Psalmen Salomos EINFÜHRUNG Diese Sammlung von achtzehn Kriegsliedern ist das Vermächtnis eines antiken semitischen Schriftstellers. Das Originalmanuskript ist verloren gegangen, doch glücklicherweise sind griechische Übersetzungen erhalten geblieben, und vor Kurzem tauchte eine syrische Fassung derselben Lieder auf, die 1909 von Dr. Rendel Harris erstmals in englischer Sprache veröffentlicht wurde. Die Entstehungszeit lässt sich auf die Mitte des ersten Jahrhunderts v. Chr. datieren, da das Thema dieser Lieder Pompeius' Wirken in Palästina und sein Tod in Ägypten im Jahr 48 v. Chr. ist. Diese Psalmen nahmen eine wichtige Stellung ein und waren in der frühen Kirche weit verbreitet. Sie werden häufig in den verschiedenen Kodizes und Geschichtswerken der ersten Jahrhunderte nach Christus erwähnt. Später gingen sie aus unerklärlichen Gründen verloren und konnten erst nach vielen Jahrhunderten wiedergefunden werden. Neben dem literarischen Wert des trompetenartigen Rhythmus dieser Verse liegt uns hier ein bewegendes Kapitel antiker Geschichte vor, verfasst von einem Augenzeugen. Pompeius kommt aus dem Westen. Er setzt Rammböcke gegen die Befestigungsanlagen ein. Seine Soldaten entweihen den Altar. Nach einem furchtbaren Wirken fällt er in Ägypten. In den „Gerechten“ dieser Psalmen erkennen wir die Pharisäer, in den „Sündern“ die Sadduzäer. Es ist ein Epos über ein großes Volk in den Wirren einer schweren Krise. KAPITEL 1 Ich schrie zum Herrn, als ich in Not war. Zu Gott, wenn Sünder angegriffen werden. Plötzlich ertönte vor mir der Kriegsalarm; Ich sagte: Er wird mich erhören, denn ich bin voller Gerechtigkeit. Ich dachte in meinem Herzen, ich sei voller Gerechtigkeit. Weil ich wohlhabend war und durch meine Kinder reich geworden war. Ihr Reichtum verbreitete sich über die ganze Erde.
Und ihre Herrlichkeit bis an die Enden der Erde. Sie wurden bis zu den Sternen erhoben; Sie sagten, sie würden niemals Ventilatoren benutzen. Doch in ihrem Wohlstand wurden sie überheblich. Und sie verstanden es nicht. Ihre Sünden blieben im Verborgenen. Und selbst ich wusste nichts von ihnen. Ihre Vergehen übertrafen jene der Heiden vor ihnen; Sie haben die heiligen Dinge des Herrn auf ganzer Linie entweiht. KAPITEL 2 Als der Sünder überheblich wurde, riss er mit einem Rammbock befestigte Mauern nieder. Und du hast ihn nicht zurückgehalten. Fremde Völker bestiegen Deinen Altar. Sie zertrampelten es stolz mit ihren Sandalen; Weil die Söhne Jerusalems die heiligen Gegenstände des Herrn entweiht hatten, Hatte die Opfergaben Gottes durch Ungerechtigkeiten entweiht. Darum sprach Er: Werft sie fern von Mir! Es war vor Gott wertlos. Es wurde aufs Äußerste entehrt; Die Söhne und Töchter waren in schwerer Gefangenschaft. Ihr Hals war versiegelt, unter den Völkern gebrandmarkt. Er hat ihnen nach ihren Sünden getan. Denn er hat sie in die Hände derer gegeben, die die Oberhand gewonnen haben. Er hat sein Angesicht von ihnen abgewandt, um kein Mitleid mit ihnen zu haben. Jung und Alt und ihre Kinder zusammen; Denn sie alle hatten Böses getan, indem sie nicht hörten. Und der Himmel wurde zornig. Und die Erde verabscheute sie; Denn kein Mensch hatte je auf diesem Weg getan, was sie getan hatten. Und die Erde erkannte alles Deine gerechten Urteile, o Gott. Sie machten die Söhne Jerusalems zum Gespött, als Vergeltung für die Huren in ihrer Stadt; Jeder Reisende betrat den Ort bei vollem Tageslicht. Sie spotteten über ihre Vergehen, wie sie es selbst zu tun pflegten; Im hellen Tageslicht offenbarten sie ihre Missetaten. Und die Töchter Jerusalems wurden gemäß Deinem Urteil verunreinigt. Weil sie sich durch widernatürlichen Geschlechtsverkehr verunreinigt hatten.