
1UndGottsprach:LasstunsMenschenmachennach unseremBild,unsähnlich.UndGottschufdenMenschen nachseinemBild.
2UndGottformtedenMenschenausErdeundbliesihm denOdemdesLebensindieNase,undsowurdeder MenschzueinerlebendigenSeele,diesprechenkonnte.
3UndderHerrsprach:Esistnichtgut,dassderMensch alleinsei;ichwillihmeineGehilfinmachen
4UndderHerrließeinentiefenSchlafaufAdamfallen, underschliefUndernahmeineseinerRippenwegund bautedaraufFleischundformteesundbrachteeszuAdam.
UndAdamerwachtevonseinemSchlaf,undsiehe,eine Fraustandvorihm
5Undersprach:DiesisteinBeinvonmeinemBein;sie sollFrauheißen,dennsieistvomManngenommenUnd AdamnanntesieEva,dennsiewurdedieMutteraller Lebenden.
6UndGottsegnetesieundnanntesieAdamundEvaan demTage,alsersieschuf,undGottderHERRsprach: SeidfruchtbarundmehreteuchundfülletdieErde.
7UndGottderHERRnahmAdamundseineFrauund setztesieindenGartenEden,dasssieihnbebautenund bewahrten.Undergebotihnenundsprachzuihnen:Von allenBäumenimGartendürftihressen;abervomBaum derErkenntnisdesGutenundBösensolltihrnichtessen; dennandemTage,daihrdavonesst,müsstihrdesTodes sterben
8UndalsGottsiegesegnetundihnengebotenhatte,ging ervonihnenweg,undAdamundseineFrauwohntenin demGarten,wiederHerresihnengebotenhatte
9UnddieSchlange,dieGottmitihnenaufErden geschaffenhatte,kamzuihnen,umsiezuverführen,das GebotGotteszuübertreten,daserihnengebotenhatte 10UnddieSchlangeverführteundüberredetedieFrau, vomBaumderErkenntniszuessen.UnddieFrauhörteauf dieStimmederSchlangeundübertratdasWortGottesund nahmvondemBaumderErkenntnisdesGutenundBösen, undsieaß,undsienahmdavonundgabauchihremMann, underaß
11UndAdamundseineFrauübertratendasGebotGottes, daserihnengebotenhatte.UndGotterkanntees,undsein Zornentbranntegegensie,underverfluchtesie
12UndGottderHERRtriebsieanjenemTagausdem GartenEden,dasssiedenAckerbodenbebauten,vondem siegenommenwarenUndsiezogenhinundwohnten östlichdesGartensEden.UndAdamerkannteseineFrau Eva,undsiegebarzweiSöhneunddreiTöchter
13UndsienanntedenErstgeborenenKainundsprach:Ich habeeinenMannvomHerrnerworbenDenanderenaber nanntesieAbel,dennsiesprach:Vergeblichsindwirzur Erdegekommen,undvergeblichwerdenwirvonihr genommenwerden
14UnddieKnabenwurdenerwachsen,undihrVatergab ihneneinStückLandzumBesitz;undKainwurde AckerbauerundAbelSchafhirte.
15NacheinigenJahrenbrachtensiedemHERRNein OpferdarKainbrachtevondenFrüchtendesFeldes,Abel aberbrachtevondenErstlingenseinerHerde,vonderen FettDawandtesichGottAbelundseinemOpferzu,und
einFeuerfuhrvomHERRNvomHimmelherabund verzehrtees.
16UndderHERRwandtesichKainundseinemOpfer nichtzu,underneigtesichnichtdazu,dennerhattevon denminderwertigenFrüchtendesFeldesvordenHERRN gebracht;undKainwurdedeswegeneifersüchtigauf seinenBruderAbelundsuchteeinenVorwand,ihnzu töten.
17EinigeZeitspätergingenKainundseinBruderAbel einesTagesaufdenAcker,umihreArbeitzuverrichten SiewarenbeideaufdemAcker,Kainpflügteundbestellte seinenBoden,AbelaberhüteteseineHerdeDieHerdezog nunandemTeildesAckersvorbei,denKaingepflügt hatte,unddasbetrübteKainsehr
18DatratKainzornigzuseinemBruderAbelundsprach zuihm:Wasistzwischenmirunddir,dassdukommst,um inmeinemLandzuwohnenunddeineHerdezuweiden?
19AbelantworteteseinemBruderKainundsprachzuihm: Wasistzwischenmirunddir,dassdudasFleischmeiner HerdeessenunddichmitihrerWollekleidensollst?
20DarumziehnundieWollemeinerSchafeaus,mitder dudichbekleidethast,understattemirdenErtragihrer FrüchteundihresFleisches,diedugegessenhastUnd wenndudiesgetanhast,willichdeinLandverlassen,wie dugesagthast.
21UndKainsprachzuseinemBruderAbel:Wennichdich heuteerschlage,werwirddanndeinBlutvonmirfordern?
22AbelantworteteKain:Wahrlich,Gott,derunsauf Erdengeschaffenhat,erwirdmeineSacherächenund meinBlutvondirfordern,wenndumichtötest;dennder HerristRichterundSchiedsrichter,underistes,derdem MenschennachseinemBösenvergeltenwirdunddem BösennachdemBösen,daseraufErdengetanhat 23Undwenndumichnunhiertötest,sokenntGottgewiss deinegeheimenAbsichtenundwirddichrichtenfürdas Böse,dasdumirheuteantunwolltest
24AlsKainaberdieWortehörte,dieseinBruderAbel gesprochenhatte,daentbranntederZornKainsgegen seinenBruderAbel,weilerdiesgesagthatte
25DaeilteKainherbei,standauf,nahmdeneisernenTeil seinesPflugesundschlugdamitsogleichseinenBruder underschlugihnUndKainvergossdasBlutseines BrudersAbelaufdieErde,unddasBlutAbelsflossvorder HerdeaufdieErde
26DanachbereuteKain,seinenBrudergetötetzuhaben, underwarsehrbetrübtundweinteüberihn,undes schmerzteihnsehr
27DastandKainaufundgrubeineGrubeindenAcker undlegtedenLeichnamseinesBrudershineinund bedeckteihnmitStaub
28UndderHERRwusste,wasKainseinemBruder angetanhatte,undderHERRerschienKainundsprachzu ihm:WoistAbel,deinBruder,derbeidirwar?
29DaverstelltesichKainundsprach:Ichweißesnicht, binichdennmeinesBrudersHüter?UndderHerrsprach zuihm:Washastdugetan?DieStimmedesBlutesdeines BrudersschreitzumirvondemAckerland,woduihn geschlachtethast
30DennduhastdeinenBrudererschlagenunddichvor mirverstelltundindeinemHerzengedacht,ichsähedich nichtundwüsstenichtsvonalldeinenTaten
31AberduhastdiesgetanunddeinenBruderumsonst getötet,weilerrechtmitdirgesprochenhat.Darumseinun verfluchtvondemErdboden,derseinenMundaufgetanhat, umdasBlutdeinesBrudersausdeinerHandzuempfangen, undindemduihnbegrabenhast.
32Undwennduesbebaust,wirdesdirnichtmehrseine KraftgebenwieamAnfang;dennDornenundDistelnwird derAckerhervorbringen,undduwirstumherirrenund umherirrenaufErdenbiszudeinemTod
33ZujenerZeitgingKainvomAngesichtdesHerrnweg vondemOrt,woergewesenwar,underirrteumherim LandöstlichvonEden,erundalles,wasihmgehörte
34UndKainerkannteinjenenTagenseineFrau,undsie wurdeschwangerundgebareinenSohn,undernannteihn Henochundsprach:ZujenerZeitbegannderHerr,ihm RuheundFriedenaufErdenzugeben.
35ZujenerZeitbegannauchKain,eineStadtzubauen UnderbautedieStadtundnanntesieHenoch,nachdem NamenseinesSohnes;denninjenenTagenhatteihmder HerrRuheaufErdengegeben,underirrtenichtmehr umherwieamAnfang
36UndIradwurdeHenochgeboren,undIradzeugte Mechujael,undMechujaelzeugteMethusael
KAPITEL2
1UndimhundertdreißigstenJahrdesLebensAdamsauf ErdenerkannteerseineFrauEvawieder,undsiewurde schwangerundgebareinenSohnnachseinemBildund nachseinemEbenbild,undsienannteihnSethundsprach: DennGotthatmireinenanderenSamenanstelleAbels bestimmt,dennKainhatihnerschlagen 2UndSethlebtehundertundfünfJahreundzeugteeinen Sohn;undSethnannteseinenSohnEnoschundsprach: DennzujenerZeitbegannensichdieMenschensöhnezu vermehrenundihreSeelenundHerzenzubetrübendurch ÜbertretungundRebelliongegenGott.
3UndindenTagenEnoschsbliebendieMenschenkinder rebellischundübertratendasGebotGottes,umdenZorn desHerrnüberdieMenschenkinderzuvergrößern.
4UnddieMenschenkindergingenhinunddientenanderen GötternundvergaßendenHerrn,dersieaufErden geschaffenhatte;undinjenenTagenmachtensichdie MenschenkinderGötzenbilderausBronzeundEisen,aus HolzundStein,undsiebeugtensichniederunddienten ihnen.
5UndjedermachtesichseineneigenenGottundsie beugtensichvorihmnieder;unddieMenschenkinder verließendenHERRNalleTageEnoschsundseiner Nachkommen;undderZorndesHERRNentbrannte wegenihrerWerkeundGräueltaten,diesieaufErdentaten 6DaließderHerrdieWasserdesStromesGihonübersie hereinbrechenundvernichtetesieundvernichteteden drittenTeilderErde;aberdieMenschenkinderkehrten nichtumvonihrenbösenWegen,sondernihreHände warennochimmerausgestreckt,umBöseszutunvorden AugendesHerrn.
7InjenenTagenwurdewedergesätnochgeerntetauf Erden;undesgabkeineNahrungfürdieMenschen,und dieHungersnotwarsehrgroßinjenenTagen.
8UndderSame,densieinjenenTagenaufdieErdesäten, wurdezuDornen,DistelnundDisteln;dennseitdenTagen AdamsgabesdieseErklärungüberdieErde,denFluch Gottes,mitdemerdieErdeverfluchtewegenderSünde, dieAdamvordemHerrnbegangenhatte.
9UndalsdieMenschenimmermehrgegenGott rebelliertenundseineGeboteübertratenundihreWege verdorben,wurdeauchdieErdeverdorben.
10UndEnoschlebteneunzigJahreundzeugteKenan; 11UndKenanwuchsheranundwurdevierzigJahrealtEr wurdeweiseundbesaßWissenundEinsichtinaller WeisheitundherrschteüberalleMenschenkinderund führtedieMenschenkinderzurWeisheitundErkenntnis; dennKenanwareinsehrweiserMannundbesaß VerständnisinallerWeisheit,undmitseinerWeisheit herrschteerüberGeisterundDämonen.
12UndKenanerkannteaufgrundseinerWeisheit,dass GottdieMenschenkinderwegenihrerSündenaufErden vernichtenwürdeunddassderHerrindenletztenTagen dieWasserderSintflutübersiebringenwürde
13InjenenTagenschriebKenanaufSteintafeln,was künftiggeschehensollte,undlegtesieinseine Schatzkammer
14UndKenanherrschteüberdieganzeErdeundbrachte einigederMenschenkinderdazu,Gottzudienen.
15AlsKenansiebzigJahrealtwar,zeugteerdreiSöhne undzweiTöchter
16DiessinddieNamenderSöhneKenans:Der ErstgeborenehießMahlallel,derzweiteEnanundder dritteMered;ihreSchwesternhießenAdaundZilla;dies sinddiefünfSöhneKenans,dieihmgeborenwurden.
17UndLamech,derSohnMethusaels,wurdedurchHeirat mitKenanverwandtundnahmdessenzweiTöchterzu Frauen.UndAdawurdeschwangerundgebarLamech einenSohn,undsienannteihnJabal
18Undsiewurdeabermalsschwangerundgebareinen SohnundnannteihnJubal;Zilla,ihreSchwester,warin jenenTagenunfruchtbarundhattekeineNachkommen
19DenninjenenTagenfingendieMenschenkinderan, gegenGottzusündigenunddieGebotezuübertreten,die erAdamgebotenhatte,fruchtbarzuseinundsichzu mehrenaufErden
20UndeinigederMenschensöhneließenihreFraueneinen Trunktrinken,dersieunfruchtbarmachte,damitsieihre GestaltbehieltenundihreschöneErscheinungnicht verblasste.
21UndwenndieMenschensöhneeinigeihrerFrauenzum Trinkenverleiteten,trankZillamitihnen.
22UnddieFrauen,dieKindergebaren,galtenihren MännernalsWitwenalsGräuel,solangeihreMänner lebten;dennsiehingennurandenunfruchtbarenFrauen 23UndalsdieTageundJahrezuEndewarenundZillaalt gewordenwar,öffnetederHerrihrenLeib
24UndsiewurdeschwangerundgebareinenSohnund nannteihnTubal-Kainundsprach:Nachdemich dahinsiechte,habeichihnvondemallmächtigenGott erhalten.
25Undsiewurdeabermalsschwangerundgebareine Tochter,undsienanntesieNaama,dennsiesprach: Nachdemichverwelktwar,habeichFreudeundWonne erlangt
26Lamechwaraltundhochbetagt,undseineAugenwaren sotrübe,dassernichtmehrsehenkonnte.SeinSohn Tubal-KainführteihnEinesTagesgingLamechaufsFeld, undseinSohnTubal-Kainwarbeiihm.Währendsieauf demFeldumhergingen,kamKain,derSohnAdams,auf siezu;dennLamechwarsehraltundkonntenichtmehr vielsehen,undseinSohnTubal-Kainwarnochsehrjung
27UndTubalKainsagtezuseinemVater,ersolleseinen Bogenspannen,undertrafmitdenPfeilenKain,dernoch weitentferntwar,underschlugihn;dennererschienihnen wieeinTier
28UnddiePfeiledrangeninKainsLeibein,obwohler weitvonihnenentferntwar;underfielzuBodenundstarb.
29UndderHERRvergiltteKainfürseineBosheit,wieer sieanseinemBruderAbelbegangenhatte,nachdemWort desHERRN,dasergeredethatte.
30UndalsKaingestorbenwar,gingenLamechundTubal hin,umdasTierzusehen,dassiegeschlachtethatten,und siesahen,undsiehe,Kain,ihrGroßvater,lagtotaufder Erde
31UndLamechwarsehrbetrübtdarüber,diesgetanzu haben;underklatschteindieHände,schlugseinenSohn undtöteteihn
32AlsdieFrauenLamechshörten,wasLamechgetan hatte,suchtensieihnzutöten.
33UnddieFrauenLamechshasstenihnvondiesemTagan, weilerKainundTubal-Kainerschlagenhatte;unddie FrauenLamechsschiedenvonihmabundwollteninjenen Tagennichtmehraufihnhören
34UndLamechgingzuseinenFrauenunddrängtesie, ihmindieserAngelegenheitzuzuhören.
35UndersprachzuseinenFrauenAdaundZilla:Hört meineStimme,ihrFrauenLamechs,merktaufmeine Worte!Dennnunhabtihreucheingebildetundgesagt,ich hätteeinenMannmitmeinenWundenundeinKindmit meinenStriemenerschlagen,weilsiekeinUnrechtgetan hatten.Dochwisstgewiss,dassichaltundgrauhaarigbin undmeineAugenschwervomAltersind,undichtatdies unwissentlich
36DieFrauenLamechshörtenindieserSacheaufihnund kehrtenmitdemRatihresVatersAdamzuihmzurück; abersiegebarenihmvondaankeineKindermehr,dasie wussten,dassGottesZorninjenenTagengegendie Menschenkinderzunahm,umsiewegenihrerbösenTaten durchdieWasserderSintflutzuvernichten
37UndMahlallel,derSohnKenans,lebtefünfundsechzig JahreundzeugteJared;undJaredlebtezweiundsechzig JahreundzeugteHenoch.
KAPITEL3
1UndHenochlebtefünfundsechzigJahreundzeugte Metuschelach;undHenochwandeltemitGott,nachdemer Metuschelachgezeugthatte,underdientedemHerrnund verachtetediebösenWegederMenschen
2UnddieSeeleHenochswarganzindieWeisungdes Herrnvertieft,inErkenntnisundEinsicht;underzogsich weisevondenMenschenkindernzurückundverbargsich vieleTagelangvorihnen
3UndnachvielenJahren,alserdemHerrndienteundin seinemHausvorihmbetete,riefihmeinEngeldesHerrn vomHimmelzuundsprach:Hierbinich
4Undersprach:Stehauf,gehhinausausdeinemHausund vondemOrt,wodudichverbirgst,undzeigedichden Menschenkindern,damitdusiedenWeglehrst,densie gehensollen,unddasWerk,dassievollbringenmüssen, umindieWegeGotteszugelangen.
5UndHenochstandaufnachdemWortdesHerrnund gingausseinemHaus,vonseinemOrtundausder Kammer,indererverborgenwar;undergingzuden MenschenkindernundlehrtesiedieWegedesHerrnund versammeltezujenerZeitdieMenschenkinderund verkündeteihnendieWeisungdesHerrn
6Underbefahl,esanallenOrten,woMenschenkinder wohnten,auszurufen:WoistderMann,derdieWegedes HerrnundguteWerkekennenlernenwill?Derkommezu Henoch
7UnddaversammeltensichalleMenschenkinderumihn; dennalle,diedieswünschten,gingenzuHenochUnd HenochwurdeKönigüberdieMenschenkindernachdem WortdesHerrn;undsiekamenundbeugtensichvorihm niederundhörtenseinWort
8UndderGeistGotteskamaufHenoch,underlehrtealle seineDienerdieWeisheitGottesundseineWege,unddie MenschenkinderdientendemHerrnalleTageHenochs, undsiekamen,umseineWeisheitzuhören
9UndalleKönigederMenschensöhne,sowohldieersten alsauchdieletzten,kamenmitihrenFürstenundRichtern zuHenoch,alssievonseinerWeisheithörten,undsie beugtensichvorihmniederundbatenHenoch,übersiezu herrschen,waserauchzusagte
10Undsieversammeltensichalle,einhundertdreißig KönigeundFürsten,undsiemachtenHenochzumKönig übersich,undsieallewarenunterseinerMachtund seinemBefehl
11UndHenochlehrtesieWeisheit,Erkenntnisunddie WegedesHerrn;understifteteFriedenunterihnen,und FriedeherrschteaufErdenwährenddesLebensHenochs 12UndHenochregierteüberdieMenschenkinder zweihundertdreiundvierzigJahreundübteRechtund GerechtigkeitmitseinemganzenVolkundleitetesieauf denWegendesHerrn.
13DiesistdieGeschlechterfolgevonHenoch, Metuschelach,ElisaundElimelech,dreiSöhnen;ihre SchwesternwarenMelkaundNachma.Metuschelachlebte siebenundachtzigJahreundzeugteLamech
14UndimsechsundfünfzigstenLebensjahrLamechsstarb Adam;erwarneunhundertdreißigJahrealtbeiseinemTod, undseinebeidenSöhnebestattetenihnzusammenmit HenochundseinemSohnMethusalahmitgroßemPomp, wiemanKönigebestattet,inderHöhle,dieGottihm genannthatte
15UndandiesemOrthieltenalleMenschenkindereine großeTrauerfeierundeinlautesWeinenumAdamswillen; darumistesunterdenMenschenkindernbisaufden heutigenTagBrauchgeworden.
16UndAdamstarb,weilervomBaumderErkenntnis gegessenhatte,erundseineKindernachihm,wieGottder HERRgesagthatte.
17UndesgeschahimJahrdesTodesAdams,daswardas zweihundertdreiundvierzigsteJahrderRegierungHenochs, dabeschlossHenoch,sichvondenMenschenkindernzu trennenundsichwiezuvorzuverbergen,umdemHerrnzu dienen.
18UndHenochtatso;abererverbargsichnichtgänzlich vorihnen,sondernbliebdreiTagevonden MenschenkindernfernundgingdannfüreinenTagzu ihnen
19UndwährendderdreiTage,dieerinseinemGemach war,beteteerzudemHerrn,seinemGott,undlobteihn UndandemTag,alserhingingundzuseinenUntertanen trat,lehrteersiedieWegedesHerrn,undalles,wassieihn überdenHerrnfragten,beantworteteerihnen
20UndertatdiesvieleJahrelangaufdieseWeiseDanach verbargersichsechsTagelangunderschienseinemVolk einmalallesiebenTage,danacheinmalimMonatunddann einmalimJahr,bisalleKönige,FürstenundMenschenihn suchtenunddasAngesichtHenochswiedersehenundsein WorthörenwolltenDochsiekonntenesnicht,dennalle MenschenfürchtetenHenochsehrundwagtenesnicht, sichihmzunähern,wegendergöttlichenEhrfurcht,dieauf seinemAntlitzlagDarumwagteesniemand,ihn anzusehen,ausFurcht,bestraftzuwerdenundzusterben
21UndalleKönigeundFürstenbeschlossen,die MenschensöhnezuversammelnundzuHenochzu kommen,inderAnnahme,dasssieallemitihmreden könnten,wennerzuihrerZeituntersietretenwürde,und sotatensiees
22UndeskamderTag,dagingHenochhinaus,undsie alleversammeltensichundkamenzuihm,undHenoch redetezuihnendieWortedesHerrnundlehrtesie WeisheitundErkenntnis,undsiebeugtensichvorihm niederundsprachen:DerKöniglebe!DerKöniglebe!
23UndeinigeZeitspäter,alsdieKönigeundFürstenund dieMenschensöhnemitHenochredetenundHenochsie dieWegeGotteslehrte,siehe,dariefeinEngeldesHerrn HenochvomHimmelherabundwollteihnindenHimmel holen,damiterdortüberdieSöhneGottesregiere,wieer überdieMenschensöhneaufErdengeherrschthatte.
24AlsHenochdieshörte,gingerhinundversammeltealle BewohnerderErdeundlehrtesieWeisheitundErkenntnis undgabihnengöttlicheWeisungenundsprachzuihnen: Ichbinaufgefordertworden,indenHimmelaufzufahren; darumweißichdenTagmeinerHeimkehrnicht 25DarumwillicheuchnunWeisheitundErkenntnis lehrenundeuch,eheicheuchverlasse,Anweisungen geben,wieihraufErdenhandelnsollt,damitihrlebt;und ertates
26UnderlehrtesieWeisheitundErkenntnisund unterwiessie;erermahntesieundlegteihnenSatzungen undRechtevor,diesieaufErdenbefolgensollten;under stifteteFriedenunterihnenundlehrtesiedasewigeLeben; underwohnteeinigeZeitbeiihnenundlehrtesiealldies
27ZujenerZeitwarendieMenschensöhnebeiHenoch, undHenochredetemitihnenDahobensieihreAugenauf, unddieGestalteinesgroßenPferdesfuhrvomHimmel herab,unddasPferdschrittinderLuft
28UndsieerzähltenHenoch,wassiegesehenhatten,und Henochsprachzuihnen:Ummeinetwillensteigtdieses PferdaufdieErdeherab;denndieZeitistgekommen,da
ichvoneuchgehenmussundihrmichnichtmehrsehen werdet.
29UndzujenerZeitstiegdasPferdherabundstelltesich vorHenoch;undalleMenschensöhne,diemitHenoch waren,sahenihn.
30DabefahlHenochabermals,eineStimmeausrufenzu lassen:WoistderMann,derGefallendaranhat,dieWege desHerrn,seinesGottes,zuerfahren?Ersollheutezu Henochkommen,eheervonunsgenommenwird
31UndalleMenschenkinderversammeltensichund kamenanjenemTagzuHenoch;undalleKönigederErde mitihrenFürstenundRatgebernbliebenanjenemTagbei ihm;undHenochlehrtedieMenschenkinderWeisheitund ErkenntnisundgabihnengöttlicheUnterweisung;under gebotihnen,demHerrnzudienenundinseinenWegenzu wandelnalleTageihresLebens,understifteteFrieden unterihnen
32Unddanachstanderaufundschwangsichaufsein Pferd;underzogaus,undalleMenschenkinderfolgten ihm,etwaachthunderttausendMann;undsiegingenmit ihmeinenTagesmarsch
33AmzweitenTagspracherzuihnen:Kehrtheimineure Zelte!Warumwolltihrgehen?Vielleichtwerdetihr sterben!Dagingeneinigevonihnenvonihmweg,die ÜbrigenabergingensechsTagereisenmitihm.Und HenochsprachjedenTagzuihnen:Kehrtheimineure Zelte,damitihrnichtsterbt!Abersiewolltennicht zurückkehrenundgingenmitihm.
34AmsechstenTagbliebeneinigevonihnenzurückund schlossensichihmanSiesagtenzuihm:Wirwollenmit dirandenOrtgehen,woduhingehst;sowahrderHerrlebt, nurderTodwirdunsscheiden
35Undsiedrängtenihnsosehr,mitihmzugehen,dasser aufhörte,mitihnenzureden;undsiegingenihmnachund wolltennichtzurückkehren
36AlsdieKönigezurückkehrten,ließensieeine Volkszählungdurchführen,umdieZahlderMännerzu erfahren,diemitHenochgegangenwarenAmsiebtenTag fuhrHenochmitfeurigenPferdenundWagenim WirbelwindgenHimmelauf.
37UndamachtenTagsandtenalleKönige,diemit Henochgewesenwaren,Boten,umdieZahlderMänner, diemitHenochgewesenwaren,andenOrt zurückzubringen,vondemerindenHimmelaufgefahren war
38UndalledieseKönigegingenzudemOrtundfanden dieErdedortmitSchneegefüllt,undaufdemSchneelagen großeSteineausSchnee.Daspracheinerzumanderen: Kommt,lasstunsdenSchneedurchbrechenundnachsehen, vielleichtsinddieMänner,diebeiHenochgebliebensind, gestorbenundliegenjetztunterdenSteinenausSchnee Undsiesuchten,konntenihnabernichtfinden,dennerwar indenHimmelaufgefahren
KAPITEL4
1UndalleTage,dieHenochaufErdenlebte,waren dreihundertfünfundsechzigJahre
2UndalsHenochindenHimmelaufgefahrenwar,standen alleKönigederErdeaufundnahmenMetuschelach,seinen
Sohn,undsalbtenihn,undsiesetztenihnalsKönigüber sicheinanstelleseinesVaters.
3UndMethusalahhandelterechtschaffenvorGott,wieihn seinVaterHenochgelehrthatte,undebensolehrteer zeitlebensdieMenschenWeisheit,Erkenntnisund GottesfurchtundwichnichtvomrechtenWegab,weder zurRechtennochzurLinken
4AberindenletztenTagenMethusalahswandtensichdie MenschenkindervomHerrnab,sieverdorbendasLand,sie raubtenundplünderteneinander,sierebelliertengegen GottundsieübertratenseineGebote,sieverdorbenihre WegeundwolltennichtaufdieStimmeMethusalahshören, sondernrebelliertengegenihn.
5DawurdederHERRsehrzornigübersieundvernichtete injenenTagendenSamen,sodasseswederSaatnoch ErnteaufErdengab.
6DennalssiedenAckerbesäten,umNahrungfürihren Lebensunterhaltzuerhalten,siehe,dawuchsenDornenund Disteln,diesienichtgesäthatten.
7UnddennochkehrtendieMenschenkindernichtumvon ihrenbösenWegen,sondernihreHändewarenimmernoch ausgestreckt,umBöseszutunvordenAugenGottes,und sieerzürntendenHerrndurchihrebösenWege,undder Herrwurdesehrzornigundreutesich,dasserden Menschengemachthatte.
8Underbeschloss,siezuvernichtenundauszurotten,und dastaterauch
9InjenenTagen,alsLamech,derSohnMethusalems, hundertsechzigJahrealtwar,starbSeth,derSohnAdams 10UndSethlebteinsgesamtneunhundertundzwölfJahre, understarb.
11UndLamechwarhundertachtzigJahrealt,alser Aschmuja,dieTochterElischas,desSohnesHenochs, seinesOnkels,zusichnahm,undsiewurdeschwanger.
12ZujenerZeitbesätendieMenschenkinderdenAcker, undeswurdenurwenigNahrunggeerntet;aberdie MenschenkinderkehrtennichtumvonihrenbösenWegen, sondernsiesündigtenundrebelliertengegenGott
13UnddieFrauLamechswurdeschwangerundgebarihm einenSohnzujenerZeit,amWendepunktdesJahres.
14UndMethusalahnannteihnNoahundsprach:DieErde warinseinenTagenruhigundfreivonVerderbnisUnd Lamech,seinVater,nannteihnMenachemundsprach: DieserwirdunströstenbeiunserenWerkenundunserem elendenMühsalaufErden,dieGottverfluchthatte 15UnddasKindwuchsheranundwurdeentwöhnt;undes lebteindenWegenseinesVatersMethusalah,untadelig undrechtschaffenvorGott.
16UndinjenenTagenwichenalleMenschenkindervon denWegendesHerrnab,alssiesichaufErdenvermehrten mitSöhnenundTöchtern,undsielehrteneinanderihre bösenBräucheundsündigtenimmerweitergegenden Herrn
17UndjederMenschmachtesicheinenGott;undsie raubtenundplünderteneinjederseinenNächstenund seinenVerwandten;undsieverdorbendieErde,unddie ErdewurdevollGewalttat.
18UndihreRichterundHerrschergingenzudenTöchtern derMenschenundnahmenihreFrauenmitGewaltvon ihrenMännern,wiesieeserwählthatten.Unddie MenschensöhnenahmeninjenenTagenvomViehder
Erde,vondenTierendesFeldesundvondenVögelndes HimmelsundlehrtendieVermischungvonTierender einenArtmitanderen,umdamitdenHerrnzuerzürnen UndGottsahdieganzeErde,undsiewarverdorben;denn allesFleischhatteseineWegeaufErdenverdorben,alle MenschenundalleTiere
19UndderHerrsprach:IchwilldenMenschen,denich geschaffenhabe,vomErdbodenvertilgen,ja,vom MenschenbiszudenVögelndesHimmels,samtdemVieh unddenwildenTierenaufdemFeld;dennesreutmich, dassichsiegemachthabe
20UndalleMenschen,dieindenWegendesHerrn wandelten,starbeninjenenTagen,ehederHerrdasUnheil überdieMenschenbrachte,daserangekündigthatte;denn diesgeschahvomHerrn,damitsiedasUnheilnichtsähen, vondemderHerrüberdieMenschenkindergeredethatte. 21UndNoahfandGnadevordemHerrn,undderHerr erwählteihnundseineNachkommen,umNachkommen vonihnenaufderganzenErdehervorzubringen.
KAPITEL5
1UndimvierundachtzigstenJahrdesLebensNoahsstarb Henoch,derSohnSeths;erwarneunhundertundfünfJahre altbeiseinemTod.
2ImeinhundertneunundsiebzigstenJahrdesLebensNoahs starbKenan,derSohnEnoschsAlleTageKenanswaren neunhundertzehnJahre,understarb.
3ImzweihundertvierunddreißigstenJahrdesLebens NoahsstarbMachallel,derSohnKenansDieTage MachallelswarenachthundertfünfundneunzigJahre,under starb
4UndJared,derSohnMachallels,starbinjenenTagen,im dreihundertsechsunddreißigstenJahrdesLebensNoahs; undJaredwurdeinsgesamtneunhundertzweiundsechzig Jahrealt,understarb
5Undalle,diedemHerrnnachfolgten,starbeninjenen Tagen,ehesiedasUnheilsahen,dasGottaufErdenzutun angekündigthatte
6UndnachvielenJahren,imvierhundertachtzigsten LebensjahrNoahs,alsalleMänner,diedemHerrngefolgt waren,unterdenMenschenkinderngestorbenwarenund nurnochMetuschelachübrigwar,sprachGottzuNoah undMetuschelach:
7RedetundverkündetdenMenschenkindern:Sospricht derHerr:KehrtumvoneurenbösenWegenundlasstab voneurenWerken,sowirdesdemHerrnreuenvondem Unheil,dasereuchanzutunangedrohthat,undeswird nichtgeschehen
8DennsosprichtderHerr:Siehe,ichgebeeucheineFrist voneinhundertzwanzigJahren;wennihrzumirumkehrt undeurebösenWegeverlasst,sowillauchichmichvon demBösenabwenden,dasicheuchgesagthabe,undes sollnichtmehrsein,sprichtderHerr
9UndNoahundMetuschelachverkündetenden MenschenkindernTagfürTagalleWortedesHerrnund redetenunablässigmitihnen.
10AberdieMenschenkinderwolltenihnennichtzuhören undneigtenihreOhrennichtihrenWortenzu;siewaren halsstarrig.
11UndderHerrgewährteihneneineFristvon einhundertzwanzigJahrenundsprach:Wennsieumkehren, sowirdesGottreuen,dasserdasBösenichtvernichtetund dieErdenichtzerstört.
12Noah,derSohnLamechs,verzichteteinjenenTagen darauf,eineFrauzunehmenundKinderzuzeugen,denn ersprach:NunwirdGottdieErdevernichten,wozusollte ichdannKinderzeugen?
13NoahaberwareingerechterMann,erwaruntadelig unterseinenZeitgenossen,undderHerrerwählteihn,aus seinemSamenNachkommenaufErdenhervorzubringen
14UndderHerrsprachzuNoah:NimmdireineFrauund zeugeKinder;dennichhabedichindiesemGeschlechtals gerechtvormirgesehen
15UndduwirstNachkommenhervorbringenunddeine KindermitdirinmittenderErde;undNoahginghinund nahmsicheineFrau,undererwählteNaama,dieTochter Henochs,undsiewarfünfhundertachtzigJahrealt
16UndNoahwarvierhundertachtundneunzigJahrealt,als erNaamazurFraunahm
17UndNaamawurdeschwangerundgebareinenSohn, undernannteihnJafetundsprach:GotthatmichaufErden zahlreichgemachtUndsiewurdeabermalsschwangerund gebareinenSohn,undernannteihnSemundsprach:Gott hatmichzueinemÜberrestgemacht,umNachkommen inmittenderErdezuerwecken
18UndNoahwarfünfhundertundzweiJahrealt,alsNaama Semgebar.UnddieKnabenwuchsenheranundlebtenin denWegendesHerrn,inallem,wasMethusalahundNoah, ihrVater,siegelehrthatten
19UndLamech,derVaterNoahs,starbinjenenTagen; dochgingernichtmitganzemHerzenindenWegenseines Vaters,understarbimeinhundertfünfundneunzigstenJahr desLebensNoahs.
20UndLamechwurdeinsgesamtsiebenhundertundsiebzig Jahrealtundstarb
21UndalleMenschenkinder,diedenHerrnkannten, starbeninjenemJahr,ehederHerrUnheilübersiebrachte; dennderHerrwollte,dasssiestarben,damitsiedasUnheil nichtsähen,dasGottüberihreBrüderundVerwandten bringenwürde,wieeresangekündigthatte
22ZujenerZeitsprachderHerrzuNoahund Metuschelach:„Gehtnunhinundverkündetden MenschenkindernalleWorte,dieichinjenenTagenzu euchgesprochenhabe;vielleichtwerdensiesichvonihren bösenWegenabwenden,undichwerdemichdanndes Übelserbarmenundesnichtübersiebringen“
23DatratenNoahundMetuschelachhervorundsagtenvor denMenschenkindernalles,wasGottübersiegesagthatte
24AberdieMenschenkinderwolltennichthörenund neigtenihreOhrennichtzuallihrenReden
25UnddanachsprachderHerrzuNoah:DasEndeallen FleischesistvormichgekommenwegenihrerbösenTaten; undsiehe,ichwilldieErdeverderben
26UndnimmdirZypressenholzundgehaneinen bestimmtenOrtundmacheinegroßeLadeundstellsiean diesenOrt.
27Undsosollstduesmachen:dreihundertEllenlang, fünfzigEllenbreitunddreißigEllenhoch
28DusollstdireineTürmachen,dieanderSeiteoffenist undobenbiszurEllehochseinsoll,undsieinnenund außenmitPechbedecken
29Undsiehe,ichwerdeeineWasserflutüberdieErde bringen,undallesFleischwirdvergehen,alles,wasunter demHimmelist,wirdaufErdenumkommen
30UndduunddeinHaussollthingehenundjezweiPaare vonallenlebendenDingensammeln,einmännlichesund einweibliches,undsiezurArchebringen,um NachkommenvonihnenaufErdenzuerwecken
31UndsammlezudiralleNahrungsmittel,dievonallen Tierengefressenwerden,damitduundsiegenugzuessen habt.
32UnddusollstdirfürdeineSöhnedreiJungfrauenaus denTöchternderMenschenauswählen,unddiesesollen deinenSöhnenFrauenwerden.
33UndNoahmachtesichaufundbautedieArcheandem Ort,woGottesihmbefohlenhatte,undNoahtat,wieGott esihmgebotenhatte.
34ImfünfhundertfünfundneunzigstenJahrseinesLebens begannNoahmitdemBauderArcheundfertigtesiein fünfJahrenan,wiederHerresihmgebotenhatte.
35DanahmNoahdiedreiTöchterEliakims,desSohnes Metuschelachs,zuFrauenfürseineSöhne,wiederHerres Noahgebotenhatte.
36UndzujenerZeitstarbMethusalah,derSohnHenochs; erwarneunhundertsechzigJahrealtbeiseinemTod
KAPITEL6
1ZujenerZeit,nachdemTodMethusalahs,sprachder HerrzuNoah:GehdumitdeinemHausindieArche;siehe, ichwerdezudiralleTierederErdeversammeln,dieTiere desFeldesunddieVögeldesHimmels,undsiewerdenalle kommenunddieArcheumgeben
2UnddusollsthingehenunddichandieTürenderLade setzen;undalleTiere,dieganzenVögelunddasVieh sollensichversammelnundvordiraufstellenUnddie,die kommenundsichvordirniederknien,sollstduergreifen undindieHändedeinerSöhnegeben,diesiezurLade bringensollenAlleaber,dievordirstehen,sollstdu zurücklassen
3UndderHerrbewirktediesamnächstenTag,undes kamengroßeMengenanTieren,wildenTierenundVögeln undumringtendieLade
4UndNoahginghinundsetztesichandenEingangder ArcheundbrachteallesFleisch,dassichvorihmkauerte, indieArchehinein;allesaber,wasvorihmstand,ließer aufderErdezurück
5UndeineLöwinkammitihrenzweiJungen,einem MännchenundeinemWeibchen,unddiedreikauertenvor Noah.DasprangendiebeidenJungengegendieLöwinauf undschlugensie,sodasssievonihremOrtflohUndsie gingenweg,undsiekehrtenanihreOrtezurückund kauertenvorNoahaufderErde
6DaliefdieLöwinwegundstelltesichandieStelleder Löwen.
7AlsNoahdiessah,wunderteersichsehr;erstandauf, nahmdiebeidenJungenundbrachtesieindieArche
8UndNoahbrachtevonallenlebendenWesen,dieauf Erdenwaren,indieArche,sodasskeinesübrigblieb,was NoahindieArchegebrachthatte
9JeweilszweiTierekamenzuNoahindieArche;vonden reinenTierenundVögelnabernahmersiebenPaaremit, wieGottesihmgebotenhatte
10UndalleTiere,dasViehunddieVögelwarennochda undumringtendieArcheanjedemOrt;undderRegenfiel erstsiebenTagespäter
11UndanjenemTagließderHerrdieganzeErdeerbeben, dieSonneverfinstertesich,dieGrundfestenderWelt erbebten,dieganzeErdewurdeheftigbewegt,Blitze zuckten,Donnergrollte,undalleQuellenderErdebrachen auf,wieesdieBewohnerzuvornichtgekannthatten;und GotttatdiesegewaltigeTat,umdieMenschenkinderzu erschrecken,damitkeinUnheilmehraufErdensei.
12UnddennochkehrtendieMenschenkindernichtumvon ihrenbösenWegen,sondernsieverschärftendenZorndes HerrnzujenerZeitundrichtetenihreHerzennichteinmal aufalldies
13UndnachsiebenTagen,imsechshundertsten LebensjahrNoahs,kamdieSintflutüberdieErde.
14UndalleQuellenderTiefebrachenauf,unddieFenster desHimmelsöffnetensich,undesregnetevierzigTage undvierzigNächtelangaufdieErde.
15UndNoahundseinHausundallelebendenWesen,die beiihmwaren,gingenindieArchewegenderWasserder Sintflut,undderHerrschlosssieein.
16UndalleMenschenkinder,dieaufderErde zurückgebliebenwaren,wurdendurchdenRegenunddas Unheilerschöpft;denndieWasserkamenimmerheftiger überdieErde,unddieTiereunddasViehumringten immernochdieArche
17UndeskamendieMenschensöhnezusammen,etwa siebenhunderttausendMännerundFrauen,undsiekamen zuNoahzurArche
18UndsieriefenNoahzuundsprachen:Öffneuns,damit wirinderArchezudirkommenkönnen–dennwarum sollenwirsterben?
19UndNoahantworteteihnenmitlauterStimmeausder Arche:HabtihrnichtallegegendenHerrnrebelliertund gesagt,dassesihnnichtgibt?DarumhatderHerrdieses Unheilübereuchgebracht,umeuchzuvernichtenund vomAngesichtderErdeauszurotten
20Istesnichtgenaudas,wasicheuchvor einhundertzwanzigJahrengesagthabe,undihrwolltet nichtaufdieStimmedesHerrnhören,undnunwolltihr aufderErdeleben?
21UndsiesagtenzuNoah:Wirsindbereit,zumHerrn zurückzukehren;öffneunsnur,damitwirlebenundnicht sterben
22Noahantworteteihnen:Seht,nundaihrdieNoteurer SeelenerkenntundzumHerrnzurückkehrenwollt,warum seidihrdannnichtindiesenhundertzwanzigJahren zurückgekehrt,diederHerreuchalsfestgesetzteFrist gewährthat?
23Abernunkommtihrundsagtmirdieswegeneurer Seelenbedrängnis;auchjetztwirdderHerreuchnicht erhören,erwirdeuchauchheutenichtGehörschenken, sodassihreureWünschejetztnichterfüllenwerdet.
24UnddieMenschenkinderkamenherzu,umindieArche einzubrechenundhineinzugehenwegendesRegens;denn siekonntendenRegennichtaufsichertragen
25DasandtederHerralleTiereunddasVieh,dierings umdieLadestanden,hinaus.UnddieTiereüberwältigten sieundvertriebensievonjenemOrt,undjedergingseines WegesundsiezerstreutensichwiederüberdieganzeErde 26UndderRegenfielnochimmeraufdieErde,underfiel vierzigTageundvierzigNächtelang,unddieWasser stiegenüberdieErde;undallesFleisch,dasaufderErde oderimWasserwar,starb,sowohlMenschenalsauch Tiere,wildeTiere,KriechtierealsauchVögeldesHimmels, undnurNoahunddie,diemitihminderArchewaren, bliebenübrig
27UnddieWasserstiegenundbreitetensichsehrausauf derErde,undsiehobendieArcheempor,undsiewurde vonderErdeemporgehoben
28UnddieArchetriebaufdemWasserundwurdeauf demWasserhinundhergeworfen,sodassalles,wasdarin lebte,umhergewirbeltwurdewieeinBreiimKessel 29UndesergriffalleLebeweseninderArcheeinegroße Angst,unddieArchedrohtezuzerbrechen.
30UndalleLebeweseninderArcheerschraken;die Löwenbrüllten,dieRindermuhten,dieWölfeheulten,und jedesLebeweseninderArchesprachundklagteinseiner eigenenSprache,sodassihreStimmenbisineinegroße EntfernungzuhörenwarenNoahundseineSöhneschrien undweinteninihrerNot;siefürchtetensehr,dasssiedie PfortendesTodeserreichthatten
31UndNoahbetetezumHerrnundschrieihndeswegenan undsprach:OHerr,hilfuns!DennwirhabenkeineKraft, diesesÜbelzuertragen,dasunsumgibtDenndieWogen desWassershabenunsumzingelt,reißendeStrömehaben unserschreckt,dieSchlingendesTodessindvorunsher. Erhöreuns,oHerr,erhöreuns!LassdeinAngesichtüber unsleuchtenundseiunsgnädig,erlöseunsundbefreieuns! 32UndderHERRhörteaufdieStimmeNoahsund gedachteseiner
33UndeinWindfuhrüberdieErde,unddasWasserstand still,unddieArcheruhte.
34DaverschlossensichdieQuellenderTiefeunddie SchleusendesHimmels,undderRegenvomHimmelhörte auf.
35UndinjenenTagensankendieWasser,unddieArche ruhteaufdemGebirgeArarat
36DaöffneteNoahdieFensterderArcheundriefnoch immerzumHerrnundsprach:Herr,derdudieErdeund denHimmelundalles,wasdarinist,geschaffenhast, erlöseunsereSeelenausdieserGefangenschaftundaus demGefängnis,indasduunsgesetzthast;dennichbindes Seufzensmüde
37UndderHERRerhörtedieStimmeNoahsundsprach zuihm:WenndueinvollesJahrvollzogenhast,sollstdu hinausgehen
38UndalsdasJahrumdieWendezeitgekommenwarund NoaheinvollesJahrinderArcheverbrachthatte,wardas WasservonderErdegetrocknet,undNoahlegtedieDecke derArcheab
39ZujenerZeit,am27TagdeszweitenMonats,wardie Erdetrocken;aberNoahundseineSöhneunddie,diebei
ihmwaren,verließendieArchenicht,bisderHerresihnen befahl.
40UndeskamderTag,dabefahlihnenderHERR, hinauszugehen,undsiegingenalleausderArchehinaus.
41Undsiegingenwiederundeinjederkehrtezurückan seinenWegundanseinenOrtUndNoahundseineSöhne wohntenindemLand,dasGottihnengenannthatte,und siedientendemHerrnalleihreTage.UndderHerrsegnete NoahundseineSöhne,alssieausderArcheauszogen
42Undersprachzuihnen:Seidfruchtbarundfülletdie ganzeErde;werdetstarkundmehreteuchaufErdenund mehreteuchdarin
KAPITEL7
1UnddiessinddieNamenderSöhneNoahs:Jafet,Ham undSem;undihnenwurdennachderSintflutKinder geboren,dennsiehattensichvorderSintflutFrauen genommen.
2DiessinddieSöhneJaphets:Gomer,Magog,Madai, Javan,Tubal,MeschechundTiras,siebenSöhne
3DieSöhneGomerswarenAskinaz,Rephathund Tegarma
4DieSöhneMagogswarenElichanafundLubal
5UnddieKinderMadaiswarenAchon,Zeelo,Chazoni undLot
6DieSöhneJavanswarenElischa,Tarsis,Kittimund Dudonim.
7DieSöhneTubalswarenAriphi,KesedundTaari
8DieSöhneMeschechswarenDedon,Saronund Schebaschni.
9DieSöhnevonTiraswarenBenib,Gera,Lupirionund Gilak;diesesinddieSöhneJaphetsnachihrenSippen,und ihreZahlbetruginjenenTagenetwavierhundertsechzig Mann
10DiessinddieSöhneHams:Kusch,Mizraim,Putund Kanaan,vierSöhne;unddieSöhneKuschswarenSeba, Hawila,Sabta,RaamaundSatecha,unddieSöhneRaamas warenSchebaundDedan
11DieSöhneMizraimswarenLud,Anom,Pathros, ChaslothundChaphtor
12DieSöhnePhutswarenGebul,Hadan,BenahundAdan 13UnddieSöhneKanaanswarenZidon,Heth,Amori, Gergaschi,Hivi,Arkee,Seni,Arodi,ZimodiundChamothi 14DiessinddieSöhneHamsnachihrenSippen,undihre ZahlbetrugzujenerZeitetwasiebenhundertdreißigMann. 15UnddiessinddieSöhneSems:Elam,Assur, Arpachschad,LudundAram,fünfSöhne;unddieSöhne ElamswarenSchuschan,MachulundHarmon
16DieSöhneAscharswarenMirusundMokil,dieSöhne ArpachschadswarenSchelach,AnarundAschkol 17DieSöhneLudswarenPetorundBizayon,dieSöhne AramsaberwarenUz,Chul,GatherundMash 18DiessinddieSöhneSemsnachihrenSippen;undihre ZahlbetrugzujenerZeitetwadreihundertMann
19DiesistdieGeschichtederNachkommenSems:Sem zeugteArpachschad,ArpachschadzeugteSchelach, SchelachzeugteEber,undEberwurdenzweiSöhne geboren,derNamedeseinenwarPeleg;denninseinen TagenwurdendieMenschenkindergeteilt,undinden späterenTagenwurdedieErdegeteilt
20DerNamedeszweitenwarJoktan,wasbedeutet:Zu seinerZeitwurdedasLebenderMenschenkindergeringer underniedrigter
21DiessinddieSöhneJoktans:Almodad,Schelaf, Chazarmoveth,Jerach,Hadurom,Özel,Dikla,Obal, Abimael,Scheba,Ophir,HawilaundJobab;allediesesind dieSöhneJoktans
22UndPeleg,seinBruder,zeugteJen,undJenzeugte Serug,undSerugzeugteNahor,undNahorzeugteTerach, undTerachwarachtunddreißigJahrealt,underzeugte HaranundNahor
23UndKusch,derSohnHams,desSohnesNoahs,nahm sichinjenenTageninseinemhohenAltereineFrau,und siegebareinenSohn,undsienanntenihnNimrodund sagten:ZujenerZeitbegannendieMenschensöhnewieder, gegenGottzurebellierenundzusündigen.UndderKnabe wuchsheran,undseinVaterliebteihnüberaus,denner warderSohnseineshohenAlters
24UnddieKleiderausFellen,dieGottfürAdamund seineFraugemachthatte,alssieausdemGartenEden zogen,wurdenKuschgegeben
25DennnachdemTodAdamsundseinerFrauwurdendie KleiderHenoch,demSohnJareds,übergeben;undals HenochzuGottaufgenommenwurde,gabersieseinem SohnMetuschelach.
26NachdemTodMethusalahsnahmNoahsiezusichund brachtesieindieArche,undsiebliebenbeiihm,biserdie Archeverließ.
27Undalssiehinausgingen,stahlHamjeneKleidervon seinemVaterNoah,nahmsieundverstecktesievorseinen Brüdern.
28AlsHamseinenerstgeborenenSohnKuschzeugte,gab erihmdieKleiderheimlich,undsiebliebenvieleTagebei Kusch.
29AuchKuschverbargsievorseinenSöhnenundBrüdern AlsKuschNimrodgezeugthatte,gaberihmdieseKleider ausLiebezuihm.Nimrodwuchsheran,undalserzwanzig Jahrealtwar,legteerdieseKleideran
30UndNimrodwurdestark,alserdieKleideranzog,und GottgabihmKraftundStärke,underwareingewaltiger JägeraufErden,ja,erwareingewaltigerJägeraufdem Feld,underjagtedieTiereundbauteAltäreundopferte daraufdieTierevordemHerrn.
31UndNimrodfassteneueKraftunderhobsichausder MitteseinerBrüderundkämpftedieSchlachtenseiner BrüdergegenalleihreFeinderingsum.
32UndderHerrgaballeFeindeseinerBrüderinseine Hände,undGottsegneteihnvonZeitzuZeitinseinen Kämpfen,underregierteaufErden
33DeshalbwurdeesinjenenTagenüblich,dasseinMann, wennerseinezumKampfausgebildetenMännervorführte, zuihnensagte:„WieGottesmitNimrodtat,derein mächtigerJägeraufErdenwarundindenSchlachten gegenseineBrüdersiegreichwar,indemersieausder HandihrerFeindeerrettete,somögeGottunsstärkenund unsheuteerretten“
34AlsNimrodvierzigJahrealtwar,entstandeinKrieg zwischenseinenBrüdernunddenSöhnenJaphets,sodass sieinderGewaltihrerFeindewaren
35UndNimrodzogzujenerZeitausundversammeltealle SöhnevonKuschundihreFamilien,etwa
vierhundertsechzigMann,underheuerteauchvoneinigen seinerFreundeundBekanntenetwaachtzigMannanund gabihnenihrenLohn,underzogmitihnenindenKrieg, undalserunterwegswar,stärkteNimroddieHerzendes Volkes,dasmitihmging.
36Undersprachzuihnen:Fürchteteuchnichtund erschrecktnicht,dennalleunsereFeindewerdeninunsere Händegegebenwerden,undihrkönntmitihnentun,was ihrwollt
37UndeswareninsgesamtetwafünfhundertMänner,die mitgezogenwaren;undsiekämpftengegenihreFeinde, vernichtetensieundunterwarfensieUndNimrodsetztean ihrenjeweiligenOrtenstehendeOffiziereübersie.
38UndernahmeinigeihrerKinderalsBürgen,undsie alledientenNimrodundseinenBrüdern;undNimrodund dasganzeVolk,dasmitihmwar,kehrtennachHause zurück
39UndalsNimrodfreudigvomKampfzurückkehrte, nachdemerseineFeindebesiegthatte,versammeltensich alleseineBrüderzusammenmitdenen,dieihnschon vorhergekannthatten,umihnzumKönigübersiezu machen,undsiesetztenihmdieköniglicheKroneaufsein Haupt
40UndersetzteüberseineUntertanenundseinVolk Fürsten,RichterundHerrscherein,wieesunterKönigen Brauchist
41UndersetzteTerach,denSohnNahors,zumFürsten seinesHeereseinunderhobihnüberalleseineFürsten.
42UndwährendernachseinemHerzenregierte,nachdem eralleseineFeinderingsumbesiegthatte,beschlossermit seinenRatgebern,eineStadtalsPalastzubauen,undsie tatenes
43UndsiefandeneingroßesTalgegenüberimOstenund bautenihmeinegroßeundausgedehnteStadt.Nimrod nanntedieStadt,dieerbaute,Schinar,dennderHerrhatte seineFeindeheftigerschüttertundvernichtet
44UndNimrodwohnteinSchinarundregiertesicher;er kämpftegegenseineFeindeundunterwarfsie;erwar siegreichinallseinenSchlachten,undseinKönigreich wurdesehrgroß.
45UndalleVölkerundSprachenhörtenvonseinemRuhm, undsieversammeltensichumihn,undsiebeugtensichzur ErdeniederundbrachtenihmOpferdar,underwurdeihr HerrundKönig,undsieallewohntenmitihminderStadt Schinar,undNimrodregierteaufErdenüberalleSöhne Noahs,undsieallewarenunterseinerMachtundseinem Rat
46UnddieganzeErdehatteeineSpracheundWorteder Einigkeit;aberNimrodwandeltenichtindenWegendes Herrn,underwargottloseralsalleMänner,dievorihm gewesenwaren,vondenTagenderSintflutbiszujenen Tagen.
47UndermachtesichGötterausHolzundSteinund beugtesichvorihnenniederundrebelliertegegenden HerrnundlehrtealleseineUntertanenunddasganzeLand seinebösenWege;undMardon,seinSohn,warnochböser alsseinVater.
48Undjeder,dervondenTatenMardons,desSohnes Nimrods,hörte,sagteüberihn:„VomBösenkommtdas Böse.“DarumwurdeeszumSprichwortaufderganzen
Erde:„VomBösenkommtdasBöse“,undeswarvonjener ZeitbisheuteindenWortenderMenschengebräuchlich. 49UndTerach,derSohnNahors,derFürstdesHeeres Nimrods,warzujenerZeitsehrgroßindenAugendes KönigsundseinerUntertanen,undderKönigunddie FürstenliebtenihnunderhobenihnzuhohemAnsehen 50UndTerachnahmsicheineFrau,undihrNamewar Amthelo,dieTochterKornebos;unddieFrauTerachs wurdeschwangerundgebarihmeinenSohninjenen Tagen
51TerachwarsiebzigJahrealt,alserihnzeugteUnd TerachnannteseinenSohn,derihmgeborenwurde,Abram, weilderKönigihninjenenTagenaufgezogenundihnüber alleseineFürsten,diebeiihmwaren,erhobenhatte
KAPITEL8
1UndinderNacht,alsAbramgeborenwar,kamenalle DienerTerachsundalleWeisenNimrodsundseine ZaubererundaßenundtrankenimHausTerachsund freutensichmitihminjenerNacht
2UndalsalleWeisenundWahrsagerausdemHaus Terachshinausgingen,blicktensieinjenerNachtzum Himmelauf,umdieSternezubetrachten,undsiesahen, undsiehe,einsehrgroßerSternkamvomOstenundfuhr amHimmelentlangundverschlangdievierSternevonden vierSeitendesHimmels
3UndalleWeisendesKönigsundseineZaubererwaren überdenAnblickerstaunt;unddieWeisenverstandendie SacheunderkanntenihreBedeutung
4Undsiesprachenzueinander:DiesistnureinZeichenfür dasKind,dasTerachindieserNachtgeborenist;eswird aufwachsenundfruchtbarseinundsichmehrenunddie ganzeErdebesitzen,erundseineKinderfürimmer;undes undseineNachkommenwerdengroßeKönigeerschlagen undihreLändererben
5UnddieWeisenundZauberergingeninjenerNachtnach Hause,undamMorgenstandenalledieseWeisenund Zaubererfrühaufundversammeltensichindemdazu bestimmtenHaus.
6Undsiesprachenzueinander:Siehe,waswirletzteNacht gesehenhaben,istdemKönigverborgen,esistihmnicht kundgetanworden.
7UndwenndiesindenletztenTagendemKönigbekannt wird,wirderzuunssagen:Warumhabtihrmirdiese Sacheverschwiegen?,unddannwerdenwiralledenTod erleidenDarumlasstunsnunhingehenunddemKönig berichten,waswirgesehenhaben,undwaswirdavon halten,unddannwerdenwirunschuldigsein
8Undsietatenes,undsiegingenallezudemKönigund beugtensichvorihmbiszurErdeniederundsprachen:Der Königlebe,derKöniglebe.
9Wirhörten,dassTerach,derSohnNahors,desFürsten deinesHeeres,einenSohngeborenhatte,undwirkamen gesternAbendzuseinemHausundaßenundtrankenund freutenunsmitihminjenerNacht
10UndalsdeineDienervomHausTerachsausgingen,um inunserejeweiligenHäuserzugehenunddortdieNachtzu verbringen,blicktenwirzumHimmelaufundsaheneinen großenSternvomOstenkommen;undderselbeSterneilte
mitgroßerGeschwindigkeitundverschlangviergroße SternevondenvierSeitendesHimmels.
11UnddeineDienerwarenüberdenAnblick,denwir sahen,erstauntundsehrerschraken.Wirfälltenunser UrteilüberdenAnblickunderkanntendurchunsere WeisheitdierichtigeDeutungdavon:dasssichdiesaufdas Kindbezieht,dasTerachgeborenwirdEswird heranwachsen,sichstarkvermehren,mächtigwerdenund alleKönigederErdetötenundalleihreLändererben,er undseineNachkommenfürimmer
12Undnun,unserHerrundKönig,siehe,wirhabendir wahrhaftigmitgeteilt,waswirüberdiesesKindgesehen haben.
13WennesdemKöniggefällt,seinemVaterfürdieses KindeinenGegenwertzugeben,werdenwirihntöten,ehe erheranwächstundsichimLandvermehrtundseinUnheil sichgegenunsausbreitet,sodasswirundunsereKinder durchseinUnheilumkommen
14UndderKönighörteihreWorte,undsieschienenihm gutzuseinDasandteerBotenundließTerachrufen,und TerachkamvordenKönig
15UndderKönigsprachzuTerach:Mirwurdegesagt, dassdirgesternNachteinSohngeborenwurde,undbei seinerGeburtgeschahFolgendesamHimmel
16DarumgibmirnundasKind,damitwirestöten,ehe seinUnheilüberunshereinbricht;undichwilldirals seinenWertdeinHausvollSilberundGoldgeben 17UndTerachantwortetedemKönigundsprachzuihm: MeinHerrundKönig,ichhabedeineWortegehört,und deinDienersollallestun,wasseinKönigwünscht
18AbermeinHerrundKönig,ichwilldirerzählen,was mirgesternAbendwiderfahrenist,damitichsehe,welchen RatderKönigseinemDienergebenwird,unddannwill ichdemKönigaufdasantworten,wasersoebengesagthat; undderKönigsprach:Sprich
19UndTerachsprachzumKönig:Ajon,derSohnMoreds, kamgesternNachtzumirundsprach: 20GibmirdasgroßeundschönePferd,dasdirderKönig gegebenhat,undichwilldirSilberundGold,Strohund FutteralsGegenwertgeben.Undichsagtezuihm:Warte, bisichdenKönigwegendeinerWortesehe,undsiehe,was derKönigsagt,daswillichtun 21Undnun,meinHerrundKönig,siehe,ichhabedirdies kundgetan,unddenRat,denmeinKönigseinemDiener gebenwird,demwerdeichfolgen
22AlsderKönigdieWorteTerachshörte,entbranntesein Zorn,underhieltihnfüreinenNarren
23DaantwortetederKönigTerachundsprachzuihm: Bistdusotöricht,sounwissendodersobegriffsstutzig, dassdusoetwastustunddeinschönesPferdfürSilberund GoldodergarfürStrohundFuttergibst?
24HastdudennsowenigSilberundGold,dassdudastun musst,weildukeinStrohundkeinFutterfürdeinPferd bekommst?WasbedeutendirdennSilberundGoldoder StrohundFutter,dassdudasschönePferd,dasichdir gegebenhabe,weggebensolltest,vondemeskeinanderes aufderganzenErdegibt?
25UndderKönighörteaufzureden,undTerach antwortetedemKönigundsprach:SohatderKönigzu seinemDienergeredet;
26Ichbittedich,meinHerrundKönig,wassolldas bedeuten,wasduzumirgesagthast:„GibunsdeinenSohn, damitwirihntöten,undichwilldirSilberundGoldfür seinenWertgeben“?WassollichmitdemSilberundGold nachdemTodmeinesSohnestun?Wersollmicherben? Gewiss,nachmeinemTodwirddasSilberundGoldzu meinemKönigzurückkehren,deresmirgegebenhat 27AlsderKönigaberdieWorteTerachsunddas Gleichnis,daserüberdenKönigerzählte,hörte,betrübte ihndassehr,underwardarübererzürnt;undseinZorn entbrannteinihm
28AlsTerachsah,dassderZorndesKönigsgegenihn entbranntwar,antworteteerdemKönigundsprach:Alles, wasichhabe,istinderGewaltdesKönigs;wasimmerder KönigseinemDienerantunwill,dassollertun;ja,auch meinSohn,eristinderGewaltdesKönigs,ohne Gegenwert,erundseinebeidenälterenBrüder 29UndderKönigsprachzuTerach:Nein,aberichwill deinenjüngerenSohnumeinenPreiskaufen.
30DaantworteteTerachdemKönigundsprach:Ichbitte dich,meinHerrundKönig,lassdeinenDienereinWort vordirreden,undlassdenKönigdasWortseinesDieners hörenUndTerachsprach:MeinKöniggebemirdreiTage Zeit,damitichdieseAngelegenheitbeimirüberdenken undmichmitmeinerFamilieüberdieWortemeines KönigsberatenkannUnderdrängtedenKönigsehr, diesemzuzustimmen
31DahörtederKönigaufTerach,unddiesertat,wieihm geheißen,undgabihmdreiTageZeitTerachgingausder GegenwartdesKönigshinausundkehrtezuseinerFamilie zurückundverkündeteihnenalleWortedesKönigs;und dasVolkfürchtetesichsehr
32AmdrittenTagsandtederKönigBotenzuTerachund ließihmsagen:SendemirdeinenSohnumdenPreis,den ichdirgenannthabe;undwenndudiesnichttust,werde ichBotenschickenundalles,wasduindeinemHaushast, tötenlassen,sodassnichteinmaleinHundübrigbleibt.
33UndTeracheilteherbei(denndieSachewardringend vomKönig),undernahmeinKindvoneinerseiner Knechte,dasihmseineMagdandiesemTaggeborenhatte, undTerachbrachtedasKindzumKönigunderhieltdafür einengutenPreis
34UndderHerrwarmitTerachindieserSache,damit NimrodAbramnichttötenkonnteDanahmderKönigdas KindvonTerachundschlugihmmitallerKraftdenKopf aufdenBoden,dennermeinte,esseiAbram.Unddies wurdeihmvonjenemTaganverschwiegen,undderKönig vergaßes,daesderWillederVorsehungwar,AbramsTod nichtzuzulassen
35UndTerachnahmseinenSohnAbram,seineMutterund seineAmmeheimlichmitsichundverstecktesieineiner Höhle;underbrachteihnenmonatlichihreNahrung.
36UndderHERRwarmitAbraminderHöhle,under wuchsheranAbrambliebzehnJahreinderHöhle;da meintenderKönigundseineFürsten,dieWahrsagerund Weisen,derKönighabeAbramgetötet
KAPITEL9
1UndHaran,derSohnTerachs,desältestenBruders Abrams,nahmsichinjenenTageneineFrau
2HaranwarneununddreißigJahrealt,alsersienahm;und dieFrauHaranswurdeschwangerundgebareinenSohn, undernannteihnLot
3Undsiewurdeabermalsschwangerundgebareine Tochter,undsienanntesieMilka;undsiewurdeabermals schwangerundgebareineTochter,undsienanntesieSarai 4HaranwarzweiundvierzigJahrealt,alserSaraizeugte, imzehntenLebensjahrAbrams;undinjenenTagengingen Abram,seineMutterundseineAmmeausderHöhle hinaus,daderKönigundseineUntertanendie AngelegenheitAbramsvergessenhatten
5UndalsAbramausderHöhleherauskam,gingerzu NoahundseinemSohnSemundbliebbeiihnen,umdie WeisungdesHerrnundseineWegezulernenNiemand wusste,woAbramwar,undAbramdienteNoahund seinemSohnSemeinelangeZeit.
6UndAbramwarneununddreißigJahreimHausNoahs AbramkanntedenHerrnvonseinemdrittenLebensjahran undwandelteaufdenWegendesHerrnbiszuseinemTod, wieNoahundseinSohnSemihngelehrthattenInjenen TagenabersündigtenalleBewohnerderErdeschwer gegendenHerrn,sielehntensichgegenihnaufund dientenanderenGötternundvergaßendenHerrn,dersie aufErdengeschaffenhatteUnddieBewohnerderErde machtensichzujenerZeiteinjederMenschseineneigenen Gott,GötterausHolzundStein,diewedersprechennoch hörennocherlösenkonntenUnddieMenschendienten ihnen,undsiewurdenihreGötter.
7UndderKönigundalleseineDienerundTerachmit seinemganzenHauswarendamalsdieersten,dieGöttern ausHolzundSteindienten.
8UndTerachhattezwölfgroßeGötterausHolzundStein, dieernachdenzwölfMonatendesJahresaufstellteJeden Monatdienteereinemvonihnenundbrachteseinen GötternjedenMonatseinSpeisopferundseinTrankopfer dar;sotatTerachalleTage
9UnddasganzeGeschlechtwarbösevordemHerrn;und somachtensiesicheinjederseinenGottundverließenden Herrn,dersiegeschaffenhatte
10UndesgabinjenenTagenkeinenMenschenaufder ganzenErde,derdenHerrnkannte(dennjederdiente seinemeigenenGott),außerNoahundseinemHausund allen,dieunterseinemRatstanden;sieallekanntenden HerrninjenenTagen
11UndAbram,derSohnTerachs,wurdeinjenenTagen imHauseNoahsgroß,undniemandmerktees,undder Herrwarmitihm
12UndderHERRgabAbrameinverständigesHerz,und ererkannte,dassallesTunjenerGenerationeitelwarund dassalleihreGöttereitelundnutzloswaren
13UndAbramsahdieSonneaufdieErdescheinenund sprachbeisich:Wahrlich,dieseSonne,dieaufdieErde scheint,istGott,undihmwillichdienen
14UndAbramdienteanjenemTagderSonneundbetete zuihrAlsesAbendwurdeunddieSonnewiegewöhnlich unterging,sprachAbrambeisich:Daskanndochnicht Gottsein?
15UndAbramredetenochimmerinseinemInneren:Wer istes,derHimmelundErdegemachthat?Werhatauf Erdengeschaffen?Woister?
16UndeswurdeNachtumihnherum,underhobseine AugenaufnachWesten,Norden,SüdenundOsten,under sah,dassdieSonnevonderErdeverschwundenwarundes Taggewordenwar.
17UndAbramsahdieSterneunddenMondvorsichund sprach:Wahrlich,diesistderGott,derdieganzeErdeund denMenschengeschaffenhat,undsiehe,dieseseine DienersindGötterumihnherum.UndAbramdientedem MondundbetetezuihmdieganzeNacht
18UndamMorgen,alseshellwurdeunddieSonnewie gewöhnlichaufdieErdeschien,sahAbramalles,wasGott derHERRaufErdengemachthatte
19UndAbramsprachbeisich:Wahrlich,dassindnicht Götter,diedieErdeundalleMenschengemachthaben, sonderndassindDienerGottesUndAbrambliebimHaus NoahsunderkanntedortdenHerrnundseineWegeund dientedemHerrnalleTageseinesLebensEsabervergaß dieganzeGenerationdenHerrnunddienteanderen GötternausHolzundSteinundwarrebellischalleTage ihresLebens
20UndKönigNimrodregiertesicher,unddieganzeErde warunterseinerHerrschaft,unddieganzeErdehatteeine SpracheundWortederEinheit
21UndalleFürstenNimrodsundseineGroßenhieltenRat miteinander;Put,Mizraim,KuschundKanaanmitihren Familien,undsiesprachenzueinander:Kommt,lasstuns eineStadtbauenunddarineinenstarkenTurm,dessen SpitzebiszumHimmelreicht,undwirwollenunsberühmt machen,damitwirüberdieganzeWeltherrschen,damit dasBöseunsererFeindevonunsweiche,damitwir mächtigübersieherrschenundnichtwegenihrerKriege überdieErdezerstreutwerden
22UndsieallegingenvordenKönigundsagtendem KönigdieseWorte,undderKönigstimmteihnenindieser Sachezuundtatso
23UndalleFamilienversammeltensich,insgesamtetwa sechshunderttausendMann,undsiezogenlos,umein großesStückLandzusuchen,umdortdieStadtundden TurmzubauenSiesuchtenaufderganzenErdeund fandennichtsVergleichbares,nureinTalöstlichdes LandesSchinar,etwazweiTagesmärschelangUndsie zogendorthinundließensichdortnieder
24Undsiebegannen,ZiegelzuformenundFeuerzu machen,umdieStadtunddenTurmzubauen,diesiesich vorgenommenhatten,zuvollenden
25UndderBaudesTurmswarfürsieeineÜbertretung undeineSünde;undsiebegannen,ihnzubauen,und währendsiebautengegendenHerrn,denGottdes Himmels,dachtensieinihrenHerzen,gegenihnKriegzu führenundindenHimmelhinaufzusteigen
26UnddasganzeVolkundalleFamilienteiltensichin dreiTeile:DerersteTeilsprach:Wirwolleninden Himmelhinaufsteigenundgegenihnkämpfen;derzweite Teilsprach:WirwollenindenHimmelhinaufsteigenund unsereeigenenGötterdortaufstellenundihnendienen; undderdritteTeilsprach:WirwollenindenHimmel hinaufsteigenundihnmitPfeilundBogenundSpeeren schlagenUndGottkannteallihreWerkeundallihre bösenGedanken,undersahdieStadtunddenTurm,den siebauten.
27Undwährendsiebauten,errichtetensiesicheinegroße StadtundeinensehrhohenundstarkenTurm;undwegen seinerHöheerreichtenMörtelundZiegeldieBauleuteauf ihremAufstiegnicht,bisdiejenigen,diehinaufgestiegen waren,einganzesJahrlanggearbeitethatten;danach erreichtensiedieBauleuteundgabenihnenMörtelund Ziegel;sogeschahestäglich
28Undsiehe,diesestiegenhinaufundanderestiegenden ganzenTaghinab;undwenneinZiegelausihrenHänden fielundzerbrach,weintensiealledarüber;undwennein Menschfielundstarb,sahkeinervonihnenihnan
29DerHerraberkannteihreGedankenUndesgeschah, alssiebauten,dasssiediePfeilegenHimmelwarfen,und allePfeilefielenaufsie,vollBlutAlssiesiesahen, sprachensiezueinander:Wahrlich,wirhabenalle erschlagen,dieimHimmelsind.
30DenndiesgeschahvomHerrn,umsieirrezuführenund umsievomAngesichtderErdeauszurotten
31UndsiebautendenTurmunddieStadtundtatendies täglich,bisvieleTageundJahrevergangenwaren 32UndGottsprachzudensiebzigEngeln,dievorihm standen,zudenen,dieihmnahewaren:Kommt,lasstuns herabsteigenundihreSprachenverwirren,dasskeinerdie SpracheseinesNächstenversteheUndsietatenesihnen 33UndvondiesemTaganvergaßensiealleeinanderdie Sprache,undsiekonntennichtmehrmiteinanderreden WennderBauherrseinemNachbarnKalkoderSteineaus derHandnahm,dieernichtbestellthatte,warfersieweg undschleudertesieaufseinenNachbarn,damitdieserstarb 34UnddastatensievieleTagelang,undvielevonihnen wurdenaufdieseWeiseumgebracht.
35UndderHerrschlugdiedreiAbteilungen,diedort waren,undbestraftesienachihrenWerkenundAbsichten: Diejenigen,diesagten:„WirwollenzumHimmel hinaufsteigenundunserenGötterndienen“,wurdenwie AffenundElefanten;unddiejenigen,diesagten:„Wir wollendenHimmelmitPfeilenschlagen“,dietöteteder Herr,einenManndurchdieHandseinesNächsten;unddie dritteAbteilung,diesagten:„WirwollenzumHimmel hinaufsteigenundgegenihnkämpfen“,diezerstreuteder HerrüberdieganzeErde
36Alsaberdie,dieunterihnenübriggebliebenwaren, erkanntenundverstanden,welchesUnheilübersie kommensollte,verließensiedasGebäudeundzerstreuten sichüberdieganzeErde
37Undsiehörtenauf,dieStadtunddenTurmzubauen; darumnannteerjenenOrtBabel,denndortverwirrteder HerrdieSprachederganzenErde;siehe,erlagöstlichdes LandesSchinar
38UndwasdenTurmbetrifft,dendieMenschenkinder bauten,sotatdieErdeihrenMundaufundverschlangein Dritteldavon;undeinFeuerfuhrvomHimmelherabund verbrannteeinweiteresDrittel;dasandereDrittelaberist bisaufdenheutigenTagübriggeblieben;esistvondem Teil,derobenwar,undseinUmfangbeträgtdrei Tagesmärsche
39UndvieleMenschenkinderstarbeninjenemTurm,ein VolkohneZahl
KAPITEL10
1UndPeleg,derSohnEbers,starbinjenenTagen,im achtundvierzigstenLebensjahrAbrams,desSohnes Terachs;undPelegwurdeinsgesamt zweihundertneununddreißigJahrealt.
2UndalsderHerrdieMenschenkinderwegenihrerSünde amTurmzerstreuthatte,siehe,dazerstreutensiesichin vieleVölker,undalleMenschenkinderwurdenindievier EndenderErdezerstreut.
3UndalleGeschlechterschlossensichnachihrerSprache, ihremLandoderihrerStadtzusammen
4UnddieMenschensöhnebautenvieleStädtenachihren SippenanallenOrten,wohinsiekamen,undaufder ganzenErde,wohinderHerrsiezerstreuthatte.
5EinigevonihnenbautenStädteanOrten,vondenensie spätervertriebenwurden,undsienanntendieseStädte nachihreneigenenNamenodernachdenNamenihrer KinderodernachbesonderenEreignissen,diedort stattgefundenhatten
6UnddieSöhneJaphets,desSohnesNoahs,gingenhin undbautensichStädteandenOrten,wohinsiezerstreut wordenwaren,undsienanntenalleihreStädtenachihrem Namen,unddieSöhneJaphetswurdenaufderganzenErde invieleStämmeundSprachenaufgeteilt
7DiessinddieSöhneJaphetsnachihrenSippen:Gomer, Magog,Medai,Javan,Tubal,MeschechundTiras;dies sinddieNachkommenJaphetsnachihrenGeschlechtern 8UnddieSöhneGomerswarennachihrenStädtendie Franken,dieimLandFranzawohnen,amFlussFranza,am FlussSena
9UnddieSöhneRephatssinddieBartonim,dieimLande BartonienamFlussLedawohnen,derindasgroßeMeer Gihon,dasheißtOkeanos,mündet
10UnddieNachkommenTugarmassindzehnFamilien, unddiessindihreNamen:Buzar,Parzunac,Balgar, Elicanum,Ragbib,Tarki,Bid,Zebuc,OngalundTilmaz; allediesebreitetensichausundließensichimNorden niederundbautensichStädte.
11UndsienanntenihreStädtenachihreneigenenNamen; dassinddie,diebisaufdenheutigenTagandenFlüssen HithlaundItalachwohnen.
12AberdieGeschlechtervonAngoli,BalgarundParzunac, diewohnenamgroßenFlussDubnee;unddieNamenihrer StädteentsprechenauchihreneigenenNamen.
13UnddieNachkommenJavanssinddieJavanim,dieim LandMakdonienwohnen,unddieNachkommen MedaiaressinddieOrelum,dieimLandCursonwohnen, unddieNachkommenTubalssinddiejenigen,dieimLand TuskanahamFlussPaschijawohnen.
14DieNachkommenMeschechssinddieSchibaschni,die NachkommenTiras'dieRuschaschni,KuschniundOngolis; allediesegingenhinundbautensichStädte;dassinddie Städte,dieamMeerJabusamFlussKuraliegen,derinden FlussTraganmündet
15UnddieSöhneElischassinddieAlmanim;undauchsie zogenhinundbautensichStädte;dassinddieStädte,die zwischendenBergenHiobundSchibatmoliegen;undvon ihnenwarendieLumbardier,diegegenüberdenBergen HiobundSchibatmowohnen,undsieerobertendasLand ItalienundbliebendortbisaufdenheutigenTag 16DieNachkommenKittimssinddieRomim,dieimTal KanopiaamFlussTiberwohnen
17UnddieSöhneDudonimsinddiejenigen,dieinden StädtenamMeerGihon,imLandBordna,wohnen.
18DiessinddieSippenderSöhneJaphetsnachihren StädtenundSprachen,alssienachdemTurmbauzerstreut wurdenundihreStädtenachihrenNamenundEreignissen benannten;unddiessinddieNamenallihrerStädtenach ihrenSippen,diesieinjenenTagennachdemTurmbau bauten.
19UnddieNachkommenHamswarenKusch,Mizraim, PutundKanaannachihrenGeschlechternundStädten
20AllediesegingenhinundbautensichStädte,wosie geeigneteOrtedafürfanden,undsienanntenihreStädte nachdenNamenihrerVäter:Kusch,Mizraim,Putund Kanaan
21UnddieKinderÄgyptenssinddieLudim,Anamim, Lehabim,Naphtuchim,Pathrusim,Casluchimund Caphturim,siebenSippen
22AllediesewohnenamFlussSihor,dasistderBach Ägyptens,undsiebautensichStädteundnanntensienach ihreneigenenNamen
23DieSöhnevonPathrosundKaslochheirateten untereinander,undvonihnenstammtendiePelischtim,die Asathim,dieGerarim,dieGithimunddieEkronimab,in insgesamtfünfSippen;auchdiesebautensichStädteund nanntenihreStädtenachdenNamenihrerVäterbisauf denheutigenTag
24AuchdieKanaaniterbautensichStädteundnannten ihreStädtenachihrenNamen,elfStädteundnochandere, ohneZahl
25UndvierMännerausdemGeschlechtHamsgingenin dasLandderEbene;diessinddieNamendervierMänner: Sodom,Gomorra,AdmaundZebojim 26UnddieseMännerbautensichvierStädteimLandder EbeneundnanntenihreStädtenachihreneigenenNamen.
27UndsieundihreKinderundalles,waszuihnengehörte, wohnteninjenenStädten,undsiewarenfruchtbarund vermehrtensichsehrundwohnteninFrieden.
28UndSeir,derSohnHurs,desSohnesHivis,desSohnes Kanaans,zoghinundfandeinTalgegenüberdemBerg Paran.DortbauteereineStadtundwohntedortmitseinen siebenSöhnenundseinemganzenHausDieStadt,dieer baute,nannteernachseinemNamenSeir;dasistdasLand SeirbisaufdenheutigenTag.
29DiessinddieFamilienderSöhneHamsnachihren SprachenundStädten,alssienachdemTurmbauinihre Länderzerstreutwurden.
30UndeinigederNachkommenSems,desSohnesNoahs, desVatersallerNachkommenEbers,gingenauchhinund bautensichStädteandenOrten,wohinsiezerstreut wordenwaren,undsienanntenihreStädtenachihren Namen
31DieSöhneSemswarenElam,Assur,Arpachschad,Lud undAramSiebautensichStädteundnanntenalleihre StädtenachihrenNamen
32UndAssur,derSohnSems,undseineKinderundsein HauszogenzujenerZeitaus,eswareinesehrgroßeSchar vonihnen,undsiezogenineinfernesLand,dassiefanden, undsiestießenindemLand,indassiezogen,aufeinsehr ausgedehntesTalundbautensichvierStädteundnannten sienachihreneigenenNamenundEreignissen.
33DiessinddieNamenderStädte,diedieSöhneAssurs erbauten:Ninive,Resen,KalachundRehobother;unddie SöhneAssurswohnendortbisaufdenheutigenTag
34UndauchdieAramäerzogenhinundbautensicheine Stadt,undsienanntendieStadtUznachihremältesten Bruder,undsiewohnendarin;dasistdasLandUzbisauf denheutigenTag
35ImzweitenJahrnachdemTurmbauzogeinMannaus demStammAssur,namensBela,ausdemLandNinivemit seinemHausherüber,umsichalsFremderniederzulassen, woimmerereinenPlatzfindenkonnte;undsiekamenbis gegenüberdenStädtenderEbenebeiSodomundließen sichdortnieder.
36UndderMannmachtesichaufundbautedorteine kleineStadtundnanntesieBelanachseinemNamen;das istdasLandZoarbisaufdenheutigenTag.
37DiessinddieFamilienderSöhneSemsnachihren SprachenundStädten,nachdemsienachdemBaudes TurmsaufderErdezerstreutwordenwaren.
38UndjedesKönigreich,jedeStadtundjedeSippeder NachkommenNoahsbautesichdanachvieleStädte
39UndsieerrichteteninallenihrenStädtenRegierungen, diesichnachihrenGebotenrichtensollten;sotatenesalle GeschlechterderKinderNoahsfürimmer
KAPITEL11
1UndNimrod,derSohnvonKusch,warnochimLande Schinar;erherrschtedarüberundwohntedortundbaute StädteimLandeSchinar
2UnddiessinddieNamendervierStädte,dieererbaute; ernanntesienachdenEreignissen,diesichwährenddes BausdesTurmsereigneten
3UndernanntedieersteStadtBabelundsprach:Dennder HerrhatdortdieSprachederganzenErdeverwirrtDie zweiteStadtnannteerErech,dennvondorthatGottsie zerstreut.
4DiedritteStadtnannteerEched,weildorteinegroße Schlachtstattgefundenhatte;dieviertenannteerKalna, weildortseineFürstenundHeldenumgekommenwaren undsiedenHerrnerzürnt,sichgegenihnaufgelehntund seinUnrechtbegangenhatten
5UndalsNimroddieseStädteimLandeSchinarerbaut hatte,siedelteerdortdenRestseinesVolkesan,seine FürstenundseineHelden,dieinseinemKönigreichübrig gebliebenwaren.
6UndNimrodwohnteinBabelunderneuertedortseine HerrschaftüberdieübrigenseinerUntertanen,under regiertesicher,unddieUntertanenundFürstenNimrods nanntenihnAmraphelundsagten,dassseineFürstenund MännerdurchseineHandamTurmgefallenseien
7DochNimrodkehrtenichtzumHerrnzurück,sondern verharrteinBosheitundlehrtedieMenschenkinder Bosheit;undMardon,seinSohn,warschlimmeralssein VaterundfügtedenGräuelnseinesVatersnochmehr hinzu
8UnderverführtedieMenschenkinderzumSündigen; darumheißtes:VomFrevlerkommtdieFrevelhaftigkeit 9ZujenerZeitherrschteKriegzwischendenFamiliender SöhneHams,dasieindenStädtenwohnten,diesieerbaut hatten
10UndKedorlaomer,derKönigvonElam,zogwegvon denSippenderSöhneHamsundkämpftegegensieund unterwarfsieUnderzogzudenfünfStädtenderEbene undkämpftegegensieundunterwarfsie,undsiestanden unterseinerHerrschaft.
11UndsiedientenihmzwölfJahrelangundentrichteten ihmjährlicheineSteuer
12ZujenerZeitstarbNahor,derSohnSerugs,im neunundvierzigstenLebensjahrAbrams,desSohnes Terachs
13ImfünfzigstenLebensjahrAbrams,desSohnesTerachs, verließAbramdasHausNoahsundgingindasHausseines Vaters.
14UndAbramerkanntedenHerrnundginginseinen WegenundWeisungen,undderHerr,seinGott,warmit ihm.
15UndTerach,seinVater,warinjenenTagennoch HeerführerdesKönigsNimrodundfolgtenochimmer fremdenGöttern.
16UndAbramkamindasHausseinesVatersundsah zwölfGötterinihrenTempelnstehen;undderZorn Abramsentbrannte,alserdieseGötzenbilderimHaus seinesVaterssah
17UndAbramsprach:SowahrderHERRlebt,diese GötzenbildersollennichtimHausmeinesVatersbleiben; sowirdderHERR,dermichgeschaffenhat,mitmir verfahren,wennichsienichtinnerhalbvondreiTagenalle zerbreche.
18DagingAbramvonihnenweg,undseinZorn entbrannteinihmUndAbrameilteundgingausdem GemachindenäußerenVorhofseinesVaters.Underfand seinenVaterimVorhofsitzen,undalleseineDienerbei ihmUndAbramtrathinundsetztesichvorihn
19UndAbramfragteseinenVater:„Vater,sagemir,woist Gott,derHimmelundErdeundalleMenschenkinderauf Erdenundauchdichundmichgeschaffenhat?“Terach antworteteseinemSohnAbram:„Siehe,dieunsgeschaffen haben,sindallebeiunsimHaus“
20UndAbramsprachzuseinemVater:MeinHerr,zeige siemirdoch!UndTerachführteAbramindieKammerdes innerenVorhofs,undAbramsah,undsiehe,derganze RaumwarvollvonGötternausHolzundStein,zwölf großeBilderundandere,diekleinerwarenalssie,ohne Zahl
21UndTerachsprachzuseinemSohn:Siehe,diesesindes, dieallesgemachthaben,wasduaufErdensiehst,unddie michunddichunddieganzeMenschheiterschaffenhaben
22UndTerachbeugtesichvorseinenGötternniederund gingvonihnenweg;undAbram,seinSohn,gingmitihm weg
23UndalsAbramvonihnenweggegangenwar,gingerzu seinerMutter,setztesichvorsieundsprachzuseiner Mutter:Siehe,meinVaterhatmirdiegezeigt,dieHimmel undErdegemachthaben,undalleMenschenkinder
24SoeilenunundholeeinZickleinausderHerdeund bereitedarauseinschmackhaftesGericht,damitichesden GötternmeinesVatersalsOpfergabedarbringenkann; vielleichtwerdeichdadurchihrenWohlgefallenerlangen
25UndseineMuttertatdiesundholteeinZiegenböckchen, bereitetedarauseinschmackhaftesFleischundbrachtees AbramAbramnahmdasschmackhafteFleischvonseiner
MutterundbrachteesvordieGötterseinesVatersundtrat zuihnen,damitsieessenkonnten;undTerach,seinVater, wusstenichtsdavon
26UndAbramsahandemTag,alserinmittenvonihnen saß,dasssiewederstummeStimmenochGehörhatten nochsichbewegenkonnten;keinervonihnenkonnteseine Handausstrecken,umzuessen
27Abramaberspotteteübersieundsprach:Wahrlich,das schmackhafteFleisch,dasichzubereitethabe,hatihnen nichtgeschmeckt,odervielleichtwaresihnenzuwenig, unddeshalbwolltensienichtessen;darumwerdeich morgenfrisches,schmackhaftesFleischzubereiten,besser undreichlicheralsdieses,umzusehen,wasdabei herauskommt
28AmnächstenTagaberwiesAbramseineMutteran, ihmeinschmackhaftesGerichtzugeben.Dastandseine Mutterauf,holtedreiprächtigeZiegenböckeausderHerde undbereitetedarauseinausgezeichnetes,schmackhaftes Gerichtzu,wieesihrSohngernaß.SiegabesihremSohn Abram,undTerach,seinVater,wusstenichtsdavon 29UndAbramnahmdasschmackhafteFleischvonseiner MutterundbrachteesvordieGötterseinesVatersindie Kammer;undertratzuihnen,damitsieessenkonnten,und erstellteesvorsiehin,undAbramsaßdenganzenTagvor ihnenunddachte,vielleichtwürdensieessen.
30UndAbramsahsiean,undsiehe,siehattenweder StimmenochGehör,undkeinervonihnenstreckteseine HandnachdemFleischaus,umzuessen.
31UndamAbenddesselbenTageswurdeAbraminjenem HausmitdemGeistGottesausgefüllt
32Underrief:WehemeinemVaterunddiesemgottlosen Geschlecht,dessenHerzganzaufEitelkeitgerichtetist,die diesenGötzenausHolzundSteindienen,diewederessen nochriechennochhörennochsprechenkönnen,die MünderohneSprache,AugenohneSehvermögen,Ohren ohneGehör,HändeohneGefühlundBeinehaben,diesich nichtbewegenkönnen;ihnengleichsinddie,diesie gemachthabenunddieihnenvertrauen
33AlsAbramdiesallessah,entbrannteseinZorngegen seinenVater.Ereiltehin,nahmeinBeilindieHand,ging indieKammerderGötterundzerschlugalleGötterbilder seinesVaters
34UndalserdieGötzenbilderzerschlagenhatte,legteer dasBeilindieHanddesgroßenGottes,derdortvorihnen stand,undginghinausDakamTerach,seinVater,nach Hause,dennerhatteanderTürdasGeräuschdesBeils gehört;sogingTerachinsHaus,umzuerfahren,wasdas sollte.
35AlsTerachdasGeräuschdesBeilsim Götzenbildzimmerhörte,lieferindasGötzenbildzimmer undbegegneteAbram,dergeradehinausging
36UndTerachgingindenRaumundfandalle Götzenbilderumgestürztundzerbrochen;dasBeilaberwar inderHanddesgrößtenGötzenbildesnochnicht zerbrochen;unddasschmackhafteFleisch,dasseinSohn Abramzubereitethatte,lagnochvorihnen
37AlsTerachdiessah,entbrannteseinZornsehr,under eilteausdemZimmerzuAbram
38UnderfandseinenSohnAbramnochimHaussitzen; undersprachzuihm:WasistdasfüreinWerk,dasdu meinenGötterngetanhast?
39AbramantworteteseinemVaterTerach:„Nichtso,mein Herr!DennichbrachteihnenschmackhaftesEssenvor, undalsichmitdemEssenzuihnenkam,strecktensiealle sogleichihreHändezumEssenaus,ehederGroßeseine HandzumEssenausgestreckthatte.“
40UndderGroßesah,wassievorihmtaten,undseinZorn entbrannteheftiggegensie;underginghin,nahmdasBeil, dasimHauswar,undgingzuihnenundzerbrachsiealle; undsiehe,dasBeilistnochinseinerHand,wiedusiehst 41DaentbrannteTerachsZorngegenseinenSohnAbram, alserdiessagte;undTerachsprachzuseinemSohnAbram inseinemZorn:WasistdasfüreineGeschichte,dieduda erzählst?DuredestLügenzumir.
42HabendieseGötteretwaGeist,SeeleoderMacht,all daszutun,wasdumirgesagthast?SindsienichtausHolz undStein,undhabeichsienichtselbsterschaffen?Kannst dusolcheLügenverbreitenundbehaupten,dergroßeGott, derbeiihnenwar,habesiegeschlagen?Duhastihmdie AxtindieHändegelegtundsagstnun,erhabesiealle geschlagen
43AbramantworteteseinemVaterundsprachzuihm:Wie kannstdudenndiesenGötzendienen,diekeineMacht haben,irgendetwaszutun?KönnendichdieseGötzen,auf dieduvertraust,erretten?KönnensiedeineGebeteerhören, wenndusieanrufst?KönnensiedichausderHanddeiner FeindebefreienoderfürdichgegendeineFeindekämpfen, dassduHolzundSteindienensollst,diewedersprechen nochhörenkönnen?
44Undnunistesgewissnichtgutfürdichundauchnicht fürdieMenschenkinder,diemitdirverbundensind,solche Dingezutun.Seidihrdennsotöricht,sounverständigoder sounverständig,dassihrHolzundSteindienenundso handelnwollt?
45UndvergesstihrdenHerrn,denGott,derHimmelund ErdegeschaffenhatunddereuchaufErdenerschaffenhat, undbringtdadurchgroßesUnheilübereureSeelen,indem ihrSteinundHolzdient?
46HabennichtunsereVäterinaltenZeitenindieserSache gesündigt,undderHerr,derGottdesUniversums,ließdie SintflutübersiekommenundvernichtetedieganzeErde?
47WiekönntihraberweiterhinGötternausHolzund Steindienen,diewederhörennochsprechennocheuch vonUnterdrückungbefreienkönnen,unddadurchdenZorn desGottesdesUniversumsübereuchheraufbeschwören?
48Darum,meinVater,lassabvondieserTatundbringe keinUnheilüberdeineSeeleundüberdieSeelendeines Hauses
49DaeilteAbramundsprangvonseinemVaterwegund nahmdasBeilvondemgrößtenGötzenbildseinesVaters, zerbrachesdamitundflohdavon
50AlsTerachsah,wasAbramallesgetanhatte,eilteeraus seinemHausundgingzumKönig.ErtratvorNimrod, stelltesichvorihnundverneigtesichvordemKönigDa sprachderKönig:Waswillstdu?
51Undersprach:Ichbittedich,meinHerr,erhöremich!–VorfünfzigJahrenwurdemireinKindgeboren,undsohat esmeinenGötterngetanundsohatesgesprochen;darum sendenun,meinHerrundKönig,ihnzudir,damitervor dichkommeundrichteihnnachdemGesetz,damitwir vonseinemÜbelerlöstwerden.
52DasandtederKönigdreiseinerDieneraus,die hingingenundAbramvordenKönigbrachten.Nimrodund alleseineFürstenundDienersaßenanjenemTagvorihm, undauchTerachsaßvorihnen.
53UndderKönigsprachzuAbram:Washastdudeinem VaterundseinenGötternangetan?Abramantwortetedem KönigmitdenWorten,dieerzuseinemVatergesprochen hatte:DergroßeGott,dermitihnenimHauswar,hat ihnendasangetan,wasdugehörthast
54UndderKönigsprachzuAbram:HattensiedieMacht zusprechenundzuessenundzutun,wiedugesagthast?
AbramantwortetedemKönig:WennsiekeineMacht haben,warumdienstduihnendannundverführstdie MenschenkinderdurchdeineTorheitenindieIrre?
55Glaubstduetwa,siekönntendicherlösenoder irgendetwasKleinesoderGroßesfürdichtun,dassdu ihnendienensolltest?UndwarumwillstdudenGottdes ganzenUniversumsnichterkennen,derdicherschaffenhat undindessenMachtesstehtzutötenundzuerhalten?
56Otörichter,einfacherundunwissenderKönig,wehedir aufewig!
57Ichdachte,duwürdestdeineKnechtedenrechtenWeg lehren,aberdashastdunichtgetan,sondernduhastdie ganzeErdemitdeinenSündenunddenSündendeines Volkeserfüllt,dasdeinenWegengefolgtist.
58Weißtdudennnicht,oderhastdunichtgehört,dass dieseböseTat,diedubegehst,schonunsereVorfahrenin altenZeitenbegangenhaben?Daraufhinsandtederewige GottdieSintflutübersieundvernichtetesiealleundauch dieganzeErdeihretwegenUndwillstduunddeinVolk jetztaufstehenunddasselbetun,umdenZorndesHerrn, desGottesdesUniversums,heraufzubeschwörenund UnheilüberdichunddieganzeErdezubringen?
59SolassnunabvondiesembösenTun,dasdutust,und dienedemGottdesUniversums,denndeineSeeleistin seinenHänden;dannwirdesdirwohlergehen
60UndwenndeinverdorbenesHerznichtaufmeine Wortehört,diedichdazubewegensollen,vondeinen bösenWegenabzulassenunddemewigenGottzudienen, dannwirstduindenletztenTageninSchandesterben,du, deinVolkundalle,diemitdirverbundensind,weilsie deineWortegehörtoderaufdeinenbösenWegen gewandeltsind.
61UndalsAbramvordemKönigunddenFürsten aufgehörthattezureden,hoberseineAugenzumHimmel aufundsprach:DerHerrsiehtalleFrevlerundwirdsie richten
KAPITEL12
1AlsderKönigdieWorteAbramshörte,befahler,ihnins Gefängniszuwerfen;undAbramwarzehnTageim Gefängnis
2UndamEndedieserTagebefahlderKönig,dassalle Könige,FürstenundStatthalterderverschiedenen ProvinzenunddieWeisenvorihnkommensollten,undsie setztensichvorihn;AbramaberwarnochimGefängnis.
3UndderKönigsprachzudenFürstenundWeisen:Habt ihrgehört,wasAbram,derSohnTerachs,seinemVater angetanhat?Sohateresmitihmgemacht,undichbefahl, ihnvormichzubringen,undsohatergesprochen;sein
Herzhatihnnichtverraten,nochhatersichinmeiner Gegenwartgerührt,undsiehe,nunisterimGefängnis eingesperrt
4Undsoentscheidetnun,welchesUrteildiesemMann gebührt,derdenKönigverhöhnthat,deralldasgesagtund getanhat,wasihrgehörthabt
5UndsiealleantwortetendemKönig:WerdenKönig beschimpft,sollaneinHolzgehängtwerden;daeraber allesgetanhat,wasergesagthat,undunsereGötter verachtethat,musserdarumbeilebendigemLeibe verbranntwerden;dennsoistdasGesetzindieserSache 6WennesdemKöniggefällt,sollerseinenDienern befehlen,TagundNachtindeinemZiegelofeneinFeuer anzuzünden,unddannwerdenwirdiesenMann hineinwerfenUndderKönigtat,wieihmbefohlenwurde, underbefahlseinenDienern,dreiTageunddreiNächte langeinFeuerimköniglichenOfeninKasdimzu entzünden;undderKönigbefahlihnen,Abramausdem Gefängniszuholenundihnherauszubringen,umihnzu verbrennen
7UndalleDienerdesKönigs,Fürsten,Herren,Statthalter undRichterundalleEinwohnerdesLandes,etwa neunhunderttausendMann,standendemOfengegenüber, umAbramzusehen
8UndalleFrauenundKinderdrängtensichaufdieDächer undTürme,umzusehen,wasmitAbramgeschah;undsie allebliebenineinigerEntfernungbeieinander;undesblieb keinMannübrig,deranjenemTagnichtgekommenwar, umdasGeschehenzusehen
9UndalsAbramkam,sahendieBeschwörerdesKönigs unddieWeisenAbramundriefendemKönigzu:„Unser König,dasistgewissderMann,vondemwirwissen,dass esdasKindwar,beidessenGeburtdergroßeSterndievier Sterneverschlang,waswirdemKönigvornunmehr fünfzigJahrenverkündethaben“
10Undsiehe,nunhatauchseinVaterdeineGebote übertretenunddichverhöhnt,indemerdireinanderes Kindbrachte,dasdutötetest
11AlsderKönigihreWortehörte,wurdeersehrzornig undbefahl,Terachvorihnzubringen.
12UndderKönigsprach:Hastdugehört,wasdie Zauberergesagthaben?NunsagmirdieWahrheit,wiedu esgehörthast;undwenndudieWahrheitsagst,wirstdu freigesprochenwerden
13AlsderKönigsah,wiezornigerwar,sprachTerachzu ihm:„MeinHerrundKönig,duhastdieWahrheitgehört, undwasdieWeisengesagthaben,istrichtig“DerKönig abersprach:„WiekonntestdunurmeineGeboteübertreten, mireinKindschenken,dasdunichtgezeugthast,und dafürauchnochGeldverlangen?“
14TerachantwortetedemKönig:Weilmeinezärtlichen GefühlefürmeinenSohninjenerZeitentflammten,nahm icheinenSohnmeinerMagdundbrachteihnzumKönig
15UndderKönigsprach:Werhatdirdazugeraten?Sage esmir,verheimlichemirnichts,undduwirstnichtsterben
16DaerschrakTerachsehrvordemKönigundsprachzum König:MeinältesterSohnHaranhatmirdazugeraten; HaranwarindenTagen,alsAbramgeborenwurde, zweiunddreißigJahrealt
17HaranaberrietseinemVaterzunichts,dennTerach sagtediesdemKönig,umseinLebenvordemKönigzu
retten,dennerfürchtetesichsehrUndderKönigsprachzu Terach:Haran,deinSohn,derdirdazugeratenhat,sollmit AbramimFeuersterben;denneristzumTodeverurteilt, weilersichgegendenWillendesKönigsaufgelehntund dieseSachegetanhat.
18UndHaranhattezujenerZeitLust,demWegAbrams zufolgen,abererbehieltesfürsich
19UndHaransprachinseinemHerzen:Siehe,nunhatder KönigAbramwegendieserDinge,dieAbramgetanhat, gefangengenommenUndessollgeschehen:WennAbram überdenKönigsiegt,werdeichihmfolgen;wennaberder Königsiegt,werdeichdemKönignachfolgen
20AlsTerachdiesdemKönigüberseinenSohnHaran gesagthatte,befahlderKönig,Haranzusammenmit Abramfestzunehmen
21Undmanbrachtesiebeide,AbramundHaran,seinen Bruder,umsieinsFeuerzuwerfen;undalleEinwohner desLandesunddieDienerdesKönigsunddieFürstenund alleFrauenundKinderwarendortundstandenanjenem Tagüberihnen
22DanahmendieDienerdesKönigsAbramundseinen BruderundzogenihnenalleKleideraus,außerden Unterkleidern,diesieanhatten
23UndmanbandihnenHändeundFüßemit Leinenstrickenzusammen;unddieDienerdesKönigs hobensiehochundwarfensiebeideindenOfen
24UndderHERRliebteAbramundhatteErbarmenmit ihm;undderHERRfuhrherabunderretteteAbramaus demFeuer,underwurdenichtverbrannt
25AberalleStricke,mitdenensieihngefesselthatten, verbrannten;AbramaberbliebdaundgingimFeuer umher
26UndHaranstarb,alssieihninsFeuerwarfen,under verbranntezuAsche,dennseinHerzwarnichtungeteilt demHerrnergeben;unddieMänner,dieihninsFeuer warfen,überkamdieFlammedesFeuers,undsie verbrannten,undzwölfvonihnenstarben.
27UndAbramgingdreiTageunddreiNächtemittenim Feuerumher,undalleDienerdesKönigssahenihnim Feuerumhergehen.Dakamensieundberichtetendem König:Siehe,wirhabenAbrammittenimFeuer umhergehensehen,undselbstseineUnterkleidersindnicht verbrannt,aberdieStricke,mitdenenergebundenwar, sindverbrannt
28AlsderKönigihreWortehörte,wurdeerherzlosund wollteihnennichtglauben.Deshalbsandteeranderetreue Fürsten,umdieSachezuuntersuchenSiegingenhin, sahenesundberichtetenesdemKönig.Dastandder Königauf,umselbsthinzugehen,undersahAbram inmittendesFeuershinundhergehenundsahHarans LeichnamverbranntUndderKönigstauntesehr 29DabefahlderKönig,AbramausdemFeuerzuholen. UndseineDienertratenheran,umihnherauszuholen,aber siekonntennicht,denndasFeuerwarringsum,unddie FlammestiegvomOfenaufsiezu
30DaflohendieDienerdesKönigsdavorDerKönigaber schimpftemitihnenundsprach:Beeilteuchundbringt AbramausdemFeuer,damitihrnichtsterbt
31UnddieDienerdesKönigstratenwiederherzu,um Abramherauszuholen;dakamendieFlammenübersieund verbranntenihreGesichter,sodassachtvonihnenstarben
32AlsderKönigsah,dassseineDienersichdemFeuer nichtnähernkonnten,damitsienichtverbrannten,riefer Abramzu:„DuDienerdesGottesimHimmel,gehaus demFeuerherausundkommhervormich!“UndAbram gehorchtederStimmedesKönigs,gingausdemFeuer heraus,kamundtratvordenKönig
33AlsAbramherauskam,sahenderKönigundalleseine Diener,dassAbramvordenKönigkam;erhattenurseine Unterkleideran,denndiesewarennichtverbrannt,sondern dieStricke,mitdenenergefesseltwar,warenverbrannt
34DasprachderKönigzuAbram:Wiekommtes,dassdu nichtimFeuerverbranntbist?
35UndAbramsprachzudemKönig:DerGottdes HimmelsundderErde,aufdenichvertraueundderalles inseinerMachthat,derhatmicherrettetausdemFeuer,in dasdumichgeworfenhast.
36UndHaran,derBruderAbrams,wurdezuAsche verbrannt;undmansuchteseinenLeichnamundfandihn verbrannt.
37HaranwarzweiundachtzigJahrealt,alserimFeuervon KasdimstarbAlsderKönig,dieFürstenunddie EinwohnerdesLandessahen,dassAbramausdemFeuer gerettetwordenwar,kamensieundbeugtensichvorihm nieder
38UndAbramsprachzuihnen:Beugteuchnichtvormir nieder,sondernbeugteuchvordemGottderWelt,der euchgeschaffenhat,unddientihmundwandeltaufseinen Wegen;denneristes,dermichausdiesemFeuererrettet hat,underistes,derdieSeelenundGeisteraller MenschengeschaffenunddenMenschenimMutterleib geformtundihnindieWeltgebrachthat,underistes,der die,dieihmvertrauen,vonallemSchmerzerlösenwird
39UndesschiendemKönigunddenFürsteneingroßes Wunder,dassAbramvordemFeuergerettetwurdeund Haranverbranntwurde;undderKöniggabAbramviele GeschenkeundgabihmseinebeidenoberstenDieneraus demKönigshaus;derNamedeseinenwarOniundder NamedesanderenElieser
40UndalleKönige,FürstenundDienerschenktenAbram vieleGabenausSilber,GoldundPerlen;undderKönig undseineFürstenließenihnziehen,underginginFrieden
41UndAbramginginFriedenvomKönigweg,undviele vondenDienerndesKönigsfolgtenihm,undeskamen etwadreihundertMannhinzu
42UndAbramkehrteanjenemTagzurückundgingindas HausseinesVaters,erunddieMänner,dieihmgefolgt warenUndAbramdientedemHERRN,seinemGott,alle TageseinesLebensundwandelteinseinenWegenund hieltsichanseinGesetz
43UndvondiesemTaganneigteAbramdieHerzender Menschenkinderdazu,demHerrnzudienen
44ZujenerZeitnahmensichNahorundAbramFrauen, dieTöchterihresBrudersHaranNahorsFrauhießMilka, AbramsFrauhießSaraiSarai,AbramsFrau,war unfruchtbarundhatteinjenenTagenkeineNachkommen
45UndalszweiJahrevergangenwaren,seitAbramaus demFeuerherausgekommenwar,dasistim zweiundfünfzigstenJahrseinesLebens,siehe,dasetzte sichKönigNimrodinBabelaufdenThron,undderKönig schliefeinundträumte,erstündemitseinenTruppenund
seinemHeerineinemTalgegenüberdemköniglichen Ofen.
46UnderhobseineAugenaufundsaheinenMann,der aussahwieAbram,ausdemOfenkommen.Erkamund tratmitgezogenemSchwertvordenKönigundsprangmit gezücktemSchwertaufdenKönigzuDaflohderKönig vordemMann,dennerfürchtetesichUndwährender rannte,warfderManneinEiaufdenKopfdesKönigs,und dasEiwurdezueinemgroßenStrom
47UndderKönigträumte,dassalleseineTruppenin diesemFlussuntergingenundstarben;daflohderKönig mitdreiMännern,dievorihmhergingen,undentkam
48UndderKönigblickteaufdieseMänner;siewarenin fürstlicheGewändergekleidet,wiemansievonKönigen kennt,undsahenauswieKönigeundhattenauchderen Pracht.
49Undwährendsieliefen,verwandeltesichderFlussvor demKönigwiederineinEi,undausdemEischlüpfteein jungerVogel,dervordenKönigtrat,aufseinenKopfflog undihmdasAugeausriss
50DaerschrakderKönigüberdenAnblick,erwachteaus demSchlafundseinGeistgerietinAufruhr;under empfandgroßenSchrecken
51AmMorgenstandderKönigerschrockenvonseinem LageraufundbefahlallenWeisenundMagiern,vorihnzu kommen,underzählteihnenseinenTraum
52DaantworteteeinweiserDienerdesKönigs,dessen NameAnukiwar,demKönig:„Diesistnichtsanderesals dasÜbelAbramsundseinerNachkommen,dasinden letztenTagengegenmeinenHerrnundKönigaufkommen wird.“
53Undsiehe,eswirdderTagkommen,daAbramund seineNachkommenundseineHausgenossengegenmeinen KönigKriegführenwerdenundsiewerdendasganzeHeer desKönigsundseineTruppenschlagen
54UndwasduüberdiedreiMännergesagthast,dieduals dirähnlichansahstunddieentkamen,sobedeutetdies, dassnurdumitdreiKönigenvondenKönigenderErde entkommenwirst,diemitdirimKampfseinwerden
55UndwasdugesehenhastvondemFluss,dersichwie zuvorineinEiverwandelte,undvondemjungenVogel, derdirdeinAugeausstach,dasbedeutetnichtsanderesals denSamenAbrams,derinspäterenTagendenKönigtöten wird
56DiesistderTraummeinesKönigs,unddiesistseine Deutung;derTraumistwahr,unddieDeutung,diedein Dienerdirgegebenhat,istrichtig
57Nun,meinKönig,duweißtdochgewiss,dassesnun zweiundfünfzigJahreherist,seitdeineWeisendiesbeider GeburtAbramssahenUndwennmeinKönigAbramauf Erdenlebenlässt,wirdesmeinemHerrnundKönig schaden,dennsolangeAbramlebt,werdenwederdunoch deinKönigreichbestehen,denndieswarschonbeiseiner GeburtbekanntWarumalsowillmeinKönigihnnicht töten,damitseinUnheilinspäterenTagenvondir fernbleibt?
58DahörteNimrodaufdieStimmeAnukisundsandte einigeseinerDienerheimlichhin,umAbramzuergreifen undihnvordenKönigzubringen,damiterdenToderleide 59UndElieser,AbramsDiener,denihmderKönig gegebenhatte,befandsichzujenerZeitinderGegenwart
desKönigsundhörte,wasAnukidemKöniggeratenhatte undwasderKöniggesagthatte,umAbramzutöten.
60UndEliesersprachzuAbram:Beeiledich,stehaufund rettedeinLeben,damitdunichtdurchdieHanddes Königsstirbst;denndieshaterineinemTraumüberdich gesehen,undsohatAnukiihngedeutetundsohatAnuki auchdemKönigüberdichgeraten
61UndAbramhörteaufdieStimmeEliesersundeilteund liefzudemHausNoahsundseinesSohnesSem,woersich verbargundeinensicherenOrtfandUnddieDienerdes KönigskamenzuAbramsHaus,umihnzusuchen,abersie konntenihnnichtfinden,undsiesuchteninderganzen Gegend,abererwarnichtzufinden,undsiesuchteninalle Richtungen,abererwarnirgendszufinden
62UndalsdieDienerdesKönigsAbramnichtfinden konnten,kehrtensiezumKönigzurück.Dalegtesichaber derZorndesKönigsgegenAbram,weilsieihnnicht fanden,undderKönigverwarfdieSachemitAbram
63UndAbramverstecktesicheinenMonatlangimHaus Noahs,bisderKönigdieSachevergessenhatte;aber AbramfürchtetesichimmernochvordemKönigDakam TerachheimlichindasHausNoahs,umseinenSohn Abramzubesuchen,undTerachgewanngroßeAchtung vordemKönig
64UndAbramsprachzuseinemVater:Weißtdunicht, dassderKönigmeint,michzutötenundmeinenNamen vonderErdeauszurottenaufdenRatseinerbösen Ratgeber?
65Wenhastdudennhier,undwashastduindiesemLand? Auf,lassunsgemeinsamindasLandKanaanziehen,damit wirausseinerHanderrettetwerdenunddunichtauch durchihnindenletztenTagenumkommst
66Weißtdudennnichtoderhastdunichtgehört,dass NimroddiralldieseEhrenichtausLiebeerweist,sondern nurzuseinemeigenenNutzen?
67UndwennerdirnochmehrGutestutalsdies,soistdies allesnurirdischerTand;dennReichtumundBesitznützen nichtsamTagdesZornsunddesGrimms
68DarumhörenunaufmeineStimme,lassunsaufbrechen undindasLandKanaanziehen,außerReichweitedes UnheilsdurchNimrod;unddienedemHerrn,derdichauf Erdengeschaffenhat,sowirdesdirwohlergehen;und verwerfealldasNichtige,demdunachjagst.
69UndAbramhörteaufzureden,alsNoahundseinSohn SemTerachantwortetenundsprachen:Wahrhaftigistdas Wort,dasAbramzudirgesagthat.
70UndTerachhörteaufdieStimmeseinesSohnesAbram undtatalles,wasAbramihmgesagthatte;denndieswar vomHerrn,dassderKönigAbramnichttötensollte
KAPITEL13
1UndTerachnahmseinenSohnAbramundseinenEnkel Lot,denSohnHarans,undSarai,seineSchwiegertochter, dieFrauseinesSohnesAbram,undalleAngehörigen seinesHausesundzogmitihnenvonUr-Kasdimindas LandKanaan.UndalssiebiszumLandHarankamen, bliebensiedort,denneswareinüberausgutesWeideland undgroßgenugfüralle,diesiebegleiteten
2UnddieLeuteausdemLandHaransahen,dassAbram gutundrechtschaffenvorGottunddenMenschenwarund
dassderHERR,seinGott,mitihmwarDakameneinige LeuteausdemLandHaranundschlossensichAbraman, underlehrtesiedieWeisungdesHERRNundseineWege; unddieseMännerbliebenbeiAbraminseinemHausund hieltenzuihm.
3UndAbrambliebdreiJahreimLandNachAblaufder dreiJahreerschienihmderHERRundsprachzuihm:Ich binderHERR,derdichausUr-Kasdimherausgeführtund dichausderHandalldeinerFeindeerrettethat
4Undnun,wennduaufmeineStimmehörstundmeine Gebote,meineSatzungenundmeineGesetzehältst,sowill ichdeineFeindevordirfallenlassenunddeine NachkommenmehrenwiedieSterneamHimmelund meinenSegensendenaufalleWerkedeinerHände,undes solldirannichtsmangeln
5Stehauf,nimmdeineFrauundalles,wasduhast,und ziehindasLandKanaanundbleibdortIchwilldortdein GottseinunddichsegnenDastandAbramauf,nahm seineFrauundalles,waserhatte,undzogindasLand Kanaan,wiederHerrihmgesagthatteAbramwarfünfzig Jahrealt,alservonHaranwegging
6UndAbramkamindasLandKanaanundwohntemitten inderStadtundschlugdortseinZeltaufunterden Kanaanitern,denBewohnerndesLandes
7UndderHERRerschienAbram,alserindasLand Kanaankam,undsprachzuihm:DiesistdasLand,dasich dirunddeinenNachkommennachdirfürimmergebenwill, undichwilldeineNachkommensozahlreichmachenwie dieSterneamHimmelundwilldeinenNachkommenalle LänderzumErbegeben,diedusiehst
8UndAbrambauteeinenAltarandemOrt,woGottzu ihmgesprochenhatte,undAbramriefdortdenNamendes Herrnan
9ZujenerZeit,nachdreiJahren,dieAbramimLand Kanaangewohnthatte,starbNoahEswardas achtundfünfzigsteLebensjahrAbrams;insgesamtlebte NoahneunhundertfünfzigJahreundstarb.
10UndAbramwohnteimLandKanaan,er,seineFrauund alles,wasihmgehörte,undalle,dieihnbegleiteten, zusammenmitdenen,diesichihmausdemVolkdes Landesangeschlossenhatten;aberNahor,AbramsBruder, undTerach,seinVater,undLot,derSohnHarans,und alles,wasihnengehörte,wohnteninHaran.
11ImfünftenJahr,alsAbramimLandKanaanwohnte, rebelliertendieEinwohnervonSodomundGomorraund alleStädtederEbenegegendieHerrschaftKedorlaomers, desKönigsvonElam;dennalleKönigederStädteder EbenehattenKedorlaomerzwölfJahrelanggedientund ihmjährlicheineSteuerentrichtet,aberinjenenTagen,im dreizehntenJahr,rebelliertensiegegenihn
12ImzehntenJahr,alsAbramimLandKanaanwohnte, entstandeinKriegzwischenNimrod,demKönigvon Schinar,undKedorlaomer,demKönigvonElamNimrod zoggegenKedorlaomerindenKrieg,umihnzubesiegen 13DennKedorlaomerwarzujenerZeiteinerderFürsten desHeeresNimrodsAlsdasganzeVolkimTurmzerstreut unddieÜbriggebliebenenüberdieganzeErdeverstreut wurden,gingKedorlaomerindasLandElamundregierte darüberundrebelliertegegenseinenHerrn
14AlsNimrodinjenenTagensah,dassdieStädteder Ebenerebellierthatten,zogervollerStolzundZorngegen
KedorlaomerindenKriegNimrodversammeltealleseine FürstenundUntertanen,etwasiebenhunderttausendMann, undzoggegenKedorlaomerKedorlaomeraberzogihm mitfünftausendMannentgegen,undsierüstetensichzum KampfimTalvonBabel,daszwischenElamundSchinar liegt
15UndalledieseKönigekämpftendort,undNimrodund seinVolkwurdenvordemVolkKedorlaomersgeschlagen, undesfielenvonNimrodsMännernetwa sechshunderttausend,undMardon,derSohndesKönigs, fielunterihnen
16UndNimrodflohundkehrtebeschämtundinSchande inseinLandzurückundwarlangeZeitunterKedorlaomers HerrschaftAlsKedorlaomerinseinLandzurückkehrte, sandteerFürstenseinesHeereszudenKönigen,die ringsumwohnten,zuArioch,demKönigvonElasar,und zuTidal,demKönigvonGojim,undschlosseinenBund mitihnen,undallegehorchtenseinenGeboten
17UndeswarimfünfzehntenJahr,alsAbramimLand Kanaanwohnte,imsiebzigstenJahrseinesLebens,da erschienihmderHERRundsprachzuihm:Ichbinder HERR,derdichausUr-Kasdimherausgeführthat,umdir diesesLandzumErbezugeben
18Darumwandeltnunvormirundseidvollkommenund haltetmeineGebote;denndirunddeinenNachkommen willichdiesesLandzumErbegeben,vomFlussMizraim biszumgroßenStromEuphrat
19UndduwirstinFriedenundingutemAlterzudeinen Väternzurückkehren,unddievierteGenerationwird hierherindiesesLandzurückkehrenundesfürimmer erben.UndAbrambauteeinenAltarundriefdenNamen desHerrnan,derihmerschienenwar,undbrachtedem HerrnOpferaufdemAltardar
20ZujenerZeitkehrteAbramzurückundgingnachHaran, umseinenVaterundseineMutterunddasHausseines VaterszubesuchenUndAbramundseineFrauundalles, wasihmgehörte,kehrtennachHaranzurück,undAbram wohntefünfJahreinHaran
21UndvielevondenEinwohnernHarans,etwa zweiundsiebzigMänner,folgtenAbram.UndAbramlehrte siedieWeisungdesHerrnundseineWegeundlehrtesie, denHerrnzuerkennen
22InjenenTagenerschienderHerrAbraminHaranund sprachzuihm:Siehe,ichhabevorzwanzigJahrenzudir gesprochenundgesagt:
23GehausdeinemLand,ausdeinerHeimatundausdem HausdeinesVatersindasLand,dasichdirgezeigthabe, umesdirunddeinenKindernzugeben.Denndortin diesemLandwillichdichsegnenunddichzueinem großenVolkmachenunddeinenNamengroßmachen,und indirsollendieGeschlechterderErdegesegnetwerden 24Darumstehnunauf,gehvondiesemOrthinaus,du, deineFrauundalles,waszudirgehört,auchalleKinder, dieindeinemHausgeborensind,undalleSeelen,dieduin Harangemachthast,undnimmsiemitdirvonhierheraus undziehauf,umzurückzukehrenindasLandKanaan 25UndAbrammachtesichaufundnahmseineFrauSarai undalles,wasihmgehörte,undalle,dieihminseinem Hausgeborenwaren,unddieSeelen,diesieinHaran erworbenhatten,undsiezogenaus,umindasLand Kanaanzugehen
26UndAbramzogzurückindasLandKanaan,wieder HERRihmbefohlenhatte.Lot,derSohnseinesBruders Haran,gingmitihmAbramwarfünfundsiebzigJahrealt, alservonHaranaufbrach,umindasLandKanaan zurückzukehren.
27UnderkamindasLandKanaan,wiederHERRes Abrambefohlenhatte,undschlugseinZeltaufundwohnte inderEbenevonMamre.BeiihmwarLot,derSohnseines Bruders,undalles,wasihmgehörte
28UndderHERRerschienabermalsdemAbramund sprach:DeinenNachkommenwillichdiesesLandgeben UnderbautedortdemHERRN,derihmerschienenwar, einenAltar;derstehtnochheuteinderEbenevonMamre.
KAPITEL14
1InjenenTagenlebteimLandeSchinareinweiserMann, deralleWeisheitbesaßundvonschönerGestaltwar;aber erwararmundbedürftig;seinNamewarRikajon,under hatteMühe,sichselbstzuernähren
2Underbeschloss,nachÄgyptenzuOswiris,demSohn Anoms,demKönigvonÄgypten,zugehen,umdemKönig seineWeisheitzubeweisen;dennvielleichtwürdeer GnadevorseinenAugenfinden,ihnaufzurichtenundihm Unterhaltzugewähren;undRikayontatdies.
3AlsRikajonnachÄgyptenkam,fragteerdieEinwohner ÄgyptensnachdemKönigDieEinwohnerÄgyptens erzähltenihmvonderSittedesägyptischenKönigs.Eswar damalsBrauch,dassderägyptischeKönigseinenPalast verließundnureinenTagimJahrimFreiengesehenwurde DanachkehrteerinseinenPalastzurückundbliebdort.
4UndandemTag,alsderKönigauszog,spracherRecht imLand,undjeder,dereineKlagehatte,kamandiesem TagvordenKönig,umseineSachevorzubringen.
5AlsRikajonabervondemBrauchinÄgyptenhörteund dassernichtvordenKönigtretenkonnte,warersehr betrübtundvollerKummer.
6UndamAbendgingRikajonhinausundfandeinHausin Trümmern,dasfrüherinÄgypteneineBackstubegewesen war,underbliebdortdieganzeNachtinbittererSeeleund vonHungergeplagt,undderSchlafwarvonseinenAugen gewichen
7UndRikajonüberlegtebeisich,waserinderStadttun sollte,bisderKönigerschien,undwieersichdorthalten könnte
8UnderstandamMorgenaufundgingumherund begegneteunterwegsLeuten,dieGemüseundallerlei SaatgutverkauftenunddamitdieEinwohnerversorgten.
9AuchRikajonwolltedasselbetun,uminderStadtseinen Lebensunterhaltzuverdienen;abererkanntedieSittendes VolkesnichtundwarwieeinBlinderunterihnen
10UnderginghinundkaufteGemüse,umeszuverkaufen undsichdavonzuernährenDaversammeltesichdasVolk umihn,verspotteteihn,nahmihmseinGemüsewegund ließihmnichtsübrig
11Understandvondortauf,innerlichbetrübt,undging seufzendzudemBackhaus,indemerdieganzeNacht zuvorgebliebenwar,undschliefdortdiezweiteNacht 12UndinjenerNachtüberlegteersichabermals,wieer sichvordemVerhungernrettenkönnte,underersann einenPlan,wieervorgehensollte
13UnderstandamMorgenaufundhandelteklug;erging hinundheuertedreißigstarkeMännerausdemPöbelan, dieihreKriegswaffenindenHändentrugen,underführte sieaufdieSpitzedesägyptischenGrabesundstelltesie dorthin.
14Underbefahlihnenundsprach:SosprichtderKönig: StärkteuchundseidtapfereMänner,undniemandsollhier begrabenwerden,biszweihundertSilberstückegegeben sind,danndarferbegrabenwerdenUnddieseMänner tatendasganzeJahrlangnachdemBefehlRikayonsandas VolkÄgypten
15UndinachtMonatensammeltenRikayonundseine MännergroßeReichtümeranSilberundGold.Rikayon nahmeinegroßeMengePferdeundandereTiereund heuerteweitereMänneran,gabihnenPferde,unddiese bliebenbeiihm.
16AlsdasJahrumwarundderKönigindieStadtging, versammeltensichalleEinwohnerÄgyptens,ummitihm überdasTunRikayonsundseinerMännerzusprechen.
17UndderKönigzogamfestgesetztenTagaus,undalle Ägypterkamenvorihnundriefenihmzu:
18DerKöniglebeewig.WastustdudainderStadtdeinen Dienernan,dassdueinenTotenerstbegrabenlässt,wenn einebestimmteMengeSilberundGoldgezahltwurde?
GabesjemalsetwasVergleichbaresaufderganzenErde, vondenTagenderfrüherenKönigebiszudenTagen Adamsbisheute,dasseinToternurgegeneinen festgelegtenPreisbegrabenwerdensollte?
19Wirwissen,dassesBrauchderKönigeist,vonden LebendenjährlicheineSteuerzuerheben;duabertust nichtnurdas,sondernverlangstauchvondenTotentäglich eineSteuer
20Nun,oKönig,wirkönnendiesnichtlängerertragen, denndieganzeStadtistdeswegenruiniert,undweißtdu dasnicht?
21AlsderKönigaberalleshörte,wassiegesagthatten, wurdeersehrzornig,undseinZornentbrannteinihmüber dieseSache,dennerhattenichtsdavongewusst
22UndderKönigsprach:Weristderjenige,dereswagt, dieseböseTatinmeinemLandohnemeinGebotzu begehen,undwoister?Sicherlichwirstduesmirsagen
23UndsieberichtetenihmalleTatenRikayonsundseiner Männer;daentbranntederZorndesKönigs,underbefahl, RikayonundseineMännervorihnzubringen 24UndRikajonnahmetwatausendKinder,Söhneund Töchter,undkleidetesieinSeideundStickereien.Dann setzteersieaufPferdeundschicktesiedurchseineMänner zumKönig.ErnahmaucheinegroßeMengeSilberund GoldundEdelsteinesowieeinstarkesundschönesPferd alsGeschenkfürdenKönigmitMitdiesemPferdkamer vordenKönigundbeugtesichvorihmzurErdeDer König,seineDienerundalleEinwohnerÄgyptensstaunten überRikajonsWerkundsahenseinenReichtumunddas Geschenk,daserdemKöniggebrachthatte
25UndesgefieldemKönigsehr,understauntedarüber; undalsRikayonvorihmsaß,fragteihnderKönignachall seinenWerken,undRikayonsprachalleseineWorteweise vordemKönig,seinenDienernundallenEinwohnern Ägyptens
26AlsderKönigdieWorteRikajonsundseineWeisheit hörte,fandRikajonGnadevorseinenAugen,undererfuhr
GnadeundFreundlichkeitvonallenDienerndesKönigs undvonallenEinwohnernÄgyptenswegenseiner WeisheitundseinerausgezeichnetenReden,undvondaan liebtensieihnüberaus.
27DaantwortetederKönigundsprachzuRikajon:Du sollstnichtmehrRikajonheißen,sondernPharaosolldein Namesein,weilduvondenToteneineSteuererhobenhast; undernannteihnPharao.
28UndderKönigundseineUntertanenliebtenRikayon wegenseinerWeisheitundberietensichmitallen EinwohnernÄgyptens,umihnzumPräfektenunterdem Königzumachen
29UndalleEinwohnerÄgyptensundseineWeisentaten dies,undeswurdeeinGesetzinÄgypten
30UndsiemachtenRikajonPharaozumPräfektenunter Oswiris,demKönigvonÄgypten.RikajonPharaoregierte überÄgyptenundübtetäglichRechtinderganzenStadt; aberOswiris,derKönig,richtetedasVolkdesLandes einmalimJahr,wennerhinausging,umsichzeigenzu lassen
31UndRikajon,derPharao,risslistigdieHerrschaftüber ÄgyptenansichunderhobvonallenEinwohnern ÄgyptenseineSteuer
32UndalleEinwohnerÄgyptensliebtenRikayon,den Pharao,sehrundbeschlossen,jedenKönig,derübersie undihreNachkommeninÄgyptenherrschensollte,Pharao zunennen
33DarumwurdenalleKönige,dievonnunaninÄgypten regierten,bisaufdenheutigenTagPharaogenannt
KAPITEL15
1UndinjenemJahrbracheineschwereHungersnotim ganzenLandKanaanaus,unddieBewohnerdesLandes konntenwegenderHungersnotnichtdortbleiben,dennsie warsehrschlimm
2DamachtensichAbramundalle,diezuihmgehörten, aufundzogenhinabnachÄgyptenwegenderHungersnot UndalssieandenBachMizraimkamen,bliebensiedort einigeZeit,umsichvonderMühedesWegesauszuruhen.
3UndAbramundSaraigingenamRandedesBaches Mizraimentlang,undAbramsahseineFrauSarai,dasssie sehrschönwar.
4UndAbramsprachzuseinerFrauSarai:WeilGottdich mitsoeinemschönenAntlitzgeschaffenhat,fürchteich michvordenÄgyptern,dasssiemichtötenunddich wegführenkönnten;denndieGottesfurchtistandiesen Ortennichtverbreitet.
5Darumsollstdugewissdiestun:Sageallen,diedich fragen,dassdumeineSchwesterbist,damitesmirgut geheundwirlebenundnichtgetötetwürden
6UndAbramgebotdasselbeallen,diemitihmwegender HungersnotnachÄgyptengekommenwaren;auchseinem NeffenLotgeboter:WenndichdieÄgypternachSarai fragen,sosage,sieseiAbramsSchwester 7DochtrotzalldieserBefehlevertrauteAbramnicht darauf,sondernernahmSarai,legtesieineineTruheund verstecktediesezwischenihrenGefäßen,dennAbram sorgtesichsehrumSaraiwegenderBosheitderÄgypter 8UndAbramundalle,diezuihmgehörten,machtensich vomBachMizraimaufundkamennachÄgyptenKaum
warensiedurchdieTorederStadtgegangen,tratendie Wachenvorsieundsprachen:GebtdemKönigden Zehntenvondem,wasihrhabt,danndürftihrindieStadt kommen.UndAbramundalle,diemitihmwaren,tatenes. 9UndAbramkammitdemVolk,dasbeiihmwar,nach ÄgyptenUndalssieankamen,brachtensiedieKistemit, inderSaraiverstecktwar,unddieÄgyptersahendieKiste 10DatratendieDienerdesKönigszuAbramundsprachen: WashastduhierindieserTruhe,daswirnichtgesehen haben?ÖffnenundieTruheundgibdemKönigden Zehntenvonallem,wasdarinist
11Abramsprach:„DieseTruhewillichnichtöffnen,aber alles,wasihrdavonverlangt,willicheuchgeben.“Die BeamtendesPharaoantwortetenAbram:„EsisteineTruhe mitEdelsteinen;gebtunsdasZehntedavon“
12Abramsagte:Alles,wasdubegehrst,willichdirgeben; aberdudarfstdieTruhenichtöffnen
13DadrängtendieBeamtendesKönigsAbram,undsie erreichtendieTruheundöffnetensiemitGewalt,undsie sahen,undsiehe,eineschöneFrauwarinderTruhe 14AlsdieBeamtendesKönigsSaraierblickten,warensie vonihrerSchönheittiefbeeindruckt.AlleFürstenund DienerdesPharaokamenzusammen,umSaraizusehen, dennsiewarvonaußergewöhnlicherSchönheitDie BeamtenliefenzuPharaoundberichtetenihmalles,was siegesehenhatten,undpriesenSaraiDabefahlPharao,sie herbeizubringen,unddieFrautratvordenKönig 15UndderPharaosahSarai,undsiegefielihm außerordentlichgut,underwarvonihrerSchönheit bezaubert,undderKönigfreutesichsehrübersieund beschenktediejenigen,dieihmdieNachrichtvonihr brachten
16UnddieFrauwurdedannindasHausdesPharao gebracht,undAbramtrauerteumseineFrauundbetete zumHerrn,dassersieausderHanddesPharaoerrette 17UndSaraibetetezujenerZeitundsprach:OHerr,mein Gott,duhastmeinemHerrnAbrambefohlen,seinLand unddasHausseinesVaterszuverlassenundindasLand Kanaanzugehen,undduhastihmGutesversprochen, wennerdeineGebotebefolgt;nunsiehe,wirhabengetan, wasduunsgebotenhast,undwirhabenunserLandund unsereFamilienverlassenundsindineinfremdesLand undzueinemVolkgegangen,daswirzuvornichtgekannt haben
18WirkamenindiesesLand,umderHungersnotzu entfliehen,undnunistmirdiesesUnglückwiderfahren. Darum,Herr,unserGott,erretteunsundbefreieunsaus derHanddiesesUnterdrückersundhandlegnädiganmir umdeinerBarmherzigkeitwillen
19UndderHERRerhörtedieStimmeSaraisundsandte einenEngel,umSaraiausderGewaltdesPharaozu befreien.
20UndderKönigkamundsetztesichvorSaraiUndsiehe, einEngeldesHerrnstandüberihnenUndererschien Saraiundsprachzuihr:Fürchtedichnicht,dennderHerr hatdeinGebeterhört
21DatratderKönigzuSaraiundfragtesie:„Wasistdir derMann,derdichhierhergebrachthat?“Sieantwortete: „EristmeinBruder“
22UndderKönigsprach:EsistunserePflicht,ihngroßzu machen,ihnzuerhöhenundihmallesGutezutun,wasdu
unsgebietenwirstUndzujenerZeitsandtederKönig AbramSilberundGoldundEdelsteineingroßerMenge, dazuVieh,KnechteundMägdeUndderKönigbefahl, Abramzubringen,undersetztesichindenVorhofdes Königshauses,undderKönigerhobAbraminjenerNacht sehr
23UndderKönigtratzuSarai,ummitihrzureden,und streckteseineHandaus,umsiezuberühren.Daschlugihn derEngelheftig,undererschraksosehr,dassersichnicht mehrumsiegriff
24AlsderKönigsichSarainäherte,schlugihnderEngel zuBodenundtatdieganzeNachtsomitihm,undder Königerschraksehr.
25UndderEngelschluginjenerNachtalleDienerdes KönigsundseinganzesHausschwerwegenSarai,undes entstandinjenerNachteingroßesWehklagenunterdem VolkimHausdesPharao
26AlsderPharaosah,wasihmwiderfahrenwar,spracher: Gewiss,diesistmirwegendieserFrauwiderfahren.Under entferntesicheinwenigvonihrundredetefreundlichmit ihr
27UndderKönigsprachzuSarai:Sagemirbitteüberden Mann,mitdemduhierhergekommenbistSaraiaber sprach:DieserMannistmeinMann,undichsagtedir,er seimeinBruder,weilichfürchtete,dukönntestihnwegen seinerBosheittöten
28UndderKönigmiedSarai,unddiePlagendesEngels desHerrnhörtenaufanihmundseinemHaus;undder Pharaoerkannte,dasserwegenSaraigeschlagenwurde, undderKönigwardarübersehrerstaunt
29AmMorgenriefderKönigAbramzusichundsprach zuihm:Washastdumirdaangetan?Warumhastdu gesagt:„SieistmeineSchwester“,weshalbichsiezurFrau genommenhabe?DarumistdieseschwerePlageübermich undmeinHausgekommen
30DarumistnundeineFrau;nimmsieundverlassunser Land,damitwirnichtalleihretwegensterben.Undder PharaonahmnochmehrVieh,KnechteundMägdesowie SilberundGold,umesAbramzugeben,undergabihm seineFrauSaraizurück.
31UndderKönignahmeinMädchen,daservonseinen Nebenfrauengezeugthatte,undgabsieSaraizurMagd 32UndderKönigsprachzuseinerTochter:Esistbesser fürdich,meineTochter,eineMagdimHausdieses Manneszusein,alsHerrininmeinemHauszusein, nachdemwirdasUnheilgesehenhaben,dasunsumdieser Frauwillenwiderfahrenist
33DamachtesichAbramaufundzogmitallem,waszu ihmgehörte,ausÄgyptenweg;undderPharaobefahl einigenseinerMänner,ihnundalle,diemitihmgingen,zu begleiten
34UndAbramkehrtezurückindasLandKanaan,anden Ort,woerdenAltarerrichtethatteundwoerzuerstsein Zeltaufgeschlagenhatte
35Lot,derSohnHarans,derBruderAbrams,besaßeinen großenViehbestand,Schafe,RinderherdenundZelte;denn derHERRwarihnengnädiggewesenumAbramswillen.
36AlsAbramimLandewohnte,gerietendieHirtenLots mitdenHirtenAbramsinStreit,weilihrBesitzzugroß war,alsdasssiezusammenimLandebleibenkonnten,und dasLandsiewegenihresViehsnichternährenkonnte
37AlsAbramsHirtenihreHerdeweidenließen,gingensie nichtaufdieFelderderLeutedesLandes;dasViehvon LotsHirtenabertatenesanders,dennesdurfteaufden FeldernderLeutedesLandesweiden.
38UnddasVolkdesLandessahdiestäglichundkamzu AbramundstrittsichmitihmwegenderHirtenLots
39UndAbramsprachzuLot:Wastustdumiran,dassdu michbeidenBewohnerndesLandesverachtetmachst, indemdudeinenHirtenbefiehlst,deinViehaufden FeldernandererLeuteweidenzulassen?Weißtdunicht, dassicheinFremderindiesemLandbinunterden Kanaanitern?Warumtustdumirdasan?
40UndAbramstrittsichdeswegentäglichmitLot;aber LothörtenichtaufAbram,undermachtemitdem GleichenweiterDakamendieEinwohnerdesLandesund erzähltenesAbram.
41UndAbramsprachzuLot:Wielangewillstdumirnoch einÄrgernisseinbeidenBewohnerndesLandes?Nun bitteichdich,lasskeinenStreitmehrzwischenunssein, dennwirsindVerwandte
42Ichbittedichaber,dichvonmirzutrennenunddir einenOrtzusuchen,wodumitdeinemViehundallem, wasduhast,wohnenkannst;aberhaltedichfernvonmir, duunddeinganzesHaus
43Undfürchtedichnicht,vonmirwegzugehen;denn wenndirjemandUnrechttut,solassesmichwissen,und ichwerdedeineSacheanihmrächen;nurgehewegvon mir.
44UndalsAbramalledieseWortezuLotgesprochen hatte,standLotaufundblickteaufzurEbenedesJordans 45Undersah,dassderganzeOrtgutbewässertwarund sowohlfürdieMenschengutwaralsauchWeidefürdas Viehbot
46UndLotgingvonAbramanjenenOrtundschlugdort seinZeltaufundwohnteinSodom,undsiewurden voneinandergetrennt
47UndAbramwohnteinderEbenevonMamre,diein Hebronliegt,undschlugdortseinZeltauf,undAbram bliebvieleJahreandiesemOrt
KAPITEL16
1ZujenerZeitsandteKedorlaomer,derKönigvonElam, BotenzuallenbenachbartenKönigen,zuNimrod,dem KönigvonSchinar,derdamalsunterseinerHerrschaft stand,zuTidal,demKönigvonGojim,undzuArioch,dem KönigvonElasar,mitdenenereinenBundschloss,und sprach:Kommtheraufzumirundhelftmir,damitwiralle StädteSodomsundihreEinwohnerschlagen,dennsiesind seitdreizehnJahrengegenmichrebelliert
2UnddiesevierKönigezogenmitihremganzenHeer hinauf,eswarenetwaachthunderttausendMann,undsie zogen,wiesiewaren,underschlugenjeden,densieauf ihremWegfanden
3UnddiefünfKönigevonSodomundGomorra,Schinab, derKönigvonAdma,Schemaber,derKönigvonZebojim, Bera,derKönigvonSodom,Berscha,derKönigvon Gomorra,undBela,derKönigvonZoar,zogenihnen entgegen,undsiealleversammeltensichimTalSiddim
4UnddieseneunKönigeführtenKriegimTalSiddim;und dieKönigevonSodomundGomorrawurdenvorden KönigenvonElamgeschlagen
5UnddasTalSiddimwarvollerKalkgruben,unddie KönigevonElamverfolgtendieKönigevonSodom.Die KönigevonSodomflohenmitihrenLagernundfielenin dieKalkgruben;undalle,dieübrigblieben,flüchtetenauf denBerg.DiefünfKönigevonElamaberkamenhinter ihnenherundverfolgtensiebiszudenTorenvonSodom undnahmenallesein,wasinSodomwar
6UndsieplündertenalleStädteSodomundGomorraund nahmenauchLot,denSohnvonAbramsBruder,und seinenBesitzgefangenundraubtenalleGüterderStädte SodomundzogendannwegUnik,AbramsDiener,derim Kampfwar,sahdiesundberichteteAbramalles,wasdie KönigedenStädtenSodomangetanhattenunddassLot vonihnengefangengenommenwordenwar
7AlsAbramdieshörte,machteersichmitetwa dreihundertachtzehnMann,diebeiihmwaren,aufund verfolgteinderNachtdieseKönigeundschlugsie,undsie allefielenvorAbramundseinenMännern,undesblieb keinerübrigalsdievierKönige,dieflohen,undjederging seineneigenenWeg
8UndAbramnahmdengesamtenBesitzSodomswieder ansichundnahmauchLotundseinenBesitz,seineFrauen undseineKinderundalles,wasihmgehörte,wiederan sich,sodassesLotannichtsmangelte
9UndalservondemKampfgegendieseKönige zurückkehrte,zogenerundseineMännerdurchdasTal Siddim,wodieKönigegemeinsamKrieggeführthatten 10UndBera,derKönigvonSodom,unddieübrigenseiner Männer,diebeiihmwaren,gingenausdenKalkgruben heraus,indiesiegefallenwaren,umAbramundseinen Männernentgegenzugehen.
11UndAdonizedek,derKönigvonJerusalem,derwar Sem,zogmitseinenMännernaus,umAbramundseinem Volkentgegenzugehen,mitBrotundWein,undsieblieben zusammenimTalMelech
12UndAdonizedeksegneteAbram,undAbramgabihm denzehntenTeilvonallem,waservonderBeuteseiner Feindemitgebrachthatte;dennAdonizedekwarein PriestervorGott
13UndalleKönigevonSodomundGomorra,diedort waren,tratenmitihrenDienernzuAbramundbatenihn, ihnenihreDiener,dieergefangengenommenhatte, zurückzugebenunddasganzeVermögenansichzu nehmen
14DaantworteteAbramdenKönigenvonSodomund sprach:SowahrderHERRlebt,derHimmelundErde geschaffenhatunddermeineSeelevonallemElenderlöst undmichheutevonmeinenFeindenerrettetundsiein meineHandgegebenhat,ichwillnichtsvoneurem Eigentumnehmen,damitihreuchmorgennichtrühmen könntundsagenkönnt:Abramistreichgewordenvon unseremBesitz,denergerettethat
15DennderHERR,meinGott,aufdenichvertraue,hatzu mirgesagt:Dirsollnichtsmangeln,dennichwilldich segneninallem,wasdeineHändetun
16Undnunseht,hieristalles,waseuchgehört;nehmtes undgeht!SowahrderHerrlebt,ichwilleuchnichts nehmen,voneinemlebendenMenschenbishinzueinem
SchuhbandoderFaden,außerdenKostenfürdie Verpflegungderer,diemitmirindenKampfgezogensind, sowiedenAnteilderMänner,diemitmirgegangensind, Anar,AschkolundMamre,sieundihreMänner,sowie auchdie,diezurückgebliebensind,umdasGepäckzu bewachen;siesollenihrenAnteilanderBeutenehmen 17UnddieKönigevonSodomgabenAbramalles,waser gesagthatte,undsiedrängtenihn,vonallemzunehmen, wasersichaussuchte;abererwolltenicht 18UnderentließdieKönigevonSodomunddenRest ihresHeeresundgabihnenAnweisungenüberLot;undsie gingenanihrejeweiligenOrte
19AuchLot,denSohnseinesBruders,schickteermit seinemBesitzfort;ergingmitihnenLotkehrteinsein HausnachSodomzurück,AbramundseinVolkkehrtenin ihrHausindieEbenevonMamrezurück,diebeiHebron liegt
20ZujenerZeiterschienderHerrAbramabermalsin Hebronundsprachzuihm:Fürchtedichnicht,denndein Lohnistsehrgroßvormir;dennichwerdedichnicht verlassen,bisichdichmehrtunddichgesegnetunddeine NachkommensozahlreichgemachthabewiedieSterneam Himmel,diewedergemessennochgezähltwerdenkönnen
21UndichwilldeinenNachkommenalldieseLänder geben,diedumitdeinenAugensiehst;ichwillsieihnen zumewigenErbegebenSeidnurstarkundfürchteteuch nicht,wandeltvormirundseidvollkommen
22ImachtundsiebzigstenLebensjahrAbramsstarbReu, derSohnPelegsErwurdezweihundertneununddreißig Jahrealtundstarb
23UndSarai,dieTochterHarans,AbramsFrau,warzu jenerZeitnochunfruchtbar;siegebarAbramwedereinen SohnnocheineTochter
24Alssiesah,dasssiekeineKindergebar,nahmsieihre MagdHagar,dieihrderPharaogegebenhatte,undgabsie ihremMannAbramzurFrau
25DennHagarlerntealleWegeSarais,sowieSaraisie gelehrthatte;esmangelteihrinkeinerWeisedaran,ihren gutenWegenzufolgen
26UndSaraisprachzuAbram:Siehe,hieristmeineMagd Hagar;gehzuihr,dasssieaufmeinenKniengebäre,damit auchichdurchsieKindererhalte
27UndnachzehnJahren,dieAbramimLandKanaan verbrachthatte,imfünfundachtzigstenJahrseinesLebens, gabSaraiihmHagarzurFrau
28DahörteAbramaufdieStimmeseinerFrauSaraiund nahmseineMagdHagarzusichundgingzuihr,undsie wurdeschwanger.
29AlsHagarsah,dasssieschwangerwar,freutesiesich sehr,undihreHerrinverachtetesieSiesprachbeisich: Daskannnurdaranliegen,dassichvorGottbesserbinals meineHerrinSarai;dennmeineHerrinistinalldenTagen, diesiebeimeinemHerrnwar,nichtschwangergeworden, abermichhatderHerrinsokurzerZeitdurchihn empfangenlassen
30AlsSaraisah,dassHagarvonAbramschwanger gewordenwar,wurdesieeifersüchtigaufihreMagdund dachtebeisich:Dasheißtgewissnichtsanderes,alsdass siebesserseinmussalsich
31UndSaraisprachzuAbram:MeinUnrechttreffedich, dennalsduzuderZeitvordemHerrnumKindergebetet
hast,warumhastdunichtmeinetwegengebetet,dassder HerrmirNachkommenvondirgebenmöge?
32UndwennichmitHagarindeinerGegenwartrede, verachtetsiemeineWorte,weilsieschwangerist,unddu sagstihrnichts.DerHerrrichtezwischenmirunddir wegendem,wasdumirangetanhast
33UndAbramsprachzuSarai:Siehe,deineMagdistin deinerHand;tumitihr,wasdirgefällt.DaquälteSaraisie, undHagarflohvorihrindieWüste
34UndeinEngeldesHerrnfandsieandemOrt,wohinsie geflohenwar,aneinemBrunnen,undersprachzuihr: Fürchtedichnicht,dennichwilldeineNachkommen mehren;dennduwirsteinenSohngebären,unddusollst ihmdenNamenIsmaelgebenSokehrenunzurückzu Sarai,deinerHerrin,undunterwirfdichihr
35UndHagarnanntedenOrtjenesBrunnensBeer-lahairoi;erliegtzwischenKadeschundderWüsteBered 36ZujenerZeitkehrteHagarindasHausihresHerrn zurück,undnacheinerWeilegebarHagarAbrameinen Sohn,undAbramnannteihnIsmael;undAbramwar sechsundachtzigJahrealt,alserihnzeugte
KAPITEL17
1InjenenTagen,imeinundneunzigstenLebensjahr Abrams,führtendieSöhneKittimsKrieggegendieSöhne Tubals;dennalsderHerrdieMenschenkinderüberdie ganzeErdezerstreuthatte,zogendieSöhneKittimshin undließensichinderEbeneKanopiasnieder,bautensich dortStädteundwohntenamFlussTiber
2UnddieNachkommenTubalswohnteninTuscana,und ihrGebietreichtebiszumFlussTibreuUnddie NachkommenTubalsbauteneineStadtinTuscanaund nanntensieSabina,nachdemNamenSabina,demSohn Tubals,ihresVaters,undsiewohntendortbisaufden heutigenTag
3ZujenerZeitführtendieSöhneKittimsKrieggegendie SöhneTubalsDieSöhneTubalswurdenvordenSöhnen Kittimsgeschlagen,unddieSöhneKittimsbrachten dreihundertundsiebzigMannausdemStammTubalum. 4UndzujenerZeitschworendieSöhneTubalsden SöhnenKittims:Ihrsolltnichtunterunsheiraten,undkein MannsollseineTochtereinemderSöhneKittimszurFrau geben
5DennalleTöchterTubalswarenzujenerZeitschön;es gabkeineFrauenaufderganzenErde,diesoschönwaren wiedieTöchterTubals
6Undalle,dieGefallenanderSchönheitderFrauenhatten, gingenzudenTöchternTubalsundnahmensichvonihnen Frauen;unddieMännersöhne,KönigeundFürsten,die großenGefallenanderSchönheitderFrauenhatten, nahmensichinjenenTagenvondenTöchternTubals Frauen
7UndnachdreiJahren,nachdemdieSöhneTubalsden SöhnenKittimsgeschworenhatten,ihnenihreTöchter nichtzuFrauenzugeben,gingenetwazwanzigMänner ausdemStammKittimhin,umeinigederTöchterTubals zunehmen;abersiefandenkeine
8DenndieKinderTubalshieltenihrenEid,sichnichtmit ihnenzuverheiraten,undsiewolltenihrenEidnicht brechen
9UndindenTagenderErntegingendieSöhneTubalsauf ihreFelder,umihreErnteeinzubringen.Daversammelten sichdiejungenMännervonKittimundgingenindieStadt Sabina.JederMannnahmsicheinejungeFrauausdem VolkderTöchterTubals,undsiekehrteninihreStädte zurück
10AlsdieTubalerdavonhörten,zogensieaus,umgegen sieKriegzuführen.Siekonntensieabernichtbesiegen, dennderBergwarüberaushochAlssiesahen,dasssiesie nichtbesiegenkonnten,kehrtensieinihrLandzurück
11UndzurZeitderRevolutiondesJahresgingendie SöhneTubalshinundheuertenetwazehntausendMann ausdenStädteninihrerNäheanundzogengegendie SöhneKittimsindenKrieg
12UnddieSöhneTubalszogengegendieSöhneKittims indenKrieg,umihrLandzuverwüstenundsiezu bedrängenIndiesemKampfsiegtendieSöhneTubals überdieSöhneKittimsAlsdieSöhneKittimssahen,dass siesehrbedrängtwaren,stelltensiedieKinder,diesievon denTöchternTubalshatten,aufdieMauer,diegebaut wordenwar,damitsievordenAugenderSöhneTubals lagen.
13DasprachendieSöhneKittimszuihnen:Seidihr gekommen,umKrieggegeneureeigenenSöhneund Töchterzuführen?Sindwirnichtvondaanbisjetztals euerFleischundBlutangesehenworden?
14AlsdieSöhneTubalsdieshörten,hörtensieauf,Krieg gegendieSöhneKittimszuführen,undzogenweg.
15UndsiekehrteninihreStädtezurück,unddieSöhne KittimsversammeltensichzujenerZeitundbautenzwei StädteamMeer;dieeinenanntensiePurtu,dieandere Ariza
16UndAbram,derSohnTerachs,warzudieserZeit neunundneunzigJahrealt.
17ZujenerZeiterschienihmderHerrundsprachzuihm: IchwillmeinenBundzwischenmirunddirschließenund deinenSamensehrmehren.DiesistderBund,denich zwischenmirunddirschließe,dassallesmännlicheKind beschnittenwerdensoll,duunddeinSamenachdir 18AmachtenTagsollesbeschnittenwerden,unddieser BundsollineuremFleischeinewigerBundsein 19DarumsolldeinNamenichtmehrAbramheißen, sondernAbraham,unddeineFrausollnichtmehrSarai heißen,sondernSarah
20DennichwilleuchbeidesegnenundeureNachkommen nacheuchmehren,dassihrzueinemgroßenVolkwerdet undKönigevoneuchabstammenwerden
KAPITEL18
1UndAbrahamstandaufundtatalles,wasGottihm befohlenhatte;undernahmdieMännerseinesHausesund die,dieermitseinemGeldgekaufthatte,undbeschnittsie, wiederHerresihmgebotenhatte
2Undesbliebkeinerübrig,denernichtbeschnitt,und AbrahamundseinSohnIsmaelwurdenamFleischihrer Vorhautbeschnitten;IsmaelwardreizehnJahrealt,alser amFleischseinerVorhautbeschnittenwurde
3AmdrittenTaggingAbrahamausseinemZelthinaus undsetztesichandenEingang,umsichanderSonnezu wärmen,währenderSchmerzenimLeibhatte
4UndderHerrerschienihminderEbenevonMamreund sandtedreiseinerdienendenEngel,umihnzubesuchen.Er saßamEingangseinesZeltes,hobseineAugenaufundsah, undsiehe,dreiMännerkamenvonferne.Dastanderauf, liefihnenentgegen,verneigtesichvorihnenundführtesie inseinHaus
5Undersprachzuihnen:WennichnunGnadevoreuren Augengefundenhabe,sokehrtumundessteinStückBrot. Underdrängtesie,undsiekehrtenum,undergabihnen Wasser,undsiewuschensichdieFüße,understelltesie untereinenBaumamEingangdesZeltes
6UndAbrahamliefundnahmeinKalb,zartundgut,und schlachteteesschnellundgabesseinemKnechtEliëser, damitereszubereitete
7UndAbrahamkamzuSaraindasZeltundsprachzuihr: BereiteschnelldreiMaßfeinesMehlzu,kneteesund formedarausFladen,umdenTopfmitdemFleischzu bedeckenUndsietat,wiesiesagte
8UndAbrahameilteherbeiundbrachteihnenButterund Milch,Rind-undHammelfleischundgabesihnenzuessen, ehedasFleischdesKalbsvollständigdurchgebratenwar, undsieaßen.
9Undalssiegegessenhatten,sagteeinervonihnenzuihm: IchwerdezuderZeitmeinesLebenswiederzudir kommen,undSara,deineFrau,wirdeinenSohngebären.
10DanachzogendieMännerfortundgingenihrerWege andieOrte,wohinsiegesandtwordenwaren
11InjenenTagenwardasganzeVolkvonSodomund GomorraundderganzenfünfStädteüberausböseund sündigtegegendenHerrn;sieerzürntendenHerrnmit ihrenGräueltatenundwurdenimAlterimmerstärker, abscheulichundverächtlichvordemHerrn;ihreBosheit undihreVerbrechenwareninjenenTagengroßvordem Herrn.
12UndsiehatteninihremLandeinsehrausgedehntesTal, etwaeinenhalbenTagesmarschlang;daringabes WasserquellenundvielGrasringsumdasWasser.
13UnddasganzeVolkvonSodomundGomorraging viermalimJahrdorthin,mitihrenFrauenundKindernund allem,wasihnengehörte,undsiefreutensichdortmit TamburinenundTänzen
14UndzurZeitderFreudestandensiealleaufund ergriffendieFrauenihrerNächsten,einigeauchdie jungfräulichenTöchterihrerNächsten,undsievergnügten sichmitihnen,undjedersahseineFrauundTochterinden HändenseinesNächstenundsagtekeinWort.
15UndsietatendiesvomMorgenbiszumAbend,und danachkehrtensieheim,jederManninseinHausundjede FrauinihrZelt;sotatensieesalleviermalimJahr 16WennaucheinFremderinihreStädtekamundWaren mitbrachte,dieergekaufthatte,umsiedortzuverkaufen, soversammeltensichdieEinwohnerdieserStädte,Männer, FrauenundKinder,JungundAlt,undgingenzudem MannundnahmenihmseineWarenmitGewaltweg, wobeisiejedemeinweniggaben,bisalleWarendes Besitzers,dieerinsLandgebrachthatte,aufgebraucht waren.
17UndwennderBesitzerderGütermitihnenstrittund sprach:WasistdasfüreinWerk,dasihranmirgetan habt?,danntratensieeinernachdemanderenzuihm,und jederzeigteihmdasWenige,dasergenommenhatte,und
verspotteteihnmitdenWorten:IchhabenurdasWenige genommen,dasdumirgegebenhast.Wennerdiesvon allenhörte,standeraufundgingbetrübtundvoller Bitterkeitvonihnenweg.Dannstandensiealleaufund folgtenihmundtriebenihnmitgroßemLärmund GetümmelausderStadt
18UndeswareinMannausdemLandElam,der gemächlichaufseinemEselsitzenddieStraßeentlangging. DerEseltrugeinenprächtigen,buntenMantel,dermit einerSchnurumdenEselgebundenwar
19UndderMannwaraufseinerReiseundkamdurchdie StraßenvonSodom,alsdieSonneamAbend untergegangenwar.Erbliebdort,umdieNachtzu verbringen,aberniemandwollteihninseinHauslassen ZujenerZeitlebteinSodomeinböserundruchloserMann, einMann,dergeschicktimBösenwar;seinNamewar Hedad
20UnderhobseineAugenaufundsahdenReisendenauf derStraßederStadt.Undergingzuihmhinundsprach: Woherkommstduundwohingehstdu?
21DasprachderMannzuihm:IchreisevonHebronnach Elam,woichhingehöre.Alsichvorbeikam,gingdie Sonneunter,undniemandwolltemichinseinHauslassen, obwohlichBrotundWasser,StrohundFutterfürmeinen Eselhatteundmirannichtsmangelte.
22DaantworteteHedadundsprachzuihm:Alles,wasdu brauchst,werdeichdirgeben;aberdusollstnichtdie ganzeNachtaufderStraßebleiben.
23UndHedadbrachteihnzusichnachHauseundnahm demEseldenMantelmitdemStrickabundbrachtebeides zusichnachHauseundgabdemEselStrohundFutter, währendderReisendeinHedadsHausaßundtrank,under bliebdortdieNacht
24AmMorgenstandderReisendefrühauf,umseine ReisefortzusetzenDasprachHedadzuihm:Warte,stärke deinHerzmiteinemBissenBrotundgehdannUndder Manntates;underbliebbeiihm,undsieaßenundtranken beidezusammendenganzenTag,bisderMannaufstand, umzugehen
25UndHedadsprachzuihm:Siehe,derTagneigtsich demEndezu,dusolltestbesserdieNachthierbleiben, damitdeinHerzgetröstetwerdeUnderdrängteihnsosehr, dasserdieganzeNachtdortblieb.AmzweitenTagaber standerfrühauf,umfortzugehenDadrängteihnHedad undsprach:ErfreuedeinHerzmiteinemBissenBrotund gehdann.UnderbliebundaßauchamzweitenTagmit ihmDannstandderMannauf,umseineReise fortzusetzen.
26UndHedadsprachzuihm:Siehe,derTagneigtsich demEndezu;bleibebeimir,damitichdeinHerztröste; undmorgenfrühstehaufundgehdeinesWeges
27UndderMannwolltenichtbleiben,sondernstandauf undsattelteseinenEselUndwährenderseinenEsel sattelte,sagteHedadsFrauzuihremMann:Siehe,dieser MannistzweiTagebeiunsgeblieben,hatgegessenund getrunkenundunsnichtsgegeben,undnunsollervonuns weggehen,ohneunsetwasgegebenzuhaben?Hedadaber sagtezuihr:Seistill
28UndderMannsattelteseinenEselundbatHedad,ihm StrickundMantelzugeben,damiterdenSattelaufden Eselbindenkonnte
29UndHedadfragteihn:Wassagstdu?Erantworteteihm: MeinHerr,gibmirdieSchnurunddenbuntenMantel,die duindeinemHausaufbewahrthast,umsiezupflegen
30UndHedadantwortetedemMannundsprach:Diesist dieDeutungdeinesTraums:DieSchnur,diedugesehen hast,bedeutet,dassdeinLebenwieeineSchnurverlängert werdenwird;undderMantel,dermitallerleiFarben gefärbtwar,bedeutet,dassdueinenWeinberghabenwirst, indemduBäumeallerArtpflanzenwirst
31DerReisendeantwortete:„Nein,meinHerr,dennich warwach,alsichdirdieSchnurundaucheinenMantelaus verschiedenenFarbengab,diedudemEselabgenommen hattest,umsiemirbeiseitezulegen.“Hedadantwortete: „IchhabedirdochdieDeutungdeinesTraumsgesagt,und esisteinguterTraum,unddiesistseineDeutung“
32NungebenmirdieMenschensöhnevierSilberstücke, dasistmeinLohnfürdieTraumdeutung,undvondirallein verlangeichdreiSilberstücke
33DaerzürntesichderMannüberdieWorteHedadsund schriebitterlichaufundbrachteHedadzuSerak,dem RichtervonSodom
34UndderManntrugseineSacheSerak,demRichter,vor. DaantworteteHedad:Esistnichtso,sondernsoverhältes sichUndderRichtersprachzudemReisenden:Dieser Mann,Hedad,sagtdirdieWahrheit;denneristinden StädtenberühmtfürseinegenaueTraumdeutung
35DaschriederMannüberdasWortdesRichtersund sprach:„Nichtso,meinHerr!DennesgeschahandemTag, alsichihmdasSeilunddenMantelgab,dieaufdemEsel waren,damitersieinseinemHausaufbewahren konnte.“UndsiestrittenbeidevordemRichter,wobeider einesagte:„Sowares“,derandereaberdasGegenteil behauptete
36UndHedadsprachzudemMann:Gibmirvier Silberstücke,dieichfürmeineTraumdeutungenverlange; ichwerdekeinenRabattgewähren;undgibmirdieKosten fürdievierMahlzeiten,dieduinmeinemHausgegessen hast
37UndderMannsprachzuHedad:Wahrlich,ichwilldir bezahlen,wasichindeinemHausgegessenhabe;gibmir nurdenStrickunddenMantel,dieduindeinemHaus versteckthast
38DaantworteteHedadvordemRichterundsprachzu demMann:HabeichdirnichtdieDeutungdeinesTraums gesagt?DieSchnurbedeutet,dassdeineTagewieeine Schnurlangseinwerden,undderMantel,dassdueinen Weinberghabenwirst,indemduallerleiObstbäume pflanzenwirst.
39DiesistdierichtigeDeutungdeinesTraumsGibmir nundievierSilberlinge,dieichalsEntschädigungverlange, dennichwerdedirkeinenVorteilgewähren
40DaschriederMannüberdieWorteHedadsauf,und beidestrittenvordemRichterDerRichterbefahlseinen Dienern,unddiesetriebensiehastigausdemHaus
41UndsiegingenstreitendvomRichterwegAlsdie EinwohnervonSodomsiehörten,versammeltensiesich umsieundschriengegendenFremdenundtriebenihn ungestümausderStadt
42UndderMannsetzteseineReiseaufseinemEselfort, seinHerzwarbitter,erklagteundweinte.
43Undwährenderdahinging,weinteerüberdas,wasihm inderverdorbenenStadtSodomwiderfahrenwar.
KAPITEL19
1UnddieStädteSodomhattenvierRichterfürvierStädte, unddieswarenihreNamen:SerakinderStadtSodom, ScharkadinGomorra,SabnakinAdmaundMenonin Zebojim
2UndElieser,derDienerAbrahams,gabihnenandere NamenundnannteSerakSchakra,ScharkadScharura, ZebnakKezobimundMenonMatzlodin
3AufGeheißihrervierRichterließendieEinwohnervon SodomundGomorraBettenaufdenStraßenderStädte aufstellen;undwenneinMannaneinendieserOrtekam, ergriffensieihn,brachtenihnzueinemihrerBettenund zwangenihnmitGewalt,sichhineinzulegen
4Undwennersichhinlegte,stelltensichdreiMänneran seinKopfendeunddreianseineFüßeundmaßenihnan derLängedesBettes;undwennderMannkürzerwarals dasBett,strecktenihndiesesechsMänneranjedemEnde aus;undwennerzuihnenschrie,antwortetensieihmnicht.
5UndwennerlängerwaralsdasBett,dannzogmandie beidenSeitendesBettesanjedemEndezusammen,bisder MenschdiePfortedesTodeserreichthatte.
6Undwennerweiterhinzuihnenschrie,antwortetensie ihm:SosolleseinemMannergehen,derinunserLand kommt.
7AlsdieLeuteaberalldashörten,wasdieEinwohnerder StädteSodomsgetanhatten,miedensiees,dorthinzu kommen.
8UndwenneinarmerManninihrLandkam,gabensie ihmSilberundGoldundließeninderganzenStadt verkünden,dassmanihmkeinenBissenBrotzuessen gebendürfeUndwennderFremdeeinigeTagedortbliebe undvorHungerstarb,weilerkeinenBissenBrot bekommenhatte,dannkamennachseinemTodalle EinwohnerderStadtundnahmendasSilberundGold,das sieihmgegebenhatten
9Diejenigenaber,diedasSilberoderGold,dassieihm gegebenhatten,wiedererkannten,nahmeneszurück;und beiseinemTodzogensieihmauchseineKleiderausund strittensichdarum;undwerüberseinenNächstensiegte, nahmsieansich
10Danachtrugensieihnzusichundbegrubenihnunter irgendwelchenSträucherninderWüste;soverfahrensie alleTagemitjedem,derzuihnenkamundinihremLand starb.
11NacheinigerZeitschickteSaraEliesernachSodom,um LotzubesuchenundsichnachseinemWohlergehenzu erkundigen
12UndEliesergingnachSodomundtrafeinenMannaus Sodom,dermiteinemFremdenstrittDarissderMannaus SodomdemArmenalleKleidervomLeibundgingweg 13UnddieserarmeMannschriezuElieserundbatihnum Gnadewegendem,wasderMannausSodomihmangetan hatte.
14Undersprachzuihm:WarumtustdudemArmen,der indeinLandgekommenist,soetwasan?
15DaantwortetederMannausSodomEliëserundsprach: IstdieserManndeinBruder,oderhabendichdieLeuteaus
SodomheutezumRichtergesetzt,dassduüberdiesen Mannredest?
16UndEliesergerietmitdemMannausSodominStreit wegendesArmen.AlsElieseraberherantrat,umdem MannausSodomdieKleiderdesArmenzurückzuholen, eiltedieserherbeiundschlugEliesermiteinemSteinauf dieStirn
17UnddasBlutflossreichlichvonEliezersStirn.Alsder ManndasBlutsah,packteerEliezerundsprach:Gibmir meinenLohndafür,dassichdichvondiesembösenBlut befreithabe,dasaufdeinerStirnwar;dennsoistesBrauch undGesetzinunseremLand
18DasprachElieserzuihm:Duhastmichverwundetund verlangstnunLohnvonmir!AberElieserwollteaufdie WortedesMannesvonSodomnichthören
19UndderMannergriffElieserundbrachteihnzu Schakra,demRichtervonSodom,damiterGerichthielt 20UndderMannsprachzudemRichter:Ichbittedich, meinHerr,sohatdieserManngehandelt:Ichhabeihnmit einemSteingeschlagen,dassdasBlutvonseinerStirn floss,underwillmirmeinenLohnnichtgeben
21UndderRichtersprachzuElieser:DieserMannspricht dieWahrheitzudir;gibihmseinenLohn,dennsoistes BrauchinunseremLandUndElieserhörtedieWortedes Richters,hobeinenSteinaufundschlugdenRichterdamit. DerSteintrafihnanderStirn,unddasBlutflossreichlich vonderStirndesRichtersUndEliesersprach:Wenndies alsoBrauchineuremLandist,sogibdiesemMann,was ichihmhättegebensollen;denndiesistdeinBeschluss,du hastessobeschlossen
22UndEliezerließdenMannausSodombeidemRichter zurück,undergingweg
23AlsdieKönigevonElamKrieggegendieKönigevon Sodomführten,nahmendieKönigevonElamden gesamtenBesitzvonSodomgefangenundverschleppten LotsamtseinemBesitzAlsAbrahamdavonerfuhr,zoger hinundführteKrieggegendieKönigevonElamund eroberteausihrenHändendengesamtenBesitzLotssowie denBesitzvonSodomzurück
24ZujenerZeitgebarLotsFrauihmeineTochter,under nanntesiePaltith,weilGottihnundseinganzesHausvor denKönigenvonElamerrettethatteUndPaltith,die TochterLots,wuchsheran,undeinerderMännervon SodomnahmsiezurFrau
25UndeinarmerMannkamindieStadt,umumUnterhalt zubitten,underbliebeinigeTageinderStadt.Daließen alleEinwohnervonSodomverkünden,dassesihrBrauch sei,diesemMannkeinenBissenBrotzugeben,bisertot aufdieErdefalle,undsietatenes
26UndPaltith,dieTochterLots,sahdiesenMannaufden Straßenliegen,ausgehungertvorHunger,undniemand wollteihmetwasgeben,umihnamLebenzuerhalten,und erwardemTodenahe
27UndsiehattegroßesMitleidmitdemMannund ernährteihnvieleTagelangheimlichmitBrot,undder Mannwurdewiedergesund
28Dennwennsiehinausging,umWasserzuholen,legte siedasBrotindenWasserkrugWennsiedannandenOrt kam,woderarmeMannwar,nahmsiedasBrotausdem Krugundgabesihmzuessen;sotatsieesvieleTagelang.
29UndalleEinwohnervonSodomundGomorra wundertensich,wiedieserMannsovieleTagelang hungernkonnte
30Dasagtensiezueinander:Daskannnursein,dasserisst undtrinkt;dennkeinMenschkannsovieleTagehungern odersolangelebenwiedieser,ohnedasssichauchnur seinGesichtsausdruckverändertUnddreiMänner verstecktensichandemOrt,woderArmestand,um herauszufinden,werihmBrotzuessenbrachte
31UndPaltith,dieTochterLots,ginganjenemTaghinaus, umWasserzuholenSietatBrotinihrenWasserkrug,ging zudemHausdesArmen,umWasserzuschöpfen,nahm dasBrotausdemKrug,gabesdemArmen,underaßes.
32AlsdiedreiMännersahen,wasPaltithmitdemarmen Manngemachthatte,sagtensiezuihr:Duhastihnalso unterstützt,darumisternichtverhungert,hatsichnicht verändertundistnichtgestorbenwiedieanderen 33DagingendiedreiMännerausdemOrthinaus,wosie sichversteckthatten,undnahmenPaltithunddasBrot,das derArmeinderHandhatte,ansich
34UndsienahmenPaltithfestundbrachtensievorihre Richterundsagtenzuihnen:Sohatsiegehandelt,undsie wares,diedenArmenmitBrotversorgte,darumisterdie ganzeZeitnichtgestorben;nunverkündeunsdieStrafe, diedieserFraugebührt,weilsieunserGesetzübertreten hat
35DaversammeltensichdieEinwohnervonSodomund GomorraundzündeteneinFeueraufderStraßederStadt an;undsienahmendieFrauundwarfensieinsFeuer,und sieverbranntezuAsche
36UndinderStadtAdmalebteeineFrau,dersiedas Gleicheantaten
37EinReisenderkamindieStadtAdma,umdortdie NachtzuverbringenundamMorgenwiedernachHausezu fahrenErsetztesichgegenüberderTürdesHausesdes VatersderjungenFrauundbliebdort,dadieSonne untergegangenwar,alserdortankam.UnddiejungeFrau sahihnvorderTürdesHausessitzen
38UnderbatsieumetwasWasserzutrinkenSiefragte ihn:Werbistdu?Erantworteteihr:Ichwarheuteaufder ReiseundbinerstbeiSonnenunterganghierhergekommen DarumwillichdieNachthierverbringenundmorgenfrüh aufstehenundmeineReisefortsetzen.
39UnddiejungeFraugingindasHausundholtedem MannBrotundWasserzuessenundzutrinken
40AlsdieseAngelegenheitdenEinwohnernvonAdma bekanntwurde,versammeltensiesichundbrachtendie jungeFrauvordieRichter,damitdiesesiewegendieser Tatrichteten
41UndderRichtersprach:ÜberdieseFraumussdas Todesurteilergehen,weilsieunserGesetzübertretenhat; darumistdasUrteilübersiegefällt.
42DaversammeltensichdieEinwohnerjenerStädte, führtendiejungeFrauherausundsalbtensievonKopfbis FußmitHonig,wiederRichteresangeordnethatte,und stelltensievoreinenBienenschwarm,dersichdamalsin seinenStöckenbefand.DieBienenflogenaufsieherab undstachensie,sodassihrganzerLeibanschwoll
43UnddiejungeFrauschriewegenderBienen,aber niemandkümmertesichumsieundhatteMitleidmitihr, undihrSchreienstiegbiszumHimmelauf
44UndderHERRwardarüberundüberalleWerkeder StädteSodomserzürnt;dennsiehattenNahrungim ÜberflussundlebteninRuheuntereinander,unddennoch wolltensiedieArmenundBedürftigennichtunterstützen, undinjenenTagenwurdenihrebösenTatenundSünden großvordemHERRN
45UndderHerrsandtezweiderEngel,diezuAbrahams Hausgekommenwaren,umSodomundseineStädtezu vernichten
46UnddieEngelerhobensichvomEingangdesZeltes Abrahams,nachdemsiegegessenundgetrunkenhatten, undsiekamenamAbendnachSodomLotsaßzudieser ZeitimTorvonSodom;undalsersiesah,standerauf,um ihnenentgegenzugehen,undverneigtesichbiszurErde
47UnderdrängtesiesehrundbrachtesieinseinHausund gabihnenzuessen,undsieaßenundbliebendieganze NachtinseinemHaus
48UnddieEngelsprachenzuLot:Stehaufundgehhinaus vondiesemOrt,duundalles,waszudirgehört,damitdu nichtumkommstinderSchulddieserStadt;dennderHerr wirddiesenOrtvernichten
49UnddieEngelergriffendieHandLotsunddieHand seinerFrauunddieHändeseinerKinderundaller,dieihm gehörten,undführtenihnhinausundstelltenihnvordie Städte.
50DasprachensiezuLot:FliehumdeinLeben!,under flohmitallem,wasihmgehörte
51DaließderHerrSchwefelundFeuervomHimmelauf SodomundGomorraundaufalledieseStädteregnen
52UndervernichtetedieseStädte,dieganzeEbeneund alleEinwohnerderStädteundalles,wasaufdemLand wuchsUndAdo,dieFrauLots,blicktezurück,umdie ZerstörungderStädtezusehen,dennsiehatteMitleidmit ihrenTöchtern,dieinSodomgebliebenwaren,weilsie nichtmitihrgegangenwaren
53Undalssiesichumdrehte,wurdesiezueinerSalzsäule; undsiestehtnochheuteanjenerStelle.
54UnddieOchsen,dieanjenerStellestanden,leckten täglichdasSalzbisandieZehenspitzenauf,undam MorgensprossesaufsNeuehervor,undsielecktenes wiederaufbisaufdenheutigenTag
55UndLotundzweiseinerTöchter,diebeiihmgeblieben waren,flohenundentkamenindieHöhlevonAdullam, undsiebliebendorteinigeZeit
56UndAbrahamstandfrühamMorgenauf,umzusehen, wasmitdenStädtenSodomsgeschehenwar;under schauteundsahdenRauchderStädteaufsteigenwieden RaucheinesSchmelzofens.
57UndLotundseinebeidenTöchterbliebeninderHöhle undließenihrenVaterWeintrinkenundschliefenmitihm, dennsiesagten,esgäbekeinenMannaufErden,dervon ihnenNachkommenzeugenkönne,dennsiemeinten,die ganzeErdeseivernichtet
58UndsiebeideschliefenmitihremVater,undsiewurden schwangerundgebarenSöhneDieErstgeborenenannte ihrenSohnMoabundsprach:VonmeinemVaterhabeich ihnempfangen;eristderStammvaterderMoabiterbisauf denheutigenTag
59DiejüngereabernannteihrenSohnauchBenami;erist derStammvaterderAmmoniterbisaufdenheutigenTag.
60DanachzogenLotundseinebeidenTöchtervondort wegundwohntenaufderanderenSeitedesJordansmit seinenbeidenTöchternundderenSöhnenDieSöhneLots wurdenerwachsenundzogenhinundnahmensichFrauen ausdemLandKanaan.SiezeugtenKinderundwurden fruchtbarundmehrtensich
KAPITEL20
1ZujenerZeitzogAbrahamvonderEbeneMamrefort undgingindasLandderPhilisterundließsichinGerar niederEswarimfünfundzwanzigstenJahr,nachdem AbrahamimLandKanaangewesenwar,undim hundertstenJahrseinesLebens,alsernachGerarimLand derPhilisterkam
2UndalssieindasLandkamen,sagteerzuseinerFrau Sara:Sagjedem,derdichfragt,dassdumeineSchwester bist,damitwirdemBösenderBewohnerdesLandes entgehen.
3AlsAbrahamimLandderPhilisterwohnte,sahendie DienerAbimelechs,desKönigsderPhilister,dassSara überausschönwar,undsiefragtenAbrahamnachihr.Er abersprach:SieistmeineSchwester
4DagingendieDienerAbimelechszuAbimelechund sagten:EinMannausdemLandKanaanistgekommen,um indemLandzuwohnen,underhateineSchwester,die überausschönist
5UndAbimelechhörtedieWorteseinerDiener,dieSara vorihmlobten,undAbimelechsandteseineOffiziere,und diesebrachtenSarazumKönig
6UndSarakamindasHausAbimelechs,undderKönig sah,dassSaraschönwar,undsiegefielihmsehr
7Undertratzuihrundsprachzuihr:Weristdirdieser Mann,mitdemduinunserLandgekommenbist?Sara antworteteundsprach:EristmeinBruder,undwirsindaus demLandKanaangekommen,umunsdortniederzulassen, wowireinenOrtfindenkonnten.
8UndAbimelechsprachzuSara:Siehe,meinLandsteht dirzurVerfügung;setzedeinenBruderineinenbeliebigen TeildiesesLandes,derdirgefällt,undeswirdunsere Pflichtsein,ihnüberalleBewohnerdesLandeszuerheben undzufördern,weilerdeinBruderist
9DaließAbimelechAbrahamrufen,undAbrahamkamzu Abimelech
10UndAbimelechsprachzuAbraham:Siehe,ichhabe befohlen,dassdugeehrtwerdensollst,wiedueswünschst, wegendeinerSchwesterSara
11UndAbrahamgingvomKönigweg,unddieBegleiter desKönigsfolgtenihm
12AlsesAbendwurde,ehesichdieMenschenzurRuhe legten,saßderKönigaufseinemThron,undeintiefer Schlafüberkamihn,underlegtesichaufdenThronund schliefbiszumMorgen
13Underträumte,dasseinEngeldesHerrnzuihmkam undeingezücktesSchwertinderHandhieltDerEngel stelltesichüberAbimelechundwollteihnmitdem Schwerttöten.DaerschrakderKönigimTraumund sprachzudemEngel:Womithabeichgegendich gesündigt,dassdukommst,ummichmitdeinemSchwert zutöten?
14UndderEngelantworteteundsprachzuAbimelech: Siehe,dustirbstwegenderFrau,diedugesternAbendin deinHausgebrachthast;dennsieisteineverheirateteFrau, dieFrauAbrahams,derindeinHausgekommenist.Sogib nunjenenMannseineFrauzurück,dennsieistseineFrau; undwenndusienichtzurückgibst,sowisse,dassdu gewisssterbenwirst,duundalles,wasdirgehört
15UndinjenerNachterhobsicheingroßesGeschreiim LandderPhilister,unddieEinwohnerdesLandessahen dieGestalteinesMannes,dermiteinemgezückten SchwertinderHanddastand,underschlugdieEinwohner desLandesmitdemSchwert,ja,erschlugsieimmerweiter 16UndderEngeldesHerrnschluginjenerNachtdas ganzeLandderPhilister,undesentstandeinegroße VerwirrunginjenerNachtundamfolgendenMorgen 17UndalleLeiberundalleihreAusflüssewurden verschlossen,unddieHanddesHerrnwarüberihnen wegenSara,derFrauAbrahams,dieAbimelech genommenhatte.
18AmMorgenstandAbimelechauf,vollSchrecken, VerwirrungundgroßerFurchtErsandteBotenundließ seineDienerrufenunderzählteihnenseinenTraum;und dasVolkfürchtetesichsehr
19DaantworteteeinerderDienerdesKönigsdemKönig: OKönig,gibdieseFrauihremMannzurück,denneristihr Mann;denndasselbegeschahdemKönigvonÄgypten,als dieserMannnachÄgyptenkam
20UndersagteüberseineFrau:SieistmeineSchwester; dennsoverhältersich,wennerineinLandkommt,indem ereinFremderist
21DasandtederPharaoBotenundließsichdieseFrauzur Fraunehmen;undderHERRließschwerePlagenüberihn kommen,biserdieFrauzuihremMannzurückgab
22Darum,dusouveränerKönig,wisse,wasgesternAbend imganzenLandgeschehenist;dennesherrschtegroße Bestürzung,großerSchmerzundgroßeKlage,undwir wissen,dasseswegenderFraugeschah,diedugefangen genommenhast
23DarumgebtnundieseFrauihremMannzurück,damit esunsnichtergehewiedemPharao,demKönigvon Ägypten,undseinenUntertanen,unddamitwirnicht sterbenUndAbimelecheilteherbeiundließSararufen, undsiekamvorihn;underließAbrahamrufen,undauch erkamvorihn
24DasprachAbimelechzuihnen:Wassolldasfürein Tun,dassihrsagt,ihrseidBruderundSchwester,undich habedieseFrauzurFraugenommen?
25Abrahamabersprach:Weilichdachte,ichmüsste wegenmeinerFrausterben;danahmAbimelechSchafe undRinder,KnechteundMägdeundtausendSilberstücke undgabsieAbrahamundgabihmSarazurück
26UndAbimelechsprachzuAbraham:Siehe,dasganze LandstehtdirzurVerfügung;wohnedarin,woimmerdu willst
27UndAbrahamundSara,seineFrau,gingenehrenvoll undrespektvollvonderGegenwartdesKönigswegund wohntenimLande,inGerar.
28UndalleEinwohnerdesLandesderPhilisterunddie DienerdesKönigslittennochunterderPlage,dieder EngeldieganzeNachtübersiegeschlagenhattewegen Sara
29DasandteAbimelechnachAbrahamundsprach:Bete nunfürdeineKnechtezudemHERRN,deinemGott,dass erdieseSterblichkeitausunsererMittevertilge
30UndAbrahambetetefürAbimelechundseinVolk,und derHERRerhörteAbrahamsGebetundheilteAbimelech undseinganzesVolk
KAPITEL21
1UndeswarzuderZeit,alsAbrahameinJahrundvier MonateimLandderPhilisterinGerargewohnthatte,dass GottSarabesuchte,undderHerrgedachteihrer,undsie wurdeschwangerundgebarAbrahameinenSohn.
2UndAbrahamnanntedenSohn,derihmgeborenwar unddenSaraihmgeborenhatte,Isaak
3UndAbrahambeschnittseinenSohnIsaakamachten Tag,wieGottesAbrahamgebotenhatte,esauchseinen Nachkommennachihmzutun;undAbrahamwarhundert JahrealtundSaraneunzigJahrealt,alsihnenIsaak geborenwurde
4UnddasKindwuchsheranundwurdeentwöhntUnd AbrahamveranstalteteeingroßesFestandemTag,als Isaakentwöhntwurde
5UndSemundEberunddasganzegroßeVolkdesLandes undAbimelech,derKönigderPhilister,undseineDiener undPhikol,derHeerführer,kamen,umzuessenundzu trinkenundsichzufreuenandemFest,dasAbrahamam TagderEntwöhnungseinesSohnesIsaakveranstaltethatte.
6AuchTerach,derVaterAbrahams,undNahor,sein Bruder,kamenausHaran,sieundalles,waszuihnen gehörte,dennsiefreutensichsehr,alssiehörten,dassSara einSohngeborenwordenwar
7UndsiekamenzuAbrahamundaßenundtrankenbei demFestmahl,dasAbrahamamTagderEntwöhnung Isaaksveranstaltethatte
8UndTerachundNahorfreutensichmitAbrahamund bliebenvieleTagebeiihmimLandderPhilister.
9ZujenerZeitstarbSerug,derSohnReus,imerstenJahr nachderGeburtIsaaks,desSohnesAbrahams
10UndSerugwurdeinsgesamt zweihundertneununddreißigJahrealtundstarb
11InjenenTagenwarIsmael,derSohnAbrahams, erwachsengeworden;erwarvierzehnJahrealt,alsSara AbrahamIsaakgebar
12UndGottwarmitIsmael,demSohnAbrahams,under wuchsheranundlernte,mitPfeilundBogenumzugehen, undwurdeeinBogenschütze
13AlsIsaakfünfJahrealtwar,saßermitIsmaelam EingangdesZeltes
14UndIsmaelkamzuIsaak,setztesichihmgegenüber, nahmdenBogen,spannteihn,legtedenPfeileinund wollteIsaaktöten.
15AlsSarasah,wasIsmaelmitihremSohnIsaakvorhatte, wurdesiesehrbetrübtumihresSohneswillenDasandte sienachAbrahamundsprachzuihm:Vertreibediese MagdundihrenSohn!DennihrSohnsollnichtmit meinemSohnerben,dennsoetwaswollteerihmheute antun
16UndAbrahamhörteaufSarasStimmeundstandfrüh amMorgenaufundnahmzwölfBroteundeinenSchlauch Wasser,dieerHagargabundsiemitihremSohn
fortschickteHagargingmitihremSohnindieWüsteund wohnteinderWüsteParanbeidenBewohnernderWüste. IsmaelaberwareinBogenschützeundblieblangeZeitin derWüste.
17DanachzogenerundseineMutterindasLandÄgypten undließensichdortniederHagarnahmsichfürihren SohneineFrauausÄgypten,undihrNamewarMeriba 18UnddieFrauIsmaelswurdeschwangerundgebarvier SöhneundzweiTöchterDanachgingenIsmael,seine Mutter,seineFrauunddieKinderzurückindieWüste 19UndsiebautensichZelteinderWüste,indenensie wohnten,undsiezogenweiterundlagertendannmonatlich undjährlich.
20UndGottgabIsmaelSchafe,RinderundZelteum seinesVatersAbrahamwillen,undderMannvermehrte seinenViehbestand.
21IsmaelwohnteinWüstenundinZelten,reisteumher undruhtesichlangeaus,undersahdasAngesichtseines Vatersnicht.
22EinigeZeitspätersagteAbrahamzuseinerFrauSara: IchwillhingehenundmeinenSohnIsmaelbesuchen;denn ichhabeeinVerlangen,ihnzusehen,daichihnschon langenichtmehrgesehenhabe
23UndAbrahamrittaufeinemseinerKameleindieWüste, umseinenSohnIsmaelzusuchen;dennerhattegehört, dassdiesersichmitallem,wasihmgehörte,ineinemZelt inderWüsteaufhielt
24UndAbrahamgingindieWüsteundkamgegenMittag zumZeltIsmaelsErfragtenachIsmaelundfandIsmaels FraumitihrenKindernimZeltsitzen;aberIsmael,ihr Mann,undseineMutterwarennichtbeiihnen.
25UndAbrahamfragteIsmaelsFrau:WoistIsmael hingegangen?Sieantwortete:EristaufsFeldgegangen, umzujagen.AbrahamabersaßnochaufdemKamel,denn erwolltenichtabsteigen,daerseinerFrauSara geschworenhatte,nichtvomKamelabzusteigen 26UndAbrahamsprachzuIsmaelsFrau:MeineTochter, gibmireinwenigWasserzutrinken,dennichbinmüde vonderReise
27DaantworteteIsmaelsFrauAbraham:Wirhabenweder WassernochBrotUndsiebliebimZeltsitzenund bemerkteAbrahamnichtundfragteihnauchnicht,werer sei.
28AbersieschlugihreKinderimZeltundverfluchtesie; auchihrenMannIsmaelverfluchtesieundschimpftemit ihm.AlsAbrahamdieWortevonIsmaelsFrauanihre Kinderhörte,wurdeersehrzornigundunzufrieden 29DariefAbrahamdieFrauundriefsieausdemZeltzu ihmherausDakamdieFrauundstelltesichAbraham gegenüber;dennAbrahamsaßnochaufdemKamel 30UndAbrahamsprachzuIsmaelsFrau:WenndeinMann IsmaelnachHausezurückkehrt,sprichzuihmdieseWorte: 31EinsehralterMannausdemLandderPhilisterkam hierher,umdichzusuchenSosaherausundsowarseine GestaltIchfragteihnnicht,wererseiDadunichthier warst,spracherzumir:WenndeinMannIsmael zurückkehrt,sagihmFolgendes:DieserMannsagte:Wenn dunachHausekommst,nimmdiesenNageldesZeltesweg, denduhiergeschlagenhast,undschlageeinenanderen NagelanseineStelle.
32UndAbrahambeendeteseineUnterweisungderFrau, wandtesichumundrittaufdemKamelheimwärts.
33DanachkamIsmaelmitseinerMuttervonderJagd zurückinsZelt,undseineFrausprachdieseWortezuihm:
34EinsehralterMannausdemLandderPhilisterkam,um dichzusuchenSosaherausundsonahmerGestaltan Ichfragteihnnicht,wererseiDadunichtzuHausewarst, sagteerzumir:WenndeinMannnachHausekommt,sag ihm:SosprichtderAlte:NimmdenNageldesZeltesweg, denduhiergeschlagenhast,undschlageinenanderen NagelanseineStelle
35UndIsmaelhörtedieWorteseinerFrauunderkannte, dassesseinVaterwarunddassseineFrauihnnichtehrte.
36UndIsmaelverstanddieWorteseinesVaters,dieerzu seinerFraugesprochenhatte,undIsmaelhörteaufdie StimmeseinesVaters,undIsmaelstießjeneFrauvonsich, undsiegingweg
37DanachgingIsmaelindasLandKanaan,nahmsich eineandereFrauundbrachtesieinseinZeltandenOrt,wo ersichzuderZeitaufhielt
38UndnachdreiJahrensagteAbraham:Ichwillwieder hingehenundmeinenSohnIsmaelbesuchen;dennichhabe ihnschonlangenichtmehrgesehen
39UnderbestiegseinKamelundgingindieWüsteund erreichtegegenMittagdasZeltIsmaels.
40UnderfragtenachIsmael,undseineFraukamausdem Zeltundsprach:Eristnichthier,meinHerr,denneristauf dieJagdgegangenundumdieKamelezuhüten.Unddie FrausprachzuAbraham:Kehrezurück,meinHerr,insZelt undisseinStückBrot,denndeineSeelemussvonder Reisemüdesein.
41UndAbrahamsprachzuihr:Ichwillnichtanhalten, dennichhabeeseilig,meineReisefortzusetzen;gibmir abereinwenigWasserzutrinken,dennichhabeDurst.Da eiltedieFrauundliefindasZeltundbrachteAbraham WasserundBrot,stellteesvorihnhinunddrängteihnzu essen,underaßundtrank,undseinHerzwurdegetröstet, undersegneteseinenSohnIsmael
42UnderbeendeteseinMahlundpriesdenHerrnund sprachzuIsmaelsFrau:WennIsmaelnachHausekommt, sprichzuihmdieseWorte:
43EinsehralterMannausdemLandderPhilisterkam hierherundfragtenachdir,aberduwarstnichtda.Da brachteichihmBrotundWasser;eraßundtrank,undsein Herzwurdegetröstet
44UndersprachdieseWortezumir:WenndeinMann IsmaelnachHausekommt,sosageihm:DerNageldes Zeltes,denduhast,istsehrgut;nimmihnnichtvomZelt weg
45UndAbrahamhattederFraubefohlen,underrittzurück inseineHeimat,indasLandderPhilisterAlsIsmaelzu seinemZeltkam,gingseineFrauihmmitFreudeund fröhlichemHerzenentgegen
46Undsiesagtezuihm:EinalterMannkamausdem LandderPhilisterhierher;sosaherausErfragtenachdir, undduwarstnichtdaDabrachteichBrotundWasser; underaßundtrank,undseinHerzwurdegetröstet.
47UndersprachdieseWortezumir:WenndeinMann IsmaelnachHausekommt,sprichzuihm:DerNageldes Zeltes,denduhast,istsehrgut;nimmihnnichtvomZelt weg
48UndIsmaelerkannte,dassesseinVaterwarunddass seineFrauihngeehrthatte;undderHerrsegneteIsmael.
KAPITEL22
1DamachtesichIsmaelaufundnahmseineFrauund seineKinderundseinViehundalles,wasihmgehörte,und zogvondortfortundgingzuseinemVaterindasLandder Philister
2UndAbrahamberichteteseinemSohnIsmaelvondem Rechtsgeschäft,dasIsmaelmitseinererstenFrau geschlossenhatte,undzwarso,wiesieesgetanhatte
3UndIsmaelundseineSöhnewohntenvieleTagebei AbrahaminjenemLand,undAbrahamwohntelangeZeit imLandderPhilister
4UnddieTagevermehrtensichunderreichten26Jahre. DanachzogAbrahammitseinenKnechtenundallem,was ihmgehörte,ausdemLandderPhilisterindieFerneSie kamenindieNähevonHebronundbliebendort. AbrahamsKnechtegrubenBrunnen,undAbrahamund alles,wasihmgehörte,wohntenamWasserDahörtendie KnechteAbimelechs,desKönigsderPhilister,dieKunde davon,dassAbrahamsKnechteBrunnenandenGrenzen desLandesgegrabenhatten
5UndsiekamenundgerietenmitdenKnechtenAbrahams inStreitundraubtenihnendengroßenBrunnen,densie gegrabenhatten
6AlsAbimelech,derKönigderPhilister,vondieserSache hörte,kamermitPhikol,demHeerführer,undzwanzig seinerMännerzuAbrahamAbimelechredetemit AbrahamüberseineKnechte,undAbrahamtadelte AbimelechwegendesBrunnens,denseineKnechteihm geraubthatten
7UndAbimelechsprachzuAbraham:SowahrderHerr lebt,derdieganzeErdegeschaffenhat,ichhabebiszum heutigenTagnichtsvonderTatgehört,diemeineKnechte deinenKnechtenangetanhaben.
8UndAbrahamnahmsiebenweiblicheLämmerundgab sieAbimelechundsprach:Nimmdiesebitteausmeinen Händen,damitsiemireinZeugnisseien,dassichdiesen Brunnengegrabenhabe
9UndAbimelechnahmdiesiebenMutterschafe,die Abrahamihmgegebenhatte,dennerhatteihmauch reichlichRinderundHerdengegebenUndAbimelech schworAbrahamwegendesBrunnens;darumnannteer jenenBrunnenBeerscheba,denndorthattensiebeide darübergeschworen
10UndsieschlossenbeideeinenBundinBeerscheba. AbimelechmachtesichaufmitPhikol,demHeerführer, undallseinenMännern,undsiekehrtenindasLandder PhilisterzurückAbrahamundalles,waszuihmgehörte, wohnteninBeerscheba,underblieblangeZeitindiesem Land
11UndAbrahampflanzteinBeerschebaeinengroßen HainundmachteihmvierTore,dieindievierSeitender Erdegerichtetwaren,underpflanztedarineinenWeinberg, sodass,wenneinReisenderzuAbrahamkam,erineines derToreeintrat,dieanseinemWeglagen,unddortblieb undaßundtrankundsichsattaßunddannweiterzog 12DenndasHausAbrahamswarstetsoffenfürdie Menschenkinder,dievorüberzogenundwiederkehrten;sie
kamentäglich,umimHausAbrahamszuessenundzu trinken.
13UndwennjemandHungerhatteundzuAbrahamsHaus kam,gabAbrahamihmBrot,damiteressenundtrinken undsattwerdenkonnte;undwennjemandnacktzuihm kam,kleideteerihnmitKleidern,wieerwollte,undgab ihmSilberundGoldundkundtatihmdenNamendes Herrn,derihnaufErdengeschaffenhatte.Diestat AbrahamseinganzesLebenlang
14UndAbrahamundseineKinderundalles,waszuihm gehörte,wohnteninBeerscheba,underschlugseinZeltbis nachHebronauf
15AbrahamsBruderNahorundseinVaterundalle,diezu ihnengehörten,wohnteninHaran;dennsiewarennicht mitAbrahamindasLandKanaangekommen
16UndNahorwurdenKindergeboren,dieihmMilka,die TochterHaransundSchwesterSaras,derFrauAbrahams, geborenhatte
17UnddiessinddieNamenderer,dieihmgeboren wurden:Uz,Buz,Kemuel,Kesed,Chazo,Pildash,Tidlaf undBethuel,achtSöhneDiessinddieKinderMilkas,die sieNahor,demBruderAbrahams,geborenhat.
18NahorhatteeineNebenfrau,derenNameReumawar DiesegebarNahorvierSöhne:Sebach,Gachasch, TachaschundMaacha.
19NahorhattezwölfSöhneundzwölfTöchter;auchsie zeugteninHaranKinder
20UnddieKindervonUz,demErstgeborenenNahors, warenAbi,Cheref,Gadin,MelusundDeborah,seine Schwester
21DieSöhnedesBuzwarenBerachel,Naamath,Scheba undMadonu
22DieSöhneKemuelswarenAramundRecob
23DieSöhneKesedswarenAnamlech,Meschai,Benon undJifi;dieSöhneChazoswarenPildasch,Mechiund Opher
24DieSöhnePildaschswarenArud,Chamum,Meredund Moloch
25DieSöhneTidlafswarenMushan,CushanundMutzi
26DieKinderBethuelswarenSechar,Labanundihre SchwesterRebekka
27DiessinddieFamilienderSöhneNahors,dieihnenin Harangeborenwurden;undAram,derSohnKemuels,und Rechob,seinBruder,zogenvonHaranwegundfandenein TalimLandamFlussEuphrat
28UndsiebautendorteineStadtundnanntendieStadt nachdemNamenPetor,desSohnesArams,dasheißt Aram-NaherajimbisaufdenheutigenTag.
29UndauchdieSöhneKesedszogenhin,umsichdort niederzulassen,wosieeinenOrtfindenkonntenUndsie zogenhinundfandeneinTalgegenüberdemLandSchinar, undsieließensichdortnieder.
30UndsiebautensichdorteineStadtundnanntendie StadtKesednachdemNamenihresVaters;dasistdas LandKasdimbisaufdenheutigenTagUnddieKasdim wohnteninjenemLandundwarenfruchtbarundmehrten sichsehr.
31UndTerach,derVaterNahorsundAbrahams,ginghin undnahmsichinseinemAltereineandereFrau,undihr NamewarPelila,undsiewurdeschwangerundgebarihm einenSohn,undernannteihnZoba
32UndTerachlebtenochfünfundzwanzigJahre,nachdem erZobagezeugthatte.
33UndTerachstarbinjenemJahr,dasistdas fünfunddreißigsteJahrnachderGeburtIsaaks,desSohnes Abrahams.
34UndTerachwurdezweihundertundfünfJahrealtund wurdeinHaranbegraben
35UndZoba,derSohnTerachs,lebtedreißigJahreund zeugteAram,AchlisundMerik
36UndAram,derSohnZobas,desSohnesTerachs,hatte dreiFrauenundzeugtezwölfSöhneunddreiTöchter;und derHERRgabAram,demSohnZobas,Reichtumund BesitzundeineFüllevonVieh,SchafenundRindern,und derMannwurdesehrzahlreich
37UndAram,derSohnZobas,undseinBruderundsein ganzesHauszogenvonHaranfortundsuchtensicheinen Wohnort,dennihrBesitzwarzugroß,uminHaranzu bleiben;dennsiekonntennichtinHaranbeiihrenBrüdern, denSöhnenNahors,bleiben.
38UndAram,derSohnZobas,zogmitseinenBrüdernfort, undsiefandeneinTalinderFerneimöstlichenLandund ließensichdortnieder.
39UndsiebautendortaucheineStadtundnanntensie Aram,nachdemNamenihresältestenBruders;dasist AramZobabisaufdenheutigenTag.
40InjenenTagenwuchsIsaak,derSohnAbrahams,heran, undAbraham,seinVater,lehrteihndenWegdesHerrn, damiterdenHerrnerkenne;undderHerrwarmitihm.
41AlsIsaaksiebenunddreißigJahrealtwar,gingsein BruderIsmaelmitihmimZeltumher
42UndIsmaelrühmtesichvorIsaakundsprach:Ichwar dreizehnJahrealt,alsderHerrzumeinemVatersprach, dasserunsbeschneidensolle,undichtatnachdemWort desHerrn,daserzumeinemVatergesprochenhatte,und ichgabmeinLebendemHerrnundübertratseinWort nicht,dasermeinemVatergebotenhatte
43IsaakantworteteIsmaelundsprach:Warumrühmstdu dichvormirdieserkleinenMengeFleisch,dieduvon deinemLeibgenommenhast,wovondirderHerres gebotenhat?
44SowahrderHerrlebt,derGottmeinesVatersAbraham, wennderHerrzumeinemVatersagenwürde:Nimmnun deinenSohnIsaakundbringeihnalsOpfervormich herauf,sowürdeichnichtzögern,sondernfreudig zustimmen
45UndderHERRhörtedasWort,dasIsaakzuIsmael gesprochenhatte,undesgefieldemHERRN,under beschloss,AbrahamindieserSacheaufdieProbezu stellen
46UndeskamderTag,andemdieSöhneGotteskamen undsichvordenHerrnstellten;undauchderSatankam mitdenSöhnenGottesvordenHerrn.
47UndderHerrsprachzuSatan:Woherkommstdu? SatanantwortetedemHerrnundsprach:VomUmhergehen aufderErdeundvomAuf-undAbwandelnaufihr
48UndderHerrsprachzuSatan:Wassagstdumirüber alleKinderderErde?SatanantwortetedemHerrnund sprach:IchhabealleKinderderErdegesehen,diedir dienenundandichdenken,wennsieetwasvondir benötigen.
49Undwennduihnengibst,wassievondirverlangen,so sitzensiezufriedendaundverlassendichundgedenken deinernichtmehr
50HastduAbraham,denSohnTerachs,gesehen?Erhatte zunächstkeineKinder,dientedirunderrichtetedirAltäre, woimmererhinkam,undbrachtedaraufOpferdarund verkündetedeinenNamenunaufhörlichallenKindernder Erde.
51Undnun,daihmseinSohnIsaakgeborenist,haterdich verlassen;erhateingroßesFestmahlfüralleBewohnerdes LandesveranstaltetunddenHerrnvergessen
52Denninmittenalldessen,wasergetanhat,haterdir keinOpfergebracht,wederBrandopfernochFriedensopfer, wederRind,LammnochZiegevonallem,waserandem Taggeschlachtethat,alsseinSohnentwöhntwurde 53SchonseitderGeburtseinesSohnesbisjetzt,daer siebenunddreißigJahrealtwar,hatervordirkeinenAltar gebautunddirkeineOpfergabendargebracht;dennersah, dassduihmvordirgabst,worumerbat,unddarumverließ erdich
54UndderHerrsprachzuSatan:HastdumeinenKnecht Abrahamsobeachtet?DennesistkeinerwieeraufErden, einMann,dervormiruntadeligundrechtschaffenist,der GottfürchtetunddasBösemeidetSowahrichlebe,wenn ichzuihmsagte:BringedeinenSohnIsaakvormich herauf,sowürdeerihnmirnichtverweigern,umsomehr, wennichihmbefehlenwürde,einBrandopfervonseinen SchafenoderRindernvormichheraufzubringen.
55DaantwortetederSatandemHerrnundsprach:Rede nunzuAbraham,wiedugesagthast,undduwirstsehen, obernichtheuteübertrittunddeineWorteverwirft.
KAPITEL23
1ZujenerZeitergingdasWortdesHerrnanAbraham, undersprachzuihm:Abraham!,undersprach:Hierbin ich.
2Undersprachzuihm:NimmnundeinenSohn,deinen einzigenSohn,denduliebst,Isaak,undgehindasLand MorijaundopfereihndortalsBrandopferaufeinemder Berge,derdirgezeigtwerdenwird;denndortwirstdueine WolkeunddieHerrlichkeitdesHerrnsehen
3UndAbrahamsprachbeisich:WiesollichmeinenSohn IsaakvonseinerMutterSarascheiden,umihnzum BrandopfervordenHerrnzubringen?
4UndAbrahamgingindasZelthineinundsetztesichvor seineFrauSaraundsprachdieseWortezuihr:
5MeinSohnIsaakisterwachsengewordenundhatsich schonseiteinigerZeitnichtmehrmitdemDienstseines GottesbeschäftigtMorgenwerdeichihnzuSemund seinemSohnEberbringen,unddortwirderdieWegedes Herrnlernen.Dennsiewerdenihnlehren,denHerrnzu erkennenundzuwissen,dassderHerrihnerhörenwird, wennerbeständigzuihmbetetDarumwirderdortden Wegkennenlernen,demHerrn,seinemGott,zudienen
6UndSarasprach:DuhastrechtgesprochenGehhin, meinHerr,undtumitihm,wiedugesagthast;aber entferneihnnichtzuweitvonmirundlassihnnichtzu langedortbleiben,dennmeineSeeleistanseineSeele gebunden.
7UndAbrahamsprachzuSara:MeineTochter,lassunszu demHERRN,unseremGott,beten,dasserunsGutestue. 8UndSaranahmihrenSohnIsaak,underbliebdieganze Nachtbeiihr;undsieküssteundumarmteihnund unterwiesihnbiszumMorgen.
9Undsiesprachzuihm:MeinSohn,wiekönntesich meineSeelevondirtrennen?Undsieküssteundumarmte ihnnochimmerundgabAbrahamAnweisungenbezüglich ihm
10UndSarasprachzuAbraham:MeinHerr,ichbittedich, achteaufdeinenSohnundlassdeineAugenaufihn gerichtetsein;dennichhabekeinenanderenSohnund keineandereTochteraußerihm.
11Verlassihnnicht!WennerHungerhat,gibihmBrot, undwennerDursthat,gibihmWasserzutrinkenLassihn nichtzuFußgehenundlassihnnichtinderSonnesitzen. 12LassihnnichtalleinaufdemWeggehenundzwinge ihnnichtzudem,waserbegehrt;vielmehrhandlemitihm so,wieeresdirsagt.
13UndSaraweintedieganzeNachtbitterlichwegenIsaak undgabihmbiszumMorgenAnweisungen
14AmMorgensuchtesichSaraeinsehrfeinesund schönesKleidausdenKleidernaus,diesieimHaushatte unddieihrAbimelechgegebenhatte
15UndsiekleideteihrenSohnIsaakdamitanundsetzte ihmeinenTurbanaufdenKopfundschlosseinen EdelsteinindieSpitzedesTurbanseinundgabihnen ProviantfürdenWeg,undsiezogenaus,undIsaakging mitseinemVaterAbraham,undeinigeihrerDiener begleitetensie,umsieaufdemWegzuverabschieden 16UndSaragingmitihnenhinausundbegleitetesieauf demWeg,umsiezuverabschiedenDasagtensiezuihr: KehrezurückinsZelt
17AlsSaradieWorteihresSohnesIsaakhörte,weintesie bitterlich,undAbraham,ihrMann,weintemitihr,undihr Sohnweintemitihnensehr;auchdie,diemitihnen gegangenwaren,weintensehr.
18DaergriffSaraihrenSohnIsaak,hieltihninihren Armen,umarmteihnundweintemitihmUndSarasprach: Werweiß,obichdichnachdiesemTagwiedersehenwerde? 19UndAbraham,SaraundIsaakweintennochimmer zusammen,undalle,diesieaufdemWegbegleitethatten, weintenmitihnen.Sarawandtesichdanachvonihrem Sohnabundweintebitterlich,undalleihreKnechteund MägdekehrtenmitihrinsZeltzurück
20UndAbrahamgingmitseinemSohnIsaakhinauf,um ihnalsOpfergabevordenHerrnzubringen,wieerihm gebotenhatte.
21UndAbrahamnahmzweiseinerjungenMännermit sich,Ismael,denSohnHagars,undElieser,seinenKnecht, undsiegingenzusammenmitihnenUndwährendsieauf demWeggingen,sprachendiejungenMännerdieseWorte beisichselbst:
22UndIsmaelsprachzuElieser:NungehtmeinVater AbrahammitIsaakhinauf,umihndemHERRNals Brandopferdarzubringen,wieerihmgebotenhat 23Wennernunzurückkehrt,wirdermiralles,waser besitzt,geben,damitichnachihmerbe,dennichbinsein Erstgeborener
24ElieserantworteteIsmaelundsprach:Wahrlich, AbrahamhatdichmitdeinerMutterverstoßenund
geschworen,dassdunichtsvonseinemBesitzerbensollst WemaberwirderallseinenBesitzundallseineSchätze geben,wennnichtmir,seinemKnecht,derinseinem Hausetreugewesenist,derihmTagundNachtgedient undallesgetanhat,waservonmirverlangthat?Mirwird erbeiseinemTodallesvermachen,waserbesitzt
25UndalsAbrahammitseinemSohnIsaakaufdemWeg war,kamderSatanunderschienAbrahaminGestalteines sehraltenMannes,demütigundvonzerknirschtemHerzen; undertratzuAbrahamundsprachzuihm:Bistdudumm oderunvernünftig,dassduheutesoetwasdeinemeinzigen Sohnantunwillst?
26DennGotthatdirindeinenletztenTagen,indeinem hohenAlter,einenSohngeschenkt,undwillstduhingehen undihnheuteschlachten,weilerkeinUnrechtgetanhat, undwillstdudieSeeledeineseinzigenSohnesvonder Erdevertilgen?
27Weißtundverstehstdunicht,dassdiesnichtvomHerrn seinkann?DennderHerrkanneinemMenschenaufErden nichtsolchesBösesantun,dasserzuihmsagt:„Gehund schlachtedeinKind“
28Abrahamhörtediesunderkannte,dassesdasWort Satanswar,derihnvomWegdesHerrnabbringenwollte AberAbrahamwolltenichtaufdieStimmeSatanshören, sondernwiesihnzurecht,undergingweg.
29UndderSatankehrtezurückundkamzuIsaak;under erschienIsaakinGestalteinesjungenMannes,schönund ansehnlich.
30UndertratzuIsaakundsprachzuihm:Weißtund verstehstdunicht,dassdeinalter,törichterVaterdich heuteumsonstzumSchlachtenführt?
31Darum,meinSohn,hörenichtaufihnundbeachteihn nicht,denneristeintörichteralterMann,undlassdeine kostbareSeeleunddeineschöneGestaltnichtvonderErde verschwinden
32AlsIsaakdieshörte,spracherzuAbraham:Hastdu gehört,meinVater,wasdieserManngesagthat?Genauso hatergesprochen
33AbrahamantworteteseinemSohnIsaakundsprachzu ihm:HütedichvorihmundhörenichtaufseineWorteund beachteihnnicht;denneristderSatan,derunsheutevon denGebotenGottesabzubringensucht
34UndAbrahamwiesdenSatannocheinmalzurecht.Da gingderSatanvonihnenwegUndalsersah,dassersie nichtbesiegenkonnte,verbargersichvorihnenundging vorihnenheraufdemWeg.Underverwandeltesichin einengroßenWasserbachmittenaufdemWegUnd AbrahamundIsaakundseinebeidenKnechtekamenan jeneStelleundsaheneinenBach,großundmächtigwie diegewaltigenWasser
35UndsiegingenindenBachhineinunddurchquertenihn, unddasWasserreichteihnenzuerstbiszudenBeinen.
36UndsiegingentieferindenBachhinein,unddas WasserreichteihnenbiszumHals,undsiealleerschraken sehrvordemWasser;undalssiedenBachdurchquerten, erkannteAbrahamdieStelleundwusste,dassdortvorher keinWassergewesenwar.
37UndAbrahamsprachzuseinemSohnIsaak:Ichkenne diesenOrt,wowederBachnochWasserwar;darumistes nundieserSatan,derunsdiesallesantut,umunsheutevon denGebotenGottesabzubringen
38Abrahamaberwiesihnzurechtundsprachzuihm:Der Herrstrafedich,Satan!Weichevonuns,dennwirleben nachdenGebotenGottes
39DaerschrakderSatanüberdieStimmeAbrahamsund gingvonihnenweg,undderOrtwurdewiedertrockenes Land,wieeresamAnfanggewesenwar
40UndAbrahamgingmitIsaakandenOrt,denGottihm genannthatte.
41UndamdrittenTagerhobAbrahamseineAugenund sahdenOrtvonferne,denGottihmgenannthatte
42UndihmerschieneineFeuersäule,dievonderErdebis zumHimmelreichte,undeineWolkederHerrlichkeitauf demBerg,unddieHerrlichkeitdesHerrnwurdeinder Wolkegesehen
43UndAbrahamsprachzuIsaak:MeinSohn,siehstduauf jenemBerg,denwirvonferneerkennen,das,wasich daraufsehe?
44IsaakantworteteseinemVater:Ichseheundsiehe,eine FeuersäuleundeineWolke,unddieHerrlichkeitdesHerrn istaufderWolkezusehen
45UndAbrahamerfuhr,dassseinSohnIsaakvordem HerrnalsBrandopferangenommenwordenwar.
46UndAbrahamsprachzuElieserundzuIsmael,seinem Sohn:Sehtauchihrdas,waswiraufdemBerginderFerne sehen?
47Sieantworteten:„Wirsehennichtsanderesalsdie anderenBergederErde“Abrahamwusste,dasssievor demHerrnnichtangenommenwurdenundmitihnengehen wolltenDasagteerzuihnen:„BleibtihrhiermitdemEsel, währendichundmeinSohnIsaakaufjenenBerggehen unddortvordemHerrnanbetenunddannzueuch zurückkehrenwerden“
48UndElieserundIsmaelbliebenanjenemOrt,wie Abrahamesgebotenhatte.
49UndAbrahamnahmHolzfüreinBrandopferundlegte esaufseinenSohnIsaak;undernahmdasFeuerunddas Messer,undsiegingenbeideanjenenOrt.
50Undalssieweiterzogen,sagteIsaakzuseinemVater: Siehe,ichsehehierdasFeuerunddasHolz;woistdenn dasLamm,dasvordemHerrnalsBrandopferdargebracht werdensoll?
51AbrahamantworteteseinemSohnIsaak:DerHERRhat dich,meinenSohn,erwählt,dassduanstelledesLammes einvollkommenesBrandopferseinsollst
52UndIsaaksprachzuseinemVater:Ichwillallestun, wasderHERRdirgesagthat,mitFreudeundFröhlichkeit desHerzens
53UndAbrahamsprachabermalszuseinemSohnIsaak: IstindeinemHerzeneinGedankeoderRatschlagindieser Sache,dernichtrechtist?Sagesmir,meinSohn,ichbitte dich,verheimlicheesmirnicht
54UndIsaakantworteteseinemVaterAbrahamund sprachzuihm:MeinVater,sowahrderHerrlebtundso wahrdeineSeelelebt,esistnichtsinmeinemHerzen,was michveranlassenkönnte,auchnichtnachrechtsodernach linksvondemWortabzuweichen,daserzudirgeredethat 55WederGliednochMuskelhatsichdabeibewegtoder gerührt,undesistauchkeinGedankeoderböserRatin meinemHerzen,derdiesbetrifft
56AberichbinindieserSachevonfrohemundfröhlichem Herzenundsage:GepriesenseiderHerr,dermichheute erwählthat,vorihmeinBrandopferzusein
57AbrahamfreutesichsehrüberdieWorteIsaaks,undsie gingenweiterundkamenzusammenandenOrt,vondem derHerrgesprochenhatte
58UndAbrahamtrathin,umanjenerStelledenAltarzu bauen,undAbrahamweinte.IsaakabernahmSteineund Mörtel,bissiedenAltarfertiggebauthatten
59UndAbrahamnahmdasHolzundlegteesaufdenAltar, denergebauthatte
60UndernahmseinenSohnIsaakundfesselteihn,umihn aufdasHolzzulegen,dasaufdemAltarlag,umihnvor demHerrnalsBrandopferzuschlachten
61UndIsaaksprachzuseinemVater:Bindemichfestund legemichaufdenAltar,damitichmichnichtumdreheund bewegeundmichdurchdieWuchtdesMessersanmeinem FleischlosreißeunddadurchdasBrandopferentweihe UndAbrahamtatso.
62UndIsaaksprachnochzuseinemVater:MeinVater, wenndumichgeschlachtetundalsOpferverbrannthast, nimmmitdir,wasvonmeinerAscheübrigbleibt,und bringesmeinerMutterSaraundsprichzuihr:Diesistder lieblicheDuftIsaaks;abersagesihrnicht,wennsiesichan einenBrunnenoderaufeineAnhöhesetzt,damitsienicht ihreSeelemirnachwirftundstirbt
63UndAbrahamhörtedieWorteIsaaksunderhobseine Stimmeundweinte,alsIsaakdieseWortesprach;und AbrahamsTränenflossenaufseinenSohnIsaakherab,und IsaakweintebitterlichundsprachzuseinemVater:Eile, meinVater,undtuemitmirdenWillendesHerrn,unseres Gottes,wieerdirgebotenhat
64UnddasHerzAbrahamsundIsaaksfreutesichüberdas, wasderHerrihnengebotenhatte;aberdasAugeweinte bitterlich,währendsichdasHerzfreute
65UndAbrahambandseinenSohnIsaakundlegteihnauf denAltaraufdasHolz.UndIsaakstreckteseinenHalsauf demAltarvorseinemVateraus,undAbrahamstreckte seineHandaus,umdasMesserzunehmen,umseinen SohnalsBrandopfervordemHerrnzuschlachten.
66ZujenerZeittratendieEngelderBarmherzigkeitvor denHerrnundsprachenzuihmüberIsaak:
67OHerr,dubisteinbarmherzigerundmitfühlender Königüberalles,wasduimHimmelundaufErden geschaffenhast,undduerhältstsiealle;gibdaherLösegeld undErlösunganstelledeinesKnechtesIsaakunderbarme dichAbrahamsundIsaaks,seinesSohnes,dieheutedeine Gebotebefolgen.
68Hastdugesehen,Herr,wieIsaak,derSohnAbrahams, deinKnecht,wieeinTierzurSchlachtbankgeführtwird? DarumlassnundeinErbarmenmitihnenaufkommen,Herr 69ZujenerZeiterschienderHerrAbrahamundriefihm vomHimmelherabzu:„LegedeineHandnichtanden Knabenundtueihmnichtsan;dennnunweißich,dassdu Gottfürchtest,indemdudieseTatvollbringstundmir deinenSohn,deineneinzigenSohn,nichtvorenthältst“
70UndAbrahamhobseineAugenaufundsah,undsiehe, einWidderhattesichmitseinenHörnernimDickicht verfangen;daswarderWidder,denGottderHERRauf ErdengeschaffenhatteandemTage,alserErdeund Himmelmachte
71DennderHerrhattediesenWiddervonjenemTagan alsBrandopferanstelleIsaaksausersehen.
72UndalsdieserWidderaufAbrahamzuging,packteihn derSatanundverstrickteseineHörnerimDickicht,damit ernichtaufAbrahamzugingeundAbrahamseinenSohn tötenkonnte
73AlsAbrahamsah,dassderWidderaufihnzukamund derSatanihnzurückhielt,holteerihnundbrachteihnvor denAltarErlösteseinenSohnIsaakvondenFesselnund stelltedenWidderanseineStelleAbrahamschlachtete denWidderaufdemAltarundbrachteihnalsOpfergabe anstelleseinesSohnesIsaakherauf
74UndAbrahamsprengteetwasvondemBlutdes WiddersaufdenAltarundrief:DiesgescheheanderStatt meinesSohnes;diessollheutevordemHerrnalsdasBlut meinesSohnesgelten.
75Undalles,wasAbrahambeidieserGelegenheitam Altartat,rieferausundsagte:„Diesgeschiehtanstelle meinesSohnes,undesmögeheutevordemHerrnanstelle meinesSohnesgelten“UndAbrahamvollendeteden ganzenDienstamAltar,undderDienstwurdevordem Herrnangenommenundihmangerechnet,alswäreerIsaak gewesen;undderHerrsegneteAbrahamundseine NachkommenandiesemTag
76UndderSatangingzuSaraunderschienihrinGestalt einesaltenMannes,dersehrdemütigundsanftmütigwar; Abrahamwarabernochdabei,dasBrandopfervordem Herrndarzubringen.
77Undersprachzuihr:Weißtdudennnicht,was AbrahamheutemitdeinemeinzigenSohngetanhat?Denn ernahmIsaakundbauteeinenAltar,schlachteteihnund brachteihnalsOpferaufdenAltarIsaakaberschrieund weintevorseinemVater,dochdersahihnnichtanund hattekeinMitleidmitihm.
78UndderSatanwiederholtedieseWorteundgingvonihr fortSarahörtealleWortedesSatansundmeinte,erseiein GreisausdemVolkderMenschensöhne,dermitihrem Sohnzusammengewesenwarunddergekommenwar,um ihrdieszusagen
79UndSaraerhobihreStimmeundweinteundschrie bitterlichumihrenSohn;undsiewarfsichzuBodenund streuteStaubaufihrHauptundsprach:AchmeinSohn, Isaak,meinSohn,ach,wäreichdochheuteandeinerStelle gestorben!Undsieweinteweiterundsprach:Esschmerzt michumdich,achmeinSohn,meinSohnIsaak,ach,wäre ichdochheuteandeinerStellegestorben!
80Undsieweintenochimmerundsprach:Esschmerzt michumdich,nachdemichdichgroßgezogenunderzogen habe;nunistmeineFreudeinTrauerüberdichverwandelt, ich,dieichmichnachdirsehnteundzuGottschrieund betete,bisichdichimAltervonneunzigJahrengebar;und nunhastduheutedemMesserunddemFeuergedient,um einOpferdargebrachtzuwerden
81Aberichtröstemichmitdir,meinSohn,weilesdas WortdesHerrnist,dennduhastdasGebotdeinesGottes befolgt;dennwerkanndasWortunseresGottesübertreten, indessenHändendieSeelejedeslebendenWesensist?
82Dubistgerecht,HERR,unserGott,dennalldeine Werkesindgutundgerecht;dennauchichfreuemichüber deinWort,dasdugebotenhast,undwährendmeinAuge bitterlichweint,freutsichmeinHerz
83UndSaralegteihrHauptandenBuseneinerihrer Dienerinnen,undsiewurdelebloswieeinStein.
84Danachmachtesiesichaufundgingumher,um Nachforschungenanzustellen,bissienachHebronkam. Dortbefragtesiealle,dieihraufdemWegbegegneten, aberniemandkonnteihrsagen,wasmitihremSohn geschehenwar
85UndsiekammitihrenMägdenundKnechtennach Kireat-Arba,dasistHebron,undfragtenachihremSohn SiebliebdortundsandteeinigeihrerKnechteaus,umzu suchen,woAbrahammitIsaakhingegangenwarSie suchtenihnimHausvonSemundEber,konntenihnaber nichtfinden.SiesuchtenihnimganzenLand,abererwar auchnichtda
86Undsiehe,derSatankamzuSarainGestalteinesalten Mannes,tratvorsieundsprachzuihr:Ichhabefalschzu dirgeredet,dennAbrahamhatseinenSohnnichtgetötet, underistnichttotAlssiedashörte,wurdeihreFreude überihrenSohnsoüberausgroß,dassihreSeelevor Freudeausfuhr;siestarbundwurdezuihremVolk versammelt
87AlsAbrahamseinenDienstbeendethatte,kehrteermit seinemSohnIsaakzuseinenKnechtenzurück;undsie machtensichaufundgingengemeinsamnachBeerscheba undkamennachHause.
88UndAbrahamsuchteSaraundkonntesienichtfinden Ererkundigtesichnachihr,undmansagteihm:Sieistbis nachHebrongegangen,umeuchbeidedortzusuchen,wo ihrhingegangenseid;dennsowurdeihrmitgeteilt
89UndAbrahamundIsaakgingenzuihrnachHebron, undalssiefanden,dasssietotwar,erhobensieihre Stimmenundweintenbitterlichübersie;undIsaakfielauf dasAngesichtseinerMutterundweinteübersieund sprach:OmeineMutter,meineMutter,wiehastdumich verlassen,undwohinbistdugegangen?Owie,wiehastdu michverlassen!
90UndAbrahamundIsaakweintensehr,undalleihre KnechteweintenmitihnenwegenSara,undsietrauerten umsiemiteinergroßenundschwerenTrauer
KAPITEL24
1UndSarawurdeeinhundertsiebenundzwanzigJahrealt, undSarastarbDastandAbrahamvondenTotenauf,um einenBegräbnisplatzfürseineFrauSarazusuchenUnder ginghinundsprachzudenKindernHeths,denBewohnern desLandes,undsagte:
2IchbineinFremderundeinGastbeieuchineuremLand; gebtmireinenBegräbnisplatzineuremLand,damitich meineToten,dievormirgestorbensind,begrabenkann
3UnddieSöhneHethssprachenzuAbraham:Siehe,das Landstehtvordir;inderWahlunsererGräberbegrabe deineToten,dennniemandsolldichdaranhindern,deine Totenzubegraben
4UndAbrahamsprachzuihnen:Wennihrdamit einverstandenseid,gehthinundbittetfürmichEphron, denSohnZochars,dassermirdieHöhleMachpelagebe, dieamEndeseinesFeldesliegt,undichwillsieihm abkaufenzudemPreis,denerdafürverlangt
5UndEphronwohnteunterdenSöhnenHeths;undsie gingenhinundriefenihnUndertratvorAbraham,und
EphronsprachzuAbraham:Siehe,alles,wasduvon deinemKnechtverlangst,wirdertun.Abrahamaber sprach:Nein,sondernichwilldieHöhleunddasFeld,die duwertvollhast,kaufen,damitesfürimmereinBesitzund eineGrabstättesei.
6Ephronantwortete:Siehe,dasFeldunddieHöhlestehen vordir;gib,wasimmerduwillstAbrahamabersprach: NurzumvollenPreiswillichesvondirundvonden Leuten,diedurchdasTordeinerStadteintreten,undvon deinenNachkommenfürimmerkaufen
7AlsEphronundalleseineBrüderdieshörten,wog AbrahamEphronvierhundertSchekelSilberab,inEphrons undallerseinerBrüderHände;undAbrahamschrieb diesenVorgangniederundbezeugteihnmitvierZeugen
8UnddiessinddieNamenderZeugen:Amigal,derSohn Abischnas,desHetiters;Adichorom,derSohnAschunachs, desHiwiters;Abdon,derSohnAchirams,desGomeriters; Bakdil,derSohnAbudischs,desSidoniters
9UndAbrahamnahmdasKaufbuchundlegteesinseine Schätze,unddiessinddieWorte,dieAbrahamindasBuch geschriebenhatte,nämlich:
10DieHöhleunddasFeld,dieAbrahamvonEphron,dem Hetiter,undvonseinenNachkommenundvondenen,die ausseinerStadtweggehen,undvonderenNachkommen fürimmergekaufthatte,solltenAbrahamundseinen Nachkommenunddenen,dieausseinenLenden hervorgehen,einKaufsein,einewigerBesitzals Begräbnisstätte;underversahesmiteinemSiegelringund bezeugteesmitZeugen
11UnddasFeldunddieHöhle,diedarinwar,undder ganzeOrtwurdenAbrahamundseinenNachkommennach ihm,vondenSöhnenHeths,zugesprochen;siehe,esliegt vorMamreinHebron,dasistimLandKanaan
12DanachbegrubAbrahamdortseineFrauSara,undjener OrtundseineganzeGrenzewurdenAbrahamundseinen NachkommenzumBesitzeinerBegräbnisstätte
13UndAbrahambestatteteSaramitPrunk,wieesbeider BestattungvonKönigenüblichwar,undsiewurdeinsehr feineundschöneGewändergehülltbegraben
14UndanihrerBahrewarenSem,seineSöhneEberund Abimelech,zusammenmitAnar,AschkolundMamre,und alleGroßendesLandesfolgtenihrerBahre 15UndSarawurdehundertundsiebenundzwanzigJahrealt undstarbAbrahamhielteinegroßeundschwere TrauerfeierundvollzogdieTrauerritensiebenTagelang 16UndalleEinwohnerdesLandeströstetenAbrahamund seinenSohnIsaakwegenSara
17AlsdieTageihrerTrauervorüberwaren,schickte AbrahamseinenSohnIsaakfortundgingzumHausvon SemundEber,umdieWegedesHerrnundseine WeisungenzulernenAbrahambliebdortdreiJahre 18ZujenerZeitmachtesichAbrahammitallenseinen Dienernauf,undsiegingenundkehrtenheimnach Beerschebazurück,undAbrahamundalleseineDiener bliebeninBeerscheba
19UndzurZeitdesJahreswechselsstarbAbimelech,der KönigderPhilister;erwareinhundertdreiundneunzigJahre altbeiseinemTod;undAbrahamgingmitseinemVolkin dasLandderPhilister,undsietröstetendasganzeHaus undalleseineDiener,underkehrtedannumundgingnach Hause
20NachdemTodAbimelechsnahmendieLeutevonGerar seinenSohnBenmalich,dererstzwölfJahrealtwar,und ließenihnanderStelleseinesVatersliegen
21UndsienanntenihnAbimelechnachdemNamenseines Vaters,dennsowaresinGerarüblich,undAbimelech regierteanstelleseinesVatersAbimelechundsetztesich aufdessenThron
22UndLot,derSohnHarans,starbinjenenTagen,im neununddreißigstenLebensjahrIsaaks;Lotlebteinsgesamt einhundertvierzigJahreundstarb
23DiessinddieSöhneLots,dieihmvonseinenTöchtern geborenwurden:DerNamedesErstgeborenenwarMoab, derNamedesZweitenBenami.
24UnddiebeidenSöhneLotsgingenhinundnahmensich FrauenausdemLandKanaanundgebarenihnenKinder DieSöhneMoabswarenEd,Mayon,TarsusundKanvil, vierSöhne;diesesinddieStammväterderMoabiterbisauf denheutigenTag
25UndalleGeschlechterderSöhneLotszogenfort,sich überalldortniederzulassen,wosieeinenOrtfanden;denn siewarenfruchtbarundvermehrtensichsehr
26UndsiezogenhinundbautensichStädteindemLand, indemsiewohnten,undsienanntendieStädte,diesie bauten,nachihreneigenenNamen
27UndNahor,derSohnTerachs,derBruderAbrahams, starbinjenenTagenimvierzigstenLebensjahrIsaaks; NahorwurdeeinhundertzweiundsiebzigJahrealtundstarb undwurdeinHaranbegraben.
28AlsAbrahamhörte,dassseinBrudergestorbenwar, warersehrbetrübtundtrauertevieleTageumseinen Bruder.
29UndAbrahamriefEliëser,seinenoberstenKnecht,um AnweisungenfürseinHauszuerhaltenUndEliëserkam undtratvorihn.
30Abrahamabersprachzuihm:Siehe,ichbinaltund weißdenTagmeinesTodesnicht,dennichbinhochbetagt Darumstehnunauf,gehhinausundnimmmeinemSohn keineFrauvondiesemOrtundvondiesemLand,vonden TöchternderKanaaniter,unterdenenwirwohnen
31GehaberinmeinLandundanmeinenGeburtsortund nimmdirvondorteineFraufürmeinenSohnDennder Herr,derGottdesHimmelsundderErde,dermichaus demHausmeinesVatersgeholtundmichandiesenOrt gebrachthatundzumirsprach:„DeinenNachkommenwill ichdiesesLandzumewigenErbegeben“,derwirdseinen EngelvordirhersendenunddeinenWeggelingenlassen, damitdudireineFraufürmeinenSohnausmeinem GeschlechtundausdemHausmeinesVatersnimmst.
32DaantwortetederKnechtseinemHerrnAbrahamund sprach:Siehe,ichgehezudeinemGeburtsortundzum HausdeinesVatersundholemirvondorteineFraufür deinenSohn;wennaberdieFraunichtwill,mirindieses Landzufolgen,sollichdeinenSohnwiederindasLand deinesGeburtsorteszurückbringen?
33UndAbrahamsprachzuihm:Siehzu,dassdumeinen Sohnnichtwiederhierherbringst;dennderHERR,vor demichgewandeltbin,derwirdseinenEngelvordir hersendenunddeinenWeggelingenlassen
34UndEliesertat,wieAbrahamihmbefohlenhatte,und ElieserschworAbraham,seinemHerrn,indieserSache; undElieserstandaufundnahmzehnKamelevonden
KamelenseinesHerrnundzehnMännervondenKnechten seinesHerrnmitsich,undsiemachtensichaufundgingen nachHaran,derStadtAbrahamsundNahors,umeineFrau fürIsaak,denSohnAbrahams,zuholen;undwährendsie fortwaren,sandteAbrahamBotenzumHausvonSemund Eber,undsieholtenvondortseinenSohnIsaak 35UndIsaakkehrteindasHausseinesVatersnach Beerschebazurück,währendEliesermitseinenMännern nachHarankam;undsiebliebeninderStadtander Wasserstellestehen,underließseineKameleamWasser niederknienundsiebliebendort
36UndElieser,AbrahamsKnecht,beteteundsprach:O GottAbrahams,meinesHerrn,lassmirdochheuteGutes widerfahrenunderweisemeinemHerrndeineGüte,dass duheutedemSohnmeinesHerrneineFrauausseinem Geschlechtauswählst.
37UndderHERRerhörtedieStimmeEliesersumseines KnechtesAbrahamwillen,undesbegabsich,dassElieser dieTochterBethuels,desSohnesMilkas,dieFrauNahors, desBrudersAbrahams,traf,undEliesergingzuihrnach Hause
38UndEliesererzählteihnenalles,wasihnbeschäftigte, unddasserAbrahamsDienersei;undsiefreutensichsehr überihn
39UndallepriesendenHerrn,derdiesbewirkthatte,und gabenihmRebekka,dieTochterBetuels,zurFraufür Isaak
40UnddiejungeFrauwarvonsehransehnlichem Aussehen,siewarJungfrau,undRebekkawarinjenen TagenzehnJahrealt
41UndBethuelundLabanundseineSöhneveranstalteten injenerNachteinFestmahl,undElieserundseineMänner kamenundaßenundtrankenundfreutensichdortinjener Nacht.
42UndElieserstandamMorgenauf,erunddieMänner, diebeiihmwaren,underriefdasganzeHausBetuels zusammenundsprach:Lasstmichgehen,damitichzu meinemHerrnzurückkehrenkann!Dastandensieaufund ließenRebekkaundihreAmmeDebora,dieTochtervon Uz,gehenundgabenihrSilberundGold,Knechteund Mägdeundsegnetensie
43UndsieließenEliesermitseinenMännernfort;unddie KnechtenahmenRebekkamit,underginghinundkehrte zuseinemHerrnindasLandKanaanzurück
44UndIsaaknahmRebekkazusich,undsiewurdeseine Frau,underbrachtesieindasZelt.
45IsaakwarvierzigJahrealt,alserRebekka,dieTochter seinesOnkelsBethuel,zurFraunahm.
KAPITEL25
1UndzujenerZeitnahmAbrahamsichimhohenAlter wiedereineFrau,undihrNamewarKetura,ausdemLand Kanaan
2UndsiegebarihmSimran,Jokschan,Medan,Midian, JischbakundSchuach,insgesamtsechsSöhneSimrans SöhnewarenAbihen,MolichundNarim.
3DieSöhneJokschanswarenSchebaundDedan,die SöhneMedanswarenAmida,Joab,Gochi,Elisaund Notach;dieSöhneMidianswarenEpha,Epher,Chanoch, AbidaundEldaa
4UnddieSöhneIschbakswarenMakiro,Beyoduaund Tator.
5UnddieSöhneSchuachswarenBildad,Mamdad,Munan undMeban;diessindallesdieFamilienderKinderKeturas, derKanaaniterin,diesieAbraham,demHebräer,geboren hat
6UndAbrahamentließalledieseundgabihnen Geschenke,undsiezogenvonseinemSohnIsaakfort,um sichdortniederzulassen,wosieeinenOrtfindenwürden
7UndallediesezogenzudemBergimOstenundbauten sichdortsechsStädte,indenensiebisaufdenheutigen Tagwohnen
8AberdieSöhneSabasundDedans,dieSöhneJokschans, bliebenmitihrenKindernnichtbeiihrenBrüderninihren Städten,sondernsiezogenumherundlagertensichinden LändernundWüstenbisaufdenheutigenTag.
9UnddieSöhneMidians,desSohnesAbrahams,zogen östlichdesLandesKuschundfandendorteingroßesTal imöstlichenLand;undsiebliebendortundbauteneine Stadtundwohntendarin;dasistdasLandMidianbisauf denheutigenTag
10UndMidianwohnteinderStadt,dieererbauthatte,er undseinefünfSöhneundalles,wasihmgehörte
11DiessinddieNamenderSöhneMidiansnachihren NameninihrenStädten:Epha,Epher,Chanoch,Abidaund Eldaa
12DieSöhneEphaswarenMetach,Mescher,Abiund Zanua;dieSöhneEpherswarenEphron,Zur,Alirunund Medin;dieSöhneChanochswarenReuel,Rekem,Azi, AljoschubundAlad
13DieSöhneAbidaswarenChur,Melud,Keruryund Molchi;dieSöhneEldaahswarenMiker,Reba,Malchija undGabolDiessinddieNamenderMidianiternachihren Sippen;danachbreitetensichdieSippenMidiansim ganzenLandMidianaus
14DiesistdieGeschlechterfolgeIsmaels,desSohnes Abrahams,denHagar,dieMagdSaras,Abrahamgeboren hat
15UndIsmaelnahmsicheineFrauausdemLandÄgypten, undihrNamewarRiba,dasistauchMeriba.
16UndRibahgebarIsmaelNebayoth,Kedar,Adbeel, MibsamundihreSchwesterBosmath
17DaverstießIsmaelseineFrauRiba,undsiegingvon ihmundkehrtenachÄgyptenzurückindasHausihres Vatersundwohntedort;dennsiewarsehrschlecht gewordenindenAugenIsmaelsundseinesVaters Abraham 18DanachnahmsichIsmaeleineFrauausdemLand Kanaan,undihrNamewarMalchuth,undsiegebarihm Nischma,Duma,Masa,Chadad,Tema,Yetur,Naphisch undKedma
19DiessinddieSöhneIsmaels,unddiessindihreNamen, zwölfFürstennachihrenVölkern;unddieFamilien Ismaelsbreitetensichdanachaus,undIsmaelnahmseine KinderundallseinenBesitz,zusammenmitdenSeelen seinesHausesundallem,wasihmgehörte,undsiezogen hin,umsichdortniederzulassen,wosieeinenOrtfinden würden
20UndsiezogenhinundließensichinderNäheder WüsteParannieder,undihreWohnungwarvonHawilabis
Schur,dasheißtvorÄgypten,wennmannachAssyrien kommt.
21UndIsmaelundseineSöhnewohntenindemLand,und siehattenKinder,undsiewarenfruchtbarundvermehrten sichsehr.
22DiessinddieNamenderSöhneNebajots,des ErstgeborenenIsmaels:Mend,Send,Mayon;unddie SöhneKedarswarenAljon,Kesem,ChamadundEli.
23DieSöhneAdbeelswarenChamadundJabin;dieSöhne MibsamswarenObadja,EbedmelechundJeusch;diessind dieFamilienderNachkommenRibas,derFrauIsmaels 24DieSöhneMischmas,desSohnesIsmaels,waren Schamua,SekaryonundObed;dieSöhneDumaaswaren Kesed,Eli,MachmadundAmed
25DieSöhneMasaswarenMelon,MulaundEbidadon; dieSöhneChadadswarenAsur,MinzarundEbedmelech; dieSöhneTemaswarenSeir,SadonundJakol
26DieSöhneYeturswarenMerit,Jaisch,Aljound Pachoth;dieSöhneNaphischswarenEbed-Tamed, AbijasaphundMir;dieSöhneKedmaswarenKalif,Tachti undOmirDieswarendieSöhneMalchuths,derFrau Ismaels,nachihrenSippen.
27DiessindallesdieFamilienIsmaelsnachihren Geschlechtern,undsiewohnteninjenenLändern,indenen siesichStädtegebauthattenbisaufdenheutigenTag.
28Rebekka,dieTochterBetuels,dieFrauvonAbrahams SohnIsaak,warinjenenTagenunfruchtbarundhattekeine Nachkommen.IsaakaberwohntebeiseinemVaterim LandKanaan;undderHERRwarmitIsaakArpachschad, derSohnSems,desSohnesNoahs,starbinjenenTagenim 48.LebensjahrIsaaks.AlleTage,dieArpachschadlebte, waren438Jahre,understarb
KAPITEL26
1UndimneunundfünfzigstenLebensjahrIsaaks,des SohnesAbrahams,warRebekka,seineFrau,zujenerZeit nochunfruchtbar
2UndRebekkasprachzuIsaak:Wahrlich,ichhabegehört, meinHerr,dassdeineMutterSarainihrenTagen unfruchtbarwar,bismeinHerrAbraham,deinVater,für siebetete,undsievonihmempfing
3Darumstehnunauf,beteauchduzuGott,underwird deinGebeterhörenundinseinerBarmherzigkeitanuns denken
4IsaakantworteteseinerFrauRebekka:Abrahamhat schonfürmichzuGottgebetet,dasserseineNachkommen mehre;nunmussdieseUnfruchtbarkeitvondiraufuns kommen
5DasprachRebekkazuihm:Stehnunauchduaufund bete,dassderHerrdeinGebeterhöreundmirKinder schenke.UndIsaakhörteaufdieWorteseinerFrau,und IsaakundseineFraumachtensichaufundgingenindas LandMorija,umdortzubetenunddenHerrnzusuchen Undalssiedortangekommenwaren,standIsaakaufund betetezumHerrnfürseineFrau,dennsiewarunfruchtbar
6UndIsaaksprach:OHerr,GottdesHimmelsundder Erde,dessenGüteundBarmherzigkeitdieErdeerfüllen, du,derdumeinenVaterausdemHausseinesVatersund vonseinemGeburtsortgenommenundihnindiesesLand gebrachtundzuihmgesagthast:DeinenNachkommen
willichdasLandgeben,undduhastihmverheißenund erklärt:IchwilldeineNachkommenmehrenwiedieSterne amHimmelundwiedenSandamMeer,nunmögensich deineWorteerfüllen,dieduzumeinemVatergesprochen hast.
7DenndubistderHERR,unserGott,aufdichrichtensich unsereAugen,dassduunsMenschennachkommen schenkst,wieduesunsverheißenhast;denndubistder HERR,unserGott,undunsereAugensindnuraufdich gerichtet
8UndderHERRerhörtedasGebetIsaaks,desSohnes Abrahams,undderHERRließsichvonihmerbitten,und Rebekka,seineFrau,wurdeschwanger.
9UndetwasiebenMonatespäterrangendieKinderin ihremLeibmiteinander,undesschmerztesiesehr,dasssie ihretwegensoerschöpftwar.DasprachsiezuallenFrauen, diedamalsimLandwaren:IsteuchetwasÄhnliches widerfahrenwiemir?Undsieantwortetenihr:Nein 10Undsiesprachzuihnen:WarumbinichdieEinzige unteralldenFrauenaufErden,dieindieserSachesosind? UndsiegingindasLandMorija,umdenHerrndeswegen zubefragen;undsiegingzuSemundEber,seinemSohn, umsieindieserAngelegenheitzubefragen,unddassauch siedenHerrnindieserSache,diesiebetrifft,befragen sollten.
11UndsiebatAbrahamauch,denHerrnzubefragenund sichnachallemzuerkundigen,wasihrwiderfahrenwar
12UndsieallebefragtendenHerrnüberdieseSache,und siebrachtenihrdasWortdesHerrnundsagtenzuihr:Zwei KindersindindeinemLeib,undzweiVölkerwerdenaus ihnenhervorgehen;unddaseineVolkwirdstärkerseinals dasandere,unddasGrößerewirddemJüngerendienen
13UndalsdieTageihrerGeburterfülltwaren,knietesie nieder,undsiehe,ZwillingewareninihremLeib,wieder Herrihrgesagthatte
14Unddererstekamheraus,ganzrotwieeinhaariges Gewand,undallesVolkdesLandesnannteihnEsauund sprach:DieseristvonMutterleibanvollkommen
15DanachkamseinBruder,underergriffEsausFerse; darumnanntensieihnJakob.
16Isaak,derSohnAbrahams,warsechzigJahrealt,alser siezeugte
17DieKnabenwuchsenbiszuihremfünfzehnten LebensjahrheranundkamenunterdieMännerEsauwar einlistigerundgerissenerMannundeinerfahrenerJäger; JakobaberwareintugendhafterundweiserMann,derin Zeltenwohnte,HerdenhüteteunddieWeisungendes HerrnunddieGeboteseinesVatersundseinerMutter lernte
18UndIsaakunddieKinderseinesHauseswohntenmit seinemVaterAbrahamimLandKanaan,wieGottesihnen gebotenhatte.
19UndIsmael,derSohnAbrahams,gingmitseinen Kindernundallem,waszuihnengehörte,undsiekehrten dorthinzurückindasLandHawilaundwohntendort
20UndalleKinderderNebenfrauenAbrahamszogenin dasLanddesOstens,umdortzuwohnen;dennAbraham hattesievonseinemSohnfortgeschicktundihnen Geschenkegegeben,undsiezogenfort
21UndAbrahamgaballes,waserhatte,seinemSohn Isaak,undauchalleseineSchätze
22Undergebotihmundsprach:Weißtundverstehstdu nicht,dassderHerrGottimHimmelundaufErdenistund dasseskeinenanderennebenihmgibt?
23Erwares,dermichausdemHausmeinesVatersund ausmeinerGeburtsstadtherausnahmundmiralleFreuden aufErdenschenkte;ererrettetemichvordemRatder Bösen,dennaufihnvertrauteich
24UnderbrachtemichandiesenOrtunderrettetemich ausUr-Kasdim;undersprachzumir:Deinen NachkommenwillichalldieseLändergeben,undsie sollensieerben,wennsiemeineGebote,meineSatzungen undmeineRechtehalten,dieichdirgebotenhabeunddie ichihnennochgebietenwerde.
25Darumhörenun,meinSohn,aufmeineStimmeund haltedieGebotedesHerrn,deinesGottes,dieichdir gebotenhabe.WeichenichtvomrechtenWegab,weder zurRechtennochzurLinken,damitesdirunddeinen NachkommennachdirwohlgeheinEwigkeit
26UndgedenkederWundertatendesHerrnundseiner Güte,dieerunserwiesenhat,indemerunsausderHand unsererFeindeerrettethat;derHerr,unserGott,hatsiein unsereHändefallenlassen.Darumhaltenunalles,wasich dirgebotenhabe,undweichenichtabvondenGeboten deinesGottesunddienekeinemanderennebenihm,damit esdirunddeinenNachkommennachdirwohlgehe.
27UndlehredeineKinderunddeineNachkommendie WeisungendesHerrnundseineGeboteundlehresieden rechtenWeg,densiegehensollen,damitesihnenwohl gehefürimmer
28UndIsaakantworteteseinemVaterundsprachzuihm: WasmeinHerrmirgebotenhat,daswillichtun,undich willnichtabweichenvondenGebotendesHerrn,meines Gottes,ichwillalleshalten,wasermirgebotenhatUnd AbrahamsegneteseinenSohnIsaakundauchseineKinder; undAbrahamlehrteJakobdieWeisungdesHerrnund seineWege
29UndzujenerZeitstarbAbrahamimfünfzehnten LebensjahrJakobsundEsaus,derSöhneIsaaksAbraham warinsgesamteinhundertfünfundsiebzigJahrealt gewordenundstarbundwurdeingutemAlter,altund zufriedenmitseinenTagen,zuseinenVorfahren versammeltIsaakundIsmael,seineSöhne,begrubenihn 30AlsdieEinwohnerKanaanshörten,dassAbraham gestorbenwar,kamensieallemitihrenKönigenund FürstenundallihrenMännern,umAbrahamzubegraben 31AlssievomTodAbrahamshörten,kamenalle EinwohnerdesLandesHaran,alleSippendesHauses Abraham,alleFürstenundWürdenträgerunddieSöhne AbrahamsvondenNebenfrauenSieerwidertenAbrahams Güte,tröstetenseinenSohnIsaakundbegrubenAbraham inderHöhle,dieervonEphron,demHetiter,undseinen NachkommenalsGrabstätteerworbenhatte.
32UndalleEinwohnerKanaansundalle,dieAbraham gekannthatten,weinteneinganzesJahrlangumAbraham, undMännerundFrauentrauertenumihn
33UndallekleinenKinderundalleBewohnerdesLandes weintenumAbrahamswillen,dennAbrahamwargütigzu allengewesenundweilergerechtvorGottundden Menschengewesenwar
34UndesgabkeinenMann,derGottsofürchtetewie Abraham;dennAbrahamhatteseinenGottvonJugendauf
gefürchtetunddemHerrngedientundwarinallseinen Wegengegangen,vonseinerKindheitbiszuseinemTod.
35UndderHERRwarmitihmunderretteteihnvordem RatNimrodsundseinesVolkes;undalserKrieggegendie vierKönigevonElamführte,besiegteersie.
36UnderbrachtealleKinderderErdeindenDienst GottesundlehrtesiedieWegedesHerrnundließsieden Herrnerkennen.
37UnderlegteeinenHainanundpflanztedarineinen WeinbergUnderbereiteteinseinemZeltstetsSpeiseund Trankfürdie,diedurchdasLandzogen,damitsiesichin seinemHausstärkenkonnten
38UndGottderHERRerrettetedieganzeErdeum Abrahamswillen
39UndnachdemTodAbrahamssegneteGottseinenSohn IsaakundseineNachkommen.UndderHERRwarmit Isaak,wieermitseinemVaterAbrahamgewesenwar; dennIsaakhieltalleGebotedesHERRN,wieAbraham, seinVater,esihmgebotenhatte;erwichnichtnachrechts odernachlinksvondemrechtenWegab,denihmsein Vatergebotenhatte
KAPITEL27
1UndEsaugingzujenerZeit,nachdemTodAbrahams, häufigaufdieJagd
2AuchNimrod,derKönigvonBabel,derAmraphelwar, ginghäufigmitseinenHeldenaufdieJagdimFeldund wandertemitseinenMännerninderKühledesTages umher
3UndNimrodbeobachteteEsaualleTage,dennin NimrodsHerzenwarEifersuchtgegenEsauentstandenalle Tage
4UndeinesTagesgingEsauaufsFeld,umzujagen,und erfandNimrodmitseinenbeidenMännerninderWüste umhergehen
5UndalleseineHeldenundseinganzesVolkwarenmit ihminderWüste;abersieentferntensichineiniger Entfernungvonihmundgingeninverschiedene RichtungenaufdieJagd.Esauaberverbargsichvor NimrodundlauerteihminderWüsteauf
6UndNimrodundseineMänner,diebeiihmwaren, erkanntenihnnicht;undNimrodundseineMännergingen oftinderKühledesTagesaufdemFeldumher,umzu erfahren,woseineMänneraufdemFeldjagten
7UndNimrodundzweiseinerMänner,diebeiihmwaren, kamenandenOrt,wosiewarenDasprangEsauplötzlich vonseinemVersteckauf,zogseinSchwert,eilteundlief aufNimrodzuundschlugihmdenKopfab
8UndEsaukämpfteeinenerbittertenKampfmitden beidenMännern,diemitNimrodwaren;undalssieihn anriefen,wandtesichEsauihnenzuunderschlugsiemit seinemSchwert
9UndalletapferenMännerNimrods,dieihnverlassen hatten,umindieWüstezugehen,hörtendenSchreivon weitemunderkanntendieStimmenderbeidenMännerSie liefenhin,umdenGrunddafürzuerfahren,undfanden ihrenKönigunddiebeidenMänner,diemitihmgewesen waren,totinderWüsteliegen
10AlsEsaudieHeldenNimrodsvonWeitemkommensah, floherundentkamsoEsaunahmdiewertvollenKleider
Nimrods,dieNimrodsVaterihmvermachthatteundmit denenNimroddasganzeLandbeherrschte,undversteckte sieinseinemHaus
11UndEsaunahmdieseKleiderundflohindieStadtvor NimrodsMännern.Erkammüdeunderschöpftvom KampfindasHausseinesVatersundwarbereit,vor Kummerzusterben,alserzuseinemBruderJakobtratund sichvorihnsetzte.
12UndersprachzuseinemBruderJakob:Siehe,ich werdeheutesterben;wozubraucheichdanndas Erstgeburtsrecht?JakobhandelteindieserSacheklugmit Esau,undEsauverkaufteseinErstgeburtsrechtanJakob, dennsohatteesderHerrbewirkt.
13AuchEsausAnteilanderHöhleaufdemFeldvon Machpela,denAbrahamvondenHeternzumBesitzeines Begräbnisplatzesgekaufthatte,verkaufteEsauanJakob, undJakobkauftediesallesvonseinemBruderEsaufür dengegebenenGegenwert
14UndJakobschriebdasallesineinBuchundbezeugtees mitZeugen;underversiegeltees,unddasBuchbliebin JakobsHänden
15AlsNimrod,derSohnvonKusch,starb,hobenihnseine Männerauf,brachtenihnbestürztherbeiundbegrubenihn inseinerStadtNimrodlebteinsgesamt zweihundertfünfzehnJahreundstarb.
16UnddieTage,dieNimrodüberdasVolkdesLandes regierte,wareneinhundertfünfundachtzigJahre;und NimrodstarbdurchdasSchwertEsausinSchandeund Verachtung,undderSameAbrahamsverursachteseinen Tod,wieeresinseinemTraumgesehenhatte 17NachdemTodNimrodszerfielseinKönigreichinviele Teile,undalleGebiete,überdieNimrodgeherrschthatte, wurdendenjeweiligenKönigendesLandeszurückgegeben, diesienachNimrodsTodwiederinBesitznahmen.Das ganzeVolkausdemHauseNimrodwarlangeZeitden anderenKönigendesLandesunterworfen
KAPITEL28
1InjenenTagen,nachdemTodAbrahams,injenemJahr, brachtederHerreineschwereHungersnotüberdasLand UndalsdieHungersnotimLandKanaanwütete,machte sichIsaakauf,umwegenderHungersnotnachÄgypten hinabzuziehen,wieesseinVaterAbrahamgetanhatte 2UndderHERRerschieninjenerNachtdemIsaakund sprachzuihm:GehnichthinabnachÄgypten,sondern machdichaufundgehnachGerarzuAbimelech,dem KönigderPhilister,undbleibdort,bisdieHungersnot aufhört
3UndIsaakmachtesichaufundgingnachGerar,wieder Herrihmgebotenhatte,undbliebdorteinganzesJahr
4AlsIsaaknachGerarkam,sahendieLeuteimLand,dass Rebekka,seineFrau,schönaussahUnddieLeutevon GerarfragtenIsaaknachseinerFrau,undersagte:Sieist meineSchwesterDennerfürchtete,siealsseineFrauzu bezeichnen,damitihndieLeuteimLandihretwegennicht umbrächten.
5UnddieFürstenAbimelechsgingenhinundpriesendie FrauvordemKönig;abererantworteteihnennichtund hörteihrenWortennichtzu.
6Alseraberhörte,wiesiesagten,Isaakhabesiealsseine Schwesterbezeichnet,behieltderKönigdiesfürsich.
7AlsIsaakdreiMonateimLandgebliebenwar,schaute AbimelechausdemFensterundsah,dassIsaakmitseiner FrauRebekkaspielte;dennIsaakwohnteimäußerenHaus desKönigs,sodassdasHausIsaaksdemHausdesKönigs gegenüberlag
8UndderKönigsprachzuIsaak:Washastduunsda angetan,dassduvondeinerFraugesagthast:Sieistmeine Schwester?WieleichthätteeinerderGroßendesVolkes mitihrschlafenkönnen,undduhättestdannSchuldauf unsgebracht
9UndIsaaksprachzuAbimelech:Weilichfürchtete, wegenmeinerFrauzusterben,sagteich:Sieistmeine Schwester
10ZujenerZeitbefahlAbimelechallenseinenFürstenund angesehenenMännern,dasssieIsaakundseineFrau RebekkanahmenundsievordenKönigbrachten
11UndderKönigbefahl,sieinfürstlicheGewänderzu kleidenundsiedurchdieStraßenderStadtreitenzulassen undimganzenLandvorihnenauszurufen:„Diesistder MannunddiesistseineFrau;werdiesenMannoderseine Frauanrührt,solldesTodessterben“UndIsaakkehrtemit seinerFrauzumKönigspalastzurück,undderHerrwarmit Isaak,underwurdeimmergrößerundhattekeinenMangel. 12UndderHERRließIsaakGunstfindenbeiAbimelech undbeiallseinenUntertanen,undAbimelechhandelte gütigmitIsaak,dennAbimelecherinnertesichandenEid unddenBund,derzwischenseinemVaterundAbraham bestandenhatte
13UndAbimelechsprachzuIsaak:Siehe,dieganzeErde stehtdiroffen;bleibe,woesdirgefällt,bisduindeinLand zurückkehrstUndAbimelechgabIsaakFelderund WeinbergeunddasbesteStückLandGerar,damitersäe undernteundessedieFrüchtedesLandes,bisdieTageder Hungersnotvorüberwären
14UndIsaaksäteinjenemLandundernteteimselbenJahr hundertfach,undderHERRsegneteihn
15UndderMannwurdesehrmächtig;erbesaßSchafeund RinderundeinegroßeAnzahlvonKnechten.
16AlsdieTagederHungersnotvorüberwaren,erschien derHERRdemIsaakundsprachzuihm:Stehauf,gehvon diesemOrtwegundkehrezurückindeinLand,indas LandKanaan!DastandIsaakaufundkehrtezurücknach Hebron,dasimLandKanaanliegt,erundalles,wasihm gehörte,wiederHERRihmgebotenhatte.
17UndnachdiesemJahrstarbSchelach,derSohn,in Arpachschad.DieswardasachtzehnteLebensjahrJakobs undEsausSchelachwurdeinsgesamt vierhundertdreiunddreißigJahrealtundstarb
18ZujenerZeitschickteIsaakseinenjüngerenSohnJakob zumHausvonSemundEber.DortlernteJakobdie WeisungendesHerrnundblieb32JahrelangimHausvon SemundEberSeinBruderEsauabergingnichtmit,denn erwolltenichtmitgehen,sondernbliebimHausseines VatersimLandKanaan
19UndEsaugingunentwegtaufdieJagdindenFeldern, umnachHausezubringen,wasererbeutenkonnte;sotat EsaualleTage
20EsauaberwareinlistigerundbetrügerischerMann,der denMenschennachdemMundredeteundsieverführte
EsauwareintapfererKriegeraufdemFeldundgingnach einigerZeitwiegewohntaufdieJagd;underkambiszum FeldvonSeir,dasistEdom
21UnderbliebeinJahrundvierMonateimLandSeirund jagteaufdemFeld.
22UndEsausahdortimLandeSeirdieTochtereines Kanaaners,undihrNamewarJehudit,dieTochterBeeris, desSohnesEphers,ausdemGeschlechtHets,desSohnes Kanaans
23UndEsaunahmsiezurFrauundgingzuihr;Esauwar vierzigJahrealt,alsersienahm,underbrachtesienach Hebron,demLand,woseinVaterwohnte,underwohnte dort.
24UndesgeschahinjenenTagen,imhundertzehnten LebensjahrIsaaks,dasistimfünfzigstenLebensjahr Jakobs,dastarbSem,derSohnNoahs;Semwar sechshundertJahrealt,alserstarb
25AlsSemstarb,kehrteJakobzuseinemVaternach Hebronzurück,dasimLandKanaanliegt.
26ImsechsundfünfzigstenLebensjahrJakobskamenLeute ausHaran,undRebekkawurdeüberihrenBruderLaban, denSohnBetuels,berichtet.
27DennLabansFrauwarzujenerZeitunfruchtbarund gebarkeineKinder,undauchalleseineMägdegebaren ihmkeine.
28UndderHERRgedachtespäterAdina,derFrauLabans, undsiewurdeschwangerundgebarZwillingstöchterUnd LabannannteseineTöchternachihrenNamen:dieältere LeaunddiejüngereRahel
29UnddieseLeutekamenundberichtetenRebekkadies DafreutesichRebekkasehr,dassderHerrihrenBruder besuchthatteunddasserNachkommenbekommenhatte
KAPITEL29
1UndIsaak,derSohnAbrahams,wurdealtund hochbetagt,undseineAugenwurdenschwervorAlter;sie warentrübundkonntennichtmehrsehen
2ZujenerZeitriefIsaakseinenSohnEsauundsprach: NimmdochdeineWaffen,deinenKöcherunddeinen Bogen,stehaufundgehhinausaufsFeldundfangmir WildbretundbereitemireinschmackhaftesGerichtzuund bringesmir,damitichesseunddichsegne,bevorich sterbe,dennichbinschonaltundgrauhaarig
3UndEsautatso;undernahmseinGewehrundging hinausaufsFeld,umWildbretzujagen,wieesihm befohlenhatte,umesseinemVaterzubringen,damit dieserihnsegne.
4UndRebekkahörtealleWorte,dieIsaakzuEsau gesprochenhatte,undsieeiltehinundriefihrenSohn Jakobundsprach:SohatdeinVaterzudeinemBruder Esaugesprochen,undsohabeichesgehört;nuneiledu undtu,wasichdirsagenwerde
5StehaufundgehdochzurHerdeundholmirzwei schöneZiegenböcke,undichwerdedeinemVater schmackhaftesFleischholenDusollstihmdas schmackhafteFleischbringen,damiteresisst,ehedein BrudervonderJagdzurückkommt,unddamitdeinVater dichsegnet
6UndJakobbeeiltesichundtat,wieseineMutterihm befohlenhatte,underbereitetedasschmackhafteFleisch
zuundbrachteesvorseinenVater,eheEsauvonderJagd zurückkam.
7UndIsaaksprachzuJakob:Werbistdu,meinSohn?Er abersprach:IchbindeinerstgeborenerEsau.Ichhabe getan,wiedumirbefohlenhast.Nunstehaufundissvon meinerJagdbeute,damitdeineSeelemichsegne,wiedues mirversprochenhast
8UndIsaakstandauf,aßundtrank,undseinHerzwurde getröstet,undersegneteJakob,undJakobgingvonseinem VaterfortUndalsIsaakJakobgesegnethatteunddieser vonihmfortgegangenwar,siehe,dakamEsauvonder JagdvomFeldundbereiteteaucheinschmackhaftes GerichtundbrachteesseinemVater,damiterdavonaß undihnsegnete
9UndIsaaksprachzuEsau:Werwares,derWildbret gefangenundesmirvordeinerAnkunftgebrachthat,und denichgesegnethabe?Esauaberwusste,dassseinBruder Jakobdiesgetanhatte,undseinZornentbranntegegen seinenBruderJakob,dassdieserihmgegenüberso gehandelthatte
10UndEsausprach:HeißternichtmitRechtJakob?Denn erhatmichzweimalverdrängt,erhatmirmein Erstgeburtsrechtgenommenundnunhatermirauchnoch meinenSegengenommenUndEsauweintesehrAlsIsaak dieStimmeseinesSohnesEsauweinenhörte,spracherzu Esau:Waskannichtun,meinSohn?DeinBruderkammit ListundhatdirdeinenSegengenommenUndEsauhasste seinenBruderJakobwegendesSegens,denihmseinVater gegebenhatte,undseinZornentbranntesehrgegenihn 11JakobaberfürchtetesichsehrvorseinemBruderEsau; damachteersichaufundflohzumHausEbers,desSohnes Sems,undverbargsichdortwegenseinesBrudersJakob wardreiundsechzigJahrealt,alserausdemLandKanaan vonHebronwegging.UndJakobbliebvierzehnJahrelang imHausEbersverborgenwegenseinesBrudersEsauund lerntedortweiterhindieWegedesHerrnundseineGebote 12AlsEsausah,dassJakobvorihmgeflohenund entkommenwarunddassJakobdenSegendurchList erlangthatte,dawurdeEsausehrtraurigundzornigauf seinenVaterundseineMutter.Ermachtesichauf,nahm seineFrauundzogvonseinemVaterundseinerMutterin dasLandSeirundließsichdortniederDortsahEsaueine FrauausdemVolkderHeth,namensBosmat,dieTochter Elons,desHetiters,undernahmsiezusätzlichzuseiner erstenFrauzurFrauEsaunanntesieAda,weilersagte, derSegenseizujenerZeitvonihmgewichen.
13UndEsaubliebsechsMonateimLandSeir,ohneseinen VaterundseineMutterzusehen.DanachnahmEsauseine Frauen,machtesichaufundkehrteindasLandKanaan zurückUndEsaubrachteseinebeidenFrauenindasHaus seinesVatersinHebron
14DieFrauenEsausaberärgertenundreiztenIsaakund RebekkamitihrenTaten;dennsiewandeltennichtinden WegendesHerrn,sonderndientendenGötternihresVaters ausHolzundStein,wieihrVateressiegelehrthatte,und siewarenböseralsihrVater
15UndsiefolgtendenbösenBegierdenihrerHerzenund brachtendenBaalenOpferdarundräuchertenihnen Weihrauch;dawurdenIsaakundRebekkaihrer überdrüssig.
16Rebekkaabersprach:IchbinmeinesLebensmüde wegenderTöchterHeths;wennJakobsicheineTochter HethszurFraunimmt,wiediese,dievondenTöchterndes Landessind,wasnütztmirdannnochdasLeben?
17InjenenTagenwurdeAda,dieFrauEsaus,schwanger undgebarihmeinenSohnEsaunanntedenSohn,derihm geborenwar,ElifasEsauwarfünfundsechzigJahrealt,als sieihngebar.
18UndIsmael,derSohnAbrahams,starbinjenenTagen, imvierundsechzigstenJahrdesLebensJakobsAlleTage, dieIsmaellebte,wareneinhundertsiebenunddreißigJahre, understarb
19AlsIsaakhörte,dassIsmaelgestorbenwar,trauerteer umihnundbeklagteihnvieleTagelang
20NachvierzehnJahren,dieJakobimHauseEbers gewohnthatte,sehnteersichdanach,seinenVaterund seineMutterzusehenDagingJakobindasHausseiner ElternnachHebronEsauhattezujenerZeitvergessen, wasJakobihmangetanhatte,alserihmdenSegen entzogenhatte
21AlsEsauaberJakobzuseinemVaterundseinerMutter kommensah,erinnerteersichandas,wasJakobihm angetanhatte,underwurdesehrzornigaufihnundsuchte ihnzutöten
22Isaak,derSohnAbrahams,waraltundhochbetagt.Da sprachEsau:NunistdieZeitmeinesVatersnahe,dasser sterbenmuss;undwennergestorbenist,werdeichmeinen BruderJakoberschlagen.
23AlsRebekkadavonhörte,eiltesiehin,sandteBoten undließihrenSohnJakobrufenundsprachzuihm:Mach dichauf,gehundfliehnachHaranzumeinemBruder LabanundbleibdorteineZeitlang,bissichderZorn deinesBrudersvondirgewandthat;dannsollstdu zurückkehren.
24UndIsaakriefJakobundsprachzuihm:Nimmdir keineFrauvondenTöchternKanaans,dennsohatuns unserVaterAbrahamgebotennachdemWortdesHerrn, daserihmgebotenhatte,alsersprach:Deinen NachkommenwillichdiesesLandgeben;wenndeine KindermeinenBundhalten,denichmitdirgeschlossen habe,sowillauchichandeinenKindernerfüllen,wasich dirverheißenhabe,undichwillsienichtverlassen 25Darumhörenun,meinSohn,aufmeineStimmeundauf alles,wasichdirgebietenwerdeNimmdirkeineFrauvon denTöchternKanaans;machdichauf,gehnachHaran zumHausBetuels,desVatersdeinerMutter,undnimmdir dorteineFrauvondenTöchternLabans,desBruders deinerMutter.
26Darumhütedich,dassdudenHERRN,deinenGott, undalleseineWegeindemLand,indasdugehst,nicht vergesseunddichnichtmitdenBewohnerndesLandes verbindestundNichtigkeitennachjagstunddenHERRN, deinenGott,verlässt
27WennduaberindasLandkommstunddortdemHerrn dienst,soweichenichtnachrechtsodernachlinksvon demWegab,denichdirgebotenhabeunddendugelernt hast.
28UndderallmächtigeGottschenkedirGnadebeiden MenschenderErde,damitdudirdorteineFraunach deinerWahlnehmenkannst,eine,diegütigund rechtschaffenistindenWegendesHerrn
29UndGottgebedirunddeinenNachkommendenSegen deinesVatersAbrahamundmachedichfruchtbarund mehredich,undduwerdestzueinemgroßenVolkindem Land,wohindugehst,undGottlassedichzurückkehrenin diesesLand,dasLand,indemdeinVaterwohnt,mit KindernundmitgroßemReichtum,mitFreudeundWonne 30UndIsaakbeendeteseineWeisunganJakobund segneteihnundgabihmvieleGeschenke,zusammenmit SilberundGold,undließihnziehen;undJakobhörteauf seinenVaterundseineMutter;erküsstesieundstandauf undgingnachPaddan-Aram;undJakobwar siebenundsiebzigJahrealt,alserausdemLandKanaan vonBeerschebawegging.
31AlsJakobnachHaranaufbrach,riefEsauseinenSohn Elifasundsprachheimlichzuihm:Nunbeeiledich,nimm deinSchwertindieHandundverfolgeJakob,gehevorihm heraufdemWeg,lauereihmaufunderschlageihnmit deinemSchwertaufeinemderBergeundnimmalles,was ihmgehört,undkehrezurück.
32Elifas,derSohnEsaus,wareintatkräftigerMannund einExperteimBogenschießen,wieihnseinVatergelehrt hatte;erwareinbekannterJägeraufdemFeldundein tapfererMann
33UndElifastat,wieseinVaterihmbefohlenhatteElifas warzujenerZeitdreizehnJahrealt.Ermachtesichauf, ginghinundnahmzehnBrüderseinerMuttermitsichund verfolgteJakob
34UnderfolgteJakobdichtaufdenFersenundlauerte ihmanderGrenzedesLandesKanaangegenüberderStadt Sichemauf
35UndJakobsahElifasundseineMänner,dieihn verfolgtenDabliebJakobandemOrtstehen,woer hingegangenwar,umzuerfahren,wasdassollte,denner wusstenicht,wasloswar.ElifasaberzogseinSchwertund rücktemitseinenMännernweiteraufJakobzuUndJakob sprachzuihnen:Washabtihrhierzusuchen,dassihrmit eurenSchwerternhinterherjagt?
36UndElifastratzuJakobundantworteteihm:Sohatmir meinVatergeboten,unddarumwillichnunnichtvonden Gebotenabweichen,diemirmeinVatergegebenhat.Als Jakobsah,dassEsauzuElifasgesagthatte,ersolleGewalt anwenden,tratJakobzuElifasundseinenMännernundbat sieinständig:
37Siehe,alles,wasichhabeundwasmirmeinVaterund meineMuttergegebenhaben,nimmzudirundgehweg vonmirundtötemichnicht;unddiessolldirals Gerechtigkeitangerechnetwerden
38UndderHERRließJakobGnadefindenbeiElifas,dem SohnEsaus,undseinenMännern,undsiehörtenauf JakobsStimmeundtötetenihnnichtElifasundseine Männernahmenalles,wasJakobgehörte,zusammenmit demSilberundGold,daservonBeerschebamitgebracht hatte;sieließenihmnichts
39DazogenElifasundseineMännervonihmwegund kehrtenzuEsaunachBeerschebazurückundberichteten ihmalles,wasihnenmitJakobwiderfahrenwar,undgaben ihmalleszurück,wassievonJakobgenommenhatten.
40DawurdeEsauzornigaufseinenSohnElifasundauf seineMänner,diebeiihmwaren,weilsieJakobnicht getötethatten.
41DaantwortetensieundsprachenzuEsau:WeilJakob unsindieserSacheanflehte,ihnnichtzutöten,ergriffuns Mitleidmitihm,undwirnahmenalles,wasihmgehörte, undbrachteneszudir;undEsaunahmallesSilberund Gold,dasElifasvonJakobgenommenhatte,undlegtees inseinHaus
42AlsEsausah,dassIsaakJakobgesegnetundihm gebotenhatte:„DusollstdirkeineFraunehmenvonden TöchternKanaans“,unddassdieTöchterKanaansinden AugenIsaaksundRebekkasschlechtwaren, 43DanngingerindasHausseinesOnkelsIsmaelund nahmnebenseinenälterenFrauenauchMachlath,die TochterIsmaels,dieSchwesterNebajots,zurFrau.
KAPITEL30
1UndJakobzogweiternachHaranundkambiszumBerg MorijaundbliebdortdieganzeNachtinderNäheder StadtLuz;undderHERRerschienJakobinjenerNacht undsprachzuihm:IchbinderHERR,derGottAbrahams undderGottIsaaks,deinesVaters;dasLand,aufdemdu liegst,willichdirunddeinenNachkommengeben.
2Undsiehe,ichbinmitdirundwilldichbehüten,wohin duauchgehst,undwilldeineNachkommenmehrenwie dieSterneamHimmel,undwillalledeineFeindevordir fallenlassen;undwennsieKrieggegendichführen,sollen siedichnichtbesiegen,undichwilldichmitFreude,mit KindernundmitgroßemReichtumwiederindiesesLand bringen
3UndJakoberwachteausseinemSchlafundfreutesich sehrüberdieVision,dieergesehenhatte;undernannte denOrtBethel
4UndJakobstandfreudigvonjenemOrtauf,undalser ging,fühltensichseineFüßevorFreudeleichtan.Under gingvondortindasLandderKinderdesOstensund kehrtenachHaranzurückundsetztesichanden Hirtenbrunnen.
5UndertrafdorteinigeMänner,dievonHarankamen, umihreHerdenzuweidenJakobbefragtesie,undsie sagten:WirkommenausHaran.
6Undersprachzuihnen:KenntihrLaban,denSohn Nahors?Undsiesprachen:Wirkennenihn;undsiehe, seineTochterRahelkommt,umdieHerdeihresVaterszu weiden
7Währendernochmitihnenredete,kamRahel,die TochterLabans,umdieSchafeihresVaterszuweiden; dennsiewareineHirtin
8AlsJakobRahel,dieTochterLabans,desBrudersseiner Mutter,sah,lieferihrentgegen,küsstesieunderhobseine Stimmeundweinte
9UndJakobsagteRahel,dasserderSohnRebekkas,der SchwesterihresVaters,sei.Rahelliefunderzähltees ihremVaterJakobaberweinteweiter,weilernichtsbei sichhatte,waserLabanhättemitbringenkönnen
10AlsLabanhörte,dassJakob,derSohnseinerSchwester, gekommenwar,lieferihmentgegen,küssteihn,umarmte ihn,führteihninsHaus,gabihmBrot,underaß.
11UndJakobberichteteLaban,wasseinBruderEsauihm angetanhatteundwasseinSohnElifasihmaufdemWeg angetanhatte.
12UndJakobwohnteeinenMonatlangimHausLabans, undJakobaßundtrankimHausLabans.Danachsprach LabanzuJakob:Sagmir,wasdeinLohnseinsoll,denn wiekannstdumirumsonstdienen?
13LabanhattekeineSöhne,sondernnurTöchter;auch seineanderenFrauenundMägdewarenzujenerZeitnoch unfruchtbarDiessinddieNamenderTöchterLabans,die ihmseineFrauAdinageborenhatte:DieälterehießLea, diejüngereRahelLeahattezarteAugen,Rahelaberwar schönundanmutig,undJakobliebtesie
14UndJakobsprachzuLaban:IchwilldirsiebenJahre dienenumdeinerjüngerenTochterRahelwillenUnd Labanwilligteein,undJakobdienteLabansiebenJahre umseinerTochterRahelwillen
15ImzweitenJahr,alsJakobinHaranwohnte,dasistim neunundsiebzigstenLebensjahrJakobs,starbEber,der SohnSems;erwarvierhundertvierundsechzigJahrealt,als erstarb
16AlsJakobaberhörte,dassEbergestorbenwar,warer sehrbetrübtundklagteundtrauertevieleTageumihn
17ImdrittenJahr,alsJakobinHaranwohnte,gebar Bosmat,dieTochterIsmaels,dieFrauEsaus,ihmeinen Sohn,undEsaunannteihnReuel
18ImviertenJahr,alsJakobimHauseLabanswohnte, besuchtederHERRLabanundgedachteseinerumJakobs willen,undihmwurdenSöhnegeboren;seinErstgeborener warBeor,seinZweiterwarAlibundseinDritterwar Chorasch.
19UndderHerrgabLabanReichtumundEhre,Söhneund Töchter,undderMannwurdesehrzahlreichumJakobs willen.
20JakobdienteinjenenTagenLabaninallenArbeiten,im HausundaufdemFeld,undderSegendesHerrnkamauf alles,wasLabanimHausundaufdemFeldgehörte.
21ImfünftenJahrstarbJehudit,dieTochterBeeris,die FrauEsaus,imLandKanaan;siehattekeineSöhne, sondernnurTöchter.
22DiessinddieNamenihrerTöchter,diesieEsaugeboren hat:DieälterehießMarzith,diejüngerePuith
23AlsJehuditgestorbenwar,machtesichEsauaufund gingnachSeir,umdortwiegewöhnlichaufdieJagdzu gehen,undEsaublieblangeZeitimLandSeir
24ImsechstenJahrnahmEsauzusätzlichzuseinen anderenFrauenAhlibama,dieTochterZebeons,des Hiwiters,zusichundbrachtesieindasLandKanaan 25UndAhlibamahwurdeschwangerundgebarEsaudrei Söhne,Jeusch,JaalanundKorach
26InjenenTagenentstandimLandKanaaneinStreit zwischendenHirtenEsausunddenHirtenderEinwohner desLandesKanaanDennEsausViehundGüterwarenzu zahlreich,alsdasserimLandKanaan,imHausseines Vaters,bleibenkonnte;unddasLandKanaankonnteihn wegenseinesViehsnichtmehrernähren
27AlsEsausah,dassseinStreitmitdenEinwohnerndes LandesKanaanzunahm,machteersichaufundnahm seineFrauen,seineSöhneundseineTöchterundalles,was ihmgehörte,seinViehundallseinenBesitz,denerim LandKanaanerworbenhatte,underzogwegvonden EinwohnerndesLandesindasLandSeirUndEsauund alles,wasihmgehörte,wohntenimLandSeir.
28AberEsaugingvonZeitzuZeitindasLandKanaan, umseinenVaterundseineMutterzubesuchen.UndEsau heirateteeineHoriterinundgabseineTöchterdenSöhnen Seirs,desHoriters,zurFrau.
29UndergabseineältereTochterMarzithdemAna,dem SohndesZebeon,demBruderseinerFrau,undPuitgaber demAsar,demSohnBilhans,desHoriters;undEsau wohnteimGebirge,erundseineKinder,undsiewaren fruchtbarundmehrtensich
KAPITEL31
1ImsiebtenJahraberwarJakobsDienstzeitbeiLaban beendetDasprachJakobzuLaban:GibmirmeineFrau zurück,dennmeineDienstzeitisterfülltUndLabantates UndLabanundJakobversammeltendasganzeVolkdes OrtesundveranstalteteneinFestmahl
2AmAbendkamLabaninsHaus,unddanachkamJakob mitdenFestgästendorthin,undLabanlöschtealleLichter imHaus
3DasprachJakobzuLaban:Warumtustduunsdasan? Labanantwortete:SoistesindiesemLandüblichzu handeln
4DanachnahmLabanseineTochterLeaundbrachtesie zuJakob.Alserzuihrkam,erkannteJakobsienichtals Lea
5UndLabangabseinerTochterLeaseineMagdSilpazur Magd.
6Undalle,diebeimFestmahlwaren,wussten,wasLaban mitJakobgemachthatte;abersiesagtenesJakobnicht
7UndalleNachbarnkameninjenerNachtzuJakobsHaus, undsieaßenundtrankenundfreutensichundspieltenvor LeaaufTamburinenundtanztenundantwortetenvor Jakob:Helea,Helea.
8JakobhörteihreWorte,verstandabernicht,wassie bedeuteten;ermeintejedoch,esseiwohlBrauchindiesem Land.
9UnddieNachbarnsprachendieseWorteinderNachtvor Jakob,undalleLichter,dieindemHauswaren,dasLaban hatte,wurdeninjenerNachtgelöscht.
10UndamMorgen,alseshellwurde,wandtesichJakob seinerFrauzuundsah,undsiehe,eswarLea,diein seinemSchoßgelegenhatte.DasprachJakob:Siehe,jetzt weißich,wasdieNachbarnletzteNachtgesagthaben: Helea,sagtensie,undichwussteesnicht
11DariefJakobLabanundsprachzuihm:Washastdu mirdaangetan?IchdientedirdochumRahelswillen, warumhastdumichbetrogenundmirLeagegeben?
12LabanantworteteJakobundsprach:Soistesbeiuns nichtüblich,dieJüngerevorderÄlterenzugebenWenn dualsoauchihreSchwesterzudirnehmenwillst,sonimm siezudirfürdenDienst,dendumirnochsiebenJahre leistenwirst
13UndJakobtatso,undernahmauchRahelzurFrauund dienteLabannochsiebenJahreUndJakobkamauchzu RahelundliebteRahelmehralsLea,undLabangabihr seineMagdBilhazurDienerin.
14AlsderHERRsah,dassLeaverhasstwar,öffneteder HERRihrenLeib,undsiewurdeschwangerundgebar JakobinjenenTagenvierSöhne.
15UnddiessindihreNamen:Ruben,Simeon,Leviund Juda.DanachverließsiedasKindertragen.
16ZujenerZeitwarRahelunfruchtbarundhattekeine Nachkommen.RahelbeneideteihreSchwesterLea.Als Rahelsah,dasssieJakobkeineKindergebar,nahmsieihre MagdBilhazusich,unddiesegebarJakobzweiSöhne, DanundNaftali
17AlsLeasah,dasssienichtmehrgebärenkonnte,nahm sieauchihreMagdSilpaundgabsieJakobzurFrauUnd JakobkamauchzuSilpa,undsiegebarJakobzweiSöhne, GadundAscher
18UndLeawurdeabermalsschwangerundgebarJakobin jenenTagenzweiSöhneundeineTochter;unddiessind ihreNamen:Issachar,SebulonundihreSchwesterDina 19UndRahelwarinjenenTagennochunfruchtbarUnd RahelbetetezujenerZeitzumHerrnundsprach:Herr, meinGott,gedenkemeinerundbegegnemir,ichbittedich, dennnunwirdmichmeinMannverstoßen,weilichihm keineKindergeborenhabe.
20Nunaber,HERR,meinGott,erhöremeinFlehenvordir undsiehmeinElendanundgibmirKinderwieeineder Mägde,damitichmeineSchmachnichtlängertragenmuss.
21UndGotterhörtesieundöffneteihrenLeib,undRahel wurdeschwangerundgebareinenSohnUndsiesprach: DerHerrhatmeineSchmachvonmirgenommen.Undsie nannteihnJosefundsprach:DerHerrschenkemirnoch einenSohnJakobaberwareinundneunzigJahrealt,alssie ihngebar.
22ZujenerZeitschickteJakobsMutterRebekkaihre AmmeDebora,dieTochtervonUz,undzweiKnechte IsaakszuJakob.
23UndsiekamenzuJakobnachHaranundsprachenzu ihm:Rebekkahatunszudirgesandt,damitduindasHaus deinesVaters,indasLandKanaan,zurückkehrst.Und Jakobgehorchteihnenindem,wasseineMuttergesagt hatte
24ZudieserZeitwarendieübrigensiebenJahre,dieJakob LabanumRahelswillengedienthatte,vollendet,undnach vierzehnJahren,dieerinHarangewohnthatte,sprach JakobzuLaban:GibmirmeineFrauenundlassmich weggehen,damitichinmeinLandzurückkehrenkann; dennsiehe,meineMutterhatmirausdemLandKanaan geschickt,dassichindasHausmeinesVaters zurückkehrensolle
25Labanabersprachzuihm:Nein,ichbittedich;wenn ichGnadevordeinenAugengefundenhabe,soverlass michnicht;gibmirdeinenLohn,undichwillihndirgeben undbleibebeimir.
26UndJakobsprachzuihm:Diesistes,wasdumirals Lohngebensollst:Ichwerdeheutedurchdeineganze Herdegehenundallegesprenkeltenundgefleckten LämmerundallebraunenLämmerunterdenSchafenund unterdenZiegenwegnehmenUndwenndudiesfürmich tust,werdeichzurückkehrenunddeineHerdeweidenund siehaltenwiezuvor
27UndLabantatsoundnahmallesvonseinerHerdeweg, wasJakobgesagthatte,undgabesihm.
28UndJakobübergaballes,waservonLabansHerde entfernthatte,indieHändeseinerSöhne;undJakob weidetedenRestvonLabansHerde.
29AlsnundieKnechteIsaaks,dieerzuJakobgesandt hatte,sahen,dassJakobnichtmitihnenindasLand KanaanzuseinemVaterzurückkehrenwollte,verließensie ihnundkehrtenheimindasLandKanaan.
30DeboraaberbliebbeiJakobinHaranundkehrtenicht mitdenKnechtenIsaaksindasLandKanaanzurück, sondernDeborawohntebeiJakobsFrauenundKindernin Haran.
31JakobdienteLabannochsechsJahreAlsdieSchafe gelammthatten,sortierteJakobdiegesprenkeltenund geflecktenaus,wieeresmitLabanvereinbarthatteDas tatJakobsechsJahrelangbeiLabanUndderMannwurde sehrreichundbesaßRinder,Mägde,Knechte,Kameleund Esel
32JakobbesaßzweihundertRinderherdenSeineRinder warengroß,schönanzusehenundsehrfruchtbar.Alle MenschenfamilienwolltenetwasvonJakobsRindern haben,dennsiewarenüberausfruchtbar
33UndvieleMenschenkinderkamen,umsichetwasvon JakobsHerdezuerwerben,undJakobgabihneneinSchaf füreinenKnechtodereineMagdoderfüreinenEseloder einKamel,oderwasimmerJakobvonihnenverlangte, gabensieihm
34UndJakoberlangtedurchdieseGeschäftemitden MenschensöhnenReichtum,EhreundBesitztümer,unddie SöhneLabansbeneidetenihnumdieseEhre
35NacheinigerZeithörteerdieWortederSöhneLabans: „Jakobhatallesweggenommen,wasunseremVater gehörte,undhatsichvondem,wasunseremVatergehörte, alldiesenRuhmerworben“
36UndJakobsahdasAngesichtLabansundseinerSöhne an,undsiehe,eswarihminjenenTagennichtmehrso gesinntwiezuvor
37UndderHERRerschienJakobnachAblaufdersechs Jahreundsprachzuihm:Machdichauf,gehausdiesem LandundkehrezurückindasLanddeinerGeburt,undich willmitdirsein.
38UndJakobmachtesichzujenerZeitaufundsetzte seineKinderundFrauenundalles,wasihmgehörte,auf KameleundzogausindasLandKanaanzuseinemVater Isaak
39UndLabanwusstenicht,dassJakobvonihm weggegangenwar,dennLabanwarandiesemTagbeim Schafescherengewesen
40UndRahelstahldieGötzenbilderihresVaters,nahmsie undverstecktesieaufdemKamel,aufdemsiesaß,und gingweiter
41UnddiesistdieArtderGötzenverehrung:Mannehme einenerstgeborenenMann,schlachteihn,schneideihmdas HaarvomKopf,nehmeSalz,bestreuedenKopfdamitund salbeihnmitÖl,dannnehmemaneinekleineKupfertafel odereineGoldtafel,schreibedenNamendaraufundlege dieTafelunterseineZunge,nehmedenKopfmitderTafel unterderZunge,legeihnindasHaus,zündeLichterdavor anundverneigesichvorihm
42Undwennsiesichdavorniederbeugen,wirdeszuihnen redeninallenDingen,diesieesbitten,durchdieMacht desNamens,derdaringeschriebenist
43UndeinigefertigensieinGestaltvonMenschenan,aus GoldundSilber,undgehenzuihnenindenihnen bekanntenZeiten;unddieGestaltenempfangenden
EinflussderSterneundverkündenihnenzukünftigeDinge; undaufdieseWeisewarendieBilder,dieRahelvonihrem Vatergestohlenhatte
44UndRahelstahldieseBilder,dieihremVatergehört hatten,damitLabandurchsienichterfuhr,wohinJakob gegangenwar
45UndLabankamnachHauseundfragtenachJakobund seinemHaus,abererwarnichtzufinden.DasuchteLaban seineGötzenbilderauf,umzuerfahren,wohinJakob gegangenwar,abererkonntesienichtfindenDaginger zuanderenGötzenbildernundbefragtesie,undsiesagten ihm,dassJakobvonihmzuseinemVaterindasLand Kanaangeflohensei.
46DastandLabanauf,nahmseineBrüderundalleseine Knechte,ginghinausundverfolgteJakobundholteihnauf demGebirgeGileadein.
47UndLabansprachzuJakob:Washastdumirda angetan,dassdugeflohenbistundmichbetrogenhastund meineTöchterundihreKinderalsKriegsgefangenedurch dasSchwertmitdirgeführthast?
48Undduhastmirnichterlaubt,siezuküssenundsiemit Freudenwegzuschicken,sondernduhastmeineGötter gestohlenundbistweggegangen
49JakobantworteteLaban:„Weilichfürchtete,duwürdest mirdeineTöchtermitGewaltwegnehmen;undnunsoll jeder,beidemdudeineGötterfindest,sterben“
50UndLabansuchtenachdenGötzenbildernund untersuchtealleZelteundMöbelJakobs,konntesieaber nichtfinden
51UndLabansprachzuJakob:WirwolleneinenBund miteinanderschließen,unddassolleinZeugniszwischen mirunddirsein:WenndumeineTöchterbedrängstoder dirandereFrauennimmstalsmeineTöchter,sosollauch GottZeugezwischenmirunddirindieserSachesein.
52UndsienahmenSteineundhäuftensiezueinem SteinhaufenaufLabansprach:DieserSteinhaufensollein Zeugeseinzwischenmirunddir.Darumnannteerihn Gilead
53UndJakobundLabanbrachtenaufdemBergeinOpfer darundaßendortvomOpferhaufenundbliebendieganze NachtaufdemBergUndLabanstandfrühamMorgenauf undweintemitseinenTöchternundküsstesieundkehrte anseinenOrtzurück.
54UndereilteundschickteseinenSohnBeor,der siebzehnJahrealtwar,mitAbichorof,demSohndesUz, desSohnesdesNahor,undmitihnenzehnMänner.
55UndsieeiltenundgingenundzogenaufderStraßevor JakobherundkamenaufeinemanderenWegindasLand Seir
56UndsiekamenzuEsauundsprachenzuihm:Sospricht deinBruderundVerwandter,Laban,derBruderdeiner Mutter,derSohnBetuels:
57Hastdugehört,wasdeinBruderJakobanmirgetanhat?
Erkamzuerstnacktundbloßzumir,undichgingihm entgegenundbrachteihnehrenvollinmeinHausIch machteihngroßundgabihmmeinebeidenTöchterund auchzweimeinerMägdezuFrauen.
58UndGottsegneteihnummeinetwillen,underwurde sehrvielundzeugteSöhne,TöchterundMägde
59ErhatteaucheinenriesigenBestandanSchafenund Rindern,KamelenundEselnsowieSilberundGoldin
HülleundFülleAlsersah,dassseinReichtumzunahm, verließermich,währendichmeineSchafescherenging, understandaufundflohheimlich
60UnderhobseineFrauenundKinderaufKameleund führteallseinViehundseinenBesitz,denerinmeinem Landerworbenhatte,fortundwandtesichseinemVater Isaakzu,umindasLandKanaanzugehen
61Undererlaubtemirnicht,meineTöchterundderen Kinderzuküssen,sondernerführtemeineTöchterals Gefangene,dieermitdemSchwertgefangengenommen hatte,understahlauchmeineGötterundfloh
62Undnunhabeichihnundalles,wasihmgehört,im GebirgeamBachJabukzurückgelassen;esmangeltihman nichts
63Wennduzuihmgehenwillst,sogehhinunddortwirst duihnfindenundkannstmitihmtun,wasdeinHerz begehrt;undLabansBotenkamenundberichtetenEsauall dies
64AlsEsauaberalleWortederBotenLabanshörte, entbrannteseinZorngegenJakobsehr;ererinnertesichan seinenHass,undseinZornbrannteinihm
65DaeilteEsauhinundnahmseineKinderundKnechte undalleAngehörigenseinesHauses,sechzigMann,under ginghinundversammeltealleSöhneSeirs,desHoriters, undihrVolk,dreihundertvierzigMann,undnahmalle vierhundertMannmitgezücktenSchwerternundgingzu Jakob,umihnzuschlagen
66UndEsauteiltedieseZahlinmehrereTeileundnahm diesechzigMännerseinerSöhneundKnechteundalle AngehörigenseinesHausesalseinHauptundübergabsie Elifas,seinemältestenSohn.
67DieübrigenHäupteraberübergaberdensechsSöhnen Seirs,desHoriters,undsetztejedenvonihnenüberseine GenerationenundKinder.
68UnddasganzeLagerzogweiter,wieesgewesenwar; undEsaugingmittenunterihnenzuJakobundführtesie mitEile.
69DazogenLabansBotenvonEsaufortundgingenindas LandKanaanundkamenzumHausRebekkas,derMutter JakobsundEsaus.
70Daberichtetensieihr:Siehe,deinSohnEsauistmit vierhundertManngegenseinenBruderJakobgezogen; dennerhatgehört,dasserkommt,undisthingezogen,um Krieggegenihnzuführen,ihnzuschlagenundalleszu nehmen,waserhat
71DaeilteRebekkaundsandtezweiundsiebzigMänner ausdemKnechtschaftIsaaks,umJakobaufdemWegzu begegnen;dennsiesagte:VielleichtwirdEsauaufdem WegKriegführen,wennerihmbegegnet
72UnddieseBotenmachtensichaufdenWeg,umJakob zutreffen,undsietrafenihnamBachweg,aufderanderen SeitedesBachesJabuk.UndJakobsprach,alsersiesah: DiesesLageristmirvonGottbestimmtUndJakobnannte denOrtMachnajim
73UndJakoberkanntealleAngehörigenseinesVaters, underküssteundumarmtesieundgingmitihnenUnd JakobfragtesienachseinemVaterundseinerMutter,und siesagten:Esgehtihnengut
74UnddieseBotensprachenzuJakob:DeineMutter Rebekkahatunszudirgesandtunddirgesagt:Ichhabe gehört,meinSohn,dassdeinBruderEsaumitMännernaus
demStammSeir,demHoriter,gegendichaufdemWeg ausgezogenist.
75Darum,meinSohn,höreaufmeineStimmeund überlegedirgut,wasdutunwillst.Wennerzudirkommt, bitteihninständigundredenichtunbedachtmitihm, sonderngibihmeineGabevondem,wasdubesitztund womitGottdichbeschenkthat
76UndwennerdichnachdeinenAngelegenheitenfragt, soverheimlicheihmnichts;vielleichtlässtervonseinem Zorngegendichab,undduwirstdadurchdeinLebenund alles,wasdirgehört,retten;dennesistdeinePflicht,ihnzu ehren,weilerdeinältererBruderist
77AlsJakobaberdieWorteseinerMutterhörte,diedie Botenzuihmgesprochenhatten,erhoberseineStimme undweintebitterlichundtat,wieseineMutterihm befohlenhatte.
KAPITEL32
1ZujenerZeitsandteJakobBotenzuseinemBruderEsau indasLandSeirundsprachzuihmflehendeWorte
2Undergebotihnenundsprach:Sosolltihrzumeinem Herrn,zuEsausagen:SosprichtdeinKnechtJakob:Mein Herrsollnichtmeinen,dassderSegenmeinesVaters,mit demermichgesegnethat,mirzumVorteilgereichthat.
3DennichbinnunschonzwanzigJahrebeiLaban,under hatmichbetrogenundmeinenLohnzehnmalgeändert,wie esmeinemHerrnschonallesberichtetwurde.
4UndichdienteihminseinemHausmitgroßerMühe UndGottsahdanachmeinElend,meineMüheunddas WerkmeinerHändeundließmichGnadeundGunstvor seinenAugenfinden
5UndicherwarbspäterdurchGottesgroße BarmherzigkeitundGüteOchsen,Esel,Rinder,Knechte undMägde
6UndnunkommeichinmeinLandundmeineHeimatzu meinemVaterundmeinerMutter,dieimLandKanaan sind;undichhabeBotengeschickt,ummeinemHerrndies allesmitzuteilen,damitichGnadevordenAugenmeines Herrnfindeundernichtmeint,ichhätteauseigenerKraft ReichtumerlangtoderderSegen,mitdemmichmein Vatergesegnethat,hättemirgenützt
7UndjeneBotengingenzuEsauundfandenihnander GrenzedesLandesEdom,wieeraufJakobzuging;und vierhundertMannvomStammSeir,demHoriter,standen mitgezücktenSchwerternda.
8UnddieBotenJakobsberichtetenEsaualles,wasJakob ihnenüberEsaugesagthatte.
9EsauantworteteihnenmitStolzundVerachtungund sprachzuihnen:Wahrlich,ichhabegehörtundesistmir wahrhaftigberichtetworden,wasJakobmitLabangetan hat,derihninseinemHauserhöhtundihmseineTöchter zuFrauengegebenhat,underzeugteSöhneundTöchter undvermehrtesichdurchseineDiensteinLabansHaus reichlichanReichtumundGütern
10Alserabersah,dassseinReichtumgroßundseinBesitz gewaltigwar,flohermitallem,waserhatte,ausLabans HausundführteLabansTöchter,ohneesihmzusagen, wieKriegsgefangenemitdemSchwertvonihremVater fort.
11UndnichtnurLabanhatJakobsobehandelt,sondern auchmich,underhatmichzweimalverdrängt,undsollich schweigen?
12DarumbinichheutemitmeinenLagerngekommen, ihmentgegenzukommen,undichwerdemitihmtun,was miramHerzenliegt
13DakehrtendieBotenzurückundkamenzuJakobund sprachenzuihm:WirkamenzudeinemBruderEsauund habenihmallesgesagt,wasdugesagthast,undsohater unsgeantwortet;undsiehe,erkommtdirmitvierhundert Mannentgegen
14Nunabererkenneundsieh,wasdutunsollst,undbete zuGott,dasserdichvonihmerrette.
15AlsJakobaberdieWorteseinesBrudershörte,die dieserzudenBotenJakobsgesprochenhatte,erschraker sehrundwarbetrübt.
16UndJakobbetetezudemHERRN,seinemGott,und sprach:HERR,GottmeinerVäterAbrahamundIsaak,du hastzumirgesagt,alsichausdemHausmeinesVaters wegging:
17IchbinderHerr,derGottdeinesVatersAbrahamund derGottIsaaks.DirgebeichdiesesLandunddeine NachkommennachdirIchwilldeineNachkommenso zahlreichmachenwiedieSterneamHimmel,unddusollst dichausbreitenbiszudenvierHimmelsseiten,unddurch dichunddeineNachkommensollenalleGeschlechterder Erdegesegnetwerden
18UndduhastdeinWortgehaltenundmirReichtümer, KinderundViehgegeben,wiedudeinemKnechtdie höchstenWünschemeinesHerzenserfüllthast;duhastmir allesgegeben,worumichdichgebetenhabe,sodassesmir annichtsmangelte
19Unddusagtestspäterzumir:Kehrezurückzudeinen ElternundandeinenGeburtsort,undichwerdedir weiterhinGutestun
20Undnun,daichgekommenbinunddumichvonLaban errettethast,werdeichindieHändeEsausfallen,dermich unddieMüttermeinerKinderumbringenwird
21Darum,Herr,meinGott,errettemichdochauchausder HandmeinesBrudersEsau,dennichfürchtemichsehrvor ihm
22UndwennkeineGerechtigkeitinmirist,sotutesdoch umAbrahamsundmeinesVatersIsaakswillen.
23Dennichweiß,dassichdiesenReichtumdurchGüte undBarmherzigkeiterworbenhabe;nunbitteichdich, errettemichheutedurchdeineGüteundantwortemir.
24DahörteJakobaufzubetenundteiltedasVolk,dasbei ihmwar,samtdenHerdenunddemViehinzweiLager. DieeineHälfteübergaberDamesek,demSohnEliesers, AbrahamsDiener,alsLagerfürsichundseineKinder;die andereHälfteaberübergaberseinemBruderElianus,dem SohnEliesers,alsLagerfürsichundseineKinder.
25Undergebotihnenundsprach:HaltetAbstandvon eurenLagernundkommteinandernichtzunahe;undwenn EsauineinLagerkommtundesvernichtet,sowirdihm dasandereLager,dassichineinigerEntfernungdavon befindet,entgehen.
26UndJakobbliebinjenerNachtdortundgabseinen KnechtendieganzeNachtüberAnweisungenbezüglich desHeeresundseinerKinder.
27UndderHERRerhörteanjenemTagdasGebetJakobs underretteteJakobausderHandseinesBrudersEsau.
28UndderHerrsandtedreiEngelvondenEngelndes Himmels;undsiegingenvorEsauherundkamenzuihm.
29UnddieseEngelerschienenEsauundseinemVolkwie zweitausendMann,dieaufPferdenritten,diemitallerlei Kriegswaffenausgerüstetwaren,undsieerschienenEsau undallenseinenMännernalsinvierLagergeteilt,mitvier AnführernanjedemLager
30EinLagerzogweiterundfandEsaumitvierhundert Mann,dieaufseinenBruderJakobzukamenDarannte diesesLageraufEsauundseinVolkzuunderschrecktesie EsaufielvorSchreckvomPferd,undalleseineMänner wichenanjenemOrtvonihmzurück,dennsiefürchteten sichsehr
31UnddasganzeLagerschrieihnennach,alssievorEsau flohen,undallekriegerischenMännerantworteten: 32WirsinddochdieKnechteJakobs,dereinKnecht Gottesist;werkannesalsomitunsaufnehmen?UndEsau sprachzuihnen:Nun,meinHerrundBruderJakobisteuer Herr,denichzwanzigJahrelangnichtgesehenhabe,und jetzt,daichheutegekommenbin,ihnzusehen,behandelt ihrmichso?
33UnddieEngelantwortetenihm:SowahrderHerrlebt, wärenichtJakob,vondemdusprichst,deinBruder,so hättenwirkeinenvondirunddeinemVolkübriggelassen; nurumJakobswillenwollenwirihnennichtsantun 34UnddiesesLagerzoganEsauundseinenMännern vorbeiundentferntesichEsauundseineMännerwaren etwaeineMeilevonihnenentfernt,alsdaszweiteLager mitallerleiWaffenaufihnzukamundesEsauundseinen Männerngenausoantat,wieesdasersteLagerihnen angetanhatte
35Undalssieweiterzogen,siehe,dakamdasdritteLager aufihnzu,undalleerschraken,undEsaufielvomPferd, unddasganzeLagerschrieaufundsprach:Wahrlich,wir sinddieKnechteJakobs,dereinKnechtGottesist,undwer kanngegenunsbestehen?
36DaantworteteEsauihnenabermalsundsprach:Nun, Jakob,meinHerrundeuerHerr,istmeinBruder,undseit zwanzigJahrenhabeichseinAngesichtnichtgesehen,und alsichheutehörte,dasserkommenwürde,binichheute hingegangen,umihmentgegenzukommen,undihr behandeltmichso?
37Sieantwortetenihmundsprachenzuihm:Sowahrder Herrlebt,wäreJakobnichtdeinBruder,wiedugesagthast, sohättenwirkeinenRestvondirunddeinenMännern übriggelassen;aberweilJakob,vondemdusprichst,dein Bruderist,wollenwirunsnichtmitdiroderdeinen Männerneinlassen
38UndauchdasdritteLagerzoganihnenvorbei,under setzteseinenWegmitseinenMännerninRichtungJakob fort,alsdasvierteLageraufihnzukam;undauchsietaten mitihmundseinenMännern,wiedieanderenesgetan hatten
39AlsEsauabersah,wasdievierEngelihmundseinen Männernangetanhatten,fürchteteersichsehrvorseinem BruderJakobundgingihminFriedenentgegen
40EsauaberverbargseinenHassgegenJakob,weilerum seinLebenfürchtetewegenseinesBrudersJakobundweil
ermeinte,dievierLager,aufdieergestoßenwar,seien JakobsKnechte.
41UndJakobbliebinjenerNachtmitseinenKnechtenin ihremLagerundbeschlossmitseinenKnechten,Esauein Geschenkvonallem,waserbeisichhatte,undvonseinem ganzenBesitzzugeben;undJakobstandamMorgenauf, erundseineMänner,undsiesuchtensichunterdemVieh einGeschenkfürEsauaus.
42UnddiesistdieMengeanGeschenk,dieJakobvon seinerHerdeauswählte,umsieseinemBruderEsauzu geben:underwähltezweihundertvierzigStückvonden Schafenaus,underwähltevondenKamelenundEselnje dreißigausundvondenRindernwählteerfünfzigKühe aus
43UnderteiltesiealleinzehnHerdenauf,stelltejedeArt fürsichhinundübergabsieindieHändevonzehnseiner Knechte,jedeHerdefürsich
44Undergebotihnenundsprachzuihnen:HaltetAbstand voneinanderundlasstRaumzwischendenHerden.Wenn Esauunddie,diemitihmsind,euchbegegnenundeuch fragen:Wemgehörtihr,wohingehtihr,undwemgehört alldiesvoreuch?,sosolltihrihnenantworten:Wirsind dieKnechteJakobsundkommenEsauinFriedenentgegen; undsiehe,Jakobkommthinterunsher
45Unddas,wasvorunsliegt,isteinGeschenk,dasJakob seinemBruderEsaugesandthat
46Undwennsieeuchfragen:„Warumbleibterdenn hintereuch,umseinemBruderentgegenzukommenund ihnzusehen?“,dannsolltihrihnenantworten:„Erkommt dochvollerFreudehinterunsher,umseinemBruder entgegenzukommen,dennerhatgesagt:‚Ichwillihnmit demGeschenk,dasihmzuteilwird,besänftigen,und danachwillichihnsehen;vielleichtnimmteresjaan‘“
47SogelangtedasganzeGeschenkindieHändeseiner KnechteundzogandiesemTagvorihmherEr übernachteteindieserNachtbeiseinenLagernamUfer desBachesJabuk.MitteninderNachtstanderauf,nahm seineFrauenundseineMägdeundalles,wasihmgehörte, undzogindieserNachtmitihnenüberdieFurtJabuk
48Alsernunalles,wasihmgehörte,überdenBach gebrachthatte,bliebJakoballeinzurückDakameinMann zuihmundrangmitihmdieganzeNachtbiszumAnbruch desTages,undJakobsHüftewurdedurchdenKampf ausgerenkt
49AlsderTaganbrach,verließderMannJakobdort;er segneteihnundgingfort.JakobabergingamBachvorbei, alsderTaganbrach,undbliebaufseinerHüfteliegen
50AlserdenBachüberquerthatte,gingihmdieSonneauf, underkamhinaufzudemOrt,woseinViehundseine Kinderwaren
51UndsiezogenweiterbiszumMittag,undwährendsie zogen,gingdasGeschenkvorihnenher.
52DahobJakobseineAugenaufundschaute,undsiehe, EsaukamvonfernemitvielenMännern,etwavierhundert anderZahlUndJakobfürchtetesichsehrvorseinem Bruder
53DaeilteJakobundteilteseineKinderunterseine FrauenundMägdeauf;seineTochterDinaaberlegteerin eineKisteundübergabsieindieHändeseinerKnechte
54UndergingvorseinenKindernundFrauenher,um seinemBruderzubegegnen,underbeugtesichbiszur
Erdenieder,ja,erbeugtesichsiebenmalnieder,biserzu seinemBruderkam.UndGottließJakobGnadeundGunst vordenAugenEsausundseinerMännerfinden,dennGott hattedasGebetJakobserhört.
55UnddieFurchtJakobsundseinSchreckenbefielen seinenBruderEsau,dennEsaufürchtetesichsehrvor Jakobwegendem,wasdieEngelGottesanEsaugetan hatten;undEsausZorngegenJakobwandeltesichinGüte.
56AlsEsauJakobaufsichzulaufensah,liefaucherihm entgegen,fielihmumdenHals,sieküsstensichund weinten
57UndGottgabdenMännern,diemitEsaugekommen waren,EhrfurchtundGütegegenJakobinsHerz;undauch sieküsstenJakobundumarmtenihn
58AuchElifas,derSohnEsaus,weintemitseinenvier Brüdern,denSöhnenEsaus,mitJakob;sieküsstenund umarmtenihn,denndieFurchtvorJakobwarübersiealle gekommen
59UndEsauhobseineAugenaufundsahdieFrauenmit ihrenNachkommen,denSöhnenJakobs,diehinterJakob hergingenundsichaufdemWegvorEsauverbeugten
60DasprachEsauzuJakob:Wersinddiese,diebeidir sind,meinBruder?SindesdeineKinderoderdeine Knechte?JakobantworteteEsau:EssindmeineKinder,die GottdeinemKnechtgnädiggegebenhat.
61UndwährendJakobmitEsauundseinenMännern redete,sahEsaudasganzeLagerundsprachzuJakob: WoherhastdudasganzeLager,dasichgesternAbend gesehenhabe?Jakobantwortete:UmGnadevormeinem Herrnzufinden,istesdas,wasGottdeinemKnechtgnädig gegebenhat.
62UnddasGeschenkkamvorEsau,undJakobdrängte Esauundsprach:NimmdochdasGeschenk,dasich meinemHerrngebrachthabe!Esauabersprach:Wasist dasmeinVorhaben?Behalte,wasduhast,fürdich!
63UndJakobsprach:EsistmeinePflicht,dirdiesalleszu geben,daichdeinAngesichtgesehenhabe,damitdu weiterhininFriedenlebst
64Esauaberweigertesich,dasGeschenkanzunehmenDa sprachJakobzuihm:Ichbittedich,meinHerr,wennich nunGnadevordeinenAugengefundenhabe,sonimm meinGeschenkvonmiran;dennichhabedeinAngesicht gesehen,alssäheicheingöttlichesAngesicht,weildumir wohlgesinntwarst
65UndEsaunahmdasGeschenkan,undJakobgabEsau auchSilber,GoldundBdellium,dennerbedrängteihnso sehr,dasseresannahm
66UndEsauteiltedasVieh,dasimLagerwar,undgabdie eineHälftedenMännern,diemitihmgekommenwaren, dennsiewarenalsLohnarbeitergekommen;dieandere HälfteaberübergaberseinenKindern
67DasSilber,dasGoldunddasBdelliumgaberindie HändeseinesältestenSohnesElifasUndEsausprachzu Jakob:Lassunsbeidirbleibenundlangsammitdirgehen, bisdumitmiranmeinenOrtkommst,damitwirdort zusammenwohnenkönnen
68JakobantworteteseinemBruderundsprach:Ichmöchte tun,wiemeinHerrmirsagt;abermeinHerrweiß,dassdie KinderzartsindunddassdieHerdenundRindermitihren Jungen,diebeimirsind,nurlangsamgehen;dennwennsie
schnellgingen,würdensieallesterben;denndukennstihre LastenundihreMühen.
69DarumsollmeinHerrvorseinemDienerhergehen,ich aberwilllangsamweitergehenumderKinderundder Herdewillen,bisichzumeinemHerrnnachSeirkomme.
70DasprachEsauzuJakob:Ichwilleinigevonmeinem Volkmitdirstellen,diedichaufdemWegbeschützenund deineMüheundLasttragensollen.Erabersprach:Was brauchtes,meinHerr,wennichGnadevordeinenAugen finde?
71Siehe,ichwillzudirnachSeirkommen,umdortmitdir zusammenzuwohnen,wiedugesagthastGehnunhinmit deinemVolk,dennichwilldirfolgen.
72UndJakobsagtedieszuEsau,umEsauundseine Männervonihmwegzubringen,damitJakobdanachindas HausseinesVatersindasLandKanaangehenkonnte.
73UndEsauhörteaufdieStimmeJakobsundkehrtemit denvierhundertMann,diemitihmaufdemWegnachSeir waren,zurück.Jakobundalles,waszuihmgehörte,ging anjenemTagbisandieäußersteGrenzedesLandes KanaanundbliebdorteinigeZeit
KAPITEL33
1NacheinigerZeit,nachdemJakobdieGrenzendes Landesverlassenhatte,kamerindasLandSchalem,das istdieStadtSichem,dieimLandKanaanliegt,undlagerte sichvorderStadt.
2UnderkaufteeinStückvondemFeld,dasdortwar,von denNachkommenHamors,demVolkdesLandes,fürfünf Schekel.
3UndJakobbautesichdorteinHausundschlugseinZelt dortaufundmachteHüttenfürseinVieh;darumnannteer denOrtSukkot.
4UndJakobbliebeinJahrundsechsMonateinSukkot 5ZujenerZeitgingeneinigeFrauenausdemLandindie StadtSichem,ummitdenTöchternderStadtbewohnerzu tanzenundzufeiernAlssiefortgingen,gingenauchRahel undLea,dieFrauenJakobs,mitihrenFamilienhin,umdie FreudederTöchterderStadtzusehen.
6UndDina,dieTochterJakobs,gingmitihnenundsahdie TöchterderStadtUndsiebliebendortvordiesenTöchtern, währenddasganzeVolkderStadtumsieherumstand,um ihreFreudezusehen;unddasganzevornehmeVolkder Stadtwardort
7AuchSichem,derSohnHamors,derFürstdesLandes, standdort,umsiezusehen
8UndSichemsahDina,dieTochterJakobs,mitihrer MuttervordenTöchternderStadtsitzen,unddasMädchen gefielihmsehr,underfragtedortseineFreundeundsein Volk:WessenTochteristdas,diedaunterdenFrauensitzt, dieichindieserStadtnichtkenne?
9Undsiesprachenzuihm:Gewiss,diesistdieTochter Jakobs,desSohnesIsaaks,desHebräers,dieschoneinige ZeitindieserStadtgewohnthatAlssichdieNachricht verbreitete,dassdieTöchterdesLandeshinausgingen,um sichzufreuen,gingsiemitihrerMutterundihrenMägden hin,umsichuntersiezusetzen,wiedusiehst
10UndSichemerblickteDina,dieTochterJakobs,undals ersieansah,richtetesichseinBlickaufDina.
11UndersandteBotenundließsiemitGewaltholenUnd DinakamindasHausvonSichem,underergriffsiemit Gewalt,schliefmitihrunddemütigtesieUnderliebtesie überausundnahmsieinseinHausauf.
12UndsiekamenundberichtetenJakobdavon.AlsJakob hörte,dassSichemseineTochterDinageschändethatte, sandteJakobzwölfseinerKnechteaus,umDinaausdem HausSichemszuholen.Undsiegingenhinundkamen zumHausSichems,umDinavondortwegzubringen 13Alssiekamen,gingSichemmitseinenMännernihnen entgegenundtriebsieausseinemHausErerlaubteihnen nicht,vorDinazutreten;stattdessensaßSichembeiDina undküssteundumarmtesievorihrenAugen.
14DakehrtendieKnechteJakobszurückundberichteten ihm:Alswirkamen,triebenerundseineMännerunsfort, undsotatSichemDinavorunserenAugen.
15Jakobwussteaberauch,dassSichemseineTochter geschändethatte;ersagteabernichts,undseineSöhne weidetenseinViehaufdemFeld,undJakobschwiegbis zuihrerRückkehr
16BevorseineSöhnenachHausekamen,sandteJakob zweiMädchenausdemGeschlechtseinerKnechtezuDina indasHausvonSichem,damitsiedortaufsieaufpassten undbeiihrbliebenUndSichemsandtedreiseinerFreunde zuseinemVaterHamor,demSohnChiddekems,des SohnesPereds,undließihmsagen:„Holtmirdieses MädchenzurFrau“
17UndHamor,derSohnChiddekems,desHiwiters,kam indasHausseinesSohnesSichem,setztesichvorihnund sprachzuseinemSohn:Sichem,gibtesdennkeineFrau unterdenTöchterndeinesVolkes,diedunehmenwillst, eineHebräerin,dienichtzudeinemVolkgehört?
18DasprachSichemzuihm:Siealleinsollstdumirholen, dennsieistmirlieblich.UndHamortat,wieseinSohnihm gesagthatte,dennerwarihmsehrlieb
19UndHamorginghinauszuJakob,ummitihmüber dieseSachezureden.UndalserdasHausseinesSohnes Sichemverlassenhatte,nocheheerzuJakobkam,ummit ihmzureden,siehe,dakamendieSöhneJakobsvomFeld, sobaldsiegehörthatten,wasSichem,derSohnHamors, getanhatte
20UnddieMännerwarensehrbetrübtüberihreSchwester, undsieallekamenvollerZornnachHause,nochbevorsie ihrViehzusammentreibenkonnten
21UndsiekamenundsetztensichvorihrenVaterund redetenzornigzuihmundsprachen:Gewiss,derTodist diesemMannundseinemHausgebührt,weilderHerr,der GottderganzenErde,NoahundseinenKinderngeboten hat,dasseinMannniemalsraubennochdieEhebrechen soll;nunsiehe,SichemhatunsereSchwesterverwüstetund mitihrUnzuchtgetrieben,undkeinerausderganzenStadt hateinWortzuihmgesagt.
22Duweißtundverstehstdoch,dassSichem,seinVater unddieganzeStadtwegenseinerTatzumTodeverurteilt sind
23UndwährendsienochmitihremVaterdarüber sprachen,siehe,dakamHamor,derVatervonSichem,um JakobdieWorteseinesSohnesüberDinamitzuteilen,und ersetztesichvorJakobundvorseineSöhne
24UndHamorsprachzuihnen:MeinSohnSichemsehnt sichnacheurerTochterGebtsieihmzurFrauundheiratet
mituns;gebtunseureTöchter,undwirgebeneuchunsere Töchter,undihrsolltmitunsinunseremLandwohnen, undwirwolleneinVolkimLandsein
25DennunserLandistsehrweitläufig;darumwohntdarin, treibtHandeldarinunderwirbtBesitzdarinundtutdarin, wasihrwollt,undniemandwirdeuchdaranhindern, indemereinWortzueuchsagt
26DahörteHamorauf,mitJakobundseinenSöhnenzu reden,undsiehe,Sichem,seinSohn,kamnachihmund setztesichvorsie
27UndSichemredetevorJakobundseinenSöhnenund sprach:MögeichGnadevordeinenAugenfinden,dassdu mirdeineTochtergibst,undwasimmerdumirsagst,das willichfürsietun
28FordertvonmireinereicheMitgiftundGeschenke,und ichwerdesieeuchgeben,undwasimmerihrmirsagt,das werdeichtun,undwersicheurenBefehlenwidersetzt,der sollsterben;gebtmirnurdasMädchenzurFrau
29DaantwortetenSimeonundLeviHamorundSichem, seinemSohn,mitListundTückeundsprachen:Alles,was ihrunsgesagthabt,wollenwirfüreuchtun
30Undsiehe,unsereSchwesteristineuremHaus;aber halteteuchvonihrfern,biswirunseremVaterIsaakin dieserAngelegenheitetwaszusagenhaben;dennohne seineZustimmungkönnenwirnichtstun.
31DennerkenntdieWegeunseresVatersAbraham,und wasimmererunssagt,werdenwireuchsagen,wirwerden euchnichtsverheimlichen.
32UndSimeonundLeviredetendieszuSichemund seinemVater,umeinenVorwandzufindenundsich beratenzulassen,wasmitSichemundseinerStadtin dieserSachegeschehensollte
33AlsSichemundseinVaterdieWorteSimeonsund Levishörten,gefielesihnen,undsiemachtensichaufden Heimweg
34Undalssiefortgegangenwaren,sprachendieSöhne JakobszuihremVater:Siehe,wirwissen,dassdiese FrevlerundihreStadtdesTodesschuldigsind,weilsiedas übertretenhaben,wasGottNoahundseinenKindernund seinenNachkommengebotenhatte.
35UndauchweilSichemdiesanunsererSchwesterDina getanundsieentehrthat;dennsolcheineSchändlichkeit darfunterunsniemalsgeschehen.
36Nunaberwisstundseht,wasihrtunwollt,undsucht RatundeinenVorwand,wasmitihnengeschehensoll,um alleEinwohnerdieserStadtzutöten.
37UndSimeonsprachzuihnen:HieristeinguterRatfür euch:Sagtihnen,siesollenalleMännerunterihnen beschneiden,wiewirbeschnittensind;undwennsiedas nichttunwollen,werdenwirunsereTochtervonihnen nehmenundweggehen
38Undwennsieeinwilligenundestunwollen,dann werdenwir,wennsievorSchmerzenamBodenliegen,sie mitunserenSchwerternangreifenwieeinenRuhigenund Friedfertigen,undwirwerdenjedenMannunterihnen töten
39UndSimeonsRatgefielihnen,undSimeonundLevi beschlossen,esihnensozumachen,wieesihnen vorgeschlagenwordenwar
40AmnächstenMorgenkamenSichemundHamor,sein Vater,wiederzuJakobundseinenSöhnen,umüberDina
zusprechenundzuhören,welcheAntwortdieSöhne JakobsaufihreWortegebenwürden.
41DaredetendieSöhneJakobstrügerischzuihnenund sprachen:WirhabenunseremVaterIsaakalleeureWorte erzählt,undeureWortegefielenihm.
42Erabersprachzuuns:SohatAbraham,seinVater,ihm vonGott,demHerrnderganzenErde,geboten:Jeder Mann,dernichtzuseinenNachkommengehörtundeine seinerTöchterzurFraunehmenwill,sollalleseine männlichenAngehörigenbeschneidenlassen,wiewir beschnittensind;danndürfenwirihmunsereTochterzur Fraugeben
43NunhabenwireuchalleunsereWegekundgetan,die unserVaterunsgebotenhatDennwirkönnendas,wovon ihrunsgebotenhabt,nichttun,nämlichunsereTochter einemunbeschnittenenMannzugeben;dennesisteine Schandefüruns
44Aberhierinwerdenwireuchzustimmen,euchunsere Tochterzugeben,undwirwerdenaucheureTöchterzu unsnehmenunduntereuchwohnenundeinVolksein,wie ihrgesagthabt,wennihraufunshörtundeinwilligt,esuns gleichzutun,indemihrjedenMann,derzueuchgehört, beschneidet,wiewirbeschnittensind
45WennihrabernichtaufunshörtundalleMänner beschneidenlasst,wiewirbeschnittenwerden,wiewires gebotenhaben,dannwerdenwirzueuchkommen,unsere Tochtervoneuchnehmenundweggehen
46AlsSichemundseinVaterHamordieWortederSöhne Jakobshörten,gefielihnendieSachesehrUndSichem undseinVaterHamorbeeiltensich,denWünschender SöhneJakobsnachzukommen,dennSichemliebteDina sehrundwarihrganzergeben
47DaeiltenSichemundseinVaterHamorzumStadttor undversammeltenalleMännerihrerStadtundsprachenzu ihnendieWortederSöhneJakobs:
48WirkamenzudiesenMännern,denSöhnenJakobs,und sprachenmitihnenüberihreTochter,unddieseMänner werdeneinwilligen,nachunserenWünschenzuhandeln, undsiehe,unserLandistfürsievongroßerAusdehnung, undsiewerdendarinwohnenundHandeltreiben,undwir werdeneinVolksein;wirwerdenihreTöchternehmenund unsereTöchterihnenzuFrauengeben
49AbernurunterdieserBedingungwerdendieseMänner einwilligen,dieszutun,dassjederMannunteruns beschnittenwird,wiesiebeschnittenwerden,wieihrGott esihnengebotenhat,undwennwirnachihren Anweisungenbeschnittenwerden,dannwerdensiemit ihremViehundihremBesitzunterunswohnen,undwir werdenmitihneneinVolksein
50AlsnunalleMännerderStadtdieWorteSichemsund seinesVatersHamorhörten,warenalleMännerderStadt mitdiesemVorschlageinverstandenundließensich beschneiden;dennSichemundseinVaterHamorgenossen hohesAnsehenbeiihnen,dasiedieFürstendesLandes waren
51AmnächstenTagstandenSichemundHamor,sein Vater,frühmorgensaufundversammeltenalleMänner ihrerStadtinderMittederStadtSieriefendieSöhne Jakobsherbei,dieandiesemundamfolgendenTagalle Männer,diezuihnengehörten,beschnitten.
52UndsiebeschnittenSichemundHamor,seinenVater, unddiefünfBrüderSichems.Dannmachtesichjederauf undgingnachHause;denndieswarvomHerrngegendie StadtSichemgeschehen,undderRatSimeonsindieser SachewarvomHerrngekommen,damitderHerrdieStadt SichemindieHändederbeidenSöhneJakobsgebe
KAPITEL34
1DieGesamtzahlderbeschnittenenMännerbetrug sechshundertfünfundvierzig Männer und zweihundertsechsundvierzigKinder
2AberChiddekem,derSohnPereds,derVaterHamors, undseinesechsBrüderwolltennichtaufSichemund seinenVaterHamorhörenundsichnichtbeschneiden lassen,dennderVorschlagderSöhneJakobswarihnenein Gräuel,undihrZornentbranntedarüber,dassdie EinwohnerderStadtnichtaufsiegehörthatten
3AmAbenddeszweitenTagesfandensieachtkleine Kinder,dienichtbeschnittenwaren;dennihreMütter hattensievorSichemundseinemVaterHamorundvor denMännernderStadtverborgengehalten.
4UndSichemundseinVaterHamorsandtenBoten,um sievorsichzubringen,damitsiebeschnittenwürdenDa sprangenChiddekemundseinesechsBrüdermitihren Schwerternaufsiezuundsuchtensiezutöten
5UndsiesuchtenauchSichemundseinenVaterHamorzu tötenundsuchten,Dinamitihnenzutöten,wegendieser Sache
6Undsiesprachenzuihnen:Washabtihrdagetan?Gibt esdennkeineFrauenunterdenTöchterneurerBrüder,der Kanaaniter,dassihreuchTöchterderHebräernehmen wollt,dieihrvorhernichtkanntet,unddieseTat vollbringenwollt,dieeureVätereuchniegebotenhaben?
7Glaubstduetwa,dassdumitdieserTat,dieduvollbracht hast,Erfolghabenwirst?Undwaswirstdudeinen kanaanitischenBrüdernantworten,diemorgenkommen unddichnachdieserSachefragenwerden?
8UndwenneuerHandelnvorihrenAugennichtgerecht undguterscheint,waswerdetihrdannfüreuerLebenund ichfürunserLebentun,wennihrnichtaufunsereStimmen gehörthabt?
9UndwenndieEinwohnerdesLandesundalleeure Brüder,dieSöhneHams,voneurerTathörenundsagen:
10WegeneinerhebräischenFrautatenSichemundHamor, seinVater,undalleEinwohnerihrerStadtetwas,was ihnenunbekanntwarundwasihreVorfahrenihnennie gebotenhatten.Wohinwolltihrnunfliehenodereure Schandeverbergen,euerganzesLebenlangvoreuren Brüdern,denEinwohnerndesLandesKanaan?
11Nunkönnenwirdas,wasihrgetanhabt,nichtertragen, undwirkönnenunsdiesesJochnichtaufbürdenlassen,das unsunsereVorfahrennichtauferlegthaben
12Siehe,morgenwerdenwirhingehenundalleunsere Brüder,diekanaanitischenBrüder,dieimLandwohnen, versammeln,undwirwerdenallekommenundeuchund alle,dieaufeuchvertrauen,schlagen,sodasskeinRestvon euchoderihnenübrigbleibt
13AlsHamorundseinSohnSichemunddasganzeVolk derStadtdieWorteChiddekemsundseinerBrüderhörten,
fürchtetensiesichsehrvorihremLebenundbereuten,was siegetanhatten.
14DaantwortetenSichemundseinVaterHamorihrem VaterChiddekemundseinenBrüdernundsprachenzu ihnen:Alles,wasihrzuunsgesagthabt,istwahr.
15Nunsagtnichtundbildeteuchnichtein,dasswiraus LiebezudenHebräerndiesgetanhaben,wasunsunsere Vorfahrennichtgebotenhaben.
16Weilwirabersahen,dassesnichtihreAbsichtundihr Wunschwar,unseremWunschhinsichtlichihrerTochter undihrerMitnahmenachzukommen,außerunterdieser Bedingung,sohörtenwiraufihreStimmenundtatendies, wasihrgesehenhabt,umunserenWunschvonihnenzu erhalten
17UndwennwirdasvonihnenErbeteneerhaltenhaben, werdenwirzuihnenzurückkehrenundihnendastun,was ihrunsgesagthabt
18Wirbitteneuchdaherinständig,zuwarten,bisunser Leibgeheiltundwirwiederstarksind;dannwollenwir gemeinsamgegensieziehenundihnentun,wasineuren undunserenHerzenist
19UndDina,dieTochterJakobs,hörtealldieseWorte,die ChiddekemundseineBrüdergeredethatten,undwas HamorundseinSohnSichemunddieEinwohnerihrer Stadtihnengeantwortethatten.
20UndsieeilteundsandteeineihrerDienerinnen,dieihr Vatergesandthatte,umsichindemHausinSichemumsie zukümmern,zuJakob,ihremVater,undzuihrenBrüdern undließihrsagen:
21SorietenChiddekemundseineBrüdereuch,undso antwortetenHamor,SichemunddieEinwohnerderStadt ihnen
22AlsJakobdieseWortehörte,wurdeerzornigund empörtesichübersie;seinZornentbranntegegensie.
23UndSimeonundLevischworenundsprachen:Sowahr derHERRlebt,derGottderganzenErde,morgenumdiese ZeitsollkeineinzigerRestmehrinderganzenStadtübrig sein
24UndzwanzigjungeMännerhattensichversteckt,die nichtbeschnittenwaren.DiesejungenMännerkämpften gegenSimeonundLeviSimeonundLevitötetenachtzehn vonihnenZweiaberflohenundentkamenzueinigen KalkgrubeninderStadt.SimeonundLevisuchtennach ihnen,konntensieabernichtfinden
25UndSimeonundLevizogenweiterinderStadtumher undbrachtenalleEinwohnerderStadtmitdemSchwert um,sodasskeinerübrigblieb
26UndesentstandeinegroßeBestürzunginderStadt,und dasGeschreiderEinwohnerderStadtstiegbiszum Himmelempor,undalleFrauenundKinderschrienlaut
27SimeonundLeviaberbrachtendieganzeStadtum;es bliebkeinManninderganzenStadtübrig.
28UndsieerschlugenHamorundSichem,seinenSohn, mitdemSchwert;undsiebrachtenDinaausdemHaus Sichemswegundzogenvondortfort
29UnddieSöhneJakobsgingenhinundkehrtenzurück undkamenüberdieErschlagenenundraubtenallihren Besitz,derinderStadtundaufdemFeldwar
30WährendsiedieBeuteeinsammelten,standen dreihundertMannauf,bewarfensiemitStaubund schlugensiemitSteinenDawandtesichSimeonzuihnen
underschlugsieallemitderSchärfedesSchwertesDann wandtesichSimeonvorLeviundgingindieStadt.
31UndsienahmenihreSchafe,ihreRinderundihrVieh mitsich,auchdieübrigenFrauenundKinder,undführten allediesefort.DannöffnetensieeinTor,gingenhinaus undkamenmitgroßerKraftzuihremVaterJakob 32AlsJakobaberallessah,wassiederStadtangetan hatten,unddieBeutesah,diesieihrabgenommenhatten, wurdeJakobsehrzornigaufsieundsprachzuihnen:Was habtihrmirdaangetan?Siehe,ichhatteRuhebeiden kanaanitischenEinwohnerndesLandesgefunden,und keinervonihnenhatsichmitmirangelegt
33UndnunhastdumichbeidenBewohnerndesLandes, denKanaaniternundPerisitern,verhasstgemacht,undich gehörenurzueinerkleinenGruppe;undsiewerdensich allegegenmichversammelnundmichtöten,wennsievon deinemWerkmitihrenBrüdernhören,undichundmein ganzesHauswerdenumkommen
34DaantwortetenSimeonundLeviundalleihreBrüder, diebeiihnenwaren,ihremVaterJakobundsprachenzu ihm:Siehe,wirwohnenimLand,undsollteSichem unsererSchwestersoetwasantun?Warumschweigstduzu alldem,wasSichemgetanhat?Undsollteermitunserer SchwesterverfahrenwiemiteinerHureaufdenStraßen?
35UnddieZahlderFrauen,dieSimeonundLeviausder StadtSichemgefangengenommenhattenunddiesienicht getötethatten,betrugfünfundachtzig,dienochkeinen Mannerkannthatten.
36UnterihnenwaraucheinjungesMädchenvonschöner GestaltundanmutigerErscheinung,dashießBunaSimeon nahmsiezurFrau.DieZahlderMänner,diesiegefangen nahmenundnichttöteten,betrugsiebenundvierzig,die Übrigenabertötetensie
37UndallejungenMännerundFrauen,dieSimeonund LeviausderStadtSichemgefangengenommenhatten, dientendenSöhnenJakobsundderenNachkommenbiszu demTag,andemdieSöhneJakobsausdemLandÄgypten auszogen
38AlsSimeonundLevidieStadtverlassenhatten, erhobensichdiebeidenjungenMänner,dieübrig gebliebenwaren,diesichinderStadtversteckthattenund nichtunterdenEinwohnernderStadtgestorbenwarenSie gingenindieStadtunddurchstreiftensie.Siefandendie StadtverlassenundohneMannvor,nurweinendeFrauen DariefendiejungenMänner:„Seht,diesistdasUnheil, dasdieSöhneJakobs,desHebräers,dieserStadtangetan haben,alssieheuteeinederkanaanäischenStädte zerstörtenundsichnichtumihrLebenimganzenLand Kanaanfürchteten“
39UnddieseMännerverließendieStadtundgingenindie StadtTapnachDorthinkamensieundberichtetenden EinwohnernvonTapnachalles,wasihnenwiderfahrenwar undalles,wasdieSöhneJakobsderStadtSichemangetan hatten
40AlsdieNachrichtanJaschub,denKönigvonTapnach, gelangte,sandteerMännerindieStadtSichem,umdie jungenMännerzubefragen.DennderKönigglaubteihnen nichtundsprach:WiekönntenzweiMännereinesogroße StadtwieSichemverwüsten?
41DakamendieBotenJaschubszurückundberichteten ihm:WirkamenindieStadt,undsieistzerstört;esistkein
Mannmehrdort,nurnochweinendeFrauen;auchistkein Viehmehrda,dennalles,wasinderStadtwar,habendie SöhneJakobsweggenommen
42Jashubwundertesichdarüberundsprach:Wiekonnten zweiMännerdiestun,einesogroßeStadtzuzerstören,und keineinzigerMannkonntesichihnenentgegenstellen?
43DennseitdenTagenNimrodsundauchseitfrühester ZeitistnichtsVergleichbaresgeschehen.UndJaschub,der KönigvonTapnach,sprachzuseinemVolk:Seidmutig! WirwollenhingehenundgegendieseHebräerkämpfen undihnentun,wiesiederStadtgetanhaben,undwir wollendieSachederEinwohnerderStadträchen
44UndJaschub,derKönigvonTapnach,berietsichmit seinenRatgebernüberdieseAngelegenheit,undseine Ratgebersprachenzuihm:AlleinwirstdudieHebräer nichtbesiegenkönnen,dennsiemüssenmächtigsein,um diesesWerkanderganzenStadtzuvollbringen
45WennzweivonihnendieganzeStadtverwüstethaben undniemandsichihnenentgegengestellthat,sowerdensie sichgewissgegenunserhebenundunsebensovernichten, wenndugegensievorgehst
46WennduaberzuallenKönigenringsumsendestundsie zusammenkommenlässt,dannwollenwirmitihnengehen undgegendieSöhneJakobskämpfen;dannwirstduüber siesiegen.
47UndJaschubhörtedieWorteseinerRatgeber,undihre WortegefielenihmundseinemVolk,undertat,wiesie gesagtwurden;undJaschub,derKönigvonTapnach, sandtezuallenKönigenderAmoriter,dieSichemund Tapnachumgaben,undließihnensagen:
48Gehtmitmirhinaufundhelftmir,undwirwerden Jakob,denHebräer,undalleseineSöhneschlagenundsie vomLandevertilgen;dennsohateresmitderStadt Sichemgemacht,undwisstihrnichtsdavon?
49AlsnunalleKönigederAmoritervondemBösen hörten,dasdieSöhneJakobsderStadtSichemangetan hatten,warensiesehrentsetztdarüber.
50DaversammeltensichdiesiebenKönigederAmoriter mitallihrenHeeren,etwazehntausendMannmit gezücktenSchwertern,undsiekamen,umgegendieSöhne JakobszukämpfenAlsJakobhörte,dasssichdieKönige derAmoriterversammelthatten,umgegenseineSöhnezu kämpfen,erschrakJakobsehrundwarbestürzt.
51DaschrieJakobgegenSimeonundLeviundsprach: Washabtihrdagetan?Warumhabtihrmirgeschadet,dass ihralleKanaanitergegenmichaufgebrachthabt,ummich undmeinHauszuvernichten?DennichundmeinHaus lebteninRuhe,undihrhabtmirdasangetanunddurch euerHandelndieBewohnerdesLandesgegenmich aufgebracht
52JudaantworteteseinemVater:HabenmeineBrüder SimeonundLevietwaumsonstalleEinwohnervon Sichemgetötet?Gewiss,esgeschah,weilSichemunsere SchwestergedemütigtunddasGebotunseresGottes gegenüberNoahundseinenNachkommenübertretenhatte; dennSichemhatteunsereSchwestermitGewalt weggeführtundmitihrEhebruchbegangen.
53UndSichemtatalldiesesBöse,undkeinerder EinwohnerseinerStadtwidersetztesichihmundfragte: Warumtustdudas?MeineBrüdergingenjadeswegenhin undschlugendieStadt,undderHerrgabsieinihreHände,
weilihreEinwohnerdieGeboteunseresGottesübertreten hatten.Habensiedennalldiesumsonstgetan?
54Undnunwarumbistduängstlichundbedrückt,und warumbistduunzufriedenmitmeinenBrüdern,und warumistdeinZorngegensieentbrannt?
55Gewiss,unserGott,derdieStadtSichemundihre BewohnerinihreHandgegebenhat,derwirdauchalle kanaanitischenKönige,diegegenunskommen,inunsere Handgeben,undwirwerdenmitihnenverfahren,wie meineBrüdermitSichemverfahrensind
56NunaberseidgelassenundlassteureÄngstehinter euch,sondernvertrautaufdenHerrn,unserenGott,und betetzuihm,dasserunshelfeundunserlöseundunsere FeindeinunsereHändegebe
57DariefJudaeinemderKnechteseinesVaterszu:Geh nunhinundsiehnach,wodieKönige,diegegenuns ziehen,mitihrenHeerenstehen
58DagingderKnechthinundschauteindieFerneund stieggegenüberdemBergSihonhinaufundsahalleLager derKönigeaufdemFeldstehenUnderkehrtenachJuda zurückundsprach:Siehe,dieKönigesindaufdemFelde mitallihrenLagern,einVolkvonüberausgroßerZahl, wiederSandamMeeresstrand
59UndJudasprachzuSimeonundLeviundzuallen seinenBrüdern:StärkteuchundseidtapfereSöhne,denn derHERR,unserGott,istmituns;fürchteteuchnichtvor ihnen
60Jedersollhervortreten,umgürtetmitseinen Kriegswaffen,BogenundSchwert,undwirwollen hingehenundgegendieseUnbeschnittenenkämpfen;der HerristunserGott,erwirdunsretten.
61Undsiemachtensichaufundgürtetensichjedermit seinenKriegswaffen,GroßundKlein,elfSöhneJakobs undalleKnechteJakobsmitihnen.
62UndalleKnechteIsaaks,diemitIsaakinHebronwaren, kamenallezuihnen,ausgerüstetmitallerleiKriegswaffen; unddieSöhneJakobsundihreKnechte,insgesamt einhundertundzwölfMann,zogenzudiesenKönigen;und Jakobgingauchmitihnen
63UnddieSöhneJakobssandtenzuihremVaterIsaak, demSohnAbrahams,nachHebron,dasistKireat-Arba, undließenihmsagen:
64WirbittendichfürunszudemHerrn,unseremGott, dasserunsvordenKanaanitern,diegegenunskommen, beschützeundsieinunsereHändegebe
65UndIsaak,derSohnAbrahams,betetezumHERRNfür seineSöhneundsprach:HERR,meinGott,duhast meinemVaterverheißen:IchwilldeineNachkommen mehrenwiedieSterneamHimmel,undduhastauchmir verheißenunddeinWortbestätigt,nun,dadieKönige Kanaanszusammenkommen,umKrieggegenmeine Kinderzuführen,weilsiekeinUnrechtgetanhaben.
66Darum,Herr,meinGott,GottderganzenErde,wende dochdenRatdieserKönigeum,damitsienichtgegen meineSöhnekämpfen
67UndprägediesenKönigenundihrenVölkerndieFurcht vormeinenSöhneneinundbeugeihrenStolz,damitsie sichvonmeinenSöhnenabwenden
68UndmitdeinerstarkenHandunddeinem ausgestrecktenArmerlösemeineSöhneundihreKnechte
vonihnen;dennduhastdieMachtunddieKraft,diesalles zutun.
69UnddieSöhneJakobsundihreKnechtezogenzu diesenKönigenundvertrautenaufdenHERRN,ihrenGott. Undwährendsiezogen,beteteauchJakob,ihrVater,zum HERRNundsprach:OHERR,Gott,mächtigerund erhabenerGott,derduregierstvonaltersher,vondaanbis jetztundinEwigkeit.
70Dubistes,derKriegeentfachtundsiebeendet,in deinerHandliegenMachtundStärke,zuerhöhenundzu erniedrigenOmögemeinGebetvordirwohlgefälligsein, dassdudichmirindeinerBarmherzigkeitzuwendest,um dieHerzendieserKönigeundihresVolkesmitdem SchreckenmeinerSöhnezuerfüllenundsieundihreLager zuerschrecken,underlöseindeinergroßenGütealle,die aufdichvertrauen,denndubistes,derVölkerunterunsere HerrschaftbringenundNationenunsererMacht unterwerfenkann
KAPITEL35
1UndalleKönigederAmoriterkamenundstelltensich aufdasFeld,ummitihrenRatgebernzuberaten,wasmit denSöhnenJakobsgeschehensollte;dennsiefürchteten sichnochimmervorihnenundsagten:Siehe,zweivon ihnenhabendieganzeStadtSichemerschlagen
2UndderHERRerhörtedieGebeteIsaaksundJakobsund erfülltedieHerzenallerRatgeberdesKönigsmitgroßer FurchtundSchrecken,sodasssieeinmütigausriefen:
3Seidihrheutetöricht,oderhabtihrdenngarkein Verständnisdafür,dassihrmitdenHebräernkämpfen werdet?Undwarumfreutihreuchheuteübereuereigenes Verderben?
4Siehe,zweivonihnenkamenfurchtlosundschreckhaft indieStadtSichemundtötetenalleEinwohnerderStadt, sodassniemandihnenentgegentratWiewolltihrdagegen sieallekämpfen?
5Ihrwisstdoch,dassihrGottsieüberausgernhatund großeTatenanihnenvollbrachthat,wiesieseitaltersher nichtvollbrachtwurden;undunterallenGötternder Völkergibteskeinen,derseinenmächtigenTaten gleichkommt
6GewisshaterihrenVaterAbraham,denHebräer,ausder HandNimrodsundausderHandseinesganzenVolkes errettet,dasihnvieleMalezutötengesuchthatte 7ErerretteteihnauchausdemFeuer,indasihnKönig Nimrodgeworfenhatte,undseinGotterretteteihndaraus 8UndwersonstkönntedasGleichetun?Sicherlichwares Abraham,derdiefünfKönigevonElamerschlug,alssie denSohnseinesBrudersberührthatten,derinjenenTagen inSodomwohnte
9UndernahmseinentreuenDienerausseinemHausund einigeseinerMänner,undsieverfolgtendieKönigevon ElamineinerNachtundtötetensieundgabenseinem NeffenallseinenBesitzzurück,densieihmgenommen hatten
10Undihrwisstja,dassderGottdieserHebräerviel WohlgefallenanihnenhatunddassauchsieWohlgefallen anihmhaben,dennsiewissen,dassersievonallenihren Feindenerrettethat.
11Undsiehe,ausLiebezuseinemGottnahmAbraham seineneinzigenundkostbarenSohnundbeabsichtigte,ihn alsBrandopferfürseinenGottdarzubringen;undwenn Gottihnnichtdarangehinderthätte,sohätteeresaus LiebezuseinemGottgetan.
12UndGottsahallseineWerkeundschworihmund versprachihm,dasserseineSöhneundseinganzes GeschlechtvorallemUnglück,dassietreffenwürde, errettenwürde,weilerdiesgetanunddurchseineLiebezu seinemGottseinErbarmenmitseinemKindunterdrückt hatte
13Undhabtihrnichtgehört,wasihrGottmitdemPharao, demKönigvonÄgypten,undmitAbimelech,demKönig vonGerar,tat,alssieAbrahamsFrauzusichnahmen,der übersiegesagthatte:„SieistmeineSchwester“,damitsie ihnnichtihretwegentötetenundaufdieIdeekämen,sie zurFrauzunehmen?UndGotttatmitihnenundihrem Volkalles,wovonihrgehörthabt
14Undsiehe,wirsahenmitunserenAugen,dassEsau,der BruderJakobs,mitvierhundertMannzuihmkam,umihn zutöten;dennererinnertesichdaran,dasserihmden SegenseinesVatersgenommenhatte.
15Undergingihmentgegen,alserausSyrienkam,um dieMuttermitdenKindernzuschlagenUndwerhatihn ausseinenHändenerrettet,wennnichtseinGott,aufdener vertraute?ErhatihnausderHandseinesBrudersundauch ausderHandseinerFeindeerrettet,undgewisswirdersie auchwiederbeschützen.
16Werweißdennnicht,dassesihrGottwar,derihnendie Kraftgab,derStadtSichemdasBöseanzutun,vondemihr gehörthabt?
17HättendennzweiMännerauseigenerKrafteineso großeStadtwieSichemzerstörenkönnen,wennsienicht aufihrenGottvertrauthätten?Ersprachundtatihnenall diesan,umdieEinwohnerderStadtinihrerStadtzutöten 18Undkönntihreuchdanngegendiedurchsetzen,die gemeinsamauseurerStadthervorgekommensind,ummit ihnenallenzukämpfen,selbstwenneuchnochtausendmal sovielezuHilfekommen?
19Ihrwisstundverstehtdoch,dassihrnichtgekommen seid,ummitihnenzukämpfen,sondernummitihremGott Kriegzuführen,dersieerwählthat;darumseidihralle heutegekommen,umvernichtetzuwerden.
20SolasstnunabvondiesemÜbel,dasihrübereuch selbstzubringensucht;eswärebesserfüreuch,nicht gegensieindenKriegzuziehen,auchwennsienur wenigesind,dennihrGottistmitihnen
21AlsdieKönigederAmoriteraberalleWorteihrer Ratgeberhörten,ergriffsieeinetiefeFurcht,undsie fürchtetensichvordenSöhnenJakobsundwolltennicht gegensiekämpfen
22UndsieneigtenihreOhrendenWortenihrerRatgeber zuundhörtenaufalleihreWorte;unddieWorteder RatgebergefielendenKönigensehr,undsietatenso 23DawandtensichdieKönigeabundhieltensichvonden SöhnenJakobsfern;dennsiewagtennicht,sichihnenzu nähern,umKrieggegensiezuführen,dennsiefürchteten sichsehrvorihnen,undihrHerzverginginihnenvor Furchtvorihnen
24DenndiesgeschahvomHerrnzuihnen,weilerdie GebeteseinerKnechteIsaakundJakoberhörthatte,denn
sievertrautenihm;undalledieseKönigekehrtenanjenem TagmitihrenLagernzurück,jederinseineeigeneStadt, undsiekämpftenzujenerZeitnichtgegendieSöhne Jakobs.
25DieSöhneJakobsbliebenanjenemTagbiszumAbend gegenüberdemBergSihonstehenAlssiesahen,dass dieseKönigenichtkamen,umgegensiezukämpfen, kehrtendieSöhneJakobsnachHausezurück.
KAPITEL36
1ZujenerZeiterschienderHerrdemJakobundsprach: Machdichauf,gehnachBethelundbleibdortundbaue dorteinenAltardemHerrn,derdirerscheint,derdichund deineSöhneausderBedrängniserrettethat
2DamachtesichJakobmitseinenSöhnenundallem,was ihmgehörte,aufundsiegingenundkamennachBethel, wiederHerresihnenbefohlenhatte
3JakobwarneunundneunzigJahrealt,alsernachBethel hinaufzogUndJakobundseineSöhneunddasganzeVolk, dasmitihmwar,bliebeninBethelinLuzUnderbaute dortdemHerrn,derihmerschienenwar,einenAltar.Und JakobundseineSöhnebliebensechsMonateinBethel
4ZujenerZeitstarbDebora,dieTochterdesUz,die AmmeRebekkas,diemitJakobgewesenwar;undJakob begrubsieunterhalbvonBetheluntereinerdortstehenden Eiche
5AuchRebekka,dieTochterBetuels,dieMutterJakobs, starbzujenerZeitinHebron,dasistKireat-Arba,und wurdeinderHöhleMachpelabegraben,dieAbrahamvon denHeterngekaufthatte.
6RebekkawurdeeinhundertdreiunddreißigJahrealtund starbAlsJakobhörte,dassseineMutterRebekka gestorbenwar,weinteerbitterlichumseineMutterund hielteinegroßeTrauerfeierfürsieundfürDebora,ihre Amme,unterderEicheErnanntedenOrtAllon-Bachut 7UndLaban,derSyrer,starbinjenenTagen,dennGott schlugihn,weilerdenBundgebrochenhatte,derzwischen ihmundJakobbestand
8UndJakobwarhundertJahrealt,alsderHerrihm erschienundihnsegneteundihmdenNamenIsraelgab UndRahel,dieFrauJakobs,wurdeinjenenTagen schwanger.
9ZujenerZeitzogenJakobundalle,diezuihmgehörten, vonBethelnachHebron,umzuseinemVaterzugehen 10Undwährendsieunterwegswarenundesnochein kurzesStückbisnachEphratawar,gebarRaheleinenSohn undhatteschwereWehenundstarb.
11JakobbegrubsieandemWegnachEphrat,dasist Bethlehem,undererrichteteeinenGedenksteinaufihrem Grab,derdortbisaufdenheutigenTagstehtUndRahel wurdefünfundvierzigJahrealtundstarb.
12UndJakobnannteseinenSohn,derihmgeborenwar unddenRahelihmgeborenhatte,Benjamin;dennerwar ihmgeborenimLandezurRechten
13NachdemTodRahelsschlugJakobseinZeltimZelt ihrerMagdBilhaauf.
14DawurdeRubeneifersüchtigaufseineMutterLea deswegen,underwurdezornig;understandaufundging indasZeltBilhasundnahmvondortdasBettseines Vatersweg
15ZujenerZeitwurdedenSöhnenRubensdas Erstgeburtsrechtsamtdemköniglichenundpriesterlichen Amtaberkannt,weilerdasBettseinesVatersentweiht hatte.DasErstgeburtsrechtwurdeJosefgegeben,das königlicheAmtJudaunddasPriestertumLevi,weilRuben dasBettseinesVatersentweihthatte
16DiessinddieGeschlechterJakobs,dieihminPaddanAramgeborenwurden;eswarenzwölfSöhneJakobs.
17DieSöhneLeaswarenRuben,derErstgeborene,und Simeon,Levi,Juda,Issachar,SebulonundihreSchwester Dina;dieSöhneRahelswarenJosefundBenjamin 18DieSöhneSilpas,derMagdLeas,warenGadund Ascher,unddieSöhneBilhas,derMagdRahels,waren DanundNaftali;diessinddieSöhneJakobs,dieihmin Paddan-Aramgeborenwurden
19UndJakobundseineSöhneundalles,wasihmgehörte, zogenweiterundkamennachMamre,dasistKireat-Arba, dasistinHebron,woAbrahamundIsaakalsFremde gewohnthatten.UndJakobwohntemitseinenSöhnenund allem,wasihmgehörte,beiseinemVaterinHebron 20UndseinBruderEsauundseineSöhneundalles,was ihmgehörte,zogenindasLandSeirundwohntendortund hattenBesitzimLandSeir,unddieNachkommenEsaus warenfruchtbarundvermehrtensichsehrimLandSeir 21DiessinddieGeschlechterEsaus,dieihmimLand Kanaangeborenwurden;eswarenfünfSöhneEsaus 22UndAdagebarEsauseinenerstgeborenenSohnElifas undauchReguel,undAhlibamagebarihmJeusch,Jaalam undKorach
23DiessinddieSöhneEsaus,dieihmimLandKanaan geborenwurden;unddieSöhneElifas,desSohnesEsaus, warenTeman,Omar,Zepho,Gatam,KenasundAmalex, unddieSöhneReguelswarenNachat,Serach,Schamaund Mizza.
24DieSöhneJeuschswarenTimna,AlwaundJethet;die SöhneJaalamswarenAla,PhinorundKenas
25DieSöhneKorachswarenTeman,Mibzar,Magdielund Eram;diessinddieSippenderSöhneEsausnachihren FürstentümernimLandSeir
26DiessinddieNamenderSöhneSeirs,desHoriters,die imLandSeirwohnten:Lotan,Schobal,Zibeon,Ana, Dischan,EzerundDishon;eswarensiebenSöhne
27DieSöhneLotanswarenHori,Hemanundihre SchwesterTimnaDasistTimna,diezuJakobundseinen Söhnenkam;abersiewolltenihrnichtgehorchenDaging siehinundwurdedieNebenfrauvonElifas,demSohn Esaus,undgebarihmAmalek
28DieSöhneSchobalswarenAlwan,Manahat,Ebal, SchephoundOnam;dieSöhneZibeonswarenAjahund AnaDieswarjenerAna,derdieJemiminderWüstefand, alserdieEselseinesVatersZibeonhütete
29UndwährenderdieEselseinesVatershütete,führteer siezuverschiedenenZeitenindieWüste,umsiedortzu weiden
30UndesgeschaheinesTages,dassersieineineder WüstenamMeeresuferführte,gegenüberderWüste,inder dasVolklebte.Undwährendersieweidete,siehe,dakam einsehrheftigerSturmvomanderenUferdesMeeresund ruhteaufdenEseln,diedortweideten,undsiealleblieben stehen.
31Danachkamenetwahundertzwanziggroßeund schrecklicheTiereausderWüstejenseitsdesMeeresund kamenallezudemOrt,wodieEselwaren,undließensich dortnieder.
32UndjeneTierewarenvonderMitteabwärtsden Menschenkindernähnlich,undvonderMitteaufwärts glicheneinigeBären,anderewiederumdenKephas;mit Schwänzen,diezwischenihrenSchulternbiszurErde reichten,wiedieSchwänzederDucheephatUnddiese Tierekamen,stiegenaufundrittenaufdiesenEselnund führtensiefort,undsiezogenfortbisaufdenheutigenTag 33UndeinesdieserTierenähertesichAnah,schlugihn mitseinemSchwanzundflohdannvondort.
34AlseraberdiesesWerksah,fürchteteersichsehrum seinLeben,underflohundentkamindieStadt
35UndererzählteseinenSöhnenundBrüdernalles,was ihmwiderfahrenwar;undvieleMännergingenhin,umdie Eselzusuchen,abersiekonntensienichtfinden;undAna undseineBrüdergingenvondiesemTagannichtmehran diesenOrt,dennsiefürchtetensehrumihrLeben
36DieKindervonAna,demSohnSeirs,warenDishon undseineSchwesterAhlibamah;dieKindervonDishon warenHemdan,Eschban,IthranundCheran;dieKinder vonEzerwarenBilhan,ZaavanundAkan;dieKindervon DishonwarenUzundAran.
37DiessinddieFamilienderSöhneSeirs,desHoriters, nachihrenHerzogtümernimLandSeir 38UndEsauundseineNachkommenwohntenimLand Seir,desHoriters,desBewohnersdesLandes,undsie hattenBesitzdarinundwarenfruchtbarundvermehrten sichsehr.JakobaberundseineNachkommenundalles, waszuihnengehörte,wohntenmitihremVaterIsaakim LandKanaan,wiederHerresihremVaterAbraham gebotenhatte.
KAPITEL37
1UndimeinhundertfünftenLebensjahrJakobs,dasistdas neunteJahr,indemJakobmitseinenKindernimLand Kanaanwohnte,kamervonPaddan-Aram.
2InjenenTagenaberzogJakobmitseinenSöhnenvon Hebronfortundkehrtemitallem,wasihnengehörte,indie StadtSichemzurückundließsichdortnieder.Denndie SöhneJakobshatteninderStadtSichemgutesundfettes WeidelandfürihrViehgefunden,dadieStadtSichem wiederaufgebautwordenwarundesdortetwadreihundert MännerundFrauengab
3UndJakobundseineKinderundalles,wasihmgehörte, wohntenaufdemTeildesFeldes,denJakobvonHamor, demVatervonSichem,gekaufthatte,alserausPaddanAramkam,bevorSimeonundLevidieStadtgeschlagen hatten.
4UndalleKönigederKanaaniterundAmoriter,diedie StadtSichemumgaben,hörten,dassdieSöhneJakobs wiedernachSichemgekommenwarenundsichdort niedergelassenhatten
5Undsiesprachen:SollendieSöhneJakobs,desHebräers, wiederindieStadtkommenunddarinwohnen,nachdem sieihreEinwohnergeschlagenundvertriebenhaben?
Sollensienunzurückkehrenundauchdie,dieinderStadt wohnen,vertreibenodersietöten?
6UndalleKönigeKanaansversammeltensichabermals undkamenzusammen,umKrieggegenJakobundseine Söhnezuführen
7UndJaschub,derKönigvonTapnach,sandteauchzu allenseinenbenachbartenKönigen,zuElan,demKönig vonGaasch,undzuJhuri,demKönigvonSchilo,undzu Parathon,demKönigvonChazar,undzuSusi,demKönig vonSarton,undzuLaban,demKönigvonBetchoran,und zuSchabir,demKönigvonUthnay-ma,undließihmsagen: 8Kommherzumirundhilfmir,undlassunsJakob,den Hebräer,undseineSöhneundalle,diezuihmgehören, erschlagen;dennsiesindwiedernachSichemgekommen, umesinBesitzzunehmenundseineEinwohnerzutöten wiezuvor
9UndalledieseKönigeversammeltensichundkamenmit allihrenLagern,einVolk,überauszahlreichwiederSand amMeeresstrand,undsieallezogengegenTapnach 10UndJaschub,derKönigvonTapnach,zogmitseinem ganzenHeergegensieausundlagertesichmitihnen gegenübervonTapnachaußerhalbderStadtUndallediese KönigeteiltensichinsiebenAbteilungenauf,siebenLager bildetensichgegendieSöhneJakobs.
11UndsiesandteneineBotschaftanJakobundseinen Sohn:Kommtallezuunsheraus,damitwirunsinder EbenezusammensetzenunddieSachederMännervon Sichemrächenkönnen,dieihrinihrerStadterschlagen habtDannsolltihrwiederindieStadtSichem zurückkehrenunddarinwohnenundihreEinwohner erschlagenwiezuvor
12AlsdieSöhneJakobsdieshörten,entbrannteihrZorn überdieWortederKönigevonKanaansehr.Zehnder SöhneJakobseiltenherbei,standenaufundgürtetensich jedermitseinenKriegswaffen;undeinhundertzweiihrer Knechtewarenmitihnen,gerüstetzumKampf.
13UndalledieseMänner,dieSöhneJakobsmitihren Knechten,gingenzudiesenKönigenhin,undJakob,ihr Vater,warbeiihnen,undsieallestelltensichaufden HügelvonSichem
14UndJakobbetetezumHerrnfürseineSöhneund breiteteseineHändezumHerrnausundsprach:OGott,du bisteinallmächtigerGott,dubistunserVater,duhastuns geschaffen,undwirsinddasWerkdeinerHände;ichbitte dich,errettemeineSöhnedurchdeineBarmherzigkeitaus derHandihrerFeinde,dieheutekommen,ummitihnenzu kämpfen,undrettesieausihrerHand;dennindeinerHand istMachtundStärke,umdieWenigenvordenVielenzu retten
15UndgibmeinenSöhnen,deinenKnechten,Kraftund StärkeimKampfgegenihreFeinde,dasssiesie unterwerfenundihreFeindevorihnenfallenlassen,und lassmeineSöhneundihreKnechtenichtdurchdieHand derKanaanersterben.
16WennesaberindeinenAugengutist,dasLebenmeiner SöhneundihrerDienerzunehmen,sonimmsieindeiner großenBarmherzigkeitdurchdieHändedeinerDiener, damitsieheutenichtdurchdieHändederKönigeder Amoriterumkommen.
17UndalsJakobaufhörte,zumHerrnzubeten,erbebtedie ErdevonihremPlatz,unddieSonneverfinstertesich;und alledieseKönigeerschrakenundeinegroßeBestürzung ergriffsie
18UndderHERRerhörtedasGebetJakobsundderHERR erfülltedieHerzenallerKönigeundihrerHeerscharenmit SchreckenundEhrfurchtvordenSöhnenJakobs
19DennderHerrließsiedasStimmengewirrvon StreitwagenunddasGeschreimächtigerPferdevonden SöhnenJakobsunddasGeschreieinesgroßenHeeres,das siebegleitete,hören
20UnddieseKönigewurdenvongroßemSchreckenvor denSöhnenJakobsergriffen;undwährendsieinihren Gemächernstanden,siehe,darücktendieSöhneJakobs miteinhundertundzwölfMannunterlautemund gewaltigemGeschreiaufsiezu 21AlsdieKönigenunsahen,dassdieSöhneJakobsaufsie zukamen,gerietensienochmehrinPanikundwaren geneigt,wieschonzuvorvordenSöhnenJakobs zurückzuweichenundnichtmitihnenzukämpfen.
22Sieaberzogensichnichtzurück,sondernsagten:Es wäreeineSchandefüruns,vordenHebräernzweimalso zurückzuweichen.
23DatratendieSöhneJakobsheranundzogengegenalle dieseKönigeundihreHeereUndsiesahen,undsiehe,es wareinsehrmächtigesVolk,sozahlreichwiederSandam Meer
24UnddieSöhneJakobsriefenzumHerrnundsprachen: Hilfuns,Herr,hilfunsundantworteuns,dennwir vertrauenaufdich,undlassunsnichtsterbendurchdie HanddieserUnbeschnittenen,dieheutegegenuns gekommensind.
25UnddieSöhneJakobsgürtetenihreKriegswaffenan, undjedernahmseinenSchildundseinenSpeerindieHand undzogzumKampfheran.
26UndJuda,derSohnJakobs,liefvorseinenBrüdernher undzehnseinerKnechtemitihmundgingzudiesen Königen.
27AuchJaschub,derKönigvonTapnach,zogmitseinem HeeralsErstervorJudaherAlsJudaJaschubundsein Heeraufsichzukommensah,entbrannteJudasZorn,und seinGrimmbrannteinihm,undergingzumKampf,in demJudaseinLebenriskierte
28UndJaschubundseinganzesHeerzogengegenJuda. ErrittaufeinemsehrstarkenundkräftigenPferdJaschub wareinsehrtapfererMannundwarvonKopfbisFußmit EisenundBronzebehängt.
29UndwährenderaufdemPferdsaß,schossermitbeiden HändenPfeilevonvornundvonhinten,wieesseine GewohnheitinallenseinenSchlachtenwar,under verfehlteniedasZiel,aufdasermitseinenPfeilenzielte
30AlsaberJaschubgegenJudaindenKriegzogundviele PfeileaufJudaabfeuerte,fesseltederHERRJaschubs Hand,undallePfeile,dieerabschoss,pralltenaufseine eigenenMännerzurück
31TrotzdemrückteJaschubweiteraufJudazu,umihnmit PfeilenherauszufordernDerAbstandzwischenihnen betrugetwadreißigEllenAlsJudasah,dassJaschubseine Pfeileaufihnabfeuerte,lieferihmmitseinergrimmigen Kraftentgegen
32DahobJudaeinengroßenSteinvomBodenauf,der sechzigSchekelwog,undJudaliefaufJaschubzuund schlugihmmitdemSteinaufdenSchildJaschubwarvon demSchlagbenommenundfielvomPferdzuBoden.
33DazerbrachderSchildausderHandJaschubsundflog durchdieWuchtdesSchlagesetwafünfzehnEllenweit; undderSchildfielvordaszweiteLager
34DieKönigeaber,diemitJaschubgekommenwaren, sahenvonWeitemdieStärkeJudas,desSohnesJakobs, undwasermitJaschubgemachthatte,undsiefürchteten sichsehrvorJuda
35Alssiesahen,wieverwirrtJaschubwar,versammelten siesichinderNäheseinesLagersDazogJudasein SchwertunderschlugzweiundvierzigMannausJaschubs LagerDasganzeLagerJaschubsflohvorJuda,und niemandkonnteihmwiderstehenSieließenJaschub zurückundflohenvorihm,undJaschubbliebnocham Bodenliegen
36AlsJaschubsah,dassalleMännerseinesLagersvor ihmgeflohenwaren,eilteerheran,erhobsichinSchrecken gegenJudaundstelltesichaufseineFüßegegenübervon Juda
37JaschubliefertesicheinenZweikampfmitJuda,Schild gegenSchild,undalleMännerJaschubsflohen,dennsie fürchtetensichsehrvorJuda
38DanahmJaschubseinenSpeerindieHand,umJuda aufdenKopfzuschlagen;aberJudahatteschnellseinen SchildanseinenKopfgegenJaschubsSpeergelegt,sodass derSchildJudasdenSchlagvonJaschubsSpeerabbekam undauchderSchildzersplitterte
39AlsJudasah,dassseinSchildgespaltenwar,zoger hastigseinSchwertundschlugJaschubandenKnöcheln undhiebihmdieFüßeab,sodassJaschubzuBodenfiel undderSpeerausseinerHandfiel
40DahobJudaeiligJaschubsSpeerauf,schlugihmdamit denKopfabundwarfihnnebenseineFüße
41AlsdieSöhneJakobssahen,wasJudamitJaschub gemachthatte,liefensiealleindieReihenderanderen KönigeundkämpftenmitdemHeerJaschubsundmitden HeerenallerKönige,diedortwaren
42UnddieSöhneJakobsbrachtenfünfzehntausendihrer MännerzuFall;sieschlugensie,alsobsieaufKalebassen einschlugen;unddieÜbrigenflohenumihrLeben
43UndJudastandnochbeidemLeichnamJaschubsund zogJaschubseinenPanzerrockaus
44UndJudanahmauchdasEisenunddasErzab,das Jaschubumgab,undsiehe,neunMännervonden HauptleutenJaschubskamenherbei,umgegenJudazu kämpfen
45DaeilteJudaundhobeinenSteinvomBodenaufund schlugdamiteinemvonihnenaufdenKopf;undsein Schädelzerbrach,undderLeibfielauchvomPferdzu Boden
46DieachtHauptleute,dieübriggebliebenwaren,sahen dieStärkeJudasundfürchtetensichsehrSieflohen;Juda aberverfolgtesiemitseinenzehnMann,holtesieeinund erschlugsie
47UnddieSöhneJakobsschlugennochimmerdieHeere derKönigeunderschlugenvielevonihnen;aberjene KönigehieltenmitihrenHeerführerntapferstandund wichennichtvonihrenPlätzenzurück.Sieschriengegen diejenigenihrerHeere,dievordenSöhnenJakobs geflohenwaren,aberniemandwollteihnenzuhören,denn siefürchtetenumihrLeben,dasssiesterbenmüssten.
48UndalleSöhneJakobskehrten,nachdemsiedieHeere derKönigegeschlagenhatten,zurückundkamenvorJuda. UndJudawarnochdabei,dieachtHauptleuteJaschubszu tötenundihnendieKleidervomLeibzureißen.
49UndLevisahElon,denKönigvonGaasch,mitseinen vierzehnHauptleutenaufihnzukommen,umihnzu schlagen;aberLeviwussteesnichtmitSicherheit 50UndElonkammitseinenHauptleutennäher,undLevi blicktezurückundsah,dasservonhintenangegriffen wurdeDaliefLevimitzwölfseinerDienerhin,undsie gingenhinunderschlugenElonundseineHauptleutemit derSchärfedesSchwertes
KAPITEL38
1UndIhuri,derKönigvonSchilo,kamherbei,umElonzu helfen,undergingaufJakobzuDaspannteJakobseinen Bogen,denerinderHandhielt,undtrafmiteinemPfeil Ihuri,sodassdieserstarb.
2AlsaberJhuri,derKönigvonSchilo,gestorbenwar, flohendievierübrigenKönigemitdenübrigen HauptleutenvonihremPostenundversuchten,sich zurückzuziehen,indemsiesagten:WirhabenkeineKraft mehrbeidenHebräern,nachdemsiediedreiKönigeund ihreHauptleutegetötethaben,diemächtigerwarenalswir.
3AlsdieSöhneJakobssahen,dassdieübrigenKönige ihrenPlatzverlassenhatten,verfolgtensiesieAuchJakob kamvomHügelvonSichem,woergestandenhatte,und sieliefendenKönigennachundnähertensichihnenmit ihrenDienern
4AlsdieKönigeunddieHauptleutemitdemRestihrer Heeresahen,dassdieSöhneJakobssichihnennäherten, fürchtetensieumihrLebenundflohenbisindieStadt Chazar.
5UnddieSöhneJakobsverfolgtensiebiszumTorder StadtChasarundrichtetenunterdenKönigenundihren HeereneinegroßeNiederlagean,etwaviertausendMann. WährendsiedasHeerderKönigeschlugen,warJakobmit seinemBogenbeschäftigtundbeschränktesichdarauf,die Königezuschlagen,undererschlugsiealle.
6UndererschlugParathon,denKönigvonChazar,amTor derStadtChazarDanacherschlugerSusi,denKönigvon Sarton,undLaban,denKönigvonBetchorin,undSchabir, denKönigvonMachnaymah,undererschlugsieallemit Pfeilen,jedenvonihnenmiteinemPfeil,undsiestarben
7AlsdieSöhneJakobssahen,dassalleKönigetotwaren unddassihreHeerezerstreutwarenundflohen,setztensie denKampfgegendieHeerederKönigegegenüberdem TorvonChazarfortunderschlugennochetwavierhundert ihrerMann
8UnddreiMännerausJakobsGefolgefieleninjener Schlacht.AlsJudasah,dassdreiseinerKnechtegestorben waren,betrübteihndassehr,undseinZornentbranntein ihmgegendieAmoriter
9UndalleMänner,dievondenHeerenderKönigeübrig gebliebenwaren,fürchtetensehrumihrLeben;undsie flohenundbrachendasTorderMauernderStadtChazar aufundflohenalleindieStadt,umsichinSicherheitzu bringen
10UndsieverstecktensichmitteninderStadtChasar; denndieStadtChasarwarsehrgroßundausgedehntAls
alldieseHeereindieStadteingezogenwaren,liefendie SöhneJakobsihnennachindieStadt.
11Undviertapfere,kampferfahreneMännerzogenausder StadthervorundstelltensichmitgezücktenSchwertern undSpeerenindenHändenvordenEingangderStadt.Sie stelltensichdenSöhnenJakobsentgegenundließensie nichtindieStadthinein
12DaliefNaftalihinundtratzwischensieundschlugmit seinemSchwertzweivonihnenundhiebihnenmiteinem SchlagdieKöpfeab
13Underwandtesichdenbeidenanderenzu,undsiehe, siewarengeflohen;daverfolgteersie,holtesieein,schlug sieundtötetesie.
14UnddieSöhneJakobskamenindieStadtundsahen, undsiehe,dawarnocheineandereMauerumdieStadt UndsiesuchtendasTorderMauerundkonntenesnicht findenDasprangJudaaufdieMauerspitze,undSimeon undLevifolgtenihm,undalledreistiegenvonderMauer hinabindieStadt.
15UndSimeonundLevierschlugenalleMänner,diein dieStadtgeflohenwaren,umsichinSicherheitzubringen, undauchdieEinwohnerderStadtsamtihrenFrauenund Kindern;sieerschlugensiemitderSchärfedesSchwertes, unddasGeschreiderStadtstiegbiszumHimmelempor
16DasprangenDanundNaftaliaufdieMauer,umzu sehen,wasdasKlagegeschreiverursachte;denndieSöhne JakobssorgtensichumihreBrüderSiehörtendie EinwohnerderStadtweinendundflehendreden:Nehmt alles,waswirinderStadtbesitzen,undgehtweg;nurtötet unsnicht
17AlsJuda,SimeonundLeviaufgehörthatten,die EinwohnerderStadtzuschlagen,stiegensiedieMauer hinaufundriefenDanundNaftali,dieaufderMauer waren,unddieübrigenBrüder.SimeonundLevi berichtetenihnenvomEingangderStadt,undalleSöhne Jakobskamen,umdieBeutezuholen
18UnddieSöhneJakobsnahmendieBeuteausderStadt Chasar,dieSchafeundRinderunddenBesitz,undsie nahmenalles,wassieerbeutenkonnten,undzogenan diesemTagausderStadtweg.
19AmnächstenTaggingendieSöhneJakobsnachSarton, dennsiehattengehört,dasssichdieMännervonSarton, dieinderStadtgebliebenwaren,versammelten,umgegen siezukämpfen,weilsieihrenKöniggetötethattenSarton wareinesehrhochgelegeneundbefestigteStadt,dievon einemtiefenWallumgebenwar.
20DieSäuledesWallswaretwafünfzigEllenlangund vierzigEllenbreit;esgabkeinenWegfüreinenMenschen, indieStadthineinzukommen,wegendesWallsDieSöhne JakobssahendenWallderStadtundsuchteneinen Einganghinein,konntenihnabernichtfinden
21DennderEingangzurStadtbefandsichaufder Rückseite;undjeder,derindieStadtgelangenwollte,kam überdiesenWegundumrundetedieganzeStadt,underst dannkamerindieStadthinein
22AlsdieSöhneJakobssahen,dasssiedenWegindie Stadtnichtfindenkonnten,entbrannteihrZornsehr.Und alsdieEinwohnerderStadtsahen,dassdieSöhneJakobs zuihnenkamen,fürchtetensiesichsehrvorihnen;denn siehattenvonihrerStärkeunddem,wassieChazar angetanhatten,gehört
23DieEinwohnerderStadtSartonkonntennichtgegendie SöhneJakobsausziehen,nachdemsiesichinderStadt versammelthatten,umgegensiezukämpfen,damitdiese nichtindieStadteindrangen.Alssieabersahen,dasssie aufsiezukamen,fürchtetensiesichsehrvorihnen,denn siehattenvonihrerStärkeunddem,wassiemitChazar gemachthatten,gehört
24DarissendieEinwohnerSartonseiligdieBrücke,die zurStadtführte,vonihremPlatzweg,bevordieSöhne Jakobskamen,undbrachtensieindieStadt
25DakamendieSöhneJakobsundsuchtendenWegin dieStadthinein,konntenihnabernichtfindenDastiegen dieEinwohnerderStadtaufdieMauerhinaufundsahen, undsiehe,dieSöhneJakobssuchteneinenEingangindie Stadt
26UnddieEinwohnerderStadtschimpftenvonderMauer herabaufdieSöhneJakobsundverfluchtensieAlsdie SöhneJakobsdieSchmähungenhörten,gerietensiein großenZorn,undihrGrimmentbrannteinihnen.
27DawurdendieSöhneJakobswütendaufsie,undsie erhobensichalleundsprangenmitallerKraftüberden WallunddurchihreMachtüberwandendievierzigEllen breiteWallanlage
28UndalssiedenWallpassierthatten,standensieunter derStadtmauer,undsiefandenalleStadttoremiteisernen Türenverschlossen
29DakamendieSöhneJakobsnäher,umdieToreder Stadtaufzubrechen;aberdieEinwohnerließensienicht, dennsiewarfenSteineundPfeilevonderMaueraufsie
30DieZahlderLeute,dieaufderMauerwaren,betrug etwavierhundertMann.AlsdieSöhneJakobssahen,dass dieMännerderStadtihnendieStadttorenichtöffnen ließen,sprangensieaufundstiegenaufdieMauerhinauf JudagingzuersthinaufindenöstlichenTeilderStadt.
31UndGadundAscherfolgtenihmhinaufindie westlicheEckederStadt,SimeonundLevinachNorden undDanundRubennachSüden.
32AlsaberdieMänner,dieobenaufderMauerwaren,die EinwohnerderStadt,sahen,dassdieSöhneJakobszu ihnenheraufkamen,flohensieallevonderMauerhinunter indieStadtundverstecktensichmitteninderStadt
33UndIssacharundNaftali,dieunterderMauergeblieben waren,kamenheranundbrachendieTorederStadtauf undzündeteneinFeuerandenTorenderStadtan,sodass dasEisenschmolzUndalleSöhneJakobskamenindie Stadt,sieundalleihreMänner,undsiekämpftengegendie EinwohnerderStadtSartonundschlugensiemitder SchärfedesSchwertes,undniemandkonntesichihnen entgegenstellen
34UndetwazweihundertMannflohenausderStadtund verstecktensichalleineinemTurminderStadtJudaaber verfolgtesiebiszumTurmundrissdenTurmein,derauf dieMännerstürzte,undsieallestarben
35UnddieSöhneJakobsgingendenWeghinaufaufdas DachjenesTurms,undsiesahen,undsiehe,dawarnoch einandererstarkerundhoherTurminderFerneinder Stadt,undseineSpitzereichtebiszumHimmel.Unddie SöhneJakobseiltenhinabundgingenmitallenihren MännernzujenemTurmundfandenihngefülltmitetwa dreihundertMännern,FrauenundKindern.
36UnddieSöhneJakobsschlugendieMännerimTurm kräftig,undsieflohenvorihnen.
37SimeonundLeviverfolgtensie,alszwölftapfereund mutigeMännerausdemOrt,wosiesichversteckthatten, zuihnenherauskamen.
38UnddiesezwölfMännerliefertensicheinenheftigen KampfmitSimeonundLevi,undSimeonundLevi konntensienichtbesiegen.DiesetapferenMänner zerbrachendieSchildevonSimeonundLevi,undeiner vonihnenstießmitseinemSchwertnachLevisKopfDa legteLevihastigseineHandanseinenKopf,denner fürchtetedasSchwert,unddasSchwerttrafLevisHand, undesfehltenichtviel,bisLevisHandabgehacktwurde.
39DaergriffLevidasSchwertdestapferenMannesin seinerHand,rissesihmgewaltsamausderHandund schlugdamitaufdenKopfdesStarkeneinundhiebihm denKopfab
40DatratenelfMänneran,umgegenLevizukämpfen, dennsiesahen,dasseinervonihnengetötetwordenwar. UnddieSöhneJakobskämpften,aberdieSöhneJakobs konntensienichtbesiegen,dennjeneMännerwarensehr stark.
41AlsdieSöhneJakobssahen,dasssiesienichtbesiegen konnten,stießSimeoneinenlautenundgewaltigenSchrei aus,unddieelfstarkenMännererschrakenüberdenKlang vonSimeonsSchrei
42JudahörtevonweitemdasGeschreiSimeonsNaftali undJudaliefenmitihrenSchildenzuSimeonundLeviund fandensieimKampfmitdenstarkenMännernSie konntensichnichtgegensiedurchsetzen,daihreSchilde zerbrochenwaren.
43AlsNaftalisah,dassdieSchildevonSimeonundLevi zerbrochenwaren,nahmerzweiSchildevonseinen DienernundbrachtesiezuSimeonundLevi.
44UndSimeon,LeviundJudakämpftenanjenemTagalle dreigegendieelfHeldenbiszumSonnenuntergang,aber siekonntensienichtbesiegen.
45AlsJakobdieshörte,warersehrbetrübtundbetetezum Herrn;underundseinSohnNaftalizogengegendiese Helden.
46DatratJakobheran,spannteseinenBogenundkam naheandieHeldenheranunderschlugdreiihrerMänner mitdemBogen;dieübrigenachtaberkehrtenum.Und siehe,derKriegwurdegegensievonvornundvonhinten geführt,undsiefürchtetensehrumihrLebenundkonnten vordenSöhnenJakobsnichtbestehenundflohenvorihnen.
47AufihrerFluchtbegegnetensieDanundAscher,die ihnenentgegenkamen.Dastürztensiesichaufsie, kämpftenmitihnenunderschlugenzweivonihnenJuda undseineBrüderverfolgtensieundschlugendieübrigen underschlugensie
48UndalleSöhneJakobskehrtenzurückund durchstreiftendieStadtundsuchten,obsieMännerfänden UndsiefandenetwazwanzigjungeMännerineinerHöhle inderStadt;undGadundAschererschlugensiealleUnd DanundNaftalistießenaufdieübrigenMänner,dieaus demzweitenTurmgeflohenundentkommenwaren,und sieerschlugensiealle
49UnddieSöhneJakobsschlugenalleEinwohnerder StadtSarton;aberdieFrauenundKinderließensieinder Stadtzurückundtötetensienicht
50AlleEinwohnerderStadtSartonwarenstarkeMänner; einervonihnenkonntetausendverfolgen,undzweivon ihnenkonntenvorzehntausendderübrigenMännernicht fliehen.
51UnddieSöhneJakobserschlugenalleEinwohnerder StadtSartonmitderSchärfedesSchwertes,sodasssich ihnenniemandentgegenstellte;dieFrauenaberließensie inderStadtzurück.
52UnddieSöhneJakobsnahmendieganzeBeuteder Stadtundnahmensich,wassiebegehrten,undsienahmen Schafe,RinderundHabundGutausderStadtUnddie SöhneJakobstatenmitSartonundseinenEinwohnern,wie siemitChazarundseinenEinwohnernverfahrenwaren, unddannwandtensiesichabundzogenweg
KAPITEL39
1AlsdieSöhneJakobsvonderStadtSartonwegzogen, warensieetwazweihundertEllenweitgekommen,als ihnendieEinwohnervonTapnachentgegenkamenDenn siezogenaus,umgegensiezukämpfen,weilsieden KönigvonTapnachundseinganzesHeergeschlagen hatten
2Dazogenalle,dieinderStadtTapnachübriggeblieben waren,aus,umgegendieSöhneJakobszukämpfen,und siemeinten,dieBeuteunddenRaubzurückzuerobern,die sievonChazarundSartonerbeutethatten
3UnddieübrigenMännervonTapnachkämpftenan jenemOrtmitdenSöhnenJakobs,unddieSöhneJakobs schlugensie,undsieflohenvorihnen,undsieverfolgten siebisindieStadtArbelan,undsiefielenallevorden SöhnenJakobs
4UnddieSöhneJakobskehrtenzurückundkamennach Tapnach,umdieBeutevonTapnachwegzunehmen.Als sienachTapnachkamen,hörtensie,dassdieLeutevon Arbelanihnenentgegengekommenwaren,umdieBeute ihrerBrüderzuretten.DaließendieSöhneJakobszehn ihrerMännerinTapnachzurück,umdieStadtzuplündern, undzogengegendieLeutevonArbelanaus
5UnddieMännervonArbelanzogenmitihrenFrauenaus, umgegendieSöhneJakobszukämpfen,dennihreFrauen warenkampferfahrenEswareninsgesamtetwa vierhundertMännerundFrauen.
6UndalleSöhneJakobsschrienmitlauterStimmeund liefenalleaufdieEinwohnervonArbelanzuundmachten dabeieingewaltigesundohrenbetäubendesGeschrei.
7UnddieEinwohnervonArbelanhörtendasGeschreider SöhneJakobsundihrGebrüllwiedasGebrüllvonLöwen undwiedasTosendesMeeresundseinerWellen 8DaergriffFurchtundSchreckenihreHerzenwegender SöhneJakobs,undsiefürchtetensichsehrvorihnen;und siezogensichzurückundflohenvorihnenindieStadt, unddieSöhneJakobsverfolgtensiebiszumStadttorund trafensieinderStadt
9UnddieSöhneJakobskämpftenmitihneninderStadt, undalleihreFrauenwarendamitbeschäftigt,mit SchleuderngegendieSöhneJakobszuschießen,undder KampfwarsehrheftigunterihnendenganzenTagbiszum Abend
10UnddieSöhneJakobskonntensienichtbesiegen,und dieSöhneJakobswäreninjenerSchlachtbeinahe
umgekommenDaschriendieSöhneJakobszumHerrn undgewannengegenAbendgroßeKraft,unddieSöhne JakobserschlugenalleEinwohnervonArbelanmitder SchärfedesSchwertes,Männer,FrauenundKinder.
11AuchdenRestdesVolkes,derausSartongeflohenwar, schlugendieSöhneJakobsinArbelanSietatenmit ArbelanundTapnach,wiesiemitChazarundSarton verfahrenwaren.AlsdieFrauensahen,dassalleMänner totwaren,stiegensieaufdieDächerderStadtund schlugendieSöhneJakobs,indemsieSteinewieRegen herabregnenließen
12DaeiltendieSöhneJakobshinundkamenindieStadt undergriffenalleFrauenunderschlugensiemitder SchärfedesSchwertes,unddieSöhneJakobserbeuteten dieganzeBeuteunddenRaubgut,Schafe,RinderundVieh 13UnddieSöhneJakobstatenmitMachnajma,wiesiemit Tapnach,ChasarundSchiloverfahrenwaren;undsie wandtensichvondortabundgingenweg
14AmfünftenTaghörtendieSöhneJakobs,dasssichdie LeutevonGaaschgegensiezumKampfversammelthatten, weilsieihrenKönigundihreHauptleuteerschlagenhatten; denneshattevierzehnHauptleuteinderStadtGaasch gegeben,unddieSöhneJakobshattensiealleinderersten Schlachterschlagen
15UnddieSöhneJakobsgürtetenanjenemTagihre KriegswaffenundzogengegendieEinwohnervonGaasch indenKampfInGaaschwohnteeinstarkesundmächtiges VolkderAmoriter.Gaaschwardiestärksteundambesten befestigteStadtunterallenStädtenderAmoriter;siehatte dreiMauern
16UnddieSöhneJakobskamennachGaaschundfanden dieTorederStadtverschlossen;etwafünfhundertMann standenobenaufderäußerstenMauer,undeinVolk,so zahlreichwiederSandamMeeresstrand,lauerteden SöhnenJakobsvonaußerhalbderStadthinterihrauf 17UnddieSöhneJakobstratenheran,umdieToreder Stadtzuöffnen.Undalssiesichnäherten,siehe,dakamen die,dieimHinterlandderStadtlauerten,vonihrenPlätzen hervorundumzingeltendieSöhneJakobs
18DieSöhneJakobswarenzwischendenLeutenvon Gaascheingeschlossen,undderKampffandsowohlvorals auchhinterihnenstatt;undalleMänner,dieaufderMauer waren,warfenvonderMauerPfeileundSteineaufsie.
19AlsJudasah,dassdieMännervonGaaschzuschwer fürsiewurden,stießereinendurchdringendenund gewaltigenSchreiaus,undalleMännervonGaasch erschrakenvorJudasSchrei,undMännerfielenvonder MauerheruntervorseinemlautenSchrei,undalle,dievon außerhalbundinnerhalbderStadtwaren,fürchtetensehr umihrLeben
20UnddieSöhneJakobskamennochnäher,umdieTore derStadtaufzubrechen.DawarfendieMännervonGaasch SteineundPfeilevonderMaueraufsieundtriebensieaus demTorindieFlucht
21DazogendieSöhneJakobsgegendieMännervon Gaasch,dievonaußerhalbderStadtmitihnengekommen waren,undschlugensiefurchtbar,alswürdemanauf Kalebassenschlagen;undsiekonntendenSöhnenJakobs nichtwiderstehen,dennFurchtundSchreckenhattensie beimGeschreiJudasergriffen.
22UnddieSöhneJakobserschlugenalleMänner,die außerhalbderStadtwaren.UnddieSöhneJakobsnäherten sichnochimmerderStadt,uminsieeinzudringenund unterdenStadtmauernzukämpfen;abersiekonntenes nicht,dennalleEinwohnervonGaasch,dieinderStadt gebliebenwaren,hattendieMauernvonGaaschinalle Richtungenumzingelt,sodassdieSöhneJakobsnichtin derLagewaren,sichderStadtzunähern,umgegensiezu kämpfen
23AlsdieSöhneJakobssichbisaneineEckeunterder MauerzumKampfnäherten,warfendieEinwohnervon GaaschPfeileundSteineaufsiewieRegenschauer,undsie flohenunterderMauerhervor.
24UnddieLeutevonGaasch,dieaufderMauerstanden, sahen,dassdieSöhneJakobssievonunterhalbderMauer nichtbesiegenkonnten,undschimpftenmitdenSöhnen JakobsmitfolgendenWorten:
25WasistmiteuchimKampflos,dassihrnichtsiegen könnt?WolltihretwamitdermächtigenStadtGaaschund ihrenEinwohnerndasselbetunwiemitdenStädtender Amoriter,dienichtsostarkwaren?MitdenSchwachen unterunshabtihrdochdasselbegetanundsieam Stadteingangerschlagen,dennsiewarenkraftlos,alssie voreuremGeschreierschraken
26UndwolltihrnunandiesemOrtkämpfen?Gewiss werdetihrallehiersterben,undwirwerdendieSachejener Städterächen,dieihrverwüstethabt
27DieEinwohnervonGaaschaberschimpftenheftigmit denSöhnenJakobsundverhöhntensiemitihrenGöttern undwarfenweiterhinPfeileundSteinevonderMauerauf sie.
28AlsJudaundseineBrüderdieWortederEinwohner vonGaaschhörten,entbrannteihrZornJudawurdein dieserSacheeifersüchtigaufseinenGottundrief:„OHerr, hilf,sendeunsundunserenBrüdernHilfe!“
29UnderliefvonweitemmitallerKraft,dasSchwertin derHand,undersprangvonderErdeaufundstiegmit seinerKraftaufdieMauer;dabeifielihmdasSchwertaus derHand
30DaschrieJudaaufderMauer.AlleMänner,dieaufder Mauerwaren,erschrakensehr,undeinigestürztenvonder MauerindieStadtundstarbenDieaber,dienochaufder Mauerwaren,sahenJudasStärkeundfürchtetensichsehr.
SieflohenumihrLebenindieStadt,umsichinSicherheit zubringen
31EinigeaberfasstenMutundkämpftenmitJudaaufder MauerSiekamennaheheran,umihnzutötenAlssie sahen,dassJudakeinSchwertinderHandhatte,dachten siedaran,ihnvonderMauerzuseinenBrüdernzustürzen DakamenzwanzigMännerausderStadtherbei,umihnen zuhelfenSieumringtenJuda,schrienihnanundgingen mitgezücktenSchwerternaufihnzu.SieerschrecktenJuda, undJudaschrievonderMauerzuseinenBrüdern
32DazogenJakobundseineSöhnedenBogenunterder MauerhervorunderschlugendreiderMänner,dieoben aufderMauerwarenJudaaberschrieweiterundrief:„O Herr,hilfuns,oHerr,erlöseuns!“,underschriemitlauter StimmeaufderMauer,undseinSchreiwaringroßer Entfernungzuhören
33NachdiesemSchreistießerabermalseinenlauten SchreiausDaerschrakenalleMänner,dieJudaobenauf
derMauerumringthatten,undjederwarfseinSchwertaus derHandbeimKlangvonJudasGeschreiundseinem Bebenundflohen
34DanahmJudadieSchwerter,dieihnenausdenHänden gefallenwaren,undJudakämpftemitihnenunderschlug zwanzigihrerMänneraufderMauer
35UndetwaachtzigMännerundFrauenstiegennochvon derStadtmauerhinaufundumzingeltenJuda.DerHerr abermachteJudasofurchtsam,dasssiesichihmnicht nähernkonnten
36DazogenJakobundalle,diebeiihmwaren,denBogen unterderMauerhervorunderschlugenzehnMannaufder Mauer;undsiefielenunterdieMauervorJakobundseinen Söhnen
37AlsdasVolkaufderMauersah,dasszwanzigihrer Männergefallenwaren,liefensiemitgezückten SchwerternaufJudazu;abersiekonntennichtzuihm gelangen,dennsiefürchtetensichsehrvorJudasStärke
38UndeinerihrerHelden,mitNamenArud,tratheran,um JudamitseinemSchwertaufdenKopfzuschlagenDa legteJudahastigseinenSchildanseinenKopf,unddas SchwerttrafdenSchild,unddieserwurdeinzweiTeile gespalten
39UnddieserHeld,nachdemerJudageschlagenhatte, flohausFurchtvorJudaumseinLeben.Dabeirutschteer aufderMauerausundfielzudenSöhnenJakobs,die unterhalbderMauerwarenUnddieSöhneJakobs schlugenihnundtötetenihn.
40UndJudahattestarkeKopfschmerzenvondemSchlag desStarken,undJudawärebeinahedarangestorben 41UndJudaschrieaufderMauervorSchmerz,dender SchlagverursachthatteAlsDanihnhörte,entbranntesein Zorninihm,undaucherstandauf,gingvonweitemhin, lief,sprangvonderErdeundstiegmitseiner wutentfachtenKraftaufdieMauer
42AlsDanandieMauernaheJudaherankam,flohenalle Männer,dieaufderMauergegenJudagestandenhatten, undsiegingenhinaufzurzweitenMauerundbewarfen DanundJudavonderzweitenMauerausmitPfeilenund Steinenundversuchten,sievonderMauerzuvertreiben.
43UnddiePfeileundSteinetrafenDanundJuda,undsie wärenbeinaheaufderMauerumgekommen;undwo immerDanundJudavonderMauerflohen,wurdensie vonderzweitenMauerausmitPfeilenundSteinen angegriffen
44JakobundseineSöhnebefandensichnochamEingang derStadtunterhalbdererstenMauerundkonntenihren BogennichtgegendieEinwohnerderStadtspannen,dasie vondiesennichtgesehenwerdenkonnten,weilsieaufder zweitenMauerstanden
45AlsDanundJudadieSteineundPfeile,dievonder zweitenMaueraufsiefielen,nichtmehrertragenkonnten, sprangensiebeideaufdiezweiteMauer,nahezuden EinwohnernderStadtAlsdieEinwohnerderStadt,dieauf derzweitenMauerwaren,sahen,dassDanundJudazu ihnenaufdiezweiteMauergekommenwaren,schriensie alleaufundstiegenhinabzwischendieMauern.
46AlsJakobundseineSöhnedasGeschreiderEinwohner derStadthörten,warensienochamStadteingangund sorgtensichumDanundJuda,diesienichtsehenkonnten, dadiesesichaufderzweitenMauerbefanden
47UndNaftalistieghinauf,vonZornentfacht,undsprang aufdieersteMauer,umzusehen,wasdasGeschrei verursachte,dassieinderStadtgehörthattenUndIssachar undSebulontratenheran,umdieTorederStadt aufzubrechen,undsieöffnetendieTorederStadtund kamenindieStadthinein
48DasprangNaftalivondererstenMaueraufdiezweite undkamseinenBrüdernzuHilfe.AlsaberdieEinwohner vonGaasch,dieaufderMauerwaren,sahen,dassNaftali derDrittewar,derheraufgekommenwar,umseinen Brüdernzuhelfen,flohensiealleundgingenindieStadt hinabUndJakobundalleseineSöhneundalleihrejungen MännerkamenzuihnenindieStadt.
49UndJuda,DanundNaftalistiegenvonderMauerhinab indieStadtundverfolgtendieEinwohnerderStadt SimeonundLeviaberwarenvonaußerhalbderStadtund wusstennicht,dassdasToroffenwar;siegingenvondort hinaufzurMauerundkamenzuihrenBrüdernindieStadt hinab.
50UndalleEinwohnerderStadtwarenindieStadt hinabgestiegen,unddieSöhneJakobskamenihnenaus verschiedenenRichtungenentgegen,undeswurdevon vornundvonhintengegensiegekämpft,unddieSöhne Jakobsschlugensieschrecklichunderschlugenetwa zwanzigtausendvonihnen,MännerundFrauen;keinervon ihnenkonntedenSöhnenJakobswiderstehen
51UnddasBlutflossingroßerMengeinderStadt,undes warwieeinWasserbach;unddasBlutflosswieeinBach bisandenäußerenRandderStadtunderreichtedieWüste Betchorin
52UnddieEinwohnervonBetchorinsahenvonweitem dasBlutausderStadtGaaschfließen;undetwasiebzig Männervonihnenliefenhin,umdasBlutzusehen,undsie kamenandieStelle,wodasBlutwar.
53UndsiefolgtenderBlutspurundkamenandieMauer derStadtGaaschUndsiesahendasBlutausderStadt fließenundhörtendasGeschreiderEinwohnervonGaasch, dennesstiegbiszumHimmelauf,unddasBlutflossin reicherMengewieeinWasserbach
54UndalleSöhneJakobsschlugennochimmerdie EinwohnervonGaaschundwarendamitbeschäftigt,sie biszumAbendzutöten,etwazwanzigtausendMännerund Frauen.DasagtendieLeutevonChorin:Gewiss,dasist dasWerkderHebräer,dennsieführennochimmerKrieg inallenStädtenderAmoriter
55DaeiltedasVolkundliefnachBetchorin,nahmjeder seineKriegswaffenundriefallenEinwohnernvon Betchorinzu,dassauchsieihreKriegswaffenumgürteten, umgegendieSöhneJakobszukämpfen
56UndalsdieSöhneJakobsdieEinwohnervonGaasch geschlagenhatten,gingensieinderStadtumher,umalle Erschlagenenzuentkleiden.Undalssieindeninnersten TeilderStadtkamenundnochweitergingen,trafensieauf dreisehrstarkeMänner,dieaberkeinSchwertinderHand hatten
57DakamendieSöhneJakobszudemOrthinauf,wosie waren,unddiestarkenMännerflohen.Einervonihnen nahmSebulongefangen,deneralsjungenKnabenvon kleinerStaturerkannte,undwarfihnmitseinerganzen KraftzuBoden.
58DaliefJakobmitseinemSchwertaufihnzuundschlug ihmmitdemSchwertunterhalbderLendenundspaltete ihninzweiHälften;undderLeibfielaufSebulon 59Datratderzweiteheran,packteJakobundwarfihnzu Boden.Jakobaberwandtesichzuihmumundschrieihn anSimeonundLeviliefenherbei,stießenihmmitdem SchwertindieHüftenundwarfenihnzuBoden
60DaerhobsichderStarkevomBodenmitgrimmiger Macht,undJudakamzuihm,eheerfestenBodenunter denFüßenhatte,undschlugihmmitdemSchwertaufden Kopf,undseinKopfwurdegespalten,understarb 61AlsderdrittestarkeMannsah,dassseineGefährten getötetwordenwaren,flohervordenSöhnenJakobs davon,unddieSöhneJakobsverfolgtenihninderStadt; undwährendderstarkeMannfloh,fandereinesder SchwerterderEinwohnerderStadt,hobesaufundwandte sichgegendieSöhneJakobsundkämpftemitdiesem Schwertgegensie
62DaliefderStarkeaufJudazu,umihmmitdemSchwert aufdenKopfzuschlagenJudaaberhattekeinenSchildin derHandUndalsergeradezumSchlagausholte,nahm NaftalieiligseinenSchildundhieltihnJudaandenKopf. DatrafdasSchwertdesStarkendenSchildNaftalis,und JudaentkamdemSchwert
63DastürmtenSimeonundLevimitihrenSchwerternauf denStarkenzuundschlugenmitihrenSchwerternheftig aufihnein,unddiebeidenSchwerterdrangenindenLeib desStarkeneinundspaltetenihnderLängenachinzwei.
64UnddieSöhneJakobserschlugenzujenerZeitdiedrei HeldenzusammenmitallenEinwohnernvonGaasch,und derTagneigtesichdemEndezu.
65UnddieSöhneJakobszogenumGaaschherumund nahmendieganzeBeutederStadtansich;auchdieKinder undFrauenließensienichtamLeben.UnddieSöhne JakobstatenmitGaasch,wiesiemitSartonundSchilo verfahrenwaren
KAPITEL40
1UnddieSöhneJakobsführtendieganzeBeutedes GaaschfortundverließendieStadtbeiNacht
2SiezogenausundmarschiertenaufdieBurgBetchorin zu.DieEinwohnerBetchorinsgingenihnenentgegen.In jenerNachtkämpftendieSöhneJakobsmitden EinwohnernBetchorinsinderBurgBetchorin
3UndalleEinwohnervonBetchorinwarentapfereMänner; keinervonihnenwürdevortausendMannfliehen;undsie kämpfteninjenerNachtaufderBurg,undihrGeschrei warinjenerNachtvonfernzuhören,unddieErdeerbebte vonihremGeschrei
4UndalleSöhneJakobsfürchtetensichvordiesen Männern,weilsieesnichtgewohntwaren,imDunkelnzu kämpfen,undsiewarensehrbestürztUnddieSöhne JakobsschrienzumHerrnundsprachen:Hilfuns,Herr, erretteuns,dasswirnichtdurchdieHanddieser Unbeschnittenenumkommen
5UndderHERRerhörtedieStimmederSöhneJakobsund ließgroßeSchreckenundVerwirrungdasVolkvon Betchorinergreifen;undsiekämpftenuntereinanderinder FinsternisderNachtunderschlugeneinanderingroßer Zahl
6DieSöhneJakobsaber,diewussten,dassderHerreinen GeistderVerderbtheitunterdieseMännergebrachthatte unddassjedermitseinemNächstenkämpfte,zogenaus denScharenderLeutevonBetchorinhinausundgingen biszumAbhangderBurgBetchorinundnochweiterund bliebendortinSicherheitmitihrenjungenMännernin jenerNacht
7UnddieLeutevonBetchorinstrittendieganzeNacht, einermitseinemBruder,deranderemitseinemNachbarn, undsieschrieninalleRichtungenaufdieBurg,undihr Geschreiwarvonweitemzuhören,unddieganzeErde erbebtevonihrerStimme,dennsiewarenmächtigerals alleVölkerderErde.
8UndalleEinwohnerderStädtederKanaaniter,der Hetiter,derAmoriter,derHiwiterundalleKönigevon Kanaan,undauchdie,diejenseitsdesJordanswohnten, hörteninjenerNachtdasGeschrei
9Undsiesagten:DassindgewissdieKämpfederHebräer, diegegendiesiebenStädtekämpfen,dieihnennahe gekommensind;undwerkanndiesenHebräern widerstehen?
10UndalleEinwohnerderStädtederKanaaniterundalle, diejenseitsdesJordanswohnten,fürchtetensichsehrvor denSöhnenJakobs;dennsiesagten:Siehe,unswird dasselbewiderfahren,wiejenenStädtenwiderfahrenist; dennwerkannihrergewaltigenStärkewiderstehen?
11UnddasGeschreiderChoriniterwarinjenerNachtsehr großundwurdeimmerlauter;undsieschlugeneinander biszumMorgen,undvielevonihnenwurdengetötet
12UndalsderMorgenanbrach,standenalleSöhneJakobs beiTagesanbruchaufundgingenhinaufzurBurg.Undsie schlugendieübriggebliebenenChoriniteraufschreckliche Weise,undsiewurdenalleinderBurggetötet
13AmsechstenTagabersahenalleEinwohnerKanaans vonweitemdasganzeVolkvonBetchorintotinderBurg Betchorinliegen,verstreutwiedieKadavervonLämmern undZiegen.
14UnddieSöhneJakobsführtendieganzeBeute,diesie vonGaascherbeutethatten,undzogennachBetchorin UndsiefandendieStadtvollvonMenschenwiedenSand amMeer,undsiekämpftenmitihnen,unddieSöhne JakobsschlugensiedortbiszumAbend
15UnddieSöhneJakobstatenmitBethchorin,wiesiemit GaaschundTapnach,undwiesiemitChasar,Sartonund Schiloverfahrenhatten
16UnddieSöhneJakobsnahmendieBeutevonBetchorin unddieganzeBeutederStädtemitsichundkehrtenan diesemTagnachSichemzurück.
17UnddieSöhneJakobskehrtenindieStadtSichem zurückundbliebenaußerhalbderStadt;dortruhtensiesich vomKriegausundverbrachtendieNachtdort
18UndalleihreDienerzogenmitderganzenBeute,die sieausdenStädtengenommenhatten,vordieStadthinaus undgingennichtindieStadthinein,dennsiesagten: VielleichtwirdesnochmehrKämpfegegenunsgeben, undsiekönntenkommen,umunsinSichemzubelagern
19UndJakobundseineSöhneundihreKnechtebliebenin jenerNachtundamfolgendenTagaufdemTeildesFeldes, denJakobvonHamorfürfünfSchekelgekaufthatte,und alles,wassieeroberthatten,warbeiihnen.
20DieganzeBeute,diedieSöhneJakobserbeutethatten, lagaufdemFeldanteil,dersogroßwarwiederSandam Meeresstrand
21UnddieBewohnerdesLandessahensievonferne,und alleBewohnerdesLandesfürchtetensichvordenSöhnen Jakobs,diediesgetanhatten;dennkeinKönigseitalters herhattejemalsetwasVergleichbaresgetan 22UnddiesiebenKönigederKanaaniterbeschlossen, FriedenmitdenSöhnenJakobszuschließen,dennsie fürchtetensehrumihrLebenwegenderSöhneJakobs 23UndandiesemTag,demsiebtenTag,sandteJaphia,der KönigvonHebron,heimlichBotenzumKönigvonAi, zumKönigvonGibeon,zumKönigvonSchalem,zum KönigvonAdulam,zumKönigvonLachisch,zumKönig vonChazarundzuallenkanaanäischenKönigen,dieunter ihrerHerrschaftstanden,undließihnensagen: 24Gehtmitmirhinaufundkommtzumir,damitwirzu denSöhnenJakobsgehenundichFriedenmitihnen schließenundeinenVertragmitihnenabschließe,damit nichteuerganzesLanddurchdieSchwerterderSöhne Jakobsvernichtetwird,wiesieesmitSichemundden Städtenringsumgetanhaben,wieihrgehörtundgesehen habt
25Wennihrzumirkommt,sokommtnichtmitvielen Männern,sondernjederKönigsollseinedreiHauptleute mitbringenundjederHauptmanndreiseinerOffiziere 26UndkommtallenachHebron,undwirwollen gemeinsamzudenSöhnenJakobsgehenundsiebitten, dasssieeinenFriedensvertragmitunsschließen
27UndalledieseKönigetaten,wiederKönigvonHebron ihnenbefohlenhatte,dennsieallestandenunterseinem RatundBefehlUndalleKönigevonKanaan versammeltensich,umzudenSöhnenJakobszugehen undFriedenmitihnenzuschließen.AberdieSöhneJakobs kehrtenumundgingenaufdenTeildesFeldes,derin Sichemlag,dennsievertrautendenKönigendesLandes nicht.
28UnddieSöhneJakobskehrtenzurückundbliebenzehn TageaufdemTeildesFeldes,undniemandkam,umKrieg gegensiezuführen.
29AlsdieSöhneJakobssahen,dasskeinKriegbevorstand, versammeltensiesichalleundgingenindieStadtSichem, unddieSöhneJakobsbliebeninSichem.
30NachAblaufvonvierzigTagenversammeltensichalle KönigederAmoriterausallenihrenWohnortenundkamen nachHebronzuJaphia,demKönigvonHebron.
31UnddieZahlderKönige,dienachHebronkamen,um FriedenmitdenSöhnenJakobszuschließen,betrug einundzwanzigKönige,unddieZahlderHauptleute,die mitihnenkamen,betrugneunundsechzig,undihreMänner wareneinhundertneunundachtzigMann,undallediese KönigeundihreMännerlagertenamBergHebron.
32UndderKönigvonHebronzogmitseinendrei HauptleutenundneunMannaus,unddieseKönige beschlossen,zudenSöhnenJakobszugehen,umFrieden zuschließen
33UndsiesprachenzudemKönigvonHebron:Gehdu mitdeinenMännernvorunsherundsprichfürunszuden SöhnenJakobs;wirwollennachdirkommenunddeine Wortebestätigen.UndderKönigvonHebrontatso.
34AlsdieSöhneJakobshörten,dasssichalleKönige KanaansversammelthattenundinHebronlagerten, sandtendieSöhneJakobsvierihrerKnechteals Kundschafterausundsprachen:Gehthinunderkundet dieseKönigeunduntersuchtihreMänner,obeswenige odervielesind;undwennesnurwenigesind,sozähltsie alleundkommtzurück
35UnddieKnechteJakobsgingenheimlichzudiesen Königenundtaten,wiedieSöhneJakobsihnenbefohlen hattenUndanjenemTagkehrtensiezudenSöhnen Jakobszurückundsprachenzuihnen:Wirkamenzudiesen Königen,undsiesindnurwenigeanZahl,undwirzählten siealle,undsiehe,eswarenzweihundertachtundachtzig, KönigeundMänner
36DasprachendieSöhneJakobs:Siesindnurwenigean derZahl,darumwollenwirnichtallegegensie hinausgehenUndamMorgenstandendieSöhneJakobs aufundwähltenzweiundsechzigihrerMänneraus,und zehnderSöhneJakobsgingenmitihnen;undsiegürteten ihreKriegswaffenan,dennsiesagten:Siekommen,um mitunsKriegzuführen,dennsiewusstennicht,dasssie kommen,umFriedenmitihnenzuschließen.
37UnddieSöhneJakobsgingenmitihrenKnechtenzum TorvonSichem,zujenenKönigen;ihrVaterJakobwar beiihnen.
38Undalssiehinausgegangenwaren,siehe,dakamder KönigvonHebronmitseinendreiHauptleutenundneun MannmitihmdieStraßeentlanggegendieSöhneJakobs. DablicktendieSöhneJakobsaufundsaheninderFerne Japhia,denKönigvonHebron,mitseinenHauptleutenauf sichzukommen.UnddieSöhneJakobsstelltensichanden OrtdesSichem-Torsundgingennichtweiter
39UndderKönigvonHebronzogweiter,erundseine Heerführer,bisernahezudenSöhnenJakobskam.Da beugtenerundseineHeerführersichvorihnenbiszurErde nieder,undderKönigvonHebronsetztesichmitseinen HeerführernvorJakobundseinenSöhnen.
40DasprachendieSöhneJakobszuihm:Wasistdir zugestoßen,KönigvonHebron?Warumbistduheutezu unsgekommen?Waswillstduvonuns?UndderKönig vonHebronsprachzuJakob:Ichbittedich,meinHerr,alle KönigederKanaanitersindheutegekommen,umFrieden mitdirzuschließen.
41AlsdieSöhneJakobsdieWortedesKönigsvonHebron hörten,wolltensieseinenVorschlägennichtzustimmen, denndieSöhneJakobshattenkeinVertraueninihn;sie meinten,derKönigvonHebronhabesiebetrügerisch belogen.
42UndderKönigvonHebronmerkteandenWortender SöhneJakobs,dasssieseinenWortennichtglaubtenDa tratderKönigvonHebronnäherzuJakobundsprachzu ihm:Ichbittedich,meinHerr,seiversichert,dassalldiese KönigeinfriedlicherAbsichtzudirgekommensindDenn siesindnichtmitallihrenMännerngekommen,noch habensieihreKriegswaffenmitgebracht,sondernsiesind gekommen,umFriedenmitmeinemHerrnundseinen Söhnenzusuchen.
43DaantwortetendieSöhneJakobsdemKönigvon Hebron:SendeduzualldiesenKönigen,undwenndudie Wahrheitsagst,sollensieeinzelnvorunskommen.Wenn
sieunbewaffnetzuunskommen,werdenwirwissen,dass sieFriedenmitunssuchen.
44UndJaphia,derKönigvonHebron,sandteeinenseiner MännerzudenKönigen,undsiealletratenvordieSöhne JakobsundbeugtensichvorihnenbiszurErdenieder,und dieseKönigesetztensichvorJakobundseinenSöhnenund sprachenzuihnen:
45Wirhabenallesgehört,wasdudenKönigender AmoritermitdeinemSchwertunddeinemüberausstarken Armangetanhast,sodassniemandvordirbestehenkonnte, undwirfürchtetenunsvordirumunseresLebenswillen, damitunsnichtdasselbewiderfahrewieihnen
46Deshalbsindwirzueuchgekommen,umeinen FriedensvertragzwischenunszuschließenSchließtnun mitunseinenBunddesFriedensundderWahrheit,dass ihreuchnichtinunsereAngelegenheiteneinmischt,sowie wirunsauchnichtineureAngelegenheiteneingemischt haben
47DaerkanntendieSöhneJakobs,dasssieinWirklichkeit gekommenwaren,umFriedenmitihnenzusuchen,und dieSöhneJakobshörtenaufsieundschlosseneinenBund mitihnen.
48UnddieSöhneJakobsschworenihnen,dasssiesich nichtmitihneneinlassenwürden;undalleKönigeder Kanaaniterschworenihnenebenfalls;unddieSöhne JakobsmachtensievondiesemTagantributpflichtig 49DanachkamenalleHauptleutedieserKönigemitihren MännernvorJakobundbrachtenGeschenkefürJakobund seineSöhneSiebeugtensichvorihmbiszurErdenieder 50DadrängtendieseKönigedieSöhneJakobsundbaten sie,dieganzeBeutezurückzugeben,diesieausdensieben StädtenderAmoritereroberthattenUnddieSöhneJakobs tatenesundgabenalleszurück,wassieeroberthatten:die Frauen,dieKinder,dasViehunddieganzeBeute,diesie genommenhattenDannschicktensiesiefort,undjeder kehrteinseineStadtzurück
51UndalledieseKönigebeugtensichabermalsvorden SöhnenJakobsundsandtenoderbrachtenihneninjenen TagenvieleGeschenkeUnddieSöhneJakobsentließen dieseKönigeundihrHeer,undsiezogenfriedlichvon ihnenweginihreStädte,undauchdieSöhneJakobs kehrteninihreHeimatnachSichemzurück
52UndesherrschteFriedenvondiesemTaganzwischen denSöhnenJakobsunddenKönigenderKanaaniter,bis dieKinderIsraelskamen,umdasLandKanaanzuerben
KAPITEL41
1UndumdieWendedesJahreszogendieSöhneJakobs vonSichemfortundkamennachHebronzuihremVater Isaakundwohntendort;aberihreSchafeundRinder weidetensietäglichinSichem,denndortgabeszujener ZeitguteundfetteWeideJakobundseineSöhneundihr ganzesHauswohntenimTalHebron
2UndesgeschahinjenenTagen,injenemJahr,im einhundertsechstenLebensjahrJakobs,imzehntenJahr, nachdemJakobausPaddan-Aramgekommenwar,dass Lea,dieFrauJakobs,starb;siewareinundfünfzigJahrealt, alssieinHebronstarb
3UndJakobundseineSöhnebegrubensieinderHöhle aufdemFeldvonMachpela,dieinHebronliegt,die
AbrahamvondenHeterngekaufthatte,umeinen Begräbnisplatzzubesitzen.
4UnddieSöhneJakobswohntenmitihremVaterimTal Hebron,undalleEinwohnerdesLandeskanntenihre Stärke,undihrRuhmverbreitetesichimganzenLand.
5Josef,derSohnJakobs,undseinBruderBenjamin,die SöhneRahels,derFrauJakobs,warenzujenerZeitnoch jungundzogennichtmitihrenBrüdernindieKämpfein allenStädtenderAmoriter
6AlsJosefdieStärkeundGrößeseinerBrüdersah,lobte undpriesersie;erselbstaberhieltsichfürgrößeralssie underhobsichübersieAuchJakob,seinVater,liebteihn mehralsalleseineSöhne,dennerwarseinSohnimhohen Alter,undausLiebezuihmließerihmeinenbuntenRock anfertigen
7AlsJosefabersah,dassseinVaterihnmehrliebteals seineBrüder,erhobersichweiterhinüberseineBrüderund brachteseinemVaterböseKundeübersie
8AlsdieSöhneJakobsabersahen,wiesichJosefihnen gegenüberverhieltunddassihrVaterihnmehrliebteals alleanderen,hasstensieihnundkonntennichtfriedlichmit ihmredenalleTage.
9JosefwarsiebzehnJahrealtunderhobsichnochimmer überseineBrüderunddachtedaran,sichübersiezu erheben.
10ZujenerZeithatteereinenTraum,undergingzu seinenBrüdernunderzählteihnenseinenTraumund sprachzuihnen:IchhatteeinenTraum,undsiehe,wir bandenalleGarbenaufdemFeld,undmeineGarbeerhob sichundlegtesichaufdenBoden,undeureGarben umringtensieundbeugtensichvorihrnieder.
11SeineBrüderantwortetenihmundsprachenzuihm: WasbedeutetdieserTraum,dendugeträumthast?Meinst duetwa,überunszuherrschenoderzuregieren?
12UnderkamnochunderzählteesseinemVaterJakob AlsJakobdieseWorteausseinemMundhörte,küssteer Josefundsegneteihn.
13AlsaberdieSöhneJakobssahen,dassihrVaterJosef gesegnetundgeküssthatteunddasserihnüberauslieb hatte,wurdensieeifersüchtigaufihnundhasstenihnnoch mehr
14DanachhatteJosefeinenweiterenTraumunderzählte ihnseinemVaterimBeiseinseinerBrüder.Josefsprachzu seinemVaterundseinenBrüdern:Siehe,ichhabeabermals einenTraumgehabt,undsiehe,dieSonne,derMondund dieelfSterneneigtensichvormirnieder.
15AlsseinVaterdieWorteJosefsundseinenTraumhörte undsah,dassseineBrüderJosefdeswegenhassten,tadelte JakobJosefvorseinenBrüdernundsprach:Wasbedeutet dieserTraum,dendugeträumthast,unddiese SelbstverherrlichungvordeinenälterenBrüdern?
16Glaubstduetwa,dassichunddeineMutterunddeine elfBrüderkommenundsichvordirniederbeugenwerden, weildusoredest?
17SeineBrüderaberwareneifersüchtigaufihnwegen seinerWorteundTräume,undsiehasstenihnweiterhin; JakobaberbehieltdieTräumeinseinemHerzen.
18UnddieSöhneJakobsgingeneinesTagesnachSichem, umdieHerdeihresVaterszuweiden;dennsiewarenzu jenerZeitnochHirten.UndalsdieSöhneJakobsanjenem TaginSichemweideten,verspätetensiesich,unddieZeit,
dasViehzusammenzutreiben,verstrich,undsiewaren nichtangekommen.
19AlsJakobsah,dassseineSöhneinSichemaufhielten, dachteerbeisich:VielleichtsinddieLeutevonSichem aufgestanden,umgegensiezukämpfen,unddeshalb habensiesichheuteverspätet
20DariefJakobseinenSohnJosefundgebotihm:Siehe, deineBrüderweidenheuteinSichem,undsiehe,siesind nochnichtzurückgekehrtGehnunhinundsiehnach,wo siesind,undbringmirNachrichtzurücküberdas WohlergehendeinerBrüderundüberdasWohlergehender Herde
21UndJakobsandteseinenSohnJosefinsTalHebron. JosefkamnachSichem,umseineBrüderzuholen,konnte sieabernichtfindenDagingJosefumheraufdemFeld beiSichem,umzusehen,wohinseineBrüderabgebogen warenDocherverirrtesichinderWüsteundwusstenicht mehr,welchenWegergehensollte
22UndeinEngeldesHerrnfandihnaufdemWegzum FeldumherirrendUndJosefsprachzudemEngeldes Herrn:IchsuchemeineBrüder;hastdunichtgehört,wo sieweiden?UndderEngeldesHerrnsprachzuJosef:Ich sahdeineBrüderhierweidenundhörtesiesagen,dasssie nachDotangehenwollten,umdortzuweiden
23UndJosefhörteaufdieStimmedesEngelsdesHerrn undgingzuseinenBrüdernnachDotanundfandsiein Dotan,wosiedieHerdeweideten
24UndJosefgingzuseinenBrüdern;undeheerzuihnen gekommenwar,beschlossensie,ihnzutöten
25UndSimeonsprachzuseinenBrüdern:Siehe,derMann derTräumekommtheutezuuns;darumkommtnun,lasst unsihntötenundihnineinederGrubenwerfen,dieinder Wüstesind;undwennseinVaterihnvonunsholt,werden wirsagen,einwildesTierhabeihngefressen.
26AlsRubendieWorteseinerBrüderüberJosefhörte, spracherzuihnen:Tutdasnicht!Wiekönnenwirzu unseremVaterJakobaufblicken?WerftihnindieseGrube, damiterdortstirbt,aberstrecktkeineHandanihnaus, damitseinBlutnichtvergoss!Rubensagtedies,umihn ausihrerHandzubefreienundihnzuseinemVater zurückzubringen
27AlsJosefzuseinenBrüdernkamundsichvorsiesetzte, sprangensieauf,packtenihn,warfenihnzuBodenund rissenihmdenbuntenRockvomLeib
28UndsienahmenihnundwarfenihnineineGrubeIn derGrubewarkeinWasser,sondernSchlangenund SkorpioneJoseffürchtetesichvordenSchlangenund SkorpioneninderGrubeundschrielaut.Daverbargder HERRdieSchlangenundSkorpioneandenSeitender Grube,undsietatenJosefnichts
29DariefJosefausderGrubeseinenBrüdernzu:Was habeicheuchgetan?Womithabeichgesündigt?Warum fürchtetihrdenHerrnnichtmeinetwegen?Binichnicht voneuremFleischundBlut?IstnichtJakobeuerVater, meinVater?Warumtutihrmirdasheutean?Wiekönnt ihrdanochzuunseremVaterJakobaufblicken?
30UnderschrieweiterundriefausderGrubenachseinen Brüdern:„OJuda,SimeonundLevi,meineBrüder,zieht michheraufausderFinsternis,indieihrmichgesetzthabt, undkommtheuteunderbarmteuchmeiner,ihrKinderdes HerrnundSöhneJakobs,meinesVaters!Undwennich
gegeneuchgesündigthabe,seidihrnichtdieSöhne Abrahams,IsaaksundJakobs?WennsieeinenWaisen sahen,erbarmtensiesichseiner,undwennsieeinen Hungrigensahen,gabensieihmzuessen,undwennsie einenDurstigensahen,gabensieihmzutrinken,undwenn sieeinenNacktensahen,kleidetensieihn“
31WiekönntestdudanndeinemBruderdeinMitleid verweigern?IchbindochvondeinemFleischundBlut, undwennichgegendichgesündigthabe,wirstdudas gewissummeinesVaterswillentun!
32UndJosefredetedieseWorteausderGrubeherab;aber seineBrüderkonntenihmnichtzuhörenundihreOhren nichtdenWortenJosefszuneigen.UndJosefschrieund weinteinderGrube
33UndJosefsprach:OdassmeinVaterheuteerfahren würde,wasmeineBrüderanmirgetanundwassieheute zumirgesagthaben
34AlsaberalleseineBrüderseinSchreienundWeinenin derGrubehörten,gingensiewegvonderGrube,damitsie dasSchreienJosefsundseinWeineninderGrubenicht mehrhörten
KAPITEL42
1UndsiegingenhinundsetztensichaufdieandereSeite, etwaeineBogenschussweiteentfernt,undsiesetztensich dorthin,umBrotzuessen,undwährendsieaßen,berieten siemiteinander,wasmitihmgeschehensollte,obsieihn tötenoderihnzuseinemVaterzurückbringensollten
2SiewarennochinRat,alssieaufblicktenundsahen,und siehe,dakameineScharIsmaelitervonweitemaufder StraßevonGileadundzoghinabnachÄgypten
3UndJudasprachzuihnen:Wasnütztesuns,wennwir unserenBrudertöten?VielleichtwirdGottihnvonuns fordernDarumistderRat,dereuchhinsichtlichihm gegebenwurdeunddenihranihmtunsollt:Seht,diese ScharderIsmaeliterziehthinabnachÄgypten, 4Nunkommt,lasstunsihnihnenübergebenWirwollen ihnnichtselbsttöten,sondernsiewerdenihnmitsich führen,underwirdunterdemVolkdesLandesverloren gehenUndwirwollenihnnichtmitunsereneigenen HändentötenUndderVorschlaggefielseinenBrüdern, undsietaten,wieJudaesihnengesagthatte.
5WährendsienochüberdieseSacheredetenundbevordie ScharderIsmaeliterzuihnenkam,kamensieben midianitischeHändleranihnenvorbei.Alssie vorbeigingen,verspürtensieDurstDablicktensieaufund sahendieGrube,inderJosefeingemauertwar.Undsie schautenhin,undsiehe,alleArtenvonVögelnwarenauf ihm
6UnddieseMidianiterliefenzuderGrube,umWasserzu trinken,dennsiemeinten,sieenthalteWasser.Undalssie vordieGrubekamen,hörtensiedieStimmeJosefs,derin derGrubeweinteundschluchzteUndsieschautenindie Grubehinunter,undsiehe,dawareinjungerMannvon ansehnlichemAussehenundschönerGestalt
7Dariefensieihmzuundsprachen:Werbistduundwer hatdichhierhergebrachtundwerhatdichindieseGrube inderWüstegelegt?Undsiehalfenallemit,Josef aufzurichten,zogenihnherausundbrachtenihnausder
Grubeheraufundnahmenihnmitundzogenweiterauf ihrerReiseundgingenanseinenBrüdernvorbei.
8Dasprachendiesezuihnen:Warumtutihrdas,dassihr unserenKnechtvonunsnehmtundweggeht?Wirhaben diesenjungenManndochindieGrubegeworfen,weiler gegenunsrebellierthat,undihrkommtundholtihnherauf undführtihnweg;gebtunsnununserenKnechtzurück
9DieMidianiterantwortetendenSöhnenJakobs:Istdas euerKnechtoderdientereuch?Vielleichtseidihralle seineKnechte,denneristschönerundansehnlicherals jedervoneuchWarumredetihrallelügendzuuns?
10DarumwollenwirnunwederaufeureWortehören nochunsumeuchkümmern,dennwirhabendenJüngling inderGrubeinderWüstegefundenundihnmitgenommen; darumwollenwirweiterziehen
11DatratenalleSöhneJakobszuihnen,erhobensichund sprachenzuihnen:GebtunsunserenKnechtzurück! WarumwolltihralledurchdasSchwertsterben?Die Midianiteraberschriengegensie,zogenihreSchwerter undzogengegendieSöhneJakobszumKampf
12Undsiehe,SimeonstandvonseinemSitzgegensieauf, sprangaufdenBoden,zogseinSchwertundgingaufdie MidianiterzuundstießeinenfurchtbarenSchreivorihnen aus,sodassseinSchreivonweitemzuhörenwarunddie ErdevonSimeonsSchreierbebte.
13DieMidianiterabererschrakensehrvorSimeonund seinemlautenGeschrei;siefielenaufihrAngesichtund warenäußerstbeunruhigt.
14UndSimeonsprachzuihnen:Wahrlich,ichbinSimeon, derSohnJakobs,desHebräers,derichalleinmitmeinem BruderdieStadtSichemunddieStädtederAmoriter zerstörthabe;sowirdGottauchmitmirtun,dass,wenn alleeureBrüder,dasVolkderMidianiter,undauchdie KönigevonKanaanmiteuchkämen,sienichtgegenmich kämpfenkönnten
15DarumgebtunsnundenjungenMannzurück,denihr gefangengenommenhabt,damiticheuerFleischnichtden VögelndesHimmelsunddenTierenderErdezumFraß gebe
16DieMidianiteraberfürchtetensichnochmehrvor SimeonundnähertensichdenSöhnenJakobsmit SchreckenundFurchtundmitklagendenWortenund sprachen:
17Ihrhabtdochgesagt,derjungeMannseieuerKnecht undhabesichgegeneuchaufgelehnt,deshalbhabtihrihn indieGrubegeworfen.Waswolltihrnunmiteinem Knechttun,dersichgegenseinenHerrnauflehnt?Verkauft ihnunsnun,undwirwerdeneuchallesgeben,wasihrfür ihnverlangtUndderHerrhatdiesgetan,damitdieSöhne JakobsihrenBrudernichttöten
18DieMidianitersahen,dassJosefeinansehnliches AussehenhatteundvonansehnlicherGestaltwar;sie begehrtenihninihrenHerzenunddrängtendarauf,ihnvon seinenBrüdernzukaufen
19DahörtendieSöhneJakobsaufdieMidianiterund verkauftenihnenihrenBruderJoseffürzwanzig Silberstücke.Ruben,ihrBruder,warnichtbeiihnen.Die MidianiternahmenJosefmitundzogenweiternachGilead 20SiezogendieStraßeentlang,unddieMidianiter bereuten,wassiegetanhatten,nämlichdenjungenMann gekauftzuhabenUndeinersagtezumanderen:Was
habenwirnurgetan,alswirdiesenjungenMannvonden Hebräernnahmen,dereinansehnlichesundschönes Aussehenhat?
21VielleichtistdieserjungeMannausdemLandder Hebräerentführtworden,undwarumhabenwirdanndies getan?UndwennergesuchtundinunserenHänden gefundenwird,werdenwirdurchihnsterben 22NunhabenunsgewisstapfereundstarkeMännerden verkauft,denihrheutevoneinemgesehenhabt,dersoviel KraftbesaßVielleichthabensieihnmitihrerMachtund ihremstarkenArmausseinemLandgeraubtundihnuns deshalbfürdengeringenWertverkauft,denwirihnen gegebenhaben.
23Währendsienochmiteinanderredeten,schautensieauf undsahen,dassdieScharderIsmaeliter,diezuerst gekommenwarunddiedieSöhneJakobsgesehenhatten, aufdieMidianiterzukamDasprachendieMidianiter zueinander:Kommt,lasstunsdiesenjungenMannandie ScharderIsmaeliterverkaufen,dieaufunszukommt,und wirwollendasWenige,daswirfürihngegebenhaben, zurückbekommenundvonseinemÜbelbefreitsein 24UndsietatendiesundkamenzudenIsmaelitern.Da verkauftendieMidianiterJosefandieIsmaeliterfür zwanzigSilberstücke,diesieseinenBrüdernfürihn gegebenhatten.
25UnddieMidianiterzogenweiternachGilead;da nahmendieIsmaeliterJosefundließenihnaufeinemihrer KamelereitenundführtenihnnachÄgypten.
26AlsJosefhörte,dassdieIsmaeliternachÄgyptenzogen, beklagteundweinteerdarüber,dassersoweitvomLand Kanaan,vonseinemVater,entferntseinwürde.Erweinte bitterlich,währenderaufdemKamelrittDabemerkteihn einerihrerMännerundließihnvomKamelabsteigenund zuFußgehen.DochJosefweinteundschrieweiterundrief: „OmeinVater,meinVater!“
27DastandeinerderIsmaeliteraufundschlugJosefins Gesicht;underweinteimmernoch.Josefaberwurdeauf demWegmüdeundkonntevorlauterKummernicht weitergehenUndsiealleschlugenundmisshandeltenihn aufdemWegundängstigtenihn,damiteraufhörtezu weinen
28UndderHERRsahdenEhrgeizJosefsundseineNot, undderHERRließFinsternisundVerwirrungaufjene Männerherab,unddieHandaller,dieihnschlugen,wurde verdorrt
29Dafragtensieeinander:„WashatGottunsdaaufdem Wegangetan?“Siewusstenabernicht,dassihnendies wegenJosefwiderfahrenwar.UnddieMännerzogen weiterundkamenanderStraßenachEphratavorbei,wo Rahelbegrabenlag
30UndJosefkamzumGrabseinerMutter;undJosefeilte undliefzudemGrabseinerMutter;undfielaufdasGrab undweinte
31UndJosefschrielautamGrabseinerMutterundsprach: OmeineMutter,meineMutter,odu,diedumichgeboren hast,erwachenunundstehaufundsiehdeinenSohn,wie erzumSklavenverkauftwurdeundniemandMitleidmit ihmhat
32StehaufundsiehdeinenSohn,weinemitmirüber meineNöteundsiehdasHerzmeinerBrüder.
33WeckmeineMutterauf,weckauf,erwacheausdeinem SchlaffürmichundführedeineKämpfegegenmeine Brüder!OwiehabensiemichmeinesMantelsberaubtund michschonzweimalalsSklavenverkauftundmichvon meinemVatergetrennt,undniemandhatMitleidmitmir.
34ErhebedichundbringedeineSachegegensievorGott undsieh,wenGottimGerichtrechtfertigenundwener verdammenwird.
35Stehauf,meineMutter,stehauf,erwacheausdeinem SchlafundsiehmeinenVater,wieesseinerSeeleheutebei mirgeht,undtrösteihnundberuhigeseinHerz
36UndJosefredetedieseWorteweiter,undJosefschrie lautaufundweintebitterlichamGrabseinerMutter;und erhörteaufzureden,undvorBitterkeitimHerzenwurde erstillwieeinSteinamGrab
37UndJosefhörteeineStimmeausderTiefederErdezu ihmreden,dieihmmitbitteremHerzenundmitweinender undbetenderStimmeantwortete:
38MeinSohn,meinSohnJosef,ichhabedeinWeinenund deinKlagengehört,ichhabedeineTränengesehen;ich kennedeineNöte,meinSohn,undesschmerztmichum deinetwillen,undzumeinemSchmerzkommtnochviel mehrTrauerhinzu
39Darumnun,meinSohnJosef,meinSohn,hoffeaufden Herrnundharreaufihnundfürchtedichnicht,dennder Herristmitdir,erwirddichausallerNoterretten
40Stehauf,meinSohn,ziehhinabnachÄgyptenzu deinenHerrenundfürchtedichnicht,dennderHerristmit dir,meinSohnUndsieredeteweiterhinähnlichzuJosef, undsieschwieg
41AlsJosefdieshörte,wunderteersichsehrdarüberund weinteweiterDanachsahihneinerderIsmaeliteramGrab weinenundschreien;daentbrannteseinZorngegenihn, undertriebihnvondortfort,schlugihnundverfluchteihn. 42UndJosefsprachzudenMännern:MögeichGnadevor eurenAugenfinden,dassihrmichindasHausmeines Vaterszurücknehmt,underwirdeuchReichtümerinFülle geben
43Daantwortetensieihm:BistdunichteinSklave?Wo istdeinVater?HättestdueinenVater,wärstdunichtschon zweimalfürsowenigGeldzumSklavenverkauftworden UndihrZornentbranntenochimmergegenihn;undsie schlugenundzüchtigtenihnimmerwieder,undJosef weintebitterlich
44UndderHERRsahdasElendJosefsundschlugdiese Männerabermalsundzüchtigtesie.UndderHERRließ FinsternisübersieaufErdenhereinbrechen,undBlitze zucktenundDonnergrollte,unddieErdeerbebtevonder StimmedesDonnersunddesgewaltigenWindes,unddie Männererschrakenundwusstennicht,wohinsiegehen sollten
45DabliebendiewildenTiereundKamelestehen,undsie zogensievorsichher,abersiewolltennichtgehen;sie schlugensie,undsiefielenzuBodenUnddieMänner sprachenzueinander:WashatGottunsdaangetan?Was sindunsereVergehen,wassindunsereSünden,dassuns dieswiderfahrenist?
46Undeinervonihnenantworteteundsprachzuihnen: VielleichtistunsdiesheutewegenderSündewiderfahren, diesenSklavenzuquälen.Darumbittetihnnuninständig, unszuvergeben,unddannwerdenwirwissen,
wessentwegenunsdiesesÜbeltrifft,undwennGottsich unsererbarmt,dannwerdenwirerkennen,dassunsalldies wegenderSündewiderfahrenist,diesenSklavenzuquälen 47UnddieMännertatendiesundbatenJosefinständig, ihnenzuvergeben;undsiesprachen:Wirhabengegenden Herrnundgegendichgesündigt;darumbittenundeinen Gott,dasserdiesenTodvonunsnehme,dennwirhaben gegenihngesündigt.
48UndJoseftat,wiesieihmgesagthatten,undderHERR erhörteJosefundließdiePlagevondenMenschen,dieer umJosefswillenübersieverhängthatteDaerhobensich diewildenTierevomBodenundführtensie,undsiezogen weiter.DertobendeSturmlegtesich,unddieErde beruhigtesich,unddieMenschensetztenihreReisefort, umnachÄgyptenhinabzuziehenUnddieMenschen erkannten,dassdiesesUnglücksieumJosefswillen getroffenhatte
49Undsiesprachenzueinander:Siehe,wirwissen,dass unsdiesesÜbelwegenseinesLeidenswiderfahrenist; warumsolltenwirnundiesenTodüberunsbringen?Lasst unsberaten,waswirmitdiesemSklaventunsollen 50Daantworteteeinerundsprach:Sicherlichhateruns befohlen,ihnzuseinemVaterzurückzubringen;nun kommt,lasstunsihnzurückbringenundandenOrtgehen, denerunsnennenwird,undvonseinerFamiliedenPreis nehmen,denwirfürihnbezahlthaben,unddannwerden wirweggehen
51Undeinerantworteteabermalsundsprach:Siehe,dieser Ratistsehrgut;aberwirkönnenihnnichtbefolgen,denn derWegistsehrweitvonunsentfernt,undwirkönnen nichtvonunseremWegabweichen.
52Undeinerantworteteihnen:DiesistderRat,denwir befolgensollen;davonwollenwirnichtabweichenSiehe, wirgehenheutenachÄgypten,undwennwirnach Ägyptengekommensind,werdenwirihndortfüreinen hohenPreisverkaufen,undwirwerdenvonseinemÜbel erlöstwerden.
53UnddieMännerfandendasgutundtatenesso;undsie setztenihreReisemitJosefnachÄgyptenfort
KAPITEL43
1AlsdieSöhneJakobsihrenBruderJosefandie Midianiterverkaufthatten,fielesihnenimHerzenschwer, ihmzuverfallen,undsiebereutenihreTatundsuchtenihn, umihnzurückzubringen,konntenihnabernichtfinden.
2UndRubenkehrtezuderGrubezurück,indieJosef geworfenwordenwar,umihnherauszuholenundihnzu seinemVaterzurückzubringenUndRubentratandie GrubeundhörtekeinWortUnderrief:Josef!Josef!,aber niemandantworteteodersagteeinWort
3DasprachRuben:JosefistvorSchreckgestorben,oder eineSchlangehatihngetötetUndRubenstiegindie GrubehinabundsuchteJosefundkonnteihnnichtinder Grubefinden;underkamwiederheraus
4DazerrissRubenseineKleiderundsprach:DasKindist nichtda!WiesollichmeinenVatermitihmversöhnen, wennertotist?UndergingzuseinenBrüdernundfandsie traurigüberJosefSieberietenmiteinander,wiesieihren Vatermitihmversöhnenkönnten.UndRubensprachzu seinenBrüdern:IchkamzurGrube,undsiehe,Josefwar
nichtdaWassollenwirnununseremVatersagen?Denn meinVaterwirddenKnabennurvonmirverlangen.
5SeineBrüderantwortetenihm:Soundsohandeltenwir, unddanachschmerzteesunsimHerzenwegendieserTat, undnunsitzenwirdaundsuchennacheinemVorwand, wiewirunserenVaterdamitversöhnenkönnen
6UndRubensprachzuihnen:Washabtihrgetan,dassihr diegrauenHaareunseresVatersinTrauerzumGrab hinabgeführthabt?Dasistnichtgut,wasihrgetanhabt
7UndRubensetztesichzuihnen,undsieallestandenauf undschworeneinander,Jakobdiesnichtzuerzählen,und sieallesprachen:WerdiesunseremVateroderseinem HauserzähltodereseinemderKinderdesLandesberichtet, gegendenwerdenwirunsalleerhebenundihnmitdem Schwerttöten
8UnddieSöhneJakobsfürchteteneinanderindieser Sache,vomJüngstenbiszumÄltesten,undkeinersprach einWortdarüber,sondernsiebewahrtendieSacheinihren Herzen.
9Unddanachsetztensiesichzusammen,umzuüberlegen, wassieihremVaterJakobüberalldieseDingesagen sollten.
10UndIssacharsprachzuihnen:DiesisteinRatfüreuch: Wenneseuchgefällt,dieszutun,sonehmtdasGewand Josefs,zerreißtes,schlachteteinZiegenböckchenund tauchtesinseinBlut
11UndschickteszuunseremVater;undwenneressieht, wirdersagen:EinwildesTierhatihngefressen.Darum zerreißtseinGewand,undsiehe,seinBlutwirdanseinem Gewandsein;undwennihrdastut,werdenwirfreisein vomMurrenunseresVaters.
12UndihnengefielderRatIssachars;siehörtenaufihn undtaten,wasIssacharihnengeratenhatte
13Undsieeiltenhin,nahmenJosefsMantel,zerrissenihn, schlachteteneinZiegenböckchen,tauchtendenMantelin dessenBlut,zertratenihnimStaubundsandtendenMantel durchNaftalizuihremVaterJakobundbefahlenihm, folgendeWortezusprechen:
14WirhattendasViehzusammengetriebenundwarenbis zurStraßenachSichemundnochweitergekommen,als wirdiesenRockaufdemWeginderWüstefanden, getränktinBlutundStaub;nunfindeheraus,obesder RockdeinesSohnesistodernicht.
15UndNaftaliginghinundkamzuseinemVaterundgab ihmdasGewandundredetezuihmalleWorte,dieseine Brüderihmgebotenhatten.
16UndJakobsahJosefsRockunderkannteihn;underfiel mitdemGesichtzurErdeundwurdesteifwieeinStein; unddanachstanderaufundriefmitlauter,weinerlicher Stimme:EsistderRockmeinesSohnesJosef!
17DaeilteJakobundsandteeinenseinerKnechtezu seinenSöhnen.Diesergingzuihnenundfandsiemitder HerdeaufdemWegkommen
18UnddieSöhneJakobskamengegenAbendzuihrem Vater;undsiehe,ihreKleiderwarenzerrissenundStaub lagaufihrenHäuptern;undsiefandenihrenVater schreiendundweinendmitlauterStimme.
19UndJakobsprachzuseinenSöhnen:Sagtmir wahrhaftig,welchesUnheilhabtihrmirheuteplötzlich angetan?UndsieantwortetenihremVaterJakob:Wir warenheuteunterwegs,nachdemdieHerde
zusammengetriebenwordenwar,undwirkamenbiszur StadtSichemaufderStraßeinderWüste,undwirfanden diesenRock,vollBlut,aufdemBoden,undwirwusstenes undschicktenzudir,obdueswissenkönntest.
20UndJakobhörtedieWorteseinerSöhneundschriemit lauterStimme:EsistdasGewandmeinesSohnes,ein wildesTierhatesgefressen;JosefistinStückegerissen, dennichhabeihnheuteausgesandt,umzusehen,obes euchunddenHerdengutgeht,undummirwieder Nachrichtvoneuchzubringen,underging,wieichihm befohlenhatte,unddiesistihmheutezugestoßen,während ichdachte,meinSohnseibeieuch
21DieSöhneJakobsantworteten:Eristnichtzuuns gekommen,undwirhabenihnnichtgesehen,seitwirvon dirweggegangensindbisjetzt
22AlsJakobihreWortehörte,schrieerabermalslautauf, standauf,zerrissseineKleider,legtesicheinenSackum dieLenden,weintebitterlichundklagteunderhobseine Stimmeweinendundrief:
23MeinSohnJosef,meinSohnJosef,ichsandtedich heutezumWohledeinerBrüder,undsiehe,dubistin Stückegerissenworden;diesistdurchmeineHand meinemSohnwiderfahren
24Esschmerztmichumdich,meinSohnJosef,es schmerztmichumdich;wiesüßwarstdumirimLeben, undnunistmirdeinTodüberausbitter
25odassichandeinerStellegestorbenwäre,Joseph,mein Sohn,dennesschmerztmichsehrumdich,meinSohn,o meinSohn,meinSohnJoseph,meinSohn,wobistdu,und wohinwurdestduverschleppt?Stehauf,stehaufvon deinemOrtundkommundsiehmeinenKummerumdich, omeinSohnJoseph
26NunkommundzähledieTränen,dievonmeinen AugenübermeineWangenströmen,undbringsievorden Herrn,damitseinZornsichvonmirwende
27OmeinSohnJosef,wiekonntestdufallendurchdie Handdessen,durchdenseitAnbeginnderWeltbisauf diesenTagniemandgefallenist?Dennduwurdestdurch denSchlageinesFeindesgetötet,grausamzugefügt;aber ichweißgewiss,dassdirdieswegenderMengemeiner Sündenwiderfahrenist
28Wachaufundsieh,wiebittermeineNotumdichist, meinSohn,obwohlichdichnichterzogen,nochgeformt, nochdirAtemundSeelegegebenhabe,sondernGottdich geformtunddeineGebeineaufgebautundsiemitFleisch überzogenunddirdenAtemdesLebensindieNase gehauchthatunddichdannmirgegebenhat
29NunhatGott,derdichmirgegebenhat,dichmir genommen,undsoistesdirergangen
30UndJakobredeteweiterhininähnlichenWortenüber Josefundweintebitterlich;erfielzuBodenundbliebstill
31AlsnunalleSöhneJakobsdasElendihresVaterssahen, bereutensie,wassiegetanhatten,undweintenbitterlich
32DastandJudaauf,hobdenKopfseinesVatersvom BodenundlegteihninseinenSchoßundwischteseinem VaterdieTränenvondenWangenUndJudaweintesehr viel,währendderKopfseinesVatersstillwieeinSteinin seinemSchoßlag
33UnddieSöhneJakobssahendasElendihresVatersund erhobenihreStimmenundweintenimmerweiter;Jakob aberlagnochimmeraufdemBodenwieeinStein
34DastandenalleseineSöhne,seineKnechteunddie KinderseinerKnechteaufundstelltensichumihn,umihn zutrösten;abererwolltesichnichttröstenlassen 35DaerhobsichdasganzeHausJakobsundbeklagtesich sehrwegenJosefunddesLeidensihresVaters.Alsdie NachrichtanIsaak,denSohnAbrahams,denVaterJakobs, gelangte,weinteerbitterlichumJosef,erundseinganzes Haus.UndergingvondemOrt,woerinHebronwohnte, undseineMännerfolgtenihmErversuchte,seinenSohn Jakobzutrösten,aberJakobwolltesichnichttröstenlassen 36DanachstandJakobvomBodenauf,Tränenrannenihm überdieWangen,undersprachzuseinenSöhnen:Steht auf,nehmteureSchwerterundeureBogenundgehthinaus aufsFeldundsucht,obihrdenLeichnammeinesSohnes findenkönnt,undbringtihnzumir,damitichihnbegraben kann.
37SuchtdochauchunterdenwildenTierenundjagtsie; unddaserste,dasvoreuchkommt,ergreiftesundbringtes zumir.VielleichtwirdderHerrsichheutemeinerNot erbarmenundeuchdasbereiten,dasmeinenSohnzerrissen hat,undbringteszumir,undichwerdedieSachemeines Sohnesrächen.
38UndseineSöhnetaten,wieihnenihrVaterbefohlen hatte;undsiestandenfrühamMorgenauf,jedernahmsein SchwertundseinenBogenindieHandundgingenhinaus aufsFeld,umdiewildenTierezujagen
39Jakobaberschrieundweintenochimmerlautundging imHausaufundabundschlugmitdenHändenzusammen undsprach:Josef,meinSohn,Josef,meinSohn
40UnddieSöhneJakobsgingenindieWüste,umdie wildenTierezufangen.Undsiehe,einWolfkamaufsiezu; undsiepacktenihnundbrachtenihnzuihremVaterund sprachenzuihm:Diesistdererste,denwirgefunden haben,undwirhabenihnzudirgebracht,wieduuns befohlenhast;denLeibdeinesSohnesaberkonntenwir nichtfinden
41DanahmJakobdasTierausdenHändenseinerSöhne undschriemitlauter,weinerlicherStimme,währenderdas TierinseinerHandhielt,undsprachmitbitteremHerzen zudemTier:WarumhastdumeinenSohnJosef verschlungen?WiekonntestdudichnichtvordemGott derErdefürchtenundauchnichtvormeinemLeidum meinenSohnJosef?
42UndduhastmeinenSohnumsonstverschlungen,weil erkeinUnrechtgetanhat,undhastmichdadurch seinetwegenschuldiggemacht;darumwirdGottden Verfolgtenfordern
43UndderHerröffnetedemTierdasMaul,umJakobmit seinenWortenzutrösten,undesantworteteJakobund sprachdieseWortezuihm:
44SowahrGottlebt,derunsaufErdenerschaffenhat,und sowahrdeineSeelelebt,meinHerr,ichhabedeinenSohn nichtgesehen,nochhabeichihninStückegerissen; sondernichbinauchauseinemfernenLandgekommen, ummeinenSohnzusuchen,derheutevonmirgegangenist, undichweißnicht,oberlebtodertotist
45UndichkamheuteaufsFeld,ummeinenSohnzu suchen,undeureSöhnefandenmichundergriffenmich undvergrößertenmeinenKummer;undhabenmichheute vordichgebracht,undichhabedirnunallesgesagt,was ichsagenwollte
46Undnun,duMenschensohn,binichindeinerHand, undtuemitmirheute,wasdirgefällt;aberbeimLeben Gottes,dermichgeschaffenhat,ichhabedeinenSohn nichtgesehen,nochhabeichihnzerrissen,nochist MenschenfleischinmeinenMundgekommenalleTage meinesLebens
47AlsJakobdieWortedesTiereshörte,erschrakersehr undließdasTierausseinerHandentgleiten;undesging seinesWeges
48UndJakobschrieundweinteTagfürTaglautumJosef undtrauertevieleTageumseinenSohn
KAPITEL44
1UnddieSöhneIsmaels,dieJosefvondenMidianitern gekaufthatten,dieihnwiederumvonseinenBrüdern gekaufthatten,zogenmitJosefnachÄgypten,undsie kamenandieGrenzenÄgyptens,undalssiesichÄgypten näherten,begegnetensievierMännernausdemStamm Medan,desSohnesAbrahams,dieausdemLandÄgypten aufihrerReiseausgezogenwaren
2DafragtendieIsmaelitersie:WolltihrdiesenSklaven vonunskaufen?Sieantworteten:Gebtihnuns!Undsie gabenihnenJosefUndsiesahen,dassereinsehrschöner jungerMannwar.UndsiekauftenihnfürzwanzigSchekel. 3UnddieIsmaelitersetztenihreReisenachÄgyptenfort, undauchdieMedanimkehrtenandiesemTagnach Ägyptenzurück.UnddieMedanimsagtenzueinander: Siehe,wirhabengehört,dassPotifar,einOffizierdes Pharao,derOberstederLeibwache,einengutenDiener sucht,dervorihmstehenundihmdienenundihnzum AufseherüberseinHausundalles,wasihmgehört, machensoll
4Nunkommt,lasstunsihnihmverkaufenfürdas,waswir begehren,wennerunsgebenkann,waswirfürihn verlangen
5UnddieseMedanimgingenhinundkamenzumHaus Potifarsundsprachenzuihm:Wirhabengehört,dassdu einengutenDienersuchst,derdirdienensollSiehe,wir habeneinenDiener,derdirgefallenwird,wennduuns gebenkannst,waswirbegehren,undwirwollenihndir verkaufen
6UndPotifarsprach:Bringtihnvormich,undichwillihn sehen,undwennermirgefällt,willicheuchgeben,wasihr fürihnverlangt
7DagingendieMederhin,brachtenJosefundstelltenihn vorPotifarUndPotifarsahihnanundfandihnsehr gefällig.DasprachPotifarzuihnen:Sagtmir,wasihrfür diesenjungenMannverlangt
8Undsiesagten:VierhundertSilberstückewollenwirfür ihnPotifarabersagte:Ichwillsieeuchgeben,wennihr mirdieUrkundeüberseinenVerkaufbringtundmirseine Geschichteerzählt;dennvielleichtistergestohlenworden, denndieserJünglingistwedereinSklavenochderSohn einesSklaven,sondernichseheinihmdasAusseheneines schönenundstattlichenMannes
9DagingendieMedanimhinundbrachtendieIsmaeliter, dieihnansieverkaufthatten,zuihmUnddiesesagtenzu ihm:EristeinSklave,undwirhabenihnansieverkauft
10UndPotifarhörtedieWortederIsmaeliter,alserden MedanimdasSilbergab;unddieMedanimnahmendas
Silberundzogenweiter,undauchdieIsmaeliterkehrten nachHausezurück.
11UndPotifarnahmJosefundbrachteihninseinHaus, damiterihmdiene.UndJoseffandGnadevorPotifars Augen,undervertrauteihmundsetzteihnalsAufseher überseinHauseinundübergabihmalles,wasihmgehörte 12UndderHerrwarmitJosef,underwurdeein erfolgreicherMann,undderHerrsegnetedasHausPotifars umJosefswillen
13UndPotifarübergaballes,waserhatte,indieHand Josefs;Josefwares,derdafürsorgte,dassDingehinein undhinauskamen,undalleswurdeimHausePotifarsnach seinemWillengeregelt.
14JosefaberwarachtzehnJahrealt,einjungerMannmit schönenAugenundansehnlichemAussehen; seinesgleichengabesnichtimganzenLandÄgypten.
15ZujenerZeit,alsersichimHausseinesHerrnaufhielt undein-undausgingundseinemHerrndiente,erhob Zelika,dieFrauseinesHerrn,ihreAugenzuJosefundsah ihnan,undsiehe,erwareinjungerMannvonstattlicher GestaltundansehnlicherGestalt
16UndsiebegehrteseineSchönheitinihremHerzen,und ihreSeelewaraufJosefgerichtet,undsieumwarbihnTag fürTag,undSelikaredeteJoseftäglichzu,aberJosefhob seineAugennichtauf,umdieFrauseinesHerrnanzusehen.
17UndZelikasprachzuihm:WieschöndeinAussehen unddeineGestaltsind!Wahrlich,ichhabealleSklaven angesehenundkeinensoschönenSklavengesehenwie dichUndJosefsprachzuihr:Gewiss,dermichimLeib meinerMuttergeschaffenhat,hatauchdieganze Menschheitgeschaffen.
18Undsiesprachzuihm:WieschönsinddeineAugen, mitdenendualleEinwohnerÄgyptens,Männerwie Frauen,geblendethast!Erabersprachzuihr:Wieschön siesind,solangewirleben;aberwenndusieimGrab sähest,würdestdugewissvorihnenzurückschrecken
19Undsiesprachzuihm:Wieschönundlieblichsindalle deineWorte!NimmdochdieHarfe,dieimHausist,und spieledarauf,damitwirdeineWortehören
20Undersprachzuihr:Wieschönundwohlgefälligsind meineWorte,wennichdenLobpreismeinesGottesund seineHerrlichkeitverkündige!Undsiesprachzuihm:Wie schönistdeinHaupthaar!SiehdengoldenenKamm,der imHausist;nimmihndochundlockedeinHaupthaar!
21Undersprachzuihr:Wielangewillstdunochdiese Wortereden?Höreauf,dieseWortezumirzureden,und stehaufundkümmeredichumdeineHausangelegenheiten
22Undsiesprachzuihm:EsistniemandinmeinemHaus, undesgibtnichts,woraufichachtenmüsstealsaufdeine WorteunddeinenWunsch;dochtrotzalledemkonntesie Josefnichtzusichbringen,underblicktesienichtan, sondernrichteteseineAugennachuntenzurErde.
23UndZelikawünschtesichinihremHerzen,dassJosef mitihrschlafensollteUndwennJosefimHaussaßund seinerArbeitnachging,kamZelikaundsetztesichvorihn undverführteihntäglichmitihrenWorten,mitihrzu schlafenodersieauchnuranzusehen;aberJosefhörte nichtaufsie
24Sieabersprachzuihm:Wenndunichtsotust,wieich dirgesagthabe,sowillichdichmitdemTodezüchtigen unddireineisernesJochauflegen
25UndJosefsprachzuihr:Gewiss,Gott,derden Menschengeschaffenhat,löstdieFesselnderGefangenen; underistes,dermichausdeinemGefängnisundaus deinemGerichterrettenwird.
26Undalsesihrnichtgelang,ihnumzustimmen,undihre Seeleimmernochanihmhing,stürztesieihreSehnsucht ineineschwereKrankheit
27UndalleFrauenÄgyptenskamenzuihrundsprachen zuihr:WarumbistduindiesemerbärmlichenZustand? Dirfehltdochnichts;deinMannistdocheingroßerund angesehenerFürstindenAugendesKönigs,sollteesdir anetwasfehlen,wasdeinHerzbegehrt?
28DaantworteteihnenZelikaundsprach:Heutesolleuch kundgetanwerden,woherdieseUnordnungkommt,inder ihrmichsehtUndsiebefahlihrenMägden,füralleFrauen zukochen,undsierichteteeinFestmahlfürsieaus,und alleFrauenaßenimHausZelikas
29UndsiegabihnenMesser,umdieZitronenzuschälen undzuessen,undsiebefahlihnen,Josefinkostbare Gewänderzukleiden,unddasservorihnenerscheinen sollteUndJosefkamvorihreAugen,undalleFrauen sahenJosefanundkonntenihreAugennichtvonihm abwenden,undsieschnittensichallemitdenMessern,die sieindenHändenhielten,indieHände,undalleZitronen, diesieindenHändenhielten,wurdenmitBlutvollgesogen.
30Undsiewusstennicht,wassiegetanhatten,sondern schautenweiterhinaufdieSchönheitJosefsundwandten ihreAugennichtvonihmab.
31AlsZelikasah,wassiegetanhatten,sprachsiezuihnen: WasistdasfüreinWerk,dasihrgetanhabt?Seht,ichhabe euchZitronenzuessengegeben,undihrhabteuchallein dieHändegeschnitten
32UndalleFrauensahenihreHände,undsiehe,siewaren vollBlut,undihrBlutflossaufihreKleiderherab.Undsie sprachenzuihr:DieserKnechtindeinemHaushatuns überwältigt,undwirkonntenunsereAugennichtvonihm abwendenwegenseinerSchönheit.
33Undsiesprachzuihnen:Dasisteuchdochauch widerfahren,alsihrihnansahtundeuchnichtvonihm beherrschenkonntet.Wiekönnteichmichnunbeherrschen, daerständiginmeinemHausistundichihnTagfürTag ein-undausgehensehe?Wiekönnteichmichdenndavor bewahren,daranzuvergehenodergarumzukommen?
34Undsiesprachenzuihr:DieWortesindwahr;dennwer könntedieseschöneGestaltimHaussehenundsichvon ihmfernhalten?IsternichtdeinSklaveundDienerin deinemHaus?Warumsagstduihmnicht,wasindeinem Herzenist,undlässtdeineSeeledurchdieseSache zugrundegehen?
35Undsiesprachzuihnen:Ichbemühemichtäglich,ihn zuüberreden,abererwillmeinenWünschennicht nachkommen.IchhabeihmallesGuteversprochen,und dochhatermirnichtserwidertDeshalbgehtesmir,wie ihrseht,immerschlechter
36UndZelikawurdesehrkrankwegenihrerSehnsucht nachJosefundlittverzweifeltunterLiebeskummerwegen ihm.EswussteaberniemandimHausZelikaundauch nichtsdavon,dassZelikawegenihrerLiebezuJosefkrank war
37UndalleBewohnerihresHausesfragtensie:Warum bistdukrankundschwindetsosehr,undesfehltdiran
nichts?Sieabersprachzuihnen:Ichweißnicht,wasmich täglichbefällt.
38UndalleFrauenundihreFreundinnenkamentäglichzu ihr,undsieredetenmitihr,undsiesprachzuihnen:Dies kannnurdurchdieLiebeJosefsgeschehen;undsie sprachenzuihr:Überredeihnundnimmihnheimlichfest, vielleichtwirderaufdichhörenunddiesenTodvondir abwenden.
39UndZelikawurdedurchihreLiebezuJosefimmer schwächerundihrZustandverschlechtertesichzusehends, bissiekaumnochKrafthatte,zustehen
40UndeinesTageswarJosefimHausseinesHerrnmit derArbeitbeschäftigt.DakamSelikaheimlichundstürzte sichplötzlichaufihnJosefaberstandaufgegensie,under warstärkeralssie,underwarfsiezuBoden
41UndZelikaweintewegenderSehnsuchtihresHerzens nachihmundflehteihnunterTränenan,undihreTränen flossenüberihreWangen,undsiesprachzuihmmit flehenderStimmeundinbittererSeeleundsagte:
42HastdujevoneinersoschönenFrauwiemirgehört,sie gesehenodergekannt,odervoneiner,dieschöneristals ich,dietäglichzudirspricht,ausLiebezudirverfällt,dir alldieseEhreerweist,unddennochwillstdumeiner StimmenichtGehörschenken?
43UndwennesausFurchtvordeinemHerrngeschieht, dasserdichbestrafenkönnte,sosolldir,solangederKönig lebt,durchdieseSachekeinLeidvondeinemHerrn widerfahren;nunhöremirbittezuundwilligeeinumder Ehrewillen,dieichdirverliehenhabe,undentziehemir diesenTod;warumsollteichdenndeinetwegensterben? Undsieschwieg.
44Josefantworteteihrundsprach:Lassdichvonmirfern undüberlassdieseAngelegenheitmeinemHerrn;siehe, meinHerrweißnicht,wassichbeimirimHausbefindet, dennalles,wasihmgehört,hatermirindieHandgegeben; wiesollteichaberdieseDingeimHausmeinesHerrntun?
45DennerhatmichinseinemHaussehrgeehrtundmich zurAufseherinüberseinHausgesetztundmicherhöht; niemandistgrößerindiesemHausalsich,undmeinHerr hatmirnichtsverbotenaußerdir,seinerFrau.Wiekannst dudanndieseWortezumirsprechen?Wiekannichdiese großeSündegegenGottunddeinenMannbegehen?
46Darumlassnunvonmirabundsprichnichtmehr solcheWorte,dennichwilldeinenWortennichtgehorchen AberZelikawollteJosefnichtzuhören,alserdieseWorte zuihrsprach,sondernsiebeschworihntäglich,ihr zuzuhören
47UnddanachwurdederBachÄgyptensüberalleUfer getreten,undalleEinwohnerÄgyptensgingenhinaus,auch derKönigunddieFürstengingenhinausmitTamburinen undReigen,denneswareingroßesFestinÄgyptenund einFeiertagzurZeitderÜberschwemmungdesMeeres Sihor,undsiegingendorthin,umdenganzenTagzu jubeln
48AlsdieÄgypternunzumFlusshinausgingen,umsich zufreuen,wieesihreGewohnheitwar,gingdasganze HausPotifarsmitihnen;nurSelikawolltenichtmitgehen, dennsiesagte:„Ichbinkrank“Undsieblieballeinim Haus,undeswarniemandsonstbeiihrimHaus
49UndsiestandaufundginghinaufzuihremTempelim HausundkleidetesichinfürstlicheGewänderundsetzte
sichkostbareOnyxsteineaufihrHaupt,diemitSilberund Goldeingelegtwaren,undsieschmückteihrGesichtund ihreHautmitallerleireinigendenFlüssigkeitenfürFrauen undsieparfümiertedenTempelunddasHausmitZimt undWeihrauchundsiestreuteMyrrheundAloeausund setztesichdanachindenEingangdesTempels,inden DurchgangdesHauses,durchdenJosefging,umseine Arbeitzuverrichten.Undsiehe,JosefkamvomFeldund gingindasHaus,umdieArbeitseinesHerrnzuverrichten 50UnderkamandenOrt,durchdenerhindurchgehen musste,undsahalldieArbeitZelikasundkehrteum 51UndZelikasah,dassJosefsichvonihrabwandte,und riefihmzu:Wasfehltdir,Josef?KommandeineArbeit, undsiehe,ichwilldirPlatzmachen,bisduwiederan deinemPlatzbist
52UndJosefkehrtezurückundkamindasHausundging vondortzuseinemPlatzundsetztesichhin,umdieArbeit seinesHerrnzutun,wieesgewohntwar;undsiehe,Selika kamzuihmundtratvorihninfürstlichenGewändern,und derDuftihrerKleiderverbreitetesichbisindieFerne
53Undsieeiltehin,ergriffJosefundseineKleiderund sprachzuihm:SowahrderKöniglebt,wenndumeine Bittenichterfüllst,sollstduheutesterben!Undsieeiltehin, streckteihreandereHandausundzogeinSchwertunter ihrenKleidernhervor,legteesanJosefsHalsundsprach: StehaufunderfüllemeineBitte,sonststirbstduheute!
54UndJoseffürchtetesichvorihr,weilsiedastat,under standauf,umvorihrzufliehen.Dapacktesieihnam Oberkörper,undinderAngstvorseinerFluchtzerrissdas Gewand,dasZelikaergriffenhatteJosefließdasGewand inZelikasHandzurück,flohundentkam,dennerfürchtete sich
55AlsZelikasah,dassJosefsGewandzerrissenwarunder esinihrerHandgelassenhatteundgeflohenwar,fürchtete sieumihrLeben,dassdieKundevonihrdieRunde machenkönnteDastandsieauf,handeltelistig,legtedie Kleiderab,diesieanhatte,undzogihreanderenKleideran.
56UndsienahmJosefsGewand,legteesnebensichund setztesichandenOrt,wosiewährendihrerKrankheit gesessenhatte,ehedieLeuteihresHauseszumFluss hinausgegangenwarenDannriefsieeinenjungen Burschen,derzuderZeitimHauswar,undbefahlihm,die LeutedesHauseszuihrzurufen.
57Alssiesiesah,riefsieihnenmitlauterStimmeund Klagezu:Seht,welcheinenHebräereuerHerrmirins Hausgebrachthat;denneristheutegekommen,umbei mirzuschlafen
58Dennalsduhinausgegangenwarst,kamerinsHaus, undalsersah,dassniemandimHauswar,kamerzumir, packtemichundwolltemitmirschlafen
59DapackteichseineKleider,zerrisssieundschriemit lauterStimmegegenihn.AlsichmeineStimmeerhoben hatte,fürchteteerumseinLeben,ließseinKleidvormir liegenundfloh
60DieLeuteausihremHausabersagtennichts,sondern ihrZornentbranntesehrgegenJosef,undsiegingenzu seinemHerrnundberichtetenihm,wasermitseinerList angestellthatte
61UndPotifarkamzornignachHause,undseineFrau schrieihnanundsprach:Washastdumirdaangetan,dass dueinenBrauknerinmeinHausgebrachthast?Denner
kamheutezumir,ummitmirzuspielen;sohateresmir heuteangetan.
62AlsPotifardieWorteseinerFrauhörte,befahler,Josef mitstrengenSchlägenzubestrafen,undmantatesihm.
63Undwährendsieihnschlugen,schrieJosefmitlauter Stimme,hobseineAugenzumHimmelaufundsprach: Herr,meinGott,duweißt,dassichalldiesnichtschuldig bin.WarumsollteichheutedurchLügesterben,durchdie Handdieserunbeschnittenen,bösenMänner,diedukennst?
64UndwährendPotipharsMännerJosefschlugen,schrie undweinteerimmerweiterUndeswareinKinddort,elf MonatealtUndderHerröffnetedemKinddenMund,und essprachdieseWortevorPotipharsMännern,dieJosef schlugen:
65WaswolltihrvondiesemMann,undwarumtutihrihm diesesBösean?MeineMutterredetfalschundverbreitet Lügen;sogeschahes
66UnddasKinderzählteihnengenaualles,wasgeschehen war,undalleWorte,dieZelikaTagfürTagzuJosefgesagt hatte,verkündeteesihnen
67AlsdieMännerdieWortedesKindeshörten,wunderten siesichsehrüberdieWortedesKindes;dahörtedasKind aufzuredenundwurdestill
68PotifarschämtesichsehrüberdieWorteseinesSohnes undbefahlseinenMännern,Josefnichtmehrzuschlagen; unddieMännerhörtenauf,Josefzuschlagen
69DanahmPotifarJosefundbefahl,ihnvordiePriester, dieRichterdesKönigswaren,zubringen,damitsieüber ihnindieserSacheRechtsprächen
70UndPotifarundJoseftratenvordiePriester,diedie RichterdesKönigswaren,undersprachzuihnen: Entscheidetdoch,welchesRechtdemKnechtgebührt, dennsohatergehandelt
71DasprachendiePriesterzuJosef:Warumhastdu deinemHerrndasangetan?Josefantworteteihnen:Sowar esnicht,meineHerren,sowaresgeschehenUndPotifar sprachzuJosef:Ichhabedirdochallesanvertraut,wasmir gehörte,unddirnichtsvorenthaltenalsmeineFrau;wie konntestdudasoetwasBösestun?
72UndJosefantworteteundsprach:Nichtso,meinHerr, sowahrderHerrlebtundsowahrdeineSeelelebt,mein Herr,dasWort,dasduvondeinerFraugehörthast,ist falsch,dennsowaresheute.
73EinJahristvergangen,seitichindeinemHausbin;hast duirgendeineSündebeimirgesehenoderirgendetwas,das dichveranlassenkönnte,meinLebenzufordern?
74DasprachendiePriesterzuPotifar:Sendedochbitte daszerrisseneGewandJosefsvoruns,damitwirdenRiss darinsehenWennderRissabervorneamGewandist, dannmussseinGesichtihrabgewandtgewesensein,und siemussihnergriffenhaben,damiterzuihrkamUnd deineFrauhatalldas,wassiegesagthat,mitListgetan.
75UndsiebrachtenJosefsGewandvordiePriester,die Richterwaren,undsiesahen,undsiehe,dieTränewarvor JosefUndallePriester,dieRechtsprachen,erkannten, dasssieihnbedrängthatte,undsiesagten:DerTodist diesemKnechtnichtgebührt,dennerhatnichtsgetan;aber seinUrteilist,dasserinsGefängnisgeworfenwerdensoll wegendesGerüchts,dasdurchihngegendeineFrau verbreitetwurde.
76AlsPotifarihreWortehörte,brachteerihnins Gefängnis,wodieGefangenendesKönigsfestgehalten werdenJosefbliebzwölfJahreimGefängnis
77UnddennochwandtesichdieFrauseinesHerrnnicht vonihmabundhörtenichtauf,TagfürTagmitihmzu redenundihnzuermahnen,aufsiezuhörenUndnachdrei MonatengingZelikaweiterhinTagfürTagzuJosefindas Gefängnisundversuchteihnzuüberreden,aufsiezuhören.
DasprachZelikazuJosef:Wielangewillstdunochin diesemHausbleiben?HörenunaufmeineStimme,undich werdedichausdiesemHausherausführen
78Josefantworteteihr:Esistbesserfürmich,indiesem Hauszubleiben,alsaufdeineWortezuhörenundgegen GottzusündigenSieabersprachzuihm:Wenndumeinen Wunschnichterfüllst,werdeichdirdieAugenausreißen, dirFesselnandieFüßelegenunddichindieHändevon Leutenausliefern,dieduzuvornichtkanntest 79UndJosefantworteteihrundsprach:Siehe,derGottder ganzenErdekannmicherrettenvonallem,wasdumir antunkannst;denneröffnetdieAugenderBlindenund löstdieGebundenenundbewahrtalleFremden,diedas Landnichtkennen.
80AlsesSelikanichtgelang,JosefzumEinlenkenzu bewegen,hörtesieauf,ihnzuumwerben;undJosefblieb weiterhinimGefängnis.Jakob,JosefsVater,undalleseine BrüderimLandKanaantrauertenundweinteninjenen TagenumJosef,dennJakobwolltesichwegenseines SohnesJosefnichttröstenlassenundschrielautaufund weinteundtrauertealleTage
KAPITEL45
1UndesgeschahumjeneZeitinjenemJahr,demJahr,in demJosefnachÄgyptenhinabzog,nachdemihnseine Brüderverkaufthatten,dassRuben,derSohnJakobs,nach TimnagingundsichEliuram,dieTochterAvis,des Kanaaniters,zurFraunahmundzuihrkam.
2UndEliuram,dieFrauRubens,wurdeschwangerund gebarihmHanoch,Palu,ChetzronundKarmi,vierSöhne; undSimeon,seinBruder,nahmseineSchwesterDinazur Frau,undsiegebarihmMemuel,Yamin,Ohad,Jachinund Zochar,fünfSöhne
3DanachkamerzuBuna,derKanaaniterin.DasistBuna, dieSimeonausderStadtSichemgefangengenommen hatteBunastandvorDinaunddienteihrUndSimeon kamzuihr,undsiegebarihmSaul.
4UndJudagingzujenerZeitnachAdulamundkamzu einemMannausAdulam,undseinNamewarHira.Und JudasahdortdieTochtereinesMannesausKanaan,und ihrNamewarAlijat,dieTochterSchuasUndernahmsie zusichundgingzuihr,undAlijatgebarJudaEr,Onanund Schilo,dreiSöhne.
5UndLeviundIssacharzogenindasLanddesOstensund nahmensichdieTöchterJobabs,desSohnesJoktans,des SohnesEbers,zuFrauen;undJobab,derSohnJoktans, hattezweiTöchter;derNamederälterenwarAdina,und derNamederjüngerenwarArida.
6UndLevinahmAdinaundIssacharnahmAridaundsie kamenindasLandKanaan,indasHausihresVaters,und AdinagebarLevidreiSöhne:Gerschon,Kehathund Merari
7UndAridahgebarIssacharTola,Puvah,Hiobund SchomronvierSöhne;undDangingindasLandMoabund nahmsichAphalet,dieTochterChamudans,desMoabiters, zurFrauundbrachtesieindasLandKanaan.
8UndAphalethwarunfruchtbar,siehattekeine NachkommenUndGottgedachtespäterAphaleths,der FrauDans,undsiewurdeschwangerundgebareinenSohn, undsienannteihnChuschim.
9UndGadundNaftaligingennachHaranundnahmenvon dortdieTöchterAmurams,desSohnesUz,desSohnes Nahors,zuFrauen
10DiessinddieNamenderTöchterAmurams:Dieältere hießMerima,diejüngereUzith.NaftalinahmMerimaund GadnahmUzithundbrachtesieindasLandKanaan,in dasHausihresVaters
11UndMerimagebarNaftaliJachzeel,Guni,Jaserund SchalemvierSöhne;undUzithgebarGadZephion,Chagi, Schuni,Ezbon,Eri,ArodiundAralisiebenSöhne
12UndAscherginghinausundnahmAdon,dieTochter Aphals,desSohnesHadads,desSohnesIsmaels,zurFrau undbrachtesieindasLandKanaan
13InjenenTagenstarbAdon,dieFrauAschers.Siehatte keineNachkommenNachdemTodAdonsgingAscher ansandereUferdesFlussesundnahmHadura,dieTochter Abimaels,desSohnesEbers,desSohnesSems,zurFrau.
14DiejungeFrauaberwarvonansehnlichemAussehen undeineklugeFrau;siewardieFrauvonMalkiel,dem SohnElams,desSohnesSems,gewesen.
15UndHaduragebarMalkieleineTochter,undernannte sieSerachNachdiesemZeitpunktstarbMalkiel,und HaduraginghinundbliebimHausihresVaters.
16NachdemTodseinerFrauinAschergingerhinund nahmHadurazurFrauundbrachtesieindasLandKanaan; auchihreTochterSerachbrachteermit,diedreiJahrealt war,unddasMädchenwuchsimHausJakobsauf 17UnddasMädchenwarvonansehnlichemAussehenund wandelteindenheiligenWegenderKinderJakobs;es mangelteihrannichts,undderHerrgabihrWeisheitund Verstand
18UndHadura,dieFrauAschers,wurdeschwangerund gebarihmJimna,Jischwa,JischwiundBeria,vierSöhne 19UndSebulongingnachMidianundnahmsichMerischa, dieTochterMolads,desSohnesAbidas,desSohnes Midians,zurFrauundbrachtesieindasLandKanaan 20UndMeruschagebarSebulonSered,ElonundJachleel; dreiSöhne.
21UndJakobsandtezuAram,demSohnZobas,des SohnesTerachs,unddiesernahmMechalia,dieTochter Arams,zuseinemSohnBenjaminUndsiekamindas LandKanaanzumHausJakobs;undBenjaminwarzehn Jahrealt,alserMechalia,dieTochterArams,zurFrau nahm.
22UndMechaliawurdeschwangerundgebarBenjamin fünfSöhne:Bela,Becher,Aschbel,GeraundNaaman DanachgingBenjaminhinundnahmsichAribat,die TochterSchomrons,desSohnesAbrahams,zusätzlichzu seinererstenFrauzurFrau.ErwarachtzehnJahrealt. AribatgebarBenjaminfünfSöhne:Achi,Wosch,Mupim, ChupimundOrd
23InjenenTagengingJudazumHausSemsundnahm Tamar,dieTochterElams,desSohnesSems,zurFraufür seinenerstgeborenenSohnEr
24UndErkamzuseinerFrauTamar,undsiewurdeseine Frau,undalserzuihrkam,vernichteteeräußerlichseinen Samen;undseinTunwarböseindenAugendesHerrn, undderHerrtöteteihn
25NachdemTodErs,desErstgeborenenJudas,sprach JudazuOnan:GehzuderFraudeinesBrudersundheirate siealsnächsteVerwandteundzeugedeinemBruder Nachkommen
26UndOnannahmTamarzurFrauundgingzuihrUnd OnantatdasselbewieseinBruder;aberseinWerkwar böseindenAugendesHerrn,undertöteteauchihn
27AlsOnanstarb,sprachJudazuTamar:BleibimHaus deinesVaters,bismeinSohnSchiloerwachsenist.Und JudahattekeinGefallenmehranTamar,sieSchilozur Frauzugeben,dennersprach:Vielleichtwirdaucher sterbenwieseineBrüder.
28UndTamarstandauf,ginghinundbliebindemHaus ihresVaters,undTamarbliebeinigeZeitindemHaus ihresVaters.
29UndzurZeitdesJahreswechselsstarbAlijat,dieFrau Judas;undJudatrauerteumseineFrau,undnachdemTod AlijatsgingJudamitseinemFreundHiranachTimna hinauf,umihreSchafezuscheren
30AlsTamarhörte,dassJudanachTimnahinaufgegangen war,umdieSchafezuscheren,unddassSchiloerwachsen gewordenwar,hatteJudakeinGefallenanihr
31DastandTamarauf,legtedieKleiderihrer Witwenschaftab,legteeinenSchleierumundverhüllte sichganzDanngingsiehinundsetztesichaufdie Hauptstraße,dieanderStraßenachTimnaliegt
32UndJudagingvorüber,sahsieundnahmsiezusich undtratzuihrUndsiewurdevonihmschwangerUndals siegebar,siehe,dawarenZwillingeinihremLeibUnder nanntedenerstenPerezunddenzweitenSerach.
KAPITEL46
1ZujenerZeitwarJosefnochimGefängnisinÄgypten eingeschlossen
2ZujenerZeitstandendieDienerdesPharaovorihm,der OberstederMundschenkenundderOberstederBäcker, diedemKönigvonÄgyptengehörten
3UndderMundschenknahmWeinundstellteihndem KönigzumTrinkenvor,undderBäckerstellteBrotdem KönigzumEssenvor,undderKönigtrankvondemWein undaßvondemBrot,erundseineDienerundMinister,die amTischdesKönigsaßen
4Währendsieaßenundtranken,bliebenderMundschenk undderBäckerdort.UnddieMinisterdesPharaofanden vieleFliegenimWein,denderMundschenkgebrachthatte, undmanfandSalpetersteineimBrotdesBäckers
5UndderOberstederLeibwachesetzteJosefalsDiener beidenBeamtendesPharaoein,unddieBeamtendes PharaowurdeneinJahrlanggefangengehalten.
6UndamEndedesJahreshattenbeideineinerNachtan demOrt,wosiefestgehaltenwurden,einenTraumAm MorgenkamJosefwiegewöhnlichzuihnen,umsiezu
besuchenUndersahsie,undsiehe,ihreGesichterwaren niedergeschlagenundtraurig.
7UndJoseffragtesie:Warumsehtihrheutesotraurigund bedrücktaus?Sieantwortetenihm:WirhabeneinenTraum gehabt,undesgibtniemanden,derihnunsdeutenkann. DasprachJosefzuihnen:ErzähltmirdocheurenTraum, undGottwirdeucheinefriedvolleAntwortgeben,wieihr eswünscht.
8UndderMundschenkerzählteJosefseinenTraumund sprach:IchsahinmeinemTraum,undsiehe,eingroßer Weinstockwarvormir,undandiesemWeinstocksahich dreiZweige,undderWeinstockblühteschnellund erreichteeinegroßeHöhe,undseineTraubenwurdenreif undwurdenzuBeeren
9UndichnahmdieTrauben,presstesieineinenBecher, gabihndemPharaoindieHand,undertrank.Dasprach Josefzuihm:DiedreiReben,dieamWeinstockwaren, entsprechendreiTagen
10DochinnerhalbvondreiTagenwirdderKönigbefehlen, dichherauszubringen,underwirddichwiederindeinAmt einsetzen,unddusollstdemKönigseinenWeinzutrinken gebenwiezuvor,alsduseinMundschenkwarst;aberlass michGnadevordeinenAugenfinden,dassdudichan michbeimPharaoerinnerst,wennesdirgutgeht,und erweisemirGüteundlassmichausdiesemGefängnis herauskommen,dennichwurdeausdemLandKanaan verschlepptundandiesemOrtalsSklaveverkauft 11Auchdas,wasdirüberdieFraumeinesHerrnerzählt wurde,istfalsch;dennsiehabenmichumsonstindieses VerliesgeworfenUndderMundschenkantworteteJosef undsprach:WennderKönigmirsogutbehandelt,wiedu esmirzuletztgedeutethast,werdeichallestun,wasdu wünschst,unddichausdiesemVerliesherausholen 12AlsnunderBäckersah,dassJosefdenTraumdes Mundschenksrichtiggedeutethatte,traterauchzuihm underzählteJosefdenganzenTraum
13Undersprachzuihm:InmeinemTraumsahichdrei weißeKörbeaufmeinemHauptUndichschautehin,und siehe,imoberstenKorbwarenallerleigebackeneSpeisen fürdenPharao;undsiehe,dieVögelfraßensievon meinemHaupt
14UndJosefsprachzuihm:DiedreiKörbe,diedu gesehenhast,sinddreiTage.Dochinnerhalbvondrei TagenwirdderPharaodirdenKopfabschlagenunddich aneinenBaumhängen,unddieVögelwerdendeinFleisch vondirfressen,wieduesindeinemTraumgesehenhast.
15InjenenTagensolltedieKönigingebären,undan diesemTaggebarsiedemKönigvonÄgypteneinenSohn. Manverkündete,dassderKönigseinenerstgeborenen Sohnerhaltenhabe,unddasganzeVolkvonÄgypten, zusammenmitdenBeamtenundDienerndesPharao, freutesichsehr.
16AmdrittenTagnachseinerGeburtveranstalteteder PharaoeinFestmahlfürseineOffiziereundDiener,fürdas HeerausdemLandZoarundausdemLandÄgypten 17UnddasganzeVolkÄgyptensunddieDienerdes Pharaokamen,ummitdemKönigamFestseinesSohnes zuessenundzutrinkenundsichanderFreudedesKönigs zufreuen
18UndalleOffizieredesKönigsundseineDienerfreuten sichzujenerZeitachtTagelangbeidemFestund
vergnügtensichmitallerleiMusikinstrumenten,mit TamburinenundmitTänzenimKönigspalastachtTage lang
19UndderMundschenk,demJosefseinenTraumgedeutet hatte,vergaßJosefunderwähnteihndemKönignicht,wie eresversprochenhatte;denndiesgeschahvomHerrn,um Josefzubestrafen,weileraufeinenMenschenvertraut hatte.
20UndJosefbliebnachdiesemZeitpunktnochzweiJahre imGefängnis,biserzwölfJahrevollendethatte
KAPITEL47
1UndIsaak,derSohnAbrahams,wohntezujenerZeit nochimLandKanaanErwarhochbetagt,hundertachtzig Jahrealt.Esau,seinSohn,derBruderJakobs,wohnteim LandEdom,underundseineSöhnebesaßendortunterden SöhnenSeirsBesitz
2AlsEsauhörte,dassseinVaterimSterbenlag,ginger mitseinenSöhnenundseinemganzenHausindasLand Kanaan,zumHausseinesVatersJakobundseineSöhne zogenausvonHebron,wosiegewohnthatten,undkamen allezuihremVaterIsaakUndsiefandenEsauundseine SöhneimZelt
3UndJakobundseineSöhnesaßenvorseinemVaterIsaak, undJakobtrauertenochimmerumseinenSohnJosef 4UndIsaaksprachzuJakob:BringmirdeineSöhneher, undichwillsiesegnen.UndJakobbrachteseineelfSöhne vorseinenVaterIsaak
5UndIsaaklegteseineHändeaufalleSöhneJakobs, umfasstesie,umarmtesieundküsstesieeinennachdem anderenUndIsaaksegnetesieanjenemTagundsprachzu ihnen:DerGotteurerVätersegneeuchundmehreeure NachkommenwiedieSterneamHimmel.
6UndIsaaksegneteauchdieSöhneEsausundsprach: GottmacheeuchzueinemSchreckenundeinemGrauen füralle,dieeuchsehen,undfüralleeureFeinde.
7UndIsaakriefJakobundseineSöhne,undsieallekamen undsetztensichvorIsaak,undIsaaksprachzuJakob:Der Herr,derGottderganzenErde,sprichtzumir:Deinen NachkommenwillichdiesesLandzumErbegeben,wenn deineKindermeineSatzungenundmeineWegehalten, undichwillanihnendenEiderfüllen,denichdeinem VaterAbrahamgeschworenhabe
8Darum,meinSohn,lehredeineKinderundKindeskinder, denHerrnzufürchtenunddengutenWegzugehen,der demHerrn,deinemGott,gefälltDennwennihrdieWege desHerrnundseineSatzungenhaltet,sowirdderHerr auchseinenBundmitAbrahamaneuchhaltenundeuch undeurenNachkommenalleTageGutestun
9UndalsIsaakseineWeisunganJakobundseineSöhne beendethatte,verschiederundwurdezuseinemVolk versammelt
10DafielenJakobundEsauaufdasAngesichtihres VatersIsaakundweintenIsaakwarhundertundachtzig Jahrealt,alserimLandKanaan,inHebron,starbUnd seineSöhnetrugenihnindieHöhleMachpela,die AbrahamvondenHeternalsGrabstätteerworbenhatte
11UndalleKönigedesLandesKanaangingenmitJakob undEsau,umIsaakzubegraben,undalleKönigeKanaans erwiesenIsaakbeiseinemTodgroßeEhre
12UnddieSöhneJakobsunddieSöhneEsausgingen barfußumherundklagten,bissienachKireath-Arba kamen
13UndJakobundEsaubegrubenihrenVaterIsaakinder HöhleMachpela,dieinKireat-ArbabeiHebronliegt,und siebestattetenihnmitgroßerEhre,wiemanesbeider BeerdigungvonKönigentut
14UndJakobundseineSöhne,EsauundseineSöhneund alleKönigeKanaanshielteneinegroßeundschwere Trauerfeierab;siebegrubenihnundtrauertenvieleTage umihn
15NachdemTodIsaakshinterließerseinVieh,seinen Besitzundalles,wasihmgehörte,seinenSöhnen.Esau sprachzuJakob:Siehe,ichbittedich,alles,wasunser Vaterhinterlassenhat,wollenwirinzweiHälftenteilen, undichwilldieWahlhaben.Jakobsprach:Sowollenwir estun
16UndJakobnahmalles,wasIsaakimLandeKanaan übriggelassenhatte,dasViehunddenBesitz,underteilte esinzweiTeilevorEsauundseineSöhneundsprachzu Esau:Siehe,diesallesliegtvordir;wähledirdieHälfte, diedunehmenwillst.
17UndJakobsprachzuEsau:Höredoch,wasichdir sagenwill:SosprachderHerr,derGottdesHimmelsund derErde,zuunserenVäternAbrahamundIsaak:Deinen NachkommenwillichdiesesLandzumewigenErbegeben 18Nunliegtalles,wasunserVaterhinterlassenhat,vordir, undsiehe,dasganzeLandliegtvordir;wähledirausihnen, wasdubegehrst
19WenndudasganzeLandhabenwillst,sonimmesfür dichunddeineKinderfürimmerinBesitz,undichwill diesenReichtumhaben;undwenndudenReichtumhaben willst,sonimmihndirinBesitz,undichwilldiesesLand fürmichundmeineKinderhaben,damitsieesfürimmer erben
20Nebajot,derSohnIsmaels,warzujenerZeitmitseinen KindernimLand.EsauginganjenemTaghinundberiet sichmitihmundsprach:
21SohatJakobzumirgesprochen,sohatermir geantwortet;nungibdeinenRat,undwirwollenhören. 22UndNebajotsprach:WashatJakobdirdagesagt?Siehe, alleKanaaniterwohnensicherinihremLand,undJakob sagt,erwerdeesmitseinenNachkommenfüralleTage erben
23SogehnunhinundnimmalldenReichtumdeines VatersundlassJakob,deinenBruder,imLandzurück,wie ergesagthat
24UndEsaumachtesichaufundkehrtezuJakobzurück undtatalles,wasNebajot,derSohnIsmaels,ihmgeraten hatte;undEsaunahmalldenReichtum,denIsaak hinterlassenhatte,dieSeelen,dasVieh,dasViehundden BesitzundalldenReichtum;ergabseinemBruderJakob nichts;undJakobnahmdasganzeLandKanaan,vomBach ÄgyptensbiszumStromEuphrat,undernahmeszum ewigenBesitz,fürseineKinderundfürseine Nachkommennachihmfürimmer
25JakobnahmauchvonseinemBruderEsaudieHöhle MachpelainHebron,dieAbrahamvonEphrongekauft hatte,umsiealsewigeBegräbnisstättefürsichundseine Nachkommenzubesitzen.
26UndJakobschrieballdiesindasKaufbuch, unterschriebesundbezeugtediesallesmitviertreuen Zeugen
27UnddiessinddieWorte,dieJakobindasBuchschrieb undsprach:DasLandKanaanundalleStädtederHetiter, derHiwiter,derJebusiter,derAmoriter,derPerisiterund derGergaschiter,allesiebenVölkervomFlussÄgyptens biszumFlussEuphrat.
28UnddieStadtHebron-Kireat-ArbaunddieHöhle,die darinist,dasGanzekaufteJakobvonseinemBruderEsau zumPreis,zumBesitzundzumErbefürseine Nachkommennachihmfürimmer
29UndJakobnahmdasKaufbuchunddieUnterschrift, dasGebotunddieSatzungenunddasoffenbarteBuchund legtesieineinirdenesGefäß,damitsielangeZeiterhalten blieben,undübergabsieindieHändeseinerKinder.
30Esaunahmalles,wasseinVaterihmnachseinemTod vonseinemBruderJakobhinterlassenhatte,undernahm dengesamtenBesitzansich,anMenschenundVieh, KamelenundEseln,RindernundLämmern,Silberund Gold,SteinenundBdelliumundallenReichtum,derIsaak, demSohnAbrahams,gehörthatte;esbliebnichtsübrig, wasEsaunichtansichnahmvonallem,wasIsaaknach seinemTodhinterlassenhatte
31UndEsaunahmdiesallesundkehrtemitseinen NachkommenindasLandSeir,desHoriters,zurück,weg vonseinemBruderJakobunddessenNachkommen
32UndEsaubesaßunterdenSöhnenSeirs,undEsau kehrtevondiesemTagannichtmehrindasLandKanaan zurück
33UnddasganzeLandKanaanwurdedenIsraelitenzum ewigenErbe,undEsauerbtemitallseinenNachkommen dasGebirgeSeir
KAPITEL48
1InjenenTagen,nachdemTodIsaaks,gebotderHerrund ließeineHungersnotüberdieganzeErdekommen
2ZujenerZeitsaßderPharao,derKönigvonÄgypten,auf seinemThronimLandÄgypten,laginseinemBettund träumteUndderPharaosahinseinemTraum,dasseram UferdesFlussesÄgyptenstand
3Undwährenderdastand,saher,undsiehe,sieben wohlgenährteundschöneRinderstiegenausdemFluss herauf
4UndsiebenandereRinder,magerundhässlich,kamen nachihnenherauf,unddiesiebenhässlichenverschlangen dieschönen,undihrAussehenwarimmernochhässlich wiezuvor
5Undererwachte,schliefwiedereinundträumtezum zweitenMal,undersah,undsiehe,siebenÄhrenwuchsen aneinemHalm,vollundgut,undsiebendünneÄhren, vomOstwindverdorrt,wuchsennachihnenempor,unddie dünnenÄhrenverschlangendievollen,undderPharao erwachteausseinemTraum
6AmMorgenerinnertesichderKöniganseineTräume, undseinGeistwarwegenseinerTräumesehrbeunruhigt. DaeiltederKönigundsandteBotenundließalleMagier ÄgyptensunddieWeisenrufen;undsiekamenundtraten vordenPharao.
7UndderKönigsprachzuihnen:IchhabeTräumegehabt, undesgibtniemanden,dersiemirdeutenkann.Da sprachensiezudemKönig:ErzähledeinenDienerndeine Träume,undwirwollensiehören.
8UndderKönigerzählteihnenseineTräume,undsiealle antwortetenundspracheneinmütigzudemKönig:Der Königlebeewiglich!DiesistdieDeutungdeinerTräume 9DiesiebengutenKühe,diedugesehenhast,bedeuten siebenTöchter,diedirindenletztenTagengeboren werdenDiesiebenKüheaber,diedunachihnen heraufkommenundsieverschlingensahst,sindeinZeichen dafür,dassalleTöchter,diedirgeborenwerden,zu LebzeitendesKönigssterbenwerden.
10UndwasduimzweitenTraumgesehenhast,vonsieben vollen,gutenÄhren,dieaneinemHalmwuchsen,dasist ihreDeutung:DuwirstdirindenletztenTagensieben StädteimganzenLandÄgyptenbauen;undwasdu gesehenhast,vondensiebenverdorrtenÄhren,dienach ihnenwuchsenundsieverschlangen,währenddusiemit deinenAugenansahst,isteinZeichendafür,dassdie Städte,diedubauenwirst,alleindenletztenTagen,zur ZeitdesKönigs,zerstörtwerden.
11AlssiedieseWortegesprochenhatten,schenkteder KönigihnenkeinGehörundschenkteihnenkeinGehör, dennerwussteinseinerWeisheit,dasssiedieTräume nichtrichtigdeutetenUndalssievorihmausgeredet hatten,antworteteerihnen:„Washabtihrmirdagesagt? IhrhabtgelügtunddieUnwahrheitgesagt.Darumdeutet nunmeineTräumerichtig,damitihrnichtsterbt“ 12DanachbefahlderKönig,andereWeisezurufenSie kamenundtratenvordenKönig,undderKönigerzählte ihnenseineTräumeSiealleantwortetenihmgemäßder erstenDeutungDaentbranntederZorndesKönigs,under wurdesehrzornig.UndderKönigsprachzuihnen:Ihr redetLügenundsprechtFalschesindem,wasihrgesagt habt
13UndderKönigbefahl,dassimganzenLandÄgypten einAussprucherlassenwerdensolle:DerKönigundseine Weisenhabenbeschlossen,dassjederweiseMann,derdie DeutungvonTräumenkenntundverstehtundheutenicht vordenKönigkommt,sterbensoll
14UnddemMann,derdemKönigdierichtigeDeutung seinerTräumeerklärt,sollallesgegebenwerden,waser vomKönigverlangtUndalleWeisendesLandesÄgypten kamenvordenKönig,zusammenmitallenMagiernund Zauberern,dieinÄgyptenundinGoschen,inRamses,in Tachpanches,inZoarundanallenOrtenandenGrenzen Ägyptenswaren,undsieallestelltensichvordenKönig.
15UndalleEdlenundFürstenunddasGefolgedesKönigs kamenausallenStädtenÄgyptenszusammen,undsiealle setztensichvordenKönig,undderKönigerzählteden WeisenundFürstenseineTräume,undalle,dievordem Königsaßen,stauntenüberdieVision
16UndalleWeisen,dievordemKönigwaren,warensich inihrerDeutungseinerTräumesehruneinsEinigevon ihnendeutetensiedemKönigundsagten:Diesiebenguten KühesindsiebenKönige,dieausdemGeschlechtdes KönigsüberÄgyptenhervorgehenwerden
17DiesiebenbösenKühesindsiebenFürsten,diesichin denletztenTagengegensieerhebenundsievernichten werden;diesiebenÄhrensinddiesiebengroßenFürsten
Ägyptens,dieindenKriegenunseresHerrn,desKönigs,in dieHändedersiebenschwächerenFürstenihrerFeinde fallenwerden
18EinigevonihnenaberdeutetenesdemKönig folgendermaßen:DiesiebengutenKühesinddiestarken StädteÄgyptens,unddiesiebenschlechtenKühesinddie siebenVölkerdesLandesKanaan,dieindenletztenTagen gegendiesiebenStädteÄgyptenskommenundsie vernichtenwerden
19Unddas,wasduimzweitenTraumgesehenhast, nämlichsiebenguteundschlechteÄhren,isteinZeichen dafür,dassdieRegierungÄgyptenswiederzudeinem SamenzurückkehrenwirdwieamAnfang.
20UndwährendseinerHerrschaftwerdensichdie BewohnerderStädteÄgyptensgegendiesiebenStädte Kanaanswenden,diestärkersindalssie,undsiewerden sievernichten,unddieHerrschaftüberÄgyptenwirdzu deinenNachkommenzurückkehren
21EinigevonihnensagtenzumKönig:Diesistdie DeutungdeinerTräume:DiesiebengutenKühesind siebenKöniginnen,dieduindenletztenTagenzuFrauen nehmenwirst,unddiesiebenschlechtenKühebedeuten, dassdieseFrauenallezuLebzeitendesKönigssterben werden
22UnddiesiebengutenundschlechtenÄhren,dieduim zweitenTraumgesehenhast,sindvierzehnKinder;undes wirdindenletztenTagengeschehen,dasssiesich gegenseitigbekämpfenwerden,undsiebenvonihnen werdendiesiebenstärkerenerschlagen
23UndeinigevonihnensprachendieseWortezumKönig: DiesiebengutenKühebedeuten,dassdirsiebenKinder geborenwerden,unddiesewerdenindenletztenTagen siebendeinerKindeskindertöten;unddiesiebenguten Ähren,dieduimzweitenTraumgesehenhast,sindjene Fürsten,gegendiesiebenandere,wenigermächtige FürstenindenletztenTagenkämpfenundsievernichten unddieSachedeinerKinderrächenwerden,unddie HerrschaftwirdwiederandeineNachkommen zurückkehren
24UndderKönighörtealleWortederWeisenÄgyptens undihreDeutungseinerTräume,undnichtsdavongefiel demKönig
25DerKönigabererkannteinseinerWeisheit,dasssie nichtalleWorterichtigsprachen;denndiesgeschahvom Herrn,umdieWortederWeisenÄgyptenszuvereiteln, damitJosefausdemGefängnisherauskommenundin Ägyptengroßwerdenkonnte
26UndalsderKönigsah,dasskeinerunterallenWeisen undMagiernÄgyptensrichtigmitihmredete,entbrannte derZorndesKönigs,undseinGrimmbrannteinihm
27UndderKönigbefahl,dassalleWeisenundMagiervon ihmweggehensollten;undsiegingenallebeschämtundin SchandevondemKönigweg
28UndderKönigbefahl,dassinganzÄgypteneinAufruf verbreitetwerde,alleZaubererinÄgyptenzutöten,und dasskeinervonihnenamLebenbleibensolle
29DaerhobensichdieHauptleutederLeibwachedes Königs,jederzogseinSchwertundsiebegannen,die ZaubererÄgyptensunddieWeisenzuerschlagen
30DanachkamMerod,derObersteMundschenkdes Königs,verneigtesichvordemKönigundsetztesichvor ihn
31UndderMundschenksprachzumKönig:DerKönig lebeewiglich,undseineHerrschaftseierhöhtimLande.
32DuwarstzornigaufdeinenKnechtinjenenTagen, nunmehrvorzweiJahren,undhastmichindieAbteilung geworfen,undichwareinigeZeitinderAbteilung,ichund derOberstederBäcker
33EswarabereinhebräischerKnechtbeiuns,derdem OberstenderLeibwachegehörte;seinNamewarJosef DennseinHerrwarzornigaufihngewordenundhatteihn insGefängnisgeworfen;underdienteunsdort.
34EinigeZeitspäter,alswiraufderStationwaren,hatten wirineinerNachtTräume,ichundderOberbäcker;wir träumten,jedernachderDeutungseinesTraums.
35UndwirkamenamMorgenunderzähltensiejenem Knecht,underdeuteteunsunsereTräume,einemjeden nachseinemTraum,underdeuteteihnrichtig.
36Undesgeschah,wieeresunsausgelegthatte;keines seinerWortefielzuBoden
37Darum,meinHerrundKönig,tötetnunnichtmehrdas VolkÄgyptensumsonst;siehe,jenerSklaveistnoch immerimHauseingesperrtvomOberstenderLeibwache seinesHerrn,imGefängnis.
38WennesdemKöniggefällt,sollerihnrufenlassen, damitervordichkommtunddirdierichtigeDeutungdes Traumesmitteilt,dendugeträumthast.
39UndderKönighörtedieWortedesObersten Mundschenksundbefahl,dassdieWeisenÄgyptensnicht getötetwerdensollten.
40DabefahlderKönigseinenDienern,Josefvorihnzu bringen,undsprachzuihnen:Gehtzuihmunderschreckt ihnnicht,damiternichtverwirrtwerdeundnichtmehr richtigredenkönne
41DagingendieDienerdesKönigszuJosefundholten ihneiligausdemKerker.DieDienerdesKönigsschoren ihn,underwechselteseinGefängnisgewandundkamvor denKönig
42UndderKönigsaßaufseinemköniglichenThronin einemfürstlichenGewand,umgürtetmiteinemgoldenen Ephod,unddasfeineGold,dasdaraufwar,funkelte,und derKarfunkelundderRubinundderSmaragd,zusammen mitallenEdelsteinen,dieaufdemHauptdesKönigswaren, blendetendasAuge,undJosefstauntesehrüberdenKönig 43DerThron,aufdemderKönigsaß,warmitGoldund SilberundmitOnyxsteinenbedecktundhattesiebzig Stufen.
44UndeswarBrauchimganzenLandÄgypten,dassjeder Mann,derzumKönigkommenwollte,wennereinFürst odereinMannwar,derindenAugendesKönigshohes Ansehengenoss,biszureinunddreißigstenStufeaufden ThrondesKönigsstieg,undderKönigstiegbiszur sechsunddreißigstenStufehinabundsprachmitihm 45WennereinerausdemeinfachenVolkwar,stiegerbis zurdrittenStufehinauf,undderKönigstiegbiszurvierten Stufehinabundsprachmitihm.EswaraußerdemBrauch, dassjeder,derallesiebzigSprachenzusprechenverstand, diesiebzigStufenhinaufstiegundsolangemitihmsprach, biserdenKönigerreichte.
46UndwerdiesiebzigStufennichtvollendenkonnte,der stiegsovieleStufenhinauf,wieerSprachenzusprechen verstand
47UndeswarinjenenTageninÄgyptenüblich,dass niemandübersieherrschensollte,dernichtdiesiebzig Sprachenzusprechenverstand
48AlsJosefvordenKönigtrat,beugteersichvorihmzur ErdeundstiegbiszurdrittenStufehinauf.DerKönigaber setztesichaufdievierteStufeundredetemitJosef
49UndderKönigsprachzuJosef:IchhatteeinenTraum, undesgibtkeinenAusleger,derihnrichtigdeutenkann Ichhabeheutebefohlen,dassalleMagierundWeisen Ägyptensvormichkommensollen,undichhabeihnen meineTräumeerzählt,aberniemandhatsiemirrichtig gedeutet
50Unddanachhabeichheutevondirgehört,dassduein weiserMannbistundjedenTraum,denduhörst,richtig deutenkannst
51UndJosefantwortetedemPharaoundsprach:Der Pharaosollerzählen,wasergeträumthat;dieDeutung gehörtgewissGottUndderPharaoerzählteJosefseine Träume,denTraumvondenKühenunddenTraumvon denÄhren,undderKönighörteaufzureden
52UndJosefwurdevordemKönigmitdemGeistGottes bekleidet,underwusstealles,wasdemKönigvondiesem Taganwiderfahrenwürde,underwusstedierichtige DeutungdesTraumsdesKönigs,underredetevordem König.
53UndJoseffandGnadevordemKönig,undderKönig neigteseineOhrenundseinHerzundhörtealleWorte Josefs.UndJosefsprachzumKönig:Glaubenicht,dasses zweiTräumeseien,dennesistnureinTraumDennwas GottimganzenLandtunwill,haterdemKöniginseinem Traumgezeigt,unddiesistdierichtigeDeutungdeines Traums
54DiesiebengutenKüheundÄhrenwiegensiebenJahre, unddiesiebenschlechtenKüheundÄhrenwiegen ebenfallssiebenJahre;esisteineinzigerTraum
55Siehe,indenkommendensiebenJahrenwirdesim ganzenLandgroßenÜberflussgeben;danachaberwerden siebenJahreHungersnotfolgen,einesehrschwere Hungersnot;undderganzeÜberflusswirdausdemLand verschwinden,unddieHungersnotwirddieBewohnerdes Landesvertilgen
56DerKönighatteeinenTraum,unddieserTraumwurde demPharaowiederholt,weildieSachevonGott beschlossenistundGottsiebalderfüllenwird
57DarumwillichdirnuneinenRatgebenunddeineSeele unddieSeelenderBewohnerdesLandesvondemÜbel derHungersnoterretten:Sucheindeinemganzen KönigreicheinensehrverständigenundweisenMann,der sichmitallenRegierungsangelegenheitenauskennt,und setzeihnalsAufseherüberdasLandÄgyptenein
58UndderMann,denduüberÄgyptengesetzthast,soll Beamteuntersicheinsetzen,diedieganzeNahrungder kommendengutenJahreeinsammelnundGetreide aufschichtenundesindeinebestimmtenVorratskammern legen
59UndsiesollendieseSpeisefürdiesiebenJahreder Hungersnotaufbewahren,damitsiefürdich,deinVolkund
deinganzesLandgenügeundduunddeinLandnicht durchdieHungersnotausgerottetwerdet.
60EssollallenEinwohnerndesLandesbefohlenwerden, dassjederManndenErtragseinesFeldes,alleArtenvon Nahrungsmitteln,währenddersiebengutenJahre einsammeltundinseineVorrätelegt,damitsieinden TagenderHungersnotfürsiegefundenwerdenundsie davonlebenkönnen.
61DiesistdierichtigeDeutungdeinesTraums,unddies istderRat,derdirgegebenwird,umdeineSeeleunddie SeelenalldeinerUntertanenzuretten
62DaantwortetederKönigundsprachzuJosef:Werkann sagenundwerweiß,obdeineWorterichtigsind?Eraber sprachzumKönig:DiessolldireinZeichenseinfüralle meineWorte,dasssiewahrsindunddassmeinRatgutfür dichist.
63Siehe,deineFrausitztheuteaufdemStuhlderGeburt undwirddireinenSohngebären,undduwirstdichüber ihnfreuen;wenndeinKindausdemLeibseinerMutter hervorgegangenist,wirddeinerstgeborenerSohn,dervor zweiJahrengeborenwurde,sterben,undduwirstdichan demKindtrösten,dasdirheutegeborenwird.
64UndalsJosefdieseWortezudemKöniggesprochen hatte,verneigteersichvordemKönigundginghinaus UndalsJosefausderGegenwartdesKönigs hinausgegangenwar,geschahenandiesemTagdieZeichen, dieJosefdemKöniggesagthatte
65UnddieKönigingebarandiesemTageinenSohn.Als derKönigdiefroheBotschaftvonseinemSohnhörte, freuteersichUndalsderBoteausderGegenwartdes Königsgegangenwar,fandendieDienerdesKönigsden erstgeborenenSohndesKönigstotaufdemBodenliegen 66UndesentstandeingroßesWehklagenundLärmim HausdesKönigs.AlsderKönigeshörte,fragteer:„Was istdasfüreinLärmundWehklagen,dasichimHaus höre?“ManberichtetedemKönig,dassseinerstgeborener Sohngestorbensei.DaerkanntederKönig,dassalleWorte Josefs,dieergesprochenhatte,wahrwaren,undderKönig wurdedurchdasKind,dasihmanjenemTaggeboren wurde,getröstet.
KAPITEL49
1NachdiesenEreignissensandtederKönigalleseine BeamtenundDienersowiealleFürstenundAdligen,die demKöniggehörten,undversammeltesieallevorden König
2UndderKönigsprachzuihnen:Siehe,ihrhabtalle WortediesesHebräersgesehenundgehört,undalle Zeichen,dieerverkündethat,dasssieeintreffenwürden, undkeinesseinerWorteistaufdieErdegefallen
3Ihrwisst,dasserdenTraumrichtiggedeutethat,undes wirdgewisseintreffenDarumlassteuchberatenund überlegt,wasihrtunsolltundwiedasLandvonder Hungersnotbefreitwerdenkann
4Suchtnunundseht,obsicheinsolcherfindet,indessen HerzWeisheitundErkenntnisist,undichwerdeihnüber dasLandsetzen
5Dennihrhabtgehört,wasderHebräereuchgeratenhat, umdasLandvordemHungerzuretten;undichweiß,dass
dasLandnichtvordemHungergerettetwerdenkannaußer durchdenRatdesHebräers,dermichberatenhat.
6UndsiealleantwortetendemKönigundsprachen:Der Rat,dendieHebräerdiesbezüglichgegebenhaben,istgut; nun,unserHerrundKönig,siehe,dasganzeLandistin deinerHand,tue,wasgutistindeinenAugen
7WenduerwählstundvondemduindeinerWeisheit weißt,dasserweiseistundfähig,dasLandmitseiner Weisheitzuerlösen,densollderKönigzumUntergebenen überdasLandernennen
8UndderKönigsprachzuallenOffizieren:Ichhabe gedacht,dass,seitdemGottdemHebräeralleskundgetan hat,wasergesagthat,keinersoverständigundweiseist wieer;wenneseuchgefällt,willichihnüberdasLand setzen,dennerwirddasLandmitseinerWeisheitretten
9DaantwortetenalleOffizieredemKönigundsprachen: EsstehtdochgeschriebenindenGesetzenÄgyptens,und darandarfnichtgebrochenwerden,dassniemandüber ÄgyptenherrschenoderdemKönigderZweiteseinsoll, außereinem,derKenntnisseinallenSprachender Menschenhat
10Darum,unserHerrundKönig,siehe,dieserHebräer kannnurHebräischsprechen;wiekannerdannunser zweiterunterunssein,einMann,dernichteinmalunsere Sprachekennt?
11Nunbittenwirdich,sendeihnzudirundlassihnvor dichkommen;prüfeihninallemundhandledann,wiees dirgefällt.
12UndderKönigsprach:Essollmorgengeschehen,und wasihrgesagthabt,istgutUndalleOffizierekamenan diesemTagvordenKönig.
13UndinjenerNachtsandtederHerreinenseiner dienendenEngel;unddieserkamindasLandÄgyptenzu Josef.UndderEngeldesHerrnstandüberJosef,undsiehe, JoseflagnachtsimKerkerimHausseinesHerrn;dennsein HerrhatteihnwegenseinerFrauwiederindenKerker werfenlassen.
14DaweckteihnderEngelausdemSchlaf,undJosef standaufundstelltesichaufseineFüße;undsiehe,der EngeldesHerrnstandihmgegenüber;undderEngeldes HerrnredetemitJosefundlehrteihninjenerNachtalle SprachenderMenschen;undernannteihnJosef 15DagingderEngeldesHerrnvonihmweg,undJosef kehrtezurückundlegtesichaufseinBett,undJosef staunteüberdieVision,dieergesehenhatte 16UndesgeschahamMorgen,dassderKönigalleseine BeamtenundDienerzusichrief;undsieallekamenund setztensichvordenKönig.UndderKönigbefahl,Josefzu bringen;unddieDienerdesKönigsgingenhinund brachtenJosefvordenPharao 17UndderKönigkamherausundstiegdieStufendes Throneshinauf,undJosefredetemitdemKöniginallen Sprachen,undJosefgingzuihmhinaufundredetemitdem König,biservordemKönigaufdersiebzigstenStufe ankam,undersetztesichvordenKönig 18UndderKönigfreutesichsehrüberJosef,undalle BeamtendesKönigsfreutensichsehrmitdemKönig,als siealleWorteJosefshörten
19UndesschiendemKönigunddenBeamtengut,Josef zumStellvertreterdesKönigsüberdasganzeLand Ägyptenzuernennen,undderKönigsprachzuJosef:
20Duhastmirgeraten,einenweisenMannüberdasLand Ägyptenzusetzen,damitermitseinerWeisheitdasLand vorderHungersnotretteNun,daGottdiralldies kundgetanhatundalldieWorte,diedugesprochenhast, gibtesimganzenLandkeinenklugenundweisenMann wiedich
21UnddeinNamesollnichtmehrJosefheißen,sondern Zaphnath-PaneahsolldeinNamesein;dusollstmein Zweitersein,undnachdeinemWortsollallesinmeiner Regierunggeschehen,undaufdeinWorthinsollmein Volkaus-undeinziehen
22AuchmeineDienerundBeamtenwerdenvondeiner HandihrenmonatlichenLohnerhalten,undvordirwird sichdasganzeVolkdesLandesbeugen;nuraufmeinem Thronwerdeichgrößerseinalsdu
23DanahmderKönigseinenRingvonseinerHandund steckteihnJosefandieHandUndderKönigkleidete JosefineinfürstlichesGewand,setzteihmeinegoldene KroneaufseinHauptundlegteihmeinegoldeneKetteum denHals
24UndderKönigbefahlseinenDienern,undsieließenihn indemzweitenWagendesKönigsfahren,derdemWagen desKönigsgegenüberstandUnderließihnaufeinem großenundstarkenPferdausdemHofdesKönigsreiten unddurchdieStraßendesLandesÄgyptenführen.
25UndderKönigbefahl,dassalle,dieaufTamburinen, HarfenundanderenMusikinstrumentenspielten,mitJosef hinausgehensollten;tausendTamburine,tausendMecholot undtausendNebalimfolgtenihm
26UndfünftausendMännermitgezückten,glänzenden SchwerterninihrenHändenzogenundspieltenvorJosef her;undzwanzigtausendderangesehenenMännerdes Königs,umgürtetmitmitGoldüberzogenenLedergürteln, zogenzuJosefsRechtenundzwanzigtausendzuseiner Linken;undalleFrauenundMädchengingenaufdie DächeroderstandenaufdenStraßen,spieltenundfreuten sichüberJosefundbestauntenseinAussehenundseine Schönheit
27UnddasVolkdesKönigsgingvorihmherundhinter ihmherundparfümiertedenWegmitWeihrauch, ZimtkassieundallerleifeinenDuftstoffenundstreute MyrrheundAloeentlangdesWeges;undzwanzigMänner verkündetendieseWortevorihmimganzenLandmit lauterStimme
28SiehstdudiesenMann,denderKönigzuseinem Stellvertretererwählthat?AlleRegierungsgeschäfte werdenvonihmgeleitet,undwerseineBefehleübertritt odersichnichtvorihmbiszurErdebeugt,sollsterben, dennerrebelliertgegendenKönigundseinen Stellvertreter
29UndalsdieBotenaufgehörthattenzurufen,beugtesich dasganzeVolkÄgyptensvorJosefzurErdeundsprach: DerKöniglebe,undseinNachfolgerlebe!Undalle EinwohnerÄgyptensbeugtensichentlangdesWeges nieder,undalsdieBotensichihnennäherten,beugtensie sichniederundjubeltenmitallerleiTamburinen, TrommelnundPfeifenvorJosef.
30UndJosefhobaufseinemPferdseineAugenzum Himmelaufundrief:„ErhebtdenArmenausdemStaub empor,erhebtdenBedürftigenausdemMisthaufenempor. HerrderHeerscharen,wohldem,deraufdichvertraut!“
31UndJosefzogmitdenDienernundBeamtendesPharao durchdasganzeLandÄgypten,undsiezeigtenihmdas ganzeLandÄgyptenundalleSchätzedesKönigs
32UndJosefkehrtezurückundkamandiesemTagvor denPharao,undderKöniggabJosefeinBesitztumim LandÄgypten,einBesitztumanFeldernundWeinbergen, undderKöniggabJosefdreitausendTalenteSilberund eintausendTalenteGold,OnyxsteineundBdelliumund vieleGeschenke
33AmnächstenTagbefahlderKönigdemganzenVolk Ägypten,JosefOpfergabenundGabenzubringen,und dassderjenige,derdasGebotdesKönigsübertrat,sterben sollte.UndsieerrichteteneineOpferstättemittenaufder StraßederStadtundbreitetendortKleideraus;undwer Josefetwasbrachte,legteesaufdieOpferstätte
34UnddasganzeVolkÄgyptenswarfetwasaufdieHöhe; einereinengoldenenOhrring,derandereRingeund Ohrringe,dazuverschiedeneGefäßeausGoldundSilber, OnyxsteineundBdellium.Jederwarfetwasvondem,was erbesaß
35UndJosefnahmalldiesundbrachteesinseine Schatzkammern.UndalleBeamtenundEdlen,diedem Königgehörten,ehrtenJosefundbeschenktenihnreichlich, weilderKönigihnzuseinemStellvertretererwählthatte
36UndderKönigsandtezuPotiphera,demSohnAhirams, demPriestervonOn,unddiesernahmseinejungeTochter OsnathundgabsieJosefzurFrau
37UnddasMädchenwarsehrschön,eineJungfrau,die nochkeinManngekannthatte;undJosefnahmsiezurFrau UndderKönigsprachzuJosef:IchbinderPharao,und außerdirsollniemandeswagen,seineHandoderseinen Fußzuerheben,ummeinVolkimganzenLandÄgypten zuregieren
38UndJosefwardreißigJahrealt,alservordenPharao tratUndJosefgingvondemKönigwegundwurdeder zweitedesKönigsinÄgypten
39UndderKöniggabJosefhundertKnechte,dieihmin seinemHausdienensolltenUndJosefsandteauchBoten undkauftevieleKnechte,unddiesebliebeninJosefsHaus
40DabautesichJosefvordemHofdesKönigspalastesein sehrprächtigesHaus,ähnlichdenHäusernderKönige,und richteteindemHauseinengroßenTempelein,dersehr elegantaussahundfürseineWohnzweckegeeignetwar.
DreiJahrebrauchteJosef,umseinHauszuerrichten
41UndJosefmachtesicheinensehrprächtigenThronaus reichlichGoldundSilberundbedeckteihnmit OnyxsteinenundBdelliumundmachtedaraufeinAbbild desganzenLandesÄgyptenundeinAbbilddesFlusses Ägypten,derdasganzeLandÄgyptenbewässert;und JosefsaßsicheraufseinemThroninseinemHaus,undder HerrmehrteJosefsWeisheit
42UndalleEinwohnerÄgyptens,dieDienerdesPharao undseineFürstenliebtenJosefüberaus,denndieswarvom HerrnanJosefgeschehen
43UndJosefhatteeinHeer,dasindenKriegzog,mit einerZahlvon40600Mann,diekampffähigwaren,um demKönigundJosefgegendenFeindbeizustehen,dazu nochdieOffizieredesKönigsundseineDienerund unzähligeEinwohnerÄgyptens
44UndJosefgabseinenHeldenundseinemganzenHeer SchildeundSpeere,MützenundPanzerhemdenundSteine zumSchleudern
KAPITEL50
1ZujenerZeitzogendieKindervonTarsisgegendie SöhneIsmaelsundführtenKrieggegensie,unddieKinder vonTarsisplündertendieIsmaeliterlangeZeit
2DieNachkommenIsmaelswarenzujenerZeitnur wenigeanderZahl,undsiekonntendieNachkommenvon Tarsisnichtbezwingenundwurdenschwerunterdrückt
3UnddieÄltestenderIsmaelitersandteneineNachricht andenKönigvonÄgyptenundsprachen:Sendedochbitte deinenDienernOffiziereundHeere,dieunsimKampf gegendieSöhnevonTarsishelfen,dennwirwerdenschon seitlangerZeitvernichtet
4UndderPharaosandteJosefmitdenHeldenunddem Heer,diebeiihmwaren,undauchmitseinenHeldenaus demKönigspalast
5UndsiezogenindasLandHawilazudenNachkommen Ismaels,umihnengegendieNachkommenTarsis beizustehenUnddieNachkommenIsmaelskämpften gegendieNachkommenTarsis,undJosefschlugdie TarsisiterundunterwarfihrganzesLand,unddie NachkommenIsmaelswohnendortbisaufdenheutigen Tag
6AlsdasLandTarsisunterworfenwar,flohenalle TarsischiterundkamenandieGrenzezuihrenBrüdern, denSöhnenJavansJosefkehrtemitallseinenHeldenund seinemHeernachÄgyptenzurück,undesfehltekeiner vonihnen
7UndzurZeitdesJahreswechsels,imzweitenJahrder RegierungJosefsüberÄgypten,gabderHERRsieben JahrelanggroßenÜberflussimganzenLand,wieJosefes gesagthatte;dennderHERRsegneteinjenenTagen siebenJahrelangalleErträgederErde,undsieaßenund wurdensehrsatt
8ZujenerZeithatteJosefBeamteuntersich,diedie gesamteErntedergutenJahreeinsammeltenundJahrfür JahrGetreideanhäuftenundesindieSchatzkammern Josefsbrachten
9UndjedesMal,wennsiedieNahrungsammelten,befahl Josef,dasssiedasKornindenÄhrenbringenundauch etwasErdevomFeldmitbringensollten,damitesnicht verdarbe.
10UndJoseftatJahrfürJahrgenauso,wieesihm beschriebenwurde,underhäufteGetreideanwiedenSand amMeer,dennseineVorrätewarenunermesslichund konntenvorlauterFüllenichtgezähltwerden
11AuchsammeltenalleEinwohnerÄgyptensinden siebengutenJahrenallerleiLebensmittelingroßerMenge inihrenVorräten;abersietatenesnichtsowieJosef 12UndalleLebensmittel,dieJosefunddieÄgypterinden siebenJahrendesÜberflussesgesammelthatten,wurden fürdasLandinVorrätenfürdiesiebenJahreder HungersnotzurVersorgungdesganzenLandesgesichert. 13UnddieEinwohnerÄgyptensfülltenjederseinen VorratundseinVersteckmitGetreide,umsichwährend derHungersnotzuernähren.
14UndJosefbrachtealleLebensmittel,dieergesammelt hatte,inalleStädteÄgyptensundverschlossalle VorratskammernundstellteWachendarüber
15UndJosefsFrauOsnath,dieTochterPotipheras,gebar ihmzweiSöhne,ManasseundEphraim;Josefwar vierunddreißigJahrealt,alsersiezeugte
16UnddieKnabenwurdenerwachsenundbliebenin seinenWegenundinseinenUnterweisungen;siewichen nichtabvondemWeg,denihrVatersiegelehrthatte, wedernachrechtsnochnachlinks
17UndderHERRwarmitdenKnaben,undsiewuchsen heranunderlangtenEinsichtundGeschickinaller WeisheitundinallenRegierungsangelegenheiten;undalle BeamtendesKönigsundseineGroßenausÄgypten erhöhtendieKnaben,undsiewurdenunterdenSöhnendes Königserzogen.
18UnddiesiebenJahredesÜberflusses,dieimganzen Landgeherrschthatten,warenzuEnde,undnachihnen kamendiesiebenJahrederHungersnot,wieJosefesgesagt hatte,undesherrschteHungersnotimganzenLand 19UnddasganzeVolkÄgyptenssah,dassdieHungersnot imLandÄgyptenbegonnenhatte,unddasganzeVolk ÄgyptensöffneteseineGetreidevorräte,denndie Hungersnothattesieerfasst
20UndsiefandenalleLebensmittel,diesievorrätighatten, vollerUngezieferundungenießbar;undesherrschteeine HungersnotimganzenLand,undalleEinwohnerÄgyptens kamenundschrienvordemPharao,denndieHungersnot lasteteschweraufihnen
21UndsiesprachenzuPharao:GibdeinenKnechtenzu essen!WarumsollenwirvordeinenAugenverhungern, wirundunsereKinder?
22DaantworteteihnenderPharao:Warumschreitihrzu mir?HatJosefnichtbefohlen,dassindensiebenJahren desÜberflussesGetreidefürdieJahrederHungersnot eingelagertwerdensoll?Warumhabtihrnichtaufseine Stimmegehört?
23UnddasVolkvonÄgyptenantwortetedemKönig:So wahrdeineSeelelebt,unserHerr,deineDienerhabenalles getan,wasJosefbefohlenhat;denndeineDienerhaben auchdenganzenErtragihrerFelderwährenddersieben JahredesÜberflusseseingesammeltundihnbisaufden heutigenTagindieVorratskammerngelegt.
24AlsaberdieHungersnotüberdeineKnechte hereinbrach,öffnetenwirunsereVorräte,undsiehe,all unsereErntewarvollerUngezieferundungenießbar.
25AlsderKönigaberalleshörte,wasdenEinwohnern Ägyptenswiderfahrenwar,fürchteteersichsehrvorder HungersnotundwarsehrerschrockenDaantworteteder KönigdemVolkvonÄgyptenundsprach:Daeuchalldies widerfahrenist,gehtzuJosefundtutalles,wasereuch sagenwird;übertretetseineGebotenicht.
26DagingenalleÄgypterhinausundkamenzuJosefund sprachenzuihm:Gibunszuessen!Warumsollenwirvor dirverhungern?DennwirhabenindensiebenJahren,wie duesgebotenhast,unsereErnteeingebrachtundeinen Vorratangelegt;darumistesunsnunergangen.
27AlsJosefaberalleshörte,wasdieÄgypterzuberichten wusstenundwasihnenwiderfahrenwar,öffneteeralle seineVorräteanErzeugnissenundverkauftesieden Ägyptern
28UndesherrschteeineHungersnotimganzenLand,und dieHungersnotwarinallenLändern;aberimLand ÄgyptengabesnochErzeugnissezumVerkauf
29UndalleEinwohnerÄgyptenskamenzuJosef,um Getreidezukaufen,denndieHungersnothattesie heimgesucht,undihrganzesGetreidewarverdorben;und JosefverkaufteestäglichandasganzeVolkvonÄgypten 30AlsdieEinwohnerdesLandesKanaanunddiePhilister unddiejenseitsdesJordansunddieKinderdesOstensund alleStädtederfernenundnahenLänderhörten,dassesin ÄgyptenGetreidegab,kamensieallenachÄgypten,um Getreidezukaufen,denndieHungersnothattesie heimgesucht.
31UndJoseföffnetedieVorratskammernundsetzte Beamtedarüberein;unddiesestandentäglichdaund verkauftenanalle,diekamen.
32Josefwusste,dassauchseineBrüdernachÄgypten kommenwürden,umGetreidezukaufen,denndie HungersnotherrschteimganzenLand.UndJosefbefahl seinemganzenVolk,diesimganzenLandÄgyptenzu verkündenundzusagen:
33EsistderWilledesKönigs,seinesStellvertretersund ihrergroßenMänner,dassniemand,derinÄgypten Getreidekaufenwill,seineDienernachÄgyptenschicken soll,umeszukaufen,sondernseineSöhne,undauchjeder ÄgypteroderKanaaniter,dervoneinemderLager zurückkommt,umGetreideinÄgyptenzukaufen,undes dannimganzenLandverkauft,sollsterben,dennniemand solleskaufen,außerzumUnterhaltseinesHaushalts
34Undjeder,derzweioderdreiTiereführt,solldesTodes sterben;denneinMenschsollnurseineigenesTierführen.
35UndJosefstellteWachenandieToreÄgyptensund befahlihnen:„Werkommt,umGetreidezukaufen,soll nichthineingehen,bisseinName,derNameseinesVaters undderNameseinesVatersaufgeschriebensindWas tagsüberaufgeschriebenist,dassolltihrmirabendssenden, damitichihreNamenkenne.“
36UndJosefsetzteBeamteimganzenLandÄgyptenein undbefahlihnen,alldieszutun
37UndJoseftatalldiesunderließdieseSatzungen,damit erwisse,wannseineBrüdernachÄgyptenkommensollten, umGetreidezukaufen;undJosefsLeuteließenestäglich inÄgyptenausrufen,gemäßdiesenWortenundSatzungen, dieJosefgebotenhatte
38UndalleBewohnerdesöstlichenundwestlichenLandes undderganzenErdehörtenvondenSatzungenund Bestimmungen,dieJosefinÄgyptenerlassenhatte;und dieBewohnerderäußerstenEndenderErdekamenund kauftenTagfürTagGetreideinÄgyptenundzogendann wiederweg
39UndalleBeamtenÄgyptenstaten,wieJosefesihnen befohlenhatte;undalle,dienachÄgyptenkamen,um Getreidezukaufen,solltenvondenTorwächternmit NamenundVateraufgeschriebenundtäglichamAbend vorJosefgebrachtwerden
KAPITEL51
1AlsJakobspäterhörte,dassesinÄgyptenGetreidegab, rieferseineSöhne,siesolltennachÄgyptengehenund
Getreidekaufen,dennauchsiewarenvonderHungersnot betroffen.
2Siehe,ichhöre,dassesinÄgyptenGetreidegibtundalle VölkerderErdedorthingehen,umeszukaufen.Warum alsowolltihreuchvorderganzenErdesattsehen?Geht dochauchhinabnachÄgyptenundkauftunseinwenig Getreideunterdenen,diedorthinkommen,damitwirnicht sterben.
3UnddieSöhneJakobshörtenaufdieStimmeihresVaters undmachtensichauf,nachÄgyptenhinabzuziehen,um unterdenÜbrigen,diedorthingekommenwaren,Getreide zukaufen
4DagebotihnenJakob,ihrVater,undsprach:Wennihrin dieStadtkommt,solltihrnichtallezusammendurchein Torgehen,wegenderEinwohnerdesLandes
5UnddieSöhneJakobszogenausundgingennach ÄgyptenSietatenalles,wieihrVaterihnenbefohlenhatte BenjaminaberschickteJakobnichtmit,dennersagte,es könneihmnichtaufdemWegdasselbewiderfahrenwie seinemBruderZehnvonJakobsSöhnenzogenaus
6UndalsdieSöhneJakobsaufdemWegwaren,bereuten sie,wassieJosefangetanhatten,undsiesprachen zueinander:Wirwissen,dassunserBruderJosefnach Ägyptenhinabgegangenist,undnunwollenwirihnsuchen, woimmerwirhingehen,undwennwirihnfinden,wollen wirihnvonseinemHerrngegenLösegeldbefreien,wenn nicht,mitGewalt,undwirwerdenfürihnsterben 7UnddieSöhneJakobsstimmtendieserSachezuund stärktensichumJosefswillen,umihnausderHandseines HerrnzubefreienUnddieSöhneJakobszogennach Ägypten;undalssiesichÄgyptennäherten,trenntensie sichvoneinanderundgingendurchzehnToreÄgyptens UnddieTorwächterschriebenandiesemTagihreNamen aufundbrachtensieamAbendzuJosef.
8UndJoseflasdieNamenausderHandderTorwächter derStadtundfandheraus,dassseineBrüderdurchdiezehn TorederStadthineingegangenwaren.DabefahlJosef, dassesimganzenLandÄgyptenverkündetwerdensollte:
9Gehtnunhinaus,ihrVorratswächter,schließtalle Vorratskammernundlasstnureineoffen,damitdie,die kommen,dorteinkaufenkönnen
10UndalleBeamtenJosefstatendieszujenerZeit;und sieschlossenalleLädenundließennureinengeöffnet.
11UndJosefgabdem,derüberdenoffenen Vorratsspeichergesetztwar,dieNamenseinerBrüderin Schriftformundsprachzuihm:Wennjemandzudir kommt,umGetreidezukaufen,fragenachseinemNamen; undwennMännermitdiesenNamenvordichtreten,nimm siefestundschickesiewegUndsietatenso
12AlsdieSöhneJakobsindieStadtkamen,versammelten siesichinderStadt,umJosefzusuchen,bevorsiesich Getreidekauften.
13UndsiegingenzudenMauernderHurenundsuchten JosefdreiTagelangindenMauernderHuren,dennsie meinten,JosefwürdeindenMauernderHurenkommen; dennJosefwarsehrschönundvonansehnlichemAussehen UnddieSöhneJakobssuchtenJosefdreiTagelang,und siekonntenihnnichtfinden
14UndderMann,derüberdenoffenenVorratsraum gesetztwar,suchtenachdenNamen,dieJosefihmgenannt hatte,underfandsienicht
15UndersandteeineNachrichtanJosefundließihm sagen:„DreiTagesindvergangen,unddieMänner,deren Namendumirgenannthast,sindnichtgekommen“Da sandteJosefKnechteaus,umdieMänneringanzÄgypten zusuchenundsievorJosefzubringen.
16DagingendieDienerJosefshinundkamennach Ägyptenundkonntensienichtfinden;siegingennach Goschen,aberauchdortwarensienicht;danngingensiein dieStadtRamsesundkonntensieauchdortnichtfinden
17UndJosefsandteweiterhinsechzehnKnechteaus,um seineBrüderzusuchenSiegingenhinundverteiltensich andenvierEckenderStadtVierderKnechtegingenin dasHausderHurenundfandendortdiezehnMänner,die ihrenBrudersuchten
18UnddievierMännernahmensieundbrachtensievor ihn;undsiebeugtensichvorihmbiszurErdenieder.Josef abersaßaufseinemThroninseinemTempel,bekleidetmit fürstlichenGewändern,undaufseinemHaupttrugereine großegoldeneKrone;undalleHeldensaßenumihnherum. 19UnddieSöhneJakobssahenJosef,undseinAussehen undseineSchönheitundWürdeerschienenihnen wunderbar,undsiefielenabermalsvorihmbiszurErde nieder
20UndJosefsahseineBrüderunderkanntesie;abersie erkanntenihnnicht,dennJosefwarinihrenAugensehr groß;darumerkanntensieihnnicht
21UndJosefsprachzuihnen:Woherkommtihr?Siealle antworteten:DeineKnechtesindausdemLandKanaan gekommen,umGetreidezukaufen,dennesherrschteine HungersnotaufderganzenErdeUnddeineKnechtehaben gehört,dassesinÄgyptenGetreidegibt;darumsindsiezu denanderengekommen,umGetreidefürihren Lebensunterhaltzukaufen
22Josefantworteteihnen:Wennihrgekommenseid,um zukaufen,wieihrsagt,warumgehtihrdanndurchzehn TorederStadt?Ihrseidbestimmtnurgekommen,umdas Landauszukundschaften.
23UndsiealleantwortetenJosefgemeinsam:Nein,mein Herr,wirhabenrecht,deineDienersindkeineSpione, sondernwirsindgekommen,umGetreidezukaufen;denn deineDienersindalleBrüder,SöhneeinesMannesim LandKanaan,undunserVaterhatunsgeboten:Wennihr indieStadtkommt,solltihrnichtallezusammendurchein Torhineingehen,wegenderEinwohnerdesLandes
24UndJosefantworteteihnenabermalsundsprach:Das istes,wasicheuchgesagthabe:Ihrseidgekommen,um dasLandauszukundschaften;darumseidihralledurch zehnTorederStadtgegangen;ihrseidgekommen,umdie BlößedesLandeszusehen
25Jeder,derzumGetreidekaufkommt,gehtdochwieder seinerWege,undihrseidschondreiTageimLand,was machtihrdennindenMauernvonHuren,indenenihr diesedreiTageverbrachthabt?Wahrlich,Kundschafter treibenähnlicheDinge
26UndsiesprachenzuJosef:Dasseifernevonunserem Herrn,dassersorede,dennwirsindzwölfBrüder,die SöhneunseresVatersJakobimLandKanaan,desSohnes Isaaks,desSohnesAbrahams,desHebräersUndsiehe,der JüngsteistheutebeiunseremVaterimLandKanaan,und einerfehlt,denneristunsverlorengegangen,undwir dachten,erseivielleichtindiesemLandDarumsuchen
wirihnimganzenLandundsindsogarzudenHäusernvon Hurengekommen,umihndortzusuchen.
27UndJosefsprachzuihnen:Habtihrihndennaufder ganzenErdegesucht,dasseuchnurnochÄgyptenblieb, woihrihnsuchenkonntet?UndwassollteeuerBruderin denHäusernvonHurentun,wennerdochinÄgyptenwäre? Habtihrnichtgesagt,dassihrvondenSöhnenIsaaks,des SohnesAbrahams,abstammt?WassolltendanndieSöhne JakobsindenHäusernvonHurentun?
28Undsiesagtenzuihm:Weilwirgehörthaben,dass Ismaeliterihnunsgestohlenhaben,undmanunserzählt hat,dasssieihninÄgyptenverkaufthaben,unddein Knecht,unserBruder,sehrschönundansehnlichist, dachtenwir,erseibestimmtindenHäusernvonHuren, darumsinddeineKnechtedorthingegangen,umihnzu suchenundLösegeldfürihnzugeben.
29UndJosefantworteteihnenweiterhinundsprach: Wahrlich,ihrredetfalschundlügt,wennihrvoneuch selbstsagt,dassihrdieSöhneAbrahamsseid.Sowahrder Pharaolebt,ihrseidSpione;darumseidihrindieHäuser vonHurengekommen,damitihrnichterkanntwerdet
30UndJosefsprachzuihnen:Undnun,wennihrihn findetundseinHerrvoneucheinenhohenPreisverlangt, wolltihrihndanngeben?Siesprachen:Ersollgegeben werden.
31Undersprachzuihnen:WennaberseinHerrnicht einwilligt,ihnauchnichtfüreinenhohenPreisfreizugeben, waswolltihrdannseinetwegenmitihmtun?Sie antwortetenihm:Wennerihnunsnichtgebenwill,werden wirihntöten,unserenBrudernehmenundweggehen
32UndJosefsprachzuihnen:Dasistes,wasicheuch gesagthabe:IhrseidSpione,dennihrseidgekommen,um dieBewohnerdesLandeszutötenDennwirhabengehört, dasszweieurerBrüderalleEinwohnervonSichemim LandKanaanumeurerSchwesterwillenerschlagenhaben, undnunkommtihr,uminÄgyptendasselbeumeures Bruderswillenzutun.
33Nurdaranwerdeicherkennen,dassihraufrichtige Männerseid:WennihreinenvoneuchnachHauseschickt, dereurenjüngstenBrudervoneuremVaterholtundihnzu mirbringt;undwennihrdiestut,werdeichwissen,dass ihrrechtschaffenseid
34UndJosefriefsiebzigseinertapferstenMännerund sprachzuihnen:NehmtdieseMännerundbringtsieinden Tempelbezirk
35DanahmendieHeldendiezehnMänner,ergriffensie undbrachtensieindenArrest;undsiebliebendreiTage imArrest.
36AmdrittenTagließJosefsieausdemGefängnis herausführenundsprachzuihnen:Tutdiesfüreuchselbst, wennihraufrichtigeMännerseid,damitihrlebt:Einer eurerBrüdersollimGefängnisbleiben,währendihr hingehtunddasGetreidefüreureFamilieinsLandKanaan holtundeurenjüngstenBruderholtundihnzumirbringt, damitichweiß,dassihraufrichtigeMännerseid,wennihr diestut
37DagingJosefvonihnenwegundkamindieKammer undweintesehr,dennerhatteMitleidmitihnenErwusch sichdasGesichtundkehrtezuihnenzurückErnahm Simeonvonihnenwegundbefahl,ihnzufesseln.Aber
Simeonwolltenicht,dennerwareinsehrstarkerMann, undsiekonntenihnnichtfesseln.
38DariefJosefseineHeldenzusammen,undsiebzig tapfereMännertratenvorihn,dieSchwerterinihren Händen,unddieSöhneJakobserschrakensehrvorihnen. 39UndJosefsprachzuihnen:NehmtdiesenMannfestund werftihninsGefängnis,bisseineBrüderzuihmkommen DaeiltenJosefstapfereMännerherbeiundpacktenSimeon, umihnzufesselnSimeonstießeinenlautenund furchtbarenSchreiaus,undderSchreiwarinderFernezu hören
40UndalletapferenMännerJosefserschrakenbeimKlang desSchreissosehr,dasssieaufihrAngesichtfielenundin großerFurchtflohen
41UndalleMänner,diemitJosefwaren,flohen,dennsie fürchtetensehrumihrLeben;nurJosefundManasse,sein Sohn,bliebendortUndManasse,derSohnJosefs,sahdie StärkeSimeonsundwurdesehrzornig
42DatratManassas,derSohnJosefs,zuSimeonund schlugihmmitderFaustheftigindenNacken;dalegte sichSimeonsZorn
43DaergriffManassasSimeon,packteihnheftig,fesselte ihnundbrachteihnindasGefängnisAlleSöhneJakobs stauntenüberdieTatdesJünglings
44UndSimeonsprachzuseinenBrüdern:Keinervoneuch sollsagen,dassdiesdasSchlageneinesÄgypterssei, sondernesistdasSchlagendesHausesmeinesVaters
45DanachbefahlJosef,denVerwalterdesVorratshauses zurufen,derihreSäckemitGetreidefüllensollte,soviel sietragenkonnten,jedemseinGeldwiederinseinenSack legenundihnenProviantfürdenWeggebensollte.Undso tateresihnen
46UndJosefgebotihnenundsprach:Hüteteuchdavor, meineBefehlezuübertreten,eurenBruderherzubringen, wieicheuchgesagthabeWennihreurenBruderzumir bringt,dannwerdeichwissen,dassihraufrichtigeMänner seid,undihrwerdetHandeltreibenimLand,undichwerde eucheurenBruderzurückgeben,undihrwerdetinFrieden zueuremVaterzurückkehren
47Undsiealleantworteten:„WieunserHerrspricht,so wollenwirtun“UndsiebeugtensichvorihmbiszurErde nieder
48UndjederMannludseinGetreideaufseinenEsel,und siezogenhinausindasLandKanaanzuihremVaterUnd siekamenineineHerberge,undLevibreiteteseinenSack aus,umseinemEselFutterzugeben.Dasaher,undsiehe, seinGeldinvollemGewichtwarnochinseinemSack 49DaerschrakderMannsehrundsprachzuseinen Brüdern:MeinGeldistzurück,undsiehe,esistsogarin meinemSackDaerschrakendieMännersehrund sprachen:WashatGottunsdagetan?
50Undsieallesprachen:WoistdenndieGütedesHerrn gegenüberunserenVätern,Abraham,IsaakundJakob,dass derHerrunsheuteindieHändedesKönigsvonÄgypten gegebenhat,damitergegenunsintrigiere?
51Judaabersprachzuihnen:Wahrlich,wirsindschuldige SündervordemHERRN,unseremGott,weilwirunseren Bruder,unsereigenesFleisch,verkaufthabenWarumsagt ihrdann:WoistdieGütedesHERRNgegenüberunseren Vätern?
52Rubenabersprachzuihnen:Habeicheuchnichtgesagt: SündigtnichtandemKnaben,undihrwolltetnichtauf michhören?NunfordertGottihnvonuns,undwiekönnt ihrsagen:WoistdieGütedesHerrngegenüberunseren Vätern,woihrdochgegendenHerrngesündigthabt?
53UndsiebliebenüberNachtanjenemOrt,undsie standenfrühamMorgenaufundbeludenihreEselmit ihremGetreide,führtensievorsichherundzogenweiter undkamenzumHausihresVatersimLandKanaan
54UndJakobundseinHausgingenseinenSöhnen entgegenUndJakobsah,dassihrBruderSimeonnichtbei ihnenwarDasprachJakobzuseinenSöhnen:Woisteuer BruderSimeon,denichnichtsehe?UndseineSöhne erzähltenihmalles,wasihneninÄgyptenwiderfahrenwar
KAPITEL52
1UndsiegingeninihrHaus,undjederöffneteseinenSack, undsiesahen,undsiehe,einjederhatteseinBündelGeld dabei;darübererschrakensieundihrVatersehr 2UndJakobsprachzuihnen:Washabtihrmirdaangetan? IchhabeeurenBruderJosefgeschickt,ummichnach euremWohlergehenzuerkundigen,undihrhabtmirgesagt: EinwildesTierhatihngefressen
3UndSimeongingmitdir,umEssenzukaufen,unddu sagst,derKönigvonÄgyptenhabeihninsGefängnis geworfen,undduwillstBenjamingefangennehmen,um auchihnzutöten,undmichmitgrauenHaarenund KummerinsGrabbringenwegenBenjaminundseinem BruderJosef
4DarumsollnunmeinSohnnichtmiteuchhinabgehen, dennseinBruderistgestorben,underistallein zurückgeblieben;eskönnteihmaufdemWeg,denihrgeht, Unheilwiderfahren,wieesseinemBruderwiderfahrenist.
5UndRubensprachzuseinemVater:Dusollstmeine beidenSöhnetöten,wennichdeinenSohnnichtbringeund ihnvordichstelle.JakobabersprachzuseinenSöhnen: BleibthierundziehtnichthinabnachÄgypten,dennmein SohnsollnichtmiteuchhinabnachÄgyptenziehenund nichtsterbenwieseinBruder.
6UndJudasprachzuihnen:LasstihninRuhe,bisdie Kornerntebeendetist;dannaberwirdersagen:Nehmt eurenBrudermit!,wennerseineigenesLebenunddas LebenseinerFamiliedurchdieHungersnotinGefahrsieht
7InjenenTagenherrschteeinegroßeHungersnotim ganzenLand,undalleVölkerderErdegingenundkamen nachÄgypten,umLebensmittelzukaufen,denndie Hungersnotwarunterihnensehrgroß.DieSöhneJakobs bliebeneinJahrundzweiMonateinKanaan,bisihr Getreidevorrataufgebrauchtwar
8UndalsihrGetreideaufgebrauchtwar,wurdedasganze HausJakobsvonHungergeplagt.DakamenalleKinder derSöhneJakobszusammen,tratenzuJakob,umringten ihnundsprachenzuihm:GibunsBrot!Warumsollenwir allevordeinenAugenverhungern?
9AlsJakobdieWorteseinerSöhnehörte,weinteersehr bitterlich,underhatteMitleidmitihnen.UndJakobrief seineSöhne,undsieallekamenundsetztensichvorihn 10UndJakobsprachzuihnen:Habtihrnichtgesehen,wie eureKinderheuteübermichgeweintundgesagthaben:
GebtunsBrot,undesistkeinesda?Sokehrtnunzurück undkauftunseinwenigzuessen.
11JudaantworteteseinemVater:WennduunserenBruder mitunssendest,wollenwirhinabgehenundGetreidefür dichkaufen;wennduihnabernichtsendest,sowollenwir nichthinabgehenDennderKönigvonÄgyptenhatuns ausdrücklichgeboten:IhrsolltmeinAngesichtnichtsehen, esseidenn,euerBruderistbeieuch.DennderKönigvon ÄgyptenisteinstarkerundmächtigerKönig,undsiehe, wennwirohneunserenBruderzuihmgehen,sowerden wirallegetötetwerden
12Weißtdudennnichtundhastdunichtgehört,dass dieserKönigsehrmächtigundweiseistundeskeinenwie ihnaufderganzenErdegibt?Siehe,wirhabenalleKönige derErdegesehenundkeinenwiediesenKönig,denKönig vonÄgypten,gesehen;wahrlich,unterallenKönigender ErdeistkeinergrößeralsAbimelech,derKönigder Philister,dochderKönigvonÄgyptenistgrößerund mächtigeralser,undAbimelechkannnurmiteinemseiner Offiziereverglichenwerden
13Vater,duhastseinenPalastundseinenThronnicht gesehenundalleseineDienernichtvorihmstehen;duhast diesenKönignichtaufseinemThroninseinerPrachtund königlichenErscheinunggesehen,inseinenköniglichen GewändernundmiteinergroßengoldenenKroneaufdem Haupt;duhastdieEhreundHerrlichkeitnichtgesehen,die Gottihmgegebenhat,dennesgibtkeinen,derihmgleich istaufderganzenErde.
14Vater,duhastdieWeisheit,denVerstandunddie Erkenntnisnichtgesehen,dieGottinseinHerzgegeben hat,nochhastduseinelieblicheStimmegehört,alserzu unsredete
15Wirwissennicht,Vater,werihmunsereNamenund alles,wasunswiderfahrenist,mitgeteilthat;dennoch fragteerauchnachdirundsprach:LebtdeinVaternoch, undgehtesihmgut?
16Duhastnichtgesehen,wieerdieRegierungsgeschäfte Ägyptensregelte,ohnedasserseinenHerrn,denPharao, befragte;duhastnichtgesehen,welcheEhrfurchtund welchenSchreckenerallenÄgypterneinflößte.
17Undalswirvonihmfortgingen,drohtenwir,mit ÄgyptendasselbezutunwiemitdenübrigenStädtender Amoriter,undwirwarensehrzornigüberallseineWorte, dieerüberunsalsSpionegesprochenhatte,undwennwir nunwiedervorihntreten,wirdseineFurchtunsalletreffen, undkeinervonunswirdimstandesein,ihmetwasKleines oderGroßeszusagen
18Darum,Vater,sendedochbittedenKnabenmituns, damitwirhinabgehenunddirEssenkaufen,damitwir nichtverhungernUndJakobsprach:Warumhastdumirso etwasangetanunddemKönigerzählt,dassdueinen Bruderhast?Washastdumirdanurangetan?
19UndJudasprachzuJakob,seinemVater:Gibden KnabeninmeineObhut,undwirwollenaufbrechenund hinabnachÄgyptengehenundGetreidekaufenunddann zurückkehren;undwennderKnabebeiunsererRückkehr nichtbeiunsist,sosollichfürimmerdeineSchuldtragen. 20HastduallunsereKindervorHungerweinensehenund kannstsienichtsättigen?Nunerbarmedichihrerund sendeunserenBrudermituns,dannwollenwirgehen.
21DennwiesolldirdieGütedesHerrngegenüberunseren Väternoffenbarwerden,wenndusagst,derKönigvon ÄgyptenwerdedeinenSohnwegnehmen?Sowahrder Herrlebt,ichwerdeihnnichtverlassen,bisichihnzudir gebrachtundvordichgestellthabe.Bitteaberbetefüruns zumHerrn,dasserunsgnädighandleundunsvordem KönigvonÄgyptenundseinenMännernwohlwollendund freundlichempfange.Dennhättenwirnichtgezögert, wärenwirdochnunschonzumzweitenMalmitdeinem Sohnzurückgekehrt
22UndJakobsprachzuseinenSöhnen:Ichvertraueauf denHerrn,denGott,dassereucherrettenundeuchGunst verschaffenmögebeimKönigvonÄgyptenundbeiallen seinenMännern
23DarummachteuchnunaufundgehtzudemMannund nehmtihmeinGeschenkvondem,wasmanimLand bekommenkann,undbringtesvorihnDerallmächtige Gottmögeeuchvorihmgnädigsein,dassereureBrüder BenjaminundSimeonmiteuchsende.
24DastandenalleMännerauf,nahmenihrenBruder BenjaminundnahmeneinegroßeGabevondemBesten desLandesundaußerdemdiedoppelteMengeSilber.
25UndJakobgebotseinenSöhnenhinsichtlichBenjamin streng:„HüteteuchvorihmaufdemWeg,denihrgeht, undtrennteuchnichtvonihmunterwegs,auchnichtin Ägypten“
26DastandJakobvonseinenSöhnenauf,breiteteseine HändeausundbetetezumHerrnfürseineSöhne:„OHerr, GottdesHimmelsundderErde,gedenkedeinesBundes mitunseremVaterAbraham,gedenkeseinesBundesmit meinemVaterIsaakundhandlegnädigmitmeinenSöhnen undgibsienichtindieHändedesKönigsvonÄgypten;tu es,ichbittedich,oGott,umdeinerBarmherzigkeitwillen underlöseallemeineKinderundbefreiesieausder ägyptischenGewaltundsendeihnenihrebeidenBrüder“
27DahobenalleFrauenderSöhneJakobsundihreKinder ihreAugenzumHimmelaufundweintenallevordem Herrnundschrienzuihm,ermögeihreVäterausderHand desKönigsvonÄgyptenerretten
28UndJakobschriebeinenBerichtfürdenKönigvon ÄgyptenundgabihnindieHandvonJudaundindieHand seinerSöhnefürdenKönigvonÄgyptenundsprach:
29VondeinemKnechtJakob,demSohnIsaaks,demSohn Abrahams,desHebräers,demFürstenGottes,anden mächtigenundweisenKönig,denOffenbarervon Geheimnissen,denKönigvonÄgypten,Gruß.
30MeinemHerrn,demKönigvonÄgypten,seibekannt, dassunsimLandKanaaneineschwereHungersnot heimgesuchthatundichmeineSöhnezudirgesandthabe, damitduunseinwenigNahrungfürunserenUnterhalt kaufst
31DennmeineSöhneumringtenmich,unddaichsehralt bin,kannichmitmeinenAugennichtmehrsehen,denn meineAugensinddurchdasAltersehrschwergeworden, undauchdurchdastäglicheWeinenummeinenSohnJosef, dervormirverlorengegangenwarDeshalbbefahlich meinenSöhnen,dasssiedieTorederStadtnichtbetreten sollten,wennsienachÄgyptenkämen,wegender BewohnerdesLandes
32Undichbefahlihnenauch,inganzÄgyptennach meinemSohnJosefzusuchen,vielleichtwürdensieihn
dortfindenUndsietatenes,undduhastsiefür KundschafterdesLandesgehalten.
33Habenwirnichtvondirgehört,dassdudenTraumdes PharaogedeutetundihmdieWahrheitgesagthast?Wieso weißtdudannindeinerWeisheitnicht,obmeineSöhne Spionesindodernicht?
34Nunalso,meinHerrundKönig,siehe,ichhabemeinen Sohnvordirhergesandt,wieduesmeinenSöhnengesagt hast;ichbittedich,ihnimAugezubehalten,biserin FriedenmitseinenBrüdernzumirzurückkehrt
35Dennweißtdunicht,oderhastdunichtgehört,was unserGottmitdemPharaotat,alsermeineMutterSarazu sichnahm,undwasermitAbimelech,demKönigder Philister,ihretwegentat,undauch,wasunserVater AbrahammitdenneunKönigenvonElamtat,wieersie allemitwenigenseinerMännererschlug?
36Undauch,wasmeinebeidenSöhneSimeonundLevi mitdenachtStädtenderAmoritertaten,wiesiediese wegenihrerSchwesterDinavernichteten.
37UndauchwegenihresBrudersBenjamintröstetensie sichüberdenVerlustihresBrudersJosef;waswerdensie dannfürihntun,wennsiesehen,dassdieHand irgendeinesVolkesseinetwegenübersiesiegt?
38Weißtdudennnicht,KönigvonÄgypten,dassdie MachtGottesmitunsistunddassGottunsereGebete immererhörtundunsnichtverlässtalleTage?
39AlsmirmeineSöhnevondeinemTunmitihnen erzählten,riefichdeinetwegennichtzumHerrn,dennsonst wärstdumitdeinenMännernumgekommen,ehemein SohnBenjaminvordichkämeIchdachteaber,damein SohnSimeonindeinemHaussei,könntestduihm vielleichtgnädigbegegnen;darumtatichdirdiesnichtan 40Darum,siehe,meinSohnBenjaminkommtmitmeinen Söhnenzudir;nimmihnimAugeundrichtedeineAugen aufihn,unddannwirdGottseineAugenüberdichund deinganzesKönigreichrichten
41Nunhabeichdirallesgesagt,wasinmeinemHerzenist, undsiehe,meineSöhnekommenmitihremBruderzudir; untersucheumihretwillendasganzeAngesichtderErde undlassesieinFriedenzuihrenBrüdernzurückkehren.
42UndJakobübergabdasBuchseinenSöhnenzurObhut Judas,damitsieesdemKönigvonÄgyptenaushändigten
KAPITEL53
1DamachtensichdieSöhneJakobsaufundnahmen BenjaminunddieganzeGeschenkesammlung;undsie zogennachÄgyptenundtratenvorJosef.
2UndJosefsahseinenBruderBenjaminbeiihnenund grüßtesie;unddieseMännerkamenzuJosefsHaus 3UndJosefbefahldemHausverwalter,seinenBrüdernzu essenzugeben,unddiesertates.
4UmdieMittagszeitließJosefdieMännermitBenjamin zusichrufenDieMännerberichtetendemVerwaltervon JosefsHausvondemSilber,dasinihrenSäcken zurückgebrachtwordenwarErabersprachzuihnen:Es wirdeuchgutgehen,fürchteteuchnicht!Underbrachte ihrenBruderSimeonzuihnen
5UndSimeonsprachzuseinenBrüdern:DerHerrder Ägypterhatmirsehrgütiggehandelt;erhatmichnicht gefesseltgehalten,wieihrmiteurenAugengesehenhabt
DennalsihrausderStadthinausgingt,ließermichfreiund behandeltemichfreundlichinseinemHaus.
6UndJudanahmBenjaminbeiderHand,undsietraten vorJosefundbeugtensichvorihmbiszurErdenieder.
7UnddieMännergabenJosefdasGeschenk,undalle setztensichvorihnJoseffragtesie:Gehteseuchgut? GehteseurenKinderngut?GehteseurembetagtenVater gut?Sieantworteten:Ja,esgehteuchgut.UndJudanahm dieUrkunde,dieJakobgesandthatte,undgabsieJosef
8UndJoseflasdenBriefunderkannte,dassseinVater geschriebenhatte;underwollteweinen;underginginein inneresZimmerundweintesehr;unddanngingerwieder hinaus.
9UnderhobseineAugenaufundsahseinenBruder Benjaminanundsprach:IstdasdeinBruder,vondemdu mirerzählthast?UndBenjamintratzuJosef,undJosef legteihmdieHandaufdenKopfundsprachzuihm:Gott seidirgnädig,meinSohn
10AlsJosefseinenBruder,denSohnseinerMutter,sah, wollteerabermalsweinenErgingindasGemach,weinte dort,wuschsichdasGesicht,gingwiederhinausundhörte aufzuweinen.Ersprach:BereitetdasEssenzu!
11UndJosefhatteeinenBecher,ausdemertrank;erwar ausSilberundwunderschönmitOnyxsteinenund Bdelliumeingelegt.UndJosefschlugmitdemBechervor denAugenseinerBrüder,währenddiesemitihmzuessen saßen
12UndJosefsprachzudenMännern:Icherkennean diesemBecher,dassRuben,derErstgeborene,Simeonund LeviundJuda,IssacharundSebulonSöhneeinerMutter sind.SetzteuchnunhinundesstnacheurerGeburt.
13UndersetzteauchdieanderennachihrerGeburtan einenPlatzundsprach:Ichweiß,dassdieserdeinjüngster BruderkeinenBruderhat,undichhabeauchkeinenBruder; darumsollersichmitmirzuTischsetzen
14UndBenjamintratvorJosefundsetztesichaufden Thron.DieMännersahenJosefsTatenundstaunten darüberSieaßenundtrankenzujenerZeitmitJosef,und ergabihnenGeschenkeJosefgabBenjamineinGeschenk AuchManasseundEphraimsahendieTatenihresVaters undgabenihmGeschenkeOsnathgabihmeinGeschenk, undeswarenfünfGeschenkeinBenjaminsHand 15UndJosefbrachteihnenWeinzutrinken;abersie wolltennichttrinkenundsprachen:SeitdemTag,andem Josefverlorenging,habenwirwederWeingetrunkennoch irgendwelcheLeckerbissengegessen. 16UndJosefschworihnenundbedrängtesieheftig,und sietrankenreichlichmitihmandiesemTag.Danach wandtesichJosefanseinenBruderBenjamin,ummitihm zureden,undBenjaminsaßnochimmeraufdemThron vorJosef 17UndJosefsprachzuihm:HastduKindergezeugt?Er sprach:DeinKnechthatzehnSöhne,unddiessindihre Namen:Bela,Becher,Aschbal,Gera,Naaman,Achi, Rosch,Mupim,ChupimundOrd;undichhabesienach meinemBruderbenannt,denichnichtgesehenhabe 18Underbefahlihnen,ihmseineSternenkartezubringen, anhanddererJosefalleZeitenkannteUndJosefsprachzu Benjamin:Ichhabegehört,dassdieHebräermitaller Weisheitvertrautsind;weißtduetwasdavon?
19UndBenjaminsprach:DeinKnechtkenntauchdie ganzeWeisheit,diemichmeinVatergelehrthat.UndJosef sprachzuBenjamin:SiehdirnundiesesZeichenanund verstehe,wodeinBruderJosefinÄgyptenist,vondemdu sagtest,erseinachÄgyptenhinabgegangen.
20UndBenjaminsahdasInstrumentmitderSternenkarte desHimmelsErwarklugundschautehinein,umzu erfahren,woseinBruderwar.UndBenjaminteiltedas ganzeLandÄgypteninvierTeileUnderfandheraus,dass der,dervorihmaufdemThronsaß,seinBruderJosefwar UndBenjaminwundertesichsehrUndalsJosefsah,dass seinBruderBenjaminsoerstauntwar,spracherzu Benjamin:Washastdugesehen,undwarumbistduso erstaunt?
21UndBenjaminsprachzuJosef:Ichsehedaran,dass meinBruderJosefhiermitmiraufdemThronsitzt.Und Josefsprachzuihm:IchbinJosef,deinBruderVerrate diesdeinenBrüdernnicht;siehe,ichwerdedichmitihnen senden,wennsieweggehen,undichwerdebefehlen,dass siewiederindieStadtzurückgebrachtwerden,undich werdedichvonihnenwegnehmen
22UndwennsieihrLebenwagenundfürdichkämpfen, dannwerdeichwissen,dasssieihreTatengegenmich bereuthaben,undichwerdemichihnenzuerkennengeben Undwennsiedichverlassen,wennichdichnehme,dann sollstdubeimirbleiben,undichwerdemitihnenstreiten, undsiewerdenweggehen,undichwerdeihnennichtmehr bekanntwerden.
23ZujenerZeitbefahlJosefseinemOffizier,ihreSäcke mitEssenzufüllen,jedemseinGeldinseinenSackzu legen,denBecherinBenjaminsSackzutunundihnen ProviantfürdenWegmitzugeben;undsietaten,wieihnen befohlenwurde
24AmnächstenTagstandendieMännerfrühmorgensauf, beludenihreEselmitihremGetreideundzogenmit BenjaminausundgingenmitihremBruderBenjaminin dasLandKanaan.
25SiewarennochnichtweitvonÄgyptenentfernt,als JosefseinemHausverwalterbefahl:Stehauf,verfolge dieseMänner,ehesiezuweitvonÄgyptenentferntsind, undsprichzuihnen:WarumhabtihrdenBechermeines Herrngestohlen?
26DastandderDienerJosefsauf,gingzuihnenundsagte ihnenalles,wasJosefgesagthatteAlssiedashörten, wurdensiesehrzornigundsprachen:WerdenBecher deinesHerrnaustrinkt,sollsterben,undauchwirwollen seineSklavenwerden
27DaeiltensieundjedernahmseinenSackvomEselund schauteinihreSäcke,undderBecherwurdeinBenjamins SackgefundenDazerrissensiealleihreKleiderund kehrtenindieStadtzurückundschlugenBenjaminauf demWegundschlugenihnimmerwieder,biserindie Stadtkam,undsietratenvorJosef
28DaentbrannteJudasZorn,undersprach:DieserMann hatmichnurdeshalbzurückgebracht,umÄgyptenheutezu vernichten
29UnddieMännerkamenzuJosefsHausundfanden JosefaufseinemThronsitzenundalleHeldenzuseiner RechtenundzuseinerLinkenstehen
30UndJosefsprachzuihnen:Washabtihrdagetan,dass ihrmeinensilbernenBecherweggenommenundeuch
davongewendethabt?Ichweißaber,dassihrmeinen Bechergenommenhabt,umdadurchzuerfahren,in welchemTeildesLandessicheuerBruderaufhält
31UndJudasprach:WassollenwirunseremHerrnsagen, wassollenwirredenundwiesollenwirunsrechtfertigen?
GotthatheutedieSchuldallerdeinerKnechtegefunden, darumhaterunsheutediesangetan
32DastandJosefauf,packteBenjaminundrissihnmit GewaltvonseinenBrüdernwegErginginsHaus, verschlossihnendieTürundbefahldem,derübersein Hausgesetztwar,ihnenzusagen:SosprichtderKönig: GehtinFriedenzueuremVater!Siehe,ichhabedenMann ergriffen,indessenHandmeinBechergefundenwurde.
KAPITEL54
1AlsJudasah,wasJosefmitihnentat,gingerzuihmhin, öffnetedieTürundtratmitseinenBrüdernvorJosef
2UndJudasprachzuJosef:EssollmeinemHerrnnicht zurLastfallen;darfdeinDiener,ichbittedich,einWort vordirreden?UndJosefsprachzuihm:Rede!
3UndJudasprachvorJosef,undseineBrüderstandendort vorihnen;undJudasprachzuJosef:Gewiss,alswirzum erstenMalzuunseremHerrnkamen,umEssenzukaufen, hieltestduunsfürKundschafterdesLandes,undwir brachtenBenjaminvordich,undduspottestnochheute überuns
4DarumsollderKönigmeineWortehörenund,ichbitte dich,unserenBrudersenden,damitermitunszuunserem Vatergehe,damitdeineSeelenichtheutemitallenSeelen derEinwohnerÄgyptensumkomme.
5Weißtdunicht,waszweimeinerBrüder,Simeonund Levi,inderStadtSichemundinsiebenStädtender AmoriterwegenunsererSchwesterDinagetanhabenund wassieauchfürihrenBruderBenjamintunwollten?
6Undich,derichgrößerundmächtigerbinalssiebeide, werdeheutezudirunddeinemLandkommen,wenndu nichtbereitbist,unserenBruderzuschicken
7Hastdunichtgehört,wasunserGott,derunserwählthat, mitdemPharaowegenunsererMutterSaratat,dieer unseremVaternahm?ErschlugihnundseinganzesHaus mitschwerenPlagen,sodassdieÄgypternochheute einandervondiesemWundererzählen.SowirdunserGott auchmitdirverfahrenwegenBenjamin,denduheute seinemVatergenommenhast,undwegendesUnheils,das duheuteüberunsindeinemLandbringst.DennunserGott wirdanseinemBundmitunseremVaterAbraham gedenkenundUnheilüberdichbringen,weilduheutedie SeeleunseresVatersbetrübthast
8SohörenunmeineWorte,dieichheutezudir gesprochenhabe,undsendeunserenBruderweg,damiter nichtdurchdasSchwertumkomme,duunddasVolk deinesLandes,dennihrkönntmichnichtallebesiegen
9UndJosefantworteteJudaundsprach:Warumhastdu deinenMundsoweitaufgetanundwarumrühmstdudich überunsundsagst:Stärkeistmitdir?SowahrderPharao lebt,wennichallemeinetapferenMännerzumKampf gegendichbefehle,sowürdenduunddiesedeineBrüder gewissimSchlammversinken
10UndJudasprachzuJosef:Wahrlich,esgeziemtdirund deinemVolk,michzufürchten;sowahrderHerrlebt,
wennicheinmalmeinSchwertziehe,werdeichesnicht wiederindieScheidestecken,bisichheuteganzÄgypten erschlagenhabe;undichwerdemitdirbeginnenundmit Pharao,deinemHerrn,enden.
11Josefantworteteihm:Wahrlich,dieKraftgehörtnicht dirallein;ichbinstärkerundmächtigeralsduWahrlich, wenndudeinSchwertziehst,werdeichesdirundallen deinenBrüdernandenHalssetzen.
12Judasprachzuihm:Wahrlich,wennichheutemeinen Mundgegendichauftue,willichdichverschlingen,sodass duvonderErdeverschwindestundheutenochausdeinem KönigreichverschwindestJosefabersprach:Wahrlich, wenndudeinenMundauftust,habeichdieMachtund Kraft,direinenSteinindenMundzustopfen,bisdukein WortmehrsprechenkannstSieh,wievieleSteinevoruns liegen!Wahrlich,ichkanneinenSteinnehmen,ihndirin denMundstopfenunddirdenKieferbrechen
13Judaabersprach:GottistZeugezwischenuns,dasswir bishernichtmitdirKriegführenwollten;gibunsnur unserenBruder,undwirwollenvondirweggehenUnd Josefantworteteundsprach:SowahrderPharaolebt, selbstwennalleKönigeKanaansmitdirkämen,würdest duihnnichtausmeinerHandnehmen
14GehnunzudeinemVater,unddeinBrudersollmirals Sklavedienen,dennerhatdasHausdesKönigsausgeraubt. Judaabersprach:WasgehtesdichoderdenKönigan?Der KönigsendetdochausseinemHausimganzenLandSilber undGoldalsGeschenkeoderSpenden,undduredestnoch vondeinemBecher,denduindieTascheunseresBruders gelegthast,undsagst,erhabeihndirgestohlen?
15EsseifernevonunseremBruderBenjaminoder irgendeinemausAbrahamsGeschlecht,dassersoetwas täte,umvondirodervonirgendjemandemzustehlen,sei esKönig,FürstoderirgendeinMann.
16HörenunaufmitdieserAnklage,damitnichtdieganze ErdedeineWortehörtundsagt:„UmeinwenigSilberhat derKönigvonÄgyptenmitdenMännerngestritten,sie angeklagtundihrenBruderzumSklavengenommen“ 17Josefantworteteundsprach:NimmdiesenBecherund gehvonmirundlassdeinenBruderalsSklavenzurück; dennesistdasUrteileinesDiebes,einSklavezusein 18UndJudasprach:Warumschämstdudichnichtdeiner Worte,dassduunserenBruderverlässtunddeinenBecher nimmst?Wahrlich,wennduunsdeinenBechergibstoder tausendmalsoviel,werdenwirunserenBrudernichtfür dasSilberverlassen,dassichinderHandirgendeines Mannesbefindet,damitwirnichtseinetwegensterben 19UndJosefantwortete:WarumhastdudeinenBruder verlassenundihnfürzwanzigSilberstückebisaufdiesen Tagverkauft,warumwillstdudannnichtdasselbemit diesemdeinemBrudertun?
20UndJudasprach:DerHERRistZeugezwischenmir unddir,dasswirdeineKriegenichtwollen;gibunsnun unserenBruder,undwirwollenohneStreitvondir weggehen
21Josefantwortete:„WennsichalleKönigedesLandes versammelnwürden,könntensiedeinenBrudernichtaus meinerHandnehmen“Judafragte:„Wassollenwir unseremVatersagen,wennersieht,dassunserBruder nichtmitunskommt,underüberihntrauernwird?“
22Josefantworteteundsprach:Diesistes,wasdudeinem Vatersagensollst:DasSeilisthinterdemEimer hergegangen
23UndJudasprach:DubistdocheinKönig,warumredest dusoetwasundsprichsteinfalschesUrteil?Wehedem König,derdirgleichist!
24UndJosefantworteteundsprach:Esistkeinfalsches UrteilindemWort,dasichwegendeinesBrudersJosef gesprochenhabe,dennihrallehabtihnfürzwanzig SilberlingeandieMidianiterverkauftundeseuremVater verleugnetundzuihmgesagt:EinwildesTierhatihn gefressen,JosefistinStückegerissenworden
25UndJudasprach:Siehe,dasFeuervonSichembrenntin meinemHerzen;nunwillichdeinganzesLandmitFeuer verbrennenJosefaberantworteteundsprach:Gewiss, deineSchwägerinTamar,diedeineSöhnegetötethat,hat dasFeuervonSichemausgelöscht
26UndJudasprach:WennichauchnureineinzigesHaar vonmeinemLeibausreiße,sowillichganzÄgyptenmit seinemBluterfüllen
27Josefantwortete:„Soistesnunmalbeieuch,dassihr miteuremBruder,denihrverkaufthabt,sofahrtwiemit ihmIhrhabtseinGewandinseinBlutgetauchtundes euremVatergebracht,damitersagenkonnte:Einwildes Tierhatihngefressen,undhieristseinBlut.“
28AlsJudadieshörte,wurdeersehrzornig,undseinZorn entbrannteinihmUndeslagvorihmanjenerStelleein Stein,deretwavierhundertSchekelwog.Daentbrannte JudasZorn,undernahmdenSteinindieeineHand,warf ihngenHimmelundfingihnmitderlinkenHandwieder auf.
29DanachlegteerihnunterseineFüßeundsetztesichmit allerKraftdarauf;undderSteinwurdedurchdieKraft JudaszuStaub.
30AlsJosefdasTunJudassah,erschrakersehr;aberer befahlseinemSohnManassa,undauchdiesertatmit einemanderenSteindasselbewieJudagetanhatte.Und JudasprachzuseinenBrüdern:Niemandvoneuchsoll sagen:DieserMannisteinÄgypter;dennweilerdies getanhat,gehörterzuunseremVatergeschlecht.
31UndJosefsprach:NichteuchalleinistdieKraft gegeben,dennauchwirsindstarkeMänner;warumrühmt ihreuchüberunsalle?UndJudasprachzuJosef:Sende dochunserenBruderundbringedeinLandheutenichtins Verderben
32DaantworteteJosefundsprachzuihnen:Gehtundsagt euremVater,dasseinwildesTierihngefressenhat,wieihr übereurenBruderJosefgesagthabt.
33UndJudaredetemitseinemBruderNaftaliundsprach zuihm:Beeiledich,gehnunhinundzählealleStraßen Ägyptensundkommundberichteesmir!Simeonaber sprachzuihm:Lassdichdadurchnichtbeunruhigen!Ich willnunaufdenBergsteigenundeinengroßenSteinvom BergnehmenundihnaufjedeninÄgyptenplattwalzen undalletöten,diedarinsind
34UndJosefhörtealledieseWorte,dieseineBrüdervor ihmredeten,undsiewusstennicht,dassJosefsieverstand, dennsiemeinten,erkönnekeinHebräischsprechen
35UndJoseffürchtetesichsehrvordenWortenseiner Brüder,dasssieÄgyptenvernichtenwürden,underbefahl seinemSohnManasse:Gehnunschnellhinundversammle
zumiralleEinwohnerÄgyptensundalletapferenMänner; siesollenjetztzuPferdundzuFußundmitallerlei MusikinstrumentenzumirkommenUndManasseginghin undtat,wieihmgeheißen.
36UndNaftaliging,wieJudaihmbefohlenhatte;denn NaftaliwarleichtfüßigwieeinerderschnellenHirsche, undergingaufdenÄhren,undsiebrachennichtunterihm 37UnderginghinundzähltealleStraßenÄgyptensund fand,dasseszwölfwarenDagingereilendszurückund berichteteesJudaUndJudasprachzuseinenBrüdern: Beeilteuch,jederMannsollseinSchwertandieLenden legen,undwirwollenüberÄgyptenziehenundsiealle schlagenundkeinenRestübriglassen.
38UndJudasprach:Siehe,ichwillmitmeinerKraftdrei derStraßenzerstören,undihrsolltjedereineStraße zerstören.UndalsJudadiessagte,siehe,dakamendie EinwohnerÄgyptensundalleHeldenmitallerlei MusikinstrumentenundlautemGeschreiaufsiezu
39UndihreZahlbetrugfünfhundertReiterund zehntausendInfanteristenundvierhundertMann,dieohne SchwertundSpeer,nurmitHändenundKraft,kämpfen konnten.
40UndalleHeldenkamenmitgroßemGetöseund Geschreiherbei,umringtendieSöhneJakobsund erschrecktensie,unddieErdeerbebtevonihremGeschrei.
41AlsdieSöhneJakobsdieseScharensahen,fürchteten siesichsehrumihrLebenJoseftatdies,umdieSöhne Jakobszuerschreckenundsiesozuberuhigen.
42AlsJudasah,dasseinigeseinerBrüderverängstigt waren,spracherzuihnen:WarumhabtihrAngst,wodoch dieGnadeGottesmitunsist?UndalsJudasah,dassdas ganzeVolkÄgyptenssieaufBefehlJosefsumringte,um siezuerschrecken,befahlihnennurJosef:Rührtkeinen vonihnenan.
43DaeilteJudaherbei,zogseinSchwert,stießeinen lautenundbitterenSchreiaus,schlugmitseinemSchwert zuundsprangaufdenBodenundschrienochimmergegen dasganzeVolk
44Undalserdiestat,ließderHERRSchreckenüberJuda undseineBrüderkommenaufdietapferenMännerunddas ganzeVolk,dassieumgab
45UndsiealleflohenbeimKlangdesGeschreis,undsie erschrakenundfieleneinerüberdenanderen,undviele vonihnenstarbenbeimFallen,undsiealleflohenvorJuda undseinenBrüdernundvorJosef
46Undwährendsieflohen,verfolgtenJudaundseine BrüdersiebiszumHausdesPharao;undsiealleentkamen DasetztesichJudawiedervorJosefundbrüllteihnanwie einLöweundstießeinenlautenundgewaltigenSchreiaus 47UndderSchreiwarinderFernezuhören,undalle EinwohnervonSukkothörtenihn,undganzÄgypten erbebtebeimKlangdesSchreis,undauchdieMauern ÄgyptensunddesLandesGoschenstürztenvomBebender Erdeein,undauchderPharaofielvonseinemThronzu Boden,undauchalleschwangerenFrauenÄgyptensund GoschenserlittenFehlgeburten,alssiedasGeräuschdes Bebenshörten,dennsiefürchtetensichsehr.
48DasandtederPharaoBotenundließfragen:Wasistdas füreinEreignis,dasheuteimLandÄgyptengeschehenist? Undmankamunderzählteihmalles,vonAnfangbisEnde.
DaerschrakderPharao,wundertesichundfürchtetesich sehr.
49Alseraberalldieshörte,wuchsseineFurcht,under sandtezuJosefundließihmsagen:Duhastmirdie Hebräergebracht,umganzÄgyptenzuvernichten;was willstdumitdiesemdiebischenSklaventun?Schickihn wegundlassihnmitseinenBrüderngehen,damitwirnicht durchihreBosheitumkommen,wir,duundganzÄgypten.
50Undwenndudiesnichttunwillst,sowirfallmeine WertgegenständevondirundgehmitihneninihrLand, wennesdirgefälltDennsiewerdenheutemeinganzes LandvernichtenundmeinganzesVolkumbringen;ja,alle FrauenÄgyptenshabendurchihrSchreienFehlgeburten erlittenSieh,wassiealleindurchihrGeschreiundGerede angerichtethaben!UndwennsiemitdemSchwert kämpfen,werdensiedasLandvernichten.Sowählenun, wasduwillst:michoderdieHebräer,Ägyptenoderdas LandderHebräer
51UndsiekamenundberichtetenJosefalles,wasder PharaoüberihngesagthatteJosefabererschraksehrüber dieWortedesPharaoJudaundseineBrüderstandennoch immervorJosef,empörtundwütend,undalleSöhne JakobsbrülltenJosefanwiedasBrausendesMeeresund seinerWellen
52JosefaberfürchtetesichsehrvorseinenBrüdernund vordemPharao;deshalbsuchteJosefeinenVorwand,sich seinenBrüdernzuerkennenzugeben,damitsienichtganz Ägyptenvernichteten.
53UndJosefbefahlseinemSohnManasse,undManasse ginghinundtratzuJudaundlegteihmdieHandaufdie Schulter;dalegtesichderZornJudas.
54UndJudasprachzuseinenBrüdern:Niemandvoneuch sollsagen,diesseidieTateinesägyptischenJünglings; denndiesistdasWerkmeinesVaterhauses.
55AlsJosefsahundmerkte,dasssichderZornJudas gelegthatte,gingerzuJudahin,ummitihmin freundlichenWortenzureden.
56UndJosefsprachzuJuda:Wahrlich,dusprichstdie WahrheitundhastheutedeineBehauptungenüberdeine Stärkebewiesen.MögedeinGott,derWohlgefallenandir hat,deinWohlergehenmehrenAbersagemirwahrhaftig, warumduausgerechnetunteralldeinenBrüdernmitmir streitestwegendesKnaben,dakeinervonihneneinWort mitmirüberihngesprochenhat
57JudaantworteteJosef:Dumusstdochwissen,dassich fürdenKnabenbeiseinemVatergebürgthabe,dennich sagte:Wennichihnnichtzuihmbrächte,müssteichewig seineSchuldtragen.
58DarumbinichausderMittemeinerBrüderzudir gekommen,dennichsah,dassduihnnichtvondirgehen lassenwolltest;nunbitteichdichumGnade,dassduihn mitunsgehenlässt,undsiehe,ichwillanseinerStelle bleiben,umdirinallemzudienen,wasduwünschst;denn wohindumichsendest,werdeichgehen,umdirmit großemEiferzudienen
59SendemichnunzueinemmächtigenKönig,dergegen dichrebellierthat,undduwirsterfahren,wasichmitihm undseinemLandtunwerde;auchwennerReitereiund InfanterieodereinüberausmächtigesVolkhat,ichwerde siealleerschlagenunddenKopfdesKönigsvordich bringen
60Weißtdunicht,oderhastdunichtgehört,dassunser VaterAbrahammitseinemKnechtEliëserineinerNacht alleKönigevonElamsamtihremHeererschlug,sodass keinerübrigblieb?UndseitjenemTagistunsdieStärke unseresVaterszumErbegegeben,fürunsundunsere Nachkommenfürimmer
61Josefantworteteundsprach:DusprichstdieWahrheit, undLügeistnichtindeinemMund;dennunsistauch gesagtworden,dassdieHebräerMachthabenunddassder Herr,ihrGott,vielWohlgefallenanihnenhat;werkann dannvorihnenbestehen?
62UnterdieserBedingungaberwerdeichdeinenBruder senden,wenndumirseinenBruder,denSohnseiner Mutter,bringst,vondemdusagtest,erseivondirnach Ägyptenhinabgezogen;undwenndumirseinenBruder bringst,werdeichihnanseinerStellenehmen,weilkeiner voneuchfürihnvoreuremVatergebürgthat;undwenner zumirkommt,werdeichseinenBruder,fürdenihr gebürgthabt,mitdirsenden.
63DaentbrannteJudasZorngegenJosef,alserdiessagte, undseineAugenträntenvorZorn,undersprachzuseinen Brüdern:WiewilldieserMannheuteseineigenes VerderbenunddasVerderbenganzÄgyptenstrachten!
64SimeonantworteteJosefundsprach:Habenwirdir nichtschonzuerstgesagt,dasswirnichtwissen,wohiner gegangenistundobertotoderlebendigist?Warumredet meinHerrdanndergleichen?
65AlsJosefdasGesichtJudassah,erkannteer,dasssein Zornentbrannte,alserzuihmsprach:Bringmirdeinen anderenBruderanstellediesesBruders
66UndJosefsprachzuseinenBrüdern:Ihrsagtetdoch, euerBruderseientwedertotoderverschollenWennich ihnnunheuterufenwürdeundervoreuchkäme,würdet ihrihnmiranstelleseinesBrudersgeben?
67UndJosefbegannzuredenundrief:Josef,Josef,komm heutevormichunderscheinedeinenBrüdernundsetzdich vorsie.
68AlsJosefdiesvorihnengesagthatte,schautensiesich alleinverschiedeneRichtungenum,umzusehen,woher Josefvorihnenkommenwürde.
69UndJosefbeobachteteallihrTunundsprachzuihnen: Wasschautihrhierhinunddorthin?IchbinJosef,denihr nachÄgyptenverkaufthabt.Darumsolltihrnichtbetrübt sein,dassihrmichverkaufthabt,dennGotthatmichals StützewährendderHungersnotvoreuchhergesandt
70AlsseineBrüderdieWorteJosefshörten,erschrakensie sehrvorihm,undJudaerschrakaußerordentlichvorihm
71AlsBenjamindieWorteJosefshörte,gingervorihnen insInneredesHausesUndBenjaminliefzuJosef,seinem Bruder,umarmteihnundfielihmumdenHals,undsie weinten
72AlsnundieBrüderJosefssahen,dassBenjaminseinem BruderumdenHalsgefallenwarundmitihmweinte, fielenauchsieaufJosefundumarmtenihnundweinten sehrmitJosef
73UndmanhörteimHauseJosefs,dasssieJosefsBrüder seien,unddasgefieldemPharaosehr,dennerfürchtete sichvorihnen,dasssieÄgyptenvernichtenkönnten
74UndderPharaosandteseineDienerzuJosef,umihm überseineBrüderzugratulieren,diezuihmgekommen warenUndalleHeerführerundTruppenführer,diein
Ägyptenwaren,kamen,umsichmitJosefzufreuen,und ganzÄgyptenfreutesichsehrüberJosefsBrüder.
75DasandtederPharaoseineDienerzuJosefundließihm sagen:„SagdeinenBrüdern,siesollenalles,wasihnen gehört,holenundzumirkommen,undichwerdesieinden bestenTeildesLandesÄgyptenbringen“Undsietatenes 76UndJosefbefahldem,derüberseinHausgesetztwar, seinenBrüdernGeschenkeundKleiderzubringen.Under brachteihnenvieleKleider,nämlichköniglicheGewänder, undvieleGeschenke,undJosefverteiltesieunterseinen Brüdern
77UndergabjedemseinerBrüdereinGewandzum WechselnausGoldundSilberunddreihundert SilberstückeUndJosefbefahlihnenallen,sichindiese GewänderzukleidenundvordenPharaogebrachtzu werden.
78AlsderPharaosah,dassalleBrüderJosefstapfere MännerundvonschönemAussehenwaren,freuteersich sehr.
79DanachzogensieausderGegenwartdesPharaohinaus, umindasLandKanaanzuihremVaterzugehen;ihr BruderBenjaminwarbeiihnen.
80UndJosefstandaufundgabihnenelfWagenvom Pharao;undJosefgabihnenseinenWagen,mitdemeram TagseinerKrönunginÄgyptengefahrenwar,umseinen VaternachÄgyptenzuholen;undJosefsandteallenseinen BrüdersöhnenKleidernachihrerZahlundjedemvonihnen hundertSilberstücke;undersandteauchdenFrauenseiner BrüderKleidervondenKleidernderFrauendesKönigs
81UndergabjedemseinerBrüderzehnMänner,diemit ihnenindasLandKanaanziehensollten,umihnenzu dienen,umihrenKindernundallem,wasihnengehörte, beiihremKommennachÄgyptenzudienen
82UndJosefsandtedurchseinenBruderBenjaminzehn FestgewänderfürseinezehnSöhne,einenAnteilmehrals dieübrigenNachkommenJakobs
83UndersandtejedemfünfzigSilberstückeundzehn StreitwagenfürdenPharao;undseinemVatersandteer zehnEsel,beladenmitallemLuxusÄgyptens,undzehn Eselinnen,beladenmitGetreide,BrotundNahrungsmitteln fürseinenVaterundalle,diemitihmwaren,alsProviant fürdieReise
84UndersandteseinerSchwesterDinaKleiderausSilber undGold,WeihrauchundMyrrhe,Aloeund FrauenschmuckingroßerMenge;undersandtedasselbe vondenFrauendesPharaozudenFrauenBenjamins.
85UndergaballenseinenBrüdernundihrenFrauen allerleiOnyxsteineundBdellium.Vonalldenwertvollen DingenunterdemgroßenVolkÄgyptensbliebnichtsvon alldenkostbarenDingenübrigaußerdem,wasJosefan dasHausseinesVaterssandte
86UnderentließseineBrüder,undsiegingen;under schickteseinenBruderBenjaminmitihnen
87UndJosefgingmitihnenhinausundbegleitetesieauf demWegbisandieGrenzenÄgyptensUnderbefahl ihnenhinsichtlichseinesVatersundseinesHauses,nach Ägyptenzukommen.
88Undersprachzuihnen:Streiteteuchnichtaufdem Weg;denndiesgeschahvomHerrn,umeingroßesVolk vordemVerhungernzubewahren;denneswerdennoch fünfJahreHungersnotimLandsein
89Undergebotihnenundsprach:WennihrindasLand Kanaankommt,sotretetnichtunvermitteltindieser AngelegenheitvormeinenVater,sondernhandeltnach eurerWeisheit.
90DahörteJosefauf,ihnenzubefehlen,undwandtesich umundgingzurücknachÄgyptenDieSöhneJakobsaber zogenmitFreudeundJubelzuihremVaterJakobindas LandKanaan.
91UndsiekamenandieGrenzendesLandesundsprachen zueinander:WassollenwirindieserSachevorunserem Vatertun?Dennwennwirplötzlichzuihmkommenund ihmdieSacheerzählen,wirderüberunsereWortesehr erschreckenundunsnichtglauben.
92Undsiezogenweiter,bissieindieNäheihrerHäuser kamen,unddasahensieSerach,dieTochterAschers,die ihnenentgegenkam.UnddasMädchenwarsehrgutund klugundverstandes,Harfezuspielen
93Undsieriefensie,undsietratvorsie,küsstesie,undsie nahmensieundgabenihreineHarfeundsprachen:Geh nunvorunserenVater,setzdichvorihn,schlageaufder HarfeundsprichdieseWorte
94Undsiebefahlenihr,inihrHauszugehen;undsie nahmdieHarfeundeiltevorihnenher;undsiekamund setztesichnebenJakob
95UndsiespielteundsanggutundsprachmitderSüße ihrerWorte:MeinOnkelJoseflebtundherrschtüberdas ganzeLandÄgyptenundistnichttot
96UndsieredeteundsprachdieseWorteimmerwieder, undJakobhörteihreWorte,undsiegefielenihm
97Erhörtezu,alssieeszwei-unddreimalwiederholte, undFreudeerfüllteJakobsHerzbeiderSüßeihrerWorte, undderGeistGotteskamaufihm,undererkannte,dass alleihreWortewahrwaren
98UndJakobsegneteSerach,alssiedieseWortevorihm sprach,undersprachzuihr:MeineTochter,derTodsoll dichniemalsüberwältigen,dennduhastmeinenGeist erquickt;sprichnurnochvormir,wiedugesprochenhast, dennduhastmichmitalldeinenWortenerfreut
99UndsiesangdieseWorteimmerweiter,undJakob hörtezu,undesgefielihm,underfreutesich,undder GeistGottesruhteaufihm
100Währendernochmitihrredete,siehe,dakamenseine SöhnemitPferdenundWagenundköniglichenGewändern undDienern,dievorihnenherliefen,zuihm
101UndJakobstandauf,umihnenentgegenzugehen,und sahseineSöhneinköniglichenGewändernundsahalle Schätze,dieJosefihnengesandthatte
102Undsiesagtenzuihm:Lassdirmitteilen,dassunser BruderJoseflebtunddasserüberdasganzeLandÄgypten herrschtunddasseresist,dermitunsgesprochenhat,wie wiresdirgesagthaben
103UndJakobhörtealleWorteseinerSöhne,undsein HerzpochtebeiihrenWorten;dennerkonnteihnennicht glauben,biserallessah,wasJosefihnengegebenundwas erihmgesandthatte,undalleZeichen,vondenenJosefzu ihnengesprochenhatte
104UndsiebreitetenvorihmihreSchriftausundzeigten ihmalles,wasJosefgesandthatte,undgabenjedem,was JosefihmgesandthatteDaerkannteer,dasssiedie Wahrheitgesagthatten,undfreutesichsehrüberden BerichtseinesSohnes
105UndJakobsprach:Esgenügtmir,dassmeinSohn Josefnochlebt;ichwillhingehenundihnsehen,eheich sterbe
106UndseineSöhneerzähltenihmalles,wasihnen widerfahrenwar,undJakobsprach:IchwillnachÄgypten hinabgehen,ummeinenSohnundseineNachkommenzu sehen
107DastandJakobauf,zogdieKleideran,dieJosefihm geschickthatte,undnachdemersichgewaschenundsich dieHaaregeschorenhatte,setzteersichdenTurbanauf, denJosefihmgeschickthatte
108UnddasganzeHausJakobsundihreFrauenzogendie Kleideran,dieJosefihnengesandthatte,undfreutensich sehrüberJosef,dassernochlebteundinÄgyptenregierte
109AlsdieEinwohnerKanaansdavonhörten,kamensie undfreutensichsehrmitJakob,dassernochlebte.
110UndJakobveranstaltetedreiTagelangeinFestmahl fürsie,undalleKönigeKanaansunddieEdlendesLandes aßenundtrankenundfreutensichimHauseJakobs.
KAPITEL55
1Undesgeschahnachdiesem,dassJakobsprach:Ichwill hingehenundmeinenSohninÄgyptenbesuchenunddann indasLandKanaanzurückkehren,vondemGottzu Abrahamgesprochenhat;dennichkanndasLandmeiner Geburtnichtverlassen
2Undsiehe,dasWortdesHerrnerginganihn:Gehhinab nachÄgyptenmitdeinemganzenHausundbleibdort; fürchtedichnicht,hinabnachÄgyptenzugehen,dennich willdichdortzueinemgroßenVolkmachen.
3UndJakobsprachbeisich:Ichwillhingehenundnach meinemSohnsehen,obdieFurchtseinesGottesnochin seinemHerzenistinmittenallerEinwohnerÄgyptens.
4UndderHerrsprachzuJakob:Fürchtedichnichtum Josef,denneristnochimmertreuunddientmir,wieesdir gefällt.UndJakobfreutesichsehrüberseinenSohn.
5ZujenerZeitbefahlJakobseinenSöhnenundseinem ganzenHaus,nachÄgyptenzugehen,wiederHerresihm befohlenhatte.UndJakobmachtesichmitseinenSöhnen undseinemganzenHausaufundzogmitFreudeund WonneausdemLandKanaanvonBeerschebahinausund siegingenindasLandÄgypten.
6AlssiesichÄgyptennäherten,sandteJakobJudavor sichherzuJosef,damitdieserihmeineStelleinÄgypten zeige.Judatat,wieseinVaterihmbefohlenhatte,undeilte undliefzuJosefManwiesihnenundseinemganzenHaus einenPlatzimLandGoschenzu.Judakehrtezurückund kamaufdemWegzuseinemVater
7UndJosefspanntedenWagenanundversammeltealle seineHelden,seineDienerundalleOffiziereÄgyptens,um seinemVaterJakobentgegenzugehen.UndJosefsBefehl wurdeinÄgyptenverkündet:Alle,dienichtmitgehen,um Jakobentgegenzugehen,sollensterben
8UndamnächstenTagzogJosefmitganzÄgypten,einem großenundmächtigenHeer,ausAllewareninfeine Leinen-undPurpurgewändergekleidetundtrugensilberne undgoldeneWaffenundihreKriegswaffen
9UndsiegingenalleJakobentgegenmitallerlei Musikinstrumenten,mitTrommelnundTamburinen,und
streutenMyrrheundAloeaufdenganzenWeg,undsie zogenalleso,unddieErdeerbebtevonihremGeschrei.
10UndalleFrauenÄgyptensgingenaufdieDächer ÄgyptensundaufdieMauern,umJakob entgegenzukommen.UndaufdemHauptJosefswardie königlicheKronedesPharao,dennderPharaohattesie ihmgesandt,damitersieaufsetze,wennerseinemVater entgegengehe.
11AlsJosefbisauffünfzigEllenanseinenVater herangekommenwar,stiegervomWagenundgingzu seinemVaterhinAlsnunalleOffiziereundEdlen Ägyptenssahen,dassJosefzuFußzuseinemVater gegangenwar,stiegenauchsieabundgingenzuFußzu Jakobhin
12AlsJakobsichdemLagerJosefsnäherte,saherdas Lager,dasmitJosefaufihnzukam,undesgefielihm,und erstauntedarüber
13UndJakobsprachzuJuda:WeristderMann,denich imLagerÄgyptenssehe,bekleidetmitköniglichen Gewändern,miteinemsehrrotenGewandaufdemKopf undeinerköniglichenKroneaufdemHaupt,dervon seinemWagenabgestiegenistundaufunszukommt?Und JudaantworteteseinemVater:EristdeinSohnJosef,der KönigUndJakobfreutesich,dieHerrlichkeitseines Sohneszusehen.
14UndJoseftratzuseinemVaterundbeugtesichvor seinemVaternieder,undalleMännerdesLagersbeugten sichmitihmvorJakobbiszurErdenieder.
15Undsiehe,JakobliefundeiltezuseinemSohnJosef, fielihmumdenHalsundküssteihn,undsieweinten,und auchJosefumarmteseinenVaterundküssteihn,undsie weinten,unddasganzeVolkÄgyptensweintemitihnen 16UndJakobsprachzuJosef:Nunwillichfröhlich sterben,nachdemichdeinAngesichtgesehenhabe,dassdu nochlebstundinHerrlichkeitbist
17UnddieSöhneJakobsundihreFrauenundihreKinder undihreKnechteunddasganzeHausJakobsweintensehr mitJosef;sieküsstenihnundweintensehrmitihm 18UndJosefundseinganzesVolkkehrtendanachnach Ägyptenzurück.JakobundseineSöhneundalleKinder seinesHauseskamenmitJosefnachÄgypten,undJosef siedeltesieimbestenTeilÄgyptensan,imLandGoschen 19UndJosefsprachzuseinemVaterundzuseinen Brüdern:IchwillhinaufgehenunddemPharaosagen: MeineBrüderunddasHausmeinesVatersundalles,was zuihnengehört,sindzumirgekommen,undsiehe,siesind imLandeGoschen
20UndJoseftatdiesundnahmvonseinenBrüdernRuben, Issachar,SebulonundseinenBruderBenjaminundstellte sievordenPharao
21UndJosefsprachzuPharao:MeineBrüderunddas HausmeinesVatersundalle,diezuihnengehören,sind mitihrenHerdenundihremViehausdemLandKanaanzu mirgekommen,uminÄgyptenalsFremdezuwohnen; denndieHungersnothattesieschwergetroffen 22UndderPharaosprachzuJosef:SetzedeinenVaterund deineBrüderindenbestenTeildesLandes,verweigere ihnennichtallesGuteundlasssieessenvomFettdes Landes
23Josefantwortete:Siehe,ichhabesieimLandGoschen aufgestellt,dennsiesindHirten;darumsollensiein
GoschenbleibenundihreHerdenvondenÄgyptern fernhalten.
24UndderPharaosprachzuJosef:Tuemitdeinen Brüdernalles,wassiedirsagenwerden.UnddieSöhne JakobsbeugtensichvordemPharaoniederundgingenin FriedenvonihmwegDanachbrachteJosefseinenVater vordenPharao
25UndJakobkamundbeugtesichvordemPharaonieder undsegnetedenPharaoDanngingerhinaus;undJakob undalleseineSöhneundseinganzesHauswohntenim LandeGoschen
26ImzweitenJahr,dasheißtimeinhundertdreißigsten LebensjahrJakobs,ernährteJosefseinenVaterundseine BrüderunddasganzeHausseinesVatersmitBrotfürihre KinderwährenddergesamtenHungersnot;esmangelte ihnenannichts.
27UndJosefgabihnendenbestenTeildesganzenLandes; dasBestevonÄgyptenhattensiealleTageJosefs;und JosefgabihnenunddemganzenHausseinesVatersauch jedesJahrKleiderundGewänder;unddieSöhneJakobs bliebensicherinÄgyptenalleTageihresBruders 28UndJakobaßallezeitanJosefsTisch;Jakobundseine SöhneverließenJosefsTischwederTagnochNacht,außer dem,wasJakobsKinderinihrenHäusernaßen
29UndganzÄgyptenaßwährendderTagederHungersnot BrotausdemHausJosefs;dennalleÄgypterhattenwegen derHungersnotallesverkauft,wasihnengehörte 30UndJosefkauftefürdenPharaoalleLändereienund FelderÄgyptensalsBrotundversorgteganzÄgypten währendderHungersnotmitBrotUndJosefsammelte allesSilberundGoldein,dasihmfürdasGetreidezukam, dassieimganzenLandkauften,underhäufteeinegroße MengeGoldundSilberan,außerdemeineriesigeMenge Onyxsteine,BdelliumundwertvolleGewänder,diesie JosefausallenTeilendesLandesbrachten,alsihrGeld aufgebrauchtwar
31UndJosefnahmallesSilberundGold,dasinseine Händegelangte,etwazweiundsiebzigTalenteGoldund Silber,dazuOnyxsteineundBdelliumingroßerMenge, undJosefginghinundversteckteesinvierTeile.Einen TeilversteckteerinderWüsteamRotenMeer,einenTeil amFlussPerathunddendrittenundviertenTeilinder WüstegegenüberderWüstePersienundMedien.
32UndernahmeinenTeildesübriggebliebenenGoldes undSilbersundgabesallenseinenBrüdernunddem ganzenHausseinesVatersundallenFrauendesHauses seinesVaters;denRestaberbrachteerindasHausdes Pharao,etwazwanzigTalenteGoldundSilber.
33UndJosefgaballesGoldundSilber,dasvomBesitz übrigwar,demPharao,undderPharaolegteesindie SchatzkammerDanachhörtendieTagederHungersnotim Landauf,undsiesätenunderntetenimganzenLandund erntetenJahrfürJahrihregewohnteMenge;esmangelte ihnenannichts
34UndJosefwohntesicherinÄgypten,unddasganze LandstandunterseinerHerrschaft;undseinVaterundalle seineBrüderwohntenimLandGoschenundnahmenesin Besitz
35Josefaberwarsehraltundhochbetagt;undseinebeiden Söhne,EphraimundManasse,bliebenständigimHause JakobszusammenmitdenNachkommenderSöhneJakobs,
ihrenBrüdern,umdieWegedesHerrnundseinGesetzzu lernen.
36UndJakobundseineSöhnewohntenimLandÄgypten, imLandGoschen,undsienahmenesinBesitzundwaren fruchtbarundvermehrtensichdarin.
KAPITEL56
1UndJakobwohntesiebzehnJahreimLandÄgypten,und dieTageJakobsunddieJahreseinesLebensbetrugen einhundertsiebenundvierzigJahre
2ZujenerZeitwurdeJakobvonjenerKrankheitbefallen, andererstarb.DasandteerBotenundließseinenSohn JosefausÄgyptenholenUndJosef,seinSohn,kamaus ÄgyptenundkamzuseinemVater
3UndJakobsprachzuJosefundseinenSöhnen:Siehe,ich sterbe,undderGotteurerVäterwirdeuchbesuchenund euchzurückbringenindasLand,dasderHerreuchund eurenKindernnacheuchzugebengeschworenhat.Darum, wennichgestorbenbin,begrabtmichinderHöhle,diein MachpelabeiHebronimLandKanaanist,nahebeimeinen Vätern.
4UndJakobließseineSöhneschwören,ihninMachpela beiHebronzubegraben,undseineSöhneschworenihm diesbezüglich.
5Undergebotihnenundsprach:DientdemHERRN, euremGott;denner,dereureVätererrettethat,wirdauch euchausallemElenderretten.
6UndJakobsprach:RuftalleeureKinderzumir!Undalle SöhneJakobskamenundsetztensichvorihnUndJakob segnetesieundsprachzuihnen:DerHerr,derGotteurer Väter,wirdeuchtausendmalsovielgebenundeuch segnenundeuchdenSegeneuresVatersAbrahamgeben UndalleSöhneJakobszogenanjenemTagaus,nachdem ersiegesegnethatte
7UndamnächstenTagriefJakobabermalsseineSöhnezu sich,undsiealleversammeltensich,kamenzuihmund setztensichvorihn,undJakobsegneteandiesemTag seineSöhnevorseinemTod,jedennachseinemSegen; siehe,sostehtesgeschriebenimBuchdesGesetzesdes Herrn,dassichaufIsraelbezieht
8UndJakobsprachzuJuda:Ichweiß,meinSohn,dassdu einstarkerMannfürdeineBrüderbist;herrscheübersie, unddeineSöhnewerdenüberihreSöhneherrschenin Ewigkeit
9LehredeineSöhnenurdenBogenundalleWaffendes Krieges,damitsiedieSchlachtenihresBrudersschlagen können,derüberseineFeindeherrschenwird.
10UndJakobgebotseinenSöhnenanjenemTagabermals undsprach:Siehe,ichwerdeheutezumeinemVolk versammeltwerden;bringtmichheraufausÄgyptenund begrabtmichinderHöhleMachpela,wieicheuchgeboten habe
11Dochsehtzu,ichbitteeuch,dasskeinereurerSöhne michträgt,sondernnurihrselbstUndsosolltihrmitmir verfahren,wennihrmeinenLeichnamtragt,umihnmitins LandKanaanzunehmenundmichdortzubegraben.
12Juda,IssacharundSebulonsollenmeineBahreim Ostentragen;Ruben,SimeonundGadimSüden;Ephraim, ManasseundBenjaminimWesten;Dan,Ascherund NaftaliimNorden
13LevisolldieBundesladenichtmiteuchtragen,denner undseineSöhnewerdensiemitdenIsraelitenimLager tragenAuchmeinSohnJosefsollsienichttragen,dennals KönigsollseineEhregebühren.EphraimundManasse sollenanihrerStelledieBundesladetragen.
14Sosolltihrmitmirverfahren,wennihrmichwegführt; vergesstnichtsvonallem,wasicheuchgebiete;undes wirdgeschehen,wennihrdiesmitmirtut,dassderHerr euchundeurenNachkommennacheuchinEwigkeit gnädiggedenkenwird
15Undihr,meineSöhne,ehrtjederseinenBruderund seinenVerwandtenundgebieteteurenKindernund Kindeskindernnacheuch,demHerrn,demGotteurer Vorfahren,alleTagezudienen
16DamitihrlangeimLandelebt,ihrundeureKinderund Kindeskinderfürimmer,wennihrtut,wasgutund rechtschaffenistindenAugendesHERRN,euresGottes, undinallenseinenWegenwandelt
17Unddu,meinSohnJosef,vergibdochdeinenBrüdern ihreBosheitundallihreMissetaten,diesiedirangetan haben,dennGotthateszudeinemundzumWohldeiner Kindergewollt.
18UndmeinSohn,überlassdeineBrüdernichtden EinwohnernÄgyptensundkränkenichtihreGefühle;denn siehe,ichübergebesieindieHandGottesundindeine Hand,damitsiesievordenÄgypternbeschützenUnddie SöhneJakobsantwortetenihremVaterundsprachen:O unserVater,alles,wasduunsgebotenhast,wollenwirtun; Gottalleinseimituns
19UndJakobsprachzuseinenSöhnen:SoseiGottmit euch,wennihralleseineWegebewahrtundnichtvon seinenWegenabweicht,wederzurRechtennochzur Linken,sonderntut,wasgutundrechtistinseinenAugen
20Dennichweiß,dasseuchindenletztenTagenimLand vielschweresUnheiltreffenwird,ja,eureKinderund KindeskinderDientnurdemHerrn,underwirdeuchaus allemUnheilerretten.
21Undeswirdgeschehen,wennihrnachGottgeht,um ihmzudienen,undeureKinderundKindeskindernach euchlehrt,denHerrnzuerkennen,dannwirdderHerreuch undeurenKinderneinenKnechtauseurerMitteerwecken, undderHerrwirdeuchdurchseineHandausallerNot errettenundeuchausÄgyptenherausführenundeuch zurückbringenindasLandeurerVäter,damitihressicher erbt
22DahörteJakobauf,seinenSöhnenzugebieten,legte sichhin,starbundwurdezuseinemVolkversammelt
23UndJoseffielaufseinenVaterundschrieaufund weinteüberihnundküssteihnundriefmitbittererStimme: OmeinVater,meinVater!
24DakamendieFrauenseinesSohnesundseinganzes HausundfielenüberJakobher;sieweintenüberihnund schrienmitsehrlauterStimmeüberJakob
25DastandenalleSöhneJakobsauf,zerrissenihreKleider, legtensichalleSacktücherumdieLenden,fielenaufihr AngesichtundstreutenStaubaufihreHäuptergenHimmel
26AlsmanOsnath,derFrauJosefs,davonerzählte,stand sieauf,legteeinenSackumundkammitallenägyptischen FrauenundtrauerteundweinteumJakob
27Undalssiedieshörten,kamenalleÄgypter,dieJakob kannten,undganzÄgyptenweintevieleTagelang
28AuchausdemLandKanaankamendieFrauennach Ägypten,alssiehörten,dassJakobgestorbenwar,undsie weintensiebzigTagelanginÄgyptenumihn 29Undesgeschahdanach,dassJosefseinenDienern,den Ärzten,befahl,seinenVatermitMyrrheundWeihrauch undallerleiRäucherwerkundWohlgeruch einzubalsamieren,unddieÄrztebalsamiertenJakobein, wieJosefihnenbefohlenhatte.
30UnddasganzeVolkÄgyptens,dieÄltestenundalle EinwohnerdesLandesGoschenweintenundtrauertenüber Jakob,undalleseineSöhneunddieKinderseinesHauses beklagtenundtrauertenvieleTagelangüberihrenVater Jakob.
31UndalsdieTageseinesWeinensvorüberwaren,nach siebzigTagen,sprachJosefzuPharao:Ichwill hinaufgehenundmeinenVaterimLandKanaanbegraben, wieermichschwörenließ,unddannwillichzurückkehren 32UndderPharaosandteJosefundsprach:Gehhinauf undbegrabedeinenVater,wieergesagtundwieerdich schwörenließDamachtesichJosefmitallenseinen BrüdernaufdenWegindasLandKanaan,umihrenVater Jakobzubegraben,wieerihnengebotenhatte.
33UndderPharaobefahl,dassinganzÄgypten ausgerufenwerdensolle:WernichtmitJosefundseinen BrüdernhinaufgehtindasLandKanaan,umJakobzu begraben,sollsterben
34AlsganzÄgyptenvondemAufrufdesPharaohörte, machtensiesichallegemeinsamauf,undalleDienerdes PharaounddieÄltestenseinesHausesundalleÄltesten desLandesÄgyptenzogenmitJosefhinauf,undalle BeamtenundEdlendesPharaozogenalsDienerJosefs hinauf,undsiezogenhin,umJakobimLandKanaanzu begraben
35UnddieSöhneJakobstrugendieBahre,aufderer gelegenhatte;alles,wasihrVaterihnenbefohlenhatte, tatenseineSöhneihm
36DieBahrewarausreinemGoldundringsummit OnyxsteinenundBdelliumeingelegt;dieDeckederBahre warausGoldgewebe,mitFädenverbunden,unddarüber warenHakenausOnyxsteinenundBdelliumangebracht. 37UndJosefsetzteseinemVaterJakobeinegroßegoldene KroneaufundgabihmeingoldenesZepterindieHand; undsieumringtendieBahre,wieesbeiKönigenzuihren LebzeitenBrauchwar
38UnddasganzeHeerÄgyptenszogindieserAufstellung vorihmher,zuerstalleHeldendesPharaounddieHelden Josefs,undnachihnenderRestderEinwohnerÄgyptens SieallewarenmitSchwerternumgürtetundmit KettenhemdenundKriegsgeschirrenbekleidet
39UndalleWehklagendenundTrauerndengingenin einigerEntfernungvonderBahrewegundgingenweinend undklagend;derRestdesVolkesabergingderBahrenach.
40UndJosefundseinHausgingenbarfußundweinendzu derBahre,unddieübrigenKnechteJosefsgingenumihn herum;jederhatteseinenSchmuckansich,undallewaren mitihrenKriegswaffengerüstet
41FünfzigvonJakobsKnechtengingenvorderBahreher undstreutenMyrrhe,AloeundallerleiwohlriechendeÖle aufdenWegAlleSöhneJakobs,diedieBahretrugen, gingenaufdemwohlriechendenÖl,undJakobsKnechte gingenvorihnenherundstreutendasÖlaufdenWeg
42UndJosefzogmiteinemgroßenLagerhinauf,undsie tatendiesjedenTag,bissieindasLandKanaankamen. UndsiekamenzurTennevonAtad,diejenseitsdes Jordanslag,undhieltendorteineüberausgroßeund schwereTrauerfeier.
43AlsdieKönigevonKanaandavonhörten,gingensie allehinaus,einjederausseinemHaus,einunddreißig KönigevonKanaan,undsiekamenallemitihrenMännern, umzutrauernundüberJakobzuweinen
44UndalledieseKönigesahenJakobsBahre,undsiehe, dieKroneJosefslagdarauf;undsielegtenauchihre KronenaufdieBahreundumgabensiemitKronen
45UndalledieseKönigehieltenanjenemOrtmitden SöhnenJakobsundÄgyptenseinegroßeundschwere TrauerüberJakobab;dennalleKönigeKanaanskannten dieTapferkeitJakobsundseinerSöhne.
46UnddieNachrichterreichteEsau:JakobistinÄgypten gestorben,undseineSöhneundganzÄgyptenbringenihn insLandKanaan,umihndortzubegraben.
47AlsEsaudieshörte,underwohnteaufdemGebirge Seir,machteersichaufmitseinenSöhnenundseinem ganzenVolkundseinemganzenHaus,einemsehrgroßen Volk,undsiekamen,umüberJakobzutrauernundzu weinen
48UndalsEsaukam,trauerteerumseinenBruderJakob, undganzÄgyptenundganzKanaanerhobsicherneutund hieltmitEsauanjenemOrteinegroßeTrauerfeierüber Jakob.
49UndJosefundseineBrüderbrachtenihrenVaterJakob vondortwegundgingennachHebron,umJakobinder HöhlebeiseinenVäternzubegraben.
50UndsiekamennachKireat-ArbazuderHöhleUndals siekamen,stelltesichEsaumitseinenSöhnengegenJosef undseineBrüderundstelltesichihnenindenWeg.Er sprach:Jakobsollnichtdarinbegrabenwerden,dennsie gehörtunsundunseremVater
51AlsJosefundseineBrüderdieWortederSöhneEsaus hörten,wurdensiesehrzornigDatratJosefzuEsauund sprach:Washabensiedagesagt?MeinVaterJakobhates dirdochvorfünfundzwanzigJahrennachdemTodIsaaks fürgroßenReichtumabgekauft,undauchdasganzeLand Kanaanhaterdir,deinenSöhnenunddeinenNachkommen abgekauft.
52UndJakobkaufteesfürseineSöhneundseine NachkommennachihmzumewigenErbe;warumredest dudieseDingeheute?
53Esauantwortete:Duredestfalschundlügst!Dennich habenichtsvonmeinemEigentumindiesemganzenLand verkauft,wiedusagst,undmeinBruderJakobhatauch nichtsvonmeinemEigentumindiesemLandgekauft
54Esauredetediesalles,umJosefmitseinenWortenzu täuschen;dennEsauwusste,dassJosefinjenenTagen nichtanwesendwar,alseralles,waserimLandeKanaan besaß,anJakobverkaufte
55UndJosefsprachzuEsau:Gewiss,meinVaterhatdiese DingemitdirindasKaufbucheintragenlassenunddas BuchmitZeugenbezeugt,undsiehe,esistbeiunsin Ägypten
56Esauantworteteihm:BringdieAufzeichnungen,alles, wasduindenAufzeichnungenfindest,wollenwirtun.
57UndJosefriefseinenBruderNaftaliundsprach:Beeile dich,zögerenichtundeilenachÄgyptenundbringealle Urkundenmit;dieKaufurkunde,dieversiegelteUrkunde unddieoffeneUrkunde,undauchalleerstenUrkunden,in denenalleTransaktionendesErstgeburtsrechts aufgezeichnetsind,bringesiemit
58Unddusollstsiezuunsbringen,damitwirvonihnen alleWorteEsausundseinerSöhneerfahren,diesieheute gesprochenhaben
59UndNaftalihörteaufdieStimmeJosefsundeiltehinab nachÄgyptenNaftaliwarleichterzuFußalsalleHirsche, dieinderWüsteumherzogen,dennerkonnteaufÄhren gehen,ohnesiezuzertreten.
60AlsEsausah,dassNaftalihingegangenwar,umdie Schriftrollenzuholen,verstärktenerundseineSöhneihren WiderstandgegendieHöhle,undEsauundseinganzes VolkzogengegenJosefundseineBrüderzumKampfaus
61UndalleSöhneJakobsunddasVolkÄgyptens kämpftengegenEsauundseineMänner,unddieSöhne EsausundseinVolkwurdenvordenSöhnenJakobs geschlagen,unddieSöhneJakobserschlugenvierzigMann vonEsausVolk.
62UndChuschim,derSohnDans,desSohnesJakobs,war zujenerZeitbeidenSöhnenJakobs;erwaraberetwa hundertEllenvomOrtderSchlachtentfernt,dennerblieb beidenSöhnenJakobsbeiderBahreJakobs,umsiezu bewachen
63UndChuschimwarstummundtaub;dennochverstand erdieStimmederBestürzungunterdenMännern
64Underfragte:WarumbegrabtihrdieTotennicht,und wasistdiesegroßeBestürzung?Sieantwortetenihmmit denWortenEsausundseinerSöhne;underliefmittenin denKampfzuEsauunderschlugEsaumitdemSchwert undschlugihmdenKopfab,undersprangindieFerne, undEsaufielunterdasVolkdesKampfes
65AlsChuschimdiestat,siegtendieSöhneJakobsüber dieSöhneEsaus,unddieSöhneJakobsbegrubenihren VaterJakobmitGewaltinderHöhle,unddieSöhneEsaus sahenes
66UndJakobwurdeinHebroninderHöhleMachpela begraben,dieAbrahamvondenSöhnenHethsgekauft hatte,umsiealsBegräbnisstättezubesitzen,underwurde insehrkostbarenGewändernbegraben.
67UndkeinemKönigwurdeeinesolcheEhreerwiesen, wieJosefseinemVaterbeidessenToderwiesenhat;denn erbestatteteihnmitgroßerEhre,wiemanKönigebestattet. 68UndJosefundseineBrüderhielteneinesiebentägige TrauerzeitfürihrenVater.
KAPITEL57
1UnddanachführtendieSöhneEsausKrieggegendie SöhneJakobs;unddieSöhneEsauskämpftengegendie SöhneJakobsinHebron;undEsaulagnochtotdaundwar nichtbegraben
2UndesentbrannteeinheftigerKampfzwischenihnen, unddieSöhneEsauswurdenvordenSöhnenJakobs geschlagenDieSöhneJakobsabererschlugenvonden SöhnenEsausachtzigMann,undkeinervondenSöhnen Jakobsstarb.UnddieHandJosefssiegteüberdasganze VolkderSöhneEsausUndernahmZepho,denSohn
Elifas,denSohnEsaus,undfünfzigseinerMänner gefangen,fesseltesiemiteisernenKettenundgabsieindie HandseinerKnechte,damitsiesienachÄgyptenführten
3UndalsdieSöhneJakobsZephoundseinVolkgefangen genommenhatten,fürchtetensichalle,dieübriggeblieben waren,sehrvordemHausEsau,dassauchsiegefangen genommenwürden,undsiealleflohenmitElifas,dem SohnEsaus,undseinemVolk,mitEsausLeichnam,und zogenaufdenWegzumGebirgeSeir
4UndsiekamenzumGebirgeSeirundbegrubenEsauin Seir;abersiehattenseinenKopfnichtmitnachSeir gebracht,dennerwarandemOrtbegraben,woinHebron dieSchlachtstattgefundenhatte.
5UndalsdieSöhneEsausvordenSöhnenJakobsgeflohen waren,verfolgtendieSöhneJakobssiebisandieGrenzen vonSeir.AbersieerschlugenkeineneinzigenMannvon ihnen,alssiesieverfolgten,dennderLeichnamEsaus,den siemitsichtrugen,erregteihreVerwirrungSoflohensie, unddieSöhneJakobskehrtenvorihnenumundkamen hinaufzudemOrt,woihreBrüderinHebronwaren,und siebliebendortandiesemTagundamnächstenTag,bis siesichvomKampferholthatten.
6UndesgeschahamdrittenTag,dasssiealleSöhneSeirs, desHoriters,versammeltenundalleKinderdesOstens versammelten,einHeerwiederSandamMeer,undsie zogenhinabnachÄgypten,umgegenJosefundseine Brüderzukämpfen,umihreBrüderzubefreien
7UndJosefundalleSöhneJakobshörten,dassdieSöhne EsausunddieSöhnedesOstensübersiegekommenwaren, umgegensiezukämpfenundihreBrüderzubefreien
8UndJosefundseineBrüderunddiestarkenMänner ÄgyptenszogenausundkämpfteninderStadtRamses, undJosefundseineBrüderfügtendenSöhnenEsausund denSöhnendesOstenseinegewaltigeNiederlagezu.
9UndsieerschlugenvonihnensechshunderttausendMann, darunteralleHeldendesStammesSeir,desHoriters;nur wenigebliebenübrig.Sieerschlugenaucheinegroße MengederStämmeausdemOstenundderStämmeEsaus; undElifas,derSohnEsaus,unddieStämmeausdemOsten flohenallevorJosefundseinenBrüdern.
10UndJosefundseineBrüderverfolgtensiebisnach Sukkot;undsieerschlugeninSukkotdreißigvonihnen; dieÜbrigenaberentkamenundflohjederinseineStadt.
11UndJosefundseineBrüderunddieHeldenÄgyptens kehrtenmitFreudeundHerzensfreudevonihnenzurück, dennsiehattenalleihreFeindegeschlagen.
12UndZepho,derSohndesElifas,undseineMänner warennochimmerSklaveninÄgyptenbeidenSöhnen Jakobs,undihreLeidennahmenzu
13AlsnundieSöhneEsausunddieSöhneSeirsinihr Landzurückkehrten,sahendieSöhneSeirs,dasssieallein dieHändederSöhneJakobsunddesVolkesÄgypten gefallenwarenwegenderSchlachtderSöhneEsaus
14DasprachendieSöhneSeirszudenSöhnenEsaus:Ihr habtesgesehenundwisstdeshalb,dassdiesesLager euretwegenerrichtetwurde,undesistkeintapfererMann odereinerfahrenerKriegerübriggeblieben.
15DarumgehtnunausunseremLand,gehtvonunsindas LandKanaan,indasLand,woeureVäterwohnen;warum solleneureKinderinspäterenTagendasErbeunserer Kinderantreten?
16UnddieNachkommenEsauswolltennichtaufdie NachkommenSeirshören,unddieNachkommenSeirs beschlossen,Krieggegensiezuführen
17UnddieSöhneEsaussandtenheimlichzuAngeas,dem KönigvonAfrika,dasistDinhabah,undließenihmsagen: 18SendeeinigedeinerMännerzuuns,undsiesollenzu unskommen,damitwirgemeinsammitdenSöhnenSeirs, desHoriters,kämpfenkönnen;dennsiehabenbeschlossen, mitunszukämpfen,umunsausdemLandzuvertreiben 19UndAngeas,derKönigvonDinhaba,tatdies,denner warinjenenTagenmitdenNachkommenEsaus befreundetundsandtefünfhunderttapfereInfanteristenund achthundertReiterzudenNachkommenEsaus.
20DasandtendieSöhneSeirsBotenzudenSöhnendes OstensundzudenSöhnenMidiansundließenihnensagen: Ihrhabtgesehen,wasdieSöhneEsausunsangetanhaben, weshalbwirfastalleumgekommensind,inihremKampf mitdenSöhnenJakobs
21Nunkommtzuunsundhelftuns,damitwirgemeinsam gegensiekämpfenundsieausdemLandvertreibenund dieSacheunsererBrüderrächen,dieihretwegenimKampf gegenihreBrüder,dieSöhneJakobs,gestorbensind.
22UndalleSöhnedesOstenshörtenaufdieSöhneSeirs, undsiekamenzuihnen,etwaachthundertMannmit gezücktenSchwertern,unddieSöhneEsauskämpftenzu jenerZeitmitdenSöhnenSeirsinderWüsteParan 23UnddieSöhneSeirssiegtendamalsüberdieSöhne Esaus,unddieSöhneSeirserschlugenanjenemTagin jenerSchlachtvondenSöhnenEsausetwazweihundert MannausdemVolkAngeas,desKönigsvonDinhabah 24AmzweitenTagkamendieSöhneEsausaberwieder, umeinzweitesMalgegendieSöhneSeirszukämpfen DiesmalabererlittendieSöhneEsauseineschwere NiederlageundwarensehrbeunruhigtwegenderSöhne Seirs
25AlsdieNachkommenEsaussahen,dassdie NachkommenSeirsstärkerwarenalssie,wandtensich einigeMännerausdemStammEsauumundhalfenihren Feinden,denNachkommenSeirs
26UndesfielennochachtundfünfzigMannvomVolkder SöhneEsausinderzweitenSchlacht,vomVolkAngeas, demKönigDinhabahs
27AmdrittenTagaberhörtendieSöhneEsaus,dass einigeihrerBrüdersichvonihnenabgewandthatten,umin derzweitenSchlachtgegensiezukämpfen;unddieSöhne Esaustrauerten,alssiedashörten.
28Undsiesprachen:WassollenwirmitunserenBrüdern tun,diesichvonunsabgewandthaben,umdenSöhnen Seirs,unserenFeinden,zuhelfen?UnddieSöhneEsaus sandtenerneutzuAngeas,demKönigvonDinhaba,und ließenihmsagen:
29SendetunsabermalsandereMänner,damitwirmit ihnengegendieSöhneSeirskämpfenkönnen;dennsie sindschondoppeltsoschwerwiewir
30UndAngeassandteabermalszudenNachkommen EsausetwasechshunderttapfereMänner,unddiesekamen, umdenNachkommenEsauszuHilfezukommen.
31NachzehnTagenführtendieNachkommenEsaus abermalsKrieggegendieNachkommenSeirsinderWüste Paran.DerKampfwarsehrschwerfürdieNachkommen Seirs,unddieNachkommenEsaussiegtendiesmalüberdie
NachkommenSeirsDieNachkommenSeirswurdenvor denNachkommenEsausgeschlagen,unddie NachkommenEsauserschlugenetwazweitausendMann vonihnen.
32UndalletapferenMännerderKindervonSeirstarbenin dieserSchlacht,undnurihrekleinenKinderbliebenin ihrenStädtenzurück
33DaergriffenalleMidianiterunddieStämmedesOstens dieFluchtvordemKampfundließendieStämmeSeir zurückundflohen,alssiesahen,dassderKampfschwer übersiehereinbrachDieStämmeEsausaberverfolgten alleStämmedesOstensbiszuihremLand
34DieSöhneEsausabererschlugennochetwa zweihundertfünfzigMannvonihnen,undvomVolkder SöhneEsausfieleninjenerSchlachtetwadreißigMann; aberdiesesUnglückkamübersie,weilihreBrüdersich vonihnenabwandten,umdenSöhnenSeirs,desHoriters, zuhelfenUnddieSöhneEsaushörtenabermalsvonden bösenTatenihrerBrüderundtrauertenabermalsdarüber. 35UndesgeschahnachderSchlacht,dassdieSöhne EsausumkehrtenundnachSeirzurückkehrtenUnddie SöhneEsaustötetendiejenigen,dieimLandderSöhne Seirsgebliebenwaren;sietötetenauchihreFrauenund KinderSieließenkeineSeeleamLebenaußerfünfzig jungenKnabenundMädchen,diesieamLebenließen.Die SöhneEsaustötetensienicht,unddieKnabenwurdenihre Sklaven,unddieMädchennahmensiezuFrauen
36UnddieNachkommenEsauswohnteninSeirandem OrtderNachkommenSeirs,undsieerbtenihrLandund nahmenesinBesitz
37UnddieNachkommenEsausnahmenalles,wasim LanddenNachkommenSeirsgehörte,auchihrVieh,ihre StiereundihreGüter;undalles,wasdenNachkommen Seirsgehörte,nahmendieNachkommenEsaus,unddie NachkommenEsauswohnteninSeiranderStelleder NachkommenSeirsbisaufdenheutigenTag,unddie NachkommenEsausteiltendasLandunterdenfünf SöhnenEsausnachihrenSippenauf
38UndesgeschahinjenenTagen,dassdieNachkommen Esausbeschlossen,einenKönigübersichindemLand,das sieinBesitzgenommenhatten,zukrönenUndsie sprachenzueinander:Nein,dennerwirdüberunsin unseremLandherrschen,undwirwerdenseinemRat folgen,underwirdunsereKriegegegenunsereFeinde führenUndsogeschahes
39UndalleSöhneEsausschworen,dasskeinerihrer Brüderjemalsübersieherrschensolle,sondernein Fremder,dernichtzuihrenBrüderngehöre;denndie SeelenallerSöhneEsauswarenverbittert,einjedergegen seinenSohn,BruderundFreund,wegendesUnheils,das ihnenvonihrenBrüdernimKampfgegendieSöhneSeirs widerfahrenwar.
40DaschworendieSöhneEsaus:VondiesemTagan wollensiekeinenKönigmehrausihrenBrüdernwählen, sonderneinenauseinemfremdenLandbisaufden heutigenTag
41UndesgabdorteinenMannausdemVolkAngeas,den KönigvonDinhabah;seinNamewarBela,derSohnBeors ErwareinsehrtapfererMann,schönundansehnlichund weiseinallerWeisheit,einMannvonVerstandundRat;
undesgabkeinenunterdemVolkAngeas,derihm gleichkam.
42UndalleSöhneEsausnahmenihnundsalbtenihnund kröntenihnzumKönigundfielenvorihmniederund sprachenzuihm:DerKöniglebe,derKöniglebe!
43UndsiebreitetendasTuchausundbrachtenihmjeder MannOhrringeausGoldundSilberoderRingeoder Armbänder,undsiemachtenihnsehrreichanSilberund Gold,anOnyxsteinenundBdellium,undsiemachtenihm einenköniglichenThronundsetztenihmeinekönigliche KroneaufseinHaupt,undsiebautenihmeinenPalast,und erwohntedarin,underwurdeKönigüberalleSöhneEsaus 44UnddieLeutevonAngeasnahmenihrenLohnfürden KampfvondenSöhnenEsausundzogendannzurückzu ihremHerrnnachDinhabah
45UndBelaregiertedreißigJahreüberdieNachkommen Esaus,unddieNachkommenEsauswohntenimLand anstellederNachkommenSeirs,undsiewohntensicheran ihrerStattbisaufdenheutigenTag.
KAPITEL58
1UndesgeschahimzweiunddreißigstenJahr,nachdem dieIsraelitennachÄgyptengezogenwaren,dasistim einundsiebzigstenLebensjahrJosefs,dastarbderPharao, derKönigvonÄgypten,undseinSohnMagronregiertean seinerStatt
2UndderPharaobefahlJosefvorseinemTod,seinem SohnMagroneinVaterzusein,unddassMagronunter JosefsObhutundseinemRatstehensollte
3UndganzÄgyptenstimmtezu,dassJosefKönigübersie seinsollte;dennalleÄgypterliebtenJosefwiezuvor;nur Magron,derSohndesPharao,saßaufdemThronseines VatersundwurdeinjenenTagenanstelleseinesVaters König
4MagronwareinundvierzigJahrealt,alserKönigwurde, underregiertevierzigJahreinÄgypten,undganzÄgypten nannteihnPharaonachdemNamenseinesVaters,wiees inÄgyptenBrauchwar,jedenKönigzunennen,derüber sieherrschte.
5Undesgeschah,alsderPharaoanstelleseinesVaters regierte,dasserdieGesetzeÄgyptensundalle RegierungsgeschäfteindieHandJosefslegte,wiesein Vateresihmgebotenhatte
6UndJosefwurdeKönigüberÄgypten,dennersetztesich überganzÄgyptenauf,undganzÄgyptenstandunter seinerObhutundunterseinemRat;dennganzÄgypten neigtenachdemToddesPharaozuJosefundliebteihn überalles,dasserübersieregierte
7Esgababereinigeunterihnen,dieihnnichtmochtenund sagten:KeinFremdersollüberunsherrschenDennoch ginginjenenTagennachdemToddesPharaodieganze RegierungÄgyptensaufJosefüber;erwarderRegierende undkonnteimganzenLandtun,waserwollte,ohnedass sichjemandeinmischte
8GanzÄgyptenstandunterJosefsHerrschaft,undJosef führteKrieggegenalleseineFeinderingsumund unterwarfsie;auchdasganzeLandundallePhilisterbisan dieGrenzenKanaansunterwarfJosef,undsieallestanden unterseinerMachtundentrichtetenJosefeinejährliche Steuer
9UndderPharao,derKönigvonÄgypten,saßanstelle seinesVatersaufdemThron;abererstandunterder HerrschaftunddemRatJosefs,wieerzuvorunterder HerrschaftseinesVatersgestandenhatte.
10ErregiertenichtnurimLandÄgyptenallein,sondern aufRatJosefs;JosefaberregiertezujenerZeitüberdas ganzeLand,vonÄgyptenbiszumgroßenStromPerath
11UndJosefhatteErfolginallem,wasertat,undderHerr warmitihm,undderHerrgabJosefnochmehrWeisheit, Ehre,HerrlichkeitundLiebezuihmindenHerzender ÄgypterundimganzenLand,undJosefregiertevierzig JahrelangüberdasganzeLand
12UndalleLänderderPhilister,KanaanundSidonsowie dieGebietejenseitsdesJordansbrachtenJosefwährend seinergesamtenZeitGeschenke,unddasganzeLandwar inJosefsHand,undsiebrachtenihmjährlichden vorgeschriebenenTribut,dennJosefhattegegenalleseine umliegendenFeindegekämpftundsieunterworfen,und dasganzeLandwarinJosefsHand,undJosefsaßsicher aufseinemThroninÄgypten
13AuchalleseineBrüder,dieSöhneJakobs,wohnten sicherimLand,solangeJoseflebte,undsiewaren fruchtbarundvermehrtensichsehrimLandunddienten demHerrnihrganzesLebenlang,wieihrVaterJakobes ihnengebotenhatte.
14UndesgeschahnachvielenTagenundJahren,alsdie SöhneEsausruhiginihremLandwohntenmitihrem KönigBela,dassdieSöhneEsausfruchtbarwurdenund sichimLandvermehrtenDabeschlossensie,gegendie SöhneJakobsundganzÄgyptenindenKriegzuziehen undihrenBruderZepho,denSohndesElifas,undseine Männerzubefreien,dennsiewarenzujenerZeitnoch SklavenJosefs
15UnddieSöhneEsaussandtenBotenzuallenSöhnen desOstens,unddieseschlossenFriedenmitihnenDa kamenalleSöhnedesOstenszuihnen,ummitdenSöhnen EsausnachÄgyptenindenKriegzuziehen.
16UndeskamenauchBotenausdemVolkAngeas,dem KönigvonDinhabah,zuihnen;undsiesandtenauchBoten zudenSöhnenIsmaels,undauchdiesekamenzuihnen.
17UnddasganzeVolkversammeltesichundkamnach Seir,umdenSöhnenEsausimKampfbeizustehenUnd diesesLagerwarsehrgroßunddichtbevölkert,so zahlreichwiederSandamMeer,etwaachthunderttausend Mann,InfanterieundReitereiUndalldieseTruppen zogenhinabnachÄgypten,umgegendieSöhneJakobszu kämpfen,undsielagertenbeiRamses
18UndJosefzogmitseinenBrüdernunddentapferen MännernÄgyptens,etwasechshundertMann,ausund kämpftemitihnenimLandRamses;unddieSöhneJakobs kämpftenzujenerZeitwiedergegendieSöhneEsaus,im fünfzigstenJahr,nachdemdieSöhneJakobsnachÄgypten hinabgezogenwaren,dasistdasdreißigsteJahrder RegierungBelasüberdieSöhneEsausinSeir 19UndderHERRgaballetapferenMännervonEsauund vondenSöhnendesOstensindieHandJosefsundseiner Brüder;unddasVolkderSöhneEsausundvonden SöhnendesOstenswurdevorJosefgeschlagen 20UndvondemStammEsauunddenSöhnendesOstens, dieerschlagenwurden,fielenvordenSöhnenJakobsetwa zweihunderttausendMann,undihrKönigBela,derSohn
Beors,fielmitihneninderSchlachtAlsdieSöhneEsaus sahen,dassihrKöniginderSchlachtgefallenundtotwar, wurdenihreHändeimKampfschwach
21UndJosefundseineBrüderundganzÄgyptenschlugen nochimmerdasVolkdesHausesEsau,unddasganze VolkEsausfürchtetesichvordenSöhnenJakobsundfloh vorihnen
22UndJosefundseineBrüderundganzÄgypten verfolgtensieeinenTagesmarschweit,undsieerschlugen nochetwadreihundertMannvonihnen,indemsiesie weiterhinaufdemWegschlugen;unddanachwandtensie sichvonihnenab
23UndJosefundalleseineBrüderkehrtennachÄgypten zurück;esfehltekeinervonihnen,abervondenÄgyptern fielenzwölfMänner
24AlsJosefnachÄgyptenzurückkehrte,befahler,Zepho undseineMännerzusätzlichzufesseln;undmanfesselte siemitEisen,undsovergrößertesichihrLeid
25UnddasganzeVolkderSöhneEsausunddieSöhnedes OstenskehrtenbeschämtjederinseineStadtzurück,denn alleHelden,diemitihnengewesenwaren,warenim Kampfgefallen.
26AlsdieSöhneEsaussahen,dassihrKönigimKampf gefallenwar,eiltensieherbeiundnahmeneinenMannaus demVolkderSöhnedesOstens;seinNamewarJobab,der SohnSerachs,ausdemLandBotzra,undsiesetztenihn anstelleihresKönigsBelaalsKönigübersichein
27UndJobabsetztesichanstelleBelasaufdenThronund wurdeKönigJobabregiertezehnJahrelanginEdomüber alleSöhneEsausVondiesemTaganzogendieSöhne EsausnichtmehrgegendieSöhneJakobsindenKrieg, denndieSöhneEsauskanntendieTapferkeitderSöhne Jakobsundfürchtetensichsehrvorihnen
28AbervondiesemTaganhasstendieSöhneEsausdie SöhneJakobs,undderHassunddieFeindschaftwaren sehrstarkzwischenihnenalleTagebisaufdenheutigen Tag.
29UndesgeschahnachdiesenzehnJahren,dassJobab, derSohnSerachs,ausBotzrastarbDanahmendieSöhne EsauseinenMannnamensChushamausdemLandTeman undmachtenihnanstelleJobabszumKönigübersich ChushamregiertezwanzigJahrelanginEdomüberalle SöhneEsaus.
30UndJosef,derKönigvonÄgypten,undseineBrüder undalleIsraelitenwohnteninjenenTagensicherin Ägypten,zusammenmitallenNachkommenJosefsund seinerBrüder,ohnedassihnenetwaszustoßenoder Unglückwiderfuhr,unddasLandÄgyptenhattezujener ZeitRuhevorKriegindenTagenJosefsundseinerBrüder
KAPITEL59
1UnddiessinddieNamenderSöhneIsraels,diein Ägyptenwohnten,diemitJakobgekommenwaren;alle SöhneJakobskamennachÄgypten,jedermitseinemHaus 2DieKinderLeaswarenRuben,Simeon,Levi,Juda, IssacharundSebulonsowieihreSchwesterDina.
3UnddieSöhneRahelswarenJosefundBenjamin 4DieSöhneSilpas,derMagdLeas,warenGadundAscher 5DieSöhneBilhas,derMagdRahels,warenDanund Naftali
6DieswarenihreNachkommen,dieihnenimLand Kanaangeborenwurden,ehesiemitihremVaterJakob nachÄgyptenkamen
7DieSöhneRubenswarenChanoch,Pallu,Chetzronund Karmi.
8DieSöhneSimeonswarenJemuel,Jamin,Ohad,Jachin, ZocharundSaul,derSohnderkanaanäischenFrau
9DieSöhneLeviwarenGerschon,KehathundMerari sowieihreSchwesterJochebed,dieihnenaufihremWeg nachÄgyptengeborenwurde
10DieSöhneJudaswarenEr,Onan,Schela,Perezund Serach
11UndErundOnanstarbenimLandKanaan;unddie SöhnedesPerezwarenChezronundChamul
12DieSöhneIssacharswarenTola,Puwa,Hiobund Schomron.
13DieSöhneSebulonswarenSered,ElonundJachleel, undderSohnDanswarChuschim
14DieSöhneNaftaliswarenJachzeel,Guni,Jetzerund Silam
15DieSöhneGadswarenZiphion,Chaggi,Shuni,Ezbon, Eri,ArodiundAreli.
16DieSöhneAscherswarenJimna,Jischwa,Jischwi, BeriaundihreSchwesterSerach;dieSöhneBeriaswaren KeberundMalkiel.
17DieSöhneBenjaminswarenBela,Becher,Aschbel, Gera,Naaman,Achi,Rosch,Mupim,ChupimundOrd
18DieSöhneJosefs,dieihminÄgyptengeborenwaren, hießenManasseundEphraim
19UndeswareninsgesamtsiebzigSeelen,dieausdem GeschlechtJakobshervorgegangenwaren;diesewarenmit ihremVaterJakobnachÄgyptengekommen,umdortzu wohnenUndJosefundalleseineBrüderwohntensicherin ÄgyptenundaßenvondenbestenSpeisenÄgyptensalle TagedesLebensJosefs
20UndJoseflebtedreiundneunzigJahreimLandÄgypten, undJosefregierteachtzigJahreüberganzÄgypten.
21AlssichdieTageJosefsnäherten,dassersterbensollte, sandteerBotenundließseineBrüderunddasganzeHaus seinesVatersrufen;undsieallekamenzusammenund setztensichvorihn
22UndJosefsprachzuseinenBrüdernundzudemganzen HausseinesVaters:Siehe,ichsterbe,undGottwirdeuch gewissbesuchenundeuchausdiesemLandheraufführen indasLand,dasereurenVäterngeschworenhat,ihnenzu geben.
23UndwennGotteuchbesuchenwird,umeuchvonhier hinaufindasLandeurerVäterzubringen,dannbringt auchmeineGebeinemiteuchvonhierhinauf
24UndJosefließdieIsraelitenfürihreNachkommennach ihnenschwörenundsprach:Gottwirdeuchgewiss heimsuchen,undihrsolltmeineGebeinevonhiermiteuch heraufbringen
25UndesgeschahnachdiesemZeitpunkt,dassJosefin jenemJahr,demeinundsiebzigstenJahr,alsdieIsraeliten nachÄgyptenhinabzogen,starb
26UndJosefwarhundertzehnJahrealt,alserimLand ÄgyptenstarbDamachtensichalleseineBrüderundalle seineDieneraufundbalsamiertenJosefein,wieesihr Brauchwar.UndseineBrüderundganzÄgyptentrauerten siebzigTagelangumihn
27UndsielegtenJosefineinenSarg,dermit wohlriechendenÖlenundallerleiParfümgefülltwar,und begrubenihnamUferdesFlusses,dasistSihor,zusammen mitseinenSöhnenundallenseinenBrüdernunddem ganzenHausseinesVaters.SiebenTagelanghieltensie Trauerumihn
28NachdemTodJosefsbegannennunalleÄgypterin jenenTagen,überdieIsraelitenzuherrschen.Undder Pharao,derKönigvonÄgypten,deranstelleseinesVaters regierte,nahmalleGesetzeÄgyptensansichundleitete dieganzeRegierungÄgyptensnachseinemRat,under regiertesicherüberseinVolk
KAPITEL60
1UndalsdasJahrumwar,daszweiundsiebzigsteJahrseit demTodJosefs,alsdieIsraelitennachÄgypten hinabgezogenwaren,flohZepho,derSohnElifas,des SohnesEsaus,mitseinenMännernausÄgyptenundzog fort
2UnderkamnachAfrika,dasDinhabahheißt,zuAngeas, demKönigvonAfrika,undAngeasempfingsiemitgroßer EhreundsetzteZephozumHeerführerein
3UndZephofandGunstbeiAngeasundbeiseinemVolk, undZephowarvieleTagelangHeerführerdesAngeas,des KönigsvonAfrika
4UndZephoüberredeteAngeas,denKönigvonAfrika, seinganzesHeerzuversammeln,umgegendieÄgypter undgegendieSöhneJakobsindenKriegzuziehenundan ihnendieSacheseinerBrüderzurächen
5AberAngeaswolltenichtaufZephohören,dasserdas tunsollte,dennAngeaskanntedieStärkederSöhneJakobs undwassieseinemHeerimKrieggegendieSöhneEsaus angetanhatten.
6ZephowarinjenenTagensehrangesehenbeiAngeas undbeiseinemganzenVolkundversuchteständig,sie zumKrieggegenÄgyptenzuverleiten;abersiewollten nicht
7UndesgeschahinjenenTagenimLandeKittim,dassein ManninderStadtPusimnalebte,dessenNameUzuwar. UnderwurdevondenKindernKittimsaufwidernatürliche WeisevergöttlichtUndderMannstarbundhattekeinen Sohn,nureineTochter,derenNameJaniawar.
8UnddasMädchenwarüberausschön,anmutigundklug; esgabkeine,dieihranSchönheitundWeisheitglichim ganzenLand.
9UndalsdieLeutedesKönigsAngeasvonAfrikasie sahen,kamensieundpriesensievorihm.Dasandte AngeasBotenzudenSöhnenvonKittimundbatsie,siezu seinerFraunehmenzudürfenUnddieLeutevonKittim willigtenein,sieihmzurFrauzugeben
10UndalsdieBotendesAngeasausdemLandeChittim aufbrachen,umihreReiseanzutreten,siehe,dakamendie BotendesTurnus,desKönigsvonBibentu,nachChittim; dennauchTurnus,derKönigvonBibentu,sandteseine Boten,umJaniafürsichzuerbitten,damitersiezurFrau nehme,dennalleseineMännerhattensieihmgepriesen, darumsandteeralleseineDienerzuihr
11DakamendieDienerdesTurnusnachChittimund batenumJania,damitdiesezuihremKönigTurnuszur Fraugenommenwerde
12DasprachendieLeutevonKittimzuihnen:Wirkönnen sienichtgeben,dennAngeas,derKönigvonAfrika,hatte voreurerAnkunftverlangt,siezuseinerFrauzunehmen, unddasswirsieihmgebensollten.Deshalbkönnenwir AngeasnichtdasMädchenwegnehmen,umsieTurnuszu geben
13DennwirfürchtenunssehrvorAngeas,dassergegen unsindenKriegziehenundunsvernichtenkönnte,und Turnus,euerHerr,könnteunsnichtausseinerHand erretten
14AlsdieBotendesTurnusnunalleWortederSöhne Kittimsgehörthatten,kehrtensiezuihremHerrnzurück undberichtetenihmalles,wasdieSöhneKittimsgesagt hatten
15UnddieSöhnevonKittimsandteneineNachrichtan Angeasundließensagen:Siehe,TurnushatJaniaholen lassen,umsiezusichzurFrauzunehmen,undsohaben wirihmgeantwortet;undwirhabengehört,dassersein ganzesHeerversammelthat,umgegendichindenKrieg zuziehen,underbeabsichtigt,aufdemWegnachSardunia gegendeinenBruderLucuszukämpfen,unddanachwird erkommen,umgegendichzukämpfen.
16AlsAngeasdieWortederSöhneKittimshörte,diesie ihmschriftlichübermittelten,entbrannteseinZornEr standauf,versammelteseinganzesHeerundzogüberdie InselndesMeeres,denWegnachSardunien,zuseinem BruderLukus,demKönigvonSardunien
17AlsNiblos,derSohndesLukus,hörte,dassseinOnkel AngeasimAnmarschwar,gingerihmmiteinemgroßen HeerentgegenErküssteundumarmteihnundsprachzu Angeas:WenndumeinenVaternachseinemWohlergehen fragst,wennichmitdirgegenTurnusindenKriegziehen soll,bitteihn,michzumHeerführerzuernennenUnd Angeastatdies.DanngingerzuseinemBruder,unddieser kamihmentgegen,undererkundigtesichnachseinem Wohlergehen
18UndAngeaserkundigtesichbeiseinemBruderLucus nachseinemWohlergehenundbatihn,seinenSohnNiblos zumHeerführerzuernennenLucustatdiesUndAngeas undseinBruderLucusmachtensichaufundzogengegen TurnusindenKampfMitihnenwareingroßesHeerund einstarkesVolk
19UnderkammitSchiffenundsiekamenindieProvinz AstarteUndsiehe,Turnuskamihnenentgegen;denner warnachSarduniengezogen,umeszuzerstören,und wolltedanachvondortweiterziehenzuAngeas,ummit ihmzukämpfen
20UndAngeasundseinBruderLucustrafenaufTurnus imTalKanopia,unddortentbrannteeinheftigerund gewaltigerKampfzwischenihnen
21UnddieSchlachtwarschwerfürLucus,denKönigvon Sardunia,undseinganzesHeerfiel,undauchseinSohn NiblosfielindieserSchlacht
22UndseinOnkelAngeasbefahlseinenDienern,undsie fertigteneinengoldenenSargfürNiblosanundlegtenihn hineinUndAngeaskämpfteabermalsgegenTurnus,und Angeaswarstärkeralserunderschlugihnundschlugsein ganzesVolkmitderSchärfedesSchwertesUndAngeas rächtedieSachedesNiblos,seinesNeffen,unddieSache desHeeresseinesBrudersLucus.
23AlsTurnusstarb,wurdendieHändederer,dieden Kampfüberlebthatten,schwach,undsieflohenvor AngeasundseinemBruderLucus
24UndAngeasundseinBruderLucusverfolgtensiebis zurLandstraßezwischenAlphanuundRomahund erschlugenmitdemSchwertdasganzeHeerdesTurnus 25UndLucus,derKönigvonSardunia,befahlseinen Dienern,einenSargausBronzeanzufertigenundden LeichnamseinesSohnesNibloshineinzulegen,undsie begrubenihnandiesemOrt
26UndsiebautendaraufeinenhohenTurmander LandstraßeundnanntenihnnachdemNamenNiblosbis aufdenheutigenTag;undsiebegrubendortauchTurnus, denKönigvonBibentu,zusammenmitNiblos
27Undsiehe,anderLandstraßezwischenAlphanuund RomahliegtaufdereinenSeitedasGrabdesNiblosund aufderanderenSeitedasGrabdesTurnus,unddazwischen eingepflasterterWegbisaufdenheutigenTag
28UndalsNiblosbegrabenwar,kehrteseinVaterLucus mitseinemHeerinseinLandSarduniazurück,undAngeas, seinBruder,derKönigvonAfrika,gingmitseinemVolk indieStadtBibentu,dasistdieStadtTurnus.
29AlsdieEinwohnervonBibentuvonseinemRuhm hörten,fürchtetensiesichsehrvorihmundgingenihm weinendundflehendentgegen.DieEinwohnervon BibentubatenAngeasinständig,sienichtzutötenundihre StadtnichtzuzerstörenUndertates,dennBibentugaltzu jenerZeitalseinederStädtederSöhneKittims;darum zerstörteerdieStadtnicht
30AbervondiesemTaganzogendieTruppendesKönigs vonAfrikanachKittim,umeszuplündernundzu brandschatzen,undwannimmersiezogen,begleitetesie Zepho,derHeerführerdesAngeas
31DanachwandtesichAngeasmitseinemHeerundkam indieStadtPuzimnaDortnahmAngeasJania,dieTochter desUzu,zurFrauundbrachtesieinseineStadtinAfrika
KAPITEL61
1UndesgeschahzujenerZeit,dassderPharao,derKönig vonÄgypten,seinemganzenVolkbefahl,ihmeinenfesten PalastinÄgyptenzubauen
2UnderbefahlauchdenSöhnenJakobs,denÄgyptern beimBauzuhelfen,unddieÄgypterbauteneinenschönen undelegantenPalastalsköniglicheResidenz,under wohntedarinunderneuerteseineRegierungundregierte sicher
3UndinjenemJahr,demzweiundsiebzigstenJahrdes NiedergangsderIsraelitennachÄgypten,starbSebulon SebulonstarbimAltervoneinhundertvierzehnJahrenund wurdeineinenSarggelegtundindieHändeseinerKinder gegeben.
4ImfünfundsiebzigstenJahrstarbseinBruderSimeon;er warhundertzwanzigJahrealt,alserstarbAucherwurde ineinenSarggelegtundindieHändeseinerKinder gegeben
5UndZepho,derSohnElifas,desSohnesEsaus,der HeerführerdesAngeas,desKönigsvonDinhaba,drängte Angeastäglich,sichzumKampfgegendieSöhneJakobs inÄgyptenzurüsten;aberAngeaswolltediesnichttun, dennseineDienerhattenihmvonderganzenMachtder
SöhneJakobsberichtetunddavon,wassieihnenimKampf gegendieSöhneEsausangetanhatten.
6UndZephoverführteinjenenTagentäglichAngeaszum KampfgegendieSöhneJakobs.
7NacheinigerZeithörteAngeasaufZephosWorteund willigteein,dassermitdenSöhnenJakobsinÄgypten kämpfensollteUndAngeasversammelteseinganzesVolk, einVolksozahlreichwiederSandamMeeresstrand,und fasstedenEntschluss,nachÄgyptenzuziehen,umdortzu kämpfen
8UndunterdenDienerndesAngeaswareinJünglingvon fünfzehnJahren,Bileam,derSohnBeors,warseinName; undderJünglingwarsehrweiseundverstanddieKunst derZauberei
9UndAngeassprachzuBileam:Beschwöreunsdochmit Zauberei,damitwirerfahren,werindiesemKampf,zu demwirjetztziehen,siegenwird
10UndBileambefahl,ihmWachszubringen,under fertigtedarauseinAbbildvonStreitwagenundReiternan, diedasHeerdesAngeasunddasHeerÄgyptensdarstellten, underlegtesieindaskunstvollbereiteteWasser,daserzu diesemZweckhattebereithaltenlassen.Dannnahmer MyrtenzweigeindieHand,wandteseineListanundfügte sieüberdemWasserzusammen,unddaerschienenihmim WasserdieAbbilderdesHeeresdesAngeas,dievorden AbbildernderÄgypterundderSöhneJakobsniederfielen
11UndBileamerzähltediesAngeas;daverzweifelte Angeasundrüstetesichnicht,umnachÄgypten hinabzuziehenundzukämpfen,sondernbliebinseiner Stadt
12AlsZepho,derSohndesElifas,sah,dassAngeasdie Hoffnungaufgab,gegendieÄgypterindenKriegzu ziehen,flohZephovorAngeasausAfrikaundgingnach Kittim.
13UnddasganzeVolkvonKittimnahmihnmitgroßer Ehreaufundheuerteihnan,umalleTageihreSchlachten zuschlagen.ZephowurdeinjenenTagenüberausreich. UnddieTruppendesKönigsvonAfrikabreitetensich nochinjenenTagenausUnddieKindervonKittim versammeltensichundgingenzumBergCuptiziawegen derTruppendesAngeas,desKönigsvonAfrika,diegegen sievorrückten
14UndeinesTagesverlorZephoeinejungeKuh;under ginghin,umsiezusuchen,underhörtesieringsumden Bergmuhen
15UndZephoginghinundsah,undsiehe,amFußdes BergeswareinegroßeHöhle,undamEingangderHöhle lageingroßerStein.UndZephospaltetedenSteinund gingindieHöhlehineinundsah,undsiehe,eingroßes TierfraßdenOchsen;vonderMitteaufwärtsgliches einemMenschen,undvonderMitteabwärtsglicheseinem Tier.UndZephostelltesichgegendasTierunderschluges mitseinenSchwertern
16AlsdieEinwohnervonKittimdavonhörten,freutensie sichsehrundsprachen:WassollenwirmitdiesemMann tun,derdiesesTiererlegthat,dasunserViehgefressenhat?
17Undsiealleversammeltensich,umihmeinenTagim Jahrzuweihen,undsienanntenihnZephonachseinem Namen,undsiebrachtenihmJahrfürJahrandiesemTag TrankopferundGabendar.
18ZujenerZeiterkrankteJania,dieTochterUzus,der FraudesKönigsAngeas.AngeasundseineOffiziere warensehrbesorgtüberihrenZustandDafragteAngeas seineWeisen:„WassollichmitJaniatun?Wiekannich sievonihrerKrankheitheilen?“DieWeisenantworteten ihm:„WeildieLuftinunseremLandnichtmitderLuftim LandeKittimvergleichbaristundunserWassernichtmit ihremWasser,istdieKönigindeshalberkrankt.“
19DennsiewurdekrankdurchdenWechselvonLuftund Wasser,undauch,weilsieinihremLandnurdasWasser trank,dasausPurmakamunddasihreVorfahrenmit Brückenheraufgebrachthatten
20UndAngeasbefahlseinenDienern,undsiebrachten ihminGefäßenWasserausPurma,daszuKittimgehörte, undsiewogendiesesWasserzusammenmitallemWasser desLandesAfrikaundfanden,dassdiesesWasserleichter waralsdasWasserAfrikas
21AlsAngeasdiessah,befahlerallenseinenOffizieren, dieSteinmetzezuTausendenundZehntausenden zusammenzutreibenUndsiehauetenSteineinunzählbarer ZahlUnddieBauleutekamenundbauteneineüberaus starkeBrücke.UndsieleitetendasQuellwasserausdem LandeKittimnachAfrikaUnddiesesWasserwarfür KöniginJaniaundfürallihreBedürfnissebestimmt,damit siedavontrinken,backen,waschenundbadenkonnteund auchdamitalleSamen,ausdenenmanNahrunggewinnen kann,undalleFrüchtedesFeldesbewässernkonnte 22UndderKönigbefahl,dassmanErdevonChittimin großenSchiffenherbeibringensollte,undmanbrachte auchSteinezumBauen;unddieBauleutebautenPaläste fürdieKöniginJania,unddieKöniginwurdevonihrer Krankheitgeheilt
23UndzurZeitdesUmbruchskamendieTruppenaus AfrikaweiterhinindasLandKittim,umwiegewohntzu plündernZepho,derSohndesElifas,hörtevonihnen,gab BefehlegegensieundkämpftegegensieSieflohenvor ihm,underbefreitedasLandKittimvonihnen.
24AlsdieSöhneKittimsdieTapferkeitZephossahen, beschlossensie,ZephozumKönigübersichzumachen UnderwurdeKönigübersie,undwährendseiner Herrschaftzogensieaus,umdieSöhneTubalsundalle umliegendenInselnzuunterwerfen
25UndihrKönigZephozoganihrerSpitzeherundsie führtenKrieggegenTubalunddieInselnundunterwarfen sieUndalssievonderSchlachtzurückkehrten,erneuerten sieseineRegierungfürihnundbautenihmeinensehr großenPalastalsköniglichenWohnsitzundSitzund machtenihmeinengroßenThron.UndZephoregierte fünfzigJahrelangüberdasganzeLandKittimundüber dasLandItalien
KAPITEL62
1InjenemJahr,demneunundsiebzigstenJahr,nachdem dieIsraelitennachÄgyptengezogenwaren,starbRuben, derSohnJakobs,imLandÄgyptenRubenwar hundertfünfundzwanzigJahrealt,alserstarb;undman legteihnineinenSargundgabihnindieHändeseiner Kinder
2ImachtzigstenJahrstarbauchseinBruderDan;erwar hundertzwanzigJahrealt,alserstarb;aucherwurdein einenSarggelegtundindieHändeseinerKindergegeben 3InjenemJahrstarbChuscham,derKönigvonEdom. NachihmregierteHadad,derSohnBedads,fünfunddreißig JahrelangImeinundachtzigstenJahrstarbIssachar,der SohnJakobs,inÄgyptenIssacharwar hundertzweiundzwanzigJahrealt,alserstarb.Manlegte ihninÄgyptenineinenSargundgabihnindieHände seinerKinder
4ImzweiundachtzigstenJahrstarbseinBruderAscherEr warhundertdreiundzwanzigJahrealt,alserstarbMan legteihninÄgyptenineinenSargundgabihnindie HändeseinerKinder
5ImdreiundachtzigstenJahrseinesLebensstarbGadEr warhundertfünfundzwanzigJahrealt,alserstarb.Man legteihninÄgyptenineinenSargundgabihnindie HändeseinerKinder
6UndesgeschahimvierundachtzigstenJahr,dasistdas fünfzigsteJahrderRegierungHadads,desSohnesBedads, desKönigsvonEdom,dassHadadalleSöhneEsaus versammelteundseinganzesHeer,etwa vierhunderttausendMann,inBereitschaftversetzteund sichaufdenWegindasLandMoabmachte,umgegen Moabzukämpfenundsieihmtributpflichtigzumachen.
7AlsdieMoabiterdieshörten,fürchtetensiesichsehrund sandtenBotenzudenMidianitern,umihnenimKampf gegenHadad,denSohnBedads,denKönigvonEdom, beizustehen
8UndHadadkamindasLandMoab;unddieMoabiter unddieMidianiterzogenihmentgegenundstelltensich aufdemFeldvonMoabzumKampfgegenihnauf 9UndHadadkämpftegegenMoab,undesfielenvielevon denMoabiternunddenMidianitern,etwa zweihunderttausendMann
10UnddieSchlachtwarsehrheftigfürMoab,undalsdie Moabitersahen,dassdieSchlachtschwerfürsiewar, ließensienachundkehrtendenMidianiterndenRückenzu undüberließenesdenMidianitern,dieSchlacht weiterzuführen.
11DieMidianiteraberkanntendieAbsichtenMoabsnicht; sierüstetensichzumKampfundkämpftengegenHadad undseinganzesHeer,undganzMidianfielvorihm.
12UndHadadschlugganzMidianmiteinemheftigen HiebunderschlugsiemitderSchärfedesSchwertes;er ließkeinenvondenenübrig,dieMoabzuHilfegekommen waren
13UndalsalleMidianiterimKampfumgekommenwaren unddieMoabiterentkommenwaren,machteHadadganz MoabzuseinerTributpflichtigen,undsiegerietenunter seineHerrschaftundentrichtetenjährlichdie vorgeschriebeneSteuer.DannwandtesichHadadabund kehrteinseinLandzurück
14UndalszurZeitdesUmbruchsdesJahresdieübrigen Midianiter,dienochimLandwaren,hörten,dassalleihre BrüderimKampfgegenHadadumMoabswillengefallen waren,weildieMoabiterihnendenRückengekehrtund MidianzumKämpfenzurückgelassenhatten,da beschlossenfünfdermidianitischenFürstenzusammenmit denübrigenBrüdern,dieinihremLandgebliebenwaren,
gegenMoabzukämpfen,umdieSacheihrerBrüderzu rächen.
15DasandtendieMidianiterzuihrenBrüdern,den Ostianiten,undzuihrenBrüdern,denKeturachern,um MidianimKampfgegenMoabzuunterstützen.
16AlsdieMoabiterdieshörten,fürchtetensiesichsehr, dasssichalleVölkerdesOstensgegensiezumKampf versammelthatten.Dasandtensie,dieMoabiter,eine BotschaftinsLandEdomzuHadad,demSohnBedads, undließenihnsagen:
17Kommtnunzuunsundhelftuns,undwirwerden Midianschlagen;dennsieallehabensichversammeltund sindmitallihrenBrüdern,denSöhnendesOstens,gegen unszumKampfgezogen,umdieSacheMidianszurächen, dieinderSchlachtgefallensind
18UndHadad,derSohnBedads,derKönigvonEdom, zogmitseinemganzenHeerausundgingindasLand Moab,umgegenMidianzukämpfenUndMidianunddie SöhnedesOstenskämpftengegenMoabaufdemFeldvon Moab,undesentbrannteeinsehrheftigerKampfzwischen ihnen
19UndHadaderschlugalleMidianiterundalleOstianer mitderSchärfedesSchwertesZujenerZeiterrettete HadadMoabausderHandderMidianiterDiejenigenaber, dievondenMidianiternunddenOstianernübriggeblieben waren,flohenvorHadadundseinemHeerHadad verfolgtesiebisinihrLandundschlugsiemiteinemsehr schwerenGemetzel,unddieErschlagenenfielenaufdem Weg
20UndHadaderretteteMoabausderHandderMidianiter; dennalleMidianiterwarendurchdasSchwertgefallen. HadadaberwandtesichumundkehrteinseinLandzurück 21UndvondiesemTaganhasstendieMidianiterdie Moabiter,weildieseihretwegenimKampfgefallenwaren; undesherrschteeinegroßeundgewaltigeFeindschaft zwischenihnenalleTage
22Undalles,wasvonMidianaufderStraßeinsLand Moabgefundenwurde,kamdurchdasSchwertder Moabiterum,undalles,wasvonMoabitaufderStraßeins LandMidiangefundenwurde,kamdurchdasSchwertder Midianiterum;soverfuhrenMidianundMoabitvieleTage lang
23UndesgeschahzujenerZeit,dassJuda,derSohn Jakobs,inÄgyptenstarb,imsechsundachtzigstenJahr, nachdemJakobnachÄgyptenhinabgezogenwarJudawar hundertneunundzwanzigJahrealt,alserstarb.Man balsamierteihnein,legteihnineinenSargundgabihnin dieHändeseinerKinder.
24ImneunundachtzigstenJahrstarbNaftaliimAltervon einhundertzweiunddreißigJahrenManlegteihnineinen SargundgabihnindieHändeseinerKinder
25UndesgeschahimeinundneunzigstenJahr,nachdem dieIsraelitennachÄgyptenhinabgezogenwaren,dasistim dreißigstenJahrderRegierungZephos,desSohnesElifas, desSohnesEsaus,überdieSöhneKittims,dassdieSöhne AfrikasüberdieSöhneKittimskamen,umsiewie gewöhnlichzuplündern;abersiewarendreizehnJahre langnichtübersiegekommen
26UndsiekameninjenemJahrzuihnen,undZepho,der SohndesElifas,zogmiteinigenseinerMännergegensie ausundschlugsievernichtendDaflohendieTruppen
AfrikasvorZepho,unddieErschlagenenfielenvorihm nieder.ZephoundseineMänneraberverfolgtensieund schlugensieimmerweiter,bissienaheanAfrika herankamen.
27AlsAngeas,derKönigvonAfrika,hörte,wasZepho getanhatte,erzürnteihndassehr,undAngeasfürchtete sichalleTagevorZepho
KAPITEL63
1ImdreiundneunzigstenJahrstarbLevi,derSohnJakobs, inÄgyptenLeviwarhundertsiebenunddreißigJahrealt, alserstarb.ManlegteihnineinenSargundgabihnindie HändeseinerKinder
2UndesgeschahnachdemTodLevis,alsganzÄgypten sah,dassdieSöhneJakobs,dieBrüderJosefs,gestorben waren,dabegannenalleÄgypter,dieKinderJakobszu bedrängenundihnendasLebenzuverleiden,vondiesem TaganbiszudemTag,andemsieausÄgyptenauszogen, undsienahmenihnenalleWeinbergeundFelderweg,die Josefihnengegebenhatte,undalleprächtigenHäuser,in denendieIsraelitenwohnten,undallesFettÄgyptens;die ÄgypternahmendenSöhnenJakobsinjenenTagenalles weg
3UnddieHandganzÄgyptenswurdeinjenenTagen immerschwerergegendieKinderIsraels,unddieÄgypter verletztendieIsraeliten,bisdieKinderIsraelsvorden ÄgypternihresLebensmüdewurden.
4UndesgeschahinjenenTagen,imeinhundertzweiten Jahr,alsIsraelnachÄgyptenzog,dassderPharao,der KönigvonÄgypten,starbundseinSohnMelolanseiner Stattregierte;undalleHeldenÄgyptensunddasganze Geschlecht,dasJosefundseineBrüderkannte,starbenin jenenTagen.
5UndeskameineandereGenerationanihreStelle,diedie SöhneJakobsundalldasGute,dassieanihnengetan hatten,undallihreMachtinÄgyptennichtgekannthatte.
6DarumbegannvondiesemTaganganzÄgypten,das LebenderSöhneJakobszuerschwerenundsiemitjeder ArtvonharterArbeitzuplagen,weilsieihreVorfahren nichterkannthatten,diesieindenTagenderHungersnot errettethatten
7AuchdiesgeschahvomHerrnfürdieKinderIsraelszum NutzenfürsieinihrenletztenTagen,damitalleKinder IsraelsdenHerrn,ihrenGott,erkennenkönnten
8UndumdieZeichenundgroßenWunderzuerkennen, diederHerrinÄgyptenumseinesVolkesIsraelwillentun würde,damitdieKinderIsraelsdenHerrn,denGottihrer Väter,fürchtenundinallenseinenWegenwandeln,sieund ihreNachkommennachihnenalleTage
9MelolwarzwanzigJahrealt,alserKönigwurde,under regiertevierundneunzigJahre.GanzÄgyptennannteihn PharaonachdemNamenseinesVaters,wieesihrBrauch war,jedenKönigzunennen,derübersieinÄgypten herrschte
10ZujenerZeitzogenalleTruppendesKönigsAngeas vonAfrikawiegewöhnlichaus,umdasLandChittimzu plündern
11AlsZepho,derSohndesElifas,desSohnesdesEsau, ihreNachrichthörte,zogermitseinemHeergegensieaus undkämpftedortaufdemWeggegensie
12UndZephoschlugdasHeerdesKönigsvonAfrikamit derSchärfedesSchwertes,undesbliebkeinervonihnen übrig,undauchkeinerkehrtezuseinemHerrnnachAfrika zurück.
13AlsAngeashörte,wasZepho,derSohndesElifas,mit allseinenTruppengemachthatte,dassersievernichtet hatte,versammelteAngeasallseineTruppen,alleMänner desLandesAfrika,einVolk,dassozahlreichwarwieder SandamMeeresstrand
14DasandteAngeaseinenBotenzuseinemBruderLukus undließihmsagen:KommmitalldeinenMännernzumir undhilfmir,ZephoundalleSöhneKittimszuschlagen, diemeineMännervernichtethaben.UndLukuskammit seinemganzenHeer,einemsehrgroßenHeer,umseinem BruderAngeasimKampfgegenZephounddieSöhne Kittimsbeizustehen.
15AlsZephounddieSöhneKittimsdieshörten, erschrakensiesehr,undeinegroßeFurchtbefielihre Herzen.
16UndZephosandteaucheinenBriefinsLandEdomzu Hadad,demSohnBedads,demKönigvonEdom,undzu allenNachkommenEsaus,indemersprach:
17Ichhabegehört,dassAngeas,derKönigvonAfrika, mitseinemBrudergegenunsindenKriegzieht,undwir fürchtenihnsehr,dennseinHeeristsehrgroß,besonders daermitseinemBruderunddessenHeerebenfallsgegen unszieht
18Sokommnunauchdumitmirhinaufundhilfmir,und wirwerdengemeinsamgegenAngeasundseinenBruder Lukuskämpfen,undduwirstunsausihrerHandretten; wennabernicht,sowisst,dasswirallesterbenwerden.
19UnddieSöhneEsaussandteneinenBriefandieSöhne KittimsundanZepho,ihrenKönig,undließenihnensagen: WirkönnennichtgegenAngeasundseinVolkkämpfen, dennzwischenunsbestehtseitvielenJahrenein Friedensbund,seitdenTagenBelas,deserstenKönigs,und seitdenTagenJosefs,desSohnesJakobs,desKönigsvon Ägypten,mitdemwirjenseitsdesJordanskämpften,alser seinenVaterbegrub
20AlsZephoaberdieWorteseinerBrüder,derSöhne Esaus,hörte,hieltersichvonihnenfern;undZepho fürchtetesichsehrvorAngeas
21UndAngeasundseinBruderLukasstelltenihrganzes Heer,etwaachthunderttausendMann,gegendieSöhne Kittimsauf
22UndalleSöhneKittimssprachenzuZepho:Betefüruns zudemGottdeinerVäter,vielleichtmögeerunsausder HanddesAngeasundseinesHeereserretten;dennwir habengehört,dassereingroßerGottistunddasseralle errettet,dieihmvertrauen
23UndZephohörteihreWorteundfragtedenHerrn,und ersprach:
24OHerr,GottmeinerVorfahrenAbrahamundIsaak, heuteerkenneich,dassdueinwahrerGottbistundalle GötterderVölkernichtigundnutzlossind
25GedenkeheutevormirdeinesBundesmitAbraham, unseremVater,denunsereVorfahrenunserzählthaben, undhandleheutegnädigmitmirumAbrahamsundIsaaks, unsererVäter,willenundrettemichunddieSöhneKittims ausderHanddesKönigsvonAfrika,dergegenunszum Kriegzieht
26UndderHERRerhörtedieStimmeZephosundließsich vonihmerweichenumAbrahamsundIsaakswillen.Und derHERRerretteteZephounddieSöhneKittimsausder HandAngeas'undseinesVolkes.
27UndZephokämpfteanjenemTaggegenAngeas,den KönigvonAfrika,undgegenseinganzesVolk,undder HERRgabdasganzeVolkvonAngeasindieHändeder SöhneKittims.
28UndeskamzueinemschwerenKampfüberAngeas; ZephoerschlugalleMännerdesAngeasundseines BrudersLukasmitderSchärfedesSchwertes,undbiszum AbenddesselbenTagesfielenvonihnenetwa vierhunderttausendMann.
29AlsAngeassah,dassalleseineMännerumgekommen waren,sandteereinenBriefanalleEinwohnerAfrikas, damitsiezuihmkämenundihmimKampfbeistünden.In demBriefschrieber:„Alle,diesichinAfrikabefinden, sollenzumirkommen,vonzehnJahrenundälter;alle sollenzumirkommen;dennwennernichtkommt,soller sterben,undalles,waserhat,samtseinemganzenHaus, wirdderKönignehmen“
30UndalleübrigenBewohnerAfrikaserschrakenüberdie WortedesAngeas,undesgingenetwadreihunderttausend MännerundKnabenausderStadtundkamenzuAngeas
31NachzehnTagennahmAngeasdenKampfgegen ZephounddieSöhneKittimswiederauf,undesentbrannte einsehrgroßerundheftigerKampfzwischenihnen
32UndausdemHeerdesAngeasundLucusließZepho vieleVerwundetezusichbringen,etwazweitausendMann InderSchlachtfielauchSosiphtar,derHeerführerdes Angeas.
33AlsSosiphtargefallenwar,kehrtendieafrikanischen TruppenihmdenRückenzuundflohen;undAngeasund seinBruderLucuswarenmitihnen.
34UndZephounddieSöhnevonKittimverfolgtensieund schlugensienochschweraufdemWeg,etwazweihundert Mann.UndsieverfolgtenAsdrubal,denSohndesAngeas, dermitseinemVatergeflohenwar,undsieschlugen zwanzigseinerMänneraufdemWeg;Asdrubalaber entkamdenSöhnenvonKittim,undsietötetenihnnicht.
35UndAngeasundseinBruderLukasflohenmitdem RestihrerMännerSieentkamenundkamenmitSchrecken undBestürzungnachAfrika.Angeasfürchtetesichalle Tage,dassZepho,derSohndesEliphas,mitihminden Kriegziehenwürde
KAPITEL64
1UndBileam,derSohnBeors,warzujenerZeitmit AngeasimKampf;undalsersah,dassZephoüberAngeas siegte,flohervondortundkamnachKittim
2UndZephounddieSöhneKittimsempfingenihnmit großerEhre,dennZephokannteBileamsWeisheit,und ZephogabBileamvieleGeschenke,underbliebbeiihm
3UndalsZephovomKriegzurückgekehrtwar,befahler, alleSöhneKittimszuzählen,diemitihmindenKampf gezogenwaren,undsiehe,esfehltekeiner.
4UndZephofreutesichdarüberunderneuertesein KönigtumundveranstalteteeinFestmahlfüralleseine Untertanen.
5AberZephogedachtedesHerrnnichtundbedachtenicht, dassderHerrihmimKampfgeholfenundihnundsein VolkausderHanddesKönigsvonAfrikaerrettethatte, sondernerwandelteweiterhinindenWegenderSöhne KittimsundderbösenSöhneEsaus,umanderenGötternzu dienen,dieihnseineBrüder,dieSöhneEsaus,gelehrt hatten;darumheißtes:VomBösenkommtdasBöse 6UndZephoherrschtesicherüberalleSöhnevonKittim, abererkanntedenHerrnnicht,derihnundseinganzes VolkausderHanddesKönigsvonAfrikaerrettethatte; unddieTruppenvonAfrikakamennichtmehrnachKittim, umwiegewöhnlichzuplündern,dennsiekanntendie MachtZephos,dersieallemitderSchärfedesSchwertes geschlagenhatteSofürchtetesichAngeasalleTagevor Zepho,demSohndesElifas,undvordenSöhnenvon Kittim.
7AlsZephovomKriegzurückgekehrtwarundgesehen hatte,wieerüberalleVölkerAfrikasgesiegtundsieim KampfmitdemSchwertgeschlagenhatte,rietZephoden SöhnenKittims,nachÄgyptenzuziehenundgegendie SöhneJakobsundgegendenPharao,denKönigvon Ägypten,zukämpfen.
8DennZephohörte,dassdieHeldenÄgyptensgestorben warenunddassJosefundseineBrüder,dieSöhneJakobs, gestorbenwarenunddassalleihreKinder,dieKinder Israels,inÄgyptengebliebenwaren
9UndZephobeschloss,gegensieundganzÄgyptenin denKriegzuziehen,umdieSacheseinerBrüder,der SöhneEsaus,zurächen,dieJosefmitseinenBrüdernund ganzÄgyptenimLandKanaangeschlagenhatte,alssie hinaufzogen,umJakobinHebronzubegraben.
10UndZephosandteBotenzuHadad,demSohnBedads, demKönigvonEdom,undzuallenseinenBrüdern,den NachkommenEsaus,undließihnensagen:
11Hastdunichtgesagt,dassdunichtgegendenKönig vonAfrikakämpfenwürdest,weilereinMitglieddeines Bundesist?Siehe,ichhabemitihmgekämpftundihnund seinganzesVolkgeschlagen
12Darumhabeichbeschlossen,gegenÄgyptenunddie dortlebendenSöhneJakobszukämpfenundmichanihnen zurächenfürdas,wasJosef,seineBrüderundVorfahren unsimLandKanaanangetanhaben,alssiehinaufzogen, umihrenVaterinHebronzubegraben.
13WennihrnunzumirkommenundmirimKampfgegen sieundÄgyptenbeistehenwollt,dannwerdenwirdie SacheunsererBrüderrächen.
14UnddieSöhneEsaushörtenaufdieWorteZephos,und dieSöhneEsausversammeltensich,einsehrgroßesVolk, undzogenaus,umZephounddenSöhnenKittimsim Kampfbeizustehen
15UndZephosandtezuallenSöhnendesOstensundzu allenSöhnenIsmaelsWortewiediese;undsie versammeltensichundkamenZephounddenSöhnen KittimszuHilfeimKrieggegenÄgypten
16UndalledieseKönige,derKönigvonEdomunddie SöhnedesOstensundalleSöhneIsmaelsundZepho,der KönigvonKittim,zogenausundstelltenihrganzesHeer inHebronauf
17UnddasLagerwarsehrgroßunderstrecktesichüber eineStreckevondreiTagesreisen;eswareinVolkso
zahlreichwiederSandamMeeresstrand,denmannicht zählenkonnte.
18UndalledieseKönigeundihrHeerzogenhinabund kamengegenganzÄgyptenindenKampfundlagerten sichgemeinsamimTalPathros.
19UndganzÄgyptenhörteihreBotschaft,undauchsie versammeltensich,dasganzeVolkdesLandesÄgypten undausallenStädten,diezuÄgyptengehörten,etwa dreihunderttausendMann
20UnddieMännerÄgyptenssandtenBotenzuden Israeliten,diesichzujenerZeitimLandGoschen aufhielten,damitsiezuihnenkämenundgegendiese KönigeindenKriegzögen.
21DaversammeltensichdieMännerIsraels,eswaren etwahundertfünfzigMann,undsiezogenindenKampf, umdenÄgypternzuHilfezukommen.
22UnddieMännerIsraelsundÄgyptenszogenaus,etwa dreihunderttausendMannundeinhundertfünfzigMann, undsiezogengegendieseKönigezumKampfundstellten sichvonaußerhalbdesLandesGoschengegenübervon Pathrosauf
23UnddieÄgypterglaubtennicht,dassdieIsraelitenmit ihneninihrenLagernzumKampfziehensollten;dennalle Ägyptersagten:VielleichtwerdenunsdieIsraelitenindie HandderSöhneEsausundIsmaelsausliefern,dennsie sindihreBrüder
24DasprachenalleÄgypterzudenIsraeliten:Bleibt zusammenhierstehen,undwirwollengegendieSöhne EsausundIsmaelsindenKriegziehenUndwenndiese Königeunsbesiegen,dannkommtallezusammengegen sieundhelftuns!UnddieIsraelitentatenes.
25UndZepho,derSohnElifas,desSohnesEsaus,der KönigvonKittim,undHadad,derSohnBedads,derKönig vonEdom,undallihreLagerundalleSöhnedesOstens unddieSöhneIsmaels,einVolksozahlreichwiederSand, lagertensichzusammenimTalPathrosgegenübervon Tachpanches.
26UndBileam,derSohnBeors,desSyrers,wardortim LagerZephos;dennerwarmitdenSöhnenKittimsinden Kampfgezogen,undBileamwareinMann,derbeiZepho undseinenMännernhohesAnsehengenoss
27UndZephosprachzuBileam:Versuchefürunsdurch Weissagung,damitwirerfahren,werimKampfsiegen wird,wiroderdieÄgypter
28DamachtesichBileamaufundversuchtesichinder KunstderWahrsagerei.Erwardarinauchgeschickt,aber ergerietinVerwirrung,unddasWerkginginseinerHand verloren.
29Underversuchteesnocheinmal,aberesgelangihm nichtDaverzweifelteBileamdaran,gabaufund vollendeteesnicht;denndiesgeschahvomHerrn,um ZephoundseinVolkindieHandderIsraelitenfallenzu lassen,dieinihremKriegaufdenHerrn,denGottihrer Vorfahren,vertrauthatten
30DastelltenZephoundHadadihreHeerezumKampf auf,undalleÄgypterzogenalleingegensie,etwa dreihunderttausendMann,undkeineinzigerMannaus Israelwarmitihnen
31UndalleÄgypterkämpftenmitdiesenKönigen gegenüberPathrosundTachpanches,undderKampfwar heftiggegendieÄgypter
32UnddieKönigewarenindieserSchlachtstärkeralsdie Ägypter;undanjenemTagfielenetwaeinhundertachtzig MannvondenHeerenderKönigeundetwadreißigMann vondenHeerenderKönige.AlleMännerÄgyptensflohen vordenKönigen,unddieSöhneEsausundIsmaels verfolgtendieÄgypterundschlugensieimmerwiederbis zudemOrt,wodasLagerderKinderIsraelswar
33DaschrienalleÄgypterzudenIsraelitenundsprachen: EiltunszuHilfeundrettetunsausderHandEsaus, IsmaelsundderSöhneKittims!
34DaliefendiehundertfünfzigMannderIsraelitenvon ihremLagerplatzzudenLagerndieserKönigeundschrien zudemHerrn,ihremGott,dassersieerrettenmöge.
35UndderHERRerhörteIsraelundgaballeMännerder KönigeinihreHand;unddieIsraelitenkämpftengegen dieseKönigeunderschlugenetwaviertausendvonden MännernderKönige
36UndderHERRergriffgroßeBestürzungimLagerder Könige,sodassdieIsraelitenFurchtbekamen.
37UndalleHeerederKönigeflohenvordenIsraeliten, unddieIsraelitenverfolgtensieundschlugensiebisandie GrenzendesLandesKusch.
38UnddieIsraelitenerschlugenaufdemWegnoch zweitausendMannvonihnen,undvondenIsraelitenfiel keiner.
39AlsdieÄgyptersahen,dassdieIsraelitenmitso wenigenManngegendieKönigegekämpfthattenunddass derKampfsoheftiggegensieverlaufenwar,
40AlleÄgypterfürchtetensichsehrumihrLebenwegen desheftigenKampfes,undganzÄgyptenflohJederMann verstecktesichvordenaufgestelltenStreitkräftenundsie verstecktensichaufderStraßeundüberließendie IsraelitendemKampf
41UnddieIsraelitenfügtendenMännerndesKönigseine furchtbareNiederlagezu,unddiesezogensichvonihnen zurück,nachdemsiesiebisandieGrenzedesLandes Kuschgetriebenhatten.
42GanzIsraelwusste,wasdieÄgypterihnenangetan hatten:SiewarenimKampfvorihnengeflohenundhatten siealleinkämpfenlassen.
43DahandeltenauchdieIsraelitenlistig;undalsdie IsraelitenvomKampfzurückkehrten,fandensieeinige ÄgypteraufdemWegunderschlugensiedort.
44Undwährendsiesietöteten,sprachensiezuihnendiese Worte:
45Warumseidihrvonunsgegangenundhabtuns,ein kleinesVolk,imStichgelassen,umgegendieseKönige mitihremgroßenHeerzukämpfen,dieunsschlagen sollten,umsoeureSeelenzuretten?
46Undvoneinigen,denendieIsraelitenaufdemWeg begegneten,sprachendieIsraelitenuntereinander:„Schlagt, schlagt!DenneristeinIsmaeliterodereinEdomiteroder einervondenSöhnenKittims“Undsiestelltensichüber ihnundtötetenihn,undsieerkannten,dassereinÄgypter war
47DieIsraelitenabertatendieslistiggegendieÄgypter, weildiesesieimKampfverlassenhattenundvorihnen geflohenwaren
48UnddieIsraelitenerschlugenaufdieseWeiseetwa zweihundertMannvondenÄgypternaufdemWeg.
49UndalleMännerÄgyptenssahendasBöse,dasdie Israelitenihnenangetanhatten;darumfürchtetesichganz ÄgyptensehrvordenIsraeliten,dennsiehattenihregroße Machtgesehenunddassnichteinervonihnengefallenwar.
50SokehrtenalleIsraelitenvollerFreudeaufihremWeg nachGoschenzurück,undderRestÄgyptensbrachtejeden MannwiederanseinenOrtzurück
KAPITEL65
1UndesgeschahnachdiesenDingen,dassalleRatgeber desPharao,desKönigsvonÄgypten,undalleÄltestenvon ÄgyptenzusammenkamenundvordenKönigtratenund sichzurErdeniederwarfenundsichvorihmsetzten
2UnddieRatgeberundÄltestenÄgyptenssprachenzu demKönig:
3Siehe,dasVolkderKinderIsraelsistgrößerund mächtigeralswir,undduweißtalldasBöse,dassieuns aufdemWegangetanhaben,alswirvomKampf zurückkehrten
4UndduhastauchihregroßeMachtgesehen,denndiese MachthabensievonihrenVäterngeerbt.Dennnurwenige MännertratengegeneinVolk,dassozahlreichwarwieder SandamMeer,undschlugensiemitderSchärfedes Schwertes,undkeinervonihnenistgefallen.Wärensie zahlreichgewesen,hättensiesiegänzlichvernichtet
5SogibunsnunRat,waswirmitihnentunsollen,biswir sienachundnachausunsererMitteausgerottethaben, damitsieunsimLandnichtzuzahlreichwerden
6DennwennsichdieIsraelitenimLandvermehren, werdensieunszumHinderniswerden;undwenneszu einemKriegkommt,werdensiesichmitihrergroßen StärkemitunseremFeindgegenunsverbünden,gegenuns kämpfen,unsausdemLandvertilgenundvonihm wegziehen
7DaantwortetederKönigdenÄltestenÄgyptensund sprachzuihnen:DiesistderPlan,dergegenIsrael empfohlenwurde,undvondemwerdenwirnicht abweichen
8Siehe,imLandgibtesPithomundRamses,Städte,die nichtgegendenKampfbefestigtsindEsistunsereund eurePflicht,siezubauenundzubefestigen
9Darumgehtnunauchihrhinundhandeltlistiggegensie undruftaufBefehldesKönigsinÄgyptenundinGoschen aus:
10IhrMännervonÄgypten,Goschen,Pathrosundalle ihreEinwohner!DerKönighatunsbefohlen,Pitomund RamseszubauenundsiefürdenKampfzubefestigen. WervoneuchausganzÄgypten,vondenIsraelitenund vonallenEinwohnernderStädtebereitist,mitunszu bauen,demsolljederseinenLohntäglichaufBefehldes Königserhalten.Sogehtihrzuersthinundhandeltklug, versammelteuchundkommtnachPitomundRamses,um zubauen
11Undwährenddubaust,sollaufBefehldesKönigs täglichinganzÄgypteneinesolcheBekanntmachung erfolgen.
12WennnuneinigeIsraelitenkommen,ummiteuchzu bauen,solltihrihnenihrenLohnfüreinigeTagetäglich geben.
13UndwennsiemiteuchfürihrentäglichenLohngebaut haben,ziehteuchtäglicheinernachdemanderenheimlich vonihnenzurückDannsolltihraufstehenundihre AufseherundVerwalterwerden.Danachsolltihrsieohne Lohnweiterbauenlassen.Solltensiesichaberweigern,so zwingtsiemitallerMachtzumBau
14Wennihrdastut,wirdesunszumVorteilgereichen, unserLandgegendieIsraelitenzustärken;dennwegender MühendesBauensundderArbeitwirddieZahlder Israelitenabnehmen,weilihrsieTagfürTagihrerFrauen beraubenwerdet
15UndalleÄltestenÄgyptenshörtendenRatdesKönigs, undderRatschiengutinihrenAugenundindenAugen derDienerdesPharaoundindenAugenganzÄgyptens, undsietatennachdemWortdesKönigs
16UndalleDienergingenvomKönigwegundließenin ganzÄgypten,inTachpanchesundinGoschenundinallen StädtenringsumÄgypten,ausrufen:
17Ihrhabtgesehen,wasdieSöhneEsausundIsmaelsuns angetanhaben,diegegenunsindenKriegzogenunduns vernichtenwollten
18NunbefahlunsderKönig,dasLandzubefestigen,die StädtePitomundRamseszubauenundsiefürdenKampf zurüsten,fallssiewiedergegenunskommensollten
19WervoneuchausganzÄgyptenundvondenIsraeliten kommt,ummitunszubauen,demsollderKönigseinen täglichenLohngeben,wieeresunsbefohlenhat
20AlsÄgyptenundalleIsraelitenalleshörten,wasdie DienerdesPharaogesagthatten,kamenÄgypterund Israeliten,ummitdenDienerndesPharao,Pitomund Ramses,zubauen;aberkeinervondenLevitenkammit seinenBrüdern,umzubauen
21UndalleDienerdesPharaoundseineFürstenkamen zuerstmitList,ummitganzIsraelalsTagelöhnerzubauen, undsiegabenIsraelzuBeginnihrenTageslohn
22UnddieDienerdesPharaobautenmitganzIsraelund wareneinenMonatlangmitIsraelandieserArbeit beschäftigt
23UndamEndedesMonatsbegannenalleDienerdes Pharao,sichtäglichheimlichvomVolkIsrael zurückzuziehen
24UnddieIsraelitenarbeitetenzujenerZeitweiter, erhieltenaberihrenTageslohn,weileinigederÄgypterzu jenerZeitnochmitdenIsraelitenarbeitetenDarumgaben dieÄgypterdenIsraeliteninjenenTagenihrenLohn, damitauchsie,dieÄgypter,ihreArbeitskollegen,den LohnfürihreArbeiterhielten
25NacheinemJahrundvierMonatenhattensichalle ÄgyptervondenIsraelitenzurückgezogen,sodassdie IsraelitenalleinmitderArbeitbeschäftigtwaren 26NachdemsichalleÄgyptervondenIsraeliten zurückgezogenhatten,kehrtensiezurückundwurden UnterdrückerundAufseherübersie,undeinigevonihnen standenalsAufseherüberdenIsraeliten,umvonihnen alleseinzufordern,wassieihnenalsLohnfürihreArbeit gaben
27UnddieÄgyptertatendiesTagfürTagmitden Israeliten,umsiebeiihrerArbeitzuerschweren 28UnddieIsraelitenalleinwarenmitderArbeit beschäftigt,unddieÄgyptergabendenIsraelitenvonnun ankeinenLohnmehr
29AlsnuneinigederIsraelitensichweigertenzuarbeiten, weilsieihrenLohnnichterhielten,unterdrücktensiedie AufseherundDienerdesPharaoundschlugensieheftig undzwangensiemitGewaltzurück,damitsiewiedermit ihrenBrüdernarbeitenmussten.SoverfahrenalleÄgypter mitdenIsraelitenalleTagelang
30UndalleIsraelitenfürchtetensichsehrvorden Ägypterndeswegen,undalleIsraelitenkehrtenumund arbeitetenalleinohneLohn
31UnddieIsraelitenbautenPitomundRamses,undalle Israelitenhalfenmit,einigemachtenZiegel,anderebauten, unddieIsraelitenbautenundbefestigtendasganzeLand ÄgyptenundseineMauern,unddieIsraelitenwarenviele JahremitderArbeitbeschäftigt,bisdieZeitkam,dader HerrihrergedachteundsieausÄgyptenherausführte
32DieSöhneLeviaberwarenvonAnfanganbiszumTag ihresAuszugsausÄgyptennichtmitihrenBrüdernaus IsraelanderArbeitbeteiligt
33DennalleLevitenwussten,dassdieÄgypteralldiese WorteinbetrügerischerAbsichtzudenIsraelitengesagt hatten;darumhieltensichdieLevitendavonab,sichmit ihrenBrüdernandieArbeitzumachen.
34UnddieÄgypterkümmertensichspäternichtmehr darum,dieSöhneLevisarbeitenzulassen,weilsiejavon AnfangannichtbeiihrenBrüderngewesenwaren;darum ließendieÄgyptersieinRuhe
35UnddieMännerÄgyptensgingenmitanhaltender StrengegegendieIsraelitenbeidieserArbeitvor,unddie ÄgypterzwangendieIsraelitenzuharterArbeit
36UnddieÄgyptermachtendenIsraelitendasLeben schwerdurchharteArbeitbeimBearbeitenvonMörtelund ZiegelnundauchdurchalleArtenvonFeldarbeit
37UnddieIsraelitennanntenMelol,denKönigvon Ägypten,„Meror,KönigvonÄgypten“,weildieÄgypter inseinenTagenihrLebenmitallerleiArbeitverbittert hatten
38UndalleArbeit,diedieÄgypterdenIsraeliten auferlegten,triebensiemitHärtevoran,umdieIsraeliten zubedrücken;aberjemehrsiesiebedrückten,destomehr vermehrtensiesichundwurdenzahlreich,unddieÄgypter warenbetrübtüberdieIsraeliten
KAPITEL66
1ZujenerZeitstarbHadad,derSohnBedads,derKönig vonEdom,undSamlaausMesreka,ausdemLandder SöhnedesOstens,regierteanseinerStelle
2ImdreizehntenRegierungsjahrdesPharao,desKönigs vonÄgypten,dasdaseinhundertfünfundzwanzigsteJahr war,seitdieIsraelitennachÄgyptenzogen,regierteSamla seitachtzehnJahrenüberEdom 3UndalserKönigwurde,zogermitseinemHeerinden KrieggegenZepho,denSohndesElifas,unddieSöhne Kittims,weildiesegegenAngeas,denKönigvonAfrika, KrieggeführtundseinganzesHeervernichtethatten 4Aberergriffihnnichtan,denndieSöhneEsaus hindertenihndaranundsagten:ErseiihrBruder.Sohörte SamlaaufdieStimmederSöhneEsausundkehrtemit seinemganzenHeerindasLandEdomzurückundzog nichtgegenZepho,denSohnElifas,indenKampf.
5AlsderPharao,derKönigvonÄgypten,dieshörte, spracher:Samla,derKönigvonEdom,hatbeschlossen, gegendieSöhneKittimszukämpfen,unddanachwirder gegenÄgyptenindenKriegziehen.
6AlsdieÄgypterdieshörten,verstärktensiedieArbeit, diesiedenIsraelitenauferlegten,damitdieIsraelitenihnen nichtdasselbeantaten,wassieihneninihremKrieggegen dieNachkommenEsausindenTagenHadadsangetan hatten
7DasprachendieÄgypterzudenIsraeliten:Beeilteuch undvollendeteuerWerkundeureAufgabeundstärktdas Land,damitnichtdieSöhneEsaus,eureBrüder,gegenuns indenKriegziehen;dennumeuretwillenwerdensiegegen unsziehen
8UnddieIsraelitenverrichtetenTagfürTagdieArbeitder Ägypter,unddieÄgypterbedrängtendieIsraeliten,um ihreZahlimLandzuverringern
9AberjemehrdieÄgypterdieIsraelitenschuftenließen, destomehrvermehrtensichdieIsraeliten,undganz ÄgyptenwurdevonIsraelitenerfüllt
10ImeinhundertfünfundzwanzigstenJahr,nachdemIsrael nachÄgyptengezogenwar,sahenalleÄgypter,dassihr PlangegenIsraelnichterfolgreichwar,sonderndasssie sichvermehrtenundausbreiteten,unddasLandÄgypten unddasLandGoschenwurdenmitdenIsraelitengefüllt.
11DakamenalleÄltestenÄgyptensundseineWeisenvor denKönig,beugtensichvorihmniederundsetztensich vorihn.
12UndalleÄltestenÄgyptensundihreWeisensprachen zudemKönig:DerKöniglebeewiglich!Duhastunsden RatgegebengegendieKinderIsraels,undwirhabenan ihnengetan,wiederKönigesgesagthat
13AberimgleichenMaße,wiedieArbeitzunimmt, vermehrensiesichundbreitensichimLandaus,undsiehe, dasganzeLandistvollvonihnen
14Nunalso,unserHerrundKönig,dieAugenganz Ägyptenssindaufdichgerichtet,dassduihnenmitdeiner WeisheitRatgibst,damitsieüberIsraeldieOberhand gewinnen,umsiezuvernichtenodersieausdemLandzu vertreiben.UndderKönigantworteteihnenundsprach: GebtunsRatindieserSache,damitwirwissen,waswir mitihnentunsollen
15EinOffizier,einerderBeraterdesKönigs,namensHiob, ausMesopotamien,ausdemLandUz,antwortetedem König:
16WennesdemKöniggefällt,sohöreeraufdenRat seinesDienersUndderKönigsprachzuihm:Rede!
17UndHiobredetevordemKönig,denFürstenundallen ÄltestenÄgyptensundsprach:
18Siehe,derRatdesKönigs,denerzuvorhinsichtlichder ArbeitderKinderIsraelsgegebenhat,istsehrgut;undihr dürftihnendieseArbeitnichtfürimmernehmen.
19DiesistaberderRat,dereuchhilft,siezuverringern, wennesdemKöniggefällt,siezuheimsuchen
20Siehe,wirhabenschonlangedenKrieggefürchtetund gesagt:WennIsraelimLandfruchtbarwird,werdensie unsausdemLandvertreiben,fallseinKriegausbrechen sollte
21WennesdemKöniggefällt,solleinköniglicherErlass ergehenundindenGesetzenÄgyptens,dienicht widerrufenwerdendürfen,geschriebenwerden,dassvon
jedemmännlichenKind,dasdenIsraelitengeborenwird, seinBlutaufdieErdevergossenwerdensoll.
22UndwennihrdiestutundallemännlichenKinder Israelsgestorbensind,wirddasÜbelihrerKriegeaufhören. DerKönigsollsohandelnundallehebräischenHebammen rufenundihnenbefehlen,diesauszuführenSogefieles demKönigunddenFürsten,undderKönigtat,wieHiob esihmgesagthatte.
23UndderKönigließdiehebräischenHebammenrufen; dieeinehießSchefra,dieanderePua
24UnddieHebammentratenvordenKönigundstellten sichinseineGegenwart
25UndderKönigsprachzuihnen:WennihrdenDienst einerHebammeandenhebräischenFrauenverrichtetund sieaufdemStuhlseht,solltihr,wenneseinSohnist,ihn töten;wennesabereineTochterist,sollsieleben.
26Wennihraberdiesnichttut,werdeicheuchundalle eureHäusermitFeuerverbrennen
27DieHebammenaberfürchtetenGottundhörtenweder aufdenKönigvonÄgyptennochaufseineWorteWenn einehebräischeFrauderHebammeeinenSohnodereine Tochtergebar,danntatdieHebammeallesNotwendigefür dasKindundließesamLebenSotatendieHebammen alleTage
28AlsdiesdemKönigberichtetwurde,sandteerBoten undließdieHebammenrufenundsprachzuihnen:Warum habtihrdasgetanunddieKinderamLebengelassen?
29DaantwortetendieHebammenundsprachen miteinandervordemKönig:
30DerKönigsollnichtmeinen,diehebräischenFrauen seienwiedieägyptischenFrauen;dennalleIsraelitensind gesund,undehedieHebammezuihnenkommt,werdensie geborenUndwir,deineMägde,seitvielenTagenhat keinehebräischeFraumehrgeboren;dennallehebräischen FrauensindihreeigenenHebammen,weilsiegesundsind 31UndderPharaohörteihreWorteundglaubteihnenin dieserSache;unddieHebammengingenvomKönigweg, undGotttatihnenGutes,unddasVolkvermehrtesichund wurdesehrzahlreich
KAPITEL67
1EslebteeinMannimLandÄgypten,ausdemGeschlecht Levis,mitNamenAmram,derSohnKehats,desSohnes Levis,desSohnesIsraels
2UnddieserMannginghinundnahmsicheineFrau, nämlichJochebed,dieTochterLevis,derSchwesterseines Vaters;siewareinhundertsechsundzwanzigJahrealt,und ergingzuihr
3UnddieFrauwurdeschwangerundgebareineTochter, undsienanntesieMirjam,weildieÄgypterinjenenTagen dasLebenderKinderIsraelsverbitterthatten.
4Undsiewurdeabermalsschwangerundgebareinen SohnundnannteihnAaron;dennindenTagenihrer EmpfängnisbegannderPharao,dasBlutdermännlichen KinderIsraelszuvergießen
5InjenenTagenstarbZepho,derSohndesElifas,des SohnesdesEsau,desKönigsvonKittim,undJaneaswurde anseinerStelleKönig
6UnddieZeit,dieZephoüberdieSöhnevonKittim regierte,betrugfünfzigJahre.Dannstarberundwurdein derStadtNabnaimLandKittimbegraben
7UndnachihmregierteJanjaas,einerdertapfersten MännerausdemGeschlechtderSöhneKittims,under regiertefünfzigJahre
8NachdemToddesKönigsvonKittimflohBileam,der SohnBeors,ausdemLandKittimundgingnachÄgypten zumPharao,demKönigvonÄgypten
9UndderPharaoempfingihnmitgroßerEhre,denner hattevonseinerWeisheitgehört,underbeschenkteihn, machteihnzueinemRatgeberunderhobihninhohes Ansehen.
10UndBileamwohnteinÄgyptenundwurdevonallen EdlendesKönigsgeehrt,unddieEdlenerhobenihn,weil siealleseineWeisheitlernenwollten.
11ImeinhundertdreißigstenJahrdesNiedergangsIsraels nachÄgyptenträumtederPharao,ersäßeaufseinem königlichenThron.ErhobseineAugenaufundsaheinen Greisvorsichstehen;undindenHändendesGreishielter eineWaage,eineWaage,wiesievonKaufleutenbenutzt wird.
12UndderalteMannnahmdieWaageundhängtesievor denPharao
13UndderalteMannnahmalleÄltestenÄgyptensund alleseineEdlenundGroßen,bandsiezusammenundlegte sieaufeineWaage
14UndernahmeinMilchkitzundlegteesindieandere Waage;unddasKitzwogdeutlichmehralsalleanderen 15UndderPharaoerschraküberdieseschrecklicheVision, warumdasKindüberallemstehensollte.UndderPharao erwachteundsiehe,eswarnureinTraumgewesen
16UndderPharaostandfrühamMorgenauf,riefalle seineDienerzusammenunderzählteihnendenTraum;und dieMännerfürchtetensichsehr
17UndderKönigsprachzuallenseinenWeisen:Deutet mirbittedenTraum,denichgeträumthabe,damitichihn verstehe
18DaantworteteBileam,derSohnBeors,demKönigund sprachzuihm:Dasbedeutetnichtsanderesalseingroßes Unheil,dasindenletztenTagenüberÄgyptenkommen wird
19DenndemIsraelwirdeinSohngeborenwerden,der ganzÄgyptenundseineBewohnervernichtenunddie IsraelitenmitstarkerHandausÄgyptenherausführenwird 20Darum,oKönig,beratedichindieserSache,damitdu dieHoffnungundErwartungderKinderIsraels zunichtemachst,ehediesesUnheilüberÄgypten hereinbricht
21UndderKönigsprachzuBileam:Wassollenwirnun mitIsraeltun?Dennwirhattenjaschoneinmalaufeine bestimmteWeisegegensieberatenundkonntensienicht bezwingen
22DeshalbgebeicheuchnunauchRatschlägegegensie, durchdiewirsiebesiegenkönnen
23DaantworteteBileamdemKönigundsprach:Sende nundeinebeidenRatgeberundlasssierufen;wirwollen sehen,wasihrRatindieserSacheist;danachwirddein Dienersprechen
24DasandtederKönigBotenundließseinebeiden Ratgeber,Reguel,denMidianiter,undHiob,denUziter, rufen;undsiekamenundsetztensichvordenKönig 25UndderKönigsprachzuihnen:Siehe,ihrhabtbeide denTraumgehört,denichgeträumthabe,undseine Deutung;nungebtRatunderkennt,wasmitdenKindern Israelszutunist,damitwirsiebesiegenkönnen,eheihr Unheilüberunshereinbricht.
26UndReguel,derMidianiter,antwortetedemKönigund sprach:DerKöniglebe,derKöniglebeinEwigkeit 27WennesdemKöniggefällt,sosollervondenHebräern ablassenundsieinRuhelassenundseineHandnicht gegensieausstrecken.
28Denndiesesindes,diederHerrindenTagender VorzeiterwähltundsichzumErbteilausallenVölkernder ErdeundallenKönigenderErdegenommenhat;undwer hatseineHandungestraftgegensieausgestreckt,andenen ihrGottnichtgerächtwurde?
29Duweißtdoch,dass,alsAbrahamnachÄgypten hinabzog,derPharao,derfrühereKönigvonÄgypten,Sara, seineFrau,sahundsiezurFraunahm,weilAbrahamsagte: „SieistmeineSchwester“,dennerfürchtete,dieMänner ÄgyptenskönntenihnwegenseinerFrautöten
30UndalsderKönigvonÄgyptenSaragefangen genommenhatte,schlugGottihnundseinganzesHausmit schwerenPlagen,biserAbrahamseineFrauSara zurückgab;erstdannwurdeergesund 31UndAbimelech,derGerariter,derKönigderPhilister, wurdevonGottbestraftwegenSara,derFrauAbrahams, indemeralleLeiberverstopfte,vomMenschenbiszum Vieh.
32AlsihrGottAbimelechimTrauminderNachterschien undihnerschreckte,damiterAbrahamdieentführteSara zurückgab,unddanachwurdedasganzeVolkvonGerar umSaraswillenbestraft,undAbrahambetetefürsiezu seinemGott,undererhörteihnundheiltesie
33AbimelechaberfürchtetealldasUnheil,dasüberihn undseinVolkkam,undkehrtezuAbrahamundseiner FrauSarazurückundgabihmundihrvieleGeschenke
34DasselbetaterauchmitIsaak,alserihnausGerar vertriebenhatteUndGotthatteWunderbaresanihmgetan, dassalleWasserläufeinGeraraustrocknetenundihre fruchtbarenBäumekeineFrüchtemehrbrachten.
35BisAbimelechvonGerar,Ahuzzath,einerseiner Freunde,undPichol,derHeerführer,zuihmgingenund sichvorihmbiszurErdeverneigten.
36Undsiebatenihn,fürsieeinzutreten,underbetetefür siezumHerrn,undderHerrerbarmtesichseinerundheilte sie
37AuchJakob,deraufrichtigeMann,wurdedurchseine RechtschaffenheitausderHandseinesBrudersEsauund ausderHandLabans,desAramäers,desBrudersseiner Mutter,derihmnachdemLebentrachtete,errettet;ebenso ausderHandallerKönigeKanaans,diesichgegenihnund seineKinderverbündethatten,umsiezuvernichtenDoch derHerrerrettetesieausihrerHand,sodasssiesichgegen siewandtenundsieschlugen;dennwerhattejeungestraft seineHandgegensieausgestreckt?
38GewisshatderPharao,derVaterdeinesVaters,Josef, denSohnJakobs,überalleFürstendesLandesÄgypten erhoben,alserseineWeisheitsah;denndurchseine
WeisheitretteteeralleBewohnerdesLandesvorder Hungersnot.
39DanachbefahlerJakobundseinenKindern,nach Ägyptenhinabzuziehen,damitdurchihreTugenddasLand ÄgyptenunddasLandGoschenvonderHungersnotbefreit würden
40Wennesdiralsogefällt,sohöreauf,dieKinderIsraels zuvernichten;wennesabernichtdeinWilleist,dasssiein Ägyptenbleiben,solasssievonhierwegziehen,damitsie indasLandKanaangehen,dasLand,indemihre VorfahrenalsFremdegewohnthaben
41AlsderPharaodieWorteJitroshörte,wurdeersehr zornigaufihn,sodasserbeschämtvomKönigaufstand, nachMidianinseinLandgingundJosefsStabmitnahm
42UndderKönigsprachzuHiob,demUziter:Wassagst du,Hiob,undwelchenRatgibstdudenHebräern?
43DasprachHiobzumKönig:Siehe,alleBewohnerdes LandessindindeinerGewalt;derKönigtue,wasihm gefällt.
44UndderKönigsprachzuBileam:Wassagstdu,Bileam? Sprich,damitwireshören
45UndBileamsprachzudemKönig:Vonallem,wasder KöniggegendieHebräerbeschlossenhat,werdensie errettetwerden,undderKönigwirdmitkeinemRatschlag übersiebestehenkönnen.
46Dennwenndumeinst,siedurchflammendesFeuerzu mindern,sokannstdusienichtbezwingen;dennihrGott hatjaAbraham,ihrenVater,ausUrinChaldäaerrettet; undwenndumeinst,siemitdemSchwertzuvernichten,so wurdejaIsaak,ihrVater,darauserrettet,undeinWidder wurdeanseineStellegesetzt.
47Undwenndumeinst,siedurchharteundanstrengende Arbeitzuverringern,sowirstduauchdarinnichtErfolg haben;dennihrVaterJakobdienteLabaninallerleiharter ArbeitundhatteErfolg
48Darumhörenun,oKönig,meineWorte;denndiesist derRat,dergegensiegegebenwird,mitdemduübersie triumphierenwirstundvondemdunichtabweichensollst 49WennesdemKöniggefällt,sobefehleer,alleihre Kinder,dievondiesemTagangeborenwerden,insWasser zuwerfen;denndadurchkannstduihrenNamen auslöschen,weilkeinervonihnenoderihrenVäternauf dieseWeiseverurteiltwordenist.
50UndderKönighörtedieWorteBileams,undesgefiel demKönigunddenFürsten,undderKönigtat,wieBileam esihmgesagthatte.
51UndderKönigbefahl,dasseinErlasserlassenundein GesetzgemachtwerdeimganzenLandÄgypten,das besagte:„AllemännlichenKinder,diedenHebräernvon diesemTagangeborenwerden,solleninsWasser geworfenwerden“
52UndderPharaoriefalleseineKnechtezusammenund sprach:GehtnunhinundsuchtimganzenLandGoschen, wodieKinderIsraelswohnen,undsehtzu,dassjederSohn, derdenHebräerngeborenwird,indenFlussgeworfen wird,aberjedeTochtersolltihramLebenlassen
53AlsdieIsraelitendashörten,wasderPharaobefohlen hatte,nämlichihreSöhneindenFlusszuwerfen,trennten sicheinigevonihnenvonihrenFrauen,andereaber bliebenbeiihnen.
54UndvondiesemTagan,wenndieZeitderNiederkunft fürdieFrauenIsraelskam,diebeiihrenMännern gebliebenwaren,gingensieaufdasFeld,umdortzu gebären,undsiegebarenaufdemFeldundließenihre KinderaufdemFeldzurückundkehrtennachHause zurück
55UndderHerr,derihrenVorfahrengeschworenhatte,sie zumehren,sandteeinenseinerdienendenEngelausdem Himmel,umjedesKindmitWasserzuwaschen,eszu salbenundinKleiderzuhüllenundihmzweiglatteSteine indieHändezugeben,vondemeinenesMilchundvon demanderenHonigsaugte,underließihmHaarebiszu denKnienwachsen,damitessichdamitbedeckenkonnte, umeszutröstenundihminseinemErbarmenanhaftezu lassen
56UndalsGottsichihrererbarmteundesihmgefiel,sie aufErdenzumehren,befahlerseinerErde,sie aufzunehmenunddarinzubewahrenbiszuihrerGröße DanachtatdieErdeihrenMundaufundspiesiehervor, undsiesprossenausderStadthervorwiedasKrautder ErdeunddasGrasdesWaldes,undjederkehrtezuseiner FamilieundzuseinemVaterhauszurückundbliebbei ihnen
57UnddieKinderderIsraelitenwarenaufderErdewie dasKrautaufdemFelde,durchdieGnadeGottes,die ihnenwiderfahrenwar
58AlsnunalleÄgypterdiessahen,gingensiehinaus,ein jederaufseinFeldmitseinemOchsenjochundseiner Pflugschar,undsiepflügtenesum,wiemandieErdezur Aussaatpflügt
59Undalssiepflügten,konntensiedenSäuglingender IsraelitenkeinenSchadenzufügen,undsovermehrtesich dasVolkundwurdeüberauszahlreich
60UndderPharaobefahlseinenBeamten,täglichnach Goschenzugehen,umnachdenKindernderKinderIsraels zusuchen
61Undwennsieeinesgesuchtundgefundenhatten,rissen sieesmitGewaltausdemSchoßderMutterundwarfenes indenFluss;dasMädchenaberließensiebeiderMutter SotatendieÄgypterdenIsraelitenalleTagelang.
KAPITEL68
1UndzujenerZeitkamderGeistGottesaufMirjam,die TochterAmrams,dieSchwesterAaronsUndsieging hinausundweissagteimHausundsprach:Siehe,diesmal wirdunsvonmeinemVaterundmeinerMuttereinSohn geborenwerden,derwirdIsraelausderHandÄgyptens erretten
2AlsAmramdieWorteseinerTochterhörte,gingerhin undholteseineFrauzurückinsHaus,nachdemersiezu derZeitfortgeschickthatte,alsderPharaobefahl,alle männlichenKinderausdemHauseJakobinsWasserzu werfen
3SonahmAmramseineFrauJochebeddreiJahre, nachdemersieverstoßenhatte,wiederzusich,undsie wurdeschwanger.
4UndnachsiebenMonaten,seitihrerEmpfängnis,gebar sieeinenSohn,unddasganzeHauswurdeerfülltvon einemgroßenLicht,wievomLichtderSonneunddes MondeszurZeitihresScheins
5AlsdieFrausah,dassdasKindschönundansehnlich war,verstecktesieesdreiMonatelangineineminneren Raum
6InjenerZeitverschworensichdieÄgypter,umalle Hebräerdortzuvernichten.
7UnddieägyptischenFrauengingennachGoschen,wo dieIsraelitenwaren,undtrugenihreKleinen,ihre Säuglinge,dienochnichtsprechenkonnten,aufihren Schultern
8UndinjenenTagen,alsdieFrauenderKinderIsraels gebaren,verbargjedeFrauihrenSohnvordenÄgyptern, damitdieÄgypternichtsvonihrerGeburterfuhrenundsie nichtausdemLandvertilgten.
9UnddieägyptischenFrauenkamennachGoschenund trugenihreKinder,dienichtsprechenkonnten,aufihren Schultern.WenneineägyptischeFrauindasHauseiner hebräischenFraukam,fingihrKindanzuweinen 10Alsesaberschrie,antwortetedasKind,dasiminneren Zimmerwar.DagingendieägyptischenFrauenhinund berichtetenesdemPharao
11UndderPharaosandteseineBeamtenaus,umdie Kinderzuholenundzutöten;sotatendieÄgypteralle TagemitdenhebräischenFrauen
12UndetwadreiMonatenachJochebedsVerheimlichung ihresSohneswurdedieSacheimHausdesPharaobekannt.
13DaeiltedieFrau,ihrenSohnwegzunehmen,bevordie Beamtenkamen,undsienahmfürihneinKästchenaus Binsen,bestrichesmitLehmundPech,legtedasKind hineinundstellteesinsSchilfamUferdesFlusses 14SeineSchwesterMirjamaberbliebinderFernestehen, umzuerfahren,wasmitihmgeschehenwürdeundwasaus ihrenWortenwerdenwürde
15UndGottsandtezujenerZeiteinefurchtbareHitzeüber dasLandÄgypten,diedasFleischderMenschen verbranntewiedieSonneinihremKreislauf,undsie bedrücktedieÄgyptersehr
16UndalleÄgyptergingenhinabindenFluss,umzu baden,weildieHitzeihnendasFleischversengte 17AuchBathia,dieTochterdesPharao,gingwegender drückendenHitzezumFluss,umdortzubaden;undihre DienerinnengingenamFlussuferentlang,undalleFrauen Ägyptensebenfalls
18UndBathiahobihreAugenzumFlussaufundsahdie LadeaufdemWasserundschickteihreMagd,siezuholen 19UndsieöffneteesundsahdasKind,undsiehe,das Kindweinte,undsiehatteMitleidmitihmundsprach: DiesisteinesderhebräischenKinder
20UndalleFrauenÄgyptens,dieamFlussufer entlanggingen,wolltenihnstillen;abererwolltenicht saugen,denndieswarvomHerrngeschehen,umihn wiederandieBrustseinerMutterzubringen 21ZujenerZeitbefandsichMirjam,seineSchwester, unterdenägyptischenFrauenamFlussuferSiesahdies undsprachzuderTochterdesPharao:Sollichhingehen undeineAmmevondenhebräischenFrauenholen,diedas Kindfürdichstillensoll?
22DasprachdieTochterdesPharaozuihr:Gehhin!Und diejungeFrauginghinundriefdieMutterdesKindes 23DasprachdieTochterdesPharaozuJochebed:Nimm diesesKindundstilleesfürmich,undichwilldirdeinen
Lohnzahlen,zweiSilberstücketäglichUnddieFraunahm dasKindundstilltees.
24UndalsdasKindnachzweiJahrenherangewachsenwar, brachtesieeszurTochterdesPharao,underwarihrwie einSohn,undsienannteihnMose,dennsiesagte:„Weil ichihnausdemWassergezogenhabe“
25UndAmramsVaternannteihnChabar,dennersagte: SeinetwegenhaterwiederUmgangmitseinerFrau,dieer verstoßenhatte
26UndJochebed,seineMutter,nannteihnJekuthiel,denn siesprach:IchhabefürihnaufdenAllmächtigengehofft, undGotthatihnmirzurückgegeben
27UndMirjam,seineSchwester,nannteihnJered,denn siefolgteihmzumFlusshinab,umzuerfahren,wiesein Endeseinwürde
28UndAaron,seinBruder,nannteihnAbiZanuchund sprach:MeinVaterhatmeineMutterverlassenundist seinetwegenzuihrzurückgekehrt
29UndKehath,derVaterAmrams,nannteihnAbigdor, weilGottseinetwegendenRissimHausJakobrepariert hatte,sodasssieihreSöhnenichtmehrinsWasserwerfen konnten.
30IhreAmmenannteihnAbiSochoundsprach:Erwar dreiMonatelanginseinemZeltverborgengeblieben wegenderSöhneHams.
31UndganzIsraelnannteihnSchemaja,denSohn Netanels,dennsiesagten:InseinenTagenhatGottihr SchreienerhörtundsievonihrenUnterdrückernerrettet.
32UndMosewarimHausdesPharaoundgaltBatja,der TochterdesPharao,alsSohn,undMosewuchsunterden SöhnendesKönigsauf.
KAPITEL69
1UndderKönigvonEdomstarbinjenenTagen,im achtzehntenJahrseinerRegierung,undwurdeinseinem Tempelbegraben,denersichalsköniglicheResidenzim LandEdomhatteerbauenlassen
2UnddieSöhneEsaussandtenBotennachPetor,dasam Flussliegt,undholtenvondorteinenjungenMannmit schönenAugenundansehnlichemAussehen,derSaulhieß, undsiemachtenihnzumKönigübersichanstellevon Samla.
3UndSaulregiertevierzigJahrelangüberalle NachkommenEsausimLandEdom
4AlsnunderPharao,derKönigvonÄgypten,sah,dass derRatBileamsinBezugaufdieIsraelitennicht funktionierte,sonderndasssiesichdennochimganzen LandÄgyptenvermehrtenundfruchtbarwurden,
5DabefahlderPharaoinjenenTagen,dassinganz ÄgyptendenIsraelitenverkündetwerdensollte:Niemand solletwasvonseinemtäglichenLohnmindern.
6WennabereinManninseinertäglichenArbeit,seies beimMörtelnoderbeimZiegeln,alsungenügendbefunden wird,sosollseinjüngsterSohnanseineStelletreten
7UnddieArbeitderÄgypterwurdeinjenenTagenfürdie Israelitenimmerschwerer;undsiehe,wenneinemMann beiseinertäglichenArbeiteinZiegelfehlte,sonahmendie ÄgypterseinenjüngstenSohnmitGewaltvonseiner MutterundsetztenihnanstelledesZiegels,denseinVater vergessenhatte,indasGebäudeein
8UnddieMännerÄgyptenstatendiesmitallenIsraeliten TagfürTag,alleTageübereinenlangenZeitraum.
9AberderStammLeviarbeitetezujenerZeitnichtmit denIsraeliten,ihrenBrüdern,zusammen;denndieLeviten kanntendieListderÄgypter,diedieseanfangsgegendie Israelitenangewendethatten
KAPITEL70
1ImdrittenJahrnachderGeburtdesMosesaßderPharao beieinemFestmahlZuseinerRechtensaßdieKönigin Alparanith,zuseinerLinkenBatja,undderKnabeMose lagaufihrerBrust.AuchBileam,derSohnBeors,saßmit seinenbeidenSöhnenundalleFürstendesKönigreichs saßeninGegenwartdesKönigsbeiTisch
2UndderKnabestreckteseineHandaufdasHauptdes Königsaus,nahmdieKronevomHauptdesKönigsund setztesiesichselbstauf
3AlsderKönigunddieFürstensahen,wasderKnabe getanhatte,erschrakensiesehr,undeinersagtezuseinem Nachbarn:„Ichbinerstaunt“
4UndderKönigsprachzudenFürsten,dievorihmzu Tischsaßen:Wassagtihrdazu,ihrFürsten,indieserSache, undwiesolldasUrteilüberdenKnabenwegendieserTat lauten?
5UndBileam,derSohnBeors,derZauberer,antwortete vordemKönigunddenFürstenundsprach:Erinneredich nun,meinHerrundKönig,andenTraum,denduvor vielenTagengeträumthast,undandas,wasdeinDiener dirgedeutethat
6NunisteralsoeinKindausdemVolkderHebräer,in demderGeistGottesist;undmeinHerr,derKönig,möge nichtmeinen,dassdieserJünglingdiesohneWissengetan habe.
7DenneristeinhebräischerKnabe,undWeisheitund Verstandsindmitihm,obwohlernocheinKindist;und mitWeisheithaterdiesgetanundsichdasKönigreich Ägyptenerwählt
8DenndiesistdieArtallerHebräer,Königeundihre Edlenzutäuschen,indemsiealldieslistigtun,umdie KönigederErdeundihreUntertanenerzitternzulassen
9Duweißtdoch,dassAbraham,ihrVater,sohandelte,als erdasHeerNimrods,desKönigsvonBabel,und Abimelechs,desKönigsvonGerar,überlisteteundsichdas LandderHeth-StämmeundalleKönigreicheKanaans einverleibte.
10UnderginghinabnachÄgyptenundsagtevonseiner FrauSara:„SieistmeineSchwester“,umÄgyptenund ihrenKönigirrezuführen
11SeinSohnIsaaktatdasselbe,alsernachGerargingund sichdortaufhielt,undseineStärkesetztesichgegendas HeerAbimelechs,desKönigsderPhilister,durch.
12ErhatteauchdieAbsicht,dasKönigreichderPhilister inVerlegenheitzubringen,indemerbehauptete,seine FrauRebekkaseiseineSchwester
13AuchJakobhandeltetreulosanseinemBruderund nahmihmdasErstgeburtsrechtunddenSegen.
14ErgingdannnachPaddan-AramzumHausLabans,des BrudersseinerMutter,underlangtedurchListseine Tochter,seinViehundalles,wasihmgehörte,undfloh undkehrteindasLandKanaanzuseinemVaterzurück
15SeineSöhneverkauftenihrenBruderJosef,dernach ÄgyptenhinabgingunddortzumSklavenwurdeundzwölf JahrelangimGefängnissaß
16BisderfrüherePharaoTräumehatteundihnausdem GefängnisholteundihnüberalleFürsteninÄgyptenerhob, weilerihmseineTräumedeutete
17AlsGottabereineHungersnotimganzenLand verursachte,ließerseinenVaterundalleseineBrüderund dasganzeHausseinesVatersholenundversorgtesieohne GegenleistungundohneLohn;underkauftedieÄgypter zuSklaven
18Darum,meinHerrundKönig,siehe,dieserKnabeistan ihrerStattinÄgyptenaufgestanden,umzutun,wiesiees getanhaben,undummitjedemKönig,FürstenundRichter zuspielen
19WennesdemKöniggefällt,lasstunsnunseinBlutauf dieErdevergießen,damiternichtheranwächstunddirdie HerrschaftentreißtunddieHoffnungÄgyptensnachseiner Herrschaftzunichtewird.
20UndBileamsprachzudemKönig:Lassunsferneralle RichterÄgyptensundseineWeisenrufenundunswissen lassen,obdasTodesurteilüberdiesenKnaben gerechtfertigtist,wiedugesagthast;dannwollenwirihn töten
21DasandtederPharaoBotenundließalleWeisen ÄgyptensrufenUndsiekamenvordenKönig,undein EngeldesHerrntratuntersie;underwarwieeinerder WeisenÄgyptens.
22UndderKönigsprachzudenWeisen:Ihrhabtdoch sichergehört,wasdieserhebräischeJunge,derimHausist, getanhat,undsohatBileaminderSachegeurteilt.
23Richtetnunauchihrselbstundseht,wasdemJungen aufgrundseinerTatgebührt
24UndderEngel,derwieeinerderWeisendesPharao aussah,antworteteundsprachvorallenWeisenÄgyptens undvordemKönigunddenFürsten:
25WennesdemKöniggefällt,sollerMännerrufen,die ihmeinenOnyxsteinundeineglühendeKohlebringenund sievordasKindlegenWenndasKinddannseineHand ausstrecktunddenOnyxsteinnimmt,dannwissenwir,dass derJünglingalles,wasergetanhat,mitWeisheitgetanhat, undwirmüssenihntöten
26WenneraberseineHandnachderKohleausstreckt, dannwerdenwirerkennen,dasserdiesnichtwissentlich getanhat,underwirdleben
27UnddieSachegefieldemKönigunddenFürsten;sotat derKönig,wieihmderEngeldesHerrnbefohlenhatte
28UndderKönigbefahl,denOnyxsteinunddieKohlezu bringenundvorMosezulegen
29UndsiestelltendenKnabenvorsichher,undderKnabe versuchte,seineHandnachdemOnyxsteinauszustrecken; aberderEngeldesHerrnnahmseineHandundlegtesie aufdieKohle,unddieKohleerloschinseinerHand;under hobsieaufundstecktesieinseinenMund,undverbrannte sicheinenTeilseinerLippenundeinenTeilseinerZunge, underwurdeschwerimMundundaufderZunge
30AlsderKönigunddieFürstendiessahen,erkanntensie, dassMosenichtweisegehandelthatte,alserdemKönig dieKronevomHauptnahm
31DaließenderKönigunddieFürstenvonderTötungdes Kindesab,undMosebliebimHausdesPharaoundwuchs heran,undderHerrwarmitihm
32UndwährendderKnabeimHausdesKönigswar, wurdeerinPurpurgekleidetundwuchsunterdenSöhnen desKönigsauf
33AlsMoseimKönigshausherangewachsenwar, betrachteteihnBatja,dieTochterdesPharao,wieeinen Sohn;undderganzeHofstaatdesPharaoehrteihn,und alleMännerÄgyptensfürchtetenihn
34UndergingtäglichhinausundkamindasLand Goschen,woseineBrüder,dieKinderIsraels,wohnten, undMosesahsietäglichunterAtemnotundschwerer Arbeitleiden
35DafragteMosesie:WarumwirdeuchdieseArbeitTag fürTagauferlegt?
36Undsieerzähltenihmalles,wasihnenwiderfahrenwar, undalleGebote,diederPharaoihnenvorseinerGeburt auferlegthatte.
37UndsieerzähltenihmalleRatschläge,dieBileam,der SohnBeors,gegensiegegebenhatte,undauch,waser gegenihngegebenhatte,umihnzutöten,nachdemerihm dieKronedesKönigsvomHauptgenommenhatte
38AlsMosedieshörte,entbrannteseinZorngegenBileam, undersuchteihnzutötenundlauerteihmTagfürTagauf.
39UndBileamfürchtetesichvorMose,underundseine beidenSöhnemachtensichaufundzogenausÄgypten hinaus;sieflohenundrettetenihrLebenundbegabensich indasLandKuschzuKikianus,demKönigvonKusch
40UndalsMoseimPalastdesKönigsein-undausging, schenkteihmderHERRGnadebeidemPharaoundbei allenseinenDienernundbeidemganzenVolkÄgypten, undsieliebtenMoseüberaus
41UndalsderTagkam,dagingMosenachGoschen,um seineBrüderzubesuchen,saherdieIsraelitenunterihren LastenundihrerhartenArbeit,undMosewardarüber betrübt.
42UndMosekehrtenachÄgyptenzurückundkamzum HausdesPharaoundtratvordenKönig,undMosebeugte sichvordemKönignieder.
43UndMosesprachzuPharao:Ichbittedich,meinHerr, ichbingekommen,umeinekleineBitteandichzurichten; wendemeinAngesichtnichtleerab.UndPharaosprachzu ihm:Rede
44UndMosesprachzuPharao:GibdeinenKnechtenden Israeliten,dieinGoschensind,einenTagRuhevonihrer Arbeit
45DaantwortetederKönigMoseundsprach:Siehe,ich habedeinAngesichtindieserSacheemporgehoben,um deineBittezuerfüllen
46UndderPharaobefahl,inganzÄgyptenundGoschen einenAushangzuverbreiten,derlautete:
47Euchallen,ihrIsraeliten,sprichtderKönig:SechsTage solltihrarbeitenundeuchabmühen,aberamsiebtenTag solltihrruhenundkeineArbeitverrichtenSosolltihralle Tagetun,wiederKönigundMose,derSohnBatjas,es gebotenhaben.
48UndMosefreutesichüberdas,wasderKönigihm gewährthatte,undalleIsraelitentaten,wieMoseihnen gebotenhatte.
49DenndiesgeschahvomHerrnandieKinderIsraels; dennderHerrhattebegonnen,derKinderIsraelszu gedenken,umsieumihrerVäterwillenzuretten
50UndderHerrwarmitMose,undseinRuhmverbreitete sichinganzÄgypten.
51UndMosewurdegroßindenAugenallerÄgypterund indenAugenallerIsraeliten,weilerdasWohlseines VolkesIsraelsuchteundmitdemKönigFriedensworte übersiesprach
KAPITEL71
1AlsMoseachtzehnJahrealtwar,wollteerseinenVater undseineMuttersehenundgingzuihnennachGoschen AlsMoseindieNähevonGoschengekommenwar,kam erandenOrt,wodieIsraelitenarbeiteten,undersahihre LastenundsaheinenÄgypter,dereinenseinerhebräischen Brüderschlug
2AlsderGeschlageneMosesah,lieferzuihmundbatihn umHilfe;dennMosegenosshohesAnsehenimHausedes PharaoErsagtezuihm:MeinHerr,hilfmir!Dieser ÄgypterkamnachtsinmeinHaus,fesseltemichundging vormeinenAugenzumeinerFrau;nunwillermirdas Lebennehmen
3AlsMosedieseböseTathörte,entbrannteseinZorn gegendenÄgypterErwandtesichhinundher,undalser sah,dassdortniemandwar,erschlugerdenÄgypterund vergrubihnimSand.DannerretteteerdenHebräerausder Handdessen,derihnerschlagenhatte
4UndderHebräergingnachHause,undMosekehrtenach HausezurückundginghinausundkamwiederzumHaus desKönigs
5UndalsderMannnachHausezurückgekehrtwar,dachte erdaran,seineFrauzuverstoßen;denneswarimHause Jakobsnichtrecht,dasseinMannzuseinerFrau zurückkehrte,nachdemsieentehrtwordenwar
6UnddieFrauginghinunderzählteesihrenBrüdern;da suchtendieBrüderderFrauihnzutöten;eraberflohin seinHausundentkam
7AmzweitenTaggingMosezuseinenBrüdernhinaus undsah,dasszweiMännermiteinanderstrittenDasprach erzudemBösen:WarumschlägstdudeinenNächsten?
8Eraberantworteteihmundsprachzuihm:Werhatdich zumFürstenundRichterüberunseingesetzt?Willstdu michetwatöten,wiedudenÄgyptergetötethast?Da fürchtetesichMoseundsprach:IstdieSachenichtlängst bekannt?
9AlsderPharaovondieserSacheerfuhr,befahler,Mose zutötenDasandteGottseinenEngel,unddiesererschien demPharaoinGestalteinesOberstenderLeibwache
10UndderEngeldesHerrnnahmdemOberstender LeibwachedasSchwertausderHandundschlugihm damitdenKopfab;denndasBilddesOberstender LeibwachewarindasBilddesMoseverwandeltworden
11DaergriffderEngeldesHerrndierechteHanddes MoseundführteihnausÄgyptenherausundstellteihn außerhalbderGrenzenÄgyptensauf,eineEntfernungvon vierzigTagereisen
12Aaron,seinBruder,blieballeinimLandÄgypten zurückundweissagtedenIsraeliten:
13SosprichtderHerr,derGotteurerVorfahren:Schafft ab,einjeder,wasihmindenAugeneinGräuelist,und verunreinigteuchnichtmitdenGötzenÄgyptens
14DalehntensichdieIsraelitenaufundwolltenzujener ZeitnichtmehraufAaronhören.
15UndderHERRdachtedaran,siezuvernichten,wenner nichtandenBundgedachthätte,denermitAbraham, IsaakundJakobgeschlossenhatte.
16InjenenTagenbliebdieHanddesPharaostrenggegen dieKinderIsraels;erunterdrückteundquältesiebiszuder Zeit,alsGottseinWorterließundsichihrererbarmte
KAPITEL72
1UndesgeschahinjenenTagen,dasseingroßerKrieg zwischendenSöhnenKuschsunddenSöhnendesOstens undAramsentstand;undsierebelliertengegendenKönig vonKusch,indessenHandsiewaren
2SozogKikianus,derKönigvonKusch,mitdemganzen VolkvonKusch,einemVolksozahlreichwiederSandam Meer,aus,umgegenAramunddieVölkerdesOstenszu kämpfenundsiezuunterwerfen.
3AlsKikianusauszog,ließerBileam,denZauberer,mit seinenbeidenSöhnenunddemniedrigstenStanddes VolkesdesLandeszurück,umdieStadtzubewachen.
4DazogKikianushinausnachAramundzudenSöhnen desOstensundkämpftegegensieundschlugsie,undalle fielenverwundetvorKikianusundseinemVolknieder.
5Undermachtevielevonihnengefangenundunterwarf siewiezuvorundlagertesichinihremLand,umwie gewohntTributvonihnenzufordern.
6AlsderKönigvonKuschBileam,denSohnBeors, zurückgelassenhatte,umdieStadtunddieArmender Stadtzubewachen,erhobersichundrietdemVolkdes Landes,gegenKönigKikianuszurebellieren,damitdieser beiseinerHeimkehrnichtindieStadtzurückkehrendürfe 7UnddasVolkdesLandeshörteaufihn,schwörteihm undmachteihnzumKönigübersieundseinebeiden SöhnezuHeerführern
8SoerhobensiesichunderhöhtendieMauernderStadtan denbeidenEckenundbauteneinüberausfestesGebäude 9AnderdrittenEckegrubensieunzähligeGräben zwischenderStadtunddemFluss,derdasganzeLand Kuschumgab,undließendortdieWasserdesFlusses hervortreten
10AnderviertenEckesammeltensiedurchihre BeschwörungenundZaubersprüchezahlreicheSchlangen, befestigtendieStadtundwohntendarin,undniemandging vorihnenhinausoderhinein
11UndKikianuskämpftegegenAramunddieSöhnedes Ostensundunterwarfsiewiezuvor,undsiegabenihm ihrenüblichenTribut,undergingundkehrteinseinLand zurück
12AlsnunKikianus,derKönigvonKusch,mitallen HeerführerninseineStadtkam,blicktensieaufundsahen, dassdieMauernderStadtaufgebautundsehrhochwaren; darüberstauntendieMänner.
13Undsiesagtenzueinander:Weilsiesahen,dasswirim KampfaufgehaltenwurdenundgroßeAngstvorunshatten, habensiediesgetanunddieStadtmauernerhöhtund
befestigt,damitdieKönigevonKanaannichtgegensiein denKriegziehenkönnten.
14DanähertensichderKönigunddieTruppendem Stadttor,blicktenaufundsahen,dassalleTorederStadt verschlossenwaren.DariefensiedenWachenzu:„Macht unsauf,damitwirindieStadthineinkommenkönnen!“
15AberdieWächterweigertensich,ihnenaufBefehl Bileams,desZauberers,ihresKönigs,dieTürzuöffnen undließensienichtinihreStadt
16SokameszumKampfgegensiegegenüberdem Stadttor,undeinhundertdreißigManndesHeeresvon KikianusfielenandiesemTag
17AmnächstenTagaberkämpftensieweiterund kämpftenamFlussufer;sieversuchtenhinüberzukommen, aberesgelangihnennicht,undeinigevonihnensankenin dieGrubenundstarben.
18DabefahlderKönigihnen,Bäumezufällen,umFlöße darauszubauen,mitdenensiezuihnengelangenkonnten; undsietatenes.
19AlssieaberandieStellederGräbenkamen,wodas Wassermühlenartigaufgewühltwurde,ertranken zweihundertMannaufzehnFlößen.
20AmdrittenTagkamensie,umanderSeitezukämpfen, wodieSchlangenwaren;abersiekonntennichtdorthin gelangen,denndieSchlangenerschlugenvonihnen einhundertundsiebzigMannDahörtensieauf,gegen Kuschzukämpfen,undbelagertenKuschneunJahrelang; niemandkamherausoderhinein.
21ZujenerZeit,alsKriegundBelagerunggegenKusch geführtwurden,flohMoseausÄgyptenvordemPharao, derihntötenwollte,weilerdenÄgyptererschlagenhatte.
22MosewarachtzehnJahrealt,alservordemPharaoaus ÄgyptenflohErflohundgelangteindasLagerdes Kikianus,derzujenerZeitKuschbelagerte.
23UndMosebliebneunJahreimLagerdesKikianus,des KönigsvonKusch,währendderganzenZeit,alssieKusch belagerten;undMosegingmitihnenausundwieder zurück
24UndderKönigunddieFürstenundalleKriegerliebten Mose,dennerwargroßundwürdig;seineGestaltwarwie dieeinesedlenLöwen,seinAngesichtwiedieSonneund seineKraftwiedieeinesLöwen;underwarRatgeberdes Königs.
25NachneunJahrenwurdeKikianusvoneinertödlichen Krankheitbefallen,undseineKrankheitüberwältigteihn, understarbamsiebtenTag.
26DabalsamiertenihnseineDienerein,trugenihnfort undbegrubenihngegenüberdemStadttorimNordendes LandesÄgypten
27Undsiebautenüberihmeinelegantes,starkesund hohesGebäudeundlegtengroßeSteinedarunter
28UnddieSchreiberdesKönigshabenaufjeneSteinedie ganzeMachtihresKönigsKikianusundalleseine Schlachten,dieergeschlagenhat,eingraviert;siehe,sie sinddortnochheutegeschrieben
29NachdemToddesKönigsKikianusvonKusch trauertenseineMännerundTruppensehrwegendes Krieges
30Dasagtensiezueinander:GibunseinenRat,waswirin dieserZeittunsollen,dawirnunschonneunJahreinder WüstefernvonunserenHäusernweilen
31Wennwirsagen,wirwollengegendieStadtkämpfen, werdenvielevonunsverwundetodergetötetwerden;und wennwirhierinderBelagerungbleiben,werdenauchwir sterben.
32DennnunwerdenalleKönigevonAramundderSöhne desOstenshören,dassunserKönigtotist,undsiewerden unsplötzlichundfeindseligangreifenundgegenuns kämpfenundkeinenRestvonunsübriglassen.
33DarumlasstunsnunhingehenundeinenKönigüber unssetzenundinderBelagerungbleiben,bisdieStadtuns ausgeliefertwird
34UndsiewolltensichandiesemTagausdemHeerdes KikianuseinenMannzumKönigwählen;abersiefanden keinen,derihrenVorstellungenentsprachundderMoses alsKönigübersieherrschensollte
35DaeiltensieundzogenjedemMannseineKleideraus undwarfensieaufdieErde;siemachteneinengroßen HaufenundlegtenMosedarauf
36Undsiestandenauf,bliesendiePosaunenundriefen vorihmher:„DerKöniglebe!DerKöniglebe!“
37UnddasganzeVolkunddieEdlenschworenihm,ihm Adonja,dieKönigin,dieKuschiterin,dieFraudes Kikianus,zurFrauzugeben,undsiemachtenMosean diesemTagzumKönigübersich
38UnddasganzeVolkvonKuscherließandiesemTag einenAusspruchundsprach:JederMannsollMoseetwas vondemgeben,waserbesitzt
39UndsiebreiteteneinTuchaufdemHaufenaus,und jederwarfetwasvondem,waserhatte,darauf,dereine einengoldenenOhrring,derandereeineMünze
40AuchOnyxsteine,Bdellium,PerlenundMarmorwarfen dieKindervonKuschaufMosesaufdenHaufen,dazu SilberundGoldingroßerMenge
41UndMosenahmallesSilberundGold,alleGefäßeund dieBdellium-undOnyxsteine,dieihmalleSöhnevon Kuschgegebenhatten,undlegtesieunterseineSchätze 42UndMosewurdeandiesemTagKönigüberdieKinder vonKuschanstelledesKönigsKikianusvonKusch
KAPITEL73
1ImfünfundfünfzigstenJahrderRegierungdesPharao, desKönigsvonÄgypten,dasheißtim einhundertsiebenundfünfzigstenJahr,nachdemdie IsraelitennachÄgyptengezogenwaren,regierteMosein Kusch.
2MosewarsiebenundzwanzigJahrealt,alserdie HerrschaftüberKuschantrat,underregiertevierzigJahre.
3UndderHerrgewährteMoseGunstundGnadebeiallen Kusch-Söhnen,unddieKusch-Söhneliebtenihnüberaus, sodassMoseGunstbeimHerrnundbeidenMenschen fand.
4AmsiebtenTagseinerHerrschaftversammeltensichalle SöhnevonKusch,tratenvorMoseundbeugtensichvor ihmbiszurErdenieder
5UndalleKinderredetenmiteinandervordemKönigund sprachen:GibunsRat,damitwirsehen,wasmitdieser Stadtgeschehensoll
6DennnunschonseitneunJahrenbelagernwirdieStadt ringsumundhabenunsereKinderundunsereFrauennicht gesehen
7DaantworteteihnenderKönig:Wennihraufmeine Stimmehörtundallestut,wasicheuchgebietenwerde, dannwirdderHerrdieStadtinunsereHändegeben,und wirwerdensieunterwerfen.
8Dennwennwirmitihnenkämpfenwieindemfrüheren Kampf,denwirvordemToddesKikianusmitihnen geführthaben,werdenvielevonunswiezuvorverwundet zuBodenfallen.
9Darumsehtnun,diesisteinRatfüreuchindieserSache: WennihraufmeineStimmehört,sowirddieStadtin unsereHändegegebenwerden
10DaantwortetenalleHeeredemKönig:Alles,wasunser Herrbefehlenwird,daswerdenwirtun.
11UndMosesprachzuihnen:Gehthindurchundruftim ganzenLagerdemganzenVolkzu:
12SosprichtderKönig:GehtindenWaldundnehmtvon denJungendesStorchsmit,jedereinenJungeninseiner Hand
13Undjeder,dergegendasWortdesKönigsverstößtund seinKindnichtbringt,sollsterben,undderKönigsollalles, wasihmgehört,einziehen
14Wennihrsiezueuchbringt,solltihrsieineurerObhut behaltenundsieaufziehen,bissiegroßsindIhrsolltsie lehren,zustoßen,wieesdieJungendesHabichtstun
15DahörtenalleSöhnevonKuschdieWortedesMose underhobensichundließenimganzenLagerausrufen:
16Euchallen,denSöhnenvonKusch,befiehltderKönig, dassihrallezusammenindenWaldgehtunddortdie jungenStörchefangt,jederseinenJungenindieHand,und siedannnachHausebringt
17Jeder,dergegendenBefehldesKönigsverstößt,soll sterben,undderKönigsollalles,wasihmgehört, einziehen
18UnddasganzeVolktatdiesundginghinausinden WaldundkletterteaufdieTannenundfing,jederMann, einenjungenStorchinseinerHand,allejungenStörche, undsiebrachtensieindieWüsteundzogensieaufBefehl desKönigsaufundlehrtensie,wiediejungenFalkenzu stoßen
19NachdemdiejungenStörcheaufgezogenwaren,befahl derKönig,siedreiTagelanghungernzulassen,unddas ganzeVolktates
20AmdrittenTagsprachderKönigzuihnen:Kräftigt euchundwerdettapfereMänner!JedersollseineRüstung anlegen,seinSchwertumgürten,jedersollaufseinPferd steigenundjedersollseinenjungenStorchindieHand nehmen
21UndwirwollenaufstehenundgegendieStadtandem Ortkämpfen,wodieSchlangensind;unddasganzeVolk tat,wiederKönigbefohlenhatte
22UndsienahmenjederseinenjungenStorchindieHand undgingenfort.AlssieandenOrtderSchlangenkamen, sprachderKönigzuihnen:JedersollseinenjungenStorch aufdieSchlangensetzen
23UndsiesandtenaufBefehldesKönigsjederseinen jungenStorchaus;unddiejungenStörcheliefenaufdie Schlangenzuundfraßensiealleaufundvertilgtensieaus jenemOrt
24AlsderKönigunddasVolksahen,dassalleSchlangen andiesemOrtvernichtetwordenwaren,erhobdasganze VolkeingroßesGeschrei
25UndsierücktenvorundkämpftengegendieStadtund nahmensieeinundunterwarfensie,undsiezogenindie Stadtein
26UndandiesemTagstarbeneintausendundhundertMann vondenEinwohnernderStadt,alle,dieinderStadt wohnten;abervondenBelagerernstarbkeiner
27SogingenalleSöhneKuschsnachHause,jederzu seinerFrauundseinenKindernundzuallem,wasihm gehörte
28AlsBileam,derZauberer,sah,dassdieStadt eingenommenwar,öffneteerdasTor,underundseine beidenSöhneundachtBrüderflohenundkehrtennach ÄgyptenzumPharao,demKönigvonÄgypten,zurück.
29EshandeltsichumdieZaubererundMagier,dieim BuchdesGesetzeserwähntwerdenundsichgegenMose stellten,alsderHerrdiePlagenüberÄgyptenbrachte.
30SonahmMosedieStadtdurchseineWeisheitein,und dieKindervonKuschsetztenihnanstellevonKikianus, demKönigvonKusch,aufdenThron.
31UndsiesetztenihmdieköniglicheKroneaufundgaben ihmAdonja,diekuschitischeKönigin,dieFraudes Kikianus,zurFrau.
32UndMosefürchtetedenHerrn,denGottseinerVäter, sodassernichtzuihrkamundseineAugennichtzuihr wandte.
33DennMoseerinnertesichdaran,wieAbrahamseinen DienerEliëserhatteschwörenlassenundzuihmgesagt hatte:DusollstmeinemSohnIsaakkeineFrauausden TöchternKanaansnehmen
34EbensohandelteIsaak,alsJakobvorseinemBruder geflohenwarundihmgebotenhatte:Dusollstdirkeine FrauausdenTöchternKanaansnehmenundkeinBündnis miteinemderSöhneHamseingehen
35DennderHERR,unserGott,gabHam,denSohnNoahs, undseineKinderundallseineNachkommenalsSklaven denSöhnenSemsunddenSöhnenJaphetsundderen NachkommennachihnenalsSklavenfürimmer.
36DarumwandteMoseseinHerzundseineAugennicht derFraudesKikianuszu,solangeerüberKuschregierte
37UndMosefürchtetedenHERRN,seinenGott,sein ganzesLebenlangundwandeltevordemHERRNinTreue, mitganzemHerzenundganzerSeele;erwichnichtvom rechtenWegaballeTageseinesLebensundgingnichtvon demWegab,wederzurRechtennochzurLinken,den Abraham,IsaakundJakobgegangenwaren
38UndMosefestigteseineHerrschaftimKönigreichder KuschundleitetedieKuschmitseinergewohnten Weisheit,undMosehatteErfolginseinemKönigreich.
39ZujenerZeithörtenAramunddieSöhnedesOstens, dassKikianus,derKönigvonKusch,gestorbenwar DaraufhinrebelliertenAramunddieSöhnedesOstensin jenenTagengegenKusch.
40UndMoseversammeltealleSöhneKuschs,einsehr starkesVolk,etwadreißigtausendMann,undzogaus,um gegenAramunddieSöhnedesOstenszukämpfen
41UndsiegingenzuerstzudenStämmendesOstens;als aberdieStämmedesOstensvonihnenhörten,zogensie ihnenentgegenundkämpftenmitihnen
42UndderKriegwurdeheftiggegendieKinderdes Ostens.DagabderHerralleKinderdesOstensindieHand desMose,undetwadreihundertMannfielenerschlagen
43DakehrtenalleStämmedesOstensumundzogensich zurück.MoseunddieStämmevonKuschfolgtenihnen undunterwarfensieundlegtenihneneineSteuerauf,wie esihrBrauchwar.
44SozogenMoseunddasganzeVolk,dasmitihmwar, vondortindasLandAram,umdortzukämpfen
45UndauchdieAramäerzogenihnenentgegen,undsie kämpftengegensie.DerHERRgabsieindieHandMoses, undvieleAramäerfielenverwundetzuBoden
46AuchAramwurdevonMoseunddenKusch unterworfenundentrichteteauchihreüblicheSteuer
47UndMoseunterwarfAramunddieSöhnedesOstens denSöhnenvonKusch,undMoseunddasganzeVolk,das beiihmwar,wandtensichdemLandKuschzu
48UndMosefestigteseineMachtimKönigreichder Kusch-Söhne,undderHERRwarmitihm,undalleKuschSöhnefürchtetenihn
KAPITEL74
1NachlangerZeitstarbSaul,derKönigvonEdom,und Baal-Khanan,derSohnAchbors,regierteanseinerStelle.
2ImsechzehntenJahrderRegierungMosesüberKusch regierteBaal-Kanaan,derSohnAchbors,imLandEdom überalleEdomerachtunddreißigJahrelang.
3ZuseinerZeitrebellierteMoabgegendieMachtEdoms, nachdemesseitdenTagenHadads,desSohnesBedads, unterEdomgestandenhatte.HadadhatteMoabund MidiangeschlagenundMoabEdomunterworfen 4AlsBaal-Khanan,derSohnAchbors,überEdom herrschte,wandtensichalleMoabitervonEdomlos.
5InjenenTagenstarbAngeas,derKönigvonAfrika,und seinSohnAzdrubalwurdeanseinerStelleKönig
6InjenenTagenstarbJana,derKönigderSöhneKittims, undmanbegrubihnindemTempel,denersichinder EbenevonKanopiazumWohnsitzhatteerbauenlassen, undLatinusregierteanseinerStelle.
7ImzweiundzwanzigstenJahrderHerrschaftdesMose überdieKindervonKuschregierteLatinusfünfundvierzig JahrelangüberdieKindervonKittim.
8Underbautesichaucheinengroßenundgewaltigen TurmunderrichtetedarineinenprächtigenTempelals Wohnsitz,umvondortausseineRegierungzuführen,wie esBrauchwar
9ImdrittenJahrseinerHerrschaftließereinenAufrufan alleseinegeschicktenMännerverkünden,dievieleSchiffe fürihnbauten
10UndLatinusversammelteseinganzesHeer,undsie kamenmitSchiffenundfuhrendamitindenKrieggegen Azdrubal,denSohndesAngeas,denKönigvonAfrikaSie kamennachAfrikaundliefertensicheinenKampfmit AzdrubalundseinemHeer.
11UndLatinusbesiegteAzdrubalundnahmihmdie Wasserleitungab,dieseinVatervondenSöhnenChittims geholthatte,alserJaniah,dieTochterUzis,zurFraunahm SostürzteLatinusdieBrückederWasserleitungumund fügtedemganzenHeerAzdrubalseinenschwerenSchlag zu
12DieübrigentapferenMännervonAzdrubalaber stärktensich,undihreHerzenwurdenvollerNeid;sie
suchtendenTodundzogenabermalsindenKampfmit Latinus,demKönigvonChittim.
13UndeskamzueinerschwerenSchlachtunterallen MännernAfrikas,undallefielenverwundetvorLatinus undseinemVolk;auchKönigAzdrubalfielindieser Schlacht
14UndKönigAsdrubalhatteeinesehrschöneTochter,die hießUshpezena,undalleMännerAfrikassticktenihr BildnisaufihreKleiderwegenihrergroßenSchönheitund ihresanmutigenAussehens
15UnddieMännervonLatinussahenUshpezena,die TochterdesAzdrubal,undpriesensievorihremKönig Latinus.
16UndLatinusbefahl,siezuihmzubringen,undLatinus nahmUshpezenazurFrauundkehrtedannnachChittim zurück.
17UndnachdemTodAzdrubals,desSohnesdesAngeas, alsLatinusvonderSchlachtinseinLandzurückgekehrt war,erhobensichalleEinwohnerAfrikasundnahmen Anibal,denSohndesAngeas,denjüngerenBruder Azdrubals,undmachtenihnanstelleseinesBruderszum KönigüberdasganzeLandAfrika.
18UndalserKönigwurde,beschlosser,nachChittimzu gehen,ummitdenSöhnenChittimszukämpfen,umdie SacheseinesBrudersAzdrubalunddieSacheder BewohnerAfrikaszurächen,undertates 19UnderbautevieleSchiffeundkammitseinemganzen HeerdaraufundfuhrnachKittim.
20SokämpfteAnibalgegendieSöhneChittims,unddie SöhneChittimsfielenverwundetvorAnibalundseinem Heer,undAnibalrächtedieSacheseinesBruders.
21UndAnibalführtedenKriegachtzehnJahrelanggegen dieSöhneChittims;undAnibalwohnteimLandeChittim undlagertedortlangeZeit.
22UndAnibalschlugdieSöhnevonKittimsehrschwer undererschlugihreGroßenundFürsten;undvomübrigen VolkerschlugeretwaachtzigtausendMann.
23UndnachTagenundJahrenkehrteAnibalinseinLand AfrikazurückundregiertesicheranstelleseinesBruders Azdrubal.
KAPITEL75
1ZujenerZeit,imeinhundertachtzigstenJahr,alsdie IsraelitennachÄgyptenhinabzogen,zogendreißigtausend tapfereMännerausÄgyptenaus,zuFuß,vonden Israeliten,dieallevomStammJosef,vomStammEphraim, demSohnJosefs,waren.
2Dennsiesagten,dieZeitseierfüllt,diederHerrden IsraeliteninaltenZeitenauferlegthatte,wieeresAbraham gesagthatte
3UnddieseMännergürtetensich,jederlegteseinSchwert anseineSeiteundjederseineRüstunganundvertrauten aufihreKraftundzogengemeinsammitstarkerHandaus Ägyptenaus
4AbersiehattenkeineProviantfürdenWegdabei,nur SilberundGold,nichteinmalBrotfürdiesenTag.Denn siedachtendaran,ihrenProviantalsLohnvonden Philisternzubekommen,undwennnicht,würdensieihn sichmitGewaltnehmen.
5UnddieseMännerwarensehrstarkeundtapfereMänner; einerkonntetausendverfolgenundzweikonnten zehntausendindieFluchtschlagenDeshalbvertrautensie aufihreStärkeundzogenzusammen,wiesiewaren.
6UndsiezogenweiterinRichtungdesLandesGatund fandendortdieHirtenvonGat,diedasViehderGatKinderweideten
7DasprachensiezudenHirten:GebtunsvondenSchafen alsLohn,damitwiressenkönnen;dennwirsindhungrig, weilwirheutekeinBrotgegessenhaben
8DasprachendieHirten:SindesdennunsereSchafeoder unserVieh,dasswirsieeuchauchnochumBezahlung gebensollten?SokamendieSöhneEphraimsheran,umsie mitGewaltzunehmen
9UnddieHirtenvonGatschrienübersiehinweg,dassihr Schreienvonweitemzuhörensei;dagingenalleKinder vonGatzuihnenhinaus
10AlsdieSöhneGatsdiebösenTatenderSöhneEphraims sahen,kehrtensieumundversammeltendieMännervon Gat,jederlegteseineRüstunganundzoggegendieSöhne EphraimszumKampfaus
11UndsiekämpftenmitihnenimTalvonGat,undes entstandeineheftigeSchlacht,undsieerschlugenanjenem TageinegroßeMengeuntereinander
12AmzweitenTagsandtendieSöhneGatsBotenzuallen StädtenderPhilister,damitdieseihnenzuHilfekämen, undsprachen:
13Kommtheraufzuunsundhelftuns,damitwirdie SöhneEphraimsschlagenkönnen,dieausÄgypten gekommensind,umunserViehzuraubenundgrundlos gegenunszukämpfen.
14DieSöhneEphraimswarennunerschöpftvonHunger undDurst,dennsiehattendreiTagelangkeinBrot gegessen.Dazogen40.000MannausdenStädtender Philisteraus,umdenMännernvonGatzuHilfezueilen
15UnddieseMännerkämpftengegendieSöhneEphraims, undderHERRgabdieSöhneEphraimsindieHändeder Philister
16UndsieerschlugenalleSöhneEphraims,alle,dieaus Ägyptenausgezogenwaren;esbliebennurzehnMänner übrig,dievonderSchlachtgeflohenwaren
17DenndiesesUnheilkamvomHerrnüberdieSöhne Ephraims,weilsiedasWortdesHerrnübertretenhatten, indemsieausÄgyptenauszogen,bevordieZeit gekommenwar,diederHerrindenTagenderVorzeitfür Israelfestgesetzthatte.
18AuchvondenPhilisternfielenviele,etwa zwanzigtausendMann;ihreBrüdertrugensiefortund begrubensieinihrenStädten
19UnddieErschlagenenausdemStammEphraimblieben vieleTageundJahreimTalGatverlassenundwurden nichtbegraben,unddasTalwurdevollvon Menschengebeinen
20UnddieMänner,dieausderSchlachtentkommen waren,kamennachÄgyptenundberichtetenallen Israeliten,wasihnenwiderfahrenwar
21UndihrVaterEphraimtrauertevieleTagelangumsie, undseineBrüderkamen,umihnzutrösten
22UndergingzuseinerFrau,undsiegebareinenSohn, undernannteihnBeria,dennsiewarunglücklichin seinemHause
KAPITEL76
1UndMose,derSohnAmrams,warzujenerZeitnoch KönigimLandKusch,undesmangelteihmnichtan ReichtuminseinemKönigtum,underregiertedieKinder vonKuschmitRecht,GerechtigkeitundAufrichtigkeit 2UndalleSöhnevonKuschliebtenMosealleTage, solangeerübersieregierte,undalleEinwohnerdesLandes Kuschfürchtetenihnsehr
3ImvierzigstenJahrderRegierungdesMoseinKuschsaß MoseaufdemköniglichenThron,undAdonja,dieKönigin, saßvorihm,undalleEdlensaßenumihnherum.
4DasprachdieKöniginAdonjavordemKönigundden Fürsten:Wasistdas,wasihr,dieKindervonKusch,seitso langerZeittut?
5Ihrwisstdochsicher,dassdieserMannvierzigJahrelang überKuschgeherrschthatundsichwedermirgenähert nochdenGötternderKusch-Kindergedienthat.
6Darumhörtnun,ihrKindervonKusch,undlasstdiesen Mannnichtlängerübereuchherrschen,denneristnicht vonunseremFleisch.
7Siehe,meinSohnMenakrusisterwachsengeworden;er sollübereuchherrschen,dennesistbesserfüreuch,dem SohneuresHerrnzudienen,alseinemFremden,einem SklavendesKönigsvonÄgypten
8UnddasganzeVolkunddieEdlenderSöhneKuschs hörtendieWorte,diedieKöniginAdonjazuihnen gesprochenhatte
9UnddasganzeVolkbereitetesichbiszumAbendvor; undamMorgenstandensiefrühaufundsetztenMenakrus, denSohndesKikianus,zumKönigübersichein
10UndalleKuschnerfürchtetensich,ihreHandgegen Moseauszustrecken,dennderHERRwarmitMose;und dieKuschnererinnertensichandenEid,densieMose geschworenhatten,darumtatensieihmkeinLeid
11DieSöhnevonKuschaberbrachtenMoseviele GeschenkeundverabschiedetenihnmitgroßerEhre 12SozogMoseausdemLandKuschaus,kehrtenach HausezurückundregiertenichtmehrüberKusch.Mose warsechsundsechzigJahrealt,alserausdemLandKusch auszog;dennesgeschahvomHerrn,denndieZeitwar gekommen,dieerindenTagenderVorzeitfestgesetzt hatte,umIsraelausderBedrängnisderSöhneHams herauszuführen
13SogingMosenachMidian,dennerfürchtetesich, wegendesPharaonachÄgyptenzurückzukehren,under ginghinundsetztesichaneinenWasserbrunneninMidian.
14UnddiesiebenTöchterReguels,desMidianiters, gingenhinaus,umdieHerdeihresVaterszuweiden 15UndsiegingenzumBrunnenundschöpftenWasser,um dieHerdeihresVaterszutränken.
16DakamendieHirtenausMidianundtriebensiefort UndMosestandauf,halfihnenundtränktedieHerde 17UndsiekehrtenzuihremVaterReguelzurückund erzähltenihm,wasMosefürsiegetanhatte
18Undsiesagten:EinÄgypterhatunsausderHandder Hirtenerrettet;erhatunsWasserheraufgeschöpftunddie Herdetränkt
19UndReuelsprachzuseinenTöchtern:Woisterdenn? WarumhabtihrdenMannverlassen?
20DaschickteReguelnachihm,holteihnundbrachteihn nachHause,underaßmitihm.
21UndMoseberichteteReguel,dasserausÄgypten geflohenseiundvierzigJahrelangüberKuschgeherrscht habe.DanachhättensieihmdieRegierungentzogenund ihninFrieden,mitEhreundGeschenkenfortgeschickt
22AlsRegueldieWortedesMosehörte,spracherbeisich: IchwerdediesenManninsGefängniswerfenundsodie SöhnevonKuschversöhnen;denneristvonihnen geflohen
23UndsienahmenihnfestundwarfenihninsGefängnis MosewarzehnJahreimGefängnisWährendMoseim Gefängniswar,erbarmtesichZippora,dieTochterReguels, seinerundversorgteihnallezeitmitBrotundWasser
24UndalleIsraelitenwarennochimLandÄgyptenund dientendenÄgypterninallerleiharterArbeit;unddie HandÄgyptensbliebinjenenTagenstrengüberdie Israeliten
25ZujenerZeitschlugderHERRdenPharao,denKönig vonÄgypten,underwurdevonderFußsohlebiszum ScheitelmitAussatzheimgesucht;dieswardieFolgeder grausamenBehandlungderIsraelitendurchdenHERRN, denKönigvonÄgypten
26DennderHERRhattedasGebetseinesVolkes,der KinderIsraels,erhört,undihrSchreienwarzuihm gedrungenwegenihrerMühsal
27DochseinZornwandtesichnichtvonihnenab,unddie HanddesPharaowarweiterhingegendieKinderIsraels ausgestreckt,undderPharaoverhärteteseinenNackenvor demHerrnundverstärkteseinJochüberdieKinderIsraels undverbitterteihrLebenmitallerleiharterArbeit.
28UndalsderHerrdiePlageüberdenPharao,denKönig vonÄgypten,verhängthatte,baterseineWeisenund Zauberer,ihnzuheilen.
29UndseineWeisenundZauberersprachenzuihm:Wenn mandasBlutkleinerKinderinseineWundenträufelte, würdeergeheiltwerden.
30UndderPharaohörteaufsieundsandteseineBoten nachGoschenzudenIsraeliten,damitsieihrekleinen Kinderzusichnähmen.
31DagingendieDienerdesPharaohinundnahmendie SäuglingederIsraelitenmitGewaltausdenSchoßihrer MütterundbrachtensietäglichzumPharao,jedenTagein Kind,unddieÄrztetötetensieundlegtensiederPestaus; sotatensiealleTage
32UnddieZahlderKinder,diederPharaoerschlagenhat, betrugdreihundertfünfundsiebzig
33AberderHERRhörtenichtaufdieÄrztedesKönigs vonÄgypten,unddiePlagenahmimmermehrzu
34UndderPharaowurdezehnJahrelangvondieserPlage heimgesucht;dennochwardasHerzdesPharaogegendie KinderIsraelsnochverhärteter.
35UndnachzehnJahrenschlugderHerrdenPharao weiterhinmitverheerendenPlagen
36DaschlugihnderHerrmiteinemschlimmenGeschwür undeinerKrankheitimMagen;unddiesePlage verwandeltesichineinschweresFurunkel.
37ZujenerZeitkamendiebeidenMinisterdesPharaoaus demLandGoschen,wosichalleIsraelitenaufhielten, gingenzumHausdesPharaoundsagtenzuihm:Wirhaben
gesehen,dassdieIsraeliteninihrerArbeitnachlässigund inihrerMühenachlässiggewordensind.
38AlsderPharaodieWorteseinerMinisterhörte, entbrannteseinZorngegendieIsraelitensehr,dennerwar sehrbetrübtüberseinekörperlichenSchmerzen.
39Eraberantworteteundsprach:Nun,dadieIsraeliten wissen,dassichkrankbin,wendensiesichabundspotten überuns.SospanntnunmeinenWagenfürmichan,und ichwillnachGoschengehenunddenSpottderIsraeliten sehen,mitdemsiemichverhöhnenDaspanntenseine DienerdenWagenfürihnan
40Undsienahmenihnundzwangenihn,aufeinPferdzu steigen,dennerkonntenichtvonselbstreiten.
41UndernahmzehnReiterundzehnFußsoldatenmitsich undgingzudenIsraelitennachGoschen
42AlssieandieGrenzeÄgyptensgekommenwaren,ritt dasPferddesKönigsineineenge,erhöhteStelleim SenkrechtendesWeinbergs,dieaufbeidenSeitenvon einemZaunumgebenwar;aufderanderenSeitelagdie flacheEbene
43UnddiePferderanntenschnellanjenemOrtund drängteneinander,unddieanderenPferdedrängtendas PferddesKönigs
44UnddasPferddesKönigsstürzteindieEbene,während derKönigdaraufritt;undalserstürzte,kipptederWagen überdasGesichtdesKönigs,unddasPferdlagaufdem König;undderKönigschrieauf,dennseinFleischwar sehrwund.
45DawurdedemKönigdasFleischvomLeibgerissen, seineKnochenwurdenzerbrochen,underkonntenicht mehrreiten;denndiesgeschahvomHerrnanihm,denn derHerrhattedasSchreienseinesVolkes,derKinder Israels,undihrElendgehört
46UndseineDienertrugenihnaufihrenSchultern,Stück fürStück,undbrachtenihnzurücknachÄgypten;undauch dieReiter,diemitihmgewesenwaren,kehrtennach Ägyptenzurück.
47UndsielegtenihninseinBett,undderKönigwusste, dassseinEndegekommenwar,zusterbenDakam Aparanith,dieKönigin,seineFrau,undweintevordem König,undderKönigweintesehrmitihr
48UndalleseineEdlenundDienerkamenanjenemTag undsahendenKönigindieserNotundweintensehrmit ihm
49DarietendieFürstendesKönigsundalleseine RatgeberdemKönig,einenseinerSöhnealsseinen StatthalterimLandeeinzusetzen
50UndderKönighattedreiSöhneundzweiTöchter,die ihmseineGemahlin,dieKöniginAparanith,geborenhatte, abgesehenvondenKinderndesKönigsvonNebenfrauen 51UnddieswarenihreNamen:dieErstgeboreneOthri,die zweiteAdikamunddiedritteMorion,undihreSchwestern, derNamederälterenBathiaundderanderenAcuzi
52UndOthri,derErstgeborenedesKönigs,warein Dummkopf,voreiligundhastiginseinenWorten
53AdikamaberwareinlistigerundweiserMannund kanntedieganzeWeisheitÄgyptens;erwarjedochvon unansehnlichemAussehen,dickfleischigundvonsehr kleinerStatur;seineGrößebetrugeineElle
54AlsderKönigsah,dassseinSohnAdikaminallen Dingenintelligentundweisewar,beschlosser,dasser nachseinemTodanseinerStelleKönigwerdensollte
55UndernahmsichGeduda,dieTochterAbilots,zurFrau; erwarzehnJahrealt,undsiegebarihmvierSöhne.
56UndergingdanachhinundnahmdreiFrauenund zeugteachtSöhneunddreiTöchter
57UnddieUnordnungergriffdenKönigsehr,undsein FleischstankwiedasFleischeinesKadavers,derim SommerinderHitzederSonneaufdasFeldgeworfen wurde
58AlsderKönigsah,dassseineKrankheitihnsehr befallenhatte,befahler,seinenSohnAdikamzuihmzu bringen,undmansetzteihnanseinerStellealsKönigüber dasLandein
59NachdreiJahrenstarbderKönigbeschämt,inSchande undAbscheu;undseineDienertrugenihnundbestatteten ihnimGrabderKönigevonÄgypteninZoanMizraim
60Manbalsamierteihnabernicht,wieesbeiKönigen üblichwar,dennseinFleischwarverfault,undmankonnte sichihmwegendesGestanksnichtnähern,umihnzu balsamieren;deshalbbegrubmanihneilig.
61DenndiesesUnheilkamvomHerrnüberihn,weilder HerrihmBösesvergoltenhattefürdasUnheil,daserin seinenTagenanIsraelgetanhatte.
62UnderstarbvollerSchreckenundSchande,undsein SohnAdikamregierteanseinerStatt
KAPITEL77
1AdikamwarzwanzigJahrealt,alserüberÄgypten herrschte;erregiertevierJahre 2ImzweihundertsechstenJahrdesNiedergangsIsraels nachÄgyptenwurdeAdikamKönigüberÄgypten;aberer regiertenichtsolangeüberÄgyptenwieseineVäterregiert hatten
3DennseinVaterMelolregiertevierundneunzigJahrein Ägypten;abererwurdezehnJahrelangkrankundstarb, weilervordemHerrnbösegewesenwar
4UndalleÄgypternanntendenNamenAdikamPharao wiedenNamenseinerVäter,wieesinÄgyptenüblichwar 5UndalleWeisendesPharaonanntendenNamenAdikam Ahuz,kurzAhuzheißterinderägyptischenSprache.
6Adikamaberwarüberaushässlich;erwareineElleund eineSpannegroßundhatteeinenlangenBart,derbiszu seinenFußsohlenreichte.
7UndderPharaosetztesichaufdenThronseinesVaters undregierteüberÄgypten;underregierteÄgyptenin seinerWeisheit
8UndwährendseinerRegierungszeitübertraferseinen VaterundallevorhergehendenKönigeanBosheitund verschärfteseinJochfürdieKinderIsraels.
9UndergingmitseinenKnechtennachGoschenzuden IsraelitenundverstärktedieArbeitübersieundsprachzu ihnen:VollendeteureArbeit,jedenTageureAufgabe,und lassteureHändevondiesemTagannichtträgewerdenin unsererArbeit,wieihresindenTagenmeinesVaters getanhabt
10UndersetzteübersieBeamteausdenIsraelitenein, undüberdieseBeamtensetzteerAufseherausseinen Knechtenein
11UnderlegteihneneinMaßanZiegelnzu,damitsiees nachdieserZahlTagfürTagtunsollten.Dannkehrteer umundgingnachÄgypten
12ZujenerZeitordnetendieAufseherdesPharaoden OffizierenderIsraelitengemäßdemBefehldesPharaoan, dass
13SosprichtderPharao:TuedeineArbeitjedenTagund vollendedeineAufgabeundhaltedastäglicheMaßan Ziegelnein;nimmnichtsdavonweg
14Undessollgeschehen,wenneseuchanZiegelnfürden Tagmangelt,sowerdeicheureKinderanihreStellesetzen 15UnddieAufseherÄgyptenstateninjenenTagen,wie derPharaoesihnenbefohlenhatte.
16UndwennbeidenIsraeliteneinMangelanZiegelnfür ihrenTagfestgestelltwurde,gingendieAufseherdes PharaozudenFrauenderIsraelitenundnahmenSäuglinge derIsraeliteninderAnzahlderfehlendenZiegel,rissensie ihrenMütterngewaltsamausdemSchoßundlegtensie anstellederZiegelindasGebäude.
17WährendihreVäterundMütterübersieweintenund schluchzten,alssiedieweinendenStimmenihrerKinderin derMauerdesGebäudeshörten.
18UnddieAufsehersetztensichüberIsraeldurch,sodass dieIsraelitenihreKinderindasGebäudelegenmussten DalegteeinMannseinenSohnindieMauerundtränkte ihnmitMörtel,währendseineAugenüberihnweintenund seineTränenaufseinKindherabflossen
19UnddieAufseherÄgyptenstatendiesvieleTagelang mitdenKindernIsraels,undniemandhatteMitleidmitden KindernIsraels
20DieZahlallerKinder,dieindemGebäudegetötet wurden,betrugzweihundertundsiebzig;einigehattensie anstelledervonihrenVäternnichtverwendeten Ziegelsteineweitergebaut,anderehattensietotausdem Gebäudegeborgen
21UnddieArbeit,diedenIsraelitenindenTagen Adikamsauferlegtwurde,warschwereralsdie,diesiein denTagenseinesVatersverrichteten
22UnddieIsraelitenseufztenjedenTagwegenihrer schwerenArbeit;dennsiehattensichgesagt:Siehe,wenn derPharaostirbt,wirdseinSohnaufstehenundunsere Arbeiterleichtern!
23DochsietriebendieletzterenArbeitennochvoranals dieersteren,unddieIsraelitenseufztendarüberund klagtenGottüberihreMühen
24UndGotthörteinjenenTagendieStimmederKinder IsraelsundihrSchreienundgedenkteihrerseinesBundes, denermitAbraham,IsaakundJakobgeschlossenhatte.
25UndGottsahdieLastderIsraelitenundihreschwere ArbeitinjenenTagenundbeschloss,siezuerlösen
26UndMose,derSohnAmrams,warinjenenTagennoch imKerkerimHausReguels,desMidianiters,eingesperrt; undZippora,dieTochterReguels,versorgteihnheimlich TagfürTagmitEssen
27UndMosewurdezehnJahrelangimKerkerimHaus Reguelseingesperrt
28UndnachAblaufvonzehnJahren,demerstenJahrder RegierungdesPharaoüberÄgypten,anstelleseinesVaters, 29ZipporasagtezuihremVaterReguel:Niemandfragt nachdemHebräer,dendununschonzehnJahreim Gefängnishastgefangenhaltenlassen
30Wennesdiralsogefällt,lassunsBotenschickenund nachsehen,oberlebtodertotist;aberihrVaterwusste nicht,dasssieihnunterstützthatte
31DaantworteteihrVaterReguelundsprachzuihr:Ist jemalsetwasgeschehen,dasseinMenschzehnJahrelang imGefängnisohneEsseneingesperrtwirdundamLeben bleibt?
32ZipporaantworteteihremVater:Duhastdochsicher gehört,dassderGottderHebräergroßundfurchtbarist undallezeitWunderanihnentut
33Erwares,derAbrahamausUrinChaldäaerrettete, IsaakvordemSchwertseinesVatersundJakobvordem EngeldesHerrn,dermitihmanderFurtdesJabbukrang.
34ErhatmitdiesemMannschonvielesgetan;erhatihn ausdemFlussinÄgyptenundausdemSchwertdesPharao undausdenKusch-Stämmenerrettet;sokannerihnauch ausderHungersnoterrettenundihnamLebenerhalten
35UndReguelfanddieSachegutundtat,wieseine Tochterihmgesagthatte,undsandteBoteninsKerker,um sichzuvergewissern,wasmitMosegeschehenwar
36Undersah,undsiehe,derMenschMosewohnteim Kerker;erstandaufseinenFüßenundlobteundbetetezu demGottseinerVorfahren
37UndReguelbefahl,MoseausdemKerkerzuholenDa schorensieihn,underzogneueGefängniskleideranund aßBrot
38DanachgingMoseindenGartenReguel,derhinter demHauslag,undbetetedortzudemHerrn,seinemGott, dergroßeWunderanihmgetanhatte
39Undwährenderbetete,blickteerdemanderenEndeder Weltentgegen,undsiehe,einSaphirstablaginderErde, dermittenimGarteneingepflanztwar
40UndertratzudemStabundschautehin,undsiehe,der NamedesHerrn,desGottesderHeerscharen,wardarauf eingraviert,geschriebenundausgearbeitetaufdemStab
41UnderlasesundstreckteseineHandausundpflückte eswieeinenBaumausdemDickicht,undderStabwarin seinerHand
42UnddiesistderStab,mitdemalleWerkeunseres Gottesvollbrachtwurden,nachdemerHimmelundErde undihrganzesHeer,Meere,FlüsseundalleFischedarin geschaffenhatte
43UndalsGottAdamausdemGartenEdenvertrieben hatte,nahmerdenStabinseineHandundginghinund bebautedenAcker,vondemergenommenwar
44UndderStabkamzuNoahherabundwurdeSemund seinenNachkommengegeben,biserindieHand Abrahams,desHebräers,gelangte.
45UndalsAbrahamseinemSohnIsaakallesgegeben hatte,waserbesaß,gaberihmauchdiesenStab
46AlsJakobnachPaddan-Aramgeflohenwar,nahmeres inseineHand,undalserzuseinemVaterzurückkehrte, hatteeresnichtbeisichgelassen
47AlsernachÄgyptenhinabzog,nahmeresinseine HandundgabesJosef,einenAnteilmehralsseinen Brüdern,dennJakobhatteesseinemBruderEsaumit Gewaltabgenommen.
48NachdemTodJosefskamendieEdlenÄgyptensindas HausJosefs,undderStabgelangteindieHandReguels, desMidianiters.AlserausÄgyptenhinauszog,nahmer ihnindieHandundpflanzteihninseinenGarten
49UndalletapferenMännerderKiniterversuchten,den Baumauszureißen,alssieZippora,seineTochter,zurFrau nehmenwollten;aberesgelangihnennicht
50SobliebderStockimGartenReuelseingepflanzt,bis derkam,dereinAnrechtdaraufhatte,undihnnahm.
51AlsRegueldenStabinderHanddesMosesah, wunderteersichdarüberundgabihmseineTochter ZipporazurFrau.
KAPITEL78
1ZujenerZeitstarbBaal-Khanan,derSohnAchbors,der KönigvonEdom,undwurdeinseinemHausimLand Edombegraben
2NachseinemTodsandtendieSöhneEsausBotenindas LandEdomundholtenvondorteinenMann,derinEdom war,mitNamenHadad,undsetztenihnanstelleihres KönigsBaal-KhannanzumKönigübersichein
3UndHadadregierteüberdieKinderEdoms achtundvierzigJahre
4UndalserKönigwurde,beschlosser,gegendie Moabiterzukämpfen,umsiewiederunterdieHerrschaft derEsauszubringen,wiesieeszuvorgewesenwaren; aberesgelangihmnicht,weildieMoabiterdavonhörten undsicherhobenundsichbeeilten,einenKönigausihren Brüdernübersichzuwählen
5DanachversammeltensieeingroßesVolkundsandten ihreBrüderzudenAmmonitern,umHilfeimKampfgegen Hadad,denKönigvonEdom,zuerbitten
6AlsHadadhörte,wasdieMoabitergetanhatten, fürchteteersichsehrvorihnenundunterließes,gegensie zukämpfen
7InjenenTagennahmMose,derSohnAmrams,inMidian Zippora,dieTochterReguels,desMidianiters,zurFrau. 8UndZipporawandelteindenWegenderTöchterJakobs; siewarinihrerGerechtigkeitSaras,Rebekkas,Rahelsund Leasinnichtsnach.
9UndZipporawurdeschwangerundgebareinenSohn, undernannteihnGerschom,dennersagte:Ichbinein FremderineinemfremdenLand;abererbeschnittseine VorhautnichtaufGeheißseinesSchwiegervatersReguel 10Undsiewurdeabermalsschwangerundgebareinen Sohn,abersiebeschnittseineVorhautundnannteihn Elieser,dennMosesagte:„WeilderGottmeinerVäter meineHilfewarundmichvomSchwertdesPharaoerrettet hat.“
11UndderPharao,derKönigvonÄgypten,machteden IsraeliteninjenenTagenvielmehrArbeitundlegteihnen immerschwererdasJochauf
12Underbefahl,inÄgypteneinenAushangzumachen, dersprach:GebtdemVolkkeinStrohmehr,damites Ziegeldarausmache;siesollenhingehenundsichStroh sammeln,sovielsiefindenkönnen
13AuchdieZahlderZiegel,diesieherstellen,sollensie jedenTagweitergeben;undnehmtnichtsdavonab,denn siesindmitihrerArbeituntätig
14AlsdieIsraelitendieshörten,trauertensieundseufzten undschrienzumHerrnwegenderBitterkeitihrerSeelen 15UndderHERRhörtedasSchreienderKinderIsraels undsahdieUnterdrückung,mitderdieÄgyptersie unterdrückten
16UndderHERReiferteumseinVolkundseinErbeund hörteihrSchreienundbeschloss,sieausderBedrängnis ÄgyptensherauszuführenundihnendasLandKanaanzum Besitzzugeben.
KAPITEL79
1InjenenTagenweideteMosedieHerdeseines SchwiegervatersReguel,desMidianiters,jenseitsder WüsteSin;unddenStab,denervonseinem Schwiegervatergenommenhatte,hielterinderHand 2UndesgeschaheinesTages,dasssicheinZiegenbock vonderHerdeverirrte;undMoseverfolgteihn,underkam zumBergGottes,zumHoreb
3UndalserzumHorebkam,erschienihmderHERRdort imDornbusch,underfanddenDornbuschinFlammen, aberdasFeuerhattekeineMachtüberdenDornbusch,dass erihnverzehrte
4UndMoseerschraksehrüberdiesenAnblick,weshalb derDornbuschnichtverzehrtwurdeErtratnäher,um diesesgewaltigeEreigniszusehen,undderHerrriefMose ausdemFeuerundbefahlihm,nachÄgypten hinabzugehen,zumPharao,demKönigvonÄgypten,um dieIsraelitenausseinemDienstzubefreien
5UndderHerrsprachzuMose:Gehhinundkehrezurück nachÄgypten,dennalle,diedirnachdemLebentrachteten, sindtot;unddusollstmitdemPharaoreden,dasserdie KinderIsraelsausseinemLandhinauslasse.
6UndderHerrließihnZeichenundWunderinÄgypten tunvordenAugendesPharaoundseinerUntertanen, damitsieglaubten,dassderHerrihngesandthabe.
7UndMosehieltsichanalles,wasderHERRihmgeboten hatte,underkehrtezuseinemSchwiegervaterzurückund berichteteihmdieSache.DasprachReguelzuihm:Geh hininFrieden
8UndMosemachtesichauf,nachÄgyptenzugehen,und ernahmseineFrauundseineSöhnemitsich.Undalserin einerHerbergeanderStraßeübernachtete,kameinEngel GottesherabundsuchteeinenAnlassgegenihn
9Underwollteihntötenwegenseineserstgeborenen Sohnes,weilerihnnichtbeschnittenunddamitdenBund gebrochenhatte,denderHerrmitAbrahamgeschlossen hatte.
10DennMosehatteaufdieWorteseinesSchwiegervaters gehört,diedieserihmgesagthatte,seinenerstgeborenen Sohnnichtzubeschneiden;darumbeschnitterihnnicht.
11UndZipporasahdenEngeldesHerrn,dereinenAnlass gegenMosesuchte,undsieerkannte,dassdiesdaranlag, dasserihrenSohnGerschomnichtbeschnittenhatte
12DaeilteZipporahinundnahmeinenderscharfenSteine, diedortlagen,undbeschnittihrenSohnunderretteteihren MannundihrenSohnausderHanddesEngelsdesHerrn. 13Aaron,derSohnAmrams,derBruderdesMose,waran jenemTaginÄgyptenundgingamFlussuferentlang 14UndderHERRerschienihmanjenemOrtundsprach zuihm:GehnunzuMoseindieWüste!Underginghin undbegegneteihmaufdemBergGottesundküssteihn. 15DahobAaronseineAugenaufundsahZippora,die FraudesMose,undihreKinderUndersprachzuMose: Wersinddiesedir?
16UndMosesprachzuihm:DassindmeineFrauund meineSöhne,diemirGottinMidiangegebenhat;unddie SachebetrübteAaronwegenderFrauundihrerKinder 17DasprachAaronzuMose:SchickdieFrauundihre Kinderweg,damitsieindasHausihresVatersgehen könnenUndMosehörteaufAaronsWorteundtatso 18UndZipporakehrtemitihrenKindernzurückundging indasHausReguelsundbliebdortbiszuderZeit,dader HerrseinVolkbesuchtundsieausÄgyptenausderHand desPharaoherausgeführthatte
19UndMoseundAaronkamennachÄgyptenzuder GemeindederKinderIsraelsundredetenzuihnenalle WortedesHerrn,unddasVolkfreutesichsehr.
20AmnächstenTagstandenMoseundAaronfrühauf, gingenzumHausdesPharaoundnahmendenStabGottes inihreHände.
21UndalssiezumKönigstorkamen,warendortzwei jungeLöwenmiteisernenInstrumenteneingesperrt,und niemanddurftevorihnenhinausgehenoderhineingehen, außerdenen,diederKönigzukommenbefahlDann kamendieBeschwörerundriefendieLöwendurchihre Zaubersprüchezurück,unddiesbrachtesiezumKönig.
22DaeilteMoseundhobdenStabüberdieLöwenund ließsielos,undMoseundAarongingenindenPalastdes Königs.
23DieLöwenkamenfreudigmitihnenundfolgtenihnen undjubelten,wieeinHundjubelt,wennseinHerrvom Feldkommt.
24AlsderPharaodiessah,warerdarübererstauntund erschraksehrüberdieNachricht,dennihrAussehenglich demAussehenderKinderGottes.
25UndderPharaosprachzuMose:Wasverlangstdu?Sie antwortetenihm:DerHerr,derGottderHebräer,hatuns zudirgesandtundlässtdirsagen:SendemeinVolkaus, damitesmirdiene
26AlsderPharaoihreWortehörte,erschrakersehrvor ihnenundsprachzuihnen:Gehtheuteundkommtmorgen wiederzumirUndsietaten,wiederKönigihnenbefohlen hatte
27Alssiegegangenwaren,ließderPharaoBileam,den Zauberer,undseineSöhneJannesundJambressowiealle Zauberer,WahrsagerundRatgeber,diedemKönig gehörten,rufen;undsieallekamenundsetztensichvor denKönig
28UndderKönigerzählteihnenalleWorte,dieMoseund seinBruderAaronzuihmgesprochenhatten.Dafragten dieMagierdenKönig:„WiekonntendieMännerzudir kommen,dadochdieLöwenamToreingesperrtwaren?“
29UndderKönigsprach:WeilsieihrenStockgegendie Löwenerhobenundsielosgelassenhabenundzumir gekommensind,unddieLöwensichübersiefreuten,wie sicheinHundfreut,seinenHerrnzusehen.
30DaantworteteBileam,derSohnBeors,desZauberers, demKönig:„DassindnichtsanderesalsZaubererwie wir“
31Darumschicktnunnachihnen,undsiesollenkommen, undwirwerdensieprüfen.UndderKönigtatso.
32AmMorgenließderPharaoMoseundAaronzusich rufenSienahmendenStabGottes,tratenvordenKönig undsprachenzuihm:
33SosprichtderHerr,derGottderHebräer:Sendemein Volk,dasssiemirdienen.
34UndderKönigsprachzuihnen:Weraberwirdeuch glauben,dassihrGottesBotenseidunddassihraufseinen Befehlzumirkommt?
35DarumtuteinWunderodereinZeichenindieserSache, unddannwirdmaneurenWortenglauben
36DaeilteAaronundwarfdenStabausseinerHandvor demPharaoundvorseinenDienern;undderStab verwandeltesichineineSchlange
37AlsdieZaubererdiessahen,warfenjederseinenStab aufdieErde,undsiewurdenzuSchlangen
38UnddieSchlangeanAaronsStabhobihrenKopfund öffneteihrMaul,umdieStäbederZaubererzu verschlingen
39DaantworteteBileam,derZauberer,undsprach:Dies istsovonaltersher,dasseineSchlangeihreArtgenossen verschlingtunddassLebeweseneinanderverzehren
40DarumbringeihnwiederzueinemStabzurück,wieer ursprünglichwar,undauchwirwerdenunsereStäbe wiedersomachen,wiesieursprünglichwarenWennaber deinStabunsereStäbeverschlingt,dannwerdenwir erkennen,dassderGeistGottesindirist;wennabernicht, sobistdunureinHandwerkerwiewir
41DaeilteAaronundstreckteseineHandausundergriff denSchwanzderSchlange,underwurdeinseinerHandzu einemStabUnddieZauberertatendasGleichemitihren Stäben,undjederergriffdenSchwanzseinerSchlange,und siewurdenwiederzuStäbenwiezuvor 42UndalssiewiederzuStäbengeformtwaren,verschlang derStabAaronsihreStäbe.
43AlsderKönigdiessah,befahler,dasBuchder AufzeichnungenüberdieKönigevonÄgyptenzuholen ManbrachtedasBuchderAufzeichnungen,dieChroniken derKönigevonÄgypten,indenenalleGötzenbilder Ägyptenseingeschriebenwaren,dennsiemeinten,darin denNamenJehovaszufinden;abersiefandenihnnicht.
44DasprachderPharaozuMoseundAaron:Siehe,ich habedenNameneuresGottesnichtindiesemBuch geschriebengefunden,undichkenneseinenNamennicht.
45DaantwortetendieRatgeberundWeisendemKönig: Wirhabengehört,dassderGottderHebräereinSohnder Weisenist,einSohnalterKönige.
46DawandtesichderPharaoanMoseundAaronund sprachzuihnen:IchkennedenHerrn,denihrmirgenannt habt,nicht;ichwillauchnichtseinVolkaussenden.
47SieantwortetendemKönig:DerHerr,derGottder Götter,istseinName,underhatseinenNamenüberuns ausgerufenvondenTagenunsererVorfahrenanundhat unsgesandtundgesagt:GehtzumPharaoundsagtihm: SendemeinVolk,damitsiemirdienen
48Darumsendeunsnun,damitwirdreiTagelanginder Wüsteumherziehenundihmdortopfernkönnen;dennseit denTagenunseresAbstiegsnachÄgyptenhaterweder BrandopfernochSpeisopfernochSchlachtopfervonuns angenommenWennduunsabernichtsendest,wirdsein Zorngegendichentbrennen,underwirdÄgypten entwedermitderPlageodermitdemSchwertschlagen
49UndPharaosprachzuihnen:SagtmirnunseineMacht undseineStärke!Sieabersprachenzuihm:Erschuf HimmelundErde,dieMeereundalleihreFische,er
formtedasLicht,erschufdieFinsternis,erließesregnen aufdieErdeundtränktesie,erließdasKrautundGras sprießen,erschufMenschundViehunddieTieredes Waldes,dieVögeldesHimmelsunddieFischedesMeeres, unddurchseinenMundwerdensielebendigundsterben sie
50Wahrlich,erhatdichimMutterleiberschaffenunddir denAtemdesLebenseingehauchtunddichaufgezogen unddichaufdenköniglichenThronÄgyptensgesetzt;nun wirderdirdenAtemunddieSeelenehmenunddich zurückbringenzuderErde,vonderdugenommenwurdest 51DaentbranntederZorndesKönigsüberihreWorte, undersprachzuihnen:AberwerunterallenGötternder Völkerkanndiestun?MeinFlussgehörtmir,undichhabe ihnfürmichgeschaffen
52Undertriebsievonsichundbefahl,dassdieArbeitfür Israelhärterseinsolltealsgesternundzuvor
53DagingenMoseundAaronvomKönigwegundsahen dieIsraelitenineinemschlechtenZustand;denndie AufseherhattenihnendieArbeitsehrschwergemacht
54UndMosekehrtezumHerrnzurückundsprach:Warum hastdudeinVolksoschlechtbehandelt?Dennseitich gekommenbin,ummitdemPharaozureden,wozudu michgesandthast,haterdieKinderIsraelsüberaus schlechtbehandelt.
55UndderHERRsprachzuMose:Siehe,duwirstsehen, dassderPharaomitausgestreckterHandundschweren PlagendieKinderIsraelsausseinemLandvertreibenwird.
56UndMoseundAaronwohntenunterihrenBrüdern,den Israeliten,inÄgypten
57UnddenIsraelitenmachtendieÄgypterdasLeben schwerdurchdieschwereArbeit,diesieihnenauferlegten
KAPITEL80
1UndnachzweiJahrensandtederHerrMoseabermals zumPharao,umdieKinderIsraelsherauszuführenundsie ausdemLandÄgyptenzuführen
2UndMoseginghinundkamzumHausdesPharaound verkündeteihmdieWortedesHerrn,derihngesandthatte; aberderPharaowolltenichtaufdieStimmedesHerrn hörenDaentfesselteGottseineMachtinÄgyptengegen denPharaoundseinVolkundschlugdenPharaoundsein VolkmitsehrgroßenundschwerenPlagen
3UndderHERRsandtedurchdieHandAaronsund verwandeltealleGewässerÄgyptensinBlut,samtallen StrömenundFlüssen
4UndalseinÄgypterkam,umzutrinkenundWasserzu schöpfen,schauteerinseinenKrug,undsiehe,dasganze WasserwarzuBlutgeworden;undalserausseinem Bechertrinkenwollte,wurdeauchdasWasserimBecher zuBlut.
5UndwenneineFrauihrenTeigkneteteundihreSpeisen kochte,verwandeltesichihrAussehenindasvonBlut 6UndderHerrsandtewiederBotenundließinallihren GewässernFröschehervorbringen,undalleFröschekamen indieHäuserderÄgypter.
7UndalsdieÄgyptertranken,fülltensichihreBäuchemit Fröschen,undsietanzteninihrenBäuchen,wiesietanzen, wennsieimFlusssind.
8Undalles,wassietrankenundzumKochenverwendeten, wurdezuFröschen;auchwennsieinihrenBettenlagen, brachteihrSchweißFröschehervor
9TrotzalledemwichderZorndesHerrnnichtvonihnen, undseineHandwarausgestrecktgegenalleÄgypter,um siemitjederschwerenPlagezuschlagen
10UndersandteBotenundschlugihrenStaubzuLäusen, unddieLäusewurdeninÄgyptenbiszurHöhevonzwei EllenaufderErde
11EsgababerauchsehrvieleLäuseimFleischvon MenschundTier,unterallenEinwohnernÄgyptensAuch aufdenKönigunddieKöniginsandtederHERRdieLäuse, undesbetrübteÄgyptensehrwegenderLäuse.
12DochderZorndesHerrnwichnichtvonihm,undseine HandbliebüberÄgyptenausgestreckt
13UndderHERRsandteallerleiTieredesFeldesnach Ägypten;undsiekamenundverdarbenganzÄgypten, MenschundVieh,Bäumeundalles,wasinÄgyptenwar 14UndderHerrsandtefeurigeSchlangen,Skorpione, Mäuse,Wiesel,KrötenundandereTiere,dieimStaub kriechen
15Fliegen,Hornissen,Flöhe,WanzenundMücken,jede schwärmtnachihrerArt
16UndalleKriechtiereundgeflügeltenTierenachihrer ArtkamennachÄgyptenundbetrübtendieÄgyptersehr.
17UndeskamenFlöheundFliegenindieAugenund OhrenderÄgypter
18DakamdieHornissezuihnenundscheuchtesiedavon; undsieflüchtetenvorihrinihreGemächer;abersie verfolgtesie
19AlssichdieÄgypterwegendervielenTiereversteckten, verriegeltensieihreTürenhinterihnen,undGottbefahl demSulanuth,derimMeerwar,heraufzukommenund nachÄgyptenzuziehen.
20UndsiehattelangeArme,zehnEllenlangwieeine menschlicheElle
21UndsiestiegaufdieDächerunddecktedie DachsparrenundDielenaufundschnittsieabundstreckte ihrenArmindasHaushineinundentferntedasSchloss unddenRiegelundöffnetedieHäuserÄgyptens.
22DanachkamdieMengederTiereindieHäuser Ägyptens,unddieMengederTierevernichtetedieÄgypter, undsiebetrübtesiesehr.
23DochderZorndesHerrnwandtesichnichtvonden Ägypternab,undseineHandwarweiterhingegensie ausgestreckt.
24UndGottsandtediePest,unddiePestbreitetesichin ÄgyptenausunterdenPferdenundEselnundunterden KamelenundunterdenRinderherdenundSchafenund unterdenMenschen
25AlsdieÄgypteramfrühenMorgenaufstanden,umihr ViehaufdieWeidezutreiben,fandensieallihrViehtot.
26UndvondenRindernderÄgypterbliebnureinesvon zehnübrig;vondenRindernIsraelsinGoschenverendete aberkeineinziges
27UndGottsandteeinebrennendeEntzündungindas FleischderÄgypter,dassihreHautaufplatzte,undes wurdeeinheftigerJuckreizbeiallenÄgypternvonden FußsohlenbiszumScheitel
28UndihrFleischwarvollerGeschwüre,dassihrFleisch abfiel,bissiefauligundübelwaren
29DochderZorndesHerrnwichnichtvonihm,undseine HandwarnochimmerüberganzÄgyptenausgestreckt.
30UndderHerrsandteeinensehrschwerenHagel,der ihreWeinstöcketrafundihreFruchtbäumezerbrachund sieverdorrte,sodasseraufsieherabfiel.
31AuchallegrünenKräuterverdorrtenundvergingen; denninmittendesHagelskameinFeuervomHimmel,und HagelundFeuerverzehrtenalles.
32AuchMenschenundTiere,diesichdraußenaufhielten, kamendurchFeuerflammenundHagelum,undallejungen Löwenwurdenerschöpft
33UndderHerrsandteHeuschreckeningroßerZahlnach Ägypten,dieChasel,Salom,ChargolundChagole, HeuschreckenjederArt,dieallesauffraßen,wasderHagel übriggelassenhatte
34DafreutensichdieÄgypterüberdieHeuschrecken, obwohldiesedieFeldfrüchteverzehrten;siefingensiein großerZahlundsalztensieein,umsiezuessen
35DawandtederHerreinengewaltigenWinddesMeeres, deralleHeuschrecken,auchdiegesalzenen,wegnahmund insRoteMeerwarf;esbliebkeineeinzigeHeuschreckein Ägypten.
36UndGottsandteFinsternisüberÄgypten,dassdas ganzeLandÄgyptenundPathrosdreiTagelangfinster wurde,sodassniemandseineHandsehenkonnte,wenner siezumMundführte
37ZujenerZeitstarbenvieleIsraeliten,diegegenden HerrnrebellierthattenundnichtaufMoseundAaron hörenwolltenundnichtglaubten,dassGottsiegesandt hatte
38Undwerhattegesagt:WirwollennichtausÄgypten hinausgehen,damitwirnichtineinerödenWüstevor Hungerumkommen?,undwerwolltenichtaufdieStimme desMosehören.
39UndderHERRplagtesiedreiTagelanginder Finsternis,unddieIsraelitenbegrubensieinjenenTagen, ohnedassdieÄgypteretwasvonihnenwusstenodersich übersiefreuten
40UndeswurdeeinesehrgroßeFinsternisinÄgyptendrei Tagelang.Undwerstand,alsdieFinsterniskam,derblieb stehen;undwersaß,derbliebsitzen;undwerlag,derlag, derlag;undwerging,derbliebsitzenaufdemBodenan derselbenStelle.UnddiesgeschahmitallenÄgyptern,bis dieFinsternisvorüberwar
41UnddieTagederFinsternisvergingen,undderHerr sandteMoseundAaronzudenIsraelitenundsprach:Feiert euerFestundeuerPassahfest,dennsiehe,ichkomme mitteninderNachtzuallenÄgypternundwerdealleihre Erstgeborenenschlagen,vomErstgeborenendesMenschen biszumErstgeborenendesViehs;undwennicheuer Passahfestsehe,werdeichaneuchvorübergehen
42UnddieIsraelitentatenalles,wasderHERRMoseund Aarongebotenhatte;sotatensieinjenerNacht
43UndesgeschahmitteninderNacht,dassderHerr mitteninÄgyptenhinausgingundalleErstgeborenender Ägypterschlug,vomErstgeborenendesMenschenbiszum ErstgeborenendesViehs.
44UndderPharaostandmitteninderNachtauf,erund alleseineDienerundalleÄgypter,undeserhobsichein großesGeschreiinganzÄgypteninjenerNacht;dennes gabkeinHaus,indemnichteineLeichelag
45AuchdieAbbilderderErstgeborenenÄgyptens,diein dieWändeihrerHäusereingemeißeltwaren,wurden zerstörtundfielenzuBoden
46SogardieGebeineihrerErstgeborenen,dievordiesem ZeitpunktgestorbenwarenunddiesieinihrenHäusern begrabenhatten,wurdeninjenerNachtvondenHunden Ägyptensaufgescheucht,vordieÄgyptergeschleiftund vorsiegeworfen.
47UndalleÄgyptersahendiesesUnglück,dasplötzlich übersiegekommenwar,undalleÄgypterschrienmit lauterStimme
48UndinjenerNachtweintenalleFamilienÄgyptens,ein jederMannumseinenSohnundeinjederMannumseine Tochter,dieererstgeborenwar,unddasGetöseÄgyptens warinjenerNachtvonweitemzuhören
49UndBathia,dieTochterdesPharao,ginginjenerNacht mitdemKönighinaus,umMoseundAaroninihren HäusernzusuchenUndsiefandensieinihrenHäusern, wosieaßenundtrankenundsichmitganzIsraelfreuten.
50UndBathiasprachzuMose:IstdasderLohnfüralldas Gute,dasichdirgetanhabe,dichaufgezogenundgefördert habe,undduhastdiesesUnheilübermichundmein Vaterhausgebracht?
51UndMosesprachzuihr:Wahrlich,zehnPlagenhatder HerrüberÄgyptengebracht;istdirdurcheinevonihnen etwasSchlimmeswiderfahren?Hatdicheinevonihnen getroffen?Undsiesprach:Nein
52UndMosesprachzuihr:ObwohldudieErstgeborene deinerMutterbist,wirstdunichtsterben,undkeinÜbel wirddichinmittenÄgyptenstreffen
53Undsiesprach:Wasnütztesmir,wennichdenKönig, meinenBruder,undseinganzesHausundseineUntertanen indiesemÜbelsehe,derenErstgeborenemitallen ErstgeborenenÄgyptensumkommen?
54UndMosesprachzuihr:Wahrlich,deinBruderund seinHausundihreUntertanen,dieFamilienÄgyptens, wolltennichtaufdieWortedesHerrnhören;darumkam diesesUnheilübersie
55UndderPharao,derKönigvonÄgypten,tratzuMose undAaronundeinigenderIsraeliten,diemitihnenan jenemOrtwaren,undbetetezuihnenundsprach:
56StehtaufundnehmteureBrüder,alleIsraeliten,dieim Landsind,mitihrenSchafenundRindernundallem,was ihnengehörtSiesollennichtszurücklassen,sondernnur fürmichzumHerrn,euremGott,beten
57UndMosesprachzuPharao:Siehe,dubistder ErstgeborenedeinerMutter,fürchtedichnicht,denndu wirstnichtsterben;dennderHerrhatgeboten,dassdu lebensollst,umdirseinegroßeMachtundseinenstarken ausgestrecktenArmzuzeigen
58UndderPharaobefahl,dieIsraelitenwegzuschicken, undalleÄgypterrüstetensich,umsiewegzuschicken, dennsiesagten:Wirgehenalleum
59UndalleÄgypterließendieIsraelitenmitgroßem Reichtum,Schafen,RindernundkostbarenDingen ausziehen,gemäßdemEid,denderHerrzwischenihmund unseremVaterAbrahamgeschlossenhatte.
60DieIsraelitenaberzögerten,nachtshinauszugehenAls dieÄgypterzuihnenkamen,umsieherauszuholen,sagten siezuihnen:SindwirdennRäuber,dasswirnachts hinausgehen?
61UnddieIsraelitenverlangtenvondenÄgypternsilberne undgoldeneGefäßesowieKleider;unddieIsraeliten zogendieÄgypteraus
62DaeilteMose,standaufundgingzumFlussÄgyptens undholtevondortdenSargJosefsheraufundnahmihn mitsich
63AuchdieIsraelitenbrachtenherauf,einjederdenSarg seinesVatersunddieSärgeseinesStammes.
KAPITEL81
1UnddieIsraelitenzogenvonRamsesnachSukkot,etwa sechshunderttausendMannzuFuß,abgesehenvonden KindernundihrenFrauen
2AucheinegemischteMengezogmitihnenhinauf, HerdenundVieh,vielVieh.
3UnddieFremdezeitderIsraeliten,dieinÄgyptenunter schwererArbeitlebten,betrugzweihundertzehnJahre
4UndnachzweihundertzehnJahrenführtederHerrdie KinderIsraelsmitstarkerHandausÄgyptenheraus
5UnddieIsraelitenzogenausÄgypten,ausGoschenund ausRamsesundlagertensichamfünfzehntenTagdes erstenMonatsinSukkot
6UnddieÄgypterbegrubenalleihreErstgeborenen,die derHerrgeschlagenhatte,undalleÄgypterbegrubenihre ErschlagenendreiTagelang
7UnddieIsraelitenzogenvonSukkotweiterundlagerten sichinEtom,amEndederWüste.
8AmdrittenTag,nachdemdieÄgypterihreErstgeborenen begrabenhatten,machtensichvieleMännerausÄgypten aufundzogendenIsraelitennach,umsiezurRückkehr nachÄgyptenzuzwingen;dennsiebereuten,dieIsraeliten ausihrerKnechtschaftweggeschicktzuhaben
9UndeinersagtezuseinemNachbarn:Gewisshaben MoseundAaronmitdemPharaogesprochenundgesagt: WirwollendreiTagereisenweitindieWüstegehenund demHerrn,unseremGott,opfern.
10DarumlasstunsfrühamMorgenaufstehenundsiezur RückkehrzwingenWennsiemitunsnachÄgyptenzu ihrenHerrenzurückkehren,dannwerdenwirwissen,dass sietreusind;wennsieabernichtzurückkehren,dann werdenwirmitihnenkämpfenundsiemitgroßerMacht undstarkerHandzurRückkehrzwingen.
11AmMorgenstandenalleEdlendesPharaoauf,undmit ihnenetwasiebenhunderttausendMann,undsiezogenan diesemTagausÄgyptenausundkamenandenOrt,wodie KinderIsraelswaren
12UndalleÄgyptersahen,undsiehe,MoseundAaron undalleKinderIsraelssaßenvorPi-Hahirot,aßenund trankenundfeiertendasFestdesHerrn
13DasagtenalleÄgypterzudenIsraeliten:Ihrhabtdoch gesagt:WirwollendreiTageinderWüsteumherziehen, unseremGottopfernunddannzurückkehren
14NunsindesschonfünfTage,seitihrfortgegangenseid WarumkehrtihrnichtzueurenHerrenzurück?
15MoseundAaronantwortetenihnen:WeilderHERR, unserGott,unsbezeugthat:Ihrsolltnichtmehrnach Ägyptenzurückkehren,sondernwirwollenineinLand ziehen,woMilchundHonigfließen,wiederHERR,unser Gott,unserenVäterngeschworenhat,esunszugeben.
16AlsdieEdlenÄgyptenssahen,dassdieIsraelitennicht aufsiehörtenundnachÄgyptenzurückkehrten,rüsteten siesichzumKampfgegenIsrael
17UndderHERRstärktedieHerzenderIsraelitengegen dieÄgypter,sodasssieihneneineschwereNiederlage beibrachtenDerKampfwarfürdieÄgypterverheerend, undalleÄgypterflohenvordenIsraeliten,dennvielevon ihnenkamendurchdieHandIsraelsum.
18DagingendieEdlendesPharaonachÄgyptenund berichtetendemPharao:DieIsraelitensindgeflohenund werdennichtmehrnachÄgyptenzurückkehrenSohaben MoseundAaronzuunsgesprochen
19AlsderPharaodieshörte,wandtesichseinHerzund dasHerzallseinerUntertanengegenIsrael,undsie bereuten,dasssieIsraelgesandthatten;undalleÄgypter rietendemPharao,dieIsraelitenzuverfolgen,damitsiezu ihrenLastenzurückkehrten
20UndsiespracheneinjederzuseinemBruder:Was habenwirgetan,dasswirIsraelausunsererKnechtschaft gesandthaben?
21UndderHERRstärktedieHerzenallerÄgypter,die Israelitenzuverfolgen;dennderHERRwolltedieÄgypter imRotenMeervernichten
22DastandderPharaoauf,spannteseinenWagenanund befahlallenÄgyptern,sichzuversammeln;esbliebkein MannübrigaußerdenKindernunddenFrauen
23UndalleÄgypterzogenmitdemPharaoaus,umdie KinderIsraelszuverfolgen.DasLagerÄgyptenswarein überausgroßesundstarkesLager,etwa zehnhunderttausendMann
24UnddasganzeLagerzoghinundverfolgtedie Israeliten,umsienachÄgyptenzurückzubringen,undsie erreichtensie,alssieamRotenMeerlagerten
25DablicktendieIsraelitenaufundsahen,dassalle ÄgyptersieverfolgtenUnddieIsraelitenerschrakensehr vorihnenundschrienzumHerrn
26UndwegenderÄgypterspaltetensichdieIsraelitenin vierGruppenundwarenuneinsinihrenMeinungen,denn siefürchtetendieÄgypter;undMoseredetemitjedervon ihnen.
27DieersteAbteilungbestandausdenSöhnenRubens, SimeonsundIssachars;siebeschlossen,sichinsMeerzu stürzen,dennsiefürchtetendieÄgyptersehr.
28UndMosesprachzuihnen:Fürchteteuchnicht!Bleibt stehenundsehtdieRettungdesHerrn,dieereuchheute vollbringenwird.
29DiezweiteAbteilungbestandausdenSöhnenSebulons, BenjaminundNaftali,undsiebeschlossen,mitden ÄgypternnachÄgyptenzurückzukehren
30UndMosesprachzuihnen:Fürchteteuchnicht!Denn wieihrdieÄgypterheutegesehenhabt,sowerdetihrsie nichtmehrseheninEwigkeit.
31DiedritteDivisionbestandausdenSöhnenJudasund Josefs;siebeschlossen,denÄgypternentgegenzuziehen undgegensiezukämpfen
32UndMosesprachzuihnen:BleibtaneurenPlätzen stehen,dennderHerrwirdfüreuchkämpfen,undihrsollt schweigen
33DievierteAbteilungaberbestandausdenSöhnenLevi, GadundAscher.Siebeschlossen,mittenunterdieÄgypter zugehen,umsiezubeschämenDasprachMosezuihnen:
BleibtaneurenPlätzenundfürchteteuchnicht;ruftnur denHerrnan,dassereuchausihrerHanderrette.
34DanachstandMoseausderMittedesVolkesauf,betete zumHerrnundsprach:
35OHerr,GottderganzenErde,rettenundeinVolk,das duausÄgyptenherausgeführthast,undlassdieÄgypter sichnichtrühmen,dassihnenMachtundStärkegehören
36DasprachderHerrzuMose:Warumschreistduzumir? SprichzudenIsraeliten,dasssieweiterziehensollen,und streckedeinenStabüberdasMeerausundteilees,unddie Israelitensollenhindurchziehen
37UndMosetatso;underhobseinenStabüberdasMeer emporundteiltees.
38UnddasWasserdesMeereswurdeinzwölfTeilegeteilt, unddieIsraelitengingenhindurchzuFuß,mitSchuhen, wiemaneinenbefestigtenWegentlanggeht.
39UndderHerroffenbartedenIsraelitenseineWunderin ÄgyptenundimMeerdurchdieHandvonMoseund Aaron.
40AlsdieIsraeliteninsMeerhineingezogenwaren, folgtenihnendieÄgypterDaüberflutetesiedasMeer,und sieallesankenimWasser.EsbliebkeinMannübrigaußer demPharao,derdemHerrndankteundanihnglaubte DarumließderHerrihnzujenerZeitnichtmitden Ägypternumkommen.
41UndderHerrbefahleinemEngel,ihnausderMitteder ÄgypterzuholenDiesehattenihnindasLandNinive geworfen,underregiertedortfüreinelangeZeit.
42UndandiesemTagerrettetederHERRIsraelausder HandÄgyptens,undalleIsraelitensahen,dassdieÄgypter umgekommenwaren,undsiesahendiegroßeHanddes HERRN,dieerinÄgyptenundimMeergetanhatte 43DasangenMoseunddieIsraelitendemHerrndieses LiedandemTag,alsderHerrdieÄgyptervorihnenfallen ließ
44UndganzIsraelsangimChorundsprach:Ichwilldem Herrnsingen,denneristhocherhaben;RossundReiterhat erinsMeergestürzt;siehe,esstehtgeschriebenimBuch desGesetzesGottes
45DanachzogendieIsraelitenweiterundlagertensichin MaraDortgabderHERRdenIsraelitenSatzungenund Rechteundgebotihnen,inallenseinenWegenzuwandeln undihmzudienen.
46UndsiezogenvonMaraweiterundkamennachElim InElimgabeszwölfWasserquellenundsiebzig Dattelpalmen;unddieKinderlagertensichdortamWasser.
47UndsiezogenvonElimfortundkamenamfünfzehnten TagdeszweitenMonatsnachihremAuszugausÄgypten indieWüsteSin
48ZujenerZeitgabderHERRdenIsraelitendasManna zuessen,undderHERRließtäglichNahrungvomHimmel fürdieIsraelitenregnen.
49UnddieIsraelitenaßendasMannavierzigJahrelang, solangesieinderWüstewaren,bissieindasLandKanaan kamen,umesinBesitzzunehmen
50UndsiezogenausderWüsteSinweiterundlagerten sichinAlusch.
51UndsiezogenvonAluschweiterundlagertensichin Refidim
52AlsdieIsraeliteninRefidimwaren,kamAmalek,der SohnElifas,desSohnesEsaus,desBrudersZephos,um gegenIsraelzukämpfen
53UnderbrachteachthundertundeintausendMannmit sich,MagierundWahrsager,undrüstetesichzumKampf gegenIsraelinRefidim
54UndsieführteneinengroßenundheftigenKampfgegen Israel,undderHERRgabAmalekundseinVolkindie HandvonMoseunddenIsraelitenundindieHandvon Josua,demSohnNuns,demEphratiter,demKnechtvon Mose
55UnddieIsraelitenschlugenAmalekundseinVolkmit demSchwert;aberderKampfwarfürdieIsraelitensehr schmerzlich
56UndderHERRsprachzuMose:Schreibedieszum AndenkenfürdichineinBuchundgibesdeinemKnecht Josua,demSohnNuns,unddusollstdenIsraeliten gebietenundsagen:WennihrindasLandKanaankommt, solltihrdieErinnerunganAmalekunterdemHimmel gänzlichauslöschen
57UndMosetatsoundnahmdasBuchundschriebdiese Wortedaraufundsprach:
58Denkdaran,wasAmalekdiraufdemWegangetanhat, alsduausÄgyptenhinausgezogenbist
59DiediraufdemWegbegegnetenunddeinenRücken trafen,dieSchwachenhinterdir,alsdumüdeunderschöpft warst
60WennnunderHERR,deinGott,dirRuheverschaffthat voralldeinenFeindenringsumindemLand,dasder HERR,deinGott,dirzumErbegibt,damitdues einnimmst,dannsollstdudieErinnerunganAmalekunter demHimmelauslöschen,dusollstsienichtvergessen
61UndderKönig,dersichAmaleks,seinesAndenkens oderseinerNachkommenerbarmt,siehe,ichwerdeesvon ihmfordernundihnausseinemVolkausrotten
62UndMoseschrieballdiesineinBuchundgebotden Israeliten,sichanalledieseDingezuhalten.
KAPITEL82
1UnddieIsraelitenzogenvonRefidimausundlagerten sichinderWüsteSinai,imdrittenMonatnachihrem AuszugausÄgypten.
2ZujenerZeitkamReguel,derMidianiter,der SchwiegervatervonMose,mitseinerTochterZipporaund ihrenbeidenSöhnen;dennerhattevondenWunderndes Herrngehört,dieeranIsraelgetanhatte,nämlichdasser sieausderHandÄgyptenserrettethatte.
3UndReguelkamzuMoseindieWüste,woerlagerte, woderBergGotteswar
4UndMosegingseinemSchwiegervatermitgroßerEhre entgegen,undganzIsraelwarmitihm.
5UndReguelundseineKinderbliebenvieleTageunter denIsraeliten,undReguelerkanntedenHerrnvondiesem Tagan
6UndimdrittenMonatnachdemAuszugderIsraeliten ausÄgypten,amsechstenTagdesselben,gabderHERR demVolkIsraeldieZehnGeboteaufdemBergSinai
7UndganzIsraelhörtealledieseGebote,undganzIsrael freutesichanjenemTagsehrimHerrn.
8UnddieHerrlichkeitdesHerrnruhteaufdemBergSinai, underriefMose,undMosekaminmitteneinerWolkeund stiegaufdenBerg
9UndMosewarvierzigTageundvierzigNächteaufdem Berg;eraßkeinBrotundtrankkeinWasser,undder HERRunterwiesihnindenSatzungenundRechten,damit erdieKinderIsraelslehre
10UndderHERRschriebdiezehnGebote,dieerden Israelitengebotenhatte,aufzweiSteintafelnundgabsie Mose,damitersiedenIsraelitengebiete
11UndnachvierzigTagenundvierzigNächten,alsder HerrmitMoseaufdemBergSinaizuEndegeredethatte, gabderHerrMosediesteinernenTafeln,diemitdem FingerGottesbeschriebenwaren
12AlsdieIsraelitensahen,dassMosenichtvomBerg herunterkam,versammeltensiesichumAaronundsagten: „WasmitdiesemMosegeschehenist,wissenwirnicht“
13DarumstehnunaufundmacheunseinenGott,dervor unshergeht,damitdunichtstirbst.
14AaronaberfürchtetesichsehrvordemVolkundbefahl ihnen,ihmGoldzubringen;undermachtedarausein gegossenesKalbfürdasVolk.
15UndderHERRsprachzuMose,eheervomBerg herabgestiegenwar:Steighinab,denndeinVolk,dasdu ausÄgyptenherausgeführthast,hatsichverdorben.
16SiehabensicheingegossenesKalbgemachtund beugensichdavorniederNunlasstmichinRuhe,damit ichsievonderErdevertilgenkann;dennsiesindein halsstarrigesVolk
17UndMoseflehtedenHerrnan,ihmgnädigzusein,und betetezudemHerrnfürdasVolkwegendesKalbs,dassie gemachthattenDanachstiegervomBergherabundhatte diezweiSteintafelninseinenHänden,dieGottihm gegebenhatte,umdenIsraelitenzugebieten.
18AlsMosesichdemLagernäherteunddasKalbsah,das dasVolkgemachthatte,entbranntederZorndesMose, underzerbrachdieTafelnunterdemBerg.
19UndMosekaminsLagerundnahmdasKalb, verbrannteesimFeuer,zermahlteeszufeinemStaub, streuteesinsWasserundgabesdenIsraelitenzutrinken. 20UndeskamenetwadreitausendMännerausdemVolk durchdieSchwertervoneinanderum,diedasKalb gemachthatten.
21AmnächstenTagsagteMosezumVolk:Ichwillzum Herrnhinaufgehen,vielleichtkannichfüreureSünden,die ihrbegangenhabt,vordemHerrnSühneleisten.
22UndMosegingabermalshinaufzumHerrnundblieb vierzigTageundvierzigNächtebeimHerrn.
23UndwährenddervierzigTageflehteMosedenHERRN fürdieKinderIsraelsan,undderHERRerhörtedasGebet desMose,undderHERRließsichvonihmfürIsraelbitten 24DasprachderHerrzuMose,ersollezweiSteintafeln hauenundsiezumHerrnbringen,derdaraufdiezehn Geboteschreibenwürde
25Mosetatdies,stieghinab,hautediezweiTafelneinund ginghinaufzumBergSinaizumHerrn,undderHerr schriebdieZehnGeboteaufdieTafeln.
26UndMosebliebnochvierzigTageundvierzigNächte beimHerrn,undderHerrwiesihnan,Satzungenund Rechtezuverkünden,dieerIsraelmitteilensollte.
27UndderHERRgebotihmhinsichtlichderKinder Israels,dasssiedemHERRNeinHeiligtumerrichten sollten,damitseinNamedarinwohne,undderHERR zeigteihmdasBilddesHeiligtumsunddasBildaller seinerGeräte.
28UndnachAblaufdervierzigTagestiegMosevomBerg herab,unddiebeidenTafelnwareninseinerHand 29UndMosetratzudenIsraelitenundredetezuihnenalle WortedesHerrnundlehrtesieGesetze,Satzungenund Rechte,diederHerrihngelehrthatte
30UndMoseverkündetedenIsraelitendasWortdes HERRN:MansolleihmeinHeiligtumerrichten,damiter inmittenderIsraelitenwohne.
31UnddasVolkfreutesichsehrüberalldasGute,dasder HerrihnendurchMoseverheißenhatte,undsiesprachen: Alles,wasderHerrdirverheißenhat,wollenwirtun.
32UnddasVolkstandaufwieeinMannundbrachte reichlichGabenfürdasHeiligtumdesHerrndar;jeder brachteseineGabefürdenHerrndarfürdenBaudes HeiligtumsundfürseinenganzenDienst
33UndalleIsraelitenbrachtenjedervonallem,waser besaß,fürdenBaudesHeiligtumsdesHerrn:Gold,Silber, Kupferundalles,wasfürdasHeiligtumnützlichwar
34UndalleweisenMänner,dieinihremHandwerkgeübt waren,kamenundbautendasHeiligtumdesHerrn,wieder Herresgebotenhatte,jederindemHandwerk,indemer geübtwar;undalleweisenMännerfertigtenmitHerzdas HeiligtumundseineEinrichtungsgegenständeundalle GerätefürdenheiligenDienstan,wiederHerresMose gebotenhatte
35NachfünfMonatenwarderBaudesHeiligtumsder Stiftshütteabgeschlossen,unddieIsraelitentatenalles,was derHERRMosegebotenhatte
36UndsiebrachtendasHeiligtumundseinegesamte AusstattungzuMose;sowiederHerresMosegezeigt hatte,sotatendieIsraeliten
37UndMosesahdasWerk,undsiehe,sietatenes,wieder Herrihmgebotenhatte;dasegneteMosesie
KAPITEL83
1UndimzwölftenMonat,amdreiundzwanzigstenTagdes Monats,nahmMoseAaronundseineSöhneundkleidete sieinihreKleiderundsalbtesieundtatmitihnen,wieder Herrihmgebotenhatte,undMosebrachtealleOpfergaben herauf,diederHerrihmandiesemTaggebotenhatte.
2DanachnahmMoseAaronundseineSöhneundsprach zuihnen:SiebenTagesolltihramEingangdesHeiligtums bleiben,dennsohabeicheseuchgeboten
3UndAaronundseineSöhnetatenalles,wasderHERR ihnendurchMosegebotenhatte,undsiebliebensieben TagelangamEingangdesHeiligtums.
4AmachtenTag,demerstenTagdeserstenMonats,im zweitenJahrnachdemAuszugderIsraelitenausÄgypten, errichteteMosedasHeiligtumundstelltealleGeräteder StiftshütteundalleGerätedesHeiligtumsaufundtatalles, wasderHerrihmgebotenhatte.
5UndMoseriefAaronundseineSöhne,undsiebrachten dasBrandopferunddasSündopferfürsichunddieKinder Israels,wiederHERResMosegebotenhatte.
6AnjenemTagnahmendiebeidenSöhneAarons,Nadab undAbihu,fremdesFeuerundbrachtenesvordenHerrn, deresihnennichtbefohlenhatteDagingeinFeuervom Herrnausundverzehrtesie,undsiestarbenanjenemTag vordemHerrn.
7AmTag,alsMosedenBaudesHeiligtumsvollendet hatte,begannendieFürstenderIsraeliten,ihreOpfergaben vordenHerrnzubringen,umdenAltareinzuweihen.
8UndsiebrachtenihreOpfergabenherauf,jederFürst einenTaglang,jedenTageinFürstzwölfTagelang
9UndalleOpfergaben,diesiebrachten,jederMannan seinemTag,einesilberneSchalevoneinhundertdreißig SchekelGewicht,einesilberneSchüsselvonsiebzig SchekelnachdemSchekeldesHeiligtums,beidevollmit feinemMehl,mitÖlvermischt,alsSpeisopfer
10EinLöffel,zehnSchekelGoldschwer,gefülltmit Weihrauch
11EinjungerStier,einWidder,eineinjährigesLammals Brandopfer.
12UndeinZiegenböckchenalsSündopfer
13UndalsFriedensopfer:zweiOchsen,fünfWidder,fünf Ziegenböcke,fünfeinjährigeLämmer.
14SoverfuhrendiezwölfFürstenIsraelsTagfürTag,ein jederanseinemTag
15Undesgeschahdanach,amdreizehntenTagdesMonats, dassMosedenIsraelitengebot,dasPassahfestzufeiern 16UnddieIsraelitenfeiertendasPassahfestzuseinerZeit, amvierzehntenTagdesMonats,wiederHERResMose gebotenhatte;sotatenesdieIsraeliten
17UndimzweitenMonat,amerstenTagdesselben, sprachderHerrzuMose:
18ZähledieHäupterallermännlichenMännerderKinder IsraelsvonzwanzigJahrenunddarüber,duunddein BruderAaronunddiezwölfFürstenIsraels.
19UndMosetatsoUndAaronkammitdenzwölfFürsten Israels,undsiezähltendieKinderIsraelsinderWüste Sinai.
20DieZahlderIsraelitennachihrenSippenbetrug sechshundertdreitausendfünfhundertfünfzig,vonzwanzig Jahrenanaufwärts.
21AberdieSöhneLeviwurdennichtzuihrenBrüdern, denSöhnenIsraels,gezählt
22DieZahlallermännlichenKinderderKinderIsraels, vomerstenLebensmonatan,betrug22273
23DieZahlderSöhneLevis,voneinemMonataltund älter,betrugzweiundzwanzigtausend.
24UndMosesetztediePriesterunddieLevitenein,jeder zuseinemDienstundzuseinerAufgabe,demHeiligtum derStiftshüttezudienen,wiederHERResMosegeboten hatte
25AmzwanzigstenTagdesMonatswurdedieWolkevon derStiftshüttedesZeugnissesweggenommen.
26ZujenerZeitsetztendieIsraelitenihreReisevonder WüsteSinaifortundwandertendreiTagelangDieWolke ruhteüberderWüsteParan;dortentbranntederZorndes HERRNgegenIsrael,dennsiehattendenHERRNerzürnt, indemsieihnumFleischbaten,damitsieessenkönnten.
27UndderHERRerhörteihrSchreienundgabihnen Fleisch,vondemsieeinenMonatlangaßen
28DanachaberentbranntederZorndesHerrngegensie, underschlugsiemiteinergroßenSchlacht,undsie wurdendortanjenemOrtbegraben
29UnddieIsraelitennanntenjenenOrtKebrot-Hattaawa, weilsiedortdasVolkbegruben,dasnachFleischgierte.
30UndsiezogenvonKebrot-Hattaawafortundlagerten sichinHazeroth,dasinderWüsteParanliegt
31UndalsdieIsraeliteninHazerothwaren,entbrannteder ZorndesHERRNgegenMirjamwegenMose,undsie wurdeaussätzigundweißwieSchnee
32UndsiewurdesiebenTagelangaußerhalbdesLagers festgehalten,bissienachihrerAussatzerkrankungwieder aufgenommenwurde.
33DanachzogendieIsraelitenvonHazerothweiterund lagertensichamEndederWüsteParan
34ZujenerZeitsprachderHERRzuMose:Ersollezwölf MännerausdemVolkIsraelaussenden,jeeinenMannaus jedemStamm,umdasLandKanaanzuerkunden
35UndMosesandtediezwölfMänneraus,undsiekamen indasLandKanaan,umeszuerkundenundzuerforschen, undsiedurchstreiftendasganzeLandvonderWüsteSin bisnachRechob,womannachKamothkommt.
36NachvierzigTagenkamensiezuMoseundAaronund berichtetenihnen,wassieimHerzenbewegteZehnder MännerbrachtendenIsraeliteneineschlechteNachricht überdasLand,dassieerkundethatten,undsprachen:Esist besserfüruns,nachÄgyptenzurückzukehren,alsindieses Landzugehen,einLand,dasseineBewohnerverzehrt.
37AberJosua,derSohnNuns,undKaleb,derSohn Jephunes,diezudenengehörten,diedasLanderkundeten, sagten:DasLandistüberausgut.
38WennderHerrGefallenanunshat,dannwirderunsin diesesLandbringenundesunsgeben;dennesisteinLand, indemMilchundHonigfließen.
39AberdieIsraelitenwolltenihnennichtzuhören,sondern sieglaubtendenzehnMännern,dieeinschlechtesGerücht überdasLandverbreitethatten.
40UndderHERRhörtedasMurrenderKinderIsraelsund wurdezornigundschworundsprach:
41GewisswirdkeinerausdiesemgottlosenGeschlechtdas LandvonzwanzigJahrenanundaufwärtssehen,außer Kaleb,demSohnJephunes,undJosua,demSohnNuns 42AbergewisswirddiesesböseGeschlechtindieser Wüsteumkommen,undihreKinderwerdenindasLand kommenundesinBesitznehmenDaentbranntederZorn desHERRNgegenIsrael,underließsievierzigJahrelang inderWüsteumherirrenbiszumEndediesesbösen Geschlechts,weilsiedemHERRNnichtgefolgtwaren.
43UnddasVolkwohntelangeZeitinderWüsteParan undzogdannaufdemWegzumRotenMeerindieWüste
KAPITEL84
1ZujenerZeitnahmKorach,derSohnJetzers,desSohnes Kehats,desSohnesLevis,vieleMännerderIsraelitenmit sich,unddieseerhobensichundstrittenmitMoseund AaronundderganzenGemeinde.
2DawurdederHERRzornigaufsie,unddieErdetat ihrenMundaufundverschlangsiesamtihrenHäusernund allem,wasihnengehörte,undallenMännern,diezu Korachgehörten
3UnddanachließGottdasVolklangeZeitaufdemWeg umdenBergSeirherumziehen.
4ZujenerZeitsprachderHerrzuMose:Entfachtkeinen KrieggegendieNachkommenEsaus;dennichwilleuch nichtsvonihremBesitzgeben,nichteinmalsoviel,wiedie Fußsohlebetretenkann;dennichhabeEsaudasGebirge SeirzumErbegegeben
5DarumkämpftendieSöhneEsausinfrüherenZeiten gegendieSöhneSeirs,undderHERRgabdieSöhneSeirs indieHändederSöhneEsausundvertilgtesievorihnen her,unddieSöhneEsauswohntenanihrerStattbisaufden heutigenTag
6DarumsprachderHERRzudenIsraeliten:Kämpftnicht gegendieNachkommenEsaus,eureBrüder;dennnichtsin ihremLandgehörteuchIhrdürftaberfürGeld Lebensmittelvonihnenkaufenundessenundihrdürftfür GeldWasservonihnenkaufenundtrinken
7UnddieKinderIsraelstaten,wiederHerrihnengesagt hatte.
8UnddieIsraelitenzogeninderWüsteumher,denWeg umdenBergSinaiherum,undrührtendieSöhneEsaus nichtan,undsiebliebenneunzehnJahrelanginjener Gegend
9ZujenerZeitstarbLatinus,derKönigderSöhneKittims, imfünfundvierzigstenJahrseinerHerrschaft,dasistdas vierzehnteJahrdesAuszugsderKinderIsraelsaus Ägypten
10UndmanbegrubihnandemOrt,denersichimLande Kittimgebauthatte,undAbimnasregierteanseinerStelle achtunddreißigJahrelang
11UnddieIsraelitenüberschritteninjenenTagen,nach neunzehnJahren,dieGrenzedesStammesEsauund kamenundzogendurchdieWüsteMoab
12UndderHERRsprachzuMose:BelagereMoabnicht undkämpfenichtgegensie,dennichwerdedirnichtsvon ihremLandgeben
13UnddieIsraelitenzogenneunzehnJahrelangaufdem WegdurchdieWüsteMoab,ohnegegensiezukämpfen 14ImsechsunddreißigstenJahr,nachdemdieIsraelitenaus Ägyptenausgezogenwaren,schlugderHERRdasHerz Sihons,desKönigsderAmoriter,underzogindenKrieg undgegendieMoabiter
15UndSihonsandteBotenzuBeor,demSohndesJaneas, demSohnBileams,demRatgeberdesKönigsvonÄgypten, undzuBileam,seinemSohn,umMoabzuverfluchen, damitesindieHandSihonsgegebenwürde.
16UnddieBotengingenhinundholtenBeor,denSohn desJaneas,undBileam,seinenSohn,ausPetorin MesopotamienSokamenBeorundBileam,seinSohn,in dieStadtSihonundverfluchtenMoabundihrenKönigin GegenwartSihons,desKönigsderAmoriter
17SozogSihonmitseinemganzenHeerausundging nachMoabundkämpftegegensieundunterwarfsie,und derHerrgabsieinseineHände,undSihonerschlugden KönigvonMoab
18UndSihonnahminderSchlachtalleStädteMoabsein; auchHeschbonnahmerihnenab,dennHeschbonwareine derStädteMoabs,undSihonsetzteseineFürstenundseine EdleninHeschbonein,undHeschbongehörteinjenen TagenzuSihon.
19DarumsprachendieGleichnisrednerBeorundBileam, seinSohn:KommtnachHeschbon,dortwirddieStadt Sihongebautundgegründetwerden
20Wehedir,Moab!Dubistverloren,VolkvonKemosch! Siehe,esstehtgeschriebenimBuchdesGesetzesGottes.
21NachdemSihonMoaberoberthatte,stellteerWachen indieStädte,dieerMoababgenommenhatteDabeifiel einebeträchtlicheAnzahlderMoabiterinderSchlachtin SihonsHand,undermachteeinegroßeGefangenschaft unterihnen,SöhneundTöchter,undererschlugihren KönigDaraufhinkehrteSihoninseineigenesLandzurück 22UndSihonschenkteBeorundseinemSohnBileam zahlreicheGeschenkeausSilberundGold;dannentließer sie,undsiegingennachMesopotamieninihreHeimatund ihrLand
23ZujenerZeitzogenalleIsraelitenvonderStraßedurch dieWüsteMoabzurückundumzingeltendieWüsteEdom 24SokamdieganzeGemeindeimerstenMonatdes vierzigstenJahresnachihremAuszugausÄgyptenindie WüsteSin,unddieIsraelitenwohntendortinKadeschin derWüsteSin,undMirjamstarbdortundwurdedort begraben.
25ZujenerZeitsandteMoseBotenzuHadad,demKönig vonEdom,undließihmsagen:SosprichtdeinBruder Israel:LassmichdochdurchdeinLandziehen,wirwollen nichtdurchFelderoderWeinbergegehen,wirwollennicht dasWasserausdemBrunnentrinken;wirwollenaufder StraßedesKönigswandeln.
26DasprachEdomzuihm:Dusollstnichtdurchmein Landziehen!UndEdomzogaus,denIsraelitenmiteinem mächtigenHeerentgegen.
27UnddieSöhneEsausweigertensich,dieIsraeliten durchihrLandziehenzulassen;dazogendieIsraeliten vonihnenwegundkämpftennichtgegensie.
28DennzuvorhattederHERRdenIsraelitengeboten:Ihr solltnichtgegendieNachkommenEsauskämpfenDarum zogendieIsraelitenvonihnenwegundkämpftennicht gegensie
29SozogendieIsraelitenvonKadeschfort,unddasganze VolkkamzumBergHor.
30ZujenerZeitsprachderHerrzuMose:Sagdeinem BruderAaron,dasserdortsterbenwird;dennerwirdnicht indasLandkommen,dasichdenIsraelitengegebenhabe.
31UndAaronstiegaufBefehldesHerrnaufdenBergHor hinaufimvierzigstenJahr,imfünftenMonat,amersten TagdesMonats.
32AaronwareinhundertdreiundzwanzigJahrealt,alser aufdemBergHorstarb.
KAPITEL85
1AlsKönigArad,derKanaaniter,derimSüdenwohnte, hörte,dassdieIsraelitendurchKundschaftergekommen waren,stellteerseineStreitkräfteauf,umgegendie Israelitenzukämpfen
2UnddieIsraelitenfürchtetensichsehrvorihm,denner hatteeingroßesundstarkesHeer.Deshalbbeschlossendie Israeliten,nachÄgyptenzurückzukehren
3UnddieIsraelitenkehrtenumundgingenetwadrei TagereisenweitbisnachMaserathBeniJaakon,dennsie fürchtetensichsehrvorKönigArad
4UnddieIsraelitenkehrtennichtanihreWohnortezurück, sondernbliebendreißigTageinBeniJaakon.
5AlsdieSöhneLevisahen,dassdieSöhneIsraelsnicht umkehrenwollten,wurdensieeifersüchtigumdesHerrn willenunderhobensichundkämpftengegendieIsraeliten, ihreBrüder,underschlugeneinegroßeMengevonihnen undzwangensie,anihrenOrt,denBergHor, zurückzukehren.
6Undalssiezurückkehrten,warKönigAradnochdabei, seinHeerfürdenKampfgegendieIsraelitenzurüsten 7UndIsraelgelobte:WenndudiesesVolkinmeineHand gibst,sowillichihreStädtedemErdbodengleichmachen 8UndderHERRerhörtedieStimmeIsraelsundgabdie KanaaniterinihreHandundvernichtetesieundihreStädte völlig;undernanntedenOrtHorma
9UnddieIsraelitenzogenvomBergHorweiterund lagertensichinObot,undsiezogenvonObotweiterund lagertensichinIje-Abarim,anderGrenzeMoabs 10DasandtendieIsraelitenBotennachMoabundließen sagen:„LasstunsnundurcheuerLandinunserGebiet ziehen“AberdieMoabiterwolltennichtzulassen,dassdie IsraelitendurchihrLandzogen,dennsiefürchtetensehr, dassdieIsraelitenihnendasselbeantunwürdenwieSihon, derKönigderAmoriter,derihnenihrLandweggenommen undvielevonihnenerschlagenhatte.
11DarumerlaubteMoabdenIsraelitennicht,durchsein LandzuziehenDagebotderHERRdenIsraeliten,dass sienichtgegenMoabkämpfensollten.Sozogendie IsraelitenausMoabweg
12UnddieIsraelitenzogenvonderGrenzeMoabsweiter undkamenaufdieandereSeitedesArnon,derGrenze Moabs,zwischenMoabunddenAmoritern,undsie lagertensichimGebietSihons,desKönigsderAmoriter, inderWüsteKedemot.
13UnddieIsraelitensandtenBotenzuSihon,demKönig derAmoriter,undließenihmsagen:
14LasstunsdurchdeinLandziehen,wirwollennichtauf dieFelderoderindieWeinbergeabbiegen,sondernwir wollenaufderKönigsstraßeentlanggehen,biswirdeine Grenzeüberschrittenhaben;aberSihonwollteden IsraelitendenDurchgangnichterlauben
15DasammelteSihondasganzeVolkderAmoriterund zogindieWüste,umdenIsraelitenentgegenzutreten,und erkämpftegegenIsraelinJahaz
16UndderHERRgabSihon,denKönigderAmoriter,in dieHandderIsraeliten,undIsraelerschlugdasganzeVolk SihonsmitderSchärfedesSchwertesundrächtedieSache Moabs.
17UnddieIsraelitennahmendasLandSihonvonAram bisJabukinBesitz,biszudenAmmonitern,undsie nahmendieganzeBeuteausdenStädten
18UndIsraelnahmalledieseStädteein,undIsraelwohnte inallenStädtenderAmoriter
19UndalleIsraelitenbeschlossen,gegendieAmmoniter zukämpfenundauchihrLandeinzunehmen
20DasprachderHERRzudenIsraeliten:Belagertdie Ammoniternichtundstreitetnichtgegensie,dennichwill euchnichtsvonihremLandgebenUnddieIsraeliten hörtenaufdasWortdesHERRNundkämpftennichtgegen dieAmmoniter.
21DawandtensichdieIsraelitenumundzogenhinaufauf demWegvonBaschanindasLandOg,desKönigsvon BaschanUndOg,derKönigvonBaschan,zogaus,um denIsraelitenimKampfentgegenzutreten,underhatte vieletapfereMännerbeisichundeinsehrstarkesHeer vomVolkderAmoriter
22Og,derKönigvonBaschan,wareinsehrmächtiger Mann;aberseinSohnNaaronwarüberausmächtig,ja sogarnochstärkeralser
23UndOgsprachinseinemHerzen:Siehe,nunnimmtdas ganzeHeerIsraelseineFlächevondreiParsasein;nunwill ichsieaufeinmalerschlagen,ohneSchwertundSpeer
24UndOgstiegaufdenBergJahazundnahmvondort einengroßenStein,dessenLängedreiParsawar,undlegte ihnaufseinenKopfundbeschloss,ihnaufdasLagerder KinderIsraelszuwerfen,umalleIsraelitenmitdiesem Steinzuerschlagen
25DatratderEngeldesHerrnunddurchbohrtedenStein aufOgsHaupt;undderSteinfielaufOgsNacken,undOg fielzuBodenwegendesGewichtsdesSteinsaufseinem Nacken
26ZujenerZeitsprachderHERRzudenIsraeliten: Fürchteteuchnichtvorihm,dennichhabeihnundsein ganzesVolkundseinganzesLandineureHandgegeben, undihrsolltmitihmtun,wieihrmitSihongetanhabt.
27UndMosegingmiteinerkleinenAnzahlvonIsraeliten zuihmhinab,undMoseschlugOgmiteinemStockandie KnöchelseinerFüßeundtöteteihn.
28DanachverfolgtendieIsraelitendieSöhneOgsundsein ganzesVolkundschlugenundvernichtetensie,biskein Restvonihnenübrigblieb.
29DanachsandteMoseeinigeIsraelitenaus,umJaaser auszukundschaften,dennJaaserwareinesehrberühmte Stadt.
30UnddieKundschaftergingennachJaaserund erkundetenes;unddieKundschaftervertrautenaufden HerrnundkämpftengegendieMännervonJaaser.
31UnddieseMännernahmenJaaserundseineDörferein, undderHerrgabsieinihreHand,undsievertriebendie Amoriter,diedortgewohnthatten.
32UnddieIsraelitennahmendasLandderbeidenKönige derAmoriterein,sechzigStädte,diejenseitsdesJordans lagen,vomBachArnonbiszumBergHerman.
33UnddieIsraelitenzogenweiterundkamenindieEbene vonMoab,diediesseitsdesJordansbeiJericholiegt 34AlsdieMoabiteralldasBösehörten,dasdieIsraeliten denbeidenKönigenderAmoriter,SihonundOg,angetan hatten,fürchtetensichalleMoabitersehrvordenIsraeliten.
35DasprachendieÄltestenvonMoab:Siehe,diebeiden KönigederAmoriter,SihonundOg,diemächtigerwaren alsalleKönigederErde,konntendenIsraelitennicht widerstehen;wiekönntenwirdannvorihnenbestehen?
36GewisshattensieunsschonzuvoreineBotschaft geschickt,dasssieaufihremWegdurchunserLandziehen sollten,undwirwolltenesihnennichterlauben;nun werdensiesichmitihrenschwerenSchwerterngegenuns wendenundunsvernichten;undMoabwarbestürztüber dieKinderIsraelsundfürchtetesichsehrvorihnen,undsie berietenmiteinander,wasmitdenKindernIsraels geschehensollte.
37DabeschlossendieÄltestenvonMoab,einenihrer Männer,Balak,denSohnZippors,denMoabiter,zu nehmenundmachtenihnzujenerZeitzumKönigübersie BalakwareinsehrweiserMann.
38DamachtensichdieÄltestenvonMoabaufundsandten BotenzudenMidianitern,umFriedenmitihnenzu schließen;dennesherrschteinjenenTageneinegroße SchlachtundFeindschaftzwischenMoabundMidian,von denTagenHadads,desSohnesBedads,desKönigsvon Edom,derdieMidianiteraufdemFeldvonMoab geschlagenhatte,bisaufdieseTage
39DasandtendieMoabiterBotenzudenMidianiternund schlossenFriedenmitihnen.UnddieÄltestenvonMidian kamenindasLandMoab,umfürdieMidianiterFriedenzu schließen
40UnddieÄltestenvonMoabberietensichmitden ÄltestenvonMidian,waszutunsei,umihrLebenvor Israelzuretten
41DasagtenalleMoabiterzudenÄltestenvonMidian: NunfressendieIsraelitenallesauf,wasringsumist,wie derOchsedasGrasaufdemFeldaufleckt;dennsohaben sieesauchmitdenbeidenKönigenderAmoritergemacht, diestärkersindalswir
42DasprachendieÄltestenvonMidianzuMoab:Wir habengehört,dassSihon,derKönigderAmoriter,zurZeit, alsergegeneuchkämpfteundeuchbesiegteundeuerLand einnahm,BotenzuBeor,demSohndesJaneas,undzu Bileam,seinemSohn,ausMesopotamiensandte.Diese kamenundverfluchteneuch;darumhatSihonsHandüber euchgesiegt,underhateuerLandeingenommen
43DarumsendenunauchzuBileam,seinemSohn,denner istnochinseinemLand,undgibihmseinenLohn,damiter kommeundalldasVolkverfluche,vordemdudich fürchtest.AlsdieÄltestenvonMoabdieshörten,gefieles ihnen,zuBileam,demSohnBeors,zusenden
44DasandteBalak,derSohnZippors,derKönigvon Moab,BotenzuBileamundließihmsagen:
45Siehe,einVolkkommtausÄgypten,siehe,sie bedeckendasAngesichtderErdeundwohnenmir gegenüber.
46NunkommundverfluchediesesVolkfürmich,dennes istmirzumächtigVielleichtgelingtesmiraber,gegensie zukämpfenundsiezuvertreiben;dennichhabegehört, dass,wendusegnest,dergesegnetistundwendu verfluchst,derverfluchtist
47DagingendieBotenBalakszuBileamundbrachten Bileam,damiterdasVolkverfluche,gegenMoabzu kämpfen.
48UndBileamgingzuBalak,umIsraelzuverfluchenDa sprachderHERRzuBileam:VerfluchediesesVolknicht, dennesistgesegnet
49UndBalakdrängteBileamTagfürTag,Israelzu verfluchen;aberBileamhörtenichtaufBalakwegendes WortesdesHerrn,dasdieserzuBileamgesprochenhatte 50AlsBalaksah,dassBileamseinemWunschnicht nachkommenwollte,standeraufundgingnachHause AuchBileamkehrteinseinLandzurückundgingvondort nachMidian
51UnddieIsraelitenzogenweitervonderEbeneMoabs undlagertenamJordanvonBet-JesimothbisnachAbelSchittim,amEndederEbeneMoabs
52UndalsdieIsraeliteninderEbenevonSchittim lagerten,fingensiean,mitdenTöchternMoabsUnzucht zutreiben
53UnddieIsraelitenkamennäheranMoabheran,unddie MoabiterschlugenihreZeltegegenüberdemLagerder Israelitenauf
54UnddieMoabiterfürchtetensichvordenIsraeliten;und dieMoabiternahmenalleihreTöchterundihreFrauen,die schönanzusehenundanmutigwaren,undkleidetensiein GoldundSilberundkostbareGewänder
55DastelltendieMoabiterdieseFrauenandenEingang ihrerZelte,damitdieIsraelitensiesähenundsichihnen zuwandtenundnichtgegenMoabkämpften.
56UndalleMoabitertatendiesdenIsraelitenanJeder MannstellteseineFrauundseineTochterandenEingang seinesZeltes.UndalleIsraelitensahendasTunder MoabiterundwandtensichdenTöchternMoabiterszuund begehrtensie,undsiegingenzuihnen
57Undesgeschah,wenneinHebräerzumEingangdes ZeltesderMoabiterkamundeineTochterMoabssahund sieinseinemHerzenbegehrteundmitihramEingangdes Zeltessprach,waserbegehrte,sokamen,währendsie miteinandersprachen,dieMännerdesZeltesherausund sprachenzudemHebräermitfolgendenWorten:
58Ihrwisstdoch,dasswirBrüdersind,wiralle NachkommenLotsundNachkommenAbrahams,seines BrudersWarumwolltihrdannnichtbeiunsbleibenund warumwolltihrunserBrotundunserOpfernichtessen?
59AlsdieMoabiterihnmitihrenRedenüberwältigtund mitihrenschmeichelhaftenWortenumgarnthatten,setzten sieihninihrZeltundkochtenundopfertenihm,underaß vonihremOpferundvonihremBrot
60DagabensieihmWein,undertrankundwurde betrunken.UndsiestelltenihmeineschöneJungfrauvor, undertatmitihr,wasihmgefiel;dennerwusstenicht,was ertat,daerreichlichWeingetrunkenhatte
61SotatendieMoabiteranIsraelanjenemOrt,inder EbenevonSchittimDaentbranntederZorndesHERRN gegenIsraelwegendieserSache,undersandteeinePest untersie,undesstarbendortvondenIsraeliten vierundzwanzigtausendMann
62EsgababereinenMannausdemGeschlechtSimeons, namensSimri,denSohnSalus,dersichvordenAugen allerIsraelitenmitderMidianiterinKosbi,derTochter Zurs,desKönigsvonMidian,verbündete
63AlsPineas,derSohnElasers,desSohnesAarons,des Priesters,dieseböseTatSimrissah,nahmereinenSpeer, standauf,liefihnennach,durchbohrtesiebeideundtötete sieDahörtediePestaufunterdenIsraeliten
KAPITEL86
1ZujenerZeitnachderPestsprachderHerrzuMoseund zuElaser,demSohnAarons,desPriesters:
2ZähltdieHäupterderganzenGemeindederKinder Israels,vonzwanzigJahrenunddarüber,alle,diezum Heerausgezogensind.
3UndMoseundElaserzähltendieKinderIsraelsnach ihrenSippen,unddieZahlganzIsraelsbetrug siebenhunderttausendsiebenhundertdreißig.
4UnddieZahlderSöhneLevi,voneinemMonataltund darüber,betrugdreiundzwanzigtausend;undunterihnen warkeinMannvondenen,dieMoseundAaroninder WüsteSinaigezählthatten.
5DennderHerrhatteihnengesagt,dasssieinderWüste sterbenwürden;undsostarbensiealle,undesbliebkeiner vonihnenübrigaußerKaleb,demSohnJephunes,und Josua,demSohnNuns.
6UnddanachsprachderHerrzuMose:SagedenIsraeliten, siesollenandenMidianiternRacheübenfürdieSache ihrerBrüder,derIsraeliten
7UndMosetatso,unddieIsraelitenwähltenausihrer MittezwölftausendMänneraus,jetausendfürjeden Stamm,undzogennachMidian
8UnddieIsraelitenzogengegendieMidianiterinden KriegunderschlugenalleMänner,auchdiefünfFürsten derMidianiterundBileam,denSohnBeors,erschlugensie mitdemSchwert
9UnddieIsraelitennahmendieFrauenderMidianiter gefangen,samtihrenKindern,ihremViehundallem,was ihnengehörte
10UndsienahmendieganzeBeuteunddieganzeBeute undbrachtensiezuMoseundzuElaserindieEbenenvon Moab
11UndMoseundElaserundalleFürstenderGemeinde gingenihnenmitFreudeentgegen
12UndsieteiltendieganzeBeutederMidianiteruntersich auf,unddieIsraelitenhattensichandenMidianiternfür dieSacheihrerBrüder,derIsraeliten,gerächt
KAPITEL87
1ZujenerZeitsprachderHerrzuMose:Siehe,deineTage neigensichdemEndezu.NimmnunJosua,denSohnNuns, deinenKnecht,undstelleihnindieStiftshütte;undich werdeihmgebietenUndMosetat,wieersagte
2UndderHERRerschieninderStiftshütteineiner Wolkensäule,unddieWolkensäulestandamEingangder Stiftshütte
3UndderHERRgebotJosua,demSohnNuns,undsprach zuihm:Seistarkundmutig,denndusollstdieKinder IsraelsindasLandbringen,dasichihnenzugeben geschworenhabe,undichwillmitdirsein.
4UndMosesprachzuJosua:Seistarkundmutig,denndu wirstdenIsraelitendasLandzumErbegeben,undder HERRwirdmitdirsein,erwirddichnichtverlassennoch dichimStichlassen;fürchtedichnichtundseinicht verzagt.
5UndMoseriefalleIsraelitenzusammenundsprachzu ihnen:IhrhabtalldasGutegesehen,dasderHERR,euer Gott,aneuchinderWüstegetanhat
6SohaltetnunalleWortediesesGesetzesundwandeltauf demWegdesHerrn,euresGottes;weichtnichtabvondem Weg,denderHerreuchgebotenhat,wederzurRechten nochzurLinken
7UndMoselehrtedieIsraelitenSatzungen,Rechteund Gesetze,diesieimLandebefolgensollten,sowiederHerr esihmgebotenhatte
8UnderlehrtesiedenWegdesHerrnundseineGesetze; siehe,siesindgeschriebenaufdemBuchdesGesetzes
Gottes,daserdenKindernIsraelsdurchdieHandMose gegebenhat.
9UndMosehattedenIsraelitenseineGebotegegeben,da sprachderHERRzuihm:GehhinaufaufdenBergAbarim undstirbdort;undversammledichzudeinemVolk,wie deinBruderAaronversammeltwordenwar
10UndMosezoghinauf,wiederHERRihmgebotenhatte, understarbdortimLandMoabaufBefehldesHERRN, imvierzigstenJahrnachdemdieIsraelitenausdemLand Ägyptenausgezogenwaren
11UnddieIsraelitenweintendreißigTagelanginden EbenenMoabsumMose;unddieTagedesWeinensund TrauernsumMosewarenvollendet.
KAPITEL88
1UndnachdemToddesMosesprachderHERRzuJosua, demSohnNuns:
2ZiehtaufundgehtüberdenJordanindasLand,dasich denIsraelitengegebenhabe,undihrsolltdieIsraelitendas Landerbenlassen
3JederOrt,deneureFußsohlenbetreten,solleuchgehören; vonderWüsteLibanonbiszumgroßenStrom,demFluss Perath,solleureGrenzesein
4Niemandwirddirwiderstehen,solangedulebst.Wieich mitMosewar,sowerdeichauchmitdirseinSeinurstark undmutig,damitdudasganzeGesetzhältst,dasMosedir gebotenhat.WeichenichtvomWegab,wederzurRechten nochzurLinken,damitduErfolghastinallem,wasdutust 5UndJosuabefahldenOberstenIsraels:Gehtdurchdas LagerundgebietetdemVolk:BereiteteuchProviantvor, dennindreiTagenwerdetihrdenJordanüberqueren,um dasLandinBesitzzunehmen
6UnddieAnführerderIsraelitentatendies;siewiesendas Volkanundtatenalles,wasJosuaihnenbefohlenhatte
7UndJosuasandtezweiMänneraus,umdasLandJericho auszukundschaften.DieMännergingenhinunderkundeten Jericho
8NachsiebenTagenkamensiezuJosuainsLagerund sagtenzuihm:DerHerrhatdasganzeLandinunsereHand gegeben,undseineBewohnersindvorFurchtvoruns zerschmettert
9Undesgeschahdanach,dassJosuaamMorgenaufstand undganzIsraelmitihm,undsiezogenvonSchittimfort, undJosuaundganzIsraelmitihmzogenüberdenJordan; undJosuawarzweiundachtzigJahrealt,alsermitIsrael überdenJordanzogen
10UnddasVolkzogamzehntenTagdeserstenMonats vomJordanhinaufundlagertesichinGilgal,imOstenvon Jericho
11UnddieIsraelitenfeiertendasPassahfestinGilgal,in derEbenevonJericho,amvierzehntenTagdesMonats, wieesimGesetzdesMosegeschriebensteht
12UndzujenerZeit,amTagnachdemPassahfest,hörte dasMannaauf,undesgabkeinMannamehrfürdie Israeliten,undsieaßenvondenErzeugnissendesLandes Kanaan.
13UndJerichowarfürdieIsraelitenvölligverschlossen; niemandginghinausoderhinein
14UndesgeschahimzweitenMonat,amerstenTagdes Monats,dasprachderHerrzuJosua:Machdichauf,siehe,
ichhabeJerichosamtseinemganzenVolkindeineHand gegeben;undalledeineKriegersolleneinmaltäglichum dieStadtziehen,sosolltihressechsTagelangtun
15UnddiePriestersollendieTrompetenblasen,undwenn ihrdenSchallderTrompetehört,solldasganzeVolkein lautesGeschreierheben,damitdieMauernderStadt einstürzen;dasganzeVolksollhinaufziehen,einjeder gegenseinenGegner.
16UndJosuatatalles,wiederHerrihmgebotenhatte 17AmsiebtenTagzogensiesiebenmalumdieStadt herum,unddiePriesterbliesendiePosaunen
18UndindersiebtenRundesprachJosuazumVolk: Jubelt,dennderHerrhatdieganzeStadtinunsereHände gegeben
19NurdieStadtundalles,wasdarinist,solldemHerrn verfluchtsein;undhüteteuchvordemVerfluchten,damit ihrnichtdasLagerIsraelsverfluchtundesinUnruhe bringt
20AllesSilber,Gold,KupferundEisenabersolldem HerrngeweihtwerdenundindenSchatzdesHerrn kommen
21UnddasVolkbliesdieTrompetenundmachteein großesGeschrei,unddieMauernvonJerichofielennieder, unddasganzeVolkstieghinauf,jederManngeradeausvor sichher,undsienahmendieStadteinundvernichteten alles,wasdarinwar,MannundFrau,JungundAlt,Rind undSchafundEsel,mitderSchärfedesSchwertes
22UndsieverbranntendieganzeStadtmitFeuer;nurdie GefäßeausSilberundGold,ausBronzeundEisen brachtensieindenSchatzdesHerrn
23UndJosuaschworzujenerZeitundsprach:Verflucht seiderMann,derJerichobaut!ErsolldenGrundsteinbei seinemErstgeborenenlegenunddieTorebeiseinem jüngstenSohnaufrichten.
24UndAchan,derSohnKarmis,desSohnesSabdis,des SohnesSerachs,desSohnesJudas,handeltetreulosmit demVerfluchten;ernahmvondemVerfluchtenund versteckteesimZelt;daentbranntederZorndesHerrn gegenIsrael
25UndnachdemdieIsraelitenvonderZerstörungJerichos zurückgekehrtwaren,sandteJosuaMänneraus,umauch Aiauszukundschaftenundgegeneszukämpfen
26DazogendieMännerhinaufunderkundetenAi.Dann kehrtensiezurückundsprachen:NichtdasganzeVolksoll mitdirnachAihinaufziehen,sondernnuretwadreitausend MannsollenhinaufziehenunddieStadtschlagen,dennes sindnurwenigeMännerdarin
27UndJosuatatso,undeszogenmitihmhinaufvonden Israeliten,etwadreitausendMann,undsiekämpftengegen dieMännervonAi
28UndeskamzueinerschwerenSchlachtgegenIsrael; dieMännervonAierschlugensechsunddreißigIsraeliten, unddieIsraelitenflohenvordenMännernvonAi
29AlsJosuadiessah,zerrisserseineKleiderundwarf sichmitdenÄltestenIsraelsvordemHerrnaufdas AngesichtzurErde;undsiestreutensichStaubaufihre Häupter.
30UndJosuasprach:Warum,HERR,hastdudiesesVolk überdenJordangeführt?Wassollichsagen,nachdemdie IsraelitenihrenFeindendenRückengekehrthaben?
31NunwerdenalleKanaaniter,dieindiesemLand wohnen,dieshörenundunsumzingelnundunseren Namenausrotten
32UndderHERRsprachzuJosua:Warumfällstduauf deinAngesicht?Stehaufundgehrunter!Denndie IsraelitenhabengesündigtundvondemVerfluchten genommenIchwillnichtmehrmitihnensein,esseidenn, sievertilgendasVerfluchteausihrerMitte.
33DamachtesichJosuaaufundversammeltedasVolk undbrachtedieUrimnachdemBefehldesHerrn;undder StammJudawurdegefangengenommen,undAchan,der SohnKarmis,wurdegefangengenommen
34UndJosuasprachzuAchan:Sagmir,meinSohn,was hastdugetan?Achansprach:IchsahunterderBeuteein schönesGewandausSchinarundzweihundertSchekel SilberundeinenGoldbarrenvonfünfzigSchekelnGewicht; ichbegehrtesieundnahmsie,undsiehe,siesindallein derErdemittenimZeltvergraben
35DasandteJosuaMänneraus,diehingingenundsieaus demZeltAchansholtenundzuJosuabrachten
36UndJosuanahmAchanunddieseGeräte,seineSöhne undTöchterundalles,wasihmgehörte,undsiebrachten sieindasTalAchor
37UndJosuaverbranntesiedortmitFeuer,undalle IsraelitensteinigtenAchanmitSteinenundhäuftenüber ihmeinenSteinhaufenauf;darumnannteerjenenOrtdas TalAchorSolegtesichderZorndesHerrn,undJosua kamdanachindieStadtundkämpftegegensie.
38UndderHERRsprachzuJosua:Fürchtedichnichtund seinichtverzagt!Siehe,ichhabeAi,ihrenKönigundihr VolkindeineHandgegeben,unddusollstmitihnentun, wiedumitJerichoundihremKöniggetanhast;nurdie BeuteunddasViehsolltihrfüreuchnehmen;legteinen HinterhalthinterderStadt.
39SotatJosua,wiederHERRihmbefohlenhatte,under wählteausdenKriegssöhnendreißigtausendtapfere Männeraus,sandtesieaus,undsielegtensichineinen HinterhaltfürdieStadt
40Underbefahlihnenundsprach:Wennihrunsseht, werdenwirmitListvorihnenfliehen,undsiewerdenuns verfolgen;dannsolltihrausdemHinterhalthervorkommen unddieStadteinnehmenUndsietatenso
41UndJosuakämpfte,unddieMännerderStadtzogen gegenIsraelaus,ohnezuwissen,dasssieihnenhinterder StadteinenHinterhaltgelegthatten
42DastelltensichJosuaundalleIsraelitenvorihnenmüde undflohenmitListaufdemWegdurchdieWüste 43DaversammeltendieMännervonAidasganzeVolk, dasinderStadtwar,umdieIsraelitenzuverfolgenSie zogenausundwurdenausderStadtweggelockt;esblieb keinerübrigSieließendieStadtoffenundverfolgtendie Israeliten.
44Dastandendie,dieimHinterhaltlagen,vonihren Plätzenauf,eiltenzurStadt,nahmensieeinundzündeten sieanDieMännervonAiaberkehrtenum,undsiehe,der RauchderStadtstiegzumHimmelauf,undsiehatten keineMöglichkeit,sichzurückzuziehen,wederindieeine nochindieandereRichtung
45UndalleMännervonAiwarenmittenunterIsrael, einigeaufdieserundeinigeaufjenerSeite,undsie schlugensie,sodasskeinervonihnenübrigblieb
46UnddieIsraelitennahmenMelosch,denKönigvonAi, lebendgefangenundbrachtenihnzuJosua.Josuahängte ihnaneinHolz,understarb
47UnddieIsraelitenkehrtenindieStadtzurück,nachdem siesieniedergebrannthatten,underschlugenalle,diedarin waren,mitderSchärfedesSchwertes
48UnddieZahlderGefallenenvondenMännernvonAi, MännerwieFrauen,betrugzwölftausend;nurdasViehund dieBeutederStadtnahmensiefürsich,wiederHerres Josuabefohlenhatte
49AlsnunalleKönigediesseitsdesJordans,alleKönige Kanaans,vondemBösenhörten,dasdieIsraelitenan JerichoundAiverübthatten,versammeltensiesich,um gegenIsraelzukämpfen
50NurdieEinwohnervonGibeonfürchtetensichsehr davor,gegendieIsraelitenzukämpfen,ausFurcht, umzukommenDeshalbhandeltensielistigundgingenzu JosuaundganzIsraelundsprachenzuihnen:Wirsindaus einemfernenLandgekommen,schließtnuneinenBund mituns
51DakamendieEinwohnervonGibeondenIsraeliten näher,unddieIsraelitenschlosseneinenBundmitihnen, undsieschlossenFriedenmitihnen,unddieFürstender GemeindeschworenihnenSpäterabererkanntendie Israeliten,dasssieihreNachbarnwarenundunterihnen wohnten
52AberdieIsraelitentötetensienicht;dennsiehatten ihnenbeimHerrngeschworen,undsiewurdenHolzfäller undWasserträger
53UndJosuasprachzuihnen:Warumhabtihrmich betrogen,indemihrunsdiesangetanhabt?Sieantworteten ihm:WeildeinenKnechtenallesberichtetwurde,wasdu allenKönigenderAmoriterangetanhast,undwirgroße AngstumunserLebenhatten,undsotatenwires.
54UndJosuasetztesieanjenemTagein,Holzzuhauen undWasserzuschöpfen,undteiltesiealsSklavenaufalle StämmeIsraelsauf.
55AlsAdonizedek,derKönigvonJerusalem,alleshörte, wasdieIsraeliteninJerichoundAigetanhatten,sandteer BotenzuHoham,demKönigvonHebron,zuPiram,dem KönigvonJarmut,zuJaphia,demKönigvonLachisch, undzuDeber,demKönigvonEglon,undließihmsagen: 56Kommtherzumirundhelftmir,damitwirdie IsraelitenunddieEinwohnervonGibeonschlagen,diemit denIsraelitenFriedengeschlossenhaben
57Undsieversammeltensich,unddiefünfKönigeder AmoriterzogenhinaufmitallihrenLagern,einmächtiges Volk,sozahlreichwiederSandamMeeresstrand.
58UndalledieseKönigekamenundlagertensichvor Gibeonundbegannen,gegendieEinwohnervonGibeon zukämpfenDasandtenalleMännervonGibeonBotenzu Josuaundließenihmsagen:„Kommschnellheraufund hilfuns,dennalleKönigederAmoriterhabensich versammelt,umgegenunszukämpfen“
59UndJosuaunddasganzekriegerischeHeerzogenvon Gilgalhinauf,undJosuakamplötzlichzuihnenundschlug diesefünfKönigemitgroßerVernichtung.
60UndderHERRbeschämtesievordenIsraeliten,diesie inGibeonmiteinemschrecklichenGemetzelschlugenund sieaufdemWegnachBet-HoronbisnachMakkeda verfolgten,undsieflohenvordenIsraeliten
61Undwährendsieflohen,sandtederHerrHagelsteine vomHimmelaufsieherab,undesstarbenmehrvonihnen durchdenHagelalsdurchdasGemetzelunterden Israeliten.
62UnddieIsraelitenverfolgtensieundschlugensie immerwiederaufdemWeg,indemsieweiterzogenundsie schlugen
63Alssieaberschlugen,neigtesichderTagdemAbend zu,undJosuasprachvordemganzenVolk:Sonne,steh stillüberGibeonundMondimTalAjalon,bisdasVolk sichanseinenFeindengerächthat
64UndderHERRerhörtedieStimmeJosuas,unddie SonnestandstillmittenamHimmelundstandstill sechsunddreißigAugenblickelang,undauchderMond standstillundeiltenicht,unterzugehen,einenganzenTag lang.
65UndesgabkeinenTagwiediesen,wederdavornoch danach,andemderHERRaufdieStimmeeinesMenschen hörte;dennderHERRkämpftefürIsrael.
KAPITEL89
1DasprachJosuadiesesLiedandemTag,alsderHERR dieAmoriterindieHandJosuasundderIsraelitengegeben hatte,undersprachvorganzIsrael:
2DuhastGroßesgetan,HERR,duhastgewaltigeTaten vollbracht;weristdirgleich?MeineLippensollendeinen Namenpreisen.
3MeineGüteundmeineBurg,meinhoherTurm,dirwill icheinneuesLiedsingen,mitDankwillichdirsingen,du bistdieStärkemeinesHeils.
4AlleKönigederErdewerdendichpreisen,dieFürsten derWeltwerdendirsingen,dieKinderIsraelswerdensich freuenüberdeineRettung,siewerdensingenunddeine Machtpreisen
5Zudir,Herr,vertrautenwir;wirsagten:Dubistunser Gott,dennduwarstunsereZufluchtundstarkerTurm gegenunsereFeinde
6Zudirriefenwirundwurdennichtbeschämt,aufdich vertrautenwirundwurdenerrettet;alswirzudirriefen, hörtestduunsereStimme,duerrettetestunsereSeelenvom Schwert,duerwiesestunsdeineGnade,dugabstunsdein Heil,duerfreutestunsereHerzenmitdeinerStärke.
7DubistausgezogenzuunsererRettung,mitdeinemArm hastdudeinVolkerlöst;duhastunsvomHimmeldeiner Heiligkeitgeantwortet,duhastunsvorzehntausend Menschenerrettet
8SonneundMondstandenstillamHimmel,unddu standestindeinemZorngegenunsereUnterdrückerund sprachstdeineGerichteübersieaus
9AlleFürstenderErdestandenauf,dieKönigederVölker hattensichversammelt;sieerschrakennichtvordeiner Gegenwart,siewünschtensichdeineKämpfe
10IndeinemZornerhobstdudichgegensieundließest deinenGrimmübersieherab;indeinemZornvernichtetest dusieundrottestsieindeinemHerzenaus
11NationenwurdenvondeinemZornverzehrt, KönigreichegingenunterwegendeinesGrimms,duhast KönigeverwundetamTagdeinesZorns
12DuhastdeinenZornübersieausgegossen,dein grimmigerGrimmhatsieergriffen;duhastihreSchuldauf siezurückgeworfenundsieinihrerBosheitausgerottet
13SiestellteneineFalleaufundgerietenhinein;sie verfingensichimNetz,undihrFußverfingsich.
14DeineHandwarbereitfüralledeineFeinde,diesagten: „DurchihrSchwerthabensiedasLandinBesitz genommen,durchihrenArmhabensieinderStadt gewohnt“DuhastihreGesichtermitSchandeerfüllt,du hastihreHörnerzuBodengestoßen,duhastsieindeinem ZornerschrecktundsieindeinemGrimmvernichtet
15DieErdeerbebteundbebtevomGetösedeinesSturms überihnen;duhastihreSeelennichtvordemTodbewahrt undihrLebenhinabinsGrabgeführt
16DuhastsieindeinemSturmverfolgt,duhastsiein deinemWirbelwindverzehrt,duhastihrenRegeninHagel verwandelt,siesindintiefeGrubengefallen,sodasssie nichtwiederaufstehenkonnten
17IhreLeiberglichenMüll,dermittenaufdieStraßen geworfenwurde
18SiewurdenindeinemZornvernichtetundausgelöscht, duaberrettetestdeinVolkmitdeinerMacht.
19DarumfreutsichunserHerzüberdich,unsereSeele jubeltüberdeinHeil
20UnsereZungensollendeineMachtverkünden,wir wollensingenunddeineWundertatenpreisen
21DennduhastunsvonunserenFeindenerrettet,duhast unsbefreitvondenen,diesichgegenunserhoben,duhast sievorunsvernichtetundsieunterunsereFüßegedrückt
22SowerdenalledeineFeinde,oHerr,umkommen,und dieFrevlerwerdenwieSpreuvomWindverwehtsein,und deineGeliebtenwerdenwieBäumesein,dieanWassern gepflanztsind
23SokehrteJosuamitganzIsraelundihminsLagernach Gilgalzurück,nachdemeralleKönigegeschlagenhatte, sodasskeinRestvonihnenübrigblieb
24DiefünfKönigeflohenalleinzuFußvomSchlachtfeld undverstecktensichineinerHöhleJosuasuchtesieauf demSchlachtfeld,fandsieabernicht
25UndeswurdeJosuadanachberichtet:DieKönigesind gefundenworden,undsiehe,siesindineinerHöhle versteckt
26UndJosuasprach:SetztMännerandenAusgangder Höhle,diesiebewachensollen,damitsiesichnichtselbst fortbewegenUnddieIsraelitentatenso
27UndJosuariefganzIsraelzusammenundsprachzuden Heerführern:LegteureFüßeaufdieHälsedieserKönige! UndJosuasprach:SowirdderHerrmitalleneuren Feindenverfahren
28DanachbefahlJosua,dassmandieKönigetötenundin dieHöhlewerfenundgroßeSteinevordenEingangder Höhlelegensollte.
29UndJosuagingdanachmitdemganzenVolk,dasan jenemTagbeiihmwar,nachMakkedaundschlugesmit derSchärfedesSchwertes
30UndervernichtetealleSeelenundalles,waszurStadt gehörte,undertatmitdemKönigunddemVolkderStadt, wieermitJerichogetanhatte
31UnderzogvondortweiternachLibnaundkämpfte gegensie,undderHERRgabsieinseineHand,undJosua schlugsiemitderSchärfedesSchwertessamtallenihren
Seelen,undertatmitihrundihremKönig,wieermit Jerichogetanhatte.
32VondortzogerweiternachLachisch,umgegendie Stadtzukämpfen.Horam,derKönigvonGaza,eilteden MännernvonLachischzuHilfe.Josuaaberschlugihnund seinVolk,biskeinermehrvonihnenübrigwar
33UndJosuanahmLachischundalleseineEinwohner undtatmitderStadt,wieermitLibnagetanhatte.
34UndJosuagingvondortnachEglonundnahmauch dieseStadteinunderschlugsiesamtallen,diedarin wohnten,mitderSchärfedesSchwertes
35UndvondortzogernachHebronundkämpftegegenes undnahmeseinundvernichteteesvöllig.Undvondort kehrteermitganzIsraelnachDebirzurückundkämpfte gegenesunderschlugesmitderSchärfedesSchwertes
36UndervernichtetealleMenschendarin,dasskeiner übrigblieb,undertatmitihrundihremKönig,wieermit Jerichogetanhatte
37UndJosuaschlugalleKönigederAmoritervon Kadesch-BarneabisAsaundnahmihrLandsogleichein, dennderHERRhattefürIsraelgekämpft
38UndJosuakammitganzIsraelinsLagernachGilgal.
39AlsJabin,derKönigvonChazor,zujenerZeitalles hörte,wasJosuadenKönigenderAmoriterangetanhatte, sandteerBotenzuJobat,demKönigvonMidian,zuLaban, demKönigvonSchimron,zuJephal,demKönigvon Achschaf,undzuallenKönigenderAmoriterundließ ihnensagen:
40Kommtschnellzuunsundhelftuns,damitwirdie Israelitenschlagenkönnen,ehesieüberunskommenund unsdasantun,wassiedenanderenKönigenderAmoriter angetanhaben
41UndalledieseKönigehörtenaufdieWorteJabins,des KönigsvonChazor,undzogenmitihrenganzenHeeren aus,siebzehnKönige,undihrVolkwarsozahlreichwie derSandamMeeresstrand,dazuunzähligePferdeund Streitwagen,undsiekamenundlagertensichamWasser vonMeromundversammeltensichzumKampfgegen Israel
42UndderHERRsprachzuJosua:Fürchtedichnichtvor ihnen,dennmorgenumdieseZeitwerdeichsieallevordir erschlagengeben;dusollstihrePferdezerschmetternund ihreWagenmitFeuerverbrennen.
43DakamJosuamitallseinenKriegernplötzlichübersie undschlugsie,undsiefieleninihreHände,dennder HERRhattesieindieHändederIsraelitengegeben.
44DaverfolgtendieIsraelitenalledieseKönigemitihren Heerenundschlugensie,biskeinermehrvonihnenübrig warJosuatatmitihnen,wiederHerrihmgesagthatte
45UndJosuakehrtezujenerZeitnachChazorzurückund schlugesmitdemSchwertundvertilgteallesLebendarin undverbrannteesmitFeuer;undvonChazorzogJosua nachSchimronundschlugesundvernichteteesgänzlich
46VondortgingernachAchschafundverfuhrmitihm genausowiemitSchimron
47VondortzogerweiternachAdulamundschlugalle EinwohnerderStadt;ertatmitAdulam,wieermit AchshaphundSchimrongetanhatte
48UnderzogvonihnenweiterinalleStädtederKönige, dieergeschlagenhatte,underschlugallesVolk,dasvon ihnenübriggebliebenwar,undvernichtetesiegänzlich
49NurihreBeuteundihrViehnahmendieIsraelitenals Raubansich;abervonallenMenschen,diesieerschlugen, ließensiekeineneinzigenamLeben
50WiederHerresMosegebotenhatte,sotatenJosuaund ganzIsrael;ihnengelangesinnichts.
51SoschlugenJosuaundalleIsraelitendasganzeLand Kanaan,wiederHERResihnenbefohlenhatte,und schlugenalleihreKönige,nämlicheinunddreißigKönige, unddieIsraelitennahmenihrganzesLandein
52AbgesehenvondenKönigreichenSihonundOg,die jenseitsdesJordansliegen,vondenenMosevieleStädte geschlagenundsiedenRubeniternunddenGaditernund derHälftedesStammesManassegegebenhat.
53UndJosuaschlugalleKönige,diewestlichdesJordans lagen,undgabsiedenneunStämmenunddemhalben StammIsraelzumErbe.
54FünfJahrelangführteJosuadenKrieggegendiese KönigeundgabihreStädtedenIsraeliten,undeskehrte RuheeinindasLanddurchdieKämpfeindenStädtender AmoriterundKanaaniter
KAPITEL90
1UmdieseZeitimfünftenJahr,nachdemdieIsraeliten denJordanüberquerthattenundnachdemdieIsraeliten vonihremKrieggegendieKanaanitergeruhthatten, brachengroßeundheftigeKämpfezwischenEdomund denKittimernaus,unddieKittimerkämpftengegenEdom. 2UndAbianus,derKönigvonKittim,zoginjenemJahr, demeinunddreißigstenJahrseinerRegierung,miteinem großenHeertapfererMännerausdemStammKittimnach Seir,umgegendieSöhneEsauszukämpfen
3AlsHadad,derKönigvonEdom,vonseinerNachricht hörte,zogermiteinemgroßenHeerundstarker Streitmachtgegenihnausundkämpftemitihmaufdem FeldvonEdom
4UnddieHandKittimssetztesichgegendieSöhneEsaus durch,unddieSöhneKittimserschlugenvondenSöhnen EsauszweiundzwanzigtausendMann,undalleSöhne Esausflohenvorihnen.
5UnddieSöhnevonKittimverfolgtensieunderreichten Hadad,denKönigvonEdom,dervorihnenherliefSie fingenihnlebendeinundbrachtenihnzuAbianus,dem KönigvonKittim
6UndAbianusbefahl,ihnzutöten,undHadad,derKönig vonEdom,starbimachtundvierzigstenJahrseiner Herrschaft
7UnddieSöhneKittimssetztenihreVerfolgungEdoms fortundschlugensiemiteinergroßenSchlacht,undEdom wurdedenSöhnenKittimsunterworfen
8UnddieSöhneKittimsherrschtenüberEdom,undEdom gerietunterdieHandderSöhneKittimsundwurdevon diesemTaganeineinzigesKönigreich
9UndvondaankonntensieihreHäupternichtmehr erheben,undihrKönigreichwurdeeinsmitdemderSöhne Kittims
10AbianussetzteBeamteinEdomein,undalleEdomer wurdenihmuntertanundtributpflichtigAbianuskehrte danninseineigenesLand,nachKittim,zurück
11Undalserzurückkehrte,erneuerteerseineRegierung undbautesicheinengeräumigenundbefestigtenPalastals
königlicheResidenzundregiertesicherüberdieSöhne KittimsundüberEdom.
12InjenenTagen,nachdemdieIsraelitenalleKanaaniter undAmoritervertriebenhatten,warJosuaaltund hochbetagt.
13UndderHERRsprachzuJosua:Dubistaltund hochbetagt,undeingroßerTeildesLandesistnochzu besitzen.
14DarumteiltnundiesesLandunterdenneunStämmen unddemhalbenStammManassezumErbeaufUndJosua standaufundtat,wiederHerrihmgesagthatte
15UnderverteiltedasganzeLandunterdenStämmen IsraelsalsErbenachihrenjeweiligenAnteilen.
16DemStammLeviabergaberkeinErbe;dieOpfergaben desHERRNsindihrErbe,wiederHERResihnendurch dieHandMoseverheißenhatte.
17UndJosuagabKaleb,demSohnJephunes,denBerg Hebron,einenAnteilmehralsseinenBrüdern,wieder HERRdurchMosegesagthatte.
18SowurdeHebronbisaufdenheutigenTageinErbteil fürKalebundseineNachkommen
19UndJosuateiltedasganzeLanddurchdasLosunter ganzIsraelzumErbeauf,wiederHerresihmgeboten hatte
20UnddieIsraelitengabendenLevitenStädteausihrem ErbteilundVorortefürihrViehundihrenBesitz,wieder HERResMosegebotenhatteSotatendieIsraelitenund teiltendasLanddurchdasLosauf,obgroßoderklein.
21Undsiezogenhin,umdasLandnachihrenGrenzenzu erben,unddieIsraelitengabenJosua,demSohnNuns,ein Erbteiluntersich.
22AufGeheißdesHerrngabensieihmdieStadt,dieer verlangthatte,Timnat-SerachimGebirgeEphraim,under bautedieStadtundwohntedarin.
23DiessinddieErbteile,dieElaser,derPriester,und Josua,derSohnNuns,unddieOberhäupterderSippender StämmedenIsraeliteninSchilovordemHerrnam EingangdesHeiligtumsdurchdasLoszugeteilthaben,und siehörtenauf,dasLandzuteilen
24UndderHERRgabdasLanddenIsraeliten,undsie nahmenesinBesitz,wiederHERRihnengesagtundwie derHERRihrenVorfahrengeschworenhatte
25UndderHERRgabdenIsraelitenRuhevorallenihren Feindenringsum,undniemandkonntesichgegensie erheben,undderHERRgaballeihreFeindeinihreHände, undnichtsvonalldemGuten,dasderHERRdenIsraeliten verheißenhatte,bliebunerfüllt;ja,derHERRvollbrachte alles.
26UndJosuariefalleIsraelitenzusammen,segnetesieund gebotihnen,demHerrnzudienenDanachentließersie, undjederginginseineStadtundjederinseinErbteil
27UnddieIsraelitendientendemHERRNalleTage Josuas,undderHERRgabihnenRuhevorderBedrängnis ringsum,undsiewohntensicherinihrenStädten
28UndesgeschahinjenenTagen,dassAbianus,der KönigvonKittim,imachtunddreißigstenJahrseiner Regierung,dasistdassiebteJahrseinerRegierungüber Edom,starb,undmanbegrubihnandemOrt,denersich hattebauenlassen,undLatinusregierteanseinerStatt fünfzigJahre.
29UndwährendseinerRegierungszeitbrachteereinHeer hervorundzogindenKrieggegendieEinwohner BritanniensundKernaniens,dieSöhneElisas,desSohnes Javans,undbesiegtesieundmachtesietributpflichtig.
30Alserhörte,dassEdomsichvonderHerrschaftder Kittimslosgesagthatte,gingLatinuszuihnen,schlugsie undunterwarfsieundgabsieindieHandderKittims,und EdombildetefüralleTageeinKönigreichmitdenKittims.
31UndvieleJahrelanggabeskeinenKöniginEdom,und ihreRegierunglagbeidenSöhnenKittimsundihrem König
32ImsechsundzwanzigstenJahr,nachdemdieIsraeliten denJordandurchquerthatten,dasheißtim sechsundsechzigstenJahr,nachdemdieIsraelitenÄgypten verlassenhatten,warJosuaaltundhochbetagt;erwarin jenenTageneinhundertundachtJahrealt.
33UndJosuariefganzIsraelzusammen,ihreÄltesten, ihreRichterundBeamten,nachdemderHERRallen IsraelitenRuhevorallenihrenFeindenringsumverschafft hatteUndJosuasprachzudenÄltestenIsraelsundzu ihrenRichtern:Siehe,ichbinaltundhochbetagt,undihr habtgesehen,wasderHERRmitallenVölkerngetanhat, dieervoreuchvertriebenhat;dennderHERRistes,der füreuchgekämpfthat
34SostärktnuneureKräfte,alleWortedesGesetzesMose zuhaltenundzubefolgen,nichtdavonabzuweichen, wedernachrechtsnochnachlinks,undeuchnichtunter dieVölkerzubegeben,dieimLandübriggebliebensind; auchsolltihrdenNamenihrerGötternichtnennen, sonderndemHERRN,euremGott,anhängen,wieihres bisaufdenheutigenTaggetanhabt.
35UndJosuaermahntedieIsraeliteneindringlich,dem HERRNzudienenalleTageihresLebens
36UndalleIsraelitensprachen:WirwollendemHERRN, unseremGott,dienenalleunsereTage,wirundunsere KinderundKindeskinderundunsereNachkommenfür immer.
37UndJosuaschlossanjenemTageinenBundmitdem VolkundentließdieIsraeliten,undjedergingzurückin seinErbteilundinseineStadt.
38UndesgeschahinjenenTagen,alsdieIsraelitensicher inihrenStädtenwohnten,dasssiedieSärgederStämme ihrerVorfahrenbegruben,diesieausÄgypten heraufgeführthatten,jederMannnachdemErbeseiner Kinder;diezwölfSöhneJakobsbegrubendieIsraeliten, jederMannnachdemBesitzseinerKinder.
39DiessinddieNamenderStädte,indenensiediezwölf SöhneJakobsbegrabenhaben,diedieIsraelitenaus Ägyptenheraufgeführthatten
40UndsiebegrubenRubenundGadaufdieserSeitedes Jordans,inRomia,dasMoseihrenKinderngegebenhatte 41SimeonundLeviwurdeninderStadtMaudabegraben, dieerdenSöhnenSimeonsgegebenhatte;derVorortder StadtaberwarfürdieSöhneLevisbestimmt
42JudaaberbegrubensieinderStadtBenjamin,die Bethlehemgegenüberliegt
43DieGebeinevonIssacharundSebulonbestattetensiein Sidon,indemErbteil,dasihrenNachkommenzufiel
44UndDanwurdeinderStadtseinerKinderinEschtael begraben,undNaftaliundAscherbegrubensiein
Kadesch-Naftali,jederandemOrt,denerseinenKindern gegebenhatte.
45DieGebeineJosefsbegrubensieinSichem,aufdem TeildesFeldes,denJakobvonHamorgekaufthatteund derJosefzumErbewurde.
46UndsiebegrubenBenjamininJerusalemgegenüber demJebusiter,dasdenSöhnenBenjaminszugeteiltwar; dieSöhneIsraelsbegrubenihreVäter,jederinderStadt seinerSöhne
47NachzweiJahrenstarbJosua,derSohnNuns,imAlter voneinhundertzehnJahrenDieZeit,dieJosuaIsrael richtete,betrugachtundzwanzigJahre,undIsraeldiente demHerrnalleTageseinesLebens.
48UnddieübrigenTatenJosuasundseineSchlachtenund seineErmahnungen,mitdenenerIsraelermahnte,und alles,waserihnengebotenhatte,unddieNamenderStädte, diedieKinderIsraelszuseinerZeitbesaßen,siehe,siesind geschriebenimBuchderWorteJosuasandieKinder IsraelsundimBuchderKriegedesHerrn,dasMoseund JosuaunddieKinderIsraelsgeschriebenhatten
49UnddieIsraelitenbegrubenJosuaanderGrenzeseines Erbteils,inTimnat-Serach,dasihmimGebirgeEphraim gegebenwordenwar
50InjenenTagenstarbElaser,derSohnAarons,undman begrubihnaufeinemHügel,derseinemSohnPineas gehörteundderihmimGebirgeEphraimgegebenworden war
KAPITEL91
1ZujenerZeit,nachdemTodJosuas,befandensichdie KanaaniternochimLand,unddieIsraelitenbeschlossen, siezuvertreiben
2UnddieIsraelitenfragtendenHERRN:Wersollfüruns alsErsterhinaufziehengegendieKanaaniter,umgegensie zukämpfen?DerHERRsprach:Judasollhinaufziehen
3DasprachendieSöhneJudaszuSimeon:Gehmituns hinaufinunserGebiet,undwirwollengegendie Kanaaniterkämpfen;undwirwollenauchmitdir hinaufziehenindeinGebiet.SozogendieSöhneSimeons mitdenSöhnenJudas
4UnddieKinderJudaszogenhinaufundkämpftengegen dieKanaaniter.DagabderHERRdieKanaaniterindie HändederKinderJudas,undsieschlugensieinBezek, zehntausendMann
5UndsiekämpftenmitAdonibezekinBezek,underfloh vorihnen,abersieverfolgtenihnundholtenihneinund packtenihnundhiebenihmdieDaumenunddiegroßen Zehenab
6UndAdonibezeksprach:SiebzigKönige,denendie DaumenunddiegroßenZehenabgehacktwurden, sammeltenihrFleischuntermeinemTisch,wieiches getanhabe;sohatGottmirvergoltenUndsiebrachtenihn nachJerusalem,understarbdort
7UnddieSöhneSimeonszogenmitdenSöhnenJudas zusammenundschlugendieKanaanitermitderSchärfe desSchwertes.
8UndderHERRwarmitdenSöhnenJudas,undsie nahmendenBerginBesitz;unddieSöhneJosefszogen hinaufnachBethel,dasistLuz,undderHERRwarmit ihnen
9UnddieSöhneJosefserkundetenBethel,unddie WächtersaheneinenMannausderStadthinausgehen;und sieergriffenihnundsprachenzuihm:Zeigunsnunden EingangderStadt,undwirwerdendirFreundlichkeit erweisen.
10UndjenerMannzeigteihnendenEingangderStadt, unddieSöhneJosefskamenundschlugendieStadtmitder SchärfedesSchwertes.
11UndsieschicktendenMannmitseinerFamiliefort,und ergingzudenHetiternundbauteeineStadtundnanntesie LuzSowohntenalleIsraeliteninihrenStädten,unddie KinderIsraelswohnteninihrenStädten,unddieKinder IsraelsdientendemHERRNalleTageJosuasundalle TagederÄltesten,dienachJosuaeinlängeresLeben hattenunddasgroßeWerkdesHERRNsahen,daserfür Israelvollbrachthatte.
12UnddieÄltestenrichtetenIsraelnachdemTodJosuas siebzehnJahrelang
13UndalleÄltestenkämpftenauchindenKriegenIsraels gegendieKanaaniter,undderHERRvertriebdie KanaanitervordenKindernIsraels,umdieIsraeliteninihr Landzubringen.
14Undererfülltealles,waserAbraham,IsaakundJakob gesagthatte,unddenEid,denergeschworenhatte,ihnen undihrenNachkommendasLandderKanaaniterzugeben. 15UndderHERRgabdenIsraelitendasganzeLand Kanaan,wieeresihrenVorfahrengeschworenhatte,und derHERRgabihnenRuhevordenVölkernringsum,und dieIsraelitenwohntensicherinihrenStädten
16GepriesenseiderHerrinEwigkeitAmen,Amen 17StärkteuchundlasstdieHerzenaller,dieaufdenHerrn vertrauen,mutigseinEnde