www.kircheinnot.at Nr. 3 · April 2024
© Ismael Martínez Sánchez/ACN
KIRCHE IN NOT
Libanon: ein frohes Leben in Armut, Keuschheit und Gehorsam.
Liebe Freunde, diesen Artikel schreibe ich auf der Heimfahrt vom Kloster Santa Croce in Assisi. Dort leben in unmittelbarer Nähe zum Heiligtum des heiligen Franziskus 25 deutsche Schwestern in strenger Klausur. Zwei „Außenschwestern“ betreuen Gäste und erledigen notwendige Geschäfte, die anderen verlassen das Kloster nicht. Sie leben nach dem Vorbild der heiligen Klara in Abgeschiedenheit, Armut, Gehorsam und Keuschheit. Weshalb wählen junge Menschen eine solche Lebensform? Warum schätzt und fördert die Kirche eine scheinbar so weltfremde Lebensart? „Diese Lebensform“, so lesen wir im Katechismus, „stellt eine ‚tiefere Weihe‘ dar, die in der Taufe wurzelt und eine Ganzhingabe an Gott ist.“ Vom Heiligen Geist dazu bewogen, fassen Menschen „den Vorsatz, Christus enger zu folgen, sich dem über alles geliebten Gott hinzugeben und im Streben nach vollkommener Liebe im Dienst des Gottesreiches die Herrlichkeit der künftigen Welt in der Kirche zu bezeichnen und zu verkünden“ (Nr. 916).
Dabei sind „die evangelischen Räte der Gott geweihten Keuschheit, der Armut und des Gehorsams in Wort und Beispiel des Herrn begründet … eine göttliche Gabe, welche die Kirche von ihrem Herrn empfangen hat und in seiner Gnade immer bewahrt“ (Lumen Gentium 43).
bräutigam bringen sie in Fürbittgebet und Opfer die Not und Bedürftigkeit der Menschen. Im Herzen sind sie so nahe bei ihnen und doch lebendige Wegweiser dafür, dass unsere wahre Heimat der Himmel ist (vgl. Phil 3,20) und wir nach dem trachten müssen, was droben ist (vgl. Kol 3,2).
„Kontemplative Schwestern sind lebendige Wegweiser dafür, dass unsere wahre Heimat der Himmel ist.“
Weil die jahrhundertelange Erfahrung sicher zeigt, dass diese Lebensform ein unbezahlbarer Dienst für Kirche und Welt ist, laden wir Sie ein, mit uns in Dankbarkeit und Kontemplative Schwestern stellen in der Wertschätzung kontemplative Schwestern Begrenzung der möglichen Lebenswelt in aller Welt zu unterstützen. Wertvolles und Gutes zurück, um mehr Zeit und Raum für Gott und die Menschen Für die diesjährige Feier von Ostern, dem zu haben, für die sie betend eintreten. Sie Mittegeheimnis unseres Glaubens, wünrichten ihr Leben bräutlich auf die Wie- sche ich Ihnen ein tiefes Ergriffenwerden derkunft Christi aus und bezeugen mit und Gottes reichen Segen. ihrer ganzen Existenz für alle Menschen: „Das Volk Gottes hat hier keine bleibende Heimstatt.“ Sie machen so „die himm- Ihr lischen Güter, die schon in dieser Zeit gegenwärtig sind, allen Gläubigen kund, bezeugen das neue und ewige, in der Erlösung Christi erworbene Leben und kündigen die zukünftige Auferstehung und die Herrlichkeit des Himmelreiches P. Anton Lässer CP an“ (LG 44). Vor ihren geliebten SeelenKirchlicher Assistent 1