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Fr 13.3.2026 – 19.30 Uhr, Don Bosco
















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GGG Basel
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Öffentliche Beiträge
Abteilung Kultur Basel-Stadt
Mit freundlicher Unterstützung von:
Fachausschuss Musik BS/BL
FONDATION SUISA
Pro Helvetia
Schweizerische Interpretenstiftung
UBS Kulturstiftung

Das Team von Soup&Chill bedient Sie in der Pause mit Getränken.
Die Bezahlung erfolgt auf Spendenbasis. Soup&Chill ist eine Wärmestube in Basel, Infos dazu finden Sie hier:
Das Kammerorchester Basel ist mit diesem Programm auf Tournee:
9.3.2026 Zürich, Tonhalle
11.3.2026 Visp, Kultur- und Kongresszentrum La Poste
27.3.2026 Liège, Salle Philharmonique
13.3.2026 – 19.30 Uhr Don Bosco
Igor Strawinsky (1882 – 1971)
Danses Concertantes
I. Marche. Introduction
II. Pas d'action
III. Thème varié
IV. Pas de deux
V. Marche. Conclusion 20'
Wolfgang Amadeus Mozart (1756 – 1791)
Konzert für Violine und Orchester Nr. 5 in A-Dur, KV 219
I. Allegro aperto
II. Adagio
III. Rondeau. Tempo di Menuetto
IV. Allegro
Camille Saint-Saëns (1835 – 1921)
Introduction und Rondo capriccioso, op. 28

Wolfgang Amadeus Mozart
Sinfonie Nr. 31 in D-Dur «Pariser Sinfonie», KV 297
I. Allegro assai
II. Andante
III. Allegro
Mike Svoboda (*1960)
«Pas de deux» für Orchester (Kompositionsauftrag, UA)
I. Entrée
II. Adagio
III. Variations
IV. Coda
Konzertende ca. 21.40 Uhr
Bomsori Kim Violine
Baptiste Lopez Violine und Leitung
Mike Svoboda Leitung Svoboda
Flöte
Isabelle Schnöller
Regula Bernath
Oboe
Anna Štrbová
Francesco Capraro
Markus Niederhauser
Etele Dosa
Fagott
Federico Loy
Matteo Severi
Horn
Konstantin Timokhine
Mark Gebhart
Trompete
Simon Lilly
Jan Wollmann
Posaune
Mike Svoboda
Baptiste Lopez*
Regula Schwaar
Mathias Weibel*
Annina Woehrle
Mirjam SteymansBrenner
Laia Azcona Morist
Anna Troxler*
Eva Miribung *
Regula Schär
Tamás Vásárhelyi*
Elisabeth Kohler*
Mariana Doughty
Bodo Friedrich
Stefano Mariani
Carlos Vallés García
Rebecca Krieg
Georg Dettweiler
Hristo Kouzmanov
Kontrabass
Stefan Preyer
Peter Pudil
Pauken
Alex Wäber
*Violinen Strawinsky
Stand 18.2.2026, Änderungen vorbehalten
Die ausführlichen Biografien der Künstler:innen und des Kammerorchester Basel lesen Sie auf unserer Website: Die Recherche für die Kurzbiografien ab S. 17 entstanden mit Hilfe von KI (perplexity.ai).
Einfache Sprache
Sie hören heute verschiedene Stücke zum Thema Tanz.
Igor Strawinsky: Danses Concertantes
Strawinsky hat sehr viel Musik fürs Ballett geschrieben.
Die Danses Concertantes, die konzertanten Tänze, sind aber ein Orchesterwerk.
Trotzdem wurde auch dieses Stück fürs Ballett verwendet.
Strawinsky schafft es, eine sehr tänzerische Musik zu schreiben.
Der Marsch am Anfang ist klar strukturiert.
Die Instrumente verkörpern den Einzug der Tänzer:innen.
Camille Saint-Saëns: Introduction und Rondo capriccioso
Dieses Stück für Violine und Orchester gehörte zum ersten Violinkonzert von Saint-Saëns.
Es wurde so beliebt, dass es allein veröffentlicht wurde.
Es war also nicht Teil des Violinkonzerts.
Die Musik ist tänzerisch.
Deshalb verwendete der japanischen Eiskunstläufer Yuzuru Hanyu 2021 die Musik in seinem Programm bei den olympischen Spielen.
Mike Svoboda: Pas de deux
Im Mittelpunkt dieses Stücks steht der Kontrabass.
Er gibt den Musiker:innen den Puls vor.
In dieser Musik tanzen Solovioline und Solocello miteinander.
Am Ende kommt es zu einem wilden Tanz.
Auf Seite 11 wird erklärt, was ein Pas de deux ist.
Das Kammerorchester Basel setzt sich für eine inklusive Gesellschaft ein. Ein Text in einfacher Sprache ist Teil davon.

Die Aufforderung zum Tanzen findet nicht nur auf der Tanzfläche statt. Ein rhythmischer Impuls, ein leichtfüssiger oder virtuoser Charakter genügen, um die Vorstellungskraft in Bewegung zu setzen. In unterschiedlichen Epochen, Stilen und ästhetischen Welten verbirgt sich ein gemeinsamer Impuls: Musik, die Bewegung nicht nur beschreibt, sondern hervorruft, nicht nur auf der Tanzfläche, sondern auch im Konzertsaal. Musik, die Publikum wie Musiker:innen, manchmal subtil, manchmal offensichtlich zum Tanz inspiriert. Was damals klang, hallt bis heute nach: Auch Kompositionen unserer Gegenwart knüpfen an die Idee des tänzerischen Dialogs an und eröffnen neue Wege, wie ein musikalischer «Pas de deux» ungeahnte Perspektiven auf das Zusammenspiel von Klang und Körper entstehen lassen kann.
Die «Danses concertantes» schrieb Strawinsky 1941/42 als Auftrag für ein Unterhaltungsorchester in Kalifornien, dem Werner Janssen Symphony Orchestra. Dass das Werk eine eigentliche Aufforderung zum Tanz ist, zeigt sich nicht nur in dessen Titel, sondern auch in seiner Struktur. So entstand nur zwei Jahre nach der Uraufführung eine legendäre Choreografie von Georg Balanchine für die Ballets Russe de Monte-Carlo im heutigen New Yorker City Center.

New York City Ballet in Amsterdam, Georg Balanchine 1965, Ron Kroon/Anefo, CC0 © wikimedia commons
Als graziöse Tänze im Stil des Neoklassizismus streben die «Danses concertantes» nach klaren formalen Strukturen und bilden mit ihren fünf Teilen geradezu eine Grundlage für eine Bühnenaufführung: So bittet der beginnende «Marche. Introduction» die Tänzer:innen auf die Bühne. Der erste Zwischensatz «Pas d’Action» weist schon durch seinen Titel auf die Ballettszene hin, die die Handlung vorantreibt. Im Mittelteil «Thème varié» wird die Handlung durch die vier Solovariationen weitergeführt, langsam beginnend mit dem Drang zum Drama, aber auch einer immer wiederkehrenden Leichtigkeit und Sprunghaftigkeit durch alle Register hindurch. Der Höhepunkt bildet der zweite Zwischensatz, der «Pas de Deux», das Duett von Primaballerina und erstem Tänzer. Dabei tritt die Musik selbst in einen dialogischen, bewegten Austausch. Oboe und Klarinette entfalten im «Pas de Deux» ein feinsinniges tänzerisches Zwiegespräch, in dem die schlanke Oboe die Primaballerina verkörpert, während die warm bewegliche Klarinette als ihr kraftvoller Partner an ihrer Seite erscheint. Das übrige Orchester bildet dabei die Bühne und umspielt mit markanten Akzenten und federndem Untergrund die tänzerischen Bewegungen der beiden Solotänzer. Der kurze abschliessende «Marche. Conclusion» lässt die Tänzer:innen schlussendlich wieder beschwingt abtreten. Mit ihren markanten Rhythmen sowie abrupten und überraschenden Einwürfen erzählen die «Danses concertantes» nicht nur eine Geschichte, sondern zeigen sich als eine choreografische Einladung, mitzutanzen und der Bewegung zu folgen, sei es nur in Gedanken oder mit dem gesamten Körper.
Mozarts fünf Violinkonzerte entstanden von 1773 bis 1775 in Salzburg, geprägt von seiner Tätigkeit als Konzertmeister und seinen Reiseerfahrungen. Erst posthum veröffentlicht, gehören sie heute zum Standardrepertoire. Das Violinkonzert in A-Dur KV 219 hebt sich innerhalb der fünf Konzerte als das prunkvollste, anspruchsvollste, längste und melodisch einprägsamste Konzert ab. Kurz vor Weihnachten 1775 beendete Mozart das Werk, in einer Zeit, in der sich wohl die Chance für eine besonders eindrucksvolle Aufführung ergeben hat. Von Anfang an trägt das Konzert eine tänzerische Energie in sich: Der erste Satz pulsiert vor Spannung, doch im Finale entfaltet sich die eigentliche Tanzlust. Das Rondo beginnt als elegantes Menuett, das die Solovioline immer lebhafter in Bewegung setzt. Dann bricht ein wilder, rhythmisch scharf
auf Seite

Das Kammerorchester Basel probt viel und spielt oft.
Strawinsky entfaltet gleich zu Beginn der «Danses concertantes» mit einer markanten Geste eine Mischung aus spielerischer Schärfe, Eleganz und feiner Ironie. Die Motive springen wie Funken zwischen den Instrumenten und erzeugen eine unmittelbare, gespannte Aufmerksamkeit. Wer sich auf diesen Moment einlässt, wird direkt in die tänzerisch vibrierende Welt der «Danses concertantes» hineingezogen.
Zum Hörbeispiel
Neben dem Hörbeispiel ist auch dieses Programmheft über den QR-Code abrufbar.
Pas de deux im klassischen Ballett
Der Pas de deux, aus dem Französischen «Tanz zu zweit», ist ein Tanzduett in einem Ballett für eine Solotänzerin und einen Solotänzer und oft der Höhepunkt. Der Pas de deux ist romantisch oder dramatisch ohne eine feste Struktur.
Zusätzlich gibt es den Grand Pas de deux, der einem strengen Aufbau in fünf Teilen folgt: Entrée, der prächtige Einzug der Tänzer:in, Adagio, die elegante Partnerarbeit, Variationen des Mannes mit virtuosen Solosprüngen und Drehungen, Variationen der Frau, ein Ballerina-Solo mit technischen Highlights, und die Coda, ein gemeinsames brillantes Finale.
In Frankreich ist die Musik der Romantik leidenschaftlich und ausdrucksstark. Wichtig ist die Individualität und Virtuostiät der Musiker:innen, deshalb wird vielfältig orchestriert. Die persönlichen Gefühle, die Naturverbundenheit und die Literatur standen in dieser Zeit im Vordergrund sowohl in Frankreich als auch in Deutschland. In der Spätromantik gab es eine Tendenz zur Programmmusik, also aussermusikalische Themen wie z. B. Geschichten, zu vertonen (C. Saint-Saëns' «Der Karneval der Tiere»).
Der Kammerorchester Basel-Klang
Wir spielen bei den Streichern sowohl die neue Musik als auch die klassischen Werke mit blanken Darmsaiten. Die Werke von Mozart mit klassischen Bögen, wechseln aber zwischendurch auf moderne Bögen. Die Holzbläser sind modern, spielen mit wenig Vibrato und sehr schlank. In diesem Konzert spielen unsere Blechbläser die Werke von Mozart auf originalen Naturinstrumenten, alle anderen Werke werden auf modernen Hörnern und Trompeten gespielt. Wir versuchen immer, uns einem historischen Klang der entsprechenden Werke und des Zeitgeistes so weit wie möglich anzunähern.
Das Kammerorchester Basel macht aus Altem viel Neues.
Danses Concertantes
Besetzung
Flöte, Oboe, Klarinette, Fagott, 2 Hörner, Trompete, Posaune, Streicher, Pauken
Entstehung
1942
Uraufführung
8. Februar 1942 in Los Angeles
Dauer
ca. 20 Minuten
Ausgabe
1942 Associated Music Publishers, Inc. assigned to Schott Musik International, Mainz, renwed 1971
Schott Musik International, Mainz
Konzert für Violine und Orchester Nr. 5 in A-Dur, KV 297
Besetzung
2 Oboen, 2 Hörner, Streicher
Entstehung
1775
Uraufführung
Während der Weihnachtszeit 1775 in Salzburg
Dauer
ca. 30 Minuten
Ausgabe
1957 und 1983
Bärenreiter-Verlag, Kassel
Introduction und Rondo capriccioso, op. 28
Besetzung
2 Flöten, 2 Oboen, 2 Klarinetten, 2 Fagotte, 2 Hörner, 2 Trompeten, Streicher, Pauken
Entstehung
1863
Uraufführung
Wahrscheinlich am
27. April in Paris, Salle Pleyel
Dauer
ca. 10 Minuten
Ausgabe
Breitkopf & Härtel, Wiesbaden und G. Henle Verlag, München
Aufgrund der vielen Werke heute Abend wurde auf dieser Seite eine Auswahl getroffen.
Das Kammerorchester Basel ist selbstständig und eigenständig zugleich.
akzentuierter «türkischer Marsch» hervor, der die tiefen Streicher wie Schlaginstrumente tanzen lässt. Dieser überraschende Einschub verwandelt das Finale in eine regelrechte Aufforderung zum Mitwippen. Wenn das Menuett danach wiederkehrt, wirkt es beinahe so als hätte es selbst einen neuen Tanzschritt gelernt.
Nur drei Jahre nach dem Violinkonzert hatte Mozart seinen ersten grossen Auftritt in Paris, wofür er seine «Pariser Sinfonie» KV 297 komponierte. Sein Ziel: das Pariser Publikum begeistern und mit seinem Genie überraschen. Und er traf ins Schwarze. Pompös liebten es die Pariser und so komponierte Mozart seine Sinfonie: er setzte mehr Instrumente als sonst ein. Das erste Mal verwendete er in einer seiner Sinfonien Klarinetten, ergänzt durch Pauken, Trompeten, Flöten, Oboen, Fagotte und Hörner. Mit viel Prunk aber auch überraschenden Wendungen und Kontrasten schaffte er es, das für seine Unaufmerksamkeit bekannte Pariser Publikum in seinen Bann zu ziehen. Einer dieser Überraschungsmomente findet sich zu Beginn des dritten Satzes: anstelle eines im damaligen Paris typischen mit allen Instrumenten beginnenden Allegro, fängt Mozart den dritten Satz lediglich mit im Piano spielenden ersten und zweiten Violinen an, nur um neun Takte später mit einem Forte in allen Instrumenten zu überraschen: «[…] mithin machten die Zuhörer, wie ichs erwartete, beim piano schschsch, dann kam gleich das forte – sie das forte zu hören und die Hände zu klatschen war eins.» Die Pariser Sinfonie ist ein energiegeladenes Werk mit dem Ziel, Furore zu machen und die Herzen des Publikums zum Tanzen zu bringen.
«Ein Meister der französischen Musik – wohlgemerkt kein französischer Meister der Musik.» Mit dieser Aussage beschrieb der irische Dichter und Musikkritiker Georg Bernard Shaw den Komponisten Camille SaintSaëns. Er dachte dabei an das in den Werken von Saint-Saëns typisch nationale musikalische Etwas, welches vor allem in seinen Virtuosenstücken zu finden ist. So auch in seinem «Introduction et Rondo capriccioso» für Violine und Orchester, welches er für den Violinenvirtuosen Pablo de Sarasate schrieb. 1864 komponiert, wurde es erst 1867 uraufgeführt.
Der leichtlebige Charme und die launenhaften Tanzrhythmen wurden
von Publikum und Kritikern begeistert aufgenommen. Dankbar schrieb Saint-Saëns über seinen Solisten: «Mit seinem Zauberbogen trug Pablo de Sarasate meine Kompositionen in alle Länder […]». Nach der Uraufführung verschwand das Konzert zunächst von den Programmen – bedingt durch Saint-Saëns’ pianistische Karriere und die geringe Aufnahmebereitschaft französischer Konzertgesellschaften für zeitgenössische Werke. Erst mit der Gründung der Société nationale de musique 1871 änderte sich das und in den 1870er- und 1880er-Jahren spielten es immer mehr bedeutende Solisten, so dass es um 1890 zu Saint-Saëns’ beliebtesten Kompositionen zählte. Der Zauber des auf den Saiten tanzenden Bogens lässt bis heute nicht nach. Die Solovioline wirbelt, singt, springt – «eine Art Fantasie-Walzer im spanischen Stil und mit bezaubernder Wirkung», wie es beschrieben wurde, der zugleich charmant und herausfordernd ist, ein funkelnder Dialog zwischen Solist und Orchester. Der tanzende Bogen ruft durch seine mitreissenden Bewegungen das gesamte Orchester dazu auf, der eingängigen Melodie und dem rasendem Tempo zu folgenden. Ein artistisches Feuerwerk, das auch das Publikum nicht unberührt sitzen lässt.
Während Strawinsky, Mozart und Saint-Saëns das Tänzerische in ihrer jeweiligen musikalischen Sprache gestalten, führt Svoboda in seinem «Pas de deux» diesen Gedanken weiter, indem er ihn in räumliche, stereophone Klangbewegungen übersetzt. An die Stelle von Primaballerina und Tänzer treten ausdrucksstarke Klanggesten, die einen lebendigen Dialog zwischen Orchester und Publikum bewirken. (Den Werktext zu «Pas de deux» finden Sie auf Seite 16).
Ob Strawinskys pointierte Rhythmen, Mozarts elegante tänzerische Gestik, Saint-Saëns’ virtuoses Spiel mit Schwung und Brillanz oder Svobodas Hommage an den Pas de deux: Sie alle verwandeln Bewegung in Klang und Klang in Bewegung. Ganz gleich in welchem Jahrhundert, ob elegant, ausgelassen oder brillant, stets steckt hinter diesen Werken eine unmissverständliche Aufforderung, sich vom Rhythmus erfassen zu lassen. Musik beginnt dort zu leben, wo sie uns, innerlich oder äusserlich, zum Tanzen bringt.
Chantal Bernstein
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Mein Arbeitstitel «Evas and Adam’s dance fight at 288 beats per minutes» verweist auf die zentrale Bedeutung des Pulses als treibende Kraft dieses intensiven, zwölfminütigen Orchesterballetts «Pas de deux». Getragen von einem verstärkten Kontrabass, der zentral in der Orchesterlandschaft positioniert ist, bildet der allgegenwärtige Puls von 288 bpm den Brennpunkt unseres rhythmischen Schweifens über die Tanzfläche.
«Pas de deux» ist ein Wechselspiel zweier Kräfte: Adam und Eva, du und ich, sie und wir – ein Hin und Her, ein Schwanken und Drehen, ein Schieben und Ziehen. Das Stück zeichnet soziale Interaktion in ihrer grundlegendsten und zugleich freudvollsten Form nach: als Tanz, wie er in allen Kulturen der Welt gefeiert wird. Das Publikum ist eingeladen mitzutanzen oder wie ein Tänzer, der kurz aus dem Fest heraustritt, den Blick schweifen zu lassen: ihn mal auf einzelne Tanzpaare zu richten, mal in die Menge zu weiten und so das Ereignis als grossformatige Klangszenerie zu erleben.
Die Entstehung von «Pas de deux» würde ich mit dem Nachwachsen eines Eidechsenschwanzes vergleichen – nur dass hier am Schwanz ein völlig neuer Körper nachwächst. In Anlehnung an die klassische vierteilige Ballettform gleichen Namens mit Entrée, Adagio, Variationen und Coda, wirbeln unsere beiden Protagonisten – Solovioline und Solovioloncello –durch die ersten drei Abschnitte. In der Coda, dem an den Schwanz nachgewachsene Körper, kreisen sie, tollen und taumeln, verstrickt in ein dynamisches Ringen um Standpunkte und Perspektiven, Ideen und Träume, bis sie schliesslich das ganze Orchester mit sich ziehen.
Als Kulminationspunkt paraphrasiere ich die Schlussszene meiner Oper «Adam und Eva», eine Proklamation individueller Freiheit, Verantwortung und Kreativität mit dem Mantra «love, beauty, serenity, novelty, mischief, and mirth» (Liebe, Schönheit, Gelassenheit, Neuheit, Unfug und Heiterkeit) die einem wilden, entfesselten Tanz gleicht.
Mike Svoboda

Name
Bomsori Kim (Bomsori ist koreanisch und heisst Klang des Frühlings)
Instrument
Bomsori spielt die 1725 Giuseppe Guarneri del Gesù «Moller» Geige, die ihr von der Samsung Foundation of Culture und der Stradivari Society of Chicago zur Verfügung gestellt wird.
Ausbildung
Sie erhielt mit vier Jahren Klavierunterricht. Sie begeisterte sich auch für Gesang und Ballet, aber mit sieben Jahren hörte Sie Chung Kyung-wha und wandte sich ganz der Geige zu.
Letzte Aufnahme
2025 Bruch und Korngold mit den Bamberger Symphonikern unter der Leitung von Jakub Hrůša.

Name
Baptiste Lopez
Instrument
Violine; seit 2018 Konzertmeister beim Kammerorchester Basel
Ausbildung
Am Pariser Konservatorium bei Jean-Jaques Kantorow.
Historisch informiert
Baptiste begeistert sich für den klanglichen Reichtum der Streichinstrumente mit Darmsaiten. Diese Beschäftigung mit der Alten Musik hat einen starken Einfluss auf seine Art, Musik zu spielen, und verhilft ihm zu einem architektonischen, harmonischen und kontrapunktischen Denken.

Name
Mike Svoboda
Ausbildung
Er studierte Komposition und Dirigieren an der University of Illinois in den USA.
1983 bis 1996 Zusammenarbeit mit Karlheinz Stockhausen.
Preise
2008 Musikinnovationspreis des Praetorius Musikpreises des Landes Niedersachsen; 2005 Preis der deutschen Schallplattenkritik für die CD «Giacinto Scelsi – Suono Rotondo»; 2000 Schneider-Schott-Musikpreis Mainz gemeinsam mit Michael Riessler; 1982 Gewinn des BMI Young Composers Awards.
Meine Musik
«Musik muss überraschen, herausfodern und berühren – genau das ist mein Ziel.»
Kammerorchester Basel
Spiellust und musikalischer Entdeckergeist zeichnen das Kammerorchester Basel seit seiner Gründung 1984 aus. Mit grosser Energie und stilistischer Offenheit widmen sich die Musiker:innen einem breiten
Repertoire. Dabei entsteht ein lebendiger, unverwechselbarer Klang, getragen von der Begeisterung für gemeinsames Musizieren auf höchstem Niveau.
In Basel fest verankert, geniesst das Ensemble eine hohe internationale Reputation. Über 100 Konzerte pro Saison insgesamt führen das Orchester regelmässig auf grosse europäische Bühnen und zu renommierten Festivals. Ausgezeichnet mit dem Schweizer Musikpreis 2019, begeistert das Kammerorchester Basel mit künstlerischer Exzellenz und Ausdauer. Eine preisgekrönte Diskografie und vielfältige Vermittlungsformate runden das lebendige Wirken des Orchesters ab. Seit 2019 ist die Clariant Foundation Presenting Sponsor des Kammerorchester Basel.

Mi 18.3.2026 – 20.00 Uhr, Fondation
Beyeler
Nachtklang im Museum: CEZANNE UND
DIE MUSIK SEINER ZEIT
Musik von M. Ravel, E. Satie, C. Debussy und A. Roussel
Mit: Anna Troxler, Valentina Giusti, Anne-Françoise Guezingar, Ekachai Maskulrat, Isabelle Schnöller, Etele Dosa und Consuelo Giulianelli
Mi und Do 25. und 26.3.2026 –19.00 Uhr, Don Bosco
Vermittlungsprojekt mit «Basel gyygt»: PAS DE DEUX
Mike Svoboda adaptiert sein Stück «Pas de deux» (UA) zu einem Musikvermittlungsprojekt für ca. 40 Kinder.
Do 2.4.2026 – 12.30 Uhr, Don Bosco
Kostprobe: CONDUCTING ACADEMY
Mit Musik von G. Mahler, J. Haydn, u. a. Johannes Schlaefli und Teilnehmer:innen der Masterclass
Mo 13.4.2026 – 19.30 Uhr, Stadtcasino
Abokonzert: HAYDN IN LOVE
Galatea, Luigi De Donato Polifemo, René Jacobs Leitung Nächste
J. Haydn: Sinfonien Nr. 96 und 97, Werke für Sopran und Orchester
Giulia Semenzato Sopran, Giovanni
Antonini Leitung, Kammerorchester Basel und Il Giardino Armonico
Sa 9.5.2026 – 19.30 Uhr, Stadtcasino
Abokonzert: AUFBRUCH
P. Hindemith: Kammermusik Nr. 4 op. 36
Nr. 3 für Solo-Violine und grösseres
Kammerorchester; F. Schubert: Sinfonie
Nr. 8 in C-Dur «Die Grosse», D 944
Vilde Frang Violine, Pierre Bleuse Leitung
Fr 15.5.2026 – 19.30 Uhr, Don Bosco
Abokonzert: IDOLE
Mit Musik von Felix Mendelssohn
Bartholdy, Johann Sebastian Bach und Edvard Grieg
Vilde Frang Violine, Baptiste Lopez Violine und Leitung
Di 4.8.2026 – 19.30 Uhr, Martinskirche
Extrakonzert: ACI, GALATEA E POLIFEMO
G. F. Händel: Ouvertüre zur Oper «Agrippina» HWV 6, «Aci Galatea e Polifemo», dramatische Kantate, konzertante Aufführung
Kateryna Kasper Aci, Sophie Harmsen
Wählen Sie Ihre Lieblingskonzerte und buchen Sie Ihre Tickets : www.kammerorchesterbasel.ch | 061 306 30 44 (Mo, Mi, Do: 10.30 – 12.30 Uhr) oder bei Bider & Tanner
Impressum
Herausgeber Kammerorchester Basel
Direktor Marcel Falk
Redaktion Claudia Dunkel, Anna Maier Text Chantal Bernstein Design Stadtluft GmbH Druck Gremper AG, Patteln
Stand 18.2.2026, Änderungen vorbehalten. Dieses Programmheft erscheint einmalig zum Konzert am 13.3.2026, in einer Auflage von 500 Exemplaren. Inhaber von Urheberrechten, die wir nicht ermitteln konnten, werden wegen nachträglicher Rechtsabgeltung um Nachricht gebeten.

Greater chemistry is a promise. A promise to ourselves and to the world. To never stand still. To reflect achievements. It’s a promise to strive for a future worth living, for harmonious coexistence, and for greater solutions with a greater impact, Greater chemistry – between people planet. That is our purpose. That is how we are measured.