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Empfehlungen für Gesundheitsfachkräfte in Abschiebesituationen

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Empfehlungen für Gesundheitsfachkräfte in Abschiebesituationen Durch Gesetzesverschärfungen und rigide Abschiebepolitik sind auch Gesundheitsfachkräfte wieder zunehmend mit Abschiebungen kranker geflüchteter Menschen konfrontiert. Viele Ärztinnen und Ärzte, Pflegekräfte und Therapeut*innen geraten in einen schwierigen Konflikt, wenn sie sich zwischen Patient*innenwohl und vermeintlicher Staatsräson entscheiden sollen. Es besteht große Unsicherheit und Hilflosigkeit, sich in einer solchen schwierigen Situation adäquat zu verhalten. Diese Handreichung bietet Hilfe an.

Der beste Abschiebeschutz ist „aus der Behandlung“ verhindern. die Einbindung der Klient*innen/ Das erspart viel Leid und vermeidet Patient*innen in ein funktionie- akute Verschlechterungen des Gerendes soziales Netz. sundheitszustandes. Dringend not-

1.

Um nicht von der Abschiebung einer in Behandlung stehenden geflüchteten Person überrascht zu werden, sollte der Aufenthaltsstatus bei Erhebung der Anamnese routinemäßig festgestellt werden. Die aktuelle aufenthaltsrechtliche Situation erklärt darüber hinaus manche Symptome und Details des Krankheitsverlaufs.

2.

Bei drohender Abschiebung können wir durch frühzeitige fachliche Eingaben oft erfolgreich eingreifen, das heißt, Abschiebungen

wendig ist es, in solchen Fällen mit den juristischen Vertreter*innen und den Unterstützenden (Rechtsanwältin/Rechtsanwalt, Sozialpädagog*in, andere soziale Begleitung) Kontakt aufzunehmen und gemeinsam zu überlegen, ob ein Attest oder eine Stellungnahme hilfreich sein kann. Es ist dringend zu empfehlen, dass seitens juristischer Berater*innen eine entsprechende Fragestellung an die die Gesundheitsfachkräfte formuliert wird. Letztere sollten sich dann strikt an die Beantwortung dieser Fragen halten.


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