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© Ismael Martínez Sánchez / ACN
KIRCHE IN NOT
Nr. 3 · April 2023
„Die Ordensschwester ist das Sinnbild der Mutter Kirche und der Mutter Maria, das Sinnbild der Mütterlichkeit der Kirche und der Mütterlichkeit der Muttergottes.“ Papst Franziskus, 17. September 2015
Peru: Schwester Maite bringt Gottes Segen.
die Evangelien berichten uns, dass es vor allem die Frauen waren, die Jesus bis zum Kreuz begleiteten, seinen Leichnam ins Grab legten und am dritten Tag dem Auferstandenen als Erste begegneten. In diesen Frauen wurde das marianische Geheimnis der Kirche offenbart. In ihnen vergegenwärtigte sich die unverzichtbare und entscheidende Berufung der Gottesmutter bei der Verwirklichung des Heilsplanes Gottes für die Welt. Ohne Mutter gibt es den Sohn nicht. Ohne Maria kein Jesus! Diese marianische Berufung wird heute in besonderer Weise in gottgeweihten Frauen fortgesetzt. Sie weisen auf die eigentliche Bestimmung der Kirche und die eines jeden Menschen hin, ein vollkommenes JA-Wort zu Gott und auch zu Seinem Kreuz zu sprechen. Die heilige Mutter Teresa drückte es so aus: „Wir Ordensfrauen legen unsere Profess nicht ab, um ‚Professionals‘ zu werden und einen Beruf zu haben, sondern um Jesus allein mit ungeteilter Liebe zu lieben.“ In dieser Ausgabe berichten wir Euch vom Einsatz vieler mutiger Frauen, die wie Maria ihr Leben ganz Gott geweiht haben. Ihre Stärke, ihr Dienst beim Aufbau der Kirche und
der Welt, ihr stilles Gebet und ihre Hingabe bleiben weitgehend vor den Augen der Welt verborgen, und leider wird nicht selten auch innerhalb der Kirche ihre wahre Berufung verkannt. So wie der Name Marias in den österlichen Berichten der Evangelien nicht erwähnt wird, so erleben auch viele Ordensschwestern nicht die Herrlichkeit des Ostersieges und noch weniger stehen sie im Rampenlicht der Öffentlichkeit. Sie bleiben
fruchtbar macht und lebendige Hoffnung der Auferstehung in den Herzen der Menschen weckt. Sie schauen auf Maria, wie Schwester Noha, die uns aus dem Libanon schrieb: „Wenn jeden Morgen kranke Menschen mit Tränen in den Augen, besorgt, verwirrt und verzweifelt vor der Tür der Ambulanz stehen, rufe ich das Herz Mariens an, um fähig zu sein, zuzuhören, zu verstehen, aufzunehmen, einen Rat zu geben. Ich betrachte Maria, wie sie bereit ist zu dienen, Freude zu schenken und auf ihren Sohn zu ver„Sie sind Helferinnen, trauen. Sie verwandelt unsere Mühen Schützerinnen, Beistand in eine selbstlose Gabe und lässt under Gläubigen, Dienerinnen sere Bemühungen Früchte tragen.“ der Kirche, Mütter für viele.“ Ja, da sehen wir das marianische, mütterliche Herz der Kirche. Es ist die im Schatten des Kreuzes, um das Licht in die Mitte der österlichen Sendung eines jeden Dunkelheit der Welt zu bringen. Sie zeigen von uns. Und das Muttersein ist keinesfalls die wahre Liebe der Mutter, die bei ihren lei- selbstverständlich. denden Kindern wacht und sie umsorgt. Gesegnete Ostertage wünscht Euch und Der heilige Paulus umschreibt in seinen Brie- Euren Familien Euer dankbarer fen die Größe der Berufung der gläubigen Frauen mit Titeln, die in der Heiligen Schrift direkt auf die Person und das Wirken des Heiligen Geistes hinweisen: Helferin, Schützerin, Beistand der Gläubigen und der Priester, Dienerin der Kirche, Mutter für viele. So leben auch heute viele Frauen aus der Kraft des P. Martin M. Barta Heiligen Geistes, der die Mission der Kirche Geistlicher Assistent 1