Klassische Moderne 30. Juni 2022
Alfons Walde (Detail), Kat. Nr. 2030, € 180.000–320.000
Josef Stoitzner (Detail), Kat. Nr. 2042
Friedrich König (Detail), Kat. Nr. 2010
Carl Moll (Detail), Kat. Nr. 2054
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Auktion 28.–30. Juni 2022 Dienstag, 28. Juni 2022 Alte Meister Gemälde des 19. Jahrhunderts
15 Uhr 17 Uhr
Mittwoch, 29. Juni 2022 Antiquitäten Jugendstil & Design
14 Uhr 18 Uhr
Donnerstag, 30. Juni 2022 Klassische Moderne Zeitgenössische Kunst
15 Uhr 17 Uhr
Besichtigung der Schaustellung 23.–30. Juni 2022 Montag–Freitag 10–18 Uhr, Samstag & Sonntag 10–17 Uhr
Ferdinand Kitt (Detail), Kat. Nr. 2115
Nehmen Sie ganz einfach an der Auktion teil: 1. Seien Sie live im Saal dabei 2. Bieten Sie schriftlich, am Telefon oder lassen Sie sich von unserer Sensalin vertreten. Den Kaufauftrag finden Sie unter: tinyurl.com/imkinsky-kaufauftrag 3. Nutzen Sie unser Online Bidding für ein ungebundenes und bequemes Bieterlebnis It‘s easy to take part in the auction: 1. Bid live in the auction room 2. Bid with a written order bid, on the phone or let our broker represent you. Download the order bid form here: tinyurl.com/imkinsky-kaufauftrag 3. Take advantage of our Online Bidding and enjoy the bidding process in comfort and without being tied down
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Klassische Modene Modern Art
Donnerstag 30. Juni 2022 Kat. Nr. 2001–2147 15 Uhr Thursday 30 June 2022 Lots 2001–2147 3 pm
2001 Egon Schiele (Tulln 1890–1918 Wien) Männlicher Akt, 1908 Kohle auf Papier; 35,3 × 23 cm Signiert und datiert links unten: Schiele / Egon / 08 Provenienz Rudolf Leopold, Wien; Privatbesitz, Wien; Sotheby's London, 04.12.1996, Nr. 301; seit 1998 österreichischer Privatbesitz Literatur Jane Kallir, Egon Schiele. The Complete Works, New York 1998, D. 226a, Abb. S. 662 (dort mit den Maßen 34,9 x 22,5 cm) Gutachten von Prof. Dr. Rudolf Leopold, 1. Oktober 1998, liegt bei. € 15.000–30.000
„Umseitige Zeichnung (Photo) eines stehenden nackten Mannes, der eine Stange hält, ist eine originale Arbeit von Egon Schiele. Technik: schwarze Kreide auf Papier, 35 x 22,5 cm. Links unten vom Künstler signiert u. datiert: Schiele Egon 08. [= 1908].“ (Gutachten Prof. Dr. Rudolf Leopold, Wien, 1. Oktober 1998)
Foto aus Schieles Schülerausweis der Akademie, Wien, 1908, abgebildet in: Christian M. Nebehay, Egon Schiele. Leben und Werk. Salzburg 1980, S. 50
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2002 Gustav Klimt (Wien 1862–1918 Wien) Studie eines Kindes (Studie im Zusammenhang mit dem Fakultätsbild „Philosophie“ 1900–1907) Braune Kreide, weiß gehöht auf Papier; 37,5 × 27 cm (Passep.-Ausschnitt), 39,6 × 29,6 cm (Blattmaß) Signiert rechts unten: Gustav / Klimt Sammlungsstempel Otto Brill rückseitig Provenienz Sammlung Otto Brill, Wien und London (verso mit Sammlerstempel, Frits Lugt 2005a); Dorotheum Wien, 12.–15.12.1978, Nr. 1368, Taf. 192; Dorotheum Wien, 03.12.1996, Nr. 1; seit 1998 österreichischer Privatbesitz Literatur Alice Strobl, Gustav Klimt. Die Zeichnungen 1878–1903, Bd. I, Salzburg 1980, WV-Nr. 485, Abb. S. 157 (dort mit den Maßen: 39 x 29,5 cm) Gutachten von Prof. Dr. Rudolf Leopold, 1. Oktober 1998, liegt bei. € 10.000–20.000
Gustav Klimt, Die Philosophie, 1900–1907, Mai 1945 auf Schloss Immendorf, Niederösterreich, verbrannt, abgebildet in: Tobias G. Natter (Hg.) Gustav Klimt. Sämtliche Gemälde, Köln 2012, S. 83
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2003 Gustav Klimt (Wien 1862–1918 Wien) Aufgestützt Liegende mit hochgerafftem Kleid, 1908/09 Blauer Farbstift auf Papier; 36,8 × 55,7 cm Verso: Stehende mit erhobenem linken Arm, 1906/07, roter Farbstift Nachlass-Stempel rückseitig Provenienz aus dem Nachlass des Künstlers; Wienerroither & Kohlbacher, Wien; österreichischer Privatbesitz Ausstellungen 2015 Paris, Pinacotheque de Paris, Au Temps de Klimt. La Secession a Vienne; 2016 Bernried am Starnberger See, Buchheim Museum der Phantasie, Klimt und Shunga. Explizit Erotisches aus Wien und Japan, 19. März – 19. Juni Literatur Marian Bisanz Prakken, Moderne Kunst – Modern Art, Bd.13, Wienerroither & Kohlbacher (Hg.), Wien 2008, Nr. 11 (Abb.); Marian Bisanz-Prakken, Gustav Klimt. Drawings/Zeichnungen, Wienerroither & Kohlbacher (Hg.), Wien 2012, Nr. 17 (Abb.); Mona Horncastle, Daniel J. Schreiber (Hg.), Alfred Weidinger (Mitautor), Klimt und Shunga. Explizit Erotisches aus Japan und Wien, Katalog zur Ausstellung, Buchheim Museum der Phantasie Bernried am Starnberger See, Buchheim Verlag 2016, Abb. S. 68/69; Marian Bisanz-Prakken, Gustav Klimt. Drawings, Wienerroither & Kohlbacher (Hg.), W&K Edition, Wien 2018, Nr. 45 Dr. Marian Bisanz-Prakken (Albertina, Wien) wird diese Zeichnung in den Ergänzungsband zu dem von Alice Strobl publizierten Werkverzeichnis der Zeichnungen von Gustav Klimt aufnehmen. € 100.000–200.000
Rückseite
Die in blauem Farbstift gezeichnete Studie mit einer aufgestützt liegenden Frau erinnert in mancher Hinsicht an die Zeichnungen, die Klimt um 1905–06 für das Gemälde „Wasserschlangen II“ (1904–07, 2. Zustand) geschaffen hat – vor allem in der parallelen Anordnung der Figur zur Bildfläche wie auch im wasserähnlichen Linienfluss des hochgerafften Gewandes. Dennoch dürfte das (...) Blatt vor allem angesichts des komplizierten Raum-Flächenverhältnisses etwas später entstanden sein. Der Arm, mit dem die Frau ihren Kopf stützt, wurde perspektivisch verkürzt wiedergegeben und gleichzeitig flächig projiziert, wobei der Unterarm und die Hand einen rechten Winkel bilden. Gemeinsam mit dem dreieckig zusammengefassten Kopf und dem rechtwinkligen Ausschnitt des Gewandes ergibt sich ein streng-geometrisches Flächengebilde. (...) Noch befindet Klimt sich hier in der Phase seines geometrisch-orientierten Goldenen Stils, von dem er sich bald darauf verabschieden wird. Demzufolge weisen seine nach etwa 1910 entstandenen Aktstudien einen höheren Grad an Natürlichkeit und eine neue Räumlichkeit auf. (Marian Bisanz-Prakken, 2008)
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2004 Alfons Walde * (Oberndorf 1891–1958 Kitzbühel) Kameraden der Berge, um 1932 Öltempera auf Papier auf Karton; 17,7 × 13,1 cm Signiert links unten: Walde Rückseitig Künstlerstempel: Maler-Architekt / Alfons Walde / Kitzbühel / Tirol Rückseitig von Luis Trenker gewidmet: für Josi, Rosi und Alexander / am 20. Jänner 1980 – von Pa Luis Vorlage für den Bucheinband der 1932 erschienenen Auflage von Luis Trenkers Buch „Kameraden der Berge“ Provenienz direkt vom Künstler an Luis Trenker; seit 1980 im Besitz der Familie Trenker (siehe rückseitige Widmung); österreichischer Privatbesitz Das Bild ist im Werksarchiv von Alfons Walde registriert. € 35.000–70.000
Detail Künstlerstempel Rückseite
Alfons Walde und der eineinhalb Jahre jüngere, in Gröden geborene Luis Trenker (1892–1990) gingen auf dieselbe Realschule in Innsbruck, beide besuchten später auch die Technische Hochschule in Wien, kannten sich also schon lange bevor sie ihre Karrieren starteten, das Kriegserlebnis in den Dolomiten war zudem ein verbindendes Element in ihrer Freundschaft. So war es naheliegend, dass Walde den Romanen Trenkers ihr Gesicht verlieh, umso mehr, da sich der Stil des Malers mit dem Hang zu Pathos und Stilisierung des Filmmachers und Schriftstellers (der sich dabei gerne eines Ghostwriters bediente) durchaus verbinden ließ. Bei den „Kameraden der Berge“ erkennt man in der linken Figur sogleich die Züge Luis Trenkers, mit dem entschlossenen Blick, dem markanten Hut und dem nicht weniger charakteristischen roten Halstuch. Der Bergsteiger dahinter weist weniger individuelle Züge auf, zeigt im parallelistischen Hodler’schen Sinne aber eine ähnliche Haltung, ähnliche Kopf bedeckung und ähnliches weißes Hemd – Kameraden eben mit der gleichen Haltung und dem gleichen Ziel. Es muss ein schroffes Gebiet sein, in das sie sich vorgewagt haben, wie die Felszacken im Hintergrund andeuten, aber der Blick richtet sich nach vorne, nach oben, der Himmel über ihnen ist weit ... Luis Trenkers Romane werden heutzutage wohl von kaum mehr jemandem gelesen und werden eher als Zeitphänomene gesehen, Waldes Coverentwürfe sind demgegenüber am Kunstmarkt gefragt wie noch nie, vielleicht auch weil sie die Bergromantik mit einem gewissen Augenzwinkern betrachten. (Carl Kraus)
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2005 Alfons Walde * (Oberndorf 1891–1958 Kitzbühel) Duell in den Bergen, um 1951 Öltempera auf Papier auf Karton; 17,8 × 13,2 cm Signiert unten mittig: A. Walde Rückseitig originales Künstleretikett Vorlage für den Bucheinband der 1951 erschienenen Auflage von Luis Trenkers Buch „Duell in den Bergen“ Provenienz direkt vom Künstler an Luis Trenker; seit 1980 im Besitz der Familie Trenker; österreichischer Privatbesitz Das Bild ist im Werksarchiv von Alfons Walde registriert. € 35.000–70.000
Bucheinband zu „Duell in den Bergen“, Luis Trenker
Ein kurzer Blick zurück genügt: wenngleich noch ameisengleich, die Gegner sind nahe! Mit sicherem Gespür für die Dramatik hat Alfons Walde das „Duell in den Bergen“ eingefangen. Die Szenerie spielt in Trenkers heimatlichen Dolomiten, eine Schmugglergeschichte am Grenzgebiet zu Italien, die dieser auch als Film herausbrachte („ein abenteuerlicher nach amerikanischem Muster auf bereiteter Stoff mit ausgezeichneten Naturaufnahmen und dilettantischen Dialogen“, Lexikon des Internationalen Films). Der an eine der Drei Zinnen erinnernde Felsen im Hintergrund leuchtet in satten Orangetönen, darunter liegen grüne Wiesen, während wir im Vordergrund eine Senke mit zum Teil im Schatten liegenden Flanken sehen. Schneereste da und dort beleben die an sich schon spektakuläre Landschaft. Genau diese Kontraste, Diagonalen und Gegendiagonalen, Hell und Dunkel, eine große Figur im Vordergrund, mehrere ganz kleine im Hintergrund, sind es, mit denen der Maler Spannung erzeugt. Trenker war sicher begeistert vom Entwurf. Walde hat für viele Romane und Erzählungen Luis Trenkers vor und nach dem Krieg die Buchumschläge gestaltet: „Meine Berge“ (1930), „Heimat aus Gottes Hand“ (1950), „Sonne über Sorasass. Ein heiterer Roman aus den Dolomiten“ (1953), „Ein Leben für die Berge“, „Berühmter Mann“… In der Zeit der Diktatur war der Maler weit weniger umtriebig als der Filmemacher und Schriftsteller. (Carl Kraus)
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2006 Alfons Walde * (Oberndorf 1891–1958 Kitzbühel) Erotik, um 1923 Öl auf dünnem Karton; 17 × 12,3 cm Originales Künstleretikett rückseitig Knick und Farbabreibungen links oben Provenienz Privatbesitz, Wien; Dorotheum Wien, 03.12.1997, Nr. 41; österreichischer Privatbesitz Das Bild ist im Werksarchiv von Alfons Walde registriert. € 5.000–10.000
Detail Rückseite
2007 Alfons Walde * (Oberndorf 1891–1958 Kitzbühel) Liebesakt Bleistift auf Papier; 23 × 29 cm Rückseitig Nachlass-Stempel mit Bestätigung von Guta E. Berger, geb. Walde, und Michael Berger Walde Provenienz aus dem Nachlass des Künstlers; österreichischer Privatbesitz Das Bild ist im Werksarchiv von Alfons Walde registriert. € 5.000–10.000
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2008 Alfons Walde * (Oberndorf 1891–1958 Kitzbühel) Erotische Szene, verso Akt Bleistift auf Papier; 33,5 × 20 cm (Rahmenausschnitt) Rückseitig Nachlass-Stempel mit Bestätigung von Guta E. Berger, geb. Walde, und Michael Berger Walde Provenienz aus dem Nachlass des Künstlers; österreichischer Privatbesitz Das Bild ist im Werksarchiv von Alfons Walde registriert. € 5.000–10.000
2009 Alfons Walde * (Oberndorf 1891–1958 Kitzbühel) Liebespaar Bleistift auf Papier; 23,5 × 15 cm Rückseitig Nachlass-Stempel mit Bestätigung von Guta E. Berger, geb. Walde, und Michael Berger Walde Provenienz aus dem Nachlass des Künstlers; österreichischer Privatbesitz Das Bild ist im Werksarchiv von Alfons Walde registriert. € 5.000–10.000
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2010 Friedrich König (Wien 1857–1941 Wien) Jägerinnen, 1906 Öl auf Leinwand; 158 × 105 cm Signiert und datiert rechts unten: F. König / 1906 Rückseitig Etikett: Internationale Kunstausstellung Rom 1911/430 Provenienz Dobiaschofsky Auktionen Bern, 2001, Nr. 712; Kunsthandel, Wien, 2005; Privatbesitz, Frankreich; Auktionshaus im Kinsky Wien, 24.04.2018, Nr. 896; österreichischer Privatbesitz Ausstellung 1911 Rom, Internationale Kunstausstellung, Nr. 430 Literatur Heinrich Fuchs, Die österreichischen Maler des 19. Jhs., Bd. 2: G-K, Wien 1972, S. 324 (s/w-Abb.); Katalog Internationale Kunstausstellung Rom, Österreichischer Pavillon, Rom 1911, S. 135 (s/w-Abb.); Internationale Kunstausstellung Rom 1911, Wien 1911, Abb. Saal IV (Hauptsaal), (s/w-Abb.) € 25.000–50.000
Saal IV (Hauptsaal), Internationale Kunstausstellung Rom, Österreichischer Pavillon, Rom 1911, abgebildet in: Internationale Kunstausstellung Rom, Wien 1911, Abb. Saal IV (Hauptsaal)
Friedrich König war Gründungsmitglied der Wiener Secession und zählte somit zur „Malerelite“ der Donaumonarchie um die Jahrhundertwende. 1905 kam es jedoch zu Meinungsverschiedenheiten unter den Mitgliedern und schließlich zur Abspaltung einer Gruppe um Gustav Klimt, zu der auch Kolo Moser und Carl Moll zählten. Josef Engelhart führte die verbliebenen Künstler an. Diese hatten eine konservativere Einstellung als die Klimt-Gruppe und wurden als Naturalisten bezeichnet. Zu ihnen gehörte auch Friedrich König, der für seine stimmungsvollen Landschaften und figuralen Szenen, die oft mythologische Inhalte hatten, geschätzt wurde. Vorliegende Arbeit war im österreichischen Pavillon bei der internationalen Kunstausstellung in Rom 1911 ausgestellt. Dargestellt sind zwei Jägerinnen mit drei Hunden, bewaffnet sind die jugendlichen Frauen mit Pfeil und Bogen beziehungsweise mit einem Speer. Die beiden Frauengestalten befinden sich auf einer Wiese vor einem Laubwald, dessen Blätter sich bereits in herbstlicher Goldfärbung zeigen und an die Landschaften Gustav Klimts erinnern. Königs feine Malerei in oft pastosen Farbtönen hat Josef Engelhart folgendermaßen beschrieben: „Der Beschauer, der vor die Werke Friedrich Königs tritt, fühlt sofort, dass hier ein tief innerlicher Künstler zu ihm spricht, ein Maler, der der Natur mit fast frauenhafter Zartheit nachspürt, ein Dichter, dem Stift und Pinsel die Mittel sind, seine Träume zu schildern.“ (Monika Schweighofer)
Alfred Kubin. Reisen ins Labyrinth der Seele Hans-Peter Wipplinger
Der Traum als das zentrale Element seiner Bildmotive vermischt sich in seinen Werken mit der realen Wirklichkeitsebene. Keineswegs ist der Traum bei Kubin jedoch als reine Flucht aus der Wirklichkeit zu interpretieren, wie eine Tagebucheintragung seine über die Jahrzehnte erlittene Situation auf den Punkt bringt: „Vielleicht ist gerade dies das Leben: Ein Traum und eine Angst.“ Die Quellen von Kubins Bildwelten lediglich auf die „inneren“ Bilder seiner Tag- und Nachtträume zu beziehen, würde zu kurz greifen. Zu viele kunsthistorische wie auch literarische Bezugspunkte prägen sein motivisches und formalästhetisches Vokabular. Mit Francisco de Goya, Félicien Rops, James Ensor, Max Klinger, Odilon Redon oder Edvard Munch seien hier nur die wichtigsten bildenden Künstler genannt. Edgar Allan Poe, E. T. A. Hoffmann oder August Strindberg, deren Werke er zahlreich illustrierte, können als Seelenverwandte in der fantastischen Literatur angeführt werden. Max Klinger war es wiederum, der durch seinen Handschuh-Zyklus, den er gegen Ende 1899 im Münchner Kupferstichkabinett sah, einen „Sturz von Visionen“ auslöste. Unmittelbar nach diesem Erlebnis folgte ein Schaffensrausch voll fantastischer Visionen und ein außerordentliches Frühwerk (1899–1902) wurde zu Tage gefördert. Der Dichter Richard Schaukal schwärmte von Kubin als „ein Zeichner von schrankenloser Phantasie, unerschöpflichem Ideenreichtum und individuellster Gestaltungskraft“. Ob Kubins grotesk-fantastischen Einbildungskräfte nun aus nächtlichen Träumen geschöpft wurden oder wie im Fall der Klinger-Blätter aus Tagträumen, ist für Kubins Schaffen von sekundärer Bedeutung, ging es ihm doch als „Organisator des Ungewissen, Zwitterhaften, Dämmerigen, Traumhaften“ in erster Linie um die Erkundungen der menschlichen Abgründe im Zwielicht des Seins, gleichgültig ob sich dies im Zustand des Wachseins oder des Schlafes abspielte. „Als Schauender hingegeben, als Zeichner tätig, zerlege ich die Vision, baue sie von neuem auf und versuche, so gleichsam ein geklärtes Traumbild zu formen“, so Kubin. An Herzmanovsky-Orlando schrieb Kubin 1911, dass er „ein ganzes Studium über den Traum, und was man davon weiss betrieb, – ich glaube ich bin der erste, der Träume – besser Fetzen von Träumen wirklich gezeichnet und verwertet hat.“ Freuds Psychoanalyse stand Kubin allerdings mit Skepsis gegenüber, die Traumdeutung las er erst später. Vielmehr hatte Kubin ein ausgeprägtes Interesse für Carl Gustav Jungs Konzept der Archetypen. Ob nun aus den Untiefen eines kollektiven Unbewussten stammend oder aus dem „Erbe einer ungeheuren persönlichen Vergangenheit“ – die Fragen nach Geburt, Leben und Tod kehren bei Kubin immer wieder und ließen ihn zeichnerisch das Leben als Welttheater zur Aufführung bringen. Wenngleich sein Refugium im oberösterreichischen Schlösschen Zwickledt, das er liebevoll „Arche“ nannte, über Jahrzehnte seine Heimat wurde, blieb für ihn dieser Ort – wie vermutlich jeder andere auf dieser Welt – ein unheimlicher. Kubins Ängste wurden, im Vergleich zu jenen seiner jungen Jahre, mit dem Älterwerden wohl gelindert, jedoch nicht aufgelöst. Als Kubin 1959 am Totenbett einer Behandlung unterzogen wurde, sprach er den vielzitierten Satz, der für sein Leben wie sein künstlerisches Schaffen signifikant wurde: „Nehmen Sie mir meine Angst nicht, sie ist mein einziges Kapital.“
© Leopold Museum, Wien/Ouriel Morgensztern
Die Werke Kubins zu rezipieren, bedeutet eine Reise in die innersten Empfindungswelten des Künstlers zu machen und dabei seinen überbordenden Einbildungskräften zu folgen. Es bedeutet auch, in kulturhistorische und gesellschaftliche Phänomene einzutauchen, die das geistige Fluidum des untergehenden Habsburgerreiches ausmachten und die Kubins Wesen und Kunst prägten. Sein Schaffen ereignete sich – wenngleich er von 1898 bis 1906 in München lebte und danach in die Einsiedelei seiner Heimat zurückkehrte – dennoch wesentlich im Kulturkreis Kakaniens, wie Robert Musil es bezeichnete, und damit vor dem Hintergrund politischer und gesellschaftlicher Umbrüche und in einem „dauernden Dämmerzustand“, der „von den Triebkräften der Instinkte“ (Kubin) durchzogen war. Hans Holzschuher, ein früher Rezensent seines Werkes erkannte, dass es sich bei Kubins Zeichnungen um „schärfste, giftigste Epigramme auf die Zustände im Staat, Kirche, auf Leben, Liebe und Tod, auf Ruhm und Ehre“ handle, was auf seinen einfühlsamen, die Umwelt einbeziehenden Charakter zurückzuführen sei, über den der Künstler selbst sagte, „ich bin nächst Künstler, Grübler, Seher“. In rund 60 Jahren hat Kubin ein äußerst umfangreiches Œuvre hinterlassen. Ein Werk, das auch wesentliche stilistische Veränderungen durchmachte, jedoch in den dominierenden Motiven und Themen, die seine Weltsicht prägten, und in den Visionen, die ihn heimsuchten, über die Dekaden hinweg seine Kontinuität bewahrte.
Hans-Peter Wipplinger ist seit 2015 Direktor des Leopold Museum in Wien. Er ist Kurator der Ausstellung „Alfred Kubin. Bekenntnisse einer gequälten Seele“, die noch bis zum 24. Juli 2022 im Leopold Museum zu sehen ist.
Alfred Kubin Das Grausen, um 1912 Tusche, Feder, laviert, Spritztechnik auf Katasterpapier, 32,6 x 31,1 cm Leopold Museum, Wien, Foto: Leopold Museum, Wien © Eberhard Spangenberg, München/Bildrecht, Wien 2022
2011 Alfred Kubin * (Leitmeritz 1877–1959 Zwickledt) Der Tod im Baum, um 1923 Pinsel und Tusche auf Katasterpapier; 31 × 38,9 cm (Blattgröße), 28,5 × 36,5 cm (Passep.-Ausschnitt) Signiert rechts unten: AKubin Betitelt links unten: Der Tod im Baum Provenienz Sammlung Zevi, Mailand; österreichischer Privatbesitz Ausstellungen 1991 Bozen/Mailand/Neapel, Wanderausstellung Museo d'Arte Moderna, Bozen, Museo della Permanente, Mailand und Accademia di Belle Arti, Neapel, „Il sogno rivela la natura delle cose“, Nr. 90 (Abb. S. 93); 1994 Mailand, Fondazione Antonio Mazzotta, „Il disegno del nostro secolo, prima parte, da Klimt a Wols“, April 1994 – Juli 1994, Nr. 127 (Abb. S. 212); 2004 Mailand, Fondazione Antonio Mazzotta, „Visioni del Fantastico e del Meraviglioso, Prima dei Surrealisti“, Oktober 2004 – Januar 2005, Nr. XX.17 (Abb. S. 433) Literatur Il disegno del nostro secolo. prima parte da Klimt a Wols, Kat. Ausst., Fondazione Antonio Mazzotta, April – Juli 1994, Mailand 1994, S. 212, Abb. 127; Vergleiche: Alfred Kubin. Mit einem Werkverzeichnis des Bestandes im Oberösterreichischen Landesmuseum. OÖ Landesgalerie, Kat. Ausst., OÖ Landesmuseum, 2. März – 9. April 1995, Linz 1995, S. 445; Vergleiche: Alfred Kubin. Das Lithographische Werk, Kat. Ausst, Lenbachhaus München, Landesgalerie OÖ. Linz, Hirmer Verlag München 1999, S. 113 € 18.000–36.000
Alfred Kubin im Arbeitszimmer in Zwickledt, 1949, abgebildet in: Annegret Hoberg, Alfred Kubin. Das lithographische Werk, München 1999, Frontispiz
Das Todesskelett in unterschiedlichsten Erscheinungsformen und Begegnungsmomenten beschäftigte Alfred Kubin über viele Jahrzehnte seines künstlerischen Schaffens. Kunsthistorisch nimmt er hier durchaus Bezug auf die spätmittelalterlichen Bildserien der „Totentänze“, denkt die hier gestaltete persönliche Todesbegegnung, die jeden Menschen in gleicher Weise betrifft, allerdings variantenreich weiter. Oftmals gab er dem Tod gleichsam „menschliche“ Züge, gestaltet intime Gefühlsmomente oder sogar so etwas wie eine persönliche Ausstrahlung, um aber dennoch immer in seiner unnachahmlichen Art, das Grauen vor der direkten Konfrontation mit dem eigenen Lebensende überraschend und konfliktbeladen zu präsentieren. In dieser berühmten, oftmals variierten Szene trifft der vom Skelett geführte Todespfeil den Äpfel pflückenden Bauern direkt aus dem Baum selbst – also mitten aus dem prallen, reifen Leben heraus. Ab den 1920er Jahren nimmt Kubin immer mehr Bezug zu seiner ländlichen Lebensumgebung, deren Alltagssituationen er mit unheimlichen Erzählmomenten zeichnerisch auflädt. Die Zeichnung ist aufgrund der nur geringen kompositorischen Unterschiede im Hintergrund der Landschaft direkt im Zusammenhang mit der 1923 publizierten Federlithografie gleichen Themas einzuordnen. (Peter Assmann)
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2012 Alfred Kubin * (Leitmeritz 1877–1959 Zwickledt) Der Robbenschläger, um 1923 Tuschfeder und Aquarell auf Katasterpapier; 31 × 25 cm (Passep.-Ausschnitt), 35,3 × 27,9 cm (Blattmaß) Signiert rechts unten: A. Kubin Betitelt links unten: Der Robbenschläger (von Passepartout verdeckt) Mit Widmung rechts unten: meinem alten Freund Paul Hinterhuber (von Passepartout verdeckt) Provenienz Christie's London, 05.02.2014, Nr. 282; österreichischer Privatbesitz € 10.000–20.000
Detail Signatur
In den arktischen Regionen über Jahrhunderte eine Lebensgrundlage des Menschen, durch den Transfer dieser Robbenjagd vor ein mitteleuropäisch anmutendes Bauerngehöft entwickelt die Szene jedoch eine völlig andere Aussage. Der in den Vordergrund gestellte, offensichtliche Schrecken der Tierkreatur zusammen mit dem brutal wirkenden, expressiv gesetzten Gesichtsausdruck des Robbenjägers unterstreichen in dieser für das Geschehen völlig absurd anmutenden Umgebung eine gesteigert unheilvolle Kraft. Nicht zuletzt vor dem Hintergrund sich gefährlich auf bauender Wolkenformationen erreicht das Tötungsgeschehen elementare, grundsätzliche Wirkung. Für den „Fast-Vegetarier“ Alfred Kubin sind Tiere Lebensbegleiter, denen er in Kunst und Alltagsleben stets besondere Aufmerksamkeit widmet. Spinnen werden in seinem Haus ebenso gepflegt wie ein zugelaufenes Rehkitz im Garten – über dessen besondere Bedürfnisse er sich auch brieflich mit seinem Künstlerfreund Franz Marc austauscht. In berühmten Bilderzählungsserien wie „Ali, der Schimmelhengst“ oder „Der Tümpel von Zwickledt“ (dem Wohnort des Künstlers an der deutsch-österreichischen Grenze) werden Tiere zu Hauptprotagonisten bis hin zu alter-ego-Figuren mit vielen menschlichen Eigenschaften. (Peter Assmann)
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2013 Alfred Kubin * (Leitmeritz 1877–1959 Zwickledt) Das grässliche Theater, um 1915 Bleistift, Tuschfeder und Aquarell auf Katasterpapier; 23,1 × 32 cm (Darstellung), 31,3 × 39,2 cm (Blattmaß) Signiert rechts unten: Kubin Betitelt links unten: gräßliches Theater Rückseitig handschriftlich bezeichnet: reserviert M. W. Schneditz Provenienz Wolfgang Schneditz; Prof. Dr. Rudolf Leopold, Wien; Privatsammlung, Wien Literatur Herbert Zeman (Hg.), Autographen aus drei Jahrhunderten: Literatur, Theater, Bildende Kunst, Wissenschaft: eine Dokumentation der Sammlung Anton Dermota, Graz u.a. 1987, Taf. XIV € 10.000–20.000
Offensichtlich angeregt durch frühchristliche Märtyrererzählungen bzw. den „circenses“ der römischen Kaiserzeit, präsentiert Alfred Kubin hier seine Version der grausamen Todesspiele in den antiken Arenen. Ein wildes, nicht genau identifizierbares Tierwesen springt auf eine verängstigte Gruppe nackter Menschen (einer scheint sogar eine Art Königskrone zu tragen) zu; sein erstes Opfer, ein verstümmelter menschlicher Leichnam, liegt bereits im Bildvordergrund. Aus der gesicherten Distanz ihrer Logen und Tribünen in der Arena verfolgen viele Zuschauer das tödliche Spektakel. Da Kubin den Betrachter direkt in das aufgehetzte Geschehen hineinführt, kann sich das wilde Tierwesen aber jederzeit umwenden und sein „grässliches Theater“ in Richtung des Betrachters fortsetzen. Die stark expressive Formensprache wie auch die „teigigen“ Körper der Menschenfiguren sind charakteristisch für den Zeichenstil des Künstlers in den Jahren kurz vor und während des ersten Weltkriegs – der vielleicht auch wie bei vielen anderen Blättern Kubins in diesem Zeitraum auf diese Darstellung seinen atmosphärischen Schatten geworfen hat. (Peter Assmann)
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2014 Alfred Kubin * (Leitmeritz 1877–1959 Zwickledt) Indianer, um 1909 Tuschfeder auf Katasterpapier; 29,6 × 39 cm Signiert rechts unten: Kubin Provenienz Privatbesitz, Wien € 15.000–30.000
Trotz eines zurückgezogenen Lebens in Oberösterreich zählte Alfred Kubin zu den am meisten ausgestellten Künstlern seiner Zeit. Als einziges österreichisches Mitglied der Künstlergruppe „Blauer Reiter“ kannte er viele wichtige Persönlichkeiten seiner Zeit, studierte Werke von Künstlern wie Goya oder Munch und entwickelte daraus seinen einzigartigen Stil. Alfred Kubins zahlreiche Illustrationen und Zeichnungen sind geprägt von phantastischen, schauerlichen und symbolistisch aufgeladenen Traumvisionen. Seine narrativen Bildkompositionen spiegeln tiefe Ängste und Sehnsüchte wider, die Kubin mit Liniennetzen, Schraffuren und fließenden Übergängen zwischen den Formen ausführt. Die Tuschezeichnung „Indianer“ gestaltet Kubin in einem erkennbar expressiven Stil. Durch ein dichtes Strichgewirr hindurch sind zwei Reiter mit Federschmuck auf ihren Pferden zu erkennen, die durch einen offenen Wald schreiten. Die Proportionen der Pferde sind irreal überlängt und scheinen sich der menschlichen Körpergestalt anzuschmiegen. Durch die wirre Strichführung und das Auf bäumen des Pferdes entsteht eine aufgeladene Grundstimmung, die durch zwei aufgeregt die Hände hebende Menschenfiguren am linken unteren Bildrand betont wird. Die Zeichnung zeugt von Kubins Interesse an phantastischen, traumhaften Bildsujets sowie dem für die 1910er Jahre charakteristischen ausdrucksvollen Stil.
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2015 Alfred Kubin * (Leitmeritz 1877–1959 Zwickledt) Donauweibchen, späte 1920er Jahre Tuschfeder, laviert, Aquarell, Spritztechnik auf Papier; 35 × 31,5 cm Signiert rechts unten: AKubin Betitelt links unten: Donauweibchen Provenienz Galerie Würthle, Wien; wohl dort in den 1960er Jahren erworben, seither in Familienbesitz, Privatbesitz Wien Literatur Vergleiche: Alfred Kubin. Das Lithographische Werk, Kat. Ausst, Lenbachhaus München, Landesgalerie OÖ. Linz, Hirmer Verlag München 1999, S. 180 Die Authentizität des Werkes wurde von Dr. Annegret Hoberg, ehemals Kubin Archiv, München, sowie von Dr. Antonia Hoerschelmann, Albertina, Wien, bestätigt (Vergleiche: Sotheby's London, Katalog 26.06.2008, S. 115, Nr. 165). € 15.000–30.000
Kubins Bildszenen wirken häufig wie mitten aus einer komplexen Erzählung herausgegriffen; in der Art von „filmstills“ verweisen sie auf ein vorher und nachher der gezeigten Szenerie. Besonders interessiert den Künstler hierbei eine spezielle Offenheit, eine grundsätzliche Atmosphäre des Uneindeutigen und der geheimnisvollen Ambivalenz. Ob hier im Bildgeschehen das Donauweibchen oder der Mann im Wasser Opfer oder Täter dieses Aufeinandertreffens ist, bleibt unklar, offen auch, wie die Geschichte weiter gehen kann. Das nackte weibliche Fischwesen ist in Transformation gezeigt, auch die beiden Fischschwänze scheinen bald die Formen von Menschenbeinen anzunehmen. Das Musikinstrument ist schon fast auf die Seite gelegt, der lockende Gesang dem Ausdruck überraschender Entdeckung gewichen: Der Ausgang dieses Begegnungsmomentes bleibt spannend. Kubin hat im Jahr 1929 eine Lithografievariante dieses Themas aufgelegt, allerdings zeigt diese Druckgraphik keinen Männerkopf im Wasser sowie einen eher sehnsuchtsvollen Gesichtsausdruck des weiblichen Mischwesens – viele Geschichten sind möglich. (Peter Assmann)
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2016 Alfred Kubin * (Leitmeritz 1877–1959 Zwickledt) Bauern, frühe 1940er Jahre Tuschfeder, laviert auf Papier; 22,8 × 34,5 cm Signiert rechts unten: AKubin Betitelt links unten: Bauern Provenienz Galerie Würthle, Wien; wohl dort in den 1960er Jahren erworben, seither in Familienbesitz, Privatbesitz Wien Die Authentizität des Werkes wurde von Dr. Annegret Hoberg, ehemals Kubin Archiv, München, sowie von Dr. Antonia Hoerschelmann, Albertina, Wien, bestätigt (Vergleiche: Sotheby's London, Katalog 26.06.2008, S. 114, Nr. 163). € 4.000–8.000
2017 Alfred Kubin * (Leitmeritz 1877–1959 Zwickledt) Der Zauberfisch, frühe 1940er Jahre Tuschfeder auf Papier; 35,8 × 22,5 cm Signiert rechts unten: AKubin Betitelt links unten: der Zauberfisch Provenienz Galerie Würthle, Wien; wohl dort in den 1960er Jahren erworben, seither in Familienbesitz, Privatbesitz Wien Die Authentizität des Werkes wurde von Dr. Annegret Hoberg, ehemals Kubin Archiv, München, sowie von Dr. Antonia Hoerschelmann, Albertina, Wien, bestätigt (Vergleiche: Sotheby's London, Katalog 26.06.2008, S. 114, Nr. 164). € 6.000–12.000
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2018 Albin Egger-Lienz (Stribach bei Lienz 1868–1926 St. Justina bei Bozen) Bauerngehöft, um 1902 Öl auf Leinwand auf Karton; 55,5 × 44 cm Signiert rechts oben: Egger-Lienz Provenienz ehemals Sammlung Hauer-Fruhmann, Niederösterreich; Privatbesitz, Niederösterreich Das Werk wird von Herrn Erich Mair und Herrn Dr. Carl Kraus in den Nachtrag des Werkverzeichnisses Albin Egger-Lienz aufgenommen. € 10.000–20.000
Albin Egger-Lienz, 1925, © Archiv Museum Schloss Bruck, Foto: Willinger, Wien, 1925, abgebildet in: Silvia Ebner (Hg.)/Arthur Ottowitz (Hg.)/Wido Sieberer (Hg.), Egger-Lienz/Walde/Berg. Über das Land (Kat. Ausst., Museum der Stadt Lienz, Schloss Bruck, Lienz 2012), München 2012, S. 274
Detail Signatur
„Ich male keine Bauern sondern Formen“ Albin Egger-Lienz
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2019 Albin Egger-Lienz (Stribach bei Lienz 1868–1926 St. Justina bei Bozen) Studie zu einer Scheune, rückseitig: Figurenstudie zu „ Arbeit“, wohl 1908/11 Öl auf Leinwand; 84 × 93,5 cm Signaturreste links unten: Egger-Lienz Rückseitig: Figurenstudie zu „Arbeit“, um 1914 Provenienz 31.08.1946 von Laura Egger-Lienz, der Ehefrau des Künstlers, erworben (Rechnung liegt bei); seither Sammlung KR Franz Taufar, Wien; dessen Erben (Privatbesitz, Österreich) Literatur Heinrich Hammer, Albin Egger-Lienz, Innsbruck 1930, WV S. 270; Wilfried Kirschl, Albin Egger Lienz. Das Gesamtwerk, Band II, Wien 1996, WV-Nr. M 246; Zur rückseitigen Figurenstudie vergleiche: Wilfried Kirschl, Albin Egger Lienz. Das Gesamtwerk, Band II, Wien 1996, WV-Nr. M 327 („Arbeit“, 1914) € 35.000–70.000
Rückseite
„Aus der Feder des Tiroler Malers Albert Plattner besitzen wir eine Beschreibung von Eggers Freilichtwerkstatt in Längenfeld: 'Ein sonnenverbrannter Rasenplatz, fast von allen Seiten umsäumt von einigen Altötztaler Bauernhäusern und Scheunen, [...] zwei Städel, zwischen diesen ein kleiner Raum, der durch einen derben Bretterzaun verdeckt, keinen Einblick gewährte; doch der Meister schob eine Latte fort und so konnte man durch einen Schlupf ins Innere gelangen. [...] Hier war ein kleiner Hof, der auch nach oben hin an der Rückseite durch einen Ladenverschlag verschlossen war und nur nach unten hin einen freien Ausblick auf Wiesen und Felswände gestattete. Das Dach dieses einfachen Platzes bildete der blankblaue Himmel.'“ (Kirschl 1996, Band I, S. 166)
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2020 Oskar Mulley (Klagenfurt 1891–1949 Garmisch) Bergkapelle, um 1930 Öl auf Leinwand; 51,5 × 79,5 cm Signiert rechts unten: Mulley Provenienz direkt beim Künstler erworben, seither in Familienbesitz, Privatbesitz Kufstein Literatur Vergleiche: Günther Moschig, Oskar Mulley. Alpine Landschaft, Innsbruck 1995, Blatt 49 (Bergkapelle, um 1930, Öl/Lw, 84,5 x 165,5 cm) Echtheitsbestätigung von Dr. Günther Moschig, Wörgl, 02. November 2021, liegt bei. € 25.000–50.000
„Der in Kärnten geborene und an der Akademie der Bildenden Künste in Wien ausgebildete Oskar Mulley hatte sich nach dem ersten Weltkrieg in Kufstein/Tirol niedergelassen. Nach einer symbolistischen und von der Wiener Secession geprägten Frühphase fand er in den frühen Zwanziger Jahren zu seinem in Spachteltechnik ausgeführten unverkennbaren Stil. Bergkapellen und Berghöfe spielen dabei als Motiv die bestimmende Rolle. In den Kufsteiner Jahren von 1918–1934 entstehen die bedeutendsten Bilder Oskar Mulleys, Bilder, die neben der Malerei des Tiroler Malers Alfons Walde Eingang gefunden haben in den Kanon einer modernen Malerei alpiner Landschaften. Ab 1934 in Garmisch setzt er zunächst noch seine Spachteltechnik fort, bevor er sich in seinem Spätwerk einer feineren Pinselführung zuwendet. Das vorliegende Bild ist Mulleys erfolgreichster Phase Ende der 1920er/ Anfang 30er Jahre zuzuordnen und um 1930 zu datieren. Komposition, die konsequent ausgeführte Spachteltechnik, Kolorit wie das Motiv verweisen eindeutig auf die Handschrift Oskar Mulleys. Das Gemälde „Bergkapelle“ lässt sich einordnen in eine Gruppe von um 1930 entstandener Bilder alpiner Architekturen wie Berggehöfte und Bergkapellen und steht in direkter Nähe zu „Kapelle“, um 1930, Öl auf Leinwand, 90 x 150 cm, Abb. 61 (in: Günther Moschig, Oskar Mulley, Schwarzach: Heimatverlag 1992) oder „Bergkapelle“, um 1930, Öl auf Leinwand, 84,5 x 165,5 cm, Blatt 49 (in: Günther Moschig, Oskar Mulley. Alpine Landschaft: Schwaz: Berenkamp 1995). Auch die Signatur verweist auf Oskar Mulley und eine Entstehungszeit um 1930. Mulley hält sich im vorliegenden Bild an sein Kompositionsschema mit der Architektur im Vordergrund auf dem Gipfel und vor dem Hintergrund einer direkt in den Himmel übergehenden dramatisch gesetzten Bergkulisse. Beim vorliegenden Gemälde handelt es sich um eine kleinere Variante des oben angeführten Vergleichsbildes einer Bergkapelle (Blatt 49, Mulley 1995).“ (Auszug Echtheitsbestätigung von Dr. Günther Moschig, Wörgl, 02.11.2021)
Mulley im Atelier in Garmisch-Partenkirchen, 1936, © Archiv Madlener, Bregenz, abgebildet in: Günther Moschig, Oskar Mulley. Alpine Landschaft, Schwaz 1995, S. 30
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2021 Oskar Mulley (Klagenfurt 1891–1949 Garmisch) Bildstock, 1927 Öl auf Leinwand; 54 × 84 cm Signiert rechts unten: Mulley Rückseitig auf Leinwand eigenhändig bezeichnet: Mulley / Kufstein / 1927 / Bildstock Provenienz Privatbesitz, Tirol; Dorotheum Wien, 24.11.2020, Nr. 89; Privatsammlung, Wien Literatur Vergleiche: Günther Moschig, Oskar Mulley. Alpine Landschaft, Innsbruck 1995, Blatt 61 (Bildstock, um 1932) € 20.000–40.000
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2022 Alfons Walde * (Oberndorf 1891–1958 Kitzbühel) Tiroler Dorf im Sommer (Oberndorf bei Kitzbühel mit Horn), 1935 Öl auf Karton; 42,5 × 60 cm Signiert links unten: A. Walde Originales Künstleretikett mit eigenhändiger Betitelung und Datierung: Tiroler Dorf im Sommer / (Oberndorf bei Kitzbühel mit Horn) 1935 Provenienz Dorotheum Wien, 09.11.1994, Nr. 393; dort erworben, seither österreichischer Privatbesitz Gutachten von Michael Berger, Wien, am 19.05.2022, liegt bei. Das Bild ist im Werksarchiv von Alfons Walde mit der Nummer D-LA–637 registriert. € 150.000–300.000
Originales Künstleretikett mit eigenhändiger Betitelung und Datierung Rückseite
„(...) Das Thema 'Tiroler Dorf im Sommer (Dorfsommer)' ist insofern bemerkenswert, da es entgegen vieler Wiedergaben des sozialen Lebens in anderen Motiven viele Figuren in Beziehung zu einander darstellt. Man spürt, dass sich die Menschen untereinander kennen und fühlt das Spannungsverhältnis Ihres sozialen Umfeldes, das sich quer und diagonal über diesen Dorfplatz spannt. Alfons Walde pflegte erfolgreiche Kompositionen zu wiederholen, zu variieren, um sich zu verbessern und nicht zuletzt auch um den Vorstellungen der damaligen Walde-Kunden Folge zu leisten. Man mag somit annehmen, dass seltener gemalte Motive weniger Qualität hätten, ganz im Gegensatz zu diesem Bild, das Walde auch nur wenige Male wiederholte. Aufgrund der thematischen Symbiose zwischen dem klassischen Landschaftsbild und dem sozialen Zusammenspiel der Figuren stellt diese Arbeit auch in Qualität der Ausführung ein bemerkenswertes Werk dar. Dieses Werk ist eine reizvolle und gelungene Arbeit. Die Auflösung des pastosen Pinselduktus ist sehr detailreich und spontan. Gekonnt gesetzte Figuren und Häuserfronten vervollständigen das Empfinden der Plastizität und der räumlichen Wahrnehmung. (...)“ (Auszug aus dem Gutachten von Michael Berger, Wien, am 19.05.2022)
2023 Pierre-Auguste Renoir (Limoges 1841–1919 Cagnes-sur-Mer) Junger Mann im Wald von Fontainebleau, 1866 Öl auf Papier auf Leinwand; 27 × 21,8 cm Provenienz Privatsammlung, Mailand; italienischer Privatbesitz Ausstellungen 2002 Palermo, Palazzo dei Normanni, Renoir e la luce dell'impressionismo, 06.06.–31.07.; 2002 Mailand, Fondazione Mazzotta, Renoir e la luce dell'impressionismo, 19.09.–17.11.; 2002/03 Rom, Palazzo Montecitorio-Parlamento Repubblica Italiano, Renoir e la luce dell'impressionismo, 11.12.–08.01.; 2004 Ancona, Mole Antonelliana, I percorsi dell'impressionismo da Renoir a Toulouse-Lautrec da Gauguin a Monet, 25.06.–31.10.; 2003/04 Mexiko Stadt, Museo Dolores Olmedo Patino, L'Impressionismo, Dezember-März
Pierre-Auguste Renoir, 1861, abgebildet in: Renoir e la luce dell'impressionismo, a cura di Maithé Vallès-Bled u. Vincenzo Sanfo (Kat. Ausst., Palazzo dei Normanni/ Fondazione Antonio Mazzotta/Palazzo Montecitorio, Palermo/Mailand/Rom 2002/03), Mailand 2002, S. 26
Literatur Renoir e la luce dell'impressionismo, a cura di Maithé Vallès-Bled u. Vincenzo Sanfo, Ausstellungskatalog, Palazzo dei Normanni/Fondazione Antonio Mazzotta/Palazzo Montecitorio, Palermo/Mailand/Rom 2002/03, Mailand 2002, Abb. S. 36; I percorsi dell'Impressionismo da Renoir a Toulouse-Lautrec da Gauguin a Monet, a cura di Vincenzo Sanfo, Ausstellungskatalog, Ancona 2004, Abb. S. 48 Bestätigung des Wildenstein Institute Paris über die Aufnahme dieses Bildes in das Werkverzeichnis von Pierre-Auguste Renoir, 19. Jänner 2009, liegt in Kopie bei: „Nous vous informons qu'après étude et en l'état actuel de nos connaissances, nous avons l'intention à ce jour, d'inclure l'œuvre reproduite ci-dessous dans le catalogue critique du peintre Pierre-Auguste Renoir établi à partir des fonds d'archives Francois Daulte, Durand-Ruel, Venturi, Vollard et Wildenstein./Jeune homme dans la forêt de Fontainebleau/huile sur papier marouflé sur toile/27 x 21,8 cm/Fait à Paris, le 19 janvier 2009“ € 50.000–100.000
Bis 1864 besucht Pierre-August Renoir die private Malschule von Charles Gleyre in Paris. Dort trifft er auf Alfred Sisley und Claude Monet. Die jungen Künstler lassen sich um diese Zeit von den Meistern der Schule von Barbizon, wie zum Beispiel Gustav Courbet und Jean-Baptiste-Camille Corot beeinflussen. Die Barbizonisten sind die Ersten, die hinaus in die Natur gehen, um direkt vor dem Motiv zu arbeiten und die reine Ateliermalerei zugunsten einer Pleinairmalerei aufgeben. Über seinen Studienkollegen Sisley, mit dem ihn bald eine enge Freundschaft verbindet, lernt Renoir Jules le Coeur kennen. Der aus einer wohlhabenden Familie stammende Architekt und Maler, wird zu einem Wegbegleiter und Förderer. Ab April 1965 sind Renoir und Sisley häufig zu Gast in dessen Haus in Bourron-Marlotte am südlichen Rand des Waldes von Fontainebleau. Gemeinsam durchstreifen die Freunde die Gegend auf der Suche nach geeigneten Motiven. Bei einer dieser Wanderungen wird auch vorliegendes Bild des jungen Mannes im Wald entstanden sein. Das relativ kleine Format lässt den Schluss zu, dass es sich hier nicht notwendigerweise um ein im Atelier nach Zeichnungen gemaltes Bild handelt, sondern Renoir es direkt in der Natur, im Wald von Fontainebleau in Öl gemalt hat. Vor unseren Augen entfaltet sich ein wunderbares Licht- und Schattenspiel. Der Künstler hat sich auf einer Lichtung platziert und einen am Waldrand sitzenden jungen Mann malerisch festgehalten. Das Sonnenlicht an diesem Spätsommertag – das Gras der Lichtung ist nach einem heißen Sommer schon bräunlich gefärbt – scheint hell auf die Stämme der Laubbäume, die den Sitzenden gekonnt einrahmen. Auch im dichten Blattwerk leuchten einzelne Stellen durch die einfallenden Strahlen besonders hell, während andere im Schatten, in sattem Dunkelgrün erfrischende Kühle verheißen. An einigen wenigen Stellen blitzt links das intensive Blau eines klaren Sommerhimmels durch das Blätterdach. Der junge Mann hat die Knie angezogen und ein weißes Blatt darauf platziert: ist es ein Künstlerkollege, der ebenfalls zeichnerisch ein stimmungsvolles Motiv im Wald von Fontainebleau festhält, um es später im Atelier in Öl zu malen, oder ist es ein Lesender, der hier gezeigt
wird? Wir können es nicht mit Sicherheit feststellen. In jedem Fall ist es dieses Spontane, Zufällige des Moments, das Renoir festhalten möchte. Hier manifestiert sich bereits eines der grundlegenden Prinzipien des Impressionismus. Es geht um einen momentanen, vergänglichen und auch möglichen Veränderungen unterworfenen Sinneseindruck, den Maler wie Renoir für uns festhalten wollen. Mit ihrer Lichtmalerei, die ihre Wurzeln in der Pleinairmalerei der Schule von Barbizon hat, entfernen sie sich von der konventionellen Landschaftsmalerei des 19. Jahrhunderts. Auf den Leinwänden der Impressionisten, zu deren Hauptvertretern Pierre-Auguste Renoir zweifellos gezählt werden muss, wird ein Spiel aus Licht und Farben entfesselt. Die Frische und Natürlichkeit dieser neuen Art von Malerei, in der Figur und Landschaft miteinander verwoben werden, offenbart sich bereits in frühen Werken wie jenem „Jungen Mann im Wald von Fontainebleau“. (Sophie Cieslar)
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2024 Marc Chagall * (Witebsk 1889–1985 Saint-Paul de Vence) Fleurs et Femme en rêve, wohl 1970er Jahre Gouache, Farbkreide und Bleistift auf Papier auf Leinwand; 44,6 × 42 cm Signiert links unten: Marc / Chagall Rückseitig altes Etikett mit Zertifikatsnummer 900.142 Comité Chagall Provenienz Sammlung Frank Morini, New York; österreichischer Privatbesitz Echtheitszertifikat Comité Marc Chagall, Nr. 900142, von Jean-Louis Prat unterzeichnet, Saint-Paul, 25. Oktober 1990, liegt bei (dort mit den Maßen: 43,5 x 42 cm): „Je, soussigné, Jean-Louis Prat, agissant comme mandataire du Comité Marc Chagall, certifie que l'œuvre reproduite au verso 'Gouache de 43,5 x 42 cm, signée en bas à gauche' est une œuvre authentique de Marc Chagall.“ € 100.000–200.000
Detail Signatur
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Chagall mit seiner zweiten Ehefrau Valentine Brodsky im Juni 1962 © Charles Leirens, New York, Foto: Lipnitzki-Violett, Paris
Der „Maler-Poet“ Marc Chagall gilt als einer der bedeutendsten Künstler des 20. Jahrhunderts. Wer kennt nicht seine fantasievollen Traumbilder, voll Farbigkeit und Leichtigkeit. Er hat sich in seinem Œuvre eine ganz eigene Welt der Symbole geschaffen, die leicht über die Bildflächen schweben und sich zu wundervollen Erzählungen verdichten. Seine Wurzeln liegen in der russischen Volkskunst und der jüdischen Mythologie ebenso, wie er Prinzipien des Fauvismus und Kubismus, mit denen er ab 1910 in Paris in Berührung gekommen war, in seine Malerei einbaut und zu einer ganz eigenständigen, unverwechselbar surrealen Bildwelt verwebt: „Die Erde, die die Wurzeln meiner Kunst genährt hatte, war Witebsk; aber meine Kunst brauchte Paris so nötig wie ein Baum das Wasser.“ (Marc Chagall auf: https://artinwords.de/marc-chagall-lebenslauf-biografie/, zugegriffen am 20.5.2022) Er kombiniert in seinen Bildern seine außergewöhnliche poetische Begabung mit einem untrüglichen Gespür für Farben. Sie besitzen daher eine Intensität und Leuchtkraft, die ihresgleichen sucht. In seinem späteren Werk werden die Kompositionen leichter und duftiger. In zarten Farben sind sie durchdrungen von einer unglaublich lyrischen Stimmung. Mit duftigen, vibrierenden Pinselstrichen hat Marc Chagall in „Fleurs et Femme en rêve“ ein beeindruckend überlebensgroßes Blumenbouquet festgehalten. Farbige Blüten, als Boten einer unendlich reichen Natur wachsen förmlich aus einer zarten Glasvase heraus, streben nach oben und haben keinerlei Respekt vor den Rändern der Leinwand, deren Grenzen sie lustvoll überschreiten und sich in einen imaginären Raum hinein weiter entfalten. Rechts davon eine Frau in einem roten Kleid. Sie hat die Augen geschlossen, ihr rechter Arm und ihre Hände scheinen sich von ihr losgelöst verselbständigt zu haben. Hier träumt eine der großen Lieben Marc Chagalls, entweder Bella, seine erste Frau und Jugendliebe, die 1944 viel zu früh in New York verstorben ist und auch später noch in seinen Bildern auftaucht, oder Vava, Valentina Brodsky, die Liebe seiner späteren Jahre, die den Künstler bis zu seinem Lebensende begleitet hat. Rechts über der Frau, wo die ungestümen Blüten noch ein wenig Raum freigelassen haben, flattert ein kleines weißes Vögelchen als Symbol der Liebe. Alle Bildelemente sind gleichwertig, was schon durch den Bildtitel ausgedrückt wird – Frau und Blumen können träumen –, ergeben in Kombination ein dichtes, flirrendes Netz aus Farben und Linien und sind durchdrungen von einem unglaublichen Licht, das aus den intensiven Farbtönen und dem hellen Bildgrund herausströmt. „Die Farbe ist alles. Wenn die Farbe richtig ist, ist die Form richtig. Die Farbe ist alles, sie ist Schwingung wie Musik, alles ist Schwingung.“ (Marc Chagall auf: https://beruhmte-zitate.de/autoren/marc-chagall/, zugegriffen am 20.5.2022) (Sophie Cieslar)
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2025 Oskar Kokoschka * (Pöchlarn 1886–1980 Montreux) Der verlorene Sohn / Drei Gestalten mit Wölfen / Der Weg ins Grab, 1913 Schwarze Kreide auf transparentem Papier; 25,7 × 28,2 cm Monogrammiert rechts unten: OK Ergänzungen von Fehlstellen im Papier oben und unten Provenienz Sammlung Dr. A. W. von Dietel, Berlin; Städtische Kunsthalle Mannheim, Inv.-Nr. XG 2489, erworben auf einer Auktion bei Prestel in Frankfurt, Auktion 95, 18.10.1928, Nr. 1087, im Zuge der Aktion „Entartete Kunst“ 1937 an die Reichskammer der bildenden Künste abgeliefert; ehemals Sammlung Wolfgang Gurlitt, München; Maria Gurlitt; Kunsthandel, Wien; österreichischer Privatbesitz
Kokoschka in Berlin im September 1916, Foto:
Marta Wolff, abgebildet in: Klaus Albrecht SchröAusstellungen der (Hg.)/Johann Winkler (Hg.), Oskar Kokoschka 1926 Berlin, Paul Cassirer, Handzeichnungen von Oskar Kokoschka aus einer (Kat. Ausst., Kunstforum Länderbank Wien, Wien Berliner Sammlung, 26.10.1926, Nr. 24; 1991), München 1991, S. 216 1928 Frankfurt, F.A.C. Prestel, Auktion 95 (II. Teil), 18.10.1928, Nr. 1087; 1931 Mannheim, Städtische Kunsthalle, Oskar Kokoschka. Das gesammelte Werk, 18.01.–01.03., Nr. 130; 1951 Linz, Neue Galerie, Oskar Kokoschka, Ölgemälde, Aquarelle, Zeichnungen, Druckgrafik, Juni-August, Nr. 57; 1952 London, Institute of Contemporary Arts, Kokoschka, Exhibition of Drawings and Graphic Art, 10.09.–19.10., Nr. 14; 1953 Oslo, Kunstnernes Hus, Oskar Kokoschka, Akvareller, Tegninger, Litografier, 14.02.–08.03., Nr. 20; 1956 Bremen, Kunsthalle, Oskar Kokoschka, 22.04.–03.06., Nr. 27; 1956 Berlin, Haus am Lützowplatz, Oskar Kokoschka, Aquarelle, Handzeichnungen, Druckgrafik, 22.09.–09.10., Nr. 14; 1958 Wien, Künstlerhaus, Oskar Kokoschka, 19.05.–13.07., Nr. 210; 1958 München, Haus der Kunst, Oskar Kokoschka, 14.03.–11.05., Nr. 191; 1959/60 Rom, Palazzo Barberini, Oskar Kokoschka, 03.12.1959-Ende Januar 1960, Nr. 25; 1961 Sindelfingen, Altes Rathaus, Oskar Kokoschka, Druckgrafik, Zeichnungen, Aquarelle, 03.06.–28.06., Nr. 53; 1961 Heidelberg, Kunstverein, Oskar Kokoschka, Aquarelle, Zeichnungen, Druckgrafik aus der Sammlung Wolfgang Gurlitt, 08.01.–12.02., Nr. 20; 1962 Berlin, Kunstamt Reinickendorf – Kunstamt Schöneberg, Oskar Kokoschka, Aquarelle, Zeichnungen, Druckgrafik, Nr. 10; 1964 Augsburg, Rathaus, Zeitgenössische Maler, 22.08.–04.10., Nr. 119; 1994 Wien, Albertina, Oskar Kokoschka, Das Frühwerk (1897/98–1917), 02.03.–23.05., Nr. 134
Literatur Oskar Kokoschka, Wolfgang Georg Fischer, Kokoschka's early work. A conversation between the artist and Wolfgang Fischer, in: Studio International, London 1971, Vol. 181, S. 5; Jaroslaw Leshko, Oskar Kokoschka, Paintings 1907–1915, Columbia University Ph.D. 1977, S. 306 und 346 f.; Lothar Lang, Kokoschka als Illustrator des Expressionismus, in: Ausstellungskatalog Staatliches Museum Schloss Burgk, Pirckheimer Kabinett, 1981, S. 17f.; Alice Strobl und Alfred Weidinger, Oskar Kokoschka, Das Frühwerk (1897/98–1917), Zeichnungen und Aquarelle, Ausstellungskatalog der Graphischen Sammlung Albertina, Wien 1994, Nr. 134 (Abb.), S. 35; Alfred Weidinger / Alice Strobl, Oskar Kokoschka, Die Zeichnungen und Aquarelle 1897–1916, Salzburg 2008, Nr. 532, Abb. S. 360; Oskar Kokoschka, Zeichnungen, Aquarelle, Lithografien, Katalog Galerie Ruberl, Wien 2010, Abb. S. 25; Oskar Kokoschka. Expressionist, Migrant, Europäer. Eine Retrospektive, Ausstellungskatalog Kunsthaus Zürich und Leopold Museum, Zürich und Wien 2018, Abb. S. 121 ▲ € 15.000–30.000
„Der verlorene Sohn“ zeigt auf dramatische Weise Kokoschkas tiefe Trauer um den von Alma gewollten Verlust des gemeinsamen Kindes. Die im Vordergrund hockende Gestalt, ein Selbstporträt, deutet auf einen Liebesakt und die dritte Szene im Hintergrund zeigt ein Rudel Wölfe beim Zerfleischen eines Jungtieres. Es ist jedoch nicht nur die szenische Dramatik und historische Geschichte, sondern vor allem die bewegende Strichführung, die nervöse Schraffierung und die dichte Platzierung im Format, die diese Arbeit im Besonderen auszeichnet. (Christa Armann)
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2026 Oskar Kokoschka * (Pöchlarn 1886–1980 Montreux) Hiob, 1917 Kohle auf Papier; 17,5 × 24,7 cm Monogrammiert und betitelt rechts unten: OK / „Hiob“ Provenienz ehemals Wolfgang Gurlitt, München; Maria Gurlitt; Kunsthandel, Wien; österreichischer Privatbesitz Literatur Ernst Rathenau, Oskar Kokoschka, Handzeichnungen, Werkverzeichnis Band 2, New York 1966, Abb. 68; Oskar Kokoschka, Zeichnungen, Aquarelle, Lithografien, Katalog Galerie Ruberl, Wien 2010, Abb. S. 30 ▲ € 15.000–30.000
Die Zeichnung „Hiob“, eine Illustration zu seinem gleichnamigen Sprechtheater, entstand 1917. In diesem Stück geht es um die Beziehung von Anima mit dem gehörnten Hiob. Eine Manie, ähnlich der, die Kokoschka mit Alma Mahler zu diesem Zeitpunkt immer noch verarbeitete. Anima schickt Hiob einen Papagei zur Unterhaltung, während sie sich amüsiert. Intensive Fettkreide, expressive Linien und eine kastenraumähnliche Darstellung mit unterschiedlichen Raumzonen vermitteln einen szenischen Bühnencharakter. (Christa Armann)
Oskar Kokoschka mit Herwarth Walden im Graphikzimmer der Wohnung Waldens in Berlin, 1916 © Kokoschka-Zentrum, Sammlungen der Universität für angewandte Kunst Wien, abgebildet in: Antonia Hoerschelmann (Hg.), Oskar Kokoschka. Exil und neue Heimat 1934–1980 (Kat. Ausst., Albertina Wien, Wien 2008), Wien 2008, S. 297
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2027 Oskar Kokoschka * (Pöchlarn 1886–1980 Montreux) Meine heiligsten Güter sind bedroht, 1917 Graphit auf Papier; 52,5 × 34 cm Monogrammiert rechts unten: OK Datiert links unten: 1917 Betitelt unten: Meine heiligsten Güter / sind bedroht Provenienz Kunsthandel, Wien; österreichischer Privatbesitz Literatur Alice Strobl und Alfred Weidinger, Oskar Kokoschka, Das Frühwerk, Zeichnungen und Aquarelle, Ausstellungskatalog der Graphischen Sammlung Albertina, Wien 1994, Nr. 221 (Abb.) ▲ € 15.000–30.000
Detail eigenhändige Betitelung und Monogramm
Kokoschkas politische und gesellschaftskritische Auseinandersetzung zeigt sich in den Kriegsblättern „Völkerfrieden“ aus 1917. Das Mappen-Projekt wurde nicht realisiert. In der Zeichnung „Meine heiligsten Güter sind bedroht“ für diesen Zyklus thematisierte Kokoschka die Einberufung der wehrfähigen Männer zum Kriegsdienst und das daraus entstehende Leid der Familien. (Christa Armann)
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2028 Oskar Kokoschka * (Pöchlarn 1886–1980 Montreux) Sitzendes Mädchen (Daisy), 1922 Kohle auf Papier; 65 × 49 cm Signiert rechts unten: Oskar Kokoschka Von fremder Hand beschriftet: Daisy 1922 Provenienz Galerie Caspari, München; Kunsthandel, Wien; österreichischer Privatbesitz Literatur Ernst Rathenau, Kokoschka, Handzeichnungen, Band 1, Berlin 1935, Nr. 108 ▲ € 18.000–36.000
Kokoschka war ein großartiger Zeichner. Farbstift, Kreide, Kohle und Aquarellfarben, alle diese Techniken beherrschte er virtuos in seiner künstlerischen Umsetzung. Die Strichführung ist frei, mutig und sicher. Diese neue künstlerische Freiheit, zu der er hier findet, wird seine weiteren Werke begleiten und seinen Stil begründen. 1919 wurde Kokoschka als Professor an die Akademie nach Dresden berufen. Expressive Menschenbilder charakterisieren nun seine Bildsprache. Das Format wird größer. Die bewegten Umrisslinien positionieren die Figur im Raum, eröffnen den Dialog zwischen leerem Raum und Körper. Die Haltung und die Strichsetzung im Gesichtsbereich ergänzen sich zu einer sensiblen und doch emotionalen Darstellung. Das Sitzende Mädchen, Daisy, aus 1922 ist ein Beispiel seiner virtuosen Umsetzung. Haltung und Blick ergänzen sich zu einer ausdrucksstarken Persönlichkeit. Hier wird Kokoschkas spezielle Fähigkeit, Emotionen und innere Befindlichkeiten im Ausdruck zu verdeutlichen, sichtbar.
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Alfons Walde Kat.-Nr. 2029–2033 Aus einer österreichischen Privatsammlung
2029 Alfons Walde * (Oberndorf 1891–1958 Kitzbühel) Winterstadt Kitzbühel, um 1925 Öl auf Karton; 35,5 × 34 cm Nachlass-Stempel mit Bestätigung von Guta E. Berger, geb. Walde, rückseitig Provenienz aus dem Nachlass des Künstlers; österreichischer Privatbesitz Das Bild ist im Werksarchiv von Alfons Walde registriert. € 150.000–300.000
Alfons Walde, abgebildet in: Rudolf Leopold/Gert Ammann/Carl Kraus, Alfons Walde (Kat. Ausst., Leopold Museum-Privatstiftung Wien, Wien 2006), Wien 2006, Frontispiz
Nachlass-Stempel mit Bestätigung Rückseite
Als Alfons Walde 1918 aus dem Krieg zurückkehrte, stand er vor der Entscheidung, seine Ausbildung in Wien fortzuführen oder in der vertrauten Umgebung seines Heimatortes Kitzbühel ganz für sich an seinem malerischen Werk weiterzuarbeiten. Waldes Entschluss für den Verbleib in Tirol stand bald fest und ist bezeichnend für seine reservierte Haltung allem Großstädtischen gegenüber. Dabei hatte er die wesentlichen Anregungen für sein künstlerisches Vokabular im secessionistischen und frühexpressionistischen Wien der Vorkriegsjahre erhalten, speziell bei Klimt und Schiele. Aber schon damals wandte er deren formale Anregungen zumeist an jener halb bäuerlichen, halb kleinstädtischen Milieuwelt der Kitzbüheler Gegend an. Die Dekade nach dem Ersten Weltkrieg bis Ende der 1920er Jahre umfasst Waldes zweite wichtige Schaffensphase. Die Themen sind im Wesentlichen dieselben wie vor dem Krieg: bäuerliche Genreszenen mit Kirchgängern, sonntäglichen Begegnungen und ähnlichem, Schneelandschaften aus der Kitzbüheler Bergwelt und die von Walde in die Tiroler Malerei eingeführten Wintersportbilder. Ein häufig aufgegriffenes Motiv ist natürlich auch – wie beim vorliegenden Gemälde – das Kitzbüheler Stadtbild mit seinen charakteristischen Kirchtürmen und Häusergiebeln. Wir sehen das malerische Ensemble der Altstadthäuser mit der Pfarrkirche und den Bergen im Hintergrund, tief verschneit unter der strahlenden Wintersonne. Formal erinnert das Bild noch an das subtile Frühwerk mit der Betonung des Grafischen und dem Kontrast von Erdtönen und dem Schnee in seinen verschiedenen Schattierungen. (Carl Kraus)
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2030 Alfons Walde * (Oberndorf 1891–1958 Kitzbühel) Bergweiler, 1947 Öl auf Karton; 50 × 70 cm Signiert rechts unten: A. Walde Rückseitig auf originalem Künstleretikett eigenhändig bezeichnet und datiert: „Bergweiler“ / A. Walde / 1947 Originalrahmen Provenienz Neumeister, München, 11.11.1999, Nr. 338; österreichischer Privatbesitz Das Bild ist im Werksarchiv von Alfons Walde registriert. € 180.000–320.000
Originales Künstleretikett mit eigenhändiger Bezeichnung Rückseite
Originalrahmen
2031 Alfons Walde * (Oberndorf 1891–1958 Kitzbühel) Nach der Vesper, um 1922 Öl auf Karton; 70 × 75,5 cm Signiert rechts unten: A / Walde Originales Künstleretikett rückseitig auf Karton Betitelt auf rückseitigem Aufkleber Provenienz Privatbesitz, Österreich; Wiener Kunst Auktionen (im Kinsky), 26.09.1995, Nr. 202; österreichischer Privatbesitz Literatur Weltkunst, Jg. 61, München, 15. Juni 1991, S. 18, Abb. 12 Das Bild ist im Werksarchiv von Alfons Walde registriert. € 250.000–500.000
Originales Künstleretikett Rückseite
Die Vesper ist vorbei, jetzt darf der Abend noch mit einem kurzen Tratsch ausklingen, bevor es nachhause geht. Die beiden Kitzbüheler Bäuerinnen haben unterhalb Kirche, dort, wo die Treppen hinauf gehen, einen Platz gefunden, um sich etwas auszutauschen, über die Mühen des Tages, die kleinen Freuden des Alltags, über die wohl daheim nicht immer ausgesprochenen Wünsche. Mit ihren Trachten, dem leuchtenden Rot des Umhangs der einen Bäuerin und dem ebenso kräftigen Blau der Schürze der anderen sowie den schwarzen Hüten mit den dekorativen Bändern geben sie ein höchst pittoreskes Bild ab, umso mehr, da sie Walde in einen Lichtkegel gestellt hat, in dem der Schnee unter dem Nachthimmel hell aufleuchtet. So fügt sich der Kontrast der Primärfarben, zwischen Hell und Dunkel in Verbindungen mit den bogenförmigen Flächen zu einem überaus ausdruckvollen archetypischen Ganzen, wie es für den Maler in den 1920er Jahren typisch wurde. Alfons Walde hat das Motiv der Begegnung und kurzen Konversation geliebt, viele seiner Bildmotive kreisen darum: „Tratschen“ nannte er selbst ein Sujet aus dem Jahr 1914, bei „Drei Frauen in Tracht“ (1913) ist der Plausch etwas ausgeweitet, bei der „Begegnung“ (1924), dem monumentalen Gemälde in der Sammlung Leopold, treffen zwei Frauen auf einen entgegenkommenden Mann und auch im oft wiederholten „Auracher Kirchl“ sehen wir klein im Vordergrund zwei Frauen, die genau der Komposition von „Nach der Vesper“ entsprechen. So kann man diese Werke als Ausdruck der besonderen Geselligkeit des Künstlers werten, aber auch als Wunschbilder für eine intakte dörflich-kleinstädtische Kultur, wo jeder jeden kennt und auch gerne kurz miteinander redet. (Carl Kraus)
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2032 Alfons Walde * (Oberndorf 1891–1958 Kitzbühel) Sonntag in Tirol, um 1922 Gouache auf dünnem Karton; 21 × 22,4 cm Rückseitig Nachlass-Stempel mit Bestätigung von Guta E. Berger, geb. Walde Provenienz aus dem Nachlass des Künstlers; österreichischer Privatbesitz Das Bild ist im Werksarchiv von Alfons Walde registriert. € 50.000–100.000
Nachlass-Stempel mit Bestätigung rückseitig
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2033 Alfons Walde * (Oberndorf 1891–1958 Kitzbühel) Eislauf, 1920/23 Öl auf Leinwand; 54,5 × 60 cm Signiert links unten: A. Walde Originalrahmen Provenienz Galerie Bloch, Innsbruck; österreichischer Privatbesitz Das Bild ist im Werksarchiv von Alfons Walde registriert. € 180.000–360.000
Originalrahmen
Detail Signatur
Mit der Rodel zum Eislaufplatz, was kann Kinder mehr freuen, auch wenn die Eisfläche vor dem Haus winzig ist, aber es ist herrliches Wetter und alle kennen sich, kommen sie doch aus der unmittelbaren Nachbarschaft. Ein Mädchen hat einen Besen in der Hand (für die Zeit noch bezeichnend) um das Eis zu säubern, ein Bursche zieht sich auf seiner Rodel die Schlittschuhe an, während sich die drei anderen Kinder bereits auf ihren Kufen versuchen. Es ist das reinste Vergnügen, das Alfons Walde vor uns ausbreitet, diesmal keine „Mondänen Wintergäste“ oder Skifahrer am „Übungshang“, keine Skispringer auf der „Grubschanze“ oder „Bobfahrer“ auf der eigens präparierten Straße, sondern eine Alltagsszene fernab der Kitzbüheler Tourismusszenerie. Die malerische Auffassung ist aber nicht weniger virtuos: Die lebendigen Silhouetten vor dem Weiß des Schnees (Breughel war darin sicher ein Vorbild), der leicht skizzenhafte Farbauftrag, der zum Esprit der Darstellung beiträgt (man beachte die spiegelnde Eisfläche!), und natürlich das perfekt beherrschte Spiel von Licht und Schatten bei den Bergen im Hintergrund sind ganz „Walde“. Hinzukommt die delikate Farbwahl zwischen Ocker, Lila und Violett, die der Maler bei der Kleidung der Kinder gewählt hat. Vom „Eislauf“ gibt es eine Variante aus derselben Entstehungszeit, die sich im Museum Kitzbühel Sammlung Alfons Walde befindet, aber einen weit engeren Ausschnitt zeigt. Im Unterschied zum vorliegenden Bild ist dort das Haus nur angedeutet und die Berglandschaft im Hintergrund nicht zu sehen. (Carl Kraus)
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2034 Ernst Ludwig Kirchner (Aschaffenburg 1880–1938 Frauenkirch bei Davos) Frauenkopf (Frau Dr. Ludwig Binswanger), um 1917 Bleistift auf Papier; 21 × 15,2 cm Rückseitig mit dem Nachlass-Stempel und der Bezeichnung „B Be/Ba 40“ in Tinte sowie mit den Nummerierungen „K 2253“ und „C 2763“ in Bleistift und in Tusche Provenienz Kirchner-Nachlass (Davos 1938, Kunstmuseum Basel 1946, Stuttgarter Kunstkabinett Roman Norbert Ketterer 1954); Schweizer Privatsammlung Das Werk ist im Archiv des Gesamtwerkes von E. L. Kirchner dokumentiert. Echtheitsbestätigung von Dr. Wofgang Henze, Verwalter Ernst Ludwig Kirchner Archiv, Wichtrach, den 4. Mai 2022, liegt bei. ▲ € 10.000–20.000
Dr. Ludwig Binswanger war Chefarzt des Sanatoriums Bellevue, in dem sich Kirchner 1917/18 aufgehalten hat. Die Bedeutung der Zeichnung im Werk von Ernst Ludwig Kirchner ist in zahlreichen Texten und Ausstellungen – auch monographisch dieser Technik und Disziplin gewidmeten – dar- und herausgestellt worden, nicht zuletzt durch Kirchners eigene Schriften, teilweise unter seinem Pseudonym Louis de Marsalle. Kirchners Zeichnung ist in Bezug auf Qualität, Quantität, Vielfalt und Bedeutung singulär in der Geschichte dieser Technik der Kunst, mit keinem anderen zeichnerischen Werk vergleichbar. Mehr als 20.000 von Kirchner geschaffene Zeichnungen sind erhalten. Sie entstanden von 1905 bis 1938, einige wenige zuvor. Sie gehören zu den Meisterwerken in der Gesamtgeschichte der Zeichnung. Charakteristisch ist in diesen Werken die auf die Konturen reduzierte klare Linienführung, selten gewischt oder laviert, die kaum Volumina entstehen lässt. Ein stark auf das Wesentliche reduzierter Darstellungsmodus, der eine besonders rasche Arbeitsweise ermöglichte. Diesen hatte sich Kirchner während der gemeinsamen Jahre der Künstlergruppe „Brücke“ in den sogenannten „Viertelstundenakten“ zu eigen gemacht. Dabei durften die Modelle nicht länger als 15 Minuten in einer bestimmten Position verharren und das Gesehene musste in eben dieser Zeit von den Künstlern auf Papier festgehalten werden. Dies führte dazu, dass Korrekturen, wie etwa radieren, nicht möglich waren: wenn er sich geirrt hatte, dann überzeichnete er, sodass die Korrektur in der Darstellung sichtbar blieb.
Ernst Ludwig Kirchner, um 1928, abgebildet in: Ernst Ludwig Kirchner. Gemälde, Aquarelle, Zeichnungen und Druckgrafik, eine Ausstellung zum 60. Todestag (Kat. Ausst., Kunstforum Wien, Wien 1998/1999; Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung München, München 1999), München 1998, S. 326
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2035 Ernst Ludwig Kirchner (Aschaffenburg 1880–1938 Frauenkirch bei Davos) Menschen unter Bäumen (Blühende Bäume), um 1909 Schwarze Kreide auf Bütten; 25,5 × 33,5 cm Rückseitig mit dem Nachlass-Stempel und der Bezeichnung „K Dre/Aa 21“ in Tusche sowie mit den Nummerierungen „K 8796“ und „C 2791“ in Bleistift und in Tusche Provenienz Kirchner-Nachlass (Davos 1938, Kunstmuseum Basel 1946, Stuttgarter Kunstkabinett Roman Norbert Ketterer 1954); Schweizer Privatsammlung Das Werk ist im Archiv des Gesamtwerkes von E. L. Kirchner dokumentiert. Echtheitsbestätigung von Dr. Wofgang Henze, Verwalter Ernst Ludwig Kirchner Archiv, Wichtrach, den 20. Oktober 2021, liegt bei. ▲ € 15.000–30.000
Vorliegende Arbeit steht im Zusammenhang mit Ernst Ludwig Kirchners Gemälde-Serie „Blühende Bäume“ des Frühlings 1909. Bevorzugt hat Kirchner satiniertes oder zumindest leicht satiniertes chamois, also hell beiges, Papier verwendet. Zum Teil und nicht selten auch hellbräunliches (Pack-) oder gelbes Papier. Diese dienten als Bildträger für Bleistift-, Kreide- und Tuschzeichnungen aber auch für Aquarelle und Druckgraphik. Signiert hat der Meister lediglich die Blätter, die zu seinen Lebzeiten für Ausstellungszwecke oder durch Verkauf das Atelier verlassen haben. Dies hat dazu geführt, dass die Echtheit dieser nur schwerlich nachahmbaren Kompositionen eher durch den Nachlass-Stempel nachgewiesen ist, der mit einer in Tinte angebrachten Nummerierung Auskunft über Technik, Entstehungsort und Motiv gibt, sowie durch die unterschiedlichen Inventar-Nummern, die in den meisten Fällen auf den Rückseiten angebracht wurden.
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2036 Ernst Ludwig Kirchner (Aschaffenburg 1880–1938 Frauenkirch bei Davos) Tannenwald, um 1925 Farbige Kreiden auf Papier; 20,5 × 16,5 cm Rückseitig mit dem Nachlass-Stempel und der Bezeichnung „St 77“ in blauer Kreide sowie mit den Nummerierungen „K 719“ und „C 5185“ in Bleistift und in Tusche Provenienz Kirchner-Nachlass (Davos 1938, Kunstmuseum Basel 1946, Stuttgarter Kunstkabinett Roman Norbert Ketterer 1954); Schweizer Privatsammlung Das Werk ist im Archiv des Gesamtwerkes von E. L. Kirchner dokumentiert. Echtheitsbestätigung von Dr. Wofgang Henze, Verwalter Ernst Ludwig Kirchner Archiv, Wichtrach, den 4. Mai 2022, liegt bei. ▲ € 14.000–28.000
„Ich bin so froh und glücklich hier zu bleiben. Hier kann ich wenigstens in den guten Tagen etwas arbeiten und ruhig unter diesen einfachen und guten Menschen sein. Ich habe mir hier in der Einsamkeit den Weg erkämpft, der mir eine Fortexistenz bei diesen Leiden ermöglicht. Meine Zeiten des Zirkus, der Kokotten und der Gesellschaft sind vorbei. […] Ich habe heute andere Aufgaben, die hier liegen.“ (Ernst Ludwig Kirchner in einem Schreiben an Henry van de Velde, 1919, zit. nach: Ausst.-Kat. Ernst Ludwig Kirchner, Erlebnis der Berge. Das Kirchner Museum Davos zu Gast in Waiblingen). Als Ernst Ludwig Kirchner 1917 erstmals nach Davos kam, nahm er seine neue Umgebung sofort in sein Repertoire auf. Die Schweizer Landschaft mit ihren Bergen und Wäldern wurde nun in allen verfügbaren Techniken dargestellt: Skizzen, Zeichnungen, Aquarelle, Druckgrafiken und großformatige Ölgemälde – zunächst in dem für ihn charakteristischen nervösen, kantigen Stil, der dann im Laufe der Jahre immer ruhiger wurde. Auf Papier und Leinwand hielt er jene Aspekte seiner natürlichen Umgebung fest, die ihn ebenso faszinierten wie das urbane Leben seiner Berliner Jahre. Die Strichführung ist rasch und zackig, die Bäume hoch und schmal, die Farbgebung expressiv. Kirchners Davoser Landschaft pur, in heftigen Formen von grünen, blauen, roten und braunen Tönen.
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2037 Ernst Ludwig Kirchner (Aschaffenburg 1880–1938 Frauenkirch bei Davos) Drei Damen, um 1926 Schwarze Kreide auf dünnem Karton; 49 × 38,5 cm Signiert links unten: ELKirchner Rückseitig mit dem Nachlass-Stempel und der Bezeichnung „K Da/Bi 7“ sowie der Nummerierung „K 7087“ und „C 2253“ in Bleistift und in Tusche Provenienz Kirchner-Nachlass (Davos 1938, Kunstmuseum Basel 1946, Stuttgarter Kunstkabinett Roman Norbert Ketterer 1954); Schweizer Privatsammlung Das Werk ist im Archiv des Gesamtwerkes von E. L. Kirchner dokumentiert. Echtheitsbestätigung von Dr. Wofgang Henze, Verwalter Ernst Ludwig Kirchner Archiv, Wichtrach, den 20. Oktober 2021, liegt bei. ▲ € 18.000–36.000
Erna Schilling, Ernst Ludwig Kirchners Lebensgefährtin und bevorzugtes Modell, hat Besuch. Man steht im großen Wohnraum des Wildbodenhauses in Davos, zwei Damen lehnen sich rechts an den hohen, von Kirchner geschnitzten und bemalten Pfosten und blicken nach links zur wuschelköpfigen, die uns zugewandt an einem Möbel lehnt. Erna, die zweite Dame von rechts, trägt ein quergestreiftes Kleid. Durch die Übersiedlung 1917 nach Davos, wurde Ernst Ludwig Kirchner mit einer für ihn ungewohnten Umgebung konfrontiert. Fern von den großen durch Hektik und Industrialisierung gekennzeichneten Großstädten wie Dresden und Berlin, sollte er hier mitten in den Alpen die notwendige Ruhe finden, um sich – vom Krieg und Krankheit geschwächt – gesundheitlich zu erholen. Er mietete in Davos-Frauenkirch zuerst das Haus „In den Lärchen“, später das „Auf dem Wildboden“. Die Sommermonate verbrachte er in einer Bauernhütte auf der Stafelalp. Hier sind von da an die Inspirationsquellen zu finden, die sein Werk bis zu seinem Tode 1938 bestimmen sollten.
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2038 Erich Heckel * (Döbeln 1883–1970 Radolfzell) Sommer in Kärnten, 1941 Aquarell auf Bütten; 55,6 × 70 cm Signiert, datiert und betitelt rechts unten: Sommer in / Kärnten Heckel / 41 Provenienz Nachlass Erich Heckel, Hemmenhofen (1995); Privatsammlung Schweiz Ausstellung 2015–16 Schwäbisch-Gmünd, Museum im Prediger, Erich Heckel. Orbis Pictus – Landschaftsaquarelle Echtheitsbestätigung von Marc Triebold, Galerie Henze & Ketterer & Triebold, Riehen, den 10. Mai 2022, liegt bei. ▲ € 15.000–30.000
Zwischen 1940 und 1943 reiste Erich Heckel regelmäßig nach Kärnten, in die Steiermark, in die Wachau und an den Stadtrand von Wien. Von diesen Reisen hat Erich Heckel dieses Aquarell aus sicheren Gegenden in das inzwischen äußerst prekäre Berlin mitgebracht. Die Landschaftsmalerei wurde ihm zum Bedeutendsten im Werk. Wegen seiner zurückhaltenden Art und seines subtilen persönlichen Stiles blieb ihm das Malverbot erspart. Mit Ausstellungsverbot war er allerdings seit 1937 belegt. Das großformatige Aquarell (50 x 65 cm und größer) wurde für Heckel in den 1920er Jahren immer wichtiger und blieb es auch für den Rest seines Arbeitslebens. Einer der Gründe dafür mag ein ganz pragmatischer gewesen sein: Leinwände ließen sich auf seinen ausgedehnten Reisen nur schwer transportieren, während dieses Papierformat noch in einen großen Koffer passte.
2039 Erich Heckel * (Döbeln 1883–1970 Radolfzell) Berge am Inntal (Deutschland), 1949 Aquarell, Kreide auf Bütten; 47,5 × 62 cm Signiert, datiert und betitelt rechts unten: Heckel 49 / Berge am Inntal Provenienz Lempertz Köln, 13.11.1999, Nr. 994; Ketterer Kunst München, 12.05.2005, Nr. 91; Galerie Henze & Ketterer, Wichtrach/Bern (2005); Privatsammlung Schweiz Ausstellungen 2008 Riehen/Basel, Galerie Henze & Ketterer & Triebold, Erich Heckel. Aquarelle und Graphik; 2013 Riehen/Basel, Galerie Henze & Ketterer & Triebold, Expressionisten der „Brücke“ und die Natur; 2015–16 Schwäbisch-Gmünd, Museum im Prediger, Erich Heckel. Orbis Pictus – Landschaftsaquarelle Echtheitsbestätigung von Marc Triebold, Galerie Henze & Ketterer & Triebold, Riehen, den 10. Mai 2022, liegt bei. ▲ € 15.000–30.000
Die Künstler der „Brücke“, deren beliebtes Motiv in frühen Jahren Badende an Seen und am Meer war, ließen sich später von der reinen Natur zu wunderbaren Werken inspirieren. Gänzlich auf den Menschen oder dessen Werke verzichtend, erhoben diese Künstler die Natur allein zu einem Schwerpunkt ihres Schaffens und blieben hiermit nicht ohne Nachfolge. Ebenso fasziniert von Bergen und Dünen, von Meer und Flüssen schuf Erich Heckel einen veritablen Orbis pictus von Landschaften, der auf seinen häufigen Reisen entstand.
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2040 George Grosz * (Berlin 1893–1959 Berlin) Sitzendes Modell, 1936 Tusche laviert auf Papier; 61,9 × 47,3 cm (Blattgröße), 60 × 45,5 cm (Passep.-Ausschnitt) Rückseitig Nachlass-Stempel: George Grosz Nachlass 4–1–2 Rückseitig nummeriert und datiert: L1 Nr. 87/1936 Provenienz aus dem Nachlass des Künstlers; Harbor Gallery, Cold Spring Harbor; Christie's New York, 01.04.2015, Nr. 27; Privatbesitz, New York; österreichischer Privatbesitz Ausstellung 1977 New York, The Harbor Gallery, George Grosz. A Selection of Watercolors and Drawings, 10. Juli – 6. August, Kat.-Nr. 18 Literatur Vergleiche: Galleria civica d'Arte Moderna e Contemporanea (Hg.), La grafica dell'espressionismo, Kat. Ausst., Turin 2005, S. 53 ff Echtheitszertifikat von Ralph Jentsch, Rom, 03. Februar 2016, liegt bei. Das Werk wird in das in Vorbereitung befindliche Werkverzeichnis der Arbeiten auf Papier von George Grosz von Ralph Jentsch, Rom, aufgenommen. ▲ € 12.000–20.000
2041 George Grosz * (Berlin 1893–1959 Berlin) Stehender weiblicher Akt, 1939 Aquarell, Tusche laviert auf Papier; 49 × 34 cm (Passep.-Ausschnitt) Signaturstempel rechts unten: GGrosz Rückseitig Nachlass-Stempel: George Grosz Nachlass 1–65–3 Rückseitig datiert „1939“ und nummeriert: 89.29 und Lg Nr. 678 Provenienz aus dem Nachlass des Künstlers; Privatbesitz, USA; österreichischer Privatbesitz Literatur Vergleiche: Galleria civica d'Arte Moderna e Contemporanea (Hg.), La grafica dell'espressionismo, Kat. Ausst., Turin 2005, S. 53 ff Echtheitszertifikat von Ralph Jentsch, Rom, 06. Februar 2019, liegt bei. Das Werk wird in das in Vorbereitung befindliche Werkverzeichnis der Arbeiten auf Papier von George Grosz von Ralph Jentsch, Rom, aufgenommen. ▲ € 12.000–20.000
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2042 Josef Stoitzner (Wien 1884–1951 Bramberg im Pinzgau) Landschaft im Vorfrühling, 1921 Öl auf Leinwand; 100 × 100 cm Signiert und datiert rechts unten: Josef / Stoitzner / 1921 Provenienz Privatsammlung, Wien; Dorotheum Wien, 04.06.2019, Nr. 109; Privatsammlung, Wien Literatur Kolhammer & Mahringer (Hg.), Josef Stoitzner. Das Gesamtwerk, Wien 2019, WVJS 1.4.46., Abb. S. 467 € 25.000–50.000
Detail Signatur und Datierung
Ausgewogen komponierte, idyllische Landschaftsdarstellungen stellen in Josef Stoitzners Œuvre die wichtigste Gattung dar. Dabei zielte er nicht vorrangig darauf ab, die Stimmung des Augenblicks einzufangen, sondern er erhob die Ansichten ins Zeitlose und Ewiggültige. Ausgehend von den Gestaltungsprinzipien des Jugendstils fand Stoitzner zu seinem persönlichen Malstil, der durch eine unglaubliche Präzision ausgezeichnet ist und eine außergewöhnliche Feinfühligkeit für malerisch-atmosphärische Erscheinungen aufweist. Besonders charakteristisch ist die wohltuende Stille, die sich über das stets menschenleere Land legt, gleichwohl der Mensch durch Bauernhäuser, Zäune, Holzstapel oder ähnlichem seine Spuren hinterlässt. Das Gemälde „Vorfrühling“ ist ein schönes, qualitativ hochwertiges Beispiel dafür. Die Landschaft ist in ein wunderschönes, sanftes Licht getaucht. Die ersten Strahlen der Frühlingssonne sind dabei, den Winter aus der Landschaft zu verdrängen. Wenige Schneereste zieren noch die leicht hügelige Landschaft und haben bereits große Wiesenflächen zum Vorschein gebracht. Stoitzner griff das Thema der Schneeschmelze immer wieder gerne auf. Der Blick des Betrachters ist tief angelegt und wird über die präzise gemalten, teils freigelegten, teils schneebedeckten Wiesen vorbei an den Bäumen im Mittelgrund, die mit ihrer Größe die Höhendimension akzentuieren, bis hin zu den Hügeln und Wäldern im Hintergrund geführt. Knorrig und ausladend oder kerzengerade und überschlank, wie im vorliegenden Bild, sind Bäume markante und wichtige Akteure in Stoitzners Kunst. Der tief gelegte Horizont ermöglicht einen weiten Blick in den Frühlingshimmel, der von leichten, freundlichen Wolken über den Hügeln im Hintergrund und dunkleren, aber harmlosen Wolken am oberen Bildrand belebt wird. Bereits zu Lebzeiten erfreuten sich die Landschaftsbilder des erfolgreichen Künstlers großer Beliebtheit. Im Besonderen beim städtischen Bürgertum wurde durch sie die Sehnsucht nach unberührter Natur, abseits von Lärm und Hektik der Stadt, geweckt. Stoitzner ist für seine feine Beobachtungsgabe und seinen äußerst präzisen, detailreichen und anspruchsvollen, bisweilen grafisch anmutenden Malstil bekannt geworden. Das vorliegende Werk verkörpert diesen Stil außergewöhnlich schön und steht exemplarisch für das Œuvre Stoitzners. (Sophie Höfer)
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2043 Josef Floch * (Wien 1894–1977 New York) Composition II, 1951 Öl auf Leinwand; 134,5 × 99 cm Signiert rechts unten: Floch Provenienz 1977 vom Künstler erworben (über die Forum Gallery, New York); seither Privatbesitz, USA Literatur Karl Pallauf, Josef Floch. Leben und Werk 1894–1977, Wien 2000, WV-Nr. 479, s/w-Abb. S. 300 Beiliegend Korrespondenzen über den Verkauf des Bildes von Bella Fishko, Director Forum Gallery, New York (14. Mai 1977), Josef Floch (16. Mai 1977) und Hermine Floch (2. Juni 1977 und 5. Jänner 1978). ▲ € 35.000–70.000
Landschaften, Portraits und Figurenbilder sind die zentralen Themen in Flochs Gemälden und Zeichnungen, die Settings wirken dabei wie Bühnenbilder. Mit Ausbruch des Krieges, dem Einfall Hitlers in Paris und seiner Flucht nach Amerika verliert Floch seine österreichische wie auch die Pariser Heimat. 1941 gelingt ihm die Ausreise nach New York. Auf dem Schiff erkrankt seine zweite Tochter an Meningitis, von der sie bleibende geistige Schäden behält. Zusammen mit der ungewollten Emigration bestimmt dieses Schicksal sein weiteres künstlerisches Arbeiten. Neben Landschaftsdarstellungen ist vor allem der Mensch Zentrum von Josef Flochs Schaffen. Seine Figuren wirken geheimnisvoll isoliert und entrückt. Es sind melancholische Szenen, in denen es um Einsamkeit, Stille und Verinnerlichung geht. Umrisse lösen sich auf oder verschwimmen, durch mehrere Fluchtpunkte entsteht oft eine interessante Raumverschachtelung. Diese Szenen wirken eingefroren, Floch konzentriert sich voll und ganz auf die Darstellung des geistigen Zustandes seiner Figuren, Rahmenhandlungen oder Tätigkeiten sind ihm nicht wichtig. Mit Farben, die er mit Spachteln verwischt und deren Grenzen auflöst, werden die Bilder weich und verschwommen. Surrealistische Momente klingen durch, oft erinnern die Szenen an Traumbilder, eine Verwandschaft zu den Bildern Giorgio de Chiricos und der Pittura Metafisica ist evident. Neben der Nähe zum französischen Surrealismus gibt es aber auch Anklänge an die österreichische Neue Sachlichkeit. Floch schafft sich eine Welt jenseits des täglichen Lärms und der Sorgen des Alltags, rein, aufgeräumt und still. Bezeichnend sind in diesem Zusammenhang die häufigen Tagebuch-Eintragungen von Träumen zwischen 1911 und 1974. Assoziationen mit den Bildern Edward Hoppers liegen nahe. Floch kannte Hopper, er besuchte ihn in seinem Atelier und sie teilten bewusst ihre Reserviertheit der abstrakten Kunst gegenüber, beide propagierten das Figürliche. Besonders in der Licht- und Schattenregie und in ihren Effekten auf Räume gibt es Parallelen, ohne dass sie sich jedoch gegenseitig beeinflussten. Auch charakterlich waren sie einander ähnlich; beide empfanden sich als Gegenpol zur Abstraktion, die in Amerika immer mehr an Verbreitung und Anerkennung gewann. Kurzfristig arbeiteten sie an einer gemeinsamen Zeitschrift für die figurative und gegenständliche Malerei. Beide Maler setzten sich aber auch mit der geometrischen Abstraktion auseinander. Inhaltlich verband sie das Thema der rastlosen Lebenssituation des Menschen in der modernen Metropole, dem sie auf ihre jeweils eigene Art eine Welt der nachdenklichen Stille und des Bewegungslosen entgegensetzten. Im Gegensatz zu Hopper sind aber in Flochs Bildern Ansätze zu farbiger und formeller Auflösung vorhanden, er füllte seine Objekte und Figuren mit Farbflecken, die eine expressionistische Tendenz erkennen lassen. Floch reduzierte seine Räume auf möglichst einfache geometrische Formen, deren Strenge er durch Farbmuster und Verwischungen linderte. Die Einsamkeit seiner Figuren mag mit der Situation des Künstlers zu tun haben, einem Gefühl der Isolation, das er wohl zeitweise empfunden haben muss. (Ina Waldstein)
2044 Josef Floch * (Wien 1894–1977 New York) Hafen in der Bretagne, 1958 Öl auf Leinwand; 61 × 63 cm Rückseitig Nachlass-Stempel auf Keilrahmen Provenienz aus dem Nachlass des Künstlers; Kunsthandel Hieke, Wien; 1991 dort erworben, seither österreichischer Privatbesitz Ausstellung 1988 Wien, Kunsthandel Martin Suppan, Nr. 44 Literatur Karl Pallauf, Josef Floch. Leben und Werk 1894–1977, Wien 2000, WV-Nr. 630, Abb. S. 359 € 15.000–30.000
2045 Josef Floch * (Wien 1894–1977 New York) Two Nudes in a Room, 1958 Öl auf Leinwand; 92 × 59 cm Signiert rechts unten: Floch Provenienz Forum Gallery, New York (Inv. Nr. 1124); Wienerroither & Kohlbacher, Wien; 1995 dort erworben, seither österreichischer Privatbesitz Literatur Karl Pallauf, Josef Floch. Leben und Werk 1894–1977, Wien 2000, WV-Nr. 636, Abb. S. 361 € 15.000–30.000
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2046 Herbert Boeckl * (Klagenfurt 1894–1966 Wien) Alexandria, 1961 Öl auf Leinwand; 90,5 × 110 cm Signiert und datiert links oben: Boeckl 61 Rückseitig am Keilrahmen Etikett Österreichische Galerie und Etikett mit handschriftlicher Bezeichnung sowie Etikett der 32. Biennale 1964 Provenienz Herbert-Boeckl-Nachlass, Wien, B 47; Maria Boeckl, Wien; Privatbesitz, Wien; Privatsammlung, Tirol Ausstellungen 1964 Venedig, 32. Biennale; 1964 Wien, Museum des 20. Jahrhunderts; 1989 Seckau, Seckauer Apokalypse; 1992 Schwaz, Rabalderhaus; 1994 Wien, Bank Austria Kunstforum Literatur Herbert Boeckl. XXXII. Biennale di Venezia 1964. Austria, 32. Biennale, Venedig 1964, Kat.-Nr. 21; Herbert Boeckl. Museum des 20. Jahrhunderts, Ausstellungskatalog Museum des 20. Jahrhunderts, Wien, 18. Dezember 1964 – 14. Februar 1965, Kat.-Nr. 103; Claus Pack, Der Maler Herbert Boeckl, Wien/München 1964, Kat.-Nr. 225; Gerbert Frodl, Herbert Boeckl. Mit einem Werkverzeichnis der Gemälde von Leonore Boeckl, Salzburg 1976, s/w-Abb. S. 218, Kat.-Nr. 355; Seckauer Apokalypse, Herbert Boeckls Weg zum großen Freskenzyklus, Ausstellungskatalog, Alte Volksschule Seckau, 30. Juli – 29. Oktober 1989, S. 10; Herbert Boeckl im Rabalderhaus Schwaz 1992. Galerie Maier Innsbruck, Ausstellungskatalog Rabalderhaus Schwaz, 21. Juli – 5. September 1992, Abb. 22; Ingried Brugger/Klaus Albrecht Schröder (Hg.), Herbert Boeckl, Ausstellungskatalog Bank Austria Kunstforum, Wien, 7. September – 27. November 1994, Kat.-Nr. 66, Abb. Taf. S. 124; Agnes Husslein-Arco (Hg.), Herbert Boeckl. Retrospektive, Katalog mit Werkverzeichnis der Ölbilder, Skulpturen, Fresken und Gobelins, Belvedere Wien, 21. Oktober 2009 – 31. Jänner 2010, WV-Nr. 405, Abb. S. 395 € 50.000–100.000
„Ich vergleiche die Kunst mit dem Meer, das alle Kontinente bespült und verbindet; manches Mal wohl durch den Sturm aufgepeitscht, bringt es neue Schätze an den Tag. Der Bürger erschrickt und vermeint es ist die Sintflut. Es ist aber nur das Atmen.“ (Herbert Boeckl in: Agnes Husslein-Arco (Hg.), Herbert Boeckl, Ausstellungskatalog, Belvedere, Wien 2009/2010, S. 261). Das Spätwerk von Herbert Boeckl setzt 1945 im vom Krieg zerstörten Wien ein. Ein Neuanfang auf allen Ebenen war unabdingbar. Es ist dem Künstler zu verdanken, dass der Studienbetrieb in den versehrten Teilen der Akademie der bildenden Künste gleich wieder aufgenommen wird. Er wird zum Rektor bestellt und holt Fritz Wotruba und Albert Paris Gütersloh als Professoren an das Haus. Dieses Dreigestirn wird die österreichische Kunstlandschaft der Nachkriegszeit prägen. Doch zunächst gilt es eine Orientierungslosigkeit und Leere zu bekämpfen, mit der sich die österreichische Kunst 1945 konfrontiert sieht. Wo hat man den Faden verloren, wo soll man anknüpfen, welche internationalen Strömungen eignen sich als Vorbilder und lassen dennoch eine typisch österreichische Kunst aufkeimen? Und was ist überhaupt eine typisch österreichische Kunst? Die bedeutenden Jahre des Jugendstils und des Expressionismus sind vorüber, die großen -ismen – Kubismus, Surrealismus, Tachismus, um nur einige zu nennen – und die Abstraktion müssen in Österreich erst mühevoll rezipiert werden, bevor Eigenständiges entstehen kann.
Auch Herbert Boeckl ist sich wohl bewusst, dass er nicht ohne Weiteres an den expressiven Stil der Vorkriegszeit anknüpfen kann, dass es einen Wandel braucht, um sich neu zu positionieren. Dabei beschreitet er zusehends den Weg der Analyse, setzt sich intensiv mit dem Körper „im Banne der Abstraktion“ (Ausstellungskatalog, Belvedere, Wien 2009/2010, S. 262) auseinander. Der Titel des Bildes „Alexandria“ verweist auf die Ägyptenreise, die der Künstler im März/April 1959 gemeinsam mit Marcile Boog unternommen hat und die die beiden nach Kairo, Luxor, Karnak, ins Tal der Könige und auch nach Alexandria führt. Eindrücke von dieser Reise und den vorangegangenen nach Spanien und Griechenland fließen nun in seine Arbeiten ein, wie zum Beispiel auch in die richtungsweisenden Fresken der Engelkapelle in Seckau. In „Alexandria“ ist eine Frau links im Bild noch in körperlicher Gestalt zu sehen und trifft rechts auf eine collageartig in Einzelteile zersplitterten Figur. Als Vorbilder dienen hier Pablo Picasso ebenso wie Jacques Villon, Goerges Braques oder Juan Gris. Der Hintergrund, in dem sich einzelne Farbfelder wie Puzzlesteine ineinanderfügen, erinnert an Werke Serge Poliakoffs. All diese Einflüsse verwebt Herbert Boeckl auf eine eigenständige Art und schafft so mit Bildern wie diesem ein Spätwerk von beeindruckender Dichte und Originalität, das ihn als großen Meister der österreichischen und internationalen Malerei ausweist. (Sophie Cieslar)
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2047 Herbert Boeckl * (Klagenfurt 1894–1966 Wien) Totes Gebirge, 1949 Aquarell auf Papier; 36,5 × 48 cm Signiert und datiert rechts unten: Boeckl 49 Provenienz österreichischer Privatbesitz € 10.000–20.000
Detail Signatur und Datierung
Herbert Boeckl in seinem Atelier in der Argentinierstraße, 1964, abgebildet in: Agnes Husslein-Arco (Hg.), Herbert Boeckl (Kat. Ausst., Belvedere Wien, Wien 2009/2010), Weitra 2009, S. 400
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2048 Herbert Boeckl * (Klagenfurt 1894–1966 Wien) Stehender männlicher Akt, 1919 Kohle auf Papier; 48,7 × 36 cm Monogrammiert und datiert rechts unten: B19. Rückseitig Etikett Gustav Nebehay Berlin sowie Etikett: H.B. Inv.Nr. 92 Provenienz österreichischer Privatbesitz € 2.500–5.000
2049 Herbert Boeckl * (Klagenfurt 1894–1966 Wien) Maria Saal (recto und verso) Bleistift auf Papier; ungerahmt; 44 × 60 cm Bestätigung von Maria Boeckl links unten: Herbert Boeckl bestätigt von Maria Boeckl Rückseite: Tuschfederstudie des gleichen Motivs Provenienz österreichischer Privatbesitz € 1.500–3.000
2050 Herbert Boeckl * (Klagenfurt 1894–1966 Wien) Landschaft bei St. Kathrein, 1950 Aquarell auf Papier; 32,5 × 42,5 cm (Passep.-Ausschnitt) Rückseitig bestätigt von Maria Boeckl: Herbert Böckl 1950, Landschaft bei St. Kathrein, bestätigt von Maria Böckl Provenienz Dorotheum Wien, 21.05.1996, Nr. 128; österreichischer Privatbesitz € 5.000–10.000
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2051 Kurt Absolon * (Wien 1925–1958 Wulkaprodersdorf) Selbstbildnis, um 1948 Öl auf Papier auf Karton; 49,8 × 37,5 cm Provenienz Nachlass Kurt Absolon, Wien; Galerie Maier, Innsbruck; Privatsammlung, Wien; österreichischer Privatbesitz Ausstellungen 1990 Wien, Historisches Museum der Stadt Wien; 1990 Villach, Galerie an der Stadtmauer; 2010 Wien, Galerie Kovacek Literatur Otto Breicha (Hg.), Kurt Absolon. Der Zeichner mit der Grasharfe, Graz 1989, WVZ-Nr. 715, S. 41 und 48–49, mit Abb.; Renate Maria Obud, Den Spannungen nie ausgewichen, in: Kärtner Tageszeitung, Nr. 119, Klagenfurt 23.5.1990, S. 18, mit Abb.; Anonym, Kurt Absolon im Historischen Museum. Der Zeichner mit der Glasharfe [sic], in: Wien aktuell, Nr. 3, 15.2.1990, S. 5, mit Abb.; Kurt Absolon, Galerie Maier, Innsbruck 1998, o. S., Abb. 1; Herbstausstellung 2010. Österreichische Malerei des 19. und 20. Jahrhunderts, Kat. Ausst. Galerie Kovacek, Wien 22.9.–22.12.2010, S. 58–59, Kat.-Nr. 28, mit Abb.; Bernhard Hainz (Hg.)/Stefan Üner (Hg.), Kurt Absolon. Monografie und Werkverzeichnis, Weitra 2021, WVZ-Nr. 11, S. 191, mit Farbabb. € 20.000–40.000
„Selbstbildnis“, 1947/48 zählt zu den repräsentativen malerischen Beispielen aus Kurt Absolons Frühwerk. In dieser Phase orientierte sich der Wiener Künstler an den Gestaltungsprinzipien der Fauvisten, allen voran an Henri Matisse. Wie schon die französischen Wilden am Anfang des 20. Jahrhunderts misst Absolon der Farbe eine uneingeschränkte Freiheit zu. Pastos wird die Bildsituation definiert. Krasse koloristische Brüche sind anzutreffen, die ja das primäre Charakteristikum der fauvistischen Malerei ausmachen; anstelle einer plastischen raumorientierten Wiedergabe des vorliegenden Selbstporträts, ist eine expressive flächenbezogene Setzung der malerischen Mittel erkennbar. Diese Aggressivität der Farbe intensiviert natürlich die persönliche Erscheinung des Dargestellten, hebt die psychische Befindlichkeit hervor. Man denke dabei an van Goghs Autoporträts, als Ikonen der Charakterporträts. Geradezu symptomatisch ist Österreichs Malerei zwischen dem „Goldenen Zeitalter“ des Expressionismus mit Gerstl, Schiele, Kokoschka und Boeckl und der Nachkriegszeit bis 1950 noch immer weitgehend der Figur, Landschaft und emotionalen Geste verbunden. Das abstrakte Lager, das anderorts die internationale Kunst anführt, findet hier kaum Resonanz, erst kurz darauf von den „wilden Malern“ der Galerie Nächst St. Stephan, wie Rainer oder Prachensky verinnerlicht und zu einem eigenen Stil entwickelt. Trotz der malerischen Konzentration auf Fläche und Farbe spürte Absolon immer stärker die grafische Intensität in seiner Handschrift und löste sich merklich vom Gemalten. Die 1950er Jahre standen ganz im Zeichen von Linie und Strich; malerische Akzente fielen lediglich im Verwischen von farblich gebrochenen Bildgründen aus, als atmosphärische Matrix der grafischen Notationen. Ein tragischer Autounfall beendete 1958 Absolons Leben und begrenzte sein künstlerisches Schaffen lediglich auf ein gutes Jahrzehnt. Sein singuläres zeichnerisches Werk wurde schon zu Lebzeiten hoch eingeschätzt, als einzelgängerische Naturbegabung abseits der Avantgarden – so wie es in Österreich etwa auch sein Künstlerfreund Kurt Moldovan war, oder Karl Anton Fleck sowie Othmar Zechyr; den Gegenstand in existenzialistischer Feinnervigkeit und rabiaten Temperament mit Stift und Feder zu Papier gebracht: Chimären, Dämonisches, Animalisches, die dunkle Seite des Unbewussten nahe. (Florian Steininger)
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2052 Norbertine Bresslern-Roth * (Graz 1891–1978 Graz) Schneeleopard, 1939 Öl auf Jute; 80 × 110 cm Signiert rechts oben: Roth Rückseitig am Keilrahmen eigenhändig bezeichnet: „Schnee-Leopard“, Öl / N. B.-Roth, Graz Provenienz Nachlass von Else Schrader, einer Schülerin von Norbertine Bresslern-Roth; Privatbesitz, Steiermark Ausstellung 2003 Graz, St. Veiter Schlössl Literatur Helene Martischnig, Norbertine Bresslern-Roth (1891–1978). Das malerische Werk, Dipl.-Arb., Graz 1994, Abb. 112; Michael Stoff (Hg.), Bresslern-Roth. eine Hommage im St. Veiter Schlössl, Graz 2003, Coverbild des Kataloges sowie Abb. S. 68f.; Christa Steinle (Hg.), Norbertine Bresslern-Roth. Tiermalerin, Ausstellungskatalog Neue Galerie Graz Universalmuseum Joanneum, 26.10.2016–17.04.2017, Graz 2016, WV-Nr. 170 (m. Abb.) sowie Abb. S. 185 € 100.000–200.000
Eigenhändige Bezeichnung Rückseite
Ursprünglich stammte die in Graz geborene und als Tiermalerin bekannt gewordene Norbertine Bresslern-Roth aus einfachen Verhältnissen. Bereits in der Volksschule wurde ihr künstlerisches Talent entdeckt und gefördert. Alfred Schrötter von Kristelli war ihr erster Mal- und Zeichenlehrer. Er gab ihr ab 1901 kostenfreien Unterricht – zuerst privat und danach an der Landeskunstschule in Graz. Schrötter pflegte Kontakte zur Künstlerkolonie in Dachau – dadurch gelangte auch Bresslern-Roth ab 1907 für mehrere Sommermonate dorthin und erhielt bei dem Landschaftsund Tiermaler Hans von Hayek Unterricht. Weiters vermittelte Schrötter seine Schülerin an den Druckgrafiker und Porträtisten Ferdinand Schmutzer nach Wien, bei dem sie von 1911 bis 1917 zuerst an der Damenakademie, dann in seinem Atelier an der Akademie der bildenden Künste, studierte. Nach ihrer Ausbildung kehrte sie nach Graz zurück. Sie verbrachte dort ihr restliches Leben als freischaffende Künstlerin, arbeitete als Grafikerin und Illustratorin. Darüber hinaus gab sie auch Privatunterricht. Ihr besonderer Stil zeichnet sich vor allem durch den Auftrag der Farbe aus: Diese wurde üblicherweise von der Künstlerin mittels Borstenpinsel auf eine weiß grundierte Jute getupft. Im Zusammenspiel mit dem grobmaschigen Trägermaterial entsteht ein flirrender Effekt – ein besonders auffallendes Charakteristikum von Bresslern-Roth. Im Gegensatz zu vielen anderen Gemälden, verwendete sie bei dem „Schneeleopard“ eine sehr gedeckte Farbpalette. Ihre Formensprache blieb zeit ihres Lebens realistisch. Ausgefüllt wird das Gemälde von dem mächtigen Körper einer Schneeleopardin, deren Größe fast den Rahmen zu sprengen scheint. Trotz liegender Pose steht die Schwere und die Masse der Muskeln im Vordergrund. Vor der Schneeleopardin tollen zwei Junge unter dem wachsamen Blick ihrer Mutter. Sie scheinen noch nichts vom Ernst des Erwachsenseins zu ahnen. Die drei Figuren verschwimmen nahezu miteinander und bilden ein Gewirr aus Körpern. Doch gerade diese Verdichtung der Körper macht das feine Verständnis der Künstlerin für die Anatomie der Tiere augenscheinlich. (Petra Hammer-Maier)
2053 Waldemar Güttner * (Hermannstadt 1879–1967 Innsbruck) Mädchen im Blütenkleid vor der Nordkette, um 1925 Öl auf Karton; 80 × 64 cm Monogrammiert rechts unten: W.G. Provenienz Tiroler Privatbesitz; Auktionshaus im Kinsky Wien, 02.03.2010, Nr. 46; europäische Privatsammlung; Auktionshaus im Kinsky Wien, 19.06.2018, Nr. 376; österreichischer Privatbesitz € 15.000–30.000
Zwischen 1925 und 1934 nimmt Waldemar Güttner neben den Tiroler Künstlern Nikodem, Prachensky und Torggler an den wichtigen Ausstellungen im Künstlerhaus Wien und im Glaspalast München teil. Sein mit großer Sensibilität geschaffenes Werk stellt einen wertvollen Beitrag zur Tiroler Malerei der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts dar. Seine Bilder befinden sich in vielen Sammlungen und sind nur selten im Handel erhältlich. Güttner hatte bereits um die Jahrhundertwende mit der Malerei begonnen. Nikodem war ihm nicht nur ein Freund, sondern auch Lehrmeister. In den frühen Zwanziger Jahren war sein Werk noch von Jugendstil und Symbolismus geprägt, zu dieser Zeit entstanden hauptsächlich figurative Darstellungen. Ab Ende der 20iger Jahre fand er zu einem sehr persönlich gestalteten Expressionismus.
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2054 Carl Moll (Wien 1861–1945 Wien) Atelieransicht, 1890 Öl auf Leinwand; 180 × 120,5 cm Monogrammiert rechts unten: CM Rückseitig am Keilrahmen Stempel des Rahmenmachers: Alois Ebeseder / Wien / I. Opernring 9 Provenienz Privatbesitz, Oberösterreich; Dorotheum Wien, 13.12.2016, Nr. 3; dort erworben, österreichischer Privatbesitz Literatur Cornelia Cabuk, Carl Moll. Monografie und Werkverzeichnis, Belvedere Werkverzeichnisse, Band 11, Wien 2020, GE 44, Abb. S. 119 € 25.000–50.000
Das traditionelle Thema des Atelierstilllebens gestattete einen Einblick in das unmittelbare Arbeitsumfeld eines Künstlers. Carl Moll befasste sich um 1890 in mehreren Gemälden mit dem Sujet. Nach seinem Studium an der Wiener Akademie der bildenden Künste 1879–1881 war er Schüler Emil Jakob Schindlers und lebte in dessen Familienkreis. 1890 wurde er Mitglied des Künstlerhauses und trat mit altmeisterlichen Stillleben in exzellenter Feinmalerei hervor. In seiner Atelieransicht verband er das Thema Interieur mit jenem des Stilllebens. Bemerkenswert erscheint in diesem Zusammenhang das Arrangement der ausgewählten Gegenstände, die auch Auskunft über sein Interessensgebiet als Künstler geben. Im Vergleich zu den früheren Atelieransichten (GE 42, GE 43) ist der Fensterausblick durch ein Tuch eingeschränkt und die Außenwelt wird gleichsam nur als helle, gelbgrün schimmernde Lichtquelle wahrgenommen, die an der weiß getünchten Mauer helle Reflexe hervorruft. Gleichzeitig hat Moll als Blickpunkt eine bemerkenswerte chinesische Deckelvase aus Cloisonné Email auf dunkelblauem Grund unter den ausgewählten Gegenständen dargestellt, die höchstwahrscheinlich aus der Qing-Dynastie der Qianlong Periode stammt. Im Vergleich zur Skizze (GE 42) befindet sie sich an der Stelle des Schädels, der als Memento mori die frühere Darstellung in der kunsthistorischen Tradition dieses Bildtyps verankert. In Anbetracht dieser Neupositionierung der Pretiose fernöstlicher Herkunft kann die Atelieransicht als Ankündigung eines Neubeginns interpretiert werden. Dieser wird auch in der impressionistischen Lichtmalerei des späteren Mitbegründers der Secession bemerkbar. Moll malte den Lichteinfall und seine Reflexe auf den unterschiedlichen Oberflächen. Besondere Aufmerksamkeit widmete er dem indirekten Licht, welches durch das Tuch am Fenster farbige Reflexe beispielsweise am Wasserglas erzeugt. Besonders malerisch virtuos erscheint die Leuchterfigur in der Gegenlichtstimmung. Moll etablierte sich in diesen Werken als Anhänger des Fortschritts und der Moderne in Verbindung mit der Tradition. (Cornelia Cabuk)
2055 Helene Funke * (Chemnitz 1869–1957 Wien) Haus am Wasser, um 1905/06 Öl auf Leinwand; 46 × 61 cm Provenienz Kunsthandel Hieke, Wien; österreichischer Privatbesitz Literatur Peter Funke, Die Malerin Helene Funke 1869–1957. Leben und Werk, Wien/Köln/Weimar 2011, Abb. S 154 (Titel dort: Scheune am Fluss) € 10.000–20.000 Helene Funke, 1913, abgebildet in: Lentos Kunstmuseum Linz (Hg.), Helene Funke. 1869–1957 (Kat. Ausst., Lentos Kunstmuseum, Linz 2007), Nürnberg 2007, S. 2
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2056 Helene Funke * (Chemnitz 1869–1957 Wien) Mädchen mit Schere, 2. Hälfte der 1920er Jahre Öl auf Leinwand; 45,5 × 36 cm Signiert rechts unten: H. Funke Provenienz Kunsthandel Hieke, Wien; österreichischer Privatbesitz Das Bild wurde in den Nachtrag des Werkverzeichnisses von Peter Funke aufgenommen. € 5.000–10.000
2057 Broncia Koller-Pinell (Sanok 1863–1934 Wien) Himmel und Erde, um 1919 Öl auf Karton; 34 × 39,5 cm Rückseitig auf Etikett betitelt: Himmel und Erde Provenienz Kunsthandel Hieke, Wien; österreichischer Privatbesitz
Etikett Rückseite
Literatur Vergleiche: Sieglinde Baumgartner, Broncia Koller-Pinell 1869–1934. Eine österreichische Malerin zwischen Dilettantismus und Profession, Monografie und Werkverzeichnis, Diss. an der Universität Salzburg, Salzburg 1989, Bd. II, Gem. 196 („Himmel und Erde“, 1919) € 5.000–10.000
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2058 Broncia Koller-Pinell (Sanok 1863–1934 Wien) Zwischen Himmel und Erde, um 1912/15 Öl auf Karton; 57 × 69 cm Rückseitig auf Etikett betitelt: zwischen Himmel und Erde Provenienz Kunsthandel Hieke, Wien; österreichischer Privatbesitz
Etikett Rückseite
Literatur Sieglinde Baumgartner, Broncia Koller-Pinell 1869–1934. Eine österreichische Malerin zwischen Dilettantismus und Profession, Monografie und Werkverzeichnis, Diss. an der Universität Salzburg, Salzburg 1989, Bd. II, Gem. 158 (Titel dort: „Bei der Feldarbeit“) € 7.000–14.000
2059 Broncia Koller-Pinell (Sanok 1863–1934 Wien) Bildnis Etka (Schwester der Künstlerin), um 1920 Öl auf Leinwand; 60 × 50 cm Provenienz Kunsthandel Hieke, Wien; österreichischer Privatbesitz € 4.000–8.000
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2060 Broncia Koller-Pinell (Sanok 1863–1934 Wien) Kinderporträt (Rupert Koller im Alter von zwei Jahren), 1898 Öl auf Leinwand auf Karton; 28 × 23,5 cm Bezeichnet und datiert links unten: Rupert 98 Provenienz Kunsthandel Hieke, Wien; österreichischer Privatbesitz Literatur Sieglinde Baumgartner, Broncia Koller-Pinell 1869–1934. Eine österreichische Malerin zwischen Dilettantismus und Profession, Monografie und Werkverzeichnis, Diss. an der Universität Salzburg, Salzburg 1989, Bd. II, Gem. 9 (mit s/w-Abb) € 2.000–4.000
2061 Broncia Koller-Pinell (Sanok 1863–1934 Wien) „Camelie“, um 1920 Öl auf Leinwand; 68,5 × 50 cm Signiert rechts oben: B Koller Rückseitig auf altem Etikett bezeichnet: „Camelie“ / B. Koller / Wien Argentinierstr 26 Provenienz Privatbesitz, Deutschland Wir danken Frau Dr. Ursula Hieke, Wien, für die freundliche Unterstützung bei der Katalogisierung. € 7.000–14.000
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2062 Heinrich Schröder (Krefeld 1881–1941 Innsbruck) Motiv aus Spanien Öl auf Leinwand; 49 × 59 cm Provenienz Kunsthandel Hieke, Wien; österreichischer Privatbesitz € 2.000–3.000
2063 Heinrich Schröder (Krefeld 1881–1941 Innsbruck) Avignon Öl auf Karton; 34 × 50 cm Bezeichnet rechts unten: Avignon Provenienz Kunsthandel Hieke, Wien; österreichischer Privatbesitz € 3.500–5.000
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2064
2065
Josef Dobrowsky *
Josef Dobrowsky *
(Karlsbad 1889–1964 Tullnerbach)
(Karlsbad 1889–1964 Tullnerbach)
Damenporträt Öl auf Hartfaserplatte; 58 × 74 cm Monogrammiert links unten: JD
Irenental, 1932 Aquarell, Gouache auf Papier; 40 × 51 cm (Passep.-Ausschnitt) Signiert und datiert links unten: J. Dobrowsky 1932
Provenienz österreichischer Privatbesitz € 2.500–5.000
Provenienz Kunsthandel Hieke, Wien; österreichischer Privatbesitz € 1.500–3.000
2066 Josef Dobrowsky * (Karlsbad 1889–1964 Tullnerbach) Blumenstillleben, 1946 Aquarell, Gouache auf Papier; 76,5 × 56 cm Signiert und datiert rechts unten: J. Dobrowsky 46 Provenienz österreichischer Privatbesitz € 1.500–3.000
2067 Josef Dobrowsky * (Karlsbad 1889–1964 Tullnerbach) Venedig, 1934 Aquarell auf Papier; 39 × 57 cm (Passep.-Ausschnitt) Signiert und datiert links unten: J. Dobrowsky 34 Provenienz Kunsthandel Hieke, Wien; österreichischer Privatbesitz € 1.500–3.000
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2068 Willy Eisenschitz * (Wien 1889–1974 Paris) Weingärten und Lavendel in der Provence, um 1960 Öl auf Leinwand; 73,5 × 91,5 cm Signiert links unten: W. Eisenschitz Rückseitig auf der Leinwand bezeichnet: Paysage de Provence / W. Eisenschitz / 8 Rue de Tournon / Paris VI Provenienz österreichischer Privatbesitz; Auktionshaus im Kinsky, 19.06.2018, Nr. 430; österreichischer Privatbesitz Literatur Jean Perreau, Willy Eisenschitz 1889–1974, Edition Schütz, Linz 1999, WV-Nr. H 478, Abb. S. 241 € 15.000–30.000
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2069
2070
Anton Peschka
Anton Peschka
(Wien 1885–1940 Wien)
(Wien 1885–1940 Wien)
Sommer, 1930 Mischtechnik auf Papier; 34 × 49 cm (Passep.-Ausschnitt) Signiert, datiert und betitelt rechts unten: A. Peschka 1930 / „Sommer“
Dorf-Friede, 1932 Mischtechnik auf Papier; 34 × 48,5 cm (Passep.-Ausschnitt) Betitelt, signiert und datiert rechts unten: „Dorf-Friede“. / Ant. Peschka / 1932
Provenienz Kunsthandel Hieke, Wien; österreichischer Privatbesitz € 1.000–2.000
Provenienz Kunsthandel Hieke, Wien; österreichischer Privatbesitz € 1.000–2.000
2071
2072
Anton Peschka
Anton Peschka
(Wien 1885–1940 Wien)
(Wien 1885–1940 Wien)
Raureif, 1928 Mischtechnik auf Papier; 33,5 × 48,5 cm (Passep.-Ausschnitt) Betitelt, signiert und datiert rechts unten: „Rauhreif“ / Ant. Peschka / 1928.
Der Pflug, 1934 Mischtechnik auf Papier; 34 × 48,5 cm (Passep.-Ausschnitt) Betitelt, signiert und datiert links unten: „Der Pflug“ / A. Peschka 1934.
Provenienz Kunsthandel Hieke, Wien; österreichischer Privatbesitz € 500–1.000
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Provenienz Kunsthandel Hieke, Wien; österreichischer Privatbesitz € 1.000–2.000
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2073
2074
Oskar Laske
Franz von Zülow *
(Czernowitz 1874–1951 Wien)
(Wien 1883–1963 Wien)
Festtag in Meißen, um 1912 Gouache, Aquarell auf Papier; 30 × 32 cm Signiert rechts unten: O Laske Bezeichnet links unten: Meissen
Blumen in Vase, 1933 Mischtechnik auf Papier; 27 × 42,5 cm (Passep.-Ausschnitt), 31,3 × 47,5 cm (Blattgröße) Signiert und datiert links unten: FvZülow 33 Einrisse an der oberen und rechten Blattkante, Papierverlust an der linken Blattkante (vom Passepartout großteils überdeckt)
Provenienz österreichischer Privatbesitz € 3.500–7.000
Provenienz Privatbesitz, Österreich € 1.000–2.000
2075 Anton Filkuka * (Wien 1888–1957 Wien) Kastanienblüte Öl auf Holz; 76,5 × 59 cm Signiert links oben: Filkuka (geritzt) Provenienz Kunsthandel Hieke, Wien; österreichischer Privatbesitz € 3.500–7.000
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2076 Felix Albrecht Harta * (Budapest 1884–1967 Salzburg) Praterstern Öl auf Leinwand; 74,5 × 112 cm Signiert rechts unten: Harta Provenienz Dorotheum Wien, 27.11.2001, Nr. 71; Kunsthandel Hieke, Wien; österreichischer Privatbesitz € 10.000–20.000
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2077 Norbertine Bresslern-Roth * (Graz 1891–1978 Graz) Angorakatze, August 1925 Farblinolschnitt auf Papier; 18,5 × 18,2 cm (Passep.-Ausschnitt) Signiert rechts unten: Bresslern-Roth Bezeichnet links unten: Handdruck. Provenienz Privatbesitz, Deutschland Literatur Christa Steinle (Hg.), Norbertine Bresslern-Roth. Tiermalerin, Ausstellungskatalog Neue Galerie Graz Universalmuseum Joanneum, 26.10.2016– 17.04.2017, Graz 2016, WVD 132 (Abb.) und Abb. S. 70 € 500–1.000
2078 Norbertine Bresslern-Roth * (Graz 1891–1978 Graz) Zwei Katzen, 1923 Farblinolschnitt auf Papier; 17 × 19 cm (Passep.-Ausschnitt) Signiert rechts unten: Bresslern-Roth Bezeichnet links unten: Handdruck. Provenienz Privatbesitz, Deutschland Literatur Christa Steinle (Hg.), Norbertine Bresslern-Roth. Tiermalerin, Ausstellungskatalog Neue Galerie Graz Universalmuseum Joanneum, 26.10.2016– 17.04.2017, Graz 2016, WVD 89 (Abb.) € 500–1.000
2079 Norbertine Bresslern-Roth * (Graz 1891–1978 Graz) Panther Schwarze Kreide auf Papier; 9,3 × 16 cm Signiert links unten: B. Roth Provenienz Privatbesitz, Deutschland € 500–1.000
2080 Norbertine Bresslern-Roth * (Graz 1891–1978 Graz) Überfall (Schwarzer Panther und Gazellen), November 1922 Farblinolschnitt auf Papier; 23,5 × 23 cm (Passep.-Ausschnitt) Signiert rechts unten: Bresslern-Roth. Bezeichnet links unten: Handdruck. Provenienz Privatbesitz, Deutschland Literatur Christa Steinle (Hg.), Norbertine Bresslern-Roth. Tiermalerin, Ausstellungskatalog Neue Galerie Graz Universalmuseum Joanneum, 26.10.2016– 17.04.2017, Graz 2016, WVD 84 (Abb.) und Abb. S. 73 € 500–1.000
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2081 Norbertine Bresslern-Roth * (Graz 1891–1978 Graz) Freu und Odin, 1952 Aquarell auf Papier; 42,5 × 30 cm (Passep.-Ausschnitt) Betitelt, signiert und datiert rechts oben: Freu / und / Odin / N. B.- / Roth / 1952 Provenienz Privatbesitz, Deutschland € 1.500–3.000
2082 Karl Sterrer * (Wien 1885–1972 Wien) Dahlien, 1912 Öl auf Leinwand; 50 × 40 cm Signiert und datiert rechts unten: K. Sterrer 1912 Provenienz Privatbesitz, Österreich € 1.500–3.000
2083 Ludwig Heinrich Jungnickel * (Wunsiedel 1881–1965 Wien) Zwei blaue Aras, 1914 Farbholzschnitt auf Papier; 45,5 × 41,5 cm (Blattmaß) Signiert rechts unten: L. H. Jungnickel Rückseitig auf Unterlagekarton altes Etikett mit Bezeichnung: Ludwig H / Jungnickel / Papagei blau sowie Künstlerhaus-Etikett 3197/1925 (von Herrn Nikolaus Domes, Künstlerhaus Archiv Wien, bestätigt) Provenienz österreichischer Privatbesitz Literatur Ilse Spielvogel-Bodo, L. H. Jungnickel. Ein Leben für die Kunst, Mit einem Werkkatalog für die Druckgraphik, Klagenfurt 2000, OG.45, S. 327; Vergleiche: Tobias G. Natter, Max Hollein, Klaus Albrecht Schröder (Hg.), Kunst für alle. Der Farbholzschnitt in Wien um 1900. Ausstellungskatalog Schirn Kunsthalle Frankfurt / Albertina Wien, Köln 2016, Abb. S. 141 € 2.500–5.000
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2084 Ludwig Heinrich Jungnickel * (Wunsiedel 1881–1965 Wien) Dackel Schwarze Kreide auf Papier; 33,2 × 24 cm Nachlass-Stempel rückseitig Provenienz aus dem Nachlass des Künstlers; Privatbesitz, Deutschland € 500–1.000
2085 Ludwig Heinrich Jungnickel * (Wunsiedel 1881–1965 Wien) Dackel Kohle, Rötel auf Papier; 24 × 33,3 cm (Passep.-Ausschnitt) Signiert rechts unten: L. H. / Jungnickel Provenienz Privatbesitz, Deutschland € 500–1.000
2086 Ludwig Heinrich Jungnickel * (Wunsiedel 1881–1965 Wien) Kleiner struppiger Esel Schwarze Kreide, Aquarell auf Papier; 45,5 × 35,8 cm Provenienz österreichischer Privatbesitz € 1.500–3.000
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2087 Ludwig Heinrich Jungnickel * (Wunsiedel 1881–1965 Wien) Schlafender Dackel Kohlestift auf Papier; 21 × 29,7 cm Signiert rechts unten: L. H. / Jungnickel Provenienz Privatbesitz, Deutschland € 500–1.000
2088 Ludwig Heinrich Jungnickel * (Wunsiedel 1881–1965 Wien) Schlafende Katze, 1951 Kohlestift auf Papier; 21 × 17,5 cm Datiert und monogrammiert unten mittig: 51 / J. Provenienz Privatbesitz, Deutschland € 500–1.000
2089 Ludwig Heinrich Jungnickel * (Wunsiedel 1881–1965 Wien) Katze Kohlestift auf Papier; 21,5 × 24 cm (Passep.-Ausschnitt) Nachlass-Stempel rückseitig Provenienz aus dem Nachlass des Künstlers; Privatbesitz, Deutschland € 500–1.000
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2090 Ernst Nepo * (Dauba 1895–1971 Innsbruck) Schloß Weiherburg, 1932 Tempera auf Papier auf Karton; 57 × 77 cm Signiert und datiert links unten: Nepo / 1932 Originalrahmen Provenienz österreichischer Privatbesitz € 18.000–35.000
Ernst Nepo, abgebildet in: Silvia Höller, Ernst Nepo. Zwischen Expression und Sachlichkeit (Kat. Ausst., RLB – Kunstbrücke, Innsbruck 2001 und Walterhaus, Bozen 2001), Wien/Bozen 2001, S. 81
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2091 Ernst Nepo * (Dauba 1895–1971 Innsbruck) Militärische Stellung am Cima d'Oro, 1936 Kohle auf weißem Kreidegrund auf Papier auf Leinwand; 97,5 × 100 cm Rückseitig Nachlass-Stempel Rückseitig bezeichnet und datiert: Cima d'Oro 1936 Provenienz aus dem Nachlass des Künstlers; österreichischer Privatbesitz € 20.000–35.000
Der aus Böhmen stammende Maler Ernst Nepo wurde nach einer Ausbildung an der Kunstgewerbeschule zum Kriegseinsatz an die Dolomitenfront beordert. 1918 ließ er sich in Innsbruck nieder, wo er die Künstlergruppe des „Mühlauer Kreises“ und die Künstlervereinigung „Waage“ mitbegründete, später auch Mitglied der Wiener Secession wurde. Er zählt zu den maßgebenden Vertretern der Neuen Sachlichkeit in Österreich. An der Front hat Nepo eindrucksvolle Motive wie die „Militärische Stellung am Cima d'Oro“ in Zeichnungen unmittelbar festgehalten und zum Teil später in Ölgemälden übertragen. Noch Jahre später wiederholte der Maler Motive aus dieser Zeit. Bereits in den 1920er Jahren verwendete Nepo schwarzen Kohlestift, den er auf weiß grundiertem Papier auftrug. Der graphische Stift wird dabei wie ein Pinsel geführt, lavierend und nuancenreich im Auftrag, sodass trotz der Technik hier von Gemälden zu sprechen ist. Dieser Intention des Malers entspricht auch das ungewöhnliche Großformat des vorliegenden Bildes. Der harte Wechsel von Schwarz und Weiß wird als künstlerische Aussage verwendet, da in diesem Spiel der beiden Nichtfarben eine großartige Dramaturgie der Formen im Spannungsfeld von Hell und Dunkel erzeugt werden kann.
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2092 Oskar Mulley (Klagenfurt 1891–1949 Garmisch) Spätsommer, um 1920 Öl auf Karton; 32 × 29 cm Signiert rechts unten: Mulley Signiert und betitelt rückseitig: Spät-Sommer / Mulley Oskar Provenienz vom Großvater der jetzigen Besitzerin direkt beim Künstler erworben; Privatbesitz, Österreich € 5.000–10.000
2093 Oskar Mulley (Klagenfurt 1891–1949 Garmisch) Kapelle im Mondschein, um 1920 Öl auf Karton; 32 × 29,5 cm Signiert links unten: Mulley Signiert und betitelt rückseitig: Kapelle / Mulley Oskar Provenienz vom Großvater der jetzigen Besitzerin direkt beim Künstler erworben; Privatbesitz, Österreich € 5.000–10.000
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2094
2095
Oskar Mulley
Oskar Mulley
(Klagenfurt 1891–1949 Garmisch)
(Klagenfurt 1891–1949 Garmisch)
Nachtlandschaft mit See Öl auf Karton; 24,5 × 30,5 cm Signiert links unten: Mulley
Eichenhain, um 1922 Öl auf Karton; 24 × 30 cm Signiert links unten: Mulley Rückseitig bezeichnet: Eichenhain / Mulley / 1922
Provenienz österreichischer Privatbesitz € 1.500–3.000
Provenienz österreichischer Privatbesitz € 2.000–4.000
2096 Hans Josef Weber-Tyrol * (Schwaz 1874–1957 Meran) Blick auf Wilden Kaiser bei Weng Öl auf Leinwand auf Karton; 36,5 × 44 cm Signiert links unten: Weber-Tyrol Rückseitig auf Karton sowie auf altem Etikett bezeichnet: Blick auf wilden Kaiser bei Weng, akadem. Maler / H. J. Weber-Tyrol Provenienz österreichischer Privatbesitz € 2.000–4.000
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2097 Werner Berg * (Elberfeld 1904–1981 Rutarhof) Gasthausgarten im Schnee, 1956 Holzschnitt auf Papier; 33,8 × 54 cm (Darstellungsgröße), 47 × 62 cm (Blattgröße) Signiert rechts unten: Werner Berg Betitelt links unten: „Gasthausgarten im Winter“ Auflage: 7 Drucke Provenienz österreichischer Privatbesitz Literatur Barbara Biller, Werner Berg. Werkverzeichnis der Holzschnitte, Bd. II, Klagenfurt 2001, Nr. 219, Abb. S. 377 € 3.000–6.000
2098 Wilhelm Thöny (Graz 1888–1949 New York) Reiter, um 1918 bis 1922 Tusche und Aquarell auf Papier; 19 × 24 cm (Passep.-Ausschnitt) Signiert rechts unten: W. Thöny. Provenienz österreichischer Privatbesitz Digitale Echtheitsbestätigung von Günther Holler-Schuster, Graz, 10. März 2022, liegt bei. € 2.500–5.000
„Die unmittelbaren Jahre nach Kriegsende verbrachte Thoeny mit seiner Frau in Interlaken in der Schweiz. In dieser, für den Künstler, sehr bewegten Zeit hatte er auch mit Traumabewältigung zu tun. Er war psychisch durch die Erlebnisse im Krieg sehr unter Druck. Seine künstlerische Tätigkeit in dieser Zeit war sprunghaft. Er legte sich in dieser Schaffensperiode nicht fest und schwankte zwischen realistischer Formulierung und Abstraktion. Daher sind aus der Zeit um 1918 bis 1922 auch sehr unterschiedliche Werke bekannt. Dieses hier scheint eindeutig aus dieser Zeit zu stammen. Die stark lineare Komposition ist typisch für Thoenys damaligen Stil. Thematisch war Thoeny damals sehr mit Theaterdarstellungen, Darstellungen aus dem Zirkus oder anderen Literaturillustrationen beschäftigt. Der erzählerische Stil, den man auch im vorliegenden Blatt erkennen kann, dürfte wohl auf eine derartige Illustration hinweisen.“ (Auszug aus der digitalen Echtheitsbestätigung von Günther Holler-Schuster, Graz, 10. März 2022)
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2099 Alfons Mucha (Eibenschütz 1860–1939 Prag) Sitzendes Mädchen in Tracht, 1897 Graphit auf Papier; 27,7 × 23,8 cm Signiert und datiert rechts unten: Mucha / (18)97 Provenienz 1972 Antiquariat Christian M. Nebehay, Wien; seither Privatbesitz, Wien € 1.500–3.000
2100 Alfons Mucha (Eibenschütz 1860–1939 Prag) Sitzende junge Frau, 1897 Aquarell, Bleistift auf Papier; 28,5 × 24 cm Signiert und datiert rechts unten: Mucha / (18)97 Provenienz 1972 Antiquariat Christian M. Nebehay, Wien; seither Privatbesitz, Wien € 3.000–6.000
2101 Alfons Mucha (Eibenschütz 1860–1939 Prag) Sitzende, auf die Seite blickend, 1897 Graphit auf Papier; 28,7 × 23,7 cm Signiert und datiert rechts unten: Mucha / (18)97 Provenienz 1972 Antiquariat Christian M. Nebehay, Wien; seither Privatbesitz, Wien € 1.500–3.000
2102 Alfons Mucha (Eibenschütz 1860–1939 Prag) Stehender Frauenakt, 1897 Aquarell, Bleistift auf Papier; 28,5 × 24,4 cm Signiert und datiert rechts unten: Mucha / (18)97 Provenienz 1972 Antiquariat Christian M. Nebehay, Wien; seither Privatbesitz, Wien € 3.500–7.000
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2103
2104
Jules Pascin
Jules Pascin
(Vidin 1885–1925 Paris)
(Vidin 1885–1925 Paris)
Dorfszene Graphit auf Papier; 19,7 × 24,7 cm (Passep.-Ausschnitt) Signiert links unten: Pascin Atelierstempel (verblasst) rechts unten
Straßenszene mit Pferdekutsche Graphit auf Papier; 16 × 19,7 cm (Passep.-Ausschnitt) Signiert rechts unten: Pascin Atelierstempel (verblasst) rechts unten
Provenienz Sammlung Frank Morini, New York; österreichischer Privatbesitz
Provenienz Sammlung Frank Morini, New York; österreichischer Privatbesitz
€ 1.500–3.000
€ 1.500–3.000
2105
2106
Jules Pascin
Jules Pascin
(Vidin 1885–1925 Paris)
(Vidin 1885–1925 Paris)
Zwei Damen auf dem Canapé, 1909 Graphit auf Papier; 11,5 × 15 cm (Passep.-Ausschnitt) Signiert links unten: Pascin Rückseitig bezeichnet und datiert: (...) au canapé / crayon de Pascin (...) – Paris 1909 Atelierstempel (verblasst) rechts unten
Figurenszene, Skizze mit Akten verso, 1910 Graphit auf Papier; 8,2 × 14,5 cm Signiert rechts unten recto sowie links unten verso: Pascin Bezeichnet unten mittig: crayon des Pascin Paris 1910
Provenienz Sammlung Frank Morini, New York; österreichischer Privatbesitz € 1.000–2.000
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Provenienz Sammlung Frank Morini, New York; österreichischer Privatbesitz € 1.000–2.000
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2107 Hanns Diehl-Wallendorf (Pirmasens/D 1877–1946 Wien) Haus mit Garten Mischtechnik auf Papier; 27,5 × 20 cm (Passep.-Ausschnitt) Provenienz Kunsthandel Hieke, Wien; österreichischer Privatbesitz € 500–1.000
2108 Hans Robert Pippal * (Wien 1915–1998 Wien) Wiener Straßenszene, 1948 Pastell auf Papier; 32,5 × 46 cm (Passep.-Ausschnitt) Signiert und datiert rechts unten: Pippal 48 Provenienz österreichischer Privatbesitz € 500–1.000
2109 Victor Tischler (Wien 1890–1951 Beaulieu sur Mer) Orvieto – Porta Romana Öl auf Hartfaserplatte; 48,5 × 61 cm Signiert links unten: V. Tischler Rückseitig bezeichnet: Orvieto / V. Tischler Provenienz Privatbesitz, Österreich Ein Exemplar von Arthur Roessler, Der Maler Viktor Tischler, Wien/Leipzig 1924, liegt bei. € 3.000–6.000
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2110 Gustav Hessing * (Czernowitz 1909–1981 Wien) Sitzender Akt, um 1955 Öl auf Leinwand; 141 × 99 cm Nachlass-Stempel rückseitig auf Leinwand sowie auf Keilrahmen: Nachlass Gustav Hessing / Galerie Peithner-Lichtenfels Provenienz aus dem Nachlass des Künstlers; österreichischer Privatbesitz € 15.000–30.000
2111 Oswald Grill * (Wien 1878–1964 Wien) Ein früher Winter Öl auf Karton; 69 × 52 cm Signiert rechts unten: O. Grill Rückseitig auf Karton bezeichnet: „Ein früher Winter“ / Ölgem. / Oswald Grill Provenienz österreichischer Privatbesitz € 1.500–3.000
2112 Oswald Grill * (Wien 1878–1964 Wien) Aprilwetter Öl auf Leinwand auf Karton; 44 × 59 cm Signiert rechts unten: O. Grill Künstlerhaus-Etikett rückseitig auf Karton: 1907/3412 (von Herrn Nikolaus Domes, Künstlerhaus Archiv Wien, bestätigt); Rückseitig auf altem Etikett bezeichnet: „Aprilwetter“ / (Ölgem.)/ Verkaufspr. ... / Oswald Grill Provenienz Privatbesitz, Österreich € 2.000–4.000
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2113
2114
Richard Harlfinger
Erich Miller-Hauenfels *
(Mailand 1873–1948 Wien)
(Graz 1889–1972 Wien)
Die Piazetta in Venedig, 1932 Öl auf Karton; 49,5 × 70 cm Signiert und datiert rechts unten: R. Harlfinger 32 Rückseitig auf Etikett bezeichnet: Richard Harlfinger / Venedig, Piazetta
Venedig, vor 1955 Öl auf Hartfaserplatte; 58,5 × 72 cm Signiert rechts unten: Erich Miller Rückseitig auf Hartfaserplatte bezeichnet: Prof. Erich Miller-Hauenfels / Venedig Rückseitig Künstlerhaus-Etikett: 1955/0018 (von Herrn Nikolaus Domes, Künstlerhaus Archiv Wien, bestätigt)
Provenienz Kunsthandel Hieke, Wien; österreichischer Privatbesitz € 3.500–7.000
Provenienz österreichischer Privatbesitz € 2.500–5.000
2115 Ferdinand Kitt * (Wien 1887–1961 Wien) Stillleben mit Papagei, um 1930 Öl auf Leinwand; 87 × 70,3 cm Rückseitig auf Leinwand signiert: F. Kitt Rückseitig auf Keilrahmen Klebeetikett Österreichische Galerie Provenienz österreichischer Privatbesitz € 15.000–30.000
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2116 Pablo Picasso * (Malaga 1881–1973 Mougins) Minotaure, une Coupe à la Main, et Jeune Femme, aus „La Suite Vollard“, 1933 Radierung auf Papier Vergé de Montval mit Wasserzeichen „Vollard“; ungerahmt; 19,4 × 26,8 cm (Plattengröße), 34 × 44,5 cm (Blattgröße) Handsigniert rechts unten: Picasso Bezeichnet und datiert links unten in der Platte (spiegelverkehrt): Paris 17 Mai XXXIII Wasserzeichen Vollard am linken Blattrand Edition von 260 Stück, herausgegeben von Ambroise Vollard, Paris, 1939 Provenienz Privatbesitz, Italien Literatur Georges Bloch, Pablo Picasso. Band I, Katalog des graphischen Werkes 1904–1967, Bern 1984, WV-Nr. 190, S. 67 (mit Abb.) € 3.500–7.000
2117 Pablo Picasso * (Malaga 1881–1973 Mougins) Minotaure vaincu, aus „La Suite Vollard“, 1933 Radierung auf Papier Vergé de Montval mit Wasserzeichen „Picasso“; ungerahmt; 19,3 × 26,9 cm (Plattengröße), 34 × 44,5 cm (Blattgröße) Handsigniert rechts unten: Picasso Bezeichnet und datiert rechts unten in der Platte (spiegelverkehrt): Paris 29 Mai XXXIII Wasserzeichen Picasso am linken Blattrand Edition von 260 Stück, herausgegeben von Ambroise Vollard, Paris, 1939 Provenienz Privatbesitz, Italien Literatur Georges Bloch, Pablo Picasso. Band I, Katalog des graphischen Werkes 1904–1967, Bern 1984, WV-Nr. 197, S. 68 (mit Abb.) € 3.500–7.000
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2118 Pablo Picasso * (Malaga 1881–1973 Mougins) Le Repos du Sculpteur devant le Jeune Cavalier, aus „La Suite Vollard“, 1933 Radierung auf Papier Vergé de Montval mit Wasserzeichen „Picasso“; ungerahmt; 19,3 × 26,8 cm (Plattengröße), 34 × 44,5 cm (Blattgröße) Handsigniert rechts unten: Picasso Bezeichnet und datiert rechts oben in der Platte (spiegelverkehrt): Paris 30 Mars XXXIII Wasserzeichen Picasso am linken Blattrand Edition von 260 Stück, herausgegeben von Ambroise Vollard, Paris, 1939 Provenienz Priavtbesitz, Italien Literatur Georges Bloch, Pablo Picasso. Band I, Katalog des graphischen Werkes 1904–1967, Bern 1984, WV-Nr. 164, S. 61 (mit Abb.) € 3.500–7.000
2119 Pablo Picasso * (Malaga 1881–1973 Mougins) Sculpteurs, Modèles et Sculpture, aus „La Suite Vollard“, 1933 Radierung auf Papier Vergé de Montval mit Wasserzeichen „Vollard“; ungerahmt; 29,2 × 36,2 (Plattengröße), 34 × 44,5 cm (Blattgröße) Handsigniert rechts unten: Picasso Bezeichnet und datiert rechts unten in der Platte (spiegelverkehrt): Paris 20 Mars XXXIII Wasserzeichen Vollard am linken Blattrand Edition von 260 Stück, herausgegeben von Ambroise Vollard, Paris, 1939 Provenienz Privatbesitz, Italien Literatur Georges Bloch, Pablo Picasso. Band I, Katalog des graphischen Werkes 1904–1967, Bern 1984, WV-Nr. 149, S. 58 (mit Abb.) € 3.500–7.000
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2120 Pablo Picasso * (Malaga 1881–1973 Mougins) La Danse, 1961 Farblithografie auf Papier; 58 × 48 cm (Passep.-Ausschnitt) Signiert und datiert in der Platte: Picasso / 25.7.61 Nummeriert links unten: 616/1000 Provenienz österreichischer Privatbesitz € 500–1.000
2121 Pablo Picasso * (Malaga 1881–1973 Mougins) Carneval, 1958 Farblithografie auf Papier; 49 × 39 cm (Passep.-Ausschnitt) In der Platte zweimal signiert, datiert und bezeichnet: Picasso / 26.1.58 / Picasso, Bon à tirer Nummeriert links unten: 785/1000 Provenienz österreichischer Privatbesitz € 1.000–2.000
2122 Jean Lambert-Rucki * (Krakau 1888–1967 Paris) La famille (Die Familie), 1937 Bronze koloriert; H. 36 cm Signaturstempel im Sockel: J. Lambert-Rucki Stempel J.D.V. und Gießerstempel TEP im Sockel Nummeriert im Sockel: 1/8 (Edition von 8 und 4 E. A.) Posthumer Guss nach 1967 Provenienz Dorotheum Wien, 27.06.2019, Nr. 40; österreichischer Privatbesitz Literatur Jacques de Vos/Marc-André Ruan/Jean-Pierre Tortil, Jean Lambert-Rucki et son temps 1888–1967, Paris 1988, Nr. 129 (s/w-Abb.) € 5.000–10.000
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2123
2124
Hans Pilhs *
Ernst Huber *
(Tullnerbach 1903–1986 Wien)
(Wien 1895–1960 Wien)
Lichtentaler Kirtag Öl auf Leinwand; 52 × 74 cm Signiert rechts unten: H. Pilhs Rückseitig auf Leinwand betitelt: Lichtentaler Kirtag 1. Fassung
„Echsenbach im Waldviertel“ Öl auf Leinwand; 75 × 94 cm Signiert rechts unten: E. Huber
Provenienz österreichischer Privatbesitz € 1.000–2.000
Provenienz Dorotheum Wien, 23.07.2020, Nr. 165; Privatsammlung, Wien € 2.000–4.000
2125 Wilhelm Kaufmann * (Wien 1895–1975 Wien) Taverne in Venedig, um 1955/58 Öl auf Hartfaserplatte; 60 × 80 cm Signiert rechts unten: Wilhelm / Kaufmann Provenienz österreichischer Privatbesitz Literatur Martin Suppan, Wilhelm Kaufmann. Leben und Werke 1895–1975, Wien 1992, Tafel 22, Abb. S. 75 € 3.000–6.000
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2126
2127
Rudolf Weber
Jakob Josef Koganowsky
(Wien 1872–1949 Krems-Stein)
(Wien 1874–1926 Wien)
Küstenlandschaft, 1948 Öl auf Leinwand auf Karton; 42,5 × 67 cm Signiert, undeutlich bezeichnet und datiert links unten: Rudolf Weber Lovi ... 1948
Frühling bei Wien Öl auf Leinwand; 90 × 100 cm Signiert rechts unten: J. Koganowsky
Provenienz Privatbesitz, Wien
Provenienz Kunsthandel Hieke, Wien; österreichischer Privatbesitz
€ 1.000–2.000
€ 1.500–3.000
2128 Adolf Helmberger * (St. Gilgen 1885–1967 St. Gilgen) Am Wolfgangsee Öl auf Leinwand; 38,5 × 48,5 cm Signiert rechts unten: AHelmberger Provenienz österreichischer Privatbesitz € 2.000–4.000
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2129 Lydia von Spallart * (Wien 1898–1961 Wien) Bergsee Öl auf Karton; 26,5 × 30,5 cm Künstlerstempel rückseitig auf Karton Rückseitig Nachlass-Etikett mit Bezeichnung sowie Galeriestempel Galerie Herold und Nachlass-Stempel Wilh. Seelig Provenienz aus dem Nachlass der Künstlerin; Kunsthandel Hieke, Wien; österreichischer Privatbesitz € 1.000–2.000
2130 Lydia von Spallart * (Wien 1898–1961 Wien) Bäume im Garten, 1952 Öl auf Leinwand; 47 × 54 cm Monogrammiert und datiert links unten: SL 52 Provenienz Kunsthandel Hieke, Wien; österreichischer Privatbesitz € 1.500–3.000
2131 Robert Kohl (Wien 1891–1943 KZ Auschwitz) Blumenstillleben Öl auf Leinwand; 58 × 74 cm Signiert links oben: Rob. Kohl Landschaftsstudie verso Provenienz österreichischer Privatbesitz € 7.000–14.000
Rückseite
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2132
2133
Herbert Breiter *
Herbert Breiter *
(Landshut 1927–1999 Salzburg)
(Landshut 1927–1999 Salzburg)
Mediterranes Dorf, 1985 Gouache auf Papier; 29 × 76,3 cm Signiert und datiert links unten: Herbert Breiter 85
Mediterraner Garten, 1985 Gouache auf Papier; 29 × 76,2 cm Signiert und datiert rechts unten: Herbert Breiter 85
Provenienz österreichischer Privatbesitz; Auktionshaus im Kinsky, 26.02.2019, Nr. 106; österreichischer Privatbesitz
Provenienz österreichischer Privatbesitz; Auktionshaus im Kinsky, 26.02.2019, Nr. 107; österreichischer Privatbesitz
€ 1.000–2.000
€ 1.000–2.000
2134 Wilhelm Nicolaus Prachensky * (Innsbruck 1898–1956 Innsbruck) Küstenstadt Gouache auf Papier auf Leinwand; ungerahmt; 61 × 85,8 cm Signiert und undeutlich datiert rechts unten: Prachensky Provenienz aus dem Nachlass des Künstlers; österreichischer Privatbesitz; Auktionshaus im Kinsky, 04.03.2020, Nr. 132; österreichischer Privatbesitz € 1.500–3.000
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2135 Gino Severini * (Cortona 1883–1966 Paris) Composizione, 1962 Filzstift auf Papier; 31,5 × 23,5 cm Signiert, bezeichnet und datiert rechts unten: G. Severini / Giugno 1962 Gewidmet und signiert links unten: A mon cher et vieil ami / Pierre Cantion / avec les bons souhaits pour 1963 / Gino Severini Provenienz österreichischer Privatbesitz € 2.000–4.000
2136 Robert A. Saurwein (Innsbruck 1907–1942 Serbien) Dorfkonzert Farbholzschnitt auf Papier; 26,5 × 19,5 cm (Darstellungsgröße) Signiert rechts unten: Robert Saurwein-Tyrol Bezeichnet links unten: Dorfkonzert, orig. Holzsch. Provenienz Privatsammlung, Wien € 500–1.000
2137 Eduard Bäumer * (Kastellaun 1892–1977 München) Tivoli, 1924 Tempera auf Papier; 50,8 × 40 cm (Blattgröße), 45,5 × 39,2 cm (Passep.-Ausschnitt) Betitelt und datiert rechts unten: 1924 / Tivoli 1924 Provenienz österreichischer Privatbesitz Literatur Otto Breicha u. a., Eduard Bäumer, Monografie aus Anlass seines 100. Geburtstages, Verlag Galerie Welz, Salzburg 1992, Abb. S. 171 (dort mit den Maßen: 35,5 x 26,7 cm) € 1.500–3.000
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2138 Carl Franz Bauer * (Wien 1879–1954 Wien) Time is money Mischtechnik auf Papier; 32 × 47 cm (Passep.-Ausschnitt) Signiert links unten: C. F. Bauer / Wien Provenienz österreichischer Privatbesitz € 2.000–4.000
2139 Alfred Hagel (Wien 1898–1945 Wien) Spielende Knaben Aquarell auf Papier; 40 × 29 cm (Passep.-Ausschnitt) Provenienz Kunsthandel Hieke, Wien; österreichischer Privatbesitz € 1.000–2.000
2140
2141
Feliks Michal Wygrzywalski
Oswald Roux *
(Przemysl 1875–1944 Przemysl)
(Wien 1880–1961 Wien)
Teppichweber Öl auf Holz; 50 × 70,5 cm Signiert rechts unten: F. W. Wygrzywalski Rückseitig Reste eines alten Austellungsetiketts, Krakau
Die Heiligen Drei Könige Farbkreide auf Papier; 37,5 × 61,5 cm (Passep.-Ausschnitt) Signiert rechts unten: O. Roux
Provenienz österreichischer Privatbesitz € 2.000–4.000
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Provenienz österreichischer Privatbesitz € 500–1.000
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2142 Josef Engelhart (Wien 1864–1941 Wien) Studien eines orthodoxen Juden (recto und verso) Kohle und Kreide weiß gehöht auf Papier; ungerahmt; 47 × 29,5 cm Signiert rechts unten: Engelhart Vorderseite: Studie eines orthodoxen Juden stehend Rückseite: Studie eines orthodoxen Juden sitzend Provenienz Alt Wien Kunst, 239. Auktion, 01.03.1995, Nr. 235; österreichischer Privatbesitz € 1.000–2.000
2143 Frank Myers Boggs (Springfield 1855–1926 Meudon) Ansicht von Paris, 1907 Aquarell und Kohle auf Papier; 31 × 39 cm (Rahmenausschnitt) Signiert, bezeichnet und datiert links unten: Frank-Boggs Paris 1907 Provenienz österreichischer Privatbesitz € 800–1.600
2144 Rudolf Raimund Ballabene * (Zurndorf 1890–1968 Wien) Astern Öl auf Leinwand; 70 × 60 cm Monogrammiert links unten: RRB Provenienz Kunsthandel Hieke, Wien; österreichischer Privatbesitz € 1.500–3.000
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2145 Alfred Buchta * (Triest 1880–1952 Wien) Blumen in Vase Öl auf Karton; 19,4 × 14,5 cm Signiert rechts unten: ABuchta Provenienz Privatsammlung, Wien € 1.000–2.000
2146 Fritz Zerritsch der Jüngere * (Wien 1888–1981 Wien) Weinlese in Grinzing, 1943 Öl auf Leinwand; 92 × 126 cm Signiert und datiert rechts unten: F. Zerritsch / 1943 Künstlerhaus-Etikett rückseitig auf Keilrahmen: 1948/0706 (von Herrn Nikolaus Domes, Künstlerhaus Archiv Wien, bestätigt) Provenienz österreichischer Privatbesitz € 1.500–3.000
2147 Karl Truppe * (Radsberg 1887–1959 Klagenfurt) Sein und Vergehen, 1940 Öl auf Leinwand; 72,5 × 94,5 cm Signiert und datiert links unten: Truppe 1940 Provenienz Privatbesitz, Österreich € 3.500–7.000
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Auktionsbedingungen Auszug aus der Geschäftsordnung Den Wortlaut der gesamten Geschäftsordnung können Sie unserer Homepage www.imkinsky.com entnehmen. Auf Wunsch senden wir Ihnen die Geschäftsordnung auch zu. Geschäftsordnung Die Auktion wird nach den Bestimmungen der Geschäftsordnung der Auktionshaus im Kinsky GmbH durchgeführt. Die Geschäfts ordnung liegt im Auktionshaus zur Einsicht auf, kann von jedermann per Post oder E-mail (office@imkinsky.com) angefordert werden und ist im Internet unter www.imkinsky.com abrufbar. Schätzpreise Im Katalog sind untere und obere Schätzwerte angegeben. Sie stellen die Meistboterwartungen der zuständigen Experten dar. Mindestverkaufspreis (Limit) Oft beauftragen Verkäufer das Auktionshaus, das ihnen gehörende Kunstwerk nicht unter einem bestimmten (Mindest-)Verkaufspreis zuzuschlagen. Dieser Preis (= „Limit“) entspricht meist dem in den Katalogen angegebenen unteren Schätzwert, er kann aber in Ausnahmefällen auch darüber liegen. Echtheitsgarantie Die Schätzung, fachliche Bestimmung und Beschreibung der Kunstobjekte erfolgt durch Experten des Auktionshauses. Das Auktionshaus steht innerhalb von zwei Jahren gegenüber dem Käufer für die Echtheit und somit dafür ein, dass ein Kunstobjekt tatsächlich von dem im Katalog genannten Künstler stammt. Katalogangaben Angaben über Technik, Signatur, Material, Zustand, Provenienz, Epoche der Entstehung usw. beruhen auf aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen, die die Experten ausgeforscht haben. Das Auktionshaus leistet jedoch für die Richtigkeit dieser Angaben keine Gewähr. Ausrufpreis und Zuschlag Der Ausrufpreis wird vom Auktionator festgesetzt. Gesteigert wird um ca. 10 % des Ausrufpreises bzw. vom letzten Angebot ausgehend. Den Zuschlag erhält der Meistbietende, sofern der Mindestverkaufspreis erreicht ist. Der Käufer hat den Kaufpreis binnen 8 Tagen nach dem Zuschlag zu bezahlen. Kaufpreis Bei Kunstobjekten, die der Differenzbesteuerung unterliegen, besteht der Kaufpreis aus dem Meistbot zuzüglich der Käufer provision von 28 %. Bei Kunstobjekten, die der Normalbesteuerung (mit ▲ gekennzeichnet) unterliegen, besteht der Kaufpreis aus dem Meistbot zuzüglich der Käuferprovision von 24 % und zuzügl ich der Umsatzsteuer (13 % bei Bildern, 20 % bei Antiquitäten). Bei € 500.000 übersteigenden Meistboten wird eine Käuferprovision von 20 % (Differenzbesteuerung) bzw. 17 % (Normalbesteuerung) für den € 500.000 übersteigenden Betrag verrechnet. Folgerecht Bei Kunstobjekten, die im Katalog mit einem * gekennzeichnet sind, wird zusätzlich zum Kaufpreis die Folgerechtsabgabe verrechnet. Sie beträgt 4 % von den ersten € 50.000 des Meistbotes, 3 % von den weiteren € 150.000, 1 % von den weiteren € 150.000, 0,5 % von den weiteren € 150.000 und 0,25 % von allen weiteren, also € 500.000 übersteigenden Meistboten, jedoch insgesamt nicht mehr als € 12.500. Bei Meistboten von weniger als € 2.500 entfällt die Folgerechtsabgabe.
Kaufaufträge Interessenten können auch schriftliche Kaufaufträge abgeben oder telefonisch mitbieten oder den Sensal mit dem Mitbieten beauftragen. Dafür muss dem Auktionshaus zeitgerecht das unterfertigte, dem Katalog beiliegende Kaufauftragsformular übersandt worden sein. Telefonische Gebote Das Auktionshaus wird unter der ihm bekanntgegebenen Nummer eine Verbindung herzustellen trachten. Für das Zustandekommen einer Verbindung übernimmt das Auktionshaus keine Haftung. Online Bidding Interessenten können an Auktionen auch über das Internet teilnehmen. Die Bestimmungen über die unmittelbare Teilnahme an Auktionsveranstaltungen gelten hierfür sinn gemäß. Für das Zustandekommen einer Internetverbindung übernimmt das Auktionshaus keine Haftung. Gerichtsstand, Rechtswahl Die zwischen allen an der Auktion Beteiligten bestehenden Rechtsbeziehungen unterliegen österreichischem materiellem Recht. Als Gerichtsstand wird das für den 1. Wiener Gemeindebezirk örtlich zuständige Gericht vereinbart. Versicherung Die Kunstobjekte sind versichert. Versicherungswert ist der Kaufpreis. Die Haftung des Auktionshauses besteht bis zu dem auf die Auktion folgenden 8. Tag. Danach ist ein Kunstobjekt nur versichert, wenn der Käufer dies dem Auktionshaus aufgetragen hat. Einfuhr, Ausfuhr Für die Ausfuhr von Kunstgegenständen aus Österreich ist unter Umständen eine Genehmigung des Bundesdenkmalamtes nötig. Das Auktionshaus beschafft solche Genehmigungen nur auf besonderen Wunsch des Käufers und gegen Bezahlung der damit verbundenen Kosten. Bei Objekten, die dem Artenschutz unterliegende Bestandteile toter Lebewesen aufweisen, können wir keine Gewähr dafür übernehmen, dass sie aus Österreich exportiert oder in andere Länder importiert werden dürfen. Wir sind aber auf Wunsch unserer Kunden und gegen Kostenersatz bereit, für sie Verfahren zur Genehmigung der Ausfuhr/Einfuhr zu führen.
Conditions of Auction Extract from the rules of procedure The wording of the complete rules of procedure can be viewed on our homepage www.imkinsky.com. By request we will also send the rules of procedure to you. Rules of Business Auctions are conducted according to the conditions of sale as set down by Auktionshaus im Kinsky GmbH. The rules of business are available for viewing at the auction house, and can be requested by post or email (office@imkinsky.com), they can also be found on our website: www.imkinsky.com. Estimates In the catalogues the lower and upper estimated values are indicated and represent the approximate bid expectations of the responsible experts. Reserve (Limit) Sellers quite often appoint the auction house, not to sell their object beneath a certain price. This price (= reserve/limit) usually matches the lower estimate, but in special situations can also surpass it. Guarantee of Authenticity The valuation, as well as technical classification and description of the art objects is carried out by the specialists of Auktionshaus im Kinsky. Auktionshaus im Kinsky guarantees the purchaser the authenticity for two years – i.e. that the authorship of the art object is as set out in the catalogue. Catalogue Descriptions Catalogue information concerning techniques, signatures, materials, condition, provenance, period of origin or manufactureetc. are based on the current knowledge determined by the experts. Auktionshaus im Kinsky cannot be held responsible for the verification of these descriptions. Starting price & Hammer price The starting price is determined by the auctioneer. The bidding rises in approximate increments of 10% from the starting price, or from the last bid. The highest bidder acknowledged by the auctioneer will be the purchaser as long as it has reached the minimum price (reserve). Purchase Price For art objects which require ‘difference’ taxation the purchase price consists of the hammer price plus the buyer’s commission of 28%. For art objects which require ‘normal’ taxation (marked with ▲), the price consists of the hammer price plus buyer’s commission of 24%, plus VAT (13% for paintings, 20% for antiques). For hammer price in excess of € 500,000 we will charge a commission of 20% (margin taxation) or 17% (normal taxation). Droit de suite Objects marked with an asterisk* in the catalogue are subject to droit de suite in addition to the purchase price. Droit de suite is calculated as a percentage of the highest bid as follows: 4% of the first € 50,000, 3% of the next € 150,000, 1% of the next € 150,000, 0.5% of the next € 150,000 and 0.25% of the remaining amount (i.e. over € 500,000), but not exceeding a total sum of € 12,500. Droit de suite does not apply to highest bids below € 2,500.
Order bids Interested parties may also submit written absentee orders or bid by telephone or instruct the broker to bid. To do so Auktionshaus im Kinsky must have received signed order forms (available in the catalogues), in due time. Telephone bids We will do our best to establish a telephone link, but we cannot warrant for such a telephone connection. Online Bidding Interested parties can participate in the auction also via the Internet. The regulations of Auktionshaus im Kinsky shall be applicable. Auktionshaus im Kinsky assumes no liability for any breakdown or loss of the Internet connection. Governing Law and jurisdiction The site for the dealings between Auktionshaus im Kinsky and the purchaser is the address of Auktionshaus im Kinsky. All legal dealings or conflicts between persons involved in the auctions are governed by Austrian Law, place of jurisdiction shall be the Courts for the First District of Vienna. Insurance All the art objects are insured. The insurance value is the purchase price. The responsibility of the auction house lasts until the eighth day after the auction. After that, each art object is only insured if there is an order from the purchaser to do so. Import/Export Some works of art may be exported from Austria with the permission of the Federal Monuments Office only. The auction house shall obtain such permissions only by special request of the buyer and after payment of the costs involved. In the case of objects containing components of dead organisms that are subject to species protection, we cannot guarantee that they may be exported from Austria or imported into other countries. However, at the request of our customers and against reimbursement of costs, we are prepared to conduct export/ import licensing procedures on their behalf.
Gebühren für Käufer
Gebühren für Verkäufer
Käuferprovision Bei Differenzbesteuerung bis € 500.000 28 % vom Meistbot, für den € 500.000 übersteigenden Betrag 20 % vom Meistbot. Im Aufgeld ist eine 20 %ige Umsatzsteuer enthalten.
Verkäuferprovision Bei einem Mindestverkaufspreis bis € 5.000 25 % über € 5.000 15 % inkl. USt bei teureren Kunstobjekten jeweils nach Vereinbarung
Bei Normalbesteuerung (mit ▲ gekennzeichnet) bis € 500.000 24 % vom Meistbot, für den € 500.000 über steigenden Betrag 17 % vom Meistbot. Zuzüglich 13 % USt bei Gemälden bzw. 20 % USt bei Antiquitäten. Werden die Kunstwerke ins Nicht-EU Ausland verbracht und Exportpapiere werden vorgelegt, ist der Kauf umsatzsteuerfrei. Käuferprovision für Untergebote nach der Auktion (Nachverkauf) Bei Geboten unter dem Mindestverkaufspreis (Limit) beträgt die Provision 35 % des Untergebots. Folgerecht Bei Kunstobjekten, die im Katalog mit einem * gekennzeichnet sind, wird zusätzlich zum Kaufpreis die Folgerechtsabgabe verrechnet. Sie beträgt 4 % von den ersten € 50.000 des Meistbotes, 3 % von den weiteren € 150.000, 1 % von den weiteren € 150.000 und 0,25 % von allen weiteren, also € 500.000 übersteigenden Meistboten, jedoch insgesamt nicht mehr als € 12.500. Bei Meistboten von weniger als € 2.500 entfällt die Folgerechtsabgabe. Gekaufte aber nicht abgeholte Kunstwerke werden vier Wochen nach der Auktion auf Gefahr und Kosten des Käufers, unversichert, eingelagert oder an eine Spedition ausgelagert. Verzugszinsen * 12 % pro Jahr des Meistbotes (ab dem 9. Tag nach der Auktion). Versicherung Die Kunstobjekte sind versichert. Versicherungswert ist das Mittel aus unterem und oberem Schätzwert. Die Haftung des Auktions hauses besteht bis zu dem auf die Auktion folgenden 8. Tag. Danach ist ein Kunstobjekt nur versichert, wenn der Käufer mit der Zahlung und Abholung nicht im Verzug ist. Sensalgebühr 1,2 % vom Meistbot * Verrechnung ab dem 9. Tag nach der Auktion für Inländer, ab dem 31. Tag für Ausländer. Die Verpackung, Versendung und Versicherung ersteigerter Objekte erfolgt nur auf Anweisung des Käufers und auf seine Kosten und Gefahr.
Katalogkostenbeiträge für Abbildungen Mindestpreis € 100 für halbe Seite € 200 für ganzseitige Abbildung € 300 für doppelseitige Abbildung € 600 für Klappe € 900 Versicherung Sämtliche zur Auktion übergebenen Gegenstände sind bis zum Zeitpunkt der Fälligkeit des Kaufpreises gegen die Gefahr des Verlustes und der Beschädigung versichert. Unverkaufte Objekte werden nur auf Anweisung und Kosten des Verkäufers versichert. Lagerkosten für unverkaufte Kunstwerke In der Auktion nicht verkaufte Objekte bleiben vier Wochen im Nachverkauf. Zwei Wochen nach dieser Nachverkaufsfrist werden sie, sofern nichts anderes vereinbart wurde, auf Kosten und Gefahr des Verkäufers ausgelagert. Vorschusszinsen 12 % pro Jahr Katalogabonnement Jahres-Gesamt-Abonnement (inkl. Versandkosten) Österreich € 130 Europa € 150 Übersee € 200
Fees for buyers
Fees for sellers
Buyer’s commission Subject to differential taxation 28% of the hammer price up to and including an amount of € 500.000, 20% of any amount in excess of € 500.000 of the hammer price. These rates include 20% VAT.
Seller’s commission for a reserve price: up to € 5.000: 25% above € 5.000: 15% value added tax included for high-value art pieces by agreement
Subject to normal taxation (marked with ▲) 24% of the hammer price up to and including an amount of € 500.000, 17% of any amount in excess of € 500.000 of the hammer price. These rates exlude 13% VAT with paintings an 20% VAT with antiques. If the works of art are transported to non-EU countries and export papers are provided, the purchase is VAT-exempt. Buyer’s Commission on bids below the reserve after the auction (post-auction sale) For bids below the reserve price the buyer’s commission is 35%. Droit de suite Objects marked with an asterisk * in the catalogue are subject to droit de suite in addition to the purchase price. Droit de suite is calculated as a percentage of the highest bid as follows: 4% of the first € 50.000, 3% of the next € 150.000, 1% of the next € 150.000, 0.5% of the next € 150.000 and 0.25% of the remaining amount (i.e. over € 500.000), but not exceeding a total sum of € 12.500. Droit de suite does not apply to highest bids below € 2.500. Collection of Items bought at auction Items which have not been collected within 4 weeks after the auction are stored at the expense and risk of the buyer, even outside our business premises, without insurance. Interest on late payments * 12% per annum from the purchase price (from the 9th day after the auction) Insurance All art objects are insured. The insurance value is the arithmetic average of the two estimates. The responsibility of the Auction House lasts until the eighth day after the auction. After that, each art object is only insured if the purchaser is not in delay. Broker fee 1,2% of the hammer price * Applied from the 9th day after the auction for nationals, from the 31st day for buyers from outside. Packaging, shipping and insurance of auctioned objects only take place upon the buyer’s request and at his expense at risk.
Catalogue fees for images Minimum price: € 100 Half-page image: € 200 Full-page image: € 300 Double-page spread: € 600 Cover: € 900 Insurance All items accepted for auction shall be insured against the risk of loss and damage up to the due date of the purchase price. Unsold items are only insured if there is an order. Costs are covered by the seller. Storage fees for unsold items Unsold items are offered in the post-auction sale for four weeks after the auction. Two weeks after the end of the post-auction sale, the items can be relocated and stored to a forwarding company unless there is no other agreement made. The seller has to carry the costs and risks. Advance payment interest 12% per annum Catalogue subscription Annual subscription (including shipping costs): Austria € 130 Europe € 150 Overseas € 200
Ihr Team
Geschäftsführung
Michael Kovacek T +43 1 532 42 00 Geschäftsführer, Sachverständiger für Gemälde & Antiquitäten
Dr. Ernst Ploil T +43 1 532 42 00 Geschäftsführer, Gerichtlich zertifizierter Sachverständiger für Jugendstil
ExpertInnen
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Mag. Monika Schweighofer T +43 1 532 42 00-10 schweighofer@imkinsky.com Gemälde des 19. Jh., Spartenleitung
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Mag. Claudia Schneidhofer T +43 1 532 42 00-48 schneidhofer@imkinsky.com Rechnungswesen & Kundenbetreuung
Barbara Passauer T +43 1 532 42 00-16 passauer@imkinsky.com Buchhaltung, Kaufmännische Administration & Kundenbetreuung
Mag. Roswitha Holly M +43 699 172 922 33 holly@imkinsky.com Client Advisor
Service
Gabriella Rosner T +43 1 532 42 00-31 rosner@imkinsky.com Front Office Management & Kundenbetreuung
Logistik
Robert Mayr T +43 1 532 42 00-18 mayr@imkinsky.com Logistik & Transport
Thomas Cerny T +43 1 532 42 00-36 cerny@imkinsky.com Logistik
1010 Wien, Freyung 4, office@imkinsky.com
ALFONS WALDE verkauft in der Auktion um € 517.500
Top-Preise erzielen Sie
Foto Michael Leischner
HANS BISCHOFFSHAUSEN
W E R KV E R Z E I C H N I S Das Werkverzeichnis zu Hans Bischoffshausen basiert auf dem Nachlass des Künstlers, den seine Ehefrau zu einem Großteil erhalten und 2016 ihren Erben hinterlassen hat. Neben allen Arbeiten in öffentlichen Sammlungen werden sämtliche in Privatbesitz aufgefundenen Arbeiten in dem Werkverzeichnis erfasst. Die Redaktion und Datenaufnahme der Werke hat Charlotte Kreuzmayr übernommen. Alle Angaben werden selbstverständlich vertraulich behandelt. Der bisher erfasste Nachlass besteht aus zahlreichen Kunstwerken Bischoffshausens, aber auch aus Fotos, Briefen, Dokumenten, Korrespondenzen, Skizzen, Ordnern voll mit Ausstellungsbeteiligungen, Kunstkritiken und Tagebüchern etc. Das muss alles in ein chronologisches System gebracht, erfasst, geordnet und zu einer reproduktionsreifen Form verarbeitet werden. Ein kleines Team macht die höchst umfangreiche wissenschaftliche Bearbeitung möglich: Die 50er Jahre werden von Christian Kircher an Hand von Tagebüchern aufgearbeitet. Robert Fleck schreibt über die Zeit in Paris und Frankreich und über den Kontext Bischoffshausen und die ZERO-Künstler. Christa Steinle recherchiert über Hans Bischoffshausen und seine Grazer Zeit. Matthias Boeckl arbeitet das relativ unbekannte Kapitel Bischoffshausen und die Architektur auf. Clara Kaufmann schreibt über das Spätwerk der 70er- und 80er-Jahre. Charlotte Kreuzmayr führt Gespräche mit Sammlern und Zeitzeugen. Erscheinen: Ende 2023 Sollten Sie Werke von Hans Bischoffshausen besitzen, wenden Sie sich bitte an: charlotte.kreuzmayr@chello.at, 0699/10029621
952
WORLDWIDE Experience
Private Sales im Kinsky
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19 0141980 1963 19 29 721978 2007 Wir sind Ihr verlässlicher Partner auch abseits von Auktionen. Aufgrund unserer langjährigen Erfahrung und mithilfe unseres internationalen Netzwerks finden wir diskret und persönlich den richtigen Käufer für Ihre Kunst.
Sell or buy high-quality artworks descreetly through Private Sales. Based on our many years of experience and with the help of our international network, we will discreetly and personally find the right buyer for your art.
1905 Kontakt / contact:
Nadine Kraus-Drasche
kraus-drasche@imkinsky.com, +43 1 532 42 00 21 Selbstverständlich können Sie sich mit Ihrem Anliegen auch an unsere Geschäftsführer Michael Kovacek oder Ernst Ploil wenden.
Gustav Klimt (Detail), Kat. Nr. 2003
! Bitte beachten Sie, dass es nach Druck des Katalogs zu Änderungen oder Ergänzungen kommen kann. Eine Liste solcher Änderungen finden Sie auf unserer Webseite oder in unseren Geschäftsräumen. Please note that there may be changes or additions after printing the catalogue. A list of such changes can be found on our website or in our business premises.
„Auktionshaus im Kinsky ist Partner von Art Loss Register. Sämtliche Gegenstände in diesem Katalog, sofern sie eindeutig identifizierbar sind und einen Schätzwert von mind. EUR 5.000 haben, wurden vor der Versteigerung mit dem Datenbankbestand des Registers individuell abgeglichen.“ “Auktionshaus im Kinsky is a member of the Art Loss Register. All works in this catalogue, as far as they are uniquely identifiable and have an estimate of at least EUR 5,000 have been checked against the database of the Register prior to the auction.”
Eigentümer, Herausgeber und Verleger: Auktionshaus im Kinsky GmbH, Palais Kinsky, A-1010 Wien, Freyung 4, FN 34302 w Handelsgericht Wien, UID Nr. ATU 37293905. Für den Inhalt verantwortlich: Michael Kovacek & Dr. Ernst Ploil, A-1010 Wien, Freyung 4, T +43 1 532 42 00, F +43 1 532 42 00-9, office@imkinsky.com. Digitalfotografie, Satz, Druck, Bindung: Print Alliance HAV Produktions GmbH, A-2540 Bad Vöslau, Druckhausstraße 1, T +43/2252/402-0, office@printalliance.at, www.printalliance.at Design: Alexander Rendi — Florian Cerny
Kaufauftrag / Order Bid An / To Auktionshaus im Kinsky GmbH Palais Kinsky Freyung 4 A-1010 Wien
n n
durchzuführen durch das Auktionshaus carried out by the auction house durchzuführen durch telefonisches Mitbieten bidding by telephone
T +43 1 532 42 00 F +43 1 532 42 00-9 office@imkinsky.com www.imkinsky.com
n
durch Frau Sensal Monika Uzman by Broker Mrs. Monika Uzman
Ich kenne die auf der Rückseite wiedergegebene Geschäftsordnung* der Auktionshaus im Kinsky GmbH sowie die Gebühren für Käufer und akzeptiere sie. Auf deren Grundlage beauftrage ich Sie, folgende Gebote für mich abzugeben. I know the rules of procedure (on the reverse)* of Auktionshaus im Kinsky GmbH as well as the fees for buyers and I accept them. On the basis of the included terms and conditions of auction I give the order to submit the following bids for me. Katalog-Nr. Lot-No.
n n
Künstler/Titel (Stichwort) Artist/Title (description)
Gebot bis Euro (€) Top Limit of Bid in Euro (€)
Erhöhen Sie bei Notwendigkeit mein Gebot um ein weiteres (ca. 10 %) If required please increase my bid by one call (approx. 10%) Sollten Sie mich telefonisch nicht erreichen können, soll das Auktionshaus bis zu einem Preis von € für mich mitbieten. Should you not be able to reach me by phone during the auction sale, the auction house shall bid on behalf of me up to the price of €
.
Name
Straße / Street
PLZ, Ort / Zip Code, City
Telefon / Phone
Land / Country
Telefax Erfüllungsort und Gerichtsstand ist Wien. Place of fulfilment and jurisdiction is Vienna.
Ort, Datum / Place, Date
Unterschrift / Signature
* Die vollständige Geschäftsordnung können Sie unserer Webseite www.imkinsky.com entnehmen. Auf Wunsch senden wir Ihnen die Geschäftsordnung auch zu. * The entire rules of procedure can be viewed on our website www.imkinsky.com. We can also send you the rules of procedure upon request. Auktionshaus im Kinsky GmbH, Palais Kinsky, A-1010 Wien, Freyung 4, T +43 1 532 42 00, F +43 1 532 42 00-9 office@imkinsky.com, www.imkinsky.com, UID-Nr. ATU37293905, Firmenbuch: 34302w HG Wien
Informationen und Gebühren für Bieter/Käufer
Information and Fees for Buyers/Bidders
1) Preise: Die angegeben Schätzpreise stellen die unteren und oberen Schätzpreise der Objekte dar.
1) Prices: Estimated prices represent the lowest and highest bid expectations of our experts.
2) Schriftlich mitbieten: Sie können schriftliche Gebote abgeben. Tragen Sie für das gewünschte Kunstobjekt die Katalognummer und Ihr maximales Gebot ein. Wir werden in der Auktion bis zu diesem Betrag für Sie bieten. Sie erhalten das von Ihnen gewünschte Objekt zum geringstmöglichen Preis.
2) Written bids: You can place written bids. Enter the catalogue number and your maximum bid for the work of art you wish to buy. At the auction we will bid for you up to this price. You will receive the requested item at the lowest price.
3) Telefonisch mitbieten: Sie können an der Auktion telefonisch teilnehmen und Gebote abgeben. Bitte senden Sie uns Kauf- und Telefongebote bis spätestens 24 Stunden vor der Auktion. Tragen Sie die Katalognummer und Ihre Telefonnummer, unter der Sie während der Auktion erreichbar sind, ein. Wir werden Sie anrufen. Dafür, dass eine telefonische Verbindung zustande kommt, können wir aber keine Haftung übernehmen.
3) Telephone bids: You may also participate in the auction via telephone. In this case, written notification shall be sent to the auction house at least one day before the auction takes place. Such written announcement shall contain the item and the catalogue number, as well as the bidder’s name, address and telephone number. The auction house shall make every effort to provide the telephone connection in the best possible manner, but will not assume any warranty for its execution.
4) Bieten durch einen Sensal: Wenn Sie das Kästchen „Durch einen Sensal“ am Kaufauftrag markieren, geben wir Ihre Gebote an den Sensal weiter. Wenn zwei gleich hohe Gebote vorliegen, hat der Sensal Vorrang. Zum Kaufpreis fällt zusätzlich eine Sensalgebühr von 1,2 % vom Meistbot an.
4) Bids by a Broker: If you tick the box “By a Broker” on the order bid, we will hand your bids over to a Broker. If two bidders make the same bid, the bid by the Broker takes precedence. A Broker fee of 1.2% of the highest bid is due in addition to the purchase price.
Senden Sie Ihre Kaufaufträge bitte rechtzeitig per Fax (+43 1 532 42 00-9) oder Email (office@imkinsky.com).
Please send your order bids in time by fax (+43 1 532 42 00-9) or email (office@imkinsky.com).
5) Online Bieten: Sie können an der Auktion auch online teilnehmen. Ihr Gebot wird dabei wie eines aus dem Saal behandelt. Sie müssen sich dazu unter dem Link auction.imkinsky.com https://online.imkinsky.com registrieren. registrieren. Klicken Sie auf „Registrieren“ „Ich möchte live und mitbieten“ Sie erhalten undeine Sie erhalten Bestätigungsmail. eine Bestätigungsmail. Das Mitbieten Einloggen ist erst nach Bearbeitung durch uns möglich.
5) Online Bidding: You can also participate in the auction online. Your bid will be handled as if it came from the auction room. Simply register at auction.imkinsky.com https://online.imkinsky.com by clicking by clicking on “register” on “Ichand möchte you will live receive mitbieten” a confirmation [I want email. to bid live] and you will receive a confirmation email. You will be able to bid log in as as soon soon as as wewe have have processed processed your your application. application.
6) Rechnung: Ihre Rechnung wird anhand der von Ihnen bekanntgegebenen Daten ausgestellt. Auch eine UID-Nummer bitten wir Sie vor der Auktion zu nennen.
6) Invoice: Your invoice will be issued based on the data you have provided. Also, if you have a VAT-ID number, please tell us before the auction.
7) Kaufpreis: Der Kaufpreis setzt sich aus dem Meistbot und der Käuferprovision zusammen.
7) Purchase price: The purchase price is composed of the highest bid and the buyer’s commission.
Käuferprovision: Bei Differenzbesteuerung bis zu einem Meistbot von € 500.000 beträgt die Käuferprovision 28 %; für den € 500.000 übersteigenden Teil des Meistbots 20 %. Im Aufgeld ist eine 20 %ige Umsatzsteuer enthalten. Bei Normalbesteuerung (im Katalog mit s gekennzeichnet) beträgt die Käuferprovision bis € 500.000 24 % vom Meistbot; für den € 500.000 übersteigenden Teil des Meistbots 17 %, zuzüglich 13 % Umsatzsteuer bei Gemälden und 20 % bei Antiquitäten. Bei Werken von Künstlern, die noch leben oder nicht länger als siebzig Jahre tot sind, wird zusätzlich die Folgerechtsvergütung verrechnet (siehe Punkt 10). 9).
Buyer’s Commission: Subject to differential taxation: The buyer’s commission is 28% of the hammer price up to an amount of € 500,000; 20% of any amount in excess of € 500,000 of the hammer price. These rates include 20% value-added tax. Subject to normal taxation (marked in the catalogue with an s): The buyer’s commission is 24% of the hammer price up to an amount of € 500,000; 17% of any amount in excess of € 500,000 of the hammer price. Additionally, pictures are subject to 13% and antiques to 20% value-added tax. For works of art of living artists or artists deceased 70 years or less, we will additionally collect resale right royalties (see item 10). 9).
8) Käuferprovision für Untergebote nach der Auktion (Nachverkauf): Bei Geboten unter dem Mindestverkaufspreis (Limit) beträgt die Provision 35 30 % des Gebots.
8) Buyer’s Commission on bids below the reserve after the auction (post-auction sale): For bids below the reserve price the buyer’s commission is 35%. 30%.
9) Zahlungsbedingungen: Die Bezahlung ersteigerter Kunstobjekte hat innerhalb von 8 Tagen zu erfolgen – entweder bar oder mit Bankomatkarte – während unserer Öffnungszeiten (Mo–Fr 10–18 Uhr) oder durch Überweisung. Sie können die ersteigerten Kunstwerke auch mit Ihrer Kreditkarte bezahlen. In diesem Fall verrechnen wir eine Bearbeitungsgebühr von 2 % des Kaufpreises.
9) Terms of payment: Items purchased in an auction are payable within 8 days – either in cash or debit card – during our opening hours (Mon–Fri 10am–6pm) or by transfer. You can also use your credit card to pay for the works you bought at the auction. We charge an administrative fee of 2% of the purchase price for credit card payments.
10) Folgerecht: Bei Kunstobjekten, die im Katalog mit einem * gekennzeichnet sind, wird zusätzlich zum Kaufpreis die Folgerechtsabgabe verrechnet. Sie beträgt 4 % von den ersten € 50.000 des Meistbotes, 3 % von den weiteren € 150.000, 1 % von den weiteren € 150.000, 0,5 % von den weiteren € 150.000 und 0,25 % von allen weiteren, also € 500.000 übersteigenden Meistboten, jedoch insgesamt nicht mehr als € 12.500. Bei Meistboten von weniger als € 2.500 entfällt die Folgerechtsabgabe.
10) Droit de suite: Objects marked with an asterisk * in the catalogue are subject to droit de suite in addition to the purchase price. Droit the suite is calculated as a percentage of the highest bid as follows: 4% of the first € 50,000, 3% of the next € 150,000, 1% of the next € 150,000, 0,5% of the next € 150,000 and 0.25% of the remaining amount (i.e. over € 500.000), but not exceeding a total sum of € 12,500. Droit de suite does not apply to highest bids below € 2,500.
11) Sämtlichen Rechtsbeziehungen zwischen Bietern und dem Auktionshaus liegt die Geschäftsordnung der Auktionshaus im Kinsky GmbH zugrunde. Mit einem Gebot erklärt der Bieter, die Geschäftsordnung zu kennen und zu akzeptieren. Die Geschäftsordnung kann der Webseite www.imkinsky.com entnommen werden; sie wird auf Wunsch auch zugesandt. Erfüllungsort und Gerichtsstand ist Wien. Es gilt österreichisches Recht.
11) All privities of contract between the bidder and the auction house underlie the rules of procedure of Auktionshaus im Kinsky GmbH. In making a bid the bidder confirms to know and to accept the rules of procedure. The rules of procedure can be viewed on our Website www.imkinsky.com. We can also send you the rules of procedure upon request. Place of fulfilment and of jurisdiction is Vienna. Austrian law applies.
Auktionshaus im Kinsky GmbH, Palais Kinsky, A-1010 Wien, Freyung 4, T +43 1 532 42 00, F +43 1 532 42 00-9 office@imkinsky.com, www.imkinsky.com, UID-Nr. ATU37293905, Firmenbuch: 34302w HG Wien
Klassische Moderne Modern Art
Absolon, Kurt ® 2051 Ballabene, Rudolf Raimund ® 2144 Bauer, Carl Franz ® 2138 Bäumer, Eduard ® 2137 Berg, Werner ® 2097 Boeckl, Herbert ® 2046–2050 Boggs, Frank Myers ® 2143 Breiter, Herbert ® 2132, 2133 Bresslern-Roth, Norbertine ® 2052, 2077–2081 Buchta, Alfred ® 2145 Chagall, Marc ® 2024 Diehl-Wallendorf, Hanns ® 2107 Dobrowsky, Josef ® 2064–2067 Egger-Lienz, Albin ® 2018, 2019 Eisenschitz, Willy ® 2068 Engelhart, Josef ® 2142 Filkuka, Anton ® 2075 Floch, Josef ® 2043–2045 Funke, Helene ® 2055, 2056 Grill, Oswald ® 2111, 2112 Grosz, George ® 2040, 2041 Güttner, Waldemar ® 2053 Hagel, Alfred ® 2139 Harlfinger, Richard ® 2113 Harta, Felix Albrecht ® 2076 Heckel, Erich ® 2038, 2039 Helmberger, Adolf ® 2128 Hessing, Gustav ® 2110 Huber, Ernst ® 2124 Jungnickel, Ludwig Heinrich ® 2083–2089 Kaufmann, Wilhelm ® 2125 Kirchner, Ernst Ludwig ® 2034–2037 Kitt, Ferdinand ® 2115 Klimt, Gustav ® 2002, 2003 Koganowsky, Jakob Josef ® 2127 Kohl, Robert ® 2131 Kokoschka, Oskar ® 2025–2028 Koller-Pinell, Broncia ® 2057–2061 König, Friedrich ® 2010 Kubin, Alfred ® 2011–2017 Lambert-Rucki, Jean ® 2122 Laske, Oskar ® 2073 Miller-Hauenfels, Erich ® 2114 Moll, Carl ® 2054 Mucha, Alfons ® 2099–2102 Mulley, Oskar ® 2020, 2021, 2092–2095 Nepo, Ernst ® 2090, 2091 Pascin, Jules ® 2103–2106 Peschka, Anton ® 2069–2072 Picasso, Pablo ® 2116–2121 Pilhs, Hans ® 2123 Pippal, Hans Robert ® 2108 Prachensky, Wilhelm Nicolaus ® 2134 Renoir, Pierre-Auguste ® 2023 Roux, Oswald ® 2141 Saurwein, Robert A. ® 2136 Schiele, Egon ® 2001
Schröder, Heinrich ® 2062, 2063 Severini, Gino ® 2135 Spallart, Lydia von ® 2129, 2130 Sterrer, Karl ® 2082 Stoitzner, Josef ® 2042 Thöny, Wilhelm ® 2098 Tischler, Victor ® 2109 Truppe, Karl ® 2147 Walde, Alfons ® 2004–2009, 2022, 2029–2033 Weber, Rudolf ® 2126 Weber-Tyrol, Hans Josef ® 2096 Wygrzywalski, Feliks Michal ® 2140 Zerritsch der Jüngere, Fritz ® 2146 Zülow, Franz von ® 2074
Modern Art 30 June 2022
Marc Chagall (Detail), Kat. Nr. 2024, € 100.000–200.000