Die geheime Produzent:innenListe der Sterneköch:innen für alle Bundesländer.
DIE ZUKUNFT DER BRANCHE
Mehr als 30 Top-Somms schreiben über die Zukunft von Wein • Die besten Händler:innen im Porträt • Plus: Die besten Tipps für Umsatzsteigerungen im Service • Die 175 besten Weingüter Österreichs empfohlen von den besten Sommelièren und Sommeliers • Mit mehr als 500 Verkostungsnotizen




BAD ISCHLER Salz – in seiner schönsten Form
BAD ISCHLER bietet hochwertige Salz & Pfeffer Menagen für die Gastronomie. Sie sind Statements für höchste Qualität aus unserer Region – genau wie unser BAD ISCHLER Salz.

Bad Ischler Natursalz & Kampotpfeffer in der Eichenmenage
Sie möchten Salz in seiner schönsten Form auch Ihren Gästen bieten? Wir freuen uns auf Ihre Anfrage!
Regional & Global.
Zwei Köche –ein Kochbuch.

Mit Andreas Döllerer und Sören Herzig haben zwei richtungsweisende Köche ein Kochbuch für BAD ISCHLER Salzzart geschaffen, das Trends setzt. Es richtet sich an Köchinnen und Köche, die gerne über den Tellerrand blicken.
Erfahren Sie mehr unter: badischler.at/regional-global

im Eichenzeigel
Medieneigentümer
KALK&KEGEL MPP Medien GmbH
Herausgeber
Michael Pöcheim-Pech (chefredaktion@kalkundkegel.com)
Geschäftsführung
Julia Zötsch Claudia Pöcheim-Pech
Chefin vom Dienst Sonja Planeta
SOMM.BOOK Redaktion
Petra Bader, Lisi Brandlmaier, Sonja Planeta, Jürgen Schmücking
Fotoredaktion / Assistenz Leni Almer
Layout & Produktion
Isa Gander / GLDDGGRS
Druck Druckhaus Thalerhof
www.kalkundkegel.com

Inhalt
MICHAEL PÖCHEIM-PECH
Herausgeber KALK&KEGEL

ZUKUNFT BEDEUTET
QUALITÄT! DU HAST SIE
AUF 312 SEITEN JETZT IN DEINEN HÄNDEN
Steckt der Wein in einer Krise? Ja und nein. Ja, weil die Statistik ein klares Bild zeichnet: Im Gastronomiegroßhandel wurde 2025 (Jänner bis September) um 4,6 Prozent weniger Wein verkauft und um 0,9 Prozent weniger Umsatz gemacht als im Vergleichszeitraum 2024. Und nein, weil man das dann doch differenzierter sehen muss. Jene Lokale mit einer klaren Positionierung und guten Mitarbeiter:innen brummen nach wie vor, fahren starke Weinumsätze und können diese Performance sogar stetig steigern. Sie arbeiten mit Weinen von Winzerinnen und Winzern, die seit Jahren ebenso an einer klaren Positionierung am Markt arbeiten: Qualität, Herkunft, Nachhaltigkeit und Marke – das ist der Schlüssel, der die Tür zum Erfolg auch 2026 öffnet.
Noch nie war Verkauf in der Gastronomie so wichtig wie heute. Denn – so ehrlich müssen wir sein – von allein lassen immer weniger Gäste ihr Geld liegen. Es braucht Storytelling, klare Verkaufsstrategien und Mitarbeiter:innen im Service, die das drauf haben. Genau hier setzt das KALK&KEGEL SOMM.BOOK 2026 an: Mehr als 30 Top-Somms geben in diesem Buch Tipps aus der Praxis zur Umsatz-
steigerung von Wein, Bier oder alkoholfreien Getränken. Dazu listen wir wieder die besten Händler:innen Österreichs auf – sie sind die perfekten Partner:innen, wenn es um den Einkauf geht. Das Herz dieses Buchs bilden die mehr als 170 Winzerinnen und Winzer, die von den österreichischen Top-Somms 2026 auf die KALK&KEGEL Liste gewählt wurden. Sie überzeugen mit Qualität, einer unverkennbaren Handschrift und besonderer Nachhaltigkeit. Ihnen gehört die Zukunft.
Das gilt auch für die besten Lebensmittel-Produzent:innen des Landes. Erstmals widmen wir ihnen ein großes Special über 20 Seiten. Dazu befragten wir rund 100 Spitzenköch:innen, wer für sie die besten Produzent:innen des Landes sind. Entstanden ist eine Liste aus mehr als 100 Empfehlungen quer durch alle Bundesländer – von bekannten Gemüsebauern bis zu Geheimtipps aus der jungen Fermentations-Szene.
Was in diesem Buch alle eint: Qualität, Handwerk, Nachhaltigkeit und Persönlichkeit. Das ist die Zukunft. Du kannst sie gestalten. Sie liegt genau jetzt in deinen Händen.

EIN GLAS FÜR ALLE WEINE GABRIEL-GLAS
Ein Universalglas statt einer Armada an Gläsern: Genau dieser radikale Ansatz macht Gabriel-Glas zur festen Größe in der internationalen Spitzengastronomie. Die Salzburger Manufaktur ist heute in über 60 Ländern präsent und besonders in Michelin-Stern-Restaurants und Fünf-SterneHotels etabliert.
Im Zentrum steht die kompromisslose Funktionalität: Statt für jede Rebsorte ein eigenes Glas zu entwickeln, setzt Gabriel-Glas auf ein durchdachtes Universaldesign, das Aromatik,
Struktur und Volumen unterschiedlichster Weinstile optimal abbildet. Für die Sommellerie bedeutet das weniger Komplexität im Service, geringeren Platzbedarf und klarere Abläufe – ein Vorteil angesichts steigender Qualitätsansprüche, wachsender Weinkarten und zunehmenden Personalmangels. Auch wirtschaftlich überzeugt das Konzept, weil Einkauf, Lagerung und Bruchmanagement deutlich effizienter werden.
Mit seiner Philosophie richtet sich GabrielGlas bewusst an Betriebe, die Performance

über Tradition stellen. Klassische Rituale wie Champagnerflöten oder umfangreiche Glasbatterien treten zugunsten eines puristischen Ansatzes in den Hintergrund. Selbst hochpreisige Ikonenweine lassen sich überzeugend aus dem Universalglas verkosten – ein Anspruch, der sich auch bei internationalen Wettbewerben wie den Worlds Best Sommelier Awards zeigt, wo Spitzensommeliers regelmäßig mit Gabriel-Glas arbeiten.
Ein entscheidender Qualitätsfaktor liegt in der Unternehmensstruktur selbst: Jede Produktion wird von Gabriel-Glas Geschäftsführer Tobias Herlbauer eng begleitet. Diese unmittelbare Kontrolle ermöglicht eine Konstanz, die in der industriellen Massen-
GABRIEL-GLAS
Ansprechpartner: Tobias Herlbauer
Adresse: Schwarzstraße 9 5400 Hallein
Telefon: +43 62 457 115611
Mail: office@gabriel-glas.at
Website: www.gabriel-glas.at
fertigung kaum erreichbar ist. Trotz globaler Distribution versteht sich die Marke weiterhin als Nischenanbieter mit klarem Fokus auf Spitzenqualität statt Volumen.
Der Trend spielt dem Konzept in die Karten: Die internationale Weinwelt bewegt sich hin zu höherwertigen Produkten, nachhaltigerem Ressourceneinsatz und effizienteren Betriebsabläufen. Universalgläser, die sowohl Alltagsweine aufwerten als auch großen Gewächsen gerecht werden, passen ideal in dieses Umfeld. Gabriel-Glas ist deshalb auch künftig dort präsent, wo kompromisslose Qualität und praktische Umsetzbarkeit gleichermaßen gefragt sind – als Partner in der ambitionierten Gastronomie.


CLEAN MEETS GREEN: NACHHALTIGE LÖSUNGEN FÜR DIE PROFIKÜCHE MEIKO
Meiko ist der Ansprechpartner für Innovationen rund um ein nachhaltiges Speiserestemanagement, Wärmerückgewinnung und mehr Effizienz bei weniger Personal.
Wenn ökologische Verantwortung auf wirtschaftliche Effizienz trifft, entstehen Lösungen, die Gastronomiebetriebe spürbar entlasten. MEIKO entwickelt genau dafür Technologien rund um Energieeinsparung, Speiserestemanagement und Automatisierung
– mit dem Ziel, Ressourcen zu schonen und gleichzeitig Personalmangel abzufedern.
Green Revolution
Ein zentrales Thema ist der Umgang mit Lebensmittelabfällen. Mit dem MEIKO BioMaster® werden Speisereste direkt in der Küche homogenisiert und als flüssige Biomasse in einem geschlossenen Leitungsnetz geruchsneutral gesammelt. Die hygienische Lösung reduziert Entsorgungsaufwand, verbessert

Arbeitsbedingungen und ermöglicht die Weiterverwertung in Biogasanlagen – ein wichtiger Beitrag zu Umwelt- und Klimaschutz.
Der saubere Weg
Auch in der Spültechnik setzt MEIKO auf smarte Effizienz. Die Transportspülmaschine M-iQ BlueFire kombiniert das Spülen von Geschirr, Besteck und Tabletts in einer einzigen Anlage. Der hohe Automatisierungsgrad steigert den Durchsatz, spart Platz und reduziert den Personalbedarf; ein entscheidender Vorteil für Großküchen, Krankenhäuser und Gemeinschaftsverpflegung. Gleichzeitig sorgen intelligente Systeme für DIN-konforme Hygiene, ergonomisches Arbeiten und niedrigere Betriebskosten. Mit dem M-iQ AirConcept wird zudem die ent-
MEIKO CLEAN SOLUTIONS
Ansprechpartner/Sales:
Christian Schiff
Adresse: Liesinger-Flur-Gasse 17, Obj. 3 1230 Wien
Telefon: +43 664 245 7774
Mail: office@meiko.at
Website: www.meiko.at

stehende Wärme aus dem Spülprozess zurückgewonnen. Statt heißen Dampf in den Raum abzugeben, nutzt das System die Energie erneut, senkt den Verbrauch und verbessert das Raumklima deutlich, was Umwelt und Mitarbeitenden gleichermaßen zugutekommt. Auch kompaktere Lösungen wie die Untertischmaschine M-iClean U verbinden leistungsstarke Reinigung mit Wärmerückgewinnung und Dampfreduzierung. Ob Teller, Gläser oder Flaschen: flexible Technik sorgt für hygienische Sauberkeit bei minimalem Energieeinsatz.
So zeigt sich: Nachhaltigkeit in der Profigastronomie beginnt nicht erst auf dem Teller, sondern bereits bei den technischen Prozessen dahinter.
Die besten Händler:innen

EUROPAS SCHAUMWEINHÄNDLER NUMMER 1 SCHAUMWEINKONTOR
Schaumweine boomen! Wie gut, dass es einen Händler gibt, der mit dem coolsten Sortiment an Sprudel überzeugt: Schaumweinkontor!
Diese Auswahl an Schaumweinen aus aller Welt gibt es nur bei Schaumweinkontor! Mit seinem breiten Sortiment gilt Schaumweinkontor sogar als Europas Schaumweinhändler Nummer 1 – handverlesen, exklusiv und mit bester Beratung für die Gastronomie. Besonders hervorzuheben sind die hohe Fach-
kompetenz und die persönliche Beratung bei Schaumweinkontor. Die Mitarbeiter:innen entwickeln für ihre Partner:innen aus der Gastronomie maßgeschneiderte Empfehlungen, mit welchen Schaumweinen sie bei ihren Gästen Akzente setzen können. Denn exzellenter Schaumwein ist längst nicht mehr ausschließlich festlichen Anlässen vorbehalten. Immer häufiger werden komplette Menüs von Prickelndem begleitet, raffinierte Pairings eröffnen dabei überraschende Geschmackserlebnisse. Ergänzend zum internationalen

Sortiment hochwertiger Schaumweine führt Schaumweinkontor auch eine breite Auswahl an alkoholfreien Qualitätssprudeln – und trifft damit den Nerv der Zeit.
Von Winzersekt über Crémant bis hin zu Franciacorta und Champagner sowie edlen Perlen aus England oder sogar Südafrika reicht das Sortiment von Schaumweinkontor. Gelistet werden handverlesene Schaumweine mit hundertprozentig nachvollziehbarer Herkunft und kompromissloser Qualität, viele davon biologisch oder biodynamisch erzeugt. Das Unternehmen hat sich darauf spezialisiert, exklusive Schaumweine aus den renommiertesten Regionen Europas und Südafrikas zu kuratieren – aktuell umfasst die Selektion rund 200 erlesene Positionen.
SCHAUMWEINKONTOR
Ansprechpartner:
Oliver Fischer
+43 660 297 33 43 fischer@schaumweinkontor.com
Janik Schwarz +43 660 5111 211 schwarz@schaumweinkontor.com
Adresse: Autokaderstraße 104, 1210 Wien
Telefon: +43 1 278 34 03
Mail: office@naberkaffee.com
Website: www.schaumweinkontor.com
„„Unser Anspruch ist es, ausschließlich Produkte von außergewöhnlicher Qualität anzubieten. Dafür wählen unsere Expert:innen die besten Erzeugnisse von international geschätzten Produzent:innen aus, die für handwerkliche Präzision und Perfektion stehen. Wir sind überzeugt, dass jeder Schluck ein intensives und nachhaltiges Genusserlebnis vermittelt – genau das, was anspruchsvolle Gäste suchen“, heißt es bei Schaumweinkontor. Zudem betont man: „„Viele Menschen trinken Schaumwein, ohne genau zu wissen, was sich tatsächlich in der Flasche befindet – das wollten wir ändern.“ Deshalb setzt man konsequent auf Transparenz: Jede Position ist bewusst ausgewählt, jedes Haus bringt seine eigene Geschichte mit, und zu den Winzer:innen bestehen persönliche Beziehungen.

DIE ERSTE ADRESSE FÜR TOPBERATUNG UND SORTIMENTSTIEFE DEL FABRO KOLARIK
Wer seine Weinkarte nicht nach Schema F, sondern mit Persönlichkeit denkt, findet in Del Fabro Kolarik einen Partner mit bester Beratungskompetenz und exklusiven Raritäten.
Über 3600 Weine und rund 600 Schaumweine –rund 90 % davon aus Österreich – liefern Somms die Spielwiese für individuelle Handschriften. Praktisch alle heimischen Topwinzer:innen sind vertreten, dazu internationale Größen aus Italien,
Frankreich, Spanien und Deutschland. Besonders spannend für ambitionierte Weinkarten ist die große Auswahl gereifter Weine, die man in dieser Tiefe und Systematik am Markt nur selten findet. Jährlich werden rund 200 gereifte Weine von den Del Fabro Kolarik-Weinexpert:innen ausgewählt und im firmeneigenen Reiferaum bis zur optimalen Trinkreife gelagert.
Der Austausch mit Partnerbetrieben passiert auf Augenhöhe. Die Berater:innen sind nah

an den Winzer:innen, nah am Markt – und vor allem nah an den Bedürfnissen der Sommellerie. Ziel ist nicht maximale Listengröße, sondern eine schlüssige Dramaturgie im Glas: Klassiker, Neuentdeckungen, gereifte Charaktere und moderne Stilistiken sollen zusammen Sinn ergeben. Die Berater:innen sind aktiv in Sortimentsentscheidungen eingebunden. Laufende Schulungen, Verkostungen und interner Wissenstransfer stellen sicher, dass das breite Vollsortiment von allen Berater:innen kompetent abgedeckt werden kann. Im wachsenden No- & Low-Segment übernimmt Del Fabro Kolarik als Mitinitiator des Austrian Zero Award gemeinsam mit der VieVinum Future Academy eine Filterfunktion – und bietet mit blindverkosteten und prämierten Produkten echte
DEL FABRO KOLARIK GMBH
Ansprechpartner: Benjamin Mayr
Sortimentsentwicklung
Wein & Schaumwein
Adresse: Grillgasse 48 a 1110 Wien
Telefon: +436605090004
Mail: benjamin.mayr@delfabrokolarik.at
Website: www.delfabrokolarik.at

Orientierung statt Zufallstreffer. So entsteht in Summe ein Portfolio, das Tradition respektiert, aber klar nach vorne denkt – und Weinkarten ermöglicht, die nicht nach Katalog klingen, sondern wirklich beeindrucken.
Seit der Gründung 1963, der Fusion zum Vollsortimenter 2018 und der Mitgestaltung des Wiener Gemischten Satzes versteht sich das Haus als Impulsgeber statt als reiner Anbieter. Trends entstehen im engen Austausch mit Winzerbetrieben, oft lange bevor sie sichtbar werden. Neben neuen Stilistiken bleibt ein Thema zentral: gereifte Weine mit Tiefe und Charakter. Die Kampagne „„Selten gut gereift“ unterstreicht diese Haltung – denn wahre Komplexität braucht Zeit.

SAKE NO BA
DIE ZUKUNFT DER TRADITION
Sake ist weit mehr als ein Reisgetränk – er ist ein flüssiges Kunstwerk, das auf einer über 2000-jährigen Geschichte basiert. Bei SAKE no BA wird er zur neuen Dimension der Gastronomie: für Sommelièren und Sommeliers, die Geschichten erzählen und sensorische Horizonte erweitern wollen, liefert Sake die Antworten auf die Fragen von morgen.
Im Portfolio von SAKE no BA stehen zwei herausragende Brauhäuser: Banjo Jozo aus
Aichi, gegründet 1647, verfolgt ein DomaineKonzept, bei dem der eigene Reis angebaut und jeder Produktionsschritt kontrolliert wird. Dieser „„Hands-on“-Ansatz schafft Präzision, Ausdruck und Jahrgangscharakter, vergleichbar mit den besten Weingütern der Welt. Seit 2016 produziert Banjo Jozo auch Wein in Burgund, was die Philosophie von Terroir, Eleganz und Balance in eine internationale Perspektive übersetzt.
Yucho Shuzo aus Nara, gegründet 1719, ist

tief in der spirituellen und handwerklichen Tradition verwurzelt. Mit Marken wie „„Kaze no Mori“, „„Takacho“ und „„Mizuhana“ werden historische Methoden wie die Bodaimoto-Fermentation mit modernster Technik kombiniert. Unfiltrierte Sakes mit lebendiger Kohlensäure, aromatischer Tiefe und präziser Struktur verbinden Jahrhunderte altes Wissen mit den Anforderungen der modernen Gastronomie.
SAKE no BA fungiert als exklusiver Botschafter dieser Brauhäuser in Österreich, basierend auf einer 10-jährigen Reise und tiefen Vertrauensbildung. Ohne stationäres Geschäft konzentriert sich das Unternehmen voll auf Kuratierung, Beratung und
SAKE NO BA
Ansprechpartnerin: Yuri Iwata
Adresse:
Leopold-Ungar-Platz 2/2
Spaces Square One 1190 Wien
Telefon: +43 680 307 76 53
Mail: office@sakenoba.com
Website: www.sakenoba.com
die Präsentation in der Top-Gastronomie. Neben Tastings, Workshops und individuellen Empfehlungen vermittelt SAKE no BA die Geschichten hinter den Brauhäusern und macht Sake erlebbar – als Getränk, das Tradition, Handwerk und Innovation in sich vereint. Für Sommelièren und Sommeliers eröffnet sich so eine neue Dimension der Getränkebegleitung, die Genuss, Kultur und Zukunftsperspektive miteinander verbindet. Das Sortiment ist exklusiv, kuratiert und konsequent auf höchste Qualität ausgerichtet. SAKE no BA zeigt damit, dass die Zukunft der Gastronomie nicht nur im Wein liegt – sondern auch in Sake, der jede Weinkarte bereichert und Gäste nachhaltig fasziniert.

WEINSTEIN FINEWINE
KÜHLE HERKUNFT, KLARE HANDSCHRIFT
Leise gewachsen, fachlich geschärft und konsequent kuratiert: Weinstein Finewine hat sich ohne große Inszenierung einen festen Platz in der österreichischen Gastronomie erarbeitet.
Das Portfolio umfasst rund 600 Weine von etwa 50 europäischen Weingütern, mit Schwerpunkt auf Frankreich, Italien, Deutschland, Spanien und ausgewählten österreichischen Betrieben. Im Fokus stehen gebietstypische Weine mit Balance, Eleganz und Komplexität, häufig aus kühlen Regionen, deren Herkunft ausdrucksvoll im Vordergrund steht. Naturnahe Arbeitsweisen und handwerkliche Produktion prägen die Zusammenarbeit.
Gegründet wurde das Unternehmen 2017 von Weinakademiker Sebastian Spiegel. Aus ersten Verkäufen aus der Garage entwickelte sich mit der Vinothek in Dornbirn rasch ein professioneller Standort samt Tastings, Academy-Formaten und wachsendem B2B-Geschäft. Besonderes Augenmerk gilt Weinen vom deutschen Bodenseeufer, deren kühles Klima zunehmend präzise und spannungsreiche Qualitäten hervorbringt. Das Sortiment soll weiter behutsam wachsen — ohne die klare stilistische Handschrift zu verlieren.
WEINSTEIN FINEWINE
Ansprechpartner: Sebastian Spiegel
Adresse: Weppach 1c 6850 Dornbirn
Telefon: +43 664 540 39 44
Mail: cheers@weinstein-finewine.com Website: www.weinstein-finewine.com

MIT GESPÜR FÜR DIE WEINE DER ZUKUNFT SCHAEFFER’S SELEKTION FEINER WEINE
Er hat keine Preisliste. Dafür ein Portfolio der gefragtesten Winzer:innen der Welt. Sie vertrauen Philipp Schäffer-Veith blind. Denn sie wissen: Er setzt die Weine an den richtigen Plätzen ein.
Mit einem feinen Gespür für die Stars der Zukunft hat der aus Graz stammende Weinhändler Philipp Schäffer-Veith in den vergangenen Jahren ein Portfolio von Winzerinnen und Winzern aufgebaut, das in Österreich einzigartig ist. Darunter Weinbauern wie Arnaud und Benoît Ente, Lamy-Caillat oder Ulysse Collin, aus Deutschland auch eine Legende wie Klaus Peter Keller oder aus Österreich Andreas Tscheppe. Dabei geht Philipp Schäffer-Veith immer gleich vor: keine Kompromisse bei der Qualität, persönlicher Kontakt zu den Winzer:innen sowie zu den Gastronom:innen und Wertschätzung für die Menschen und das Produkt als oberste Prämisse. Nicht nur die Winzer sind handverlesen, sondern auch die Restaurants, mit denen Schäffer-Veith zusammenarbeitet. Ihm geht es darum, die richtigen Plätze für seine Weine zu finden. Das kann ein Wirtshaus ebenso sein wie ein 3-Sterne-Lokal. Immer geht es um die Leidenschaft und den Respekt für die Arbeit der Weinbauern.
SCHAEFFER’S SELEKTION FEINER WEINE
Ansprechpartner: Philipp Schäffer-Veith +43 316 715 660
Mail: office@schaeffers.at
Website: www.schaeffers.at


WEINKOMPETENZ MIT GESCHICHTE. SERVICE MIT PERSÖNLICHKEIT. DÖLLERER WEINHAUS
Döllerer verbindet Familiengeschichte mit Weinexpertise auf höchstem Niveau: Seit 1909 in der Gastronomie und seit 1986 im Weinhandel aktiv, steht das Unternehmen für Glaubwürdigkeit, langjährige Erfahrung und ein tief verwurzeltes Verständnis für Genuss.
Das Sortiment umfasst über 5.000 Etiketten aus aller Welt – von Klassikern bis zu Raritäten aus den berühmtesten Weinbauregionen der Welt,
von Rot-, Weiß- und Rosé- zu Schaum- und Süßweinen. Exklusive Partnerschaften und Importrechte sichern Zugang zu Weingütern wie Gaja, Castello di Ama, Àlvaro Palacios, Markus Molitor, Donatsch oder Dr. Bürklin Wolf. Besonderes Augenmerk liegt auf gereiften Weinen aus dem eigenen Lagerkeller, die in der Gastronomie und bei Privatkund:innen gleichermaßen begehrt sind. Die herausragende Selektion von österreichischen Spitzenweinen ist in Jahrgangstiefe und Flaschenformaten in dieser Zu-

sammenstellung beinahe einmalig. Feedback aus dem eigenen Gastronomiebetrieb fließt direkt in Sortimentsentscheidungen ein – ein Ansatz, der Nähe zu Produzent:innen und Gästen gleichermaßen schafft.
Döllerer versteht sich als Dienstleister und Partner, nicht als Lieferant: Beratung, Schulungsprogramme und maßgeschneiderte Lösungen für Gastronomie und Handel stehen im Mittelpunkt. Für jeden Kunden, jede Kundin wird ein individuelles Sortiment zusammengestellt, das ganz auf die jeweiligen Bedürfnisse des einzelnen Betriebs zugeschnitten ist. Die multifunktionale Enoteca verbindet darüber hinaus Handel mit Verkostungen, Seminaren und Events und schafft ein Erlebnisformat, das
DÖLLERER WEINHANDELSHAUS GMBH
Ansprechpartner: Raimund Döllerer Christian Döllerer
Adresse: Kellau 160 5431 Kuchl
Telefon: +43 6244 20567 0
Mail: weinhaus@doellerer.at
Website: shop.doellerer.at

weit über den klassischen Weinverkauf hinausgeht. Der Anspruch: nicht der größte, sondern der beste Weinhändler zu sein.
Der Blick in die Zukunft zeigt deutliche Trends: biologische und biodynamische Bewirtschaftung, mehr Weißweine, niedrigere Alkoholgrade und bekömmliche, trinkfreudige Weine sowie Weine mit Herkunft und Charakter. Auch alkoholfreie oder reduzierte Begleiter gewinnen an Bedeutung und Döllerer bietet hier spannende Alternativen. Mit höchster Servicequalität, einem Top-Team und Omni-Channel-Präsenz in B2B und B2C will Döllerer seinen Kunden nicht nur Produkte, sondern nachhaltige Erlebnisse bieten – ein Ansatz, der Weinhandel und Gastronomie auf die nächste Ebene hebt.

VERLÄSSLICHER GASTROPARTNER SEIT 1924 WEIN WAGNER
Vom regionalen Getränkehändler zum international vernetzten Weinpartner der Spitzengastronomie: Wein Wagner verbindet über ein Jahrhundert Branchenerfahrung mit einem klar kuratierten Sortiment und persönlicher Betreuung. Mehr als 2.000 Weine sind durchgehend lagernd, viele davon Exklusivitäten kleiner, privat geführter Spitzenweingüter.
Beständigkeit ist in der schnelllebigen Ge-
tränkebranche selten – bei Wein Wagner bildet sie seit über 100 Jahren die Grundlage des Erfolgs. Die Handschrift des Hauses ist klar erkennbar: charakterstarke Produzent:innen statt austauschbarer Marken. Österreich, Frankreich und Norditalien bilden das Rückgrat des Sortiments, ergänzt durch ausgewählte Weingüter aus ganz Europa und Übersee. Besonders Burgund, Loire, Winzerchampagner sowie alpine und piemontesische Regionen prägen das Profil – stets mit Blick

auf Authentizität und gastronomische Einsetzbarkeit. Für viele Betriebe ist Wagner nicht nur Weinhändler, sondern strategischer Partner. Persönliche Beratung, Unterstützung bei der Weinkartengestaltung, Schulungen sowie gemeinsame Veranstaltungen schaffen eine enge Verbindung zwischen Gastronomie und Produzent:innen. Im Kerngebiet Oberösterreich, Salzburg und Obersteiermark kommt die komplette Getränkelogistik hinzu – von Wein und Spirituosen über Bier bis zu Kaffee und alkoholfreien Alternativen.
Der Ausbau des Weinsegments begann in den 1980er-Jahren aus privaten Kontakten zu Winzer:innen in Frankreich und Norditalien. Diese beziehungsorientierte Arbeitsweise prägt das
GETRÄNKE WAGNER HANDELS GMBH
Ansprechpartner: www.wein-wagner.com/uber-uns Adresse: Weinstraße 31 4664 Laakirchen
Telefon: +43 7613 440
Mail: info@wagnerweb.at
Website: www.wein-wagner.com www.wagners-weinshop.com
Zum Workbook:


Unternehmen bis heute. Regelmäßige Besuche bei Produzent:innen, interne Verkostungen und gemeinsame Entscheidungen über Neuzugänge sorgen dafür, dass das Portfolio trotz Wachstum stilistisch kohärent bleibt. Aktuelle Entwicklungen bestätigen diese Strategie: Gefragt sind zunehmend präzisere, terroirgeprägte Weine mit Finesse und moderatem Alkohol. Biologischer Anbau, zurückhaltende Kellertechnik und autochthone Rebsorten gewinnen an Gewicht, während gleichzeitig hochwertige alkoholfreie Begleiter an Bedeutung zulegen. Wein Wagner positioniert sich hier klar als kuratierter Anbieter für ganzheitliche Getränkekonzepte – mit langfristiger Perspektive und dem Anspruch, Betriebe über Generationen hinweg zu begleiten.

BEWUSSTER GENUSS, DER IN DIE TIEFE GEHT. fink. wertvoll genießen
Nahbarkeit, Vertrauen und Verantwortungsbewusstsein bilden die Grundlage von fink. wertvoll genießen. Jedes Produkt steht für handwerkliche Integrität, ökologische Sorgfalt und genussvolle Erinnerungen, die bleiben.
Das Familienunternehmen wurde 2008 gegründet und hat sich seither zu einem hochspezialisierten Partner für die gut bürgerliche und gehobene Gastronomie entwickelt. Im Zentrum steht ein wertegeleitetes Handeln, das Umweltverantwortung, bewussten Konsum und ehrliches Handwerk miteinander verbindet. Als Taktgeber im Bio- und Natur-
weinbereich verfolgt das Unternehmen einen ganzheitlichen Ansatz – vom Anbau über konsequente Sortimentsgestaltung bis hin zu ressourcenschonender Logistik.
Das Sortiment entsteht in enger Zusammenarbeit mit persönlich bekannten, kleinen bis mittelgroßen Betrieben aus Österreich, Deutschland, Italien und Frankreich. Alle Lieferant:innen liegen innerhalb eines Radius von maximal 800 Kilometern Transportweg vom Ursprungsort zum fink. Lager. Geführt werden ausschließlich Produkte, deren Herkunft und Produktionsweise transparent nachvollziehbar sind.

fink. wertvoll genießen strebt nach einem zu 100% biozertifizierten Portfolio. Das Zitat keine Regel ohne Ausnahme ist aber wohl auch richtig und die Geschichte lehrt uns, dass dogmatische Haltungen zumeist problembehaftet sind. Aktuell sind 95 Prozent sowohl in Positionen im Sortiment, als auch im Verkaufsvolumen gemessen, biologisch zertifizierte Produkte. Mehr als ein Drittel davon sind biodynamisch erzeugt. Qualität vor Quantität – die Entscheidungen ausgerichtet an klaren Motiven biologisch / nah / freundschaftlich stehen über dem Streben nach größtmöglicher Anzahl an Artikelnummern. Das Team kennt den Inhalt jeder einzelnen Flasche sensorisch genau und empfiehlt mit höchster Sorgfalt die Produkte für ihren optimalen Einsatz. Inhaltlich gliedert sich die Produktfamilie in die Stilistiken etabliert, natural und orange sowie in die Warengruppen Wein, Blubber (Perl-,
fink. wertvoll genießen
Ansprechpartner: Martin Fink
Adresse: Hof 320 6866 Andelsbuch
Bregenzerwald
Vorarlberg
Telefon: +43 664 91 86 058
Mail: vertrieb@wertvollgeniessen.at
Website: www.wertvollgeniessen.at


Schaumwein), Spirituosen und nullkommawenig (Produkte mit keinem oder geringem Alkohol). In den Bereichen nullkommawenig sowie Blubber liegt aktuell der Fokus beim Ausbau des Angebots.
Traditionelle Rebsorten werden ebenso geschätzt, wie zukunftsorientierte PIWI-Sorten, die eine ökologische Landwirtschaft unter veränderten Klimabedingungen sichern können.
Das Bemühen um Langfristigkeit ist ein zentrales Element im Eingehen und Leben von Partnerschaften mit Produzent:innen und Kund:innen. Das fink. Versprechen an die Gastronomie ist ein nachhaltiger Mehrwert durch fundierte Beratung, verlässlichen Service und maßgeschneiderte Lösungen für eine erfolgreiche Begegnung mit dem Gast. ZUM WOHL AUF ERDEN.

EIGENSTÄNDIGKEIT IST DIE ZUKUNFT DES WEINS ZANKL’S WEINE
In einer Weinwelt, die zunehmend von Vereinheitlichung, Preisdruck und kurzfristigen Trends geprägt ist, gewinnt Eigenständigkeit an Bedeutung. Für die Zankls Weine GmbH ist sie kein Ideal, sondern Voraussetzung – denn nur eigenständige Weine und Weingüter sichern langfristig Qualität, Herkunft und Glaubwürdigkeit.
Eigenständigkeit heißt, Entscheidungen im Weingarten und im Keller nicht dem Markt zu unterwerfen, sondern der eigenen Über-
zeugung. So entstehen Weine, die ihre Herkunft zeigen, statt sie zu glätten. Für Konsument:innen wie für die Gastronomie wird genau das immer relevanter: Weine sollen nicht austauschbar sein, sondern erkennbar, nachvollziehbar und ehrlich.
Gegründet 2021 von Sommelier Maximilian Zankl, steht das Unternehmen für diese Haltung. Auf Reisen durch bedeutende Weinregionen lernte Zankl Winzer:innen kennen, die unabhängig arbeiten, Verantwortung

übernehmen und Weine mit klarer Handschrift erzeugen. Diese Betriebe bilden heute das handverlesene Portfolio.
Der Fokus liegt auf prägenden Weingütern aus Deutschland, Frankreich, Italien und Österreich. Biologischer Anbau, nachhaltiges Arbeiten und ein bewusster Umgang mit Ressourcen sind dabei selbstverständlich. Namen wie Christmann, WongAmat, Moritz Kissinger, Grabenwerkstatt, Domaine Prieuré Roch, Domaine Arnaud Baillot, Stella di Campalto, Cupano und Crissante Alessandria stehen exemplarisch für Produzent:innen mit Charakter statt Konformität.
Hinter der Zankls Weine GmbH steht Maximilian Zankl, der das Familienunternehmen
ZANKL‘S WEINE GMBH
Ansprechpartner: Maximilian Zankl
+43 660 567 4664 maximilian@zanklsweine.at
Adresse: Schnöllwiesenweg 8 5400 Hallein
Telefon: +43 664 821 5020
Mail: info@zanklsweine.at
Website: www.zankls-weine.com

inhaltlich wie operativ führt. Unterstützt wird er von seinem Vater Hannes Zankl und seiner Schwester Judith Zankl, die fix eingebunden sind. Gemeinsam vereint das Team sensorische Kompetenz, kaufmännisches Know-how und unternehmerische Klarheit. Ziel ist es, Weine nicht nur zu handeln, sondern verständlich zu vermitteln – und jene Eigenständigkeit sichtbar zu machen, die ihre Qualität prägt.
Heute beliefert Zankls Weine vor allem Gastronomie und Hotellerie, organisiert Masterclasses und schafft mit eigenen Veranstaltungen Raum für Austausch und Weiterbildung. Für das Unternehmen ist klar: Die Zukunft des Weins liegt dort, wo Winzer:innen eigenständig bleiben – und Händler diese Haltung stärken.

SCHREIBLEHNER WEIN BEWEGT
WINZER-CHAMPAGNER,
TOP-WEINE AUS BORDEAUX, KALIFORNIEN & VIELES MEHR
Lebendige Weine, die bewegen, Emotionen wecken und Lebensfreude ausstrahlen: Dafür stehen Birgit und Josef Schreiblehner mit ihrem Sortiment.
Gegründet 2012 nach zahlreichen Jahren in Spitzenbetrieben in der Gastronomie, im Eventbereich und Weinhandel, arbeitet das Team eng mit Familienweingütern zusammen und erzählt mit jedem Wein eigene Geschichten. Die Schwerpunkte liegen in Bordeaux, außerdem hat Schreiblehner Wein bewegt eines der umfangreichsten Kalifornien-Sortimente Deutschlands, eine beachtliche Auswahl an Winzer-Champagnern, ein wachsendes Rioja- und Spanien-Sortiment und viele Ikonen und Ergänzungen aus aller Welt. Das Sortiment wird behutsam erweitert, etwa in Kürze mit einem Garagenweingut aus Friaul. Schreiblehner Wein bewegt versteht sich als langfristiger Partner für Gastronomie, Sommellerie und Fachhandel. Flexibilität, Erfahrung, ein großes Netzwerk und faire Preise machen das Unternehmen zu einer kompetenten Alternative zu den großen Anbietern. Das Ziel: individuell kuratierte Weinauswahl, Qualität über Masse und echte Begeisterung bei jedem Schluck.
SCHREIBLEHNER WEIN BEWEGT
Ansprechpartner: Josef Schreiblehner
Adresse: Gewerbepark Lindach B1 84489 Burghausen
Telefon: +49 172 852 5272
Mail: office@schreiblehner.com
Website: www.schreiblehner.com

DAS KOMPETENZZENTRUM FÜR INTERNATIONALE WEINE P.M. MOUNIER
P.M. Mounier ist in der Branche als feste Größe für internationale Spitzenweine und insbesondere für Champagner bekannt. Neben namhaften Häusern wie Louis Roederer, Champagne Deutz, Joseph Drouhin, Biondi-Santi oder Catena Zapata bereichern zahlreiche kleine, hochklassige Winzer:innen das Portfolio.
Das Sortiment folgt keinem Zufall, sondern ist Ausdruck einer klaren Haltung. Jeder Wein hat sich seinen Platz durch kompromisslos außergewöhnliche Qualität verdient. Der Maßstab ist bewusst hoch gesetzt: das Beste von den Besten. Für Menschen, die Qualität nicht nur suchen, sondern erwarten. Die Weinwelt unterliegt einem fortlaufenden Wandel. Konsumverhalten und Trends sind dynamisch. Aktuell rückt das No- & Low-ABV-Segment verstärkt in den Fokus. Darin liegt vor allem das Potenzial, neue Käufergruppen zu erschließen und weniger eine tatsächliche Abkehr klassischer Weinliebhaber. P.M. Mounier beobachtet diese Entwicklungen aufmerksam, bleibt jedoch seiner klaren Positionierung als Premium-Weindistributor treu. Leidenschaft, Kennerschaft und echte Genusskultur stehen weiterhin im Fokus.
P.M. MOUNIER
Ansprechpartner: Benjamin Leitner
Adresse: Heiligenstädter Straße 43 1190 Wien
Telefon: +43 676 905 11 17
Mail: benjamin.leitner@mounier.at
Website: www.mounier.at
Highlights: Delas Frères (FR), Nicolas Rossignol (FR), Podere Salicutti (IT), Isole e Olena (IT), Vinos Baettig (CL), Stag’s Leap Wine Cellars (US).


PERSÖNLICHE BERATUNG & FOKUS AUF EUROPA VINOVINO
VINOVINO steht für Weine mit Charakter – persönlich ausgewählt und direkt aus der Hand der Winzer:innen.
Gründer Willi Katschthaler startete 1998 mit vier Weinen, verkauft aus dem Kofferraum mitten in Linz. Heute umfasst sein Portfolio rund 500 Weine aus Österreich (Weißweine), Italien und Frankreich (Rotweine). Schwerpunkte liegen auf Wachau, Piemont, Bordeaux sowie Languedoc und Roussillon. Sein Ansatz ist klar: persönliche Empfehlungen statt anonymer Online-Abwicklung, Beständigkeit statt Trendjagd, europäische Qualität statt Weine, die Weltmeere bereisen, um in sein Lager zu kommen. Jede Flasche ist Entdeckung und Genuss, Wein wird als Essensbegleiter, Kommunikationsmittel und Erlebnis verstanden. Für die Zukunft setzt VINOVINO weiterhin auf Weine mit Charakter, Herkunfts- und Sortentypizität, denn Willi Katschthaler weiß: Kund:innen und Gäste brauchen Orientierung und Verlässlichkeit. Seiner Neugier auf Neues steht das nicht im Wege.
Ansprechpartner: Willi Katschthaler
Adresse: Freistädterstraße 3 4040 Linz
Telefon: +43 664 2308 551
Mail: office@vinovino.at Website: www.vinovino.at


TRANSGOURMET TRINKWERK
TOP-GETRÄNKEKOMPETENZ
AM PULS DER ZEIT
Seit über 10 Jahren zählt Transgourmet Trinkwerk zu den wichtigsten Partnern der österreichischen Gastronomie und Hotellerie, wenn es um Getränke in ihrer ganzen Bandbreite geht.
Mit rund 3500 Weinen, über 600 Schaumweinen sowie Spirituosen, Craftbieren und alkoholfreien Optionen bietet das Unternehmen eine außergewöhnliche Sortimentsbreite – neben renommierten Klassikern auch Spezialitäten, die man im Einzelhandel nicht findet, darunter Raritäten, limitierte Editionen und Exklusivfüllungen namhafter Winzer:innen. Auch Trendthemen wie Proxies – komplexe alkoholfreie Speisenbegleiter – finden sich selbstverständlich im Sortiment und stillen die wachsende Nachfrage nach anspruchsvollem Genuss ohne Alkohol. Fachkundige und persönliche Beratung durch Sommelièren und Sommeliers sowie Getränkespezialist:innen gehört ebenso zum Service wie maßgeschneiderte Lösungen für unterschiedliche Betriebskonzepte. Logistisch setzt Trinkwerk Maßstäbe: Ein Zentrallager sowie regionale Standorte gewährleisten konstante Lieferfähigkeit. Die Möglichkeit, Getränke gemeinsam mit Lebensmitteln zu ordern, reduziert zusätzlich Transportwege und Emissionen. Exklusive Partnerschaften mit Produzent:innen aus dem In- und Ausland sichern Qualität, Verfügbarkeit und attraktive Konditionen.
TRANSGOURMET TRINKWERK
Ansprechpartner: Gerald Santer, Bereichsleitung Trinkwerk und JAVA Kaffee
Adresse:
Egger-Lienz-Straße 15 4050 Traun
Telefon: +43 507 44 1000
Mail:
office@transgourmet.at
Website: trinkwerk.transgourmet.at


SPRUDELNDER UMSATZ MIT EIGENMARKEN KLEINOSCHEG
Der hauseigene Sekt als Alleinstellungsmerkmal: Kleinoscheg macht Private Labeling ab 150 Flaschen möglich – inklusive kostenlosem Design über eine professionelle Werbeagentur. Vom 0,2-LiterFormat bis zur Magnum, von klassischer Tankgärung bis zur Méthode Traditionnelle, auf Wunsch in Bio-Qualität.
In wenigen Wochen steht der Haussekt mit eigener Marke und eigenem Namen am Eti-
kett im Weinkeller. Kein Marketing-Gag, sondern ein strategisches Tool: unverwechselbar, kalkulatorisch spannend und mit maximaler Differenzierung gegenüber Mitbewerber:innen. Ein klarer Vorteil auf Märkten, die immer vergleichbarer werden. Für Somms und Gastgeber:innen bedeutet der eigene Haussekt uneingeschränkte Gestaltungsfreiheit – vom 5-Sternehotel über das Landgasthaus bis hin zur angesagten Bar. Ein Signature-Sekt als Aperitif, eine maßgeschneiderte Cuvée für

Events, ein prickelndes Aushängeschild mit eigener DNA als exklusiver Glas-Ausschank. Der Haussekt wird Teil der Markenidentität –und bleibt Gästen im Gedächtnis.
Verlässlichkeit
Doch Kleinoscheg steht nicht nur für Individualisierung, sondern auch für gewachsene Handelskompetenz. Seit 1849 am Markt, verbindet das Haus Tradition mit unternehmerischer Neugier. Was mit der „„Ersten Steyrischen Champagnerfabrik“ samt weltweitem Weinhandel begann, führen heute Gerhard und Elmar Wurzinger mit klarem Qualitätsanspruch weiter. Nach wie vor zählt Kleinoscheg zu den renommiertesten Sektmarken
KLEINOSCHEG
SEKT- UND WEINHANDELS GMBH
Ansprechpartner: Elmar Wurzinger
Adresse: Bahnhofstrasse 101 8401 Kalsdorf
Telefon: +43 664 1444 100
Mail: gew@kleinoscheg.com
Website: www.kleinoscheg.com

des Landes. Das Portfolio umfasst eine große Vielfalt österreichischer und internationaler Weingüter – von Gebietsweinen bis zu Lagenweinen, häufig mit bemerkenswerter Jahrgangstiefe. Ergänzt wird das Sortiment durch Spirituosen, ausgewählte Olivenöle, Sake sowie Trockenfrüchte und Nüsse. Der Wein-Schwerpunkt liegt auf Italien, Frankreich und Spanien mit langjährigen Partnerschaften zu Häusern wie Champagne M. Hostomme in Chouilly, Bodegas Altanza in Fuenmayor in Rioja oder Carpineto in Greve in Chianti. Betriebe, die exemplarisch für das Selbstverständnis von Kleinoscheg stehen: eigenständig, qualitätsorientiert und mit klarer Herkunft.

Handschlagqualität
Nähe zu den Produzent:innen ist dabei kein Schlagwort, sondern gelebte Praxis. Verkostet wird vor Ort, diskutiert im Keller, entschieden mit Weitblick. Gleichzeitig nimmt man sich Zeit für die Sommellerie: Beratungsgespräche finden nicht zwischen Tür und Angel statt, sondern mit Blick auf Konzept, Zielgruppe und Dramaturgie der Weinkarte. Welche Weine schärfen das Profil? Wo entsteht Spannung auf der Karte zwischen Klassiker und Neuentde -
ckung? Welche Position bringt Marge und Charakter zusammen? Was Kleinoscheg auszeichnet, ist diese Mischung aus Verlässlichkeit, Wertschätzung, Handschlagqualität und Offenheit für neue Wege. Persönliche Betreuung, Flexibilität und ein echtes Verständnis für gastronomische Anforderungen machen das Haus zu einem Partner, der zuhört, mitdenkt und liefert – sei es mit einem kuratierten Portfolio oder mit einem Haussekt, der nicht nur prickelt, sondern Profil zeigt.

BIO- & FAITRADE: NACHHALTIGE LÖSUNG FÜR BESTEN KAFFEE NABER KAFFEE
Seit 118 Jahren steht NABER Kaffee für Handwerk, Qualität und Perfektion. Geröstet wird seit jeher in Wien – und von hier aus die Gastronomie in ganz sterreich beliefert. Und das stets persönlich.
Seit 1908 steht NABER für gebündelte Kaffee-Expertise auf höchstem Niveau. Der Rohkaffee wird im 21. Wiener Gemeindebezirk noch immer sorgfältig von Hand geröstet. Denn nur so lässt sich erstklassige Qualität gewährleisten. Mit viel Fingerspitzengefühl werden die ausgewählten Bohnen – je nach edler Kaffeemischung – zwischen 22 und 26 Minuten geröstet, damit sie ihre volle geschmackliche Entfaltung erreichen. Das Ergebnis ist eine faszinierende Aromenfülle, für die NABER geschätzt wird und die Gastronom:innen in ganz Österreich begeistert. Ein Tipp ist der NABER Bio-Kaffee mit Fairtrade-Zertifikat. Damit betont die Wiener Traditionsrösterei ihr glaubwürdiges Engagement im Bereich Nachhaltigkeit. Der Fokus liegt eindeutig auf einer engen, partnerschaftlichen Kooperation mit der Gastronomie (Endkund:innen können bequem über den Onlineshop bestellen). Die Lieferung der NABER Manufaktur-Kaffees an die Gastronomie erfolgt persönlich – eine ideale Gelegenheit, um Kaffeemaschine und -mühle optimal neu zu justieren.

NABER KAFFEE MANUFAKTUR GMBH
Adresse: Autokaderstraße 104 1210 Wien
Telefon: +43 1 2783403
Mail: office@naberkaffee.com
Website: www.naberkaffee.com

SOMMS AM WORT

Steirereck, Wien








RENÉ ANTRAG MIT DIESEM WEINSERVICE BEKOMMST DU JEDEN GAST RUM
Den Gast zu lesen und ihm zur richtigen Zeit das richtige
Glas Wein hinzustellen, lernt man in keiner Ausbildung –sondern ausschließlich on the floor.
Guter Weinservice ist eine Sache der richtigen Kommunikation. Natürlich gehört korrektes Arbeiten dazu, aber entscheidend ist, ob ich den Gast verstehe. Empathie, Einfühlungsvermögen und Fachwissen müssen zusammenspielen. Mein Ziel ist es immer, gemeinsam auf Augenhöhe herauszufinden, was der Gast wirklich möchte. Ich taste mich heran, stelle Fragen, höre zu. Trinkt der Gast bestimmte Namen, Regionen oder beschreibt er lieber seinen Geschmack? Daraus ergibt sich eine Richtung – geschmacklich, stilistisch und auch preislich. Weinservice heißt für mich nicht, Wissen auszuspielen oder zu belehren, sondern eine Basis aufzubauen, auf der Vertrauen entsteht.
Gerade jungen Sommeliers und Sommelièren versuche ich immer zu vermitteln, dass Ausbildung wichtig ist, aber sie ersetzt keine Erfahrung im Restaurant. Zertifikate sind eine Grundlage, mehr nicht. Menschen zu lesen und Situationen richtig einzuschätzen, lernt man nur mit Zeit. Wer jung ist, sollte
mitarbeiten, zuhören, viel verkosten und den eigenen Gaumen entwickeln. Weinservice ist Teamarbeit – niemand wächst alleine. Mit den Jahren kommt dann das Gefühl für Gäste. Stammgäste entwickeln sich mit, man erinnert sich an Vorlieben, an frühere Abende. Genau das ist Qualität. Den Gast dort abzuholen, wo er steht – und ihn, wenn es passt, ein Stück aus der Komfortzone zu führen. Nicht mit Druck, sondern mit Gefühl. Ein bekanntes Etikett gibt Sicherheit, etwas Unbekanntes sorgt für Spannung. Dieses Wechselspiel ist entscheidend. Gäste wollen heute auch überrascht werden; gerade dann, wenn schon eine Vertrauensbasis da ist. Neue Stile, gereifte Jahrgänge, Regionen abseits des Mainstreams – aber immer auf Basis von Qualität. Es geht nicht darum, teuer oder extrem zu sein, sondern Menschen mit unterschiedlichen Zugängen zu Wein gleichermaßen zu begeistern. Am Ende braucht guter Weinservice vor allem drei Dinge: Erfahrung, Konstanz und echtes Interesse am Gast.
KATHARINA GNIGLER
SO KURBELST DU DEN DIGESTIFVERKAUF AN
Der Digestif hat an Attraktivität nie verloren – im Gegenteil: Selbst die junge Generation trinkt gerne mit. Wir müssen manchmal nur ein wenig nachhelfen.
Ein gutes Essen endet nicht mit dem Dessert – sondern mit einem Moment, der nachklingt. Genau hier kommt der Digestif ins Spiel. Er ist der letzte Akzent eines Abends, der feine Abschluss, an den man sich erinnert. Und doch wird sein Potenzial in vielen Restaurants noch unterschätzt. Dabei ist der Digestif aktuell wie eh und je – man muss ihn nur richtig inszenieren.
Der wichtigste Hebel ist die Präsentation. Was der Gast nicht sieht, kann er auch nicht bestellen. Ein sichtbarer Wagen, eine Auswahl direkt am Tisch zeitgleich mit dem Dessert, dem Käse oder den Petits Fours holt den Digestif aus der Bar-Ecke zurück ins Rampenlicht. Plötzlich entsteht Neugier – und genau hier beginnt der aktive Verkauf. Ebenso entscheidend ist, Hemmschwellen abzubauen. Nicht erklären, sondern einladen. Riechen lassen, kosten lassen, auf den Geschmack bringen. Viele Gäste denken gar nicht bewusst an einen Digestif – aber nicht,
weil sie keinen möchten. Als Gastgeber:innen nehmen wir ihnen diese Entscheidung ab und machen aufmerksam, ohne zu drängen.
Ein Digestif ist längst mehr als „„ein Schnaps danach“. Wenn man erzählt, woher er kommt, wer ihn macht und warum er besonders ist, wird er greifbar. Wer Produkte auf die Karte setzt, die der Gast nicht überall bekommt, punktet doppelt. Klischees – Likör für die Damen, Hochprozentiges für die Herren – dürfen dabei ruhig aufgebrochen werden. Wichtig ist Fingerspitzengefühl: führen statt überzeugen, Optionen anbieten, flexibel bleiben. Nicht jeder Gast möchte dasselbe – aber jeder freut sich über eine gute Empfehlung. Am Ende gilt: Der Digestif lebt von Aufmerksamkeit. Wer ihn sichtbar macht, ehrlich erklärt und mit Begeisterung anbietet, schenkt dem Gast mehr als nur ein Glas – nämlich einen letzten, genussvollen Moment, der den Abend perfekt abrundet.

DER WICHTIGSTE HEBEL IST DIE PRÄSENTATION. WAS DER GAST NICHT SIEHT, KANN ER AUCH NICHT BESTELLEN.
KATHARINA GNIGLER Bootshaus, Traunkirchen Restaurant Bootshaus Das Traunsee I Klosterplatz 4 I 4801 Traunkirchen I dastraunsee.at







ALEX KOBLINGER MS
Döllerer, Golling







EIN WEIN IST DANN PERFEKT, WENN ER ZUM GAST PASST
Ein guter Wein definiert sich nicht über Zahlen, sondern über seine Geschichte. Und es liegt an uns, sie für den Gast in den richtigen Kontext zu packen.
Wir erleben im Weinbau gerade eine spannende Zeit. Die Schere geht immer weiter auseinander: Auf der einen Seite industrielle Uniformität, auf der anderen handwerkliche, eigenständige Weine. Für mich ist klar: Qualität hat nichts mit technischer Perfektion zu tun. Perfekt kann vieles sein – ist dadurch aber oft austauschbar.
Man kann als Winzerin oder Winzer die besten Trauben haben, modernstes Equipment und am Papier alles richtig machen. Aber wenn am Ende jeder Wein gleich schmeckt, fehlt das Entscheidende. Qualität bedeutet für mich Wiedererkennbarkeit. Wo liegt der Weingarten? Wie war das Jahr? Welche Idee verfolgt der Winzer, die Winzerin? Und schmecke ich das auch im Glas? Wer diesen Weg konsequent geht, über Jahre hinweg, braucht nicht jedem zu gefallen – sondern muss wissen, wofür er steht. Qualität braucht Kontinuität.
Es sind die Ecken und Kanten, die einen
Wein spannend machen. Charakter statt Konformität. Auch wenn das manchmal unbequem ist oder nicht jedem Trend entspricht. Handwerk spielt dabei eine zentrale Rolle – und nein, das ist nichts Nostalgisches. Handwerk heißt Verantwortung. Entscheidungen nach Gefühl zu treffen, nicht nach Tabellen. Dieses Gespür entsteht nicht über Nacht, sondern über Jahrzehnte im Weingarten.
In der Gastronomie geht es zusätzlich um Kontext. Viele Weine sind objektiv sehr gut. Aber wirklich relevant sind jene mit Geschichte, mit Seele. Wein lebt von Gesellschaft, von Essen, vom richtigen Moment. Er will nicht zu Tode analysiert werden, sondern bewusst genossen. Damit sind wir beim Gast. Wine & Food Pairing ist wichtig – Wine & Guest Pairing ist die Kür. Wenn sich der Gast wohlfühlt, Vertrauen fasst und einfach genießt, dann sind wir bei echter Qualität und Handwerk angekommen. Nicht perfekt. Aber ehrlich. Und genau darum geht es.
HELENA JORDAN DARUM MUSS VIEL ÖFTER BIER INS GLAS
Bier ist der ultimative Teamplayer mit einem AromenSpektrum, das oft sogar Wein in den Schatten stellt.
Bier hat im Restaurant noch immer ein Imageproblem. Und das ist schade. Denn wer sich ernsthaft mit Pairings beschäftigt, merkt schnell: Bier ist oft der bessere Begleiter. Nicht immer – aber öfter, als wir glauben. Gerade bei Desserts greife ich mittlerweile lieber zu Bier als zu Wein. Schokolade ist dafür das beste Beispiel. Unser Mousse au Chocolat blüht mit einem gereiften Samichlaus von Schloss Eggenberg regelrecht auf. Ich arbeite dafür mit einem 2020er: dezente Kohlensäure, Aromen von Kakao, Haselnuss, Toffee, fast portweinig. Viele erkennen blind nicht, dass sie Bier trinken – und genau das ist der Moment, den ich liebe.
Bier bringt Texturen und Geschmäcker mit, die Wein nicht hat. Bitterkeit, Hopfen, Röstaromen. Das macht Pairings komplexer, aber auch spannender, wie ich von Biersommelière Judith Mehofer gelernt habe. Beim Kalbsbries mit Curry und Zwiebeln funktioniert ein Carinthia IPA von Loncium
perfekt: exotisch, strukturiert, überraschend nah an einem Orangewein. Beim Rochenflügel mit Pilzen, Butter und Salbei ist das Lug Blonde Sauvage der Brasserie des Voirons unschlagbar: frisch, säurebetont, fast wie ein Weißwein gedacht. Und zur Wachtel mit Topinambur, Nüssen und Datteln dreht das Schwarze Schaf Stout von Gusswerk voll auf – allein zu schlank, im Pairing ideal. Wichtig ist: nichts erzwingen. Bier funktioniert dann, wenn der Gast offen ist. Manchmal schenke ich es einfach ein – glasweise, nicht flaschenweise – und erkläre erst danach.
Einziger Wermutstropfen für mich als Somm: dass die Biersommelier-Ausbildung privatisiert ist. Es braucht einen niederschwelligen Zugang, an einem unabhängigeren Standort, ähnlich der Sommelier-Ausbildung. Damit jeder, der Bock hat, sich neben der Arbeit weiterzubilden, das ohne großen Aufwand machen kann. Ich bin mir sicher: Die Bier-Pairings werden dann so richtig durch die Decke gehen.

WER SICH ERNSTHAFT MIT PAIRINGS
BESCHÄFTIGT, MERKT SCHNELL: BIER IST OFT DER BESSERE BEGLEITER.

Café Capra I Langenharterstraße 18 I 4300 St. Valentin I capra.at







NICO HAMMERL DIE PERSÖNLICHE EMPFEHLUNG ZÄHLT
MEHR ALS JEDE
ZERTIFIZIERUNG
Bio, biodynamisch oder doch nachhaltig? Wichtiger als ein
Label am Etikett ist für den Gast, dass wir Somms über die Herstellung unserer Weine Bescheid wissen.
Zertifizierungen geben Sicherheit und Orientierung – für den Gast genauso wie für uns Somms. Sie zeigen, dass ein Winzer, eine Winzerin nach bestimmten Standards arbeitet und Verantwortung übernimmt. Gleichzeitig sagen sie allein wenig über die tatsächliche Arbeitsweise aus und ersetzen für mich nie den persönlichen Eindruck.
Wir stehen in engem Kontakt mit unseren Winzer:innen, besuchen sie regelmäßig, gehen mit ihnen durch die Weingärten und Keller und sehen, wie gearbeitet wird. Dieses direkte Erleben ist für mich aussagekräftiger als jedes Label auf dem Etikett. Gerade kleinere Betriebe verzichten oft bewusst auf Zertifizierungen, weil der finanzielle und administrative Aufwand kaum tragbar ist. Das sagt aber nichts über die Qualität oder die Überzeugung dahinter aus. Auf unserer Weinkarte führen wir Zertifizierungen bewusst nicht an. Bei uns ist alles Bio – im Glas wie am Teller. Das ist
unsere Haltung, und die muss nicht extra erklärt oder hervorgehoben werden.
Der Umgang mit dem Thema ist in den letzten Jahren deutlich leichter geworden. Die Gäste sind informierter, offener und bewusster. Bio wird heute viel weniger hinterfragt als früher, auch wenn es nach wie vor Vorurteile gibt. Wichtig ist für mich, niemanden zu belehren. Der Gast soll genießen können und darauf vertrauen, dass wir die richtige Auswahl treffen. Dieses Vertrauen ist zentral. Wenn ich für einen Wein stehe und meine Erfahrung weitergebe, entsteht Sicherheit auf beiden Seiten. Gleichzeitig wird die Auswahl an biologisch oder biodynamisch arbeitenden Weingütern immer größer, national wie international. Hat man große Namen auf der Karte, ist das für Gäste ein guter Anhaltspunkt – und natürlich animieren diese Weingüter auch andere Betriebe, nachzuziehen. Jedenfalls denke ich, dass heute keine gute Weinkarte mehr an Bio vorbeikommt. Nicht als Trend, sondern als Selbstverständlichkeit.
MAGDALENA GLEISS DIE SOMMELLERIE VON MORGEN: WIR MÜSSEN NICHT ALLES NEU ERFINDEN
Die Bühne gehört dem Gast, nicht der Sommelière. Warum echte Weinberatung heute Haltung braucht –nicht Selbstdarstellung.
Ich hätte nie gedacht, dass ich einmal tatsächlich als Sommelière arbeiten würde. Am Anfang war Wein für mich vor allem ein Werkzeug im Service – das dazugehörige Fachwissen gab mir aber die Sicherheit und half mir, Gästen auf Augenhöhe zu begegnen. Was mich bis heute fasziniert? Dass Winzer:innen jedes Jahr etwas Ähnliches, aber nie Identisches schaffen. Klima, Herkunft und Handschrift spiegeln sich in jedem Glas. Meine Aufgabe sehe ich darin, diese Zusammenhänge verständlich zu machen – nicht im Monolog, sondern vielmehr im Dialog. Der Beruf hat sich verändert. Gäste sind informierter, trinken bewusster und wollen wissen, wer hinter einem Produkt steht. Große Namen verlieren an Bedeutung, Haltung gewinnt. Für mich heißt moderne Sommellerie: zuhören, übersetzen, begleiten. Nicht belehren.
Fachwissen bleibt die Basis – ohne geht es nicht. Aber es reicht auch nicht. Emotionales Gespür, Storytelling mit Substanz und echtes Interesse am Menschen sind heute genau-
so wichtig. Dazu kommen neue Themen wie alkoholfreie Begleitungen. Sie ersetzen Wein nicht, sie erweitern unser Handwerk. Wer sie nicht ernst nimmt, hat den Beruf nicht zu Ende gedacht.
Ich glaube nicht, dass die Sommellerie völlig neu definiert werden muss. Was wir brauchen, ist Offenheit – und den Mut, uns weiterzuentwickeln, ohne unseren Kern zu verlieren. Die Bühne gehört nicht mir, sondern dem Gast. Authentizität ist wichtig, solange sie dem Erlebnis dient und nicht der Selbstinszenierung. In einem Haus wie bei den Obauers habe ich gelernt, was nachhaltige Gastronomie wirklich bedeutet: Respekt vor der Umgebung, Demut vor dem Bestehenden und Verantwortung für die Zukunft. Stillstand gibt es hier nicht – und genau das macht diesen Beruf so fordernd und erfüllend. Mein Rat an junge Menschen: Lasst euch Zeit. Lernt verschiedene Betriebe kennen. Bleibt neugierig. Sommellerie ist für mich noch immer der schönste Beruf der Welt – weil Wein die Menschen zusammenbringt.
















SEBASTIAN GABRIEL WER NUR TECHNISCH FACHSIMPELT, NIMMT DEM GAST DIE FREUDE
AM WEIN
Genuss ohne Gatekeeping: Wie du Fachwissen so verpackst, dass sich deine Gäste klüger fühlen – nicht kleiner.
Für mich beginnt guter Service immer mit einer einfachen Frage: Wen habe ich da vor mir? Gäste zu lesen ist alles. Es gibt Menschen, die wollen auf Augenhöhe über Herkunft, Stilistik und Details sprechen. Und es gibt genauso viele, die das nicht wollen. Beides ist völlig legitim. Schwieriger wird es nur dann, wenn man das falsche Maß wählt.
Fachwissen ist kein Selbstzweck. Wenn ich jemanden mit Begriffen überlade, verliere ich ihn. Im schlimmsten Fall nehme ich ihm sogar die Lust am Wein. Gerade bei jungen oder neuen Gästen ist das fatal. Wein darf neugierig machen, soll aber nicht einschüchtern. Deshalb höre ich zuerst zu. Was trinkt der Gast normalerweise gerne? Wie spricht er über Wein? Fallen Begriffe, oder sucht er nach Worten? Service ist keine One-Man-Show und keine Einbahnstraße, sondern bedeutet Austausch mit dem Gast. Daraus ergibt sich ganz automatisch, wie ich erkläre. Mal technisch, mal über Aromen, mal über Emotionen. Wein ist kein Lehrbuch – Wein ist Gefühl. Was ich
nicht mag, sind Verkaufsargumente über Preis oder Alkohol. Teurer heißt nicht automatisch besser, genauso wenig wie mehr Prozent gleich mehr Qualität bedeuten. Diese Denkweise bringt niemandem etwas. Viel spannender ist doch die Geschichte hinter dem Wein: die Menschen, die Philosophie, die Haltung eines Weinguts.
Manchmal stelle ich einen Wein einfach hin, sage nichts und lasse probieren. Das nimmt Druck raus. Viele Gäste blühen dabei richtig auf, haben Spaß daran, sind offen dafür und schlüpfen in die Rolle des Sommeliers. Klar funktioniert das nicht bei jedem Anlass und nicht bei jedem Gast – auch hier gilt: lesen, einschätzen, entscheiden. Ziel ist es, den Gast in eine Welt voller Emotionen eintauchen zu lassen, indem wir Fachwissen gezielt und richtig einsetzen. Wenn jemand das Restaurant glücklich und mit einem Lächeln verlässt und vielleicht auch noch etwas Neues dazu gelernt hat, ohne, dass es für ihn anstrengend oder "trocken" war, habe ich alles richtig gemacht.
SINDY
KRETSCHMAR
WERT STATT WUCHER:
SO FUNKTIONIERT EINE
FAIRE PREISKALKULATION
Warum Herkunft und Handwerk beim Wein wichtiger sind als große Namen und worauf man achten sollte, damit Genuss und Wirtschaftlichkeit im Gleichgewicht bleiben.
Für mich ist Wert beim Wein kein Preisschild, sondern ein Paket aus Herkunft, Handwerk und Haltung. Ich will wissen: Wo wächst das? Welcher Boden, welche Region, welche Sorte – und vor allem: Wie wird gearbeitet, im Weingarten und im Keller? Biodynamie heißt oft mehr Menschen, mehr Handgriffe, mehr Risiko. Das ist mehr Aufwand und der hat einen Wert. Rarität spielt natürlich mit – 1000 Flaschen vom Garagenwinzer oder ein seltener Jahrgang sind am Markt eben etwas anderes als Massenware. Was für mich dagegen keine echte Wertigkeit besitzt: Marke um der Marke willen. Namen sind oft ein Gefühl, das man sich kauft – wie bei Handtaschen. Kann man machen, sagt aber nicht automatisch etwas über die Qualität aus. Wichtig ist Kontext. Ein Romanée-Conti kostet nicht einfach so tausende Euro: Historie, Knappheit, Nachfrage, Mythos – das muss man einordnen. Bei Bordeaux sieht man es extrem: Klassifikationen von 1855 tragen bis
heute Preise, obwohl sich Besitz, Philosophie und Stil längst verändert haben. Das ist manchmal wie bei Antiquitäten: Man kauft nicht nur Wein, man kauft auch die Idee. Im Restaurant kommt die nächste Ebene dazu: Kalkulation. Häuser sind schwer vergleichbar, weil Einkauf, Lagerung, Timing und En-primeur-Möglichkeiten unterschiedlich sind. Fairness heißt für mich: Preise steigen, wenn mein Einkauf steigt – nicht, weil alle teurer werden. Wucher hilft niemandem, weder Gast noch Winzer. Und bitte keine Weinkarte als Wunschkonzert: Was draufsteht, muss da sein. Mein Kalkulations-Tipp: Immer die Kostenwahrheit kennen – Miete, Personal, Glas, Zeit am Tisch. Gerade günstige Weine dürfen nicht zu nett kalkuliert sein, sonst bleibt nichts übrig. Ich denke lieber in Deckungsbeiträgen: Fixkosten fallen bei jeder Flasche an, egal ob sie 6 oder 100 Euro kostet. Und teure Weine kann man nicht mit demselben Faktor bepreisen –sonst wird’s absurd.










NORIS F. CONRAD SO FUNKTIONIERT DER LEISE UPSELL
Wie man Gäste verstehen lernt, Vertrauen aufbaut und sie souverän durch den Abend führt – und nebenher den Verkauf ankurbelt.
Der Verkauf entscheidet sich nicht erst bei dem Preis, sondern in dem Rahmen, den man vorher schafft. Atmosphäre, Vertrauen, Erwartung, Kompetenz und Trinkfreude entwickeln sich im Verlauf des Abends. Bevor ich an einen Tisch trete, beobachte ich. Wer sitzt da? Wie ist die Stimmung? Ist es ein Geschäftsessen, ein Jubiläum oder einfach nur ein Dienstag, der besonders werden soll? Der erste Eindruck entscheidet nicht über den Umsatz – sondern über den Zugang. Der Aperitif ist oft der erste Impuls. Präsenz, Klarheit, keine Hektik. Und manchmal auch: einfach mal still sein. Pausen sind keine Unsicherheit – sie sind Aufmerksamkeit. In ihnen zeigt sich, wie offen ein Tisch ist. Wie er auf Worte wie „„Champagner“ oder „„Exklusiv“ reagiert. Wie weit man gemeinsam gehen kann.
Service ist für mich sicher kein Skript, es ist eher ein Tanz. Ich stelle Fragen, um Orientierung zu geben. Small Talk bringt mich nicht weiter. Ich versuche zu verstehen, was dieser Abend sein oder werden soll. Verkaufen be-
deutet für mich nicht Druck, sondern Führung. Ich empfehle nichts, nur weil es teuer ist, sondern weil es passt – zum Moment, zur Küche, zum Menschen am Tisch. Wenn ich einen Wein vorschlage, muss ich ihn verteidigen können – nicht vor dem Gast, sondern vor mir selbst. Warum dieser Wein? Warum jetzt? Wenn diese Fragen nicht klar beantwortet sind, wird jedes Preisschild laut. Ein Nein gehört dazu.
Manchmal braucht es eine Alternative, manchmal einen Moment Abstand, manchmal einen unaufgeforderten Probeschluck, um Vertrauen spürbar zu machen. Nicht als Trick – sondern als Geste zum Upsell.
Service beginnt immer da, wo Standard aufhört. Jeder Tisch ist anders – je individueller der Service, desto natürlicher der Umsatz. Kein Drängen, kein Inszenieren. Sommelier zu sein heißt für mich nicht, Weine zu verkaufen. Es heißt, Abende zu formen. Und wenn am Ende eine größere Flasche auf dem Tisch steht, dann nicht, weil ich mich durchgesetzt habe – sondern weil sie genau richtig war.
MATTHIAS
WEINLICH
DIE GEN Z TRINKT NICHT WENIGER, SIE TRINKT KLÜGER
Prestige war gestern, Geschmack ist heute. Die Gen Z trinkt bewusster, fragt mehr, setzt nicht auf Etiketten und lässt Schnaps links liegen.
In unserem Fine Dining sehe ich die Gen Z noch selten – eh klar, sieben Gänge sprengen dann wahrscheinlich doch das eine oder andere Studi-Budget. In unserer Pizzeria dafür umso häufiger. Dort wird bewusst konsumiert und - das muss man sagenordentlich Trinkgeld dagelassen. 10 bis 20 Prozent sind bei den 18- bis 20-Jährigen keine Ausnahme. Gleichzeitig sieht man aber, dass Gesundheit, Fitness und weniger Alkohol eine große Rolle spielen. Trotzdem wird genossen – nur eben nicht gedankenlos. Corona hat das sicher mitgeprägt: Wer seine besten Jahre auf FaceTime verbracht hat, geht heute anders mit Genuss um. Allerdings merke ich beim Wein echtes Interesse. Prestige ist egal, wichtig sind Handwerk, Spannung im Glas und Ehrlichkeit. Nachhaltigkeit zählt. Ganz klar. Und ganz ehrlich: Geschmack ist universell. Dafür braucht man kein Diplom. Was ich liebe: lieber drei richtig gute Gläser als sieben mittelmäßige. Schnaps nach dem Essen? Eher Oldschool. Dafür laufen Negroni, Aperol, italienische
Limos, hausgemachter Eistee – und natürlich Wein. Rot wird weniger, Weiß deutlich mehr. Alkoholfrei und Low Alcohol werden bleiben. Da bin ich sicher. Und wenn du mich fragst, ist entalkoholisierter Wein nicht meins – da greife ich lieber zu Traubensaft oder Kräuterauszug. Und das merke ich auch beim Gast. Preis ist Thema – nicht aus Geiz, sondern weil alles passen muss: Geschmack, Story, Wertigkeit. Die Gen Z zahlt gern für Erlebnisse, nicht für Etiketten. Was wir in der Gastro lernen müssen: nicht belehren, nicht von oben herab, keine überteuerten Flaschen auf den Tisch knallen. Ich sage immer: Essen gehen ist Fortgehen für Erwachsene. Und Wein darf Spaß machen –weg vom Spießertum, hin zum Geschmack. Genau deshalb gibt es bei uns den „„Weindienstag“: Winzerinnen präsentieren, ein paar Gänge servieren, viel probieren. Weniger Fine Dining, mehr Genuss.













THOMAS KRACHER COCKTAILS IN DER GETRÄNKEBEGLEITUNG SIND NEXT LEVEL
Von der Bar an den Tisch: Wie du Cocktails zum Menü richtig einsetzt – und das mit wenig Aufwand, aber großer Wirkung.
Für mich sind Cocktails in der Begleitung kein Essential, sondern ein Plus. Niemand erwartet vom Sommelier perfekte BarSkills. Aber wer sich an der Bar sicher bewegt, kann zusätzliche Gäste abholen – jene, die keinen Wein trinken oder einfach Lust auf etwas anderes haben. Die Basis sind immer die Klassiker. Sie funktionieren überall. Wirklich interessant wird es aber mit kleinen Twists. Man muss keine stundenlangen Eigenkreationen bauen. Oft reicht es, ein bekanntes Rezept minimal zu verändern – und schon entsteht ein Signature Drink mit eigener Handschrift und Geschichte. Ein Beispiel ist unser Pineapple Martini. Ausgangspunkt ist ein Pornstar Martini, ergänzt durch einen selbstgemachten Sirup aus gegrillter Ananas, etwas Reposado Tequila für Fülle und erdige Noten, dazu Vanille, Karamell und Passionsfrucht für die nötige Frische. Aufgegossen mit einem reiferen, autolytischen Champagner. Keine Zauberei – nur ein klassisches Gerüst, neu
gedacht. Gerade im Food Pairing sind Cocktails extrem flexibel. Mein größter Praxistipp sind Pre-Batch-Drinks, allen voran Milk Punch. Durch die Klärung mit Milch wird der Drink nicht nur sensorisch runder, sondern vor allem haltbar – bis zu einem Jahr. Das erleichtert die Arbeit enorm, gerade in kleinen Teams. Vorbereiten, kalt stellen, einschenken, fertig. Zum Dessert aus Erdbeere, Gurke und weißer Schokolade haben wir etwa einen karbonisierten Gurken-Drink mit Yuzu und weißer Schokolade eingesetzt, geklärt als Milk Punch. Optisch glasklar, aromatisch präzise. Ein Drink, der das Gericht verlängert statt überlagert. Denn darauf sollten wir achten: Der Drink darf sich nie wichtiger nehmen als das Essen. Wenig Alkohol, filigran gearbeitet, begleitend gedacht. Cocktails dienen nicht der Show, sondern sind unser Werkzeug. Richtig eingesetzt, schaffen sie Erinnerungen – oft genau dort, wo der Gast sie nicht erwartet.
NINA FINK NICHT ALLES, WAS GEPOSTET WIRD, SCHMECKT AUCH GUT
Zwischen Instagram-Wissen und echtem Genuss: Wie man charmant mit Halbwissen umgeht und Gäste über Social Media neugierig macht.
Der sogenannte „„informierte Gast“ überrascht mich oft positiv – viele wissen heute erstaunlich viel über Wein. Manchmal wird Information aber auch zur Herausforderung, etwa wenn jemand ausschließlich „„seinen“ Wein trinkt und für Neues kaum Platz lässt. Dabei beginnt Genuss doch genau dort: außerhalb der Komfortzone. Social Media hat Weinwissen demokratisiert – großartig! Gleichzeitig begegnet mir täglich charmantes Halbwissen. Klassiker? Schraubverschluss gleich schlechte Qualität. Oder Rotwein darf nur bei Zimmertemperatur serviert werden. Spoiler: Ein leicht gekühlter Rotwein im Sommer ist herrlich – und selbst im Winter mag ich ihn nicht lauwarm. In fünf Minuten ist er ohnehin warm.
Instagram & Co. haben die alten Weinkritiker abgelöst. Heute entscheidet oft das Etikett, was ins Glas kommt. Naturwein wird gern als Hippie-Trend abgestempelt, dabei steckt dahinter oft großartige Handwerkskunst. Positiv hingegen ist, dass Winzer:in-
nen Einblicke geben können, die früher nur bei Hofbesuchen möglich waren. Wenn Gäste sehr bestimmt auftreten, bleibe ich gelassen. Manchmal erkläre ich Dinge einfach anders, manchmal wechsle ich das Thema – Höflichkeit gewinnt immer. Die Grenze zwischen selbstbewusstem Genuss und Besserwisserei ist schnell überschritten, vor allem an großen Männertischen. Aber hey: Am Ende soll Wein verbinden, nicht belehren. Missverständnisse gibt es viele: Tannin wird mit Bitterkeit verwechselt, fruchtig mit süß. Und trockener Prosecco soll bitte trotzdem fruchtig sein. Meine Lösung? Neugier wecken, ein Glas hinstellen – entscheiden darf immer der Gast. Mein Wunsch an die digitale Weinwelt: weniger Flaschen-Posing, mehr Winzer-Content. Und mein Tipp für Restaurants: schöne Gläser, gutes Licht, ein bisschen alkoholfrei mitdenken – und selbst aktiv Geschichten erzählen.

WEIN IST KEIN WETTBEWERB. WEIN IST KOMMUNIKATION. UND GENAU DORT BEGINNT ECHTER GENUSS.
NINA FINK
Haberl & Fink, Ottendorf an der Rittschein




GEORG DAMBERGER
Landhaus Bacher, Mautern







Landhaus Bacher I Südtiroler Platz 2 I 3512 Mautern an der Donau I landhaus-bacher.at
GEORG DAMBERGER
WER AN RARITÄTEN RAN WILL, BRAUCHT GUTE KONTAKTE
Direktbezug ist für mich die ehrlichste und sympathischste Art, Wein einzukaufen – und ermöglicht mitunter Zugang zu besonderen Jahrgängen.
Wir haben seit drei Jahren eine eigene Raritätenkarte. Zwei A5-Seiten, dicht bedruckt. Wenn etwas ausgeht, wird nachbestückt. Das passiert bei uns fast wöchentlich. Alle Weine auf dieser Karte wurden bei ihrem Release gekauft – in größeren Mengen, mit dem Gedanken, dass sie an ihrem Peak genau dort landen, wo sie hingehören: im Glas. Der direkte Bezug spielt dabei eine zentrale Rolle. Das schafft Transparenz, Vertrauen und eine andere Qualität der Zusammenarbeit. Beziehungen lassen sich auf Messen anbahnen, bei Verkostungen, aber sie entstehen vor allem vor Ort – im Weingarten, im Keller, im Gespräch. Wenn Wein und Mensch zusammenpassen, erzählt sich die Geschichte fast von selbst.
Für den Gast muss all das nicht im Detail sichtbar sein. Was zählt, ist auch hier das Vertrauen: Wer einschenkt, steht hinter dem Produkt. Gerade bei gereiften Weinen ist diese Basis entscheidend. Fairness hört dabei nicht beim Einkauf auf. Raritäten sollen getrunken werden. Eine überzogene Preisgestaltung hilft
niemandem – sie lässt große Weine nur unnötig alt werden. Darum gibt es bei uns keinen Aufschlag zu aktuellen Jahrgängen.
Auch in der Weinbegleitung können Raritäten ihren Platz haben. Ein oder zwei Positionen, gezielt eingesetzt, aktuell zum Beispiel aus den 90ern oder frühen 2000ern. Ein gereifter Riesling zum kräftig geschmorten Karottengang, ein reifer Gewürztraminer zur Suppe. Wichtig ist Maß: Nicht jeder Gast will nur Reife, nicht jeder Gang verträgt sie. Deshalb lasse ich den Gast verkosten und biete eine Alternative an. Niemand sollte ein Glas trinken müssen, das ihm nicht schmeckt. Die Raritätenkarte bringe ich gemeinsam mit der Weinkarte an den Tisch. Neugier entsteht oft von selbst. Manchmal bestellen Gäste Dinge, mit denen man nie gerechnet hätte. Es gibt keinen typischen Raritäten-Gast – nur offene Menschen und gute Gespräche.
BARBARA ESELBÖCK MIT DIESEN WEINEN GELINGT DER PERFEKTE MENÜABSCHLUSS
Last Wine Standing: Über Frische statt Schwere, prickelnde Abschlüsse – und warum das beste Glas oft nicht bis zum Ende warten sollte.
Der letzte Wein bleibt. Punkt. Genau deshalb darf er für mich im Taubenkobel ruhig überraschen. Ich greife am liebsten zu etwas Prickelndem oder zu einem sehr fruchtigen, maischevergorenen Wein – etwas, das aufmacht statt zudeckt. Unsere Desserts sind bewusst nicht süß, also muss auch der Abschluss nicht klebrig sein. Viele Gäste denken ja beim letzten Wein automatisch an Süßwein. Verständlich – aber zu kurz gedacht. Die Nachfrage sinkt, und ehrlich gesagt mag ich Süßwein lieber mitten im Menü. Am Ende wünsche ich mir Kräutriges, wie den Weinlikör „„Kale“ aus Wien, Bitteres oder eben ein Glas mit Frische. Ich brauche Klarheit. „„Gut Feeling“ von Gut Oggau ist hier ein weiterer Favorit. Der Gast soll beschwingt gehen, nicht schwer. Ein kleiner Kick, der wieder munter macht – das ist mein Ziel.
Was mir auffällt: Die ganz großen Flaschen werden oft bis zum Schluss aufgehoben. Dabei ist das schade. Nach mehreren Gängen und Gläsern ist die Aufmerksamkeitsspanne nicht
mehr dieselbe. Zwangsläufig denkt man sich: Hätten wir den Wein doch gleich am Anfang getrunken, als noch alle hellwach – und etwas nüchterner – waren. Beim Abschluss zählt für mich Textur, Säure, Länge – und vor allem Balance. Weniger Alkohol, mehr Spannung. Der letzte Wein soll nicht dominieren, sondern nachhallen. Wie im Theater: erst Spannung, dann Ruhe, dann ein finaler Akzent. Genau so plane ich auch meine Weinbegleitungen. Manchmal wird ein Wein spontan vom Zwischengang zum Dessert verschoben oder umgekehrt. Das Ganze ist eine Inszenierung.
Süßwein hat bei uns übrigens einen eigenen Stellenwert – wir leben schließlich in einer der spannendsten Süßweinregionen überhaupt. Deshalb baue ich ihn bewusst früher ein, von Kracher, Schröck oder Wenzel. Wenn Süßwein, dann mit Reife und Tiefe. Alte Jahrgänge bringen Säure, Eleganz und Länge – nicht nur Zucker. Süß darf nie dominieren. Süß muss tragen.








KOMBINIERT WIRD IMMER ÖFTER. VIELE WOLLEN KEINEN KOMPLETTEN NO/LOWABEND, SONDERN BALANCE.





VINCENT EBERHART
NO, LOW ODER DOCH MIT? DIE ZUKUNFT LIEGT DAZWISCHEN!
No/Low ist kein Ersatz für Wein, sondern ein Upgrade, um zu zeigen, dass alkoholfrei nicht kopieren muss.
Wenn ich über No- und Low-Alkohol spreche, ist für mich klar: Es geht um Erweiterung, nicht um Ersatz. Ein alkoholfreies Getränk kann Wein nicht kopieren – und soll es auch gar nicht. Alkohol ist nun einmal ein massiver Geschmacksträger: Er trägt Aromen, gibt Textur, Länge, macht Pairings möglich. Wenn man ihn einem Wein einfach entzieht, fehlt eine tragende Säule. Dann wird oft mit Zucker oder Säure gegengebaut – und plötzlich hat man viel Aroma auf einmal, aber wenig Struktur. Für mich wirkt das häufig wie ein Feuerwerk ohne Finale.
Spannend wird es dort, wo nicht im Modus „„Wir machen Wein nach“, sondern „„Wir bauen etwas Eigenes“ gedacht wird. Und hier passiert gerade richtig viel: Sparkling Teas, fermentierte Säfte, laktofermentierte Birkensäfte, komplexe Manufakturgetränke. Im Addiert haben wir davon 10 bis 15 Optionen – weil ich Softdrinks als einzige Alternative ehrlich gesagt für einen schlechten Witz halte. Und ja: Kombiniert wird immer öfter. Viele wollen
keinen kompletten No/Low-Abend, sondern Balance. Gerade zum Dessert funktioniert das fantastisch: Nach sieben Pairings muss niemand noch obendrauf erschlagen werden. Dann lieber etwas Prickelndes ohne Alkohol –zum Beispiel ein Sparkling Tea von Muri, sogar mit Sauerteigstarter, der diese hefige Note bringt und sich ans Dessert schmiegt, statt es zuzukleistern.
Und auch bei Begleitungen gilt: Nicht jeder Gang braucht den Wow-Moment. Bei uns steht die Küche im Vordergrund – der Wein (oder das No/Low-Getränk) ist Support, manchmal Kick, aber nie Selbstdarstellung. Merkt man den Wandel? Total. Dry January und Sober October waren vielleicht der Auslöser, inzwischen ist es mehr eine Bewusstseinsänderung. Die Jüngeren kennen sich oft besser aus, die Älteren haben dafür den größeren Aha-Moment – solange man sie nicht mit fermentiertem Birkensaft überfährt. Als Einstieg empfehle ich people pleaser wie den Sparkling Oolong. Wenn der schmeckt, kann man weitergehen.
EMA GERZIC SAVE THE MOMENT: SO BÜGELST DU SERVICEFEHLER SOUVERÄN AUS
Deeskalation statt Diskussion und kleine Gesten bewirken
Großes. Ein Abend ist für mich erst dann wirklich gelungen, wenn der Gast (wieder) lachend nach Hause geht.
Ich sage immer: Fehler passieren. Wir sind alle nur Menschen und keine Maschinen. Entscheidend ist nicht, dass etwas schiefgeht, sondern wie man damit umgeht. Ein falsches Glas, ein zu warmer Wein, Korkverdacht – das gehört im Servicealltag einfach dazu. Für mich ist ein Fehler erst dann wirklich ein Fehler, wenn man ihn stehen lässt. Unsere Gäste sind anspruchsvoll, stellen gezielte Fragen, haben manchmal sehr spezielle Wünsche. Da braucht es vor allem eines: Ruhe, Klarheit und gute Kommunikation innerhalb des Teams. Wenn jemand reklamiert, ist mein erster Reflex immer Verständnis. Ich diskutiere nicht. Ich probiere mit dem Gast gemeinsam. Gehört der Wein so? Wenn nein, gibt es eine Alternative. Ein Weißwein ist zu warm? Lösen wir das mit Kühlmanschette, Salz-Eiswasser oder einem nassen Tuch im Kühlfach. Falsches Glas? Wird sofort getauscht. Bricht der Kork – auch das passiert vor allem bei alten Flaschen – dann filtern wir den Wein.
Denn Drama bringt bekanntlich niemandem etwas. Was mir persönlich aber ganz besonders wichtig ist, sind Sprache und Kommunikation. Keine Schuldzuweisungen, kein Rechtfertigen. Tief Luft holen, kurz nachdenken, dann souverän handeln. Und alles mit dem Team vor- oder nachbesprechen. Und wenn wir uns ehrlich sind: Oft reicht es schon, dem Gast recht zu geben – das entschärft 90 Prozent aller Situationen. Deeskalation statt Konfrontation ist mein Motto. Ich versuche immer, Menschen bei Laune zu halten: kleine Aufmerksamkeiten, ein Kaffee aufs Haus, ehrlicher Smalltalk. Und das alles natürlich und auf keinen Fall aufgesetzt. Und nichts persönlich nehmen. Manche Gäste kommen mit schlechter Stimmung – unsere Aufgabe ist es, sie mit besserer wieder gehen zu lassen. Und meistens klappt das auch. Ein Moment ist für mich dann wirklich gerettet, wenn der Gast wieder lacht. Nicht, wenn das Trinkgeld stimmt – sondern wenn ich dieses echte, lachende Funkeln in den Augen sehe.

MÖGLICH MACHEN
MAL HOLPERT.


STATT ZU BEKANNTEN REGIONEN ODER GROSSEN NAMEN ZU GREIFEN, IST MAN BEREIT, SICH AUF NEUES EINZULASSEN.







Restaurant Ikarus im Red Bull Hangar-7 I Wilhelm-Spazier-Straße 7A I 5020 Salzburg
MARIO ONIDA NEUE REGIONEN, NEUE STILE: DAS SIND DIE WEISSWEINTRENDS 2026
Weißweine aus klassischen Rotweinregionen starten heuer richtig durch. Und das Beste: Der Gast ist so aufgeschlossen und wissbegierig wie nie.
Bei den Weißwein-Trends für 2026 geht es weniger um einzelne Rebsorten als um eine veränderte Haltung der Gäste: Die Neugierde ist so groß wie nie zuvor. Statt zu bekannten Regionen oder großen Namen zu greifen, ist man bereit, sich auf Neues abseits des klassischen Mainstreams einzulassen. Weißwein muss nicht mehr zwingend aus der Wachau kommen, Rotwein nicht aus dem Burgenland. Gewohntes andersrum zu denken, sorgt für Aufmerksamkeit.
Das gilt besonders für Weißwein aus traditionellen Rotweingebieten. Bordeaux wird noch immer rot gedacht, dabei hat es Weißwein immer gegeben, in homöopathischen Mengen und stilistisch oft sperrig. Das hat sich massiv geändert. Heute sind die Weine wesentlich aromatischer, feingliedriger und bekömmlicher. Kein Kraftakt mehr, sondern Präzision und Trinkfluss. Ähnlich spannend ist Weißwein aus Rioja: burgundisch geprägt, mit feinem Holz, super Mineralik und Salzigkeit. Katalonien ist megaspannend, Toskana,
England – alles Regionen, die man bislang nicht mit Weißwein in Verbindung gebracht hat, die sich aber wahnsinnig weiterentwickelt haben. Die Weine haben Qualität, bieten Eigenständigkeit und funktionieren hervorragend als Speisenbegleiter. Und: Das Umdenken ebnet automatisch den Weg für neue Weingüter. Kleinere Betriebe, andere Lagen, neue Handschriften. Wobei wir hier nicht von One-Hit-Wondern sprechen: Gäste, die einmal neugierig geworden sind, bleiben es. Eine Flasche führt zur nächsten.
Parallel dazu wächst das Qualitätsbewusstsein. Die Gäste genießen mittlerweile viel bewusster. Sie investieren lieber in eine wirklich gute Flasche, als beliebig zu konsumieren. Qualität heißt dabei nicht nur Preis, sondern Herkunft, Handwerk, echte Geschichten. Geschichten, die man als Somm selbst erlebt hat – im Weingarten, beim Winzer, auf Reisen. Das schafft Vertrauen zwischen uns und unseren Gästen – und das ist oft entscheidender als jeder Trend.
AMELIE HAUSNER PIWIS: DAMIT PUNKTEN SOUVIGNIER GRIS, SOLARIS & CO.
PIWIs sind im Vormarsch – und definitiv mehr als ein Nachhaltigkeitstrend. Welches Potenzial wirklich in den Zukunftsrebsorten steckt!
Mein erstes PIWI-Date war eher Zufall als große Liebe – eine Verkostung, ein paar unbekannte Namen im Glas, und plötzlich war ich überrascht: Statt wilder Experimente kamen saubere, präzise Weine mit Frische und Klarheit. Ehrlich gesagt: Hätte man mir nicht gesagt, dass das PIWIs sind, hätte ich sie locker für klassische Rebsorten gehalten. Beruflich begegne ich ihnen aktuell vor allem bei Verkostungen und Gäste-Events im LOISIUM Langenlois. Noch spielen sie auf der Weinkarte keine Hauptrolle – aber sie schleichen sich langsam ins Bewusstsein. Und das aus gutem Grund. Denn Zukunftsrebsorten vereinen gleich drei große Themen: Klimawandel, Nachhaltigkeit und neue Geschmackserlebnisse. Sorten wie Souvignier Gris oder Solaris sind deutlich widerstandsfähiger gegen Pilzkrankheiten. Für Winzer:innen heißt das: weniger Pflanzenschutz, weniger Traktorfahrten, mehr Ressourcenschonung. Ökologisch top – und auch ökonomisch ein echter Vorteil. Im Glas zeigt Souvignier Gris meist reife Birne, gel-
ben Apfel und Steinobst, dazu oft eine feine Würze. Solaris kommt kraftvoller daher, mit exotischer Frucht, Zitrus und manchmal Honig – bleibt dank guter Säure aber überraschend balanciert. Stilistisch ist bei PIWIs übrigens fast alles möglich: von frisch im Stahltank bis experimentell in Holz, Amphore oder Orange.
Sind sie schon Mainstream? Noch nicht. Eher ein Thema für innovative, nachhaltig arbeitende Betriebe – mit wachsendem Interesse, vor allem bei jüngeren Gästen. Klassische Rebsorten bleiben Publikumslieblinge, PIWIs sehe ich klar als Ergänzung, nicht als Ersatz. Im Service braucht es aber ganz klar noch einiges an Erklärung: Am besten funktionieren Vergleiche mit bekannten Sorten und den Nachhaltigkeitsaspekt sollte man auch erwähnen. Meine persönlichen Pairing-Highlights? Donauriesling zur Gurkenkaltschale – Sommer pur. Und Solaris zu scharf mariniertem Saibling mit Zitrus und Ingwer: Der Wein trägt das Gericht mit Kraft und Frische.










STEFAN KLETTNER
WIE KLEINE SERVICEDETAILS GROSSEN EINDRUCK
HINTERLASSEN
Präzise Abläufe, richtiges Glasmanagement und sauberes Timing verbessern nicht nur das Gästeerlebnis, sondern tragen messbar zum Erfolg des Betriebs bei.
Für mich sind Temperatur, Glas und Timing keine Nebensachen – sie sind zentrale Werkzeuge der Gastlichkeit. Diese drei Details sind wie Mosaiksteine: Sie vermitteln Kompetenz, schaffen Vertrauen und machen Wein für den Gast überhaupt erst erlebbar. Wenn jemand bei mir im Restaurant zu Gast ist, soll er sofort spüren: Hier hat Wein Relevanz. Die Temperatur entscheidet oft über den ersten Eindruck. Schaumwein bei rund 8 Grad, Weißwein bei 10 bis 11, Rotwein um die 16 Grad – zu kalt blockiert Aromen, zu warm macht sie flüchtig. Spannend ist aber, dass sich der Wein im Glas verändern darf: Mit jedem Schluck öffnen sich Textur und Duft, der Charakter wird greifbarer. Genau das ist Teil des Erlebnisses. Auch das Glas ist mehr als Design. Dünnwandigkeit, Haptik und Form beeinflussen, wie ein Wein wahrgenommen wird. Mehr Oberfläche heißt mehr Sauerstoff – und damit mehr Aroma. Ein gutes Glas transportiert Feinheit, Handwerk und Wertigkeit. Gäste spüren das meist intuitiv. Dabei muss es sich aber
nicht um die teuerste Glas-Marke handeln. Hier muss man auch wirtschaftlich denken. Timing ist die stille Königsdisziplin. Flaschen rechtzeitig vorbereiten und wichtig: das Einschenken auf den Rhythmus der Küche abstimmen. Mir ist wichtig, nicht zu belehren, sondern zu begleiten. Ich erkläre, warum ich ein bestimmtes Glas wähle oder eine Temperatur bevorzuge – aber am Ende zählt, was dem Gast gefällt. Wenn jemand seinen Wein lieber wärmer trinkt, dann passt das auch.
Wir Sommeliers übernehmen viel Denkarbeit im Hintergrund. Wir lesen Vorlieben, schaffen Rahmenbedingungen und passen Details an, ohne sie in den Vordergrund zu stellen. Perfektion entsteht nicht durch starre Regeln, sondern durch Empathie. Mein wichtigster Servicetipp: bodenständig bleiben. Vertrauen ist das größte Geschenk, das uns ein Gast machen kann – und mit diesem Vertrauen sollten wir verantwortungsvoll umgehen. Denn am Ende zählen nicht Fachbegriffe oder Spezialgläser, sondern ob sich jemand wohlfühlt.
CARINA KAISER WARUM WIR UNS DEN RAUSCH NICHT NEHMEN LASSEN
Schluss mit dem Alk-Bashing! Rausch ist nicht gleich
Eskalation, sondern intensive Begeisterung für Wein und seine Geschichte.
Ich sag’s gleich vorweg: Ich bin Sommelière –und ja, ich mag Wein und er ist mein täglich Brot. Aber nicht, weil ich möglichst schnell möglichst viel Alkohol trinken will. Sondern weil Wein für mich mehr ist als Promille und ein Beruf. Er ist Handwerk, Kultur, Landwirtschaft und Haltung.
Mein Weg begann in Paris, zwischen Küche und Blindverkostungen an Freitagen nach dem Service. Abende ohne Etikett, ohne Erwartungen, in Gesellschaft. Genau da hat’s bei mir Klick gemacht. Ich wollte verstehen, was Wein wirklich ist. Und heute weiß ich, dass es nicht bloß ein Getränk ist. Es geht auch nicht um Alkohol. Es geht um Tiefe. Um Herkunft. Um Ausdruck. Wein ist Storytelling im Glas. Gerade wird Alkohol gern pauschal verteufelt. Bewusster Konsum? Bin ich voll dabei. Aber dieses „„alles Böse kommt vom Wein“ greift zu kurz. Beim Wein geht es nicht um Eskalation, sondern um bewusste Aufmerksamkeit. Ein Glas zum Essen, zwei in guter Gesellschaft – das ist Genuss. Wein ist Landwirtschaft, Zeit und Hingabe. Ein Kulturgut, das
Menschen verbindet. Definitiv nicht bloß ein Durstlöscher. Er ist ein bewusst gewählter Moment. Der Rausch hat ein Imageproblem, weil wir nur noch in Extremen denken: Entweder Kontrollverlust – oder Verzicht. Dabei kann Rausch auch Begeisterung bedeuten. Offenheit. Intensität. Wie das Rauschen eines Flusses oder die Energie einer kulturellen Veranstaltung. Ein Rausch ist nicht zwangsläufig zerstörerisch – er kann verbinden. Natürlich endet Genuss dort, wo es zu viel wird. Maß ist entscheidend. Das gilt beim Menü genauso wie bei Verkostungen oder einem Theatermarathon. Zu viele Reize nehmen dem Moment seine Qualität. Verantwortung heißt, diese Grenze zu kennen. Und ja, alkoholfreie Alternativen haben ihre Berechtigung – vor allem, um alle mitzunehmen.
Doch Wein bleibt meine Essenz. Meine Aufgabe sehe ich darin, neugierig zu machen: zuhören, einschenken, erzählen – nicht belehren. Denn am Ende geht es nicht um Promille. Sondern um die Begegnung mit einem Kulturgut.

EIN GLAS ZUM ESSEN, ZWEI IN GUTER
GESELLSCHAFT – DAS IST GENUSS. EIN BEWUSST GEWÄHLTER MOMENT.
CARINA KAISER Maitz, Ratsch an der Weinstraße









KLAUS LECHNER DAS COMEBACK
DER AUTOCHTHONEN
REBSORTEN
Die Wiederentdeckung alter Klassiker: von Blauer Wildbacher über Zierfandler und Furmint bis Roter Veltliner. Ein Plädoyer für mehr Herkunft im Glas.
Österreich hat eine beeindruckende Vielfalt autochthoner Rebsorten. Gemessen an unserer Rebfläche gibt es kaum ein anderes Weinland, das so viele eigene Sorten hervorgebracht hat. Und genau darin liegt eine Verantwortung –für Winzer:innen genauso wie für uns Sommeliers und Sommelièren. Autochthone Rebsorten stehen für Identität, nicht für Mainstream. Natürlich ist Chardonnay großartig. Aber braucht es wirklich noch einen weiteren auf der Karte, wenn wir Sorten haben, die Geschichten erzählen, Ecken und Kanten zeigen und unverwechselbar sind? Gerade heute, wo Herkunft wieder wichtiger wird, sind autochthone Rebsorten aktueller denn je.
Ein gutes Beispiel ist Blauer Wildbacher. Oder Neuburger aus der Wachau: historisch tief verwurzelt, lange prägend, später verdrängt. Nicht wegen seiner Qualität, sondern wegen des Aufwands im Weingarten. Geschmacklich zeigt er sich ausgewogen und strukturiert, in der Speisebegleitung ist er erstaunlich vielseitig. Zierfandler und Rotgipfler ebenso. Beide brin-
gen Substanz mit, oft auch etwas Holz. Zierfandler wirkt dabei feingliedriger, mit mehr Säure und Spannung. Rotgipfler ist kraftvoller, dichter, mit mehr Fülle. Genau deshalb passen sie gut zu üppigeren Gerichten, bei denen man sonst reflexartig zu Chardonnay greifen würde, wie zu einem kräftigen Fischgang mit Beurre Blanc. Rotgipfler zum Schnitzel? Perfekt! Roter Veltliner steht bei meinen Gästen ebenfalls hoch im Kurs. Er ist geschmeidig, subtil und nie laut. Weniger Säure als Riesling, weniger Drang nach vorne – das macht ihn zu einem angenehmen Begleiter. Kräftige Vertreter zeigen belüftet sehr schnell ihre Balance. Zudem ist das Preis-Leistungs-Verhältnis top. Immer cool auch Furmint – vor allem aus dem Burgenland!
Autochthone Rebsorten brauchen Erklärung, Zeit und Begeisterung. Aber sie geben viel zurück. Sie erzählen, woher wir kommen und zeigen, wie abwechslungsreich Wein sein kann – wir müssen ihnen nur viel öfter die Möglichkeit dazu geben.
IVANNA KUSPITA ROTWEIN FEIERT 2026 EIN GROSSES COMEBACK
Rotwein ist so spannend wie nie! Die neue Stilistik ist geprägt von Finesse, Frische, Eleganz und Trinkfluss –und verändert auch unsere Arbeit am Gast.
Der Umgang mit Wein hat sich verändert. Früher war Rotwein ein Ritual, oft ein Statussymbol. Man wartete, bis er reif war, trank ihn zu besonderen Anlässen, bei Raumtemperatur und mit viel Respekt – manchmal zu viel davon. Heute ist alles näher am Gast. Die neue Generation hinterfragt, sie verehrt nicht. Herkunft, Machart, Bekömmlichkeit zählen mehr als ein großer Name auf dem Etikett. Die Jungen trinken weniger Alkohol, dafür bewusster. Rotwein verschwindet nicht, er verändert sich – genauso wie sich die Weinkultur und wir uns als soziale und kulturelle Wesen verändern. Wir sind es, die dem Weingenuss Bedeutung und Wert beimessen, und das immer wieder anders, indem wir Gewohntes hinterfragen und neu gestalten.
Die Rotweinstilistik verändert sich von Kraft zu Spannung, von Alkohol zu Textur, von Reife zu Balance. Das eröffnet neue Möglichkeiten: Rotwein glasweise, gekühlt, wann immer man Lust darauf hat. Nicht als Ausnahme, sondern als selbstverständlicher
Teil des Genusses. Ein junger Nebbiolo, der früher jahrelang warten musste, funktioniert bereits jetzt – präzise, lebendig, zugänglich. Pinot Noir zeigt sein ganzes Können, wenn man ihn kühler serviert: zu Roter Rübe, Ziegenkäse oder gegrilltem Gemüse. Und ein gut gemachter Zweigelt, etwa aus dem Carnuntum, überzeugt mit Frische, Eleganz und Struktur. Bei 12 bis 14 Grad ausgeschenkt verliert Rotwein seine Schwere. Der Alkohol tritt in den Hintergrund, die Frucht wird klarer, der Wein wirkt fast saftig.
Klar braucht diese Entwicklung Geduld und Kommunikation. Weniger Fachsprache, mehr echte Geschichten. Nicht erklären, wie man trinken sollte, sondern zeigen, wie vielfältig Rotwein heute sein kann. Die Zukunft liegt nicht im Festhalten an alten Regeln, sondern im Mut, sie neu zu interpretieren. Denn guter Rotwein ist kein fertiges Konzept, er ist in Bewegung. Darum müssen auch wir flexibel bleiben – und Rotwein die Bühne geben, die er verdient.

Oak 107, Wien









SIMONE ANDREOLI
EINE GUTE WEINBESCHREIBUNG LEBT VOM STORYTELLING
Der Gast liebt Geschichten. Also hören wir auf, ihn mit technischen Daten zu langweilen. Wein ist Emotion –präsentieren wir ihn auch so!
Für mich ist Storytelling kein nettes Addon, sondern der Kern dessen, was wir tun. Ein Wein wirkt anders, wenn man weiß, wer dahintersteht. Wenn man versteht, wie der Winzer, die Winzerin arbeitet, wofür er oder sie brennt und warum dieser Wein genau so schmeckt. Nur technische Daten runterzubeten berührt niemanden.
Große Etiketten sind oft groß geworden, weil viel Investition und Business dahintersteckt. Manche aber auch, weil sie echte Geschichten haben. Und genau dort setze ich an: bei den Menschen. Bei kleinen Winzer:innen genauso wie bei großen Betrieben, die vielleicht viel Fläche haben, aber trotzdem mit Haltung, biologisch oder biodynamisch arbeiten und großartige Qualität liefern. Ein Glas Wein soll die gleiche Emotion auslösen wie das Gericht dazu. Erst dann entsteht eine echte Experience. Essen, Wein und Geschichte gehören zusammen. Wenn ich einem Gast nur sage: „„Dieser Wein passt gut dazu“, bleibt nichts hängen. Wenn ich ihm erzähle, wie ich das erste Mal
im Keller stand, den Wein direkt aus dem Fass probiert habe, den Menschen kennengelernt habe – dann passiert etwas. Dann wird aus Wein ein Erlebnis.
Social Media hat hier viel verändert. Vor allem die neue Winzergeneration kann sich zeigen, erzählen, erklären. Das hilft uns Sommeliers und Sommelièren enorm, diese Geschichten weiterzutragen. Und ja, das ist Arbeit. Es hört nie auf. Aber genau das macht den Job aus. Ohne Leidenschaft funktioniert das nicht. Am Ende geht es darum, die Emotionen aus den Weingärten und -kellern weiterzugeben. Der Gast soll spüren, warum uns dieser Wein bewegt. Und wenn das gelingt, schmeckt er automatisch besser. Ein kleiner psychologischer Trick vielleicht – aber vor allem ehrliche Begeisterung. Wein ausschenken können viele. Erinnerungen schaffen nicht.
ANDREA HOFMANN
EIGENE WEINABFÜLLUNG: SO FUNKTIONIERT‘S!
Wie aus einer spontanen Idee ein individueller Sauvignon Blanc wurde. Fasslagerung im Karpfenteich inklusive!
Wie kommt ein Restaurant zu seinem eigenen Wein? Nicht über den Katalog, sondern über eine Idee – und über die richtigen Menschen. Entscheidend sind Vertrauen, Zeit und ein Winzer, der bereit ist, etwas Eigenes entstehen zu lassen. Zugeschnitten auf unser Haus, mit eigener Story und eigenem Etikett – kein Hauswein, sondern ein Charakterdarsteller.
Bei uns begann alles zum 10-jährigen Jubiläum von Foggy Mix. Gemeinsam mit Winzer Andreas Brenninger, Bernhard Zimmerl und meiner Lieblingsrebsorte Sauvignon Blanc starteten wir im Frühjahr 2022. Gelesen wurde im Oktober, präsentiert im Mai 2023. Uns war klar: Wenn schon eigener Wein, dann keiner von der Stange. Wir wollten einen kräftigen, voluminösen Sauvignon Blanc aus einem neuen, medium getoasteten Barrique. Fünf Monate auf der Vollhefe, ein Jahr im Fass. Und ja: Das Fass durfte drei Wochen im Karpfenteich der Teichwirtschaft Kainz mitschwimmen. Temperaturschwan-
kungen inklusive. Verrückt? Vielleicht. Aber genau das prägt ihn.
Anfangs rauchig, heute mit überreifer Stachelbeere, kaum Gras und viel Tiefe. Ein muskulöser Wein, kein Leichtgewicht. 6,90 Euro das Glas, 45 Euro die Flasche – und 95 Prozent der Gäste sind begeistert. Entscheidend ist die Geschichte dahinter. Sage ich „„Hauswein“, wird höflich genickt. Sage ich seinen Namen, „„Karpfenreiter“, und erzähle vom Fass im Teich, entsteht echtes Interesse.
Was es dafür braucht? Vertrauen. Und die Chemie zum Winzer muss stimmen. Mein Tipp: kein 08/15-Stahltankwein, sondern etwas, das zum Haus passt und neugierig macht. Auch eine weniger bekannte Rebsorte kann spannend sein. Mein größtes Aha-Erlebnis war die erste Flasche – und zu sehen, wie sich der Wein weiterentwickelt. Jetzt, im vierten Jahr, wird er immer besser. Das Fass gehört übrigens uns. Und ja: Über die nächste Füllung denken wir schon nach.















ADAM BENCZE GESTEN, DRAMATURGIE, TEMPO – DER NEUE LUXURY SERVICE
IST
LEISE
Service heißt unaufdringliche Präsenz, klares Gespür für Rhythmus und null Ego. Wenn’s für den Gast selbstverständlich wirkt, war’s genau richtig.
Für mich bedeutet Luxury Service nicht laut, nicht spektakulär – sondern leise, vor allem was das persönliche Ego angeht. Service darf nicht unsichtbar sein, aber er darf sich auch nicht in den Vordergrund drängen. Gäste sollen unsere Arbeit nicht sehen, sondern fühlen. Das ist die Kunst. Vertrauen entsteht nun mal in den ersten Minuten. Wenn das Ice-Breaking in eben dieser Zeit gelingt, sind wir auf einer Ebene. Wir wissen sehr wohl, wir sind ein Drei-Sterne-Restaurant – aber der Gast darf das nicht als Druck spüren. Qualität ist fix. Sie steht auch ganz klar nicht zur Diskussion. Alles andere ist Rhythmus. Früher war mehr Show. Mehr Personal, mehr Bewegung, mehr Inszenierung. Heute ist es reduziert: weniger Leute, aber mehr Know-how. Erfahrung ist entscheidend. Ich habe vor acht Jahren im Geranium erlebt, wie entspannt Zwei-Sterne-Service sein kann – ruhiger als manches Ein-Sterne-Haus. Das hat mich geprägt. Kein Stress nach außen. Streng im Hintergrund.
Respektvoll im Team. Service ist Dramaturgie. Der Küchenchef ist der Musiker – wir gleichen das Tempo aus. Wenn es zu schnell wird, bremsen wir. Wenn es Raum braucht, geben wir ihn. Double Seatings? Für mich falsch. Ein Abend braucht Rhythmus, Pausen, Atem. Beim Weinservice habe ich gelernt, weniger zu erzählen. Vor 15 Jahren wollte ich alles erklären. Heute weiß ich: Es geht um die Kombination. Wenn ein Gast mehr wissen will, bekommt er Kontext – reduziert und klar. Wenn nicht, ist Stille der bessere Luxus. Was Gäste heute nicht wollen? Ego. Mein Stil ist wichtig, aber ich nehme mich zurück. Subjektiv darf ich sein –Priorität hat, was der Gast möchte.
Luxury Service ist für mich kein Schlagwort. Es ist Haltung. Bodenständig bleiben, aufmerksam sein, das Bedürfnis erkennen – und den Abend so gestalten, dass er sich selbstverständlich anfühlt. Wenn der Gast denkt, alles ist einfach passiert, dann haben wir es definitiv richtig gemacht.
LINA STANDHARTINGER MEHR MUT ZU UNDOGMATISCHEN WINEPAIRINGS
Raus aus der Pairing-Komfortzone! Klassische Regeln schränken nur unnötig ein. Orange Wine zum Risotto, Pinot Noir zum Grillgemüse? Go for it!
Ich arbeite gern ohne Regelwerk. Nicht aus Prinzip, sondern weil klassische Pairings –Weiß zu Fisch, Rot zu Fleisch – für uns in der Rosi oft zu kurz greifen. Unsere Küche ist gemüsezentriert, arbeitet viel mit Fermentation und offenem Feuer. Das verlangt beim Winepairing automatisch nach neuen Wegen. Also verlasse ich mich auf Intuition, Erfahrung und Neugier. Naturwein kommt mir dabei sehr gelegen. Er ist expressiv und lässt unglaublich viele Spielarten zu. Dieselbe Rebsorte kann alles sein: Grüner Veltliner als filigraner Sekt oder nach 20 Tagen Maischestandzeit als Orange Wine. Diese Offenheit liebe ich.
Bei uns gibt es keine fixe Weinbegleitung. Stattdessen ein dynamisches glasweises Angebot, das sich mit dem Menü verändert. Und manchmal auch mit dem Gast. Wenn ich spüre, dass ein Wein genau jetzt passt, reiße ich auch mal spontan eine Flasche auf. Trial and error gehört dazu. Es gibt kein One-size-fits-all-Pairing, aber echte Hit-Pai-
rings: Koji-gereifter Käse als Risotto, dazu ein strukturierter Orange Wine – ein match made in heaven. Oder Schwarzwurzeln mit Makrut-Limette und Spargel-Beurre-Blanc, dazu ein crisper Sauvignon Blanc. Oder warum nicht mal ein juicy Pinot Noir zu gegrilltem Gemüse? Erlaubt ist, was gefällt –das ist unsere einzige Regel.
Wichtig ist mir auch: keine Angst vor Restsüße. Alles, was würzig und spicy ist, profitiert davon. Und ich wünsche mir mehr Mut zu oxidativ ausgebauten Weinen. Und zu Weinen mit Florhefe – das kann großartig sein. Zum Beispiel zu gegrilltem jungem Fenchel mit Safran-Beurre-Blanc, eingelegtem Ingwer und Fenchelgrün. Dazu ein Riesling, der unter Florhefe ausgebaut wurde – das hebt Gericht und Wein gemeinsam auf ein neues Level. Am Ende geht es darum, Spaß zu haben, sich selbst nicht zu ernst zu nehmen und den Gästen etwas zu zeigen, das sie so vielleicht noch nie erlebt haben. Ob klassisch oder experimentell, ist Typ-Sache.

TRIAL AND ERROR GEHÖRT DAZU. ES GIBT
KEIN ONE-SIZE-FITS-ALL-PAIRING.
Rosi, Wien

Rosi I Sechshauser Straße 120 I 1150 Wien I rosi.wien

CHRISTOPHER OSWALD
SCHAUMWEIN: MIT DIESEN BUBBLES PUNKTET IHR DEN GANZEN ABEND
Was früher brav den Abend eröffnete, mischt heute das ganze Menü auf: Schaumwein hat seine Aperitif-Schublade längst gesprengt und ist bei uns fixer Bestandteil der Weinbegleitung.
Zugegeben, früher war ich schon derjenige, der Schaumwein einschenkte, um den Abend zu eröffnen. Heute aber schenke ich ihn ein, um ihn zu prägen, denn Schaumwein ist nicht mehr bloß Auftakt, sondern vollwertiger Speisenbegleiter.
Für mich hat sich seine Rolle klar emanzipiert. Gerade in einer modernen Küche mit präziser Säure, feiner Textur und reduzierten Saucen bringt Schaumwein oft mehr Spannung als ein kräftiger Stillwein. Die Perlage wirkt wie ein Aromaverstärker – und gleichzeitig wie ein Gaumenreiniger. Die Säure sorgt für Frische, die Hefe für Tiefe. Gute Schaumweine haben Struktur und Länge. Genau das macht sie gastronomisch so vielseitig. Ich beobachte, dass Gäste immer neugieriger werden – besonders auf österreichischen Winzersekt. Herkunft, Ausbau, Persönlichkeit des Winzers: Das interessiert. Deshalb biete ich bewusst auch gereifte Sekte glasweise an. Die Resonanz? Sehr positiv. Was ich besonders schätze, ist die enorme
Bandbreite: vom delikaten Blanc de Blancs über kräftige Blanc de Noirs bis hin zu hefegeprägten Vintage-Weinen – mit Dosagen von null bis weit über hundert Gramm. Diese Flexibilität macht Schaumwein zeitgemäß. Es ist für Gäste oft leichter nachvollziehbar, warum eine Dosage Balance schafft, als zu erklären, warum ein Sauvignon Blanc plötzlich 15 Gramm Restzucker hat.
Viele erwarten zu kräftigen Gerichten automatisch Rotwein. Wenn ich stattdessen einen gereiften österreichischen Sekt empfehle, entsteht oft ein Aha-Moment. Die Kombination wirkt eleganter und lebendiger, als man denkt. Vorurteile wie „„nicht kraftvoll genug“ sehe ich sportlich – sie lösen sich meist beim ersten Schluck auf. Steht Schaumwein für mich auf Augenhöhe mit Stillwein? Absolut. Nicht als Konkurrenz, sondern als eigenständige Kategorie mit unglaublichem Potenzial. Und wenn man ihn selbstbewusst und kompetent empfiehlt, bleibt eine Flasche Schaumwein länger frisch und animiert häufig zur zweiten Flasche.
MARA FEISST
„LESS IS MORE“ AUF DER KARTE: BESSER KURATIERT STATT RIESIG
Warum eine überschaubare Selektion nicht weniger Service-Know-how bedeutet – und Wein am Ende vor allem Kommunikation ist.
Es kann passieren, dass man vor großartigen Weinkarten wie das Reh vorm Scheinwerferlicht steht: zu viel Auswahl kann nämlich genauso lähmen wie zu wenig. Deshalb setze ich bei uns im Café Azzurro lieber auf weniger Positionen, dafür auf mehr Dynamik und einen größeren Pool an Weinhändler:innen und Weingütern. Unsere Karte umfasst rund 160 Positionen. Klingt viel, ist im Vergleich zu anderen Weinlokalen aber solides Mittelfeld. Wichtig ist mir nicht die Anzahl, sondern die Haltung dahinter: Jeder Wein wird von uns verkostet und bewusst ausgewählt. Nachhaltige Winzer:innen, kleine Betriebe, lokale Händler:innen – und eine Mischung aus klassisch ausgebauten Weinen plus großartiger Natur-Alternativen. Was bei mir ein absolutes Must-have ist? Vielfalt in Stilistik, Rebsorten, Herkunft, Jahrgängen und Preislagen. Nicht jeder Gast möchte 60 Euro oder mehr für eine Flasche ausgeben – also gibt’s auch richtig gute Weine im mittleren Segment. Ein No-Go hingegen: Weine einkaufen, ohne an die Gäste zu denken. Der private Geschmack hat in diesem Moment Pause –
hier zählt, was den Gast glücklich macht. „„Less is more“ bedeutet im RestaurantAlltag nicht nur weniger Inventur-Stress, sondern auch die Möglichkeit, Personal gut zu schulen, die keine spezifische Weinausbildung haben. Wenn jede Servicekraft Empfehlungen geben kann, gewinnt am Ende jeder: der Gast, das Team – und der Umsatz. Ob sich mit kleineren Karten mehr verkauft, ist schwer zu messen. Aber wenn Gäste merken, dass jemand mit echter Begeisterung hinter jeder Position steht, entsteht Dialog. Und genau darum geht’s: Wein ist Kommunikation. Meine persönliche Konstante auf der Karte, egal wie klein sie ist? Ein gereifter deutscher Riesling – etwa der Riesling vom blauen Schiefer Ortswein 2015 von Clemens Busch. Weil gute Säure, Tiefe und Charakter einfach nie aus der Mode kommen. Mein wichtigster Tipp für alle, die ihre Karte verschlanken wollen: Holt euch Know-how ins Haus. Das muss nicht zwingend eine Sommelière sein – entscheidend sind Erfahrung, Empathie und Freude an Gästeberatung. Theorie ist schön. Praxis verkauft.



HEUTE GEHT ES NICHT MEHR DARUM, ORANGEWINE AUSZUSCHENKEN, WEIL ER ORANGE IST.
SONDERN DARUM, GUTEN
WEIN INS GLAS ZU BRINGEN.
ANTON KARLHUBER
Mühltalhof, Neufelden






Mühltalhof I Unternberg 6 I 4120 Neufelden I muehltalhof.at
ANTON KARLHUBER
IM PAIRING SPIELT ORANGEWINE SEINE STÄRKE AUS
Das einstige Enfant terrible ist erwachsen geworden: Statt für Aufregung sorgen Orangewine und Maischevergorenes heute als Speisenbegleiter für ganz großes Kino.
Orangewine war oft ein Stück weit Provokation. Ein bewusstes Gegenmodell zum Konventionellen, laut, kantig, anders. Zusammen mit Naturwein entstand eine eigene Bubble – wer auffallen wollte, war dabei. Doch wie so oft hat sich der erste Lärm gelegt. Heute ist es ruhiger geworden um Orangewine. Und genau das tut ihm gut.
Denn am Ende setzt sich auch hier die Qualität durch. Orangewine funktioniert für mich nur dann, wenn er sauber gemacht ist, Stil hat und Finesse zeigt. Alles andere war kurzfristige Effekthascherei. Der Grundgedanke war ja immer spannend: Weißwein auf der Maische vergoren, mehr Struktur, mehr Spannung, irgendwo zwischen Weiß- und Rotwein. Grenzen aufheben, nicht neue Dogmen schaffen. Genau das ist aber passiert. Begriffe wie Orange, Natural oder Bio haben Schubladen erzeugt. Die einen wollen nichts anderes mehr, die anderen blocken sofort ab. Dabei wäre es oft leichter, einfach den Wein sprechen zu lassen. Ohne Etikett, ohne Vorurteil. Die
Kunst liegt darin, ihn richtig einzusetzen –und richtig zu erklären.
Durch den Gerbstoff gewinnt Orangewine an Frische, Struktur und Aromatik. Ein Gewürztraminer mit Maischekontakt kann plötzlich leichtfüßig und spannend wirken, statt ölig und schwer. Orange kann provokante Gänge auffangen – wie in unserem Fall eine spicy Fisch-Bosna mit einem Gewürztraminer von Pranzegg –, Kontraste bauen, neue Türen öffnen. Aber nur mit dem richtigen Gast. Zwang funktioniert hier nicht.
Heute geht es nicht mehr darum, Orangewine auszuschenken, weil er Orange ist. Sondern darum, guten Wein ins Glas zu bringen. Herkunft, Stil, Idee – das zählt. Ob das Ergebnis dann Orange heißt oder nicht, ist nebensächlich. Entscheidend ist, dass der Wein passt: zum Essen, zum Moment und zum Menschen am Tisch. Mit den richtigen Gästen zum richtigen Essen kann Orangewine ganz groß sein.
GLORIA CONTI WIR LEGEN DAS FUNDAMENT FÜR
DIE GESAMTE
GÄSTEERFAHRUNG
Gastgeber:innen definieren die Beziehung zwischen Gast und Betrieb – und bilden den Rahmen, in dem Küche und Service überhaupt erst glänzen können.
Die Gastgeberrolle ist für mich unerlässlich, weil sie den ersten Eindruck prägt. Ich bin oft der erste Kontaktpunkt für den Gast –und dieser Moment entscheidet, ob er sich willkommen fühlt. Ein freundliches, ruhiges Auftreten ist dabei essenziell. Kein Stress, keine Hektik. Der Gast soll spüren: Ich bin angekommen und werde gesehen. Gastgeber:in zu sein, geht für mich dabei klar über klassischen Service hinaus. Es ist wichtig, dass die Gäste wissen, wer ihre Ansprechperson ist. Jemand, der sie begrüßt, platziert und sie durch den Abend begleitet. Diese Klarheit gibt Sicherheit; gerade für Gäste, die zum ersten Mal bei uns sind. Genau da ist es meine Aufgabe, Druck rauszunehmen und zu sagen: Fühlen Sie sich wie zu Hause. Es gibt keine Regeln, genießen Sie einfach den Abend. Oft sind es Kleinigkeiten, die den Unterschied machen: ein ehrliches Willkommen, die Frage nach der Anreise, ein kurzer Check-in während des Menüs. Dadurch ent-
steht nicht nur ein Erlebnis, sondern oft auch eine persönliche Verbindung. Gäste fühlen sich wahrgenommen, nicht wie eine Nummer.
Intern ist die Gastgeberrolle genauso wichtig. Ich habe den Überblick, nehme Kleinigkeiten wahr und kommuniziere sie ins Team – sei es eine Unsicherheit beim Gast, eine besondere Situation oder einfach Feedback. Umgekehrt bin ich für das Team da, wenn es Fragen gibt; alles darf angesprochen werden. Ich bin überzeugt, dass man kein geborener Gastgeber sein muss. Man kann in die Rolle hineinwachsen. Gerade junge Mitarbeiter:innen oder Lehrlinge sind anfangs oft zurückhaltend, gewinnen aber mit der Zeit Sicherheit. Offenheit, Freundlichkeit und Lösungsorientierung lassen sich lernen. Und mit jeder Erfahrung, die man macht, entwickelt man sich weiter – und wächst Stück für Stück über sich hinaus.

MAN MUSS KEIN GEBORENER GASTGEBER
SEIN. MAN KANN IN DIESE ROLLE HINEINWACHSEN.













RENÉ
KOLLEGGER
PET NAT: SO ZÜNDEN DIE NATÜRLICHEN BUBBLES RICHTIG
Die Natur ist kein Freifahrtschein: Pet Nats funktionieren nur, wenn sie sauber und fehlerfrei gemacht sind. Dann geht auch der Gast mit.
Ich begrüße alles, was von Natur aus passiert. Wie Pet Nat: Ein Grundwein, der in der Flasche zu Ende gärt, ungeschönt, unkorrigiert – wenn das blitzblank gearbeitet ist, entsteht ein Getränk mit unglaublichem Trinkfluss. Für mich ist Pet Nat oft mehr Erfrischung als große Ernsthaftigkeit. Und genau das mag ich. Pet Nat darf Spaß machen, lebendig sein, unterschiedliche Facetten zeigen. Genau diese Bandbreite ist ja das Spannende. Aber – und das sage ich ganz klar – ich akzeptiere keine Fehler. Keine Maus, keine Unsauberkeit. Natur darf nie Ausrede für mangelnde Präzision sein. In einem klassischen Haus wie unserem ist Konstanz entscheidend. Ich brauche Produzent:innen, bei denen ich weiß, was ich bekomme. Wenn die Qualität stimmt und die Flaschen verlässlich sind, dann schenke ich Pet Nat mit voller Überzeugung aus – auch in der Weinbegleitung. Zum Beispiel zum buttrig gebratenen Saibling mit Kräutern. Dazu Tamara Kögls Pet Nat Under Pressure
aus Weißburgunder und Welschriesling, der das Gericht trägt und belebt – perfekt! Wenn ich Tiefe, Länge und Herkunft suche, greife ich eher zu einem traditionell erzeugten Winzersekt. Aber wenn ich ein lebendiges, naturbelassenes, animierendes Getränk möchte, dann ist Pet Nat genau richtig. Was man aber nicht unterschätzen darf: Viele Gäste kennen Pet Nat inzwischen – aber nicht alle haben gute Erfahrungen gemacht. Umso wichtiger ist es, Stil und Qualität klar zu erklären und mit einem überzeugenden Produkt das Vertrauen der Gäste zurückzugewinnen. Ja, Pet Nat hat eine große Zukunft – unter einer Bedingung: kompromisslose Qualität. Gerade heute haben wir weniger Chancen am Gast zu performen, weil die Preissensibilität steigt. Was ins Glas kommt, muss sofort überzeugen. Und wenn Pet Nat sauber gearbeitet ist, passt er perfekt in unsere Zeit: nachhaltig gedacht, naturnah gemacht und mit ordentlich Trinkvergnügen.
SIMON SCHUBERT SÜSSWEIN HAT SICH EIN COMEBACK VERDIENT
Süßwein ist tot? Von wegen. Die Balance aus Süße, Säure und Extrakt macht ihn zum universellen Speisebegleiter. So holt ihr ihn aus dem Abseits!
Wir haben irgendwann damit angefangen, Genuss nach Gesundheits-Hashtags zu sortieren: weniger Fleisch, weniger Süßes – und somit entstand auch beim Wein ein Trend hin zu trockenen, lebendigen Weinen mit viel Frische und Säure im Vordergrund, weg von Süßweinen oder schwer beziehungsweise konzentriert ausgebauten Weinen.
Für mich gehört Süßwein zu jedem guten Essen. Punkt. Ich schenke ihn aktiv aus – weil der Gast nichts bestellt, was man ihm nicht schmackhaft macht. Digestif, Süßwein, Extras anbieten und erklären: Das ist unser Job. Wir müssen in dem Punkt auch Verkäufer sein. Deshalb habe ich immer sechs bis sieben Süßweine glasweise parat. Flaschenweise? Illusorisch. Aber ein Glas? Das ist ein kleiner, leistbarer Luxus. Und nein, Süßwein ist nicht nur Dessert-Begleitung. Klassisch mit Innereien oder Gänseleber zu Sauternes – legendär. Ich liebe auch ein Glas Madeira zur Kalbsleber
mit etwas kräftigerem Jus: Die natürliche Süße im Gericht trifft auf die Eleganz im Glas. Perfekt.
Was einen großen Süßwein ausmacht? Süße, Dichte, Konzentration. Aber vor allem Säure. Sie ist die heimliche Heldin, die alles balanciert und aus „„schwer“ plötzlich „„finessevoll“ macht. Meine Herzensregionen sind die Klassiker: Douro Valley, Madeira – und bei uns ganz klar der Seewinkel. Die Trockenbeerenauslesen dort zählen für mich zu den Besten der Welt. Mein Rat an Kolleg:innen: Traut euch. Auch Dinge anbieten, die auf den ersten Blick nicht „„cool“ wirken. Wer offen genießt – nicht ideologisch verkostet – entdeckt neue Dimensionen. Und ganz ehrlich: Ein bisschen Süße im Leben hat noch niemandem geschadet.




KAMPTAL 106
Arndorfer 108
Bründlmayer 110
Gruber43 112
Allram 114
Hager 116
Hirsch 118
Hugl 120
Jurtschitsch 122
Loimer 124
Rosner 126
Topf 128
Schöne Erde
Matthias Warnung
Nibiru Wine
Weinbau Wolf
Weinschach
Weszeli
KREMSTAL 130
Ilkerl Luf 132
Mantlerhof 134
Philipp Bründlmayer 136
Vitikultur Moser 138
Zederbauer 140
Harm
Hoch
HM Lang
Weingut Wess
Zöller
WACHAU 142
F.X. Pichler 144
Nikolaihof 146
Pichler-Krutzler 148
Veyder-Malberg 150
Domäne Wachau
Frischengruber
Grabenwerkstatt
Machherndl
Muthenthaler
Von der Vogelwaide
Wabi Sabi
Weinhauerei 378
WEINVIERTEL 152
Ebner-Ebenauer 154
Zuschmann-Schöffmann 156
Elisabeth Rücker 158
Buchmayer
Fidesser
Gessl
Gindl
Obenaus
Schödl
Uibel
Johannes Zillinger
Herbert Zillinger
CARNUNTUM
Bretz 162
Glatzer 164
Grassl 166
Markowitsch 168 Riedmüller 170
Wiederstein 172
Kellerkünstler
Kollektiv Peternell
Muhr
Netzl
Trapl
WAGRAM
Schabl 174
Söllner 176 Strobl 178
Weinberghof Fritsch 180
Diwald
Fritz
Hanauer Hof
Lenhart Ott
Wimmer-Czerny
TRAISENTAL
Huber 184
Vergessene Gärten 186
Altmann
Resch
THERMENREGION
Antrag & Reither
Hopibauern
Gebeshuber
Familie Reinisch
KAMPTAL, WEINVIERTEL, WACHAU, U,A.
Alexander Zahel
Nieder österreich
Die besten Winzer:innen Niederösterreichs gewählt von den besten Sommelièren und Sommeliers des Landes.

Riede Gaisberg erstreckt sich
KAMPTAL
PIONIERE EINER ÖKOLOGISCHEN ZUKUNFT
Das Kamptal verbindet ökologische Konsequenz, klare Herkunftsdefinition und stilistische Vielfalt zu einem zukunftsweisenden Gesamtbild. Tradition wird nicht konserviert, sondern aktiv weiterentwickelt.
Seit dem Jahrgang 2025 setzt das Kamptal ein starkes Zeichen: Als erste Appellation Österreichs schreibt es für alle Kamptal DACWeine eine biologische oder nachhaltige Zer-
tifizierung verbindlich vor. Mittlerweile sind ca. 60 % der Kamptaler Rebfläche nachhaltig oder bio zertifiziert. Die rund 550 Weingüter des Gebiets positionieren sich damit klar als ökologische Vorreiter. Inhaltlich wurde die Herkunftspyramide erweitert. Neben den klassischen Leitsorten Grüner Veltliner und Riesling, die seit 2008 das Profil prägen, sind nun auch Chardonnay, Weißburgunder und Grauburgunder als DAC-Sorten zugelassen.

Sie spiegeln die Vielfalt der Böden – von Löss über Urgestein bis zu Konglomerat – ebenso wider wie das Spannungsfeld aus pannonischer Wärme und kühlen Einflüssen aus dem Waldviertel.
Die Weinregion – mit 3560 Hektar ist sie die drittgrößte in Österreich – geht damit ganz klar einen Schritt in Richtung Zukunftsfähigkeit, sowohl was die Bewirtschaftung der Weinberge als auch die internationale Vermarktung betrifft. Mit mehr als 25 Prozent Export ist das Kamptal immerhin jenes österreichische Weinbaugebiet, das am stärksten in den internationalen Märkten vertreten ist. Herkunft steht dabei klar im Mittelpunkt:
VEREIN WEINSTRASSE KAMPTAL & REGIONALES WEINKOMITEE KAMPTAL
Ansprechpartner:
Obmann Rudi Rabl wein@kamptal.at
Adresse: Kamptalstraße 3
3550 Langenlois
Telefon:
+43 (0)2734/2000-0
Mail:
weinstrasse@kamptal.at
Website: www.weinkultur-kamptal.at
Sämtliche DAC-Stufen vom Gebiets- bis zum Riedenwein folgen einheitlichen Regeln, und der Herkunftsname tritt auf dem Etikett deutlich hervor.
Doch nicht nur Stillwein genießt internationales Renommee: Denn das Kamptal hat sich auch zu einer Hochburg der heimischen Winzersekt-Produktion entwickelt. Auf Basis von Chardonnay, Pinot Noir, Weißburgunder, Riesling oder Grüner Veltliner entsteht herkunftsgeschützter Sekt in stilistischer Bandbreite und traditioneller Flaschengärung — von fruchtbetonten Varianten bis hin zu Großen Reserven mit feinem Mousseux, Brioche-Noten und bemerkenswerter Langlebigkeit.
ANNA & MARTIN
ARNDORFER GEFÜHL STATT LEHRBUCH


2024 R_ _ _ MARIE
Der rosa marie ist einer der markantesten und eigenständigsten heimischen Roséweine. Und er passt nicht so recht in irgendeine der bekannten Schubladen. Gut so. Das ist auch nicht notwendig. Seine vielen Fans lieben ihn wie er ist. Der Wein hat einen erfrischend kräuterwürzigen Duft. Die Frucht pendelt zwischen roter Ribisel und Cranberry, wirkt ungeheuer anregend. Die herbe Aromatik ist am Gaumen in eine tolle Spannung und balancierte, präsente Gerbstoffe eingebettet. Der Wein, der sich zwischen der roten und weißen Weinwelt befindet, ist vom Bukett über den Gaumen bis ins Finale enorm vielschichtig und herrlich fließend.
WEINGUT MARTIN & ANNA ARNDORFER KAMPTAL
www.ma-arndorfer.at
Anna und Martin Arndorfer sind überzeugt, dass es zuerst ein Gefühl für den Weingarten und im Speziellen für den Boden und die Rebsorte braucht, bevor man entscheiden kann, welche Schritte wann gesetzt werden. Dass sie mit dieser Philosophie auf dem richtigen Weg sind, haben sie mit ihren Weinen längst bewiesen.
„„Konventionell schmeckte nicht schlecht, aber Bio war einfach lebendiger“, sagen sie über ihre Anfänge. Statt dem Lehrplan folgten sie ihrem Herzen. Schritt für Schritt stellten sie ihre Weingärten um, nur um zu erkennen, dass vieles, was früher als unverzichtbar galt, gar nicht notwendig war. Im Gegenteil: Um den natürlichen Geschmack der Trauben zu bewahren, zählt allein der Weingarten. Anna und Martin wollen Herkunft transportieren, keinen Markttrends folgen. Die Frage, wo Naturwein anfängt und wo er aufhört, stellen sich die beiden nicht. Es ist eine Philosophie und Einstellung der Natur gegenüber. So bleiben ihre Weine spannend und in Bewegung.
KOSTN O TIZEN
ANINA VERDE 2024
Spannender Mix: Grüner Veltliner mit RieslingSchalen. Kräuter, Limette, Zitrone. Würzig, frisch und komplex, leicht orange.
ROSA MARIE 2024
Milde Säure und dezente Frucht prägen diesen Zweigelt auf Veltliner-Maische. Ein Wein, der Speisen vielseitig begleitet.
MARTHA ROUGE 2024
Beerenpower: Cassis, Würze und Frische. Eindrucksvoll, aber nicht schwer. Auch leicht gekühlt ein charmanter Sommerwein.

Größe: 20 Hektar
Wichtigste Rebsorten: Grüner Veltliner, Riesling, Neuburger, Roter Veltliner, Gemischter Satz, Zweigelt, Müller-Thurgau, Chardonnay
Zertifizierung: Biologisch (seit 2018)
Wichtigste Lagen: Die Rieden Gaisberg, Offenberg, Wechselberg, Wechselberg-Spiegel, Hasel, Stangl, Merschein, Hölle und Brunngasse in und rund um Straß im Straßertale im Kamptal sowie die Wachauer Rieden Silberbichl in Mautern und Goldberg in Rossatz
Wichtigste Böden: Urgestein in unterschiedlichsten Formen –Gneis, Granit, Schiefer, Amphibolit (vor allem bei Riesling, Neuburger und Roter Veltliner); Lehm, Löss, Ton, Schotter vor allem bei GV
Arbeit im Weingarten: Biologische Bewirtschaftung. Sehr sensibler, behutsamer Umgang, Begrünung, 100% Handlese
Arbeit im Keller: Spontangärung, minimaler Schwefeleinsatz, per se Weine mit bis zu 28 Tagen auf der Maische, Hefekontakt bis zur Füllung, naturtrüb & ungeschönt
Fässer: Edelstahlfässer, kleine französische Eichenfässer, große Gemischtholzfässer bzw Eichenfässer, Betontulpen, Keramikeier
Exportanteil: 96 Prozent
Händler: Pub Klemo, Wagner, Weinskandal
HERRENGASSE 4. 2023
Rauchiger Neuburger mit Orangenzeste, Kräuterwürze und kalkigem Grip. Unfiltriert, salzig und herrlich eigenständig.
DIE LEIDENSCHAFT WEISZ 2023
Leidenschaftlich Jura: Saftigkeit, Eleganz und Tiefe. Universeller Begleiter zu leichten Gerichten aller Art.
ALTE REBEN N.V.
Reife Frucht, kerniger Grip und schlanke Struktur. Unfiltriert, mineralisch und angenehm unkompliziert.
WILLI BRÜNDLMAYER KAMPTALER VORDENKER


2023 GRÜNER VELTLINER RIED KÄFERBERG 1ÖTW ERSTE LAGE KAMPTAL DAC
Die Reife des Jahrgangs wird im Wein klar spürbar. Im Bukett ist er ein ganz klein wenig flinty. Dazu kommen eine facettenreiche Kräuterwürze, reife Grapefruitnoten, gelbes Kernobst und ein Hauch von Blütenhonig. Die Struktur des Veltliners ist eine echte Ansage. Der eigenständige Typ ist charakterstark, hat aber auch saftigen Trinkfluss. Natürlich jetzt noch sehr jung, präsentiert er durchaus schon sein Potential. Im großen Burgunderglas und nicht zu kühl serviert, macht er zudem richtig schön auf. Ein spektakulärer, ausdrucksvoller Wein mit einem echten Kamptaler Herz.
WEINGUT BRÜNDLMAYER
KAMPTAL
www.bruendlmayer.at
Das Weingut Bründlmayer wirkt seit Generationen belebend auf die Strahlkraft des Kamptals und ist gewissermaßen in seine DNA eingeschrieben: National wie international steht der Name heute als Synonym für beständige Spitzenqualität. Geführt wird das Weingut von Willi Bründlmayer, seiner Frau Edwige, Thomas Klinger und Andreas Wickhoff. Der respektvolle Umgang mit Natur und Mensch steht an oberster Stelle. Seit 2018 sind die 98 Hektar Weingärten biologisch zertifiziert.
Alle Bründlmayer Weine stehen für Frische, Finesse und Tiefgang und sind authentischer Ausdruck ihrer Herkunft. Aus Leidenschaft, Ausdauer und Erfahrung entstand eine ganz eigene Handschrift. Trotz der unbestrittenen Expertise im biologischen, nachhaltigen Weinbau ist man immer bereit, wieder neu von der Natur zu lernen. Mit diesen Prinzipen hat Willi für ganz Österreich Grüner Veltliner, Riesling, Chardonnay und auch die Sekterzeugung nach traditioneller Methode entscheidend geprägt.
KOSTN O TIZEN
BRÜNDLMAYER EXTRA BRUT NV RESERVE | SEKT AUSTRIA
RESERVE NIEDERÖSTERREICH G.U.
Feinperlig, mit Aromen von Zitronenmelisse, Salbei, Marille und subtilem Brioche-Touch, dabei klar, druckvoll und elegant balanciert.
RIED BERG VOGELSANG GRÜNER
VELTLINER 2024 | KAMPTAL DAC
Sehr charmant! Kernobst wie Apfel und Birne, dazu Zitrus- und Blütennoten, am Gaumen puristisch frisch mit zartem Fruchtschmelz.
RIED SPIEGEL (LANGENLOIS)
1ÖTW ERSTE LAGE VINCENT GRÜNER VELTLINER 2023 | KAMPTAL DAC
Apfel und Birne trifft auf zarte Kräuternuancen, dazu ein feiner mineralisch-rauchiger Hauch – sehr fokussiert und elegant.

Größe: 90 Hektar
Wichtigste Rebsorten: Grüner Veltliner, Riesling, Chardonnay, Pinot Noir, Zweigelt, St. Laurent, Grauburgunder
Zertifizierungen: BIO (Lacon), Nachhaltig Austria
Wichtigste Lagen: 1ÖTW Erste Lagen – Ried Lamm, Ried Käferberg, Ried Loiserberg, Ried Spiegel (Langenlois), Ried Heiligenstein, Ried Steinmassl
Arbeit im Weingarten: Sanfter Rebschnitt, Handlese, Selektion, nachhaltige Bewirtschaftung, Lyra-Erziehung
Arbeit im Keller: Vertikaler Keller (Gravitätsprinzip), schonende Verarbeitung, Traubenpressung ohne Pumpen, Ausbau in Eichenfässern
Fässer: Großes Holz (2.500 Liter & 1.400 Liter), Kleines Holz (300 Liter), Stahltank
Exportanteil: 30%
Händler: Bezugsliste der Händler bruendlmayer.at/Bezugsquellen
RIED STEINMASSL 1ÖTW ERSTE LAGE RIESLING 2017 | KAMPTAL DAC
Reif und tiefgründig mit Noten von weißem Pfirsich, Marille, Zitrus-Zesten und ausgeprägter Mineralität – am Gaumen viel Substanz und Länge.
RIED STEINBERG CHARDONNAY 2023 | KAMPTAL DAC
Sensationelle grüne Frucht! Kräuterwürze und saftig – passt zu vielen Gerichten, ein Universalgenie!
PINOT NOIR 2022 | NIEDERÖSTERREICH
Seidig im Antrunk, frisch und feingliedrig mit langem Finish. Feine Waldbeeren- und Kirschfrucht und leicht mineralische Würze.
GABI & MARKUS GRUBER GUT TRINKEN, GUT LEBEN


2024 GRÜNER VELTLINER
MITTELBERGER RIED ROTHENBICHL
Im Bukett versammeln sich frische, hellgelbe Kernobstfrüchte, vor allem Delicious Apfel aber auch saftige Williams Birne. Dazu kommen Wiesenkräuter und ein feiner Hauch würzige Tabaknoten. Das ist richtig viel authentischer Veltliner und macht Lust auf den ersten Schluck. Der Wein hat eine tolle Spannung, enorme Saftigkeit und lässig viel Trinkfluss, ist fokussiert, präzise und bleibt lange im Nachhall. Sein straffer Kern gibt ihm zudem Reifepotential. Ein mehr als gelungenes Erstlingswerk von Spross Tobias Gruber.
WEINGUT GRUBER43 KAMPTAL
www.gruber43.at
Hinter Gruber43 stehen Markus und Gabi Gruber – ein Winzerpaar, das im Kamptal eines der aufstrebendsten Weingüter mit einer spannenden Bandbreite von Klassik bis Natural führt. Mittlerweile ist auch Sohn Tobias am Weingut tätig. Sein Erstlingswerk – ein Grüner Veltliner aus der Mittelberger Ried Rothenbichl – trägt unverkennbar die Handschrift der Familie: klare Struktur, lebendige Frische und pure Trinkfreude.
Seit 2014 wird in den 12 Hektar Weingärten biologisch gearbeitet. Gesunde Böden und spontane Vergärung im Keller sind für die Grubers das A und O. „„Auf unserem Bio-Weingut ticken die Uhren ein wenig anders. Achtsamer, liebevoller, naturverbundener. Wir sind hier, um zu genießen. Die Natur, die Arbeit und unsere Weine“, sagen sie. Statt Quantität setzen sie auf Qualität – und auf unverwechselbare Weine, die durch ein feines Gespür für Weingarten und Keller geprägt sind.
KOSTN O TIZEN
MITTELBERG GRÜNER VELTLINER 2024 VOM LÖSS KAMPTAL DAC
Noten von grünem Apfel, Pfirsich und Ananas in der Nase, dazu zitronige Frische und zarter Hefeton. Am Gaumen saftig und ausgewogen mit feinem Säurespiel und trockener Mineralik.
MITTELBERG RIESLING 2024 VOM URGESTEIN KAMPTAL DAC
Steinobst & florale Noten mit spielerischem Zitronen-Finish. Super starker Riesling!
WEISSBURGUNDER 2024 NIEDERÖSTERREICH
Birne & Aprikose treffen auf feines Mandelaroma und Honig. Cremig, frisch und mit klarer Säure –ein eigenständiger Weißburgunder mit Grip.

Größe: 12 Hektar
Wichtigste Rebsorten: Grüner Veltliner, Riesling, Pinot Blanc, Frühroter Veltliner, Gemischter Satz, Zweigelt
Zertifizierungen: Bio-Austria seit 2014, EU-Bio, Vegan-Label, Green Care - Auszeithof
Wichtigste Lagen: Ried Weisse Mauer, Ried Loiserberg, Ried Rothenbichl, Ried Panzaun
Arbeit im Weingarten: Extensiver Rückschnitt, minimale Bodenbearbeitung, wenig Laubarbeit, Kräuterbegrünung, max. 3x Mulchen pro Jahr. Effektive Mikroorganismen und Steinmehle für reduzierten Kupfer- und Schwefeleinsatz. Hand- und Maschinenlese.
Fässer: Edelstahl, Holz, Barrique 500 l
Exportanteil: 20%
Inland: Ursin-Haus, Loisium, weinshop24.at, weinheld.ch, weingrube. com, wirwinzer, Weinzwitscherei, brothers in wine, Hauptsache Wein
Ausland: Schuttelaar Wijnen (Niederlande); Tampereen Viinitukku Oy (Finnland), Weinschmiede Siegburg (Deutschland), Nybom Vine (Dänemark)
PINOT BLANC N. V. BARRIQUE – SUR LIE NIEDERÖSTERREICH
Barrique-Drive mit Feinschliff. Reifer Apfel, Kräuterwürze und nussige Note. Cremige Textur, salzige Tiefe und feine Länge
LAISSEZ-FAIRE PINOT BLANC 2021 ÖSTERREICH
Wilder Mix aus Apfel, Zitrus und feinen Kräutertönen wie Teeblättern und Baumrinde. Trocken, frisch – ein Typ für Natural-Wine-Fans.
ROSÉ ZWEIGELT 2024 NIEDERÖSTERREICH
Himbeeren und ein Hauch Zitrus vereinen sich mit frischen, pfeffrigen Noten. Saftig, weich und ausgewogen – perfekt für sonnige Stunden.
LORENZ & MAGDALENA
HAAS-ALLRAM GEMISCHTES DOPPEL AUS STRASS


2023 GRÜNER VELTLINER RIED LAMMBERG KAMPTAL DAC
Im Bukett gibt es eine tiefe und reiche hellgelbe Frucht. Golden Delicious Apfel und saftige Melone mischen sich mit einer tabakigen Note. Am Gaumen ist besonders viel der Würzigkeit präsent, die bis lange ins Finale reicht. Der Wein hat eine hochelegante Struktur und viel Spannung. Seine balancierte Säure steuert eine feine Frische und somit anregenden Trinkfluss bei. Es treffen sich Rebsortentypizität, Finesse und vor allem richtig viel Tiefgang.
WEINGUT ALLRAM KAMPTAL
www.allram.at
Lorenz und Magdalena Haas-Allram führen eines der bekanntesten Weingüter im Strassertal. Neben den klassischen Weinen mischt das Duo längst auch im Naturwein-Sektor mit – und zeichnet so ein umfassendes Bild der Kamptaler Herkunft. „„Unsere Ausgangsposition war ideal. Unsere Eltern haben auf vitale Böden geachtet und gesundes Rebwachstum gefördert“, sagt Lorenz. Gemeinsam mit seiner Schwester ist er die vierte Generation am Weingut. Mit ihnen wurde die Stilistik schlanker und leichter. Lorenz verantwortete zudem die Umstellung auf biologische Bewirtschaftung. „„Wir machen ehrliche, lagerfähige Weine, die als Speisenbegleiter überzeugen und ihre Herkunft spürbar machen.“
Magdalena bringt mit ihren „„Jugend“-Weinen Familientradition und Zeitgeist zusammen. Gemeinsam mit Matthias Warnung gründeten die Geschwister 2021 zudem die Brand AWM, die unterschiedliche Philosophien verbindet. „„Mit Offenheit gegenüber dem Unbekannten entsteht Großes“, so Magdalena.
KOSTN O TIZEN
2024 GRÜNER VELTLINER STASS KAMPTAL
Trinkfreude pur mit feinem Säurespiel. Grüner Apfel, Zitrus und feine Mineralität, lebendige Säure, knackiger Struktur.
2023 GRÜNER VELTLINER RIED GAISBERG KAMPTAL
Fruchtige Klarheit: Reife Steinobstaromen, kandierte Zesten und zarte Honignoten auf feiner Würze und salziger Mineralität.
2023 GRÜNER VELTLINER RIED LAMMBERG KAMPTAL
Frische trifft Struktur: Offene fruchtige Nase, Honigmelone und warme ätherische Noten von Kamille.

Größe: ca. 32 Hektar
Wichtigste Rebsorten: Grüner Veltliner, Riesling
Zertifizierungen: Biologisch
Wichtigste Lagen: Ried Gaisberg 1ÖTW in Strass und Zöbing, Ried Lammberg in Strass, Ried Heiligenstein 1ÖTW in Zöbing sowie die Riede Renner 1ÖTW in Kammern
Arbeit im Weingarten: Viel Handarbeit, biologische Bewirtschaftung mit bewusst gewählten Praktiken der Biodynamie, sanfter Rebschnitt, ganzjährige Begrünungen die für Artenreichtum und Balance im Weinberg sorgen, eigener Kompost als Naturdünger, hohe Stockdichte, akribische Laubarbeit und falls notwendig ertragsreduzierende Maßnahmen. Traubenlese ausschließlich per Hand.
Arbeit im Keller: Schonende Traubenverarbeitung unter Ausnützung der Schwerkraft, aufmerksames Begleiten in der Weinwerdung, langer Hefekontakt, späte Flaschenfüllung, bewusster Schwefeleinsatz (so viel wie nötig – so wenig wie möglich).
Fässer: Stahltanks, österreichische Eichen- und Akazienfässer, französische Barriques
Exportanteil: 75%
Händler: Ausschließlich Fachhändler und in Vinotheken verteilt in Österreich, gesamte Liste online einsehbar
2024 RIESLING STRASS KAMPTAL
Strahlende Eleganz: Steinobst, Pfirsich und Exotik. Frische Mineralik, lebendige Säure und klares, langes Finish.
2023 RIESLING RIED HEILIGENSTEIN 1ÖTW KAMPTAL
Marille, Pfirsich und feine Exotik. Schiefer-Mineralik, elegante Säure und harmonische Struktur mit Reifepotenzial. Charme pur!
N.V. AWM KARAMBOLAGE
Grüner Apfel und Zitrus vereinen sich mit feiner Kräuterwürze. Lebendige Säure und Eleganz machen ihn zum idealen Trinkspaß.
MATTHIAS HAGER PUR UND ECHT


2022 RIESLING ALTE REBEN
Matthias Hager macht tolle Weine. Besonders Natural Rieslinge. Außerdem authentische Sekte, in seiner ganz eigenen Herangehensweise. Leider bleibt er damit oft unter dem Radar. Der 2022 Riesling Alte Reben duftet nach reifer Zitrusfrucht, kandierten Zesten, Weingartenpfirsich und Weihrauch. Die besondere Rauchigkeit wird mit der Zeit im großen Glas (!) mehr und mehr. Dazu kommen eine tolle Struktur und saftige Pikanz, die in Sachen Trinkfluss richtig auf die Tube drücken. Die anregende Phenolik und feine Salzigkeit steuern eine zusätzliche Dimension bei. Was auffällt, ist ein leichtes Prickeln.
WEINGUT HAGER
KAMPTAL
www.hagermatthias.com
Matthias Hager zählt mit Sicherheit zu den experimentierfreudigsten Winzern des Kamptals. Schon lange hat er die Unterteilung der Weine in Rot und Weiß über den Haufen geworfen und stattdessen eine blaue Linie (steht für luftige und leichte Weine) sowie eine braune Linie (erdige und komplexe Weine) eingeführt. Hinzu kommt die rote Linie, die die besonderen Naturweine beinhaltet – maischevergoren mit minimaler oder gar keiner Schwefelung.
Inzwischen gilt Hager auch als einer der spannendsten Schaumwein-Produzenten der Region. Herausragend: sein Sekt PUR Zweigelt Blanc de Noir. Ja, richtig gelesen – Zweigelt! Dieser kommt aus den steinigsten Lagen der Top-Lage Seeberg. Die spürbare Mineralik ist ein wichtiger Bestandteil für die schwefelfreie Verarbeitung. Die zweite Gärung wird mit süßem Traubenmost eingeleitet. Hager ist österreichweit einer von wenigen Winzern, die diese Methode anwenden und auf süßen Sturm statt Zucker setzen. Darum auch der Name PUR.
KOSTN O TIZEN
BRUT ZWEIGELT ROSÉ 2022
Heller Rosé mit lebendiger Frucht von Erdbeeren, roten Johannisbeeren und einem Hauch floraler Frische – fein und natürlich vergoren.
SEKT PUR - ZWEIGELT BLANC DE NOIR, GROSSE RES
RIED SEEBERG 2019
Potential für Jahre! Klar, puristisch, einschlägig auf der mineralisch würzigen Seite, exotische Noten mit Safran, Kumquat.
RIESLING SEKT 2020
Geil spritzig! Käutrig mit reifer gelber Frucht und schöner saftigen Säure.

Größe: 13 Hektar
Wichtigste Rebsorten: Grüner Veltliner (30%), Riesling (15%), Zweigelt (25%)
Zertifizierung: Demeter (seit 2010)
Wichtigste Lagen: Seeberg, Steinleithen
Wichtigste Böden:
Seeberg: Sand und Lehm wechseln sich mit bis knapp an die Oberfläche reichenden Schiefereinschnitten ab.
Steinleithen: Lehmhaltiger Boden auf steinigem Untergrund, Glimmerschiefer und Gneis, lässt würzige, mineralische Veltliner entstehen.
Arbeit im Weingarten: Gärten am Seeberg werden nicht gewipfelt, Ausbringen von Hornmist, Hornkiesel und verschiedener Präparate aus Heilkräutern, je nach Witterung zur Besänftigung oder Stärkung der Pflanzen und zur Kompostierung.
Arbeit im Keller: kontrolliertes Nichtstun, natürlich Spontangärung, minimale Schwefelgaben, bei den Naturals zwischen 15 und 25 mg/l und bei den Purs gar kein Schwefel bis 5 mg/l maximal
Fässer: Holzfässer aus heimsicher Eiche, zwischen 500 und 1000 Liter, Stahltanks, Steinfass derzeit als Versuch
Exportanteil: 60 Prozent
Händler: Weinskandal
GRÜNER VELTLINER
SEEBERG 2020
Mineralisch, vollmundig mit Noten von gelbem Apfel – klare, facettenreiche Struktur. Salziger Nachhall und top Länge – überzeugend.
RIESLING SEEBERG 2023
Jung, frisch, Mineralisch, schöne Steinfrucht –Zucker wird mit Reife besser integriert.
RIESLING TERRASSEN 2023
Angenehme Restsüße trifft knackige Säure und mineralische Frische! Leicht süß, fruchtig und vibrierend – passt solo oder zu Würzigem.
JOHANNES HIRSCH
EIGENSINN IST SEIN ZWEITER NAME


2021 GRÜNER VELTLINER RIED GRUB 1ÖTW KAMPTAL DAC
Wer Johannes Hirsch‘ Kollektion kennt, weiß, dass sie von Schmalzigkeit weit entfernt ist. Auch der Grub. Der 2021er präsentiert sich nicht einmal ansatzweise üppig. Im Duft sind Wiesenkräuter, gelber Apfel und ganz leicht Zitrus. Der Wein ist überhaupt nicht steinobst-juicy, wie man es oft bei Löss-Veltlinern erlebt. Dafür hat er eine tiefgründige Struktur und ordentlichen Trinkfluss. Eine klasse Kombination. Dazu kommt ein genial knisterndes und doch balanciertes Säuregerüst. Mit Luft schiebt der Wein nochmal so richtig an. Karaffieren macht also Sinn. Fazit: Ein Grub-Veltliner, der mehr kann als das, was von ihm behauptet wird. Als Draufgabe dazu gibt es noch ordentlich Reifepotential.
WEINGUT HIRSCH
KAMPTAL
www.weingut-hirsch.at
Johannes Hirsch und die Natur stehen sich in puncto
Eigensinn um nichts nach. Vielleicht funktioniert die Beziehung der beiden deshalb so gut. Die Harmonie und Verbundenheit überträgt sich jedenfalls auch auf den Wein. Der ist seit der Umstellung auf Biodynamie ein charakteristisches Spiegelbild namhafter Kamptaler Lagen wie Grub, Heiligenstein und Gaisberg. „„Es ist das Kamptal mit seinen Böden, seiner Vegetation, seinem Klima, das unseren Weinen ihren Charakter und ihre Eigenart gibt. Man könnte auch sagen: ihren Eigensinn.“
Der Begriff prägt das Weingut übrigens seit Generationen. Mit Eigenständigkeit, Verlässlichkeit und Weitsicht agierte schon Johannes‘ Vater Josef, der unzugängliche Weingärten kaufte und ab 1979 mit natürlichem Kompost arbeitete. Johannes, der 1999 alle roten Sorten rodete und sich auf Grüner Veltliner und Riesling konzentrierte, setzte den visionären Weg seines Vaters fort: Er stellte auf Schraubverschluss um, als dieser noch verpönt war.
KOSTN O TIZEN
RIED KAMMERNER GRUB 1ÖTW GRÜNER
VELTLINER KAMPTAL DAC 2014
Schöne reife Frucht, feine Würze und eine cremige Textur – zeigt die Tiefe vom Kamptal. Elegant und kraftvoll mit tollem Finale.
RIED KAMMERNER GRUB 1ÖTW GRÜNER
VELTLINER KAMPTAL DAC 2016
Frisch und lebendig, mit grünen Apfelnoten und einer feinen Pfeffrigkeit. Klar, mineralisch und mit guter Länge.
RIED KAMMERNER GRUB 1ÖTW GRÜNER
VELTLINER KAMPTAL DAC 2017
Rund und ausgewogen mit einer schönen
Balance aus Frucht und Würze. Mineralisch, leicht rauchig, ein Klassiker vom Kammerner Grub.

Größe: ca. 30 Hektar
Rebsorten: Grüner Veltliner, Riesling
Zertifizierung: Biodynamisch (seit 2010), respekt-BIODYN (seit 2006, Gründungsmitglied)
Wichtigste Lagen: Kamptaler-Top-Lagen Lamm 1ÖTW, Grub 1ÖTW und Renner 1ÖTW in Kammern, Ried Gaisberg 1ÖTW in Kammern und Zöbing, Ried Heiligenstein 1ÖTW in Zöbing, Ried Heiligenstein-Rotfels 1ÖTW in Zöbing
Wichtigste Böden: Löss, Lehm, Gneis, Glimmerschiefer, Sandstein
Arbeit im Weingarten: Biodynamische Bewirtschaftung, sanfter Rebschnitt nach Simonit & Sirch, Kompostdüngung seit 1979, hohe Stockdichte, ertragsreduzierende Maßnahmen, manuelle Lese in kleinen Kisten.
Arbeit im Keller: Ganztraubenpressung, Spontangärung, lange Feinhefelagerung, späte Flaschenfüllung.
Fässer: Edelstahltanks, Holzfässer aus österreichischer Eiche und Akazie
Exportanteil: 50 Prozent
Händler: Zahlreiche Weinhändler und Vinotheken verteilt in ganz Österreich, Liste online einsehbar
RIED KAMMERNER GRUB 1ÖTW GRÜNER
VELTLINER KAMPTAL DAC 2018
Ein wunderbarer Veltiner! In der Nase Tabak und im Mund ein schöner Schmelz. Super eingebundene Säure. Veltliner wie wir ihn lieben!
RIED KAMMERNER GRUB 1ÖTW GRÜNER
VELTLINER KAMPTAL DAC 2019
Ein feiner Veltliner, der Spaß macht! Frisch, knackige Säure und Aromen von grünem Apfel und weißem Pfeffer – sehr lebendig und mineralisch.
RIED KAMMERNER GRUB 1ÖTW GRÜNER
VELTLINER KAMPTAL DAC 2020
Viel Frische, saftige Zitrusnoten und feine Würze –elegant und klar mit tollem Trinkfluss. Perfekt für alle, die es spritzig & sauber mögen.
CHRISTINA HUGL WENN DIE
ENERGIE ÜBERSCHÄUMT


2019 SEKT GROSSE RESERVE LANGENLOIS RIED SCHÖNTAL
Im Duft mischen sich feine rauchige Noten mit einem Touch Williamsbirne und zarter Autolyse. Der Schäumer ist hochelegant, hat enormen Tiefgang, Rückgrat und eine genial balancierte Perlage. Christina Hugls Verzicht auf Dosage und der somit puristischen Zugang, erweist sich als absolut perfekt. Durch die geradlinige Art des Sektes eignet er sich top als Aperitif. Passt super zu Käseklassikern wie Brillat-Savarin, Langres oder Chaource vorstellen. Christina Hugl sagt, dass sie ihn als Begleiter zu Vitello Tonnato oder Kalbsrahmgulasch einschenkt – und: „Genial ist er auch zum Bratlfettbrot mit Zwiebeln und Salz.“
WEINGUT CHRISTINA HUGL
KAMPTAL
www.christinahugl.at
Von Null weg ist Christina Hugl 2014 mit ihrem eigenen Weingut und 1.500 Flaschen Sprudel durchgestartet. Ohne Struktur, ohne Basis. Eigentlich ein Wahnsinn, wie sie heute sagt. Durch Zufall kam die aus dem Weinviertel stammende Winzerin ins Kamptal. Heute verarbeitet sie Trauben von zwei Hektar Fläche zu Sekt nach traditioneller Methode und Pet Nat. Ihre Entscheidung auf Schäumendes zu setzen, war goldrichtig. Die Nachfrage, vor allem in der Gastronomie, ist ungebrochen.
Ihre Pet Nats lebt sie durchaus Freestyle. Alle sind degorgiert, um explosive Überraschungen beim Service auszuschließen. Maischestandzeit oder Sorten wie Neuburger, die man nicht sofort mit Sprudel in Verbindung bringt, dürfen sein. Wichtig ist aber immer ein anregender Charakter und Komplexität. Zu funky wird es nie. Beim Sekt nach traditioneller Methode geht es klarerweise klassischer zu. Die Vinifikation des Grundweins ist puristisch, die Reifung auf der Hefe lange, Dosage wird nie zugesetzt.
KOSTN
O TIZEN
Größe: 2 ha
Wichtigste Rebsorten: Grüner Veltliner, Burgunder
Zertifizierungen: BIO
Wichtigste Lagen: Schöntal, Grub
Arbeit im Weingarten: alles was geht per Hand
Arbeit im Keller: Low Intervention, eingreifen wenn nötig, keine Zusätze
Fässer: Amphoren, große & kleine Holzfässer, Edelstahltanks
Exportanteil: 10%
Händler: Schaumweinkontor
Verein: JUNGE WILDE WINZER
PINOT NOIR ROSE SANS SOUCI
Super zum Anstoßen! Leicht und frisch mit roten Beeren und feiner Frische.
BLANC DE BLANCS
GROSSE RESERVE 2019
Feine Perlen, viel Zitrus und ein cremiges Mundgefühl – elegant und komplex, aber nicht überladen.
GRÜNER VELTLINER
RIED HERMANNSCHACHERN
GROSSE RESERVE 2019
Ein kraftvoller Sekt aus der Ried Hermannschachern, mit intensiven Aromen und langem Abgang. Ein Ausdruck der Herkunft und des Terroirs.

TRAMINER FAILED 2016
Ein tiefgründiger Rotwein mit dunklen Beerenaromen, leicht rauchig und würzig. Zeigt die Vielschichtigkeit des Jahrgangs und der Rebsorte
WE CAN’T MAKE ANY PROMISES PET-NAT
Ein spritziger Pet-Nat, der als Aperitif oder zu leichten Gerichten wie Bouillabaisse oder Tafelspitz hervorragend passt.
I AM NOT AS GREEN AS I LOOK 2021 PET-NAT
Ein lebendiger Pet-Nat aus Grüner Veltliner und Welschriesling, trocken mit 12 % Vol. Alkohol. Ein echtes Naturweinerlebnis.
STEFANIE & ALWIN JURTSCHITSCH SILENT REVOLUTION


2023 RIESLING RIED HEILIGENSTEIN-STEINWAND 1ÖTW KAMPTAL DAC
Die wertvolle Ernte der teilweise sehr alten Rebstöcke wird ganztraubengepresst und über ein Jahre mit großer Ruhe im 1.000 Liter Holzfass ausgebaut. Der Duft präsentiert sich mit einer wundervoll facettenreichen Zitrusfrucht. Dazu kommt ein zarter rauchiger Touch. Das macht richtig Lust auf den ersten Schluck. Achtung: SpeichelflussAlarm. Am Gaumen ist der Wein messerscharf und präzise. Einfach richtig viel Riesling. Die Energie und Spannung nehmen mit Luft und Zeit im großen Glas sogar noch ein Zacken Fahrt auf. Umfüllen in eine Karaffe ist sicher momentan kein Fehler.
WEINGUT JURTSCHITSCH KAMPTAL
www.jurtschitsch.com
Stefanie und Alwin Jurtschitsch waren ihrer Zeit schon immer voraus. Leise, aber konsequent veränderten sie vor mehr als 15 Jahren den Kurs des Weingut Jurtschitsch in Langenlois. Ohne äußere Anzeichen – die Etiketten blieben gleich – stellten sie die Weine grundlegend neu auf. Statt internationalem Stil, Technik und Prestige rückten Herkunft und Zukunftsdenken in den Mittelpunkt. Stefanie und Alwin stellten Gewohntes infrage, verkleinerten den Betrieb und begannen, im Weingarten wie im Keller zu experimentieren. Typizität wurde zum Leitmotiv.
Heute arbeitet das Duo noch gezielter und in die Tiefe, um das Potenzial des Kamptals weiter auszuloten. Selbst steile, schwer zugängliche historische Lagen, die andere meiden, werden von ihnen rekultiviert – „„Museumsweingärten“, wie sie sie liebevoll nennen. Denn für Stefanie und Alwin ist Winzertum vor allem eines: Entdecken, Forschen und ein bewusster Schritt zurück zur Landwirtschaft.
Größe: ca. 60 Hektar
Wichtigste Rebsorten: Grüner Veltliner, Riesling, Chardonnay, Zweigelt, Pinot Noir, St. Laurent
Zertifizierung: Regenerativorganic ( ROC seit 2023), Biologisch (seit 2009), Österreichische Traditions- weingüter (seit 1992, Gründungs- mitglied), ECOnGOOD – Gemweinwohl-Ökonomie
Wichtigste Lagen: Langenlois: Loiserberg, Käferberg, Dechant; Zöbing: Heiligenstein, Heiligenstein – Steinwand; Kammern: Lamm
Wichtigste Böden: Glimmerschiefer, Löss/Lehm, Gneis/Amphibolit/ Kalk, Wüstensandstein
Arbeit im Weingarten: Regenerativ, Biologisch, Handlese, Komposttees, Diversität durch Begrünungen, Nützlingswiesen und Agroforesty sowie traktorfreie Flächen mit Pferdebewirtschaftung, eigene kleine Schafherde
Arbeit im Keller: Minimale Interventionen. Lagenweine werden im grossen Holzfass spontan vergoren. Sämtliche Weine bleiben bis zur Füllung auf der Vollhefe, keine Batonnage, (moderate Schwefelgabe). Fässer: Edelstahltanks, österreichische Eichenfässer, Keramikeier
Exportanteil: ca. 35 Prozent
Händler: Auf Anfrage
KOSTN O TIZEN
BRUT BLANC DE BLANCS NV
Frisch und mineralisch mit Noten von grünem Apfel und Zitrusfrüchten. Deine Perlage und lebendige Säurestruktur. Eleganter Aperitif.
BRUT NATURE BLANC
DE NOIRS SEKT
GROSSE RESERVE 2013
Ein eleganter Sekt mit feiner Perlage! Komplexe Aromen von Brioche, reifen Äpfeln und einem Hauch von Honig. Tiefe und Struktur.
PERMSTEIN 2024
Vielseitiger Speisenbegleiter!
Ein lebendiger Wein mit Aromen von Zitrusfrüchten und grünen Äpfeln.

RIESLING RIED HEILIGENSTEIN ROTFELS 1ÖTW KAMPTAL DAC 2022
Super Trinkfluss! Intensive Aromen von Pfirsich, Mango und kandierten Orangenzesten. Am Gaumen komplex und einem salzigen Nachhall.
RIESLING RIED HEILIGENSTEINSTEINWAND 1ÖTW KAMPTAL DAC 2022
Großer Wein! Kühle Zitrus- und Kräuternoten in der Nase. Am Gaumen Steinobst, Salzigkeit und kühlrauchige Mineralik.
RIESLING QUELLE 2021
Mineralisch mit Aromen von Apfel und Pfirsich, schön klar und frisch. Die Reifung auf der Vollhefe sorgt für extra Tiefe und Komplexität.
FRED LOIMER KAMPTAL-STAR MIT KLARER VISION


2023 RIED LOISERBERG RIESLING & GRÜNER VELTLINER 1ÖTW KAMPTAL DAC
Beide Rebsorten wurden für den aktuellen Jahrgang separat ausgebaut. Der Riesling war im Edelstahl, der Grüne Veltliner im großen Holzfass. Freilich braucht der aktuell noch junge Loiserberg Zeit und Luft. Richtig gut performt er momentan aber schon im großen Bordeauxglas. Sein Duft vereint feine, helle Kräuternoten mit der Fruchtigkeit von Pfirsich, Marille und Zitrus. Unterstrichen wird das noch mit einer minzigen Frische. Herrlich. Am Gaumen brilliert die Strahlkraft und fruchtige Pikanz des Rieslings, die sich genial mit dem stabilen, saftigen Veltinerkörper vereint. Die salzige Komponente des kristallinen Bodens kommt in Nachhall noch dazu. Das Ganze braucht zudem nicht mehr als 12,5 % Alkohol, um ein ausdruckstarker Wein zu sein.
WEINGUT LOIMER KAMPTAL
www.loimer.at
Fred Loimer hat ein Faible für das Neue und für Qualität. Das brachte ihn auch zur Biodynamie, Anfang der 2000er Jahre, als Weine weltweit immer ähnlicher wurden. Loimer aber suchte nach Charakter und Individualität und fand 2005 in Andrew Lorand einen Berater, der ihn überzeugte, umzustellen. „„Die Qualität von Wein liegt in dessen Herkunft begründet– und kommt am besten zum Vorschein, wenn man sich ihr respektvoll und behutsam nähert.“ Seither ist es sein Ziel, das Weingut als geschlossenen Organismus zu gestalten. Die Biodyamie sieht Loimer zudem als Antwort auf den Klimawandel. Versuche mit PIWI-Sorten laufen.
2004 führte ihn seine Neugier übrigens auch nach Gumpoldskirchen, wo er das Weingut Schellmann übernahm. Seither gibt es Loimer im Doppelpack und mit einer beeindruckenden Weinpalette. Besonders die Sekte, filigrane Meisterwerke, die locker mit Champagner mithalten können, heimsen regelmäßig höchste Auszeichnungen ein.
KOSTN O TIZEN
EXTRA BRUT RESERVE NV
Im Glas zeigt sich feine Frucht gepaart mit eleganter Mineralität. Lebendig und frisch am Gaumen, ideal zum Anstoßen und Genießen.
BRUT ROSÉ RESERVE NV
Fruchtig, würzig, feine Perlage. Super Einstieg, für Zwischendurch oder als Erfrischung danach.
LANGENLOIS GROSSE RESERVE
BLANC DE BLANCS NV
Feine Perlage, elegante Gelbfruchtigkeit, Apfel. Am Gaumen zart, weich, süffig, die Säure im Hintergrund! Macht Spass auf mehr.

Größe: 70 Hektar (Kamptal), 10 Hektar (Thermenregion)
Wichtigste Rebsorten: Kamptal: Grüner Veltliner, Riesling, Chardonnay, Pinot Noir, Pinot Blanc, Zweigelt, Pinot Gris. Thermenregion: Pinot Noir, Zierfandler, Rotgipfler, Chardonnay, Muskateller, Traminer, St. Laurent, Zweigelt
Zertifizierung: Nachhaltig Austria (seit 2019), Biodynamisch (seit 2009), respekt-BIODYN (seit 2006, Gründungsmitglied), Biologisch-organisch (seit 2009), Österreichische Traditionsweingüter (seit 1992)
Wichtigste Lagen: Kamptal: Loiserberg, Käferberg, Heiligenstein 1ÖTW.
Wichtigste Böden: Kamptal: Gneis, Glimmerschiefer, Löss. Thermenregion: Kalkschotter, Ton
Arbeit im Weingarten: Biodynamische Bewirtschaftung, Handarbeit, Förderung der Biodiversität, Kompostpräparate, Hornmist
Arbeit im Keller: Spontangärung, minimale Schwefelzugabe, Ausbau in gebrauchten Fässern, Schaumwein ausschließlich Flaschengärung
Fässer: Edelstahltanks, Holzfässer (Stockinger), Akazie
Exportanteil: 70 Prozent
Händler: Zahlreiche Weinhändler und Vinotheken in Österreich, Liste auf Anfrage
GUMPOLDSKIRCHEN GROSSE
RESERVE BLANC DE NOIRS NV
Knackige Frucht, feine Brioche und ein Hauch von Mandeln prägen diesen Sekt. Er macht Lust auf mehr und sorgt für feierliche Momente.
SÜDBAHN 2022
Rund und saftig, mit Anklängen von Aprikose und einer feinen Würze. Passt super zu gebratenem Geflügel oder leichten Pasta-Gerichten.
MUSKATELLER MIT ACHTUNG 2022
Ein Wein, der Spaß macht! Aromatisch mit intensiven Duftnoten von Muskat und frischen Kräutern. Am Gaumen saftig und aromatisch.
STEFAN ROSNER ALTE WURZELN, JUNGES DENKEN


2022 WILDROSE ROT
Der Wein leuchtet in einem saftigen, nicht zu dunklen Rubinrot im Glas. Er duftet kräutrig und würzig, nach Nelken und Rosmarin. Dazu kommen ganz leicht Menthol – Stichwort Frische – und saftige Kirschnoten. Die Frucht ist auch am Gaumen deutlich präsent. Wildrose Rot hat ein balanciertes Gerbstoffgerüst und einen unheimlich anregenden Trinkfluss, ist superelegant, macht sich aber glücklicherweise nicht mit Ecken und Kanten wichtig. Dafür ist der Tiefgang, den ihm die alten Rebstöcke mitgeben, deutlich spürbar. Der lässige Rote ist ein flexibler Speisenbegleiter, taugt ideal als Argument gegen das Zweigelt-Bashing und lässt sich ganz einfach so richtig fein trinken.
WEINGUT ROSNER KAMPTAL
www.rosnerwein.at
Stefan Rosner hat die Neugierde gepackt. Biodynamische Präparate, low intervention Weine, PIWI-Sorten und nordöstlich ausgerichtete Weingärten: Der Kamptaler Bio-Winzer führt die jahrzehntelange Familientradition auf seine Weise fort. Allen voran mit seiner Naturweinlinie „„Wildrose“, die mit wenig Schwefel und ohne Filtration auskommt. Trotz aller Experimentierfreude will Rosner die Frische und Kühle des Kamptals in seinen Weinen jedoch bewahren, sei es im DAC, Rotwein oder Wildrose. „„Lebendig, authentisch und kontrastreich - unsere Weine sind ein Abbild der Region, das wir unverfälscht in die Flasche bringen.“
Langfristig will Rosner mit großen Holzfässern und längerer Hefelagerung arbeiten. Der Familien-Gewölbekeller in Langenlois ist tief in den Löss gegraben und bietet dazu ideale Lagerbedingungen bei konstanten 11°C. Alte Traditionen werden hier hochgehalten: Auch der Junior lässt den Weinen Zeit, etwa indem er Lagenweine für zwei Winter im Keller belässt.
KOSTN
O TIZEN
Größe: 17 Hektar, direkt um Langenlois
Wichtigste Sorten: Grüner Veltliner, Riesling, Chardonnay, Muskateller, Zweigelt
Zertifizierungen: organisch-biologisch
Wichtigste Lagen: Langenloiser Kittmannsberg, Langenloiser Spiegel, Langenloiser Steinberg, Langenloiser Hasel
Neue übernommene Lagen: Langenloiser Schenkenbichl, Langenloiser Dechant
Arbeiten im Weingarten: Nachhaltiger Rebschnitt, Bio-Pflanzenschutz mit Tees, keine Bewässerung (90 %)
Fässer: Edelstahl für die Frische, sonst Holz aus Überzeugung: 600 Liter, 1200 Liter Eichenfässer und 30 bis 40 Jahre alte große Holzfässer mit 3000 Litern. Die Fässer und alle Tanks stehen im klassischen von Hand gegrabenen Gewölbekeller, natürlich kühl bei 10 bis 12 Grad. Ideal für das längere Reifen im Fass.
Exportanteil: 40 %
Händler: Franz Messeritsch, Brix Weinhandel, Weinstein Finewine
ROSÉ ANCESTRAL 2022
Fleischig, beerig, gute Säure. Kann man machen!
RIED SPIEGEL GRÜNER
VELTLINER 2022
Zart grüne Apfelfrucht trifft auf leichte Pfirsichnoten und salzige Mineralität –cremig am Gaumen, straff strukturiert.
RIED STEINBERG RIESLING 2022
Steinfrucht, Blütenhonig und kühle Kräuterwürze in der Nase. Am Gaumen klar, frisch und salzig – geprägt vom Steinberg.

WILDROSE GRÜNER VELTLINER
L22/23
Hefe- und Kräuternoten; cremig mit feiner Säure und leicht salziger Würze – ein wunderbarer Ausdruck des Kamptals. Macht Lust auf mehr!
WILDROSE BOUQUET 2023
Frisch & floral: Holunder, Rose und feines Tannin. Klar und leicht, sehr zugänglich – ein Wein für Aperitif-Momente.
WILDROSE ROT 2022
Natur pur: Zarter Zweigelt mit Weichselkirsche, Kräuter und Würze. Saftig am Gaumen, feiner Grip, klarer Bio-Stil ohne Schnickschnack.
HANS PETER & MAXIMILIAN TOPF FRISCHER WIND IN HISTORISCHEN LAGEN


2015 GRÜNER VELTLINER RIED GAISBERG 1ÖTW KAMPTAL DAC RESERVE
Gaisberg ist prädestiniert für längere Lagerung. Der Wein hat aktuell einen großartigen Reifezustand. Seine 10 Jahre lässt er nur schwer erahnen. Der Veltliner Ried Gaisberg ist kein lauter Poser, sondern präsentiert sich mir eher von seiner ruhigen Seite. Er duftet nach Grapefruit und Kernobst, hat steinige, tabakige Anklänge und eine deutliche Kräuterwürze. Die zieht sich bis in den Gaumen und bleibt lange haften. Die Säure ist saftig und bringt viel Trinkfluss. Ein großes Glas tut dem Wein sehr gut. Seine Vitalität und sein energischer Charakter zeigen, dass er es sich auch noch ein paar weitere Jahre ohne Probleme im Keller gemütlich machen könnte. Was gefällt, ist seine markige Struktur, die in ein cremiges Finale übergeht. Das ist viel Wein, bei nur 12,5 Prozent Alkohol am Tacho.
WEINGUT TOPF KAMPTAL
www.weingut-topf.at
Hans Topf zählt zu den Lagen-Pionieren des Kamptals. Als Mitglied der Österreichischen Traditionsweingüter waren ihm seine Top-Rieden wie Offenberg und Gaisberg stets ein persönliches Anliegen. Nun sind seine Söhne
Hans Peter und Maximilian am Zug: Mit eigener Handschrift, aber in unverwechselbarer Topf-Manier. Das heißt vor allem: später Erscheinungszeitpunkt der Weine, die trinkreif sind, wenn sie auf den Markt kommen. Maximilian, der für die Weingärten verantwortlich ist, und Hans Peter, der den Vertrieb leitet, arbeiten dafür eng zusammen.
Biologisch bewirtschaftet wird seit 2020, vinifiziert wird mit gezieltem Holzeinsatz und langem Hefekontakt, um Jahrgang und Lage hervorzuheben. Maximilians Steckenpferd ist Riesling mit Ganztraubengärung und längerer Maischestandzeiten, während Hans Peter ein Faible für Pinot Noir aus neuem Holz und mit leichter GerbstoffEinbringung hat. So bewahren die beiden die Tradition und entwickeln gleichzeitig ihren eigenen Stil.
KOSTN O TIZEN
BRUT GROSSE RESERVE 2014
Schaumwein-Kunst: Brioche, Honig und Tropenfrucht. Am Gaumen elegante Perlage, feine Mineralität und langes, präzises Finish.
GRÜNER VELTLINER
„RIED
WECHSELBERG“ 2023 BIO
Zarte Kräuternoten, gelber Apfel und klare Mineralik. Frisch und saftig am Gaumen mit präziser Säure, salzigem Grip und elegantem Abgang
RIESLING „RIED HEILIGENSTEIN“ 2020 (ERSTE LAGE 1ÖTW)
Erstaunliche Tiefe mit salziger Steinoberschicht, kombinierte Aromen von Pfirsich und Kalk – am Gaumen komplex, klar und lang anhaltend.

Größe: 50 Hektar
Wichtigste Rebsorten: Grüner Veltliner, Riesling, Chardonnay, Pinot Noir
Zertifizierungen: Biologisch, Österreichische Traditionsweingüter
Wichtigste Lagen: Strass: Wechselberg Spiegel 1ÖTW, Offenberg 1ÖTW
Zöbing: Zöbinger Gaisberg 1ÖTW, Heiligenstein 1ÖTW
Arbeit im Weingarten: Biologische Bewirtschaftung seit 2020, Förderung der Biodiversität mit Begrünungsmischungen, Kompostierung, keine tiefe Bodenbearbeitung, Pflanzung von Obstbäumen, Steinkauz-Nistkästen, eigene Bienen.
Arbeit im Keller: Nutzung Schwerkraft bei Traubenverarbeitung, schonende Most-Klärung durch Sedimentieren, lange Hefekontakte, Lagerfässer aus heimischen Eichenbeständen. Nutzung thermischer Zyklen, Weinsteinstabilisierung durch Ausfrieren in den Wintermonaten, Gärung in tiefen Erdkellern.
Fässer: heimische Eichenfässer von 225 bis 1250 Liter
Exportanteil: 60%
Händler: Morandell, Del Fabro, Wein Wolf, Amann-Summer-Rieder, Getränke Wille
WEISSBURGUNDER
„3 WEINGÄRTEN“ 2023 BIO
Steinobst, Kräuterwürze und gelbe Frucht prägen Nase und Gaumen. Ausgewogen in Säure, Tannin und Alkohol – animierend elegant.
CHARDONNAY „RIED HASEL“ 2021
Dicht & fein: Exotische Frucht, Vanille und Brioche. Am Gaumen kraftvoll, mineralisch und lang – elegant statt breit.
PINOT NOIR
„RIED STANGL HP“ 2018
Kirsche in der Nase und nebenher ein Cassiseinschlag, im Mund druckvollt, wohlige Wärme, aber dennoch äußerst animieren und ewig lang.

COOL CLIMATE-VIELFALT AUF KLEINER FLÄCHE KREMSTAL
Seine zentrale Lage macht das Kremstal zu einer Drehscheibe niederösterreichischer Weinkultur, in der unterschiedliche Traditionen, Böden und Klimata aufeinandertreffen und sich gegenseitig bereichern.
Günstiger als im Raum Krems können die Bedingungen für Weinbau kaum sein, das wussten bereits die Kelten. Heute reifen hier – am Schnittpunkt von Wachau, Kamptal,
Traisental und Wagram gelegen – vor allem Grüner Veltliner und Riesling mit eigenständigem Profil zu Spitzenqualitäten heran.
Die Stärke der Region liegt in der außergewöhnlichen Vielfalt auf kleinstem Raum. Nördlich der Donau und in den westlichen Teilen dominieren karge Urgesteinsböden, im Osten mächtige Lössdecken. Am Südufer wechseln Löss, Schotter und Konglomerate einander

ab. Die Donau selbst wirkt als klimatischer Regulator und teilt das Gebiet nicht nur geografisch, sondern auch stilistisch: Pannonische Wärme aus dem Osten trifft auf kühlere Luftströmungen aus dem Norden und aus dem Waldviertel. Dieses Spannungsfeld fördert eine große Bandbreite präziser, herkunftsgeprägter Weine – von straff-mineralischen, finessenreichen Terrassenweinen bis zu saftigen, aromatischen Varianten aus den lössgeprägten Zonen.
Seit der Einführung von Kremstal DAC im Jahr 2008 bilden Grüner Veltliner und Riesling das klare Fundament der Herkunft. Beide Sorten zeigen eine bemerkenswerte Bandbreite, die von kühler Eleganz bis zu kraftvoller Dichte reicht. Zunehmend rücken die Ortsweine in den Mittelpunkt, die die Unterschiede
REGIONALES WEINKOMITEE KREMSTAL UND WEINSTRASSE KREMSTAL
Ansprechpartner: Obmann Leopold Müller +43 676 423 41 70 info@weingutmueller.at
Adresse: c/o Landwirtschaftliche Fachschule Krems Wienerstraße 101, 3500 Krems
Mail: hochkultur@kremstal-wein.at
Website: www.kremstal-wein.at
einzelner Gemeinden, Rieden und Bodentypen besonders prägnant abbilden und somit die Herkunftspyramide weiter verfeinern. Neben den Leitsorten entstehen zudem charaktervolle Weine aus Burgundersorten und Sauvignon Blanc. Bedeutendste Rotweinsorte ist der Zweigelt.
Gleichzeitig prägt eine neue Generation das Bild der Region – junge Winzer:innen, die mit gemeinschaftlichen Auftritten, innovativen Veranstaltungsformaten und zeitgemäßer Kommunikation neue Impulse setzen, ohne die gewachsene Identität infrage zu stellen. Das Kremstal zeigt sich damit als Region, die Tradition und Zukunft gleichermaßen in sich trägt — ein Gebiet, das aus seiner Mittellage eine eigenständige Stärke entwickelt hat.
ILKERL-LUF HERKUNFT IM HERZEN, ZUKUNFT IM BLICK


2023 RIESLING PARAGNEIS
Der Wein besitzt eine feine Rauchigkeit, duftet nach reifen Zitrusnoten, etwas grünem Apfel, einer Spur Marille und saftiger Ananas. Ganz schnell rinnt einem hier das Wasser im Mund zusammen. Mit Luft wird das Bukett noch mehr rauchig-würzig, erinnert an Feuerstein. Am Gaumen spielt der tänzelnde, vibrierende Charakter seinen vollen Charme aus. Seine anregende Art wirkt wie eine Vitaminspritze. Die Säure wirkt straff, pikant und ist in herrlicher Harmonie mit der feinen Restsüße, die dem Riesling während des Ausbaus geblieben ist. In einem Blindtasting ginge er locker als deutscher Riesling durch. Zwar nicht Richtung Mosel, als saftiger Pfälzer Kabinett jedenfalls.
WEINGUT ILKERL-LUF
KREMSTAL
www.ilkerl-luf.at
Wer in Krems nach geradlinigem Wein mit Charakter sucht, landet beim Weingut Ilkerl Luf. Vier Generationen leben und arbeiten hier unter einem Dach. Franz IV brachte nach Lehrjahren in Deutschland frischen Schwung; 2000 errichtete er mit seiner Frau Gudrun das Gästehaus. Sohn Franz V führte weiter – unterstützt von Alice. Seit 2021 komplettieren Lisa und Peter das Team. Gemeinsam stellten sie den Betrieb auf Bio um und belebten den Heurigen neu.
Mit 22 Parzellen rund um Krems ist das Weingut ein geologisches Abenteuer: Löss, Schotter, Sand, Lehm. Die Weine sind präzise, strukturiert, klar und unverfälscht – ohne Spielereien oder Zuckertricks. Im Keller gilt: bewusstes Nichtstun. Low Intervention heißt: Zeit lassen, nur eingreifen, wenn nötig. Der Blick ist langfristig – nicht bis zur nächsten Lese, sondern für künftige Generationen. Nachwuchs ist im Haus, und mit ihm der Wunsch, lebendige Böden zu hinterlassen. Bio ist Lebensentscheidung, kein Marketing.
KOSTN O TIZEN
ZERO DOSAGE BRUT NAUTRE 2020
Knackige Zitrusnoten und grüne Äpfel, die von feiner Perlage und frischer Säure getragen werden. Perfekt als spritziger Aperitif!
PARAGNEIS RIESLING 2023
Perfekt für die erste Flasche am Tag! Herrlich frisch, leicht blumige Nase, im Mund tänzelnd leicht mit einem kleinen Restzuckerl.
MISCH MASCH ORANGE 2023
Frische pur: Zitrus und Kräuter verbinden sich mit lebendiger Säure. Zugänglich, animierend und voller Trinkfreude.

Größe: 10 ha
Wichtigste Rebsorten: Grüner Veltliner, Riesling, Chardonnay, St. Laurent
Zertifizierung: Biologisch (EU-BIO)
Wichtigste Lagen: Kremsleithen, Kremser Wachtberg, Kremser Goldberg, Thurnerberg
Arbeit im Weingarten: Sanfter Rebschnitt, dauerhafte Begrünung jeder Zeile, walzen statt mulchen, eigener Kompost, akkurate Laubarbeit, Handlese
Arbeit im Keller: Low Intervention, Spontangärung, gezielter Schwefeleinsatz nur nach Bedarf, Zeit lassen
Fässer: Edelstahl, heimische Eiche „Benninger“
Exportanteil: 10 %
Händler: Aktuell auf der Suche
PURIST GRÜNER VELTLINER 2023
Knackig mit einer schönen Mineralität und feinen gelben Fruchtaromen, die für viel Trinkspaß sorgen.
AURORA CHARDONNAY ORANGE 2023
YESS! Feine Würze, Noten von Orangenschale und einem cremigen Schmelz, der von einer lebendigen Säure getragen wird. Einfach gut!
M - GRÜNER VELTLINER 2022
Elegant und ausgewogen, mit reifen Fruchtaromen und einer feinen Würze, die durch eine frische Säurestruktur perfekt ergänzt werden.
AGNES & JOSEF MANTLER DIE HOCHKULTUR DES WEINS


2024 ROTER VELTLINER RIED REISENTHAL
Die Ried Reisenthal als Home of Roter Veltliner hat im Herz des Mantlerhofs immer einen besonderen Platz. Der Wein eine herrlich klare Kräuterwürze. Dazu kommt facettenreiche gelbe Frucht und Blütenhonig. Was am Gaumen zuerst auffällt, ist die Leichtigkeit und Frische des Weins. Seine feine Säure ist in perfekter Harmonie mit der zarten Restsüße. Hier ist wirklich alles in Balance. Am besten kommt er in einem schlanken Universalglas zur Geltung und an der Seite von würzigem Essen: Szechuanküche, gekochtes Rindfleisch mit viel Apfelkren, gebackene Parasolpilze.
WEINGUT MANTLERHOF
KREMSTAL
www.mantlerhof.com
Leise Präzision statt lauter Effekte: Agnes und Josef
Mantler schärfen am Mantlerhof im Kremstal konsequent ihre Handschrift. Seit 2016 verantworten sie das Familienweingut und verfolgen dabei ein klares Ziel: Elegante Phenole, mehr Leichtigkeit. „„Unter 13 Volumenprozent ist für uns kein Dogma, sondern Stilfrage“, sagt Josef. Die Weine sind elegant, nie laut und haben dank schonender Vinifikation großes Reifepotenzial.
Die Basis dafür wurde früh gelegt. Bereits der Großvater verzichtete ab den 1950er Jahren auf Herbizide und Zuckerung, Vater Sepp stellte 2003 – geprägt vom Hochwasser 2002 – auf organisch-biologischen Anbau um. Eng verbunden ist der Mantlerhof mit dem Roten Veltliner, den die Familie seit den 1930er Jahren kultiviert und maßgeblich erhalten hat. Auch der Neuburger hat hier Tradition: Eine Sorte mit familiären Wurzeln. Beide Reben gelten als hitze- und trockenresistent und gewinnen angesichts des Klimawandels an Bedeutung.
KOSTN O TIZEN
SEKT 2023
Animierende Frische! Brioche, Apfel und Birne, dazu lebendige Perlage. Fruchtigmineralisch mit salzigem, eleganten Nachhall.
GRÜNER SYLVANER 2024
Frische & Lebendigkeit genau das wovon der Silvaner lebt! Man merkt gleich hier arbeiten Menschen die was von ihren Handwerk verstehen!
NEUBURGER HOMMAGE 2024
Birne und Karamellklänge, dabei sehr elegant. Gaumen zeigt sich cremig, mit frischer Säure und einem sanften Abgang –charmant und zugänglich

Größe: 15 ha
Wichtigste Rebsorten: Roter Veltliner, Neuburger, Grüner Sylvaner, Riesling, Grüner Veltliner
Zertifizierung: Bio (seit 20 Jahren), vegan, ÖTW
Wichtigste Lagen: Reisenthal (RV), Wieland (Riesling), Spiegel (GV)
Arbeit im Weingarten: viel Handarbeit
Arbeit im Keller: wenig Arbeit
Fässer: Edelstahl (oder manchmal Opas alte Holzfässer)
Exportanteil: 40%
Händler: Döllerer, Wein&Co
ROTER VELTLINER RIED
REISENTHAL 2024
Noten von Grapefruit, Pfirsich und gelber Birne. Am Gaumen saftig mit cremigem Körper und lebhafter Säure, der Abgang mineralisch-präzise.
ROTER VELTLINER
RIED UNGUT 2023
Chablis-Charme: Rauchige Würze und Kräuter in der Nase, feine Holznote am Gaumen. Ausgewogen, mit Säure und langem Finish.
RIESLING RIED
STEINDL AUSLESE 2023
Honigmelonen-, Pfirsich- und Zitrusnoten mit feiner Mineralität. Am Gaumen reich und saftig, zarte Süße, ausgewogener Frische.
PHILIPP BRÜNDLMAYER VERERBTE LEIDENSCHAFT


2023 GRÜNER VELTLINER RIED VORDERNBERG
KREMSTAL DAC
Der 2023 Grüne Veltliner aus der Ried Vordernberg ist ausdrucksstark und heimatverbunden. Von Anfang bis Ende. Im Duft gibt es eine intensive Kräuterwürze, helle Kernobstnoten, etwas pink Grapefruit und ganz zart weißer Pfeffer. Die Aromatik zieht sich an den Gaumen weiter, wo schon eine saftige und frische Säure darauf wartet, mit ihr Hand in Hand zu gehen. Zusammen entwickelt sich eine enorm energetische Wirkung, die dem Wein Spannung gibt. Der hat durchaus Kraft, aber auch Lebendigkeit. Genial zu vielen heimischen Küchenklassikern wie Wiener Schnitzel, gekochtes Rindfleisch mit Schnittlauchsauce, würziges Reisfleisch oder gebratene Forelle Müllerin.
WEINGUT PHILIPP BRÜNDLMAYER
KREMSTAL
www.philipp-bruendlmayer.at
Der Herkunft verpflichtet, von der Tradition getragen, in die Zukunft weisend. Philipp Bründlmayer zeigt, wie es gelingen kann. Den Beginn des Weinguts markiert eine mutige Entscheidung in den 1990er Jahren: Philipps Vater, Josef Bründlmayer, tauschte 15 Hektar Ackerland gegen drei Hektar Weingärten und legte damit den Grundstein für die heutigen Spitzenlagen im Kremstal und Kamptal. 2015 übernahm Philipp den Betrieb, ließ keinen Stein auf dem anderen, und entwickelte das Weingut konsequent weiter. Heute bewirtschaftet er 25 Hektar.
Grüner Veltliner prägt mit rund 90 Prozent der Fläche das Sortiment, ergänzt durch Riesling sowie regionale Sorten wie Neuburger und Weißburgunder. Die Weine sind knochentrocken und klar auf Herkunft ausgerichtet. Gelesen wird ausschließlich von Hand, als nächstes folgt die Umstellung auf bio-organischen Weinbau. Philipp Bründlmayer arbeitet bedacht, ohne Hast – Schritt für Schritt entstehen so präzise Weine mit Tiefe und Trinkfluss.
KOSTN O TIZEN
GRÜNER VELTLINER RIED
VORDERNBERG 2022
Animierend klar: Zitrus und Kräuter, lebendige Struktur und knackige Säure. Mineralisches Finish – purer Trinkgenuss.
GRÜNER VELTLINER RIED
MOOSBURGERIN 2019
Reife Frucht trifft auf würzige Pfeffernoten, der Abgang lang und elegant. Ein toller Begleiter zu gebratenem Huhn oder mildem Käse.
RIESLING RIED
MOOSBURGERIN 2020
Saftig, dicht, mit Zug. Dezente Frucht mit feiner Cremigkeit und Würze.

Größe: 25 Hektar
Wichtigste Rebsorten: Grüner Veltliner, Riesling
Zertifizierung: Nachhaltig Austria, Vegan, Bio folgt
Wichtigste Lagen: Ried Moosburgerin, Ried Vordernberg, Ried Steingraben
Arbeit im Weingarten: 100 % Handlese, Ausbringen eigener Begrünungsmischungen jedes Jahr, Ausbringen von selbst hergestelltem Kompost, Entblätterung per Hand angepasst an das jeweilige Mikroklima im Weingarten
Arbeit im Keller: Handlese, kein Entrappen, nur angequetschte ganze Trauben, um Frische und Säure zu erhalten. Maischestandzeit auch mit Stielgerüst. Vergärung zwischen 20-25 Grad im Holz oder Stahltank. Basisweine bleiben für 4 Monate auf der Vollhefe, die Lagen für 10 Monate. Ziel aller Weine: knochentrocken, um so die pure Herkunft zu zeigen
Fässer: Stockinger und diverse französische Tonnellerien
Exportanteil: 50 Prozent
Händler in Österreich: Morandell, Wein & Co
RIESLING RIED STEINGRABEN 2021
Reife Marille und Kräuterwürze strömen aus dem Glas, feine leichte Frucht, am Gaumen straff und elegant, toller Trinkfluss.
NEUBURGER RESERVE 2022
Frucht & Balance: Gelbe Früchte und Honig, samtige Frische und Eleganz. Vielseitig zu Spargel oder Pasta mit Sauce.
GRÜNER VELTLINER RESERVE 2017
Komplex und vielschichtig. Aromen von reifen Äpfeln, Steinobst und feiner Würze, am Gaumen elegant und harmonisch mit feiner Länge.
KATHI & NIKI MOSER VOLLKOMMEN UNGEKÜNSTELT


2016 GRÜNER VELTLINER RIED BREITER RAIN 1ÖTW KREMSTAL DAC RESERVE
Dieser Wein besitzt eine eindrucksvolle Präsenz. Seine beinahe zehn Lenze zeigen sich im Duft – und so soll es auch sein. Alles andere wäre überraschend, so authentisch wirkt er. Kandierte Zitrusfrucht trifft auf Engelwurz, getrocknete Wiesenkräuter, einen Hauch Tabak und feinem weißen Pfeffer. Im großen Glas läuft der Grüner Veltliner zur Hochform auf: Mit etwas Luft wird er zunehmend offen und einladend – wie so oft bei erlesenen Weinen älteren Jahrgangs. Am Gaumen zeigt er keinerlei Müdigkeit, vielmehr Spannung, Frische und erstaunliche Vitalität. Eine feine phenolische Note verleiht Struktur, die präzise Säure trägt den Wein in ein elegantes, seidiges Finale.
VITIKULTUR MOSER
KREMSTAL & NEUSIEDLERSEE
www.vitikultur-moser.at
Die Mosers sind so etwas wie eine Winzerdynastie in Österreich. Es gibt sie schon seit vielen Jahrhunderten und aus ihr haben sich naturgemäß unterschiedliche Linien gebildet. Eine dieser Linien verdient noch heute besondere Aufmerksamkeit: Vitikultur MOSER. Unter der Leitung von Niki Moser werden aktuell etwa 51 ha Rebflächen im Kremstaler Rohrendorf und im Burgenländischen Apetlon am Neusiedlersee bewirtschaftet. Biodynamisch versteht sich.
Lebendige Weißweine, vor allem Grüner Veltliner und Riesling, kommen aus den Kremstaler 1ÖTW Lagen Gebling, Breiter Rain und Schnabel, im Neusiedlersee-Gebiet setzt man auf strukturierte und elegante Rotweine vorwiegend aus Zweigelt aus den Rieden Hedwighof, Hollabern und Fuchsloch. Dazu kommen Weine wie Astral, Minimal, Diagonal und Fundamental, bei denen gänzlich auf Schwefelgabe verzichtet wird. Im Keller vertrauen Niki, seine Tochter Kathi und Schwiegersohn Jan auf ihre Intuition. Dabei gilt: Weniger ist mehr.
KOSTN O TIZEN
BLANC DE BLANCS EXTRA BRUT 2021
Eleganz im Glas: Feine Perlage, Apfel, Brioche und Hefe. Trocken, kühl und cremig am Gaumen, mit Säure und präzisem Finish.
RIESLING VON DEN TERRASSEN 2024
Säure mit Frucht im Einklang, lange am Gaumen, schlank, mineralisch, trocken.
GRÜNER VELTLINER RIED
SCHNABEL 1ÖTW 2022
Kräutrig-frische Noten, Kernobst und ein Hauch weißer Pfeffer in der Nase; am Gaumen klar, saftig und präzise mit mineralischem Rückgrat.

Größe: 51 ha (24 ha Rohrendorf/ Kremstal; 27 ha Apetlon/Neusiedlersee)
Wichtigste Rebsorten: Grüner Veltliner und Zweigelt
Zertifizierung: Demeter seit 2009
Wichtigste Lagen: Rohrendorf: Gebling, Schnabel, Breiter Rain, Gänstreiberin; Apetlon: Fuchsloch, Hedwighof, Hollabern
Böden: Kremstal: Löss, Kalkkonglomerat; Neusiedlersee: schottrige Schwarzerdeböden
Arbeit im Weingarten: Biodynamisch, mit Tees, Kompost und sanftem Rebschnitt
Arbeit im Keller: Spontane Gärung im großen Holz und Edelstahl, Lagerung auf Vollhefe, keine Enzyme, minimale Zugabe von Schwefel
Fässer: Gebrauchte Barriques aus Frankreich (für Rotweine); großes Holz und Stahltank (für Weißweine) Lagen- und Reserve-Weine immer unfiltriert
Exportanteil: 65 %
Händler: Wagner, Döllerer, Gottardi, Pfanner, Linzgieseder, Del Fabro Kolarik, Vinonudo
RIESLING RIED
GÄNSTREIBERIN 2020
Terroir pur: Weinbergpfirsich, Blütenhonig, Mineralik und feiner Petrolton. Kraftvoll, frisch und mit salzig-langem Nachhall.
PINOT NOIR RIED GEBLING 2021
Ein Wein mit Tiefe: Kirsche, Würze und feine Tannine. Intensiv, frisch und charakterstark aus Apetlon.
ZWEIGELT RESERVE 2022
Dunkle Kirsche, feine Würze und wärmere Brotkruste-Noten;elegant mit feinem Tannin und Frische. Ausdrucksstarker Wein mit Balance und Zug.
FRANZ & BARBARA ZEDERBAUER TIEFE JUNGEWURZELN, FLÜGEL


2023 GRÜNER VELTLINER DIE WILDBLUME
Der Duft beginnt mit einer ganz feinen, floralen Kräuterwürze. Die fühlt sich fast ein wenig an, wie ein Spaziergang durch einen Weingarten, in dem die Natur aufblüht. In Weiß, Blau, Orange, Rot und Violett. Mit Malven, Spitzwegerich, Klee und Salbei. Dazwischen flattern Schmetterlinge und Bienen. Zu dieser würzigen Note mischen sich gelber Apfel und helle Melone. Eingerahmt ist alles von einer äußerst zarten, weißen Pfeffernote. Am Gaumen ist der Wein herrlich saftig, geradlinig und doch auch ein wenig verspielt. Er hat eine balancierte Säure, viel Finesse und Herkunftsausdruck. Kremstaler Charme in Reinkultur. Zusätzliches Plus: ein außerordentlich attraktives PreisGenuss-Verhältnis.
WEINGUT ZEDERBAUER
KREMSTAL
www.weingut-zederbauer.at
Sechs Generationen haben vor Barbara und Franz Zederbauer im Palter Weingut unterhalb von Stift Göttweig gewirtschaftet. 2019 ist das junge Winzercouple in den Betrieb eingestiegen, der bereits 2014 behutsam auf Bio umgestellt wurde. Franz hat ganz klassisch die Weinbauschule in Krems besucht, Barbara im Quereinstieg die Ausbildung zur Facharbeiterin gemacht.
Die Zederbauer-Kollektion, im Kremstal natürlich dominiert von Riesling und Grünem Veltliner, ist in drei Kategorien unterteilt – leicht, fruchtig und gehaltvoll. Die Reben werden im Weingarten umhegt, im Keller herrscht Ruhe und Minimalismus. Die ganze Serie ist beseelt, ausdrucksstark und strahlt im Sinne der Herkunft. Daneben setzen Weine wie ihr Pet Nat oder der „„Sodom & Gomorra“, eine weiße Cuvée im Rotweinfass ausgebaut, starke Kontrapunkte. Das erzeugt Spannung und dient dem jungen Winzerpaar als Spielwiese, um sich Schritt für Schritt weiterzuentwickeln. An Ideen mangelt es nicht.
KOSTN O TIZEN
RIESLING 1991 (RARITÄTENEDITION – LATE RELEASE)
Reife Steinobstaromatik mit präziser Salzigkeit. Ein Leichtgewicht mit kerniger Säure, das absolute Gegenteil von Old School!
SODOM&GOMORRA N°1
Ein Weißwein, der Grenzen sprengt: expressive Aromen von Kräutern, reifer Birne und Steinobst, getragen von mineralischer Tiefe.
RIESLING RIED HÖHLGRABEN, KREMSTAL DAC RESERVE 2021
Tolles Bouquet – schön kräftig perfekt zu Seeteufel mit Orangenbutter.

Größe: 11 ha
Wichtigste Rebsorten: Grüner Veltliner, Riesling, Pinot Noir
Zertifizierung: Bio
Wichtigste Lagen: Steinbühel, Höhlgraben, Hochrain
Arbeit im Weingarten: Mit möglichst minimalem Aufwand bestmögliche Qualität erzielen –ressourcenschonend, biologisch, mit Fokus auf Artenvielfalt und Beobachtung statt Kontrolle.
Arbeit im Keller: Spontangärung, teils Maischestandzeit, Reife auf Hefe, viel Zeit – puristisch, aber auch offen für Naturweine und neue Wege. Ausgebaut in Stahl, Eiche und Akazie. Gewölbekeller mit optimalem Klima.
Fässer: Stahltanks, Holzfässer (Akazie, Eiche)
Exportanteil: Im Aufbau – aktuell Deutschland, Belgien, Kanada
Händler: Zusammenarbeit mit kleinen Fachhändlern
PETNAT VITIS PURA 2021 (DEGOGIERT 2025)
Grapefruit, Wiesenkräutern und Cider –unfiltriert & extrem trocken. Der Körper wirkt dicht, salzig und lebendig – ein Naturwein mit Haltung.
DIE WILDBLUME 2023 (GV)
Die Nase erinnert an eine wildernde Blumenwiese. Am Gaumen frech, frisch und wunderbar ausgewogen mit knackiger Säure.
PINOT NOIR
Wilde Beeren und Würze in der Nase.
Seidige Tannine, eleganter Gaumen mit feinem Grip – ideal zum Grillabend.

HERKUNFT AUS STEILSTEN LAGEN WACHAU
Die Wachau ist Österreichs bekanntestes Gebiet. Vielfältige Standortfaktoren auf engstem Raum prägen die Landschaft und die handwerklich produzierten Weine in herausragender Qualität.
Die Wachau ist eine weltweit einzigartige Weinlandschaft, in der Steillagen, Trockensteinmauern und jahrhundertealte Tradi-
tionen das Bild prägen. Zwischen Melk und Krems erstrecken sich die Terrassen entlang der Donau, jede mit eigenem Mikroklima, Bodenprofil und Charakter. Im Mittelpunkt steht das Handwerk: Familiengeführte Weingüter von durchschnittlich drei Hektar Größe, kultivieren ihre Reben mit höchster Präzision und Respekt vor Natur und Kulturlandschaft. Die kleinteilige Struktur des Gebiets mit

verwitterten Urgesteinsböden – vor allem Gföhler Gneis –, kleinen Lößinseln und Schotterböden ermöglicht komplexe Weine mit klarer Herkunft, Spannung und Dichte. Die Trockensteinmauern sind dabei mehr als ein Landschaftsmerkmal: Sie schaffen Lebensraum für Biodiversität, halten das Mikroklima stabil und ermöglichen die handwerkliche Bewirtschaftung der steilen Lagen über Generationen.
Die Weinproduktion erfolgt konsequent nachhaltig: Die Wachau ist als erstes österreichisches Anbaugebiet vollständig nach „„Nachhaltig Austria“ zertifiziert. Besonders in Orten wie Rossatz und Arnsdorf liegt der Anteil zertifizierter Bio-Flächen bei über 60 Pro-
VINEA WACHAU
Ansprechpartnerin: Anna Schöfmann
Adresse: Vinea Wachau
Schlossgasse 3
3620 Spitz
Telefon: +43 676 343 1866
Mail: office@vinea-wachau.at
Website: www.vinea-wachau.at

zent. Schulungsprogramme wie die „„Wachauer Qualitätsoffensive“ sichern die Weitergabe von Wissen zu ökologischer Bewirtschaftung, Bodengesundheit und Weinbauinnovationen.
Mit der DAC-Einführung wird Herkunft sichtbarer denn je: Alle Trauben stammen aus der Wachau, Handlese ist Pflicht, und die Weine transportieren die Einzigartigkeit von Lage, Boden und Klima direkt ins Glas. Das Bekenntnis zu Qualität, Tradition und Erhalt der Steillagen sichert nicht nur die Zukunft des Weinbaus, sondern stärkt auch die Wertschöpfung und den Tourismus in der Region. So bleibt die Wachau ein Musterbeispiel dafür, wie handwerklich hergestellte Spitzenweine mit Respekt vor Natur und Geschichte den Weg in die Zukunft finden.
LUCAS & JOHANNA
PICHLER TRADITION IM WANDEL


2024 GRÜNER VELTLINER DÜRNSTEINER RIED LIEBENBERG WACHAU DAC
Das Bukett spielt sich zwischen hellem Apfel, Williams Birne und frischen Gartenkräutern ab. Lässig ist seine anregende, herbale Würze. Am Gaumen wirkt der Veltliner präzise, energisch, spannungsvoll vibrierend und voll leichtfüßiger Eleganz. Dem Jahrgang geschuldet ist die Säure natürlich eher diskret, hat aber trotzdem das Potential für Lebendigkeit und viel Trinkfluss. Alle Attribute zusammen ergeben richtig viel Charakter. Und das bei schlanken 12,5 Prozent Alkohol. Unbedingt im großen Glas servieren, idealerweise vom Typ Bordeaux.
WEINGUT F.X. PICHLER
WACHAU
www.fx-pichler.at
Mit dem mutigen Austritt aus der Vinea Wachau und dem Umstieg in den biologischen Weinbau setzt Lucas Pichler Akzente der Neuerung, ohne die Wurzeln auszureißen. Gemeinsam mit seiner Frau Johanna führt er das Weingut F.X. Pichler in siebter Generation. Sein Vater Franz Xaver legte 1971 die Grundsteine, baute den Betrieb von 1,8 auf 14 Hektar aus und machte sich mit monumentalen Weinen einen Namen. Lucas übernahm 1999 die Vinifikation und 2009 die Betriebsführung.
Die Weingärten der Pichlers sind zu je einem Drittel in der Ebene, am Hangfuß und auf Urgestein-Terrassen. Die Donau sorgt für eine starke Temperaturdifferenz zwischen Tag und Nacht, was für die Aroma-Ausprägung der Weine wichtig ist. Im Keller wird die Einzigartigkeit der Lagen bewahrt. Der Stil der Weine ist heute leichter, eleganter und puristischer, der Fokus liegt vor allem am Ausdruck des jeweiligen Terroirs.
KOSTN O TIZEN
GRÜNER VELTLINER RIED
KLOSTERSATZ 2024
Feinwürzig mit grünen Äpfeln, Zitrus, Wiesenkräutern und einem Hauch Pfeffer. Saftig und präzise, mit klarer Mineralität und lebendiger Säure.
GRÜNER VELTLINER RIED
BURGSTALL 2024
Lebendige Eleganz: Birne, weißer Pfirsich und Wiesenblüten. Würze, frische Säure und Mineralik sorgen für Klarheit und Struktur.
GRÜNER VELTLINER RIED
LOIBENBERG 2024
Klar & salzig: Stachelbeere und Mineralität in der Nase. Am Gaumen grüne Beeren und feine Salzigkeit, frisch und lebendig.

Größe: 20 ha
Wichtigste Rebsorten: Riesling & Grüner Veltliner
Zertifizierungen: vegan, Nachhaltig-Austria, EU-BIO
Wichtigste Lagen: Ried Klostersatz, Ried Burgstall, Ried Steinertal, Ried Loibenberg, Ried Liebenberg, Ried Kellerberg
Arbeit im Weingarten: nachhaltig, biologisch-organischer Pflanzenschutz, ausschließlich eigene Kompostherstellung, Einsaat von Begrünung, 100 % Handlese, 50 % Terrassenlagen, der Rest in der Ebene des Loibner Beckens
Arbeit im Keller: Trauben werden gerebelt oder gequetscht, optisch sortiert, Maischestandzeit, alle Weine vergoren im Stahltank, die Riedenweine von den Terrassenlagen werden 6-8 Monate auf der Feinhefe in großen Holzfässern ausgebaut
Fässer: große Holzfässer aus österreichischer Eiche, bis zu 80 Jahre alt
Exportanteil: 60 %
Händler: Döllerer, Morandell, Del Fabro, Wein Wolf, Wein Wagner, Wein & Co, Kate & Kon, Lobenberg (DE)
RIESLING RIED
BURGSTALL 2024
Knackiger grüner Apfel, Limettenschale und Passionsfrucht über einem kühlen Mineralfundament. Zischig, präzise und voller Energie.
RIESLING RIED
LOIBENBERG 2024
Marille, Zitronengras und Ananas mit cremiger Struktur und salzig-mineralischer Eleganz. Süffig und komplex zugleich.
RIESLING RIED
KELLERBERG 2024
Intensiv mit Pfirsich, Mango und feinem Kräuterduft, kraftvoll aber nie überladen. Ein echter Terroir-Welteroberer.
NIKI SAAHS & KATHARINA SALZGEBER
WACHAUER LEGENDE


2021 RIESLING RIED GRILLENPARZ
2021 Ried Grillenparz hat das Zeug zum Star in der NikolaihofKollektion. Der Wein strahlt in ähnlich gewinnender Eleganz wie der glockenklare Sopran von Anna Netrebko. Hier ist nichts zu viel, nichts zu wenig. Im Duft gibt es zuerst Zitrusnoten – Limette, weiße Grapefruit und reife Amalfi Zitrone. Dazu kommt noch eine feine, pfeffrige Rauchigkeit. Das ist alles sehr einladend. Der Riesling ist kein ausgehungerter Modelltyp, sondern eine blühende Schönheit, mit vibrierender Energie. Sehr überzeugend zudem der salzige, tiefgründige Charakter und die durchaus herausfordernde Persönlichkeit.
WEINGUT NIKOLAIHOF MAUTERN/WACHAU
www.nikolaihof.at
Am Nikolaihof in der Wachau ticken die Uhren anders. Mit seiner fast 2000-jährigen Geschichte ist es das älteste Weingut Österreichs. Die Weine reifen hier teils über Jahrzehnte – dank der Geduld von Nikolaus Saahs jun. und Katharina Salzgeber. Gearbeitet wird bereits seit 1971 nach biodynamischen Richtlinien – lange bevor die Demeter-Zertifizierung in Österreich für Weingüter möglich war – sowie heute nach einem ausgeklügelten Bodenmanagement, um die Natur möglichst wenig zu beeinflussen.
Im Keller wird die Qualität der Weine aus den Weingärten bewahrt. Ein wichtiger Faktor ist die Zeit: Die Weine reifen oft bis zu 20 Jahre. Niki Saahs folgt damit der Philosophie seines Vaters, der bereits in den 90er Jahren entgegen dem vorherrschenden fischen, jungen Weinstil auf langfristige Reifung setzte. Mit Hilfe der Biodynamie gelingt zudem eine frühe physiologische Reife, die auch bei schwierigen Jahren für ausgewogene, runde Weine sorgt.
KOSTN O TIZEN
NIKOLAIHOF BRUT
NATURE ZÉRO DOSAGE NV
Zitrisch, frisch, beeindruckende Balance zwischen Briochenoten und mineralischer Würze.
NIKOLAIHOF RIED SÜSSENBERG
GRÜNER VELTLINER 2022
Würzige, elegante Nase mit Limette und grünem Apfel. Saftige Säure, feine Würze und harmonischer Gesamteindruck.
NIKOLAIHOF AUS DEN GÄRTEN
RIESLING FEDERSPIEL 2023
Frische Zitrusnoten und ein Hauch Feuerstein in der Nase. Leichtfüßig, saftig und mit feiner Mineralität – ein Riesling mit Charakter.

Größe: 21 Hektar
Wichtigste Rebsorten: Riesling, Grüner Veltliner
Zertifizierung: Demeter (seit 1992)
Wichtigste Lagen: Wachauer Einzellagen Im Weingebirge und Vom Stein in Mautern sowie Steiner Hund in Stein
Wichtigste Böden: Löss/Paragneis (Im Weingebirge), Löss (Vom Stein) und Paragneis (Steiner Hund)
Arbeit im Weingarten: Biodynamische Bewirtschaftung seit 1971. Gründüngung, keine tiefe Bodenbearbeitung. Keine Herbizide, Pestizide, Kunstdünger und keine synthetischen Spritzmittel, stattdessen Einsatz eigens angesetzter Präparate, Auszüge und Tees
Arbeit im Keller: Spontangärung durch natürliche, im Weingarten und im Keller vorkommende Hefen, keine Batonnage. Schwefeleinsatz so wenig wie möglich, so viel wie notwendig
Fässer: Edelstahltanks, österreichische Eichen- und Akazienfässer
Exportanteil: ca. 80 Prozent
Händler: Schaeffer’s, Del Fabro, Döllerer, Bevanda, fink. wertvoll genießen, Trinkreif, Weinhandel Wien, Hauptsache Wein
NIKOLAIHOF RIED
GRILLENPARZ RIESLING 2021
Schöne Komplexität, Frucht, Säure, schlank mit Länge. Toller Speisenbegleiter und steht auch allein gut da.
NIKOLAIHOF BAUMPRESSE RIESLING 2015
Reife gelbe Früchte, Wachs und Zitrus. Am Gaumen samtig mit Säure und Mineralität –top zu Fisch, Asia-Küche oder Käse.
SEMICOLON SISSI 2021
Gemischter Satz für Fortgeschrittene. Eine Aromarebsorte spielt sich hervor und schmeichelt den Gaumen. Würzig, herbe Frucht.
ELISABETH & ERICH PICHLER-KRUTZLER ALLES, AUSSER DOGMATISCH


2023 RIESLING RIED PFAFFENBERG
ALTE REBEN KREMSTAL DAC
Der Wein sollte in jedem Fall karaffiert und dann ins große Glas geschenkt werden. So kann er seinen eigenständigen Charakter voll und ganz ausspielen. Im Duft gibt es neben Steinobst und Apfel eine feine, klare und saftige Zitrusnote. Über allem liegt ein anregender Touch von Feuerstein. Der Gaumen wirkt enorm engmaschig und salzig. Der Riesling hat durchaus Fülle und behauptet nie von sich, eine grazile Diva zu sein. Trotzdem schwingt die Aura eines puristischen und hocheleganten Typs mit. Er wirkt jetzt schon perfekt, bietet großen Genuss, ist aber klarerweise erst ganz am Anfang seiner Evolution.
WEINGUT PICHLER-KRUTZLER
WACHAU
www.pichler-krutzler.at
Ist man als Spross einer Winzer-Dynastie seinem Erbe verpflichtet? Elisabeth Pichler-Krutzler und Erich Krutzler würden diese Frage wohl mit Nein beantworten. Ihr Weingut – erst in Oberloiben und seit der Ernte 2023 am neuen Standort in Unterloiben – ist das beste Beispiel dafür, dass man die Familientradition wahren und gleichzeitig auf eigenen Beinen stehen kann.
Nach dem Prinzip „„alles kann, nichts muss“ sind Abweichungen vom genormten Geschmack und Unterschiede in Jahrgang und Stilistik durchaus erlaubt. Gewollt sind Weine mit Charakter und Grip. Denn auch das ist die Wachau. Der neue Keller, der nun zur Verfügung steht, bietet mehr Platz und damit auch die Möglichkeit für spätere Release-Zeiten. Die neue Linie aus Grüner Veltliner Supergraf, Grüner Veltliner Ried Wunderburg und Grüner Veltliner Ried Kellerberg „„S“ liefert bereits einen eindrucksvollen Vorgeschmack, wohin die weitere Reise geht: Die Weine bleiben länger auf der Maische und für 18-24 Monate auf der Hefe.
KOSTN O TIZEN
2024 RIED SUPPERIN GRÜNER VELTLINER
Feine Kräuter- und Zitrusnoten steigen in die Nase, am Gaumen frisch mit lebhafter Säure und einer angenehmen Würze.
2023 RIED PFAFFENBERG ALTE REBEN GRÜNER VELTLINER
Apfel und weißer Pfeffer geben hier den Ton an, dazu eine schöne Mineralität – richtig elegant. Probiers mal zu cremigem Hühnchen oder Käse.
2022 RIED WUNDERBURG GRÜNER VELTLINER
Schöne Würze, die den langen, sauberen Abgang prägt. Perfekt für einen sommerlichen Abend mit gegrilltem Gemüse.

Größe: 15 Hektar
Wichtigste Rebsorten: Grüner Veltliner, Riesling
Zertifizierung: Bio (seit 2021)
Wichtigste Lagen: Ried Klostersatz, Ried Supperin, Ried Kellerberg, Ried Loibenberg, Ried Pfaffenberg
Wichtigste Böden: Gneis und feiner Schotter, vereinzelt Lössauflage
Arbeit im Weingarten: biologisch, 100% Handlese, Begrünung
Arbeit im Keller: Kein Rebeln. Gärung spontan oder mit Reinzuchthefen. Kein Aufrühren der Hefe bei Riesling. Säureabbau wird nicht angestrebt, sondern ergibt sich vereinzelt bei GV durch die Gärdauer. Schönung mit Bentonit nur bei GV Einsteigerweinen zur Stabilisierung, keinerlei sonstigen Schönungen oder Stabilisierungen. Schwefeleinsatz im unteren Drittel des gesetzlichen Limits, Zugabe beim ersten Abzug, in Ausnahmen auch direkt auf die Hefe. Grobe Filtration. Fasslagerung bis zu 1,5 Jahre auf der Vollhefe
Fässer: Edelstahltanks, Eichenfässer (Stockinger)
Exportanteil: ca. 70%
Händler: Morandell, Getränke Wagner, Weinturm, Döllerer und weitere ausgewählte Händler und Vinotheken
2024 RIED PFAFFENBERG RIESLING
Pfirsich und Steinobst machen Spaß, mit einer mineralischen Note on top. Saftig und frisch, passt mega zu asiatischem Essen oder Sushi.
2024 IN DER WAND RIESLING
Vielschichtig & frisch: Zitrusfrucht und feine Kräuterwürze. Am Gaumen lang, klar und animierend – genial zu Fisch oder Salaten.
2023
RIED PFAFFENBERG ALTE REBEN RIESLING
Grüne Äpfel, Mineralität und knackige Frische – hier stimmt einfach alles. Perfekt zu Meeresfrüchten oder einem würzigen Käseteller.
PETER VEYDER-MALBERG WEINGÄRTNER MIT PIONIERGEIST


2023 RIESLING ELSARNER RIED BRANDSTATT WACHAU DAC
Der strahlende Wein duftet nach Steinobstfrüchten wie weißer Pfirsich, hat Zitrusnoten, ein wenig Minze, Melisse und zudem zarte Rauchigkeit. Am Gaumen fällt zuerst die unglaubliche Balance des Rieslings auf. Er ist geradlinig, fokussiert und spiegelt mit der Aromatik einer Salzzitrone kühle Mineralik wider. Der hochenergetische Wein besitzt Frische und große Eleganz. Das ist Highclass und unschlagbare Grandezza. In Vergleich zum zweiten Top-Riesling des Weinguts, dem stoffigeren Ried Buschenberg aus Weissenkirchen, ist Brandstatt immer der vertikalere, kristalline Typ und mehr vom Terroir als von der Rebsorte geprägt. Präzise, durchaus fordernd, aber nie zu karg. Weil guter Trinkfluss auch beim hochwertigsten Riesling ein Muss ist.
WEINGUT VEYDER-MALBERG
WACHAU
www.veyder.malberg.at
Seit 2008 betreibt Peter Veyder-Malberg sein eigenes
Weingut im Spitzer Graben, einem kühlen Seitental der Wachau. Wein war für ihn keine zufällige Leidenschaft – nach einer Karriere in der Werbung stieg er 1990 um, lernte autodidaktisch im Ausland und stellte später auf biodynamische Bewirtschaftung um.
Seine extrem steilen Terrassenlagen bearbeitet er wie ein Gärtner: per Hand, mit einfachsten Werkzeugen – Maschinen sind auf diesen Lagen nicht möglich. Alte Rebstöcke (zwischen 30 und 75 Jahren) auf kargen Muschelkalkund Gneisböden prägen den Charakter seiner Grüner Veltliner und Rieslinge. Er verzichtet auf Kellertricks: keine Schönung, keine Zuchthefen, keine Technikwunder – nur pures Handwerk zur Unterstütztung von einzigartigem Terroir. Das Grand-Cru-Projekt „„Riesling Brandstatt“ aus rekultivierten Terrassen auf 480 m Seehöhe zeigt, wie eindrucksvoll seine Interpretation eines Orts sein kann.
KOSTN O TIZEN
2024 LIEBEDICH GRÜNER VELTLINER
Ein Veltliner, der mit Leichtigkeit, feiner Würze und zartem Schmelz überzeugt. Kühl und saftig - perfekter Sommerwein!
2023 HOCHRAIN GRÜNER VELTLINER
Hochgewachsene Eleganz mit Tiefe – kräutrig, mineralisch & feinmaschig. Hier geht’s nicht um Lautstärke, sondern um Komplexität im Flüsterton.
2023 WEITENBERG GRÜNER VELTLINER
Birne, Apfel und feine Nussigkeit prägen diesen Veltliner. Elegant, ausgewogen und ideal als Begleiter für viele Speisen.

Größe: 5,8 ha (inkl. steiler Terrassen)
Wichtigste Rebsorten: Grüner Veltliner (2/3), Riesling (1/3)
Zertifizierung: Bio-zertifiziert (Lacon)
Wichtigste Lagen: Wachau –Hochrain, Buschenberg, Weitenberg; Spitzer Graben – Brandstatt, Bruck, Schön
Arbeit im Weingarten: Handarbeit auf extrem steilen Terrassen; ohne Maschinen und jede Handlung eine bewusste Maßnahme
Arbeit im Keller: Minimale Intervention – wie vor 100 Jahren, keine Schönung, spontane Gärung, Weinbereitung pur
Fässer: Holzfässer (Eiche, Akazie, 300–1500 l) und Edelstahltanks
Exportanteil: ca. 80 % weltweit
Händler: Siehe Website (Bezugsquellen)
2024 BLÜMCHEN RIESLING
Verspielt, aber nie kitschig. Riesling mit Balance aus Frucht, Säure und floraler Eleganz.
2023
BRUCK RIESLING
Kühl, klar und schnörkellos. Ein Riesling mit Grip und Mineralität – perfekt für Fans, die das Pure und Tiefe suchen.
2023
BRANDSTATT RIESLING
Reifes Steinobst trifft salzige Noten. Ein Wein mit festem Rückgrat und langem Nachhall –Wachauer Herkunft auf höchstem Niveau.

WEINVIERTEL
KLARE HERKUNFT. GROSSER CHARAKTER.
Im Weinviertel wird Zukunft nicht diskutiert – sie wird gemacht. An einer der spannendsten Adressen für Österreichs ParadeRebsorte wird Grüner Veltliner jung, mutig und qualitätsbesessen gelebt.
In den vergangenen Jahren hat das nördlichste Weinbaugebiet Österreichs einen erstaunlichen Wandel hingelegt: Das Weinviertel, einst der
Underdog unter den Weinregionen, hat sich zur dynamischsten Bühne für Grüner Veltliner entwickelt. Immer mehr Betriebe setzen auf nachhaltige Bewirtschaftung, arbeiten sorgfältig im Weingarten, reduzieren Eingriffe und denken in Kreisläufen – weil genau dort Qualität beginnt.
Gleichzeitig wird an Stil und persönlicher Weinhandschrift gefeilt: vom präzise-frischen

Weinviertel DAC bis zu Reserven und Großen Reserven mit Tiefe, Struktur und Lagerpotenzial – und dazwischen viel Neugier. Das gemeinsame Kernversprechen: Weinviertel DAC ist immer ein echter Grüner Veltliner – fruchtig, würzig-pfeffrig, lebendig. Genau diese Mischung aus Haltung, Experimentierfreude und Identität macht das Weinviertel zu einer Region, die heute schon Antworten auf morgen ins Glas bringt.
Bereits 2003 stellte das Weinviertel als erstes Weinbaugebiet Österreichs seine Weine unter das Prädikat „„Weinviertel DAC“ und entschied sich für ein starkes Bekenntnis zur Herkunft und zu einer einzigen Rebsorte: Grüner Veltliner. Heute bedeckt dieser auf rund 6800
WEINVIERTEL DAC
Ansprechpartnerin: Maria Obermayer
Adresse: Hofgartenstraße 28/GL 02 2120 Wolkersdorf
Telefon: +43 2245 82 666
Mail: office@weinvierteldac.at
Website: www.weinvierteldac.at
FB: @weinvierteldac
IG: @weinvierteldac
YT: @TheWeinviertelDAC
LI: linkedin.com/company/weinvierteldac


Hektar fast 50 Prozent der Rebfläche – das entspricht etwa einem Drittel des weltweiten Anbaus. Uniformität ist hier trotzdem Fehlanzeige. Die Region lebt von der Vielfalt, die sich aus den unterschiedlichen Terroirs ergibt. Im Osten prägen Lössböden und kontinentales Klima die Weine – sie sind fruchtbetont, lebendig und zugänglich. Im Westen sorgt der Granit der Böhmischen Masse für eine markante Mineralität. Und im Süden geben sandige, kalkhaltige Böden den Ton an – die Weine wirken oft fast burgundisch elegant. Kurzum: Was heute aus dem Weinviertel ins Glas kommt, hat Zukunft. Denn hier wachsen nicht nur Weine, sondern ein Selbstverständnis: getragen von Leidenschaft, Mut und kompromissloser Qualität.
MARION & MANFRED
EBNER-EBENAUER
ÖSTERREICHS BESTER "CHAMPAGNER"


2024 GRÜNER VELTLINER RIED HERMANNSCHACHERN
Ein Charakter wie Salz und Pfeffer! Im Duft sind gelbe Äpfel, deutlich Tabak, genauso wie eine anregende Kräuterwürze. Mit Luft öffnet sich der noch junge Veltliner richtig toll. Ab ins Burgunderglas! Am Gaumen gibt es eine geniale Spannung, die dem Wein den richtigen Rahmen bietet. Die Säure ist supersaftig, der Körper durchaus stoffig. Trotzdem ist da auch Leichtfüßigkeit und Finesse. Fazit: Ein lässiger, vor allem waschechter Herkunftswein. Und was dazu aus der Küche? Am besten ein klassisches Wiener Schnitzel mit einer Prise Fleur de Sel. Und für alle, die nicht Team Fleisch sind: Gebackener Spargel mit Sauce Tartare.
WEINGUT EBNER-EBENAUER
WEINVIERTEL
www.ebner-ebenauer.at
Wer „„Austrias finest fizz“ will, kommt an Marion und Manfred Ebner-Ebenauer nicht vorbei – weder hierzulande, noch international. Das liegt daran, dass das Duo mit seinem Weingut kompromisslos Charakter zeigt: Die Weine haben Tiefgang, berühren und strotzen vor Lebensfreude – und das natürlich auf höchstem Niveau.
„„Ohne Mut keine Magie“, sagen „„the bubble king and queen“, deren Schaumwein-Schönheiten von Kritiker:innen regelmäßig hoch gelobt werden. Als Vorreiter:innen für Zero Dosage in Österreich setzen sie mit ihrem Blanc de Blancs Maßstäbe – oder, wie Robert Parker sagt: „„Ebner-Ebenauers Blanc de Blancs is killing Champagne!“ Seit 2016 biologisch bewirtschaftet und ab 2019 biodynamisch zertifiziert, verbinden Marion und Manfred alte Reben mit neuen Ideen. Ihr letzter großer Coup: Die Cuvée Courage Zero Dosage Vintage. Aus Grundweinen der Jahrgänge 2007, 2008 und 2009, im Solera-System gereift und 14 Jahre auf der Hefe gelagert – komplex, elegant, finessenreich.
KOSTN O TIZEN
BLANC DE NOIRS
ZERO DOSAGE 2016
Kraft & Präzision: Feine Perlage, mineralisch-kräuterig und leicht rauchig. Straff, frisch und mit feinem Grip.
CUVEE COURAGE ZERO DOSAGE NV
Am Gaumen macht es Bang! Kräuter vermischen sich mit gelben Früchten. Viel Exotik. Blind gehst du da in die Champagne!
L ’ AUTRICHIENNE ZERO DOSAGE VINTAGE 2018
Elegante österreichische Schaumwein-Kompositionfeine Perlage, frische Säure und mineralisches Finish.

Größe: 18 Hektar
Wichtigste Rebsorten: Grüner Veltliner, Riesling, Weißer Burgunder, Chardonnay, Pinot Noir, St. Laurent
Zertifizierung: seit 2016 biologisch-organisch, seit 2025 biodynamisch nach respekt-BIODYN
Wichtigste Lagen: Ried Sauberg, Ried Hermannschachern, Ried Bürsting, Ried Alte Geringen
Wichtigste Böden: Muschelkalk & Sand des Urmeers, sehr kalkiger Löss, Lehm, Flusskiesel des ehemaligen Poybachs
Arbeit im Weingarten: viel akribische Handarbeit an sehr alten Rebstöcken (30–70 Jahre alt), biodynamisch bewirtschaftet, eigene Kompostierung, Bienen in den Weingärten, blühende Begrünungen und 100 % Handlese.
Arbeit im Keller: so wenig Eingriffe wie möglich, spontan vergoren, keine Schönungen, Schwefel in geringsten Mengen, Pumpen-freie Verarbeitung & Weinbegleitung auf drei Ebenen in einem 400 Jahre alten Gewölbekeller, Verarbeitung auf fünf Levels
Fässer: 225 und 500 Liter Barriques & Stahl
Exportanteil: 70%
Händler: WEIN&CO, Morandell; Deutschland: Weinfurore, England: Roberson Wine London, USA: The Sorting Table, u.v.m.
WEISSER BURGUNDER
ALTE REBEN BIO 2023
Zarte Birne, etwas Mandel und ein Hauch Kreide – fein, kühl und richtig elegant. Ein Burgunder mit Rückgrat, aber ohne viel Tamtam.
CHARDONNAY BLACK EDITION BIO 2023
Kraftvoll & frisch: Exotik, Würze und cremige Struktur vereinen sich. Ein Wein mit Balance und tänzelnder Eleganz.
PINOT NOIR BLACK EDITION BIO 2021
Burgundischer Charme: Kühle Kirsche, Kräuter und Waldboden. Elegant, finessenreich und mit stillem Tiefgang.
ELSE ZUSCHMANN & PETER SCHÖFMANN
SCHAUMWEINE VON


2020 RIESLING SEKT AUSTRIA GROSSE RESERVE
47 RIED RALESSEN
Der Sekt duftet glasklar nach Riesling. Es gibt Zitrusnoten, roter Apfel, weiße Johannisbeeren und eine feine kräutrige Nuance. Die Autolyse legt sich ganz zart darüber. Er ist präzise, hochelegant und fein in seiner Perlage. Die Säure wirkt perfekt integriert und matcht mit der Frucht am Gaumen. Das ergibt einen attraktiven Sekt, der überraschenderweise im großen Burgunderglas noch mehr Fahrt aufnimmt und an Ausdruck gewinnt. Und: Er eignet sich genial fürs Wine&Food-Pairing. Fisch ist klarerweise eine geniale Kombi, aber auch helles Fleisch, wenn die Sauce nicht zu würzig ist. Beef Tartar, fetter Käse mit frischem Charakter wie Brillat Savarin, fruchtiger Apfelkuchen oder Topfensoufflé passen ebenso.
WEINGUT ZUSCHMANN-SCHÖFMANN
WEINVIERTEL
www.zuschmann.at
Von der Traube bis zur Flasche: So lautet das Qualitätsund handwerkliche Versprechen von Else Zuschmann und Peter Schöfmann. Seit 2007 steht das Paar für ausdrucksstarke, präzise Spitzen-Schaumweine. Ihr Sortiment umfasst die gesamte Sekt Austria Pyramide – von lebhaften, frischen „„Sekt Austria“-Schaumweinen bis hin zu den „„Großen Reserven“, die in Holzfässern reifen und durch eine verlängerte Hefelagerung markante Straffheit, Eleganz und feine Briochearomen entwickeln.
„„Wir konzentrieren uns immer stärker auf unsere Kompetenz als Sektweingut und bringen Sekt nicht mehr ausschließlich sortenrein nach klassischer ‚österreichischer‘ Stilistik auf den Markt, sondern auch verfeinert durch die bewusste Assemblage verschiedener Grundweine“, so das Duo. Die handwerkliche Methode des Versektens rückt dadurch noch mehr in den Vordergrund. Außerdem ermöglichen die Cuvées neue sensorische Dimensionen und unterstreichen die Handschrift des Weinguts auf besondere Weise.
KOSTN O TIZEN
WEISSER BURGUNDER SELEKTION 2020
Ein kräftiger Weißburgunder mit Aromen von Melone, Nüssen und Kräutern, eleganter Säure und langem Abgang. Gut zu Geflügel.
CHARDONNAY „SCHRICKERBERG“ GROSSE RESERVE 2021
Spritziger Chardonnay mit Apfel- und Zitrusnoten, cremiger Textur und elegantem Abgang. Geil zu Jakobsmuscheln oder gegrilltem Lachs.
BLANC DE NOIR BRUTNATURE 2021
Apfel- und Zitrusaromen, dezente Mineralität und feine Perlage. Lebhafter Blanc de Noir, frisch und perfekt als Aperitif.

Größe: 16 Hektar
Rebsorten: Fokus auf Weißen Burgunder und Pinot Noir, perfekt an das Klima angepasst, hohe Qualität trotz klimatischer Veränderungen.
Zertifizierung: organisch-biologisch
Ralessen: Geschützte, südwestlich geneigte Lage im Weinviertel mit historischer Weingartenhütte.
Schrickerberg: Höchster Punkt der Region, ideale Bedingungen für besondere Reben, mit historischem Bezug zu Napoleon.
Urdonau-Schotter: Prähistorische Böden, ideal für aromatische Sorten, kühle, klare Strukturen.
Arbeit im Weingarten: Sorgfältige Handarbeit, Traubenselektion und Ganztraubenpressung für klare, strukturierte Weine.
Arbeit im Keller: Im Anschluss reifen unsere Weine sehr lange auf der Hefe, um den Weinen ihre besondere Tiefe zu verleihen. Unserseits sind keine weiteren Eingriffe im Keller nötig, wir lassen unseren Wein die Zeit, die sie benötigen, um Weine geprägt von Natürlichkeit zu kreieren.
RIESLING „RALESSEN“ GROSSE RESERVE 2020
Frisch & harmonisch: Apfelaromen, Mineralik und langes Finish. Riesling mit Eleganz und Finesse – stark zu asiatischer Küche.
GRÜNER
VELTLINER
BRUTNATURE 2021
WOW! Spritziger GV Sekt mit knackigen Apfelnoten, einer lebendigen Perlage und einer ausgewogenen Säurestruktur. Besser geht’s nicht!
PINOT
NOIR MUSCHELKALK SELEKTION 2019
Sanft & harmonisch: Rote Beeren, Würze und feines Tannin. Elegant im Stil – ein charmanter Begleiter zu Wild oder Risotto.
MADEMOISELLE ELISABETH NATÜRLICHE VIELFALT AUF 17 HEKTAR


2023 MADEMOISELLE ELISABETH
CHARDONNAY ALTE REBEN LEHMBODEN
Der Chardonnay Alte Reben ist ein hochspannender Wein, der sich in keine Schublade stecken lässt. Im Bukett treffen Noten wie Fichtennadeln, dunkelgelbe Frucht, grüner Tee, ganz dezent Apfelschale und Haselnuss aufeinander. Das zusammen wirkt sehr spannend und anregend. Am Gaumen ist der Wein engmaschig, zeigt Druck und Struktur. Er rangiert damit zu keinem Moment unter dem Motto Charmeoffensive, sondern hat richtig viel Charakter. Die direkte Säure des Weins zieht sich wie ein roter Faden durch und markiert sein tolles, fast sehniges Gerüst. Er braucht Luft, Zeit und Temperatur. Karaffieren ist also ein unbedingtes Muss. Danach zeigt er sich noch archaischer und mit großer Ausstrahlung. Ein Chardonnay für Menschen, die Tiefgang, Unangepasstheit und Mineralität suchen.
BIOWEINGUT ELISABETH RÜCKER WEINVIERTEL
www.elisabeth-ruecker.at
Elisabeth Rücker bewirtschaftet ihr Weingut auf 17 Hektar biodynamisch. Alte Reben, viele zwischen 1955 und 1980 gepflanzt, stehen für Terroir-Tiefe – seit den 1980ern wird komplett auf Herbizide verzichtet. Seit der Umstellung 2019 führt der Betrieb eine biologische organische Zertifizierung, mit Biodynamie Qualität ab 2020.
Die Lagen Halblehen, Öhlberg und Innere Berge bieten geologische Vielfalt, die mit grünen, mineralischen und floralen Böden spielt. 100 % Handarbeit von Rebschnitt bis Lese, Begrünung, lebendige Böden – alles für aromatische Ausgewogenheit und nachhaltige Biodiversität.
Im Keller gilt: Spontanvergärung ohne Reinzuchthefen, keine Schönung, nur eine Filtration. Lange Reifung auf der Feinhefe, teils in Edelstahl, Holz oder Ton. Schwefel wird so wenig wie nötig eingesetzt und Wein wird erst abgefüllt, wenn er wirklich bereit ist – nicht nach Kalender.
KOSTN O TIZEN
GRÜNER VELTLINER LEHMBODEN 2023
Fruchtig, schöne Mineralik - perfekt für ein Glaserl auf der Terasse! Oder zwei, oder drei…
GRÜNER VELTLINER 2023
Saftige Apfelaromen und Kräuterwürze in der Nase, am Gaumen knackig mit klarer Mineralik –ein unkomplizierter, sehr trinkfreudiger Weißwein.
CHARDONNAY + WELSCHRIESLING 2023
Fruchtige Komplexität trifft auf eine charmante Frische: dezente Birnennoten mit grünem Apfel, der Abgang knackig und lebendig.

Größe: 17 ha
Wichtigste Rebsorten: Grüner Veltliner, Chardonnay, Welschriesling
Zertifizierung: Biologisch-organisch seit 2019, biodynamisch ab 2020
Wichtigste Lagen: Halblehen, Öhlberg, Innere Berge
Arbeit im Weingarten: 100 % Handarbeit von Rebschnitt bis Lese; Biodiversität & Begrünung; alte Reben; keine Herbizide
Arbeit im Keller: Spontanvergärung, keine Reinzuchthefen, minimale Filtration, lange Feinhefelagerung in Edelstahl, Holz oder Ton, so wenig Schwefel wie nötig Fässer: Holzfass, Amphoren & Edelstahl
Exportanteil: 60 %
Händler: Belgien, Luxemburg, Kanada, Niederlande, Österreich–Deutschland (im Aufbau)
CHARDONNAY ALTE REBEN 2023
Reichhaltig, mit gelben Früchten und leichter Honignote; am Gaumen cremig und tief, aber nie überladen – schön balanciert.
RIESLING ALTE REBEN 2022
Zitronenzeste, Blüten und kräftige Mineralität. Fein strukturiert mit klarem, eleganten Finish –typisch Riesling.
AURORA 2021
Cassis, Waldbeere und rote Blüte in der Nase. Am Gaumen elegante Säure, zartes Tannin und harmonische Rundheit.


www.secco-senza.at


JÖRG BRETZ
ALTE REBEN, GROSSE WEINE


2013 BLAUBURGUNDER
2013 war die Erntemenge aufgrund des Witterungsverlaufs ein wenig geringer, die Trauben brachten dafür aber viel Extrakt mit in den Keller. Außerdem Säure und Struktur. Das ist jetzt im Wein deutlich spürbar. Seine Optik weist auf einen Pinot Noir mit beginnender Trinkreife hin: durchscheinend, leuchtend helles granatrot mit feinen Terracotta Reflexen. Im Duft gibt es Himbeere, Erdbeere, ein wenig Kakao und nussige Noten. Dazu kommt mit Luft eine feine erdige Komponente und Kräuterwürze. Beim ersten Kostschluck präsentiert sich der Wein fast jugendlich fordernd am Gaumen. Er hat Spannung und besitzt den typischen Burgundercharme. Zudem er ist ein Gewinn in Sachen Speisenbegleitung. Vor allem im Herbst zu Reh, Ente und Co. Super auch zu Veggi-Gerichten mit Roten Rüben, Linsen und Pilzen.
WEINGUT JÖRG BRETZ CARNUNTUM
www.bretzjoerg.com
Jörg Bretz ist ein Pragmatiker. Seine sehr alten Weingärten im Burgenland und die lange Holzfasslagerung bringen genau jene reifen Weine hervor, für die der deutsche Winzer brennt. Nach dem Studium in Geisenheim und Stationen in den Weinbauregionen dieser Welt, landete er 1997 in Österreich. Seine 4,5 Hektar Weingärten verteilen sich auf Neusiedl, Jois und den Spitzerberg, der Paradelage für Blaufränkisch. Neben Weißburgunder und Müller Thurgau liebt Bretz den Gemischten Satz.
Jörg Bretz setzt auf alte Rebstöcke, weil sie besser mit extremen klimatischen Bedingungen zurechtkommen. Im Weingarten greift er nur minimal ein, die Weine reifen mindestens fünf Jahre im Holzfass. Spontan vergoren und mit minimalem Schwefeleinsatz entstehen naturbelassene Weine mit Struktur, Eleganz und Lagerfähigkeit. Sein Ziel: Gereifte Allrounder zum Essen und mit großem Lagerpotential – ein Ansatz, mit dem Bretz in Österreich und Deutschland zu den Ausnahmen gehört.
KOSTN O TIZEN
GEYER GEMISCHTER SATZ 2015
In der Nase würzig mit Kräutern, Rosen und Kümmel, am Gaumen cremig und elegant mit feinen Sherry- und Bergamotte-Noten. Super Zug, passt!!
BUSCHBERG 2008
Intensiv & komplex: Apfelstrudel, Zimt, Hefenussschnecke & Mohn, cremig am Gaumen, elegant gereift mit langer Holznote. Gerne zum Teilen!
BLAUBURGUNDER/ PINOT NOIR 2013
Himbeere, Milchschokolade und Haselnuss vereinen sich zu elegantem, trockenem Pinot Noir mit feiner Struktur und langem Abgang. Richtig Geil!

Größe: 4,5 Hektar
Wichtigste Rebsorten: Weißburgunder, Blaufränkisch, Gemischter Satz
Arbeit im Weingarten und Keller: Kontrolliertes Nichtstun, wichtig ist Zeit. Wenig Schwefel
Fässer: Holz
Exportanteil: 70%
Händler: Vinonudo, DERWeinladen, Pub Klemo
LACPUR 2013
Etwas für die Ewigkeit. Intensiv, komplex und geschmeidig mit Noten von Powidl und ValrhonaSchokolade, elegant über Jahre gereift.
BLAUFRÄNKISCH
SPITZERBERG 2015
Dunkle Beeren, Gewürze und dezente Holznote –vollmundig, elegant mit gut integrierten Tanninen und ausgewogener Säurestruktur.
GRANIT BLAUFRÄNKISCH 2012
Intensiver Granit-Blaufränkisch: Kakao, Sauerkirsche, Rotkohl, Cranberry – komplex, mineralisch, langanhaltend.
HANNA GLATZER
WEIN MIT PERSÖNLICHKEIT UND CHARAKTER


2022 TRAMINER
Optisch gibt es eine leuchtend helle Bernsteinfarbe mit zart trübem Schleier. Das Bukett beeindruckt. Es öffnet sich mit Luft und Zeit großartig. Hier verschmelzen eine ganze Menge Dufteindrücke eines orientalischen Basars. Herbe Wildrosen, Nelken, Kreuzkümmel, getrocknete Kräuter, Kumquats, ein wenig Kamillenblüte und Zimt. Am Gaumen gibt ihm der genial dosierte Grip eine richtig lässige Struktur und schiebt gleichzeitig so richtig an. Ein experimenteller Charakter, wohltuend puristisch und sehr hochwertig. Er macht sich super als Speisenbegleiter, wenn Schärfe und Umami im Spiel sind, passt vor allem zu Gerichten, die mit Süße spielen. „Ich finde ihn auch cool zur klassischen Rindssuppe“, gibt Hanna Glatzer als Tipp für eine unkonventionelle Kombo.
WEINGUT GLATZER CARNUNTUM
www.weingutglatzer.at
Die Weine von Hanna Glatzer sind ganz wie sie selbst –voller Lebenslust, Leichtigkeit und Energie. 2019 hat sie direkt nach der Matura mit dem Projekt begonnen, das in den Betrieb der Eltern eingebettet ist. Seit 2016 wird biologisch gewirtschaftet, Spontanvergärung und Co. sind selbstverständlich. Das Weingut ist bekannt für Zweigelt, Blaufränkisch und St. Laurent mit dem saftigen, strukturierten Ausdruck des Carnuntums. Die Hannas Kollektion bildet eine geniale Ergänzung dazu. Die Winzerin will dabei aber nicht alles anders machen. Vielmehr legt sie ihre Weine ganz einfach so an, wie es ihr persönlich entspricht.
Stilistisch hat alles viel Leichtigkeit und richtig guten Trinkfluss. Das alles selbstredend ohne Abstriche bei der Qualität. Vom Beginn an hat Hanna Glatzer sich entschlossen, nicht zur Prüfnummernvergabe einzureichen. Frei arbeiten war und ist ihr viel wichtiger, als sich für die Banderole in rot-weiß-rot in ein enges Korsett zwängen zu müssen.
KOSTN O TIZEN
ROSE 2025
Frisch, fruchtig & easy-drinking – duftet nach frischen Erdbeeren und reifen Kirschen, mit zartem Kräuter-Kick. Perfekt für Sommerstunden.
WELSCHRIELSING 2025
Saftig, straff, Zitronen Zesten mit leichte Salzigkeit. Geil für die Terrasse!
TRAMINER 2023
Easy mit Anspruch: Exotische Frucht, kühles Finish und mineralische Textur. Leicht bis mittelgewichtig, vital und klar.

Wichtigste Rebsorten: Welschriesling, Traminer, Pinot Noir, Cabernet Sauvignon
Zertifizierungen: BIO
Wichtigste Lagen: Altenberg, Schüttenberg, Hagelsberg, Goldberg
Arbeit im Weingarten: Keine systemischen Spritzmittel, chemischsynthetischen Pestizide oder Herbizide, stattdessen vielfältige Begrünung. Keine schwere Bodenverdichtung durch Maschinen. Handlese, oft in mehreren Durchgängen.
Arbeit im Keller: Begleiten, nicht Gestalten. Und wenn nötig, eingreifen. Spontangärung, keine Schönung, keine Filtration, nur minimaler Schwefelzugabe kurz vor der Abfüllung.
Fässer:
Welschriesling und Rose: Stahltank Traminer: Vergoren und gelagert in mehrfach gebrauchtem Barrique Pinot Noir: Vergoren im gebrauchten Holzgärständer, gelagert in mehrfach gebrauchten 1200 und 500l Fässern
Cabernet Sauvignon: Vergoren im gebrauchten Holzgärständer, gelagert in mehrfach gebrauchten 500l und Barrique Fässern
Exportanteil: 50%
Händler: Morandell, WeinWolf, Del Fabro, Wein&Co, Skurnik, Agence Calibre, Novel Wines
PINOT NOIR 2023
Feine Waldbeerfrucht mit Tabak- und Kräutertönen, seidig am Gaumen. Elegant, saftig und mit sanftem Tannin-Kick.
CABERNET SAUVIGNON 2022
Dunkle Johannisbeeren, Kräuterduft und ein Hauch Lakritz – saftig, trocken und klar. Ein verspielt kühler Klassiker mit Charakter.
PHILIPP GRASSL MIT ZEIT UND RUHE


2022 RIED BÄRNREISER CARNUNTUM DAC
Cabernet und Merlot dürfen nach wie vor im Barrique reifen. Der Hauptanteil, also Zweigelt und Blaufränkisch, werden heute aber im 500 Liter Fass ausgebaut. Das prägt den Wein im Hinblick auf mehr Ruhe und Spannung. Trotzdem bleibt der Bärnreiser in der leicht adaptierten Form immer seinem Stil treu. Was bedeutet ein dichte Purpurfarbe, fast ein wenig wie violetter Samt. Im Duft machen schokoladige Noten, reife Waldbeeren, Cassis und Lebkuchengewürze das große Ganze aus. Am Gaumen sagt der Wein sofort, ich bin da, ist enorm saftig und dicht. Was natürlich auch ein wenig dem heißen Jahr 2022 geschuldet ist. Dabei reißt der fließende Charakter aber nie ab und ist mit dem stattlichen Tannin in großartiger Balance. Ein echter Carnuntumer mit Riesenpotential.
WEINGUT PHILIPP GRASSL CARNUNTUM
www.grassl.wine
Zwischen Donau und Leithagebirge vinifiziert Philipp Grassl in Göttlesbrunn, was in den besten Lagen des Carnuntums wächst. Die Weingärten werden akribisch gehegt und gepflegt und befinden sich in namhaften Rieden wie Bärnreiser, Schüttenberg und Rothenberg. Wobei Grassl stets betont, erst dann über eine Lage zu sprechen, wenn ihre Rebstöcke älter als 25 Jahre sind. Er weiß um die Macht von Zeit und Ruhe.
Philipp Grassl führt das Familienweingut in dritter Generation. Bewirtschaftet wird konsequent biologisch, Kompostwirtschaft, Begrünung und biodynamische Präparate inklusive. Rund 70 Prozent der Fläche sind mit Rotweinsorten wie Zweigelt, Blaufränkisch und Sankt Laurent bepflanzt, weiße Sorten wie Chardonnay stehen in den kühleren Lagen von Höflein. Im Keller gilt Low Intervention: spontane Gärung, keine Zusätze, minimale Filtration, keine Schönung. Der Ausbau erfolgt in neutralem Holz und gemächlich – damit die Weine zu Langlebigem heranreifen.
KOSTN O TIZEN
ST. LAURENT ROSÈ LEGER, PET NATUREL 2023
Frisch, spritzig und leicht – mit Aromen von Erdbeeren und einem Hauch Zitrus. Perfekt für den Sommer-Aperitif.
CHARDONNAY HÖFLEIN 2023
Nase nach reifen Birnen und Quitten, leichte Hefereduktion, Nüsse und Biskuit. Am Gaumen feingliedrig mit feiner Mineralität im Abgang.
WELSCHRIESLING ALTE REBEN 2024
Frisch und fruchtig mit Aromen von grünem Apfel und Zitrusfrüchten. Lebendig und vielseitig am Gaumen. Geiler „Wösch“!

Größe: 30 Hektar
Wichtigste Rebsorten: Zweigelt, Blaufränkisch, St. Laurent , Chardonnay
Zertifizierungen: Bio; biodynamische Präparate seit 2019 (ohne Zertifizierung)
Wichtigste Lagen: Bärnreiser, Schüttenberg
Arbeit im Weingarten: bio + biodynamische Präparate, eigene Kompostwirtschaft, Begrünungsmanagement
Arbeit im Keller: Low Intervention, Gärung mit natürlichen Hefen, keine Zusätze, Schönungen, Filtration, nur wenn nötig, geringe SO2 Dosagen
Fässer: von klein bis groß Exportanteil: 35%
Händler: Döllerer, Wagner, Morandell, Wein&Co, Meraner, Pfanner, Weinturm, Sussitz
ST. LAURENT ALTE REBEN 2022
Rubinrote Eleganz: Pflaume, Vanille, Nougat und Orangenschale. Am Gaumen saftig, strukturiert und komplex.
RIED BÄRNREISER 2022
Dunkle Frucht, Zedernholz und Bitterschokolade prägen diesen Wein. Am Gaumen kraftvoll, mit griffigem Tannin und Länge.
BÄRNREISER RESERVE 2021
Intensive Aromen von reifen Beeren, Gewürzen und einem Hauch von Schokolade. Vielschichtig mit langem, eleganten Abgang.
JOHANNA MARKOWITSCH ZWISCHEN TRADITION & JOMA


2023 PÉTILLANT NATUREL BLANC DE BLANCS
Der 2023er Blanc de Blancs besteht fast ausschließlich aus Chardonnay. Ein Minianteil ist Weißburgunder. Beides stammt aus den Rieden Scheibner, Steinriegel und Neuberg. Der Pet Nat duftet animierend wie ein Korb voller frischer Früchte, besonders Ananas und saftig reife Tarocco-Orange. Dazu kommt ein wenig Zitronenverbene. Er hat eine tolle Perlage und enormen Trinkfluss. Seriosität trifft hier auf frechen Ausdruck und so richtig viel Lebensfreude. Die händische Ernte der Trauben für den Schäumer war bereits Ende August 2023, um eine Menge an Knackigkeit vom Weingarten mit in den Keller zu nehmen. Er hat keinerlei Dosage.
WEINGUT MARKOWITSCH CARNUNTUM
www.markowitsch.at
Für Johanna Markowitsch und ihren Vater Gerhard ist Herkunft das, was zählt. Ihre Lagenweine gehören zu den charakterstärksten des Landes. Die einzelnen Unterschiede der Rieden herauszuarbeiten, ist Teil ihrer Philosophie. Gearbeitet wird biologisch und handwerklich, mit Fokus auf Terroir und natürlicher Produktion.
Seit 2018 vinifiziert Johanna neben dem klassischen Sortiment des elterlichen Weinguts ihre eigene Kollektion „„JoMa“, bestehend aus fünf unkomplizierten Weinen, zwei davon sprudelnd. Wobei sich die beiden Weinlinien in Sachen Weinbereitung mittlerweile angenähert haben, trotz anfänglich unterschiedlicher Ansätze.
Johannas Herzblut ist und bleibt aber der Familienbetrieb. Gemeinsam mit ihren Eltern und Schwester Helene bildet sie ein geniales Team. Klar hält Gerhard als Mastermind nach wie vor die Fäden in der Hand, doch beide Töchter haben durch ihre Ausbildungen ein super Rüstzeug und zudem spannende Auslandserfahrung gemacht. Da wird in Zukunft noch viel kommen!
KOSTN O TIZEN
MARDONNA ROSÉ 2025
Ein facettenreicher Rosé der Spaß macht! In der Nase Waldbeeren, Himbeere, Wiesenkräuter. Am Gaumen saftig und elegant.
PETILLANT
NATUREL BLANC DE BLANCS 2023, JOMA
PetNat mit Spaßfaktor: Fruchtig, trinkanimierend und balanciert. Leichter Süßekick, langer Abgang –perfekt zu Sommeressen.
CARNUNTUM ROT 2024
Dunkle Beeren und rauchige Würze - am Gaumen saftig und rund, im Finish fein strukturiert. Ideal für Grillabende oder gesellige Runden.

Größe: 65 Hektar
Wichtigste Rebsorten: Die Herkunft ist wichtiger als die Rebsorte. Wir konzentrieren uns aber auf Zweigelt, Blaufränkisch und Chardonnay.
Zertifizierung: Bio
Arbeit im Weingarten: Wir arbeiten biologisch zertifiziert, handwerklich aufwendig und sorgfältig. Dies bringt die jeweilige Herkunft der Weine noch prägnanter zum Ausdruck. Wir wollen keine überreifen Trauben, ernten daher punktgenau – ausschließlich per Handlese.
Arbeit im Keller: Wir behandeln Trauben, Moste und Weine schonend. Wir pressen sanft und pumpen nicht. Die Trauben jeder Lage werden separat in eigenen Gebinden spontanvergoren – abhängig von Rebsorte, Herkunft und Jahrgang. Auch der Reifeprozess hängt vom jeweiligen Wein ab und vollzieht sich in großen Holzfässern, Barriques, Beton-Eiern, Amphoren oder Stahltanks.
PINOT NOIR 2024
Fruchtig-frisch mit roten Beeren und Hagebutte. Weicher Gaumen, kristalline Säure – ein zugänglicher Klassiker aus Carnuntum.
RIED KIRCHWEINGARTEN 1ÖTW 2022
Komplexität, Tiefe und ein dichtes Gerbstoffgerüst. Der lange Abgang trägt subtile Würznuancen –perfekt zum Feinabstimmen mit reifem Käse.
RIED ROSENBERG 1ÖTW 2022
Intensive Aromen von Cassis, Wacholder und Nelken, mit eleganten Tanninen. Am Gaumen sehr kompakt,–ein Carnuntum-Wein für festliche Speisen.
MICHAELA RIEDMÜLLER GEERDET AM BRAUNSBERG


2023 DOWN TO EARTH CONCRETE
Im Duft ist er völlig losgelöst von jeglicher Konvention, hat einen ganz leichten flinty Touch und eine kraftvolle wilde Würze, wie Garrique – Rosmarin, Majoran und Bohnenkraut. Earl Grey Tee und fleischige Noten kommen mit der Zeit im großen Glas noch dazu. Im Mund spiegelt sich die Leichtigkeit des Jahrgangs wider. Es gibt außerdem viel Salzigkeit und Spannung. Dieser Welschriesling ist ein freier, genialer Geist und ein Wildfang, der sich nicht um Konventionen schert, sondern einfach ist wie er ist. Mutig und frei wie Ronja Räubertocher.
WEINGUT MICHAELA RIEDMÜLLER CARNUNTUM
www.michaelariedmueller.at
In Hainburg an der Donau, im östlichsten Eck Österreichs kurz vor der slowakischen Grenze, verwirklicht Michaela Riedmüller ihre Vorstellung von charakterstarken, herkunftsgeprägten Weinen. Die Verantwortung für das elterliche Weingut übernahm sie früh: Seit sie 19 Jahre alt ist, bewirtschaftet sie die Weingärten an den steilen Hängen des Braunsbergs und Spitzerbergs – zwei einzigartige Lagen mit Idealbedingungen für Blaufränkisch, jener Sorte, für die Michaela bereits mehrfach ausgezeichnet wurde. Die Weine sind geradlinig, mit Struktur, Eleganz und einer salzig-mineralischen Note, kurzum: 100% Terroir.
Im Weingarten setzt Michaela auf nachhaltige Bewirtschaftung, im Keller auf Low Intervention. Seit 2016 ergänzt die Naturweinlinie „„Down to Earth“ ihr Sortiment: sieben Weine, die die Diversität des Braunsbergs erlebbar machen. Inspiration findet sie auf Reisen und im Austausch mit Kolleg:innen – wodurch sie auch ihren eigenen, individuellen Stil entwickelte.
KOSTN O TIZEN
DOWN TO EARTH, CONCRETE 2023
Mineralische Frische und Aromen von Apfel und Ingwer. Ein echter Naturwein, unfiltriert –perfekt zu Meeresfrüchten oder als Aperitif.
DOWN TO EARTH, GANZ UND GAR NICHT 2022
Lebendige Säure und eine Prise Würze. Ideal zu leichten Gerichten oder einfach zum Genießen bei einem entspannten Abend.
DOWN TO EARTH, ROSÉ 2023
Frisch, fruchtig und leicht – dieser Rosé ist der perfekte Begleiter für sonnige Tage oder als Aperitif. Unkompliziert und einfach lecker.

Größe: 8 Hektar
Wichtigste Rebsorten: Blaufränkisch, Grüner Veltliner, Welschriesling
Wichtigste Lagen: Ried Braunsberg (Hainburg), Ried Spitzerberg (Prellenkirchen)
Arbeit im Weingarten: 100% Handlese, biologisch-organisch, Simonit&Sirch für Rebschnitt und Grünarbeit
Arbeit im Keller: Low Intervention
Fässer: 500 Liter Fässer, Großteil Stockinger Ybbstaler Eiche, Schneckenleitner, St. Martin oder gebrauchte importierte Fässer aus Frankreich. Vereinzelt Barriques im Einsatz, welche bereits 6-10 Füllungen hinter sich haben, werden aber zum Großteil für unsere Naturweine eingesetzt oder als Maischegärständer für Maische oder auch nur für den Saft. Neben den Fässern sind auch Betoneier und Keramikfässer im Einsatz.
Exportanteil: ca. 25%
Händler in Österreich: Döllerer, Thomas Reither (Vorreither)
Händler International: USA (Credowines), London (Lady of the Grapes), Berlin (8greenbottles), Kopenhagen (Uncorkmywine), Schweiz (Flaschenpost), Hamburg (Weinstil), Essen (Vino Grande)
FEDERNELKE WEISS
CARNUNTUM DAC 2023
Allrounder im Glas: Klar, frisch und ausgewogen. Diese Cuvée begleitet Fischgerichte ebenso wie ein entspanntes Abendessen
RIED BRAUNSBERG
BLAUFRÄNKISCH 2021
Feingliedeiger Blaufränkisch, mein persönlicher Favorit im Carnuntum mit samt-seidiger Textur und Tannin und eleganter Beerenfrucht.
RIED SPITZERBERG
BLAUFRÄNKISCH 2021
Aromen von roter Waldbeere, Lakritze und frischem Bergamotte, am Gaumen saftig mit kühler Mineralität und feiner Salznote im Finish.
BIRGIT WIEDERSTEIN DIE INTUITION ZEIGT DEN WEG


2024 EXTRAVAGANZA
Im Duft des leuchtend zartgoldenen Weins gibt es Noten von kräutrigem Wiesenheu, etwas Tabak, Apfel und saftig reife Birne. Das zusammen wirkt subtil, ist voll Finesse. Der Wein erinnert an ein leichtes, mit hellen Farben bedrucktes Seidentuch, durch das ein Sommerwind weht. Er spielt mit vielen Facetten, bleibt aber stets zart und ruhig. Am Gaumen ist er vielschichtig, elegant samt zarter Frucht und feiner Säure. Mit Luft und im größeren Glas entwickelt sich der Extravaganza besonders schön. Wichtig ist nur, dass die Temperatur dabei nicht zu hoch wird. Tipp: In eine Karaffe umgießen und anschließend wieder kühlen.
WEINGUT BIRGIT WIEDERSTEIN, CARNUNTUM
www.wiederstein.at
Als One-Woman-Show treibt Birgit Wiederstein eine ständige Neugierde an. Kreativität schwingt in jedem Prozess mit. 1998 hat sie ihren ersten Wein gekeltert. Einen Riesling. Vier Jahre später und nach Abschluss der Weinbauschule Klosterneuburg ist sie in den elterlichen Betrieb eingestiegen und hat ihn seitdem nach ihren Vorstellungen und Bedürfnissen weiterentwickelt. Was vor allem bedeutet: die Umstellung auf biologische Bewirtschaftung. Heute ist Biodynamie Standard.
Etwa zur Hälfte wachsen rote und weiße Trauben in den Weingärten. Typische Carnuntum-Rebsorten wechseln sich mit Besonderheiten ab. Dazu zählen unter anderem der rare Braune Veltliner oder der Harslevelü, auch Lindenblättriger genannt. Pinot Noir, der fordert und gibt, hat zudem einen wichtigen Platz in ihrem Herz. Wiedersteins Serie berührt auf der Gefühlsebene, jeder einzelne Teil davon ist subtil, voll Leichtigkeit und vor allem individuell.
KOSTN O TIZEN
PERLENSPIEL BRUT NATURE
JOHANNITER BIO 2022 METHODE TRADITIONELLE
Sprudelnder Veltliner-Charme. Quitte, Brioche und Kräuterwürze in der Nase. Feine Perlage, trocken und präzise am Gaumen.
ANNA BLUME 2023 - HARSLEVELÜ / LINDENBLÄTTRIGER BIO
Floral-aromatisch mit Linden- und Muskatnoten,–leichtfüßig mit feinem Fruchtspiel. Ein genderfreies Bouquet, das einfach Freude macht.
EXTRAVAGANZA 2024BRAUNER VELTLINER BIO
Nussige Würze und reife Frucht, klar strukturiert und lebendig. Brauner Veltliner mit mineralischer Eleganz und Zug.

Größe: 6 ha
Wichtigste Rebsorten: 55 % Rot (Zweigelt, Merlot, Pinot Noir, Blaufränkisch), 45 % Weiß (Sauvignon Blanc, Grüner Veltliner, Gelber Muskateller, Brauner Veltliner, Harslevelù)
Lieblingsarbeit: Die Handarbeit im Weingarten und die Weinlese –das Ernten ist immer speziell! Das Beobachten der Natur, die Suche nach dem Charakter der Weine, Maische barfuß stampfen, das Wein verkosten und Wein zu verstehen versuchen; eigentlich mag ich jede Aufgabe, außer Traktor fahren, aber seit ich mir dabei Hörbücher vorlesen lasse, ist auch Traktor fahren ok.
ZIRKUS ZIRKUS ROT 2024ZWEIGELT BIO
Expressiv & saftig: Dunkle Kirsche, Würze und Kreide-Touch. Moderates Tannin, klarer Charakter – ein charmanter Rotwein.
EIN TRAUM 2022CUVÉE ROT BIO
Rubinrot, sehr elegant und sanft – mit Aromen von Cassis, feinen Kräutern und weichem Tannin. Ein finessenreicher Statement-Rotwein!
DIVA 2022PINOT NOIR BIO
Rosig dufetende Beerenaromen in der Nasedie Lage Rosenberg verspricht nicht zu viel! Ein schöner Wein.
ELENA & PAUL SCHABL
JEDE FLASCHE
ERZÄHLT, WAS FAST NICHT PASSIERT WÄRE


2023 ROTER VELTLINER RIED STEINBERG WAGRAM DAC
Der Wein überzeugt auf ganzer Linie. Er duftet wie reifer gelber Pfirsich, Williams Birne und saftige Mango, dazu kommt Blütenhonig, Kreuzkümmel und Safran. Im Mund ist er lebendig, schmelzend und charakter- wie ausdrucksstark, ohne sich dabei wichtig zu nehmen. Die Ried Steinberg, besteht aus einem sandigen Lössgemisch. Der sanfte, warme Hang ist windig. Die Pflanzen trocknen hier nach Regen oder Nebel schnell ab. Ein ideales Terroir also für den Roten Veltliner.
WEINGUT SCHABL WAGRAM
www.weingut-schabl.at
Elena und Paul Schabl waren beruflich bereits etabliert, als sie beschlossen, Pauls Familienweingut zu übernehmen. „„Fast wäre das alles nicht passiert. Aber Bio hat uns wieder zusammengebracht“, bringen es die beiden auf den Punkt. Elena studierte Agrarökonomie, lernte Paul kennen, schwärmte von Bio und regenerativer Landwirtschaft und er fing Feuer – „„und nun sind wir hier!“ Wie gut ihnen ihre neuen Rollen als Winzerin und Winzer stehen, beweisen sie mit ihren Low Intervention Weinen.
Heute steht das Weingut zwischen organisch und biodynamisch – getragen von Wissenschaft und Intuition. Der Fokus liegt auf Roter Veltliner und Grüner Veltliner, die beiden Hauptsorten des Wagrams, die nach einem minimalistischen Ansatz bewirtschaftet und vinifiziert werden. „„Wir arbeiten hart im Weingarten, damit wir es im Keller nicht müssen“, so die Strategie der Schabls. Das Ergebnis: Weine mit Herkunft – ehrlich, pur und klar. Funk ist willkommen – Fehler nicht.
KOSTN O TIZEN
ROTER VELTLINER
KÖNIGSBRUNN 2024
Leicht salzig, feine Mineralität, frische grüne Birne, zarte herbale Noten.
ROTER VELTLINER RIED
STEINBERG 2023
Rote Beeren und Pfeffer in der Nase; am Gaumen klar, frisch und strukturiert mit einem knackigem Finish – kraftvoller Wagram-Charakter.
GRÜNER VELTLINER
RUPPERSTHAL 2024
Noten von grünem Apfel und Kräutern, begleitet von knackiger Frische und mineralischem Zug – mit viel Trinkfreude.

Größe: 10,5 Hektar
Wichtigste Rebsorten: Roter Veltliner, Grüner Veltliner
Zertifizierungen: organisch-biologisch
Wichtigste Lagen: Ried Mordthal, Ried Steinberg, Ried Hochrain
Arbeit im Weingarten: Wir achten darauf, dass unser Boden lebendig bleibt und zukunftsfit ist. Wir ernten früh und erhoffen uns mehr Stabilität während der Gärung.
Arbeit im Keller: Weniger ist oft mehr!
Fässer: sehr viel Edelstahl, einige 500L Akazien/Eichenfässer, ein paar gebrauchte Barriques
Exportanteil: 30 %
Händler: Wir arbeiten mit Partnern in Belgien, China, Dänemark, Deutschland, Finnland, Japan, Kanada, Niederlande, Schweiz, USA und suchen weltoffene Foodund Winelovers :)
GRÜNER VELTLINER
RIED HOCHRAIN 2024
Apfel, Honigmelone und Wiesenkräuter in der Nase; am Gaumen saftig, frisch und mineralisch mit weißem Steinobst im Finish
REBELL NATURELL - ROSÉ 2022
Intensive Erdbeerfrucht, malzige Tiefe und spürbare Gerbstoffe – trocken, komplex und voller Charakter. Super Sommerbegleiter!
PET NAT SCHAUMWEIN BRUT 2024
Feine Perlage, animierende Trockenheit und pure Riesling-Frucht – lebendig, unfiltriert, ein prickelndes Unikat.
DANIELA VIGNE & TONI SÖLLNER
SIE BRINGEN DEN WAGRAM ZUM BLÜHEN


2021 IRDEN
Der Irden hat eine goldgelbe Farbe mit ganz feinen Bernsteinreflexen, was schon zeigt wo die Reise hingeht. Im Duft mischen sich rauchige Anklänge, Trockenfrüchte, Fenchelsamen, etwas Pfeffer und ganz leicht Moschus. Oxidative Noten –Fehlanzeige. Der zupackende Charakter des Weins ist das Erste, was am Gaumen auffällt. Er hat einen tollen Grip, ist fest strukturiert und dabei richtig lässig im Fluss. Das alles ist in viel Leichtigkeit (gerade einmal 12 Prozent Alkohol) eingebettet. Er strahlt wie eine herbe, hochsympathische Schönheit und ist eine spannende Alternative für alle, die mit Rotwein (noch) keine Liebesbeziehung haben.
WEINGUT SÖLLNER WAGRAM
www.weingut-soellner.at
Daniela und Julian Vigne und Toni Söllner haben eine einzigartige Weingartenwelt geschaffen, die von Artenvielfalt und Harmonie geprägt ist. Gemeinsam führen sie das Familienweingut Söllner in Gösing am Wagram, das seit 1995 in fünfter Generation besteht. Neben dem Weinbau betreibt das Trio Ackerbau, pflegt Streuobstgärten, bewirtschaftet einen Mischwald und schafft Blühflächen – alles im Einklang mit der Natur. So viel Lebendigkeit in und rund um ihre Weingärten überträgt sich auch auf den Wein.
Tonis Vater war ein Pionier am Wagram: Er führte die Begrünung ein und pflegte die von seinem Vater übernommen Roten Veltliner Stöcke weiter. Er war somit einer der wenigen, die diese Wagramer Rarität nicht in Vergessenheit geraten liesen. Mit dem Kennenlernen von Daniela wurden die ersten Versuche mit biologischem Anbau 1995 begonnen. Mit den Jahren perfektionierten die beiden die damals unübliche Art und Weise von Landbau und ergänzten ab 2004 mit biodynamischen Methoden. Selbst erzeugter Kompost, Pflanzenvielfalt und humusreiche Böden sorgen für Weine mit Seele – klar, fokussiert & lebendig.
KOSTN O TIZEN
PÉTILLANT DE LA VIGNE - FLASCHENVERGORENER
SCHAUMWEIN - METHODE
ANCESTRALE 2.0
Beeren- und Kräuternoten und floral in der Nase, lebendig, feinherb und feinperlend am Gaumen - ein Naturperler der gute Laune macht.
GEMISCHTER SATZ 2025
WAGRAM DAC 11,5 % VOL
Leicht & beschwingt: Kräuterduft, Pfirsich und Fruchtsüße. Mit frischer Säure und Mineralik, federleicht und sommerlich.
TONI GRÜNER VELTLINER 2025
WAGRAM DAC 11,5 % VOL
Leichter, frischer Veltliner, perfekt balanciert. Trinkveltliner mit Charakter

Größe: 14 Hektar
Wichtigste Rebsorten: Grüner Veltliner, Roter Veltliner, Riesling, Zweigelt, diverse pilzwiderstandsfähige Sorten
Zertifizierungen: biologisch
Wichtigste Lagen: Gösinger
Lagen: Berg Eisenhut, Hengstberg, Fumberg, Weelfel, Goldberg
Arbeit im Weingarten: Biologischer Weinbau seit 1995, biodynamische Präparate, Strohmulch, Humusaufbau, sanfter Rebschnitt, Hagelnetze, Ernte bei kühlem Wetter.
Arbeit im Keller: Schonende Verarbeitung, Gärung mit eigenen Hefen, Rotwein in Maischegärung, Reifung in Holzfässern, teils unfiltriert abgefüllt.
Fässer: Edelstahltanks, Holzfässer 1.000 bis 4.000 Liter, Steinzeugbehälter, 500 Liter Eichenfässer für Rotwein.
Exportanteil: 50 %
Händler in Österreich: Anna am Markt, Der Weinladen, Pub Klemo, Biohof Adamah, Weritas, Vini Mediterranee, Winemonkeys, Die Genusskramerei, Getränke Wagner Handels GmbH, Wieser Kolarik + Leeb GmbH, GRÜNER VELTLINER, Egon Wille, Morandell
ROTER VELTLINER VON GÖSING 2025 WAGRAM DAC 12% VOL
Subtil, feinblumig in der Nase, fein, erfrischend, nuanciert am Gaumen, elegant-würzig und mit toller Balance.
ROTER VELTLINER RIED BERG EISENHUT 2023 WAGRAM DAC
Herb-fruchtiger Duft mit feinen Kräuternoten, im Mund klar und mit schönem Grip – ein frischer Dramatiker von den kalkreichen Schotterterassen.
IRDEN ALLERLEI WEISS IM STEINZEUG 2021
Kompexe Frucht, cremige Textur und mineralische Tiefe. Das Ergebnis: Charakter pur im rustikaleleganten Mantel.
LUKAS STROBL NACH LUST UND LAUNE


2022 ROTER VELTLINER REYNISFJARA
Im Duft positioniert er sich eindeutig als Roter Veltliner. Was heißt: satte gelbe Frucht – reifer Pfirsich und saftige Orange – trifft auf würzige Noten. Darunter Pfeffer, Muskatblüte und reichlich Safran. Akazienhonig steuert eine feine süße Anmutung bei. Im Mund spiegelt sich die Aromatik nahezu deckungsgleich wider. Der Wein ist stoffig strukturiert, wirkt aber durch seine lebendige Säure zu keinem Moment mollig. Der moderate Alkoholgehalt macht das Ganze zudem sympathisch. Ein Musterbeispiel für den Wagram und die Rebsorte. Der Wein kommt unfiltriert mit einer geringen Schwefeldosis in die Flasche. Vom 2022er gibt es nur ein 225-Liter Fass, also 300 Flaschen. Wer Lust auf so richtig viel Wagram hat, muss schnell sein.
WEINGUT STROBL WAGRAM
www.clemens-strobl.at
Lukas Strobl hat in seiner noch relativ jungen Winzer-Karriere bereits eine beeindruckende Entwicklung durchgemacht. Während die Artenvielfalt im Weingarten immer mehr wird, wird die Arbeit im Keller weniger. Ersteres passiert durch biologische Bewirtschaftung und Handarbeit, zweiteres weil Lukas auf Minimalintervention, Individualität und Bauchgefühl setzt.
„„Dass ich Landwirt werde, hätte ich mir als Jugendlicher nie gedacht“, erinnert er sich. 2008 gründete sein Vater Clemens als Quereinsteiger das Weingut am Wagram.
Lukas studierte daraufhin International Wine Business in Krems und sammelte Erfahrungen in Südtirol und an der Mosel. 2019 trat er in den Familienbetrieb ein, 2020 übernahm er die Verantwortung für die Produktion. Hauptaugenmerk gilt Grüner Veltliner, Riesling und Pinot Noir. Seit 2019 vinifiziert Lukas außerdem seine eigene Weinlinie „„LuSt“ – einst seine Spielwiese, heute eine etablierte Marke neben den Strobl Weinen.
KOSTN O TIZEN
LUST & LAUNE 2023
Apfelblüte und eine herbe Würze vereint. Am Gaumen saftig und lebendig, mit klarer Frische und trinkfreudigem Flow – Wagram-Feeling pur.
ROSÉ DONAUSCHOTTER 2024
Himbeergeist, Beerenfrucht und Kräuterwürze in der Nase. Frisch, salzig und elegant am Gaumen – perfekt für Sommertage.
REYNISFJARA 2022
Veltliner mit Kick! Schwarzer Pfeffer, gelbe Frucht und Kalkmineralik. Kraftvoll, würzig und mit klarer Struktur.

Größe: 15 Hektar
Wichtigste Rebsorten: Grüner Veltliner, Roter Veltliner, Riesling, Pinot Noir
Zertifizierungen: bio
Wichtigste Lagen: Pfaffenberg, Spiegel, Rosenberg, Mordthal, Schlossberg
Arbeit im Weingarten: biologische Kreislaufwirtschaft und noch weit darüber hinaus.
Arbeit im Keller: Zeit statt Intervention.
Fässer: Edelstahl, kleines und großes Holz von unterschiedlichen Herstellern und Betonei.
Exportanteil: 35 Prozent
Händler: Lobenbergs, Messeritsch, trinkreif, Weinturm, Löffelsend Berlin, Husted Vin Kopenhagen, Newcomer Wines London.
LÖSSLING 2022
Sehr viel Würze, knackige Gelbfruchtigkeit, hat tollen Trinkfluss und einen eleganten Gerbstoff, der ihn noch anspruchsvoller macht.
ROSEN 2022
Ein Riesling, der neugierig macht. Feine Blütennoten, Apfel und Steinobst; am Gaumen zart mit salziger Frische und angenehmer Trinkbalance.
HENGST 2021
Geilster Pinot aus Wagram: Beerenfrucht, Kräuter und florale Noten. Elegante Tannine, samtiger Körper und Burgund-Charakter.
KARL FRITSCH IM EINKLANG MIT DER NATUR


2021 PINOT NOIR P
Der Wein hat eine unprätentiöse Art. Der ausgezeichnete Jahrgang steht für Harmonie, Struktur und Langlebigkeit. Durch die BioBewirtschaftung erreicht Fritsch zudem eine frühe physiologische Reife und so Trauben, die lebendige Frucht, Säure und Frische mitbringen. Alles essenzielle Faktoren beim Burgunder. Die helle, durchscheinende Farbe untermauert die Stilistik. Im Bukett gibt es eine Mischung aus roten Beeren, Zwetschken, feinen erdigen Noten und eine delikate Kräuterwürze. Der Wein hat balancierte Gerbstoffe, viel Komplexität und einen feinen Zug. Er lässt sich bereits fantastisch trinken, kann aber noch eine längere Zeitspanne reifen.
WEINGUT FRITSCH WAGRAM
www.fritsch.cc
Wenn Karl Fritsch an seine Anfänge zurückdenkt, muss der Wagramer Winzer schmunzeln. Sein Vater, so erzählt er, habe ihn in jungen Jahren vor die Entscheidung gestellt, zwischen Ackerbau, Viehhaltung und Weinbau zu wählen. Als er 1985 die Weinbauschule in Krems abschließt, steckt die Branche gerade inmitten des Weinskandals. Ein ernüchternder Start für den jungen Weinbauern, der vor Enthusiasmus und Energie nur so sprühte. Zwei Jahre später bringt er mit „„Windspiel“ seinen ersten Wein mit damals undenkbaren 10,5 % vol. Alkohol in die Flasche.
Verschiedene Lebensumstände führen dazu, dass Karl Fritsch sein Dasein als Winzer mit den Jahren grundlegend hinterfragt. 2006 wird er Gründungsmitglied von respekt-BIODYN. Die Kunst des Weinmachens liegt für ihn heute darin, die Trauben bis zu ihrer physiologischen Reife lediglich zu begleiten und ihnen dafür ausreichend Zeit einräumen. Damit jede Sorte ihr eigenes, herkunftstypisches Geschmacksprofil zeigen kann.
Größe: 27 Hektar
Wichtigste Rebsorten: Grüner Veltliner, Roter Veltliner, Riesling, Pinot Noir
Zertifizierung: Biodynamisch (seit 2009), respekt-BIODYN (seit 2006, Gründungsmitglied)
Wichtigste Lagen: Ried Mordthal 1ÖTW, Ried Steinberg, Ried Schlossberg 1ÖTW
Wichtigste Böden: Löss und Löss mit Unterböden aus Schiefer und Granit bzw. Konglomeraten und Verwitterungsgestein
Arbeit im Weingarten: Biodynamisch, 100% Handlese, eigene Kompostwirtschaft
Arbeit im Keller: Keine Schönungsmittel, Zusatzstoffe und Hilfsmittel, mechanische Belastungen werden durch die Nutzung von Gravitation und Vibration vermieden (keine Pumpe, keine Schnecke), Spontangärung, bis zu zwei Jahre Lagerung auf der Feinhefe in Fässern, Schwefeleinsatz von maximal 60-65 mg/l, Weine wie Purist® und Materia Prima sind komplett schwefelfrei
Fässer: Edelstahltanks, französische Eichen- und Akazienfässer, Betonamphoren, Betone
Exportanteil: Über 60 Prozent
Händler: Morandell, Wein Wolf, Wein&Co und in ausgewählten Vinotheken
KOSTN O TIZEN
RIED STEINBERG 1ÖTW WAGRAM GRÜNER VELTLINER 2023
Feine Zitrusnoten gepaired mit filigranem, festem Gerbstoff und leichter Salzigkeit.
RIED SCHLOSSBERG 1ÖTW
WAGRAM GRÜNER VELTLINER 2023
Mix aus Mango, Apfel und Limette, würzig mit Kräuterspiel – elegant und animierend mit kristallklarer Struktur.
RIED MORDTHAL 1ÖTW
WAGRAM RIESLING 2023
Eher etwas ruhiger in der Nase, mehr auf der Würze. Hoher Trinkfluss und Trinkspaß.

WAGRAM ROTER VELTLINER 2024
Exotische Frucht wie Birne und Pfirsich, lebendig und mit nussigem Abgang –mineralisch frisch mit eleganter Struktur.
RUPPERSTHAL /
WAGRAM PINOT NOIR 2023
Rote Waldbeeren und ein Hauch Tabak, saftig und lebendig mit zarter Fruchtsüße im Finish.
MATERIA PRIMA 2022
Maischevergoren & easy: Rosé, Jasmintee und Kräuterwürze. Veltliner und Traminer spielen zusammen mit leichten Tanninen.

2025

Roter Veltliner Terrassen
Wagram DAC
Josef Bauer +43 664 5846315
info@familiebauer.at www.familiebauer.at

BIOWEINGUT. HARMONIE VOM REBSTOCK BIS ZUM WEIN.

Wert gelegt wird auf gesunde Böden, Natur und Klima. Eine besondere Hingabe hat man für den Roten Veltliner: Schon zu Großvaters Zeiten wurde die regionale Rebsorte des Wagrams – der Rote Veltliner – mit eigenen Selektionen veredelt. Großriedenthal liegt am oberen Kamm des Wagrams, wo Löss, Schotter und Sandböden prägend sind. Die Burgundersorten wachsen auf kalkhaltigem Löss, während auf sandig-schottrigem Boden auch Riesling gedeiht.


MARKUS HUBER
INTERNATIONALE QUALITÄT


2023 RIESLING RIED ROTHENBART 1ÖTW TRAISENTAL DAC
Der Wein duftet wie saftig reife Zitrusfrüchte – Amalfi Zitrone, Limette und Grapefruit. Dazu kommt eine Spur weißer Pfirsich, etwas Ananas und im Hintergrund Jasminblüten. Wie eine Vitaminspritze wirkt der Wein im Mund, ist herrlich erfrischend, voller Lebendigkeit und hat eine supersaftige Pikanz. Die Aromatik aus dem Bukett zeigt sich eins zu eins wieder. Außerdem spürbar: eine feine dunkle Würzigkeit. Das ist sehr, sehr viel Riesling. Präzise, komplex, dicht, ausdrucksstark und vielschichtig.
WEINGUT MARKUS HUBER TRAISENTAL
www.weingut-huber.at
Markus Huber steht an der Spitze der Winzer:innen aus einer der aktuell spannendsten Weinregionen: dem Traisental. Der Decanter nannte ihn einst sogar „„Wunderkind“. 2000 übernahm er mit nur 21 Jahren den Familienbetrieb und machte rasch auf sich aufmerksam. Als wichtigsten Karriereschritt sieht er die Umstellung auf Bio. 2008 angefangen, war sie 2018 für das gesamte Weingut abgeschlossen. Heute bewirtschaftet Huber rund 60 Hektar und 140 Parzellen und exportiert seine Weine in über 35 Länder.
Sein Erfolg liegt in den kalkreichen Böden des Traisentals begründet, die den Weinen eine unverwechselbare Mineralität und Struktur verleihen. Besonders stolz ist Huber auf die Ried Berg, in der Grüner Veltliner und Riesling wachsen. Er engagiert sich zudem aktiv für den Umwelt- und Klimaschutz und wurde in Niederösterreich als Best-Practice-Beispiel ausgezeichnet. Sein Ziel ist klar: ein unverkennbarer Stil, der das Traisental national wie international bekannt macht.
KOSTN O TIZEN
GV OBERE STEIGEN 2024
Frisch und saftig mit knackiger Säure, grünen Apfelnoten und feiner Pfeffrigkeit. Ein Grüner Veltliner, der sofort Laune macht.
GV RIED ALTE SETZEN ERSTE
LAGE 1 ÖTW 2023
Dichter, voller mit viel Frucht und Würze, feine Kräuter und eine mineralische Klammer. Klarer Veltliner mit gutem Rückgrat.
RIESLING RIED ROTHENBART
ERSTE LAGE 1 ÖTW 2023
Fruchtig mit Zitrus und Pfirsich, saftig und frisch, dazu eine angenehme Kräuternote. Schöner Schliff und elegant.

Größe: 60 Hektar
Wichtigste Rebsorten: Grüner Veltliner, Riesling, Chardonnay
Zertifizierungen: Bio Zertifizierung (seit 2018), Sustainable Austria Zertifizierung, IFS
Wichtigste Lagen: Ried Berg, Ried Alte Setzen, Ried Spiegeln
Arbeit im Weingarten: Bewirtschaftung mit Kräuterextrakten und Bakterienkulturen in Kombination mit organisch-biologischen Methoden; biodynamische Präparate werden eingesetzt
Exportanteil: 60 Prozent
Händler: Morandell, Wagner, Del Fabro, Wein&Co, Pfanner, Transgourmet, Weinwolf uvm.
PINOT BLANC ALTE REBEN 2024
Rund und weich, mit zarten Birnenaromen und einem Hauch von Honig. Angenehm cremig mit feiner Frische.
METAMPORHOSIS 2022
Ein spannender Cuveé, voll und würzig mit feiner Struktur und frischer Säure. Vielschichtig und zugänglich. TOP!
PINOT NOIR ALTE REBEN 2023
Sanfte rote Beeren, feine Würze und ein eleganter, samtiger Abgang. Zeigt viel Charakter ohne zu schwer zu sein.
MIKE NÄHRER
ER BEWAHRT DAS ERBE DES TRAISENTALS


2021 KARPFEN [CARPO]
Der [carpo] ist ein selbstbewusster, sympathischer Charaktertyp. Im Duft: gelbe Frucht – saftige Marille und Mango – genauso wie eine Spur Guave. Das wirkt aber keineswegs laut und plakativ, sondern schwingt im Gleichklang mit nussigen Noten, Kreuzkümmel und Safran. Der Wein ist puristisch, eindringlich, hat Finesse und einen gut dosierten Grip. Der gibt dem Ganzen einen festen Kern. Mit viel Luft im großen Glas und bei annähernd Rotweintemperatur, kommen im Wein ständig neue Schichten zum Vorschein. Fast so, wie wenn man eine Zwiebel teilt. Aufgelegt ist, Mike Näher zu fragen, was er zu seinem Wein kocht. „Unbedingt Fisch. Karpfen – klar – oder Wels. Aber auf keinen Fall deftig mit Speck. Eine schönere Harmonie entsteht, wenn man Zitrusnoten und Gemüsiges wie Erbsen dazu kombiniert.“
WEINGUT VERGESSENE GÄRTEN TRAISENTAL
www.vergessene-gaerten.at
Mike Nährer ist Gastronom, Haubenkoch und seit 2018 auch Weinbauer. Rund um sein Gasthaus im Traisental spürt er lange vernachlässigte Weingärten auf und führt sie behutsam zurück in die Bewirtschaftung. In der Anfangsphase begleiteten ihn Tom Dockner und Jürgen Leitamayr bei den ersten Schritten und Vinifikationen. Die Weine zeigten von Beginn an eine klare Handschrift: leichtfüßig, charaktervoll und trinkanimierend. Geprägt vom kühlen Klima und den kalkreichen Böden des Traisentals.
Heute vinifiziert Nährer eigenständig. 1 Hektar wird konsequent in Handarbeit bewirtschaftet, ohne Herbizide, Pestizide oder Fungizide.
Der Ausbau erfolgt mindestens ein Jahr im Holzfass, gefolgt von weiterer Flaschenreife. Die Weine sind ungeschönt und unfiltriert, mineralisch geprägt und vielschichtig aufgebaut. Ihre Namen entstammen dem Althochdeutschen. Stilistisch sind sie kompromisslose, präzise Speisenbegleiter.
KOSTN O TIZEN
[DERBI] GENIESSEN (GV|FV|RR) 2022
Zitronenzeste, Apfel und weiße Blüten in der Nase, saftig und leicht würzig am Gaumen. Ideal für ein Picknick unter alten Obstbäumen.
[DIOB] SPITZBUBE (GM|GV|SB) 2022
Grüner Apfel, Gartenkräuter und ein Hauch Cassis – lebendig und frech am Gaumen. Trinkt sich am besten barfuß im Gras.
[DESUNGA] WALLUNG (BB|RB|BP) 2022
Rote Beeren, Hagebutte und ein Touch Erde –elegant mit feinem Tannin und zartem Grip.

Größe: 1 Hektar in Eigenbewirtschaftung, weitere Weingärten in Kooperation und unter strengen Vorgaben
Wichtigste Rebsorte: Weißburgunder, St. Laurent, Grüner Veltliner, Frühroter Veltliner, Chardonnay
Zertifizierung: ist der nächste Schritt
Arbeit im Weingarten: Alles Handarbeit, auch Traktor-Einsatz, biologische Vorgaben, keine Herbizide, Pestizide, Fungizide.
Wichtigste Böden: Kalk, stellenweise auch Schiefer und Kreide, Sand und Sandstein
Arbeit im Keller: Maischegärung, alles spontan vergoren, unterschiedliche Standzeiten je Jahrgang, mindestens ein Jahr im Fass, Low Intervention, ab 2023 Ganztraubenpressung.
Fässer: Stockinger und Schön Fässer aus dem Mostviertel, Stahlfässer
Exportanteil: 30%
Händler: Weinskandal, Morandell, Brut Nature (Schweiz), Österreich vin (Dänemark) - zudem auf der Suche nach weiteren interessanten Partner:innen für den internationalen Markt
[DENKĀRI] DENKER (SB) 2022
Perfekt für stille Momente und klare Gedankenduftet nach Fenchel, Zitronengras und kühlem Stein – ruhig, mineralisch und tief.
[CARPO] KARPFEN (CH|WB) 2021
Reife Birne, Haselnuss und ein Hauch Rauch –cremig, rund, mit mineralischer Länge. Schreit nach Ofengemüse und warmem Licht.
[BAHHA] BACHE (SL|RB)2020
Kraftvoll & stimmig: Kirsche, Waldboden und Pfefferwürze. Weicher Auftakt, dann Tiefe –harmonisch zu Wild und Wurzelgemüse.
Fuchs-Steinklammer
Hajszan Neumann
Weinbau Jutta Ambrositsch Wieninger
Wien
Die besten Winzer:innen Wiens gewählt von den besten Sommelièren und Sommeliers des Landes.
STEFAN & ALEXANDER
FUCHS-STEINKLAMMER
MEISTER DES GEMISCHTEN SATZES


2023 WIENER GEMISCHTER SATZ
DAC RIED WIESTHALEN
Er präsentiert sich im Glas in vielen Schattierungen. Ein echter Gemischter Satz eben. Anteile davon sind kräuterwürzige Noten vom Grüner Veltliner, aber auch abgezogene Mandel, Haselnuss und helle Kernobstfrucht, wie sie für die Weine der Burgunderfamilie typisch sind. Obendrüber liegt eine Portion Blumigkeit. Die stammt vom Traminer. Im Mund übernimmt der Riesling den ersten, anregenden Moment und steuert lebendige, frische Säure bei. Der hohe Prozentsatz an Burgunder prägt den strukturierten Körper. Der Wein hat Rückgrat, tolle Saftigkeit und endlosen Trinkfluss. Ein super Speisenbegleiter, der sogar bei intensiveren Gerichten mithalten kann.
WEINGUT FUCHS-STEINKLAMMER
WIEN
www.fuchs-steinklammer.at
Stefan und Alexander Fuchs sind die junge Generation am Wiener Weingut Fuchs-Steinklammer. Sie vereinen das Beste aus zwei Welten der Stadt: Da wäre einerseits der Bisamberg im Norden Wiens mit seinen leichten LössBöden, andererseits die Lagen im südlichen Mauer mit ihren schweren Lehm- und Kalkböden. Diese Kombination ist nicht nur ein Alleinstellungsmerkmal, sondern ermöglicht auch charakteristisch unverwechselbare Weine. Untrennbar verbunden ist das Weingut mit dem Gemischten Satz – mit Stefan und Alexander bereits seit zehn Generationen. Wobei sich ihre Gemischten Sätze nicht in eine Schublade zwängen lassen. Die bunte Palette reicht von klassisch bis zu Naturals in mehreren Farben. Trotz gesetzlicher Einschränkungen, die nur weiße Sätze zulassen, bleibt der Rote Gemischte Satz ein Markenzeichen des Weinguts.
Größe: 15 Hektar (50% im 21. Bezirk, 50% im 23. Bezirk)
Wichtigste Rebsorten: Wiener Gemischter Satz (klassisch, natural, rosé & rot), Pinot Noir, Cabernet Franc
Zertifizierungen: Bio (Austria Bio Garantie)
Wichtigste Lagen: Kadoltzberg (23. Bezirk), Wiesthalen (21. Bezirk), Sätzen (23. Bezirk), Gabrissen (21. Bezirk)
Arbeit im Weingarten: biologische Bewirtschaftung der Weingärten, viel Diversität, Bienenstöcke, Obstbäume…
Fässer: 80% Edelstahltanks, Barriquefässer, 500-Liter Holzfässer, großes Holz
Exportanteil: 10%
Händler: Weinskandal, Linke Weine, Döllerer, Genusskramerei, Haas&Haas, Maelström Vin, Wine Monger
KOSTN O TIZEN
BIO WIENER GEMISCHTER
SATZ DAC 2024
Super für den Sommer! Kräuterwürze und animierender Säure. Lebendig und vielseitig am Gaumen. Geiler Stoff.
BIO WIENER GEMISCHTER SATZ
DAC - RIED WIESTHALEN 2023
Wein, der richtig Spaß macht. Gelber Apfel, reife Birne und ein Hauch Bittermandel mit frischer Säure und feiner Kräuterwürze am Gaumen.
BIO NATURAL GEMISCHTER SATZ 2024
Rote und schwarze Früchte mit getrockneten Kräutern, pikanter Note und deutlich spürbarer Frische. Naturwein-Charakter mit Grip.

BIO NATURAL ROSE GEMISCHTER
SATZ ROSE 2022
Naturwein-Frische pur. Blutorange, Hagebutte, Quitte gepaart mit lebendiger Säure und feiner Würze – trocken und super trinkbar.
BIO NATURAL RED GEMISCHTER SATZ 2024
Ein Mix aus roten und schwarzen Früchten, Kräuterwürze und salziger Mineralität –ungeschönt, spontan vergoren und voller Vibranz.
BIO PINOT NOIR 2020
Reife Kirsche, Brombeeren, leichter Teer- und Kräuterduft – mit zarten Tanninen und klarer Frucht. Langlebig und elegant.
FRITZ WIENINGER NATÜRLICH WIENERISCH


2023 RIESLING RIED STEINBERG GRINZING 1ÖTW
Ein Wein, in den man fast so herzhaft hineinbeißen möchte, wie in einen knackigen roten Apfel. Im Duft erinnert er an einen Kronprinz Rudolf –im Garten direkt vom Baum geholt und an Ort und Stelle verspeist. Ein einfacher, aber kaum überbietbarer Genuss. Beim appetitlichen Bukett des Weins rinnt einem förmlich das Wasser im Mund zusammen. Neben der knackigen Apfelnote gibt es noch erfrischende Limette, weißer Pfirsich und eine ganz kleine Spur Maracuja. Das komplette Fruchtspektrum findet sich auch am Gaumen wieder und wird von anregend-saftiger Pikanz und Salzigkeit begleitet. Der Wein ist trotz seines großzügigen Ausdrucks geradlinig, hat eine tänzelnde, lebendige Säure und bleibt lange im Nachhall.
WEINGUT HAJSZAN-NEUMANN
WIEN
www.hajszanneumann.com
Sein Freund Stefan Hajszan wollte 2014 nicht mehr. Plötzlich hatte Fritz Wieninger also ein neues Weingut, dazu eine Buschenschank am Wiener Nussberg und ein Restaurant in Grinzing, dem heutigen 3-Sterne-Restaurant Amador. Bewirtschaftet werden die Weingärten – wie auch am Weingut Wieninger – nach biodynamischen Richtlinien (respekt-BIODYN). Dennoch gibt es stilistische Unterschiede: Weine von Hajszan-Neumann sind fordernder und mineralischer. Zudem umfasst das Sortiment auch Natural-Weine, die lange auf der Maische vergoren werden und weder geschönt noch gefiltert sind, darunter ein Gemischter Satz aus den Rieden Ulm und Weisleiten am Nussberg, der fünf Monate auf der Schale im Betonei gelagert und ohne jeglichen Eingriff abgefüllt wird.
KOSTN O TIZEN
GEMISCHTER SATZ NUSSBERG 2024
Große Klassik, modern verstanden. No more words needed. Perfekt!
GRÜNER VELTLINER NUSSBERG 2024
Frische Äpfel, weißer Pfeffer und zarte Zitrusnoten – lebendig und mineralisch. Ein Top-Veltliner mit knackiger Säure und würzigem Abgang.
RIESLING GRINZING
RIED STEINBERG 2023
Aromen von Weingartenpfirsich, Bergamot und einem Hauch Blütenhonig. Gut integrierte Säure, dunkle Mineralität und fruchtiger Abgang

Größe des Weingutes: ca. 20 Hektar
Wichtigste Rebsorten: Wiener Gemischter Satz, Riesling, Grüner Veltliner, Weißburgunder, Traminer, Zweigelt
Zertifizierung: Respekt-biodyn
Wichtigste Lagen: Ried Gollin, Ried Weisleiten, Ried Steinberg
Wichtigste Böden: Nussberg (Gollin, Weisleiten) – kalkreicher Muschelkalk, Steinberg – Wiener Sandstein mit Quarzeinschlüssen.
Arbeit im Weingarten: Biodynamisch, Dauerbegrünung, ertragsarmer Schnitt, Kompostwirtschaft, viel Handarbeit, Handlese, Balance-orientiert.
Arbeit im Keller: lange Maischestandzeiten, sehr reduzierter Eingriff, spontane Hefe, keine Schönungen
Fässer: Stahltanks, große Eichenfässer, Amphoren und Betoneier für Naturalserie.
Exportanteil: aktuell ca. 35%, Tendenz stark steigend
Händler: Döllerer Salzburg, Del Fabro Wien, Vinaturel Berg Deutschland, Leirovins Belgien, The Wine Republic China, Südhang Schweiz, Bodeboca Spanien, Fin Wine Thailand
GRÜNER VELTLINER GRINZING
RIED STEINBERG 2023
Super Sommer-Wein! Feine Maracuja-Noten, ein Hauch Apfel und florale Aromen. Saftig mit kraftvoller Säure und einem würzigen Nachhall.
WEISSBURGUNDER NUSSBERG RIED GOLLIN 2023
Reife gelbe Frucht, Weiße Blüten, gute Würzigkeit. So wie es sich gehört!
NATURAL CABERNET FRANC 2023, Frisch, mineralisch und einladend! Ein lebendiger Rotwein mit Aromen von roten Beeren, kühler Luft und feinen Tanninen.
RICHARD ZAHEL DER MIT DEM SCHMETTERLING


2024 PINOT GRIS KLEINES FASS
Der Wein leuchtet rotgolden aus dem Glas. Im Duft ist er zuerst rauchig-würzig, hat Noten von getrockneten Feigen, Koriander, Heu und weißem Nougat. Am Gaumen brilliert er mit feinem Gerbstoff und Salzigkeit, hat richtig guten Trinkfluss und eine balancierte Dichte. Das Hitzejahr ist in dem eigenständigen Wein zu keinem Moment spürbar. Trotz seiner sanften Säure wirkt er fließend, hat tollen Zug und viel Struktur.
WEINGUT ZAHEL
WIEN
www.zahel.at
Bei Zahel ist Weinmachen seit jeher Familiensache. An Richards Seite wächst nun auch Sohn Valentin in die Fußstapfen seiner Vorfahren. Der Schmetterling als Symbol für Natur und Lebendigkeit ist zum unverkennbaren Markenzeichen geworden. „„Wo Gift gespritzt wird, da stirbt auch die Natur“, sagte schon Richards Großvater – was dazu führte, dass bei Zahels seit Jahrzehnten statt Insektiziden und Herbiziden naturnahe Praktiken zur Anwendung kommen, die den Weingarten so unberührt wie nur möglich belassen. „„Wohlfühlweingarten“ nennt ihn die Familie, der durch die biodynamische und regenerative Bewirtschaftung nicht nur bessere Weine erzeugt, sondern für viele nachkommende Generationen gestärkt ist.
Apropos Generationen: Bekannt ist Zahel vor allem für seinen Gemischten Satz, dessen Potential Richard gemeinsam mit anderen Wiener Winzern vor rund 30 Jahren erkannte. Gemeinsam mit Sohn Valentin will er die Lagen in Mauer und Oberlaa zukünftig noch mehr herausarbeiten.
KOSTN O TIZEN
EIN WILDES GLÄCHEN
PET NAT WEISS
Saftig, frisch, fruchtig, sommerlich. Gemischter Satz, der von allen Rebsorten gibt
WIENER GEMISCHTER SATZ DAC 2024
Aprikose, Pfirsich und exotische Ananas in der Nase. Am Gaumen frisch, elegant und saftig, mit mineralischem Nachhall.
WIENER GEMISCHTER SATZ DAC GROSSLAGE NUSSBERG 2024
Strahlendes Strohgelb mit Duft nach reifer Birne, exotischem Touch und feiner Burgunder-Eleganz; am Gaumen zeigt er dezente Würze.

Größe: 32 Hektar
Wichtigste Rebsorten: Gemischter Satz, Orangetraube
Zertifizierung: Demeter (seit 2018), Bio (seit 2017)
Wichtigste Lagen: Am Wiener Nussberg Preussen und Kaasgraben, in Oberlaa Goldberg, in Mauer Kroissberg, Sätzen und Reisberg
Wichtigste Böden: Im Norden Muschelkalk-Verwitterungsböden, im Süden Dolomitenkalkgestein und aufgelagert Flyschsandstein
Arbeit im Weingarten: 100% bewässerungsfrei, 100% Handlese, biodynamische Bewirtschaftung nach Demeter
Arbeit im Keller: Alles auf der Maische zwischen 6 Stunden und 3 Wochen je nach Rebsorte und Jahrgang, Spontangärung im Stockinger Eichenfass (600 & 1200l), alle Weine unter 100 mg/l Schwefel, vieles auch nahezu schwefelfrei, ohne Filtration und Schönungen abgefüllt
Fässer: Stockinger (1200l, 500l & Barriques) für Weißweine, Chassin (Barriques LDL) für Rotweine
Exportanteil: ca. 40-45 Prozent
Händler: Transgourmet, DelFabro, Ammersin, Morandell, Weinhandel Wien, Fnb4U, Biogast/Kastner, Weinhaus Wakolbinger
WIENER GEMISCHTER SATZ DAC RIED KROISSBERG 2021
Elegant, jetzt schon ausgewogen mit viel Frische und leicht kandierte Frucht. Auch langfristig eine sichere Bank.
EIN KLEINES FASS GEMISCHTER SATZ 2023
Aromen von Pfirsich, Aprikose und zarter Zitruswürze. Am Gaumen würzig-mineralisch, mit hervorragend eingebundener Säure und langem Trinkflow
ANAMPHORA GEMISCHTER SATZ 2023
Steinobst, Blüten und Zitronengras; feines Tannin, lebendige Säure und ein mineralisch-salziger Abgang. Spannend!
LEITHABERG 198
Braunstein
Esterhazy
Nehrer
Weingut Joiseph
Liszt
Pasler
RauSchnitt
Projekt Wildtyp
SÜDBURGENLAND/
Andert
Beck
Gsellmann
Gut Oggau
Hareter
Muff
Pittnauer
Preisinger
Renner & rennersistas
Schmelzer
Schönberger
Tschida
NEUSIEDLERSEE/ LEITHABERG
Altenburger
Lautner
Gober&Freinbichler
Moric
Luka Zeichmann
Tinhof
Lichtenberger-González
Heinrich
Weingut Rosi Schuster
Umathum
Wenzel
NEUSIEDLERSEE
Kloster am Spitz
Weingut Ernst Triebaumer
Achs
Die besten Winzer:innen im Burgenland gewählt von den besten Sommelièren und Sommeliers des Landes.
Burgenland


LEITHABERG
DIE ZUKUNFT LIEGT IN DER HERKUNFT
Kaum eine Region schafft den Spagat zwischen Tradition und Tiefgang so präzise wie der Leithaberg. Kalk und Schiefer, kühle Wälder und die Wärme des Neusiedler Sees schaffen ein Terroir von seltener Eigenständigkeit.
Der Leithaberg profitiert von einer Konstellation, die es in dieser Form kein zweites
Mal gibt: Trotz unterschiedlicher Rebsorten und individueller Handschriften der Winzer:innen zeigen die Weine eine gemeinsame, klar erkennbare Aromatik. Verantwortlich dafür ist das Zusammenspiel von Leithakalk und Glimmerschiefer — Relikte eines urzeitlichen Meeres — mit pannonischem Klima, konstantem Wind und der temperaturausgleichenden Wirkung von Wald und See.

Der karge Boden begrenzt die Erträge und fördert Tiefe, Präzision und mineralische Spannung. Auf vergleichsweise kleiner Fläche entsteht so eine außergewöhnlich hohe Dichte an Spitzenweinen, die Komplexität mit Eleganz verbinden und ihre Herkunft unverkennbar transportieren.
Die Region setzt bewusst auf Vielfalt: Mehrere Rebsorten fungieren als Botschafter desselben Terroirs und machen den Leithaberg zugleich resilient gegenüber klimatischen Veränderungen. Weißburgunder, Chardonnay, Neuburger oder Grüner Veltliner als Leithaberg DAC Weiß sowie Blaufränkisch als rotes Pendant bringen unterschiedliche Facetten desselben Ursprungs
LEITHABERG DAC
Ansprechpartnerin: Victoria Altenburger
Adresse: Johannesstraße 25 7082 Donnerskirchen
Telefon: +43 650 54 00 411
Mail: wein@leithaberg.at
Website: www.leithaberg.at

zum Ausdruck. Gemeinsam ist ihnen ihre Struktur, ihre salzige Mineralität und eine präzise Säure, die sie zu außergewöhnlich vielseitigen Speisenbegleitern macht — Weine, die am Tisch ebenso überzeugen wie im Glas.
Die Zukunft der Region liegt in ihrer konsequenten Herkunftsorientierung: Vielfalt in den Sorten, Einheit im Ausdruck. Kalk und Schiefer liefern Spannung und Differenzierung, während das Zusammenspiel von See, Wald und pannonischer Wärme Jahr für Jahr Weine hervorbringt, die gleichermaßen charakterstark, langlebig und international anschlussfähig sind. Ein kleines Gebiet mit großer Perspektive.
FAMILIENWEINGUT BRAUNSTEIN BIODYNAMISCHE FAMILYPOWER


2022 CHARDONNAY RIED GUTTENBERG LEITHABERG DAC
Der aktuell noch jugendliche Burgunder zeigt sich schon recht zugänglich. Er duftet apart nach reifer gelber Frucht (Birne und ein wenig Marille), nach Tarocco-Orangen und Akazienhonig. Feine rauchige Noten mischen sich mit der Zeit dazu. Am Gaumen ist der Wein ein sanfter Riese, hat aber gutes Potential. Sein Säuregerüst ist präsent, wirkt aber fast samtig. Trotzdem ist der Chardonnay weit entfernt von üppiger Schwere. Wer den Wein im Moment vor dem Genuss in eine Karaffe füllt, tut ganz sicher das Richtige, um ihm noch mehr von seinem unverkennbaren Leithaberg-Charakter herauszulocken.
WEINGUT BRAUNSTEIN LEITHABERG
www.weingut-braunstein.at
Nicht über Tradition, sondern über einen Umweg fand Birgit Braunstein in den Weinbau – zunächst als Alternative zu einem Bürojob. Heute gilt sie als prägende Stimme für Blaufränkisch und als frühe Vertreterin biodynamischer Arbeitsweisen im Burgenland. Ihre Weine stehen für Präzision, Tiefe und jene Momente, die im Gedächtnis bleiben.
1995 übernahm sie das Weingut ihrer Eltern und verbindet seither Handwerk mit einer ganzheitlichen Haltung. „„Wein ist für mich ein Mittel, um Menschen emotional zu berühren“, sagt sie. Diese Idee tragen auch ihre Zwillingssöhne Felix und Max, bekannt als die „„Braunstein Brothers“, weiter. Zusätzlich zum Weinbau lädt Birgit zu Qigong-Wanderungen durch die Weingärten ein – als bewusstes Erleben von Natur und Rhythmus, ähnlich dem Rebstock selbst: fest verwurzelt und zugleich nach oben strebend. Mit Leidenschaft und Bodenverbundenheit entstehen Weine, die die Seele der Region spürbar machen. Ergänzt wird der Familienbetrieb durch ein Restaurant, das ihr Bruder Paul gemeinsam mit seiner Frau Alexandra führt.
KOSTN O TIZEN
BRAUNSTEIN BROTHERS M 2023
Florale Noten, Kräuter und Vanille, dazu Steinobst und ausgewogene Säurestruktur – rund und dennoch frisch
BRAUNSTEIN BROTHERS F 2022
Weich strukturierte Brombeere mit schwarzem Pfeffer, Kräuterwürze und feinem Grip –harmonisch und aromatisch. Dicht!
RIED GUTTENBERG 2022
Substanz & Finesse: Frucht, Holz und kalkige Mineralität im Einklang. Ein würzig-eleganter Weißburgunder mit langem Nachhall.

Größe: 22 Hektar (20 Hektar Weingarten, 4 Hektar Ausgleichsfläche für Ziegen, Schafe, Hühner, Bienen, Kräuter, Kirschbäume und Heu - Vitiforst Projekt Wildwux)
Wichtigste Rebsorten: Blaufränkisch, Weißer Burgunder, Chardonnay, Pinot Noir
Zertifizierung: Bio (seit 2006), Biodynamisch (seit 2009), Demeterzertifiziert, Vegan, Mitglied von „la Renaissance des Appellations“
Wichtigste Lagen: Leithagebirge mit den wichtigsten Lagen Goldberg, Felsenstein, Sonnenberg, Thenau, Guttenberg und Glawarinza
Wichtigste Böden: Muschelkalk, Glimmerschiefer, kristalliner Quarz, Urgestein
Arbeit im Weingarten: biodynamische Bewirtschaftung nach Demeter, düngender Kompost stammt vorwiegend von den eigenen Tieren, bewässerungsfrei
Arbeit im Keller: Behutsame Begleitung: low but not lazy natürliche Spontangärung, minimale Eingriffe, Lagerung im 400 Jahre alten Keller.
Fässer: Regionale Akazie, 500 Liter Fässer mit Begriffen wie „Freude“, „Liebe“), Amphore und Stahltank.
Exportanteil: 60-65% weltweit (außer Afrika)
Händler: Morandell, Wein & Co
BRIGID 2021
Klare Frucht, feine Würze und präzise Struktur. Mit einer Flasche kommst du nie durch, weil dieser Wein so einen Zug hat.
PINOT NOIR SONNNENBERG 2022
Pinot-Charme: Zarte rote Beeren, Kirsche und feiner Rauch. Leicht, elegant und naturverbunden im Burgenland ausgebaut.
BLAUFRÄNKISCH RIED
GLAWARINZA 2020
Frische rote Frucht mit Würze, feiner Salzigkeit und leicht kalkigen Tanninen. Lebendig, saftig und mit elegantem, mineralischem Finish.
WEINGUT ESTERHÁZY WO TRADITION AUF INNOVATION TRIFFT


RIED OBERER WALD PINOT BLANC LEITHABERG DAC
Im Duft zuerst Kreide, Kreide, Kreide. Daneben schwingt eine ganz feine, attraktive Frucht-Aromatik mit. Da sind helle Noten wie Birne und gelber Apfel, weiße Blüten und abgezogene Mandel. Der spezielle Jahrgangscharakter von 2023 (kühles Frühjahr, lange und warme Reifeperiode) steuert zudem eine elegante Säure und Schmelz bei. Der Wein ist genial burgundig strukturiert und lässt sich trotz seiner Jugend schon herrlich trinken. Am besten nicht zu stark kühlen und ab ins Burgunderglas. Und er ist ein super Speisenbegleiter. In Kombination mit einem Schwarzwurzelrisotto beispielsweise. Oder side by side zum Flammkuchen mit Brie, Birne und Ruccola. Weißburgunder ist sowieso ein Universalgenie im Wine&Food-Pairing. Es sollte vielmehr davon auf den Weinkarten gelistet sein.
WEINGUT ESTERHÁZY LEITHABERG
www.esterhazywein.at
2019 hat Esterházy den Kurs radikal geschärft. Im Fokus stehen seither Weine mit klarer Signatur, die ihre Herkunft kompromisslos zeigen. Die neue Etikettenlinie macht diesen Schritt Richtung Herkunftsarbeit und Terroir-Bewusstsein auch optisch unübersehbar. Für Wolfgang Hewarth, seit September 2022 Verkaufsleiter und seit 2025 auch Prokurist und operativer Weingutsleiter, ist das nicht nur ein Job, sondern eine Herzensangelegenheit, den angestoßenen Wandel der letzten Jahre weiterzutreiben. In der Produktion unterstützen ihn Weingartenleiterin Ticiana Nagy und Kellermeister Jakob Holzmann.
Die Reben stehen auf Muschelkalk- und Schieferböden, gearbeitet wird seit 2019 nach biologischen Richtlinien. Auffällig ist der Einsatz von Fässern aus Leithaberg-Eiche sowie von Materialien wie Beton, Ton und Granit. Im Keller setzt man auf spontane Vergärung und probiert neue Wege, etwa unfiltrierte „„Projektweine“. Der Stil sorgt bereits für Aufmerksamkeit und findet sich auf renommierten Weinkarten wieder. Esterházy bleibt dabei seiner Herkunft verpflichtet und verfolgt einen glaubwürdigen Ansatz, der Tradition achtet, aber Neues zulässt.
KOSTN O TIZEN
NV SEKT AUSTRIA BRUT
Feine Perlage mit Aromen von Zitrus und grünem Apfel, frisch und trocken am Gaumen.
2023 NR. 20 - „CHE“ CHENIN BLANC
Frische Apfel- und Birnennoten verbinden sich mit einer dezenten mineralischen Note. Lebendig, klar strukturiert und eine ausgewogene Säure.
2024 GROSSHÖFLEIN
PINOT BLANC DAC
Aromen von Birne, Apfel und weißem Pfirsich verbinden sich mit einer feinen Cremigkeit. Am Gaumen rund und ausgewogen mit frischer Säure.

Größe: Das Weingut bewirtschaftet insgesamt 65 Hektar Weingärten in 6 Weinbaugemeinden: Eisenstadt, Großhöflein, St. Georgen, Oslip, St. Margarethen und Rust, alle Rieden befinden sich im Umkreis von 10 km um das Weingut herum.
Wichtigste Rebsorten: Pinot Blanc, Blaufränkisch, Chardonnay, Pinot Noir
Zertifizierungen: Bio (seit 2023 – biologische Bewirtschaftung seit 2019)
Wichtigste Lagen: St. Georgener Ried Schildten (Kalksandstein), St. Margarethener Ried Lamer (Glimmerschiefer), Ruster Ried Oberer Wald (Leithakalk)
Arbeit im Weingarten: biologische Bewirtschaftung, keine Bewässerung, sanfter Rebschnitt, eigene Kompostproduktion
Arbeit im Keller: schonende Traubenverarbeitung, Spontangärung, lange Hefelagerung, minimale Schwefelzugabe
Fässer: Stockinger Fässer aus eigenen Leithaberg-Eichen von 225 Liter bis 2000 Liter, 3800 Liter Beton-Eier aus eigenem Pauliberg-Basalt, Granit- & Tontfässer, verschiedene Amphoren
Exportanteil: 80 % (18 Länder)
Händler in Österreich: Transgourmet, Wein Wagner, Del Fabro
2024 CUVEÉ BLANC
LEITHABERG DAC
Leithaberg-Frische: Grüner Apfel, Zitrus und feine Kräuter. Knackige Säure und Mineralität prägen den lebendigen Charakter.
2023 RIED LAMER CHARDONNAY
LEITHABERG DAC
Gehaltvoller Schiefer Burgunder - frisch und mineralisch mit llangem Abgang.
2023 NR. 16GRÜNER VELTLINER GRANIT
Schicke Reduktion, frisch, zitrische Noten, sehr mineralisch und spannungsgeladen.
JOHANNES NEHRER HERKUNFT KLAR GEDACHT


2022 BLAUFRÄNKISCH RIED POSCHEN LEITHABERG DAC
Dynamischer, dunkelbeeriger Duft. Da ist Blaues, vor allem Heidelbeeren, aber auch Kirsche und etwas Schlehe. Mit der Zeit im Glas mischt sich eine feine, fast erdige Würzigkeit und etwas Grafit dazu. Der Wein ist ein echtes Prachtexemplar, präsentiert sich stoffig wie elegant. Mit seinem enormen Tiefgang, dem dichten, aber balancierten Gerbstoff wird er sich lange seine Jugendlichkeit erhalten. In der aktuellen Fruchtphase lässt er sich bereits jetzt schon wirklich gut trinken. Dekantieren schadet aber nie. Wer dem Wein Luft gibt, bekommt richtig viel Leithaberg ins Glas. Und das vom Allerfeinsten. Leider gibt es lediglich 1.500 Flaschen. Hurry up!
WEINGUT NEHRER LEITHABERG
www.nehrer.at
Seit dem 17. Jahrhundert steht der Name Nehrer für Weinbau in St. Georgen bei Eisenstadt – an den Südosthängen des Leithaberges. 2020 hat Johannes Nehrer den rund 20 Hektar großen Betrieb übernommen und ihm einen klaren, nachhaltigen Kurs verpasst. Mit seiner Ausbildung in Weinbau und Lebensmitteltechnologie stellt er die Pflanzengesundheit kompromisslos in den Mittelpunkt und drückt den Pflanzenschutz mit stressreduzierenden Maßnahmen auf das nötige Minimum.
In den Lagen Feurer, Krainer, Hummelbühel und Poschen dominieren Blaufränkisch und Chardonnay, die im kühlen Mikroklima und dank stabiler Grundfeuchtigkeit ihre Herkunft besonders präzise zeigen. Im Keller reifen 90% der Weine im Holzfass – für Johannes der konsequenteste Weg, Herkunft spürbar zu machen. Schafe halten die Begrünung kurz, der Kompost kommt aus eigener Herstellung. Sein Ziel: das einzigartige Terroir des Leithabergs bewahren und frische, elegante Weine erzeugen.
KOSTN O TIZEN
ST. GEORGEN LEITHABERG DAC GRÜNER VELTLINER 2024
Sommerabend im Glas! Zitronenzeste, weißer Pfeffer und Heu. Frisch, saftig und mineralisch-klar mit kristalliner Säure.
RIED KRAINER LEITHABERG DAC CHARDONNAY 2023
Am Gaumen rund, harmonisch und mit einer feinen salzigen Mineralnote – typisch kalkbödenbetonter Leithaberg-Stil.
RIED HUMMELBÜHEL LEITHABERG DAC CHARDONNAY 2023
Wild & tänzelnd: Gelbe Frucht, Kräuter und Zitronenschale. Am Gaumen kraftvoll, salzig und frisch – voller Herkunft und Charakter.

Größe: 20,7 Hektar ertragsfähige Fläche
Wichtigste Rebsorten: Blaufränkisch (7 ha), Chardonnay (5,5 ha), Zweigelt (noch 2,5 ha), Welschriesling (2 ha), Merlot (1,2 ha)
Zertifizierungen: Bio
Wichtigste Lagen: Feurer, Krainer, Poschen (Subriede vom Krainer, 90% Schiefer), Hummelbühel, Flachgraben, Kogel, Viehtrift
Arbeit im Weingarten: Viel Handarbeit, sanfter Rebschnitt, Direktsaat, wenige Traktordurchfahrten. Fokus auf Pflanzengesundheit und Stressreduktion im Pflanzenschutz.
Arbeit im Keller: Minimale Eingriffe, spontane Gärung, Holzfasslagerung für 90 % der Weine. Schwefeleinsatz nach Bedarf, Weine bleiben oft auf der Grobhefe.
Fässer: Pauscher Fässer über 500 Liter, Stockinger Fässer für Top-Weine, französische Fässer für Reserven.
Stilistik im Top-Bereich: Stockinger 500L oder kleiner, für Reserven französische Fässer.
Exportanteil: aktuell ca. 30%, aber stark steigend (2021 waren wir bei 7%)
Händler: Neururer Getränke, Weinturm, Weinkistl, Dafner, Wild Weine, Telser Markus, be.wine, Travino AG, Suedhang, We1ns, Zerres Gourmet, Vina Bars, LetMeWine, Tasting Table, Twoja Winnica, Veritable Wine Estates, Vinicolor, Bouquet 17 Vinhandel AB.
LEITHABERG DAC CHARDONNAY 2022
Leithaberg pur: Schlank und voll zugleich. Kühler, steiniger Abgang, frisch und klar – perfekt zu Fisch oder beim Sundowner.
RIED POSCHEN LEITHABERG DAC BLAUFRÄNKISCH 2022
Dunkle Beeren, Zwetschke, dezenter Holzeinsarz, ausgewogene Tannin und Säurestruktur, feine Balance langer Abgang.
RIED FEURER LEITHABERG DAC BLAUFRÄNKISCH 2022
Frische Beeren, ein Hauch Pfeffer. Passt super zum BBQ – da will man gleich noch ein Glas!

LEIDENSCHAFT. EISENBERG
Eisenreiche Böden, steile, schmale Parzellen und ein kühles, von Wäldern geprägtes Mikroklima formen im Südburgenland Weine von unverwechselbarem Charakter.
Mit knapp 500 Hektar Rebfläche ist das Südburgenland das kleinste Weinbaugebiet Österreichs, sein Herzstück bildet der Eisenberg rund um die Gemeinden Deutsch-Schüt-
zen und Rechnitz. Die Weinberge zählen zu den höchstgelegenen des Burgenlandes und liegen überwiegend zwischen 280 und 400 Metern Seehöhe, teils sogar darüber. Viele Lagen sind steil, steinig und durch historische Realteilung extrem schmal, was eine Bewirtschaftung fast ausschließlich in Handarbeit erfordert und die kleinteilige Struktur bis heute bewahrt. 100% HEIMAT. 100%

Das Terroir ist einzigartig: Eisenreicher Lehm über kargem Grünschiefer, Quarzphyllit, Kalkschiefer oder Serpentinit prägt die Böden und verleiht den Weinen ihre markante mineralisch-würzige Signatur. Dazu kommt ein pannonisch-illyrisches Klima mit heißen Sommern, kühlen Nächten, abkühlenden Winden und einer intensiven Luftzirkulation in den Kessellagen rund um den Eisenberg. Wälder schützen vor Extremwetter und bewahren die Säurestruktur der Trauben – ideale Voraussetzungen für langlebige, spannungsreiche Weine. Im Mittelpunkt steht der Blaufränkisch, der hier zu den charakterstärksten Rotweinen Österreichs zählt: kühl, präzise, strukturiert und mit ausgeprägter Herkunftsnote. Ergänzt wird das Profil durch Welschriesling, der auf den eisenhaltigen
Ansprechpartner:
Obmann Reinhold Krutzler
Adresse:
Am Naturpark 1
7474 Eisenberg/Pinka
Telefon:
+43 664 16 22 914
Mail: info@eisenberg-dac.at
Website: www.eisenberg-dac.at

Böden eine ebenso eigenständige, salzig-mineralische Stilistik entwickeln kann.
Die Winzer:innen der Herkunft Eisenberg DAC arbeiten überwiegend in kleinen, familiengeführten Betrieben und oft im Nebenerwerb – verbunden durch große Leidenschaft und starken Zusammenhalt. Seit 2010 bündeln sie ihre Kräfte in einer gemeinsamen Herkunftsinitiative, um die Identität der Region zu schärfen. Diese Kombination aus kleinstrukturierter Bewirtschaftung, konsequenter Herkunftsorientierung und einzigartigem Terroir lässt eine klare Zukunft erkennen: Der Eisenberg bleibt eine der authentischsten Quellen für unverwechselbare, terroirbetonte Weine mit internationalem Format – leise, aber eindrucksvoll.
CLEMENS KRUTZLER EISEN UND SCHIEFER ALS HERZSTÜCK


2022 BLAUFRÄNKISCH EISENBERG
In der Farbe strahlt er in dunklem Rubinrot mit einer Spur Violett. Sein Bukett ist unglaublich einladend. Wirkt zuerst ganz leicht rauchig und öffnet sich dann mit den vielen Facetten dunkler Frucht. Blaubeeren, Weichsel, Brombeere und Zwetschke. Dazu mischen sich eine feine, erdige Pfefferwürze, Graphit und Feuerstein. Am Gaumen ist der Wein geradlinig und unglaublich attraktiv. Der balancierte, aber präsente Gerbstoff des Blaufränkisch verbindet sich kongenial mit seinem eleganten Körper. Engmaschig in der Struktur, samtig und juicy zugleich. Der Eisenberger macht sich nicht mit Ecken und Kanten wichtig, verschweigt aber nie seinen urwüchsigen Herkunftscharakter. Richtig super ist zudem sein anregender Trinkfluss.
WEINGUT KRUTZLER
SÜDBURGENLAND/EISENBERG
www.krutzler.at
Das immer noch unterschätzte Südburgenland mit seinen aufregenden Blaufränkischen und Welschrieslingen ist ein Versprechen. Wichtiger Teil dieser Entwicklung ist das Weingut Krutzler. Der Name steht besonders für Blaufränkisch – etwa der legendäre „„Perwolff“ – und gilt seit dem großartigen Jahrgang 1997 als Rotwein Leuchtturm. 2023 stieg Clemens Krutzler ein und bildet mit seinem Vater Reinhold nun eine Doppelspitze. Clemens bringt frischen Wind – mit Stationen bei „„Le Verre Volé“ in Paris, der Bar Freundschaft in Berlin und dem Almhof Schneider in Lech, sowie seine eigene Weinlinie.
Das südliche Burgenland bietet unberührte Natur mit markanten Schiefer und Eisenböden – am Eisenberg pfeffrig kühl mineralisch, in Deutsch Schützen erdig würzig. Bewirtschaftet wird biologisch, im Keller steht Eleganz und Herkunft im Fokus. Große Gebinde dominieren, Neuholz wird bewusst reduziert. Südburgenländisch heißt nicht Everybody’s Darling – aber wer ihr Herz aus Eisen und Schiefer fühlt, entflammt schnell.
KOSTN O TIZEN
WELSCHRIESLING
RIED RATSCHEN 2023
Herbal, kräutrig, leicht nussig, animierend. Her mit dem zweiten Flascherl!
BLAUFRÄNKISCH CK 2023
Frische Kirschen und eine Spur Pfeffer prägen die Nase. Am Gaumen lebendig. Passt super zu gegrilltem Gemüse oder zartem Braten.
BLAUFRÄNKISCH DEUTSCH SCHÜTZEN 2022
Rock’n’ Roll im Roten! Dunkle Beeren, Kräuter, samtige Tannine. Kraftvoll, kompakt und mit würzigem Nachhall.

Größe: 14 ha
Wichtigste Rebsorten: Blaufränkisch, Welschriesling
Zertifizierung: Nachhaltig Austria, in Umstellung auf Bio seit 2022
Wichtigste Lagen: Ratschen & Weinberg (Deutsch-Schützen), Reihburg & Fasching (Eisenberg)
Arbeit im Weingarten: biologische Bewirtschaftung, sanfter Rebschnitt, Handarbeit, vielfältige Begrünung
Arbeit im Keller: minimale Eingriffe, Spontangärung, Ausbau auf Vollhefe, geringe Schwefelzugabe
Fässer: Großfässer von Stockinger & Pauscha; Stockinger-600 l; Stockinger-500 l und französische Eichenholzfässer
Exportanteil: 25 %
Händler in Österreich: Morandell, Döllerer, Wein & Co, Del Fabro Kolarik, Getränke Wagner, Wein Wolf, Transgourmet Trinkwerk, Zankl‘s Weine
BLAUFRÄNKISCH EISENBERG 2022
Am Gaumen kraftvoll, mit eleganter Säure und dichtem Körper, der Abgang lang und intensiv. Perfekt zu kräftigen Schmorgerichten oder Wild.
BLAUFRÄNKISCH PERWOLFF 2022
Genuss pur: Reife Pflaume, Würze und Saftigkeit. Gut eingebundene Tannine und runder Abgang, perfekt zu Gegrilltem oder Pilzpasta.
BLAUFRÄNKISCH
RIED WEINBERG 2019
Komplexe Aromen von dunklen Beeren, Leder und Gewürzen in der Nase. Am Gaumen kraftvoll und dicht mit langem, würzigem Finale.
UWE SCHIEFER DER PURIST


2020 BLAUFRÄNKISCH RIED SZAPARY
Ein klares Eisenberg-Statement: Kräuterwürzig, tabakig, samt dunkler Kirsche, Brombeere und etwas Cassis im Duft. Mit Luft kommt seine markante Rauchigkeit stärker zum Tragen. Am Gaumen schiebt der Wein richtig an. Sein Tanningerüst ist fest strukturiert. Aktuell ist er ein echter Jungspund, dem man durch Dekantieren und Zeit im Glas ein Maximum an Ausdruck entlocken kann. Einiges gibt er schon her, anderes will er noch für sich behalten. Das ist gleichzeitig auch sein Versprechen für eine lange Zukunft. Der Wein reifte 3,5 Jahre im großen Eichenfass, bevor er in die Flasche kam. Passt klarerweise zu klassischem, dunklem Fleisch, zum Steak oder Geschmorten, aber auch zu kross gebratenem Zander mit scharfem Paprikakraut oder dunklem, rauchigem Gemüse vom Holzkohlengrill.
WEINBAU SCHIEFER
SÜDBURGENLAND/EISENBERG
www.weinbau-schiefer.at
„„Ja, mein erstes Jahr war scheiße“, gesteht Uwe Schiefer. Das war 1994 und der Newcomer verschenkte seine erste Ernte. Aber blieb am Ball. Der 95er Ried Szapary hat dann schon eingeschlagen. Er blieb seinem Eisenberg treu, pachtete weitere Parzellen, neben Szapary auch Ried Reihburg und Königsberg. Schiefer reifte zu einem der höchstbewerteten Winzer des Landes. Dann kam der existenzbedrohende Einschnitt durch die Insolvenz seines Investors. Doch Schiefer wirft so schnell nichts aus der Bahn. 2025 folgte das fulminante Comeback: Gemeinsam mit Sohn Paul und Sommelier Thomas Fassl knüpft er nahtlos an frühere Erfolge an.
Denn seine Philosophie „„Pur“ ist unverändert. „„Ich mache einfach nur, was der Eisenberg hergibt.“ Purist ist Schiefer auch in Sachen Ausbau. Lange Fassreife auf der Vollhefte, Stahltank hält er für „„zu reduktiv“, seine spontan vergorenen Blaufränker und Welschrieslinge reifen fast ausschließlich in heimischer Eiche – blond, nahezu ohne Toasting, pur.
KOSTN O TIZEN
WEISSER SCHIEFER
>>S<< 2018 MAGNUM
Burgundische Eleganz: Reife Melone, Steinobst und weißer Pfeffer. Am Gaumen dicht, komplex, mit salziger Mineralik und Länge.
WEISSER SCHIEFER
>>S<< 2020
Steinobst und weißer Pfeffer mit zarten Rauchanklängen in der Nase. Am Gaumen dicht, mineralisch, salzhaltig mit burgundischer Finesse.
BLAUFRÄNKISCH VOM
BLAUEN SCHIEFER 2019
Paradebeispiel Eisenberg: Salzig-mineralisch, mit Kirsche, Lakritze und Tabak. Straff, dicht und elegant im langen Finish.

Größe: 10 ha
Wichtigste Rebsorten: Blaufränkisch, Welschriesling
Zertifizierung: In Umstellung LACON
Wichtigste Lagen: Szapary, Reihburg, Königsberg
Wichtigste Böden: Schiefer und Quarz, Dolomit und lehmiger Kalk, eisenhaltiger Ton und Lehm
Arbeit im Weingarten: Seit Beginn integriert, keine Herbizide, Insektizide, keine Klone und Rebselektion bei BF
Arbeit im Keller: Seit 1999 Spontangärung, keine Aufbesserung, keine Schönung, lange Fassreife auf der Vollhefte; Weiß: min. 12-14 Monate; Rot: min. 18-36 Monate
Fässer: BF: 3600 Liter Eiche; Welsch: 600-1200 Liter Eiche
Exportanteil: rund 60 Prozent
Händler: Döllerer, Franz Messeritsch, Liquid Signature, Alpina, Weinfurore, Brancaia, Schatzi Wines, Raeburn Fine Wines, Nihon Grande Champagne
BLAUFRÄNKISCH RIED
SZAPARY 2014 MAGNUM
Erotische Waldbeer-Frucht, Sauerkirsche und Würze treffen auf Waldbodennoten; am Gaumen druckvoll, fein balanciert, mit präsenter Säure.
BLAUFRÄNKISCH RIED
REIHBURG 2021 MAGNUM
Blaufränkisch-Feuerwerk: Heidelbeere, Olive und dunkle Kirsche. Zarte Tannine, prägnante Mineralität und langes, würziges Echo.
BLAUFRÄNKISCH
LUTZMANNSBURG V.V. 2019
Brombeere, Olive, Pfeffer und florale Veilchennote. Am Gaumen dicht und frisch, mit feinem Tannin –elegant und langlebig.
JULIA & CHRISTOPH WACHTER DEM BLAUFRÄNKISCH
VERSCHRIEBEN


2021 BLAUFRÄNKISCH RIED SAYBRITZ
EISENBERG DAC RESERVE
Der Wein ist puristisch in seinem violetten, wiedererkennbaren SaybritzCharakter. Im Duft: dunkle Kirsche, Heidelbeere, ein wenig Veilchen und die typische blutige Note. Die sehnigen Muskeln des attraktiven, kernigen Blaufränkers legen sich an den Gaumen. Trotz seiner Jugend lässt sich der Wein schon richtig gut trinken. Seine perfekt dosierte rauchig-kräutrige Erdigkeit, die die Herkunft widerspiegelt, und die druckvolle Eleganz sind adorabel. Der Wein hat Komplexität und einen super Zug. Die Säure ist crispy, anregend und genial in den Körper eingebaut. Was zusammen den ultimativen Trinkfluss ausmacht. Geduldige profitieren zudem von der Langstreckenläufer-Qualität des Blaufränkers.
WEINGUT WACHTER WIESLER
SÜDBURGENLAND/EISENBERG
www.wachter-wiesler.at
Die Handschrift von Wachter-Wiesler ist unverkennbar: klare, stilsichere Weine mit Würze und eleganter Mineralik. Der Fokus des Weinguts wurde konsequent auf Blaufränkisch geschärft. Die Reben wachsen auf schweren Lehmböden in Deutsch Schützen und auf den eisenhaltigen Schieferböden des Eisenbergs. „„Blaufränkisch ist für uns das Beste, was wir in Österreich an Sorten haben. Er kann alles: perfekte Gerbstoffstruktur, Langlebigkeit und eine bemerkenswerte Ehrlichkeit.“ Und genau diese ungeschminkte Schönheit wollen sie zeigen. „„In unserem Kopf sind Blaufränkische grundehrlich, kühl, lebendig und langlebig.“
Neben Blaufränkisch gewinnt auch der Welschriesling am Weingut zunehmend an Bedeutung. Einst unterschätzt, zeigt die Sorte auf kargen Böden beeindruckende Tiefe, Struktur und Frische – fernab aller Klischees. Ein weiteres Beispiel dafür, wie Julia und Christoph konsequent auf Herkunft und Authentizität setzt.
KOSTN O TIZEN
WR DEUTSCH SCHÜTZEN 2024
EISENBERG DAC BIO
Klare, reife Frucht in der Nase mit Anklängen von Marille. Am Gaumen ausgewogen mit lebendiger Säure & mineralischer Prägung.
WR EISENBERG 2024
EISENBERG DAC BIO
In der Nase reife Kernfrucht, zarte gelbe Früchte & feine steinige Noten. Am Gaumen saftig & präzise, mit mineralischer Spannung und klarer Struktur.
BF BÉLA-JÓSKA 2022
EISENBERG DAC BIO
Was soll man sagen, wenn man ein Fanboy von Weinen und Weingut ist! Würzig, schöne Frucht und vielleicht das archetypische für den BF! Toll!

Größe: 16 Hektar
Wichtigste Rebsorten: Blaufränkisch
Zertifizierung: Bio (zertifiziert seit 2018)
Wichtigste Lagen: Weinberg, Ratschen, Saybritz, Reihburg
Wichtigste Böden: Grünschiefer, Blauschiefer, schwerer, eisenhaltiger Lehm
Arbeit im Weingarten: Fokus auf Begrünung mit vielen blühenden Pflanzen, Lebendigkeit schaffen. 100 Prozent Handlese.
Arbeit im Keller: Spontanvergärung. Keine Zusätze außer ein wenig Schwefel. Wesentliche
Faktoren: Zeit und Ruhe, möglichst wenig Bewegung.
Fässer: Edelstahltanks, zu 90 Prozent Ausbau im großen Holzfass (600 bis 3000 Liter) aus Eiche. Nur österreichische Fassbinder (Pauscha, Stockinger).
Exportanteil: ca. 50 Prozent
Händler: Wagner, Del Fabro, Wein&Co, Zankl, Kracher, Transgourmet
BF DEUTSCH SCHÜTZEN 2022
EISENBERG DAC RESERVE BIO
Terroir im Glas: Dunkle Beeren, Kräuterwürze und kühler Schiefer. Am Gaumen klar, frisch und strukturiert – animierend lebendig.
BF EISENBERG 2022 EISENBERG DAC RESERVE BIO
Nuancen von Cassis und feinen Kräutern, dazu eine salzige Unterströmung; am Gaumen voller Mineralik, dicht und gleichzeitig filigran.
BF RIED SAYBRITZ 2022
EISENBERG DAC RESERVE BIO
Geiler Wein! Waldbeeren, Orangenschale und Kardamom; Gaumen elegant, komplex und fein strukturiert mit langer mineralischer Länge.
JEDE
WEINGUT KRUTZLER
FLASCHE EIN STÜCK
SÜDBURGENLAND
Der Name Krutzler steht besonders für Blaufränkisch – etwa für den legendären „Perwolff“ – und gilt seit dem Jahrgang 1997 als Rotwein Leuchtturm. 2023 stieg Clemens Krutzler ein und bildet mit seinem Vater Reinhold nun eine Doppelspitze. Das Südburgenland bietet unberührte Natur mit markanten Schiefer und Eisenböden – am Eisenberg pfeffrig kühl mineralisch, in Deutsch Schützen erdig würzig. Bewirtschaftet wird biologisch, im Keller stehen Eleganz und Herkunft im Fokus. Große Gebinde dominieren, Neuholz wird bewusst reduziert.
www.krutzler.at



GROSZER WEIN
CHARAKTERWEINE MIT EINER PORTION AUGENZWINKERN
Es ist die Leidenschaft für das einzigartige Terroir des Eisenbergs im Südburgenland, die das Team von Groszer Wein antreibt. Auf diesem eigenwilligen Berg mit seinen alten Reben in steilen Lagen wachsen Trauben, die einen speziellen Charakter in sich tragen. Wild und urwüchsig und manchmal erschreckend sturköpfig. Aber genau diese Charakterstärke hat es ihnen angetan. Zusammen mit ihrem Verständnis über die Herstellung von Wein, entstehen hier Tropfen, die wohlschmeckend sind, aber keiner Mode folgen.
www.groszerwein.at
WEINGUT GROSZ DER SPÄTBERUFENE VOM SÜDLICHEN TEIL
DES EISENBERGS
Beheimatet in Gaas, führt Andreas Grosz das Weingut in 3. Generation mit seiner Frau Denise. Zu den Hauptsorten zählen Blaufränkisch, Welschriesling und Furmint. Die wichtigsten Lagen sind Janoschberg und Honigschnabel. Die Weine sind stark von der Bodenbeschaffenheit und ihrem jeweiligen Jahrgang geprägt. Die Kleinstrukturiertheit des südlichen Burgenlandes spielt hier eine wichtige Rolle. Der Hauptboden besteht aus eisenhältigem Lehm. Tiefgründigkeit gepaart mit guter Wasserspeicherkapazität zeichnen ihn aus.
www.weingut-grosz.at




WEINGUT JALITS
CHARAKTER VOM EISENBERG IM GLAS
Das Weingut Jalits am Eisenberg im Südburgenland verkörpert Authentizität und Tradition im Weinbau. Mathias Jalits verbindet generationsübergreifendes Wissen mit modernem Anspruch und legt Wert auf eine respektvolle Verarbeitung der Trauben, insbesondere des Blaufränkisch. Die mineralischen Böden und das pannonische Klima verleihen den Weinen Struktur und Charakter. Ziel ist es, regionstypische Weine mit Tiefe und Langlebigkeit zu erzeugen, die die unique Identität des Eisenbergs widerspiegeln.
www.jalits.at
WEINGUT KOPFENSTEINER BLAUFRÄNKISCH AUS ÜBERZEUGUNG
Thomas Kopfensteiner lebt für Blaufränkisch. In seinen Lagen in Deutsch-Schützen und am Eisenberg entstehen Weine, die ihre Herkunft unverwechselbar zeigen: fruchtig und erdig vom lehmigen DeutschSchützen, elegant und mineralisch vom kargen Eisenberg. Seit 2005 pflegt er naturnahen Weinbau und einen puristischen Kellerstil. Jeder Wein spiegelt die Individualität seiner Lagen wider, überzeugt durch Sortentypizität, Authentizität und klare Ausdruckskraft und zeigt Bodenverbundenheit, Finesse und Tiefe.
www.kopfensteiner.at


WEINGUT LÖFFLER WINKLHOFER DER NIEDERBAYER AM EISENBERG
Am Eisenberg verbindet Pirmin Winklhofer Leidenschaft und Herkunft: 2017 im Südburgenland angekommen, gründete der gebürtige Niederbayer 2019 mit seiner Frau Karin das Weingut Löffler Winklhofer. Auf rund zwei Hektar, verteilt auf Hannersberg, Eisenberg und Csaterberg, entstehen würzige, frische Weine mit feinem Holzeinsatz. Der Fokus liegt auf Blaufränkisch und Welschriesling, die das Terroir aus Grünschiefer und Opal präzise widerspiegeln. Eine Mischung aus Tradition und Moderne - spürbar im Glas.
www.loeffler-winklhofer.at
WEINGUT STEPHANO
SHAKESPEARE IM GLAS MACHT SPASS
Die Quereinsteiger Monika und Stephan Oberpfalzer vinifizieren seit 2009 Weine mit eigener Handschrift und klarer Herkunft. Die Hauptrebsorte ist Blaufränkisch, da sie wie keine andere die Herkunft, den Boden, das Mikroklima oder kurz gesagt: das Terroir der Weingärten ins Glas bringt. Die Vinifikation wird in offenen Holzbottichen spontan durchgeführt, bevor die Weine mindestens zwei Jahre in burgundischen Tonneaus reifen. Dies führt zu einzigartig mineralischen Weinen, die unverwechselbar sind.
www.stephano.at




WEINGUT STRAKA TRADITION TRIFFT CHARAKTER
Am Südhang des Geschriebensteins erzeugt das Bio-Weingut Straka charakterstarke Weine auf kristallinem Grünschiefer. Winzer Thomas Straka verbindet Tradition mit modernem Bio-Anbau auf 12 ha Rebfläche. Herzstück ist der Welschriesling – teils aus 90-jährigen Reben – ergänzt durch Blaufränkisch, Furmint und Weißburgunder. Der Fokus ist klar: Herkunft, Authentizität und das, was hier seit jeher wächst.
www.straka.wine
WEINGUT STUBITS
CSATERBERG, WELSCHRIESLING & OPAL = SEX, DRUGS & ROCK N ROLL
Kathrin und Rainer Stubits arbeiten besonders gerne mit Welschriesling und Blaufränkisch. Speziell beim Welschriesling zeigen sie, dass dieser weit mehr ist als ein säurebetonter Tischwein. Seit über 20 Jahren heben sie seine facettenreiche Eleganz und charakterstarken Tiefgang hervor. Der komplett umwaldete Csaterberg, mit einzigartigen Vorkommen an Süßwasseropalen, bietet ideale Bedingungen für den Weinbau. Hier gedeihen vielschichtige, charaktervolle Weine, die Katrin und Rainers Idee und das Terroir eindrucksvoll und pur widerspiegeln.
www.stubits.at












WEINGUT SZEMES-MARTÍNEZ DIE NEWCOMER AM EISENBERG
Oscar Szemes und seine Frau Mariam Martínez führen ihr Weingut Szemes Martínez mit Herzblut. Seit 2023 bewirtschaften sie neben dem Mittelburgenland auch 6 ha am Eisenberg und arbeiten seit 2026 komplett biologisch. Im Fokus steht Blaufränkisch aus Reihburg, Saybritz und Hummergraben – präzise, elegant und mit klarer Herkunft. Low Intervention, respektvoller Umgang mit der Natur und kompromisslose Qualitätsarbeit prägen jeden Schritt vom Weingarten bis ins Glas.
www.szemes.at
WEINGUT
THOM
WACHTER BLAUFRÄNKISCH:
RHYTHMUS DER SINNE
Thom Wachter ist weltweit einzigartig mit Blaufränkisch aus sechs verschiedenen Lagen – feinwürzig, burgundisch, mit echtem Herkunftscharakter. Naturnahes Arbeiten, echtes Handwerk und pures Trinkvergnügen mit Tiefgang spiegeln sich im Weinglas. „Kollektion des Jahres“ Cup der Gourmetwelten, zweimal „Top100 of Austria“ bei James Suckling sowie 95–97 Punkte im A la Carte Guide 2026 sind die Bestätigung. Seine Weine hinterlassen Spuren – sie begeistern, faszinieren, überraschen.
www.thomwachter.at




WEINGUT WALLNER QUALITÄT AUS DEUTSCH SCHÜTZEN
Das Weingut und der Buschenschank Wallner in Deutsch Schützen im Burgenland werden von Gerhard und Manuela Wallner mit viel Leidenschaft geführt. Die Weine – geprägt vom Eisenberg und seiner besonderen Bodenstruktur, dem pannonischen Klima und kühlen Nächten – stehen für Qualität, Charakter und Mineralik, vinifiziert mit viel Handarbeit, Geduld und Respekt vor der Natur. Im gemütlichen Buschenschank gibt’s obenauf hausgemachte Schmankerl und echte burgenländische Gastfreundschaft.
www.wallnerwein.at
MARKUS ALTENBURGER LOW INTERVENTION, HOHE IDENTITÄT


2023 CHARDONNAY RIED JUNGENBERG LEITHABERG DAC
Der Duft des 2021 Chardonnay Ried Jungenberg ist unkonventionell. Zuerst zeigt sich eine deutlich ätherische, gelbe Steinobstfrucht. Mit Luft mischen sich Feuerstein und Pfeffer darunter. Im großen Glas (und idealerweise nach dem Karaffieren) entwickelt sich ein spannendes Spiel zwischen zarter Oxidation und fein reduktivem Charakter. Damit hat der Chardonnay das Interesse endgültig und maximal geweckt. Er lädt ein, sich mehr mit ihm zu beschäftigen, gewinnt quasi minütlich an Komplexität. Sein Körper ist fest strukturiert, dynamisch, hat einen anregenden Grip und die Aromatik einer saftigen Salzzitrone. Die dichte Struktur ist enorm engmaschig. Ein fantastischer Wein, mit einem durch und durch eigenständigen Charakter.
WEINGUT ALTENBURGER
NEUSIEDLERSEE/LEITHABERG
www.markusaltenburger.com
Ankommen heißt für Markus Altenburger: Der Weingarten stimmt, die Eingriffe werden weniger, die Herkunft spricht lauter. „„Im Weingarten sind wir langsam dort, wo wir hingehören“, sagt er. Sein Weingut gründete er 2006 – gestartet mit wenigen Flächen der Eltern und Trauben aus der Nachbarschaft. „„Anfangs kauften wir genauso viele Trauben zu wie wir selbst produzierten. Heute bewirtschaften wir 17 Hektar selbst.“ Früh entschied er sich für Low Intervention, aus Skepsis gegenüber industriellen Weinbereitungsmitteln. In den bio-zertifizierten Weingärten kommen Pflanzentees zum Einsatz, Begrünung wird aufgebaut und Kompost ausgebracht – damit die Reben die bestmöglichen Trauben liefern. Viel Handarbeit, Emotion und Intuition stecken in einer Flasche Altenburger. Das Ergebnis sind charakterstarke Weine mit Trinkfluss und Reifepotenzial.
Seine Herzenssorte? „„Natürlich Blaufränkisch! Unser Motto lautet: In jeder Lage Blaufränkisch.“ Für ihn ist sie vielseitig, langlebig und eindeutig zuhause. „„Wer braucht Pinot, wenn er Blaufränkisch hat?“ Altenburger zählt zu den prägenden Vertretern der Sorte, schätzt jedoch ebenso die burgenländische Vielfalt.
KOSTN O TIZEN
NEUBURGER BETONT. 2023
Naturwein neu gedacht: Straffe Mineralik, feine Kräuter, dezente Frucht und Säure. Wenig Alkohol, purer moderner Trinkfluss.
M.A. WEISS 2023
Feine Harmonie: Weiße Blüte und Birne, frische Säure und mineralischer Unterton. Klar, lebendig und unkompliziert.
CHARDONNAY VOM KALK 2024
Zitrus und Steinobst treffen auf eine kühle, kalkige Mineralität. Straff, frisch und richtig trinkfreudig – ein Chardonnay mit Zug.

Größe: 17 Hektar
Wichtigste Rebsorte: Blaufränkisch
Zertifizierung: Bio (seit 2017)
Wichtigste Lagen: Jungenberg (erste urkundliche Erwähnung 1214), Gritschenberg und Ladisberg – alle in Jois, auf über 30 kleine Parzellen verteilt.
Wichtigste Böden: Die für das Leithagebirge typischen Böden: Leithakalk und Glimmerschiefer in den Hanglagen, kalkhaltiger Lehm an den Ausläufern.
Arbeit im Weingarten: Biologische Bearbeitung mit Anwendung biodynamischer Methoden und Einflüssen von Masanobu Fukuoka. Handarbeit wird großgeschrieben.
Arbeit im Keller: „Low intervention“. Spontangärung, unfiltriertes Abfüllen. Erst kurz vor der Füllung wird mit einer Minimalgabe geschwefelt.
Fässer: Große Stockinger-Fässer, gebrauchte 500-er aus Frankreich und Betoneier.
Exportanteil: 65 Prozent
Händler: Wein Wagner, Wicks Fine Wine
HELDEN BLAUFRÄNKISCH 2023
Knackige Kirsche, feine Würze und eine gute Portion Frische. Schlank, lebendig und super zugänglich – ein echter „everyday Blaufränkisch“.
GRITSCHENBERG
BLAUFRÄNKISCH 2023
Dunkle Beeren, ein Hauch Kräuter und dieser typisch kalkige Grip am Gaumen. Elegant, frisch und mit viel Charakter – bleibt lange hängen.
M.A. ROSÉ 2023
Frecher Charakter: Fruchtig, kraftvoll und doch nicht zu viel. Stoffigkeit und Würze machen ihn zum idealen Speisebegleiter.
KURT FEILER LEBENDIGE TRADITION


2022 SOLITAIRE
Der Solitaire 2022 setzt sich aus 82 Prozent Blaufränkisch, 12 Prozent Merlot und 6 Prozent Cabernet Sauvignon zusammen. Im Duft macht der tiefdunkle Wein eine breite Palette auf – dunkle Beeren, vor allem Brombeere, etwas Zwetschke, Kirsche und Mokka. Aufgrund der Wärme in 2022 ist er natürlich weder rank noch schlank, hat aber genau die richtige Dosis an Fleisch auf den Rippen, das sich entlang des balancierten Tanningerüsts verteilt. Alles zusammen ergibt das einen super Typen mit langem Reifepotential.
WEINGUT FEILER-ARTINGER
NEUSIEDLERSEE/LEITHABERG
www.feiler-artinger.at
Kurt Feiler-Artinger beherrscht das Zusammenspiel aus Tradition und Zukunft wie aus dem Effeff. Das Weingut ist seit Generationen in der Familie verwurzelt: Schon der Großvater kelterte den berühmten Ruster Ausbruch.
Heute umfasst das Sortiment Weiß-, Rot- und natürlich Süßweine, die dank Granit-Gneis-Urgesteins- und Muschelkalkböden eine einzigartige Frische und Mineralität aufweisen.
Feinfühliges und nachhaltiges Arbeiten mit den Reben sind für Kurt Feiler-Artinger seit jeher selbstverständlich.
Sein Herz schlägt für biodynamische Bewirtschaftung: Alle Lagen sind respekt-BIODYN zertifiziert, die Weingärten blühen und gedeihen – und das im wahrsten Sinne des Wortes. Die Weine sind eine Symbiose aus Boden, Klima und Mensch. Besonders stolz ist Kurt auf seinen trockenen Neuburger und den Cabernet Franc, eine historische Rebsorte, die er als einer der ersten in der Region kultivierte.
KOSTN O TIZEN
2024 NEUBURGER
LEITHABERG DAC TROCKEN
Helle Blüten, Marille und feine Mineralität –elegant im Stil, mit typischer „Nusserl“-Herbe im Abgang. Saftig, frisch und gut trocken.
2024 NEUBURGER RIED
RUSTER UMRISS LEITHABERG
DAC TROCKEN
Grip & Struktur: Honig und Apfelschale prägen den Duft. Trocken, straff und goldgelb – mit markantem Ausdruck.
2023 O.S. OLÉ BIO TRAMINER TROCKEN
Traminer mit blumigen Noten, gelber Birne und leichter Würze. Aromatisch und unkompliziert.

Größe: 23,5 ha
Wichtigste Rebsorten: Blaufränkisch, Zweigelt, Chardonnay, Burgundersorten, Neuburger
Zertifizierung: respekt-BIODYN
Wichtigste Lagen: Umriss, Greiner, Satz, Gemerk, Mitterkräften, Oberer Wald
Wichtigste Böden: Braunerde auf teils Muschelkalk, teils GranitGneis-Urgestein
Arbeit im Weingarten: bio-dynamisch, geistige Anwesenheit, Kontrolle
Arbeit im Keller: schonende Pressung, nur spontane Gärung, Schwefeldioxid so wenig wie möglich, maximal so viel wie nötig, einzige Schönung ist Bentonit bei den Weißweinen. Im Weingarten 100% selektive Handlese
Fässer: Rotwein im großen und kleinen Holz, Anteil von neuem Holzanteil ist nicht sehr hoch; Weiß: Neuburger im Barrique
Exportanteil: ca. 25 Prozent
Händler: Morandell, DelFabro
2022 BLAUFRÄNKISCH RIED
RUSTER OBERER WALD
LEITHABERG DAC TROCKEN
Intensive Schwarzkirsche, Brombeeren und pfeffrige Kräuterwürze gepaart mit salziger Mineralität und griffigen Tanninen. Reifepotenzial!
2021 CABERNET FRANC TROCKEN
Dunkle Beeren, Lavendel, Nuancen von Nougat und Kräutern – vollmundig und saftig mit präzisen, reifen Tanninen. Mineralisch-salziges Finish.
2018 RUSTER AUSBRUCH DAC
ESSENZ RIED RUSTER OBERER WALD SÜSS
Bernstein & Fülle: Edelsüß mit reifen Tropenfrüchten und Honig. Eindrucksvolle Konzentration, Süße und Lagerfähigkeit.
MARTIN, ANDREAS & LYDIA NITTNAUS NEXT GENERATION


FURMINT RIED TANNENBERG JOIS 2023
Der Youngster macht mit der Zeit so richtig auf. Wer ungeduldig ist, sollte also in jedem Fall zur Karaffe greifen. Sein Duft ist rauchig und würzig geprägt. Zitruszesten, etwas Quitte, rotbackiger Apfel sind ebenso präsent, wie Linden- und Kamillenblüte. Am Gaumen beeindruckt die Spannung des Weins, sein energischer Zug und die richtig anregende Säurestruktur. Er hat ordentlich Muskeln und kein Gramm Speck auf den Rippen, sondern genau die richtigen Proportionen. Eine echte Entdeckung!
WEINGUT NITTNAUS NEUSIEDLERSEE
www.nittnaus.wine
Am Weingut Nittnaus befindet man sich in einer mehrfach glücklichen Lage: Die Rebstöcke wurzeln zum einen an der Ostseite des Neusiedlersees in sandig-lehmigen Böden und mehr oder weniger Kieselanteil, zum anderen am Leithagebirge in Kalk- und Schieferböden. Dazu kommen das pannonische Klima und eine Lage abseits von Trubel und Hektik, die Hans und Anita Nittnaus, den Söhnen Andreas und Martin sowie Nichte Lydia auf ganz natürliche Weise zu Ruhe und Geduld verhilft, um sich auf das Wesentliche konzentrieren zu können: Unverkennbare, zeitlose Weine aus heimischen Sorten, die im Einklang mit der Natur entstehen.
Die junge Generation mischt längst am Weingut mit. Unter „„Nittnaus“ keltern Martin, Andreas und Lydia erfolgreich eine Natural Wine-Linie. Der Grüne Veltliner „„Elektra“ stammt von alten Reben der Lage Lindauer in Jois, „„Manila Weiß“ aus unterschiedlichen Weingärten in Jois. Dazu kommen die Blaufränker „„Manila“ und „„Elektra“. Klassisch-antiklassisch, zeit- und trendlos.
KOSTN O TIZEN
ZORRA ROSÉ 2024 (ZW/BF)
Zarter Rosé. Floral fruchtige Aromatik. Unkompliziert, trinkig, entspannt & unkompliziert.
ARKTIKA SANKT LAURENT 2024 (PÉTNAT METHODE ARKTIKA)
Frisch und lebendig mit roten Beeren und leichter Hefenote. Perfekt für entspannte Abende und gesellige Runden.
ARKTIKA BLAUFRÄNKISCH 2024 (PÉTNAT METHODE ARKTIKA)
Knackig, fruchtig, mit feiner Prickelzunge – ein frecher Naturwein, der Spaß macht.

Größe: 26 Hektar
Wichtigste Rebsorten: Blaufränkisch, Merlot, Zweigelt, Chardonnay, Furmint
Zertifizierung: Respekt biodynamisch, EU-Bio
Wichtigste Lagen: Jois: Jungenberg, Gritschenberg, Tannenberg, Altenberg, Freudshofer, Bergschmallister; Neusiedl am See: Lange Ohn
Wichtigste Böden: Kalk, Schiefer
Arbeit im Weingarten: viel Handarbeit, Triebausdünnung, Traubenausdünnung, Zwischenbegrünung, selektive Handlese
Arbeit im Keller: lange Lagerung auf der Hefe, wenig Filtration, keine Zusätze
Fässer: 500L Tonneaus und größere Stockinger, Ybbstaler Eiche, LDL Toasting
Exportanteil: 30%, steigend
Händler: Ö: Morandell, Weinturm, Wein & Co, Del Fabro, Transgourmet, Weinskandal; CH: Smith & Smith; DE: Vinaturel, Naturgenuss, Furore; UK: Bibendum, Newcomer wines; USA: Dry Farm Wines, Rosenthal Wine Merchant, DNS; NL: Smaragd
ELEKTRA GRÜNER VELTLINER 2023
Grüner Veltliner mit feiner Würze und zarter Frucht, der mit frischem Schwung am Gaumen bleibt. Gut zu leichter Hausmannskost oder Spargel
CHARDONNAY RIED FREUDSHOFER JOIS 2023 (LEITHABERG DAC)
Klassischer Chardonnay mit cremiger Textur, Zitrusnoten und mineralischem Rückgrat. Ideal zu gebratenem Geflügel oder mildem Käse.
FURMINT RIED
TANNENBERG JOIS 2023
Sehr trocken, mineralisch, sehr würzig. Sehr schön ausgebaut und viel Trinkfluss! Einer der besten Furmint überhaupt!
DIE NATUR ALS VERBÜNDETE


2021 BLAUFRÄNKISCH RIED GOLDBERG LEITHABERG DAC
Der 2021 leuchtet wie rubinrot-violetter Samt und duftet nach dunkler Herzkirsche, Brombeere und Heidelbeere. Zudem hat er tintige Anklänge, eine Spur Lakritze und Graphitnoten. Am Gaumen ist da unheimlich viel Blaufränkisch mit eindringlicher Struktur und einer Bomben-Spannung. Dazu kommt ein ordentliches Maß an Tannin. Aber von der feinen, balancierten Sorte. Der Nachhall ist schier unendlich. Ein großartiger Rotwein, der einmal getrunken, ganz lange in Erinnerung bleibt.
WEINGUT PRIELER
NEUSIEDLERSEE/LEITHABERG
www.prieler.at
Seit Generationen formt die Natur die Weine der Familie
Prieler im burgenländischen Schützen. Georg Prieler leitet das 24 Hektar große Weingut seit 2004 und führt die Tradition fort: Boden und Klima geben die Regeln vor, welche Rebsorten wohin zu setzen sind, welche Weingärten große und welche nur gute Weine ergeben. Viele Rieden wurden getauscht, Cuvées abgeschafft. Weil Tradition wichtig, aber keine Ausrede ist.
Im Keller nimmt sich Prieler zurück, damit der Weingarten seinen Charakter freilegen kann. Das erfordert Erfahrung, aber auch Mut, dem Wein seinen eigenen Willen zu lassen. „„Ich beobachte und begleite – mit einem klaren Ziel vor Augen: Weine zu keltern, die detailliert, präzise, ausgewogen und unbeschwert von ihrer Herkunft und Sorte erzählen.“ Damit das gelingt, verbringt er viel Zeit im Weingarten. „„In meinen Weingärten stehen ungefähr 100.000 Rebstöcke. Ich wage zu behaupten, jeden davon zu kennen.“
KOSTN O TIZEN
PINOT BLANC LEITHABERG
DAC ALTE REBEN 2022
PINOHHHH! Frische Zitrusnoten treffen auf leichte Cremigkeit, am Gaumen feine Mineralität und ein eleganter Abgang.
PINOT BLANC RIED HAIDSATZ 2022
Duftet nach reifen Birnen und zarten Blumen, dazu eine schöne Frische und klarer Geschmack. Perfekt zum Spargel oder einfach solo genießen.
PINOT BLANC RIED
STEINWEINGARTEN 2022
Salzzitrone, Quitte und Kräuteraromen prägen diesen Pinot Blanc. Purster Kalk, enorme Länge und Charakter – Burgund-Qualität aus dem Burgenland.

Größe: 24 Hektar
Wichtigste Rebsorten: Blaufränkisch und Pinot Blanc
Zertifizierung: bio
Wichtigste Lagen: Goldberg, Marienthal, Haidsatz, Steinweingarten
Wichtigste Böden: Glimmerschiefer (Goldberg), Leithakalk (Marienthal)
Fässer: Stahl, Österreichische Eiche (Stockinger), Amphoren
Arbeit im Weingarten: Förderung der Flora und Fauna (Bäume, Begrünungen), individuelle Hingabe jedes Weingartens
Arbeit im Keller: minimale Bewegung, wichtig ist, die Herkunft nicht zu kaschieren
Exportanteil: 50 %
Händler: Döllerer, Morandell, Del Fabro Kolarik; Deutschland: Smart Wines; USA: Skurnik Wines; Australien: Real Wines, Engalnd: Clark Foyster Wines
BLAUFRÄNKISCH LEITHABERG DAC RIED PRATSCHWEINGARTEN 2021 Beerige Frucht, teeiges Tannin, leichte Würze, fein und wild.
BLAUFRÄNKISCH RIED
GOLDBERG 2021
Dunkle Kirschen und Pfeffer, am Gaumen kraftvoll mit weichen Tanninen. Ein echter Allrounder, der zu gegrilltem Fleisch richtig Laune macht.
BLAUFRÄNKISCH RIED
MARIENTHAL 2021
Mega frisch, viele Gewürze,süffig, dicht und stoffig, feinste Tannine. To remember!
STEFAN ROBITZA
AUFBRUCH IN EINE NEUE STILISTIK


2023 KVARC WELSCHRIESLING
Der Kvarc duftet zum Reinbeißen gut. Nach Kreide, Heublumen, zart rauchig, wie eine frisch angeschnittene Zitrone, nach saftigen Äpfeln und Kräutern. Eigentlich ziemlich eindeutig das, was man sich heute vom Welschriesling in seiner besten, ganz puren Form erwartet. Am Gaumen ist der Wein druckvoll und doch karg, hat eine enorm anregende Säurepikanz, die einem so richtig das Wasser im Mund zusammenrinnen lässt. Nach einer Weile im Burgunderglas und mit mehr Luft drückt der Wein zudem nochmal so richtig aufs Gaspedal. Was nicht bedeutet intensivere Aromen, sondern ein Plus an Zug und Spannung.
WEINGUT ROBITZA WEIN
NEUSIEDLERSEE/LEITHABERG
www.robitza-wein.at
Alles begann 2005 auf dem Adlersberg: Stefan Robitza kelterte seine erste Cuvée aus Cabernet und Merlot – den „„Adlersberg rot“, der bis heute zum Portfolio des burgenlandkroatischen Winzers gehört. Später ergänzte er Blaufränkisch. Anfangs noch etwas mollig, hat sich sein Stil über die Jahre sanft entwickelt, begleitet von der Umstellung auf die biologische Landwirtschaft. Prägend war aber vor allem ein Seminar bei Frank John, das ihm half, das volle Potenzial seiner Lagen zu erkennen.
2021 begann Stefan Robitza, Teile der Weingärten auf die traditionsreiche Rebsorte Furmint umzustellen Der Austausch mit Winzerkollege Michael Wenzel bestärkte ihn auf diesem Weg. Robitza setzt auf Weine mit Zug, Mineralität und Struktur, erzielt durch Spontangärung und natürliche Sedimentation. Vor allem Welschriesling soll künftig mit Eleganz und Ehrlichkeit in die Flasche kommen. Seine Weine sind eine Hommage an das Erbe Pannoniens und die Weinkultur des Burgenlandes.
KOSTN O TIZEN
FURMINT VAPNO 2023
Harmonie pur! Saftige Säure, Zitrone und Apfel, feine Würze und teeige Nuancen. Langer Abgang, rund und elegant.
GRÜNER VELTLINER UZLOP 2024
Kräuterwiese trifft Zitrusschale; frisch, klar und mineralisch, mit knackigem Finale. Ein Ausdruck des pannonischen Bodens.
WELSCHRIESLING KVARC 2023
Salzig & straff: Salzzitrone, Blüten und rauchige Mineralität. Saftig und kompakt mit zupackender Säure, klarer Abgang.

Größe: 4 Hektar im Eigenertrag
Wichtigste Rebsorten: Furmint, Welschriesling, Blaufränkisch
Zertifizierungen: in Umstellung auf biologischen Weinbau
Wichtigste Lagen: Hotterkritschen (Steinnelke), Adlersberg, Silberberg
Arbeit im Weingarten: Düngung und Humusaufbau mit Pferdemist aus eigenem Stall, saisonale Begrünung mit Kreuzblütlern und Leguminosen.
Arbeit im Keller: Weißwein: Ganztraubenpressung, natürliche Sedimentation, Spontangärung mit natürlichen Hefen, langer Hefekontakt, Ausbau im Stahl oder Holz, keine Schönungen, keine Filtration. Rotwein: offene und spontane Gärung mit natürlichen Hefen, Ausbau und Lagerung in 500 Liter Eichenfässern für maximal 2 Jahre, keine Filtration.
Fässer: Edelstahl, Holz
Exportanteil: Kein Export
Händler: Keine
BUNTO BUBBLES PETNAT 2023
Himbeeren, Erdbeeren und ein Spritzer Limette in der Nase, dazu feine Struktur durch kurze Maischestandzeit – leicht funky, viel Trinkfreude.
SAUVIGNON BLANC UZLOP 2024
Mineralisch im Duft, dann Stachelbeere, Heublumen und Paprika. Langer Abgang, spannend und trinkfreudig auch ohne Nachdenken.
BLAUFRÄNKISCH STARAMATI 2021
Cranberry, Weichsel mit feiner Verbene-Würze, am Gaumen straffes Tannin, dunkle Frucht und pikanter Nachhall – langlebig und elegant.
LEO & KATHRIN
SOMMER MEISTER DES HANDWERKS


2021 RIESLING HANDWERK SPÄTFÜLLUNG
Das ist kein zisch-frisch-fruchtig-Riesling, dafür enorm vielschichtig. Er duftet nach vollreifer Zitrone, weißer Grapefruit, Zitronengras, Weingartenpfirsich und Klaräpfeln, die frisch vom Baum kommen. Darüber liegt eine kühle, feine Rauchigkeit. Der Wein trifft supersaftig auf den Gaumen. Im Duft schon maximal einladend, wird der Riesling im Mund noch eine Spur anregender. Einen wichtigen Anteil daran hat der feine, balancierte Gerbstoffrahmen. Ein Must für den optimalen Ausdruck der vielen Facetten im Wein ist das Burgunderglas. Es hebt Sommers Spätfüllung noch mal in eine eigene Kategorie. Er behält mit Luft und etwas mehr Temperatur trotzdem seine Spannung und zeigt seine burgenländischen Wurzeln in authentischer Art. Und: Jetzt beginnt genau der richtige Moment, um ihn zu trinken.
WEINGUT SOMMER NEUSIEDLERSEE/LEITHABERG
www.weingut-sommer.at
„„Alles richtig machen, aber dafür langweilig, dafür brennen wir nicht“, sagen Leo Sommer und seine Frau Kathrin. Seit 2023 führen die beiden das traditionsreiche Weingut Sommer in Donnerskirchen, in dem sie schon die Jahre davor aktiv mitgearbeitet haben. Ihre Philosophie: Zeitgemäße Handwerksweine mit komplexem Charakter. Dafür lassen sie sich von der Natur inspirieren, damit Weine entstehen, die nuanciert und strukturiert sind. Die Sommers sagen dazu auch „„minimale Intervention mit Freiheit gedacht“.
Für seine Handwerk-Linie ließ sich Leo Sommer von seinem Großvater inspirieren, der mit alten Fässern arbeitete und spontan vergor. Die Reben stammen aus den 50er Jahren, die Fässer vom Großvater. Sein Ansatz vereint Bewahrung und Innovation, reflektiert die Natur und bringt Balance in den Weingarten. Weinbau verstehen Leo und Kathrin Sommer als kontinuierlichen Prozess. Stillstand gibt es nicht. „„Das Ziel erarbeiten wir uns am Weg - wenn wir sehen, was zu tun ist.“
KOSTN O TIZEN
LITTLE SISTER GRÜNER
VELTLINER 2024
Für sonnige Nachmittage. Frische Limette und grüner Apfel steigen aus dem Glas, am Gaumen lebendig mit knackiger Säure und feiner Würze.
SALZ UND RAUCH GRÜNER
VELTLINER 2023
Leicht rauchige Noten treffen auf würzigen Pfeffer– am Gaumen frisch und elegant. Ideal zu Meeresfrüchten oder geräuchertem Fisch.
RIED HALSER LEITHABERG DAC GRÜNER VELTLINER 2023
Klar, frisch und mit viel Ausdruck – ein Wein, der viel Freude an frischen Speisen und guten Gesprächen bringt.

Größe: 30 Hektar
Wichtigste Rebsorten: Grüner Veltliner, Welschriesling, Riesling, Sauvignon Blanc, Chardonnay, Blaufränkisch
Zertifizierungen: Lacon Bio (ab Jahrgang 2023)
Wichtigste Lagen & Böden: Himmelreich: Südosthang, Urgestein, Glimmerschiefer, rekultiviert 2009, von Wald umgeben.
Halser: Muschelkalk, alte Reben Grüner Veltliner & Blaufränkisch, neu Furmint.
Bergweingarten: Älteste Reben, Ursprung der „Salz und Rauch“-Linie.
Arbeit im Weingarten: Sanfter Rebschnitt, Handarbeit, Dauerbegrünung, Walzen zum Schutz des Bodens, Baumpflanzungen (Edelkirschen, Weingartenpfirsich), biologischer Pflanzenschutz, Pferdebewirtschaftung.
Fässer: Stockinger Fässer, alte Akazienfässer (800–1750 L), französische Fässer (228–660 L), Betoneier, Amphoren.
Exportanteil: 25 %, wachsend (u. a. Deutschland, Schweiz, USA, Canada, Dänemark, Niederlande, Italien, Schweden, Japan, Israel)
Händler: Transgourmet Trinkwerk, Del Fabro Kolarik, Franz Messeritsch, Kastner, Neururer, Amman Summer Rieder, Feinrausch, Thurnher Weine, Weinhandel Wild, Weinfinder
RIED RIEFRING THAL
LEITHABERG DAC CHARDONNAY 2023
Gelbe Frucht wie Apfel und Birne mischen sich mit einer feinen, cremigen Holznuance. Der Geschmack ist rund, mit frischer Säure.
WELSCHRIESLING HANDWERK 2023
Handwerk pur: Heu, Hefe, Zitrus und grüner Apfel. Straff, frisch und klar – so schmeckt ein großartig gemachter Welschriesling.
RIESLING HANDWERK 2023
Eleganz im Glas! Zarte Blüten und reife Zitrusfrucht, dazu feine Mineralität. Am Gaumen frisch, saftig und klar im Finish.
ERWIN TINHOF
EIGENSTÄNDIG & UNVERFÄLSCHT


2019 ST. LAURENT RIED FEIERSTEIG
Sein Duft zeigt sich dunkel und rebsortentypisch mit Zwetschke und reifer Kirsche. Mit der Zeit im Glas mischen sich pfeffrige Noten, Waldboden, Orangenschale, Tabak und Rosmarin dazu. Der Körper ist genial strukturiert, hat etwas Schokoladiges und ein balanciertes, tragendes Gerbstoffgerüst, genauso wie ordentlich Druck und Zug. Das ist sehr viel St. Laurent. Was die Rebsorte zudem typischerweise ausmacht: Sie bleibt immer auf der eleganten Seite, wirkt nie üppig schwer und hat deshalb auch herrlichen Trinkfluss. Das ideale Reifefenster von Tinhofs 2019er öffnet sich gerade. Der Wein hat aber trotzdem auch noch reichlich Potential für ein paar weitere Jährchen.
WEINGUT ERWIN TINHOF LEITHABERG
www.tinhof.at
Erwin Tinhof war schon immer gerne anders. Etwa in den 1990er Jahren, als er entgegen vorherrschender Trends auf heimische Rebsorten setzte und anfing, Weingärten zu tauschen und zu kaufen, um größere Flächen zu bewirtschaften. Oder Anfang der 2000er Jahre, als er auf Bio umstellte und sein Weingut geradewegs in Richtung Erfolg manövrierte.
Den Leithaberg kennt er wie seine Westentasche. Seit mittlerweile 11 Generationen betreibt die Familie hier Weinbau. Tinhofs Aushängeschild: Charaktervolle Neuburger, die ihr burgenländisches Terroir unverfälscht zur Schau stellen. Doch auch Weissburgunder, Blaufränkisch und Sankt Laurent haben es ihm angetan. Die Weine sind nie kitschig, laut oder plakativ, sondern harmonisch, mineralisch, mit Eleganz und Struktur. Für ihre Einzigartigkeit sorgen Herkunft und Charakter, die Erwin Tinhof mit Fingerspitzengefühl und Erfahrung gekonnt zum Ausdruck bringt.
KOSTN O TIZEN
LEITHABERG NEUBURGER 2024
Frische & Eleganz: Neuburger mit reifer Birne, feiner Kräuterwürze und Mineralität. Lebendige Säure sorgt für Klarheit.
EISENSTADT NEUBURGER &
WEISSBURGUNDER 2022
Was für ein Mix mit Holzfass-Vibes. Zitrus, Apfel und Kräuter in feiner Balance, cremig und frisch zugleich.
RIED TATSCHLER
WEISSBURGUNDER 2022
Birne, Vanille und ein Hauch Nougat mit schöner Holzwürze und Mineralik. Elegant und richtig rund.

Größe: 16 Hektar
Wichtigste Rebsorten: Neuburger, Weißburgunder, Blaufränkisch, Sankt Laurent
Zertifizierung: biologisch-organisch
Wichtigste Lagen: Feiersteig, Golden Erd, Setz, Kirchberg, Oberberg, Tatschler
Arbeit im Weingarten: Handarbeit sowohl bei der Pflege der Weingärten im Jahresverlauf als auch bei der Lese
Fässer: 228 l, 500 l – 3000 l (Stockinger, Francois Frères)
Exportanteil: 50 %
Händler: Morandell
EISENSTADT
SANKT LAURENT 2022
Schwarze Beeren, Pflaume und leichte Eiche, weich und saftig am Gaumen. Einfach zugänglich und charmant.
RIED SETZ BLAUFRÄNKISCH 2021
Blaufränkisch mit Tiefe: Rote Beeren, Kräuter und Gewürze. Elegante Struktur, feine Tannine und Lagerpotenzial.
RIED FEIERSTEIG SANKT
LAURENT 2021
Spannend und rund! Aromen von roten Waldbeeren und Kirschen vereinen sich mit feiner Kräuterwürze und Mineralität.
THOMAS SCHWARZ DER LEISE REBELL VOM LEITHABERG


2021 MUSCHELKALK WEISS
Der aktuelle Muschelkalk weiß duftet zart rauchig und saftig gelbfruchtig. Bergamotte spielt dabei genauso mit, wie Pfirsich und Salzzitrone. Mit Luft öffnet sich zusätzlich eine feine, kräuterwürzige Komponente – Zitronenthymian und Verbene. Über allem schwebt ein Hauch von weißem Pfeffer. Am Gaumen beeindruckt zuerst der ruhige Charakter. Die Säure ist balanciert, der Körper sehr strukturiert, elegant und voller Finesse. Dahinter gibt es zudem noch viel Tiefgang, einen festen Kern und Salzigkeit. Das ist purer Kalk. Der famose Weißwein spiegelt exakt das Terroir wider, in das die Reben ihre Wurzeln strecken. Erinnert ein wenig an leicht knisternde, weiße Seide.
WEINGUT KLOSTER AM SPITZ
NEUSIEDLERSEE
thomasschwarz.at
Thomas Schwarz ist einer, der lieber mit dem Rebstock spricht als mit dem Publikum. Einer, der Wein nicht inszeniert, sondern entstehen lässt. Und einer, der sich selbst überflüssig machen will – im besten Sinne. Wein machen, indem man loslässt – und trotzdem alles im Griff hat, sozusagen! So lautet seine Devise. Auf seinem Weingut Kloster am Spitz in Purbach, Burgenland, ist alles aufs Wesentliche reduziert. Kein Barrique. Keine Zuchthefen. Keine synthetischen Pestizide. Stattdessen: viel Boden, wenig Intervention – und Wein, der so pur ist, dass er fast meditativ schmeckt.
„„Ich will Wein machen wie mein Großvater – nur mit dem Wissen von heute“, sagt Schwarz. Seit er das Weingut 2005 übernommen hat, arbeitet er biologisch – und mit radikaler Konsequenz. Der Keller ist fast still. Kein Pumpen, kein Filtern, kein Schnickschnack. „„Der beste Wein entsteht, wenn man ihn einfach in Ruhe lässt.“
KOSTN O TIZEN
1822 BRUT NATURE
Knackig-frischer Schaum, in der Nase leichtes Brioche mit Zitrusfrische – am Gaumen trocken, feinperlende Eleganz mit mineralischem Rückhalt.
ROSÉ BRUT ZZ
Duft von Himbeeren und Blüten – trocken, schlank mit zarter Säure. Ein eleganter Rosé-Sekt, der sich ins Gedächtnis prickelt.
VEUCHE 2022
Zitrus- und Limettennoten mit salzig-kühlem Zug am Gaumen. Saftig, knackig und präzise – ein Weißwein mit Charakter aus dem Leithagebirge.

Größe: 4,5 ha
Wichtigste Rebsorten: Blaufränkisch, Chardonnay, Weißburgunder, Grauburgunder, Rosenmuskateller, Pinot Noir
Zertifizierung: Bio seit 2005, zertifiziert seit 2008
Wichtigste Lagen: Eisner, Glawarinza, Thenau
Arbeit im Weingarten: extensive, nicht wendende Bodenbearbeitung, natürliche Dauerbegrünung, Laubarbeit größtenteils manuell
Arbeit im Keller: Ganztraubenpressung, Spontangärung (seit 2004), meist mehrjährige Lagerung ohne Schwefel auf Vollhefe (bis zu 9 Jahre), keine Intervention bis zur Füllung, dann Schwefelung
Fässer: Stockinger, Ybbstaler, Pfälzer Eiche (500 l, 1000 l, 1300 l, 4000 l); seit Jahren kein neues Holz mehr
Exportanteil: 20 %
Händler: fink. wertvoll. geniessen, Markus Telser Weinservice, Pub Klemo, Wedl & Dick GmbH, Transgourmet, Gottardi, Weinhaus Wakolbinger, Vinothek Zawadil, Ritzberger Genuss, Weinhandel Bogensperger
WEISSBURGUNDER 2022
Eleganter Weißburgunder mit feiner Frucht, saftig und frisch im Mund mit klarer Struktur –Trinkfluss und Stilgefühl pur.
MUSCHELKALK 2021
Purer Boden im Glas: Dunkle Beeren, Pfeffer und kühle Kräuter. Am Gaumen rauchig, mineralisch, mit Würze und salzigem Abgang.
ROSENMUSKATELLER 2022
Aromatisch und florisch mit intensiver Duftigkeit, floralen Noten und feinem Süße-Säure-Spiel. Bei Bedarf zur Käseplatte oder zum Genießen.
ALEX & MARIA KOPPITSCH
INTERNATIONALE SHOOTINGSTARS


2022 LEMON SAUVIGNON BLANC 5TH EDITION
Die fünfte Edition hat ein deutlich trübes goldgelb mit einem ganz leichten zwiebelschalenfarbigen Schimmer. Im Bukett gibt es viel erfrischende Fruchtigkeit. Vor allem gelbe Steinobstnoten, besonders Marille. Außerdem Zitronengras, eine ganz zarte Kräutrigkeit und etwas grüne Nüsse. Fröhlicher und lebendiger Spirit prägt den Gaumen. Die anregende, spritzige Säure und der balancierte Grip entwickeln in Verbindung mit der Frucht einen unbeschwerten Trinkfluss. Das erzeugt entspannte Vibes. Lässig ist auch die Leichtigkeit des Weins. Tipp: Shake well and chill.
ALEX & MARIA KOPPITSCH
NEUSIEDLERSEE
www.koppitsch.wine
In Neusiedl am See wird seit über 500 Jahren Wein gemacht – aber nicht so wie hier. Alex und Maria Koppitsch führen die Familientradition mit Respekt und Radikalität fort. Biodynamie wird barfuß praktiziert: keine Traktoren, keine Spritzgeräte – Alex marschiert sieben Stunden durch die Weingärten und bringt Präparate per Hand und Gehmeditation aus. „„Das ist unser Boden – und unsere Verantwortung“, sagt Maria.
Gearbeitet wird fast ausschließlich mit Cuvées, um die Landschaft statt den Lehrplan zu vinifizieren. Im Keller gilt Low Intervention – kein Schwefel, keine Filtration, keine Temperatursteuerung, spontane Gärung, keine Schönung. „„Wir begleiten den Wein, wir machen ihn nicht.“ Wegen ihrer kompromisslosen Haltung sind sie international gefragt. „„Veränderung sind keine geplant –die passieren eh von alleine“, sagt Maria. „„Nur vielleicht ein paar Stunden weniger Arbeit.“ Angekommen sind sie längst – mitten in ihrer ganz eigenen Weinwelt.
KOSTN O TIZEN
HOMOK 2024
Tropische Früchte und Kräuter in der Nase. Am Gaumen ausbalanciert mit eingebundener Säure. Frisch, komplex und trinkfreudig.
RÉT 2024
Lebendige Frische: Kirsche, Grapefruit und Lakritz. Leicht, frisch und mineralisch mit feiner Tanninstruktur – ideal zu Gemüse.
ABENDROT 2023
Lebendiger Orange Wine! Aromen von Mirabellen, roter Johannisbeere, Limette und Thymian. Am Gaumen frisch und cremig & spritzigen Finish.

Größe: 5,8 ha (Eigenbesitz, keine Traubenzukäufe)
Zertifizierung: Biodynamische Bewirtschaftung seit 2006
Arbeit im Keller: Naturwein – keine Zusätze, keine Filtration, spontane Gärung, keine Schönungen, keine Temperatursteuerung
Fässer: Alte Holzfässer vom eigenen Wald, Stahltanks, Polyestertanks, gebrauchte französische Barriques und Amphoren
Exportanteil: 98 % – USA, Kanada, Island, Portugal, Spanien, Frankreich, Niederlande, Belgien, Deutschland, Schweiz, Italien, Norwegen, Schweden, Finnland, Dänemark, Ungarn, UK, Japan, Mexiko, China, Tschechien, Irland, Thailand, Taiwan
Händler in Österreich: VINONUDO (Wien), UNTOUCHED WINES (Tirol & Vorarlberg)
AEON WHITE 2022
Salzig & cremig, Zitrus, Pfirsich und ein Hauch Kokos. Am Gaumen cremig-mineralisch –perfekt zu Fisch oder mildem Käse.
AEON RED
Kräftig & elegant: Beerige Frucht, Zimt und Nelken. Samtig und vollmundig – ein idealer Begleiter zu Wild oder Rind.
A QUIET SOFT LIGHT
Fruchtig mit Sauerkirsche und Granatapfel, angenehme Frische und mineralische Nuancen – toll zu Geflügel oder Pilzen.
SEBASTIAN LEHNER JUNGE POWER AUS GOLS


2024 PURISTISCH WEISS
Der unangepasste Puristisch weiss ist goldgelb in der Farbe, hat einen deutlich cloudy Touch. Er duftet wie ein Korb gemischter, frisch geschnittener Wiesenkräuter. Ein wenig wilder Oregano, Kamillenblüte und Thymian. Mit Luft kommt nasser Stein dazu. Und Erde. Man fühlt sich fast wie auf einem Spaziergang durch Lehners Bio-Weingärten, wenn es kurz vorher geregnet hat. Eine geschmeidige Struktur, verbunden mit zartem Grip von einem kurzen Maischekontakt, prägt den Gaumen. Alles fließt. Hier ist nichts mühsam freaky, sondern sauber, geradlinig und vor allem so richtig trinkig. Ein wahrhaftiger Wein für jeden Tag, wie er besser nicht sein könnte. Unterhaltsam, lebhaft und wie ein guter Freund, der keine komplizierten Fragen stellt. Ehrlich und geraderaus.
WEINGUT LEHNER SEBASTIAN NEUSIEDLERSEE
www.bioweingutlehner.at
Der Wandel im Weingut Lehner begann nicht im Keller, sondern im Denken: Sigrid Lehner gab dem Familienbetrieb eine neue Richtung und führte ihn Schritt für Schritt zur biodynamischen Bewirtschaftung. Geprägt hat sie dabei ihre Zeit in der Arbeitsmedizin, wo sie viel über Unverträglichkeiten sowie das Zusammenspiel von Körper und Seele lernte. „„Damals begann ein Umdenken“, erzählt sie. Gemeinsam mit ihrem Mann Erwin, der im Keller zuhause ist, und den Kindern Victoria und Sebastian wurde zunächst auf bio und später auf biodynamisch umgestellt. Heute liegt die Leitung bei den Kindern, getragen von der Unterstützung der Eltern. Ihr Credo: „„Das Wichtigste ist der Boden. Von ihm geht alles aus.“ Die Reben dürfen hier fast „„wild“ wachsen, werden kaum entblättert oder gestutzt. „„Wir vertrauen der Pflanze. Es geht um Respekt und Achtung“, sagt Sebastian Lehner.
Im Keller lässt Sebastian den Wein seine Herkunft ausdrücken. Ein Zugeben oder Wegnehmen ist nicht vorgesehen. Nur, wenn Erwin Lehner eigenhändig den Wein über den Reihenfüller in die Flasche bringt, kommt seine positive Energie dazu.
KOSTN O TIZEN
WELSCHRIESLING 2023
Spritziger Start: Zitrus und grüner Apfel in der Nase. Knackig am Gaumen, mineralisch und klar – ideal als Aperitif.
LUFT & LEBEN
Grünstielig saftig, komplex, flacher angenehmer Abgang mit leichter Bittenote. Sehr toll zu kräftiger Vorspeise oder auch Pastagerichten
CHARDONNAY 2020
Gelbe Früchte und dezente Butternoten zeigen sich in der Nase. Am Gaumen cremig mit guter Säure und einem langen, angenehmen Nachhall.

Größe: 10 Hektar
Wichtigste Rebsorten: Neuburger, Weißburgunder, Grüner Veltliner, Blaufränkisch
Zertifizierung: Bio seit 2015, Demeter seit der Lese 2019
Wichtigste Lagen: Ungerberg und Altenberg
Wichtigste Böden: Sandiger Schluff, kann das Wasser gut binden und gut abgeben
Arbeit im Weingarten: Sanfter Rebschnitt, Stockputzen, Einstricken, Wickeln, Handlese
Arbeit im Keller: Spontanvergärung, Kühlung mit Brunnenwasser. Rot vergärt offen im Bottich (Maische händisch untergestoßen) und die großen Mengen im Stahltank. Weiß bleibt auf der Feinhefe, minimal bis nicht geschwefelt, unfiltriert (bis auf die Literware)
Fässer: Alte Holzfässer (älteste 1958), Barriquefässer (Zukauf von gebrauchten Fässern aus den biodynamischen Top-Betrieben in Gols), Stahltanks (Schnitt 2000 Liter)
Exportanteil: 30 Prozent
Händler: Direktkauf
WEISSBURGUNDER 2018
Birne und Mandel in der Nase, weich & elegant am Gaumen – easy going mit Fisch oder mildem Käse.
STROHPLATZ
Reife Früchte und Würze, voller Körper mit Power – perfekt zu herzhafter Küche.
BLAUFRÄNKISCH 2022
Kirsche trifft Würze, saftig und frisch am Gaumen mit feinen Tanninen – der perfekte Begleiter zu gegrilltem Fleisch.
FAMILIE TRIEBAUMER FREI VON DOGMEN


2023 TRAMINER GANZE TRAUBE
Ein großartiger Jahrgang. Klarerweise braucht der Wein viel Luft. Das heißt: mindestens ein Burgunderglas. Noch besser ist es, ihn in eine breite Karaffe umzugießen. Mit der Zeit macht der Traminer immer weiter auf. Also keine Angst vor 14 Grad oder noch mehr. Seine Farbe schillert in hellem Bernstein. Der Duft öffnet sich wie ein großer, orientalischer Gewürzstrauß. Nelken, Kreuzkümmel, Koriander, Safran und vieles mehr, außerdem Kumquats und exotische gelbe Frucht. Am Gaumen ist unglaublich viel Tiefgang. Der Wein hat einen tollen Grip, druckvolle Länge und somit genau die richtige Dosis an anregendem Potential.
WEINGUT ERNST TRIEBAUMER
NEUSIEDLERSEE
www.triebaumer.com
Die echten Innovationen kommen von Quereinsteigern, ist Herbert Triebaumer überzeugt. Auf Wunsch des Vaters lernte er, wie auch seine drei Geschwister, was „„G’scheites“. Elektriker in seinem Fall. Wobei: Quereinsteiger ist relativ. Wein hat er mit der Muttermilch aufgesogen, von klein auf machte er die Weingärten unsicher. Unsicher waren auch die Zeiten Anfang der 80er Jahre, wo meist billigst Wein produziert wurde. Da konnten und wollten die Triebaumers nicht mit. Schon immer wurde per Hand gelesen und auf Herbizide, Pestizide & Co. verzichtet.
„„Unser Betrieb ist echt Free Style“, sagen die Triebaumers. Herbert etwa kümmert sich um die Weingärten, sein Bruder Gerhard, gelernter Tischler, werkt mehr im Keller. Wobei die Grenzen fließend sind. „„Wir machen die Dinge, weil sie sich so ergeben.“ Entwicklung ist der rote Faden im Weingut, Natural so etwas wie experimentelle Archäologie. „„Wir richten unsere Reben nicht so her, dass sie abhängig werden, sondern dass sie autonom leben können.“
KOSTN O TIZEN
UNGEZOGEN WELSCHRIESLING 22
Apfel, Quitte, Melone, Heu und zartes Bienenwachs treffen auf knochentrockene Säure und salzige Mineralik – ein Wein mit Tiefgang!
KRISTALLIN FURMINT 23
Exotik & Frische: Apfel, Ananas, Quitte und Jasmin. Straff und salzig am Gaumen, mit knackiger Säure und animierender Länge.
CHARDONNAY BANDKRÄFTN 22
Super Wein! Elegant, komplex und balanciert. Tropische Frucht, Kräuterwürze und Kardamom, getragen von feiner Säure und Länge.

Größe: 18 Hektar Weingärten, 10 Hektar Hecken, Weiden und Streuobstwiesen
Wichtigste Rebsorten: 70% Rot, 30% Weiß; Blaufränkisch, Cabernet, Merlot; Syrah, Chardonnay, Gelber Muskateller, Furmint, Sauvignon Blanc
Zertifizierung: Demeter (seit 2024)
Wichtigste Lagen: Mariental, Oberer Wald, Gemärk, Vogelsang, Bandkräftn
Wichtigste Böden: Richtung Oggau Muschelkalk, Richtung Mörbisch Urgesteinsverwitterungsböden mit Quarz, Glimmerschiefer und Gneis
Arbeit im Weingarten: viel Handarbeit, geringer Mechanisierungsgrad, selektive Handlese, artenreiche Begrünung, Beweidung mit Schafen
Arbeit im Keller: Low Intervention, Spontanvergärung, viel Zeit und Urvertrauen, Fokus auf natürliche Werkstoffe (Holz und Steinzeug), größtenteils unfiltriert
Fässer: 300-5000 Liter, keine Barriques, Blaufränkisch: kleine Holzfässer, Mariental: 300-1100 Liter Holzfass, Eichenfässer von Stockinger
Exportanteil: 25 Prozent
Händler: Döllerer, Wagner, Morandell und viele mehr
Exportländer: DE, NL, CH, BE und viele mehr
BLF OBERER WALD 23
Waldbeeren, Wacholder und zarte Bittermandelstraff, mineralisch und tief im Nachhall.
BLF MARIENTAL 23
Feuerwerk am Gaumen: Schwarzkirsche, subtile Orangenzeste und jugendliches Tannin. Straff, saftig und mit ewigem Nachhall.
BLF MARIENTAL 15
Dunkle Früchte, Eukalyptus, herbstliches Laub und Bitterschokolade – kraftvoll, vielschichtig und mit lebendigem Nachhall.
ANDREAS ZINIEL ER DENKT SEEWINKEL WEINE NEU


2021 ZWEIGELT HUAT
Im Duft gibt es entspannte, dunkle Fruchtnoten – Zwetschke, Kirsche und Brombeere. Dazu eine pfeffrig-rauchige Kräuterwürze, ganz leicht Lakritze und Graphit. So rangiert dieser Zweigelt schon weit abseits vom süßlichmarmeladigen Klischee, für das die Sorte berüchtigt ist. Im Burgunderglas mit viel Luft, blüht der Wein von Andreas Ziniel so richtig auf. Das sagt viel. Mancher Zweigelt würde hier schnell in die Breite abdriften. Huat hingegen behält seine Form, hat eine fleischige Fülle, ist aber kein aufgepumpter Muskelprotz. Was heißt, viel am Gaumen bei moderatem Alkohol. Sein präsenter Gerbstoff und die attraktive Struktur tragen ihn. Der Wein ist wie ein Kumpel mit einem durch und durch echten Charakter. Aktuell hat er eine fantastische Trinkreife, kann aber auch noch reifen.
WEINGUT WEINGUT ZINIEL NEUSIEDLERSEE
www.andreasziniel.at/
Im Seewinkel gelten andere Regeln – und Andreas Ziniel macht sie sich zunutze. In Österreichs tiefstgelegenem Weinbaugebiet ist es oft heiß, umso entscheidender sind für ihn Spannung, lebendige Säure und eine feine, elegante Stilistik. „„Bei uns braucht es manchmal einen kleinen Schubs“, sagt Ziniel. Alkohol steht dabei bewusst nicht im Mittelpunkt.
Diese Haltung prägt seine Weine, die in Spitzenlokalen in Österreich ebenso gefragt sind wie international. Nach der Matura an der Weinbauschule startete er zunächst konventionell, merkte jedoch rasch, dass ein achtsamer Umgang mit Boden und Trauben die Qualität deutlich hebt. Schritt für Schritt stellte er auf biologische Bewirtschaftung um und arbeitet inzwischen auch mit biodynamischen Impulsen. Das Resultat: präzisere Weine mit vibrierender Frische und markantem Salzton. Vor allem St. Laurent will Ziniel künftig noch stärker nach vorne bringen – eine Sorte, die zur Region passt und Frische, Eleganz und Länge bei maximal 12,5 Vol.-% Alkohol liefert. Auch Weißburgunder und Welschriesling hebt er auf ein neues Niveau.
KOSTN O TIZEN
ZINI 2024
Floral, mit Hibiskus, Zitrusfrüchten, Cranberry-Schale und erfrischender Säure. Perfekt für gesellige Momente.
RISLA (WELSCHRIESLING) 2024
Knackige Noten von grünen Äpfeln, Zitrusfrüchten und eine präzise Mineralität – ein erfrischender Terrassenwein, der Lust auf mehr macht!
KLEVNER (WEISSBURGUNDER) 2023
Feine Balance: Cremigkeit trifft Blütenaromen. Harmonische Säure bringt Frische und Mineralität – ein Wein mit Eleganz.

Größe: 17 Hektar
Wichtigste Rebsorten: Zweigelt, Welschriesling, Weißburgunder, Muskateller, Chardonnay, St. Laurent
Zertifizierung: Biologische Bewirtschaftung mit biodynamischen Einflüssen. Es wird eine Kreislaufwirtschaft angestrebt. Von der z.B der Rest von der biologischenLandwirtschaft der Eltern zu diversen Höfen in der Region wandert und man Mist und Kompost im Gegenzug zurückbekommt.
Wichtigste Lagen: Heulage, Johannishöhe und Hutweide
Arbeit im Weingarten: 100% Handarbeit, keine Maschinenlese.
Arbeit im Keller: Viel Handarbeit, viel mit Gravitation, alles spontanvergoren.
Fässer: Kleine (300 Liter) bis Große (2100 Liter) Fässer, vielfach österreichische Eiche, ansonsten Betonfässer, Amphoren und Keramikfässer.
Exportanteil: 70%
Händler: Transgourmet Trinkwerk, Wein&Co und Pub Klemo
HAILE (CHARDONNAY)
2023
Reife Zitrusfrucht, Kernobst und Rauch prägen die Nase. Am Gaumen Birne, Exotik und harmonisch eingebundenes Holz.
HANI (ST.LAURENT) 2023
Ein samtiger St. Laurent mit verführerischen Aromen von dunklen Beeren, einer feinen Würze und einem weichen, harmonischen Abgang. Top!
HUAT (ZWEIGELT) 2021
Kirscharomen, pfeffriger Würze und eine angenehme Fruchtsüße, die den kraftvollen Körper balanciert und einen langanhaltenden Abgang schenkt.
FRANZ & PETRA WENINGER AUF DER SUCHE NACH FREIHEIT


2023 BLAUFRÄNKISCH KIRCH
Der 2023 Kirch muss sich nicht verstellen. Er duftet archaisch und ungezähmt nach dunklen Kräutern und Gewürzen wie Rosmarin, Nelken und schwarzem Pfeffer. Dazu kommt eine ordentliche Portion Frucht, die sich von ihrer ganz klaren und expressiven Seite zeigt. Kirsche, Cranberry und ein Hauch Brombeere. Das zusammen ist schon ziemlich viel Blaufränkisch. Am Gaumen geht es im gleichen Spirit weiter. Der Wein hat eine große Spannung und ein vibrierendes Tanningerüst. Diese Kombination schiebt so richtig an. Kirch fordert im positivsten Sinn auf allen Ebenen, hat aber gleichzeitig enormen Trinkfluss. Authentischer und besser kann sich die Rebsorte nicht präsentieren.
WEINGUT WENINGER
MITTELBURGENLAND & SOPRON www.weninger.com
Rückgrat – das haben die Weningers. Schon Franz’ Vater scheute keine Konflikte, und auch der Junior verabschiedete sich früh vom Kollektivismus der österreichischen Weinwelt. Reinzuchthefen, externe Berater, Zusätze und Punktebewertungen sind für Franz Vergangenheit. 2003 stellte er auf Bio um, 2006 auf Biodynamie. Sein Anspruch: Natürlicher Wein – nicht aus Marktgründen, sondern „„weil das in den Genen von Wein steckt.“
Ende der 1990er erwarben die Weningers Weingärten im ungarischen Sopron. Die Arbeit zwischen den Welten, der ungarischen und österreichischen, erweist sich als Schlüssel zum Erfolg: „„Durch das Überschreiten der Grenze befreit man die Gedanken von verkrusteten Strukturen.” Heute beschäftigt sich Franz Weninger vor allem mit der Sinnhaftigkeit gängiger Reberziehung, Möglichkeiten zur Selbstbeschattung und der Auflockerung der Monokultur. „„Landwirtschaft und speziell der Weingarten sind Systeme, die sich immer wieder neu erfinden. Darum heißt es für mich wachsam zu bleiben.”
KOSTN O TIZEN
STEIN FURMINT 2023
Frische & Mineralik at it`s best! Zitrus, Fenchel und Mandelnoten. Kalkige Frische, salziger Touch –ideal zu Seafood oder auf der Terrasse.
FEHÉRBURGUNDI 2023
Birne, Blütenduft, Hefe und Nuss prägen die Nase. Cremig und klar am Gaumen, harmonisch zwischen Frucht und Eleganz.
BLAUFRÄNKISCH 2021
Würzig & saftig, Kühle Beerenfrucht, Zwetschke und Tanninstruktur. Lebendige Säure, leicht gekühlt perfekt zur Wildsau-Bolo.

Größe: 22 Hektar im Burgenland / 14 Hektar in Sopron
Wichtigste Rebsorten: Blaufränkisch und Furmint
Zertifizierungen: biologisch
Wichtigste Lagen: Dürrau, Steiner, Kalkofen, Saybritz, Hochäcker, Kirchholz
Arbeit im Weingarten: biodynamische Bewirtschaftung, 100% Handlese
Arbeit im Keller: Spontangärung, minimaler Schwefeleinsatz, keine Filtration
Fässer: gebrauchte Eichenfässer, Edelstahlfässer, Betontanks, Tonamphoren
Exportanteil: 80%
Händler: Weinskandal, Wagner
KIRCH BLAUFRÄNKISCH 2023
Vibrierendes Glas! Cranberry, Holunder und Wacholder, dazu Schieferrauch. Am Gaumen saftig, griffig und fein strukturiert.
OFEN BLAUFRÄNKISCH 2020
Zarte Waldbeer- und Gewürznoten in der Nase; der Gaumen zeigt feine Tannine, salzige Frische und klare Struktur – lebendig und langanhaltend.
KIRCHHOLZ BLAUFRÄNKISCH 2015
Kirsche, Feige, Tabak und Würze, am Gaumen kraftvoll, elegant und vibrierend – Salz und Struktur wie aus alter Rebe. Ein BF mit Tiefe.



K+K Kirnbauer
Marlene Kirnbauer kirnbauer@phantom.at +43 676 4777827
www.phantom.at

BLAUFRÄNKISCH
MIT RÜCKGRAT UND SEELE.

Weine wie „Das Phantom“ oder die „Royal Selection“ mit den drei Einzellagen Blaufränkisch sind ebenso legendär wie der Fortified BF nach der Portweinmethode. Markus und Marlene Kirnbauer zählen mit ihrem Weingut zu den bekannten Marken in Österreich –ohne dass das aber je auf Kosten von Identität oder Bodenständigkeit gegangen wäre. Die biologische Zertifizierung ist eine Selbstverständlichkeit für die beiden. Nachhaltigkeit wird zudem mit klugem Technikeinsatz sogar noch weiter gedacht.

DIE WELT BRAUCHT MEHR ROSA ROSALIA
Im Falle des Rosalia DAC Rosé ist es ein elegantes, zartes Lachsrosa, das auf dem besten Wege ist, auch international hervorzustechen.
In der kleinsten DAC-Region Österreichs ist Rosé kein Trend, sondern gelebte Tradition. Seit Jahrzehnten wird Rosé hier bewusst als eigenständiger Weinstil kul -
tiviert — trocken, strukturiert und weit entfernt vom Image eines bloßen Sommerweins. Die Weinregion umfasst eine Fläche von 228 Hektar und ist identisch mit dem politischen Bezirk Mattersburg. Ihre Besonderheit liegt im Spannungsfeld zwischen pannonischer Wärme und den kühlen Luftströmen der nahen Alpen — ein Cool-Climate-Einfluss, der für vergleichsweise späte

Lesezeitpunkte sorgt und den Trauben eine lange Reifephase ermöglicht. Muschelkalk-, Löss- sowie tiefgründige Sand- und Lehmböden bilden die Grundlage für Weine mit klarer Frucht, feiner Würze und präziser Säurestruktur.
Im Zentrum steht der Blaufränkisch, der wie kaum eine andere Rebsorte Boden und Mineralität der Lagen so perfekt in den Wein transportiert. Aus ihm entsteht der Rosalia DAC Rosé — einzigartig in Österreich als Rosé mit geschützter Herkunftsbezeichnung. Typisch sind die lachsrosa Farbe, Aromen roter Beeren, eine elegante, trockene Stilistik mit saftigem Säurespiel sowie ein mineralischwürziger Nachhall. Damit positioniert sich
Ansprechpartner: Anton Piribauer
Adresse: Kellerweg 15 7025 Pöttelsdorf
Telefon: +43 664 332 80 61
Mail: office@rosaliadac.at
Website: www.rosaliadac.at


der Wein als ernstzunehmender Speisenbegleiter für das ganze Jahr und als spannender Bestandteil moderner Weinkarten.
Die Winzer:innen der Rosalia verstehen Rosé als Zugpferd einer gesamten Region — mit großer Zukunft. Kleine Strukturen, weitere geeignete Flächen für den Weinbau, das steigende Marktpotenzial für Roséwein und klimatische Bedingungen, die auch unter den Vorzeichen des Klimawandels Stabilität versprechen, schaffen ideale Voraussetzungen für weiteres Wachstum. So entwickelt sich Rosalia Schritt für Schritt vom Geheimtipp zur klar positionierten Herkunft für anspruchsvollen Rosé mit internationaler Prägung — klein in der Fläche, groß im Anspruch.
SÜDSTEIERMARK
STEIRISCHES
Bioweingut Warga-Hack
Christoph Polz
Elias Muster
Kaarriegel
Lackner-Tinnacher
Matthias Schnabl
Oberguess
Rebenhof
Sattlerhof
Sepp Muster
Tauss
Wachstum König
Werlitsch
Monschein
Ploder-Rosenberg
SÜDOSTSTEIERMARK
Krenn49
Ermihof
Locknbauer
WESTSTEIERMARK
Strohmeier
HerrgottHof
Vino Gross
WINEZ
Steiermark
Die besten Winzer:innen der Steiermark gewählt von den besten Sommelièren und Sommeliers des Landes.
JASMIN & DANIEL JAUNEGG RUHIG, OHNE RUHE ZU GEBEN


2021 SAUVIGNON BLANC MURI
Die Weine vom Muri sind eigenständige, sympathische Persönlichkeiten. Und: Sie sind schlicht und einfach sehr, sehr gut. Im 2021er äußert sich das mit einem gelbfruchtigen Duft von Pfirsich und etwas Bergamotte. Dazu kommen Zitronengras, Kräuternoten und grüner Tee. Das alles aber mit ganz feiner Klinge. Am Gaumen ist der Wein superelegant, hat einen tollen Zug, vibrierende Säure und eine, durch seinen genialen Grip getragene Struktur. Im Finale ist schier unendliche Länge. Der Sauvignon Blanc Muri haut zu keinem Moment auf die Pauke, hat dafür aber umso mehr zu sagen. Ein fast stiller Wein mit Tiefgang für besondere Momente.
WEINGUT JAUNEGG
SÜDSTEIERMARK
www.jaunegg.at
Vielfalt ist der Schlüssel zur Nachhaltigkeit – deshalb setzen Daniel & Jasmin bei ihrer Bewirtschaftung der Weingärten sowie Wiesen- und Weidenflächen auf biodynamische Landwirtschaft. Im Fokus steht hier nicht nur der Rebstock, sondern sein gesamtes Umfeld. Es geht um die Beziehungen zu und zwischen dem Boden, der Pflanze, dem Nutztier und dem Menschen. Der Hof wird als Einheit gesehen, mit dem Ziel einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft. Das erfordert nicht nur Zeit, sondern auch Vertrauen in das Terroir.
In der Vinifikation wird auf schonende Verarbeitung gesetzt. Spontane Vergärung, keine Zusätze, keine Schönung und eine Extraportion Zeit. Die Kunst ist es, zu beobachten und nur wenn es der Wein verlangt, zu unterstützen. Je nach Bedürfnissen der Weine reifen diese zwischen 15 und 36 Monate auf der Hefe und werden ohne Filtration und mit minimaler Schwefel-Zugabe schonend mittels Eigendruck in die Flasche gezogen. Jede einzelne Flasche wandert durch die Hände der Beiden und zeigt 100% Eichberg und seine unverkennbare Eigenständigkeit.
KOSTN O TIZEN
WELSCHRIESLING
„WURZELWERK“ 2023
Natürlich & klar: Frischer Welschriesling mit Zitrusnoten, mineralisch und lebendig. Langer, salziger Abgang rundet ab.
WEISSER BURGUNDER
„SAND & SCHOTTER“ 2023
Fein & ausgewogen! Weißburgunder mit Apfelaromatik, Kräuterwürze und Mineralität. Vollhefe-Ausbau bringt elegante Tiefe.
SAUVIGNON BLANC
„SAND & SCHOTTER“ 2023
Frisch und aromatisch mit Noten von Cassis und Zitronenmelisse, dazu ein klarer, mineralischer Abgang. Perfekt balanciert und lebendig.

Größe: 7 Hektar
Wichtigste Rebsorte: Sauvignon Blanc
Zertifizierung: Bio (seit 2022), Demeter (seit 2025)
Wichtigste Lagen: Muri (Sauvignon Blanc, Chardonnay), Knily (Sauvignon Blanc, Grauburgunder)
Wichtigste Böden: Durchgehend leichte, schottrige Sandböden mit relativ hohem PH-Wert (7,4 bis 7,6), also sehr kalkhältig.
Arbeit im Weingarten: 100 % Handlese; Händische und schonende Laubarbeiten, ertragsreduziert, biodynamische Bewirtschaftung
Arbeit im Keller: Maischestandzeiten von 2 Stunden bis max. 1 Woche. Spontanvergärung, unfiltrierte Füllung, keine Schönung, maximal 10 - 20 mg/l Schwefel und das erst bei der Füllung.
Fässer: Edelstahltanks bzw. gebrauchte Holzfässer von österreichischen und französischen Herstellern (300 bis 1500 l).
Exportanteil: 45 %
Händler in Österreich: Schaeffer’s Selektion feiner Weiner, Getränke Wagner
SAUVIGNON BLANC MURI 2022
Klares Rebsorten Profil, straffe Säure, vibrierend, Vollgas! Geil!
CHARDONNAY MURI 2022
Animierend! Kräuterwürze und Saftigkeit im Glas. Lebendig, klar und mit Zug – ein Wein, der uns zum Schnalzen bringt.
JARDIN D’HERBES 2023
Frisch und würzig mit floralen Noten und einem Hauch Orangenschale. Tiefe und eine natürliche Lebendigkeit.
MARTINA & JOHANNES GROSS ZEIT STATT DOGMA


2021 SAUVIGNON BLANC RIED NUSSBERG GSTK
SÜDSTEIERMARK DAC
Der Wein präsentiert sich unverkennbar als 2021er. Konzentriert, tiefgründig und mit festem Kern. Das verlangt aktuell nach Luft und Zeit. Eine Karaffe macht unbedingt Sinn. Allerdings sollte der Sauvignon nicht zu warm werden. Um die zwölf Grad sind ideal. Zudem ein Bordeauxglas. Im Duft kristallisiert sich so zuerst eine feine kräuterwürzige Komponente heraus. Dahinter gibt es saftige, gelbe Frucht – reifer Pfirsich, Bitterorange, Mango. Später kommen Cassis und Wachholder dazu. Im Mund zeigt sich Reichhaltigkeit, aber auch Eleganz. Der Wein besitzt große Länge und viele Schichten. Er steht jetzt erst ganz am Anfang seiner Evolution, hat seine große Zeit noch vor sich. Ein monumentaler Charakter, geprägt durch den Jahrgang und das eigenständige Terroir.
WEINGUT GROSS SÜDSTEIERMARK
www.gross.at
Martina und Johannes Gross haben ihr Weingut neu gedacht. Mit Überzeugung und Konsequenz führen sie es heute als ökologisch zertifizierten Betrieb. Die bewusste Verkleinerung auf rund 30 Hektar war ein mutiger Schritt. „„Reduktion ist ein Gewinn an Präsenz“, so Martina. „„Was wir tun, wollen wir mit voller Aufmerksamkeit tun. Jeder Rebstock, jede Parzelle soll gesehen und verstanden werden.” Ihr Leitsatz „„Von der Vielfalt zur Konzentration“ ist zugleich ihr Versprechen an die Qualität.
„„Wir wollen spüren, wie der Wein durch unsere Hände geht – nicht nur durch Prozesse“, ergänzt Johannes. Die Beschränkung auf 100 % Weißwein und Sekt ist ein klares Profilierungsmerkmal. Sauvignon Blanc, Weißburgunder, Morillon, Muskateller und Welschriesling stehen jeweils für eine andere Facette der steirischen Identität. Beim Ausbau der Weine entscheidet die Balance über die Vermarktung. Das umfangreiche Weinarchiv des Hauses macht dieses Verständnis von Reife und Entwicklung sichtbar.
KOSTN O TIZEN
BERGWEIN, SAUVIGNON BLANC 2023
Kräuterwürze und saftige Frucht prägen diesen Sauvignon. Am Gaumen klar und karg, mit unaufgeregtem Nachhall und Essensfreude.
RIED PERZ, GELBER MUSKTELLER 2021
Ein Muskateller, der nicht die klassische Fidel spielt, sondern viel mehr Anspruch hat! Präzise
Säure mit floralem Touch & Salzigkeit.
RIED SULZ, SAUVIGNON BLANC 2021
Reife Mango trifft Zitrus und Blütenhonig – saftig, salzig, super elegant. Zeigt jetzt schon Tiefe, bleibt aber angenehm trinkfreudig.

Rebfläche: 36 Hektar
Seehöhe: 370 bis 500 Meter, Hangneigungen bis zu 85%
Wichtigsten Rieden: Nussberg, Ried Nussberg Stauder, Ried Nussberg Preschnigg, Witscheiner Herrenberg, Perz, Sulz, Kittenberg, Obere Ranz, Krois, Bärenburg (ab 2024)
Rebsorten: Hauptrebsorte: Sauvignon Blanc (50%), Gelber Muskateller (16%), Weißburgunder (10%), Welschriesling (10%), Morillon/Chardonnay (10%)
Zeritifikat: Biologisch mit dem Jahrgang 2024
Arbeit im Weingarten: Fokus auf Artenvielfalt, minimaler Kunststoffeinsatz, individuelle Handarbeit, sanfter Rebschnitt seit 2008, 100% Handlese, biologische Pflanzenschutzmethoden, eigene Kompostwirtschaft seit 2009.
Ausbau/ Fässer: Unforcierter Ausbau ohne beschleunigende Techniken.
Gärung: Pied de Cuve für Gebietsweine, spontane Gärung für Ortsweine, ohne Filtration für Orts- und Riedenweine, filtriert bei Gebietsweinen mit Restsüße. Arbeit mit Mondphasen.
Fässer: Halm 300lt, Startin rund 600lt und vielfaches (traditionelle Holzfässer) 900lt, 1200lt und 2400lt
Exportanteil: 30% International, 70% National
Händler: gross.at/bezugsquellen
RIED NUSSBERG PRESCHNIGG, MORILLON 2021
Sehr komplex, hohes Tannin, Salzigkeit und viel Textur.
RIED NUSSBERG STAUDER, WEISSBURGUNDER 2021
Feinwürzig, mit Apfel, etwas Steinobst und kühler, kalkiger Frische – elegant und schnörkellos. Straff und super trinkig.
RIED NUSSBERG, SAUVIGNON BLANC 2021
Zarte gelbe Frucht, Kräuter und ein Touch Grapefruit steigen in die Nase, begleitet von feiner Mineralik. Am Gaumen lebendig und klar strukturiert, mit salziger Frische und schönem Zug – balanciert und animierend.
TAMARA KÖGL WENN TRINKIGKEIT AUF HALTUNG
TRIFFT


2024 PET NAT R.E.S.P.E.C.T.
Der Schäumer strahlt im Glas in leuchtend hellem erdbeerrot mit einem ganz zarten, trüben Schleier. Fröhlich steigen die Kohlensäureperlen auf und nehmen den Duft von Ribiseln, Blutorange, Pfirsich und hellen Beeren mit. Dazu mischen sich Gartenkräuter. Im Mund trifft eine feine, fast seidige Perlage auf Frische und lässigen, anregenden Trinkfluss. Die Beerigkeit ist auch hier wichtiger Bestandteil, wirkt juicy und vielfältig. Dieser Pet Nat hat das Zeug, alle abzuholen. Er wirkt nicht zwanghaft natural, sondern macht einfach nur riesengroßen Spaß. Und das, ohne laut zu sein. R.E.S.P.E.C.T. ist völlig frei von Allüren, freundlich, total entspannt und schlicht richtig gut.
WEINGUT KÖGL SÜDSTEIERMARK
www.weingut-koegl.com
Tamara Kögl macht Weine mit Haltung und Wirkung.
Ihre PetNats mit Präzision und echtem Charakter zählen zu den besten des Landes und Ihr Ziel ist klar: Weine, die Eindruck hinterlassen und im Gedächtnis bleiben. Im Zentrum ihres Schaffens stehen nicht Trends, sondern Weine mit Wirkung – vor allem jene, die am Tisch überraschen, begeistern und Gespräche auslösen. Ihre PetNats sind dabei mehr als nur eine Kategorie im Sortiment – sie sind Ausdruck einer klaren Handschrift. Nicht laut, nicht beliebig, sondern strukturiert, klar und mit beeindruckender Trinkigkeit. Sie verbinden Ursprünglichkeit mit Anspruch und schaffen genau das, was im Restaurant zählt: Spannung im Glas und Freude beim zweiten, dritten, vierten Schluck.
Zeit ist für Tamara kein Marketingbegriff, sondern Qualitätsfaktor. Abgefüllt wird nicht nach Kalender, sondern nach Reife. Mikroorganismen, Oxidation und Reduktion werden bewusst eingesetzt – Wissen, Erfahrung und Intuition greifen gezielt ineinander. Jeder Eingriff – und jedes bewusste Nicht-Eingreifen – folgt einem klaren Plan.
KOSTN O TIZEN
R.E.S.P.E.C.T. 2024
Für heißeee Sommertage! Lachsrosa Pet-Nat, wilde Erdbeere, Limette & grüner Apfel, saftigmineralisch, vibrierend frisch.
UNDER PRESSURE 2024
Ultra-straighter Pet-Nat mit Welschriesling & Weißburgunder - Zitronige & minzige Frische trifft auf klare Säure, geiler Tinkfluss. Top
SAUVIGNON BLANC
KALKMERGEL 2024
Sauvignon Blanc mit Grip: gelbe Frucht, Marille & dunkle Beeren, Pfeffer, Fenchel, salzige Mineralik, feiner Schmelz, langer Abgang.

Größe: 10 Hektar – 100 % Eigenproduktion
Zertifizierung: seit 2020 Demeter zertifiziert
Wichtigste Lagen: Ried Stermetzberg alias Meierei
Arbeit im Weingarten: Biodynamische Bewirtschaftung, selektive Handlese, sanfter Rebschnitt, Förderung der Biodiversität.
Arbeiten im Keller: Spontanvergärung, langer Hefekontakt: Kalkmergel mindestens ein Jahr, Einzelparzellenweine min. 2 Jahre, Maceration Carbonique bei Grüner Sylvaner, Beschäftigen uns intensiv mit Pet Nat.
Fässer: Stahl, 500 Liter und 1000 Liter in Eiche
Exportanteil: 20 %
Händler: Schweden, Norwegen, Japan, USA, Kroatien, Canada
WELSCHRIESLING
STERMETZBERG 2019
Kühle Welschriesling-Note mit gelber Frucht, zarte Pilzwürze & kräftiger Mineralik – floraler Gaumen, feine Säure, nussig-hefiger Abgang. TipTop!
SAUVIGNON BLANC MEIEREI 2022
So kann Sauvignon. Unaufgeregt, hell, Bergamotte. Feine Säure, würzig-mineralisch, super Tinkfluss.
UNCONDITIONAL LOVE
Fortschrittlich! Florale Muskatnoten, orangefarbene Fruchtigkeit & rauchige Würze mit Honig & ZitrusHauch. Muskat Ottonel maischevergoren.
KATHARINA TINNACHER & CHRISTOPH NEUMEISTER
ZWEI WINZER:INNEN, EIN WEIN


2024 PINOT BLOW
Im ruhigen Duft gibt es helle Blüten, Mandelnoten, Anklänge von Zitrusfrüchten und eine ultrazarte Reduktion. In der gleichen Tonart geht es im Mund weiter. Der Wein strahlt mit Klarheit, Eleganz, Finesse, hat einen salinen Touch. Mit Luft entwickelt sich ein feiner Grip, der dem Wein eine zusätzliche Dimension und Spannung gibt. Die Burgundertypizitiät ist zu jedem Moment präsent, haut aber nicht auf die Pauke. Der Wein ist vielmehr eine ganz zurückhaltende Interpretation eines Weißburgunders. Die Rebsorte ist immer noch underrated, obwohl ein mehr als genialer Speisenbegleiter.
KTCN COLLECTION - KATHARINA
TINNACHER & CHRISTOPH NEUMEISTER SÜDSTEIERMARK & VULKANLAND
www.tinnacher.at, www.neumeister.cc, www.ktcn.at
Hinter KTCN stehen die beiden Top-Winzer Katharina
Tinnacher und Christoph Neumeister. Seit vielen Jahren als Paar verbunden, doch in ihrer Arbeit im Weinberg und Keller eigenständig: Katharina leitet das Weingut Lackner-Tinnacher in der Südsteiermark, Christoph das Weingut Neumeister im Vulkanland Steiermark.
Der gemeinsame Fokus: Bioweinbau, sorgfältige Handarbeit und ein respektvoller Umgang mit Mensch und Natur. Qualität, die sich in jedem Jahrgang widerspiegelt. Die Weine und Delikatessen der KTCN Collection ergänzen mit ihrer lebhaften und farbenfrohen Art die puren Terroir-Weine der beiden Weingüter.
KOSTN O TIZEN
SAUVIGNON BLOW 2023
Explosiv frisch. Knackige Zitrusnote und feiner Kräuterkick. Ein Sauvignon, der Spaß macht –ideal zu Sommersalaten oder solo.
PINOT BLOW 2024
Leicht, fruchtig und charmant mit Noten von roten Beeren – bringt gute Laune ins Glas. Ein toller Begleiter zu Pasta oder einfach so.
CHARDONNAY PERSIFLAGE 2021
Satt & fein: Cremiger Chardonnay mit Vanille und Butterton. Vollmundig, elegant und harmonisch zum Essen kombinierbar.

Start: 2015 mit dem Chardonnay Persiflage 2013
Rebsorten der KTCN Collection: Sauvignon Blanc, Weißburgunder, Morillon, Gelber Muskateller
Zertifizierung: Organisch-biologisch
Arbeit im Keller: Spontangärung, keine Zusatzstoffe, keine Schönung, unfiltrierte Füllung, Schwefel unter 50 mg/l (Naturwein)
Exportanteil: 80 %
Hauptmärkte: Norwegen, Schweden, Niederlande, Belgien, Deutschland, China, Tschechien, Israel
SAUVIGNON BLANC
SABOTAGE 0%
Erfrischend und leicht, mit typischer Kräuternote und Zitrus. Die perfekte alkoholfreie Alternative, wer den Sauvignon-Geschmack ohne Alk will.
GELBER MUSKATELLER
CAMOUFLAGE 0%
Sonnig und aromatisch mit floralen und fruchtigen Noten – ein alkoholfreier Muskateller, der trotzdem viel Charakter zeigt
CHRISTIAN SÖLL
GEKOMMEN, UM ZU BLEIBEN


2021 RESONANZ BURGUNDER
Resonanz 2021 ist ein steiniger, rauchiger Charakter, mit einem markigen, engmaschigen Auftreten. Im Duft gibt es helle Kernobstnoten, frische Walnuss und dazu kommt noch richtig viel weiße Grapefruit. Mit ihrer enorm anregenden Art zieht sich die Aromatik der herben Zitrusfrucht wie ein roter Faden durch den ganzen Wein. Herrlich. Der Burgunder macht jetzt gerade sein beginnendes Trinkfenster auf und hat eine unbestechliche Spannung, die er sich auch über mehrere Stunden ganz selbstverständlich behält. Seine Säure ist messerscharf, der Körper muskulös und drahtig durchtrainiert. Die vertikale Art des Südsteirers hat zudem so richtig viel Zug.
WEINGUT NEUEHEIMAT
SÜDSTEIERMARK
www.neueheimat.wine
Das südsteirische Weingut NeueHeimat hat sich vom Hobby zum etablierten Weinbaubetrieb entwickelt. Die Weine sind so einzigartig wie die Geschichte selbst. Diese begann vor 15 Jahren, als Ton Goedmakers und Uli Kaltenböck ihre langjährige Freundschaft mit einem mutigen Vorhaben besiegelten: der Gründung eines eigenen Weinguts am Sernauberg in Gamlitz. Aus dem ursprünglichen Genussprojekt „„Goedwinemakers“ wurde das Weingut NeueHeimat – ein besonderer Ort, an dem Persönlichkeiten mit vielfältigen Hintergründen zusammenwirken.
Das Team rund um Weingutsleiter und Kellermeister Christian Söll stellte den Betrieb in den vergangenen Jahren auf biologischen und mittlerweile biodynamischen Weinbau um. Heute steht NeueHeimat für charaktervolle, naturbelassene Weine, die ihre südsteirische Herkunft authentisch widerspiegeln. Und: Das Weingut ist mittlerweile nicht nur in Österreich „„angekommen“, sondern hat sich längst auch international einen Namen gemacht.
Größe: 11 Hektar Fläche (davon 6 ha Eigenfläche direkt am Weingut, 5 ha langfristige Pacht, 300m Luftlinie entfernt); beide Flächen in Sernau mit sehr ähnlichen Terroirbedingungen.
Wichtigste Rebsorten: Sauvignon Blanc, Muskateller und Burgundersorten (Morillon, Weißburgunder, Grauburgunder) und Pinot Noir ist eine kleine, feine Spezialität des Hauses.
Zertifizierungen: Bio Austria zertifiziert seit 2020. Arbeiten seit 2023 nach den biodynamischen Richtlinien von Demeter, seit 2025 offiziell zertifiziert.
Arbeit im Weingarten: Regenerative Landwirtschaft mit Fokus auf Biodiversität. Kein Plastik im Weingarten, wo möglich. Handlese!
Arbeit im Weinkeller: Schwefelfreie Vinifikation, Spontangärung, unfiltriert. Ausbau je nach Linie auf Voll- und Feinhefe. Muskateller im Stahltank, Sauvignons teils Holzfass, Burgunder 100% Holz. Infos: Die eigene Essenz bewahren.
Fässer: 300 – 1000 Liter Fässer, französische Eiche (Pauscha, Remond), größtenteils 500 Liter.
Exportanteil: Momentan ca. 50%, tendenziell wachsend.
Händler in AT: VorReither, Weinstein Finewine (Dornbirn)
KOSTN O TIZEN
INTUITION MUSKATELLER 2022
In der Nase Thymian, am Gaumen sehr straff – blumig, sehr vollmundig, passt auch gut einfach mal so ohne ein passende Essen.
INTUITION BURGUNDER 2022
Rote Früchte und feine Würze –easygoing und trotzdem spannend. Perfekt für gemütliche Abende mit Freunden.
INTUITION SAUVIGNON BLANC 2022
Zitrusfrisch, mit knackiger Säure und einem Hauch Kräuter. Ein Wein, der Lust auf Sommer und Grillen macht.

RESONANZ SAUVIGNON BLANC 2021
Ein tiefer, mineralischer Sauvignon mit gelben Früchten und eleganter Struktur. Super zu gegrilltem Fisch oder für zwischendurch.
RESONANZ BURGUNDER 2021
Samtig & vollmundig mit Aromen von dunklen Beeren und feiner Würze. Ein Burgunder, der bei gemütlichen Abenden mit Freunden nicht fehlen darf.
PULS 2023
Reduktion mit Oxidation, phenolic, straff, seidig, floral, blumig, easy und gut.
LUKAS TSCHEPPE
TRADITION IM BLUT, NEUGIER IM HERZEN


2022 SAUVIGNON BLANC
Im großen Glas und bei nicht weniger als 12 bis 14 Grad spielt der Wein seine Stärken am allerbesten aus. Im Duft zeigt er zuerst zarte rauchige Noten, eine feine Kräuterwürze, Blutorange, Kumquats und reife Marille. Danach mischen sich unterschiedlichste würzige Komponenten dazu. Nelken, Sternanis, Kreuzkümmel und etwas Senfsaat. Am Gaumen strahlt der sonnige und gleichzeitig erdverbundene Charakter des Sauvignon Blanc. Herrlich entspannt ist die saftige, trinkfreudige Struktur und der gut eingebundene Grip. Wer die Möglichkeit hat, sollte den Wein unbedingt in eine Karaffe umgießen. Zudem hat er große Qualität als universeller Speisenbegleiter.
WEINGUT RABUSELLA SÜDSTEIERMARK
www.rabusella.at
Im Weingut Rabusella wird Wein nicht nur gekeltert, sondern gelebt. Lukas Tscheppe weiß: Guter Wein braucht vor allem eins – Geduld, Achtsamkeit und ein feines Gespür für die Natur. Das Weingut liegt in den südsteirischen Hügeln und wurde Ende der 1990er von Lukas’ Eltern gekauft. Seitdem gilt hier: kein Herbizid, kein Pestizid, kein Firlefanz. Nur Natur.
Die Weine sind wie ihr Macher: neugierig, zurückhaltend, tiefgründig – und immer offen für neue Ideen. Im Keller herrscht das Prinzip der minimalen Intervention: Maischestandzeiten, Spontangärung, keine Schönung, keine Filtration, wenig Schwefel. Alles reift langsam – zwei Jahre im gebrauchten (4–5 Jahre alten) Holzfass, danach noch mindestens ein halbes Jahr in der Flasche. Nichts wird überstürzt, nichts auf Tempo getrimmt. Und eingegriffen wird nur, wenn es wirklich notwendig ist.
Rebfläche: 3,5 ha
Wichtigste Rebsorte: Sauvignon Blanc
Bewirtschaftung: ohne Herbizide, Pestizide oder Zusatzstoffe – Kamerunschafe als natürliche Pfleger und Dünger
Arbeit im Weingarten: Außer Pflanzenschutz und Mäharbeiten alles händisch. Ein-Draht-Erziehung (oder auch Umkehr-Erziehung). Einsatz von Pflanzentees und Auszügen, gedüngt wird mit selbst angesetztem Pferdemist.
Arbeit im Keller: Ausschließlich gebrauchte Holzfässer in verschiedenen Größen. Zwei Jahre Reifung im Fass. Je nach Verhalten werden die Weine von der groben Hefe getrennt und lagern auf der feinen Hefe fertig. Spontangärung, keine Filtration, keine anderen zugefügten Mittel. Trauben werden gerebelt und direkt gepresst. Orangeweine bleiben für ca. 14 Tage auf der Maische. Schwefel lediglich eine kleine Menge kurz vor der Füllung in Höhe von ca. 10 mg.
Fässer: Ausschließlich gebraucht, das derzeit größte Fass fasst 700 l. Exportanteil: ca. 50 %
Händler: Kostraum (Österreich), Couer (USA), Vin Amis (Japan)
KOSTN O TIZEN
WEISSBURGUNDER 2022
Zarte Aromen von weißen Blüten und reifen Äpfeln. Passt perfekt zu cremigen PastaGerichten oder als schöner Solo-Genuss.
SAUVIGNON BLANC RABUSELLA 2022
Frisch, knackig mit Noten von Stachelbeere und frischer Limette. Ein spritziger Begleiter zu Meeresfrüchten oder sonnigen Nachmittagen.
SAUVIGNON BLANC GRETE 2022
In der Nase Kräuter und Zitrusfrüchte, am Gaumen elegant und lebendig. Ein toller Match zu Salaten oder leichten asiatischen Gerichten.

SAUVIGNON BLANC PRIVAT 2015
Komplex und gereift mit rauchigen und tropischen Noten, langanhaltend und ausgewogen. Ein Wein für besondere Momente und feine Fischgerichte.
PORTAL LIKÖRWEIN 2022
Genussmoment: Süß, samtig und aromatisch mit Marille, Honig und Zitrus. Großartig zu Desserts oder entspannt solo genießen.
APFELSCHAUMWEIN 2022
Feine Nase, leichte grüne Frucht, dezent. Am Gaumen Limette, Minze, leicht, erfrischend, weich. Sehr angenehm!
HERBERT STERNAT-LENZ IN DER RUHE
LIEGT DIE KRAFT


2023 SAUVIGNON BLANC VOM OPOK
Im Duft ein wunderschöner, lebendiger Kräutergarten. Darin blüht gerade der Salbei in lila, flankiert von den vielen bunten Farben der Natur. Weiters gibt es knackige, traubige Noten genauso wie Cassis. Man möchte sich immer tiefer hineinfallenlassen in dieses herrliche Bukett. Authentisch, strahlend und vor allem unprätentiös. Am Gaumen ist ganz schnell die Seele des Weins spürbar. Sein feiner Grip erhöht zudem die Spannung. Er gibt tolle Struktur und ganz viel Lebensfreude. Als Plus obendrauf: eine ordentliche Portion Lagerpotential.
WEINGUT STERNAT-LENZ
SÜDSTEIERMARK
www.sternat-lenz.com
Die Auszeichnung zum „„Wein des Jahres 2023“ von Gault&Millau war ein Turbo für das südsteirische Weingut Sternat-Lenz. Dabei geht es Weinbauer Herbert Sternat lieber langsam an. Genau darin liegt die Stärke. Denn die Gelassenheit verleiht den Weinen ihre besondere Energie. Sie sind tiefgründig, lebendig, mineralisch und zeigen die Herkunft und Rebsorte.
Die Geschichte des Hofs reicht Jahrzehnte zurück. Sie beginnt mit Herberts Urgroßvater in den 30er Jahren und einer Mischlandwirtschaft. 1996 nahm sein Vater den Weinbau auf. Mit 17 Jahren stieg Herbert in den Familienbetrieb ein und entwickelte ihn behutsam, aber stetig, weiter: Erst folgte die Umstellung auf Bio, später auf Biodynamie. Seit dem Jahrgang 2021 sind die Weine Demeter-zertifiziert. Im Mittelpunkt des Schaffens steht nun die Kreislaufwirtschaft am Hof, die neben Weingärten auch Schafzucht, Obstbau und Waldflächen umfasst –alles vereint in einem harmonischen Zusammenspiel.
Größe: 5,7 Hektar; Gesamtbetrieb 32 Hektar davon 22 Hektar Wald, 5 Hektar Nutzfläche (Weide und Streuobstflächen)
Zertifizierungen: Bio, Demeter mit Jahrgang 2021
Rebsorten: Demeter-zertifizierte Rebsorten sind Welschriesling, Weißburgunder, Sauvignon Blanc, Gelber Muskateller, Chardonnay, Blauer Wildbacher
Lagen: Ried Remschnigg, Ried Hohenegg
Jahresproduktion: 15.000 bis 20.000 Flaschen
Arbeit im Weingarten: Für den Nährstoffausgleich in den Weingärten wird eigener Schafmist verwendet, außerdem beweiden die Schafe im Frühjahr und im Spätherbst die Weingärten. Die Bearbeitung am Stock erfolgt zur Gänze händisch und für die direkte Pflanzenstärkung werden eigene Kräutertees und biodynamische Präparate verwendet.
Arbeit im Keller: Die Opok-Linie (natürlich spontanvergoren) reift in Holzfässern aus und wird ohne Filtration und ohne zusätzliche Zugaben in die Flasche gefüllt.
Export: ca. 5%, ab Hofverkauf 75%, Handel 20%
Händler Österreich: Weinfraktion (Bernd Koschar), Zankls Weine
KOSTN
O TIZEN
WELSCHRIESLING VOM OPOK 2023
Frisch, kräutrig, viel Zug und perfekt zu gegrilltem Gemüse!
WEISSBURGUNDER VOM OPOK 2023
Spannung pur: Goldig im Glas, mit Nougat, Trockenfrüchten und Zitronenverbene. Straff, salzig und voller Dynamik.
SAUVIGNON BLANC VOM OPOK 2023
Gute Säure, passt gut in jede Jahreszeit –ein schönes Gesamtpaket.

CHARDONNAY VOM OPOK 2023
Feuerstein, Salzzitrone und Honigmelone; im Mund geprägt von reifer Frucht, kühler Struktur und lebendiger Säure bei maximaler Eleganz.
GELBER MUSKATELLER VOM OPOK 2023
Florale Aromatik: Muskat, Kräuter und gelbe Frucht. Exotischer Abgang mit Salz-Umami, gereift im Akazienfass.
ARMIN, STEFAN & MONIKA TEMENT DIE POWER DER NEUEN GENERATION


2018 SAUVIGNON BLANC RIED ZIEREGG XT
Der 2018 XT kommt in seiner klassischen Zieregg Manier daher. Was heißt: hier braucht es Luft. Viel Luft. Und zudem eine Karaffe genauso wie ein Burgunderglas. Das Bukett beginnt mit einer kühlen Reduktion, zitrischen Noten und hat eine helle, fast steinige Würze. Mit der Zeit erweitert sich das Spektrum der Aromen um Ribisel, Limetten und Weingartenpfirsich. Unterlegt ist alles durch einen Hauch von Biskuit. Der Wein wirkt enorm fokussiert, hat einen eindringlichen, anregenden Charakter. Am Gaumen ist die Spannung schier unendlich und trifft auf eine geradlinige, kalkige Salzigkeit. Dazu kommen fein definierte, genial proportionierte Muskeln. Ein monumentaler Wein mit Tiefgang, der sich jetzt perfekt trinken lässt, gleichzeitig aber erst ganz am Anfang seiner langen Entwicklung steht.
WEINGUT TEMENT SÜDSTEIERMARK
www.tement.at
Beim Namen Tement denkt man an Rieden wie Zieregg, Sulz oder Grassnitzberg, man denkt aber auch an die Familie dahinter: Sie arbeitet intensiv an Weinen, die ihre Herkunft widerspiegeln – seit vielen Jahren biologisch, 2019 kam die Umstellung auf Biodynamie. Seit dem Jahrgang 2022 sind alle Weine Demeter- und respekt-BIODYN zertifiziert.
Die Kraft und Energie der neuen Generation ist überall zu spüren – und sie ist in den Weinen zu schmecken: Ein strahlendes Terroir, exzellente Mineralik, ein animierender Trinkfluss. Das Weingut hat ein großes Portfolio hochklassiger Rieden mit teils völlig unterschiedlichen Böden und mikroklimatischen Verhältnissen. „„Gerade diese Diversität ist eine Stärke von uns“, sagt Armin Tement. Neben Morillon ist Sauvignon Blanc die wichtigste Rebsorte. „„Die Südsteiermark ist von steilen Hängen und kargen Böden geprägt und eines der kühlsten und regenreichsten Weinbaugebiete der Welt. Der Sauvignon reflektiert diese Attribute wahnsinnig gut.“
KOSTN O TIZEN
SAND & SCHIEFER GELBER
MUSKATELLER
Unvorhersehbar wie ein unvergesslicher Abend: intensiv in der Nase, leicht am Gaumen. Orangenblüte, Mandarine, Pfirsich, Apfel. Pfeift!
KALK & KREIDE
SAUVIGNON BLANC
Der macht Durst. Frische Zitrusaromen, gelbes Obst, Holunder und Cassis. Mineralisch und pfeilgerade. Geiler Stoff!
RIED GRASSNITZBERG
RIFF SAUVIGNON BLANC
Warme Zitrusfrucht, Cassis & Aprikose. Filigran & leicht mit dezenter Mineralik und frischem Finale – ideal für unkomplizierte Genussmomente.

Größe: 80 Hektar in Österreich (Familienweingut TEMENT), 20 Hektar in Slowenien (Domaine CIRINGA – Štajerska Slovenija)
Wichtigste Rebsorte: Sauvignon Blanc, Morillon
Zertifizierung: Demeter & respektBIODYN (seit dem Weinjahrgang 2022)
Wichtigste Lagen: Zieregg, Zieregg Kår, Zieregg Kapelle, Zieregg Steilriegel, Grassnitzberg Riff, Ciringa, Sulz, Sernau König, Fürst
Wichtigste Böden: Korallenkalk, Kalkstein, Kalkmergel (Opok), Schotter/Sand, Schiefer
Arbeit im Weingarten: 100% Handarbeit und Handlese
Arbeit im Keller: Spontangärung, low intervention, langer und schonender Ausbau auf der Feinhefe
Fässer: große Holzfässer (600 bis 4000 Liter), meist steirische, aber auch slawonische Eiche (Pauscha). Im Burgunderbereich auch 228-Liter-Fässer aus französischer Eiche. Fässer ohne Toasting.
Exportanteil: ca. 40 Prozent Vetriebspartner AT & DE: Döllerer, Morandell, Transgourmet, Del Fabro, Wein & Co, Trinkreif, Kate&Kon, Wicks Fine Wine, Vinaturel, Lobenberg, Pinard de Picard, Weinfurore
RIED ZIEREGG -XTSAUVIGNON BLANC
XT = „Extra Time – Extra Terroir – Extra geil“. Gereift, komplex, mineralisch, elegant & zeitlos. Das hat richtig Potenzial, jetzt & für länger.
RIED SULZ MORILLON
Wenn ein Wein flirten könnte! Ananas, Salzzitrone, grüner Tee & Kräuter. Dezent rauchig, straffe Säure, erfrischend karg & unwiderstehlich.
RIED OTTENBERG VEITLHANSL WELSCHRIESLING
Ein Purist: Kernobst, grüne Mandarine, Ysop & Minze. Im gebrauchten Holzfass, salzig & umfließend wie das Urmeer unserer Böden.


2022
Ried Jägerberg
Chardonnay
Erste STK Ried
Hannes Sabathi +43 3453 2900
office@hannessabathi.at
www.hannessabathi.at

WEIN
IST NATUR. WEIN IST HANNES SABATHI.

Hannes Sabathi brennt für den Boden. So zeigen seine Weine Klarheit und Tiefe, eine präzise Bodencharakteristik sowie die Individualität des Jahrgangs. Der Hof der Familie Sabathi liegt am Kranachberg in der Südsteiermark nahe dem Ort Gamlitz und ist seit 1860 in Familienbesitz. Heute bewirtschaftet Hannes Sabathi 70 Hektar in der Südsteiermark und 4,5 Hektar am Grazer Kehlberg. Die Verwurzelung mit dem Boden ist Überzeugung und Marke zugleich – die Wurzeln zieren Logo und Etikett.
PETRA & HANNES HARKAMP SAUSALER HERKUNFT
IN SEKT-FORM


5 ELEMENTE SEKT GROSSE RESERVE
100 Prozent Chardonnay. Elf Monate wurde der Grundwein in gebrauchten 500 Liter Holzfässern ausgebaut. Das bewusste Zulassen von Florhefe bringt eine ganz feine, oxidative Wirkung mit ins Spiel. Sechs Jahre reifte der Sekt nach der zweiten Gärung auf der Flasche. Er kommt während der kompletten Kelterung ohne Schwefel aus. Außerdem bekam er kein Gramm Dosage. Vor Verkaufsstart blieben die Flaschen noch ein weiteres Jahr im Harkamp Keller. Der Sekt ist hochelegant und gleichzeitig in sich ruhend. Im Duft sind zuerst feine hefige Anklänge da, mit Luft öffnet sich der Sekt. Weißbrotkruste, helle Blüten, ganz feine gelbe Frucht und reife Zitrusnoten kommen dazu. Der Gaumen ist unglaublich präzise, anregend und balanciert. Seine Komplexität und Strahlkraft machen große Freude.
WEINGUT HARKAMP SÜDSTEIERMARK
www.harkamp.at
Stillstand macht ihn unrund, Prickelndes liegt ihm: In Österreich ist Hannes Harkamp in Sachen Sekt ein Vorreiter. Wenn es nach ihm geht, soll das auch so bleiben. Gemeinsam mit seiner Frau Petra verfolgt er eine Philosophie, bei der Wein und Sekt mehr als nur Getränke sind – sie sind Ausdruck einer tiefen Verbundenheit zur Natur.
Biodiversität ist ein zentraler Bestandteil ihrer Arbeit:
Wildblumenwiesen und Tiere wie Schafe und Hühner fördern das ökologische Gleichgewicht in den 20 Hektar Weingärten mit elf unterschiedlichen Rebsorten. Auf Schönungsmittel und Filtration wird verzichtet. Traditionelles Handwerk passiert im Einklang mit innovativen Techniken. Das führt zu Weinen und Sekten, die nicht nur anregen, sondern auch belebend wirken. Bei den Sekten verhilft die Lagerung in der Römerhöhle in Aflenz außerdem zu Klarheit und Frische.
KOSTN O TIZEN
ZERO DOSAGE
Elegant, mit feiner Perlage, Aromen von gelbem Apfel, Brioche und einem mineralischen Abgang. Ideal als Aperitif oder zu leichten Gerichten.
SOLERA V
Hochelegant, in sich ruhig aber doch sehr energetisch, feines Hefelager, hohe Frische und unendlicher Trinkfluss, one of the best!
PURE SARDINES 2022 (WEIN)
Salzige Meeresbrise und knackige Mineralik machen den Wein super frisch und lebendig. Perfekt zu Fisch und Meeresfrüchten.

Größe: 18,5 Hektar (mit 11 unterschiedlichen Rebsorten!)
Wichtigste Rebsorten: Pinot Noir, Muskateller, Sauvignon blanc
Zertifizierung: Biodynamisch seit 2018, Demeter seit 2019
Wichtigste Lagen: Oberburgstall (Flamberg), Kogelberg
Wichtigste Böden: Schiefer, Muschelkalk
Arbeit im Weingarten: Netzschwefel, Kupfer im Durchschnitt 1,5 – 2 kg/ha p.a., Hornmist bzw. -kiesel, Teeauszüge, Kompost; u.a. mit Schafen bewirtschaftet
Arbeit im Keller: Sekt: Biozucker + Sekthefe für die 2. Vergärung in der Flasche, keine oder geringe Sulfitgabe bei der Degorgierung; Wein: keine oder geringe Sulfitgabe bei der Füllung
Fässer: kein neues Holz, 500-Liter-Fässer und größer aus Österreich bzw. Frankreich
Exportanteil: 30% (nicht nur deutschsprachig)
Händler AUT: Wein&Co, Morandell, Transgourmet, fink. werkvoll. genießen., Meraner
PET NAT QUITTE X APFEL
Fruchtig, spritzig und voller Quitten- und Apfelaromen – ein richtig lebendiger Pet Nat. Ideal für entspannte, gesellige Momente.
BRUT ROSÉ
Feine Perlage trifft rote Beeren und cremiges Nougat, mit mineralischem Abgang. Elegant und ideal für besondere Anlässe.
MICHI LORENZ
WEIN-ROCKER MIT FEINGESPÜR


2022 HALO SAUVIGNON BLANC
Der aktuelle Halo hat nie ein Gramm Schwefel gesehen. Wobei der Winzer das Schwefelthema nicht dogmatisch angeht. Wenn notwendig, soll es sein. Genial macht sich der Wein im Burgunderglas bei höherer Temperatur (ab 14 Grad und plus). In seinem ungezähmten, kräutrigen Duft schwingt saftige gelbe Frucht und Rauchiges mit. Am Gaumen wirkt er salzig samt feinem Grip, ist aktuell noch etwas verschlossen. Karaffieren tut ihm jedenfalls gut. Eine Rebsorten Aromatik der leisen Töne ist bereits erkennbar.
WEINGUT MICHI LORENZ
SÜDSTEIERMARK
www.michilorenz.at
In der Vergangenheit ist Michi Lorenz meist als „„cooler Hund“ wahrgenommen worden. Als einer, der sich nichts scheißt und einfach macht. „„Wein ist authentisch, wenn der Winzer authentisch ist“, glaubt er und seine Überzeugung verschafft ihm innerhalb der Branche Jahr um Jahr mehr Gehör. Vinophil geht es ihm um Ecken und Kanten, „„um Aura“, um Eigenständigkeit. „„Nicht selten bin ich innerlich zerrissen. Ist der Wein erst gefüllt, fängt für mich als Winzer die oft unerträgliche Zeit des Wartens an – das Warten auf Feedback. Schließlich will ich mit meinen Weinen Menschen bloß glücklich machen.“
Eigentlich wollte Lorenz Rockstar werden, in die Klampfe hauen, Schlagzeug spielen, stagediven. Musik und Wein – das Lagerfeuerdiplom ist ihm sicher. Anstatt Akkorde wurden es Welschriesling und Sauvignon Blanc, die nachklingen. „„Ich mag ruhige Weine, die sich langsam anschleichen und dann in Fahrt kommen.“
KOSTN O TIZEN
SCHIST HAPPENSSAUVIGNON BLANC 2023
Maracuja, Grapefruit in der Nase gemischt mit rauchiger Schieferwürze. Am Gaumen mineralisch und salzig, mit präziser Säurestruktur.
WICKED GARDENGEMISCHTER SATZ 2022
Wiesenkräuter, Zitrusfrische und florale Noten. Am Gaumen klar, facettenreich und angenehm frisch – animierend bis zum Schluss.
HALO - SAUVIGNON BLANC 2021
Rauchige Paprikaschoten, Cassis und dunkle Mineralik. Am Gaumen lebendig mit feiner Frucht. Eleganter Allrounder, der Eindruck hinterlässt.

Größe: 12 Hektar (80% Weiß, 20 % Rot)
Wichtigste Rebsorten: Sauvignon Blanc, Welschriesling
Zertifizierung: Biodynamischer Weinbau, Demeter
Wichtigste Lage: Hochbrudersegg, Steinriegel
Wichtigste Böden: Schiefer
Arbeit im Weingarten: biodynamische Bewirtschaftung
Arbeit im Keller: keine Filtration, so wenig Schwefel wie möglich
Fässer: gebrauchte Eichenfässer aus Österreich & Frankreich (je größer, desto besser), Stahltank (im Auslauf)
Händler: Wicks Fine Wine, Ab-Hof
AURA - SAUVIGNON BLANC 2021
Steinobst und Honig mischen sich mit mineralischer Frische. Am Gaumen saftig und langanhaltend mit feiner Säurespiel — toll zum Innehalten.
AURA M - MUSKATELLER 2023
Am Gaumen exotisch, mit pfeffriger Süße und strukturierter Länge — ein eigener, spannender Charakter.
SCHILCHER - 2021
Frucht & Leichtigkeit: Erdbeere und Holunder in der Nase. Am Gaumen rassig, fruchtig, mit feiner Würze – unkompliziert im Alltag.
KLAUS & BERNHARD FISCHER
DIE LEISE REVOLUTION
DER FISCHER BRÜDER


2021 MORILLON RIED SCHEMMING VULKANLAND STEIERMARK DAC
Das ist absolute Top-Klasse. Im Duft zart rauchig und hell in der Frucht; mit Birne, einer Spur Earl Grey und etwas Graphit. So weit, so einladend. Mit Luft und im Burgunderglas manifestiert sich die Aromatik mehr und mehr. Am Gaumen ist der Wein hochelegant mit präzis definierten Muskeln und genial balancierter, gleichzeitig anregender Säure. Ein kühler, fokussierter Burgundertyp mit richtig viel Tiefgang, engmaschigsalzigem Gerüst und großer Eleganz. Der Bombenwein rangiert klar in der Champions League. Am Fußballfeld wäre er ein echter Zehner, um den sich die Clubs reißen.
WEINGUT FISCHER VULKANLAND
www.fischer-weine.at
Klaus und Bernhard Fischer sind sich einig: Wein ist für sie mehr als ein Produkt – es ist eine Haltung. Am Anfang war nur ein Hektar Familienweingarten auf der Ried Schemming - und eine Vision. Handwerkliche Weine, im Ausdruck ihrer Herkunft. Seit 2015 arbeiten sie biologisch, mit Fokus auf Sauvignon Blanc und Morillon. Die Weinlinie hat sich seitdem um die Ried Stradenberg und Riesling erweitert. Der Grundgedanke bleibt gleich: Herkunft schmeckbar machen.
Kompromisslose Handarbeit im Weingarten bilden die Basis, Geduld und Zuversicht bereiten den Weg. Ihr Weinstil ist leise statt laut, präzise statt poliert. Die Weine bekommen Zeit – Ortsweine reifen mindestens ein Jahr, Lagenweine oft drei. Im Keller herrscht Minimalismus mit maximalem Vertrauen: Spontangärung mit Naturhefen, keine Zusätze, keine Filtration. Die Brüder begleiten, statt zu steuern. Was entsteht, darf sich entwickeln, nicht funktionieren. Herkunft, Handarbeit und eine klare Haltung machen ihre Weine unverwechselbar.
KOSTN O TIZEN
ST. ANNA SAUVIGNON BLANC 2023
Limette, Pfirsich und frische Stachelbeere mit knackiger Säure. Spritzig, lebendig und klasse zu Fisch oder Muscheln.
ST. ANNA MORILLON 2023
Feine Nussnoten, zarte Kräuterwürze und saftige Frucht aus großem Holz. Elegant, leicht cremig – voll auf Textur.
RIED SCHEMMING MORILLON 2021
Aromen von Kernobst, gereiftem Apfel mit zarter Würze. Klar strukturiert, eleganter Chardonnay-Stil.

Größe: 4 ha
Wichtigste Rebsorten: Morillon, Riesling, Sauvignon Blanc
Zertifizierungen: BIO Austria
Wichtigste Lagen: Ried Schemming, Ried Stradenberg
Böden: Basalt, Kalksandstein, vulkanisches Verwitterungsmaterial
Arbeit im Weingarten: Fokus auf Handarbeit: Sanfter Rebschnitt, händische Laubarbeit, selektive Handlese. Biologischer Pflanzenschutz wird durch Tees und Pflanzenauszüge unterstützt.
Arbeit im Keller: Die Trauben werden schonend ohne Zusätze verarbeitet. Spontane Vergärung mit Naturhefen, langes Hefelager. Ortsweine 12 Monate, Riedenweine bis zu 36 Monate. Flaschenfüllung mit moderater Schwefelgabe und ohne Filtration.
Fässer: von 225 Liter bis 1500 l
Exportanteil: 20 %
Händler: Direkt, Pub Klemo, DE: Pinot - Weinhandel
RIED STRADENBERG
ALTE REBEN 2021
Apfel, Birne und ein Hauch geröstete Mandeln, super Tinkfluss. – cremige Textur mit feiner Kräuterstruktur.
RIED STRADENBERG RIESLING 2023
Burgunder-Alternative mit Frische. Knackige Zitrone, Limette und grüner Apfel gepaart mit kühler Mineralität vom Schiefer.
RIESLING MONOLOG 2021
Pfirsich, Zitronenmelisse und Kräuterspiel –niemals fett, trocken und animierend. Komplexe Tiefe trifft Trinkfreude – einfach spannend.
EDI TROPPER
DER BODENBAUER UNTER DEN BURGUNDER-MACHERN


2022 RED COPPER GRAUBURGUNDER AUF DER SCHALE
Im Duft: Walnüsse, getrocknete Marillen, Safran und Kräuternoten. Am Gaumen dominierte ein feiner Grip, saftige Struktur und gute Dichte. Unbedingt schütteln! Wenn sich Wein und Trub mischen, entsteht noch mehr Ausdruck und Komplexität. Klarerweise ist die Farbe nicht mehr leuchtend. Aber der staubige Schleier, der sich über das helle Kupferrot legt, gehört einfach dazu und hilft bei der Einordnung des Weins. Das Bukett öffnet sich durch das starke Schütteln um ein Vielfaches. Zur nussigen Frucht kommen Pinienkerne, orientalische Gewürze und eine Spur herbe Rosen dazu. Das Ganze gewinnt an Attraktivität, der Gaumen mehr Salzigkeit. Fazit: Hier ist nichts funky und schon gar nichts fehlerhaft.
WEINGUT TROPPER VULKANLAND
www.wein-tropper.at
Wenn Edi Tropper über seine Weine spricht, klingt
das nicht nach Marketing Sprech, sondern nach echter Leidenschaft. Nicht laut, nicht protzig, sondern mit ehrlichem Stolz eines Menschen, der weiß, wie viel Arbeit, Wissen und Bauchgefühl in jedem Tropfen steckt.
Sein Steckenpferd: Burgunder mit Tiefgang. Grauburgunder, Weißburgunder, Morillon wurzeln in historischen Rieden. Kalkreiche Böden sorgen für Kraft und Charakter. Pinot Noir – obwohl ein Exot – fühlt sich hier pudelwohl, der „„Mutter der Burgunder“ verpflichtet.
Bio ist für Edi kein Trend, sondern Überzeugung. „„Die Natur so belassen, dass man mit ihr arbeitet und nicht gegen sie“, sagt er. Das heißt in der Praxis: eigene Holzkohle, Terra Preta Anbau, Zebu Rinder düngen statt mähen – ein Kreislauf, der den Boden lebendig hält. Edi denkt nicht in Jahrgängen, sondern in Jahrzehnten. Sein Wein soll nach Herkunft und Haltung schmecken – „„ein Wein, den jeder versteht“.
KOSTN O TIZEN
SAUVIGNON BLANC
STRADEN DAC 2024
Frische, saftig, Säure gut ausgewogen zur Fruchtigkeit, schöner Start und Speisenbegleiter zur Vorspeise.
GRAUBURGUNDER
STRADEN DAC 2022
Straight und präzise: gelbe Frucht trifft auf steinige Frische. Klartext in Flaschenform.
MORILLON RIED BUCHBERG 2018
Elegante Reife mit burgundischem Touch. In der Nase Brioche und Kräuter, am Gaumen dicht und ruhig mit langem Zug.

Rebfläche: 7 ha
Wichtigste Rebsorten: Weißburgunder, Grauburgunder, Sauvignon Blanc, Morillon, Muskat-Sorten, PIWI-Sorten, Welschriesling
Zertifizierung: organisch-biologisch (Bio Austria, “Weltretter”)
Wichtigste Lagen: Ried Buchberg (kalkhaltiger Boden)
Arbeit im Weingarten: minimaler Eingriff, Terra Preta mit Holzkohle, Viti-Forst, Kräutertee & Fermente, Zebu-Rinder-Beweidung, Handlese
Arbeit im Keller: gezieltes Nichtstun – Hefelager bis zur Füllung, keine Schönung, reduzierter Schwefel
Fässer: Edelstahltank für fruchtige Weine, Holzfass (300–1500 l) für Ortsweine, Maischevergärung im Bottich
Exportanteil: noch sehr gering (Ausbau geplant)
Händler: keine – Vermarktung hauptsächlich ab Hof
GRAUBURGUNDER RIED BUCHBERG 2019
Fester Kern, dezente Reduktion und ein salziger Zug, der bleibt. Ein Wein für Menschen, die Grauburgunder nicht unterschätzen – zu Recht.
RED COPPER - GRAUBURGUNDER
Ein Orange, der nicht laut sein muss: kräutrig, griffig, seriös funky. Spontanvergoren und auf der Maische – mit mehr Struktur als Show.
MURANO - PET NATUREL
Trüb, spritzig, spontan. Hefewolken, Zitrusnoten und eine ordentliche Portion Sommerfreude.


Stefan Krispel Ansprechpartner: Florian Schütky sales@krispel.at +43 664 8443852
www.krispel.at

BIO. CHARAKTERSTARK. HANDGELESEN.

Sauvignon Blanc, natürlich Grauburgunder oder auch die Weine aus dem Basaltgestein zählen zu den Highlights des Weinguts, das auf biologische Bewirtschaftung und auf Handlese setzt. Das Familienunternehmen rund um Winzer und Vordenker Stefan Krispel gilt zudem als technologischer Vorreiter der Steiermark. Bekannt ist er auch für seine biozertifizierte Wollschweinzucht. Das Restaurant „Genusstheater“ am Weingut samt Gästezimmern zählt zu den besten der Region.

2023
Alte Reben
Ried Klöchberg

Simon Engel wein@weingut-engel.at +43 664 4503391
www.weingut-engel.at

MOMENTAUFNAHMEN IN
FLASCHEN GEFÜLLT.

Ein junges und kreatives Weingut mit einer tollen Auswahl vom Einstieg bis zum Naturwein. Die Weingärten befinden sich rund um den Königsberg – in den Gemeinden Tieschen und Klöch. Spannend: Alle Weingärten stehen auf vulkanischen Verwitterungsböden und Basalt. Gelesen wird zu 100 Prozent per Hand und die biologische Zertifizierung ist für den Winzer eine Selbstverständlichkeit. Ein Tipp: Am Engelhof kann man tolle Feste feiern.
BARBARA & JOSEF KRENN VON NATUR AUS
GUT ZUR NATUR


ALTE REBEN WEISS NV
Alte Reben weiß besteht zu 60 Prozent aus Weißburgunder, der Rest ist Chardonnay. Er duftet nach reifer Zitrusfrucht, gelbem Apfel, einem ganz feinen Hauch von Butterkeksen, Curry und gerösteten Haselnüssen. Am Gaumen druckvoll, entfaltet sich mit Luft sein burgundischer Ausdruck Schritt für Schritt. Karaffieren und ein großes Glas sind zum jetzigen Zeitpunkt ideal. Die Säure stützt und energetisiert den Wein, der erst am Anfang seiner Trinkreife steht. Im Finale gibt es eine präsente Salzigkeit. Die Alten Reben sind komplex, ausdrucksstark und doch bescheiden. Genauso wie die beiden Menschen, die dahinterstehen.
WEINGUT KRENN49 SÜDOSTSTEIERMARK
www.krenn49.at
Hinter der Hausnummer 49 in Edelsbach bei Feldbach verbirgt sich ein wahres Natur-Kleinod. Barbara und Josef Krenn vinifizieren hier in dritter Generation ausdrucksstarke, trinkfreudige Naturweine. Denn: „„Weinbau, wie ich ihn von meinem Vater kannte, hat sich nicht stimmig angefühlt“, erzählt Josef. Gemeinsam mit Barbara schlug er einen naturbelassenen Weg ein. Die ersten Bio-Versuche begannen 2016, danach ging es Schlag auf Schlag.
Heute herrscht in ihren 4,5 Hektar Weingärten das pure Leben, das nahtlos in die Weine übergeht. Sie tragen Namen wie Yoko oder Aurora und transportieren ein Gefühl. Die Arbeit im Weingarten erfolgt händisch, Kräutertees zur Pflanzenstärkung stellt Barbara selbst her. Im Keller gilt kontrolliertes Nichtstun. Aktuell laufen Versuche mit PIWI-Sorten wie Muscaris und Souvignier gris. Auch Bubbles haben es den beiden angetan. Sicher ist: Von Barbara und Josef Krenn werden wir in Zukunft noch viel hören – und trinken.
KOSTN O TIZEN
YOKO
Ein unkomplizierter Naturwein mit Aromen von Zitrusfrüchten und grünen Äpfeln. Am Gaumen frisch und lebendig, ideal für laue Sommerabende.
GOOD DAY SUNSHINE
Orangewein mit Fun-Faktor: Grapefruit, Tropenfrucht und sanfter Grip. Easy-Drinking mit Amphoren-Charme – macht richtig Laune.
ROSA
Ein Rosé mit Aromen von roten Beeren und einer feinen Würze. Am Gaumen saftig und ausgewogen, perfekt zu leichten Gerichten oder als Aperitif.

Größe: 4,5 Hektar
Wichtigste Rebsorten: Alte Reben (Weißburgunder, Welschriesling, Zweigelt), Sauvignon Blanc, Muskat Sorten, Souvignier gris
Zertifizierungen: Bio Austria, Slow Food
Wichtigste Lagen: Hausweingarten (vom Sand & Alte Reben)
Arbeit im Weingarten: Sanfter Rebschnitt, händische Arbeit, 100% Handlese. Förderung der Artenvielfalt durch spätes Mähen, Vogelstangen, Bäume und Teich. Pflanzenstärkung mit Kompostund Kräutertees.
Arbeit im Keller: Spontangärung, Ganztraubenpressung, Maischestandzeit, Maischegärung & Macération carbonique, langer Vollhefekontakt, ausreichend Zeit für die Weine, zum Großteil mind. 12 Monate, frei von allen Zusätzen, Ausnahme minimale Schwefelung vor der Füllung, unfiltriert, Vollmond Füllung am Hof.
Fässer: gebrauchte Eichenfässer (300, 500, 600 Liter), Amphore, Stahltank
Exportanteil: 15%
Händler: direkt Abhof, Martin Fink (wertvollgeniessen.at)
SAUVIGNON BLANC 22
Ein Sauvignon Blanc mit Noten von Stachelbeere und Zitrusfrüchten. Am Gaumen lebendig und frisch, ideal zu Fisch oder frischen Salaten.
ALTE REBEN WEISS NV
Aromen von reifem Apfel, Blütenhonig und gerösteten Nüssen. Am Gaumen würzig und mit viel Struktur.
PET NAT ROSÉ
Lebendig & klar! Beerige Nase, frische Perlage und spritziger Gaumen. Trocken im Abgang, animierend und lebhaft.
MIKE GANGL KÖNIG DER PIWI-SORTEN


2022 MY DIRTY SIVA
My dirty Siva im Blindtasting ins Jura zu stecken, liegt sehr, sehr nahe. Der markante Duft und seine Energie führen sofort in die Richtung. Der Wein ist goldgelb in der Farbe, hat eine feine Trübung. In der Nase mischen sich Feuersteinnoten durch eine gut gebaute Reduktion mit saftig reifer Mirabelle, Orange, Quitte und einem erdigen Touch. Der Wein packt einen gleich vom ersten Moment. Klar, leise ist das nicht, trotzdem aber weit entfernt von aufgesetzt oder konstruiert. Stoffig geht es am Gaumen weiter. Die Säure ist präsent und saftig. Mit ein wenig Zeit und Luft wirft der Wein dann noch salzige, jodige Noten mit ins Spiel. Er hat einen tollen Grip und dazu lässige Spannung.
WEINGUT KOBATL
SÜDOSTSTEIERMARK
www.kobatl.at
„„Ich sage gar nicht mehr, dass ich PIWI-Weine mache, da schwingen bei den meisten Vorurteile mit“, sagt Mike Gangl. Warum wir den jungen Winzer mit Sorten von Souvignier Gris über Sauvignac bis Bronner an dieser Stelle doch outen, hat einen einfachen Grund: Mikes
Weine heben sich von fast allem ab, das wir bislang an PIWIs auf dem Gaumen hatten. Blind sind sie kaum oder gar nicht mehr unterscheidbar von „„herkömmlichen“
Sorten. Das hat viel mit Mikes Philosophie der Naturweine zu tun, mit denen er vor allem das Terroir seiner Weingärten abbilden will. Die Rebsorte selbst rückt dabei in den Hintergrund.
Gearbeitet hat er von Anfang an biologisch und sich vieles selbst beigebracht. Seine Weine zeichnen sich alle durch eine klare Handschrift aus – Mineralik, angenehme Maische und Trinkfluss. Exzellent auch das Spiel mit der Reduktion, das Gangl immer wieder gerne einsetzt. Natural-PIWIs, die ihre Mitte gefunden haben. Das ist aktuell noch selten. Aber sehr, sehr gut.
KOSTN O TIZEN
SAUVY 2023
Klar & animierend: Zitrusfrucht, Apfel und Mineralität. Lebendige Säure, langer Abgang, idealer Speisenbegleiter.
MUSCATY 2023
Kamille, weißer Tee und Zitrusnoten. Straffer, mineralischer Gaumen mit feiner Textur und langem Abgang – vielseitig einsetzbar.
WHOLE BUNCH 2023
Saftig & würzig! Beerige Frucht, Kräuter und feine Tanninstruktur. Lebendige Säure und langer Abgang machen ihn vielseitig.

Größe: 4,5 ha
Wichtige Rebsorten: Sauvignac, Souvignier gris, Bronner, Muscaris
Zertifizierung: Bio & Bio Ernte, ab Ernte 2025 Demeter
Wichtigste Lagen: Königsberg, Aunberg
Arbeit im Weingarten: Die Pflanze ihren Weg gehen lassen und unterstützen, wo es sein muss. Der Boden ist unser wichtigstes Gut, darum befahren wir ihn auch so selten wie möglich – dank der PIWIs. Bodengesundheit und Boden-/Weingartenleben fördern. Auch mit Hilfe von Tees, Auszüge, Mikroorganismen etc.
Arbeit im Keller: Kleinkisten, Maischestandzeit, maischevergoren und auch Kaltmazeration – je nach Jahr und Trauben. Es wird immer mit Oxidation im Most gearbeitet. Langer (ewiger) Vollhefekontakt. Der Wein wird nicht bzw. so wenig wie möglich bewegt, bis er auf die Flasche gezogen wird. Frei von allem; mit Ausnahme von einer leichten Schwefelgabe (bei gewissen Weinen) vor der Füllung. Unfiltriert.
Fässer: Barriques, 300 Liter, 500 Liter, 600 Liter und Edelstahl
Exportanteil: 65%
Händler: Österreich direkt
FLOWER POWER 2022
Am Gaumen exotisch mit Noten von Lychee und Mango. Frischer, lebendiger Abgang. Ideal zu asiatischen Gerichten oder als Aperitif.
MY DIRTY SIVA 2023
Aromen von reifen Äpfeln und floralen Noten. Am Gaumen vollmundig mit feiner Textur und angenehmer Säure. Langer, harmonischer Abgang.
RUMBLE IN THE JUNGLE 2023
Sommer pur: Pfirsich, Basilikum und Tomate. Frisch am Gaumen mit lebendiger Säure und langem, fruchtigem Abgang.
KÄRNTEN
Bergland
Die besten Winzer:innen des Berglands gewählt von den besten Sommelièren und Sommeliers des Landes.
ALEXANDER EGGER
PIONIER DES KÄRNTNER WEINBAUS


2022 BLAUBURGUNDER
Im Glas ist zeigt er sich als astreiner Blauburgunder. Klassisch transparent und leuchtend in hellem rot. Aromatisch als erstes da sind Himbeere, Erdbeere und eine ganz kleine Spur frische, dunkle Zwetschke. Auch hier spielt die Rebsorte ihre Typizität aus. Über allem liegt zudem eine kühle Brise mit ganz feinen Graphitnoten. Essenziell ist die für Burgunder obligate Trinktemperatur von 14 Grad. Weder mehr noch weniger macht Sinn. Der Wein wirkt aktuell noch etwas schüchtern und braucht aufgrund seiner Jugend klarerweise richtig viel Luft. Deutlich spürbar sind aber bereits die tiefgründige und doch ätherische Struktur, eine geniale vibrierende Säure, viel Eleganz und ein richtig kerniger, anregender Zug. So schmeckt alpiner Burgunder in Top-Form.
WEINGUT STERNBERG BERGLAND/KÄRNTEN
www.sternberg-wein.at
Alexander Egger zählt mit seinem Sternberg-Weingut im Kärntner Wernberg zu den besten Winzern Österreichs. Dabei kam er als Quereinsteiger in die Branche. Aufgewachsen auf einem Bauernhof, träumte er zunächst davon, Koch zu werden. Stattdessen wurde er Elektriker und führt heute erfolgreich ein Unternehmen. Die Leidenschaft für Gastronomie aber blieb. Nach einem Weinbaukurs 2009 pflanzte er rund um das Familienhaus am Sternberg die ersten Reben und ebnete so seinen Weg in Richtung Winzer-Dasein.
Sechs Hektar Weinberge werden biologisch und biodynamisch bewirtschaftet, Tiere sind Teil des ganzheitlichen Ansatzes. Das Sternberg-Klima mit heißen Tagen und kühlen Nächten sorgt für aromatische Spannung. Im Keller lässt Egger seinen Weinen Zeit: Der Ausbau in Holz und Amphoren gehört ebenso dazu wie reichlich Geduld. Die Weine finden sich heute in Spitzenrestaurants weltweit. Ihre unverwechselbare Handschrift: rauchig, kratzig, sommerlich, „„wie die Berge und kühlen Nächte“.
KOSTN O TIZEN
SAUVIGNON GROSSES HOLZ 2021
Frische Kräuter, Stachelbeere und ein Hauch Holz – wild und elegant mit ordentlich Grip. So macht Sauvignon Spaß!
SAUVIGNON AMPHORE 2023
Pur, salzig und mit feinem Pfirsich-Twist – minimalistisch, aber mit Charakter. Amphore rockt!
RIESLING AMPHORE 2023
Ein geiler Drink für Riesling-Fans mit Abenteuerlust. Zitrusfrische, Wildkräuter und ein überraschender Tannin-Schliff aus der Amphorenreife.

Größe: 5 Hektar am Sternberg, 1 Hektar in Kooperation mit dem Obst- und Weinbauzentrum in St. Andrä
Wichtigste Rebsorten: Sauvignon Blanc, Riesling, Traminer, Pinot Noir, in Zukunft verstärkt auch PIWI-Sorten
Zertifizierungen: Bio seit 2017; biodynamische Bewirtschaftung, aber noch nicht zertifiziert
Wichtigste Lagen: Sternberg (alles rund um das Haus der Familie, ist die einzige Lage)
Arbeit im Weingarten: sehr auf Boden und Stock bezogen, Schafe und Pferde im Weingarten, Biokompostaufbereitung mit befreundetem Bauer, KräuterteeSpritzungen, Handlesen
Arbeit im Keller: Maischestandzeiten min. 60 Stunden, Pressung und Gärung in Holz oder Amphore. 8 Monate auf Hefe, dann 8 Monate im Stahl. Lagerfähige Weine 18 Monate in Amphore oder Holz. Orangeweine: 8 Monate Maische, 2 Jahre Holz, 2 Jahre Flaschenlagerung im Terra Mystica Bergwerk.
Fässer: Französische Feineiche (Pauscha), Amphoren aus Florenz
Exportanteil: 20%
Händler: Binter.wine, Sussitz, Döller Weinhaus, Getränke Kandlhofer
TRAMINER 2021
Ideal zum Teilen! Leicht würzig, mit Rosenblüten, Honignoten und dezentem Exoten-Touch – bleibt trocken und frisch – ein Überraschungspaket.
GRAUBURGUNDER 2021
Pfirsich, Nuss und ein cremiger Schmelz – kein Mainstream, sondern ein echter Tiefgang. Grauburgunder, der bleibt!
TERRA MONTIS 2021
Mineralisch, frisch und mit feiner Würze. Kraftvoll, dabei aber easy zu trinken, ein echtes Kärnten-Highlight.
ARMIN KIENESBERGER
SLOW MADE, LOW TEC, HAND MADE


2021 UNTOUCHED
Optisch changiert der Untouched zwischen weiß und rot, hat die Farbe einer dunklen Zwiebelschale. Damit lässt er sich von vorneherein nicht in eine Schublade stecken. Das Bukett legt im Laufe der Zeit ständig neue Nuancen frei. Hagebutte, Cranberry, Lavendel, Rosmarin, reife Orange, etwas Kumquats. Am Gaumen kommt der Wein so überhaupt nicht kompliziert daher. Er ist zwar energisch, hat straffe und definierte Muskeln, seine Bewegungen bis ins Finale sind aber supergeschmeidig. Die Frucht gibt ihm zudem Finesse. Präsent ist die gut gebaute Säure. Sie pusht ihn in Sachen Dynamik und Potential.
WEINGUT ARMIN KIENESBERGER BERGLAND/OÖ
www.kienesberger-wein.at
Weine aus Oberösterreich mögen für viele noch immer ungewöhnlich sein. Jene von Armin Kienesberger zählen heute aber zu den besten des Landes. Ganz schön beachtlich für einen Quereinsteiger, der 2010 vom Steinmetz zum Winzer wurde. „„Ich will Bauer sein, selbst im Weingarten und Keller stehen. Der Wein bin immer ich“, sagt Kienesberger. 2020 erhielt er vom Gault&Millau die Auszeichnung „„Entdeckung des Jahres“. Oberösterreich rückte damit schlagartig ins Blickfeld von Weinliebhaber:innen.
Seit der Auspflanzung 2014 arbeitet Armin Kienesberger biodynamisch, seit 2018 sind die Weine Demeter-zertifiziert. Im Weingarten sorgen Kamerunschafe, Bressehühner und Obstbäume für Artenvielfalt, Maschinen kommen kaum zum Einsatz. Die Produktion beläuft sich bewusst auf nur 7000 Flaschen im Jahr. Weine wie „„Nature Boy“ oder „„Apollo“ erzählen Geschichten und spiegeln Kienesbergers Anspruch wider: lebendig, mineralisch, mit Charakter.
KOSTN O TIZEN
PINOT BLANC 23
Klar und lebendig. Mit feiner Frucht und mineralischer Struktur. Ideal zu Meeresfrüchten oder mildem Käse.
GRÜNER VELTLINER
23
Frisch und würzig mit feiner Pfeffernote. Super Speisenbegleiter!
GEMISCHTER SATZ 23
Fruchtige Noten von Zitrus und Kräutern in der Nase, am Gaumen saftig und lebendig. Ideal für einen entspannten Sommerabend mit Käseplatte.

Größe: 2 Hektar
Wichtigste Rebsorten: Grüner Veltliner, Sauvignon Blanc, MüllerThurgau, Weißburgunder, Zweigelt, Pinot Noir
Zertifizierung: biodynamisch seit der Auspflanzung 2014, seit 2017 Bio zertifiziert, seit 2018 Demeter
Wichtigste Lage: Atschenbach, eine Südlage mit 40 % Gefälle
Wichtigste Böden: sandiger Schluff, sehr Eisen und Quarz hältiger Sandboden, man findet auch Granit-Urgestein
Arbeit im Weingarten: Alles erfolgt per Hand, von Triebe ausbrechen bis zur Lese, unterstützt von Familie. Pflanzenschutz mit Kräutertees, 33 Obstbäume fördern die Artenvielfalt.
Arbeit im Keller: Spontanvergärung, bei alle Weinen Maischestandzeit 10 bis 12 Stunden, die Weine sind meist schwefelfrei und unfiltriert.
Fässer: Stahltank zwischen 600 und 1000 Liter, gebrauchte Barriques für Zweigelt, Pinot Noir, Orange und ausgefallene Weine wie Nature Boy, Just Create
Exportanteil: alles Inland, extreme Anfragen international
Händler: noch Keinen, derzeit nur Direktvertrieb
SAUVIGNON BLANC 22
Intensive Stachelbeer- und Zitrusaromen, cremig am Gaumen mit langem, frischem Finish. Passt gut zu Meeresfrüchten oder sommerlichen Salaten.
EASY FLOW 22
Juicy & leicht: Fruchtig-klar mit Kirsche, frischer Struktur und feinem Gerbstoff. Gekühlt ein animierender Sommerwein.
UNTOUCHED 21
Leichte Oxidation, Kräuter, Gewürze, sehr Tanninreich, langer trockener Abgang.
Wir haben rund 100 Sterne- und TopKöch:innen Österreichs gefragt, wer ihre bevorzugten Produzent:innen sind. Kriterien für die Liste beste Qualität, nachhaltiger Umgang mit Böden und Ressourcen, respektvoller Umgang mit Tieren und wertschätzender Umgang mit Menschen. Kein Ranking, keine Top-100 – sondern eine Liste voller Empfehlungen aus erster Hand.
Die geheime Liste der Top-Köch:innen

DER KULINARISCHE WERT DES HANDWERKS

Als Chief Inspector des Gault&Millau Österreich weiß Jürgen Schmücking, dass die Qualität eines Gerichts immer von der Qualität des Produkts abhängt. Hier schreibt er, warum und wie die Identität der Küche von den BESTEN Produzentinnen und Produzenten des Landes getragen wird
TEXT & FOTOS: JÜRGEN SCHMÜCKING
Da liegen sie. Auf dem Tisch im Bootshaus in Traunkirchen, zwischen Lukas Nagls Küche und dem Chef‘s Table. Sieben gewaltige Lachsforellen. Strahlend, seven shades of orange, siebenmal verschieden lange gereift, allesamt nach japanischem Vorbild geschlachtet. Ikejime. Österreichs Spitzenköche stehen Schlange und kosten sich durch den Raubfischhimmel. Was hier präsentiert wird, ist Handwerk pur. Und es ist genau das, wohin die Richtung geht, wo wir hinmüssen. Beispiele wie Andreas Jobst in Greifenburg gibt es einige. Simon Humer (aka Thomabauer) aus Prambachkirchen, Landwirt, Jäger und Fleischer. Irgendwann war er auch Koch. Er weiß also, worauf es ankommt und beliefert die Gastronomie mit Metzgerhandwerk vom Allerfeinsten. Biofrischfleisch, Guanciale, den Goderspeck, ohne den die klassische Carbonara nicht denkbar ist. Oder Mortadella. In Bioqualität. Dinge also, über die sich sonst kaum jemand her traut. Dann noch Erich Stekovics, der Paradeiserzampano. Im Waldviertel bei Groß Gerungs haben sich Leopold Fichtinger und seine Familie der Zucht von Krebsen verschrieben. Davon profitiert Michael Kolm, leidenschaftlicher Haubenkoch nur ein paar Ortschaften weiter, und im Ländle, genauer in Lustenau, beschäftigt sich Sanjay Bösch mit dem kontrollierten Verderb. Er fermentiert alles, was ihm in die Finger kommt. Mittlerweile ist das ein eindrucksvolles Vollsortiment von Natto über Sake und Tempeh hin zu Miso und Sojasaucen. Vielleicht
sind nicht alle diese Tüftler Handwerker im Sinne der Gewerbeordnung. Aber Handwerker in Sachen guten Geschmacks sind sie allemal. Und genau darauf kommt es an.
Warum das so ist? Ganz einfach. Wir leben in einer Welt, die zusehends verkrempelt. Gabriel Yorans hat dazu ein lesenswertes Buch mit genau diesem Titel geschrieben: Die Verkrempelung der Welt. Dinge, die wir bereits in guter Qualität hingekriegt haben, verlieren zusehends an Qualität. Dafür sorgen Konsumverhalten, ausgelagerte Produktionsstätten und fragile Lieferketten. In den Gastroküchen sind es Convenience, Preisdruck und der Mangel an gutem Personal. Leidenschaft, solides Handwerk und exzellente Produktqualität sind zentrale Säulen einer dauerhaft guten Strategie.
Es gibt noch einen anderen Text, der hundert Jahre älter und viel inspirierender ist. Adolf Loos, der Wiener Architekt, der Zeit seines Lebens einen Kampf gegen das Ornament (also gegen jegliche Art sinnloser Verzierung) führte, schrieb 1924 einen kurzen Aufsatz.
„„Von der Sparsamkeit“ handelt eigentlich von Luxus und von Handwerk. Loos nennt natürlich Beispiele, die ihm näher waren als Lebensmittelhandwerker:innen und/oder Köchinnen und Köche. Aber die Übersetzung in den Kontext der Gastronomie ist einfach.
„„Der Schneider des englischen Königs wirkt durch sein aufmunterndes Beispiel, durch seine vollendete Arbeit auf die ganze englische Kleidererzeugung ein. Ohne diese hervorragenden Menschen gelangen wir nicht über



den Durchschnitt hinaus.“ Danke, Alfred. That‘s it. Produzierende Partner:innen der Gastronomie, Lebensmittelhandwerker:innen, brauchen eine Strahlkraft, die die Branche mitreißt.
Wenn in Österreich über Gastronomie gesprochen wird, dann oft über kreative Küchenchefinnen und Chefs, über Hauben, Trends und Inszenierung. Weit seltener richtet sich der Blick auf jene, die lange vor dem ersten Handgriff am Herd entscheidend sind: auf das Handwerk. Gerade im Bereich Fleisch zeigt sich, wie eng die Qualität eines Gerichts mit der Sorgfalt, dem Wissen und der Haltung jener Menschen verknüpft ist, die Tiere züchten, schlachten und verarbeiten. Ohne Handwerk keine Hochküche – und ohne landwirtschaftliches und metzgerisches Können keine glaubwürdige Wirtshauskultur.
Österreich ist geprägt von kleinstrukturierten Betrieben. Zwischen alpinen Almen, pannonischen Ebenen und hügeligen Voralpenregionen entstehen unterschiedlichste Fleischqualitäten, die unmittelbar mit Klima, Futter und Haltungsform zusammenhängen. Das Handwerk beginnt hier nicht erst in der Metzgerei, sondern auf dem Hof. Bäuerinnen und Bauern entscheiden über Rassen, über Weidegang, über Fütterung mit Heu statt Silage, über Zeit. Zeit zum Wachsen, Zeit zum Reifen. Diese Entscheidungen sind keine romantischen Nebensächlichkeiten, sondern beeinflussen Textur, Fettstruktur und Aroma des späteren Produkts ganz konkret.
Für die Gastronomie bedeutet das: Wer Her-
kunft ernst nimmt, muss Handwerk ernst nehmen. Ein Rind, das langsam aufgewachsen ist und artgerecht gehalten wurde, liefert Fleisch mit stabiler Struktur und komplexem Geschmack. Ein Schwein aus stressarmer Haltung bringt saftige, fein marmorierte Stücke hervor, die in der Pfanne nicht schrumpfen, sondern ihr Volumen behalten. Das sind keine Zufälle, sondern Resultate von Erfahrung und Verantwortung. Gerade in einer Zeit, in der Fleischkonsum zunehmend kritisch hinterfragt wird, gewinnt diese Qualität an Bedeutung. Weniger, aber besser – dieser Leitsatz ist ohne solides Handwerk nicht umzusetzen.
Die Rolle der Fleischerei als Bindeglied zwischen Landwirtschaft und Küche ist dabei zentral. Zerlegen ist mehr als Technik, es ist ein Verständnis für Anatomie und Verwertung. Ein handwerklich arbeitender Betrieb kennt jedes Teilstück, weiß um dessen ideale Zubereitung und kann Gastronominnen und Gastronomen gezielt beraten. Statt nur Filet und Rücken zu liefern, entstehen Konzepte, die das ganze Tier in den Blick nehmen. Nose-to-Tail ist dabei kein modischer Begriff, sondern gelebte Praxis: Schultern werden geschmort, Wangen langsam gegart, Knochen zu Fonds ausgekocht. Das reduziert Verschwendung und hebt zugleich kulinarische Schätze, die industriell orientierte Verarbeitung oft ignoriert.
In Österreich hat diese ganzheitliche Denkweise Tradition. Das klassische Wirtshaus lebte immer davon, aus einfachen, vollständigen Tieren vielfältige Gerichte zu entwickeln – vom


Tafelspitz bis zum Beuschel, von der Blunzn bis zum Surbraten. Diese Vielfalt basiert auf der Fähigkeit, Rohstoffe präzise zu verarbeiten. Pökeln, Räuchern, Reifen, Wursten: Jede dieser Techniken verlangt Fachwissen, Fingerspitzengefühl und Erfahrung. Besonders die Reifung von Rindfleisch ist ein Paradebeispiel. Ob trocken am Knochen oder im Vakuum –Dauer, Temperatur und Luftfeuchtigkeit bestimmen das Ergebnis. Ein paar Tage zu wenig, und das Fleisch bleibt zäh; ein paar Tage zu viel, und es verliert an Struktur. Handwerk bedeutet hier ständige Beobachtung und Anpassung. Für ambitionierte Küchen ist diese Kompetenz unverzichtbar. Spitzenrestaurants ebenso wie engagierte Gasthäuser suchen heute gezielt die Zusammenarbeit mit Produzenten, die Transparenz bieten und individuelle Zuschnitte ermöglichen. Ein Koch, der weiß,
von welchem Hof sein Kalb stammt, kann eine Geschichte erzählen, die über das Gericht hinausgeht. Gäste spüren diese Authentizität.
Am Ende ist die Beziehung zwischen Handwerk und Gastronomie eine Partnerschaft. Die Küche kann nur so gut sein wie ihre Zutaten, und die besten Zutaten entstehen durch engagierte Hände. In Österreich, wo kulinarische Tradition und Innovationsfreude eng beieinanderliegen, zeigt sich besonders deutlich: Die Zukunft des Genusses liegt nicht im schnellen Effekt, sondern in der Tiefe der Wertschöpfung. Wer Fleisch nicht als anonyme Ware, sondern als Ergebnis eines komplexen, handwerklichen Prozesses begreift, verändert den Blick auf das ganze Gericht. Dann wird aus einem einfachen Braten ein Stück gelebter Kultur – getragen von Menschen, die ihr Handwerk verstehen.
TOP PRODUZENT:INNEN KÄRNTEN
Biohof Tomic (u.a. Dinkel, Roggen, Weizen; Schweine)
Eberndorf
+43 (0) 664 3492103 david@biohof-tomic.at www.biohof-tomic.at
Der Biozitrusgarten
Faak am See
+43 (0) 664 5403321 office@ceron.at www.zitrusgarten.at
Der Gailtaler Gemüsebauer
Hof Kunz
Rattendorf ob Jenig
+43 (0) 650 6934503 gemuese@hofkunz.at www.hofkunz.at
Forellen Jobst
Greifenburg
43 (0) 664 2227247 andreas@forellen-jobst.at www.forellen-jobst.at
Kaslab’n Nockberge
Radenthein
+43 (0) 4246 37500 info@kaslabn.at www.kaslabn.at
Nuart vulgo Hafner (Spezialitäten aus Schafmilch)
Mittertrixen
+43 (0) 4231 2043 office@nuart.at www.nuart.at
Sicher Saiblingskaviar
Tainach
+43 (0) 4239 2638 office@sicherrestaurant.at www.sicherrestaurant.at
Ziegenkäserei Fuchs-Zerbst
St. Georgen im Gailtal
+ 43 (0) 664 4641289 fuchs-zerbst@ziegenkaese-gailtal.at www.ziegenkaese-gailtal.at
TOP PRODUZENT:INNEN STEIERMARK
Bachbauer – Familie
Wechtitsch (Gänse)
Eibiswald
+43 (0) 664 2246203 hof@bachbauer.com www.bachbauer.com
Biohof Krainer (Geflügel) Riegersburg office@biohof-krainer.at instagram.com/ biohof_krainer
Chianinahof (Rind, Huhn)
Dobl
+43 (0) 664 5930222 ciao@chianinahof.at www.chianinahof.at
Decleva’s Alpenfisch
Mariazell
+43 (0) 3882 34774 office@declevas.at www.declevas-fisch.bio
Fleischerei Mahofer
St. Andrä im Sausal
+43 (0) 664 1813297 office@mahofer.at www.mahofer.at
Genussgut Krispel (Wollschwein)
Straden
+43 (0) 676 7862000 stefan@krispel.at www.krispel.at
Gut Behütet –Pilzmanufaktur
St. Stefan im Rosental
+43 (0) 650 9563126 office@gutbehuetet.at www.gutbehuetet.at
Michi’s frische Fische Mortantsch
+43 (0) 664 1011041 servus@michisfrische-fische.at www.michis-frischefische.at
Ölmühle Fandler
Pöllau bei Hartberg
+43 (0) 3335 2263 info@fandler.at www.fandler.at
Pircher Franz Kartoffeln
Bad Radkersburg
+43 (0) 3476 2082 www.vulkanland.at/ betriebe/direktvermarkterpircher
Vorsicht, Gemüse! –MarktGARTEN
Ligist
+43 (0) 676 4540427 office@vorsichtgemüse.at www.vorsichtgemüse.at
White Panther Garnelen Rottenmann
+43 (0) 3614 20483 office@whitepanther.com www.whitepanther.com
TOP PRODUZENT:INNEN TIROL
Biohof Lumperer (Gemüse)
Fritzens
+43 (0) 676 842214724 bio@lumperer.at www.lumpererhof.at
Demeterhof Knolln (Milch, Eier, Fleisch)
Söll
+43 (0) 5333 5501 info@knolln.at www.knolln.at
Der Bäcker Ruetz
Kematen in Tirol
+43 (0) 5232 2208 baecker@ruetz.at www.ruetz.at
Enterhof (Hühner, Eier)
Steinberg am Rofan
+43 (0) 650 4803150 enterhof@aon.at
Fisch Peer Großhandel
Zirl
+43 (0) 676 3956619 fisch@fischpeer.at www.fischpeer.at/ grosshandel
Fischers Fritz
Fischhandel
Angerberg
+43 (0) 680 1276105 office@fischers-fritz.eu www.fischers-fritz.eu
Hof Ried am Bichlach (Bio-Wagyu)
Oberndorf in Tirol
+43 (0) 680 1284070 ried1@tirol.com www.hofer-biowagyu.at
Schwammerlhof
Vomp
+43 (0) 677 61757961 info@schwammerlhof.at www.schwammerlhof.at
Tiroler Bio Yak
Schwoich
+43 (0) 664 88602355 gabi@tiroler-bioyak.at www.tiroler-bioyak.at
Figerhof (Ziegenmilchprodukte)
Kals am Großglockner
+43 (0) 664 2111754 info@figerhof.at www.figerhof.at
Fohlenhof Astner (u.a. Kartoffel, Getreide, Hanfsamenöl; Rindfleisch)
Nikolsdorf
+43 (0) 664 3836858 willkommen@ fohlenhofastner.at www.fohlenhofastner.at
Öbersterhof Fam. Bachmann (Rüben)
Assling
+43 (0) 664 1782664 bachmann_richard@ hotmail.com
www.ferienhausbachmannoebersterhof.at
TOP PRODUZENT:INNEN SALZBURG
Bio-Hofkäserei Fürstenhof Kuchl
+43 (0) 676 4556605 info@fuerstenhof.co.at www.fuerstenhof.co.at
Bio-Hofkäserei Hiasnhof Göriach
+43 (0) 660 4573557 hiasnhof@sbg.at www.hiasnhof.at
Biohof Rieger (Huhn) Abtenau
+43 (0) 664 7936609 info@biohof-rieger.at www.biohof-rieger.at
Bluntaufisch
Golling shop@bluntaufisch.at www.bluntaufisch.at
Käserei Höflmaier
Lochen am See
+43 (0) 7747 5221 office@hoeflmaier.at www.hoeflmaier.at/home
Lerchenmühle Wieser (Mehl, Getreide) Golling
+43 (0) 6244 4249 info@lerchenmuehle.at www.lerchenmuehle.at/de
Seegut Eisl
(Schafmilch Spezialitäten)
Abersee
+43 (0) 6227 28028 office@seegut-eisl.at www.seegut-eisl.at
Tauernlamm
Taxenbach
+43 (0) 6416 7517 office@tauernlamm.at www.tauernlamm.at
Walter Grüll Fischhandel
Grödig
+43 (0) 6246 75492 www.gruell-salzburg.at
TOP PRODUZENT:INNEN VORARLBERG
Bacteriosapiens (u.a. Kimchi, Sauergemüse, Kombucha, Miso)
Lustenau
+43 (0) 680 2079297 bacteriosapiens@ protonmail.com www.bacteriosapiens.com
Bio Rinderhof Kaufmann
Lech am Arlberg
+43 (0) 664 6520510 bio.rinderhofkaufmann@ gmail.com www.echtlech.at/ bergbauernhoefe/ bio-rinderhof-kaufmann
Biohof Lingenhel (u.a. Milchprodukte)
Doren
+43 (0) 5516 2527 info@biohof-lingenhel.at www.biohof-lingenhel.at
Christine & Rafael Fetz (Fleisch, Käse, Eier)
Egg
+43 (0) 664 5975133 direggt@gmail.com www.direggt.at
Dietrich Vorarlberger
Kostbarkeiten (Riebelmais)
Lauterach
+43 (0) 5574 63929
info@dietrichkostbarkeiten.at www.dietrichkostbarkeiten.at
Dorner Hof-Sibratsgfäll (Rinder, Hühner, Honig) Sibratsgfäll
+43 (0) 664 4195046 info@dornerhof-sibra.at www.dornerhof-sibra.at
Fischerei Martin Gugele Fußach
+43 (0) 5578 74482
Flötzerhof (u.a. Duroc Schwein, Ziege, Kaninchen, Wachtel)
Wolfurt
+43 (0) 664 4672434 info@floetzerhof.at www.floetzerhof.at
Gut gereift im Bregenzerwald (Käse)
Egg
+43 (0) 664 4142827 info@gutgereift.at www.gutgereift.at
Sennerei Lingenau
Lingenau
+43 (0) 5513 6420
info@sennerei-lingenau.at www.sennerei-lingenau.at
Vetterhof (Gemüse)
Lustenau
+43 (0) 5577 63395
info@vetterhof.at www.vetterhof.at
TOP PRODUZENT:INNEN BURGENLAND
Bio Imkerei Gartner
Neusiedl am See
+43 (0) 664 3136277 mail@imkerei-gartner.at www.imkerei-gartner.at
Biohof Pölzer (Gemüse)
St. Andrä am Zicksee
+43 (0) 650 8771434 martin.poelzer@gmx.at www.slow-food.at/genussfuehrer/l/ biohof-poelzer
Clarence Gärten (Gemüse)
Gols weingut@heinrich.at instagram.com/clarencegaerten
GanzGansHof Walbersdorf
+43 (0) 664 39 59139 info@ganzgans.at www.ganzgans.at
GöJo Hofladen - Josef Göltl
(Mangaliza und Turopolje Schweine) Frauenkirchen
+43 (0) 2172 2160 goeltl.josef@gmx.at www.goejo.at
KiMa Organics (Pilze)
Oberschützen
+43 676 (0) 7555088 office@kimaorganics.at www.kimaorganics.at
MANUFABA Seewinkler
BIO-TOFU
Frauenkirchen
+43 (0) 660 6780383 tofu@manufaba.at www.manufaba.at
Seewinkler Biosafran
St. Andrä am Zicksee
+43 (0) 699 10678949 office@seewinkler-biosafran.at www.seewinkler-biosafran.at
Stekovics – Paradies der Paradeis
Frauenkirchen
+43 (0) 676 9660705 office@stekovics.at www.stekovics.at
TOP PRODUZENT:INNEN NIEDERÖSTERREICH
Bio Bäckerei Öfferl
Gaubitsch
+43 (0) 2522 88337 brot@oefferl.bio www.oefferl.bio
Biohof Figl (u.a. Flocken, Getreide, Hülsenfrüchte)
Puch
+43 (0) 660 7238331 adolf.figl@utanet.at www.bio-austria.at/biobauer/ biohof-figl
Fleischwaren Höllerschmid
GmbH
Etsdorf/Walkersdorf
+43 (0) 2735 5228 office@hoellerschmid.at www.hoellerschmid.at
Gemüsemanufaktur Bauer
Stetten office@gemuese-bauer.at www.gemuese-bauer.at
Joseph Brotmanufaktur
Burgschleinitz
+43 (0) 1 7102881 office@joseph.co.at www.joseph.co.at
Kaiserschwammerl
Waidhofen an der Ybbs
+43 (0) 664 1607706 office@kaiserschwammerl.at www.kaiserschwammerl.at
Kobe Beef Austria
Laab im Walde
+43 (0) 650 6665666 gerhard@zadrobilek.com www.wagyu-austria.at
KRAUTWERK (Gemüseraritäten) Großmugl
+43 (0) 680 3331863 kontakt@krautwerk.at www.krautwerk.at
Marillenhof Braunschweig Oberfucha
+43 (0) 664 4956470
marillenhof.braunschweig@ gmail.com www.wachauermarille.at/ marillen-einkauf/ marillenbauern/furth-beigottweig-braunschweigerika-u-robert
Marktgärtnerei
Dirndln am Feld
Haitzendorf
+43 (0) 664 4683110 dirndln@feld.bio www.dirndlnamfeld.bio
Raviola.Manufaktur (Pasta)
Marbach/Donau
+43 (0) 664 5419500 office@raviola-manufaktur.at www.raviola-manufaktur.at
Schloss Litschau (Wild, Fisch) Litschau
+43 (0) 664 5037786 office@schlosslitschau.at www.schlosslitschau.at
Spargelhof Familie Malafa
Goldgeben
+43 (0) 2265 7245 office@spargel-malafa.at www.spargel-malafa.at
UNFRIED Obst und Gemüse Krems an der Donau
+43 (0) 2732 83174 obst@unfried.info www.unfried.info
Wachauer Pilzmanufaktur
NANA
Spitz
+43 (0) 664 4021129 pilze@nakednature.at www.pilzkellerei.at
WALDLAND (Pflanzenund Sonderkulturen; Geflügel und Fisch) Friedersbach
+43 (0) 2826 74430 info@waldland.at www.waldland.at/de
Waldviertler Edelkrebse
Groß Gerungs
+43 (0) 664 4633434 info@waldviertlerkrebszucht.at www.waldviertlerkrebszucht.at
Wolf Biofische Krems-Stein
+43 (0) 664 5156655 office@alpenlachs-wien.at www.wolfs-biofische.at
TOP PRODUZENT:INNEN WIEN
Biofisch Marc Mössmer
Wien
+43 (0) 1 8025295 markt@biofisch.at www.biofisch.at
BLVB-blub (Kimchi und mehr)
Wien
+43 (0) 660 5180697 office@blvb.at www.blvb.at
Fleischerei Leopold Eder
Wien
+43 (0) 1 6041542 buero@fleischerei-eder.at www.fleischerei-eder.at
Gärtnerei Bach
Wien
+43 (0) 1 2809534 info@gaertnerei-bach.at www.gaertnerei-bach.at
Gärtnerei Bioschanze
Wien
+43 (0) 650 5684693 bioschanze@hotmail.com www.bioschanze.at
Gugumuck Wiener
Schnecken Manufaktur
Wien
+43 (0) 676 3653643 office@gugumuck.at www.gugumuck.com/de
LieblingsFisch! Fam. Aibler
Wien
+43 (0) 664 2624189 bestellungen@eishken.at www.eishken.at
Wiener Essigbrauerei Gegenbauer
Wien
+43 (0) 1 6041088 office@gegenbauer.at www.gegenbauer.at
Wiener Miso
Wien
+43 (0) 664 5177142 servus@wienermiso.at www.wienermiso.at
Wiener Tofu
Wien sun@wienertofu.at www.wienertofu.at
TOP PRODUZENT:INNEN OBERÖSTERREICH
Alpenkaviar
Steyrling
+43 (0) 699 17158867 info@alpenkaviar.at www.alpenkaviar.at
Anton Riepl
Fleischmanufaktur
Gallneukirchen
+43 (0) 7235 660220 office@antonriepl.at www.antonriepl.at
Beerenberg
(Heidelbeeren, Nüsse)
Linz
+43 (0) 732 733095 office@beerenberg.at www.beerenberg.at
Bernegger Heuhof (Rind, Wild, Schwein)
Molln
+43 (0) 7584 30411223 office@heuhof.at www.heuhof.at
Bio-Vielfaltsgärtnerei: Die Klarlbäurin
Engelhartszell
+43 (0) 676 7036630 info@vielfaltsgaertnerei.at www.vielfaltsgaertnerei.at
Biohof Thomabauer (Schweine, Geflügel)
Prambachkirchen
+43 (0) 664 9909125 office@biohofthomabauer.at www.biohof-thomabauer.at
Domäne Wachter (Edelgeflügel)
Frankenburg
+43 (0) 664 5051948
Fleischerei Hermann
Brenner
Vorderweißenbach
+43 (0) 7216 4516
Fleischermeister Fritz Fechter
Reichraming
+43 (0) 664 88929390 info@fechter.co.at www.ennstalerfleischspezialitaeten.at
Fuxengut
(Biogemüse, Kräuter)
Garsten
+43 (0) 650 2106830 kontakt@fuxengut.at www.fuxengut.at
Gemüsehof
Wild-Obermayr Niederneukirchen
+43 (0) 676 7331627 wildobermayr@gmx.at gemuesehof.jimdoweb.com
Hofladen Familie Haiß (Gemüse)
Hartkirchen
+43 (0) 7273 6280 www.haiss.at
Holzofenbäckerei
Schaupp
Neustift
+43 (0) 7250 305 office@der-schaupp.at www.der-schaupp.at


Martin Wakolbiger +43 664 9101801
Weinhaus Wakolbiger
Am Holzpoldlgut 14 4040 Lichtenberg/Linz www.wakolbinger.at www.wakolbiger-selected.at
martin@wakolbinger.at
Weingüter wie zum Beispiel: Michael Wenzel, Kolfok, Grabenwerkstatt, Moric, Châteauneuf-du-Pape, u.v.m.
