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Kaiser Partner Privatbank - Monthly Market Monitor Dezember 2020

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Monthly Market Monitor

Dezember 2020


Inhalt

Bergsicht Die geopolitische HeatMap

Auf einen Blick

Unsere Sicht auf die Märkte

04

07

Thema im Fokus

KonjunkturRadar

Was bedeutet Präsident Biden für die

Am Puls der Wirtschaft

Finanzmärkte?

Anlagestrategie Notizen vom Investment-Komitee

08

Die letzte Seite

10

06 ESG: Rund ums Thema Nachhaltigkeit Alles für den grünen Stempel

Anlageklassen und Agenda

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Kaiser Partner Privatbank AG | Monthly Market Monitor - Dezember 2020

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Auf einen Blick

Unsere Sicht auf die Märkte

Alles blickt nach vorn Das in vielerlei Hinsicht spezielle „Corona-Jahr“ dürften viele gern schnell abhaken wollen. Gut, dass 2021 bereits vor der Tür steht. Zumindest in puncto Konjunkturaussichten dürfte dies deutlich besser werden. Schon allein aufgrund von Basis- und Nachholeffekten ist im nächsten Jahr mit einem kräftigen Wachstumsschub zu rechnen. In Bezug auf den erhofften Impfstoff gegen COVID-19 gibt es zwar noch viele Fragezeichen, die berechtigte Hoffnung auf einen Sieg gegen die Pandemie spricht aber dafür, dass das Stimmungstief in der Wirtschaft hinter uns liegt. Geld- und fiskalpolitische Hilfe weiter nötig Anschubhilfe ist aber dennoch nötig – dies ist auch den in der Vergangenheit eher fiskalkonservativen Regierungen (wie der deutschen) klar. Auch im kommenden Jahr wird es daher Unterstützung für die Konjunktur und entsprechend hohe Haushaltsdefizite geben. Auch in den USA ist ein weiteres, wenn auch kleineres, Konjunkturpaket zu erwarten. Die Notenbanken werden erneut ihren Part der Rolle übernehmen und weiterhin grosszügig Geldspritzen verteilen. Geopolitik bleibt relevant Auch wenn Donald Trump als US-Präsident demnächst abtritt und regelmässige Twitter-Nachrichten aus dem Weissen Haus zukünftig ausbleiben, bleibt die globale

Grafik des Monats Nach dem Wirtschaftseinbruch… | …ist vor dem Aufschwung Wachstumserwartungen für die G8-Länder 6% 4% 2% 0 -2% -4% -6%

2018

2019

2020

2021

2020

2019

2018

2017

2016

-8%

2022

Quellen: Bloomberg, Kaiser Partner Privatbank 4

Monthly Market Monitor - Dezember 2020 | Kaiser Partner Privatbank AG

geopolitische Situation eine grosse Herausforderung. Die Rivalität zwischen den Vereinigten Staaten und China wird sich auch unter Joe Biden fortsetzen. Derweil werden auch die Europäer gegenüber dem Reich der Mitte immer kritischer. Kurse (und Stimmung) auf dem Hoch Der November brachte für Anleger viele gute Impfstoff-Nachrichten und stark steigende Aktienkurse. In den USA führte die Jahresendrally den Dow-Jones-Index auf ein neues Rekordhoch von über 30‘000 Punkten. Genauso hoch wie die Kurse ist derzeit allerdings auch die Stimmung. Viel Positives ist nun eingepreist und die Masse der Anleger erwartet weiter steigende Preise. Zumindest auf kurze Sicht dürfte dies weitere Kursavancen bremsen. Renditeerwartungen für 2021 Dank der liquiditätsgetriebenen Rally an den Aktienmärkten dürfte das Corona-Jahr im Anlegerportfolio letztlich nicht so schlimme Spuren hinterlassen wie zwischenzeitlich vielleicht befürchtet. Auch wenn sich Renditeprognosen für 2021 derzeit – wie zu Jahresende üblich – hoher Beliebtheit erfreuen, sind wir mit Punktprognosen für nächstes Jahr vorsichtig. Mit mehr Gewissheit lässt sich sagen, dass die Renditeerwartungen für ein diversifiziertes Portfolio in den kommenden Jahren tiefer sind als in der Vergangenheit, da nahezu alle Anlageklassen momentan hoch bewertet sind.

Das zu Ende gehende Jahr 2020 war in vielerlei Hinsicht ungewöhnlich. Und auch in puncto Wirtschaftswachstum war es „off the charts“ – die Ökonomen mussten die Y-Achse bei ihren Wachstumsgrafiken stetig nach unten verlängern. Die Konsensprognose für das Wirtschaftswachstum im Corona-Jahr liegt zuletzt bei rund -5%. Da kann 2021 nur besser werden. Tatsächlich wird für kommendes Jahr eine kräftige Erholung vorhergesehen. Ein massentauglicher Impfstoff gegen COVID-19 und Nachholeffekte in verschiedenen Wirtschaftszweigen sollten in den Industrieländern überdurchschnittliche Wachstumsraten ermöglichen. Auch für 2022 sehen die Prognosen derzeit Wachstum über dem Schnitt der letzten Jahre vor. In vielen Ländern dürfte es allerdings auch mindestens so lange dauern bis das durch „Corona“ verlorene Wachstum wieder wettgemacht wird.


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Konjunktur-Radar Am Puls der Wirtschaft

Grosses Erholungspotential… Nach der Corona-Rezession 2020 stehen die Vorzeichen für 2021 auf Konjunkturerholung. Basis- und Nachholeffekte sollten ab dem Frühling zu einem kräftigen Wachstumsschub führen. So liegt die Konsensschätzung für das Wachstum in den G8-Ländern bei knapp 4%. Bevor es besser wird, ist im vierten Quartal aber nochmals mit einer Wachstumsdelle zu rechnen, insbesondere aufgrund der Schwäche im Dienstleistungssektor. So liegt die Differenz zwischen den Einkaufsmanagerindizes für Dienstleistungen beziehungsweise Industrie in Europa derzeit bei über 12 Punkten.

Gegen Jahresende wendet sich der Blick regelmässig auf die Konjunkturperspektiven für das kommende Jahr. Auch 2021 wird COVID-19 in puncto Wirtschaftswachstum den Takt vorgeben. Die Aussicht auf einen Impfstoff lässt eine kräftige Erholung erwarten. Es bestehen aber Abwärtsrisiken.

…aber auch Abwärtsrisiken Doch auch im Aufschwungsszenario gibt es Abwärtsrisiken. Sollten die Regierungen die restriktiven Massnahmen zur Eindämmung der Pandemie zu früh lockern, droht eine

Kein Ende der Geldschwemme in Sicht | Notenbanken bleiben auch nächstes Jahr grosszügig Erwartetes Volumen an „Quantitative Easing” 2021 (monatlich, im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt) 1.0%

0.6%

0.4%

0.2%

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Negativrekorde bei der Inflation Die Regierungen Europas dürften der wirtschaftlichen Erholung nicht im Weg stehen. Ganz im Gegenteil sind erneut hohe Haushaltsdefizite zu erwarten – die Europäische Union hat ihren Mitgliedsstaaten kürzlich das grüne Licht für ebenjene gegeben. Und auch die Unterstützung der Europäischen Zentralbank (EZB) dürfte erheblich sein. Nachdem die Inflation im Euroraum im November den vierten Monat in Folge im negativen Bereich verharrte und die Kerninflation gar auf ein neues Allzeittief fiel (0.2%), dürfte die EZB am 12. Dezember eine deutliche Ausweitung ihres Anleihekaufprogramms sowie noch grosszügigere Finanzierungskonditionen für die Banken ankündigen. Yellen-Comeback Auch in den Vereinigten Staaten dürften die Notenbanker im nächsten Jahr wieder wichtige Akzente für Wirtschaft und Finanzmärkte setzen. Dies gilt auch für die ehemalige US-Notenbankchefin Janet Yellen, die jüngst zur neuen Finanzministerin ernannt wurde. Yellen hat sich in der Vergangenheit wiederholt für eine starke Hand des Staates ausgesprochen und könnte den Worten in ihrer neuen Rolle nun Taten folgen lassen. Neben teuren Konjunkturprogrammen ist von ihr aber auch eine härtere Gangart gegenüber der Bankenbranche zu erwarten

0.8%

Quellen: Morgan Stanley, Kaiser Partner Privatbank

Konsensschätzungen Wachstum & Inflation 2019

Zinserwartungen Kaiser Partner Privatbank

2020

2021

BIP-Wachstum (in %)

Letzter

3M

12M

Leitzinsen (in %)

Schweiz

0.8

-4.9

3.8

Schweiz

-0.75

Eurozone

1.2

-7.3

4.6

Eurozone

-0.50

Grossbritannien

1.3

-11.2

5.4

Grossbritannien

0.10

USA

2.3

-3.6

3.8

USA

0.25

China

6.1

2.0

8.1

China

2.95

→ →

Inflation (in %)

10-jährige Renditen (in %)

Schweiz

0.4

-0.7

0.2

Schweiz

-0.53

Eurozone

1.2

0.3

0.9

Eurozone

-0.54

Grossbritannien

1.8

0.9

1.4

Grossbritannien

0.35

USA

1.8

1.2

1.9

USA

0.93

China

2.9

2.7

1.8

China

3.31

Quellen: Bloomberg, Kaiser Partner Privatbank 6

erneute Corona-Welle, die dann noch nachhaltigeren Schaden in der Wirtschaft anrichten könnte. Und auch beim erhofften Impfstoff stellen sich viele Fragezeichen: Wie viel davon ist wann und für wen verfügbar? Was ist dessen Wirkung (und Nebenwirkung) über die lange Frist? Und wer möchte sich überhaupt impfen lassen?

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Quelle: Kaiser Partner Privatbank


Bergsicht

Die geopolitische HeatMap

Polarisierung in den USA den USA gekauften Waren nicht einhalten können wird. Inzwischen steht fest: Donald Trump wird im Januar Das Thema dürfte also schon bald wieder auf die Agenaus dem Weissen Haus ausziehen – der neue US-Prä- da kommen. Der Druck der Amerikaner auf chinesische sident heisst dann Joe Biden. Doch vier Jahre Trump Unternehmen wird derweil stetig verschärft. Und auch und der hart ausgefochtene Wahlkampf haben Spuren im Südchinesischen Meer setzt sich das Säbelrasseln fort. hinterlassen. Die USA sind politisch und gesellschaftlich gespalten wie nie zuvor. Und die Folgen der Pan- „Brexit“-Countdown demie dürfte den Graben zwischen den verschiedenen Noch immer gibt es keine Lösung in den endlosen „BreSchichten eher noch grösser werden lassen. Dass sich xit“-Diskussionen. Eigentlich ist das Zeitfenster für die die grösste Volkswirtschaft der Welt in einem dauer- Ratifizierung eines Abkommens vor Jahresende längst haften Unruhestand befindet, ist auch für die restliche überschritten. Zuletzt drohten die Verhandlungen am Welt nicht unbedingt ein gutes Zeichen. wirtschaftlich wenig bedeutenden Thema Fischerei zu scheitern. Die letzten Jahre haben gezeigt, dass man die USA vs. China „Brexit“-Dose immer noch ein Stück weiter die Strasse Die Auseinandersetzung zwischen den Vereinigten Staa- hinunterstossen kann. Und so erscheint es auch mögten und China brodelt auf verschiedenen Ebenen. Um lich, dass nochmals eine Übergangsregelung gefunden den Handelskonflikt ist es zuletzt zwar etwas ruhiger und Zeit geschunden wird. Verlassen kann man sich dageworden, absehbar ist aber bereits jetzt, dass China rauf aber nicht. Deshalb bleibt ein harter „Brexit“ bis seine Versprechungen in Bezug auf die Menge der von zuletzt mehr als nur ein Restrisiko.

Geopolitische Entwicklungen machen vor den Finanzmärkten nicht Halt. Vielmehr sind sie in den letzten Jahren zu einer immer wichtigeren Einflussgrösse geworden. In der „Bergsicht“ werfen wir einen Blick auf die aktuell wichtigsten Brennpunkte.

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Anlagestrategie

Notizen vom Investment-Komitee

Die Jahresendrally hat in diesem Jahr besonders früh begonnen und die (US-)Aktienmärkte auf neue Allzeithochs befördert. Da die guten Nachrichten mittlerweile eingepreist sind, dürften die Bäume kurzfristig nicht in den Himmel wachsen. Der Ausblick für das kommende Jahr ist aber konstruktiv.

Asset Allocation monitor -

+

-

Liquidität

Aktien

Festverzinsliche Anlagen

Global

Staatsanleihen

Schweiz

Unternehmensanleihen

Europa

Mikrofinanz

Grossbritannien

Inflationsbasierte A.

USA

Hochzinsanleihen

Schwellenländer

Schwellenländeranleihen

Alternative Anlagen

Versicherungsbasierte A.

Rohstoffe

Wandelanleihen

Gold

Laufzeiten

Immobilien

Währungen

Hedgefonds

US-Dollar

Strukturierte Produkte

Schweizer Franken

Private Equity

+

Euro Britisches Pfund

Aktien: Starke Jahresendrally Scorecard • Im November häuften sich in den Medien die positi+ ven Nachrichten aus der COVID19-Impfstoffforschung. Konjunktur Und ebenso häufig waren an den Börsen grüne Vor- Geld-, Fiskalpolitik zeichen anzutreffen. Die Aktienmärkte bejubelten die Unternehmensgewinne Erfolgsmeldungen nämlich mit einem eindrücklichen Bewertung Kursfeuerwerk, welches die Leitindizes in den USA Trend auf neue Allzeithochs beförderte. Gewinner waren Anlegerstimmung für einmal nicht die Technologieaktien – diese hinkten hinterher. Auf der Kaufliste der Anleger standen diesmal vielmehr die zyklischen Sektoren und insbe– sind die Perspektiven für Aktien aber konstruktiv. sondere die kleineren Werte. So legte der US-SmallDenn für 2021 erwarten wir nicht nur kräftiges WirtCap-Index Russell 2000 im letzten Monat rund 20% schaftswachstum, sondern auch einen deutlichen Anzu – ein historischer Rekord. stieg der Unternehmensgewinne. Auch wenn die Ge• Wenn Märkte neue Höchststände erreichen, ist die winnschätzungen der Analysten bereits wieder sehr Situation aus charttechnischer Sicht rein objektiv beambitioniert sind und nach unten korrigiert werden trachtet stets positiv. Aus historischen Preisen hergedürften, wird es unter dem Strich einen erheblichen leitete Widerstände gibt es dann nämlich nicht mehr. Gewinnanstieg geben, der den liquiditätsgetriebenen Trotzdem dürften die Bäume in der kurzen Frist nicht Bullenmarkt auch fundamental untermauert. in den Himmel wachsen – die Novemberrally hat bereits viele positive Nachrichten (und Erwartungen) Anleihen: Zinsloses Risiko eingepreist. Dies lässt sich auch am Sentiment able- • Es geht stets noch tiefer – könnte man sich denken, sen, welches sich zuletzt überaus optimistisch zeigt. wenn man die Renditen für europäische StaatsanleiSowohl Privatanleger als auch Börsenbriefschreiber hen betrachtet. So fiel die Rendite für 10-jährige spasind für die Aktienmärkte positiv gestimmt und genische Staatsanleihen Ende November auf ein Rekordmäss Daten zu den Zu- und Abflüssen bei Aktienfonds tief von nur noch 5 Basispunkten, die Staatspapiere und -ETFs auch entsprechend positioniert. Für das von Portugal kratzten gar an der Nulllinie. Mit dem Fall Erzielen weiterer Rekordmarken könnten demnächst auf neue Renditetiefs preisten die Marktteilnehmer die nötigen Käufer fehlen. die erwarteten neuen Lockerungsschritte der Europä• Mittelfristig – und mit Blick auf das kommende Jahr ischen Zentralbank (EZB) ein. EZB-Präsidentin Lagarde 8

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Corona-Rezession) hinter uns liegen. Der langfristige hat mit der zweiten Welle der Pandemie, der schlechGold-Bullenmarkt und dessen Treiber (lockere Geldten Stimmung im Dienstleistungssektor und der tiefen politik der Notenbanken, tiefe Zinsen, AnlagenotInflation genügend Argumente, um weitere geldpolistand) sind aber weiterhin intakt. Entsprechend bleibt tische Massnahmen zu begründen – auch wenn diese Gold auch im nächsten Jahr ein wichtiger Baustein im für die Realwirtschaft kaum etwas bringen dürften. diversifizierten Portfolio. • In den USA dürfte die Fed das noch vorhandene geldpolitische Pulver in diesem Monat trocken halten. Auf der anderen Seite des Atlantiks sind Anleihen zwar Währungen: EUR/USD über 1.20 nicht unbedingt ein zinsloses Risiko – aber auch dort • EUR/USD: Anfang des Monats hat der Euro die magische Marke von 1.20 USD geknackt. Das Überwinden werden die Risiken für Anleiheanleger zumindest dieser Hürde stellt ein klares charttechnisches Kaufsignicht mehr gross entschädigt. Dies selbst dann, wenn nal dar und hellt den Ausblick für die Einheitswährung man sein Geld nicht dem Staat, sondern Unternehim nächsten Jahr weiter auf. Einziger Wermuttropfen men leiht. So verzeichnete der Bloomberg Barclays ist, dass eine positive Einschätzung für den Euro in Index für US-Unternehmen mit Investment-Grade-Ra2021 bereits Konsensmeinung ist und an den Terminting zuletzt ein neues Renditetief von 1.8%. Wer mehr märkten hohe Wetten auf einen weiter steigenden Zins kassieren möchte, muss die Risikoleiter noch Kurs platziert wurden. Solange es keinen Rückfall unter weiter hinaufklettern. Bei den bonitätsschwachen die 1.20 gibt, ist der kurzfristige Ausblick aber positiv. Unternehmen aus dem High-Yield-Segment bekommt man derzeit immerhin noch einen Aufschlag von 4% • GBP/USD: Auch das britische Pfund hat sich zuletzt wieder einer wichtigen Schwelle angenähert. Beim zu Staatsanleihen. Verhältnis GBP/USD liegt diese bei 1.35 USD – dem Höchststand vom Dezember 2019 und September Alternative Anlagen: Zerreissprobe bei der OPEC 2020. Die Chance für einen Anstieg über dieses Ni• Die Hoffnung auf einen baldigen Impfstoff schlug sich veau ist beim Pfund jedoch etwas geringer. Die „Breim November auch am Rohölmarkt nieder: Der Preis xit“-Risikoprämie wurde in den letzten Wochen nämfür ein Fass der Sorte Brent stieg um fast 25%. Zum lich bereits weitgehend ausgepreist, ein Kompromiss Feiern war den Mitgliedern der Organisation erdölexin den Verhandlungen mit der Europäischen Union portierender Länder (OPEC) an ihrem virtuellen Mee(EU) hingegen eingepreist. Das Überraschungspotenting zu Monatsbeginn dennoch nicht zu Mute. Einmal tial liegt beim Pfund daher auf der Unterseite. mehr stand das Ölkartell vor der Zerreissprobe. So dauerte es deutlich länger als eigentlich vorgesehen, • EUR/CHF: Auch der EUR/CHF-Kurs konnte im November zulegen. Im Vergleich eher zyklischen Anlabis man sich auf eine Verlängerung der Förderkürzungen konnte der Euro (zumindest im Verhältnis zum gen bis Mitte 2021 verständigen konnte. Schweizer Franken) von der Impfstoff-Euphorie und • Bei den „Alternativwährungen“ Gold und Bitcoin ging dem generellen „risk on“ an den Finanzmärkten aber es in den letzten Monaten jeweils in die entgegengevergleichsweise wenig profitieren. Die Stärke des Fransetzte Richtung. Während das gelbe Edelmetall seit ken basiert nämlich nicht allein auf seinen defensiven Anfang August rund 15% an Wert verlor, legte die Qualitäten, sondern ist auch durch gute FundamentalKryptowährung um zwei Drittel zu. Zwar scheint Gold daten begründet. Im Konjunkturerholungs-Jahr 2021 als Krisenschutz momentan weniger attraktiv, da der dürfte der Franken daher relativ stabil bleiben. Höhepunkt der Pandemie (und demnächst auch die

Chart unter der Lupe Gelingt der Ausbruch? | S&P500-Index im Dreieck S&P500-Index 4,000

3,500

3,000

2,500

2,000

1,500

Quellen: Bloomberg, Kaiser Partner Privatbank

2020

2019

2018

2017

2016

2015

1,000

Die Jahresendzeit ist auch die Zeit der Analysten beziehungsweise ihrer Prognosen – dies sowohl für die fundamental als auch für die charttechnisch orientierten Vertreter ihres Standes. Zum alljährlichen Ritual gehört es dabei den Endstand im kommenden Jahr für diverse Finanzmarktvariablen vorherzusagen. Für den amerikanischen Leitindex S&P500 wurden die Prognosen in den letzten Wochen stetig nach oben angepasst. Im Durchschnitt rechnen die Experten für Ende 2021 mit einem Indexstand von 3‘900 Punkten, was in etwa einem Anstieg von 10% vom derzeitigen Niveau aus entsprechen würde. Auch diese Art von 10%-Optimismus ist eine jährlich wiederkehrende Beobachtung. Charttechnische Analysten beobachten im S&P500-Index derzeit etwas Anderes: ein Dreieck. Dieses stellt eine Hürde für grössere Kursavancen im nächsten Jahr dar und verspricht weiterhin erhöhte Volatilität. Kaiser Partner Privatbank AG | Monthly Market Monitor - Dezember 2020

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Thema im Fokus

Was bedeutet Präsident Biden für die Finanzmärkte?

Der Nebel nach den US-Wahlen verzieht sich langsam. Da kommt die Frage auf, was der neu gewählte Präsident Joe Biden beziehungsweise dessen Agenda für die Perspektive an den Finanzmärkten bedeutet. Kurzgefasst: Die Auswirkungen dürften sich in Grenzen halten.

Präsidentiale Tweets werden Mangelware Rund 200 Tweets hat Donald Trump in den letzten knapp vier Jahren zum Thema Aktienmarkt vom Präsidentensessel aus abgesetzt. Meist dann, wenn die Kurse stiegen oder neue Rekordmarken geknackt wurden. Hin und wieder war sein Gezwitscher aber auch für kurzzeitige Kurseinbrüche verantwortlich. Verglichen mit dem Twitter-Präsidenten Trump dürfte es für die Marktteilnehmer an den Aktienbörsen unter Joe Biden vergleichsweise langweilig werden. Weder dürfte er regelmässige Kurznachrichten zum Stand des Dow Jones Index senden, noch dürfte er weiter an der Zollschraube drehen. Da der Präsident der Vereinigten Staaten in Fragen der Aussenpolitik relativ viel Gestaltungsspielraum besitzt, ist der Umgang mit den US-Handelspartnern eines der Themen, bei dem Biden bei den Investoren für Erleichterung sorgen könnte. Denn der Schlagabtausch mit China hat doch merklich auf die Gewinne der US-Unternehmen gedrückt. Schon ein teilweises Zurücknehmen der gegenseitig verhängten Zölle würde sich in den Gewinnrechnungen der Unternehmen bemerkbar machen und wäre ein positives Signal für den Aktienmarkt. „Gridlock“ – bleibt alles beim Alten? Und auch sonst ist eine Disruption à la Trump, welcher mit einer massiven Senkung der Unternehmenssteuern (von 35% auf 21%) zu Beginn seiner Amtszeit für ein aussergewöhnlich gutes Aktienjahr 2017 sorgte, im nun wahrscheinlichsten politischen Szenario sehr unwahrscheinlich. Denn dieses sieht weiterhin geteilte Kräfteverhältnisse im US-Kongress und somit ein Ausbleiben der blauen Welle vor. Zwar gibt es im Januar im Bundesstaat Georgia nochmals zwei Stichwahlen, die den De-

Grüne Welle | Hausse bei erneuerbaren Energien Kursentwicklung Invesco Solar ETF 100

80

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2020

2019

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2017

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Quellen: Bloomberg, Kaiser Partner Privatbank 10

Monthly Market Monitor - Dezember 2020 | Kaiser Partner Privatbank AG

mokraten im Falle eines Doppelsiegs eine Pattsituation und damit faktisch die Oberhand im Senat ermöglichen könnten. An den Wettmärkten wird einem solchen Ausgang derzeit aber nur eine Wahrscheinlichkeit von einem Drittel zugesprochen. Und so könnte es in Washington D.C. mindestens zwei weitere Jahre geprägt von einer politischen Blockade („gridlock“) geben. Bei vielen Punkten auf seiner Agenda müsste Joe Biden deutlich Abstriche in Kauf nehmen. Eine Erhöhung der Unternehmenssteuern wäre ebenso vom Tisch wie eine allgemeine Erhöhung des Mindestlohns auf 15 US-Dollar pro Stunde. Generell dürften die Gewinne der börsennotierten Unternehmen in einem „Gridlock-Szenario“ von politischer Seite weitgehend unangetastet bleiben. Börsianer dürften diese Botschaft gerne hören. Grüne statt blaue Welle Auch die Gesundheitsindustrie dürften mit einer Pattsituation im Kongress gut leben können. Politische Schritte zur Reduktion der Medikamentenpreise und der hohen Marktkonzentration im Gesundheitswesen scheinen fürs Erste vom Tisch zu sein. Kurzfristig könnte die Branche, nicht zuletzt aufgrund der COVID-19-Pandemie, gar von verstärkten Investitionen in den Bereichen Medizintechnik sowie Schutzausrüstungen profitieren. Der Technologiesektor (oder zumindest einige seiner Vertreter aus dem Silicon Valley) ist in den letzten Wochen vorsorglich schon einmal auf Kuschelkurs mit den Demokraten gegangen. Unter dem neuen Präsidenten dürfte es der Branche wohl nicht schlechter ergehen als in den letzten Monaten, in denen den grossen Namen Amazon, Google & Co. bereits schärfer auf die Finger geschaut wurde. Der Extremfall einer Zerschlagung scheint jedenfalls ausgeschlossen – und mit einem Vergleich oder Strafzahlungen könnten die Internetriesen sicher gut leben. Ein gutes Auskommen mit Präsident Joe Biden dürften auch die Produzenten und Zulieferer im Bereich alternativer Energien haben. Dieser hat bereits angekündigt, dass er dem Pariser Klimaabkommen wieder beitreten will. Aber es dürfte nicht allein bei solchen Schlagzeilen bleiben. Bis zum Jahr 2050 sollen die USA das Ziel der Klimaneutralität erreicht haben und in den nächsten zehn Jahren sollen zwei Billionen US-Dollar in erneuerbare Energien investiert werden. Die Investoren haben das Zukunftsszenario einer grünen Welle – wie so oft – bereits weitgehend eingepreist. So hat beispielsweise ein auf Solaraktien fokussierter ETF seit den US-Wahlen um ein Drittel (und seit Jahresbeginn um rund 200%) zugelegt.


ESG: Rund ums Thema Nachhaltigkeit Alles für den grünen Stempel

„Grünes“ Marketing… Fondsgesellschaften haben ein Händchen dafür, ihre Fonds umzuetikettieren, um sie für Investoren attraktiver zu machen. In den späten 1990er Jahren änderten viele Fonds ihre Namen, um das Wort „Wachstum“ beziehungsweise „Growth“ oder ähnliche Ausdrücke zu verwenden. Dies sollte den Investoren vermitteln, dass sie ein erhebliches Engagement in den boomenden Technologieaktien erhalten würden. In ähnlicher Weise gibt es eine wachsende Zahl von Fonds, die ihren Namen mit Wörtern wie „grün“, „nachhaltig“ oder „ESG“ ergänzen, um Investitionen anzuziehen. Man könnte meinen, dass es unter den Fondsgesellschaften auch schwarze Schafe gibt, die ihren Produkten einfach einen neuen (grünen) Stempel aufdrücken, ohne dass sich am Inhalt etwas ändert – das passende Wort dazu lautet „Greenwashing“. Da der Markt für nachhaltige Anlagen stark wächst, wäre ein solches Vorgehen durchaus verlockend. …ist nicht zwingend „Greenwashing“ Sind derlei Anlegersorgen berechtigt? Zumindest für die Vereinigten Staaten haben zwei kanadische Professoren diese Befürchtung in einer Studie nun widerlegt. Dabei haben sie US-Investmentfonds analysiert, die zwischen 2003 und 2018 ihren Namen geändert haben, um grüner zu klingen. Tatsächlich wurden die Fonds für die Namensänderung mit erhöhten Zuflüssen von Anlegergeldern belohnt. Im Jahr nach der Umetikettierung stiegen die Mittelzuflüsse für den durchschnittlichen Fonds um 1,18% pro Monat (14,2% für das Jahr). Da aktiv verwaltete Fonds als Ganzes im Betrachtungszeitraum Abflüsse verzeichneten, waren die Zuflüsse gegenüber dem gesamten Markt gar noch stärker (1,83% pro Monat oder 22% für das Jahr). Die hohen Mittelzuflüsse sind für Fondsgesellschaften in der Theorie Anreiz genug Greenwashing zu betreiben. In der Praxis gelang ihnen das zumindest in den USA aber nicht. Denn die Investoren scheinen das Spiel zu durchschauen. Die Fonds mit den meisten Zuflüssen waren nämlich jene, die entweder bereits vor der Namensänderung ein hohes Beta mit ESG-Indizes aufwiesen (das heisst sie hatten schon zuvor ein relativ grünes Portfolio) oder Fonds, die im Jahr nach der Namensänderung einen deutlichen Anstieg bei den Portfoliotransaktionen verzeichneten. Dieser Anstieg des Portfolioumschlags war wahrscheinlich darauf zurückzuführen, dass die Fondsmanager ihre Portfolioallokation tatsächlich änderten, um sie grüner zu machen. Fonds mit niedrigem Beta

zu ESG-Indizes und geringem Anstieg des Portfolioumschlags verzeichneten hingegen nur sehr wenige oder gar keine zusätzlichen Zuflüsse. Wer seinen Fonds also nur „grüngewaschen“ hatte, an dem sind die Investorengelder einfach vorbeigeflossen. Ein Wermutstropfen: Kleine Sample-Size Es gibt noch eine weitere gute Nachricht für Investoren. Obwohl einige der Fonds, die ihren Namen geändert haben, ihre Portfolios umstrukturierten, blieben ihre allgemeinen Charakteristika in Bezug auf den Anlagestil (zum Beispiel „Value“ oder „Growth“) oder anvisierte Marktkapitalisierung der Aktien im Portfolio (SmallCaps oder Large-Caps) weitgehend stabil. Die Anleger erhielten nach der Namensänderung also keinen völlig neuen Fonds. Sie bekamen einfach einen umweltfreundlicheren Fonds, der von den gleichen erfahrenen Managern verwaltet wurde und den gleichen Stil aufwies, den sie bereits gewohnt waren. Einen (kleinen) Wermutstropfen gibt es aber dennoch. In der Studie vom April dieses Jahres wurden insgesamt nur 28 Fonds unter die Lupe genommen. Letztlich doch zu wenig, um daraus allgemeine Schlüsse zu ziehen. Aber sicher ein guter Start für nähere Erforschung zu diesem Thema in den kommenden Jahren.

Was „grün“ im Namen hat, verkauft sich gut. Aufgrund dessen hat die hohe Nachfrage nach nachhaltigen Anlagen auch ihre Schattenseiten: Die Trittbrettfahrer unter Fondsgesellschaften können dies (in der Theorie) ausnutzen, um mehr Anlegergelder einzusammeln. Eine neue Studie gibt bezüglich dieser Problematik nun aber Entwarnung.

Der Name machts | Fonds drücken sich zunehmend den grünen Stempel auf Anzahl der Fonds mit „grünem“ Namenswechsel

7

6

5

4

3

2

1

0 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018

Quellen: El Ghoul und Karoui (2020), Kaiser Partner Privatbank

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Die letzte Seite

Anlageklassen und Agenda

Performance per 30. November 2020 Anlageklassen

seit Jahresbeginn

Liquidität

1 Monat

1 Jahr

3 Jahre

0

CHF

-0.6%

-0.1%

-0.6%

-2.0%

EUR

-0.4%

0.0%

-0.4%

-1.2%

0.0%

0.8%

5.6% 11.0%

USD

0.6%

Festverzinsliche Anlagen

0

Staatsanleihen

4.8%

Unternehmensanleihen

9.0%

Mikrofinanz

1.4%

Inflationsbasierte Anleihen

8.9%

Hochzinsanleihen

2.9%

Schwellenländeranleihen

3.8%

Versicherungsbasierte Anl.

5.3%

Wandelanleihen Aktien

30.5%

9.6%

Schweiz

-0.5%

Europa

-2.9% -15.8%

USA

16.0%

Schwellenländer

8.1%

Alternative Anlagen Rohstoffe

18.1%

0.2%

1.7%

10.5%

0.9%

8.4%

19.4%

3.8%

4.9%

16.5%

4.1%

6.0%

15.1%

0.4%

6.0%

14.2%

11.6%

33.8%

47.3%

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0.7%

19.7%

17.1%

-1.8%

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13.1%

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19.3%

45.7%

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21.4%

39.4%

4.5%

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4.3%

2.8%

5.5%

6.4%

-8.1% 17.1%

Immobilien Schweiz Hedgefonds Währungen

0

EUR/USD

6.4% -0.1%

GBP/USD

9.9%

0

Gold

EUR/CHF

4.2%

0

Global

Grossbritannien

0.1% 3.0%

0.5%

2.4%

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0.2%

1.5%

-1.6%

-7.4%

2.9%

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Auf unserer Agenda 10. & 16. Dezember: EZB-Meeting & Fed-Meeting Die Notenbanken haben 2020 ihren Einfallsreichtum bewiesen. Wer gedacht hatte, dass ihre Werkzeugkiste langsam leer würde, sah sich getäuscht und wurde mit immer neuen geldpolitischen Instrumenten überrascht. Im Dezember finden Meetings von EZB und Fed vor der Weihnachtspause statt. 14. Dezember: Wahl des US-Präsidenten Am Montag nach dem zweiten Mittwoch im Dezember treffen sich die Wahlleute des Wahlkollegiums (Electoral College) und stimmen für einen Präsidentschaftsbewerber und einen Vizepräsidenten. Ausgezählt werden die Stimmen im US-Kongress aber erst im Januar 2021. 31. Dezember: „Brexit“ & Silvester Zum Jahreswechsel verlässt Grossbritannien die EU – mit oder ohne Vertrag. Die „Übergangsfrist“ geht dann jedenfalls zu Ende. Verabschieden können wir uns auch vom überaus bewegten „Corona-Jahr“ Wir wünschen allen Lesern einen guten Rutsch ins neue Jahr. Bleiben Sie gesund!

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Monthly Market Monitor - Dezember 2020 | Kaiser Partner Privatbank AG


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Herausgeberin: Kaiser Partner Privatbank AG Herrengasse 23, Postfach 725 FL-9490 Vaduz, Liechtenstein HR-Nr. FL-0001.018.213-7 T: +423 237 80 00, F: +423 237 80 01 E: bank@kaiserpartner.com Redaktion: Oliver Hackel, Senior Investment Strategist Roman Pfranger, Head Private Banking & Investment Solutions Cornelia Kopf, Marketing Specialist, 21iLAB Design & Druck:

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