Monthly Market Monitor
August 2021
Inhalt
Auf einen Blick
Konjunktur-Radar Am Puls der Wirtschaft
Unsere Sicht auf die Märkte
04
06 Bergsicht Die geopolitische HeatMap
Anlagestrategie Notizen vom Investment-Komitee
07 08
Thema im Fokus Das Leid der Währungsprognosen
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ESG: Rund ums Thema Nachhaltigkeit
Die letzte Seite
Das «Greenium» bei grünen Anleihen
Anlageklassen und Agenda
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Kaiser Partner Privatbank AG | Monthly Market Monitor - August 2021
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Auf einen Blick
Unsere Sicht auf die Märkte
Impfkampagnen zeigen Erfolge Die Delta-Welle in den Hot-Spots der Virusvariante beginnt bereits wieder abzuebben. Dies zeigt, dass die Impfstoffe helfen und sich der Zusammenhang zwischen Fallzahlen und ernsthaften medizinischen Komplikationen zusehends abschwächt. Vor diesem Hintergrund dürfte die neueste Corona-Welle keinen grösseren Fussabdruck beim Wachstum hinterlassen. Dies dürfte in den westlichen Industrieländern in den nächsten Quartalen überdurchschnittlich hoch bleiben. Rückenwind für Private Equity Gut laufende Aktienmärkte und die starke Konjunkturerholung sorgen in der Private-Equity-Industrie für einen starken «Deal Flow» und (sehr) gute Performance. Angesichts hoher Renditezahlen sammeln Private-Equity-Fonds derzeit denn auch rekordverdächtig viele Anlegergelder ein. Der aktuelle Boom sollte zumindest die gelben Alarmleuchten aufblinken lassen – eine gewisse Abkühlung des Marktsegments ist in den kommenden Quartalen zu erwarten. Krieg im Cyberspace Der Cyberspace ist der einzige verbleibende Raum ohne Regeln, in dem Länder wie China und Russland
aber auch Iran und Nordkorea den westlichen Ländern ernsthaften Schaden zufügen können. Selbst US-Notenbankchef Powell bezeichnete einen digitalen Krieg in einem Interview zuletzt als ernsthaftes Risiko, grösser als das einer neuen Finanzkrise. Auch für Unternehmen – und damit für die Finanzmärkte – wird die Problematik zunehmend relevant. Die schwierige Kunst der Währungsprognosen Punktprognosen sind in der Finanzwelt beliebt – gerade auch bei Währungen. Die Trefferquote von Devisenanalysten ist jedoch in der Regel nicht sehr hoch. Nicht umsonst sichern wir Währungsrisiken in unseren Anlagestrategien zum grössten Teil ab. Das «Greenium» bei grünen Anleihen Grüne Anleihen erfreuen sich bei Investoren zunehmender Beliebtheit. Da die Nachfrage nach «Green Bonds» das Angebot übersteigt, zahlen sie dafür gern auch eine Prämie. Dies eröffnet Chancen für Anleger und Unternehmen zugleich: Anleger erhalten neben einem guten Gewissen eine bessere Rendite. Und für Unternehmen eröffnen sich günstigere Refinanzierungskonditionen.
Grafik des Monats Auf dem Höhepunkt | Von nun an geht es beim Wachstum abwärts Konsenswachstumsprognosen 2. Quartal 2021 bis 1. Quartal 2022
Quellen: Bloomberg, Kaiser Partner Privatbank
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Monthly Market Monitor - August 2021 | Kaiser Partner Privatbank AG
Genauso wie das zweite Quartal im Corona-Jahr 2020 den Tiefpunkt in der Wirtschaftsdynamik darstellte, ist es im laufenden Jahr der wachstumstechnische Höhepunkt. So betrug das Wachstum in der Eurozone zwischen April und Juni gegenüber dem Vorjahresquartal 13.7%. In den kommenden Quartalen dürften nun zwar wieder sukzessive kleinere Brötchen gebacken werden. Für einige Zeit wird das Wachstum dennoch sowohl In Europa als auch in den USA überdurchschnittlich hoch bleiben. Dieser positive Ausblick gilt allerdings nicht für den gesamten Globus. Da die Schwellenländer aufgrund häufig geringen Impffortschritts von den Coronavirus-Varianten und -Wellen deutlich stärker betroffen sind, hat der Internationale Währungsfonds (IWF) deren Wachstumsprognosen für 2021 zuletzt reduziert.
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Konjunktur-Radar Am Puls der Wirtschaft
Dank fortgeschrittener Impfkampagnen dürfte die Delta-Welle die Wachstumsaussichten in den westlichen Industrieländern nicht spürbar beeinträchtigen. Das Wirtschaftswachstum dürfte in den nächsten Quartalen relativ hoch bleiben. Die Notenbanken haben den Fuss vorerst dennoch weiter auf dem Gaspedal.
Impfungen helfen Ruder laufen lassen werde. Andererseits erklärte er, dass Die Delta-Welle scheint wieder abzuebben – zumindest sich die US-Wirtschaft einem tapering-würdigen Zustand in Europa. Während die Corona-Fallzahlen (und mit Ver- annähert, diesen aber noch nicht erreicht hat. Wir lesen zögerung auch die Anzahl der Hospitalisierungen) in den aus diesen Kommentaren eine erhöhte WahrscheinlichHot-Spots der Virusvariante (Grossbritannien und Nieder- keit für eine Reduktion der Anleihekäufe im vierten Quarlande) schnell fallen, stabilisiert sich die Lage zuletzt auch tal heraus, auch wenn mit Blick auf den heissgelaufenen in Spanien, Portugal und Irland. Die positive Botschaft US-Immobilienmarkt (siehe Grafik) aus unserer Sicht ein lautet somit: Die Impfstoffe helfen und der Zusammen- früheres Handeln opportun wäre. hang zwischen Fallzahlen und ernsthaften medizinischen Komplikationen schwächt sich zusehends ab. Vor diesem …die EZB noch lange nicht Hintergrund dürfte die neueste Corona-Welle keinen grö- Nachdem die Europäische Zentralbank im letzten Monat sseren Fussabdruck beim Wachstum hinterlassen. ihre neue geldpolitische Strategie vorgestellt hat, lassen sich nun auch für den Euroraum Tapering-Erwartungen Noch mehr Stimulierung (und Schulden) formulieren. Kurz gesagt: Die EZB dürfte der Fed langAuch wenn sich die Konjunktur in den westlichen Indus- fristig deutlich hinterherhinken. Mit dem neuen symmetrieländern – was die Wachstumsrate betrifft – momen- trischen 2%-Inflationsziel könnte bei entsprechenden tan nahe dem absoluten Höhepunkt befindet, bleiben Wachstums- und/oder Inflationszahlen in den nächsten die Aussichten für die nächsten Quartale überdurch- Jahren zwischenzeitlich gar eine Ausweitung der Wertpaschnittlich gut. Während in den USA ein gewichtiges pierkäufe zur Debatte stehen. Infrastrukturpaket in Aussicht steht, wird die fiskalische Stimulierung der Wirtschaft auch in Europa hoch bleiben. Konsensschätzungen Wachstum & Inflation 2020 2021 2022 So dürfte nach der politischen Sommerpause das erste BIP-Wachstum (in %) Geld aus dem europäischen Wiederaufbaufonds fliessen. Schweiz -3.2 3.5 2.8 Zudem zeichnet sich bereits jetzt ab, dass sich insbesonEurozone -6.8 4.6 4.3 dere die südeuropäischen Länder auch in den kommenGrossbritannien -9.9 6.8 5.5 den Jahren hohe Defizite erlauben wollen. USA -3.5 6.5 4.2 US-Notenbank denkt ans «Tapering»… Fed-Chef Jerome Powell vollführte auf dem Notenbanktreffen Ende Juli einmal mehr einen rhetorischen Seiltanz. Er versuchte einerseits deutlich zu machen, dass man die Inflation (und die Inflationserwartungen) nicht aus dem
Guter Markt für Verkäufer | Keine Schnäppchen mehr zu haben Fannie Mae National Housing Survey
China
2.3
8.5
5.6
Inflation (in %) Schweiz
-0.7
0.4
0.5
Eurozone
0.3
1.9
1.4
Grossbritannien
0.9
1.8
2.1
USA
1.3
3.8
2.7
China
2.5
1.5
2.3
3M
12M
Zinserwartungen Kaiser Partner Privatbank Letzter Leitzinsen (in %) Schweiz
-0.75
→
↗
Eurozone
-0.50
→
↗
Grossbritannien
0.10
→
↗
USA
0.25
→
↗
China
2.95
→
→
Schweiz
-0.39
→
→
Eurozone
-0.48
→
→
Grossbritannien
0.53
→
→
USA
1.16
→
→
China
2.83
→
→
10-jährige Renditen (in %)
Quellen: Bloomberg, Kaiser Partner Privatbank 6
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Quellen: Bloomberg, Kaiser Partner Privatbank
Bergsicht
Die geopolitische HeatMap
USA vs. China Nach längerer (physischer) Funkstille zwischen den USA und China gab es Ende Juli in Tianjing (nahe Peking) wieder einmal ein Treffen zwischen ranghohen diplomatischen Vertretern beider Länder. Allerdings blieb dieses nahezu ergebnislos und manifestierte einzig den Status Quo einer sich immer weiter verfestigenden Rivalität. China möchte sich in seine innen- und aussenpolitischen (Stichwort: Südchinesisches Meer) Angelegenheiten nicht hineinreden lassen, während die Amerikaner das chinesische Gebaren (stellvertretend für einen grossen Teil der restlichen Welt) anprangern. Das einzig Positive am jüngsten Aufeinandertreffen ist das Fazit, dass man im Dialog bleiben möchte. Von einer Lockerung der US-Strafzölle ist vor diesem Hintergrund bis auf Weiteres nicht auszugehen.
Eine grüne(re) deutsche Regierung In den Umfragen zur deutschen Bundestagswahl am 26. September haben die Grünen zuletzt weiter an Zustimmung verloren. Die Wahrscheinlichkeit dafür, dass die grüne Partei in der nächsten Legislaturperiode mitregiert, ist unserer Meinung nach aber weiterhin sehr hoch. Je nachdem in welcher Form die Grünen an der nächsten Regierung beteiligt sind, dürften Sie ihre Agenda mehr oder weniger durchsetzen können. Aussenpolitisch stehen sie für ein klareres und härteres Auftreten gegenüber Russland und China. In Bezug auf Europa würde sich der aktuelle Trend ausgabenfreudiger Fiskalpolitik unter grüner Regierungsbeteiligung fortsetzen. Dies dürfte den Euro tendenziell begünstigen. Darüber hinaus erwarten wir von den Wahlen in Deutschland keine nennenswerten Implikationen für die Finanzmärkte.
Geopolitische Entwicklungen machen vor den Finanzmärkten nicht Halt. Vielmehr sind sie in den letzten Jahren zu einer immer wichtigeren Einflussgrösse geworden. In der “Bergsicht“ werfen wir einen Blick auf die aktuell wichtigsten Brennpunkte.
Krieg im Cyberspace Eng verbunden mit der Rivalität zwischen den beiden Grossmächten ist ein anderes Risiko, welches wir neu auf unsere Heatmap aufnehmen: ein möglicher Cyberkrieg. Ein solcher kann inzwischen bereits als «grauesNashorn-Event» betrachtet werden (hohe Wahrscheinlichkeit und hohe Auswirkung). Der Cyberspace ist der einzige verbleibende Raum ohne Regeln, in dem Länder wie China und Russland, aber auch Iran und Nordkorea den westlichen Ländern ernsthaften Schaden zufügen können. Selbst US-Notenbankchef Powell bezeichnete einen digitalen Krieg in einem Interview im April als grösseres Risiko als eine neue Finanzkrise. Auch für Unternehmen – und damit für die Finanzmärkte – wird die Problematik zunehmend relevant. Jedes zwanzigste Unternehmen thematisiert Cyberrisiken mittlerweile während der Berichtssaison (2013 waren es nur 2% der Unternehmen).
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Anlagestrategie
Notizen vom Investment-Komitee
Die Unternehmen präsentieren in der laufenden Berichtssaison durch die Bank weg gute bis sehr gute Zahlen. Auch sonst steht die Börsenampel vorerst weiter auf grün. Warnsignale gibt es derzeit nur am Rande.
Asset Allocation Monitor -
+
-
Liquidität
Aktien
Festverzinsliche Anlagen
Global
Staatsanleihen
Schweiz
Unternehmensanleihen
Europa
Mikrofinanz
Grossbritannien
Inflationsbasierte A.
USA
Hochzinsanleihen
Schwellenländer
Schwellenländeranleihen
Alternative Anlagen
Versicherungsbasierte A.
Gold
Wandelanleihen
Immobilien
Laufzeiten
Hedgefonds
Währungen
Strukturierte Produkte
US-Dollar
Private Equity
+
Schweizer Franken Euro Britisches Pfund
Scorecard Konjunktur
+
Aktien: Rekordverdächtige Zahlen • Nachdem die Halbzeit der Berichtsaison für das zwei- Geld- und Fiskalpolitik te Quartal 2021 in den USA und Europa erreicht ist, Unternehmensgewinne lässt sich ein erstes – sehr erfreuliches – Zwischenfa- Bewertung Trend zit ziehen. Aufgrund nachlassender COVID19-Effekte, Anlegerstimmung der beschleunigten Konjunkturdynamik und positiv wirkender Basiseffekte können die Unternehmen überwiegend erstaunlich starke Zahlen präsentieren. schon seit Monaten seitwärts. Mehr als ein WarnzeiSo liegt der Gewinnanstieg gegenüber dem Vorjahchen ist diese Beobachtung aber (noch) nicht. Auch resquartal bei 88% (im S&P 500-Index) beziehungsdie Schwäche chinesischer Aktien – sowohl am lokaweise 65% (im Euro Stoxx 50-Index). Zudem kann len Markt in China als auch bei in den USA gelisteten eine rekordhohe Anzahl an Firmen die bereits hohen Titeln – bleibt bisher ein Phänomen mit begrenzter Gewinnschätzungen der Analysten übertreffen. DaTragweite und könnte nach Kursverlusten von 50% in bei beträgt die sogenannte Gewinn-Überraschung in den letzten sechs Monaten bereits wieder näher an den USA 18% und in Europa 13%. Doch nicht nur dies seinem Ende als am Anfang sein. – auch für den Ausblick geben viele Unternehmenslenker weiterhin grünes Licht, insbesondere jenseits Anleihen: Auf dem falschen Fuss erwischt des Atlantiks. Dort haben 78% der bisher rapportier- • Die Abwärtsbewegung bei den langfristigen US-Anten Firmen ihre «Guidance» nach oben revidiert. leiherenditen hat sich im Juli erneut fortgesetzt. Für • Die Aktienhausse ist angesichts dieser positiven Fundie 10-jährigen amerikanischen Staatspapiere ging damentaldaten nach wie vor gut untermauert und es zuletzt bis auf unter 1.2% zurück. Angesichts die historisch hohen Bewertungen werden etwas des (zeitweisen) Alarms um hohe Inflationszahlen relativiert. Auch die Mehrheit der weiteren Faktoren scheint diese Entwicklung verwunderlich. Nicht aber, auf unserer Scorecard – die Konjunktur, die Geldwenn man die Positionierung der Marktteilnehmer und Fiskalpolitik sowie die Trendanalyse – zeichin die Analyse einbezieht. Diese waren in den vernen für Aktien ein konstruktives Bild. Schwächen gangenen Monaten nämlich vorrangig «short» pofinden sich «nur» im Detail. So ist die Marktbreite sitioniert und haben auf weitere Abgaben bei den am US-Aktienmarkt historisch betrachtet (extrem) Anleihepreisen (beziehungsweise weiter steigende schwach. Nur wenige Large Caps tragen den AufRenditen) gesetzt. Wie so oft ist die Wette der Mehrschwung derzeit noch, die Small Caps laufen derweil heit auch in diesem Fall nicht aufgegangen. Eine 8
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ten. Im Vergleich zu den ebenfalls hoch bewerteten weitere Erklärung ist daneben die antizipatorische Aktienmärkten versprechen Privatmarktanlagen Eigenschaft des Marktes – die hohen Teuerungsralängerfristig aber dennoch eine höhere Rendite. ten des zweiten Quartals waren absehbar und bei Eintreffen letztlich schon ein «alter Hut». Der Markt hat über den Inflations-Buckel bereits hinweggese- Währungen: Der Franken bleibt stark hen. Nach der erfolgten Konsolidierung sehen wir • EUR/USD: Die Devisenhändler mussten in den letzten Wochen feststellen, dass die EZB insgesamt doch mittelfristig nun aber wieder Potential für leicht höein ganzes Stück taubenhafter ist als ihr Pendant in here Langfristzinsen. Übersee. Denn während eine erste Zinserhöhung im • Staatsanleihen sowie Unternehmensanleihen mit Euroraum unter der neuen EZB-Strategie frühestens hoher Bonität sind aus unserer Sicht auch in der 2024 in Aussicht stehen dürfte, könnte die Fed schon zweiten Jahreshälfte eher ein zinsloses Risiko, denn deutlich eher an der Zinsschraube drehen. Der EUR/ eine solide Anlage und sollten daher möglichst unUSD-Kurs spiegelte diese Erwartung in jüngster Zeit tergewichtet werden. Wir favorisieren weiterhin wider, indem er sich dem unteren Ende der seit Jahzinsbringende Alternativen wir Mikrofinanz-Anleiresbeginn bestehenden Handelsspanne annäherte. hen und versicherungsbasierte Anleihen. Auch im Solange diese bestehen bleibt, gibt es aus taktischer stark wachsenden Bereich Private Debt sehen wir Sicht keinen Handlungsbedarf. Opportunitäten. Eine höhere Rendite lässt sich in dieser Anlageklasse oft im Gegenzug für gleiche – • GBP/USD: Ebenso wie in den Reihen der US-Notenbank nimmt auch bei der Bank of England die Diskusoder gar geringere – Risiken erzielen. sion über den Ausstieg aus der lockeren Geldpolitik an Intensität zu. Aufgrund der historisch im Vergleich Alternative Anlagen: Private Equity mit Rückenwind zu den USA zumeist etwas höheren Inflation im • Private-Equity-Manager leben derzeit in der BesVereinigten Königreich und der dynamischen Wirtten aller Welten. Gut laufende Aktienmärkte und schaftserholung im laufenden Jahr, rechnen Anadie starke Konjunkturerholung nach der Pandemie lysten zum Teil bereits Ende 2022 mit einem ersten sorgen für gute Exit-Möglichkeiten an beteiligten Zinsschritt. Diese Zinsfantasie, gepaart mit der nach Unternehmen, einen starken «Deal Flow» und nicht wie vor relativ günstigen Bewertung, dürfte das brizuletzt (sehr) gute Performance. So legte das Privatische Pfund auch in den kommenden Monaten tente-Equity-Portfolio von Branchenprimus Blackstone denziell stützen. allein im zweiten Quartal um 13.8% zu. Über alle Divisionen betrachtet war es performancetechnisch • EUR/CHF: Die adjustierte Geldpolitik der EZB geht am Schweizer Franken nicht spurlos vorbei. Da die gar das beste Quartal in der Firmengeschichte. AnZinsdifferenz gegenüber dem Euro noch auf Jahre gesichts dieser Renditezahlen sammeln Private-Equihinweg sehr tief bleiben wird, gibt es keine Anreity-Fonds derzeit rekordverdächtig viele Anlegergelze für Kapitalabflüsse aus der Schweiz. Gleichzeitig der ein. Die Carlyle Group dürfte dieses Jahr mit dürfte die Teuerung bei den Eidgenossen aber weieinem beabsichtigten Volumen von 27 Milliarden terhin dauerhaft tiefer bleiben als im Euroraum. Der US-Dollar gar einen neuen Volumenrekord im Fund«faire» Wert des Wechselkurses Euro/Schweizer raising aufstellen. Der aktuelle Private-Equity-Boom Franken dürfte damit längerfristig weiter sinken und sollte zumindest die gelben Alarmleuchten aufblinkurzfristige Euro-Aufwertungen nur temporäre Epiken lassen – eine gewisse Abkühlung des Marktsegsoden bleiben. ments ist in den kommenden Quartalen zu erwarKaum ein Grundsatz ist für eine erfolgreiche Anlagestrategie wichtiger als eine gute Diversifikation. Damit diese auch ihr Ziel – tiefere Schwankungen und eine insgesamt bessere risikoadjustierte Rendite – erfüllt, sollte die Korrelation zwischen den verschiedenen Anlagen innerhalb des Portfolios möglichst gering sein. In den letzten zwanzig Jahren war dies mit Blick auf Aktien und Anleihen stets der Fall. Mit Ausnahme kleinerer Episoden bewegten sie sich gar fast durchgehend gegensätzlich, so dass Anleihen im Falle sinkender Aktienmärkte meist abfederten. Dieses Phänomen erklärt nicht zuletzt den Erfolg des in den USA weit verbreiteten (simplen) 60:40-Portfolios. In letzter Zeit ist die Korrelation zwischen Aktien und Anleihen wieder in den positiven Bereich gedreht. Wie nachhaltig dies ist, muss sich noch zeigen. Es ist aber ein weiterer Grund um klassische Anleihen unter- und verzinsliche Alternativen überzugewichten.
Chart unter der Lupe Auch nur temporär? | Aktien und Anleihen zuletzt zunehmend im Gleichlauf Korrelation (60 Tage) zwischen US-Aktien (S&P 500) und US-Anleihen (7- bis 10-jährige Laufzeit)
Quellen: Bloomberg, Kaiser Partner Privatbank Kaiser Partner Privatbank AG | Monthly Market Monitor - August 2021
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Thema im Fokus
Das Leid der Währungsprognosen
Ein Nullsummenspiel Nullsummenspiel. Nicht umsonst werden Währungen Die erste Jahreshälfte ist bereits wieder vorüber. Ana- beziehungsweise deren Prognose gerne auch als Königslysten, die zu Beginn des Jahres ihre Punktprognosen zu disziplin bezeichnet. Aktienmärkten, Zinsen oder Rohstoffpreisen abgegeben haben, können daher eine erste Bilanz ziehen und prüfen, Kein «Free Lunch» inwiefern sie mit ihren Vorhersagen auf Kurs sind. Kom- Eigentlich gibt es auch an den Währungsmärkten eine fortabel ist die Situation dabei – wie so oft – für die Ak- Reihe von bekannten systematischen Risikofaktoren. So tienstrategen: Die Konsensprognose für den S&P500-In- zum Beispiel das Prinzip der Kaufkraftparität, nach dem dex, welche einen Jahresendstand von 4’035 Punkten sich für jedes Währungspaar ein «fairer» Wert errechvorhersah, wurde zur Jahresmitte nämlich schon bei nen lässt. Es besagt, dass vergleichbare Güter in zwei Weitem übertroffen. Wer im Januar höhere Kurse prog- verschiedenen Währungsräumen gleich viel kosten nostizierte, lag also einmal mehr richtig – gut, dass es an sollten und die Währung mit der höheren Inflation daden Aktienmärkten die meiste Zeit nach oben geht… Eine her (langfristig) abwerten muss. Bekannt sind auch der Tendenz, die nicht von ungefähr kommt. Denn die an der «Carry-Trade», also das Ausnutzen der Zinsdifferenzen Börse notierten Unternehmen steigern (in der Summe) zwischen verschiedenen Währungen, sowie preisbasierlangfristig Umsätze und Gewinne, sie schaffen Werte. te Momentum-Strategien, bei denen man auf eine Fortsetzung des bestehenden Trends setzt. Gewinnen kann Zinsprognosen sind da schon schwieriger, wie das lau- man mit diesen Erkenntnissen beziehungsweise Faktofende Jahr beweist. Die Mehrheit der Auguren sagte für ren aber schon seit geraumer Zeit nichts mehr – und 2021 steigende Langfristzinsen voraus, was – zumindest entsprechend schlecht eignen sie sich somit auch für bis heute – nicht eingetroffen ist. Auf lange Sicht lassen Kursprognosen. So zeigen Studien¹, dass Faktorstrategisich die Erträge von Anleiheinvestitionen hingegen auch en nach ihrer Entdeckung und «Publikation» deutlich an recht gut prognostizieren. Denn die Verfallrendite einer Gewinnpotential einbüssen – dies wohl, weil (zu) viele Anleihe erklärt mehr als 90% des letztlich realisierten Marktteilnehmer davon profitieren wollen. Seit mehr als Ertrags. Ganz anders gestaltet sich die Situation bei den zehn Jahren lässt sich mit der vermeintlichen Falsch-BeWährungen. Denn hier gibt es keine Wertsteigerung, kei- preisung basierend auf den oben genannten Modellen ne Dividenden und keine Zinskupons. Auch gibt es keine nun schon kein «Alpha» mehr generieren. Risikoprämien – denn während der Euro für Amerikaner ein Risikoinvestment ist, ist es der US-Dollar für Euro- Ob Zufall oder nicht – dies deckt sich mehr oder wepäer ebenso. Was der eine gewinnt, muss der andere niger genau mit dem Zeitraum, der durch rekordtiefe verlieren. Unter dem Strich ist der Währungshandel ein Leitzinsen und stetige geldpolitische Innovation geprägt war. Waren es also die Notenbanken, welche systematische Gewinne an den Währungsmärkten, wenn nicht Kein leichter Job | Devisenanalysten sind nicht zu beneiden unmöglich, dann doch wenigstens deutlich schwieriger Konsensprognosen (zu Jahresbeginn) und Währungskurs Euro/US-Dollar gemacht haben? Verschwörungstheoretiker sollten an dieser Stelle kräftig durchatmen. Denn Chernov et al.² kamen in ihrer Studie zum Ergebnis, dass bei den zehn grössten Währungen der Welt seit 1980 nur rund 10% bis 20% der Kursentwicklung durch die drei Faktoren Bewertung, Carry und Momentum erklärt werden können. Quintessenz: Ein erfolgreicher Devisenanalyst braucht vor allem eines: Glück. Glück ist allerdings keine Basis für eine nachhaltige und fundierte Anlagestrategie. Daher sichern wir Währungsrisiken in unseren Vermögensverwaltungslösungen in der Regel fast vollständig ab. Punktprognosen sind in der Finanzwelt beliebt – gerade auch bei Währungen. Die Trefferquote von Devisenanalysten ist jedoch in der Regel nicht sehr hoch. Nicht umsonst sichern wir deshalb Währungsrisiken in unseren Anlagestrategien zum grössten Teil ab.
¹ Söhnke M. Bartram et al. (2021), “Currency Anomalies“ ² Mikhail Chernov et al. (2021), “Pricing Currency Risk“ Quelle: Bloomberg, Kaiser Partner Privatbank 10
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ESG: Rund ums Thema Nachhaltigkeit Das «Greenium» bei grünen Anleihen
Immer mehr grüne Anleihen Der Trend zum nachhaltigen Anlegen ist ungebrochen. Dies widerspiegelt sich auch am Markt für grüne Anleihen, sogenannten «Green Bonds». So wurde allein in der ersten Jahreshälfte weltweit ein Volumen von 274 Milliarden US-Dollar an grünen Anleihen begeben, 2.7-mal mehr als im Vorjahreszeitraum. Was eine grüne Anleihe ausmacht, wird vor allem in den «Green Bond Principles» des Branchenverbandes ICMA festgelegt. Demnach sollten die Anleiheerlöse exklusiv grüne Projekte ganz oder teilweise (re-)finanzieren, beispielsweise die Förderung der Elektromobilität, die Senkung des Energieverbrauchs oder den Bau von Windkraftanlagen. Diese Zweckgebundenheit ist es, was grüne Anleihen «grün» macht. Ansonsten unterscheiden sie sich in Struktur und Risiko aber nicht von den herkömmlichen Anleihen (des gleichen Emittenten). Man sollte meinen, dass es aufgrund der gleichen Ausstattungsmerkmale auch bei der Rendite keinen Unterschied gäbe – doch dem ist nicht so. «Greenium» – eine nachhaltige Prämie Tatsächlich ist die Rendite grüner Anleihen meist tiefer (und ihr Preis höher) als bei vergleichbaren konventionellen Anleihen. Für dieses Phänomen, welches in einer Studie der Climate Bond Initiative im letzten Jahr auch empirisch nachgewiesen wurde, hat sich inzwischen der Begriff «Greenium» durchgesetzt. Aufgrund der vielen Variablen beim Vergleich verschiedener Anleihen (Emittent, Laufzeit, Kupon, Währung, Branche) war das Aufzeigen des Greeniums lange Zeit ein etwas komplexeres Unterfangen. Geändert hat sich dies im September 2020 als die Bundesrepublik Deutschland ihr Zwillingskonzept präsentierte und gleichzeitig eine 10-jährige grüne und eine herkömmliche Anleihe auf den Markt brachte. Die Renditedifferenz zwischen dem grünen und dem «normalen» deutschen Schuldpapier ist seitdem von einem auf zuletzt sieben Basispunkte angewachsen, die grüne Anleihe hat aus Anlegersicht somit deutlich outperformt. Deutschland kann sich grün also merklich günstiger finanzieren als konventionell. Gleiches gilt für Italien, Frankreich und viele Unternehmen. Doch warum zahlen Anleger eine Prämie, wenn das (Kredit-)Risiko doch das gleiche ist? Die plausibelste Erklärung lautet: Angebot und Nach-
frage. Immer mehr (institutionelle) Anleger möchten ihre Portfolios grüner machen. Zudem werden «langweilige» klassische Anleihefonds mit dem Label der Nachhaltigkeit aufgepeppt und sorgen für zusätzliche Nachfrage. Selbst die Notenbanken, beispielsweise die Europäische Zentralbank, denken ernsthaft darüber nach ihre Wertpapierkäufe «nachhaltiger» zu gestalten. Das Angebot an grünen Anleihen kommt da bisher (noch) nicht mit. Win-Win? Mittel- bis langfristig dürfte sich dies ändern. Denn sowohl Staaten als auch Unternehmen erkennen zunehmend, dass sie durch die Emission von Green Bonds wesentliche (Zins-)Kosten einsparen können. Dies dürfte zu einer Angebotssteigerung führen. Denn meist rechnet sich dies für sie auch noch, wenn man die Kosten für erhöhte Offenlegungs- und Transparenzpflichten in die Gleichung miteinbezieht. Einen grünen Anstrich gibt es in jedem Fall dazu… Anleger müssen aber wachsam sein und genau ins Emissionsprospekt schauen, um mögliches «Greenwashing», welches aufgrund der bisher eher schwammigen Kriterien für die Definition grüner Anleihen immer noch leicht möglich ist, zu erkennen und aus dem Weg zu gehen. Wenn diese Pflicht erfüllt ist, können Investoren sich aber nicht nur ein gutes Gewissen ins Depot legen. Solange die Nachfrage nach grünen Anleihen deren Angebot übersteigt, dürften Green Bonds auch weiterhin eine bessere Performance als konventionelle Anleihen bringen.
Grüne Anleihen erfreuen sich bei Investoren zunehmender Beliebtheit. Da die Nachfrage nach «Green Bonds» das Angebot übersteigt, zahlen sie dafür auch gerne eine Prämie. Ein gutes Gewissen für Anleger und günstigere Refinanzierungskosten für Unternehmen – eine WinWin-Situation?
Das «Greenium» | Weniger Zinsen für ein gutes Gewissen Renditedifferenz zwischen grüner und konventioneller deutscher Staatsanleihe (Laufzeit bis August 2030)
Quellen: Bloomberg, Kaiser Partner Privatbank Kaiser Partner Privatbank AG | Monthly Market Monitor - August 2021
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Anlageklassen und Agenda
Performance per 31. Juli 2021 Anlageklassen
seit Jahresbeginn
1 Monat
1 Jahr
3 Jahre
Liquidität CHF
-0.1%
-0.7%
-2.0%
EUR
0.0%
-0.5%
-1.3%
USD
0.0%
0.2%
4.3% 10.2%
Festverzinsliche Anlagen Staatsanleihen
1.4%
-1.1%
Unternehmensanleihen
1.2%
2.6%
21.1%
Mikrofinanz
0.2%
3.1%
10.3%
Inflationsbasierte Anleihen
3.8%
5.2%
23.5%
Hochzinsanleihen
0.2%
8.7%
20.2%
Schwellenländeranleihen
0.4%
3.8%
19.8%
Versicherungsbasierte Anl.
0.3%
5.2%
12.0%
Wandelanleihen Aktien
-1.0%
29.5%
57.9% 48.8%
Global
1.7%
34.7%
Schweiz
1.3%
23.0%
40.1%
Europa
1.3%
33.8%
22.9%
Grossbritannien
0.3%
23.3%
-0.1%
USA
2.3%
37.1%
65.6%
Schwellenländer
-7.0%
18.4%
17.5%
Rohstoffe
1.8%
40.2%
12.7%
Gold
2.5%
-8.2%
48.2%
0.9%
19.3%
37.5%
-0.4%
10.1%
13.0%
Alternative Anlagen
Immobilien Schweiz Hedgefonds Währungen EUR/USD
0.1%
0.8%
1.5%
EUR/CHF
-2.0%
-0.1%
-7.2%
GBP/USD
0.5%
6.3%
5.9%
Auf unserer Agenda 15. August: Staatsfeiertag Liechtenstein 11 Gemeinden, 1 Land – und diesmal anders als gewohnt: Anstelle des grossen Festes im Städtle Vaduz feiern die Liechtensteiner ihren Staatsfeiertag in den Gemeinden auf 27 Festplätzen. Am Abend werden die Höhenfeuer sämtliche Gipfel des Fürstentums beleuchten. 3. September: US-Arbeitsmarktdaten Obwohl die US-Wirtschaft derzeit auf hohen Touren brummt, haben immer noch knapp 7 Millionen Amerikaner weniger einen Job als vor der Pandemie. Die Arbeitslosenzahlen dürften in den nächsten Monaten volatil bleiben. Eine fortlaufende Gesundung des Arbeitsmarkts ist aber zu erwarten. 5. September: Tag der Nächstenliebe Am Todestag von Mutter Teresa soll der „International Day of Charity“ dazu beitragen, Menschen, Nichtregierungsorganisationen und Interessenvertreter auf der ganzen Welt zu sensibilisieren und zu mobilisieren, anderen durch ehrenamtliche und philanthropische Aktivitäten zu helfen.
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Monthly Market Monitor - August 2021 | Kaiser Partner Privatbank AG
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Dieses Dokument stellt keine Finanzanalyse oder Werbung dar, sondern dient lediglich zu Informationszwecken. Die darin enthaltenen Informationen begründen kein Angebot oder eine Empfehlung seitens der Kaiser Partner Privatbank AG zum Kauf oder Verkauf eines Finanzinstrumentes oder zu anderen Handlungen bezogen auf diese, und stellen auch keine Anlageberatung dar. Allfällige Hinweise auf die frühere Performance garantieren keine positiven Entwicklungen in der Zukunft. Kaiser Partner Privatbank AG haftet weder dafür, dass die enthaltenen Informationen vollständig, richtig und aktuell sind, noch für allfällige Verluste oder Schäden, die durch den Gebrauch dieser Informationen verursacht werden. Der gesamte Inhalt dieses Dokumentes ist immaterialgüterrechtlich, insbesondere urheberrechtlich, geschützt. Die vollständige oder teilweise Verwendung, unabhängig ihrer Art und Mittel, für öffentliche oder kommerzielle Zwecke, ist ohne vorgängige schriftliche Zustimmung seitens Kaiser Partner Privatbank AG untersagt. 14
Monthly Market Monitor - August 2021 | Kaiser Partner Privatbank AG
Herausgeberin: Kaiser Partner Privatbank AG Herrengasse 23, Postfach 725 FL-9490 Vaduz, Liechtenstein HR-Nr. FL-0001.018.213-7 T: +423 237 80 00, F: +423 237 80 01 E: bank@kaiserpartner.com Redaktion: Oliver Hackel, Senior Investment Strategist Roman Pfranger, Head Private Banking & Investment Solutions Cornelia Kopf, Marketing Specialist, 21iLAB Design & Druck:
21iLAB AG, Vaduz, Liechtenstein
DE210312
kaiserpartner.bank