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Kaiser Partner Privatbank AG - Monthly Market Monitor November 2021 (DE)

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Monthly Market Monitor

November 2021


Inhalt

Konjunktur-Radar Auf einen Blick

Am Puls der Wirtschaft

Unsere Sicht auf die Märkte

06

04

Bergsicht Die geopolitische HeatMap

Anlagestrategie Notizen vom Investment-Komitee

07

08

Thema im Fokus Wie lange bis zur Parität?

10

Drawdown: Rund ums Private Banking Warum Verluste so «teuer» sind

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Die letzte Seite Anlageklassen und Agenda

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Auf einen Blick

Unsere Sicht auf die Märkte

Ein Winter ohne Lockdowns schneller als noch vor Kurzem denkbar. Auch an den Der Makro-Mix aus steigenden (Energie-)Preisen, Ar- Anleihemärkten hinterlässt dies Spuren. Für Staatsanbeitskräftemangel und andauernden Lieferengpässen leihen droht dieses Jahr die schlechteste Kursentwickim globalen Warenhandel bläst der Konjunkturerho- lung seit 1999. Während die Anlageklasse im aktuellen lung scharf ins Gesicht und dürfte im zweiten Halbjahr Makroumfeld anfällig bleibt, dürften Privatmarktanlaeinen spürbaren Wachstumsdämpfer mit sich brin- gen gefragt bleiben und überdurchschnittlich rentieren. gen. Zumindest die Corona-Entwicklung stimmt aber hoffnungsvoll, denn erneute Lockdowns in der kalten Wie lange bis zur Parität? Jahreszeit dürften nicht nötig werden. Eine erneute Die Schweizerische Nationalbank (SNB) bleibt ihrem Wachstumsbeschleunigung ab dem Frühjahr 2022 Mantra treu und bezeichnet den Franken als weiterhin bleibt unsere Basiserwartung. «hoch bewertet». Wie so Vieles ist aber auch die Währungsbewertung eine Frage der Perspektive (bezie«Buy the dip» hungsweise des verwendeten Modells). Zumindest auf Der Herbststurm währte an den Aktienmärkten in die- Basis der Kaufkraftparität ist die Schweizer Währung sem Jahr besonders kurz. Einmal mehr haben Anleger (gegenüber dem Euro) jedenfalls fast schon günstig. den Rücksetzer anfangs Oktober zu Käufen genutzt. Die Frage lautet nun aber wie weit die Bäume angesichts Warum Verluste so «teuer» sind von nachlassender Konjunkturdynamik, Preisdruck und Das menschliche Gehirn ist nicht für das Agieren und bevorstehendem Tapering der US-Notenbank noch in Taktieren auf den Finanzmärkten geschaffen. Die Psyden Himmel wachsen können. Die Berichtssaison für chologie spielt dem Anleger immer mal wieder einen das dritte Quartal gibt darauf zumindest teilweise eine Streich und auch die (Finanz-)Mathematik hat so ihre Antwort. Tücken. Die alte Börsenwahrheit «Cut your losses and let your winners run.» gehört in diesem ZusammenInflation hinterlässt Spuren hang zwar zu den klügsten ihrer Art, ist aber auch viel Angesichts beharrlich hoher Inflationsraten werden einfacher gesagt als getan. Warum man ihr konsequent immer mehr Notenbanker nervös. Das Umschalten auf und diszipliniert folgen sollte, erklären wir in der neuen eine restriktivere Geldpolitik geschieht nun vielerorts Rubrik «Drawdown: Rund ums Private Banking».

Grafik des Monats Höhere Inflation und tieferes Wachstum | Rezept für einen Stagflations-Cocktail? Bloomberg Story-Count zum Wort «Stagflation»

Quellen: Bloomberg, Kaiser Partner Privatbank 4

Monthly Market Monitor - November 2021 | Kaiser Partner Privatbank AG

Die jüngste Corona-Welle, nicht enden wollende Disruptionen im Welthandel, stark anziehende Energiepreise und beharrlich hohe Inflationsraten sorgen derzeit für zunehmende Wachstums- und Inflationssorgen und schüren unter Investoren Ängste vor einer Phase der «Stagflation». Sich vom Medienlärm beirren zu lassen, ist allerdings selten hilfreich. Zwar dürfte die Teuerung nicht so schnell auf das Vor-Pandemie-Niveau zurückkehren – eine Entspannung (v.a. bei den temporären Inflationsfaktoren) ist im Verlauf von 2022 aber wahrscheinlich. Beim Wachstum wird es indes zwar eine Verlangsamung, letztlich aber immer noch solide, positive Zuwachsraten geben. Ein Ölpreisschock wie in den 1970er Jahren ist auch deshalb unwahrscheinlich, weil die Weltwirtschaft heute weit weniger (öl-)energieintensiv ist als damals. Real betrachtet ist der Ölpreis (für Unternehmen und Verbraucher) zudem immer noch günstiger als in den Jahren 2008 oder 2011-2014.


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Konjunktur-Radar Am Puls der Wirtschaft

Wenig Licht, viel Schatten – das gilt nicht nur für die kalte Jahreszeit, sondern derzeit auch für den (kurzfristigen) Konjunkturausblick. Pessimismus ist aber nicht angebracht. Unsere Erwartung bleibt, dass sich die Lage bis Mitte 2022 wieder aufhellt.

Unternehmer immer schlechter gestimmt Arbeitskräftemangel, steigende (Energie-)Preise und sich verengende Flaschenhälse bei den Lieferketten – dieser Mix sorgt in den Chefetagen der Unternehmen für immer schlechtere Laune. So fiel der Einkaufsmanagerindex für die Eurozone im Oktober das dritte Mal in Folge. Auch wenn dieser mit 54.3 Punkten noch solide im Expansionsbereich notiert, deutet sich für die zweite Jahreshälfte nun doch ein deutlich schwächeres Wachstum an als noch im Sommer erwartet. Auch in den USA mussten die Wachstumserwartungen zuletzt stetig nach unten korrigiert werden. COVID-19 scheint beherrschbar Wer Optimist ist, kann zumindest aus der aktuellen Corona-Entwicklung Hoffnung schöpfen. Zwar hat die vierte Welle in Europa seit Anfang Oktober deutlich an Dynamik gewonnen. Jedoch sind nun insbesondere die jungen Altersgruppen betroffen. Der Zusammenhang zwischen den Fallzahlen und ernsthaften medizinischen Komplikationen ist indes gebrochen. Mit der Kombination aus «Booster»-Impfungen, einer Ausweitung der Impfkampagne auf die Jüngeren sowie (An-)Reize für Ungeimpfte sollten erneute Lockdowns in den grössten Ländern Europas nicht nötig werden. Notenbanken kratzen die Kurve Auch unter vielen Notenbankern ist die Stimmung angesichts der makroökonomischen Kakofonie umgeschlagen. Immer weniger sehen eine ultralockere Geldpolitik im aktuellen Umfeld als weiter angemessen an, immer mehr sind bereit auf die Bremse zu treten.

Bald wieder dreistellig? | Inflationsbereinigt ist das «schwarze Gold» noch nicht teuer Brent-Rohölpreis

Nach Norwegen und Neuseeland dürfte mit der Bank of England in Kürze ein erstes Schwergewicht an der Zinsschraube drehen. Die Fed hat Anfang November indes wie erwartet den Startschuss zum «tapern» gegeben. Schon bald dürfte sich auch in den USA nun die Frage um den Zeitpunkt der ersten Zinserhöhung drehen. China lockert nur langsam In China schwächte sich das Wachstum im dritten Quartal auf 4.9% ab. Zwar waren die Exporte erneut stark, die neuen Prioritäten der Regierung (nachhaltiges Wachstum und soziale Gerechtigkeit) forderten aber ihren Tribut. Von Panik scheinen die Parteikader trotz dessen weit entfernt und so ist derzeit eher ein Wachstums-Finetuning als eine Kehrtwende zu beobachten. Neben den jüngsten Lockerungen bei der Kohleproduktion und der Bewilligung von Hypotheken zählt dazu auch die beschleunigte Kreditaufnahme der Lokalregierungen (für Infrastrukturinvestitionen). Konsensschätzungen Wachstum & Inflation 2020

2021

2022

BIP-Wachstum (in %) Schweiz

-3.2

3.4

3.0

Eurozone

-6.8

5.0

4.3

Grossbritannien

-9.9

7.0

5.0

USA

-3.5

5.7

4.0

2.3

8.1

5.5

Schweiz

-0.7

0.5

0.6

Eurozone

0.3

2.3

2.0

China Inflation (in %)

Grossbritannien

0.9

2.3

3.2

USA

1.3

4.4

3.3

China

2.5

1.0

2.2

3M

12M

Zinserwartungen Kaiser Partner Privatbank Letzter Leitzinsen (in %) Schweiz

-0.75

Eurozone

-0.50

Grossbritannien

0.10

USA

0.25

China

2.95

10-jährige Renditen (in %)

Quellen: Bloomberg, Kaiser Partner Privatbank 6

Monthly Market Monitor - November 2021 | Kaiser Partner Privatbank AG

Schweiz

-0.04

Eurozone

-0.12

↗ ↗

Grossbritannien

1.04

USA

1.55

China

2.93

Quellen: Bloomberg, Kaiser Partner Privatbank


Bergsicht

Die geopolitische HeatMap

Iran (und die Atombombe) Der Iran hat angekündigt Ende November wieder in diplomatische Gespräche über sein Atomprogramm einzusteigen. Dies verschleiert jedoch die Fragilität der geopolitischen Risikolage. Denn spätestens Ende des Jahres könnten die Iraner die Fähigkeit zur Produktion nuklearer Waffen erlangt haben. Die USA und Israel haben diesen Ambitionen zuletzt keine glaubwürdige militärische Warnung entgegengesetzt, sondern führen abseits der Öffentlichkeit einen «geheimen Krieg» mittels Sabotage und Cyberattacken. Vorrangig setzen sie aber auf den Weg der Diplomatie. Doch diesbezüglich sind nun grosse Fortschritte innert kürzester Zeit nötig und das Risiko einer Fehlkalkulation nimmt stetig zu. Eine kurzfristige Krise, welche die Parteien wieder an den Verhandlungstisch bringt und letztlich in einem neuen tragbaren Nuklear-«Deal» mündet, erscheint fast unvermeidbar. Kommt ein solcher nicht zustande, erlangt der Iran schon in Kürze nukleare Erstschlagfähigkeit, was eine militärische Antwort der USA und Israels erzwingen würde. Kommt es zu einem militärischen Konflikt könnte der Iran im Risikoszenario die Strasse von Hormuz schliessen und damit nicht nur den Weltrohölmarkt auf den Kopf stellen, sondern auch eine globale Rezession auslösen. Schon kleinere Interventionen wie ein «Tankerkrieg 2.0» oder erneute Drohnenattacken auf die Ölinfrastruktur könnten den Ölpreis in die Höhe treiben.

Chinas Reformappetit Was hat für die Kommunistische Partei auf dem Pfad zum «allgemeinen Wohlstand» Vorrang – Ideologie oder Pragmatismus? Sollte ersteres überwiegen, dann droht sich die autokratische Regierung in ihrer populistischen Kampagne zur Deckelung der Wohnkosten zu verwickeln und einen Immobiliencrash zu riskieren. Aber auch schon das geringere Übel – eine zu starke Abkühlung der Konjunktur – könnte für Xi Jinping ein Risiko darstellen. Denn um seine Stellung als Führer auf Lebenszeit zu festigen, muss er am zwanzigsten nationalen Parteitag 2022 wichtige Beförderungen in den Spitzenpositionen der Partei sicherstellen. Eine Wirtschaft, die sich im freien Fall befindet, wäre dabei wenig hilfreich. Daher sollte einmal mehr (und wie es chinesische Standardpolitik ist) der Pragmatismus überwiegen. Entsprechend dürften die Reformbemühungen in den kommenden Monaten so kalibriert werden, dass die wirtschaftliche Stabilität gewahrt bleibt.

Geopolitische Entwicklungen machen vor den Finanzmärkten nicht Halt. Vielmehr sind sie in den letzten Jahren zu einer immer wichtigeren Einflussgrösse geworden. In der «Bergsicht» werfen wir einen Blick auf die aktuell wichtigsten Brennpunkte.

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Anlagestrategie

Notizen vom Investment-Komitee

An den Aktienmärkten galt im Oktober einmal mehr das Motto «Buy the dip». Rein saisonal spricht nun vieles für weiter steigende Kurse bis Jahresende. Makroökonomische Risiken und Nebenwirkungen werden wohl weiterhin vorerst ausgeblendet.

Asset Allocation Monitor -

+

-

Liquidität

Aktien

Festverzinsliche Anlagen

Global

Staatsanleihen

Schweiz

Unternehmensanleihen

Europa

Mikrofinanz

Grossbritannien

Inflationsbasierte A.

USA

Hochzinsanleihen

Schwellenländer

Schwellenländeranleihen

Alternative Anlagen

Versicherungsbasierte A.

Gold

Wandelanleihen

Immobilien

Laufzeiten

Hedgefonds

Währungen

Strukturierte Produkte

US-Dollar

Private Equity

+

Schweizer Franken Euro Britisches Pfund

Scorecard Konjunktur

+ 10/2021

Aktien: Gut trainierte Reflexe • Der Herbststurm währte an den Aktienmärkten in Geld- und Fiskalpolitik Unternehmensgewinne diesem Jahr besonders kurz. Einmal mehr haben AnBewertung leger den Rücksetzer anfangs Oktober zu Käufen geTrend nutzt – die nötigen Reflexe wurden im Jahresverlauf 10/2021 Anlegerstimmung ja auch genügend trainiert… Aber Spass (Sarkasmus) beiseite – die jüngste Entwicklung passt ins (statischen. Mehr denn je dürfte es demnächst auf eine tische) Bild. Mehr als einmal haben wir an dieser gute Einzeltitel- und Sektorallokation ankommen. Stelle auf die Kraft des Momentums hingewiesen. Zyklische (Value-)Aktien, die in einem Umfeld steiIn diesem Sinne war aufgrund der hohen Preisdynagender Zinsen besonders reüssieren, sollten damik in der ersten Jahreshälfte (beziehungsweise seit bei im Portfolio angemessenen Platz bekommen. dem «Corona-Tief» im März 2020) kein abrupter Trendwechsel, sondern eine weiterhin freundliche Anleihen: Angstbarometer für Anleihen nahe JahresTendenz zu erwarten. Die Frage lautet nun aber wie hoch weit die Bäume angesichts von nachlassender Kon- • Die anhaltend und teils überraschend hohen Inflatijunkturdynamik, Preisdruck und bevorstehendem onsraten haben in den vergangenen Wochen deutliTapering der US-Notenbank noch in den Himmel che Spuren – sprich Nervosität und Kursverluste – an wachsen können. den Anleihemärkten hinterlassen. So hat sich der • Die inzwischen fortgeschrittene Berichtssaison MOVE-Index, welcher auch als Angstbarometer für zum dritten Quartal gibt darauf zumindest teilweiden US-Staatsanleihemarkt bezeichnet wird, seinem se eine Antwort. Zwar konnten die Unternehmen Jahreshoch aus dem März angenähert. Ähnlich wie wie schon in den Vorquartalen die Erwartungen zu Jahresbeginn sind parallel dazu auch die langfrismehrheitlich deutlich schlagen. Wer enttäuschte, tigen US-Staatsanleiherenditen merklich angestiewurde diesmal aber besonders hart (mit Kursvergen. Für Besitzer von Staatspapieren ging dies mit lusten) abgestraft, was zeigt, dass die Anleger geentsprechenden Kursverlusten einher, und zwar jengenüber negativen Überraschungen sehr sensibel seits und diesseits des Atlantiks. Denn auch deutsche sind. Solche könnten sich in den kommenden Mound schweizerische Benchmark-Renditen sind seit naten allerdings häufen, denn Lieferengpässe und August deutlich angestiegen und haben gar bereits Lohndruck dürfte die Ergebnisse von Unternehneue Jahreshöchststände markiert. Per Ende Oktober men mit schwacher Preissetzungsmacht schwäliegen Anleger mit den «10-Jährigen» seit Jahresan8

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fang in allen drei Märkten rund 4% im Minus. Damit Währungen: Euro im Zins-Nachteil droht 2021 das schlechteste Anleihen-Jahr seit 1999 • EUR/USD: Nachdem die Anhänger eines transitorischen Inflationsausblicks unter den angelsächsizu werden. Zwar sind US-Treasuries, deutsche Bunschen Notenbankern langsam kapitulieren, domidesanleihen und Schweizer Eidgenossen nun wieder niert in den Reihen der EZB weiterhin das Lager der etwas «günstiger» geworden. Trotz der Korrektur geldpolitischen Tauben. Diese ist trotz der jüngst betrachten wir die nominale (und vor allem die reaerhöhten Teuerungsraten am weitesten davon le) Verzinsung von Staatsanleihen aber weiterhin als entfernt ihr Inflationsziel zu erreichen. Vor diesem unattraktiv, so dass wir nach wie vor eine UntergeHintergrund erscheint selbst der erst für 2023 einwichtung empfehlen. Verzinsliche Alternativen wie gepreiste Zinsschritt zu optimistisch. Ganz im GeMikrofinanz- oder versicherungsbasierte Anleihen gensatz zu den zwei Zinsschritten, die aktuell für die sowie im Bereich der Privatkredite versprechen aus Fed 2022 erwartet werden und damit für einen stärunserer Sicht ein besseres Chance-Risiko-Profil. keren Greenback sprechen. Da die Marktteilnehmer inzwischen entsprechend positioniert sind, könnte Alternative Anlagen: Private Assets in Zeiten erhöhter es der Aufwärtstendenz demnächst aber an DynaInflation mik mangeln. • Über ein Sommerloch konnten sich Private-Equity-Manager in diesem Jahr wahrlich nicht beklagen. Der • GBP/USD: Die Bank of England könnte nach der Norges Bank (Norwegen) und Reserve Bank of New «Deal Flow» blieb auch zur Jahresmitte hoch und die Zealand die dritte G10-Notenbank sein, welche an Branche ist auf dem Weg 2021 ein neues Rekordjahr zu der Zinsschraube dreht. Während eine Zinserhöbeschliessen. Wer im aktuellen Marktumfeld gewisse hung noch vor zwei Monaten erst Mitte nächsten Überhitzungserscheinungen zu vermuten meint, findet Jahres realistisch erschien, ist ein solcher Schritt nun dafür genügend Futter – sei es die Ankündigung eines bereits in diesem Jahr mehr als wahrscheinlich. Das 30 Milliarden US-Dollar (!) schweren Flaggschiff-Fonds britische Pfund konnte von der Zinsfantasie zuletzt seitens Blackstone oder massiver Bewertungssprünge profitieren. Unsere Modelle bleiben für die Wähbei einigen High-Tech-«Unicorns». Markt-Timing zu rung auf Sicht der kommenden Monate positiv. betreiben ist aber gerade bei Privatmarktanlagen nicht nur kaum möglich, sondern auch nicht ratsam. Daher • EUR/CHF: Der EUR/CHF-Kurs fiel im Oktober auf ein neues Jahrestief unterhalb von 1.07 CHF. Im Gegensollten Anleger auch in überschwänglichen Zeiten an satz zum August war von Interventionen der Natiihren Private-Markets-Allokationen (beziehungsweise onalbank diesmal aber keine Spur. Da ein stärkerer regelmässigen Kapitalzusagen) festhalten. Gerade in Franken fundamental begründet und aus Sicht der einem möglicherweise bevorstehenden (und lange Inflationsdifferenzen zunehmend gerechtfertigt ist nicht dagewesenen) Umfeld aus erhöhter Inflation (mehr dazu im Kapitel Thema im Fokus), zeigt sich und restriktiverer Geldpolitik haben die Privatmärkte die SNB inzwischen möglicherweise etwas toleranin der Historie ein im Vergleich zu Aktien attraktiverter. Vielleicht spielt aber auch der gegen Jahresende es Ertragsprofil gezeigt. Wer von Inflationsschutz und erwartete Bericht des US-Schatzamts zur Währungsüberdurchschnittlichen Renditen profitieren möchte, politik der wichtigsten US-Handelspartner eine Rolle, muss allerdings die Illiquidität der Privatmärkte in Kauf in welchem die SNB nicht unbedingt als «Währungsnehmen. Gegen den derzeitigen Private-Equity-Hype manipulator» gebrandmarkt werden will. helfen zudem Ohrenstöpsel und Scheuklappen.

In den Markt für Staatsanleihen ist in den letzten Wochen Bewegung gekommen. Dies insbesondere am kurzen Ende der Zinskurve, welcher besonders sensibel auf die Geldpolitik der Notenbanken reagiert. Nachdem der Gouverneur der Bank of England im Oktober angesichts hoher Inflationsraten baldigen Handlungsbedarf signalisierte, sind die 2-jährigen Renditen im Vereinigten Königreich deutlich angezogen. Der Finanzmarkt preist damit gleich mehrere Zinsschritte innerhalb der nächsten Monate ein und sieht die BoE als «first mover» unter den wichtigen Notenbanken. Allerdings lässt sich aus den Markterwartungen auch ablesen, dass es nach einer Reihe von Zinserhöhungen in den kommenden zwei Jahren anschliessend wieder zu Zinssenkungen kommen könnte (weil die Wirtschaft dann bereits wieder schwächelt). Dies wäre ein klassischer geldpolitischer Fehler wie ihn beispielsweise die Europäische Zentralbank im Jahr 2011 zuletzt begangen hat.

Chart unter der Lupe Begeht die BoE einen geldpolitischen Fehler? | Märkte preisen überstürzte Zinserhöhungen ein Rendite 2-jähriger Staatsanleihen

Quellen: Bloomberg, Kaiser Partner Privatbank

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Thema im Fokus Wie lange bis zur Parität?

Konstante Inflationsdifferenzen… …machen den Franken stark Die anhaltend hohen Inflationszahlen bewegen weiter- Das Paradebeispiel für ein typisches «Land A» ist die hin die Gemüter. Nicht nur jene der Finanzanalysten, Schweiz. Seit Jahrzehnten ist die Inflation dort meist sondern auch die der Konsumenten. Dass es sich beim tiefer als jene der wichtigsten Handelspartner. Gegenderzeitigen Teuerungsschub nur um ein temporäres über dem Euroraum ist die Inflations-Schere seit 2009 Phänomen handelt, glauben immer weniger Experten beispielsweise um 17% (gemessen an den Konsumen– das Lager der «Transitionistas» schrumpft zusehends. tenpreisen) beziehungsweise 25% (Produzentenpreise) Selbst bei einigen Notenbankern dürften die Nerven auseinandergegangen. An dieser «Gesetzmässigkeit» hat angesichts der Persistenz der hohen (und immer breiter sich auch während des perfekten «Inflationssturms» dieabgestützten) Teuerung, wenn nicht blank liegen, dann ses Jahres nichts geändert. Und auch der Blick in die Krisdoch zumindest arg strapaziert sein. Dass auch die No- tallkugel verheisst nichts anderes. So prognostiziert die tenbanken die Mechanismen der Inflation und deren Schweizerische Nationalbank (SNB) selbst für 2023 eine Vorhersagbarkeit noch nicht wirklich durchschaut haben, Teuerung von «nur» 0.6%. EZB und Fed sehen ihrerseits ist schliesslich ein offenes Geheimnis. Auch für die Wäh- in den nächsten zwei Jahren eine «1» oder eine «2» vor rungsmärkte haben die Inflationsdaten indes Relevanz, dem Komma. Die seitens der SNB zuletzt im September insbesondere die Inflationsdifferenzen. Ist beispielswei- wiederholte Aussage, der Schweizer Franken sei weiterse die Inflation in Land A über einen längeren Zeitraum hin «hoch bewertet», passt je länger, je weniger ins (Inflahinweg tiefer als in Land B, dann sinkt – ceterus paribus tions-)Bild. Jedenfalls dann, wenn man auf die Relationen – der reale Wechselkurs von Währung A. Das heisst Wäh- gegenüber Euro und US-Dollar schaut. Basierend auf den rung A kann in Land B weniger kaufen als zuvor – ihre von Bloomberg berechneten Kaufkraftparitäts-Indizes ist Kaufkraft sinkt. Da der reale Aussenwert einer Währung der Franken in diesen Fällen – zumindest auf Basis der (unter vereinfachten Annahmen) langfristig um einen Produzentenpreise – inzwischen leicht unterbewertet. gewissen Gleichgewichtswert schwanken sollte, braucht es ein Ausgleichsventil, um grössere Abweichungen zu Wann senkt die SNB ihre Interventionsschwelle? korrigieren. Dieses Korrektiv ist der nominale Wechsel- Fairerweise – und um nicht dem «confirmation bias» kurs, welcher im Fall von Land A langfristig aufwerten zu unterliegen – muss man ergänzen, dass die Bloommuss, um die Kaufkraft von Währung A zu erhalten. berg-Analyse auf Basis von Konsumentenpreisen die Aussage der SNB unterstützt und den Franken vis-à-vis Euro etwas über seinem «fairen Wert» sieht. NichtsdesHoch bewertet?| Zumindest nicht auf Basis der Produzentenpreise totrotz: Dieser faire Wert (für den EUR/CHF-Kurs) sinkt Euro vs. Schweizer Franken und Kaufkraftparität (auf Basis PPI) aufgrund der Inflationsdifferenz zusehends – und dies gilt in den letzten 12 Monaten auch für die Wechselkursindizes der SNB. Zudem gibt es auch anekdotische Evidenz – die Beschwerden aus der Schweizer Industrie über einen zu starken Franken sind jedenfalls mehr oder weniger verstummt. Die Frage, wie lange die Nationalbank ihre Deviseninterventionen noch fortsetzen will, ist daher berechtigt. Unsere Erwartung ist diesbezüglich die folgende: Solange die «Kurspflege» günstig zu haben ist 2001 2005 2009 2013 2017 2021 und «nur» einige Milliarden Franken erfordert (wie zu«fairer Wert» EUR/CHF letzt im August), überwiegen die Vorteile der Interventionen mögliche Nachteile. Die Chance-Risiko-Betrachtung gerät allerdings dann in Schieflage, wenn irgendwann deutlich mehr Mittel nötig wären Längerfristig könnte (und sollte) die SNB ihre (EUR/CHF)-«Schmerzgrenze» angesichts der auch in Zukunft erwarteten Inflationsdif2001 2005 2009 2013 2017 2021 ferenzen indes langsam absenken. Denn das stetige AnÜber-/Unterbewertung wachsen der Risiken auf der Notenbankbilanz lässt sich Quellen: Bloomberg, Kaiser Partner Privatbank je länger, je weniger rechtfertigen. Die Schweizerische Nationalbank (SNB) bleibt ihrem Mantra treu und bezeichnet den Franken als weiterhin «hoch bewertet». Wie so Vieles ist aber auch die Währungsbewertung eine Frage der Perspektive (beziehungsweise des verwendeten Modells). Zumindest auf Basis der Kaufkraftparität ist die Schweizer Währung (gegenüber dem Euro) jedenfalls fast schon günstig.

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Drawdown: Rund ums Private Banking Warum Verluste so «teuer» sind

Wer als Anleger selbständig an der Börse agiert, hat es wahrlich nicht einfach. Die Verfügbarkeit von Daten, Analysen und Nachrichten hat in den letzten Jahren massiv zugenommen, so dass man sich einer wahren Informationsflut gegenübersieht. Neben diesem relativ jungen Phänomen gibt es zudem ein weiteres Hindernis, das dem Anlageerfolg regelmässig im Weg steht: die menschliche Psyche. «Buy low, sell high», also tief kaufen und später zu höheren Kursen verkaufen, – das möchte jeder gern. Diese antizyklische Handlungsweise widerspricht aber meist unserem Instinkt. Lieber möchten wir auf eine Bestätigung – in Form höherer Kurse – warten und dann zugreifen. Beim Verkaufen wiederum ist das Timing (insbesondere bei weniger erfahrenen Anlegern) oft ebenfalls schlecht und geschieht im schlimmsten Fall in Panik und nahe dem Tiefpunkt. Aus dem guten Vorsatz wird daher leider viel zu häufig ein «buy high, sell low». Die Tücken der Anlegerpsychologie sind also nicht zu unterschätzen. Die alte Börsenwahrheit «Cut your losses and let your winners run.» gehört in diesem Zusammenhang zwar zu den klügsten ihrer Art, ist aber auch viel einfacher gesagt als getan. Denn Verluste zu begrenzen und Gewinne laufen zu lassen ist – einmal mehr – nicht das, was unser Instinkt uns sagt. Vielmehr unterliegen wir dem sogenannten Dispositionseffekt und realisieren unsere Gewinne (zu) früh, während wir die Verluste laufen lassen. Das Einbuchen von Gewinnen stärkt nämlich nicht nur unser Selbstbewusstsein und gibt uns das Recht auf Prahlerei, sondern ist auch final und beendet das Risiko des Investments. Das Festhalten an Verlustpositionen erhält andererseits die (oft vergebliche) Hoffnung auf eine Kurserholung und vermeidet es zudem sich einen möglichen (Anlage-)Fehler einzugestehen. Viel lieber legen sich (Privat-)Anleger daher einen regelrechten Friedhof mit «Depotleichen» an. Warum es aber gerade wichtig ist sich den typischen menschlichen Tendenzen zu entziehen und Verluste diszipliniert zu begrenzen, sagt uns eine andere, weniger bekannte, Börsenweisheit, welche der 1999 verstorbene André Kostolany einst prägte: «Gewinnen kann man, verlieren kann man, aber zurückgewinnen: unmöglich». In dem etwas sperrigen Sprichwort steckt eine wichtige (und leider nicht ganz intuitive) mathematische Wahrheit: je höher der Verlust, umso (überproportional) grösser muss der anschliessende Gewinn

sein um wieder zum Einstandsniveau zurückzukehren. Fällt eine Aktie beispielsweise von 100 USD auf 50 USD (-50%), dann führt ein anschliessender Anstieg um 50% nur auf 75 USD. Für eine Rückkehr auf 100 USD ist aber eine Verdopplung (+100%) nötig. Fällt eine Aktie um 80% so sind anschliessend bereits 400%(!) Kursgewinn, um wieder zur schwarzen Null zurückzukehren. Wer seine Verluste konsequent limitiert, stellt damit eine wichtige Weiche für den langfristigen Anlageerfolg. (In unseren Vermögensverwaltungsmandaten betreiben wir daher ein aktives Risiko- und Positionsmanagement.) Zwar benötigt jedes Investment genügend «Luft zum Atmen». Dennoch macht es Sinn einen maximalen erlaubten Verlust für jede Portfolioposition zu definieren und diesen mit einem StoppLoss konsequent abzusichern. Katastrophale Verluste, die sich aufgrund der verflixten Finanzmathematik auch mit viel Sitzfleisch kaum jemals wieder aufholen lassen, sollten damit weitgehend vermieden werden können. Für Anleger, die ihr Depot selbst verwalten, eignet sich die Weihnachtszeit nicht nur um sich eine Verlustbegrenzungsstrategie für 2022 zurechtzulegen, sondern auch um die Spreu vom Weizen zu trennen. Falls bei dieser «Inventur» Titel zum Vorschein kommen, bei denen das sprichwörtliche Kind bereits in den Brunnen gefallen ist (das heisst der Buchverlust mehr als 25-30% beträgt), so sollte indes nicht automatisch die Reissleine gezogen werden. Vielmehr sollten sich Anleger in diesem Fall die Frage stellen, ob sie in das jeweilige Unternehmen mit den heute verfügbaren Informationen und zum heutigen Kurs wieder investieren würden.

Das menschliche Gehirn ist nicht für das Agieren und Taktieren auf den Finanzmärkten geschaffen. Die Psychologie spielt dem Anleger immer mal wieder einen Streich und auch die (Finanz-)Mathematik hat so ihre Tücken.

Verflixte Mathematik | Anleger mit Taschenrechner sind klar im Vorteil Szenarioanalyse: Verluste und nötige Gewinne zum Einstandspreis

Verlust

nötiger Gewinn

-10%

11%

-20%

25%

-30%

43%

-40%

67%

-50%

100%

-60%

150%

-70%

233%

-80%

400%

-90%

900%

Quelle: Kaiser Partner Privatbank Kaiser Partner Privatbank AG | Monthly Market Monitor - November 2021

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Die letzte Seite

Anlageklassen und Agenda

Performance per 31. Oktober 2021 Anlageklassen

seit Jahresbeginn

1 Monat

1 Jahr

3 Jahre

Liquidität CHF

-0.1%

-0.7%

-2.0%

EUR

0.0%

-0.5%

-1.3%

USD

0.0%

0.2%

3.7%

-0.3%

-2.4%

8.8%

0.1%

1.7%

21.0% 10.0%

Festverzinsliche Anlagen Staatsanleihen Unternehmensanleihen Mikrofinanz

0.5%

3.4%

Inflationsbasierte Anleihen

1.9%

6.0%

24.6%

-0.3%

9.1%

20.8%

Hochzinsanleihen Schwellenländeranleihen

0.0%

4.2%

21.6%

Versicherungsbasierte Anl.

0.2%

4.9%

13.2%

Wandelanleihen Aktien

2.6%

26.2%

68.5%

Global

5.5%

40.4%

63.2%

Schweiz

4.1%

28.4%

42.9%

Europa

4.1%

43.7%

39.5%

Grossbritannien

2.3%

35.6%

11.5%

USA

6.9%

42.7%

80.0%

Schwellenländer

0.9%

14.6%

32.3%

Alternative Anlagen Rohstoffe

2.6%

43.9%

24.2%

Gold

1.5%

-5.1%

46.8%

Immobilien Schweiz

-3.7%

13.1%

35.1%

Hedgefonds

0.9%

10.1%

18.2%

Währungen EUR/USD

-0.2%

-0.8%

2.2%

EUR/CHF

-1.9%

-0.9%

-7.2%

GBP/USD

1.5%

5.7%

7.2%

Auf unserer Agenda 17. November: Welttag der Philosophie Wer sich als Anleger in der schnelllebigen und informationsüberfluteten Welt der Finanzmärkte bewegt, sollte sich ab und zu eine «Auszeit» gönnen. Ein guter Anlass dafür ist der «World Philosophy Day», der zur kollektiven Übung im freien, begründeten und informierten Denken über die Herausforderungen unserer Zeit auffordert. 26. und 29. November: Black Friday und Cyber Monday Wie steht es um die Kauflaune der Verbraucher? Eine Antwort gibt es Ende des Monats. Denn am Tag nach Thanksgiving wird in den USA (und inzwischen auch in Europa) mit dem Black Friday traditionell die Weihnachtsshopping-Saison eingeläutet. Gleich nach dem Wochenende folgt der Cyber Monday. 1. Dezember: Unser Adventskalender Weihnachtszeit = Adventskalenderzeit. Im Dezember öffnen wir auf unserer Webseite bis Heiligabend Tag für Tag ein Türchen. Wir blicken hinter die Kulissen der Kaiser Partner Privatbank, präsentieren den Finanzmarktausblick 2022 und Vieles mehr… Lassen Sie sich überraschen!

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Dieses Dokument stellt keine Finanzanalyse oder Werbung dar, sondern dient lediglich zu Informationszwecken. Die darin enthaltenen Informationen begründen kein Angebot oder eine Empfehlung seitens der Kaiser Partner Privatbank AG zum Kauf oder Verkauf eines Finanzinstrumentes oder zu anderen Handlungen bezogen auf diese, und stellen auch keine Anlageberatung dar. Allfällige Hinweise auf die frühere Performance garantieren keine positiven Entwicklungen in der Zukunft. Kaiser Partner Privatbank AG haftet weder dafür, dass die enthaltenen Informationen vollständig, richtig und aktuell sind, noch für allfällige Verluste oder Schäden, die durch den Gebrauch dieser Informationen verursacht werden. Der gesamte Inhalt dieses Dokumentes ist immaterialgüterrechtlich, insbesondere urheberrechtlich, geschützt. Die vollständige oder teilweise Verwendung, unabhängig ihrer Art und Mittel, für öffentliche oder kommerzielle Zwecke, ist ohne vorgängige schriftliche Zustimmung seitens Kaiser Partner Privatbank AG untersagt. 14

Monthly Market Monitor - November 2021 | Kaiser Partner Privatbank AG

Herausgeberin: Kaiser Partner Privatbank AG Herrengasse 23, Postfach 725 FL-9490 Vaduz, Liechtenstein HR-Nr. FL-0001.018.213-7 T: +423 237 80 00, F: +423 237 80 01 E: bank@kaiserpartner.com Redaktion: Oliver Hackel, Senior Investment Strategist Roman Pfranger, Head Private Banking & Investment Solutions Cornelia Kopf, Marketing Specialist, 21iLAB Design & Druck:

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