Skip to main content

Echo der Liebe Nr. 1/2026

Page 1

Thema: Berufung

KIRCHE IN NOT

www.kircheinnot.at

© Ismael Martínez Sánchez/ACN

Nr. 1 · Jänner 2026

Liebe Freunde, „Ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es in Fülle haben“ (Joh 10,10). Der Gottessohn ist Mensch geworden, damit er uns in das volle Leben beim ewigen Vater führen kann. Er hat alle Sünden, die uns von Gott trennten, am Kreuz abgearbeitet und die Tür in den Himmel aufgemacht, damit sich dort unser Leben in jener Glückseligkeit vollendet, für die wir geschaffen wurden. Hier auf Erden dürfen wir es glauben, danach werden wir es schauen. Dieses neue Leben ist so entscheidend, dass der Herr seinen Aposteln aufträgt: „… geht und macht alle Völker zu meinen Jüngern; tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehrt sie, alles zu befolgen, was ich euch geboten habe. ... ich bin mit euch alle Tage bis zum Ende der Welt“ (Mt 28,19-20).

Für die Entfaltung der Taufgnade gibt Gott je eigene Geistgaben für die verschiedenen Berufungen. Ordensleute, die sich eingeladen wissen, die Taufgnade entschieden und ausschließlicher zu leben, folgen den „evangelischen Räten“ – Reinheit, Armut und Gehorsam – und werden dafür gestärkt.

angenommen und gepflegt werden – ansonsten bleiben sie ungenutzte Geistgaben.

Einer meiner spätberufenen Seminaristen, der Krankenpfleger, Bergsteiger und bereits verlobt gewesen war, brachte seine Berufungsentscheidung in folgendes Bild: „Wissen Sie, die Entscheidung Eheleute erhalten im Sakrament die Geist- zwischen Ehe/Familie und Priestertum ist ausstattung für ein Leben in Liebe, Treue, nicht eine Entscheidung zwischen einem gegenseitiger Fürsorge und Versöhnung, rostigen Fahrrad und einem Ferrari. Es ist damit sie Christus auf diese Weise nachfol- die Entscheidung zwischen einem Ferrari gen und so die Liebe Christi zu seiner Kir- und einem Lamborghini. Beides ist großche lebendig werden lassen (vgl. Eph 5,32). artig und wunderschön.“

„Für die Entfaltung der Taufgnade in verschiedenen Berufungen, gibt Gott je eigene Geistgaben.“

Als Priester empfangen wir im Sakrament eine Geistgabe, die uns Christus in seinem Die Taufe trägt die Gnade des neuen Le- Hirt- und Hauptsein ähnlich macht und bens in sich. In ihr sind wir Kinder des ewi- befähigt, seine Herde achtsam zu hüten gen Vaters, Glieder am Leib Jesu Christi, und im Glauben zu bewahren und auf Tempel des Heiligen Geistes geworden. Fol- gute Weide zu führen (vgl. „Pastores Dabo gerichtig schreibt der heilige Paulus: „Wenn Vobis“,15). also jemand in Christus ist, dann ist er eine neue Schöpfung: Das Alte ist vergangen, Die spezifischen Gnaden werden lebensiehe, Neues ist geworden“ (2 Kor 5,17). dig und fruchtbar, wenn sie geglaubt,

Kann es etwas Wichtigeres und Schöneres geben, als mit der Sendung und in der Kraft Jesu Christi Menschen zur Fülle des Lebens bei Gott zu führen?

Dankbar dafür, dass Sie uns bei diesem Auftrag helfen, und mit besten Segenswünschen Ihr

P. Anton Lässer CP Kirchlicher Assistent 1


Turn static files into dynamic content formats.

Create a flipbook
Echo der Liebe Nr. 1/2026 by Kirche in Not - Hilfe für verfolgte und bedrängte Christen - Issuu