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KIRCHE IN NOT
Nr. 1 · Jänner 2024
Burkina Faso: Ein Priester stellt eine Mutter und ihr Kind unter Gottes Schutz.
Liebe Freunde,
Weisheit Gottes vorzudringen. Eher sollten Hände lege ich meinen Geist!“ (Lk 23,46). wir fragen: Gott, wo gibt es hier noch Sinn? In dunklem Glauben und Vertrauen stirbt die Welt blickt besorgt in den Nahen Besteht Hoffnung auf die Überwindung er in die Hände des Vaters hinein – er überOsten, nach Osteuropa und auf jene des übermächtig scheinenden Bösen? Wo- lässt sich gänzlich IHM. Die Antwort ist der Mächte, die im Hintergrund die Gescheh- durch kann Leid Sinn erfahren? Ostersieg. nisse beeinflussen. Auch die schweren Nöte in anderen RegioAus einem tiefen Erfassen von „Beten wir dafür, nen der Welt, denen wir bei KIRKreuzesgeheimnis und Ostersieg dass niemand ohne CHE IN NOT täglich begegnen, formuliert der heilige Paulus: die Hoffnung und den möchten wir Ihrer Aufmerksam„Jetzt freue ich mich in den Leiden, keit, Ihrem Gebet und Ihrer Hilfe Trost des Kreuzes bleibt.“ die ich für euch ertrage. Ich eranempfehlen. Besonders gilt dies gänze in meinem irdischen Leben, für den afrikanischen Kontinent. Wir Christen sind bei diesen Fragen radikal was an den Bedrängnissen Christi noch auf das Kreuz Christi verwiesen, der für fehlt an seinem Leib, der die Kirche ist“ Das vielfältige, oft unsägliche Leid legt die uns in allem Weg, Wahrheit und Leben ist. (Kol 1,24). Dieses Wort gibt uns nicht die Frage nahe: „Woher kommt das alles?“, Dort am Kreuz werden Sünde, Tod und Antwort auf das Warum – es benennt in „Warum, o Gott, mutest du den Menschen Teufel überwunden und finden ihr Ende! der Weisheit Gottes den Ort unserer Hoffso Schweres zu – Folter, Mord, Tod?“ Eine Wenn wir beim Gekreuzigten verweilen, nung und Sinnstiftung, dessen wir in dieeinfache Antwort wird der existenziellen betrachten wir, wie die Wunden, das Leid, ser Zeit so dringend bedürfen. Beten wir Tiefe dieser Fragen und den Betroffenen die grausamste Folter, das ganze Böse, das für alle Leidenden um die Gabe des Heinicht gerecht. Das „Mysterium iniquitatis“, sich an ihm austobt, sogar der Tod letzt- ligen Geistes und helfen wir ihnen, dass das Geheimnis des Bösen, von dem der lich von der Liebe des Gottessohnes ver- niemand ohne die Hoffnung und den heilige Paulus im zweiten Thessalonicher- schlungen werden. ER bleibt in der Liebe. Trost des Kreuzes bleibt. brief spricht (vgl. 2 Thess 2,7), kann der In seinem beklagenswerten Zustand sorgt Mensch nicht auflösen. Es lässt sich von er sich um Johannes und Maria, um den uns nicht gänzlich entschlüsseln und bleibt Schächer neben sich, und betet für diejebei aller Annäherung immer Geheimnis. nigen, die ihn kreuzigen: „Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun!“ Die Frage nach dem Warum greift zu kurz (Lk 23,34). Auf das Empfinden der GottverPater Anton Lässer CP und vermag nicht bis zur übernatürlichen lassenheit antwortet er mit „Vater, in deine Kirchlicher Assistent 1