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117. Kunstauktion - Alte Meister

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Auktionshaus im Kinsky GmbH Palais Kinsky, Freyung 4, A-1010 Wien, T +43 1 532 42 00 office@imkinsky.com, www.imkinsky.com

117. Kunstauktion Alte Meister Mittwoch, 26. 4. 2017, 15 Uhr 117. Kunstauktion Alte Meister Mittwoch, 26. 4. 2017, 15 Uhr

Sandro Botticelli und Werkstatt, Heilige Familie mit Johannes dem Täufer (Detail), Öl auf Holz, 87 × 86 cm (Tondo), Kat. Nr. 450, € 350.000–700.000

117. Kunstauktion, 26. April 2017 Alte Meister

Erasmus Quellinus der Jüngere, Salomon und die Königin von Saba (Detail), um 1650, Öl auf Leinwand, 105,5 × 163 cm, Kat. Nr. 451, € 15.000–30.000


Bartholomäus Spranger Umkreis Kat. Nr. 601


Italienischer Meister Kat. Nr. 638


Experten im Kinsky

Mag. Monika Schweighofer Mag. Kareen M. Schmid 00–10 T +43 1 532 42 00–20 schweighofer@imkinsky.com schmid@imkinsky.com

Barbara Berger, BA Michael Kovacek T +43 1 532 42 00–28 T +43 1 532 42 00 berger@imkinsky.com M +43 664 240 48 26 Expertenassistenz

Barbara Berger, BA Dr. Hansjörg Krug T +43 1 532 42 00–28 T +43 1 512 18 01 berger@imkinsky.com Expertenassistenz

Michael Kovacek T +43 1 532 42 00 M +43 664 240 48 26

BilderMeister Alte des 19. Jahrhunderts


117. Kunstauktion Dienstag, 25. April 2017 15.00 Uhr: Antiquitäten Kat. Nr. 1–144 16.30 Uhr: Antiquitäten Kat. Nr. 145–322 Mittwoch, 26. April 2017 15.00 Uhr: Alte Meister Kat. Nr. 401–516 16.00 Uhr: Zeichnungen Kat. Nr. 601–673 18.00 Uhr: Bilder des 19. Jahrhunderts Kat. Nr. 701–806

Besichtigung der Schaustellung 20.–26. April 2017 Montag 10–19 Uhr, Dienstag–Freitag 10–18 Uhr, Samstag 10–17 Uhr , Sonntag 11–17 Uhr

Online-Katalog www.imkinsky.com

Vernissage Mittwoch, 19. April 2017 18–20.30 Uhr Vortrag, Beginn 18.30 Uhr Dr. Claudia Lehner-Jobst spricht über Wiener Porzellan – Von der Pagode zur Melange

Experten Mag. Kareen M. Schmid, Dr. Hansjörg Krug, Michael Kovacek

Zustandsberichte und Beratung Mag. Kareen M. Schmid

T +43 1 532 42 00–20 schmid@imkinsky.com

Wir bitten um Ihr Verständnis, dass wir Zustandsberichte erst ab einem unteren Schätzwert von über € 1.000 ausstellen. Solche Berichte können wir nur rechtzeitig ausarbeiten, wenn sie max. 24 Stunden vor Auktion angefordert werden.

Kaufaufträge Barbara Passauer

T +43 1 532 42 00–16 passauer@imkinsky.com

Sensalin Monika Uzman

T +43 1 532 42 00–22 monika.uzman@gmail.com M +43 664 421 34 59

Auktionshaus im Kinsky GmbH Palais Kinsky, A–1010 Wien, Freyung 4 T +43 1 532 42 00, F +43 1 532 42 00–9 office@imkinsky.com, www.imkinsky.com

Bitte beachten Sie, dass es nach Druck des Katalogs zu Änderungen oder Ergänzungen kommen kann. Eine Liste solcher Änderungen finden Sie auf unserer Webseite oder in unseren Geschäftsräumen.


401 Sanchez Alonso Coello Werkstatt (Benifairón (Valencia) 1515–1588 Madrid) Isabella Clara Eugenia von Spanien (1566–1633), nach 1579 Öl auf Leinwand; 117 × 92,5 cm Provenienz österreichische Privatsammlung EUR 15.000–30.000

Die Infantin Isabella Clara Eugenia war die Tochter Phillips II. von Habsburg und der Elisabeth von Valois. Am Königshof in Madrid aufgewachsen, heiratete sie 1598 den österreichischen Erzherzog Albrecht und übernahm die Herrschaft als Statthalterin der spanischen Niederlande. Sie vertrat eine engagierte, aber letztlich vergebliche Friedenspolitik und starb 1633 in der Zeit des Dreißigjährigen Krieges. Das vorliegende Gemälde präsentiert die Infantin als 13-jähriges Mädchen. Die Komposition entspricht jenem berühmten Bildnis Alonso Sánchez Coellos aus dem Jahre 1579, welches sich heute im Museo del Prado, Madrid, befindet (vgl. Maria Kusche, Retratos y Retratadores Alonso Sánchez Coello y sus competidores Sofonisba Anguissola, Jorge de la Rúa y Rolán Moys, Fundación de Apoyo a la Historia del Arte Hispánico, 2003, S. 319, Abb. 276). Coello führte als Hofmaler Philipps II. ein erfolgreiches Atelier, in welchem unter des Meisters Auge und Beitrag bedeutende Kompositionen mehrfach wiederholt wurden. Ein beliebter Typus der spanischen Hofmalerei war das Dreiviertel Porträt, es ermöglichte Nähe und Distanz zugleich. Während aber die Vorlage noch den Raum in Ansätzen beschreibt, rückt die Dargestellte in diesem Gemälde durch den dunklen Hintergrund näher heran. Trotz der distanzierten Würde des Ausdrucks werden auch kindliche Züge charmant erfasst. Die Prinzessin trägt ein prachtvolles, von Goldfäden durchwirktes und mit Juwelen und Perlen besticktes Kleid mit üppigem Spitzenkragen und Ärmeln. Ihr eng gelocktes Haar wird von einem kostbaren Federhut geschmückt. In ihrer linken Hand hält sie, der Mode der Zeit entsprechend, ein weißes Seidentuch, während die rechte Hand in einer lässigen Geste über eine Stuhllehne hängt, Symbol für ihre hohe Position am Hof. Die hohe Qualität des Bildes aus der Werkstatt Coellos zeichnet sich durch die exquisite Zeichnung, die schöne und empfindsame Modellierung des Gesichtes sowie das gekonnte Verständnis für das Verhältnis von Figur und Raum aus. (MHH)


26. 4., 15 Uhr


402 Italienischer Meister Spielende Putten (zwei Stück), 17. Jahrhundert Öl auf Leinwand; je 14 × 109 cm Provenienz Privatbesitz, Wien ​EUR 5.000–10.000


26. 4., 15 Uhr


403 Denys Calvaert (Antwerpen 1540–1619 Bologna) Die Anbetung der Könige​ Öl auf Kupfer; 56,4 × 40,5 cm Provenienz Privatsammlung, Österreich ​Dem Gemälde liegt ein ausführliches Schreiben von Andrea Donati, Rimini, den 2. Februar 2015, mit der Bestimmung als Werk von Denys Calvaert bei. ​EUR 50.000–100.000

Denys Calvaert wurde 1640 in Antwerpen geboren, verbrachte jedoch den Großteil seines Lebens in Italien. In Bologna wurde er zunächst Schüler von Prospero Fontana und anschließend Lorenzo Sabatini, welchem er 1572 als Gehilfe nach Rom folgte. Die Auseinandersetzung mit den Werken italienischer Meister wie Raffael, Michelangelo und Vasari, aber auch Barocci und Correggio, sollte Calvaerts künstlerisches Schaffen nachhaltig beeinflussen. Nachdem Calvaert 1574 nach Bologna zurückgekehrt war, gründete er eine Malerschule, die sich recht bald etablieren konnte – zu den berühmtesten Schülern zählten Guido Reni, Domenichino und Francesco Albani – und bis zur Gründung der Carracci-Akademie stets gut besucht war. Das vorliegende Gemälde zeigt in seiner Komposition die besonders gekonnte Vereinigung von satten, brillanten Farben – ganz dem flämischen Manierismus entsprechend – und unterschiedlichen italienischen Einflüssen.


404 Pieter Anthonisz. van Groenewegen (Delft um 1600–1658 Den Haag) Südliche Landschaft mit Ruine​ Öl auf Holz; 44 × 72 cm Signiert rechts unten: P GROENEWE(...) Rückseitig Zeichen des Panelmachers Provenienz Versteigerung Sotheby’s, London, 28. November 1962, Nr. 127; November 1982 im Dorotheum, Wien, vom derzeitigen Eigentümer erworben, seither in österreichischem Privatbesitz ​Gutachten Dr. Walther Bernt, München, November 1976 (als Pieter van Groenewegen) liegt bei. ​EUR 5.000–10.000


405 Alexander van Bredael (Antwerpen 1663–1720 Antwerpen) Landschaft mit tanzenden Bauern und eleganter Jagdgesellschaft​ Öl auf Leinwand; 38 × 57 cm signiert links auf Stein: A.V.BREDAEL Provenienz Versteigerung Dorotheum Wien, 14. März 1978, Lot 10; österreichische Privatsammlung ​EUR 3.500–7.000

26. 4., 15 Uhr


406 Huybert van Westhoven (1642/43–1699 oder später) Stillleben mit Pokal, Früchten und Weinranken auf einem roten Tischtuch​ Öl auf Leinwand; 106 × 91 cm Provenienz Privatsammlung, Wien ​Wir danken Fred Meijer, RKD, Den Haag, für seinen Vorschlag zur Zuschreibung des Gemäldes an Huybert van Westhoven (anhand von professionellen Fotos) ​EUR 8.000–16.000

Wir hören von Huybert van Westhoven erstmals im Februar 1668, als er sich etwa 25-jährig als Maler in Amsterdam deklarierte. Weitere Dokumente lassen vermuten, dass er sein Leben in dieser Stadt verbracht hatte und sich als Maler für Stillleben und Landschaften einen Namen machte. Gemälde von ihm sind sehr selten am Markt vertreten und zeichnen sich durch eine tiefe Tonigkeit der Farben, ein stets dichtes Arrangement von Früchten und Accessoires auf Tischdecken oder Teppichen aus. Diese Bildkomposition ist auch im vorliegenden Gemälde klar erkennbar. Weintrauben, Pfirsiche, Feigen, Pflaumen, eine Birne, ein geöffneter Granatapfel, eine Scheibe Orange, Brot und eine Walnuss werden üppig auf einer zusammengerafften, purpurroten Fransendecke über einer Marmortischplatte gruppiert. Im Mittelpunkt dieses pyramidenartigen Aufbaus ragt ein prachtvoller Nautilus-Pokal heraus, spielerisch umrahmt von Weinranken. Die stille Szenerie spielt sich vor einem dunklen Hintergrund ab, aus dem von einem seitlichen Licht beleuchtet, die Früchte mit ihren satten Farben geheimnisvoll aus dem Raum auftauchen. Gemäß dem barocken Verständnis von der Bedeutung der Dinge, lässt sich auch dieses Stillleben mehrdeutig interpretieren. Der Bezug auf Christus und die Eucharistie wird mit Brot und Wein oder der geschlossenen bzw. geöffneten Nuss symbolisiert, die anderen Früchte stehen aber auch für den „Geschmack“ als Teil der fünf Sinne, für Genuss und Luxus. Der Nautiluspokal wurde als Zeichen von Besitz aber auch als Hinweise für die Seefahrt und den Handel verstanden. (MHH)


26. 4., 15 Uhr


407 Italienischer Meister Christus trägt das Kreuz, 16. Jahrhundert Öl auf Holz; 72,5 × 57 cm Provenienz Privatsammlung, Wien ​EUR 12.000–24.000


26. 4., 15 Uhr


408 Lucas van Leyden Nachfolger (Leiden 1494–1533 Leiden) Der Zahnarzt,​16./17. Jahrhundert Öl auf Holz; 13,5 × 9 cm Provenienz österreichischer Privatbesitz ​EUR 5.000–10.000

Das vorliegende Gemälde basiert auf dem 1523 datierten Kupferstich „Der Zahnarzt“ von der Hand Lucas van Leydens (vgl. Albertina Wien, Graphische Sammlung, Inv. DG1926/2059). Die Komposition des Stiches wurde, bis auf einige Details, im Gemälde übernommen.


409 Englische Schule Junger adeliger Herr mit Ohrring, 16./17. Jahrhundert Öl auf Holz; 10,7 × 8,8 cm Provenienz Privatsammlung, Wien ​EUR 8.000–16.000

26. 4., 15 Uhr


410 Südtiroler Meister Die Verkündigung an Joachim und die Begegnung mit Anna unter der Goldenen Pforte, um 1515 Öl auf Holz; 52 × 94,5 cm Rückseitig ornamentales Dekor Rückseitig geritzte Inschrift (rechts mittig): Balthauser Töpner Anno 160Z Rückseitig geritzte Buchstaben und Jahreszahl (links): IST / (…) Hartmann / 1573 Provenienz Privatsammlung, Österreich ​Gutachten Dr. Bernd Konrad, Radolfzell, den 6. März 2017, liegt bei. ​EUR 15.000–30.000

Auf einem ungewöhnlich breiten Querformat einer Nadelholztafel begegnen wir der Darstellung zweier zeitlich aufeinanderfolgender Szenen aus der Joachims-Legende, dem Vater der Gottesmutter Maria. Der kinderlose Priester Joachim hat sich in die Einsamkeit der Wüste zurückgezogen, wo ihm ein Engel verkündet, dass seine Frau Anna ein Kind erwartet. Als er glücklich nach Jerusalem zurückeilt, begegnet er am Eingang des Tempels, unter der sogenannten „Goldenen Pforte“, seiner Frau in froher Erwartung. Der stilistisch nach Südtirol zu lokalisierende Meister des vorliegenden Gemäldes bettet die beiden Szenen in eine alpine Landschaft und fügt als Bildteiler eine Herde weißer Schafe ein. Im Hintergrund ist ein schönes Haus mit steilem Giebeldach zu sehen. Während die Evangelien die Herkunft Marias weitgehend aussparen, wurde die Erzählung ihrer Eltern in den apokryphen Geschichten und in der Legenda Aurea bildreich geschildert und erfreute sich in der christlichen Ikonographie großer Beliebtheit. Bei dieser Tafel handelt es sich um den Mittelteil eines ehemaligen Flügelaltares. Die Rückseite des wahrscheinlich im Altarraum frei zugänglichen Schreins ist mit einem grünen ornamentalen Rankenmuster verziert. Die verschiedenen Einritzungen von Namen bzw. Monogrammen stammen vermutlich von Pilgern, wie es ein üblicher Brauch war. Dr. Bernd Konrad führt in seinem ausführlichen Gutachten mehrere Altarbilder zum Vergleich an, die in der jüngeren Literatur Künstlern aus Brixen in Südtirol zugeschrieben werden. Es sind Werke der ebenfalls in der ersten Hälfte des 16. Jahrhundert dort tätigen Künstler, wie Nikolaus Stürhofer oder Haug Spengler. Mit deren Gemälden zeigen die Gesichter von Joachim und Anna auffallende Parallelen, wie die großen, ausdrucksstarken Augen mit spitzen Enden, die weiche, rhythmische Zeichnung der Falten und die schöne Komposition. Die stilistische Verortung nach Südtirol und auch die Datierung um 1515 erscheinen damit gesichert. Die intensiv leuchtende Farbigkeit ist jedoch bislang herausragend und einzigartig und lässt auf einen in der derzeitigen Forschung (noch) nicht namentlich bekannten Meister schließen.


411 Gaspar Pieter Verbruggen der Jüngere zugeschrieben (Antwerpen 1664–1730 Antwerpen) Blumen in Glasvase​ Öl auf Leinwand auf Holz; 36,5 × 26 cm Provenienz Wiener Privatsammlung ​EUR 10.000–20.000


412 Pieter Jansz van Asch (Delft 1603–1678 ebd.) Bewaldete Landschaft mit Wanderern​ Öl auf Holz; 58 × 82 cm Rückseitig altes handschriftliches Etikett mit Zuschreibung an Jan Vermeer van Haarlem den Älteren Provenienz Versteigerung Helbing, Berlin, 10. Dezember 1907, Lot (?); österreichische Privatsammlung ​Wir danken Ellis Dullaart, RKD, Den Haag, für Ihre Hilfe bei der Zuschreibung des Gemäldes an Pieter Jansz van Asch (anhand von professionellen Fotos). ​EUR 5.000–10.000

26. 4., 15 Uhr


413 Karel van Mander (Meulebeke 1548–1606 Amsterdam) Waldlandschaft mit Venus und Adonis, um 1600 Öl auf Leinwand; 86 × 134,5 cm Provenienz Privatsammlung, Österreich ​Kurz-Gutachten Dr. Klaus Ertz, Lingen, den 3. Februar 2017, liegt bei. ​EUR 7.000–14.000

Das vorliegende Gemälde des flämischen Künstlers Karel van Mander zeigt eines der berühmtesten Liebespaare der antiken Mythologie – Venus und Adonis. Das äußerst beliebte Bildthema ist Ovids Metamorphosen entnommen und erzählt die schicksalhafte Liebe zwischen der Göttin und dem Sterblichen: Venus, von einem Pfeil ihres Sohnes Amor getroffen, verliebt sich unsterblich in den schönen Jäger Adonis. Da sie um sein Leben fürchtet, versucht sie ihren Geliebten vom Jagen abzuhalten. Doch all ihre Bemühungen scheitern und, wie von der Göttin vorausgesagt, wird Adonis von einem Eber schwer verwundet und stirbt. Der Künstler wählte für seine Darstellung jenen Augenblick, in dem Venus versucht Adonis von der verhängnisvollen Jagd abzuhalten. In einer üppigen, in satten Farben gestalteten Waldlandschaft, hat sich das von Amor begleitete Liebespaar am rechten unteren Bildrand unter den Bäumen niedergelassen. Die Waldwege, die durch die Baumgruppen in den Hintergrund führen, lassen den Blick des Betrachters in die idyllische Ferne schweifen. Das um 1600 entstandene Gemälde weist mehrere für Karel van Manders Spätwerke typische Charakteristika auf, wie Dr. Klaus Ertz in seinem Gutachten ausführt: So wird in der malerischen Umsetzung seiner Gemälde, insbesondere bei den Landschaften, nun eher eine Orientierung am flämischen Realismus sichtbar. Zugleich tritt die Darstellung der Landschaft in den Kompositionen stärker in den Vordergrund, während die Staffage kleiner wird: „Der Maler folgt dem in Flandern üblichen Brauch, dass sich die Staffagefiguren meist der Landschaft ein- und unterordnen, anders als in der Historienmalerei der Holländer, in der die Figur immer über die Landschaft dominiert.“ Zudem zeigt die Landschaft in den späteren Werken des Malers einen in mehrere Gründe gegliederten Aufbau – ein Punkt, den Karel Van Mander auch in seiner kunsttheoretischen Schrift „Het Schilder-Boeck“ (1604) anspricht (vgl. Gutachten Dr. Klaus Ertz).


26. 4., 15 Uhr


414 Jacopo Robusti, genannt Il Tintoretto, Werkstatt oder Umkreis (Venedig 1518/19–1594 Venedig) Brustbild Sebastiano Veniers in Rüstung, um 1570–90 Öl auf Leinwand; 72 × 57 cm Rückseitig am Keilrahmen schwarzes Sigel mit Wappen Provenienz österreichischer Privatbesitz ​EUR 35.000–70.000

Jacopo Tintoretto gilt als einer der bedeutendsten venezianischen Maler des 16. Jahrhunderts. Neben monumentalen Historiengemälden und religiösen Themen, war er einer der bevorzugten Porträtisten der adeligen und klerikalen Oberschicht in der Lagunenstadt. Unter meisterlicher Führung beschäftigte er in seiner großen Werkstatt stets mehrere Mitarbeiter und bildete zahlreiche Schüler aus. Damit beeinflusste Jacopo Tintoretto eine ganze Künstlergeneration. Das vorliegende Gemälde zeigt den erfolgreichen Feldherrn und späteren Dogen Sebastiano Venier (um 1496–1578). Einer alten Familie entstammend, stieg der studierte Jurist schließlich im Jahre 1570 zum „Capitano Generale da Mar“, Admiral der Venezianischen Flotte, auf. Bereits ein Jahr später ging er in dieser Funktion als erfolgreicher Sieger der „Schlacht bei Lepanto“ in die Geschichte ein. In dieser gewaltigen Seeschlacht 1571 hatte die aus Rom, Spanien, Genua und Venedig bestehende, sogenannte „Heilige Liga“, die Osmanen im ionischen Meer geschlagen. Im Gegensatz zu Jacopo Tintorettos halbfigurigem Porträt Sebastiano Veniers im Kunsthistorischen Museum Wien (Inventar-Nr. GG_32), welches einen Landschaftsausblick auf die Schlacht von Lepanto zeigt und kurz nach 1571 datiert wird, zeigt vorliegendes Werk den Feldherrn ohne Kommandostab oder den Mantel des „Capitano Generale da Mar“. Allein die Rüstung verweist auf Veniers öffentliche Funktion in den 1570er Jahren. Es ist als Brustbild vor dunklem Hintergrund besonders auf die Gesichtszüge des Dargestellten konzentriert. Mit flottem Pinselstrich und gekonnten Lichtreflexen, stellt das vorliegende Porträt den Dargestellten zwar in hohem Alter, jedoch auch mit eindringlicher, den Betrachter direkt berührender Kraft dar.


26. 4., 15 Uhr


415 Angelo Maria Costa Umkreis (Mailand um das Jahr 1670–1721 Mailand) Landschaft mit Ruinen und Staffage​ Öl auf Leiwand; 83 × 53 cm Rückseitig auf einem Keilrahmen Reste eines handschriftlichen Etiketts: Costa da Mila(n) Provenienz österreichischer Privatbesitz ​EUR 5.000–10.000


416 Giovanni Stanchi Umkreis (Rom 1608–1675 Rom) Blumenkranz mit zwei Vögeln​ Öl auf Leinwand; 138 × 107 cm Provenienz österreichische Privatsammlung ​EUR 5.000–10.000

26. 4., 15 Uhr


417 Friedrich Brentel (Elsaß um 1580–1651 Straßburg) Die Martyrien der Apostel (10 Miniaturen), 1639/40 Gouache auf Pergament auf Holz, gemalte Rahmenlinien in Gold und Schwarz; je 7,3 × 5,2 cm Eine Miniatur signiert „’Frid: Brentel.“, die übrigen signiert mit „F. Brentel.“; sechs Miniaturen datiert „1639“, vier „1640“, alle mit Titel versehen Provenienz Privatsammlung, Wien ​EUR 8.000–16.000

1580 im bayerischen Lauingen als Sohn des Malers, Zeichners und Verlegers Georg Brentel (1554–1610) geboren, ließ sich Friedrich Brentel, nach der Lehrzeit bei seinem Vater und einem Aufenthalt in den Niederlanden, bereits im Jahre 1595 in Straßburg nieder. Mit seiner Radiererwerkstatt konnte sich Brentel nicht nur als Druckgraphiker an den europäischen Höfen einen geschätzten Namen machen, sondern er etablierte sich auch als Miniaturmaler und Zeichner zu einer bedeutenden Künstlerpersönlichkeit. Seine intensive Auseinandersetzung mit den Werken anderer zeitgenössischer Meister, zeigt sich auch eindrucksvoll in der vorliegenden Serie von Miniaturen, die sich mit den Martyrien der Apostel befasst. Die zehn Szenen folgen der insgesamt 16 Radierungen umfassenden Serie „Le Martyre des Apôtres“ von Jacques Callot (1592–1635), welche von Israël Henriet (ca. 1590– 1661) im Jahr 1635 veröffentlicht wurde (vgl. Jacques Callot, mit einer Einleitung von Thomas Schröder, Jacques Callot. Das gesamte Werk. Band 2: Druckgraphik, Herrsching 1980, S. 1363–1367 mit Abbildungen). Friedrich Brentel übernimmt das kleine Format der Vorlagen, setzt diese jedoch eigenständig in fein ausgeführter Miniaturmalerei in Gouache um. Zusätzlich werden Brentels Szenen von feinen Rahmenlinien in Schwarz und Gold eingefasst. Neben Bildtitel und Signatur, trägt jede der Miniaturen am unteren Bildrand auch eine Jahreszahl, wobei vier Szenen nicht mit 1639, sondern mit 1640 datiert sind. Dieser Umstand belegt, dass Friedrich Brentel über einen längeren Zeitraum hinweg an seinen kleinformatigen Serien arbeitete.


26. 4., 15 Uhr


418 Antoine de Pesne Umkreis (Paris 1683–1757 Berlin) Herrenporträt​ Öl auf Leinwand; 72 × 58,5 cm Provenienz österreichische Privatsammlung ​EUR 2.500–5.000


419 Deutscher Meister Porträt einer Dame in Schleifenkleid, um 1780 Öl auf Leinwand; 92 × 72 cm Provenienz österreichische Privatsammlung ​EUR 2.500–5.000

26. 4., 15 Uhr


420 Martin Johann Schmidt, genannt Kremser Schmidt (Grafenwörth 1718–1801 Stein) Blendung Samsons, um 1760 Öl auf Leinwand mit aufgepressten Stuckranken; 59 × 79 cm Provenienz österreichische Privatsammlung ​ iteratur L Katalog der Gedächtnisausstellung zum 150. Todestage von Martin Johann Schmidt (Kremser Schmidt) 1718–1801 in Krems-Stein, Wien 1951, Nr. 7; Fritz Dworschak/Rupert Feuchtmüller/Karl Garzarolli-Thurnlackh/Josef Zykan, Der Maler Martin Johann Schmidt, genannt „Der Kremser Schmidt“ 1718–1801, Wien 1955, S. 247; Rupert Feuchtmüller, Der Kremser Schmidt 1718–1801, Innsbruck/Wien 1989, S. 64, WVZ-Nr. 178/4, S. 386; ​EUR 35.000–70.000

Vorliegendes Gemälde gehört zu einer Bildserie, die der Kremser Schmidt um 1760 als Füllungsbilder für einen Paramentenkasten der ehemaligen Kartause Aggsbach in Niederösterreich angefertigt hat. Der Sakristeischrank existiert heute nicht mehr, von der Serie sind jedoch acht Bilder bekannt, die Szenen des Alten Testaments zum Inhalt haben. Wie Rupert Feuchtmüller anmerkt, lassen sich die acht Szenen hinsichtlich ihrer Motive zu vier Bildpaaren zusammenfassen, wonach der Blendung der Kampf Samons mit dem Löwen gegenübersteht (vgl. Rupert Feuchtmüller 1989, S. 64, S. 386–387, WV 178/1–8). Das von goldfarbenem Stuckrankenwerk auf grünem Grund eingefasste Gemälde schildert eine beliebte und häufig dargestellte Episode aus der Geschichte Samsons (Ri 16, 4–22): Samson, der bekannteste Richter und ein Auserwählter Gottes, konnte aufgrund seiner übernatürlichen Kräfte nicht durch die Philister besiegt werden. Als er sich in Delila, die dem Volk der Philister angehörte, verliebte, versuchte diese – von ihren Landsleuten bestochen – Samson das Geheimnis seiner unbezwingbaren Kraft zu entlocken. Mit List brachte Delila ihn schließlich dazu, ihr anzuvertrauen, dass er seine Kräfte nur durch das Abschneiden seiner Haare verlieren könne. Mit dem Preisgeben des Geheimnisses besiegelte Samson sein Schicksal, welches Martin Johann Schmidt im vorliegenden Gemälde festgehalten hat: Delila flüchtet mit der Schere und den abgeschnittenen Locken in ihren Händen aus „ihrer Kammer“ (vgl. Ri 16, 9–21) und lässt Samson mit den Philistern zurück. Seiner Kraft beraubt, kann Samson diesen Kampf nicht gewinnen: Von seinen Widersachern überwältigt, werden ihm schließlich die Augen ausgestochen. Martin Johann Schmidt hat sich in seiner Komposition ganz auf diesen Moment konzentriert. Durch den geschickt gewählten Einblick in Delilas Kammer wird der Blick des Betrachters direkt auf die Figuren der Szene gelenkt. Der dunkel gehaltene Vordergrund betont den beleuchteten Innenraum und somit das dramatische Geschehen noch zusätzlich.


26. 4., 15 Uhr


421 Theobald Michau (Tournai 1676–1765 Antwerpen) Landschaft mit Bauern & Landschaft mit Reisenden und Vieh (Pendants)​ Öl auf Holz; 43 × 57,5 cm Signiert rechts unten: T Michau (bzw. links unten, nachgezogen) Provenienz Privatbesitz, Österreich ​EUR 10.000–20.000


26. 4., 15 Uhr


422 Paris Bordone und Werkstatt (Treviso 1500–1571 Venedig ) Madonna mit Kind in Landschaft, um 1525 Öl auf Leinwand; 79 × 63 cm Provenienz möglicherweise um 1652 durch den Herzog Francesco I di Modena (1610-1658) vom venezianischen Kunsthändler Giovan Battista Franceschi erworben (vgl. Dispacci dell’oratore Estense a Venezia, 21 dicembre 1652, cfr. Venturi, 1882, p. 236, nota 1; Inventari 1663, ed. Bentini, Curti, 1993) oder um 1675 durch den Herzog Francesco II d’Este (1660-1694) aus der Sammlung Girolamo Mazzola erworben (vgl. Archivio di Stato di Modena, lettera di Girolamo Molza al Duca di Modena, 3 agosto 1675, ed. Venturi, 1882 p. 292, nota 1); 1784 in der Galleria Estense, Modena; 1797 bis 1808 im Besitz des Dichters Luigi Cerretti (1738–1808), Präsident der Accademia di Belle Arti di Parma (gemäß l’Inventario de’ Quadri provenienti dal Palazzo Nazionale, Modena, 1797 (als „N. 15-2. La Sacra Famiglia. Ad Olio. Viene dal Tiziano, di Girolamo Romanino, di mezzana grandezza, di forma quadrata. Cornice Intagliata Dorata”); 1808 bis 1833 in der Sammlung des Mediziners und Anatoms Antonio Scarpa (1752-1832), Pavia-Motta di Livenza; 1833 bis 1895 im Erbgang an Giovanni Scarpa (1804–1883), Motta di Livenza (vgl. Descrizione della Pinacoteca, 1885, Nr. 44, als „Girolamo Romanino“); Versteigerung des Sammlung Scarpa, Galleria Sambon, Mailand, 15.-16. November 1895, Nr. 58 (als “Girolamo Romanino / dans le goût de Titien”); 1939 Kunsthandel Roland & Delbanco, London; österreichische Privatsammlung Literatur Archivio di Stato di Modena, Carte dell’Amministrazione del Patrimonio degli Studi, Inventario de‘ Quadri provenienti dal Palazzo Nazionale, finito di compilare da Giuseppe Soli, 6 settembre 1797, ed.; Giuseppe Pulieri, Illustrazioni critiche sulla Pinacoteca Trevigiana, Treviso 1834, S. 30; Cavalcaselle, 1866, BNMVe, Cod. It. IV 2031 [=12272], Disegni e appunti, fogli volanti, 2, fasc. VII, C, f. 70r (als „Mad. Col putto – S. Giuseppe - /copia del quadro che è all’Ospidale di / Treviso [detto colà Palma ed è / un Paris rovinato] – questo della / Motta è copia antica del genere / di Capriolo“); Adolfo Venturi , La R. Galleria Estense in Modena, Modena 1882, S. 396; Descrizione della Pinacoteca del Signor Giovanni Scarpa esistente fino dal 1833 in Motta di Livenza e collocata nel Novembre 1869 in un locale appositamente eretto, Oderzo 1885, S. 17, Nr. 44 (als „Girolamo Romanino“); Catalogo della Pinacoteca Scarpa di Motta di Livenza, Milano 1895, S. 27, Nr. 58, tav. F.t; Gustavo Frizzoni, La pinacoteca Scarpa di Motta di Livenza, in: Archivio Storico dell’Arte, II, 4, 1895, S. 409-422, S. 420, Abb. 4; Gustavo Frizzoni, Correspondence d’Italie, in: Gazette des Beaux-Arts, Bd. XXXVIII, 1896, S. 88; Luigi Bailo, Gerolamo Biscaro, Della Vita e delle Opere di Paris Bordon, Treviso 1900, S. 165-166 (als „derivazione dall’originale nell’Ospedale di Treviso“); Salmon Reinach, Répertoire de peintures du Moyen âge et de la Renaissance (1280-1580), Paris 1905, Bd. I, S. 171, Nr. 1. Tancred Borenius, in: Joseph Archer Crowe, Giovanni Battista Cavalcaselle (Hg.), A history of painting in North Italy, London 1912, Bd. 3, S. 386, Fn. 2; Luigi Menegazzi, Il Museo Civico di Treviso, Venezia, Neri Pozza, 1964, S. 46; Giordano Canova, Paris Bordon, Venezia, Edizioni Alfieri, 1964, S. 114; Vittorio Sgarbi, Note su Paris Bordone, in: Paris Bordon e il suo tempo, 1987 (1985), S. 171 (als „Paris Bordone“); Sergio Momesso, in: Museo Borgogna, Cologno Monzese 2003, S. 30; Filippo Pedrocco, La cosiddetta seconda ondata del Manierismo a Venezia, in: Le ceneri violette di Giorgione, 2004, S. 278; Sergio Momesso, La collezione di Antonio Scarpa (1752-1832), Cittadella (Padova) 2007, S. 113-116, Nr. 25. (mit Abb. und Bibliographie, als „copia da Paria Bordone“) Andrea Donati, Paris Bordone. Catalogo Ragionato. Soncino, 2014, S. 290 WVZ-Nr. 69.1 (mit Abb., als „Copia già attributa a Romanino“) Wir danken Andrea Donati für seine Hilfe bei der Identifizierung des vorliegenden Gemäldes als Ausschnitt jenes Werkes, welches sich ehemals in der Sammlung Scarpa, Motta di Livenza (Treviso), befand, und die Bestätigung, dass es sich seiner Meinung nach um ein Werk von Paris Bordone und seiner Werkstatt handelt (anhand von professionellen Fotos). Ebenfalls danken wir Prof. Bernard Aikema für seine Hilfe bei der Katalogisierung des Gemäldes (anhand von professionellen Fotos). ​EUR 35.000–70.000


26. 4., 15 Uhr


Das vorliegende Werk ist der wiederentdeckte Ausschnitt eines ursprünglich größeren Gemäldes, welches bislang nur von alten Schwarz-Weiß-Fotos bekannt war. Es ist Teil einer ehemals nahezu quadratischen „Heilige Familie“, die rechts neben der Madonna mit Kind noch den heiligen Joseph zeigte (vgl. Abbildung Donati 2014 oder Momesso 2007). Im Jahre 1784 in der Galleria Estense in Modena dokumentiert, befand sich das Gemälde im 19. Jahrhundert in der berühmten Sammlung Antonio Scarpas (1752-1832) in Motta di Livenza (Treviso), welche schließlich 1895 in Mailand versteigert wurde. Die Übereinstimmungen in den Konturen und auch in kleinsten Details, besonders jedoch durch eine exakt gleich verlaufende Leinwandnaht über dem Haupt Mariens, welche auch auf alten, das gesamte Gemälde dokumentierenden Fotos zu erkennen ist, untermauern den Schluss, dass vorliegendes Werk mit dem ehemaligen Bild der Sammlung Scarpa ident ist. Die Gesamtkomposition der „Heiligen Familie“ entspricht einem Werk Paris Bordones, welches sich heute im Besitz des Museo Civico in Treviso befindet (vgl. Donati 2014, S. 289, Nr. 69). Die bislang nur von alten Fotos bekannte „Heilige Familie“ aus der Scarpa-Sammlung hingegen, wurde von Andrea Donati in seinem 2014 erschienenen Werkverzeichnis nur als „ehemals Girolamo Romanino zugeschriebene Kopie“ aufgeführt (entsprechend der Bezeichnung bei der Versteigerung 1895 „Girolamo Romanino / dans le goût de Titien”). Anhand der ihm heute vorliegenden aktuellen Aufnahmen stuft Andrea Donati jedoch das vorliegende Gemälde als von Bordone selbst unter Mitarbeit seiner Werkstatt geschaffene Wiederholung der Komposition ein. Wie auch das Werk in Treviso, ist die „Madonna mit Kind“ um 1525 in die Frühzeit Bordones zu datieren, in welcher noch der Einfluss seines Lehrers Tizian zu spüren ist. Im Jahre 1500 geboren, war Paris Bordone ein Schüler im Atelier Tizians. Er arbeitete jedoch ab 1518 als eigenständiger Maler und führte bereits ab den 1520er Jahren eine eigene, in Konkurrenz zu seinem Meister stehende Werkstatt.


26. 4., 15 Uhr


423

424

Richard Brakenburgh

Joos de Momper Umkreis

(Haarlem 1650–1702 Haarlem)

(Antwerpen 1564–1635 Antwerpen)

Die Familie eines Malers​ Öl auf Leinwand; 38 × 45,5 signiert unten rechts: R. Brakenburgh

Überfall auf ein Pferdegespann im Gebirge​ Öl auf Holz; 26,5 × 34 cm

Provenienz 1978 vom Vater des derzeitigen Besitzers erworben; seither österreichischer Privatbesitz ​EUR 1.500–3.000

​Literatur Klaus Ertz, Josse de Momper der Jüngere (1564–1635). Die Gemälde mit kritischem Œuvrekatalog, Freren 1986, A 11*, S. 626 (Kat. Abgeschriebene Werke) Schreiben Dr. Walter Bernt, München, den 1. Juli 1967, als Joost de Momper, liegt bei (in Kopie). ​EUR 2.000–4.000


425 Flämische Schule Proserpina nimmt von den Früchten des Pluto (Ovid. Met. V. 534–550), 17. Jahrhundert Öl auf Holz auf Holz; 48,5 × 63 cm Provenienz Versteigerung Dorotheum, Wien, 28. November 1972, Lot 37, Tafel 6 (als Toussaint Dubreuil Umkreis); Privatbesitz, Tirol ​EUR 5.000–10.000

Die Geschichte von Pluto und Proserpina beginnt auf dramatische Weise mit ihrer Entführung in die Unterwelt, weil keine Frau bei Pluto im Schattenreich bleiben wollte. Die Fruchtbarkeitsgöttin Ceres, die Mutter des Mädchens, ließ daraufhin aus Trauer keine Saat mehr wachsen. Jupiter musste eingreifen und forderte die Freilassung von Proserpina. Doch Pluto gab dem Mädchen Früchte zum Abschied und als diese sein Geschenk aß, blieb sie durch einen Liebeszauber an den Gott der Unterwelt gebunden. Als Kompromiss entschied Jupiter, dass Proserpina das halbe Jahr bei ihrer Mutter verbringen soll, die andere Hälfte bei ihrem Mann. Dies war der Ursprung der Jahreszeiten, welche die Freude und den Kummer der Göttin Ceres widerspiegeln. In vorliegender Darstellung lagert Proserpina im Vordergrund und blickt in Richtung des Betrachters. Der Apfel in ihrer Hand und der Früchtekorb verweisen auf den Liebeszauber, mit dem Pluto sie an sich band. Auch die Szene im Hintergrund verweist auf diese Episode. Dahinter erkennt man den Höllenhund Zerberus als Symbol für Pluto und einen Faun, der die Szene beobachtet. Abgetrennt von der diesseitigen Welt mit ihrer üppigen Vegetation erkennt man in der Entfernung die Unterwelt. Das Motiv des parallel im Bild liegenden Aktes hat eine lange Tradition. Bereits Giorgione und Tizian positionierten 1510 ihre „Schlafende Venus“ aus der Gemäldegalerie Alte Meister in Dresden auf ähnliche Weise und auch Tizian breitete später in seinem Gemälde „Venus mit dem Orgelspieler“, heute in den Staatlichen Museen zu Berlin, die Liebesgöttin bildparallel zum Betrachter aus (vgl. Harald Marx, Gemäldegalerie Alte Meister Dresden, Band II, Köln 2007, S. 271, Nr. 185, Gal.-Nr. 185; vgl. Filippo Pedrocco, Tizian, München 2000, S. 219). Wie sehr sich der Künstler des vorliegenden Werkes dieser Bildtradition bewusst war, zeigt das hauchzarte Tuch, welches bereits den Schambereich von Tizians Venus bedeckte.

26. 4., 15 Uhr


426 Flämischer Meister Allegorie des Winters, 16./17. Jahrhundert Öl auf Holz; 65 × 49 cm Provenienz Privatsammlung, Österreich ​EUR 35.000–70.000

Die Allegorie der vier Jahreszeiten bildet in der europäischen Kunst seit der Antike ein beliebtes Bildthema, das in allen Epochen weite Verbreitung fand. Die Darstellung in Form von meist vierteiligen Bildserien, in denen die Abfolge der Jahreszeiten in entsprechenden Landschaften festgehalten wird, ist dabei häufig anzutreffen. Derartige Szenen wurden oftmals zusätzlich mit Staffagefiguren ausgeschmückt, die für die Jahreszeit typische Tätigkeiten verrichten. Neben solchen Bildzyklen, ist der Typus der personifizierten Jahreszeitendarstellung, der auch im vorliegenden Gemälde gewählt wurde, ebenso weit verbreitet. Besondere Berühmtheit erlangte der italienische Künstler Giuseppe Arcimboldo (1526–1593) mit seinen sogenannten Kompositköpfen, die er aus für die jeweilige Jahreszeit charakteristischen Pflanzen zusammensetzte (vgl. „Der Sommer“ und „Der Winter“, beide 1563 datiert, im Kunsthistorischen Museum, Wien). Der Maler des vorliegenden Gemäldes greift hingegen auf eine für die Personifikation der kalten Jahreszeit weitere Darstellungsvariante zurück: Der Winter tritt dem Betrachter in Person eines Mannes, der seine Hände an glühenden Kohlen wärmt, gegenüber. Vor dunklem Hintergrund, die Bildfläche beinahe zur Gänze ausfüllend und vom Bildrand teilweise beschnitten, sitzt ein Mann vor einem Tisch, auf dem ein Kohlebecken steht und streckt seine Hände der wohltuenden Wärme entgegen. Die pelzverbrämte Weste und seine mit Wurzelgemüse bestückte Kopfbedeckung, sind weitere Attribute, welche den Dargestellten als „Allegorie des Winters“ ausweisen.


26. 4., 15 Uhr


427 Peter Paul Rubens Nachfolger (Siegen 1577–1640 Antwerpen) Die Madonna, von Heiligen verehrt, wohl 17. Jahrhundert Öl auf Leinwand; 99 × 81 cm Provenienz Privatbesitz, Wien; Auktionshaus im Kinsky, Wien, 29. März 2011, Lot 40; europäische Privatsammlung ​EUR 7.000–14.000

Bei dem vorliegenden Gemälde handelt es sich um eine sehr qualitätsvolle Wiederholung von Peter Paul Rubens gleichnamigem Werk, welches er 1628 für die Augustinerkirche in Antwerpen ausführte. Skizzen zu dem Altargemälde befinden sich heute in den Staatlichen Museen Berlin und im Städel Museum Frankfurt. Das Altargemälde „Die Madonna, von Heiligen verehrt“ gilt als eines der Hauptwerke Rubens. Selbst für den Hauptaltar der Augustinerkirche bestimmt, entstand es zeitgleich mit Anthonis van Dycks „Die Ekstase des hl. Augustinus“ für das linke Seitenschiff und Jacob Jordaens „Das Martyrium der heiligen Apollonia“ für den Altar im rechten Seitenschiff derselben Kirche. Bei den Heiligen, welche die Madonna mit Kind auf Rubens Werk verehren, handelt es sich um Joseph, Katharina, Petrus, Paulus, Johannes den Täufer, Maria Magdalena, Chiara da Montefalco, Apollonia, Agnes, Georg, Sebastian, Wilhelm, Augustinus, Laurentius und Nicolaus von Tolentino.


428 Künstler des 18. Jahrhunderts Waldbodenstillleben​ Öl auf Holz; 60 × 44 cm Provenienz Privatsammlung, Wien ​EUR 4.000–8.000

26. 4., 15 Uhr


429 Simone Brentana zugeschrieben (Venedig 1656–1742 Verona) Judith und Holofernes​ Öl auf Leinwand; 147,5 × 128 cm Provenienz seit mehreren Generationen in österreichischem Adelsbesitz ​Wir danken Herrn Prof. Bernard Aikema für die Besichtigung des Gemäldes im Original und seinen Vorschlag zur Zuschreibung an Simone Brentana./ We are grateful to Prof. Bernard Aikema for examining the present painting in original and proposing the attribution to Simone Brentana. ​EUR 15.000–30.000


26. 4., 15 Uhr


430 Domenico Beccafumi Umkreis (Cortine presso Siena 1486–1551 Siena) Die Jungfrauen von Kroton, 16. Jahrhundert Öl auf Leinwand, wohl beschnitten; 53,5 × 35 cm Provenienz Privatsammlung, Österreich ​EUR 2.000–4.000 Die Darstellung zeigt ein Detail der Szene „Zeuxis malt die Jungfrauen von Kroton“ aus dem Freskenzyklus von Domenico Beccafumi, welchen er um 1524–1525 für den Palazzo Casini Casuccini in Siena ausgeführt hat (vgl. Piero Torriti, Beccafumi, Mailand 1998, S. 97–108, Nr. P31, Farbabb. S. 102).

431 Italienischer Meister Johannesknabe in Landschaft, 17./18. Jahrhundert Öl auf Leinwand; 66,5 × 44,8 cm Provenienz österreichischer Privatbesitz ​EUR 1.500–3.000

432 Raffaello Santi, genannt Raffael, Nachfolger (Urbino 1483–1520 Rom) Heilige Familie​ Öl auf Leinwand; 73 × 53 cm Provenienz Privatbesitz, Tirol ​EUR 1.500–3.000


433 Guido Reni Nachfolger (Calvenzano 1575–1642 Bologna) Die Toilette der Venus​ Öl auf Leinwand; 140 × 112,5 cm Rückseitig auf Rahmen handschriftlich bezeichnet: Eigenthum I. M. der Kaiserin Caroline Auguste Provenienz laut rückseitiger Inschrift ehemals im Besitz von Karoline Charlotte Auguste von Bayern (1792–1873), Ehefrau von Kaiser Franz I. von Österreich (1768–1835); Wiener Privatbesitz ​EUR 5.000–10.000 26. 4., 15 Uhr


434 Italienischer Meister Die Großmut Alexanders nach der Schlacht bei Issos gegen die Frauen Dareios III., 17./ 18. Jahrhundert Öl auf Leinwand; 120 × 178 cm Provenienz Privatbesitz, Österreich ​Wir danken Pater Gregor, Stift Göttweig, für seine Hilfe bei der Bestimmung des Bildthemas. ​EUR 10.000–20.000

Das vorliegende Gemälde zeigt eine Episode aus dem sogenannten Alexander-Roman nach Kallisthenes und spielt auf die Großzügigkeit und Menschlichkeit Alexanders an, der trotz seines Sieges in der Schlacht bei Issos (333 v. Chr.) gegenüber den Frauen des Dareios III. Gnade walten lässt.


26. 4., 15 Uhr


435 Venezianische Schule Blick von Westen auf San Giorgio Maggiore, Venedig, wohl 18. Jahrhundert Öl auf Leinwand; 39,5 × 32,5 cm Rückseitig auf Keilrahmen Prägestempel des Londoner Restaurators George Morrill (um 1812–1865): G. Morrill/ Liner Provenienz um 1860 englische Sammlung (laut Prägestempel); europäische Privatsammlung ​EUR 8.000–15.000


436 Venezianischer Meister Herrenporträt, um 1750–80 18. Jahrhundert Öl auf Leinwand; 28 × 21,5 cm Provenienz österreichische Privatsammlung ​EUR 2.000–4.000

26. 4., 15 Uhr


437 Jan Brueghel der Ältere (Brüssel 1568–1625 Antwerpen) Waldlandschaft mit Blick auf die Prager Burg, um 1604 Öl auf Kupfer; 7,7 × 10,7 cm (oval) Provenienz Privatsammlung, Wien ​Kurz-Gutachten Dr. Klaus Ertz, Lingen, 12. März 2015, liegt bei. ​EUR 35.000–70.000

Landschaftsausblicke in Miniaturformat waren eine beliebte Kunstform des frühen 17. Jahrhunderts. Jan Brueghel d. Ä. hat diese Mode aus Italien mitgenommen, wo er gemeinsam mit dem Flamen Paul Bril und dem deutschen Maler Hans Rottenhammer um 1590 auf Motivsuche war. Diese Miniaturformate haben den Charakter von kleinen Souvenirs, die man sich wie Postkarten an die Wand hängen konnte. Der ovale Ausschnitt verstärkte im Weiteren die Illusion, wie durch ein Fenster in die Weite der Natur zu blicken. Wie Dr. Klaus Ertz darlegt, handelt es sich bei vorliegendem Gemälde um eine Landschaft in der Gegend der Prager Burg, deren Silhouette sich entlang des Hügels abzeichnet. 1604 ist Brueghels Reise nach Prag dokumentiert. Auch stilistisch spricht die Malweise – wie der kompakt und dicht komponierte Wald, „die strenge Teilung in Nähe und Ferne sowie die noch ziemlich konsequent nach dem MehrGründe-Schema durchgehaltene Trennung der Gründe“ – für eine Datierung kurz nach 1600 (vgl. Gutachten Dr. Klaus Ertz). Brueghel lässt hier bereits den Einfluss von Gillis van Coninxloo erkennen, mit dem er sich nach seiner Rückkehr in die Niederlande auseinanderzusetzen hatte. Von besonderer Raffinesse ist die Farbgebung, die zwischen den tiefen Grüntönen des Waldes und seiner Lichtung und den luziden Blauschattierungen der weiten Landschaft hinter der Burganlage differenziert. Von besonderem Reiz ist die stimmungsvolle Atmosphäre, die der Maler mit dem lichten Rot eines frühen Abends und dem einsam durch den Wald streifenden Jäger zu fassen versteht. (MHH)


26. 4., 15 Uhr


438 Carel Breydel (Antwerpen 1678–1733 Antwerpen) Dorfszene an einem Flussufer​ Öl auf Holz; 23 × 32,5 cm signiert unten rechts: C. Breydel Provenienz Privatsammlung, Wien ​Fotoexpertise Laurens Bol, Dordrecht, den 18. November 1981 (als Karel Breydel), liegt bei. ​EUR 3.500–7.000

439 Künstler des 17./18. Jahrhunderts Elegante Reitergesellschaft vor einem Gehöft Öl auf Kupfer; 37 × 31,5 cm undeutlich signiert links unten Provenienz österreichische Privatsammlung ​EUR 3.500-7.000


440 Thomas Heeremans (Haarlem 1640–1697 Haarlem) Dorfszene, 1665 Öl auf Holz; 23,3 × 39 cm unten mittig signiert und datiert: TH MANS 1665 (TH in Ligatur) Provenienz österreichische Privatsammlung; Versteigerung Auktionshaus im Kinsky, Wien, 23.10.2007, Lot 3; Privatsammlung, Wien ​Gutachten Maurice Franckx, Brüssel, den 27. April 1977, liegt bei. ​EUR 6.000–12.000

Das vorliegende, im Jahr 1665 entstandene Gemälde zeigt eine der für Thomas Heeremans typischen Dorfansichten. Wie in einer fotografischen Aufnahme, hat der in Haarlem tätige Maler einen Moment aus dem alltäglichen Leben in einem Dorf eingefangen. Links im Vordergrund sitzen mehrere Dorfbewohner gesellig beisammen, während am Brunnen daneben ein Pferd getränkt wird. Vor dem Brunnen haben sich offenbar zwei Reisende für eine kurze Rast auf dem Boden niedergelassen. An den beiden rangelnden Hunden vorbei, führt eine von Bäumen und kleinen Häusern gesäumte Straße aus dem Dorf hinaus. Während einige Männer auf ihren Pferden gerade in das Dorf reiten, finden sich am rechten Straßenrand mehrere Figurengruppen, die in Unterhaltungen vertieft sind, oder unterschiedlichen Tätigkeiten nachgehen. Trotz zahlreicher Staffagefiguren wirkt die Szene ruhig und stimmungsvoll. Der graublaue Himmel mit den Wolken und die Baumgruppen mit ihrem satten Grün unterstreichen zusätzlich die idyllische Stimmung.

26. 4., 15 Uhr


441 Jan Brueghel der Jüngere (Antwerpen 1601–1678 Antwerpen) Maria mit Kind und Engel im Blumenkranz, um 1630–35 Öl auf Kupfer; 62 × 51 cm Provenienz Privatbesitz, Wien ​Kurz-Gutachten Dr. Klaus Ertz, Lingen, den 14. Oktober 2016, als Gemeinschaftswerk von Jan Brueghel II. und Ambrosius Francken II., liegt bei. ​EUR 35.000–70.000

Dieses besondere Gemälde entstand zu Beginn der 1630er Jahre und ist eine der für diese Zeit typischen Gemeinschaftsarbeiten von Künstlern in Antwerpener Werkstätten. In den großen Werkstattbetrieben machte es Sinn, sich auf bestimmte Motive zu konzentrieren und zur Meisterschaft zu gelangen. Jan Brueghel der Jüngere spezialisierte sich wie schon sein Vater vor allem auf Landschaften und Stilllebenelemente, wie beispielsweise Blumen, während Ambrosius Francken der Jüngere (1590–1632) der Tradition seiner Familie folgte und die Komposition größerer Figuren perfektionierte. Von ihm stammen die drei Personen im Inneren des Medaillons. Diese klare Arbeitsteilung ist in der Gesamtkomposition aber nicht zu erkennen: Sowohl die Farbstimmung und die liebliche, geordnete Anlage sind voller Harmonie. Rot, Weiß und Blau sind die wesentlichen Farbtöne, rhythmisch sowohl in den Blumen wie in den Kleidern von Maria und Jesu komponiert. Tulpen, Rosen, Lilien, aber auch Vergißmeinnicht und weiße Glockenblumen nehmen alle Bezug auf Maria selbst, als schmückende und zeitlose Symbole. Schmetterlinge und Libellen ergänzen den Kranz und verleihen dem Bild eine heiter-idyllische Note. (MHH)


26. 4., 15 Uhr


442 Österreichischer Meister Martyrium des Heiligen Bartholomäus, 18. Jahrhundert Öl auf Leinwand; 75 × 63 cm Provenienz Privatsammlung, Österreich ​EUR 6.000–12.000


443 Österreichischer Meister Martyrium des Heiligen Laurentius, 18. Jahrhundert Öl auf Leinwand; 82 × 62 cm Provenienz Privatsammlung, Österreich ​EUR 6.000–12.000

26. 4., 15 Uhr


444 Rembrandt Harmensz. van Rijn Nachfolger (Leiden 1606–1669 Amsterdam) Bildnis eines Mannes in orientalistischem Kostüm, 17./18. Jahrhundert Öl auf Holz, parkettiert; 61 × 49 cm Provenienz europäische Privatsammlung ​EUR 15.000–30.000

Im Vergleich zu Rembrandts formalen Porträts bestechen seine Darstellungen anonymer Personen durch eine freie Malweise und eine dramatische Lichtführung. Auch seine Vorliebe für orientalische Kostümierungen kann der Meister in diesen Gemälden voll ausleben. Bildnisse von scheinbar persischen, ottomanischen oder einfach orientalischen Prinzen waren im 17. Jahrhundert überaus beliebt, was auf die neuen Handelsbeziehungen zwischen Holland und dem vorderen Orient zurückzuführen ist. Vorliegendes Gemälde ist ein Zeugnis dafür, dass die Faszination für exotische Details und der Gedanke, die Porträtierten in einer anderen Rolle darzustellen, viele Künstler nach Rembrandt nachhaltig beeinflusste.


26. 4., 15 Uhr


445 Jan Janssens zugeschrieben (Gent 1590–um 1655 Gent) Die Verspottung Christi​ Öl auf Leinwand; 72 × 93 cm Provenienz Privatsammlung, Frankreich ​Das Gemälde ist in der Datenbank des Rijksbureau voor Kunsthistorische Documentatie, Den Haag (RKD), unter Abbildungsnummer 246593 verzeichnet. ​EUR 15.000–30.000

Christus mit der Dornenkrone und den Wundmalen der Geißelung wird in der christlichen Kunst seit der Gotik auch als eigenständiges Bildmotiv geführt. In der barocken Malerei hat besonders Caravaggio den Szenen aus dem Neuen Testament eine neue dramatische, aber auch psychologische Tiefe verliehen, indem er Jesus in Dialog mit nur wenigen anderen treten lässt, eine stärkere Nahsicht einführt und das Licht als großartiges Regiemittel einsetzt. Dieser Caravaggeske Stil führte vor allem im Barock der Niederlande zu einer eigenen Stilrichtung. Als der bedeutendste Vertreter dieser „Caravaggisti“ genannten Gruppe in Gent gilt Jan Janssen. Es sind nur wenige biographische Daten von ihm bekannt, er stammte aus Gent und ist zwischen 1619 und 1620 in Rom dokumentiert. Nach seiner Rückkehr nach Gent trat er der St. Lukas-Gilde bei, zu deren Dekan er 1634 ernannt wurde. Er verstarb um 1650 in Gent. Von seiner Hand sind vor allem Altarbilder in Gent und Umgebung bekannt. Eine „Verspottung Christi“ im Museum voor Schone Kunsten in Gent steht in besonders enger Beziehung zu vorliegendem Gemälde, bei dem nur Christus mit einem seiner Folterer zu sehen ist. Mit den von Caravaggio übernommenen Effekten von Licht, das aus versteckten Quellen kommt, und Schatten schafft er eine eigene Bühne, auf der die Darsteller genau studiert werden können. Die Reduktion auf wenige Farben verstärkt die Konzentration auf die Handlung selbst. Von besonderer Qualität ist die Modellierung des zum Licht hingewandten Gesichtes Jesu. Ein für Janssens typischer „unbarmherziger Realismus“ zeichnet die Figuren aus, deren Empfindungen weniger exaltiert als vielmehr authentisch und lebendig wiedergegeben werden. (MHH)

Jan Janssens, Die Verspottung Christi, Öl auf Leinwand, 221 x 176,5 cm, Museum voor Schone Kunsten, Gent


26. 4., 15 Uhr


446 Christian Wilhelm Ernst Dietrich (Weimar 1712–1774 Dresden) Landschaft mit antiker Figurenstaffage (Pendants), 1759​ Öl auf Holz; je 41 × 33 cm jeweils monogrammiert und datiert rechts unten: D. 1759. Provenienz Privatbesitz, Wien ​EUR 7.000–14.000


26. 4., 15 Uhr


447 Deutscher Meister Konzil von Trient, 16./ 17. Jahrhundert Öl auf Leinwand; 111 × 267 cm Provenienz österreichische Privatsammlung ​EUR 15.000–30.000

Ein historisch besonders interessantes Dokument bietet diese Darstellung einer Sitzung im Zuge des Trientiner Konzils. Das sogenannte „Konzil von Trient“ fand zwischen 1545 und 1564 in insgesamt drei längeren Sitzungsperioden unter den Päpsten Paul III., Julius II. und Pius IV. statt. Das Konzil hatte die Aufgabe, dringende Reformen in der Kirche zu beschließen und das Wesen des Katholizismus gegen die Reformation zu definieren. Kaiser Karl V. verlangte vor allem eine Einigung, um die Unruhen im Reich zu besänftigen, während Papst Paul III. zunächst eine Verurteilung der reformatorischen Lehre zum Ziel hatte. Waren beim ersten Treffen hauptsächlich italienische Bischöfe aber keine deutschen zugegen, nahmen beim zweiten Mal überwiegend spanische Vertreter an der Diskussion teil. Die Beschlüsse des Konzils wurden daher zu allererst in der spanischen Monarchie unter Philipp II. umgesetzt, der sich auch als Verteidiger der katholischen Religion betrachtete. Die feierlichen Sitzungen des Konzils fanden im Presbyterium der Kathedrale von Trient statt, auf einer eigens dafür vorgesehenen, hölzernen Struktur, welche über der unterirdischen Krypta errichtet worden war. Der Maler des vorliegenden Bildes schildert diesen Aufbau genau, vernachlässigt aber den Rest der Kirchenarchitektur. Statt der Fenster zeigt er nur weite Öffnungen, durch die die Taube des Heiligen Geistes mit einem Lichtstrahl hereindringt. Dem Maler geht es also primär um die Vermittlung des entscheidenden Konzilsgedankens sowie der vorherrschenden Stimmung. Die angespannte Situation, die heftigen Debatten drücken sich in der Mimik der zahlreichen Bischöfe aus, deren Würde aber durch die Kleidung und die strenge Sitzordnung gewahrt bleibt. (MHH)


448 Gaspare Diziani (Belluno 1689–1767 Venedig) Putto mit Vase, um 1722 Öl auf Leinwand; 84 × 77,5 cm Provenienz europäische Privatsammlung ​ iteratur L Egidio Martini, Pittura veneta e altra italiana dal XV al XIX secolo, Rimini 1992, S. 380, Abb. 282 ​EUR 12.000–24.000


449 Domenico Fetti Umkreis (Rom 1589–1623 Venedig) Kopfstudie​ Öl auf Leinwand; 38 × 28 cm Provenienz österreichischer Privatbesitz ​EUR 5.000–10.000

26. 4., 15 Uhr


450 Sandro Botticelli und Werkstatt (Florenz 1444–1510 Florenz) Heilige Familie mit Johannes dem Täufer Tempera auf Holz; 87 × 86 cm (Tondo) Provenienz österreichische Privatsammlung ​EUR 350.000–700.000

Kunstwerke in rundem Format sind schon aus der Antike überliefert. Seinen Höhenpunkt erlebte der Kreis jedoch erst in der das Altertum wiederaufblühen lassenden Florentiner Renaissance, sodass die bis heute gebräuchliche Bezeichnung als Tondo schließlich auch von dem italienischen Wort für rund („rotondo“) stammt. Sandro Botticelli gilt als eine der herausragenden Künstlerpersönlichkeiten der Florentiner Malerei um 1500 und sein Name ist unweigerlich mit dem Tondo verbunden. Denn er schuf in seiner Werkstatt nicht nur eine Vielzahl von Rundbildern, sondern er perfektionierte für dieses Bildformat auch ein ganz eigenes Kompositionsschema. Die Hauptfiguren werden dabei nah an den vorderen Bildrand, hin zum Betrachter gerückt, sodass sie mit ihren Körpern einen großen Teil der Bildfläche einnehmen. Durch die Linien ihrer Körperhaltungen und sanften Bewegungen werden sie harmonisch in den sie begrenzenden Kreis eingebunden und nehmen diesen gleichzeitig in sich auf. Ein kleiner, weit in den Hintergrund führender Landschaftsausblick, vermittelt dem Betrachter die Illusion von Tiefe und rückt ihm die Hauptfiguren zugleich noch näher. Mit dem Kunstgriff, bewusst klare, lineare Elemente zu verwendet, wie es aus in vorliegender „Heiligen Familie mit Johannesknaben“ zu beobachten ist, kommt die Wirkung des Kreises im Kontrast letztendlich noch stärker zur Geltung. Selbst bei Fra Filippo Lippi (1406-1469) ausgebildet, besaß der in Florenz gebürtige Sandro Botticelli bereits in den 1470er Jahren eine eigene Werkstatt mit zahlreichen Mitarbeitern und Schülern. Die in der Zeichnung und Kartons entwickelten Prototypen, welche den charakteristischen Stil Botticellis prägen, wurden dabei immer wieder variiert und neu kombiniert. Eine in den Uffizien und in die 1490iger Jahre datierte Zeichnung zeigt beispielsweise ebenfalls eine „Anbetung des Kindes“, allerdings ohne Johannesknaben (Abb. 1). Vor allem das feine, geneigte Gesicht der Madonna, das strenge Profil des Johannesknaben oder das am Boden liegende, der Gottesmutter die Arme entgegenstreckende Christuskind, sind in ähnlicher Grundform, jedoch dem veränderten Kontext angepasst, immer wieder in verschiedenen weiteren Werken Botticellis und seiner Werkstatt zu finden.

Abb. 1: Sandro Botticelli, Figurenstudie, Stift auf Papier, laviert; 16 x 26 cm, Florenz, Uffizien © Uffizien, Florenz


451 Erasmus Quellinus der Jüngere (Antwerpen 1607–1678 Antwerpen) Salomon und die Königin von Saba, um 1650 Öl auf Leinwand; 105,5 × 163 cm Provenienz Privatsammlung, Österreich Wir danken Dr. Hans Vlieghe für seinen Vorschlag zur Zuschreibung des Gemäldes an Erasmus Quellinus d. J. (anhand von professionellen Fotos). ​EUR 15.000–30.000

Erasmus Quellinus der Jüngere war einer der führenden flämischen Historienmaler in der Nachfolge von Peter Paul Rubens. Er stammte aus einer angesehenen Antwerpener Bildhauer– und Künstlerfamilie. Um 1633/1634 wurde er als Meister in die Antwerpener Lukasgilde aufgenommen und arbeitete ab 1634 in der Werkstatt von Peter Paul Rubens, dessen engster Mitarbeiter er wurde. Nach Rubens Tod 1640 wurde er zu seinem Nachfolger als Stadtmaler von Antwerpen ernannt. In Folge führte er die barocke Kunstauffassung von Rubens in eine eher klassizistisch grundierte Malerei über. Gut dokumentieren lässt sich diese Neuorientierung an einem seiner wichtigsten Ausstattungsprojekte, die des Palais op de Dam in Amsterdam, das er um 1656 zusammen mit seinem Bruder Artus Quellinus ausstattete. Sein umfangreiches Œuvre umfasst vor allem Altarbilder in Antwerpen und anderen flämischen Städten. Quellinus arbeitete auch als Stecher, übernahm von Rubens die künstlerische Leitung des Druckhauses Plantin und lieferte Entwürfe für Tapisserien ab. Wie Rubens besaß der vielseitige Künstler, der auch Phiosophie studierte, ein umfangreiches kulturhistorisches Wissen. Die Geschichte von der Begegnung Salomons mit der Königin von Saba aus dem Ersten Buch der Könige im Alten Testament hat Quellinus um 1650 in bisher drei bekannten, aber identen Versionen in verschiedenen Größen gemalt. Eines befindet sich im Besitz der Sammlung Lichtenstein in Vaduz (150 x 238 cm), ein weiteres in der Staatlichen Gemäldesammlung in Kassel (99 x 137 cm) (vgl. De Bruyn, JeanPierre: Erasmus II Quellinus (1607–1678). De Schilderijen met Catalogue Raisonné. Freren 1988, S. 203f.). Im vorliegenden Gemälde versuchte der Maler aber eine neue kompositorische Lösung, die das Geschehen mehr aus der Nähe erfasst und die Architektur in den Hintergrund rückt. Die Mitte des Bildes nimmt die Königin von Saba in einem prachtvollen, Hermelin gesäumten Kleid ein. Geschildert wird die Szene, wo die Königin, selbstbewusst stehend, den König mit Rätselfragen auf die Probe stellen will. Dieser sitzt im Schatten des Baldachins auf seinem prachtvollen, von drei goldenen Löwen verzierten Thron. In einer ähnlich sprechenden Gestik der Hände und im direkten Blickkontakt mit der Königin weiß Salomo auf alles eine Antwort. Mit Interesse verfolgen seine Diener, aber auch die Gefolgschaft der Königin das Gespräch. Unter den kostbar gekleideten Frauen, weist aber nur die kniende, in einem Umhang aus Leopardenfell gekleidete schwarze Dienerin auf die eigentliche Herkunft der Königin aus dem heutigen Jemen hin. Kostbare Vasen und Gefäße in Gold stehen für die reichen Geschenke, die die Königin aus Ehrfurcht vor seiner Weisheit Salomon am Ende ihres Besuches übergab. Das Bild zeichnet sich besonders durch die harmonische Farbkomposition aus, die in einem gedämpften Licht gehalten, der ernsten und ruhigen Atmosphäre des Themas entspricht. Als exzellenter Figurenmaler weiß Quellinus die Figuren räumlich zu modellieren und sie auf der Bühne des Palastes wirkungsvoll in Szene zu setzen. (MHH)


26. 4., 15 Uhr


452 Mattheus van Helmont (Antwerpen 1623–nach 1679 Brüssel) Genreszenen (Pendants)​ Öl auf Kupfer; je 23 × 17 cm jeweils monogrammiert: MVH Provenienz österreichischer Privatbesitz ​EUR 6.000–12.000


453 Pieter Cosijn (Rijswijk 1630–1666/1667 Den Haag) Flusslandschaft, 1666 Öl auf Holz; 46 × 63 cm mittig auf Felsen monogrammiert und datiert: PC 1666 Provenienz Privatsammlung, Wien ​Wir danken Ellis Dullaart, RKD, Den Haag, für ihre Hilfe bei der Zuordnung des Gemäldes an Pieter Cosijn (anhand von professionellen Fotos). Gutachten Dr. Walther Bernt, München, den 20. Januar 1976 (als Pieter van der Croos) liegt bei. ​EUR 5.000–1.000

26. 4., 15 Uhr


454 Jacob Savery (Courtrai um 1545–1602 Amsterdam) Landschaft mit Jägern und Stadt im Hintergrund, um 1590 Öl auf Holz; 9,6 × 12,4 cm (oval) Provenienz Privatsammlung, Wien ​Gutachten Dr. Luuk Pijl, Dokkum, 17. Dezember 2014, liegt bei. ​EUR 20.000–40.000

Jacob Savery wurde 1565 in Courtrai in eine flämische Künstlerfamilie als älterer Bruder des Malers Roelant Savery (1576–1639) geboren. Aus religiösen Gründen übersiedelte die Familie in den 1580er Jahren nach Haarlem, später nach Amsterdam, wo Jacob der St. Lucas Gilde beitrat. 1603 starb er an der Pest. Savery erhielt seine Ausbildung zunächst bei seinem Vater, dann bei Hans Bol, einem bedeutenden Vertreter der niederländischen Hochrenaissance. Den künstlerischen Prinzipien von Bols Landschaftskomposition blieb Jacob treu, übernahm aber auch Kompositionen von Pieter Brueghel. Stillleben, Landschaften und Genreszenen gehörten zu seinem gefragten malerischen Repertoire. Dieses Miniaturgemälde steht in enger Beziehung mit einer größeren Version, welche die ident gleiche Bildanlage und Malweise aufzeigt (vgl. Jan Briels, Vlaamse schilders in de Noordelikjke ederlanden in het begin van de Gouden Eeuw, Antwerp 1987, S. 310, Abb. 385). Die kleinere Version fasziniert aber gerade durch die minutiöse Schilderung der Szenen und die harmonischen Farbabstufungen. Im Zentrum steht eine monumentale Eiche, zu deren Füßen eine Jagdgesellschaft zu Pferd unterwegs ist, elegant gekleidete Personen über eine Brücke spazieren und viele andere sich vor den Toren eines Dorfes aufhalten. Ganz in der Ferne ist die Silhouette einer Stadtmauer und zahlreicher Kirchtürme zu sehen. Von besonderem Reiz ist die malerische Feinheit des Pinsels, mit dem punktgenau die wesentlichen Elemente in diesem kleinen Format gezeichnet werden. Die Harmonie der Farbabstufungen, von den kräftigen Grüntönen im Vordergrund zu dem immer lichter werdenden Blau in der Ferne, trägt im Weiteren zum besonderen Charme dieses Bildkleinods bei. (MHH)


26. 4., 15 Uhr


455 Louis de Moni (Breda 1698–1771 Leiden) Interieur mit einer jungen Frau und einem Knaben mit Mausefalle​ Öl auf Holz; 43,4 × 33,5 cm signiert links unten: Louis De Moni f. Provenienz laut rückseitigem Stempel ehemals Dominion Gallery Montreal; Privatsammlung, Wien; Versteigerung Dorotheum, Wien, 21. April 2010, Lot 274 ​EUR 14.000–28.000

Louis de Moni wurde 1698 in Breda im niederländischen Brabant geboren. Seine Ausbildung erhielt er bei Jan van Kessel und J. B. Biset in Breda, er studierte aber auch an der Akademie in Den Haag zwischen 1721–1725. Zusammen mit seinem Studienkollegen Philip van Dyk reiste er 1726 nach Kassel, später ließ er sich in Leiden nieder, wo er 1771 starb. De Moni orientierte sich in seiner Malerei an den beiden Leidener Meistern Gerard Dou und Jan van Mieris, Hauptvertreter der Genremalerei des Goldenen Zeitalters in den Niederlanden. Eine lebendige Erzählfreude und ausgewogene Farben, eher kühler im Ton, zeichnen sein Werk weiters aus. Die Schilderungen des Alltags waren im bürgerlichen Zeitalter der Niederlande besonders geschätzt. Aus dem Leben gegriffen, boten sie dem damaligen Betrachter eine willkommene Chronik und ermöglichten aus der Distanz, das Leben heiter und ironisch zu sehen. Im vorliegenden Bild schildert der Maler eine wohl gängige Situation in einer Küche. Die Magd oder Hausherrin rührt Essen in einer Schüssel, während der Sohn triumphierend den erfolgreichen Fang einer Maus in der Käfigfalle hochhält. Neidisch, aber auch etwas träge, blickt eine Katze auf die Beute. Der Korb, eine Glocke, ein Wasserkrug, aber auch die Matratze in einer Wandnische im Hintergrund schildern die übliche Einrichtung und vermitteln bis heute ein authentisches Bild des Lebens. Eine überlegte Lichtregie, die vom dunklen Vordergrund in das helle Kücheninnere führt, unterstreicht die heitere Dramatik und den ereignisreichen Moment. (MHH)


26. 4., 15 Uhr


456 Johann Christian Brand (Wien 1722–1795 Wien) Landschaften mit Figurenstaffage (Pendants)​ Öl auf Holz; je 39,5 × 58 cm Provenienz Privatsammlung, Steiermark ​EUR 6.000–12.000


457 Georges Frederic Ziesel (Hoogstaaten 1756–1809 Antwerpen) Blumenstillleben​ Öl auf Holz; 85,5 × 68 cm Signiert unten Mitte auf Sockel: GF (ligiert) Ziesel Provenienz Versteigerung Dorotheum, Wien, 1. Dezember 1970, Nr. 139; österreichische Privatsammlung ​EUR 7.000–14.000 26. 4., 15 Uhr


458 Sebastiano Ricci (Beluno 1659–1734 Venedig) Bacchus und Ariadne​ Öl auf Leinwand; 27 × 54,5 cm Provenienz österreichische Privatsammlung ​Gutachten Dario Succi, Gorizia, liegt bei. ​EUR 20.000–40.000


26. 4., 15 Uhr


459 Alessio de Marchis zugeschrieben (Neapel um 1710–1752 Perugia) Ariadne auf Naxos & Jona und der Wal (Pendants)​ Öl auf Leinwand; je 115,5 × 170 cm Provenienz Privatbesitz, Wien ​EUR 12.000–24.000


26. 4., 15 Uhr


460 David Vinckboons (Mecheln 1576–1629 Amsterdam) Bauernfreud – Bauern verjagen spanische Soldaten aus ihrem Haus, um 1610 Öl auf Leinwand; 106 × 145 cm Provenienz Privatbesitz, Österreich ​Kurz-Gutachten Dr. Klaus Ertz, Lingen, den 5. Februar 2017, liegt bei. ​EUR 25.000–50.000

David Vinckboons wurde 1576 als Sohn des Malers Philipp I. Vinckboons (verstorben 1601) in der flämischen Stadt Mecheln geboren. Die Familie zog 1579 zunächst nach Antwerpen, verließ die Stadt jedoch mit dem Einzug der Spanier wieder, um sich 1591 in Amsterdam niederzulassen. Dort führte der Künstler bis zu seinem Tod im Jahr 1632 ein erfolgreiches Atelier. In der Tradition Pieter Brueghels d. Ä. (ca. 1525–1569) stehend, schuf Vinckboons zahlreiche Landschaftsdarstellungen, die er gekonnt und mit besonderer Hingabe zum Detail mit biblischen, mythologischen oder genrehaften, oftmals vielfigurigen Szenen ausschmückte. Schon zu Lebzeiten erfreuten sich seine Kompositionen großer Beliebtheit bei Sammlern und auch Künstlern, wie eine Vielzahl an Reproduktionsstichen belegt. Die Liebe zum Detail wird auch im gegenständlichen Gemälde „Bauernfreud“, welches um 1610 in Amsterdam entstanden ist, deutlich: Die nahsichtige, vielfigurige Szene zeigt eine Horde von Bauern, die aus ihren Häusern stürmt und sich mit allen verfügbaren Mitteln gegen die spanischen Soldaten zur Wehr setzt, um diese in die Flucht zu schlagen. Nicht nur Waffen, sondern auch unmittelbar greifbare Gegenstände, wie Bänke, Stühle, Heugabeln und weitere Werkzeuge werden ergriffen, um den Feind zurückzudrängen und somit dem Leid, dem sogenannten „Bauernleid“, zu entgehen. Der Künstler greift hier eine für seine Zeit bedeutende Thematik auf, die in den 1570er Jahren erstmals von Martin van Cleve bildlich dargestellt wurde. Der Umstand, dass Vinckboons das Motiv der „Bauernfreud“ bzw. des „Bauernleids“ mehrmals malerisch umgesetzt und dabei immer wieder variiert hat, ist „ein typisches Phänomen der flämischen Malerei des 17. Jh.“ und bezeugt, dass der Maler der Kunst seiner Heimat stets verbunden blieb (vgl. Gutachten Dr. Klaus Ertz).


461 Ernst Stuven (Hamburg 1660–1712 Rotterdam) Stillleben mit Pfirsichen, Trauben und Blumen​ Öl auf Leinwand; 39 × 31,5 cm Provenienz Versteigerung Karl & Faber, München, 4. Dezember 2008, Lot 101 Privatsammlung, Wien ​Das Gemälde ist in der Datenbank des Rijksbureau voor Kunsthistorische Documentatie, Den Haag (RKD), unter Abbildungsnummer 218656 als Ernst Stuven zugeschrieben verzeichnet. ​EUR 10.000–20.000

Ernst Stuven stammte aus Hamburg, wo er seine erste Ausbildung bei Georg Hainz erhielt. Mit 18 Jahren übersiedelte er nach Amsterdam, wo er zunächst bei Johannes Voorhout, später bei Willem von Aelst und Abraham Mignon arbeitete. Er spezialisierte sich auf Blumen- und Früchtestillleben und wurde bald erfolgreich. Wegen eines gewalttätigen Streites mit seinem Schüler Willem Grasdorp wurde Stuven zu zwölf Jahren Haft verurteilt und musste nach dem Erlass der Hälfte der Strafe Amsterdam verlassen. Die letzten Jahre seines Lebens arbeitete er in Rotterdam, wo er auch 1712 verstarb. Ernst Stuven orientierte sich für seine Blumenstillleben vor allem an den Werken seines Lehrers van Aelst und an dessen eleganten Kompositionen von Blumen, die aus einem dunklen Hintergrund hervorleuchten. Stuven bevorzugte aber eine weichere Linienführung und tiefere, weniger kühle Töne als sein Lehrer. Das macht auch den besonderen Reiz dieses Bildes aus, wo der Maler in raffinierter Zusammenstellung mit der formalen Kongruenz von runden Früchten (Pfirsichen) einerseits und den üppigen Blüten von Rosen und Tulpe andererseits spielt bzw. mit den kleinen Perlformen der Trauben und den noch geschlossenen Rosenknospen. Umrahmt wird dieses interessante Bukett von Blättern, die in biegsamer, luftiger Manier dem Bild einen besonders lebendigen Ausdruck verleihen. (MHH)


26. 4., 15 Uhr


462

463

Franz Anton Maulbertsch Umkreis

Künstler des 18. Jahrhunderts

(Langenargen 1724–1796 Wien)

Schäferszene, 1717 Öl auf Leinwand; 105 × 117 cm Signiert und datiert: Mayer Fec. (?) 1717

Der Papst erteilt einen Segen an einen Mönchsorden, 2. Hälfte 18. Jahrhundert Öl (Grisaille) auf Papier auf Leinwand; 34 × 53 cm Provenienz österreichische Privatsammlung ​EUR 1.800–3.600

Provenienz österreichische Privatsammlung ​EUR 2.400–4.800


464 Stephan Dorfmeister Umkreis (Wien 1729–1797 Ödenburg) Himmelfahrt Mariens​ Öl auf Leinwand; 77 × 42 cm Provenienz Privatsammlung, Wien ​EUR 5.000–1.000 26. 4., 15 Uhr


465 Martin Johann Schmidt, genannt Kremser Schmidt (Grafenwörth 1718–1801 Stein) Ermordung Caesars, 1788 Öl auf Leinwand; 95 × 118 cm Signiert und datiert unten links: M. J. Schmidt 1788 Provenienz Österreichischer oder deutscher Privatbesitz; Nach den Aufzeichnungen des Verfassers des Werkverzeichnisses, Rupert Feuchtmüller, vom heutigen Landesmuseum Niederösterreich im Jahr 1943 im deutschen Kunsthandel gekauft. Nach dem Zweiten Weltkrieg – ohne Angaben von Gründen – nicht mehr im Bestand des NÖ Landesmuseums. In den 1980er Jahren von dem Einbringer im Wiener Kunsthandel (Galerie Martin Suppan) gekauft. Seither Privatbesitz, Niederösterreich. ​ iteratur L Fritz Dworschak/Rupert Feuchtmüller/Karl Garzarolli-Thurnlackh/Josef Zykan, Der Maler Martin Johann Schmidt, genannt „Der Kremser Schmidt“ 1718–1801, Wien 1955, S. 297; Rupert Feuchtmüller, Der Kremser Schmidt 1718–1801, Innsbruck/Wien 1989, S. 186, WVZ-Nr. 791, S. 501, Abb. 325; ​EUR 50.000–100.000

Martin Johann Schmidt gilt als der bedeutendste Vertreter der spätbarocken Malerei in Österreich. Im Mittelpunkt seines künstlerischen Schaffens stehen religiöse Bildthemen, die in zahlreichen Altar- und Andachtsbildern ihren Niederschlag fanden. Mit seinen sakralen Kompositionen konnte sich Schmidt – auch über die Grenzen des Landes hinaus – als Maler etablieren und weitreichende Kontakte knüpfen, die ihm und seiner Werkstatt zeitlebens ausreichend Aufträge einbrachten. Der Maler beschäftigte sich jedoch nicht nur mit religiösen Bildthemen. Neben Porträts und Genredarstellungen, widmete sich Schmidt auch immer wieder mythologischen und antiken Themen, wie beispielsweise seine beiden 1768 entstandenen Aufnahmestücke „Der Schiedsspruch des König Midas zwischen Apoll und Marsyas“ und „Venus und Amor in der Schmiede des Vulkan“ belegen (vgl. Rupert Feuchtmüller 1989, S. 408, WV 278 und WV 281) Das vorliegende, im Jahr 1788 entstandene Gemälde zeigt, dass der Kremser Schmidt auch ein antikes Thema gekonnt umzusetzen wusste. Im Zentrum der Darstellung ist Caesar verletzt auf die Liege unterhalb seines Standbildes gesunken, umringt von den Senatoren, die aus ihren Verstecken stürzen, um ihren Plan in die Tat umzusetzen und den Herrscher zu ermorden. Caesar versucht vergeblich die Angriffe seiner Verschwörer abzuwehren und verweist mit Entsetzen auf den Verräter Brutus, doch aus dem Hintergrund strömen unaufhaltsam immer mehr Senatoren und neugierige Zuschauer in das Pompeiustheater. Die Dramatik des Momentes wird durch das geschickte Spiel von Licht und Schatten zusätzlich verstärkt: Während der Vordergrund und das Versteck der Verschwörer hinter dem großen Vorhang in dämmrigem Licht versinkt, wird das eigentliche Geschehen durch den seitlichen Lichteinfall erhellt und so noch mehr betont. Erzählerische Elemente, wie der umgeworfene Hocker oder der flüchtende kleine Hund im Vordergrund, verdeutlichen die Heftigkeit des plötzlichen Überfalls, der Caesar am 15. März 44 v. Chr. Das Leben kostete (vgl. Rupert Feuchtmüller 1989, S. 186).

466 entfällt


26. 4., 15 Uhr


467

468

Pieter van Bloemen

Deutsche Schule

(Antwerpen 1657–1720 Antwerpen)

Flusslandschaft mit Angler, 18. Jahrhundert Öl auf Holz; 24 × 33 cm

Auszug aus Ägypten​ Öl auf Leinwand; 30 × 37 cm Links unten monogrammiert: PVB (in Ligatur) Provenienz Privatbesitz, Österreich ​EUR 3.000–6.000

Provenienz Privatbesitz, Österreich ​EUR 1.500–3.000


469 Englische Schule Bildnis Lady Elizabeth Croke, 17. Jahrhundert Öl auf Leinwand; 118,5 × 87 cm Bezeichnet links unten: Lady Elizabeth Croke / (Original) Anton v Dyk / … 1675 ​EUR 3.000–6.000 26. 4., 15 Uhr


470 Karel van Mander (Meulebeke 1548–1606 Amsterdam) Die Begegnung von David und Abigail, um 1600/1605 Öl auf Leinwand; 60 × 127 cm Provenienz Versteigerung Christie’s, London, 13. Dezember 1968, Lot 166 (als Karel von Mander); um 1970 im Wiener Kunsthandel erworben; seither österreichische Privatsammlung ​Kurz-Gutachten Dr. Klaus Ertz, Lingen, Mai 2015, liegt bei. Schreiben Roberto Longhi, 1. Januar 1969, liegt bei, in welchem er eine Zuschreibung an Karel van Mander (und möglicherweise einen zweiten Landschaftsmaler) vorschlägt. ​EUR 10.000–20.000


Karel van Mander wählte in vorliegendem Gemälde eine frühe Episode aus der Geschichte von David, dem zukünftigen König Israels. Nach der Flucht vom Hof König Sauls zog er als Anführer einer Streitschar durch das Land und vollbrachte gute Taten, wie zum Beispiel den Schutz der Viehherden des wohlhabenden Nabals. An einem ertragreichen Tag fragte David nach einer angemessenen Entlohnung für seine Dienste, doch Nabal verjagte ihn und seine Männer. Daraufhin schmiedete David Rachepläne, die durch das Eingreifen von Nabals Frau Abigail, verhindert wurden. Sie erkannte ihn als Auserwählten Gottes und brachte ihm reiche Gaben, um den Konflikt abzuwenden. Das vorliegende Gemälde Karel van Manders ist besonders mit den Werken „Der Großmut des Scipio“ im Rijksmuseum Amsterdam (Inv.-Nr. SK-A–4690) und „Der Tanz um das goldene Kalb“ im Frans Hals Museum Haarlem (Inv.-Nr. 52–26a) vergleichbar, welche ebenfalls vielfigurige Szenen zeigen, die in eine extrem querformatige Landschaft eingebettet sind. Besonders die Figuren in der rechten Bildhälfte sind in van Manders ganz eigener, manieristisch inspirierten Formsprache gestaltet. Wie Dr. Klaus Ertz feststellt, stammt auch die frühe flämische Landschaft in den satten und zugleich nuancierten Grüntönen nicht von einem hinzugezogenen Landschaftsmaler, sondern von Karel van Mander stelbst und zeigt damit dessen großes Talent auch im Genre der Landschaft. Karel van Mander war nicht nur in seiner Heimat tätig, sondern bereiste Italien, die Schweiz, Österreich und Deutschland, bevor er in die Niederlande zurückkehrte. Besonders bekannt ist der Künstler durch seine Publikation „Het Schilder-Boeck“, welche erstmals 1604 veröffentlicht wurde. Sie gilt als die erste kunsttheoretische Schrift der Niederlande, die sich unter anderem mit diversen Aspekten der Malerei beschäftigte, sowie Viten antiker, italienischer und niederländischer Maler beinhaltete. 26. 4., 15 Uhr


471 Francesco Zugno (Venedig 1709–1787 Venedig) Zwei Charakterköpfe​ Öl auf Leinwand; 76 × 60 cm Provenienz Privatsammlung, Wien ​Gutachten Dario Succi, Gorizia, liegt bei. ​EUR 15.000–30.000


26. 4., 15 Uhr


472

473

Niederländischer Meister

Giuseppe Zais Umkreis

Blick auf ein Dorf, 2. Hälfte 17. Jahrhundert Öl auf Holz; 52,5 × 83,5 cm Provenienz Privatbesitz, Österreich ​EUR 2.500–5.000

(Forno di Canale 1709–1784 Treviso) Landschaft mit Gehöft und Hirten​ Öl auf Karton; 26,5 × 34,5 cm Rückseitig Nr. 42I Provenienz Privatsammlung, Österreich ​EUR 2.000–4.000


474 Venezianischer Meister Junge mit weißem Kragen, 17. Jahrhundert Öl auf Leinwand; 38,5 × 31 cm Provenienz Privatsammlung, Wien ​EUR 10.000–20.000 26. 4., 15 Uhr


475 Herman Verelst zugeschrieben (Den Haag/ Dordrecht 1641/42–1702 London) Blumen in Glasvase, wohl 1660er Jahre Öl auf Leinwand; 41,5 × 32,5 cm Provenienz österreichische Privatsammlung ​Wir danken Fred Meijer, RKD, Den Haag, für seinen Vorschlag zur Zuschreibung des Gemäldes an Herman Verelst (anhand von professionellen Fotos) ​EUR 10.000–20.000

Herman Verelst war der Sohn des Malers Pieter Hermansz Verelst aus Dordrecht und studierte wie sein Bruder Simon an der Confreria Pictura, die 1656 u.a. von seinem Vater in Den Haag als Gegenpol zur St. Lukas Gilde mitbegründet worden war. Sein beruflicher Weg führte ihn nach Amsterdam, Italien, Wien und London, wo er 1690 verstarb. Verelst war besonders für seine Porträts und Blumenstillleben bekannt. Das Gemälde weist Parallelen mit einem im RKD registrierten, größeren Blumenbild aus den frühen 1660er Jahren auf, in dessen Zeitraum möglicherweise auch vorliegendes Bild zu datieren ist.


26. 4., 15 Uhr


476 Bartholomäus van der Helst (Haarlem 1613–1670 Amsterdam) Herrenporträt (möglicherweise Damnas Jansz. Pesser), 1647 Öl auf Holz, parkettiert, ungerahmt; 65 × 49 cm (oval) Provenienz 1901 Galerie Charles Sedelmeyer, Paris (laut RKD-Eintrag: „aangekocht door D. Heinemann 1901“); Sammlung Adolphe Schloss (1851-1910), Paris; während des Zweiten Weltkriegs ist die gesamte Sammlung von der deutschen Besatzungsmacht beschlagnahmt und abtransportiert worden. Ein Teil der Sammlung ist noch vor Ende des Zweiten Weltkriegs gestohlen worden und teilweise immer noch verschollen; ein Teil konnte ausgeforscht und wieder erlangt werden. Dieses Bild ist um 2000 im Münchner Kunsthandel angeboten, dort 2003 von einem österreichischen Kunsthändler gekauft und in Österreich zum Verkauf angeboten worden. Seit 2004 in österreichischem Privateigentum – dem Eigentum des Einbringers. ​ iteratur L Galerie Charles Sedelmeyer, The eigth series of 100 paintings by old masters of the Dutch, Flemish, Italian, French, and English schools, being a portion of the Sedelmeyer Gallery which contains about 1500 original pictures by ancient and modern artists, Paris 1902, S. 22, Nr. 17 (mit Abb.); Jan Jacob de Gelder, Bartholomeus van der Helst, Brüssel 1921, S. 185, Nr. 230; Répertoire des biens spoliés en France durant la guerre 1939-1945. Tableaux et tapisseries, Bd. 2, Berlin 1947, Nr. 900; Marie Hamon-Jugnet, Collection Schloss. Œuvres spoliées pendant la deuxième guerre mondiale non restituées (1943–1998), Paris 1998, S. 86; Judith van Gent, Bartholomeus van der Helst (ca. 1613–1670): een studie naar zij leven en werk, Zwolle 2011, S. 190, Nr. 35 (mit Abb.); Jasper Hillegers/Natasha Broad (Hg.), Old masters, Kunsthandel Lilian Salomon, Amsterdam 2014 (mit Abb., als Porträt des Damnas Jansz. Pesser, Pendant zu dem signierten und 1647 datierten Damenporträt (Dorothea Adriaensdr. Keijser (1599–1675)); Das Gemälde ist in der Datenbank des Rijksbureau voor kunsthistorische Documentatie, Den Haag (RKD), unter Abbildungsnummer 207592 registriert. ​EUR 15.000–30.000

Wir haben dieses Kunstwerk bereits in der 111. Auktion angeboten. Kurz davor haben wir mit den Vertretern der Erben des Adolphe Schloss Verhandlungen zur Herbeiführung einer einvernehmlichen Lösung im Sinn der Washingtoner Übereinkünfte begonnen und das Gemälde von der Auktion zurückgezogen. Gleichzeitig ist ein Verfahren gegen den gegenwärtigen Eigentümer eingeleitet worden, das allerdings sehr bald mit einer Entscheidung geendet hat, dass der Einbringer rechtmäßiger Eigentümer ist. Die Erben des Adolphe Schloss haben daher keine Ansprüche mehr im Zusammenhang mit dem Kunstwerk erhoben.


26. 4., 15 Uhr


477 Carlo Maratti Werkstatt (Camerona 1625–1713 Rom) Heilige Familie in Landschaft​ Öl auf Leinwand; 73 × 57 cm Provenienz Privatsammlung, Österreich ​EUR 5.000–10.000


478 Jacopo da Ponte, genannt Jacopo Bassano, Nachfolger (Bassano um 1515–1592 Bassano) Christus am Ölberg, 16./17. Jahrhundert Öl auf Schiefer; 41 × 29 cm (Bildausschnitt); ca. 44 × 32 cm (Steintafel) Provenienz Privatbesitz, Österreich ​EUR 5.000–10.000

479 entfällt 26. 4., 15 Uhr


480 Römische Schule Bathseba im Bade, 17. Jahrhundert Öl auf Leinwand; 112 × 151 cm Provenienz europäischer Privatbesitz ​EUR 8.000–15.000


26. 4., 15 Uhr


481 Österreichischer Künstler Porträt des Theaterschauspielers Karl Jacquet (1726–1813), 2. Hälfte 18. Jahrhundert Öl auf Leinwand; 66 × 52 cm auf der Rückseite bezeichnet: Karl Jacquet (1726–1813) Provenienz Privatbesitz, Wien ​EUR 1.800–3.600

482 Künstler des 18. Jahrhunderts Mann mit Pfeife​ Öl auf Leinwand auf Holz; 75,5 × 54 cm Provenienz österreichische Privatsammlung ​EUR 3.000–6.000


483 Norbert Joseph Karl Grund (Prag 1717–1767 Prag) Elegante Gesellschaft im Park​ Öl auf Leinwand; 27 × 33 cm Provenienz Privatsammlung, Österreich ​EUR 2.500–5.000

26. 4., 15 Uhr


484 Französische Schule König Ludwig XV. (1710–1774) als Kind, 18. Jahrhundert Öl auf Leinwand, ungerahmt; 80,5 × 65 cm Provenienz Privatsammlung, Wien ​EUR 3.000–6.000


485 Österreichischer Meister Junge in Husarenkostüm, um 1730 Öl auf Leinwand; 95 × 70 cm Provenienz österreichische Privatsammlung ​EUR 3.000–6.000

26. 4., 15 Uhr


486 Francesco Rizzo da Santacroce (aktiv ca. 1500–1545) Madonna mit Kind, hl. Hieronymus und hl. Katherina von Alexandrien​ Öl auf Holz; 53,5 × 74 cm Rückseitig alte Inventarnummer: M 246 / HM (in Ligatur) 246 Provenienz Privatsammlung, Deutschland ​Gutachten von Dr. Anchise Tempestini, Florenz, 13. Juli 1985, liegt bei. Fotoexpertise von Hermann Voss, München, 16. März 1953, liegt bei. Fotoexpertise von Georg Gronau, San Domenico di Fiesole, 31. Juli 1930, liegt bei. ​EUR 15.000–30.000

Dieses in lichtdurchfluteter Atmosphäre erstrahlende Renaissancegemälde zeigt Maria mit dem Jesuskind vor einer Baumgruppe; zu ihren Seiten der Kirchenvater Hieronymus und die Heilige Katherina von Alexandrien. Die Landschaftskomposition und das leuchtende Kolorit sind charakteristisch für Francesco Rizzo da Santacroce. Der Künstler widmete sich mehrfach der Darstellung dieser Heiligenkombination, jedoch stets in neuen einfallsreichen Variationen. So ist der Prototyp dieser Madonna mit Kind wohl in einer um 1490 von Giovanni Bellini (1430–1516) geschaffenen Komposition zu finden, von der heute zwei Exemplare – jeweils mit Johannes dem Täufer und der heiligen Anna – bekannt sind, welche sich heute im Städelmuseum, Frankfurt a.M., und im Palazzo Ducale (Galleria Nazionale delle Marche) in Urbino befinden. Die Figur des ein Buch haltenden Hieronymus in kardinalrotem Gewand findet sich ebenso auf Francesco Rizzos Werk „Madonna mit Kind, heiligem Hieronymus und heiliger Katherina von Alexandrien“ im Walters Art Museum, Baltimore (vgl. Federico Zeri, Italian Paintings in the Walters Art Gallery, Baltimore 1976, S. 265f.). Ein weiteres Gemälde desselben Sujets in der Pinacoteca dell’Academia Carrara, Bergamo, stellt zwar den hl. Hieronymus im Typus barhäuptig, ohne Kopfbedeckung dar, zeigt jedoch große Nähe zu der besonders lieblichen Darstellung der heiligen Katherina von Alexandrien. Der aus Bergamo stammende und in Venedig tätige Francesco Rizzo war neben Palma il Vecchio (1480–1528) und Andrea Previtali (1480–1528 ) der Hauptschüler von Francesco di Simone da Santacroce (1470/75–1508). Er übernahm nach dessen Tod nicht nur das Atelier seines in Santa Croce (San Pellegrino Terme, bei Bergamo) stammenden Meisters, sondern auch dessen Beinamen. Während Georg Gronau und Hermann Voss eine Entstehung um 1500/10 annehmen, hält Dr. Anchise Tempestini vorliegendes Gemäldes für ein charakteristisches Werk aus der Reifezeit des bis in die 1540er Jahre aktiven Künstlers.


26. 4., 15 Uhr


487 Künstler des 16. Jahrhunderts Heilige mit Schriftrolle (Pendants)​ Öl auf Holz; je 29 × 21,5 cm Provenienz Privatsammlung, Österreich ​EUR 1.500–3.000


488 Künstler des 16. Jahrhunderts Jüngstes Gericht mit Stifterdarstellung, 1566​ Öl auf Holz; 98 × 75 cm über männlicher Stifterfigur bezeichnet und datiert: Seines alters im 72 (a)nno dm 1566 über kniendem Mädchen bezeichnet und datiert: Maria herren (Schnabrers) / tochter war (...) 1556 ... / 1566 rückseitig bezeichnet: Dieses Bild stammt aus Tulln NÖ / und erhielt dieses von Herrn (…) H. Kammer / im Jänner des Kriegsjahres 1915 / zum Geschenk – Barwig Provenienz im Januar 1915 von H. Kammer (Tulln) an Franz Barwig (1868–1931) geschenkt; österreichischer Privatbesitz ​EUR 2.500–5.000 26. 4., 15 Uhr


489 Frans Francken der Jüngere (Antwerpen 1581–1642 Antwerpen) Die heilige Veronika reicht Christus das Schweißtuch​ Öl auf Kupfer; 29 × 36,5 cm signiert unten rechts: D J FFrancken .f. Provenienz Galerie Rupertus, Salzburg (1979); österreichische Privatsammlung ​EUR 15.000–30.000

Das vorliegende Gemälde zeigt ein in der flämischen Malerei beliebtes Bildmotiv, mit welchem sich auch Frans Francken d. J. mehrfach auseinandergesetzt hat. Vor allem hinsichtlich der beiden Hauptfiguren lässt sich die gegenständliche Darstellung mit weiteren Versionen, zwischen 1618 und 1620 bzw. 1636 entstanden, vergleichen (vgl. Ursula Härting, Frans Francken II, Freren 1989, S. 286–287, Nr. 204, Nr. 205 und Nr. 207).


26. 4., 15 Uhr


490 Künstler des 16. Jahrhunderts Porträt einer Dame mit Spitzenkragen und Perlenschmuck​ Öl auf Holz; 26,5 × 20,5 cm Provenienz österreichische Privatsammlung ​EUR 2.500–5.000


491

492 entfällt

Künstler des 17./18. Jahrhunderts Heilige Maria vor einem Landschaftsausblick Öl auf Kupfer; 20 × 15 cm (Platte), 17 × 14 cm (ovaler Bildausschnitt) Provenienz Privatsammlung, Wien ​EUR 3.500–7.000 26. 4., 15 Uhr


493 Martin Johann Schmidt, genannt Kremser Schmidt Schule (Grafenwörth 1718–1801 Stein) Christus vor dem Hohepriester Kajaphas, 18. Jahrhundert Öl auf Leinwand; 127 × 95,5 cm Provenienz österreichischer Privatbesitz ​EUR 10.000–20.000

„[…] Von nun an werdet ihr den Menschensohn zur Rechten der Macht sitzen und auf den Wolken des Himmels kommen sehen“ (Mt 26, 64) Das vorliegende Gemälde zeigt das in den Evangelien geschilderte Verhör Christi vor dem Hohen Rat (Mt 26, 57–66; Mk 14, 53–64; Lk 22, 63–71; Joh 18, 12–24). Nachdem Judas Christus verraten hatte, wurde dieser von den Soldaten gefangen genommen und unter Spott und Schlägen in den Palast des Hannas, dem Hohepriester und Schwiegervater des Kajaphas, gebracht. Gefesselt und von Soldaten umringt, wurde Christus dem Hohepriester vorgeführt. Die Szene schildert jenen Moment, in dem Christus die Frage Kajaphas, ob er Gottes Sohn sei, bejaht. Daraufhin bezichtigt Kajaphas Christus der Gotteslästerung, zerreißt sich – nach antiken Sitten ein Symbol der Klage – seine Kleider und erkennt ihn des Todes schuldig. In der Folge wurde Christus nach dem mosaischen Gesetz (Lv 24,16) zum Tode verurteilt. Unweigerlich fällt der Blick auf Christus, der dem Betrachter mit dem Rücken zugewandt dem Hohepriester gegenüber steht. Gewaltsam wird Christus gezwungen, zu Kajaphas hochzublicken, der sich von seinem Thron erhoben hat und überlegen aus erhöhter Position auf Christus herabblickt. Das ohnehin dramatische, brutale Geschehen wird durch den Einsatz von Licht und Schatten noch verstärkt: Während der Innenraum und ein Teil der Figuren vom dämmrigen Licht des Hintergrundes umspielt wird, rückt das eigentliche Geschehen durch den Lichteinfall noch stärker in den Vordergrund. Besonders hervorgehoben werden zudem die Gesichter von Christus und Kajaphas, wodurch der Augenblick der Gegenüberstellung der beiden Protagonisten noch zusätzlich betont wird.


26. 4., 15 Uhr


494 Martin Ferdinand Quadal (Niemtschitz 1736–1808 St. Petersburg) Elegante Gesellschaft bei der Hirschjagd Öl auf Leinwand; 67 × 96 cm signiert rechts unten: Quadal Provenienz Österreichische Privatsammlung ​EUR 8.000–16.000

Der Porträt- und Tiermaler Martin Ferdinand Quadal stammte aus Mähren und erhielt seine erste künstlerische Ausbildung in Wien. Er unternahm ausgedehnte Studienreisen nach Deutschland, England, Frankreich, Italien und begab sich im Jahre 1797 nach Russland. Mit einer Unterbrechung von zwei Jahren in London arbeitete er in St. Petersburg, wo er 72-jährig verstarb. Eines seiner berühmtesten Gemälde stellt Künstler der Wiener Akademie beim Aktstudium dar, das später als Stich weite Verbreitung fand. Quadal war Ehrenmitglied vieler Kunstakademien und zählte zu den angesehensten Künstlern seiner Zeit. Als ein eher seltenes Motiv schildert der Maler hier eine aufregende Szene einer Hirschjagd mit Hunden und zu Pferd. Eingerahmt von hohen Bäumen spielt sich das Geschehen wie auf einer Bühne ab und entspricht der spätbarocken Manier, die Welt als Theater zu betrachten und damit zu unterhalten. (MHH)


26. 4., 15 Uhr


495 Martin van Meytens zugeschrieben (Stockholm 1695–1770 Wien) Bildnis eines Herrn in Franziskanerornat, um 1740 Öl auf Leinwand; 82 × 65 cm Provenienz Privatsammlung, Österreich ​EUR 2.500–5.000

Vorliegendes Gemälde ist stilistisch mit den Werken Martin van Meytens aus den Jahren um 1740, beispielsweise dem „Bildnis eines Mannes in ungarischer Tracht“ und einem „Doppelbildnis“ vergleichbar (vgl. Agnes Husslein-Arco, Gregor Lechner (Hg.), Martin van Meytens der Jüngere. Anlässlich der Ausstellung Martin van Meytens der Jüngere vom 18. Oktober 2014 bis 8. Februar 2015 im Winterpalais des Belvedere, Ausstellungskatalog, Österreichische Galerie Belvedere, Wien, Wien 2014, S. 118–121, Abb. S. 119, S.121). Bei der dargestellten Person dürfte es sich um eine hochstehende Adelspersönlichkeit handeln, die sich im Kontext der sogenannten Büßerdarstellungen von Martin van Meytens im Franziskanerornat abbilden ließ (vgl. Eva Kernbauer, Aneta Zahradnik (Hg.), Höfische Porträtkultur. Die Bildnissammlungen der österreichischen Erherzogin Maria Anna (1738–1789), Berlin/Boston 2016, S. 138, Abbildungen 80–83).


496 Franz Xaver Wagenschön (Littisch 1726–1790 Wien) Verherrlichung Kaiser Josephs II., um 1780 Öl auf Leinwand; 92 × 74 cm Provenienz österreichische Privatsammlung ​Wir danken Herrn Dr. Johann Kronbichler für die Identifizierung und Bestätigung des Gemäldes als ein Werk von Franz Xaver Wagenschön (anhand eines professionellen Fotos). / We are grateful to Dr. Johann Kronbichler for identifying and confirming the painting as a work by Franz Xaver Wagenschön (on the basis of a professional photograph). ​EUR 5.000–10.000

26. 4., 15 Uhr


497 Giovanni Battista Piazzetta Nachfolger (Venedig 1682–1754 Venedig) Konvolut: Drei Gesellschaftsszenen, 18. Jahrhundert Öl auf Leinwand; je 27 × 37 cm Provenienz Nachlass von Carl-Anton Goëss-Saurau (1921–2015) und seiner Frau Marie (1921–1996), geborene Mayr-Melnhof, Schloss Pfannberg ​EUR 2.000–4.000

498 Hans Rottenhammer Umkreis (München 1564–1625 Augsburg) Christus​ Öl auf Kupfer; 18 × 14 cm Rückseitig alte Nummerierung: i6. Provenienz Privatbesitz, Österreich ​EUR 2.500–5.000


499 Livio Mehus (Oudenaarde um 1630–1691 Florenz) Flucht nach Ägypten​ Öl auf Leinwand; 87 × 73 cm Provenienz Privatbesitz, Wien ​EUR 10.000–20.000

26. 4., 15 Uhr


500 Peter Strudel Umkreis (Cles 1660–1714 Wien) Bacchanal mit Putten​ Öl auf Leinwand; 45 × 57,5 cm Provenienz österreichische Privatsammlung ​EUR 2.000–4.000

501 Jacopo da Ponte, genannt Jacopo Bassano, Nachfolger (Bassano um 1515–1592 Bassano) Auferstehung Christi, 17. Jahrhundert Öl auf Leinwand, ungerahmt; 72,5 × 92,5 cm Provenienz Privatbesitz, Österreich ​EUR 2.000–4.000

502 Jean Baptist Monnoyer Umkreis (Lille 1638–1699 London) Blumen in einem Korb​ Öl auf Leinwand; 71 × 91 cm Provenienz Privatbesitz, Österreich ​EUR 2.000–4.000


503 Hubert Robert Umkreis (Paris 1733–1808 Paris) Landschaft mit antiken Ruinen​ Öl auf Leinwand; 65 × 44 cm Provenienz Privatsammlung, Österreich ​EUR 2.500–5.000 26. 4., 15 Uhr


504 Künstler des 19. Jahrhunderts Zwei Damenporträts Miniaturmalerei auf Elfenbein; 13,1 × 9,8 cm bzw. 12,9 × 10,2 cm Provenienz Privatbesitz, Österreich ​EUR 500–1.000


505

506 entfällt

Künstler des 17./18. Jahrhunderts Bärtiger Mann Öl auf Papier, ungerahmt; 12,5 × 10,5 cm Provenienz österreichische Privatsammlung ​EUR 1.000–2.000

26. 4., 15 Uhr


507

508

Künstler des 18. Jahrhunderts

Künstler des 18. Jahrhunderts

Allegorie der Bildhauerei​ Hinterglasmalerei; 32 × 45,5 cm

Allegorie der Malerei​ Hinterglasmalerei; 32 × 45,5 cm

Provenienz österreichische Privatsammlung

Provenienz österreichische Privatsammlung

​EUR 1.500–3.000

​EUR 1.500–3.000


509 Künstler des 18. Jahrhunderts Allegorie der Architektur​ Hinterglasmalerei; 32 × 45,5 cm Provenienz österreichische Privatsammlung ​EUR 1.500–3.000

510 Künstler des 18. Jahrhunderts Allegorie der Dichtkunst​ Hinterglasmalerei; 32 × 45,5 cm Provenienz österreichische Privatsammlung ​EUR 1.500–3.000

511 Künstler des 18. Jahrhunderts Allegorie der Astronomie​ Hinterglasmalerei; 32 × 45,5 cm Provenienz österreichische Privatsammlung ​EUR 1.500–3.000

26. 4., 15 Uhr


512 Künstler des 18. Jahrhunderts Loth und seine Töchter & Abraham und Isaak (Pendants)​ Hinterglasmalerei; je 26 × 21 cm Provenienz österreichische Privatsammlung ​EUR 1.500–3.000


513 Künstler des 18. Jahrhunderts Flusslandschaft & Küstenszene (Pendants)​ Hinterglasmalerei; 34 × 43 cm Küstenlandschaft signiert und datiert: M(AR)CH.O / MAURIG / 178(5) Provenienz österreichische Privatsammlung ​EUR 2.000–4.000 26. 4., 15 Uhr


514 Künstler des 17./18. Jahrhunderts Verkündigung Mariä bekrönt von Gottvater mit Posaunenchören​ Hinterglasmalerei; 56,5 × 43 cm Provenienz österreichische Privatsammlung ​EUR 1.000–2.000

515 Künstler des 18. Jahrhunderts Hafenszene​ Hinterglasmalerei; 21 × 31 cm Provenienz österreichische Privatsammlung ​EUR 1.500–3.000


516 Künstler des 18. Jahrhunderts Falkenjagd​ Hinterglasmalerei; 34 × 46 cm Provenienz österreichische Privatsammlung ​EUR 2.500–5.000

26. 4., 15 Uhr


Zeichnungen des 15.–19. Jahrhunderts Beginn 16 Uhr: Kat. Nr. 601– 673


Zeichnungen aus verschiedenen Privatsammlungen Bitte beachten Sie: Bei den folgenden Katalognummern (601–673) sind nur die Rufpreise angegeben.

601 Bartholomäus Spranger Umkreis (Antwerpen 1546–1611 Prag) Minerva als Siegerin über die Unwissenheit​ Feder und Pinsel in Braun und Schwarz, weiß gehöht, laviert, aufkaschiert, gerahmt; 41,1 × 27,9 cm Provenienz nicht identifizierter Sammlerstempel „D“ Eugène Rodrigues (1853–1928), Paris, Lugt 897 Georges Ventura, Paris, Lugt 2501b Jaap (Jacob H.) Wiegersma (1898–1967), Utrecht, Lugt 1552b ​Rufpreis EUR 2.000

Zunächst Hofmaler Kaiser Maximilians II. (1527–1576) und ab 1580 für Kaiser Rudolf II. (1552–1612) in Prag tätig, zählte Bartholomäus Spranger zu den gefragtesten Künstlern seiner Zeit. Um 1591 schuf er das monumentale Ölgemälde „Minerva als Siegerin über die Unwissenheit“ für die Kunstkammer Rudolfs II. Es befindet sich heute im Kunsthistorischen Museum Wien (KHM Inv.-Nr. GG_1133). Die beliebte Komposition, auch unter dem Titel „Der Triumph der Weisheit“ bekannt, wurde bereits um 1600 von Aegidius Sadeler (1570–1629) allerdings in veränderter Form gestochen. Vorliegende Zeichnung zeigt jedoch die Komposition des Gemäldes und deutet in ihren Details auf eine Entstehung in direkter Kenntnis des in Öl ausgeführten Werkes. Zahlreiche Künstler aus ganz Europa, kamen um 1600 an den Prager und später an den Wiener Hof um in den kaiserlichen Sammlungen die zeitgenössische Kunstblüte des Manierismus zu studieren. In diesem Kontext ist wohl auch die vorliegende Zeichnung um 1600 bzw. ins frühe 17. Jahrhundert zu datieren.


26. 4., 16 Uhr


602

603

Künstler des 18. Jahrhunderts

Künstler des 17./18. Jahrhunderts

Dame und Herr in Rokokokostüm (ein Paar) Feder in Schwarz, Wasserzeichen (bekröntes Wappen), ungerahmt; 24 × 17,4 cm (Dame); 24 × 15,4 cm (Herr) Reste einer Bezeichnung auf Damenbildnis links oben

Entwurf eines Throns Feder in Braun, Wasserzeichen, ungerahmt; 18,8 × 7,6 cm verso Figurensszene in brauner Feder

​Rufpreis EUR 300

​Rufpreis EUR 300


604 Peter Paul Rubens Schule (Siegen 1577–1640 Antwerpen) Der Raub der Tochter des Leukippos, wohl 17. Jahrhundert Kreide in Schwarz, ungerahmt; 23,8 × 29,8 cm ​Rufpreis EUR 400

26. 4., 16 Uhr


A

B

C

D

605 Künstler des 17.–19. Jahrhunderts Konvolut Figurenszenen (4 Zeichnungen) ​Rufpreis EUR 500

A: Maria mit Kind und Engel; Feder in Braun; 21,8 x 11,1 cm B: Jael und Sisera; Feder in Blau; (verso bezeichnet in Bleistift: Jael Killing Sisera.... / attr. Altdorfer, verso bezeichnet in Feder: Albrecht Altdorfer); 13,9 × 10 cm C: Krönungszeremonie; Feder in Braun, aufkaschiert (links oben mit Jahreszahl 1479 bezeichnet, jedoch wohl 19. Jh.); 33,2 × 21,3 cm D: Wappenentwurf mit Figurendarstellung; Holzschnitt, Feder in Schwarz und Braun (verso mit Bleistift bezeichnet: J H); 31,5 × 19,8 cm alle ungerahmt


606 Deutsche Schule Christus am Ölberg mit Engel und Kelch, 16./17. Jahrhundert Feder in Braun, grau laviert, grün koloriert, oben rundbogiger Abschluss, ungerahmt; 20,1 × 16 cm ​Rufpreis EUR 300

607 Niederländischer Meister Wasserschloss mit Park und Staffage, 16./17. Jahrhundert Stift, Feder in Schwarz und Braun, ungerahmt; 14,4 × 25,2 cm verso mit Bleistift bezeichnet: H. Bol ​Rufpreis EUR 500

608 Deutsche Schule Marienkrönung, 16./17. Jahrhundert Tusche in Schwarz, Wasserzeichen, rundbogiger oberer Abschluss, ungerahmt; 38,4 × 26,3 cm ​Rufpreis EUR 300

26. 4., 16 Uhr


609

610

Italienischer Meister

Italienischer Meister

Entwurf eines Kandelabers, 16./17. Jahrhundert Feder in Braun, laviert, Wasserzeichen, ungerahmt; 31,6 × 21,8 cm unten mittig datiert: MDLXI (1561)

Entwurf eines Kandelabers, 16./17. Jahrhundert Feder in Schwarz, ungerahmt; 52,6 × 12,8 cm

​Rufpreis EUR 300

​Rufpreis EUR 300


611 Giulio Romano Nachfolger (Rom 1499–1546 Mantua) Darbringung im Tempel, wohl 16. Jahrhundert Feder in Braun, laviert, Weißhöhungen, aufkaschiert, ungerahmt; 40,4 × 57,7 cm rechts unten nicht identifizierter Sammlerstempel ​Rufpreis EUR 800

Ein ausgeführtes Ölgemälde der Komposition, welche heute Raphaels Meisterschüler Giulio Romano zugeordnet wird, befindet sich im Louvre Paris (Inv. Nr. 518). Eine dementsprechend ebenfalls Giulio Romano zugeschriebene Zeichnung der „Darbringung im Tempel“ ist in der berühmten Devonshire Collection (Chatsworth House, Derbyshire) dokumentiert. Voliegendes Blatt steht der in England befindlichen Zeichnung in der Ausführung besonders nahe. So zeigen beide Blätter die Komposition in einem breiteren Querformat. Kleine Änderungen der Komposition, beispielsweise die Position des Leuchters, sind sowohl in der DevonshireZeichnung als auch in diesem Blatt zu finden.

26. 4., 16 Uhr


A

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E

F

612 Künstler des 17.–19. Jahrhunderts Konvolut Figurenstudien (6 Zeichnungen)​ ​Rufpreis EUR 500

A: Saul lauscht Davids Harfenspiel; Kreide in Schwarz (unidentifizierter Sammlerstempel, Lugt 2650a); 21,8 x 37,8 cm B: Figurenstudie; Stift, Wasserzeichen; 23,3 x 37,6 cm C: Der Ungläubige Thomas (Tondo); Bleistift, Feder in Schwarz, Wasserzeichen; 21,2 x 21,7 cm D: Simson bezwingt den Löwen; Feder in Braun, laviert; (Sammlerstempel Lugt 1223, Giuseppe Vallardi); 26,4 x 20,4 cm E: Arion auf dem Delphin (nach Albrecht Dürer); Feder in Braun (in brauner Feder bezeichnet: Pisce super curvo vectus cantabat arion; rechts unten in Blau bezeichnet: Ambraser Samml); 21,8 x 28,4 cm F: Lusterweibchen; Feder in Braun (rechts unten in Blau bezeichnet: Ambraser Saml); 17,8 x 22 cm alle ungerahmt


613

614

Luca Giordano Umkreis

Genueser Schule

(Neapel 1632–1705 Neapel)

Figurenstudien (Frauen beim Wäschewaschen), 17./18. Jahrhundert Rötelzeichnung, ungerahmt; 15 × 28,5 cm

Allegorische Darstellung, 17. Jahrhundert Kreide in Rot, ungerahmt; 18,8 × 25,3 cm rechts oben in roter Kreide z.T unleserlich bezeichnet: la fama che incorona (…)

​Rufpreis EUR 300

​Rufpreis EUR 500

26. 4., 16 Uhr


615 Hans Springinklee (nachgewiesen 1512 – 1523 in Nürnberg) Die Jungfrau mit dem Wickelkind Feder in Schwarz und Pinsel in Weiß auf schwarz grundiertem Papier, gerahmt; 18,5 × 14,1 cm rückseitig unidentifizierter Sammlerstempel ​Wir danken Dr. Christof Metzger, Albertina, Wien, für seine Hilfe bei der Zuordnung und Katalogisierung der Zeichnung. ​Rufpreis EUR 3.000

Abb. 1: Albrecht Dürer, Die Jungfrau mit dem Wickelkind, 1520, Kupferstich, Wien, Albertina, Graphische Sammlung © Albertina, Wien

Hans Springinklee gilt als Schüler und Mitarbeiter Albrecht Dürers (1471–1528). Seine Tätigkeit in Nürnberg kann von 1512 bis 1523 nachgewiesen werden. So wurde er beispielsweise 1520 durch den Nürnberger Rat vor einem Besuch Karls V. beauftragt, die Räumlichkeiten der Kaiserburg mit Fresken auszustatten. Bereits 1512 bis 1515 arbeitete er gemeinsam mit Albrecht Altdorfer (1480–1538) an Dürers monumentalem Holzschnittwerk „Die Ehrenpforte für Kaiser Maximilian I.“ mit. Dass Hans Springinklee darüber hinaus des Meisters Werkstatt noch weiter eng verbunden blieb, belegt eine 1518 datierte Holzschnittkopie nach Dürers um 1500 entstandener Zeichnung „Anna Selbdritt“. Auch bei der Sujetwahl des vorliegenden Blattes entschied sich der Künstler für Dürers Holzschnitt „Die Jungfrau mit dem Wickelkind“ aus dem Jahre 1520 (Abb.1). Neben zahlreichen Holzschnitten, vor allem für Bibel-Illustrationen, sind von dem Künstler mehrere Hell-Dunkel-Zeichnungen bekannt, welche sowohl im Stil als auch der Technik vorliegendem Blatt entsprechen. Hervorzuheben ist hier beispielsweise die um 1515 entstandene „Heilige Margarete“ im Kupferstichkabinett Dresden (Inv.-Nr. C2099). Ein monogrammierter und ebenfalls mit Feder in Schwarz und Pinsel in Weiß auf dunkelbraun grundiertem Papier ausgeführter „Christus als Schmerzensmann“ befindet sich in der Öffentlichen Kunstsammlung Basel, Kupferstichkabinett (vgl. Meister um Albrecht Dürer. Ausstellung im germanischen Nationalmuseum Nürnberg 1961, S. 188, Kat.-Nr. 332, Tafel 67).


Originalgröße

26. 4., 16 Uhr


616 Österreichischer Meister Johannes-Nepomuk-Statue mit Baldachin (möglicherweise Entwurf zum Denkmal in Krems/ Stein an der Donau, erichtet 1715), 18. Jahrhundert Stift, Feder in Schwarz, laviert, ungerahmt; 18,7 × 12,3 cm ​Rufpreis EUR 300


617 Giovanni Antonio Pellegrini zugeschrieben (Venedig 1675–1741 ebd.) Kartusche mit Figurenszene Feder in Braun, ungerahmt; 17,8 × 20,2 cm verso Landschaftsstudie in brauner Feder ​Rufpreis EUR 500

Das vorliegende Blatt ist mit einer Kartuschen-Studie Giovanni Antonio Pellegrinis vergleichbar, die der Maler für seinen Bildzyklus im Schloss Bensberg anfertigte (vgl. Bernard Aikema, A set of theatre drawings by Giannantonio Pellegrini, in: Apollo: The international magazine of arts, No. 213, November 1979, S. 440, Abb. 7).

26. 4., 16 Uhr


A

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F

618

A: Kirchenfassade; Feder in Schwarz, Wasserzeichen; 19,5 x 20,2 cm B: Triumphbogen (Aufriss und Grundriss); Feder in Braun, grau laviert; 25,7 x 25 cm C: Theaterbühne; Feder in Grau (Sammlerstempel); 15,5 x 21,3 cm D: Kuppel; Feder in Braun (verso Text in Bleistift); 25,7 x 19,8 cm E: Mann an Pult (weitere Teilstudien); Rötel; 26,4 x 19,2 cm F: Studie eines bärtigen Mannes mit Kappe; Rötel (verso Studie eines jungen Mannes mit Toga); 21,3 x 10,2 cm alle ungerahmt

Künstler des 17.–19. Jahrhunderts Konvolut Architektur- und Figurenstudien (6 Zeichnungen)​ ​Rufpreis EUR 1.000


A

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F

619

A: Herrscherdarstellung nach byzantinischem Vorbild (wohl Kaiser Valentinian); Feder in Braun (bezeichnet: VALENTI); 10,2 x 10,8 cm B: Antike Szene; Stift, aufkaschiert; 26,9 x 21,3 cm (Darstellung) C: Mutter mit Kind; Feder und Pinsel in Schwarz; 19,2 x 26,6 cm D: Antike Szene; Feder in Braun und Bleistift, Wasserzeichen; (verso weitere Bleistiftskizze zweier Figuren); 22,5 × 32,8 cm E: Frau mit Tuch; Feder in Braun; 15,8 x 10,8 cm F: Anbetung der Könige; Kreide in Grau und Weiß; Kanten z.T. gefaltet (verso mit Feder bezeichnet: Baroni); 27,5 x 32,4 cm alle ungerahmt

Künstler des 17.–19. Jahrhunderts Konvolut Figurenstudien (6 Zeichnungen) ​Rufpreis EUR 1.000

26. 4., 16 Uhr


620

621

Italienischer Meister

Giovanni Lanfranco Umkreis

Studie eines Heiligen (wohl Hl. Paulus), 16./17. Jahrhundert Feder in Braun, ungerahmt; 28,8 × 11,7 cm

(Parma 1582–1647 Rom)

​Rufpreis EUR 300

​Rufpreis EUR 300

Figurenstudie Kreide in Schwarz und Weiß, rotes Vergrößerungsnetz, aufkaschiert, unten ein schmaler Streifen ergänzt, ungerahmt; ca. 41 × 26 cm


622 Michelangelo Buonarroti Nachfolger (Caprese 1475–1564 Rome) Die Verdammten (Detail aus dem Jüngsten Gericht), wohl 16. Jahrhundert Stift in Grau, Wasserzeichen (Armbrust im Kreis, 16. Jh.), oben rundbogiger Abschluss, ungerahmt; 26,5 × 42 cm Provenienz Richard Cosway (1740–1821), Lugt 628 ​Rufpreis EUR 1.000

26. 4., 16 Uhr


623 Römische Schule Antike Szene, 17. Jahrhundert Kreide, Feder und Pinsel in Braun, ungerahmt; 23,2 × 16,8 cm Links unten auf einer Tafel bezeichnet „P.D.I.P“ ​Rufpreis EUR 300

624 Venezianischer Meister Bildnis einer Dame nach links blickend (wohl Donna Cecilia Dandolo, Ehefrau von Luigi Gaudio, gest. 1791), 18. Jahrhundert Kreide in Schwarz, ungerahmt; 20,7 × 14,1 cm Links unten in brauner Feder bezeichnet: N. Donna Cecilia Dandolo Gaudio ​Rufpreis EUR 300

625 Flämischer Meister Dame mit Perlenkette, wohl 17. Jahrhundert Pinsel in Grau, rote Kreide, rot laviert, Wasserzeichen, gerahmt; 24,3 × 17,4 cm verso mit Bleistift bezeichnet: vgl. Roberti. 185 ​Rufpreis EUR 300


626 Cornelius Pietersz Bega Nachfolger (Haarlem 1620–1664 ebd.) Sitzender Mann, wohl 17. Jahrhundert schwarze Kreide, ungerahmt; 21,4 × 16,7 cm verso Studien einer Landschaft verso bezeichnet: Bega (Feder in Braun) Provenienz Christiaan Kramm, Utrecht, Lugt 581 ​Rufpreis EUR 300

627 Niederländischer Meister Landschaft mit Baum und Brunnen, um 1700 Kreide und Pinsel in Schwarz, mit Weiß gehöht auf grünem Papier, ungerahmt; 26 × 22 cm ​Rufpreis EUR 400

628 Französische Schule Elegante Gesellschaft in einer Landschaft, 18. Jahrhundert Bleistift, Wasserzeichen (Lilie), ungerahmt; 33,2 × 25,8 cm ​Rufpreis EUR 300

26. 4., 16 Uhr


629 Johann Christian Brand Umkreis (Wien 1722–1795 Wien) Genreszenen (5 Zeichnungen), um 1800 Kreide in Schwarz, z.T. Weißhöhungen, Umrisse genadelt, alle ungerahmt; je ca. 32 × 25,5 cm ​Rufpreis EUR 500


630 Martin Johann Schmidt, genannt Kremser Schmidt (Grafenwörth 1718–1801 Stein) Geigender Knabe, um 1762 Feder in Schwarz, ungerahmt; 21,1 × 13,7 cm am unteren Blattrand betitelt: Vorgeiger der neu aufgerichen Accatemie Provenienz Ludwig Zatzka (1857–1925), Wien, Lugt 2672

Bei der vorliegenden Zeichnung dürfte es sich um eine Radiervorlage handeln, die Martin Johann Schmidt für seinen Stecherkreis angefertigt hat (vgl. Rupert Feuchtmüller, Der Kremser Schmidt. 1718–1801, Innsbruck/Wien 1989, S. 568, Stecherkreis Wa2). Eine in der Strichführung vergleichbare und ebenfalls in Feder ausgeführte Zeichnung findet sich bei Karl Garzarolli-Thurnlackh, eine Radiervorlage für Ferdinand Landerers „Die Armut quälet mich“ (vgl. Karl Garzarolli-Thurnlackh, Das graphische Werk Martin Johann Schmidt’s. Kremser Schmidt (1718–1801), Zürich/Wien/ Leipzig 1925, Abb. 26, S. 27; Feuchtmüller 1989, op. cit, S. 568, Stecherkreis L 19).

​Rufpreis EUR 1.500 26. 4., 16 Uhr


A

B

C

D

631 Künstler des 17.–19. Jahrhunderts Konvolut Entwürfe (5 Zeichnungen)​ ​Rufpreis EUR 500

E

A: Dekorationsentwurf; Feder in Braun, grau laviert; 31 x 24,2 cm B: Dekorationsentwurf; Stift; 50,5 x 39,3 cm C: Schlitten; Stift; 10,4 x 27,3 cm D: Schlitten; Stift; 10,4 x 27,3 cm E: Altaraufbau; Feder in Schwarz, laviert (bezeichnet: Anno domani 1614 …); 30,1 x 11 cm alle ungerahmt


632 Bologneser Schule Zwei sich küssende Kinder, 17. Jahrhundert Kreide in Rot und Schwarz, Wasserzeichen; 18 × 19 cm nummeriert unten rechts: 40 verso bezeichnet in brauner Feder (siehe Detail) ​Rufpreis EUR 1.000

Detail verso

26. 4., 16 Uhr


633 Pietro Liberi zugeschrieben (Padua 1605–1687 Venedig) Allegorie der Justitia Pinsel in Braun, Kreide, aufkaschiert, Konturen genadelt, ungerahmt; ca. 37 × 25 cm (unregelmäßige Ränder) ​Rufpreis EUR 500

634 Österreichischer Meister Himmelfahrt Mariens, 18. Jahrhundert Stift, Feder, Wasserzeichen; 30,6 × 21 cm am unteren Rand in schwarzer Feder alt nummeriert: 168 ​Rufpreis EUR 400


635 Italienischer Meister Kartusche mit Figurendarstellung, 16./17. Jahrhundert Feder in Braun, Wasserzeichen, aufkaschiert, ungerahmt; 20,8 × 14,8 cm (Darstellung) Provenienz Jonathan Richardson (1665–1745), Lugt 2184 ​Rufpreis EUR 500

26. 4., 16 Uhr


636 Künstler des 19. Jahrhunderts Konvolut Figurenstudien (6 Zeichnungen) ​Rufpreis EUR 1.000

A

B

A: Figurenstudie; Kreide in Schwarz und Weiß (rechts unten signiert: Joseph Herrmann); 58 x 40,8 cm B: Figurenstudie; Kreide in Schwarz und Weiß; 61 x 40,8 cm C: Figurenstudie; Kreide in Schwarz und Weiß; 62,4 x 45,8 cm D: Figurenstudie; Kreide in Schwarz und Weiß (links unten undeutlich bezeichnet); 61,3 x 44 cm E: Figurenstudie; Kreide in Schwarz und Weiß (rechts unten signiert: Joseph Herrmann); 62,3 x 40,8 cm F: Figurenstudie; Kreide in Schwarz und Weiß (rechts mittig undeutlich bezeichnet); 47 x 59,4 cm alle ungerahmt C

D

F

E


637 Künstler des 17./18. Jahrhunderts Drei allegorische Szenen Pinsel, Deckfarben in Grau und Schwarz mit Weiß gehöht, zwei aufkaschiert, oben rundbogiger Abschluss, ungerahmt; je 9,5 × 19,5 cm ​Rufpreis EUR 500 26. 4., 16 Uhr


638 Italienischer Meister Fünf phantastische Meerestiere, um 1600 Feder in Braun, braun laviert, Wasserzeichen, ungerahmt; 21,6 × 31,3 cm rechts unten undeutlicher Sammlungsstempel Provenienz Giuseppe Vallardi (1784-1863), Lugt 1223 ​Rufpreis EUR 2.000


26. 4., 16 Uhr


639 Lombardische Schule Kopfstudie eines Kindes, 17. Jahrhundert Kreide in Schwarz, weiß gehöht, Wasserzeichen (Fortuna), ungerahmt; 18,4 × 16,4 cm ​Rufpreis EUR 400

640 Italienischer Meister Kopfstudie eines Kindes, 16./17. Jahrhundert Kreide, ausgeschnitten und aufkaschiert (Ausschnitt oben rund), ungerahmt; 12,8 × 10,6 cm ​Rufpreis EUR 300

641 Spanische Schule Kopfstudie, 17./ 18. Jahrhundert Kreide in Schwarz und Weiß, ungerahmt; 19,4 × 16,9 cm ​Rufpreis EUR 400


642 Girolamo Brusaferro zugeschrieben (Venedig um 1700–1760 Venedig) Maria mit Kind, Johannes dem Täufer und Antonius von Padua Feder in Braun, laviert, ungerahmt; 26 × 15,9 cm verso mit Bleistift bezeichnet: Domenico Tiepolo Provenienz unidentifizierter Sammlerstempel: (Lugt 622) Adolf Klein (1880–1951), Frankfurt a. M., Lugt 2786b ​Rufpreis EUR 800 26. 4., 16 Uhr


643 Deutscher Künstler Konvolut Vorlagen für Buchillustrationen (6 Zeichnungen), um 1835 Feder und Pinsel in Schwarz, laviert, aufkaschiert, alle ungerahmt; je 11,2 × 7 cm auf dem Untersatzkarton jeweils bezeichnet: Eckarthausen IV; XVI, 1831; Cooper XV, 1833; Kuffner-Erzählungen II TH 1837; Bulwer VI, 1836; Ziegler XIII, 1836 ​Rufpreis EUR 1.000


644 Dresdner Schule Schloss Hartenstein in Sachsen, um 1820/30 Stift, ungerahmt; 27,4 × 19,1 cm Links unten bezeichnet: Schloss Hartenstein in Sachsen / gez. N. d. Natur. Rechts oben bezeichnet mit Nummer: 51 ​Rufpreis EUR 1.000

26. 4., 16 Uhr


verso

645 Michelangelo Buonarroti Nachfolger (Caprese 1475–1564 Rome) Fassadenentwürfe, 16./17. Jahrhundert Stift, Pinsel in Braun, Wasserzeichen (Agnus Dei im Kreis), ungerahmt; 31 × 23,6 cm in brauner Feder bezeichnet: n : 6 / Michelangelo (...) / (Face) in / Firenze / La Facciata / n : n recto Fassadenentwurf (San Silvestro al Quirinale in Rom) verso Fassadenentwurf (wohl in Spanien) ​Rufpreis EUR 1.000


recto

Das vorliegende Blatt stammt gemäß der Lavierung, der Art der Zeichnung und der Beschriftung wohl aus demselben aufgelösten Skizzenbuch, aus welchem die Uffizien in Florenz ein weiteres Einzelblatt besitzen (GDSU 1923 A). Das Florentiner Blatt wird mit einem Vorentwurf Michelangelos für die Fassade von San Lorenzo vage in Verbindung gebracht und ins 16. oder 17. Jahrhundert datiert. Es wiederholt eine analoge Darstellung aus einem intakt erhaltenen, älteren Architekturskizzenbuch in Lille, welches heute Aristotele da Sangallo und Raffaello da Montelupo zugeschrieben und etwa in die Mitte des 16. Jahrhunderts datiert wird. Derartige Skizzenbücher mit Wiedergaben von Bauten und Modellen, Grabmälern und manchen Antiken dienten im 16. und 17. Jahrhundert der Architekten- bzw. Künstlerausbildung. Wie zu dem Florentiner Blatt, lassen sich im Liller Skizzenbuch auch analoge, teilweise beschriftete Darstellungen zum vorliegenden Blatt finden. So wird die zweigeschossige Fassade auf dem Verso in Lille lediglich als „in Spanien“ befindlich bezeichnet; die kleine fragmentarische Stiftskizze am Fuß der Seite hat keine Entsprechung in Lille. Die eingeschossige Fassade auf dem Recto gibt die nicht mehr existierende Fassade von San Silvestro al Quirinale in Rom wieder, welche in der Vergangenheit mit Michelangelo in Verbindung gebracht wurde, weil er im Kloster seine Gespräche mit Vittoria Colonna geführt hat. Dass der Zeichner das vorliegende Blatt mit dem Namen „Michelangelo“ versah, hat seinen Ursprung möglicherweise in dieser Überlieferung oder auch in dem Umstand, dass sich im Liller Skizzenbuch ebenfalls mehrere Wiederholungen von Entwürfen für Michelangelos Fassadenprojekt für San Lorenzo befinden. 26. 4., 16 Uhr


646 Italienische Schule Rundbogenportal mit Girlande und Putten, 17./18. Jahrhundert Feder und Pinsel in Braun, Aquarell und Deckweiß, Faltspuren hinterklebt und Ergänzungen, ungerahmt; 30,1 × 28,8 cm ​Rufpreis EUR 400

647 Italienische Schule Rocaille, 17. Jahrhundert Feder und Pinsel in Braun und Schwarz, ungerahmt; 26,5 × 31 cm ​Rufpreis EUR 300


648 Italienischer Meister Anbetung der Könige, um 1650 Feder in Braun, aufkaschiert, ungerahmt; 20,7 × 24,7 cm Rechts unten mit Bleistift bezeichnet: Tintoretto verso in brauner Feder numeriert: 3. ​Rufpreis EUR 800

26. 4., 16 Uhr


649 Künstler des 17./18. Jahrhunderts Bacchuszug mit Elefanten, Löwe und Kamel Feder in Braun, ungerahmt; 14 × 17,4 cm Rechts unten unidentifizierter Sammlerstempel (Lugt 622) verso mit Bleistift bezeichnet: Coll. Prince Charles de Ligne Rufpreis EUR 300

650 Niederländischer Meister Südliche Landschaft, 17./18. Jahrhundert Feder in Braun, laviert, ungerahmt; 17 × 22,8 cm verso Studie von Rindern in schwarzer Kreide und brauner Feder Provenienz Jaap (Jacob H.) Wiegersma (Lith 1898Utrecht 1967), Lugt 1552b Rufpreis EUR 300

651 Künstler des 18. Jahrhunderts Flusslandschaft Feder in Braun und Rot, braun, blau und rot laviert, Wasserzeichen, ungerahmt; 14,8 × 18,7 cm ​Rufpreis EUR 300


652

653

Flämischer Meister

Ambrosius Francken Nachfolger

Tanzreigen, 17. Jahrhundert Feder in Braun, angeschnittenes Wasserzeichen, ungerahmt; 14,4 × 19,8 cm

(Herenthals 1544–1618 Antwerpen)

​Rufpreis EUR 300

„Volwassenheid“ (Allgeorie der Reife/ des Erwachsenenalters), entsprechend der Tages- und Jahreszeiten, 17. Jahrhundert Feder in Schwarz, laviert, ungerahmt; 15,8 × 20,8 cm Rückseitig bezeichnet: Matthäus Greuter 1566–1638 / Greuter – Straßburg ​Rufpreis EUR 300 Die Zeichnung entspricht einer Kompostion von Ambrosius Francken (1544–1618), welche von Hieronymus Wierix (1553–1619) gestochen wurde.

26. 4., 16 Uhr


A

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654

A: Liebesszene; Bleistift, Feder und Pinsel in Schwarz und Braun (oberer Rand geknickt); 17,3 x 13,8 cm B: Figurenstudie (verso weitere Figuren); Bleistift; 16,3 x 10, 8 cm C: Figurenstudien; Stift, Pinsel in Schwarz; 12,4 x 22,7 cm D: Skizze zu zwei Denkmälern; Feder in Schwarz; 13,4 x 21,3 cm E: Landschaftsstudie; Bleistift; 22,3 x 14 cm F: Felsenstudie (Eduard von Sacken (1825–1883) nach Albrecht Dürer); Bleistift, Feder in Schwarz, aquarelliert (bezeichnet in brauner Feder 1510 AD; rückseitig bezeichnet: nach einem … Von A. Dürer / E. Sacken, den 24 IX 1844); 22,4 x 18 cm alle ungerahmt

Künstler des 19./20. Jahrhunderts Konvolut Figurenszenen und Landschaft (6 Zeichnungen)​ ​Rufpreis EUR 500


A

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C

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655 Künstler des 19. Jahrhunderts Konvolut Figurenszenen und Landschaft (6 Zeichnungen) ​Rufpreis EUR 500

D

F

A: Dame den Tee servierend; Bleistift; 26,6 x 17,4 cm B: Schweinehirt; Bleistift; 20,1 x 15,2 cm C: Lasset die Kinder zu mir kommen; Feder in Grau und Braun, laviert (mittig unten signiert: Emanuel Kratky inveniebat & delienavit); 55,6 x 81,2 cm D: Wiener Landschaft; Feder in Schwarz, Bleistift, auf Karton aufkaschiert (links unten mit schwarzer Feder bezeichnet: Meidling. 3. July. 1821); 23,5 × 32,6 cm (Blatt) E: Mehrfigurige Szene; Bleistift, Einfassungslinien in Bleistift; 30,3 × 24,4 cm F: Höfische Szene; Bleistift; 38,4 x 26,5 cm alle ungerahmt

26. 4., 16 Uhr


656 Jacopo da Ponte, genannt Jacopo Bassano, Nachfolger (Bassano um 1515–1592 Bassano) Die Vertreibung der Händler aus dem Tempel, 17. Jahrhundert Kreide in Schwarz, ungerahmt; 50 × 39,5 cm ​Rufpreis EUR 300

657 Künstler des 17./18. Jahrhunderts Madonna mit Kind, hl. Elisabeth, Johannesknaben und Engel mit Tobias Feder in Braun, aufkaschiert, ungerahmt; 21,4 × 24,1 cm Rechts oben bezeichnet: Roma / october/ 1527 ​Rufpreis EUR 400


658 Lombardische Schule Liegende Figur, 17. Jahrhundert Kreide in Schwarz, Grau, Rot und Weiß, aufkaschiert, ungerahmt; 29,6 × 27,4 cm Provenienz Jonathan Richardson (1694–1771), London, Lugt 2170 ​Rufpreis EUR 800

26. 4., 16 Uhr


659

660

Italienischer Meister

Giovanni Battista Tiepolo Nachfolger

Bacchanal, 17. Jahrhundert Feder in Braun, laviert, Spuren von Stift, Einfassungslinie in brauner Feder, ungerahmt; 28 × 17,4 cm verso bezeichnet: Carpioni

(Venedig 1696–1770 Madrid)

​Rufpreis EUR 400

Zwei Magier und ein Knabe, 18. Jahrhundert Feder in Schwarz und Braun, laviert, Wasserzeichen, ungerahmt; 15,3 × 20,2 cm Rechts unten bezeichnet: Dom Tiepolo ​Rufpreis EUR 300 Alte Wiederholung eines Blattes aus Giovanni Battista Tiepolos in den 1750er Jahren erschienenen „Scherzi di Fantasia“.


661 Manierist um 1600 Allegorie (wohl Constantia) Feder in Braun, ungerahmt; 34,4 × 18,7 cm Links oben in brauner Feder mit Monogramm bezeichnet: HR (in Ligatur) rechts unten undeutlich mit Bleistift bezeichnet verso mit brauner Feder bezeichnet: Julio Romano verso unidentifizierter Sammlerstempel Provenienz Ambroise Firmin-Didot (1790–1876), Paris, Lugt 119 Louis Galichon (1829–1893), Paris, Lugt 1060 Jaap (Jacob H.) Wiegersma (Lith 1898-Utrecht 1967), Lugt 1552b ​Rufpreis EUR 1.000 26. 4., 16 Uhr


A

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662 Künstler des 17.–19. Jahrhunderts Konvolut Kopf- und Figurenstudien (6 Zeichnungen) ​Rufpreis EUR 500

F

A: Kopfstudie; Rötel, Bleistift auf Papier, gerahmt (verso in Bleistift angedeuteter Männerkopf und Jahreszahl „1764“, verso mit blauem Stift bezeichnet: Nattier (Nattier 1764) le frère!); 23,6 × 20,8 cm B: Studie zu Putten; Kreide in Schwarz und Weiß, Wasserzeichen (Krone); 42,2 x 32,5 cm C: Kopfstudie; Bleistift (Sammlung Stefan von Licht (1880–1932), Wien, Lugt 289b); 13,4 x 15,5 cm D: Lot und seine Familie werden von zwei Engeln aus Sodom geführt; Feder in Schwarz, laviert; 28,5 x 34,8 cm E: Pallas Athene; Feder in Braun und Schwarz, grau laviert; 11,1 x 21,5 cm F: Spielende Putten; Feder in Braun, laviert; 18,6 x 28,6 cm alle ungerahmt


663 Florentiner Schule Phantasieentwurf einer Kanne, 16./17. Jahrhundert Kreide in Rotbraun, ungerahmt; 22,6 × 20,3 cm ​Rufpreis EUR 400

664 Künstler des 17./18. Jahrhunderts Neptun und Venus Feder in Braun, laviert, weiß gehöht, oxidiert, ungerahmt; 27 × 21 cm am oberen Blattrand in brauner Feder bezeichnet: smeticato il ...di mezo ​Rufpreis EUR 400

26. 4., 16 Uhr


665 Deutsche Schule Ansicht einer Burg (Blatt aus einem Skizzenbuch), 2. Hälfte 16. Jahrhundert Feder in Braun, grau laviert, ungerahmt; 9,6 × 14,6 cm verso Maria Magdalena und Haupt Christi (in brauner Feder) ​Rufpreis EUR 500

verso


666 Deutsche Schule Große Schiffsregatta im Hafen von Venedig (Blatt aus einem Skizzenbuch), 2. Hälfte 16. Jahrhundert Feder in Braun, blau und rot laviert, ungerahmt; 9,6 × 14,6 cm verso Kostümentwürfe ​Rufpreis EUR 500

verso

26. 4., 16 Uhr


667 Pietro Berrettini, genannt Pietro da Cortona, Nachfolger (Cortona 1596–1669 Rom) Antike Krönungszeremonie, 17. Jahrhundert Feder in Braun, Stift, ungerahmt; 20 × 27 cm ​Rufpreis EUR 400


668 Italienischer Meister Caritas, 17. Jahrhundert Kreide in Schwarz, Vergrößerungsnetz, ungerahmt; 19,4 × 16,7 cm ​Rufpreis EUR 1.000

26. 4., 16 Uhr


A

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669 Künstler des 17.–19. Jahrhunderts Konvolut Figurenstudien (9 Zeichnungen) ​Rufpreis EUR 600

F

A: Kopf eines jungen Mannes; Kreide in Rot und Weiß (verso bezeichnet: n Reynolds engl.); 40 x 31,2 cm B: Herrenporträt; Pastellkreide; 19 x 15,6 cm (oval aufkaschiert, gesamt 23,8 x 18,3 cm) C: Kopf einer jungen Dame; Stift und Rötel, Wasserzeichen; 47 x 35,8 cm D: Männerakt; Rötel; 42,5 x 28,3 cm E: Liegender; Kreide in Schwarz und Weiß (rechts unter Darstellung undeutlich bezeichnet); 34,4 x 27,8 cm (Blatt aufkaschiert, gesamt: 43,2 x 30 cm) F: Eros und Anteros; Bleistift (unten bezeichnet: EROS und ANTEROS); 11,6 x 14,7 cm beiliegend (Abbildung in unserem Onlinekatalog: www.imkinsky.com): G: Leda mit dem Schwan (Kopie nach Correggio in drei Teilen); Rötel; 18,8 x 8 cm / 33 x 20,2 cm / 38,8 x 23,8 alle ungerahmt


A

B

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E

670 Künstler des 17.–19. Jahrhunderts Konvolut Landschaften und Entwürfe (8 Zeichnungen) ​Rufpreis EUR 600

F

A: Viehhirten am Fluss; Stift und Feder in Schwarz, laviert; 14,3 x 19,3 cm B: Landschaft mit antiken Tempeln; Feder in Braun; 17 x 25 cm C: Felsenstudie; Feder in Braun; 8,5 x 9,9 cm D: Landschaft mit Schloss; Feder in Braun, braun und grau laviert; 21,3 x 17,8 cm E: Südliche Landschaft; Rötel, oval eingefasst; 24,8 x 21,4 cm F: Landschaft mit Baum; Feder in Braun; 22,9 x 19,4 cm beiliegend (Abbildungen in unserem Onlinekatalog: www.imkinsky.com): G: Stadtansicht; Bleistift; 9 x 16 cm H: Schiff; Feder in Schwarz; 39 x 51,8 alle ungerahmt

26. 4., 16 Uhr


671 Künstler des 17.–19. Jahrhunderts Konvolut Druckgrafik (10 Stück)​ ​Rufpreis EUR 500

A

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F

A: Bildnis eines österreichischen Vließ-Ritters (wohl um 1790); 26 x 19,2 (Darstellung) B: B.S. Setletsky (1695–1771), Die Trunkenheit (rechts unten bezeichnet: B.S.Setletsky. Sculps.); 25,8 x 19,4 (Blattmaß) C: Joachim von Sandrart (1606–1688), Bacchanal (links unten: Sandrart, unten mittig: SCM.); 15,4 x 21,2 cm (Blattmaß) D: Madonna mit Kind und Heiligen (rechts oben bezeichnet: Palma fece); 10,9 x 16,7 cm (Darstellung); 11,2 x 17 cm (Blattmaß) E: Walpurgisnachtstraum (rechts unten: undeutlicher Sammlerstempel); 29,8 x 41,2 cm (Blattmaß) F: Zum roten Igel (Hauszeichen vom Hause Hungelbrunn 1, Wien Wieden – links unten bezeichnet: E. Hütter fec. 1874); 12 x 10,8 cm (Darstellung); 21 x 15,2 cm (Blattmaß) beiliegend (Abbildungen in unserem Onlinekatalog: www.imkinsky.com): G: Petrus Simon, Herrenporträt (bezeichnet: ); 37 x 25,7 cm (Blattmaß); H: Bildnis Antoine Furetiere (bezeichnet links unten: De Seue Pinxit, bezeichnet rechts unten: G. Edelinck Sculp. C.P.R.); 33,8 x 24,7 cm (Blattmaß) I: Figurendarstellung; 27,7 x 16,9 cm (Darstellung); 28,6 x 17,8 cm (Blattmaß); J: Louis Carrogis Carmontelle, Gilles Demarteau, Junge Dame am Stickrahmen (bezeichnet links unten: De Carmontel inv. Del., bezeichnet rechts unten: Demarteau 1ne sculp.); 26,8 x 19,2 cm (Darstellung); 35 x 27 cm (Blattmaß) alle ungerahmt


672 Josef Anton Koch (Obergibeln 1768–1839 Rom) Römische Ansichten (20 Blatt), 1810 Radierungen, ungerahmt; 16,5 × 22 cm (Platte); 24,5 × 35,5 cm (Blatt) ​Literatur Andreas Andresen, Handbuch für Kupferstichsammler: oder Lexicon der Kupferstecher, Maler-Radirer und Formschneider aller Länder u. Schulen nach Massgabe ihrer geschaetztesten Blaetter und Werke, Leipzig 1870, Bd. 1, S. 762, IV. Zustand (mit den Nummern) Otto von Lutterotti, Joseph Anton Koch. Leben und Werk, Berlin 1985, S. 403, Abb. 232–243 Carl Gottlieb Küchler (1807–1843), Bildnis Josef Anton Koch, 1836, Radierung, 23,5 x 18,2 cm, liegt bei. ​Rufpreis EUR 1.500

673 Daniel Hopfer (Kaufbeuern 1470–1536 Augsburg) Hieronymus, Neffe von Papst Pius III. (Girolamo da Siena)​ Radierung, gerahmt; 22,7 × 15,6 cm (Darstellung); 23,4 × 16,2 cm (Blattgröße) Monogramm: D H betitelt: HIERONYMO ./ BABST . PIVS ./ BRVDERSONE/ . VON . SENIS. 2. Zustand mit der Nummer „75“ des Nürnberger Verlegers David Funck (17. Jh.) Am unteren Blattrand mit Bleistift bezeichnet: B 85 Provenienz Johann Konrad Ammann (1724–1811) und Johann Jacob Ammann (1764– 1837), Schaffhausen, Lugt 9 Theodor Falkeisen (1768–1814) und Johann Friedrich Huber (1766–1832), Basel, Lugt 1008 ​ iteratur L Bartsch 85; Hollstein 95 ​Rufpreis EUR 300

26. 4., 16 Uhr


Index Künstler / Hersteller ® Katalognummer Asch, Pieter Jansz van ® 412 Bassano, Jacopo (genannt Jacopo da Ponte) ® 478, 501, 656 Beccafumi, Domenico ® 430 Bega, Cornelius Pietersz ® 626 Berrettini, Pietro (genannt Pietro da Cortona) ® 667 Bloemen, Pieter van ® 467 Bordone, Paris ® 422 Botticelli, Sandro ® 450 Brakenburgh, Richard ® 423 Brand, Johann Christian ® 456, 629 Bredael, Alexander van ® 405 Brentana, Simone ® 429 Brentel, Friedrich ® 417 Breydel, Carel ® 438 Brueghel, Jan, d. Ä. ® 437 Brueghel, Jan d. J. ® 441 Brusaferro, Girolamo ® 642 Buonarroti, Michelangelo ® 622, 645 Calvaert, Denys ® 403 Coello, Sanchez Alonso ® 401 Cosijn, Pieter ® 453 Costa, Angelo Maria ® 415 Dietrich, Christian Wilhelm Ernst ® 446 Diziani, Gaspare ® 448 Dorfmeister, Stephan ® 464 Fetti, Domenico ® 449 Francken, Frans d. J. ® 489 Francken, Ambrosius ® 653 Giordano, Luca ® 613 Groenewegen, Pieter Anthonisz. van ® 404 Grund, Norbert Joseph Karl ® 483 Heeremans, Thomas ® 440 Helmont, Mattheus van ® 452 Helst, Bartholomäus van der ® 476 Hopfer, Daniel ® 673 Janssens, Jan ® 445 Koch, Josef Anton ® 672 Lanfranco, Giovanni ® 621 Leyden, Lucas van ® 408 Liberi, Pietro ® 633 Mander, Karel van ® 413, 470 Maratti, Carlo ® 477 Marchis, Alessio de ® 459 Maulbertsch, Franz Anton ® 462 Mehus, Livio ® 499 Meytens, Martin van ® 495 Michau, Theobald ® 421 Momper, Joos de ® 424 Moni, Louis de ® 455 Monnoyer, Jean Baptist ® 502 Pellegrini, Giovanni Antonio ® 617 Pesne, Antoine de ® 418 Piazzetta, Giovanni Battista ® 497 Quadal, Martin Ferdinand ® 494 Quellinus, Erasmus d. J. ® 451 Reni, Guido ® 433 Ricci, Sebastiano ® 458 Rijn, Rembrandt Harmensz. van ® 444 Rizzo da Santacroce, Francesco ® 486 Robert, Hubert ® 503 Robusti, Jacopo (genannt Il Tintoretto) ® 414 Romano, Giulio ® 611 Rottenhammer, Hans ® 498 Rubens, Peter Paul ® 427, 604 Santi, Raffaello (genannt Raffael) ® 432 Savery, Jacob ® 454 Schmidt, Martin Johann (genannt Kremser Schmidt) ® 420, 465, 493, 630 Spranger, Bartholomäus ® 601 Springinklee, Hans ® 615 Stanchi, Giovanni ® 416 Strudel, Peter ® 500

Stuven, Ernst ® 461 Tiepolo, Giovanni Battista ® 660 Verbruggen, Gaspar Pieter d. J. ® 411 Verelst, Herman ® 475 Vinckboons, David ® 460 Wagenschön, Franz Xaver ® 496 Westhoven, Huybert van ® 406 Zais, Giuseppe ® 473 Ziesel, Georges Frederic ® 457 Zugno, Francesco ® 471


Auktionsbedingungen Auszug aus der Geschäftsordnung Den Wortlaut der gesamten Geschäftsordnung können Sie unserer Webseite www.imkinsky.com entnehmen. Auf Wunsch senden wir Ihnen die Geschäftsordnung auch zu. • Geschäftsordnung: Die Auktion wird nach den Bestimmungen der Geschäftsordnung der Auktionshaus im Kinsky GmbH durchgeführt. Die Geschäftsordnung liegt im Auktionshaus zur Einsicht auf, kann von jedermann per Post oder e-mail (office@imkinsky.com) angefordert werden und ist im Internet unter www.imkinsky.com abrufbar. • Schätzpreise: In den Katalogen sind untere und obere Schätzwerte angegeben. Sie stellen die Meistboterwartungen der zuständigen Experten dar. • Mindestverkaufspreise (Limits): Oft beauftragen Verkäufer das Auktionshaus, die ihnen gehörenden Kunstwerke nicht unter bestimmten (Mindest-)Verkaufspreisen zuzuschlagen. Diese Preise (= „Limits“) entsprechen meist den in den Katalogen angegebenen unteren Schätzwerten, sie können aber fallweise auch darüber liegen. • Echtheitsgarantie: Die Schätzung, fachliche Bestimmung und Beschreibung der Kunst­objekte erfolgt durch Experten des Auktions­hauses. Das Auktionshaus steht auf die Dauer von drei Jahren gegenüber dem Käufer für die Echtheit, somit dafür ein, dass ein Kunstobjekt tatsächlich von dem im Katalog genannten Künstler stammt. • Katalogangaben: Angaben über Technik, Signatur, Material, Zustand, Provenienz, Epoche der Entstehung usw. beruhen auf aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen, die die Expert­­en ausgeforscht haben. Das Auktionshaus leistet jedoch für die Richtigkeit dieser Angaben keine Gewähr.

• Versicherung: Die Kunstobjekte sind versichert. Versicherungswert ist das Mittel aus unterem und oberem Schätzwert. Die Haftung des Auktionshauses besteht bis zu dem auf die Auktion folgenden 8. Tag. Danach ist ein Kunst­ objekt nur versichert, wenn der Käufer mit der Zahlung und Abholung nicht im Verzug ist. • Ausrufpreis und Zuschlag: Der Ausrufpreis wird vom Auktionator festgesetzt. Gesteigert wird um ca. 10 % des Ausrufpreises bzw. des letzten Gebotes. Den Zuschlag erhält der Meistbietende, sofern der Mindestverkaufspreis erreicht ist. Der Käufer hat den Kaufpreis binnen 8 Tagen nach dem Zuschlag zu bezahlen. • Kaufpreis: Bei Kunstobjekten, die der Differenz­besteuerung unterliegen, besteht der Kaufpreis aus dem Meistbot zuzüglich der Käuferprovision von 26 %. Bei Kunstobjekten, die der Normalbesteuerung (mit ▲ gekennzeichnet) unterliegen, besteht der Kaufpreis aus dem Meistbot zuzüglich der Käuferprovision von 22 % und zuzüglich der Umsatzsteuer (13 % bei Bildern, 20 % bei Antiquitäten). Bei  300.000 übersteigenden Meistboten beträgt die Provision für den übersteigenden Betrag 17 % (Differenzbesteuerung) bzw. 14 % (Normalbesteuerung). • Folgerecht: Bei Kunstobjekten, die im Katalog mit einem * gekennzeichnet sind, wird zusätzlich zum Kaufpreis die Folgerechtsabgabe verrechnet. Sie beträgt 4 % von den ersten  50.000 des Meistbotes, 3 % von den weiteren  150.000, 1 % von den weiteren  150.000 und 0,25 % von

allen weiteren, also  500.000 übersteigenden Meistboten, jedoch insgesamt nicht mehr als  12,500. Bei Meistboten von weniger als  2.500 entfällt die Folgerechtsabgabe. • Kaufaufträge: Interessenten können auch schriftliche Kaufaufträge abgeben oder telefonisch mitbieten oder den Sensal mit dem Mitbieten beauftragen. Dafür muss dem Auktionshaus zeitgerecht das unterfertigte, dem Katalog beiliegende Kaufauftragsformular übersandt worden sein. • Telefonische Gebote: Das Auktionshaus wird unter der ihm bekanntgegebenen Nummer eine Verbindung herzustellen trachten. Für das Zustandekommen einer Verbindung übernimmt das Auktionshaus keine Haftung. • Online Bidding: Interessenten können an Auktionen auch über das Internet teilnehmen. Die Bestimmungen über die unmittelbare Teilnahme an Auktionsveranstaltungen gelten hierfür sinngemäß. Für das Zustandekommen einer Internetverbindung übernimmt das Auktionshaus keine Haftung. • Erfüllungsort für den zwischen dem Auktions­ haus und dem Käufer zustande gekommenen Vertrag ist der Sitz des Auktionshauses. • Gerichtsstand, Rechtswahl: Die zwischen allen an der Auktion Beteiligten bestehenden Rechtsbeziehungen unterliegen österreichischem materiellem Recht. Als Gerichtsstand wird das für den 1. Wiener Gemeindebezirk örtlich zuständige Gericht vereinbart.

Conditions of Sale Extract from the rules of procedure The wording of the complete rules of procedure can be viewed on our website www.imkinsky.com. By request we will also send the rules of procedure to you. • Rules of Business. Auctions are conducted according to our conditions of sale. The rules of business are available at the Auction House, and can be requested by post or email (office@ imkinsky.com), they can also be called up on the internet under www.imkinsky.com. • Estimates: In the catalogues the lower and upper estimated values are indicated and represent the approximate bid expectations of the responsible experts. • Reserves (Limits): Sellers quite often appoint the auction house, not to sell their objects beneath certain price. These prices (= reserve/limit) usually match the lower estimate, but in special situations can also surpass them. • Guarantee of Authenticity: The valuation, as well as technical classification and description of the art objects is carried out by the specialists of Auktionshaus im Kinsky. Auktionshaus im Kinsky guarantees the purchaser the authenticity for three years – i.e. that the authorship of the art object is as set out in the catalogue. • Catalogue Descriptions: Catalogue information concerning techniques, signatures, materials, condition, provenance, period of origin or manufacture etc. are based on the current knowledge determined by the experts. Auktionshaus im Kinsky does not warrant for the correctness of these descriptions.

• Insurance: All art objects are insured. The insurance value is the arithmetic average of the two estimates. The responsibility of the Auction House lasts until the eighth day after the auction. After that, each art object is only insured if the purchaser is not in delay. • Starting price & Hammer price: The starting price is determined by the auctioneer. The bidding rises in approximate increments of 10% from the last bid. The highest bidder acknowledged by the auctioneer will be the purchaser as long as it has reached the minimum price (reserve). • Buyer’s Premium: For art objects which require ‘difference’ taxation the purchase price consist of the hammer price plus the sales commission of 26%. For art objects which require ‘normal’ taxation (marked with ▲), the price consists of the hammer price plus commission of 22%, plus VAT (13% for paintings, 20% for antiques). For hammer price in excess of  300,000 we will charge a commission of 17% (margin taxation) or 14% (normal taxation) for the exceeding amount. • Droit de suite: Objects marked with an asterisk * in the catalogue are subject to droit de suite in addition to the purchase price. Droit de suite is calculated as a percentage of the highest bid as follows: 4% of the first  50,000, 3% of the next  150,000, 1% of the next  150,000, and

0.25% of the remaining amount (i.e. over  500,000), but not exceeding a total sum of  12,500. Droit de suite does not apply to highest bids below  2,500. • Absentee bids: Clients can also submit written absentee bids or bid themselves over the phone, or give an order to the broker. To do so Auktionshaus im Kinsky must have received signed order forms (available in the catalogues), in due time. • Telephone bids: We will do our best to establish a telephone link, but we cannot warrant for such a telephone connection. • Online Bidding: Interested parties can participate in the auction also via the Internet. Bidders are subject to the terms and conditions of sale for bidding in person. Auktionshaus im Kinsky assumes no liability for any breakdown or loss of the Internet connection. • Governing Law and jurisdiction: The site for the dealings between Auktionshaus im Kinsky and the purchaser is the address of Auctionshaus im Kinsky. All legal dealings or conflicts between persons involved in the auctions are governed by Austrian Law, place of jurisdiction shall be the Courts for the First District of Vienna.


Geschäftsführung

Sensal

Service

Michael Kovacek Geschäftsführung

Monika Uzman T +43 1 532 42 00-22 Außerhalb der Öffnungszeiten: M +43 664 421 34 59 monika.uzman@gmail.com Sensalin

Marco Tezzele T +43 1 532 42 00 office@imkinsky.com Empfang

Dr. Ernst Ploil Geschäftsführung

Barbara Passauer T +43 1 532 42 00-16 passauer@imkinsky.com Buchhaltung

ExpertInnen Michael Kovacek Gerichtssachverständiger für Möbel, Glas und Volkskunst, Silber 16.–19. Jh., Gemälde, Aquarelle, Zeichnungen 19. und 20. Jh. T +43 1 532 42 00 Antiquitäten, Alte Meister, Gemälde 19./20. Jh.

Mag. Claudia Mörth-Gasser T +43 1 532 42 00-14 moerth-gasser@imkinsky.com Klassische Moderne (CMG)

Dr. Ernst Ploil Gerichtssachverständiger für Möbel, Kunsthandwerk und sonstige Erzeugnisse des Jugendstils T +43 1 532 42 00 Jugendstil, Design

Mag. Kareen M. Schmid T +43 1 532 42 00-20 schmid@imkinsky.com Alte Meister (KS)

Mag. Astrid Pfeiffer T +43 1 532 42 00-13 pfeiffer@imkinsky.com Zeitgenössische Kunst (AP)

Mag. Monika Schweighofer T +43 1 532 42 00-10 schweighofer@imkinsky.com Gemälde 19. Jh. (MS) Mag. Roswitha Holly T +43 1 532 42 00-19 holly@imkinsky.com Antiquitäten, Jugendstil, Design (RH)

Prof. Peter Baum M +43 676 351 66 59 Kunst 20. Jh. Dr. Hansjörg Krug T +43 1 512 18 01 Alte Meisterzeichnungen, Alte Grafik Fritz Langauer Gerichtssachverständiger für Orientteppiche, handgeknüpfte Teppiche, Tapisserien Teppiche Prof. Kristian P. Scheed Uhren

Expertenassistenz MMag. Sarah Kronschläger T +43 1 532 42 00-15 kronschlaeger@imkinsky.com Antiquitäten, Jugendstil, Design (SK) Anja Wolf T +43 1 532 42 00-66 wolf@imkinsky.com Antiquitäten, Jugendstil, Design (AW) Timea Pinter, MA T +43 1 532 42 00-41 pinter@imkinsky.com Zeitgenössische Kunst (TP) Barbara Berger, BA T +43 1 532 42 00-28 berger@imkinsky.com Alte Meister, Gemälde 19. Jh. (BB) Anna K. Erdkamp T +43 1 532 42 00-43 erdkamp@imkinsky.com Klassische Moderne (AKE)


Logistik

Anna-Sophie Fessl, BA T +43 1 532 42 00-45 fessl@imkinsky.com Marketing

Barbara Haas T +43 1 532 42 00-21 haas@imkinsky.com Veranstaltungen & Website

Robert Mayr T +43 1 532 42 00-18 r.mayr@imkinsky.com Logistik

Thomas Cerny T +43 1 532 42 00-36 Logistik

Repräsentanz – Expertinnen Steiermark & Kärnten

Westösterreich & Südtirol

Mag. Elisabeth Skofitsch-Haas M +43 676 450 67 50 skofitsch@imkinsky.com im Kinsky Graz A-8010 Graz, Kaiser Josef Platz 5/ Eingang Ecke Mandellstrasse Alle Sparten (ESH)

Dr. Marianne Hussl-Hörmann T +43 1 532 42 00-27 M +43 699 172 92 313 hussl-hoermann@imkinsky.com Alle Sparten (Schwerpunkte 19. Jh., Klassische Moderne), Presse, im Kinsky editionen (MHH)

„Auktionshaus im Kinsky ist Partner von Art Loss Register. Sämtliche Gegenstände in diesem Katalog, sofern sie ein­deutig identifizierbar sind und einen Schätzwert von mind. EUR 5.000 haben, wurden vor der Versteigerung mit dem Datenbankbestand des Registers individuell abgeglichen.“ “Auktionshaus im Kinsky is a member of the Art Loss Register. All works in this catalogue, as far as they are uniquely i­dentifiable and have an ­estimate of at least EUR 5,000 have been checked against the database of the Register prior to the auction.”


Marianne Hussl-Hörmann, mit Beiträgen von Herbert Giese, Sabine Grabner, Johann Kräftner Wien 2011, 200 Seiten, € 59,—

Gabriele Spindler, Andreas Strohhammer Wien 2012, 256 Seiten, € 69,—

Marianne Hussl-Hörmann, mit Beiträgen von Manfried und Marianne Rauchensteiner, Matthias Boeckl Wien 2013, 356 S., € 69,—

Wir suchen Werke und bitten um Hinweise für unsere nächsten Buchprojekte: Rudolf von Alt – Die AQUARELLE und Friedrich Gauermann – ÖLBILDER


Bestellung: office@imkinsky.com, T +43 1 532 42 00, www.imkinsky.com

Ernst Ploil Wien 2014, 195 S., € 69,—

Michael Krapf Wien 2014, 326 S., € 39,90,—

Andrea Winklbauer, unter Mitarbeit von Marianne Hussl-Hörmann Wien 2016, 304 S., € 69,—

Bitte kontaktieren Sie: Dr. Marianne Hussl-Hörmann, hussl-hoermann@imkinsky.com T +43 1 532 42 00-27, M +43 699 172 92 313


Gebühren für Käufer Käuferprovision bei Differenzbesteuerung

bis  300.000,– 26 % vom Meistbot, für den  300.000,– übersteigenden Betrag 17 % vom Meistbot. Im Aufgeld ist eine 20 %ige Umsatzsteuer enthalten.

bei Normalbesteuerung (mit ▲ gekennzeichnet)

bis  300.000,– 22 % vom Meistbot, für den  300.000,– überschreitenden Betrag 14 % vom Meistbot. zuzüglich 13 % USt bei Gemälden bzw. 20 % USt bei Antiquitäten

Käuferprovision nach der Auktion Bei Verkäufen unter dem Mindestverkaufspreis beträgt die Käuferprovision 30 % des Meistbotes. Lagerkosten für gekaufte aber nicht abgeholte Kunstwerke Diese werden vier Wochen nach der Auktion bei Speditionen eingelagert. Die dafür anfallenden Kosten trägt der Käufer.

Verzugszinsen 12 % p.A. des Meistbotes* (ab dem 8. Tag nach der Auktion)

Versicherung Keine Kosten bis 8 Tage (für aus­ ländische Käufer bis 30 Tage) nach der Auktion. Danach pro Monat 1 % des Kaufpreises*.

Folgerecht Im Kinsky hebt das Folgerecht für Künstler und ihre Erben ab einem Meistbot von  2.500,– ein. Höhe: bis  50.000,– Meistbot: 4 %, von weiteren  150.000,– Meistbot: 3 %, von weiteren  150.000,–: 1 %, von weiteren  150.000,–: 0,5 %, darüber 0,25 %, insgesamt maximal  12.500,–. * Verrechnung ab dem 8. Tag nach der Auktion für Inländer, ab dem 31. Tag für Ausländer. Die Verpackung, Versendung und Versicherung ersteigerter Objekte erfolgt nur auf Anweisung des Käufers und auf seine Kosten und Gefahr.

Gebühren für Verkäufer Verkäuferprovision bei einem unteren Schätzwert bis  4.900,– 25 % ab  5.000,– 15 % (inkl. USt) bei teureren Kunstobjekten jeweils nach Vereinbarung

Versicherung Keine Kosten ab der Übernahme bis fünf Wochen nach der Auktion. Unverkaufte Objekte versichern wir nur auf Anweisung; pro Monat vom Mindestverkaufspreis 1 % (zuzüglich 20 % Ust.) des Limits

Katalogkostenbeiträge für Abbildungen Mindestpreis  100,– für halbe Seite  200,– für ganzseitige Abbildung  300,– für doppelseitige Abbildung  600,– für Klappe  900,–

Lagerkosten für unverkaufte Kunstwerke In der Auktion unverkaufte Objekte bleiben vier Wochen im Nachverkauf. Zwei Wochen danach werden diese an Speditionen ausgelagert. Die dafür an­fal­lenden Kosten trägt der Verkäufer.

Schätzungskosten

Katalogabonnement Sensalgebühr

1 % vom Schätzpreis, zuzüglich 20 % USt mindestens  250,–

Jahres-Gesamt-Abonnement (inkl. Versandkosten): Österreich  115,– Europa  130,– Übersee  200,–

The full English text can be found on our website www.imkinsky.com

Transportkosten, -versicherung Nach dem tatsächlichem Aufwand. Eine Transportversicherung erfolgt nur auf ausdrückliche Anweisung! Vorschusszinsen 12 % p.A.

1,2 % vom Meistbot


Auktionsablauf 117. Kunstauktion Dienstag, 25. & Mittwoch, 26. April 2017 Dienstag, 25. April 2017 15.00 Uhr: Antiquitäten Teil 1 16.30 Uhr: Antiquitäten Teil 2 Mittwoch, 26. April 2017 15.00 Uhr: Alte Meister 16.00 Uhr: Zeichnungen 18.00 Uhr: Bilder des 19. Jahrhunderts

Auktionsvorschau 118. Kunstauktion Zeitgenössische Kunst, Klassische Moderne, Jugendstil, Spezialauktion Bücher & Autographen: Schloss Pfannberg. Nachlass Carl-Anton Goess-Saurau und Marie, geb. Mayr-Melnhof, und Werke aus anderem Besitz 20. & 21. Juni 2017 Annahmeschluss ca. 10 Wochen vor der Auktion

Eigentümer, Herausgeber und Verleger: Auktionshaus im Kinsky GmbH, Palais Kinsky, 1010 Wien, Freyung 4 Firmenbuch FN 34302 w Handelsgericht Wien, UID Nr. ATU 37293905 Für den Inhalt verantwortlich: Michael Kovacek und Dr. Ernst Ploil, 1010 Wien, Freyung 4 T +43 1 532 42 00, F +43 1 532 42 00-9, office@imkinsky.com Digitalfotografie, Satz, Druck, Bindung: Grasl FairPrint A-2540 Bad Vöslau, Druckhausstraße 1, Tel. +43/2252/402-0, print@grasl.eu www.grasl.eu Foto Experten, Service: Teresa Zötl, Detailsinn Fotowerkstatt, Wien Grafik Design: Alexander Rendi, Wien, Mitarbeit Eugen Lejeune, Wien


Online Bidding im Kinsky Sie können auch online bei unserer Auktion mitbieten. Bitte beachten Sie: Wenn zwei gleich hohe Gebote vorliegen, hat das Online-Gebot Vorrang. Liegen mehrere Gebote in gleicher Höhe vor, so erhalten die Gebote in nachstehender Reihenfolge Vorrang: 1. Online-Gebote 2. Gebote der Sensalin 3. Schriftliche Gebote 4. Gebote im Saal / telefonische Gebote

Vor der Auktion, damit Sie online mitbieten können: 1. Registrieren Sie sich unter dem Link https://online.imkinsky.com und klicken Sie auf Ich möchte LIVE mitbieten. 2. Nach erfolgreicher Registrierung erhalten Sie eine generierte Bestätigungsmail. 3. Nach Überprüfung Ihrer Daten nehmen wir Kontakt mit Ihnen auf. Das Einloggen ist erst nach Bearbeitung des Auktionshauses möglich! Wenn Sie ein Neukunde bei uns sind, schicken Sie uns bitte eine Kopie Ihres Lichtbildausweises an office@imkinsky.com oder faxen diese an F +43 1 532 42 00-9. Sie können die Auktion auch mitverfolgen, ohne mitzubieten. Setzen Sie dafür kein Häkchen bei Ich möchte LIVE mitbieten.

Während der Auktion mitbieten: 1. Loggen Sie sich mit Ihrem Benutzernamen und Passwort auf https://online.imkinsky.com ein.

Um bei der Auktion mitbieten zu dürfen, müssen Sie als Bieter vom Auktionshaus im Kinsky akzeptiert worden sein.

Haben Sie bei der Registrierung die Checkbox Ich möchte LIVE mitbieten nicht angeklickt, können Sie das bis 12 Uhr am Tag der Auktion nachholen: Klicken Sie dazu auf dem Willkommensbildschirm nach dem Login auf den Link Um während der Auktion online mitzubieten, klicken Sie bitte HIER.

2. Um die Auktion live mitzuverfolgen, (egal, ob Sie mitbieten oder nur zusehen möchten) klicken Sie einfach auf den Link » HIER GEHT’S ZUR AUKTION auf dem Willkommensbildschirm nach dem Login oder auf den Menüpunkt Auktion / ONLINE AUKTION. 3. In dieser Ansicht wird das erste Los ca. 30 Minuten vor Auktionsstart sichtbar sein. Der Videostream aus dem Auktionssaal wird ca. 15 Minuten vor Auktionsstart sichtbar sein. 4. Sobald ein schwarzer Button in der Mitte des Bildschirms angezeigt wird, können Sie mitbieten. Bitte beachten Sie: Klicken Sie darauf, geben Sie automatisch ein verbindliches Angebot für das Objekt ab.

Viel Erfolg!

The full English text can be found on our website www.imkinsky.com


Alte Meister FĂźr unsere Herbst-Auktionen suchen wir hochwertige Kunstwerke. Wir freuen uns auf Ihre Einlieferung! Senden Sie uns bitte vorab ein Foto und vereinbaren Sie einen Termin! Beratung kostenfrei & unverbindlich: Mag. Kareen M. Schmid T +43 1 532 42 00-20 schmid@imkinsky.com

Adriaen van Stalbemt Allegorie der Vier Elemente, 1620er Jahre

verkauft um ₏ 201.600


Josef Bergler, Die Errettung der Hagar in der Wüste, datiert 1753, Alabaster, Kat. Nr. 286, € 50.000–100.000

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Antiquitäten der 117. Auktion Dienstag, 25. 4. 2017, 15 Uhr

T +43 1 532 42 00 oder office@imkinsky.com Katalog (inkl. Versandkosten): Österreich:  10,– / Europa:  15,– / Übersee:  20,–

Online-Katalog www.imkinsky.com


Rudolf von Alt, Blick in das Mittelschiff des Stephansdoms, Wien, 1883, Aquarell auf Papier, 53 × 45 cm, Kat. Nr. 709, € 35.000–70.000

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Bilder des 19. Jahrhunderts der 117. Auktion Mittwoch, 26. 4. 2017, 18 Uhr

T +43 1 532 42 00 oder office@imkinsky.com Katalog (inkl. Versandkosten): Österreich:  10,– / Europa:  15,– / Übersee:  20,–

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Martin Johann Schmidt, genannt Kremser Schmidt Kat. Nr. 465


Bartholomäus Spranger Umkreis Kat. Nr. 601


Auktionshaus im Kinsky GmbH Palais Kinsky, Freyung 4, A-1010 Wien, T +43 1 532 42 00 office@imkinsky.com, www.imkinsky.com

117. Kunstauktion Alte Meister Mittwoch, 26. 4. 2017, 15 Uhr 117. Kunstauktion Alte Meister Mittwoch, 26. 4. 2017, 15 Uhr

Sandro Botticelli und Werkstatt, Heilige Familie mit Johannes dem Täufer (Detail), Öl auf Holz, 87 × 86 cm (Tondo), Kat. Nr. 450, € 350.000–700.000

117. Kunstauktion, 26. April 2017 Alte Meister

Erasmus Quellinus der Jüngere, Salomon und die Königin von Saba (Detail), um 1650, Öl auf Leinwand, 105,5 × 163 cm, Kat. Nr. 451, € 15.000–30.000


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