»Ein feiner, vielschichtiger Roman. Daniel Mezger schafft mit Charlotte eine herbe, faszinierende Romanfigur.«
Martina Läubli / NZZ am Sonntag
Bachmann, Max 978-3-7152-5060-1
Auf der Suche nach einem Erinnerungsort für Max Frisch stößt Dieter Bachmann auf einen Platz im Zürcher Industrieareal – da, wo Bührles Waffenfabrik stand. Eigene Erinnerungen an den einstigen Weggefährten führen ihn ins Tessin, ins Freibad Letzigraben und nach Solothurn – zu einem letzten Besuch bei Peter Bichsel.
Baum, Joch 978-3-7152-5064-9
»Ich bin eine erstklassige Schriftstellerin zweiter Güte.« Vicki Baum »Ich finde, Vicki Baum ist eine erstklassige Schriftstellerin erster Güte!«
Elke Heidenreich / Lesen!
Melchiorre, Cimamonte 978-3-7152-5038-0
»Ein großartiger Roman! Er vollbringt das Meisterstück literarischer Alchemie: die Vorbilder in einer komplexen, mitreißenden Erzählung zu verschmelzen, die alle Register zieht.« Niklas Bender / FAZ
Nominiert für den International Booker Prize 2026
Meitsch 978-3-7152-5062-5
»Graziella Contratto schiebt den Vorhang der Zeit zur Seite und blickt auf die Bühne der Kindheit. Was für ein hinreißendes literarisches Debüt!« Alain Claude Sulzer
Semadeni, Tamangur 978-3-7152-5810-2
»Die Lyrikerin Leta Semadeni entwirft in ihrem Romandebüt einen Reigen intensiver Augenblicke, in dem Traum, Wunsch und Wirklichkeit verwoben sind. ›Die Erinnerung ist weit weg von der Wahrheit. Aber sie macht glücklich.‹ Das gilt auch für dieses hinreißende Buch.« Meike Schnitzler / Brigitte
Bigna 978-3-7152-5067-0
Bigna, das Mädchen aus der Val Müstair, philosophiert mit kindlicher Radikalität über Gott und die Welt. Vor allem aber liebt das Kind, das bald nicht mehr Mädchen noch Junge sein will, sondern einfach Bigna, die Berge.
Lebend 978-3-7152-5061-8
»Instinktiv wie ein Lachs, wanderte ich zur Quelle hinauf, ganz egal, dass schon Mittag war, Mittag in meinem Leben; was ich finden würde, war von unschätzbarem Wert.« Ein kraftvollzärtliches Buch, in dem weibliches Empfinden ausgelotet wird: das Erleben von Gewalt, Mutterschaft und Liebe.
Contratto,
Krohn,
Poget,
Zürich im März 2026
Liebe Buchhändlerinnen und Buchhändler,
dass Atlantis Literatur für Überraschungen gut ist, zeigte sich jüngst in London: Matteo Melchiorres Roman The Duke über einen ungeliebten Adligen in einem italienischen Bergdorf – bei uns unter dem Titel Der letzte Cimamonte erschienen – wurde für den International Booker Prize 2026 nominiert! »The Booker Prize Foundation exists to inspire people to read the world’s best fiction.« Das verstehen wir natürlich als exzellente Auszeichnung auch für unsere Ausgabe, drücken weiterhin fest die Daumen – und arbeiten an neuen Hoffnungsträgern.
Im Herbst freuen wir uns auf Verrat an Hyun der Zürcher Theaterautorin und Kolumnistin Renata Burckhardt; in ihrem Romandebüt geht es um zwei Frauen, die als Fremde zusammen in einer Wohnung leben – und doch viel mehr gemeinsam haben, als gedacht. Bei Jens Steiner, neu bei Atlantis, kommt eine ganze Community zu Wort: Jo, Tess und die andern ist ein Roman in Briefen, der die Ideale der 80er Jahre noch einmal zum Leuchten bringt. Während Fanny Desarzens die großen und kleinen Ereignisse einer hundertjährigen Familiengeschichte im Blick hat und festhält: Was von all dem bleibt . Gertrud Wilkers Winterdorf zeigt die trügerische Idylle eines Bündner Bergdorfs, dessen Bewohner*innen sich nach dem ersten Erscheinen derart entlarvt fühlten, dass sie die gesamte Auflage aufkauften. Auch das Leben von Regula und Herbert Reuss in der französischen Provinz, dort spielt Hansjörg Schertenleibs neuer Roman Für die Katz, könnte paradiesisch sein – wäre da nur nicht dieser Nachbar … Um die Fehlbarkeit des Menschen drehen sich auch zwanzig neue Erzählungen von Margrit Schriber, die das literarische Programm abrunden. Bei den Krimis setzen wir mit Christoph Simon auf Gertschs dritten Fall Minus mal Minus , auf Nicolas Feuz, Der Briefmarkenmann; und Christian Johannes Käser nimmt uns zum Alten Silvester nach Appenzell mit.
Lassen Sie sich von unserem neuen Programm inspirieren!
Wir freuen uns auf einen schönen Sommer und einen starken Herbst.
Ihre
Daniela Koch
»Glücksforschung ist das! Die brillant klare Prosa von Renata Burckhardt lässt uns in ihre Romanwelt eintauchen – und macht die Welt vergessen.«
Marlene Streeruwitz
RENATA BURCKHARDT , Jahrgang 1973, ist Bühnenautorin und Dozentin an verschiedenen Hochschulen für Kunst, Literatur und Theater; und sie schreibt regelmäßig Kolumnen fürs Magazin Z der NZZ . Nach ihrer Novelle Alma (2021) ist Verrat an Hyun ihr erster Roman. Burckhardt lebt in Zürich.
Als Hyun bei Arta einzieht, haben sich die beiden nur einmal online gesehen. Die eine ist schlaflos und erschöpft und hat zusammen mit ihrem kleinen Sohn neuerdings ein Zimmer zu viel. Die andere will in der Schweiz arbeiten: »Cyber Security«, sagt sie, das südkoreanische Militär schicke sie. Mit Hyun zieht eine Welt bei Arta ein, von der sie nicht weiß, was sie bedeutet. Nicht nur werden täglich neue elektronische Geräte angeliefert, Arta sieht auch dabei zu, wie ihre neue Mitbewohnerin kaum schläft und isst, aber sich geradezu ins Koma arbeitet. Eines Tages bittet Hyun: »Please, don’t write about me.« Weiß sie, dass Arta schon längst dabei ist? Wer, wenn nicht sie, könnte sich ohne Mühe in alle Systeme einloggen?
Renata Burckhardt erzählt von zwei Frauen, die Bad und Küche teilen, aber in unterschiedlichen Lebenswelten zu bestehen versuchen. Zwei Frauen, die beide in der anderen erkennen, dass ihre Idee von Arbeit nicht aufgeht, dass Leben etwas anderes bedeutet. Verrat an Hyun ist ein kraftvoller, vorwärtstreibender Gegenwartsroman über Ehrgeiz, Einsamkeit, Freundschaft und die Frage, wo Gesellschaften sich hinbewegen.
› Eine packend erzählte Geschichte über den Mut zur Veränderung
› Zwei Frauen aus sehr unterschiedlichen Kulturen stecken im Leistungsdenken fest, bis sie erkennen, dass das Glück damit nicht zu haben ist
› Erster Roman der bekannten Kolumnistin und Theaterautorin Renata Burckhardt
› Lesungen
› Digitales Leseexemplar: vertrieb@atlantisverlag.ch oder
RENATA BURCKHARDT
Verrat an Hyun
Roman
ca. 192 Seiten | Gebunden
ca. € (D) 23,– | ca. sFr 31,90 | ca. € (A) 23,70
ISBN 9783715250731 | Auch als EBook WG 1112 | 20. August 2026
Spätabends tippe ich »Hyun Pak Südkorea Militär« bei Google ein. Hunderte Gesichter von Südkoreanerinnen erscheinen. Hyun liegt nebenan auf dem Bett in ihrem Zimmer. Sie liegt da wie ein Brett, angezogen, an ihren Füßen baumeln schwarze Plastikschlappen. Sie hat beide Zimmertüren offenstehen, die Deckenlampe brennt. Das Zim
mer ist riesig, nun karg eingerichtet, vor dem Fenster Baumkronen, mal geräuschlos, mal rauschend, hin und wieder das Kreischen einer Fledermaus, Füchse sind im Viertel nicht mehr zu hören, sie sind erschossen worden. Zwischen den Silhouetten der Bäume und Nachbarhäuser glitzern die Lichter der Stadt. Wo es dunkel bleibt: der See.
»Statt geschmeidig den Markt zu bedienen, folgt Steiner als Autor seinen eigenen Interessen: mit einer gewissen Sturheit, aber auch mit Witz und sprachlichem Eigensinn.«
Bettina Kugler / St. Galler Tagblatt
JENS STEINER , geboren 1975, als Sohn einer Dänin und eines Schweizers in Zürich aufgewachsen. Lektorentätigkeit bei verschiedenen Verlagen. Autor mehrerer Romane, zwei Mal auf der Longlist für den Deutschen Buchpreis vertreten. Mit Carambole gewann er den Schweizer Buchpreis 2013; zuletzt erschien Die Ränder der Welt (2024). Steiner lebt im Burgund.
Tess und Jo, ein Paar in den 80ern. Mit Freunden zusammen haben sie ein altes Haus am Stadtrand von Zürich gekauft – »unsere Bude«, sagen sie. Doch den Traum von Gemeinschaft auch zu leben, entpuppt sich als nicht so einfach. Als Jo, einst engagierter Jurist und Dreh und Angelpunkt der Gruppe, eines Tages verschwindet, mobilisiert Tess ihr Umfeld – und ein reger Briefwechsel beginnt. Wir lesen von Robert, Jos ältestem Freund, der sich in Stuttgart durch eine Ehe wurstelt, von Jos Schwester Alice und ihrem ExMann Milusch, der nach dem Prager Frühling in die Schweiz kam; Tess meldet sich aus Schottland, wo sie sich mit Angeboten der NewAgeBewegung tröstet. Und mittendrin Tomek, der Sohn von Alice und Milusch, der lieber Tess als Mutter hätte – und sich aus dem Heute heraus die Augen reibt.
Vielstimmig und gleichzeitig intim hält Jens Steiner das Ringen um Freundschaft und Liebe einer ganzen Community fest, die anfängt, an den eigenen Lebensentwürfen zu zweifeln, aber auch in der Sorge um einen von ihnen wieder näher zusammenrückt.
»Jens Steiner verwebt mutig große Menschheitsthemen wie Liebe, Freundschaft und Verrat zu einer wortwörtlich welthaltigen Erzählung.«
Timo Posselt / Die Zeit
Meine liebe Tess. Verzweiflung ist ein komisches Ding. Nie bist du so sehr bei dir selbst wie in der Verzweiflung, nie sonst macht die Welt dir so deutlich klar, dass es sie gibt. Und du denkst: Ist Verzweiflung wirklich das Gegenteil von Glück? Ist Verzweiflung nicht vielmehr die intimste, schönste Beziehung, die man zur Welt haben kann? Ich suche nach nichts und finde dennoch ständig
› Ein vielstimmiges Panorama der 80er-Jahre und eine Erinnerung mit einer Prise Nostalgie an die Ideale einer ganzen Generation
› Der neue Roman des Schweizer Buchpreisträgers Jens Steiner
› Lesungen
› Digitales Leseexemplar: vertrieb@atlantisverlag.ch oder
JENS STEINER
Jo, Tess und die andern
Roman
ca. 192 Seiten | Gebunden
ca. € (D) 23,– | ca. sFr 31,90 | ca. € (A) 23,70
ISBN 9783715250700 | Auch als EBook WG 1112 | 20. August 2026
etwas. Mein Leben ein Fest der Vergeblichkeit, das einzige Fest, das sich zu feiern lohnt. Ich weiß, meine Einsamkeit wird kein Ende nehmen. Ich passe hier nicht hin, ich passe nirgendwo hin. Und immer, immer, immer denke ich an die Meine, die ich so sehr liebe.
Ich umarme dich, meine Allerliebste Jo
Ein Leben ohne Katze ist möglich, aber sinnlos.
HANSJÖRG SCHERTENLEIB , geboren 1957 in Zürich. Ausbildung zum Bleisetzer und Typographen. Besuch der Kunstgewerbeschule Zürich. Seit Frühling 1982 freier Schriftsteller. 1992/1993 Hausautor am Theater Basel, für das er Schilten von Hermann Burger und Mars von Fritz Zorn dramatisierte. Veröffentlichte vierzehn Romane, drei Bände mit Erzählungen, drei Novellen, eine Gespenster geschichte, drei Gedichtbände, zwei Jugendbücher, ein Kinderbuch sowie zwei Maine Krimis, die in ein Dutzend Sprachen übersetzt und vielfach ausgezeichnet worden sind. Seine Theaterstücke wurden an Bühnen auf der ganzen Welt aufgeführt, seine Hörspiele in zahlreichen Ländern gesendet. Seit 1999 übersetzt er aus dem Englischen, etwa Sam Shepard, Eoin McNamee und John Knowles. Lebte in Wien, London, Boston und Berlin und wanderte 1996 ins County Donegal in der Republik Irland aus, wo er 2003 die irische Staatsbürgerschaft erhielt. 2016 zog er für vier Jahre nach Spruce Head Island in Maine, seither lebt er mit seiner Frau im Morvan im Burgund.
Regula und Herbert Reuss sind aus der Schweiz in das abgelegene hameau Ravelon im Burgund ausgewandert. Während Regula aktiv wie eine Biene durch ihr pensioniertes Leben schwirrt, lässt Herbert die Zeit vergehen, ohne einen Streich zu tun, blättert ziellos in obskuren Büchern, trinkt bereits morgens heimlich Calvados und genießt die Zweisamkeit mit Kater Ixefix, der ihnen zugelaufen ist. Kurz und gut, er zelebriert das himmlisch lasterhafte Leben des pensionierten Faulenzers. Einzig der Kontakt mit den skurrilen Leuten aus dem hameau, die alle ihre Geheimnisse hüten, verhindert, dass er vollends zum Eremiten wird. Das Leben am Rand der Wälder des Morvan wäre in der Tat paradiesisch, wenn da nicht der Nachbar Cafard wäre, der alle mit seinem rücksichtslosen Verhalten terrorisiert und Herbert in eine erbitterte Nachbarschaftsfehde verstrickt …
»Witzig und liecht, trotz em Thema. Es super Buech. Umbedingt läse!«
Stefan Gubser
»Ein großer Stilist und meisterhafter Erzähler.«
The Irish Times, Dublin
Den Morgen verbummelte er mit Nichtstun. Weder mähte er die Wiesen noch entsorgte er das Altglas in der Déchetterie noch wechselte er die Bettwäsche, wie er Regula versprochen hatte. Stattdessen lag er nackt bis auf die Unterhosen im verdunkelten Wohnzimmer auf dem Sofa, hörte
Steve Windwoods Talking Back To The Night, las vergnügt in Ewald G. Seeligers Handbuch des Schwindels, süffelte Calvados, blätterte in La
› In der französischen Provinz scheint die Zeit stehen geblieben zu sein –mit Hansjörg Schertenleibs Romanen vergeht sie wie im Flug.
› Humorvoll, listig und mit viel Menschenkenntnis erzählt
ISBN 9783715250694 | Auch als EBook WG 1112 | 20. August 2026
Bourgogne Vue Du Ciel und versuchte mehrmals, Ixefix mit Jambon Cru unter dem Bett hervorzulocken, der ihn aber nur eisig musterte und sich nicht streicheln ließ. Sollte er den Veterinär in Autun anrufen und um Rat fragen? Dass er Regula nicht erreichte und sie sich auch nicht bei ihm meldete, war nicht ungewöhnlich. Beide telefonierten sie ungern und konnten mit dem Schweigen des anderen in der Leitung schlecht umgehen.
»Margrit
Schriber zählt zu den Schweizer Schriftstellerinnen,
die etwas zu sagen haben.«
Luzerner Zeitung
256 Seiten | Taschenbuch
(D) 16,– | sFr 22,– | € (A) 16,50
9783311151234
MARGRIT SCHRIBER , 1939 in Luzern geboren, lebt in Zofingen und in der Dordogne. Sie arbeitete als Bank angestellte, Werbegrafikerin und Fotomodell, bevor sie Schriftstellerin wurde. Ihr umfangreiches literarisches Werk wurde mehrfach ausgezeichnet. Margrit Schriber war die erste Frau im Vorstand der Gruppe Olten und gilt als eine der Pionierinnen im Schweizer Literaturbetrieb. 2022 erschien die Autobiographie Das Abenteuer, eine Frau zu sein 144 Seiten | Gebunden
Die junge Kassiererin einer Bank soll lernen, wie man sein Kapital arbeiten lässt, erst dann darf sie tanzen und Wellen reiten. Ein begeisterter HobbyAstronom zieht sich in die Berge zurück, legt sich Hühner zu und benennt sie nach seinen Verflossenen. Eine Nebenbraut flieht vor der Einsamkeit in eine Autobahnraststätte. Eine Gräfin wartet mit ihrem Mops am See auf ihren Gigolo. Margrit Schribers Figuren sind auf der Hut und schauen in die Sterne. Sie haben Affären und Träume und denken darüber nach, ob man seine letzten Worte von Hand schreiben sollte. Sie werden dafür geliebt, unkompliziert zu sein, und wissen, wann etwas verloren ist. In zwanzig neuen, unveröffentlichten Geschichten zeigt die Autorin ihr feines Gespür für die menschliche Fehlbarkeit und erzählt mit liebevollem Blick von kleinen Dramen und dem großen Glück.
»Margrit Schriber ist schon immer eine raffinierte Erzählerin und Beobachterin menschlicher Unzulänglichkeiten gewesen …
Die Wirkung ist befreiend und beklemmend zugleich.«
Frankfurter Allgemeine Zeitung
› Zwanzig unveröffentlichte Erzählungen von Margrit Schriber
› Margrit Schriber setzt da an, wo es wehtut: Mit einem genauen Blick für das Fehlbare zeigt sie die Schwächen und Unzulänglichkeiten ihrer Figuren auf – und spürt ihren Möglichkeiten nach.
ISBN 9783715250755 | Auch als EBook WG 1112 | 8. Oktober 2026
Mit fünfzig ist man zu alt für Märchen. Aber noch jung genug, um sich von Reisen in andere Länder ein Abenteuer zu versprechen. Man darf noch hoffen, vom Zauber einer Liebe gestreift zu werden. Doch man weiß, dass Träume platzen
wie Seifenblasen. Es läuft nie ganz so, wie man es erhofft. Andernteils schützt Erfahrung nicht vor Dummheiten. Alter macht weise. Man sagt das so dahin. Mit feinem Lächeln und einem Blick zum Himmel.
»Gertrud Wilker hatte einen feinfühligen und unverstellten
Blick auf die Abgründe in und zwischen Menschen. Diese Abgründe klaffen bis in die heutige Zeit.«
Rebekka Salm
GERTRUD WILKER , geboren 1924 als Gertrud Hürsch in Solothurn, wuchs in Bern auf und studierte in Bern und Zürich Germanistik und Psychologie. 1952 wurde sie mit einer Arbeit über das deutsche Sonett von Goethe bis Rilke promoviert. 1962 / 1963 lebte sie mit ihrem Mann und zwei Kindern in den USA; eine Zeit, die sie literarisch in Collages USA. Ein Bericht (1968) verarbeitete. Als Schriftstellerin debütierte sie nach kleineren Lyrik und Prosapublikationen 1966 mit dem Generationenroman Elegie auf die Zukunft , dem sie 1980 anlässlich einer Neuauflage den Titel Wolfsschatten gab. Es folgten mehrere Romane sowie Kurzprosa, darunter die viel beachteten Erzählbände Winterdorf (1977) und Blick auf meinesgleichen (1979) mit Texten über spezifisch weibliche Themen. Obwohl sie zeitlebens Gedichte schrieb, veröffentlichte sie erst zuletzt, bereits von einer schweren Krankheit gezeichnet, eine Auswahl in dem Band Feststellungen für später . Gertrud Wilker starb 1984.
Ein Bergdorf mit einem einzigartigen Panorama: behütet von Zwei und Dreitausendern, sonnenverwöhnt, reinste Luft. Ein paar Häuser und Ställe neben einer Kapelle. Aber auch gottverlassen und auf unsicherem Grund: der Rutschrampe eines ehemaligen Murgangs. Das Gehabe der Wintergäste, zumindest darin ist man sich hier einig, kann niemand brauchen. Ein Mädchen, das Tag um Tag die Glocken läutet, der Kirche und dem Pfarrer treu ergeben. Die Blutsaufete, in der alljährlich im November das vor dem Aussterben begriffene Dorf gerettet wird. Ein Maskenschnitzer und drei Skilehrer mit einer Schwäche für alles Süffige. Vier Schäferhunde, die der Föhn verrückt gemacht hat, und Hilferufe, die ungehört verklingen. Gertrud Wilker erzählt von der Brüchigkeit vertrauter Lebenswelten und den Abgründen hinter der vermeintlichen Idylle eines Bergdorfs.
Bei Sonnenuntergang wird aus der offenen Stalltür der dampfende Mist auf den Misthaufen geschaufelt, die Kühe warten mit vollem Euter unruhig an der Krippe, im Konsumladen wird Licht gemacht, die Wirtin im ›Wilden Mann‹ zündet eine Zigarette an, die Schulkinder lutschen, obschon es verboten wäre, Eiszapfen, und der Herr Pfarrer hat bei Sonnenuntergang regelmäßig Lust auf ein Wurstbrot. Zugereiste, Touristen, Zuschauer, Wintergäste sol
› Erschütternd! Nie war der Satz »Die Idylle trügt.« wahrer.
› Schonungslos und drastisch, radikal und makaber. Und dabei unerklärlich poetisch.
› Mit einem Nachwort von Rebekka Salm
› Die Bewohner*innen eines Bündner Bergdorfs fühlten sich nach Erscheinen durch die Erzählung entlarvt –und versuchten, die gesamte Auflage aufzukaufen.
ISBN 9783715250717 | Auch als EBook WG 1112 | 8. Oktober 2026
len einen hiesigen Sonnenuntergang unvergleichlich finden, warum? Weil sie nichts sonst zu tun haben, als hinzusehen und festzustellen, dass man unbedingt eine Aufnahme davon machen sollte, farbig, wogegen man von den Einheimischen für sogenannte Schönheiten der Natur keine besondere Begeisterung wird erwarten dürfen, da sie davon nicht besser zu leben pflegen, dass die Sonne hier oben wie auf einem Kalenderbild untergeht.
»Fanny
Desarzens’
neuer Roman feiert das einfache Leben.« Prix du Public RTS
FANNY DESARZENS , 1993 geboren, hat in Genf den Studiengang Bildende Kunst abgeschlossen. Für ihr Debüt Berghütte wurde ihr der Schweizer Literaturpreis 2023 und der Terra Nova Preis der Schweizerischen Schillerstiftung verliehen. Auf Chesa Seraina (2025) folgt ihr dritter Roman Was von all dem bleibt , nominiert für den Publikumspreis des Westschweizer Radios und Fernsehens RTS. Fanny Desarzens lebt in Lausanne.
Nicht in den Bergen, nicht am Meer – man ist auf einer Ebene in guter Höhe, grüne Felder, so weit das Auge reicht. Hier hat die Familie ihren Ursprung. Hier ist Marianne geboren. Ihre Großeltern führten den Dorfladen, in dem sich ihre Eltern kennengelernt haben. Die zogen der Arbeit wegen in die Stadt.
Über dreißig Jahr später, als Marianne längst eine eigene Familie gegründet hat, kommt diese Landschaft mit Wucht zurück – wie ein unsichtbarer Faden, der immer mitgelaufen ist. Mit einem Mal weiß sie, was ihr fehlt in ihrer Dreizimmerwohnung und was sie mit dem, was ihr Vater für sie erspart hat, anfangen will.
Fanny Desarzens erzählt sanft und rhythmisch vom Lauf der Zeit und von der Kraft einer Landschaft. Von Menschen, die lieben und leiden, die Kinder großziehen und sie aus dem Haus gehen sehen. Die verbunden bleiben durch ihre Eigenarten, ihre Gesten, die ein Erbe weitergeben, das über mehrere Generationen hinweg Bestand hat und sich fortsetzt. Was von all dem bleibt? Vielleicht einfach ein Traum, der Traum von einem eigenen Haus auf dem Land, einem Garten mit Himbeeren und Rosmarin.
› Ein feinsinniger Blick auf hundert Jahre Familiengeschichte, der die familiäre Prägung, das Erbe aufspürt –das, was weitergegeben wird und über die Zeiten erhalten bleibt
ISBN 9783715250687 | Auch als EBook WG 1112 | 15. Juli 2026
Josée hatte gelernt, nichts wegzuwerfen, alles wiederzuverwenden. Sie zeigte Marianne, wie man die Weinkorken für die Möbel brauchen konnte.
Man schnitt sie in kleine Scheiben und klebte je eine unter jedes Bein eines Stuhls. So wurde das Parkett nicht zerkratzt. Aus altem Brot machte sie
Semmelmehl. Sie verbrannte Orangenschalen, um den schlechten Geruch von Francis’ Zigaretten zu überdecken. Vom Kochwasser machte sie Brühe, die Eierschalen benutzte sie, um die Wäsche zu bleichen. Alle Dinge verwertete sie, bis sich nichts mehr, gar nichts mehr damit anfangen ließ.
Ein Dieb,
der von Dieben stiehlt
–
ist das Diebstahl?
CHRISTOPH SIMON , 1972 in Langnau im Emmental geboren, lebt als freier Schriftsteller und Kabarettist in Bern. Er besuchte das Gymnasium in Thun und die Swiss Jazz School in Bern. Seine Romane und Texte wurden in neun Sprachen übersetzt und mit verschiedenen Preisen ausgezeichnet. Mit seinen Solo Kabarettprogrammen tourt er durch die Kleintheater der Schweiz und des angrenzenden Auslands. Christoph Simon ist Buchpreisträger des Kantons Bern ( Planet Obrist (2005), Spaziergänger Zbinden (2010)), zweifacher Schweizer Meister im Poetry Slam (2014 und 2015) und Gewinner des Salzburger Stiers (2018).
Bestseller
Seit Paul Gertsch Großvater geworden ist, hat er seine unehrenhafte Tätigkeit als Dieb an den Nagel gehängt: Vier Jahre lang keinen Auftrag angenommen, nichts gestohlen und nichts Gestohlenes verkauft, er saß einfach nur in seinem Trödelladen in der Berner Altstadt, hing den Erinnerungen nach, wie er einst fremdes Eigentum umverteilte, und hat seinen Ersparnissen beim Schmelzen zugesehen. Als dann ein junger Mann einen teuren Aktenkoffer mit noch wertvollerem Inhalt zu Geld machen will und der Dieb im vorzeitigen Ruhestand kurz darauf im Radio von einem spektakulären Raubüberfall auf ein Anwesen im Berner GalgenfeldQuartier am 1. August hört, tut Gertsch, was ein Gertsch tun muss: Er geht der Sache nach. Dass ausgerechnet sein Schwiegersohn, der Kriminalpolizist Murat Yaman, den Fall leitet, bringt gewisse Herausforderungen für den Familienfrieden mit sich.
»Christoph Simon schreibt sich mit diesem komödienhaft rasanten Krimi und viel Lokalkolorit als neue literarische Krimistimme in die Stadt Bern ein.«
Markus Gasser / SRF
Die legalen Wege kamen ihm flach und ausgetreten vor. Die letzten vier Jahre fühlte sich Gertsch erfüllt und geborgen, wenn er an seine Familie dachte. Und er fühlte sich leer und niedergeschlagen, wenn er an sich selbst dachte. Vier Jahre lang ging es ihm gleichzeitig wunderbar und miserabel. Es war höchste Zeit geworden, mal wieder auszu
› Dieb Paul Gertsch weiß: Das unkriminelle Leben hat seine Vorzüge – aber es ist furchtbar langweilig.
› Spätestens mit dem dritten Fall erlangt der gutherzige Gauner aus Bern Kultstatus.
scheren und irgendwo einzubrechen. Im Naturhistorischen Museum spürte Gertsch, wie sein Herz das Adrenalin durch den Körper pumpte, und es fühlte sich großartig an. »Opa, versteck dich, versteck dich!«, hallte es durchs menschenleere Gebäude. Was sich Gertsch nicht zweimal sagen ließ.
Am Jahresende kommen in Appenzell
Ausserrhoden die Silvesterchläuse – die »Schöne«, die »Wüeschte« und die »Schö-Wüeschte«.
CHRISTIAN JOHANNES KÄSER bezeichnet sich selbst als »Heimweh Appenzeller«. Aufgewachsen in Herisau, schrieb er schon als Jugendlicher für verschiedene Ostschweizer Medien. Nach dem Studium der Philosophie hat er seine Leidenschaft für das Theater zum Beruf gemacht und als Schauspieler und Musiker in verschiedensten Theater und Musicalproduktionen mitgewirkt. 2005 gründete er zusammen mit vier Schauspieler*innen die anundpfirsich GmbH, inzwischen gilt das Ensemble als e influssreichste und prägendste Improtheater Gruppe der Schweiz. Käser lebt mit seiner Frau und seinen vier Kindern in Zürich.
Nach aufreibenden Zeiten als Polizist in Zürich hat Jock Kobel sich in seine Heimat versetzen lassen: das beschauliche Appenzellerland. Als kurz vor Neujahr in Urnäsch ein Silvesterchlaus erschossen wird, ermittelt er zusammen mit seiner Chefin bei der Fachgruppe Gewaltkriminalität der Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden. Doch Silvana di Novi merkt bald, dass Kobel nicht bei der Sache ist. Hat das etwas mit dem Besuch seines ehemaligen Kollegen aus Zürich zu tun, der ihn an ein dunkles Geheimnis aus seiner Vergangenheit erinnert? Die ChlausKollegen des Opfers lenken den Verdacht auf eine junge Künstlerin, die mit einer eigenen Gruppe Teil der männlich geprägten Tradition sein wollte – und der gedroht wurde, falls die Frauen es wagen würden, an Silvester loszuziehen. Die Mordermittlungen führen Kobel zurück ins Jahr 1980, als Queen Elisabeth die Schweiz besuchte und eine Gruppe Zürcher*innen ein Zeichen gegen Macht und Unterdrückung setzen wollte.
Ein maskiertes Wesen mit beeindruckender Haube auf dem Kopf und runden Schellen auf der Brust und dem Rücken betrat das Lokal. Es trug einen roten Rock und eine mit festlichen Stickereien verzierte Bluse. Aus dem Mund der freundlich dreinblickenden Maske ragte eine künstliche Margerite. Weitere sechs Chläuse des Schuppels betraten die Bar und duckten sich vorsichtig. Es waren sogenannte ›schöne Chläuse‹. Sie trugen
› Jock Kobel trifft auf eine Gruppe von Männern, denen ihre Traditionen heilig sind und die in einer selbstbewussten Frau, die auch chlausen möchte, eine Gefahr sehen.
› Auf zwei Zeitebenen erzählt: die Zürcher 80er-Bewegung und das Appenzellerland vierzig Jahre später
Jock Kobel und die Schatten der Queen Kriminalroman
ca. 240 Seiten | Paperback
ca. € (D) 21,90 | ca. sFr 24,90 | ca. € (A) 22,60
ISBN 9783715255392 | Auch als EBook WG 1121 | 8. Oktober 2026
ebenfalls feine Gewänder aus verschiedenfarbigen samtenen Stoffen und beeindruckende mit feinen Perlen bestickte Hauben. Als der ganze Schuppel vor der Bühne versammelt war, sprangen und hüpften sie umher und sorgten mit ihren schweren Glocken für einen ohrenbetäubenden Lärm. Fasziniert betrachtete Jock diesen archaischen Tanz, der zu einem Lokal mit Freude an bodenständiger Rockmusik durchaus passte.
Ein Serienmörder mit einer grausamen Signatur:
Briefmarken aus menschlicher Haut.
NICOLAS FEUZ , geboren 1971 in Neuchâtel, sammelte als Kind selbst Briefmarken. Heute ist er nicht nur Autor von siebzehn Kriminalromanen, sondern seit 1999 auch Staatsanwalt des Kantons Neuenburg. Er wurde zwei Mal mit dem Prix du meilleur polar indépendent ausgezeichnet; für sein Buch Heresix erhielt er den Prix de l’Évêché, der von der Kriminalpolizei in Marseille verliehen wird. Der Briefmarkenmann wurde ins Spanische, Niederländische und Finnische übersetzt, und Feuz hofft, das Schreiben bald zu seinem Hauptberuf machen zu können.
Kurz vor Weihnachten meldet ein Postmitarbeiter der Genfer Polizei ein verdächtiges Paket: Etwas Rotes, Dickflüssiges sickere aus dem Karton. Die Gerichtsmedizin stellt fest: Verschickt wurde ein menschlicher Magen, und auch die Briefmarke auf dem Paket ist alles andere als gewöhnlich – eine perfekte Fälschung, gedruckt auf menschlicher Haut. Ana Bartomeu, Inspektorin der Kriminalpolizei Genf, übernimmt den Fall. Schon bald werden weitere Pakete aus Postfilialen der gesamten Romandie gemeldet: alle mit der gleichen Briefmarke, alle an eine Uhrenfirma adressiert, die über die Feiertage geschlossen ist. Die Presse stürzt sich auf den Fall des »Briefmarkenmannes«, wie sie den Mörder nennt. Ihre Ermittlungen führen Ana Bartomeu aus den schönsten Vierteln Genfs in die Altstadt von Annecy, aus den dunklen Gassen Lausannes in die gepflasterten Straßen von Delémont. Wird es ihr gelingen, dem brutalen Mörder das Handwerk zu legen?
Sam hatte ihr Vertrauen eingeflößt, und Vero hatte Stück um Stück alles über ihr Privatleben offenbart. Er sehr viel weniger. Sie wohnte in Lausanne, er in Genf. Sie arbeitete als Bibliothekarin, er als Drucker. Die Liebe zu schönen Büchern verband sie, sie waren ungefähr gleich alt, beide hatten eine schmerzhafte Scheidung hinter sich und besuchten OnlinedatingPortale. Sie hatte keine Kinder, er auch nicht. Das war ungefähr alles, was sie über
› Ein Mörder verhöhnt die Ermittler und treibt sie bei einer grausamen Schnitzeljagd mit Postpaketen vor sich her. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt.
› Ein packender Thriller, der die Leserschaft mitnimmt von Genf über Lausanne und Delémont bis ins benachbarte Frankreich
ISBN 9783715255460 | Auch als EBook WG 1121 | 8. Oktober 2026
ihn wusste. Sam wusste viel mehr über sie: Er kannte ihre Adresse, ihren Arbeitsort, ihre Automarke, ihre Arbeitszeiten, ihre Gewohnheiten, Hobbys, ihren Kleidergeschmack, ihre Vorlieben, was das Essen und was die Liebe betraf. Er kannte ihre Größe, ihr Gewicht, ihre Augen und ihre Haarfarbe. In ihrem Profil gab es ein echtes Foto, in seinem nicht. Dafür hatte er das Foto einer alten Briefmarke gewählt.
Die Weichen sind gestellt: Erleben Sie die kriminellen Seiten der Schweiz aus dem Zug!
Mord mit Halbtax garantiert kriminelle Energie auf Schienen und spannende Unterhaltung.
Als Zugbegleiter*innen fahren mit:
Christof Gasser, Beat Grossrieder, Marcel Huwyler, Gabriela Kasperski, Benjamin Stückelberger, Peter Weingartner, Kaspar Wolfensberger und viele mehr.
Für Eisenbahnfans, Trainspotter und alle Krimileser*innen
Anders als in vielen Ländern dieser Welt ist Bahnfahren in der Schweiz nicht gerade spannend – es passiert einfach zu selten etwas Unvorhergesehenes: Der Taktfahrplan wird eingehalten, die Züge sind sauber, und selbst am Abend, wenn man aus dem Fenster in die schwarze Nacht sieht, wird einem nicht mulmig, weiß man doch, dass viele Abteile Überwachungskameras haben und der Kontrolleur ab einer gewissen Uhrzeit von einem Sicherheitsbeamten begleitet wird. Wenn aber Schweizer Krimiautor*innen zusteigen, muss man sich auf etwas gefasst machen. Egal ob auf der GotthardStrecke nach Airola, im Panoramawagen von Luzern nach Interlaken, zwischen Solothurn und Moutier oder in der Zürcher Dolderbahn: Wer mit diesen Autor*innen unterwegs ist, kann nie sicher sein, was es zu sehen gibt, wer mitfährt und welche Wendungen Reisebekanntschaften nehmen. Denn mitunter bleibt nicht nur der Zug auf der Strecke liegen.
Beim Hinsetzen im Zugabteil – in seiner gstabigen Kampfuniform und mit dem sperrigen ArmeeGepäck – hat er aus Versehen einen Gutsch Kaffee aus seinem TogoBecher über das vorgehängte Sturmgewehr geschüttet. Die beiden älteren, ita
lienisch parlierenden Leutchen auf den Sitzen gegenüber starren jetzt ängstlich auf Jonas’ Waffe. Als befürchteten sie, der beliebte Kaffee mit Schuss könnte Wirklichkeit werden.
Auszug aus Marcel Huwyler, ›Todesfelle‹
Mörderische Tour de Suisse
Sechs Schweizer Krimistars, darunter die Nr.-1-Bestsellerautor*innen Philipp Gurt und Silvia Götschi, laden mit ihren neuen Krimis zu einer Schweizer Rundreise ein, die fesselnde Lesestunden garantiert. Die Sommerferien sind gerettet!
Drei junge Frauen, zwei Tote, eine eingeschworene Gemeinschaft
Eine mittellose deutsche Aussteigerin erbt ein großes Engadinerhaus in bester Lage in Silvaplana. Kaum ist sie mit zwei Freundinnen eingezogen, wird die Leiche des attraktiven Dorfpfarrers in ihrem Vorgarten gefunden. Corina Costa, die sympathische und naturverbundene Bergbäuerin und Alpinpolizistin, wird gerufen, um den mysteriösen Fall aufzuklären. Bald stellt sie fest, dass die drei jungen Künstlerinnen mit ihrem Auftreten und ihrem Aussehen das Oberengadin ganz schön durcheinanderwirbeln. Als ein weiterer Mord im Dorf passiert, richten sich wieder alle Augen auf die drei Frauen, denn die Leiche liegt am selben Tatort. Corina Costa läuft die Zeit davon: Das Misstrauen in Silvaplana wächst, niemand traut mehr dem anderen.
Wenn der Traum von einem eigenen Haus im Engadin zum Albtraum wird
Ein ermordeter Pfarrer, drei junge Frauen und viele offene Fragen
Der neueste Erfolgsroman von Krimistar Philipp Gurt
PHILIPP GURT
Engadiner Rache
Ein Fall für Corina Costa Kriminalroman
304 Seiten | Paperback
ca. € (D) 19,90 | ca. sFr 23,90 | ca. € (A) 20,50
ISBN 978-3-03820-184-7 | Auch als E-Book WG 1121 | 26. Mai 2026
Ein geheimnisvoller Auftrag bringt Emma
Tschopp in Kontakt mit einer Frauengruppe, die offensichtlich auf Rache aus ist.
Emma Tschopp und Marco Bianchi haben ihr gemeinsames Glück gefunden: In Morbio Inferiore haben sie mit Labrador Rubio ein Zuhause gefunden und sich mit ihrer eigenen Detektei selbstständig gemacht. Doch wer schickt Emma die anonymen Briefe mit der immer gleichen verschlüsselten Botschaft?
Dann erhält sie von einer geheimnisvollen Frau einen neuen Auftrag – und das ausgerechnet in der ehemaligen Pastafabrik in Meride, dem Ort des ersten Falls von Tschopp und Bianchi. Trotz der schmerzhaften Erinnerungen, die dadurch hochkommen, beginnt Emma zu ermitteln und erkennt bald, dass ihre Auftraggeberin etwas zu verbergen hat. Welches Spiel treibt die Unbekannte? Nach und nach enthüllt sich ein dichtes Geflecht aus Macht, Missbrauch und Vergeltung, in das auch Emma immer mehr hineingezogen wird. Sie muss sich fragen, wo die Grenzen zwischen Recht und Gerechtigkeit, Opfern und Tätern liegen, und gerät dabei selbst in Lebensgefahr. Kann Marco sie noch rechtzeitig finden?
SANDRA HUGHES
Ein hochaktuelles Vergeltungsdrama aus dem sonnigen Tessin
Ein Wiedersehen mit dem sympathischsten Ermittlerduo der Alpenregion
Tessiner Verdammnis
Ein Fall für Tschopp und Bianchi Kriminalroman
ca. 240 Seiten | Paperback
ca. € (D) 21,90 | ca. sFr 24,90 | ca. € (A) 22,60
ISBN 9783038202172 | Auch als EBook WG 1121 | 26. Mai 2026
Ein Hotel, in dem nichts so ist, wie es scheint, eine exzentrische Gästeschar und zwei verschwundene Angestellte
Vor Jahrzehnten hat Hannes Brandenberg das Hotel Amadeo gegen alle Widerstände gekauft und vor dem Abriss bewahrt. Mitte der achtziger Jahre kann er endlich die Früchte seiner Arbeit ernten, das Amadeo lockt mit seiner Lage oberhalb von Schwyz und seinem Luxus die Reichen und Schönen an. Doch dann verschwindet eine Hotelangestellte nach der anderen auf mysteriöse Weise, ausgerechnet in der Weihnachtszeit. Die Polizei ermittelt unter den Gästen, und auch Brandenbergs neue Mitarbeiterin Alice Lindemann macht sich so ihre Gedanken. Plötzlich geschieht etwas, das ihr förmlich den Boden unter den Füßen wegzieht. In höchster Gefahr setzt Alice alles auf eine Karte.
Hochspannung in einem Schwyzer Berghotel
Der nächste Bestseller von Krimikönigin
Silvia Götschi
Die Spur führt zu einem unaufgeklärten Mord aus den fünfziger Jahren
SILVIA GÖTSCHI
Wetterleuchten über Schwyz Kriminalroman
ca. 256 Seiten | Paperback
ca. € (D) 21,90 | ca. sFr 24,90 | ca. € (A) 22,60
ISBN 9783038201687 | Auch als EBook
WG 1121 | 26. Mai 2026
Eine geheimnisvolle Urkunde aus dem Mittelalter sorgt
für Unruhe am Rheinfall. Wird Libby Andersch die verschwundene junge Schottin rechtzeitig finden?
Die scharfsinnige Rentnerin Libby Andersch ist mit ihrem Chor im ehemaligen Katharinenkloster in Diessenhofen am Rhein eingeladen. Sie verbindet den Ausflug mit einer Rundfahrt zum Rheinfall. Dabei trifft sie die junge Schottin Alison Luke. Nach einem Abend in der WhiskyBar wird deren Besitzer Willy tot aufgefunden –angeblich Selbstmord. Und Alison ist verschwunden. Zuvor hat sie Libby anvertraut, eigentlich in einer Familiensache angereist zu sein. Ihre schottische Großmutter hat ihr Besitz am Rhein vermacht, und Libby befürchtet, das wird den örtlichen Immobilienbesitzern gar nicht gefallen. Nun ist mit Alison auch die entsprechende Urkunde verschwunden. Einmal mehr ist Libbys Spürsinn gefragt.
Ein temporeicher Krimi rund um die schweizerische Miss Marple
Vor dem Hintergrund der gewaltigen Wassermassen geht es um Leben und Tod
Eine Geschichte mit historischem Flair und überraschenden Wendungen
GABRIELA KASPERSKI
Tödlicher Rheinfall
Ein Fall für Libby Andersch Kriminalroman
ca. 208 Seiten | Paperback
ca. € (D) 21,90 | ca. sFr 24,90 | ca. € (A) 22,60
ISBN 9783038202226 | Auch als EBook WG 1121 | 26. Mai 2026
Eine aberwitzige Mörderjagd vor malerischer
Kulisse führt den eigenwilligen Hobbydetektiv Peter Studer in ein Seniorenheim.
Nachdem Peter Studer knapp einem tödlichen Steinschlag entkommen ist, beginnt er ein neues Leben und gründet eine Detektei am schönen Walensee. Sein erster Auftrag führt ihn in eine Seniorenresidenz, deren Inhaberin offenbar ein böses Spiel mit ihren Gästen treibt. Oder ist sie vielleicht einfach nur verrückt? Als der Vater von Peters Auftraggeber unter dubiosen Umständen stirbt, beginnt eine skurrile Jagd auf einen verlorenen Tresorschlüssel – und ganz nebenbei muss Peter die Hintergründe des Todesfalls aufklären. Wie gut, dass ihm niemand Geringeres als »Gott«, eine reiche ältere Dame, zur Seite steht.
Ein rasanter Krimispaß mit Aluhüten, Motorbooten und einer ordentlichen Portion Größenwahn
Ein höchst eigenwilliger Ermittler und ein Mord im Altenheim
Selbst am schönen Walensee lauert das Verbrechen
TOM ZAI
Mord am Alpenfjord
Ein Walensee-Krimi
ca. 160 Seiten | Paperback
ca. € (D) 19,90 | ca. sFr 23,90 | ca. € (A) 20,50
ISBN 9783038202165 | Auch als EBook
WG 1121 | 26. Mai 2026
Eine wunderschöne Berglandschaft, zwei hässliche
Morde. Und ein Polizist a. D., den man liebend gerne bei seinen Wanderungen und Ermittlungen begleitet.
Bislang hat Alois Walpen, besser bekannt unter seinem Spitznamen Kauz, seine Ferien in einem umgebauten Speicher in Münster verbracht. Nachdem er es sich mit der Zürcher Polizeileitung verscherzt hat, zieht sich der Kriminalpolizist a. D. ins Walliser Goms zurück. Gewöhnlich stehen dort Trockenfleisch, Käse und Heidelbeerlikör für ihn bereit, diesmal wird Kauz jedoch von einer Leiche empfangen, die an einem Balken baumelt. Während die Kollegen vor Ort von einem Selbstmord ausgehen, beginnt er auf eigene Faust zu ermitteln. Derweil bearbeitet Immobilienkönig Anton Z'Blatten, der »Gommer Napoleon«, die Dorfversammlung: Das Gommer Highland Resort sei das Herzstück eines neuen Tourismusmodells, das Schule machen werde. Das Wallis, die ganze Schweiz, nein, alle Alpenländer würden auf Münster blicken. Wieso man diesen Mann frei schalten und walten lasse, fragt Kauz und erhält eine deutliche Antwort: »Weil bei uns im Goms, und überhaupt im Wallis, das Recht am Verludern ist.« Genau der richtige Ort für einen Polizisten im Unruhestand.
Ein vermeintlicher Selbstmord und die dubiosen Machenschaften eines Immobilienkönigs – im Goms ist der Teufel los
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