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Echo der Liebe Nr. 1/2023

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www.kircheinnot.at Nr. 1 · Jänner 2023

KIRCHE IN NOT

„Möge es immer mehr Menschen geben, die in aller Stille, Demut und Beharrlichkeit Tag für Tag zu Handwerkern des Friedens werden.“ Papst Franziskus, Botschaft zum Weltfriedenstag 2022

Kreuz in Benin.

in der festlichen Atmosphäre der Weihnachtszeit ruft die Kirche dazu auf, dass jeder von uns den Frieden schafft. Der Friede ist ein Geschenk Gottes, aber es liegt an den Menschen, es anzunehmen, um eine Welt des Friedens aufbauen zu können. Weil der Friede eine Gabe ist, müssen wir den Vater des Lichts, von dem „jede gute Gabe und jedes vollkommene Geschenk“ (Jak 1,17) kommt, beharrlich darum bitten. In jeder heiligen Messe steigt von unseren Altären die innige Bitte auf: „Gib Frieden in unseren Tagen.“ Der Mensch, der den Frieden durch seine eigene Unwissenheit und Bosheit zerstören kann, ist nicht mehr in der Lage, ihn aus eigener Kraft wiederherzustellen. Deshalb ist die Hilfe von oben für ihn unerlässlich. Der Friede ist aber auch eine Errungenschaft, die von uns eine tatkräftige Mitarbeit erfordert. Vor allem müssen wir uns selbst dazu erziehen, die Grundsätze zu respektieren, die eine Kultur des Friedens fördern. Diese Grundsätze sind für jeden Menschen mit gesundem Menschenverstand und gutem Willen verständlich und annehmbar. Um den Frieden zutiefst zu bejahen, müssen die Menschen eine gemein-

same Weise des Denkens und der Liebe wiederfinden, die Achtung der Rechte aller und nicht nur der eigenen. Und vor allem müssen wir die schwierige und erhabene Kunst des Verzeihens erlernen, die allein die Spirale des Hasses durchbrechen kann. Es ist unabdingbar, dass wir zu einer gemeinsamen Vision des Menschen gelangen, einer Vision, die zwar die Eigenart und Besonderheit der verschiedenen Kulturen respektiert, aber als geistiger Kompass für alle gleich ist und von allen als Fundament der Wahrheit anerkannt wird.

schaffen, indem ich meine inneren Widersprüche löse. Dann Frieden in der Familie, indem wir auch den kleinsten Streit sofort beilegen. Diese geteilte Liebe breitet sich in konzentrischen Kreisen in den verschiedenen Bereichen unseres Lebens und Handelns aus und verändert das Klima in der Welt. Mit dieser festen Entschlossenheit sollten wir dieses Jahr beginnen und uns daran erinnern, dass eine der Seligpreisungen lautet: „Selig, die Frieden stiften; denn sie werden Kinder Gottes genannt werden“ (Mt 5,9) – Kinder Gottes und zugleich Kinder der Gottesmutter, der Königin des Friedensstifter Friedens.

„Wenn wir sein wollen, müssen wir bei uns selbst anfangen.“ Die Kirche fordert uns auf, den Frieden zu schaffen. Es ist einfach zu sagen: Dies ist ein zu gewaltiges Unternehmen, vor dem ich mich wie ein Sandkörnchen in der Wüste fühle. Das Beispiel der Gottesmutter, deren Hochfest gerade am Neujahrstag gefeiert wird, aber sagt uns: Lebe so, als ob der Friede der Welt nur von dir abhinge; setz dich ganz dafür ein! Wenn wir Friedensstifter sein wollen, müssen wir bei uns selbst anfangen. Zunächst einmal vom eigenen Herzen her: Ich muss Frieden in mir selbst

Am 31. Dezember haben wir das letzte Blatt vom Kalender abgetrennt. Nun liegt das neue Jahr wie ein sauberes, weißes Blatt vor uns, auf das wir oben den Namen Mariens schreiben wollen, wie ein Siegel und ein Programm. Er ist ein Zeichen der Hoffnung für diese von Gewalt erschütterte Welt.

Mauro Kardinal Piacenza, Präsident von KIRCHE IN NOT 1


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