JAHRESBERICHT 2025
Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde
MISSION & VISION
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JAHRESBERICHT 2025
„Unsere Mission ist es, Küstenmeere in ihrer Gesamtheit zu verstehen und durch wissenschaftliche Erkenntnisse, innovative Methoden und den Dialog mit der Gesellschaft zur Lösung regionaler und globaler Herausforderungen beizutragen.” AUS DEM LEITBILD DES IOW
VORWORT LIEBE LESERINNEN UND LESER, das Jahr 2025 hat erneut gezeigt, wie eng wissenschaftliche Neugier, langfristige Beobachtung und gesellschaftliche Verantwortung verbunden sind. Unsere Forschungshighlights führen uns von Jahrtausende alten Sedimenten über die dynamischen Flachwasserzonen der Ostsee bis zu globalen Fragen des Küstenund Gesundheitsschutzes. Sie zeigen, wofür das Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde (IOW) steht: Küstenmeere in ihrer Komplexität zu verstehen und Wissen für einen verantwortungsvollen Umgang mit ihnen zu gewinnen. Ein besonders eindrucksvolles Beispiel ist die Wiederbelebung einer Kieselalge aus rund 7.000 Jahre altem Ostseesediment. Dass Skeletonema marinoi nach so langer Zeit ohne Licht und Sauerstoff erneut wachsen und Photosynthese betreiben kann, eröffnet einen außergewöhnlichen Zugang zur Vergangenheit. Solche „Zeitsprung-Experimente“ helfen uns zu verstehen, wie Organismen auf wechselnde Umweltbedingungen reagieren. Wie unmittelbar Veränderungen im Meer heute wirken, zeigte sich im Spätsommer vor unserer Küste. 4
JAHRESBERICHT 2025
Die neuen Messsysteme des Forschungsclusters „Flachwasserprozesse – Shore to Basin (S²B)“ bei Nienhagen zeichneten die biochemischen Bedingungen während eines lokalen Fischsterbens hochaufgelöst auf. So konnte belegt werden, dass sauerstoffarmes Tiefenwasser durch ein windgetriebenes Auftriebsereignis bis in oberflächennahe Bereiche gelangte. Auch die Langzeitdaten aus dem Arkona-Becken zeigen, wie rasch Sauerstoffmangel entstehen und wieder abklingen kann. Die Verbindung aus Beobachtung und Modellierung macht diese Dynamik verständlich. Andere Arbeiten verdeutlichen, dass Belastungen nicht an der Küstenlinie enden. Eine einjährige Untersuchung im Warnow-Mündungsgebiet mit mehr als 1.300 Wasserproben zeigte einen ganzjährigen ökotoxikologischen Risikodruck durch Schadstoffgemische, insbesondere Arzneimittelrückstände. Zugleich zeigt die Studie, dass Verbesserungen in der Abwasserbehandlung Risiken mindern können. Der Klimawandel verbindet regionale und globale Entwicklungen. Eine internationale Studie zur Versalzung von Gezeitenflüssen zeigt Gefahren für Trinkwasserversorgung, Ökosysteme und Infrastruktur. Mehr als 70.000 Umwelt-DNA-Datensätze belegen zudem, dass sich das potenziell krankheitserregende Bakterium Vibrio vulnificus mit wärmer werdenden Meeren in neue Regionen ausbreiten kann. Küstenmeerforschung zeigt sich damit auch als Forschung für Gesundheit, Vorsorge und Resilienz. Ein weiteres Forschungshighlight des Jahres 2025: Ein am IOW entwickeltes, patentiertes UVC-System schützt Meeressensoren energieeffizient vor Bewuchs und ermöglicht zuverlässige Langzeitmessungen ohne umweltschädliche Antifouling-Chemikalien. Ebenso wichtig bleibt die Erfassung biologischer Vielfalt: Das neue Standardwerk zu den marinen Muscheln Namibias schließt mit der Dokumentation von 150 Arten eine große Wissenslücke und zeigt den Wert langjähriger Expeditionen, sorgfältiger Sammlungen und taxonomischer Expertise.
Doch dieser Jahresbericht erzählt nicht allein von wissenschaftlichen Ergebnissen. Er stellt neue Projekte und Menschen in neuen Positionen vor, berichtet von Verabschiedungen und würdigt Preise, Ehrungen und Ernennungen. Er zeigt, wie Kooperationen unsere Arbeit bereichern und wie wir Wissen durch Transfer und Dialog in die Gesellschaft tragen. Dass das IOW 2025 erneut mit dem TOTAL E-QUALITY-Prädikat ausgezeichnet wurde, bestätigt unser Engagement für Chancengleichheit und eine wertschätzende Arbeitskultur. All diese Entwicklungen sind Leistungen vieler Menschen. Mein Dank gilt unseren Mitarbeitenden, unseren Partnerinnen und Partnern im In- und Ausland sowie allen, die uns fördern und unterstützen. Sie füllen unser Forschungsprogramm „Perspektiven der Küstenmeere“ mit Leben – interdisziplinär, langfristig und offen für neue Fragen. Ich wünsche Ihnen eine anregende Lektüre und lade Sie ein, das IOW im Rückblick auf das Jahr 2025 in seiner ganzen Vielfalt kennenzulernen.
PROF. DR. HEIDE SCHULZ-VOGT DIREKTORIN
© Rövensthal
Vorwort
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INHALT 08
Forschungsprogramm: Perspektiven der Küstenmeere (2024-2033)
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FB1: Skalen- und systemübergreifende Schlüsselprozesse
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FB2: Küstenmeere im Wandel: Gegenwart, Vergangenheit und Zukunftsperspektiven
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FB3: Neue Technologien in der Küstenforschung
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Forschungscluster: Flachwasserprozesse
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Langzeitbeobachtungen
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FORSCHUNGSHIGHLIGHTS
NEUE PROJEKTE KÖPFE
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PREISE, EHRUNGEN & ERNENNUNGEN
KOOPERATIONEN
TRANSFER
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CHANCENGLEICHHEIT RÜCKBLICK 2025
ANHANG
Laufende Projekte
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Seereisen
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Veröffentlichungen
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Gremien
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Abschlüsse
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81 82 83
ECKDATEN
ORGANIGRAMM
IMPRESSUM
Inhalt
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FORSCHUNGSHIGHLIGHTS A
m IOW arbeiten die fünf Abteilungen „Meeresgeologie“, „Meereschemie“, „Biologische Meereskunde“, „Physikalische Ozeanographie“ und die neue Abteilung „Meeresbeobachtung“ interdisziplinär an dem auf 10 Jahre angelegten Forschungsprogramm „Perspektiven der Küstenmeere“(2024 – 2033). In drei Forschungsbereichen (FB) sind die Aktivitäten gebündelt. Sie widmen sich der Erforschung skalen- und systemübergreifender Prozesse (FB 1), der Küstenmeere im Wandel (FB 2) und neuen Technologien in der Küstenforschung (FB 3).
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FP
„PERSPEKTIVEN DER KÜSTENMEERE“ – DAS IOW-FORSCHUNGSPROGRAMM 2024 – 2033
U
nser Forschungsprogramm „Perspektiven der Küstenmeere“ (2024 – 2033) ist in drei Forschungsbereiche (FB) gegliedert (siehe Abbildung), die sich mit offenen Fragen in den Bereichen „Skalen- und systemübergreifende Prozesse“ (FB 1), „Küstenmeere im Wandel: Gegenwart, Vergangenheit und Zukunftsperspektiven“ (FB 2) und „Neue Technologien in der Küstenforschung“ (FB 3) befassen. Eine wichtige Erweiterung ist die zusätzliche Ausrichtung auf die Flachwasserprozesse zwischen der Küstenlinie und einer Wassertiefe von etwa 10 – 20 m. Diese Forschungsaktivitäten werden im Forschungscluster Flachwasserprozesse „Shore to Basin“ (S2B) gebündelt. Auch das IOW-Langzeitbeobachtungsprogramm ist zentraler Bestandteil des Forschungsprogramms. Alle wissenschaftlichen und technischen Mitarbeitenden, die an der Entwicklung
der für die küstennahe Ozeanbeobachtung erforderlichen Messstrategien und technologischen Ausrüstung beteiligt sind, sind in der neu eingerichteten Abteilung „Meeresbeobachtung“ (OBS) gebündelt. Die Gesamtstruktur des 10-jährigen IOW-Forschungsprogramms folgt dem bewährten Matrixkonzept, bei dem alle Abteilungen zu den drei interdisziplinär angelegten Forschungsbereichen beitragen. Als weiteres Instrument, um spezifische Themen auf agile Weise und in kürzeren Zeiträumen anzugehen, bedienen wir uns der so genannten Baltic Challenges. Sie bündeln Forschungsaktivitäten innerhalb der drei Forschungsbereiche, die geeignet sind, Fortschritte bei aufkommenden gesellschaftlich relevanten Themen von Interesse für die Ostsee zu erzielen.
ABTEILUNGEN
FORSCHUNGSBEREICHE
SKALEN- UND SYSTEMÜBERGREIFENDE SCHLÜSSELPROZESSE
KÜSTENMEERE IM WANDEL
NEUE TECHNOLOGIEN IN DER KÜSTENFORSCHUNG
MARINE GEOWISSENSCHAFTEN (GEO) MEERESCHEMIE (CHE)
THEMENBEREICHE Hydrodynamische Auswirkungen
Ostseesystem in der Gegenwart
Neue Technologien der Meeresbeobachtung
BIOLOGISCHE MEERESKUNDE (BIO)
Biogeochemische Kreisläufe
Ostseesystem in der Vergangenheit
Modellentwicklung
Dynamik der Biologischen Prozesse
Die Zukunft der Küstenmeere
Datenintegration
PHYSIKALISCHE OZEANOGRAPHIE (PHY)
Projektionen unter Klimawandel und menschlicher Nutzung
MEERESBEOBACHTUNG (OBS)
VOLLSTÄNDIG INTEGRIERT: S2B* „ FLACHWASSERPROZESSE UND LAND-OZEAN-ÜBERGÄNGE ZUR OSTSEE“ STAND: 01.07.2025
*Sondertatbestand
„Perspektiven der Küstenmeere“ – Das IOW-Forschungsprogramm 2024 – 2033
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FB1
FORSCHUNGSBEREICH 1 – „SKALEN- UND SYSTEMÜBERGREIFENDE SCHLÜSSELPROZESSE“ Um die Funktionsweise von Meeressystemen wie der Ostsee zu verstehen und deren Ökosysteme zu erhalten, bedarf es sowohl präziser Beobachtungen als auch profunder Kenntnisse der Prozesse auf unterschiedlichen räumlichen und zeitlichen Skalen. Besondere Herausforderungen stellen Prozesse dar, die über Systemgrenzen und mehrere Größenordnungen hinweg wirken. Sie erfordern das Fachwissen mehrerer Disziplinen und einen gemeinsamen Forschungsansatz, um die aktuellen Fragestellungen in unserer Forschung zu bewältigen.
SALZWASSEREINSTROM
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asser, das aus Gezeitenflüssen für die menschliche Nutzung gewonnen wird, ist weltweit von Versalzung bedroht. Das ist das Ergebnis einer Studie eines internationalen Forschungsteams unter Federführung von Ming Li von der University of Maryland, die in der Fachzeitschrift Environmental Science & Technology Letters veröffentlicht wurde und an der auch Hans Burchard vom IOW beteiligt ist. Ursachen sind vor allem Klimawandelfolgen wie anhaltende Dürreperioden und der Meeresspiegelanstieg. Aber auch lokale mensch-
liche Eingriffe wie Fahrrinnenvertiefungen begünstigen ein Vordringen des Salzgehalts. Eine ganz wesentliche Rolle spielen dabei auch Gezeitenästuare (d. h. Flüsse, die im Bereich von gezeitenbeeinflussten Küsten ins Meer münden). Diese sind durch eine Brackwasserzone zwischen dem marinen Salzwasser und dem Süßwasser der Flüsse charakterisiert (siehe Abb. 1). Die landseitige Ausdehnung der Salzintrusion ist dabei starken Schwankungen unterworfen und kann sich bei verringerten Abflüssen infolge von Trockenheit und vergrößerter
Abb. 1: Skizze der typischen Salztransportprozesse in einer Flussmündung. Blaue Linien zeigen Isolinien des Salzgehalts, die Farbe den Salzgehalt. Die ungefüllten Pfeile kennzeichnen Volumentransporte, die schwarzen Pfeile Salztransporte. Zu beachten ist, dass bei entsprechenden Pfeilpaaren die ein- und ausfließenden Salztransporte nahezu identisch sind, während die ausfließenden Volumentransporte aufgrund des Oberflächenabflusses deutlich größer sind als die einfließenden. © Burchard, IOW
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Tideflüsse, wie hier die Elbe, sind weltweit von Versalzung bedroht. Das führt zu großen wirtschaftlichen und Umweltproblemen. © Bundesanstalt für Wasserbau
Wassertiefe aufgrund von Fahrrinnenvertiefungen und Meeresspiegelanstieg weiter flussaufwärts verlagern. In der vorliegenden Untersuchung wurden Ergebnisse aus 170 Studien aus aller Welt zu verschiedensten Aspekten des Themas Salzkontamination von Tideflüssen zusammengetragen. Dabei nahmen die Forschenden ozeanographische und hydrologische Prozesse in den Blick, die das Eindringen von Salzwasser begünstigen, sowie Prozesse in Wassereinzugsgebieten, die zu verstärkter Erosion und Verwitterung und damit zu erhöhtem Salzeintrag in Flüssen führen. Zentrale Ergebnisse der Studie sind: (1) Der Klimawandel ist der Haupttreiber der Versalzung. Der beschleunigte Meeresspiegelanstieg, immer längere Trockenheitsphasen und dadurch bedingte sehr niedrige Abflussraten in Flussläufen, aber auch Extremwetterereignisse, die durch Starkregen zu punktuell sehr hohen Einträgen von Salzen aus den Wassereinzugsgebieten führen, sorgen für eine erhebliche Zunahme des Versalzungsproblems. (2) Menschliche Aktivitäten und Eingriffe in die betroffenen Flüsse, wie die Vertiefung von Fahrrinnen in Flussmündungen, die übermäßige Verwendung von Streusalz und durch Menschen beschleunigte Verwitterungspro-
zesse an Land tragen ebenfalls zu erhöhten Salzgehalten bei und verschärfen die Probleme zusätzlich. (3) Tideflüsse auf allen Kontinenten und in allen Klimazonen sind betroffen, von halbtrockenen bis zu niederschlagsreichen gemäßigten Zonen, sowohl, was die Trinkwasserproblematik als auch die Schäden für Umwelt und Infrastruktur angeht. Zusammen mit Ming Li leitet Hans Burchard die internationale Arbeitsgruppe 172 des Scientific Committee on Oceanic Research (SCOR) zum Thema Versalzung von Gezeitenästuaren, die zum Ziel hat, Salzwasserintrusionen weltweit zu verstehen und internationale wissenschaftliche Standards zur Quantifizierung dieses Problems zu entwickeln. ANSPRECHPERSON Prof. Dr. Hans Burchard PUBLIKATION Li, M., R. G. Najjar, S. Kaushal, A. Mejia, R. J. Chant, D. K. Ralston, H. Burchard, A. Hadjimichael, A. Lassiter and X. Wang (2025). The Emerging Global Threat of Salt Contamination of Water Supplies in Tidal Rivers. Environ. Sci. Technol. Lett. 12: 881 − 892, doi: 10.1021/acs.estlett.5c00505p
Forschungsbereich 1 – „Skalen- und Systemübergreifende SChlüsselProzesse“
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DIE MARINEN MUSCHELN NAMIBIAS
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er namibische Schelf ist durch ein starkes Auftriebsphänomen und wechselnde Sauerstoffverhältnisse mit saisonal auftretenden, langanhaltenden Sauerstoffminima gekennzeichnet. Die Bodenfauna der Kerngebiete wird von Spezialisten geprägt, die mit dieser rauen Umgebung zurechtkommen. Eine der bekanntesten Arten ist die Muschel Lucinoma capensis. Sie kann eine Größe von mehr als 50 mm erreichen, meist werden jedoch kleinere Exemplare gefunden. Die Art hat Wege gefunden, lange Perioden der Hypoxie, also Sauerstoffmangel, durch eine Lebensgemeinschaft mit Bakterien zu überstehen.
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Das von Dr. Michael Zettler und Leon Hoffmann verfasste Buch widmet sich den marinen Muscheln Namibias. Die Gewässer Namibias stellen eine der größten Wissenslücken in der weltweiten Fauna dar. Die Muschelfauna wurde anhand von Proben, die auf einer Bestandsaufnahme Die Gewässer Namibias von Literaturstellen eine der größten angaben und Wissenslücken in der Material basiert, weltweiten Fauna dar. illustriert und beschrieben. Letzteres wurde vom Hauptautor Dr. Michael Zettler auf Expeditionen mit deutschen Forschungsschiffen in den Jahren 2004 – 2022 sowie von weiteren Sammler:innen in Namibia zusammengetragen. Insgesamt konnten acht Forschungsfahrten vor der Küste Namibias mit den Forschungsschiffen METEOR, MARIA S. MERIAN, ALEXANDER VON HUMBOLDT, MIRABILIS und SONNE durchgeführt werden. Auf diesen Fahrten wurden 159 Standorte, die den
Bereich vom Gezeitenbereich bis zu einer Tiefe von 2.513 m abdeckten, beprobt. Das Inventar umfasst eine beträchtliche Anzahl kürzlich beschriebener Arten. Im Vergleich zu den übrigen biogeografischen Regionen Westafrikas zeichnet sich das Gebiet zwischen Baia dos Tigres (Südangola) und Namibia durch südlichere Breitengrade und eine durchschnittlich kühlere jährliche Meeresoberflächentemperatur aus. Der Mangel an Erkenntnissen über die Verbreitung von Muscheln in dieser Region führte in früheren Veröffentlichungen zu einer extremen Unterrepräsentation der Artenvielfalt, was zu extrem niedrigen Artenzahlen in den dortigen Schätzungen führte. Das vorliegende Buch enthält Muschelarten des namibischen Schelfs, die während der Expeditionen der Autoren nachgewiesen werden konnten. Ergänzt werden diese durch Funde von Kolleg:innen, von denen die Autoren Kenntnis erlangt haben. Einige wenige Arten wurden von uns nicht beobachtet, werden aber dennoch vorgestellt, da sie auf dem Schelf sicher vorkommen. 150 Arten aus 48 Familien werden im Buch abgebildet. Es schließt damit diese Wissenslücke. Besonders nützlich ist es für Studierende, Meereswissenschaftler:innen und Hobbybiolog:innen, die sich mit der Küstenfauna Westafrikas und insbesondere der Namibias befassen. Titelbild des Buches über die marinen Muscheln Namibias © ConchBooks
ANSPRECHPERSON Dr. Michael Zettler PUBLIKATION Zettler, M. L., Hoffman, L. 2025: Marine Bivalves of Namibia. ConchBooks, Harxheim, 358 pp
Im Kerngebiet der Sauerstoffminimumzone gehörte die Muschel Lucinoma capensis zu den wichtigsten benthischen Arten, die mit den rauen Umweltbedingungen zurechtkommen. In einer Probe vor Walvis Bay (23°S, 145 m Wassertiefe) ist eine Mischung aus lebenden und toten Schalen zu sehen. © Zettler, IOW
Forschungsbereich 1 – „Skalen- und systemübergreifende Prozesse“
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FORSCHUNGSBEREICH 2 – „KÜSTENMEERE IM WANDEL: GEGENWART, VERGANGENHEIT UND ZUKUNFTSPERSPEKTIVEN“ Nur wenn wir die natürliche Variabilität unserer Küstenmeere mit allen Implikationen kennen, können wir die vom Menschen verursachten Veränderungen identifizieren. Disziplinenübergreifend forschen wir zum Verständnis des gegenwärtigen Zustands der Ostsee sowie der Rekonstruktion vergangener Ökosystembedingungen und erstellen Zukunftsprojektionen unter veränderten Klimabedingungen und menschlichem Einfluss. Der Mensch als Akteur mit Werkzeugen zur Wiederherstellung eines guten ökologischen Zustands muss die Zukunft des Küstenmeeres gestalten.
NACH 7.000 JAHREN OHNE LICHT UND LUFT IM OSTSEESCHLAMM – PRÄHISTORISCHE ALGE WIEDER AM LEBEN
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iele Lebewesen, angefangen bei Bakterien bis hin zu Säugetieren, können in eine Art „Schlafmodus“ übergehen, die sogenannte Dormanz, um Perioden ungünstiger Umweltbedingungen zu überleben. Dabei wechseln sie in einen Zustand reduzierter Stoffwechselaktivität und bilden dabei oft spezielle Dauerstadien mit stabilen Schutzhüllen und eingelagerten Energiereserven. Dies gilt auch für das Phytoplankton, mikroskopisch kleine Organismen, die im Wasser leben und Photosynthese betreiben. Ihre Dauerstadien sinken auf den Grund von Gewässern herab und werden dort
im Lauf der Zeit von Sediment überlagert und unter Luftabschluss konserviert. Solche Ablagerungen sind wie eine Zeitkapsel mit wertvollen Informationen über vergangene Ökosysteme mit ihren Lebensgemeinschaften, deren Populationsentwicklung und genetischen Veränderungen. Diese können für die Wissenschaft genutzt werden. Bestimmte Schichten von Sedimentproben aus der Ostsee wurden gezielt auf keimungsfähige Phytoplankton-Dauerstadien aus der Vergangenheit untersucht. Dazu hat ein Team aus IOW-Expert:innen der Biologischen Meereskunde, den Marinen Geowissenschaften und Forschenden der Universitäten Rostock und Konstanz, Sedimentproben untersucht, die 2021 aus 240 m Wassertiefe im östlichen Gotlandtief gewonnen wurden.
Entfaltete selbst nach rund 7.000 Jahren ohne Licht und Luft im Ostseesediment wieder volle Lebensaktivität: Die Kieselalge Skeletonema marinoi. © Bolius, IOW
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„Auferstehungsökologie“ ist der Name des Vorgehens – nach dem englischen Fachbegriff „Resurrection Ecology“. Dabei werden Ruhestadien, die sich durch die klare Schichtung des Ostseesediments eindeutig bestimmten Perioden der Ostseegeschichte zuordnen lassen, unter günstigen Bedingungen zu neuem Leben erweckt. Aus neun Proben konnten nach der Aufbereitung im Labor Kieselalgen der Art Skeletonema marinoi aus der Dormanz erweckt und einzelne Stämme isoliert werden. Diese Proben stammen aus verschiedenen Sedimentschichten, die eine Zeitspanne von ca. 7.000 Jahren, und Die wiedererweckten damit die wichKieselalgen wachsen und tigsten Klimabetreiben Photosynthese wie phasen der ihre modernen Nachfahren. Ostsee, repräsentieren. Die wiedererweckten Kieselalgen wachsen und betreiben Photosynthese wie ihre modernen Nachfahren. Außerdem wurden die genetischen Profile mittels Mikrosatellitenanalyse – einer Methode, bei der bestimmte kurze DNA-Abschnitte verglichen werden – erfasst. Dies zeigte, dass die Stämme aus verschiedenen alten Sedimentschichten genetisch unterschiedliche Gruppen bildeten.
Probenahme an einem halbierten Sedimentkernstück an Bord des Forschungsschiffs ELISABETH MANN BORGESE. Als Kontaminationsschutz wird dies mit Maske, Handschuhen sowie Schutzanzug durchgeführt. © Epp, Universität Konstanz
ANSPRECHPERSON Dr. Sarah Bolius, Dr. Jérôme Kaiser PUBLIKATION Bolius, S., A. Schmidt, J. Kaiser, H. W. Arz, O. Dellwig, U. Karsten, L. S. Epp and A. Kremp (2025). Resurrection of a diatom after 7000 years from anoxic Baltic Sea sediment. ISME J. 19: wrae252, doi: 10.1093/ismejo/wrae252
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Skeletonema marinoi
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Kerntiefe (cm)
Kernalter (Jahre vor 1950)
Dormanz ist eine Überlebensstrategie und kann als Basis für spannende Forschung dienen. Das Phänomen, dass Organismen als Dauerstadien über sehr lange Zeiträume hinweg überleben, ist auch von anderen Arten bekannt, etwa bei Pflanzensamen oder Kleinkrebsen. Eine erfolgreiche Wiederbelebung eines Dauerstadiums aus Sediment nach so langer Zeit, wie im Fall von Skeletonema marinoi, ist bislang jedoch nicht belegt. Damit werden jetzt im Labor quasi ‚ZeitsprungExperimente‘ in verschiedene Stadien der Ostseeentwicklung möglich. Durch Analyse anderer Sedimentbestandteile werden zusätzlich Rückschlüsse über frühere Salzgehalte, Sauerstoff- und Temperaturverhältnisse möglich. Damit kann die Zukunft des Phytoplanktons und des Ökosystems Ostsee durch eine „Zeitreise“ in die Vergangenheit besser verstanden werden.
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Foto eines aufgeschnittenen Sedimentkerns von knapp 450 cm Länge und des entsprechend datierten Alters der Tiefen (links). Weiße Punkte repräsentieren Zeitpunkte aus denen Skeletonema marinoi „wiederbelebt“ werden konnte. Rechts: Skeletonema marinoi. © Kaiser, IOW
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Forschungsbereich 2 – „Küstenmeere im Wandel: Gegenwart, Vergangenheit und Zukunftsperspektiven“
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GANZJÄHRIGER SCHADSTOFFDRUCK IN EINEM STÄDTISCHEN OSTSEEMÜNDUNGSGEBIET
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urch menschliche Aktivitäten, die zu einem kontinuierlichen Eintrag von Schadstoffen in aquatische Lebensräume führen, stehen Küsten- und Mündungsgebiete unter zunehmendem Druck. Substanzen wie Arzneimittel, Pestizide und UV-Filter gelangen hauptsächlich über das Abwasser und Oberflächenwasserabfluss in Flüsse und Küstengewässer. Dort werden sie nur langsam abgebaut, reichern sich in Organismen an und entfalten bereits in geringen Konzentrationen toxische Wirkungen. Die Bewertung der daraus resultierenden ökologischen Risiken ist schwierig, weil das Vorkommen der Schadstoffe und ihre toxischen Effekte räumlich und zeitlich stark schwanken. Mit herkömmlichen Überwachungsansätzen, die mit einer geringen räumlichen und zeitlichen Beprobungsdichte der Probennahmen arbeiten, werden diese Risiken möglicherweise nicht vollständig erfasst. Hier setzte eine Studie von Forschenden des LeibnizInstituts für Ostseeforschung Warnemünde an.
An 14 Stationen wurden über ein ganzes Jahr hinweg zweimal wöchentlich Proben aus dem WarnowMündungsgebiet in Rostock, den angrenzenden Küstengewässern der Ostsee und einer stromaufwärts gelegenen Flussstelle entnommen. So konnten im Laufe eines Jahres mehr als 1.300 Wasserproben gesammelt und
Links: Lage der 14 Probenahmestellen entlang der Warnow in Rostock und an der Ostseeküste © Vogel et al., IOW und JKI
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analysiert werden. Dieser hochauflösende Probennahmeansatz ermöglichte es den Forschenden kurzfristige Verschmutzungsereignisse und Substanzen mit begrenzter Anwendungsdauer zu erfassen, die von herkömmlichen Überwachungsprogrammen oft übersehen werden. Die Proben wurden auf 35 organische Schadstoffe untersucht, darunter Arzneimittel, Pestizide und UV-Filter. Die Ergebnisse zeigen, dass die von den untersuchten Schadstoffen ausgehenden ökotoxikologischen Risiken in den betrachteten Küstengewässern und an der stromaufwärts gelegenen Flussstelle generell geringer waren, die analysierten Schadstoffgemische im Mündungsgebiet jedoch Potential für ein erhebliches und anhaltendes ökotoxikologisches Risiko bergen. Obwohl die Konzentrationen einzelner Substanzen im Laufe der Jahreszeiten stark schwankten, blieb die Gesamtbelastung für das Ökosystem konstant. Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass die Wasserorganismen in einem typischen städtischen Mündungsgebiet der Ostsee das ganze Jahr über einer konstant hohen Schadstoffbelastung ausgesetzt sind. Mithilfe eines beispiellosen hochauflösenden Probenahmeansatzes zeigt das Team, dass es für die im Mündungsgebiet lebenden Organismen keine risikofreien Zeiträume gibt.
Rechts: Risikopotenzialbereiche an den Probenahmestellen während des gesamten Untersuchungsjahres. Die Farben entsprechen der Art des Gewässersystems: Fluss 01-F (blau), Mündungsgebiet 02-E – 08-E (orange), Küstengebiet 09-B – 14-B (violett) © Vogel et al., IOW und JKI
Die Analyse identifizierte Arzneimittel als die dominierenden Treiber des ökologischen Risikos. Insbesondere das entzündungshemmende Medikament Diclofenac, das Antikonvulsivum Carbamazepin und das Antibiotikum Sulfamethoxazol trugen am stärksten zur Toxizität des analysierten Schadstoffgemischs bei. Die räumliche Verteilung der Risikobereiche deutet auf städtische Punktquellen als Hauptursache hin. An Probenahmestellen, die durch Abwassereinleitungen beeinflusst waren, traten durchgehend erhöhte Risikowerte auf.
„Unsere Daten deuten darauf hin, dass Kläranlagen eine Schlüsselrolle bei der Prägung der Verschmutzungsmuster im Mündungsgebiet spielen. Das bedeutet auch, dass gezielte Verbesserungen in der Abwasserbehandlung die Umweltrisiken erheblich verringern könnten.“
„Unsere Daten deuten darauf hin, dass Kläranlagen eine Schlüsselrolle bei der Prägung der Verschmutzungsmuster im MündungsDR. MARION KANWISCHER gebiet spielen. Das bedeutet auch, dass gezielte Verbesserungen in der Abwasserbehandlung die Umweltrisiken erheblich verringern könnten.“, sagt Marion Kanwischer, eine der Autorinnen der Studie.
Ziel des Projekts ist es, ökologische Risiken in hochdynamischen Systemen wie städtischen Flussmündungen besser bewerten zu können. Die Ergebnisse sollen außerdem dazu beitragen, Überwachungs- und Minderungsstrategien gezielter auszurichten. Das Warnow-Mündungsgebiet gilt als repräsentativ für viele städtische Mündungsgebiete entlang der Ostseeküste. Den Autoren zufolge sind die Ergebnisse daher weit über die lokale Ebene hinaus relevant. Sie unterstreicht die Bedeutung maßgeschneiderter Überwachungsstrategien, die Schadstoffquellen, Stoffeigenschaften und die Empfindlichkeit des Ökosystems berücksichtigen. Solches Wissen ist unerlässlich, um wirksame Schutzmaßnahmen zu entwickeln und Küstenökosysteme langfristig zu schützen. ANSPRECHPERSONEN Prof. Dr. Matthias Labrenz, Dr. Marion Kanwischer PUBLIKATION Vogel, L. et al. (2025): High-resolution sampling reveals a considerable year-round risk potential for aquatic organisms in an urban estuary of the Baltic Sea due to anthropogenic pollution mixture. Environmental Pollution, 383, 126916. doi: 10.1016/j.envpol.2025.126916
Die Studie wurde im Rahmen des vom BMBF geförderten Projekts OTC Genomics durchgeführt, das mithilfe hochauflösender Umweltüberwachung und molekularbiologischen Ansätzen untersucht, wie anthropogene Einträge Küstenmeeresökosysteme beeinflussen.
Probenahme am Kai in Warnemünde © Nietz, IOW
Forschungsbereich 2 – „Küstenmeere im Wandel: Gegenwart, Vergangenheit und Zukunftsperspektiven“
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FORSCHUNGSBEREICH 3 – „NEUE TECHNOLOGIEN IN DER KÜSTENFORSCHUNG“ Innovative Technologien sind eine treibende Kraft für zukunftsorientierte Wissenschaft. Neue Möglichkeiten, heterogene Forschungsdaten zu verknüpfen, steigende Rechenleistung, neue molekularbiologische Ansätze oder die Anwendung von maschinellem Lernen und künstlicher Intelligenz zur Auswertung von ‚big data‘ bestätigen die Wichtigkeit der Methodenforschung für die Umwelt- und Meereswissenschaften. Mit diesem Potenzial neuer Technologien Spitzenforschung zu ermöglichen, strebt das IOW danach, den gesellschaftlichen Wandel zur Nachhaltigkeit voranzutreiben. In diesem Zuge wurden 2024 die zwei neuen Arbeitsgruppen „Bioinformatics and ’omics data science“ und „Integrated Optical Remote Sensing“ etabliert.
UNSICHTBARES LICHT GEGEN BEWUCHS: NEUE UVC-TECHNOLOGIE SCHÜTZT MEERESSENSOREN
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essgeräte im Meer liefern wichtige Daten über Temperatur, Salzgehalt, Sauerstoff oder Algenkonzentrationen. Diese Informationen helfen Wissenschaftler:innen, Veränderungen in marinen Ökosystemen zu verstehen. Sie können darüber hinaus eine Grundlage für politische Entscheidungen zum Schutz der Meere bilden. Ein großes Problem für Messgeräte ist Biofouling: Mikroorganismen, Algen, Muscheln und andere Lebewesen setzen sich auf Sensoren fest. Dadurch werden Messöffnungen blockiert oder optische Messungen verfälscht, was zu ungenauen Daten führt. Bisherige Methoden zur Bekämpfung dieses Bewuchses basieren häufig auf giftigen Substanzen oder mechanischen Reinigungssystemen. Erstere können jedoch die Umwelt belasten und Letztere selbst beschädigt werden. Deshalb suchen Forschende nach umweltfreundlichen Alternativen, die gleichzeitig zuverlässig funktionieren. Eine vielversprechende Lösung ist der Einsatz von ultraviolettem Licht im UVC-Bereich. Dieses Licht kann Mikroorganismen schädigen, indem es ihre DNA verändert, wodurch sie die Fähigkeit zur Reproduktion verlieren. Dadurch wird verhindert, dass sich ein Biofilm bildet – die Grundlage für späteren stärkeren Bewuchs.
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In einer neuen Studie entwickelten Forschende des IOW ein besonders energieeffizientes UVC-AntifoulingSystem für Sensoren, die über längere Zeit im Meer eingesetzt werden. Da viele Messplattformen nur begrenzte Energie aus Batterien oder kleinen Wind- und Solaranlagen zur Verfügung haben, musste das System möglichst sparsam sein. Die Lösung nutzt mehrere spezielle Linsen, die das UVC-Licht gezielt auf empfindlichen Bereichen des Sensors bündeln. Dadurch wird nur die Fläche bestrahlt, die tatsächlich geschützt werden muss. Insgesamt erreicht das System etwa zwanzigmal mehr Energieeffizienz als frü- „Mit unserem System können here vergleichMeeressensoren über viele bare Lösungen. Monate hinweg zuverlässig
messen, ohne dass sie durch Bewuchs beeinträchtigt werden.“
„Mit unserem System können Meeressensoren über viele ROBERT MARS Monate hinweg zuverlässig messen, ohne dass sie durch Bewuchs beeinträchtigt werden. Gleichzeitig sparen wir Energie und vermeiden umweltschädliche Antifouling-Chemi-
Nach 237 Tagen noch komplett bewuchsfrei: Der neue Antifouling-UVStrahler des IOW (blau, oben) konnte eine Unterwassermesssonde (orange, unten) gezielt vor Seepockenbesiedlung schützen. © Sommer, IOW
kalien. Die Technologie eignet sich aber nicht nur für die Forschung – sie könnte auch in Bereichen wie Aquakulturen oder anderen maritimen Anwendungen eingesetzt werden“, erklärt Robert Mars, Erstautor der Studie aus dem IOW. Um die Wirksamkeit zu testen, wurden verschiedene Sensoren in der Ostsee installiert, darunter Geräte zur Messung des Salzgehalts und der Chlorophyll-Konzentration. Die Sensoren befanden sich etwa zwei Meter unter der Wasseroberfläche und wurden über mehrere Monate hinweg betrieben. Während herkömmliche Sensoren ohne Schutz bereits nach kurzer Zeit deutliche Messabweichungen zeigten, lieferten Sensoren mit UVC-System über mehr als sieben Monate stabile und genaue Daten.
können Sensoren länger im Einsatz bleiben und zuverlässige Daten liefern – ein wichtiger Schritt für bessere Meeresbeobachtung und neue Anwendungen in der maritimen Wirtschaft. ANSPRECHPERSON Robert Mars PUBLIKATION Mars, R., B. Krebs, M. Bjoerner, M. Christopoulou and O. Zielinski (2025). Optimized UVC-based antifouling system for moored applications. Front. Mar. Sci. 12, doi: 10.3389/ fmars.2025.1625587
Für die entwickelte Technologie wurde inzwischen ein Patent erteilt, was die technische Innovation und ihr Anwendungspotenzial bestätigt. Die Ergebnisse zeigen, dass UVC-Technologie eine umweltfreundliche und effiziente Möglichkeit bietet, Messgeräte im Meer vor Bewuchs zu schützen. Dadurch
Forschungsbereich 3 – „Neue Technologien in der Küstenforschung“
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KLIMAWANDEL UND KRANKHEITSERREGER: WIE SICH VIBRIONEN WELTWEIT AUSBREITEN
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it steigenden Temperaturen verändern sich nicht nur Ökosysteme – auch Krankheitserreger profitieren davon. Eine global ausgelegte Studie des IOW zeigt, wie sich das potenziell gefährliche Bakterium Vibrio vulnificus verbreitet und welche Umweltfaktoren sein Auftreten begünstigen. Die Ergebnisse machen deutlich: Der Klimawandel könnte das Infektionsrisiko in vielen Küstenregionen künftig erhöhen. Vibrionen sind natürliche Bestandteile mariner Ökosysteme und weltweit verbreitet. Einige Arten können jedoch Krankheiten auslösen – so auch Vibrio vulnificus, das beim Menschen über Wunden oder kontaminierte Meeresfrüchte Infektionen verursachen kann. Um die Verbreitung dieses Erregers besser zu verstehen, analysierte ein Forschungsteam mehr als 70.000 UmweltDNA-Datensätze aus Küstengewässern rund um den Globus. Diese wurden in den vergangenen zehn Jahren aus Wasserproben zwischen 78° südlicher und 83° nördlicher Breite gewonnen und sind in öffentlichen Sequenzdatenarchiven frei verfügbar.
Die Auswertung zeigt ein klares Bild: Zwar kommt das Bakterium nahezu weltweit vor, doch seine Häufigkeit ist stark von Umweltbedingungen abhängig. Besonders häufig tritt es in warmen Gewässern auf – fast ausschließlich bei Temperaturen über 15 °C. Auch mittlere Salzgehalte, wie sie etwa in der Ostsee typisch sind, sowie der Zerfall von Algenblüten fördern sein Wachstum. Auffällig ist zudem eine geografische Verschiebung: In den vergangenen Jahren wurden Vibrionen zunehmend auch in nördlicheren Breiten nachgewiesen. Diese Entwicklung deutet darauf hin, dass sich mit der Erwärmung der Meere neue Lebensräume für die Bakterien erschließen. Regionen, die bislang kaum betroffen waren, könnten künftig häufiger mit ihnen in Kontakt kommen. „Unsere Studie belegt eindeutig: Klimawandelfolgen wie steigende Wassertemperaturen, welche im Sommer dann auch länger anhalten, sorgen dafür, dass sich das Infektionsrisiko erhöht“, erklärt der Meeresmikrobio-
Können für Menschen potenziell sehr gefährlich sein: Bakterium der Art Vibrio vulnificus (Elektronenmikroskopische Aufnahme) © RKI, Berlin
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JAHRESBERICHT 2025
„Unsere Studie belegt eindeutig: Klimawandelfolgen wie steigende Wassertemperaturen, welche im Sommer dann auch länger anhalten, sorgen dafür, dass sich das Infektionsrisiko erhöht“
loge Prof. Dr. Matthias Labrenz. Neben der reinen Verbreitungsanalyse entwickelte das Forschungsteam auch PROF. DR. MATTHIAS LABRENZ ein Vorhersagemodell. Es kombiniert Umweltparameter wie Temperatur, Salzgehalt, Strömungen und biologische Prozesse, um Risikogebiete zu identifizieren. Erste Tests zeigen, dass die Modellprognosen gut mit tatsächlich beobachteten Infektionsfällen übereinstimmen – etwa in der Ostseeregion. Die Ergebnisse haben nicht nur wissenschaftliche Bedeutung, sondern sind auch für den Gesundheitsschutz relevant. Zwar sind schwere Infektionen derzeit selten, doch insbesondere ältere Menschen oder Personen mit geschwächtem Immunsystem sind gefährdet. Gleichzeitig wächst diese Risikogruppe in vielen Gesellschaften. In Kombination mit längeren warmen Perioden könnte dies dazu führen, dass Vibrionen künftig häufiger zum Problem werden. Die Studie macht deutlich, wie eng Klimawandel, ökologische Prozesse und menschliche Gesundheit miteinander verknüpft sind. Sie unterstreicht zugleich die Bedeutung langfristiger Umweltbeobachtungen und moderner Datenanalyse: Nur durch die systematische Erfassung und Auswertung globaler Daten lassen sich solche Entwicklungen frühzeitig erkennen – und geeignete Maßnahmen ableiten.
© Nietz, IOW
ANSPRECHPERSONEN Prof. Dr. Matthias Labrenz Dr. Christiane Hassenrück PUBLIKATION David J. Riedinger, Christiane Hassenrück, Daniel Herlemann, Matthias Labrenz (2025): Global distribution and predictive modeling of Vibrio vulnificus abundance. Communications Earth & Environment, 6: 210. https://doi.org/10.1038/ s43247-025-02182-8
Forschungsbereich 3 – „Neue Technologien in der Küstenforschung“
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S2B
FORSCHUNGSCLUSTER – „FLACHWASSERPROZESSE“ Der 2023 als „kleine Institutserweiterung“ eingerichtete Forschungscluster „Flachwasserprozesse“ (Shore to Basin, S2B) hat im Jahr 2025 volle Fahrt aufgenommen. Dies zeigte sich in vielfältigen Aktivitäten, die aus allen drei Forschungsbereichen des Forschungsprogramms gespeist wurden.
NEUE ERKENNTNISSE AUS DEM S2B
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ie Reaktion auf ein lokales Fischsterben 2025 stellt im Folgenden die Arbeit des S2B im Küstenbereich exemplarisch dar. Im Spätsommer 2025 kam es an Teilen der deutschen Ostseeküste zu einem lokalen Fischsterben, das zunächst nicht erklärt werden konnte. Es trat auch im Bereich Nienhagen auf, wo im Februar desselben Jahres unsere neu entwickelte S2B-Flachwasserverankerung fixiert wurde. Die installierten Geräte messen seitdem in verschiedenen Tiefen kontinuierlich und in hoher Güte Temperatur, Salz, Sauerstoff und weitere Parameter. So haben die Sensoren der Verankerung die hydrographischen Parameter während des Fischsterbens aufgezeichnet. Auf Basis dieser Daten konnten wir zeigen, dass das Fischsterben eine Folge der spätsommerlichen Sauerstoffarmut im Tiefenwasser in Kombination mit einem lokalen Tiefenwasseraufstrom (Upwelling) ist. Letzterer wurde durch ein Drehen des Windes auf die Richtung Süd-Ost ausgelöst. Diese Hypothese war lange Zeit die plausibelste, aber mit unseren Daten konnte diese nun erstmalig bestätigt werden. Das Besondere an diesem Ereignis waren niedrige Sauerstoffkonzentrationen bis in das Oberflächenwasser: Der Transport von sauerstoffarmem Wasser aus den tieferen Schichten hat ganz offensichtlich die Menge der Sauerstoffproduktion, durch bspw. Algen, zusammen mit dem Gasaustausch von Sauerstoff mit der Atmosphäre überschritten.
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JAHRESBERICHT 2025
Zeitliche Darstellung der Entwicklung der Windrichtung und -geschwindigkeit (oben) und Messwerte von Salzgehalt und Sauerstoffsättigung im Bodenwasser (12 m Tiefe) vor Nienhagen. © Holtermann, IOW
Die mit den Messgeräten der Verankerung gewonnenen Daten werden nun weiter ausgewertet und zusammen mit einem numerischen Modell analysiert. Das Modell soll helfen die räumliche Ausdehnung und die genauen Ursachen dieses Upwelling-Ereignisses zu verstehen. Gleichzeitig werden die Messdaten genutzt, um die modellinterne Parametrisierung bspw. der Sauerstoffzehrung und des Austausches von Sauerstoff zwischen der
Atmosphäre und dem Wasser zu verbessern. Zusätzlich wird untersucht, wie oft solche Ereignisse prinzipiell auftreten können und ob sich die Häufigkeit dieser im Laufe der letzten Jahrzehnte verändert hat. Gerade im Küstenbereich ist es notwendig nicht nur die vertikalen Gradienten zu messen, sondern auch die horizontalen. Es wurde daher direkt nach dem Aussetzen der ersten Verankerung begonnen, eine zweite Verankerung fertigzustellen, die in einem flacheren, wellendominierten Küstengebiet verankert werden soll. Ergänzend dazu umfassten die Aktivitäten des S2B im Jahr 2025 zahlreiche weitere Untersuchungen zu Flachwasserprozessen in der Mecklenburger Bucht. Auf einer Ausfahrt untersuchte das Forschungsteam in den Gebieten Boltenhagen und Wismarer Bucht Prozesse der Sediment-Wasser-Kopplung. Erste Ergebnisse weisen auf hohe Sauerstoffzehrungsraten und damit auf eine erhöhte Anfälligkeit der Ostsee für kurzzeitige Sauer-
Bild oben: Die Verankerung mit den Messgeräten wird für die Ausbringung vorbereitet, Bild unten: Das Tauch-Team an Bord des Klaashahns © Holtermann, IOW
stoffmangelereignisse hin. Hochauflösende bathymetrische und hydroakustische Messungen zeigten unter anderem den Einfluss von Schiffsturbulenzen auf die natürliche Schichtung der Wassersäule. Darüber hinaus erschienen 2025 insgesamt 22 wissenschaftliche Publikationen mit S2B-Beteiligung. Darunter Arbeiten zu Veränderungen mikrobieller Gemeinschaften nach Sedimentresuspension sowie ein interdisziplinärer Übersichtsartikel zu den Küstengewässern der Ostsee und den Auswirkungen des Klimawandels auf deren zukünftige Entwicklung. ANSPRECHPERSONEN Prof. Dr. Maren Voß, Dr. Peter Holtermann PUBLIKATION Faktenblatt/Erklärung zum „Fischsterben“ vor Warnemünde, Nienhagen und Markgrafenheide im September 2025; https://www. iow.de/fischsterben-bei-rostock-im-september-2025. html
Forschungscluster – „Flachwasserprozesse“
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LZB
LANGZEITBEOBACHTUNGEN Langzeitdaten aus der Umwelt sind eine wichtige Grundlage, um Entwicklungen, Trends und Prozesse der Vergangenheit und Gegenwart abzubilden sowie künftige Entwicklungen modellhaft zu prognostizieren. Das IOW erfasst seit Jahrzehnten verschiedene biologische, chemische, physikalische und geologische Parameter am Meeresboden und in der Wassersäule in der westlichen und zentralen Ostsee und seit 2024 bis in den Bottnischen Meerbusen. In der westlichen Ostsee wird das IOW-Langzeitbeobachtungsprogramm überwiegend im Auftrag des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) als deutscher Beitrag zur Überwachung der Meeresumwelt der Ostsee im Rahmen des Helsinki-Abkommens (HELCOM) durchgeführt. Aus dem Langzeitbeobachtungsprogramm entstand ein einzigartiges Datenarchiv von mehr als einem halben Jahrhundert mit hoher räumlicher und zeitlicher Auflösung der Ostsee. Die Daten sind frei verfügbar über die institutseigene Datenbank und werden zusätzlich in die einschlägigen nationalen und internationalen Datenbankportale eingestellt.
WARUM SCHWANKEN DIE SAUERSTOFFKONZENTRATIONEN IM BODENWASSER DES FLACHEN ARKONA-BECKENS SO STARK?
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ypoxie ist ein Zustand schwerer Sauerstoffunterversorgung, der auftritt, wenn der Sauerstoffbedarf der Lebewesen das Angebot übersteigt. Es ist der Punkt, an dem sich die Umgebung von einem blühenden Lebensraum zu einer erstickenden Falle wandelt, zumindest für weniger mobile Organismen. Während Hypoxie ein globales Problem ist, welches in ästuarinen Systemen weltweit auftritt, ist das ArkonaBecken in der westlichen Ostsee ein faszinierendes und wichtiges Fallbeispiel für „flaches Wasser“. Im Gegensatz zu den tiefen, dauerhaft sauerstofffreien Zonen der zentralen Ostsee ist das Arkona-Becken dynamisch, indem der Sauerstoffgehalt innerhalb weniger Tage stark abfallen und wieder ansteigen kann. Für die auf dem Meeresboden lebenden Tiere, ist dies eine Frage von Leben und Tod. Das Arkona-Becken fungiert als westliches Tor zur Ostsee und dient als wichtige Übergangszone. Seine geographische Lage zwischen der Darßer Schwelle und der Drogden Schwelle auf der einen Seite und den tiefen Becken auf der anderen Seite bestimmt die
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JAHRESBERICHT 2025
Regeln der Sauerstoffversorgung: Es ist ein relativ flaches Gebiet mit einer Wassertiefe von etwa 45 Metern und eine Transitzone für Wasser, das sich zwischen der salzreichen Nordsee und der salzarmen zentralen Ostsee bewegt. Im Zentrum des Beckens, in 40 Metern Wassertiefe, arbeitet eine halbtauchfähige Messplattform als Teil des MARNET-Netzwerks, die stündlich Daten liefert und so den „Puls“ des Beckens erfasst, der bei den monatlichen Schiffsvermessungen übersehen werden kann. Der Sauerstoffstatus des Arkona-Beckens wird durch das Gleichgewicht zwischen physikalischer Versorgung (Vermischung) und biologischem Bedarf (Verbrauch) bestimmt. Im Sommer hört das Becken auf zu „atmen“ und verhält sich nicht mehr wie eine Einheit, sondern teilt sich in Schichten auf. Warmes, leichtes Wasser bildet eine Barriere an der Oberfläche, die verhindert, dass sich das sauerstoffreiche Oberflächenwasser in tiefere Schichten einmischt. Währenddessen beginnen die Bakterien ein Festmahl am Grund: Sie setzen organisches Material um und verbrauchen dabei die verbleibenden Sauerstoffvorräte. Salzige Zuflüsse aus
Mean
Std
Sweden
Denmark
Denmark
Poland
Germany
120
185
250
Poland
Germany
Oxygen (mg L-1) 0
Hochauflösende Simulationsergebnisse des Mittelwerts und der Standardabweichung der Sauerstoffkonzentration im Bodenwasser des Arkona-Beckens im Zeitraum 2007–2018; die Position der MARNETPlattform Arkona-Becken ist durch einen roten Punkt gekennzeichnet. © IOW
Sweden
Oxygen (mg L-1) 280
310
60
90
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Oxygen (µmol kg-1)
Oxygen (µmol kg-1)
Mean
Std
Sweden
Sweden
Denmark
Germany
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Denmark
Poland
Germany
Poland
Hochauflösende Simulationsergebnisse der mittleren Dauer und der Standardabweichung (in Tagen) von Zeiträumen mit einem Sauerstoffgehalt < 4 mg/L an aufeinanderfolgenden Tagen im Arkona-Becken (umgeben von Land in Weiß und den blauen Linien) im Zeitraum 2007 – 2018; der Standort der MARNETPlattform Arkona-Becken ist durch einen roten Punkt gekennzeichnet. © IOW
Consecutive days with O2 < 4 mg L-1 (120 µmol kg-1)
der Nordsee bewegen sich wiederum über dem Meeresgrund und bilden einen semipermanenten „salzigen Keller“, angereichert mit Sauerstoff, unter dem leichteren, brackigen Wasser der Ostsee. Die stündlichen von der MARNET-Station gemessenen Sauerstoffwerte im Zeitraum 2012 bis 2017 bestätigten die kurzfristige Variabilität der Sauerstoffkonzentration im Bodenwasser. Die Analyse dieser Jahre ergab, dass im Juli und September eine schwere Hypoxie von 0 – 2 mg/l mit einer Dauer zwischen 0 und 10 Stunden und im August von 0 und 61 Stunden auftrat. Auf Grundlage des Schwellenwerts von 4 mg/l wurden die Jahre nach der Dauer der hypoxischen Ereignisse geordnet. 2012 war das Jahr mit der längsten Dauer hypoxischer Ereignisse: Insgesamt wurden 982 Stunden gemessen. Danach folgten 2016 mit 854 Stunden, 2013 mit 769 Stunden, 2014 mit 659 Stunden und 2015 mit 351 Stunden. Die deutliche Verbesserung im Jahr 2015 war auf einen starken, sauerstoffreichen Salzwassereinstrom aus der Nordsee zurückzuführen, der das System belüftete. Für die Interpretation der Ursachen für die kurzfristige Hypoxie wurden Ergebnisse eines 3D, hoch-
auflösenden gekoppelten hydrografisch-biogeochemischen Modells herangezogen. Als Hauptursache für den Sauerstoffverbrauch erwies sich der Abbau organischen Materials durch Mikroorganismen im bodennahen Wasser. Eine Erholung von der saisonalen Hypoxie trat hingegen ein, wenn sich die saisonale Temperaturschichtung auflöste oder wenn sauerstoffreiches Wasser mit anderen Eigenschaften seitlich einströmte. ANSPRECHPERSONEN Dr. Joachim Kuss, Prof. Dr. Joanna Waniek PUBLIKATION Kuss, J., Gräwe, U., Cahill, B., Mohrholz, V., Naumann, M., Mars, R., Krüger, S., Schulz-Bull, D.E., Waniek, J.J., (2025): Highly variable bottom water oxygen concentration in the shallow Arkona Basin (Baltic Sea). Journal of Marine Systems, 252, 104134 https://www.sciencedirect.com/science/ article/pii/S0924796325000971
Langzeitbeobachtungen
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NEUE PROJEKTE I
m Jahr 2025 warb das IOW insgesamt 17 Drittmittelprojekte ein (darunter teils in koordinierender Rolle). Fördermittelgeber sind unter anderem die Europäische Union (insb. im Rahmen des EUForschungsrahmenprogramms Horizon Europe), die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG), das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) sowie weitere Bundesressorts und Bundesbehörden. Im folgenden Kapitel werden ausgewählte Projekte vorgestellt. Eine vollständige Liste aller 2025 laufenden Projekte befindet sich im Anhang.
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JAHRESBERICHT 2025
AIR-MoPSy
Zur Verbesserung der Positionsgenauigkeit des R-ModeSystems werden „near realtime“ Oberflächensalzgehaltsdaten erstellt. Die Abbildung zeigt den Tagesmittelwert des Salzgehalts der Meeresoberfläche (g/kg) der Ostsee am 08.04.26, basierend auf Daten des Copernicus-Dienstes zur Überwachung der Meeresumwelt (CMEMS, https://hyrax. iow.de/opendap/hyrax/dataset_00004/contents.html).
Einfluss der Atmosphäre auf das R-Mode Positionierungssystem Das Projekt AIR-MoPSy untersucht, wie atmosphärische Prozesse die Genauigkeit des terrestrischen Navigationssystems R-Mode beeinflussen, das als robuste Alternative zu störanfälligen satellitengestützten GNSS-Systemen entwickelt wird. Hintergrund sind zunehmende natürliche und künstliche Signalstörungen, die insbesondere im Ostseeraum die Sicherheit der Schifffahrt gefährden. Im interdisziplinären Verbund analysieren Forschende die Ausbreitung von Funkwellen in Abhängigkeit von ionosphärischen Bedingungen und quantifizieren deren Einfluss auf Positionsbestimmungen. Ziel des von der Universität Greifswald koordinierten Projekts ist es, physikalische Prozesse besser zu verstehen, Unsicherheiten zu reduzieren und verlässliche Fehlerabschätzungen zu liefern, um langfristig eine präzise, GPS-unabhängige Navigation zu ermöglichen und die maritime Sicherheit nachhaltig zu stärken.
LAUFZEIT 04/2025 – 03/2029 FÖRDERUNG Landesförderinstitut Mecklenburg-Vorpommern, kofinanziert von der EU (EFRE) PROJEKTLEITUNG AM IOW Dr. Volker Mohrholz WEBSITE https://www.iow.de/project/365/air-mopsy. html
SEASCAPE
Entdeckung und Erforschung steinzeitlicher Großstrukturen am Grund der westlichen Ostsee
LAUFZEIT 04/2025 – 03/2028
Das Verbundprojekt SEASCAPE untersucht, ob am Grund der westlichen Ostsee bislang unentdeckte steinzeitliche Großstrukturen erhalten geblieben sind. Ausgangspunkt ist eine rund einen Kilometer lange Steinstruktur vor Rerik, die wir 2021 entdeckten und die vermutlich als Jagdanlage eiszeitlicher Jäger und Sammler diente. Durch die Kombination geophysikalischer Vermessungen, geologischer Analysen und unterwasserarchäologischer Methoden sollen weitere steinzeitliche Großstrukturen identifiziert, hochauflösend kartiert und in ihren Umweltkontext eingeordnet werden. Ziel ist es, versunkene Landschaften zu rekonstruieren und neue Einblicke in die Lebensweise und Ausbreitung früher Gesellschaften im nordeuropäischen Raum zu gewinnen.
FÖRDERUNG Leibniz-Gemeinschaft PROJEKTLEITUNG AM IOW Dr. Jacob Geersen WEBSITE https://www.iow.de/projekt/364/seascape. html
Ein Teil des Projektteams v.l.n.r.: Dr. Harald Lübke (Leibniz-Zentrum für Archäologie LEIZA), Dr. Jacob Geersen (IOW), Dr. Jens Auer (Landesamt für Kultur und Denkmalpflege Mecklenburg-Vorpommern LAKD) sowie Dr. Marcel Bradtmöller und Dr. Anne Herbst (beide Universität Rostock) © Auer, LAKD
Neue Projekte
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ISOLUME
Marine Lichtlandschaften und die Verdunkelung des Küstenmeeres (JPI-Oceans Lightscapes) ISOLUME untersucht, wie sich marine Lichtlandschaften in europäischen Meeresbecken – insbesondere im Küstenmeer Ostsee – durch Verdunkelung der Küstengewässer (bspw. durch zunehmende Konzentration von Schwebstoffen) und künstliches Licht bei Nacht verändern. Das internationale, vom IOW koordinierte Konsortium analysiert historische Trends der Meeresoptik aus Messungen vor Ort und Fernerkundung und verbindet sie mit statistischen sowie mechanistischen Modellen. Betrachtet werden vier Dimensionen des Lichts: Intensität, Ort, Zeitpunkt und Spektren. Im Fokus stehen Veränderungen der letzten 25 Jahre und Projektionen bis 2050. So soll sichtbar werden, welche Ursachen, Quellen und ökologischen Folgen veränderte Lichtverhältnisse haben und wie Monitoring, Management und politische Maßnahmen zum Schutz mariner Lebensräume verbessert werden können.
SEAGUARD
LAUFZEIT 07/2025 – 06/2028 FÖRDERUNG Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt, kofinanziert von der EU (EFRE) PROJEKTLEITUNG AM IOW Dr. Bronwyn Cahill WEBSITE https://www.isolume.eu
Lichtverschmutzung bei Nacht in Warnemünde © Schopen, IOW
Seagrass Growth and Adaptation Using AI Research & Development SEAGUARD entwickelt wissenschaftliche Grundlagen dafür, Seegraswiesen in der Ostsee gezielt, effizient und klimaresilient wiederanzusiedeln. Dazu verbindet das vom IOW koordinierte Verbundprojekt regionale Klimamodellierung, Fernerkundung und Verfahren der Künstlichen Intelligenz. Satelliten- und Sensordaten liefern Karten heutiger und potenzieller Seegrasbestände, während KI-gestützte Modelle abschätzen, welche Meeresbodenflächen auch unter künftigen Klimabedingungen gute Überlebenschancen für Seegras bieten. Ergänzt wird dies durch den Austausch mit Praxisakteuren in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern, damit belastbare Entscheidungsgrundlagen für Schutz und Renaturierung entstehen.
LAUFZEIT 07/2025 – 12/2027 FÖRDERUNG Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit PROJEKTLEITUNG AM IOW Dr. Florian Börgel WEBSITE https://iow.de/seaguard
Seegraswiese in der Ostsee © Piehl, IOW
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JAHRESBERICHT 2024
BenthOS
Benthosmonitoring Ostsee BenthOs ist eine langfristige Kooperation zwischen dem Bundesamt für Naturschutz (BfN) und dem IOW zur Erfassung benthischer Arten, Lebensgemeinschaften und Lebensräume in der deutschen Ausschließlichen Wirtschaftszone der Ostsee. Jährliche Makrozoobenthos-Beprobungen liefern Daten für nationale Monitoringaufgaben nach der europäischen Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH) und der Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie (MSRL). Ergänzend werden Biotope modelliert und Karten erstellt, die Zustandsbewertungen, Schutzgüterbewertung, Schutzgebietsmanagement und Eingriffsregelung unterstützen. Durch Wissenstransfer, Datenaustausch, Publikationen und Gremienarbeit stellt das Projekt sicher, dass die Ergebnisse für Naturschutzpraxis und Meeresmanagement nutzbar werden.
Mytilus-Riff im Naturschutzgebiet „Pommersche Bucht – Rönnebank“ © Romoth, IOW
LAUFZEIT 10/2025 – 09/2035
PROJEKTLEITUNG AM IOW Dr. Michael L. Zettler
FÖRDERUNG Bundesamt für Naturschutz
WEBSITE
FunCON
Kohlenstoffsequestierung in Å-Auflösung – CONCENTRATE (TRR 420) FunCON ist Teil des Sonderforschungsbereichs/Transregio TRR 420 „CONCENTRATE“ und untersucht grundlegende Mechanismen der Kohlenstoffspeicherung im Meer auf molekularer Ebene. Im Zentrum stehen dabei insbesondere Glykane – komplexe Zuckerstrukturen, die eine wichtige Rolle bei der Bildung und Stabilisierung organischer Substanz spielen. Mithilfe hochauflösender analytischer Verfahren bis in den Ångström-Bereich (um 1 Nanometer) analysieren Forschende deren Struktur, Reaktivität und Wechselwirkungen. Ziel ist es, besser zu verstehen, wie organischer Kohlenstoff gebunden und langfristig im Ozean gespeichert wird, um die Bedeutung mariner Prozesse im globalen Kohlenstoffkreislauf und für Klimamodelle präziser zu erfassen. Koordiniert wird FunCON von den Universitäten Greifswald und Bremen.
https://www.iow.de/projekt/375/benthos. html
LAUFZEIT 10/2025 – 06/2029 FÖRDERUNG Deutsche Forschungsgemeinschaft PROJEKTLEITUNG AM IOW Dr. Isabell Klawonn WEBSITE https://www.iow.de/projekt/377/funcon. html
Das Projektteam beim Kick-off Treffen © Schweder, Universität-Greifswald
Neue Projekte
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KOFI
Studie zur Entwicklung von Kohlenstoffspeicherung und Biodiversität nach Ausschluss der Fischerei im Natura2000-Gebiet Fehmarnbelt Das Projekt KOFI untersucht, wie sich der Ausschluss mobiler grundberührender Fischerei auf die Biodiversität und Kohlenstoffspeicherung im Natura-2000-Gebiet Fehmarnbelt auswirkt. Im Mittelpunkt stehen benthische Lebensgemeinschaften, deren Struktur und Funktion maßgeblich zur langfristigen Bindung organischen Kohlenstoffs im Meeresboden beitragen. Durch kombinierte Felduntersuchungen, Sedimentanalysen und ökologische Bewertungen werden Veränderungen in Artenzusammensetzung, Biomasse und Kohlenstoffvorräten erfasst. Ziel ist es, die Effekte von Schutzmaßnahmen wissenschaftlich zu quantifizieren und zu bewerten, inwiefern fischereifreie Zonen zur Stärkung von Biodiversität und Kohlenstoffspeicherung beitragen können. Die Ergebnisse liefern wichtige Grundlagen für das Management mariner Schutzgebiete und den Klimaschutz im Küstenmeer.
Sedimentprobennahme mit Multicorer auf dem FS ELISABETH MANN BORGESE © Jürgens, IOW
LAUFZEIT 11/2025 – 03/2030 FÖRDERUNG Bundesamt für Naturschutz PROJEKTLEITUNG AM IOW Prof. Dr. Klaus Jürgens WEBSITE https://www.iow.de/ projekt/379/kofi.html
KÖPFE
Köpfe
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IN NEUER POSITION FRANZ JENDERSIE Schiffskoordinator Seit November 2025 verantwortet Franz Jendersie als Schiffskoordinator die Einsatzpläne des FS ELISABETH MANN BORGESE und berät bei der Planung und Beantragung von Forschungsfahrten. Im Haus ist er bereits bestens bekannt, da er in mehreren Projekten als Spezialist für Messungen und Messgeräte, auch zur See, tätig war. Als Schiffskoordinator möchte er die Digitalisierung der Fahrtplanung voranbringen. © Rövensthal
DR. DANIEL F. CARLSON Leitung der Abteilung „Meeresbeobachtung“ Die neue Abteilung „Meeresbeobachtung“ hat im Januar ihre Arbeit aufgenommen. Seit Oktober wird die Abteilung von Dr. Daniel F. Carlson geleitet, einem Ozeanographen mit umfassender internationaler und interdisziplinärer Erfahrung. Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen Beobachtungen von flachen Küstensystemen mithilfe von Fernerkundung und unbemannten Systemen. Dr. Carlson war vorher am Helmholtz-Zentrum Hereon und als Postdoktorand in Dänemark, Florida (USA), Italien und Israel tätig. © Amm, IOW
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JAHRESBERICHT 2025
NEU GEWÄHLT GLEICHSTELLUNGSBEAUFTRAGTE Bei der Wahl der Gleichstellungsbeauftragten am IOW wurde Dr. Marion Kanwischer und Dr. Svenja Papenmeier das Vertrauen ausgesprochen. Sie treten ihre zweite vierjährige Amtszeit an. Dr. Svenja Papenmeier © Rövensthal
Dr. Marion Kanwischer © Rövensthal
PERSONALRAT Im April wählten die Beschäftigten des IOW ihre Vertretung für die nächsten vier Jahre: Christian Burmeister, Angela Vogts, Martin Sass, Dr. Regine Labrenz, Robert Mars, Dr. Sandra Kube, und Mareike FlothPeterson. Als Vorsitzender wurde Christian Burmeister bestätigt. Christian Burmeister, Vorsitzender des Personalrats © Rövensthal
OMBUDSPERSONEN Prof. Dr. Matthias Labrenz und Dr. Peter Feldens setzen sich seit Oktober 2025 als neu gewählte Ombudspersonen für die gute wissenschaftliche Praxis am IOW ein.
Prof. Dr. Matthias Labrenz © Beck
Dr. Peter Feldens © Rövensthal
NEU BERUFEN – MITGLIEDER DES WISSENSCHAFTLICHEN BEIRATS Zum 1. Mai 2025 wurden vier neue Mitglieder in den Wissenschaftlichen Beirat des IOW berufen. Sie folgen auf vier Beiratsmitglieder, die nach zwei Amtsperioden à 4 Jahren regulär ausgeschieden sind. Wir freuen uns, diese vier Expert:innen gewonnen zu haben.
© Beck, IOW
PROF. DR. ARNE BIASTOCH
PROF. DR. LAURA VILLANUEVA
GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel
Royal Netherlands Institute for Sea Research (NIOZ), Niederlande
© Beck, IOW
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© privat
© privat
PROF. DR. DARIUS DAUNYS
DR. COLLEEN HANSEL
Klaipeda University, Litauen
Woods Hole Oceanographic Institution (WHOI), USA
JAHRESBERICHT 2025
ABSCHIEDE PROF. DR. OLIVER ZIELINSKI Prof. Dr. Oliver Zielinski verlies zu Ende 2025 das IOW, das er als Direktor seit März 2023 leitete. Er wechselte zum 01.01.2026 an das HelmholtzZentrum Hereon als dessen wissenschaftlicher Geschäftsführer. Das IOW dankte ihm mit einer feierlichen Verabschiedung mit externen Gästen aus Wissenschaft, Politik und Gesellschaft für sein großes Engagement und die neuen Impulse, die er in seiner Zeit am IOW gesetzt hat.
DR. SIREN RÜHS Dr. Siren Rühs, physikalische Ozeanographin, folgt zum Beginn des Jahres 2026 dem Ruf auf eine Juniorprofessur am GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel. Eine positive berufliche Entwicklung, die dazu beiträgt, exzellente, forschende Frauen sichtbar zu machen. © Gohlke
© Amm, IOW
JOHANN RUICKOLDT Johann Ruickoldt wurde im Oktober 2025 an Bord des FS ELISABETH MANN BORGESE offiziell in den Ruhestand verabschiedet. Ein mit Bedacht gewählter Ort, war er doch viele Jahre der Schiffskoordinator. Angefangen hatte Johann Ruickoldt im Jahr 1976 in der Vorgängereinrichtung des IOW, dem Institut für Meereskunde, in der Messtechnik. Noch ein halbes Jahr wird er dem IOW erhalten bleiben, um das Fahrtleiter-Handbuch in Angriff zu nehmen und seinen Nachfolger in der Schiffskoordination, Franz Jendersie, einzuarbeiten. Am Tag der Verabschiedung: Verwaltungsleiterin Beatrix Blabusch, Johann Ruickoldt, Direktor Prof. Dr. Oliver Zielinski © IOW
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PREISE, EHRUNGEN & ERNENNUNGEN
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JAHRESBERICHT 2025
BUNDESVERDIENSTKREUZ VERLIEHEN Für ihre herausragenden Verdienste um die Meeresforschung wurden Prof. Dr. Ulrich Bathmann und Prof. Dr. Wolfgang Matthäus mit dem Verdienstkreuz am Bande ausgezeichnet. Gewürdigt wurden damit ihr langjähriges wissenschaftliches Wirken sowie ihr prägender Beitrag zur Entwicklung und Sichtbarkeit der Ozeanographie in Deutschland.
v. l. n. r.: Prof. Dr. Ulrich Bathmann, ehemaliger Direktor des IOW, Ministerpräsidentin Manuela Schwesig, Prof. Dr. Wolfgang Matthäus, ehemaliger Meeresforscher am IOW © Staatskanzlei MV
EINLADUNG ZUR 74. LINDAUER NOBELPREISTRÄGERTAGUNG Dr. Janika Reineccius wurde eingeladen, mit ihrer Forschung zu Herausforderungen und Fortschritten bei der Nachverfolgung von Mikroplastik in den Ozeanen, an der renommierten Lindauer Nobelpreisträgertagung 2025 teilzunehmen. Bei dem einwöchigen Treffen konnte sie sich mit 30 Nobelpreisträger:innen und 600 jungen Wissenschaftler:innen in Workshops, Vorträgen und persönlichen Gesprächen über aktuelle Fragestellungen in der Chemie austauschen.
© Rövensthal
Preise, Ehrungen und Ernennungen
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FÖRDERPREIS DER OSTSEESTIFTUNG FÜR MASTERARBEIT VERLIEHEN Anna Sophia Kujat erhielt den Nachwuchspreis der Forschungsstiftung Ostsee für ihre herausragende Masterarbeit. Darin untersuchte sie mikrobielle Gemeinschaften im Warnow-Ästuar und an der Ostseeküste mithilfe von Themenmodellierung und maschinellem Lernen. Sie identifizierte charakteristische räumliche und zeitliche Muster bakterieller Subgemeinschaften und zeigte das Potenzial interdisziplinärer Ansätze für ein besseres Verständnis komplexer Ökosysteme.
v. r. n. l.: Prof. Dr. Matthias Labrenz, Anna Sophia Kujat, Dr. Theodor Sperlea (alle IOW); Prof. Dr. Stefan Lüdtke (Universität Rostock) © Neumeister, Deutsches Meeresmuseum
BERUFUNG IN DEN WISSENSCHAFTSRAT DER BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND Für seine Expertise in mariner Umweltforschung, Sensorik und KI-gestützten Methoden wurde Prof. Dr. Oliver Zielinski 2025 in den Wissenschaftsrat berufen. Es ist das höchste Gremium, das Bund und Länder in Fragen der Entwicklung der Wissenschaft, der Forschung und des Hochschulbereichs berät. Die Berufung gilt zunächst für drei Jahre.
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JAHRESBERICHT 2025
BERUFUNG IN DEN BEIRAT DES ROYAL NETHERLANDS INSTITUTE FOR SEA RESEARCH (NIOZ) Aufgrund ihrer Expertise in mikrobieller Ökologie, mariner Biologie und Geomikrobiologie wurde Prof. Dr. Heide Schulz-Vogt 2025 in den Wissenschaftlichen Beirat unseres niederländischen Partner-Instituts NIOZ berufen. Diese Position stärkt die in einem Memorandum of Understandig festgeschriebene Zusammenarbeit der beiden Einrichtungen. © Rövensthal
BERUFUNG ZUR GAST-FORSCHUNGSPROFESSORIN AN DIE „SCHOOL OF OCEANOGRAPHY“ DER SHANGHAI JIAO TONG UNIVERSITÄT
© Rövensthal
Prof. Dr. Joanna Waniek ist auf Vorschlag der School of Oceanography der Shanghai Jiao Tong University zur Gast-Forschungsprofessorin an der Shanghai Jiao Tong Universität berufen worden. Die Berufung gilt von Oktober 2025 bis September 2028. Damit ist ein wichtiger Schritt in Richtung der Umsetzung des 2020 unterzeichneten und 2025 erneuerten Memorandum of Understanding erfolgt.
KORRESPONDIERENDES MITGLIED DER MATHEMATISCH-NATURWISSENSCHAFTLICHEN KLASSE DER NIEDERSÄCHSISCHEN AKADEMIE DER WISSENSCHAFTEN ZU GÖTTINGEN
© Amm, IOW
Prof. Dr. Michael Böttcher wurde als korrespondierendes Mitglied in die Mathematisch-Naturwissenschaftliche Klasse der Niedersächsischen Akademie der Wissenschaften zu Göttingen aufgenommen. Damit ist er eines der weltweit fast 400 ordentlichen und korrespondierenden Mitglieder. Preise, Ehrungen und Ernennungen
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KOOPERATIONEN W
issenschaft wird durch Kooperationen mit nationalen und internationalen Partner:innen sowie aktiven Austausch in Netzwerken gestärkt. Das IOW baut seine Zusammenarbeit mit strategisch wichtigen Partnern kontinuierlich aus.
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JAHRESBERICHT 2025
ÜBERNAHME DES INTERNATIONAL BALTIC EARTH SECRETARIAT: KOOPERATION IM OSTSEERAUM STÄRKEN
UNTERZEICHNUNG EINES MEMORANDUM OF UNDERSTANDING: IOW UND GOA UNIVERSITY VERTIEFEN ZUSAMMENARBEIT
Seit April 2025 trägt das IOW gemeinsam mit dem Institut für Ozeanologie der Polnischen Akademie der Wissenschaften (IO PAN) in Sopot Verantwortung für das Internationale Baltic Earth Sekretariat (IBES). Beide Institute übernehmen die Aufgabe zunächst für fünf Jahre gleichberechtigt. Damit stärkt das IOW seine Rolle im Baltic Earth Netzwerk, das Forschende im gesamten Ostsee-Einzugsgebiet verbindet. Das Sekretariat unterstützt wissenschaftlichen Austausch, Konferenzen, Nachwuchsformate und regionale Klimabewertungen und intensiviert so die länderübergreifende Kooperation im Ostseeraum.
Das IOW und die indische Goa University haben ihre Zusammenarbeit im Februar 2025 mit der Unterzeichnung eines Memorandum of Understanding besiegelt. Die Vereinbarung schafft für fünf Jahre den Rahmen für gemeinsame Forschung zu Küstengewässern und Ästuaren. Im Fokus stehen Klimawandel, Extremereignisse, anthropogene Belastungen und Folgen für Ökosystemleistungen. Geplant sind zudem Kooperationen bei Monitoring-Technologien, Fernerkundung, autonomer Messrobotik, Datenwissenschaft und Modellierung sowie der Austausch von Forschenden, Lehrenden und Studierenden.
Prof. Dr. Oliver Zielinski (IOW) und Prof. Slawomir Sagan (IO PAN) © Premke-Kraus, IOW
Die Mitglieder der Delegation des IOW zusammen mit Prof. Harilal Menon, Vize-Kanzler der Goa University (3. v. l.) © IOW
BESUCH AN DER DALHOUSIE UNIVERSITY: GEMEINSAME MEERESFORSCHUNG STÄRKEN Eine Delegation von acht IOW-Wissenschaftler:innen besuchte das Department of Oceanography der Dalhousie University in Halifax, Kanada, um die bestehende Kooperation zu vertiefen. In Vorträgen, Laborund Werkstattführungen sowie intensiven Diskussionen wurden gemeinsame Forschungsinteressen ausgelotet. Besonderes Potenzial zeigten Themen wie Ozean-Alkalinitätserhöhung im Bedford Basin, biogeochemische Prozesse in der Ostsee und im St.-Lorenz-Golf sowie gemeinsame Feldarbeiten und der Austausch von Forschenden und Studierenden.
Forschende der Universität Dalhousie und des IOW in Halifax, Kanada © privat
Kooperationen
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TRANSFER T
ransfer bedeutet für das IOW, wissenschaftliche Erkenntnisse für Gesellschaft, Politik und Praxis verständlich aufzubereiten und in den Austausch mit unterschiedlichen Zielgruppen zu bringen. Das Kapitel zeigt anhand ausgewählter Beispiele, wie dieser Dialog gelingt – bei öffentlichen Vortragsreihen und Aktionstagen, auf Veranstaltungen sowie im direkten Gespräch mit Politik und Wirtschaft. Camps, Freiwilligendienste und weitere Bildungsangebote eröffnen jungen Menschen Einblicke in die Meeresforschung. Patente, Kooperationen und praxisnahe Anwendungen zeigen zugleich, wie Forschung über das Institut hinaus Wirkung entfalten kann.
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JAHRESBERICHT 2025
WISSENSCHAFT UND GESELLSCHAFT INS GESPRÄCH BRINGEN Warnemünder Abende 2025 Mit den Warnemünder Abenden lud das IOW erneut zu seiner öffentlichen Sommervortragsreihe ein. In acht Beiträgen zeigten IOW-Forschende, ergänzt durch wissenschaftliche Expertise der Universität Rostock, verständlich und anschaulich, wie sich die Ostsee über Jahrtausende und in den vergangenen Jahrzehnten verändert hat. Das Spektrum reichte von steinzeitlichen Strukturen am Meeresgrund über jahrtausendealte Spuren mikroskopischer Algen und das Anthropozän als Erd-Epoche bis zu mehr als 55 Jahren Umweltbeobachtung. Weitere Abende widmeten sich dem Schutz von Armleuchteralgen, organischen Schadstoffen und den Folgen der anhaltenden Überdüngung. Die kostenfreien Vorträge boten Raum für Fragen und direkten Austausch. Insgesamt nahmen 284 Interessierte teil und machten die Reihe erneut zu einem erfolgreichen Format des Wissenstransfers. © IOW
ANSPRECHPERSONEN Dr. Sandra Kube, Dr. Sven Hille
FORSCHUNG TRIFFT LANDESFEST
Das IOW auf dem Mecklenburg-Vorpommern-Tag in Greifswald Im Juni wurde Greifswald unter dem Motto „Tradition, Innovation, Vielfalt“ zum Treffpunkt für Menschen, Themen und Institutionen aus ganz MecklenburgVorpommern. Auch das IOW war dabei und brachte seine Küsten- und Ostseeforschung in den Dialog mit Besucher:innen ein. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie innovative Methoden helfen, Küstenmeere besser zu verstehen – von Modellen, die komplexe Prozesse in der Ostsee sichtbar machen, bis hin zu Machine-Learning-Ansätzen und KI-gestützten Auswertungen. An einem interaktiven Touchscreen konnten Interessierte verschiedene Felder der Ostseeforschung erkunden. So wurde anschaulich, wie moderne Technologien, Datenanalyse und klassische Meeresbeobachtung zusammenwirken. Das IOW nutzte den
© Beck, IOW
Mecklenburg-Vorpommern-Tag, um Forschung greifbar zu machen und mit Bürger:innen über den Zustand der Ostsee ins Gespräch zu kommen. ANSPRECHPERSON Dr. Kristin Beck
Transfer
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ZUSAMMENHÄNGE GREIFBAR MACHEN
Mathe, KI und Meer – Das Schüler:innen-Sommercamp 2025
Wie kommt da jetzt die KI ins Spiel? Vielfältige Einsatzmöglichkeiten! z.B. mein Forschungsthema: Salzintrusion in der Weser •
Salz aus Nordsee wird in Weser transportiert → übermäßiges Salz Bedrohung für Ökosystem und Frischwasserentnahme
•
Stärkere Salzintrusion z.B. durch • Dürren, • Meeresspiegelanstieg, • Fahrrinnenausbaggerung …
Beim Schüler:innen-KI-Camp „Mathematik und Segeln“ der Universität Rostock erhielten Oberstufenschüler:innen und Studienanfänger:innen eine Woche lang Einblicke in Mathematik, künstliche Intelligenz und ihre Anwendungen. Ein Programmpunkt führte die Teilnehmenden ans IOW. Dort zeigte Doktorandin Karoline Rummel, wie mathematische Gleichungen, Messdaten und Computermodelle helfen, Strömungen, Salzgehalt und 03.09.2025 8 weitere Prozesse in Küstenmeeren zu untersuchen. Am Beispiel der Salzintrusion in der Weser wurde deutlich, wie neuronale Netze aufwendige Modellrechnungen ergänzen und schnelle Vorhersagen ermöglichen können. Zugleich erfuhren die Jugendlichen, dass Meeresforschung weit über Biologie hinausgeht und auch Mathematiker:innen vielfältige berufliche Perspektiven bietet. So verband der Besuch aktuelle Forschung mit anschaulicher Studien- und Berufsorientierung.
Rummel, K., Gräwe, U., Klingbeil, K., Kolb, P., Li, X., Reese, L., & Burchard, H. (2025). Spatially resolved salt intrusion mechanisms in a tidal estuary and the impact of channel deepening. Journal of Geophysical Research: Oceans, 130 (6), e2024JC022073.
IOW Warnemünde
KI Camp
Ausschnitt aus der Präsentation, © Rommel, IOW
ANSPRECHPERSON Dr. Karoline Rummel
© Beck, IO W
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JAHRESBERICHT 2025
OSTSEEFORSCHUNG LEBENDIG MACHEN
Ostseetag 2025 in Stralsund
„Gesunde Ostsee – gesunder Mensch“ so lautete das Motto des Ostseetags 2025, der auf der Hafeninsel in Stralsund stattfand. Gemeinsam mit dem Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie, dem Deutschem Meeresmuseum und dem Thünen-Institut für Ostseefischerei informierte das IOW über aktuelle Forschung und den Zustand der Ostsee. Besonders anziehend waren die Forschungsschiffe ELISABETH MANN BORGESE, CLUPEA und DENEB. Rund 800 Besucher:innen nutzten die Gelegenheit, das Forschungsschiff des IOW kennenzulernen und um mit den 30 anwesenden Forschenden über wissenschaftliches Arbeiten auf See ins Gespräch zu kommen. Informationsstände, Schulangebote, Vorträge und eine Podiumsdiskussion ergänzten das Programm und machten den Ostseetag zu einem lebendigen Forum für den Dialog über das Meer vor unserer Haustür. © Beck, IOW
ANSPRECHPERSON Dr. Kristin Beck
SCHÜLERINNEN FÜR DIE MEERESFORSCHUNG BEGEISTERN
Girls’ Day am IOW
Beim Girls’ Day 2025 erhielten zehn Mädchen im Alter von 11 bis 14 Jahren Einblicke in die Arbeit des IOW. Nach einer Begrüßung und einer kurzen Vorstellung des Instituts standen die Besonderheiten der Ostsee, Freiwilligendienste am IOW sowie das Thema „Frauen in der Meeresforschung“ im Mittelpunkt. Anschließend ging es an den Strand: Dort lernten die Teilnehmerinnen praktische Methoden der Strandmüllforschung kennen und werteten die gesammelten Funde gemeinsam aus. Ein Besuch der Ausstellung in der Forschungsvilla zeigte, wie das IOW seine Themen für die Öffentlichkeit aufbereitet. In der Abschlussrunde konnten die Mädchen ihre Eindrücke teilen und Fragen stellen. So verband der Aktionstag praktische Erfahrungen mit Berufsorientierung und machte sichtbar, welche vielfältigen Wege in die Meeresforschung führen. Die Schülerinnen beim Sortieren des gesammelten Strandmülls © Kastell, IOW
ANSPRECHPERSON Dr. Sven Hille
Transfer
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MEERESFORSCHUNG IN DIE POLITIK TRAGEN
Parlamentarischer Abend in Schwerin
Oliver Zielinski (r.) und Leonie Barghorn (m.) vertraten das IOW beim Parlamentarischen Abend. Hier zu sehen mit der Landesministerin für Wissenschaft, Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten Bettina Martin (4. v. l.) und dem Vorstandsmitglied der DAM und ehemaligen Direktor des IOW Ulrich Bathmann (3. v. l.) © Gohlke
Beim Parlamentarischen Abend der Deutschen Allianz für Meeresforschung im November informierten Forschende in Schwerin über aktuelle Herausforderungen und Lösungsansätze für einen nachhaltigen Umgang mit der Ostsee. Sechs IOW-Kolleg:innen nutzten die Veranstaltung im Schweriner Schloss, um mit Abgeordneten, Vereinen, Verbänden und weiteren Forschungseinrichtungen aus Mecklenburg-Vorpommern ins Gespräch zu kommen. Rund 100 Gäste folgten der Einladung der DAM. IOW-Direktor Oliver Zielinski und Leonie Barghorn richteten sich mit Statements an das Auditorium. Barghorn warb dabei dafür, jungen Wissenschaftler:innen frühzeitig mehr Verantwortung zu übertragen. Das große Interesse zeigte den hohen Informationsbedarf der Politik und die Bedeutung des direkten Austauschs zwischen Wissenschaft und Entscheidungsträger:innen. ANSPRECHPERSON Hendrikje Wehnert
UMWELTFREUNDLICH GEGEN BIOFOULING VORGEHEN
IOW erhält Patent für Antifouling-Technologie
Im Dezember erhielt das IOW ein Patent für ein neuartiges Antifouling-System, das Unterwassersensoren dauerhaft und umweltfreundlich vor biologischem Bewuchs schützt. Die von Robert Mars, Co-Leiter der IOW-Messtechnik, federführend entwickelte Technologie bündelt UV-C-Licht mithilfe einer speziellen Linsenoptik gezielt auf empfindliche Sensorflächen. Dadurch verhindert sie Biofilme sowie Algen- und Muschelbewuchs ohne giftige Biozide und arbeitet deutlich energieeffizienter als bisherige kommerzielle Systeme. In Feldtests in der südlichen Ostsee blieben geschützte Sensoren mindestens 237 Tage frei von Bewuchs und innerhalb ihrer Messgenauigkeit. Ursprünglich für autonome MARNET-Stationen entwickelt, bietet das System auch Potenzial für Umweltüberwachung, Meeresforschung und Aquakultur. ANSPRECHPERSON Robert Mars
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JAHRESBERICHT 2025
Nach 237 Tagen noch komplett bewuchsfrei: Der neue Antifouling-UV-Strahler des IOW (blau, oben) konnte eine Unterwassermesssonde (orange, unten) gezielt vor Seepockenbesiedlung schützen. © Sommer, IOW
SCHNELL ERKLÄRT
Sauerstoffmangel als Ursache des Fischsterbens
Tote Fische und Krebstiere am Meeresboden © Hildebrand
Als Ende September zahlreiche tote Fische und Krebstiere an den Stränden von Nienhagen, Warnemünde und Markgrafenheide angespült wurden, ordnete das IOW das Ereignis wissenschaftlich ein. Ein Faktenblatt erläuterte verständlich, wie Überdüngung, der Abbau von Biomasse und eine besondere Wetterlage zusammenwirkten. Messdaten einer seit Januar 2025 vor Nienhagen verankerten Messkette zeigten, dass die Sauerstoffsättigung am Meeresboden zeitweise auf unter ein Prozent sank. Durch veränderte Windrichtungen wurde sauerstofffreies Tiefenwasser bis in flache Küstenbereiche transportiert. Mit dem Faktenblatt stellte das IOW der Öffentlichkeit zeitnah belastbare Informationen bereit und verdeutlichte, wie wichtig kontinuierliche Messungen für die Einordnung plötzlich auftretender Umweltphänomene sind. ANSPRECHPERSON Dr. Peter Holtermann
© Premke-Kraus, IOW
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CHANCENGLEICHHEIT D
as Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde fördert Chancengleichheit – also tatsächlich gleiche Erfolgschancen für alle Mitarbeitenden. Dabei berücksichtigt das IOW vielfältige Bedarfe – von Graduierten und internationalen Beschäftigten bis zu Menschen mit Beeinträchtigungen oder Familienaufgaben. Einen Schwerpunkt bildet die Gleichstellung der Geschlechter bspw. durch Frauenförderung. Ziel ist unter anderem die Erhöhung des Frauenanteils in allen Positionen/Gehaltsstufen, in denen sie bisher unterrepräsentiert sind und des Anteils von Frauen in Führungspositionen. Respekt, transparente Regeln und die Anerkennung individueller Leistungen prägen das Miteinander. ANSPRECHPERSONEN Gleichstellungsbeauftragte Dr. Marion Kanwischer Dr. Svenja Papenmeier Diversitätsbeauftragte Hendrikje Wehnert
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JAHRESBERICHT 2025
FÜR CHANCENGLEICHHEIT AUSGEZEICHNET Total E-Quality Prädikat zum fünften Mal erhalten Für seine strukturell verankerte Gleichstellungs- und Diversitätsarbeit erhielt das IOW 2025 das für drei Jahre gültige TOTAL E-QUALITY-Prädikat. Darüber hinaus wurde dem IOW der TOTAL E-QUALITY-Nachhaltigkeitspreis zuerkannt, da das Prädikat zum fünften Mal in Folge zugesprochen wurde. Damit wurde dem IOW eine langfristige Verankerung von Chancengleichheit bescheinigt. Die Jury hob den ganzheitlichen Ansatz, klare Zielsetzungen und deren Überprüfung durch Monitoring hervor. Positiv bewertete sie auch die verankerten Gleichstellungsstrukturen und Maßnahmen für ein diskriminierungssensibles Arbeitsumfeld, auch auf Seeexpeditionen. Mitglieder der internen Gleichstellungskommission des IOW mit der TOTAL E-QUALITY Urkunde und dem Nachhaltigkeitspreis © Beck, IOW
WILLKOMMEN HEIẞEN
Neues Onboarding-Format gestartet
Im Herbst fand erstmals das „IOWillkommen“ statt. Mit dem neuen Format begrüßt das IOW zukünftig halbjährlich neue Kolleg:innen und erleichtert ihnen den Einstieg. Die Teilnehmenden erhalten einen Überblick über Strukturen und Ansprechpersonen des Instituts. Beim anschließenden Meet & Greet kommen sie mit Vertreter:innen aus Verwaltung, Wissenschaftsmanagement, Personalrat sowie den Promovierenden- und Postdoc-Vertretungen ins Gespräch. Für Forschende gibt es zudem Informationen zum Forschungsprogramm und zur Forschungsdokumentation. Als Willkommensgeschenk erhalten alle einen Hühnergott – einen traditionellen Glücksstein von der Ostseeküste. Die positive Resonanz bestätigt das Konzept: Künftig soll das IOWillkommen fester Bestandteil des Onboardings am IOW werden.
Neue Beschäftigte beim ersten IOWillkommen © Zielinski
Chancengleichheit
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PSYCHISCHE GESUNDHEIT STÄRKEN
Ersthelfende am IOW ausgebildet
Psychische Beschwerden sind weit verbreitet und können auch den Arbeitsalltag beeinflussen. Um Betroffene frühzeitig zu unterstützen, nahmen 2025 fünf IOW-Mitarbeitende an einer zertifizierten, zweitägigen Schulung in Mental Health First Aid (MHFA) teil. Dabei lernten sie, Anzeichen etwa von Angststörungen und Depressionen zu erkennen und nach einem erprobten Schema Hilfe anzubieten. Das neue MHFA-Team steht den Beschäftigten als vertrauliche Anlaufstelle zur Verfügung. Zudem stellt das Team im Intranet Informationen zu psychischer Gesundheit und Hilfsangeboten bereit. Frisch geschult: Christian Meeske, Hendrikje Wehnert, Dr. Marion Kanwischer, Dr. Svenja Papenmeier, Iris Schmiedinger (v. l. n. r.) mit dem Hilfeschema © privat
FÜHRUNG SICHTBAR MACHEN
Dritte Leitungsebene am IOW verankert
Anfang 2025 hat das IOW die Leitungen der wissenschaftlichen Arbeitsgruppen offiziell als dritte Leitungsebene verankert. Die Arbeitsgruppen bestanden bereits; ihre Rolle in der Führungs- und Organisationsstruktur wurde in einem strategischen Prozess zur Entwicklung von Leitlinien für Zusammenarbeit und Führung verbindlich festgeschrieben. Seitdem ist die
Ausschnitt aus dem Organigramm des IOW
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JAHRESBERICHT 2025
dritte Leitungsebene auch im Organigramm abgebildet. Ende bestanden am IOW 26 Arbeitsgruppen. Die Verankerung der dritten Führungsebene macht besonders Wissenschaftlerinnen in Leitungspositionen sichtbarer: Ihr Anteil an den Arbeitsgruppenleitungen lag zum 31. Dezember 2025 bei knapp 38 Prozent und damit nahe am Zielwert von 40 Prozent für 2030.
KOMPETENZEN STÄRKEN
Skills Week für Promovierende und Postdocs
Ende Februar nutzten 33 Promovierende und Postdocs die viertägige Skills Week als Raum für Weiterbildung und Vernetzung. Abteilungsübergreifende Austauschformate stießen ebenso auf Interesse wie Workshops zum Storytelling in der Wissenschaftskommunikation und zur Rolle von Postdocs. Besonders gefragt waren Informationen zum Wissenschaftszeitvertragsgesetz – ein Hinweis darauf, solche Angebote regelmäßig und
auch für internationale Beschäftigte bereitzustellen. Ein Privilege Walk sensibilisierte zudem für eigene Privilegien. In der Feedback-Umfrage wurde die Skills Week gut bis sehr gut bewertet. Das modulare Format soll fortgeführt und 2026 um Angebote zu Karrierewegen und Bewerbungen außerhalb der Wissenschaft ergänzt werden.
Beim angeleiteten Privilege Walk konnten sich die Teilnehmenden ihrer eigenen Privilegien bewusst werden. © Beck, IOW
VIELFALT GESTALTEN
Diversity Tag 2025 mit Fokus auf Interkultureller Kompetenz Am Deutschen Diversity-Tag 2025 stand am IOW die Zusammenarbeit in internationalen Teams im Mittelpunkt. Ein englischsprachiger Vortrag für alle Beschäftigten eröffnete den Thementag. Er beleuchtete Vielfalt im Alltag und sensibilisierte für Interkulturalität und Machtverhältnisse. Im anschließenden Workshop erprobten die Teilnehmenden, wie Kooperation in der internationalen Forschung effektiv und transformativ gelingen kann. Übungen und Reflexionen machten den Einfluss unbewusster Vorurteile, persönlicher Bedürfnisse, kultureller Prägungen und von Machtdynamiken sichtbar. Gemeinsam entwickelten sie Strategien für respektvolle Kommunikation, konstruktives Konfliktmanagement und eine nachhaltige Zusammenarbeit in vielfältigen Teams im Arbeitsalltag.
In der Mittagspause gab es ein internationales Mitbringebuffet. © Kastell, IOW
Chancengleichheit
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RÜCKBLICK 2025 JANUAR
FEBRUAR
BUNDESVERDIENSTKREUZ VERLIEHEN
WERKSTATT NACH RENOVIERUNG WIEDERERÖFFNET
Für ihre herausragenden Verdienste um die Meeresforschung wurden unser ehemaliger Direktor Prof. Dr. Ulrich Bathmann und unser langjähriger Mitarbeiter Prof. Dr. Wolfgang Matthäus von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig mit dem Verdienstkreuz am Bande ausgezeichnet.
Die neue Werkstatt wieder voll einsatzbereit! Neben einer verbesserten Infrastruktur und neuen Sozialräumen verfügt sie über moderne Maschinen wie beispielsweise eine CNCFräsmaschine. Bei einem internen Tag der offenen Werkstatt konnten sich die IOW-Kolleg:innen davon überzeugen, wie individuelle Bedarfe aus der Forschung künftig noch passgenauer umgesetzt werden können.
© Staatskanzlei MV
© Amm, IOW
MAI AUF LANGER NACHT DER WISSENSCHAFTEN PRÄSENTIERT
VON MINISTER BACKHAUS BESUCHT
Zehn Kolleg:innen aus den Bereichen Messtechnik, Modellierung und Monitoring haben bei der Langen Nacht der Wissenschaften das Arbeitsspektrum des IOW vorgestellt. Interessierte konnten sowohl theoretische als auch praktische Einblicke in die Meeresforschung erlangen.
© privat
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JAHRESBERICHT 2025 2024
Dr. Till Backhaus, Minister für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern, besuchte das IOW und das IOWLager für Sedimentkerne. Im Gespräch ging es um aktuelle Herausforderungen und die Forschung zum Schutz der Meeresumwelt. Backhaus hob die Bedeutung der IOW-Expertise für den Umgang mit maritimen Altlasten hervor.
© Premke-Kraus
MÄRZ
APRIL
LEIBNIZ FORSCHUNGSNETZWERK MATHEMATISCHE MODELLIERUNG UND SIMULATION (MMS) TRIFFT SICH Mit 52 Teilnehmenden aus Forschungseinrichtungen und Universitäten aus ganz Deutschland bot der Workshop eine lebendige und kollegiale Plattform für den interdisziplinären wissenschaftlichen Austausch. Ziel war es, neue Kooperationen zu fördern, aktuelle Entwicklungen vorzustellen und zentrale Trends im Bereich MMS sichtbar zu machen.
BEIM GIRLS‘ DAY BEGEISTERN Beim Girls’ Day 2025 erhielten zehn junge Mädchen von 11 bis 14 Jahren Einblick in die Arbeit des IOW. Im Fokus stand das Thema „Frauen in der Meeresforschung“. Der Aktionstag verband praktische Erfahrungen mit Berufsorientierung und machte sichtbar, welche vielfältigen Wege in die Meeresforschung führen.
© Kirstin Kastell, IOW © IOW
BRIESE-PREIS VERLIEHEN Tonke Strack von der Universität Bremen und Isabell Goßmann vom Institut für Chemie und Biologie des Meeres, Oldenburg wurden mit dem BRIESE-Preis © Beck, IOW 2024 ausgezeichnet. Ihre Arbeiten befassen sich mit Planktongemeinschaften und Mikroplastik in nordeuropäischen Gewässern. Sie zeigen, welche Bedeutung Forschungsschiffe und Expeditionen für den wissenschaftlichen Nachwuchs haben.
LEIBNIZ-FORSCHUNGSNETZWERK BIODIVERSITÄT TAGT Zum Frühjahrstreffen des Leibniz-Forschungsverbundes kamen 18 Mitglieder aus mehr als zwölf Leibniz-Einrichtungen ans IOW. Das Netzwerk bringt Expert:innen aus unterschiedlichen Fachrichtungen zusammen – von den Sozial- und Wirtschaftswissenschaften bis hin zu den Umweltwissenschaften. Im Mittelpunkt des produktiven Austauschs stand die Frage, wie Forschung zur Biodiversität gemeinsam weiterentwickelt werden kann.
© IOW
Rückblick 2025
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FORTSETZUNG RÜCKBLICK 2025 JUNI
JULI
FÜR DIE STADT GERADELT
AN DER ROOT SUMMER SCHOOL BETEILIGT
Das IOW hat 2025 mit 38 aktiv Radelnden und 258 geradelten Kilometern pro Kopf beim „Stadtradeln“ Platz 18 von 309 Teams belegt. Das gesamte Team hat damit 1605,7 kg CO2 eingespart.
Der Ocean Technology Campus bot 2025 zum 4. Mal die RoOT Summer School an, bei der Nachwuchsforschende Einblicke in die Meeresforschung und -technologie bekommen. Dieses Jahr standen vor allem die Unterwasser-Probennahme und die Datenanalyse im Fokus.
© Amm, IOW
AM FIRMENLAUF TEILGENOMMEN
HAFENLAGER-BAUSTELLE ERÖFFNET
Beim Firmenlauf ging das IOW mit einem Azubi- und zwei Mixed-Teams an den Start. Bei bestem Wetter meisterten die zwölf Läufer:innen die 3,5 Kilometer lange Strecke am Rostocker Stadthafen mit viel Energie, guter Stimmung und starkem Teamgeist.
Beim Spatenstich am IOW-Standort Marienehe wurde der Grundstein für das neue Sedimentkernlager gelegt. Ab Sommer 2026 soll der Neubau zusätzliche Kapazitäten für die klimatisierte Lagerung von Sedimentkernen sowie erweiterte Werkstattmöglichkeiten bieten.
© privat
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© Borowitz
JAHRESBERICHT 2025 2024
© WKM
AUGUST MIT DEM S²B AUF AUSFAHRT GEGANGEN
BALTIC EARTH SUMMER SCHOOL DURCHGEFÜHRT
Im August unternahm der Forschungscluster S²B erstmals eine Ausfahrt mit unserem Forschungsschiff. Da die küstennahe Flachwasserzone wegen ihrer geringen Tiefe nur schwer zu beproben ist, entwickelte das IOW über mehrere Jahre spezielle Methoden und Geräte für diesen Einsatz. Die Fahrt bildete den Auftakt zu weiteren Forschungseinsätzen.
Die diesjährige Baltic Earth Summer School fand auf der schwedischen Insel Askö statt. Das Programm zu Klima und Klimawandel in der Ostseeregion sowie zur Belastung der Meere durch Quecksilber und Plastikmüll wurde vom IOW, dem Helmholtz-Zentrum Hereon und dem Institute of Oceanology der Polnischen Akademie der Wissenschaften (IO PAN) zusammengestellt.
© IOW
© Eva Lindell, Askö Laboratory
WARNOW-ASCHER AUFGESTELLT Basierend auf der einjährigen Forschung zum Thema Plastikmüllbelastung des IOW und der Universität Rostock wurden fünf „Warnow-Ascher“ am Rostocker Stadthafen installiert. Diese sollen durch ihr erheiterndes und spielerisches Design Raucher dazu anregen ihre Zigarettenstummel in den Ascher und nicht ins Wasser zu werfen.
SEPTEMBER WARNEMÜNDER TURBULENCE DAYS DURCHGEFÜHRT
© Escobar-Sánchez, IOW
Im September fanden auf Vilm die Turbulence Days statt. Die Veranstaltung brachte aktuelle Erkenntnisse zu Wellen und Turbulenzen in geophysikalischen Strömungen zusammen und bot Raum für offene Fragen. Im Mittelpunkt stand ihr Einfluss auf den Transport von Energie, gelösten Stoffen und Partikeln.
Rückblick 2025
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FORTSETZUNG RÜCKBLICK 2025 SEPTEMBER BALTIC ARGO MEETING VERANSTALTET
FISCHSTERBEN OSTSEE ERKLÄRT
Beim Baltic Argo Meeting standen für die Teilnehmenden aus sechs Ländern vor allem die Koordination und der Austausch der „Argo-Flotte“ im Mittelpunkt. Es ging zum Beispiel um die Nutzung von biogeochemischen Sensoren und verschiedenen Methoden zur Qualitätskontrolle der Forschungsergebnisse.
Beim lokalen Fischsterben vor Nienhagen im Spätsommer 2025 lieferten die Messgeräte der S²B-Flachwasserverankerung entscheidende Daten. Sie zeigten erstmals, dass sauerstoffarmes Tiefenwasser infolge eines windbedingten Auftriebs bis an die Oberfläche gelangte. Weitere Analysen und Modellierungen sollen weitere Ursachen und Häufigkeit solcher Ereignisse klären.
© Hildebrand
© Beck
OKTOBER NEUE OMBUDSPERSONEN GEWÄHLT Prof. Dr. Matthias Labrenz und Dr. Peter Feldens sind die neuen Ombudspersonen des IOW. Als Ansprechpersonen stehen sie allen Mitarbeitenden bei Fragen zur guten wissenschaftlichen Praxis zur Verfügung – etwa zum verantwortungsvollen Umgang mit Forschungsdaten oder bei Hinweisen auf wissenschaftliches Fehlverhalten. © Rövensthal
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JAHRESBERICHT 2025 2024
© Rövensthal
NOVEMBER NEUES LABOR VORGESTELLT Im November konnten sich alle interessierten Mitarbeiter:innen über das neu eingerichtete Labor der Abteilung Meeresbeoachtung und der Arbeitsgemeinschaft „Integrierte Optische Fernerkundung“ informieren. Großes Interesse fanden unter anderem die einzusetzenden Geräte.
MIT TEQ-PRÄDIKAT AUSGEZEICHNET Im November wurde das IOW zum fünften Mal mit dem TOTAL E-QUALITY-Prädikat ausgezeichnet. Das Gütesiegel würdigt Organisationen, die sich in besonderem Maße für Chancengleichheit, Vielfalt und Inklusion einsetzen. Dazu erhielt das IOW auch den Nachhaltigkeitspreis als Anerkennung seiner langjährigen, strukturell verankerten Gleichstellungsstrategie.
© Internationales Maritimes Museum Hamburg
© Sommer, IOW
DEZEMBER BREAKING THE SURFACE: FRAUEN IN DER MEERESFORSCHUNG SICHTBAR GEMACHT Die IOW-Forscherin Maren Voß ist Teil der Sonderausstellung „Breaking the Surface“ im Internationalen Maritimen Museum Hamburg. Die Ausstellung vermittelt spannende Einblicke in die Arbeit und den Ideenreichtum deutscher Wissenschaftlerinnen. Im Mittelpunkt stehen ihr Fachwissen, ihre Erfahrungen sowie die Herausforderungen, denen sie in ihrer Forschung begegnen.
PATENT FÜR NEUES ANTIFOULING SYSTEM ERHALTEN Im Dezember erhielt das IOW ein Patent für ein neuartiges Antifouling-System auf UV-Licht-Basis. Die Technologie schützt empfindliche Unterwassersensoren dauerhaft und umweltfreundlich vor biologischem Bewuchs – ganz ohne Biozide.
Rückblick 2025
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ANHANG
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JAHRESBERICHT 2025
Laufende Projekte
60
Seereisen
66
Veröffentlichungen
67
Gremien
78
Abschlüsse
80
Eckdaten
81
Organigramm
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LAUFENDE PROJEKTE Forschungsbereich 1 – Skalen- und systemübergreifende Schlüsselprozesse PROJEKTTITEL
FÖRDERMITTELGEBER
ZEITRAUM
PROJEKTLEITUNG IM IOW
SFB-TRR 181: Energietransfer in der Atmosphäre und im Ozean
DFG1
07/2016 – 06/2028
Hans Burchard
NOTION: Stickstoff-Fixierer strukturieren die Phytoplankton-Biodiversität im Ozean unter dem Klimawandel
Fondation BNP Paribas
04/2020 – 12/2025
Maren Voß
FunPhy: Pilzinfektionen auf Phytoplankton – unbekannter Störfaktor für das Wachstum von Phytoplankton, sowie für Recycling- und Sedimentationsprozesse
DFG/Emmy Noether Gruppe
08/2020 – 07/2026
Isabell Klawonn
CYA-REMo: Cyanobakterien im Klimawandel: Ein Blick in die Vergangenheit – Prognosen für die Zukunft
DFG
05/2021 – 03/2025
Anke Kremp
MicroMeth: Methanproduktion durch Mikrophytobenthos und dessen Beitrag am benthischen Methanfluss in der Küstenzone der Ostsee
DFG
10/2022 – 12/2028
Oliver Schmale
BaltChron: Platzierung der Ostsee Sedimentstratigraphie in einem präzisen chronologischen Rahmen: Verbesserte Paläoumweltstudien und 14C Reservoiralter Kalibrierung
DFG
12/2022 – 09/2025
Markus Czymzik
SALINE: Salzintrusion in der Tideweser als wissenschaftliche Unterstützung bei der geplanten Weseranpassung
BAW2
01/2023 – 04/2026
Hans Burchard
OCEAN CITIZEN: Marine forest coastal restoration: an underwater gardening socio-ecological plan
EU – Horizon Europe
01/2023 – 12/2026
Peter Feldens
CofiEs: Filterfunktion des Küstenwasserbereichs bei Umweltstress
Björn Carlson Preis
02/2023 – 07/2026
Maren Voß
Pelagische Hab II: Innovatives Monitoring pelagischer Habitate zur Einschätzung ihrer Ökosystemfunktion im sich wandelnden Klima 2
UBA3
09/2023 – 07/2026
Carolin Paul
ArKoBi: Untersuchungen zum Beitrag der Islandmuschel (Arctica islandica) zur Kohlenstoffspeicherung und Biodiversität in der Ostsee
BfN4
12/2023 – 09/2026
Michael L. Zettler
1 Deutsche Forschungsgemeinschaft 2 Bundesanstalt für Wasserbau 3 Umweltbundesamt 4 Bundesamt für Naturschutz
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JAHRESBERICHT 2025
PROJEKTTITEL
FÖRDERMITTELGEBER
ZEITRAUM
PROJEKTLEITUNG IM IOW
DUAL-CLUMP: Das duale Karbonat-,clumped-isotopeThermometer. Differenzierung zwischen Temperatur, kinetischen und diaginetischen Effekten zur genauen Rekonstruktion von Erdoberflächentemperaturen
DFG
01/2024 – 12/2025
Michael E. Böttcher
SEA-Quester: Blue Carbon production, export and sequestration in emerging polar ecosystems
EU – Horizon Europe
02/2024 – 01/2028
Jörg Dutz
MnION: M200 Ausfahrt (Schiffsexpedition FS METEOR) – Untersuchung der Verknüpfungen des Mangan(Mn)Kreislaufes mit Redoxkreisläufen anderer Elemente in den sauerstofffreien Becken der Ostsee
DFG
02/2024 – 06/2025
Volker Mohrholz
Moorklimaschutz: Modellprojekt Moorklimaschutz an der Ostseeküste; TP 1: Reduktion von Stickstoffemissionen aus Küstenmooren
BfN
03/2024 – 03/2034
Maren Voß
SeaStore II: Schutz und Wiederansiedlung von Seegraswiesen in der südlichen Ostsee; Vorhaben: Integrative Betrachtung der Treibhausgasbilanz bei Wiederansiedlung von Seegraswiesen
BMUKN5
08/2024 – 07/2027
Gregor Rehder
PICASSO: Prozesseinblicke in die Quellen und Senken von Methan im Auftragsgebiet von Concepcion
DFG
09/2024 – 12/2026
Klaus Jürgens Oliver Schmale Lars Umlauf
BALTICMAGX: Ökologische Auswirkungen von magnetotaktischen Bakterien in Redoxgradienten in der Ostsee
DFG
12/2024 – 11/2027
Heide Schulz-Vogt
AIR-MoPSy: Einfluss der Atmosphäre auf das R-Mode Positionierungssystem
LFI6/ EU(EFRE)
04/2025 – 03/2029
Volker Mohrholz
ISOLUME: JPI-Oceans Lightscapes: ISOLUME – Marine Lichtlandschaften und die Verdunkelung des Küstenmeeres
BMFTR7/ EU
07/2025 – 06/2028
Bronwyn Cahill
SkaMix-WMT: Wassermassentransformation und kleinskalige Vermischung im Skagerrak
DFG
09/2025 – 10/2028
Hans Burchard Manita Chouksey Lars Umlauf
FunCON: Kohlenstoffsequestrierung in A-Auflösung – CONCENTRATE (TRR 420)
DFG
10/2025 – 06/2029
Isabell Klawonn
KOFI: Studie zur Entwicklung von Kohlenstoffspeicherung und Biodiversität nach Ausschluss der Fischerei im Natura2000-Gebiet Fehmarnbelt
BfN
11/2025 – 03/2030
Klaus Jürgens
BenthQual: Benthos-Qualitätssicherung – Weiterentwicklung von Monitoringgrundlagen und methodischen Standards für benthische Arten und Lebensräume
BfN
12/2025 – 11/2030
Michael L. Zettler
5 Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit 6 Landesförderinstitut Mecklenburg-Vorpommern 7 Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt
Laufende Projekte
61
Forschungsbereich 2 – Küstenmeere im Wandel PROJEKTTITEL
FÖRDERMITTELGEBER
ZEITRAUM
PROJEKTLEITUNG IM IOW
Baltic Proper spring bloom: Kann das Micro- und Mesozooplankton die Frühjahrsblüte des Phytoplanktons in der Zentralen Ostsee infolge der Klimaerwärmung kontrollieren?
DFG
09/2019 – 05/2025
Carolin Paul
PHYTOARK: Vorhersage der Zukunft anhand von Signaturen aus der Vergangenheit: Nutzung von lebenden Sedimentarchiven und alter DNA zum Verständnis der Reaktionen von marinen Primärproduzenten auf Umweltveränderungen
LeibnizWettbewerbsverfahren (SAW)
05/2021 – 04/2025
Anke Kremp
LABPLAS: Land-Based Solutions for Plastics in the Sea; Plastics in the environment: understanding the sources, transport, distribution and impacts of plastics pollution
EU – Horizon 2020
06/2021 – 05/2025
Juliana Assuncao Ivar do Sul
DynaDeep: Forschungsgruppe Spurenelemente und Metallisotope: Transformation und Fraktionierung
DFG
09/2021 – 08/2025
Michael E. Böttcher
NArrFix: Stickstoff und Argon Messungen zur Quantifizierung der Stickstofffixierung im Oberflächenwasser der Ostsee
DFG
10/2021 – 09/2025
Oliver Schmale
GESIFUS II: Die genetische Struktur Mikrobieller Gemeinschaften als Signatur ihrer funktionellen Stabilität
DFG
11/2021 – 11/2025
Sara Beier
OTC-Genomics: Ocean Technology Campus Rostock: Innovative Analyseverfahren für die Umweltüberwachung aquatischer Lebensräume auf der Grundlage von Nukeinsäurerequenzierung
BMFTR
11/2021 – 11/2025
Matthias Labrenz
BacDMS: Bakterielle Umwandlungen von Dimethylsulfoniumpropionat im Weddelmeer
DFG
08/2022 – 06/2025
Judith Piontek
PlumeBaSe: Charakterisierung von Schiffsemissionen und ihr Eintrag ins Meer
DFG
09/2022 – 05/2026
Helena Osterholz
MGF-Ostsee II: Ausschluss Mobiler Grundberührender Fischerei in marinen Schutzgebieten der Ostsee; Leitantrag; Vorhaben: Entwicklungsszenarien benthischer Lebensgemeinschaften und Sedimentfunktionen
BMFTR/ DAM8
03/2023 – 02/2026
Klaus Jürgens
EFFECTIVE: Enhancing social well-being and economic prosperity by reinforcing the eFFECTIVEness of protection and restoration management in Mediterranean MPAs
EU – Horizon Europe
06/2023 – 05/2027
Ibrahim Boubekri
UBA-MoSEA: Anwendung von Modellwerkzeugen zur Charakterisierung der Eutrophierungssituation der westlichen Ostsee
UBA
08/2023 – 12/2025
Sarah Piehl
Interreg-COP: Circular Ocean-bound Plastic
EU – Interreg South Baltic
09/2023 – 08/2026
Mirco Haseler
8 Deutsche Allianz Meeresforschung
62
JAHRESBERICHT 2025
PROJEKTTITEL
FÖRDERMITTELGEBER
ZEITRAUM
PROJEKTLEITUNG IM IOW
ICEstuaries: Austauschströmung und Vermischung in Ästuaren mit Eisbedeckung
DFG
11/2023 – 11/2026
Hans Burchard
TRANSEATION: Verbesserung des ökosystembasierten Managements durch blau-graue Infrastrukturen in Meeres- und Küstengebieten
EU – Horizon Europe
01/2024 – 06/2027
Ibrahim Boubekri
ElbeXtremeHydro: Extreme hydrodynamische Ereignisse im Elbe-Ästuar: Szenario-Studien als Grundlage von Ökosystem-Risiko-Analyse
BMFTR/ DAM
01/2024 – 12/2026
Hans Burchard
PrimePrevention: Vorhersage mariner biologischer Gefahren zur Verhinderung sozioökonomischer Auswirkungen; Vorhaben: Überwachung, Modellierung und Bewertung von Extremwetterereignissen auf biologische Meeresgefahren in der westlichen Ostsee
BMFTR/ DAM
01/2024 – 12/2026
René Friedland
E-POLIO: Neue Schadstoffe und Mikroplastik im Oberflächenwasser des Indischen Ozeans; Vorhaben: Mikroplastik, Schadstoffe & Koordination
BMFTR
03/2024 – 07/2026
Joanna J. Waniek
RETAKE II: CO2-Entnahme durch Alkalinitätserhöhung – Potenzial, Nutzen und Risiken; Vorhaben: Potentielle Effekte benthischer Karbonatlösung auf das Ökosystem der Ostsee
BMFTR/ DAM
08/2024 – 07/2027
Hagen Radtke
Pockmarks: Quantitative Morphologische Analyse von Pockmarks am Barkley Canyon (Nord-Ost Pazifik): räumliche und zeitliche Entwicklung und Entstehungsmechanismen
DFG
08/2024 – 04/2026
Jacob Geersen
SEADITO: Sozial-ökologische Analyse und Modelle für den digitalen Zwilling des Ozeans
EU – Horizon Europe
09/2024 – 08/2027
Miriam von Thenen
KomSO: Studie zur Kohlenstoffspeicherkapazität mariner Sedimente in der deutschen Ostsee
BfN
09/2024 – 11/2027
Peter Feldens
NAPOLY: Zeitliche und räumliche Verteilung von Mikroplastik in der Tiefe des Nordatlantiks (2.000 m) in Relation zu Umweltfaktoren und Konzentrationen persistenter organischer Schadstoffe (POPs)
DFG
10/2024 – 09/2027
Joanna J. Waniek
STATUS: STATUS der Funktionen biogener Riffe in der Ostsee mit Schwerpunkt auf die Kohlenstoff-Fixierung
BfN
10/2024 – 09/2027
Michael L. Zettler
SUBNORDICA: Beyond submerged landscapes – defining human response to postglacial sea-level rise and climate change
EU – Horizon Europe
10/2024 – 03/2030
Jacob Geersen
IODP 383 South Pacific: Ozeanänderungen auf orbitalen und Jahrtausend-Zeitskalen im pazifischen Südozean seit dem Mittel-Pleistozänen Klimaübergang
DFG
11/2024 – 10/2026
Helge Arz
CoastalFutures II: Zukunftsszenarien zur Förderung einer nachhaltigen Nutzung mariner Räume; Vorhaben: Szenarien für Ökosystemleistungen
BMFTR/ DAM
12/2024 – 11/2027
Markus Meier
Laufende Projekte
63
PROJEKTTITEL
FÖRDERMITTELGEBER
ZEITRAUM
PROJEKTLEITUNG IM IOW
CONMAR II: Konzepte zur Sanierung konventioneller Munitionsaltlasten in Nord- und Ostsee; Vorhaben: Modellierung der Verdriftung sprengstofftypischer Verbindungen (STV) im Küstenozean und Untersuchungen von Räumungsstrategien
BMFTR/ DAM
12/2024 – 10/2027
Ulf Gräwe
SEASCAPE: Entdeckung und Erforschung steinzeitlicher Großstrukturen am Grund der westlichen Ostsee
Leibniz-Wettbewerbsverfahren (SAW)
04/2025 – 03/2028
Jacob Geersen
KEB200M: Erstellung eines Modellsetups für die Kieler und Eckernförder Bucht
Planeteers GmbH Hamburg
07/2025 – 12/2025
Anna-Adriana Anschütz
CodeBlue: Verfügbarmachung von harmonisierten Datensätzen, Modellergebnisse und Szenario-Simulationen für ein blaues nachhaltiges Eutrophierungsmanagement des Nordostatlantiks und der Ostsee; Vorhaben: Harmonisierte Modellsimulationen für ein nachhaltiges Wasserqualitätsmanagement in der Ostsee
BMFTR/ EU SBEP9
09/2025 – 08/2028
René Friedland
GelZooBaltic: Erarbeitung von Grundlagen für ein Monitoring von gelatinösem Zooplankton in der deutschen Ostsee
LUNG10
09/2025 – 01/2026
Jörg Dutz
SEAGUARD-HIGHRES: Beitrag für den Schutz und die Wiederherstellung von Seegraswiesen
WWF11 Deutschland
09/2025 – 01/2029
Florian Börgel
BenthOs: Benthosmonitoring Ostsee
BfN
10/2025 – 09/2035
Michael L. Zettler
Forschungsbereich 3 – Neue Technologien in der Küstenforschung PROJEKTTITEL
FÖRDERMITTELGEBER
ZEITRAUM
PROJEKTLEITUNG IM IOW
TouMaLi: Meeresmüll und nachhaltiges Abfallmanagement in nordafrikanischen Küstentourismus-Regionen
BMUKN
05/2021 – 06/2026
Gerald Schernewski
CTD_II: Unterwegsdaten 2; Vorhaben: Entwicklung des CTD-Frameworks
BMFTR/ DAM
01/2023 – 12/2025
Martin Kolbe
GEORGE: Next generation multiplatform Ocean observing technologies for research infrastructures
EU – Horizon Europe
01/2023 – 06/2027
Henry Bittig
ATMO-SHIP: Schiffsgestützte Messung der Konzentrationen von CO2 und CH4 in der atmosphärischen Grenzschicht (ITMS Modul Q&S II)
BMFTR
07/2024 – 06/2027
Gregor Rehder
9 Sustainable Blue Economy Partnership 10 Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie 11 World Wide Fund for Nature
64
JAHRESBERICHT 2025
PROJEKTTITEL
FÖRDERMITTELGEBER
ZEITRAUM
PROJEKTLEITUNG IM IOW
BALTWRECK: Preventing massive marine waters chemical pollution from the leaking wrecks and munition/ weapon dumps in the South Baltic
EU – Interreg South Baltic
07/2024 – 06/2027
Ralf Prien
HABBAL: BiodivGesundheit II: Auswirkungen schädlicher Algenblüten in der Ostsee, verursacht durch untypisches Auftreten bestimmter Algenarten – Biodiversität und HAB Toxizität
BMFTR
08/2024 – 07/2027
Ingrid Sassenhagen
O2-MCA: Die Auswirkungen der mittelalterlichen Klimaanomalie auf die Hypoxie in der Ostsee: Ein gekoppelter benthisch-pelagischer Modellierungsansatz
DFG
09/2024 – 08/2027
Jurjen Rooze
OTC-DaTA2Model-E: Ocean Technology Campus Rostock: Living Probabilistic Twins
BMFTR
10/2024 – 09/2027
Ralf Prien
OTC-Genomics II: Ocean Technology Campus Rostock: Methodenentwicklung zur Umweltüberwachung aquatischer Lebensräume mittels eDNA
BMFTR
11/2024 – 10/2027
Matthias Labrenz
CREATE II: Konzepte zur Reduzierung der Auswirkungen anthropogener Drücke und Nutzungen auf Marine Ökosysteme und die Artenvielfalt; Vorhaben: Erstellung eines Ostsee-Bioarchivs
BMFTR/ DAM
12/2024 – 11/2027
Matthias Labrenz
FINO II: Betrieb der FINO-Datenbank, ozeanographische Messungen auf den Plattformen FINO2 2024-2026
BSH12
12/2024 – 11/2026
Franz Jendersie
OTC-SMART: OTC Rostock: Smarte Marine-DatenAnalyse in Real Time
BMFTR
01/2025 – 12/2027
Svenja Papenmeier
Euro-Argo ONE: Euro-Argo ERIC scaling up for OneArgo Network Extension
EU – Horizon Europe
01/2025 – 12/2027
Henry Bittig
SEAGUARD: Consortium-AI: Seagrass Growth and Adaptation Using AI Research & Development
BMUKN
07/2025 – 12/2027
Florian Börgel
KIVib Küste: KIVib-Küste – Digitalisierte und KI-gesteuerte Vibrio Bewertung von Küstengewässern
LFI / EU (EFRE)
10/2025 – 09/2026
Daniel Herlemann
ValWaQua: Pilot-Validierungsfallstudie zur Entwicklung nachhaltiger, reproduzierbarer Produkte zur Wasserqualitätsmessung aus Fernerkundungsdaten in Kombination mit In-situ-Messungen
BSH
10/2025 – 12/2026
Bronwyn Cahill
PROJEKTTITEL
FÖRDERMITTELGEBER
ZEITRAUM
PROJEKTLEITUNG IM IOW
OTC-PromOcean: Ocean Technology Campus Rostock: Diversität, Fachkräftegewinnung und Nachwuchsarbeit in Ocean Technology
BMFTR
10/2024 – 09/2027
Regine Labrenz
Transfer-Projekte
12 Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie
Laufende Projekte
65
SEEREISEN NR.
FAHRTBEZEICHNUNG
ZEITRAUM
FAHRTGEBIET
FAHRTLEITER
SEKTION
EMB358
MARNET
28.01. – 01.02.2025
Westl. Ostsee
Mars
Meeresbeobachtung
EMB359
BLMP + Langzeitbeobachtung
05.02. – 19.02.2025
Ostsee
Naumann
Physik
EMB360
Geo-Praktikum
25.02. – 28.02.2025
Westl. Ostsee
Arz
Geologie
EMB361
BLMP + Langzeitbeobachtung
18.03. – 02.04.2025
Ostsee
Kuss
Chemie
EMB362
MARNET
05.04. – 09.04.2025
Westl. Ostsee
Mars
Physik
EMB363
ArKoBi*
10.04. – 14.04.2025
Westl. Ostsee
Wolf
Biologie
EMB364
Geräteerprobung
24.04. – 26.04.2025
Westl. Ostsee, Südl. Ostsee
Zielinski
Direktion
EMB365
BLMP + Langzeit
03.05. – 24.05.2025
Ostsee
Mohrholz
Physik
EMB366
MARNET
30.05. – 04.06.2025
Westl. Ostsee
Mars
Meeresbeobachtung
EMB367
Ostseetag
05.06. – 06.06.2025
Westl. Ostsee
PremkeKraus
Direktion
EMB368
Bio-Praktikum
11.06. – 19.06.2025
Bornholmbecken
Dutz
Biologie
EMB369
MFG II*
23.06. – 07.07.2025
Westl. Ostsee
Piontek
Biologie
EMB382
Geräteerprobung
15.07. – 16.07.2025
Westl. Ostsee
Feldens
Geologie
EMB383
Geräteerprobung
19.07. – 21.07.2025
Westl. Ostsee
Cahill
Meeresbeobachtung
EMB371
MARNET
24.07. – 29.07.2025
Westl. Ostsee
Mars
Meeresbeobachtung
EMB372
BLMP + Langzeitbeobachtung
01.08. – 16.08.2025
Ostsee
Kube
Direktion
EMB373
CISS*
19.08. – 01.09.2025
Westl. Ostsee
Gersen
Geologie
EMB374
Hypox&C-stocks*
04.09. – 13.09.2025
Westl. Ostsee
Perner
Geologie
EMB376
MARNET
30.09. – 03.10.2025
Westl. Ostsee
Mars
Meeresbeobachtung
EMB379
BLMP + Langzeitbeobachtung
28.10. – 12.11.2025
Ostsee
Naumann
Physik
EMB380
TRAWL*
17.11. – 21.11.2025
Westl. Ostsee
Feldens
Geologie
EMB381
MARNET
01.12. – 06.12.2025
Westl. Ostsee
Mars
Meeresbeobachtung
EMB – Forschungsschiff ELISABETH MANN BORGESE BLMP – Bund-Länder-Messprogramm * Projekte
66
JAHRESBERICHT 2025
VERÖFFENTLICHUNGEN 2025 STAND 27.02.2026
Aufsätze in Zeitschriften mit Begutachtungssystem Achterberg, E. P., F. Rackelmann, A. Ramesh, J. O’Connor, O. García-Oliva, S. Jayachandran, V. Wichert, X. Li, K. Purkiani, D. M. Needham, I. Bussmann, P. Fischer, A. Kopf, C. Lemmen, J. P. Scharsack, C. Siebert, N. Kamjunke, I. M. Sokolova and H. Brix (2025). Identifying and addressing the components of extreme physical-oceanographical events for improved risk management in coastal systems. Front. Mar. Sci. 12, doi: 10.3389/fmars.2025.1681652 Amoako, K., R. C. Saban, M. E. Böttcher and H. Waska (2025). Sources and Processing of Dissolved Organic Matter in a Microtidal Subterranean Estuary. Estuar. Coast. 48: 171, doi: 10.1007/s12237-025-01608-y Andreussi, C. K., B. de Ramos, D. G. Zanetti, T. M. de Lima and J. Leonel (2025). Macro and mesoplastics at Joaquina Beach, southern Brazil: a case study. Ocean Coast. Res. 73, doi: 10.1590/2675-2824073.23184 Andrews, A. H., C. Welte, N. Haghipour, B. C. Lougheed, Y. Heimbrand, Ö. Östman, T. Rittweg and F. Vitale (2025). A complete otolith-based bomb radiocarbon chronology for the Baltic Sea and its use in the age validation of regional fishes. ICES J. Mar. Sci. 82: fsaf220, doi: 10.1093/icesjms/fsaf220 Anschütz, A.-A., J. M. Lencina-Avila, G. Rehder, B. Cahill, T. Neumann and H. Radtke (2025). Direct effects of ocean alkalinity enhancement in the Baltic Sea–results from in-silico experiments. Frontiers in Climate 7, doi: 10.3389/fclim.2025.1450468 Auer, F., S. Ahmerkamp, J. Cueto, C. Winter and M. Holtappels (2025). Extensive Oxygen Consumption in the Intertidal Infiltration Zone of Beach Aquifers—The Impact of Seasonal Input, Filtration Efficiency, and Morphodynamics. J. Geophys. Res. Biogeosciences 130: e2024JG008291, doi: 10.1029/2024JG008291
Baatz, C., L. Tank, L.-K. Bednarz, M. Boettcher, T. M. Morganti, L. Voget- Kleschin, T. Cabus, E. van Doorn, T. Dorndorf, F. Havermann, W. Holzhüter, D. P. Keller, M. Kreuzburg, N. Matz-Lück, N. Mengis, C. Merk, Y. Moustakis, J. Pongratz, H. Wehnert, W. Yao and G. Rehder (2025). A holistic assessment framework for marine carbon dioxide removal options. Environ. Res. Lett. 20: 054047, doi: 10.1088/1748-9326/adc93f Barghorn, L., F. Börgel, M. Gröger and H. E. M. Meier (2025). Atlantic multidecadal variability control on European sea surface temperatures is mainly externally forced. Environ. Res. Lett. 20: 034044, doi: 10.1088/1748-9326/adb6bf Barghorn, L., H. E. M. Meier, H. Radtke, T. Neumann and L. Naumov (2025). Warm saltwater inflows strengthen oxygen depletion in the western Baltic Sea. Clim. Dyn. 63: 29, doi: 10.1007/s00382-024-07501-x Baumgartner, C. D., A. Selbmann, H. Middel, J. Schulze, G. Bellon and F. I. P. Samarra (2025). Interactions Between Killer Whales (Orcinus orca) and Neonate Long-Finned Pilot Whales (Globicephala melas) off South Iceland. Ecol. Evol. 15: e71193, doi: 10.1002/ece3.71193 Beck, A. J., M. Gledhill, U. Gräwe, M. Kampmeier, A. Eggert, C. Schlosser, B. Stamer, J. Greinert and E. P. Achterberg (2025). Widespread environmental contamination from relic munitions in the southwestern Baltic Sea. Chemosphere 372: 144115, doi: 10.1016/j.chemosphere.2025.144115 Bellon, G., A. Selbmann, P. Wensveen, M. Rasmussen, A. Laute, X. Mouy and F. I. P. Samarra (2025). Killer whale (Orcinus orca) occurrence in Icelandic waters revealed by passive acoustic monitoring. Mar. Mamm. Sci.: e13211, doi: 10.1111/mms.13211 Bojar, A.-V., A. Pelc and M. E. Böttcher (2025). Isotopes as recorders of environmental change. Special issue related to ESIR 2023 – Workshop XVI of the European Society for Isotope Research, Graz, Austria. Isot. Environ. Health Stud. 61: 1 – 3, doi: 10.1080/10256016.2025.2465449 [Editorial]
Bolius, S., A. Schmidt, J. Kaiser, H. W. Arz, O. Dellwig, U. Karsten, L. S. Epp and A. Kremp (2025). Resurrection of a diatom after 7000 years from anoxic Baltic Sea sediment. ISME J. 19: wrae252, doi: 10.1093/ismejo/wrae252 Bolius, S., J. Hinners, J. Kaiser, S. Folgmann, P. F. Steiner, H. W. Arz and A. Kremp (2025). Millennia-Long Evolution of Temperature and Salinity Dependence of a Baltic Sea Diatom Revealed by Resurrection Experiments. Glob. Change Biol. 31: e70408, doi: 10.1111/gcb.70408 Böning, P., F. Gäng, K. Pahnke and O. Dellwig (2025). Sedimentary mercury cycling in recent upwelling systems. Earth Planet. Sci. Lett. 667: 119534, doi: 10.1016/j.epsl.2025.119534 Börgel, F., S. Karsten, K. Rummel and U. Gräwe (2025). From weather data to river runoff: using spatiotemporal convolutional networks for discharge forecasting. Geosci. Model Dev. 18: 2005 – 2019, doi: 10.5194/gmd-18-2005-2025 Böttner, C., C. J. Stevenson, J. Geersen and S. Krastel (2025). The spatiotemporal evolution of a giant submarine canyon system – the Agadir Canyon. Front. Earth Sci. 13, doi: 10.3389/feart.2025.1400289 Brinkman, F. R. V., S. Smoliński, H. O. Fock, M. H. Bordbar, A. Kreiner, M. S. Kalola and M. R. Wilhelm (2025). Post-collapse somatic growth and population recovery failure of sardine (Sardinops sagax) in the northern Benguela from otolith biochronologies. Fish. Res. 285: 107352, doi: 10.1016/j.fishres.2025.107352 Brinkman, Faye R. V., S. Smolinski, Mohammad H. Bordbar, Hans M. Verheye, Carl D. van der Lingen and Margit R. Wilhelm (2025). Unveiling Ecosystem Shifts in the Southern Benguela Through Otolith Biochronologies of Sardine (Sardinops sagax). Fish. Oceanogr.: e12710, doi: 10.1111/fog.12710 Burchard, H., K. Klingbeil, X. Lange, X. Li, M. Lorenz, P. MacCready and L. Reese (2025). The Relation between Exchange Flow and Diahaline Mixing in Estuaries. J.
Veröffentlichungen 2025
67
Phys. Oceanogr. 55: 243 - 256, doi: 10.1175/JPO-D-24-0105.1 Çaldırak, H., Z. B. Ön, M. Serkan Akkiraz, M. Namık Çağatay, B. Ghaleb, S. Wulf, K. Kadir Eriş, D. Acar, J. Kaiser and S. Akçer-Ön (2025). Chronology and environmental changes from a sediment core spanning the last 485 ka from Lake Acıgöl (SW Anatolia). Quat. Int. 722: 109710, doi: 10.1016/j.quaint.2025.109710 Czymzik, M., M. Christl and H. W. Arz (2025). Cosmogenic Production, Sea Level and Tephra Signals in 10Be From Black Sea Sediments During Termination 2. Geophys. Res. Lett.52: e2024GL113088, doi: 10.1029/2024GL113088 Dangl, G., C. Frey, C. Hassenrück, B. Sabbaghzadeh, J. Wäge-Recchioni, M. F. Lehmann, H. Schulz-Vogt, J. Fabian, M. Ley, G. Rehder and K. Jürgens (2025). Processes and microorganisms driving nitrous oxide production in the Benguela Upwelling System. Limnol. Oceanogr. 70: 850 – 869, doi: 10.1002/lno.12811 De Ramos, B. and M. F. da Costa (2025). A dataset that integrates Beach Litter, Beach Uses, and Coastal Oceanographic variables. Sci. Data 12: 981, doi: 10.1038/s41597-025-05321-0 De Vincenzi Weirich, Y. S., E. da Costa Machado, L. C. Cotovicz, E. B. Rocha, M. C. Muniz, R. M. dos Anjos, C. R. B. Mendes and R. Kerr (2025). Controls on the spatial variability of δd13CDIC along the Bransfield Strait during austral summer. Biogeochemistry 168: 41, doi: 10.1007/s10533-025-01226-7 Dereuder, E. T. R., S. Otto, G. Rehder and I. M. Sokolova (2025). Diel-cycling hypoxia and hypercapnia interact with the physiological and redox response of the bivalve Mytilus edulis to heat-wave. Mar. Environ. Res. 209: 107241, doi: 10.1016/j.marenvres.2025.107241 Díaz, L. B., C. Gulizia, S. Jain, G. S. Langendijk, H. Palanisamy, V. Rabanal, C. S. Charlton, A. Dajuma, F. K. Donkor, T. S. Egbebiyi, G. Kondi Akara, A. Jrrar, M. R. Siddiqui, Y. A. Brahim, B. D. Angnuureng, A.-A. Anschütz, F. M. Awo, A. Builes-Jaramillo, A. Cobb, M. A. Diallo, H. Er-Retby, T. C. Fotso-Nguemo, B. Gwinneth, M. Gudoshava, F. E. Kemgang Ghomsi, I. M. Leyba, R. Lguensat, R. Mahon, S. K. Mandal, L. Mumo, M. Muzuva, R. M. Nonki, J. A. Rivera, A. C. Segnon, L. I.
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JAHRESBERICHT 2025
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Arbeits- und Diskussionspapiere Bergman, S., F. Broms, K. Kniesz, M. Herranz, J.
Vikberg Wernström, K. Grzelak, A. Myrvold, H. Dybvik, V. Pitusi and A. Altenburger (2025). Cruise report HHUMTKT25: Tromsø – Kirkenes – Tromsø, April 16-21, 2025. 2. Septentrio Reports. doi: 10.7557/7.8104 Höring, F., T. Boxhammer, S. Feistel, J. Felden, A. Heins, K. Hoppe, M. Krüger, H. Mehrtens, M. Placke, D. Terzijska, G. Wiemer and A. C. Wittmann (2025). Empfehlungen zum Forschungsdatenmanagement für DAM-Forschungsmissionen und Verbünde (Version 3). Zenodo: doi: 10.5281/zenodo.15430225 Köhn, J., R. Mars and L. L. Fotiadi (2025). Flow Rate Monitoring for Enhanced Quality Assurance of CTD Data in Pumped Sensor Systems. OCEANS 2025 – Great Lakes Krastel, S., J. Schneider von Deimling, J. Geersen, M. Badendieck, N. Adolphs, H. Gerstmann, L. M. Baumann, C. Becker, J. Crüsemann, J. Gehrig, L. Rollwage, H. Sandberg and H. Timm (2025). Geophysical Student Field Trip Baltic Sea Cruise No. AL619. Kiel University (CAU). 1 – 45 S. doi: 10.3289/CR_AL619
Naumann, M., J. Faber, M. Sass, A.-A. Anschütz, J. Jeschek, I. Hand, L. Kreuzer, J. Radisch, C. Fechtel, H. Benterbusch-Brockmöller, A. Kujat and C. Lu (2025). Baltic Sea Long-term Observation Programme, Cruise No. EMB359, 05.02.2025 – 19.02.2025, Rostock-Marienehe (Germany) – Rostock-Marienehe (Germany). Bonn: Begutachtungspanel Forschungsschiffe;. 43 S. doi: 10.48433/cr_emb359 Paul, C., W. Leujak (2025). Development of the Diatom/Dinoflagellate Index indicator for use in HOLAS IV. Informal Consultation Session of the Expert Group EG Phytoplankton, 10 – 14 November 2025, Helsinki Piontek, J., M. Gogina, I. Schulze, S. Morawiak, H. Arndt, A. Scherwaß, L. Pankan, A. Ostmann, J. Kallmeyer, S. Bernsee, S. Pomrehn, F. Pohl, O. Gordetckaia, T. Bruhns, A. Dale, S. Sommer, K. H. George, S. Khodami, M. Hoppenrath and M. Sachs (2025). MGF-Ostsee: Effects of bottom trawling on benthic communities in the marine protected areas of the western Baltic Sea, Cruise No. EMB369, 23.6.2025 – 7.7.2025, Rostock (Germany) – Rostock (Germany). Bonn: Begutachtungspanel Forschungsschiffe. 50 S. doi: 10.48433/cr_emb369
Kuss, J. (2025). Baltic Sea Long-term Observation Programme, Cruise No. EMB361, 18 March – 2 April 2025, Rostock – Sassnitz – Nynäshamn (Sweden) – Rostock. Bonn: Begutachtungspanel Forschungsschiffe. doi: 10.48433/cr_emb361
Placke, M. and C. K. Schelten (2025). CDRmare Publication guidelines. Kiel, Germany: GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung. 1 – 4 S. doi: 10.3289/CDRmare.57
Leibniz Institute for Baltic Sea Research Warnemünde (2025). IOW Data Policy. Rostock: Leibniz Institute for Baltic Sea Research Warnemünde. doi: 10.12754/iow-datapolicy-2025
Placke, M. and H. Mehrtens (2025). CDRmare Data Management Plan Template revised edition. Kiel, Germany: GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel. 7 S. doi: 10.3289/CDRmare.51.
Löschke, S., M. Kreuzburg, G. Rehder, M. Boettcher, L. Tank, C. Baatz and ASMASYS-Konsortium (2025). CDRmare Insights: New guidelines on the uniform
Placke, M. and H. Mehrtens, Eds., CDRmare (2025). CDRmare Data Policy revised edition. Kiel, Germany: GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel.
3 S. (CDRmare Research Mission), doi: 10.3289/CDRmare.50 Schröder, M., J. Bürger, F. Krüger, D. Waltemath, M. Dörr, C. Winterhalter, S. Spors, J. Matela, S. Al-Suadi, M. Baldauf, M. Becker, V. Birke, T. Biskup, D. Bläsing, I. Bruder, K. Budde-Sagert, C. H. Cap, A. Eggert, H. M. Escobar, S. Feistel, T. Fennel, H. Fischer, S. Fischer, R. Francke, A. Fromm, G. Fuellen, L.-A. Garbe, U. Glende, C. Gloede, P. Gröber, C. Hassenrück, F. Hillmann, K. Hoff, N. Huhs, S. Jürgensmann, H. Jürß, D. Kaunaite, M. Kerntopf, J. Kiesendahl, T. Kirste, R. Köhling, U. Kragl, T. Krause, S. Kroll, K. Labahn, K. Lange, C. Linke, D. Linke, U. Freiherr von Lukas, E. Mahler, M. Manzke, J. Michael, J. Otto, M. Placke, A. Raab-Düsterhöft, I. Rusch, S. Scheel, S. Schick, S. Schmidt, F. Schmitt, S. Schnell, M. Schöner, C. Schwenk, D. Schwerdt, M. Söll, M. Stanke, C. Steinbrecher, C. Stolle, S. Teipel, A. Theise, M.-A. Weber, A. Wego, B. Wiegand-Hoffmeister, F. Winkelmann, K. Yordanova, B. Zeller-Plumhoff and O. Zielinski (2025). Gemeinschaftliches Konzept für eine Landesinitiative zum Forschungsdatenmanagement in Mecklenburg-Vorpommern. Zenodo, doi: 10.5281/zenodo.14506793 Sperlea, T. and M. Labrenz (2025). Abschlussbericht: Zukunftscluster OTC Rostock. OTC-Genomics. Hannover: Technische Informationsbibliothek (TIB). 1 – 19 S. doi: 10.34657/21913 Wallmann, K. J. G., M. Schmidt and Arbeitsgruppe "Ringversuch" (2025). Ringversuch zur Bestimmung der Kohlenstoffgehalte in Oberflächensedimenten der Deutschen Ostsee. Kiel, Germany: GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel. 23 S. doi: 10.3289/KOMSO_AP1.2
Veröffentlichungen 2025
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GREMIEN DES IOW STAND 31.12.2025
Kuratorium
Wissenschaftlicher Beirat
Woldemar Venohr (Vorsitzender) Ministerium für Wissenschaft, Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten Mecklenburg-Vorpommern, Leiter der Abteilung 3
Prof. Dr. Katja Fennel (Vorsitzende) Dalhousie University, Kanada
Dr. Zage Kaculewski (Stellvertretende Vorsitzende) Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR), Leiterin Ref. 724 Peter Grönwoldt Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR), Ref. 724 Holger Wandsleb Ministerium für Wissenschaft, Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten Mecklenburg-Vorpommern, Leiter des Referats 340 Prof. Helge Heegewaldt Präsident des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie Prof. Dr. Elizabeth Prommer Rektorin der Universität Rostock Prof. Dr. Katja Fennel (Vorsitzende des Wissenschaftlichen Beirates) Dalhousie University, Kanada Sabine Müller Geschäftsführerin Innomar Technologie Rostock
78
JAHRESBERICHT 2025
Prof. Dr. Heinz Wilkes (Stellvertretender Vorsitzender) Universität Oldenburg, Institut für Chemie und Biologie des Meeres Prof. Dr. Arne Biastoch GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel Prof. Dr. Darius Daunys Klaipeda University, Litauen Dr. Colleen Hansel Woods Hole Oceanographic Institution (WHOI), Woods Hole, MA (USA) Prof. Dr. Christian Hübscher Universität Hamburg, Marine Seismik und Hydroakustik Prof. Dr. Jack Middelburg University of Utrecht, Niederlande Dr. Uta Passow Memorial University of Newfoundland, Kanada Prof. Dr. Anna Rutgersson Uppsala University, Schweden Prof. Dr. Laura Villanueva Royal Netherlands Institute for Sea Research (NIOZ), Niederlande
Wissenschaftlicher Rat STÄNDIGE MITGLIEDER
GEWÄHLTE MITGLIEDER DER ABTEILUNGEN
Prof. Dr. Helge W. Arz Leiter der Abteilung Marine Geowissenschaften
Dr. Henry Bittig (Sprecher) Abteilung Meereschemie
Prof. Dr. Michael E. Böttcher Stellv. Leiter der Abteilung Marine Geowissenschaften
Dr. Florian Börgel Abteilung Physikalische Ozeanographie
Prof. Dr. Klaus Jürgens Stellv. Leiter der Abteilung Biologische Meereskunde
Dr. Jacob Geersen Abteilung Marine Geowissenschaften
Prof. Dr. Markus Meier Leiter der Abteilung Physikalische Ozeanographie
Dr. Isabell Klawonn Abteilung Biologische Meereskunde
Dr. Volker Mohrholz Stellv. Leiter der Abteilung Physikalische Ozeanographie Prof. Dr. Gregor Rehder Leiter der Abteilung Meereschemie Prof. Dr. Heide Schulz-Vogt Leiterin der Abteilung Biologische Meereskunde Prof. Dr. Joanna Waniek Stellv. Leiterin der Abteilung Meereschemie
Gremien des IOW
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ABSCHLÜSSE
Abgeschlossene Bachelor- und Masterarbeiten sind hier nicht gelistet
Abgeschlossene Promotionen Leonie Barghorn* Understanding Baltic Sea saltwater inflow dynamics under changing climate. Universität Rostock Betreuer: Prof. Dr. Markus Meier
Mariano Santoro The role of inorganic phosphate supply on the development of cyanobacteria summer bloom in the Baltic Sea. Universität Rostock Betreuer: Prof. Dr. Matthias Labrenz
Kristina Enders The plastic inventory of the Baltic Sea sediments – biochemical relationships and plastic inherent properties explain microplastic distribution sink and source dynamics. Universität Rostock Betreuer: Prof. Dr. Matthias Labrenz
Mira Schmitt Atmosphere-ocean feedbacks induced by near-surface warm layers and rain layers in the ocean. Universität Rostock Betreuer: PD Dr. Lars Umlauf
Erika Henell Diahaline mixing and exchange flow in the Baltic Sea. Universität Rostock Betreuer: Prof. Dr. Hans Burchard Robin Lenz Microplastic transport and sink capacities of selected freshwater and estuarian species in relation to local sources in the Warnow river system. Universität Rostock Betreuer: Prof. Dr. Matthias Labrenz Navja Prakash Detection and analysis of ship traffic emissions with machine learning on multimodal spectral data. Carl von Ossietzky Universität Oldenburg Betreuer: Prof. Dr. Oliver Zielinski Lloyd Reese Hydrodynamic processes in coastal waters and their interaction with terrestrial hydrology. Universität Rostock Betreuer: Prof. Dr. Hans Burchard
*summa cum laude
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JAHRESBERICHT 2025
Markus Steinkopf Trophic lengthening and its impact on the functional biodiversity of estuarine and brackish ecosystems. Universität Rostock Betreuerin: Prof. Dr. Maren Voss Malin Waern Sulfide Monitoring in the Baltic Sea using the OPUS UV in-situ Sensor. Universität Rostock Betreuerin: Prof. Dr. Joanna J. Waniek
Abgelegte Staatsexamen Kendra Witt Abundance of microfibers in coastal surface waters of eastern Pacific along a North to South transect between Ensenada (Mexico) and Talcahuano (Chile). Universität Rostock Betreuerin: Prof. Dr. Joanna Waniek
ECKDATEN PERSONAL
STAND 31.12.2025
PUBLIKATIONEN
FRAUEN MÄNNER
214
109
99
8 23
Gesamt
3
27
238
156
Auszubildende* Wissenschaftstützendes Personal Promovierende Wissenschaftliches Personal** Personal (Gesamt)*** * Stichtag: 15.10. des Jahres ** ohne Promovierende *** ohne student. und wiss. Hilfskräfte
Open Access
179 Artikel in wissenschaftlichen Zeitschriften
Mitarbeitende
PROMOTIONEN
FINANZEN*
10
18,7
1,3
abgeschlossene Promotionen, davon 6 Frauen
Mio. EUR INSTITUTIONELLE FÖRDERUNG
Mio. EUR UMSATZERLÖSE UND SONST. BETR. ERTRÄGE
52
8,4
betreute Promotionen, davon 28 Frauen
Mio EUR DRITTMITTEL
28,4 Mio. EUR
6,0 Mio. EUR Bund, davon 2,7 Mio. EUR BSH-Monitoring** 0,3 Mio. EUR SAW***
1,4 Mio. EUR DFG 0,7 Mio. EUR EU 0,0 Mio. EUR Sonstige
* Finanzdaten basierend auf der Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) des IOW ** Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie *** Leibniz-Wettbewerbsverfahren Eckdaten
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ORGANIGRAMM
STAND 31.12.2025
KURATORIUM Woldemar Venohr (WKM-MV) Dr. Zage Kaculevski (Stellv.) (BMFTR)
DIREKTOR
WISSENSCHAFTLICHER BEIRAT
Prof. Dr. Oliver Zielinski
WISSENSCHAFTLICHER RAT
Prof. Dr. Katja Fennel (Dalhousie University)
STELLV. DIREKTORIN
Dr. Henry Bittig (Sprecher) Prof. Dr. Helge Arz (Stellv.)
Prof. Dr. Heide Schulz-Vogt
VERWALTUNG
WISSENSCHAFTSMANAGEMENT
Beatrix Blabusch Ilona Chorny (Stellv.) Finanzen / Personal / Betriebstechnik
Dr. Matthias Premke-Kraus Bibliothek/Int. Baltic Earth Secretariat (IBES)
FORSCHUNGSBEREICHE FB1: SKALEN-UND SYSTEMÜBERGREIFENDE SCHLÜSSELPROZESSE
FB 3: NEUE TECHNOLOGIEN IN DER KÜSTENFORSCHUNG
FB2: KÜSTENMEERE IM WANDEL Sprecher:innen: Dr. Jérôme Kaiser & Dr. Helena Osterholz
Sprecher:innen: Dr. Natalie Loick-Wilde & Dr. Volker Mohrholz
Sprecherinnen: Dr. Bronwyn Cahill & Dr. Christiane Hassenrück
FLACHWASSERPROZESSE UND DEREN RELEVANZ FÜR DIE GESAMTE OSTSEE (S2B) Koordinator:innen: Prof. Dr. Maren Voß & Dr. Peter Holtermann
OSTSEE LANGZEITBEOBACHTUNGSPROGRAMM Koordinator:innen: Prof. Dr. Joanna Waniek, Dr. Michael Naumann & Dr. Sandra Kube
ABTEILUNGEN MIT ARBEITSGRUPPEN BIOLOGISCHE MEERESKUNDE Prof. Dr. Heide Schulz-Vogt Prof. Dr. Klaus Jürgens (Stellv.)
MARINE GEOWISSENSCHAFTEN
PHYSIKALISCHE OZEANOGRAPHIE
Prof. Dr. Helge Arz Prof. Dr. Michael Böttcher (Stellv.)
Prof. Dr. Markus Meier Dr. Volker Mohrholz (Stellv.)
MEERESCHEMIE Prof. Dr. Gregor Rehder Prof. Dr. Joanna Waniek (Stellv.)
MEERESBEOBACHTUNG Prof. Dr. Oliver Zielinski Dr. Daniel F. Carlson
Zooplanktonökologie Dr. Jörg Dutz
Ökologie Benthischer Organismen Dr. Michael Zettler
Paläozeanographie und Sedimentologie Prof. Dr. Helge Arz
Dynamik Regionaler Klimasysteme Prof. Dr. Markus Meier Dr. Matthias Gröger
Biogeochemie Umweltrelevanter Gase Prof. Dr. Gregor Rehder
Messtechnik und Methoden Robert Mars Dr. Stefan Jendersie
Aquatische Nahrungsnetze Dr. Natalie Loick-Wilde
Geomikrobiologie Prof. Dr. Heide Schulz-Vogt
Geochemie & Isotopen Biogeochemie Prof. Dr. Michael Böttcher
Prozesse in Ästuaren und Küstenmeeren Prof. Dr. Hans Burchard Dr. Ulf Gräwe
Bio-Physikalische Wechselwirkungen Prof. Dr. Joanna Waniek
Mechanische Werkstatt Holger Posselt
Mariner Stickstoffkreislauf Prof. Dr. Maren Voß
Umweltmikrobiologie Prof. Dr. Matthias Labrenz
Marine Geophysik Dr. Peter Feldens
Turbulenz und Kleinskalige Prozesse Dr. Lars Umlauf Dr. Peter Holtermann
Chemische in situ Sensoren Dr. Ralf Prien
Integrierte Optische Fernerkundung Dr. Bronwyn Cahill
Mikrobielles Plankton und Biogeochemie Dr. Isabell Klawonn
Phytoplanktonökologie Dr. Anke Kremp
Geographie der Küstenmeere Prof. Dr. Gerald Schwernewski Dr. Miriam von Thenen (Stellv.)
Physikalisch-Biogeochemische Kopplung mariner Systeme Dr. Volker Mohrholz
Organische Spurenstoffe Dr. Marion Kanwischer Dr. Helena Osterholz
Mikrobielle Ökologie Prof. Dr. Klaus Jürgens
Bioinformatik Dr. Christiane Hassenrück
Biogeochemische Modellierung Dr. Thomas Neumann Nachwuchsgruppe: Großräumige Zirkulation & Klimavariabilität Dr. Florian Börgel
ZENTRALE EINRICHTUNGEN & SERVICES IT & DATENMANAGEMENT
GLEICHSTELLUNGSBEAUFTRAGTE
Dr. Steffen Bock Ingo Jürgensmann (Stellv.)
Dr. Marion Kanwischer Dr. Svenja Papenmeier (Stellv.)
NANOSIMS Dr. Angela Vogts
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VERTRETUNGEN & BEAUFTRAGTE
ANALYTIK GRUPPE Dr. Marion Kanwischer Una Reck
JAHRESBERICHT 2025
PERSONALRAT Christian Burmeister
DIVERSITÄTSBEAUFTRAGTE
STABSSTELLE ARBEITSSICHERHEIT
EXTERNER DATENSCHUTZBEAUFTRAGTER
Hendrikje Wehnert
Una Reck
Karsten Neumann
OMBUDSPERSONEN Prof. Dr. Matthias Labrenz Dr. Peter Feldens
PHD & POSTDOC VERTRETER:INNEN Grete Boskamp, Dr. Matthias Kreuzburg
IMPRESSUM HERAUSGEBER Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde (IOW) Seestraße 15 18119 Rostock info@iow.de www.iow.de REDAKTION Hendrikje Wehnert, Dr. Matthias Premke-Kraus Diese Publikation wurde unter teilweiser Nutzung von KI-basierten Werkzeugen erstellt. Dazu gehören Werkzeuge zur Textgenerierung und Recherche. Die redaktionelle Verantwortung und die endgültige Qualitätskontrolle lagen stets beim Redaktionsteam.
GESTALTUNG JAKOTA Design Group GmbH BILDNACHWEIS (SOFERN NICHT ANGEGEBEN) Prien, IOW: S. 2–3, 26, 82–83 Premke-Kraus, IOW: S. 4 RKI, Berlin: S. 6 Kunz, submaris: S. 6, 81 Holtermann, IOW: S. 7 Wehnert, IOW: S. 7, 58–59 Beck, IOW: S. 8, 40, 42, 48 Kube, IOW: S. 31 Neumeister, DMM: S. 36 IOW: S. 81 Busch, IOW: S. 81 Howe: Cover DRUCK HAHN Media + Druck GmbH
Die Publikation steht auf der Internetseite des IOW zum Herunterladen bereit: https://www.iow.de/jahresberichte. html Stand: Mai 2026 Impressum
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LEIBNIZ-INSTITUT FÜR OSTSEEFORSCHUNG WARNEMÜNDE (IOW) Seestraße 15 18119 Rostock info@iow.de www.iow.de