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Katalog Klassische Moderne_WEB

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Moderne Kunst 17. Juni 2026

Rudolf Junk, Herbst (Detail), 1906, Kat. Nr. 3318
Sebastian Isepp, Blick ins Gailtal (Detail), 1910–13, Kat. Nr. 3401
Carl Moll, In der Au (Detail), um 1900, Kat. Nr. 3314

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15. Juni

Geschäftsauflösung Wolfdietrich Hassfurther – Teil III 14 Uhr

16. Juni

Sammlung Peter Baum – Ein Leben für die Kunst 14 Uhr

Zeitgenössische Kunst 18 Uhr

17. Juni

Alte Meister & Gemälde des 19. Jahrhunderts 14 Uhr Moderne Kunst 16 Uhr

18. Juni

Antiquitäten 14 Uhr

Jugendstil & Design 17 Uhr

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Moderne Kunst Modern Art

Mittwoch 17. Juni 2026 Kat. Nr. 3301–3435 16 Uhr Wednesday 17 June 2026 Lots 3301–3435 4 pm

Besichtigung ab 8. Juni | Exhibition from 8 June Mo–Fr 10–18 Uhr I Mon–Fri 10 am–6 pm

Gustav Klimt (Wien 1862–1918 Wien)

Sitzende nackte Schwangere nach links (Studie für „Die Hoffnung II“, 1907/08), 1904/05 Bleistift auf Papier; gerahmt; 55,2 × 35 cm

Provenienz

Sammlung Dr. Walter Zettl, Wien - Rom; Privatbesitz, Wien

Literatur

Alice Strobl, Gustav Klimt. Die Zeichnungen 1904–1912, Bd. II, Salzburg 1982, Nr. 1763, s/w-Abb. S. 173

€ 20.000–40.000

Diese Zeichnung eines sitzenden, schwangeren Aktes gehört zu den frühesten, 1904/05 entstandenen Studien, durch die Klimt seine 1907/08 gemalte Allegorie „Die Hoffnung II“, ein Hauptwerk seines Goldenen Stils, vorbereitet hat (Strobl II, Nr. 1763–1766). In diesem Bild zeigt sich vor einem gold gesprenkelten Hintergrund die stehende Profilgestalt einer Schwangeren, deren reich ornamentiertes Gewand nur den Busen und den Ansatz der Bauchwölbung frei lässt. Ihr blasses, gesenktes Gesicht wirkt melancholisch; der an ihren Bauch geschmiegte Totenschädel scheint das ungeborene Leben zu bedrohen. Es ist die monumentale, kosmisch projizierte Fortsetzung des Gemäldes „Die Hoffnung I“ (1903/04), in dem eine nackte, stehende Schwangere von Ungeheuern und abstoßenden Fratzen bedrängt wird.

Von Todessymbolik kann in dieser intimen Studie des in sich hinein lächelnden Modells keine Rede sein. Im Kontext von „Die Hoffnung II“ ließ Klimt als Zeichner mehrere werdende Mütter posieren, um das Thema Schwangerschaft sowohl körperlich als auch seelisch von möglichst vielen – auch positiven – Seiten zu erkunden. Als Klimt die vorliegende Studie zeichnete, war er gerade von der schwarzen Kreide auf den schärferen Bleistift und vom Packpapier auf eine hellere, größer zugeschnittene Papiersorte übergewechselt. Äußerst behutsam folgt er, fast noch wie mit einem Silberstift, den Konturen des nackten Körpers, von den eckig markierten Schulter- und Armpartien bis zur ausladenden Kurve des schwangeren Bauchs. Besondere Aufmerksamkeit widmet er den rhythmisch artikulierten, nebeneinander ruhenden Händen, dem lächelnden Mund und den leicht unterschiedlich blickenden Augen, die den geheimnisvoll in sich gekehrten Ausdruck bestimmen. Mit Begeisterung scheint er die neuentdeckten Möglichkeiten des Bleistifts auszukosten. Auch diese konzentrierte Linienarbeit zeugt von Klimts nicht ablassender Faszination für das Mysterium des werdenden Lebens.

(Marian Bisanz-Prakken)

Gustav Klimt, Die Hoffnung II, 1907/08, Museum of Modern Art, New York, abgebildet in: Tobias G. Natter, Gustav Klimt. Sämtliche Gemälde, Köln 2012, Abb. Nr. 178, S. 607.

Alfred Kubin (1877–1959)

Werke aus einer österreichischen Privatsammlung (Kat.-Nr. 3302–3311)

3302

Alfred Kubin * (Leitmeritz 1877–1959 Zwickledt)

Am Fischteich, 1934

Tusche, Aquarell, Spritztechnik auf Katasterpapier; gerahmt; 39,5 × 31,6 cm

Signiert (zweifach) rechts unten: A Kubin

Betitelt links unten: Am Fischteich

Provenienz

Privatsammlung, Österreich

€ 3.500–7.000

Alfred Kubin im Arbeitszimmer in Zwickledt, 1949, abgebildet in: Annegret Hoberg, Alfred Kubin. Das lithographische Werk, München 1999, Frontispiz.

3303

Alfred Kubin * (Leitmeritz 1877–1959 Zwickledt)

Zudringlichkeit, um 1923/24

Tusche auf Katasterpapier; gerahmt; 30 × 30,5 cm

Signiert rechts unten: Kubin

Betitelt links unten (vom Passepartout verdeckt): Zudringlichkeit

Provenienz

Privatsammlung, Österreich

Literatur

Vergleiche: Simplicissimus, Jg. 29, Nr. 25, Stuttgart/München September 1924, Abb. S. 338;

Vergleiche: Alfred Kubin, Abendrot. 45 Bilder mit einer autobiographischen Plauderei, München 1955, Abb. Nr. 28 (Zudringlichkeit);

Vergleiche: Alfred Kubin 1877–1959. Aquarelle, Zeichnungen, Graphik, (Kat. Ausst. Karl u. Faber, München, 3. März-7. April 1977), München 1977, S. 36, Nr. 68 (Zudringlichkeit, um 1923/24), s/w-Abb. S. 37

€ 2.000–4.000

3304

Alfred Kubin * (Leitmeritz 1877–1959 Zwickledt)

Blaubartszene, um 1939

Tusche, Aquarell auf Katasterpapier; gerahmt; 39 × 31,5 cm

Monogrammiert rechts unten: AK. Betitelt links unten: Blaubartszene

Provenienz

The Galerie St. Etienne, New York (Etiketten auf Rückkarton) Privatsammlung, Österreich

Literatur

Alfred Kubin 1877–1959. Aquarelle, Zeichnungen, Graphik, (Kat. Ausst. Karl u. Faber, München, 3. März-7. April 1977), München 1977, S. 56, Nr. 111, s/w-Abb. S. 57.

€ 3.000–6.000

3305

Alfred Kubin * (Leitmeritz 1877–1959 Zwickledt)

David und Goliath, 1932

Tusche, Aquarell auf Katasterpapier; gerahmt; 39 × 30 cm

Signiert rechts unten: Kubin

Betitelt links unten: David u. Goliath

Provenienz

Privatsammlung, Österreich

€ 3.000–6.000

3306

Alfred Kubin *

(Leitmeritz 1877–1959 Zwickledt)

Sturm, 1942

Tusche auf Katasterpapier; gerahmt; 39 × 31 cm

Signiert und datiert rechts unten: Kubin 42

Betitelt links unten: Sturm

Provenienz

Privatsammlung, Österreich

Literatur

Simplicissimus, Jg. 47, Nr. 31, München

Juli 1942, Abb. S. 483

€ 2.500–5.000

3307

Alfred Kubin *

(Leitmeritz 1877–1959 Zwickledt)

Harpyien

Tusche, Aquarell auf Katasterpapier; gerahmt; 30,5 × 39,5 cm

Signiert rechts unten: A Kubin

Betitelt links unten: Harpyien

Provenienz

Privatsammlung, Österreich

€ 3.000–6.000

3308

Alfred Kubin * (Leitmeritz 1877–1959 Zwickledt)

Die mageren Jahre Tusche, Aquarell auf Papier, gerahmt; 28 × 19 cm

Signiert rechts unten: Kubin

Betitelt links unten auf gefalteter unterer Blattkante (vom Passepartout verdeckt): Die mageren Jahre

Provenienz Privatsammlung, Österreich

€ 1.000–2.000

3309

Alfred Kubin * (Leitmeritz 1877–1959 Zwickledt)

Meditation

Mischtechnik auf Papier; gerahmt; 12,5 × 9,5 cm

Signiert rechts unten: Kubin

Betitelt unten mittig: Meditation

Provenienz Privatsammlung, Österreich

€ 1.000–2.000

3310

Alfred Kubin *

(Leitmeritz 1877–1959 Zwickledt)

Frauentagung, 1932

Tusche, Aquarell auf Papier; gerahmt; 28 × 34,5 cm

Signiert und datiert rechts unten: Kubin / 32

Betitelt links unten (vom Passepartout verdeckt):

Frauentagung

Provenienz

Privatsammlung, Österreich

Literatur

Vergleiche: Alfred Kubin, Abendrot. 45 Bilder mit einer autobiographischen Plauderei, München 1955, Abb. 31 (Tagung, 1932);

Vergleiche: Alfred Kubin 1877–1959. Aquarelle, Zeichnungen, Graphik, (Kat. Ausst. Karl u. Faber, München, 3. März-7. April 1977), München 1977, S. 48, Abb. S. 49 (Frauentagung, 1932)

€ 1.500–3.000

3311

Alfred Kubin *

(Leitmeritz 1877–1959 Zwickledt)

Schalmeispieler in Landschaft, ca. 1920 Tusche, Aquarell auf Katasterpapier; gerahmt; 11,1 × 10,6 cm

Monogrammiert links unten: AK.

Provenienz

Privatsammlung, Österreich

€ 500–1.000

Broncia Koller-Pinell

(Sanok 1863–1934 Wien)

Stillleben mit Anemonen

Öl auf Leinwand; gerahmt; 51 × 62 cm

Signiert rechts unten: B. Koller

Provenienz

österreichischer Privatbesitz

€ 5.000–10.000

Broncia Koller-Pinell

(Sanok 1863–1934 Wien)

Obst- und Gemüsestillleben mit Krug und Deckelschale

Öl auf Leinwand; gerahmt; 47 × 70 cm

Signiert rechts oben: B. Koller

Provenienz

österreichischer Privatbesitz

€ 5.000–10.000

Carl Moll

(Wien 1861–1945 Wien)

In der Au, um 1900 Öl auf Holz; gerahmt; 26,5 × 34,5 cm Monogrammiert rechts unten: CM

Provenienz

Privatbesitz, Österreich; Auktionshaus im Kinsky, 21.06.2012, Nr. 941; Privatbesitz, Wien

Literatur

Cornelia Cabuk, Carl Moll. Monografie und Werkverzeichnis, Belvedere Werkverzeichnisse, Band 11, Wien 2020, GE 153, Abb. S. 149

€ 25.000–50.000

Im Gemälde „In der Au“ zeigte Carl Moll seinen Anspruch als Maler der Moderne. Für die Vorbereitung der Präsentation der von ihm mitbegründeten Wiener Secession arbeitete er als Delegierter Österreichs bei der im April 1900 eröffneten Weltausstellung in Paris. Er besuchte die Exposition centennale d’art français (Jahrhundertausstellung französischer Malerei) und war vom Saal der Impressionisten besonders beeindruckt. Vor allem die Inspiration durch Claude Monet prägte sein Werk in dieser Zeit. Im Bildausschnitt der Flusslandschaft studierte er die Reflexionen des hellen Lichts an der Wasseroberfläche und an der Rinde der diagonal in den Vordergrund ragenden Weidenstämme. Der fragmentierte Blick, welcher extreme Nahsicht mit der Fernsicht des jenseitigen Ufers verbindet, zeigt Molls Studium des in Paris und Wien damals aktuellen japanischen Farbholzschnitts des Ukiyo-e (Bilder der fliehenden Welt).

(Cornelia Cabuk)

Bildnis Carl Moll, um 1895, abgebildet in: G. Tobias Natter/Gerbert Frodl, Carl Moll (1861–1945), (Kat. Ausst. Österreichische Galerie Belvedere, Wien 1998), Salzburg 1998, S. 28.

Carl Moll

(Wien 1861–1945 Wien)

Prater, Kalte Lacke, um 1928 Öl auf Holz; gerahmt; 35 × 35,5 cm

Monogrammiert links unten: CM

Rückseitig auf Originaletikett eigenhändig bezeichnet:

Carl Moll / Prater - Kalte Lacke

Provenienz

Privatbesitz, Österreich;

Auktionshaus im Kinsky, 17.04.2012, Nr. 60; Privatbesitz, Wien

Literatur

Cornelia Cabuk, Carl Moll. Monografie und Werkverzeichnis, Belvedere Werkverzeichnisse, Band 11, Wien 2020, GE 405, Abb. S. 234

€ 50.000–100.000

In Carl Molls vielseitigem Spätwerk bilden die Donauauen beim Prater erneut ein von ihm bevorzugtes Motiv seiner impressionistischen Lichtmalerei. Wenn er nicht mit dem Kunsthistoriker und Autor Julius MeierGraefe auf den Spuren von Paul Cézanne im Süden Frankreichs verweilte oder an der ligurischen Küste malte, verbrachte er die Sommertage gerne in den Praterauen. Das naturbelassene Erholungsgebiet inmitten Wiens mit den stillgelegten Donauarmen inspirierte ihn zu malerisch freien Farbstudien, in denen er seine Sichtweise des mediterranen Südens auf die heimische Landschaft übertrug. Dabei beobachtete er, wie Claude Monet in seinen späten Serien, den Lichteinfall vor dem gleichen Motiv zu unterschiedlichen Tageszeiten. Molls Duktus wurde freier und bildete anhand kräftiger, leuchtender Farbtöne eine autonome Struktur auf der Leinwand, wobei er Elemente des expressiven Kolorismus der jungen Generation reflektierte. Bildparallele Farbzonen in kontrastierenden Tönen in dynamischen, heftig bewegten und pastosen Pinselzügen charakterisieren seine moderne, flächengebundene Kompositionsweise, wobei er, wie Oskar Kokoschka in seinem expressionistischen Frühwerk, in die Maloberfläche mit der Pinselrückseite grafische Strukturen ritzte. Indem Moll „in der Echtheit jeder künstlerischen Erscheinung ihren letzten und entscheidenden Wertmaßstab erblickte“ (Hans Tietze), zeigte der 67-jährige Künstler seine Bilder damals gerne mit der jungen Avantgarde, Kokoschka, Herbert Boeckl, Hans Christian Andersen, Gerhart Frankl und Hans Böhler. (Cornelia Cabuk)

Detail Etikett Rückseite

Carl Moll

(Wien 1861–1945 Wien)

Dorf Smarades auf Corfu, 1888 Öl auf Holz; gerahmt; 14 × 20 cm Signiert, datiert und betitelt links unten: Moll / Corfu / 88 Rückseitig Etikett mit eigenhändiger Widmung: „Dorf Smarades auf Corfu“ aus meiner Lehrzeit / 1888 / seinem jüngsten Freunde Paul zum 14. / Carl Moll / „auch ich war ein Jüngling mit lockigem Haar“.

Provenienz

1994 Privatbesitz, Deutschland; Auktionshaus im Kinsky, 13.11.2012, Nr. 171; Privatbesitz, Wien

Literatur

Cornelia Cabuk, Carl Moll. Monografie und Werkverzeichnis, Belvedere Werkverzeichnisse, Band 11, Wien 2020, Nr. GE 33, Abb. S. 117

€ 7.000–14.000

Etikett mit eigenhändiger Widmung Rückseite

3317

August Rieger (Wien 1886–1941 Wien)

Blumen in Vase

Öl auf Karton; gerahmt; 47 × 42 cm

Signiert links unten: August / Rieger

Rückseitig weiteres Blumenstillleben

Provenienz

Privatsammlung, Österreich

€ 3.500–7.000

Rudolf Junk (Wien 1880–1943 Wien)

Herbst, 1906

Öl auf Leinwand; gerahmt; 50 × 70 cm

Signiert und datiert rechts unten: R. Junk 06

Rückseitig Etikett der Hagenbundaustellung am Keilrahmen: 1907/16

Provenienz

Galerie Walfischgasse, Wien; dort in den 1990er Jahren erworben, europäischer Privatbesitz

Ausstellung

1907 Wien, Hagenbund, 22. Ausstellung des Künstlerbundes Hagen, Frühling 1907, Nr. 109

Literatur

Vergleiche: Agnes Husslein-Arco (Hg.), Wien – Paris, Van Gogh, Cézanne und Österreichs Moderne 1880–1960, Ausstellungskatalog Belvedere Wien, 03.10.2007–13.01.2008, Wien 2007, Abb. S. 111 (Rudolf Junk, „Frühling“)

Wir danken Herrn Nikolaus Domes, Künstlerhaus Archiv Wien, für die freundliche Unterstützung bei der Katalogisierung.

€ 10.000–20.000

Detail Katalog der Hagenbundausstellung 1907, S. 29

Das Gemälde gehört zu einem von Rudolf Junk geschaffenen Zyklus mit Jahreszeiten-Bildern. Der „Sommer“ befindet sich in der Sammlung der Österreichischen Galerie Belvedere (Inv.-Nr. 807). „Herbst“ und „Winter“ wurden 1907 bei der Hagenbundausstellung gezeigt.

Max Ritter von Esterle

(Cortina d’Ampezzo 1870–1947 Bezau, Bregenzer Wald)

Winterlandschaft

Tempera auf Papier auf Karton; gerahmt; 34,7 × 49,5 cm

Signiert rechts unten: M. Esterle / Innsbruck

Provenienz

österreichischer Privatbesitz

€ 3.500–7.000

3320

Max Ritter von Esterle

(Cortina d’Ampezzo 1870–1947 Bezau, Bregenzer Wald)

Winterlandschaft (Sattelberg, Brenner)

Tempera auf Papier auf Karton; gerahmt; 34,7 × 49,5 cm

Signiert rechts unten: M. Esterle

Rückseitig auf Karton bezeichnet: Sattelberg / Brenner

Provenienz

österreichischer Privatbesitz

€ 3.500–7.000

Artur Nikodem

(Trient 1870–1940 Innsbruck)

Natters, 1914

Öl auf Karton; gerahmt; 48,5 × 59 cm

Signiert und datiert links unten: A. Nikodem 1914. Rückseitig auf Karton eigenhändig bezeichnet: A. Nikodem. 1914. / Natters

Provenienz Privatbesitz, Österreich

€ 15.000–30.000

Nikodem um 1930 in seinem Atelier, © Archiv Martin Krulis, Natters, abgebildet in: Elio Krivdic (Hg.)/Günther Dankl (Hg.), Artur Nikodem. Maler und Fotograf der Moderne, Innsbruck 2017, S. 268.

„Ich habe Sachen zu sagen, die nur durch Formen und Farben ausgesprochen werden können, und deswegen muss ich malen.... Ich forsche mich durch Farben und Formen hindurch und erlebe.“ (Artur Nikodem, Tagebucheintragung, 9. 1. 1915, in: Günther Dankl, Judith Simoni-Lang, Artur Nikodem, Ausstellungskatalog, Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum, Innsbruck 2000, S. 124).

Eigenhändige Bezeichnung Rückseite
Artur

Alfons Walde *

(Oberndorf 1891–1958 Kitzbühel)

Stehender Rückenakt, 1918/19

Gouache auf Papier; gerahmt; 45 × 31,5 cm

Rückseitig Nachlass-Stempel mit Bestätigung von Guta E. Berger, geb. Walde, sowie Michael Walde-Berger

Provenienz

aus dem Nachlass des Künstlers; Privatbesitz, Deutschland

Literatur

Gert Ammann, Michael Walde-Berger, Alfons Walde. 1891–1958. Monografie mit Verzeichnis der Werke in Öl, Tempera, Aquarell, Pastell, Ölkreide, Buntstift, Mischtechnik und in Freskotechnik, Kitzbühel 2025, Nr. 1501, Farbabb. S. 503

Das Bild ist mit der Nummer DA-2B-12 im Werksarchiv von Alfons Walde registriert.

€ 10.000–20.000

Im Jahr 1921 stellte Alfons Walde erstmals eine Serie von Aktdarstellungen aus. Seine erotischen Bilder fanden jedoch nicht den erhofften Anklang. Wohl auch deshalb hielt er diese spezielle Facette seines Oeuvres künftig von der Öffentlichkeit fern. Wenngleich das Thema des weiblichen Aktes den Maler ein Leben lang nicht los ließ, begann dieser Schaffensbereich erst in den letzten Jahren eine gewichtigere Rolle in der Rezeption des Oeuvres zu spielen. Gerade auch wegen ihres intimen Charakters gehören diese sinnlicherotischen Sujets, bei denen Walde seine privaten Obsessionen künstlerisch ausleben konnte, zu den bemerkenswertesten Schöpfungen in seinem Schaffen. Unzweifelhaft bereichern sie das Oeuvre des „Schneemalers“ um eine sehr spezielle Komponente. (Claudia Mörth-Gasser)

Nachlass-Stempel Rückseite

3323

Alfons Walde *

(Oberndorf 1891–1958 Kitzbühel)

Akt, 1919/20

Graphit, Farbkreide auf Papier; gerahmt; 33,7 × 21 cm

Nachlass-Stempel mit Bestätigung von Michael Walde-Berger sowie Nr. DA-2B-78 rückseitig Provenienz aus dem Nachlass des Künstlers; Auktionshaus im Kinsky, 17.12.2020, Nr. 1357; Privatbesitz, Deutschland

Das Bild ist mit der Nummer DA-2B-78 im Werksarchiv von Alfons Walde registriert. € 8.000–16.000

Vorderseite

3324

Alfons Walde *

(Oberndorf 1891–1958 Kitzbühel)

Akt in Vorder- und Rückenansicht (recto und verso)

Bleistift auf Papier; gerahmt; 33 × 20 cm (Passep.-Ausschnitt)

Provenienz

direkt aus dem Nachlass des Künstlers

Das Bild ist mit der Nummer DA-BA-106 im Werksarchiv von Alfons Walde registriert.

€ 5.000–10.000

Rückseite

Alfons Walde *

(Oberndorf 1891–1958 Kitzbühel)

Wilder Hag (Kitzbüheler Horn), 1919/20 Aquarell, Bleistift auf Papier; gerahmt; 11,8 × 15,4 cm

Rückseitig Skizze in Bleistift

Rückseitig Nachlass-Stempel mit Bestätigung von Guta E. Berger, geb. Walde Provenienz aus dem Nachlass des Künstlers; Privatbesitz, Wien

Literatur

Gert Ammann, Michael Walde-Berger, Alfons Walde. 1891–1958. Monografie mit Verzeichnis der Werke in Öl, Tempera, Aquarell, Pastell, Ölkreide, Buntstift, Mischtechnik und in Freskotechnik, Kitzbühel 2025, Nr. 505, Abb. S. 391

Das Bild ist mit der Nummer D-LA-276 im Werksarchiv von Alfons Walde registriert.

€ 15.000–30.000

Nachlass-Stempel Rückseite

Originalgröße

Alfons Walde *

(Oberndorf 1891–1958 Kitzbühel)

Hagsteinblick auf den Hahnenkamm, 1919/20

Aquarell auf Papier; gerahmt; 14 × 22,8 cm

Rückseitig Skizze in Bleistift und Aquarell

Rückseitig Nachlass-Stempel mit Bestätigung von Guta E. Berger, geb. Walde

Provenienz

aus dem Nachlass des Künstlers; Privatbesitz, Wien

Literatur

Gert Ammann, Michael Walde-Berger, Alfons Walde. 1891–1958. Monografie mit Verzeichnis der Werke in Öl, Tempera, Aquarell, Pastell, Ölkreide, Buntstift, Mischtechnik und in Freskotechnik, Kitzbühel 2025, Nr. 506, Abb. S. 391

Das Bild ist mit der Nummer D-LA-277 im Werksarchiv von Alfons Walde registriert.

€ 18.000–35.000

Nachlass-Stempel Rückseite

Alfons Walde, Kat.-Nr.

Alfons Walde, abgebildet in: Rudolf Leopold/Gert Ammann/Carl Kraus, Alfons Walde (Kat. Ausst., Leopold Museum-Privatstiftung Wien, Wien 2006), Wien 2006, Frontispiz.

3327

Alfons Walde *

(Oberndorf 1891–1958 Kitzbühel)

Wilder Kaiser, Büchlach, um 1930 Öl auf Karton; gerahmt; 50 × 70,5 cm

Signiert rechts unten: A. Walde Originales Künstleretikett mit Titel „Wilder Kaiser“ rückseitig am Karton Originalrahmen

Provenienz

Privatbesitz, Österreich

Literatur

Gert Ammann, Michael Walde-Berger, Alfons Walde. 1891–1958. Monografie mit Verzeichnis der Werke in Öl, Tempera, Aquarell, Pastell, Ölkreide, Buntstift, Mischtechnik und in Freskotechnik, Kitzbühel 2025, Nr. 3016, Abb. S. 676

Das Bild ist mit der Nummer D-LA-547 im Werksarchiv von Alfons Walde registriert.

Gutachten von Mag. Verena Gschnitzer Konzert, Innsbruck, am 31.12.2018, liegt bei.

€ 250.000–500.000

Die um 1930 gemalte, schneebedeckte Ansicht von Büchlach bei Kitzbühel mit dem im Hintergrund aufsteigenden Bergmassiv des Wilden Kaisers ist ein überaus kraftvolles Winterbild von Alfons Walde, der sich als unbestrittener „Maler des Schnees“ in die österreichische Kunstgeschichte eingeschrieben hat. Mit Landschaftsmotiven wie diesem schuf Walde den Inbegriff der Winteridylle in den Tiroler Bergen. Wie ein Bildhauer modelliert der Maler und schafft weich und plastisch wirkende Hügelformationen, über die er eine schwere Schneedecke legt. Verstreut werden Bauernhöfe und ein Wegkreuz in der menschenleeren Landschaft platziert, ganz oben ist der Blick auf ein wolkenloses Himmelsstück freigegeben, dessen intensives Blau die Landschaft koloristisch ebenso prägt wie das Weiß, das sich aus nuancenreichen Farbpartikeln zusammensetzt und sich mit den Blau-Schattierungen zu einer stimmungsvollen Harmonie vereint. Kein Zeichen der technisierten Welt stört die Stille und Schönheit des unberührten, winterlichen Bergpanoramas. (Claudia Mörth-Gasser)

„Landschaft war für ihn ein Gegenpol zum Himmel. Selten führte Walde die Berge bis hinauf zum oberen Bildrand, stets wurde das Blau des Himmels in seiner Intensität zum bildbestimmenden Element. (...) Seitlich begrenzte Kompositionen gestaltete er bei diesen Motiven kaum, die Panoramawirkung dominiert. (...) Die Landschaft wird nun als Naturereignis in ihrer ganzen Spannweite augenscheinlich.“ (Gert Ammann, in: G. Ammann, M. Walde-Berger, Alfons Walde. Werkverzeichnis, Kitzbühel 2025, S. 55f.)

Künstleretikett mit Titel Rückseite
Originalrahmen

Gerhild Diesner, 1965, abgebildet in: Matthias Boeckl, Gerhild Diesner. 1915–1995, Innsbruck 2007, S. 233.

3328

Gerhild Diesner *

(Innsbruck 1915–1995 Innsbruck)

Haus des Dichters - Capri Öl auf Leinwand; gerahmt; 60 × 70 cm

Bezeichnet und signiert rechts unten: Capri / Diesner

Provenienz

österreichischer Privatbesitz

Gutachten von Mag. Stefanie Moser-Maier, Hall in Tirol, am 04.12.2021, liegt bei.

€ 15.000–30.000

„Die Malerei muss viel mehr als bloß ein Hobby sein. Sie ist eine Leidenschaft, die das Ganze verlangt, sonst ist alles nur halbe Malerei und halbes Leben. Die Form und Farbe so zu lieben, dass man unglücklich ist, wenn man nicht malen kann, solche Zeiten gibt es viele in meinem Leben. (...) Ich bin sehr abhängig von Stimmungen. Wenn es mir schlecht geht, male ich besser. Früher war ich viel unglücklicher und da habe ich die besten Bilder gemacht.“ (Gerhild Diesner, Ateliergespräch mit Wolfgang Pfaundler, in: Das Fenster, Winter 1975/76, S. 1709)

Diesners künstlerisches Schaffen zeichnet sich durch eine besondere Affinität zur französischen Moderne aus. Innerhalb der österreichischen Kunst steht ihr Oeuvre als Bindeglied zwischen der expressiven Tradition und der abstrakten Avantgarde.

Am 4. August 1915 in Innsbruck geboren, besuchte sie zunächst die Fachschule für Damenkleidung. Mit zwanzig Jahren begann sie ihren künstlerischen Werdegang. 1935 bis 1937 lebte sie in England, besuchte dort zunächst die Chelsea Art School und dann die School of Art in Brighton. 1937 zog sie nach München, um Gebrauchsgraphik an der Akademie für angewandte Kunst zu studieren. In den Münchner Museen fand ihre erste intensive Auseinandersetzung mit der französischen Kunst statt.

Trotz der unruhigen Kriegszeiten begann sie 1943 ein Studium in Paris an der Académie André Lhote und an der École de la Grande Chaumière. Die französische Moderne wurde für ihre Kunst zur wesentlichen Inspirationsquelle. In intensiver Auseinandersetzung mit dem Fauvismus, vor allem mit Henri Matisse, entwickelte sie ihre eigenständige Handschrift als Malerin.

In den Jahren nach dem Krieg erfuhr Diesners Schaffen ihren künstlerischen Höhepunkt. Sie konnte ihre Position innerhalb des Tiroler Kunstbetriebs festigen und ihre Werke auch auf Ausstellungen in Wien, etwa im „Art Club“, präsentieren. Sensationell war die Beteiligung an der Biennale für Frauen in Bozen, wo ihre Bilder neben jenen von Sonja Delaunay gezeigt wurden. Nach ihrer Scheidung von Bodo Kampmann 1953 zog sie sich gesellschaftlich zurück und ihre Ausstellungsbeteiligungen wurden geringer. Zunehmend konzentrierte sie ihre beruflichen Aktivitäten auf Tirol. Im langen Werkabschnitt bis zu ihrem Lebensende 1995 blieb sie künstlerisch jedoch äußerst produktiv und hinterließ zahlreiche Bilder, die in ihrer koloristischen Kraft und lyrischen Note überzeugen. (Claudia Mörth-Gasser)

Gerhild Diesner *

(Innsbruck 1915–1995 Innsbruck)

Blumenstillleben auf Blau, 1965

Öl auf Leinwand; gerahmt; 58 × 34 cm

Datiert und signiert rechts unten: 65 / Diesner

Provenienz

österreichischer Privatbesitz

Gutachten von Mag. Stefanie Moser-Maier, Hall in Tirol, am 04.12.2021, liegt bei.

€ 8.000–16.000

3330

Gerhild Diesner *

(Innsbruck 1915–1995 Innsbruck)

Gelbes Segel, 1972

Öl auf Leinwand; gerahmt; 34,5 × 28 cm

Signiert und datiert rechts unten: 72 Diesner

Provenienz

österreichischer Privatbesitz

Gutachten von Mag. Stefanie Moser-Maier, Hall in Tirol, am 04.12.2021, liegt bei.

€ 5.000–10.000

3331

Herbert Danler * (Fulpmes Tirol 1928–2011 Telfes)

Navis / St. Kathrein, 2003 Öl auf Leinwand; gerahmt; 60 × 80 cm Monogrammiert links unten: HD Rückseitig auf Keilrahmen bezeichnet: Navis/St. Kathrein Herbert Danler 2003 Provenienz

direkt vom Künstler erworben, Privatsammlung, Innsbruck; Privatsammlung, Wien

€ 8.000–16.000

3332

Herbert Danler *

(Fulpmes Tirol 1928–2011 Telfes)

Architekturensemble mit Mühle, St. Valentin auf der Haide, 1979 Öl auf Leinwand; gerahmt; 46,5 × 58 cm

Monogrammiert und datiert links unten: HD 1979

Rückseitig auf Keilrahmen bezeichnet: St. Valentin auf der Heide S-Tirol

Provenienz

direkt vom Künstler erworben, Privatsammlung, Deutschland; Dorotheum, 20.09.2022, Nr. 326; österreichischer Privatbesitz

€ 7.000–14.000

Felix Heuberger *

(Wien 1888–1968 Hall in Tirol)

Leopoldsberg

Öl auf Hartfaserplatte; gerahmt; 74 × 90 cm

Signiert rechts unten: Felix Heuberger

Provenienz Privatbesitz, Österreich

▲ € 5.000–10.000

3334

Felix Heuberger *

(Wien 1888–1968 Hall in Tirol)

Attersee

Öl auf Hartfaserplatte; gerahmt; 90 × 84,5 cm

Signiert rechts unten: Felix Heuberger

Provenienz

Privatbesitz, Deutschland

€ 7.000–14.000

3335

Franz Sedlacek (Breslau 1891–1945)

Franz Sedlacek, 1930er Jahre, abgebildet in: Gabriele Spindler/Andreas Strohhammer, Franz Sedlacek 1891–1945. Monografie mit Werkverzeichnis der Gemälde, Wien 2011, S. 8.

Landschaft mit Ruine, 1936 Aquarell auf Papier; gerahmt; 30,2 × 41,2 cm (Blattmaß), 28 × 39 cm (Passep.-Ausschnitt)

Monogrammiert und datiert rechts unten: fs / 1936 Rückseitig eigenhändig bezeichnet: Franz Sedlacek / Wien 1936 / „Landschaft mit Ruine“

Provenienz österreichischer Privatbesitz, vom Vater der gegenwärtigen Eigentümerin direkt beim Künstler erworben

€ 15.000–30.000

Eigenhändige Bezeichnung Rückseite

Franz Sedlacek gehört zu den bedeutendsten Malern der österreichischen Kunst zwischen den Kriegen. Mit seinen magisch-fantastischen Bildschöpfungen stand er der Strömung der Neuen Sachlichkeit nahe und bewegte sich auf der Höhe der Kunst seiner Zeit.

1891 in Breslau geboren, kam Sedlacek im Alter von 6 Jahren mit seiner Familie nach Linz. Er wuchs in gutbürgerlichen Verhältnissen auf, besuchte in Linz die Mittelschule und übersiedelte dann nach Wien, um an der Technischen Hochschule Chemie zu studieren. 1921 erhielt er eine Stelle als Kustos für Chemische Industrie am Technischen Museum in Wien. Neben seiner bürgerlichen Existenz galt seine Passion der Kunst. Die Anfänge von Sedlaceks künstlerischem Schaffen liegen in der Graphik. Ab 1913 wurden Karikaturen und Zeichnungen in Zeitschriften, die sich der politischen und gesellschaftlichen Satire verschrieben hatten, veröffentlicht: zahlreiche Graphiken erschienen in der Wiener Zeitschrift „Muskete“ und im Münchner „Simplicissimus“. Erst Anfang der 1920er Jahre wandte er sich dem Medium Malerei zu. 1927 wurde er Mitglied der Wiener Secession, zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland folgten. Die dreißiger Jahre entwickelten sich zu Sedlaceks produktivster künstlerischer Phase; seine künstlerischen Leistungen wurden mit wichtigen Auszeichnungen gewürdigt: 1933 bekam er die Österreichische Staatspreismedaille verliehen und 1937 erhielt er den Österreichischen Staatspreis.

Die in Aquarell ausgeführte, rückseitig eigenhändig vom Künstler betitelte und 1936 datierte „Landschaft mit Ruine“ zeigt die charakteristischen Aspekte der Bildauffassung Franz Sedlaceks, der dem Thema Landschaft in seinem künstlerischen Schaffen besondere Aufmerksamkeit schenkte. Mehr als die Hälfte der im Werkverzeichnis der Gemälde erfassten Bilder ist dem Landschaftssujet gewidmet. In Sedlaceks weitläufigen Landschaften kann man mit den „Augen spazieren gehen“ (Franz Sedlacek in einem Brief, 27.12.1940, zitiert nach Hintner 1998, S. 111). So ist auch die vorliegende Landschaftsdarstellung aus klar geordneten Elementen komponiert, unser Blick wird durch gestaffelte Raumebenen kontinuierlich in die Tiefe geleitet. Neben einem die Landschaft bühnenartig rahmenden Baum, dessen Krone über den Bildrand hinauswächst, ist eine typische Sedlacek Figur platziert: der einsame Wanderer in Rückenansicht auf einem leicht erhöhten Hügel fungiert als Identifikationsgestalt für den Betrachter. Auf einem tiefer gelegten Fels ragt im Mittelgrund die titelgebende graue Ruine in die Höhe, während sich die Landschaft in der Mitte in die Ferne öffnet bis zum lichten Horizont, wo in hellem Blau eine Stadtsilhouette angedeutet wird. Der Gedanke an die romantische Vorstellung von Landschaft als Spiegel der Seele und Sehnsuchtsort liegt nahe. Sedlaceks Affinität zu Malern der Romantik, allen voran Caspar David Friedrich, wurde vielfach betont. Bereits 1929 fand in Linz die Ausstellung „Neuromantik und Neue Sachlichkeit in Oberösterreich“ mit Werken Sedlaceks statt. Die bewusste Rezeption der Bildtradition bildete einen wesentlichen Aspekt der künstlerischen Neuorientierung in jener Zeit zwischen den beiden Weltkriegen. (Claudia Mörth-Gasser)

Franz Sedlacek (Breslau 1891–1945)

Der unheimliche Tischnachbar, 1916

Tusche auf Papier; gerahmt; 16,5 × 26 cm (Passep.-Ausschnitt), 17,2 × 26,5 cm (Blattgröße) Monogrammiert und datiert oben mittig: fS / 1916

Rückseitig eigenhändig bezeichnet: Franz Sedlacek / „Der unheimliche Tischnachbar“ / Im Felde, Oktober 1916 Rückseitig am rechten unteren Blattrand nochmals eigenhändig betitelt: Der unheimliche Tischnachbar

Provenienz

Dorotheum Wien, 21.06.1983, Nr. 216 (Titel dort: Fliegende Fische); Privatbesitz, Wien

€ 5.000–10.000

Skurril-groteske und magisch-lyrische Bildfantasien ziehen sich ebenso wie alptraumartige Szenerien als Leitfaden durch das Oeuvre und prägen schon die frühen Zeichnungen. Charakteristisch ist die fein abgestimmte graphische Ausführung, kombiniert mit einem klar geordneten Bildaufbau. Eine Vielzahl von detailgenauen Strichen und Schraffuren unterschiedlicher Dichte sowie starke Hell-Dunkel-Effekte sind bestimmende Ausdrucksmittel spannungsvoller Kompositionen.

(Claudia Mörth-Gasser)

3337

Franz Sedlacek

(Breslau 1891–1945)

Reiter und Drache, 1936

Tusche auf Papier; gerahmt; 29 × 34,5 cm (Passep.-Ausschnitt); 36 × 41,5 cm (Blattgröße)

Monogrammiert und datiert links unten: fS / 1936

Rückseitig eigenhändig bezeichnet: Franz Sedlacek / Wien, Mai 1936 / „Reiter und Drache“

Provenienz

österreichischer Privatbesitz; Auktionshaus im Kinsky, 20.06.2013, Nr. 833; Privatbesitz, Wien

€ 15.000–30.000

3338

Herbert von Reyl-Hanisch

(Wien 1898–1937 Bregenz)

Marily Walther II, Rom, 1932 Öl auf Holz; gerahmt; 83 × 68 cm

Signiert und datiert rechts unten: Herbert Reyl 1932

Provenienz

Helene Walther, direkt vom Künstler erworben; seither in Familienbesitz, Privatbesitz, Deutschland

Literatur

Heiner Quintern, Herbert von Reyl-Hanisch 1898–1937, Dissertation an der Universität Innsbruck, Oktober 1971, Nr. 116, S. 158, Abb. Nr. 87

€ 10.000–20.000

Das 1932 in Rom entstandene Porträt von Marily Walther (1911–2002), Tochter Helene Walthers, steht exemplarisch für die ausgeprägte Hinwendung von Herbert von Reyl-Hanisch zur Porträtmalerei in den 1930er Jahren. Reyl-Hanisch bedient sich dabei bevorzugt eines traditionellen Bildtypus in Verbindung mit einer für die Strömung der neuen Sachlichkeit charakteristischen präzisen Malweise und Hell-Dunkel-Kontrasten.

Die Dargestellte erscheint in klarer Frontalität und ruhiger Haltung. Der ernste, zurückhaltende Ausdruck entspricht jener nüchternen, zugleich psychologisch verdichteten Auffassung, die Reyl-Hanischs Porträts kennzeichnen. Der Hintergrundlandschaft kommt eine eigenständige Bedeutung zu, indem sie als stimmungstragendes Element fungiert.

Marily Walther entstammte einer international vernetzten Hoteliersfamilie mit Lebensmittelpunkten in Venedig und Madonna di Campiglio. Dieses Umfeld, geprägt von kulturellem Austausch und prominenten Hotelgästen, bildete einen fruchtbaren Kontext für Reyl-Hanischs Tätigkeit als Porträtist.

(Valerie Pauß)

Helene Walther mit Tochter Marily, ca. 1919

Herbert von Reyl-Hanisch

(Wien 1898–1937 Bregenz)

Helene Walther, 1931

Öl auf Holz; gerahmt; 68 × 58 cm

Signiert und datiert rechts unten: Herbert Reyl 1931

Provenienz

Helene Walther direkt vom Künstler erworben; seither in Familienbesitz, Privatbesitz, Deutschland

Literatur

Heiner Quintern, Herbert von Reyl-Hanisch 1898–1937, Dissertation an der Universität Innsbruck, Oktober 1971, Nr. 110, S. 157, Abb. Nr. 82

€ 8.000–16.000

Das Bildnis der Helene Walther (1883–1933), geborene Österreicher, aus dem Jahr 1931 ist ein weiteres eindrucksvolles Beispiel für die reife Porträtkunst von Herbert von Reyl-Hanisch, der sich zu dieser Zeit bereits als gefragter Porträtmaler etabliert hatte.

Helene Walther entstammte einer wohlhabenden Hoteliersfamilie, die das Grand Hotel des Alpes in Madonna di Campiglio, ein bedeutender Treffpunkt des europäischen Adels und der gehobenen Bourgeoisie seit dem späten 19. Jahrhundert, betrieb. Dieses kulturell durchdrungene Umfeld sowie die malerische Gegend inspirierte auch zahlreiche Künstler. Reyl-Hanischs wiederholte Italienaufenthalte in den 1920er- und frühen 1930er-Jahren sowie überlieferte Landschaftsdarstellungen der imposanten Gebirgskulisse der Brenta Dolomiten in Madonna di Campiglio legen nahe, dass er bereits vor der Entstehung des Porträts mit der Familie bekannt und im Hotel des Alpes zu Gast war.

Reyl-Hanisch zeigt uns Helene Walther in eleganter Haltung mit nach innen gewandtem, gesammelt wirkendem Ausdruck vor einem Fenster sitzend. Hinter ihr öffnet sich eine herbstliche Landschaft, die nicht nur topografische Anklänge an die Umgebung in Madonna di Campiglio erkennen lässt, sondern als stimmungstragendes Element die Persönlichkeit der Porträtierten widerspiegelt. In Reyl-Hanischs Kunstschaffen spielt die Landschaft eine zentrale Rolle. Sie vermag, so der Künstler, „in ähnlicher Weise zu ergreifen wie die Musik“, nämlich „an unserer ursprünglichsten, unterbewusstesten Tiefe“, wodurch das Landschaftsmotiv das Bildnis über die reine Wiedergabe hinaus um eine psychologische Dimension erweitert. (Christian Bertsch und Markus Neuwirth (Hg.) Herbert von Reyl-Hanisch. Das Land der Seele, Lustenau 1991, S. 14) (Valerie Pauß)

Herbert von Reyl-Hanisch

(Wien 1898–1937 Bregenz)

Gebirgslandschaft (Bocca Tuckett, Cima Brenta), 1929

Öl auf Leinwand; gerahmt; 63,5 × 54,5 cm

Signiert und datiert rechts unten: Herbert Reyl 1929

Provenienz

Privatbesitz, Italien

€ 8.000–16.000

Detail Signatur und Datierung

Herbert von Reyl-Hanisch

(Wien 1898–1937 Bregenz)

Gebirgslandschaft (Cima Tosa, Crozzon di Brenta, Vedretta dei Camosci), 1929

Öl auf Holz; gerahmt; 63,5 × 54,5 cm

Signiert und datiert rechts unten: Herbert / Reyl / 1929

Provenienz

Privatbesitz, Italien

€ 8.000–16.000

Detail Signatur und Datierung

Wilhelm Thöny

(Graz 1888–1949 New York)

Straße, 1922/23

Öl auf Leinwand auf Hartfaserplatte; gerahmt; 25 × 24 cm

Signiert links oben: W. Thöny

Provenienz

Dorotheum Wien, 06.12.1995, Nr. 513; Privatbesitz, Wien

Literatur

Christa Steinle (Hg.)/Günther Holler-Schuster (Hg.), Wilhelm Thöny. Im Sog der Moderne, Ausstellungskatalog, Neue Galerie Graz, Universalmuseum Joanneum, Graz 2013, WV-Nr. 105 (mit Abb.)

€ 10.000–20.000

Das Bild, ein Motiv aus München, stammt aus Thönys Zeit in dieser Stadt, in der er auch studiert hat. 1923 zog er wieder in seine Heimatstadt Graz um, wo er zunächst ähnliche Motive ins Bild setzte und damit die beiden Orte visuell zu verbinden schien.

Der expressiv-kursorische Duktus in dem Kleinformat ist typisch für den Künstler in dieser Zeit. Koloristische Aspekte (Der Blaue Reiter) überwiegen hier noch, während seine Impressionismus Rezeption erst später einsetzte. Thöny, der kein ausschließlicher Atelier Künstler war, dürfte dieses Gemälde vor Ort im Freien gemalt haben. Die spontane, skizzenhafte Malweise, der er sich in den 1930er Jahren, vor allem in den Bildern aus Südfrankreich, bediente, klingt hier bereits deutlich an. Die Radikalität und die gleichzeitige geniale Beiläufigkeit, die Thönys Werk begleiten, werden hier bereits offenkundig. (Günther Holler-Schuster)

3343

Wilhelm Thöny

(Graz 1888–1949 New York)

Straßenszene mit Nonne im Vordergrund, um 1925 Tusche, laviert auf Papier; gerahmt; 25 × 31,5 cm

Provenienz

österreichischer Privatbesitz

Literatur

Christa Steinle (Hg.)/Günther Holler-Schuster (Hg.), Wilhelm Thöny. Im Sog der Moderne, Ausstellungskatalog, Neue Galerie Graz, Universalmuseum Joanneum, Graz 2013, Abb. S. 374

Wir danken Herrn Mag. Günther Holler-Schuster für die freundliche Unterstützung bei der Katalogisierung.

€ 2.000–4.000 3344

Paul Flora *

(Glurns im Vinschgau/Südtirol 1922–2009 Innsbruck)

Venezianisches Notturno, 2000 Tusche, Farbstift auf Papier, gerahmt; 24,5 × 33,5 cm

Signiert und datiert rechts unten: Flora 2000

Betitelt links unten: Venezianisches Notturno

Provenienz

österreichischer Privatbesitz

€ 1.500–3.000

Maximilian Florian *

(Klagenfurt 1901–1982 Klosterneuburg)

Blumenstillleben, 1942

Öl auf Leinwand; gerahmt; 99 × 69 cm

Signiert und datiert rechts unten: M. Florian 1942

Provenienz

österreichischer Privatbesitz

€ 2.500–5.000

3346

Paul Klee

(Münchenbuchsee bei Bern 1879–1940 Muralto)

Pathologischer Aufbau, 1933

Aquarell auf Papier auf Karton; gerahmt; 47,6 × 31,7 cm

Signiert unten mittig: Klee

Datiert und eigenhändig bezeichnet auf dem Karton mit Randleisten links unten „1933 M4“ und rechts unten „pathologischer Aufbau“

Rückseitig Etikett Galerie Curt Valentin, New York

Provenienz

Lily Klee, Bern (1940–1946); Klee Gesellschaft, Bern (1946–1951); Galerie Curt Valentin (Buchholz Gallery; Valentin Gallery), Berlin/New York (ab 1951); Privatsammlung, Wien

Ausstellung

1956 New York, 15 Modern European Paintings and 16 Drawings by Paul Klee, Feigl Gallery, 11.04.-15.05.1956, Nr. 29

Literatur

Paul Klee Stiftung, Kunstmuseum Bern (Hg.), Catalogue raisonné Paul Klee. Verzeichnis des gesamten Werkes in neun Bänden, Band 6, 1931–1933, Bern 2002, WV-Nr. 6089, S. 318 (mit s/w Abb.)

€ 15.000–30.000

Blatt auf Unterlagekarton mit eigenhändiger Bezeichnung

Otto Erich Wagner * (Klepacov 1895–1979 Wien)

o.T., 1923/25

Graphit auf Transparentpapier; gerahmt; 100 × 100 cm

Provenienz

aus dem Nachlass des Künstlers; Galerie Walfischgasse, Wien; dort 1992 erworben, europäischer Privatbesitz

Literatur

Vergleiche: Jürgen Schilling (Hg.), Wille zur Form. Ungegenständliche Kunst 1910–1938 in Österreich, Polen, Tschechoslowakei und Ungarn, Ausst.-Katalog Hochschule für angewandte Kunst, Wien 1993, Abb. S. 78 (Otto Erich Wagner, o.T., 1923/25, Graphit auf Papier, 101 × 100 cm)

€ 15.000–30.000

Otto Erich Wagner, Neffe des bedeutenden Architekten Otto Wagner, begann seine künstlerische Ausbildung zwischen 1922 und 1924 an der Kunstgewerbeschule in der Abteilung „Ornamentale Formenlehre“ bei Franz Čižek und Rudolf von Larisch. Bereits 1924 fungierte er als Assistent Čižeks in der Abteilung „Allgemeine Formenlehre“ und avancierte nur ein Jahr später zu dessen Hilfslehrer.

Ein Höhepunkt seiner Ausstellungstätigkeit war die Teilnahme an der Exposition International des Arts Decoratifs et Industriels Modernes in Paris im Oktober 1925, auf der sich unter anderem die Internationale Avantgarde positionierte.

Im Umfeld von Čižeks innovativer Kunstpädagogik entwickelte sich der Wiener Kinetismus (aus dem griechischen „kinesis“ – Bewegung) als avantgardistischer Beitrag Österreichs in der Zwischenkriegszeit. Leitend war dabei die Idee, Bewegung, Rhythmus und Energie als gestaltende Prinzipien sichtbar zu machen.

Wagner stand im unmittelbaren Zentrum dieser Bewegung zusammen mit den bedeutendsten Vertreterinnen der Čižek-Klasse: Marianna (My) Ullmann, Elisabeth Karlinsky und Erika Giovanna Klien. Während viele Künstler und Künstlerinnen Österreich Ende der 1920er Jahre verließen, blieb Wagner in Wien und weiterhin an der Kunstgewerbeschule tätig. Nach der Pensionierung Čižeks im Jahr 1935 übernahm er interimistisch die Leitung seines Kurses. Nach 1945 war er als freischaffender Künstler tätig. (Valerie Pauß)

Oskar Laske, Kat.-Nr. 3348 (Ausschnitt)

Oskar Laske

(Czernowitz 1874–1951 Wien)

Der Frühling, 1921

Öltempera auf Leinwand; gerahmt; 95 × 117 cm

Signiert rechts unten: O. Laske

Bezeichnet links unten: Der Frühling / op. XXI. Rückseitig am Keilrahmen Künstlerhaus-Etikett: 1952 /1328 (von Herrn Nikolaus Domes, Künstlerhaus Archiv Wien, bestätigt)

Provenienz

aus dem Nachlass des Künstlers; österreichischer Privatbesitz; Auktionshaus im Kinsky, 23.06.2009, Nr. 22; europäischer Privatbesitz

Ausstellung

1952 Wien, Künstlerhaus, „Frühjahrsausstellung.“ Kollektionen: O. Laske, A. Cossmann, R. H. Keppel, M. Frey, K. Mader, P. Peric, 20.03.-10.07.

Literatur

Lilly Schulz-Laske (Hg.)/Elisabeth Kesselbauer-Laske (Hg.), Oskar Laske. Der künstlerische Nachlaß, Wien 1952, WV-Nr. op. 21, S. 7 (ohne Abb.)

€ 25.000–50.000

„Der Frühling“ ist ein typisches Werk Oskar Laskes, der voll Erzählfreude die Betrachterinnen und Betrachter auffordert, sich auf seine Bildwelt einzulassen und Stück für Stück neue Details zu entdecken. Frühlingsdarstellungen zählen zu den zentralen Motiven in der Malerei, denn sie symbolisieren Neubeginn und den ewigen Kreislauf des Lebens. Der Künstler hat hier eine originelle, durchaus allegorische Neuinterpretation dieses Themas geschaffen.

Die Bäume erwachen wieder nach der langen Winterszeit. Anstelle der Blätter sehen wir links im Bild kleine Babys im Geäst heranwachsen, und einige andere Baumstämme haben die Gestalt von jungen Männern und Frauen angenommen, aus deren Armen, die wie dicke Äste in die Höhe ragen, Zweige wachsen: Sinnbilder der Metamorphose, der die Natur in dieser Jahreszeit unterworfen ist. Dazwischen laufen nackte, junge Männer und Frauen, die versuchen die „Mensch-Bäume“ zu zähmen und einzufangen. Im Vordergrund hat eine Figur, die uns den Rücken zukehrt, einen großen Baum mit einem Lasso eingefangen und eine weitere Gestalt hat eine Axt erhoben und setzt zum Schwung auf das sich windende Gewächs an. Rechts läuft ein übergroßes Mädchen – Flora die Göttin der Blüte und der Jugend, somit des Frühlings – mit einem wehenden durchsichtigen Schleier über das Feld und lädt uns ein, ihr zu folgen. Der Acker ist schon zur Aussaat bereit und aus den Erdkrumen sprießen die ersten Blumen des Jahres, die Schmetterlinge, Hasen und junge Rehe anlocken, die voll unschuldiger Sanftmut und in ihrer Anmut als Gegenpol zur menschlichen Zivilisation gesehen werden können. Manche der Frühlingsblumen tragen statt Blütenköpfen kleine Menschenkinder, die sich an die grünen Blätter schmiegen oder fürwitzig auf ihnen herumturnen.

Links im Bild sehen wir eine Wasserfläche mit zwei sich am Ufer tummelnden Pelikanen. Sicherlich wusste Oskar Laske um deren symbolische Bedeutung als Sinnbilder für die Aufopferungsbereitschaft Jesu Christi. Somit hebt der Künstler sein Bild in eine weitere Bedeutungsebene, denn so wird der Frühling gedanklich mit der Auferstehung des Erlösers und seinem Leben nach dem Tod verknüpft. Über den Bergketten im Hintergrund sehen wir einen weiten Himmel mit vielfarbigen Wolkenbändern, auf denen zart gemalte Gestalten in der Frühlingsluft treiben; weitere Figuren sind mit Bleistiftstrichen angelegt. Es handelt sich um Anemoi, griechische Windgötter, um Luftgeister oder andere ätherische Wesen, die in übersinnlichen Sphären schweben. Sie sind ein Bindeglied zwischen Himmel und Erde.

Ein äußerst vielschichtiges und mit einer Opusnummer als Hauptwerk gekennzeichnetes Bild des großen österreichischen Künstlers Oskar Laske. (Sophie Cieslar)

3349

Oskar Laske

(Czernowitz 1874–1951 Wien)

Wierzbowa, Warschau

Aquarell auf Papier; gerahmt; 40 × 34 cm

Bezeichnet unten mittig:

Wierzbowa / Warschau

Signiert rechts unten: O. Laske

Provenienz

Privatsammlung, Wien

€ 2.500–5.000

3350

Franz von Zülow *

(Wien 1883–1963 Wien)

Dschungel mit Löwe und Schlange

Aquarell, Kreide auf Papier; gerahmt; 35,3 × 45 cm

Monogrammiert rechts unten: FvZ

Provenienz

Privatsammlung, Wien

€ 500–1.000

3351

Franz von Zülow * (Wien 1883–1963 Wien)

Steyr, um 1930

Mischtechnik auf Papier; gerahmt; 105 × 105 cm (Rahmenausschnitt) Bezeichnet und signiert rechts unten: „Steyr“ / Franz v. Zülow

Provenienz Privatbesitz, Österreich

€ 5.000–10.000

3352

Franz von Zülow *

(Wien 1883–1963 Wien)

Die Bremer Stadtmusikanten, 1906 Papierschnittdruck, aquarelliert auf Papier; gerahmt; 45 × 43,5 cm

Provenienz

Privatsammlung, Wien

Literatur

Fritz Koreny, Franz von Zülow. Frühe Graphik 1904–1915, Verzeichnis der Holzschnitte, Linolschnitte, Algraphien, Kartongravur- und Papierschnittdrucke, Wien 1983, S. 94, WV-Nr. 87 (mit Abb.)

€ 1.000–2.000

3353

Franz von Zülow *

(Wien 1883–1963 Wien)

Brüderlein und Schwesterlein, 1906 Papierschnittdruck, aquarelliert auf Papier; gerahmt; 45 × 44 cm

Provenienz

Privatsammlung, Wien

Literatur

Fritz Koreny, Franz von Zülow. Frühe Graphik 1904–1915, Verzeichnis der Holzschnitte, Linolschnitte, Algraphien, Kartongravur- und Papierschnittdrucke, Wien 1983, S. 94, WV-Nr. 89 (mit Abb.)

€ 1.000–2.000

3354

Franz von Zülow *

(Wien 1883–1963 Wien)

Frau Holle, 1906 Papierschnittdruck, aquarelliert auf Papier; gerahmt; 45 × 44 cm

Provenienz

Privatsammlung, Wien

Literatur

Fritz Koreny, Franz von Zülow. Frühe Graphik 1904–1915, Verzeichnis der Holzschnitte, Linolschnitte, Algraphien, Kartongravur- und Papierschnittdrucke, Wien 1983, S. 94, WV-Nr. 84 (mit Abb.)

€ 1.000–2.000

3355

Franz von Zülow * (Wien 1883–1963 Wien)

Aschenbrödel, 1906

Papierschnittdruck, aquarelliert auf Papier; gerahmt; 45 × 43 cm

Provenienz

Privatsammlung, Wien

Literatur

Fritz Koreny, Franz von Zülow. Frühe Graphik 1904–1915, Verzeichnis der Holzschnitte, Linolschnitte, Algraphien, Kartongravur- und Papierschnittdrucke, Wien 1983, S. 95, WV-Nr. 91 (mit Abb.)

€ 1.000–2.000

3356

Franz von Zülow * (Wien 1883–1963 Wien)

Rotkäppchen, 1906

Papierschnittdruck, aquarelliert auf Papier; gerahmt; 45 × 44 cm

Provenienz

Privatsammlung, Wien

Literatur

Fritz Koreny, Franz von Zülow. Frühe Graphik 1904–1915, Verzeichnis der Holzschnitte, Linolschnitte, Algraphien, Kartongravur- und Papierschnittdrucke, Wien 1983, S. 95, WV-Nr. 90 (mit Abb.)

€ 1.000–2.000

3357

Franz von Zülow *

(Wien 1883–1963 Wien)

Die sieben Zwerge, 1906

Papierschnittdruck, aquarelliert auf Papier; gerahmt; 45 × 43 cm

Provenienz

Privatsammlung, Wien

Literatur

Fritz Koreny, Franz von Zülow. Frühe Graphik 1904–1915, Verzeichnis der Holzschnitte, Linolschnitte, Algraphien, Kartongravur- und Papierschnittdrucke, Wien 1983, S. 94, WV-Nr. 86 (mit Abb.)

€ 1.000–2.000

3358

Franz von Zülow *

(Wien 1883–1963 Wien)

Ostersingen, 1906

Papierschnittdruck, aquarelliert auf Papier; gerahmt; 44,5 × 43,5 cm

Provenienz Privatsammlung, Wien

Literatur

Fritz Koreny, Franz von Zülow. Frühe Graphik 1904–1915, Verzeichnis der Holzschnitte, Linolschnitte, Algraphien, Kartongravur- und Papierschnittdrucke, Wien 1983, S. 94, WV-Nr. 88 (mit Abb.)

€ 1.000–2.000

3359

Franz von Zülow *

(Wien 1883–1963 Wien)

Erinnerungen an Tunis, 1931 Öl auf Karton; gerahmt; 27 × 37,3 cm

Signiert und datiert links unten: Fv Zülow 31

Rückseitig auf Karton bezeichnet: Franz Zülow IX. Porzellang 41 / (80 S) / Erinnerungen an Tunis

Provenienz

Privatbesitz, Österreich

Literatur

Vergleiche: Peter Baum, Hans Schaumberger (Hg.) Franz von Zülow, Wien 1980, S. 38

€ 2.500–5.000

3360

Franz von Zülow* (Wien 1883–1963 Wien)

Dorf von der Kellergasse, 1922 Mischtechnik auf Papier; gerahmt 28,5 × 34,5 cm (Passep.-Ausschnitt)

Datiert links unten und signiert rechts unten: 1922 Fv. Zülow

Rückseitig auf Rückkarton Etikett der Österreichischen Galerie

Provenienz

Privatbesitz, Österreich

€ 1.000–2.000

3361

Franz von Zülow *

(Wien 1883–1963 Wien)

Drei Figuren, 1919 Mischtechnik auf Papier; gerahmt; 30 × 36,5 cm

Signiert und datiert unten mittig: Zülow / 1919

Provenienz österreichischer Privatbesitz

€ 1.000–2.000

3362

Hans Fronius *

(Sarajewo 1903–1988 Wien)

Spanisches Museum in New York, 1980 Öl auf Holzfaserplatte; gerahmt; 50 × 50 cm

Signiert und datiert rechts oben: Hans Fronius / 80 Rückseitig eigenhändig bezeichnet: Hans Fronius / „Der Neger im Spanischen Museum in New York“ / 1980

Provenienz österreichischer Privatbesitz

Literatur

Dieter Ronte, Hans Fronius. Paraphrasen. Mit einem Essay von Dieter Ronte, Wien 1986, S. 54–55 (mit Farbabb.)

€ 2.000–4.000

3363

Helmut Arnez *

(Hartberg 1929–2004 Graz)

Mirabellgarten (Salzburg), 1984

Öl auf Leinwand; 140 × 120 cm

Signiert und datiert rechts unten: Arnez 84

Provenienz

österreichischer Privatbesitz

Literatur

Karl Pallauf, Oliver Jungnickel, Helmut Arnez. 1929–2004. Leben und Werk, Wien 2011, WV-Nr. 448, Abb. S. 378

€ 5.000–10.000

Josef Dobrowsky *

(Karlsbad 1889–1964 Tullnerbach)

Wien vom Ringturm, um 1956 Öl auf Leinwand; gerahmt; 65,5 × 80,5 cm

Monogrammiert links unten: J D Provenienz

österreichischer Privatbesitz

Literatur

Vergleiche: Galerie Schütz (Hg.), 120 Jahre Josef Dobrowsky 1889–1964, Verkaufskatalog, Wien 2009, Abb. 22, S. 18 („Wien vom Ringturm“, 1956) € 8.000–16.000

Josef Dobrowsky, Photographie, 1936, abgebildet in: Herbert Zemen (Hg.), Josef Dobrowsky. Ein Künstlerbildnis, Wien 2007, Frontispiz.

3365

Josef Dobrowsky *

(Karlsbad 1889–1964 Tullnerbach)

St. Margarethen

Aquarell auf Papier; gerahmt; 46 × 60 cm (Passep.-Ausschnitt)

Signiert links unten: Dobrowsky

Provenienz

Privatbesitz, Wien

€ 1.000–2.000

3366

Josef Dobrowsky *

(Karlsbad 1889–1964 Tullnerbach)

Klein-Pöchlarn, 1960

Aquarell, Gouache auf Papier; gerahmt; 47 × 61,5 cm (Passep.-Ausschnitt)

Signiert rechts unten: J. Dobrowsky

Bestätigt (Stempel) und datiert rechts unten: Juli 1960

Provenienz Privatbesitz, Wien

€ 1.000–2.000

3367

Josef Dobrowsky *

(Karlsbad 1889–1964 Tullnerbach)

Erntefelder aus dem Burgenland, 1960

Öl auf Hartfaserplatte; gerahmt; 53,5 × 72,4 cm

Signiert rechts unten: Dobrowsky

Provenienz

österreichischer Privatbesitz

Literatur

Vergleiche: Agnes Husslein-Arco (Hg.)/Axel Köhne (Hg.), Josef Dobrowsky. Wahrnehmung und Farbe, Ausstellungskatalog, Belvedere, Wien 2014, Tafel 33, Abb. S. 105 („Erntefelder aus dem Burgenland“, 1960, 70,5 × 101 cm, Dauerleihgabe der Artothek des Bundes im Belvedere)

€ 8.000–16.000

3368

Josef Dobrowsky *

(Karlsbad 1889–1964 Tullnerbach)

Blumen, 1944

Öl auf Hartfaserplatte; gerahmt; 66 × 49,5 cm

Signiert und datiert rechts unten: J. Dobrowsky 44

Provenienz österreichischer Privatbesitz

€ 5.000–10.000

3369

Josef Dobrowsky *

(Karlsbad 1889–1964 Tullnerbach)

Haidershofen bei Steyr, um 1946–1950

Öl auf Hartfaserplatte; gerahmt; 28,7 × 36,5

Monogrammiert rechts unten: J. D

Provenienz Privatbesitz, Wien

Literatur

Vergleiche: Herbert Zemen (Hg.), Josef Dobrowsky. Ein Künstlerbildnis, Wien 2007, S. 442–445; Galerie Kovacek (Hg.), Dobrowsky Floch Huber Zoff, 12. Februar bis 16. März 2013, Wien 2013, Abb. 15

€ 2.500–5.000

3370

Josef Dobrowsky *

(Karlsbad 1889–1964 Tullnerbach)

Mädchenporträt, um 1925

Öl auf Pressspanplatte; gerahmt; 39,3 × 34,8 cm

Monogrammiert links im Bild: JD

Provenienz

Privatbesitz, Wien

Ausstellung

2013 Wien, Galerie Kovacek, 12.02.-16.03. Literatur

Galerie Kovacek (Hg.), Dobrowsky, Floch, Huber, Zoff, 12. Februar bis 16. März

2013, Wien 2013, Abb. 23

€ 2.500–5.000

3371

Josef Dobrowsky *

(Karlsbad 1889–1964 Tullnerbach)

Blumen in roter Vase

Öl auf Leinwand; gerahmt; 60,5 × 46,5 cm

Monogrammiert rechts unten: JD.

Provenienz

österreichischer Privatbesitz

€ 3.500–7.000

Sergius Pauser *

(Wien 1896–1970 Klosterneuburg)

Anny im Pelzmantel, 1928

Öl auf Leinwand; gerahmt; 92 × 73 cm

Signiert und datiert rechts unten: Sergius Pauser / 1928

Provenienz Privatbesitz, Wien

Literatur

Sergius Pauser 1896–1970. Ölgemälde, Ausst.-Kat. Österreichische Galerie Belvedere, mit einem Werkverzeichnis der Ölbilder von Angela Pauser, Wien 1996, Nr. 54 (ohne Abb.)

Wir danken Herrn Dr. Wolfgang Pauser für die freundliche Unterstützung bei der Katalogisierung.

€ 12.000–24.000

3373

Max Kahrer (Temesvar 1878–1937 Klosterneuburg)

Das gelbe Bäumchen, 1904

Öl auf Leinwand; gerahmt; 48 × 32 cm

Signiert und datiert rechts unten: M. Kahrer / 1904 Rückseitig am Keilrahmen bezeichnet:

Das gelbe Bäumchen

Künstlerstempel (dreifach) rückseitig auf Leinwand

Provenienz

österreichischer Privatbesitz

€ 1.000–2.000

3374

Max Kahrer (Temesvar 1878–1937 Klosterneuburg)

Ruine Dürnstein, 1910

Öl auf Karton; gerahmt; 35 × 50,5 cm

Signiert und datiert rechts unten: M. Kahrer 1910 Rückseitig auf Karton Künstlerstempel und bezeichnet: Ruine Dürnstein / Max Kahrer

Provenienz

österreichischer Privatbesitz

€ 1.500–3.000

Norbertine Bresslern-Roth mit Zeichenblock, um 1930/32, Foto: Trude Fleischmann, abgebildet in: Christa Steinle (Hg.), Norbertine Bresslern-Roth. Tiermalerin, (Kat. Ausst. Neue Galerie Graz Universalmuseum Joanneum, Graz 2016/2007), Graz 2017, S. 190.

3375

Norbertine Bresslern-Roth * (Graz 1891–1978 Graz)

Fischender Bär, 1968 Öl auf Jute; gerahmt; 89 × 86 cm

Signiert links oben: B. ROTH

Rückseitig auf Etikett auf Keilrahmen eigenhändig bezeichnet: „Fischender Bär“ Öl / N. v. Bresslern-Roth, Graz

Provenienz direkt von der Künstlerin; seither Privatbesitz, Steiermark

Literatur

Helene Martischnig, Norbertine Bresslern-Roth (1891–1978). Das malerische Werk, Dipl.-Arb., Graz 1994, Abb. 326; Christa Steinle (Hg.), Norbertine Bresslern-Roth. Tiermalerin, Ausstellungskatalog, Neue Galerie Graz Universalmuseum Joanneum, 26.10.2016–17.04.2017, Graz 2016, Nr. 400 (m. Abb.)

€ 50.000–100.000

Etikett mit eigenhändiger Bezeichnung Rückseite

„... und noch mehr brauche ich die Freude des Schauens, die untätige stille, liebevolle Versenkung in die Schönheit, den Adel, die wilde Kraft oder die Zärtlichkeit der Tiere.“

Norbertine Bresslern-Roth (zitiert nach Michael Stoff (Hg.), Bresslern-Roth. Eine Hommage im St. Veiter Schloessl zu Graz, Graz 2003, S. 5)

Norbertine Bresslern-Roth (1891–1978)

„Das Aschenbrödel“ aus dem Märchenfries von 1914

3376

Norbertine Bresslern-Roth *

(Graz 1891–1978 Graz)

Aschenbrödel, 9-teilige Bildserie (aus dem 22-teiligen Märchenfries), 1914

Gouache und Kreide auf Papier; gerahmt; 60,7 × 32,7 cm bis 60,7 × 100,5 cm (Rahmenausschnitt) Vier Arbeiten signiert links unten, fünf Arbeiten signiert rechts unten: N. Roth

Provenienz

Ferdinand und Alice Schmutzer, direkt bei der Künstlerin in Auftrag gegeben; Dorotheum Wien, 17.06.1977, Nr. 1044 (mit Abb.); Privatsammlung, Österreich

Ausstellung

1914 Wien, Secession, Frühjahrsausstellung, XLVII. Ausstellung der Vereinigung Bildender Künstler Österreichs Secession, Wien, März-Juli 1914, Nr. 199

Literatur

Katalog Secession Frühjahrsausstellung 1914, Wien 1914, Selbstverlag Vereinigung, Nr. 199; Gudrun Danzer, Zwischen Auftrag und freier Kunstübung. Auftragsarbeiten von Norbertine Bresslern-Roth, in: Christa Steinle (Hg.), Norbertine Bresslern-Roth. Tiermalerin, Ausstellungskatalog, Neue Galerie Graz Universalmuseum Joanneum, 26.10.2016–17.04.2017, Graz 2016, S. 96–97; Anna Kohlhauser, „Die Ideen begleiten einen ein Leben lang...“. Zum illustratorischen Werk Norbertine Bresslern-Roths, in: Christa Steinle (Hg.), Norbertine Bresslern-Roth. Tiermalerin, Ausstellungskatalog, Neue Galerie Graz Universalmuseum Joanneum, 26.10.2016–17.04.2017, Graz 2016, S. 164

€ 9.000–18.000

Von Ferdinand Schmutzer in Auftrag gegeben, schuf Norbertine Bresslern-Roth für das Kinderzimmer in der Villa ihres Lehrers sowie Förderers einen 22-teiligen Märchenfries, der im Frühjahr 1914 in der Wiener Secession ausgestellt wurde. „Gegen Ende ihrer Studienzeit malte sie für ein Kinderzimmer einen Märchenfries, Dornröschen, Schneewittchen und Aschenbrödel, der ihr beinahe den Reichl-Preis eingetragen hätte; aber einer der Preisrichter, ein sehr alter Herr, fand, es habe noch nie eine Frau den Reichl-Preis zuerkannt bekommen und man dürfe von der Gepflogenheit nicht abgehen. Es war ein berechtigter starker Erfolg, den diese Bilderreihe, in der ‚Sezession‘ [sic] ausgestellt, errang.“ (Alice Schmutzer, Tierbilder, in: Neue Freie Presse, Morgenblatt, Nr. 21669, Wien, 10.01.1925).

3377

Ludwig Heinrich Jungnickel *

(Wunsiedel 1881–1965 Wien)

Zwei Rauhaardackel

Kohle auf Papier; gerahmt; 32,7 × 44,8 cm

Signiert rechts unten: L. H. / Jungnickel

Nachlass-Stempel rückseitig: Nachlaß / Prof. L. H. Jungnickel / 1965

Provenienz

aus dem Nachlass des Künstlers; Privatsammlung, Österreich

€ 1.500–3.000

3378

Ludwig Heinrich Jungnickel *

(Wunsiedel 1881–1965 Wien)

Katze

Öl auf Leinwand; gerahmt; 37,3 × 39,4 cm

Signiert links unten: L. H. / Jungnickel

Nachlass-Stempel rückseitig (zweifach):

Nachlaß / Prof. L. H. Jungnickel / 1965

Provenienz

aus dem Nachlass des Künstlers; Privatsammlung, Österreich

€ 1.800–3.500

3379

Ludwig Heinrich Jungnickel *

(Wunsiedel 1881–1965 Wien)

Esel

Mischtechnik auf Papier; gerahmt; 33 × 32,2 cm

Signiert links unten: L. H. / Jungnickel

Nachlass-Stempel rückseitig: Nachlaß / Prof. L. H. Jungnickel / 1965

Provenienz

aus dem Nachlass des Künstlers; Privatsammlung, Österreich

€ 2.500–5.000

3380

Ludwig Heinrich Jungnickel *

(Wunsiedel 1881–1965 Wien)

Füchse

Mischtechnik auf Papier; gerahmt; 43 × 35,7 cm

Signiert rechts unten: L. H. / Jungnickel Nachlass-Stempel rückseitig: Nachlaß / Prof. L. H. Jungnickel / 1965

Provenienz

aus dem Nachlass des Künstlers; Privatsammlung, Österreich

€ 2.000–4.000

3381

Ludwig Heinrich Jungnickel *

(Wunsiedel 1881–1965 Wien)

Henne mit Küken, 1937

Mischtechnik auf Papier; gerahmt; 36 × 45,3 cm

Gewidmet, signiert und datiert rechts unten: L. H. / Jungnickel / X. 37

Provenienz Privatsammlung, Österreich

€ 1.200–2.000

3382

Ludwig Heinrich Jungnickel *

(Wunsiedel 1881–1965 Wien)

Tiger, 1922 Mischtechnik auf Papier; gerahmt; 34,6 × 44,8 cm

Signiert und datiert links unten: L. H. / Jungnickel / 22

Provenienz Privatsammlung, Österreich

€ 1.200–2.000

3383

Ludwig Heinrich Jungnickel *

(Wunsiedel 1881–1965 Wien)

Reisender mit Esel, 1940

Mischtechnik auf Papier; gerahmt; 32 × 42,2 cm

Monogrammiert und datiert links unten: J. 40

Nachlass-Stempel rückseitig: Nachlaß / Prof. L. H. Jungnickel / 1965

Provenienz

aus dem Nachlass des Künstlers; Privatsammlung, Österreich

€ 1.500–3.000

3384

Ludwig Heinrich Jungnickel *

(Wunsiedel 1881–1965 Wien)

Zwei Personen mit Esel

Mischtechnik auf Papier; gerahmt; 40 × 53,1 cm

Signiert rechts unten: L. H. / Jungnickel

Nachlass-Stempel rückseitig: Nachlaß / Prof. L. H. Jungnickel / 1965

Provenienz

aus dem Nachlass des Künstlers; Privatsammlung, Österreich

€ 1.500–3.000

Oskar Kokoschka auf dem Balkon seines Ateliers in Prag, 1936, Foto: Olda Palkovská (?), Universität für angewandte Kunst Wien, OKZ, abgebildet in: Kokoschka. Das Ich im Brennpunkt. Eine Ausstellung in Zusammenarbeit mit dem Oskar Kokoschka-Zentrum der Universität für angewandte Kunst Wien, (Kat. Ausst. Leopold Museum Wien, Wien 2013/2014), Wien 2013, S. 153.

3385

Oskar Kokoschka *

(Pöchlarn 1886–1980 Montreux)

Wiesenblumen, 1945

Aquarell auf Papier; gerahmt; 63 × 48 cm

Signiert und datiert links unten: OKokoschka 1945

Provenienz Privatbesitz, Österreich

€ 18.000–30.000

Oskar Kokoschka, dessen umfangreiches und beeindruckend vielseitiges Oeuvre den Bogen über fast acht Jahrzehnte spannt, hat die europäische Moderne mitgeprägt und ihr wesentliche Impulse verliehen. War er in den bahnbrechenden frühen Jahren das „enfant terrible“, der radikale und gegen alle Konventionen aufbegehrende Protagonist der expressionistischen Avantgarde, nahm er später auch die Rolle des Bewahrers der Maltradition ein. So hat er sich nach dem Krieg gegen den Weg in die Abstraktion entschieden und eine künstlerische Position vertreten, zu der die Wiederaufnahme tradierter malerischer Werte gehörte.

Nachdem im Jahr 1937 über vierhundert seiner Werke in Deutschland als „entartete Kunst“ beschlagnahmt worden waren, sah sich Oskar Kokoschka dazu gezwungen, nach England zu emigrieren. Während der Kriegsjahre sollte das Thema der Naturdarstellung zunehmend an Bedeutung in der Wahl seiner Bildsujets gewinnen. Bevorzugt widmete er sich Landschaftsskizzen, Tier- und Blumenstillleben. Bei letzteren setzte er die farbenfrohe, vitale Schönheit des Motivs bewusst in Kontrast zu den Schrecken und der Zerstörung des Krieges.

In kräftigen, frischen Farben zaubert er einfache Wiesenblumen in natürlich auseinanderstrebender Anordnung auf das Papier. Die ebenso feingliedrig wie schwungvoll, mit spontanem Pinselstrich gemalten Frühlings- und Sommerblumen vermitteln den Eindruck lebendiger Natürlichkeit und werden zum Sinnbild von blühender Vitalität.

(Claudia Mörth-Gasser)

Erich Lessing, Oskar und Olda Kokoschka im Garten vor ihrem Haus in Villeneuve, 1969, abgebildet in: Zürcher Kunstgesellschaft / Kunsthaus Zürich, Leopold Museum – Privatstiftung (Hg.), Oskar Kokoschka – Expressionist, Migrant, Europäer. Eine Retrospektive. (Kat. Ausst. Kunsthaus Zürich, Leopold Museum, Wien) Zürich, Wien 2019, S. 293, Abb. 20/Kat. 349.

3386

Oskar Kokoschka *

(Pöchlarn 1886–1980 Montreux)

Landschaft mit Genfersee, 1956

Aquarell auf Papier; gerahmt; 44 × 58 cm

Signiert und datiert rechts unten: OKokoschka / February 56

Provenienz

Privatsammlung, Wien

€ 10.000–20.000

Als Kokoschka in der Schweiz in Villeneuve am Genfer See lebte, entstanden zahlreiche Aquarelle, die seine enge Verbundenheit mit der Natur und die Liebe zum eigenen Garten widerspiegeln. In diesen späten Schaffensjahren hat sich Kokoschka intensiv mit den Ausdrucksmöglichkeiten des Aquarells auseinandergesetzt und in diesem Medium ein Höchstmaß an malerischer Virtuosität erlangt.

3387

Oskar Kokoschka *

(Pöchlarn 1886–1980 Montreux)

Weibliches Bildnis (Studie zu einer Lithografie der Folge „Töchter des Bundes“), um 1922

Schwarze Kreide auf Papier; gerahmt; 60 × 49,5 cm

Bezeichnet am unteren Blattrand: Weibl. Bildnis, zur Folge Töchter des Bundes, um 1922

Provenienz

Privatbesitz, Wien

Literatur

Ernest Rathenau, Der Zeichner. Kokoschka, Nr. 331, Hamburg 1961, S. 106

€ 10.000–20.000

3388

Oskar Kokoschka * (Pöchlarn 1886–1980 Montreux)

Selbstbildnis (Brustbild mit dem Zeichenstift), aus der 11-teiligen Lithografiefolge: O EwigkeitDu Donnerwort („Bachkantate“), 1917

Kreidelithografie auf Bütten; gerahmt; 45,5 × 30,5 cm (Darstellungsgröße),

63,4 × 42,8 cm (Blattmaß)

Monogrammiert in der Darstellung links über der Schulter: OK

Handsigniert in Bleistift rechts unten: Oskar Kokoschka

Blatt aus der Standardausgabe der ersten Ausgabe als Mappenwerk 1917

Auflage: vermutlich 100 Exemplare

Verlag Fritz Gurlitt, Berlin 1917

Riss (ca. 15 mm) links unten

Provenienz

Privatbesitz, Wien

Literatur

Hans M. Wingler/Friedrich Welz, Oskar Kokoschka. Das druckgrafische Werk, Salzburg 1975, S. 88, Nr. 58 (s/w-Abb. S. 89)

€ 1.500–3.000

3389

Pablo Picasso * (Malaga 1881–1973 Mougins)

Toros en Vallauris, 1954

Linolschnitt auf Papier; gerahmt; 74,5 × 79,5 cm (Platte), 75,5 × 94,5 cm (Rahmenausschnitt)

Handsigniert in roter Kreide rechts unten: Picasso

Signiert und datiert in der Platte: Picasso

Aus der Auflage von 100 signierten Exemplaren Gedruckt und verlegt von Hidalgo Arnéra, Association des potiers de Vallauris

Provenienz

Privatsammlung, Wien

Literatur

Georges Bloch, Pablo Picasso. Band I, Katalog des graphischen Werkes 1904–1967, Bern 1984, Nr. 1264, S. 272 (mit Abb.);

Brigitte Baer, Picasso. Peintre-Graveur. Tome IV. Catalogue raisonné de l’oeuvre gravé et des monotypes 1946–1958, Paris 1988, Nr. 1027B, S. 366 (mit Abb.)

€ 2.500–5.000

Fritz Wotruba 1974, abgebildet in: Janett, Breicha, St. Gallen 2002, S. 12.

3390

Fritz Wotruba * (Wien 1907–1975 Wien)

Kleiner Gehender (1. Fassung), 1952 Bronze; H. 42 cm

Monogrammiert unten auf der Plinthe: FW Einer der ersten vier, noch nicht nummerierten Güsse einer Auflage von sieben Güssen und drei mit EA bezeichneten römisch nummerierten Abgüssen (vgl. handschriftliches Zertifikat von Fritz Wotruba)

Provenienz direkt vom Künstler; Fritz Kamm (1897–1967), Zug; Dr. Mark Kimche, Zürich; Privatsammlung, Schweiz

Literatur

Jürg Janett (Hg.), Otto Breicha, Fritz Wotruba. Werkverzeichnis Skulpturen, Reliefs, Bühnen- und Architekturmodelle, St. Gallen 2002, WV-Nr. 165/1, S. 270

Handschriftliches Zertifikat von Fritz Wotruba, Wien, den 12. September 1974, liegt bei.

Wir danken Frau Mag. Stöger-Spevak für die freundliche Unterstützung bei der Katalogisierung.

▲ € 35.000–70.000

Als Ausdruck der Menschlichkeit spricht der „Kleine Gehende“ von Fritz Wotruba mit elementaren künstlerischen Mitteln von Mitgefühl und Zeitlosigkeit. Aus blockhaften Formen zusammengesetzt, zeigt die Figur Haltung, mit wenigen anatomischen Andeutungen erzeugt sie geradezu kindliche „Kleinheit“. Die erdige, dunkelbraun patinierte Oberfläche wird in ihrer ungeschönten Rohheit zu einer durch den Künstler geschaffenen organischen Schutzhülle der Innerlichkeit. Fritz Wotruba erreicht mit seiner Reduktion auf die Essenz einer Thematik und deren formale Umsetzung eine Fortführung seines Gedankens im Betrachter. Es wird belanglos, ob der „Kleine Gehende“ einen intakten Körper besitzt, allein seine Beinhaltung und seine Blickrichtung sowie das Spiel der Schatten seiner Körperlichkeit vermitteln ein vollkommenes Bild der künstlerischen Intention. Als bezeichnendes Werk der frühen 1950er Jahre wendet sich Wotruba mit groben, blockhaften Elementen einem architektonisch motivierten Aufbau seiner Figuren zu, die eine Dekade später zu einer radikal stilisierten Ausformung finden. Nie verlässt der Künstler sein Credo der Menschlichkeit, die Reduktion dient ihm lediglich als zeitgemäße, wenn auch eigenständige und eigensinnige Interpretation zentraler menschlicher Fragen. Es mag ein wenig kühn sein, Wotruba einen nahezu antiken Sinn für Wahrhaftigkeit zuzugestehen, doch liegt seinem Blick eine verwandte Erkenntnisfähigkeit zu Grunde. Eine zweifarbige Tuschezeichnung von 1951 eines „Gehenden“ der Wotruba Privatstiftung erschließt die Schöpfung der plastischen Ausformungen. Dynamische Striche erkunden die Bewegung des Gehenden, um schließlich bei der schlüssigsten Aussage innezuhalten.

(Claudia Lehner-Jobst, 2017)

Detail Monogramm

3391

Fritz Wotruba * (Wien 1907–1975 Wien)

Kleine sitzende Figur, 1952/53

Bronze; H. 21 cm, B. 13,5, T. 19 cm

Signiert und nummeriert unten: F Wotruba 731

Auflage: 731/1000

Edition Euro Art

Provenienz Privatbesitz, Wien

Literatur

Vergleiche: Jürg Janett (Hg.), Otto Breicha, Fritz Wotruba. Werkverzeichnis Skulpturen, Reliefs, Bühnen- und Architekturmodelle, St. Gallen 2002, WV. Nr. 174, Abb. 174/2, S. 192

€ 1.400–2.800

3392

Karl Anton Wolf * (Wien 1908–1989 Wien)

Sakrale Form II, 1969

Bronze; H. 43 cm

Provenienz Privatbesitz, Österreich

Literatur

Karl Anton Wolf, Katalog einer imaginären Ausstellung. Malerei, Graphik, Plastik, Wien 1979, s/w-Abb. S. 223; Angelica Bäumer (Hg.), K. A. Wolf, herausgegeben im Auftrag der Karl Anton Wolf-Stiftung, Wien 2000, s/w-Abb. o. S.

€ 4.000–8.000

3393

Fritz Wotruba *

(Wien 1907–1975 Wien)

Linker Teil des Figurenreliefs „Dramatische Komposition“, 1948 Bronze; H. 35 cm, B. 30 cm vermutlich unikater Bronzeabguss

Provenienz

Privatsammlung, Wien

Literatur

Jürg Janett (Hg.), Otto Breicha, Fritz Wotruba. Werkverzeichnis Skulpturen, Reliefs, Bühnen- und Architekturmodelle, St. Gallen 2002, WV-Nr. 136/2, S. 176

Wir danken Frau Mag. Stöger-Spevak für die freundliche Unterstützung bei der Katalogisierung.

€ 10.000–20.000

3394

Gustinus Ambrosi *

(Eisenstadt 1893–1975 Wien)

Der opfernde Abel, 1927

Bronze; H. 115 cm

Signiert und datiert rückseitig auf Sockel: Opus / Ambrosi / 1927

Provenienz

Sotheby’s London, 09.04.2003, Nr. 211; Sotheby’s London, 12.06.2006, Nr. 138; Privatsammlung, Österreich

Literatur

Fritz Karpfen (Hg.), Gustinus Ambrosi, Wien 1923, s/w-Abb. S. 128

€ 5.000–10.000

Detail Signatur und Datierung

Gustinus Ambrosi *

(Eisenstadt 1893-1975 Wien)

Kain, 1920

Bronze; H. 80,5 cm

Signiert und datiert rechts unten: Opus / Ambrosi / 1920

Provenienz Privatsammlung, Österreich

Literatur

Fritz Karpfen (Hg.), Gustinus Ambrosi, Wien 1923, s/w-Abb. S. 150

€ 5.000–10.000

Detail Signatur und Datierung

3396

Werner Berg * (Elberfeld 1904–1981 Rutarhof)

Akelei, Fingerhut und Mohn, 1978 Öl auf Leinwand; gerahmt; 120 × 40 cm

Monogrammiert links unten: W.B.

Provenienz

österreichischer Privatbesitz

Literatur

Wieland Schmied u. a., Werner Berg. Gemälde, mit einem Werkverzeichnis von Harald Scheicher, Klagenfurt 1994, WV-Nr. 1181, s/w-Abb. S. 328

€ 70.000–140.000

Werner Berg malte seine Blumen im liebevoll angelegten Garten direkt vor seinem Atelier. Kurz nach deren Ansiedlung auf dem entlegenen Bauernhof hatte Emil Nolde 1932 dem jungen Akademikerpaar, als es ein zivilisationsfernes Leben in einer ursprünglich erhaltenen Natur gründete, Blumensamen und Pflanzenknollen für die Anlage ihres Gartens geschenkt. Zeitlebens wendete sich der Maler nach Aussaat und mühevoller Bestellung der Felder immer wieder seinem Bauerngarten zu. Im Gegensatz zu den sonst im Atelier nach Skizzen gemalten Bildern, erfasste Werner Berg bis in seine letzten Lebensjahre die Pracht der Blüten in dem überquellenden Durcheinander ihres natürlichen Wuchses direkt vor dem Motiv.

Das schmale Hochformat betont hier das emporstrebende Wachsen der Pflanzen. Nur der sich aufgabelnde Stamm eines Obstbaumes verortet das bildfüllende All-Over der Blüten. In der Abenddämmerung leuchten deren starke Farben aus dem dunklen Grün. Werner Berg erklärte dazu: „Die Nacht liegt mir besonders, der Klang der Nacht, das Dunkle. So bei diesem Blumenbild, wo mir der Fingerhut wie ein Geigenton erscheint, der darüber schwebt. Und irgendwer hat einmal gesagt: ‚Ja, Ihre Bilder sind aber alle ein bisschen schwermütig.‘ Da erzähl ich immer die Geschichte vom Schubert, wo er das Forellenquintett komponiert und sein Freund Vogl sagt zu ihm: ‚Du, Franzl, das ist eine lustige Musik.‘ Und der Schubert schaut ihn über die Brille an und sagt: ‚Glaubst Du, dass es eine lustige Musik gibt?‘ “. (Harald Scheicher)

Werner Berg vor der Staffelei, 1975 © Archiv Werner Berg, 9100 Völkermarkt.

3397

Werner Berg *

(Elberfeld 1904–1981 Rutarhof)

Keuschlerpaar und Händler, 1972

Holzschnitt auf Papier; gerahmt; 40 × 56,1 cm

(Darstellungsgröße), 45,5 × 61 cm (Blattmaß)

Signiert rechts unten: Werner Berg

Betitelt links unten: „Keuschlerpaar und Händler“

Auflage: 12 Drucke

Provenienz

österreichischer Privatbesitz

Literatur

Kristian Sotriffer, Werner Berg. Die Holzschnitte. Mit einem vollständigen Werkkatalog 1929–1972, Wien 1973, WV-Nr. 377, Abb. S. 120;

Barbara Biller, Werner Berg. Werkverzeichnis der Holzschnitte Bd. II, Klagenfurt 2001, WV-Nr. 382, Abb. S. 425

€ 5.000–10.000

3398

Werner Berg * (Elberfeld 1904–1981 Rutarhof)

Humpelnde, 1952

Holzschnitt auf Papier; gerahmt; 28 × 33,7 cm (Darstellungsgröße), 47 × 63 cm (Blattmaß)

Signiert rechts unten: Werner Berg

Betitelt links unten: „Humpelnde“

Auflage: 10 Drucke

Provenienz

österreichischer Privatbesitz

Literatur

Kristian Sotriffer, Werner Berg. Die Holzschnitte. Mit einem vollständigen Werkkatalog 1929–1972, Wien 1973, WV-Nr. 144, Abb. S. 41; Barbara Biller, Werner Berg. Werkverzeichnis der Holzschnitte Bd. II, Klagenfurt 2001, WV-Nr. 151, Abb. S. 357

€ 5.000–10.000

3399

Werner Berg *

(Elberfeld 1904–1981 Rutarhof)

Anweg (Cinquecento), 1980

Holzschnitt auf Papier; gerahmt; 33,5 × 54,5 cm (Darstellungsgröße), 49,5 × 63 cm (Blattmaß)

Signiert rechts unten: Werner Berg

Bezeichnet links unter der Darstellung sowie betitelt links unten: Pbd. II / „Cinquecento“

Probedruck, Auflage: 12 Drucke

Provenienz

österreichischer Privatbesitz

Literatur

Barbara Biller, Werner Berg. Werkverzeichnis der Holzschnitte Bd. II, Klagenfurt 2001, WV-Nr. 485, Abb. S. 456

€ 5.000–10.000

3400

Werner Berg *

(Elberfeld 1904–1981 Rutarhof)

Una Villana Vindisch, 1972

Holzschnitt auf Papier; gerahmt; 35 × 54 cm (Darstellungsgröße), 46 × 63 cm (Blattmaß)

Signiert rechts unten: Werner Berg

Betitelt links unten: „Una Villana Vindisch“

Auflage: 12 Drucke

Provenienz

österreichischer Privatbesitz

Literatur

Kristian Sotriffer, Werner Berg. Die Holzschnitte. Mit einem vollständigen Werkkatalog 1929–1972, Wien 1973, WV-Nr. 392, Abb. S. 63;

Barbara Biller, Werner Berg. Werkverzeichnis der Holzschnitte Bd. II, Klagenfurt 2001, WV-Nr. 398, Abb. S. 430

€ 5.000–10.000

Sebastian Isepp

(Nötsch im Gailtal 1884–1954 London)

Blick ins Gailtal, 1910–13 Öl auf Leinwand; gerahmt; 105 × 112 cm

Signiert rechts unten: Sebastian Isepp

Provenienz

Emil Ludwig (1881–1948), Schweiz; Privatbesitz, Schweiz; Auktionshaus im Kinsky 27.11.2023, Nr. 8; österreichischer Privatbesitz

Das Werk wurde von Frau Mag. Sigrid Diewald, Museum des Nötscher Kreises, in das digitale Werkverzeichnis aufgenommen.

€ 35.000–70.000

Sebastian Isepps malerisches Werk ist aufs Engste mit seiner Nötscher Heimat verbunden. Das im Süden Kärntens gelegene Dorf nahe der Grenze zu Slowenien und Italien und die markanten Landschaftsformen seiner Umgebung, in Kombination mit dem spezifischen Licht dieser Region, boten dem Künstler immer wieder ein reichhaltiges Repertoire an Motiven. Auch das vorliegende Gemälde entstand in unmittelbarer Nähe seines Geburtsortes und eröffnet dem Betrachter von einem leicht erhöhten Standort aus eine weitläufige Sicht ins Gailtal in Richtung Westen. Mit dynamischer, breit gestrichelter Pinselführung formulierte Isepp in satten Grüntönen souverän die saftigen Wiesen dieser Gegend, die durch vereinzelte Felder in nuanciertem Rosa und Lila aufgelockert werden. Von links unten führt eine spärliche, summarisch wiedergegebene Baumgruppe diagonal in die Tiefe, der parallel dazu, wie ein leicht geschwungenes helles Band, die Straße nach Emmersdorf folgt. Den Hintergrund beherrscht das beeindruckende Panorama der Karnischen und Gailtaler Alpen, das links außen die charakteristische Silhouette des Oisternig zeigt, anschließend den Gipfel des Poludnig und in der Ferne den Hochwipfel und die Plenge erkennen lassen. Rechts laufen die Bergspitzen über die Graslitzen, den Vellacher Egel, den Spitzegel und den Reißkofel ins Bildzentrum, wo die Abendsonne den Himmel in eine intensive gelblich leuchtende Farbigkeit taucht und damit die entlegenen Gebirgszüge in zarten Violett-Abstufungen erglühen lässt. Es ist die letzte spezielle Lichtstimmung eines ausklingenden Sommertages im Gailtal, die dem Werk ihre eigene Atmosphäre verleiht. Diese Wirkung wird noch durch Isepps expressive Gestaltungsweise unterstrichen, die sich in einem großzügigen Farbauftrag mit kraftvollem Duktus, der Reduktion der einzelnen Motive auf ihre grundlegenden Erscheinungsformen und der Vermeidung einer detaillierten Modellierung der Bildgegenstände eindringlich äußert.

Interessant erscheint auch die Provenienz des Werkes, welches sich im Besitz des Schriftstellers und Journalisten Emil Ludwig befunden hat und damit auf Isepps zahlreiche Kontakte zu bedeutenden Persönlichkeiten aus bildender Kunst, Musik und Literatur hindeutet, die er vor allem in den fortschrittlichen Intellektuellenzirkeln Wiens des frühen 20. Jahrhunderts geknüpft hat. Zu diesen Verbindungen zählten beispielsweise Bekanntschaften und freundschaftliche Beziehungen mit Rainer Maria Rilke, Egon Wellesz, Carl Zuckmayer, Hugo von Hofmannsthal, Oskar Kokoschka und Adolf Loos.

(Sigrid Diewald, 2023)

Herbert Boeckl *

(Klagenfurt 1894–1966 Wien)

St. Kathrein, 1950

Aquarell auf Papier; gerahmt; 42 × 60 cm

Rückseitig Bestätigung von Leonore Boeckl: Herbert Boeckl „St. Kathrein“, 1950, Aquarell bestätigt von Leonore Boeckl Rückseitig mit Widmung versehen

Provenienz

Privatbesitz, Österreich

€ 7.000–14.000

3403

Anton Mahringer *

(Neuhausen 1902–1974 St. Georgen/Gailtal)

Am Wörthersee, 1927

Öl auf Karton; gerahmt; 57 × 42,5 cm Monogrammiert rechts unten: AM Rückseitig auf Karton bezeichnet und datiert: Am / Wörthersee / Aug. 27

Provenienz österreichischer Privatbesitz

Das Werk wurde von Frau Mag. Sigrid Diewald, Museum des Nötscher Kreises, in das digitale Werkverzeichnis unter der Nummer WVAM N37 (Id.-Nr. 1693) aufgenommen.

Wir danken Frau Mag. Sigrid Diewald für die freundliche Unterstützung bei der Katalogisierung.

€ 7.000–14.000

3404

Arnold Clementschitsch * (Villach 1887–1970 Villach)

Draulandschaft mit Mittagskogel, um 1953 Öl auf Leinwand; gerahmt; 38,5 × 54 cm

Signiert rechts unten: Clementschitsch

Provenienz

direkt vom Künstler erworben; seither Privatbesitz, Kärnten

Literatur

Christine Wetzlinger-Grundnig/Museum Moderner Kunst Kärnten (Hg.), Arnold Clementschitsch, Klagenfurt 2016, S. 375, WVAC 683 (mit Abb.)

€ 4.000–8.000

Ernst Stöhr (St. Pölten 1865–1917 Wien)

Liegender Akt Öl auf Holz; gerahmt; 20 × 30,5 cm

Monogrammiert rechts unten: ESt Rückseitig auf Etikett signiert und bezeichnet: EStöhr / Aktstudie

Studie eines Damenporträts rückseitig

Provenienz

österreichischer Privatbesitz

€ 2.000–4.000

3405

Robert Kohl

(Wien 1891–1943 KZ Auschwitz)

Landschaft mit Baum, 1924

Öl auf Leinwand; gerahmt; 54,5 × 65 cm

Monogrammiert und datiert rechts oben: RK / 24

Provenienz

Galerie bei der Albertina Zetter, Wien; 1999 dort erworben, Privatbesitz, Wien

€ 6.000–12.000

3407

Richard Mauch (Weidling bei Wien 1874–1921 München)

Rote Rosen, 1905

Öl auf Leinwand; gerahmt; 100 × 100 cm

Signiert und datiert rechts unten: R. Mauch. 1905.

Provenienz österreichischer Privatbesitz

€ 1.500–3.000

3408

Eduard Kasparides

(Krönau 1858–1926 Gleichenberg)

Blühender Garten im Abendlicht Öl auf Leinwand; gerahmt; 100 × 109 cm

Provenienz Privatbesitz, Österreich

€ 2.500–5.000

Alexander Rothaug (Wien 1870–1946 Wien)

Frühling (Mädchenbildnis mit Blumen), um 1920 Öl auf Karton; gerahmt; 30,5 × 23 cm

Provenienz

österreichischer Privatbesitz

Gutachten von Mag. Peter Kovacek, November 1987, liegt in Kopie bei.

€ 2.500–5.000

3410

Kurt Absolon *

(Wien 1925–1958 Wulkaprodersdorf)

Topfpflanze, um 1948

Öl auf Malkarton auf Sperrholzplatte; gerahmt; 48,4 × 36,4 cm Rückseitig nummeriert: 714 (Nachlassnummer)

Provenienz

Nachlass Kurt Absolon, Wien; österreichischer Privatbesitz

Literatur

Bernhard Hainz (Hg.)/Stefan Üner (Hg.), Kurt Absolon. Monografie und Werkverzeichnis, Weitra 2021, WV-Nr. 021, S. 194, mit Farbabb.

€ 20.000–40.000

Der Wiener Maler und Grafiker Kurt Absolon zählte zu den großen Hoffnungsträgern der österreichischen Nachkriegskunst. Mit seinem existenziellen Werk gab er der modernen Kunst in Österreich eine eigene Note. In nur wenigen Jahren bis zu seinem tragischen Unfalltod 1958 schuf Absolon ein reifes und originelles Werk, das sich neben Größen wie Egon Schiele, Alfred Kubin und Herbert Boeckl behaupten kann. Absolon hatte viele Promoter, von Herbert Eisenreich über Kristian Sotriffer bis zu Alfred Schmeller. Hans Weigel war sich sicher, „dass da mit uns, ebenso unerkannt, ein Künstler vom Rang Egon Schieles lebte.“ (Hans Weigel, Die Grabschrift eines Namens. Erinnerungen an Kurt Absolon zur zwanzigsten Wiederkehr seines Todestages am 26. April 1958, in: Salzburger Nachrichten, Jg. 34, Nr. 82, 8./9.4.1978, S. 21 [wiederabgedruckt in: Hans Weigel: In Memoriam, Graz [u. a.] 1979, S. 11]). (Stefan Üner, 2022)

Kurt Absolon, um 1955 © Sammlung Hainz, Wien / Foto: Sophie Pölzl, Stephanie Stern, abgebildet in: Hainz/Üner, Weitra 2021, S. 424.

Kurt Absolon *

(Wien 1925–1958 Wulkaprodersdorf)

Landschaft mit schwarzer Sonne und Raben, 1950

Tusche, Aquarell auf Papier; gerahmt; 41,7 × 30 cm

Signiert und datiert rechts unten: Absolon / Kurt 1950

Provenienz

Privatsammlung, Wien

Wir danken Herrn Dr. Stefan Üner für die freundliche Unterstützung bei der Katalogisierung.

€ 1.000–2.000

3412

Kurt Absolon *

(Wien 1925–1958 Wulkaprodersdorf)

Stadtlandschaft, um 1948

Öl auf Papier; gerahmt; 49,9 × 37,5 cm

Verso mittig oben Nachlassnummer 721

Provenienz

Nachlass Kurt Absolon, Wien; 1974 Dr. Otto Breicha, Wien; 1974 Privatbesitz; seit 2021 Privatbesitz, Wien

Literatur

Bernhard Hainz (Hg.)/Stefan Üner (Hg.), Kurt Absolon. Monografie und Werkverzeichnis, Weitra 2021, Nr. 016, Abb. S. 193

€ 15.000–30.000

Das vorliegende Ölbild Stadtlandschaft zählt zu einer Reihe von Architekturansichten, die der Künstler gegen Ende seiner Studienzeit an der Wiener Akademie anfertigte, wo Absolon über seinen Lehrer Herbert Boeckl zu einer abstraktexpressiven Formensprache fand. Da das Geld knapp war, malte Absolon oftmals auf Papier. Aufgrund ihrer überschaubaren Anzahl nehmen Absolons Malereien einen exklusiven Stellenwert in seinem Gesamtwerk ein.

In dynamischem Pinselduktus und übersteigerter Farbigkeit präsentiert uns der Maler eine urbane Szenerie, perspektivisch verzerrt und auf eine zweidimensionale und abstrakte Fläche projiziert. Das Motiv dürfte auf Absolons privates Umfeld in Wien-Meidling zurückgehen, wo der Künstler zeitlebens wohnte.

(Stefan Üner, 2022)

3413

Eduard Bäumer *

(Kastellaun 1892–1977 München)

Waschende Frauen, 1966 Öl auf Leinwand; gerahmt; 78 × 95 cm

Monogrammiert und datiert links unten: EB + 6-7- 66

Provenienz Privatsammlung, Wien

Literatur

Vergleiche: Dagmar Kunert (Diss.), Eduard Bäumer

Eine Monografie, Werkverzeichnis, Wien 2013, WV-Nr. 1422–1423

€ 2.000–4.000

3414

Eduard Bäumer *

(Kastellaun 1892–1977 München)

Blühende Wiese, 1963 Öl auf Leinwand; gerahmt; 75 × 91 cm Rückseitig auf Leinwand und Keilrahmen handschriftliche Bestätigung von Angelika Bäumer, Witwe des Künstlers: Angelika Bäumer 11. September 1985 / Angelika Bäumer 11.09.85

Provenienz Privatsammlung, Wien

Literatur

Dagmar Kunert (Diss.), Eduard Bäumer. Eine Monografie, Werkverzeichnis, Wien 2013, WV-Nr. 1231, o. S. (mit Abb.)

€ 3.000–6.000

3415

Eduard Bäumer *

(Kastellaun 1892–1977 München)

Blaues Kalabrien / Schlucht und Berge, 1965

Öl auf Leinwand; gerahmt; 73,3 × 82,5 cm

Datiert und monogrammiert links oben: CHR. H. 1965 / EB Rückseitig auf Keilrahmen eigenhändig bezeichnet: EB Christi Himmelfahrt 1965 / wiedergefunden 10. Sep. 1976 sowie Ausstellungsetikett „Grosse Kunstausstellung München“, Titel dort: Schlucht und Berge

Provenienz

österreichischer Privatbesitz

Ausstellung

1967 München, Große Kunstausstellung, Haus der Kunst, 08.06.-24–09., Nr. 7 (Etikett rückseitig)

Literatur

Dagmar Kunert (Diss.), Eduard Bäumer. Eine Monografie, Werkverzeichnis. Wien 2013, WV-Nr. 1256, o. S. (mit Abb.)

€ 5.000–10.000

Eigenhändige Bezeichnung Rückseite

Arik Brauer *

(Wien 1929–2021 Wien)

Mondtag, 1964

Öl auf Sperrholz mit Acrylgrund; gerahmt; 122 × 82 cm

Signiert rechts unten: Brauer

Rückseitig eigenhändig bezeichnet und datiert: Brauer Paris 1963 / „Mond-Tag“

Rückseitig Etiketten Kestner-Gesellschaft Hannover 1965 sowie GusfieldGlimer Galleries Northbrook, Illinois sowie Stempel Galerie Peithner Lichtenfels

Provenienz

Galerie Peithner Lichtenfels, Wien; Gusfield-Glimer Galleries, Northbrook, Illinois; Hindman Auctions, Chicago, Illinois, 11.12.2019, Nr. 68; österreichischer Privatbesitz

Ausstellung

1965 Hannover, Kestner-Gesellschaft (rückseitiges Klebeetikett), 10.03.-04.04.

Literatur

Brauer, Verlag Galerie Welz, Salzburg 1973, Titelbild; Harenberg (Hg.), Arik Brauer, Werkverzeichnis, Bd. 1 der Luxusausgabe in drei Bänden, Dortmund 1984, WV-Nr. Öl 141, S. 242, Abb. S. 243; Franz Smola (Hg.)/Alexandra Matzner (Hg.), Arik Brauer. Gesamt.Kunst. Werk (Kat. Ausst. Leopold Museum Wien, Wien 2014/2015), Wien 2014, S. 20 (Foto von Arik Brauer vor dem Gemälde „Mondtag“)

€ 50.000–100.000

Dieses bedeutende frühe Werk von Arik Brauer ist 1964 in Paris entstanden. Im selben Jahr wird eine Einzelausstellung in der Galerie Flinker in Paris zu einem Riesenerfolg und bereits vor der Eröffnung komplett ausverkauft. Von dem Erlös aus den Verkäufen erwirbt der Künstler ein Haus in Ein-Hod im Norden Israels. In dieser Zeit setzt auch ein stilistischer Wandel im Werk ein. Kräftigere, bunte Farben lösen die erdigen Töne früherer Jahre ab. Brauer selbst erklärt diese Veränderung in seiner Kunst mit nächtlichen Beobachtungen am Strand von Haifa: „Es besteht für mich kein Zweifel, daß die Sommernächte in Israel dem sehr nahekommen, was ich mir unter Paradies vorstelle. Ich sitze inmitten von diesem Schimmern und Säuseln, schwarzgrünem Glänzen und Duften.“ (Arik Brauer in: Johann Muschik, Die Wiener Schule des Phantastischen Realimus, München-Gütersloh-Wien 1974, S. 69)

Die Ausführung des großen Ölbildes ist zeitlich vor der Mondlandung im Jahr 1969 anzusiedeln. Allerdings war zu dieser Zeit bereits bekannt, dass die NASA eine solche plante. „We choose to go to the Moon“ lässt John F. Kennedy im September 1962 verlautbaren. Es war also sicherlich ein Thema, das auch Arik Brauer beschäftigte. Es ist auch heute noch eine faszinierende Vorstellung, dass wir Menschen zu fernen Planeten und Galaxien fliegen können, um dort fremde Zivilisationen zu erforschen.

Seltsame Flugobjekte und überdimensionale Insekten umkreisen Arik Brauers Mond, der vor Leben zu pulsieren scheint. Tiefe Krater öffnen sich und geben den Blick auf tiefschwarze Strukturen frei, in denen Keimzellen von fremdem Leben heranreifen. Ein seltsames rotes Gebilde klammert sich im oberen Teil des Mondes fest, darunter ist ein hellrosa, wurmähnliches Wesen zu sehen. Der Erdtrabant ist umgeben von energetischen Feldern, die wie bewegte Tentakel ins All ragen. Dazwischen erkennen wir kleine architektonische Gebilde und biomorphe Strukturen, die verborgen zwischen den Tentakeln die Oberfläche besiedeln. Dieser Mond ist nicht leblos, er vibriert geradezu vor Leben und bietet zahlreichen Organismen ein scheinbar lebenswertes Habitat. Unterhalb der das Bild beherrschenden Mondkugel blicken wir auf die smaragdgrüne Erdoberfläche. Von hier sind die Flugobjekte gestartet und weitere lauern in Position. Winzige Menschenfiguren laufen aufgeregt um die Raumschiffe herum, unbeeindruckt und ohne Furcht vor den riesigen Insekten, die den Luftraum über ihnen beherrschen und grell leuchtend in die Atmosphäre hinaufsteigen.

In den Bildern Arik Brauers ist nicht alles deutbar und erklärbar und gerade diese geheimnisvolle Aura ist es, die den großen Reiz seiner Bilder ausmacht.

(Sophie Cieslar)

Arik Brauer vor dem Gemälde „Mondtag“, Paris 1963/64 © Archiv Arik Brauer, abgebildet in: Smola/ Matzner, Wien 2014, S. 20.

Arik Brauer *

(Wien 1929–2021 Wien)

Mauer-Kragen, 1972

Öl auf acrylgrundiertem Papier auf Sperrholz; gerahmt; 54 × 48 cm

Signiert links unten: Brauer

Rückseitig Werknummer und Titel: Nr. 247 / „Mauerkragen“

Provenienz

Marlborough Fine Art, London; Privatbesitz, Deutschland

Literatur

Harenberg (Hg.), Arik Brauer, Werkverzeichnis, Bd. 2 der Luxusausgabe in drei Bänden, Dortmund 1984, WV-Nr. Öl 247, Abb. S. 159

€ 18.000–35.000

Arik Brauer * (Wien 1929–2021 Wien)

Eselkäufer, 1968

Öl auf Sperrholz mit Acrylgrund; gerahmt; 36,5 × 36,5 cm

Signiert rechts unten: Brauer

Rückseitig Werknummer und Titel sowie Etikett Marlborough Fine Art : 201 / Eselkäufer

Provenienz

Marlborough Fine Art, London; Privatbesitz, Deutschland

Literatur

Harenberg (Hg.), Arik Brauer, Werkverzeichnis, Bd. 2 der Luxusausgabe in drei Bänden, Dortmund 1984, WV-Nr. Öl 201 (o. Abb.)

€ 12.000–24.000

Etikett Marlborough Fine Art

Helmut Leherb * (Wien 1933–1997 Wien)

Schwarze Frau (Skizze zur Fayence „Australien“), 1980–1992 Graphit auf Papier; ungerahmt (in Passepartout); 33 × 32 cm

Nachlass-Stempel rückseitig: M. Leherb / Surrealisto / Nachlass Leherb Provenienz aus dem Nachlass des Künstlers (Stempel rückseitig); Privatbesitz, Österreich

Literatur

Dr. Angela Kundegraber (Hg.), Maître Leherb, Retrospektive, 20. Todestag eines Surrealisten, Palais Palffy, Wien 2017, Abb. 4.67 (Maße dort: 40 × 52 cm);

Vergleiche: Dr. Angela Kundegraber (Hg.), Maître Leherb, Retrospektive, 20. Todestag eines Surrealisten, Palais Palffy, Wien 2017, Abb. 4.61 (Fayence Australien)

€ 1.800–3.500

3420

Helmut Leherb *

(Wien 1933–1997 Wien)

Surrealistischer Stierkampf, 1973

Mischtechnik auf dünnem Karton; gerahmt; 27 × 21 cm (Darstellungsgröße), 32 × 25,8 cm (Blattmaß)

Provenienz aus dem Nachlass des Künstlers; Privatbesitz, Österreich

Literatur

Vergleiche: Dr. Angela Kundegraber (Hg.), Maître Leherb, Retrospektive, 20. Todestag eines Surrealisten, Palais Palffy, Wien 2017, Abb. 3.39

€ 7.000–14.000

3421

Max Weiler *

(Absam bei Hall i. Tirol 1910–2001 Wien)

Landschaft mit roter Erde, 1989 Eitempera auf Leinwand; gerahmt; 70 × 65 cm

Signiert und datiert rechts unten: Weiler 89 Rückseitig auf Keilrahmen bezeichnet: Weiler 89 Landschaft mit roter Erde Provenienz

Galerie Figl, Linz (direkt vom Künstler erworben); österreichische Privatsammlung

€ 35.000–70.000

Nachdem Max Weiler im Jahr 1981 seine Professur an der Wiener Akademie niedergelegt hat, beginnt eine intensive Werkphase. Obwohl bereits ein gewaltiges Œuvre entstanden war, ist die Schaffenskraft des über 70-jährigen Künstlers ungebrochen, im Gegenteil jugendlich und frisch voll neuer Tatenkraft startet er noch einmal durch. Dabei kann er auf einen reichhaltigen Formenschatz zugreifen, den er mit beeindruckender Souveränität zu handhaben weiß. Leuchtende Farben in prächtiger Vielfalt erobern ab Mitte der 1980er Jahre die Leinwand. Die Strukturierung der Bilder wird Vorbildern aus der Natur überlassen: so begegnen wir dem Berg, der Wolke, der Blume, dem Baum, dem Garten, dem Wald, dem Wind, dem Gewächs, der roten Erde. Das Wachstum in der Natur, das Werden und Vergehen, die unterschiedlichen Jahreszeiten und Wetterstimmungen spielen eine wesentliche Rolle.

1989 malt der Künstler mit Eitempera vorliegendes Leinwandbild. Spielerisch setzt Weiler die „Naturdinge in Kategorien der Farbe“ (Gottfried Boehm, Der Maler Max Weiler. Das Geistige in der Natur, Wien 2001, S. 350) um. Dabei geht er über die Beschreibung einer alltäglichen Wahrnehmung weit hinaus und macht „ansonsten Unsichtbares, den inneren Nexus der Kraft in der Natur sichtbar.“ (Boehm, S. 388) (Sophie Cieslar)

Max Weiler in seinem Atelier an der Akademie der bildenden Künste in Wien, 1965, Foto: Otto Breicha, abgebildet in: Wieland Schmied, Max Weiler. Ein anderes Bild der Natur, Der Weg zum Spätwerk, hrsg. vom Kunsthistorischen Museum Wien, Salzburg 1998, S. 211.

Max Weiler *

(Absam bei Hall i. Tirol 1910–2001 Wien)

Baum, 1988

Eitempera, Bleistift auf Leinwand; gerahmt; 70 × 50 cm

Signiert und datiert rechts unten: Weiler 88

Provenienz

Galerie Figl, Linz (direkt vom Künstler erworben); österreichische Privatsammlung

€ 25.000–50.000

Im Alter hat sich Max Weiler oft mit den Bäumen verglichen, die er als Naturwesen besonders respektiert, deren Existenzweise zwischen Erde und Himmel er so oft malend erkundet und gestaltet hat. „Ich bin in meiner Jugend wirklich langsam gewachsen, wie ein Baum, der langsam wächst“ (1983) und: „Es würde mir genügen, dazustehen wie ein schöner Baum, über den man sich freut“ (1978) „Ich bin ein Baum so wie die Eichen mit mächtigen tiefen Wurzeln, der lang wächst, bis er groß ist und Früchte bringt, und der alt wird (...)“ (1974). Weilers Spätwerk zeugt von diesem langsamen und stetigen Wachstum, das in gleichem Maß nach oben strebt, sich entwickelt, wie es sich in den Grund vertieft, in ihm Halt gewinnt. Weiler, der Alte, hat sich mit der Metapher des Baumes auch selbst zutreffend porträtiert. So gesehen handeln diese Bilder immer auch von ihm selbst.

(Gottfried Boehm, in: Max Weiler. Im Jahrhundert der Moderne. Malerei seit 1927, Ausst.-Katalog Künstlerhaus Wien, 16. Oktober 1999 bis 6. Februar 2000, S. 360)

Max Weiler *

(Absam bei Hall i. Tirol 1910–2001 Wien)

Mond, 1987

Eitempera auf Leinwand; gerahmt; 40 × 30 cm

Signiert und datiert rechts im Bild: Weiler 87 Rückseitig auf Keilrahmen signiert, datiert und bezeichnet: Weiler 1987 Mond Provenienz

Galerie Figl, Linz (direkt vom Künstler erworben); österreichische Privatsammlung

€ 15.000–30.000

Signatur, Datierung und Titel Rückseite

„Ich bin ein durchaus sinnlicher Maler, alles, was ich ausdrücken will, ist in erster Linie ausgedrückt durch die Art und Weise, wie ich die Malfläche bemalte, wie die Striche darauf laufen und wie die Farben darauf liegen. Damit kann man alles sagen, und damit sage ich auch alles. Und wer Augen hat, zu sehen, der sieht.“ (Max Weiler, 1986, zitiert nach: Wieland Schmied, Max Weiler. Ein anderes Bild der Natur. Der Weg zum Spätwerk, Salzburg 1998, S. 85)

3425

Ernst Huber *

(Wien 1895–1960 Wien)

Winterlandschaft, 1926

Öl auf Holzplatte; gerahmt; 31,3 × 44,6 cm (Rahmenausschnitt)

Signiert und datiert rechts unten: E. Huber / 1926

Provenienz

österreichischer Privatbesitz

€ 2.500–5.000

3427

Hans Robert Pippal *

(Wien 1915–1998 Wien)

Sieveringer Straße, um 1960

Öl auf Leinwand auf Hartfaserplatte; gerahmt; 43 × 50 cm

Signiert rechts unten: H. Rob. Pippal

Provenienz

Dorotheum Wien, 28.11.1991, Nr. 252; Dorotheum Wien, 22.06.2016, Nr. 185; Privatbesitz, Wien

Literatur

Martina Pippal, Hans Robert Pippal. Zwischen Innovation und Tradition, Wien 2003, Nr. 404, S. 242 (mit s/w-Abb.)

€ 2.000–4.000

3426

Helda Dettelbach

(tätig um 1900–1933 wohl Graz)

Blumenstillleben

Öl auf Leinwand; gerahmt; 66 × 52 cm

Signiert links unten: Dettelbach

Provenienz

Privatbesitz, Steiermark

€ 500–1.000

3424

Hans Robert Pippal * (Wien 1915–1998 Wien)

Schönbrunn

Pastell auf Papier; gerahmt; 40,5 × 53,5 cm

(Passep.-Ausschnitt)

Signiert links unten: H. Rob. Pippal

Provenienz

österreichischer Privatbesitz

€ 1.000–2.000

3428

Alfred Gerstenbrand *

(Wien 1891–1977 Melk)

Maler Schattenstein

Mischtechnik auf Papier; gerahmt; 37,5 × 28 cm (Rahmenausschnitt)

Am Rückkarton bezeichnet: „Maler Schattenstein“

Provenienz Privatsammlung, Österreich

€ 1.000–2.000

3429

Alfred Gerstenbrand *

(Wien 1891–1977 Melk)

Pressequartier II

Mischtechnik auf Papier; gerahmt; 34,5 × 27 cm (Rahmenausschnitt)

Eigenhändig bezeichnet unten mittig:

Pressequartier II

Provenienz Privatsammlung, Österreich

€ 1.000–2.000

3430

Alfred Gerstenbrand * (Wien 1891–1977 Melk)

In Sievering Mischtechnik auf Papier; gerahmt; 38,5 × 29 cm (Rahmenausschnitt)

Signiert rechts unten: Gerstenbrand Am Rückkarton bezeichnet: „In Sievering“

Provenienz Privatsammlung, Österreich

€ 1.000–2.000

3431

Alfred Gerstenbrand * (Wien 1891–1977 Melk)

Beim Heurigen Mischtechnik auf Papier; gerahmt; 37,5 × 29 cm

Provenienz Privatsammlung, Österreich

€ 1.000–2.000

3432

Hans Andreas * (Wien 1947 geb.)

Pariser Stadtansicht, 1979

Öl auf Hartfaserplatte; gerahmt; 54 × 73 cm

Signiert und datiert links unten: Andreas 79

Provenienz

Privatsammlung, Österreich

€ 2.000–4.000

3433

Hans Andreas * (Wien 1947 geb.)

Mündung der Wien in den Donaukanal, 1979

Öl auf Leinwand; gerahmt; 65 × 80 cm

Signiert und datiert rechts unten: Andreas 79

Provenienz

Privatsammlung, Österreich

€ 1.500–3.000

3434

Hans Andreas *

(Wien 1947 geb.)

Stadtansicht bei Simmering , 1979

Öl auf Leinwand; gerahmt; 70 × 100 cm

Signiert links unten: Andreas 79

Provenienz

Privatsammlung, Österreich

€ 2.500–5.000

3435

Hans Andreas * (Wien 1947 geb.)

An der Donau, Handelskai, 1979

Öl auf Hartfaserplatte; gerahmt; 40 × 80 cm

Signiert und datiert rechts unten: Andreas 79

Provenienz

Privatsammlung, Österreich

€ 1.000–2.000

Auktionsbedingungen Gebühren

Auszug aus der Geschäftsordnung

Den Wortlaut der gesamten Geschäftsordnung können Sie unserer Homepage www.imkinsky.com entnehmen.

Auf Wunsch senden wir Ihnen die Geschäftsordnung auch zu.

Geschäftsordnung

Die Auktion wird nach den Bestimmungen der Geschäftsordnung der Auktionshaus im Kinsky GmbH durchgeführt. Die Geschäftsordnung liegt im Auktionshaus zur Einsicht auf, kann von jedermann per Post oder E-mail (office@imkinsky.com) angefordert werden und ist im Internet unter www.imkinsky.com abrufbar.

Mindestverkaufspreis (Limit)

Oft beauftragen Verkäufer das Auktionshaus, das ihnen gehörende Kunstwerk nicht unter einem bestimmten (Mindest-)Verkaufspreis zuzuschlagen. Dieser Preis (= „Limit“) entspricht meist dem in den Katalogen angegebenen unteren Schätzwert, er kann aber in Ausnahmefällen auch darüber liegen.

Echtheitsgarantie

Die Schätzung, fachliche Bestimmung und Beschreibung der Kunstobjekte erfolgt durch Experten des Auktionshauses. Das Auktionshaus steht innerhalb von zwei Jahren gegenüber dem Käufer für die Echtheit und somit dafür ein, dass ein Kunstobjekt tatsächlich von dem im Katalog genannten Künstler stammt.

Katalogangaben

Angaben über Technik, Signatur, Material, Zustand, Provenienz, Epoche der Entstehung usw. beruhen auf aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen, die die Experten ausgeforscht haben. Das Auktionshaus leistet jedoch für die Richtigkeit dieser Angaben keine Gewähr.

Ausrufpreis und Zuschlag

Der Ausrufpreis wird vom Auktionator festgesetzt. Gesteigert wird um ca. 10 % des Ausrufpreises bzw. vom letzten Angebot ausgehend. Den Zuschlag erhält der Meistbietende, sofern der Mindestverkaufspreis erreicht ist. Der Käufer hat den Kaufpreis binnen 8 Tagen nach dem Zuschlag zu bezahlen.

Gerichtsstand, Rechtswahl

Sind der Einbringer, Käufer oder Bieter Verbraucher im Sinne des Konsumentenschutzgesetzes, so können sie gegen das Auktionshaus auch vor jenem Gericht Prozess führen, in dessen Sprengel sie wohnen, ihren gewöhnlichen Aufenthaltsort haben oder beschäftigt sind; außerdem können Einbringer, Käufer und Bieter Klagen gegen das Auktionshaus auch an deren allgemeinen Gerichtsstand einbringen.

Versicherung

Die Kunstobjekte sind versichert. Versicherungswert ist der Kaufpreis. Die Haftung des Auktionshauses besteht bis zu dem auf die Auktion folgenden 8. Tag. Danach ist ein Kunstobjekt nur versichert, wenn der Käufer dies dem Auktionshaus aufgetragen hat.

CITES-Genehmigungen

Das Objekt (im Katalog mit l gekennzeichnet) erfordert eine Genehmigung nach dem Artenhandelsgesetz.

Der Einbringer hat die zum Handel und Export notwendigen CITES-Genehmigungen beantragt, aber bei Drucklegung noch nicht erteilt erhalten. Das Auktionshaus versteigert das Objektin der Erwartung, dass der Einbringer die beantragten Genehmigungen bewilligt erhält. Sollte diese Bewilligung abgelehnt werden, gilt ein Zuschlag als widerrufen und ein (Frei)verkauf als nicht zustande gekommen.

Einfuhr, Ausfuhr

Für die Ausfuhr von Kunstgegenständen aus Österreich ist unter Umständen eine Genehmigung des Bundesdenkmalamtes nötig.

Das Auktionshaus beschafft solche Genehmigungen nur auf besonderen Wunsch des Käufers und gegen Bezahlung der damit verbundenen Kosten. Bei Objekten, die dem Artenschutz unterliegende Bestandteile toter Lebewesen aufweisen, können wir keine Gewähr dafür übernehmen, dass sie aus Österreich exportiert oder in andere Länder importiert werden dürfen. Auf Wunsch bieten wir an, die Ausfuhrgenehmigung gegen eine Bearbeitungsgebühr von € 150 pro Los zu beantragen.

Die Einholung der Einfuhrgenehmigung liegt ausschließlich in der Verantwortung des Käufers. Wir garantieren nicht, dass eine Ausfuhrgenehmigung erteilt wird. Sollte der Käufer nicht in der Lage sein, ein Objekt mit geschützten Materialien aus- oder einzuführen, stellt dies keinen Grund für einen Rücktritt vom Kauf dar.

Allgemeine Hinweise

Das Auktionshaus behält sich vor, eine Sicherheit in Höhe von 10 % des oberen Schätzwertes in Form einer Bankgarantie oder einer vergleichbaren Besicherung zu verlangen.

Sämtliche Überweisungen sind spesenfrei für das Auktionshaus durchzuführen. Das Auktionshaus übernimmt keine Haftung für etwaige Mängel, technische Dienstleistungen, Störungen oder Ausfälle der Internet- und Telefonverbindung.

Für Käufer

Käuferprovision

Bei Differenzbesteuerung beträgt die Käuferprovision für den unter € 500.000 gelegenen Teil des Meistbots 30 % für den € 500.000 übersteigenden Teil des Meistbots bis € 5.000.000 25 % für den € 5.000.000 übersteigenden Teil des Meistbots 17 % Im Aufgeld ist eine 20 %ige Umsatzsteuer enthalten.

Bei Normalbesteuerung (im Katalog mit ▲ gekennzeichnet, oder im Fall einer Ausfuhr in Nicht-EU Staaten) beträgt die Käuferprovision für den unter € 500.000 gelegenen Teil des Meistbots 25 % für den € 500.000 übersteigenden Teil des Meistbots bis € 5.000.000 20,8 % für den € 5.000.000 übersteigenden Teil des Meistbots 14,2 % Zuzüglich 13 % Umsatzsteuer bei Gemälden und 20 % bei Antiquitäten. Im Falle eines Exports ist die Einfuhrumsatzsteuer des Empfängerstaates nicht enthalten.

Werden die Kunstwerke ins Nicht-EU Ausland verbracht und Exportpapiere werden vorgelegt, ist der Kauf umsatzsteuerfrei.

Gebote nach der Auktion (Nachverkauf) Käuferprovision 35 % Mit der Übermittlung des Kaufauftrags sind Sie 14 Tage an diesen gebunden.

Folgerecht

Bei Kunstobjekten, die im Katalog mit einem * gekennzeichnet sind, wird zusätzlich zum Kaufpreis die Folgerechtsabgabe verrechnet. Sie beträgt 4 % von den ersten € 50.000 des Meistbotes, 3 % von den weiteren € 150.000, 1 % von den weiteren € 150.000 und 0,25 % von allen weiteren, also € 500.000 übersteigenden Meistboten, jedoch insgesamt nicht mehr als € 12.500. Bei Meistboten von weniger als € 2.500 entfällt die Folgerechtsabgabe.

Gekaufte aber nicht abgeholte Kunstwerke werden vier Wochen nach der Auktion auf Gefahr und Kosten des Käufers, unversichert, eingelagert oder an eine Spedition ausgelagert.

Verzugszinsen

12 % pro Jahr des Meistbotes Verrechnung ab dem 9. Tag nach der Auktion für Inländer, ab dem 31. Tag für Ausländer. Die Verpackung, Versendung und Versicherung ersteigerter Objekte erfolgt nur auf Anweisung des Käufers und auf seine Kosten und Gefahr.

Sensalgebühr 1,2 % vom Meistbot

Für Verkäufer

Verkäuferprovision nach Vereinbarung

Katalogkostenbeiträge für Abbildungen Mindestpreis € 100

Vorschusszinsen 12 % pro Jahr

Katalogabonnement

Jahres-Gesamt-Abonnement (inkl. Versandkosten) Österreich € 130 Europa € 150 Übersee € 200

Conditions of Auction Fees

Extract from the rules of procedure

The wording of the complete rules of procedure can be viewed on our homepage www.imkinsky.com. By request we will also send the rules of procedure to you.

Rules of business

Auctions are conducted according to the conditions of sale as set down by Auktionshaus im Kinsky GmbH. The rules of business are available for viewing at the auction house, and can be requested by post or email (office@imkinsky.com), they can also be found on our website: www.imkinsky.com.

Reserve price (Limit)

Sellers quite often appoint the auction house, not to sell their object beneath a certain price. This price (= reserve/limit) usually matches the lower estimate, but in special situations can also surpass it.

Guarantee of authenticity

The valuation, as well as technical classification and description of the art objects is carried out by the specialists of Auktionshaus im Kinsky. Auktionshaus im Kinsky guarantees the purchaser the authenticity for two years – i.e. that the authorship of the art object is as set out in the catalogue.

Catalogue descriptions

Catalogue information concerning techniques, signatures, materials, condition, provenance, period of origin or manufacture etc. are based on the current knowledge determined by the experts. Auktionshaus im Kinsky cannot be held responsible for the verification of these descriptions.

Starting price & hammer price

The starting price is determined by the auctioneer. The bidding rises in approximate increments of 10% from the starting price, or from the last bid. The highest bidder acknowledged by the auctioneer will be the purchaser as long as it has reached the reserve price.

Governing law and jurisdiction

If the consignor, buyer or bidder is a consumer as defined in the Consumer Protection Act, they may bring legal proceedings against the auction house in the court of their local jurisdiction, habitual residence or place of employment. Furthermore, consignors, buyers and bidders may bring legal proceedings against the auction house at its general place of jurisdiction.

Insurance

All the art objects are insured. The insurance value is the purchase price. The responsibility of the auction house lasts until the eighth day after the auction. After that, each art object is only insured if there is an order from the purchaser to do so.

CITES permits

The item (marked with “l” in the catalogue) requires a permit under the Species Trade Act.

The consignor has applied for the CITES permits required for trade and export but had not received them at the time of printing. The auction house is auctioning the object in the expectation that the consignor will be granted the permits. Should this approval be refused, the acceptance of a bid shall be revoked and a sale shall be deemed not to have taken place.

Import/Export

Some works of art may be exported from Austria with the permission of the Federal Monuments Office only. The auction house shall obtain such permissions only by special request of the buyer and after payment of the costs involved.

We cannot guarantee that items containing parts of protected species may be exported from Austria or imported into other countries. We offer to apply for an export licence upon request, for a processing fee of € 150 per lot. Obtaining an import licence is the sole responsibility of the buyer. We cannot guarantee that an export licence will be granted. If the buyer is unable to export or import an item containing protected materials, this does not constitute grounds for cancelling the purchase.

General information

The Auction House reserves the right to request a deposit, bank guarantee or comparable other security in the amount of 10% of the upper estimate. All bank transfers are to be made free of charge for the Auction House. The Auction House assumes no liability for any errors, technical services, breakdown, or failure of the Internet and Telephone connection.

For buyers

Buyer’s commission

Subject to differential taxation the buyer’s commission is on the hammer price up to € 500.000

on the part of the hammer price in excess of € 500.000 up to € 5.000.000

on the part of the hammer price in excess of € 5.000.000

including 20% sales tax

Subject to normal taxation (marked with “▲” or intended for export to non-EU countries) on the hammer price up to € 500.000

on the part of the hammer price in excess of € 500.000 up to € 5.000.000

on the part of the hammer price in excess of € 5.000.000

plus 13% VAT with paintings or 20% VAT with antiques

Please note that these fees exclude any import VAT in the state of destination in case of an export.

If the works of art are transported to non-EU countries and export papers are provided, the purchase is VAT-exempt.

Bids after the auction (post-auction sale)

Buyer’s commission 35%

Please note that you are bound to this offer for a term of 14 days.

Droit de suite

Objects marked with an asterisk * in the catalogue are subject to droit de suite in addition to the purchase price. Droit de suite is calculated as a percentage of the highest bid as follows: 4% of the first € 50.000, 3% of the next € 150.000, 1% of the next € 150.000, 0.5% of the next € 150.000 and 0.25% of the remaining amount (i.e. over € 500.000), but not exceeding a total sum of € 12.500. Droit de suite does not apply to highest bids below € 2.500.

Collection of items bought at auction

Items which have not been collected within 4 weeks after the auction are stored at the expense and risk of the buyer, even outside our business premises, without insurance.

Interest on late payments

12% per annum from the purchase price

Applied from the 9th day after the auction for nationals, from the 31st day for buyers from outside.

Packaging, shipping and insurance of auctioned objects only take place upon the buyer’s request and at his expense at risk.

Broker fee

1,2% of the hammer price

For sellers

Seller’s commission by agreement

Catalogue fees for images

Minimum price: € 100

Advance payment interest 12% per annum

Catalogue subscription

Annual subscription (including shipping costs): Austria € 130 Europe € 150 Overseas € 200

Max Weiler*, Landschaft mit roter Erde (Detail), 1989, Kat. Nr. 3421

Bitte beachten Sie, dass es nach Druck des Katalogs zu Änderungen oder Ergänzungen kommen kann. Eine Liste solcher Änderungen finden Sie auf unserer Webseite oder in unseren Geschäftsräumen.

Please note that there may be changes or additions after printing the catalogue. A list of such changes can be found on our website or in our business premises. !

Auktionshaus im Kinsky ist Partner von Art Loss Register. Sämtliche Gegenstände in diesem Katalog, sofern sie eindeutig identifizierbar sind und einen Schätzwert von mind. EUR 5.000 haben, wurden vor der Versteigerung mit dem Datenbankbestand des Registers individuell abgeglichen.

Auktionshaus im Kinsky is a member of the Art Loss Register. All works in this catalogue, as far as they are uniquely identifiable and have an estimate of at least EUR 5,000 have been checked against the database of the Register prior to the auction.

Eigentümer, Herausgeber und Verleger: Auktionshaus im Kinsky GmbH, Palais Kinsky, A-1010 Wien, Freyung 4, FN 34302 w Handelsgericht Wien, UID Nr. ATU 37293905. Für den Inhalt verantwortlich:

Michael Kovacek & Dr. Ernst Ploil, A-1010 Wien, Freyung 4, T +43 1 532 42 00, F +43 1 532 42 00-9, office@imkinsky.com. Digitalfotografie:

Ines Schranz, Christine Andorfer, Peter Griesser, Auktionshaus im Kinsky GmbH Satz, Druck, Bindung: Print Alliance HAV Produktions GmbH, A-2540 Bad Vöslau, Druckhausstraße 1, T +43/2252/402-0, office@printalliance.at, www.printalliance.at Design: Alexander Rendi — Florian Cerny

Kaufauftrag / Order Bid

An / To Auktionshaus im Kinsky GmbH

Palais Kinsky Freyung 4 A-1010 Wien

n durchzuführen durch das Auktionshaus n durch Frau Sensal Monika Uzman carried out by the auction house by Broker Mrs. Monika Uzman n durchzuführen durch telefonisches Mitbieten* bidding by telephone*

office@imkinsky.com www.imkinsky.com

Ich kenne die auf der Rückseite wiedergegebene Geschäftsordnung** der Auktionshaus im Kinsky GmbH sowie die Gebühren für Käufer und akzeptiere sie. Auf deren Grundlage beauftrage ich Sie, folgende Gebote für mich abzugeben.

I know the rules of procedure (on the reverse)** of Auktionshaus im Kinsky GmbH as well as the fees for buyers and I accept them. On the basis of the included terms and conditions of auction I give the order to submit the following bids for me.

Katalog-Nr.

Lot-No.

Künstler/Titel (Stichwort)

Artist/Title (description)

Gebot bis Euro (€)

Top Limit of Bid in Euro (€)

n Erhöhen Sie bei Notwendigkeit mein Gebot um ein weiteres (ca. 10 %) If required please increase my bid by one call (approx. 10%)

n Sollten Sie mich telefonisch nicht erreichen können, soll das Auktionshaus bis zu einem Preis von € für mich mitbieten. Should you not be able to reach me by phone during the auction sale, the auction house shall bid on behalf of me up to the price of €

Name

Straße / Street

Telefon / Phone

Telefax

E-Mail

PLZ, Ort / Zip Code, City Land / Country

Erfüllungsort und Gerichtsstand ist Wien. / Place of fulfilment and jurisdiction is Vienna.

* Sie sind damit einverstanden, dass Ihre Telefongespräche von uns aufgezeichnet werden. / By using our services, you agree that we may record your telephone calls. ** Die vollständige Geschäftsordnung können Sie unserer Webseite www.imkinsky.com entnehmen. Auf Wunsch senden wir Ihnen die Geschäftsordnung auch zu. / The entire rules of procedure can be viewed on our website www.imkinsky.com. We can also send you the rules of procedure upon request.

Ort, Datum / Place, Date

Unterschrift / Signature

Auktionshaus im Kinsky GmbH, Palais Kinsky, A-1010 Wien, Freyung 4, T +43 1 532 42 00, F +43 1 532 42 00-9 office@imkinsky.com, www.imkinsky.com, UID-Nr. ATU37293905, Firmenbuch: 34302w HG Wien

Informationen und Gebühren für Bieter/Käufer

1) Preise:

Die angegeben Schätzpreise stellen die unteren und oberen Schätzpreise der Objekte dar. Sie stellen die Meistboterwartungen der zuständigen Experten dar.

2) Schriftlich mitbieten:

Sie können schriftliche Gebote abgeben. Tragen Sie für das gewünschte Kunstobjekt die Katalognummer und Ihr maximales Gebot ein. Wir werden in der Auktion bis zu diesem Betrag für Sie bieten. Sie erhalten das von Ihnen gewünschte Objekt zum geringstmöglichen Preis.

3) Telefonisch mitbieten:

Sie können an der Auktion telefonisch teilnehmen und Gebote abgeben. Bitte senden Sie uns Kaufund Telefongebote bis spätestens 24 Stunden vor der Auktion zu. Tragen Sie die Katalognummer und Ihre Telefonnummer, unter der Sie während der Auktion erreichbar sind, ein. Wir werden Sie anrufen. Dafür, dass eine telefonische Verbindung zustande kommt, können wir aber keine Haftung übernehmen.

4) Bieten durch einen Sensal:

Wenn Sie das Kästchen „Durch einen Sensal“ am Kaufauftrag markieren, geben wir Ihre Gebote an den Sensal weiter. Wenn zwei gleich hohe Gebote vorliegen, hat der Sensal Vorrang. Zum Kaufpreis fällt zusätzlich eine Sensalgebühr von 1,2 % vom Meistbot an.

Senden Sie Ihre Kaufaufträge bitte rechtzeitig per Fax (+43 1 532 42 00-9) oder Email (office@imkinsky.com).

5) Online Bieten: Sie können an der Auktion auch online teilnehmen. Ihr Gebot wird dabei wie eines aus dem Saal behandelt. Sie müssen sich dazu unter dem Link auction.imkinsky.com registrieren. Klicken Sie auf „Registrieren“ und Sie erhalten eine Bestätigungsmail. Das Mitbieten ist erst nach Bearbeitung durch uns möglich.

6) Rechnung:

Ihre Rechnung wird anhand der von Ihnen bekanntgegebenen Daten ausgestellt. Auch eine UID-Nummer bitten wir Sie vor der Auktion zu nennen.

7) Kaufpreis:

Der Kaufpreis setzt sich aus dem Meistbot und der Käuferprovision zusammen.

Käuferprovision:

Bei Differenzbesteuerung beträgt die Käuferprovision für den unter € 500.000 gelegenen Teil des Meistbots

für den € 500.000 übersteigenden Teil des Meistbots bis €

für den € 5.000.000 übersteigenden Teil des Meistbots

Im Aufgeld ist eine 20 %ige Umsatzsteuer enthalten.

Bei Normalbesteuerung (im Katalog mit ▲ gekennzeichnet, oder im Fall einer Ausfuhr in Nicht-EU Staaten) beträgt die Käuferprovision für den unter € 500.000 gelegenen Teil des Meistbots

für den € 500.000 übersteigenden Teil des Meistbots bis € 5.000.000

für den € 5.000.000 übersteigenden Teil des Meistbots

Zuzüglich 13 % Umsatzsteuer bei Gemälden und 20 % bei Antiquitäten. Im Falle eines Exports ist die Einfuhrumsatzsteuer des Empfängerstaates nicht enthalten.

8) Gebote nach der Auktion (Nachverkauf)

Käuferprovision 35 % Mit der Übermittlung des Kaufauftrags sind Sie 14 Tage an diesen gebunden.

9) Zahlungsbedingungen:

Die Bezahlung ersteigerter Kunstobjekte hat innerhalb von 8 Tagen zu erfolgen – entweder bar oder mit Bankomatkarte – während unserer Öffnungszeiten oder durch Überweisung. Sie können die ersteigerten Kunstwerke auch mit Ihrer Kreditkarte bezahlen. In diesem Fall verrechnen wir eine Bearbeitungsgebühr von 2 % des Kaufpreises.

10) Folgerecht: Bei Kunstobjekten, die im Katalog mit einem * gekennzeichnet sind, wird zusätzlich zum Kaufpreis die Folgerechtsabgabe verrechnet. Sie beträgt 4 % von den ersten € 50.000 des Meistbotes, 3 % von den weiteren € 150.000, 1 % von den weiteren € 150.000, 0,5 % von den weiteren € 150.000 und 0,25 % von allen weiteren, also € 500.000 übersteigenden Meistboten, jedoch insgesamt nicht mehr als € 12.500. Bei Meistboten von weniger als € 2.500 entfällt die Folgerechtsabgabe.

11) Gerichtsstand:

Sämtlichen Rechtsbeziehungen zwischen Bietern und dem Auktionshaus liegt die Geschäftsordnung der Auktionshaus im Kinsky GmbH zugrunde. Mit einem Gebot erklärt der Bieter, die Geschäftsordnung zu kennen und zu akzeptieren. Die Geschäftsordnung kann der Webseite www.imkinsky.com entnommen werden; sie wird auf Wunsch auch zugesandt. Erfüllungsort und Gerichtsstand ist Wien. Es gilt österreichisches Recht.

12) Allgemeine Hinweise:

Das Auktionshaus behält sich vor, eine Sicherheit in Höhe von 10 % des oberen Schätzwertes in Form einer Bankgarantie oder einer vergleichbaren Besicherung zu verlangen. Sämtliche Überweisungen sind spesenfrei für das Auktionshaus durchzuführen. Das Auktionshaus übernimmt keine Haftung für etwaige Mängel, technische Dienstleistungen, Störungen oder Ausfälle der Internet- und Telefonverbindung.

Information and Fees for Buyers/Bidders

1) Prices:

In the catalogues the lower and upper estimated values are indicated and represent the approximate bid expectations of the responsible experts.

2) Written bids:

You can place written bids. Enter the catalogue number and your maximum bid for the work of art you wish to buy. At the auction we will bid for you up to this price. You will receive the requested item at the lowest possible price.

3) Telephone bids:

You may also participate in the auction via telephone. In this case, written notification shall be sent to the auction house at least one day before the auction takes place. Such written announcement shall contain the item and the catalogue number, as well as the bidder’s name, address and telephone number. The auction house shall make every effort to provide the telephone connection in the best possible manner, but will not assume any warranty for its execution.

4) Bids by a Broker:

If you tick the box “By a Broker” on the order bid, we will hand your bids over to a Broker. If two bidders make the same bid, the bid by the Broker takes precedence. A Broker fee of 1.2% of the highest bid is due in addition to the purchase price.

Please send your order bids in time by fax (+43 1 532 42 00-9) or email (office@imkinsky.com).

5) Online Bidding:

You can also participate in the auction online. Your bid will be handled as if it came from the auction room. Simply register at auction.imkinsky.com by clicking on “register” and you will receive a confirmation email. You will be able to bid as soon as we have processed your application.

6) Invoice:

Your invoice will be issued based on the data you have provided. Also, if you have a VAT-ID number, please tell us before the auction.

7) Purchase price:

The purchase price is composed of the highest bid and the buyer’s commission.

Buyer’s Commission:

Subject to differential taxation the buyer’s commission is on the hammer price up to € 500.000

Subject to normal taxation (marked with “▲” or intended for export to non-EU countries) on the hammer price up to € 500.000

on the part of the hammer price in excess of

on the part of the hammer price in excess of

plus 13% VAT with paintings or 20% VAT with antiques Please note that these fees exclude any import VAT in the state of destination in case of an export.

8) Bids after the auction (post-auction sale)

Buyer’s commission 35%

Please note that you are bound to this offer for a term of 14 days.

9) Terms of payment:

Items purchased in an auction are payable within 8 days – either in cash or debit card – during our opening hours or by transfer. You can also use your credit card to pay for the works you bought at the auction. We charge an administrative fee of 2% of the purchase price for credit card payments.

10) Droit de suite:

Objects marked with an asterisk * in the catalogue are subject to droit de suite in addition to the purchase price. Droit the suite is calculated as a percentage of the highest bid as follows: 4% of the first € 50,000, 3% of the next € 150,000, 1% of the next € 150,000, 0,5% of the next € 150,000 and 0.25% of the remaining amount (i.e. over € 500.000), but not exceeding a total sum of € 12,500. Droit de suite does not apply to highest bids below € 2,500.

11) Jurisdiction:

All privities of contract between the bidder and the auction house underlie the rules of procedure of Auktionshaus im Kinsky GmbH. In making a bid the bidder confirms to know and to accept the rules of procedure. The rules of procedure can be viewed on our Website www.imkinsky.com. We can also send you the rules of procedure upon request. Place of fulfilment and of jurisdiction is Vienna. Austrian law applies.

12) General information

The Auction House reserves the right to request a deposit, bank guarantee or comparable other security in the amount of 10% of the upper estimate. All bank transfers are to be made free of charge for the Auction House. The Auction House assumes no liability for any errors, technical services, breakdown, or failure of the Internet and Telephone connection.

Moderne Kunst Modern Art

Absolon, Kurt ® 3410–3412

Ambrosi, Gustinus ® 3394, 3395

Andreas, Hans ® 3432-3435

Arnez, Helmut ® 3363

Bäumer, Eduard ® 3413–3415

Berg, Werner ® 3396–3400

Boeckl, Herbert ® 3402

Brauer, Arik ® 3416–3418

Bresslern-Roth, Norbertine ® 3375, 3376

Clementschitsch, Arnold ® 3404

Danler, Herbert ® 3331, 3332

Dettelbach, Helda ® 3426

Diesner, Gerhild ® 3328–3330

Dobrowsky, Josef ® 3364–3371

Esterle, Max Ritter von ® 3319, 3320

Flora, Paul ® 3344

Florian, Maximilian ® 3345

Fronius, Hans ® 3362

Gerstenbrand, Alfred ® 3428–3431

Heuberger, Felix ® 3333, 3334

Huber, Ernst ® 3425

Isepp, Sebastian ® 3401

Jungnickel, Ludwig Heinrich ® 3377–3384

Junk, Rudolf ® 3318

Kahrer, Max ® 3373, 3374

Kasparides, Eduard ® 3408

Klee, Paul ® 3346

Klimt, Gustav ® 3301

Kohl, Robert ® 3406

Kokoschka, Oskar ® 3385–3388

Koller-Pinell, Broncia ® 3312, 3313

Kubin, Alfred ® 3302–3311

Laske, Oskar ® 3348, 3349

Leherb, Helmut ® 3419, 3420

Mahringer, Anton ® 3403

Mauch, Richard ® 3407

Moll, Carl ® 3314–3316

Nikodem, Artur ® 3321

Pauser, Sergius ® 3372

Picasso, Pablo ® 3389

Pippal, Hans Robert ® 3424, 3427

Rieger, August ® 3317

Rothaug, Alexander ® 3409

Sedlacek, Franz ® 3335–3337

Stöhr, Ernst ® 3405

Thöny, Wilhelm ® 3342, 3343

Reyl-Hanisch, Herbert von ® 3338–3341

Wagner, Otto Erich ® 3347

Walde, Alfons ® 3322–3327

Weiler, Max ® 3421, 3422, 3423

Wolf, Karl Anton ® 3392

Wotruba, Fritz ® 3390–3393

Zülow, Franz von ® 3350–3361

Carl Moll, Prater, Kalte Lacke (Detail), um 1928, Kat. Nr. 3315, € 50.000–100.000

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