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DE - Myeloma Today - Band 25 Nummer 4 - Herbst 2025

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BAND 25 NUMMER 4 | HERBST 2025

Herausgegeben von der International Myeloma Foundation Celebrating 35 Years: Defying Boundaries, Redefining Possibilities

Brian D. Novis, 1990

Wir feiern 35 Jahre, in denen wir Grenzen überwanden und Möglichkeiten neu definierten!

Die IMF auf der Jahrestagung der American Society of Hematology

IMF Internationale Myelom-Arbeitsgruppe

Susie Durie & Dr. Brian G.M. Durie erhalten ein gemeinsames Ehren-Doktorat für wissenschaftliche Exzellenz

IMF Asian Myeloma Network

Gipfel der Vorstände der IMF-Selbsthilfegruppen

IMF U.S. Advocacy Hill Day

IMF Nurse Leadership Board (Krankenpflege-Führungsgremium)

IMF-Seminar für Patienten und Angehörige

IMF Global Myeloma Action Network

Diese Ausgabe von Myeloma Today wird unterstützt von AbbVie Oncology • Johnson & Johnson • Sanofi • Takeda Oncology


Wissenschaftliche und klinische Fortschritte

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Aktuelles von der Jahreskonferenz

Von Dr. Joseph Mikhael, Chief Medical Officer der IMF Die internationale Myelomgemeinschaft trifft sich jährlich für vier Tage, um die neuesten Forschungsergebnisse zum Thema „Myelom“ zu diskutieren und den Austausch zwischen weltweit führenden Experten zu fördern. Mit mehr als 3000 Teilnehmern aus über 70 Ländern war die 2025 Jahreskonferenz der International Myeloma Society (IMS) außerordentlich gut besucht und produktiv. Nachfolgend finden Sie einige der wichtigsten Bereiche aus Forschung und Diskussion.

Smoldering Multiples Myelom

Das Smoldering Multiple Myelom (SMM) ist nach wie vor ein sehr aktuelles Thema, da wir immer noch daran arbeiten, diese Erkrankung näher zu definieren. Außerdem bemühen wir uns, den optimalen Zeitpunkt für den Beginn einer Behandlung zu bestimmen, und untersuchen, welche Behandlung das konkret sein könnte. Ein faszinierender Abstract präsentierte die vorläufigen Ergebnisse der Anwendung des neuartigen bispezifischen Antikörpers Linvoseltamab (Lynozyfic™) als Monotherapie bei Patienten mit Hochrisiko-Smoldering Myelom (HR SMM). Die Ansprechrate in der Gruppe von 20 Studienteilnehmern betrug 100 %, und es scheint weniger Nebenwirkungen zu geben als bei der Gabe von bispezifischen Antikörpern zu einem späteren Zeitpunkt im Krankheitsverlauf.

Erstlinientherapie

Bei der Erstlinientherapie, also der ersten Behandlung eines Patienten, wurden mit der Einführung der Vierfachtherapie (4 Medikamente) für die meisten Patienten bedeutende Fortschritte erzielt. Mehrere laufende klinische Studien versuchen, folgende Frage zu beantworten: Können wir das noch verbessern? Die klinische Studie MajesTEC-5 untersucht den bispezifischen Antikörper Teclistamab (Tecvayli®) in der Erstlinientherapie vor einer autologen Stammzelltransplantation (ASCT) in mehreren Kombinationen, wobei der Antikörper gegen Daratumumab (Darzalex®), Bortezomib (Velcade®), Lenalidomid (Revlimid®) und Dexamethason [DVRd] hinzukommt. Es ist noch zu früh, um detaillierte Schlussfolgerungen zu ziehen, jedoch lag die Ansprechrate bei 100 %, und den Patienten konnten ihre Stammzellen zur Vorbereitung auf die ASCT entnommen werden. Allerdings waren die Infektionsraten hoch, was die Wichtigkeit einer Senkung des Risikos für eine Infektion bei mit bispezifischen Antikörpern behandelten Patienten unterstreicht.

Dr. Joseph Mikhael und Dr. Wee Joo Chng

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In einer weiteren klinischen Studie wurde das neuartige Medikament Iberdomid untersucht, das zu einer neuen Klasse von Wirkstoffen gehört, die als Cereblon-E3-Ligase-Modulatoren (CELMoDs) bekannt sind. Diese Wirkstoffe sind noch nicht von der US-Arzneimittelbehörde Food and Drug Administration (FDA) für die Anwendung bei Myelomen zugelassen, werden jedoch intensiv in klinischen Studien untersucht, vor allem im Bereich des relapsierten/refraktären multiplen Myeloms (RRMM). Diese Studie untersuchte die Kombination aus Iberdomid + Daratumumab + Dexamethason bei Patienten, bei denen keine ASCT angestrebt wurde. Diese sehr wirksame Kombinationstherapie zeigte eine Ansprechrate von 95 %, wobei mehr als 50 % der Studienteilnehmer eine MRD-Negativität (MRD, minimale Resterkankung) erreichten. Dies könnte sowohl eine verbesserte Aktivität als auch Verträglichkeit von Iberdomid bei Myelomen zeigen.

Hochrisiko-Multiples Myelom

Aktuell laufen Forschungen zur optimalen Behandlung von Patienten mit Hochrisiko-Multiples Myelom (HRMM). Die neue Klassifizierung des HRMM durch die IMF Internationale MyelomArbeitsgruppe (IMWG) und IMS soll weitere Studien ermöglichen, die uns dabei helfen, wirksamere Behandlungen zu finden. Eine wichtige Studie, die auf der IMS vorgestellt wurde, war die klinische Studie GMMG-CONCEPT aus Deutschland, in der die Langzeittherapie mit der Vierfachkombination aus Isatuximab (Sarclisa®), Carfilzomib (Kyprolis®), Lenalidomid und Dexamethason [Isa-KRd] bei für eine ASCT geeigneten (TE) und für eine ASCT ungeeigneten (TNE) Patienten mit neu diagnostiziertem Multiplem Myelom (NDMM) mit HRMM, für die prospektive klinische Studien nur begrenzt verfügbar sind, untersucht wurde, mit dem Ziel, eine MRD-Negativität zu erreichen. Etwa 20 % der Patienten mit NDMM haben eine Hochrisiko-Erkrankung, und bei Patienten mit HRMM kommt es nach Erreichen einer Remission schnell zu einem Rezidiv. In der Sommerausgabe 2025 von Myeloma Today erörterte ich, wie eine verlängerte Kombinationstherapie die Ergebnisse bei Patienten mit HRMM zu verbessern scheint. Auf der IMS wurden aktualisierte Daten zu den verschiedenen Untergruppen von Patienten mit HRMM vorgestellt. Das Vorliegen von mehr als einer zytogenetischen Anomalie (CA), insbesondere wenn eine der CA eine Deletion 17p ist, deutet auf eine noch kürzere Remissionsdauer hin. Dieses Konzept des „Double Hit“- oder

Dr. Shaji Kumar

Die IMF feiert ihr 35-jähriges Bestehen!

Dr. Mikhael mit Dr. María-Victoria Mateos und Dr. Joan Bladé

info@myeloma.org  myeloma.org


2025 der International Myeloma Society Ultrahochrisiko-MM identifiziert eine Gruppe von Patienten, die wirklich einen neuartigen Therapieansatz benötigen. Wir von der IMS haben Erkenntnisse darüber gewonnen, wie „funktionelle Hochrisiko-Erkrankungen“ definiert werden können, wenn Patienten innerhalb von 18 Monaten nach Beginn der Erstlinientherapie ein Rezidiv erleiden. Viele dieser Patienten weisen nicht die üblichen Marker für ein HRMM auf, sollten jedoch als Hochrisikopatienten behandelt werden, da ein frühes Rezidiv auf eine aggressivere Erkrankung hindeutet.

Immuntherapien

Derzeit konzentriert sich eine der wichtigsten Diskussionen unter Myelom-Ärzten auf die Optimierung der neuartigen Behandlungsansätze von CAR-T-ZellTherapien und bispezifischen Antikörpern. Da immer mehr Immuntherapien auf den Markt kommen, versuchen wir, die beste Reihenfolge für ihre Anwendung (Von links nach rechts) Dr. Lisa Leypoldt (Forscherin, klinische Studie CONCEPT), zu finden. Zwei interessante Themen, die auf der IMS Martine Elias (Chief Executive Officer, Myeloma Canada), Dr. Peter Voorhees (Atrium Health, North Carolina), untersucht wurden, waren die T-Zell-Funktion und Dr. Paul Richardson (Jerome Lipper Multiple Myeloma Center, Dana-Farber Cancer Institute), die Ziele auf den Myelomzellen. Sowohl CAR-T-ZellDr. Joseph Mikhael (Chief Medical Officer, International Myeloma Foundation) Therapien als auch bispezifische Antikörper sind auf funktionierende T-Zellen angewiesen, jedoch stehen uns Blick in die Zukunft! keine einfachen Möglichkeiten zur Verfügung, die „Gesundheit“ Es ist spannend zu sehen, wie aus dem sich ständig wandelnden der T-Zellen zu beurteilen und wie sie durch die Erkrankung und Umfeld der Myelomforschung neue Therapien hervorgehen, andere Behandlungen beeinflusst werden. und weitere werden folgen! Trispezifische Antikörper sind Wir wissen ebenfalls, dass Immuntherapien von den Zielen Medikamente, die an ZWEI Ziele auf der Myelomzelle binden, abhängen, an die sie sich auf der Myelomzelle binden – in erster um ihre Affinität zum Myelom zu erhöhen, wenn sie T-Zellen zur Linie BCMA und GPRC5D. Es wurden Assays entwickelt, um auf das Zerstörung dieser Myelomzellen aktivieren. Eine faszinierende Vorliegen dieser Ziele nach der Behandlung mit diesen Therapien Studie untersuchte die Gabe von ZWEI separaten CAR-T-Zellzu testen, und sie könnten uns bei der Wahl der nächsten Therapie Produkten, eines gegen BCMA und eines gegen GPRC5D. Obwohl helfen. Wenn zum Beispiel jemand eine CAR-T-Zelltherapie erhielt, es noch zu früh ist, die Wirkung beurteilen zu können, hat diese die auf BCMA abzielt, und die Erkrankung dann fortschreitet, Studie gezeigt, dass dies machbar ist und das Ansprechen können wir das Myelom auf die Expression von BCMA testen, um sogar noch vertieft sein könnte, da möglicherweise noch mehr zu erfahren, ob eine weitere BCMA-Therapie wahrscheinlich oder Myelomzellen erfasst werden können. Zuletzt wurde ein Protokoll unwahrscheinlich einen Nutzen bringt. Die Verfügbarkeit dieser mit Cevostamab vorgestellt, einem bispezifischen Antikörper Tests in Echtzeit könnte bei Behandlungsentscheidungen hilfreich mit einem völlig neuen Ziel namens FcRH5, das unmittelbar sein, und es gibt eindeutig Bestrebungen, diese Tests vor Beginn nach der CAR-T-Zelltherapie verabreicht wird, um eine tiefes der Behandlung durchzuführen, um ihren Einsatz zu optimieren. Ansprechen mit CAR-T zu erzielen und dieses dann langfristig mit einem bispezifischen Antikörper mit einem anderen Ziel Überbrücken oder nicht überbrücken? aufrechtzuerhalten. MRD-Tests werden als Leitfaden für das Die „Überbrückungstherapie“ ist eine Behandlung, die Patienten Absetzen von Cevostamab dienen. erhalten, nachdem ihre T-Zellen für die CAR-T-Zelltherapie Halten Sie sich über die wichtigsten Entwicklungen auf dem entnommen wurden, jedoch bevor diese T-Zellen reinfundiert Gebiet des Myeloms auf dem Laufenden! Melden Sie sich auf werden. Dieser Ansatz ist aus vielen Gründen wichtig. Wenn subscribe.myeloma.org für unsere vierteljährlich erscheinende die Erkrankung eines Patienten gut kontrolliert ist, so ist die Zeitschrift Myeloma Today und den wöchentlichen E-Newsletter Wahrscheinlichkeit geringer, dass bei ihm einige der kurzfristigen Myeloma Minute an und wenden Sie sich mit Ihren Fragen und Nebenwirkungen wie das Zytokinfreisetzungssyndrom (CRS) und Anliegen zum Thema Myelom an die IMF-InfoLine. MT neurologische Toxizität auftreten. Darüber hinaus sprechen die Patienten besser auf Therapien an. Und zu guter Letzt scheint Sie erreichen die InfoLine von Montag bis Freitag von 9 bis 16 Uhr eine wirksame Überbrückungstherapie das Risiko längerfristiger (US-Westküstenzeit) unter der Nummer +1-800-452-CURE in den neurologischer Toxizitäten wie Parkinsonismus zu verringern. Ich USA und Kanada und unter +1-818-487-7455 in anderen Ländern. gehe davon aus, dass Überbrückungstherapien mit zunehmender Sie können auch eine E-Mail an InfoLine@myeloma.org seschicken Anwendung von CAR-T-Zelltherapien mehr Bedeutung oder mmsm.link/infoline aufrufen, um einen passenden Termin für erhalten werden. ein Gespräch mit einem InfoLine-Koordinator der IMF zu vereinbaren. +1-800-452-CURE gebührenfrei in den USA und in Kanada

+1-818-487-7455 international

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