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tourism.report 2026

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tourism report

Das Erlebnis-Elixier.

Die richtige Formel aus KI und Echtheit

Der Tourismus erlebt derzeit einen tiefgreifenden Wandel – und Künstliche Intelligenz steht dabei nicht mehr am Anfang, sondern mitten im Geschehen. Was vor wenigen Jahren noch als Experiment galt, ist heute Teil realer Arbeitsprozesse: von der automatisierten Content-Erstellung über digitale Gästekommunikation bis hin zur datenbasierten Steuerung touristischer Angebote.

Für uns bei destination.one war 2025 ein Jahr, in dem sich Vision und Umsetzung spürbar vereint haben. Mit der one.intelligence platform haben wir eine europäische, systemunabhängige Infrastruktur geschaffen, die touristischen Akteur:innen ermöglicht, KI verantwortungsvoll, transparent und effizient einzusetzen. Gemeinsam mit zahlreichen Partner:innen entsteht daraus ein Ökosystem, das Datenqualität, Datenschutz und Innovation auf eine neue gemeinsame Basis stellt.

Der nächste Schritt ist klar: KI entfaltet ihren vollen Wert erst, wenn sie nicht nur Prozesse optimiert, sondern den Tourismus selbst bereichert – durch neue Formen der Zusammenarbeit, mehr Nachhaltigkeit und individuellere Gästeerlebnisse. Dabei bleibt entscheidend, dass der Mensch im Mittelpunkt steht: mit seiner Kreativität, Intuition und Empathie.

Der tourism.report 2026 lädt daher ein, diesen Wandel mitzugestalten – kritisch und konstruktiv. Er zeigt Beispiele aus der Praxis, stellt Fragen zu Ethik und Verantwortung und wirft einen Blick auf die Chancen einer Tourismuswelt, in der Technologie und Menschlichkeit nicht Gegensätze sind, sondern sich gegenseitig stärken.

Wir freuen uns auf diesen Dialog – gemeinsam, vernetzt und mit klarem Blick nach vorn.

Viel Spaß beim Lesen, Adi Hadžimuratović & Stefan Huber

Inhaltsverzeichnis

Editorial

Künstliche Intelligenz

DIE BEDEUTUNG TOURISTISCHER WEBSITES im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz

WENN DAS INTERFACE VERSCHWINDET – Wie KI das Design neu denkt

DIGITALE ACHTSAMKEIT statt blinder Technikglaube

Ein eigenes Betriebssystem für den Tourismus

one.intelligence marketplace

WARUM TRANSPARENZ im digitalen Tourismus VERTRAUEN SCHAFFT

KI TRIFFT REDAKTION: Einblicke in die Integration im TYPO3

KI-AUTOMATISIERUNG ohne Abhängigkeit

Hallo KI, HIER BIN ICH!

Aus der Praxis

WILLKOMMEN IM HAVELLAND – die neue Erlebnisplattform für Gäste, Partner:innen und Einheimische

Umgang/ Einsatz mit Künstlicher Intelligenz im Arbeitsalltag der TMBW

EDERSEENSUCHT AUF DER NEUEN WEBSITE –Ein Podcast-Erlebnis, das hörbar verbindet

Der Relaunch von WWW.BROCKENBANDE.DE – Digitale Erlebniswelt für kleine Harz-Entdecker:innen

Smarte Gästekommunikation am STEINHUDER MEER

BREMERHAVEN GEHT ONLINE: Ein erster Schritt in Richtung digitales Erlebnis

Sport & Events IM TOURISMUS

NIEDERSACHSEN: Eine KI für alle

MIT SMARTER HILFE ZU BESSEREN DATENeine KI-Geschichte aus NRW

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Lösungen

DATEN, INTELLIGENZ, KOMMUNIKATION –wie sich unsere Produktwelt mit der one.intelligence platform neu sortiert

one year zero limits

Ein Facelift oder doch ein QUANTENSPRUNG?

WIE WIRD DER FEBRUAR? - Wenn Daten im Tourismus plötzlich antworten

Noch ein CO2-Rechner?

JA, ABER BITTE RICHTIG!

Im Austausch

WISSEN, DAS VERBINDET – unsere Schulungsformate und Infokanäle für Kund:innen

KI IM WISSENSMANAGEMENT: Vom Zeichen zur Wettbewerbsfähigkeit

one tourism.talk - Impulse für den menschlichen und digitalen Tourismus

one.team – unsere Reise durch das TOURISMUSJAHR 2025

INNOVATION ALS HALTUNG – vom one.award zur Campus Challenge 2026

Impressum

DIE BEDEUTUNG

TOURISTISCHER

WEBSITES im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz

Wandel der digitalen Sichtbarkeit

Früher war Google das Tor zur Welt – heute heißen die Eingänge ChatGPT, Gemini oder „AI Overview“. Künstliche Intelligenz verändert, wie wir Informationen finden, filtern und bewerten. Doch eines bleibt unverändert: KI-Systeme basieren auf Daten, die strukturiert, überprüfbar und vertrauenswürdig sind. Und genau hier liegt die unveränderte Stärke der Website einer Destination. Während Plattformen und KI-Agenten Inhalte neu kombinieren, bleibt die Website ihr Ursprung: das verlässliche Original, auf das sich Maschinen wie Menschen gleichermaßen stützen. Studien zeigen, dass rund 40 % der KI-Antworten aus institutionellen, strukturierten Quellen stammen – also aus jenen Quellen, die Destinationen mit ihren offiziellen Webseiten und Datensystemen bereitstellen.

KI mag Antworten liefern – doch wer die Fragen stellt, bleibt entscheidend. Und diese Fragen führen immer wieder auf die Website zurück.

Die Website als Ursprung verlässlicher Daten

Der Paradigmenwechsel ist deutlich: „Website als Einstiegsseite“ wird ersetzt durch „Website als Datenanker“. Künstliche Intelligenz zieht Informationen nicht mehr aus einer einzigen URL, sondern aus einem semantischen Netz von Daten. Wer hier sauber arbeitet – mit schema.org, JSON-LD, Open Data oder Schnittstellen zu one.data – sichert sich die Informationshoheit. Das bedeutet: Die Destination bleibt Urheberin und Quelle ihrer Daten. KI darf dabei zwar auf diese Daten zugreifen, sie aber nicht besitzen. Nur dort, wo Inhalte eindeutig zugeordnet und technisch zugänglich sind, bleibt ihre Herkunft nachvollziehbar. Wer seine Website dagegen vernachlässigt, läuft Gefahr, unsichtbar zu werden – verdrängt durch Plattformen, deren Inhalte im Zweifel als einzig verfügbare Quelle genutzt werden.

Vertrauen und Authentizität behalten die Oberhand In einer Zeit, in der maschinell generierte Texte und Antworten allgegenwärtig sind, gewinnt das Bedürfnis nach verlässlichen Quellen und nachvollziehbarer Herkunft an Bedeutung. Nutzer:innen wollen wissen, woher eine Information stammt – ein Bedürfnis, das keine KI allein erfüllen kann. Offizielle Destinations-Websites bieten diese Gewissheit durch Impressum, Datenschutzangaben, Ansprechpartner:innen vor Ort und eine Sprache, die Haltung, Werte und kulturelle Identität spiegelt. KI priorisiert dabei die Inhalte, die als „authoritative source“ erkennbar sind – das sind häufig die Websites von Destinationen und Organisationen. Fehlt diese Basis, greift sie auf Plattformen wie Google, booking.com oder Wikipedia zurück. Damit wird die Website zur digitalen Infrastruktur: nicht mehr bloß eine Marketing-Oberfläche, sondern ein langfristiges Vertrauens- und Datenfundament.

Mensch, Maschine und Marke – ein neues Zusammenspiel KI kann Inhalte verteilen, sie verknüpfen und personalisieren – doch sie kann keine Marke erschaffen. Identität, Emotion und Haltung bleiben menschlich. Oder wie es in einem Zitat der Nielsen Norman Group zusammengefasst wurde: „AI can distribute content, but cannot create brand identity.“ Ton, Bildsprache und Regionalkultur sind das, was eine Destination unverwechselbar macht. KI hingegen funktioniert kontextlos und universell – sie übersetzt,

analysiert, strukturiert. Die Frage „Wer sind wir?“ kann sie nicht beantworten. Hier bleibt die Website Bühne und Bewahrerin menschlicher sowie regionaler Identität. Die Humanisierung der digitalen Kommunikation ist daher kein Widerspruch zur Automatisierung, sondern ihre notwendige Ergänzung. Je digitaler unsere Prozesse werden, desto wichtiger ist das menschliche Gegenüber – sichtbar, ansprechbar, verlässlich.

Die Website als Datenzentrale der Zukunft

Wenn KI Antworten liefert, dann nur auf Grundlage dessen, was wir als Quelle bereitstellen. Die entscheidende Frage lautet also: Nutzt KI unsere Daten – oder die fremder Plattformen? Destinationen, die ihre digitalen Grundlagen heute konsequent pflegen – semantisch, technisch und redaktionell – sichern sich ihre Relevanz für morgen. Denn KI zieht Wissen aus jenen Quellen, die offiziell, strukturiert und gepflegt sind. Die Website wird damit zur Datenzentrale, Identitätsbühne und Vertrauensquelle in einem. Sie vereint technische Präzision mit emotionaler Strahlkraft, ist Werkzeug und Werteträger zugleich.

Fazit

Künstliche Intelligenz ersetzt keine Website – sie nutzt sie. Sie greift auf sie zurück, um Antworten zu liefern, Emotionen zu stützen und Orientierung zu geben. Die Zukunft gehört daher jenen Destinationen, die die Gestaltung ihrer Daten selbst in der Hand behalten. Denn Informationshoheit, Sichtbarkeit und Glaubwürdigkeit bleiben untrennbar mit der eigenen digitalen Präsenz verbunden.

Oder, um es auf den Punkt zu bringen: KI mag Antworten liefern – doch wer die Fragen stellt, bleibt entscheidend. Und diese Fragen führen immer wieder auf die Website zurück.

Text: Tim Zeidler

Tim Zeidler

Projektmanager, destination.one tim.zeidler@destination.one www.destination.one

UNSERE Erfolgs

WILLKOMMEN IM HAVELLAND – die neue Erlebnisplattform für Gäste, Partner:innen und Einheimische

Mit der Weiterentwicklung von visithavelland.de haben wir einen weiteren Meilenstein in der digitalen Präsenz unserer Destination gesetzt. Nicht der „erste Auftritt“, sondern ein bewusster Schritt in Richtung Next Level stand im Mittelpunkt: weg vom reinen Webdesign hin zu einer echten Erlebnisplattform für Gäste, Partner:innen und Einheimische.

Ziel war es, die Website noch intuitiver, dialogorientierter und mobilfreundlicher zu gestalten. Dafür wurde ein modulares Kachelmenü eingeführt, das nicht nur die Orientierung verbessert, sondern auch individuelle Interessen und Reisethemen schnell zugänglich macht. Der Fokus liegt klar auf Nutzerführung und Übersichtlichkeit – besonders auf mobilen Endgeräten, die inzwischen einen Großteil der Seitenaufrufe ausmachen.

Ein echtes Highlight ist Theobald, unser neuer Chatbot, der als digitaler Reiseassistent fungiert. Er gibt Empfehlungen, beantwortet häufige Fragen und ermöglicht eine direkte Interaktion mit den Gästen – rund um die Uhr. Das steigert nicht nur die Servicequalität, sondern liefert uns auch wertvolle Einblicke in das Informationsverhalten unserer Zielgruppen.

Durch die Zusammenarbeit mit destination.one profitieren wir von einem System, das kontinuierlich weiterentwickelt wird und uns mehr Raum für strategische Inhalte statt technischer Wartung lässt. Die partnerschaftliche Zusammenarbeit war erneut geprägt von Verlässlichkeit, Transparenz und dem gemeinsamen Willen, eine zukunftsfähige Lösung zu schaffen.

Matthias

Für uns ist diese Weiterentwicklung kein Abschluss, sondern ein Startpunkt für die nächsten Schritte im digitalen Tourismusmarketing – immer mit dem Blick auf die Bedürfnisse der Gäste und die Besonderheiten unserer Region.

Umgang

& Einsatz mit Künstlicher Intelligenz im Arbeitsalltag der TMBW

Wenn wir bei der TMBW – der Tourismus Marketing GmbH Baden-Württemberg – von Künstlicher Intelligenz und ihrem Einsatz in unserem Arbeitsalltag reden, so war dies von Anfang an viel mit Ausprobieren, Testen und Vertrauen in die Mitarbeitenden verbunden. Unsere Geschäftsführung gab und gibt uns viele Freiräume, verschiedene Tools für die unterschiedlichsten Einsatzbereiche in den Teams – von Presse über internationales Marketing hin zum Datenteam – zu testen. Einerseits konnten wir uns dadurch schnell mit KI vertraut machen und hatten Spaß, Neues auszuprobieren, andererseits wurde ebenso schnell klar, dass KI sehr viele neue Möglichkeiten bietet, wir uns aber die Frage stellten, ob das, was grundsätzlich möglich ist, auch das ist, wie wir als Urlaubsland Baden-Württemberg vor allem unseren Gästen gegenüber auftreten möchten. Werben wir für den Süden und seine Destinationen mit KI-generierten Bildern? Lassen wir unsere Presse- und Website-Texte mit ChatGPT erstellen?

Vor diesem Hintergrund entstand schon im Sommer 2023 unser erster KI-Leitfaden, der bundesweit der erste in dieser Form war. In diesem Dokument ist hinterlegt, dass die TMBW grundsätzlich mehr Chancen als Risiken sieht und die Nutzung von KI im Arbeitsalltag unterstützt. Entsprechend listet der Leitfaden verschiedene Tools auf, zeigt, wo KI zum Einsatz kommen kann bzw. wo auf KI verzichtet wird, und welche rechtlichen Aspekte zu beachten sind. Ebenso wie sich die KI weiterentwickelt, müssen wir natürlich auch den Leitfaden

geschichten

stetig überarbeiten und an aktuelle Entwicklungen und Gegebenheiten anpassen. Mittlerweile haben wir die dritte Version veröffentlicht.

Mit dem Rollout von one.intelligence im Sommer 2025 bot sich uns die Möglichkeit, die Plattform ausgiebig zu testen. Nach einem gemeinsamen Kick-off haben sich die Teams der TMBW bei den sog. Team Innovation Days – ein Format, bei dem wir uns einen Tag in die Ideenwerkstatt begeben – mit der Plattform vertraut gemacht und fleißig verschiedenste Modelle und Prompts getestet. Selbst die Tatsache, dass wir dabei auch an Grenzen stießen – sowohl beim Knowhow als auch in der Bedienung – hat uns weitergeholfen. Mit den Learnings können wir nun gezielt weiter schulen und fortbilden – und die schönste Erkenntnis: Die Ideen sind nur so gesprudelt und die Begeisterung für unseren Arbeitsbuddy KI ist eindeutig vorhanden.

Susanne Bleibel

EDERSEENSUCHT NEU INSZENIERT - Podcast und Website verschmelzen zum Erlebnis

Ederseensucht auf der neuen Website – Ein Podcast-Erlebnis, das hörbar verbindet Die Edersee Marketing GmbH hat mit dem Relaunch ihrer Homepage ein neues Highlight gesetzt: das integrierte Podcast-Modul, das „Ederseensucht“ professionell, übersichtlich und atmosphärisch ansprechend präsentiert. Das frische Webdesign bindet den monatlichen Podcast nicht nur technisch perfekt ein, sondern er wird zum festen Bestandteil des digitalen Markenerlebnisses rund um die Region Edersee. Ob auf der Startseite, im Themenbereich oder in den Episodenansichten: Besucher:innen tauchen sofort nahtlos in die Klangwelt der Region Edersee ein.

Geschichten, Menschen, Perspektiven „Ederseensucht – der Podcast für alle, die mehr sehen wollen als Postkartenmotive.“ Dieser Leitgedanke zeigt sich in jeder Episode. Monat für Monat lädt das Podcast-Team dazu ein, die Region aus neuen Blickwinkeln zu entdecken, durch Gespräche, die berühren, bewegen und verbinden. Im Fokus stehen Menschen, die die Region Edersee prägen: Einheimische, kreative Köpfe, Gastgeber:innen, engagierte Bürger:innen und Gäste mit besonderen Geschichten. Sie geben authentische Einblicke in ihr Leben, erzählen von mutigen Ideen, persönlichen Momenten und stillen Beobachtungen. Humorvoll, nachdenklich, immer inspirierend. So entsteht ein Klangbild, das die emotionale Tiefe und Vielfalt der Region Edersee hörbar macht.

Ein digitales Zuhause für hörbare Heimat Mit dem neuen Podcast-Modul bekommt „Ederseensucht“ endlich den Raum, den es verdient. Episoden lassen sich direkt streamen, teilen und gezielt nach Themen oder Gesprächspartnern:innen filtern. Hochwertige Bilder, prägnante Beschreibungen und ein klar strukturierter Aufbau sorgen für ein stimmiges Nutzererlebnis, sowohl am Desktop als auch mobil. Durch intuitive Bedienbarkeit und grafische Integration fügt sich der Podcast ideal in die touristische Markenwelt ein und stärkt die digitale Erzählkraft der Region. Für Hörer:innen bedeutet das einen direkten, unkomplizierten Zugang zu Geschichten, die nicht nur informieren, sondern berühren.

Hörbare Verbundenheit, die bleibt „Ederseensucht“ ist mehr als Unterhaltung – es ist eine akustische Entdeckungsreise, die Nähe schafft. Die Gespräche lassen Heimat hörbar werden und machen die Region erlebbar, selbst wenn der Edersee gerade nicht vor der Haustür liegt. Mit dem Website-Relaunch und der neuen Podcast-Integration setzt die Edersee Marketing GmbH ein starkes Zeichen für moderne, authentische und emotionale Kommunikation. Willkommen bei Ederseensucht. Willkommen, wo Heimat klingt.

UNSERE Erfolgs

Als Harzer Tourismusverband standen wir 2025 vor einer spannenden Aufgabe: Der Relaunch unserer Kinder-Website www.brockenbande.de sollte die Welt des Harzes speziell für Kinder im Grundschulalter noch erlebbarer machen – modern, spielerisch und mit starkem regionalem Bezug.

Die Brockenbande ist seit einigen Jahren unser zentrales Marketinginstrument für Kinder und Familien. Rund um vier sympathische Charaktere wurde eine fantasievolle Erlebniswelt geschaffen, die mit liebevollen Grafiken, Hörspiel- und Podcast-Elementen sowie zahlreichen interaktiven Entdeckerstationen im Harz das Natur- und Kulturerlebnis auf besondere Weise vermittelt. Ziel ist es, junge Gäste früh für die Schönheit und Vielfalt unserer Region zu begeistern – und sie spielerisch zu kleinen Harz-Fans zu machen.

Spannend war dabei, dass es sich bei der Brockenbande nicht um eine klassische Destinationswebsite handelt. Statt Unterkünften, oder Pauschalen und der entsprechenden Verbindung mit strukturierten Datensätzen, stehen grafische und interaktive Elemente – etwa Videos, Hörgeschichten und Quizformate – im Mittelpunkt. Uns war bei der Umsetzung allerdings wichtig, keine isolierte zusätzliche Website zu erstellen, sondern möglichst die Synergien zu nutzen, die eine technische Verbindung mit unserer Destinationswebsite www.harzinfo.de bietet. Das Framework von destination.one zeigte dabei seine zunächst nicht erwartete Flexibilität: Obwohl für touristische Zielseiten konzipiert, ließ es sich hervorragend an die Bedürfnisse einer jungen, digitalen Zielgruppe anpassen.

So entstand eine spielerische, interaktive Website mit kindgerechter Illustration und einem responsiven Design, das besonders auf Tablets optimal funktioniert – dem bevorzugten Endgerät vieler Grundschulkinder. Gleichzeitig ermöglicht die Seite unterwegs im Harz die Verbindung von digitalen Inhalten mit realen Entdeckererlebnissen vor Ort.

Smarte Gästekommunikation am STEINHUDER MEER

Digitaler Wegweiser: Die Umsetzung der digitalen Gästeinformation vor Ort In einer modernen Destination müssen relevante Informationen genau dort verfügbar sein, wo die Entscheidung des Gastes fällt: direkt am Point of Interest. Unser Ziel war es, eine verlässliche Brücke zwischen unserer täglichen digitalen Datenpflege und dem physischen Erlebnisraum zu schlagen. Mit der Implementierung der one.hardware Kioske haben wir eine Lösung geschaffen, die unsere bestehende Datenstruktur nutzt, um Gästen einen echten Mehrwert im öffentlichen Raum zu bieten und die Servicequalität vor Ort zu unterstützen.

Nahtlose Integration in die Systemlandschaft

Der Kern unserer Umsetzung ist die vollständige Einbindung in unsere digitale Infrastruktur. Anstatt auf isolierte und damit pflegeintensive Einzellösungen zu setzen, bespielen wir die Terminals direkt aus der zentralen Datenbank heraus. Unsere Progressive WebApp (PWA) fungiert dabei als technisches Interface, was eine effiziente und konsistente Informationsausspielung ermöglicht. In der Praxis bedeutet das: Alle Daten zu Rad- und Wandertouren, gastronomischen Angeboten sowie aktuellen Veranstaltungen werden in Echtzeit synchronisiert. Jegliche Aktualisierungen in der Datenbank werden somit unmittelbar auf den Bildschirmen sichtbar, ohne dass ein manueller Mehraufwand entsteht. Ein zentrales Feature ist dabei die intuitive „Around-Me“-Funktion, sie erlaubt es den Gästen, standortbezogene Empfehlungen in ihrer direkten Umgebung zu entdecken und ihre Tagesplanung bei Bedarf spontan an das lokale Angebot anzupassen. Andreas Lehmberg www.brockenbande.de, www.harzinfo.de

Der Relaunch zeigt, wie vielseitig das Framework von destination.one eingesetzt werden kann. Es eröffnet neue Möglichkeiten für pädagogisch orientierte Erlebniswelten und verbindet digitales Storytelling mit touristischer Bildungsarbeit – kreativ, nachhaltig und zukunftsweisend.

geschichten

Strategischer Ausbau in der Destination für 2026

Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass das digitale Angebot als Ergänzung zum persönlichen Service genutzt wird. Die Kioske dienen als Anlaufstelle und Orientierungshilfe, sei es bei der Tourenplanung oder der Suche nach einer passenden Einkehrmöglichkeit. Daher ist der weitere Ausbau innerhalb unserer Destination für dieses Jahr bereits eingeplant: Zukünftig werden wir die one.hardware Kioske verstärkt an exponierten Punkten wie unserer Promenade positionieren, hier liegt der Fokus auf einer noch stärkeren Lokalisierung der ausgespielten Inhalte. Je nach spezifischem Standort werden dort gezielt Informationen bereitgestellt, die für den jeweiligen Bereich relevant sind - wie beispielsweise aktuelle Termine für Segelregatten. Durch diese bedarfsgerechte Aufbereitung der Daten entwickeln wir unseren Vor-Ort-Service konsequent weiter und schaffen ein digitales Informationsangebot, das sich flexibel an die Bedürfnisse unserer Besucher:innen anpassen lässt.

BREMERHAVEN GEHT

ONLINE:

Ein erster Schritt in Richtung digitales Erlebnis

Mit dem Go-live von bremerhaven-erleben.de am 12. November 2025 hat die Erlebnis Bremerhaven GmbH – das kommunale Unternehmen der Seestadt für Touristik, Veranstaltungen und Stadtmarkting - den Grundstein für ihre neue digitale Präsenz gelegt. Der bewusste Start im Rahmen eines „Minimalauftritts“ war kein provisorischer Kompromiss, sondern ein strategischer Schritt. Ziel war es, noch vor Weihnachten eine moderne und stabile touristische Plattform bereitzustellen, die sukzessive wachsen kann, vom soliden Fundament bis hin zum erlebnisreichen Gesamtauftritt.

Gemeinsam mit destination.one entstand der neue Auftritt in enger Abstimmung zu Struktur, Design und Inhalten. Im Vordergrund stand eine klare, auf Nutzer:innen ausgerichtete Darstellung, die Orientierung bietet und Lust auf die Stadt an der Mündung der Weser in die Nordsee macht. Die kommenden Monate stehen nun ganz im Zeichen des Ausbaus. Für das Frühjahr 2026 ist das große Opening geplant, dann werden zusätzliche Module integriert. Vorgesehen sind unter anderem die Einbindung von Blogartikeln, die den Stadtalltag und besondere Erlebnisse lebendig machen, sowie eine erweiterte Darstellung der Tagungslokalitäten für den Business-Tourismus.

So wächst Schritt für Schritt ein digitales Erlebnisportal, das Bremerhaven in all seinen Facetten präsentiert: authentisch, modern und zukunftsorientiert. Michael Gerber, Geschäftsführer der Erlebnis Bremerhaven GmbH, betont die partnerschaftliche Zusammenarbeit und bedankt sich beim Team von destination.one sowie der eigenen Mannschaft: „Herzlichen Dank an Euch alle für die großartige Zusammenarbeit. Wir bei der Erlebnis Bremerhaven freuen uns, weiter mit Euch zu arbeiten und dieses tolle Projekt gemeinsam weiterzuentwickeln.“

Auch bei destination.one wird das Projekt als gemeinsamer Weg verstanden. Das positive Feedback unterstreiche, dass digitale Vorhaben besonders dann gelingen, wenn Vertrauen, Begeisterung und ein klares Ziel zusammenkommen: Bremerhaven digital erlebbar zu machen.

Marvin Haste www.steinhuder-meer.de
Michael Gerber www.bremerhaven-erleben.de

Sport & Events IM TOURISMUS

Über die Bedeutung von Sport & Events als Wachstumstreiber im Tourismus. Wie Sportangebote als Leadgenerator für Destinationen dienen können und warum es neue Vermarktungsansätze braucht, um die Potentiale der Sport-Communities zu erschließen.

Über 50 % der Bevölkerung im DACH-Markt treiben aktiv Sport. Der Markt für Sportreisen und Aktivurlaub wächst rasant. Wer heute seine sportlichen Aktivitäten plant, informiert und inspiriert sich digital. User:innen wollen personalisierte, interessenbasierte und lokalisierte Angebote. Gleichzeitig verändert sich das Suchverhalten in der digitalen Customer Journey von «Wo will ich hin?» zu «Was will ich tun?». Das Sport- und Freizeitangebot wird zum Leadgenerator und entscheidenden Faktor bei der Wahl einer Destination. Diese können über das Sport- und Eventangebot neue Gäste gewinnen.

Der Markt für Sportangebote und Sportevents ist komplex und fragmentiert. Destinationen oder Kommunen haben eine Vielzahl an Leistungsträger:innen, wie kommerzielle Anbieter:innen, Eventveranstalter:innen, Veranstaltungsstätten, Vereine oder Sportschulen. Die Anbieter:innen suchen über ihre eigenen Kommunikationskanäle nach Kunden:innen und Teilnehmer:innen. Die Herausforderung ist es, die Reichweite für ihre Angebote zu erhöhen und die richtige Community anzusprechen. Auf der Kundenseite, wird aktiv nach spezifischen Sportangeboten in einer bestimmten (Ferien-)Region, zu einem bestimmten Zeitpunkt gesucht. Bestehende Suchmaschinen führen diese Kund:innen nur bedingt zum richtigen Angebot und Anbieter:innen.

SportFinder – der Marktplatz für Sporterlebnisse

Veranstaltungen und Angebote finden lokal, regional, national und international täglich und tausendfach statt. Was in der Reisebranche mit Hotel- und Flugportalen längst Standard ist, fehlte bisher im Sport: eine Übersicht, was wo und wann stattfindet. SportFinder schliesst diese Lücke und verbindet die Akteure:innen im Sportmarkt. Mit dem Aggregator-Ansatz schafft SportFinder eine zentrale Anlaufstelle über alle Sportarten – für aktiv

wie auch passiv Sportinteressierte. Ziel ist die Reichweite für Anbieter:innen zu verlängern, die Sichtbarkeit der Angebote zu erhöhen und das Potential der Sport-Nachfrage zu erschließen. SportFinder bündelt diese Nachfrage und sorgt dafür, dass Angebote dort erscheinen, wo sie gesucht werden – regional, national und international.

Für Destinationen, Sportanbieter:innen, Vereine und Veranstalter:innen öffnet SportFinder einen zusätzlichen Kommunikationskanal, der Angebot und Nachfrage passgenau zusammenbringt und so neue Kundenanfragen generiert. Mit SportFinder entsteht eine Plattform mit völlig neuen Möglichkeiten für Spoprtanbieter:innen und Veranstalter:innen aus Tourismus, Sport und Freizeit. Ein Marktplatz, der das Silo-Denken auflöst und ein echtes Sport-Ökosystem schafft.

Was bietet SportFinder für Tourismusorganisationen, Destinationen und Veranstalter:innen?

- Vollständige Übersicht von Aktivitäten & Events in einer Region, - Eine faire, transparente Partnerschaft ohne Provisionen –Preis, Buchung und Kundenkontakt bleiben bei Anbieter:innen, - Ein kostenloses Startangebot und flexible Abo-Modelle für größere Portfolios, - Digitale Lösung zur zentralen Erfassung, Verwaltung und Erfolgskontrolle von Angeboten, - White-Label-Lösungen zur Integration auf der eigenen Domain.

Smarte Datenanbindung durch KI-Modell auf der one.intelligence platform

Destinationen und Anbieter:innen können bereits strukturierte Daten klassisch über individuelle Schnittstellen an SportFinder übertragen. KI ist ein wichtiger Innovationstreiber für effizientere Prozesse und verbesserte Serviceleistungen. Der one.intelligence marketplace bietet dank durchdachter KI-Integration eine deutlich vereinfachte Alternative zur Anbindung an die Plattform SportFinder.

Über das Model Context Protocol (MCP), einen standardisierten Stecker zwischen KI und Plattformfunktionen, können strukturierte Daten universell und plattformunabhängig genutzt werden. Die KI erkennt, welche Funktionen verfügbar sind und wie Daten abgerufen oder übertragen werden, ohne dass eine dedizierte 1:1-Schnittstelle erforderlich ist. Anbieter:innen können über KI-Assistenten wie ChatGPT Angebote an SportFinder übertragen sowie bestehende Inhalte auslesen oder aktualisieren. Die KI übernimmt dabei die Normalisierung der Daten und führt User:innen bei Bedarf durch den Prozess. Dies funktioniert unabhängig von der Systemlandschaft und ermöglicht einen einheitlichen Zugang für Organisationen jeder Größe. Für Kund:innen von destination.one und Nutzer:innen von one.intelligence entsteht so ein besonders effizienter Weg, Inhalte in die SportFinder-Datenmodelle zu überführen und weiter anzureichern.

SportFinder stellt zudem eine strukturierte und einheitlich modellierte Datenbasis bereit, die für moderne KI-Suchen optimal nutzbar ist. Angebote können dadurch nicht nur innerhalb der Plattform, sondern auch in KI-Suchen wie Google AI Search, conversational Search und digitalen Assistenten erscheinen. So entsteht ein Sichtbarkeitsvorteil über die Plattform hinaus. Die Kombination aus strukturierten Daten, KI-gestützter Standardisierung und MCP-Technologie ermöglicht eine skalierbare und zukunftssichere Integration. Prozesse werden vereinfacht, technische Komplexität reduziert und die Reichweite der Angebote deutlich gesteigert. Ein Mehrwert für jede:n Anbieter:in..

Im KI-Zeitalter sind Daten kein Monopol mehr – Open-Data ist der Standard. Der Wert der Daten entsteht durch die Monetarisierung über den richtigen Ausspielungskanal, der das Silo-Denken auflöst und die Angebote zielgruppenspezifisch dort platziert, wo die Kunden :innen sind – hier setzt SportFinder an und schafft einen Marktplatz für Sporterlebnisse.

Text: Florian Kurz

Florian Kurz Co-Founder & Verwaltungsratspräsident, SportFinder.com/ ACC Camps & Communities AG hello@sportfinder.com www.sportfinder.com

DATEN, INTELLIGENZ, KOMMUNIKATION – wie sich unsere Produktwelt mit der one.intelligence platform neu sortiert

In den vergangenen Jahren hat sich unsere Welt bei destination.one stetig weiterentwickelt – technisch, strategisch und auch sprachlich. Mit unserem neuen Schichtenmodell schaffen wir nun eine klare Visualisierung dieser Entwicklung: Es zeigt, wie unsere Lösungen im digitalen Tourismus ineinandergreifen und wie sich aus Infrastruktur, Daten, Intelligenz und Kommunikation ein ganzheitliches System bildet. Das Modell macht deutlich: Wir denken Ökosystem – und verbinden diese Denkweise zunehmend konsistent auch in unserer Produktstruktur und Namenslogik.

Die one.intelligence platform als neues Herzstück unserer Architektur Mit der Einführung der one.intelligence platform im Jahr 2025 haben wir eine zentrale Ebene geschaffen, die unseren Produktkosmos nachhaltig verändert. Die Plattform ist weit mehr als ein zusätzliches Tool – sie ist die verbindende Schicht, die Daten, Systeme und Anwendungen intelligent miteinander verknüpft. Wir verstehen die one.intelligence platform als Querschnittslösung – als unser „Schweizer Taschenmesser“ im digitalen Tourismus. Sie ist offen, systemunabhängig und europäisch gedacht, und verbindet Analysefunktionen, KI-Unterstützung für Content und digitale Gästekommunikation. Dabei bleibt sie immer transparent und datenschutzkonform – ganz im Sinne eines verantwortungsvollen Umgangs mit Künstlicher Intelligenz. Durch diese Ebene ist ein Fundament entstanden, das übergreifende Prozesse erleichtert und neue Möglichkeiten eröffnet: von automatisierter Datenanalyse über redaktionelle Unterstützung bis hin zu personalisierten Inhalten, die auf den jeweiligen Nutzungskontext reagieren. Über den one.intelligence marketplace lassen sich ergänzende Anwendungen und Assistenten einfach aktivieren – so wächst unser System mit den Bedürfnissen unserer Kund:innen mit.

Einheit in Sprache und Struktur – das neue Produkt-Naming Parallel zur Weiterentwicklung unserer Architektur war es für uns eine logische Konsequenz, auch die Systematik unserer Produktwelten zu überarbeiten. Unser Ziel: Klarheit schaffen, Wiedererkennung stärken, Zusammenhänge sichtbar machen. Daher tragen unsere zentralen Produktkategorien nun konsequent das Präfix one. – es steht für Integration, Einfachheit und unsere Haltung, die Dinge zusammenzuführen. Was früher „destination.data“ hieß, ist heute one.data. Aus „destination.pages“ wurde one.pages. Und auch unsere Schulungs- und Wissensformate bündeln wir nun unter one.academy – von Trainings über Workshops bis zu Themen-Sessions rund um KI, Screendesign oder Datenpflege. Hinzu kommen Bereiche wie one. meta (alle Schnittstellen-Themen), one.hardware (digitale Touchpoints vor Ort) oder one.web (unser Website-Produkt auf Basis von TYPO3). Die logische, einheitliche Namensstruktur unterstreicht: Wir denken in einem System, dessen Bausteine nahtlos ineinander greifen. Dort, wo der Begriff „destination“ bleibt, markiert er künftig spezielle Module innerhalb von one.web

– etwa destination.base, destination.base+, destination.pages+ oder destination.modules. Diese Bezeichnung betont die inhaltlich-redaktionelle Ebene und schafft eine klare Trennlinie zwischen der Plattformarchitektur (one.) und den Website-Modulen (destination.)

Vom Baukasten zur klaren Struktur – unser neues Schichtenmodell

Das neue Schichtenmodell stellt diese Zusammenhänge erstmals vollständig dar. Am Fundament beginnt alles mit unserer infrastructure platform: Sie sorgt für Hosting, Performance und Datensicherheit. Darauf baut die one.meta platform auf – unsere zentrale Content-Drehscheibe, die Daten aus verschiedenen Quellen bündelt, strukturiert und für die Ausspielung in alle Kanäle bereitstellt. Darüber liegt nun die one.intelligence platform als verbindende Ebene, die Inhalte, Algorithmen und Interaktionen intelligent steuert. Auf dieser Basis entstehen schließlich unsere Anwendungsebenen: one.data, one.pages, unser TYPO3 Produkt one.web, unsere one. hardware sowie der one.intelligence marketplace – sie sind die konkreten Zugangspunkte, über die Touristiker:innen, Gastgeber:innen oder Gäste mit unseren digitalen Lösungen in Kontakt kommen.

Warum dieser Schritt wichtig ist Mit der neuen Struktur schaffen wir mehr als ein neues Naming: Wir schaffen eine gemeinsame Sprache, die unsere Produktentwicklung, unser Projektmanagement und unsere Kommunikation nach außen verbindet. Die one.intelligence platform bildet dabei die zentrale Achse – sie macht unsere Systeme intelligenter, vernetzter und zukunftsfähiger. Wir sind überzeugt: Die Zukunft des digitalen Tourismus liegt in der Verbindung von Daten, Technologie und Menschlichkeit. Genau dafür steht unser Schichtenmodell – als visuelle, technologische und konzeptionelle Basis für alles, was wir bei destination.one entwickeln.

Text: Sebastian Mattner

– Wie KI das Design neu denkt

Stell dir vor, du kommst in eine Küche – und plötzlich sind alle Knöpfe, Anzeigen und Schubladen verschwunden. Trotzdem kocht der Ofen dein Lieblingsgericht, nur durch ein gesprochenes „Mach mir Pasta“. Genau so wirkt gerade die Designwelt: Die vertrauten Oberflächen, mit denen wir seit Jahren interagieren, beginnen sich aufzulösen. Schuld daran ist Künstliche Intelligenz und wirft eine spannende Frage auf: Was passiert mit Design, wenn das Interface verschwindet?

Vom Button zur Bedeutung

Interface-Design war lange die Kunst, elektronische Kommunikation sichtbar und bedienbar zu machen. Von den ersten grafischen Benutzeroberflächen in den Achtzigern bis zu heutigen App-Designs ging es immer darum, Ordnung in Menüs, Icons und Farben zu bringen – also eine Brücke zwischen Mensch und Maschine.

Heute stehen andere Dinge im Rampenlicht: Kontext, Intention und Dialog. Systeme wie ChatGPT, Gemini oder Midjourney verstehen Sprache, erkennen Bilder und antworten inzwischen mit fast menschlicher Präzision. Sie machen das Interface flexibel – oder schlicht unsichtbar.

Der Begriff Zero UI beschreibt genau das: Technologie, die so nahtlos in unseren Alltag integriert ist, dass wir sie kaum noch bemerken. Dabei tritt die Schnittstelle in den Hintergrund, und Interaktionen werden so intuitiv, dass Nutzer:innen die Technologie gar nicht mehr als solche wahrnehmen. Doch das verändert nicht nur Produkte – auch der Beruf der Designer:innen selbst bekommt eine neue Rolle.

KI als kreative Kollegin

Jessica Battram

Leitung UX Design, destination.one jessica.battram@destination.one www.destination.one

Auch im Designprozess selbst übernimmt Künstliche Intelligenz zunehmend Co-Work-Funktionen. Tools wie Figma AI, RunwayML oder Uizard schlagen Layouts, Farbkombinationen und Texturen vor. Designer:innen werden damit weniger zu reinen Gestalter:innen, sondern eher zu Kurator:innen, die Ideen auswählen, bewerten und orchestrieren. Die Zusammenarbeit zwischen Mensch und Künstlicher Intelligenz wird immer mehr zu echter Teamarbeit. Menschen bringen Kreativität und Kontextverständnis ein, während KI-Systeme Daten analysieren und Strukturen erkennen.

So entsteht eine dynamische Partnerschaft, in der beide voneinander lernen, sich anpassen und gemeinsam bessere Lösungen finden. Sprache, Geste, Blick – Multimodales Design als Herausforderung

Sprachsteuerung, Augmented Reality, Wearables – die Liste der Eingabemöglichkeiten wächst rasant. Wir tippen weniger, sprechen mehr, reagieren mit Gesten oder Emotionen. In der Zukunft wird die Interaktion mit Technologie zunehmend natürlicher und intuitiver, indem verschiedene Eingabemethoden wie Sprache, Berührung und Blickbewegungen nahtlos miteinander kombiniert werden.

Diese multimodale Kommunikation ermöglicht es den Nutzer:innen, auf die für sie angenehmste Weise mit Geräten zu interagieren, sei es durch gesprochene Befehle, Touch-Gesten oder sogar durch die Richtung ihres Blicks. Dadurch wird die Technologie nicht nur zugänglicher, sondern auch anpassungsfähiger an die individuellen Bedürfnisse und Vorlieben der Nutzer:innen.

Für Designer:innen heißt das: Sie müssen Situationen mitdenken. Eine Sprachinteraktion im Auto stellt andere Anforderungen als dieselbe Funktion auf dem Smartphone. Design wird damit situativ – es passt sich nicht nur den Menschen, sondern auch ihren Momenten an.

Sichtbarkeit bleibt wichtig

Ganz verschwinden wird sie aber nicht, die klassische Oberfläche – sie verändert nur die Bühne. Sichtbare und unsichtbare Elemente verschmelzen zu Hybrid Interfaces. Microsofts Copilot oder Googles Duet AI zeigen, wie KI-Systeme Vorschläge visuell darstellen und damit User:innen ein Stück Kontrolle zurückgeben.

Unsichtbarkeit klingt schick, kann aber trügerisch sein. Wenn User:innen nicht verstehen, warum eine KI etwas entscheidet, schwindet das Vertrauen. Transparenz ist damit nicht nur Designprinzip, sondern fast schon Beziehungspflege zwischen Mensch und Maschine. KI sollte so gestaltet sein, dass ihre Entscheidungen nachvollziehbar und erklärbar bleiben.

Design, das Vertrauen schafft, ist kein Beiwerk – es ist die Basis für Akzeptanz.

Vom Klick zur Konversation

Das Interface der Zukunft wird nicht mehr primär gestaltet, sondern erzählt. Es geht um Erlebnisse, die mitdenken, zuhören und reagieren. Designer:innen werden zu Regisseur:innen von Systemen, in denen Maschinen und Menschen gemeinsam handeln. Man könnte sagen: KI nimmt uns das Design nicht weg – sie verschiebt einfach den Fokus. Statt Linien zu ziehen oder Buttons zu platzieren, gestalten wir Beziehungen, Dialoge und Dynamiken. Und manchmal entsteht das beste Design genau dort, wo man es gar nicht sieht.

Vielleicht ist das die neue Essenz guten Designs: Es tritt in den Hintergrund, damit Erfahrungen in den Vordergrund rücken. Oder, um zum Anfang zurückzukehren: Wir werden nicht aufhören zu kochen – wir bekommen nur Werkzeuge, die zuhören, verstehen und vielleicht schon wissen, dass heute Pasta auf dem Plan steht.

Text: Jessica Battram

Ein spannender Blick zurück auf all die Innovationen und Weiterentwicklungen, die unser Website-Produkt im Jahr 2025 geprägt haben.

KI-gestützte Übersetzungen

Direkte KI‑Übersetzungen im TYPO3-Backend beschleunigen die mehrsprachige Pflege und erlauben Stil‑ und Tonalitätsvorgaben für internationale Inhalte.

destination.area+

area+ ermöglicht die Darstellung von Regionen als Polygone und verbessert die geografische Strukturierung und Filterung von Inhalten.

destination.search auf Meta-Basis

Die neue Suche arbeitet ohne externe Indexierung, liefert schnellere Ergebnisse und ist vollständig in die neue Galerie-Karten-Logik und Teaser‑Systeme integriert.

destination.quiz

Das Quiz wurde spielerischer gestaltet mit Punkten, Ranglisten und Feedback und dient nun nicht nur Gewinnspielen, sondern auch interaktivem Storytelling.

Neue zweispaltige Bühne mit Versatz

Die neue Bühne kombiniert versetzte Text‑ und Bildlayouts und bringt mehr Dynamik und Gestaltungsfreiheit auf Kampagnen‑ und Landingpages.

Hamburger Menü Variante 4 Das neue touch‑optimierte, großflächige Menü bietet flexibel pflegbare Kachelreihen und eine Feratel‑Integration inklusive Warenkorb und modernisiert die mobile Navigation deutlich.

Erster KI-gestützter Chatbot

Der erste one.intelligence Chatbot liefert dank direkter Datenanbindung präzise, kontextsensitive Auskün te zu Angeboten und Veranstaltungen und erweitert so die digitale Beratung.

Produkt auf BFSG-Stand barrierefrei

one.web erhielt vollständige Konformität nach Richtlinien der WCAG 2.2 mit optimierten Slidern, Formularen und Navigationen inklusive Tastatursteuerung, ARIA‑Labels und reduziertem Animationsverhalten.

destination.podcast

Das Modul ermöglicht die einfache Einbindung von Podcasts über RSS oder Medien und bietet verschiedene Playergrößen für flexibles, emotionales Audio‑Storytelling.

Code-Anpassungen

destination.pages+

Redakteur:innen können nun Bereiche wie „Gut zu wissen“ oder „Empfehlungen“ direkt pflegen und sortieren, wodurch das Modul deutlich flexibler und redaktionell unabhängiger wurde.

Launch der neuen Ergebnisliste Die neue Galerie‑Karten‑Ergebnisliste bündelt Suche, Filter und Teaser‑Logik auf einer modernen Basis, ersetzt langfristig veraltete Module und steigert Performance sowie Pflegekomfort.

Schon gewusst?

Eine Demo aller Module des kompletten TYPO3Produkts findet ihr unter web.destination.one

unsere Schulungsformate und Infokanäle für Kund:innen

Wissen zu teilen, bedeutet für uns: gemeinsam weiterkommen. Seit Ende 2024 steht unseren Produktkund:innen mit Supportflat+ ein Schulungsprogramm offen, das diese Idee mit Leben füllt. Es ist praxisnah, fortlaufend und auf die täglichen Anforderungen im Umgang mit unseren Produkten abgestimmt.

Spätestens seit der Einführung unserer expliziten Schulungsplattform der one.academy (Link: events.destination.one) hat sich das anfängliche Angebot zu einer zentralen Säule unserer Kundenbetreuung entwickelt. Seit vielen Jahren gehen bereits monatlich unsere Release zu den aktuellsten Updates in unseren Produkten per Newsletter raus. In der monatlichen one.community Sprechstunde der one.academy werden diese Neuerungen nun gemeinsam mit unseren Kund:innen besprochen.

Breites Themenspektrum mit Praxisbezug

Die Sprechstunden werden ergänzt mit vielfältigen weiteren Schulungen und decken so ein breites Themenspektrum ab. Regelmäßige Sessions zu unserer Datenunterstützen unsere Kund:innen dabei, sicher und strukturiert mit den umfangreichen Systemen zu arbeiten. Ergänzend dazu entwickelten sich feste Formate wie der monatliche one.intelligence talk oder auch Intensivkurse wie die KI-Chatbot-Schulungen. Dort wurde sich z. B. explizit mit der Frage auseinandergesetzt, wie Künstliche Intelligenz im touristischen Alltag sinnvoll eingesetzt werden kann. Auch speziellere Themen finden großen Anklang. So reagierten wir mit einer zusätzlichen Schulung zum Thema Barrierearmut auf das Inkrafttreten des Barrierefreiheitsstärkungsgesetzes im Juni 2025 – ein Beispiel dafür, wie flexibel unser Angebot auf aktuelle Entwicklungen in der Tourismusbranche reagiert. Seit dem Start des Programms wurden bereits 39 Live-Schulungen, Workshops und Sprechstunden durchgeführt mit bis zu 110 Teilnehmenden pro Termin. Insgesamt verzeichnen wir im letzten Jahr rund 1.300 Registrierungen – ein eindeutiges Zeichen für das wachsende Interesse am praxisorientierten Wissenstransfer.

Lernen im Dialog – unterstützt durch digitale Tools

Die überarbeitete Wissensdatenbank soll künftig eine noch wichtigere Rolle spielen: Ihre Inhalte werden nach und nach genutzt, um one.intelligence gezielt zu trainieren, damit Anfragen künftig noch präziser beantwortet und die Kund:innen proaktiv unterstützt werden. So wird die Datenbank von einem statischen Nachschlagewerk zu einem lernenden System, das Wissen vernetzt und intelligent verfügbar macht.

So entsteht ein

lebendiges

Wissensnetzwerk, das Austausch und Weiterentwicklung fördert.

Weiterbildung als Gemeinschaftsprojekt

Unser one.academy Angebot wird stetig weiterentwickelt, um künftig noch mehr Raum für individuelles Lernen schaffen. Dabei ist uns eines besonders wichtig: Wissensaustausch ist keine Einbahnstraße. Weiterbildung ist und bleibt für uns, in diesem wie auch in den kommenden Jahren, ein zentraler Schwerpunkt. Um sie gezielt auszubauen, möchten wir den Dialog mit unseren Kund:innen intensivieren. Welche Themen bewegen im Alltag? Welche Formate - kompakte Sessions, Workshops oder Sprechstunden – helfen am meisten?

Aktuell arbeiten wir daran, Teilnehmerzahlen und Feedback transparenter auszuwerten, um die Kurse genau an den Bedürfnissen der Kund:innen auszurichten. Wir freuen uns über jede Anregung, Idee und Rückmeldung. Denn nur gemeinsam mit unseren Kund:innen können wir die one.academy so gestalten, dass sie nicht nur Wissen vermittelt, sondern einen echten Mehrwert im Arbeitsalltag schafft – heute und in Zukunft.

Unsere Schulungen sollen Spaß machen und im Alltag anwendbar bleiben. Die Rückmeldungen zeigen: Die Regelmäßigkeit und thematische Offenheit der Formate tragen dazu bei, Routineaufgaben zu erleichtern und die Innovationsbereitschaft bei den Kund:innen zu fördern. Viele nutzen die Formate nicht nur, um Funktionen und Updates kennenzulernen, sondern auch, um eigene Prozesse zu reflektieren oder neue Herangehensweisen im Team zu entwickeln. Besonders deutlich wird der Mehrwert im Bereich one.intelligence – hier helfen die praxisnahen Einblicke, Chancen und Grenzen besser zu verstehen, eigene Anwendungsfälle zu erkennen und KI-gestützte Tools gezielt in die tägliche Arbeit einzubinden. So entsteht über die Schulungen hinaus ein lebendiges Wissensnetzwerk, das Austausch und Weiterentwicklung fördert. Gerade im Kontext der zunehmenden Digitalisierung und des KI-Einsatzes ist solch gelebter Wissensaustausch mit unseren Kund:innen ein wichtiger Ankerpunkt.

Zentrale Wissensquellen

Natürlich steht allen Kund:innen auch weiterhin unsere digitale Wissensdatenbank zur Verfügung. Im Rahmen eines umfassenden Updates wurde sie inhaltlich neu strukturiert und erweitert – hin zu einem echten Allrounder, das detaillierte Anleitungen, Best-Practice-Beispiele und Hintergrundwissen vereint. Ziel war es, ein Tool zu schaffen, das im Alltag schnell Orientierung bietet und gleichzeitig als Nachschlagewerk langfristig wächst. (Link: help.destination.one/portal/de/kb/support)

Über unser neues Themenabfrage-Formular können künftig Ideen, Wünsche und Anregungen direkt eingebracht werden: https://s.et4.de/-bj1h

Text: Frederike Hermans

Frederike Hermans Kundenbetreuung, destination.one frederike.hermans@destination.one

Ein Facelift oder doch ein

QUANTENSPRUNG?

Die one.pages sind unser „Herzstück“. Unverzichtbar im täglichen Einsatz. Fast jede Destination nutzt sie, um die touristischen Informationen aus den Datenbanken per Progressive Web-App, Infostele oder Widget an den Gast zu bringen. Doch der bisherige Look und die eingeschränkten Gestaltungsmöglichkeiten ließen wenig Raum für Anpassung. Schließlich begleitet uns diese pages-Ausgabe bereits seit 10 Jahren. Damals war sie state-of-the-art, aber heute wirkt sie veraltet. Was 2018 als modern galt, wirkt heute statisch. Dynamik, Barrierefreiheit und individuelle Gestaltung sind zu neuen Standards geworden.

Ziel: Informationen einmalig in der Datenbank erfassen, aber in beliebigen Nutzungsszenarien ausspielen.

Und genau das ändert sich jetzt: Die komplett neu gestalteten one.pages bringen ab sofort ein frisches Design, mehr Flexibilität dank moderner Technik und zeigen, dass eine praktische Basislösung durchaus Stil haben kann. Das System setzt neue Maßstäbe dafür, wie touristische Informationen in Zukunft zentral gepflegt und an jedem Touchpoint erlebbar gemacht werden können.

Neuer Ansatz: Ganzheitlich, modular, zukunftsfähig

Die überarbeiteten one.pages basieren auf einem klaren Ziel: Informationen einmalig in der Datenbank erfassen, aber in beliebigen Nutzungsszenarien ausspielen. Die Plattform wurde mit modularen Web-Komponenten neu konzipiert und erfüllt damit die Anforderungen eines modernen, plattformübergreifenden Baukastensystems. Durch den modularen Aufbau lassen sich erstmals individuelle Ergebnislisten und einzelne Datensätze passend zum jeweiligen Design nahtlos in alle Websites und CMS-Systeme integrieren. Die Farben folgen dem Look der jeweiligen Website oder des touristischen Partners, ohne dass eine Einzelbeschaffung für jede:n Leistungsträger:in erforderlich ist. Redakteur:innen können alle Inhalte direkt wie gewohnt im pages.builder in one.data pflegen und über den Widget-Generator dann an touristische, aber auch nicht-touristische Leistungsträger:innen geben. Das System sorgt somit für effiziente Arbeitsprozesse und konsistente Datenqualität in der Region - zwei zentrale Aspekte, um den steigenden Anforderungen an Aktualität und Relevanz gerecht zu werden. Gleichzeitig gibt es mehr fürs Auge: Bilder, Videos, Hintergründe und verbesserte Teaser-Slider werden direkt eingebunden und schaffen lebendige, visuelle Erlebnisse.

Funktionen, die Gäste begeistern

Das neue technische Backend verbindet bestehende Funktionen mit inspirativem Design. Im Hintergrund sorgt die PWA-Technologie für barrierefreie und performante Usability. Inhalte können auf jedem Endgerät genutzt werden, ganz ohne App-Installation. Damit werden Gästeinformationen überall dort verfügbar, wo Reisende unterwegs sind: im Hotel, im ÖPNV, beim Freizeitpartner oder auf öffentlichen Plätzen.

Innovative Weiterentwicklung durch KI und Datenintegration

Ein zentraler Bestandteil der Neugestaltung ist der Blick in die Zukunft. Die one.pages wurden so angelegt, dass one.intelligence Funktionen schrittweise integriert werden können. In kommenden Entwicklungsphasen sind u. a. KI-gestützte Suchfunktionen, kontextbasierte Chats sowie personalisierte Content-Vorschläge geplant. Diese Features sollen jeweils auf vorhandene Daten aus one.data aufsetzen und Gästen genau jene Informationen anbieten, die in ihrer aktuellen Situation relevant sind, vom passenden Veranstaltungstipp bis zur empfohlenen Route. Darüber hinaus werden bestehende Lösungen wie die Gästekarten, Buchungsportale, Tagesplaner oder Daten zur Besuchsfrequenz nahtlos eingebunden.

Mein Brandenburg 2.0 als Beispiel aus der Praxis

Wie sich das Konzept in der Praxis bewährt, zeigt die Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH (TMB), die als landesweite Schnittstelle die zentrale Datenerfassung und -pflege koordiniert. Über 500 Redakteur:innen tragen täglich Inhalte zu Unterkünften, Veranstaltungen und Points of Interest in ein gemeinsames System ein. Dank dieser Struktur können Informationen einmalig eingepflegt und anschließend auf unterschiedlichsten Plattformen, Websites und digitalen Anwendungen skalierbar, aktuell und markenkonsistent ausgespielt werden. Darauf aufbauend wurde bereits 2018 die digitale „Mein Brandenburg“ entwickelt. Sie stellt auf mobilen Geräten, Info-Displays oder Outdoor-Terminals aktuelle Reisetipps, Veranstaltungen und Freizeitangebote bereit. Heute nutzen zwölf regionale Tourismusorganisationen sowie zahlreiche Tourist-Informationen und Betriebe das System; rund 150 individuelle Konfigurationen sind auf etwa 350 Displays aktiv im Einsatz. Mit durchschnittlich 400.000 monatlichen Sitzungen belegt die Anwendung ihre hohe Reichweite und Relevanz für Gäste und Partner:innen gleichermaßen. Das Nachfolgeprojekt „Mein Brandenburg 2.0“ setzt die neuen one.pages ein, um bestehende Strukturen des landesweiten Contentnetzwerks gezielt weiterzuentwickeln. Die Basisplattform sollte dabei nicht ersetzt werden, sondern um moderne Gestaltung, bessere Performance und aktuelle KI-Funktionen erweitert werden.

Mit der Neugestaltung der one.pages stellen wir ein technologisches Fundament für die nächste Generation digitaler Gästeinformation. Die Plattform verbindet Design, Daten und Dialog in einem System und fördert die Verbreitung der sorgsam gesammelten Inhalte. Sie bringt sie dahin, wo sie sein sollen: immer da, wo unsere Gäste auch sind.

Text: Annika Böhm

Projektmanagement, destination.one annika.boehm@destination.one www.destination.one

DIGITALE ACHTSAMKEIT statt blinder Technikglaube

Warum der kompetente Umgang mit KI für den Tourismus entscheidend ist. Oder anders gefragt: Wie viel KI verträgt unsere Realität?

„KI ist wahrscheinlich das Beste oder das Schlimmste, was der Menschheit passieren kann“, sagte der Physiker Stephen Hawking. Da Hawking, 2018 verstorben, den Startschuss der massentauglichen KI-Systeme nicht mehr erlebte, werden andere den Ausgang dieser Entwicklung beurteilen müssen. Doch für das britische Kosmologie-Genie war klar, dass jeder Mensch die Welt mit seinen eigenen Augen und aus der eigenen Perspektive sieht. Alles ist geprägt von eigenen Erfahrungen, dem Umfeld und unendlich vielen kleinen Einflussfaktoren. Oftmals ist es auch nur ein Gefühl, vielleicht Instinkt, der uns weiterfragen oder zweifeln lässt. Aus unseren individuellen Fähigkeiten erwächst so über die Jahre eine einzigartige Intelligenz, Informationen aufzunehmen, sie zu verarbeiten, Zusammenhänge zu erkennen und Probleme zu lösen. Oft durch abstraktes Denken, logisches Schließen und Kreativität. Wenn wir das als Definition für Intelligenz nehmen, wird klar, dass die Bezeichnung „Künstliche Intelligenz“ seitens der Tech-Konzerne mindestens anmaßend ist. Denn die aktuellen KI-Systeme denken nicht. Sie verwenden Algorithmen und maschinelles Lernen, um Muster in Daten zu erkennen, um aus Wahrscheinlichkeiten Vorhersagen zu treffen. Je häufiger die KI in den Daten, mit denen sie trainiert wird, bestimmte Informationen findet, desto größer muss ihre Relevanz sein. Ihre Richtigkeit. So die Logik.

Bereit für die neue Realität?

Wer nun aber gehofft hat, KIs würden mit Logik und Analytik in den Datenmengen unbestechlich die richtigen Antworten finden, der irrt. Der KI-Bot von Deepseek aus China antwortet auf politische Fragen ganz anders als das US-amerikanische ChatGPT. Zwar antwortet der chinesische Bot ziemlich offensichtlich so, dass auch das Zentralkomitee zufrieden nickt, doch sollte niemand von ChatGPT oder Gemini ein Loblied auf den Sozialismus oder ein asiatisches Einparteiensystem erwarten. Die Hoffnung, dass KI uns einen unverstellten Blick auf die Wirklichkeit auf Basis von Fakten gewährt – die Chance ist bereits vertan. Die Antworten sind besonders bei gesellschaftlichen Kontroversen, geopolitischen Konflikten und der Einordnung historischer Ereignisse subjektiven Wahrheiten unterstellt.

Christian Leetz

Geschäftsführer, TN-Deutschland

cl@tn-deutschland.com www.tn-deutschland.com

Abgesehen also davon, dass das Wissen der Bots keinesfalls frei von Ideologie ist, hat die Hyperindividualisierung der Systemlandschaften durch den Eintritt der KIs weiter Fahrt aufgenommen. Die algorithmische Selektion von Wirklichkeit wird die Dynamik der Filterblasen weiter verstärken. Und schon jetzt wird deutlich, dass eine mehr und mehr fragmentierte Informationswelt auch abseits der sozialen Netzwerke entsteht, in der jeder eine individuell gefilterte Realität geliefert bekommt. Dass KIs nicht zuletzt scheinbar authentische Inhalte in Sekundenbruchteilen selbst erzeugen können, beschleunigt diese Prozesse.

Fokus auf digitale Achtsamkeit

Reddit-Chef Steve Huffman beziffert die Quote der von Bots erzeugten Posts auf seiner Plattform mit rund 50 Prozent. Die englischsprachigen Posts auf LinkedIn werden ebenfalls zu mehr als 50 Prozent automatisiert erstellt. Oder anders gesagt: Auf Social Media unterhalten sich mittlerweile Bots mit Bots. Die Idee eines „sozialen“ Netzwerks ist ad-absurdum geführt!

KI-Sequenzen für die breite Masse zu produzieren, ist übrigens kein Aufwand mehr. Auch erste touristische Destinationen beginnen, mit KI-Clips zu experimentieren. Glücklicherweise fallen die meisten aller KI-generierten Veröffentlichungen bisher in die Kategorie Unterhaltung. Doch die künstlichen Videos knüpfen mehr und mehr an (netz-)kulturelle Ereignisse an und stellen echte inhaltliche Verbindungen her, die mediale Relevanz schaffen. Die Folgen für Meinungsbildung, demokratische Prozesse und gesellschaftlichen Zusammenhalt könnten tiefgreifender nicht sein. Oder warum will man in den USA unbedingt die Kontrolle über TikTok? Auch unsere Arbeitswelt steht vor großen Veränderungen. Wer selbst schon regelmäßig mit ChatGPT, Gemini & Co. arbeitet, weiß: KIs präsentieren Pläne oder Ankündigungen häufig als Ereignisse, erfinden Details und liefern teils irreführende Antworten. Laut einer großen Studie der European Broadcasting Union in 18 Ländern und der BBC aus Oktober 2025 war jede fünfte Antwort im Kern mindestens ungenau, wenn es um aktuelle Geschehnisse ging. Dass der Deutschlandtourismus falschen Fakten mit eigenen Datenbanken begegnet, ist daher richtig, konsequent und weitsichtig.

Kompetenzerwerb ist entscheidend

Doch liegt der Grund für falsche oder ungenaue Antworten nicht allein bei den KI-Modellen, die sich rasant weiterentwickeln, sondern auch am langsamen Aufbau von Kompetenz, um mit den Systemen zu arbeiten. Statt nur zu prompten, sollten Nutzer:innen einen Prozess verstehen und präzise beschreiben können, bevor eine Aufgabe an eine KI übergeben wird. Ebenso ist entscheidend, nicht nur zu formulieren, was man will, sondern auch klar zu benennen, was nicht erreicht werden soll. Diese Abgrenzung entscheidet am Ende über das Ergebnis. Dass die TMN in Niedersachsen den Betrieben im Land weiterhin kostenlos die Nutzung der one.intelligence platform ermöglicht, ist aus dieser Perspektive ein wichtiges Training für dem richtigen Umgang mit KI.

Doch ist nicht nur entscheidend, wie wir mit KI umgehen, sondern scheinbar auch die Häufigkeit, mit der Tools wie ChatGPT zum Einsatz kommen. Ein neuer Bericht des Work AI Institute kommt zu dem Ergebnis, dass generative KI die grundlegenden Fähigkeiten von Mitarbeitern untergraben könnte. Besonders Berufseinsteiger riskierten den Verlust wichtiger Fähigkeiten. Mit einem kurzfristigen Produktivitätsgewinn könnte langfristig ein Kompetenzverlust einhergehen.

Doch deshalb die enormen Chancen der KI für Analysen, Prozessoptimierung und Content-Generierung nicht weiterverfolgen? Auf keinen Fall! Dass mehrere Landesorganisationen aber inzwischen Leitfäden zum richtigen Umgang mit KI-Tools herausgegeben haben, zeigt, dass man sich den Herausforderungen frühzeitig stellt und den Umgang mit der Technologie aktiv gestalten möchte. Und muss.

Text: Christian Leetz

Ein eigenes Betriebssystem für den Tourismus: DIE EUROPÄISCHE INITIA-

TIVE

der one.intelligence platform

Als Digitalagentur sind wir seit 25 Jahren im Tourismus unterwegs und haben viele Technologiewellen kommen und gehen sehen, haben Websites gebaut, Buchungssysteme integriert und den Wandel zur Mobile-FirstWelt begleitet. Doch vor gut zwei Jahren änderte sich etwas Grundlegendes. Wir begannen, die ersten KI-Anwendungen für unsere Kund:innen zu entwickeln und spürten sofort: Das hier ist anders. Das ist kein Hype, sondern eine tektonische Verschiebung.

Aus der Praxis geboren: Wir sind Macher, keine Theoretiker Die one.intelligence platform ist nicht am Reißbrett entstanden. Sie ist das Ergebnis zweijähriger Pionierarbeit direkt im Maschinenraum der Tourismusbranche. In dieser Zeit haben wir praxisnahe KI-Lösungen entwickelt: Chatbots, die Website-Besucher:innen wirklich unterstützen, eine KI-Suche, die Kontext versteht, Voice-Bots, die rund um die Uhr Anrufe entgegennehmen, sowie Systeme, die strukturierte touristische Angebote automatisiert optimieren – von Beschreibungstexten bis hin zu Fakten wie Öffnungszeiten oder Preisen. Genau in dieser intensiven Pilotphase stießen wir jedoch immer wieder auf massive Hürden. Vier zentrale Probleme hielten uns nachts wach – und führten schließlich zur Schaffung der one. intelligence platform.

Herausforderung 1: Der Wunsch nach europäischer Souveränität

Uns war klar: KI ist ein „Gamechanger“, disruptiver als alles zuvor. Doch beim Blick auf die Landschaft sahen wir fast nur US-Tech-Giganten. Die Möglichkeiten waren vielseitig, aber das Bauchgefühl stimmte nicht. Wir wollten nicht nur Reseller von US-Technologie sein. Wir wollten eine souveräne, europäisch zentrierte Lösung. Eine Antwort, die auf unseren Werten, unserem Verständnis von Datenschutz und auf frei zugänglichen Open-Source-Systemen basiert – gehostet auf europäischen Servern. So entstand die Grundidee der Plattform: Ein KI-Betriebssystem für den Tourismus, das technologische Exzellenz mit europäischem Werteverständnis vereint.

Gemini, Microsoft Azure, OpenAI oder Perplexity ein. Dieser Mix aus hohen Investitionen in eigene Hardware und variablen Kosten für externe Anbieter:innen führt normalerweise zu einem administrativen Albtraum und undurchsichtigen Preismodellen. Für eine Kommune, einen Landkreis oder eine DMO mit festen Jahresbudgets ist das kaum handhabbar. Unsere Antwort darauf ist radikale Vereinfachung durch Abstraktion: die interne „virtuelle“ Währung namens „oi.calls“.

Statt sich mit Hardware-Abschreibungen oder Cent-Beträgen pro Token (kleine Texteinheit) bei US-Anbietern herumzuschlagen, nutzen Akteur:innen auf der one.intelligence platform eine einheitliche Währung. Wir bündeln diese technische und finanzielle Komplexität im Hintergrund. Das macht die Abrechnung transparent, planbar und vor allem kompatibel mit kommunalen Haushalten und Kameralistik. Man kauft ein Kontingent an „oi.calls“ und hat Kostensicherheit –egal, ob im Hintergrund unser eigener Server oder ein Modell von Google rechnet.

Herausforderung 4: Vom Tool zum Können –Die Wissenslücke schließen

Die vielleicht wichtigste Erkenntnis kam zuletzt: Die beste Technologie ist wertlos, wenn die Menschen nicht wissen, wie sie sie bedienen sollen. Der kulturelle Wandel und das notwendige Know-How – das „Prompting“, das strategische Denken – fehlten oft. Hierfür haben wir unsere bestehende Akademiestruktur komplett umgebaut und neu ausgerichtet. Es reicht nicht, nur Software zu liefern. Deshalb haben wir unsere one.academy zum zentralen Wissens-Hub gemacht. Wir bieten dort nicht nur unsere eigenen maßgeschneiderten Workshops und Sprechstunden an. Entscheidend ist die Öffnung: Wir integrieren die Schulungen unserer Partner:innen und externen Prompt-Expert:innen aus dem one.intelligence marketplace direkt in das Angebot. Das Ziel ist eine schlagkräftige, zentrale Anlaufstelle für geballtes Branchenwissen.

Ein Aufruf an die Branche: Gestaltet mit uns!

Herausforderung 2: Die schiere Größe der Aufgabe (App-Store-Prinzip) Die zweite Erkenntnis war eine der Demut. Wir sahen, dass KI in absolut jeden Bereich eines touristischen Unternehmens einsickern wird. Selbst wir als etablierte Agentur mussten uns eingestehen: Diese Aufgabe ist zu groß für uns allein.

Deshalb haben wir den one.intelligence marketplace entwickelt - inspiriert vom Apple App Store mit offenem Ökosystem.

- Für Touristiker:innen: Ein Ort, an dem Lösungen so einfach zugänglich sind wie eine App auf dem Smartphone. - Für Dienstleister:innen, Berater:innen und Tech-Partner:innen: Eine Bühne, um eigene Lösungen zu präsentieren und sich direkt mit den Nutzer:innen zu verbinden und neue Geschäftsmodelle zu etablieren.

Herausforderung 3: Die Kostenfalle und das Lizenzchaos KI ist teuer – besonders, wenn man sie ernsthaft und skalierbar betreibt. Wir haben schnell festgestellt, dass wir einen hybriden Weg gehen müssen: Einerseits investieren wir kontinuierlich in den Aufbau und Betrieb eigener, leistungsstarker KI-Server, um Unabhängigkeit zu sichern. Andererseits binden wir die Power bestehender Infrastrukturen wie Google

Die one.intelligence platform ist mehr als nur eine Plattform – es ist eine Initiative zur Zusammenarbeit.

An die Touristiker:innen: Nutzt diese souveräne Technologie. Macht euch unabhängig und startet sicher in das KI-Zeitalter, ausgestattet mit dem richtigen Wissen.

An die Berater:innen, Prompt-Expert:innen und Plattformanbieter:innen: Seht die Plattform als euer digitales Rückgrat. Der Marktplatz und die Akademie stehen euch offen. Bringt eure Modelle und eure Expertise ein. Lasst uns gemeinsam das Betriebssystem bauen, das der Tourismus verdient.

Wir stehen an einem Wendepunkt. Die Branche entscheidet jetzt, ob sie KI nur konsumiert – oder aktiv mitgestaltet. Die one.intelligence platform ist unser Beitrag, dieses neue Kapitel souverän, gemeinschaftlich und praxisnah aufzuschlagen

Text: Stefan Huber

Stefan Huber

Geschäftsführung, CTO, destination.one stefan.huber@destination.one www.destination.one

AI Apps & Produkte

Entwickelt marktfähige KI-Anwendungen vom Chatbot bis zur Branchenlösung

Das KI-Ökosystem für die Tourismusbranche 2000+

Modelle sind bisher von und für die unterschiedlichsten Player:innen der Tourismusbranche entstanden.

MCP Server & Daten

Liefert Daten, APIs & Infrastruktur

Macht Tourismusdaten nutzbar

AI Agents & Automationen

Baut KI-Agenten, n8n-Flows und Prozesslogiken

Verbindet Systeme & Modelle

Wie funktioniert das Kostenmodell?

Was ist der one.intelligence marketplace?

Der one.intelligence marketplace ist ein offenes Ökosystem nach dem App-Store-Prinzip, wo Touristiker:innen KI-Anwendungen entdecken und Dienstleister:innen ihre Lösungen anbieten können.

Was ist die Vision hinter dem one.intelligence marketplace?

Der one.intelligence marketplace vereint die Tourismusbranche in einem offenen KI-Ökosystem, um gemeinsam statt einzeln die digitale Transformation in Europa zu gestalten.

Wie steht es um den Datenschutz?

Die KI-Anwendungen auf dem marketplace sind EU-gehostet und DSGVOkonform. Auf dem eigenen KI-Server stehen u. a. große europäische Large Language Modelle wie Mistral zur Verfügung.

Welche Rolle möchtest Du spielen?

Entwickelt KI-Modelle und Wissensspeicher Bringt touristische Expertise in KI Core Architect

marketplace

White-Label-Fähigkeit dank Open-Source-Technologie!

Trägt one.intelligence in die Tourismusbranche Aktiviert Netzwerke & Use Cases Markenbotschafter:in

Die einheitliche Währung des Ökosystems sind sogenannte oi.calls, die die KI-Nutzung radikal vereinfachen. Statt komplizierter Lizenzmodelle geben feste Kontingente die volle Kostenkontrolle. Dies schafft Planungssicherheit, egal welche KI-Modelle im Hintergrund arbeiten.

Welche Unterstützung erhalten Touristiker:innen beim Einstieg in die KI-Nutzung?

Die one.intelligence platform bietet Touristiker:innen umfassende Starthilfe durch die integrierte one.academy mit praxisnahen Workshops und offenen Sprechstunden. Zudem entsteht durch den marketplace eine community an KI-Expert:innen, bei denen individuelle Workshops gebucht werden können.

Der one.intelligence marketplace vereint kreative Köpfe, technologische Expertise und touristisches Know-how in einer gemeinsamen Initiative für die ganze Branche. Hier treffen unterschiedliche Rollen aufeinander, von Entwickler:innen über Datenanbieter:innen bis hin zu Coaches und Markenbotschafter:innen, die eines verbindet: der Wille, Künstliche Intelligenz verantwortungsvoll und praxisnah im Tourismus einzusetzen. So entsteht ein Netzwerk, das Wissen teilt, Anwendungen entwickelt und gemeinsam Zukunft gestaltet.

Vermittelt Wissen rund um das Ökosystem und KI-Enablement für Organisationen Schulungen & Workshops

NIEDERSACHSEN: Eine KI für alle

Warum die one.intelligence platform als Landeslösung

Barrieren abbaut, Daten schützt und KI für Touristiker:innen zum Alltagstool macht. Ein Interview zwischen destination.one und Meike Zumbrock, Geschäftsführerin der TMN.

Welche Rolle spielt KI ganz allgemein in der Tourismusstrategie Niedersachsens?

Meike Zumbrock (MZ): KI ist kein Selbstzweck, sondern ein Werkzeug, um Qualität und Nachhaltigkeit im Tourismus zu stärken. Ob bei der Gästekommunikation, der Textpflege oder der Datenanalyse. Wir wollen digitale Hilfsmittel dazu nutzen, menschliche Arbeit zu erleichtern, nicht sie zu ersetzen. Unser Leitmotiv ist digitale Souveränität: Niedersachsen soll unabhängig und zukunftsfähig bleiben.

Und wo liegen aktuell die größten Herausforderungen?

MZ: Die Wissensvermittlung ist sicher das Kernthema. Viele müssen erst verstehen, was KI leisten kann und was nicht. Dazu kommt die tägliche Routine: Vertrauen aufzubauen, ohne technisch zu überfordern. Die Datenqualität ist ein Dauerbrenner, denn die KI arbeitet nur so gut, wie der ihr gegebene Kontext ist. Den gepflegten Inhalten im Niedersachsen Hub kommt dabei eine besonders wichtige Rolle zu. Und kulturell gesehen braucht es noch mehr Offenheit, Experimentierfreude und auch Geduld. KI ist kein Allheilmittel, sondern ein Werkzeug, das man lernen muss, auszuprobieren.

Warum hat sich die TMN entschieden, die one.intelligence platform als Landeslösung einzuführen?

MZ: Uns war wichtig, digitale Innovation wirklich für alle zugänglich zu machen, egal ob für kleine Tourist-Infos oder größere Destinationen. Statt dutzende Insellösungen zu finanzieren, wollten wir Wissen und Daten an einem Ort bündeln. Dabei geht es ausdrücklich nicht um „KI um der KI willen“, sondern um Fairness, Datenschutz und Nachhaltigkeit. Mit den lokalen Modellen, die über den in Europa gehosteten Server bereitgestellt werden, haben die Nutzer:innen die Möglichkeit, auch mit personenbezogenen Daten zu arbeiten, die EU-DSGVO-konform verarbeitet werden. Durch die von der TMN finanzierte Startphase konnten alle Partner:innen mit den sogenannten oi.calls sehr niedrigschwellig einsteigen und das war ein entscheidender Türöffner.

Was unterscheidet die Plattform von großen KI-Tools wie ChatGPT?

Meike Zumbrock Geschäftsführerin, TourismusMarketing Niedersachsen GmbH (TMN)

MZ: Ganz klar: Der wichtigste Unterschied ist die rechtssichere und vollständig EU-konforme Nutzung. Durch die lokalen Sprachmodelle können sensible Daten verarbeitet werden, ohne sie an Anbieter:innen außerhalb Europas weiterzugeben. Ein integrierter Compliance-Filter stellt sicher, dass vertrauliche Informationen DSGVO-konform geschützt bleiben und alle Vorgaben des EU AI Act eingehalten werden. Gleichzeitig vereint die Plattform verschiedene führende Modelle, etwa ChatGPT, Gemini, Mistral, Claude sowie zusätzliche lokale Varianten in einem einzigen, übersichtlichen Zugang. Nutzer:innen können je nach Aufgabe flexibel zwischen den Modellen wechseln, ohne mehrere Konten oder Lizenzen verwalten zu müssen. Besonders im Tourismus bietet die Plattform einen großen Mehrwert: Sie ist bereits in bestehende Systeme integriert und stellt speziell entwickelte

Fachmodelle bereit, z. B. für Text- und Content-Erstellung, Datenpflege, Wissensmanagement oder Marketing. Damit entsteht eine zentrale, effiziente Arbeitsumgebung, die viele Prozesse deutlich vereinfacht und beschleunigt.

Wie unterstützt die TMN die Einführung im Land konkret?

MZ: Sehr praxisnah. Wir bieten Workshops, Online-Trainings und Schulungen mit externen Expert:innen zu Themen wie Prompting, KI-Strategie oder Content-Erstellung. Parallel entwickeln wir eigene Modelle, zum Beispiel den Wissensnavigator Niedersachsen Hub, der Fragen zur Datenpflege beantwortet, oder den System-Prompt-Engineer, mit dem Regionen ihre eigenen Prompts erstellen können. Außerdem gibt es den KI-Wizard Niedersachsen Hub für Texte zu POI, Events oder Gastgeber:innen und sogar einen digitalen Reiseassistenten für Gäste. Auf dem TourismusNetzwerk Niedersachsen haben wir alle Informationen zentral bereitgestellt. Um die niedersächsischen Partner:innen bestmöglich zu unterstützen, übernimmt die TMN die Nutzungskosten für das Jahr 2026.

Welche Resonanz erlebst du bei den Touristiker:innen im Land?

MZ: Ganz unterschiedlich, ehrlich gesagt. Manche Regionen sind unglaublich aktiv, entwickeln eigene Use Cases und experimentieren begeistert. Andere brauchen noch etwas Unterstützung und Sicherheit im Umgang mit den Tools. Das ist völlig normal, für viele ist KI immer noch Neuland. Wichtig ist, dass wir alle mitnehmen, Wissen teilen und in kleinen Schritten Routine schaffen. Der Trend ist aber eindeutig positiv: Je mehr praktische Beispiele es gibt, desto größer wird die Neugier.

Und was steht als Nächstes an?

MZ: Wir arbeiten an der Weiterentwicklung der bestehenden Modelle und Use Cases. Gleichzeitig bauen wir ein Lern- und Schulungsangebot aus: Tutorials, Best-Practice-Sessions, Community-Formate. Unser Ziel ist, dass KI kein Sonderprojekt bleibt, sondern Teil des normalen Tourismusalltags wird.

Ihr persönlicher Wunsch für 2026?

MZ: Dass jedes touristische Team im Land ganz selbstverständlich mit KI arbeitet und spürt, wie viel Entlastung, Zeit und Inspiration das bringt. Ich wünsche mir, dass Niedersachsen zum Vorbild für kooperative Digitalisierung wird und dass wir zeigen: Innovation, Datenschutz und menschliche Nähe schließen sich nicht aus.

Wir danken für dieses Gespräch mit Meike Zumbrock.

WARUM TRANSPARENZ im digitalen Tourismus VERTRAUEN SCHAFFT

Für Unternehmen ist es heutzutage wichtiger denn je, verlässliche und vertrauenswürdige Partner:innen an ihrer Seite zu wissen. destination.one stärkt dieses Vertrauen mit dem neuen Trust Center.

Daten bilden das Rückgrat der digitalen Welt - und Datenschutz, Compliance und klare Vertragsgrundlagen ihr Fundament. Neben gesetzlichen Vorgaben wie der DSGVO geht es für digitale Dienstleister:innen zunehmend um Transparenz und Nachvollziehbarkeit. Wer digitale Dienstleistungen anbietet, muss Sicherheit und Fairness nicht nur gewährleisten, sondern auch aktiv erklären. Gerade im Zeitalter datengetriebener Prozesse, in dem Künstliche Intelligenz und Automatisierung an Bedeutung gewinnen, wächst der Anspruch an digitale Verantwortung. Doch wie werden Dienstleister:innen diesem Anspruch gerecht, wenn digitale Infrastrukturen immer komplexer werden?

destination.one beantwortet diese Frage mit dem neuen Trust Center, das sämtliche Informationen zu Datenschutz, Datensicherheit, Compliance und rechtlichen Rahmenbedingungen zentral zusammenführt.

Zentrale Orientierung statt Informationssuche Digitale Infrastrukturen werden komplexer - mit entsprechenden Anforderungen an Transparenz. Das Trust Center bündelt deshalb sämtliche wesentlichen Dokumente und Nachweise kompakt an einem Ort. Kund:innen und Partner:innen finden dort aktuelle Angaben zu Datenschutz- und Sicherheitskonzepten, Audit-Zertifikaten, Subunternehmen, Serverstandorten sowie den direkten Kontakt zu verantwortlichen Ansprechpartner:innen. Darüber hinaus steht der Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) inklusive der Technischen und Organisatorischen Maßnahmen (TOMs) bereit, der im Detail beschreibt, wie Datenschutz, Informationssicherheit und Compliance gewährleistet werden.

Diese Übersichtlichkeit ist ein entscheidender Mehrwert: Statt lange zu recherchieren oder auf individuelle Anfragen zu warten, stehen alle Informationen stets aktuell und nachvollziehbar zur Verfügung. Ergänzend sorgt ein strukturierter FAQ-Bereich dafür, dass häufige Fragen rasch beantwortet werden. So wird Transparenz nicht nur erfüllt, sondern aktiv gelebt - durch Klarheit, Struktur und kontinuierliche Kommunikation.

In den kommenden Monaten wird das Trust Center zudem schrittweise erweitert, um auch neue Anforderungen im Bereich KI-Compliance und automatisierte Datenprozesse abzubilden. So bleibt Transparenz keine Momentaufnahme, sondern entwickelt sich mit den technologischen Möglichkeiten weiter.

Vertrauen durch Einfachheit

Der größte Nutzen liegt in der Vereinfachung: Das Trust Center reduziert Komplexität, spart Zeit und stärkt die Sicherheit in der Zusammenarbeit. Änderungen gesetzlicher Rahmenbedingungen, neue Zertifizierungen oder technologische Anpassungen werden zentral gepflegt und sind sofort sichtbar.

Damit schafft destination.one eine Informationsquelle, die sich an den täglichen Bedürfnissen der Kund:innen und Partner:innen orientiert. Gleichzeitig erhöht die einheitliche Kommunikation die Effizienz - besonders bei Audits, Projektreviews oder internen Freigabeprozessen, in denen aktuelle Nachweise schnell griffbereit sein müssen.

Datenschutz und Transparenz als Teil der Plattformstrategie

Das Trust Center ist dabei nicht als isoliertes Projekt zu verstehen. Es ist ein Baustein innerhalb der übergeordneten digitalen Infrastruktur von destination.one und eng mit der one. intelligence platform verknüpft. Diese Plattform bildet das technologische Rückgrat für viele Anwendungen - von Datenmanagement bis zu KI-gestützten Services.

Gerade weil datenbasierte Systeme tief in die Prozesse touristischer Organisationen eingreifen, ist der verantwortungsvolle Umgang mit Informationen für destination.one von höchster Bedeutung. Mit der one.intelligence platform verfolgt destination.one einen bewusst europäischen und transparenten Ansatz: Hosting und Datenverarbeitung erfolgen innerhalb Europas, vollständig DSGVO-konform und unter Wahrung der Datenhoheit unserer Kund:innen. Damit steht die Plattform für dieselben Werte, die auch das Trust Center prägen - Sicherheit, Nachvollziehbarkeit und Verantwortungsbewusstsein. Sie schafft eine Alternative zu anonymen oder undurchsichtigen Cloud-Systemen und zeigt, dass technologische Innovation im Tourismus auch unabhängig, sicher und im Einklang mit europäischen Werten gestaltet werden kann.

So ergibt sich aus dem Zusammenspiel von Plattform und Trust Center ein stimmiges Gesamtbild: eine digitale Infrastruktur, die Vertrauen nicht als Nebeneffekt versteht, sondern als zentrales Prinzip.

Ein Schritt in Richtung gelebter Verantwortung Daten sind heute wertvoller denn je und die rechtlichen Anforderungen steigen stetig. Und so setzt destination.one mit dem Trust Center ein klares Signal: Informationssicherheit und Compliance sind nicht nur rechtliche Anforderungen, sondern zentrale Bausteine einer verantwortungsvollen digitalen Zukunft im Tourismus. Mit diesem Ansatz wird Vertrauen nicht nur gefordert, sondern aktiv gestaltet - durch Offenheit, Struktur und kontinuierliche Kommunikation.

Link: trust.destination.one

Text: Mirco Janssen

Mirco Janssen Strategisches Management destination.one mirco.janssen@destination.one www.destination.one

KI TRIFFT REDAKTION: Einblicke in die Integration im TYPO3

Nächstes Level erreicht: Mit der Integration erster KI-Funktionen in unser TYPO3Backend haben wir einen wichtigen Meilenstein erreicht. Was vor wenigen Jahren noch nach Zukunft klang, ist heute Teil des Redaktionsalltags: Künstliche Intelligenz unterstützt unsere Kund:innen und Redakteur:innen, Inhalte schneller, konsistenter und in mehreren Sprachen bereitzustellen – direkt in ihrer gewohnten Arbeitsumgebung.

Vom Konzept zur Anwendung – wie alles begann

Die Idee, KI aktiv in die Redaktionsarbeit einzubinden, entwickelte sich schrittweise aus unseren bisherigen Erfahrungen mit Textgenerierung und Faktenprüfung in one.data, unserer Datenbank für touristischen Content. Was dort zunächst der Datenpflege diente, zeigte schnell, welches Potenzial in der Automatisierung redaktioneller Abläufe steckt.

Bislang war KI auf unseren Websites vor allem im sichtbaren Bereich aktiv – über Chatbots und andere Frontend-Tools, die direkt mit unseren Gästen kommunizieren. Nun gehen wir einen Schritt weiter: Wir bringen die Intelligenz dorthin, wo Inhalte entstehen und gepflegt werden – ins Backend. Damit markiert die Integration in das TYPO3-System einen wichtigen Meilenstein: Erstmals kommt KI nicht nur an der Schnittstelle zum Gast zum Einsatz, sondern unterstützt auch die tägliche Arbeit der Redakteur:innen direkt im Backend.

Bereits zuvor haben wir mit der one.intelligence platform eine gemeinsame Basis geschaffen – das Herzstück unserer KI-Anwendungen und ein Ort, an dem sich Experimentierfreude und Praxisnutzen verbinden. Auf dieser Grundlage entstand die Idee, die bestehenden Funktionen direkt in das TYPO3-System zu integrieren. So fließen die Vorteile der Plattform nun nahtlos in den Redaktionsalltag ein – und machen KI zu einem festen Bestandteil all unserer Produkte.

Die one.intelligence platform: Zentrum unserer KI-Anwendungen

Die one.intelligence platform ist weit mehr als ein technisches Fundament. Sie ist der Ort, an dem sich Ideen und Erfahrungen aus der Tourismusbranche begegnen – ein Netzwerk, das von Austausch, Lernen und gemeinsamer Entwicklung lebt. Hier teilen Destinationen, Agenturen und Partner:innen ihr Wissen, erproben neue Ansätze und schaffen gemeinsam Lösungen, die den Arbeitsalltag spürbar erleichtern. Aus diesem gemeinschaftlichen Denken heraus sind auch die neuen KI-Funktionen im TYPO3 entstanden. Seit Kurzem verbindet ein eigener Bereich „one.intelligence“ das CMS direkt mit der Plattform. Erstmals haben Redakteur:innen die Möglichkeit, direkt in ihrer gewohnten Arbeitsumgebung im Backend auf KI-Werkzeuge zuzugreifen und diese eigenständig zu nutzen.

Den Anfang macht eine Funktion, auf die viele bereits gewartet haben: die automatisierte Übersetzung von Inhalten – direkt im TYPO3-Backend, ohne Umwege über externe Tools.

Intelligente Übersetzungen – direkt im CMS Mehrsprachigkeit bedeutete bislang oft doppelten Aufwand: Jede Seite musste manuell übersetzt, geprüft und

angepasst werden. Jetzt übernimmt diesen Prozess eine KI, die speziell für touristische Inhalte gepromptet werden kann und über die one.intelligence platform gesteuert wird.

Redakteur:innen können direkt im TYPO3-Backend ganze Seiten oder einzelne Inhaltsbereiche in einem Schritt übersetzen – schnell, konsistent und nach individuell einstellbarem Sprachstil. Die Bulk-Übersetzung ermöglicht es sogar, mehrere Seiten gleichzeitig zu bearbeiten, was jede Menge Zeit im Redakteursalltag spart.

Der Fortschritt der laufenden Übersetzungen wird transparent angezeigt, sodass jederzeit ersichtlich ist, welche Aufgaben gerade in Bearbeitung oder bereits abgeschlossen sind. Das macht die Pflege mehrsprachiger Websites planbarer, weniger fehleranfällig und unterstützt ein nahtloses Arbeiten im Team.

Das Ergebnis: spürbare Effizienzgewinne bei gleichbleibend hoher Qualität. Denn alle erzeugten Texte können im CMS wie gewohnt überprüft, angepasst und sprachlich verfeinert werden. So entsteht ein Redaktionsworkflow, in dem die KI Routineaufgaben übernimmt – und den Redakteur:innen den Freiraum für die kreative Arbeit lässt.

Mehr Zeit für das Wesentliche Mit der Integration der KI-gestützten Übersetzungen verändert sich der Redaktionsalltag spürbar: Prozesse laufen flüssiger, Sprachvarianten entstehen in wenigen Minuten, und Routineaufgaben werden entschlackt. Statt sich durch wiederholte Arbeitsschritte zu klicken und Wort für Wort zu übersetzen, können Redakteur:innen ihre Energie auf inhaltliche Schwerpunkte lenken.

Die KI-basierten Übersetzungen sind dabei kein Ersatz für menschliche Expertise, sondern deren Ergänzung. Richtig eingesetzt, bleibt die Technik unsichtbar im Hintergrund und sorgt dafür, dass mehr Raum für die kreative Arbeit entsteht – für das Erzählen, Aktualisieren und emotionale Aufladen touristischer Geschichten.

Wohin die Reise geht

Mit den ersten Übersetzungsfunktionen ist nur der Anfang gemacht. Auf der one.intelligence platform entstehen derzeit weitere Werkzeuge, die den redaktionellen Alltag im TYPO3-Backend Schritt für Schritt erweitern. Künftig sollen nicht nur Übersetzungen, sondern sämtliche Felder und Inhalte gezielt mit KI-Unterstützung bearbeitet werden können. Ebenso geplant sind Funktionen zur automatisierten Erstellung neuer Inhalte in Form von Bühnen, Elementen und Modulen aus unserem Produktrepertoire.

Text: Nathalie Heeren

Nathalie Heeren Projektmanagement, destination.one nathalie.heeren@destination.one www.destination.one

Künstliche Intelligenz verändert die Arbeit mit touristischen Daten – aber sie nimmt den Menschen nicht aus dem Spiel. Im Gegenteil: Wer Routineaufgaben an smarte Systeme übergibt, gewinnt Freiraum für kreative und strategische Inhalte. Tourismus NRW zeigt gemeinsam mit destination.one, wie das in der Praxis funktioniert – und wie KI als Qualitätsbooster ganze Datenbestände auf ein neues Niveau hebt.

Wenn Datenpflege zur Daueraufgabe wird

Aktuelle, vollständige und konsistente Daten sind das Rückgrat digitaler Gästekommunikation. Sie entscheiden darüber, ob Angebote gefunden, verstanden und genutzt werden. Doch die Pflege tausender Einträge –von Öffnungszeiten über Preise bis zur Beschreibung – ist aufwendig.

Was also tun, wenn Ressourcen fehlen, aber Ansprüche an Datenqualität steigen?

Hier kommt ein KI-gestütztes Redaktionstool ins Spiel, das Inhalte automatisch vereinheitlicht und optimiert. Mit dem one.intelligence KI-Wizard lassen sich so Beschreibungstexte, SEO-Informationen oder Übersetzungen nach definierten Vorgaben generieren. Bestehende Felder in der Datenbank werden berücksichtigt, sodass kein generischer KI-Text, sondern strukturierter, stilistisch passender Content entsteht. Redakteur:innen bleiben trotzdem in der Verantwortung: Vorschläge können bei der Einzelerstellung geprüft, angepasst oder verworfen werden – ein klassischer Human-in-the-Loop-Ansatz. So bleibt der Stil einer Destination erhalten, gleichzeitig steigt das Qualitätsniveau der Daten deutlich.

MIT SMARTER HILFE ZU BESSEREN DATEN - eine KI-Geschichte aus NRW

Best Practice: NRW Tourismus setzt auf KI-Qualität

Gemeinsam mit destination.one und TourismusMarketing Niedersachsen hat Tourismus NRW e. V. den KI-Wizard praxisnah entwickelt und getestet. Ausgangspunkt war ein typisches Problem: dezentrale Contentpflege, fehlende Ressourcen und dadurch Lücken in den Datenbeständen. Durch die Kombination aus KI-Tool und einer erweiterten Open-Data-Strategie – alle Inhalte sind heute Public Domain – konnte das Team Schritt für Schritt Struktur und Qualität verbessern.

Mittels des one.intelligence KI-Checkers werden fehlende Angaben recherchiert oder veraltete korrigiert, etwa Öffnungszeiten, Preise oder Aufenthaltsdauern. Individuelle redaktionelle Vorgaben im sogenannten KI-Wizard sorgen dafür, dass Tonalität, Ansprache und Textlänge konsistent bleiben. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Aus rund 20.000 Datensätzen wurden über 80.000 – alle auf vergleichbarem Qualitätsniveau. „Für Tourismus NRW bedeutet das nicht nur mehr, sondern vor allem bessere Daten – und damit eine solide Basis für künftige Anwendungen wie personalisierte Ausspielungen“, sagt Christian Stühring, Bereichsleiter Digitale Transformation bei Tourismus NRW e. V.

Mehr Raum für das, was zählt

KI hilft, Routinen zu automatisieren – nicht, um Arbeit zu ersetzen, sondern um sie besser zu machen. Redaktionsteams können sich stärker auf Inhalte und Zielgruppen konzentrieren, statt Daten manuell zu pflegen. So entsteht eine neue Form der Zusammenarbeit zwischen Technologie, Redaktion und Destination – mit mehr Qualität, Aktualität und einem klaren Mehrwert für Gäste.

Text: Markus Matthaei, Christian Stühring

Markus Matthaei

Key-Account-Manager, destination.one markus.matthaei@destination.one www.destination.one

Christian Stühring Bereichsleiter Digitale Transformation, Markt-und Trendforschung, CDO, Tourismus NRW e.V.

KI-AUTOMATISIERUNG ohne Abhängigkeit

„Wir nutzen jetzt auch KI“ – diesen Satz höre ich in diesem Jahr immer häufiger bei Tourismusveranstaltungen zum Thema KI. Dahinter steckt oft: Ein geteilter ChatGPT-Account. Fragen werden kopiert, Antworten eingefügt, fertig. Das funktioniert, ist aber weder datenschutz-konform noch das Ende der Möglichkeiten.

Automatisierung mit KI kann viel mehr Chatbots, die rund um die Uhr Gästefragen beantworten. Meeting-Assistent:innen, die automatisch Protokolle erstellen. Content-Pipelines, die Social-Media-Beiträge vorbereiten. Die meisten Organisationen wissen gar nicht, dass das alles längst möglich ist. Und zwar datenschutzkonform, auf eigener Infrastruktur, mit Open-Source-Tools. „Das klingt kompliziert“, höre ich oft. Ist es aber nicht mehr. Bevor es technisch wird, lohnt sich ein Blick auf die Frage:

Warum überhaupt Open Source?

Digitale Souveränität – mehr als nur ein Buzzword

Digitale Souveränität klingt nach Buzzword, ist aber ein konkretes Problem: Wer seine Daten bei Cloud-Anbieter:innen hostet, gibt ein Stück Kontrolle ab - über Speicherort, Zugriffe und Nutzungsbedingungen. Wie fragil diese Abhängigkeit ist, zeigten im Oktober und November 2025 die großen Ausfälle bei AWS und Cloudflare: Millionen Websites und Apps, darunter auch OpenAI, waren stundenlang nicht erreichbar. Ein fehlerhaftes Update oder eine falsche Konfiguration, und ganze Geschäftsprozesse stehen still. Bei US-amerikanischen Anbieter:innen kommt die rechtliche Unsicherheit hinzu – Stichwort DSGVO und transatlantische Datentransfers.

Open-Source-Software auf eigener Infrastruktur dreht dieses Verhältnis um: Die Software ist transparent einsehbar, die Daten bleiben beim eigenen Hoster. DSGVO-Konformität wird gelebte Realität.

n8n – das Schweizer Taschenmesser der Automatisierung

Friedemann Schuetz

n8n & Automation Expert, n8n Ambassador Rhein-Ruhr f.schuetz@posteo.de www.linkedin.com /in/friedemann-schuetz

An diesem Punkt kommt n8n ins Spiel – das Tool, mit dem ich seit über einem Jahr arbeite. n8n ist eine Open-Source-Plattform für Workflow-Automatisierung, also ein visueller Editor, mit dem sich Abläufe per Drag-and-Drop erstellen lassen – ganz ohne Programmierkenntnisse. Das Besondere: n8n kann mit unzähligen Services kommunizieren. E-Mails, Datenbanken, Social Media, KI-Modelle, CRM-Systeme. Alles lässt sich verbinden.

Ein Praxisbeispiel

Eine Touristinfo erhält außerhalb der Öffnungszeiten eine E-Mail. Der n8n-Workflow erkennt das Anliegen, sucht die passenden Informationen und formuliert

mithilfe eines KI-Modells eine Antwort – im Stil der Organisation, mit validen Inhalten. So bekommt der Gast auch am Wochenende eine Reaktion. Der Einstieg ist dabei flexibel: Für Betriebe ohne eigene IT gibt es inzwischen fertige Lösungen wie one.intelligence, die auf Open Source basieren. Größere Organisationen können auf Self-Hosting setzen. Beide Wege führen zum gleichen Ziel: mehr Kontrolle über Daten, weniger Abhängigkeit und flexiblere digitale Prozesse.

Mehr als nur Chatbots Viele denken bei KI-Automatisierung zuerst an Chatbots. Dabei ist das nur die Spitze des Eisbergs. Ich habe selbst zahlreiche Workflows umgesetzt, die heute schon zuverlässig funktionieren. Content-Pipelines: Ein neues Event wird im System angelegt – und n8n erstellt daraus automatisch Social-Media-Posts, passt sie an jeden Kanal an und plant die Veröffentlichung. Einmal erstellen, überall verteilen – im passenden Stil, mit Hashtags und zur richtigen Zeit. Meeting-Protokolle: Nach einem Teams-Call fasst ein Workflow automatisch die wichtigsten Punkte zusammen und sendet sie an die Teilnehmenden. Was früher 30 Minuten Nacharbeit war, passiert jetzt sofort – in der gewünschten Struktur.

Oder ein Beispiel aus dem Tourismus: Mit n8n lässt sich ein Podcast-Generator erstellen – inklusive Recherche, Text und Versand via Messenger. Eine DMO kann damit Partner:innen mit aktuellem Wissen versorgen, ohne zusätzlichen Aufwand. Gasthäuser oder Pensionen nutzen die Inhalte flexibel weiter.

Wo sind die Grenzen?

So verlockend Automatisierung klingt – sie ist kein Selbstläufer. Workflows müssen konzipiert, gebaut und gepflegt werden. Das erfordert Zeit und Einarbeitung, selbst bei fertigen Vorlagen. Die wichtigere Frage lautet: Was sollte überhaupt automatisiert werden? Komplexe Gästeanfragen, die Fingerspitzengefühl erfordern, gehören nach wie vor in menschliche Hände. Die Kunst besteht darin zu erkennen: Welche Aufgaben sind Routine – und wo braucht es den persönlichen Kontakt? Diese Entscheidung nimmt einem kein Tool ab; sie liegt bei jeder Organisation selbst.

Automatisierung und Datenhoheit – heute schon machbar

Die gute Nachricht: Die Werkzeuge dafür gibt es längst – ausgereift, offen, zugänglich für jede Organisation. Die Frage ist nicht mehr ob, sondern wie man einsteigt. Meine Hoffnung: dass wir in einigen Jahren nicht mehr über digitale Souveränität diskutieren müssen, weil sie selbstverständlich geworden ist. So wie wir heute nicht mehr über die Sicherheit von Open-Source-Software streiten. Die Technologie ist bereit – wir müssen sie nur nutzen.

Text: Friedemann Schuetz

KI IM WISSENSMANAGEMENT: Vom

Zeichen zur Wettbewerbsfähigkeit

Warum Wissen ohne Handeln wertlos bleibt –und wie KI dabei hilft

KI im Wissensmanagement: Vom Zeichen zur Wettbewerbsfähigkeit

Seit über 10 Jahren haben wir bei Teejit es uns zur Aufgabe gemacht, Wissen aus der analogen Welt in die digitale Tourismusbranche zu übersetzen – per Video, mit Gamification-Elementen, Live-Webinaren und interaktiv anwendbaren Innovationsmethoden. Durch die Verbände als Multiplikatoren konnten so bereits Tausenden von Akteur:innen im europäischen Tourismus wichtige Grundlagen nähergebracht werden: von Google Business Profile bis zum Stromsparen in der Küche. Doch seit ein paar Jahren hat sich das Spiel verändert. KI revolutioniert, wie wir Wissen vermitteln, erfassen und anwenden.

Von Zeichen zum Wissen: Die Grundlage Um zu verstehen, wo uns KI unterstützt, müssen wir einen Schritt zurückgehen: Wie entsteht eigentlich Wissen? Das Ziel ist klar – wettbewerbsfähig bleiben. Der Weg dorthin führt von einzelnen Zeichen/Datensätzen (1, 8, 2, 2) zu Informationen („von 18 bis 22 Uhr sind die meisten Nutzer online“). Wenn diese Information Bedeutung erhält und vernetzt wird („von 18 bis 22 Uhr erzielen Social-Media-Posts im Tourismus die größte Reichweite bei berufstätigen Zielgruppen“), entsteht Wissen.

Explizites Wissen: Personalisiert wie nie zuvor Dieses explizite Wissen – dokumentiert auf Webseiten, in Lexika oder Archiven – existiert bereits reichlich. Hier zeigt KI Stärke: Während wir früher einheitliche Videos für alle produzierten, können wir heute für jede:n ein persönliches Format ausspielen. Video in Regionsfarben, mit deiner Hintergrundmusik und euren Beispielen? Klar, dein Gusto! Lieber ein interaktiver Avatar, der dir vor jeder Aufgabe knackig ansagt, was zu tun ist? Dauert 2 Minuten. Ein Podcast im Interview-Format, der dich jeden Morgen mit Wissen versorgt? Super einfach! Die zielgruppenspezifische, multimediale Vermittlung ist Realität.

Warum der Aufwand?

Um Menschen ins Handeln zu bringen!

Vom Wissen zur Kompetenz: Der entscheidende Sprung Zurück zu unserem Social-Media-Beispiel: Erst wenn wir es schaffen, mit dem Wissen zum Handeln zu motivieren – also die Betriebe mit der Information „von 18 bis 22 Uhr erhältst du die größte Reichweite“ Posts auch wirklich gezielt abends planen – haben wir etwas wirklich verändert. Durch wiederholte Anwendung und Reflexion wird dieses Handeln zur Kompetenz: Das Team erkennt, welche Inhalte wann am besten wirken. Wird diese Kompetenz mit kreativer Einzigartigkeit kombiniert, entsteht ein echter Wettbewerbsvorteil – durch passgenaue, emotional

ansprechende Kommunikation genau dann, wenn potenzielle Gäste online sind. Und das alles nur durch ein paar Zeichen am Beginn der Wissenstreppe.

Implizites Wissen: Der verborgene Schatz Diese Wettbewerbsfähigkeit ist sichtbar bei Tourismusakteur:innen, die täglich unzählige Handlungen, Ideen und Geschichten leben– aber meist nicht festgehalten werden. KI macht das Erfassen dieses impliziten Wissens deutlich effizienter. Der Chatbot, der uns zu internen Prozessen ausfragt und endlich das Intranet mit Leben füllt. Das Diktiergerät in der Tourist-Info, das datenschutzkonform Regionswissen und Geschichten digitalisiert. Oder Social Listening, das durch Analyse von Posts, Videos und Bildern ein Stimmungs- und Nachfragebild der Gäste liefert. All dieses Wissen kann festgehalten werden, Fragen beantworten und Folgehandlungen optimieren.

KI als kritische Sparringspartnerin

„KI will mir doch eh nur gefallen“, denken viele nach längeren ChatGPT-Sessions. Doch KI kann auch anders: Sie testet, verbessert und challenged uns. In Gesprächssituationen, bei Fehlerverbesserungen von Aufgaben bis zur Kontrolle unserer Programmiersprache. Mithilfe von KI-Agenten konnten wir einen Digitalcheck entwickeln, der den Online-Auftritt von Betrieben komplett durchleuchtet – von Google über Bewertungsportale und Social Media bis zur digitalen Barrierefreiheit auf der Website, inklusive Ergebnisbericht. Übrigens auch über die one.intelligence platform auslösbar, komfortabel im Chat.

Wofür? Um unser Wissen an die richtige Stelle zu bringen, dort wo es wirklich nötig ist. Diese Daten sind unser Futter, um zielgruppengerecht arbeiten zu können. Alles nun „künstlich intelligenzieren“?

Wer glaubt, dank KI nicht mehr selbst denken zu müssen, irrt sich. Es wird weiterhin Kompetenzen geben, die unersetzbar bleiben – und Aufgaben, für die wir Wissen wirklich verinnerlichen müssen. Erst in Verbindung mit Emotionen, Empathie und Authentizität entsteht das, was uns einzigartig macht. Genau das brauchen und erwarten auch die Gäste im Tourismus. Wissen bleibt Macht – nicht als verstaubtes Lexikon im Regal, sondern als anwendbare, vernetzte Kompetenz, die wir bewusst einsetzen.

Was kommt als Nächstes?

Passgenaue Analysetools, individuellere Datenerhebung und zielgruppengerechte Ausspielung werden die Gamechanger im Wissensmanagement. Die Kernfragen bleiben: Welches explizite Wissen muss ich wie vermitteln, um optimal handlungsfähig zu sein? Und welches implizite Wissen muss wie erfasst werden, damit keine wertvollen Informationen verloren gehen?

Diese Fragen brauchen Begleitung. Denn am Ende geht es nicht um die KI –es geht darum, was ihr daraus macht. Und das kann verdammt mächtig sein.

Text: Benedikt Handel

Benedikt Handel Geschäftsführer, Teejit GmbH benedikt@teejit.de www.teejit.de

Hallo KI, HIER BIN ICH!

Suchmaschinenoptimierung stand im digitalen Tourismus lange für die Kunst, Inhalte so zu gestalten, dass sie bei Google gut ranken und dabei hübsch aussehen. Doch mit dem Einzug generativer KI-Systeme von Chatbots wie ChatGPT über Perplexity bis hin zum Google KI-Modus verändert sich dieses Ziel grundlegend. Wer künftig sichtbar und relevant bleiben will, muss verstehen, wie die KI Informationen bewertet, auswählt und dann im besten Fall deine Marke als Quelle zitiert. Hier setzt GEO (Generative Engine Optimization) an.

Während klassische SEO auf Keywords, Backlinks und technische Strukturen zielt, rückt GEO den Kontext in den Mittelpunkt: Inhalte werden so angelegt, dass KI-Modelle sie nachvollziehen, zitieren und in eigene Antworten integrieren können. Relevanz entsteht nicht mehr allein durch Klicks, sondern durch Vertrauen und Verlässlichkeit einer Quelle. Für Destinationen heißt das: Nur wer saubere, zugängliche und aktuelle Daten liefert, wird Teil der Antwort im Chat.

Die KI-Antworten regen immer weniger zur eigenen Recherche an. User:innen verlassen sich direkt auf die KI-Antwort, anstatt weiter zu recherchieren. Links und klassische Trefferlisten verlieren an Bedeutung – die sogenannte Zero-Klickrate steigt. Dabei war die Klickrate vor der Einführung der KI-Antworten einer der wichtigsten KPIs. Das neue Ziel ist es also, in der KI-generierten Antwort als Quelle zu erscheinen und mit den eigenen Inhalten für die ausgewählte Antwort zu sorgen.

Wie

sage ich also: Hallo KI, hier bin ich!?

Praktisch betrifft das viele Ebenen der Contenterstellung. Texte müssen klar strukturiert, inhaltlich nachvollziehbar und faktenbasiert formuliert sein. Quellenangaben, offene Schnittstellen, strukturierte Daten und konsistente Markeninformationen schaffen Vertrauen, nicht nur bei Gästen, sondern bei den Suchmaschinen selbst. GEO ist damit weniger ein „Trick“, um Rankings zu beeinflussen, sondern eine Qualitätsstrategie für Inhalte in der KI-Welt. Für den Tourismus bedeutet das eine neue Art des Ausdrucks. Wenn Reisende künftig bei „Chatty“ statt in Suchmaschinen nach Inspiration fragen: „Wo gibt es die schönsten Badeseen?“, entscheidet die Qualität der zugrundeliegenden Daten und Texte darüber, ob eine Region überhaupt erwähnt wird. Inhalte auf der Webseite sollten diesen Dialog, den der Gast mit der KI haben wird, antizipieren. Beantwortung von W-Fragen und Zahlen, Daten, Fakten sind hier der richtige Weg. Destinationen, die offene Daten pflegen und relevante Informationen via schema.org anbieten, haben die besten Chancen, in solchen Antworten präsent zu sein.

sichtbar machen, wer hinter den Texten steht. Denn es sind Menschen, die den Ort wirklich kennen. Regionale Stimmen, Gästeführer:innen oder Mitarbeitende verleihen den Inhalten Glaubwürdigkeit und Nähe. Denn letztlich bleibt der menschliche Blick entscheidend: „Wir kommen von hier – und wissen, wo der schönste Badesee ist.“

GEO ist demnach die logische Weiterentwicklung von SEO. Sie verlangt, dass die SEO-Basisarbeit bereits erfüllt und verstanden ist und touristische Organisationen ihre Inhalte nicht mehr nur für Crawler, sondern für ein verstehendes System aufbereiten - faktenbasierte, Fragen beantwortende, von Expert:innen verfasste Inhalte. Wer diese Chance nutzt, gestaltet aktiv mit, wie eine Reiseregion in den Antworten der Künstlichen Intelligenz erscheint. Nicht als passiver Datenlieferant, sondern als glaubwürdiger Reiseguide im digitalen Raum.

Text: Annika Böhm

Doch GEO berührt auch Fragen von Verantwortung und Authentizität. Wenn KI-Systeme Inhalte neu zusammensetzen, verschwimmen die Grenzen zwischen Quelle und Interpretation. Destinationen sollten daher

Annika Böhm

Projektmanagement, destination.one annika.boehm@destination.one www.destination.one

WIE WIRD DER FEBRUAR?Wenn Daten im Tourismus plötzlich antworten

Es ist früher Morgen, Theresa vom Tourismusverband startet ihren Tag im Büro. Die ersten E-Mails trudeln ein. Und die Fragen, die alle umtreibt, sind die gleichen wie jeden Tag: Wie entwickeln sich die Buchungen? Sind die Zimmerpreise konkurrenzfähig? Beeinflusst der ausbleibende Schnee die Buchungen? Und was muss kommuniziert werden, damit Gastgeber:innen und Leistungsträger:innen richtig reagieren können?

Noch vor einem Jahr bedeutete das für Theresa: Excel-Tabellen, Dashboard-Vergleiche, Telefonate, manuelle Reports. Stundenlange Analysearbeit, die oft erst dann fertig war, wenn der nächste Trend schon wieder begann. Heute öffnet Theresa nur ein Fenster auf dem Bildschirm und stellt eine einfache Frage: „Wie wird der Februar 2026?“ Ein paar Sekunden später liefert die myrate AI Antworten, Analysen, Prognosen und klare Empfehlungen, wie die Region handeln könnte. So sieht der Alltag einer neuen Generation im Tourismus aus.

Eine KI, die Tourismus versteht

Seit mehr als einem Jahr trainiert das Team von myrate eine eigene, geschlossene KI speziell auf Basis der myrate-Daten. Geschlossen bedeutet: Die KI halluziniert nicht – sie „erfindet“ nichts dazu, sondern arbeitet ausschließlich mit den echten Buchungs-, Raten- und Verfügbarkeitsdaten aus den Regionen. „Wir wollten mit der AI keine Spielereien bauen“, sagt Svend Evertz, Gründer und Geschäftsführer von myrate. „Unsere AI sollte ein Werkzeug sein, das echte Entlastung bringt und unsere Daten so präzise interpretiert wie ein erfahrener Daten-Analyst.“ Was die KI heute analysiert, geht weit über einfache Datenabfragen hinaus. Die Nutzer:innen können frei formulierte Fragen stellen – egal, ob sie strategisch, operativ oder prognostisch sind. Die KI wertet Entwicklungen aus, vergleicht ganze Regionen oder sogar Bundesländer, fasst die wichtigsten Punkte in einem Management Summary zusammen und gibt sogar Empfehlungen zur weiteren Strategie, zum Marketing oder liefert eine fertige Pressemitteilung.

Von Skepsis zu Staunen

Die Entwicklung der KI begann nicht ohne Zweifel, selbst im myrate-Team. Sabrina aus dem Data-Science-Team war anfangs zurückhaltend: „Ich war wenig begeistert und eher skeptisch. Ich hatte nicht daran geglaubt, dass die KI tatsächlich verwertbare Auswertungen liefern kann“, erinnert sie sich. „Die ersten Antworten waren alles andere als richtig – und klangen sogar ein wenig arrogant.“ Doch die Lernkurve war steil: „Schon nach dem ersten Feedback zeigte sich eine Verbesserung. Mit weiteren Testläufen wurde die KI wesentlich sachlicher, zuverlässiger und inhaltlich präzise. Plötzlich stimmten die Ergebnisse komplett mit unseren Dashboard-Daten überein. Aus Skepsis wurde Staunen.“ Heute ist sie überzeugt: Die myrate AI liefert Ergebnisse, die nicht nur hilfreich, sondern teils sogar strategisch entscheidend sind.

Die KI spart Zeit, die für andere Aufgaben genutzt werden kann

Künstliche Intelligenz kann im Arbeitsalltag spürbar entlasten. Analysen, für die früher ganze Tage nötig waren, lassen sich heute innerhalb weniger Minuten erstellen. Die KI bereitet Daten nicht nur auf, sondern liefert vollständige Auswertungen und nachvollziehbare Interpretationen. Dazu gehören Vergleiche mit ähnlichen Destinationen ebenso wie Prognosen zur wirtschaftlichen Entwicklung der Region. Ergänzt werden diese durch kompakte Management Summaries, ausführliche Reports und konkrete Handlungsempfehlungen, etwa in den Bereichen Pricing oder Marketing. Vorteilhaft ist zudem, dass die gewonnenen Daten sofort für nächste Schritte bereitstehen. Die Auswertungen können ohne zusätzlichen Aufwand an unterschiedliche Stakeholder:innen weitergegeben werden, etwa an Verbände, die Presse, Gastgeber:innen, Leistungsträger:innen oder die Geschäftsführung. „Wir haben eine Lösung gebaut, die Menschen Zeit zurückgibt“, betont Svend Evertz. Gerade in einer Branche, in der Ressourcen oft knapp sind, entsteht mehr Raum für die eigentlichen Kernaufgaben: die Steuerung, Kommunikation und Weiterentwicklung der eigenen Region. Und sie hilft den Tourismusverbänden auch mehr und mehr, beratend tätig werden zu können, damit sich die angeschlossenen Betriebe marktgerechter verhalten können.

Gemeinsam entwickelt und getestet

Bevor die myrate AI ausgerollt wurde, lief sie monatelang intern, danach gemeinsam mit ausgewählten Kund:innen. Heute wird sie Schritt für Schritt allen Nutzer:innen zur Verfügung gestellt. Ein besonderes Detail: Teile des Teams, das diese KI entwickelt hat, arbeitete zuvor an Modellen wie ChatGPT – Expertise, die nun in die Tourismusbranche fließt.

Ein neues Kapitel für Destinationen, Verbände und Leistungsträger:innen

Das Feedback ist durchweg positiv, vor allem die Zeitersparnis ist einer der Erfolgsfaktoren. Tourismusverbände können ihre Regionen schneller und strategischer steuern. Laut einiger Aussagen aus den Destinationen können jetzt zum Beispiel auch wetterbedingte Trends leichter im Blick behalten und auf diese eingegangen werden.

Oder wie Svend Evertz es formuliert: „Wir haben eine KI entwickelt, die Sinn stiftet und die Daten verständlich macht. Nicht für Datenexpert:innen –sondern für Menschen, die im Tourismus jeden Tag Entscheidungen treffen müssen.“

Text: Jochen Hencke

Jochen Hencke Marketing & PR, myrate GmbH jochen@my-rate.de www.my-rate.de

Noch ein CO2-Rechner?

JA, ABER BITTE RICHTIG!

Wollen Menschen im Urlaub wirklich aufs Klima achten?

Aus Studien hören wir immer wieder: Klimabewusstes Reisen wird für Gäste relevanter; Urlauber:innen wollen nachvollziehen können, welche Auswirkungen ihr Aufenthalt auf das Klima hat – und erwarten von der Branche verständliche Informationen. Gleichzeitig bemängelt die Anbieterseite, dass es keine passenden Werkzeuge gibt, mit denen ein klimabewusstes Handeln entlang der Reisekette transparent dargestellt werden kann.

Fehlen also nur die Tools, damit Reisende klimaverträglicher unterwegs sein können?

Ganz klar: Nein. Es braucht mehr, als nur Emissionen offenzulegen; ein tatsächliches Handeln muss ermöglicht werden. Um es ganz offen auszusprechen: Wenn wir uns nur auf die Messung von Emissionen fokussieren, vergessen wir vielleicht, worum es wirklich geht – nämlich der Schaffung von cleveren Angeboten, die möglichst wenig CO₂ ausstoßen. Die Messung ist nur Mittel zum Zweck.

Transparenz: Berechnungen zu CO₂-Emissionen müssen nachvolllziehbar sein und Datenquellen offengelegt werden. Vergleichen Sie beispielsweise einmal die ausgewiesenen Emissionen eines Fluges auf verschiedenen Buchungsplattformen. Sie werden überrascht sein, wie unterschiedlich die Werte ausfallen. Das schafft leider nur Verwirrung und Misstrauen.

Datenklarheit: Initiativen wie der Verein KlimaLink e. V. arbeiten bereits an einer Harmonisierung von Methoden und verlässlichen Datenquellen, denn nur das schafft ein Grundvertrauen in komplexe Berechnungen. Es ist wichtig, hier auf internationale Standards zu setzen – erst dann kann nachvollzogen werden, ob Daten auch wirklich seriös sind.

“Gäste brauchen einfache und gut aufbereitete Informationen auch beim Klimaschutz.”

Ohne Messung geht es jedoch auch nicht. Erst wenn Emissionsquellen bekannt sind, können Handlungen abgeleitet werden. Das gilt für Tourismusbetriebe ebenso wie für Gäste. Doch wie gelingt nun das Zusammenspiel von Emissionsmessung und dem eigentlichen Ziel eines klimaverträglichen Handlungsanreizes? Drei zentrale Elemente sind dafür wichtig: Nutzerorientierung, Transparenz und Datenklarheit.

Nutzerorientierung: In einer Zeit, in der unser tägliches Handeln durch digitale Lösungen geprägt ist, muss die Logik bewusst einfach gehalten werden, vor allem bei komplexen Themen wie Klimaschutz. Interaktive Elemente, automatische Datenvervollständigung und ein dynamisches Ergebnis-Interface müssen Komplexität vereinfachen und Überforderung vermeiden. Das geht mit einem Mut zur Lücke einher, der gerade bei wissenschaftsbasierten Themen wie dem Klimaschutz nicht immer leicht fällt. Usability first.

Spielerisch ein klimabewusstes Handeln anregen. Ein neuer CO₂-Rechner zeigt exemplarisch, wie Information mit Aktion verbunden werden kann: Ein digitales Tool, das durch seine interaktive und niedrigschwellige Gestaltung Orientierung in einem Bereich schafft, in dem Transparenz und Vertrauen besonders wichtig sind. Der CO₂-Rechner wurde speziell für touristische Fragestellungen entwickelt und soll nachhaltige Reiseentscheidungen erleichtern. Nutzer:innen geben nur wenige Informationen ein, fehlende Daten ergänzt das Tool automatisch. Die Ausgabe ist klar strukturiert, mobiloptimiert und leicht zu interpretieren – ein wichtiger Bestandteil einer glaubwürdigen Klimakommunikation. Die Berechnung basiert auf zentral gepflegten Emissionsfaktoren für den deutschen Kontext und kann durch regionale oder betriebliche Primärdaten ergänzt werden. Dieser modulare Ansatz ermöglicht sowohl Vergleichbarkeit als auch inhaltliche Tiefe. Gäste erhalten dadurch eine Orientierung, die nicht abstrakt bleibt, sondern ihren tatsächlichen Reiseentscheidungen entspricht.

Prof. Dr. Martin Balas

Professor für Nachhaltiges

Destinationsmanagement, reCET

kontakt@reCET.de www.reCET.de

Aus der Praxis entwickelt: Ein Pilotprozess mit zehn Destinationen Das Tool entstand in einem mehrmonatigen Pilotprozess, in dem zehn Destinationen gemeinsam Anforderungen, Layouts und Testphasen begleiteten. Die technische Umsetzung erfolgte durch destination.one, während das methodische Konzept und die fachliche Weiterentwicklung bei der Nachhaltigkeitsagentur reCET create.empower.transform. liegen. Die enge Zusammenarbeit mit der Praxis führte dazu, dass zentrale Hürden früh identifiziert und gelöst wurden: individuelle Themes, flexible Emissionsfaktoren, klare Einbindungshinweise und zentral ausspielbare Updates.

Klimabewusstes Handeln geht nur als gemeinschaftlich angelegte Aufgabe. Tools wie der CO₂-Rechner müssen langfristig angelegt sein, damit sie Wirkung entfachen. Die Gruppe der Pilotdestinationen rund um die ExzellenzInitiative Nachhaltige Reiseziele macht es vor: 50 Prozent aller jährlichen Umsätze des CO₂-Rechners fließen in seine Weiterentwicklung – etwa in zusätzliche Module für Eventmanagement, erweiterte Nutzungsszenarien oder automatisierte Kommunikationsbausteine. Ziel ist nicht nur die technische Pflege, sondern ein wachsendes gemeinsames Verständnis darüber, wie Klimatransparenz digital verankert werden kann.

Fazit: Vom Reden zum Handeln kommen. Seit Jahren wurde davon gesprochen, dass Klimaschutz einfach zugänglich und so verständlich wie möglich ausgestaltet sein muss – und doch fehlen weiterhin praktikable Tools und Instrumente dafür. Auch bei der Suche nach geeigneten Emissionsrechnern wurde offensichtlich, dass es keine guten Lösungen bislang gab. Dann eben die Sache selbst in die Hand nehmen! Nur durch konkrete Lösungen kann Klimaschutz ernst genommen und Handlungsimpulse ausgelöst werden. In einer Branche, die gerade ihren Weg in die digitale Zukunft geht, brauchen wir Beispiele dafür, wie Lösungen bereits heute nachhaltige Wirkung entfalten können.

Text: Prof. Dr. Martin Balas

B F E O S T

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Journalismus für den TourismusKrisen, Klicks und Kommunikation

Zu Gast: Christian Leetz von TourismusNewsDeutschland

Innovation tri t Menschlichkeit –Werte und Wandel im Tourismus

Zu Gast: Reinhard Lanner von Saint Elmo‘s Tourism

Weniger reden, mehr bewegen – Über Transformation im Tourismus

Zu Gast: Prof. Dr. Claudia Brözel von der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde

Digitalisierung mit Herzblut - Für und mit kleinen Akteur:innen im Osnabrücker Land

Zu Gast: Petra Rosenbach von der Tourismusgesellscha t Osnabrücker Land

Im Groundli t Studio in der alten Brauerei Stegen tri t industrieller Charme auf modernste Technik. www.groundli t.de

one tourism.talk

Impulse für den menschlichen und digitalen Tourismus

one tourism.talk bringt frische Perspektiven, praxisnahe Einblicke und klare Gedanken aus der Welt des digitalen Tourismus zusammen. In jeder Folge sprechen Expert:innen, Entscheider:innen und Macher:innen darüber, wie Technologien, Daten und Trends Destinationen verändern –heute und in Zukun t. Gleichzeitig finden auch die menschlichen Aspekte Platz: Haltung, Zusammenarbeit, Kultur und die Geschichten hinter den Projekten.

Mit abwechslungsreichen Formaten, aktuellen Themen und authentischen Stimmen bietet der Podcast Orientierung, Inspiration und konkrete Ansatzpunkte für den Alltag. Ein Angebot für alle, die den Wandel aktiv begleiten und den Tourismus von morgen mitgestalten möchten, fachlich wie menschlich.

Jetzt auf Spotify anhören!

Niedersachsens digitale Zukun t ist jetzt

- Das landesweite Framework

Zu Gast: Meike Zumbrock von TourismusMarketing Niedersachsen und Stefan Huber von destination.one

Intelligenter Tourismus in NRWMit KI und Daten Zukun t gestalten

Dr. Heike Döll-König von Tourismus NRW und Stefan Huber von neusta destination.one

Sportevents als WachstumstreiberErfolgsstrategien für Destinationen

Zu Gast: Florian Kurz von ESB Marketing Netzwerk

Digitale Wege, reale Erlebnisse –das Potenzial digitaler Vernetzung im Tourismus

Zu Gast: Hartmut Wimmer von Outdooractive

Zwischen Destinationen und Agenturen –Einblicke in 15 Jahre Tourismusberatung

Zu Gast: Benjamin Buhl von netzvitamine

Lernen neu gedacht - Digitale Weiterbildung im Tourismus

Zu Gast: Bastian Hiller von Teejit

Die Kunst des Erzählens - Strategisches

Storytelling für den Tourismus

Zu Gast: Joachim Schmidt von Intensive Senses

Tourismusbranche von morgenBlockchain, KI und die Macht der Zusammenarbeit

Zu Gast: Michael Buller, Verband Internet Reisevertrieb

one.team – unsere Reise durch das TOURISMUSJAHR 2025

DÜSSELDORF 5. JUNI

destination.one war beim DSTNCMP mit einem eige nen KI‑Workshop vertreten. Stefan zeigte dort live, wie one.intelligence touristische Prozesse unterstützen kann.

Wir kommen zu dir in deine Destination mit spannenden Themen rund um:(Allesone.intelligence Rund um KI) - Hardware / Infostelen - Nachhaltige Website - Datenbank - Workshops - Design

Gemeinsam mit Bayern Tourimus Maketing wurde beim n8n‑Hackathon das Potenzial der one.intelligence platform ausgelotet und erste Automatisierungen umgesetzt.

BUCHE UNS ALS SPEAKER Wir stellen uns gerne bei deiner staltungTourismusveranals Speaker zu unterschiedlichen Themen aufs Podium! KONTAKT: sales@destination.one

WIEN 17./18.SEPTEMBER

Beim „KInk Tank“ von Realizing Progress trafen sich führende Akteur:innen aus Tourismus, Technologie und Regionalentwicklung, um die Rolle von Künstlicher Intel‑ ligenz im Destinations und Lebensraummanagement zu diskutieren. Für destination. one war Stefan beim Treffen in Wien vertreten.

Sebastian Mattner
Stefan Huber Adi Hadzimuratovic
SEENLAND ODER‑SPREE, KI WORKSHOP
LEIPZIG, SATOURN HACKATHON
WERNIGERODE, THEMENTAGTOURISMUS

INNOVATION ALS HALTUNG vom one.award zur Campus Challenge 2026

Neue Ideen entstehen dort, wo Neugier erlaubt ist und Grenzen nur vorübergehend gelten. Für mich ist Innovation dabei keine gelegentliche Erscheinung, sondern Teil unserer Unternehmenskultur bei destination.one. Seit mehreren Jahren sorgt der one.award als interner Wettbewerb dafür, dass kreative Energie sichtbar wird – mitten im Arbeitsalltag. Und 2026 kommt ein neues Kapitel hinzu: die campus challenge 2026, bei der wir Studierende und junge Talente in unseren Innovationsprozess einbinden. Gemeinsam bilden beide Formate ein Ökosystem, das Zukunft schafft – aus Ideen, Wissen und Mut zur Veränderung.

Von innen heraus: der one.award als Ideenschmiede Routine gibt Sicherheit – doch Weiterentwicklung verlangt, Bekanntes zu hinterfragen. Unser one. award gibt allen Mitarbeitenden die Bühne, neue Lösungen zu gestalten und querzudenken. Ob es um nachhaltige Automatisierungen, smarte Datenverknüpfungen oder KI-gestützte Tools geht – jede eingereichte Idee spiegelt den Willen, unsere Produkte weiterzuentwickeln und Kund:innen echten Mehrwert zu bieten. Die Gewinnerideen der letzten Jahre zeigen, wie vielfältig dieser Ansatz ist: vom intelligenten Übersetzungswerkzeug auf Basis von one.intelligence über interaktive Produktmodule bis zu datenbasierten Smart Features. Dahinter steht derselbe Gedanke – Innovation entsteht dort, wo Menschen Neues wagen dürfen. Unsere Jury bewertet dabei nicht nur die technische Qualität einer Idee, sondern auch ihre Innovationskraft, Kundenrelevanz, Realisierbarkeit sowie die überzeugende Präsentation und Reaktion auf Juryfragen – also, wie neuartig, praxisnah und klar durchdacht ein Konzept umgesetzt werden kann.

Drei Ideen, drei Perspektiven – der one.award 2026 im Pitch-Modus

Auch in diesem Jahr zeigte sich, wie lebendig Innovationsgeist bei destination.one gelebt wird. Die Finalteams präsentierten ihre Konzepte Ende 2025 vor der Jury. Bewertet wurden nicht nur

Ein Blick auf die Finalideen:

- Team 1 – Leon, Selina & „Künstliche Intelligenz im Doppelpack“ – ein TYPO3-integriertes KI-Such- und SEO-Konzept, ergänzt um automatisierte n8n-Reports, die Website-Performance und Sichtbarkeit kontinuierlich analysieren.

- Team 2 – Jessica „LARA“ – ein KI-Modell, das den TYPO3-Produktbaukasten intelligent konfiguriert. Module, Abhängigkeiten und Kundenanforderungen werden bewertet und in eine umsetzbare Website-Logik übersetzt.

- Team 3 – Tom „KI trifft Souvenirverkauf“ – ein innovativer Souvenir-Hub, der unsere Kioske in personalisierte Erlebnis- und Merchandising-Points verwandelt – von KI-Selfies an POIs bis zum automatisierten Print-Produkt direkt vor Ort.

Die Siegerin des one.award 2026 steht seit Januar 2026 fest: Jessica Battram gewinnt den Wettbewerb bereits zum zweiten Mal. Neben Pokal und finanzieller Prämie wird ihre Idee „LARA“ bis zum nächsten one.award umgesetzt – ein klares Zeichen dafür, dass ausgezeichnete Ideen bei destination.one echte Wirkung entfalten.

Der Blick nach außen: campus challenge 2026

Mit der campus challenge 2026 öffnen wir unser Innovationsökosystem erstmals gezielt für Studierende. Das Format richtet sich an Fachhochschulen und Universitäten, die es in ihre Studienprogramme integrieren oder eigenständig umsetzen können – destination.one stellt dafür die technologische Infrastruktur rund um one.intelligence bereit. Die Teilnehmenden entwickeln eigenständig KI-basierte Lösungen und Modelle mit touristischem Bezug. Im Fokus steht das praxisnahe Arbeiten mit realen Datensätzen – etwa zu Content-Management, Datenstrukturen oder digitaler Gästekommunikation. Einige Hochschulen binden die Challenge fest in Lehrveranstaltungen ein, andere Teams arbeiten projektbasiert außerhalb ihrer Studiengänge – in beiden Fällen stehen Experimentierfreude und Eigeninitiative im Vordergrund.

Der oder die Sieger:in erhält zwei Jahre kostenlosen Zugang zur one.intelligence platform inklusive aller Funktionen. Das prämierte Modell wird im nächsten tourism.report ausführlich vorgestellt und erhält außerdem einen eigenen Beitrag in unserem Blog. Darüber hinaus wird es im one.intelligence marketplace veröffentlicht, wo Destinationen das Modell entdecken und nutzen können. Damit bietet die campus challenge nicht nur die Chance, Ideen zu entwickeln, sondern sie auch direkt in den Markt zu tragen.

Ein gemeinsames Innovationsökosystem

Mit unserem one.award und der campus challenge vereinen wir zwei Strömungen, die sich gegenseitig stärken: Innovation von innen und Inspiration von außen. Beide Initiativen stehen für eine Haltung, die auf Zusammenarbeit, Experimentierfreude und Verantwortung baut. Das Fundament bildet die one.intelligence platform, die Datenmanagement, Content-Erstellung und smarte Gästedienste verbindet. Sie ermöglicht, Ideen aus den Wettbewerben schnell in nutzbare Produkt-Features zu überführen und Neues direkt im Echtbetrieb zu testen.

Ausblick: Kreativität als Zukunftskraft campus challenge individuell in ihr Semesterprogramm integriert, gibt es keinen festen Startzeitpunkt. Fix ist lediglich das Abgabedatum im Sommer 2026, bis zu dem die entwickelten Modelle eingereicht werden. Dann zeigt sich, welche Ideen das größte Potenzial entfalten – von smarten KI-Tools bis zu nachhaltigen Datenprojekten. Jede Initiative trägt dazu bei, Tourismus digitaler und zugleich menschlicher zu gestalten. Innovation ist bei uns längst kein Wettbewerb der Ideen mehr, sondern Ausdruck einer Haltung: die Bereitschaft, neugierig zu bleiben, voneinander zu lernen und Zukunft aktiv zu gestalten. Genau das macht den Unterschied – für uns, unsere Kund:innen und die Menschen, die den Touris-

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23.09.2026

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Su Hadzimuratovic Grafikdesign Senior AD, Illustratorin, destination.one susanne.hadzimuratovic@destination.one www.destination.one

Jessica Battram Leitung UX Design, destination.one jessica.battram@destination.one www.destination.one

Bildnachweise: S.21 kleines Protraitfoto unten v. C. Stühring © Niels Freidel

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