www.kircheinnot.at Nr. 8 · Dezember 2025
KIRCHE IN NOT
Liebe Freunde, als „Pilger der Hoffnung“ begehen wir das Jubiläumsjahr 2025 und werden es mit dem Hochfest „Erscheinung des Herrn“ am 6. Jänner abschließen. Lasst uns jetzt zum Endspurt ansetzen und glaubensfroh in diese Weihnachtszeit gehen, um mit sicherer Hoffnung die Menschwerdung des Gottessohnes zu feiern. Diese hat sich zwar in der „Fülle der Zeit“ ereignet, will sich aber stets neu in unserer Lebenswelt verwirklichen und im Jubiläumsjahr besondere Erlösungsfrüchte hervorbringen. Allseits lässt sich eine tiefe Sehnsucht nach Lösungen und Erlösung feststellen. Die Fülle an Eindrücken, die krisenhafte Weltlage, politische und gesellschaftliche Umbrüche, die viele überfordern, der bedrohte Friede – all das greift nach unserem Herzen. Auch die Not, die uns durch viele unserer Projektpartner nahegebracht wird, macht uns mitleidend. Begegnungen hallen oft nach. Die Herzen fühlen sich wund an und sehnen sich nach der Ankunft dessen, der die Schuld überwinden und heil machen kann (vgl. 1 Petr 2,24).
Gott wird Mensch – um uns zu retten! Der Unendliche, Allmächtige, Unaussprechliche, für uns nicht Begreifbare, der sich als jene Liebe vorstellt, nach der sich alle sehnen, Er kommt zu uns! Er will jetzt in unsere Lebenswelt eintreten, um unsere Wunden zu heilen. Er will uns in die ganze Wahrheit einführen (vgl. Joh 16,13), den ewigen Heilsplan des Vaters offenbaren, damit unser Leben gut und zur Vollendung geführt wird.
gleich zu sein, sondern er entäußerte sich und wurde wie ein Sklave und den Menschen gleich. Sein Leben war das eines Menschen“ (Phil 2,6-7). Weihnachten kehrt alle Maßstäbe um: Nicht Macht und Glanz von oben, sondern Demut und Nähe von unten sind der von Gott gewählte Weg in unser Herz. Ein Kind in der Krippe, das uns seine Hände entgegenstreckt.
„Heute ist euch in der Stadt Davids der Retter geboren; er ist der Christus, der Herr“ (Lk 2,11). Und dieser versichert uns: „Ich bin mit euch alle Tage bis zum Ende der Welt“ (Mt 28,20). Es sind diese Zusagen Für alle, die sich darauf einlassen können, Gottes, die uns hoffnungsvoll und glauist dies eine wahrhaft alles verändernde, bensfroh in die Zukunft und damit unsegute und froh machende Botschaft! Eine, rer Vollendung entgegengehen lassen. die über den Glauben und die Hoffnung in unser Leben tritt – noch nicht über ein In diesem Sinne wünscht Ihnen und euch Schauen. Die sich allerdings in der Ge- allen ein frohes und reich gesegnetes schichte millionenfach als glaubwürdig Weihnachtsfest und tragfähig erwiesen hat.
„Nicht Macht und Glanz, sondern Demut und Nähe sind der von Gott gewählte Weg in unser Herz.“
Wie aber könnten wir glauben und hoffen, wenn sich Gott nicht auf unsere Begrenztheit eingelassen hätte? „Er war Gott gleich, hielt aber nicht daran fest, Gott
P. Anton Lässer CP Kirchlicher Assistent 1