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German - Judith

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KAPITEL 1

KAPITEL 2

1 Im zwölften Jahr der Regierung Nabuchodonosors, der in Ninive, der großen Stadt, regierte; in den Tagen Arphaxads, der über die Meder in Ekbatane herrschte, 2 Und bauten in Ekbatane ringsum Mauern aus Steinen, drei Ellen breit und sechs Ellen lang, und machten die Höhe der Mauer siebzig Ellen und ihre Breite fünfzig Ellen. 3 Und setzte seine Türme auf seine Tore, hundert Ellen hoch, und seine Breite im Fundament, dreizig Ellen. 4 Und er machte seine Tore, Tore, die siebzig Ellen hoch waren und deren Breite vierzig Ellen betrug, für den Auszug seiner mächtigen Heere und für die Aufstellung seiner Lakaien. 5 Damals führte König Nabuchodonosor Krieg mit König Arphaxad in der großen Ebene, die an der Grenze von Ragau liegt. 6 Und es kamen zu ihm alle, die im Gebirge wohnten, und alle, die am Euphrat, am Tigris und am Hydaspes wohnten, und die Ebene von Arioch, dem König der Elymäer, und sehr viele Nationen der Söhne Chelods versammelten sich zur Schlacht. 7 Da sandte Nabuchodonosor, der König der Assyrer, zu allen Bewohnern Persiens und allen Bewohnern im Westen und zu denen, die in Kilikien, Damaskus, Libanus und Antilibanus und allen Bewohnern an der Meeresküste wohnten. 8 Und denen unter den Nationen, die zu Karmel und Galaad und dem oberen Galiläa und der großen Ebene von Esdrelom gehörten: 9 Und an alle, die in Samaria und seinen Städten und jenseits des Jordan waren, bis nach Jerusalem und Betane und Chelus und Kades und den Fluss Ägypten und Taphnes und Ramesse und das ganze Land Gesem, 10 Bis ihr über Tanis und Memphis hinauskommt, und zu allen Bewohnern Ägyptens, bis ihr an die Grenzen Äthiopiens kommt. 11 Aber alle Bewohner des Landes missachteten den Befehl Nabuchodonosors, des Königs der Assyrer, und zogen nicht mit ihm in den Kampf; denn sie fürchteten sich nicht vor ihm; ja, er war vor ihnen wie ein Mann, und sie schickten seine Gesandten ohne Wirkung und mit Schande von ihnen weg. 12 Darum war Nabuchodonosor sehr zornig über dieses ganze Land und schwor bei seinem Thron und seinem Königreich, dass er an allen Küsten von Kilikien, Damaskus und Syrien gewiss gerächt werden und alle Einwohner mit dem Schwert töten würde das Land Moab und die Kinder Ammon und ganz Judäa und alle, die in Ägypten waren, bis ihr an die Grenzen der beiden Meere kommt. 13 Dann zog er im siebzehnten Jahr mit seiner Macht in Schlachtordnung gegen den König Arphaxad und siegte in seiner Schlacht; denn er schlug die ganze Macht Arphaxads und alle seine Reiter und alle seine Streitwagen. 14 Und er wurde Herr seiner Städte und kam nach Ekbatane und nahm die Türme ein und verwüstete seine Straßen und verwandelte ihre Schönheit in Schande. 15 Er nahm auch Arphaxad in den Bergen von Ragau ein und durchbohrte ihn mit seinen Pfeilen und vernichtete ihn an diesem Tag völlig. 16 Danach kehrte er nach Ninive zurück, sowohl er als auch seine ganze Truppe aus verschiedenen Nationen, eine sehr große Schar von Kriegsleuten, und dort ließ er es sich gemütlich gehen und veranstaltete sowohl er als auch sein Heer einhundertzwanzig Tage lang ein Bankett.

1 Und im achtzehnten Jahr, am zweiundzwanzigsten Tag des ersten Monats, wurde im Hause Nabuchodonosors, des Königs der Assyrer, geredet, er solle sich, wie er sagte, auf der ganzen Erde rächen. 2 Da rief er alle seine Beamten und alle seine Edlen zu sich und teilte ihnen seinen geheimen Rat mit und schloss die Bedrängnis der ganzen Erde aus seinem eigenen Mund heraus. 3 Dann beschlossen sie, alles Fleisch zu vernichten, das dem Gebot seines Mundes nicht gehorchte. 4 Und als er seinen Rat beendet hatte, rief Nabuchodonosor, der König der Assyrer, Holofernes, den Obersten seines Heeres, der ihm am nächsten war, und sagte es ihm: 5 So spricht der große König, der Herr der ganzen Erde: Siehe, du wirst von meinem Angesicht fortgehen und Männer mit dir nehmen, die auf ihre eigene Stärke vertrauen, hundertzwanzigtausend Fußsoldaten; und die Zahl der Pferde und ihrer Reiter zwölftausend. 6 Und du sollst gegen das ganze westliche Land ziehen, weil sie meinem Gebot nicht gehorcht haben. 7 Und du sollst verkünden, dass sie mir Erde und Wasser bereiten; denn ich werde in meinem Zorn gegen sie ausziehen und die ganze Fläche der Erde mit den Füßen meines Heeres bedecken und sie ihnen zur Beute geben ihnen: 8 Damit ihre Ermordeten ihre Täler und Bäche füllen und der Fluss mit seinen Toten gefüllt wird, bis er überläuft: 9 Und ich werde sie als Gefangene bis an die Enden der ganzen Erde führen. 10 So sollst du hinausgehen. und nimm mir alle ihre Gebiete im Voraus ein. Und wenn sie sich dir ergeben, sollst du sie mir bis zum Tag ihrer Bestrafung vorbehalten. 11 Aber was die Rebellen betrifft, soll dein Auge sie nicht verschonen; sondern schlachte sie und vernichte sie, wohin du auch gehst. 12 Denn so wahr ich lebe und durch die Macht meines Königreichs werde ich alles, was ich geredet habe, durch meine Hand tun. 13 Und achte darauf, dass du keines der Gebote deines Herrn übertrittst, sondern sie vollständig ausführst, wie ich dir geboten habe, und scheue dich nicht davor, sie zu tun. 14 Da ging Holofernes vor seinem Herrn hervor und rief alle Statthalter und Hauptleute und die Offiziere des Heeres von Assur zusammen. 15 Und er versammelte die auserwählten Männer zum Kampf, wie ihm sein Herr befohlen hatte, hundertzwanzigtausend und zwölftausend Bogenschützen zu Pferd; 16 Und er stellte sie auf, wie ein großes Heer für den Krieg geordnet ist. 17 Und er nahm Kamele und Esel für ihre Wagen, eine sehr große Menge; und Schafe und Rinder und Ziegen ohne Zahl zu ihrer Versorgung: 18 Und reichlich Verpflegung für jeden Mann des Heeres und sehr viel Gold und Silber aus dem Hause des Königs. 19 Dann zog er mit all seiner Kraft aus, um vor dem König Nabuchodonosor auf die Reise zu gehen und mit seinen Streitwagen und Reitern und seinen auserwählten Lakaien die ganze Fläche der Erde nach Westen zu bedecken. 20 Und eine große Zahl verschiedener Länder kam mit ihnen wie Heuschrecken und wie der Sand auf der Erde; denn die Menge war zahllos. 21 Und sie zogen von Ninive aus, drei Tagereisen weit, in die Ebene von Bektileth und lagerten sich von Bektileth aus in der Nähe des Berges, der zur Linken des oberen Ziliziens liegt. 22 Dann nahm er sein ganzes Heer, seine Lakaien, Reiter und Streitwagen und zog von dort in das Bergland;


23 Und sie vernichteten Phud und Lud und plünderten alle Kinder Rasses und die Kinder Israels, die in der Wüste südlich des Landes der Chellier waren. 24 Dann ging er über den Euphrat und zog durch Mesopotamien und zerstörte alle hohen Städte, die am Fluss Arbonai lagen, bis ihr ans Meer kommt. 25 Und er eroberte die Grenzen von Zilizien und tötete alle, die sich ihm widersetzten, und kam bis an die Grenzen von Japheth, die im Süden gegenüber Arabien lagen. 26 Er umzingelte auch alle Kinder Madians und verbrannte ihre Hütten und plünderte ihre Schafställe. 27 Dann zog er zur Zeit der Weizenernte in die Ebene von Damaskus hinab und verbrannte alle ihre Felder und vernichtete ihre Klein- und Rinderherden, plünderte auch ihre Städte und verwüstete ihre Länder und schlug alle ihre jungen Männer die Schneide des Schwertes. 28 Darum traf die Furcht und der Schrecken vor ihm alle Bewohner der Meeresküsten, die in Sidon und Tyrus waren, und die, die in Sur und Ocina wohnten, und alle, die in Jemnaan wohnten; und die Bewohner von Azotos und Askalon fürchteten ihn sehr.

KAPITEL 3 1 Da schickten sie Gesandte zu ihm, um über Frieden zu verhandeln, und sagten: 2 Siehe, wir, die Diener Nabuchodonosors, des großen Königs, liegen vor dir; Benutze uns, wie es dir gut tut. 3 Siehe, unsere Häuser und alle unsere Orte und alle unsere Weizenfelder und Kleinvieh und Rinder und alle Hütten unserer Zelte liegen vor deinem Angesicht; Benutze sie, wie es dir gefällt. 4 Siehe, unsere Städte und ihre Bewohner sind deine Diener; Komm und verfahre mit ihnen, wie es dir gut erscheint. 5 Da kamen die Männer zu Holofernes und verkündeten es ihm auf diese Weise. 6 Dann zog er mit seinem Heer an die Meeresküste hinab und errichtete Garnisonen in den Hauptstädten und holte aus ihnen ausgewählte Männer als Hilfe. 7 Und sie und das ganze Land ringsum empfingen sie mit Girlanden, mit Tänzen und mit Pauken. 8 Doch er ließ ihre Grenzen niederreißen und ihre Haine abholzen; denn er hatte beschlossen, alle Götter des Landes zu vernichten, dass alle Nationen nur Nabuchodonosor anbeten sollten und dass alle Sprachen und Stämme ihn als Gott anrufen sollten. 9 Und er zog gegen Esdraelon in der Nähe von Judäa, gegenüber der großen Meerenge von Judäa. 10 Und er schlug zwischen Geba und Skythopolis auf und blieb dort einen ganzen Monat, um alle Wagen seines Heeres zusammenzubringen.

KAPITEL 4 1 Und die Kinder Israels, die in Judäa wohnten, hörten alles, was Holofernes, der Oberste von Nabuchodonosor, der König der Assyrer, den Völkern angetan hatte, und wie er alle ihre Tempel geplündert und zunichte gemacht hatte. 2 Darum fürchteten sie sich sehr vor ihm und fürchteten sich um Jerusalem und um den Tempel des Herrn, ihres Gottes. 3 Denn sie waren frisch aus der Gefangenschaft zurückgekehrt, und das ganze Volk von Judäa hatte sich kürzlich versammelt; und die Geräte und der Altar und das Haus wurden nach der Entweihung geheiligt.

4 Und sie sandten in alle Küsten Samarias und in die Dörfer und nach Bethoron und Belmen und Jericho und nach Choba und Esora und in das Tal Salem: 5 Und sie besetzten im Voraus alle Gipfel der hohen Berge und befestigten die Dörfer, die darin waren, und legten Lebensmittel für die Kriegsversorgung an; denn ihre Felder waren kürzlich abgeerntet. 6 Und Jojakim, der Hohepriester, der damals in Jerusalem war, schrieb den Bewohnern von Bethulia und Betomestham, das gegenüber von Esdraelon liegt, gegen das offene Land hin, in der Nähe von Dothaim: 7 Er forderte sie auf, die Durchgänge des Berglandes zu bewachen. Denn bei ihnen gab es einen Eingang nach Judäa, und es war leicht, diejenigen aufzuhalten, die heraufkamen, weil der Durchgang für höchstens zwei Männer gerade war. 8 Und die Kinder Israel taten, wie ihnen Jojakim, der Hohepriester, geboten hatte, mit den Ältesten des ganzen Volkes Israel, das in Jerusalem wohnte. 9 Da schrie jeder Mann Israels mit großer Inbrunst zu Gott, und mit großer Heftigkeit demütigten sie ihre Seelen: 10 Und sie und ihre Frauen und ihre Kinder und ihr Vieh und jeder Fremde und Tagelöhner und ihre um Geld erkauften Knechte legten Säcke um ihre Lenden. 11 So fielen alle Männer und Frauen und die kleinen Kinder und die Bewohner Jerusalems vor dem Tempel nieder und warfen Asche auf ihre Häupter und breiteten ihre Sacktücher vor dem Angesicht des Herrn aus; und sie legten Sacktücher um den Altar, 12 Und sie schrieen alle einmütig zum Gott Israels, dass er ihre Kinder nicht zur Beute und ihre Frauen zur Beute und die Städte ihres Erbes nicht der Zerstörung und das Heiligtum der Entweihung und Schmach preisgeben würde damit sich die Nationen darüber freuen können. 13 So hörte Gott ihre Gebete und schaute auf ihre Bedrängnisse; denn das Volk fastete viele Tage in ganz Judäa und Jerusalem vor dem Heiligtum des Herrn, des Allmächtigen. 14 Und Jojakim, der Hohepriester, und alle Priester, die vor dem Herrn standen, und diejenigen, die dem Herrn dienten, gürteten ihre Lenden mit Säcken und brachten die täglichen Brandopfer dar, samt den Gelübden und freiwilligen Gaben des Volkes, 15 Und sie trugen Asche auf ihren Mitren und schrieen mit aller Kraft zum Herrn, dass er gnädig auf das ganze Haus Israel schauen möge.

KAPITEL 5 1 Da wurde Holofernes, dem Hauptmann des Heeres von Assur, verkündet, dass die Kinder Israels sich zum Krieg vorbereitet hatten und die Durchgänge des Berglandes verschlossen und alle Gipfel der hohen Hügel befestigt hatten und hatten gelegte Hindernisse in den Champaign-Ländern: 2 Da wurde er sehr zornig und rief alle Fürsten von Moab und die Obersten von Ammon und alle Statthalter der Meeresküste zu sich. 3 Und er sprach zu ihnen: Sage mir nun, ihr Söhne Kanaans, wer dieses Volk ist, das im Gebirge wohnt, und welche Städte es bewohnt, und wie groß sein Heer ist und worin es sich befindet Macht und Stärke und welcher König über sie eingesetzt wird oder welcher Hauptmann ihrer Armee; 4 Und warum haben sie sich nicht entschlossen, mir entgegenzukommen, mehr als alle Bewohner des Westens? 5 Da sprach Achior, der Anführer aller Söhne Ammons: „Lass meinen Herrn nun ein Wort aus dem Mund deines Dieners


hören, und ich werde dir die Wahrheit über dieses Volk verkünden, das in deiner Nähe wohnt und in den Bergländern wohnt.“ : Und aus dem Mund deines Knechtes soll keine Lüge kommen. 6 Dieses Volk stammt von den Chaldäern ab: 7 Und sie blieben bisher in Mesopotamien als Fremde, weil sie den Göttern ihrer Väter im Land Chaldäa nicht folgen wollten. 8 Denn sie verließen den Weg ihrer Väter und beteten den Gott des Himmels an, den Gott, den sie kannten. So vertrieben sie sie vor ihren Göttern und flohen nach Mesopotamien und blieben dort viele Tage. 9 Da befahl ihnen ihr Gott, den Ort zu verlassen, an dem sie sich aufgehalten hatten, und in das Land Kanaan zu ziehen, wo sie wohnten und sich mit Gold und Silber und sehr viel Vieh vermehrten. 10 Als aber das ganze Land Kanaan von einer Hungersnot heimgesucht wurde, zogen sie nach Ägypten hinab und blieben dort, während sie sich ernährten, und bildeten dort eine große Schar, so dass man ihr Volk nicht zählen konnte. 11 Da erhob sich der König von Ägypten wider sie und ging geschickt mit ihnen um und erniedrigte sie durch die Arbeit mit Ziegelsteinen und machte sie zu Sklaven. 12 Da schrieen sie zu ihrem Gott, und er schlug das ganze Land Ägypten mit unheilbaren Plagen. Da vertrieben die Ägypter sie aus ihrem Angesicht. 13 Und Gott trocknete das Rote Meer vor ihnen aus, 14 Und er brachte sie zum Berg Sina und nach Cades-Barne und vertrieb alle Bewohner der Wüste. 15 Und sie wohnten im Land der Amoriter und vernichteten mit ihrer Kraft alle Einwohner von Esebon, und als sie über den Jordan zogen, nahmen sie das ganze Bergland ein. 16 Und sie warfen die Kanaaniter, die Pheresiter, die Jebusiter und die Sychemiter und alle Gergesiter vor sich her und blieben viele Tage in diesem Land. 17 Und obwohl sie vor ihrem Gott nicht sündigten, ging es ihnen gut, denn der Gott, der die Ungerechtigkeit hasst, war mit ihnen. 18 Als sie aber von dem Weg abwichen, den er ihnen gegeben hatte, wurden sie in vielen Schlachten sehr vernichtet und als Gefangene in ein Land geführt, das ihnen nicht gehörte, und der Tempel ihres Gottes wurde dem Erdboden gleichgemacht, und ihre Städte wurden zerstört von den Feinden eingenommen. 19 Nun aber sind sie zu ihrem Gott zurückgekehrt und sind von den Orten heraufgekommen, wo sie zerstreut waren, und haben Jerusalem, wo ihr Heiligtum ist, in Besitz genommen und sich im Bergland niedergelassen; denn es war öde. 20 Und nun, mein Herr und Statthalter, wenn gegen dieses Volk ein Irrtum begangen wird und sie gegen ihren Gott sündigen, so lasst uns bedenken, dass dies ihr Untergang sein wird, und lasst uns hinaufziehen und sie überwinden. 21 Wenn es aber in ihrem Volk keine Ungerechtigkeit gibt, so soll mein Herr nun vorübergehen, damit ihr Herr sie nicht beschützt und ihr Gott für sie sei und wir zum Spott vor der ganzen Welt werden. 22 Und als Achior diese Reden beendet hatte, murrte das ganze Volk, das um das Zelt herumstand, und die Obersten von Holofernes und alle, die am Meer und in Moab wohnten, sprachen, er solle ihn töten. 23 Denn, sagen sie, wir werden uns vor dem Angesicht der Kinder Israels nicht fürchten; denn siehe, es ist ein Volk, das weder Kraft noch Kraft für einen starken Kampf hat 24 Nun wollen wir hinaufziehen, Herr Holofernes, und sie werden eine Beute sein, die dein ganzes Heer verschlingen wird.

KAPITEL 6 1 Und als der Tumult der Männer um den Rat aufhörte, sprach Holofernes, der Oberste des Heeres von Assur, zu Achior und allen Moabitern vor der ganzen Schar der anderen Nationen: 2 Und wer bist du, Achior, und die Tagelöhner Ephraims, die du heute gegen uns geweissagt und gesagt hast, wir sollten nicht mit dem Volk Israel Krieg führen, weil ihr Gott sie beschützen wird? und wer ist Gott außer Nabuchodonosor? 3 Er wird seine Macht senden und sie vom Angesicht der Erde vernichten, und ihr Gott wird sie nicht erretten; aber wir, seine Diener, werden sie vernichten wie einen Mann; denn sie sind nicht in der Lage, die Kraft unserer Pferde aufrechtzuerhalten. 4 Denn mit ihnen werden wir sie zertreten, und ihre Berge werden von ihrem Blut betrunken sein, und ihre Felder werden von ihren Leichen erfüllt sein, und ihre Schritte werden vor uns nicht bestehen können, denn sie werden völlig umkommen. spricht König Nabuchodonosor, der Herr der ganzen Erde; denn er hat gesagt: Keines meiner Worte soll umsonst sein. 5 Und du, Achior, ein Söldner Ammons, der du diese Worte am Tag deiner Missetat geredet hast, sollst mein Angesicht von diesem Tag an nicht mehr sehen, bis ich Rache an diesem Volk übe, das aus Ägypten ausgezogen ist. 6 Und dann wird das Schwert meines Heeres und die Menge meiner Diener durch deine Seiten gehen, und du wirst unter ihren Erschlagenen fallen, wenn ich zurückkomme. 7 Nun werden dich meine Knechte in das Bergland zurückbringen und dich in einer der Städte der Durchgänge unterbringen. 8 Und du wirst nicht zugrunde gehen, bis du mit ihnen vernichtet wirst. 9 Und wenn du dir einbildest, dass sie genommen werden, so verliere deinen Gesichtsausdruck nicht: Ich habe es gesagt, und keines meiner Worte soll umsonst sein. 10 Da befahl Holofernes seinen Dienern, die in seinem Zelt warteten, Achior zu holen und ihn nach Bethulia zu bringen und ihn in die Hände der Kinder Israel zu übergeben. 11 Da nahmen ihn seine Knechte und führten ihn aus dem Lager in die Ebene, und sie gingen aus der Mitte der Ebene in das Gebirge und kamen zu den Quellen, die unter Bethulia waren. 12 Und als die Männer der Stadt sie sahen, griffen sie zu ihren Waffen und gingen aus der Stadt hinaus auf den Gipfel des Hügels. Und jeder Mann, der eine Schleuder benutzte, hinderte sie daran, hinaufzukommen, indem er Steine gegen sie warf. 13 Als sie aber unter den Hügel gelangten, fesselten sie Achior, warfen ihn hinab und ließen ihn am Fuße des Hügels zurück und kehrten zu ihrem Herrn zurück. 14 Aber die Israeliten zogen aus ihrer Stadt herab und kamen zu ihm und ließen ihn los und brachten ihn nach Bethulia und stellten ihn den Statthaltern der Stadt vor. 15 Das waren damals Ozias, der Sohn Michas, aus dem Stamm Simeon, und Chabris, der Sohn Gothoniels, und Charmis, der Sohn Melchiels. 16 Und sie riefen alle Ältesten der Stadt zusammen, und ihre ganze Jugend und ihre Frauen liefen zusammen zur Versammlung und stellten Achior in die Mitte ihres ganzen Volkes. Dann fragte ihn Ozias, was geschehen sei. 17 Und er antwortete und verkündete ihnen die Worte des Rats von Holofernes und alle Worte, die er inmitten der Fürsten von Assur geredet hatte, und alles, was Holofernes stolz gegen das Haus Israel geredet hatte. 18 Da fiel das Volk nieder und betete Gott an und schrie zu Gott. Sprichwort,


19 O Herr, Gott des Himmels, sieh ihren Stolz und bemitleide den niedrigen Stand unserer Nation und schaue auf das Angesicht derer, die dir heute geheiligt sind. 20 Dann trösteten sie Achior und lobten ihn sehr. 21 Und Ozias führte ihn aus der Gemeinde in sein Haus und veranstaltete ein Fest für die Ältesten; und sie riefen die ganze Nacht den Gott Israels um Hilfe an.

KAPITEL 7 1 Am nächsten Tag befahl Holofernes seinem ganzen Heer und seinem ganzen Volk, das gekommen war, um sich an seine Seite zu stellen, dass sie ihr Lager gegen Bethulia aufbrechen, die Anhöhen des Berglandes im Voraus erobern und Krieg gegen die Kinder Israel führen sollten . 2 Da zogen ihre starken Männer an jenem Tag ihre Lager ab, und das Heer der Kriegsleute bestand aus hundertsiebzigtausend Fußsoldaten und zwölftausend Reitern, außer dem Gepäck, und anderen Männern, die zu Fuß unter ihnen waren, eine sehr große Menge . 3 Und sie lagerten im Tal in der Nähe von Bethulia, an der Quelle, und breiteten sich aus in der Breite über Dothaim bis nach Belmajim und der Länge nach von Bethulia bis nach Cynamon, das Esdraelon gegenüberliegt. 4 Als nun die Kinder Israel ihre Menge sahen, gerieten sie in große Angst und sprachen ein jeder zu seinem Nächsten: Diese Männer werden nun das Antlitz der Erde auflecken; denn weder die hohen Berge noch die Täler noch die Hügel können ihre Last tragen. 5 Dann griff jeder zu seinen Kriegswaffen, und als sie auf ihren Türmen Feuer angezündet hatten, blieben sie und wachten die ganze Nacht. 6 Am zweiten Tag aber führte Holofernes alle seine Reiter vor die Augen der Kinder Israel, die in Bethulia waren, 7 Und er besichtigte die Gänge, die zur Stadt hinauf führten, und kam zu den Quellen ihres Wassers und nahm sie ein und stellte Garnisonen von Kriegsleuten über sie auf, und er selbst zog zu seinem Volk. 8 Da kamen alle Vorsteher der Kinder Esau und alle Statthalter des Volkes Moab und die Obersten der Küste zu ihm und sprachen: 9 Lass unseren Herrn nun ein Wort hören, damit es in deinem Heer nicht zu einem Sturz kommt. 10 Denn dieses Volk der Kinder Israel vertraut nicht auf seine Speere, sondern auf die Höhe der Berge, auf denen es wohnt, denn es ist nicht leicht, auf die Gipfel seiner Berge zu gelangen. 11 Und nun, mein Herr, kämpfe nicht in der Schlachtordnung gegen sie, damit nicht ein einziger Mann deines Volkes umkommt. 12 Bleibe in deinem Lager und behüte alle Männer deines Heeres, und lass deine Knechte die Wasserquelle in ihre Hände bekommen, die am Fuße des Berges entspringt. 13 Denn alle Bewohner Bethulias haben von dort ihr Wasser; und der Durst wird sie töten, und sie werden ihre Stadt aufgeben, und wir und unser Volk werden auf die Gipfel der Berge steigen, die in der Nähe sind, und werden uns darauf lagern, um darauf zu achten, dass niemand aus der Stadt hinausgeht. 14 So werden sie und ihre Frauen und ihre Kinder im Feuer verbrannt werden, und bevor das Schwert über sie kommt, werden sie auf den Straßen, wo sie wohnen, gestürzt. 15 So wirst du ihnen einen bösen Lohn geben; weil sie rebelliert haben und dir nicht friedlich begegnet sind.

16 Und diese Worte gefielen Holofernes und allen seinen Dienern, und er befahl, zu tun, was sie gesagt hatten. 17 Da brach das Lager der Kinder Ammon auf und mit ihnen fünftausend Assyrer. Und sie lagerten im Tal und nahmen das Wasser und die Wasserquellen der Kinder Israel. 18 Da zogen die Kinder Esau mit den Kindern Ammon hinauf und lagerten sich im Gebirge gegenüber von Dothaim. Und sie sandten einige von ihnen gegen Süden und gegen Osten gegen Ekrebel, das nahe bei Chusi liegt am Bach Mochmur; Und der Rest des Heeres der Assyrer lagerte in der Ebene und bedeckte das ganze Land; und ihre Zelte und Wagen wurden einer sehr großen Menge aufgeschlagen. 19 Da schrieen die Kinder Israel zum Herrn, ihrem Gott, weil ihr Herz versagte, denn alle ihre Feinde hatten sie umringt, und es gab keinen Ausweg aus ihrer Mitte. 20 So blieb die ganze Schar Assurs um sie herum, sowohl ihr Fußvolk als auch ihre Streitwagen und Reiter, vierunddreißig Tage lang, so dass alle ihre Wassergefäße alle Hemmenden Bethulias im Stich ließen. 21 Und die Zisternen wurden geleert, und sie hatten einen Tag lang kein Wasser, um sich satt zu trinken; denn sie gaben ihnen nach Maß zu trinken. 22 Da wurden ihre kleinen Kinder mutlos, und ihre Frauen und jungen Männer wurden vor Durst ohnmächtig und fielen auf den Gassen der Stadt und an den Toreingängen, und hatten keine Kraft mehr in ihnen. 23 Da versammelte sich das ganze Volk bei Ozias und beim Vorsteher der Stadt, junge Männer, Frauen und Kinder, und schrie mit lauter Stimme und sprach vor allen Ältesten: 24 Gott sei Richter zwischen uns und euch! Denn ihr habt uns großen Schaden zugefügt, indem ihr von den Kindern Assurs keinen Frieden gefordert habt. 25 Denn jetzt haben wir keinen Helfer; aber Gott hat uns in ihre Hände verkauft, damit wir vor ihnen hingeworfen werden mit Durst und großem Verderben. 26 Und nun ruft sie zu euch und übergebt die ganze Stadt als Beute an das Volk von Holofernes und sein ganzes Heer. 27 Denn es ist besser für uns, ihnen zur Beute gemacht zu werden, als vor Durst zu sterben; denn wir wollen seine Diener sein, damit unsere Seelen leben und den Tod unserer Kinder nicht vor unseren Augen sehen, noch unserer Frauen unsere Kinder sterben. 28 Wir nehmen den Himmel und die Erde und unseren Gott und Herrn unserer Väter zum Zeugen gegen euch, der uns straft nach unseren Sünden und den Sünden unserer Väter, dass er nicht tut, was wir heute gesagt haben. 29 Da gab es großes Weinen und einmütige Zustimmung inmitten der Versammlung; Und sie schrieen mit lauter Stimme zu Gott, dem Herrn. 30 Da sprach Ozias zu ihnen: Brüder, seid guten Mutes, lasst uns noch fünf Tage ausharren, damit der Herr, unser Gott, uns seine Barmherzigkeit erweisen kann; denn er wird uns nicht ganz im Stich lassen. 31 Und wenn diese Tage vergehen und uns keine Hilfe zuteil wird, werde ich nach deinem Wort handeln. 32 Und er zerstreute das Volk, jeder auf seine eigene Seite; Und sie gingen zu den Mauern und Türmen ihrer Stadt und schickten die Frauen und Kinder in ihre Häuser; und sie wurden sehr niedergeschlagen in die Stadt gebracht.


KAPITEL 8 1 Da hörte Judith davon, die Tochter Meraris, des Sohns des Ochsen, des Sohns Josephs, des Sohns Ozels, des Sohns Elcias, des Sohns Hananias, des Sohns Gedeons, des Sohns Raphaims , der Sohn von Acitho, der Sohn von Eliu, der Sohn von Eliab, der Sohn von Nathanael, der Sohn von Samael, der Sohn von Salasadal, der Sohn von Israel. 2 Und Manasse, ihr Mann aus ihrem Stamm und Geschlecht, starb bei der Gerstenernte. 3 Denn als er die Garbenbindenden auf dem Feld beaufsichtigte, kam ihm die Hitze auf den Kopf, und er fiel auf sein Bett und starb in der Stadt Bethulia. Und sie begruben ihn mit seinen Vätern auf dem Feld zwischen Dothaim und Balamo . 4 So blieb Judith drei Jahre und vier Monate Witwe in ihrem Haus. 5 Und sie baute sich ein Zelt auf dem Dach ihres Hauses und legte ein Sacktuch um ihre Lenden und bekleidete ihre Witwenkleidung. 6 Und sie fastete alle Tage ihres Witwentums, mit Ausnahme der Vorabende der Sabbate und der Sabbate und der Vorabende der Neumonde und der Neumonde und der Feste und feierlichen Tage des Hauses Israel. 7 Sie hatte auch ein schönes Aussehen und war sehr schön anzusehen; und ihr Mann Manasse hatte ihr Gold und Silber und Knechte und Mägde und Vieh und Ländereien hinterlassen; und sie blieb auf ihnen. 8 Und es gab niemanden, der ihr ein böses Wort gab; denn sie fürchtete Gott sehr. 9 Als sie nun die bösen Worte des Volkes gegen den Statthalter hörte, fielen sie aus Mangel an Wasser in Ohnmacht; Denn Judith hatte alle Worte gehört, die Ozias zu ihnen gesprochen hatte, und dass er geschworen hatte, die Stadt nach fünf Tagen den Assyrern zu übergeben; 10 Dann sandte sie ihre Dienerin, die über alles, was sie hatte, herrschte, um Ozias, Chabris und Charmis, die Ältesten der Stadt, zu rufen. 11 Und sie kamen zu ihr, und sie sprach zu ihnen: Hört mich nun an, ihr Statthalter der Einwohner von Bethulia! Denn eure Worte, die ihr heute vor dem Volk geredet habt, sind nicht richtig und berühren diesen Eid, den ihr geleistet und ausgesprochen habt zwischen Gott und dir und hast versprochen, die Stadt unseren Feinden zu übergeben, es sei denn, der Herr wendet sich in diesen Tagen zu dir, um dir zu helfen. 12 Und wer seid ihr nun, die ihr heute Gott versucht habt und statt Gottes unter den Menschenkindern steht? 13 Und nun versucht den Herrn, den Allmächtigen, aber ihr werdet nie etwas erfahren. 14 Denn ihr könnt die Tiefe des Herzens des Menschen nicht ergründen, noch könnt ihr die Dinge erkennen, die er denkt. Wie könnt ihr dann Gott erforschen, der all diese Dinge geschaffen hat, und seinen Sinn erkennen oder seinen Vorsatz begreifen? Nein, meine Brüder, erzürnt den Herrn, unseren Gott, nicht. 15 Denn wenn er uns innerhalb dieser fünf Tage nicht hilft, hat er die Macht, uns zu verteidigen, wann immer er will, sogar jeden Tag, oder uns vor unseren Feinden zu vernichten. 16 Fesseln Sie nicht die Ratschläge des Herrn, unseres Gottes; denn Gott ist nicht wie ein Mensch, um bedroht zu werden; Er ist auch nicht wie ein Menschensohn, sodass er wanken sollte. 17 Darum lasst uns auf sein Heil warten und ihn anrufen, um uns zu helfen, und er wird unsere Stimme hören, wenn es ihm gefällt.

18 Denn in unserem Zeitalter ist niemand entstanden, und auch in diesen Tagen gibt es keinen, weder Stamm, noch Familie, noch Volk, noch Stadt unter uns, die mit Händen geschaffene Götter anbeten, wie es zuvor gewesen ist. 19 Aus diesem Grund wurden unsere Väter dem Schwert und der Beute preisgegeben und fielen vor unseren Feinden schwer. 20 Aber wir kennen keinen anderen Gott, deshalb vertrauen wir darauf, dass er uns und niemanden aus unserem Volk nicht verachten wird. 21 Denn wenn wir so ergriffen werden, wird ganz Judäa verwüstet und unser Heiligtum verwüstet werden; und er wird verlangen, dass es durch unseren Mund entweiht wird. 22 Und die Ermordung unserer Brüder und die Gefangenschaft des Landes und die Verwüstung unseres Erbes wird er unter den Heiden auf unser Haupt bringen, wo auch immer wir in Knechtschaft sein werden; und wir werden ein Anstoß und eine Schande sein für alle, die uns besitzen. 23 Denn unsere Knechtschaft wird sich nicht in Gunst richten, sondern der Herr, unser Gott, wird sie in Schande verkehren. 24 Nun wollen wir, o Brüder, unseren Brüdern ein Beispiel sein, denn ihr Herz hängt von uns ab, und das Heiligtum, das Haus und der Altar ruhen auf uns. 25 Und danken wir dem Herrn, unserem Gott, der uns prüft, wie er es mit unseren Vätern getan hat. 26 Denken Sie daran, was er Abraham antat und wie er Isaak auf die Probe stellte und was Jakob in Mesopotamien in Syrien widerfuhr, als er die Schafe Labans, des Bruders seiner Mutter, hütete. 27 Denn er hat uns nicht im Feuer geprüft wie sie, um ihre Herzen zu prüfen, und er hat auch nicht an uns Rache genommen; sondern der Herr geißelt diejenigen, die sich ihm nähern, um sie zu ermahnen. 28 Und Ozias sprach zu ihr: Alles, was du geredet hast, hast du mit gutem Herzen geredet, und niemand kann deinen Worten widersprechen. 29 Denn dies ist nicht der erste Tag, an dem deine Weisheit offenbar wird; Aber von Beginn deiner Tage an hat alles Volk deine Einsicht erkannt, denn die Gesinnung deines Herzens ist gut. 30 Aber das Volk war sehr durstig und zwang uns, mit ihnen zu tun, was wir gesagt hatten, und einen Eid auf uns zu legen, den wir nicht brechen wollten. 31 Darum bete nun für uns, denn du bist eine fromme Frau, und der Herr wird uns Regen schicken, um unsere Zisternen zu füllen, und wir werden nicht mehr in Ohnmacht fallen. 32 Da sprach Judith zu ihnen: Hört mich, und ich werde etwas tun, das den Kindern unseres Volkes über alle Generationen hinweg widerfahren wird. 33 Ihr werdet diese Nacht im Tor stehen, und ich werde mit meiner Dienerin hinausgehen; und innerhalb der Tage, die ihr versprochen habt, die Stadt unseren Feinden zu übergeben, wird der Herr Israel durch meine Hand heimsuchen. 34 Aber erkundigt euch nicht nach meiner Tat; denn ich werde es euch nicht verkünden, bis die Dinge, die ich tue, vollendet sind. 35 Da sagten Ozias und die Fürsten zu ihr: Gehe in Frieden, und der Herr, Gott, sei vor dir, um Rache an unseren Feinden zu üben. 36 Und sie kehrten aus dem Zelt zurück und gingen zu ihren Mündeln.


KAPITEL 9 1 Judith fiel auf ihr Angesicht und legte Asche auf ihr Haupt und deckte den Sack auf, mit dem sie bekleidet war; Und um die Zeit, als der Weihrauch dieses Abends in Jerusalem im Haus des Herrn dargebracht wurde, schrie Judith mit lauter Stimme und sprach: 2 O Herr, Gott meines Vaters Simeon, dem du das Schwert gegeben hast, um Rache an den Fremden zu nehmen, der einer Magd den Gürtel gelöst hat, um sie zu beflecken, und die Hüfte zu ihrer Schande entdeckt und ihre Jungfräulichkeit zu ihrer Schande befleckt hat; denn du hast gesagt: Es wird nicht so sein; und doch taten sie es: 3 Darum hast du ihre Fürsten töten lassen, sodass sie ihr Bett mit Blut färbten und sich verführen ließen und die Knechte samt ihren Herren und die Herren auf ihren Thronen schlugen. 4 Und du hast ihre Frauen zur Beute gegeben und ihre Töchter in die Gefangenschaft geführt und all ihre Beute unter deinen lieben Kindern verteilt; die von deinem Eifer bewegt waren und die Befleckung ihres Blutes verabscheuten und dich um Hilfe riefen: O Gott, o mein Gott, erhöre auch mich als Witwe. 5 Denn du hast nicht nur das bewirkt, sondern auch das, was vorher ausfiel und was danach folgte; Du hast über die Dinge nachgedacht, die jetzt sind und die kommen werden. 6 Ja, die Dinge, die du bestimmt hattest, waren bereit, und du sprachst: Siehe, wir sind hier; denn alle deine Wege sind vorbereitet, und deine Urteile liegen in deinem Vorherwissen. 7 Denn siehe, die Macht der Assyrer ist zahlreich; sie werden erhöht mit Pferd und Mensch; sie rühmen sich der Stärke ihrer Lakaien; Sie vertrauen auf Schild, Speer, Bogen und Schleuder. und wisse nicht, dass du der Herr bist, der die Schlachten zerschlägt; der Herr ist dein Name. 8 Zerschmettere ihre Kraft in deiner Macht und zerschmettere ihre Kraft in deinem Zorn; denn sie haben es sich zum Ziel gesetzt, dein Heiligtum zu entweihen und die Stiftshütte zu entweihen, in der dein herrlicher Name ruht, und das Horn deines Altars mit dem Schwert niederzureißen. 9 Siehe ihren Stolz und sende deinen Zorn auf ihre Häupter. Gib die Macht, die ich empfangen habe, in meine Hand, die ich eine Witwe bin. 10 Schlage durch die Täuschung meiner Lippen den Knecht mit dem Fürsten und den Fürsten mit dem Diener; zerstöre ihre Pracht durch die Hand einer Frau. 11 Denn deine Macht besteht nicht in der Menge, noch deine Macht in starken Männern. Denn du bist ein Gott der Bedrängten, ein Helfer der Unterdrückten, ein Erhalter der Schwachen, ein Beschützer der Verlorenen, ein Retter derer, die keine Hoffnung haben . 12 Ich bitte dich, ich bitte dich, o Gott meines Vaters und Gott des Erbes Israels, Herr der Himmel und der Erde, Schöpfer der Wasser, König aller Geschöpfe, erhöre mein Gebet: 13 Und mache meine Rede und meinen Betrug zu ihrer Wunde und ihrem Schlag, die du Grausames gegen deinen Bund und dein heiliges Haus und gegen die Spitze von Zion und gegen das Haus des Eigentums deiner Kinder geplant hast. 14 Und lass jede Nation und jeden Stamm anerkennen, dass du der Gott aller Macht und Macht bist und dass es keinen anderen gibt, der das Volk Israel beschützt als du.

KAPITEL 10 1 Danach hörte sie auf, den Gott Israels anzurufen, und beendete alle diese Worte.

2 Sie stand auf, wo sie niedergefallen war, und rief ihre Magd und ging hinab in das Haus, in dem sie an den Sabbattagen und an ihren Festtagen wohnte, 3 Und sie zog das Sacktuch aus, das sie trug, und legte die Kleider ihrer Witwe ab und wusch ihren ganzen Körper mit Wasser und salbte sich mit kostbarer Salbe und flocht ihr Haar auf dem Haupt und zog einen Reifen darauf an und legte ihre Freudenkleider an, mit denen sie während des Lebens ihres Mannes Manasses bekleidet war. 4 Und sie zog Sandalen an ihre Füße und legte ihre Armbänder und ihre Ketten und ihre Ringe und ihre Ohrringe und all ihren Schmuck um sich und schmückte sich tapfer, um die Augen aller Menschen zu locken, die sie sehen sollten. 5 Dann gab sie ihrer Magd eine Flasche Wein und einen Krug Öl und füllte einen Sack mit geröstetem Mais, Feigenstücken und feinem Brot; Also faltete sie all diese Dinge zusammen und legte sie auf sich. 6 So gingen sie hinaus zum Tor der Stadt Bethulia und fanden dort Ozias und die Ältesten der Stadt, Chabris und Charmis, stehen. 7 Und als sie sahen, dass sich ihr Gesicht und ihre Kleidung verändert hatten, staunten sie sehr über ihre Schönheit und sagten zu ihr: 8 Der Gott, der Gott unserer Väter, gib dir Gnade und führe deine Unternehmungen aus zur Ehre der Kinder Israel und zur Erhöhung Jerusalems. Dann beteten sie Gott an. 9 Und sie sprach zu ihnen: Befiehlt, mir die Tore der Stadt zu öffnen, damit ich hinausgehen und das tun kann, wovon ihr mit mir geredet habt. Sie befahlen den jungen Männern, sich ihr zu öffnen, wie sie gesagt hatte. 10 Und als sie das getan hatten, ging Judith hinaus, sie und ihre Magd mit ihr; Und die Männer der Stadt kümmerten sich um sie, bis sie den Berg hinabstieg und das Tal überquerte und sie nicht mehr sehen konnte. 11 So zogen sie geradeaus ins Tal, und die erste Wache der Assyrer begegnete ihr. 12 Und er nahm sie und fragte sie: Zu welchem Volk gehörst du? und woher kommst du? und wohin gehst du? Und sie sprach: Ich bin eine Frau der Hebräer und bin vor ihnen geflohen; denn sie werden dir zum Verzehr gegeben werden. 13 Und ich komme vor Holofernes, den Oberbefehlshaber deines Heeres, um Worte der Wahrheit zu verkünden; und ich werde ihm einen Weg zeigen, auf dem er gehen und das ganze Bergland erobern kann, ohne Körper oder Leben eines seiner Männer zu verlieren. 14 Als die Männer nun ihre Worte hörten und ihr Angesicht sahen, staunten sie sehr über ihre Schönheit und sprachen zu ihr: 15 Du hast dein Leben gerettet, indem du dich beeilt hast, zu unserem Herrn herabzusteigen. Nun komm zu seinem Zelt, und einige von uns werden dich führen, bis sie dich seinen Händen übergeben haben. 16 Und wenn du vor ihm stehst, fürchte dich nicht in deinem Herzen, sondern zeige ihm, was du gesagt hast; und er wird dich gut bitten. 17 Dann wählten sie aus ihnen hundert Männer aus, die sie und ihre Magd begleiten sollten; und sie brachten sie zum Zelt des Holofernes. 18 Da drängte sich das ganze Lager zusammen. Man hörte ihr Kommen in den Zelten hören, und sie kamen um sie herum, als sie vor dem Zelt des Holofernes stand, bis sie ihm von ihr berichteten. 19 Und sie staunten über ihre Schönheit und bewunderten die Kinder Israel ihretwegen, und jeder sprach zu seinem Nächsten: Wer würde dieses Volk verachten, das solche Frauen unter sich hat? Sicherlich ist es nicht gut, dass einer


von ihnen übrig bleibt, dessen Freilassung die ganze Erde verführen könnte. 20 Und die in der Nähe von Holofernes lagen, gingen hinaus und alle seine Diener führten sie in das Zelt. 21 Holofernes ruhte auf seinem Bett unter einem Baldachin, der mit Purpur, Gold, Smaragden und Edelsteinen gewebt war. 22 Und sie zeigten es ihm; Und er kam vor seinem Zelt heraus, und silberne Lampen gingen vor ihm her. 23 Und als Judith vor ihn und seine Diener trat, staunten sie alle über die Schönheit ihres Angesichts; Und sie warf sich auf ihr Angesicht nieder und erwies ihm Ehre; und seine Diener hoben sie empor.

KAPITEL 11 1 Da sprach Holofernes zu ihr: Frau, sei gütiger Trost, fürchte dich nicht in deinem Herzen! Denn ich habe niemanden verletzt, der bereit war, Nabuchodonosor, dem König der ganzen Erde, zu dienen. 2 Und wenn nun dein Volk, das in den Bergen wohnt, nicht durch mich Licht gemacht hätte, ich hätte meinen Speer nicht gegen sie erhoben; aber sie haben sich das selbst angetan. 3 Aber nun sage mir, warum du vor ihnen geflohen bist und zu uns gekommen bist; denn du bist gekommen, um Schutz zu suchen; Sei getröstet, du wirst diese Nacht leben und danach: 4 Denn niemand wird dir Schaden zufügen, sondern dich gut bitten, wie die Diener meines Herrn, des Königs Nabuchodonosor. 5 Da sprach Judith zu ihm: Nimm die Worte deines Knechtes an und lass deine Magd vor dir reden, und ich werde meinem Herrn heute Nacht keine Lüge erzählen. 6 Und wenn du den Worten deiner Magd folgst, wird Gott die Sache vollkommen an dir geschehen lassen; und mein Herr wird seine Absichten nicht verfehlen. 7 So wahr Nabuchodonosor, der König der ganzen Erde, lebt, und so wahr seine Macht lebt, der dich gesandt hat, alles Lebendige zu erhalten: Denn nicht nur die Menschen werden ihm durch dich dienen, sondern auch die Tiere des Feldes und das Vieh, und die Vögel des Himmels werden durch deine Macht unter Nabuchodonosor und seinem ganzen Haus leben. 8 Denn wir haben von deiner Weisheit und deiner Politik gehört, und auf der ganzen Erde wird berichtet, dass du im ganzen Königreich hervorragend bist und mächtig an Wissen und wunderbar in Kriegstaten. 9 Was nun die Sache betrifft, die Achior in deinem Rat geredet hat, so haben wir seine Worte gehört; denn die Männer von Bethulia retteten ihn, und er verkündete ihnen alles, was er zu dir geredet hatte. 10 Darum, o Herr und Statthalter, respektiere sein Wort nicht; aber behalte es in deinem Herzen, denn es ist wahr: Denn unsere Nation wird nicht bestraft werden, und das Schwert kann sie nicht überwältigen, es sei denn, sie sündigen gegen ihren Gott. 11 Und nun, damit mein Herr nicht besiegt wird und seinen Vorsatz nicht vereitelt, ist nun sogar der Tod über sie gekommen, und ihre Sünde hat sie erreicht, womit sie ihren Gott zum Zorn erzürnen werden, wenn sie etwas tun, was sich nicht ziemt Erledigt: 12 Denn ihre Nahrung fehlt ihnen, und all ihr Wasser ist knapp, und sie haben beschlossen, Hand an ihr Vieh zu legen, und haben sich vorgenommen, alles zu verzehren, was Gott ihnen durch seine Gesetze verboten hat, zu essen: 13 Und wir sind entschlossen, die Erstlinge der Zehntel Wein und Öl auszugeben, die sie geheiligt und für die Priester reserviert hatten, die in Jerusalem vor dem Angesicht unseres

Gottes dienen; Es ist keinem der Menschen erlaubt, diese Dinge auch nur mit den Händen zu berühren. 14 Denn sie haben einige nach Jerusalem geschickt, weil auch die Bewohner dort dasselbe getan haben, um ihnen eine Lizenz vom Senat zu verschaffen. 15 Wenn sie es ihnen nun sagen, werden sie es sogleich tun, und sie werden dir noch am selben Tag zur Vernichtung übergeben werden. 16 Da ich das alles wusste, bin ich, deine Magd, vor ihnen geflohen. Und Gott hat mich gesandt, mit dir Dinge zu tun, worüber die ganze Erde und jeder, der es hören wird, in Erstaunen geraten wird. 17 Denn dein Knecht ist religiös und dient dem Gott des Himmels Tag und Nacht. Nun will ich, mein Herr, bei dir bleiben, und dein Knecht wird bei Nacht ins Tal gehen und zu Gott und ihm beten werde es mir sagen, wenn sie ihre Sünden begangen haben: 18 Und ich werde kommen und es dir zeigen. Dann sollst du mit deinem ganzen Heer ausziehen, und keiner von ihnen wird dir widerstehen. 19 Und ich werde dich durch Judäa führen, bis du vor Jerusalem kommst; und ich werde deinen Thron in seine Mitte stellen; und du sollst sie treiben wie Schafe, die keinen Hirten haben, und ein Hund soll nicht einmal sein Maul vor dir auftun; denn diese Dinge wurden mir nach meinem Vorherwissen gesagt, und sie wurden mir verkündet, und ich wurde gesandt, um es zu sagen dich. 20 Da gefielen ihre Worte Holofernes und allen seinen Dienern; Und sie staunten über ihre Weisheit und sagten: 21 Von einem Ende der Erde bis zum anderen gibt es keine solche Frau, weder wegen der Schönheit ihres Gesichts noch wegen der Weisheit ihrer Worte. 22 Dasselbe sagte Holofernes zu ihr. Gott hat gut daran getan, dich vor das Volk zu schicken, damit Stärke in unseren Händen sei und Verderben über denen, die meinen Herrn geringschätzen. 23 Und nun bist du sowohl schön in deinem Gesicht als auch witzig in deinen Worten. Wenn du tust, was du geredet hast, wird dein Gott mein Gott sein, und du wirst im Haus des Königs Nabuchodonosor wohnen und in der ganzen Welt bekannt sein Erde.

KAPITEL 12 1 Dann befahl er, sie dorthin zu bringen, wo sein Teller abgestellt war; und befahl, dass man ihr seine eigenen Speisen zubereiten und sie von seinem eigenen Wein trinken sollte. 2 Und Judith sprach: Ich werde nichts davon essen, damit es nicht zum Ärgernis werde; aber es soll für mich gesorgt werden von den Dingen, die ich mitgebracht habe. 3 Da sprach Holofernes zu ihr: Wenn deine Versorgung ausbleibt, wie sollen wir dir etwas Gleiches geben? denn von deinem Volk ist niemand bei uns. 4 Und Judith sprach zu ihm: So wahr deine Seele lebt, mein Herr, deine Magd soll das, was ich habe, nicht ausgeben, bevor der Herr mit meiner Hand tun wird, was er bestimmt hat. 5 Da brachten die Diener des Holofernes sie in das Zelt, und sie schlief bis Mitternacht, und sie stand auf, als es Morgenwache war, 6 Und er sandte zu Holofernes und ließ ihn retten: Mein Herr befiehl nun, dass deine Magd zum Gebet hinausgehen möge. 7 Da befahl Holofernes seiner Wache, sie nicht aufzuhalten. So blieb sie drei Tage im Lager und ging in der Nacht in das Tal Bethulia hinaus und wusch sich in einer Wasserquelle neben dem Lager.


8 Und als sie herauskam, flehte sie den Herrn, den Gott Israels, an, ihr den Weg zur Auferweckung der Kinder ihres Volkes zu weisen. 9Da kam sie rein und blieb im Zelt, bis sie am Abend ihr Fleisch aß. 10 Und am vierten Tag veranstaltete Holofernes ein Fest nur für seine eigenen Diener und berief keinen der Beamten zum Bankett. 11 Da sagte er zu Bagoas, dem Kämmerer, der für alles verantwortlich war, was er hatte: Gehe nun und überrede diese hebräische Frau, die bei dir ist, dass sie zu uns kommt und mit uns isst und trinkt. 12 Denn siehe, es wird eine Schande für uns sein, wenn wir eine solche Frau gehen lassen, ohne ihre Gesellschaft gehabt zu haben; denn wenn wir sie nicht zu uns ziehen, wird sie uns verspotten. 13 Da ging Bagoas von Holofernes weg und kam zu ihr und sprach: Dieses schöne Mädchen soll sich nicht fürchten, zu meinem Herrn zu kommen und in seiner Gegenwart geehrt zu werden und Wein zu trinken und mit uns fröhlich zu sein machte diesen Tag als eine der Töchter der Assyrer, die im Haus Nabuchodonosors dienen. 14 Da sprach Judith zu ihm: Wer bin ich nun, dass ich meinem Herrn widersprechen sollte? Was auch immer ihm gefällt, werde ich gewiss schnell tun, und es wird meine Freude sein bis zum Tag meines Todes. 15 Und sie stand auf und schmückte sich mit ihrem ganzen Gewand und allen Gewändern ihrer Frau, und ihre Magd ging hin und legte weiche Felle für sie auf die Erde gegenüber Holofernes, die sie von Bagoas für ihren täglichen Gebrauch erhalten hatte, damit sie sitzen und sitzen konnte iss von ihnen. 16 Als nun Judith hereinkam und sich setzte, war Holofernes von Herzen entzückt von ihr, und sein Sinn war bewegt, und er sehnte sich sehr nach ihrer Gesellschaft; denn er wartete eine Zeit lang, um sie zu täuschen, von dem Tag an, an dem er sie gesehen hatte. 17 Da sagte Holofernes zu ihr: Trink jetzt und sei fröhlich mit uns. 18 Da sagte Judith: Ich werde jetzt trinken, mein Herr, denn mein Leben ist an diesem Tag in mir größer geworden als alle Tage seit meiner Geburt. 19 Und sie nahm und aß und trank vor ihm, was ihre Magd zubereitet hatte. 20 Und Holofernes hatte große Freude an ihr und trank mehr Wein, als er seit seiner Geburt jemals an einem Tag getrunken hatte.

KAPITEL 13 1 Als es nun Abend wurde, beeilten sich seine Diener aufzubrechen, und Bagoas schloss sein Zelt draußen und entließ die Kellner aus dem Angesicht seines Herrn. und sie legten sich zu ihren Betten; denn sie waren alle müde, weil das Fest lange gedauert hatte. 2 Und Judith blieb allein im Zelt, und Holofernes lag allein auf seinem Bett; denn er war von Wein erfüllt. 3 Nun hatte Judith ihrer Magd befohlen, außerhalb ihres Schlafzimmers zu stehen und auf sie zu warten. Sie trat hervor, wie sie es täglich tat; denn sie sagte, sie würde hinausgehen, um zu beten, und sie redete zu Bagoas nach dem gleichen Vorsatz. 4 Da gingen alle hinaus, und niemand blieb im Schlafgemach zurück, weder klein noch groß. Dann sagte Judith, die an seinem Bett stand, in ihrem Herzen: O Herr, Gott aller Macht,

sieh dir dieses Geschenk an, auf die Werke meiner Hände zur Erhöhung Jerusalems. 5 Denn jetzt ist die Zeit, deinem Erbe zu helfen und deine Unternehmungen zur Vernichtung der Feinde auszuführen, die sich gegen uns erheben. 6 Dann ging sie zu der Säule des Bettes, die am Kopfende des Holofernes stand, und nahm seinen Fauchion von dort herab. 7 Und er ging zu seinem Bett und ergriff die Haare auf seinem Haupt und sprach: Stärke mich, Herr, Gott Israels, heute! 8 Und sie schlug mit aller Kraft zweimal auf seinen Hals und nahm ihm den Kopf ab. 9 Und er stürzte mit seinem Körper vom Bett und riss den Baldachin von den Säulen herunter; Und kurz darauf ging sie hinaus und gab Holofernes seinen Kopf ihrer Magd. 10 Und sie steckte es in ihren Fleischbeutel. Und sie gingen beide zusammen nach ihrer Sitte zum Gebet. Und als sie am Lager vorbeikamen, umrundeten sie das Tal und stiegen den Berg Bethulia hinauf und kamen zu dessen Toren. 11 Da sprach Judith von ferne zu den Wächtern am Tor: Öffnet, öffnet nun das Tor! Gott, unser Gott, ist mit uns, um seine Macht noch in Jerusalem und seine Streitkräfte gegen den Feind zu zeigen, wie er es sogar getan hat heute erledigt. 12 Als nun die Männer ihrer Stadt ihre Stimme hörten, eilten sie hinab zum Tor ihrer Stadt und riefen die Ältesten der Stadt. 13 Und dann liefen sie alle zusammen, die Kleinen und die Großen, denn es war ihnen ein Fremdwort, dass sie gekommen war; und sie öffneten das Tor und nahmen sie auf und machten ein Feuer zum Licht und stellten sich um sie herum. 14 Da sprach sie mit lauter Stimme zu ihnen: Lobt, lobt Gott, lobt Gott, ich sage es, denn er hat dem Haus Israel seine Gnade nicht genommen, sondern hat unsere Feinde diese Nacht durch meine Hände vernichtet. 15 Da nahm sie den Kopf aus dem Beutel, zeigte ihn und sprach zu ihnen: Siehe, der Kopf von Holofernes, dem Hauptmann des Heeres von Assur, und siehe, der Baldachin, darin lag er in seiner Trunkenheit; Und der Herr hat ihn durch die Hand einer Frau geschlagen. 16 So wahr der Herr lebt, der mich auf dem Weg, den ich gegangen bin, behütet hat, mein Angesicht hat ihn zu seinem Untergang verführt, und doch hat er nicht mit mir gesündigt, um mich zu verunreinigen und zu beschämen. 17 Da war das ganze Volk überaus erstaunt und verneigte sich und betete Gott an und sprach einstimmig: Gesegnet seist du, unser Gott, der du heute die Feinde deines Volkes zunichte gemacht hast. 18 Da sprach Ozias zu ihr: Gesegnet seist du, Tochter, vom höchsten Gott, mehr als alle Frauen auf Erden; Und gepriesen sei der Herr, Gott, der die Himmel und die Erde erschaffen hat, der dich angewiesen hat, den Anführern unserer Feinde den Kopf abzuschlagen. 19 Darum soll deine Zuversicht nicht aus dem Herzen der Menschen weichen, die für immer an die Macht Gottes denken. 20 Und Gott wendet dir diese Dinge zu einem ewigen Lobpreis zu, um dich in guten Dingen zu heimsuchen, denn du hast dein Leben nicht verschont für das Elend unserer Nation, sondern hast unseren Untergang gerächt, indem du einen geraden Weg vor unserem Gott gewandelt hast. Und alle Leute sagten; So sei es, so sei es.


KAPITEL 14 KAPITEL 15 1 Da sprach Judith zu ihnen: Hört mich nun an, meine Brüder, und nehmt dieses Haupt und hängt es an die höchste Stelle eurer Mauern. 2 Und sobald der Morgen anbricht und die Sonne aufgeht auf der Erde, nehmt ein jeder seine Waffen und zieht hinaus aus der Stadt, jeder tapfere Mann, und setzt einen Oberbefehlshaber über sie, als ob ihr es wollt Geh hinab auf das Feld, um den Assyrern zuzusehen; aber geh nicht hinunter. 3 Dann werden sie ihre Rüstung nehmen und in ihr Lager ziehen und die Hauptleute des Heeres von Assur aufstellen und zum Zelt des Holofernes rennen, ihn aber nicht finden; dann wird Furcht sie und sie befallen wird vor deinem Angesicht fliehen. 4 Und ihr und alle, die an der Küste Israels wohnen, sollt sie verfolgen und sie auf ihrem Weg vernichten. 5 Aber bevor ihr das tut, sollt ihr mich Achior, den Ammoniter, nennen, damit er den sieht und erkennt, der das Haus Israel verachtete und ihn gleichsam in den Tod zu uns schickte. 6 Dann riefen sie Achior aus dem Haus des Ozias; Und als er kam und in der Versammlung des Volkes das Haupt des Holofernes in der Hand eines Mannes sah, fiel er auf sein Angesicht, und sein Geist versagte. 7 Als sie ihn aber zurückgeholt hatten, fiel er Judith zu Füßen, fürchtete sich vor ihr und sprach: Selig bist du in allen Hütten Judas und in allen Völkern, die sich wundern werden, wenn sie deinen Namen hören. 8 Und nun erzähle mir alles, was du in diesen Tagen getan hast. Da verkündete Judith ihm inmitten des Volkes alles, was sie getan hatte, von dem Tag an, als sie auszog, bis zu der Stunde, als sie zu ihnen redete. 9 Und als sie aufgehört hatte zu reden, jubelten die Leute mit lauter Stimme und jubelten in ihrer Stadt. 10 Und als Achior alles gesehen hatte, was der Gott Israels getan hatte, glaubte er fest an Gott und beschnitt das Fleisch seiner Vorhaut und schloss sich bis zum heutigen Tag dem Haus Israel an. 11 Und als der Morgen anbrach, hängten sie den Kopf des Holofernes an die Mauer, und ein jeder nahm seine Waffen, und sie zogen an Fesseln hinaus bis zur Meerenge des Berges. 12 Als aber die Assyrer sie sahen, schickten sie zu ihren Anführern, und diese kamen zu ihren Obersten und Volkstribunen und zu jedem einzelnen ihrer Obersten. 13 Und sie kamen zum Zelt des Holofernes und sagten zu dem, der über all seine Sachen verfügte: Erwache nun, unser Herr! Denn die Sklaven waren mutig, gegen uns in den Kampf zu ziehen, damit sie völlig vernichtet würden. 14 Dann ging er nach Bagoas und klopfte an die Tür des Zeltes. denn er glaubte, mit Judith geschlafen zu haben. 15 Da aber niemand antwortete, öffnete er die Tür und ging in die Schlafkammer. Da fand er ihn tot auf dem Boden liegend, und man nahm ihm den Kopf ab. 16 Da schrie er mit lauter Stimme, mit Weinen und Seufzen und mit gewaltigem Schrei, und zerriss seine Kleider. 17 Nachdem er in das Zelt gegangen war, in dem Judith wohnte, und als er sie nicht fand, sprang er zum Volk hinaus und schrie: 18 Diese Sklaven haben treulos gehandelt; Eine Hebräerfrau hat Schande über das Haus des Königs Nabuchodonosor gebracht: Denn siehe, Holofernes liegt kopflos auf der Erde. 19 Als die Hauptleute des assyrischen Heeres diese Worte hörten, zerrissen sie ihre Jacken und waren ganz beunruhigt, und es entstand ein Geschrei und ein sehr großer Lärm im ganzen Lager.

1 Und als die in den Zelten das hörten, staunten sie über das, was geschah. 2 Und Furcht und Zittern überfielen sie, sodass es niemand mehr gab, der vor den Augen seines Nächsten bleiben konnte, sondern sie stürmten alle zusammen und flohen in alle Richtungen der Ebene und des Gebirges. 3 Auch die, die in den Bergen um Bethulia herum gelagert hatten, flohen. Da stürmten die Kinder Israels, jeder unter ihnen, der ein Krieger war, über sie her. 4 Dann sandte Ozias nach Betomasthem und nach Bebai und Chobai und Cola und an alle Küsten Israels, um zu erzählen, was geschehen war, und damit alle gegen ihre Feinde vorstürmten, um sie zu vernichten. 5 Als nun die Kinder Israel das hörten, fielen sie alle einmütig über sie her und erschlugen sie bis Chobai; ebenso auch die, die aus Jerusalem und aus dem ganzen Bergland kamen; denn die Leute hatten ihnen gesagt, was geschehen war im Lager ihrer Feinde) und diejenigen, die in Galaad und in Galiläa waren, jagten sie mit einem großen Gemetzel, bis sie Damaskus und seine Grenzen überschritten hatten. 6 Und der Rest, der in Bethulia wohnte, fiel über das Lager Assurs ein, plünderte es und wurde sehr reich. 7 Und die Kinder Israels, die von der Schlacht zurückkehrten, hatten den Rest; und die Dörfer und Städte, die in den Bergen und in der Ebene waren, machten viel Beute; denn die Menge war sehr groß. 8 Da kamen Jojakim, der Hohepriester, und die Ältesten der Kinder Israels, die in Jerusalem wohnten, um die guten Dinge zu sehen, die Gott Israel erwiesen hatte, und um Judith zu sehen und sie zu begrüßen. 9 Und als sie zu ihr kamen, segneten sie sie einmütig und sprachen zu ihr: Du bist die Erhöhung Jerusalems, du bist die große Herrlichkeit Israels, du bist die große Freude unseres Volkes. 10 Das alles hast du mit deiner Hand getan. Du hast Israel viel Gutes getan, und Gott hat Wohlgefallen daran. Gepriesen seist du vom allmächtigen Herrn in Ewigkeit. Und alle Leute sagten: So sei es. 11 Und das Volk plünderte das Lager dreißig Tage lang. Und sie gaben Judith Holofernes sein Zelt und seinen ganzen Teller, seine Betten, seine Gefäße und all seine Habe. Und sie nahm es und legte es auf ihr Maultier. und stellte ihre Karren bereit und legte sie darauf. 12 Da liefen alle Frauen Israels zusammen, um sie zu sehen, und segneten sie und machten für sie einen Tanz unter ihnen. Und sie nahm Zweige in ihre Hand und gab sie auch den Frauen, die bei ihr waren. 13 Und sie legten einen Olivenkranz um sie und ihre Magd, die bei ihr war, und sie ging vor dem ganzen Volk im Tanz voran und führte alle Frauen; und alle Männer Israels folgten in ihrer Rüstung mit Kränzen und mit Liedern in ihren Mündern.

KAPITEL 16 1 Dann begann Judith in ganz Israel diesen Dank zu singen, und das ganze Volk sang ihr dieses Loblied nach. 2 Und Judith sprach: Fange an zu meinem Gott mit Pauken, singe meinem Herrn mit Zimbeln, stimme ihm einen neuen Psalm, erhöhe ihn und rufe seinen Namen an.


3 Denn Gott zerschmettert die Kämpfe; denn inmitten der Lager inmitten des Volkes hat er mich aus den Händen derer errettet, die mich verfolgten. 4 Assur kam aus dem Gebirge von Norden, er kam mit Zehntausenden seines Heeres, dessen Menge die Ströme stoppte, und ihre Reiter bedeckten die Hügel. 5 Er prahlte damit, dass er meine Grenzen niederbrennen und meine jungen Männer mit dem Schwert töten und die Säuglinge zu Boden werfen und meine Kinder zur Beute und meine Jungfrauen zur Beute machen würde. 6 Aber der allmächtige Herr hat sie durch die Hand einer Frau enttäuscht. 7 Denn der Mächtige fiel nicht durch die Jünglinge, und die Söhne der Titanen schlugen ihn nicht, und hohe Riesen griffen ihn nicht an; sondern Judith, die Tochter Meraris, schwächte ihn durch die Schönheit ihres Angesichts. 8 Denn sie legte das Kleid ihrer Witwe ab, um die Unterdrückten in Israel zu erhöhen, und salbte ihr Gesicht mit Salbe und band ihr Haar zu einem Reifen zusammen und nahm ein leinenes Gewand, um ihn zu verführen. 9 Ihre Sandalen entzückten seine Augen, ihre Schönheit fesselte seinen Geist, und der Fauchion ging ihm durch den Hals. 10 Die Perser zitterten vor ihrer Kühnheit, und die Meder waren vor ihrer Zähigkeit eingeschüchtert. 11 Da jubelten meine Elenden, und meine Schwachen schrien laut; aber sie waren erstaunt; diese erhoben ihre Stimme, aber sie wurden gestürzt. 12 Die Söhne der Mädchen haben sie durchbohrt und verwundet wie Kinder von Flüchtlingen; sie sind durch den Kampf des Herrn umgekommen. 13 Ich werde dem Herrn ein neues Lied singen: O Herr, du bist groß und herrlich, wunderbar an Kraft und unbesiegbar. 14 Alle Geschöpfe sollen dir dienen. Denn du hast geredet, und sie wurden erschaffen, du hast deinen Geist ausgesandt, und er hat sie erschaffen, und es gibt niemanden, der deiner Stimme widerstehen kann. 15 Denn die Berge werden durch das Wasser aus ihren Grundfesten geschüttelt, und die Felsen werden vor deiner Gegenwart schmelzen wie Wachs. Und doch bist du denen gnädig, die dich fürchten. 16 Denn alles Opfer ist zu gering für einen lieblichen Geruch für dich, und alles Fett reicht nicht für dein Brandopfer; wer aber den Herrn fürchtet, ist allezeit groß. 17 Wehe den Nationen, die sich gegen meine Verwandten erheben! Der Herr, der Allmächtige, wird am Tag des Gerichts Rache an ihnen nehmen, indem er Feuer und Würmer in ihr Fleisch steckt. und sie werden sie spüren und ewig weinen. 18 Sobald sie nach Jerusalem kamen, beteten sie den Herrn an; Und sobald das Volk gereinigt war, brachten sie ihre Brandopfer, ihre Freiopfer und ihre Gaben dar. 19 Judith weihte auch alle Sachen des Holofernes, die ihr das Volk gegeben hatte, und gab den Baldachin, den sie aus seinem Schlafzimmer mitgenommen hatte, als Geschenk für den Herrn. 20 So feierte das Volk drei Monate lang in Jerusalem vor dem Heiligtum, und Judith blieb bei ihnen. 21 Nach dieser Zeit kehrte jeder in sein eigenes Erbe zurück, und Judith ging nach Bethulia und blieb in ihrem eigenen Besitz und war zu ihrer Zeit im ganzen Land angesehen. 22 Und viele begehrten sie, aber niemand kannte sie ihr ganzes Leben lang. Danach war Manasses, ihr Mann, gestorben und wurde zu seinem Volk versammelt. 23 Aber sie nahm immer mehr an Ansehen zu und wurde im Haus ihres Mannes alt, da sie hundertfünf Jahre alt war, und

machte ihre Magd frei; Sie starb in Bethulia und wurde in der Höhle ihres Mannes Manasses begraben. 24 Und das Haus Israel beklagte sie sieben Tage lang. Und bevor sie starb, verteilte sie ihre Güter an alle, die mit Manasses, ihrem Mann, am nächsten verwandt waren, und an alle, die mit ihr am nächsten verwandt waren. 25 Und es gab nichts, was den Kindern Israel mehr Angst einjagte, weder in den Tagen Judiths noch lange nach ihrem Tod.


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