Editorial
haben Sie Lust, zu einer kleinen Entdeckungstour in die Münchner City aufzubrechen? Möchten Sie Neues erkunden, Interessantes näher kennen lernen und Altvertrautes einmal ganz anders sehen? Münchner Innenstadt erleben, unser soeben aus der Taufe gehobenes Magazin, lädt Sie zu einem abwechslungsreichen Bummel in das pulsierende Herz der bayrischen Metropole ein. Bei uns haben Sie die Chance, dem Fußball-Shooting-Star Bastian Schweinsteiger beim Shoppen über die Schulter zu blicken. Wir haben verführerische Schmankerl-Insider-Tipps für Sie; damit Sie Ihre City-Exkursion auch gut gestärkt überstehen. Neben vielem Anderen präsentieren wir Ihnen aktuelle Modetrends und sagen Ihnen, wo Sie Schickes und Außergewöhnliches finden. Vor allem aber möchten wir, dass Sie die Münchner Innenstadt mit ihrer Geschichte und ihren Geschichten faszinierend neu und spannend erleben. Wer weiß, woher die Maffeistraße ihren klangvollen Namen hat? Und wer kann sagen, wann die Figuren am weltberühmten Glockenspiel im Rathausturm ihre Jungfernrunde drehten? Nun, bei uns erfahren Sie’s.
münchner
Innenstadt erleben 1/2005
Allerdings sollten Sie es nicht nur lesen, sondern nach der Lektüre aufbrechen und selbst erkunden. Schweifen Sie über Straßen, Plätze und Gässchen. Schnuppern Sie in Geschäfte, Restaurants und Cafés. Gehen Sie in der Münchner City durchaus einmal abseits ausgetretener Wege. Flanieren Sie an Schauplätzen mit historischem Flair und verweilen Sie in so manch romantischen Winkel.
Das Magazin für Freizeit, Kultur und Shopping
Shopping mit Basti Schweinsteiger Von der Salzstraße zur Einkaufsmeile Münchner-Innenstadt-Brunnen
Wir führen Sie gerne zu Diesem und Jenem. Wir zeigen Ihnen, wo sich Besonderes versteckt und geben Ihnen Tipps für Highlights, die nicht jedem geläufig sind. Los geht’s! Wir starten und freuen uns, wenn Sie mit uns kommen, um die Münchner Innenstadt in all ihrer Vielfalt und ihren mannigfaltigen Facetten ganz persönlich zu erkunden.
Mario Schmidbauer Herausgeber PS: Die nächste Ausgabe von Münchner Innenstadt erleben erscheint Anfang April und wird Sie wieder auf interessante Stippvisiten durch das Zentrum Münchens mitnehmen.
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Münchner
Straßen und Plätze
Shopping mit Basti Schweinsteiger
und ihre Herkunft
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für Sie probiert...... Münchner Blickwinkel
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19 Von der Salzstraße zur Einkaufsmeile
Münchner-Innenstadt-Brunnen
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Shopping mit begleitet und interviewt von Nino Schmidbauer
Bastian
Zurück von der Asien Reise und frisch gestärkt aus der Winterpause trafen wir, die Redaktion vom „Münchner Innenstadt” Magazin , exklusiv den 20 jährigen Shootingstar vom FC Bayern München zum Shopping. Lesen Sie hier das Interview mit dem Jungstar Bastian Schweinsteiger.
Hallo Basti, schön dass wir Dich einmal beim Shopping begleiten dürfen.
Frage: Basti, wo wollen wir anfangen? Antwort: Nino, ich würde sagen wir schauen mal zum Beck in den 4. Stock. Die bieten dort ganz gute Mode an. Frage: Wie sieht Deine Mode aus und was trägst Du am liebsten ? Antwort: Ich mag es eigentlich am liebsten sportlich. T-Shirts, Jeans, Caps und Sneakers. Aber ich achte schon darauf, dass die Teile auch aktuell sind. Frage: Du trägst ja sehr oft ein Cape? Antwort: Ja, zum einem gefällt es mir und manchmal ist so ein Cape auch ganz nützlich. Man wird damit nicht immer gleich erkannt. Frage: Ist das für Dich ein Problem? Antwort: Eigentlich nicht, aber manchmal ist es ganz schön, wenn man nicht gleich erkannt wird. Frage: Was sind Deine Lieblingsfarben? Antwort: Klassische Farben wie grau, schwarz und weiß.
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Frage: Suchst Du Deine Klamotten immer selbst aus oder berät Dich auch manchmal die „Dani“ (Freundin) ? Antwort: Meistens gehe ich mit einem Freund shoppen. Wir haben den selben Geschmack, aber ich lass mich schon mal von meiner Freundin Dani beraten.
Hey Nino schau mal, eine tolle Jeans, wie steht sie mir? Sieht nicht schlecht aus!
Komm Nino lass uns weiterziehen. Ich möchte mal ins Stierblut gehen und kucken was die so neues haben. Frage: Zurzeit läuft es in Sachen Fußball ja ganz gut. Sowohl beim FC Bayern als auch bei der Nationalmannschaft ? Antwort: Ja und ich bin auch sehr zufrieden. Es hat ja zu Beginn der Saison nicht so gut für mich ausgesehen. Frage: Wie setzt Du Deine Prioritäten? Antwort: Zuerst ist es für mich wichtig beim FC Bayern meine Leistungen konstant zu bringen. Wenn die Leistung beim FC Bayern stimmt, habe ich gute Chancen mit der Nationalmannschaft die WM 2006 im eigenen Land zu bestreiten.
Nino ist der Schal nicht super. Na ja, er sieht zu mindestens warm aus!
Schweinsteiger Aber dieses T-Shirt finde ich gut Basti, was meinst Du? Frage: Zum Thema Winter! Ich habe gehört, dass Du ein super Skifahrer bist? Antwort: Ja ich wollte einmal Skiprofi werden, aber da kam mir der FC Bayern dazwischen. Frage: Hast Du es bereut? Antwort: Natürlich nicht. Ich weis ja nicht ob es mir gelungen wäre Skiprofi zu werden und ich bin froh, dass es mit dem FC Bayern geklappt hat. Frage: Was mag Du eigentlich an München am liebsten? Antwort: München hat alles was ein europäische Metropole zu bieten hat und trotzdem hat München ihren bayerischen Charme nie verloren.
Geburtsdatum: 1. August 1984 in Kolbermoor Familienstand: ledig (Freundin Daniela) Eigenschaften: freundlich, pünktlich, schlitzohrig Hobbys: Musik, Freunde treffen, Play Station Motto: „Man darf den Glauben nicht verlieren” Frühere Clubs: FV Oberaudorf (1990-1992) TSV 1860 Rosenheim (1992-1998)
Basti, ich möchte mich recht herzlich bei Dir bedanken, dass Du Dir Zeit für uns genommen hast. Es hat viel Spaß gemacht und wir wünschen Dir weiterhin viel Erfolg als Fußballprofi aber auch, dass Deine privaten Wünsche nicht zu kurz kommen.
Beim FC Bayern seit: 1. Juli 1998 Position: Mittelfeldspieler Die wichtigsten Erfolge: EM-Teilnehmer 2004 Deutscher Meister 2003 DFB-Pokalsieger 2003 DFB-Ligapokalsieger 2004
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*1854: Nach der auf diesem Platz stehenden Mariensäule, die 1636-1639 von Kurfürst Maximilian I. zur dankbaren Erinnerung an den Sieg am Weissen Berg bei Prag (1620) errichtet wurde.
*vor 1368: nach einem reichen Rittergeschlecht Dyener (Dinaer, Diner), das 1335 erstmals urkundlich erwähnt wird und sich in München ansiedelte.
Münchner
Straßen und Plätze und ihre Herkunft
*vor 1353: In der ältesten Zeit der Stadt waren hier die Weinhändler ansässig, die ab dem 14. Jahrhundert sogar einen öffentlichen Weinmarkt abhielten.
*vor 1729, daneben bis 1805 auch noch Kloibergasse (nach der Familie KLewber des 15. Jahrhunderts) Nach dem früher an dieser Straße gelegenes Versammlungshaus der Bayerischen Landschaft oder Landstände, eine Körperschaft, in der Städte, Klöster, Ritter und Adelige vertreten
einem Bader Schramm oder oder *vor 1410: 1410:Nach Nach einem Bader Schramm Schrammer benannt.
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*vor 1729:Die Münchner Residenz, Fürstensitz der Wittelsbacher aus dem 14. Jahrhundert errichteten Neufeste; sie besteht aus 3 Hauptgebäuden: - Maximiliansche Residenz(1611-1619 unter Herzog Maximilian I.) - Königsbau ( 1826-1835 unter König Ludwig I.) - Festsaalbau (1832-1842 ebenfall unter Ludwig I.) das Antiquarium (1569-1571) ist der älteste, noch erhaltene Bau.
Wann und wie sie zu ihren Namen kamen. Genau genommen sind Straßen und Plätze ja nur anonymer Raum zwischen Häuserzeilen. Charakter und Stil bekommen sie erst, wenn Menschen ihnen Namen geben. Dabei könnte die Bezeichnung von diesem Gässchen und jenem Sträßchen in vielen Fällen einen historischen Roman erzählen. Hier verweist der Name auf ein altes Rittergeschlecht. Dort standen die VIPs unterschiedlichster Epochen Pate.
*1874: Josef Anton Ritter von Maffei (1790-1870), Reichsrat, Fabrikbesitzer, Inhaber der Goldenen Bürgermedaille der Stadt München, gründete 1837 in der Hirschau die Maffeische Maschinen- und Lokomotivenfabrik.
*um 1812: Nach der unter Kurfürst Ferdinand Maria 1663-1675 erbauten Kirche „Zum Heiligen Kajetan”, die mit dem anstoßenden Kloster den regulierenden Chorherren von Theatra (Theatiner) übergeben wurde.
*vor 1805: Karl Felix Bertrand Graf von Perusa, kurfürstlicher Hofrat, besaß im 18. Jahrhundert das südwestliche Eckhaus an dieser Straße.
*1931: Giovanni Antonio Viscardi (1645-1713), kurfürstlicher Hofober- und Landbaumeister, neben Zuccali bedeutendster Vertreter des ital. Barocks in Bayern, schuf u. a. die Pläne für die Dreifaltigkeitskirche, den Bürgersaal und die Seitenbauten von Schloss Nymphenburg in München und führte den Bau der Theatinerkirche weiter.
*vor 1368: Nach den früher hier ansässigen Schäfflern. In der Nähe stand bis 1690 der Schäfflerturm und noch um 1900 fertigten in der damaligen Schäfflergasse mehrere Handwerker Geschirr, Zuber und Schaffeln an.
*16. Jahrhundert: Nach dem Wassergraben entlang der ersten Stadtmauer, an dem Färber ihr Gewerbe betrieben.
*vor 1368: Nach der tieferen Lage dieser ehemals breitesten und verkehrreichsten Straßen Altmünchens benannt.
*vor 1729: Nach den bis ins 17. Jahrhundert hier ansässigen Sporern (=Spornmacher), die auch Trensen, Steigbügel usw. herstellten.
*vor 1368: Vermutlich nach einem Marienbild mit der Unterschrift „rosa mystica“, das bis ins 18. Jahrhundert am nordöstlichen Eckhaus dieser Straße zu sehen war.
*vor 1640: Nach einem Fresko „Daniel in der Löwengrube“, das dort früher ein Gebäude schmückte. *16. Jahrhundert: Nach dem dortigen, 1803 säkularisierten Augustinerkloster.
*vor 1365: Sendling, bereits um 782 als „ad Sentilingas“ (=Siedlung des Sentilos) genannter Ort; Sendling wurde 1877 nach München eingemeindet.
*1887: Kaspar Ett (1788-1847) Wiedererwecker der kirchlichen Tonkunst strengen Stils in München, Organist in St. Michael.
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Altes Rathaus vom Isartor aus gesehen
Durchgang zum Hof des Neuen Rathauses
Turm des Alten Rathauses
Max-Joseph-Platz, vom Residenzhof aus gesehen
Ludwigskirche
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Münchner Blickwinkel Herbert und Philipp Liebhart
Fotografiert von Herbert und Philipp Liebhart
Das Münchner Bilderbuch der besonderen Art Das soeben neu erschienene Bilderbuch „Münchner Blickwinkel“ beschreibt und schildert mit seinen Fotos zugleich die Architektur, Plätze, Straßen aber auch Situationen aus dem Alltag der Menschen gesehen, die in dieser Stadt leben.
Blick zur Frauenkirche
Hierbei haben die Fotografen Herbert und Philipp Liebhart, ihre Liebe zum Detail zum Ausdruck gebracht und ihre Heimatstadt aus den verschiedensten Winkeln betrachtet abgebildet.
Blick zur Sendlinger Straße Lampe im Prunkhof des Neuen Rathauses
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Münchner-Innenstadt-Brunnen
Der Elise-Aulinger-Brunnen auf dem Viktualienmarkt Die beliebte bayrische Volksschauspielerin wurde am 11. Dezember 1881 in der Münchner Blumenstraße, also in unmittelbarer Nähe des Viktualienmarktes, geboren. Ihr erstes Engagement bekam sie 1903 mit 22 Jahren am Münchner Volkstheater. Die Aulinger darf als Rundfunkpionierin angesehen werden, da sie 1924 als erste "Die Heilige Nacht" von Ludwig Thoma im Radio vortrug. Auch auf der Bühne charakterisierte sie besonders einfühlsam Figuren aus ThomaStücken. Elise Aulinger erfand sogar die "Ratschkathl", eine Rolle, in der später Ida Schumacher als wohl treffendste Interpretin brillierte. Nach dem Krieg war jeden zweiten Samstagnachmittag 15 Minuten lang eine Sendung mit der Aulinger im Rundfunk. Nicht nur in Volksstücken trat die Schauspielerin auf, sie verkörperte auch klassische Hauptrollen in Goethe- und IbsenStücken. Die Münchner Kammerspiele waren ihr künstlerisches Zuhause. Interessant ist, daß die Aulinger mit Max Sommer verheiratet war, der unter dem Pseudonym "Max Ferner" etliche bayerische Schwänke schrieb. Außerdem war Sie die Tante vom "Blasius, dem Spaziergänger" Sigi Sommer, der am 25.01.1996 verstarb. Als Elise Aulinger 1965 im Alter von 84 Jahren in der Ganghoferstraße starb, hatte sich
die schlichte, bescheidene Dame längst die herzliche Zuneigung der bayrischen Bevölkerung erworben. Es war daher nichts selbstverständlicher, als daß sie endlich zwölf Jahre nach ihrem Tod, 1977, mit einem von Anton Rückel gestalteten Brunnendenkmal auf dem Viktualienmarkt geehrt wurde. Der Bronzeguß stammt von Hans Mayr und der Brunnenaufbau aus Kirchheimer Muschelkalk von Martin Feicht aus München. Elise Aulinger ist sitzend, mit einem Buch in der Hand, dargestellt, und wer genau hinhört, glaubt zu vernehmen, wie die Aulinger Ludwig Thomas "Heilige Nacht" vorträgt: "Jetzt, Leuteln, jetzt loost's almal zua! Mei Gsangl ist wohl a weng alt, Es is aba dennascht schö gnua. I moan, daß's enk allesamt gfoit. Es war selm in Nazareth hint A Mo, der si Joseph hat gnennt; So brav, wia ma net oft oan findt Und wia ma's net glei so kennt. ..." Die Entstehung verdankt das Brünnerl übrigens einem 91jährigen Lokomotivführer a.D. namens Eugen Kiesel. Dieser Münchner Bürger war ein Leben lang von der meisterhaften Vortragskunst der Aulinger begeistert.
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Die Fassade as Neue Rathaus
Die neugotische Fassade am Marienplatz ist eine unsymmetrische Anlage, die sich in zwei Teile gliedert: den Altbau mit dem reichverzierten Mittelgiebel und dem Neubau mit dem 80 m hohen Turm. An der gesamten Marienplatzseite entlang ziehen sich Spitzbogenarkaden über denen sich Terrassen befinden. Diese Terrassen wurden (und werden noch) bei festlichen Aufzügen als Galerien verwendet. Dabei erinnern sie auch an die so genannten "finsteren Bögen", die früher den Schrannenplatz (heute Marienplatz) umzogen. Prunkstück der Fassade ist der Turm, in dessen zweiten und dritten Obergeschoss je eine reichverzierte Erkerlaube hervorspringt. Die Laube des 2. Obergeschosses wird "Königslaube" genannt. Hinter ihr erstreckte sich früher der Repräsentationsraum für den I. Bürgermeister. Im neunten Stockwerk des Rathausturmes ist eine 4 m hohe Uhr angebracht, die im kunstvollen Mettlacher Mosaik ausgeführt wurde. Im Erdgeschoss befindet sich der Haupteingang des Gebäudes, der von einem schmiedeeisernen Gitter mit dem großen Münchner Stadtwappen verziert ist. Der Haupteingang stellt gleichzeitig den Eingang zum Prunkhof dar.
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Einen besonderen Blickfang der Fassade bildet das Reiterstandbild in Bronze unter einem Steinbaldachin. Die von Ferdinand von Miller geschaffene Reiterstatue zeigt den Prinzregenten Luitpold, der nach dem Tod seines Neffen, König Ludwig II., 1886 die Regierung übernahm. Unter der Regentschaft Luitpolds wurde das Neue Rathaus fertig gestellt.
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n den für Bayern bedrohlichsten Tagen des Jahres 1632, als die Schweden München und den größten Teil des Landes besetzt hielten, gelobte Kurfürst Maximilian „…. Ein gottgefälliges Werk anzustellen, wenn die hiesige Hauptstadt und auch die Stadt Landshut vor des Feindes endlichem Ruin und Zerstörung erhalten würde“.
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ach seiner Rückkehr fasste er im September 1635 den Beschluss, sein Gelübde durch die Errichtung eines „ansehnlichen Monuments“ zu erfüllen. Ende des Jahres 1637 wurde mit der Aufstellung der Säule begonnen, und am 7. November 1638 fand die feierliche Einweihung statt. Die bekrönende Marienfigur, ein Werk des Bildhauers Hubert Gerhard von 1593, hatte von 1609 bis 1620 auf dem provisorischen Hochaltar der Frauenkirche gestanden. Die vier kämpfenden Putti (kleine Engelsfiguren), die den 13. Vers des Psalms 90 versinnbildlichen, … über die die Schlange und den Basilisk wirst du schreiten und den Löwen und den Drachen wirst du treten“, kamen erst 1641 zur Aufstellung.
Die Mariensäule 24
Als der Welfenherzog Heinrich der Löwe im Jahr 1158 die Zollbrücke an der Isar bei Oberföhring zerstören ließ und sie an der Stelle der heutigen Ludwigsbrücke wieder aufbauen ließ, schuf er damit die Grundlage für den heutigen Wirtschaftsstandort München. Mit der Verlegung der Brücke wurde der wichtigste Handelsweg der Salztransporte auf München zugeschnitten.
eingeführt werden durfte. Zusätzlich mussten alle Waren, die in die Residenzstadt kamen, durch das kaiserliche Stapelrecht 3 Tage lang in München gelagert werden. Die Folge davon war natürlich, dass eine entsprechende notwendige Infrastruktur an Handelshäusern, Versorgungsangeboten für Mensch und Tier geschaffen werden musste. Entsprechende Handwerke siedelten sich an, von denen heute noch zahl-
Von der Schlagbaum v. d. Isartor 1810
Später wurde sogar die Kesselbergstraße zwischen Kochel- und Walchensee gebaut, nur um den direkten Weg der Handelsware nach München zu gewährleisten. Dies allein hätte jedoch immer noch nicht genügt, um den Salzhandel ganz auf den neu gegründeten Marktplatz zu richten, erst als München unter der Herrschaft der Wittelsbacher zur Residenzstadt aufstieg und Kaiser Ludwig der Bayer im Jahr 1322 die Goldene Bulle erließ, wurde der Grundstein zum wirtschaftlichen Aufstieg der ehemals eher unbedeutenden Ansiedelung an der Isar gelegt. In dieser kaiserlichen Anordnung wurde u.a. festgelegt, dass alle Salztransporte aus Reichen-
Der Isartorplatz um 1865
hall und Hallein nur an der Isar übergeführt werden durften, und das Salz nur von den Münchner Salzsendern den sog. Krötelherren nach München
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Blick durchs Tal, zum alten Rathausturm 1860
Salzstraße
reiche Straßennamen zeugen, die rechts- und links von der ehemaligen Salzstraße vom Isartor bis zum Karlstor abzweigen. So findet man die Schäfflergasse, die Küchelbäckerstraße , die Ledererstraße und viele
Steinen aufgefüllt, so dass dort u.a. auch Turniere stattfinden konnten. An den Werktagen war dieser Platz aber überwiegend dem Handel vorbehalten. Seit 1365 fand hier der Kräuter und Eiermarkt statt, zweimal in der Woche kamen die Getreidebauern aus der Umgebung nach München. Frischen Fisch kaufte man am Fischmarkt an der Einmündung zur Dienerstraße. Der Markt für Schweine und Geflügel fand an der Ecke zur heutigen Weinstraße statt. Aber auch
Das Isartor 2004
andere mehr. Auch heute begegnet man im Tal und in der Neuhauerstraße vielen Wirtshäusern, die bereits im Mittelalter für die Versorgung der Handelstreibenden und der Münchner Bürger sorgten. Hatte man nach dem Isartor auch das Talburgtor bez. das alte Rathaustor (bis 1208 war hier das obere Zoll- und Markttor) passiert, kam man auf den Schrannenplatz, den seit 1854 umbenannten Marienplatz. Dieser war durch die sogenannte Freiung durch Kaiser Ludwig erst zum Handels- und Veranstaltungsort, in besonderen Fällen auch zum Hinrichtungsort geworden. Da alle hinderlichen Gebäude, die die freie Entfaltung des Platzes hinderten, entfernt worden waren, wurde der Platz mit Sand und
Blick durchs Tal, zum neuen Rathausturm 2004
Seifen, Besen, bunte Kisten, die die Kistlerfrauen lieferten und andere für den Haushalt notwendige Dinge konnte man auf diesem Markt oder später dem Viktualienmarkt kaufen. Wer trockenen Fußes einkaufen wollte, konnte dies in Läden tun, die sich im Erdgeschoß der Bürgerhäuser befan-
den, die sich rund um den Platz angesiedelten hatten und deren Eingang durch Lauben beschützt wurden. Einige dieser Häuser mussten im 19. Jhd. dem Bau des Neuen Rathauses weichen. Bewegte man sich auf der „ehemaligen Salzstraße „ weiter, kam man zum Schönen Turm, der zunächst das Obere Tor der Stadt war, später aber nach der Erweiterung durch das Karlstor ersetzt wurde. Den Schönen Turm gibt es heute nicht
Hier an der Ecke des ehemaligen Augustinerklosters endet, bedingt durch das ehemalige Stadttor. die Kaufinger Straße und beginnt die Neuhauser Straße, die für die Händler damals die Richtung zur Neuhauser Schwaige darstellte. Beide Straßennamen leiten sich von alten Patrizierfamilien der Stadt ab und zählen zu den ältesten Straßennamen. Damals traf man sich an Plätzen oder Ecken, wie dem Altheimer - oder dem Wurmeck am Marienplatz, da Straßen-
Das Karlstor 2004
zur Einkaufsmeile namen erst später gebräuchlich wurden. Hatte man die 1200 m vom Isartor zum ehemaligen Neuhauser Tor, dem heutigen Karlstor durchfahren oder durchlaufen, verließ man das Stadtgebiet und begab sich auf die Reise nach Augsburg oder anderen damals bedeutenden Handelsorten.
Der Marienplatz gegen Osten 1897
verkehr, der dort herrschte, zu beenden. 1968 fuhr der letzte Wagen der Tramlinie 19 durch die Kaufingerstraße /Neuhauser Straße. 1972 wurde dann die heutige Fußgängerzone eingeweiht. Damit schloss sich der Kreis von der mittelalterlichen Salzstraße mit all seinen dazugehörigen Handelswaren bis zur modernen Einkaufsmeile für Münchner Bürger und Gäste aus aller Welt.
mehr, wer jedoch beim Spaziergang durch die Innenstadt vor dem Bekleidungshaus Hirmer stehen bleibt und den Kopf nach oben richtet, sieht an der westlichen Ecke des Hauses eine Nachbildung des ehemaligen Stadtturms. Wenn der Betrachter allerdings mit gesenktem Kopf durch die Stadt eilt, kann er bei genauem Hinsehen eben vor dieser Ecke die
Das Karlstor 1857
Die Neuhauser Straße 2004
ehemaligen Umrisse des Schönen Turms entdecken, der durch eine besondere Pflasterung erkennbar ist. 1807 wurde der Turm abgerissen,
Heute ist das Karlstor nicht mehr die Grenze unserer Millionenstadt, aber das Gebiet innerhalb der ehemaligen Stadtmauer ist noch immer unsere Gute Stube und Zentrum des Einkaufsgeschehens. So richtig wurde sie dazu allerdings erst nach dem Zweiten Weltkrieg durch den Beschluss des Münchner Stadtrats aus dem Jahr 1966, als dieser beschloss, die Fußgängerzone zu schaffen, um damit den Fahr- und Straßenbahn-
Der schöne Turm 2004
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1/Januar 2005
Impressum
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5 S h o p p i n g m i t B a s t i a n S ch we i n s te i ge r 7 Münchner Straßen und Plätze
Inhalt
Herausgeber: Mario Schmidbauer Sedanstraße 14 81667 München e-mail: mario.schmidbauer@t-online.de
u n d i h r e H e r k u n ft
9 für Sie probiert.....
vo n d e r B r e z ` n b i s z u r H u m m e r s u p p e
15 gesehen bei... Einkaufstipps
19 Münchner Blickwinkel
22 Münchner-Innenstadt-Brunnen Elise Aulinger Brunnen
23 Die Fassade N e u e s Ra t h a u s
29 Von der Salzstraße zur Einkaufsmeile
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