GZ 02Z032301 M P.b.b. - Erscheinungsort Wien - Verlagspostamt 1010
Katholische Jungschar ErzdiĂśzese Wien
kuMquat
Infos und Modell:
Vorbereitung auf die Sternsingeraktion
Thema und Modell:
Nikolaus
#4 Dez jän Feb 07/08
Warum tu ich mir das eigentlich an?_14 Motivation für dich und die anderen Gruppenleiter/innen
Jungschar – warum eigentlich?_16 Viele Gründe, Jungschar zu machen…
111 Tipps für Kids_16
Tipps
Die Marmeladenreise um die Welt_18 Aktion ein Faschingsfest für die Gruppenstunde oder für eine Jungscharaktion
Groß & klein_20 Herausforderungen & Chancen gemischtaltriger Gruppen
Boarding Now und die Gruppenleiter/innen-Tage 2007_22 Spiel mit! Die Spieleleiste Teil 6_23 Tipps Spiele, bei denen wir jemanden fangen oder gefangen werden
Lebensraum Editorial_3 Context_13
JS-Forum, O du fröhliche, Offen-Bar, Wer will noch mal, wer hat noch nich
kum´t rat_42 Impressum_43
Lobby
„Herausforderungen für eine Jungschargruppe“_29 ein Erfahrungsbericht
„Im Dunkeln...“_30 ein Modell für Kinder, um einen Einblick in die Erlebniswelt blinder Menschen zu bekommen
ΠΟΛΙΤΙΚ?_32
Mit Kindern Politik zum Thema machen
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Denkmal_24
Kirche
Tagebucheintrag vom 15. November 2037
Von A wie Apostel bis Z wie Zachäus_25 Aktion Eine Spielaktion rund um Jesus, sein Leben und seine Geschichten
Oh Schreck, oh Graus – der Nikolaus?_26 Der Nikolaus kommt_27
Feier
Familienfeier mit einer/einem Nikolausdarsteller/in
„Jungschar gibt der Kirche auch das Gesicht des Kindes…“_28 Gedanken und Erinnerungen an Eva Petrik
Welt
Brasilien: Rechte der Indios verteidigen!_34 CIMI – das Modellprojekt 2008
Interview mit Bischof Erwin Kräutler_34 …dem Vorsitzenden von CIMI
„Blitzlichter“ aus Brasilien_36 KayapóGuaraniKarajáMundurucúTerenaMaxakaliBororoKaingangMacuxiTirióPirahaZuruahá!?!?_37 Modell Unsere Welt ist vielfältig – Gott sei Dank!
Die Sternsingeraktion steht vor der Tür!_39 Der Behelf: um outro mundo – eine andere Welt ist möglich_39 Südwind_39 LernEinsatz im Sommer 2008_40 Von Malongs, Moskitos und Menschenrechten_40 Impressionen vom Lerneinsatz 07
Liebe Gruppenleiterin! Lieber Gruppenleiter! Die Jungschar lebt von jungen Leuten, die sich engagieren und etwas tun und auch verändern wollen. Dieses Engagement kann man, je nach Vorlieben und Begabungen, auf verschiedenen Ebenen verwirklichen. In einer theologischen Vorlesung wird davon gesprochen, dass es im Großen und Ganzen drei verschiedene Arten gibt, eine Rolle, die man übernommen hat, auszuleben. Somit gibt es auch bei uns Gruppenleiter/innen und Pfarrverantwortlichen unterschiedliche Arten, mit der jeweiligen Rolle umzugehen: Die einen (auch Rollenexekutor/innen genannt) schauen sich sehr viel von den Vorgänger/innen und Kolleg/innen ab und versuchen, alles genauso zu tun wie diese. Andere (auch Rollenmissachter/innen genannt) nehmen nicht ernst, dass sie mit der neuen Rolle auch mehr Verantwortung haben, (bei den Kindern) eine spezielle Position einnehmen Freitag, der 13. – ein Aktionstag für Leute am und sich somit auch etwas anders verhalten sollen. Rande der Gesellschaft Wieder andere (so genannte Rollengestalter/innen) versuchen ihre Ideen und Ansichten in die Jungschararbeit einzubringen, probieren viel Neues aus und lassen ihre Persönlichkeit und ihre speziellen Begabungen und Fähigkeiten zu einem Teil ihrer Arbeit in der Jungschar werden.
Thema
„mobil“
F13_4
„Ich bin gerade in der Jungscharstunde. Bitte hinterlass mir eine Nachricht nach dem Pieps.“_4
Handys in der Gruppenstunde und am Lager
Zu viel mobil?!?_6 von Handy, Internet, Reisen und vielem mehr
kurioses mobiles_7 Mobiler Glaube_8 Woran glauben junge Menschen heute?
Buchtipp von der STUBE_9 Menschen wandern. Und auch nicht._10 11-14 Thema: Migration
„Mobil“_11
In der Jungschar ist es gut, wenn man sich von seinem/r Vorgänger/ in einiges abschaut. Allerdings sollte es Ziel für jede/n sein, das Positive zu übernehmen, indem man über seine Arbeit reflektiert, aber auch überprüft, ob das bisherige Tun auch für eine/n selbst so passt oder ob man vielleicht einiges anders machen würde. Schließlich wäre es schlimm, wenn ein/e neue/r Gruppenleiter/in von jemandem das Handeln übernimmt, der/die die Rolle nicht so ernst genommen hat, und sich diese Reihe immer weiter fortsetzt! Gerade deshalb finden wir es wichtig, dass du als Jungscharoder Minileiter/in oder auch als Pfarrverantwortliche/r deine Meinungen, Ideen und somit deine Persönlichkeit in das Tun in deiner Pfarre einfließen lässt und dich konstruktiv sowie kritisch zu Themen und Vorhaben äußerst. Uns scheint besonders wichtig, dass Jungschar ein mobiler Lebensraum für Kinder ist, der sich mit aktuellen Interessen und Problemen von Kindern auseinandersetzt und Veränderungen in der Gesellschaft und in der Welt in die Arbeit einbezieht.
mobile Pflege- und Hospizdienste
Wenn eine eine Reise tut..._12
Sei also mutig in deiner Rolle und habe Anteil daran, dass Jungschar ein mobiler, offener und aktueller Lebensraum für Kinder bleibt!
an zwei unterschiedlichen Orten zu Hause sein
Werden wir tatsächlich immer mobiler?_12 Sabine.Kräutelhofer@jungschar.at und Johannes.Kemetter@jungschar.at
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thema
THEMA
„mobil“ „Ich bin gerade in der Jungscharstunde. Bitte hinterlass mir eine Nachricht nach Was? Mit deinem Handy telefonierst du nur? Handys sind schon lange nicht mehr nur zum Telefonieren oder SMS-Schreiben da. Das reine Kommunikationsmittel wurde um eine Vielzahl von „Funktionen“ erweitert, die auch den Stellenwert des Handys verändert haben. Handys sind heute oft gleichzeitig MP3-Player, Spielkonsole, Fotoapparat und Bildergalerie, in der alle Freund/innen abgelichtet sind, stylisches Modeaccessoire, Videokamera, Notizbuch oder auch „Tagebuch“, in dem ganz persönliche Dinge gesammelt und archiviert werden. Negativ wird es, wenn das Handy zum ausschlaggebenden Statussymbol wird und Handys bringen Sicherheit – und somit Kinder, die kein Handy besitzen oder deren Handy nicht das allerneueste Modell Kontrolle ist, keine eingebaute Kamera o.Ä. hat, ausgegrenzt werden oder als „uncool“ gelten. Ein oft gebrachtes Argument ist, dass Versuche, solchen Tendenzen entgegenzusteuern, indem du Handys in der GruppenHandys Kindern Sicherheit geben können. stunde keinen allzu hohen Stellenwert einräumst. Die Tatsache, dass sie sich mitteilen und Kontakt mit jemandem aufnehmen …und bei der Jungschar und den Minis? können, sei es in einer Situation, die ihnen Der Gruppenstundenalltag ist in organisatorischer Hinsicht in der eher unangenehm ist oder auch wenn sie Regel durch Mobiltelefone vereinfacht worden. Die Kinder sind erfreut jemandem etwas unbedingt sofort leichter erreichbar, wenn man eine spontane Idee hat, kann man erzählen wollen, gibt Sicherheit, die seine Kinder kurz vorher noch anrufen oder per SMS kontakbekanntlich für Kinder wichtig ist. Kinder tieren, dass sie doch eine bestimmte Sache mitbringen sollen, können somit selber entscheiden, wann usw. Auch in Spiele kann man Handys einbauen, z.B. in große und wem sie etwas mitteilen wollen. Auch Geländespiele, bei denen den Kindern via Handy immer wieder Eltern gewinnen an Sicherheit bzw. wägen neue Infos durchgegeben werden. ihr Kind durch die theoretische ständige Kinder sind dadurch auch flexibler: Wenn die Gruppenstunde mal länger dauert, können die Kinder durch einen kurzen Anruf zu Erreichbarkeit in „Sicherheit“. Die Kehrseite der Medaille ist aber, dass Hause (oder am Handy ihrer Eltern) Bescheid geben und sagen, mit der Erreichbarkeit auch eine Überprüf- dass sie etwas später kommen. barkeit, auch Kontrolle, kommen kann. Via Auch das Telefonieren zwischen den Kindern ist vereinfacht bzw. Handy können z.B. überbesorgte Eltern läuft direkter ab. Man muss nicht den „Umweg“ übers Festnetz jeden Schritt ihrer Kinder kontrollieren. wählen, bei dem man oft zuerst Eltern, Geschwister & Co. am Man kann zwar wie oben erwähnt ent- Apparat hat, oder kann SMS hin- und herschreiben. scheiden, wann man jemanden anruft, nicht aber wann man angerufen wird. Diese „totale Kontrolle“ ist sicherlich keine gute Sache, denn Kinder brauchen auch „unkontrollierten Raum“, in dem sie Erfahrungen machen und so Selbstständigkeit entwickeln können.
Handys sind mittlerweile für viele Kinder eine Selbstverständlichkeit geworden und sind aus deren Leben oft kaum noch wegzudenken. Sie haben den Alltag der Kinder verändert und auch in der Jungschar und bei den Ministrant/innen Einzug gehalten. Handys haben sowohl positive Seiten und Auswirkungen als auch negative. Wir haben versucht, die Sache von zweierlei Seiten zu beleuchten:
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Hinter dem Schlagwort „mobil sein“ verbergen sich viele Facetten: positive Auswirkungen größerer Mobilität, die unseren Alltag erleichtern, aber auch negative. In diesem kumquat findest du wie immer einen vielfältigen Blick auf unser Thema, z.B. mit Artikeln über Migration, die Veränderung der Mobilität im Verkehr, F13 – eine Aktion für freie Fahrt in den öffentlichen Verkehrsmitteln für Personen ohne bzw. mit geringem Einkommen und einen persönlichen Bericht einer Reise in „zwei Welten“. Das Thema „mobil“ hat aber ebenso mit Telefonieren zu tun: Deshalb werfen wir in diesem kumquat auch einen Blick auf Handys am Lager und in der Gruppenstunde sowie auf die Frage, wie Handy, Internet & Co. unser Leben verändern.
dem Pieps.“ Du, ich ruf dich später zurück! Trotz vieler Vorteile sind Handys in der Gruppenstunde oder am Lager manchmal unpassend und es gibt viele Situationen, in denen es besser ist, wenn sie abgeschaltet sind. Viele Gruppenleiter/innen empfinden es als störend, wenn während der Gruppenstunde oder während des Lagerprogramms das Telefon läutet, jemand telefoniert oder SMS schreibt. Hier muss jede/r selbst abwägen, wie sehr man dem entgegensteuern möchte und ob man sich z.B. mit seinen Kindern einigt, dass während der Gruppenstunde die Handys abgedreht oder zumindest auf lautlos gestellt werden und schlicht nicht mit dem Handy hantiert wird – Gruppenstunde als „handyfreie Zone“.
F13 Diese Abkürzung steht für „Freitag, den 13.“, ein Tag, um den sich vieles dreht und der von vielen als „Unglückstag“ bezeichnet wird. Eine Gruppe verschiedenster Leute versucht seit einiger Zeit, diesem Tag eine neue Bedeutung zu geben: Mit Aktionen unter dem Kürzel „F13“ machen sie auf Menschen aufmerksam, denen der öffentliche Raum entzogen wird, weil sie zu wenig Geld haben, oder die gesellschaftlich anderweitig diskriminiert werden, wie z.B. Obdachlose. Freitage, die auf den 13. eines Monats fallen, werden so zu Aktions- und Feiertagen für diese Personen. In Wien werden u. A. von der Straßen-Zeitung „Augustin“ (Mitinitiatorin von F13) an eben diesen Tagen Aktionen durchgeführt, z.B. zu den Themen: Streichung aller Anti-Bettelei-Verordnungen; allgemeines bedingungsloses Grundeinkommen oder zum Thema Freie Fahrt (mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln) für Obdachlose, Sozialhilfeempfänger/innen und Asylwerber/innen. In Wien gibt es für viele Menschen Vergünstigungen bei den Öffentlichen Verkehrsmitteln, allerdings keine für Obdachlose, Sozialhilfeempfänger/innen und Asylwerber/innen. Dies stellt für viele Menschen ein großes Problem dar, da sie sich nicht von einem Ort an einen anderen bewegen können, ohne dabei Gefahr zu laufen, beim Schwarzfahren erwischt zu werden. Seit vielen Jahren gibt es – vor allem unterstützt durch den „Augustin“ – Aktionen und Forderungen, Vergünstigungen auch für diese Menschen einzuführen. Leider gibt es dazu noch keine Erfolge zu vermelden. Mehr Infos auf www.augustin.or.at und auf www.f13.at. Über die „F13“-Homepage kannst du einen Newsletter und auch F13T-Shirts bestellen.
In manchen Pfarren ist es üblich, Kindern am Lager das Handy abzunehmen, oft mit dem Argument, dass somit Heimweh vorgebeugt wird, frei nach dem Motto: aus den „Ohren“ – aus dem Sinn. Dies kann vielleicht stimmen, das Gegenteil kann aber mindestens genauso wahrscheinlich eintreten und die Tatsache, dass man nicht mal mehr mit den Eltern plaudern kann, könnte das Heimweh verstärken. Wir würden davon abraten, Handys wegzunehmen und Kindern somit die Möglichkeit zu nehmen, ihre Ena Vichytil Eltern zu kontaktieren, aus welchem Grund auch immer. Gerade in einer ungewohnten Umgebung, voll neuer und oft spannender Erfahrungen, ist es wichtig, dass die Kinder zumindest rein theoretisch die Möglichkeit haben, ihren Eltern einige der erlebten Dinge mitzuteilen oder auch nur deren vertraute Stimme zu hören. Besprich das Thema auf alle Fälle im Vorfeld am Lager-Infoabend mit den Eltern. Lege die Regeln also im Vorhinein fest, z.B. ein „handyfreies Lager“, bei dem die Kinder aber ein Handy eines/r Gruppenleiter/in zum Anrufen benutzen können (und umgekehrt dieses den Eltern als Kontakthandy dient). So kann man sich am Lager selber Diskussionen ersparen und muss niemanden etwas wegnehmen. Eine andere Möglichkeit ist es, dass man sich darauf einigt, dass Handys während der Programmpunkte abgeschaltet werden oder tagsüber in den Zimmern oder Zelten gelassen werden, sodass das Programm nicht gestört wird, die Kinder aber in der Freizeit die Möglichkeit haben zu telefonieren. Das Fazit, das wir ziehen, ist, dass Handys für Kinder heutzutage in der Regel wichtig sind. Sie beeinflussen ihren Alltag. Manche Auswirkungen mögen als negativ, manche als positiv betrachtet werden, aber an der Tatsache, dass Handys allgegenwärtig sind, wird man so schnell nichts ändern können. Wie man genau damit in der Jungschar und bei den Ministrant/innen umgeht, ist jedem/r Gruppenleiter/in selbst überlassen. Wichtig ist, gemeinsam mit den Kindern zu einer Einigung zu kommen, wie ihr es mit Handys handhaben wollt, sodass dann eine für alle passende Lösung gefunden wird. Wenn ihr so zu einer Regelung gekommen seid, zieh diese auch durch und geh mit gutem Beispiel voran – die Regeln (wie etwa nicht während der Gruppenstunde telefonieren) gelten für dich genauso wie für deine Kinder. Sabine Kräutelhofer & Clemens Huber
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Es ist halb acht Uhr in der Früh. Ich sitze im Zug nach Wien, habe die Kopfhörer meines MP3-Players im Ohr und höre Musik, während ich am Laptop online die Zeitung lese und nachschaue, wann die nächste U-Bahn fährt, die ich erreichen könnte, um pünktlich im Büro zu sein. Um mich herum sitzen Menschen, halten ihr Mobiltelefon in der Hand und drücken darauf herum. Spielen sie mit ihrem Handy? Lesen oder schreiben sie eine Sms? Surfen sie online? Schauen sie sich ihre Urlaubsfotos an? Gehen sie ihre Telefonkontakte durch und löschen Namen, zu denen sie keine Gesichter mehr zuordnen können? Komponieren sie einen Klingelton? Chatten sie mit Freunden/innen? Lesen sie E-Mails? Tragen sie Termine in ihrem Kalender ein? Speichern sie verschiedene Klingeltöne zu unterschiedlichen Gruppen, die sie zuvor eingerichtet haben? Dann läutet es neben mir und auch am anderen Ende des Waggons. Ich höre, wie sich eine Frau einen Termin zum Mittagessen ausmacht: „Um 13h am Graben, wo genau kann ich dir noch nicht sagen, ich ruf dich zehn vor eins noch einmal an.“ Ein Mann spricht so laut über seine Aktentasche, die er zu Hause vergessen hat, dass man es durch den ganzen Waggon hört, und wie er sich nun am besten mit seiner Frau oder doch besser mit der Nachbarin treffen kann, um die Tasche wieder zu bekommen.
Zu viel mobil?!? Da fällt mir ein, dass ich noch eine E-Mail schreiben sollte an einen Freund, der gerade in Athen auf Auslandssemester ist, dort Medizin studiert und sich in der griechischen Sprache verbessern möchte. Der Druck, auch sprachlich mobil zu sein, Auslandssemester in anderen Ländern zu machen,… wird immer größer – da fällt mir ein, dass ich mit einer Freundin überlegt hatte, einen Finnisch-Kurs zu besuchen. Was schenken wir alle gemeinsam – das sind schon ziemlich viele Menschen, die ich da noch anrufen muss – bloß der Andrea, die nächste Woche für ein dreimonatiges Praktikum nach Italien geht? Einen Sprachführer? Einen MP3-Player? Eine Digitalkamera? Wann habe ich eigentlich das letzte Mal Anna gesehen? Seitdem sie einen neuen Job hat, reist sie durch ganz Europa und ist meist nur wenige Stunden in Wien. Oft ist sie dann zu müde, um noch etwas zu unternehmen. Letzte Woche war sie in Brüssel und hat mir eine kurze Sms geschrieben, dass es ihr eh gut geht und dass die Schokolade gut schmeckt. Der Zug wird langsamer, ich packe meinen Laptop ein, rolle das Kabel der Kopfhörer ein, gebe den MP3-Player in die Hülle und stecke alle Sachen in meine Tasche. Mein Handy läutet, ich finde es nicht, es läutet weiter und dann hört es auf. Endlich finde ich es – unbekannte Nummer. Wie ärgerlich! Ein Anruf verpasst und ich kann nicht einmal zurückrufen. Ich steige aus, schiebe mich an den Menschen vorbei und folge den Pfeilen zur U-Bahn. Am Bahnsteig angelangt höre ich Musik, ich höre Stimmengewirr. Auch in dieser Station gibt es einen neuen Infoscreen, auf dem man das Neueste aus aller Welt erfahren kann und dann das Bild: Zug fährt ein. Ich steige ein. Nur noch fünf Stationen. Plötzlich ertönt eine Stimme: „Aufgrund einer Fahrtbehinderung kann der Zug leider nicht weiterfahren. Bitte bleiben Sie ruhig. In ein paar Minuten geht es weiter.“ Ich schaue auf mein Handy – kein Empfang! So ein Mist! Ich werde zu spät kommen und kann weder anrufen, noch eine Sms schreiben. Internetverbindung gibt es hier wohl auch keines und es sind so viele Menschen in der U-Bahn, dass ich nicht einmal den MP3-Player aus der Tasche holen kann, um mich zumindest mit Musik abzulenken. Warum muss der Zug ausgerechnet im wahrscheinlich einzigen Empfangsloch stehen bleiben? So kann es aber doch auch nicht laufen! Wie haben das denn Menschen noch vor einigen Jahren gemacht, als es keine Handys gegeben hat und man nicht immer und überall mit dem Laptop online gehen konnte? Wie konnte man weniger als 1GB Musik bei sich haben? CDs hören auf einem Discman, der nur in eine große Tasche passt, oder sogar Kassetten auf einem Walkman, bei dem man vor- und rückspulen musste, um ein bestimmtes Lied hören zu können. Selbstverständlich genieße ich es, mir auf einem kleinen MP3 Player viele Lieder draufzuladen und nicht Tonnen an CDs mit mir herumzutragen oder immer und immer wieder dasselbe Lied zu hören. Aber wenn ich dann wie z.B. auf meiner Mexikoreise einmal mehrere Tage keinen PC finde, um über USB-Kabel meinen iPod aufzuladen, werde ich schon unruhig und vermisse die 250 Lieder. Einerseits ist es schon fein, mit dem Handy gut erreichbar zu sein und über drahtlose Internetverbindungen E-Mails zu schreiben und zu lesen oder auch im Internet etwas nachzuschauen, aber ich merke selber, wie abhängig mich diese Geräte machen und wie unruhig ich werde, wenn einmal etwas nicht so funktioniert. Muss man denn mit dem Handy immer und überall erreichbar sein? Darf man es auch abschalten ohne schlechtes Gewissen? Muss ich immer gleich zurückrufen? Warum kann ein Mobiltelefon nicht einfach nur ein Telefon sein? Ich habe das Gefühl, dass wir auch viel unverbindlicher geworden sind, seitdem immer mehr Menschen Handys haben. Man macht sich einen Termin aus, aber keine ganz genaue Uhrzeit und auch keinen Treffpunkt, denn man „ruft sich eh noch zusammen“. Oder man sagt per Sms kurz vorher ab.
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Kurioses Mobiles Als Geschenk für meine Freundin werde ich ein Tagebuch vorschlagen. Ein schönes Büchlein mit leeren Seiten, am besten ein Ringbuch. In so eines kann sie dann auch die Fotos hineinkleben und sie kann es sich anschauen, nicht nur digital am Computer. Sie wird viel erleben im Ausland. Genauso wie mein Freund in Athen, auch ich habe während meines Studienaufenthalts in Spanien viel erlebt. Muss man heutzutage ins Ausland gehen, frage ich mich. Mobil sein, Sprachen können, flexibel sein: Schlagwörter, die in aller Munde sind. Ich bin der Meinung, dass es eine interessante Zeit sein kann, die man im Ausland verbringt, aber ich bin dagegen zu sagen, dass alle Schüler/innen und alle Studenten/innen mindestens ein Jahr im Ausland gewesen sein müssen, um optimal auf das Leben vorbereitet zu sein. Ich fand es schön in Madrid und habe dort viele Erfahrungen gemacht und natürlich auch Spanisch gelernt, aber den Finnisch-Kurs werde ich doch nicht machen. Stattdessen werde ich ein gemütliches Treffen zum Plaudern in einem Kaffeehaus vorschlagen. Alles wird immer flexibler, nicht nur man selber mit Handy und Laptop und allem, was dazu gehört, sondern auch die Arbeitswelt verändert sich. Flexibilität ist das Schlagwort! Auf der einen Seite denke ich mir, dass dies positiv sein kann, man kann sich eventuell auch seine Zeit frei einteilen, sogar von zu Hause aus arbeiten, im Büro sitzen – seinen Arbeitsplatz und die Arbeitszeit selbst gestalten und aussuchen. Es kann aber auch ein Zuviel geben. Wenn man so wie Anna gar nicht mehr zu Hause ist, nur mehr unterwegs, dann ist das sicher zu viel, denke ich mir. Von zu Hause aus arbeiten bringt sicher viele Vorteile mit sich, kann aber auch Nachteile haben. Eine Trennung von Arbeit und restlichem Leben sollte bis zu einem gewissen Grad da sein, sonst verschwimmt alles und ich habe selber erlebt, dass eine zu unklare Trennung zu erhöhtem Stress führen kann, weil sich die Arbeitswelt dann auch zu sehr in das Privatleben hineindrängt und man möglicherweise schlechter abschalten kann nach einem Arbeitstag, wenn einem der Nachhauseweg vom Büro fehlt. Alles in allem finde ich Mobilität und Flexibilität nicht von Grund auf schlecht und ich genieße Vorzüge, die viele Dinge mit sich bringen. Vieles finde ich auch sehr angenehm und möchte ich auch nicht mehr missen. Allerdings fällt mir auf, dass die negativen Seiten von eben all diesen Sachen oft ausgeklammert werden, denn man will ja „in sein“ und „immer am neuesten Stand“. Und genau das sollte nicht passieren und ich werde mich selber an der Nase nehmen müssen, durch zu viel Mobilität meine innere Ruhe nicht zu gefährden – obwohl ich auch des Öfteren in dieser Situation bin und auch nicht alles von heute auf morgen ändern kann. Was ich aber kurzfristig machen kann, ist, nach der Besprechung im Büro mich an diesem sonnigen Tag kurz in die Sonne zu setzen, eine Zeitung in die Hand zu nehmen, zu lesen und einfach nur dazusitzen.
Ein Telefon zum Mitnehmen? Was vor zwanzig Jahren noch völlig undenkbar war, ist heute zur täglichen Realität geworden. Welche mobilen Top-Trends werden uns in den kommenden zwanzig Jahren erwarten? Welches heute noch mega-futuristische Teil, wird in Zukunft zur Standard-Ausrüstung eines jeden Haushalts gehören? Trend Nr. 1: Der mobile Pizza-Ofen Wer kennt das nicht: Nach anstrengendem Zelt Aufbauen mitten in der Natur macht sich beim Camping-Fan der Heißhunger auf eine frische Pizza bemerkbar. Leider mangelt es inmitten der Wildnis manchmal am Pizza-Dienst. Da kann ein ausgesprochener Pizzafan schon mal ungemütlich werden. Besonders in Japan scheint dieses Problem allgegenwärtig zu sein, denn von dort kommt die Erfindung dieses mobilen Pizzaofens, genannt „Pizzaky”. Leicht zerlegbar und somit kaum größer als eine Kaffeemaschine brät er bis zu 30cm große Pizzen. http://blog.ausgefallene-ideen.com/tag/pizza
Trend Nr. 2: Die zusammenrollbare Bratpfanne Es galt bis dato als eines der größten noch ungelösten Probleme der Menschheit. Was tun, wenn man am Wandertag über ein Straußenei stolpert und einen die Lust auf ein leckeres Spiegelei überfällt. Für eine vernünftig große Bratpfanne ist in den wenigsten Rucksäcken Platz, daher blieb das Straußenei oft verschont und der/die Wanderer/in musste hungrig weitergehen. Nun schafft endlich ein englischer Designer Abhilfe. Die zusammenrollbare Pfanne besteht aus zwei Griffen zwischen denen sich ein plasmabehandelter Diphenyl-Silikon-Stoff mit Teflonbeschichtung befindet. Dieser verfestigt sich durch elektrische Impulse und ist nach Gebrauch wieder einrollbar. Leider existiert dieser unverzichtbare Geniestreich erst im Probebetrieb und ist noch nicht erhältlich. http://www.gizmodo.de/2006/10/11/zu_schon_um_wahr_zu_ sein.html Trend Nr. 3: Das mobile Bidet Schon heute käuflich erwerbbar, hat sich dieses Hygiene-MustHave noch nicht ganz am Markt durchgesetzt. Mit einer Batterie ausgestattet, ermöglicht es das mobile Bidet auch beim Zelten oder am Jungscharlager, perfekte Körperhygiene zu wahren. Ein warmer Wasserstrahl mit stufenlos regelbarer Temperatur bereitet Wohlempfinden und Freude. Gehört eigentlich jetzt schon zu den Trend-Items der Saison. http://www.dusch-wc24.de/cleanaday_travelbidet.html Dominik Mach
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Mobiler Glaube Welche Götter mobilisieren Jugendliche heute? Die Frage, was und an wen junge Menschen heute glauben, interessiert die empirische Sozialforschung seitdem es nicht mehr so eindeutig zu sein scheint, welche religiöse Orientierung Jugendliche haben. Früher, in den Jahrzehnten bis in die 1980er Jahre, da schien die Welt noch „in Ordnung“: Der größte Teil der österreichischen Jugendlichen war, wie die Gesamtbevölkerung, einfach katholisch, einige auch evangelisch. Der kleine atheistische Teil der Jugendwelt schien nicht wirklich beunruhigend. Allerdings beschäftigte man sich ab den 1960er Jahren mit so genannten „Jugendreligionen“, also religiösen Gruppen, die vor allem Jugendliche anzogen. Sie wurden als „Sekten“ bezeichnet, ein Begriff, der eigentlich sehr unklar ist und vor allem die Abgrenzung von einer Großkirche betont. Immer noch schienen die Zuordnungen aber eindeutig.
Jungfrau Maria noch an die Auferstehung. Ich war selbst, als ich mit meiner Jugendgruppe Firmvorbereitung machte, etwas verwirrt, als mir gut ein Drittel meiner Gruppe – lauter katholische und für die Firmung bereite Mädchen – erklärte, dass sie an die Wiedergeburt glauben. Und ein Teil davon wieder meinte, dass auch Tiere eine Seele haben.
Autonomie und Selbstbestimmung Der Zugang Jugendlicher zu Religion folgt keinen einfachen Schablonen. Die Pluralisierung in der Gesellschaft hat zur Folge, dass sich Jugendliche auch in religiösen Fragen selbstständig auswählen, was sie überzeugt und was nicht. Dabei stehen unterschiedliche Weltanschauungen und Glaubenssysteme in Konkurrenz zueinander und werden zum Teil kreativ kombiniert. Folgende Tendenzen lassen sich hier festhalten: à Christliche Weltanschauungen im engeren Sinn verlieren zahlenmäßig an Gewicht; à selbstbestimmte und autonome Sinngebung gewinnt an Terrain; Uneindeutiger Glaube à viele Jugendliche (und auch Erwachsene) leben in religiöser Unbestimmtheit, d.h. Die Jugendsoziologie der 1990er Jahre brachte dann allerdings sie legen sich nicht fest; eine neue Sichtweise: Der Glaube der Jugendlichen sei gar nicht à weit verbreitet ist das „Bricolage“, also das Zusammenbasteln von Glaubensvorso eindeutig wie angenommen, lautete die Erkenntnis. Es schien, stellungen. als mischten sich die religiösen Vorstellungen zunehmend. So wurde festgestellt, dass es formell katholische Jugendliche gab, Die österreichische Jugendwertestudie 2006/07 zeigt folgendes Bild der aktuellen die an die Reinkarnation glaubten und damit den katholischen Jugendreligiosität: 70 Prozent sagen, ja, ich glaube an Gott. Im Jahr 2000 waren es Glaubensgrundsatz von der Auferstehung der Toten leugneten. nur 50 Prozent. Trotzdem bezeichnet sich nur ein Drittel der Befragten als religiös. Unter Die Herausforderung durch Elemente fernöstlicher Religionen den wichtigen Lebensbereichen rangiert die Religion knapp gefolgt von der Politik an erschien da als die größte. Nirwana statt Himmelreich, Räucher- vorletzter. stäbchen statt Weihrauchkessel, buddhistische Meditation statt Die Selbsteinschätzung „Ich bin ein religiöser Mensch“ sank von 52 Prozent im Jahr Gebet, so kamen die bisherigen Eckpunkte eines religiösen Welt- 1990 auf 42 Prozent im Jahr 2000 und auf jetzt nur noch 34 Prozent. Die Entkirchlibildes durcheinander. Wie aber sollte man Jugendliche einordnen, chung dagegen scheint allerdings ihren vorläufigen Höhepunkt erreicht zu haben, im die zwar Elemente fernöstlicher Religionen aufgenommen hatten, Zeitraum zwischen 2000 und 2006 stagniert sie. Den christlichen Kirchen wird nach aber dennoch ins christliche Taizé pilgerten? Und wie solche wie vor von knapp einem Fünftel der jungen Menschen Kompetenz in moralischen Jugendliche, die bei Weltjugendtagen dem Papst zujubelten, die und sozialen Fragen zugesprochen. In ihrer „Schlüsselkompetenz“, nämlich Antworten dort propagierte Sexualmoral aber nicht allzu ernst nahmen? auf Fragen nach dem Lebenssinn geben zu können, haben die Kirchen signifikant an Gerade im Bereich der Sexualität wurde am stärksten deutlich, Achtung verloren. Nur noch knapp ein Drittel der Befragten traut den Kirchen diese dass die Lehren der christlichen Kirchen wenig Beachtung bei Fähigkeit zu. Jugendlichen fanden und finden. Im Kasten findet sich eine Zusammenfassung der Ergebnisse der jüngsten Shell-JugendJugendliche, so beobachtete die Religionssoziologie, wissen hier studie von 2006 mit anderen Zahlen. sehr genau zu differenzieren. Die Person Jesu und die zentrale Ich möchte hier übrigens zur Skepsis gegenüber den quantitativen Daten ermutigen; Botschaft der Bergpredigt können sehr wohl von Interesse sein, man darf diese nicht als genaue Angaben verstehen, sondern als Tendenzen. Ob Relidie kirchliche Moral aber wird abgelehnt. Manche Jugendliche gion im Leben der Jugendlichen nun wichtiger wird oder nicht, wird wohl noch einige sind gerne in einer kirchlichen Jugendgruppe beheimatet und Jahre lange umstritten bleiben. besuchen christliche Großevents, glauben aber weder an die
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Shell-Jugendstudie 2006: Keine Renaissance der Religion Die emotionale Vergewisserung der eigenen Kultur geht bisher nicht mit einer Aufwertung oder gar »Renaissance« der Religion einher. Zwar waren Jugendliche im Zusammenhang mit dem Tod des letzten und beim Besuch des neuen Papstes auf dem Weltjugendtag in Köln in den Medien besonders präsent. Außerdem ist die große Masse der Jugend mit Ausnahme der allermeisten ostdeutschen Jugendlichen weiterhin konfessionell gebunden. Dennoch haben Wertesystem und praktisches Verhalten der meisten Jugendlichen nach wie vor nur eine mäßige Beziehung zu kirchlich-religiösen Glaubensvorgaben. Nur 30% der Jugendlichen bekennen sich in einem kirchennahen Sinn als religiös, indem sie an einen persönlichen Gott glauben. Weitere 19% glauben an eine unpersönliche höhere Macht. Sie pflegen damit, besonders wenn sie älter werden, einen Glauben, der nur sehr bedingt etwas mit dem Glaubenssystem der Kirchen zu tun hat. Viele Jugendliche sind glaubensunsicher (23%), besonders unter den jüngeren Jugendlichen. Weitere 28% meinen konsequent, dass sie weder an Gott noch an eine höhere Macht glauben. Diese Absage an die Religion nimmt, ebenso wie der unkonventionelle Glaube an eine höhere Macht, mit dem Alter zu. Nimmt man alle verfügbaren Daten der letzten Jahre zusammen, dann zeigt sich eine im Wesentlichen unveränderte Einstellung Jugendlicher zur Religion. Dass dennoch viele Jugendliche auf kirchlichen Großveranstaltungen und in der kirchlichen Jugendarbeit präsent sind, erklärt sich daraus, dass viele eine prinzipiell wohlwollende Einstellung zur Kirche haben. 69% finden es gut, dass es die Kirche gibt. Nur 27% der Jugendlichen meinen, dass es, wenn es nach ihnen ginge, die Kirche nicht mehr zu geben brauchte. Dieses generelle Wohlwollen geht aber mit einer weit verbreiteten Kirchenkritik einher. 68% der Jugendlichen finden, die Kirche müsse sich ändern, wenn sie eine Zukunft haben will, 65% sagen, die Kirche hätte keine Antworten auf die Fragen, die sie wirklich bewegen. Das heißt, dass an der Schnittstelle der kirchlich-religiösen Angebote zum Wertesystem und zum Leben der Jugendlichen der Einfluss der Kirchen zumeist endet. aus: http://www.shell.com/home/content/de-de/society_environment/jugendstudie/2006/jugendstudie2006_renaissance_religion.html; 3.9.2007
Zuletzt: Was wissen wir vom Glauben der Jugendlichen früher? Eine letzte Frage sei nun erlaubt, nachdem in diesem Artikel die Vielfalt der Glaubensvorstellungen von Jugendlichen heute dargestellt wurde: Was glaubten junge Menschen früher? War der Glaube unserer Großeltern tatsächlich so viel eindeutiger als jener der Jugendlichen heute? Studiert man Quellen zur Mentalitätsgeschichte, dann zweifelt man daran. Auch früher waren Jugendliche kritisch und konstruierten sich ihre Glaubenswelten in Abgrenzung zur Erwachsenenwelt. Freilich war es schwerer, alternative Glaubensvorstellungen öffentlich zu präsentieren, als heute, aber wer konnte schon die inneren Glaubensvorstellungen kontrollieren? Nihilismus lässt sich auch in der Literatur der Romantik finden, Naturkosmologie und nekrophiler Todeskult („Grufties“) sowieso. Es ist schwer darüber Auskunft zu geben, wie sich Welt- und Glaubensbilder in früheren Jahrzehnten quantitativ verteilten. Dennoch ist es wichtig, die aktuellen Ergebnisse der Jugendsoziologie bezüglich des Glaubens der Jugendlichen historisch etwas zu relativieren. Es darf aber vermutet werden, dass der Glaube der jungen Menschen die Großinstitution Kirche immer wieder herausgefordert hat. Gerald Faschingeder
Quellen & Lesehinweise: Christian Friesl/Regina Polak (Hg.), Die Suche nach der religiösen Aura. Analysen zum Verhältnis von Jugend und Religion in Europa, Graz 1999. Regina Polak (Hg.), Megatrend Religion? Neue Religiositäten in Europa, Ostfildern 2002. Österreichische Jugendwertestudie 2006/07, siehe http://www. univie.ac.at/ktf/content/site/pt/forschung/projekteaps/ARTICLE/1291.html.
Buchtipp von der STUBE* Geschichten vom Roll und vom Ruh „Roll“, sagt das Ruh, „lass uns die Rollen tauschen. Du bist von jetzt an das Ruh, und ich bin du.“ „Meinetwegen“, sagt das Roll, „Hauptsache, es gibt uns beide!“ Streit, Schmerz, Zärtlichkeit, Abschied, Angst und Kuchenbacken: In prägnanten und sprachlich sehr einfühlsamen Mini-Dramen kommen das Roll und das Ruh miteinander in Bewegung. Fast symbolhaft werden dabei Szenen aus dem Alltag von Beziehungen inszeniert – sei es zwischen Elternteil und Kind, Freunden/innen oder Liebenden. Verena Ballhaus unterstützt den Text mit ihren variantenreichen, spielerischen und naivgeistreichen Zeichnungen. Sie lässt die zwei stark abstrahierten Protagonist/innen auf geometrischen Farbflächen, kindlichem „Krixi-Kraxsi“ und Collagen aus verschiedenen Schriftstücken auftreten, sie bleiben klar voneinander zu unterscheidende Figuren und gehen doch manchmal ineinander über. Eine Gesamt-Inszenierung von 15 kurzen Szenen, die wunderbar geeignet sind zum Vorlesen, Nachspielen, Weitererzählen und natürlich zum Miteinander-ins-Gespräch-Kommen. Ab 6 Jahren. Brigitte Schär. Geschichten vom Roll und vom Ruh. Ill v. Verena Ballhaus. Zürich: Bajazzo 2006, 30 S., €14,30. ISBN 3-907588-72-X *STUBE „Studien- und Beratungsstelle für Kinder- und Jugendliteratur“, 1010 Wien, Bräunerstraße 3/8, 01/51552/ 3784, Fax: -3787, http://www.stube.at, e-mail: stube@stube.at
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Menschen wandern. Und auch nicht.
Die derzeit gestaltete Form der Globalisierung bringt im Bereich der Migration absurde Gegensätze mit sich: Güter, Dienstleistungen und Finanzen dürfen und sollen möglichst frei und ungehindert über nationale Grenzen hinweg gehandelt und verschoben werden. Liberalisierung wird großgeschrieben. Ganz anders, wenn es um die freie Bewegung von Menschen geht. Hier gilt In der Gruppenstunde beschäftigt ihr genau das Gegenteil: den Zuzug beschränken, je nach arbeits- euch zunächst mit Lebensgeschichten von und sozialpolitischer Nützlichkeit. Menschen, die gewandert sind und die ein besseres Leben suchen. Dann überlegt ihr, Menschen sind immer gewandert. Migration ist also ein Phäno- was für euch die Dinge sind, die ein „gutes men, das es immer schon gibt. Aber neu sind die Formen, das Leben“ ausmachen. Bis zur nächsten GrupAusmaß und die politische Dimension der Wanderungen sowie penstunde könnt ihr dann herausfinden, die Fragen, die sich dadurch stellen. Menschen verlassen aus den woher die Menschen in eurer Umgebung unterschiedlichsten Gründen ihre Heimat: Sie hoffen, woanders kommen bzw. gekommen sind. ihre Lebensqualität verbessern zu können, einen besseren Job und mehr Lohn zu erhalten. In ihrer Heimat herrscht Krieg, eine Naturkatastrophe hat ihre Lebensgrundlage entzogen oder sie werden à Kärtchen und Stifte aus ihrer Heimat vertrieben, wollen woanders ein neues Leben à Lebensgeschichten (findest du auf der beginnen... Armut, Vertreibung und die Suche nach Arbeit sind Homepage http://wien.jungschar.at/ jedoch unzureichende Erklärungen für Migration: Wenn Armut kumquat) Migration auslöst – warum wandern dann so viele Menschen, die à Steine arm sind, nicht? Warum wandern mehr Menschen aus der Türkei à evtl. Rosen als z.B. aus Bangladesh, einem der ärmsten Länder der Welt? Überhaupt wandert nur ein sehr kleiner Teil der Menschheit: Die Einstieg Migration hat zwar zahlenmäßig seit den 80er Jahren stark zuge- Als Einstiegsspiel könnt ihr „Ich packe nommen. Der Anteil von Menschen an der Weltbevölkerung, die meinen Koffer…“ spielen. Was packt ihr wandern, ist jedoch mit 2-3% in den letzten 20 Jahren ziemlich alles ein, wenn ihr länger von zu Hause gleich geblieben und eigentlich sehr niedrig. Wieso wandern 97% weg seid? Was darf auf keinen Fall fehlen? der Menschen NICHT? Ein Kind nennt einen Gegenstand, gemeinsam wiederholt ihr ihn, das nächste Kind Migration ist nicht einfach ein Ergebnis von Lohnunterschieden nennt einen weiteren Gegenstand, nun oder von ungleichen Arbeitsmärkten. Menschen wandern nicht wiederholt ihr gemeinsam die schon einfach aus armen in reiche Länder. Migration ist immer gelenkt gepackten Gegenstände, so wird eure und geformt. Als es z.B. in den 60er Jahren in Westeuropa einen Packliste länger und länger... Bedarf an Arbeitskräften gab, wurden „Gastarbeiter“ aus Ländern wie Jugoslawien und der Türkei angeworben. Somit gibt es Menschen, die wandern in Westeuropa viele Menschen, die aus diesen Ländern kommen. Du hast Portraits und Lebensgeschichten Das war also ein selektiver, gesteuerter Prozess. Ein wichtiges von Menschen mitgebracht (siehe KästKriterium, um seine Heimat zu verlassen, ist auch, ob es Netz- chen, weitere auf der Homepage http:// werke gibt, die die Migration erleichtern. Wenn man Verwandte wien.jungschar.at/kumquat), die gewanoder Freund/innen hat, die bereits gewandert sind, ist es wahr- dert sind. Teilt euch zu den verschiedenen scheinlicher, auch zu wandern, als wenn man diese Netzwerke Geschichten auf und lest sie durch. Im nicht hat. Außerdem sind es auch nicht die Ärmsten der Armen, Anschluss erzählt ihr den anderen davon, die wandern, denn diese könnten sich die Kosten der Migration und zwar so: Ihr überlegt, wer von euch gar nicht leisten. eine/n Interviewer/in spielen möchte und wer die Geschichte des/der Migrant/in Migrant/innen machen sich auf den Weg, um Verände- übernimmt. Der/die Interviewer/in stellt rungen zu suchen ihm/ihr Fragen zu seinem/ihren Leben: Viele der Gründe für Migration haben damit zu tun, das Leben Woher kommst du? Wo lebst du jetzt? verbessern zu wollen bzw. zu müssen, oft nicht für sich selber, Warum bist du von zu Hause weggeganaber für die Familie oder für die Kinder. gen? Welche Schwierigkeiten stellten sich Was es heißt, ein „gutes Leben“ zu haben, ist sicher nicht allge- dir in den Weg? Was hat dir geholfen, es mein und für alle zu sagen, aber es wird Dinge geben, die wahr- leichter für dich gemacht? scheinlich für viele Menschen auf der ganzen Welt dazugehören. Wir können uns in der Gruppenstunde überlegen, was es für uns bedeuten könnte.
Ablauf
Menschen
Gruppenstunde für 11- bis 14-Jähri Von Clara Handler
Material
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Clara Handler
Alexander Müller Alex studiert Geschichte in Wien, dzt. ist er auf Auslandssemester in Belgien. Ich wollte immer schon mal im Ausland leben. Das im Rahmen meines Studiums zu tun, bietet sich besonders an, weil es viele Programme gibt, die das unterstützen. Außerdem ist es immer mehr gefragt, an mehreren Universitäten zu studieren. Ich habe mich für Belgien entschieden, weil ich dadurch mein Französisch aufbessern kann und ich es wichtig finde, mehrere Sprachen zu können. Ich finde es interessant zu sehen, dass Uni auch anders ablaufen kann als bei uns. Außerdem finde ich es schön, Leute aus der ganzen Welt kennen zu lernen. Leider kenne ich noch sehr wenige Belgier/ innen, sondern v.a. andere Student/innen aus anderen Ländern. Aber das wird sich ja vielleicht noch ändern. Da Belgien auch nicht allzu weit von Wien entfernt ist, kann ich zumindest zu Weihnachten nach Hause fahren, darauf freue ich mich schon, denn ich vermisse meine Freund/innen und auch meine Familie. Meine Schwester hat ein Kind bekommen und ich finde es schade, dass ich die ersten Monate meines Neffen „verpasse“.
wandern
ige
Nun habt ihr in Form der Geschichten, die ihr gelesen habt und die ihr euch in Interviewform erzählt habt, schon einiges über die Gründe, warum Menschen migrieren, gehört. Sammelt auf Kärtchen auf, was solche Gründe sein können, die Menschen dazu bringen, ihre Heimat zu verlassen. Ihr könnt die Kärtchen nebeneinander wie einen Weg auflegen. Dann sammelt ihr, z.B. auf Steinen, was die Schwierigkeiten sind, die ihnen in den Weg gelegt werden. Die Steine platziert ihr auf dem Weg aus Kärtchen.
Anna Moradian Anna und ihre Familie leben heute in Griechenland. Sie sind armenische Christ/innen aus Teheran. Anna war noch klein, als Das gute Leben sie aus dem Iran weggingen. Viele dieser Gründe haben wahrscheinlich mit existentiellen Bedürfnissen zu tun, andere damit, ein besseres, schöneres Leben zu haben. Was bedeutet ein gutes, schönes Leben „Wir sind eine sechsköpfige Familie. Als wir den Iran verließen, für uns? war ich sieben Jahre alt. Ich kann mich nicht an viel erinnern, Jedes Kind kann für sich selbst überlegen, oder ihr überlegt zu zweit, welche Dinge aber ich erinnere mich an unsere Verwandten und Freund/innen. für euch wichtig im Leben sind, die euch das Leben schöner machen, die für euch zu Ich vermisse meine Großmutter, die ich sehr liebte. einem guten Leben dazugehören. Schreibt sie auf Kärtchen auf, die Kinder können sie Ich weiß nicht mehr genau, wann wir beschlossen fortzugehen. dann den anderen vorlesen. Ich weiß noch, dass das Wort Griechenland fiel, was mir sehr fremd vorkam, denn damals kannte ich nur den Iran. Wenn du möchtest, kannst du auch Rosen mitbringen, die als Symbol für das Gute und Es war wirklich sehr schwer, als wir in Griechenland ankamen, Schöne im Leben stehen. So forderten z.B. die Frauen der Arbeiterinnenbewegung bei denn wir konnten die Sprache nicht. Zum Glück wurden wir vom ihrem Kampf um bessere Arbeitsbedingungen „Brot und Rosen“, im gleichnamigen Lied Flughafen von Freunden abgeholt, also waren wir nicht ganz singen sie davon, dass kein Mensch nur vom Brot – also nur von reiner Grundbedürfverloren. nissättigung leben kann. Sondern dass wir Menschen, um ein gutes Leben zu haben, Wir gingen zur Schule, begannen Griechisch zu lernen, und lang- auch die Rosen – also alles Schöne und Gute – brauchen. Die Kinder können darauf sam, ganz langsam schloss ich mich anderen Kindern an. Es gab ihre Kärtchen befestigen und dann eine Rose mit nach Hause nehmen. viele Kinder aus dem Iran, es war also nicht so schlimm, dass ich noch nicht Griechisch sprach. Woher kommst du? Die anderen Kinder lachten uns aus, wenn wir uns in unserer Eine spannende Frage könnte sein, nachzufragen, woher die Sprache unterhielten. Sie waren uns gegenüber sehr abweisend, Menschen in eurer Umgebung eigentlich kommen. Nehmt euch das war nicht schön. Es war schwer für mich, aber ich habe nicht vor, bis zur nächsten Stunde je 5-10 Menschen (eure Oma, euren aufgegeben. Nachbarn, eine Lehrerin, den Verkäufer im Lebensmittelgeschäft, Nun mag ich Griechenland sehr. Man kann hier so viel unterneh- ein Kind im Park o.Ä.) zu befragen, woher ihre Eltern kommen men. Ich mache im Augenblick einen Computerkurs und ich lerne oder gekommen sind. In der nächsten Stunde könnt ihr euch dann tanzen. Am schwersten war es für meinen Vater, Arbeit zu finden, die Geschichten, die ihr gehört habt, erzählen und sammeln, auf weil er die Sprache nicht konnte. Es ist auch heute nicht leicht für wie viele Länder und/oder Regionen ihr gekommen seid! ihn, Arbeit zu finden, obwohl er die Sprache schon besser kann. Ich weiß, dass er sich Sorgen macht, aber er zeigt es nicht.
Gekürzte Version aus der Bildungsmappe des UNHCR: „In einer neuen Heimat“
Mobil „Mobil“ – ein Wort, das Assoziationen wie „jugendlich“ und „dynamisch“ weckt. Doch gerade in einem Lebensabschnitt, in dem Menschen eben nicht mehr jugendlich und dynamisch sind, kann dieses Wort eine ganz andere Bedeutung bekommen: Viele Hilfsorganisationen, wie z.B. die Caritas Socialis oder das Hilfswerk, bieten so genannte mobile Pflege- und Hospizdienste an. Damit ist gemeint, dass Menschen, die dauerhaft pflegebedürftig sind oder am Ende ihres Lebens stehen, diese Zeit daheim, in ihrer gewohnten Umgebung, verbringen können und von mobilen Krankenschwestern/-pflegern oder Ärzt/innen betreut werden. Gerade in einer Lebensphase, die von schwierigen Themen wie Schmerz, Abhängigkeit und Abschied geprägt ist, kann die Ver-
trautheit des eigenen Zuhauses ein wichtiger Beitrag für Lebensqualität und Wohlbefinden sein. Natürlich bringt diese Form von Mobilität auch einen gewissen finanziellen Aufwand mit sich, der sich aber in einem durchaus machbaren Rahmen bewegt. So meint etwa ein Mitarbeiter eines mobilen Hospizdienstes: „Dieser Wert ist eine beherrschbare Summe, die in einer solidarischen Gesellschaft finanzierbar sein muss, um ein Verabschieden in Würde und Geborgenheit aus dieser Welt zu ermöglichen.“ (Quelle: http://www.cs.or.at/presse-detail.asp?ID=10). Kathrin Wexberg
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Wenn eine eine Reise tut… Letztes Wochenende habe ich wieder einmal meine Großeltern im Waldviertel besucht. Ich weiß, ich weiß, ein paar Tage bei meinen Verwandten zu verbringen, ist jetzt nicht das ultimative Highlight, über das jede/r erfahren muss. Außerdem könnte ich genauso gut von einigen anderen Reisen der letzten Jahre schreiben, die weitaus spannender oder erholsamer waren oder die mich auch einfach weiter weg führten.
Besonders oft passiert das, wenn ich über Essen rede. Da gefällt mir das Dialekt-Wort auch meistens besser. Eine meiner Lieblingsspeisen heißt zum Beispiel „Eapfeschewal“. Die wörtliche Übersetzung wäre „Kartoffelschöberl“ – ein fürchterliches Wort, wie ich finde.
Doch trotzdem erzähle ich genau davon. Denn jedes Mal, wenn ich dort aus dem Zug Das ist übrigens bei weitem nicht die einzige kulinarische Köstoder aus dem Auto steige, finde ich mich in einer anderen Welt wieder. Obwohl es doch lichkeit. Wer einmal waldviertler Erdäpfelknödel („Eapfeknel“) oder eine waldviertler Mehlspeise („bocht“) wie den berühmten nur 2 Auto- oder 2,5 Zugstunden von Wien entfernt ist. Mohnstrudel gegessen hat, weiß, was ich meine. (Kurze WerbeDer Ort, aus dem meine Familie kommt, liegt im nördlichsten Eck Niederösterreichs und einschaltung: Probiert das unbedingt mal aus!) hat geschätzte 120 Einwohner/innen. 120 Menschen, die ich kenne (einige davon zwar nur flüchtig, aber immerhin) und die mich kennen. Gehe ich vor die Haustür, treffe ich Ich bin froh, an zwei so unterschiedlichen Orten zu Hause zu mit ziemlicher Sicherheit einige Leute, die mich freundlich begrüßen und sich nett mit sein. Auf der einen Seite das kleine Dorf, in dem meine Wurzeln liegen; auf der anderen Seite die Großstadt, in der ich seit Jahren mir unterhalten. gerne lebe. So mühsam das Pendeln auch ist, ich möchte keine Wenn ich dann nach einem Wochenende nach Wien zurückkomme, fällt mir die Anony- der beiden Heimaten missen. mität besonders auf. Hier kennt man vielleicht die Leute aus dem eigenen Haus, dann noch ein paar aus derselben Straße und noch eine Handvoll, die man jeden Tag auf dem Sandra Fiedler Weg zur Schule/Uni/Arbeit trifft. In Jetzles kennt jede/r jede/n. Den Ortsnamen spricht übrigens niemand so aus, wie man ihn schreibt. Er heißt „Miazlas“. So wie Kartoffelpuffer „Eapfeblatzl“, Kräuteraufstrich „Topfakas“ und rückwärts „oaschlinks“ heißt. Wenn jemand aus dem Ort einige Leute, die „oagad“ wohnen (also in der Einöde) mit dem Auto nach Vitis1 in die Messe bringt, nennt man das „Kiachaleit fian“. In der Regel spreche ich ja Hochdeutsch aber es geht jedes Mal wieder bemerkenswert schnell, dass ich ins Waldviertlerische wechsle. Viele dieser Begriffe verwende ich ganz automatisch. Manchmal muss ich sogar ein paar Sekunden nachdenken, bis mir das hochdeutsche „Vokabel“ dazu einfällt. 1
nächster größerer Ort mit Kirche
Werden wir tatsächlich immer mobiler? Verfolgt man Diskussionen diverser Expert/innen, dann ist die steigende bzw. gestiegene Mobilität immer wieder ein Argument für den Bau von Straßen, für die Notwendigkeit geänderter Öffnungszeiten,… Aber was ist damit gemeint? Im Verkehrswesen versteht man unter der Mobilität die Anzahl der Wege pro Person und pro Tag. Diese hat sich (durchschnittlich) in den letzten 100 Jahren nicht wesentlich geändert und liegt konstant zwischen 3 und 4 Wegen (auch wenn dies individuell unterschiedlich sein mag). Zugenommen hat die Entfernung, da durch die Verbesserung der Technologie (U-Bahnen, schnellere Autos, bessere Straßen,…) in der gleichen Zeit ein längerer Weg zurückgelegt werden kann. Und so ist es heute möglich, z.B. täglich aus der Steiermark nach Wien zu pendeln, auch wenn dies mit einem hohen Aufwand (zeitlich und finanziell) verbunden ist.
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Was aufs erste positiv wirken mag (ist ja schön, wenn ich schneller weiter weg bin), birgt bei näherem Hinschauen einige Probleme in sich: Nicht alle Menschen sind in der Lage, weite Wege (alleine) auf sich zu nehmen. Dies betrifft v.a. Kinder und alte Menschen. Das war früher auch so, aber da war es für alle Menschen mühsamer, weil z.B. noch niemand ein Auto besaß. Heute haben manche die Möglichkeit, sehr weite Wege zurückzulegen, und andere können sich nur einige 100m alleine bewegen und sind auf Unterstützung durch andere angewiesen. Was anfänglich noch freie Wahl ist (kaufe ich im Ort oder fahre ich woanders hin), wird ein paar Jahre später zu einer Einschränkung (nun muss ich zum Einkaufen woanders hinfahren, weil es kein Geschäft mehr im Ort gibt). Ortschaften, die nur noch aus Wohnhäusern bestehen und denen jegliche (soziale) Infrastruktur (Geschäfte, Post, Gasthaus,…) fehlt sind eine der Folgen. Das führt dann zu Schüler/innen und Arbeitnehmer/innen, die pendeln und weite Wege auf sich nehmen (müssen), was dann wieder zu weniger Freizeit,... führt. Und so werden wir nicht nur mobiler, sondern immer mehr gezwungen, lange Wege auf uns zu nehmen, um in der Ferne etwas zu bekommen, was früher in der Nähe war. Christina Schneider
Die Seite für Jungschar -Verantwortliche Offenbar
Wer will, wer mag, wer hat noch nicht? Jetzt, wo das Arbeitsjahr schon so richtig Gewohnheit ist, fällt dir vielleicht auf, dass du viel mehr Aufgaben erledigst, als du geplant hattest. Zeit also, einige Aufgaben zu delegieren. Dafür ist es sinnvoll, dir einen Überblick über alle in der Gruppenleiter/innen-Runde anfallenden Arbeiten zu machen und zu überlegen, ob das etwas ist, was auch jemand anderer gut machen kann, bzw. was es bräuchte, damit diese Aufgabe nicht an dir hängen bleibt. Dann könnt ihr bei der nächsten Besprechung Aufgaben (neu) verteilen. Dabei könnt ihr auch gemeinsam besprechen, welche Erwartungen daran geknüpft sind: Muss es so sein, wie bisher? Gibt es Gestaltungsspielraum? Worauf legt ihr Wert?… Konkrete Tipps findest du im Artikel „Selbstschutz und Delegation“ bzw. in einem Modell zur Aufgabenverteilung in der Gruppenleiter/innen-Runde unter http://wien.jungschar.at/context. xxx
Es ist wieder soweit! Die Offen-Bar startet ins neue Jahr und bietet wieder die Möglichkeit, dich mit anderen Pfarrverantwortlichen und auch mit Gruppenleiter/innen zu vernetzen und über die verschiedensten Themen auszutauschen, die ihr natürlich frei wählen könnt. Von Schwierigkeiten in der Pfarre über Ideen für die Gruppenstunde bis hin zu Tipps für die Gruppenleiter/innenRunde – alles hat in der Offen-Bar Platz. Wir freuen uns schon, euch am 20. November ab 19 Uhr im Jungscharbüro (Alserstraße 19, 1080 Wien) zu sehen und mit euch bei einigen Cocktails gemütlich zu plaudern. xxx Clemens Huber und Sandra Fiedler
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O du fröhliche... eine Idee für die Gruppenleiter/innen-Runde Im Advent ist es fast unmöglich, ihnen zu entgehen: den Weihnachtsliedern, die aus dem Radio tönen, in Kaufhäusern und auf Weihnachtsmärkten gespielt werden. Zeit, sich damit kritisch auseinanderzusetzen: Nehmt euch Liedtexte von konventionellen und alternativen Weihnachtsliedern (die
findest du z.B. unter http://www.golyr. de) und bastelt in Kleingruppen daraus eigene Lieder. Dafür braucht ihr nur die Liedtexte in mehrfacher Ausführung, Scheren und Stifte und schon kann es ans Zerschnipseln, Neu-Zusammensetzen und Dazudichten gehen. xxx Christina Schneider
Christina Schneider
wien.jungschar.at/context
Jungschar-Forum Wir laden dich herzlich zum ersten Jungschar-Forum im Arbeitsjahr 2007/08 ein! Am Samstag, dem 12. Jänner 2008, gibt’s von 15 bis 19 Uhr im JS-Büro (Alserstraße 19, 1080 Wien) die Möglichkeit, andere Pfarrverantwortliche aus der ganzen Diözese zu treffen. Neben Austausch mit anderen Jungscharleuten gibt’s aktuelle Infos von der Diözesanleitung und hilfreiche Ideen und Tipps. Falls du als Pfarrverantwortliche/r keine Zeit hast, können gerne bis zu zwei andere Gruppenleiter/innen aus deiner Pfarre kommen. Im Anschluss an das Jungschar-Forum wollen wir ab 19 Uhr beim DKA-Cocktail auf eine gelungene Sternsingeraktion anstoßen. xxx Jutta Niedermayer
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lebensraum
lebensraum Warum tu ich mir das eigentlich an?
Motivation für dich und die anderen Gruppenleiter/ Warum mache ich Jungschararbeit? Diese Frage stellt sich jede/r GruppenleiterIn unweigerlich hin und wieder. Der folgende Impuls beschäftigt sich mit der eigenen Motivation und wie man sich von anderen anstecken lassen kann. Demotiviert? – Darf ich das so sagen? Es ist durchaus in Ordnung zu sagen, dass es im Moment ein bisschen an Motivation fehlt und man an dieser Stelle ein paar gute Ratschläge brauchen könnte. Statt mehr darüber nachzudenken, was dich im Moment demotiviert, versuch doch deinen Blick nach vorne zu richten und vielleicht nach Möglichkeiten zu suchen, die dich wieder motivieren können. Demotivation kann unterschiedliche Ursachen haben: Es kann eine schwierige Situation in der Gruppenstunde sein, mit der du nicht so glücklich bist, es kann aber auch ein/e andere/r GruppenleiterIn sein, mit dem/der du vielleicht seit Längerem nicht mehr klar kommst. Ebenso kann es demotivierend sein, wenn man jedes Mal, bevor die Kinder kommen, den JS-Raum erst vom Saustall befreien muss, damit man sich irgendwo hinsetzen kann. Deine Kids haben vielleicht gerade viel Stress in der Schule und sind deswegen besonders unruhig und unaufmerksam, oder dich beschäftigen gewisse Dinge in der Schule oder auf der Uni, die dir den letzten Nerv rauben. Wenn du das Gefühl hast, dass es für dich im Moment einfach nicht mehr passt, wäre es wichtig zu überlegen, woran denn das liegen könnte und welche Faktoren dein Gefühl der Demotivation noch verstärken.
Möglichkeiten, Motivation wieder zu finden …Austausch in der Gruppenleiter/innen-Runde Nicht immer gelingt es, sich selbst aus einem Tief wieder herauszuholen. Da kann es sehr angenehm sein, sich mit anderen Gruppenleiter/innen darüber zu unterhalten, was sie denn so unternehmen, wenn sie merken, dass ihnen im Moment die Kraft oder die Zeit fehlt. Oft bekommt man so hilfreiche Tipps, um wieder Energie zu tanken. So ein Austausch kann auch mit unterschiedlichen Methoden ausprobiert werden: Wenn ihr euch in der Gruppenleiter/innen-Runde mit diesem Thema beschäftigen wollt, wäre es gut, euch genügend Zeit dafür zu nehmen. So ein Thema sollte niemals nebenbei oder unter Zeitdruck behandelt werden, denn dann hätte das wahrscheinlich nicht den gewünschten Effekt. Vereinbart eventuell einen Extratermin, an dem ihr euch damit beschäftigt, oder plant in einer Besprechung eine gewisse Zeit ein, die ihr diesem Thema widmen wollt. Hier eine Idee, wie ihr euch mit diesem Thema auseinandersetzen könnt: Zu Beginn überlegt jede/r für sich, was denn die Dinge sind, die ihn/sie an der Jungschararbeit motivieren, z.B. die Begeisterung der Kinder, eine gelungene Aktion,… und schreibt diese auf grüne Kärtchen. Dann werden auf roten Kärtchen Situationen gesammelt, in denen es zu Demotivierung kommen kann. Grüne und rote Kärtchen stellt ihr einander nun vor. Danach überlegt ihr gemeinsam, wie man in diesen Situationen Unterstützung finden kann bzw. ob sich schon im Vorfeld etwas ändern lässt, wodurch solch demotivierende Situationen verhindert werden können. Zum Beispiel: Wenn der Jungscharraum im Chaos versinkt, machen wir eine gemeinsame Aufräumaktion mit fetziger Musik, oder das Waschen der Sternsinger-Gewänder teilen wir untereinander auf, damit das nicht eine/r alleine machen muss. …in der Gruppenleiter/innen-Runde über das kommende Jahr nachdenken Alleine oder zu zweit über das kommende Jahr nachdenken und Aktionen planen läuft meistens ziemlich gleich ab, aber man kann das auch einmal mit der Gruppenleiter/ innen-Runde ausprobieren und zwar auf eine andere Art und Weise als sonst: Jede/r Gruppenleiter/in erhält ein DIN A3-Blatt Papier, Stifte, Zahnstocher und grüne und schwarze Klebepunkte. Mit diesen Hilfsmitteln soll sich nun jede/r für sich überlegen, wie das kommende Jungscharjahr als Weg dargestellt aussehen könnte. à Wo liegen die größten Chancen? (grüne Klebepunkte) à Wo könnte es zu Spannungen kommen? (schwarze Klebepunkte) à Was kann mir über Probleme hinweghelfen? (Zahnstocher) Wenn alle Gruppenleiter/innen fertig sind, könnt ihr in Kleingruppen über eure Wege sprechen oder jene Gruppenleiter/innen tun sich zusammen, die gemeinsam eine Gruppe leiten.
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/innen …ein Gruppenleiter/innen-Event oder Wochenende Um einmal nicht an die Arbeit in der JS denken zu müssen, sondern die Gruppenleiter/innen-Runde auch von einer anderen Seite sehen zu können, eignen sich so genannte Gruppenleiter/innenEvents. Damit euch der Spaß, den ihr miteinander habt, nicht irgendwann verloren geht, könnt ihr so einen Abend oder ein Wochenende ja fix in eure Jahresplanung mit einbeziehen. Eure Gruppenleiter/innen-Runde kann gemeinsam einen Nachmittag, Abend,… wegfahren, -gehen und egal wo ihr seid, was ihr dort tut, wie lange es dauert, es soll dabei nicht um eure Arbeit gehen, sondern nur um euren Spaß. Eure Jahresplanung kann zum Beispiel an einem Wochenende stattfinden. Es muss nicht das ganze Wochenende mit Arbeiten verbracht werden, sondern ihr könnt einplanen, dass ihr am Abend auch einmal für euch als Gruppenleiter/innen-Runde Zeit habt. Ihr habt dabei die Chance, euch wieder ein bisschen besser kennen zu lernen und Dinge zu tun, zu denen ihr normaler Weise nicht kommt. So erlebt ihr die Jungschar vielleicht wieder einmal so, wie es eure Kinder auch tun. Zu sehen, wie viel Spaß und Freude du auch mit den anderen Gruppenleiter/innen haben kannst, hat mit Sicherheit auch einen positiven Effekt auf deine Motivation. …gemeinsam neue Ideen suchen Gerade wenn man schon seit langer Zeit eine Gruppe gemeinsam macht und viele Dinge ausprobiert hat, kommt manchmal das Gefühl auf, dass einem die Ideen ausgehen. An dieser Stelle kann es für dich und deine/n Co-Gruppenleiter/in spannend sein, wieder einmal einen Nachmittag zum Brainstormen einzulegen, an dem ihr in alten Aufzeichnungen schmökert und euch ein paar Behelfe anschaut. Hier habt ihr eine hilfreiche Methode zum Brainstormen: Ihr nehmt euch ein großes Plakat zur Hand und überlegt, welche Themen ihr bisher in euren Gruppenstunden untergebracht habt und welche Themen eure Kinder einfach immer und immer wieder interessieren. Diese schreibt ihr mit einem blauen Stift willkürlich verteilt auf eurem Plakat nieder. Danach nehmt ihr einen roten Stift und fügt weitere Themen zu euren Begriffen dazu. Wenn ihr z.B. schon einmal eine Stunde über „meine Heimat“ gemacht habt, könnt ihr daran anknüpfen und weitere Themen wie „Wie leben Menschen auf anderen Kontinenten?“ oder „Was ist mir in meinem Leben besonders wichtig?“ dazuschreiben. Dadurch entsteht auf eurem Plakat eine so genannte „Mind Map“, die euch dabei helfen soll, bestimmte Themen miteinander verknüpfen zu können, aber auch aus „alten“ Begriffen, neue herauszuholen. Lasst eurer Fantasie freien Lauf, denn je mehr Ideen ihr niederschreibt, desto mehr Themen lassen sich nachher finden.
Im Jungscharbüro findest du eine Menge verschiedener Behelfe für Kinder unterschiedlichen Alters. Egal ob deine Kids gerne spielen, tanzen, basteln oder über bestimmte Dinge reden usw., in den Behelfen gibt es viele Modelle und Ideen zu diesen Themen. Beim Schmökern zu Zweit kommt man oft auf die witzigsten Ideen und hat wieder so richtig Lust, etwas Neues auszuprobieren. …gemeinsam eine Weiterbildung besuchen Zu verschiedensten Themen, wie z.B. Neue Gruppentänze, Rechtliches, Lagerleiten, Schwierige Kinder – schwierige Situationen, usw. werden von der Jungschar Wien unterm Jahr Workshop-Tage, Wochenenden oder auch Pfarrbesuche angeboten, die dazu da sind, dir neue Ideen, Inputs und vor allem Motivation mitzugeben. Auch wenn man schon jahrelange Erfahrung in der JS-Arbeit hat, kann so eine Auffrischung richtig gut tun. Nicht immer gelingt es, fröhlich und gut gelaunt in die JS- Stunde zu kommen, rechtzeitig einen Termin für die Vorbereitung auszumachen oder den Kindern die volle Aufmerksamkeit zu schenken, die sie eigentlich bräuchten. Solche Momente wird es immer geben, aber das Gute bei solchen Phasen ist, dass du etwas dagegen tun kannst und sie auch wieder vorbei gehen. Nach einer Stunde, die vielleicht nicht so toll verlaufen ist, lass also nicht den Kopf hängen, sondern denk an den Spaß und die Freude, die dir die Arbeit mit den Kindern immer wieder bringt! Hanni Traxler
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Jungschar –
warum eigentlich?
Warum mache ich eigentlich Jungschar? Das fragen wir uns nicht nur, wenn wir neue Motivation für die Jungschararbeit brauchen. Diese Frage hat uns heuer auch zu Beginn des „Boarding Now“ – dem Startschuss ins neue Jungscharjahr – beschäftigt. Hier sind einige Antworten gesammelt, die ja vielleicht auch auf dich zutreffen: Ich mache Jungschar, weil … à die Kinder einem viel zurückgeben. e à die Kinder gern in die Jungschar kommen. d n-Run r/inne e it à es immer wieder ein Abenteuer ist. le n ppe er Gru n l d e à es mir schon als Kind gut gefallen hat. in m m h mich . en s a g n u à ic e à es mir das Gefühl gibt, etwas Sinnvolles zu r l fah f üh wohl u e Er e t n h e c tun. i el eren S an vi dern e. s an d à m u a n K in z, mach r e e . e d n d n r n o , e a e u n k f ind h es g olera le s ne erzen nn. à ic i c h t i g ns c haf t , T am H an vie rachten ka w e m s p e i p e à h ru n b et d er G à i c e Gem weise e r in te w i r d e n i ln e K W t it . à es m ir d i e er u verm ndern will. z ir . à m c w d L ag t ic n e h ä u ti r . g e e n t is v e s t, Kinde lichkeit z lieg rn die M e t was g e, F e u g e b en ög - à ich Ausflü , zu G o t à es o e n r t zu find hne mic h ge en. h keine à ic iere. Jungs c h Pfarre g rganis ar in de e b en w ü o r rde. à es S paß mac ht. à ich da imme r wieder à ich gerne spiele und tanze. probiere viel Neu n kann. e s au s à ich Kindern einen Raum geben will, wo à ich das Proje kt „Dreik sie ohne Leistungsdruck sein können. önigsakti finde. on“ toll à ich gut mit Kindern umgehen kann. a s z u à ich in der Pfarre zu Hause bin. n will, wo einen Platz gebe r et w e m à ich Kindern men r t im à ich in unserer Pfarre etwas weiterbrinhlen und willkom h do n sie sich wohl fü à i c habe. n ums et ze gen möchte. n e h e L ac sind. e Ide iedlin ch e rs te g à ich Kinder gerne mag. un i n he e h te zwisc gereà ich Kindern damit wertvolle Erfahrunà ich Kontak à ic n ü j . nn ka . n n a rstelle kann rngen chen Kindern he w ei te fahr u ar re en ga n r Pf gen in ihrer Freizeit bieten kann. e r E de n in n h e i rn c er / à i à ic h mic h ge e nl ei t p p u r G s giere. d ann. e, das ie le , Tä nz e un b en k g halt Sp i e e t g rn h ge e ir ic r m w de n à ic h e s f ür eson . ke b h en sd ic au n n te e eà Geschich r ein aben. meinschaf t eing en bin. K i n d e er Pfarre h à ich gerne in eine Ge schar aufgewachs ng Ju it m ich d à in Platz bunden bin. ich habe. à ich rne Kinder um m neue Ide ge ich à en für die rschiedà Jungschar ein Teil meines Lebens Kindern an unte von Kind Gestaltu ngà ich gerne mit er- Got te sdienste ist. beite. wirkliche n verlichen Themen ar n kann. s Leben à ic h à keine Stunde wie die andere ist. nd Ki ern über da s e lb s t e ich gerne mit à in e schön à man dort Freunde trifft. scharzeit e Jungrede. hatte un n Kind er Sp aß d das de à man sich neue Dinge ausdenken dern auc n Kin- à ic h ge rn e se he, w en h ermög lichen w und sie auch gleich ausprobieren à ic h Vo ill. r bild für haben. die K ind kann. kann. er s ein à man unglaublich viele Erfahrunà ich das scho gen sammeln kann. n immer à ich mache. den K in d à man viel von den Kindern lernen er n Rau p g m e u ben will. r in der K irche uch G kann. à ich nen a in / d d e n n u K e in r d F e rn viele einer nisse be schöne nicht reiten m iele m nnen sind. Erleb ich es n à v öchte. i n à / e r e w ic t i h , e e d l ieses Gru d r ü p en w p p en - u fehlen keitsgefü n d Zu g e s mir hl an die hörigà e K . in g m d a e ö r c m w h te e r . it . e e g täte. rgeben d a à ic h re n m ne Kin dor t eig h mei amit aufhö ic e n à e Ideen td kann. ver wirkli h nich chen à ic kuMquat 04/2007
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zusammengestellt von Sandra Fiedler
CSI: Spuren Sich einmal wie Kommissare/innen fühlen und gemeinsam einen Kriminalfall lösen, kann eine spannende Sache sein. Begrüße als Hauptkommissar/in der KRIPO (Kriminalpolizei) deine Kids – alles Expert/ innen der Spurensicherung – am Anfang der Stunde vor dem Jungscharheim, das für heute der Ort eines „Verbrechens“ ist. Eure Aufgabe ist es, alle Spuren zu sichten und sicherzustellen. Als erstes muss das wichtigste Indiz gesichert werden: Fußspuren im Schnee. Dazu verwendet ihr Gips, mit dem ihr einen Abdruck nehmt. (Genauere Infos zu allen Techniken findest du auf der Homepage http://wien.jungschar.at/kumquat.)
tipp 18
Jahresbericht Gerade vor Weihnachten könnt ihr euch überlegen, einen Jahresbericht vom vergangenen Jungscharjahr zu gestalten und diesen an die Eltern oder in der Pfarre zu verschenken oder gegen eine Spende zu verkaufen. Dieser kann z.B. enthalten: à Erzählungen samt Fotos von den Gruppenstunden à Berichte und Fotos von besonderen Aktivitäten, die ihr gemacht habt, z.B. eine Rausgehaktion, ein gemeinsames Gruppenwochenende,... à Einen Fotoroman zu einem Thema, mit dem ihr euch das letzte Jahr auseinandergesetzt habt à Eine Rätselseite für Freund/innen und Eltern Praktisch ist es, wenn sich entweder einige Gruppen oder die ganze Jungschar zusammentun und einen gemeinsamen Jahresbericht gestalten. So könnt ihr die Arbeit untereinander einfacher aufteilen, bekommt mehr Material zusammen und habt am Schluss einen Jahresbericht, mit dem ihr in der Pfarre bestimmt einen positiven Eindruck hinterlasst und vielleicht auch neue Kids motivieren könnt, in die Jungschar zu kommen.
tipp 47
im Schnee Nun führst du deine Inspektor/innengruppe in einen Raum, in dem du Gegenstände, wie einen umgefallenen Sessel, einen Schraubenzieher, ein Glas,… platzierst, die du mit deinen Fingern ordentlich abgegriffen hast, damit man später sehr einfach die Fingerabdrücke sicherstellen kann. Du erklärst, dass dies der Schauplatz eines begangenen „Verbrechens“ ist (wichtig ist, dass den Kids klar ist, dass es sich dabei um ein fiktives handelt). Nun müsst ihr, z.B. von einem Trinkglas, gemeinsam mit Tixo und Graphit Fingerabdrücke nehmen. Natürlich müssen die am Boden befindlichen Gegenstände für die Akten mit Kreide umrahmt werden (du kannst einen Packpapierbogen darunter legen, damit euer
Boden nicht schmutzig wird). Anschließend nummeriert ihr sie, indem ihr kleine Kärtchen mit Zahlen daneben hinstellt, und photographiert sie für die Akten. Danach könnt ihr eure Daten natürlich auswerten und eventuell den/die Täter/ in identifizieren. Dazu hast du ein Heft vorbereitet, in dem verschiedene Fingerund Schuhabdrücke aufgelistet sind. Unter jedem Abdruck steht ein Name, wie z.B. Anastasius Himmelblau, von dem dieser stammt. Nun vergleicht ihr eure sichergestellten Finger- und Schuhabdrücke mit denen im „Register“ und zum Glück könnt ihr den/die Täter/in ausfindig machen. Am Schluss kann noch ein kurzer Bericht über eure getane Arbeit verfasst werden. Viel Spaß beim Schnüffeln!
111 Tipps für Kids
Silvester
tipp 104
In einer Gruppenstunde kurz vor bzw. kurz nach Silvester kannst du mit deiner Gruppe den Jahreswechsel feiern. Neben altbekannten Sachen, wie den Countdown herunterzählen oder Bleigießen, könnt ihr euch auch damit auseinandersetzen, was euch alles im letzten Jahr beschäftigt hat bzw. womit ihr euch im nächsten Jahr beschäftigen wollt. Dazu kann sich jede/r Dinge überlegen, die man „im letzten Jahr zurücklassen will“. Diese schreibt man auf einen Zettel, den man danach mit einer Kerze verbrennt oder auf ein Schifferl, das man danach symbolisch (z.B. an einem nahen Bach) wegschickt. Zusätzlich kann sich jede/r Dinge aufschreiben, die er/sie im nächsten Jahr gerne tun möchte. Den Zettel stecken die Kids in ein Kuvert, schreiben die Adresse drauf und geben es dem/der Gruppenleiter/in. Du schickst die Briefe dann im Laufe des nächsten Jahres ab, sodass deine Kids in einem halben Jahr nachlesen können, was ihnen am Beginn des Jahres besonders wichtig war.
von 11 bis 14 Jahren
Johannes Kemetter
Schatten tipp 69 Gerade im Winter, wenn die Sonne tief steht und es früher dunkel wird, gibt es viele Schatten zu entdecken. Warum sich nicht in der Gruppenstunde mit dem Thema Schatten genauer auseinandersetzen? Eine Möglichkeit wäre, den Schatten nachzuspüren. Du bereitest einfach Gegenstände vor, wie z.B. eine Flasche, ein Buch, einen Schuh oder was dir sonst noch einfällt, und platzierst sie unter einer Decke. Dann kann jeweils ein Kind einen Gegenstand herausnehmen und, indem es diesen vor eine Lampe hält, dessen Schatten erzeugen. Die anderen können nun versuchen anhand des Schattens zu erraten, welcher Gegenstand gerade vor die Lampe gehalten wird.
Auch könnt ihr der Frage auf den Grund gehen, wie sich Schatten von Dingen verändern, wenn man die Gegenstände bzw. die Lichtquelle verschiebt bzw. verändert. Eine weitere Idee wäre es, ein Schattentheater zu veranstalten. Dafür könnt ihr eine Lampe, einen Diaprojektor oder Overheadprojektor verwenden. Je nachdem, wie ihr das Theater veranstalten wollt, könnt ihr Puppen oder eure Hände, mit denen ihr Theater spielt, einfach direkt vor die Lichtquelle bzw. über die Glasfläche halten oder aber ihr hängt ein weißes Leintuch auf, auf dem ihr die Schatten sehen könnt. Fürs Theater kannst du nun Szenen auf Kärtchen vorbereiten, die in der Stunde gezogen und dann dargestellt werden. Oder ihr stellt gemeinsam eine kleine Geschichte dar, wie z.B. eine Urlaubsreise oder einen Tagesablauf. Dafür erzählst du den Ablauf in Szenen, die Kids stellen sich in einer Reihe auf und gehen hinter dem Leintuch vorbei. Wer hinter diesem steht, spielt bei der gerade genannten Szene, wie z.B. „Zähne putzen in der Früh“, mit.
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Die Marmeladenreise
ein Faschingsfest für die Gruppenst Material à evtl. Karte mit den eingezeichneten „Orten“, wo sich die
Die Stationen
Zutaten befinden (z.B. Landkarte und in Klammer kann der Ort in den Pfarrräumlichkeiten stehen) à mehrere verschieden große Kugeln z.B.: Bälle (Tennisbälle, Fußbälle,...), Murmeln, Luftballons (mit viel/wenig Luft),... à 4-5 Bananen, Stangen, Klebeband à Topfen (in Portionen), Klebepunkte, weißes Papier und Tixo à Rosa Gewand bzw. rosa Seidenpapier à CD-Player, CDs, evtl. Gruppentanz-CD à Zucker (1 Packung) à Schüsseln, Schneebesen, usw. zum Herstellen der Topfencreme à Krapfen (Anzahl der erwarteten Jungscharkinder)
Nun kann die Reise zu den 4 Stationen rund um die Welt losgehen.
Zur Durchführung Wenn du das Fest in der Gruppenstunde machen willst, empfiehlt es sich, wenn der/die Gruppenleiter/in, der/die den Zuckerbäckermeister spielt, die Gruppe von einer Station zur nächsten begleitet und vor Ort die Informationen zu jeder Station gibt. Der/die zweite Gruppenleiter/in betreut die Stationen und bekommt bei Bedarf vom Bäckermeister Hilfe. Wenn ihr das Fest mit mehreren Jungschargruppen gemeinsam macht und mehrere Leiter/innen zur Verfügung stehen, empfiehlt es sich, wenn ihr die Kinder in Gruppen teilt und jede Gruppe bei einer anderen Station beginnt. Der Bäckermeister gibt dann jeder Gruppe eine Landkarte, wo die Stationen eingezeichnet sind, und kann danach auch eine Station betreuen. Genauere Erklärungen bekommen die Kinder dann vor Ort bei der Station.
Einleitung Zuckerbäckermeister Hubertus von der Konfitür will den Kindern seine neueste Marmeladenkreation präsentieren, die er aus speziellen Zutaten, welche von ihm an den verschiedensten Orten der Welt gesammelt wurden, kreiert hat. Zum Schrecken aller muss er feststellen, dass die ganze Marmelade verschwunden ist. Er hat auch schon einen Verdacht: die Naschkatzen, eine seltene Tierart, haben seinen Vorrat weggenascht. Da er nun schon zahlreiche Verträge mit anderen Bäcker/innen hat, die ihre Krapfen mit der neuen Wundermarmelade füllen möchten, bittet er die Kinder ihm zu helfen und die Zutaten von den verschiedensten Orten der Welt wieder zu beschaffen. Aus den einzelnen Zutaten wird dann eine fruchtige Topfencreme gemacht, die als Kreation zu den Krapfen gegessen werden kann.
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Die dunklen Höhlen der Himalajabeeren Auf der Reise durch das Himalajagebirge ist Hubertus auf die besonders süßen Himalajabeeren gestoßen, die in den dunklen Höhlen des Gebirges wachsen. Bei dieser Station wartet ein/e ausgebildete/r Gebirgsführer/in auf die Kinder, der/die sie zu den Höhlen führt, in denen die gesuchten Früchte wachsen. In einem Raum verstreust du auf dem Boden verschieden große Kugeln (Fußbälle, Tennisbälle, Murmeln, Luftballons mit viel/wenig Luft,...). Eine Art der Kugeln symbolisiert die Himalajabeeren, die die Kinder sammeln sollen. Die Kinder bekommen die Sorte der Beeren vor Betreten des Raumes gut beschrieben (z.B.: Murmeln: Die Beeren sind sehr klein und hart.) Die Kinder betreten mit geschlossenen Augen den Raum und tasten sich vorsichtig am Boden vorwärts, um die richtigen Kugeln einzusammeln. Der/die Gruppenleiter/in hat die Augen offen und hilft mit Hinweisen weiter. Dabei ist es wichtig, dass den Kindern nicht die Augen verbunden werden bzw. der Raum zur Gänze verdunkelt wird, damit die Kinder, wenn sie sich unsicher fühlen, die Augen öffnen können. Als Gruppenleiter/in musst du besonders Acht geben, dass kein Kind an einem Tisch o.Ä. anstößt! Wenn alle Beeren gesammelt wurden, kann die Reise weitergehen.
Der Bananen-Graben Auf den Philippinen gelangen die Kinder zum großen Bananen-Graben. Im Gruppenraum ist am Boden ein großer Kreis mit Klebeband markiert: der große Graben, der nicht betreten werden kann. In der Mitte des Kreises liegen 4-5 Bananen auf einem Hocker: der Bananen-Baum, der in der Mitte des Grabens wächst. Die Kinder haben nun die Aufgabe, die Bananen aus dem Graben zu holen, ohne diesen zu betreten. Dafür stehen ihnen 2 längere Stangen zur Verfügung (z.B. 2 Besenstiele). Die Kinder sollen sich so absprechen, dass sie die Bananen (z.B. mit überkreuzten Stangen) vom Hocker heben können und diese, ohne sie zu verlieren, aus dem Kreis hinaus transportieren können. (Wichtig: Vorher selbst ausprobieren, damit ihr wisst wie groß der Kreis bzw. wie lange die Stangen sein müssen.) Fällt eine Banane in den Graben, so gibt es Gott sei Dank nette Graben-Geister (Gruppenleiter/in), die sie wieder zurück auf den Baum hängen.
e um die Welt
tunde oder für eine Jungscharaktion von Johannes Kemetter Der Tanz der Flamingos Der Australische Kängurutopfen Das nächste Ziel ist der Australische Urwald, wo eine spezielle Gattung Kängurus lebt. Dort wartet bereits der australische Ranger Dundee auf die Kinder, der ihnen einen kleinen Behälter (z.B. kleines Tupperware) für den Topfen gibt: Die Kängurus produzieren nämlich eine ganz tolle Milch, die durch das ständige Springen zu einem feinen Topfen mit vorzüglichem Geschmack wird. Die Kängurus geben den Topfen aber nur einer Gruppe von genau 4 „gleich aussehenden“ Kindern. Alle anderen, die sich ihnen nähern, werden von ihnen gefangen und bekommen einen Klebepunkt. Der/die Gruppenleiter/in spielt das Känguru und springt durch die Gegend. Um den Bauch hat er/sie einen Sack gebunden, in dem sich in kleinen Portionen Topfen befindet. Fängt er/sie ein Kind, so bekommt dieses einen Klebepunkt (z.B. auf ein weißes Blatt Papier, das jedes Kind am Bauch aufgeklebt hat). Jeweils 4 Kinder können sich zusammentun und das Känguru umkreisen. Gelingt es ihnen, so gibt das Känguru ihnen gerne ein Portion von seinem Topfen. Achtung: Es können sich nur Kinder mit der gleichen Punkte-Zahl dem Känguru ungefährdet nähern. Haben die Kinder eine unterschiedliche Anzahl an Punkten, müssen sich ein paar noch einmal fangen lassen, damit sie als Gruppe eine neue Portion Topfen holen können.
Die letzte Etappe bringt die Kinder zu den Flamingos nach Afrika. Diese ernähren sich von einer Zuckerpflanze, die auf den Wolken wächst. Damit die Tiere den Zucker freigeben, muss man sich ihnen freundlich nähern. Am besten funktioniert dies, wenn man sich ihnen anpasst, indem man etwas Rosanes an sich anbringt, z.B. ein rosa Tuch umbindet oder sich ein rosa Seidenpapier ansteckt, und ihre Lieblingsbeschäftigung mit ihnen teilt – das Tanzen. Nun kann der Flamingo den Kindern einen neuen Gruppentanz beibringen. (Die Gruppentanz-CD samt Anleitung bekommst du im JS-Büro.) Die Kinder können natürlich auch selbst kreativ werden. Eine Möglichkeit dazu ist, dass der Flamingo mit den Kindern einen Kreis bildet und in die Mitte den CD-Player (evtl. mit einem Verlängerungskabel) platziert. Nun dreht er ein Lied auf und zeigt eine Tanzfigur vor, welche alle nachmachen. Wenn nun jemand anderer eine neue Figur vorzeigen möchte, geht er/sie zum CD-Player, zeigt die nächste Figur vor und geht dann wieder in den Kreis zurück. Der/ die Gruppenleiter/in, der/die den Flamingo spielt sollte darauf achten, dass, wenn es den Kindern keinen Spaß macht, er/sie die Musik abschaltet mehr und sich zufrieden für die gute Unterhaltung bei den Kindern bedankt. Er/sie gibt ihnen nun den gewünschten Zucker und verabschiedet sich. Nun geht die Reise wieder zurück zum Bäckermeister Hubertus, der schon lange auf seine Produkte wartet. Freudig nimmt er die Zutaten entgegen, vermischt sie mit den Kindern gemeinsam in einer Schüssel und zieht sich dann in seine Bäckerstube zurück. Nach wenigen Minuten kommt er mit frischen Krapfen zurück, die natürlich mit der vorzüglichen Kreation gefüllt sind (gebacken schmeckt sie erstaunlicherweise nicht nach Topfen, sondern nach Marmelade ). Die Kinder dürfen als erstes die Krapfen als Dankeschön für ihre Hilfe offiziell vernaschen. Die Topfencreme kann von den Kindern dazu genascht werden. Viel Spaß!
Hallo! Mein Name ist Katharina Henninger (die meisten nennen mit Kati) und ich arbeite seit 1. Oktober im Jungscharbüro als Organisationsreferentin. Ich habe jahrelang eine Jungschargruppe in der Pfarre Unter St. Veit geleitet. Nach meiner Matura in einem Informatik-Realymnasium und einem Jahr Architekturstudium habe ich die 3-jährige Ausbildung zur Religionslehrerin für Volks- und Sonderschulen in Strebersdorf abgeschlossen. Letztes Jahr habe ich in mehreren Schulen Wiens als Religionslehrerin gearbeitet. Zu meinen neuen vielfältigen Aufgaben im Jungscharbüro gehören: so ziemlich alles Organisatorische (Veranstaltungen, Datenbanken, Sternsingeraktion, der laufende Bürobetrieb...), Service und Beratung für Gruppenleiter/innen per Telefon und e-mail und vieles mehr. Wenn du irgendwelche Fragen hast, kannst du dich an mich wenden. Komm mich doch einfach im Jungscharbüro besuchen oder ruf an. Du erreichst mich unter der Klappe 01/ 890 51 55-3396. Ich freu mich auf deinen Besuch!
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Groß & klein
Herausforderungen & Chancen gemischtaltriger Gruppen
Am Lager ist der Umgang mit Kindern verschiedener Altersgruppen Alltag für uns. Etliche Gruppenleiter/innen haben aber auch unter dem Jahr gemischaltrige Gruppen und stehen damit vor Herausforderungen, die Leiter/innen gleichaltriger Kindergruppen nicht haben. Schön, dass solche Gruppen nicht nur besondere Rücksicht nehmen… Anforderungen stellen, sondern auch Chancen eröffnen! Egal, wie eine Gruppe zusammengesetzt ist, es wird nie möglich sein, auf die Bedürfnisse aller Kinder gleichzeitig einzugehen. Das ist normal so und es ist auch ein wichtiger Unterschiedlichen Bedürfnissen gerecht werden Egal, wie alt die Kinder einer Gruppe sind, gilt es als Leiter/in Lernschritt für Kinder zu sehen, dass manchmal ihre Interessen im Mittelpunkt stehen, immer, verschiedenste Interessen in den Gruppenstunden unter ein andermal aber auch die von anderen Kindern. Mitglied einer gemischtaltrigen einen Hut zu bringen. Ist die Altersspanne der Kinder sehr groß Gruppe zu sein, heißt also auch, auf die andere Altersgruppe Rücksicht nehmen zu – etwa wenn Volksschulkinder und Kids (11- bis 14-Jährige) aus lernen – neben den eigenen Interessen also auch die Interessen anderer mitzubedender Hauptschule oder dem Gymnasium in einer Gruppe sind – ken. so unterscheiden sich die Bedürfnisse altersbedingt noch mehr. Das Schauen auf andere muss aber nicht zwangsläufig nur mit Verzicht oder ZurückFür uns Gruppenleiter/innen bedeutet das, die Gruppenstun- stecken der eigenen Wünsche verbunden sein. Gerade bei Kids ist es immer wieder zu denthemen an die Wünsche unterschiedlicher Altersgruppen beobachten, dass diese ihre Rolle als die „Erfahrenen“, „Älteren“ auch schätzen und anzupassen. Natürlich ist das mit einem gewissen Mehraufwand diese gegenüber den „Jüngeren“ auch gerne wahrnehmen. Denn sie können viele Dinge verbunden – ein neues Spiel überlegen, unterschiedliche Fragen schon (besser), die die Jüngeren erst erlernen müssen – und hier ist ihre Hilfe gefragt: Beim Basteln können sie den Jüngeren hilfreich zur Seite stehen, beim Klettern hinaufausdenken,… – allerdings macht es sich auch bezahlt: Zum einen fühlen sich die jüngeren Kinder in der Stunde nicht helfen, bei der Lösung eines Rätsels Hilfestellungen geben oder vielleicht auch schon überfordert. Überforderung kann bei den Kindern leicht zu „Lan- einmal helfen, wenn ein Konflikt zwischen zwei Jüngeren zu lösen ist. Das Erleben, dass geweile“ oder Stress führen – beides unangenehme Gefühle, die das eigene Können gefragt ist, kann für Kids in der Jungschar- oder Minigruppe eine ganz besondere Erfahrung und Chance sein. meist in Konflikten untereinander ihr Ventil finden. Zum anderen fühlen sich die Älteren nicht unterfordert. Finden Wichtig ist dabei für uns Gruppenleiter/innen, die Kids jedoch nicht mit zu viel VerantKids über einen längeren Zeitraum keine altersadäquate Beschäf- wortung zu überfordern – sie sind als Ältere ebenso Teil der Gruppe wie die Jüngeren tigung, so kann das auch bei ihnen zu Streit untereinander führen und können und sollen keine Leitungsfunktion übernehmen. oder sie bleiben mit der Zeit weg und suchen anderswo nach einer für sie passenderen Gruppe. …und Rücksicht erfahren Eine Schattenseite des Rücksicht-Nehmens wird dann sichtbar, Der große Unterschied wenn eine Altersgruppe meistens ihre Wünsche „zurückstecken“ Was sind die großen Unterschiede zwischen den Interessen der muss, während auf die Bedürfnisse der anderen viel häufiger Jüngeren und der Älteren? Je jünger die Kinder sind, desto mehr eingegangen wird. steht ihr Bewegungsdrang im Vordergrund. Eine Stunde in einem Wenn der Altersunterschied der Kinder recht groß ist, kann es Raum zu sitzen oder über ein Thema zu diskutieren, verlangt passieren, dass die Älteren den Jüngeren in Diskussionen sprachihnen (zu) viel an Konzentration ab, die sie in dem Alter entwicklich weit überlegen sind. Hier ist es als Gruppenleiter/in wichlungsbedingt noch nicht aufbringen können. Es gilt also, die Lust tig, die Rolle als Moderator/in gut wahrzunehmen und darauf an der Bewegung nicht einzuschränken, bewegte Spiele – z.B. am zu achten, dass alle zu Wort kommen und ihre Meinung sagen Beginn oder Ende der Gruppenstunde – sowie kleinere Einheiten können. zu planen, die ihrer Konzentrationsfähigkeit entgegenkommen. Erfahrungsgemäß wird eher den Älteren, den Kids, abverlangt Sind deine älteren Kids schon etwas „bewegungsfauler“ geworRücksicht nehmen – schließlich sind sie ja schon älter, können den, so kannst du sie möglicherweise mit netten Spielgeschichten besser verstehen, wenn ein Spiel für Jüngere noch nicht geeigwieder in Bewegung bringen oder aber, indem du ihnen bei den net ist bzw. können sich auch schon eher alleine beschäftigen. Spielen eine besondere Rolle zukommen lässt, sei es, dass sie ein Überwiegt für die Älteren in einer Gruppe aber das Gefühl, Spiel für die Kleineren erklären dürfen oder besondere Herausforimmer diejenigen zu sein, von denen Rücksicht erwartet wird, derungen bei einem Spiel bekommen. so besteht die Gefahr, dass sie nach und nach die Lust an der Ältere Kinder – gerade auch zu Beginn der Pubertät – haben Gruppe verlieren, weil ihnen nicht mehr das Gefühl entgegenvielleicht eher das Bedürfnis, sich untereinander „über Gott und gebracht wird, dass auch sie ein wichtiger Teil der Gruppe sind. die Welt“ auszutauschen, zu plaudern, herumzu“knotzen“ und Deshalb möchten wir dich anregen, ein besonderes Auge auf die angeregt zu diskutieren. Dinge, die früher „in“ waren, werden Kids zu haben und dir zu überlegen, wie auch ihre Interessen zum für sie nach und nach „kindisch“ und daher z.T. von ihnen abgeTragen kommen können. lehnt. Wichtig ist hier, den Älteren die Möglichkeit zu geben, sich auszutauschen und für sie spannende Themen zu besprechen. Ist ein Thema für die Jüngeren weniger geeignet oder langweilig, so kann es sinnvoll sein, hier Kleingruppen oder andere Formen der Gruppen zu bilden – mehr dazu in Kürze. kuMquat 04/2007
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Wenn du eine Gruppenstunde liest, die dir gefällt, aber nur für eine Altersgruppe geeignet erscheint, kannst du die Stunde so meist recht leicht für die jeweils andere Altersgruppe adaptieren.
Konkrete Tipps zum Ausprobieren Welche Möglichkeiten gibt es, im Programm auf alle Altersgruppen Rücksicht zu nehmen? Im Folgenden findest du einige Vorschläge, wie ein Programm verändert oder angepasst werden kann. Wenn ihr mehrere Gruppenleiter/innen seid, dann könnt ihr euch die Vorbereitung für unterschiedliche Programmpunkte aufteilen. Wenn du die Gruppe alleine leitest, bedeuten diese Varianten natürlich einen Mehraufwand für dich – wir hoffen aber, dass sich dieser Aufwand wirklich lohnt und dir die Überlegungen vor der Stunde das Tun mit den Kindern in der Gruppenstunde erleichtert. Spiele & Themen adaptieren Bei Spielen kannst du dir grundsätzlich überlegen, welche (neuen) Herausforderungen es für die Älteren bzw. welche einfacheren Varianten es für die Jüngeren geben kann: Spielt ihr etwa gerne „Abschießen“, so sind hier die Jüngeren aufgrund ihrer Entwicklung meist stark benachteiligt – und verständlicherweise dann auch schnell frustriert. Hilfreich wäre es also, das Spiel so umzugestalten, dass die guten Spieler/innen eine neue Herausforderung bekommen. In einer neuen Variante gilt dann etwa folgende Spielregel: Jede/r, der/die jemanden abschießt, bekommt eine Zusatzaufgabe, z.B. beidbeinig hüpfen. Sobald er/sie selbst abgeschossen wird, gibt er/sie diese Aufgabe wieder ab. Schießt jemand mehrere Kinder ab, ohne selbst getroffen zu werden, dann summieren sich die Zusatzaufgaben: zuerst beidbeinig hüpfen, dann auf einem Bein, dann den Ball mit der ungeübten Hand werfen,… und zuletzt den Ball nicht mehr fangen, sondern nur mehr ausweichen. Entweder beginnen alle Kinder ohne Zusatzaufgaben oder nur die Jüngeren, während es für die Älteren eine Herausforderung sein kann, gleich mit einer höheren Aufgabe einzusteigen.
Kleingruppen bilden Gerade, wenn ihr zu zweit eine Gruppe leitet, kann es sinnvoll sein, die Kinder phasenweise nach Alters- und Interessensgruppen in zwei Kleingruppen zu teilen. Vielleicht hast du die Sorge, dass die Gruppe auseinanderwächst, wenn Jüngere und Ältere getrennt etwas diskutieren oder unternehmen. Wenn diese Teilung nicht permanent besteht, sondern nur für ausgewählte Themen, Methoden oder manche Gruppenstunden, ist das jedoch unwahrscheinlich. Im Gegenteil können die Kinder das Zusammensein vielleicht sogar mehr schätzen, wenn sie erleben, dass in den getrennten Phasen auf ihre besonderen Interessen eingegangen wird und sie nicht den jeweils anderen die „Schuld“ daran geben, dass das nicht möglich ist. Wichtig ist, dass solche Trennungen in einer Gruppenstunde nicht strikt sind, sondern Ältere und Jüngere prinzipiell die Möglichkeit haben, auch beim jeweils „anderen“ Programm mitzutun, wenn ihnen dieses mehr liegt. Leitest du die Gruppe alleine, so ist das Aufteilen in Kleingruppen dann möglich, wenn du zu einem Thema etwas vorbereitest, mit dem sich die zweite Gruppe (in dem Fall eher die Älteren) in der Zeit gut alleine beschäftigen kann. Das kann etwas Kreatives sein, das die Kids in einer Kleingruppe gemeinsam gestalten, ein Rollenspiel, das vorbereitet wird, eine Collage, die die Älteren zu einem bestimmten Thema machen oder auch einmal die Möglichkeit, in einer gemütlichen Ecke Musik zu hören und einfach miteinander zu plaudern.
Bei Themen geht es u.A. darum, Fragestellungen oder Aufgaben für die unterschiedlichen Altersgruppen verständlich bzw. attraktiv zu gestalten. Wenn du Situationskärtchen mit fiktiven Beispielen verwendest, so wird es wichtig sein, Situationen aus der Lebensrealität beider Altersgruppen anzubieten, damit das Thema für alle Gruppenmitglieder interessant bleibt. Manchmal wird es auch nötig sein, Methoden für die Jüngeren oder Älteren zu adaptieren: Während ein freieres Rollenspiel, in dem wenig Handlung vorgegeben ist, für Kids spannend sein kann, wird es etwa für die Jüngeren sinnvoll sein, ihnen ein Gerüst an Personen, Handlungssträngen usw. vorzugeben, an dem sie sich anhalten können.
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Projekte für Kids Vorher wurde bereits darauf hingewiesen, dass es oft die älteren Kinder sind, die in einer gemischtaltrigen Gruppe mehr zurückstecken müssen und dann nach und nach wegbleiben. Wenn du das Gefühl hast, dass es in der Gruppenstunde für dich schwierig ist, die Interessen der Älteren stärker in den Mittelpunkt zu stellen, und/oder wenn du dir vorstellen kannst, zusätzlich zur Gruppenstunde etwas anzubieten, dann kannst du folgenden Idee überlegen: Für die Älteren ist es fein, wenn sie manchmal auch etwas ohne die „Kleineren“ unternehmen können: einmal ganz unter sich sein, nur über die Themen plaudern, die sie interessieren, oder Unternehmungen machen, die mit den Jüngeren so nicht möglich wären. Deine Kids freuen sich sicher, wenn du ab und zu etwas nur für sie anbietest: Sei es, dass ihr gemeinsam ins Kino oder Billard spielen geht, ein Projekt startet (z.B. das Ausmalen des Jungschar-Raumes) oder ein Thema, das die Älteren besonders interessiert. Wichtig ist dabei, solche Aktionen nicht als besonders „exklusiv“ anzukündigen, um keinen Neid bei den Jüngeren zu schüren, wenn sie hier nicht dabei sein können. Als Ausgleich ist es fein, auch immer wieder eine Aktion nur für Jüngere zu machen, in der besonders auf ihre Interessen eingegangen werden kann.
Falls du dich vor dem großen Arbeitsaufwand fürchten solltest, den du hast, wenn du für Jüngere und Ältere passendes Programm anbieten willst, dann möchte ich dich beruhigen: Das zentrale ist nicht das besondere Extra-Programm oder die ExtraAktion, sondern das Bewusstsein, eine besondere Gruppenkonstellation zu haben – Kinder unterschiedlichen Alters, die deshalb manchmal sehr unterschiedliche Bedürfnisse haben. Wenn du dieses Bewusstsein in die Gruppenstunde mitnimmst, die Wünsche oder den Ärger der Kinder verstehst, wenn gerade einmal ihre Interessen zu kurz gekommen sind, und sie spüren lässt, dass du es zu schätzen weißt, wenn sie bereit sind, Kompromisse einzugehen, dann ist das Wichtigste geschehen: alle Kinder in ihren besonderen Bedürfnissen ernst zu nehmen. Alles Gute dafür! Andrea Jakoubi
Das waren das Boarding Now & die Gruppenleiter/innen-Tage 2007!
Über 170 Gruppenleiter/innen haben sich auch heuer wieder Ideen & Impulse für die Arbeit mit den Kindern geholt, andere Gruppenleiter/innen getroffen und am Boarding Now den Tag mit Tanzen ausklingen lassen.
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Spiel mit! Die Spieleleiste Die Spielemappe der Jungschar Wien ist in 7 Kategorien unterteilt. In der Kategorie B findest du „Spiele, bei denen wir jemanden fangen oder gefangen werden“. Schule, Fernsehen, Hausübungen machen, Computer spielen oder lernen – häufig haben Kinder wenige Gelegenheiten dazu, sich zu bewegen. Weil Kinder aber einen ganz natürlichen Bewegungsdrang haben, wollen sie sich oft erst einmal austoben, wenn sie am Nachmittag in die Gruppenstunde kommen. Deswegen ist es wichtig, ihnen auch ein Programm anzubieten, das dem entgegenkommt – am Beginn und auch während der Gruppenstunde! Deine Kinder und du, ihr kennt sicher schon einige Fangspiele, die ihr vielleicht auch schon öfters gespielt habt. Dabei ist es besonders nett, wenn es eine kleine Geschichte um das Spiel gibt, die als Einleitung kurz erzählt wird. Das macht auch bekannte Spiele wieder spannend und neu. Das Spiel „Perlenkette“ (eine Variante von „Kettenfänger/ in“) zeigt eine Möglichkeit, ein altbekanntes Spiel „aufzupeppen“: Alle Kinder bis auf eines spielen Perlen, die im Spielfeld umher kullern (laufen). Ein Kind übernimmt die Rolle des/der Perlensammler/in, der/die die Perlen auf einer Kette auffädeln möchte. Wenn der/die Perlensammler/in eine Perle berührt, geben sie einander die Hand. Sie bewegen sich nun zu zweit weiter und versuchen, weitere Perlen auf der Kette aufzufädeln. Die bereits aufgefädelten Perlen hängen so lose auf der Kette, dass andere Perlen unter ihnen durchkugeln können. Dafür heben die Perlen in der Kette ihre Hände und lassen die anderen Perlen durch. Ist nur mehr eine Perle übrig, so reiht sie sich in die Perlenkette ein und bildet den Abschluss der Kette. Sobald eine Perle während des Spiels „neues Muster“ ruft, löst sich die bereits entstandene Kette wieder auf. Das Kind, das gerufen hat, beginnt als Perlensammler/in ein neues Muster aufzufädeln.
Kalb bzw. die vorherige Kuh wird zum neuen Busch. (Ab 12 Kindern kann die Anzahl der Kälber erhöht werden.) Es kann sehr lustig sein, in „Zeitlupe“ zu spielen – also bewusst ganz langsam und vielleicht auch mit ausladenden Bewegungen. Das bietet sich auch gut an, wenn es einmal nur wenig Platz zum Spielen gibt (z.B. bei Schlechtwetter). Das funktioniert mit so gut wie allen Fangspielen. Das Spiel „Steinchenfänger“ bekommt durch die Langsamkeit auch noch einen ganz neuen Spielwitz, nämlich herauszufinden, wer jetzt eigentlich gefangen werden muss: Alle Kinder stehen mit aufgehaltenen Händen im Kreis. Ein Kind geht im Kreis herum und tut so, als lege es jedem/jeder einen Stein in die Hände. In Wirklichkeit gibt es aber nur einen Stein (oder Knopf) her, und zwar so, dass es die anderen nicht bemerken. Alle Kinder schließen, sobald sie an der Reihe waren, ihre Hände. Sobald das letzte Kind die Hände geschlossen hat, läuft das Kind, das den Stein tatsächlich hat, zu einem vorher vereinbarten Ort. Alle anderen versuchen nun, es zu berühren, bevor es diesen Ort erreicht hat. Gelingt es einem Kind, das Kind mit dem Stein zu berühren, ist es das neue Steinchengeberkind. Gelingt es keinem der Kinder, ist das Kind, das den Stein erhalten hat, bei der nächsten Runde der/die neue Steinchengeber/in.
Damit ein Fangspiel nicht zu schnell langweilig wird, aber auch, damit kein Kind in einer Rolle „festsitzt“, ist es wichtig, im Spiel einen einfachen Rollenwechsel zwischen Fangen und GefangenWerden zu ermöglichen. Im Spiel „Kuh und Kalb“ macht genau das den Reiz aus: Alle Kinder bis auf zwei spielen Büsche und hockerln verteilt im Raum. Eines der beiden stehenden Kinder ist das Kalb, das andere die Kuh, die ihr Kalb von der Wiese in den Stall zurückholen will. Da das Kalb aber noch gerne auf der Wiese herumtollen möchte, läuft es vor der Kuh davon. Das Kalb und die Kuh können sich in den Büschen ausruhen, indem sie sich hinter einen Busch hockerln und – je nachdem, welche Rolle sie haben – „Kalb“ bzw. „Kuh“ rufen. Daraufhin tauscht das Kind mit dem Buschkind die Rollen. Das Buschkind springt in der neuen Rolle auf und das vorherige Sollten einmal weniger Kinder in die Gruppenstunde kommen oder ihr seid einfach eine kleinere Gruppe, können trotzdem Fangspiele gespielt werden. Ein Beispiel für ein Spiel, das auch mit wenigen Kindern gut funktioniert, ist „Dreiecksfangerl“: Die Kinder finden sich in Vierergruppen zusammen. Jeweils drei Kinder bilden Hände haltend einen Kreis. Das vierte Kind außerhalb des Kreises versucht, ein Kind am Rücken zu berühren, das vorher gemeinsam bestimmt wurde. Die Kinder im Kreis versuchen, durch Hin- und Herdrehen zu verhindern, dass dieses Kind berührt wird. Sollte es für das Fängerkind zu schwierig sein, kann die Kreisgröße verkleinert werden, indem sich die drei Kinder unterhaken oder um die Schultern fassen. Viel Spaß beim Ausprobieren von neuen Varianten und/oder Spielgeschichten. Sandra Fiedler
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kirche
KIRCHE
Tagebucheintrag vom 15. November 2037 Heute habe ich Herrn P., unseren Hausmeister, dabei beobachtet, wie er Akim und Sina den Ball zugeworfen hat, den sie wieder einmal in seinen kleinen Garten geworfen haben. Er hat sogar ein bisschen gescherzt mit den beiden. Wenig später hat er ihren Eltern ganz ruhig (ohne zu schimpfen!) gesagt, dass er es nicht so super findet, wenn die Kinder spätabends noch so laut im Hof sind, weil er dann nicht schlafen kann. Wer hätte das vor zwanzig Jahren gedacht? Ist das wirklich derselbe Mann, der damals alles, was in unserer Wohnhausanlage kaputt gemacht wurde, „den Tschuschen“ in die Schuhe geschoben hat? Der, der früher die Kinder angebrüllt hat, dass sie „sich schleichen“ sollen? Erfreulich, dass sich manche Dinge doch ändern. Ich kann mich noch gut daran erinnern, als die Eltern von Akim und Sina, die damals ja noch Kinder waren, mit ihren Eltern aus dem Kosovo nach Österreich gekommen sind. Jahrelang mussten sie bangen, ob sie bleiben dürfen oder doch abgeschoben werden. Das war wirklich eine furchtbare Zeit der Ungewissheit und des Bangens. Zum Glück wurde 2008 beschlossen, dass alle, die schon länger als 5 Jahre in Österreich leben und gut integriert sind, Bleiberecht bekommen. Außerdem habe ich heute in der Zeitung gelesen, dass eine aktuelle Studie besagt, dass die Integration von Migrant/innen immer besser klappt. Die Furcht vor dem Fremden scheint geringer geworden zu sein, Nachbarschaftshilfe nimmt zu. Wunderbar! Bei uns im Haus haben sicherlich die Hoffeste, bei denen sich alle Mieter/innen zum Feiern getroffen haben, dazu beigetragen, dass man sich besser kennen gelernt hat und auch Vorurteile abgebaut werden konnten.
Denk-Mal
Letztens habe ich mit einer jungen muslimischen Frau gesprochen, die sich sehr im Islamischen Kulturzentrum Brigittenau engagiert. Sie hat immer wieder betont, wie wichtig dieses Versammlungszentrum für die muslimischen Mitbürger/innen ist. Für sie war der Bau des Zentrums ein wichtiges Zeichen dafür, dass die islamische Gemeinde auch äußerlich sichtbar ein Teil von Wien ist. Wenn ich da an die Protestkundgebungen im SiebenerJahr gegen den Bau des Zentrums mit den „Moschee-Ade!“-Parolen denke, wird mir heute noch übel. Wenn ich so zurückschaue, muss ich sagen, dass sich einiges getan hat – wir nähern uns dem Bild des Lebens in Fülle für alle, das uns Jesus gezeigt hat.
Jutta Niedermayer
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Von A wie Apostel bis Z wie Zachäus
Eine Spielaktion rund um Jesus, sein Leben und seine Geschichten. für 8- bis 12-Jährige Ablauf: von Dominik Mach und Hanni Traxler Die Fülle von Geschichten und Erzählungen von und über Jesus würde den Rahmen jeder Spielaktion sprengen, wir wollen uns hier daher auf einzelne bekannte Geschichten beschränken. Mit der folgenden Spielaktion kann Kindern auf spielerische Weise vom Leben Jesu erzählt werden, es können Verbindungen in unsere heutige Zeit und zu unserem eigenen Leben gezogen werden. Bei jeder Station findest du eine kurze Einleitung – so kannst du den Kindern das Leben Jesu näher bringen und sie auf das folgende Spiel thematisch vorbereiten.
Material: à Spiel 2: Post-It’s, Kartonschachteln, Stifte à Spiel 4: Leintuch, Decke
Jesus sucht sich Freund/innen und Begleiter/innen Eine der ersten Erzählungen aus dem Leben des erwachsenen Jesus sind die Berufungen der Apostel. In der Bibel sind insgesamt 12 Apostel namentlich erwähnt, die Zahl „12“ steht hier symbolisch für die 12 Stämme Israels und somit für das gesamt heilige Land. Wir können davon ausgehen, dass sich unter den Begleiter/innen Jesu noch viel mehr Männer und Frauen befunden haben. Bei Lk 5,1-11 finden wir die Erzählung von der Berufung einiger Apostel. Sie waren Fischer und gerade von der Arbeit nach Hause gekommen. Jesus sprach mit ihnen und obwohl sie den ganzen Tag noch nichts gefangen hatten, konnte er sie überzeugen, es noch einmal zu versuchen. Sie vertrauten auf ihn und tatsächlich fingen sie mehr Fische als das Boot tragen konnte. Sie waren also sehr begeistert von Jesus und wollten ihm nachfolgen. Bei Lk 5,10b findet sich der bekannte Satz „Von jetzt an wirst du Menschen fangen“. Das „Fangen“ von Menschen, also sie für die Sache Jesu zu begeistern, wollen wir im ersten Spiel nachstellen.
sehr wütend, weil Händler aus dem Tempel, dem Gotteshaus, eine Markthalle machen. Er wirft zornig ihre Tische um und vertreibt sie. Auch deine Jungscharkinder stehen immer wieder vor Dingen, die sie zornig machen, vor Dingen, die sie am Liebsten wegstoßen und vertreiben würden. Spiel 2 – Die Zorn-Mauer Sammle einige alte Karton-Schachteln und beklebe sie evtl. außen mit dunklem Papier. Nun kann jedes Kind auf Post-It’s schreiben, welche Dinge es so richtig zornig machen, was die Dinge sind, die oft wie eine Mauer vor uns stehen und uns am Weitergehen hindern. Diese Zettel kleben die Kinder nun auf die Kartonschachteln, aus denen eine Mauer am Boden aufgebaut wird. Biete den Kindern auch eine Möglichkeit an, ihre Zettel aufzukleben, ohne dass alle anderen sie lesen können – in Kuverts beispielsweise. Jetzt können die Kinder nacheinander die Mauer niederreißen. Dabei kann Wut und Zorn verkörpert werden und die Kinder können die „Mauer“ mit Händen und Füßen umwerfen. Wenn zerbrechliche Dinge in deinem Gruppenraum sind, entferne sie vorher, so dass die Kinder die „Mauer“ auch mit richtig viel Schwung und Kraft umhauen können. Nach jedem Kind helfen alle zusammen und bauen die Mauer schnell wieder auf.
Alle wollen Jesus sehen Jesus war in Israel bald ein sehr bekannter Mann geworden, wenn er in ein Dorf kam wollten die Menschen ihn sehen und mit ihm reden. So beginnt auch die Geschichte von Zachäus – nachzulesen bei Lk 19,1-10. Zachäus war ein sehr kleiner Mann und wollte Jesus unbedingt sehen. Nachdem ihm die vielen Menschen die Sicht versperrten, kletterte der schlaue Zachäus auf einen Baum. Um den schwierigen Weg, den Zachäus hatte, bis er endlich Jesus sehen konnte, geht es beim nächsten Spiel. Spiel 3 – Ich will Jesus sehen! Dies ist ein Wechselspiel zwischen Spielleiter/in und der Gruppe. Jede Zeile wird von dem/der Spielleiter/in vorgesagt und von der Gruppe mit Bewegungen wiederholt. Den Text zum Spiel findest du auf unserer Homepage http://wien.jungschar.at/kumquat.
Klein aber fein Spiel 1 – Schlangenfänger/in Die Kinder bilden am Anfang des Spiels mehrere kleine Schlangen und halten sich jeweils an den Hüften des/r Vorderen an. Die Menschen in den Schlangen wollen natürlich Jesus Worte schnell verbreiten und suchen sich dazu eine weitere Menschenschlange, um diese an ihrem Ende (das letzte Kind) zu erwischen und ihnen von Jesus zu erzählen. Wenn das geglückt ist, können sich die Schlangen zusammen hängen und so lange spielen, bis eine große, lange Schlange entstanden ist.
Jesus reißt Mauern nieder Viele von uns haben Jesus in der Bibel als netten, freundlichen und umgänglichen Menschen kennen gelernt. Doch es finden sich auch Erzählungen von Jesus, bei denen wir ihn als einen Menschen mit ganz starken Gefühlen erleben können. Bei der Erzählung von der Tempelreinigung (Markus 11,15ff) wird Jesus
Zum Abschluss der Spielaktion gibt es ein weiteres Gleichnis, es ist das Gleichnis vom Senfkorn (Mt 13,31-32). Das Senfkorn ist eines der kleinsten Samenkörner, die es in der Natur gibt – es ist nur ca. 1mm groß. Aus diesem kleinen Samen entsteht ein Baum, der bis zu 3m hoch wird – also rund 3000 Mal größer als das Senfkorn. Jesus vergleicht das Senfkorn mit dem Himmelreich – auch das Himmelreich beginnt im Kleinsten, oft kaum Sichtbaren. Spiel 4 – Detektiv Gut auf „Kleinigkeiten“ zu achten, kannst du im nächsten Spiel ausprobieren: Die Kinder sitzen sich in zwei Reihen gegenüber. Jedes Kind schaut sich sein Gegenüber sehr genau an. Dann drehen sich die Kinder einer Reihe um. Die Kinder der anderen Reihe verändern nun eine Kleinigkeit an sich selbst, z.B. Brille abnehmen, Pullover verkehrt anziehen,... Dann dreht sich die erste Reihe wieder um. Die Kinder sollen nun herausfinden, welche Veränderungen das gegenüber sitzende Kind an sich vorgenommen hat. Danach werden die Rollen gewechselt. Wenn beide Reihen einmal geraten haben, können die Kinder ihr Gegenüber wechseln.
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Oh Schreck, oh Graus – der Nikolaus? Den „Heiligen Nikolaus“ als strengen Mann auftreten zu lassen, der Kindern die Leviten liest und sie für allerlei tadelt, ist leider auch heute noch weit verbreitet. Dabei müsste, nein dürfte das eigentlich nicht mehr so sein. Nikolo-Feiern sollen und können ganz einfach eine positive Erfahrung für Kinder werden, bei der sie den Nikolaus als das erleben, was er laut Überlieferungen wirklich war – ein hilfsbereiter, guter Mann. Vielleicht erinnern sich einige von euch noch an den Aufruhr, den es letztes Jahr rund um den 6. Dezember gegeben hat: In den Medien kursierte die Geschichte, dass der Nikolaus nicht mehr in Wiener Kindergärten kommen dürfe. Die Debatte legte sich jedoch rasch wieder, als klar wurde, dass es nicht um ein prinzipielles Verbot ging, sondern darum, dass kein Nikolaus eingeladen werden soll, der den Kindern Angst macht und ihnen ihr „Fehlverhalten“ vorwirft.
auf diesen Feiertag zu sprechen: Als der Nikolaus, der damals bei uns in der Pfarre aufgetreten ist, wie selbstverständlich nach den Vergehen der Kinder gefragt hat, wussten meine Eltern zuerst nicht, was sie ihm sagen sollen. Meine Schwester schien ein recht „braves“ Kind gewesen zu sein. Der Nikolaus meinte, er müsse sowohl etwas Positives, als auch etwas Negatives sagen, da er alle Kinder auch ermahnt. In Ermangelung eines anderen Fehlverhaltens, schüttelten meine Eltern schnell ein in ihren Augen kleines „AlibiVergehen“ aus dem Ärmel, nämlich dass sie ihr Zimmer mehr in Ordnung halten solle. Meine Schwester kann sich noch heute, mehr als 25 Jahre später, gut daran erinnern, wie perplex und gekränkt sie sich gefühlt hat, da sie immer ganz besonders darauf erpicht war, dass ihr Zimmer zusammengeräumt ist, und diese Ermahnung daher bei ihr völliges Unverständnis, Wut und Kummer ausgelöst hat. (Von der Enttäuschung, möchte ich euch gar nicht berichten, als sie erfahren hat, dass das gar nicht der „echte“ Nikolaus war und unsere Eltern es waren, die ihm diese Quasi-Unwahrheit gesteckt haben, mit der er sie daraufhin vor der halben Pfarre – in ihren Augen – bloßstellte!)
Das Nikolo-Trauma In der Tat ist das Bild von dem allwissenden, strafenden Nikolaus noch weit verbreitet. Nach wie vor „missbrauchen“ Eltern die Figur des heiligen Nikolaus, um ihn und seine dubiosen Mahnpredigten für ihre erzieherischen Maßnahmen einzusetzen. Auch meine Geschwister und ich haben den „Heiligen“ in meiner Kindheit so erlebt – und hätten ehrlich Es geht auch anders gesagt darauf verzichten können. Meine Warum ich diese Anekdote erzähle? Weil Schwester ist heute immer noch nicht gut ich es leid bin, dass der Nikolaus immer
noch dazu missbraucht wird, Kinder zu maßregeln und so zu „erziehen“. Ich habe selber erlebt, wie ungut das ist und dass dies eben auch wirklich einen bleibenden negativen Eindruck hinterlassen kann. Der Heilige Nikolaus war nun mal kein strenger Erzieher und Peiniger, sondern ein liebevoller und großzügiger Mensch, der sich um seine Mitmenschen gekümmert und sich für sie eingesetzt hat. Dieses Bild soll auch den Kindern weitergegeben werden. Nicht nur, was der Nikolaus sagt, kann verängstigend sein, sondern auch wie er insgesamt auftritt. Ein „Fremder“, der in komischer Verkleidung und mit weißem Rauschebart einmal im Jahr auftaucht, kann Kindern prinzipiell Angst machen. Hier sollte man sensibel vorgehen und eventuell alte Traditionen überdenken. Nikolausbesuche, sei es in der Pfarre, zu Hause oder im Kindergarten können auch anders ablaufen – ohne Sündenregister und bitterem Beigeschmack. Wenn den Kindern erklärt wird, wer sie warum besuchen kommt und sich der/die Nikolausdarsteller/in z.B. erst vor den Kindern verkleidet und bei ihnen somit gar keine Angst oder Scheu vor dem großen Fremden mit dem Rauschebart aufkommen lässt, ist schon mal ein Faktor beseitigt, der Kindern Unbehagen bereitet. Gemeinsam können eine Geschichte gelesen oder erzählt, Lieder gesungen oder ein Spiel gespielt werden. Auch gegen kleine Geschenke für die Kinder und eventuell auch für die anwesenden Erwachsenen ist nichts einzuwenden. Einen konkreten Vorschlag für einen Nikolausbesuch findest du auf der nächsten Seite. Clemens Huber Nikolaus. Der zu den Kindern kommt. Viele Hintergrundinfos, hilfreiche Tipps und Gruppenstundenmodelle rund um Nikolausbesuche & Co. findest du im Behelp der Katholischen Jungschar Österreichs.
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Nikolaus-Folder mit hilfreichen Tipps für Nikolausdarsteller/ innen
Der Nikolaus kommt Feier mit einem/einer Nikolausdarsteller/in Hintergrund
Bei einer Feier, sei es in der Familie, in der Jungschar oder bei den Ministrant/innen muss die Gestalt des Nikolaus nicht durch eine fremde Person dargestellt werden, auch der/die Gruppenleiter/in, Vater, Mutter, ältere Geschwister, andere Verwandte,... können Nikolausdarsteller/innen sein. Dadurch kann in der Feier oft persönlicher und besser auf Kinder und deren Bedürfnisse eingegangen werden.
Material à Verkleidung für den/die Nikolausdarsteller/in à Weizenkörner in einer Dose à Geschenke von Eltern und Kindern
was man denn damit alles machen kann. Die Legende von den Kornschiffen handelt von einem der Wunder des Heiligen Nikolaus: In einer Zeit, in der eine große Hungersnot in Myra herrschte, trieb ein Unwetter einige Schiffe voll von Weizen in den Hafen der Stadt. Die Leute baten die Kapitäne um Nahrung, da es jedoch der Weizen des Kaisers war und sie den Auftrag hatten, alles dem Kaiser abzuliefern, gaben die Kapitäne nichts her. Nur der Heilige Nikolaus konnte sie dazu überreden, einen Teil des Korns hierzulassen und versprach ihnen dafür den Segen Gottes. Als die Schiffe im Hafen des Kaisers ankamen, fehlte in den Laderäumen des Schiffes kein Körnchen Weizen. (Die ausführliche Geschichte zum Vorlesen oder Erzählen findest du auf der Homepage der Jungschar Wien unter: http://wien.jungschar.at/kumquat.)
Nikolaus, ein Heiliger Nach der Geschichte könnt ihr gemeinsam ein Lied über den Heiligen Nikolaus singen und danach, an die Geschichte anknüpfend, mit den Kindern überlegen, wie sie anderen helfen können. „Der Hl. Nikolaus hat gut auf die Menschen geschaut, er war oft mit ihnen unterwegs, war bei ihnen und hat versucht zu sehen, was den Menschen fehlt, was sie brauchen. Er Begrüßung Der/die Nikolausdarsteller/in begrüßt die Kinder und alle anderen hat Menschen gerne überrascht und ihnen Freude bereitet.“ Alle Anwesenden können nun versuchen, konkret verwirklichbare Ideen zu sammeln, wie es auch wir heute Anwesenden. „Ich freue mich, dass ihr mich eingeladen habt... „Wie heißt anstellen können, auf Menschen zu schauen, zu entdecken, womit wir sie überraschen könnten. Vielleicht finden wir auch Dinge, die wir ganz gerne tun und die für andere du?... Karin, magst du diesen Stab halten?... Möchtest du hilfreich sind. einmal die Bischofsmütze aufsetzen?...“ Ablauf eines „Besuchs“ Die Kinder wurden im Vorfeld informiert, dass ein/e Nikolausdarsteller/in vorbeikommt, um gemeinsam mit ihnen den Nikolaustag zu feiern.
Vertrauensvolle Atmosphäre schaffen Der/Die Nikolausdarsteller/in setzt sich zu den Kindern und den anderen Anwesenden in die Sitzecke, auf den Boden, rund um den Adventkranz,... und beginnt mit ihnen ein Gespräch über den Anlass ihres/seines Besuches, über die Person des Hl. Nikolaus. „Heute ist der Namenstag von Bischof Nikolaus. Weil er vielen Kindern und Erwachsenen gerne geholfen hat, sie gerne beschenkt hat, ... erinnern wir uns heute an diesen Mann... um dieses Fest zu feiern, hab ich mich heute als Bischof Nikolaus verkleidet...“
„Der Heilige Nikolaus hat gerne in der Bibel gelesen, Geschichten von Gott und den Menschen hat er auch weitererzählt. Manchmal hat er in Gedanken mit Jesus gesprochen und zu ihm gebetet: Lieber Jesus! „Fürchtet euch nicht!“ so hast du die Menschen oft begrüßt und ihnen gezeigt, wie es gelingen kann, liebevoll und freundlich miteinander auszukommen. So wie du hat auch der Heilige Nikolaus den Menschen zugehört, ihre Sorgen ernst genommen und sich dafür eingesetzt, dass es ihnen gut geht. Wir bitten dich: Gib auch uns offene Augen, Ohren, Hände und ein offenes Herz, auf uns und andere Menschen zu schauen. Hilf uns, uns selbst und anderen Gutes zu tun. Amen.“
Erzählen einer Nikolauslegende Gemeinsam mit den Kindern wird die Kornschifflegende erzählt: Der/die Nikolausdarsteller/in hat in einer kleinen Dose Weizenkörner mitgebracht. Er/sie rasselt mit der Dose und lässt das Kind raten, was denn wohl in dieser Dose versteckt sein könnte. Die Dose wird geöffnet, die Weizenkörner in die Hand genommen und mit Kindern und Anwesenden gemeinsam wird besprochen,
Anschließend erzählt der/die Nikolausdarsteller/in den Kindern, dass – so wie damals der Heilige Nikolaus – auch Vater, Mutter,... ihre Kinder heute überraschen wollen: „Dein Vater, deine Mutter,... haben dich sehr lieb. In diesen Sack hat er/sie für dich eine kleine Überraschung versteckt.“ Segensbitte „Der Heilige Nikolaus war ein Freund der Kinder und Erwachsenen. Er hat sie gesegnet, sie daran erinnert, dass Gott für uns Menschen da ist und will, dass es uns gut geht. So will auch ich jetzt Gott um seinen Segen bitten: Der gute Gott segne und beschütze uns, im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes, Amen.“ Gemütlicher Ausklang Bei Tee, Nüssen, Lebkuchen, Mandarinen und einem festlich geschmückten Tisch werden die Geschenke ausgepackt, vielleicht auch noch einige Nikolauslieder gesungen und der/die Nikolausdarsteller/in verabschiedet.
Gekürzt aus: Nikolaus. Der zu den Kindern kommt. Behelp1 der KJSÖ
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„Jungschar gibt der Kirche auch das Gesicht des Kindes…“ Gedanken und Erinnerungen an Eva Petrik „Jungschar gibt der Kirche auch das Gesicht des Kindes… Ich hab nirgends solche Vielfalt und Entwicklung von Zeitgemäßheit und Kompetenz und auch solche Kontinuität erlebt wie in der Jungschar. Das macht mich froh und fast möchte ich sagen auch ein bissl stolz als Jungschar-Urururgroßmutter.“ Das waren Worte, die Eva Petrik im Frühling 2007 bei der 60-Jahr-Feier der Katholischen Jungschar Österreichs an die versammelten Diözesanleitungen und an geladene Gäste richtete. Sie hat Jungschar mitgestaltet, sowohl in Wien als auch auf Österreich-Ebene ist sie der jeweiligen „Jungschargründerin“ als „Diözesan- bzw. Zentralführerin“ (so die damaligen Bezeichnungen) gefolgt.
„Für die Gründergeneration gab es keine Vorgaben. In langen Gesprächen – heute würde man sagen „Think-Tanks“ – wurden Ziele gesteckt, pädagogische und religiöse Leitlinien geschaffen, Methoden erarbeitet und erprobt. – Es war eine kreative Zeit – eine Zeit, in der wir den Elan und die Kraft spürten, die aus dem Auf-sich-selbst-gestellt-Sein wächst. – Auch in der Pfarre brauchten wir diese Kraft, als wir dort mit Jungschararbeit begannen, um Kindern, die wir fast buchstäblich von der Straße hereinholten, sinnvolle Beschäftigung und Lebensinhalte zu geben. Und das bestätigte mir wie kaum etwas nachher die Sinnhaftigkeit des eigenen Tuns.“ Begonnen hat Eva Petrik in der Pfarre Krim (19. Bezirk in Wien) die Jungschar aufzubauen. Immer wieder erzählte sie, dass sie dort die Kinder von der Straße in das Pfarrheim hereinholten und mit ihnen Heimstunden (heute Gruppenstunden) durchführten. Viele Jahre hat sie eine Gruppe in der Pfarre geleitet und war anschließend in der Diözese als Diözesanführerin tätig. Von der Diözesanebene wechselte sie auf die Österreich-Ebene und wurde Zentralführerin. Es war eine lange Zeit, in der sich Eva Petrik mit der Katholischen Jungschar beschäftigte und ihre Ideen einbrachte, wie Jungschar sein soll und auch wie Kirche sein soll – vor allem wie Kirche für und mit Kindern sein soll. Die Katholische Jungschar hat sie geprägt und sie hat die Katholische Jungschar geprägt! Auch nach ihrer aktiven Zeit war sie der Jungschar verbunden und engagierte sich für eine (auch für Kinder) offene Kirche.
Sie hat sich in den letzten Jahrzehnten eingesetzt, wie sie in einem Interview sagte, für „eine Kirche die Fenster und Türen offen hat – da zieht es zwar etwas, aber es bewegt sich auch etwas“. Dieses Bild zeigt gut, wie Eva Petrik gewirkt hat: lebendig, energievoll und mit energischer politischer und sozialer Kraft. Wünsche für die Jungschar Eva Petrik hat der Katholischen Jungschar zum 60-Jahr-Jubiläum Folgendes mitgegeben: „Kinder sind Zukunft! Es möge der Jungschar weiterhin gelingen, den Kindern Freude an und in ihrer Pfarre (denn das ist für sie im Allgemeinen das Erscheinungsbild der Kirche) zu vermitteln. Denn von ihnen hängt die Zukunft unserer Kirche ab: Wenn sie in unserer Kirche Heimat finden, wird die Kirche auch später Heimat geben können. Der Jungschar wünschen wir die ihr zustehende Anerkennung durch Kirche und Gesellschaft als sozial und pädagogisch maßgeblicher (= Maßstäbe setzender) Faktor in diesem Land.“ Eva Petrik verstarb am 5.11.2007 in den frühen Morgenstunden. In dankbarer Erinnerung gedenken wir Eva, die uns mit ihren Ideen und Visionen immer wieder inspiriert hat. Die Diözesanleitung der Katholischen Jungschar Wien
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„Herausforderungen für eine Jungschargruppe“ Ein kleiner Bericht live aus dem Jungscharleben zum Thema Kinder mit Behinderung in der Gruppenstunde, von Sara Dallinger. Siebzig Kinder im Saal, es ist heiß und sehr laut. Alle scheinen sich auf ihre Weise am diesjährigen Faschingsfest beteiligen zu können. Da seh ich jedoch einen mir kaum bis an die Schulter reichenden Buben im Darth Vader Kostüm, der sich an den Kasten lehnt, und irgendwie kommt es mir so vor, als würde er auch gern toben, findet aber Fabian ist dann fast ein dreiviertel Jahr regelmäßig zu uns in die Gruppenstunden gekommen. Es war auf jeden Fall eine sehr keinen Anschluss. bereichernde Zeit – wenn auch nicht immer leicht für alle BeteiNach einer Weile fällt mir auf, dass er sich nicht so schnell bewegt wie die anderen ligten. Kinder. Gekommen ist er mit seiner Schwester, sie ist das einzige Kind, das sich hin und Da Fabian ein Bewegungsdefizit hatte, schränkten wir vorerst die schnellen Spiele ein, und wenn wir welche spielten, dann stand wieder ihm zuwendet, um zu schauen, ob alles in Ordnung ist. es allen Kindern frei, zwischen Tätigkeiten ohne viel Bewegung So habe ich Fabian* kennen gelernt. Nach dem Fest, als alle und Lauf-/Fangspielen zu entscheiden. schon abgeholt wurden, spreche ich mit Fabians Mutter. Sie sucht Schwierigkeiten traten vor allem dann auf, wenn es etwas zu Anschluss für ihren Buben, erklärt sie mir, bis jetzt hat sie noch erklären gab, da unsere Kinder in den ersten Stunden nicht damit keine Gruppe gefunden, die Fabian so akzeptiert hätte, wie er rechneten, jemanden dabei zu haben, der doch einfach länger ist. Sie erzählt mir auch Fabians Lebensgeschichte, dass er früher brauchte, um etwas zu verstehen, und für den auch unsere eine spastische Lähmung hatte und aber so viel trainiert hat, dass Geschwindigkeit bei Erklärungen und Spielen einfach eine Spur zu schnell war. er sich jetzt fast schon normal bewegen kann. Daher reagierten sie anfänglich mit Sticheleien, wenn wir 2-3 Mal Mir kommt es vor, als wäre die Mutter sehr erleichtert, jemanden Dinge erklärten und auch vorzeigten. Erstaunlicherweise wurden gefunden zu haben, der ihr wirklich zuhört, denn sie überschüttet diese Sticheleien von unserer Gruppe selbst gelöst, als sich ein mich fast mit Informationen, während ich mir überlege, in welche paar Kinder einfach auf Fabians Seite stellten. Gruppe Fabian von seinem Alter her gut dazupassen würde. Ich entschließe mich für meine eigene. Mit der Hoffnung, dass Eine weitere Herausforderung waren für uns auch die Gespräunsere Kinder genug Reife ihm gegenüber zeigen, obwohl er che, die Fabians Mama anfänglich nach jeder Gruppenstunde eigentlich ein Jahr jünger ist als sie, informiere ich die Mutter mit uns führen wollte. Lang und breit sprach sie davon, wo ihr über unsere Gruppenstunde. Sie reagiert sehr unsicher und Sohn schon überall schlecht aufgenommen worden war und dass braucht viel Zureden, bis sie einstimmt, mit ihm gemeinsam bei wir ihr es ja rechtzeitig sagen sollten, würde irgendetwas in der Gruppe mit Fabian schlecht laufen. uns „schnuppern“ zu kommen. Mit der Zeit rechneten wir schon damit, 15 Minuten nach der Die darauffolgende Woche war von viel Diskutieren und Nach- Stunde mit Fabians Mutter zu verbringen – wir wurden aber denken geprägt. Meine Co-Leiterin und ich überlegten hin und auch sicherer und Elterngespräche bekamen für uns eine andere her, ob wir Fabian einen besonderen Einstieg in unsere Gruppe Relation. Mit der Zeit veränderte sich auch die Sorge und das ermöglichen sollten. Wir entschieden uns schlussendlich dage- Vertrauen von Fabians Mutter zu uns wuchs – schließlich kam er gen, weil es auch für andere Kinder keine besonderen Einstiege alleine in die Stunde und wurde nicht mehr abgeholt. gegeben hatte und wir erst einmal die Reaktion der Kinder Je länger Fabian in unsere Gruppe kam, umso selbstverständabwarten wollten. licher wurde es für uns und unsere Kinder, dass Fabian ein Teil Fabians Schnupperstunde lief gut. Wir baten seine Mutter nach unserer Gruppe war – und er fühlte sich wohl bei uns. 15 Minuten, ihn für den Rest der Stunde alleine bei uns zu lassen Auch für uns wurde es selbstverständlich, ihn in unsere Konzepte mit einzubeziehen. Das schönste aber war zu sehen, dass unsere und ihn nach der Stunde wieder zu holen. Unsere Kinder reagierten anfänglich etwas skeptisch, wobei Kinder ihn voll als Teil unserer Gruppe akzeptierten – mit ihm sie dies ihm gegenüber aber nicht offen zeigten. Anschließend scherzten, spielten und er für sie keine „unantastbare Porzellanan unsere Stunde nutzten wir die Zeit und holten sie zu einem tasse“ darstellte. kurzen Gespräch zusammen – zu diesem Zeitpunkt war Fabian schon abgeholt. Wir erklärten ihnen, warum wir Fabian einge- *Name geändert laden hatten, erzählten von seiner gesundheitlichen Lage und baten sie auch, ihr Statement dazu abzugeben, ob sie bereit waren, ihn in unserer Gruppe zu respektieren.
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„im dunkeln...“
eine Aktion von Christian
Ballwerfen Als Einstieg spielt Ihr gemeinsam ein einfaches Ballspiel. Dabei stehen die Kinder im Kreis und werfen einander den Ball kreuz und quer zu. Bevor das Spiel langweilig wird, schlägst du eine etwas schwierigere Variante vor: Das Kind, das den Ball wirft, schließt vor dem Wurf die Augen und versucht, den Ball dennoch so zuzuspielen, dass ihn ein anderes Kind fangen kann. Bei der dritten und schwierigsten Variante ruft das werfende Kind zuerst einen Namen. Das genannte Kind schließt daraufhin seine Augen und versucht den Ball, der ihm dann behutsam zugeworfen wird, zu fangen. Das ist bereits sehr schwierig und bedarf schon einiger Übung und eines guten Zusammenspiels! An dieser Stelle erklärst du den Kindern, dass es heute darum gehen soll zu erleben, wie es ist, nichts sehen zu können, also blind zu sein.
Hintergrund/Ziel
„Dialog im Dunkeln” Die Kinder sollen eine Vorstellung davon bekommen, was es Du führst die Kinder nun in einen abgedunkelten Raum, der ihnen aber gut bekannt bedeutet, nicht sehen zu können, und dadurch einen kleinen sein sollte. In dem Raum hast du vor der Gruppenstunde einige kleine Veränderungen vorgenommen: vertraute Gegenstände sind an anderen Orten aufgestellt, Sessel oder Einblick in die Erlebniswelt blinder Menschen erhalten. Tische stehen mitten im Raum,...
Material
Der Grad der Dunkelheit des Raumes sollte an das Alter der Kinder angepasst sein. à evtl. für jedes Kind ca. 1,20m lange, dünne Rundhölzer als Ältere Kinder können einen recht finsteren Raum spannend finden, während jüngere Kinder meist ein wenig Licht brauchen, um sich nicht fürchten zu müssen. Generell gilt: Blindenstöcke à Kassette mit verschiedenen Alltagsgeräuschen und eventuell Der Raum sollte – auch für die Älteren – nicht ganz abgedunkelt sein und kein Kind muss die Station machen, wenn es nicht will! mit Stephans Geschichte à Kassettenrekorder Nachdem du die Kinder informiert hast, dass der Raum etwas anders ist als sonst, à evtl. eine Taschenlampe bekommt jedes Kind einen „Blindenstock” (Rundholz) und kann nun versuchen, sich à verschiedene Gegenstände zum Ertasten à evtl. Gummihandschuhe mit Füllmaterial (z.B. Sand, Reis, in dem Raum zurechtzufinden. (Ist das Klima in der Gruppe im Moment manchmal aggressiv, dann lass die Blindenstöcke lieber weg, es besteht sonst „Duellgefahr”!) Wasser, Watte,...) à ein mit Schlitzen versehenes Leintuch bzw. Packpapierbögen und eine Vorrichtung zum Aufhängen Stephans Geschichte Nach einiger Zeit, wenn die Kinder sich mit dem Raum vertraut à Plakat mit Blindenalphabet gemacht haben, machst du sie mit Stephan, einem erfundenen, à Bastelfolie (dünne Metallfolie, in Papierhandlungen erhältblinden Buben bekannt. (Gib dem Kind bitte einen anderen lich) mit den Namen der Kinder in Blindenschrift Namen, wenn ein Kind in deiner Gruppe denselben Namen hat.) Du kannst die Geschichte von Stephan entweder vom Band abspielen oder mit Hilfe einer Taschenlampe vorlesen. à Als Einstieg wird ein einfaches Ballspiel zuerst mit offenen, dann mit geschlossenen Augen gespielt. Stephans Geschichte... à „Dialog im Dunkeln”: Mit Hilfe von Blindenstöcken versuchen ...könnte so lauten: „Stephan ist 10 Jahre alt. Er ist ein sehr lebdie Kinder, sich im Dunkeln zurechtzufinden. haftes und fröhliches Kind. Gemeinsam mit seinem Vater, seiner à „Stephans Geschichte”: Stephan, ein blindes Kind, wird mit Mutter und seinem älteren Bruder steht er jeden Tag in der Früh einer Geschichte vorgestellt. Danach können die Kinder verauf. Er tapst im Dunkeln aufs Klo, dann weiter ins Badezimmer schiedene Geräusche aus Stephans Alltag erraten. und zurück in sein Zimmer. Er zieht sich an, geht in die Küche à „Händeschütteln”: Beim Händeschütteln geht es darum, frühstücken und muss sich dann meistens schon beeilen, denn einander am Händedruck zu erkennen. sein Schulweg ist um einiges länger als der seines Bruders. Die à „Tasten”: Verschiedene Gegenstände können unter einem Mutter nimmt Stephan auf dem Weg zur Arbeit mit und setzt ihn Tuch ertastet werden. vor seiner Schule ab. Stephan kennt den Weg gut und wenn der à „Blind führen”: In Paaren führen die Kinder einander abwechglatte Asphalt auf der Straße aufhört und das Fahrgeräusch des selnd mit geschlossenen Augen durch den Raum. Autos auf einmal viel lauter wird, weil die Straße mit dem Kopfà „Blindenschrift”: Die Kinder können versuchen, ihre Namen steinpflaster beginnt, weiß Stephan, dass er gleich da sein wird. in Blindenschrift zu ertasten. Sehen kann Stephan seine Schule allerdings nicht, denn er ist blind. Um sich im täglichen Leben zurechtzufinden, besucht er seit einigen Jahren die Blindenschule.” à weicher Ball
Aufbau
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n Wenzl und Anna Jurkowitsch Nachdem ihr euch Stephans Geschichte angehört habt, spielst du Geräusche aus Stephans Alltag vor, die die Kinder erraten können, z.B.: Straßenbahn, Türe aufsperren, Zähne putzen, Klospülung,... Ihr könnt euch beim Zuhören gemeinsam überlegen, wo Stephan gerade ist, was er gerade macht oder was er gerade vor sich hat! Für die weitere Gruppenstunde dreht ihr nun das Licht auf und stellt die Gegenstände wieder an ihren ursprünglichen Platz. Hände schütteln Da Stephan ja auch seine Mitmenschen nicht sehen kann, muss er sich auf andere Art ein „Bild” von ihnen machen. Wenn er z.B. jemand kennen lernt, dann ist neben der Stimme des/der anderen auch der Händedruck eine wichtige Information für ihn. Ihr habt nun die Möglichkeit auszuprobieren, ob ihr euch an eurem Händedruck erkennen könnt und was für Unterschiede es da so gibt. Zu diesem Zweck hängst du ein Leintuch (oder Packpapierbögen) auf, das in „Händeschüttel-Höhe” zwei bis drei Schlitze hat. Zwei oder drei Kinder stellen sich nun hinter das Leintuch und stecken jeweils die rechte Hand durch einen Schlitz. (Die Kleidungsstücke dürfen dabei natürlich nicht zu sehen sein.) Die anderen Kinder gehen nacheinander langsam vorbei und schütteln die Hände. Die Kinder hinter dem Leintuch versuchen nun zu erraten, wer ihnen da gerade die Hand geschüttelt hat.
Blind führen Dieses Spiel kann sowohl drinnen (z.B. mit einem Sesselparcours) als auch im Freien stattfinden. Die Kinder gehen paarweise zusammen. Jeweils ein Kind schließt die Augen, das andere nimmt es bei der Hand (oder beiden Händen) und führt es behutsam herum. Dabei ist es sehr wichtig, dem „blinden” Kind Hindernisse, die im Weg liegen, Stufen oder Unebenheiten anzukündigen, es also verlässlich zu führen, damit das Kind das Vertrauen in die Führung nicht verliert und die Augen zulassen kann. Nach einer Weile werden die Rollen getauscht. Blindenschrift Jedes Kind kann nun versuchen, seinen Namen mit geschlossenen Augen auf ein Blatt Papier zu schreiben. Wahrscheinlich wird das Geschriebene eher unproportional, schief oder gar unleserlich sein. Aber selbst, wenn man es mit offenen Augen noch lesen kann, ist diese Schrift für blinde Menschen vollends unlesbar. Stephan muss sich hier also anders behelfen: Für blinde Menschen gibt es ein eigenes Alphabet, das aus Punkten besteht, die man ertasten kann. Der Franzose Louis Braille (gesprochen: brai:) hat dieses Punktealphabet vor etwa 170 Jahren erfunden – er war selbst blind. Seine Schrift wird heute noch verwendet und wurde nach ihm „Braille-Schrift” genannt. Die Grundlage der Buchstaben bilden sechs Punkte (eine „Zelle”). Mit ihnen sind 63 verschiedene Kombinationen möglich. Die Punkte, die für einen Buchstaben verwendet werden, sind jeweils erhaben, sodass man sie ertasten kann. Die Kinder können sich die Braille-Schrift nun auf einem Plakat anschauen, das du vorbereitet hast. Die einzelnen Buchstaben sind stark vergrößert abgebildet, damit man sie gut erkennen kann.
Tasten Auch in vielen anderen Bereichen, in denen wir unsere Augen benützen können, ist Stephan auf seinen Tastsinn angewiesen. Ihr könnt nun probieren, wie gut euer Tastsinn funktioniert. Dazu hast du einige kleinere Gegenstände unter einem Tuch oder einer Decke vorbereitet. Die Kinder können nun unter das Tuch greifen und versuchen zu erkennen, um welche Dinge es sich handelt. Neben den Gegenständen (oder stattdessen) kannst du auch einige Plastikhandschuhe mit verschiedenen Materialien (z.B. Sand, Reis, Wasser, Watte,...) füllen, deren Inhalt die Kinder dann erraten sollen. Vor der Gruppenstunde hast du die Namen aller Kinder in Blindenschrift auf einzelne Folienstreifen „geschrieben”. Mit einem gewöhnlichen Kugelschreiber und einer Schablone kann man die Punkte leicht in die Folie drücken, sodass sie auf der anderen Seite dann erhaben erscheinen. Aber Vorsicht! Die Namen müssen spiegelverkehrt geschrieben werden, da du sie ja auf der Rückseite in die Folie drückst. Jedes Kind erhält nun einen beliebigen Namensstreifen und versucht herauszufinden, wessen Namen es in den Händen hält. Dabei soll möglichst nicht auf die Punkte des Schriftzuges, sondern nur auf das Plakat mit der Braille-Schrift geschaut werden. Haben alle Kinder den Namen auf ihrem Streifen erkannt, werden die „falschen” gegen die „richtigen” getauscht. Die Namenskärtchen können die Kinder auch als Erinnerung mit nach Hause nehmen.
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Der Begriff Politik kommt, wie aufgrund der seltsamen Schreibweise leicht zu erraten ist, aus dem Griechischen. Genauer von „polis“ – dem griechischen Wort für Stadt oder Gemeinschaft. Heute versteht man unter dem Wort „Politik“ ein auf die Durchsetzung bestimmter Ziele – besonders im staatlichen Bereich – ausgerichtetes Handeln.
ΠΟΛΙΤΙΚ ΠΟΛΙΤΙΚ ? ?
Politik hat auch immer etwas mit „Geschichte“ zu tun, Einstellungen, Sicht- und Handlungsweisen und auch daraus entstehende Kategorisierungen haben meistens etwas mit historischer Entwicklung, aber auch „Sozialisierung“ zu tun, d.h. wir übernehmen vieles (meistens unbewusst) von Vorbildern (Eltern, Freund/innen, Verwandten…), aus Medien und generell aus unserer Umwelt. Je jünger Kinder sind, desto weniger klar sind Medienberichte solcher Ereignisse bekommen Kinder natürlich für sie z. B. manche Sichtweisen und Kategorisierungen und sie können nicht verstehen, mit, niemand kann sich diesen völlig entziehen. Kinder hören warum sich Erwachsene über manche Dinge so „aufregen“. Gespräche Erwachsener, sehen dem Opa beim Lesen der Sonntags-Zeitung über die Schulter oder sehen zwischen Spongebob So kommt es, dass Kinder Fragen stellen – diese werden von Erwachsenen schnell als und den Simpsons die Confetti News. In den seltensten Fällen naiv abgewertet, oft bekommen Kinder auch zu hören „Das braucht dich in deinem sind die Nachrichten und Berichte, die Kinder so mitbekommen, Alter noch nicht zu interessieren.“ für ihre Altersgruppe aufgearbeitet. Kinder sehen somit Bilder In der Jungschar- und Ministunde sollen Kinder erleben, dass ihre Fragen ernst genomund lesen Schlagzeilen, die sie meist nicht gut einordnen können. men werden! Es können Fragen wie diese sein, mit denen du als Gruppenleiter/in Fragen und oftmals Ängste entstehen, Kinder entwickeln Vorstel- konfrontiert bist: lungen, die vielleicht für Erwachsene „phantasievoll“ erscheinen, à „Warum ist es schlimm, wenn sich der Finanzminister eine Homepage schenken für Kinder aber Realität sind. Kinder sind von solchen Ereignislässt?“ sen oft viel mehr be- und getroffen als Erwachsene. Z.B. die à „Wie können zwei Parteien miteinander regieren und sich dann ständig streiten? Abschiebungen von Familien, die in Österreich schon seit Jahren à „Warum fährt der Umweltminister mit einem so umweltschädlichen Auto?“ eine neue Heimat gefunden haben, löst bei vielen Kindern Unverständnis aus: von „Warum macht jemand so etwas?“ bis hin zu Wenn du Fragen von Kindern beantwortest, ist es hilfreich, folgende Tipps zu beachten. „Kann mir das auch passieren?“ Dies gilt nicht nur bei politischen Themen, sondern generell für Themen und Fragen, die in deiner Gruppenstunde auftreten können: Leider fehlt es dann oft an Ansprechpartner/innen, die mit den à Wir wollen Kindern in Gruppenstunden keine fertigen Antworten vorsetzen – wichKindern diese Fragen und Ängste aufarbeiten, mit den Kindern tiger ist es uns, gemeinsam mit ihnen den Dingen auf die Spur zu kommen und einfach über diese Themen sprechen. Antworten zu suchen. Du bist als Gruppenleiter/in für deine Kinder eine Vertrauensper- à Auf konkrete Fragen der Kinder sollte es möglichst konkrete Antworten von euch son – sie haben zu dir eine „belastbare Beziehung“ aufgebaut. In geben. vielen Fällen wirst du daher Ansprechpartner/in für ihre Fragen à Es ist oft nicht sinnvoll, ausschweifende Analysen und Themenerarbeitungen vorsein. zunehmen. Daher finden wir es wichtig, in diesem Artikel das Thema Politik von einigen Seiten zu beleuchten und Möglichkeiten aufzuzeigen, Manchmal stellen Kinder sehr komplexe und schwierige Fragen. Du musst als Grupwie es in der Arbeit mit Jungschar- und Minikindern Platz finden penleiter/in nicht immer alles wissen! Gerade im Bereich der Politik gibt es Fragen, die kann. spontan kaum zu beantworten sind und das ist auch okay so. Vielleicht findet sich im Wie du mit Kinderfragen rund und das Thema Politik umgehen Jungscharheim ein Lexikon oder ein Internet-Anschluss zum Nachschlagen, ansonsten kannst und welche Möglichkeiten du hast, Politik selbst in deiner ist es auch absolut gut und richtig, wenn du dich zu Hause informierst und den KinGruppenstunde zum Thema zu machen, dazu wollen wir dir hier dern in der nächsten Gruppenstunde ihre Antworten lieferst. ein paar Bausteine liefern. Politik gehört sicher nicht zu den wichtigsten Themen eurer Kinder und eurer Gruppenstunden. Zu glauben, Politik und politische Themen würden an Kindern völlig spurlos vorbeigehen, stimmt jedoch nicht.
„Warum sind bei den Sitzungen im Parlament immer so viele Plätze leer?“ Mal abgesehen davon, dass Medienberichterstattung nie eine kindgerechte Sprache verwendet, ist sie für Kinder auch meistens deshalb so verwirrend, weil ihnen Hintergrundwissen fehlt und ihre politische Bildung gerade erst im Entstehen ist.
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Das Thema Politik ist ein sehr persönliches – viele Menschen sprechen nicht gern über ihre politischen Meinungen. Wenn du mit Kindern zu diesem Thema arbeitest, sollte immer das gemeinsame Entdecken, Ausprobieren und Erforschen im Vordergrund stehen. Die Kinder sollen angeleitet werden, selbst weiterzudenken und sich eigene Gedanken zu machen, nicht die der Gruppenleiter/innen zu übernehmen.
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Freiheit für Ficus Benjamin! Hier wollen wir dir einige Methoden vorstellen, die du in den Gruppenstunden rund um das Thema Politik verwenden kannst. Speaker´s-Corner Der ursprünglichste und bekannteste Speaker´s-Corner befindet sich in London, im Hyde Park. Dort kann auftreten und eine Rede halten, wer will, zu welchem Thema er oder sie auch immer möchte. Einen solchen Speaker´s-Corner kannst du auch in deiner Gruppenstunde nachstellen. Bau einfach ein kleines Podest auf, auf dieses können sich nun eine oder mehrere Personen stellen. Das Thema, über das am Speaker´s-Corner gesprochen wird, sollte ein möglichst Lustiges sein. Eine Interessensvertretung für Ameisen, Freiflüge mit Airlines für überarbeitete Zugvögel, Freiheit für eingesperrte Topfpflanzen oder auch Pensionszahlungen für die längst ausgedienten Musikkassetten. Sinn und Zweck dieser Übung ist es auszuprobieren, wie ein/e Politiker/in Reden zu schwingen. Dabei darf und soll auch übertrieben werden, die Reden können lustig, schräg, skurril oder frech sein und die Zuhörer/innen fesseln. Reden wie die Großen… Willst du dich mit deinen Kindern gemeinsam mit dem Parlament und den dort stattfindenden Diskussionen beschäftigen, eignen sich dafür z.B. Rollenspiele. Zur Vorbereitung auf diese Methode bitte deine Kinder einfach, in die nächste Gruppenstunde ausgeschnittene Zeitungsberichte und eigene Erzählungen aus den TV-Nachrichten mitzunehmen (evtl. könnten auch aufgenommene Sequenzen aus Nachrichtensendungen angeschaut werden). So bekommt die Gruppe gleich einen Eindruck, worüber im Moment im Parlament geredet wird. Zu Beginn erzähle den Kindern kurz, wie unser Parlament aussieht und wie es funktioniert. Ihr könnt nun in eurer Gruppenstunde eine parlamentarische Diskussion selbst ausprobieren. Dabei ist es gut, die Regeln des Parlaments nachzuahmen – so können die Kinder den Alltag im Parlament selbst erleben. Einigt euch also zuerst auf ein Thema, über das ihr diskutieren wollt. Danach wird eine Redner/innen-Liste erstellt, bei der ihr darauf achten solltet, dass alle Kinder zu Wort kommen, die möchten, sich aber auch niemand gezwungen fühlt, etwas zu sagen. Wie im echten Parlament sollte es auch in deiner Gruppenstunde eine/n „Präsidenten/ in“ geben – also ein/e Gruppenleiter/in, der/die sich nicht in inhaltliche Diskussionen einbringt, jedoch auf Ablauf, Wortwahl und Form achtet. Wenn solche diskussionsorientierten Rollenspiele für deine Gruppe noch neu sind, ist es gut, Themen zu wählen, die die Kinder möglichst nicht selbst betreffen. So können Abläufe erforscht werden, ohne dass sich Kinder zu stark persönlich betroffen fühlen. Beispiele, für solche Themen findest du beim Speaker´s-Corner. Dazu noch ein Ausflugstipp: Mach mit deiner Kindergruppe doch einen Ausflug ins Parlament! Es werden spezielle Kinderführungen angeboten, bei denen ihr Gebäude, Geschichte und noch viel mehr kennen lernen könnt. Auf der Homepage www.parlament.at findest du weitere Infos dazu.
Kinderparlament Wenn deine Gruppe das Diskutieren schon etwas gewohnt ist, könnt ihr auch einmal ein Thema wählen, das für euch und eure Gruppensituation realistisch ist. So könnt ihr in einer so gestalteten Diskussion beispielsweise das Ziel eures nächsten JungscharAusflugs bestimmen. Dabei ist jedoch wichtig, eine auch im Parlament existierende Schutzmöglichkeit zu beachten: den Minderheitenschutz. Ziel eurer Diskussion sollte sein, dass sich die Gruppe auf ein Ausflugsziel einigt, dabei jede/r zu Wort kommt und sich niemand übergangen fühlt. Durch Diskussionen, gegenseitige Zugeständnisse und Kompromisse kann erreicht werden, was der Traum jeglichen Parlamentarismus ist: eine Entscheidung, die alle Beteiligten gut mittragen können.
Politik für Kinder 2006 hat die Jungschar Wien einen Folder zum Thema Kinderrechte produziert. Seit vielen Jahren wird politisch darüber diskutiert, die Kinderrechte in die Verfassung aufzunehmen – eine politische Entscheidung, von der Kinder direkt betroffen sind. Diesen Folder findest du online auf http://wien.jungschar. at/kumquat, du kannst die Folder auch gratis bei uns im Büro bekommen – einfach anrufen (01/890 51 55-3396) oder ein Mail an dlwien@jungschar.at, wir schicken dir auch gerne Folder mit der Post zu. In kindgerechter Sprache und in überschaubarem Umfang werden Kindern hier einige ihrer Rechte näher gebracht, so zum Beispiel das Recht auf das Briefgeheimnis oder auch das Recht auf Spielplätze. In unserer Gruppenstundendatenbank (http://wien.jungschar. at/intern) findest du viele weitere Gruppenstundenmodelle rund ums Thema Kinderrechte. Bernhard Binder & Dominik Mach
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WELT Interview mit Bischof Erw Bischof Erwin Kräutler ist Vorsitzender von CIMI. Er kommt aus Österreich und setzt sich bereits seit vielen Jahren für die Menschen und die Umwelt in der Amazonasregion ein. Das Interview führte Michaela Mörschbacher von der Jungschar Feldkirch.
Die Sternsingeraktion 2008 steht vor der Tür. Als Modellprojekt wollen wir heuer CIMI, den Indianermissionsrat der brasilianischen Bischofskonferenz näher vorstellen. Mehr über die spannende Arbeit von CIMI und die Situation der indigenen Bevölkerung in Brasilien kannst du im Interview mit Bischof Kräutler nachlesen.
Brasilien gestern und heute – wie kam es, dass Brasilien Unterstützung braucht? Brasilien war einst die Heimat zahlreicher indigener Gemeinschaften, die ihre Mutter Erde respektierten und ihre natürlichen Reichtümer verantwortungsvoll nutzten. Als die Portugiesen vor über 500 Jahren ihren Fuß auf dieses Land setzten, begann für die Indios eine Geschichte voll Leid und Tod. „Nur ein toter Indio ist ein guter Indio“ hieß es, oder „Matar índio não traz cadeia“ – „Einen Indio zu ermorden, bringt keine Haft“. Die Flüsse in Amazonien müssten blutrot sein, so viele Indios wurden unschuldig getötet, um sich ihr Land anzueignen, ihre Wälder zu plündern und ihre Bodenschätze auszubeuten. Um die an den Rand gedrängten Menschen von Armut und Elend zu befreien, brauchen sie materielle wie ideelle Unterstützung.
Brasilien: Rechte der Indios verteidigen! Die Indios in Brasilien haben eine jahrhundertlange Unrechtsgeschichte hinter sich. Seit 1500 n. Chr. wurden über 700 indigene Völker ausgelöscht. Ein großer Teil der ursprünglichen Bevölkerung starb im Zuge der europäischen Kolonialisierung, meist an eingeschleppten Krankheiten, in Folge von Zwangsarbeit oder durch die Hand der Kolonialisten. Der Lebensraum der übrigen Indios wurde weitgehend zerstört. Heute gibt es in Brasilien nur mehr etwa 735.000 Nachfahren der ursprünglich 5-6 Millionen indigenen Einwohner/innen. Die Invasion in viele Indio-Gebiete ist auch heute noch eine permanente Bedrohung: Abholzung riesiger Flächen, Bau von Mega-Staudämmen und Straßen, Verseuchung des Wassers durch das Quecksilber der Goldgräber und Brandrodungen mit anschließendem Soja-Anbau für den Export (auch in die EU). Wenn wirtschaftliche Interessen ins Spiel kommen, zählen die eigentlich in der Verfassung verankerten Rechte der Indigenen nur wenig.
Selbstversorgung der Indios, leistet Gesundheitshilfe und bietet Schulungsprogramme an. Durch Öffentlichkeitsarbeit will CIMI der ablehnenden Haltung vieler Brasilianer/ innen und dem Unwissen über das Leben der Indianervölker entgegentreten. Besonderes Augenmerk wird darauf gelegt, dass die Indigenen selbst über ihre eigene kulturelle und religiöse Identität und über ihre Zukunft entscheiden können. Die Dreikönigsaktion unterstützt speziell die Zuruahá- und Pirahã-Indios: Besonders aktuell ist die rechtliche Absicherung ihres Lebensraumes, um sich gegen die Vertreibung wehren zu können. Neben dem Jagen, Fischen und Früchtesammeln wird die wirtschaftliche Eigenversorgung mit Neuerungen in der Landwirtschaft gestärkt, z.B. mit dem Anbau von Paránüssen. Gegen eingeschleppte Krankheiten ist medizinische Betreuung notwendig, dabei werden auch die traditionellen Heilformen integriert.
Vom sorgsamen Umgang mit der Natur und vom Gemeinschaftssinn der Indios können wir viel lernen. Respekt vor den anderen Lebewesen, Materiellem wenig Bedeutung zu schenken und das Teilen in der Gemeinschaft sind Werte, die unsere Gesellschaft dringend bräuchte. Um ihre Identität zu schützen und ihre Zukunft selbstbestimmt Der tropische Regenwald im Amazonasgebiet ist der größte zu gestalten, müssen sich die Zuruahá und Pirahã einerseits auf den Kontakt mit der unberührte Wald der Welt, mit hoher Bedeutung für das Welt- „modernen Zivilisation“ vorbereiten und andererseits ihre eigene Sprache, ihre eigene klima. Durch das stete Vordringen der großen Konzerne sind aber Kultur und ihr wertvolles Wissen bewahren. sowohl das Ökosystem als auch das Überleben der Indio-Völker bedroht. Georg Bauer Im Zuge des Eindringens in das Amazonas-Gebiet kommen häufig gewaltsame Übergriffe gegen die indigene Bevölkerung vor, die auch in gezielten Morden und Massakern münden. Der Regierung wird dabei Mitschuld vorgeworfen, da Mörder nur selten wirklich strafrechtlich verfolgt werden. Außerdem vergibt sie Genehmigungen zur wirtschaftlichen Nutzung von Gebieten, die von Indios bewohnt sind, z.B. zur Ölförderung. Die Indianerpastoral der Katholischen Kirche CIMI (mit dem aus Österreich stammenden Bischof Erwin Kräutler als Vorsitzenden) engagiert sich für die Menschenrechte der indigenen Bevölkerung. Gemeinsam mit den Indios versuchen Rechtsanwälte von CIMI, die Landrechte durchzusetzen und die Betroffenen in Kontakten mit offiziellen Stellen (Parlament, Polizei, Gerichten, usw.) zu unterstützen und zu beraten. Darüber hinaus fördert CIMI die kuMquat 04/2007
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win Kräutler, Juli 2007 Wie unterstützt die Katholische Kirche die Anliegen der Indios? Wenn das physische und kulturelle Überleben dieser Völker in Gefahr ist, dann können und dürfen wir als Kirche nicht schweigen und untätig bleiben. In diesem Sinne gründete die Katholische Kirche Brasiliens 1972 den Indianermissionsrat CIMI (Conselho Indigenista Missionário), um die Anliegen der indigenen Völker verstärkt und vor allem strukturiert und vernetzt in ihre Pastoralarbeit einzubeziehen. Nicht nur für die indigenen Völker sondern vor allem mit den indigenen Gemeinschaften bemühen wir uns seit Jahrzehnten um die Anerkennung und Durchsetzung ihrer Rechte.
sie auf die Jagd, zum Fischfang und zum Sammeln von Früchten. Hier teilen Jung und In der Verfassung von 1988 ist festgelegt, dass die Indios ein Alt ihr Wissen und ihre Erfahrungen. Hier leben, lieben, feiern und sterben sie. Die Recht auf ihr traditionelles Land, ihre sozialen OrganisationsIndios haben den legitimen Anspruch auf ihr traditionelles Land und darum unterformen, Bräuche, Sprachen und Religionen haben. Ihnen steht stützen wir ihren Einsatz für das Recht auf Land, das Leben bedeutet. auch die alleinige Nutzung der natürlichen Reichtümer zu, die in ihren angestammten Territorien auf und unter der Erde Für welche Perspektiven der Indios setzt sich CIMI ein? sowie in den Flüssen und Seen vorkommen. Eine Zukunft haben die Indios nur, wenn ihre Verfassungsrechte respektiert werden, So können sich die indigenen Völker bei ihren Forderungen auf allen voran das Recht auf Land und die Garantie ihrer Gebiete. Und diese Forderung die Verfassung berufen, leider ist sie aber noch nicht Wirklichunterstützen wir, was sich mitunter recht schwierig gestaltet und mit Anfeindunkeit. Das brennendste Problem ist nach wie vor die unzulänggen verbunden ist, da Politiker/innen, Großgrundbesitzer, Bergwerksgesellschaften, liche Landregelung, die häufig der Grund für Konflikte und Holzunternehmen oder internationale Konzerne ihre wirtschaftlichen Interessen und Gewalt ist. Fehlendes Land gefährdet auch die Versorgung der ihren Einfluss gefährdet sehen. Weideflächen für das Vieh, Großplantagen mit Soja, Gemeinschaften. Mangelernährung, Hunger und übermäßige Reis, Zuckerrohr und Eukalyptus, Immobilienspekulation sowie die Ausbeutung von Krankheitsanfälligkeit sind die Folge. Von den 850 traditioMineralstoffen und Hölzern bringen hohe Gewinne, die in den Augen der Mächtigen nellen Gebieten sind lediglich 6% rechtmäßig als indigene ein Garant für die Entwicklung des Landes sind. Ihrer Ansicht nach behindern die Territorien anerkannt. Für mehr als 26% der Gebiete hat der Indios diesen Fortschritt und sie lassen nichts unversucht, um die Indios und ihre Staat bisher überhaupt noch keine Maßnahmen ergriffen. Mitstreiter/innen einzuschüchtern, mit Gewalt anzugreifen oder gar zu töten. Um ihren Einsatz endgültig zu stoppen, wurden Indios, indigene Vertreter/innen und Wie sieht es mit den indigenen Kulturen und deren Missionare des CIMI ermordet. Religionen aus? Wenn wir uns ohne Vorbehalte auf die Indios einlassen und Sie, Bischof Kräutler, werden ebenfalls bedroht. Wie gehen Sie damit ihre Lebens- und Weltanschauung als Impulse aufgreifen, um? können wir viel von ihnen lernen, etwa ihre verantwortungs„Man kann nicht Gott und dem Teufel gleichzeitig eine Kerze anzünden“, sagt volle Beziehung zur Mit-Welt, ihre berechtigte Sorge um die ein brasilianisches Sprichwort. Angesichts der vielen Gefahren, die auf die Indios zukünftigen Generationen oder die Wertschätzung für betagte hereinbrechen, kann ich nicht schweigen und tatenlos bleiben. Ich muss Partei ergreiMenschen, die in der westlichen Welt weniger zählen, wenn fen und stelle mich damit gleichzeitig gegen die Interessen jener, die den Lebensraum sie nicht mehr in den Produktionskreislauf eingebunden sind. der Indios in Amazonien und anderen Regionen des Landes skrupellos ausbeuten und zerstören. Wenn Politiker der Industrienationen angesichts des augenMit dieser meiner Positionierung habe ich mir nicht überall Freunde gemacht. Im scheinlichen Klimawandels plötzlich in Panik geraten, haben Rückblick bereue ich jedoch keine meiner Aussagen und Schritte. Ich habe immer sie zu lange die Warnungen der indigenen Völker überhört und darum gebetet, dass mir der liebe Gott die Gnade schenke, am rechten Ort, zur deren sorgsamen Umgang mit Gottes Schöpfung übersehen. rechten Zeit das rechte Wort zu sagen. Die Beziehung der Indios zu ihrem Land ist beispielhaft. Ihr Land ist der Ort, an dem ihre Ahnen ruhen, mit denen sie über Was bedeutet die Solidarität der österreichischen Sternsingerkinder für den Tod hinaus in enger Verbindung stehen. Als kostbares die Menschen in Brasilien? Gut wird es von Generation zu Generation vererbt und der Die Projekte der Dreikönigsaktion zielen vor allem auf strukturelle Veränderungen, Gedanke ist ihnen fremd, dass Land wie eine Ware gehandelt um die Benachteiligten aus ungerechten Verstrickungen zu befreien, damit sie selbst werden kann. Hier säen, pflanzen und ernten sie. Hier gehen Hand anlegen können, um ihre Lebensbedingungen zu verbessern. Mein ganz besonderer Dank gilt den Kindern, die um das Fest Epiphanie von Haus zu Haus gehen und so manche Anstrengung auf sich nehmen. Sie verkünden die Frohe Botschaft von der Liebe Gottes, die Herzen zum Teilen bewegt für das Überleben der Indios in Würde und Gerechtigkeit. Erwin Kräutler, Bischof vom Xingu
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KayapóGuaraniKarajáMundu „Blitzlichter“ aus Brasilien Daten Brasilien (portugiesisch Brasil [braziw]) ist nach Russland, Kanada, China und den USA das fünftgrößte Land der Erde, etwa 100 Mal so groß wie Österreich. Und es ist mit 186 Millionen Einwohner/innen das bevölkerungsreichste Land Südamerikas. Religion Rund 74 Prozent sind Katholik/innen, 15 Prozent sind Protestant/ innen, den neuen Pfingstkirchen kommt dabei eine wachsende Bedeutung zu. Außerdem gibt es religiöse Minderheiten wie Orthodoxe, Buddhist/innen, Juden/Jüdinnen, Religionen der Indios und afrobrasilianische Religionen. Sklaverei Im Jahr 1500 begann die Eroberung Brasiliens durch das portugiesische Königshaus. Für die riesigen Plantagen wurden zuerst die Indios, später dann Menschen aus Afrika versklavt und zur Zwangsarbeit missbraucht. Auch wenn die Sklaverei 1888 offiziell abgeschafft wurde, prägen extrem ungerechte EinkommensVerteilung, Diskriminierung und in gewissen Regionen sogar sklavereiähnliche Zustände bis heute die brasilianische Gesellschaft. Widerstand gab es aber auch schon in früheren Zeiten: Immer wieder flohen Sklav/innen und gründeten in entlegenen Gebieten selbstorganisierte Gemeinschaften, so genannte „Quilombos“.
Unsere Welt ist vi Gott sei Dank! Gruppenstunde von Clara Handler, mit Ideen von Kathrin Wexberg und Christoph Watz Die Dreikönigsaktion unterstützt Organisationen in ganz Lateinamerika, die sich für die Rechte der indigenen Bevölkerung* einsetzen. Ein Beispiel dafür ist CIMI, der Indianermissionsrat der brasilianischen Bischofskonferenz. Der langjährige Projektpartner der Dreikönigsaktion ist seit 1972 auf nationaler und regionaler Ebene in ganz Brasilien tätig. CIMI setzt sich sowohl für die Anerkennung und Einhaltung der Indianerrechte als auch für die Wertschätzung der Indianervölker ein. CIMI wird als Modellprojekt bei der heurigen Sternsingeraktion näher vorgestellt. Mehr Einblick in ihre Arbeit und über die Situation der Indigenen in Brasilien findest du auf Seite 34. *Die Bezeichnung „indigen“ hat sich als Sammelbezeichnung für „Ureinwohner/innen“ durchgesetzt, die deutsche Übersetzung von „indigen“ würde „eingeboren„ oder „einheimisch“ lauten. Das Wort „Eingeborene“ ist aber durch den kolonialen Beigeschmack belastet. In Brasilien werden indigene Völker als Indios bezeichnet, die direkte deutsche Übersetzung dafür wäre „Indianer/in“. Diese Bezeichnung wird im deutschen meist für nordamerikanische Gruppen verwendet und kommt von der Annahme Christoph Columbus, er sei in Indien gelandet. Jeder dieser Begriffe hat eine problematische Seite. Wenn keine konkrete Gruppe bezeichnet werden soll, verwende ich in der folgenden Gruppenstunde abwechselnd die Begriffe Indio, Indianer/in und Indigene.
Prophetische Kirche Nach dem 2. Vatikanischen Konzil haben viele Christ/innen in Brasilien ihren prophetischen Auftrag ernst genommen und sich sozial und politisch engagiert. Für sie ist die bittere Armut am Land und in den städtischen Slums nicht vereinbar mit der christlichen Heilsbotschaft des „Lebens in Fülle“. Die „Kirche der Armen“ besteht aus Menschen, die ihren Glauben ganzheitlich verstehen, ihr Leben mit dem christlichen Glauben verbinden und als kirchliche Gemeinden für ihre Rechte auf Arbeit, Bildung oder Armut in den Slums politische Mitbestimmung eintreten. Die Armut und die fehlenden Perspektiven bewirken eine starke Migration, etwa ein Drittel der Brasilianer/innen ist ständig unterUngerechte Landverteilung Die Verteilung des Landes ist extrem ungerecht: Kaum zwei Pro- wegs auf der Suche nach Land und Arbeit. Viele der Landlosen zent der Landeigentümer besitzen fast die Hälfte des nutzbaren wandern in die großen Städte ab, wo sich die Armutsspirale Bodens. Den Rest teilen sich mittlere Landwirtschaftsbetriebe aber weiter dreht: Keine Arbeit, kein Einkommen, keine Bildung. und Millionen Kleinbäuer/innen, die sich meist mit Miniparzel- Besonders hart trifft das die Kinder: Schätzungen zufolge leben len begnügen müssen. 5 Mio. Bauern/Bäuerinnen in Brasilien 10 Mio. Kinder in Brasilien auf der Straße und schlagen sich mit besitzen zu wenig Land, um sich von dessen Erträgen ernähren Betteln, Gelegenheitsarbeiten, Diebstählen und Prostitution zu können. Noch weit schlechter geht es etwa 10 Mio. Bauern/ durch. Bäuerinnen, die überhaupt kein Land besitzen. Statt die Bedürfnisse der Bevölkerung zu respektieren, werden auf riesigen Plan- Politische Initiativen tagen Zuckerrohr, tropische Früchte oder Sojabohnen für den Brasilien wurde 1964 bis 1985 von der Militärdiktatur beherrscht. Export (auch in die EU) angebaut. Initiativen wie die Landlosen- Unterdrückung, Folter und politisch motivierte Morde waren an bewegung MST oder die kirchliche Landpastoral CPT setzen sich der Tagesordnung. Die Politik diente den Interessen der Reichen. für die gerechte Verteilung des Bodens durch eine Landreform In der Zeit danach wurde die wirtschaftliche Entwicklung des ein. Bis heute haben die Regierungen aber die Profitinteressen Landes vorangetrieben, vom „Fortschritt“ und materieller Besserstellung sind breite Teile der Bevölkerung aber ausgeschlossen. der reichen Landeigentümer geschützt. Auch der 2002 gewählte Präsident Lula da Silva von der Arbeiterpartei PT hat bis heute nur wenige der Erwartungen an soziale, wirtschaftliche und politische Verbesserungen erfüllen können. kuMquat 04/2007
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urucúTerenaMaxakaliBororoKaingangMacuxiTirióPirahaZuruahá!?!?
ielfältig – ! Hintergrund
„Da geht’s ja zu wie bei den Wilden!“ oder „die halbnackten Wilden“, so hat man früher oft über indigene Völker gesprochen, Menschen, die ganz anders leben als wir. Heute ist das, Gott sei Dank, anders und wir entdecken mehr und mehr, dass die Auseinandersetzung mit anderen Lebensweisen spannend und bereichernd sein kann. Um mit deinen Kindern etwas über die Situation der Indios in Brasilien zu erfahren, kannst du dir eine Diareihe/ein Fotoset (die Bilder gibt es auch zum Herunterladen auf www.dka.at/ materialien) im Jungscharbüro ausborgen, die ihr gemeinsam anschauen könnt – mit Texten zum Vorlesen. Und auch diese Gruppenstunde soll dich dabei unterstützen, mehr über das Leben der Indianervölker zu erfahren, als Vorbereitung auf die kommende Sternsingeraktion.
Einstieg: Im Gruppenraum hast du ein Schild mit der Begrüßung „Bemvindos no Brasil“ („Willkommen in Brasilien“ auf portugiesisch) aufgehängt und du kannst die Kinder mit: „Oi! Ola! Bom dia [bom dschia]“ (Hi, Hallo, Guten Tag!) begrüßen. Heute soll es um Brasilien gehen und um Menschen, die dort leben. Auf einem Globus oder in einem Atlas könnt ihr euch anschauen, wo Brasilien liegt, welche Länder an Brasilien grenzen, wie groß Brasilien im Vergleich zu Österreich ist (100 x so groß) usw. und die Kinder können erzählen, was sie mit Brasilien verbinden.
Du kannst ihnen dabei erzählen, dass in Brasilien viele Menschen (~180 Mio.) leben, dazu gehören auch indigene Gruppen, auf portugiesisch Indios genannt. Das sind Menschen, die schon seit jeher in Brasilien leben. Als die Portugiesen vor ungefähr 500 Jahren nach Brasilien kamen, starben viele der Indios an Krankheiten, die mitgebracht wurden, und viele wurden getötet. Es war eine schlimme Zeit, die etwa 5 Millionen Indios das Leben kostete. Da auch heute noch die Kontakte vieler indigener Gruppen zur Heute leben etwa 180 verschiedene Indianervölker in Brasilien, mit je ihren eigenen westlichen Welt sehr beschränkt sind und selbst das Team von Sprachen und Traditionen. Der Großteil von ihnen lebt im Amazonasgebiet. Von ihnen CIMI, dem diesjährigen Projektpartner, nur beschränkt Einblicke wollen wir heute mehr erfahren. in ihr Leben und ihre Kultur erhält, ist das Ziel dieser Gruppenstunde nicht, umfassendes Wissen über Indios zu vermitteln, Für die Kinder hast du Kärtchen vorbereitet, auf denen die Namen von Indianervölkern v.A. auch weil es „die Indios“ nicht gibt. Jedes dieser Völker hat stehen bzw. Kärtchen mit anderen Begriffen aus Brasilien. Die Kinder raten nun, bei eigene Lebensweisen, Traditionen und Weltbilder. Einige Dinge welchen Begriffen es sich um Indiovölker handelt. Du hilfst den Kindern und sagst ihnen gelten aber für sie alle: Sie sind durch die westliche Welt in ihrem anschließend, welches die Indianervölker sind und was die anderen Begriffe bedeuten. Lebensraum und in ihrer Lebensweise bedroht und müssen des- Am besten teilt ihr die Begriffe in zwei Bereiche („Bezeichnungen für Indianervölker“ halb einen Weg finden, ihre eigenen Lebensentwürfe mit denen und „das ist was anderes...“) und legt sie so auf, dass man sie gut lesen kann. der westlichen Welt in Einklang zu bringen. Kärtchen mit Indianervölkern: Yanomami, Kayapó, Guarani, Karajá, Mundurucú, Terena, Maxakali, Bororo, Kaingang, Die Gruppenstunde soll Lust an der Auseinandersetzung mit Macuxi, Tirió, Xavante, Piraha, Zuruahá anderen fremden Lebensformen wecken und einladen, über Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen uns und „den Andere Begriffe: Amazonas, Cachaça [kadschassa] (Zuckerrohrschnaps), Mãe (Mutter), Farofa (Maismehl), Capoeira (brasiliansicher Kampftanz), Maniok (stärkehaltige Wurzel, anderen“ nachzudenken. ähnlich einer Kartoffel), Maumau (die Frucht Papaya auf brasilianisch)
Ziel
Material
à „Bemvindos no Brasil“ – Plakat à Globus oder Atlas
Mit den Kärtchen, die als Indianervölker gefunden wurden, könnt ihr nun folgendes Spiel spielen:
à Kärtchen mit Begriffen aus Brasilien à Kärtchen mit Sätzen auf Maxakali à Schreib- bzw. Malsachen und Papier à Bilder vom Projekt (als Diareihe oder
Von jedem Namen (je nach Anzahl der Kinder z.B. Zuruaha, Piraha, Maxakali) gibt es zwei oder mehr Kärtchen, von denen jedes Kind eines zieht. Die Kinder, auf deren Kärtchen derselbe Name steht, versuchen nun, einander zu finden. Alle gehen durch den Raum, wenn man jemandem begegnet, begrüßt man sich und ruft laut den Namen seines Kärtchens. So finden alle Zuruahas, alle Pirahas usw. zusammen. Das Spiel kann beliebig oft wiederholt werden, als Variante kann es auch nur mit Flüstern versucht werden.
Fotoset im Jungscharbüro ausborgen oder auf www.dka.at/materialien herunterladen) à oder: zweifärbige Kärtchen mit den Problembeschreibungen, Papierstern Was im Leben wichtig ist! mit Projektbeschreibung Die folgenden Sätze beschreiben, was den Indios wichtig ist. Diese haben Maxakali à Einladung zum Sternsingen o.Ä. [maschakali] Indianer/innen für eine Broschüre von CIMI gesammelt.
Die Kinder teilen sich in zwei Gruppen und bekommen je einen Satz, auf Deutsch und auf Maxakali, den sie versuchen, der anderen Gruppe pantomimisch darzustellen. Wenn erraten wurde, um was es sich handelt (der genaue Wortlaut ist wohl etwas schwierig), wird der dazugehörige Maxakali-Satz laut vorgelesen.
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auch schützen, indem sie „Hilfe!“ rufen und mit einem zweiten Kind zusammengehen. Stehen zwei Kinder beisammen, können diese nicht gefangen werden. Das Fängerkind hat ein Attribut (z.B. ein Tuch), das es fallen lassen kann, wenn es nicht mehr weiter fangen möchte. Das Kind, das das Tuch aufhebt, ist der/die nächste Fänger/in. Hamscha haha-tehet schi haham Behutsam mit Umwelt und Land umge- Damit das Leben der Indios, die sehr weit weg und auch anders leben als wir, besser hen. vorstellbar wird, ist es gut, Bildmaterial zu zeigen. Dazu kannst du dir die Diareihe/ Puyi no yami-yschop mi das Fotoset im Jungscharbüro ausborgen, Religion und Rituale feiern. oder die Bilder auch auf www.dka.at/ materialien herunterladen. Auf den BilSchi schok-schop, schi schu maham dern ist zu sehen, wie viele der Indianer/ Jagen, fischen. innen leben, welche Schwierigkeiten sie haben und was das Sternsingen damit zu Tappet mi tik-muhun yiy. Die eigene Sprache schreiben lernen und tun hat. An dieser Stelle schaut ihr euch die Bilder sprechen. gemeinsam an und lest die dazugehörigen Texte. Ham schip ihá uyu-mug Ayuhuk yiy. Nachher die „Zivilisationssprache“ (PortuWenn du keine Fotos besorgen konntest, giesisch) lernen. dann könnt ihr Folgendes versuchen: Was ist uns wichtig? – Zeichnungen Du hast Kärtchen in zwei Farben vorbereitet. Zwei gehören jeweils zusammen. und Slogans Wir haben vorhin gehört (und das sogar Eines beschreibt die Lebensgewohnheiten auf Maxakali), was den Indianer/innen am vieler Indios, das dazugehörige Kärtchen Wichtigsten ist. Nun stellen wir uns selbst beschreibt, warum vieles für die Indiadie Frage, was uns im Leben wichtig ist ner/innen nicht mehr möglich ist (zweite (worüber denken wir gerne nach, was Farbe). Die Kinder überlegen nun gemeinmögen wir an anderen Menschen, wie sam, welche beiden Kärtchen zusammengehören und erfahren so auch von den verbringen wir gerne unsere Zeit, etc.) Problemen der Indianer/innen: Die Kinder können nun alleine oder zu zweit überlegen. Wer will, kann eine Viele Indiovölker, z.B. die Zuruaha, leben Zeichnung anfertigen, wer lieber schrei- im Wald und ernähren sich von den vielen ben möchte, soll dies aufschreiben – z.B. Pflanzen und Tieren, die darin leben. Der in Form eines Slogans wie: Wichtig ist: Wald ist ihr Zuhause. Spielen! – Wir wollen nicht den ganzen Große Firmen dringen immer weiter in den Regenwald vor und brennen riesige WaldNachmittag Hausübung machen! flächen nieder. Dort werden dann Sojabohnen angebaut, die später auch nach Es ist nicht immer alles einfach… Es geht nun auch um die Probleme der Europa verkauft werden. Diese Firmen Indios. Wenn man Probleme hat, hilft es nehmen keine Rücksicht auf die Indios, oft, sich mit anderen zusammenzutun. also die Menschen, die schon seit jeher im Als Einstieg könnt ihr das Spiel „Hilfe“ Regenwald leben. spielen: Ein Kind ist das Fängerkind, das die anderen zu berühren versucht. Wird ein Kind vom Fängerkind berührt, wird es zum neuen Fängerkind. Die Kinder können dem Gefangen-Werden nicht nur durch Davonlaufen entgehen, sie können einander kuMquat 04/2007
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Land ist für sie mehr als nur Land zum Wohnen, Jagen und Fischen. Es ist ihnen von ihren Vorfahren anvertraut, sie wollen es schützen und auch wieder an ihre Kinder weitergeben. Die Indios haben zwar vom Gesetz her das Recht, auf ihrem Land zu leben, aber ihr Lebensraum wird immer kleiner. Die großen Firmen missachten nämlich diese Rechte, sie holzen weiterhin Bäume ab, bauen riesige Staudämme oder verunreinigen das Wasser. Die Flüsse werden als Straßen benützt und man kann darin fischen. Viele Fische sind gestorben, weil das Wasser im Fluss schmutzig ist. Weil es weniger regnet, haben viele Flüsse auch weniger Wasser und das Befahren wird schwieriger. Viele Indiovölker, z.B. die Piraha, haben wenig Kontakt mit anderen Menschen, z.B. aus der Stadt. Durch die vielen fremden Menschen, die jetzt leider auch im Regenwald sind, bekommen die Indios oft Krankheiten, an die sie noch nicht gewöhnt sind. Puzzlestern Auf einem Papierstern hast du einiges über CIMI und das Sternsingerprojekt aufgeschrieben. Den Stern hast du in mehrere Teile geschnitten. Die Kinder können nun den Puzzlestern zusammensetzen und so erfahren, was die Leute von CIMI, also ein Projekt, das durch die Sternsingeraktion unterstützt wird, gemeinsam mit den Indianer/innen gegen diese Probleme tun: Für die Indios ist es besonders wichtig, den Regenwald als ihre Heimat zu verteidigen. So können sie sich dort auch weiterhin mit allem versorgen, was sie zum Leben brauchen. Das Projekt, das ihr durch das Sternsingen unterstützt, hilft den Indios dabei, sich für ihr Land einzusetzen und sich gegen Vertreibungen zu wehren. Sie bauen Obst und Gemüse an, und sie pflanzen Maniok. Das ist eine große Wurzel, die so ähnlich ist wie unsere Kartoffel. Damit sie sich noch besser selber versorgen können, gibt es auch ein paar neue Ideen, die Indios bauen jetzt z.B. auch Paránüsse an. Die Indios haben ihre eigenen Vorstellungen, wie sie in Zukunft leben möchten. Dafür müssen sie sich auf den Kontakt mit Menschen, die nicht im Regenwald leben, vorbereiten. Dabei können die Leute von CIMI sie begleiten. Zum Abschluss kannst du eine Einladung zum Sternsingen austeilen oder, wenn ihr schon die Unterlagen für die Sternsingeraktion bestellt habt, die Pickerl herschenken oder den Kinderfolder austeilen, in dem auch viel über Brasilien und das Sternsingerprojekt steht.
Die Sternsingeraktion steht vor der Tür!
Wenn sich Kinder beim Sternsingen engagieren, ist das für sie eine ganz konkrete Möglichkeit, zu handeln und sich für eine gerechtere Welt einzusetzen. Dafür ist es gut, wenn sie auch über den konkreten Sinn des Geld-Sammelns Bescheid wissen.
Einige Ideen, wie ihr das angehen könnt: Führt mit den Kindern die Gruppenstunde „Unsere Welt ist vielfältig“ (auf Seite 36) durch. Damit das Leben von Menschen, die sehr weit weg und vielleicht sehr anders leben als wir, besser vorstellbar wird, ist es gut, Bildmaterial zu zeigen, das die Situation anschaulich macht. Zu dem konkreten Projekt gibt es eine Bildserie: In 12 Bildern wird das heurige Projekt, CIMI, näher vorgestellt, dazu gibt es Texte, die du vorlesen kannst. Du kannst dir die Bilder als Diaserie oder als A4-Fotoset im Jungscharbüro ausborgen, aber auch auf www.dka.at/materialien herunterladen. Außerdem gibt es im Jungscharbüro viele weitere Behelfe mit Gruppenstunden, thematische Diareihen, Material und Videos, die einladen, die „Dritte Welt“ zum Thema zu machen. Weitere Informationen und Tipps rund um die Sternsingeraktion kannst du im Context Sternsingen, das im Oktober alle Dreikönigsaktions-Verantwortlichen zugeschickt bekommen haben, nachlesen. Auch in der Gruppenstundendatenbank unter http://wien.jungschar.at/intern findest du Modelle zur Dreikönigsaktion und zur Vorbereitung auf das Sternsingen!
Mit Brasilien beschäftigt sich auch der Behelf
um outro mundo – eine andere Welt ist möglich. Dieser Behelf will nicht nur von Brasilien erzählen, sondern auch dabei unterstützen, Österreich anders zu sehen. An vielen Stellen werden Bezüge zwischen Österreich und Brasilien sichtbar gemacht, was wir in Brasilien beobachten, findet sich in eine andere Welt anderer Form auch in Österreich wieder – eine andere Welt und umgekehrt. Und so ist dieser Behelf ein gemeinsames Produkt zweier Welten: Österreichische und brasilianische Autor/ innen haben Beiträge geschrieben, verbunden durch den gemeinsamen Traum von einer gerechteren Welt. Der Behelf enthält zahlreiche konkrete Ideen & Vorschläge für die Arbeit mit der Ein Behelf aus zweierlei Weltsicht Kindergruppe, er ist aber auch ein anregendes Lesebuch über Brasilien.
um mundo – umoutro outro mund
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eine andere ist möglich möglich
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Inserat
Südwind…Weltmusik…Musik aus aller Welt…Weltmusik…Frischer Wind… Wie Eins die Welt ist, vermittelt das Buch „Heiße Zeiten – 50 Antworten auf brennende Fragen zum Klimawandel“ von Irene Brickner und Johanna Ruzicka. Die beiden mit dem Klimaschutzpreis ausgezeichneten JournaliSeit nunmehr über dreiundzwanzig Jahren bemüht sich die Süd- stinnen bieten einen klaren Überblick und Orientierung zu dem wind-Buchwelt durch eine entsprechende Auswahl von Sachbü- Thema, das noch viele Generationen beschäftigen wird, weltchern, Literatur und Tonträgern, die Hintergründe von Kultur und weit! Alltag der Länder des Südens den Menschen hier leicht zugängMehr Nähe in die Eine Welt will das von Caroline Seidler und lich zu machen. Andererseits bieten die Südwind-Geschäfte ein breites Angebot Anna Mirfattahi herausgegebene Buch „Leben, Glauben, fair gehandelter Produkte, Lebensmittel sowie Kunsthandwerk Feiern – Familiäre Feste der gelebten Religionen in an. So sind z.B. ein Seidenschal von einer Frauenkooperative Europa“ bringen. Verständlich aufbereitet erklärt es Hinteraus Indien, ein Alpaca-Pullover aus den Anden, Porzellan aus gründe zu Bräuchen und Riten, von der Kindheit bis zum Tod Vietnam Ausdruck kultureller Identität und ihr Erwerb stellt und: Warum eine Blume im Knopfloch oder ein „Grüß Gott“ keineswegs eine Spende, sondern eine Gegenleistung für feine nicht immer passend sind; oder: Was unterscheidet arabische Handwerkskunst dar, die den Handwerker/innen einen fairen und türkische Sunniten; und: Warum soll eine Afrikanerin bei ihrer Hochzeit weinen? Lohn zugesteht. Ähnlich liegt die Sache auch bei den Lebensmitteln: Sind sie fair gehandelt, werden die Produzent/innen auch gerecht bezahlt – Rudi Lindorfer was ihnen noch kein menschenwürdiges Dasein sichert, denn das Südwind-Buchwelt hängt vom Kaufverhalten bei uns ab! (Es gibt immer noch Menschen, die beim Kaffeekauf im Weltladen fragen, ob der Kaffee Südwind Buchwelt in der Schwarzspanierstraße 15, 1090 Wien oder der Tee „wie unserer“ schmeckt!) (neben dem Weltcafé). Südwind Weltmusik in der Mariahilferstraße 8, 1070 Wien. www.suedwind.at
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Von Malongs, Moskito - Impressionen Vergangenen Sommer waren wieder neun Leute aus Österreich und Südtirol auf LernEinsatz auf den Philippinen. Der LernEinsatz ist ein Projekt der Dreikönigsaktion, bei dem Menschen aus Österreich ermöglicht wird, einen Monat zu Projektpartner/innen der DKA in ein Land des Südens zu reisen. Der Sinn dahinter ist das Voneinander-Lernen, einen Einblick in andere Lebensweisen zu bekommen, seinen Horizont zu erweitern, das eigene Leben somit womöglich anders zu sehen und vielleicht sogar, wieder zurück zu Hause, zu ändern und Veränderungen auch weiter zu tragen. Was man alles erlebt und vor allem wie man es erlebt, ist unglaublich bereichernd und lässt sich nur schwer in Worte fassen. Für mich, Clemens, einen dieser neun, waren es einzigartige Dinge, vollkommen Neues und gleichzeitig viel Vertrautes, da man bei allen LernEinsatz heißt, dass du für ungefähr einen Monat zu Projekt- Unterschieden auch immer wieder Gemeinsamkeiten feststellt, sei es mit den Farmer/ partner/innen der Dreikönigsaktion fährst, um von deren Erfah- innen im Norden der Philippinen, den Kalinga im zentralen Hochland oder den Fischer/ rungen zu lernen. Dazu gehört theoretische Auseinandersetzung, innen an der Ostküste. Begegnung mit Menschen vor Ort und Reflexion der Erfahrungen. Diese Art der „lernenden“ Auseinandersetzung ermöglicht Nach einer knappen Woche in Manila, der Hauptstadt, verbraches, Fremdes kennen zu lernen und die eigene Kultur mit neuen ten wir einige Tage in St. Ana, einer kleinen Provinz ganz im Augen sehen zu lernen. Norden Luzons, der Hauptinsel der Philippinen. Dort besichtigten Die LernEinsätze richten sich in erster Linie an haupt- und ehrenwir ein Projekt, das sich mit biologischem Anbau beschäftigt, und amtliche Mitarbeiter/innen der Katholischen Jungschar/Dreiköhatten auch die Chance, zwei Tage bei Gastfamilien mitzuleben nigsaktion auf Pfarr-, Dekanats- und Diözesanebene. Darüber und mit ihnen den Alltag zu teilen. Danach ging es nach Tanglag, hinaus sind all jene Leute eingeladen, die sich entwicklungspolieinem kleinen Dorf in der zentralen Gebirgskette Luzons, wo wir tisch und sozial engagieren. mit der Community mitleben konnten. Über Umwege gelangten Der LernEinsatz verlangt dir einiges an Einsatz ab: Das Einlassen wir in der dritten Woche an die Ostküste, in die Diözese Infanta, auf das Orientierungs- & Auswahl-Wochenende, Vorbereitung, bevor wir unsere Reise wieder in Manila ausklingen lassen konnImpfungen, die unbekannten Herausforderungen der Reise und ten. schließlich Zeit für ein Reflexionsseminar. In Folge findet ihr sehr verschiedene Ausschnitte aus unserem Reisetagebuch, die einen Eindruck geben sollen, was wir erlebt Mindestalter: haben und was uns dabei so durch den Kopf gegangen ist: 20 Jahre St. Ana & FCCI Mehr Infos zu den Reisen und dem Ablauf findest du auf „Die Bewohner/innen von St. Ana warten schon seit Wochen www.dka/lerneinsatz. auf die Regenzeit, der Boden ist spröde und noch immer ist kein Regen in Sicht. Um die Wasserversorgung aufrechtzuerhalten, ist es unbedingt nötig, dass die Farmer/innen sich organisieren und Ein Angebot für entwicklungspolitisch Interessierte sich absprechen. Dabei hilft ihnen FCCI (foundation for the care Ein Monat bei Projektpartner/innen verbringen of creation Inc). FCCI betreut ca. 14 Dörfer rund um St. Ana und Ein-sätze in Brasilien, Ghana und auf den Philippinen ist eine der NGOs, die von der Dreikönigsaktion unterstützt wird. (Anmerkung: FCCI war übrigens 2007 das Modellprojekt für die Die Reiseziele des Menschen sind Menschen. Sternsingeraktion, einigen von euch ist daher ihre Arbeit sicher noch bekannt.) FCCI bietet Trainings an, um von der chemischen Landwirtschaft zur biologischen zurückzukehren – durch Kompost und Wiederverwertung.
LernEinsatz im Sommer 2008
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os und Menschenrechten vom Lerneinsatz 07 Egal wo man hinkommt, teilen wird groß geschrieben. Daher ist es eine Selbstverständlichkeit, dass die Mitglieder der Organisation bei der Bepflanzung, Pflege und Ernte zusammenhelfen. Der Umstieg von chemischem Reisbau zu biologischem kostet viel Geld und ist natürlich auch mit einem gewissen Risiko verbunden. Denn der Erfolg zeigt sich frühestens nach einigen Jahren. Bis dahin muss sich der Boden von den Pestiziden erholen. Erst dann ist der biologische Anbau billiger, doch dafür auch um einiges arbeitsintensiver. Ein weiteres Problem ist, dass die biologischen Produkte noch nicht denselben Preis am Markt erlangen wie chemische. Diese Barriere gilt es zu überwinden, sodass lokale Bewohner/innen Zugang zu biologisch angebautem Reis und Gemüse erhalten. Gleichzeitig soll der/die Landwirt/in von den Erträgen leben können, erst dann kann über Verkauf in anderen Regionen nachgedacht werden.“ Der etwas andere Alltag Zu Gast bei Celso und seiner Familie, Farmer/innen im Norden der Philippinen: „Ich sitze alleine im Wohnzimmer. Mir wurde gesagt, ich kann fernsehen, während das Essen zubereitet wird. Schon hundert Mal erlebt, nur bin ich diesmal bei meiner Gastfamilie auf den Philippinen, die Situation ist also noch mal eine Spur „fremder“ und ungewohnter, als solche Situationen ohnehin sind. Es dauert eine Weile, bis das Eis gebrochen ist, doch dann fühlt es sich an wie Alltag – daily life – sogar Familie. Das Alltagsgefühl wird gebrochen durch für mich Außergewöhnliches, vermutlich sogar Einzigartiges: Karabau füttern, Reisfelder bewandern, Ananas ernten… Doch es ist schnell wieder hier: Beim gemeinsamen Reis-Essen, das mittlerweile zur lieb gewonnenen Selbstverständlichkeit geworden ist, genauso wie das Ritual, mich abends in meinen Malong (eine Art „Hüttenschlafsack“, der aber vielseitiger verwendbar ist) zu legen. Und gemeinsam „Shall we dance“– so etwas in der Art wie „Dancing Stars“ – anzusehen, unterscheidet sich auch nicht von zu Hause. Alltag eben. Aber mit atemberaubenden und unvergesslichen Unterschieden.“ Leben in Tanglag „Nachdem wir am Vortag von unseren Gastfamilien und St. Ana Abschied genommen haben, ging´s früh morgens los Richtung Cordillera, um ein paar Tage in Tanglag zu verbringen. Die Reise dorthin traten wir in gewohnter Weise in einem Jeepney an, wir fuhren vorbei an traumhafter Landschaft und holprigen Straßen, bis wir nach Umstieg und Mittagspause in Tabuk am frühen Nachmittag fast am Ziel angekommen sind. Nach einer Wanderung (die wegen der Hängebrücke reichlich Mut und Überwindung erforderte und mich sehr ins Schwitzen brachte) erreichten wir am Abend das Dorf Tanglag, wo wir mit Reiskuchen und Kaffee sehr herzlich empfangen worden sind. Bemerkenswert war, dass wir hier nicht von einer Familie empfangen wurden, sondern wir waren Gäste des gesamten Dorfes. Das hat man auch später noch gemerkt, wenn es um unsere Verpflegung ging. Wir wurden fast jedes Mal von einer anderen Familie versorgt. Nur geschlafen haben alle Frauen in einem Haus und alle Männer in einem anderen. Unser Begleiter Jimmy, von der Organisation MRRSF, hat uns durch das Dorf geführt und uns die ersten Infos über das Leben in dieser Community gegeben. Zu diesem Dorf gehören 78 Haushalte, von denen jede Familie im Durchschnitt 6-8 Kinder hat. Das ist uns aufgefallen, da wirklich sehr viele Kinder um uns herum waren! Anfangs haben sie uns noch sehr verstohlen angesehen, später haben sie schon etwas aufgeweckter in unsere Kameras gelächelt!
Das Dorf liegt sehr abgelegen (Fußmarsch eine Stunde), was wirklich recht idyllisch wirkt und den Eindruck erweckt, in eine „andere Welt“ einzutauchen, aber die fehlende Infrastruktur bringt auch Probleme mit sich (fehlende Gesundheits- und Bildungseinrichtungen, und vieles mehr). Die Familien leben hauptsächlich vom Reisanbau, züchten auch Schweine und Hühner und bauen auch kleine Mengen Kaffee an. Generell besteht in den Cordillera das Problem, dass die Regierung mit dem Abbau von Bodenschätzen ganze Bergrücken verwüstet und dann einfach so zurücklässt. Die Philippinen sind ein Land, welches mit Rohstoffen aller Art gesegnet ist, von Gold und Silber bis zu Kupfer und anderen seltenen Edelmetallen und Erzen. Dieser Reichtum an Mineralien wird zur Schuldentilgung verwendet. Deren Gewinnung ist aber für die Menschen und die Umwelt oft eine echte Existenzbedrohung. Die Minen werden hauptsächlich von ausländischen Besitzern betrieben, welche sich eines Abbauverfahrens bedienen, das viel Wasser, viel Energie und hohe Technologien braucht. Um diese Energie zur Verfügung zu haben, werden Mega-Staudämme gebaut, Täler überflutet und was bleibt zurück? Bergkrater, Boden, der zu Erosion neigt, verschmutztes Wasser,… Dass dieser rücksichtlose Raubbau Folgen für die Bevölkerung hat, interessiert die Regierung weniger. Am Abend wurden wir mit einer „Solidarity night“ von allen Bewohner/innen noch einmal begrüßt, wo wir zum Teil unsere Lieder zum Besten gegeben haben und auch schöne traditionelle Tänze, begleitet von Gongs, lernen durften. Besonders ist, dass hier alle Altersgruppen mitgewirkt haben. Der Umgang zwischen den Generationen ist generell bemerkenswert. Wir haben einen „neuen Namen“ von Älteren erhalten, was auch Zeugnis für die Wertschätzung der älteren Generation ist. Zu unseren Ehren wurde zudem ein Schwein geschlachtet, welches wir spät abends als Abschluss eines doch ereignisreichen Tages essen durften, bevor wir dann müde ins Bett bzw. auf unsere Malongs gefallen sind. Den folgenden Tag haben wir in der Grundschule verbracht, wo wir in Gruppen aufgeteilt in allen Klassen unterwegs waren und mit den Kindern gesungen, getanzt, gespielt und gelacht haben. Diese Tage in Tanglag sind wie im Flug vergangen und schon hieß es wieder „Good bye“ sagen. Nach einer weiteren Solidarity night, welche für uns gestaltet wurde (mit dazugehörendem extra geschlachtetem Schwein, versteht sich) haben wir uns von Tanglag und seinen Bewohner/innen verabschiedet und uns weiter auf die Reise gemacht nach Tagatay…“ Clemens Huber, aus dem Reisebericht der LernEinsatz-Gruppe
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kum’t ratkum’t rat kum’t zeit kum’t zeit
23.Nov Vortrags- und Diskussionsabend
Anmeldung & Infos unter wien.jungschar.at oder im JS-Büro unter 01/ 8905155–3396!
mit unseren Gästen aus Brasilien Triff unsere Projektpartner/innen aus Brasilien! Zeit: 18 Uhr Ort: Albert Schweitzer Haus, 1090 Wien, Schwarzspanierstr. 13
Die Te und dein
24.Nov Oi Brasil! Ein Workshopnachmittag für alle Sternsinger/innen als Einstimmung und Vorbereitung mit unseren Gästen aus Brasilien! Zeit: 15-18 Uhr Ort: Jungscharbüro, 1080 Wien, Alserstraße 19
15.Dez Austauschtreffen …zum Thema Sternsingen bei Prominenten, in TV und im Radio für alle Interessierten! Zeit: 16-18 Uhr Ort: Jungscharbüro, 1080 Wien, Alserstraße 19
15.Dez Unter der Feuerzange Ein gemütlicher Abend für alle Gruppenleiter/innen mit Geschichten, Feuerzangenbowle,… Zeit: ab 18 Uhr Ort: Jungscharbüro, 1080 Wien, Alserstraße 19
Jungschar-Büro Öffnungszeiten: Mo geschlossen, Di, Mi 9-17 Uhr Do 13-19 Uhr, Fr 9-13 Uhr
Geänderte Öffnungszeiten im Jänner und Februar! Geänderte
Schnee-Spiele
Jungscharstunde – und der erste Schnee ist da! Im Schnee lassen sich ohne viel Vorbereitung viele nette Dinge ausprobieren, z.B.: In einem kleinen Schneehaufen versteckst du einige kleine Gegenstände (Murmel, Kuli, Dose,…). Die Kinder versuchen nun, mit geschlossenen Augen nur durch Tasten diese Dinge wiederzufinden. Oder: Die Kinder bekommen die Aufgabe, gemeinsam verschiedene Figuren in den Schnee zu stapfen (Quadrat, Tannenbaum, Buchstaben,…). Haben die Kinder schon eine gewisse Übung darin, kann die Schwierigkeit erhöht werden: a) Die Kinder machen die Figuren gemeinsam – aber ohne sich abzusprechen! b) Die Kinder machen die Figuren einzeln – aber mit geschlossenen Augen.
Die Adventstadt
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Die Adventstadt ist ein „klassischer“ Adventkalender, bei dem es für jeden Tag bestimmte Dinge zum Herausnehmen gibt. Neu ist, dass dieser Adventkalender von dir und deinen Kindern gemeinsam hergestellt wird und während des Advents erweitert werden kann. Dafür werden Dosen, Klopapierrollen usw. mit Alufolie, Naturpapier, Moosgummi, Draht, Wolle, Watte,… verziert und zu einer kleinen Stadt aufgebaut. Die Dosen und Rollen können aufeinander gestapelt und aus Karton können kleine Wege oder Straßen um die Häuser und Türme gelegt
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werden. Damit die Stadt gut aufbewahrt werden kann, werden die „Gebäude“ am besten auf einen großen, festen Karton als Unterlage geklebt. In die Häuser kannst du dann verschiedene Dinge zum Herausnehmen hineinlegen: Geschichten, Comics, etwas zum Naschen, Gedichte, Weihnachtsrezepte oder kreative Bastelideen zum Ausprobieren. Jede Woche können die Kinder dann gemeinsam die Häuser für diese Woche aussuchen und schauen, was sich darin verbirgt.
Andrea Jakoubi
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12.Jän JS-Forum & DKA-Cocktail
ermine für dich ne JS-Arbeit
JS-Forum für Pfarrverantwortliche und interessierte Gruppenleiter/innen & DKACocktail, das Dankeschön für dich nach der Sternsingeraktion! Zeit: JS-Forum 15-19 Uhr DKA-Cocktail ab 19 Uhr Ort: Jungscharbüro, 1080 Wien, Alserstraße 19
20.Jän DKA-Danke-Kino Als Danke für euren Einsatz kommt mit euren Jungscharkindern zum DKA-DankeKino! Genauere Details, Ort und Uhrzeit werden noch bekannt gegeben! Anmeldung bis spätestens 7. Jänner! Kosten: keine
Achtung: Am 15. November, am 25. und 26. Dezember sowie am 1. Jänner ist das Jungscharbüro geschlossen. Am 31. Dezember ist das Büro von 9-13 Uhr geöffnet. Von 21. Jänner – 17. Februar ist das Jungscharbüro halbtags geöffnet (Di 13-17, Mi 9-13, Do 13-19, Fr 9-13). Von 18. Februar bis 3. März ist das Büro geschlossen.
16.-23.Feb Arbeitswoche auf der Burg Wildegg Wir freuen uns auf deine Mithilfe, um die Burg wieder ein Stück schöner zu machen… Ort: Burg Wildegg, 2397 Sittendorf
Öffnungszeiten im Jänner und Februar! Geänderte Öffnungs
rat
himmelrotzitronenblau
Wenn Farben plötzlich verschwinden, verkehrte Farbwelten entstehen, Kulissen auf einmal lebendig werden und in Farben gebadet wird, dann tauchen Kinder in die neue Mitmachausstellung ZOOM Kindermuseum ein. Hier können Kinder von 6-12 Jahren Wissenswertes rund um das Thema Farbe erfahren, Farbtäuschungen, einen Klangraum aus Farbe und vieles mehr erleben. „himmelrot – zitronenblau“ (bis 17. Feb.) ZOOM K indermuseum, MuseumsQuartier, 1070 Wien, Museumsplatz 1 Mehr Kreativtipps für die AdventPreis (90 Minuten): 5,00 Euro (Kinder), und Weihnachtszeit findest du im 3,50 Euro (Erwachsene) Behelf „Advent und Weihnachten“ Information und Reservierung: 01/ 524 79 – erhältlich im Jungscharbüro. 08, www.kindermuseum.at
kuMquat, Zeitschrift für Kindergruppenleiter/innen, Nr. 07/4– Dezember 2007, Jänner, Februar 2008; die nächste Ausgabe erscheint Mitte Feber; Medieninhaberin: Katholische Jungschar Erzdiözese Wien - Herausgeberin: Diözesanleitung der Katholischen Jungschar, A-1080 Wien, Alserstraße 19, Tel. 01-8905155/3396, Fax: 0151552/2397, E-Mail: dlwien@jungschar.at, wien.jungschar.at Team: Clara Handler, Clemens Huber, Johannes Kemetter, Dominik Mach, Sandra Fiedler, Andrea Jakoubi Chefredakteurin, Endredakteurin: Andrea Jakoubi Redakteurin Weltteil: Clara Handler weitere Mitarbeiter/innen dieser Ausgabe: Georg Bauer, Bernhard Binder, Sara Dallinger, Gerald Faschingeder, Sabine Kräutelhofer, Karin Mayer, Michaela Mörschbacher, Jutta Niedermayer, Christina Schneider, STUBE, Hanni Traxler, Ena Vichytil, Kathrin Wexberg Photos: Paul Feuersänger (Seite 22), Marcel Kneuer (Seite 8, 13 Mitte), Daniela Reichel (Seite 17), Jürgen Hölbling (Seite 41 oben), Christina Schneider (Seite 24), stefan c. leitner (Seite 28), Elke Giacomozzi (Seite 40 links unten), Klaus Zeugner (Seite 1), Jungschar Baumgarten (Seite 4 oben, 10 oben, 11, 21 unten), Jungschar Pötzleinsdorf (Seite 18, 23 unten), Jungschar St. Gertrud (Seite 14, 15, 21 oben, 23 oben), Alte Burse (Seite 32, 33), Archiv DKA (Seite 2, 34-41), alle anderen Archiv Jungschar Layout, Bildbearbeitung: Christina Schneider Belichtung & Druck: Fa. Hannes Schmitz, 1200 Wien, Leystraße 43
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Aktuelle Behelfe im Jungscharbüro „Frohbotschaft – statt Drohbotschaft“ lautet das Motto der Jungschar rund um den 6. Dezember. Die Jungschar bemüht sich seit Jahren darum, ein positives Bild des Heiligen Nikolaus zu vermitteln. Mehr Infos über den Heiligen Nikolaus sowie Ideen für Feiern und Nikolobesuche gibt es auf Seite 26 und im Behelf „Nikolaus – Der zu den Kindern kommt!“ (8,- Euro für Gruppenleiter/innen).
Faschingsfeste sind für Kinder eine feine Gelegenheit, sich zu verkleiden und in eine andere Rolle zu schlüpfen. Ein Faschingsfest findest du in diesem kumquat auf Seite 18. Noch mehr Spielideen und 5 fertige Festvorschläge gibt es im Behelf „Faschingsfeste“ (3,- Euro für Gruppenleiter/innen).
Gruppenstundenideen rund um die Weihnachtszeit, Ideen, wie man mit Kids eine eigene Adventfeier gestalten kann, Basteltipps und Rezepte für Bäckereien – das alles findest du im Behelf „Advent & Weihnachten (4,20 Euro für Gruppenleiter/ innen).
Alle Behelfe erhältst du im Jungschar-Büro unter 01/890 51 55-3396 oder dlwien@jungschar.at.
MUTIG! ist ein Projekt von zehn österreichischen Kinder- und Jugendorganisationen: Evangelische Jugend Österreich Katholische Jugend Österreich Katholische Jungschar Österreich Kinderfreunde und Rote Falken Kolping Österreich Landjugend Österreich Muslimische Jugend Österreich Naturfreundejugend Österreich Österreichische Alpenvereinsjugend Pfadfinder und Pfadfinderinnen Österreichs
Was du kannst, ist unbezahlbar! Jede dieser Kinder- und Jugendorganisationen hat ihre eigenen Schwerpunkte, Arbeitsweisen und -methoden, doch sie haben eines gemeinsam: engagierte und motivierte Ehrenamtliche, die Unbezahlbares vollbringen. Es ist MUTIG, Verantwortung zu übernehmen. Mehr Infos über alle Kinder- und Jugendorganisationen findest du auf www.mutig.at!
Die Motivationen sind unterschiedlich: Freude, gemeinsame Freizeitgestaltung, Übernahme von Verantwortung, Persönlichkeitsentwicklung, Betreuung von Kindern und Jugendlichen. Ehrenamtliches Engagement bedeutet, Erfahrungen zu sammeln, Kompetenz und Wissen zu erwerben, sich selbst und sein Umfeld besser kennen und verstehen zu lernen – zum Vorteil aller!
Daher lautet die Botschaft: „MUTIG! Ich. Für mich. Für alle.“