Nr. 84/17 – KW 42/2
Aufwendiger Herstellungsprozess Von der Kakaobohne bis zur Schoggitafel
Wie gesund ist Kakao? Viele wertvolle Substanzen
Die Geschichte der Schokolade Vor Ăźber 3000 Jahren entdeckt
Schokolade ist nicht nur süss Schokolade verführt, versüsst das Leben, tröstet, sorgt für schnelle Energie, kann sogar gesund sein und glücklich machen. Bis sie soweit ist, hat sie einen spannenden Herstellungsprozess hinter sich.
Von der Bohne bis zum Riegel «Wächst Schoggi auf den Bäumen, in einem Zauberland, ganz weit weg?», fragen Kinder manchmal. Nicht ganz, werden die Eltern lächelnd antworten. Der Kakao, die wichtigste Zutat, wächst aber tatsächlich auf Bäumen – und der tropische Regenwald, beispielsweise in Südamerika oder Afrika, ist ja auch so etwas wie ein exotisches Zauberland. Bis der Kakao bei uns als feine Schokolade in tausend Variationen genossen werden kann, ist es ein weiter Weg. Zuerst werden die reifen Früchte des Kakaobaumes – die eine ähnliche Form wie Rugby-Bälle haben – geerntet. Im Innern der Frucht befinden sich 20 bis 60 Samen, die Kakaobohnen. In den Schokoladenfabriken werden diese gereinigt und anschliessend geröstet. Dadurch entsteht der intensive Kakaoduft und auch die Schokoladenfarbe. In Kakaomühlen werden die Bohnen dann zu einem Brei, der Kakaomasse, zermahlen. Diese wird mit Kakaobutter und Zucker vermischt, woraus schliesslich Schokolade entsteht, die in Tafelform gegossen wird oder auch als Riegel oder Schoggistängeli daherkommt.
Und wer hat sie erfunden? Nein, nicht die Schweizer – obwohl die Schweiz als Schokoladenland weltberühmt ist. Die Olmeken, ein Volk, das um 1500 bis 400 vor Den Weg nach Europa fand die Schokounserer Zeitrechnung lade nach der Entdeckung von Amerika durch Christoph Columbus im Jahr 1492. im Gebiet des heutigen Ostmexikos lebte, genossen bereits den Kakao. Sie pflegten und züchteten die Bäume und gelten als die ersten Kakaobauern der Welt. Später übernahmen die bekannteren Maya und die Azteken dieses Wissen. Auf Maya-Keramiken wurden Zeichnungen von Kakaobohnen und -getränken gefunden. Den Weg nach Europa fand die Schokolade nach der Entdeckung Amerikas durch Christoph Kolumbus im Jahr 1492. Von Spanien breitete sie sich über Italien und Frankreich über ganz Europa aus. Schokolade war allerdings zu dieser Zeit ein sehr elitäres Produkt der Reichen, das vor allem als warmes Getränk genossen wurde. Erst während der industriellen Revolution im 19. Jahrhundert wurde Schokolade zum Massenprodukt. 1875 erfanden Henri Nestlé und Daniel Peter die Milchschokolade, wie wir sie heute als Tafel oder in anderen Formen kennen.
Schokolade ist nicht nur süss Noch vor etwas mehr als 100 Jahren war Schokolade nur in Apotheken erhältlich: als Kräftigungsmittel und für die Nerven. In der Schokolade stecken tatsächlich verschiedene Substanzen, denen eine stimmungsaufhellende Wirkung zugeschrieben wird. So enthält Kakaopulver Theobromin, das ähnlich wie Koffein den Kreislauf anregt und zudem stimmungsaufhellend ist. Andere Substanzen
Ob als Schokolade oder in flüssiger Form – Kakao ist immer ein Genuss.
Die Kakaobohnen werden noch von Hand mit Macheten von den Bäumen abgetrennt und sorgfältig transportiert.
hat’s in sich!
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können sich positiv auf den Blutdruck und die Gesundheit des Herzens auswirken. Etwas stärker ist dieser Effekt bei dunkler Schokolade, die viel mehr Kakaopulver enthält als Milchschokolade.
Allerdings gehört Schokolade nicht zu den Lebensmitteln, die der Mensch braucht, um den Bedarf an Nährstoffen zu decken. Der Genuss steht also im Vordergrund – und bereits das kann Glücksgefühle erzeugen, was im weitesten Sinne gesund ist.
Swiss Chocolate Adventure im Verkehrshaus Luzern Vom Anbau der Kakaobohne über den Transport in die Schweiz bis zur Herstellung und zum Vertrieb des Fertigprodukts Schokolade wird die ganze Wertschöpfungs- und Transportkette in einer Multimediashow veranschaulicht. www.verkehrshaus.ch
A
e h c s i k zte
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Kak ao
Für 4 Tassen Zutaten 4 Tassen Wasser 1 Stange Vanille (ca. 8 cm Länge), längs halbiert 1 grüne Chili, entkernt, gehackt 1 Tasse dunkles Kakaopulver 1-2 EL flüssiger Honig Zubereitung Das Wasser mit der Vanillestange und der Chili 10-15 min aufkochen lassen. Den Kakao mit etwas Wasser anrühren und zu den Zutaten geben. Aufkochen lassen und die Vanillestange herausnehmen. Das Getränk mit dem Mixstab so fein pürieren, dass von den Chilistückchen nichts mehr zu spüren ist. Der Kakao muss schäumen. Anschliessend den Honig zugeben und warm geniessen.
Der Weg der Schokolade
Der Pro-Kopf-Schokoladenkonsum in der Schweiz betrug im Jahr 2016 11.1 kg.
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