Monthly Market Monitor
Juni 2021
Inhalt
Auf einen Blick
Konjunktur-Radar Am Puls der Wirtschaft
Unsere Sicht auf die Märkte
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Bergsicht
06
Die geopolitische HeatMap
Anlagestrategie
07
Notizen vom Investment-Komitee
08
Thema im Fokus Mehr Transparenz mit unserem Nachhaltigkeits-Reporting
ESG: Rund ums Thema Nachhaltigkeit Die Tücken von ESG-Ratings
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Anlageklassen und Agenda
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Auf einen Blick
Unsere Sicht auf die Märkte
OECD erhöht globale Wachstumsprognose In den USA und in Europa boomt die Konjunktur. Dank der zwei Wachstumslokomotiven hat die OECD ihre Wachstumsprognose für die Weltwirtschaft Ende Mai auf 5.8% (5.6%) erhöht. In weiten Teilen der restlichen Welt sieht es jedoch weniger positiv aus. Die Pandemie droht die Kluft zwischen Industrie- und Schwellenländern noch grösser werden zu lassen. Umfeld für Aktien bleibt konstruktiv Die Aktienmärkte tendierten in den letzten Wochen seitwärts. Nachdem der aktuell zu beobachtende Gewinn- und Konjunkturboom in den letzten 12 Monaten eingepreist wurde, muss die bevorstehende – und unvermeidliche – relative Abschwächung nun erst einmal verdaut werden. Der mittelfristige Ausblick bleibt indes konstruktiv, denn überdurchschnittliche Wachstumsraten und die weiterhin expansive Geldpolitik der Notenbanken sind für Aktien eine ideale Kombination.
rungswechsel im Weissen Haus klar beantworten – ersteres ist der Fall. Der «Kalte Krieg» zwischen den Riesenmächten ist und bleibt das grösste Risiko auf unserer geopolitischen Heatmap. Wir schaffen nachhaltig Überblick Für immer mehr Investoren soll das Anlageportfolio nicht mehr nur eine gute risikoadjustierte Rendite abwerfen, sondern auch umweltbezogene, soziale sowie Aspekte der Unternehmensführung (ESG) berücksichtigen. Unser umfassendes Nachhaltigkeits-Reporting gibt interessierten Kunden das entsprechende Instrument in die Hand, um Status und Fortschritt ihres Portfolios in Bezug auf die Förderung einer nachhaltigen Entwicklung von Umwelt und Gesellschaft zu verfolgen.
Die Tücken von ESG-Ratings Nachhaltigkeits-Ratings sind gut geeignet, um beim Zusammenstellen eines nachhaltigen Portfolios die Biden ist ein China-Falke Spreu vom Weizen zu trennen. Kleine Unternehmen, Geheimdienstliche Untersuchungen zu den Ursprün- die kein ESG-Rating haben, fallen in diesem Prozess algen von COVID-19 und Wettbewerb statt Dialog… lerdings häufig durchs Raster. Daher weisen ESG-PortDie Frage, ob die Biden-Regierung gegenüber China folios häufig einen Large-Cap-Bias auf. Für Anleger, die falkenhaft («hawkish») oder taubenartig («dovish») sich dieser Tatsache bewusst sind, ergeben sich darauftreten wird, lässt sich fünf Monate nach dem Füh- aus (Anlage-)Chancen.
Grafik des Monats Erwartbare Normalisierung | Höhere Inflationsraten sollten (vorerst) nicht überbewertet werden US-Konsumentenpreisindex
Quellen: Bloomberg, Kaiser Partner Privatbank
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Monthly Market Monitor - Juni 2021 | Kaiser Partner Privatbank AG
Die (US-)Inflationszahlen haben zuletzt für zahlreiche Schlagzeilen gesorgt. So stieg die Teuerung in den USA im April gegenüber dem Vorjahresmonat um 4.2% und auch für Mai werden hohe Zahlen erwartet. An Warnungen vor einer Phase nachhaltig höherer Preissteigerungen mangelte es in jüngster Zeit daher nicht, ebenso wie an Relativierungen. Fakt ist, dass rund die Hälfte des derzeitigen Teuerungsanstiegs auf das Konto von Gebrauchtwagen, Flugtickets, Hotelübernachtungen und ähnlichen vom «Corona-Effekt» betroffenen Gütern geht. Also genau jenen Bestandteilen des Warenkorbs, welche die Inflation vor einem Jahr nach unten drückten. Was wir derzeit beobachten ist daher zunächst einmal Anschauungsmaterial für den vielfach zitierten «Basiseffekt». Ob tatsächlich das Inflations-Schreckgespenst droht, bleibt zu beobachten und kann per heute (noch) nicht final beantwortet werden.
Kaiser Partner Privatbank AG | Monthly Market Monitor - Juni 2021
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Konjunktur-Radar Am Puls der Wirtschaft
Während sich die Industrieländer auf dem wirtschaftlichen Erholungspfad befinden, sehen die kurz- und mittelfristigen Perspektiven für viele Schwellenländer weitaus schlechter aus. Die Pandemie droht die Kluft zwischen Arm und Reich noch grösser werden zu lassen.
Europa holt (wie erwartet) auf Die Konjunktur Europas dürfte in den kommenden Wochen aus allen Rohren feuern – dies lassen zumindest die Datenpunkte der letzten Wochen erwarten. Sowohl die Umfragen der EU-Kommission, die nationalen Geschäftsumfragen als auch die Einkaufsmanagerindizes fielen besser aus als erwartet. Bereits Ende des Jahres könnte sich die Wirtschaftsleistung des Euroraums nun wieder auf Vor-Corona-Niveau befinden. In den USA gab es zuletzt hingegen vereinzelt auch «negative» Überraschungen. Dies allerdings nur, weil sich die Erwartungen der Analysten dem hohen Tempo der US-Wirtschaft inzwischen angepasst haben. OECD erhöht globale Wachstumsprognose 5.8% anstatt 5.6% – so lautet die revidierte Prognose der OECD für die Weltwirtschaft. Die Organisation weist jedoch auch darauf hin, dass der laufende Aufschwung ungewöhnlich divers ist. Während die Industrieländer dank erfolgreicher Impfkampagnen dieses Jahr überdurchschnittlich stark wachsen werden, sieht die Situation in vielen Schwellenländern aufgrund mangelnden Impfstoffs und neuer Pandemie-Wellen deutlich schlechter aus. Um ein weiteres Auseinanderdriften von Arm und Reich aufzuhalten, ruft die OECD zu stärkeren internationalen Anstrengungen auf. Chinas Kreditimpuls verliert Dynamik Die chinesischen Einkaufsmanagerindizes (PMIs) für den Monat Mai fielen insgesamt durchwachsen aus. Während der offizielle Industrie-PMI um 0.1 Punkte auf 51.0 fiel, konnte der Caixin Industrie-PMI um 0.1 Punkte auf 52.0 leicht zulegen. Ihren (temporären) Zenit haben allerdings
Mean-Reversion | US-Datenpunkte können nicht mehr (positiv) überraschen US Economic Surprise Index
beide Barometer bereits Ende letzten Jahres überschritten. Die chinesische Regierung drückt auf die Wachstumsbremse, was sich auch in einem Dynamikverlust beim Kreditimpuls widerspiegelt. Dieser hat globale Relevanz und deutet an, dass sich das Wachstum in 6 bis 12 Monaten auch in der westlichen Welt wieder abschwächen wird. Tapering-Debatte gewinnt an Intensität In den Vereinigten Staaten haben verschiedene Teuerungsmasse jüngst nach oben ausgeschlagen. Dies betrifft nicht nur die «klassischen» Inflationszahlen wie den von der Fed bevorzugten Index zu den persönlichen Konsumausgaben der Amerikaner, sondern auch die Inflationserwartungen der Konsumenten. Gemäss Umfrage der University of Michigan stieg deren Teuerungserwartung auf Sicht von einem Jahr im April auf ein 13-Jahreshoch. Nach und nach äussern nun immer mehr Vertreter der US-Notenbank, dass die Wertpapierkäufe reduziert werden müssen. Konsensschätzungen Wachstum & Inflation 2020
2021
2022
BIP-Wachstum (in %) Schweiz
-3.2
3.3
2.8
Eurozone
-6.8
4.2
4.2
Grossbritannien
-9.9
6.1
5.5
USA
-3.5
6.5
4.0
2.3
8.5
5.5
Schweiz
-0.7
0.3
0.5
Eurozone
0.3
1.7
1.3
China Inflation (in %)
Grossbritannien
0.9
1.6
2.0
USA
1.3
3.0
2.3
China
2.5
1.5
2.3
3M
12M
Zinserwartungen Kaiser Partner Privatbank Letzter Leitzinsen (in %) Schweiz
-0.75
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Grossbritannien
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USA
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10-jährige Renditen (in %)
Quellen: Bloomberg, Kaiser Partner Privatbank 6
Monthly Market Monitor - Juni 2021 | Kaiser Partner Privatbank AG
Quellen: Bloomberg, Kaiser Partner Privatbank
Bergsicht
Die geopolitische HeatMap
USA vs. China US-Präsident Biden hat seine Geheimdienste Ende Mai angewiesen, die Ursprünge von COVID-19 in China nochmals intensiv unter die Lupe zu nehmen, da ihm die bisherige Erklärung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zu wenig fundiert ist. Derweil proklamierte sein diplomatischer Vertreter für den indo-pazifischen Raum, dass die Zeit des Dialogs mit China offiziell vorbei sei und durch ein neues Paradigma des Wettbewerbs ersetzt worden ist. Diese Beispiele zeigen: Die Frage, ob die Biden-Regierung gegenüber China falkenhaft («hawkish») oder taubenartig («dovish») auftreten wird, lässt sich fünf Monate nach dem Führungswechsel im Weissen Haus klar beantworten – ersteres ist der Fall. Der «Kalte Krieg» zwischen den Riesenmächten ist und bleibt das grösste geopolitische Risiko auf unserer Heatmap. Herausforderung Iran Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) hat mit dem Iran im Mai eine Übereinkunft zur weiteren Überwachung dessen Atomprogramms gefunden – allerdings nur befristet bis zum 24. Juni. Die Verhandlungen über die (vollständige) Rückkehr zum Atomabkommen von 2015 können damit weitergehen, doch
das Zeitfenster ist kurz. Je näher die Wahl eines neuen Präsidenten am 18. Juni rückt, desto mehr wächst der Druck einen Kompromiss zu finden. Falls der Iran seine Karten nicht überreizt, ist mit einer Einigung zu rechnen, denn insbesondere die USA wollen ihren Fokus möglichst bald weiter nach Asien verschieben. Eine grüne(re) deutsche Regierung In den Umfragen zur deutschen Bundestagswahl am 26. September verspüren die Grünen mit Werten oberhalb von 20% derzeit ordentlich Höhenluft. Die Wahrscheinlichkeit dafür, dass die grüne Partei in der nächsten Legislaturperiode mitregiert, liegt aus heutiger Sicht bei über 80%. Je nachdem in welcher Form die Grünen an der nächsten Regierung beteiligt sind, dürften Sie ihre Agenda mehr oder weniger durchsetzen können. Aussenpolitisch stehen sie für ein klareres und härteres Auftreten gegenüber Russland und China. In Bezug auf Europa würde sich der aktuelle Trend ausgabenfreudiger Fiskalpolitik unter grüner Regierungsbeteiligung fortsetzen. Dies dürfte den Euro tendenziell begünstigen. Darüber hinaus erwarten wir von den Wahlen in Deutschland keine nennenswerten Implikationen für die Finanzmärkte.
Geopolitische Entwicklungen machen vor den Finanzmärkten nicht Halt. Vielmehr sind sie in den letzten Jahren zu einer immer wichtigeren Einflussgrösse geworden. In der „Bergsicht“ werfen wir einen Blick auf die aktuell wichtigsten Brennpunkte.
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Anlagestrategie
Notizen vom Investment-Komitee
Der Basiseffekt spielt auch an den Aktienmärkten eine Rolle. Da die relativen Wachstumsraten bei den Unternehmensgewinnen und den Konjunkturindikatoren demnächst sinken werden, besteht ein weiterer Anlass für eine Kurskonsolidierung. Mittelfristig bleiben die Aussichten derweil konstruktiv.
Asset Allocation Monitor -
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Liquidität
Aktien
Festverzinsliche Anlagen
Global
Staatsanleihen
Schweiz
Unternehmensanleihen
Europa
Mikrofinanz
Grossbritannien
Inflationsbasierte A.
USA
Hochzinsanleihen
Schwellenländer
Schwellenländeranleihen
Alternative Anlagen
Versicherungsbasierte A.
Gold
Wandelanleihen
Immobilien
Laufzeiten
Hedgefonds
Währungen
Strukturierte Produkte
US-Dollar
Private Equity
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Schweizer Franken Euro Britisches Pfund
Scorecard Konjunktur
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Aktien: Basiseffekt hoch zwei • Der vielzitierte Basiseffekt spielt derzeit auch an den Geld- und Fiskalpolitik Unternehmensgewinne Aktienmärkten gleich mehrfach eine Rolle – nicht nur Bewertung bei der Inflation. Denn die Tatsache, dass die UnterTrend nehmensgewinne dies- und jenseits des Atlantiks im 05/2021 Anlegerstimmung zweiten Quartal gegenüber dem Vorjahr um rund die Hälfte angestiegen sind, ist ebenfalls auf die tieInflationszahlen (und das Risiko von Blasenbildunfe Vergleichsbasis zurückzuführen. Gleiches gilt für gen an den Finanzmärkten) durchaus zu erwartendiverse Konjunkturindikatoren, welche zuletzt sehr de Intensivierung der Tapering-Debatte innerhalb hohe Zuwachsraten aufwiesen beziehungsweise auf der Fed dürfte weiterhin nur für zwischenzeitlichen hohem Niveau notieren. Da der Tiefpunkt sowohl Schluckauf, nicht aber zu einem Abwürgen der Aktifür die Gewinne als auch die Konjunkturdynamik enhausse führen. nun (mehr oder weniger) genau ein Jahr zurückliegt • Auch für die Unternehmen selbst ist die Teuerung und der Basiseffekt langsam ausläuft, dürften weimomentan ein wichtiges Thema. So tauchte das tere Datenüberraschungen demnächst schwieriger Wort «Inflation» in den Telefonkonferenzen zu den werden. Während der Aktienmarkt den für 2021 erQ2-Zahlen regelmässig auf. Viele Unternehmenswarteten Gewinn- und Konjunkturboom im letzten lenker bekundeten sie mit der Absicht einen Teil der Jahr eingepreist hat, muss die bevorstehende relatiPreisanstiege bei den Inputkosten an ihre Kunden ve Abschwächung nun erst einmal verdaut werden. weiterzugeben und den negativen Effekt auf die GeDies erklärt die Seitwärtsbewegung der Kurse in den winnmargen dadurch zu begrenzen. Auch dies ist ein vergangenen Wochen und ist aus unserer Sicht eine Grund, warum wir Aktien selbst im Szenario leicht gesunde Entwicklung. höherer Inflationsraten als eine zu bevorzugende • Die zuvor etwas überhitzten Sentimentindikatoren Anlageklasse erachten. haben sich infolge der laufenden Konsolidierung bereits spürbar abgekühlt, was für weitere Kursavan- Anleihen: Renditen kurzfristig seitwärts, mittelfristig cen in den nächsten Monaten eine solide Grundlage aufwärts bildet. Diese wären auch durch die ideale Kombina- • Während sich die Renditen für 10-jährige US-Staatstion aus überdurchschnittlichen Wachstumraten anleihen in den vergangenen zwei Monaten – trotz und die nach wie vor sehr lockere Geldpolitik der zeitweiligem Medienhype angesichts gestiegener grossen Notenbanken gestützt. Die mit Blick auf die Inflationszahlen – letztlich nur seitwärts bewegten, 8
Monthly Market Monitor - Juni 2021 | Kaiser Partner Privatbank AG
kosten für das Halten einer Goldposition – gefallen. ging es mit den Langfristzinsen in Europa zwischenNicht zuletzt scheinen Investoren das bewährte zeitlich weiter nach oben. Die (nach der WirtschaftsRohstoffinvestment den notorisch volatilen Krypleistung) gewichtete europäische Staatsanleiherentowährungen wieder vorzuziehen. Aus unserer dite mit zehn Jahren Laufzeit stieg bis Mitte Mai bis Sicht ist Gold nach wie vor ein wichtiger strategiauf 30 Basispunkte. Egal ob Nord- oder Südeuropa sche Bestandteil eines gut diversifizierten Portfolios. – ebenso wie amerikanische Staatsanleihen waren europäische Zinspapiere in den letzten Monaten Ballast im Portfolio. Dies umso mehr als auch die Korre- Währungen: Starkes britisches Pfund lationen zwischen Aktien und Anleihen in letzter Zeit • EUR/USD: Der EUR/USD-Kurs hat in den letzten Wochen das obere Ende der seit Jahresbeginn bestedeutlich in den positiven Bereich gedreht haben und henden Handelsspanne anvisiert. Zuletzt waren im die Zinspapiere damit nicht mehr nur Performance Chartbild jedoch negative Momentum-Divergenzen kosteten, sondern zudem auch keine nützlichen Dizu beobachten, die eine Abschwächung des Aufwärtversifikationseigenschaften mehr zeigten. simpulses erwarten lassen. Die Seitwärtsbewegung • Der festverzinsliche Anlagebereich dürfte auch auf der letzten Monate könnte sich somit fortsetzen. Für Sicht der kommenden Monate eine Herausfordeeine neue Trendbewegung fehlen die Auslöser, denn rung darstellen. Zwar erwarten wir auf kürzere Sicht sowohl in puncto Wirtschaftsdynamik als auch bei bei den Anleiherenditen eine Konsolidierungstender Geldpolitik halten sich Pro und Contra für Euro denz und empfehlen in Bezug auf die Laufzeiten eine beziehungsweise US-Dollar derzeit die Waage. neutrale Duration. Längerfristig dürfte der Zinspfad angesichts überdurchschnittlichen Wirtschafts- • GBP/USD: Das britische Pfund war im Mai die stärkste G10-Währung. Es befindet sich momentan im wachstums und irgendwann unvermeidlicher Nor«Sweet-Spot»: Die Wachstumsdynamik ist noch hömalisierung der Geldpolitik tendenziell weiter nach her als in den meisten anderen Regionen und die oben zeigen. Letzteres deuten auch die Kommentare Finanzmarktteilnehmer haben ihre Erwartungen für der Notenbanken am anderen Ende der Weltkugel erste Zinserhöhungen der Bank of England relativ zu hin: Die Zentralbanker von Australien und NeuseeFed und EZB nach vorne gezogen. Hält die Dynamik land haben sich zuletzt optimistisch gezeigt und erste an, so dürfte sich das Februar-Hoch bei 1.42 USD nur Zinserhöhungen im nächsten Jahr in Aussicht gestellt. als temporäre Hürde erweisen. • EUR/CHF: Der Franken zeigte sich in den letzten zwei Alternative Anlagen: Gold im Aufwind Monaten gegenüber dem Euro erneut relativ stark. • Der Goldpreis konnte seit Anfang April um mehr als Vor allem die wiederholten taubenhaften Kommen10% zulegen. Im Zuge des jüngsten Aufschwungs tare diverser EZB-Vertreter, welche Erwartungen an konnte dabei auch der mittelfristige – seit August das Ende der ultralockeren Geldpolitik regelmässig letzten Jahres bestehende – Abwärtstrend überdämpfen, drückten auf den EUR/CHF-Kurs. Chartwunden werden. Doch nicht nur das charttechnische technisch kann die jüngste Entwicklung immer noch Bild für das gelbe Edelmetall ist derzeit «glänzend», als Konsolidierung im mittelfristigen Aufwärtstrend ebenso stimmen die fundamentalen Faktoren. Die interpretiert werden. Ein nächster Aufwärtsimpuls hohen Inflationszahlen der letzten Zeit rufen Gold für den Euro könnte folgen, wenn die EZB die posifür viele Anleger wieder in seiner Funktion als Teutiven Wachstumsaussichten demnächst sowohl forerungsschutz in Erinnerung. Zugleich sind zuletzt mal als auch verbal bekräftigt. auch die Realzinsen – und damit die Opportunitäts-
Historische Analogien sind unter Chartanalysten ein beliebtes Handwerkszeug. Zwar lassen sich aus Kursverläufen der Vergangenheit keine exakten Prognosen über die Zukunft machen. Manchmal ist es aber durchaus hilfreich aktuelle Entwicklungen in den historischen Kontext zu setzen, um Erwartungen für die nähere Zukunft zu bilden. Eine interessante Analogie zeigt sich derzeit beim Blick auf den amerikanischen S&P 500-Index: Der Aufschwung seit dem «Corona-Tief» im März letzten Jahres ist der dynamischste Bullenmarkt in der Historie des Index und übertrumpft selbst die starke Aktienhausse ab 1982 und die Kursavancen nach der Finanzkrise. Folgt man der Analogie, so wäre eine Konsolidierung inzwischen mehr als überfällig. Da in den letzten Wochen aber bereits eine ständige Sektorenrotation zu beobachten ist, scheint sich die Korrektur diesmal vor allem «unter der Oberfläche» abzuspielen.
Chart unter der Lupe Zeit für eine Verschnaufpause? | Historische Analogie lässt Konsolidierung erwarten Bullenmärkte im S&P 500-Index
Quellen: Bloomberg, Kaiser Partner Privatbank Kaiser Partner Privatbank AG | Monthly Market Monitor - Juni 2021
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Thema im Fokus
Mehr Transparenz mit unserem Nachhaltigkeits-Reporting
Wir schaffen nachhaltig Überblick gleichdoppelt für Transparenz: Wir bringen Ordnung in Nachhaltiges Anlegen erfreut sich weiterhin einer ra- das «grüne» Daten-Wirrwarr und geben interessierten sant steigenden Beliebtheit und Nachfrage. Für immer Kunden das entsprechende Instrument in die Hand, um mehr Investoren soll das Anlageportfolio neben einer Status und Fortschritt ihres Portfolios in Bezug auf die guten risikoadjustierten Rendite auch umweltbezoge- Förderung einer nachhaltigen Entwicklung von Umwelt ne, soziale sowie Aspekte der Unternehmensführung und Gesellschaft im Detail zu verfolgen. ImFolgenden (ESG) berücksichtigen. Die Bandbreite der Nachhal- beschreiben wir die wichtigsten Bestandteile unseres tigkeitsziele, die mit Anlagevermögen verfolgt werden Nachhaltigkeits-Reports: können, ist gross: von der Einhaltung internationaler Normen, über Konformität mit einem 2-Grad-Erwär- ESG-Rating-Verteilung und ESG-Scores: mungsszenario der Erde und über einen möglichst Nachhaltigkeitsratings widerspiegeln sowohl die Risikleinen CO2-Fussabdruckbis zur Unterstützung der ken als auch die Chancen, die sich für Unternehmen aus UN-Nachhaltigkeitsziele oder gar der Erreichung eines den ESG-Faktoren ergeben, sowie deren Umgang mit messbaren «Impacts». Um derlei (hohen) Ansprüchen ebendiesen. Unser Nachhaltigkeits-Report gliedert degerecht zu werden, ist eineregelmässige und vertiefte tailliert die ESG-Rating-Verteilung sowie die ESG-Scores Portfolioanalyse nach bestimmten Nachhaltigkeits- der im Anlageportfolio – in Form von Aktien, Anleihen kriterien nötig. Die Menge und Qualität der von den sowie indirekt über Aktien- oder Anleihefonds und-ETFs Unternehmen rapportierten Nachhaltigkeitsdaten ist – befindlichen Unternehmen auf. Die Aufgliederung der in den letzten Jahren gestiegen und dürfte zukünftig – Rating-Verteilung erfolgt dabei entlang des Ratingspeknicht zuletzt auf politischen Druck hin – weiter zuneh- trums von «AAA» (sehr gut) bis «CCC» (sehr schlecht). men. Gleichzeitiggibt es immer mehr Datenanbieter, Die aggregierten ESG-Scores werden wiederum in Bedie ESG-Informationen in verschiedener Formund nach zug auf die drei Aspekte Umwelt (E), Soziales (S) und unterschiedlichen Kriterien sammeln und aufbereiten, Unternehmensführung (G) dargestellt und zusätzlich so dass inzwischen ein regelrechter Datendschungel auf mehrere Unterkategorien heruntergebrochen. Im entstanden ist. Mit unserem neuentwickelten, umfas- Beispiel «Umwelt» sind dies die Kategorien Klimawansenden Nachhaltigkeits-Reporting sorgen wir daher del, Einsatz natürlicher Ressourcen, Abfallmanagement sowie Umweltchancen. Die ESG-Rating-Verteilung beziehungsweise ESG-Scores für das Kundenportfolio Wie nachhaltig ist mein Portfolio? |ESG-Ratings auf einen Blick werden im Nachhaltigkeits-Report stets den entspreESG-Rating-Verteilung und ESG-Scores (Portfolio vs. Benchmark) chenden Werten für die jeweilige Benchmark (in der Regel ein Aktien- oder Anleiheindex) entgegengestellt und positive/negative Abweichungen aufgezeigt. Das Reporting erlaubt es zudem die ESG-Ratings und -Scores bis auf Branchenebene aufzuschlüsseln und die bezüglich ihres ESG-Scores besten beziehungsweise schlechtesten Portfoliounternehmen einzusehen.
Für immer mehr Investoren soll das Anlageportfolio nicht mehr nur eine gute risikoadjustierte Rendite bieten, sondern beispielsweise auch einen möglichst kleinen CO2-Fussabdruck aufweisen und einen Beitrag zu den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen liefern. Mit einem neuentwickelten, umfassenden Nachhaltigkeits-Reporting können interessierte Kunden der Kaiser Partner Privatbank den Status und Fortschritt ihres Portfolios in Bezug auf die Förderung einer nachhaltigen Entwicklung von Umwelt und Gesellschaft jederzeit detailliert nachvollziehen.
Quelle: Kaiser Partner Privatbank 10
Monthly Market Monitor - Juni 2021 | Kaiser Partner Privatbank AG
Ökologischer Fussabdruck: Das sowohl für die Erdbevölkerung als auch für Unternehmen – und damit indirekt letztlich auch für Anleger – wohl relevanteste ESG-Risiko ist die Klimaerwärmung und deren Folgen. Der ökologische Fussabdruck eines Anlageportfolios (und der Anspruch diesen fortlaufend zu reduzieren) hat daher erhöhte Relevanz. Unser Nachhaltigkeits-Report weist die Höhe der CO2-Emissionen aus, die mit den im Anlageportfolio enthaltenen Unternehmensanteilen verbunden sind. Dies umfasst neben den direkten Emissionen (Scope 1) und den Emissionen aus bezogener Energie (Scope 2) auch die
weiteren indirekten Emissionen (Scope 3), welche im hoch die Ausrichtung («alignment») des gesamten AnProdukt- oder Dienstleistungszyklus eines Unterneh- lageportfolios auf jedes der 17 UN-Nachhaltigkeitsziele mens vor- oder nachgelagert entstehen. Zudem wer- ist. Auch hier wird wiederum der entsprechende Verden der relative CO2-Fussabdruck (wie viel Tonnen gleich mit der jeweiligen Benchmark ermöglicht. CO2 werden pro 1 Million CHF investiertem Vermögen emittiert?) und die Emissionsintensität (wie viel Tonnen Ihr Beitrag zu einer nachhaltigeren Gesellschaft CO2 werden pro 1 Million CHF Umsatz der im Portfolio Unser Nachhaltigkeits-Reporting kann für interessierte enthaltenen Unternehmen emittiert?) des Portfolios Kunden jederzeit auf Anfrage erstellt und/oder dem berechnet. Wie bei den ESG-Ratings und -Scores ist turnusmässigen Portfoliobericht als Ergänzung beiauch beim ökologischen Fussabdruck ein Vergleich der gelegt werden. Es gibt nicht nur einen umfassenden Portfolio-Werte mit den entsprechenden Werten für Überblick über den Status quo von ESG-Risiken und die jeweilige Benchmark möglich. Darüber hinaus zeigt -Chancen im Anlageportfolio, sondern ermöglicht es der Nachhaltigkeits-Report die Einzelpositionen und auch dieses nachhaltig weiterzuentwickeln. Wir unterBranchen mit dem grössten ökologischen Fussabdruck stützen Sie gern dabei persönliche Akzente zu setzen innerhalb des Portfolios auf und beleuchtet, welcher und mit Ihrem Anlagevermögen einen Beitrag zu einer Anteil des Portfolios in Unternehmen investiert ist, die nachhaltigeren Gesellschaft zu leisten. Umsätze mit fossilen Brennstoffen (Kohle, Öl, Gas) generieren und welche ihren ökologischen Fussabdruck Sie möchten mehr über unser Nachhaltigkeits-Repornur gering verbessern. ting erfahren? Wir freuen uns von Ihnen zu hören. Umstrittene Geschäftsfelder: Alkohol und Tabak, Glücksspiel, Gentechnik, Kernenergie oder Waffenproduktion – all diese Geschäftsfelder gelten als umstritten und sind insbesondere unter umweltbezogenen sowie sozialen Aspekten kritisch zu hinterfragen. Das Exposure zu diesen fragwürdigen Bereichen stellt im Anlegerportfolio eine potentielle Risikoquelle dar und muss deshalb explizit beobachtet werden. Unser Nachhaltigkeits-Report zeigt auf, welcher Prozentsatz des Portfoliomarktwerts ein Exposure gegenüber Unternehmen in umstrittenen Geschäftsfeldern, gegenüber Kontroversen sowie in Bezug auf Verstösse gegen globale Standards und Glaubensrichtlinien aufweist. Wirkungsmessung: Die 2015 von den Vereinten Nationen initiierten 17 Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals (SDGs)) haben sich innerhalb kürzester Zeit zu einem globalen Standard entwickelt, an denen sich eine wachsende Zahl von Nachhaltigkeitsstrategien ausrichten. Die SDGs, welche unter anderem Themen wie Ernährung, Therapien für Krankheiten und (nachhaltige) Wasserwirtschaft umfassen, lassen sich auch nutzen, um die Wirkung von Portfolioinvestitionen auf die Realwelt zu messen. In diesem Sinne ermöglicht es unser Nachhaltigkeits-Report den Beitrag eines Anlageportfolios zu einer «nachhaltigeren» Gesellschaft zu evaluieren. Dazu werden die von den Portfoliounternehmen mit Nachhaltigkeitsthemen (zum Beispiel alternative Energien, Energieeffizienz, Verschmutzungsprävention, Bildung oder Hygiene) generierten Umsätze in aggregierter Form aufbereitet. Dies erlaubt es schliesslich eine konkrete Aussage darüber zu treffen wie viel (SDG-) zielorientierte realwirtschaftliche Aktivität mit einem bestimmten Portfoliovolumen (beispielsweise 1 Million CHF) verbunden ist. Ausserdem gibt der Report eine qualitative Einschätzung darüber ab, inwiefern die im Portfolio enthaltenen Unternehmen auf operationeller sowie auf Produkteben zu den SDGs beitragen und wie
Entdecken Sie einen unserer ESG-Kurzberichte:
Wie gross ist mein ökologischer Fussabdruck? | Emissionen auf einen Blick CO2-Bericht
Was ist mein Beitrag zu den UN-Nachhaltigkeitszielen? | Nachhaltigkeitsthemen auf einen Blick Wirkungsmessung
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Quelle: Kaiser Partner Privatbank Kaiser Partner Privatbank AG | Monthly Market Monitor - Juni 2021
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ESG: Rund ums Thema Nachhaltigkeit Die Tücken von ESG-Ratings
ESG-Rating ≠ Kredit-Rating Portfolio entworfen wurde, beobachtet über einem „Die guten ins Töpfchen, die schlechten ins Kröpfchen“ Zeitraum von acht Jahren immerhin eine Performan– ESG-Ratings haben einen unbestrittenen (Mehr-) cediskrepanz von 10% beziehungsweise 24%. Die Wert. Insbesondere, weil sie es ermöglichen unter po- Wahl des Rating-Anbieters kann also darüber entscheitentiellen Investitionskandidaten – egal ob die Anlage den, wie gross oder klein der Erfolg von dezidierten letztlich in Form von Aktien oder Anleihen erfolgt – die Nachhaltigkeits-Strategien ist. Dies gilt neben dem Spreu vom Weizen zu trennen und ESG-Risiken somit «Best-in-class»-Ansatz auch für andere Spielarten wie möglichst zu vermeiden. Allerdings haben Nachhaltig- ESG-Momentum-Strategien, welche diejenigen Titel keits-Ratings auch (noch) ihre Schattenseiten. Da die höher gewichten, die ihr ESG-Rating (fortlaufend) verESG-Berichterstattung der Unternehmen kaum stan- bessern. Da es bei den ESG-Ratings kein reines «weiss» dardisiert ist und sich auf dem Markt zugleich eine oder «schwarz», sondern durchaus viel «grau» gibt, ist Vielzahl von Anbietern tummelt, die den ESG-Themen es für nachhaltig anlegende Investoren umso wichtiwiederum eine unterschiedliche Relevanz zuordnen ger sowohl den Dialog mit den Unternehmen als auch und diese verschiedenartig messen, gibt es insbeson- einen intensiven Austausch mit den Rating-Agenturen dere in der oberen Hälfte des Rating-Spektrums eine zu führen. Genau hier kann die Zusammenarbeit mit grosse Streuung. So kann die Beurteilung eines Unter- Nachhaltigkeits-Experten wie der Kaiser Partner Privatnehmens je nach Rating-Anbieter mitunter deutlich bank einen Mehrwert bieten. variieren. Dies lässt sich auch in Zahlen ausdrücken. Entsprechende Studien kommen bei der Analyse der …und Large-Cap-Bias Ratings verschiedener Anbieter auf eine Korrelation Doch es gibt noch ein anderes «Problem» mit den von nur 0.4 bis 0.6 und zeigen damit einen nur tiefen ESG-Ratings. Da sie von Investoren häufig als Filter Zusammenhang. Bei den klassischen Kredit-Ratings verwendet werden, fallen jene Unternehmen ohne der grossen Agenturen S&P, Moody’s und Fitch liegt ein Rating häufig gänzlich durchs Raster. Dies sind in die Korrelation demgegenüber bei weit über 0.9 (90%). der Regel kleinkapitalisierte Firmen, für die die Rating-Anbieter eine geringere Nachfrage sehen und Signifikante Performanceunterschiede… die sie daher nicht analysieren. Nachhaltig anlegende Anlagestrategien, welche auf die nachhaltigsten Un- Investoren haben in ihren Portfolios in der Folge tenternehmen mit den höchsten ESG-Ratings setzen denziell ein Übergewicht an Grossunternehmen – ei(«Best-in-class»), können daher in der Wahl deutlich nen «Large-Cap-Bias». Dabei werden die Large-Caps unterschiedlicher Aktienkörbe – und somit letztlich von ESG-Analysten nicht nur besser abgedeckt. Sie auch in verschiedenen Anlageergebnissen – resultie- erhalten im Schnitt auch ein besseres Rating, weil sie ren. Eine Analyse von Research Affiliates, in der auf mehr finanzielle und personelle Ressourcen in ihre Basis der 50% besten ESG-Ratings von zwei grossen ESG-Berichterstattung stecken können. Kleinere UnRating-Anbietern jeweils ein US- und ein europäisches ternehmen können sich mangels Kapazitäten hingegen oft nicht im besten Licht darstellen. Dieser Umstand Je grösser, desto nachhaltiger? | ESG-Ratings weisen einen Large-Cap-Bias auf trägt zur häufig beobachtbaren «Grössen-Verzerrung» Rating-Verteilung verschiedener Anbieter in Nachhaltigkeits-Portfolios zusätzlich bei. Für Anleger, die sich dessen bewusst sind, ergeben sich aller% 100 dings auch Chancen. Denn oft sind es die kleineren Unternehmen, welche ESG-Risiken besser managen. 80 Sie denken häufig langfristig(er) und verfügen über 60 nachhaltigere Geschäftspraktiken. Dies gilt vor allem 40 für Unternehmen in Familienbesitz. Anleger, die eine 20 Extra-Meile gehen und solche Firmen schon heute 0 berücksichtigen (können), dürften davon profitieren, 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 ESG RATING ESG RATING ESG RATING dass die Small-Caps früher oder später auch auf dem Large Cap Small Cap ESG-Radar landen werden. Mehr Anlegernachfrage dürfte dann auch mit einer höheren Bewertung Hand Quellen: Michael j. LaBella et al. (2019), Kaiser Partner Privatbank in Hand gehen. ESG-Rating-Analysen haben neben einem unbestrittenen Informationsgehalt mitunter auch ihre Tücken. Da der Bereich wenig standardisiert ist, können die Beurteilungen zur Nachhaltigkeit eines Unternehmens je nach Rating-Anbieter deutlich voneinander abweichen. Zudem werden kleinere Unternehmen tendenziell benachteiligt. Letzteres bietet wiederum auch (Anlage-)Chancen.
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Monthly Market Monitor - Juni 2021 | Kaiser Partner Privatbank AG
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Anlageklassen und Agenda
Performance per 31. Mai 2021 Anlageklassen
seit Jahresbeginn
1 Monat
1 Jahr
3 Jahre
Liquidität CHF
-0.1%
-0.7%
-2.0%
EUR
0.0%
-0.5%
-1.2%
USD
0.0%
0.2%
4.6%
Staatsanleihen
0.1%
-1.9%
8.1%
Unternehmensanleihen
1.0%
7.6%
19.6%
Festverzinsliche Anlagen
Mikrofinanz
0.4%
3.0%
10.6%
Inflationsbasierte Anleihen
1.7%
4.1%
18.9%
Hochzinsanleihen
0.2%
12.3%
20.6%
Schwellenländeranleihen
1.2%
10.2%
19.8%
0.7%
6.3%
12.1%
-0.7%
43.6%
56.1%
Global
1.0%
36.9%
47.9%
Schweiz
3.5%
17.6%
42.8% 23.1%
Versicherungsbasierte Anl. Wandelanleihen Aktien
Europa
2.5%
35.1%
Grossbritannien
1.3%
18.7%
0.5%
USA
0.4%
41.2%
64.2%
Schwellenländer
2.1%
47.9%
22.8%
Alternative Anlagen Rohstoffe
2.7%
46.1%
2.3%
Gold
7.8%
10.2%
46.9%
-0.4%
14.0%
31.4%
0.3%
13.4%
12.4%
EUR/USD
1.7%
10.1%
4.6%
EUR/CHF
0.1%
3.0%
-4.7%
GBP/USD
2.8%
15.1%
6.9%
Immobilien Schweiz Hedgefonds Währungen
Auf unserer Agenda 11. Juni bis 11. Juli: Fussball-Europameisterschaft Eigentlich sollte die 16. Austragung des Wettbewerbs bereits 2020 stattfinden – doch „Corona“ machte einen Strich durch die Rechnung. Mit entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen rollt der Ball diesen Sommer nun aber wieder – auch das ein Zeichen der „Normalisierung“. 20. Juni: Weltflüchtlingstag Pro Minute lassen 20 Menschen weltweit alles zurück um vor Krieg, Verfolgung oder Terror zu flüchten. Gerade in Zeiten der Pandemie, in denen jedes Land (oft) zuerst auf sich schaut, gerät das Schicksal von Flüchtlingen aus dem Blick. Umso wichtiger ist die Erinnerung durch den 21. „World Refugee Day“. 4. Juli: Unabhängigkeitstag USA Der amerikanische Nationalfeiertag dürfte dieses Jahr – dank erfolgreicher Impfkampagne und niedriger COVID19-Fahlzahlen – fast wie in „alten Zeiten“ mit landesweiten Picknicks und Hot-Dog-Wettessen begangen werden. An den Aktienbörsen wird der Feiertag dieses Jahr am Montag nachgeholt.
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