Skip to main content

ChangeMakers Leitfaden für Fortgeschrittene (Intermediate guide)

Page 1


Reise zu Vielfalt und Antidiskriminierung

Leitfaden für Fortgeschrittene

Den Einstieg zu Teilhabe und Diversität

meistern:

Ein praktischer Fahrplan für Organisationen im fortgeschrittenen Stadium

EINFÜHRUNG IN DIESES DOKUMENT

Das Zwischenstadium zu erreichen, bedeutet, dass Sie schon solide Grundlagen in allen sechs Interventionsbereichen des ChangeMaker-Frameworks gelegt haben. Dieser Leitfaden hilft Organisationen, die bereit sind, ihre Praxis zu vertiefen, Lücken gezielt zu schließen und von Grundkonformität zu strategischer, bewusster Teilhabe und Inklusion zu gelangen.

Wichtiger Hinweis: Obwohl diese Ressource öffentlich zugänglich ist, wurde sie dafür entwickelt, NACH Abschluss der ChangeMakers Selbstanalyse genutzt zu werden. Falls Sie diese noch nicht absolviert haben, empfehlen wir dringend, dies zuerst zu tun, damit Ihre nächsten Schritte zielgerichtet und wirksam sind.

ÜBERBLICK ÜBER DIE MAßNAHMEN

In diesem Stadium verschiebt sich der Fokus vom Etablieren der Grundlagen hin zur Stärkung spezifischer Interventionsbereiche, in denen es noch Lücken gibt. Die sechs Interventionsbereiche fungieren weiterhin als ineinander greifendes System: Starke Prävention reduziert den Bedarf an Gegensteuern; gutes Monitoring verbessert das Melden; wirksames Netzwerken stärkt alle Bereiche. Konzentrieren Sie sich auf Ihre Lücken – Fortschritt in einem Bereich stützt die anderen.

Detaillierte Hilfe in der Umsetzung der einzelnen Interventionsbereiche finden Sie in den vollständigen ChangeMakers Leitfäden für Richtlinien und Praxis unter changemakers.isca.org

CHANGEMAKERS DETAILLIERTER LEITFADEN FÜR FORTGESCHRITTENE

Eine detaillierte Liste mit Vorschlägen für Maßnahmen folgt hier (angepasst an Ihre eigenen Gegebenheiten).

SCHUTZ - Unmittelbare Priorität (0-6 Monate)

1. Lücken in Richtlinien schließen

Beispiele:

● Alle „NOCH NICHT“-Antworten in Teil A der Selbstanalyse prüfen

● Priorisieren Sie das Entwickeln fehlender Richtlinien (Beschwerden, angemessene Vorkehrungen, Rekrutierung)

● Sicherstellen, dass alle Richtlinie konsistenz sind und Querverweise zwischen Richtlinien herstellen

GEGENSTEUERN - Unmittelbare Priorität (0-6 Monate)

2. Verantwortlichkeit stärken

Beispiele:

● Ausweisen von klaren Rollen und Zuständigkeiten für Arbeit zu Inklusion und Teilhabe

● Verankern von Antidiskriminierungs-Verpflichtungen in Satzung/Statuten

● Inklusion und Teilhabe als ständiger Tagesordnungspunkt in Meetings der Führungsebene

● Konkrete Ziele mit Zeitplan setzen

PRÄVENTION - Unmittelbare Priorität (0-6 Monate)

3. Systematische Trainingsstruktur

Beispiele:

● Verpflichtende Trainings für alle Trainer*innen, Offizielle und Freiwillige

● Nachverfolgung von absolvierten Trainings und Auffrischung alle 2 Jahre

● Entwickeln von Leitfäden für inklusive Sprache für alle Kommunikationswege

MONITORING – Mittelfristige Maßnahmen (6-18 Monate)

4. Datenbasierter Ansatz

Beispiele:

● Einführen von systematischer Erhebung demographischer Daten (mit Einwilligung)

● Quartalsweise Analyse von Teilnahmemustern

● Setzen evidenzbasierter Ziele für unterrepräsentierte Gruppen

● Systematische Erfassung aller Vorfälle

● Durchführung regelmäßiger Mitglieder-Befragungen

PRÄVENTION (FORTSETZUNG) – Mittelfristige Maßnahmen (6-18 Monate)

5. Zielgruppenspezifische Programme

Beispiele:

● Mindestens ein Programm das spezifisch auf eine underrepräsentierte Gruppe ausgerichtet ist

● Partnerschaften mit Community-Organisationen um neue Zielgruppen zu erreichen

● Schaffen von flexiblen Formaten (Frauenangebote, Angebote für Menschen mit Beeinträchtigung, Anfängerprogramme)

6. Repräsentation verbessern

Beispiele:

● Aktives Rekrutieren von Greminemitgliedern und Trainer*innen aus marginalisierten Gruppen

● Implementieren von aktiven Fördermaßnahmen wo rechtlich erlaubt

● Mentoring- oder Pathway- Programme für aufstrebende Führungskräfte erstellen

● Implementierung von anonymisierten Einstellungsverfahren oder diverses Auswahlgremien bei neuen Einstellungen

7. Erweiterte Kommunikation

Beispiele:

● Prüfung aller Kommunikationswege auf inclusive Sprache und diverses Bildmaterial

● Mehsprachige Materialien wo relevant für die Mitglieder

● Diversität aktiv feiern durch Kampagnen und Events

● Sicherstellen von diverser Repräsentation in allen Werbematerialien

G

EGENSTEUERN (Fortsetzung) - Mittelfristige Maßnahmen (6-18 Monate)

8. Vorfallmanagement

Beispiele:

● Etablieren von klaren Untersuchungsprozessen mit Fristen

● Schulung ausgewiesener Personen, um sensible Beschwerden zu behandeln

● Einrichtung eines vertraulichen Dokumentationssystems

● Bereitschaft, Sanktionen bei Bedarf auszusprechen

N

ETZWERKEN - Mittelfristige Maßnahmen (6-18 Monate)

9. Strategische Partnerschaften Beispiele:

● Anmelden bei externen Antidiskriminierungs-Chartas oder -Kampagnen

● Entwickeln von Richtlinien die Partner und Sponsoren zum Einhalten von Werten der Antidiskriminierung verpflichten

● Aktive Partnerschaften mit Community-Organisationen eingehen, die unterrepräsentierte Gruppen repräsentieren

● Teilen der eigenen Praxis mit anderen Organisationen

PARTNER:

SUPPORT:

Funded by the European Union. Views and opinions expressed are however those of the author(s) only and do not necessarily reflect those of the European Union or the European Education and Culture Executive Agency (EACEA). Neither the European Union nor EACEA can be held responsible for them.

Turn static files into dynamic content formats.

Create a flipbook
ChangeMakers Leitfaden für Fortgeschrittene (Intermediate guide) by International Sport and Culture Association - Issuu