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Kurze Lebensläufe der ReferentInnen - Impulskonferenz 2022

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Impulskonferenz - Wie klimafit ist der Bundesstaat? 15.11.2022 Herausforderung Klimawandel für den Bundesstaat Nina Knittel (Universität Graz – Wegener Center) Die Kosten durch Nicht-Handeln in der Klimapolitik sind bereits heute beträchtlich und werden zukünftig markant ansteigen. Wetter- und klimabedingte Schäden liegen aktuell bei zumindest 2 Mrd. Euro und werden um 2050 im Bereich von zumindest rund 6 bis 12 Mrd. Euro erwartet – jeweils im Jahresschnitt. Für Klimawandelanpassung wird heute von öffentlicher Seite rund 1 Mrd. Euro jährlich ausgegeben, was sich bis 2050 auf mehr als 2 Mrd. Euro pro Jahr verdoppeln wird. Während Klimawandelanpassung die Schäden der Erderwärmung reduzieren kann, bestimmt das Ausmaß der Erwärmung die Höhe unvermeidbarer Restschäden, die auch nach verstärkter Anpassung verbleiben. Anpassungsmaßnahmen der öffentlichen Hand wirken sich zwar direkt auf öffentliche Budgets aus, aber auch indirekte Folgen über Veränderungen der Steuerbasis und des Konsumverhaltens sind entscheidend. Die Gesamteinnahmen des Staates können durch die Klimawandelanpassung steigen und somit die zusätzlichen direkten Ausgaben kompensieren. Geringere Auswirkungen des Klimawandels ermöglichen geringere Zahlungen für Katastrophenhilfe und Arbeitslosenunterstützung sowie entsprechend höhere Steuereinnahmen. Nina Knittel ist promovierte Volkswirtin und Mitglied der ökonomischen Forschungsgruppe am Wegener Center für Klima und Globalen Wandel der Uni Graz. Ihre Hauptforschungsgebiete sind die makroökonomischen Auswirkungen internationaler Klimawandelfolgen sowie Kosten und Nutzen von Klimawandelanpassung. Ihre methodische Expertise liegt in der quantitativen Modellierung, genauer gesagt in der computergestützten allgemeinen Gleichgewichtsmodellierung (CGE).

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