Nr. 69/17 – KW 35/1
Dunkelheit Erst durch Licht sehen wir Farbe
Lichtwellen Wieso erscheint die Tomate rot?
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Was ist Farbe … und wie entsteht sie?
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Wieso uns die Welt bunt erscheint Die Welt ist voller Farben, aber nur, weil wir sie uns so machen. Im Grunde existieren Farben nicht, wieso nehmen wir sie dann wahr? Ist alles dunkel, können wir keine Gegenstände erkennen. Erst durch Licht sehen wir die Dinge. Das für das menschliche Auge sichtbare Licht verbreitet sich in Wellen: in kurzen, mittleren und langen Lichtwellen. Die jeweilige Wellenlänge entscheidet darüber, in welcher Farbe wir etwas wahrnehmen. Physikalisch betrachtet sind Farben also nicht mehr als Licht einer bestimmten Wellenlänge.
Die Spektralfarben des Regenbogens Für uns Menschen ist Licht im Bereich von 780 Nanometer (Rot) bis 380 Nanometer (Violett) sichtbar – also Millionstel Millimeter. Obwohl es uns weiss erscheint, setzt es sich in Wahrheit aus allen Spektralfarben zusammen, also aus Rot, Orange, Gelb, Grün, Blau und Violett. Dies ist bei einem Regenbogen besonders gut zu erkennen: Trifft das weisse Sonnenlicht auf einen Regentropfen, wird es gebrochen und dabei in seine farbigen Bestandteile zerlegt. Die einzelnen Farben des Regenbogens können wir sehen, weil das farbige Licht vom Regentropfen reflektiert wird – sofern uns die Sonne im Rücken steht.
Eine rote Tomate zum Beispiel erscheint deshalb rot, weil sie alle Lichtanteile ausser Rot absorbiert und nur die roten Lichtwellen in unser Auge zurückwirft, wo sie schliesslich auf Farbrezeptoren in der Netzhaut treffen.
Vorgänge im Gehirn
Licht wird «geschluckt»
Die drei Farbrezeptoren in der Netzhaut, auch Zapfen genannt, sind jeweils für eine bestimmte Lichtwellensorte empfindlich, nämlich für kurze blaue, mittellange grüne oder lange rote Wellen. Durch die in einer Farbe enthaltenen Farbbestandteile werden diese Zapfen angeregt, die Farb-Information über den Sehnerv an das Gehirn weiterzugeben. Handelt es sich bei den Lichtwellen um ein Farbgemisch wie etwa Orange, wird der «rote» Zapfen stärker und der grünempfindliche Zapfen weniger stark aktiviert. Aus diesen zwei Informationen mischt das Gehirn die entsprechende Farbe zusammen. Unser Gehirn ist in der Lage, alle Farben aus diesen drei Primärfarben Blau, Grün und Rot herzustellen.
Trifft nun das weisse Licht, in dem alle Farben vertreten sind, auf einen Gegenstand, werden einige Lichtwellen «geschluckt», andere von der Oberfläche reflektiert.
Besser als jeder Computer
Eine rote Tomate erscheint rot, weil sie alle Lichtanteile ausser Rot absorbiert.
hat’s in sich!
Farbe ist also nicht einfach da. Es gibt sie nur in dem Moment des Sehens. Unsere Wahrnehmung der Farbe besteht aus der Zusammenarbeit zwischen Augen und Gehirn. Unser Gehirn empfängt und verarbeitet die Licht- und Helligkeitsimpulse nach einem speziellen Ordnungssystem, besser als jeder Computer der Welt. Jeder Moment unseres Sehens wird ununterbrochen neu verarbeitet und interpretiert. Nur so können wir Farbe wahrnehmen.
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Farbenblindheit
Jemand, der «farbenblind» ist, kann keine Farben sehen. Daneben gibt es die Rot-Grün-Schwäche, von der vor allem Männer betroffen sind. Eine tatsächliche Farbenblindheit tritt nur sehr selten auf. In diesen Fällen kann die betroffene Person tatsächlich überhaupt keine Farben erkennen. Dann müssen die Hell-Dunkel-Rezeptoren die gesamte Sehleistung übernehmen. Beim Holi, dem indischen Frühlingsfest, bestreut man sich mit Farbpulver.
Ihre persönliche Farbwahrnehmung testen können Sie unter www.sehtestbilder.de
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Wissen Sie, wie Farben entstehen?
Sehen Sie die 2? Falls nicht, könnten Sie an einer Rot-Grün-Schwäche leiden.
Farbkreis
Der Farbkreis dient zur Beschreibung und Unterteilung der Farben. Die Komplementärfarben liegen sich in einem Farbkreis stets gegenüber. Sie ergeben zu gleichen Teilen gemischt einen neutralen Grauton. Komplementärfarben gelten als die Farben mit dem grösstmöglichen Kontrast zueinander wie Gelb – Violett, Rot – Grün und Blau – Orange.
Herausgeberin: Direct Mail Company AG - Geschäftsbereich IN-Media, Postfach, CH-4018 Basel, info@in-media.ch Werbeverkauf: T +41 61 338 98 98; Text: Nicole Amrein; IN-Media Gestaltung: IN-Media
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