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Freiwilligenhandreichung final ansicht

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Freiwilliges Engagement in der Flüchtlings­integration So könne Sie se n lb aktiv st werd en!

Wichtige Überlegungen im Vorfeld, Tätigkeitsbereiche und Tipps für die interkulturelle Zusammenarbeit


Österreich hat seit 2015 einen enormen Zustrom an Flüchtlingen erlebt und gehört im Vergleich zur Bevölkerungsgröße zu jenen Ländern innerhalb der EU, die die meisten Flüchtlinge aufgenommen haben. Auch die mit der Flüchtlingskrise einhergehenden Herausforderungen waren gewaltig und werden uns in den kommenden Jahren noch weiterhin stark beschäftigen. Im Integrationsbericht 2017 hat der

Menschen engagiert. Ihnen allen gilt

Expertenrat für Integration eine vor-

mein besonderer Dank!

läufige Bilanz über die Flüchtlingsintegration in den letzten zwei Jah-

Klar ist: Die Herausforderungen und

ren­­gezogen. Trotz aller Herausforde-

Aufgaben im Rahmen der Flücht-

rungen muss klar unterstrichen wer-

lingsintegration sind noch immer

den, dass Österreich in den Vorjah-

zahlreich – und können nur gemein-

ren nicht nur sehr schnell reagiert

sam bewältigt werden. Aufseiten der

und sehr viel geleistet hat, sondern

Politik haben wir in den Bereichen

auch die Weichen für eine nachhal-

Deutsch­erwerb, Wertevermittlung

tige Integration von Asyl- und subsi-

und Arbeitsmarkteinstieg wesentliche

diär Schutzberechtigten gestellt hat.

Maßnahmen gesetzt. Ein entscheiden-

So wurde nicht nur die Verpflichtung,

der Beitrag wird aber auch weiterhin

Deutsch zu lernen, festgehalten, son-

in der Freiwilligenarbeit erbracht wer-

dern auch der Besuch von Werte-

den, in der sich Menschen auf ganz

und Orientierungskursen.

persönlicher Ebene darum bemühen, zum Gelingen von Integration

Ebenfalls hervorzuheben ist das

beizutragen. In dem Sinne freue ich

Engagement der zahlreichen Frei-

mich, wenn auch Sie sich engagieren

willigen und Ehrenamtlichen in ganz

und sich damit für eine erfolgreiche

Österreich, die einen maßgeblichen

Zukunft Österreichs einsetzen.

Beitrag zur Flüchtlingsintegration geleistet haben und noch immer leisten. Insbesondere beim Deutschlernen, aber auch in vielen weite-

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ren Bereichen, die Flüchtlinge bei der

Sebastian Kurz

Integration und dem Vorankommen

Bundesminister für Europa,

in Österreich unterstützen, sind viele

Integration und Äußeres

Vorworte

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dabei unterstützen, das in Deutsch-

Je nachdem, wen man fragt, ist das

kursen Gelernte zu ­vertiefen, oder

Jahr 2015 in unterschiedlicher Er­­

Werte und Regeln des Zusammen-

innerung – als tausende Menschen

lebens in Österreich vermitteln und

auf der Suche nach Schutz vor

damit Inhalte der Wertekurse auch in

Krieg und Vertreibung nach Öster-

den Lebensalltag übertragen.

reich kamen. Woran ich mich gerne erinnere, ist das Ausmaß, in dem

Freiwilliges und ehrenamtliches

die Zivilgesellschaft damals gehol-

Engagement im Flüchtlingsbereich

fen hat. Spontan, aufopferungs­

ist ein ungemein wertvoller Beitrag

voll –­und freiwillig. Es war ein

zu einem guten Zusammenleben,

­inspirierendes Zeichen der Solidari-

Die Herausforderungen bei der Flücht-

­der besonders wertzuschätzen­

tät, die es auch braucht, damit Inte-

Die Tätigkeitsbereiche für Freiwillige

lingsintegration haben nicht an Bedeu-

ist. Diese Broschüre möchte dazu

gration gelingen kann. Freiwilligkeit

sind vielfältig: von der Flüchtlingshilfe

tung und Dringlichkeit verloren. Es gilt

die wichtigsten Informationen zur

an sich hat einen enormen Wert:

bis zum Rettungsdienst. Es gibt Sani-

mehr denn je, Flüchtlingen Deutsch-

Verfügung stellen. Darüber hinaus

Und zwar den, etwas unentgeltlich

täter/innen, Lern- und Lesepat/innen,

kenntnisse sowie die Grundwerte des

unterstützt der ÖIF Freiwillige mit

für den Nächsten zu tun. Das ­ist

regelmäßige Be­gleiter/innen. Men-

Lebens in Österreich zu vermitteln und

Weiterbildungs­angeboten, Mate-

die schönste Spende, die man leis-

schen, die anderen helfen, Deutsch

sie beim Einstieg in den Arbeitsmarkt

rialien für das Deutschlernen mit

ten kann.

zu lernen oder sich in der Bürokra-

und damit auf dem Weg zur Selbster-

Flüchtlingen und verschiedenen

haltungsfähigkeit zu unterstützen. Auf-

Publikationen.

tie zurechtzufinden, die Essen an Umso mehr freut es mich, wenn

Bedürftige austeilen oder nach Kata-

gaben, die jetzt nicht bewältigt werden

sich Menschen dafür interessieren,

strophen aushelfen, die ältere Men-

können, werden das künftige Zusam-

in ihrer Freizeit für andere tätig zu

schen zu Hause besuchen, um mit

menleben in Österreich belasten und

­werden. Vergangenes Jahr enga-

ihnen zu reden. Geben und Nehmen

damit auch die Zukunft Österreichs.

gierten sich mehr als 73.000 Frei-

schafft eine Beziehung, durch die

willige beim Österreichischen Roten

auch der Dienende empfängt.

Neben der Vielzahl an bestehen-

Kreuz: Damit sind wir eine der größ-

den Integrationsangeboten ist es vor

ten ­Freiwilligen-Organisationen des

allem auch der Kontakt zu Österrei-

­Landes und können unseren Teil dazu

cherinnen und Österreichern, der den

beitragen, die Gesellschaft für mög-

Grundstein für ein gutes Zusammen-

lichst alle lebenswert zu machen.

leben legen kann. So werden viele Flüchtlinge von Freiwilligen wesent-

Auch als humanitäre Organisation

lich unterstützt, etwa bei der Ver-

bekennen wir uns zum Prinzip För-

ständigung in der deutschen Spra-

dern und Fordern – wenn dabei das

che, bei praktischen Dingen des All-

Fördern nicht in den Hintergrund tritt, das Einbinden von Zugewan-

tags oder beim Eintritt ins Erwerbs­ leben. Mit ihrem Einsatz erhöhen Frei-

Franz Wolf

derten in den Arbeitsmarkt und das

Gerald Schöpfer

willige auch die Reichweite staatlicher

Geschäftsführer Österreichischer

gezielte Anbieten von Kursen und

Präsident des Österreichischen

Maßnahmen: indem sie Flüchtlinge

Integrationsfonds

Programmen.

Roten Kreuzes

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Vorworte

Vorworte

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Inhalt Vorworte ....................................................................................................................................................... 3 Überlegungen im Vorfeld .................................................................................................................... 8 Was möchte ich eigentlich tun? Tätigkeitsbereiche .................................................................................................................................. 16 Was kann ich tun? Tipps für Ihr Engagement ................................................................................................................. 26 Was muss ich ­beachten? Deutsch lernen mit Flüchtlingen ................................................................................................... 32 Wie kann ich mit Flüchtlingen Deutsch üben? Rechte und Pflichten von Freiwilligen ...................................................................................... 40 Woran muss ich mich halten? Wichtige Begriffe ................................................................................................................................. 46 Ist Flüchtling gleich Flüchtling? Service ........................................................................................................................................................ 54

© istockphotos.com/andresr

Was gibt es noch zu wissen?

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Freiwilliges Engagement für Flüchtlinge

Inhalt

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ÜBERLEGUNGEN IM VORFELD Diese Fragen sollten Sie vor einem freiwilligen Engagement für sich beantworten.

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Freiwilliges Engagement für Flüchtlinge

Freiwilliges Engagement für Flüchtlinge

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Was möchte ich eigentlich tun?

Sie möchten sich für Flüchtlinge engagieren, wissen aber noch nicht genau, welcher Tätigkeitsbereich zu Ihnen passt und wie sich die freiwillige Arbeit in Ihren Alltag integrieren lässt? Damit Ihr soziales Engagement erfolgreich und bereichernd verläuft, ist es hilfreich, sich im Vorhinein über folgende Punkte Gedanken zu machen.

Überlegungen im Vorfeld eines freiwilligen Engagements

Wie viel Zeit möchte ich zur Verfügung stellen? Das ist eine besonders wichtige Frage. Beantworten Sie diese vor Beginn eines freiwilligen oder ehrenamtlichen Engagements so ehrlich wie möglich. Schließlich soll Ihr Einsatz für Flüchtlinge sich gut in Ihren Alltag integrieren lassen und nicht zu einer Belastung werden.

BEANTWORTEN SIE FÜR SICH FOLGENDE AUSSAGEN:

JA

NEIN

Ich habe meist nur stundenweise Zeit. Ich kann auch ganze Tage im Einsatz sein. Ich möchte mich nur unter der Woche engagieren. Einsatzzeiten auch am Wochenende oder in der Nacht sind für mich in Ordnung. Ich bevorzuge ein zeitlich befristetes Engagement, etwa im Rahmen eines Projektes.

© istockphotos.com/jakubzak

Ich möchte mich gerne über einen längeren Zeitraum engagieren.

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Überlegungen im Vorfeld

Überlegungen im Vorfeld

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Was macht mir Spaß? Wo liegen meine Stärken und Talente?

Mit wem möchte ich arbeiten? Die Arbeit mit Flüchtlingen kann auch bedeuten, emotionale Beziehungen zu

Ein nicht zu vernachlässigender Faktor: die Freude an der Sache. Wenn Sie etwas

anderen Menschen aufzubauen. Machen Sie sich daher Gedanken, zu wem Sie eine

mit Begeisterung tun, wird Ihre gemeinnützige Tätigkeit nicht nur kurzweiliger und

größere Nähe haben oder mit wem Ihnen die Arbeit angenehmer erscheint.

interessanter verlaufen, sondern auch wirkungsvollere Ergebnisse bringen. BEANTWORTEN SIE FÜR SICH FOLGENDE AUSSAGEN: BEANTWORTEN SIE FÜR SICH FOLGENDE AUSSAGEN: JA JA

NEIN

Ich habe Freude daran, anderen etwas beizubringen.

NEIN

Ich möchte gerne mit einer einzelnen Person arbeiten. Ich möchte lieber eine Frau oder lieber einen Mann betreuen.

Ich bin kreativ und beschäftige mich gerne mit Tätigkeiten wie Basteln, Malen oder Handwerken. Ich bin kommunikativ und bringe auch andere dazu, sich zu öffnen. Ich mache gerne Sport und möchte andere dafür begeistern.

Ich möchte gerne mit einer Gruppe von Personen arbeiten, zum ­Beispiel einer Flüchtlingsfamilie. Ich kann sehr gut mit Kindern und Jugendlichen umgehen. Ich möchte nur mit Erwachsenen arbeiten.

Ich verbringe meine Zeit besonders gerne mit Kindern und Jugend­ lichen und möchte sie ein Stück auf ihrem Weg begleiten. Mir liegt die Hilfe unter Nachbar/innen am Herzen und ich möchte anderen dabei helfen, ihren Alltag zu meistern.

Ich suche weniger den persönlichen Kontakt zu Flüchtlingen, sondern möchte mich lieber im organisatorischen Umfeld engagieren. Ich interessiere mich dafür, mich mit anderen Freiwilligen im ­Flüchtlingsbereich auszutauschen.

Ich habe viel Berufserfahrung und interessiere mich dafür, andere beim Jobeinstieg in Österreich zu unterstützen. Ich habe spezielle Fachkenntnisse – zum Beispiel eine pädagogische Ausbildung oder Know-how in Bereichen wie Dolmetschen, Organi­ sation oder Logistik –, die ich in mein Engagement für Flüchtlinge einfließen lassen möchte.

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Überlegungen im Vorfeld

Überlegungen im Vorfeld

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Welche Erwartungen stelle ich an mein Engagement?

Möchte ich Verantwortung übernehmen?

Von freiwilligem Engagement profitieren idealerweise beide Seiten: die Flüchtlinge,

Manche Tätigkeitsbereiche in der Arbeit mit Flüchtlingen sind mit viel Verantwor-

die Unterstützung erhalten, aber auch die Freiwilligen, die diese Unterstützung

tung verbunden oder bringen es mit sich, dass Sie selbst Entscheidungen treffen

leisten. Das sollte auch bei Ihnen der Fall sein! Überlegen Sie sich, welche Erwar-

müssen – in anderen Bereichen gibt es im Gegenzug klare Vorgaben, an denen Sie

tungen Sie mit ihrem Engagement verbinden.

sich orientieren können.

BEANTWORTEN SIE FÜR SICH FOLGENDE AUSSAGEN:

BEANTWORTEN SIE FÜR SICH FOLGENDE AUSSAGEN:

JA

NEIN

JA

Ich möchte neue Bekanntschaften knüpfen und Menschen mit ähnlichen Interessen treffen.

Ich möchte Verantwortung für einen gewissen Aufgabenbereich ­übernehmen, der vorab klar definiert wurde.

Ich möchte Erfahrungen im Kontakt und Austausch mit Menschen sammeln, um meine sozialen Kompetenzen auszubauen.

Ich traue es mir zu, in meinem Aufgabenbereich selbstständig ­Entscheidungen zu treffen und in der Situation zu entscheiden, was am besten zu tun ist.

Ich möchte mir neue Kenntnisse und Fähigkeiten aneignen – ­möglicherweise auch durch Schulungen – die mir auf meinem ­Bildungsweg oder im Berufsleben weiterhelfen.

NEIN

Ich bevorzuge es, nach konkreten Vorgaben zu arbeiten und fühle mich mit ausführenden Tätigkeiten wohler.

Ich möchte meine Fremdsprachenkenntnisse vertiefen und/oder ­ meine Kommunikationsfähigkeit verbessern. Ich möchte mehr über andere Kulturen und Lebensweisen erfahren. Ich möchte mehr über die Tätigkeit in einer gemeinnützigen ­Organisation erfahren, da ich überlege, eine berufliche Laufbahn ­ in diesem Bereich anzustreben. Ich habe selbst Migrationshintergrund und möchte meine sprachlichen und kulturellen Kenntnisse einbringen, um Flüchtlinge bei ihrer Integration in Österreich zu unterstützen. Betrachten Sie nun alle Punkte, auf die Sie mit „Ja“ geantwortet haben. Nur wenn diese Vorstellungen mit Ihrem realen Engagement in Einklang sind und sich dieses auch mit ihrem Familien- und Berufsleben gut vereinbaren lässt, werden Sie damit auf lange Sicht zufrieden sein und positive Energie daraus gewinnen. Sollten Sie planen, sich bei einer Organisation oder in Ihrer Gemeinde zu engagieren, nehmen Sie die Liste mit Ihren „Ja“-Antworten zu einem Vorgespräch mit.

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Überlegungen im Vorfeld

Überlegungen im Vorfeld

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TÄTIGKEITSBEREICHE Es gibt verschiedene Bereiche für Ihr Engagement ­ für Flüchtlinge. Lesen Sie hier, welche Möglichkeiten Ihnen offenstehen.

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Freiwilliges Engagement für Flüchtlinge

Freiwilliges Engagement für Flüchtlinge

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Was kann ich tun?

Je nachdem, welche Erwartungen Sie an Ihr Engagement mit Flüchtlingen knüpfen, welche Interessen und Fähigkeiten Sie mitbringen und wie groß Ihr Zeitbudget ist, stehen Ihnen unterschiedliche Möglichkeiten offen. Helfen können Sie schon mit wenigen Stunden im Monat bis hin zum fast täglichen Einsatz. Den folgenden Tätigkeiten können Sie in Organisationen nachgehen – sie werden aber auch von vielen Gemeinden angeboten oder können von Ihnen eigeninitiativ auf privater Basis umgesetzt werden.

Tätigkeiten und Einsatzbereiche

Unterstützung beim Deutschlernen Fachwissen nötig:

ja   nein

Zeitlicher Aufwand:

Bereich:

Deutschlernen

gering/mittel

Tipp Deutss für das mit F chlernen gen fi lüchtlinn ab Se den Sie ite 32 !

Deutsch zu sprechen ist die Grundvoraussetzung, um in Österreich Fuß fassen zu können: Ohne Deutschkenntnisse ist es Flüchtlingen nicht möglich, sich zu verständigen, Kontakte zu Einheimischen zu knüpfen oder eine Arbeit zu finden. Trotz des umfangreichen Angebots an geförderten Deutschkursen – bei Fragen hierzu können Sie sich gerne an ein ÖIF-Integrationszentrum in Ihrem Bundesland wenden – ist Unterstützung durch Freiwillige in diesem Bereich sehr gefragt. Erfahrungen im DaF-/DaZ-Bereich (Deutsch als Fremdsprache, Deutsch als Zweitsprache) kommen Ihnen hier zugute, Sie können Flüchtlinge aber auch ohne diese Vorkenntnisse beim Deutschlernen betreuen. Denn beim freiwilligen Deutschlernen mit Flüchtlingen wird nicht von Ihnen verlangt, auf Kursniveau zu arbeiten. Vielmehr unterstützen Sie Flüchtlinge dabei, durch zusätzliche Konversation mehr Übung mit der deutschen Sprache zu bekommen und so das in Sprachkursen Gelernte zu festigen. Das können Sie bereits mit Alltagskommunikation erreichen, also mit Gesprächen zu verschiedenen Themen, die im Leben der Flüchtlinge gerade eine wichtige Rolle spielen. Auch bei der Vorbereitung auf den ersten Deutschkurs und dem Aufbau eines größeren Wotschatzes können Sie als Freiwil-

© Franz Weingartner

lige/r einen Beitrag leisten.

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Tätigkeitsbereiche

Sie können eine Einzelperson beim Deutschlernen fördern, eine kleinere oder größere Gruppe über eine bestimmte Zeit lang begleiten, Konversationsgruppen anbieten oder Teil eines Sprachtandems werden, wenn Sie im Gegenzug die Sprache des Flüchtlings lernen wollen.

Tätigkeitsbereiche

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Patenschaften und Buddy-Programme Fachwissen nötig:

ja   nein

Zeitlicher Aufwand:

mittel/hoch

Bereich:

Alltag in Österreich

Sport und Freizeit

Interkultureller Austausch

Aufgabe: Sie schenken Ihre Zeit einer bestimmten Person, stehen ihr als zuverlässige/r Ansprechpartner/in über eine bestimmte Zeit zur Verfügung, fungieren als Brücke zu den Menschen und dem Leben in Österreich und sind vor allem eine wichtige Vertrauensperson. Da Sie eine persönliche Beziehung zu einem Flüchtling

© Franz Weingartner

Als Pate oder Patin eines Flüchtlings übernehmen Sie eine verantwortungsvolle

aufbauen, kann diese Aufgabe besonders herausfordernd, aber gleichzeitig auch bereichernd sein. Gleiches gilt für Buddy-Programme: „Buddy“ steht für „Kumpel“ und verdeutlicht schon, dass es um eine ungezwungene, freundschaftliche Beziehung zwischen

Mentoring-Programme

Freiwilligen und Flüchtlingen geht. Diese zielt darauf ab, den Flüchtling durch Fachwissen nötig:

ja   nein

und Tat zur Seite zu stehen. Das persönliche Verhältnis steht im Mittelpunkt von

Zeitlicher Aufwand:

Buddy-Partnerschaften, darüber hinaus kann es aber unterschiedliche Schwer-

Bereich:

punkte geben: zum Beispiel Orientierungshilfe, wenn Student/innen Flüchtlinge

Arbeit & Beruf

unterstützen, die in Österreich studieren möchten, Lern-Buddies, Freizeit-Buddies

Interkultureller Austausch

gemeinsame Unternehmungen beim Start in Österreich zu begleiten und mit Rat

mittel

Bildung

oder Kultur-Buddies, die Flüchtlinge an das kulturelle Leben, aber auch die Alltagskultur in Österreich heranführen. Auch für jugendliche Flüchtlinge, die ohne

Auch bei Mentoring-Programmen geht es um eine partnerschaftliche Beziehung –

ihre Familie nach Österreich geflohen sind, können Buddies eine wertvolle Unter-

die Vermittlung von Wissen und Erfahrungswerten zu bestimmten Themen steht

stützung sein.

hier aber im Vordergrund. Als Mentor/in ist es Ihre Aufgabe, einen Flüchtling – Mentee – beim Aufbau eines selbstständigen Lebens in Österreich zu unterstützen, Wissen an sie/ihn weiterzugeben und Informationsdefizite, die aufgrund des Wohnortwechsels aufgetreten sind, auszugleichen. In vielen Mentoring-Programmen steht die berufliche Integration im Mittelpunkt: Als Mentor/in sollten Sie mehrere Jahre Berufserfahrung mitbringen oder erfolgreich selbstständig sein und über ein gutes Netzwerk in Ihrer Branche verfügen. Sie unterstützen Ihre/n Mentee bei der Jobsuche und zeigen auf, wie sich der Arbeitsmarkt im Herkunftsland von jenem in Österreich unterscheidet. Auch beim Knüpfen von beruflichen Kontakten können Sie als Mentor/in einen wichtigen Beitrag leisten.

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Tätigkeitsbereiche

Tätigkeitsbereiche

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Kinderbetreuung

Lernhilfe für Kinder und Jugendliche

Fachwissen nötig:

ja   nein

Fachwissen nötig:

ja   nein

Zeitlicher Aufwand:

Zeitlicher Aufwand:

Bereich:

gering/mittel

Bereich:

Sport und Freizeit

mittel

Bildung Deutschlernen

Wenn Sie gut mit Kindern umgehen können und deren Eltern im Alltag entlasten möchten, können Sie in der Kinderbetreuung aktiv werden. Flüchtlinge, die einen

Wenn Sie Freude an der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen haben und ihnen

Deutschkurs besuchen oder eine Weiterbildung machen, sind auf die Unterstüt-

auf ihrem Bildungsweg in Österreich unter die Arme greifen möchten, ist dies ein

zung bei der Betreuung ihrer Kinder angewiesen. Denn nicht immer findet sich auf

interessanter Tätigkeitsbereich für Sie. Denn beim Einstieg in das österreichische

die Schnelle ein Kinderbetreuungsplatz und zumeist fehlt in Österreich gerade am

Schulsystem sind junge Flüchtlinge vermehrt auf Unterstützung angewiesen, um

Anfang ein Netzwerk von helfenden Bekannten.

sich ausreichend Deutschkenntnisse anzueignen und den Lerninhalten folgen zu können. Um fachliche Unterstützung anbieten und bei Hausaufgaben in verschiedenen Fächern helfen zu können, sollten Sie bestenfalls schon Erfahrung im Nach-

© Franz Weingartner

hilfeunterricht und gute Kenntnisse in den wichtigsten Schulfächern mitbringen. Besonders bei naturwissenschaftlichen Fächern ist die Nachfrage sehr hoch, die Anforderungen an die Freiwilligen variieren dabei je nach Schultyp und -stufe.

Begleitung bei Amts- und Behördenwegen Fachwissen nötig:

ja   nein

Zeitlicher Aufwand:

Bereich:

gering/mittel

Alltag in Österreich

Wege auf Ämter und Behörden können herausfordernd sein, umso mehr, wenn man das hiesige bürokratische System nicht kennt und mit vielen Begriffen im Deutschen noch nicht vertraut ist. Viele Flüchtlinge sind daher sehr dankbar, eine einheimische Begleitperson an ihrer Seite zu haben, die bei diesen wichtigen Erledigungen und auch bei behördlicher Korrespondenz hilft. Neben Amts- und Behördenwegen stellt auch die Suche nach einer Wohnung oder einem WG-­ Zimmer viele Flüchtlinge vor Schwierigkeiten. Auch hier können Sie als Freiwillige/r aktiv werden, indem Sie Ihre Hilfe bei der Suche nach Wohnmöglichkeiten anbieten, bei Gesprächen mit Vermieter/innen helfen oder zu Wohnungsbesichtigungen begleiten.

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Tätigkeitsbereiche

Tätigkeitsbereiche

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© pixabay.com/Gadini

Muttersprachliche Unterstützung Fachwissen nötig:

ja   nein

Zeitlicher Aufwand:

Bereich:

gering/mittel

Alltag in Österreich  Gesundheit & Soziales

Wenn Sie sowohl über gute Deutsch- als auch Sprachkenntnisse einer von Flüchtlingen gesprochenen Sprache verfügen – beispielsweise Arabisch, Dari/

Gemeinsame Freizeitgestaltung

Farsi, Paschtu oder Somali – sind Sie vor allem für Flüchtlinge, die gerade erst in Österreich angekommen sind, eine große Unterstützung. So fallen gerade

Fachwissen nötig:

ja   nein

anfangs, wenn noch keine oder sehr geringe Deutschkenntnisse vorhanden sind,

Zeitlicher Aufwand:

viele Wege zu Ämtern, Behörden oder Beratungseinrichtungen an, die alleine

Bereich:

gering/mittel

Sport und Freizeit

nur schwer bewältigbar sind. Auch gesundheitliche Anliegen, etwa Arztbesuche, können mit Informationen in der jeweiligen Muttersprache der Flüchtlinge leich-

Sie sind sportlich, naturverbunden, basteln oder musizieren gerne? Vor allem

ter absolviert werden und sind mit weniger Hemmungen verbunden.

Flüchtlingseinrichtungen, in denen Kinder und Jugendliche wohnen und betreut werden, sind immer wieder auf der Suche nach Unterstützung durch Freiwillige, die bei der Freizeitgestaltung helfen. Sie können mit den Kindern und Jugendlichen Sport machen, gemeinsam gärtnern, Brettspiele spielen und vieles mehr.

TIPP

Natürlich freuen sich auch erwachsene Flüchtlinge, wenn Sie Ihnen interessante Ecken und Plätze ihres neuen Wohnorts zeigen und mit ihnen Spaziergänge

In der Broschüre „Mach mit! Freiwilliges und ehrenamtliches Engage-

oder kleine Ausflüge unternehmen. Egal ob jung oder alt: Durch gemeinsame

ment in österreichischen Organisationen“ stellt der ÖIF mehr als zwanzig

Aktivitäten, die allen Spaß machen und auch dazu beitragen, die nähere Umge-

Trägerorganisationen gemeinnützigen Engagements in Österreich mit

bung besser kennen zu lernen, wird die gesellschaftliche Integration gefördert.

ihren zahlreichen Einsatzmöglichkeiten vor! Sie können die Broschüre kostenlos herunterladen unter www.integrationsfonds.at

Themen

Publikationen oder bestellen unter www.integrationsfonds.at/webshop.

Administrative Tätigkeiten Fachwissen nötig:

ja   nein

Zeitlicher Aufwand:

gering/mittel Welche Kenntnisse Sie für Ihre Freiwilligentätigkeit letztlich benötigen und wel-

Ihre Stärken liegen eher im Administrativen? Sie sind versiert im Umgang mit

cher zeitliche Aufwand damit verbunden ist, kann je nach Einsatzbereich stark

Zahlen und Listen, erstellen gerne Einsatzpläne oder möchten in der Koordination

variieren – die Angaben in dieser Broschüre sollen Ihnen daher nur als grobe

für reibungslose Abläufe sorgen? Dann sind Sie als Freiwillige/r bei Organisationen

­Orientierung dienen. Wenn Sie eine Vorstellung haben, wie Sie gerne aktiv wer-

oder auch in der Gemeinde gefragt, wenn es um das Sortieren und Verwalten von

den möchten, erkundigen Sie sich bei Organisationen über deren Freiwilligen-

Sachspenden geht, um Tätigkeiten in Büro und Verwaltung oder bei der Planung

projekte, fragen Sie in Ihrer Gemeinde nach, informieren Sie sich auf Freiwilligen-

und Organisation von gemeinnützigen Projekten und Veranstaltungen.

börsen im Internet oder starten Sie selbstständig ein freiwilliges Engagement!

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Tätigkeitsbereiche

Tätigkeitsbereiche

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TIPPS FÜR IHR ENGAGEMENT Lesen Sie hier, wie Sie das interkulturelle Miteinander erfolgreich gestalten und Flüchtlingen das Leben in Österreich näherbringen können.

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Freiwilliges Engagement für Flüchtlinge

Freiwilliges Engagement für Flüchtlinge

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Was muss ich ­beachten?

Wie tritt man Menschen gegenüber, die in einem anderen Kulturkreis aufgewachsen sind? Was tue ich, wenn mir jemand nicht die Hand geben möchte? Kann ich muslimische Flüchtlinge auch zum Osterfest einladen? Warum sollte ich die Eigeninitiative von Flüchtlingen stärken? Finden Sie hier einige Empfehlungen, wie Sie Flüchtlinge an das Leben in Österreich heranführen können und wie ein respektvoller Umgang gelingen kann.

Tipps für die Zusammenarbeit mit Flüchtlingen

Seien Sie unvoreingenommen Bedenken Sie stets, dass jeder Mensch ein Individuum ist. Flüchtlinge sind in unterschiedlichem Ausmaß von der Kultur ihres Herkunftslandes geprägt und verarbeiten auch Fluchterfahrungen unterschiedlich. Versuchen Sie immer, respektvoll und unvoreingenommen auf die Menschen zuzugehen.

Erklären Sie kulturelle Unterschiede Wenn Sie mehr über die Lebensweise und Gepflogenheiten in den Herkunftsländern der Flüchtlinge herausfinden, können Sie Ihr Gegenüber besser verstehen. Seien Sie aufgeschlossen gegenüber kulturellen Unterschieden. Machen Sie aber auch auf wichtige Werte für das Zusammenleben in Österreich aufmerksam, ­beispielsweise auf Pünktlichkeit, Verbindlichkeit oder Leistungsbereitschaft. Weisen Sie auch auf Verhaltensweisen hin, die in Österreich nicht akzeptiert werden – zum Beispiel das Verweigern des Händeschüttelns – und erläutern Sie ruhig und sachlich die Hintergründe dazu. Erklären Sie, dass es in Österreich bei der Begrüßung und Verabschiedung dazugehört, sich die Hand zu geben, auch wenn es in anderen Ländern unüblich ist, und betonen Sie, dass ein Verweigern dieser Geste hierzulande als respektlos empfunden wird.

Geben Sie Zuversicht Es kann schwierig sein, nach Fluchterfahrungen neue Ziele und Perspektiven für sich zu finden. Zeigen Sie Verständnis für die schwierige Lage, betonen Sie aber © Franz Weingartner

gleichzeitig, dass eine optimistische und zukunftsorientierte Haltung wichtig für

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Freiwilliges Engagement für Flüchtlinge

den Neustart in Österreich ist und Sie bereit sind, dabei zu unterstützen. Auch ein wenig Geduld ist wichtig.

Tipps für die Zusammenarbeit mit Flüchtlingen

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Stärken Sie die Eigeninitiative Flüchtlinge werden bei ihrer Integration in Österreich durch staatliche Angebote unterstützt, etwa durch geförderte Deutschkurse. Auch ehrenamtliche und freiwillige Initiativen geben wertvolle Hilfestellung. Für das Gelingen von InteSie diese in Ihrem Engagement! So können Sie als freiwillige Sprachbegleiter/ in zum Beispiel auf Möglichkeiten hinweisen, wie im Eigenstudium außerhalb von Sprachkursen und Lerngruppen Deutsch geübt werden kann. Wenn Sie beim Berufseinstieg unterstützen, verweisen Sie darauf, dass eine selbstständige Suche nach passenden Stellenangeboten in Online-Jobbörsen wichtig ist und man die aktuellen Jobangebote regelmäßig durchsehen sollte.

© pixabay.com_rawpixel

gration ist jedoch auch die Eigeninitiative der Flüchtlinge erforderlich. Stärken

Im Rahmen ihrer freiwilligen Tätigkeit ist es wichtig, Flüchtlingen auch das Leben in Österreich mit seinen Gepflogenheiten näher zu bringen – zum Beispiel, dass es beim Begrüßen und Verabschieden dazugehört, sich die Hand zu geben.

Machen Sie die Prinzipien des Lebens in Österreich anschaulich Als Freiwillige/r haben Sie die Möglichkeit, Flüchtlingen zu zeigen, wie man in Österreich im Alltag miteinander umgeht und was die Mehrheit der Österreicher/ innen daher auch erwartet. An dieses Wissen können Sie Ihre Schützlinge her-

falsche Signale aussenden könnten oder Ihr Gegenüber in eine Situation bringen,

anführen. Dabei können Sie viel mit persönlicher Vorbildwirkung erreichen. Als

die als unangenehm und irritierend erlebt werden kann.

Mann können Sie beispielsweise erklären, warum die Gleichberechtigung zwischen Frau und Mann für Sie selbstverständlich ist, während Sie als Berufstätige/r darauf verweisen, dass der österreichische Sozialstaat nur dann funktionieren

Gehen Sie Verhaltensweisen auf den Grund

kann, wenn alle etwas dazu beitragen.

Seien Sie in der Arbeit mit Flüchtlingen vorsichtig mit dem Deuten von Signalen. Wenn ein/e Teilnehmer/in etwa ihre Lerngruppe nicht mehr besucht, muss das nicht bedeuten, dass sie/er nicht zufrieden ist oder undankbar. Vergessen Sie

Vermitteln Sie Traditionen

nicht, dass Flüchtlinge große Umwälzungen hinter sich haben und viele Bereiche

Versuchen Sie, Flüchtlinge, mit denen Sie arbeiten, auch an das Alltagsge-

ihres Lebens neu organisieren müssen.

schehen und das kulturelle Leben in Österreich heranzuführen – dazu gehören große Feste wie Ostern, Weihnachten und Silvester genauso wie Erntedank oder Maibaumbräuche. Gerade in kleineren Gemeinden haben solche Traditionen und Festlichkeiten eine große Bedeutung und bieten Flüchtlingen die

TIPP

Möglichkeit, Teil des gesellschaftlichen Lebens vor Ort zu werden. Bei der Vermittlung von Traditionen und Bräuchen ist es leichter, wenn Sie statt religiöser

Das Österreichische Rote Kreuz liefert Flüchtlingen mit dem Ratgeber­

Verschiedenheiten kulturelle Aspekte und Hintergründe hervorheben.

„Angekommen“ Antworten auf die wichtigsten Fragen zum Leben in Österreich und geht dabei auf die Themen Bildung, Arbeitsmarkt, Rechte und Pflichten in Österreich, Gesundheit, Zusammenleben sowie

Wahren Sie körperliche Distanz

­Gleichberechtigung ein. Alle Informationen sind auf Deutsch, Englisch,

Auch bei großer Sympathie oder tiefem Mitgefühl sollten Sie in der Arbeit mit

Arabisch und Dari verfügbar.

Flüchtlingen körperliche Distanz wahren und Körperkontakt vermeiden, der über

www.angekommen.online

das Händeschütteln hinausgeht. Bedenken Sie, dass Sie etwa bei Umarmungen

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Tipps für die Zusammenarbeit mit Flüchtlingen

Tipps für die Zusammenarbeit mit Flüchtlingen

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DEUTSCH LERNEN MIT FLÜCHT­ LINGEN Wie Ihnen das Deutschlernen mit Flüchtlingen besser gelingt und warum Sie auch ohne Trainingserfahrung eine wichtige sprachliche Unterstützung sind.

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Freiwilliges Engagement für Flüchtlinge

Freiwilliges Engagement für Flüchtlinge

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Wie kann ich mit Flüchtlingen Deutsch üben?

Um Flüchtlinge beim Erwerb der deutschen Sprache zu fördern, sind freiwillige Initiativen eine wichtige Stütze und Begleitung zu regulären Deutschkursen. Als freiwillige/r Sprachbegleiter/in können Sie Flüchtlingen zu mehr Sprachpraxis verhelfen, die Alltagskommunikation in Österreich erleichtern oder auf den Einstieg in den ersten Deutschkurs vorbereiten. Lesen Sie hier, wo die Vorteile und Grenzen von freiwilligen Deutschlern-Initiativen liegen und wie Ihnen das Lernen mit Flüchtlingen besser gelingt.

Möglichkeiten und Grenzen von freiwilligen Deutschlern-Initiativen

Die Vorteile freiwilliger Deutschlern-Initiativen Sprachkurse, die Flüchtlingen Wortschatz und Grammatik auf verschiedenen Sprachniveaus vermitteln, sind die Basis für das Erlernen der deutschen Sprache. Freiwillige Deutschlern-Initiativen bilden dazu eine sinnvolle Ergänzung. Denn während reguläre Sprachkurse einem straffen Plan folgen, es bestimmte Sprachhandlungsfelder und Grammatikthemen zu bearbeiten gilt und am Ende das Erreichen eines vorgegebenen Sprachniveaus steht, kann in freiwilligen Lernformaten ohne Prüfungs- und Zeitdruck und mit mehr inhaltlichen Freiräumen gearbeitet werden.

Aktives Sprechen im Mittelpunkt In regulären Deutschkursen – gerade mit großen Teilnehmerzahlen – kann das aktive Sprechen zu kurz kommen. Das ist vor allem dann ein Problem, wenn der Kurs der einzige Ort ist, wo Deutsch verwendet wird. In einer freiwilligen Lerngruppe gibt es mehr Raum für das Ausprobieren der erworbenen Sprachkenntnisse, denn auch beim Deutschlernen gilt: Übung macht den Meister. Sich neue Wörter einzuprägen, Satzstellungen zu festigen oder Zeiten richtig anzuwenden, gelingt schneller, je mehr Praxis man beim Sprechen bekommt.

Mehr Raum für individuelles Lernen Meist sind freiwillige Lerngruppen kleiner und Sie können sich mehr Zeit nehmen für individuelle Wünsche und Bedürfnisse oder auf aktuelle Anlässe eingehen, © Franz Weingartner

die sich aus der Begegnung ergeben. Vielleicht muss ein Flüchtling, mit dem Sie

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Deutsch lernen mit Flüchtlingen

Deutsch lernen, gerade ein Formular zur Schulanmeldung seines Kindes ausfüllen oder möchte seinen Lebenslauf verbessern – Sie können sie/ihn direkt dabei unterstützen. Das macht das Lernen persönlicher und schafft Motivation.

Deutsch lernen mit Flüchtlingen

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Was kann und soll ich als freiwillige/r Sprachbegleiter/in leisten? Viele Menschen, die auf freiwilliger Basis den Deutscherwerb von Flüchtlingen unterstützen, haben keine Expertise im DaF/DaZ-Bereich – ihre Angebote können daher einen regulären Deutschkurs nicht ersetzen. Denn seine Muttersprache zu können, heißt nicht zwingend, alle ihre Regeln zu kennen und unterrichten zu können. Die gezielte Grammatikvermittlung etwa will gelernt sein und auch die Alphabetisierung ist ein sensibler Bereich, der viel fachdidaktisches Wissen erfordert.

© Franz Weingartner

Das soll Sie aber keinesfalls von einem Engagement abschrecken! Denn Sie müssen als freiwillige/r Sprachbegleiter/in einen Deutschkurs auch nicht ersetzen und nicht immer alle Regeln erklären können. Das Schriftsystem und die Grammatik der deutschen Sprache werden in Kursen systematisch gelernt und aufgebaut. In Ihrer freiwilligen Lerngruppe geht es vielmehr um Alltagskommunikation, die es Ihren Teilnehmer/ innen ermöglicht, erworbene Kenntnisse praktisch anzuwenden und zu festigen.

Unterstützung für Freiwillige Viele Freiwillige im Deutschbereich stehen vor der Herausforderung, dass die InfraSchnellere Vertrauensbasis durch zumeist kleinere Gruppen

struktur eines Kursinstitutes fehlt – zum Beispiel Kopiermöglichkeiten –, und es an

Das gegenseitige Kennenlernen fällt in kleineren Lerngruppen ebenfalls leichter.

Lehrwerken mangelt, auf die sie zurückgreifen können. Vieles wird daher mühsam selbst

Die Teilnehmer/innen öffnen sich schneller und beteiligen sich mehr an Gesprä-

organisiert und nicht selten greifen Freiwillige bei der Beschaffung von Materialien in

chen und Diskussionen. Das bringt allen was und erleichtert die Zusammenar-

die eigene Tasche. Beim ÖIF können Sie sich als Freiwillige/r einer Deutschlern-Initiative

beit. Nicht zuletzt können Sie als Freiwillige/r auch zur gegenseitigen Akzeptanz

eine kostenlose Deutsch-Lernbox mit Lernmaterialien abholen. Zahlreiche kostenlose

beitragen: indem Sie das Annehmen der österreichischen Kultur und der Werte

Unterrichtsmaterialien und fertig ausgearbeitete Arbeitsblätter zu verschiedenen The-

fördern, aber auch indem Sie positive Erfahrungen mit Flüchtlingen in Ihren

men finden Sie außerdem auf www.sprachportal.at. Hilfreich ist es, zu wissen, dass auch

Bekanntenkreis tragen.

die Arbeit mit authentischen Materialien, die einfach zu beschaffen sind und nichts kosten, sehr ergiebig sein kann, beispielsweise echte Formulare, Zeitungen, Stadtpläne etc.

Wichtig: In freiwilligen Lernformaten sind Sie von inhaltlichen Vorgaben und Prüfungsdruck entbunden. Das heißt aber nicht, dass Sie sich keine Lernziele stecken Den Rahmen für das Engagement abstecken

dürfen!

Nicht zuletzt sollten Sie sich als Freiwillige/r auch überlegen, wo Sie auf persönlicher Ebene Grenzen ziehen möchten. Denn Sie verwenden Ihre Freizeit, um Menschen beim Deutscherwerb zu unterstützen – die dabei entstehenden Beziehungen können schnell über die Lerngruppe hinausgehen. Legen Sie für sich fest, ob und in welchem Ausmaß Sie Flüchtlinge auch bei Anliegen, die über das Deutschlernen hinausgehen, unterstützen möchten. Helfen ist wichtig, doch wer sich selbst übernimmt, kann auch anderen keine Hilfe mehr sein!

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Deutsch lernen mit Flüchtlingen

Deutsch lernen mit Flüchtlingen

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Anregungen für Ihre Lerngruppe Hier finden Sie nützliche Tipps und Anregungen, wie das Deutschüben in freiwilligen Lerngruppen besser gelingen kann und worauf Sie im Umgang mit Flüchtlingen achten sollten: Definieren Sie gemeinsam mit ihren Teilnehmer/innen Lernziele: Was möchten die Leute in Deutsch können? Überlegen Sie sich dann, wie Sie diese Ziele gemeinsam in kleinen Schritten erreichen können. Vor allem Anfänger/innen machen beim Sprechen viele Fehler. Laufende Korrekturen können aber sehr demotivierend wirken und Sprechhemmungen erzeugen. Wiederholen Sie daher anfangs lieber das Gesagte richtig und loben Sie trotzdem! Artikel sind im Deutschen sehr wichtig. Neue Wörter sollten daher immer gleich in Kombination mit dem richtigen Artikel gelernt werden. Nicht alles muss erklärt werden. Häufige Phrasen und Sätze können auch am Stück gelernt werden, zum Beispiel „Ich hätte gern ein/e…“. Farben können helfen, die Struktur der Sprache zu verdeutlichen. Verwenden Sie beim Aufschreiben zum Beispiel immer die gleichen Farben für männlich, weiblich und sächlich – oder unterstreichen Sie Verben in Sätzen

Achten Sie vor allem bei Teilnehmer/innen, die das lateinische Alphabet gerade erst gelernt haben, auf die richtige Schriftgröße. Verwenden Sie außerdem Druckbuchstaben, da Schreibschrift anfangs nicht oder nur schwer

© ÖIF/Unger

immer in derselben Farbe.

gelesen werden kann. Arbeiten Sie bei Anfänger/innen viel mit Bildern. Das Sprechen über Bilder fällt leichter. TIPP

Gehen Sie feinfühlig in der Auswahl der Themen vor. Vielleicht sollten bei Flüchtlingen, die womöglich erst vor kurzem Verlusterfahrungen gemacht

Der ÖIF bietet Freiwilligen in Deutschlern-Initiativen auch kostenlose

haben, familiäre Themen erst einmal ausgeklammert werden. Auch an sen-

Weiterbildungsangebote an. Lesen Sie mehr über die verschiedenen

sible Themen wie Sexualität, Religion oder Politik sollte man vorsichtig

Workshops zur Deutschvermittlung im Kapitel „Service“.

herangehen.

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Deutsch lernen mit Flüchtlingen

Deutsch lernen mit Flüchtlingen

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RECHTE UND PFLICHTEN VON FREIWILLIGEN Erfahren Sie mehr über die Rahmenbedingungen von freiwilligem Engagement.


Woran muss ich mich halten?

Wenn Sie planen, sich in einer Organisation oder auch bei der Gemeinde für Flüchtlinge zu engagieren, gibt es einige Rahmen­ bedingungen, über die Sie Bescheid wissen sollten: Etwa welche Unterstützung Sie bei Ihrem Engagement erwarten dürfen, ob Sie einen Arbeitsvertrag brauchen und wie es in puncto Versicherung oder Spesen aussieht. Im Gegenzug ist es auch wichtig, zu wissen, ­ was von Ihnen als Freiwillige/r erwartet wird.

Ihre Rechte und Pflichten als Freiwillige/r

Das sind Ihre Rechte Sie dürfen eine sinnvolle Tätigkeit erwarten, bei der Sie etwas lernen und sich weiterentwickeln können. Die Aufgaben und Anforderungen an eine Freiwilligenstelle sollten in einem entsprechenden Funktionsprofil vorliegen. Stellen Sie sicher, dass Ihre Vorstellungen mit den Möglichkeiten der Organisation möglichst übereinstimmend sind. Eine freiwillige Tätigkeit ist strikt abzugrenzen von Erwerbsarbeit. Sie sind weder weisungsgebunden, noch gibt es für Sie eine Leistungspflicht oder vorgeschriebene Arbeitszeiten. Dennoch sollten Ihre Aufgabenbereiche, Verantwortungen und Arbeitszeiten in einer Freiwilligenvereinbarung festgelegt werden. In einer Einschulungsphase sollten Sie alle Informationen erhalten, die S ­ ie für die Ausübung Ihrer Tätigkeiten brauchen. Sie können darüber hinaus eine Probezeit vereinbaren, um unverbindlich in Ihre Arbeitsbereiche reinzu­ schnuppern. Ein/e fixe/r Ansprechpartner/in sollte Sie bei Ihrem freiwilligen Engagement unterstützen und Ihnen jederzeit für Fragen zur Verfügung stehen.

© istockphotos.com/FatCamera

Kosten, die für die Erledigung Ihrer Aufgaben anfallen, sollten von der

42

Freiwilliges Engagement für Flüchtlinge

­Organisation übernommen werden (z.B. Fahrt- oder Portokosten). Als Freiwillige/r sollten Sie von der Organisation unfall- und haftpflicht­ versichert werden. Auf Wunsch können Sie Ihre Freiwilligentätigkeit jederzeit beenden.

Rechte und Pflichten von Freiwilligen

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Das sind Ihre Pflichten Sie sollten die Werte und Ziele der Organisationen respektieren und im Rahmen Ihrer Tätigkeit bestmöglich unterstützen. Halten Sie Vereinbarungen hinsichtlich Ihrer Aktivitäten und Arbeitszeiten ein. Geht sich ein Termin einmal nicht aus, geben Sie rechtzeitig Bescheid.

Ansprechpartner/in wenden, um diese zu klären und sicherzustellen, dass Sie im Sinne der Organisation handeln. Klären Sie vorab, welche anfallenden Spesen von der Organisation ­übernommen werden und verrechnen Sie auch nur diese weiter. Behandeln Sie Informationen, die Sie während Ihrer freiwilligen Tätigkeit

© istockphotos.com/Steve Debenport

Wenn Fragen oder Unsicherheiten auftauchen, sollten Sie sich an Ihre/n

­erhalten, vertraulich – auch nach Beendigung Ihres Engagements. Wenn Sie keine Freude mehr an Ihrer freiwilligen Tätigkeit haben oder Ihre Aufgaben nicht mehr entsprechend erfüllen können, sollten Sie mit Ihrem/r Ansprechpartner/in ein ehrliches Gespräch darüber führen und klären, ob ­­und wie es weitergehen soll.

TIPP

Die Interessensgemeinschaft Freiwilligenzentren Österreich (IGFÖ) hilft Ihnen gerne mit Informationen weiter, wenn Sie an einer freiwilligen Tätigkeit interessiert sind und Fragen zu den Rahmenbedingungen haben. Auf der Website finden Sie alle Mitglieder der IGFÖ und den ­Kontakt zum nächsten Freiwilligenzentrum in Ihrem Bundesland. www.freiwilligenzentrum.at

Klären Sie vor Beginn eines freiwilligen Engagements in einer Organisation oder bei der Gemeinde die Rahmenbedingungen ab und lassen Sie sich alle Ihre Fragen beantworten. Je genauer beide Seiten wissen, was Sie sich ­erwarten, desto besser wird die Zusammenarbeit funktionieren.

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Rechte und Pflichten von Freiwilligen

Rechte und Pflichten von Freiwilligen

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WICHTIGE BEGRIFFE Informieren Sie sich hier über zentrale Begriffe rund um Flucht, Asyl und Integration.


Ist Flüchtling gleich Flüchtling? Wichtige Begriffe rund um Flucht, Asyl und Integration

Im täglichen Sprachgebrauch wird das Wort Flüchtlinge am ­häufigsten verwendet. Was Asylwerber/innen von Asylberechtigten unterscheidet, was man unter subsidiärem Schutz, humanitärem Aufenthalt und Unbegleiteten Minderjährigen versteht und was im 2017 in Kraft getretenen Integrationsgesetz geregelt ist, können Sie hier im Überblick nachlesen.

Asylwerber/innen DEFINITION

Damit sind Personen gemeint, die außerhalb ihres Heimatlandes sind, um Asyl – also um Aufnahme und Schutz vor Verfolgung – angesucht haben und deren Asylverfahren noch nicht abgeschlossen ist. Sie erhalten für die Dauer ihres

SIDIÄR

Asylverfahrens eine Aufenthaltsberechtigung und sind legal in Österreich. Mit

AUFENTHALT

ASYLBERECHTIGE

positivem Abschluss des Asylverfahrens sind sie Asylberechtigte bzw. anerkannte Flüchtlinge. Häufig wird der Begriff „Asylant“ gleichbedeutend mit Asylwerber/in gebraucht – er hat aber einen negativen Beigeschmack und sollte daher vermieden werden.

SCHUTZ HUMANITÄR

Antrag & Ablauf Asylwerber/innen müssen ihren Antrag auf internationalen Schutz im Inland

UNBEGLEITET ASYL

MINDERJÄHRIGE

SCHUTZ INTEGRATIONSGESETZ

und im Regelfall persönlich bei einer Polizeibehörde bzw. bei einem/r Polizeibediensteten stellen. Zuständig für Asylwerber/innen ist das Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl. Ihre Betreuung und Grundversorgung wird auf Bundesebene durch das Grundversorgungsgesetz sowie in den Ländern durch die jeweiligen Landesgesetze geregelt. Die Grundversorgung umfasst neben Verpflegung und Unterbringung auch andere Leistungen, dazu zählen etwa Maßnahmen für pflegebedürftige Personen, die Sicherung der Krankenversorgung, Information und Beratung, Bekleidung oder Schulbedarf für Schüler/innen.

BERINNEN

TIGTE

SUBSIDIÄR 48

Wichtige Begriffe

Wichtige Begriffe

49


Asylberechtige

die Voraussetzungen für diesen weiterhin vor, kann der Status – auch mehrmals – verlängert werden. Dieser wird beim ersten Mal für ein Jahr, bei einer Verlänge-

DEFINITION

rung für zwei Jahre erteilt.

Personen, deren Asylantrag positiv entschieden wurde, werden Asylberechtigte

Wichtig: Subsidiär Schutzberechtigte sind seit dem 1. Juni 2016 dazu verpflichtet,

genannt. Sie sind rechtlich als Flüchtlinge anerkannt und Österreicher/innen

nach Zuerkennung ihres Status in dem für das Bundesland zuständigen Integrati-

­weitgehend gleichgestellt.

onszentrum des ÖIF zu erscheinen.

Antrag & Ablauf Der Ausgang eines Asylantrags erfolgt mittels eines Bescheides des Bundes-

Humanitärer Aufenthalt

amts für Fremdenwesen und Asyl, das den Status als Asylberechtigte/r entweder zu- oder aberkennt. Asylberechtigte erhalten vorerst ein auf drei Jahre

DEFINITION

befristetes Aufenthaltsrecht („Asyl auf Zeit“). Sind danach die Voraussetzungen für ein Aberkennungsverfahren nicht gegeben, kommt es zu einem unbefristeten

Über den humanitären Aufenthalt, früher oft als „Bleiberecht“ bezeichnet, ent-

Aufenthaltsrecht. Asylberechtigte haben nach Verlassen der Grundversorgung

scheidet das Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl. Er wird in der Regel Per-

einen Anspruch auf bedarfsorientierte Mindestsicherung, deren Höhe je nach

sonen gewährt, die schon mehrere Jahre in Österreich sind, sich hier ein Leben

Bundesland variiert. Darüber hinaus haben sie vollen Zugang zum Arbeitsmarkt

aufgebaut oder enge Familienmitglieder im Land haben und die besonders gut

und ­können einen Konventionsreisepass beantragen.

integriert sind.

Wichtig: Asylberechtigte sind seit dem 1. Juni 2016 dazu verpflichtet, nach der

Antrag & Ablauf

Zuerkennung ihres Status in dem für das Bundesland zuständigen Integrations­

Die Antragstellung zur Ersterteilung eines Aufenthaltstitels aus berücksichtigungs-

zentrum des ÖIF zu erscheinen.

würdigen Gründen muss bei der zuständigen Regionaldirektion des Bundesamts für Fremdenwesen und Asyl persönlich erfolgen. Eine eventuelle Verlängerung muss bei der zuständigen Behörde nach dem Niederlassungs- und Aufenthalts­ gesetz eingebracht werden.

Subsidiär Schutzberechtigte DEFINITION

Unbegleitete Minderjährige

Subsidiärer Schutz wird Menschen gewährt, die zwar nicht die Voraussetzungen

DEFINITION

der Genfer Flüchtlingskonvention (GFK) erfüllen, deren Leben oder Sicherheit aber zum Beispiel durch Krieg, Unruhen oder Folter in ihrem Heimatland gefähr-

Mit „unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen“ meint man gleichermaßen Asyl­

det ist.

berechtigte und Asylwerber/innen, die unter 18 Jahre alt sind und sich ohne Begleitung ihrer gesetzlichen Vertreter/innen in Österreich aufhalten. Im öster-

Antrag & Ablauf

reichischen Gesetzestext wird hingegen nur von „unbegleiteten Minderjährigen“

Subsidiär Schutzberechtigte haben in Österreich ein Einreise- und Aufenthalts-

gesprochen. So wird berücksichtigt, dass vor allem während des Asylverfahrens

recht sowie vollen Zugang zum Arbeitsmarkt. Sie können einen Fremdenpass

Sonderbestimmungen bestehen – also während einer Zeitspanne, in der noch nicht

beantragen, sollte es nicht möglich sein, einen Reisepass aus dem Herkunftsstaat

entschieden ist, ob der Minderjährige als Flüchtling anzuerkennen ist.

zu bekommen. Liegen bei Ablauf der Befristung des subsidiären Schutzstatus

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Wichtige Begriffe

Wichtige Begriffe

51


Antrag & Ablauf Das Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl ist auch für die Asylverfahren von

TIPP

unbegleiteten Minderjährigen zuständig. Sie sind in vielerlei Hinsicht besonders schutzwürdig, worauf verschiedene Sonderbestimmungen Rücksicht nehmen.

Im Glossar „Flüchtlinge und Integration

So gelten für unbegleitete Minderjährige besondere Bestimmungen während des

– Begriffe einfach erklärt“, das der ÖIF in

Zulassungsverfahrens oder hinsichtlich der Unterkunft, Betreuung und Versorgung.

Zusammenarbeit mit UNHCR erstellt hat,

Bei Zulassung zum Asylverfahren ist der gesetzliche Vertreter die Kinder- und

finden Sie von A wie Asylbescheid über B ­

Jugendhilfe des Bundeslandes, in welchem der/die unbegleitete Minderjährige

wie Bleiberecht bis Z wie Zulassungsverfah-

untergebracht ist.

ren die wichtigsten Begriffe zu den Themen

Flucht und Integration

Flucht und Asyl kompakt und klar verständlich erklärt.

Integrationsgesetz 2017

GRUNDRECHTECHARTA

INTEGRATION

FLUCHT

ASYLQUOTE UNHCR SCHENGEN VERFOLGUNG

UNHCRARBEIT INTE REFOULEMENT

NOSTRIFIZIERUNG DRITTSTAAT

EURODAC Zentrale

GRUNDRECHECHARTA

VERFOLGUNG

Integration Flucht und Blick auf einen

QUOTE unter www.integrationsfonds.at/webshop. Sie können das Glossar kostenlos bestellen

QUO

ASYLGESETZ ASYL

GRUNDRECHECHARTA

Das am 9. Juni 2017 in Kraft getretene Integrationsgesetz zielt auf eine rasche Integration von Asyl- und subsidiär Schutzberechtigten ab. Diese geht von einem wechselseitigen Prozess aus: Zum einen bietet der Staat systematisch Integra­ tionsmaßnahmen an und zum anderen verpflichten sich Asyl- und subsidiär ­Schutzberechtigte an den angebotenen Maßnahmen aktiv mitzuwirken. So wird das Prinzip des Förderns und Forderns umgesetzt. Ablauf Unmittelbar nach Erhalt des Bescheides haben Asyl- und subsidiär Schutzberechtigte beim zuständigen Integrationszentrum des ÖIF zu erscheinen. Dort wird eine Orientierungsberatung vereinbart und die Integrationserklärung unterzeichnet. Darin erklären sie, die grundlegenden Werte der Rechts- und Gesellschaftsordnung einzuhalten und dass sie der gesetzlichen Pflicht nachkommen, an den angebotenen Deutsch- und Wertekursmaßnahmen teilzunehmen und diese abzuschließen. Werden diese verpflichtenden Integrationsmaßnahmen nicht in Anspruch genommen oder abgeschlossen, sieht das Integrationsgesetz Sanktionen vor – konkret eine Kürzung der Sozialhilfe bzw. der bedarfsorientierten Mindestsicherung. Der Vollzug der Sanktionen obliegt den jeweils zuständigen Stellen der Länder. Weitere Informationen finden Sie unter www.bmeia.gv.at Integration.

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Wichtige Begriffe

Wichtige Begriffe

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SERVICE Erfahren Sie hier, welche weiteren Informationen und Angebote Sie bei Ihrem freiwilligen Engagement unterstĂźtzen.


Was gibt es noch zu wissen?

Wenn Sie freiwillig oder ehrenamtlich mit Flüchtlingen arbeiten, finden Sie beim ÖIF Informationsbroschüren zu verschiedenen Integrationsthemen, Materialien zum Deutschlernen, Weiterbildungsangebote zur Unterstützung Ihres Engagements sowie praktische Online-Services. Das Rote Kreuz beantwortet häufige Fragen zu gemeinnützigem Engagement und gibt Einblick in den Arbeitsalltag als Freiwillige/r.

Informationen, Publikationen und Angebote für Freiwillige

ÖIF

Wenn Sie s fü engagr Integrat ich io ie r e n mö n finde c n Brosc Sie in diehten, hüre ser w Orga nisatioeitere n en die Flüch in der , tli tätig ngshilfe sind!

Publikationen Engagement für Österreich – Freiwilligenarbeit und Ehrenamt Von A wie ASKÖ über C wie Caritas, ­

F wie Freiwillige Feuerwehr, R wie Rotes Kreuz und Engagement für Österreich Freiwilligenarbeit und Ehrenamt

V wie Volkshilfe stellen sich in dieser Broschüre über 20 österreichische Trägerorganisationen gemeinnützigen Engagements näher vor: Mit Informationen zu den verschiedenen T ­ ätigkeitsbereichen sowie Steckbriefen über die je­weiligen Rahmenbedingungen der ehrenamtlichen oder freiwilligen Mitarbeit. Zudem

Wie Sie sich in Organisationen, Vereinen und Gemeinden engagieren können

erfahren Sie, wie Sie sich direkt in Ihrer Gemeinde sinnvoll engagieren können.

ZUSAMMEN:ÖSTERREICH Das vierteljährliche Magazin des ÖIF greift aktuelle Integrationsthemen auf, präsen-

HERB ST 2017

tiert österreichweite Best-Practice-Projekte, liefert neue Erkenntnisse aus Forschung und

DS, SCHLACH IONSFON R INTEGRAT ICHISCHE 08Z03782

1S, ÖSTERRE

RT für SPO ON IM Projekte eichen ATISept ember t einr INTEGR preis Spor h bis 17.

AG/SP

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POST

offen an. Senden Sie eine E-Mail mit Ihrer

Neu ngen von Familie Einstellu, Staat und Religion

MÄDCHENE RN NACH VO GEN BRIN

en tschanc n Zukunf fördern Wie ma Flüchtlinge Rolle ge welche elt für jun kann und dabei spi Bildung

ICHISCHE

spricht Herausforderungen der Integration

SLIME? KEN MU über die limen zu WIEe DEN Mus Studie

ÖSTERRE

der/innen selbst zu Wort kommen und

1030 WIEN SSE 30, THAUSGA

Wissenschaft, lässt Flüchtlinge und Zuwan-

Anschrift an magazin@integrationsfonds.at, um das Magazin kostenlos zu abonnieren.

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Service

Service

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Integration aus der Praxis vor Ort 50 Anregungen Stärken Sie das Zusammenspiel zwischen Gemeinden, Vereinen, Multiplikator/innen und Freiwilligen Initiieren Sie erfolgreich Projekte zur Integration von Zuwander/innen und Flüchtlingen

Integration vor Ort: 50 Anregungen aus der Praxis

Bildwörterbuch

Bei der Integration von Flüchtlingen ergeben sich

Durch leicht verständliche Illustrationen ermöglicht

für Österreich neue Herausforderungen. Um ein

das Bildwörterbuch des ÖIF Deutschlerner/innen mit

konstruktives und konfliktfreies Zusammenleben

unterschiedlichen Erstsprachen den Aufbau eines

auf regionaler Ebene zu fördern, präsentiert die

Basiswortschatzes von rund 900 Wörtern. Der Fokus

Broschüre anschaulich aufbereitete Best-Practice-

liegt auf Begriffen zu alltagsrelevanten Themen wie

Projekte aus Österreich und seinen Nachbarländern.

Ämter und Behörden oder Arbeitswelt und Wohnen.

Darüber hinaus können Sie sich über bewährte Ansätze für Integrationsmaßnah-

Das Bildwörterbuch ist besonders geeignet für Deutschanfänger/innen und Men-

men auf regionaler Ebene informieren.

schen, die in ihrer Erstsprache nicht alphabetisiert sind.

Materialien zum Deutschlernen

Basiswörterbücher Die Basiswörterbücher des ÖIF enthalten ein

Deutsch lernen Das Unterrichtsmagazin ist für Deutschlerner/innen auf Sprachniveau A1 konzipiert. Durch praxisnahe

Deutsch

alphabetisches Verzeichnis mit den wichtigsten

lernen

Wörtern des Alltagsgebrauchs. Zudem gibt es

in für smagaz tion erricht Integra Das Unt en und menleb Zusam ich. in Österre

Begriffsübersichten zu bestimmten Themen des

Inhalte setzen sich Flüchtlinge und Zuwander/

Lebens in Österreich wie Ämter und Behörden,

innen von Beginn an mit dem Leben und der Kultur in Österreich auseinander. Jede Ausgabe des vierteljährlich erscheinenden Magazins ist einem ande-

Arbeitswelt, Gesundheit, Einkaufen oder Wohnen. Es sind Wörterbücher in den Sprachversionen

orge d Vors heit un sterreich Gesund in Ö gabe 05

Dari-Deutsch, Türkisch-Deutsch, Tschetsche-

Aus

ren Schwerpunkt gewidmet und behandelt Themen

nisch-Deutsch und Serbisch-Deutsch verfügbar.

wie Schule und Bildung, Gleichberechtigung oder Kultur und Traditionen in Österreich.

Österreich Spiegel Als Lernunterlage für den Unterricht von Deutsch als Fremd- oder Zweitsprache bietet der Österreich Spiegel authentische Artikel und Hörbeiträge österreichischer Medien. In der didaktischen Beilage finden Sie zahlreiche Übungen, die gemeinsam im Unterricht erarbeitet werden können. Mit Schwerpunkten wie Bildungschancen, Freizeit und Tradition oder Ehrenamt beschäftigt sich jede Ausgabe mit

Informationen zu diesen und anderen Broschüren des ÖIF finden Sie auf ­www.integrationsfonds.at, wo Sie viele Publikationen auch

integrationsrelevanten Themen.

kostenlos ­herunterladen können. Publikationen und Materialien zum Deutschlernen können Sie auf ­www.integrationsfonds.at/webshop oder www.sprachportal.at bestellen.

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Service

Service

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Online-Services www.sprachportal.at Hier können Deutschlerner/innen rund um die Uhr üben, ihre Sprachkenntnisse testen oder sich auf Prüfungen vorbereiten. Wenn Sie mit Flüchtlingen Deutsch lernen, können Sie sich Lernmaterialien verschiedener Sprachniveaus kostenlos herunterladen. Arbeitsblätter mit © iStock.com/track5

Schwerpunkt Österreich helfen beim Deutschlernen und informieren gleichzeitig über alltagsnahe Themen, etwa „Nachbarschaft: Wie wohnen wir gemeinsam am besten?“, „Das Schulsystem in Österreich“ oder „Was wir mit unserer Arbeit beisteuern“. Die Informationen auf dem Sprachportal sind in zehn Sprachen – darunter Arabisch sowie Dari/Farsi – abrufbar.

TIPP

Neu auf www.sprachportal.at sind Arbeitsblätter zur Wertevermittlung Angebote zur Weiterbildung

im ­Sprachunterricht zu Themen wie Sprache und Bildung, Arbeitswelt, ­

Deutschkenntnisse sind ein Schlüssel zur Integration in Österreich. Wenn Sie frei-

Nachbar­schaft oder kulturelle Integration.

willig mit Flüchtlingen Deutsch lernen, können Sie an kostenlosen Weiterbildungsangeboten des ÖIF teilnehmen und erfahren in verschiedenen Workshops mehr www.berufsanerkennung.at

über die Begleitung von Deutschlerngruppen.

Sie betreuen Flüchtlinge, die ihre mitgebrachten Qualifikationen aus Bildung ­

Folgende Workshops werden angeboten:

oder Beruf in Österreich anerkennen Tipps & Tools für die Begleitung von Deutschlerngruppen: Basismodul

lassen möchten? Dann finden Sie hier Infor-

Tipps & Tools für die Begleitung von Deutschlerngruppen: Aufbaumodul

mationen zum Anerkennungsprozess für

Methodik und Didaktik

rund 2.000 Berufe. Der Anerkennungsweg-

Werte in Sprachformaten vermitteln

weiser ist auf Deutsch, Englisch, Arabisch, Dari/Farsi, Türkisch sowie B/K/S verfügbar.

Wenn Sie mehr über die nächsten Termine erfahren oder sich zu einem Workshop

Mit nur wenigen Klicks gelangen Flücht-

anmelden möchten: www.integrationsfonds.at/treffpunktdeutsch.

linge zur richtigen Antragstelle für ihre individuelle Anfrage und können Informationen zu benötigten Dokumenten, Übersetzungen und Beglaubigungen sowie mögliche Kosten abrufen. Darüber hinaus gibt es Beschreibungen zu verschiedenen Anerkennungsverfahren und Kontakte zu österreichweiten Beratungsstellen.

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Service

Service

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Beratung beim ÖIF Wenn Sie Flüchtlinge beim Start in Österreich unterstützen und Fragen zu deren nächsten Integrationsschritten haben, helfen Ihnen die ÖIF-Berater/innen in den landesweiten Integrationszentren oder an den mobilen Beratungsstellen gerne möglichkeiten durch den ÖIF und können sich über die österreichweit angebotenen Werte- und Orientierungskurse informieren, die Flüchtlinge mit den Werten und Regeln des Zusammenlebens in Österreich vertraut machen. Auf den Wertekursen aufbauende Vertiefungskurse des ÖIF bieten Flüchtlingen darüber hinaus

© ÖRK/Anna Stöcher

weiter. Beim ÖIF erhalten Sie Auskünfte über Deutschkursangebote und Förder-

die Möglichkeit, sich zu wichtigen Themen wie Arbeit und Beruf, Frauen, Gesundheit, Umwelt und Nachbarschaft, Sicherheit und Polizei oder Kultur und Gesellschaft tiefergehend zu informieren. Die Adressen und Öffnungszeiten aller Integrationszentren und mobilen Beratungsstellen des ÖIF finden Sie auf www.integrationsfonds.at.

Die lage zLernunter u den Wer Ö Lebe tekursen „ IFn in Me könne Österreic in n www Sie au h“ fonds.integratio f n .a herun t kostenloss terlad en.

Rotes Kreuz Die Zeitspende in Form der freiwilligen Mitarbeit ist die wichtigste Spende an das Rote Kreuz. Gemäß des Leitbilds „Wir sind da um zu helfen. Aus Liebe zum Menschen“ leisten Freiwillige beim Roten Kreuz in verschiedenen Tätigkeitsfeldern ihren Beitrag. Unter www.roteskreuz.at

Mitarbeit

Freiwillige Mitarbeit finden

Sie zahlreiche nützliche Informationen.

Online-Jobbörse Über aktuelle Möglichkeiten zur Mitarbeit informiert die Online-Jobbörse des

Integrationszentren

Roten Kreuzes. Sie finden darin aktuelle Ausschreibungen aus allen Bundes­ländern

Mobile Beratungen

Österreichs.

St. Pölten Bregenz

Eisenstadt

Freiwillige im Porträt Über 73.000 Menschen engagieren sich freiwillig für das Rote Kreuz. Ihre Motive und Tätigkeitsbereiche sind vielfältig – allen gemeinsam ist die Bereitschaft, sich

6

6

für den Nächsten einzusetzen. Lernen Sie einige Freiwillige ­in Videoporträts näher kennen. 6 6

6

FAQ Wie Sie sich engagieren können, welche Vorkenntnisse und welches Zeitbudget Sie mitbringen sollten und was Ihnen freiwilliges Engagement bringt, beantwortet das Rote Kreuz in seinen FAQs.

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Service

Service

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Weitere nützliche Links

Notizen

Freiwilligentätigkeit Gesetzliche Grundlagen, Weiterbildung für Freiwillige, Freiwilligenbericht www.sozialministerium.at

Soziales| KonsumentInnen

Freiwilliges Engagement & Ehrenamt Freiwillig – Das Portal für freiwilliges Engagement www.freiwilligenweb.at Informationen zum Freiwilligen Sozialen Jahr www.fsj-at.org Informationen zum Freiwilligen Integrationsjahr für Asyl- und subsidiär Schutzberechtigte www.integrationsjahr.at Freiwilligenzentrum Österreich: Informationen für Freiwillige www.freiwilligenzentrum.at NGO-Jobs: Die Jobbörse für engagierte Menschen www.ngojobs.at

Praktisches Refugee Guide: Informationen zu Rechten, Pflichten und Werten in Österreich www.refugee-guide.at „Angekommen“ – der Taschen-Ratgeber für Flüchtlinge www.roteskreuz.at

Suche nach „Angekommen“

Weitere Informationen sowie Bildungs- und Trainingsmaterialien für die Arbeit mit Flüchtlingen www.unhcr.at

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Service

Publikationen

Service

Service

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Impressum Medieninhaber, Herausgeber: Österreichischer Integrationsfonds (ÖIF) – Fonds zur Integration von Flüchtlingen und MigrantInnen 1030 Wien, Schlachthausgasse 30 T +43 (0)1 710 12 03–0 mail@integrationsfonds.at

Verlags- und Herstellungsort: 1030 Wien, Schlachthausgasse 30

Projektkoordination: Maria Waldsich, ÖIF

Redaktion und Produktionsleitung: Kristin Längle, ÖIF

Grafik: Ronald Talasz, trafikant – Handel mit Gestaltung.

Produktion: TriSys / DI Hans A. Gruber KG

Haftungsausschluss: Die Inhalte dieses Mediums wurden mit größtmöglicher Sorgfalt recherchiert und erstellt. Für die Richtig­ keit, Vollständigkeit und Aktualität der Inhalte wird keine Haftung übernommen. Weder der Österreichische Integrationsfonds noch andere an der Erstellung dieses Mediums Beteiligte haften für Schäden jedweder Art, die durch die Nutzung, Anwendung und Weitergabe der dargebotenen Inhalte entstehen. Sofern dieses Medium Verweise auf andere Medien Dritter enthält, auf die der Österreichische Inte­ grationsfonds keinen Einfluss ausübt, ist eine Haftung für die Inhalte dieser Medien ausgeschlossen. Für die Richtigkeit der Informationen in Medien Dritter ist der jeweilige Medieninhaber verantwortlich.

Urheberrecht: Alle in diesem Medium veröffentlichten Inhalte sind urheberrechtlich geschützt. Ohne vorherige schriftliche Zustimmung des Urhebers ist jede technisch mögliche oder erst in Hinkunft möglich werdende Art der Vervielfältigung, Bearbeitung, Verbreitung und Verwertung untersagt, sei es entgeltlich oder unentgeltlich. gedruckt.

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Service


Lesen Sie in dieser Broschüre welche Überlegungen vor einem freiwilligen Engagement wichtig sind, welche Tätigkeiten bei der Integration von Flüchtlingen Ihnen offenstehen, wie Sie das interkulturelle Miteinander erfolgreich gestalten können, wie Sie Flüchtlinge beim Deutsch­lernen erfolgreich unterstützen und welche Rahmenbedingungen für ­freiwilliges Engagement gelten.


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