Bezahlung! Warum bezahlt ihr mit Geld, was euch nicht nährt, und mit dem Lohn eurer Mühen, was euch nicht satt macht? Hört auf mich, dann bekommt ihr das Beste
zu essen und könnt euch laben an fetten Speisen. Neigt euer Ohr mir zu und kommt zu mir, hört, dann werdet ihr leben. Ich will einen ewigen Bund mit euch schließen gemäß der beständigen Huld, die ich David erwies. Seht her: Ich habe ihn zum Zeugen für die Völker gemacht, zum Fürsten und Gebieter der Nationen. Völker, die du nicht kennst, wirst du rufen; Völker, die dich nicht kennen, eilen zu dir, um des Herrn, deines Gottes, des Heiligen Israels willen, weil er dich herrlich gemacht hat. Sucht den Herrn, solange er sich finden lässt, ruft ihn an, solange er nahe ist. Der Ruchlose soll seinen Weg verlassen, der Frevler seine Pläne. Er kehre um zum Herrn, damit er Erbarmen hat mit ihm, und zu unserem Gott; denn er ist groß im Verzeihen. Meine Gedanken sind nicht eure Gedanken und eure Wege sind nicht meine Wege – Spruch des Herrn. So hoch der Himmel über der Erde ist, so hoch erhaben sind meine Wege über eure Wege und meine Gedanken über eure Gedanken. Denn wie der Regen und der Schnee vom Himmel fällt und nicht dorthin zurückkehrt, sondern die Erde tränkt und sie zum Keimen und Sprossen bringt, wie er dem Sämann Samen gibt und Brot zum Essen, so ist es auch mit dem Wort, das meinen Mund verlässt: Es kehrt nicht leer zu mir zurück, sondern bewirkt, was ich will, und erreicht all das, wozu ich es ausgesandt habe.
2. Lesung 1 Johannes 5, 1–9 Jeder, der glaubt, dass Jesus der Christus ist, stammt von Gott und jeder, der den Vater liebt, liebt auch den, der von ihm stammt. Wir erkennen, dass wir die Kinder Gottes lieben, wenn wir Gott lieben und seine Gebote erfüllen. Denn die Liebe zu Gott besteht darin, dass wir seine Gebote halten. Seine Gebote sind nicht schwer. Denn alles, was von Gott stammt, besiegt die Welt. Und das ist der Sieg, der die Welt besiegt hat: unser Glaube. Wer sonst besiegt die Welt, außer dem, der glaubt, dass Jesus der Sohn Gottes ist? Dieser ist es, der durch Wasser und Blut gekommen ist: Jesus Christus. Er ist nicht nur im Wasser gekommen, sondern im Wasser und im Blut. Und der Geist ist es, der Zeugnis ablegt; denn der Geist ist die Wahrheit. Drei sind es, die Zeugnis ablegen: der Geist, das Wasser und das Blut; und diese drei sind eins. Wenn wir von Menschen ein Zeugnis annehmen, so ist das Zeugnis Gottes gewichtiger; denn das ist das Zeugnis Gottes: Er hat Zeugnis abgelegt für seinen Sohn.
WALTER RETSCHITZEGGER
In der Linzer Pfarre zum Seligen Marcel Callo wird das Sakrament der Taufe in einem ehemaligen Turbinenhaus gefeiert. Durch die Taufkapelle fließt das Wasser des Mühlbaches. Mit der aus ihm gewonnenen Energie wurden früher die Maschinen einer Textilfabrik bewegt. Im revitalisierten Hauptgebäude trifft sich heute die Pfarrgemeinde zu Gebet und Gottesdienst. An diesem Ort wird uns sinnenfällig die Bedeutung der christlichen Taufe vor Augen gestellt: sie ist ,die‘ Kraftquelle für unser Leben an der Seite Jesu. Und jede christliche Gemeinde ist eine Art Kleinkraftwerk, das die Menschen versorgt, aber auch antreibt, Kraft für den inneren Motor und für die Tat gibt.
Es lehrt mich das rechte Leben
ZUM WEITERDENKEN
„Du stehst schon so lange am Wasser. Was siehst du denn da?“ Der Weise gab seinen Schülern keine Antwort. Er wandte den Blick nicht ab vom unablässig strömendem Wasser. Endlich sprach er: „Das Wasser lehrt uns, wie wir leben sollen. Wohin es fließt, bringt es Leben und teilt sich aus an alle, die seiner bedürfen: es ist gütig und freigiebig. Unebenheiten des Geländes gleicht es aus: es ist gerecht. Ohne Zögern stürzt es sich in die Tiefe: es ist mutig. Seine Oberfläche ist glatt, aber es kann verborgene Tiefen bilden: es ist weise. Felsen umfließt es: es ist verträglich. Aber es ist immer am Werk, das Hindernis zu beseitigen: es ist ausdauernd. Wie viele Windungen es auch braucht, niemals verliert es das Meer aus dem Auge: es ist zielbewusst. Wird es verunreinigt, bemüht es sich unablässig, wieder rein zu werden: es hat die Kraft, sich immer wieder zu erneuern. Das alles ist es, warum ich auf das Wasser schaue. Es lehrt mich das rechte Leben.“
Was bedeutet es, wenn ich mich selber oder Andere mit Weihwasser bezeichne? Wo sind meine Kraftquellen?
CHRISTIAN ÖHLER ist Pfarrer in Bad Ischl – St. Nikolaus und Geistlicher Assistent der Katholischen Aktion OÖ. Den Autor erreichen Sie unter u sonntag@kirchenzeitung.at
14 Bewusst leben IN KÜRZE Winterzeit ist Schimmelzeit Im Winter lagert sich besonders leicht Feuchtigkeit an den Wänden ab, wenn beheizte, warme Raumluft auf kalte Wände trifft. Auf diesen feuchten Oberflächen kann Schimmel entstehen. Schimmel gefährdet die Gesundheit. Mauerschimmel sieht nicht nur hässlich aus, eine erhöhte Sporenkonzentration kann Allergien auslösen oder verstärken. Hat die erhöhte Luftfeuchtigkeit keine baulichen Ursachen, kann und soll man rasch etwas dagegen unternehmen. Richtig lüften. Das bringt kalte, trockene Luft in den Raum. Am besten eignet sich im Winter das „Querlüften“: Fenster und gegenüberliegende Tür oder Fenster für 1 bis 5 Minuten ganz öffnen. Ist das nicht möglich, empfiehlt sich ein „Stoßlüften“. Dabei wird Fenster oder Türe ebenfalls ganz geöffnet, Dauer etwa 5 bis 10 Minuten. Fenster nur kippen bringt im Winter lediglich hohe Energieverluste! Weg mit der Feuchtigkeit. Feuchte Luft aus Küche und Bad sollte nach Möglichkeit direkt ins Freie abgeleitet werden, entweder über Fenster, Ventilatoren oder Dunstabzüge mit Außenanschluß. Nasse Wäsche darf nur in Räumen aufgehängt werden, die man gut lüften kann. Auch Zimmerpflanzen verursachen Feuchtigkeit. Ein großer Philodendron etwa kann bei starkem Gießen bis zu 1,5 Liter Wasserdampf abgeben. Temperaturunterschiede vermeiden. Bei Räumen, die nicht beheizt werden, sollte die Tür geschlossen bleiben. Sonst trifft warme Heizungsluft auf die kalten Wände, Schimmelsporen machen sich breit. X Tipp: Ecken sind bei schimmelgefährdeten Räumen ein besonderes Problem. Sie sollten zur Gänze von Möbeln und Vorhängen frei gehalten werden.
5. Jänner 2012
Aus der Praxis: Frau K., 30 Jahre, kommt in die Beratungsstelle. Sie ist seit acht Jahren verheiratet, hat eine dreijährige Tochter und einen sechsjährigen Sohn, der ihr große Sorgen macht. Frau K. schildert ihren Sohn Sebastian als einen lebendigen Jungen, der zu Wutanfällen neigt.
KirchenZeitung Diözese Linz
Bereits mit zwei Jahren gab es erste Schwierigkeiten, als Sebastian in der Spielgruppe andere Kinder gebissen hat. Der Mann von Frau K. ist Schichtarbeiter und überlässt die Erziehung der gemeinsamen Kinder weitgehend seiner Frau.
Wenn Kinder ihre Grenzen ausloten, sind Eltern stark gefordert
Herausforderung Erziehung Sebastian zeigt auch zu Hause ein aggressives Verhalten. Er wird schnell wütend, wenn etwas nicht nach seinem Willen verläuft, kratzt und schlägt die jüngere Schwester und auch die Mutter. Auf die Frage, welche Konsequenzen Sebastian in einer solchen Situation von der Mutter erlebt, antwortet sie ehrlich – wenn auch beschämt –, dass sie ihn auf das Gesäß schlägt und ihn dann im Zimmer einsperrt, bis er sich beruhigt hat.
Grenzen aufzeigen ist für Eltern von sehr lebhaften Kindern besonders anstrengend. WALDHÄUSL
Anstrengende Machtkämpfe. Immer wieder kommen Eltern in die Beratungsstelle und berichten, dass sie Probleme mit ihren Kindern haben. Sie suchen Hilfe und Anregungen, wie sie besser mit Streit-Situationen umgehen können. Die Kinder versuchen ihre Wünsche mit ihren Mitteln, die je nach Alter des Kindes verschieden sind, durchzusetzen. Die Eltern versuchen Grenzen zu setzen und scheitern dabei oft am Durchsetzungswillen ihrer Sprösslinge. Dadurch kommt es zum Machtkampf, bei dem es nur noch darum geht, wer Sieger bleibt. Gewalt zerstört Vertrauen. Die Erziehung eines Kindes ist eine große, aber sehr lohnende Aufgabe. Jede Art von Gewalt darf dabei keinen Platz haben, da sie immer die Beziehung und das Vertrauen des Kindes zu seinen Eltern zerstört. Geschlagene Kinder lernen, in
schwierigen Situationen ihre eigenen Wünsche durch Gewalt durchzusetzen. Ebenso lernen aber schon kleine Kinder die Wünsche anderer wahrzunehmen, wenn ihnen das Gefühl vermittelt wird, dass auch ihre Wünsche zählen. Konkrete Schritte. Frau K. erwartet sich in ihrer Beratungsstunde eine konkrete Hilfe für den Umgang mit ihrem Sohn Sebastian. Für sie stellt die Erziehung tatsächlich eine tägliche Herausforderung dar. Sebastian scheint ein lebhaftes Kind zu sein, das seine Grenzen ständig auslotet und eigene Wünsche mit allen Mitteln durchsetzen will. Ganz konkret kann es in solchen Situationen für Frau K. eine Hilfe sein, den „Konfliktherd“ für eine gewisse Zeit zu verlassen und selbst in ein anderes Zimmer zu gehen, bis sich die eigene Verärgerung gelegt hat. Der sechsjährige Sebastian erfährt auf diese Weise, dass sich auch die Mutter beruhigen muss, um dann mit ihm gemeinsam eine Lösung finden zu können. Wahrscheinlich wird Frau K. nicht beim ersten Versuch erfolgreich sein. Wenn aber Sebastian spürt, wie wichtig es seiner Mutter ist, auch seine Wünsche zu beachten, können neue Lösungen entstehen. Der Rat des Tausendfüßlers. Es war einmal ein einbeiniger Drache, der sagte zu dem Tausendfüßler: „Wie dirigierst du bloß alle diese Beine? Ich werde gerade so mit einem fertig.“ „Die Wahrheit ist“, antwortete der Tausendfüßler, „ich dirigiere sie überhaupt nicht.“ (Anthony de Mello, Eine Minute Weisheit) Als Eltern sind wir oft nicht ganz sicher, ob wir im Umgang mit unseren Kindern das Richtige tun. Vielleicht hilft uns dann der Rat des Tausendfüßlers und wir verzichten ab und zu aufs „Dirigieren“. MAG. DR. VERONIKA BURTSCHER-KIENE, EHE- UND FAMILIENZENTRUM FELDKIRCH
X Bei Fragen und Problemen wenden Sie sich an: Beziehung Leben, Partner-, Ehe-, Familien- und Lebensberatung, Kapuzinerstraße 84, 4020 Linz, Tel. 0732/77 36 76.
KirchenZeitung Diözese Linz
Glaube 15
5. Jänner 2012
Auch die Asylwerbenden sind ein Geschenk Gottes
Seit 2008 gibt es in Leutasch in Tirol ein Flüchtlingsheim für rund 40 Asylwerber. In der Bevölkerung gab es einigen Widerstand dagegen. Einer, dem die Frauen und Kinder, die dort leben, wichtig sind, ist Pfarrer Josef Schmölzer. Aber er ist nicht mehr allein. DANIELA PIRCHMOSER
„Derzeit betreue ich eine aus dem Iran geflüchtete Familie und bereite sie auch auf die Taufe vor“, erzählt er. Darüber hinaus engagiert er sich für das Flüchtlingsheim als Deutschlehrer: „Weil die Sprache so wichtig ist, um mit Leuten in Kontakt zu kommen, gehe ich einmal pro Woche ins Flüchtlingsheim, um mit den Menschen Konversation zu üben.“ Seine Motivation. „Wir müssen alle zeigen, dass wir als Kirche präsent sind und auf ihrer Seite stehen“, so Pfarrer Schmölzer. Sein Einsatz ist unermüdlich, obwohl er hin und wieder von den Flüchtlingen auch ausgenützt wird. Sagen sie nicht die Wahrheit, ist das für ihn als Betreuer hart. „Als Christ soll man da sein, wenn uns ein Mensch braucht – egal, welche Religion und welche Probleme er hat. Wir müssen jedem zeigen, dass er angenommen ist.“ Das hat er auch zu Weihnachten versucht. „Wir haben Geschenke für die Kinder im Heim verteilt. Einige Engagierte aus der Pfarre helfen schon mit. Da hat sich etwas bewegt.“ Auch der Katholische Familienverband war aktiv und hat einen Erzählabend veranstaltet. Die Frauen aus dem Heim haben dabei für das Essen gesorgt. Ihre Kostproben aus den Heimatländern waren so begehrt, dass die Köchinnen auch für andere Veranstaltungen angefragt wurden. Heute eine andere Sprache. So richtig bewusst geworden ist Pfarrer Schmölzer das Anliegen der Asylwerber/innen in der
Pfarrer Josef Schmölzer mit einem Verzeichnis von Asylwerber/innen im Flüchtlingsheim Leutasch. Als Missonar hat er gelernt, was es heißt, ein „Fremder“ zu sein. PIRCHMOSER
Mission. Als Mitglied des Ordens der St.-JosefsMissionare war er einige Jahre auf den Philippinen und in Malaysia tätig. „In die Mission bin ich als Außenseiter gekommen: Ich musste die Sprache lernen, brauchte Einheimische, die meine Ideen in die Sprache und die Kultur des Landes übersetzten. Auch der Pfarrgemeinderat übersetzt meine Ideen für die Menschen. Die Kirche muss heute eine andere Sprache sprechen“, erklärt Pfarrer Schmölzer und fügt hinzu: „Mein größter Wunsch ist, dass die Menschen sagen: Ich bin Teil der Gemeinschaft und Teil dieser Gottesdienst feiernden Gemeinde.“ Kirche ein Gesicht geben. „Wir alle sind gerufen, unsere Mitverantwortung als getaufte und gefirmte Christen wahrzunehmen, der Kirche vor Ort unser Gesicht zu geben und
Glaube. Mitten drin Serie: Teil 1 von 4
das Miteinander aus dem Glauben zu gestalten, Gewohntes zu überdenken und neuen Ideen Platz zu geben“, betont Pfarrer Josef Schmölzer mit Blick auf die Pfarrgemeinderatswahlen 2012. Für den neuen Pfarrgemeinderat wünscht er sich vor allem eine Gemeinschaft, die sich gegenseitig vertraut. Dass sie bestmöglich die Fähigkeiten aller Mitglieder nützt, ein Bindeglied zwischen Pfarrer und Pfarrgemeinde ist und junge Menschen für die Arbeit im PGR motiviert. Soziale Werte. Er plädiert auch dafür, den Familien wieder mehr Leben einzuhauchen: „Wir müssen Wege suchen, christliche Werte an die Kinder weiterzugeben. Viele Eltern haben nur das eine im Sinn: Dass ihre Kinder immer unter den Besten sind, wie zum Beispiel dass das Kind beim Schifahren den ersten Preis gewinnt. Es stellt sich die Frage, was wirklich wichtig ist. Es geht auch um das soziale Bewusstsein, dass man andere respektiert, egal aus welcher Kultur sie kommen, denn wir alle sind gleichwertig und Geschöpfe Gottes“, erklärt Pfarrer Schmölzer. „Dieses Thema ist ein heißes Eisen. Aber die Asylwerber/innen sind unter uns. Sie sind ein Geschenk Gottes, sodass wir zeigen können, ob wir Christen sind“, gibt Schmölzer zu denken.
DA GEH ICH HIN Sophie, die musikalische Kuh. Die Kuh Sophie ist die geborene Musikerin. Als eines Tages ein großer Musikwettbewerb stattfindet, macht sie sich auf die Suche nach einem Orchester, mit dem sie bei diesem Wettbewerb vorspielen kann.
KK
Reisen voll Abenteuer und Fantasie Die zehnjährige Johanna Holzschwert ist ein fantasievolles und kreatives Mädchen. Sie liebt Geschichtsbücher über das finstere Mittelalter mit seinen Rittern, Königen, Kriegen und Hexen.
Sonntag, 8. Jänner 2012, 11 und 15.30 Uhr, Brucknerhaus, Großer Saal, Einheitspreis: 8,– Euro.
Kinderkimonos. Ferienaktion für Kinder ab fünf Jahren. Samstag, 7. Jänner 2012, 14 bis 16 Uhr, Schlossmuseum Linz, Kosten: 6,– Euro, Information und Anmeldung: Tel. 0732/77 44 19-31 oder m.stauber@landesmuseum.at PETRA MOSER
LACH MIT PIEPMATZ Am Bahnschalter: „Ich hätte gerne eine Fahrkarte nach Neustadt.“ – „Welches Neustadt meinen Sie?“ – „Ist mir egal. Mein Freund holt mich dort ab!“ Die Familie schmiedet Urlaubspläne. Sagt der Sohn: „Ich möchte mal wieder dorthin, wo ich schon lange nicht mehr war!“ Darauf der Vater: „Dann geh am besten gleich morgen zum Frisör!“ „Martin“, fragt der Lehrer, „kannst du mir beweisen, dass die Erde rund ist?“ – „Nein, Herr Lehrer, das habe ich auch nie behauptet!“
Lisa (neun Jahre) aus Linz fragt: „Seit wann gibt es eigentlich den Euro? Und was war davor?“ Am 1. Jänner 2002, also genau vor zehn Jahren, hat Österreich gemeinsam mit elf anderen europäischen Staaten wie etwa Deutschland, Frankreich und Italien eine gemeinsame
DEINE GITTI
BALDUIN BAUM
Hast du Fragen an den Schlaukopf oder Wünsche an KIKI? Suchst du eine Brieffreundin oder einen Brieffreund? Ich freu mich auf deine Post! kiki@kirchenzeitung.at, KIKI, Kapuzinerstraße 84, 4020 Linz.
Von ihren Mitschülerinnen wird Johanna deshalb gehänselt und auch wegen ihres Namens verspottet. Als sie vor lauter Wut eine Fensterscheibe einschmeißt, bekommt sie richtig Probleme. Sie flüchtet in ihrer Not in den Zoo, um dort ihre geliebten Erdmännchen zu besuchen. Damit beginnt
für Johanna eine Fantasiereise: Sie zieht in die Schlacht wie ihre berühmte Namensvetterin Johanna von Orléans. Die Omama im Apfelbaum. Diese Kinderoper wurde nach einem Buch von Mira Lobe geschrieben und komponiert. Weil niemand Zeit hat für Andi, sitzt er oft im Apfelbaum. Und weil er auch keine Oma mehr hat, denkt er sich eine aus, die mit ihm im Baum sitzt. Bis eines Tages eine ältere Frau in die Nachbarschaft zieht. Die grandiosen Abenteuer der tapferen Johanna Holzschwert, u\hof: Theater für junges Publikum, Linz, Landstraße 31. Die Omama im Apfelbaum, Landestheater Linz, Kammerspiele, Promenade 39. Infos für beide Stücke auf www.landestheaterlinz.at, Kartenverkauf: Tel. 0800/218 000.
FRAG DEN SCHLAUKOPF
KIKI-KONTAKT Schick deine lustigsten Witze an: piepmatz@kirchenzeitung.at oder an PIEPMATZ, Kapuzinerstraße 84, 4020 Linz.
Die Kirchenzeitung für Kinder 5. Jänner 2012
Währung eingeführt: den Euro. 17 Länder haben derzeit den Euro als Zahlungsmittel, in den nächsten Jahren sollen noch einige Staaten dazukommen. Zu den Vorteilen einer gemeinsamen Währung zählt vor allem, dass der Handel zwischen den Staaten vereinfacht wird. Außerdem entfällt für die einzelnen Bürger das lästige Geld-
wechseln, wenn man ins Ausland fährt. Vor dem Euro war der Schilling die offizielle Währung Österreichs. Schon in der „Ersten Republik“ zwischen 1925 und 1938, und dann nach dem zweiten Weltkrieg ab 1945 bezahlte man mit dem Schilling. Die „Untereinheit“ war der Groschen (100 Groschen = 1 Schilling).
5. Jänner 2012
Darum, wie und wo Jugendliche ihren Glauben leben, dreht sich der Jahresschwerpunkt der Katholischen Jugend.
RUPPRECHT, KJOÖ
Signalverstärker für Gotteserfahrungen „MEHR als du glaubst“ ist der Jahresschwerpunkt der Katholischen Jugend. Junge Spiritualität soll damit sichtbarer werden. Für das Glaubensleben der Jugendlichen wolle man Signalverstärker sein, sagt Christoph Burgstaller von der Katholischen Jugend OÖ. Christoph Burgstaller ist Leiter der diözesanen Jugendstelle.
PAUL STÜTZ
Im Zuge des Schwerpunktes „MEHR als du glaubst“ will die Katholische Jugend den Formen und Aspekten von Spiritualität Raum geben – obwohl oder gerade weil es zur Privatsache geworden ist. „,MEHR als du glaubst‘ weist darauf hin, dass man Gott nie ganz erfassen kann. Er ist immer noch größer“, sagt Christoph Burgstaller, Leiter der diözesanen Jugendstelle. Mit ihrer Arbeit wolle die Katholische Jugend die Neugierde wecken, die
cd-tipp
Großartigkeit Gottes im Leben zu erfahren und zu erspüren. Natürlich mache es einen Unterschied, ob man sein Leben mit oder ohne Gott lebe. „Gott bringt sich selbst schon ins Spiel bei den Jugendlichen. Wir sind als Katholischen Jugend die Signalverstärker“, sagt Christoph Burgstaller. Konkrete Projekte. Viel Altbewährtes fließt in den Jahres-
aufgeschnappt
schwerpunkt ein. Dazu zählen etwa die Tage der Stille auf der Burg Altpernstein oder Jugendveranstaltungen im Rahmen der Langen Nacht der Kirchen am 1. Juni. Dass im Schwerpunktjahr auch Kritisches Platz hat, zeigte der Jugendsonntag im November: Mittels Postkartenaktion konnten junge Menschen sich mit der Erneuerung der katholischen Kirche auseinandersetzen und Reformwünsche direkt an den Vatikan schreiben. Darüber hinaus können Jugendliche ihrer Spiritualität in österreichweit angebotenen Glaubenskursen nachspüren. Neu ist auch, dass via Internet die Erfahrungsorte des Glaubens weitergegeben werden können. Ein Gewitter am Berg, mein Elternhaus, meine Heimatpfarre. Das haben junge Leute bereits als sol-
szene
20 Jahre „Achtung Baby“ Im November des abgelaufenen Jahres jährte sich die Veröffentlichung von U2s epochalstem Album „Achtung Baby” zum 20. Mal. Die englische Musikzeitschrift „Q Magazine” adelte diesen Meilenstein, indem elf Musikgrößen eingeladen wurden, je einen Song von „Achtung Baby” neu einzuspielen. Bereits Nine Inch Nails düstere Endzeit-Version vom Opener „Zoo Station” macht deutlich, dass sich diese Anschaffung allemal lohnt. Einen völlig neuen und spektakulären Mix von „Even Better Than The Real Thing” liefern U2 höchstselbst ab. Damien Rice zerbricht dann förmlich an „One” – wenn schon ein Cover dieses Songs, dann doch lieber jenes im Gewand von Johnny Cash oder Michael Stipe. „Until The End Of The World” wird dann
durch Patti Smith in eine Pianoballade verwandelt. Die größte Überraschung liefern aber Garbage ab: nicht weil sie eine großartige Version von „Who’s Gonna Ride Your Wild Horses” darbieten, sondern durch die bloße Tatsache, dass es nach langer Zeit wieder ein Lebenszeichen der Band gibt. Zum funkelnden Synthie-Juwel wird „You’re So Cruel” in den Händen von Depeche Mode. Kaum wiederzu-
che Orte angegeben. Geplant ist ab dem Frühjahr zudem ein Spiri Cache. Dabei geht es darum herauszufinden, welche Orte spirituelle Bedeutung für einen haben. Dort werden – wie beim Geocaching „Schatzkisterl“ gefüllt, etwa mit den eigenen Lieblingsgebeten, -liedern und -sprüchen. So können auch andere diese besonderen Plätze kennenlernen.
Gebetssammlung Im Zuge von „MEHR als du glaubst“ sammelt die Katholische Jugend Gebete von Jugendliche. Wer ein persönliches Gebet mitteilen möchte , kann das ab sofort einfach und schnell einsenden. http://ooe.kjweb.at/gebet-einschicken-2/
xxx xx erkennen dann die finstere Version von „The Fly” durch Bono-Busenfreund Gavin Friday. Etwas einfallslos, weil zu nah am Original, geraten die Versionen von „Mysterious Ways” und „Throw Your Arms Around The World” von Snow Patrol und The Fray. Auch wenn The Killers wenig Einfallsreichtum bei „Ultra Violet” beweisen, vermögen sie mit ihrem Bombast zu elektrisieren. Mehr Lärm als Musik ist Glaswegas Version von „Acrobat” und mit „Love Is Blindness” beschließt Jack White das Coveralbum in einem wütenden Kampfgeheul. Leider ist dieses Coveralbum nicht im regulären Handel, sondern nur noch als überteuertes Schnäppchen im Internet erhältlich. KLAUS RAUSCHER u „Ahk-toong Bay-bi Covered“ (beigelegt der Novemberausgabe des „Q Magazin“).
18 Termine NAMENSTAG
Severine Boone lebt mit ihrer Familie in einer kleinen christlichen Gemeinschaft in Poitiers, Frankreich. Sie gehört dem Leitungsteam an. PRIVAT
Severin (8. Jänner) Während Ihre Diözese Linz den hl. Severin von Norikum verehrt, gedenken wir in Frankreich des hl. Severin von Paris. Dieser lebte im 6. Jahrhundert als Einsiedler-Mönch in Paris, von dem Wunsch erfüllt, sein Leben dem Gebet und der Meditation zu widmen. Er hatte zahlreiche Jünger und die Pariser kamen zu ihm, damit er für sie bete. Er wurde am Ort seiner Eremitage begraben, die zur Pariser Pfarre Sankt Severin wurde. Die Kirche dort ist auch heute noch ein Ort der Ruhe im Stadtviertel rund um die Sorbonne, das ansonsten von Leben übergeht. Anders als das Leben meines Namenspatrons geht mein Leben über von Hektik und Lärm. Ich halte im Alltag selten inne. Im letzten Sommer haben wir uns entschlossen, als Familie mit unseren vier Kindern in einem Benediktinerkloster zu leben. Es war eine wertvolle Zeit, die noch heute wie ein Kraftquell in unserem hektischen Leben wirkt. SEVERINE BOONE
5. Jänner 2012
FREITAG, 6. 1. 2012 X Ebensee. Pastoralmesse in F von A. Diabelli, Pfarrkirche, 9.45 Uhr, mit dem Kirchenchor. X Kremsmünster. Missa Sancti Nicolai in G-Dur von J. Haydn, Stiftskirche, 10.15 Uhr. X Linz, Alter Dom. Missa in D von B. Britten, 10.30 Uhr, mit Tanja Höfer, Sonja Trauner, Daniela Höfer. X Linz, Mariendom. Missa Pastoralis von F. X. Brixi, 10 Uhr, mit Chor Chemiepark und Domchor. X Linz, Stadtpfarrkirche Urfahr. Sternsingermesse mit Übersetzung in Gebärde, 10 Uhr. X St. Florian. Pontifikalamt, Messe in B-Dur von F. Schubert, Stiftsbasilika, 10 Uhr, Vesper im gregorianischen Choral, Stiftsbasilika, 18 Uhr. X Schwanenstadt. Sternsingermesse mit Übersetzung in Gebärde, Pfarrkirche, 9.30 Uhr. X Spital a. P. Choralamt mit Gesängen zum Dreikönigsfest, 9.30 Uhr, mit dem Kirchenchor. X Vöcklamarkt. Spatzenmesse von W. A. Mozart, Pfarrkirche, 10 Uhr, mit Solisten, Chor und Orchester der Pfarre. X Wels, Hl. Familie. Sternsingermesse mit Übersetzung in Gebärde, Pfarrkirche, 10 Uhr. X Wilhering. Pontifikalamt, Missa SS. Trinitatis von M. Wiesner, Stiftskirche, 10 Uhr, mit Chor und Instrumentalisten der Stiftskirche. SAMSTAG, 7. 1. 2012 X Kremsmünster. „Römische Beobachtungen“, Vortrag, Treffpunkt Benedikt für junge Erwachsene, Stift, 16.30 Uhr, Ref.: Msgr. Franz Xaver Brandmayr aus Rom. X Pabneukirchen. Neujahrskonzert, Pfarrzentrum, 19.30 Uhr, mit dem Orchester Greinissimo, X-mixOrchester. X Puchheim. Monatswallfahrt der Legion Mariens nach Maria Puchheim, Gestaltung: Oratorium des hl. Philipp Neri, Basilika, 14 Uhr, Autobus von Linz-Herz Jesu, 12.30 Uhr. SONNTAG, 8. 1. 2012 X Alberndorf. Gesungene Sonntagsvesper, Schlosskapelle Riedegg, 17.30 Uhr.
X Kremsmünster. Missa pastoritia von E. Frauenberger, Stiftskirche, 10.15 Uhr. X Linz, Mariendom. Missa o magnum mysterium von T. L. de Victoria, 10 Uhr, mit dem Vokalensemble der Dommusik. X Linz, Stadtpfarrkirche Urfahr. Messe mit Übersetzung in Gebärde, 10 Uhr. X Schlägl. Kleine Pastoralmesse von A. Diabelli, Stiftskirche, 10 Uhr, Weihnachtsoratorium von J. S. Bach, Stiftskirche, Kantaten I–III, 16 Uhr, Kantaten IV–VI, 19.30 Uhr. DIENSTAG, 10. 1. 2012 X Linz. Baupläne der Schöpfung. Hat die Welt einen Architekten?, 14. Severin-Akademie, Kath.-Theol. Privatuniversität, 19 Uhr, mit Michael Oman, Blockflöte, Martina Schobesberger, Cembalo. X Schärding. Irdische Lüste und himmlische Freuden, Pfarrsaal, 19.30 Uhr, Ltg.: KommR Prälat Mag. Martin Felhofer. MITTWOCH, 11. 1. 2012 X Bad Ischl. Positive Lebensbilanz – gestern, heute, morgen, SinnQuell-Gesprächsnachmittag, Pfarrheim, 2. Stock, 15 Uhr, mit Angelika Wiesauer. X Linz. Aufbruch-Messe, Krankenhauskapelle Elisabethinen, Eingang Fadingerstraße, 18.45 Uhr. X Linz, St. Franziskus. Gartenparadiese in England, Pfarrheim, 14 Uhr, mit Karl Ploberger. X Scharnstein. Bibelabend, Pfarrheim, 20 Uhr, Begl.: Franz Kogler. X Timelkam. Hausmittel oder Hausarzt?, Vortrag, Treffpunkt Pfarre, 20 Uhr, Ref.: Dr. Edgar Gubo. DONNERSTAG, 12. 1. 2012 X Kirchdorf a. d. K. Humor ist das Salz des Lebens und wer gut gesalzen ist, bleibt länger frisch, Pfarrheim, 20 Uhr, Ref.: Mag. Max Födinger. X Kirchheim i. I. Unser Leben am Kobernaußerwald, Filmpräsentation, Mitten im Dorf, Dorfstr. 10, 19.30 Uhr. X Nettingsdorf. Leben voll Farbe, Malabend, Treffpunkt mensch & arbeit, 19.30 Uhr, Begl.: Christine Kreindl.
KirchenZeitung Diözese Linz
FREITAG, 13. 1. 2012 X Altenberg b. L. Lourdes, Filmabend, Pfarrheim, 20 Uhr. X Altenhof. „Soon“, Live-Konzert, „assista“ Das Dorf, 19 Uhr, mit Petra Linecker, Martin Gasselsberger. X Nettingsdorf. Mit Leib und Seele singen, Singwerkstatt, Treffpunkt mensch & arbeit, 19 Uhr. X Ottensheim. Europa – hart an der Grenze, Marktgemeindesaal, 19 Uhr, Ref.: Elias Bierdel. X Traunkirchen. Berg Athos – 50 Jahre Pilgern und Wandern, digitale Bildpräsentation, Benefizveranstaltung der Pfarrcaritas, Klostersaal, 19.30 Uhr, Ref.: Dr. Wolfgang Netolitzky. X Wien. Gedenkveranstaltung Mauthausen Komitee Österreich in Erinnerung an Hans Marsalek, Bundeskanzleramt, Ballhausplatz 2, 17 Uhr, unter den Redner/innen: Altbischof Maximilian Aichern. SAMSTAG, 14. 1. 2012 X Braunau. „G‘sunde Watschn“, Kabarett, Kulturhaus Gugg, 20 Uhr, Affront Theater, Fritz Egger. X Kirchdorf a. d. K. Winter – Weihnacht – Wendezeit, Chorkonzert, Stadtpfarrkirche, 20 Uhr, mit dem Forum Vocale und Ensemble Bernstain. X Linz. Frühstück für Frauen, Sadika Internationaler Frauenclub, Verein arcobaleno, Friedhofstraße 6, 10 Uhr, mit Rosemarie Mörth. X Linz. Die Beichte, Drama von Felix Mitterer, Landestheater, Kammerspiele, 19.30 Uhr, mit der Theatergruppe Sierninghofen-Neuzeug. X Perg. Immer dieser Michel, Theater, Pfarrsaal, 14 und 16 Uhr, mit der Kinderbühne Naarn. SONNTAG, 15. 1. 2012 X Steyr, St. Franziskus. Winter – Weihnacht – Wendezeit, Chorkonzert, Pfarrkirche, 18 Uhr, mit dem Forum Vocale und dem Ensemble Bernstain. X Treffling. Jazz Flügel, Songs und Standards, Pfarrkirche, 19 Uhr, mit Su Rehrl, Ingmar und Erland Freudenthaler, Matthias Schinagl. X Wels. Das Regenmädchen, Literaturfrühstück, Bildungshaus Schloss Puchberg, 10 Uhr, mit Gabi Kreslehner.
AUSSTELLUNGEN – FESTIVAL – THEATER X Kremsmünster. Der böse Geist Lumpazivagabundus, Do., 5. 1., Fr., 6. 1., 20 Uhr, Sa., 7. 1., 18 Uhr, Fr., 13. 1., 20 Uhr, So., 15. 1., 18 Uhr, Theater am Tötenhengst, mit dem DilettantenTheaterverein 1812. X Linz. „geworden“ – Hinterglasmalerei, Textilate, Objekte von Hermi Ganser, „Mensch und Landschaft“ – Malerei, Grafik von Johanna Staudinger, Ursulinenhof, Eröffnung, Mo., 9. 1., 19 Uhr, Ausstellung bis 1. 2., an den Samstagen sind die Künstlerinnen jeweils von 10 bis 17 Uhr anwesend.
X Linz. Herbert Schager, Neue Arbeiten, Hofkabinett, Hofgasse 12, Eröffnung, Do., 12. 1., 19 Uhr, Ausstellung bis Fr., 10. 2., Di. bis Fr., 16 bis 18 Uhr. X Linz. Beten mit Wort und Bild, Gebetbücher und religiöse Darstellungen, Schlossmuseum, Raum Bibliothek/Graphische Sammlung, Ausstellung bis Mai 2012, jeweils Di., Mi., Fr., 9 bis 18 Uhr, Do., 9 bis 21 Uhr, Sa., So., Feiertag, 10 bis 17 Uhr. X Linz. NI HAO LINZ, 300 Jahre Austausch zwischen Oberösterreich und China, Nordico, Aus-
stellung bis So., 4. 3., Di. bis So., 10 bis 18 Uhr, Do., 10 bis 21 Uhr. X Linz. Das Sonnentor – Bolivien und seine Schätze, Ausstellung bis So., 18. 3. 2012, Schlossmuseum, jeweils Di., Mi., Fr., 9 bis 18 Uhr, Do., 9 bis 21 Uhr, Sa., So., Feiertag, 10 bis 17 Uhr. X Vorchdorf. Kindermusikfestival mit Mai Cocopelli, Kitzmantelfabrik, Familienkonzerte, Fr., 13. 1., 15 Uhr, Sa., 14. 1., 14 Uhr, Abschlussgala, Sa., 14. 1., 16.30 Uhr, Kabarett für Erwachsene, Fr., 13. 1., 20 Uhr, Dancingnight, Sa., 14. 1., Abend.
KirchenZeitung Diözese Linz
Termine 19
5. Jänner 2012
BILDUNG – SPIRITUALITÄT – KURS
LITURGIE
Attnang, Maximilianhaus 07674/665 50 X Die fünf Säulen der Identität, Workshop, Sa., 21. 1., 9 bis 17 Uhr, Ref.: Christian Aichmayr.
Lesejahr B Lesereihe II
Grünau, Marienheim 07616/82 58 X „Ich bin getauft“, Tage für Senioren, Mi., 18. 1., 18 Uhr bis Sa., 21. 1., ca. 13 Uhr, Begl.: P. Eugen Krismer. Kremsmünster, Subiaco 07583/52 88 X „An den Früchten werdet ihr sie erkennen“, Exerzitien, Do., 19. 1., 18 Uhr bis So., 22. 1, 13 Uhr, Ltg.: P. Antonio Sagardoy. Linz, Haus der Frau 0732/66 70 26 X Tai-Chi und Entspannung, Kurs, 12-mal, jeden Do., 10 bis 11.30 Uhr, ab 19. 1., Ltg.: Su Mei-Fen. Ried, Treffpunkt der Frau 07752/802 92 X Ökumenische Bibelgespräche, Mo., 9. 1., 19 Uhr, Ltg.: H. Schiller, M. Czerny. Ried, St. Franziskus 07752/827 42 X Lehrgang Trauerbegleitung für Ehrenamtliche, sechs Samstage bis Mai, Modul 1, Sa., 21. 1., 9 bis 16 Uhr, Ref.: Sr. Annemarie Gamsjäger. Seitenstetten, St. Benedikt 07477/428 85 X Humor geht ins Ohr, besser reden, mehr bewirken, Sa., 21. 1., 16 Uhr bis So., 22. 1., 16 Uhr, Ref.: Reingard Geschaider.
Steyr, Dominikanerhaus 07477/428 85 X Stressbewältigung durch Achtsamkeit, acht Abende, jeweils 18.30 bis 21 Uhr, ab Mi., 25. 1. und Sa., 3. 3., 9.30 bis 15.30 Uhr, Ltg.: Klaus Hochreiter. Tragwein, Greisinghof 07263/860 11 X Lumen Christi – Christus, unser Licht, Seniorenwoche 1, So., 15. 1., 17 Uhr bis Fr., 20. 1., 12 Uhr, Ltg. Siegfried Klein SM. Vöcklabruck, Geistl. Zentrum 07672/726 67 X Systemische Aufstellung und meditative Tänze, Fr., 20. 1., 16 Uhr bis Sa., 21. 1., 17 Uhr, Begl.: Ingeborg Meinecke, Sr. Klara Diermaier.
DONNERSTAG, 12. JÄNNER 2012 L: Ev:
SONNTAG, 8. JÄNNER 2012 Taufe des Herrn. L1: Jes 42,5a.1–4.6–7 oder L1: Jes 55,1–11 L2: Apg 10,34–38 oder 1 Joh 5,1–9 Ev: Mk 1,7–11 MONTAG, 9. JÄNNER 2012 L: 1 Sam 1,1–8 Ev: Mk 1,14–20 DIENSTAG, 10. JÄNNER 2012 L: 1 Sam 1,9–20 Ev: Mk 1,21–28 MITTWOCH, 11. JÄNNER 2012 L: 1 Sam 3,1–10.19–20 Ev: Mk 1,29–39
1 Sam 4,1b–11 Mk 1,40–45
FREITAG, 13. JÄNNER 2012 Hl. Hilarius, Bischof von Poitiers, Kirchenlehrer. L: 1 Joh 2,18–25 Ev: Mt 5,13–19 L: 1 Sam 8,4–7.10–22a Ev: Mk 2,1–12 SAMSTAG, 14. JÄNNER 2012 Marien-Samstag. L: 1 Sam 9,1–4.17–19; 10,1 Ev: Mk 2,13–17 SONNTAG, 15. JÄNNER 2012 2. Sonntag im Jahreskreis. L1: 1 Sam 3,3b–10.19 L2: 1 Kor 6,13c–15a.17–20 Ev: Joh 1,35–42
Wels, Bildungshaus Puchberg 07242/475 35 X Tanze, Adam, tanze, Eva!, Seminar für leicht Fortgeschrittene, Fr., 20. 1., 19.30 Uhr bis So., 22. 1., 12 Uhr, Ltg.: Dr. Anna Gruber.
AUSSAATTAGE 9. 1.: 10. 1.: 11. 1.: 12. 1.: 13. 1.: 14. 1.: 15. 1.:
Blüte bis 24 Blatt ab 1 Blatt bis 13, ab 14 Frucht Frucht Frucht besonders günstig Frucht bis 2, ab 3 Wurzel Wurzel
Aus: Aussaattage 2012, M. Thun.
EINFÜHRUNGSABENDE TISCHELTERN Für Tischeltern werden Einführungsabende angeboten. Themen: Eucharistieverständnis, Lebenswelt der Kinder, Rolle der Tischeltern, Themen aus dem neuen diözesanen Behelf: „Gott, du bist da“. Altenfelden, Mi., 1. 2., Pfarrheim, mit Elisabeth Wagner, RL. Altmünster, Di., 14. 2., Pfarrheim, mit Mag. Michaela Luger. Attnang-Puchheim, Mo., 6. 2., Maximilianhaus, mit Susanne Zehetner, RL.
Freistadt, Mi., 8. 2., Pfarrheim, mit Elisabeth Wagner, RL. Großraming, Di., 7. 2., Pfarrheim, mit Cäcilia Aigner, ROL. Ried i. I., Do., 9. 2., St. Franziskus, mit Susanne Zehetner, RL. Wels, St. Josef, Mi., 8. 2., Pfarrheim, mit Susanne Zehetner, RL. X Beginn jeweils 19.30 Uhr. Anmeldung nicht erforderlich, freiwilliger Kostenbeitrag von 2 Euro. Auskunft: Kath. Jungschar/Kinderpastoral, Tel. 0732/76 10-33 42.
UNSER ANGEBOT
Ziemlich beste Freunde Der Film „Ziemlich beste Freunde“ von Olivier Nakache und Eric Toledano erzählt die Geschichte einer Freundschaft, wie sie unwahrscheinlicher nicht sein könnte: Philippe (François Cluzet) führt das perfekte Leben – reich, adlig, gebildet –, aber ohne Hilfe geht nichts! Er ist vom Hals an abwärts gelähmt. Eines Tages taucht Driss (Omar Sy), ein junger
Mann, der gerade aus dem Gefängnis entlassen wurde, in Philippes geordnetem Leben auf. Spontan engagiert er den dreisten Sozialhilfeempfänger, der eigentlich gar nicht für den Job als Pfleger geeignet ist, und gibt ihm zwei Wochen Zeit, sich zu bewähren. Wie sich die beiden auf Augenhöhe begegnen und der nüchternen Realität Hoffnung und Lebensfreude abtrotzen, macht ihre Beziehung zu etwas ganz Besonderem.
CLUB
Die KirchenZeitung verlost dreimal zwei Karten für den Film „Ziemlich beste Freunde“ in einem Kino Ihrer Wahl.
X Schreiben Sie bis Fr., 13. 1. (KW: „Kinofilm“): KirchenZeitung, Kapuzinerstraße 84, 4020 Linz, E-Mail: office@kirchenzeitung.at
teletipps SONNTAG, 8. JÄNNER
20.15 Uhr: Universum – Unbekanntes China: Das Herz des Drachen (1/6) Die Serie zeigt den immensen Naturreichtum des Landes. ORF 2
12.35 Uhr: Orientierung (Religion) Geplant: Israel: Was wollen ultraorthodoxe Juden?; Österreich: Wer pflegt jüdische Friedhöfe?; Wien: Orthodoxe Christen feiern Wasserweihe (Wh So 18.05 Uhr, ORF III/Do 12.25 Uhr, ORF 2). ORF 2
20.15 Uhr: Gas Monopoly (Themenabend) Martin Leidenfrost hat die neuralgischen Punkte des internationalen Gasgeschäfts genauer untersucht. arte
20.15 Uhr: ORFeins 2012 (Spielfilm) ORF 2/ARD Tatort ZDF Inga Lindström: Sommer der Erinnerung (Reihe) MONTAG, 9. JÄNNER 20.15 Uhr: Chinatown (Spielfilm, USA 1974) Mit Jack Nicholson, Faye Dunaway u.a. – Regie: Roman Polanski – An Raymond Chandlers Roman orientierter spannungsreicher Film. arte 20.15 Uhr: ORF 2 Die Millionenshow ARD Der Lidl-Check (Doku) ZDF Das Kindermädchen (Spielfilm) 22.20 Uhr: Being John Malkovich (Spielfilm, USA 1999) Mit John Cusack, Cameron Diaz, John Malkovich u.a. – Regie: Spike Jonze – Eine vor Fantasie überbordende Komödie, die durch geschliffene Dialoge überzeugt. arte
des Medienreferats der Österreichischen Bischofskonferenz
DIENSTAG, 10. JÄNNER
9.30 Uhr: Katholischer Gottesdienst (Religion) Aus Oberottmarshausen bei Augsburg, mit Pfarrer Klaus Arntz. ZDF
20.15 Uhr: Der Pate (Spiefilm, USA 1972) Mit Marlon Brando, Al Pacino u.a. – Regie: Francis Ford Coppola – Oscarprämierter, künstlerisch brillanter, mitunter grausamer Film. arte
8. 1. bis 14. 1. 2012
20.15 Uhr: ORFeins Schnell ermittelt ZDF Spuren des Bösen (Spielfilm) 22.30 Uhr: kreuz & quer (Religion) „Kurzer Prozess: Indische Frauen kämpfen um ihr Recht / (23.05 Uhr) „Badal: Hochzeit mit Geschwistertausch“ (Wh Mi ab 20.15 Uhr/Do ab 12.15, ORF III). ORF 2 MITTWOCH, 11. JÄNNER 19.00 Uhr: Stationen.Dokumentation – Die Freunde von Sant‘ Egidio (Religion). BR 20.15 Uhr: Ein schlichtes Herz (Spielfilm, F 2008) Mit Sandrine Bonnaire, Marina Foïs u.a. – Nach Gustav Flaubert erzählt Marion Laine in ihrem ersten Film recht einfühlsam die Geschichte einer zartfühlenden jungen Frau. arte 20.15 Uhr: The Sixth Sense (Spielfilm, USA 1999) Mit Bruce Willis, Haley Joel Osment u.a. – Regie: M. Night Shyamalan – In ruhigem Erzählrhythmus und unaufdringlicher Bildsprache setzt sich der sorgfältig inszenierte Film mit dem Thema der menschlichen Sterblichkeit auseinander. Kabel 1
FREITAG, 13. JÄNNER 12.00 Uhr: Hildegard Burjan – Ein Leben für die Menschlichkeit (Religion) Porträt der österreichischen Politikerin, die am 29. Jänner selig gesprochen wird. 3sat [M] ORF/HANS LEITNER
Do., 12.1., 20.15 Uhr: Inside Brüssel (Gespräch) Raimund Löw diskutiert mit einer Runde von hochkarätigen EU-Korrespondenten. Die Diskussion liefert Einblicke in die spannendsten, aktuellen Themen der Woche aus europäischer Sicht und gibt Antworten, die zum Verständnis europäischer Themen aus österreichischer Sicht beitragen. ORF III
20.15 Uhr: ORF 2/ARD Die Verführerin – Adele Spitzeder (TV-Film) DONNERSTAG, 12. JÄNNER 20.15 Uhr: Die Liebenden von Pont-Neuf (Spielfilm, F 1991) Mit Juliette Binoche, Denis Lavant u.a. – Regie: Leos Carax – Sequenzweise atemberaubend eindrucksvoller Film über zwei junge Obdachlose, die trotz aller Unterschiede ein Liebespaar werden. Kinowelt 20.15 Uhr: ORFeins The Mentalist (Krimireihe) ORF 2 Der Bergdoktor (Serie) ARD Kennen Sie Ihren Liebhaber? (Spielfilm) 21.30 Uhr: scobel – Wie aus dem Albtraum Stärke wird (Gespräch) Gert Scoble spricht mit einigen Überlebenden des Holocausts. 3sat
20.15 Uhr: Unbekannter Anrufer (Fernsehfilm, F 2011) Mit Julie Ferrier, Mélanie Bernier, Arié Elmaleh, Anne Benoît u.a. – Regie: Marion Laine – Amüsant-skurrile, von einer überzeugenden Darstellerin getragene Komödie. arte 20.15 Uhr: ORFeins Im 7. Himmel – Nachricht von Tom (Spielfilm) ORF 2/ ARD Das Traumhotel (Spielfilmreihe) ZDF Der Staatsanwalt (Krimireihe) SAMSTAG, 14. JÄNNER 20.15 Uhr: Der Teufel trägt Prada (Spielfilm, USA 2006) Mit Meryl Streep, Anne Hathaway u.a. – Regie: David Frankel – Flott gestaltete, in der Hauptrolle faszinierend gespielte Filmkomödie, die sich über die Modewelt und ihre Eitelkeiten lustig macht. ORFeins 20.15 Uhr: Universum der Ozeane (Dokumentationsreihe) Die Reihe lässt die großen Schlüsselereignisse im Werden der Welt ebenso lebendig werden, wie die Sternstunden aus Forschung und Entdeckung. arte 20.15 Uhr: ORF 2 Die FaschingsMillionenshow ARD James Bond 007 – Die Welt ist nicht genug (Spielfilm) ZDF Stubbe – Von Fall zu Fall (Krimireihe) BR Der kalte Himmel (Spielfilm)
radiophon Zwischenruf ... Mag. Gisela Ebmer (Wien). So 6.55, Ö1
PRIVAT
P. Dr. Bernhard A. Eckerstorfer OSB Novizenmeister im Stift Kremsmünster
So 6.05 Uhr, Mo–Sa 5.40 Uhr: Morgengedanken. Antonius der Einsiedler – Weisheit des Anfangs. Der Ursprung des Mönchtums – für heute gedeutet. Die Morgengedanken auf den Spuren des „Vaters des Mönchtums“. ÖR
Erfüllte Zeit. „Johannes der Täufer/ Die Taufe Jesu“ (Mk 1,7-11). Kommentar: Bernadette Spitzer. So 7.05, Ö1 Motive – Glauben und Zweifeln. „Auf der Suche nach der Quelle des Lebens“ – Anselm Grün und Klara Butting im Gespräch. So 19.04, Ö1 Einfach zum Nachdenken. So–Fr 21.57, Ö3 Gedanken für den Tag. „Eine Auseinandersetzung mit Gott und der Welt“. Von Gertraude Portisch. Mo– Sa 6.56, Ö1 Religion aktuell. Mo–Fr 18.55, Ö1 Praxis – Religion und Gesellschaft. „Weg des Lebens oder Weg der Ge-
walt“ – Schreckgespenst Scharia (Achtung neuer Sendeplatz). Mi 16.00, Ö1 Radio Vatikan Achtung: Radio Vatikan sendet nicht mehr auf Mittelwelle. Täglich: 7.30 Lateinische Messe (KW: 5885, 7250, 9645 kHz, UKW: 93,3 MHz) 16.00 Treffpunkt Weltkirche (KW: 5885, 7250, 7320/DRM, 9645 kHz) 20.20 Abendmagazin (Wh. f. Tag 6.20/KW 4005, 5885, 7250, 9645 kHz): (So) Aktenzeichen; (Mo) Weltkirchen-Magazin; (Di) Die Radioakademie (2); (Mi) Die Woche in Rom; (Do) Kreuz des Südens; (Fr) PrismaMagazin; (Sa) Unsere Woche, mit der Betrachtung zum Sonntag 20.40 Lateinischer Rosenkranz (KW: Siehe Lateinische Messe)
So 10.00 Uhr: Katholischer Gottesdienst. Aus Passail/ Steiermark. – Die Taufe Jesu QUELLE: DIÖZESANARCHIV setzt auch uns in den Auftrag, aus der Taufe zu leben. Die PGR-Wahl will eine Einladung sein, unser Getauftsein durch Annahme und Übernahme von Verantwortung zum Ausdruck zu bringen. (Predigt)Gedanken von Pfarrer Karl Rechberger, der mit seiner Gemeinde feiert. ÖR
KirchenZeitung Diözese Linz
Personen & Dank 21
5. Jänner 2012
IM GEDENKEN n GR P. Alfred Pucher, der frühere Provinzial der öster-
reichischen Kamillianerprovinz, ist am 22. Dezember 2011 im 70. Lebensjahr verstorben. P. Alfred Pucher wurde am 12. März 1942 in Pitzenberg, Bezirk Vöcklabruck, geboren und trat im Jahr 1955 dem Kamillianerorden bei. Am 15. September 1964 legte er die feierlichen Gelübde ab. Nach Absolvierung der theologischen Studien in Rom empfing er am 20. Juli 1967 die Priesterweihe in Vöcklamarkt, Oberösterreich. Nach der Priesterweihe wurde P. Pucher KrankenhausP. Alfred Pucher. seelsorger im Krankenhaus der Kreuzschwestern in Wels KAMILLIANER und 1969 im Allgemeinen Krankenhaus und im Landeskinderkrankenhaus in Linz. Er war Superior in Linz, Provinzial der österreichischen Kamillianer-Provinz, 2001 Superior in Salzburg, Referent für die Krankenpastoral der Erzdiözese Salzburg und dort auch Mitglied des Priesterrates. Er war geistlicher Begleiter der Gemeinschaft der Kamillianischen Schwestern.1986 kam er als Kaplan in die Pfarre St. Johannes am Landeskrankenhaus Salzburg und war dort von 2002 bis 2011 Pfarrer. Er hat unzählige kranke und behinderte Menschen priesterlich-seelsorglich betreut, getreu dem Auftrag seines Ordens, „Diener der Kranken“ zu sein. DSA Mag. Karl F. In diesem schwierigen Arbeitsfeld fand er hohe Anerken- Hofinger, MAS. nung bei Patienten, Ärzten und Mitarbeitern. P. Alfred Pucher wurde am 30. Dezember 2011 im Familiengrab auf dem Friedhof in Schwanenstadt beigesetzt.
n DSA Mag. Karl F. Hofinger, MAS, Ehe- und Fami-
lienberater und systemischer Familientherapeut an den Beratungsstellen von BEZIEHUNGLEBEN.AT in Schärding und Ried im Innkreis, ist am 25. Dezember 2011 gestorben. Karl F. Hofinger wurde 1957 geboren. Er war etwa 25 Jahre an den Partner-, Ehe- und Familienberatungsstellen der Diözese in Ried, Vöcklabruck und Schärding tätig. An der Gründung der Stellen in Schärding und Braunau (1998) sowie Andorf (2007) war er maßgeblich beteiligt. Im Franziskushaus in Ried hat er viel Hintergrundarbeit geleistet. Er hat immer in sozialen Netzen gedacht und gehandelt. So hat er regionale und Landesnetzwerke geknüpft und gepflegt. Hofinger hinterlässt seine Frau Hermine und drei Kinder. Er wurde am 30. Dezember 2011 in Suben beerdigt.
n Johann Buchner aus Ried/Rdmk. wurde am 27. De-
zember im 81. Lebensjahr von Gott heimgerufen. Persönlich bescheiden, aber groß im Dienen war er 37 Jahre als Schulwart, 45 Jahre in der Pfarrbücherei und über 50 Jahre im Katholischen Bildungswerk der Pfarre tätig.
n Am 23. Dezember ist Josef Bröderbauer aus Lieben-
au im 83. Lebensjahr gestorben. Er war vielseitig in der Pfarre engagiert, so war er unter anderem 60 Jahre Mesner. Josef Bröderbauer wurde am 29. Dezember 2011 beerdigt.
GEBURTSTAGE n Am 3. Jänner 2012 vollendet KonsR Mag. Anton Sageder, Kapitularkanonikus von Mattsee, das 80. Lebensjahr. Er wurde in Natternbach geboren und empfing 1957 die Priesterweihe. Nach einigen Kaplansposten war Sageder Generalpräfekt im Petrinum in Linz. Von 1968 bis 1984 war er Pfarrer in Rainbach im Mühlkreis, dann bis 1986 Pfarrer in Freistadt. In diesen Jahren war er auch Dechant des Dekanates Freistadt. Von 1986 bis 2003 war Anton Sageder Pfarrer in Aspach. Im Ruhestand lebt er im Stift Mattsee. n Am 3. Jänner 2012 wird Dr. Roman Gawlik, Ehrenkanonikus der Erzdiözese Wroclaw, 65 Jahre alt. Der gebürtige Pole wurde 1972 zum Priester geweiht. Er kam 1993 in die Diözese Linz und war zuerst Seelsorger in Geinberg (bis 1999) und Gurten, seit 1998 zusätzlich in Weilbach.
DANK n Am 5. Jänner 2012 feiert GR Br. Helmut Wiese von der Kongregation der Missionare von Mariannhill, Religionslehrer in Ruhe, seinen 75. Geburtstag. Er stammt aus Neheim in Deutschland, feierte 1968 die Ordensprofess und ist Ständiger Diakon im Missionshaus Schloss Riedegg in Gallneukirchen. n Am 6. Jänner 2012 vollendet KonsR Mag. Tadeusz Bator sein 80. Lebensjahr. Er stammt aus Cholerzyn bei Krakau (Polen) und wurde 1957 zum Priester geweiht. Nach Kaplansposten in seiner Heimat ist er seit 1976 Seelsorger in der Diözese Linz, seit 1987 in Mining und ab 1997 zusätzlich in Mühlheim am Inn. n Am 6. Jänner 2012 wird KonsR P. Theophil Weilharter, Benediktiner des Stiftes Kremsmünster, 80 Jahre alt. Geboren 1932 in Weyer feierte er 1952 die
Ordensprofess und wurde 1956 zum Priester geweiht. Nach Aufgaben als Kooperator und Präfekt war er von 1966 bis 1972 Pfarrer in Mariazell. Anschließend war P. Theophil Pfarrer der Stiftspfarre Kremsmünster und von 1991 bis 2001 Pfarrer in Ried im Traunkreis. Nach seiner Rückkehr ins Kloster war er bis 2010 Seelsorger bei den Kreuzschwestern in Gmunden-Ort, wo er weiterhin einmal im Monat Gottesdienst feiert. n Am 9. Jänner 2012 feiert KonsR Kasimir Bogumil Wider seinen 70. Geburtstag. Er stammt aus Wadowice, Polen, und wurde 1968 als Karmelit zum Priester geweiht. 1976 kam er in die Diözese Linz, war Kooperator in Linz-St. Josef und Aushilfspriester in St. Leonhard b. Freistadt. 1979 kam er als Seelsorger nach Hagenberg, seit 1985 ist er dort Pfarrer.
n Frankenburg. In der voll besetzten Kirche gestalteten einheimische Musiker und Sänger ein Adventsingen. Mit dem Erlös wird ein Klassenzimmer in Tansania gebaut. n Kirchberg. Kinder, Eltern und Lehrerinnen der Volksschule Kirchberg haben miteinander gebastelt und ihre Werke beim Stiftsadventmarkt in Kremsmünster verkauft. Der Erlös von 1.799,71 Euro kommt den Straßenkindern in Barreiras (Brasilien) zugute.
22 Anzeigen
5. Jänner 2012
KLEINANZEIGEN
IMPRESSUM
RATZENBÖCK-REISEN 20. – 25. 2. ROM & ASSISI 28. 3. – 5. 4. SIZILIEN 9. – 15. 4. SÜDFRANKREICH 10. – 18. 4. ALBANIEN 14. – 21. 4. TENERIFFA 20. – 27. 4. und 5. – 12. 5. SARDINIEN 27. 4. – 3. 5. LOURDES & NEVERS 28. 4. – 5. 5. KORSIKA 14. – 21. 6. SCHOTTLAND 7. – 14. 7. BALTIKUM 14. – 24. 7. NORDKAP 24. 7. – 2. 8. SÜDNORWEGEN 5. – 9. 8. HARZ 11. – 20. 8. POLEN-RUNDREISE 22. 9. – 3. 10. UKRAINE Detailprogramm bitte anfordern! 07717/74 74. ratzenboeck-reisen@aon.at http://ratzenboeck-reisen.at
Anzeigenannahme unter: anzeigen@kirchenzeitung.at
ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG
Offenlegung laut Mediengesetz: Die „KirchenZeitung Diözese Linz“ ist das Informations- und Kommunikationsorgan der Diözese Linz. In der Gestaltung gelten die Grundprinzipien des Zweiten Vatikanischen Konzils. Die KirchenZeitung erscheint wöchentlich und kooperiert eng mit den Kirchenzeitungen der Diözesen Feldkirch, Innsbruck und Eisenstadt.
PARTNERSCHAFT 48-jähriger Mann, der auf dem Lande lebt, sucht eine liebe Partnerin, mit der ich gemeinsam durchs Leben gehen möchte. Kinder können vorhanden sein. Meine Hobbys sind: Skifahren, Tanzen, Radfahren. Würde mich über Zuschriften sehr freuen! Zuschriften unter Nr. „01/2012“ an: KirchenZeitung, Kapuzinerstraße 84, 4020 Linz.
KirchenZeitung Diözese Linz
KirchenZeitung Diözese Linz Medieninhaberin: Diözese Linz. Herausgeber: Willi Vieböck. Chefredakteur: Matthäus Fellinger. Redaktion: Ernst Gansinger, Christine Grüll, Brigitta Hasch, Paul Stütz, Josef Wallner. Verlagsleiterin: Ursula Schmidinger. Marketing: Monika Jellmair, Birgit Kubik. Anzeigen: Sigi Hafner. E-Mail: anzeigen@kirchenzeitung.at Sekretariat: Irmgard Draxler, Barbara Erber, Brigitta Fuchshuber, Kerstin Robitschko. Adresse: Kapuzinerstraße 84, 4020 Linz. Tel. 0732/76 10-39 44, Fax: 0732/76 10-39 39. E-Mail: office@kirchenzeitung.at Leserbriefe an: leserbriefe@kirchenzeitung.at DVR: 0029874/10770 Kooperationsredaktion der Kirchenzeitungen OÖ, Tirol, Vorarlberg und Burgenland: Hans Baumgartner (Leiter), Susanne Huber, Brigitte Huemer. Werbung: Walter Achleitner, Thomas Hödl, Bergstraße 12, 5020 Salzburg, Tel. 0662/88 44 52, Fax: 88 44 52-4, E-Mail: koopred@kirchenzeitung.at Hersteller: OÖN Druckzentrum GesmbH & Co KG, Medienpark 1, 4061 Pasching. Verlagsort: Linz. Jahresabonnement: Inland: € 44,– (Abodauer mindestens ein Jahr und danach bis auf Widerruf, Kündigung zum Halbjahr, schriftlich mit 14-tägiger Kündigungsfrist). ART COPYRIGHT VBK WIEN Mitglied der Österreichischen Auflagenkontrolle (ÖAK)
BEREITS ÜBER 13 MILLIONEN KINOBESUCHER IN FRANKREICH!
Gewinnen
Sie ein WOCHEN ENDE IN PARIS a u f a t .f ra nceg u id e .c o m
JETZT NUR IM KINO! CITY-KINO LINZ (OMU) CINEPLEXX LINZ HOLLYWOOD MEGAPLEX PASCHING STAR MOVIE REGAU KINO FREISTADT
2011: Rekorde, Jubiläen und 50 Millionäre Es war ein Lotterien-Jahr der Superlative: Jubiläen, Rekorde, eine Vielzahl an Millionären und der Erhalt der Konzession für weitere 15 Jahre prägten 2011. Exakt 278 Spielteilnehmer erzielten im Jahr 2011 bei den Spielen der Österreichischen Lotterien einen Gewinn von 100.000 Euro oder mehr. 50 von ihnen wurden dabei sogar zu Millionären – damit wurde der Euro-Millionärsrekord aus dem Jahr 2002 eingestellt. Den höchsten Gewinn des Jahres erzielte ein Oberösterreicher bei EuroMillionen, er knackte (gemeinsam mit zwei Belgiern) Ende September den Europot und bekam für die „5 plus 2 Richtigen“ rund 16,2 Millionen Euro. Das Jahr 2011 stand ganz im Zeichen des Jubiläums „25 Jahre Lotto – 25 Jahre Österreichische Lotterien“. Zum Jubiläum passte dann auch die Erteilung der Lotterien-Konzession im Oktober für weitere 15 Jahre. Schließlich gab es bei Toto den zweithöchsten Zwölfer der Geschichte: Ein Wiener knackte den Vierfach-Jackpot im April im Alleingang und sicherte sich mehr als eine halbe Million Euro.
TOTO Ergebnisse 52. Runde 2011
6 AUS 45
1: 1:0
Mi., 28. 12. 11: 15 19 34 37 41 44 Zz: 26 J O K E R: 1 7 9 8 0 5
121 2XX XX1 X11 2: 0:1
3: 1:0
ANGABEN OHNE GEWÄHR
4: 1:3
LOTTO
So., 1. 1. 12: 10 14 21 24 38 44 Zz: 23 J O K E R: 0 7 2 5 4 7
BISCHÖFLICHE AUSZEICHNUNGEN Diözesanbischof Dr. Ludwig Schwarz hat am 15. und 19. Dezember 2011 an Seelsorger Auszeichnungen verliehen. Zum „Konsistorialrat“ wurden ernannt: Lic. P. Kryspin Kacprzak OFM, Kooperator in Sandl; WOAR Josef Maier, Pfarrprovisor in Jeging; Carlo Neuhuber, Ständiger Diakon in Steinbach an der Steyr; P. Mag. Josef Pichler OSFS, Pfarrer in Linz-Pöstlingberg; P. Mag. Heribert Rasch OFM, Wallfahrtsseelsorger in Maria Schmolln; Heinz Rieder, Ständiger Diakon in Geiersberg (mit Ehefrau Monika); Univ.Prof. Dr. Michael Rosenberger, Prorektor und Professor für Moraltheologie an der KTU Linz; Mag. Reinhold Stangl, Dechant, Pfarrer in Gampern; Univ.Prof. P. Dr. Ewald Volgger OT, Rektor und Professor für Liturgiewissenschaft und Sakramententheologie an der KTU; Mag. DI Johannes Wohlmacher OPraem, Pfarrprovisor in St. Johann/Wbg., Forstmeister im Stift Schlägl. Zum „Geistlichen Rat“ wurden ernannt: Mag. Alois Balint, Pfarrer in Leonding-Doppl-Bruder Klaus; Mag. Petrus Bayer OPraem, Pfarrer in St. Oswald bei Haslach, Gastmeister im Stift Schlägl; Mag. Richard Czurylo, Pfarrer in Hallstatt und Pfarradministrator in Lauffen; Mag. Gerhard Eichinger CanReg, Administrator des Stiftes Reichersberg, Pfarrer in Walpersbach und Bromberg (ED Wien); Leopold Esterbauer, Ständiger Diakon und Pfarrassistent in Hochburg und Maria Ach; P. Tony Gathen CMM, Seelsorger in Riedegg; Wolfgang Kumpfmüller, Ständiger Diakon in Niederthalheim und Leiter des Amtes für Kommunikation in der Erzdiözese Salzburg; Kapitularkanonikus Mag. Marek Michalowski, Pfarrer in Friedburg und Pfarradministrator in Lengau und Schneegattern; Ernst Reisinger, Ständiger Diakon in Vöcklabruck; P. Ludwig Schmidt SDB, Spiritual bei den DonBosco-Schwestern in Vöcklabruck; Mag. Johann Wimmer, Dechant, Pfarrer in Bad Schallerbach. Die Caritas-Einrichtung invita eröffnet im Frühjahr in Pfaffing ein Wohnhaus mit 18 Wohnplätzen für Menschen mit psychischen Erkrankungen. Die Caritas schafft dadurch 20 Arbeitsplätze. Mehr dazu erfahren Interessierte am Do., 12. Jänner 2012 bei einem Infoabend um 19 Uhr im Alten- und Pflegeheim Pfaffing.
TONS RECOMMANDÉS (4)
MINEFI MIN_11_0000_RdVFrance_Q Date le 22/06/2011 A NOUS RETOURNER SIGNÉE AVEC VOTRE ACCORD OU VOS CORRECTIONS
JFB CRÉATION
ACCORD
DATE
CYAN
MAGENTA
JAUNE
NOIR
KirchenZeitung Diözese Linz
Leserforum / Service 23
5. Jänner 2012
Kinder als Leidtragende Am Nikolaustag wurde aus Vöcklabruck eine Familie mit drei kleinen Kindern, die seit fünf Jahren in Österreich lebt, in den Kosovo abgeschoben. Dieser Fall ist nichts Besonderes, so etwas passiert in Österreich wahrscheinlich täglich. Für uns ist er besonders: Die älteste Tochter der Familie (Emira, 9 Jahre) ist eine Schulkollegin meiner Tochter. Von einem Tag auf den anderen war sie weg. (...) Sind Sie sich eigentlich sicher, dass die Klassenkamerad/innen Ihrer Kinder morgen alle zur Schule kommen können? Emira hat sich mittlerweile aus dem Kosovo gemeldet. Für sie und ihre Geschwister ist Vöcklabruck die Heimat. Sie gehören im Kosovo zur goranisch sprechenden Minderheit, sie versteht kein Albanisch. Könnten Sie ihr erklären warum wir in Österreich keinen Platz für sie haben? Zuständig für die Abschiebung in diesem „Fall“ ist die Vöcklabrucker BH mit dem künftigen Bezirkshauptmann Dr. Gschwandtner, der jetzt als Sicherheitsreferent Leiter der Fremdenpolizei ist. Hier wird auf Grundlage der Fremdengesetzge-
bung des Bundes gehandelt. Dem Recht wurde Genüge getan. Ich frage mich, ob das genügt. (...) Ich vermisse das Aufbegehren jener, die dieses menschenunwürdige System durch ihre Arbeit vollziehen müssen. Wenn sie es schon in der Öffentlichkeit nicht tun dürfen, tun sie es dann intern? In Besprechungen bei Bezirkshauptleutekonferenzen? Bei Besuchen von Politikern? In parteiinternen Gremien? (...) CLAUDIA HÖSSINGER, VÖCKLABRUCK
Alles bio? Dass meine Skepsis bezüglich Biolebensmitteln berechtigt war, zeigt sich am Bioskandal in Italien. Ich kaufe kaum solche Lebensmittel, weil die großen Lebensmittel-Erzeuger des Auslandes sicher korrupte Kontrolleure finden, welche gegen ein „kleines Taschengeld“ aus normal erzeugten Lebensmitteln „bio“ machen. Bei österreichischer Bioware hoffe ich doch auf weniger korrupte Kontrolleure. JOSEF SCHICK, NEUKIRCHEN A. D. V.
X Veröffentlichungen bedeuten keine Zustimmung der Redaktion. Zuschriften an: KirchenZeitung, Kapuzinerstraße 84, 4020 Linz; leserbriefe@kirchenzeitung.at
Himmel, Hölle und die Tiere Moraltheologe Dr. Michael Rosenberger beantwortet eine Leser-Anfrage:
Spannende Debatten
T ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG
AK INFORMIERT: BEIMISCHUNG VON ETHANOL IN TREIBSTOFFE Nahrung gehört nicht in den Tank Der Anteil von Ethanol im Benzin soll schon 2012 auf zehn Prozent angehoben werden. Das für den sogenannten „Biosprit“ benötigte Ethanol wird zum Beispiel aus Mais oder Zuckerrüben gewonnen. Weltweit wittern bereits viele das große Geschäft mit dem Agrosprit. In afrikanischen und südamerikanischen Staaten wird den Kleinbauern Land weggenommen. Diese Flächen werden dann von einem Präsidenten oder einer Regierung an Investoren verpachtet, um darauf
WALDHÄUSL
Und dann die erste Frage: Wenn ein Tier in die Hölle käme, müsste es sich beim Jüngsten Gericht frei und bewusst („wissentlich und willentlich“) gegen die Liebe Gottes entschieden und verschlossen haben. Ob das Tier das kann? Bisher gingen wir davon aus, dass nicht. Und das würde ING. HELMUT STÜRMER, LINZ heißen: Da Gott von seiner SeiZuerst die zweite Frage: Ja, auch te jedes Geschöpf liebt und ihm die Liebe zeigen will, das Tier die moderne Theologie kennt und bejaht die Hölle – als Mög- sich dagegen aber nicht wissentlich und willentlich verschlielichkeit, dass sich ein Mensch ßen kann, kommt es sicherer in auch im Jüngsten Gericht für den Himmel als der Mensch. Das Gottes Liebe frei und bewusst scheint paradox. Der Mensch („wissentlich und willentlich“) wird aber ein wenig entschädigt: völlig verschließt. Würden wir Wenn er in den Himmel kommt, diese Möglichkeit verneinen, kann er die göttliche Liebe inwürden wir die menschliche tensiver erfahren als das Tier – Freiheit verneinen. Aber: Wir weil er eine reichere und tiefere dürfen hoffen, dass die Hölle leer ist (Hans Urs von Balthasar) Wahrnehmungsgabe hat. Zudem – die Kirche behauptet zwar von bleibt die Hoffnung Urs von Balmanchen Menschen, dass sie si- thasars – dann sind Menschen cher im Himmel sind – den Hei- und Tiere womöglich doch alle gleich erlöst … ligen –, aber von niemandem, dass er sicher in der Hölle ist! DR. MICHAEL ROSENBERGER, LINZ Vor einigen Monaten haben wir aus einem Interview mit Herrn Univ.Prof. Michael Rosenberger erfahren, dass auch Tiere in den Himmel kommen. Frage: Können Tiere auch in die Hölle kommen? Oder gibt es in der modernen Theologie keine Hölle?
großflächige Zuckerrohr- oder Sojaplantagen anzulegen. Die Pflanzen dienen dann nur zur Gewinnung von Agrotreibstoff. Diese Praxis und die folgende Spekulation an den Börsen treiben die Preise von Rohstoffen für Nahrungsmittel in die Höhe. Außerdem ist höchst umstritten, ob mittels verstärkter Verwendung von Agrosprit mehr Klimaschutz erreicht werden kann. Zum einen erfordert der Anbau der Pflanzen viel Energie, zum anderen setzt die Düngung der Pflanzen klimaschädliche Gase frei. Und wenn zum Anbau der Pflanzen auch noch Wald gerodet wird, dann schaden Agrotreibstoffe unterm Strich mehr als sie nutzen.
Die AK fordert: Weg vom Agrosprit, der Lebensmittel nur verteuert und dem Klima nichts bringt. Mehr dazu: www.ak-konsumenten.info
Für mich ist die laufende Diskussion in der römisch-katholischen Kirche von Österreich sehr spannend. Und weil die römische Kirche nicht mehr über die Machtmittel vergangener Jahrhunderte verfügt, kann ich diese Diskussion auch ganz entspannt verfolgen, denn keinem der Ungehorsamen droht körperliche Pein. Interessant ist die laufende Auseinandersetzung zwischen Obrigkeit und ihrem Fußvolk vor allem auch dann, wenn man sich die Lebensbeschreibungen von heute hoch im Kurs stehenden Persönlichkeiten, angefangen von Jesus von Nazareth, über Augustinus, Thomas von Aquin, Benedict von Nursia, des heiligen Dominikus, Ignatius von Loyola, Bernhard von Clairveaux, bis hin zu Martin Luther liest (...) Letztendlich haben sie doch ihre Ideen durchsetzen können. GOTTFRIED STÖGNER, THALHEIM
UNTER UNS Welches Schweinderl hätten‘S denn gern?
DENKMAL
Tempo, Tempo! Es kann nie schnell genug gehen: Wirtschaftswachstum, Problemlösungen, Entscheidungsfindungen, kochen, arbeiten, erklären, begreifen ... überall ist Geschwindigkeit gefragt. Wir sind aufgefordert, einen Zahn zuzulegen. Das wird auch 2012 so sein! ERNST GANSINGER
Machen Sie mit: Warum heißt es, „einen Zahn zulegen“? X Adresse: KirchenZeitung, Kapuzinerstraße 84, 4020 Linz, E-Mail: office@kirchenzeitung.at X Beim Denk Mal Nr. 50 hat Margit Doppelbauer aus Lambach gewonnen. (Wir haben eingeladen, sich Gedanken zum Lobpreis Mariens zu machen: Er stürzt die Mächtigen vom Thron und erhöht die Niedrigen.) X Beim Denk Mal Nr. 51 haben Renate Tuma aus Viechtenstein und Karl Sigl aus Münzbach gewonnen (wir fragten nach von Stefan Zweig geschilderten „Sternstunden“).
CHRISTINE GRÜLL CHRISTINE.GRUELL@KIRCHENZEITUNG.AT
DOMSPATZ
MERK-WÜRDIG
Eurofight 2012: Während auch im neuen Jahr der Kampf der Euro-Fighter weitergeht, will Österreich die Eurofighter loswerden.
„Der Glaube muss den gesamten Alltag prägen und eine beständige Orientierung darstellen, die den Menschen gerecht, wirksam, wohlwollend und gut macht.“ PAPST BENEDIKT XVI. IN DER SILVESTERPREDIGT
P.b.b. Verlagspostamt 4020 Linz, GZ 022031277 W
Manchen genügt es nicht, wenn ein Zahn zugelegt wird, sie fordern, dass alles mit einem Affenzahn geschehe. Was aber haben die Geschwindigkeit und ein Zahn miteinander zu tun? Die Geschwindigkeit wird sich doch nicht den Zahn angelacht haben, weil der Zahnschmerz oft mit einem Affentempo mitten in eine Unbeschwertheit braust? Ruhe und Unruhe, Langsamkeit und Eile, Gelassenheit und „Drawigkeit“ – diese Eigenschaften verbinden Menschen oft mit Tieren. So sprechen sie vom Schneckentempo und bewundern, wenn jemand wieselflink ist. Wir aber sprechen für 2012 einen Wunsch aus: dass Sie nicht im Schweinsgalopp durch das Jahr hetzen müssen!
Noch ein Wunsch für 2012: Legen Sie sich kein Zahnweh und sonst auch kein Weh zu! SWORDFIELD
Unter den Glücksbringern, die ich in den letzten Jahren im bunten Licht der Feuerwerke geschenkt bekommen habe, sind vor allem Schweine. Sie bringen Glück, ganz sicher, denn all die Schweinchenschenker/innen können nicht irren. Doch wie so viele bringen sie auch mich dazu, darüber nachzudenken, was Glück eigentlich ist. In der „Glücksforschung“ ergründen Wissenschafter/innen die Bedingungen, unter denen Menschen glücklich sind. Schwierig, denn allein die Bedeutung des Wortes ist vielfältig, von der Vielfalt des persönlichen Glücksempfinden ganz zu schweigen. Ein neues Mobiltelefon löst bei den einen Verzückung aus, während es anderen die Schweißperlen auf die Stirn treibt. Es heißt, dass jeder Mensch sein Glück selbst in der Hand hat. Wörtlich genommen gehört für mich das Aufräumen dazu. Ein ordentliches Zimmer vermittelt anscheinend, dass mein Leben in Ordnung ist – und wen macht das nicht glücklich? Genauso wie Kerzenduft, herzliches Lachen, ein Spaziergang oder ein treffend formulierter Satz: Es sind Kleinigkeiten, aber es ist wichtig, ihren Glücksgehalt zu erkennen. Damit ich das Glück nicht übersehe, wenn es plötzlich da ist.