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Über unsere

15. Juni
Geschäftsauflösung Wolfdietrich Hassfurther – Teil III 14 Uhr
16. Juni
Sammlung Peter Baum – Ein Leben für die Kunst 14 Uhr
Zeitgenössische Kunst 18 Uhr
17. Juni
Alte Meister & Gemälde des 19. Jahrhunderts 14 Uhr Moderne Kunst 16 Uhr
18. Juni
Antiquitäten 14 Uhr
Jugendstil & Design 17 Uhr

Mag. Kareen M. Schmid T +43 1 532 42 00-20 schmid@imkinsky.com

Kovacek T +43 1 532 42 00 M +43 664 24 04 826

Kimberly Fetko, MA T +43 1 532 42 00-28 fetko@imkinsky.com
Zustandsberichte & Beratung | Condition Reports & Consultation
Kimberly Fetko, MA, T +43 1 532 42 00-28, fetko@imkinsky.com
Kaufaufträge | Order Bids
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Sensalin | Broker
Monika Uzman, T +43 1 532 42 00-22, M +43 664 421 34 59 Rechnungslegung | Accounting
Mittwoch 17. Juni 2026 Kat. Nr. 3001–3089 14 Uhr Wednesday 17 June 2026 Lots 3001–3089 2 pm
Besichtigung ab 8. Juni | Exhibition from 8 June Mo–Fr 10–18 Uhr I Mon–Fri 10 am–6 pm
Marx Reichlich
(Brixen um 1460/65-um 1520 Brixen)
Triptychon (Hl. Christophorus, Beweinung Christi, Hl. Anna), zwischen 1494 und 1508 Öl/Tempera auf Holz (Triptychon); gerahmt; 102 × 138 cm (aufgeklappt mit Rahmen); 33 × 28 cm (Mittelteil); 33 × 11,5 cm (Flügel)
Provenienz
Dorotheum Wien, 18.6.1968, Nr. 93, Tafel 1; Privatsammlung, Österreich
€ 5.000–10.000

Marx Reichlich (1460–1520) zählt zu den bedeutenden Vertretern der spätgotischen Malerei im Tiroler Raum. Sein Œuvre ist vor allem in Südtirol und Tirol nachweisbar, wobei seine Tätigkeit in Salzburg zwischen 1494 und 1508 eine zentrale Phase seines Schaffens darstellt. In diesem Umfeld stand er vermutlich in engem Kontakt mit Friedrich Pacher und bewegte sich im künstlerischen Umkreis von Michael Pacher, dessen Stil sein Werk nachhaltig prägte. Darüber hinaus wird angenommen, dass Reichlich an der Ausführung des Altars der Franziskanerkirche in Salzburg beteiligt war und nach Pachers Tod dessen Werkstatttradition fortführte. Auf dieser Grundlage entwickelte er einen eigenständigen Malstil, der sich durch eine fein nuancierte Farbigkeit und eine ausgewogene Bildkomposition auszeichnet. In seinem späteren Werk treten zudem Einflüsse der venezianischen sowie lombardischen Malerei deutlicher hervor, die auf eine stilistische Öffnung gegenüber oberitalienischen Strömungen hinweisen.
Der vorliegende Hausaltar ist ein charakteristisches Beispiel spätmittelalterlicher Andachtskunst um 1500, die für den privaten Devotionsgebrauch konzipiert wurde. Die Mitteltafel zeigt die Beweinung Christi vor einer weit ausgreifenden, in die Tiefe gestaffelten Landschaft mit architektonischen Elementen, die den Bildraum erweitern. Die Flügelbilder ergänzen die zentrale Szene durch die Darstellung des Hl. Christophorus sowie der Hl. Anna.

Verkündigung Mariens
Öl auf Holz; ungerahmt; 94 × 68 cm
Provenienz
Privatsammlung, Österreich
€ 5.000–10.000
Das um 1500 entstandene Gemälde der Verkündigung entfaltet seine Wirkung in einem sorgfältig konstruierten Innenraum, dessen perspektivische Anlage eine ausgeprägte Tiefenwirkung erzeugt. Der Blick des Betrachters wird in die architektonisch gefasste Szenerie hineingezogen, wo sich das Geschehen zwischen Maria und dem Engel Gabriel ereignet. Durch die geöffneten Fenster erweitert sich der Raum in eine ferne Landschaft und verbindet so Innen- und Außenwelt.
Maria ist frontal dargestellt, den Blick leicht dem Engel zugewandt, während dieser zu ihr aufschaut. Eine schlanke Säule im Vordergrund überschneidet die Figur des Engels und verdeckt sie teilweise, wodurch die räumliche Staffelung zusätzlich betont wird. Die Gewänder beider Figuren, in kräftigem Rot und Blau gehalten, heben sich wirkungsvoll von der gedämpften Farbpalette des Innenraums und des Hintergrunds ab. Ihre weichen, sorgfältig geführten Falten breiten sich weit über den Boden aus und unterstreichen die plastische Durchbildung der Figuren.
Die architektonischen Elemente rahmen das Geschehen und erzeugen eine gewisse Distanz, als öffne sich dem Betrachter ein Einblick in einen abgeschlossenen Raum. Zugleich wird diese Distanz subtil unterlaufen: Stoffpartien der Gewänder scheinen über den unteren Bildrand hinauszugreifen und den dargestellten Raum zu überschreiten. So entsteht ein spannungsvolles Wechselspiel zwischen Nähe und Ferne, zwischen räumlicher Illusion und unmittelbarer Präsenz, das die sakrale Szene eindringlich erfahrbar macht.


Süddeutscher Meister
Heiliger Wolfgang, Ende 15. Jahrhundert
Öl auf Holz; gerahmt; 69 × 45 cm
Provenienz
Privatsammlung, Österreich
€ 5.000–10.000

3004
Meister des Scheibell-Epitaphs in Kremsmünster
Halbfigur eines Bischofs, um 1520
Öl auf Holz; gerahmt; 36 × 21 cm
Provenienz
Dorotheum Wien, 19.9.1978, Nr. 102, Tafel I,5; Privatbesitz, Österreich
€ 3.500–7.000

3005
Marcellus Coffermans Umkreis
(Antwerpen 1549–1579 tätig)
Die Heilige Familie mit Johannesknaben Öl auf Holz; gerahmt; 75,5 × 61,5 cm
Provenienz
Dorotheum Wien, 14.9.1983, Nr. 353; Privatbesitz, Österreich
€ 5.000–10.000

3006
Raffaello Sanzio, genannt Raphael Umkreis
(Urbino 1483–1520 Rom)
Bildnis einer jungen Dame mit Perlenschmuck und Palmzweig
Öl auf Holz; gerahmt; 52,5 × 27,5 cm
Provenienz
österreichischer Privatbesitz
€ 5.000–10.000
Das vorliegende Gemälde zeigt typische Einflüsse von den um 1500–1510 entstandenen Porträts Raffaels. Die Körperhaltung, der Ausdruck und vor allem die unscheinbaren, bis ins kleinste Detail ausgearbeiteten Elemente, wie beispielsweise die Perlen im Haar, weisen besondere Parallelen zu Raffaels Umbrischen und Florentiner Werken auf – beispielsweise zum Porträt der „Maddalena Doni“ (Palazzo Pitti Florenz, Inv. 1912, Nr. 59), welches um 1506 datiert wird. Der Typus entspricht weiteren Kompositionen, die die Hauptfiguren nah an den vorderen Bildrand rücken und dennoch bis auf mittlerer Höhe Platz für einen mit ‚Sfumato‘ in die Tiefe wirkenden Landschaftshintergrund bereitstellen. Weitere vergleichbare Beispiele aus dieser Schaffensperiode Raffaels sind das um 1503 entstandene „Porträt eines jungen Mannes“ im Szepmüveszeti Museum, Budapest (Inv.-Nr. 72) oder die um 1502 zu datierende Darstellung des „Hl. Sebastian“ in der Accademia Carrara, Bergamo (Inv. 314).
(Venedig 1430/35–1516 Venedig)
Maria mit dem Christuskind Öl auf Holz; gerahmt; 43 × 34 cm
Rückseitig Etikett der Eremitage St. Petersburg: S. E. V. D. / Aus dem Katalog der Gemälde / die der Kaiserlichen Eremitage gehören / Nr. 474/6594 (Übersetzung); Rückseitig Wachssiegel von der Kunstakademie in Bologna
Provenienz
Laut Siegel, Akademie der bildenden Künste, Bologna (als Giovanni Bellini); Laut Etikett, Eremitage St. Petersburg, Nr. 474/6594 (als Giovanni Bellini); Rudolf Lepke Berlin, Auktion „Kunstwerke Leningrader Museen und Schlösser“, 6.-7. November 1928, Nr. 358 (als Pier Francesco Bissolo); österreichischer Privatbesitz
€ 25.000–50.000


Giovanni Bellini (1430/35 – 1516), der zu den prägendsten Persönlichkeiten der venezianischen Malerei an der Schwelle von der Früh- zur Hochrenaissance gilt, führte diese aus mittelalterlichen Traditionen zu einer neuen, zeitgemäßen Bildsprache. Als Sohn einer bedeutenden Künstlerdynastie wurde er gemeinsam mit seinem älteren Bruder Gentile in der Werkstatt des Vaters Jacopo ausgebildet, wobei der enge künstlerische Austausch mit seinem Schwager Andrea Mantegna insbesondere auf die plastische Durchbildung seiner Figuren wirkte. Bellinis herausragende Leistung liegt jedoch vor allem in seiner innovativen Verwendung von Licht und Farbe sowie in der Entwicklung eines einheitlichen, perspektivisch überzeugenden Bildraums. Seine differenzierte Lichtführung und das fein abgestimmte Kolorit prägten die venezianische Malerei des späten 15. Jahrhunderts nachhaltig und legten zugleich die Grundlage für ihre weitere Entfaltung, die in der Generation Tizians eine entscheidende Fortsetzung fand und der venezianischen Schule eine zentrale Stellung innerhalb der europäischen Kunstgeschichte sicherte.
Das vorliegende Gemälde „Maria mit dem Christuskind“ gehört zu den zentralen Bildtypen im Œuvre Bellinis. Die Komposition zeigt Maria mit gesenktem Blick, während das Christuskind dem Betrachter zugewandt ist und seine Hand zum Segen erhebt. Eine gemalte Brüstung im Vordergrund schafft eine bewusste Distanz zwischen Bildraum und Betrachter – ein typisches Motiv in Bellinis Marienbildern. Im Hintergrund öffnet sich eine weitläufige Landschaft mit bergiger Silhouette, ein charakteristisches Element, das der Künstler maßgeblich geprägt hat.

(Canale di Serino 1657–1747 Barra)
Rahel und Jakob am Brunnen Öl auf Leinwand; gerahmt; 195,5 × 151 cm
Provenienz
Privatbesitz, Österreich
Literatur
Vgl. Nicola Spinosa. Francesco Solimena (1657 – 1747) e le Arti a Napoli, Ugo Bozzi Editore (Hg.), 2018, S. 374, Nr. 151.
€ 10.000–20.000
Francesco Solimena erhielt seine erste künstlerische Ausbildung bei seinem Vater Angelo Solimena und kam so früh mit der neapolitanischen Malerei in Berührung. Prägende Einflüsse bezog er aus den Werken von Giovanni Lanfranco (1582–1647), Mattia Preti (1613–1699) und Luca Giordano (1634–1705), während zugleich der Einfluss Pietro da Cortonas (1596–1669) spürbar blieb. In seinem Stil verband er die Tradition der neapolitanischen Helldunkelmalerei mit einer helleren, dynamischeren Bildauffassung. Im Verlauf seiner langen Karriere wechselten Phasen einer freien, malerischen Gestaltung mit solchen, in denen klassizistische Tendenzen stärker in den Vordergrund traten.
Das vorliegende Gemälde bildet die in der Genesis geschilderte erste Begegnung zwischen Jakob und Rahel am Brunnen ab. Jakob ist kniend dargestellt, im Begriff, den Stein vom Brunnen zu heben, um Rahels Schafherde zu tränken. Rahel ist ihm in Haltung und Blick zugewandt; mit erhobenem Zeigefinger wendet sie sich an ihn, während sich ihre Blicke begegnen. Die Komposition entspricht nahezu vollständig dem Gemälde in der Gallerie dell’Accademia in Venedig (Inv.-Nr. 871). Wie Prof. Spinosa hervorhebt, entstanden in Solimenas Werkstatt zahlreiche Varianten dieses Motivs (vgl. Nicola Spinosa, Francesco Solimena (1657–1747) e le Arti a Napoli, 2018, S. 374). In Solimenas Werkstatt bildete sich ein kulturelles Zentrum Neapels, das zahlreiche junge Künstler anzog, sodass sein Atelier bereits zu seinen Lebzeiten den Charakter einer Akademie annahm.

Nicolo Bambini
(Venedig 1651–1736 Venedig)
Christus und die Ehebrecherin, um 1710/20 Öl auf Leinwand; ungerahmt; 195,5 × 148 cm
Provenienz (nach Auskunft des Einbringers): vor über 50 Jahren von der Familie des jetzigen Eigentümers als Gemälde Luca Giordanos (1634–1705) erworben.
Expertise Prof. Ugo Ruggeri, Venedig, Dezember 2008, liegt bei (anhand eines Fotos).
€ 10.000–20.000
Der 1651 in Venedig geborene Nicolò Bambini arbeitete nach seiner Ausbildungszeit bei Sebastiano Mazzoni (1611–1678) in der Werkstatt Carlo Marattas (1625–1713) in Rom. Nach seiner Rückkehr geriet Bambini besonders unter den Einfluss der Malerei Pietro Liberis (1605–1687). Er schuf zahlreiche Werke in venezianischen Kirchen und Palazzi. Als einer der Höhepunkte seines Schaffens gilt die in den 1720er Jahren erfolgte malerische Ausstattung des Palazzo Sandi-Porto gemeinsam mit dem jungen Giambattista Tiepolo (1696–1770).
Prof. Ugo Ruggeri ordnet vorliegendes Gemälde als charakteristisches Werk der Reifezeit des Künstlers in Venedig ein. Es ist besonders vergleichbar mit der „Madonna und Heilige“ (Chiesa di San Stae), der „Unbefleckte Empfängnis“ (Chiesa di San Pantalon) oder den Allegorien „Die Tugend vertreibt das Laster“ und „Die Zeit verdeckt die Wahrheit“ im Palazzo Patriarcale. Diese Werke, zu welchen das hier vorliegende Werk stilistisch zugehörig ist, wurden zu Beginn des 18. Jahrhunderts geschaffen, als sich in der Formenwelt Nicolò Bambinis, ausgehend von den an Pietro Liberi und Federico Cervelli anknüpfenden Erfahrungen, das typische Gefühl des 18. Jahrhunderts einstellte. Dies wurde unterstützt durch den Einfluss der neuen Sprache Sebastiano Riccis (1659–1734), der 1696 nach Venedig zurückkam. Des Weiteren wirkten die direkten Eindrücke der römischen Kultur der Figurendarstellung nach, die er während seines Aufenthaltes in der Werkstatt Carlo Marattas aufgesogen hatte.
Das Gemälde stellt somit ein exzellentes Beispiel dieser stilistischen Entwicklung dar und dokumentiert zugleich in Aufbau und Farbigkeit den Höhepunkt im Schaffen Nicolò Bambinis (vgl. Prof. Ruggeri, Venedig, Dezember 2008)



(Graz 1703–1761 Wien)
Anbetung Christi durch die Heiligen Drei Könige, um 1740/50 Öl auf Kupfer; gerahmt; 53,5 × 76 cm
Signiert rechts unten: F.C. Janneck fe
Provenienz
österreichischer Kunsthandel, 1947; Ankauf durch Dr. Reinhold Boller (1901–1968), durch Erbgang an seine Nachkommen; Privatsammlung, Österreich
Das Gutachten von Dr. Christina Pucher, erstellt anhand des Originals am 25. März 2026, liegt bei.
Das vorliegende Gemälde wurde unter der Katalognummer „WK 174“ im Werkverzeichnis aufgenommen.
€ 35.000–70.000


Das Gemälde wurde im Original von Dr. Christina Pucher begutachtet und von ihr als hervorragende eigenhändige Arbeit des österreichischen Malers Franz Christoph Janneck bestätigt. Stilistische Merkmale wie Figurenideal und Kompositionsweise weisen auf eine Entstehung um 1740/50 und entsprechen damit den charakteristischen Werken Jannecks aus dieser Schaffensperiode.
„Die perfekte Ausgestaltung und Figurenkomposition, sowie die Lichtführung und vor allem der diffizile Einsatz der Farben belegen hier seine große Meisterschaft. Er erzielt durch seine spezielle Malweise auf Kupfer und seine akkurate Pinselführung ein Kolorit, das durch feinste Nuancierung und Changeant eine dem Emaille ähnliche Oberfläche erreicht.“ (Christina Pucher, Gutachten von März 2026).
Wie Dr. Pucher schreibt, nehmen sakrale Themen im Œuvre Jannecks einen zentralen Platz ein. Seine Auftraggeber gehörten vornehmlich dem Adel, dem höfischen Umfeld sowie dem Klerus an. So dienten die Gemälde häufig der Ausstattung privater Andachtsräume und spiegeln die ausgeprägte Religiosität, wie sie Mitte des 18. Jahrhunderts geherrscht hat, wider.
Im vorliegenden Gemälde inszeniert Janneck in seiner typischen Manier die Darstellung als Bühne mit klar gegliederter Raumordnung: Das Jesuskind erscheint in übernatürlichem Licht auf dem Schoß Mariens und erhellt die gesamte rechte Bildhälfte. Maria hält den Christusknaben behutsam, während er sich segnend den herbeigekommenen Besuchern zuwendet. Josef steht etwas abseits am rechten Rand, auf einen Stock gestützt. Die Weisen aus dem Morgenland nähern sich ehrfürchtig und überreichen ihre Gaben. Die linke Bildhälfte wird wiederum von einem scheinbar endlosen Zug aus Menschen und Tieren bestimmt. Im Vordergrund fungiert eine Repoussoirgruppe –knieende Figuren in orientalischer Tracht neben einer umgestürzten Säule – als raumbildendes Element. Ein Lanzenträger im Profil führt den Blick des Betrachters weiter in die Tiefe zum Gefolge der Könige. Die Komposition folgt dabei dem Prinzip des Horror vacui: Zahlreiche Details beleben die Darstellung bis in den Hintergrund. In einer Senke erscheint eine antike Stadt, während sich dahinter ein schroffes Gebirge bis zum Horizont erhebt und farblich in den bewegten Himmel übergeht (vgl. Christina Pucher, Gutachten von März 2026).


Martin Johann Schmidt, genannt Kremser Schmidt
(Grafenwörth 1718–1801 Stein)
Hl. Josef mit Kind
Öl auf Leinwand; gerahmt; 90 × 70 cm
Provenienz
Privatbesitz, Österreich
Wir danken Dr. Georg Lechner, Belvedere, Wien, für seine wissenschaftliche Unterstützung bei der Katalogisierung.
€ 5.000–10.000

(Grafenwörth 1718–1801 Stein)
Hochzeit des Königs Peleus von Phthia mit der Meeresgöttin Thetis, um 1780–1785 Öl auf Leinwand; gerahmt; 24,5 × 34 cm
Provenienz
europäischer Privatbesitz
Wir danken Dr. Georg Lechner, Belvedere, Wien, für seine wissenschaftliche Unterstützung bei der Katalogisierung.
€ 6.000–12.000

Franz Christoph Janneck
(Graz 1703–1761 Wien)
Frühling und Sommer (Pendants) Öl auf Leinwand; gerahmt; je 26 × 37 cm
Frühling signiert rechts unten: F. C. Janneck fec.
Provenienz
Dorotheum Wien, 29.11.1966, Nr. 60, Tafel 45; Privatsammlung, Österreich
€ 15.000–30.000

Graf Federico Augusto Zichy-Thyssen (1937–2014) entstammte einer deutsch-ungarischen Adelsfamilie und entwickelte bereits in jungen Jahren ein ausgeprägtes Interesse für die bildende Kunst. Entscheidend beeinflusst wurde er durch seinen Onkel Hans Heinrich Thyssen-Bornemisza (1921–2002), einen der wichtigsten Kunstsammler des 20. Jahrhunderts, von dem er auch einige Kunstwerke aus der herausragenden Familiensammlung erbte.
Hans Heinrich Thyssen-Bornemisza engagierte sich seit den späten 1980er Jahren für die Überführung der bis dahin in der Villa Favorita in Lugano verwahrten Sammlung in ein für die Öffentlichkeit zugängliches Museum. Dieses Vorhaben wurde 1993 mit der Übernahme durch den spanischen Staat realisiert. Der Großteil der Sammlung befindet sich seither im Museo Thyssen-Bornemisza in Madrid, das heute zu den bedeutendsten Kunstmuseen Europas zählt.
Das Museum bietet einen umfassenden Überblick über die europäische Kunst vom 13. bis zum späten 20. Jahrhundert. Die nahezu eintausend ausgestellten Werke veranschaulichen die zentralen Epochen und Schulen der westlichen Malerei, darunter die Renaissance, der Manierismus, der Barock, das Rokoko, die Romantik sowie die Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts bis hin zur Pop Art.
Die hier vorgestellten fünf Werke von Johann Heinrich Wilhelm Tischbein, Karl Schall, Joseph van Aken sowie aus dem Umkreis von Pietro Longhi stehen in enger Verbindung mit der Geschichte dieser Sammlung. Zahlreiche Etiketten und Inventarnummern auf den Rückseiten der Gemälde belegen ihre Provenienz und weisen anhand entsprechender Sammlungskürzel darauf hin, dass sich die Werke ursprünglich in der Sammlung Thyssen-Bornemisza befanden, bevor sie im Zuge der Erbfolge an Graf Federico Augusto Zichy-Thyssen übergingen.

3014
Johann Heinrich Tischbein der Ältere (Haina 1722–1789 Kassel)
Sophie Marie Margarete von Löw, geb. von Diede zum Fürstenstein (1730–1807), 1748 Öl auf Holz; gerahmt; 27 × 19 cm
Provenienz
Sammlung Graf Federico Zichy-Thyssen (1935–2014), Paraguay; vom derzeitigen Besitzer direkt dort erworben
▲ € 5.000–10.000

Pietro Longhi Umkreis
(Venedig 1702–1785 Venedig)
Das Erwachen der Dame, 1702 Öl auf Leinwand; gerahmt; 72 × 54,5 cm
Provenienz
Sammlung Graf Federico Zichy-Thyssen (1935–2014), Paraguay; vom derzeitigen Besitzer direkt dort erworben
▲ € 3.500–7.000

3016
Pietro Longhi Umkreis
(Venedig 1702–1785 Venedig)
Gesellschaftsszene mit einer jungen Frau beim Spinnen, 1702
Öl auf Leinwand; gerahmt; 72 × 54,5 cm
Provenienz
Sammlung Graf Federico Zichy-Thyssen (1935–2014), Paraguay; vom derzeitigen Besitzer direkt dort erworben
▲ € 3.500–7.000

3017
Joseph van Aken
(Antwerpen um 1699–1749 London)
Die Gemüsehändlerin Öl auf Leinwand; gerahmt; 57,5 × 47 cm
Provenienz
Kunsthandel Wildenstein, Buenos Aires, um 1960; Sammlung Graf Federico Zichy-Thyssen (1935–2014), Paraguay; vom derzeitigen Besitzer direkt dort erworben
▲ € 5.000–10.000

3018
Jean Frederic Schall zugeschrieben
(Straßburg 1752–1825 Paris)
Im Boudoir
Öl auf Leinwand; gerahmt; 32,5 × 24,5 cm
Provenienz
Sammlung Graf Federico Zichy-Thyssen (1935–2014), Paraguay; vom derzeitigen Besitzer direkt dort erworben
▲ € 3.500–7.000

(Herenthals 1540–1610 Paris)
Diana und Actaeon
Öl auf Holz, parkettiert; gerahmt; 44,5 × 64,5 cm
Provenienz
Dorotheum Wien, 3.12.1959, Nr. 41, Tafel 40 (SW-Abb.); Privatbesitz, Wien
€ 5.000–10.000

3020
Joachim Anthonisz Wtewael Umkreis
(Utrecht 1566–1638 Utrecht)
Das goldene Zeitalter
Öl auf Leinwand; gerahmt; 91 × 116 cm
Provenienz
Privatbesitz, Deutschland
€ 10.000–20.000
Franz Christoph Janneck
(Graz 1703–1761 Wien)
Tafelnde Gesellschaft im Garten Öl auf Holz; gerahmt; 22,5 × 32 cm
Provenienz
Galerie Sanct Lucas, Wien, 1962; Privatsammlung, Österreich
Literatur
Christina Pucher, Franz Christoph Janneck 1703–1761, Diss., Graz 1996, Bd. I, S. 123.; Bd. II, WVZ-Nr. 139 (SW-Abb.)
€ 10.000–20.000
Neben dem umfangreichen Œuvre sakraler Historien, das das Schaffen des Künstlers maßgeblich prägt, nimmt auch die Darstellung von Gesellschaftsund Genreszenen einen bedeutenden Platz ein. In diesen Werken widmet sich der Künstler bevorzugt Szenen des höfischen Lebens, die sowohl in idealisierten Park- und Waldlandschaften als auch in bürgerlich geprägten Innenräumen oder auf Terrassen angesiedelt sind.
Die Figurengruppe ist in eine Gartenszene eingebettet, die sich um einen gedeckten Tisch im Freien entfaltet. Im Hintergrund rahmen architektonische und plastische Elemente eines Brunnens die Komposition, während sich rechts eine weit ausgreifende Landschaft öffnet und dem Bildraum zusätzliche Tiefe verleiht. Die am linken Bildrand dargestellte Figur ist dem Betrachter zugewandt; sein Blick ist nach vorne gerichtet, während er ein Glas zum Mund führt. Im Zentrum sitzt eine elegant gekleidete Dame, die ihren Kopf der dritten Figur zuwendet, welche in die Szene eintritt. Dieser Herr trägt auf einem silbernen Tablett ein Getränk und bewegt sich auf die Gruppe zu. Seine Bewegung wird durch den roten Umhang hervorgehoben, der seinen Oberkörper in fließender Form umhüllt.
Solche Darstellungen entsprachen in besonderem Maße dem Geschmack des 18. Jahrhunderts. Unter dem Einfluss der niederländischen und französischen Malerei erfreuten sich Szenen höfischer Muße und geselliger Interaktion großer Beliebtheit und fanden eine entsprechend breite Rezeption bei den zeitgenössischen Sammlern (vgl. Pucher 1996, S. 123)

(Wien 1756–1811 Wien)
Blumenstillleben, 1805
Öl auf Leinwand; gerahmt; 70 × 97 cm
Signiert und datiert unten mittig: Jh. Drechsler f / 1805
Provenienz
Privatsammlung, Österreich
€ 25.000–50.000
Das vorliegende, prächtig komponierte Bouquet besticht durch seine außerordentliche formale wie farbliche Vielfalt und vereint bereits die charakteristischen Merkmale der repräsentativen Wiener Blumenmalerei der ersten Jahrzehnte des 19. Jahrhunderts. In kaum ein anderes künstlerisches Umfeld wurde die Tradition der niederländischen Meister des 17. und 18. Jahrhunderts mit vergleichbarer Wertschätzung rezipiert. Deren ausdifferenzierte Kompositionstypen für Blumenarrangements fanden in den Werken von Jan van Huysum und Rachel Ruysch ihren Höhepunkt an Virtuosität und harmonischer Ausgewogenheit.
Vor diesem Hintergrund kommt der Lehrtätigkeit Drechslers besondere Bedeutung zu: Sie zielte darauf ab, diese geschätzten malerischen Traditionen an die Wiener Künstlerschaft zu vermitteln. Dabei stand nicht die bloße Nachahmung im Vordergrund, sondern deren eigenständige Weiterentwicklung im Sinne zeitgenössischer Anforderungen. Auch in seinen eigenen Arbeiten wird deutlich, wie die historischen Vorbilder zwar präsent bleiben, jedoch zugunsten einer neuen, dem 19. Jahrhundert verpflichteten Bildauffassung zurücktreten.
Das Gemälde zeigt ein reiches Blumenarrangement, das sich wirkungsvoll vor einem ruhig gehaltenen, braunen Hintergrund abhebt. Die Blüten sind in einer Vase auf einer Kommode gruppiert; einzelne Schmetterlinge beleben die Komposition und unterstreichen ihren naturhaften Charakter.


Jasper van der Lanen
(Antwerpen um 1592-nach 1626 Antwerpen)
Waldlandschaft mit Lautenspieler und Tanzenden, Waldlandschaft mit Dudelsackspieler und Tanzenden (Pendants), 1620er Jahre
Öl auf Kupfer; gerahmt; je 33 × 26,5 cm
Provenienz
Privatsammlung, Österreich
€ 15.000–30.000


3024
Franz de Paula Ferg
(Wien 1689–1740 London)
Landschaft aus der Campagna Öl auf Leinwand; gerahmt; 77,5 × 97 cm monogrammiert unten links: FV (in Ligatur)
Provenienz
Dorotheum Wien, 17.6.1969, Nr. 42, Tafel 45; Dorotheum Wien, 15.6.1971, Nr. 37, Tafel 42; Privatsammlung, Österreich
€ 7.000–14.000
Franz de Paula Ferg wurde als Sohn des Historienmalers Adam Pankraz Ferg (1651–1729) in Wien geboren und erhielt seine erste künstlerische Prägung im väterlichen Atelier. Dort legte er das Fundament seines Schaffens, das er später durch Studien bei Hans Graaf weiter vertiefte. Entscheidende Impulse für seine Entwicklung als Landschaftsmaler gewann er zudem durch den Einfluss von Joseph Orient. In seinen Werken gelang es Ferg, die um 1700 verbreitete holländische Malweise auf überzeugende Weise mit italienisch geprägten Elementen zu verbinden. Angeregt von Künstlern wie Cornelis van Poelenburgh (1594/95–1667) und Nicolaes Berchem (1620–1683) widmete er sich insbesondere der Darstellung des südlichen Lichts sowie idealisierter, italianisierender Landschaften. Seine Gemälde zeichnen sich durch eine reiche Figurenstaffage aus, die den Szenerien Leben und erzählerische Tiefe verleiht, und dienten nicht selten als Vorlagen für Kupferstiche. Sein künstlerischer Weg führte ihn von Wien über Bamberg und Dresden schließlich nach London, wo er sich dauerhaft niederließ und sein Schaffen fortsetzte.


3025
Johann Christian Brand (Wien 1722–1795 Wien)
Landschaften (Pendants), 174(8) Öl auf Kupfer; gerahmt; je 76 × 96 cm
Signiert und datiert links unten: Brand. fec. 174(8)
Signiert rechts unten: Brand. fec.
Provenienz
Galerie Sanct Lucas, Wien, 1971, Nr. 31 und 32; Privatsammlung, Österreich
€ 7.000–14.000

(Turin 1730–1800 Turin)
Sommerliche und winterliche Flusslandschaften (Pendants) Öl auf Kupfer; gerahmt; je 36,5 × 42,5 cm (oval)
Provenienz
Galerie Sanct Lucas, Wien, 1976/77, Nr. 31 und 32; Privatbesitz, Österreich
€ 15.000–30.000
Vittorio Amadeo Cignaroli wurde in Turin als Sohn des Malers Scipione Cignaroli (1690–1753) geboren und erhielt seine erste Ausbildung in dessen Werkstatt, wo er früh mit den künstlerischen Traditionen und Arbeitsweisen seiner Zeit vertraut wurde. Wie bereits sein Vater stand auch er im Dienst des Hauses Savoyen, eine Verbindung, die sein Schaffen nachhaltig prägte. Die Nähe zum Hof bestimmte nicht nur seine Auftraggeberschaft, sondern auch die stilistische Ausrichtung seiner Werke: Cignaroli orientierte sich an den ästhetischen Erwartungen der Zeit und den Vorlieben der aristokratischen Gesellschaft. Seine Bildsprache erscheint dabei häufig erzählerisch und dekorativ, getragen von einem ausgeprägten Sinn für harmonische Kompositionen. Besonders in seinen Landschaftsdarstellungen zeigt sich eine idealisierende Auffassung der Natur, die weniger auf die realistische Wiedergabe der Wirklichkeit als vielmehr auf eine veredelte, stimmungsvolle Inszenierung abzielt und damit deutlich auf Distanz zur aufkommenden Aufklärungsrealität bleibt. Im Jahr 1778 wurde er schließlich zum Professor an der Königlichen Akademie für Malerei und Bildhauerei in Turin berufen, was seine Anerkennung innerhalb der zeitgenössischen Kunstwelt unterstreicht.


(Frankfurt 1695–1756 Wien)
Schlachtenszene
Öl auf Papier auf Leinwand; gerahmt; 22 × 30 cm
Provenienz
Dorotheum Wien, 20.3.1985, Nr. 366, Tafel 20; Privatbesitz, Österreich
€ 2.000–4.000
(Frankfurt 1695–1756 Wien)
Mythologische Szene mit brennender Stadt Öl auf Papier auf Leinwand; gerahmt; 22 × 30 cm
Provenienz
Dorotheum Wien, 20.3.1985, Nr. 367, Tafel 19; Privatbesitz, Österreich
€ 2.000–4.000


3029
Michelangelo Cerquozzi
(Rom 1602–1660 Rom)
Schlachtenszene
Öl auf Leinwand; gerahmt; 70 × 84,5 cm
Provenienz
Dorotheum Wien, 13.3.1958, Nr. 24, Tafel 27 (SW-Abb.); Privatbesitz, Wien
€ 10.000–20.000

Norbert Joseph Karl Grund
(Prag 1717–1767 Prag)
Seelandschaften (Pendants)
Öl auf Holz; gerahmt; je 14,5 × 19 cm
Provenienz
Privatsammlung, Österreich
€ 10.000–20.000

Norbert Joseph Carl Grund (1717–1767), geboren und tätig in Prag, zählt zu den bedeutendsten Vertretern der böhmischen Malerei des Rokoko. Er entstammte einer traditionsreichen Künstlerfamilie; bereits sein Vater Christian Grund war als Hofmaler tätig, und auch mehrere seiner Geschwister wirkten als Maler, Musiker oder Kupferstecher. Seine erste Ausbildung erhielt Grund im Atelier des Vaters, bevor er 1738 nach Wien ging und vermutlich auch Venedig bereiste. 1752 wurde er in die Prager Malerzunft aufgenommen und zum Meister ernannt. Grund entwickelte sich zu einer prägenden Persönlichkeit der böhmischen Kammermalerei. Beeinflusst von der Wiener Schule um Franz de Paula Ferg, der venezianischen Barockmalerei sowie später von französischen RokokoVorbildern, fand er zu einer eigenständigen, unverkennbaren Bildsprache. Charakteristisch ist die Verbindung niederländisch inspirierter Motivik mit der lichten Farbigkeit und eleganten Leichtigkeit des Rokoko, wobei in seinem Spätwerk bereits klassizistische Tendenzen anklingen.
Sein Œuvre umfasst eine außerordentlich große Zahl kleinformatiger Gemälde, meist auf Holz oder Metall ausgeführt, die sich durch feine malerische Qualität und poetische Atmosphäre auszeichnen. Thematisch reicht sein Spektrum von Landschaften mit idealisierten Stadt-, Dorf- und Ruinenansichten über galante Feste, Jagd- und Militärszenen bis hin zu religiösen und mythologischen Darstellungen. Viele Werke entstanden als Pendants und zeichnen sich durch eine subtile, oft melancholisch grundierte Erzählweise aus.
Als nahezu einziger genuiner Kabinettmaler des Rokoko in Böhmen nimmt Grund eine Sonderstellung ein. Seine Bilder, die meist unsigniert blieben, sind dennoch aufgrund ihres charakteristischen Stils eindeutig zuzuordnen. Mit ihrer Verbindung von erzählerischer Vielfalt, malerischer Raffinesse und poetischer Dichte eröffnet seine Kunst einen ebenso eigenständigen wie faszinierenden Blick auf die Lebenswelt des 18. Jahrhunderts.
Jeronimus van Diest II.
(Den Haar 1633/34–1684 oder später, London)
Ruderboot, Smalschip und weitere Schiffe auf bewegter See, um 1650–60 Öl auf Leinwand; gerahmt; 102 × 144 cm
Provenienz
Lempertz, Köln, 16. Mai 2009, Nr. 1075 (als Simon de Vlieger); Kunsthandel, Österreich, 2010; Dorotheum, Wien, 10. November 2020, Nr. 224 (als Simon de Vlieger); Dorotheum, Wien, 9. Juni 2021, Nr. 191 (als Pieter Mulier Nachfolger); Niederländischer Privatbesitz
Gutachten Dr. Gerlinde de Beer, Berumbur, 10. September 2023, liegt bei.
€ 15.000–30.000
Auf heftig bewegter See kreuzen mehrere Boote und Schiffe. Die vordere Wellenbahn ein vollbesetztes Ruderboot tragend ist in der Art eines Repoussoirs dunkelgrau gestaltet. Im rechten Mittelgrund fährt ein ‚Smalschip‘ nach rechts, auf welchem zwei Seeleute das Vorsegel und die Flagge sichern, während ein Dritter das Ruder bedient. Weitere Schiffe beleben die See im Hintergrund, während in der Ferne des linken Bildteils diagonale leicht streifige Partien den Niedergang von Regenschauern andeuten. Dort hebt sich vor einem helleren Himmelsbereich die Silhouette einer Kirche mit einem stumpfen Turm ab. Der Schauplatz ist nicht näher spezifiziert. Doch die Anwesenheit von Dreimastern in Küstennähe deutet auf die Zuiderzee hin, die bis auf den Zugang zur offenen Nordsee von Festland umgeben war, aber von Dreimastern befahren werden konnte.
Seit dem Aufscheinen des Gemäldes am Kunstmarkt im Jahre 2009 hat es bisweilen unterschiedliche Zuschreibungen erfahren und wurde sowohl Simon de Vlieger (1600/01–1653) als auch einem Nachfolger Pieter Muliers I. (um 1600–1659/61) zugeschrieben. In einer ausführlichen Analyse konnte Dr. Gerlinde de Beer das vorliegende Seestück nun jedoch als eigenhändiges Werk des in Den Haag und London tätigen Marinemalers Jeronimus van Diest II. identifizieren.
Das Gemälde ist besonders vergleichbar mit zwei monogrammierten Werken van Diests: „Heringfänger unter Geleit von Kriegsschiffen“ in der Sammlung Inder Rieden (vgl. G. de Beer, u.a.: The Golden Age of Dutch Marine Painting, The Inder Rieden Collection, Leiden 2019, Bd. II, Kat. Nr. 43) und „Marinelandschaft mit Fischern im Vordergrund“ (Koller, Zürich, 1. April 2011, Lot 3027). Gemälde wie diese beinhalten kleine Details, die auf Werken von Jeronimus van Diest immer wiederkehren, wie beispielsweise kreisförmige Wolkenformationen durch eine mittige Aufklarung des Himmels, sowie unvermittelt auftauchende kleine Buntwerte in der Kleidung der Seeleute oder drapierte Tücher, hier das verspielte, dekorative Element der um den Flaggenstock gewickelten Flagge. Auch das vollbesetzte Ruderboot mit vorn links mit zehn Insassen, von denen ein Stehender einen Bootshaken hält, findet sich immer wieder, beispielsweise in der oben erwähnten „Marinelandschaft“ oder ein ähnliches Boot mit sechs Insassen auf Jeronimus van Diests 1667 entstandenem Hauptwerk, welches das beschlagnahmte englische Admiralsschiff ‚Prince Charles‘ (Amsterdam, Rijksmuseum, inv./cat.nr. SK-A-1389), zeigt (vgl. Gutachten Dr. Gerlinde de Beer).

(Siegen 1577–1640 Antwerpen)
Das Urteil des Paris Öl auf Holz, auf eine Holzplatte kaschiert; gerahmt; 71, 5 × 111,5 cm
Provenienz Privatsammlung, Wien
Naturwissenschaftliche Dokumentation und Pigmentanalyse Prof. Dr. Manfred Schreiner, Wien, August 2023.
€ 25.000–50.000

Die Geschichte des Hirten Paris, der die Schönheit der drei Göttinnen Venus, Juno und Minerva beurteilen soll, ist zweifellos einer der bekanntesten klassischen Mythen. Wir sehen, wie Merkur den begehrten Apfel hält, der die Siegerin küren soll. Paris hat seinen Blick bereits auf Venus gerichtet, die ihm verspricht, ihn dafür mit der Liebe der schönsten sterblichen Frau zu belohnen – Helena, der Frau des Königs Menelaos von Sparta. Diese Entscheidung führt schließlich zur Entführung Helenas durch Paris, zu den Versuchen der Griechen, sie zurückzuerobern und zur Belagerung und schließlich zur Zerstörung Trojas – jene epische Geschichte, welche in Homers Ilias erzählt wird. Im Laufe seiner langen und glanzvollen Karriere sollte Peter Paul Rubens sich dem Thema zumindest acht Mal zuwenden. Einige dieser Werke sind heute nur durch Kopien bekannt, aber die Bildsprache der gesamten Gruppe zeugt von seiner ungewöhnlichen und sehr individuellen Interpretation der Erzählung. Seine Beschäftigung mit dem Sujet umspannt seine gesamte Karriere, von seinen frühen Anfängen in Antwerpen bis zum Jahr vor seinem Tod 1640 –dadurch bieten diese Werke unvergleichliche Einblicke in dessen Entwicklung als Künstler über einen Zeitraum von vierzig Jahren. Zwei maßgebliche Beispiele für diese stets variierten Kompositionen befinden sich in der Sammlung der National Gallery London, welche 1966 die früheste bekannte Version erwarb (Inv.-Nr. NG6379), entstanden um 1597–99, als Rubens nur knapp über 20 Jahre alt war. Schon in dieser frühen, von einem Kupferstich Raffaels inspirierten Interpretation, finden sich Elemente, welche eine Nähe zur vorliegenden Darstellung zeigen, etwa die Rückenfigur der Juno und der sich an Venus‘ Schenkel klammernde Putto. Das sogenannte „späte Londoner Urteil“, datierbar zwischen 1632–35 (National Gallery, London, Inv.-Nr. NG194) zeigt in seinem Aufbau große Nähe zum vorliegenden Werk, jedoch sind die Seiten der Protagonisten vertauscht und die drei Göttinnen anders positioniert. Für den Künstler bot sich anhand der Szene die Möglichkeit, sich ausführlich mit seinem Ideal der weiblichen Schönheit auseinanderzusetzen. Entsprechend der hohen Nachfrage finden sich zahlreiche Wiederholungen und Varianten aus Rubens‘ Werkstatt und deren Umkreis. Das vorliegende Gemälde entspricht der letzten, und wohl in der Forschung populärsten, Fassung aus dem Jahr 1638, welche von Philip IV. von Spanien in Auftrag gegeben wurde und sich heute im Museo del Prado, Madrid, befindet (Inv.-Nr. P001669, Abb.1). Es sind jedoch kleine Abweichungen in den Details, sowie eine räumliche Konzentration des Inhalts gegenüber dem extremen Querformat des monumentalen Prado-Werks zu erkennen. Die Gesamtkomposition fokussiert sich auf die Schlüsselfiguren der Geschichte: die Gruppe der drei entkleideten Göttinnen auf der rechten Bildseite, links Merkur hinter dem in nachdenklicher Haltung sitzenden Paris. Die besonders reizvolle Komposition war schon unmittelbar nach ihrer Entstehung Gegenstand großen Interesses. So schrieb etwa der Bruder des Königs, Kardinal-Infant Don Fernando de Austria, der Gouverneur der südlichen Niederlande, in mehreren Briefen darüber. Er hielt es für eines der besten Werke von Rubens, war jedoch über die Nacktheit der drei Frauen besorgt. Zudem soll die Darstellung der Venus auf Rubens‘ zweiter Frau, Hélène Fourment, basieren, deren Schönheit ihn wiederholt in seiner meisterhaften Formulierung weiblicher Akte inspirierte.



(Haarlem 1611–1669 Haarlem)
Der zufriedene Pfeifenraucher
Öl auf Holz; gerahmt; 22,5 × 16,5 cm
Provenienz
Sammlung Baron von Hugel; Privatsammlung, Österreich; Galerie Friederike Pallamar, Wien, 7.11–24.12.1966; Dorotheum Wien, 7.10.1998, Nr. 3 (Farbabb.); Privatbesitz, Österreich
€ 3.500–7.000
(Haarlem 1617/23–1674 Haarlem)
Vater-Pflichten
Öl auf Holz; gerahmt; 31 × 24,5 cm
Signiert mittig auf dem Fass: Hals.
Provenienz
Privatbesitz, Schweiz; Galerie Friederike Pallamar, Wien; Privatbesitz, Österreich
€ 3.500–7.000

3035
Michiel van Musscher
(Rotterdam 1645–1705 Amsterdam)
Die Spitzen-Klöpplerin
Öl auf Leinwand; gerahmt; 25 × 53,5 cm
Monogrammiert und datiert rechts unten: MM / f(1)669
Provenienz
Sammlung Van Leyden, Paris 1801 (als Gabriel Metsu);
Sammlung Prinz Gallitzin, Paris 1821 (als Gabriel Metsu);
Sammlung Herzog von Bojano, Paris 1880 (als Gabriel Metsu);
Privatsammlung Paris, 1978; Galerie Friederike Pallamar, Wien; Privatbesitz, Österreich
€ 15.000–30.000

Michiel van Musscher (1645–1705) war ein angesehener holländischer Genremaler, der sich auf Bildnisdarstellungen unter Einbeziehung der häuslichen und beruflichen Umwelt in der Art von Gabriel Metsu, Mieris und Netscher spezialisiert hat. Das vorliegende, meisterhafte Frühwerk van Musschers zeichnet sich durch intime Beobachtung und feinsinnige, lebendige Gestaltung aus.
Die Tiefenwirkung des Innenraums entsteht nicht nur durch die perspektivischen Linien, sondern ebenso durch die gestaffelte Anordnung der Figuren hinter der sitzenden Frau sowie durch gezielt gesetzte Alltagsgegenstände, wie den an die Wand gelehnten Besen in der linken Ecke und das Kissen vor der Spitzenklöpplerin. Die Figur ist von vorn beleuchtet, während das Fenster hinter ihr dunkel bleibt, wodurch sie sich klar vom Innenraum abhebt.
Der Betrachter scheint unbemerkt in die Szene einzutreten: Keine der Figuren sucht seinen Blick, alle sind ganz in ihre Tätigkeiten vertieft.

Marktszene mit Kastanienverkäufer, 17. Jahrhundert
Öl auf Leinwand; ungerahmt; 72,5 × 109,5 cm
Provenienz
Privatsammlung, Wien
€ 4.000–8.000

3037
(Venedig 1658–1720 Genua)
Kaninchen
Öl auf Leinwand; gerahmt; 95,5 × 129 cm
Provenienz
Dorotheum Wien, 10.6.1958, Nr. 43 (als Jan Fyt); Privatsammlung, Österreich
Wir danken Dr. Fred Meijer für seine wissenschaftliche Unterstützung bei der Katalogisierung und Zuschreibung.
€ 8.000–16.000
Der italienische Barockmaler Giovanni Agostino Cassana ist vor allem für seine qualitätvollen Tierdarstellungen bekannt. Sein Œuvre zeichnet sich durch eine ausgeprägte Hinwendung zur Naturbeobachtung aus, die sich sowohl in lebendigen Szenen als auch in Stillleben widerspiegelt.
Seine erste künstlerische Ausbildung erhielt Cassana im Atelier seines Vaters; vermutlich begann er – ähnlich wie sein Bruder Nicolò – als Porträtmaler. Aus Rücksicht auf die Konkurrenzsituation innerhalb der Familie wandte er sich jedoch frühzeitig einem eigenständigen Sujet zu und spezialisierte sich auf Tierdarstellungen. Dabei bevorzugte er die Darstellung lebender Tiere gegenüber klassischen Stillleben, was sowohl durch historische Quellen als auch durch die erhaltenen Werke belegt ist.
Stilistisch steht Cassana in der Tradition der genuesischen Malerei und zeigt Einflüsse von Künstlern wie Vassallo und Giovanni Benedetto Castiglione (genannt Il Grechetto). Darüber hinaus lassen sich Anregungen durch flämische Stilllebenmaler, insbesondere Jan Fyt und Jacques van de Kerckhove, erkennen.

Johann Heinrich Wilhelm Tischbein Umkreis
(Haina 1751–1829 Eutin)
Offiziersporträt
Öl auf Leinwand; gerahmt; 87,5 × 67,5 cm
Provenienz
Privatbesitz, Deutschland
€ 3.000–6.000

3039
Isaac Willaerts
(Utrecht um 1620–1693 Utrecht)
Küstenszene mit Schiffen und Fischern Öl auf Holz; gerahmt; 43,5 × 64 cm signiert links unten: Willarts Provenienz
europäischer Privatbesitz
€ 9.000–18.000

Isaac Willaerts wurde um 1620 in Utrecht als dritter Sohn von Adam Willaerts (1577–1664) geboren. Im Jahr 1637 trat er der Utrechter Malergilde bei, in der er zwischen 1666 und 1668 als Obmann tätig war. Wie sein Vater malte auch Isaac Landschaften, Fischereiszenen und vor allem Marineszenen, die stark vom Œuvre seines Vaters beeinflusst wurden.
Die stimmungsvolle Darstellung von Seefahrt und Küstenleben ist ein exemplarisches Werk der Malerfamilie Willaerts. Es zeigt eine idealisierte Szene des Küstenlebens, die zugleich die maritime Stärke und die Alltäglichkeit des Lebens an der niederländischen Küste widerspiegelt. Im Mittelpunkt stehen zwei große Segelschiffe mit niederländischen Flaggen. Die imposante Größe und der Detailreichtum der Schiffe fesseln den Blick des Betrachters und lassen sie als Symbole von Macht und Handel erscheinen. Kleinere Boote befinden sich nahe der Küste, werden vom Wind erfasst und bewegen sich unsicher im aufgewühlten Wasser. Ein weiteres Boot legt gerade an der Küste an, Warensäcke werden entladen. Die dargestellte Küste erstreckt sich entlang eines felsigen Ufers, auf dem sich eine Burg oder ein Wachturm einer imaginären Stadt erhebt. Die Stimmung des Gemäldes wirkt friedlich und dennoch sehr belebt. Die sanften Wolken am Himmel und die leicht unruhige See erzeugen ein Gefühl von Lebendigkeit, das durch die Figurenstaffage am Strand noch unterstrichen wird. Diese figürliche Vielfalt bringt Dynamik in das Bild und verstärkt die Authentizität der Küstenszene. Willaerts’ Maltechnik ist detailreich und präzise feine Pinselstriche geben die Konturen der Schiffe und Figuren genau wieder, während Himmel und Meer in weicheren, teils verwischten Strichen gestaltet sind. Diese Kombination aus Detailtreue und atmosphärischer Weichheit verleiht dem Werk Tiefe und Realismus. Die Mischung aus dramatischem Himmel, detailreichen Schiffen und belebter Küstenszene zeigt die Fähigkeit des Künstlers, eine harmonische und zugleich kraftvolle Komposition zu schaffen, die das maritime Erbe der Niederlande eindrucksvoll zum Ausdruck bringt.


Künstler des 18. Jahrhunderts
Porträt eines Herren
Öl auf Leinwand; gerahmt; 54,5 × 39 cm
Provenienz
Privatsammlung, Österreich
€ 1.000–2.000
Künstler des 18. Jahrhunderts
Porträt eines Herren
Öl auf Leinwand; gerahmt; 62 × 49 cm
Provenienz
Privatsammlung, Österreich
€ 1.000–2.000


Philipp Ferdinand de Hamilton
(Brüssel 1664–1750 Wien)
Jagdhunde (Pendants)
Öl auf Kupfer; gerahmt; je 15 × 19 cm
Signiert links unten: P.F. de H.
Signiert rechts unten: v. Hamilton fe. 17(?)
Provenienz
europäischer Privatbesitz
€ 6.000–12.000

3043
Alexander Keirincx
(Antwerpen 1600–1652 Amsterdam)
Waldpartie mit See Öl auf Holz; gerahmt; 21 × 28 cm
Signiert links unten (zwischen den Bäumen): AKeirincx
Rückseitig Wachssiegel
Provenienz
Lempertz Köln, 19.10.1920, Nr. 3, Tafel 8; Privatbesitz Steiermark
€ 7.000–14.000

3044
Jonathan Richardson Umkreis
(London 1665–1745 London)
Porträt eines Architekten
Öl auf Leinwand; gerahmt; 91 × 116 cm
Provenienz Privatbesitz, Deutschland
€ 5.000–10.000


(Nürnberg 1554–1630 Nürnberg)
Porträt eines Patriziers
Öl auf Holz; gerahmt; 98 × 73 cm
datiert und bezeichnet rechts oben:
A 1599. / AETATIS. SVAE .55.
Provenienz
Privatbesitz, Deutschland
€ 3.500–7.000
Künstler des 17. Jahrhunderts
Herrenporträt, 1620
Öl auf Leinwand; gerahmt; 110,5 × 90,5 cm
Undeutlich monogrammiert und datiert unten links: FK(?) / 1620
Provenienz
Österreichischer Privatbesitz
€ 1.500–3.000

3047
Francesco Fieravino genannt il Maltese (um 1650-nach 1680 Rom)
Stillleben auf orientalischem Teppich
Öl auf Leinwand; gerahmt; 94 × 131,5 cm
Provenienz
Privatbesitz, Österreich
€ 3.000–6.000
Der aus Malta stammende Stilllebenmaler Francesco Fieravino, ist eine nur in Umrissen fassbare Persönlichkeit der römischen Malerei des 17. Jahrhunderts. Gesichert ist seine Tätigkeit in Rom zur Zeit von Papst Alexander VII. sowie seine Verbindung zu dem Malteserritter und Mäzen Pietro Cesarini. Trotz der Wertschätzung, die seine Werke zu Lebzeiten erfuhren, geriet sein Œuvre nach seinem frühen Tod im Jahr 1654 rasch in Vergessenheit und wurde lange Zeit anderen Künstlern zugeschrieben.
Im vorliegenden Gemälde dominiert die Darstellung eines kostbaren Orientteppichs, ein Motiv, für das Fieravino bekannt ist und das er häufig mit Früchten kombiniert. Der kunstvoll drapierte Teppich bestimmt die Bildfläche und wird mit beinahe haptischer Präzision wiedergegeben. Stofflichkeit, Muster und Farbigkeit sind differenziert ausgearbeitet und erzeugen eine ausgeprägte Anschaulichkeit.
Mit virtuoser Pinselführung akzentuiert der Künstler einzelne Partien und strukturiert die Komposition durch ein fein abgestimmtes Spiel von Licht und Schatten. Die ausgeprägten Hell-Dunkel-Kontraste verweisen auf den Einfluss von Caravaggio, dessen Naturalismus die Stilllebenmalerei des 17. Jahrhunderts nachhaltig prägte.


Filippo Lauri
(Rom 1623–1694 Rom)
Flucht nach Ägypten Öl auf Kupfer; gerahmt; 11,5 × 16 cm
Provenienz
Sotheby's, London, 11.7.1979, Nr. 256 (SW-Abb.); Dorotheum Wien, 10.-14.11.1980, Nr. 334, Tafel XXVI (Farbabb.); Privatbesitz, Wien
€ 3.500–7.000
Nach Josef Anton Koch (Obergibeln 1768–1839 Rom)
Heroische Landschaft mit Regenbogen Öl auf Leinwand; gerahmt; 135,5 × 123,5 cm
Provenienz Privatsammlung, Wien
€ 3.000–6.000

3050
Flämische Schule
17. Jahrhundert
Paradieslandschaft
Öl auf Leinwand; gerahmt; 145,5 × 75 cm
Provenienz Privatsammlung, Österreich
€ 5.000–10.000


(Mühlhausen 1697–1753 Wien)
Friedrich Karl Reichsgraf von Schönborn-Buchheim
Öl auf Leinwand; gerahmt; 97,5 × 78 cm
Provenienz Privatbesitz, Deutschland
€ 2.500–5.000
(Stockholm 1695–1770 Wien)
Herrenporträt, um 1760/70 Öl auf Leinwand; gerahmt; 89,5 × 73 cm
Provenienz österreichischer Privatbesitz
€ 1.000–2.000

Gillis Neyts
(Gent 1623–1687 Antwerpen)
Gebirgslandschaft mit Blick auf eine Burgruine Öl auf Leinwand; gerahmt; 44,5 × 61 cm
Signiert rechts unten: G. Neyts.
Provenienz
Dorotheum Wien, 27. März 2003, Lot 378; Privatsammlung, Wien
€ 1.000–2.000
Das vorliegende Gemälde zeigt eine ruhige, romantische Landschaft im Stil der flämischen Malerei des 17. Jahrhunderts. Gillis Neyts, bekannt für seine detaillierten Landschaftsdarstellungen, vermittelt hier eine idyllische Szenerie: Im Vordergrund sehen wir ein rustikales Bauernhaus mit roten Dachziegeln, das in eine sanfte Hügellandschaft eingebettet ist. Umgeben von Bäumen und üppiger Vegetation, führt ein kleiner Bach durch das Bild, während im Hintergrund eine Ruine und weitere Gebäude zu erkennen sind. Die Komposition lenkt den Blick in die Tiefe der Landschaft und schafft eine harmonische Atmosphäre.

(Amsterdam 1650–1690 Amsterdam)
Rast im Wald
Öl auf Leinwand; gerahmt; 76 × 64 cm
Monogrammiert rechts unten: NB. f.
Provenienz
Privatbesitz, Österreich
Wir danken Ellis Dullaart, RKD, Niederländisches Institut für Kunstgeschichte, für die wissenschaftliche Unterstützung bei der Katalogisierung.
€ 5.000–10.000
(Frankenthal 1591/93–1645 Middelburg)
Waldlandschaft mit Brücke und Pferdewagen
Öl auf Kupfer; gerahmt; 20 × 29 cm
Monogrammiert unten mittig: MM
Provenienz
Dorotheum Wien, 19.3.1986, Lot 513; österreichischer Privatbesitz; Auktionshaus im Kinsky Wien, 28.6.2022, Lot 8; Privatbesitz Österreich
€ 3.500–7.000


Künstler des 18. Jahrhunderts
Flusslandschaft
Öl auf Leinwand; gerahmt; 48 × 70 cm
Provenienz
Privatbesitz, Österreich
€ 1.500–3.000
Italienischer Künstler des 17. Jahrhunderts
Perseus befreit Andromeda Öl auf Schieferplatte; ungerahmt; 21 × 27 cm
Provenienz
Privatbesitz, Österreich
€ 2.500–5.000


(Antwerpen 1593–1678 Antwerpen)
Leda mit dem Schwan Öl auf Holz; gerahmt; 40,5 × 57 cm
Provenienz
Privatbesitz, Österreich
€ 1.000–2.000
Ruine in einer Landschaft, 17./ 18. Jahrhundert Öl auf Leinwand; 24,5 × 30 cm Rechts unten undeutlich signiert Rückseitig altes Wachssiegel
Provenienz
Dorotheum Wien, 31. März 2009, Lot 239; Privatbesitz, Wien
€ 1.000–2.000



Französische Schule
Elegante Gesellschaft beim Fischen, 18. Jahrhundert
Öl auf Holz; gerahmt; 28,5 × 38,5 cm
Provenienz
Privatbesitz, Österreich
€ 2.500–5.000
Künstler des 17. Jahrhunderts
Mädchen mit Blumenschmuck und Perlohrring
Öl auf Leinwand auf Holz; gerahmt; 18,5 × 15 cm
Provenienz
Privatbesitz, Österreich
€ 1.000–2.000


Zwei Kinder musizierend bei Kerzenschein & Zwei Kinder in die Glut pustend (Pendants) Öl auf Holz auf Karton; gerahmt; je 14,2 × 11,7 cm
Provenienz Österreichische Privatsammlung
Wir danken Ellis Dullaart, RKD, Niederländisches Institut für Kunstgeschichte, für die wissenschaftliche Unterstützung bei der Katalogisierung.
€ 2.000–4.000

(Belgien vor 1637-um 1655/56 Antwerpen)
Bäuerliches Interieur
Öl auf Holz; gerahmt; 31,5 × 34,5 cm
Provenienz
Privatbesitz, Österreich
€ 1.500–3.000
Mattheus van Helmont
(Antwerpen 1623-nach 1679 Brüssel)
In der Taverne
Öl auf Kupfer; ungerahmt; 18,5 × 25 cm
Signiert unten links: H...mont
Provenienz
Privatbesitz, Österreich
€ 2.000–4.000

(Montauban 1780–1867 Paris)
Herrenporträt, vermutlich Gustav Ernst Graf von Stackelberg (1766–1850) Öl auf Leinwand; gerahmt; 81 × 65,5 cm
Bezeichnet links mittig: Ingres
Provenienz
Privatbesitz, Österreich
€ 5.000–10.000
Das Gemälde aus dem Umkreis des Jean-Auguste-Dominique Ingres zeigt vermutlich den Diplomaten Gustav Ernst Graf von Stackelberg (1766–1850). Als Gesandter in Wien war er 1814/15 während des Wiener Kongress Mitglied der Rangkommission. Im Jahr 1815 unterzeichnete er – im Zuge der Niederlage Napoleon Bonapartes – für Russland die Schlussakte zur Neuordnung Europas. Anschließend war er über längere Zeit als Gesandter in Neapel tätig. Nach seinem Rückzug aus dem diplomatischen Dienst lebte er ab 1835 in Paris.
Ob Graf von Stackelberg mit Ingres persönlich bekannt war, bleibt ungewiss. Belegt ist jedoch dessen Freundschaft mit Stackelbergs Cousin, dem Maler und Archäologen Otto Magnus von Stackelberg (1786–1837). Eine Zeichnung im Musée Jenisch Vevey (Inv.-Nr. 1984-0099) zeigt Otto im Jahr 1817 zusammen mit einem unbekannten Begleiter.
Das vorliegende Gemälde zeigt den Porträtierten von der Seite, während er seinen Kopf galant zum Betrachter wendet. Schlicht und doch wirkungsvoll setzen sich sein feines Gesicht und der weiße Kragen vom dunklen Hintergrund des Bildes ab. Der Tempel im Hintergrund verweist auf das geistige Erbe der Antike und unterstreicht Stackelbergs humanistische Bildung. Das Gemälde macht Stackelberg als kultivierte Persönlichkeit seiner Epoche lebendig erfahrbar.




3066
Ignaz Norbert Grasmair zugeschrieben
(1728–1747)
Weite Landschaft mit Figurenstaffage Öl auf Leinwand; gerahmt; 48 × 38 cm
Provenienz Privatbesitz, Österreich
€ 1.000–2.000
3067
Ignaz Norbert Grasmair zugeschrieben
(1728–1747)
Landschaft mit Burgruine Öl auf Leinwand; gerahmt; 48 × 38 cm
Provenienz Privatbesitz, Österreich
€ 1.000–2.000
3068
Ignaz Norbert Grasmair zugeschrieben
(1728–1747)
Landschaft mit Figurenstaffage
Öl auf Leinwand; gerahmt; 48 × 38 cm
Provenienz Privatbesitz, Österreich
€ 1.000–2.000

Gerbrand van den Eeckhout
(Amsterdam 1621–1674 Amsterdam)
Herrenporträt, 1661
Öl auf Leinwand; gerahmt; 62,5 × 52,5 cm
Signiert und datiert am rechten Rand: G. v. Eeckhout / A: 1661.
Provenienz
österreichischer Privatbesitz
€ 2.500–5.000


Cornelisz. de D. J. Baellieur (Antwerpen 1642–1687 Antwerpen)
Anbetung der Könige Öl auf Kupfer; gerahmt; 23 × 17,5 cm
Signiert unten links: C.D. Baellieur
Provenienz
Dorotheum Wien, 19.6.1979, Nr. 6 Tafel V/42; Privatbesitz, Österreich
€ 3.500–7.000
(Bern 1637–1710 ebd.)
Vision des Heiligen Hieronymus Öl auf Metall auf Holz; gerahmt; 29 × 22 cm
Provenienz
Dorotheum Wien, 17.6.1975, Nr. 153, Tafel 55; Privatbesitz, Österreich
€ 2.500–5.000


Franz Anton von Maron Umkreis
(Wien 1733–1808 Rom)
Mädchen bei der Handarbeit
Öl auf Leinwand; gerahmt; 98 × 74,5 cm
Provenienz
Privatbesitz Österreich
Wir danken Dr. Georg Lechner, Belvedere, Wien, für seine wissenschaftliche Unterstützung bei der Katalogisierung.
€ 3.500–7.000
Giacomo Francesco Cipper, genannt il Todeschini zugeschrieben
(Feldkirch 1664–1736 Mailand)
Mädchen mit Vogelkäfig
Öl auf Leinwand; gerahmt; 42 × 33,5 cm
Monogrammiert auf dem Kopftuch des Mädchens: F. C
Provenienz
Dorotheum Wien, 9. Juni 1979, Lot 26, Tafel 13; österreichischer Privatbesitz
€ 1.500–3.000


Künstler des 18. Jahrhunderts
Vier Ursulinen
Öl auf Leinwand; ungerahmt; 114,5 × 73,5 cm
Provenienz
Privatbesitz, Österreich; Auktionshaus im Kinsky, 28.1.2015, Nr. 39; Privatbesitz, Österreich
€ 1.500–3.000
Bartolomeo Altomonte Umkreis
(Warschau 1702–1779 Linz)
Krönung Mariens
Öl auf Leinwand; gerahmt; 61 × 50,5 cm
Provenienz
Privatbesitz, Österreich
€ 1.500–3.000

Giovanni Battista Pittoni (Venedig 1687–1767 Venedig)
Madonna mit Kind Öl auf Leinwand; gerahmt; 29 × 23 cm
Provenienz
Privatbesitz, Österreich
€ 3.500–7.000
Der Sündenfall, 17. Jahrhundert Öl auf Holz, parkettiert; gerahmt; 28 × 38,5 cm
Provenienz
Privatsammlung, Österreich
€ 1.000–2.000



Empfängnis Mariens, 18. Jahrhundert
Öl auf Kupfer; gerahmt; 29 × 24 cm
Provenienz
Privatbesitz, Österreich
€ 500–1.000
Josef Kaltner nach Giambattista Pittoni
(Nymphenburg 1757–1824 Wien)
Anbetung der Könige
Öl auf Papier auf Karton; gerahmt; 31,5 × 20,5 cm
Rückseitig bezeichnet: (?)en Jos. Kaltner
Provenienz
Privatbesitz, Österreich
€ 1.000–2.000


Künstler des 17. Jahrhunderts
Geburt Christi, 17. Jahrhundert
Öl auf Holz; ungerahmt; 51 × 38,5 cm
Provenienz
Privatbesitz, Österreich
€ 1.000–2.000
Thronender Christus als Weltenrichter, 13. Jahrhundert
Deckfarbe auf Pergament auf Karton; gerahmt; 19 × 14 cm (ohne Unterlage)
Provenienz
Dorotheum Wien, 18.9.1980, Nr. 348; Privatbesitz, Österreich
€ 500–1.000


Andreas Hofer und Schützin (Pendants) Gouache auf Papier; gerahmt; 25,5 × 18,5 cm und 26 × 19 cm
Vorderseitig bezeichnet: Vor Gott und Vaterlant. / Den 20. May und 10. August 1809 gelange es den Andreas Hoffer Santwirts in Passejr als Komendirender K.K. Landesverteidigungs / General die Franzosen und Beirn durch angelegten Sturm aus der Stadt / Innsbruck bis Kufstein zu vertreiben. Wer so wie dieser denkt, den kan / erleicht gelingen das er den Sigesfahn, im Lant numehr kann schwingen.
Provenienz
Privatbesitz Österreich
€ 1.500–3.000


3083
Franz Altmutter
(Wien 1746–1817 Innsbruck)
Gesellschaftsszene (Pendants), 1816
Öl auf Leinwand; gerahmt; je 34,5 × 39,5 cm
Signiert, bezeichnet und datiert jeweils rechts unten: Franz Altmutter invenit 1816.
Provenienz
Privatbesitz, Österreich
€ 1.500–3.000

Heinrich Friedrich Füger
(Heilbronn 1751–1818 Wien)
Friedrich Wilhelm Prinz zu Hohenlohe Kirchberg (1732–1796), 1790/94
Aquarell auf Elfenbein; gerahmt; 7 × 5,3 cm
Provenienz
österreichischer Privatbesitz
Gutachten von Dr. Robert Keil, Wien, 31.3.2023, liegt bei.
Die Miniatur wird von Dr. Robert Keil in das Archiv der eigenhändigen Arbeiten Friedrich Heinrich Fügers aufgenommen.
CITES-Bescheinigung liegt vor.
€ 5.000–10.000



3085
Italienischer Künstler wohl 16. Jahrhundert
Studie eines jungen Mannes Bleistift auf Papier; gerahmt, in Passepartout; 41 × 28 cm
Unten mittig undeutlich bezeichnet: Leonardo da Vinci
Provenienz Privatsammlung, Österreich
€ 1.000–2.000
3086
Künstler des 18. Jahrhunderts
Stammbaum der Familie Städtler in Hall in Tirol Gouache auf Pergament; gerahmt; 23,5 × 35,5 cm
Provenienz Privatsammlung, Österreich
€ 500–1.000
3087
Rembrandt Harmensz. van Rijn
(Leiden 1606–1669 Amsterdam)
Die Darstellung im Tempel Radierung (3. Zustand); gerahmt; 21,5 × 29 cm Wasserzeichen Lilienwappen
Provenienz
Dorotheum Wien, 20.9.1977, Nr. 257, Tafel 112; Privatbesitz Österreich
€ 500–1.000

Francesco Piranesi
(Rom um 1758/59–1810 Paris)
Veduta Interna della Villa di Mecenate
Kupferstich auf Papier; gerahmt; 51,5 × 65,5 cm
Signiert in der Platte links unten: Francesco P.
Provenienz Privatbesitz, Österreich
€ 500–1.000

3089
Francesco Piranesi
(Rom um 1758/59–1810 Paris)
Landschaft mit Ruinen
Kupferstich auf Papier; gerahmt; 51,5 × 65,5 cm
Signiert in der Platte links unten: Francesco P.
Provenienz
Privatbesitz, Österreich
€ 500–1.000

Mag. Monika Schweighofer
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Michael Kovacek T +43 1 532 42 00

Maximiliane Seng, MA
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Mittwoch 17. Juni 2026 Kat. Nr. 3101–3211 ab 14:45 Uhr Wednesday 17 June 2026 Lots 3101–3211 from 2:45 pm
Besichtigung ab 8. Juni | Exhibition from 8 June Mo–Fr 10–18 Uhr I Mon–Fri 10 am–6 pm

Ernst Graner
(Werden/Sachsen 1865–1943 Wien)
Kaiser Franz Joseph I. in einer Kutsche vor dem Hauptportal des Wiener Stephansdoms, 1912
Aquarell auf Papier; gerahmt; 45 × 55,5 cm
Signiert und datiert links unten: E. Graner (19)12
Rückseitig handschriftlich bezeichnet: E. Graner Wien 1912 / Hauptportal + Front samt Uhr etc. etc / des Stefansdoms in Wien / S.M. Franz Josef in seinem Leibwagen / geführt vom Leibkutscher Walter / Leibjäger Hostalek
Provenienz Privatsammlung, Österreich
€ 2.500–5.000

Franz Alt (Wien 1821–1914 Wien)
Der Donnerbrunnen auf dem Neuen Markt in Wien, 1871 Aquarell auf Papier; gerahmt; 18,5 × 27,5 cm (Passep.-Ausschnitt)
Signiert, datiert und bezeichnet rechts unten: Franz Alt. Wien 1871. Provenienz
Privatbesitz, Österreich
▲ € 5.000–10.000


(Prag 1863–1928 Wien)
Blick in den Chorraum der Stiftskirche Dürnstein, 1918
Aquarell auf Papier; gerahmt; 52,5 × 40 cm (Passep.-Ausschnitt)
Signiert und datiert rechts unten: Tomec. 1918.
Provenienz
Privatbesitz, Wien
€ 800–1.600
(Wien 1844–1927 Wien)
Vorfrühling (Blumen in Vase), 1897
Aquarell auf Papier; gerahmt; 24 × 18 cm (Passep.-Ausschnitt)
Signiert und datiert rechts unten: Ed. Zetsche / (18)97 II/4
Rückseitig vom Künstler bezeichnet: Ed. Zetsche / Wien / VIII Piaristengasse 36 / „Vorfrühling“
Provenienz
Privatbesitz, Österreich
▲ € 500–1.000

Ernst Graner
(Werden/Sachsen 1865–1943 Wien)
Portal der Kirche Maria am Gestade in Wien, 1921
Aquarell auf Papier; gerahmt; 41 × 25 cm
Signiert und datiert rechts unten: E. Graner / (19)21
Provenienz
Privatsammlung, Österreich
€ 1.000–2.000
Ludwig Hans Fischer (Salzburg 1848–1915 Wien) und Erwin Pendl (Wien 1875–1945 Wien)
Schatulle „Wienansichten“ (Deckel: Blick über Wien vom Palais Lanckoroński), 1905 Aquarelle auf Papier, eingearbeitet in Schatulle; Schatulle: vergoldetes Silber, Lederbox, innen mit Stoff bezogen; Schatulle umlaufend, vorne und innen mit Malereien, vorne auf dem Beschlag gemarkt mit Dianakopfpunze, Meistermarke drei Kreise und „SCHWARZ & STEINER“; Box gestempelt „SCHWARZ & STEINER/ JUWELIERE/WIEN KÄRTNERSTR. 10.“; 13 × 35,9 × 28,8 cm (Box), 9,3 × 27 × 19,8 cm (Schatulle)
Aquarell am Deckel signiert, datiert und bezeichnet: Ludwig Hans Fischer III Wien 1905; Aquarell auf der Deckelinnenseite signiert, bezeichnet und datiert links unten: Erwin Pendl. / Wien 1905. umlaufende Aquarelle: teilweise monogrammiert: LHF
Provenienz Privatbesitz, Österreich
€ 7.000–14.000


Auf der Box sind folgende Namen aufgelistet: Géza u. Dada Andrássy, Franz u. Willy Auersperg, Rosa Croy, Irma Esterházy, Paula Esterházy, Tassilo u. Mary Festetics, Leontine Fürstenberg, Agenor u. Anna Goluchowski, Anna Harrach, Hans u. Marie Harrach, Marizza Hohenlohe, Karl u. Lily Kinsky, Marie Kinsky-Liechtenstein, Henriette Liechtenstein, Karl u. Meggy Lanckoroński, Heini u. Yetta Larisch, Rudolf Liechtenstein, Alfred u. Fanny Montenuovo, Karl u. Erni Öttingen, Sándor u. Irma Pallavicini, Betka Potocka, Erwein u. Gegina Schlick, Poldo u. Fanny Sternberg, Adolf Schwarzenberg, Johann u. Therese Schwarzenberg, Nanni Trauttmansdorff, Karl u. Josl Trauttmansdorff, Alfred u. Gabriele Windischgraetz, Josef Windischgraetz, Leo Paar.


Thomas Ender (Wien 1793–1875 Wien)
Die Solfatara bei Neapel mit Blick auf Pozzuoli und Ischia Aquarell auf Papier; gerahmt; 27,5 × 48 cm Nummeriert links unten: 27.; rückseitig nummeriert: 910
Provenienz
wohl Nachlass-Auktion des Künstlers, Wien 1876, Nr. 910; Dorotheum Wien, 17.5.1988, Nr. 867; dort erworben und seither Privatbesitz, Österreich
Literatur
Vergleiche: Walter Koschatzky, Thomas Ender. 1793–1875. Kammermaler Erzherzog Johanns, Graz 1982, S. 218
€ 2.500–5.000

Franz Alt
(Wien 1821–1914 Wien)
Neapel, Piazza Trieste e Trento mit der Kirche San Ferdinando, 1887
Aquarell auf Papier; gerahmt; 18 × 27,5 cm (Passep.-Ausschnitt)
Signiert, datiert und bezeichet rechts unten: Franz Alt. Neapel. 1887. Provenienz
Galerie Dr. Sternat, Wien; Privatbesitz, Österreich
€ 5.000–10.000

Karl Kaufmann
(Neuplachowitz 1843–1905 Wien)
Venedig, Blick auf die Dogana und Santa Maria della Salute Öl auf Leinwand; gerahmt; 53 × 79 cm
Signiert links unten mit dem Pseudonym: R. Hoffmann
Provenienz
Privatbesitz, Wien
€ 1.500–3.000

Karl Kaufmann
(Neuplachowitz 1843–1905 Wien)
Venedig, Blick auf die Kirche Santa Maria del Rosario, 1886 Öl auf Leinwand; gerahmt; 50,5 × 82 cm
Signiert und undeutlich datiert links unten: Karl Kaufmann 1886
Provenienz
Privatbesitz, Österreich
▲ € 4.000–8.000

Georg Fischhof
(Wien 1859–1914 Wien)
Südliche Küstenlandschaft
Öl auf Leinwand; gerahmt; 69 × 106 cm
Signiert mit Pseudonym links unten: A. L. Terni
Provenienz
Privatbesitz, Wien
€ 2.500–5.000
3112
O. Withalm (19. Jahrhundert)
Venedig, Canal Grande mit Blick auf Santa Maria della Salute Öl auf Leinwand; gerahmt; 89 × 123 cm
Signiert links unten: O. Withalm
Provenienz Privatbesitz, Österreich
€ 4.000–8.000


Franz Richard Unterberger
(Innsbruck 1837–1902 Neuilly-sur-Seine)
Fischende Jungen in Venedig, um 1894
Öl auf Holz; gerahmt; 40 × 21,5 cm
Signiert links unten: FR Unterberger
Provenienz
Sammlung Georg Haslauer, Salzburg; österreichischer Privatbesitz
Literatur
Sybille-Karin Moser, F. R. Unterberger und die salonfähige Landschaftsmalerei im 19. Jahrhundert, Innsbruck/Wien 1986, S. 187, WV-Nr. 113, S. 189 (SW-Abb.)
€ 7.000–14.000


(Neapel 1798–1869 Neapel)
Hafenansichten von Neapel (Pendants)
Öl auf Leinwand; gerahmt; je 28 × 41 cm
Provenienz Privatbesitz, Deutschland
€ 1.500–3.000

Johann Grund (Wien 1808–1887 Baden-Baden)
Der Liebesbrief, 1870
Öl auf Leinwand; gerahmt; 80 × 67 cm
Signiert und datiert rechts unten: J. Grund. 1870.
Provenienz Privatbesitz, Deutschland
€ 1.500–3.000

Friedrich Christian Nerly Umkreis
(Erfurt 1807–1878 Venedig)
Venedig, Canal Grande mit Blick auf Santa Maria della Salute Öl auf Holz; gerahmt; 36,5 × 61 cm
Provenienz
Privatbesitz, Österreich
€ 7.000–14.000

(Zittau 1808–1888 München)
Orientalische Landschaft mit einer Karawane
Öl auf Holz; gerahmt; 26 × 53,5 cm
Signiert links unten: Albert Zimmermann ***
Provenienz
Privatbesitz, Wien
€ 2.000–4.000
(Zittau 1808–1888 München)
Südfranzösische Landschaft (Monaco)
Öl auf Holz; gerahmt; 25,5 × 52,5 cm
Signiert rechts unten: Albert Zimmermann *** Rücksteitig handschriftlich betitelt: Monaco
Provenienz
Privatbesitz, Wien
€ 2.000–4.000


(Dresden 1834–1892 Wien)
Reiter in der Wüste, 1875
Öl auf Leinwand; gerahmt; 57,5 × 88 cm
Signiert und datiert links unten: Leopold Carl Müller 1875
Provenienz
Privatbesitz, Österreich
Wir danken Univ.-Prof. Dr. Peter Christian Jánosi für die wissenschaftliche Unterstützung.
▲ € 6.500–13.000
Rudolf Swoboda (Wien 1859–1914 Wien)
Orientalische Straßenszene, 1905 Öl auf Leinwand; gerahmt; 114,5 × 55 cm
Signiert und datiert rechts unten: Rudolf Swoboda / 1905. Rückseitig Etikettenrest: IX. Internationale Kunstausstellung zu München 1905; rückseitig Etikett mit der Nummer: 2176
Provenienz
Dorotheum Wien, 17.-20.10.1972, Nr. 163, Tafel 10 (SW-Abb.); Privatbesitz, Wien
Ausstellung
1905 München, IX. Internationale Kunstausstellung
Literatur
Vergleiche: Herbert Zemen (Hg.), Der Orientmaler Rudolf Swoboda. 1859–1914. Leben und Werk, Wien 2004, S. 205, Nr. 256 „Bettler in Damaskus“, 1905; S. 267, WV. 1119
€ 15.000–30.000
Rudolf Swoboda entstammte einer Künstlerfamilie aus Wien. Sein Vater Eduard Swoboda (1814–1902) war Porträt- und Historienmaler, der Onkel Rudolf Swoboda d. Ä. (1819–1859) Landschafts- und Tiermaler, die jüngere Schwester Josefine Swoboda (1861–1924) spezialisierte sich auf Porträts. Sein Onkel war der bekannte Orientmaler Leopold Carl Müller (1834–1892) unter welchem er auch ab 1878 an der Akademie in Wien studierte. Mit ihm reiste er im Folgejahr erstmals nach Ägypten, wohin der junge Künstler, nachdem er für ein Jahr seinen Wehrdienst absolvierte, bis zu seinem Studienabschluss 1884 zahlreiche weitere Studienreisen unternahm. Nach dem Studium wurde er Hofmaler unter Queen Victoria in England. Diese ermöglichte ihm eine zweijährige Reise nach Indien, wo er Porträts der dortigen Bevölkerung schuf. Swoboda porträtierte auch indische Handwerker am englischen Hof sowie den indischen Diener Victorias, den „Munshi“ Abdul Karim. 1892 kehrte Swoboda in seine Heimatstadt Wien zurück, wo er private Aufträge als Porträtmaler annahm.
Vorliegendes Gemälde ist mit 1905 datiert und wurde bereits im Entstehungsjahr auf der Internationalen Kunstausstellung in München präsentiert. Es zeigt eine Szene in einer orientalischen Stadt, möglicherweise in Damaskus. Diese Metropole besuchte Swoboda im Winter 1904/05, während seiner letzten Orientreise.
Der Blick des Betrachters wird in eine schattige, schmale Gasse geführt, die drei Männern als Zuflucht vor der drückenden Hitze dient. Der Künstler zeigt hier das Leben der einfachen Menschen, fernab der belebten Plätze und Bazare, welches auch von Armut geprägt ist, bittet doch der sitzende Mann mit seiner ausgestreckten Hand um eine milde Gabe. Ganz dem Vorbild seines Onkels und Lehrers folgend, schildert Swoboda eine Alltagsszene, wie sie in den Ländern des Orients im frühen 20. Jahrhunderts zu beobachten war und liefert somit ein wertvolles Zeitdokument, welches eine besondere Stellung innerhalb seines Spätwerks einnimmt. (MLS)


Germain Fabius Brest (Marseille 1823–1900 Marseille)
Straßenszene in Konstantinopel
Öl auf Leinwand; gerahmt; 66 × 55 cm
Signiert rechts unten: Fabius Brest.
Provenienz
Privatbesitz, Österreich
€ 15.000–30.000

Germain Fabius Brest war ein französischer Künstler, der besonders für seine Orient- und Landschaftsgemälde bekannt ist. In Marseille geboren, begann Brest dort 1845 seine künstlerische Ausbildung bei Émile Loubon (1809–1863) und war später Schüler von Constant Troyon (1810–1865) in Paris. Loubon riet ihm, in den „Orient“ zu reisen und so hielt sich Brest ab 1855 über vier Jahre hinweg in Palästina, der Türkei und Kleinasien auf. Diese Studienreisen, in der zahlreiche Arbeiten entstanden, prägten nachhaltig sein künstlerisches Œuvre. Auch in späteren Jahren griff Brest auf seine „orientalischen“ Motive zurück, die insbesondere aus Straßenszenen, Landschaften und Meeresansichten bestehen. Brest stellte zwischen 1851 und 1896 regelmäßig seine Werke im Salon de Paris aus. Das Istanbul-Gemälde „Das Hippodrom“ wurde dort bereits 1861 vom französischen Staat gekauft.
Das vorliegende Gemälde zeigt eine Ansicht aus dem ehemaligen Konstantinopel. Auf einem Platz vor einem Brunnengebäude, das wohl zu einer Moschee gehört, platziert Brest verschiedene Figurengruppen. Die idyllische Szenerie wird vom warmen Sonnenlicht beleuchtet, welches Figuren und Architektur erstrahlen lässt. Schattenspendende Bäume bilden den Hintergrund und erzeugen eine Oase der Ruhe in einem beschaulichen Viertel der osmanischen Metropole, die sich hier von ihrer stillen Seite präsentiert. (MLS)


Leo Diet
(Prag 1857–1942 Graz)
Salome, 1909
Öl auf Leinwand auf Karton; gerahmt; 76 × 75 cm
Signiert, bezeichnet und datiert links neben dem Frauenkopf: Leo Diet / Graz (19)09; rückseitig vom Künstler bezeichnet: Leo Diet - / Graz / Anzengruberstr. 17 / Salome 1400 M.
Provenienz
Privatbesitz, Österreich
€ 5.000–10.000

Sandor Alexander Svoboda zugeschrieben
(Bagdad 1826–1896 Smyrna)
Orientalische Tänzerin
Öl auf Leinwand; gerahmt; 38 × 26,5 cm
Provenienz
Privatbesitz, Österreich
€ 3.500–7.000
(Karlsruhe wohl 1747-um 1792 Klagenfurt)
Volkstrachten aus Österreich und Slowenien (16 Stück) Aquarell, Gouache und Bleistift auf Papier; ungerahmt, im Passepartout, ein Blatt gerahmt; je ca. 23 × 13,5 cm
z.T. signiert rechts unten: J: Melling. z.T. nummeriert links oben
Rückseitig Sammlerstempel von Franz Graf Meran (F.G.M. bekrönt)
jeweils unten bezeichnet:
A: Nr, 1. / Bauer aus Gotschee.
B: Nr. 2. / Bauer von Ischermoschnitz.
C: Nr. 4. / Bauer von Munkendorf.
D: Nr. 5. / Bauer von Ratschach.
E: Nr. 6. / Bauer aus dem W: B: Treffen, / Neüstadtl, und der benachbarten / Gegend.
F: Bauer aus der Gegend von Windischgrätz.
G: Ein Bauer aus dem Tollmeinischen, in Görzer Kreis.
H: Bauer aus der Gegend von Cilly, und Ober „/ „burg.
I: Bauer aus dem oberen Drauthall.
J: Bauer aus der Gegend von Radmansdorf.
K: Bauer aus der Gebirgs=gegend, Strallegg, Anger, u: Pirkenstain.
L: Bauer aus dem W: B: Matteg in der Somer / Tracht.
M: Bauer aus dem W: B: Matteg in der Somer / Tracht.
N: Bauer aus dem W: B: Matteg in der Sommer / Tracht.
O: Bauer aus dem W: B: Matteg in der Winter / Tracht.
P: Bauer aus dem W: B. Matteg in der Winter / Tracht.
Provenienz
wohl Sammlung von Erzherzog Johann von Österreich (1782–1859);
Sammlung Franz Graf Meran (1839–1891), Sohn von Erzherzog Johann; Auktionshaus-Galerie Wolfdietrich Hassfurther, Wien
€ 4.000–8.000
Eine besondere Rarität sind die minutiös ausgeführten Illustrationen österreichischer und slowenischer Volkstrachten des Malers Joseph Melling. Aufgrund lückenhafter biografischer Informationen ist die Zuordnung seiner Werke oft schwierig, was dieser signierten Serie einen herausragenden kunsthistorischen Wert verleiht.
Melling, aus einer Karlsruher Künstlerfamilie stammend, zog 1770 nach Klagenfurt, wo er nach seiner Entlassung aus dem Militärdienst 1775 als Zeichenlehrer an der neu gegründeten Normalschule tätig war. Gleichzeitig begann er seine bedeutende Zusammenarbeit mit dem Botaniker Franz Xaver Wulfen (1728–1805) und illustrierte dessen pflanzenkundliche und mineralogische Werke, die bis heute für ihre Detailtreue und wissenschaftliche Genauigkeit geschätzt werden.
Ebenso spiegeln vorliegende Volkstrachten als ästhetisch-historische Zeitdokumente detailliert die kulturelle Vielfalt der Region wider. Melling fängt die Farbenpracht und Feinheit der regionalen Kleidung ein und bietet wertvolle Einblicke in die Lebensweise und Traditionen des 18. Jahrhunderts.






(Dunántúl 1787–1859 Teheran)
Volkstrachten aus Dalmatien - Montenegro, Kroatien und Albanien (24 Stück)
Aquarell, Gouache und Bleistift auf Papier; ungerahmt; je ca. 26,4 × 18 cm
Ein Blatt (FIG: XVIII.) rückseitig handschriftlich bezeichnet: Costüme gezeichnet v k.k Oberstei Grafen Karaczay lebte zuletzt in Palermo 1842 / gehörig Grafen Carl Latour
jeweils unten bezeichnet:
FIG: I. / Scolianeserinnen. / bey Sebenico. aus Iman bei Zara
FIG: II. / Sebenikaner.
FIG: III. / Borgosaner. / bei Spalato.
FIG: IV. / Castellaner. / bei Trau.
FIG V. / Bürgersleute / aus Sign.
FIG: VI. / Bürger / aus Sign / in Galla. Serdar / oder / Panduren Offizier.
FIG: VIII. / Morlakinen. / Mädchen. Weib. / aus Sign.
FIG: IX. / Morlacken. / aus Dernis, Knin und Verlika.
FIG: X. / Morlaken - Mädchen / aus / Verlika und Sign. Tartagla / Räuber
FIG: XI. / Morlacken. / von Vergoraz an der türkischen Confine.
FIG: XII. / Morlacken. / aus Metkovich / an der Narenta.
FIG: XIII. / Griechischer / Abt. Katholischer / Priester. / aus der Morlakey.
FIG: XIV. / Insulaner / aus Lifsa, Ledina und Brazza.
FIG: XV. / Sabionzelliner.
FIG: XVI. / Imoscanerin / in der Morlakey Corzulanerin. / Insulanerin.
FIG: XVII. / Canalleser. / bei / Ragusa.
FIG: XVIII. / Morlakinen / unweit Castelnuovo in / öster: Albanien.
FIG: XIX. / Dobrotaner / aus der Boccha von Cattaro.
FIG: XX. / Bürgersleute / aus Perzagno und Cattaro.
FIG: XXI. / Risanotten. / aus der Boccha von Cattaro.
FIG: XXII. / Landleute. / aus Budua / in österr: Albanien.
FIG: XXIII. / Arme Montenegriner.
FIG: XXIV. / Reiche Montenegriner.
FIG: XXV. / Spizanotten. / aus türk: Albanien.
Provenienz
wohl ehemals Sammlung Graf Karl Theodor Baillet de Latour (1822–1899) (laut rückseitiger Bezeichnung);
Auktionshaus-Galerie Wolfdietrich Hassfurther, Wien
€ 4.000–8.000
Fedor von Karacsay (1821–1912) war ein ungarischer Adliger, Künstler und Kartograf, der durch seine ethnografischen und topografischen Werke bekannt wurde. Geboren in eine aristokratische Familie, erhielt er eine umfassende militärische Ausbildung und trat in die österreichisch-ungarische Armee ein. Neben seiner militärischen Laufbahn entwickelte er eine Leidenschaft für Kunst und Kartografie und Interesse für die Kulturen des Balkans, insbesondere Montenegros. Eine prägende Beziehung hatte er zu Petar II. Petrović-Njegoš (1813–1851), dem Fürstbischof von Montenegro, der ihm Einblicke in die Lebensweise und Traditionen des Landes gewährte. Karacsay dokumentierte die montenegrinische Volkskultur, Trachten und Gebräuche in zahlreichen detaillierten Zeichnungen und Aquarellen. Seine Werke gelten als wertvolle Zeugnisse der ethnografischen und kulturellen Vielfalt der Region in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Zudem erstellte er die erste umfassende kartografische Darstellung Montenegros, die von großer geografischer und militärischer Bedeutung war. Seine Reisen führten ihn weiter nach Sizilien und später bis nach Persien, wo er seine künstlerischen und dokumentarischen Tätigkeiten fortführte. Karacsays Arbeiten sind heute bedeutende kulturhistorische Quellen, die das Leben und die Traditionen verschiedener Regionen präzise wiedergeben.







Carle Vernet (Bordeaux 1758–1836 Paris)
Österreichischer Infanterist und Grenadier der russischen kaiserlichen Garde, Erstes Kaiserreich
Aquarell auf Papier; gerahmt; 32,5 × 23,5 cm (Passep.-Ausschnitt)
Signiert links unten: Carle Vernet
Provenienz
Privatbesitz, Deutschland
€ 600–1.200
Johann Kniep (Wien 1779–1809 Wien)
Gebirgslandschaft in Niederösterreich
Aquarell auf Papier; gerahmt; 34 × 44,5 cm
Signiert links unten: J. Kniep
Provenienz wohl aus der Sammlung von Erzherzog Johann von Österreich; Auktionshaus-Galerie Wolfdietrich Hassfurther, Wien, 17.3.2022, Nr. 41; Privatbesitz, Österreich
▲ € 1.800–3.600



(Karlsruhe wohl 1747-um 1792 Klagenfurt)
Volkstrachten aus Österreich: Salzburg/Tirol (4 Stück)


Aquarell, Gouache und Bleistift auf Papier; ungerahmt, im Passepartout; je ca. 19 × 25 cm
Rückseitig Sammlerstempel von Franz Graf Meran (F.G.M. bekrönt) jeweils unten bezeichnet:
A: III. Abtenau.
B: III St. Johann. III Goldeck.
C: IV. Windischmattrey.
D: IV Fügen.
Provenienz
wohl Sammlung von Erzherzog Johann von Österreich (1782–1859); wohl Sammlung Franz Graf Meran (1839–1891), Sohn von Erzherzog Johann; Auktionshaus-Galerie Wolfdietrich Hassfurther, Wien
€ 1.000–2.000

Ernst Welker
(Gotha 1788–1857 Wien)
Blick auf Schloss Tirol bei Meran Aquarell auf Papier; gerahmt; 20 × 30 cm (Passep.-Ausschnitt)
Signiert rechts unten: Welker
Provenienz Privatbesitz, Österreich
▲ € 1.500–3.000
Michel Bouquet
(Loirent 1807–1890 Paris)
Aulandschaft, 1864
Malerei auf Porzellan; gerahmt; 32,5 × 54,5 cm
Signiert und datiert links unten: M: Bouquet 1864.
Provenienz Privatsammlung, Österreich
€ 1.000–2.000


Thomas Ender (Wien 1793–1875 Wien)
Schloss Churburg bei Schluderns in Südtirol
Aquarell auf Papier, gerahmt; 36 × 53 cm
Signiert rechts unten: Thom. Ender Rückseitig handschriftlich betitelt
Provenienz
Auktionshaus Albert Kende, Wien, 21.9.1926, Nr. 168; Privatbesitz, Österreich
Literatur
Walter Koschatzky, Thomas Ender. 1793–1875. Kammermaler Erzherzog Johanns, Graz 1982, S. 217
▲ € 5.000–10.000

Ernst Welker
(Gotha 1788–1857 Wien)
Blick auf Maria Taferl und Krummnußbaum in Niederösterreich
Aquarell auf Papier; gerahmt; 19,8 × 29 cm
Signiert rechts unten: Welker
Provenienz
Privatbesitz, Österreich
▲ € 1.800–3.600

Thomas Ender
(Wien 1793–1875 Wien)
Blick auf den Markt Ysper in Niederösterrreich, 1850
Aquarell auf Papier; gerahmt; 26 × 37 cm
Bezeichnet und datiert links unten: Tho Ender 1850
Provenienz
Privatbesitz, Österreich
Literatur
Vergleiche: Walter Koschatzky, Thomas Ender. 1793–1875. Kammermaler
Erzherzog Johanns, Graz 1982, S. 202
▲ € 5.000–10.000

Johann Georg Seitz (Nürnberg 1810–1870 Wien)
Stillleben mit Disteln, Mohnblume und Schmetterlingen Öl auf Leinwand; gerahmt; 79 × 63 cm
Monogrammiert rechts unten: G. S.
Provenienz Privatbesitz, Österreich
€ 5.000–10.000

Marco Gozzi
(Bergamo 1759–1839 Mailand)
Cascata del Torrente Sonna und Kirche S. Michele in Torre De'Busi (Provinz Bergamo), 1820 Öl auf Leinwand; gerahmt; 115 × 78 cm
Signiert unten mittig am Felsen: M. Gozzi P.
Rückseitig auf Etikett bezeichnet und datiert: Opera dell'anno 1820. di Marco Gozzi, d'ordine Governativo. / Veduta della cascata del Torrente Sonna, coll'acqua estrattane / per edifici di molini della Casa Parrocchiale, e Chiesa di S. / Michele Abuso, nel'Distretto di Caprino Provincia di Bergamo.
Provenienz
Privatbesitz, Wien
€ 7.000–14.000


Guiseppe Tominz Umkreis
(Görz 1790–1866 Gradiscutta)
Bildnis eines jungen Mannes Öl auf Leinwand; gerahmt; 71 × 57 cm
Provenienz
Privatbesitz, Wien
€ 2.500–5.000
Bartholomeus Johannes van Hove zugeschrieben
(Den Haag 1790–1880 Den Haag)
Ansicht von Delft Öl auf Leinwand; gerahmt; 53,5 × 48 cm
Rückseitig auf Etikett bezeichnet:
Gez. op Delft / ges. B van Hove
Provenienz
Privatbesitz, Wien
Wir danken Jeroen Kapelle, RKD, Niederländisches Institut für Kunstgeschichte, für die wissenschaftliche Unterstützung anhand von Fotos.
€ 2.500–5.000

Andreas Lach
(Eisgrub/Mähren 1817–1882 Wien)
Stillleben mit Trauben, Pfirsichen und Kürbis, 1846
Öl auf Leinwand; gerahmt; 63,5 × 53 cm
Signiert und datiert rechts unten: Andr. Lach / 1846
Provenienz
Privatbesitz, Wien
€ 4.000–8.000
Joseph Heicke
(Wien 1811–1861 Wien)
Gefecht zwischen k.k. Dragonern und französischer Infanterie aus der Zeit der Napoleonischen Kriege, 1832
Öl auf Leinwand; gerahmt; 101 × 128 cm
Signiert und undeutlich datiert rechts unten: Josef Heicke 1832 a Wien
Provenienz
Privatbesitz, Österreich
€ 15.000–30.000

Joseph Heicke wurde in Wien als Sohn eines Wagenlackierers geboren. Bereits im Alter von 13 Jahren begann er seine Ausbildung an der Graveurschule der Akademie der bildenden Künste in Wien, wo er ab 1831 zusätzlich bei Karl Gsellhofer (1771–1856) Historienmalerei studierte. Ab 1834 nahm er regelmäßig an den Ausstellungen der Akademie teil und stellte ab 1851 auch im Kunstverein aus. 1842 und 1843 unternahm Heicke Studienreisen nach Italien, Ungarn und in den „Orient“, wo er neue Inspiration für seine Kunst werke sammelte. Als einer der vielseitigsten Grafiker des Biedermeier ist Heicke heute vor allem für seine Radierungen und Lithografien bekannt.
Zu seinem Œuvre zählen insbesondere Landschafts- und Tierdarstellungen. In seinen Reit- und Jagdszenen stellte Joseph Heicke sein besonderes Talent für die Darstellung von Pferden unter Beweis, die auch in seinen Schlachtenbildern aus verschiedenen Kriegen eine wichtige Rolle spielen. Besonders bekannt sind seine Darstellungen der Wiener Revolution von 1848. Im vorliegenden Gemälde greift der Künstler jedoch auf Kriegsereignisse aus den Napoleonischen Kriegen zurück, die bereits rund 20 Jahre vor der Entstehung des Werkes stattgefunden hatten. (MLS)


3140
Edmund Mahlknecht
(Wien 1820–1903 Wien)
Rinder an der Tränke
Öl auf Leinwand; gerahmt; 65,5 × 95 cm
Signiert links unten: E. Mahlknecht
Provenienz
Privatbesitz, Österreich
▲ € 2.500–5.000
Alfred Hitchens Corbould
(London 1821–1874 London)
Ein gesattelter Rappe, 1855 Öl auf Leinwand; gerahmt; 51 × 61 cm
Signiert und datiert rechts unten: Alfred H Corboult / 1855
Provenienz
Privatbesitz, Wien
€ 2.500–5.000


Albrecht Adam
(Nördlingen 1786–1862 München)
Beim Hufschmied, 1847
Öl auf Papier auf Leinwand; gerahmt; 31,5 × 39 cm
Signiert und datiert rechts unten: AAdam. 1847
Provenienz
Privatbesitz, Deutschland
€ 5.000–10.000

3143
Friedrich Gauermann
(Miesenbach 1807–1862 Wien)
Landschaft mit Rind (Studie)
Öl auf Papier auf Leinwand; gerahmt; 32 × 42,5 cm
Provenienz europäischer Privatbesitz
€ 5.000–10.000

3144
Friedrich Loos
(Graz 1797–1890 Kiel)
Blick auf die Martinskirche bei Klosterneuburg, Donau und Bisamberg
Öl auf Papier auf Karton; gerahmt; 29,5 × 40 cm
Provenienz
Privatbesitz, Wien
▲ € 5.000–10.000

(Wien 1823–1912 Wien)
Enzersdorf an der Fischa, 1855 Öl auf Karton; gerahmt; 42 × 53 cm
Signiert und datiert links unten: Geyer / (1)855.
Provenienz
Privatbesitz, Österreich
€ 1.500–3.000
(Wien 1783–1844 Wien)
Stier auf der Weide, 1831 Öl auf Holz; gerahmt; 15 × 15,5 cm
Monogrammiert und datiert am rechten Rand unten: AVD / 1831
Provenienz
Auktionshaus-Galerie Hassfurther, Wien, 5.12.1987, Nr. 365; Auktionshaus im Kinsky, Wien, 6.11.2024, Nr. 108; Privatbesitz, Österreich
€ 2.500–5.000


Thomas Ender
(Wien 1793–1875 Wien)
Blick zum Watzmann
Öl auf Leinwand; gerahmt; 61 × 79,5 cm
Signiert unten mittig: Tho. Ender
Provenienz Privatbesitz, Wien
Literatur
Vergleiche: Friedrich von Boetticher, Malerwerke des 19. Jahrhunderts, Band I/1, Hofheim/Taunus 1979, S. 284, Nr. 78, Nr. 88
▲ € 10.000–20.000


Ferdinand Georg Waldmüller (Wien 1793–1865 Helmstreitmühle bei Mödling)
Die Verlobung, 1857
Öl auf Holz; gerahmt (Originalrahmen); 78,5 × 95 cm
Signiert und datiert links unten am Sessel: Waldmüller 1857
Provenienz
Karl Ganahl (1807–1889), Großindustrieller in Feldkirch (Vorarlberg), laut Familienüberlieferung war Ganahl Angehöriger eines Kunst-Mäzenen-Vereins, der seine Werksankäufe durch Los auf die Mitglieder verteilte, angeblich kam Ganahl so zu vorliegendem Gemälde; im Erbgang an dessen Tochter Isabella (1842–1910), verehelichte von Tschavoll, Feldkirch (Vorarlberg); im Erbgang an deren Tochter Isabella (1877–1942), verehelichte Gohm, Feldkirch (Vorarlberg); 1954 im Erbgang an den derzeitigen Besitzer (Privatbesitz, Innsbruck)
Literatur
Bruno Grimschitz, Ferdinand Georg Waldmüller, Salzburg 1957, S. 351, WV-Nr. 811 (SW-Abb.); Rupert Feuchtmüller, Ferdinand Georg Waldmüller. 1793–1865. Leben, Schriften, Werke, Wien/München 1996, S. 506, WV-Nr. 887 (SW-Abb.)
€ 350.000–700.000
Jung und Alt, Groß und Klein, Glück, Wehmut, Sentimentalität und große Erwartungen. All diese Charaktere und Stimmungen vereinigt Waldmüller effektvoll in vorliegendem Gemälde. Großes Theater mit elf Protagonisten bietet er dem Betrachter. Im Mittelpunkt des Geschehens steht ein sich stürmisch umarmendes Paar, dessen Verlobung in der Stube eines Fassbinders gefeiert wird. Der Vater hält segnend die Hand über den beiden. Neben ihm seine Frau, aufgelöst in Tränen. Im Vordergrund Großvater und Großmutter, letztere wird wiederum von der jüngsten Generation, den beiden Enkeln, liebevoll flankiert. Knabe und Mädchen interessieren sich weniger für das zukünftige Brautpaar, vielmehr führen Gesten und Blicke der Kinder zu einer jungen Frau links von den Verlobten, die zur Feier des Tages einen Gugelhupf serviert. Ganz klar ist die Vorfreude der Kleinen auf diese Köstlichkeit zu sehen. Im Hintergrund ist der Hinweis zu finden, dass sich das Geschehen im Haushalt eines Fassbinders abspielt. Durch eine offene Tür wird der Blick in die Werkstatt freigegeben. Neben einem Fass steht ein Geselle, der dem Paar einen wehmütigen Blick zuwirft. Wäre er gerne der Auserwählte der jungen Frau? Der Lehrling hingegen, mit einer großen Flasche im Arm, bringt wohl den Wein, mit welchem auf das junge Glück angestoßen wird.
Das Thema der Verlobung ist im Œuvre Waldmüllers einzigartig. Hingegen nutzte er die Werkstatt eines Binders auch schon vor 1857, dem Entstehungsjahr unseres Werkes, als Schauplatz. Es handelt sich dabei um „Die Aufnahme des Binderlehrlings“ aus dem Jahr 1852 (WV-Nr. 843), von dem es zwei Wiederholungen (1854 und 1855) gibt.
Waldmüller, ein Meister der Komposition und der Lichtregie, zeigt in diesem Spätwerk sein gesamtes malerisches Repetoire. So überzeugt er durch die gekonnte Darstellung von Stofflichkeiten, wie die täuschend echt erscheinenden rauen Lederschürzen der Handwerker, die im reizvollen Kontrast zu den feinen und farbenfrohen Stoffen der Kleidung der übrigen Personen stehen. Delikat ist auch die Beleuchtung. Das durch ein Fenster fallende Sonnenlicht wirkt wie ein Scheinwerfer, der die Figuren im Vordergrund in Szene setzt und ihre Gesichter zum Strahlen bringt. Detaillegetreu und nahe an der Wirklichkeit zeigt Waldmüller ein Ereignis im Leben einer Handwerkerfamilie, und setzt mit diesem Genrebild dem „einfachen“ Leben in der Wiener Vorstadt ein beeindruckendes Denkmal. (MS)


Emil Ludwig Löhr
(Berlin 1809–1876 München)
Bad Gastein
Öl auf Karton; gerahmt; 24,5 × 33,5 cm (oval)
Signiert unten mittig: E. Löhr.
Provenienz
Privatbesitz, Österreich
▲ € 1.800–3.600
Carl Franz Emanuel Haunold (Wien 1832–1911 Wien)
Landschaft bei Aigen mit Blick auf den Untersberg, 1903
Öl auf Karton; gerahmt; 39 × 54 cm
Signiert links unten: Haunold; datiert auf Plakette am Rahmen: 24. October 1903
Provenienz
Privatbesitz, Österreich
€ 1.500–3.000


(Mödling 1840–1883 Wien)
Altausseer See mit Trisselwand, 1875
Öl auf Leinwand; gerahmt; 53 × 84,5 cm
Signiert und datiert links unten: J Bayer (1)875.
Provenienz
Dorotheum Wien, 15.-21.12.1981, Nr. 11 (SW-Abb.); Privatbesitz, Österreich
€ 4.000–8.000
Ferdinand Georg Waldmüller (Wien 1793–1865 Helmstreitmühle bei Mödling)
Die Briefleserin, 1860 Öl auf Holz; gerahmt; 57,5 × 45,5 cm
Signiert und datiert rechts mittig auf der Bank: Waldmüller 1860
Provenienz
Alexander Posonyi, Kunst-Nachlass Ferdinad Georg Waldmüller, Wien 12.-15.2.1878, Los 64; Sammlung Generaldirektor Dr. Viktor (1851–1927) und Paula (verst. 1927) Zuckerkandl, Berlin/Wien; deren Nachlass-Auktion bei Kunsthandlung C. J. Wawra, Wien, 7./8. Mai 1928, Nr. 33, Tafel III (SW-Abb.); Sammlung Gottlieb (1845–1914) und Regine Bettelheim (ca. 1850–1934), Wien; Im Erbweg an deren Tochter Rosa Lemberger (1882–1962), Wien, bis 1938; 1938 Beschlagnahmung durch die Gestapo; Depot der Denkmalbehörde beim Unteren Belvedere (Orangerie), Wien; 1944 mit Bergungstransport nach Altaussee, Depot Salzbergwerk; 1951 Restitution an die Familie Lemberger und Ausfolgung an ihren Bevollmächtigten; seit 1954 Privatsammlung, Deutschland
Literatur
Bruno Grimschitz, Ferdinand Georg Waldmüller, Salzburg 1957, S. 361, Nr. 931 (SW-Abb.); Rupert Feuchtmüller, Ferdinand Georg Waldmüller. 1793–1865. Leben, Schriften, Werke, Wien/München 1996, S. 519, Nr. 1016
€ 35.000–70.000

Die „Briefleserin“ verbindet Ferdinand Georg Waldmüllers erzählerisches Gespür mit seiner meisterhaften Maltechnik, die sich besonders in der Lichtführung sowie in der präzisen Wiedergabe von Stofflichkeit und Interieur entfaltet. Im Zentrum des Bildes sitzt eine junge Dame in weißem Kleid auf einem Fauteuil. Effektvoll fällt das Licht von der Seite auf die Sitzende, die einen Brief in der Hand hält. Im Hintergrund steht eine Magd, die ihr das Schreiben offenbar soeben überreicht hat. Ihr Gesichtsausdruck deutet an, dass sie um die Brisanz der Nachricht weiß, die die Herrin nun mit neugierigem Blick und einem Lächeln auf den Lippen liest.
Der Betrachter wird zum stillen Zeugen eines intimen Moments. Zugleich wird man in den Kreis jener einbezogen, die einen Blick auf den geheimnisvollen Brief werfen dürfen, dessen Schrift durch das dünne Papier schemenhaft zu erkennen ist. Ganz im Sinne des Biedermeier wird der private Innenraum des bürgerlichen Hauses zum Schauplatz des Geschehens. Waldmüller gestaltet den Innenraum mit kostbaren Stoffen, Blumensträußen und Kunstgegenständen zu einer atmosphärisch dichten Bühne. In dieser entfaltet sich ein leises Alltagsdrama, das durch seine präzise Malweise eindrucksvoll erfahrbar wird. (MLS)


Johann Baptist Reiter
(Urfahr 1813–1890 Wien)
Kleinkind in einem Korb liegend Öl auf Leinwand; gerahmt; 55 × 47 cm
Signiert rechts oben: J B Reiter. Provenienz Privatsammlung, Wien
Wir danken Dr. Lothar Schultes für die wissenschaftliche Unterstützung.
€ 3.000–6.000

Hermann Kaulbach
(München 1846–1909 München)
Der wachsame Rabe
Öl auf Holz; gerahmt; 57 × 65 cm
Signiert rechts unten: Herm. Kaulbach.
Provenienz
österreichischer Adelsbesitz; Privatbesitz, Österreich
€ 8.000–16.000
Adolph Friedrich Erdmann Menzel (Breslau 1815–1905 Berlin)
Almabtrieb in Hofgastein, 1886 Gouache auf Papier; gerahmt; 17,9 × 11,7 cm
Signiert und datiert rechts unten: Menzel / (18)86
Provenienz
Dr. Herbert Quandt, Bad Homburg vor der Höhe (mind. 1955–1965); Privatsammlung, Österreich; Griesebach, Berlin, 30.11.2016, Nr. 177 (unverkauft, wieder retour an den Einbringer); Privatsammlung, Österreich
Ausstellung
1955, Berlin, Museum Dahlmen, Kat.-Nr. 134 1965, Berlin, Haus am Tiergarten, Kat.-Nr. 82
Literatur
Adolph von Menzel. Aus Anlaß seines 50. Todestages. Ausstellungskatalog, Berlin, Museum Dahlem (ehem. Staatliche Museen Berlin, Nationalgalerie), 1955, Kat.-Nr. 134 („Bad Gastein“);
Adolph Menzel, 1815–1905. Pastelle, Aquarelle und Zeichnungen. Ausstellungskatalog, Berlin, Haus am Tiergarten, 1965, Kat.-Nr. 82 („Bad Gastein“)
€ 35.000–70.000
Vorliegendes Blatt ist 1886 entstanden. Der damals 71-jährige Künstler war zu dieser Zeit bereits hoch angesehen und mit vielen Ehrungen ausgezeichnet. Von seinen Zeitgenossen als „manischer“ Zeichner beschrieben, verbrachte Menzel die Sommermonate ab dem Jahr 1852 – meist in Begleitung seiner Schwester Emilie – immer wieder in Bayern und Österreich, wobei er diese Aufenthalte nicht zur Erholung, sondern intensiv zum Beobachten und Zeichnen nutzte. Seine zahlreichen Skizzenbücher mit Studien von Menschen und Tieren geben Zeugnis davon. Auch vorliegenden Almabtrieb könnte Menzel in der Sommerfrische beobachtet haben, erfolgt dieser doch üblicherweise Mitte August.
Im Postkartenformat zeigt Menzel das Spektakel der Rückkehr des Viehs von den Bergweiden ins Tal, klein im Hintergrund. Die Aufmerksamkeit des Betrachters wird zuallererst auf eine alte Frau mit einem Buckelkorb voll Reisig gelenkt. Prominent sitzt sie auf einem Rasenstück im rechten Vordergrund. Müde und erschöpft würdigt sie dem turbulenten Geschehen im Hintergrund, das durchaus lautstark mit dem Geläut der Kuhglocken vonstattengeht, keinen Blick.
Eine Ebene höher zeigt Menzel als Gegenpol zur armen Reisigsammlerin eine kleine Gruppe von Personen auf einer Terrasse. Ein elegant gekleideter Herr blickt in Richtung Betrachter, eine Frau mit Spitzenhaube, möglicherweise eine Amme, und eine jüngere Frau mit einem Kleinkind am Arm beobachten hingegen von ihrem „Logenplatz“ aus das bunte Treiben. Gefesselt vom Geschehen sind auch vier Kinder, welche Menzel in einer „Gasse“ zwischen hohen Nadelbäumen und der Terrasse zeigt. Ein Knabe im Matrosenanzug sowie ein Mädchen mit weißer Bluse und Rüschenrock gehören wohl zu den „Zuschauern“ auf der Terrasse und beobachten den Zug ebenso fasziniert, wie die beiden barfüßigen Dorfburschen, die sich wesentlich näher an die Tiere heranwagen. Menzels Blick für soziale Unterschiede und ein respektvoller Blick auf die Ärmeren gelingt hier wie nebenbei. Viel Inhalt auf kleinem Platz, jedoch mit größter malerischer Freiheit festgehalten. Ein Bravourstück des wohl bedeutendsten preußischen Künstlers seiner Zeit. (MS)



(Wien 1871–1937 Wien)
Bunter Blumenstrauß
Öl auf Leinwand; gerahmt; 40 × 32 cm
Signiert links unten: C. Duxa
Provenienz
Dorotheum Wien, 19.3.1986, Nr. 432, Tafel 37 (SW-Abb.); Privatsammlung, Österreich
€ 1.200–2.400
(Wien 1864–1941 Wien)
Junge Frau (Studie)
Öl auf Holz; gerahmt; 26,5 × 16 cm
Signiert rechts unten: Engelhart
Provenienz
Privatsammlung, Österreich
€ 1.200–2.800

Heinrich Demuth
(Friedland/Böhmen 1863–1950 Gerlebog)
Junge Frau in weißem Kleid, 1888
Öl auf Leinwand; gerahmt; 121 × 80 cm
Signiert und datiert rechts unten: H Demuth / 1888
Provenienz
Auktionshaus im Kinsky, 17.4.2012, Nr. 8; seither Privatbesitz, Österreich
€ 7.000–14.000
Anton Romako (Atzgersdorf bei Wien 1832 - 1889 Wien)
Die Lieblingshenne, zwischen 1873 und 1876
Öl auf Holz; gerahmt; 77 × 60 cm
Signiert rechts oben: N. Okamor Rückseitig Etikettenrest: (A)u(s)ste(ll)ung Dresden 1904. Provenienz
Hof- und Gerichtsadvokat Dr. Dan. Thum, Wien (da das Bild bereits im Einlaufbuch des Wiener Künstlerhauses 1889, Nr. 1197, als Eigentum Dr. Thum aufscheint, dürfte dieser der Erstbesitzer gewesen sein); Wawra, Wien, 236. Auktion, Versteigerung der Sammlung Viktor Zuckerkandl, 26. Oktober 1916, Nr. 92 (SW-Abb.); Albert Kende, Wien, 115. Kunstauktion, 21.-23. Juni 1932, Nr. 258, Tafel 7 (SW-Abb.) (als „Kleines blondes Mädchen, das Töchterchen des Malers, mit einem Hahn in Händen“ betitelt); Krankenfürsorgeanstalt d. Angestellten u. Bediensteten der Stadt Wien (Cottage-Sanatorium, Wien); in den späten 1960er Jahren in der Galerie Theodor Schebesta, Wien, erworben; seit damals österreichischer Familienbesitz.
Im Jahr 2018 ist zwischen der Krankenfürsorgeanstalt der Angestellten u. Bediensteten der Stadt Wien und dem Einbringer ein Prozess über das Kunstwerk ausgetragen worden, den der Einbringer gewonnen hat. Das Gericht hat festgestellt, dass ihm und niemand anderem das Gemälde zustehen könnte.
Ausstellung
1889 Wiener Jahresausstellung; 1904 Dresden; 1905 Wien, Galerie Miethke, Nr. 7
Literatur
Friedrich von Boetticher, Malerwerke des 19. Jahrhunderts, Bd. II/1, Dresden 1898, S. 464, Nr. 26; Ludwig Hevesi, Österreichische Kunst im 19. Jahrhundert, II. Teil (1848–1900), Leipzig 1903, Abb. S. 227; Anton Romako, Ausstellungskatalog der Galerie Miethke, Wien 1905, Nr. 7; Ludwig Hevesi, Anton Romako, in: Altkunst-Neukunst. Wien 1894–1908, Wien 1909 (geschrieben 1905), Reprint Klagenfurt 1986, S. 121; Fritz Novotny, Der Maler Anton Romako. 1832–1889, Wien/München 1954, S. 17, 33, 89, WV-Nr. 203, Abb. 33 (SW-Abb.); Cornelia Reiter, Bilder vom verlorenen Paradies. Die Kinderbildnisse Anton Romakos, in: Belvedere. Zeitschrift für bildende Kunst, 1999, Heft 2, S. 68f., Abb. 1; Cornelia Reiter, Anton Romako. Pionier und Außenseiter der Malerei des 19. Jahrhunderts. Monografie mit Werkverzeichnis, Belvedere Wien 2010, S. 73f., S. 190, WV-Nr. 332 (SW-Abb. S. 74)
€ 30.000–60.000
Anton Romakos Kinderbildnisse nehmen in seinem künstlerischen Œuvre eine herausragende Rolle ein. Er selbst hatte vier Töchter und einen Sohn. Seine Kinder dienten ihm immer wieder als bezaubernde Modelle, wobei er wohl auch in vorliegendem Werk eine seiner Töchter porträtierte. Vor dunklem Hintergrund, leicht nach rechts gewandt, sitzt das Mädchen und hält seine Lieblingshenne innig umarmt. Der Blick des Mädchens trifft den Betrachter nicht –vielmehr scheint dieser gedankenverloren und schwermütig an einem Punkt in der Ferne zu verweilen. An der rechten Seite des Mädchens lehnt eine Schiefertafel mit Buchstaben und Ziffern, welche scheinbar kurz zur Seite gelegt wurde, um die Umarmung und somit die Emotionen dieses Moments genießen zu können.
Laut Cornelia Reiter ist die Tafel als Gegenpol zur Umarmung zu sehen – „wohl eine Anspielung auf den „rationalisierten“, kindlich spontane Emotionen unterdrückenden Ballast unserer Kultur“ (vgl. Cornelia Reiter, Anton Romako, Wien 2010, S. 73). Zugleich offenbart Anton Romako dem Betrachter in diesem Gemälde einmal mehr einen Einblick in seine Gefühlswelt, die durch einschneidende Geschehnisse im privaten Umfeld des Künstlers erschüttert wurde. Mit der Trennung von seiner Frau und seiner Rückkehr von Rom nach Wien 1876, begann für den Künstler eine Reihe von Schicksalsschlägen, von denen er sich letztlich bis zu seinem Tod im Jahr 1889 nicht mehr erholen sollte. Auf die zerrüttete Persönlichkeit des Malers lässt auch die Signatur „N. OKAMOR“ schließen. Mit der umgekehrten Abfolge der Buchstaben, die Gemälde dieser Zeit vermehrt aufweisen, wird diese zu einer Besonderheit (vgl. C. Reiter, Anton Romako, Wien 2010, S. 187). (BB)



(St. Ulrich in Gröden 1846–1939 St. Ulrich)
Tiroler Mädchen (Tochter des Malers), 1904
Öl auf Holz; gerahmt; 36 × 26 cm
Signiert und datiert rechts oben: Jos. Moroder / 1904
Rückseitig bezeichnet und datiert
Provenienz
Privatbesitz, Österreich
€ 2.500–5.000
August Xaver Karl Ritter von Pettenkofen
(Wien 1822–1889 Wien)
Porträt eines eleganten Herren
Öl auf Holz; gerahmt; 26 × 16,5 cm
Monogrammiert rechts unten: a. p.
Provenienz
Christie's London, 11.2.1977, Nr. 37 (SW-Abb.);
Privatsammlung, Österreich
Literatur
Vergleiche: Arpad Weixlgärtner, August Pettenkofen, 2 Bände, Wien 1916, Band 2, S. 436, Nr. 19
€ 1.000–2.000

Charles Emile Jacque
(Paris 1813–1894 Paris)
Hühnerhof
Öl auf Holz; gerahmt; 28 × 45 cm
Signiert links unten: Ch. Jacques
Rückseitig Etikett Kunsthandlung Kaeser, Wien
Provenienz
Kunsthandlung Kaeser, Wien; Privatbesitz, Wien
€ 1.500–3.000
Johann Matthias Ranftl
(Wien 1805–1854 Wien)
Hundeporträt, 1849
Öl auf Holz; gerahmt; 26,5 × 30,5 cm
Signiert und datiert links unten: Ranftl. / 1849
Provenienz
Leo Schidlof's Kunstauktionshaus, Wien, 4.-6.2.1920, Nr. 85 (SW-Abb.); Dorotheum Wien, 2.-4.12.1950, Nr. 99, Tafel 67 (SW-Abb.); Privatbesitz, Wien
€ 3.500–7.000



(Liptoujvar 1838–1912 Maria Enzersdorf)
Adagio
Öl auf Holz; gerahmt; 47,5 × 31,5 cm
Signiert rechts unten: Kern H.
Rückseitig bezeichnet: La réproduction est défendue / K.H. Rückseitig Wachssiegel des Künstlers: KH
Rückseitig auf Etikett betitelt: Adagio
Provenienz
Dorotheum Wien, 14.3.1984, Nr. 451, Tafel 74 (SW-Abb.); Privatsammlung, Österreich
€ 2.400–4.800
Hermann Armin Kern
(Liptoujvar 1838–1912 Maria Enzersdorf)
Der letzte Groschen
Öl auf Holz; gerahmt; 47,5 × 32 cm
Signiert rechts unten: Kern H
Rückseitig bezeichnet: La réproduction est défendue / K.H. Rückseitig Wachssiegel des Künstlers: KH
Provenienz
Dorotheum Wien, 14.3.1984, Nr. 452, Tafel 74 (SW-Abb.); Privatsammlung, Österreich
€ 3.200–6.400

Hermann Armin Kern
(Liptoujvar 1838–1912 Maria Enzersdorf)
Zwei Musikanten in der Stube
Öl auf Leinwand; gerahmt; 47 × 68,5 cm
Signiert rechts unten: Kern H.
Provenienz
Dorotheum Wien, 4.12.1986, Nr. 754, Tafel XXXIX (Farbabb.); Privatsammlung, Österreich
€ 3.200–6.400
Rudolf Geyling
(Wien 1839–1904 Ybbs an der Donau)
Bacchant und Amorette, um 1878 Öl auf Leinwand; gerahmt; 167 × 127 cm
Signiert und bezeichnet rechts unten: Rud. Geyling. Wien
Rückseitig auf Etikett bezeichnet: Rudolf Geyling / in / Wien / „Bachant u Amoret“; rückseitig Ausstellungsetikett: 307.
Provenienz
seit den 1950er Jahren europäischer Familienbesitz
Ausstellung
1878 Wien, Künstlerhaus, Große Jahres-Ausstellung, Nr. 17 und Nr. 4
Literatur
Katalog der IX. Großen Jahres-Ausstellung in Wien, Künstlerhaus, 13. April 1878, Nr. 17; II. Katalog der IX. Großen Jahres-Ausstellung in Wien, Künstlerhaus, 18. Mai 1878, Nr. 4; Friedrich von Boetticher, Malerwerke des 19. Jahrhunderts, Band I/1, Hofheim/Taunus 1979, S. 407, Nr. 33
€ 8.000–16.000

Als Sohn des Historienmalers Franz Geyling studierte Rudolf Geyling ab 1856 an der Akademie der bildenden Künste in Wien. Durch ein Stipendium konnte Geyling von 1872 bis 1873 Italien bereisen und sich dort künstlerisch weiterbilden. Zurück in Wien leitete Geyling fast zwei Jahrzehnte lang das Atelier für kunstgewerbliche Maltechniken am Wiener Frauenerwerbsverein. Zugleich übernahm er nach dem Tod seines Onkels Carl Geyling die künstlerische Leitung des Glasmalereiunternehmens „Carl Geylings Erben“. Neben seinen dort entstandenen Arbeiten, unter anderem Glasgemäldeentwürfe für den Stephansdom, fertigte er zahlreiche Genre- und Historienbilder, welche von seiner Zeit in Italien geprägt waren.
Das vorliegende Gemälde scheint auch eine dieser Arbeiten zu sein. Mit spielerischer Leichtigkeit inszeniert Geyling die Begegnung zwischen einer zarten Amorette und einem kleinen Bacchanten. In dem großformatigen Ölgemälde verortet er die Figuren in einer idyllischen Landschaft am Ufer eines Gewässers. Der kleine Bacchant nähert sich zärtlich der Wange der Amorette. Ihn bekleidet ein Leopardenfell, in dem köstliche Weintrauben bereitliegen. Schüchtern neigt die blonde Amorette ihren Kopf zur Seite und wendet den Blick verstohlen zu den ihr dargebotenen Trauben, nach denen sie mit ihrer zarten Hand greift. Hinter ihrem beflügelten Rücken hält sie einen großen Strauß Sonnenblumen, der ihre kleine Körpergröße unterstreicht. Das Werk besticht vor allem durch sein liebliches Sujet, das Geyling nach altmeisterlichem Vorbild in eindrucksvoller Größe zur Wirkung bringt. (MLS)


Christian Frederik Holm
(Kopenhagen 1804–1846 Tivoli)
Jagd im Gebirge
Öl auf Leinwand; gerahmt; 69 × 78,5 cm
Signiert und bezeichnet rechts unten: CHolm / München
Provenienz
Privatbesitz, Deutschland
€ 3.500–7.000
Wilhelm Gause
(Krefeld 1853–1916 Stein a.d. Donau)
Kaiser Franz Joseph I. und der König von Bayern beim Aufbruch zur Jagd in Mürzsteg Öl auf Leinwand; gerahmt; 36,5 × 50 cm
Signiert links unten: Gause
Provenienz
Dorotheum Wien, 4.12.1986, Nr. 719, Tafel XC (Farbabb.); Privatsammlung, Österreich
€ 1.000–2.000


3170
Ferdinand Küss
(Wien 1800–1886 Pörtschach)
Kampf um die Beute, 1880
Öl auf Leinwand; gerahmt; 132 × 101 cm
Signiert und datiert rechts unten: F. Küss. 1880
Provenienz Privatbesitz, Österreich
€ 5.000–10.000

Anton Schrödl (Schwechat 1823–1906 Wien)
Hirsch im Gebirge
Öl auf Leinwand; gerahmt; 95 × 69 cm
Rückseitig auf Etikett bezeichnet: Anton Schrödl / (1823–1906) / „Platzhirsch“
Provenienz
Privatbesitz, Österreich
€ 5.000–10.000

3172
Franz Xavier von Pausinger
(Frankenburg 1839–1915 Frankenburg)
Gämsen im Gebirge
Öl auf Leinwand; gerahmt; 85 × 69 cm
Signiert rechts unten: F. X. Pausinger
Provenienz
Privatbesitz, Wien
€ 5.000–10.000

Karl Kaufmann
(Neuplachowitz 1843–1905 Wien)
Dürrensee mit Monte Cristallo Öl auf Leinwand; gerahmt; 74 × 100 cm
Signiert rechts unten: Karl Kaufmann; rückseitig handschriftlich betitelt
Provenienz
Privatbesitz, Wien
▲ € 2.000–4.000
Hermann Reisz
(Neuhäusl 1865–1920 Wien)
Tal am Fuße der Hohen Tatra mit Blick auf die Lomnitzer Spitze, 1899 Öl auf Leinwand; gerahmt; 74 × 100 cm
Signiert und datiert rechts unten: H. Reisz (18)99
Provenienz
Privatbesitz, Österreich
€ 1.500–3.000


(München 1833–1898 Berchtesgaden)
Bellagio am Comer See Öl auf Holz; gerahmt; 49 × 75 cm
Signiert rechts unten: A Waagen.
Provenienz
Privatbesitz, Wien
▲ € 4.500–9.000

(Genf 1825–1890 Bordeaux)
Bauernhof mit Gemüsegarten in Arès (Gironde), 1887
Öl auf Leinwand; gerahmt; 46 × 65 cm
Signiert und datiert links unten: A Baudit 1887. Rückseitig bezeichnet: a Arès (Gironde)
Provenienz
Auktionshaus Galerie Dobiaschofsky, Bern, 26.10.1984, Nr. 45, Tafel 58 (SW-Abb.); Privatsammlung, Österreich
€ 2.000–4.000
Theodor von Hörmann
(Imst/Tirol 1840–1895 Graz)
Ungarisches Bauernhaus in Siófok am Plattensee, 1875 Öl auf Holz; gerahmt; 18 × 36,5 cm
Signiert und datiert links unten: Hörmann (18)75 Rückseitig bezeichnet: Ungarisches Bauernhaus Siófok / Platten / See
Provenienz
Neumeister Kunstauktionshaus, München, 22.5.1980, Nr. 1498; Galerie Bednarczyk, Wien, 1980; Privatsammlung, Österreich
Literatur
Marianne Hussl-Hörmann, Theodor von Hörmann 1840–1895. Monographie mit Verzeichnis der Gemälde, Auktionshaus im Kinsky (Hg.), Wien 2013, S. 162, WV-Nr. I.44 (SW-Abb.), („Dorf in der Puszta“, irrtümlich Öl auf Leinwand)
€ 4.000–8.000


Emil Barbarini
(Wien 1855–1930 Wien)
Bauernhof am Gebirgsbach
Öl auf Leinwand; gerahmt; 68,5 × 106 cm
Signiert rechts unten: Em. Barbarini
Provenienz
Dorotheum Wien, 16.-22.3.1982, Nr. 311, Tafel LI (Farbabb.);
Sotheby's New York, 26.5.1983, Nr. 61 (SW-Abb.); Neumeister, München, 13.9.1984, Nr. 845, Tafel 197 (SW-Abb.); Privatsammlung, Österreich
€ 2.800–5.600

Rudolf Ribarz
(Wien 1848–1904 Wien)
Delfshaven in Rotterdam
Öl auf Leinwand; gerahmt; 66,5 × 82 cm
Signiert rechts unten: Ribarz
Rückseitig auf Etikettenrest bezeichnet: ... / Holl(and)
Provenienz
Privatbesitz, Österreich
€ 5.000–10.000

Rudolf Ribarz
(Wien 1848–1904 Wien)
Windmühlen bei Cayeux, 1889
Öl auf Holz; gerahmt; 33 × 41 cm
Signiert, datiert und bezeichnet links unten: Souvenir affectueuse à M. de Wartenegg / Ribarz. 1889.
Bezeichnet rechts unten: Cayeux
Provenienz
Privatbesitz, Österreich
Literatur
Residenzgalerie Salzburg (Hg.), Ausstellungskatalog, Faszination
Landschaft. Österreichische Landschaftsmaler des 19. Jahrhunderts auf Reisen, Salzburg 1995, S. 100f (Farbabb.)
€ 4.000–8.000

John Quincy Adams (Wien 1874–1933 Wien)
Am Kanal I, 1903
Öl auf Leinwand; gerahmt; 85 × 110 cm
Signiert, bezeichnet und datiert links unten: John Quincy Adams / Volendam (1)903 Rückseitig auf Rahmen Etikett Künstlerhaus, Wien: 1904/1336 (von Nikolaus Domes MA, Künstlerhaus-Archiv, Wien, bestätigt)
Provenienz
Sammlung Leopold Neumann, Wien (1904); Sammlung Ernst Herlitschka (verstorben in den 1970er Jahren), Wien; im Erbgang an den derzeitigen Besitzer (Privatsammlung, Österreich)
Ausstellung 1904 Wien, Künstlerhaus, Nr. 184 „Am Canal“, (Besitzer Leopold Neumann)
Literatur
Alexandra Peyrer Heimstätt, Der Wiener Maler John Quincy Adams, Diplomarbeit mit Werkkatalog, Universität Wien, 1995, S. 55, Kat.-Nr. 24, Abb. 14; John Quincy Adams, Online Werkverzeichnis, JQAW# G_1903_060
€ 7.000–14.000

Carl Franz Bauer (Wien 1879–1954 Wien)
Hindernisrennen in Frankreich
Mischtechnik auf Papier; gerahmt; 28 × 45,5 cm
Signiert und bezeichnet links unten: C. F. Bauer / Paris
Provenienz Privatsammlung, Deutschland
€ 1.000–2.000
Carl Franz Bauer (Wien 1879–1954 Wien)
Trabrennen in Paris
Mischtechnik auf Papier; gerahmt; 29 × 45 cm
Signiert und bezeichnet rechts unten: Bauer / Paris
Provenienz Privatbesitz, Deutschland
€ 1.000–2.000


3184
Jerzy Kossak
(Krakau 1886–1955 Krakau)
Soldaten zu Pferd, 1935
Öl auf Holz; gerahmt; 30 × 40 cm
Signiert und datiert rechts unten: Jerzy Kossak / 1935
Provenienz
Privatbesitz, Wien
€ 3.000–6.000


Ludwig Koch (Wien 1866–1934 Wien)
Wachtmeister Riedl zu Pferd
Aquarell auf Papier; gerahmt; 42 × 21 cm (Passep.-Ausschnitt)
Monogrammiert rechts unten: L. K.
Bezeichnet links unten: Wachtmeister Riedl
Provenienz Privatbesitz, Österreich
▲ € 1.000–2.000
Adolf Kaufmann (Troppau 1848–1916 Wien)
Winterlandschaft im Abendrot Öl auf Leinwand; gerahmt; 66,5 × 40 cm
Signiert rechts unten: A. Kaufmann
Provenienz Privatbesitz, Wien
€ 1.000–2.000

3187
Josef Ullmann
(Nekmir 1870–1922 Prag)
Winterlandschaft
Öl auf Karton; gerahmt; 32 × 42,5 cm
Signiert rechts unten: J. Ullmann.
Provenienz
Privatbesitz, Wien
€ 2.000–4.000
Josef Ullmann
(Nekmir 1870–1922 Prag)
Seenlandschaft
Öl auf Karton; gerahmt; 32 × 42,5 cm
Signiert rechts unten: J. Ullmann
Provenienz
Privatbesitz, Wien
€ 2.000–4.000


Bela von Spanyi
(Budapest 1852–1914 Budapest)
Weidelandschaft
Öl auf Leinwand; gerahmt; 34 × 69 cm
Signiert rechts unten: Spanyi B.
Provenienz
Privatbesitz, Österreich
€ 1.000–2.000
Móricz Góth
(Avas-Felsöfalu/Ungarn 1873–1944 Amsterdam)
Fischmarkt in Brügge Öl auf Leinwand; gerahmt; 66 × 81,5 cm
Signiert rechts unten: Góth M. Rückseitig Etikett: L. Goddyn Rue aux laines 27 Bruges 27
Provenienz
Privatbesitz, Österreich
€ 3.500–7.000


3191
Emil Jakob Schindler
(Wien 1842–1892 Westerland)
Lichtung (Praterlandschaft), 1882/84
Öl auf Leinwand; gerahmt; 62 × 47,5 cm
Signiert links unten: Schindler
Rückseitig Etikett: Gesellschaft bildender Künstler Österreichs / Künstlerhaus, Hausgalerie Nr. 138
Provenienz
Dorotheum Wien, 21.11.1991, Nr. 152 (SW-Abb.); Kunsthandel, Wien; seit 2005 Privatbesitz, Österreich
€ 10.000–20.000

Hugo Darnaut
(Dessau 1850–1937 Merkenstein)
Sommerliche Landschaft, 1933
Öl auf Leinwand auf Karton; gerahmt; 81 × 110 cm
Signiert und datiert rechts unten: H. Darnaut. 1933
Provenienz
Privatbesitz, Österreich
€ 3.500–7.000
Hugo Darnaut
(Dessau 1850–1937 Merkenstein)
Frühlingslandschaft
Öl auf Karton; gerahmt; 31 × 41,5 cm
Signiert rechts unten: H. Darnaut
Provenienz
Privatbesitz, Deutschland
€ 2.000–4.000


Eduard Zetsche
(Wien 1844–1927 Wien)
Reisigsammlerin am Waldweg, 1912 Öl auf Leinwand; gerahmt; 116 × 80 cm
Signiert und datiert rechts unten: Ed. Zetsche / 1912
Rückseitig handschriftlich betitelt: „Waldgraben“; rückseitig Künstlerhaus-Etikett: 3644/1924 (von Nikolaus Domes, Künstlerhaus-Archiv, Wien, bestätigt)
Provenienz
Privatbesitz, Wien
▲ € 8.000–16.000

(Wien 1892–1976 Krems)
Blick von der Loseralm zum Dachstein
Gouache auf Karton; gerahmt; 32,5 × 25 cm
Signiert rechts unten: Siegfried Stoitzner; rückseitig: Hausfassaden (Bleistiftstudie)
Provenienz
Privatbesitz, Österreich
▲ € 1.200–2.500
(Wien 1842–1926 Wien)
Sonnenuntergang am Wörthersee mit Blick auf Velden und den Dobratsch
Öl auf Leinwand; gerahmt; 45,5 × 62,5 cm
Signiert rechts unten: Hlaváček
Provenienz
Dorotheum Wien, 22.9.1964, Nr. 49, Tafel 57 (SW-Abb.);
Dorotheum Wien, 23.4.1965, Nr. 59, Tafel III (SW-Abb.);
Privatbesitz, Österreich
€ 3.500–7.000


Karl Maria Schuster
(Purkersdorf 1871–1953 Wien)
Park der Villa Marischka am Wörthersee, 1927
Öl auf Leinwand; gerahmt; 67,5 × 87,5 cm
Signiert, bezeichnet und datiert links unten: Karl M. Schuster / Villa Marischka 1927
Provenienz
Privatbesitz, Wien
€ 5.000–10.000
3198
Emil Jakob Schindler
(Wien 1842–1892 Westerland)
Gartenecke im Vorfrühling
Öl auf Leinwand; gerahmt; 52 × 42 cm
Rückseitig Etikett: Sammlung Dr. Josef Weese / Wien VI. Getreidemarkt 9 / Nr. 288 / Schindler Jakob Emil (1842–1892) / Gartenecke im Vorfrühling
Provenienz
Dr. Josef Weese (1888–1962), Wien; Privatbesitz, Österreich
Wir danken Herrn Dr. Alexander Klee (Belvedere, Wien), für die wissenschaftliche Unterstützung.
€ 15.000–30.000
Emil Jakob Schindler war von 1860–1868 Schüler von Albert Zimmermann an der Wiener Akademie, wo er Eugen Jettel, Rudolf Ribarz und Robert Russ begegnete. Das Malen in der freien Natur wurde zur obersten Maxime dieser Künstler, und es entwickelte sich ihre Malerei im Sinne der paysage intime. Sie und allen voran Schindler legten somit den Grundstein des sogenannten österreichischen Stimmungsimpressionismus.
Gleichsam als „Liebeserklärungen an die Natur“ kann Schindlers Kunst bezeichnet werden. Genaue Beobachtungen in atmosphärisch abgestimmten Farben und mit offenem Pinselstrich wiedergegeben, sind seine Markenzeichen. Doch über eine akkurate Schilderung der visuellen Realität hinausgehend, vermitteln seine Werke in ihrem Zusammenspiel von Licht und Farbe dem Betrachter die emotionalen Erfahrungen eines intimen Moments inmitten dieser Natur.
Schindler selbst bezeichnete seine Malerei als „Poetischen Realismus“, ein Ausdruck, der im vorliegenden Werk besonders erfassbar scheint. In einer zurückhaltenden Farbpalette präsentiert der Künstler eine unscheinbare Gartenecke. Ein Knabe beobachtet eine Schar Hühner, die sich inmitten einer bereits üppig grünen Wiese tummelt. Das Sonnenlicht beleuchtet warm eine Ziegelwand, die zu einem Stallgebäude gehört. Über der Szenerie erstreckt sich ein hellblauer, von Schleierwolken durchzogener Himmel. Die Bäume zeigen bereits zarte Triebe und der Frühling wird sich wohl bald in voller Pracht entfalten. So wirkt dieses, kaum aufregende Motiv, durch Schindlers virtuose Wiedergabe wie eine sinnliche Symbiose von Natur, Licht und Farbe. (MS)


Carl Kessler * (Coburg 1876–1968 München)
Kitzbühel im Winter
Gouache auf Papier; gerahmt; 37,5 × 51 cm (Passep.-Ausschnitt)
Signiert und bezeichnet rechts unten: Carl / Kessler / München.
Provenienz Privatbesitz, Österreich
▲ € 1.000–2.000
Konstantin Stoitzner (Chrostau 1863–1934 Wien)
Blick über die Donau zum Kahlenbergerdorf und Leopoldsberg Öl auf Karton; gerahmt; 50,5 × 54,5 cm
Signiert links unten: Konstantin Stoitzner.
Provenienz Privatbesitz, Österreich
€ 1.500–3.000


3201
Edward Harrison Compton *
(Feldafing 1881–1960 Feldafing)
Blick auf die Marmolata in den Dolomiten
Öl auf Leinwand; gerahmt; 49 × 70 cm
Signiert und bezeichnet links unten: E. Harrison Compton / München
Provenienz
Privatbesitz, Österreich
▲ € 4.000–8.000

Edward Harrison Compton *
(Feldafing 1881–1960 Feldafing)
Stift Melk an der Donau
Öl auf Leinwand; gerahmt; 64,5 × 54,5 cm
Signiert rechts unten: E. Harrison / Compton
Provenienz
Privatbesitz, Österreich
▲ € 3.500–7.000

3203
Siegfried Stoitzner *
(Wien 1892–1976 Krems)
Blick auf Dürnstein an der Donau Öl auf Leinwand; gerahmt; 89 × 99 cm
Signiert rechts unten: Siegfried Stoitzner
Provenienz
Privatbesitz, Österreich
€ 8.000–16.000

Marie Egner (Radkersburg 1850–1940 Maria Anzbach)
Park in Cannes, 1914
Öl auf Karton; gerahmt; 36 × 25 cm
Rückseitig beschriftet: aus dem Nachlass / Prof. Marie Egner / G. Schmidt sowie Stempel VBKÖ (Vereinigung bildender Künstlerinnen Österreichs)
Provenienz
aus dem Nachlass der Künstlerin; Privatsammlung, Graz
Literatur
Martin Suppan/Rupert Feuchtmüller, Marie Egner. Eine österreichische Stimmungsimpressionistin, Band II, Wien 1993, S. 380, WV-Nr. 942 (SW-Abb.)
€ 2.000–4.000
3205
Ferdinand Brunner (Wien 1870–1945 Wien)
Stille Gasse, 1931/32
Öl auf Leinwand; gerahmt; 32,5 × 39 cm
Signiert rechts unten: Ferdinand / Brunner Datiert und bezeichnet auf rückseitigem Etikett: Ferdinand / Brunner / „Stille Gasse“ / 1931/1932
Rückseitig Etikett Künstlerhaus Wien: 1933/1942 (von Nikolaus Domes MA, Künstlerhaus-Archiv, Wien, bestätigt)
Provenienz Privatbesitz, Deutschland
€ 2.000–4.000


3206
Marie Egner
(Radkersburg 1850–1940 Maria Anzbach)
Frühlingslandschaft, um 1910
Öl auf Holz; gerahmt; 31,5 × 26 cm
Signiert rechts unten: M. Egner
Provenienz
Privatbesitz, Wien
Expertise von Frau Dr. Claudia Suppan, Wien, 24.11.2025, liegt bei. Das Gemälde wird in das Werkverzeichnis unter der vorläufigen Nr. WVN 306 aufgenommen.
▲ € 4.500–9.000

3207
Alfred Zoff
(Graz 1852–1927 Graz)
Felsenküste mit Brandung bei Nervi, 1887 Öl auf Leinwand auf Karton; gerahmt; 30 × 50 cm
Signiert und datiert links unten: A. Zoff / 7/5 / 1887 Rückseitig auf Leinwand bezeichnet: Nervi. (Promenade).
Provenienz
Privatbesitz, Österreich
Literatur
Claudia Suppan (Hg.), Alfred Zoff 1852–1927. Die Faszination des Meeres, Wien 2021, S. 281, WV-Nr. GE 171 (Farbabb.)
€ 3.500–7.000
3208
Alfred Zoff
(Graz 1852–1927 Graz)
Stadt an der Riviera, um 1914 Öl auf Leinwand auf Karton; gerahmt; 43 × 54,5 cm
Signiert rechts unten: A. Zoff.
Provenienz
Kunsthandel Michael Stoff, Graz; Privatbesitz, Steiermark
Literatur
Martin Suppan, Alfred Zoff. Ein österreichischer Stimmungsimpressionist. Landschaften, Marinen, Wien 1991, S. 327, WV-Nr. 477 (SW-Abb.);
Claudia Suppan (Hg.), Alfred Zoff 1852–1927. Die Faszination des Meeres, Wien 2021, S. 373, WV-Nr. GE 1249 (Farbabb.)
€ 4.000–8.000


3209
Alfred Zoff
(Graz 1852–1927 Graz)
Zypressen bei Camogli, 1896
Öl auf Leinwand auf Karton; gerahmt; 54 × 42 cm
Signiert rechts unten: A. Zoff.
Rückseitig auf Leinwand bezeichnet und datiert: Camogli / 1896
Provenienz
Privatbesitz, Österreich
Literatur
Claudia Suppan (Hg.), Alfred Zoff 1852–1927. Die Faszination des Meeres, Wien 2021, S. 311, WV-Nr. GE 527 (Farbabb.)
€ 5.000–10.000
Robert Russ (Wien 1847–1922 Wien)
Riviera bei Gargnano am Gardasee, um 1910 Öl auf Leinwand; gerahmt; 50,5 × 71,5 cm
Signiert rechts unten: Robert Russ.
Provenienz
1931 Fürstlich Liechtensteinsche Galerie; 1989 Kunsthandel Giese & Schweiger, Wien; 1995 Kunsthandel Haslauer, Salzburg; Pritvatbesitz, Österreich
Ausstellungen
wohl 1923 Gedächtnisausstellung, Künstlerhaus Wien, Nr. 444 („Gardasee“; Eigentum Sr. Durchlaucht des reg. Fürsten Johann von und zu Liechtenstein“)
Literatur
Adolf Kronfeld, Führer durch die Fürstliche Liechtensteinsche Gemäldegalerie, Wien 1931, Nr. 2232; Kunsthandel Giese & Schweiger, Herbstkatalog 1989, Nr. 20 (Abb.); Residenzgalerie Salzburg (Hg.), Ausstellungskatalog, Faszination Landschaft. Österreichische Landschaftsmaler des 19. Jahrhunderts auf Reisen, Salzburg 1995, S. 108f (Farbabb.);
Herbert Giese, Robert Russ. Von der Freude am Diesseits, in: Parnass Nr. 1/1999, S. 56–65, S. 60 (Abb.);
Andrea Winklbauer, Robert Russ 1847–1922. Monographie mit Verzeichnis der Gemälde, Auktionshaus im Kinsky (Hg.), Wien 2016, S. 214, WV-Nr. I.415 (Farbabb.), S. 242–243 (Farbabb.)
€ 35.000–70.000

Robert Russ war ein Schüler des Landschaftsmalers Albert Zimmermann, der, inspiriert von der Schule von Barbizon, seine Schüler ermutigte, Studien in der freien Natur zu malen. Unter diesem Einfluss unternahm Russ zahlreiche Reisen. In Südtirol und dem Trentino, wo er ab Mitte der 1870er Jahre die Sommermonate verbrachte, fand er bald seine bevorzugten Motive. So hielt er in zahlreichen Werken die Gegenden bei Meran und Bozen, ab Mitte der 1890er Jahre die Orte und Landschaften rund um den Gardasee fest.
Die Uferlandschaft bei Gargnano hat Russ mehrmals, in unterschiedlichen Fassungen, gemalt. Dieser beschauliche Ort an der Westküste des Gardasees entwickelte sich Ende des 19. Jahrhunderts, wie die gesamte Region um den See, zunehmend zu einem Reiseziel für Adel und gehobenes Bürgertum. In der Folge wurden prunkvolle Villen erbaut, die den noblen Besuchern vor allem als Sommerresidenzen dienten. Russ hat die lichtdurchflutete, südliche Atmosphäre dieser Gegend gekonnt festgehalten. Das kräftige, in vielfachen Abstufungen schimmernde Blau des Sees und des Himmels nehmen einen Großteil der Bildfläche ein. Luft und Wasser sowie das steil zum Ufer abfallende Gelände mit seinen Gebäuden, hat der Künstler in pointillistischer Malweise beinahe impressionistisch aufgelöst wiedergegeben. Licht und Schatten bilden effektvolle Kontraste, gleichzeitig liegt eine ruhige Stimmung über der Szenerie. Dieser neue Stil, in dem Russ ab ungefähr 1900 malte, macht die vorliegende Arbeit zu einem herausragenden Meisterwerk in seinem späten Œuvre, in welchem Russ dem Betrachter die Schönheit des Südens auf subtile, unspektakuläre Weise vor Augen führt. (MS)

Karl Mediz
(Wien 1868–1945 Dresden)
Die Adria bei Duino, 1896
Öl auf Leinwand; gerahmt; 70 × 101 cm
Signiert und datiert links unten: K. Mediz / 1896
Provenienz
Privatbesitz, Deutschland
Literatur
Vergleiche: Oswald Oberhuber/Wilfried Seipl/Sophie Geretsegger, Emilie Mediz-Pelikan (1861–1908), Karl Mediz (1868–1945) (Kat. Ausst. Österreichisches Museum für angewandte Kunst, Wien, 24. April - 25. Mai 1986 und Oberösterreichisches Landesmuseum, Linz, 23. April - 22. Juni 1986), Wien 1986, S. 160f, Nr. 53
€ 10.000–20.000

Karl Mediz entstammte einer Kaufmannsfamilie und begann mit vierzehn Jahren eine Lehre in einer Gemischtwarenhandlung in Retz. Nach drei Jahren beendete er diesen Berufsweg und ging nach Wien, um bei Friedrich Amerling vorzusprechen, der ihm künstlerisches Talent bezeugte. Daraufhin studierte er unter anderem in Wien bei Siegmund L’Allemand und Christian Griepenkerl, sowie an der Acadèmie Julian in Paris.
1891 heiratete Mediz die Künstlerin Emilie Pelikan (1861–1908). Das Paar lebte nach der Hochzeit in Wien, vermutlich von Karls Eltern unterstützt. In der Donaumetropole stießen die beiden mit ihrer Kunst immer wieder auf Ablehnung, obwohl namhafte Künstlerkollegen sowie Kritiker ihre Arbeiten öffentlich lobten und verteidigten. Durch die Unterstützung von Freunden und Förderern konnten Karl und Emilie einige Studienreisen unternehmen. Ein ausgedehnter Aufenthalt in Italien ist für das Jahr 1892 nachweisbar.
In Italien besuchte das Künstlerehepaar Duino. Dieser, an der nördlichen Adria in der Nähe von Triest gelegene Küstenort, zog viele Künstler an. Musiker, Literaten und Dichter wie Franz Liszt, Marc Twain oder Rainer Maria Rilke ließen sich von der mediterranen Atmosphäre und der kargen Karstlandschaft inspirieren. Auch Karl Mediz war von diesem Ort fasziniert, malte er den Felsen mit der Ruine des alten Schlosses von Duino doch in mehreren Fassungen. Für die vorliegende Ansicht wählte er einen erhöhten Standpunkt und blickte somit auf Meer und Küstenstreifen. Der schroffe, steil zum Wasser abfallende Kalkfelsen mit der Ruine ist ins Zentrum der Komposition gerückt, wobei Mediz das Augenmerk besonders auf die ruhige Meeresoberfläche legt, welche in den verschiedensten Blautönen schillert. Äußerst reizvoll ist die Lichtstimmung, in der er gekonnt mit Farbkontrasten arbeitet. So hebt sich der helle Felsen wirkungsvoll vom Meer ab und spiegelt sich zugleich im Wasser, das mit seinen changierenden Blautönen den Großteil der Leinwand einnimmt. Das Gemälde besticht zudem durch zahlreiche feine Details wie den zarten Blättern und Ästen der Sträucher im Vordergrund oder den kleinen Schiffen, die sich als winzige Punkte am Horizont „verlieren“. Auf diese Weise verdichtet Mediz Landschaft, Licht und Farbe zu einem atmosphärischen Gesamtkunstwerk. (MLS)

Auszug aus der Geschäftsordnung
Den Wortlaut der gesamten Geschäftsordnung können Sie unserer Homepage www.imkinsky.com entnehmen.
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Geschäftsordnung
Die Auktion wird nach den Bestimmungen der Geschäftsordnung der Auktionshaus im Kinsky GmbH durchgeführt. Die Geschäftsordnung liegt im Auktionshaus zur Einsicht auf, kann von jedermann per Post oder E-mail (office@imkinsky.com) angefordert werden und ist im Internet unter www.imkinsky.com abrufbar.
Mindestverkaufspreis (Limit)
Oft beauftragen Verkäufer das Auktionshaus, das ihnen gehörende Kunstwerk nicht unter einem bestimmten (Mindest-)Verkaufspreis zuzuschlagen. Dieser Preis (= „Limit“) entspricht meist dem in den Katalogen angegebenen unteren Schätzwert, er kann aber in Ausnahmefällen auch darüber liegen.
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Die Schätzung, fachliche Bestimmung und Beschreibung der Kunstobjekte erfolgt durch Experten des Auktionshauses. Das Auktionshaus steht innerhalb von zwei Jahren gegenüber dem Käufer für die Echtheit und somit dafür ein, dass ein Kunstobjekt tatsächlich von dem im Katalog genannten Künstler stammt.
Katalogangaben
Angaben über Technik, Signatur, Material, Zustand, Provenienz, Epoche der Entstehung usw. beruhen auf aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen, die die Experten ausgeforscht haben. Das Auktionshaus leistet jedoch für die Richtigkeit dieser Angaben keine Gewähr.
Ausrufpreis und Zuschlag
Der Ausrufpreis wird vom Auktionator festgesetzt. Gesteigert wird um ca. 10 % des Ausrufpreises bzw. vom letzten Angebot ausgehend. Den Zuschlag erhält der Meistbietende, sofern der Mindestverkaufspreis erreicht ist. Der Käufer hat den Kaufpreis binnen 8 Tagen nach dem Zuschlag zu bezahlen.
Gerichtsstand, Rechtswahl
Sind der Einbringer, Käufer oder Bieter Verbraucher im Sinne des Konsumentenschutzgesetzes, so können sie gegen das Auktionshaus auch vor jenem Gericht Prozess führen, in dessen Sprengel sie wohnen, ihren gewöhnlichen Aufenthaltsort haben oder beschäftigt sind; außerdem können Einbringer, Käufer und Bieter Klagen gegen das Auktionshaus auch an deren allgemeinen Gerichtsstand einbringen.
Versicherung
Die Kunstobjekte sind versichert. Versicherungswert ist der Kaufpreis. Die Haftung des Auktionshauses besteht bis zu dem auf die Auktion folgenden 8. Tag. Danach ist ein Kunstobjekt nur versichert, wenn der Käufer dies dem Auktionshaus aufgetragen hat.
CITES-Genehmigungen
Das Objekt (im Katalog mit l gekennzeichnet) erfordert eine Genehmigung nach dem Artenhandelsgesetz.
Der Einbringer hat die zum Handel und Export notwendigen CITES-Genehmigungen beantragt, aber bei Drucklegung noch nicht erteilt erhalten. Das Auktionshaus versteigert das Objektin der Erwartung, dass der Einbringer die beantragten Genehmigungen bewilligt erhält. Sollte diese Bewilligung abgelehnt werden, gilt ein Zuschlag als widerrufen und ein (Frei)verkauf als nicht zustande gekommen.
Einfuhr, Ausfuhr
Für die Ausfuhr von Kunstgegenständen aus Österreich ist unter Umständen eine Genehmigung des Bundesdenkmalamtes nötig.
Das Auktionshaus beschafft solche Genehmigungen nur auf besonderen Wunsch des Käufers und gegen Bezahlung der damit verbundenen Kosten. Bei Objekten, die dem Artenschutz unterliegende Bestandteile toter Lebewesen aufweisen, können wir keine Gewähr dafür übernehmen, dass sie aus Österreich exportiert oder in andere Länder importiert werden dürfen. Auf Wunsch bieten wir an, die Ausfuhrgenehmigung gegen eine Bearbeitungsgebühr von € 150 pro Los zu beantragen.
Die Einholung der Einfuhrgenehmigung liegt ausschließlich in der Verantwortung des Käufers. Wir garantieren nicht, dass eine Ausfuhrgenehmigung erteilt wird. Sollte der Käufer nicht in der Lage sein, ein Objekt mit geschützten Materialien aus- oder einzuführen, stellt dies keinen Grund für einen Rücktritt vom Kauf dar.
Allgemeine Hinweise
Das Auktionshaus behält sich vor, eine Sicherheit in Höhe von 10 % des oberen Schätzwertes in Form einer Bankgarantie oder einer vergleichbaren Besicherung zu verlangen.
Sämtliche Überweisungen sind spesenfrei für das Auktionshaus durchzuführen. Das Auktionshaus übernimmt keine Haftung für etwaige Mängel, technische Dienstleistungen, Störungen oder Ausfälle der Internet- und Telefonverbindung.
Käuferprovision
Bei Differenzbesteuerung beträgt die Käuferprovision für den unter € 500.000 gelegenen Teil des Meistbots 30 % für den € 500.000 übersteigenden Teil des Meistbots bis € 5.000.000 25 % für den € 5.000.000 übersteigenden Teil des Meistbots 17 % Im Aufgeld ist eine 20 %ige Umsatzsteuer enthalten.
Bei Normalbesteuerung (im Katalog mit ▲ gekennzeichnet, oder im Fall einer Ausfuhr in Nicht-EU Staaten) beträgt die Käuferprovision für den unter € 500.000 gelegenen Teil des Meistbots 25 % für den € 500.000 übersteigenden Teil des Meistbots bis € 5.000.000 20,8 % für den € 5.000.000 übersteigenden Teil des Meistbots 14,2 % Zuzüglich 13 % Umsatzsteuer bei Gemälden und 20 % bei Antiquitäten. Im Falle eines Exports ist die Einfuhrumsatzsteuer des Empfängerstaates nicht enthalten.
Werden die Kunstwerke ins Nicht-EU Ausland verbracht und Exportpapiere werden vorgelegt, ist der Kauf umsatzsteuerfrei.
Gebote nach der Auktion (Nachverkauf) Käuferprovision 35 % Mit der Übermittlung des Kaufauftrags sind Sie 14 Tage an diesen gebunden.
Folgerecht
Bei Kunstobjekten, die im Katalog mit einem * gekennzeichnet sind, wird zusätzlich zum Kaufpreis die Folgerechtsabgabe verrechnet. Sie beträgt 4 % von den ersten € 50.000 des Meistbotes, 3 % von den weiteren € 150.000, 1 % von den weiteren € 150.000 und 0,25 % von allen weiteren, also € 500.000 übersteigenden Meistboten, jedoch insgesamt nicht mehr als € 12.500. Bei Meistboten von weniger als € 2.500 entfällt die Folgerechtsabgabe.
Gekaufte aber nicht abgeholte Kunstwerke werden vier Wochen nach der Auktion auf Gefahr und Kosten des Käufers, unversichert, eingelagert oder an eine Spedition ausgelagert.
Verzugszinsen
12 % pro Jahr des Meistbotes Verrechnung ab dem 9. Tag nach der Auktion für Inländer, ab dem 31. Tag für Ausländer. Die Verpackung, Versendung und Versicherung ersteigerter Objekte erfolgt nur auf Anweisung des Käufers und auf seine Kosten und Gefahr.
Sensalgebühr 1,2 % vom Meistbot
Für Verkäufer
Verkäuferprovision nach Vereinbarung
Katalogkostenbeiträge für Abbildungen Mindestpreis € 100
Vorschusszinsen 12 % pro Jahr
Jahres-Gesamt-Abonnement (inkl. Versandkosten) Österreich € 130 Europa € 150 Übersee € 200

The wording of the complete rules of procedure can be viewed on our homepage www.imkinsky.com. By request we will also send the rules of procedure to you.
Rules of business
Auctions are conducted according to the conditions of sale as set down by Auktionshaus im Kinsky GmbH. The rules of business are available for viewing at the auction house, and can be requested by post or email (office@imkinsky.com), they can also be found on our website: www.imkinsky.com.
Reserve price (Limit)
Sellers quite often appoint the auction house, not to sell their object beneath a certain price. This price (= reserve/limit) usually matches the lower estimate, but in special situations can also surpass it.
Guarantee of authenticity
The valuation, as well as technical classification and description of the art objects is carried out by the specialists of Auktionshaus im Kinsky. Auktionshaus im Kinsky guarantees the purchaser the authenticity for two years – i.e. that the authorship of the art object is as set out in the catalogue.
Catalogue descriptions
Catalogue information concerning techniques, signatures, materials, condition, provenance, period of origin or manufacture etc. are based on the current knowledge determined by the experts. Auktionshaus im Kinsky cannot be held responsible for the verification of these descriptions.
Starting price & hammer price
The starting price is determined by the auctioneer. The bidding rises in approximate increments of 10% from the starting price, or from the last bid. The highest bidder acknowledged by the auctioneer will be the purchaser as long as it has reached the reserve price.
Governing law and jurisdiction
If the consignor, buyer or bidder is a consumer as defined in the Consumer Protection Act, they may bring legal proceedings against the auction house in the court of their local jurisdiction, habitual residence or place of employment. Furthermore, consignors, buyers and bidders may bring legal proceedings against the auction house at its general place of jurisdiction.
Insurance
All the art objects are insured. The insurance value is the purchase price. The responsibility of the auction house lasts until the eighth day after the auction. After that, each art object is only insured if there is an order from the purchaser to do so.
CITES permits
The item (marked with “l” in the catalogue) requires a permit under the Species Trade Act.
The consignor has applied for the CITES permits required for trade and export but had not received them at the time of printing. The auction house is auctioning the object in the expectation that the consignor will be granted the permits. Should this approval be refused, the acceptance of a bid shall be revoked and a sale shall be deemed not to have taken place.
Import/Export
Some works of art may be exported from Austria with the permission of the Federal Monuments Office only. The auction house shall obtain such permissions only by special request of the buyer and after payment of the costs involved.
We cannot guarantee that items containing parts of protected species may be exported from Austria or imported into other countries. We offer to apply for an export licence upon request, for a processing fee of € 150 per lot. Obtaining an import licence is the sole responsibility of the buyer. We cannot guarantee that an export licence will be granted. If the buyer is unable to export or import an item containing protected materials, this does not constitute grounds for cancelling the purchase.
General information
The Auction House reserves the right to request a deposit, bank guarantee or comparable other security in the amount of 10% of the upper estimate. All bank transfers are to be made free of charge for the Auction House. The Auction House assumes no liability for any errors, technical services, breakdown, or failure of the Internet and Telephone connection.
Buyer’s commission
Subject to differential taxation the buyer’s commission is on the hammer price up to € 500.000
on the part of the hammer price in excess of € 500.000 up to € 5.000.000
on the part of the hammer price in excess of € 5.000.000
including 20% sales tax
Subject to normal taxation (marked with “▲” or intended for export to non-EU countries) on the hammer price up to € 500.000
on the part of the hammer price in excess of € 500.000 up to € 5.000.000
on the part of the hammer price in excess of € 5.000.000
plus 13% VAT with paintings or 20% VAT with antiques
Please note that these fees exclude any import VAT in the state of destination in case of an export.
If the works of art are transported to non-EU countries and export papers are provided, the purchase is VAT-exempt.
Bids after the auction (post-auction sale)
Buyer’s commission 35%
Please note that you are bound to this offer for a term of 14 days.
Droit de suite
Objects marked with an asterisk * in the catalogue are subject to droit de suite in addition to the purchase price. Droit de suite is calculated as a percentage of the highest bid as follows: 4% of the first € 50.000, 3% of the next € 150.000, 1% of the next € 150.000, 0.5% of the next € 150.000 and 0.25% of the remaining amount (i.e. over € 500.000), but not exceeding a total sum of € 12.500. Droit de suite does not apply to highest bids below € 2.500.
Collection of items bought at auction
Items which have not been collected within 4 weeks after the auction are stored at the expense and risk of the buyer, even outside our business premises, without insurance.
Interest on late payments
12% per annum from the purchase price
Applied from the 9th day after the auction for nationals, from the 31st day for buyers from outside.
Packaging, shipping and insurance of auctioned objects only take place upon the buyer’s request and at his expense at risk.
Broker fee
1,2% of the hammer price
Seller’s commission by agreement
Catalogue fees for images
Minimum price: € 100
Advance payment interest 12% per annum
Catalogue subscription
Annual subscription (including shipping costs): Austria € 130 Europe € 150 Overseas € 200


Bitte beachten Sie, dass es nach Druck des Katalogs zu Änderungen oder Ergänzungen kommen kann. Eine Liste solcher Änderungen finden Sie auf unserer Webseite oder in unseren Geschäftsräumen.
Please note that there may be changes or additions after printing the catalogue. A list of such changes can be found on our website or in our business premises. !

Auktionshaus im Kinsky ist Partner von Art Loss Register. Sämtliche Gegenstände in diesem Katalog, sofern sie eindeutig identifizierbar sind und einen Schätzwert von mind. EUR 5.000 haben, wurden vor der Versteigerung mit dem Datenbankbestand des Registers individuell abgeglichen.
Auktionshaus im Kinsky is a member of the Art Loss Register. All works in this catalogue, as far as they are uniquely identifiable and have an estimate of at least EUR 5,000 have been checked against the database of the Register prior to the auction.
Eigentümer, Herausgeber und Verleger: Auktionshaus im Kinsky GmbH, Palais Kinsky, A-1010 Wien, Freyung 4, FN 34302 w Handelsgericht Wien, UID Nr. ATU 37293905. Für den Inhalt verantwortlich:
Michael Kovacek & Dr. Ernst Ploil, A-1010 Wien, Freyung 4, T +43 1 532 42 00, F +43 1 532 42 00-9, office@imkinsky.com. Digitalfotografie:
Ines Schranz, Christine Andorfer, Peter Griesser, Auktionshaus im Kinsky GmbH Satz, Druck, Bindung: Print Alliance HAV Produktions GmbH, A-2540 Bad Vöslau, Druckhausstraße 1, T +43/2252/402-0, office@printalliance.at, www.printalliance.at Design: Alexander Rendi — Florian Cerny

An / To Auktionshaus im Kinsky GmbH
Palais Kinsky Freyung 4 A-1010 Wien
n durchzuführen durch das Auktionshaus n durch Frau Sensal Monika Uzman carried out by the auction house by Broker Mrs. Monika Uzman n durchzuführen durch telefonisches Mitbieten* bidding by telephone*
office@imkinsky.com www.imkinsky.com
Ich kenne die auf der Rückseite wiedergegebene Geschäftsordnung** der Auktionshaus im Kinsky GmbH sowie die Gebühren für Käufer und akzeptiere sie. Auf deren Grundlage beauftrage ich Sie, folgende Gebote für mich abzugeben.
I know the rules of procedure (on the reverse)** of Auktionshaus im Kinsky GmbH as well as the fees for buyers and I accept them. On the basis of the included terms and conditions of auction I give the order to submit the following bids for me.
Katalog-Nr.
Lot-No.
Künstler/Titel (Stichwort)
Artist/Title (description)
Gebot bis Euro (€)
Top Limit of Bid in Euro (€)
n Erhöhen Sie bei Notwendigkeit mein Gebot um ein weiteres (ca. 10 %) If required please increase my bid by one call (approx. 10%)
n Sollten Sie mich telefonisch nicht erreichen können, soll das Auktionshaus bis zu einem Preis von € für mich mitbieten. Should you not be able to reach me by phone during the auction sale, the auction house shall bid on behalf of me up to the price of €
Name
Straße / Street
Telefon / Phone
Telefax
PLZ, Ort / Zip Code, City Land / Country
Erfüllungsort und Gerichtsstand ist Wien. / Place of fulfilment and jurisdiction is Vienna.
* Sie sind damit einverstanden, dass Ihre Telefongespräche von uns aufgezeichnet werden. / By using our services, you agree that we may record your telephone calls. ** Die vollständige Geschäftsordnung können Sie unserer Webseite www.imkinsky.com entnehmen. Auf Wunsch senden wir Ihnen die Geschäftsordnung auch zu. / The entire rules of procedure can be viewed on our website www.imkinsky.com. We can also send you the rules of procedure upon request.
Ort, Datum / Place, Date
Unterschrift / Signature
Auktionshaus im Kinsky GmbH, Palais Kinsky, A-1010 Wien, Freyung 4, T +43 1 532 42 00, F +43 1 532 42 00-9 office@imkinsky.com, www.imkinsky.com, UID-Nr. ATU37293905, Firmenbuch: 34302w HG Wien
1) Preise:
Die angegeben Schätzpreise stellen die unteren und oberen Schätzpreise der Objekte dar. Sie stellen die Meistboterwartungen der zuständigen Experten dar.
2) Schriftlich mitbieten:
Sie können schriftliche Gebote abgeben. Tragen Sie für das gewünschte Kunstobjekt die Katalognummer und Ihr maximales Gebot ein. Wir werden in der Auktion bis zu diesem Betrag für Sie bieten. Sie erhalten das von Ihnen gewünschte Objekt zum geringstmöglichen Preis.
3) Telefonisch mitbieten:
Sie können an der Auktion telefonisch teilnehmen und Gebote abgeben. Bitte senden Sie uns Kaufund Telefongebote bis spätestens 24 Stunden vor der Auktion zu. Tragen Sie die Katalognummer und Ihre Telefonnummer, unter der Sie während der Auktion erreichbar sind, ein. Wir werden Sie anrufen. Dafür, dass eine telefonische Verbindung zustande kommt, können wir aber keine Haftung übernehmen.
4) Bieten durch einen Sensal:
Wenn Sie das Kästchen „Durch einen Sensal“ am Kaufauftrag markieren, geben wir Ihre Gebote an den Sensal weiter. Wenn zwei gleich hohe Gebote vorliegen, hat der Sensal Vorrang. Zum Kaufpreis fällt zusätzlich eine Sensalgebühr von 1,2 % vom Meistbot an. Senden Sie Ihre Kaufaufträge bitte rechtzeitig per Fax (+43 1 532 42 00-9) oder Email (office@imkinsky.com).
5) Online Bieten: Sie können an der Auktion auch online teilnehmen. Ihr Gebot wird dabei wie eines aus dem Saal behandelt. Sie müssen sich dazu unter dem Link auction.imkinsky.com registrieren. Klicken Sie auf „Registrieren“ und Sie erhalten eine Bestätigungsmail. Das Mitbieten ist erst nach Bearbeitung durch uns möglich.
6) Rechnung:
Ihre Rechnung wird anhand der von Ihnen bekanntgegebenen Daten ausgestellt. Auch eine UID-Nummer bitten wir Sie vor der Auktion zu nennen.
7) Kaufpreis:
Der Kaufpreis setzt sich aus dem Meistbot und der Käuferprovision zusammen.
Käuferprovision:
Bei Differenzbesteuerung beträgt die Käuferprovision für den unter € 500.000 gelegenen Teil des Meistbots
für den € 500.000 übersteigenden Teil des Meistbots bis €
für den € 5.000.000 übersteigenden Teil des Meistbots
Im Aufgeld ist eine 20 %ige Umsatzsteuer enthalten.
Bei Normalbesteuerung (im Katalog mit ▲ gekennzeichnet, oder im Fall einer Ausfuhr in Nicht-EU Staaten) beträgt die Käuferprovision für den unter € 500.000 gelegenen Teil des Meistbots
für den € 500.000 übersteigenden Teil des Meistbots bis € 5.000.000
für den € 5.000.000 übersteigenden Teil des Meistbots
Zuzüglich 13 % Umsatzsteuer bei Gemälden und 20 % bei Antiquitäten. Im Falle eines Exports ist die Einfuhrumsatzsteuer des Empfängerstaates nicht enthalten.
8) Gebote nach der Auktion (Nachverkauf)
Käuferprovision 35 % Mit der Übermittlung des Kaufauftrags sind Sie 14 Tage an diesen gebunden.
9) Zahlungsbedingungen:
Die Bezahlung ersteigerter Kunstobjekte hat innerhalb von 8 Tagen zu erfolgen – entweder bar oder mit Bankomatkarte – während unserer Öffnungszeiten oder durch Überweisung. Sie können die ersteigerten Kunstwerke auch mit Ihrer Kreditkarte bezahlen. In diesem Fall verrechnen wir eine Bearbeitungsgebühr von 2 % des Kaufpreises.
10) Folgerecht: Bei Kunstobjekten, die im Katalog mit einem * gekennzeichnet sind, wird zusätzlich zum Kaufpreis die Folgerechtsabgabe verrechnet. Sie beträgt 4 % von den ersten € 50.000 des Meistbotes, 3 % von den weiteren € 150.000, 1 % von den weiteren € 150.000, 0,5 % von den weiteren € 150.000 und 0,25 % von allen weiteren, also € 500.000 übersteigenden Meistboten, jedoch insgesamt nicht mehr als € 12.500. Bei Meistboten von weniger als € 2.500 entfällt die Folgerechtsabgabe.
11) Gerichtsstand:
Sämtlichen Rechtsbeziehungen zwischen Bietern und dem Auktionshaus liegt die Geschäftsordnung der Auktionshaus im Kinsky GmbH zugrunde. Mit einem Gebot erklärt der Bieter, die Geschäftsordnung zu kennen und zu akzeptieren. Die Geschäftsordnung kann der Webseite www.imkinsky.com entnommen werden; sie wird auf Wunsch auch zugesandt. Erfüllungsort und Gerichtsstand ist Wien. Es gilt österreichisches Recht.
12) Allgemeine Hinweise:
Das Auktionshaus behält sich vor, eine Sicherheit in Höhe von 10 % des oberen Schätzwertes in Form einer Bankgarantie oder einer vergleichbaren Besicherung zu verlangen. Sämtliche Überweisungen sind spesenfrei für das Auktionshaus durchzuführen. Das Auktionshaus übernimmt keine Haftung für etwaige Mängel, technische Dienstleistungen, Störungen oder Ausfälle der Internet- und Telefonverbindung.

1) Prices:
In the catalogues the lower and upper estimated values are indicated and represent the approximate bid expectations of the responsible experts.
2) Written bids:
You can place written bids. Enter the catalogue number and your maximum bid for the work of art you wish to buy. At the auction we will bid for you up to this price. You will receive the requested item at the lowest possible price.
3) Telephone bids:
You may also participate in the auction via telephone. In this case, written notification shall be sent to the auction house at least one day before the auction takes place. Such written announcement shall contain the item and the catalogue number, as well as the bidder’s name, address and telephone number. The auction house shall make every effort to provide the telephone connection in the best possible manner, but will not assume any warranty for its execution.
4) Bids by a Broker:
If you tick the box “By a Broker” on the order bid, we will hand your bids over to a Broker. If two bidders make the same bid, the bid by the Broker takes precedence. A Broker fee of 1.2% of the highest bid is due in addition to the purchase price.
Please send your order bids in time by fax (+43 1 532 42 00-9) or email (office@imkinsky.com).
5) Online Bidding:
You can also participate in the auction online. Your bid will be handled as if it came from the auction room. Simply register at auction.imkinsky.com by clicking on “register” and you will receive a confirmation email. You will be able to bid as soon as we have processed your application.
6) Invoice:
Your invoice will be issued based on the data you have provided. Also, if you have a VAT-ID number, please tell us before the auction.
7) Purchase price:
The purchase price is composed of the highest bid and the buyer’s commission.
Buyer’s Commission:
Subject to differential taxation the buyer’s commission is on the hammer price up to € 500.000
including 20% sales tax
Subject to normal taxation (marked with “▲” or intended for export to non-EU countries) on the hammer price up to € 500.000
on the part of the hammer price in excess of €
on the part of the hammer price in excess of € 5.000.000
plus 13% VAT with paintings or 20% VAT with antiques Please note that these fees exclude any import VAT in the state of destination in case of an export.
8) Bids after the auction (post-auction sale)
Buyer’s commission 35%
Please note that you are bound to this offer for a term of 14 days.
9) Terms of payment:
Items purchased in an auction are payable within 8 days – either in cash or debit card – during our opening hours or by transfer. You can also use your credit card to pay for the works you bought at the auction. We charge an administrative fee of 2% of the purchase price for credit card payments.
10) Droit de suite:
Objects marked with an asterisk * in the catalogue are subject to droit de suite in addition to the purchase price. Droit the suite is calculated as a percentage of the highest bid as follows: 4% of the first € 50,000, 3% of the next € 150,000, 1% of the next € 150,000, 0,5% of the next € 150,000 and 0.25% of the remaining amount (i.e. over € 500.000), but not exceeding a total sum of € 12,500. Droit de suite does not apply to highest bids below € 2,500.
11) Jurisdiction:
All privities of contract between the bidder and the auction house underlie the rules of procedure of Auktionshaus im Kinsky GmbH. In making a bid the bidder confirms to know and to accept the rules of procedure. The rules of procedure can be viewed on our Website www.imkinsky.com. We can also send you the rules of procedure upon request. Place of fulfilment and of jurisdiction is Vienna. Austrian law applies.
12) General information
The Auction House reserves the right to request a deposit, bank guarantee or comparable other security in the amount of 10% of the upper estimate. All bank transfers are to be made free of charge for the Auction House. The Auction House assumes no liability for any errors, technical services, breakdown, or failure of the Internet and Telephone connection.

Aken, Joseph van ® 3017
Altmutter, Franz ® 3083
Altomonte, Bartolomeo ® 3075
Auerbach, Johann Gottfried ® 3051
Baellieur, Cornelisz. de D. J. ® 3070
Bambini, Nicolo ® 3009
Bellini, Giovanni ® 3007
Bent, Jan van der ® 3054
Brand, Christian Hilfgott ® 3027, 3028
Brand, Johann Christian ® 3025
Cassana, Giovanni Agostino ® 3037
Cerquozzi, Michelangelo ® 3029
Cignaroli, Vittorio Amedeo ® 3026
Cipper, genannt il Todeschini, Giacomo Francesco ® 3073
Coffermans, Marcellus ® 3005
Diest II., Jeronimus van ® 3031
Drechsler, Johann Baptist ® 3022
Eeckhout, Gerbrand van den ® 3069
Ferg, Franz de Paula ® 3024
Fieravino, Francesco ® 3047
Francken der Ältere, Hieronymus ® 3019
Füger, Heinrich Friedrich ® 3084
Grasmair, Ignaz Norbert ® 3066–3068
Grund, Norbert Joseph Karl ® 3030
Hals, Harmen ® 3033
Hals, Johannes ® 3034
Hamilton, Johann Georg de ® 3042
Helmont, Mattheus van ® 3064
Ingres, Jean Auguste Dominique ® 3065
Janneck, Franz Christoph ® 3010, 3013, 3021
Jordaens, Jacob ® 3058
Kaltner, Josef ® 3079
Keirincx, Alexander ® 3043
Koch, Josef Anton ® 3049
Lanen, Jasper van der ® 3023
Lauri, Filippo ® 3048
Longhi, Pietro ® 3015, 3016
Maron, Franz Anton von ® 3072
Meytens, Martin van ® 3052
Molanus, Mattheus ® 3055
Musscher, Michiel van ® 3035
Neyts, Gillis ® 3053
Piranesi, Francesco ® 3088, 3089
Pittoni, Giovanni Battista ® 3076
Reichlich, Marx ® 3001
Richardson, Jonathan ® 3044
Rijn, Rembrandt Harmensz. van ® 3087
Rubens, Peter Paul ® 3032
Sanzio, genannt Raphael, Raffaello ® 3006
Schall, Jean Frederic ® 3018
Schmidt, genannt Kremser Schmidt, Martin Johann ® 3011, 3012
Solimena, Francesco ® 3008
Strauch, Lorenz ® 3045
Tischbein der Ältere, Johann Heinrich ® 3014
Tischbein, Johann Heinrich Wilhelm ® 3038
Victoryns, Anthonie ® 3063
Werner, Joseph D. J. ® 3071
Willaerts, Isaac ® 3039
Wtewael, Joachim Anthonisz ® 3020
Adam, Albrecht ® 3142
Adams, John Quincy ® 3181
Alt, Franz ® 3102, 3108
Barbarini, Emil ® 3178
Baudit, Amédée ® 3176
Bauer, Carl Franz ® 3182, 3183
Bayer, Julius ® 3151
Bouquet, Michel ® 3130
Brest, Germain Fabius ® 3121
Brunner, Ferdinand ® 3205
Candido, Salvatore ® 3114
Compton, Edward Harrison ® 3201, 3202
Corbould, Alfred Hitchens ® 3141
Dallinger von Dalling, Alexander Johann ® 3146
Darnaut, Hugo ® 3192, 3193
Demuth, Heinrich ® 3158
Diet, Leo ® 3122
Duxa, Carl ® 3156
Egner, Marie ® 3204, 3206
Ender, Thomas ® 3107, 3131, 3133, 3147
Engelhart, Josef ® 3157
Fischer, Ludwig Hans ® 3106
Fischhof, Georg ® 3111
Gauermann, Friedrich ® 3143
Gause, Wilhelm ® 3169
Geyer, Georg ® 3145
Geyling, Rudolf ® 3167
Góth, Móricz ® 3190
Gozzi, Marco ® 3135
Graner, Ernst ® 3101, 3105
Grund, Johann ® 3115
Haunold, Carl Franz Emanuel ® 3150
Heicke, Joseph ® 3139
Hlaváček, Anton ® 3196
Holm, Christian Frederik ® 3168
Hörmann, Theodor von ® 3177
Hove, Bartholomeus Johannes van ® 3137
Jacque, Charles Emile ® 3162
Karacsay, Fedor von ® 3125
Kaufmann, Adolf ® 3186
Kaufmann, Karl ® 3109, 3110, 3173
Kaulbach, Hermann ® 3154
Kern, Hermann Armin ® 3164–3166
Kessler, Carl ® 3199
Kniep, Johann ® 3127
Koch, Ludwig ® 3185
Kossak, Jerzy ® 3184
Küss, Ferdinand ® 3170
Lach, Andreas ® 3138
Löhr, Emil Ludwig ® 3149
Loos, Friedrich ® 3144
Mahlknecht, Edmund ® 3140
Mediz, Karl ® 3211
Melling, Joseph ® 3124, 3128
Menzel, Adolph Friedrich Erdmann ® 3155
Moroder-Lusenberg, Josef Theodor ® 3160
Müller, Leopold Carl ® 3119
Nerly, Friedrich Christian ® 3116
Pausinger, Franz Xavier von ® 3172
Pendl, Erwin ® 3106
Pettenkofen, August Xaver Karl Ritter von ® 3161
Ranftl, Johann Matthias ® 3163
Reisz, Hermann ® 3174
Reiter, Johann Baptist ® 3153
Ribarz, Rudolf ® 3179, 3180
Romako, Anton ® 3159
Russ, Robert ® 3210
Schindler, Emil Jakob ® 3191, 3198
Schrödl, Anton ® 3171
Schuster, Karl Maria ® 3197
Seitz, Johann Georg ® 3134
Spanyi, Bela von ® 3189
Stoitzner, Konstantin ® 3200
Stoitzner, Siegfried ® 3195, 3203
Svoboda, Sandor Alexander ® 3123
Swoboda, Rudolf ® 3120
Tomec, Heinrich ® 3103
Tominz, Guiseppe ® 3136
Ullmann, Josef ® 3187, 3188
Unterberger, Franz Richard ® 3113
Vernet, Carle ® 3126
Waagen, Adalbert ® 3175
Waldmüller, Ferdinand Georg ® 3148, 3152
Welker, Ernst ® 3129, 3132
Withalm, O. ® 3112
Zetsche, Eduard ® 3104, 3194
Zimmermann, Albert August ® 3117, 3118
Zoff, Alfred ® 3207–3209
