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Echo der Liebe Nr. 2/2026

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KIRCHE IN NOT

Liebe Freunde,

immer wieder freue ich mich über die Weisheit und den großen Erfahrungsschatz unserer geliebten Kirche im Blick auf das Menschsein. Auf meiner Reise in die Türkei anlässlich der 1700-Jahr-Feier des Konzils von Nizäa durfte ich dieser in Worte gefassten Weisheit neu begegnen. Auf andere Weise begegnet sie uns in der Ernennung unseres neuen Präsidenten, S. Em. Kurt Kardinal Koch, durch den Heiligen Vater Papst Leo XIV., über die wir uns alle sehr freuen. Wir heißen ihn herzlich willkommen und stellen ihn auf Seite 6 vor.

gegenüber unseren Mitmenschen in konkretes Handeln umzusetzen. Fastenzeit ist die Möglichkeit, frei zu werden für die Liebe.

Ist es nicht oft so, dass die Güter, die wir unser Eigen nennen, uns mehr besitzen als wir sie? Genau darauf weist uns Jesus hin, wenn er sagt: „Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon“ (Mt 6,24). Erlauben Sie

Ein weiterer Ausdruck des tiefen Wissens um das Menschsein, der mich in diesen Tagen mit Freude erfüllt, ist das Gnadengeschenk der Fastenzeit. Die Kirche schenkt uns diese Zeit, weil sie uns guttut. Durch den empfohlenen Verzicht gewinnen wir neue Freiheiten: Freiheit, unsere Gewohnheiten und Bindungen zu überdenken und zu korrigieren; Freiheit, das Eigentliche und Entscheidende unseres Lebens wieder in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu rücken – unseren Herrn Jesus Christus; Freiheit, Liebe und Mitgefühl

„Fastenzeit ist die Möglichkeit, frei zu werden für die Liebe.“

mir dazu einen praktischen Tipp: Wählen Sie für Ihren Verzicht nicht etwas Banales, sondern etwas, von dem Sie wissen, dass es Ihnen oder Ihren Nächsten nicht guttut, weil es bindet oder zu viel Zeit beansprucht – etwa Fernsehen, Handy, soziale Medien oder andere Gewohnheiten. Nutzen Sie die freiwerdende Zeit für die Begegnung mit Jesus, zum Beispiel in der Schriftlesung, im Gebet oder durch Werke der Liebe.

Der Auftrag Jesu, „Geht hinaus in die ganze Welt und verkündet das Evangelium der

ganzen Schöpfung!“ (Mk 16,15), ist ebenfalls getragen vom Wissen um das Menschsein. Für jeden Menschen gilt, was Augustinus sagt: „Unruhig bleibt das Herz, bis es endlich ruht in Gott.“ Tiefer Friede, existenzielle Geborgenheit und die Vollendung menschlichen Seins sind einzig im christlichen Evangelium zu finden. Der Missionsauftrag Jesu dient daher dem wahren Ziel und höchsten Gut des Menschen – und zugleich den Missionaren selbst, weil vor allem sie lebendige Erfahrungen mit der Gegenwart und dem Wirken der Liebe Gottes machen.

In diesem „Echo der Liebe“ stellen wir Ihnen einige Missionare vor, die in ihrem Sein und Wirken sichtbar machen, wie der Missionsauftrag Jesu Heil und Leben bringt. Sehr dankbar dafür, dass Sie uns helfen die Missionare zu unterstützen, grüßt Sie

Ihr

P. Anton Lässer CP Kirchlicher Assistent

Ordensfrauen machen die Liebe Gottes spürbar – auch in Pemba.

Rettende ENGEL inmitten von Tod und Gewalt

Seit 2017 sind im Norden Mosambiks Terror, Vertreibung, Gewalt und Tod an der Tagesordnung. 59 Ordensfrauen stellen sich in der Diözese Pemba dem unermesslichen Leid entgegen.

Schwester Alphoncia Mmole stammt aus Tansania und betreut Waisenkinder. „Viele der Kinder mussten miterleben, wie ihre Familienangehörigen ermordet wurden. Sie kamen mit schweren psychischen

Traumata zu mir und waren gesundheitlich stark beeinträchtigt. Deshalb habe ich sie liebevoll aufgenommen und versuche, ihnen Vertrauen in ein neues Leben zu geben“, erzählt sie.

Bisweilen geschehen kleine Wunder: „Ein Junge war wild und grausam zu seinen Mitschülern. Einmal kam ich dazu, als er einem Jungen ein Kissen auf das Gesicht drückte, und ein anderes Mal stieß er ihm

ein Bügeleisen in den Bauch. Ich fragte ihn, ob er wolle, dass andere Kinder verletzt werden oder sogar sterben. Da sah er mich an, weinte und schüttelte den Kopf. Seitdem hat er nie wieder andere Kinder geschlagen.“

Schwester Alphoncia hatte selbst keine einfache Vergangenheit: „Ich habe in meinem Leben viel gelitten. Früher versteckte und isolierte ich mich gern. Aber das Leid der Menschen hat mir die Augen und das Herz geöffnet. Die Wahrheit ist, dass ich ein armer Mensch bin, der anderen Armen hilft. Jeden Tag breite ich meine Hände aus und frage: ‚Woher wird meine Hilfe kommen?‘ Die Gebete und die Unterstützung, die wir von KIRCHE IN NOT erhalten, geben uns Kraft und Mut, unsere Mission fortzusetzen.“

Wir haben den 59 mutigen Frauen, die durch ihre Liebe das zu heilen versuchen, was durch Hass und Gewalt verwundet wurde, für dieses Jahr eine Existenzhilfe von 600 Euro pro Schwester versprochen. Möchten Sie dazu beitragen, dass die Ordensfrauen in der Diözese Pemba weiterhin zu rettenden Engeln der Schwächsten werden können?

FRIEDENSSTIFTER und gute Hirten

Der italienische Combonimissionar Christian Carlassare erlebte im April 2021 am eigenen Leib die Gewalt, die im Südsudan allgegenwärtig ist. Als der damals 43-Jährige gerade zum Bischof von Rumbek ernannt worden war, drangen nachts Bewaffnete in sein Haus ein und schossen auf ihn.

Hoffnung bringt im Südsudan nur die Kirche.

Entmutigen ließ er sich davon nicht. Im Gegenteil! Für ihn bedeutete diese schmerzliche Erfahrung, „mit den Wunden des Volkes eins zu werden und zu zeigen, dass man wieder aufstehen kann“. Als Papst Franziskus 2023 in den Südsudan reiste, pilgerte der Bischof mit einer Gruppe Jugendlicher mehr als 400 Kilometer zu Fuß in die Hauptstadt Juba, um ein Zeichen für den Frieden zu setzen.

Auch viele andere Priester im Südsudan setzen sich unermüdlich für den Frieden ein. Das Wenige, was sie haben, teilen sie dabei mit denen, die noch ärmer sind als sie selbst.

Daher sind Ihre Mess-Stipendien eine unentbehrliche Hilfe für sie. Dürfen diese guten Hirten auch dieses Jahr in Ihren Anliegen die heilige Messe feiern?

Bischof Carlassare ruft zum Frieden auf.

Auch Sie können MISSIONARE sein!

Die meisten von Ihnen können wahrscheinlich nicht in ferne Länder reisen, um das Evangelium zu verkünden. Aber durch Ihre Hilfe und Ihr Gebet können Sie dennoch Missionare sein.

Pater Jean-Jacques Saint-Louis von den Montfortaner-Missionaren in Haiti sagt: „Zwischen KIRCHE IN NOT und uns besteht eine starke geistliche Verbindung, denn wir alle arbeiten für dasselbe Ziel: den Armen Hoffnung zu vermitteln. Diese Verbundenheit lässt sich nicht in Worte fassen, aber man spürt sie.“

Er selbst verdankt es indirekt KIRCHE IN NOT, dass er in diesem Jahr den 25. Jahrestag seiner Priesterweihe feiern kann, denn unser Werk unterstützte bereits die Montfortaner-Missionare, die in seiner Kindheit in seiner Heimatpfarrei tätig waren. Er erinnert sich: „Diese Priester widmeten sich voll und ganz ihrem Dienst, das Reich Gottes aufzubauen. Bereits bei meiner Erstkommunion fühlte ich mich stark vom Herrn berufen, und seitdem habe ich diese Flamme in mir bewahrt. Als Kind trank ich übrigens Wasser aus einem Brunnen, den ein Montfortaner-Pater hatte graben lassen. Dieser deutsche Priester, der schon vor langer Zeit gestorben ist, wurde von KIRCHE IN NOT unterstützt. So haben Sie mir, ohne es zu wissen, dabei geholfen, das zu werden, was ich heute bin.“

Die Lage in Haiti hat sich in den letzten Jahren dramatisch verschlechtert. Pater Jean-Jacques berichtet: „Mein Land erlebt

einen der schlimmsten Momente seiner Geschichte. Jeden Tag erleben wir Unsicherheit und politische Instabilität.“ Die Montfortaner-Patres lindern in fünf

sich jedoch Sekten immer mehr aus. Daher wollen die Patres in drei von ihnen betreuten Pfarren der Diözese Jérémie Laien ausbilden, damit auch sie den Glauben weitergeben. „Die Katechese ist eine lebenswichtige Quelle der Freude und der Hoffnung für unsere Gläubigen“, sagt er.

Sie werden den Glauben weitertragen: angehende Katecheten.

Diözesen nicht nur die unmittelbare Not, sondern geben auch den Seelen der Menschen Nahrung und Kraft durch die Frohe Botschaft Christi. Leider breiten

Insgesamt 9.000 Euro werden für diese missionarische Ausbildungsinitiative benötigt, damit sich das Reich Gottes weiter ausbreiten kann.

Auch die Kirche in Papua-Neuguinea braucht Ihre Hilfe.

Der Dienst der Priester ist schwer. Die riesigen Pfarren erstrecken sich oft sogar über mehrere Inseln. Viele Menschen sind zudem mit dem Spagat zwischen traditioneller Stammeskultur und der Moderne überfordert. Der aus Polen stammende Bischof Józef Roszyński von Wewak ist bereits seit 24 Jahren Missionar in dem Land. Er freut sich, dass 15 junge Männer aus seiner Diözese Priester werden wollen.

Allerdings braucht er in diesem Jahr noch 30.000 Euro für ihre Ausbildung. Helfen Sie mit, damit immer mehr einheimische Priester das heroische Werk der europäischen Missionare fortsetzen können!

Heute feiern sie: Seminaristen in traditioneller Stammestracht und Bischof Roszyński.

„CHRISTUS selbst ist der größte Missionar“

Eigentlich sollte der aus Österreich stammende Pater Leopold Kropfreiter (45) nur für fünf oder höchstens zehn Jahre nach Kasachstan gehen. Inzwischen sind daraus 17 Jahre geworden.

Über seine pastorale Arbeit in dem zentralasiatischen Land, das früher zur Sowjetunion gehörte, könnte man viele Seiten schreiben. Pater Leopold betont aber: „Christus selbst ist der größte Missionar.“ So kam eine Kasachin jeden Tag an der Kathedrale vorbei, wo die Ewige Anbetung gepflegt wird. Irgendwann verspürte sie den Wunsch, hineinzugehen. An der Stelle, wo das Allerheiligste ausgesetzt war, erblickte sie ein strahlendes Licht, das heller war als alles, was sie je gesehen hatte. Darüber erschrak sie so sehr, dass sie umkehrte und nach Hause lief. Als sie sich beruhigt hatte, wollte sie mehr darüber herausfinden. Von da an verbrachte sie jeden Tag Zeit vor dem Allerheiligsten, um „bei diesem Licht zu sein“. Von der Eucharistie, Jesus und der Kirche wusste sie nichts. Eines Tages fragte sie den Priester: „Was ist das?“ Er antwortete: „Das ist Jesus!“ Diese Frau ließ sich schließlich taufen und ist heute eine der „Säulen“ der Gemeinde in Astana, wie Pater Leopold sagt.

Auch die Geschichte von Swetlana hat ihn beeindruckt. Die junge Frau hatte ihre

Jugend in einem staatlichen Waisenhaus verbracht. Als sie volljährig wurde, entließ man sie ohne jede soziale Absicherung, sodass sie hungerte und unter der bitteren Kälte litt. Eines Nachts sah sie im Traum Jesus, der durch eine Menschenmenge ging, die Kranken heilte und den

Notleidenden half. Kurz darauf kam ein Priester in das Dorf. Nach einem gemeinsamen Gebet verteilte er Kleidung an die Bedürftigen. Swetlana erhielt einen Mantel, wie sie es geträumt hatte. Pater Leopold hat dies nachdenklich gemacht: „Wir sind uns oft gar nicht bewusst, dass Gott uns wirklich als seine Mitarbeiter ‚einspannen‘ möchte: Ein guter Mensch hatte diesen Mantel gespendet, und genau dieser Mantel rettete ein junges Mädchen vor der Kälte und entfachte in ihr die Flamme des Glaubens! Gutes tun ist niemals umsonst!“

Die Unterstützung von KIRCHE IN NOT ist aus der Arbeit der Kirche in Kasachstan nicht mehr wegzudenken, betont er. Notwendig ist sie, um überhaupt die Strukturen der Kirche auf- und auszubauen, vor allem aber auch für die Arbeit mit den Menschen. „Um Christus, unseren Herrn und Erlöser zu verkünden, müssen wir mutig, innovativ und offen sein“, sagt er.

KIRCHE IN NOT unterstützt Priester in Kasachstan durch Fahrzeuge, da die Entfernungen riesig sind. Außerdem helfen wir Ordensleuten durch Existenzhilfen, ermöglichen Renovierungsarbeiten an kirchlichen Gebäuden und fördern die Jugendpastoral. Pater Leopold: „Das ist eine große Hilfe für unser Wirken. Vergelt’s Gott für alles!“

Sie leben aus dem Gebet: junge Gläubige in Kasachstan.

Pater Leopold feiert die heilige Messe.

Damit die SEELSORGE keinen Schiffbruch erleidet

„Er lehrte das Volk vom Boot aus“ (Lk 5,3) lesen wir über Jesus im Evangelium. Als Petrus und die anderen Jünger kurz darauf ihre Netze auswarfen, fingen sie eine große Menge Fische. In manchen Regionen der Welt, wo Flüsse die einzigen Verkehrswege sind, bringen die Priester auch heute noch Christus mit dem Boot zu den Menschen.

So etwas wie den „wunderbaren Fischfang“ erlebte auch Pater Paolino Baldassarri († 90). Als er 1968 in der Diözese Rio Branco im Amazonasgebiet im Westen Brasiliens eintraf, hatten viele Familien sich von der Kirche entfernt, da es keinen Priester gab. Manche waren zu Sekten übergelaufen. Als der Missionar 2016 im Rufe der Heiligkeit starb, waren 100 Prozent der Einwohner katholisch.

Dabei hatte zunächst alles ganz anders ausgesehen: Beinahe wäre der italienische Missionar aus dem Orden der „Diener Mariens“ gleich in der ersten Woche nach seiner Ankunft an Malaria gestorben. Dass er überlebte und 48 Jahre lang die Pfarre Sena Madureira betreuen sollte, grenzt an ein Wunder. Noch mit fast 90 Jahren legte Pater Paolino mit seinem einfachen Boot weite Strecken zurück, um die Gläubigen zu besuchen. Oft war er wochenlang unterwegs. Auf diesen abenteuerlichen Fahrten war er immer mit Schwimmweste und Motorradhelm bekleidet, denn schwimmen konnte er nicht. Der Seligsprechungsprozess für ihn wurde 2022 eröffnet.

Immer wieder erreichen uns Hilferufe von Priestern, die ein leistungsfähiges und stabiles Boot benötigen, um die zahlreichen Urwaldgemeinden an den Ufern der Flüsse betreuen zu können. Denn sie müssen nicht nur weite Strecken zurücklegen, sondern Stromschnellen, im Wasser treibende Baumstämme und plötzlich aufziehende Unwetter machen ihre Pastoralreisen auch zu einem gefährlichen Abenteuer. Mit einem Motorboot kommen sie sicherer und schneller ans Ziel, wo die Gläubigen schon sehnsüchtig warten.

Pfarrer Bruno Nirmal, der aus Indien stammt und als Missionar in der Prälatur Itacoatiara in Brasilien tätig ist, hat dank Ihrer Hilfe bereits ein Boot erhalten. Er berichtet: „Die Menschen sind

sehr gläubig, es dürstet sie nach der Messe, nach der Eucharistie, nach Gott. Wenn sie ein Priester besucht, lassen sie alles stehen und liegen.“ Manchmal scheinen Gläubige sogar mit dem Sterben zu warten, bis sie endlich die Sakramente empfangen können. Bald darauf sterben sie in Frieden, bezeugen die Priester. Oft dienen die Boote aber auch für den Transport von Kranken. Ein Missionar berichtete uns einmal sogar, dass ein Baby auf seinem Boot geboren wurde.

Dank Ihrer Unterstützung kommt Jesus in abgelegene Urwalddörfer. Staunend erleben die Priester dann oft, dass sich der „wunderbare Fischfang“ wiederholt. Bitte helfen Sie ihnen weiterhin, damit die Seelsorge keinen Schiffbruch erleidet!

Ein Grußwort unseres neuen Präsidenten

Papst Leo XIV. hat mich zum Präsidenten des Internationalen katholischen Hilfswerks KIRCHE IN NOT ernannt, das eine Stiftung des Päpstlichen Rechts ist. Ich bin dem Heiligen Vater für dieses geschenkte Vertrauen sehr dankbar. Und ich freue mich über diese neue Aufgabe. Denn ich kenne und schätze KIRCHE IN NOT seit langer Zeit, zunächst aufgrund seiner Tätigkeit in der Schweiz, wo ich früher als Bischof von Basel gewirkt und verschiedentlich an Bildungsveranstaltungen und Gebetsanlässen teilgenommen habe. Auch in meiner heutigen Verantwortung als Präfekt des Dikasteriums zur Förderung der Einheit der Christen bin ich mit diesem Werk sehr verbunden. Denn KIRCHE IN NOT steht auch im Dienst an der Einheit der Christen, indem es Projekte in sehr verschiedenen Ortskirchen in der Welt und auch in anderen christlichen Kirchen und damit das Zusammenleben mit der Katholischen Kirche unterstützt.

Regina Lynch

Geschäftsführende Präsidentin

Liebe Freunde ,

im Dezember 2011 erhob Papst Benedikt XVI. KIRCHE IN NOT in den Rang einer päpstlichen Stiftung. Diese große Ehre bekräftigte die enge Verbindung, die unsere Hilfsorganisation seit ihren Anfängen im Jahr 1947 zu den Nachfolgern Petri pflegt. In unseren päpstlichen Statuten heißt es sogar, dass die Stiftung „von treuem Gehorsam und Ergebenheit gegenüber dem Papst beseelt ist“ (Art. 5 §1).

Ein besonderes Verdienst von KIRCHE IN NOT nehme ich darin wahr, dass dieses Werk uns immer wieder in Erinnerung ruft, wie viele Christen in der heutigen Welt aufgrund ihres Glaubens verfolgt und auch heute getötet werden. Die Märtyrer in der heutigen Welt dürfen wir nicht vergessen, sondern wollen sie mit unserer solidarischen Hilfe und vor allem mit unserem Gebet begleiten. Ich höre immer wieder von verfolgten Christen, wie sehr es ihnen hilft, darum zu wissen, dass wir im Gebet an sie denken.

KIRCHE IN NOT legt uns die Notsituationen von vielen Glaubenden und Kirchen ans Herz und orientiert sich an der schönen Wegweisung, die Paulus in seinem Ersten Brief an die Korinther gibt „Wenn ein Glied leidet, leiden alle Glieder mit“(1 Kor 12,26). Ich sehe darin eine der schönsten Umschreibungen dessen, was unser katholischer Glaube unter „Kirche“ versteht. Sie ist der lebendige Leib Christi, der viele Glieder aufweist, die einander ergänzen und aufeinander angewiesen sind.

Diese gegenseitige Hilfe geschieht dabei aus Liebe zu den leidenden Menschen in Not und gleichsam als Antwort auf jene große Liebe, die Gott uns schenkt. Denn unsere Liebestätigkeit ist dann kraftvoll und glaubwürdig, wenn wir sie als „Echo der Liebe“ vollziehen, nämlich als Echo jener Liebe, mit der uns der lebendige Gott immer wieder reich beschenkt. Ich wünsche Ihnen eine besinnliche Österliche Bußzeit als Vorbereitung auf das große Geschenk der Auferstehung des Herrn. Ich nehme gerne die Gelegenheit wahr, Ihnen herzlich für Ihre Großzügigkeit als Wohltäter zu danken. Und ich freue mich, auch weiterhin mit Ihnen in Verbindung zu sein.

Papst Benedikt XVI. ernannte S. Em. Mauro Kardinal Piacenza, den damaligen Präfekten des Dikasteriums für den Klerus, zum ersten Präsidenten der Päpstlichen Stiftung. Bis zum Erreichen seines 82. Lebensjahres Ende 2025 leitete er KIRCHE IN NOT. Wir sind Kardinal Piacenza sehr dankbar dafür, dass er uns als Mentor, der stets für uns da war und dem wir vertrauen konnten, mit großer Weisheit begleitet hat.

Nun hat unser neuer Papst Leo XIV. KIRCHE IN NOT die Ehre erwiesen, S. Em. Kurt Kardinal Koch zum neuen Präsidenten zu ernennen. Der in der Schweiz geborene Kardinal Koch, Präfekt des Dikasteriums zur Förderung der Einheit der Christen, kennt KIRCHE IN NOT gut aufgrund unserer Zusammenarbeit mit anderen Kirchen, insbesondere in den Ländern des Nahen Ostens, wo Christen eine schwindende Minderheit sind.

Wir heißen Kardinal Koch willkommen und empfehlen ihn Ihren Gebeten an. Es ist ein großes Privileg, dass er unser Hilfswerk KIRCHE IN NOT in seinem Dienst an der leidenden und verfolgten Kirche leitet.

IMPRESSUM:

Echo der Liebe – Österreichische Post AG / Sponsoring Post Nr. 14Z039975 N Herausgeber: Kirche in Not – Als internationales katholisches Hilfswerk informieren wir über laufende und zukünftige Projekte.

Besuchen Sie unsere Webseiten: www.kircheinnot.at – www.christenverfolgung.org – www.bibelstickeralbum.at www.messstipendien.info – www.onlinekapelle.at

BANKVERBINDUNG:

IBAN: AT71 2011 1827 6701 0600

BIC: GIBAATWWXXX lautend auf Kirche in Not Weimarer Straße 104/3 1190 Wien

Tel.: 01/405 25 53 · Fax: 01/405 54 62 - 75

E-Mail: kin@kircheinnot.at

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