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German - Book of Jasher or the Book of the Upright or the Book of the Just Man

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1UndGottsprach:LasstunsMenschenmachennach unseremBild,unsähnlich.UndGottschufdenMenschen nachseinemBild.

2UndGottformtedenMenschenausErdeundbliesihm denOdemdesLebensindieNase,undsowurdeder MenschzueinerlebendigenSeele,diesprechenkonnte.

3UndderHerrsprach:Esistnichtgut,dassderMensch alleinsei;ichwillihmeineGehilfinmachen

4UndderHerrließeinentiefenSchlafaufAdamfallen, underschliefUndernahmeineseinerRippenwegund bautedaraufFleischundformteesundbrachteeszuAdam.

UndAdamerwachtevonseinemSchlaf,undsiehe,eine Fraustandvorihm

5Undersprach:DiesisteinBeinvonmeinemBein;sie sollFrauheißen,dennsieistvomManngenommenUnd AdamnanntesieEva,dennsiewurdedieMutteraller Lebenden.

6UndGottsegnetesieundnanntesieAdamundEvaan demTage,alsersieschuf,undGottderHERRsprach: SeidfruchtbarundmehreteuchundfülletdieErde.

7UndGottderHERRnahmAdamundseineFrauund setztesieindenGartenEden,dasssieihnbebautenund bewahrten.Undergebotihnenundsprachzuihnen:Von allenBäumenimGartendürftihressen;abervomBaum derErkenntnisdesGutenundBösensolltihrnichtessen; dennandemTage,daihrdavonesst,müsstihrdesTodes sterben

8UndalsGottsiegesegnetundihnengebotenhatte,ging ervonihnenweg,undAdamundseineFrauwohntenin demGarten,wiederHerresihnengebotenhatte

9UnddieSchlange,dieGottmitihnenaufErden geschaffenhatte,kamzuihnen,umsiezuverführen,das GebotGotteszuübertreten,daserihnengebotenhatte 10UnddieSchlangeverführteundüberredetedieFrau, vomBaumderErkenntniszuessen.UnddieFrauhörteauf dieStimmederSchlangeundübertratdasWortGottesund nahmvondemBaumderErkenntnisdesGutenundBösen, undsieaß,undsienahmdavonundgabauchihremMann, underaß

11UndAdamundseineFrauübertratendasGebotGottes, daserihnengebotenhatte.UndGotterkanntees,undsein Zornentbranntegegensie,underverfluchtesie

12UndGottderHERRtriebsieanjenemTagausdem GartenEden,dasssiedenAckerbodenbebauten,vondem siegenommenwarenUndsiezogenhinundwohnten östlichdesGartensEden.UndAdamerkannteseineFrau Eva,undsiegebarzweiSöhneunddreiTöchter

13UndsienanntedenErstgeborenenKainundsprach:Ich habeeinenMannvomHerrnerworbenDenanderenaber nanntesieAbel,dennsiesprach:Vergeblichsindwirzur Erdegekommen,undvergeblichwerdenwirvonihr genommenwerden

14UnddieKnabenwurdenerwachsen,undihrVatergab ihneneinStückLandzumBesitz;undKainwurde AckerbauerundAbelSchafhirte.

15NacheinigenJahrenbrachtensiedemHERRNein OpferdarKainbrachtevondenFrüchtendesFeldes,Abel aberbrachtevondenErstlingenseinerHerde,vonderen FettDawandtesichGottAbelundseinemOpferzu,und

einFeuerfuhrvomHERRNvomHimmelherabund verzehrtees.

16UndderHERRwandtesichKainundseinemOpfer nichtzu,underneigtesichnichtdazu,dennerhattevon denminderwertigenFrüchtendesFeldesvordenHERRN gebracht;undKainwurdedeswegeneifersüchtigauf seinenBruderAbelundsuchteeinenVorwand,ihnzu töten.

17EinigeZeitspätergingenKainundseinBruderAbel einesTagesaufdenAcker,umihreArbeitzuverrichten SiewarenbeideaufdemAcker,Kainpflügteundbestellte seinenBoden,AbelaberhüteteseineHerdeDieHerdezog nunandemTeildesAckersvorbei,denKaingepflügt hatte,unddasbetrübteKainsehr

18DatratKainzornigzuseinemBruderAbelundsprach zuihm:Wasistzwischenmirunddir,dassdukommst,um inmeinemLandzuwohnenunddeineHerdezuweiden?

19AbelantworteteseinemBruderKainundsprachzuihm: Wasistzwischenmirunddir,dassdudasFleischmeiner HerdeessenunddichmitihrerWollekleidensollst?

20DarumziehnundieWollemeinerSchafeaus,mitder dudichbekleidethast,understattemirdenErtragihrer FrüchteundihresFleisches,diedugegessenhastUnd wenndudiesgetanhast,willichdeinLandverlassen,wie dugesagthast.

21UndKainsprachzuseinemBruderAbel:Wennichdich heuteerschlage,werwirddanndeinBlutvonmirfordern?

22AbelantworteteKain:Wahrlich,Gott,derunsauf Erdengeschaffenhat,erwirdmeineSacherächenund meinBlutvondirfordern,wenndumichtötest;dennder HerristRichterundSchiedsrichter,underistes,derdem MenschennachseinemBösenvergeltenwirdunddem BösennachdemBösen,daseraufErdengetanhat 23Undwenndumichnunhiertötest,sokenntGottgewiss deinegeheimenAbsichtenundwirddichrichtenfürdas Böse,dasdumirheuteantunwolltest

24AlsKainaberdieWortehörte,dieseinBruderAbel gesprochenhatte,daentbranntederZornKainsgegen seinenBruderAbel,weilerdiesgesagthatte

25DaeilteKainherbei,standauf,nahmdeneisernenTeil seinesPflugesundschlugdamitsogleichseinenBruder underschlugihnUndKainvergossdasBlutseines BrudersAbelaufdieErde,unddasBlutAbelsflossvorder HerdeaufdieErde

26DanachbereuteKain,seinenBrudergetötetzuhaben, underwarsehrbetrübtundweinteüberihn,undes schmerzteihnsehr

27DastandKainaufundgrubeineGrubeindenAcker undlegtedenLeichnamseinesBrudershineinund bedeckteihnmitStaub

28UndderHERRwusste,wasKainseinemBruder angetanhatte,undderHERRerschienKainundsprachzu ihm:WoistAbel,deinBruder,derbeidirwar?

29DaverstelltesichKainundsprach:Ichweißesnicht, binichdennmeinesBrudersHüter?UndderHerrsprach zuihm:Washastdugetan?DieStimmedesBlutesdeines BrudersschreitzumirvondemAckerland,woduihn geschlachtethast

30DennduhastdeinenBrudererschlagenunddichvor mirverstelltundindeinemHerzengedacht,ichsähedich nichtundwüsstenichtsvonalldeinenTaten

31AberduhastdiesgetanunddeinenBruderumsonst getötet,weilerrechtmitdirgesprochenhat.Darumseinun verfluchtvondemErdboden,derseinenMundaufgetanhat, umdasBlutdeinesBrudersausdeinerHandzuempfangen, undindemduihnbegrabenhast.

32Undwennduesbebaust,wirdesdirnichtmehrseine KraftgebenwieamAnfang;dennDornenundDistelnwird derAckerhervorbringen,undduwirstumherirrenund umherirrenaufErdenbiszudeinemTod

33ZujenerZeitgingKainvomAngesichtdesHerrnweg vondemOrt,woergewesenwar,underirrteumherim LandöstlichvonEden,erundalles,wasihmgehörte

34UndKainerkannteinjenenTagenseineFrau,undsie wurdeschwangerundgebareinenSohn,undernannteihn Henochundsprach:ZujenerZeitbegannderHerr,ihm RuheundFriedenaufErdenzugeben.

35ZujenerZeitbegannauchKain,eineStadtzubauen UnderbautedieStadtundnanntesieHenoch,nachdem NamenseinesSohnes;denninjenenTagenhatteihmder HerrRuheaufErdengegeben,underirrtenichtmehr umherwieamAnfang

36UndIradwurdeHenochgeboren,undIradzeugte Mechujael,undMechujaelzeugteMethusael

KAPITEL2

1UndimhundertdreißigstenJahrdesLebensAdamsauf ErdenerkannteerseineFrauEvawieder,undsiewurde schwangerundgebareinenSohnnachseinemBildund nachseinemEbenbild,undsienannteihnSethundsprach: DennGotthatmireinenanderenSamenanstelleAbels bestimmt,dennKainhatihnerschlagen 2UndSethlebtehundertundfünfJahreundzeugteeinen Sohn;undSethnannteseinenSohnEnoschundsprach: DennzujenerZeitbegannensichdieMenschensöhnezu vermehrenundihreSeelenundHerzenzubetrübendurch ÜbertretungundRebelliongegenGott.

3UndindenTagenEnoschsbliebendieMenschenkinder rebellischundübertratendasGebotGottes,umdenZorn desHerrnüberdieMenschenkinderzuvergrößern.

4UnddieMenschenkindergingenhinunddientenanderen GötternundvergaßendenHerrn,dersieaufErden geschaffenhatte;undinjenenTagenmachtensichdie MenschenkinderGötzenbilderausBronzeundEisen,aus HolzundStein,undsiebeugtensichniederunddienten ihnen.

5UndjedermachtesichseineneigenenGottundsie beugtensichvorihmnieder;unddieMenschenkinder verließendenHERRNalleTageEnoschsundseiner Nachkommen;undderZorndesHERRNentbrannte wegenihrerWerkeundGräueltaten,diesieaufErdentaten 6DaließderHerrdieWasserdesStromesGihonübersie hereinbrechenundvernichtetesieundvernichteteden drittenTeilderErde;aberdieMenschenkinderkehrten nichtumvonihrenbösenWegen,sondernihreHände warennochimmerausgestreckt,umBöseszutunvorden AugendesHerrn.

7InjenenTagenwurdewedergesätnochgeerntetauf Erden;undesgabkeineNahrungfürdieMenschen,und dieHungersnotwarsehrgroßinjenenTagen.

8UndderSame,densieinjenenTagenaufdieErdesäten, wurdezuDornen,DistelnundDisteln;dennseitdenTagen AdamsgabesdieseErklärungüberdieErde,denFluch Gottes,mitdemerdieErdeverfluchtewegenderSünde, dieAdamvordemHerrnbegangenhatte.

9UndalsdieMenschenimmermehrgegenGott rebelliertenundseineGeboteübertratenundihreWege verdorben,wurdeauchdieErdeverdorben.

10UndEnoschlebteneunzigJahreundzeugteKenan; 11UndKenanwuchsheranundwurdevierzigJahrealtEr wurdeweiseundbesaßWissenundEinsichtinaller WeisheitundherrschteüberalleMenschenkinderund führtedieMenschenkinderzurWeisheitundErkenntnis; dennKenanwareinsehrweiserMannundbesaß VerständnisinallerWeisheit,undmitseinerWeisheit herrschteerüberGeisterundDämonen.

12UndKenanerkannteaufgrundseinerWeisheit,dass GottdieMenschenkinderwegenihrerSündenaufErden vernichtenwürdeunddassderHerrindenletztenTagen dieWasserderSintflutübersiebringenwürde

13InjenenTagenschriebKenanaufSteintafeln,was künftiggeschehensollte,undlegtesieinseine Schatzkammer

14UndKenanherrschteüberdieganzeErdeundbrachte einigederMenschenkinderdazu,Gottzudienen.

15AlsKenansiebzigJahrealtwar,zeugteerdreiSöhne undzweiTöchter

16DiessinddieNamenderSöhneKenans:Der ErstgeborenehießMahlallel,derzweiteEnanundder dritteMered;ihreSchwesternhießenAdaundZilla;dies sinddiefünfSöhneKenans,dieihmgeborenwurden.

17UndLamech,derSohnMethusaels,wurdedurchHeirat mitKenanverwandtundnahmdessenzweiTöchterzu Frauen.UndAdawurdeschwangerundgebarLamech einenSohn,undsienannteihnJabal

18Undsiewurdeabermalsschwangerundgebareinen SohnundnannteihnJubal;Zilla,ihreSchwester,warin jenenTagenunfruchtbarundhattekeineNachkommen

19DenninjenenTagenfingendieMenschenkinderan, gegenGottzusündigenunddieGebotezuübertreten,die erAdamgebotenhatte,fruchtbarzuseinundsichzu mehrenaufErden

20UndeinigederMenschensöhneließenihreFraueneinen Trunktrinken,dersieunfruchtbarmachte,damitsieihre GestaltbehieltenundihreschöneErscheinungnicht verblasste.

21UndwenndieMenschensöhneeinigeihrerFrauenzum Trinkenverleiteten,trankZillamitihnen.

22UnddieFrauen,dieKindergebaren,galtenihren MännernalsWitwenalsGräuel,solangeihreMänner lebten;dennsiehingennurandenunfruchtbarenFrauen 23UndalsdieTageundJahrezuEndewarenundZillaalt gewordenwar,öffnetederHerrihrenLeib

24UndsiewurdeschwangerundgebareinenSohnund nannteihnTubal-Kainundsprach:Nachdemich dahinsiechte,habeichihnvondemallmächtigenGott erhalten.

25Undsiewurdeabermalsschwangerundgebareine Tochter,undsienanntesieNaama,dennsiesprach: Nachdemichverwelktwar,habeichFreudeundWonne erlangt

26Lamechwaraltundhochbetagt,undseineAugenwaren sotrübe,dassernichtmehrsehenkonnte.SeinSohn Tubal-KainführteihnEinesTagesgingLamechaufsFeld, undseinSohnTubal-Kainwarbeiihm.Währendsieauf demFeldumhergingen,kamKain,derSohnAdams,auf siezu;dennLamechwarsehraltundkonntenichtmehr vielsehen,undseinSohnTubal-Kainwarnochsehrjung

27UndTubalKainsagtezuseinemVater,ersolleseinen Bogenspannen,undertrafmitdenPfeilenKain,dernoch weitentferntwar,underschlugihn;dennererschienihnen wieeinTier

28UnddiePfeiledrangeninKainsLeibein,obwohler weitvonihnenentferntwar;underfielzuBodenundstarb.

29UndderHERRvergiltteKainfürseineBosheit,wieer sieanseinemBruderAbelbegangenhatte,nachdemWort desHERRN,dasergeredethatte.

30UndalsKaingestorbenwar,gingenLamechundTubal hin,umdasTierzusehen,dassiegeschlachtethatten,und siesahen,undsiehe,Kain,ihrGroßvater,lagtotaufder Erde

31UndLamechwarsehrbetrübtdarüber,diesgetanzu haben;underklatschteindieHände,schlugseinenSohn undtöteteihn

32AlsdieFrauenLamechshörten,wasLamechgetan hatte,suchtensieihnzutöten.

33UnddieFrauenLamechshasstenihnvondiesemTagan, weilerKainundTubal-Kainerschlagenhatte;unddie FrauenLamechsschiedenvonihmabundwollteninjenen Tagennichtmehraufihnhören

34UndLamechgingzuseinenFrauenunddrängtesie, ihmindieserAngelegenheitzuzuhören.

35UndersprachzuseinenFrauenAdaundZilla:Hört meineStimme,ihrFrauenLamechs,merktaufmeine Worte!Dennnunhabtihreucheingebildetundgesagt,ich hätteeinenMannmitmeinenWundenundeinKindmit meinenStriemenerschlagen,weilsiekeinUnrechtgetan hatten.Dochwisstgewiss,dassichaltundgrauhaarigbin undmeineAugenschwervomAltersind,undichtatdies unwissentlich

36DieFrauenLamechshörtenindieserSacheaufihnund kehrtenmitdemRatihresVatersAdamzuihmzurück; abersiegebarenihmvondaankeineKindermehr,dasie wussten,dassGottesZorninjenenTagengegendie Menschenkinderzunahm,umsiewegenihrerbösenTaten durchdieWasserderSintflutzuvernichten

37UndMahlallel,derSohnKenans,lebtefünfundsechzig JahreundzeugteJared;undJaredlebtezweiundsechzig JahreundzeugteHenoch.

KAPITEL3

1UndHenochlebtefünfundsechzigJahreundzeugte Metuschelach;undHenochwandeltemitGott,nachdemer Metuschelachgezeugthatte,underdientedemHerrnund verachtetediebösenWegederMenschen

2UnddieSeeleHenochswarganzindieWeisungdes Herrnvertieft,inErkenntnisundEinsicht;underzogsich weisevondenMenschenkindernzurückundverbargsich vieleTagelangvorihnen

3UndnachvielenJahren,alserdemHerrndienteundin seinemHausvorihmbetete,riefihmeinEngeldesHerrn vomHimmelzuundsprach:Hierbinich

4Undersprach:Stehauf,gehhinausausdeinemHausund vondemOrt,wodudichverbirgst,undzeigedichden Menschenkindern,damitdusiedenWeglehrst,densie gehensollen,unddasWerk,dassievollbringenmüssen, umindieWegeGotteszugelangen.

5UndHenochstandaufnachdemWortdesHerrnund gingausseinemHaus,vonseinemOrtundausder Kammer,indererverborgenwar;undergingzuden MenschenkindernundlehrtesiedieWegedesHerrnund versammeltezujenerZeitdieMenschenkinderund verkündeteihnendieWeisungdesHerrn

6Underbefahl,esanallenOrten,woMenschenkinder wohnten,auszurufen:WoistderMann,derdieWegedes HerrnundguteWerkekennenlernenwill?Derkommezu Henoch

7UnddaversammeltensichalleMenschenkinderumihn; dennalle,diedieswünschten,gingenzuHenochUnd HenochwurdeKönigüberdieMenschenkindernachdem WortdesHerrn;undsiekamenundbeugtensichvorihm niederundhörtenseinWort

8UndderGeistGotteskamaufHenoch,underlehrtealle seineDienerdieWeisheitGottesundseineWege,unddie MenschenkinderdientendemHerrnalleTageHenochs, undsiekamen,umseineWeisheitzuhören

9UndalleKönigederMenschensöhne,sowohldieersten alsauchdieletzten,kamenmitihrenFürstenundRichtern zuHenoch,alssievonseinerWeisheithörten,undsie beugtensichvorihmniederundbatenHenoch,übersiezu herrschen,waserauchzusagte

10Undsieversammeltensichalle,einhundertdreißig KönigeundFürsten,undsiemachtenHenochzumKönig übersich,undsieallewarenunterseinerMachtund seinemBefehl

11UndHenochlehrtesieWeisheit,Erkenntnisunddie WegedesHerrn;understifteteFriedenunterihnen,und FriedeherrschteaufErdenwährenddesLebensHenochs 12UndHenochregierteüberdieMenschenkinder zweihundertdreiundvierzigJahreundübteRechtund GerechtigkeitmitseinemganzenVolkundleitetesieauf denWegendesHerrn.

13DiesistdieGeschlechterfolgevonHenoch, Metuschelach,ElisaundElimelech,dreiSöhnen;ihre SchwesternwarenMelkaundNachma.Metuschelachlebte siebenundachtzigJahreundzeugteLamech

14UndimsechsundfünfzigstenLebensjahrLamechsstarb Adam;erwarneunhundertdreißigJahrealtbeiseinemTod, undseinebeidenSöhnebestattetenihnzusammenmit HenochundseinemSohnMethusalahmitgroßemPomp, wiemanKönigebestattet,inderHöhle,dieGottihm genannthatte

15UndandiesemOrthieltenalleMenschenkindereine großeTrauerfeierundeinlautesWeinenumAdamswillen; darumistesunterdenMenschenkindernbisaufden heutigenTagBrauchgeworden.

16UndAdamstarb,weilervomBaumderErkenntnis gegessenhatte,erundseineKindernachihm,wieGottder HERRgesagthatte.

17UndesgeschahimJahrdesTodesAdams,daswardas zweihundertdreiundvierzigsteJahrderRegierungHenochs, dabeschlossHenoch,sichvondenMenschenkindernzu trennenundsichwiezuvorzuverbergen,umdemHerrnzu dienen.

18UndHenochtatso;abererverbargsichnichtgänzlich vorihnen,sondernbliebdreiTagevonden MenschenkindernfernundgingdannfüreinenTagzu ihnen

19UndwährendderdreiTage,dieerinseinemGemach war,beteteerzudemHerrn,seinemGott,undlobteihn UndandemTag,alserhingingundzuseinenUntertanen trat,lehrteersiedieWegedesHerrn,undalles,wassieihn überdenHerrnfragten,beantworteteerihnen

20UndertatdiesvieleJahrelangaufdieseWeiseDanach verbargersichsechsTagelangunderschienseinemVolk einmalallesiebenTage,danacheinmalimMonatunddann einmalimJahr,bisalleKönige,FürstenundMenschenihn suchtenunddasAngesichtHenochswiedersehenundsein WorthörenwolltenDochsiekonntenesnicht,dennalle MenschenfürchtetenHenochsehrundwagtenesnicht, sichihmzunähern,wegendergöttlichenEhrfurcht,dieauf seinemAntlitzlagDarumwagteesniemand,ihn anzusehen,ausFurcht,bestraftzuwerdenundzusterben

21UndalleKönigeundFürstenbeschlossen,die MenschensöhnezuversammelnundzuHenochzu kommen,inderAnnahme,dasssieallemitihmreden könnten,wennerzuihrerZeituntersietretenwürde,und sotatensiees

22UndeskamderTag,dagingHenochhinaus,undsie alleversammeltensichundkamenzuihm,undHenoch redetezuihnendieWortedesHerrnundlehrtesie WeisheitundErkenntnis,undsiebeugtensichvorihm niederundsprachen:DerKöniglebe!DerKöniglebe!

23UndeinigeZeitspäter,alsdieKönigeundFürstenund dieMenschensöhnemitHenochredetenundHenochsie dieWegeGotteslehrte,siehe,dariefeinEngeldesHerrn HenochvomHimmelherabundwollteihnindenHimmel holen,damiterdortüberdieSöhneGottesregiere,wieer überdieMenschensöhneaufErdengeherrschthatte.

24AlsHenochdieshörte,gingerhinundversammeltealle BewohnerderErdeundlehrtesieWeisheitundErkenntnis undgabihnengöttlicheWeisungenundsprachzuihnen: Ichbinaufgefordertworden,indenHimmelaufzufahren; darumweißichdenTagmeinerHeimkehrnicht 25DarumwillicheuchnunWeisheitundErkenntnis lehrenundeuch,eheicheuchverlasse,Anweisungen geben,wieihraufErdenhandelnsollt,damitihrlebt;und ertates

26UnderlehrtesieWeisheitundErkenntnisund unterwiessie;erermahntesieundlegteihnenSatzungen undRechtevor,diesieaufErdenbefolgensollten;under stifteteFriedenunterihnenundlehrtesiedasewigeLeben; underwohnteeinigeZeitbeiihnenundlehrtesiealldies

27ZujenerZeitwarendieMenschensöhnebeiHenoch, undHenochredetemitihnenDahobensieihreAugenauf, unddieGestalteinesgroßenPferdesfuhrvomHimmel herab,unddasPferdschrittinderLuft

28UndsieerzähltenHenoch,wassiegesehenhatten,und Henochsprachzuihnen:Ummeinetwillensteigtdieses PferdaufdieErdeherab;denndieZeitistgekommen,da

ichvoneuchgehenmussundihrmichnichtmehrsehen werdet.

29UndzujenerZeitstiegdasPferdherabundstelltesich vorHenoch;undalleMenschensöhne,diemitHenoch waren,sahenihn.

30DabefahlHenochabermals,eineStimmeausrufenzu lassen:WoistderMann,derGefallendaranhat,dieWege desHerrn,seinesGottes,zuerfahren?Ersollheutezu Henochkommen,eheervonunsgenommenwird

31UndalleMenschenkinderversammeltensichund kamenanjenemTagzuHenoch;undalleKönigederErde mitihrenFürstenundRatgebernbliebenanjenemTagbei ihm;undHenochlehrtedieMenschenkinderWeisheitund ErkenntnisundgabihnengöttlicheUnterweisung;under gebotihnen,demHerrnzudienenundinseinenWegenzu wandelnalleTageihresLebens,understifteteFrieden unterihnen

32Unddanachstanderaufundschwangsichaufsein Pferd;underzogaus,undalleMenschenkinderfolgten ihm,etwaachthunderttausendMann;undsiegingenmit ihmeinenTagesmarsch

33AmzweitenTagspracherzuihnen:Kehrtheimineure Zelte!Warumwolltihrgehen?Vielleichtwerdetihr sterben!Dagingeneinigevonihnenvonihmweg,die ÜbrigenabergingensechsTagereisenmitihm.Und HenochsprachjedenTagzuihnen:Kehrtheimineure Zelte,damitihrnichtsterbt!Abersiewolltennicht zurückkehrenundgingenmitihm.

34AmsechstenTagbliebeneinigevonihnenzurückund schlossensichihmanSiesagtenzuihm:Wirwollenmit dirandenOrtgehen,woduhingehst;sowahrderHerrlebt, nurderTodwirdunsscheiden

35Undsiedrängtenihnsosehr,mitihmzugehen,dasser aufhörte,mitihnenzureden;undsiegingenihmnachund wolltennichtzurückkehren

36AlsdieKönigezurückkehrten,ließensieeine Volkszählungdurchführen,umdieZahlderMännerzu erfahren,diemitHenochgegangenwarenAmsiebtenTag fuhrHenochmitfeurigenPferdenundWagenim WirbelwindgenHimmelauf.

37UndamachtenTagsandtenalleKönige,diemit Henochgewesenwaren,Boten,umdieZahlderMänner, diemitHenochgewesenwaren,andenOrt zurückzubringen,vondemerindenHimmelaufgefahren war

38UndalledieseKönigegingenzudemOrtundfanden dieErdedortmitSchneegefüllt,undaufdemSchneelagen großeSteineausSchnee.Daspracheinerzumanderen: Kommt,lasstunsdenSchneedurchbrechenundnachsehen, vielleichtsinddieMänner,diebeiHenochgebliebensind, gestorbenundliegenjetztunterdenSteinenausSchnee Undsiesuchten,konntenihnabernichtfinden,dennerwar indenHimmelaufgefahren

KAPITEL4

1UndalleTage,dieHenochaufErdenlebte,waren dreihundertfünfundsechzigJahre

2UndalsHenochindenHimmelaufgefahrenwar,standen alleKönigederErdeaufundnahmenMetuschelach,seinen

Sohn,undsalbtenihn,undsiesetztenihnalsKönigüber sicheinanstelleseinesVaters.

3UndMethusalahhandelterechtschaffenvorGott,wieihn seinVaterHenochgelehrthatte,undebensolehrteer zeitlebensdieMenschenWeisheit,Erkenntnisund GottesfurchtundwichnichtvomrechtenWegab,weder zurRechtennochzurLinken

4AberindenletztenTagenMethusalahswandtensichdie MenschenkindervomHerrnab,sieverdorbendasLand,sie raubtenundplünderteneinander,sierebelliertengegen GottundsieübertratenseineGebote,sieverdorbenihre WegeundwolltennichtaufdieStimmeMethusalahshören, sondernrebelliertengegenihn.

5DawurdederHERRsehrzornigübersieundvernichtete injenenTagendenSamen,sodasseswederSaatnoch ErnteaufErdengab.

6DennalssiedenAckerbesäten,umNahrungfürihren Lebensunterhaltzuerhalten,siehe,dawuchsenDornenund Disteln,diesienichtgesäthatten.

7UnddennochkehrtendieMenschenkindernichtumvon ihrenbösenWegen,sondernihreHändewarenimmernoch ausgestreckt,umBöseszutunvordenAugenGottes,und sieerzürntendenHerrndurchihrebösenWege,undder Herrwurdesehrzornigundreutesich,dasserden Menschengemachthatte.

8Underbeschloss,siezuvernichtenundauszurotten,und dastaterauch

9InjenenTagen,alsLamech,derSohnMethusalems, hundertsechzigJahrealtwar,starbSeth,derSohnAdams 10UndSethlebteinsgesamtneunhundertundzwölfJahre, understarb.

11UndLamechwarhundertachtzigJahrealt,alser Aschmuja,dieTochterElischas,desSohnesHenochs, seinesOnkels,zusichnahm,undsiewurdeschwanger.

12ZujenerZeitbesätendieMenschenkinderdenAcker, undeswurdenurwenigNahrunggeerntet;aberdie MenschenkinderkehrtennichtumvonihrenbösenWegen, sondernsiesündigtenundrebelliertengegenGott

13UnddieFrauLamechswurdeschwangerundgebarihm einenSohnzujenerZeit,amWendepunktdesJahres.

14UndMethusalahnannteihnNoahundsprach:DieErde warinseinenTagenruhigundfreivonVerderbnisUnd Lamech,seinVater,nannteihnMenachemundsprach: DieserwirdunströstenbeiunserenWerkenundunserem elendenMühsalaufErden,dieGottverfluchthatte 15UnddasKindwuchsheranundwurdeentwöhnt;undes lebteindenWegenseinesVatersMethusalah,untadelig undrechtschaffenvorGott.

16UndinjenenTagenwichenalleMenschenkindervon denWegendesHerrnab,alssiesichaufErdenvermehrten mitSöhnenundTöchtern,undsielehrteneinanderihre bösenBräucheundsündigtenimmerweitergegenden Herrn

17UndjederMenschmachtesicheinenGott;undsie raubtenundplünderteneinjederseinenNächstenund seinenVerwandten;undsieverdorbendieErde,unddie ErdewurdevollGewalttat.

18UndihreRichterundHerrschergingenzudenTöchtern derMenschenundnahmenihreFrauenmitGewaltvon ihrenMännern,wiesieeserwählthatten.Unddie MenschensöhnenahmeninjenenTagenvomViehder

Erde,vondenTierendesFeldesundvondenVögelndes HimmelsundlehrtendieVermischungvonTierender einenArtmitanderen,umdamitdenHerrnzuerzürnen UndGottsahdieganzeErde,undsiewarverdorben;denn allesFleischhatteseineWegeaufErdenverdorben,alle MenschenundalleTiere

19UndderHerrsprach:IchwilldenMenschen,denich geschaffenhabe,vomErdbodenvertilgen,ja,vom MenschenbiszudenVögelndesHimmels,samtdemVieh unddenwildenTierenaufdemFeld;dennesreutmich, dassichsiegemachthabe

20UndalleMenschen,dieindenWegendesHerrn wandelten,starbeninjenenTagen,ehederHerrdasUnheil überdieMenschenbrachte,daserangekündigthatte;denn diesgeschahvomHerrn,damitsiedasUnheilnichtsähen, vondemderHerrüberdieMenschenkindergeredethatte. 21UndNoahfandGnadevordemHerrn,undderHerr erwählteihnundseineNachkommen,umNachkommen vonihnenaufderganzenErdehervorzubringen.

KAPITEL5

1UndimvierundachtzigstenJahrdesLebensNoahsstarb Henoch,derSohnSeths;erwarneunhundertundfünfJahre altbeiseinemTod.

2ImeinhundertneunundsiebzigstenJahrdesLebensNoahs starbKenan,derSohnEnoschsAlleTageKenanswaren neunhundertzehnJahre,understarb.

3ImzweihundertvierunddreißigstenJahrdesLebens NoahsstarbMachallel,derSohnKenansDieTage MachallelswarenachthundertfünfundneunzigJahre,under starb

4UndJared,derSohnMachallels,starbinjenenTagen,im dreihundertsechsunddreißigstenJahrdesLebensNoahs; undJaredwurdeinsgesamtneunhundertzweiundsechzig Jahrealt,understarb

5Undalle,diedemHerrnnachfolgten,starbeninjenen Tagen,ehesiedasUnheilsahen,dasGottaufErdenzutun angekündigthatte

6UndnachvielenJahren,imvierhundertachtzigsten LebensjahrNoahs,alsalleMänner,diedemHerrngefolgt waren,unterdenMenschenkinderngestorbenwarenund nurnochMetuschelachübrigwar,sprachGottzuNoah undMetuschelach:

7RedetundverkündetdenMenschenkindern:Sospricht derHerr:KehrtumvoneurenbösenWegenundlasstab voneurenWerken,sowirdesdemHerrnreuenvondem Unheil,dasereuchanzutunangedrohthat,undeswird nichtgeschehen

8DennsosprichtderHerr:Siehe,ichgebeeucheineFrist voneinhundertzwanzigJahren;wennihrzumirumkehrt undeurebösenWegeverlasst,sowillauchichmichvon demBösenabwenden,dasicheuchgesagthabe,undes sollnichtmehrsein,sprichtderHerr

9UndNoahundMetuschelachverkündetenden MenschenkindernTagfürTagalleWortedesHerrnund redetenunablässigmitihnen.

10AberdieMenschenkinderwolltenihnennichtzuhören undneigtenihreOhrennichtihrenWortenzu;siewaren halsstarrig.

11UndderHerrgewährteihneneineFristvon einhundertzwanzigJahrenundsprach:Wennsieumkehren, sowirdesGottreuen,dasserdasBösenichtvernichtetund dieErdenichtzerstört.

12Noah,derSohnLamechs,verzichteteinjenenTagen darauf,eineFrauzunehmenundKinderzuzeugen,denn ersprach:NunwirdGottdieErdevernichten,wozusollte ichdannKinderzeugen?

13NoahaberwareingerechterMann,erwaruntadelig unterseinenZeitgenossen,undderHerrerwählteihn,aus seinemSamenNachkommenaufErdenhervorzubringen

14UndderHerrsprachzuNoah:NimmdireineFrauund zeugeKinder;dennichhabedichindiesemGeschlechtals gerechtvormirgesehen

15UndduwirstNachkommenhervorbringenunddeine KindermitdirinmittenderErde;undNoahginghinund nahmsicheineFrau,undererwählteNaama,dieTochter Henochs,undsiewarfünfhundertachtzigJahrealt

16UndNoahwarvierhundertachtundneunzigJahrealt,als erNaamazurFraunahm

17UndNaamawurdeschwangerundgebareinenSohn, undernannteihnJafetundsprach:GotthatmichaufErden zahlreichgemachtUndsiewurdeabermalsschwangerund gebareinenSohn,undernannteihnSemundsprach:Gott hatmichzueinemÜberrestgemacht,umNachkommen inmittenderErdezuerwecken

18UndNoahwarfünfhundertundzweiJahrealt,alsNaama Semgebar.UnddieKnabenwuchsenheranundlebtenin denWegendesHerrn,inallem,wasMethusalahundNoah, ihrVater,siegelehrthatten

19UndLamech,derVaterNoahs,starbinjenenTagen; dochgingernichtmitganzemHerzenindenWegenseines Vaters,understarbimeinhundertfünfundneunzigstenJahr desLebensNoahs.

20UndLamechwurdeinsgesamtsiebenhundertundsiebzig Jahrealtundstarb

21UndalleMenschenkinder,diedenHerrnkannten, starbeninjenemJahr,ehederHerrUnheilübersiebrachte; dennderHerrwollte,dasssiestarben,damitsiedasUnheil nichtsähen,dasGottüberihreBrüderundVerwandten bringenwürde,wieeresangekündigthatte

22ZujenerZeitsprachderHerrzuNoahund Metuschelach:„Gehtnunhinundverkündetden MenschenkindernalleWorte,dieichinjenenTagenzu euchgesprochenhabe;vielleichtwerdensiesichvonihren bösenWegenabwenden,undichwerdemichdanndes Übelserbarmenundesnichtübersiebringen“

23DatratenNoahundMetuschelachhervorundsagtenvor denMenschenkindernalles,wasGottübersiegesagthatte

24AberdieMenschenkinderwolltennichthörenund neigtenihreOhrennichtzuallihrenReden

25UnddanachsprachderHerrzuNoah:DasEndeallen FleischesistvormichgekommenwegenihrerbösenTaten; undsiehe,ichwilldieErdeverderben

26UndnimmdirZypressenholzundgehaneinen bestimmtenOrtundmacheinegroßeLadeundstellsiean diesenOrt.

27Undsosollstduesmachen:dreihundertEllenlang, fünfzigEllenbreitunddreißigEllenhoch

28DusollstdireineTürmachen,dieanderSeiteoffenist undobenbiszurEllehochseinsoll,undsieinnenund außenmitPechbedecken

29Undsiehe,ichwerdeeineWasserflutüberdieErde bringen,undallesFleischwirdvergehen,alles,wasunter demHimmelist,wirdaufErdenumkommen

30UndduunddeinHaussollthingehenundjezweiPaare vonallenlebendenDingensammeln,einmännlichesund einweibliches,undsiezurArchebringen,um NachkommenvonihnenaufErdenzuerwecken

31UndsammlezudiralleNahrungsmittel,dievonallen Tierengefressenwerden,damitduundsiegenugzuessen habt.

32UnddusollstdirfürdeineSöhnedreiJungfrauenaus denTöchternderMenschenauswählen,unddiesesollen deinenSöhnenFrauenwerden.

33UndNoahmachtesichaufundbautedieArcheandem Ort,woGottesihmbefohlenhatte,undNoahtat,wieGott esihmgebotenhatte.

34ImfünfhundertfünfundneunzigstenJahrseinesLebens begannNoahmitdemBauderArcheundfertigtesiein fünfJahrenan,wiederHerresihmgebotenhatte.

35DanahmNoahdiedreiTöchterEliakims,desSohnes Metuschelachs,zuFrauenfürseineSöhne,wiederHerres Noahgebotenhatte.

36UndzujenerZeitstarbMethusalah,derSohnHenochs; erwarneunhundertsechzigJahrealtbeiseinemTod

KAPITEL6

1ZujenerZeit,nachdemTodMethusalahs,sprachder HerrzuNoah:GehdumitdeinemHausindieArche;siehe, ichwerdezudiralleTierederErdeversammeln,dieTiere desFeldesunddieVögeldesHimmels,undsiewerdenalle kommenunddieArcheumgeben

2UnddusollsthingehenunddichandieTürenderLade setzen;undalleTiere,dieganzenVögelunddasVieh sollensichversammelnundvordiraufstellenUnddie,die kommenundsichvordirniederknien,sollstduergreifen undindieHändedeinerSöhnegeben,diesiezurLade bringensollenAlleaber,dievordirstehen,sollstdu zurücklassen

3UndderHerrbewirktediesamnächstenTag,undes kamengroßeMengenanTieren,wildenTierenundVögeln undumringtendieLade

4UndNoahginghinundsetztesichandenEingangder ArcheundbrachteallesFleisch,dassichvorihmkauerte, indieArchehinein;allesaber,wasvorihmstand,ließer aufderErdezurück

5UndeineLöwinkammitihrenzweiJungen,einem MännchenundeinemWeibchen,unddiedreikauertenvor Noah.DasprangendiebeidenJungengegendieLöwinauf undschlugensie,sodasssievonihremOrtflohUndsie gingenweg,undsiekehrtenanihreOrtezurückund kauertenvorNoahaufderErde

6DaliefdieLöwinwegundstelltesichandieStelleder Löwen.

7AlsNoahdiessah,wunderteersichsehr;erstandauf, nahmdiebeidenJungenundbrachtesieindieArche

8UndNoahbrachtevonallenlebendenWesen,dieauf Erdenwaren,indieArche,sodasskeinesübrigblieb,was NoahindieArchegebrachthatte

9JeweilszweiTierekamenzuNoahindieArche;vonden reinenTierenundVögelnabernahmersiebenPaaremit, wieGottesihmgebotenhatte

10UndalleTiere,dasViehunddieVögelwarennochda undumringtendieArcheanjedemOrt;undderRegenfiel erstsiebenTagespäter

11UndanjenemTagließderHerrdieganzeErdeerbeben, dieSonneverfinstertesich,dieGrundfestenderWelt erbebten,dieganzeErdewurdeheftigbewegt,Blitze zuckten,Donnergrollte,undalleQuellenderErdebrachen auf,wieesdieBewohnerzuvornichtgekannthatten;und GotttatdiesegewaltigeTat,umdieMenschenkinderzu erschrecken,damitkeinUnheilmehraufErdensei.

12UnddennochkehrtendieMenschenkindernichtumvon ihrenbösenWegen,sondernsieverschärftendenZorndes HerrnzujenerZeitundrichtetenihreHerzennichteinmal aufalldies

13UndnachsiebenTagen,imsechshundertsten LebensjahrNoahs,kamdieSintflutüberdieErde.

14UndalleQuellenderTiefebrachenauf,unddieFenster desHimmelsöffnetensich,undesregnetevierzigTage undvierzigNächtelangaufdieErde.

15UndNoahundseinHausundallelebendenWesen,die beiihmwaren,gingenindieArchewegenderWasserder Sintflut,undderHerrschlosssieein.

16UndalleMenschenkinder,dieaufderErde zurückgebliebenwaren,wurdendurchdenRegenunddas Unheilerschöpft;denndieWasserkamenimmerheftiger überdieErde,unddieTiereunddasViehumringten immernochdieArche

17UndeskamendieMenschensöhnezusammen,etwa siebenhunderttausendMännerundFrauen,undsiekamen zuNoahzurArche

18UndsieriefenNoahzuundsprachen:Öffneuns,damit wirinderArchezudirkommenkönnen–dennwarum sollenwirsterben?

19UndNoahantworteteihnenmitlauterStimmeausder Arche:HabtihrnichtallegegendenHerrnrebelliertund gesagt,dassesihnnichtgibt?DarumhatderHerrdieses Unheilübereuchgebracht,umeuchzuvernichtenund vomAngesichtderErdeauszurotten

20Istesnichtgenaudas,wasicheuchvor einhundertzwanzigJahrengesagthabe,undihrwolltet nichtaufdieStimmedesHerrnhören,undnunwolltihr aufderErdeleben?

21UndsiesagtenzuNoah:Wirsindbereit,zumHerrn zurückzukehren;öffneunsnur,damitwirlebenundnicht sterben

22Noahantworteteihnen:Seht,nundaihrdieNoteurer SeelenerkenntundzumHerrnzurückkehrenwollt,warum seidihrdannnichtindiesenhundertzwanzigJahren zurückgekehrt,diederHerreuchalsfestgesetzteFrist gewährthat?

23Abernunkommtihrundsagtmirdieswegeneurer Seelenbedrängnis;auchjetztwirdderHerreuchnicht erhören,erwirdeuchauchheutenichtGehörschenken, sodassihreureWünschejetztnichterfüllenwerdet.

24UnddieMenschenkinderkamenherzu,umindieArche einzubrechenundhineinzugehenwegendesRegens;denn siekonntendenRegennichtaufsichertragen

25DasandtederHerralleTiereunddasVieh,dierings umdieLadestanden,hinaus.UnddieTiereüberwältigten sieundvertriebensievonjenemOrt,undjedergingseines WegesundsiezerstreutensichwiederüberdieganzeErde 26UndderRegenfielnochimmeraufdieErde,underfiel vierzigTageundvierzigNächtelang,unddieWasser stiegenüberdieErde;undallesFleisch,dasaufderErde oderimWasserwar,starb,sowohlMenschenalsauch Tiere,wildeTiere,KriechtierealsauchVögeldesHimmels, undnurNoahunddie,diemitihminderArchewaren, bliebenübrig

27UnddieWasserstiegenundbreitetensichsehrausauf derErde,undsiehobendieArcheempor,undsiewurde vonderErdeemporgehoben

28UnddieArchetriebaufdemWasserundwurdeauf demWasserhinundhergeworfen,sodassalles,wasdarin lebte,umhergewirbeltwurdewieeinBreiimKessel 29UndesergriffalleLebeweseninderArcheeinegroße Angst,unddieArchedrohtezuzerbrechen.

30UndalleLebeweseninderArcheerschraken;die Löwenbrüllten,dieRindermuhten,dieWölfeheulten,und jedesLebeweseninderArchesprachundklagteinseiner eigenenSprache,sodassihreStimmenbisineinegroße EntfernungzuhörenwarenNoahundseineSöhneschrien undweinteninihrerNot;siefürchtetensehr,dasssiedie PfortendesTodeserreichthatten

31UndNoahbetetezumHerrnundschrieihndeswegenan undsprach:OHerr,hilfuns!DennwirhabenkeineKraft, diesesÜbelzuertragen,dasunsumgibtDenndieWogen desWassershabenunsumzingelt,reißendeStrömehaben unserschreckt,dieSchlingendesTodessindvorunsher. Erhöreuns,oHerr,erhöreuns!LassdeinAngesichtüber unsleuchtenundseiunsgnädig,erlöseunsundbefreieuns! 32UndderHERRhörteaufdieStimmeNoahsund gedachteseiner

33UndeinWindfuhrüberdieErde,unddasWasserstand still,unddieArcheruhte.

34DaverschlossensichdieQuellenderTiefeunddie SchleusendesHimmels,undderRegenvomHimmelhörte auf.

35UndinjenenTagensankendieWasser,unddieArche ruhteaufdemGebirgeArarat

36DaöffneteNoahdieFensterderArcheundriefnoch immerzumHerrnundsprach:Herr,derdudieErdeund denHimmelundalles,wasdarinist,geschaffenhast, erlöseunsereSeelenausdieserGefangenschaftundaus demGefängnis,indasduunsgesetzthast;dennichbindes Seufzensmüde

37UndderHERRerhörtedieStimmeNoahsundsprach zuihm:WenndueinvollesJahrvollzogenhast,sollstdu hinausgehen

38UndalsdasJahrumdieWendezeitgekommenwarund NoaheinvollesJahrinderArcheverbrachthatte,wardas WasservonderErdegetrocknet,undNoahlegtedieDecke derArcheab

39ZujenerZeit,am27TagdeszweitenMonats,wardie Erdetrocken;aberNoahundseineSöhneunddie,diebei

ihmwaren,verließendieArchenicht,bisderHerresihnen befahl.

40UndeskamderTag,dabefahlihnenderHERR, hinauszugehen,undsiegingenalleausderArchehinaus.

41Undsiegingenwiederundeinjederkehrtezurückan seinenWegundanseinenOrtUndNoahundseineSöhne wohntenindemLand,dasGottihnengenannthatte,und siedientendemHerrnalleihreTage.UndderHerrsegnete NoahundseineSöhne,alssieausderArcheauszogen

42Undersprachzuihnen:Seidfruchtbarundfülletdie ganzeErde;werdetstarkundmehreteuchaufErdenund mehreteuchdarin

KAPITEL7

1UnddiessinddieNamenderSöhneNoahs:Jafet,Ham undSem;undihnenwurdennachderSintflutKinder geboren,dennsiehattensichvorderSintflutFrauen genommen.

2DiessinddieSöhneJaphets:Gomer,Magog,Madai, Javan,Tubal,MeschechundTiras,siebenSöhne

3DieSöhneGomerswarenAskinaz,Rephathund Tegarma

4DieSöhneMagogswarenElichanafundLubal

5UnddieKinderMadaiswarenAchon,Zeelo,Chazoni undLot

6DieSöhneJavanswarenElischa,Tarsis,Kittimund Dudonim.

7DieSöhneTubalswarenAriphi,KesedundTaari

8DieSöhneMeschechswarenDedon,Saronund Schebaschni.

9DieSöhnevonTiraswarenBenib,Gera,Lupirionund Gilak;diesesinddieSöhneJaphetsnachihrenSippen,und ihreZahlbetruginjenenTagenetwavierhundertsechzig Mann

10DiessinddieSöhneHams:Kusch,Mizraim,Putund Kanaan,vierSöhne;unddieSöhneKuschswarenSeba, Hawila,Sabta,RaamaundSatecha,unddieSöhneRaamas warenSchebaundDedan

11DieSöhneMizraimswarenLud,Anom,Pathros, ChaslothundChaphtor

12DieSöhnePhutswarenGebul,Hadan,BenahundAdan 13UnddieSöhneKanaanswarenZidon,Heth,Amori, Gergaschi,Hivi,Arkee,Seni,Arodi,ZimodiundChamothi 14DiessinddieSöhneHamsnachihrenSippen,undihre ZahlbetrugzujenerZeitetwasiebenhundertdreißigMann. 15UnddiessinddieSöhneSems:Elam,Assur, Arpachschad,LudundAram,fünfSöhne;unddieSöhne ElamswarenSchuschan,MachulundHarmon

16DieSöhneAscharswarenMirusundMokil,dieSöhne ArpachschadswarenSchelach,AnarundAschkol 17DieSöhneLudswarenPetorundBizayon,dieSöhne AramsaberwarenUz,Chul,GatherundMash 18DiessinddieSöhneSemsnachihrenSippen;undihre ZahlbetrugzujenerZeitetwadreihundertMann

19DiesistdieGeschichtederNachkommenSems:Sem zeugteArpachschad,ArpachschadzeugteSchelach, SchelachzeugteEber,undEberwurdenzweiSöhne geboren,derNamedeseinenwarPeleg;denninseinen TagenwurdendieMenschenkindergeteilt,undinden späterenTagenwurdedieErdegeteilt

20DerNamedeszweitenwarJoktan,wasbedeutet:Zu seinerZeitwurdedasLebenderMenschenkindergeringer underniedrigter

21DiessinddieSöhneJoktans:Almodad,Schelaf, Chazarmoveth,Jerach,Hadurom,Özel,Dikla,Obal, Abimael,Scheba,Ophir,HawilaundJobab;allediesesind dieSöhneJoktans

22UndPeleg,seinBruder,zeugteJen,undJenzeugte Serug,undSerugzeugteNahor,undNahorzeugteTerach, undTerachwarachtunddreißigJahrealt,underzeugte HaranundNahor

23UndKusch,derSohnHams,desSohnesNoahs,nahm sichinjenenTageninseinemhohenAltereineFrau,und siegebareinenSohn,undsienanntenihnNimrodund sagten:ZujenerZeitbegannendieMenschensöhnewieder, gegenGottzurebellierenundzusündigen.UndderKnabe wuchsheran,undseinVaterliebteihnüberaus,denner warderSohnseineshohenAlters

24UnddieKleiderausFellen,dieGottfürAdamund seineFraugemachthatte,alssieausdemGartenEden zogen,wurdenKuschgegeben

25DennnachdemTodAdamsundseinerFrauwurdendie KleiderHenoch,demSohnJareds,übergeben;undals HenochzuGottaufgenommenwurde,gabersieseinem SohnMetuschelach.

26NachdemTodMethusalahsnahmNoahsiezusichund brachtesieindieArche,undsiebliebenbeiihm,biserdie Archeverließ.

27Undalssiehinausgingen,stahlHamjeneKleidervon seinemVaterNoah,nahmsieundverstecktesievorseinen Brüdern.

28AlsHamseinenerstgeborenenSohnKuschzeugte,gab erihmdieKleiderheimlich,undsiebliebenvieleTagebei Kusch.

29AuchKuschverbargsievorseinenSöhnenundBrüdern AlsKuschNimrodgezeugthatte,gaberihmdieseKleider ausLiebezuihm.Nimrodwuchsheran,undalserzwanzig Jahrealtwar,legteerdieseKleideran

30UndNimrodwurdestark,alserdieKleideranzog,und GottgabihmKraftundStärke,underwareingewaltiger JägeraufErden,ja,erwareingewaltigerJägeraufdem Feld,underjagtedieTiereundbauteAltäreundopferte daraufdieTierevordemHerrn.

31UndNimrodfassteneueKraftunderhobsichausder MitteseinerBrüderundkämpftedieSchlachtenseiner BrüdergegenalleihreFeinderingsum.

32UndderHerrgaballeFeindeseinerBrüderinseine Hände,undGottsegneteihnvonZeitzuZeitinseinen Kämpfen,underregierteaufErden

33DeshalbwurdeesinjenenTagenüblich,dasseinMann, wennerseinezumKampfausgebildetenMännervorführte, zuihnensagte:„WieGottesmitNimrodtat,derein mächtigerJägeraufErdenwarundindenSchlachten gegenseineBrüdersiegreichwar,indemersieausder HandihrerFeindeerrettete,somögeGottunsstärkenund unsheuteerretten“

34AlsNimrodvierzigJahrealtwar,entstandeinKrieg zwischenseinenBrüdernunddenSöhnenJaphets,sodass sieinderGewaltihrerFeindewaren

35UndNimrodzogzujenerZeitausundversammeltealle SöhnevonKuschundihreFamilien,etwa

vierhundertsechzigMann,underheuerteauchvoneinigen seinerFreundeundBekanntenetwaachtzigMannanund gabihnenihrenLohn,underzogmitihnenindenKrieg, undalserunterwegswar,stärkteNimroddieHerzendes Volkes,dasmitihmging.

36Undersprachzuihnen:Fürchteteuchnichtund erschrecktnicht,dennalleunsereFeindewerdeninunsere Händegegebenwerden,undihrkönntmitihnentun,was ihrwollt

37UndeswareninsgesamtetwafünfhundertMänner,die mitgezogenwaren;undsiekämpftengegenihreFeinde, vernichtetensieundunterwarfensieUndNimrodsetztean ihrenjeweiligenOrtenstehendeOffiziereübersie.

38UndernahmeinigeihrerKinderalsBürgen,undsie alledientenNimrodundseinenBrüdern;undNimrodund dasganzeVolk,dasmitihmwar,kehrtennachHause zurück

39UndalsNimrodfreudigvomKampfzurückkehrte, nachdemerseineFeindebesiegthatte,versammeltensich alleseineBrüderzusammenmitdenen,dieihnschon vorhergekannthatten,umihnzumKönigübersiezu machen,undsiesetztenihmdieköniglicheKroneaufsein Haupt

40UndersetzteüberseineUntertanenundseinVolk Fürsten,RichterundHerrscherein,wieesunterKönigen Brauchist

41UndersetzteTerach,denSohnNahors,zumFürsten seinesHeereseinunderhobihnüberalleseineFürsten.

42UndwährendernachseinemHerzenregierte,nachdem eralleseineFeinderingsumbesiegthatte,beschlossermit seinenRatgebern,eineStadtalsPalastzubauen,undsie tatenes

43UndsiefandeneingroßesTalgegenüberimOstenund bautenihmeinegroßeundausgedehnteStadt.Nimrod nanntedieStadt,dieerbaute,Schinar,dennderHerrhatte seineFeindeheftigerschüttertundvernichtet

44UndNimrodwohnteinSchinarundregiertesicher;er kämpftegegenseineFeindeundunterwarfsie;erwar siegreichinallseinenSchlachten,undseinKönigreich wurdesehrgroß.

45UndalleVölkerundSprachenhörtenvonseinemRuhm, undsieversammeltensichumihn,undsiebeugtensichzur ErdeniederundbrachtenihmOpferdar,underwurdeihr HerrundKönig,undsieallewohntenmitihminderStadt Schinar,undNimrodregierteaufErdenüberalleSöhne Noahs,undsieallewarenunterseinerMachtundseinem Rat

46UnddieganzeErdehatteeineSpracheundWorteder Einigkeit;aberNimrodwandeltenichtindenWegendes Herrn,underwargottloseralsalleMänner,dievorihm gewesenwaren,vondenTagenderSintflutbiszujenen Tagen.

47UndermachtesichGötterausHolzundSteinund beugtesichvorihnenniederundrebelliertegegenden HerrnundlehrtealleseineUntertanenunddasganzeLand seinebösenWege;undMardon,seinSohn,warnochböser alsseinVater.

48Undjeder,dervondenTatenMardons,desSohnes Nimrods,hörte,sagteüberihn:„VomBösenkommtdas Böse.“DarumwurdeeszumSprichwortaufderganzen

Erde:„VomBösenkommtdasBöse“,undeswarvonjener ZeitbisheuteindenWortenderMenschengebräuchlich. 49UndTerach,derSohnNahors,derFürstdesHeeres Nimrods,warzujenerZeitsehrgroßindenAugendes KönigsundseinerUntertanen,undderKönigunddie FürstenliebtenihnunderhobenihnzuhohemAnsehen 50UndTerachnahmsicheineFrau,undihrNamewar Amthelo,dieTochterKornebos;unddieFrauTerachs wurdeschwangerundgebarihmeinenSohninjenen Tagen

51TerachwarsiebzigJahrealt,alserihnzeugteUnd TerachnannteseinenSohn,derihmgeborenwurde,Abram, weilderKönigihninjenenTagenaufgezogenundihnüber alleseineFürsten,diebeiihmwaren,erhobenhatte

KAPITEL8

1UndinderNacht,alsAbramgeborenwar,kamenalle DienerTerachsundalleWeisenNimrodsundseine ZaubererundaßenundtrankenimHausTerachsund freutensichmitihminjenerNacht

2UndalsalleWeisenundWahrsagerausdemHaus Terachshinausgingen,blicktensieinjenerNachtzum Himmelauf,umdieSternezubetrachten,undsiesahen, undsiehe,einsehrgroßerSternkamvomOstenundfuhr amHimmelentlangundverschlangdievierSternevonden vierSeitendesHimmels

3UndalleWeisendesKönigsundseineZaubererwaren überdenAnblickerstaunt;unddieWeisenverstandendie SacheunderkanntenihreBedeutung

4Undsiesprachenzueinander:DiesistnureinZeichenfür dasKind,dasTerachindieserNachtgeborenist;eswird aufwachsenundfruchtbarseinundsichmehrenunddie ganzeErdebesitzen,erundseineKinderfürimmer;undes undseineNachkommenwerdengroßeKönigeerschlagen undihreLändererben

5UnddieWeisenundZauberergingeninjenerNachtnach Hause,undamMorgenstandenalledieseWeisenund Zaubererfrühaufundversammeltensichindemdazu bestimmtenHaus.

6Undsiesprachenzueinander:Siehe,waswirletzteNacht gesehenhaben,istdemKönigverborgen,esistihmnicht kundgetanworden.

7UndwenndiesindenletztenTagendemKönigbekannt wird,wirderzuunssagen:Warumhabtihrmirdiese Sacheverschwiegen?,unddannwerdenwiralledenTod erleidenDarumlasstunsnunhingehenunddemKönig berichten,waswirgesehenhaben,undwaswirdavon halten,unddannwerdenwirunschuldigsein

8Undsietatenes,undsiegingenallezudemKönigund beugtensichvorihmbiszurErdeniederundsprachen:Der Königlebe,derKöniglebe.

9Wirhörten,dassTerach,derSohnNahors,desFürsten deinesHeeres,einenSohngeborenhatte,undwirkamen gesternAbendzuseinemHausundaßenundtrankenund freutenunsmitihminjenerNacht

10UndalsdeineDienervomHausTerachsausgingen,um inunserejeweiligenHäuserzugehenunddortdieNachtzu verbringen,blicktenwirzumHimmelaufundsaheneinen großenSternvomOstenkommen;undderselbeSterneilte

mitgroßerGeschwindigkeitundverschlangviergroße SternevondenvierSeitendesHimmels.

11UnddeineDienerwarenüberdenAnblick,denwir sahen,erstauntundsehrerschraken.Wirfälltenunser UrteilüberdenAnblickunderkanntendurchunsere WeisheitdierichtigeDeutungdavon:dasssichdiesaufdas Kindbezieht,dasTerachgeborenwirdEswird heranwachsen,sichstarkvermehren,mächtigwerdenund alleKönigederErdetötenundalleihreLändererben,er undseineNachkommenfürimmer

12Undnun,unserHerrundKönig,siehe,wirhabendir wahrhaftigmitgeteilt,waswirüberdiesesKindgesehen haben.

13WennesdemKöniggefällt,seinemVaterfürdieses KindeinenGegenwertzugeben,werdenwirihntöten,ehe erheranwächstundsichimLandvermehrtundseinUnheil sichgegenunsausbreitet,sodasswirundunsereKinder durchseinUnheilumkommen

14UndderKönighörteihreWorte,undsieschienenihm gutzuseinDasandteerBotenundließTerachrufen,und TerachkamvordenKönig

15UndderKönigsprachzuTerach:Mirwurdegesagt, dassdirgesternNachteinSohngeborenwurde,undbei seinerGeburtgeschahFolgendesamHimmel

16DarumgibmirnundasKind,damitwirestöten,ehe seinUnheilüberunshereinbricht;undichwilldirals seinenWertdeinHausvollSilberundGoldgeben 17UndTerachantwortetedemKönigundsprachzuihm: MeinHerrundKönig,ichhabedeineWortegehört,und deinDienersollallestun,wasseinKönigwünscht

18AbermeinHerrundKönig,ichwilldirerzählen,was mirgesternAbendwiderfahrenist,damitichsehe,welchen RatderKönigseinemDienergebenwird,unddannwill ichdemKönigaufdasantworten,wasersoebengesagthat; undderKönigsprach:Sprich

19UndTerachsprachzumKönig:Ajon,derSohnMoreds, kamgesternNachtzumirundsprach: 20GibmirdasgroßeundschönePferd,dasdirderKönig gegebenhat,undichwilldirSilberundGold,Strohund FutteralsGegenwertgeben.Undichsagtezuihm:Warte, bisichdenKönigwegendeinerWortesehe,undsiehe,was derKönigsagt,daswillichtun 21Undnun,meinHerrundKönig,siehe,ichhabedirdies kundgetan,unddenRat,denmeinKönigseinemDiener gebenwird,demwerdeichfolgen

22AlsderKönigdieWorteTerachshörte,entbranntesein Zorn,underhieltihnfüreinenNarren

23DaantwortetederKönigTerachundsprachzuihm: Bistdusotöricht,sounwissendodersobegriffsstutzig, dassdusoetwastustunddeinschönesPferdfürSilberund GoldodergarfürStrohundFuttergibst?

24HastdudennsowenigSilberundGold,dassdudastun musst,weildukeinStrohundkeinFutterfürdeinPferd bekommst?WasbedeutendirdennSilberundGoldoder StrohundFutter,dassdudasschönePferd,dasichdir gegebenhabe,weggebensolltest,vondemeskeinanderes aufderganzenErdegibt?

25UndderKönighörteaufzureden,undTerach antwortetedemKönigundsprach:SohatderKönigzu seinemDienergeredet;

26Ichbittedich,meinHerrundKönig,wassolldas bedeuten,wasduzumirgesagthast:„GibunsdeinenSohn, damitwirihntöten,undichwilldirSilberundGoldfür seinenWertgeben“?WassollichmitdemSilberundGold nachdemTodmeinesSohnestun?Wersollmicherben? Gewiss,nachmeinemTodwirddasSilberundGoldzu meinemKönigzurückkehren,deresmirgegebenhat 27AlsderKönigaberdieWorteTerachsunddas Gleichnis,daserüberdenKönigerzählte,hörte,betrübte ihndassehr,underwardarübererzürnt;undseinZorn entbrannteinihm

28AlsTerachsah,dassderZorndesKönigsgegenihn entbranntwar,antworteteerdemKönigundsprach:Alles, wasichhabe,istinderGewaltdesKönigs;wasimmerder KönigseinemDienerantunwill,dassollertun;ja,auch meinSohn,eristinderGewaltdesKönigs,ohne Gegenwert,erundseinebeidenälterenBrüder 29UndderKönigsprachzuTerach:Nein,aberichwill deinenjüngerenSohnumeinenPreiskaufen.

30DaantworteteTerachdemKönigundsprach:Ichbitte dich,meinHerrundKönig,lassdeinenDienereinWort vordirreden,undlassdenKönigdasWortseinesDieners hörenUndTerachsprach:MeinKöniggebemirdreiTage Zeit,damitichdieseAngelegenheitbeimirüberdenken undmichmitmeinerFamilieüberdieWortemeines KönigsberatenkannUnderdrängtedenKönigsehr, diesemzuzustimmen

31DahörtederKönigaufTerach,unddiesertat,wieihm geheißen,undgabihmdreiTageZeitTerachgingausder GegenwartdesKönigshinausundkehrtezuseinerFamilie zurückundverkündeteihnenalleWortedesKönigs;und dasVolkfürchtetesichsehr

32AmdrittenTagsandtederKönigBotenzuTerachund ließihmsagen:SendemirdeinenSohnumdenPreis,den ichdirgenannthabe;undwenndudiesnichttust,werde ichBotenschickenundalles,wasduindeinemHaushast, tötenlassen,sodassnichteinmaleinHundübrigbleibt.

33UndTeracheilteherbei(denndieSachewardringend vomKönig),undernahmeinKindvoneinerseiner Knechte,dasihmseineMagdandiesemTaggeborenhatte, undTerachbrachtedasKindzumKönigunderhieltdafür einengutenPreis

34UndderHerrwarmitTerachindieserSache,damit NimrodAbramnichttötenkonnteDanahmderKönigdas KindvonTerachundschlugihmmitallerKraftdenKopf aufdenBoden,dennermeinte,esseiAbram.Unddies wurdeihmvonjenemTaganverschwiegen,undderKönig vergaßes,daesderWillederVorsehungwar,AbramsTod nichtzuzulassen

35UndTerachnahmseinenSohnAbram,seineMutterund seineAmmeheimlichmitsichundverstecktesieineiner Höhle;underbrachteihnenmonatlichihreNahrung.

36UndderHERRwarmitAbraminderHöhle,under wuchsheranAbrambliebzehnJahreinderHöhle;da meintenderKönigundseineFürsten,dieWahrsagerund Weisen,derKönighabeAbramgetötet

KAPITEL9

1UndHaran,derSohnTerachs,desältestenBruders Abrams,nahmsichinjenenTageneineFrau

2HaranwarneununddreißigJahrealt,alsersienahm;und dieFrauHaranswurdeschwangerundgebareinenSohn, undernannteihnLot

3Undsiewurdeabermalsschwangerundgebareine Tochter,undsienanntesieMilka;undsiewurdeabermals schwangerundgebareineTochter,undsienanntesieSarai 4HaranwarzweiundvierzigJahrealt,alserSaraizeugte, imzehntenLebensjahrAbrams;undinjenenTagengingen Abram,seineMutterundseineAmmeausderHöhle hinaus,daderKönigundseineUntertanendie AngelegenheitAbramsvergessenhatten

5UndalsAbramausderHöhleherauskam,gingerzu NoahundseinemSohnSemundbliebbeiihnen,umdie WeisungdesHerrnundseineWegezulernenNiemand wusste,woAbramwar,undAbramdienteNoahund seinemSohnSemeinelangeZeit.

6UndAbramwarneununddreißigJahreimHausNoahs AbramkanntedenHerrnvonseinemdrittenLebensjahran undwandelteaufdenWegendesHerrnbiszuseinemTod, wieNoahundseinSohnSemihngelehrthattenInjenen TagenabersündigtenalleBewohnerderErdeschwer gegendenHerrn,sielehntensichgegenihnaufund dientenanderenGötternundvergaßendenHerrn,dersie aufErdengeschaffenhatteUnddieBewohnerderErde machtensichzujenerZeiteinjederMenschseineneigenen Gott,GötterausHolzundStein,diewedersprechennoch hörennocherlösenkonntenUnddieMenschendienten ihnen,undsiewurdenihreGötter.

7UndderKönigundalleseineDienerundTerachmit seinemganzenHauswarendamalsdieersten,dieGöttern ausHolzundSteindienten.

8UndTerachhattezwölfgroßeGötterausHolzundStein, dieernachdenzwölfMonatendesJahresaufstellteJeden Monatdienteereinemvonihnenundbrachteseinen GötternjedenMonatseinSpeisopferundseinTrankopfer dar;sotatTerachalleTage

9UnddasganzeGeschlechtwarbösevordemHerrn;und somachtensiesicheinjederseinenGottundverließenden Herrn,dersiegeschaffenhatte

10UndesgabinjenenTagenkeinenMenschenaufder ganzenErde,derdenHerrnkannte(dennjederdiente seinemeigenenGott),außerNoahundseinemHausund allen,dieunterseinemRatstanden;sieallekanntenden HerrninjenenTagen

11UndAbram,derSohnTerachs,wurdeinjenenTagen imHauseNoahsgroß,undniemandmerktees,undder Herrwarmitihm

12UndderHERRgabAbrameinverständigesHerz,und ererkannte,dassallesTunjenerGenerationeitelwarund dassalleihreGöttereitelundnutzloswaren

13UndAbramsahdieSonneaufdieErdescheinenund sprachbeisich:Wahrlich,dieseSonne,dieaufdieErde scheint,istGott,undihmwillichdienen

14UndAbramdienteanjenemTagderSonneundbetete zuihrAlsesAbendwurdeunddieSonnewiegewöhnlich unterging,sprachAbrambeisich:Daskanndochnicht Gottsein?

15UndAbramredetenochimmerinseinemInneren:Wer istes,derHimmelundErdegemachthat?Werhatauf Erdengeschaffen?Woister?

16UndeswurdeNachtumihnherum,underhobseine AugenaufnachWesten,Norden,SüdenundOsten,under sah,dassdieSonnevonderErdeverschwundenwarundes Taggewordenwar.

17UndAbramsahdieSterneunddenMondvorsichund sprach:Wahrlich,diesistderGott,derdieganzeErdeund denMenschengeschaffenhat,undsiehe,dieseseine DienersindGötterumihnherum.UndAbramdientedem MondundbetetezuihmdieganzeNacht

18UndamMorgen,alseshellwurdeunddieSonnewie gewöhnlichaufdieErdeschien,sahAbramalles,wasGott derHERRaufErdengemachthatte

19UndAbramsprachbeisich:Wahrlich,dassindnicht Götter,diedieErdeundalleMenschengemachthaben, sonderndassindDienerGottesUndAbrambliebimHaus NoahsunderkanntedortdenHerrnundseineWegeund dientedemHerrnalleTageseinesLebensEsabervergaß dieganzeGenerationdenHerrnunddienteanderen GötternausHolzundSteinundwarrebellischalleTage ihresLebens

20UndKönigNimrodregiertesicher,unddieganzeErde warunterseinerHerrschaft,unddieganzeErdehatteeine SpracheundWortederEinheit

21UndalleFürstenNimrodsundseineGroßenhieltenRat miteinander;Put,Mizraim,KuschundKanaanmitihren Familien,undsiesprachenzueinander:Kommt,lasstuns eineStadtbauenunddarineinenstarkenTurm,dessen SpitzebiszumHimmelreicht,undwirwollenunsberühmt machen,damitwirüberdieganzeWeltherrschen,damit dasBöseunsererFeindevonunsweiche,damitwir mächtigübersieherrschenundnichtwegenihrerKriege überdieErdezerstreutwerden

22UndsieallegingenvordenKönigundsagtendem KönigdieseWorte,undderKönigstimmteihnenindieser Sachezuundtatso

23UndalleFamilienversammeltensich,insgesamtetwa sechshunderttausendMann,undsiezogenlos,umein großesStückLandzusuchen,umdortdieStadtundden TurmzubauenSiesuchtenaufderganzenErdeund fandennichtsVergleichbares,nureinTalöstlichdes LandesSchinar,etwazweiTagesmärschelangUndsie zogendorthinundließensichdortnieder

24Undsiebegannen,ZiegelzuformenundFeuerzu machen,umdieStadtunddenTurmzubauen,diesiesich vorgenommenhatten,zuvollenden

25UndderBaudesTurmswarfürsieeineÜbertretung undeineSünde;undsiebegannen,ihnzubauen,und währendsiebautengegendenHerrn,denGottdes Himmels,dachtensieinihrenHerzen,gegenihnKriegzu führenundindenHimmelhinaufzusteigen

26UnddasganzeVolkundalleFamilienteiltensichin dreiTeile:DerersteTeilsprach:Wirwolleninden Himmelhinaufsteigenundgegenihnkämpfen;derzweite Teilsprach:WirwollenindenHimmelhinaufsteigenund unsereeigenenGötterdortaufstellenundihnendienen; undderdritteTeilsprach:WirwollenindenHimmel hinaufsteigenundihnmitPfeilundBogenundSpeeren schlagenUndGottkannteallihreWerkeundallihre bösenGedanken,undersahdieStadtunddenTurm,den siebauten.

27Undwährendsiebauten,errichtetensiesicheinegroße StadtundeinensehrhohenundstarkenTurm;undwegen seinerHöheerreichtenMörtelundZiegeldieBauleuteauf ihremAufstiegnicht,bisdiejenigen,diehinaufgestiegen waren,einganzesJahrlanggearbeitethatten;danach erreichtensiedieBauleuteundgabenihnenMörtelund Ziegel;sogeschahestäglich

28Undsiehe,diesestiegenhinaufundanderestiegenden ganzenTaghinab;undwenneinZiegelausihrenHänden fielundzerbrach,weintensiealledarüber;undwennein Menschfielundstarb,sahkeinervonihnenihnan

29DerHerraberkannteihreGedankenUndesgeschah, alssiebauten,dasssiediePfeilegenHimmelwarfen,und allePfeilefielenaufsie,vollBlutAlssiesiesahen, sprachensiezueinander:Wahrlich,wirhabenalle erschlagen,dieimHimmelsind.

30DenndiesgeschahvomHerrn,umsieirrezuführenund umsievomAngesichtderErdeauszurotten

31UndsiebautendenTurmunddieStadtundtatendies täglich,bisvieleTageundJahrevergangenwaren 32UndGottsprachzudensiebzigEngeln,dievorihm standen,zudenen,dieihmnahewaren:Kommt,lasstuns herabsteigenundihreSprachenverwirren,dasskeinerdie SpracheseinesNächstenversteheUndsietatenesihnen 33UndvondiesemTaganvergaßensiealleeinanderdie Sprache,undsiekonntennichtmehrmiteinanderreden WennderBauherrseinemNachbarnKalkoderSteineaus derHandnahm,dieernichtbestellthatte,warfersieweg undschleudertesieaufseinenNachbarn,damitdieserstarb 34UnddastatensievieleTagelang,undvielevonihnen wurdenaufdieseWeiseumgebracht.

35UndderHerrschlugdiedreiAbteilungen,diedort waren,undbestraftesienachihrenWerkenundAbsichten: Diejenigen,diesagten:„WirwollenzumHimmel hinaufsteigenundunserenGötterndienen“,wurdenwie AffenundElefanten;unddiejenigen,diesagten:„Wir wollendenHimmelmitPfeilenschlagen“,dietöteteder Herr,einenManndurchdieHandseinesNächsten;unddie dritteAbteilung,diesagten:„WirwollenzumHimmel hinaufsteigenundgegenihnkämpfen“,diezerstreuteder HerrüberdieganzeErde

36Alsaberdie,dieunterihnenübriggebliebenwaren, erkanntenundverstanden,welchesUnheilübersie kommensollte,verließensiedasGebäudeundzerstreuten sichüberdieganzeErde

37Undsiehörtenauf,dieStadtunddenTurmzubauen; darumnannteerjenenOrtBabel,denndortverwirrteder HerrdieSprachederganzenErde;siehe,erlagöstlichdes LandesSchinar

38UndwasdenTurmbetrifft,dendieMenschenkinder bauten,sotatdieErdeihrenMundaufundverschlangein Dritteldavon;undeinFeuerfuhrvomHimmelherabund verbrannteeinweiteresDrittel;dasandereDrittelaberist bisaufdenheutigenTagübriggeblieben;esistvondem Teil,derobenwar,undseinUmfangbeträgtdrei Tagesmärsche

39UndvieleMenschenkinderstarbeninjenemTurm,ein VolkohneZahl

KAPITEL10

1UndPeleg,derSohnEbers,starbinjenenTagen,im achtundvierzigstenLebensjahrAbrams,desSohnes Terachs;undPelegwurdeinsgesamt zweihundertneununddreißigJahrealt.

2UndalsderHerrdieMenschenkinderwegenihrerSünde amTurmzerstreuthatte,siehe,dazerstreutensiesichin vieleVölker,undalleMenschenkinderwurdenindievier EndenderErdezerstreut.

3UndalleGeschlechterschlossensichnachihrerSprache, ihremLandoderihrerStadtzusammen

4UnddieMenschensöhnebautenvieleStädtenachihren SippenanallenOrten,wohinsiekamen,undaufder ganzenErde,wohinderHerrsiezerstreuthatte.

5EinigevonihnenbautenStädteanOrten,vondenensie spätervertriebenwurden,undsienanntendieseStädte nachihreneigenenNamenodernachdenNamenihrer KinderodernachbesonderenEreignissen,diedort stattgefundenhatten

6UnddieSöhneJaphets,desSohnesNoahs,gingenhin undbautensichStädteandenOrten,wohinsiezerstreut wordenwaren,undsienanntenalleihreStädtenachihrem Namen,unddieSöhneJaphetswurdenaufderganzenErde invieleStämmeundSprachenaufgeteilt

7DiessinddieSöhneJaphetsnachihrenSippen:Gomer, Magog,Medai,Javan,Tubal,MeschechundTiras;dies sinddieNachkommenJaphetsnachihrenGeschlechtern 8UnddieSöhneGomerswarennachihrenStädtendie Franken,dieimLandFranzawohnen,amFlussFranza,am FlussSena

9UnddieSöhneRephatssinddieBartonim,dieimLande BartonienamFlussLedawohnen,derindasgroßeMeer Gihon,dasheißtOkeanos,mündet

10UnddieNachkommenTugarmassindzehnFamilien, unddiessindihreNamen:Buzar,Parzunac,Balgar, Elicanum,Ragbib,Tarki,Bid,Zebuc,OngalundTilmaz; allediesebreitetensichausundließensichimNorden niederundbautensichStädte.

11UndsienanntenihreStädtenachihreneigenenNamen; dassinddie,diebisaufdenheutigenTagandenFlüssen HithlaundItalachwohnen.

12AberdieGeschlechtervonAngoli,BalgarundParzunac, diewohnenamgroßenFlussDubnee;unddieNamenihrer StädteentsprechenauchihreneigenenNamen.

13UnddieNachkommenJavanssinddieJavanim,dieim LandMakdonienwohnen,unddieNachkommen MedaiaressinddieOrelum,dieimLandCursonwohnen, unddieNachkommenTubalssinddiejenigen,dieimLand TuskanahamFlussPaschijawohnen.

14DieNachkommenMeschechssinddieSchibaschni,die NachkommenTiras'dieRuschaschni,KuschniundOngolis; allediesegingenhinundbautensichStädte;dassinddie Städte,dieamMeerJabusamFlussKuraliegen,derinden FlussTraganmündet

15UnddieSöhneElischassinddieAlmanim;undauchsie zogenhinundbautensichStädte;dassinddieStädte,die zwischendenBergenHiobundSchibatmoliegen;undvon ihnenwarendieLumbardier,diegegenüberdenBergen HiobundSchibatmowohnen,undsieerobertendasLand ItalienundbliebendortbisaufdenheutigenTag 16DieNachkommenKittimssinddieRomim,dieimTal KanopiaamFlussTiberwohnen

17UnddieSöhneDudonimsinddiejenigen,dieinden StädtenamMeerGihon,imLandBordna,wohnen.

18DiessinddieSippenderSöhneJaphetsnachihren StädtenundSprachen,alssienachdemTurmbauzerstreut wurdenundihreStädtenachihrenNamenundEreignissen benannten;unddiessinddieNamenallihrerStädtenach ihrenSippen,diesieinjenenTagennachdemTurmbau bauten.

19UnddieNachkommenHamswarenKusch,Mizraim, PutundKanaannachihrenGeschlechternundStädten

20AllediesegingenhinundbautensichStädte,wosie geeigneteOrtedafürfanden,undsienanntenihreStädte nachdenNamenihrerVäter:Kusch,Mizraim,Putund Kanaan

21UnddieKinderÄgyptenssinddieLudim,Anamim, Lehabim,Naphtuchim,Pathrusim,Casluchimund Caphturim,siebenSippen

22AllediesewohnenamFlussSihor,dasistderBach Ägyptens,undsiebautensichStädteundnanntensienach ihreneigenenNamen

23DieSöhnevonPathrosundKaslochheirateten untereinander,undvonihnenstammtendiePelischtim,die Asathim,dieGerarim,dieGithimunddieEkronimab,in insgesamtfünfSippen;auchdiesebautensichStädteund nanntenihreStädtenachdenNamenihrerVäterbisauf denheutigenTag

24AuchdieKanaaniterbautensichStädteundnannten ihreStädtenachihrenNamen,elfStädteundnochandere, ohneZahl

25UndvierMännerausdemGeschlechtHamsgingenin dasLandderEbene;diessinddieNamendervierMänner: Sodom,Gomorra,AdmaundZebojim 26UnddieseMännerbautensichvierStädteimLandder EbeneundnanntenihreStädtenachihreneigenenNamen.

27UndsieundihreKinderundalles,waszuihnengehörte, wohnteninjenenStädten,undsiewarenfruchtbarund vermehrtensichsehrundwohnteninFrieden.

28UndSeir,derSohnHurs,desSohnesHivis,desSohnes Kanaans,zoghinundfandeinTalgegenüberdemBerg Paran.DortbauteereineStadtundwohntedortmitseinen siebenSöhnenundseinemganzenHausDieStadt,dieer baute,nannteernachseinemNamenSeir;dasistdasLand SeirbisaufdenheutigenTag.

29DiessinddieFamilienderSöhneHamsnachihren SprachenundStädten,alssienachdemTurmbauinihre Länderzerstreutwurden.

30UndeinigederNachkommenSems,desSohnesNoahs, desVatersallerNachkommenEbers,gingenauchhinund bautensichStädteandenOrten,wohinsiezerstreut wordenwaren,undsienanntenihreStädtenachihren Namen

31DieSöhneSemswarenElam,Assur,Arpachschad,Lud undAramSiebautensichStädteundnanntenalleihre StädtenachihrenNamen

32UndAssur,derSohnSems,undseineKinderundsein HauszogenzujenerZeitaus,eswareinesehrgroßeSchar vonihnen,undsiezogenineinfernesLand,dassiefanden, undsiestießenindemLand,indassiezogen,aufeinsehr ausgedehntesTalundbautensichvierStädteundnannten sienachihreneigenenNamenundEreignissen.

33DiessinddieNamenderStädte,diedieSöhneAssurs erbauten:Ninive,Resen,KalachundRehobother;unddie SöhneAssurswohnendortbisaufdenheutigenTag

34UndauchdieAramäerzogenhinundbautensicheine Stadt,undsienanntendieStadtUznachihremältesten Bruder,undsiewohnendarin;dasistdasLandUzbisauf denheutigenTag

35ImzweitenJahrnachdemTurmbauzogeinMannaus demStammAssur,namensBela,ausdemLandNinivemit seinemHausherüber,umsichalsFremderniederzulassen, woimmerereinenPlatzfindenkonnte;undsiekamenbis gegenüberdenStädtenderEbenebeiSodomundließen sichdortnieder.

36UndderMannmachtesichaufundbautedorteine kleineStadtundnanntesieBelanachseinemNamen;das istdasLandZoarbisaufdenheutigenTag.

37DiessinddieFamilienderSöhneSemsnachihren SprachenundStädten,nachdemsienachdemBaudes TurmsaufderErdezerstreutwordenwaren.

38UndjedesKönigreich,jedeStadtundjedeSippeder NachkommenNoahsbautesichdanachvieleStädte

39UndsieerrichteteninallenihrenStädtenRegierungen, diesichnachihrenGebotenrichtensollten;sotatenesalle GeschlechterderKinderNoahsfürimmer

KAPITEL11

1UndNimrod,derSohnvonKusch,warnochimLande Schinar;erherrschtedarüberundwohntedortundbaute StädteimLandeSchinar

2UnddiessinddieNamendervierStädte,dieererbaute; ernanntesienachdenEreignissen,diesichwährenddes BausdesTurmsereigneten

3UndernanntedieersteStadtBabelundsprach:Dennder HerrhatdortdieSprachederganzenErdeverwirrtDie zweiteStadtnannteerErech,dennvondorthatGottsie zerstreut.

4DiedritteStadtnannteerEched,weildorteinegroße Schlachtstattgefundenhatte;dieviertenannteerKalna, weildortseineFürstenundHeldenumgekommenwaren undsiedenHerrnerzürnt,sichgegenihnaufgelehntund seinUnrechtbegangenhatten

5UndalsNimroddieseStädteimLandeSchinarerbaut hatte,siedelteerdortdenRestseinesVolkesan,seine FürstenundseineHelden,dieinseinemKönigreichübrig gebliebenwaren.

6UndNimrodwohnteinBabelunderneuertedortseine HerrschaftüberdieübrigenseinerUntertanen,under regiertesicher,unddieUntertanenundFürstenNimrods nanntenihnAmraphelundsagten,dassseineFürstenund MännerdurchseineHandamTurmgefallenseien

7DochNimrodkehrtenichtzumHerrnzurück,sondern verharrteinBosheitundlehrtedieMenschenkinder Bosheit;undMardon,seinSohn,warschlimmeralssein VaterundfügtedenGräuelnseinesVatersnochmehr hinzu

8UnderverführtedieMenschenkinderzumSündigen; darumheißtes:VomFrevlerkommtdieFrevelhaftigkeit 9ZujenerZeitherrschteKriegzwischendenFamiliender SöhneHams,dasieindenStädtenwohnten,diesieerbaut hatten

10UndKedorlaomer,derKönigvonElam,zogwegvon denSippenderSöhneHamsundkämpftegegensieund unterwarfsieUnderzogzudenfünfStädtenderEbene undkämpftegegensieundunterwarfsie,undsiestanden unterseinerHerrschaft.

11UndsiedientenihmzwölfJahrelangundentrichteten ihmjährlicheineSteuer

12ZujenerZeitstarbNahor,derSohnSerugs,im neunundvierzigstenLebensjahrAbrams,desSohnes Terachs

13ImfünfzigstenLebensjahrAbrams,desSohnesTerachs, verließAbramdasHausNoahsundgingindasHausseines Vaters.

14UndAbramerkanntedenHerrnundginginseinen WegenundWeisungen,undderHerr,seinGott,warmit ihm.

15UndTerach,seinVater,warinjenenTagennoch HeerführerdesKönigsNimrodundfolgtenochimmer fremdenGöttern.

16UndAbramkamindasHausseinesVatersundsah zwölfGötterinihrenTempelnstehen;undderZorn Abramsentbrannte,alserdieseGötzenbilderimHaus seinesVaterssah

17UndAbramsprach:SowahrderHERRlebt,diese GötzenbildersollennichtimHausmeinesVatersbleiben; sowirdderHERR,dermichgeschaffenhat,mitmir verfahren,wennichsienichtinnerhalbvondreiTagenalle zerbreche.

18DagingAbramvonihnenweg,undseinZorn entbrannteinihmUndAbrameilteundgingausdem GemachindenäußerenVorhofseinesVaters.Underfand seinenVaterimVorhofsitzen,undalleseineDienerbei ihmUndAbramtrathinundsetztesichvorihn

19UndAbramfragteseinenVater:„Vater,sagemir,woist Gott,derHimmelundErdeundalleMenschenkinderauf Erdenundauchdichundmichgeschaffenhat?“Terach antworteteseinemSohnAbram:„Siehe,dieunsgeschaffen haben,sindallebeiunsimHaus“

20UndAbramsprachzuseinemVater:MeinHerr,zeige siemirdoch!UndTerachführteAbramindieKammerdes innerenVorhofs,undAbramsah,undsiehe,derganze RaumwarvollvonGötternausHolzundStein,zwölf großeBilderundandere,diekleinerwarenalssie,ohne Zahl

21UndTerachsprachzuseinemSohn:Siehe,diesesindes, dieallesgemachthaben,wasduaufErdensiehst,unddie michunddichunddieganzeMenschheiterschaffenhaben

22UndTerachbeugtesichvorseinenGötternniederund gingvonihnenweg;undAbram,seinSohn,gingmitihm weg

23UndalsAbramvonihnenweggegangenwar,gingerzu seinerMutter,setztesichvorsieundsprachzuseiner Mutter:Siehe,meinVaterhatmirdiegezeigt,dieHimmel undErdegemachthaben,undalleMenschenkinder

24SoeilenunundholeeinZickleinausderHerdeund bereitedarauseinschmackhaftesGericht,damitichesden GötternmeinesVatersalsOpfergabedarbringenkann; vielleichtwerdeichdadurchihrenWohlgefallenerlangen

25UndseineMuttertatdiesundholteeinZiegenböckchen, bereitetedarauseinschmackhaftesFleischundbrachtees AbramAbramnahmdasschmackhafteFleischvonseiner

MutterundbrachteesvordieGötterseinesVatersundtrat zuihnen,damitsieessenkonnten;undTerach,seinVater, wusstenichtsdavon

26UndAbramsahandemTag,alserinmittenvonihnen saß,dasssiewederstummeStimmenochGehörhatten nochsichbewegenkonnten;keinervonihnenkonnteseine Handausstrecken,umzuessen

27Abramaberspotteteübersieundsprach:Wahrlich,das schmackhafteFleisch,dasichzubereitethabe,hatihnen nichtgeschmeckt,odervielleichtwaresihnenzuwenig, unddeshalbwolltensienichtessen;darumwerdeich morgenfrisches,schmackhaftesFleischzubereiten,besser undreichlicheralsdieses,umzusehen,wasdabei herauskommt

28AmnächstenTagaberwiesAbramseineMutteran, ihmeinschmackhaftesGerichtzugeben.Dastandseine Mutterauf,holtedreiprächtigeZiegenböckeausderHerde undbereitetedarauseinausgezeichnetes,schmackhaftes Gerichtzu,wieesihrSohngernaß.SiegabesihremSohn Abram,undTerach,seinVater,wusstenichtsdavon 29UndAbramnahmdasschmackhafteFleischvonseiner MutterundbrachteesvordieGötterseinesVatersindie Kammer;undertratzuihnen,damitsieessenkonnten,und erstellteesvorsiehin,undAbramsaßdenganzenTagvor ihnenunddachte,vielleichtwürdensieessen.

30UndAbramsahsiean,undsiehe,siehattenweder StimmenochGehör,undkeinervonihnenstreckteseine HandnachdemFleischaus,umzuessen.

31UndamAbenddesselbenTageswurdeAbraminjenem HausmitdemGeistGottesausgefüllt

32Underrief:WehemeinemVaterunddiesemgottlosen Geschlecht,dessenHerzganzaufEitelkeitgerichtetist,die diesenGötzenausHolzundSteindienen,diewederessen nochriechennochhörennochsprechenkönnen,die MünderohneSprache,AugenohneSehvermögen,Ohren ohneGehör,HändeohneGefühlundBeinehaben,diesich nichtbewegenkönnen;ihnengleichsinddie,diesie gemachthabenunddieihnenvertrauen

33AlsAbramdiesallessah,entbrannteseinZorngegen seinenVater.Ereiltehin,nahmeinBeilindieHand,ging indieKammerderGötterundzerschlugalleGötterbilder seinesVaters

34UndalserdieGötzenbilderzerschlagenhatte,legteer dasBeilindieHanddesgroßenGottes,derdortvorihnen stand,undginghinausDakamTerach,seinVater,nach Hause,dennerhatteanderTürdasGeräuschdesBeils gehört;sogingTerachinsHaus,umzuerfahren,wasdas sollte.

35AlsTerachdasGeräuschdesBeilsim Götzenbildzimmerhörte,lieferindasGötzenbildzimmer undbegegneteAbram,dergeradehinausging

36UndTerachgingindenRaumundfandalle Götzenbilderumgestürztundzerbrochen;dasBeilaberwar inderHanddesgrößtenGötzenbildesnochnicht zerbrochen;unddasschmackhafteFleisch,dasseinSohn Abramzubereitethatte,lagnochvorihnen

37AlsTerachdiessah,entbrannteseinZornsehr,under eilteausdemZimmerzuAbram

38UnderfandseinenSohnAbramnochimHaussitzen; undersprachzuihm:WasistdasfüreinWerk,dasdu meinenGötterngetanhast?

39AbramantworteteseinemVaterTerach:„Nichtso,mein Herr!DennichbrachteihnenschmackhaftesEssenvor, undalsichmitdemEssenzuihnenkam,strecktensiealle sogleichihreHändezumEssenaus,ehederGroßeseine HandzumEssenausgestreckthatte.“

40UndderGroßesah,wassievorihmtaten,undseinZorn entbrannteheftiggegensie;underginghin,nahmdasBeil, dasimHauswar,undgingzuihnenundzerbrachsiealle; undsiehe,dasBeilistnochinseinerHand,wiedusiehst 41DaentbrannteTerachsZorngegenseinenSohnAbram, alserdiessagte;undTerachsprachzuseinemSohnAbram inseinemZorn:WasistdasfüreineGeschichte,dieduda erzählst?DuredestLügenzumir.

42HabendieseGötteretwaGeist,SeeleoderMacht,all daszutun,wasdumirgesagthast?SindsienichtausHolz undStein,undhabeichsienichtselbsterschaffen?Kannst dusolcheLügenverbreitenundbehaupten,dergroßeGott, derbeiihnenwar,habesiegeschlagen?Duhastihmdie AxtindieHändegelegtundsagstnun,erhabesiealle geschlagen

43AbramantworteteseinemVaterundsprachzuihm:Wie kannstdudenndiesenGötzendienen,diekeineMacht haben,irgendetwaszutun?KönnendichdieseGötzen,auf dieduvertraust,erretten?KönnensiedeineGebeteerhören, wenndusieanrufst?KönnensiedichausderHanddeiner FeindebefreienoderfürdichgegendeineFeindekämpfen, dassduHolzundSteindienensollst,diewedersprechen nochhörenkönnen?

44Undnunistesgewissnichtgutfürdichundauchnicht fürdieMenschenkinder,diemitdirverbundensind,solche Dingezutun.Seidihrdennsotöricht,sounverständigoder sounverständig,dassihrHolzundSteindienenundso handelnwollt?

45UndvergesstihrdenHerrn,denGott,derHimmelund ErdegeschaffenhatunddereuchaufErdenerschaffenhat, undbringtdadurchgroßesUnheilübereureSeelen,indem ihrSteinundHolzdient?

46HabennichtunsereVäterinaltenZeitenindieserSache gesündigt,undderHerr,derGottdesUniversums,ließdie SintflutübersiekommenundvernichtetedieganzeErde?

47WiekönntihraberweiterhinGötternausHolzund Steindienen,diewederhörennochsprechennocheuch vonUnterdrückungbefreienkönnen,unddadurchdenZorn desGottesdesUniversumsübereuchheraufbeschwören?

48Darum,meinVater,lassabvondieserTatundbringe keinUnheilüberdeineSeeleundüberdieSeelendeines Hauses

49DaeilteAbramundsprangvonseinemVaterwegund nahmdasBeilvondemgrößtenGötzenbildseinesVaters, zerbrachesdamitundflohdavon

50AlsTerachsah,wasAbramallesgetanhatte,eilteeraus seinemHausundgingzumKönig.ErtratvorNimrod, stelltesichvorihnundverneigtesichvordemKönigDa sprachderKönig:Waswillstdu?

51Undersprach:Ichbittedich,meinHerr,erhöremich!–VorfünfzigJahrenwurdemireinKindgeboren,undsohat esmeinenGötterngetanundsohatesgesprochen;darum sendenun,meinHerrundKönig,ihnzudir,damitervor dichkommeundrichteihnnachdemGesetz,damitwir vonseinemÜbelerlöstwerden.

52DasandtederKönigdreiseinerDieneraus,die hingingenundAbramvordenKönigbrachten.Nimrodund alleseineFürstenundDienersaßenanjenemTagvorihm, undauchTerachsaßvorihnen.

53UndderKönigsprachzuAbram:Washastdudeinem VaterundseinenGötternangetan?Abramantwortetedem KönigmitdenWorten,dieerzuseinemVatergesprochen hatte:DergroßeGott,dermitihnenimHauswar,hat ihnendasangetan,wasdugehörthast

54UndderKönigsprachzuAbram:HattensiedieMacht zusprechenundzuessenundzutun,wiedugesagthast?

AbramantwortetedemKönig:WennsiekeineMacht haben,warumdienstduihnendannundverführstdie MenschenkinderdurchdeineTorheitenindieIrre?

55Glaubstduetwa,siekönntendicherlösenoder irgendetwasKleinesoderGroßesfürdichtun,dassdu ihnendienensolltest?UndwarumwillstdudenGottdes ganzenUniversumsnichterkennen,derdicherschaffenhat undindessenMachtesstehtzutötenundzuerhalten?

56Otörichter,einfacherundunwissenderKönig,wehedir aufewig!

57Ichdachte,duwürdestdeineKnechtedenrechtenWeg lehren,aberdashastdunichtgetan,sondernduhastdie ganzeErdemitdeinenSündenunddenSündendeines Volkeserfüllt,dasdeinenWegengefolgtist.

58Weißtdudennnicht,oderhastdunichtgehört,dass dieseböseTat,diedubegehst,schonunsereVorfahrenin altenZeitenbegangenhaben?Daraufhinsandtederewige GottdieSintflutübersieundvernichtetesiealleundauch dieganzeErdeihretwegenUndwillstduunddeinVolk jetztaufstehenunddasselbetun,umdenZorndesHerrn, desGottesdesUniversums,heraufzubeschwörenund UnheilüberdichunddieganzeErdezubringen?

59SolassnunabvondiesembösenTun,dasdutust,und dienedemGottdesUniversums,denndeineSeeleistin seinenHänden;dannwirdesdirwohlergehen

60UndwenndeinverdorbenesHerznichtaufmeine Wortehört,diedichdazubewegensollen,vondeinen bösenWegenabzulassenunddemewigenGottzudienen, dannwirstduindenletztenTageninSchandesterben,du, deinVolkundalle,diemitdirverbundensind,weilsie deineWortegehörtoderaufdeinenbösenWegen gewandeltsind.

61UndalsAbramvordemKönigunddenFürsten aufgehörthattezureden,hoberseineAugenzumHimmel aufundsprach:DerHerrsiehtalleFrevlerundwirdsie richten

KAPITEL12

1AlsderKönigdieWorteAbramshörte,befahler,ihnins Gefängniszuwerfen;undAbramwarzehnTageim Gefängnis

2UndamEndedieserTagebefahlderKönig,dassalle Könige,FürstenundStatthalterderverschiedenen ProvinzenunddieWeisenvorihnkommensollten,undsie setztensichvorihn;AbramaberwarnochimGefängnis.

3UndderKönigsprachzudenFürstenundWeisen:Habt ihrgehört,wasAbram,derSohnTerachs,seinemVater angetanhat?Sohateresmitihmgemacht,undichbefahl, ihnvormichzubringen,undsohatergesprochen;sein

Herzhatihnnichtverraten,nochhatersichinmeiner Gegenwartgerührt,undsiehe,nunisterimGefängnis eingesperrt

4Undsoentscheidetnun,welchesUrteildiesemMann gebührt,derdenKönigverhöhnthat,deralldasgesagtund getanhat,wasihrgehörthabt

5UndsiealleantwortetendemKönig:WerdenKönig beschimpft,sollaneinHolzgehängtwerden;daeraber allesgetanhat,wasergesagthat,undunsereGötter verachtethat,musserdarumbeilebendigemLeibe verbranntwerden;dennsoistdasGesetzindieserSache 6WennesdemKöniggefällt,sollerseinenDienern befehlen,TagundNachtindeinemZiegelofeneinFeuer anzuzünden,unddannwerdenwirdiesenMann hineinwerfenUndderKönigtat,wieihmbefohlenwurde, underbefahlseinenDienern,dreiTageunddreiNächte langeinFeuerimköniglichenOfeninKasdimzu entzünden;undderKönigbefahlihnen,Abramausdem Gefängniszuholenundihnherauszubringen,umihnzu verbrennen

7UndalleDienerdesKönigs,Fürsten,Herren,Statthalter undRichterundalleEinwohnerdesLandes,etwa neunhunderttausendMann,standendemOfengegenüber, umAbramzusehen

8UndalleFrauenundKinderdrängtensichaufdieDächer undTürme,umzusehen,wasmitAbramgeschah;undsie allebliebenineinigerEntfernungbeieinander;undesblieb keinMannübrig,deranjenemTagnichtgekommenwar, umdasGeschehenzusehen

9UndalsAbramkam,sahendieBeschwörerdesKönigs unddieWeisenAbramundriefendemKönigzu:„Unser König,dasistgewissderMann,vondemwirwissen,dass esdasKindwar,beidessenGeburtdergroßeSterndievier Sterneverschlang,waswirdemKönigvornunmehr fünfzigJahrenverkündethaben“

10Undsiehe,nunhatauchseinVaterdeineGebote übertretenunddichverhöhnt,indemerdireinanderes Kindbrachte,dasdutötetest

11AlsderKönigihreWortehörte,wurdeersehrzornig undbefahl,Terachvorihnzubringen.

12UndderKönigsprach:Hastdugehört,wasdie Zauberergesagthaben?NunsagmirdieWahrheit,wiedu esgehörthast;undwenndudieWahrheitsagst,wirstdu freigesprochenwerden

13AlsderKönigsah,wiezornigerwar,sprachTerachzu ihm:„MeinHerrundKönig,duhastdieWahrheitgehört, undwasdieWeisengesagthaben,istrichtig“DerKönig abersprach:„WiekonntestdunurmeineGeboteübertreten, mireinKindschenken,dasdunichtgezeugthast,und dafürauchnochGeldverlangen?“

14TerachantwortetedemKönig:Weilmeinezärtlichen GefühlefürmeinenSohninjenerZeitentflammten,nahm icheinenSohnmeinerMagdundbrachteihnzumKönig

15UndderKönigsprach:Werhatdirdazugeraten?Sage esmir,verheimlichemirnichts,undduwirstnichtsterben

16DaerschrakTerachsehrvordemKönigundsprachzum König:MeinältesterSohnHaranhatmirdazugeraten; HaranwarindenTagen,alsAbramgeborenwurde, zweiunddreißigJahrealt

17HaranaberrietseinemVaterzunichts,dennTerach sagtediesdemKönig,umseinLebenvordemKönigzu

retten,dennerfürchtetesichsehrUndderKönigsprachzu Terach:Haran,deinSohn,derdirdazugeratenhat,sollmit AbramimFeuersterben;denneristzumTodeverurteilt, weilersichgegendenWillendesKönigsaufgelehntund dieseSachegetanhat.

18UndHaranhattezujenerZeitLust,demWegAbrams zufolgen,abererbehieltesfürsich

19UndHaransprachinseinemHerzen:Siehe,nunhatder KönigAbramwegendieserDinge,dieAbramgetanhat, gefangengenommenUndessollgeschehen:WennAbram überdenKönigsiegt,werdeichihmfolgen;wennaberder Königsiegt,werdeichdemKönignachfolgen

20AlsTerachdiesdemKönigüberseinenSohnHaran gesagthatte,befahlderKönig,Haranzusammenmit Abramfestzunehmen

21Undmanbrachtesiebeide,AbramundHaran,seinen Bruder,umsieinsFeuerzuwerfen;undalleEinwohner desLandesunddieDienerdesKönigsunddieFürstenund alleFrauenundKinderwarendortundstandenanjenem Tagüberihnen

22DanahmendieDienerdesKönigsAbramundseinen BruderundzogenihnenalleKleideraus,außerden Unterkleidern,diesieanhatten

23UndmanbandihnenHändeundFüßemit Leinenstrickenzusammen;unddieDienerdesKönigs hobensiehochundwarfensiebeideindenOfen

24UndderHERRliebteAbramundhatteErbarmenmit ihm;undderHERRfuhrherabunderretteteAbramaus demFeuer,underwurdenichtverbrannt

25AberalleStricke,mitdenensieihngefesselthatten, verbrannten;AbramaberbliebdaundgingimFeuer umher

26UndHaranstarb,alssieihninsFeuerwarfen,under verbranntezuAsche,dennseinHerzwarnichtungeteilt demHerrnergeben;unddieMänner,dieihninsFeuer warfen,überkamdieFlammedesFeuers,undsie verbrannten,undzwölfvonihnenstarben.

27UndAbramgingdreiTageunddreiNächtemittenim Feuerumher,undalleDienerdesKönigssahenihnim Feuerumhergehen.Dakamensieundberichtetendem König:Siehe,wirhabenAbrammittenimFeuer umhergehensehen,undselbstseineUnterkleidersindnicht verbrannt,aberdieStricke,mitdenenergebundenwar, sindverbrannt

28AlsderKönigihreWortehörte,wurdeerherzlosund wollteihnennichtglauben.Deshalbsandteeranderetreue Fürsten,umdieSachezuuntersuchenSiegingenhin, sahenesundberichtetenesdemKönig.Dastandder Königauf,umselbsthinzugehen,undersahAbram inmittendesFeuershinundhergehenundsahHarans LeichnamverbranntUndderKönigstauntesehr 29DabefahlderKönig,AbramausdemFeuerzuholen. UndseineDienertratenheran,umihnherauszuholen,aber siekonntennicht,denndasFeuerwarringsum,unddie FlammestiegvomOfenaufsiezu

30DaflohendieDienerdesKönigsdavorDerKönigaber schimpftemitihnenundsprach:Beeilteuchundbringt AbramausdemFeuer,damitihrnichtsterbt

31UnddieDienerdesKönigstratenwiederherzu,um Abramherauszuholen;dakamendieFlammenübersieund verbranntenihreGesichter,sodassachtvonihnenstarben

32AlsderKönigsah,dassseineDienersichdemFeuer nichtnähernkonnten,damitsienichtverbrannten,riefer Abramzu:„DuDienerdesGottesimHimmel,gehaus demFeuerherausundkommhervormich!“UndAbram gehorchtederStimmedesKönigs,gingausdemFeuer heraus,kamundtratvordenKönig

33AlsAbramherauskam,sahenderKönigundalleseine Diener,dassAbramvordenKönigkam;erhattenurseine Unterkleideran,denndiesewarennichtverbrannt,sondern dieStricke,mitdenenergefesseltwar,warenverbrannt

34DasprachderKönigzuAbram:Wiekommtes,dassdu nichtimFeuerverbranntbist?

35UndAbramsprachzudemKönig:DerGottdes HimmelsundderErde,aufdenichvertraueundderalles inseinerMachthat,derhatmicherrettetausdemFeuer,in dasdumichgeworfenhast.

36UndHaran,derBruderAbrams,wurdezuAsche verbrannt;undmansuchteseinenLeichnamundfandihn verbrannt.

37HaranwarzweiundachtzigJahrealt,alserimFeuervon KasdimstarbAlsderKönig,dieFürstenunddie EinwohnerdesLandessahen,dassAbramausdemFeuer gerettetwordenwar,kamensieundbeugtensichvorihm nieder

38UndAbramsprachzuihnen:Beugteuchnichtvormir nieder,sondernbeugteuchvordemGottderWelt,der euchgeschaffenhat,unddientihmundwandeltaufseinen Wegen;denneristes,dermichausdiesemFeuererrettet hat,underistes,derdieSeelenundGeisteraller MenschengeschaffenunddenMenschenimMutterleib geformtundihnindieWeltgebrachthat,underistes,der die,dieihmvertrauen,vonallemSchmerzerlösenwird

39UndesschiendemKönigunddenFürsteneingroßes Wunder,dassAbramvordemFeuergerettetwurdeund Haranverbranntwurde;undderKöniggabAbramviele GeschenkeundgabihmseinebeidenoberstenDieneraus demKönigshaus;derNamedeseinenwarOniundder NamedesanderenElieser

40UndalleKönige,FürstenundDienerschenktenAbram vieleGabenausSilber,GoldundPerlen;undderKönig undseineFürstenließenihnziehen,underginginFrieden

41UndAbramginginFriedenvomKönigweg,undviele vondenDienerndesKönigsfolgtenihm,undeskamen etwadreihundertMannhinzu

42UndAbramkehrteanjenemTagzurückundgingindas HausseinesVaters,erunddieMänner,dieihmgefolgt warenUndAbramdientedemHERRN,seinemGott,alle TageseinesLebensundwandelteinseinenWegenund hieltsichanseinGesetz

43UndvondiesemTaganneigteAbramdieHerzender Menschenkinderdazu,demHerrnzudienen

44ZujenerZeitnahmensichNahorundAbramFrauen, dieTöchterihresBrudersHaranNahorsFrauhießMilka, AbramsFrauhießSaraiSarai,AbramsFrau,war unfruchtbarundhatteinjenenTagenkeineNachkommen

45UndalszweiJahrevergangenwaren,seitAbramaus demFeuerherausgekommenwar,dasistim zweiundfünfzigstenJahrseinesLebens,siehe,dasetzte sichKönigNimrodinBabelaufdenThron,undderKönig schliefeinundträumte,erstündemitseinenTruppenund

seinemHeerineinemTalgegenüberdemköniglichen Ofen.

46UnderhobseineAugenaufundsaheinenMann,der aussahwieAbram,ausdemOfenkommen.Erkamund tratmitgezogenemSchwertvordenKönigundsprangmit gezücktemSchwertaufdenKönigzuDaflohderKönig vordemMann,dennerfürchtetesichUndwährender rannte,warfderManneinEiaufdenKopfdesKönigs,und dasEiwurdezueinemgroßenStrom

47UndderKönigträumte,dassalleseineTruppenin diesemFlussuntergingenundstarben;daflohderKönig mitdreiMännern,dievorihmhergingen,undentkam

48UndderKönigblickteaufdieseMänner;siewarenin fürstlicheGewändergekleidet,wiemansievonKönigen kennt,undsahenauswieKönigeundhattenauchderen Pracht.

49Undwährendsieliefen,verwandeltesichderFlussvor demKönigwiederineinEi,undausdemEischlüpfteein jungerVogel,dervordenKönigtrat,aufseinenKopfflog undihmdasAugeausriss

50DaerschrakderKönigüberdenAnblick,erwachteaus demSchlafundseinGeistgerietinAufruhr;under empfandgroßenSchrecken

51AmMorgenstandderKönigerschrockenvonseinem LageraufundbefahlallenWeisenundMagiern,vorihnzu kommen,underzählteihnenseinenTraum

52DaantworteteeinweiserDienerdesKönigs,dessen NameAnukiwar,demKönig:„Diesistnichtsanderesals dasÜbelAbramsundseinerNachkommen,dasinden letztenTagengegenmeinenHerrnundKönigaufkommen wird.“

53Undsiehe,eswirdderTagkommen,daAbramund seineNachkommenundseineHausgenossengegenmeinen KönigKriegführenwerdenundsiewerdendasganzeHeer desKönigsundseineTruppenschlagen

54UndwasduüberdiedreiMännergesagthast,dieduals dirähnlichansahstunddieentkamen,sobedeutetdies, dassnurdumitdreiKönigenvondenKönigenderErde entkommenwirst,diemitdirimKampfseinwerden

55UndwasdugesehenhastvondemFluss,dersichwie zuvorineinEiverwandelte,undvondemjungenVogel, derdirdeinAugeausstach,dasbedeutetnichtsanderesals denSamenAbrams,derinspäterenTagendenKönigtöten wird

56DiesistderTraummeinesKönigs,unddiesistseine Deutung;derTraumistwahr,unddieDeutung,diedein Dienerdirgegebenhat,istrichtig

57Nun,meinKönig,duweißtdochgewiss,dassesnun zweiundfünfzigJahreherist,seitdeineWeisendiesbeider GeburtAbramssahenUndwennmeinKönigAbramauf Erdenlebenlässt,wirdesmeinemHerrnundKönig schaden,dennsolangeAbramlebt,werdenwederdunoch deinKönigreichbestehen,denndieswarschonbeiseiner GeburtbekanntWarumalsowillmeinKönigihnnicht töten,damitseinUnheilinspäterenTagenvondir fernbleibt?

58DahörteNimrodaufdieStimmeAnukisundsandte einigeseinerDienerheimlichhin,umAbramzuergreifen undihnvordenKönigzubringen,damiterdenToderleide 59UndElieser,AbramsDiener,denihmderKönig gegebenhatte,befandsichzujenerZeitinderGegenwart

desKönigsundhörte,wasAnukidemKöniggeratenhatte undwasderKöniggesagthatte,umAbramzutöten.

60UndEliesersprachzuAbram:Beeiledich,stehaufund rettedeinLeben,damitdunichtdurchdieHanddes Königsstirbst;denndieshaterineinemTraumüberdich gesehen,undsohatAnukiihngedeutetundsohatAnuki auchdemKönigüberdichgeraten

61UndAbramhörteaufdieStimmeEliesersundeilteund liefzudemHausNoahsundseinesSohnesSem,woersich verbargundeinensicherenOrtfandUnddieDienerdes KönigskamenzuAbramsHaus,umihnzusuchen,abersie konntenihnnichtfinden,undsiesuchteninderganzen Gegend,abererwarnichtzufinden,undsiesuchteninalle Richtungen,abererwarnirgendszufinden

62UndalsdieDienerdesKönigsAbramnichtfinden konnten,kehrtensiezumKönigzurück.Dalegtesichaber derZorndesKönigsgegenAbram,weilsieihnnicht fanden,undderKönigverwarfdieSachemitAbram

63UndAbramverstecktesicheinenMonatlangimHaus Noahs,bisderKönigdieSachevergessenhatte;aber AbramfürchtetesichimmernochvordemKönigDakam TerachheimlichindasHausNoahs,umseinenSohn Abramzubesuchen,undTerachgewanngroßeAchtung vordemKönig

64UndAbramsprachzuseinemVater:Weißtdunicht, dassderKönigmeint,michzutötenundmeinenNamen vonderErdeauszurottenaufdenRatseinerbösen Ratgeber?

65Wenhastdudennhier,undwashastduindiesemLand? Auf,lassunsgemeinsamindasLandKanaanziehen,damit wirausseinerHanderrettetwerdenunddunichtauch durchihnindenletztenTagenumkommst

66Weißtdudennnichtoderhastdunichtgehört,dass NimroddiralldieseEhrenichtausLiebeerweist,sondern nurzuseinemeigenenNutzen?

67UndwennerdirnochmehrGutestutalsdies,soistdies allesnurirdischerTand;dennReichtumundBesitznützen nichtsamTagdesZornsunddesGrimms

68DarumhörenunaufmeineStimme,lassunsaufbrechen undindasLandKanaanziehen,außerReichweitedes UnheilsdurchNimrod;unddienedemHerrn,derdichauf Erdengeschaffenhat,sowirdesdirwohlergehen;und verwerfealldasNichtige,demdunachjagst.

69UndAbramhörteaufzureden,alsNoahundseinSohn SemTerachantwortetenundsprachen:Wahrhaftigistdas Wort,dasAbramzudirgesagthat.

70UndTerachhörteaufdieStimmeseinesSohnesAbram undtatalles,wasAbramihmgesagthatte;denndieswar vomHerrn,dassderKönigAbramnichttötensollte

KAPITEL13

1UndTerachnahmseinenSohnAbramundseinenEnkel Lot,denSohnHarans,undSarai,seineSchwiegertochter, dieFrauseinesSohnesAbram,undalleAngehörigen seinesHausesundzogmitihnenvonUr-Kasdimindas LandKanaan.UndalssiebiszumLandHarankamen, bliebensiedort,denneswareinüberausgutesWeideland undgroßgenugfüralle,diesiebegleiteten

2UnddieLeuteausdemLandHaransahen,dassAbram gutundrechtschaffenvorGottunddenMenschenwarund

dassderHERR,seinGott,mitihmwarDakameneinige LeuteausdemLandHaranundschlossensichAbraman, underlehrtesiedieWeisungdesHERRNundseineWege; unddieseMännerbliebenbeiAbraminseinemHausund hieltenzuihm.

3UndAbrambliebdreiJahreimLandNachAblaufder dreiJahreerschienihmderHERRundsprachzuihm:Ich binderHERR,derdichausUr-Kasdimherausgeführtund dichausderHandalldeinerFeindeerrettethat

4Undnun,wennduaufmeineStimmehörstundmeine Gebote,meineSatzungenundmeineGesetzehältst,sowill ichdeineFeindevordirfallenlassenunddeine NachkommenmehrenwiedieSterneamHimmelund meinenSegensendenaufalleWerkedeinerHände,undes solldirannichtsmangeln

5Stehauf,nimmdeineFrauundalles,wasduhast,und ziehindasLandKanaanundbleibdortIchwilldortdein GottseinunddichsegnenDastandAbramauf,nahm seineFrauundalles,waserhatte,undzogindasLand Kanaan,wiederHerrihmgesagthatteAbramwarfünfzig Jahrealt,alservonHaranwegging

6UndAbramkamindasLandKanaanundwohntemitten inderStadtundschlugdortseinZeltaufunterden Kanaanitern,denBewohnerndesLandes

7UndderHERRerschienAbram,alserindasLand Kanaankam,undsprachzuihm:DiesistdasLand,dasich dirunddeinenNachkommennachdirfürimmergebenwill, undichwilldeineNachkommensozahlreichmachenwie dieSterneamHimmelundwilldeinenNachkommenalle LänderzumErbegeben,diedusiehst

8UndAbrambauteeinenAltarandemOrt,woGottzu ihmgesprochenhatte,undAbramriefdortdenNamendes Herrnan

9ZujenerZeit,nachdreiJahren,dieAbramimLand Kanaangewohnthatte,starbNoahEswardas achtundfünfzigsteLebensjahrAbrams;insgesamtlebte NoahneunhundertfünfzigJahreundstarb.

10UndAbramwohnteimLandKanaan,er,seineFrauund alles,wasihmgehörte,undalle,dieihnbegleiteten, zusammenmitdenen,diesichihmausdemVolkdes Landesangeschlossenhatten;aberNahor,AbramsBruder, undTerach,seinVater,undLot,derSohnHarans,und alles,wasihnengehörte,wohnteninHaran.

11ImfünftenJahr,alsAbramimLandKanaanwohnte, rebelliertendieEinwohnervonSodomundGomorraund alleStädtederEbenegegendieHerrschaftKedorlaomers, desKönigsvonElam;dennalleKönigederStädteder EbenehattenKedorlaomerzwölfJahrelanggedientund ihmjährlicheineSteuerentrichtet,aberinjenenTagen,im dreizehntenJahr,rebelliertensiegegenihn

12ImzehntenJahr,alsAbramimLandKanaanwohnte, entstandeinKriegzwischenNimrod,demKönigvon Schinar,undKedorlaomer,demKönigvonElamNimrod zoggegenKedorlaomerindenKrieg,umihnzubesiegen 13DennKedorlaomerwarzujenerZeiteinerderFürsten desHeeresNimrodsAlsdasganzeVolkimTurmzerstreut unddieÜbriggebliebenenüberdieganzeErdeverstreut wurden,gingKedorlaomerindasLandElamundregierte darüberundrebelliertegegenseinenHerrn

14AlsNimrodinjenenTagensah,dassdieStädteder Ebenerebellierthatten,zogervollerStolzundZorngegen

KedorlaomerindenKriegNimrodversammeltealleseine FürstenundUntertanen,etwasiebenhunderttausendMann, undzoggegenKedorlaomerKedorlaomeraberzogihm mitfünftausendMannentgegen,undsierüstetensichzum KampfimTalvonBabel,daszwischenElamundSchinar liegt

15UndalledieseKönigekämpftendort,undNimrodund seinVolkwurdenvordemVolkKedorlaomersgeschlagen, undesfielenvonNimrodsMännernetwa sechshunderttausend,undMardon,derSohndesKönigs, fielunterihnen

16UndNimrodflohundkehrtebeschämtundinSchande inseinLandzurückundwarlangeZeitunterKedorlaomers HerrschaftAlsKedorlaomerinseinLandzurückkehrte, sandteerFürstenseinesHeereszudenKönigen,die ringsumwohnten,zuArioch,demKönigvonElasar,und zuTidal,demKönigvonGojim,undschlosseinenBund mitihnen,undallegehorchtenseinenGeboten

17UndeswarimfünfzehntenJahr,alsAbramimLand Kanaanwohnte,imsiebzigstenJahrseinesLebens,da erschienihmderHERRundsprachzuihm:Ichbinder HERR,derdichausUr-Kasdimherausgeführthat,umdir diesesLandzumErbezugeben

18Darumwandeltnunvormirundseidvollkommenund haltetmeineGebote;denndirunddeinenNachkommen willichdiesesLandzumErbegeben,vomFlussMizraim biszumgroßenStromEuphrat

19UndduwirstinFriedenundingutemAlterzudeinen Väternzurückkehren,unddievierteGenerationwird hierherindiesesLandzurückkehrenundesfürimmer erben.UndAbrambauteeinenAltarundriefdenNamen desHerrnan,derihmerschienenwar,undbrachtedem HerrnOpferaufdemAltardar

20ZujenerZeitkehrteAbramzurückundgingnachHaran, umseinenVaterundseineMutterunddasHausseines VaterszubesuchenUndAbramundseineFrauundalles, wasihmgehörte,kehrtennachHaranzurück,undAbram wohntefünfJahreinHaran

21UndvielevondenEinwohnernHarans,etwa zweiundsiebzigMänner,folgtenAbram.UndAbramlehrte siedieWeisungdesHerrnundseineWegeundlehrtesie, denHerrnzuerkennen

22InjenenTagenerschienderHerrAbraminHaranund sprachzuihm:Siehe,ichhabevorzwanzigJahrenzudir gesprochenundgesagt:

23GehausdeinemLand,ausdeinerHeimatundausdem HausdeinesVatersindasLand,dasichdirgezeigthabe, umesdirunddeinenKindernzugeben.Denndortin diesemLandwillichdichsegnenunddichzueinem großenVolkmachenunddeinenNamengroßmachen,und indirsollendieGeschlechterderErdegesegnetwerden 24Darumstehnunauf,gehvondiesemOrthinaus,du, deineFrauundalles,waszudirgehört,auchalleKinder, dieindeinemHausgeborensind,undalleSeelen,dieduin Harangemachthast,undnimmsiemitdirvonhierheraus undziehauf,umzurückzukehrenindasLandKanaan 25UndAbrammachtesichaufundnahmseineFrauSarai undalles,wasihmgehörte,undalle,dieihminseinem Hausgeborenwaren,unddieSeelen,diesieinHaran erworbenhatten,undsiezogenaus,umindasLand Kanaanzugehen

26UndAbramzogzurückindasLandKanaan,wieder HERRihmbefohlenhatte.Lot,derSohnseinesBruders Haran,gingmitihmAbramwarfünfundsiebzigJahrealt, alservonHaranaufbrach,umindasLandKanaan zurückzukehren.

27UnderkamindasLandKanaan,wiederHERRes Abrambefohlenhatte,undschlugseinZeltaufundwohnte inderEbenevonMamre.BeiihmwarLot,derSohnseines Bruders,undalles,wasihmgehörte

28UndderHERRerschienabermalsdemAbramund sprach:DeinenNachkommenwillichdiesesLandgeben UnderbautedortdemHERRN,derihmerschienenwar, einenAltar;derstehtnochheuteinderEbenevonMamre.

KAPITEL14

1InjenenTagenlebteimLandeSchinareinweiserMann, deralleWeisheitbesaßundvonschönerGestaltwar;aber erwararmundbedürftig;seinNamewarRikajon,under hatteMühe,sichselbstzuernähren

2Underbeschloss,nachÄgyptenzuOswiris,demSohn Anoms,demKönigvonÄgypten,zugehen,umdemKönig seineWeisheitzubeweisen;dennvielleichtwürdeer GnadevorseinenAugenfinden,ihnaufzurichtenundihm Unterhaltzugewähren;undRikayontatdies.

3AlsRikajonnachÄgyptenkam,fragteerdieEinwohner ÄgyptensnachdemKönigDieEinwohnerÄgyptens erzähltenihmvonderSittedesägyptischenKönigs.Eswar damalsBrauch,dassderägyptischeKönigseinenPalast verließundnureinenTagimJahrimFreiengesehenwurde DanachkehrteerinseinenPalastzurückundbliebdort.

4UndandemTag,alsderKönigauszog,spracherRecht imLand,undjeder,dereineKlagehatte,kamandiesem TagvordenKönig,umseineSachevorzubringen.

5AlsRikajonabervondemBrauchinÄgyptenhörteund dassernichtvordenKönigtretenkonnte,warersehr betrübtundvollerKummer.

6UndamAbendgingRikajonhinausundfandeinHausin Trümmern,dasfrüherinÄgypteneineBackstubegewesen war,underbliebdortdieganzeNachtinbittererSeeleund vonHungergeplagt,undderSchlafwarvonseinenAugen gewichen

7UndRikajonüberlegtebeisich,waserinderStadttun sollte,bisderKönigerschien,undwieersichdorthalten könnte

8UnderstandamMorgenaufundgingumherund begegneteunterwegsLeuten,dieGemüseundallerlei SaatgutverkauftenunddamitdieEinwohnerversorgten.

9AuchRikajonwolltedasselbetun,uminderStadtseinen Lebensunterhaltzuverdienen;abererkanntedieSittendes VolkesnichtundwarwieeinBlinderunterihnen

10UnderginghinundkaufteGemüse,umeszuverkaufen undsichdavonzuernährenDaversammeltesichdasVolk umihn,verspotteteihn,nahmihmseinGemüsewegund ließihmnichtsübrig

11Understandvondortauf,innerlichbetrübt,undging seufzendzudemBackhaus,indemerdieganzeNacht zuvorgebliebenwar,undschliefdortdiezweiteNacht 12UndinjenerNachtüberlegteersichabermals,wieer sichvordemVerhungernrettenkönnte,underersann einenPlan,wieervorgehensollte

13UnderstandamMorgenaufundhandelteklug;erging hinundheuertedreißigstarkeMännerausdemPöbelan, dieihreKriegswaffenindenHändentrugen,underführte sieaufdieSpitzedesägyptischenGrabesundstelltesie dorthin.

14Underbefahlihnenundsprach:SosprichtderKönig: StärkteuchundseidtapfereMänner,undniemandsollhier begrabenwerden,biszweihundertSilberstückegegeben sind,danndarferbegrabenwerdenUnddieseMänner tatendasganzeJahrlangnachdemBefehlRikayonsandas VolkÄgypten

15UndinachtMonatensammeltenRikayonundseine MännergroßeReichtümeranSilberundGold.Rikayon nahmeinegroßeMengePferdeundandereTiereund heuerteweitereMänneran,gabihnenPferde,unddiese bliebenbeiihm.

16AlsdasJahrumwarundderKönigindieStadtging, versammeltensichalleEinwohnerÄgyptens,ummitihm überdasTunRikayonsundseinerMännerzusprechen.

17UndderKönigzogamfestgesetztenTagaus,undalle Ägypterkamenvorihnundriefenihmzu:

18DerKöniglebeewig.WastustdudainderStadtdeinen Dienernan,dassdueinenTotenerstbegrabenlässt,wenn einebestimmteMengeSilberundGoldgezahltwurde?

GabesjemalsetwasVergleichbaresaufderganzenErde, vondenTagenderfrüherenKönigebiszudenTagen Adamsbisheute,dasseinToternurgegeneinen festgelegtenPreisbegrabenwerdensollte?

19Wirwissen,dassesBrauchderKönigeist,vonden LebendenjährlicheineSteuerzuerheben;duabertust nichtnurdas,sondernverlangstauchvondenTotentäglich eineSteuer

20Nun,oKönig,wirkönnendiesnichtlängerertragen, denndieganzeStadtistdeswegenruiniert,undweißtdu dasnicht?

21AlsderKönigaberalleshörte,wassiegesagthatten, wurdeersehrzornig,undseinZornentbrannteinihmüber dieseSache,dennerhattenichtsdavongewusst

22UndderKönigsprach:Weristderjenige,dereswagt, dieseböseTatinmeinemLandohnemeinGebotzu begehen,undwoister?Sicherlichwirstduesmirsagen

23UndsieberichtetenihmalleTatenRikayonsundseiner Männer;daentbranntederZorndesKönigs,underbefahl, RikayonundseineMännervorihnzubringen 24UndRikajonnahmetwatausendKinder,Söhneund Töchter,undkleidetesieinSeideundStickereien.Dann setzteersieaufPferdeundschicktesiedurchseineMänner zumKönig.ErnahmaucheinegroßeMengeSilberund GoldundEdelsteinesowieeinstarkesundschönesPferd alsGeschenkfürdenKönigmitMitdiesemPferdkamer vordenKönigundbeugtesichvorihmzurErdeDer König,seineDienerundalleEinwohnerÄgyptensstaunten überRikajonsWerkundsahenseinenReichtumunddas Geschenk,daserdemKöniggebrachthatte

25UndesgefieldemKönigsehr,understauntedarüber; undalsRikayonvorihmsaß,fragteihnderKönignachall seinenWerken,undRikayonsprachalleseineWorteweise vordemKönig,seinenDienernundallenEinwohnern Ägyptens

26AlsderKönigdieWorteRikajonsundseineWeisheit hörte,fandRikajonGnadevorseinenAugen,undererfuhr

GnadeundFreundlichkeitvonallenDienerndesKönigs undvonallenEinwohnernÄgyptenswegenseiner WeisheitundseinerausgezeichnetenReden,undvondaan liebtensieihnüberaus.

27DaantwortetederKönigundsprachzuRikajon:Du sollstnichtmehrRikajonheißen,sondernPharaosolldein Namesein,weilduvondenToteneineSteuererhobenhast; undernannteihnPharao.

28UndderKönigundseineUntertanenliebtenRikayon wegenseinerWeisheitundberietensichmitallen EinwohnernÄgyptens,umihnzumPräfektenunterdem Königzumachen

29UndalleEinwohnerÄgyptensundseineWeisentaten dies,undeswurdeeinGesetzinÄgypten

30UndsiemachtenRikajonPharaozumPräfektenunter Oswiris,demKönigvonÄgypten.RikajonPharaoregierte überÄgyptenundübtetäglichRechtinderganzenStadt; aberOswiris,derKönig,richtetedasVolkdesLandes einmalimJahr,wennerhinausging,umsichzeigenzu lassen

31UndRikajon,derPharao,risslistigdieHerrschaftüber ÄgyptenansichunderhobvonallenEinwohnern ÄgyptenseineSteuer

32UndalleEinwohnerÄgyptensliebtenRikayon,den Pharao,sehrundbeschlossen,jedenKönig,derübersie undihreNachkommeninÄgyptenherrschensollte,Pharao zunennen

33DarumwurdenalleKönige,dievonnunaninÄgypten regierten,bisaufdenheutigenTagPharaogenannt

KAPITEL15

1UndinjenemJahrbracheineschwereHungersnotim ganzenLandKanaanaus,unddieBewohnerdesLandes konntenwegenderHungersnotnichtdortbleiben,dennsie warsehrschlimm

2DamachtensichAbramundalle,diezuihmgehörten, aufundzogenhinabnachÄgyptenwegenderHungersnot UndalssieandenBachMizraimkamen,bliebensiedort einigeZeit,umsichvonderMühedesWegesauszuruhen.

3UndAbramundSaraigingenamRandedesBaches Mizraimentlang,undAbramsahseineFrauSarai,dasssie sehrschönwar.

4UndAbramsprachzuseinerFrauSarai:WeilGottdich mitsoeinemschönenAntlitzgeschaffenhat,fürchteich michvordenÄgyptern,dasssiemichtötenunddich wegführenkönnten;denndieGottesfurchtistandiesen Ortennichtverbreitet.

5Darumsollstdugewissdiestun:Sageallen,diedich fragen,dassdumeineSchwesterbist,damitesmirgut geheundwirlebenundnichtgetötetwürden

6UndAbramgebotdasselbeallen,diemitihmwegender HungersnotnachÄgyptengekommenwaren;auchseinem NeffenLotgeboter:WenndichdieÄgypternachSarai fragen,sosage,sieseiAbramsSchwester 7DochtrotzalldieserBefehlevertrauteAbramnicht darauf,sondernernahmSarai,legtesieineineTruheund verstecktediesezwischenihrenGefäßen,dennAbram sorgtesichsehrumSaraiwegenderBosheitderÄgypter 8UndAbramundalle,diezuihmgehörten,machtensich vomBachMizraimaufundkamennachÄgyptenKaum

warensiedurchdieTorederStadtgegangen,tratendie Wachenvorsieundsprachen:GebtdemKönigden Zehntenvondem,wasihrhabt,danndürftihrindieStadt kommen.UndAbramundalle,diemitihmwaren,tatenes. 9UndAbramkammitdemVolk,dasbeiihmwar,nach ÄgyptenUndalssieankamen,brachtensiedieKistemit, inderSaraiverstecktwar,unddieÄgyptersahendieKiste 10DatratendieDienerdesKönigszuAbramundsprachen: WashastduhierindieserTruhe,daswirnichtgesehen haben?ÖffnenundieTruheundgibdemKönigden Zehntenvonallem,wasdarinist

11Abramsprach:„DieseTruhewillichnichtöffnen,aber alles,wasihrdavonverlangt,willicheuchgeben.“Die BeamtendesPharaoantwortetenAbram:„EsisteineTruhe mitEdelsteinen;gebtunsdasZehntedavon“

12Abramsagte:Alles,wasdubegehrst,willichdirgeben; aberdudarfstdieTruhenichtöffnen

13DadrängtendieBeamtendesKönigsAbram,undsie erreichtendieTruheundöffnetensiemitGewalt,undsie sahen,undsiehe,eineschöneFrauwarinderTruhe 14AlsdieBeamtendesKönigsSaraierblickten,warensie vonihrerSchönheittiefbeeindruckt.AlleFürstenund DienerdesPharaokamenzusammen,umSaraizusehen, dennsiewarvonaußergewöhnlicherSchönheitDie BeamtenliefenzuPharaoundberichtetenihmalles,was siegesehenhatten,undpriesenSaraiDabefahlPharao,sie herbeizubringen,unddieFrautratvordenKönig 15UndderPharaosahSarai,undsiegefielihm außerordentlichgut,underwarvonihrerSchönheit bezaubert,undderKönigfreutesichsehrübersieund beschenktediejenigen,dieihmdieNachrichtvonihr brachten

16UnddieFrauwurdedannindasHausdesPharao gebracht,undAbramtrauerteumseineFrauundbetete zumHerrn,dassersieausderHanddesPharaoerrette 17UndSaraibetetezujenerZeitundsprach:OHerr,mein Gott,duhastmeinemHerrnAbrambefohlen,seinLand unddasHausseinesVaterszuverlassenundindasLand Kanaanzugehen,undduhastihmGutesversprochen, wennerdeineGebotebefolgt;nunsiehe,wirhabengetan, wasduunsgebotenhast,undwirhabenunserLandund unsereFamilienverlassenundsindineinfremdesLand undzueinemVolkgegangen,daswirzuvornichtgekannt haben

18WirkamenindiesesLand,umderHungersnotzu entfliehen,undnunistmirdiesesUnglückwiderfahren. Darum,Herr,unserGott,erretteunsundbefreieunsaus derHanddiesesUnterdrückersundhandlegnädiganmir umdeinerBarmherzigkeitwillen

19UndderHERRerhörtedieStimmeSaraisundsandte einenEngel,umSaraiausderGewaltdesPharaozu befreien.

20UndderKönigkamundsetztesichvorSaraiUndsiehe, einEngeldesHerrnstandüberihnenUndererschien Saraiundsprachzuihr:Fürchtedichnicht,dennderHerr hatdeinGebeterhört

21DatratderKönigzuSaraiundfragtesie:„Wasistdir derMann,derdichhierhergebrachthat?“Sieantwortete: „EristmeinBruder“

22UndderKönigsprach:EsistunserePflicht,ihngroßzu machen,ihnzuerhöhenundihmallesGutezutun,wasdu

unsgebietenwirstUndzujenerZeitsandtederKönig AbramSilberundGoldundEdelsteineingroßerMenge, dazuVieh,KnechteundMägdeUndderKönigbefahl, Abramzubringen,undersetztesichindenVorhofdes Königshauses,undderKönigerhobAbraminjenerNacht sehr

23UndderKönigtratzuSarai,ummitihrzureden,und streckteseineHandaus,umsiezuberühren.Daschlugihn derEngelheftig,undererschraksosehr,dassersichnicht mehrumsiegriff

24AlsderKönigsichSarainäherte,schlugihnderEngel zuBodenundtatdieganzeNachtsomitihm,undder Königerschraksehr.

25UndderEngelschluginjenerNachtalleDienerdes KönigsundseinganzesHausschwerwegenSarai,undes entstandinjenerNachteingroßesWehklagenunterdem VolkimHausdesPharao

26AlsderPharaosah,wasihmwiderfahrenwar,spracher: Gewiss,diesistmirwegendieserFrauwiderfahren.Under entferntesicheinwenigvonihrundredetefreundlichmit ihr

27UndderKönigsprachzuSarai:Sagemirbitteüberden Mann,mitdemduhierhergekommenbistSaraiaber sprach:DieserMannistmeinMann,undichsagtedir,er seimeinBruder,weilichfürchtete,dukönntestihnwegen seinerBosheittöten

28UndderKönigmiedSarai,unddiePlagendesEngels desHerrnhörtenaufanihmundseinemHaus;undder Pharaoerkannte,dasserwegenSaraigeschlagenwurde, undderKönigwardarübersehrerstaunt

29AmMorgenriefderKönigAbramzusichundsprach zuihm:Washastdumirdaangetan?Warumhastdu gesagt:„SieistmeineSchwester“,weshalbichsiezurFrau genommenhabe?DarumistdieseschwerePlageübermich undmeinHausgekommen

30DarumistnundeineFrau;nimmsieundverlassunser Land,damitwirnichtalleihretwegensterben.Undder PharaonahmnochmehrVieh,KnechteundMägdesowie SilberundGold,umesAbramzugeben,undergabihm seineFrauSaraizurück.

31UndderKönignahmeinMädchen,daservonseinen Nebenfrauengezeugthatte,undgabsieSaraizurMagd 32UndderKönigsprachzuseinerTochter:Esistbesser fürdich,meineTochter,eineMagdimHausdieses Manneszusein,alsHerrininmeinemHauszusein, nachdemwirdasUnheilgesehenhaben,dasunsumdieser Frauwillenwiderfahrenist

33DamachtesichAbramaufundzogmitallem,waszu ihmgehörte,ausÄgyptenweg;undderPharaobefahl einigenseinerMänner,ihnundalle,diemitihmgingen,zu begleiten

34UndAbramkehrtezurückindasLandKanaan,anden Ort,woerdenAltarerrichtethatteundwoerzuerstsein Zeltaufgeschlagenhatte

35Lot,derSohnHarans,derBruderAbrams,besaßeinen großenViehbestand,Schafe,RinderherdenundZelte;denn derHERRwarihnengnädiggewesenumAbramswillen.

36AlsAbramimLandewohnte,gerietendieHirtenLots mitdenHirtenAbramsinStreit,weilihrBesitzzugroß war,alsdasssiezusammenimLandebleibenkonnten,und dasLandsiewegenihresViehsnichternährenkonnte

37AlsAbramsHirtenihreHerdeweidenließen,gingensie nichtaufdieFelderderLeutedesLandes;dasViehvon LotsHirtenabertatenesanders,dennesdurfteaufden FeldernderLeutedesLandesweiden.

38UnddasVolkdesLandessahdiestäglichundkamzu AbramundstrittsichmitihmwegenderHirtenLots

39UndAbramsprachzuLot:Wastustdumiran,dassdu michbeidenBewohnerndesLandesverachtetmachst, indemdudeinenHirtenbefiehlst,deinViehaufden FeldernandererLeuteweidenzulassen?Weißtdunicht, dassicheinFremderindiesemLandbinunterden Kanaanitern?Warumtustdumirdasan?

40UndAbramstrittsichdeswegentäglichmitLot;aber LothörtenichtaufAbram,undermachtemitdem GleichenweiterDakamendieEinwohnerdesLandesund erzähltenesAbram.

41UndAbramsprachzuLot:Wielangewillstdumirnoch einÄrgernisseinbeidenBewohnerndesLandes?Nun bitteichdich,lasskeinenStreitmehrzwischenunssein, dennwirsindVerwandte

42Ichbittedichaber,dichvonmirzutrennenunddir einenOrtzusuchen,wodumitdeinemViehundallem, wasduhast,wohnenkannst;aberhaltedichfernvonmir, duunddeinganzesHaus

43Undfürchtedichnicht,vonmirwegzugehen;denn wenndirjemandUnrechttut,solassesmichwissen,und ichwerdedeineSacheanihmrächen;nurgehewegvon mir.

44UndalsAbramalledieseWortezuLotgesprochen hatte,standLotaufundblickteaufzurEbenedesJordans 45Undersah,dassderganzeOrtgutbewässertwarund sowohlfürdieMenschengutwaralsauchWeidefürdas Viehbot

46UndLotgingvonAbramanjenenOrtundschlugdort seinZeltaufundwohnteinSodom,undsiewurden voneinandergetrennt

47UndAbramwohnteinderEbenevonMamre,diein Hebronliegt,undschlugdortseinZeltauf,undAbram bliebvieleJahreandiesemOrt

KAPITEL16

1ZujenerZeitsandteKedorlaomer,derKönigvonElam, BotenzuallenbenachbartenKönigen,zuNimrod,dem KönigvonSchinar,derdamalsunterseinerHerrschaft stand,zuTidal,demKönigvonGojim,undzuArioch,dem KönigvonElasar,mitdenenereinenBundschloss,und sprach:Kommtheraufzumirundhelftmir,damitwiralle StädteSodomsundihreEinwohnerschlagen,dennsiesind seitdreizehnJahrengegenmichrebelliert

2UnddiesevierKönigezogenmitihremganzenHeer hinauf,eswarenetwaachthunderttausendMann,undsie zogen,wiesiewaren,underschlugenjeden,densieauf ihremWegfanden

3UnddiefünfKönigevonSodomundGomorra,Schinab, derKönigvonAdma,Schemaber,derKönigvonZebojim, Bera,derKönigvonSodom,Berscha,derKönigvon Gomorra,undBela,derKönigvonZoar,zogenihnen entgegen,undsiealleversammeltensichimTalSiddim

4UnddieseneunKönigeführtenKriegimTalSiddim;und dieKönigevonSodomundGomorrawurdenvorden KönigenvonElamgeschlagen

5UnddasTalSiddimwarvollerKalkgruben,unddie KönigevonElamverfolgtendieKönigevonSodom.Die KönigevonSodomflohenmitihrenLagernundfielenin dieKalkgruben;undalle,dieübrigblieben,flüchtetenauf denBerg.DiefünfKönigevonElamaberkamenhinter ihnenherundverfolgtensiebiszudenTorenvonSodom undnahmenallesein,wasinSodomwar

6UndsieplündertenalleStädteSodomundGomorraund nahmenauchLot,denSohnvonAbramsBruder,und seinenBesitzgefangenundraubtenalleGüterderStädte SodomundzogendannwegUnik,AbramsDiener,derim Kampfwar,sahdiesundberichteteAbramalles,wasdie KönigedenStädtenSodomangetanhattenunddassLot vonihnengefangengenommenwordenwar

7AlsAbramdieshörte,machteersichmitetwa dreihundertachtzehnMann,diebeiihmwaren,aufund verfolgteinderNachtdieseKönigeundschlugsie,undsie allefielenvorAbramundseinenMännern,undesblieb keinerübrigalsdievierKönige,dieflohen,undjederging seineneigenenWeg

8UndAbramnahmdengesamtenBesitzSodomswieder ansichundnahmauchLotundseinenBesitz,seineFrauen undseineKinderundalles,wasihmgehörte,wiederan sich,sodassesLotannichtsmangelte

9UndalservondemKampfgegendieseKönige zurückkehrte,zogenerundseineMännerdurchdasTal Siddim,wodieKönigegemeinsamKrieggeführthatten 10UndBera,derKönigvonSodom,unddieübrigenseiner Männer,diebeiihmwaren,gingenausdenKalkgruben heraus,indiesiegefallenwaren,umAbramundseinen Männernentgegenzugehen.

11UndAdonizedek,derKönigvonJerusalem,derwar Sem,zogmitseinenMännernaus,umAbramundseinem Volkentgegenzugehen,mitBrotundWein,undsieblieben zusammenimTalMelech

12UndAdonizedeksegneteAbram,undAbramgabihm denzehntenTeilvonallem,waservonderBeuteseiner Feindemitgebrachthatte;dennAdonizedekwarein PriestervorGott

13UndalleKönigevonSodomundGomorra,diedort waren,tratenmitihrenDienernzuAbramundbatenihn, ihnenihreDiener,dieergefangengenommenhatte, zurückzugebenunddasganzeVermögenansichzu nehmen

14DaantworteteAbramdenKönigenvonSodomund sprach:SowahrderHERRlebt,derHimmelundErde geschaffenhatunddermeineSeelevonallemElenderlöst undmichheutevonmeinenFeindenerrettetundsiein meineHandgegebenhat,ichwillnichtsvoneurem Eigentumnehmen,damitihreuchmorgennichtrühmen könntundsagenkönnt:Abramistreichgewordenvon unseremBesitz,denergerettethat

15DennderHERR,meinGott,aufdenichvertraue,hatzu mirgesagt:Dirsollnichtsmangeln,dennichwilldich segneninallem,wasdeineHändetun

16Undnunseht,hieristalles,waseuchgehört;nehmtes undgeht!SowahrderHerrlebt,ichwilleuchnichts nehmen,voneinemlebendenMenschenbishinzueinem

SchuhbandoderFaden,außerdenKostenfürdie Verpflegungderer,diemitmirindenKampfgezogensind, sowiedenAnteilderMänner,diemitmirgegangensind, Anar,AschkolundMamre,sieundihreMänner,sowie auchdie,diezurückgebliebensind,umdasGepäckzu bewachen;siesollenihrenAnteilanderBeutenehmen 17UnddieKönigevonSodomgabenAbramalles,waser gesagthatte,undsiedrängtenihn,vonallemzunehmen, wasersichaussuchte;abererwolltenicht 18UnderentließdieKönigevonSodomunddenRest ihresHeeresundgabihnenAnweisungenüberLot;undsie gingenanihrejeweiligenOrte

19AuchLot,denSohnseinesBruders,schickteermit seinemBesitzfort;ergingmitihnenLotkehrteinsein HausnachSodomzurück,AbramundseinVolkkehrtenin ihrHausindieEbenevonMamrezurück,diebeiHebron liegt

20ZujenerZeiterschienderHerrAbramabermalsin Hebronundsprachzuihm:Fürchtedichnicht,denndein Lohnistsehrgroßvormir;dennichwerdedichnicht verlassen,bisichdichmehrtunddichgesegnetunddeine NachkommensozahlreichgemachthabewiedieSterneam Himmel,diewedergemessennochgezähltwerdenkönnen

21UndichwilldeinenNachkommenalldieseLänder geben,diedumitdeinenAugensiehst;ichwillsieihnen zumewigenErbegebenSeidnurstarkundfürchteteuch nicht,wandeltvormirundseidvollkommen

22ImachtundsiebzigstenLebensjahrAbramsstarbReu, derSohnPelegsErwurdezweihundertneununddreißig Jahrealtundstarb

23UndSarai,dieTochterHarans,AbramsFrau,warzu jenerZeitnochunfruchtbar;siegebarAbramwedereinen SohnnocheineTochter

24Alssiesah,dasssiekeineKindergebar,nahmsieihre MagdHagar,dieihrderPharaogegebenhatte,undgabsie ihremMannAbramzurFrau

25DennHagarlerntealleWegeSarais,sowieSaraisie gelehrthatte;esmangelteihrinkeinerWeisedaran,ihren gutenWegenzufolgen

26UndSaraisprachzuAbram:Siehe,hieristmeineMagd Hagar;gehzuihr,dasssieaufmeinenKniengebäre,damit auchichdurchsieKindererhalte

27UndnachzehnJahren,dieAbramimLandKanaan verbrachthatte,imfünfundachtzigstenJahrseinesLebens, gabSaraiihmHagarzurFrau

28DahörteAbramaufdieStimmeseinerFrauSaraiund nahmseineMagdHagarzusichundgingzuihr,undsie wurdeschwanger.

29AlsHagarsah,dasssieschwangerwar,freutesiesich sehr,undihreHerrinverachtetesieSiesprachbeisich: Daskannnurdaranliegen,dassichvorGottbesserbinals meineHerrinSarai;dennmeineHerrinistinalldenTagen, diesiebeimeinemHerrnwar,nichtschwangergeworden, abermichhatderHerrinsokurzerZeitdurchihn empfangenlassen

30AlsSaraisah,dassHagarvonAbramschwanger gewordenwar,wurdesieeifersüchtigaufihreMagdund dachtebeisich:Dasheißtgewissnichtsanderes,alsdass siebesserseinmussalsich

31UndSaraisprachzuAbram:MeinUnrechttreffedich, dennalsduzuderZeitvordemHerrnumKindergebetet

hast,warumhastdunichtmeinetwegengebetet,dassder HerrmirNachkommenvondirgebenmöge?

32UndwennichmitHagarindeinerGegenwartrede, verachtetsiemeineWorte,weilsieschwangerist,unddu sagstihrnichts.DerHerrrichtezwischenmirunddir wegendem,wasdumirangetanhast

33UndAbramsprachzuSarai:Siehe,deineMagdistin deinerHand;tumitihr,wasdirgefällt.DaquälteSaraisie, undHagarflohvorihrindieWüste

34UndeinEngeldesHerrnfandsieandemOrt,wohinsie geflohenwar,aneinemBrunnen,undersprachzuihr: Fürchtedichnicht,dennichwilldeineNachkommen mehren;dennduwirsteinenSohngebären,unddusollst ihmdenNamenIsmaelgebenSokehrenunzurückzu Sarai,deinerHerrin,undunterwirfdichihr

35UndHagarnanntedenOrtjenesBrunnensBeer-lahairoi;erliegtzwischenKadeschundderWüsteBered 36ZujenerZeitkehrteHagarindasHausihresHerrn zurück,undnacheinerWeilegebarHagarAbrameinen Sohn,undAbramnannteihnIsmael;undAbramwar sechsundachtzigJahrealt,alserihnzeugte

KAPITEL17

1InjenenTagen,imeinundneunzigstenLebensjahr Abrams,führtendieSöhneKittimsKrieggegendieSöhne Tubals;dennalsderHerrdieMenschenkinderüberdie ganzeErdezerstreuthatte,zogendieSöhneKittimshin undließensichinderEbeneKanopiasnieder,bautensich dortStädteundwohntenamFlussTiber

2UnddieNachkommenTubalswohnteninTuscana,und ihrGebietreichtebiszumFlussTibreuUnddie NachkommenTubalsbauteneineStadtinTuscanaund nanntensieSabina,nachdemNamenSabina,demSohn Tubals,ihresVaters,undsiewohntendortbisaufden heutigenTag

3ZujenerZeitführtendieSöhneKittimsKrieggegendie SöhneTubalsDieSöhneTubalswurdenvordenSöhnen Kittimsgeschlagen,unddieSöhneKittimsbrachten dreihundertundsiebzigMannausdemStammTubalum. 4UndzujenerZeitschworendieSöhneTubalsden SöhnenKittims:Ihrsolltnichtunterunsheiraten,undkein MannsollseineTochtereinemderSöhneKittimszurFrau geben

5DennalleTöchterTubalswarenzujenerZeitschön;es gabkeineFrauenaufderganzenErde,diesoschönwaren wiedieTöchterTubals

6Undalle,dieGefallenanderSchönheitderFrauenhatten, gingenzudenTöchternTubalsundnahmensichvonihnen Frauen;unddieMännersöhne,KönigeundFürsten,die großenGefallenanderSchönheitderFrauenhatten, nahmensichinjenenTagenvondenTöchternTubals Frauen

7UndnachdreiJahren,nachdemdieSöhneTubalsden SöhnenKittimsgeschworenhatten,ihnenihreTöchter nichtzuFrauenzugeben,gingenetwazwanzigMänner ausdemStammKittimhin,umeinigederTöchterTubals zunehmen;abersiefandenkeine

8DenndieKinderTubalshieltenihrenEid,sichnichtmit ihnenzuverheiraten,undsiewolltenihrenEidnicht brechen

9UndindenTagenderErntegingendieSöhneTubalsauf ihreFelder,umihreErnteeinzubringen.Daversammelten sichdiejungenMännervonKittimundgingenindieStadt Sabina.JederMannnahmsicheinejungeFrauausdem VolkderTöchterTubals,undsiekehrteninihreStädte zurück

10AlsdieTubalerdavonhörten,zogensieaus,umgegen sieKriegzuführen.Siekonntensieabernichtbesiegen, dennderBergwarüberaushochAlssiesahen,dasssiesie nichtbesiegenkonnten,kehrtensieinihrLandzurück

11UndzurZeitderRevolutiondesJahresgingendie SöhneTubalshinundheuertenetwazehntausendMann ausdenStädteninihrerNäheanundzogengegendie SöhneKittimsindenKrieg

12UnddieSöhneTubalszogengegendieSöhneKittims indenKrieg,umihrLandzuverwüstenundsiezu bedrängenIndiesemKampfsiegtendieSöhneTubals überdieSöhneKittimsAlsdieSöhneKittimssahen,dass siesehrbedrängtwaren,stelltensiedieKinder,diesievon denTöchternTubalshatten,aufdieMauer,diegebaut wordenwar,damitsievordenAugenderSöhneTubals lagen.

13DasprachendieSöhneKittimszuihnen:Seidihr gekommen,umKrieggegeneureeigenenSöhneund Töchterzuführen?Sindwirnichtvondaanbisjetztals euerFleischundBlutangesehenworden?

14AlsdieSöhneTubalsdieshörten,hörtensieauf,Krieg gegendieSöhneKittimszuführen,undzogenweg.

15UndsiekehrteninihreStädtezurück,unddieSöhne KittimsversammeltensichzujenerZeitundbautenzwei StädteamMeer;dieeinenanntensiePurtu,dieandere Ariza

16UndAbram,derSohnTerachs,warzudieserZeit neunundneunzigJahrealt.

17ZujenerZeiterschienihmderHerrundsprachzuihm: IchwillmeinenBundzwischenmirunddirschließenund deinenSamensehrmehren.DiesistderBund,denich zwischenmirunddirschließe,dassallesmännlicheKind beschnittenwerdensoll,duunddeinSamenachdir 18AmachtenTagsollesbeschnittenwerden,unddieser BundsollineuremFleischeinewigerBundsein 19DarumsolldeinNamenichtmehrAbramheißen, sondernAbraham,unddeineFrausollnichtmehrSarai heißen,sondernSarah

20DennichwilleuchbeidesegnenundeureNachkommen nacheuchmehren,dassihrzueinemgroßenVolkwerdet undKönigevoneuchabstammenwerden

KAPITEL18

1UndAbrahamstandaufundtatalles,wasGottihm befohlenhatte;undernahmdieMännerseinesHausesund die,dieermitseinemGeldgekaufthatte,undbeschnittsie, wiederHerresihmgebotenhatte

2Undesbliebkeinerübrig,denernichtbeschnitt,und AbrahamundseinSohnIsmaelwurdenamFleischihrer Vorhautbeschnitten;IsmaelwardreizehnJahrealt,alser amFleischseinerVorhautbeschnittenwurde

3AmdrittenTaggingAbrahamausseinemZelthinaus undsetztesichandenEingang,umsichanderSonnezu wärmen,währenderSchmerzenimLeibhatte

4UndderHerrerschienihminderEbenevonMamreund sandtedreiseinerdienendenEngel,umihnzubesuchen.Er saßamEingangseinesZeltes,hobseineAugenaufundsah, undsiehe,dreiMännerkamenvonferne.Dastanderauf, liefihnenentgegen,verneigtesichvorihnenundführtesie inseinHaus

5Undersprachzuihnen:WennichnunGnadevoreuren Augengefundenhabe,sokehrtumundessteinStückBrot. Underdrängtesie,undsiekehrtenum,undergabihnen Wasser,undsiewuschensichdieFüße,understelltesie untereinenBaumamEingangdesZeltes

6UndAbrahamliefundnahmeinKalb,zartundgut,und schlachteteesschnellundgabesseinemKnechtEliëser, damitereszubereitete

7UndAbrahamkamzuSaraindasZeltundsprachzuihr: BereiteschnelldreiMaßfeinesMehlzu,kneteesund formedarausFladen,umdenTopfmitdemFleischzu bedeckenUndsietat,wiesiesagte

8UndAbrahameilteherbeiundbrachteihnenButterund Milch,Rind-undHammelfleischundgabesihnenzuessen, ehedasFleischdesKalbsvollständigdurchgebratenwar, undsieaßen.

9Undalssiegegessenhatten,sagteeinervonihnenzuihm: IchwerdezuderZeitmeinesLebenswiederzudir kommen,undSara,deineFrau,wirdeinenSohngebären.

10DanachzogendieMännerfortundgingenihrerWege andieOrte,wohinsiegesandtwordenwaren

11InjenenTagenwardasganzeVolkvonSodomund GomorraundderganzenfünfStädteüberausböseund sündigtegegendenHerrn;sieerzürntendenHerrnmit ihrenGräueltatenundwurdenimAlterimmerstärker, abscheulichundverächtlichvordemHerrn;ihreBosheit undihreVerbrechenwareninjenenTagengroßvordem Herrn.

12UndsiehatteninihremLandeinsehrausgedehntesTal, etwaeinenhalbenTagesmarschlang;daringabes WasserquellenundvielGrasringsumdasWasser.

13UnddasganzeVolkvonSodomundGomorraging viermalimJahrdorthin,mitihrenFrauenundKindernund allem,wasihnengehörte,undsiefreutensichdortmit TamburinenundTänzen

14UndzurZeitderFreudestandensiealleaufund ergriffendieFrauenihrerNächsten,einigeauchdie jungfräulichenTöchterihrerNächsten,undsievergnügten sichmitihnen,undjedersahseineFrauundTochterinden HändenseinesNächstenundsagtekeinWort.

15UndsietatendiesvomMorgenbiszumAbend,und danachkehrtensieheim,jederManninseinHausundjede FrauinihrZelt;sotatensieesalleviermalimJahr 16WennaucheinFremderinihreStädtekamundWaren mitbrachte,dieergekaufthatte,umsiedortzuverkaufen, soversammeltensichdieEinwohnerdieserStädte,Männer, FrauenundKinder,JungundAlt,undgingenzudem MannundnahmenihmseineWarenmitGewaltweg, wobeisiejedemeinweniggaben,bisalleWarendes Besitzers,dieerinsLandgebrachthatte,aufgebraucht waren.

17UndwennderBesitzerderGütermitihnenstrittund sprach:WasistdasfüreinWerk,dasihranmirgetan habt?,danntratensieeinernachdemanderenzuihm,und jederzeigteihmdasWenige,dasergenommenhatte,und

verspotteteihnmitdenWorten:IchhabenurdasWenige genommen,dasdumirgegebenhast.Wennerdiesvon allenhörte,standeraufundgingbetrübtundvoller Bitterkeitvonihnenweg.Dannstandensiealleaufund folgtenihmundtriebenihnmitgroßemLärmund GetümmelausderStadt

18UndeswareinMannausdemLandElam,der gemächlichaufseinemEselsitzenddieStraßeentlangging. DerEseltrugeinenprächtigen,buntenMantel,dermit einerSchnurumdenEselgebundenwar

19UndderMannwaraufseinerReiseundkamdurchdie StraßenvonSodom,alsdieSonneamAbend untergegangenwar.Erbliebdort,umdieNachtzu verbringen,aberniemandwollteihninseinHauslassen ZujenerZeitlebteinSodomeinböserundruchloserMann, einMann,dergeschicktimBösenwar;seinNamewar Hedad

20UnderhobseineAugenaufundsahdenReisendenauf derStraßederStadt.Undergingzuihmhinundsprach: Woherkommstduundwohingehstdu?

21DasprachderMannzuihm:IchreisevonHebronnach Elam,woichhingehöre.Alsichvorbeikam,gingdie Sonneunter,undniemandwolltemichinseinHauslassen, obwohlichBrotundWasser,StrohundFutterfürmeinen Eselhatteundmirannichtsmangelte.

22DaantworteteHedadundsprachzuihm:Alles,wasdu brauchst,werdeichdirgeben;aberdusollstnichtdie ganzeNachtaufderStraßebleiben.

23UndHedadbrachteihnzusichnachHauseundnahm demEseldenMantelmitdemStrickabundbrachtebeides zusichnachHauseundgabdemEselStrohundFutter, währendderReisendeinHedadsHausaßundtrank,under bliebdortdieNacht

24AmMorgenstandderReisendefrühauf,umseine ReisefortzusetzenDasprachHedadzuihm:Warte,stärke deinHerzmiteinemBissenBrotundgehdannUndder Manntates;underbliebbeiihm,undsieaßenundtranken beidezusammendenganzenTag,bisderMannaufstand, umzugehen

25UndHedadsprachzuihm:Siehe,derTagneigtsich demEndezu,dusolltestbesserdieNachthierbleiben, damitdeinHerzgetröstetwerdeUnderdrängteihnsosehr, dasserdieganzeNachtdortblieb.AmzweitenTagaber standerfrühauf,umfortzugehenDadrängteihnHedad undsprach:ErfreuedeinHerzmiteinemBissenBrotund gehdann.UnderbliebundaßauchamzweitenTagmit ihmDannstandderMannauf,umseineReise fortzusetzen.

26UndHedadsprachzuihm:Siehe,derTagneigtsich demEndezu;bleibebeimir,damitichdeinHerztröste; undmorgenfrühstehaufundgehdeinesWeges

27UndderMannwolltenichtbleiben,sondernstandauf undsattelteseinenEselUndwährenderseinenEsel sattelte,sagteHedadsFrauzuihremMann:Siehe,dieser MannistzweiTagebeiunsgeblieben,hatgegessenund getrunkenundunsnichtsgegeben,undnunsollervonuns weggehen,ohneunsetwasgegebenzuhaben?Hedadaber sagtezuihr:Seistill

28UndderMannsattelteseinenEselundbatHedad,ihm StrickundMantelzugeben,damiterdenSattelaufden Eselbindenkonnte

29UndHedadfragteihn:Wassagstdu?Erantworteteihm: MeinHerr,gibmirdieSchnurunddenbuntenMantel,die duindeinemHausaufbewahrthast,umsiezupflegen

30UndHedadantwortetedemMannundsprach:Diesist dieDeutungdeinesTraums:DieSchnur,diedugesehen hast,bedeutet,dassdeinLebenwieeineSchnurverlängert werdenwird;undderMantel,dermitallerleiFarben gefärbtwar,bedeutet,dassdueinenWeinberghabenwirst, indemduBäumeallerArtpflanzenwirst

31DerReisendeantwortete:„Nein,meinHerr,dennich warwach,alsichdirdieSchnurundaucheinenMantelaus verschiedenenFarbengab,diedudemEselabgenommen hattest,umsiemirbeiseitezulegen.“Hedadantwortete: „IchhabedirdochdieDeutungdeinesTraumsgesagt,und esisteinguterTraum,unddiesistseineDeutung“

32NungebenmirdieMenschensöhnevierSilberstücke, dasistmeinLohnfürdieTraumdeutung,undvondirallein verlangeichdreiSilberstücke

33DaerzürntesichderMannüberdieWorteHedadsund schriebitterlichaufundbrachteHedadzuSerak,dem RichtervonSodom

34UndderManntrugseineSacheSerak,demRichter,vor. DaantworteteHedad:Esistnichtso,sondernsoverhältes sichUndderRichtersprachzudemReisenden:Dieser Mann,Hedad,sagtdirdieWahrheit;denneristinden StädtenberühmtfürseinegenaueTraumdeutung

35DaschriederMannüberdasWortdesRichtersund sprach:„Nichtso,meinHerr!DennesgeschahandemTag, alsichihmdasSeilunddenMantelgab,dieaufdemEsel waren,damitersieinseinemHausaufbewahren konnte.“UndsiestrittenbeidevordemRichter,wobeider einesagte:„Sowares“,derandereaberdasGegenteil behauptete

36UndHedadsprachzudemMann:Gibmirvier Silberstücke,dieichfürmeineTraumdeutungenverlange; ichwerdekeinenRabattgewähren;undgibmirdieKosten fürdievierMahlzeiten,dieduinmeinemHausgegessen hast

37UndderMannsprachzuHedad:Wahrlich,ichwilldir bezahlen,wasichindeinemHausgegessenhabe;gibmir nurdenStrickunddenMantel,dieduindeinemHaus versteckthast

38DaantworteteHedadvordemRichterundsprachzu demMann:HabeichdirnichtdieDeutungdeinesTraums gesagt?DieSchnurbedeutet,dassdeineTagewieeine Schnurlangseinwerden,undderMantel,dassdueinen Weinberghabenwirst,indemduallerleiObstbäume pflanzenwirst.

39DiesistdierichtigeDeutungdeinesTraumsGibmir nundievierSilberlinge,dieichalsEntschädigungverlange, dennichwerdedirkeinenVorteilgewähren

40DaschriederMannüberdieWorteHedadsauf,und beidestrittenvordemRichterDerRichterbefahlseinen Dienern,unddiesetriebensiehastigausdemHaus

41UndsiegingenstreitendvomRichterwegAlsdie EinwohnervonSodomsiehörten,versammeltensiesich umsieundschriengegendenFremdenundtriebenihn ungestümausderStadt

42UndderMannsetzteseineReiseaufseinemEselfort, seinHerzwarbitter,erklagteundweinte.

43Undwährenderdahinging,weinteerüberdas,wasihm inderverdorbenenStadtSodomwiderfahrenwar.

KAPITEL19

1UnddieStädteSodomhattenvierRichterfürvierStädte, unddieswarenihreNamen:SerakinderStadtSodom, ScharkadinGomorra,SabnakinAdmaundMenonin Zebojim

2UndElieser,derDienerAbrahams,gabihnenandere NamenundnannteSerakSchakra,ScharkadScharura, ZebnakKezobimundMenonMatzlodin

3AufGeheißihrervierRichterließendieEinwohnervon SodomundGomorraBettenaufdenStraßenderStädte aufstellen;undwenneinMannaneinendieserOrtekam, ergriffensieihn,brachtenihnzueinemihrerBettenund zwangenihnmitGewalt,sichhineinzulegen

4Undwennersichhinlegte,stelltensichdreiMänneran seinKopfendeunddreianseineFüßeundmaßenihnan derLängedesBettes;undwennderMannkürzerwarals dasBett,strecktenihndiesesechsMänneranjedemEnde aus;undwennerzuihnenschrie,antwortetensieihmnicht.

5UndwennerlängerwaralsdasBett,dannzogmandie beidenSeitendesBettesanjedemEndezusammen,bisder MenschdiePfortedesTodeserreichthatte.

6Undwennerweiterhinzuihnenschrie,antwortetensie ihm:SosolleseinemMannergehen,derinunserLand kommt.

7AlsdieLeuteaberalldashörten,wasdieEinwohnerder StädteSodomsgetanhatten,miedensiees,dorthinzu kommen.

8UndwenneinarmerManninihrLandkam,gabensie ihmSilberundGoldundließeninderganzenStadt verkünden,dassmanihmkeinenBissenBrotzuessen gebendürfeUndwennderFremdeeinigeTagedortbliebe undvorHungerstarb,weilerkeinenBissenBrot bekommenhatte,dannkamennachseinemTodalle EinwohnerderStadtundnahmendasSilberundGold,das sieihmgegebenhatten

9Diejenigenaber,diedasSilberoderGold,dassieihm gegebenhatten,wiedererkannten,nahmeneszurück;und beiseinemTodzogensieihmauchseineKleiderausund strittensichdarum;undwerüberseinenNächstensiegte, nahmsieansich

10Danachtrugensieihnzusichundbegrubenihnunter irgendwelchenSträucherninderWüste;soverfahrensie alleTagemitjedem,derzuihnenkamundinihremLand starb.

11NacheinigerZeitschickteSaraEliesernachSodom,um LotzubesuchenundsichnachseinemWohlergehenzu erkundigen

12UndEliesergingnachSodomundtrafeinenMannaus Sodom,dermiteinemFremdenstrittDarissderMannaus SodomdemArmenalleKleidervomLeibundgingweg 13UnddieserarmeMannschriezuElieserundbatihnum Gnadewegendem,wasderMannausSodomihmangetan hatte.

14Undersprachzuihm:WarumtustdudemArmen,der indeinLandgekommenist,soetwasan?

15DaantwortetederMannausSodomEliëserundsprach: IstdieserManndeinBruder,oderhabendichdieLeuteaus

SodomheutezumRichtergesetzt,dassduüberdiesen Mannredest?

16UndEliesergerietmitdemMannausSodominStreit wegendesArmen.AlsElieseraberherantrat,umdem MannausSodomdieKleiderdesArmenzurückzuholen, eiltedieserherbeiundschlugEliesermiteinemSteinauf dieStirn

17UnddasBlutflossreichlichvonEliezersStirn.Alsder ManndasBlutsah,packteerEliezerundsprach:Gibmir meinenLohndafür,dassichdichvondiesembösenBlut befreithabe,dasaufdeinerStirnwar;dennsoistesBrauch undGesetzinunseremLand

18DasprachElieserzuihm:Duhastmichverwundetund verlangstnunLohnvonmir!AberElieserwollteaufdie WortedesMannesvonSodomnichthören

19UndderMannergriffElieserundbrachteihnzu Schakra,demRichtervonSodom,damiterGerichthielt 20UndderMannsprachzudemRichter:Ichbittedich, meinHerr,sohatdieserManngehandelt:Ichhabeihnmit einemSteingeschlagen,dassdasBlutvonseinerStirn floss,underwillmirmeinenLohnnichtgeben

21UndderRichtersprachzuElieser:DieserMannspricht dieWahrheitzudir;gibihmseinenLohn,dennsoistes BrauchinunseremLandUndElieserhörtedieWortedes Richters,hobeinenSteinaufundschlugdenRichterdamit. DerSteintrafihnanderStirn,unddasBlutflossreichlich vonderStirndesRichtersUndEliesersprach:Wenndies alsoBrauchineuremLandist,sogibdiesemMann,was ichihmhättegebensollen;denndiesistdeinBeschluss,du hastessobeschlossen

22UndEliezerließdenMannausSodombeidemRichter zurück,undergingweg

23AlsdieKönigevonElamKrieggegendieKönigevon Sodomführten,nahmendieKönigevonElamden gesamtenBesitzvonSodomgefangenundverschleppten LotsamtseinemBesitzAlsAbrahamdavonerfuhr,zoger hinundführteKrieggegendieKönigevonElamund eroberteausihrenHändendengesamtenBesitzLotssowie denBesitzvonSodomzurück

24ZujenerZeitgebarLotsFrauihmeineTochter,under nanntesiePaltith,weilGottihnundseinganzesHausvor denKönigenvonElamerrettethatteUndPaltith,die TochterLots,wuchsheran,undeinerderMännervon SodomnahmsiezurFrau

25UndeinarmerMannkamindieStadt,umumUnterhalt zubitten,underbliebeinigeTageinderStadt.Daließen alleEinwohnervonSodomverkünden,dassesihrBrauch sei,diesemMannkeinenBissenBrotzugeben,bisertot aufdieErdefalle,undsietatenes

26UndPaltith,dieTochterLots,sahdiesenMannaufden Straßenliegen,ausgehungertvorHunger,undniemand wollteihmetwasgeben,umihnamLebenzuerhalten,und erwardemTodenahe

27UndsiehattegroßesMitleidmitdemMannund ernährteihnvieleTagelangheimlichmitBrot,undder Mannwurdewiedergesund

28Dennwennsiehinausging,umWasserzuholen,legte siedasBrotindenWasserkrugWennsiedannandenOrt kam,woderarmeMannwar,nahmsiedasBrotausdem Krugundgabesihmzuessen;sotatsieesvieleTagelang.

29UndalleEinwohnervonSodomundGomorra wundertensich,wiedieserMannsovieleTagelang hungernkonnte

30Dasagtensiezueinander:Daskannnursein,dasserisst undtrinkt;dennkeinMenschkannsovieleTagehungern odersolangelebenwiedieser,ohnedasssichauchnur seinGesichtsausdruckverändertUnddreiMänner verstecktensichandemOrt,woderArmestand,um herauszufinden,werihmBrotzuessenbrachte

31UndPaltith,dieTochterLots,ginganjenemTaghinaus, umWasserzuholenSietatBrotinihrenWasserkrug,ging zudemHausdesArmen,umWasserzuschöpfen,nahm dasBrotausdemKrug,gabesdemArmen,underaßes.

32AlsdiedreiMännersahen,wasPaltithmitdemarmen Manngemachthatte,sagtensiezuihr:Duhastihnalso unterstützt,darumisternichtverhungert,hatsichnicht verändertundistnichtgestorbenwiedieanderen 33DagingendiedreiMännerausdemOrthinaus,wosie sichversteckthatten,undnahmenPaltithunddasBrot,das derArmeinderHandhatte,ansich

34UndsienahmenPaltithfestundbrachtensievorihre Richterundsagtenzuihnen:Sohatsiegehandelt,undsie wares,diedenArmenmitBrotversorgte,darumisterdie ganzeZeitnichtgestorben;nunverkündeunsdieStrafe, diedieserFraugebührt,weilsieunserGesetzübertreten hat

35DaversammeltensichdieEinwohnervonSodomund GomorraundzündeteneinFeueraufderStraßederStadt an;undsienahmendieFrauundwarfensieinsFeuer,und sieverbranntezuAsche

36UndinderStadtAdmalebteeineFrau,dersiedas Gleicheantaten

37EinReisenderkamindieStadtAdma,umdortdie NachtzuverbringenundamMorgenwiedernachHausezu fahrenErsetztesichgegenüberderTürdesHausesdes VatersderjungenFrauundbliebdort,dadieSonne untergegangenwar,alserdortankam.UnddiejungeFrau sahihnvorderTürdesHausessitzen

38UnderbatsieumetwasWasserzutrinkenSiefragte ihn:Werbistdu?Erantworteteihr:Ichwarheuteaufder ReiseundbinerstbeiSonnenunterganghierhergekommen DarumwillichdieNachthierverbringenundmorgenfrüh aufstehenundmeineReisefortsetzen.

39UnddiejungeFraugingindasHausundholtedem MannBrotundWasserzuessenundzutrinken

40AlsdieseAngelegenheitdenEinwohnernvonAdma bekanntwurde,versammeltensiesichundbrachtendie jungeFrauvordieRichter,damitdiesesiewegendieser Tatrichteten

41UndderRichtersprach:ÜberdieseFraumussdas Todesurteilergehen,weilsieunserGesetzübertretenhat; darumistdasUrteilübersiegefällt.

42DaversammeltensichdieEinwohnerjenerStädte, führtendiejungeFrauherausundsalbtensievonKopfbis FußmitHonig,wiederRichteresangeordnethatte,und stelltensievoreinenBienenschwarm,dersichdamalsin seinenStöckenbefand.DieBienenflogenaufsieherab undstachensie,sodassihrganzerLeibanschwoll

43UnddiejungeFrauschriewegenderBienen,aber niemandkümmertesichumsieundhatteMitleidmitihr, undihrSchreienstiegbiszumHimmelauf

44UndderHERRwardarüberundüberalleWerkeder StädteSodomserzürnt;dennsiehattenNahrungim ÜberflussundlebteninRuheuntereinander,unddennoch wolltensiedieArmenundBedürftigennichtunterstützen, undinjenenTagenwurdenihrebösenTatenundSünden großvordemHERRN

45UndderHerrsandtezweiderEngel,diezuAbrahams Hausgekommenwaren,umSodomundseineStädtezu vernichten

46UnddieEngelerhobensichvomEingangdesZeltes Abrahams,nachdemsiegegessenundgetrunkenhatten, undsiekamenamAbendnachSodomLotsaßzudieser ZeitimTorvonSodom;undalsersiesah,standerauf,um ihnenentgegenzugehen,undverneigtesichbiszurErde

47UnderdrängtesiesehrundbrachtesieinseinHausund gabihnenzuessen,undsieaßenundbliebendieganze NachtinseinemHaus

48UnddieEngelsprachenzuLot:Stehaufundgehhinaus vondiesemOrt,duundalles,waszudirgehört,damitdu nichtumkommstinderSchulddieserStadt;dennderHerr wirddiesenOrtvernichten

49UnddieEngelergriffendieHandLotsunddieHand seinerFrauunddieHändeseinerKinderundaller,dieihm gehörten,undführtenihnhinausundstelltenihnvordie Städte.

50DasprachensiezuLot:FliehumdeinLeben!,under flohmitallem,wasihmgehörte

51DaließderHerrSchwefelundFeuervomHimmelauf SodomundGomorraundaufalledieseStädteregnen

52UndervernichtetedieseStädte,dieganzeEbeneund alleEinwohnerderStädteundalles,wasaufdemLand wuchsUndAdo,dieFrauLots,blicktezurück,umdie ZerstörungderStädtezusehen,dennsiehatteMitleidmit ihrenTöchtern,dieinSodomgebliebenwaren,weilsie nichtmitihrgegangenwaren

53Undalssiesichumdrehte,wurdesiezueinerSalzsäule; undsiestehtnochheuteanjenerStelle.

54UnddieOchsen,dieanjenerStellestanden,leckten täglichdasSalzbisandieZehenspitzenauf,undam MorgensprossesaufsNeuehervor,undsielecktenes wiederaufbisaufdenheutigenTag

55UndLotundzweiseinerTöchter,diebeiihmgeblieben waren,flohenundentkamenindieHöhlevonAdullam, undsiebliebendorteinigeZeit

56UndAbrahamstandfrühamMorgenauf,umzusehen, wasmitdenStädtenSodomsgeschehenwar;under schauteundsahdenRauchderStädteaufsteigenwieden RaucheinesSchmelzofens.

57UndLotundseinebeidenTöchterbliebeninderHöhle undließenihrenVaterWeintrinkenundschliefenmitihm, dennsiesagten,esgäbekeinenMannaufErden,dervon ihnenNachkommenzeugenkönne,dennsiemeinten,die ganzeErdeseivernichtet

58UndsiebeideschliefenmitihremVater,undsiewurden schwangerundgebarenSöhneDieErstgeborenenannte ihrenSohnMoabundsprach:VonmeinemVaterhabeich ihnempfangen;eristderStammvaterderMoabiterbisauf denheutigenTag

59DiejüngereabernannteihrenSohnauchBenami;erist derStammvaterderAmmoniterbisaufdenheutigenTag.

60DanachzogenLotundseinebeidenTöchtervondort wegundwohntenaufderanderenSeitedesJordansmit seinenbeidenTöchternundderenSöhnenDieSöhneLots wurdenerwachsenundzogenhinundnahmensichFrauen ausdemLandKanaan.SiezeugtenKinderundwurden fruchtbarundmehrtensich

KAPITEL20

1ZujenerZeitzogAbrahamvonderEbeneMamrefort undgingindasLandderPhilisterundließsichinGerar niederEswarimfünfundzwanzigstenJahr,nachdem AbrahamimLandKanaangewesenwar,undim hundertstenJahrseinesLebens,alsernachGerarimLand derPhilisterkam

2UndalssieindasLandkamen,sagteerzuseinerFrau Sara:Sagjedem,derdichfragt,dassdumeineSchwester bist,damitwirdemBösenderBewohnerdesLandes entgehen.

3AlsAbrahamimLandderPhilisterwohnte,sahendie DienerAbimelechs,desKönigsderPhilister,dassSara überausschönwar,undsiefragtenAbrahamnachihr.Er abersprach:SieistmeineSchwester

4DagingendieDienerAbimelechszuAbimelechund sagten:EinMannausdemLandKanaanistgekommen,um indemLandzuwohnen,underhateineSchwester,die überausschönist

5UndAbimelechhörtedieWorteseinerDiener,dieSara vorihmlobten,undAbimelechsandteseineOffiziere,und diesebrachtenSarazumKönig

6UndSarakamindasHausAbimelechs,undderKönig sah,dassSaraschönwar,undsiegefielihmsehr

7Undertratzuihrundsprachzuihr:Weristdirdieser Mann,mitdemduinunserLandgekommenbist?Sara antworteteundsprach:EristmeinBruder,undwirsindaus demLandKanaangekommen,umunsdortniederzulassen, wowireinenOrtfindenkonnten.

8UndAbimelechsprachzuSara:Siehe,meinLandsteht dirzurVerfügung;setzedeinenBruderineinenbeliebigen TeildiesesLandes,derdirgefällt,undeswirdunsere Pflichtsein,ihnüberalleBewohnerdesLandeszuerheben undzufördern,weilerdeinBruderist

9DaließAbimelechAbrahamrufen,undAbrahamkamzu Abimelech

10UndAbimelechsprachzuAbraham:Siehe,ichhabe befohlen,dassdugeehrtwerdensollst,wiedueswünschst, wegendeinerSchwesterSara

11UndAbrahamgingvomKönigweg,unddieBegleiter desKönigsfolgtenihm

12AlsesAbendwurde,ehesichdieMenschenzurRuhe legten,saßderKönigaufseinemThron,undeintiefer Schlafüberkamihn,underlegtesichaufdenThronund schliefbiszumMorgen

13Underträumte,dasseinEngeldesHerrnzuihmkam undeingezücktesSchwertinderHandhieltDerEngel stelltesichüberAbimelechundwollteihnmitdem Schwerttöten.DaerschrakderKönigimTraumund sprachzudemEngel:Womithabeichgegendich gesündigt,dassdukommst,ummichmitdeinemSchwert zutöten?

14UndderEngelantworteteundsprachzuAbimelech: Siehe,dustirbstwegenderFrau,diedugesternAbendin deinHausgebrachthast;dennsieisteineverheirateteFrau, dieFrauAbrahams,derindeinHausgekommenist.Sogib nunjenenMannseineFrauzurück,dennsieistseineFrau; undwenndusienichtzurückgibst,sowisse,dassdu gewisssterbenwirst,duundalles,wasdirgehört

15UndinjenerNachterhobsicheingroßesGeschreiim LandderPhilister,unddieEinwohnerdesLandessahen dieGestalteinesMannes,dermiteinemgezückten SchwertinderHanddastand,underschlugdieEinwohner desLandesmitdemSchwert,ja,erschlugsieimmerweiter 16UndderEngeldesHerrnschluginjenerNachtdas ganzeLandderPhilister,undesentstandeinegroße VerwirrunginjenerNachtundamfolgendenMorgen 17UndalleLeiberundalleihreAusflüssewurden verschlossen,unddieHanddesHerrnwarüberihnen wegenSara,derFrauAbrahams,dieAbimelech genommenhatte.

18AmMorgenstandAbimelechauf,vollSchrecken, VerwirrungundgroßerFurchtErsandteBotenundließ seineDienerrufenunderzählteihnenseinenTraum;und dasVolkfürchtetesichsehr

19DaantworteteeinerderDienerdesKönigsdemKönig: OKönig,gibdieseFrauihremMannzurück,denneristihr Mann;denndasselbegeschahdemKönigvonÄgypten,als dieserMannnachÄgyptenkam

20UndersagteüberseineFrau:SieistmeineSchwester; dennsoverhältersich,wennerineinLandkommt,indem ereinFremderist

21DasandtederPharaoBotenundließsichdieseFrauzur Fraunehmen;undderHERRließschwerePlagenüberihn kommen,biserdieFrauzuihremMannzurückgab

22Darum,dusouveränerKönig,wisse,wasgesternAbend imganzenLandgeschehenist;dennesherrschtegroße Bestürzung,großerSchmerzundgroßeKlage,undwir wissen,dasseswegenderFraugeschah,diedugefangen genommenhast

23DarumgebtnundieseFrauihremMannzurück,damit esunsnichtergehewiedemPharao,demKönigvon Ägypten,undseinenUntertanen,unddamitwirnicht sterbenUndAbimelecheilteherbeiundließSararufen, undsiekamvorihn;underließAbrahamrufen,undauch erkamvorihn

24DasprachAbimelechzuihnen:Wassolldasfürein Tun,dassihrsagt,ihrseidBruderundSchwester,undich habedieseFrauzurFraugenommen?

25Abrahamabersprach:Weilichdachte,ichmüsste wegenmeinerFrausterben;danahmAbimelechSchafe undRinder,KnechteundMägdeundtausendSilberstücke undgabsieAbrahamundgabihmSarazurück

26UndAbimelechsprachzuAbraham:Siehe,dasganze LandstehtdirzurVerfügung;wohnedarin,woimmerdu willst

27UndAbrahamundSara,seineFrau,gingenehrenvoll undrespektvollvonderGegenwartdesKönigswegund wohntenimLande,inGerar.

28UndalleEinwohnerdesLandesderPhilisterunddie DienerdesKönigslittennochunterderPlage,dieder EngeldieganzeNachtübersiegeschlagenhattewegen Sara

29DasandteAbimelechnachAbrahamundsprach:Bete nunfürdeineKnechtezudemHERRN,deinemGott,dass erdieseSterblichkeitausunsererMittevertilge

30UndAbrahambetetefürAbimelechundseinVolk,und derHERRerhörteAbrahamsGebetundheilteAbimelech undseinganzesVolk

KAPITEL21

1UndeswarzuderZeit,alsAbrahameinJahrundvier MonateimLandderPhilisterinGerargewohnthatte,dass GottSarabesuchte,undderHerrgedachteihrer,undsie wurdeschwangerundgebarAbrahameinenSohn.

2UndAbrahamnanntedenSohn,derihmgeborenwar unddenSaraihmgeborenhatte,Isaak

3UndAbrahambeschnittseinenSohnIsaakamachten Tag,wieGottesAbrahamgebotenhatte,esauchseinen Nachkommennachihmzutun;undAbrahamwarhundert JahrealtundSaraneunzigJahrealt,alsihnenIsaak geborenwurde

4UnddasKindwuchsheranundwurdeentwöhntUnd AbrahamveranstalteteeingroßesFestandemTag,als Isaakentwöhntwurde

5UndSemundEberunddasganzegroßeVolkdesLandes undAbimelech,derKönigderPhilister,undseineDiener undPhikol,derHeerführer,kamen,umzuessenundzu trinkenundsichzufreuenandemFest,dasAbrahamam TagderEntwöhnungseinesSohnesIsaakveranstaltethatte.

6AuchTerach,derVaterAbrahams,undNahor,sein Bruder,kamenausHaran,sieundalles,waszuihnen gehörte,dennsiefreutensichsehr,alssiehörten,dassSara einSohngeborenwordenwar

7UndsiekamenzuAbrahamundaßenundtrankenbei demFestmahl,dasAbrahamamTagderEntwöhnung Isaaksveranstaltethatte

8UndTerachundNahorfreutensichmitAbrahamund bliebenvieleTagebeiihmimLandderPhilister.

9ZujenerZeitstarbSerug,derSohnReus,imerstenJahr nachderGeburtIsaaks,desSohnesAbrahams

10UndSerugwurdeinsgesamt zweihundertneununddreißigJahrealtundstarb

11InjenenTagenwarIsmael,derSohnAbrahams, erwachsengeworden;erwarvierzehnJahrealt,alsSara AbrahamIsaakgebar

12UndGottwarmitIsmael,demSohnAbrahams,under wuchsheranundlernte,mitPfeilundBogenumzugehen, undwurdeeinBogenschütze

13AlsIsaakfünfJahrealtwar,saßermitIsmaelam EingangdesZeltes

14UndIsmaelkamzuIsaak,setztesichihmgegenüber, nahmdenBogen,spannteihn,legtedenPfeileinund wollteIsaaktöten.

15AlsSarasah,wasIsmaelmitihremSohnIsaakvorhatte, wurdesiesehrbetrübtumihresSohneswillenDasandte sienachAbrahamundsprachzuihm:Vertreibediese MagdundihrenSohn!DennihrSohnsollnichtmit meinemSohnerben,dennsoetwaswollteerihmheute antun

16UndAbrahamhörteaufSarasStimmeundstandfrüh amMorgenaufundnahmzwölfBroteundeinenSchlauch Wasser,dieerHagargabundsiemitihremSohn

fortschickteHagargingmitihremSohnindieWüsteund wohnteinderWüsteParanbeidenBewohnernderWüste. IsmaelaberwareinBogenschützeundblieblangeZeitin derWüste.

17DanachzogenerundseineMutterindasLandÄgypten undließensichdortniederHagarnahmsichfürihren SohneineFrauausÄgypten,undihrNamewarMeriba 18UnddieFrauIsmaelswurdeschwangerundgebarvier SöhneundzweiTöchterDanachgingenIsmael,seine Mutter,seineFrauunddieKinderzurückindieWüste 19UndsiebautensichZelteinderWüste,indenensie wohnten,undsiezogenweiterundlagertendannmonatlich undjährlich.

20UndGottgabIsmaelSchafe,RinderundZelteum seinesVatersAbrahamwillen,undderMannvermehrte seinenViehbestand.

21IsmaelwohnteinWüstenundinZelten,reisteumher undruhtesichlangeaus,undersahdasAngesichtseines Vatersnicht.

22EinigeZeitspätersagteAbrahamzuseinerFrauSara: IchwillhingehenundmeinenSohnIsmaelbesuchen;denn ichhabeeinVerlangen,ihnzusehen,daichihnschon langenichtmehrgesehenhabe

23UndAbrahamrittaufeinemseinerKameleindieWüste, umseinenSohnIsmaelzusuchen;dennerhattegehört, dassdiesersichmitallem,wasihmgehörte,ineinemZelt inderWüsteaufhielt

24UndAbrahamgingindieWüsteundkamgegenMittag zumZeltIsmaelsErfragtenachIsmaelundfandIsmaels FraumitihrenKindernimZeltsitzen;aberIsmael,ihr Mann,undseineMutterwarennichtbeiihnen.

25UndAbrahamfragteIsmaelsFrau:WoistIsmael hingegangen?Sieantwortete:EristaufsFeldgegangen, umzujagen.AbrahamabersaßnochaufdemKamel,denn erwolltenichtabsteigen,daerseinerFrauSara geschworenhatte,nichtvomKamelabzusteigen 26UndAbrahamsprachzuIsmaelsFrau:MeineTochter, gibmireinwenigWasserzutrinken,dennichbinmüde vonderReise

27DaantworteteIsmaelsFrauAbraham:Wirhabenweder WassernochBrotUndsiebliebimZeltsitzenund bemerkteAbrahamnichtundfragteihnauchnicht,werer sei.

28AbersieschlugihreKinderimZeltundverfluchtesie; auchihrenMannIsmaelverfluchtesieundschimpftemit ihm.AlsAbrahamdieWortevonIsmaelsFrauanihre Kinderhörte,wurdeersehrzornigundunzufrieden 29DariefAbrahamdieFrauundriefsieausdemZeltzu ihmherausDakamdieFrauundstelltesichAbraham gegenüber;dennAbrahamsaßnochaufdemKamel 30UndAbrahamsprachzuIsmaelsFrau:WenndeinMann IsmaelnachHausezurückkehrt,sprichzuihmdieseWorte: 31EinsehralterMannausdemLandderPhilisterkam hierher,umdichzusuchenSosaherausundsowarseine GestaltIchfragteihnnicht,wererseiDadunichthier warst,spracherzumir:WenndeinMannIsmael zurückkehrt,sagihmFolgendes:DieserMannsagte:Wenn dunachHausekommst,nimmdiesenNageldesZeltesweg, denduhiergeschlagenhast,undschlageeinenanderen NagelanseineStelle.

32UndAbrahambeendeteseineUnterweisungderFrau, wandtesichumundrittaufdemKamelheimwärts.

33DanachkamIsmaelmitseinerMuttervonderJagd zurückinsZelt,undseineFrausprachdieseWortezuihm:

34EinsehralterMannausdemLandderPhilisterkam,um dichzusuchenSosaherausundsonahmerGestaltan Ichfragteihnnicht,wererseiDadunichtzuHausewarst, sagteerzumir:WenndeinMannnachHausekommt,sag ihm:SosprichtderAlte:NimmdenNageldesZeltesweg, denduhiergeschlagenhast,undschlageinenanderen NagelanseineStelle

35UndIsmaelhörtedieWorteseinerFrauunderkannte, dassesseinVaterwarunddassseineFrauihnnichtehrte.

36UndIsmaelverstanddieWorteseinesVaters,dieerzu seinerFraugesprochenhatte,undIsmaelhörteaufdie StimmeseinesVaters,undIsmaelstießjeneFrauvonsich, undsiegingweg

37DanachgingIsmaelindasLandKanaan,nahmsich eineandereFrauundbrachtesieinseinZeltandenOrt,wo ersichzuderZeitaufhielt

38UndnachdreiJahrensagteAbraham:Ichwillwieder hingehenundmeinenSohnIsmaelbesuchen;dennichhabe ihnschonlangenichtmehrgesehen

39UnderbestiegseinKamelundgingindieWüsteund erreichtegegenMittagdasZeltIsmaels.

40UnderfragtenachIsmael,undseineFraukamausdem Zeltundsprach:Eristnichthier,meinHerr,denneristauf dieJagdgegangenundumdieKamelezuhüten.Unddie FrausprachzuAbraham:Kehrezurück,meinHerr,insZelt undisseinStückBrot,denndeineSeelemussvonder Reisemüdesein.

41UndAbrahamsprachzuihr:Ichwillnichtanhalten, dennichhabeeseilig,meineReisefortzusetzen;gibmir abereinwenigWasserzutrinken,dennichhabeDurst.Da eiltedieFrauundliefindasZeltundbrachteAbraham WasserundBrot,stellteesvorihnhinunddrängteihnzu essen,underaßundtrank,undseinHerzwurdegetröstet, undersegneteseinenSohnIsmael

42UnderbeendeteseinMahlundpriesdenHerrnund sprachzuIsmaelsFrau:WennIsmaelnachHausekommt, sprichzuihmdieseWorte:

43EinsehralterMannausdemLandderPhilisterkam hierherundfragtenachdir,aberduwarstnichtda.Da brachteichihmBrotundWasser;eraßundtrank,undsein Herzwurdegetröstet

44UndersprachdieseWortezumir:WenndeinMann IsmaelnachHausekommt,sosageihm:DerNageldes Zeltes,denduhast,istsehrgut;nimmihnnichtvomZelt weg

45UndAbrahamhattederFraubefohlen,underrittzurück inseineHeimat,indasLandderPhilisterAlsIsmaelzu seinemZeltkam,gingseineFrauihmmitFreudeund fröhlichemHerzenentgegen

46Undsiesagtezuihm:EinalterMannkamausdem LandderPhilisterhierher;sosaherausErfragtenachdir, undduwarstnichtdaDabrachteichBrotundWasser; underaßundtrank,undseinHerzwurdegetröstet.

47UndersprachdieseWortezumir:WenndeinMann IsmaelnachHausekommt,sprichzuihm:DerNageldes Zeltes,denduhast,istsehrgut;nimmihnnichtvomZelt weg

48UndIsmaelerkannte,dassesseinVaterwarunddass seineFrauihngeehrthatte;undderHerrsegneteIsmael.

KAPITEL22

1DamachtesichIsmaelaufundnahmseineFrauund seineKinderundseinViehundalles,wasihmgehörte,und zogvondortfortundgingzuseinemVaterindasLandder Philister

2UndAbrahamberichteteseinemSohnIsmaelvondem Rechtsgeschäft,dasIsmaelmitseinererstenFrau geschlossenhatte,undzwarso,wiesieesgetanhatte

3UndIsmaelundseineSöhnewohntenvieleTagebei AbrahaminjenemLand,undAbrahamwohntelangeZeit imLandderPhilister

4UnddieTagevermehrtensichunderreichten26Jahre. DanachzogAbrahammitseinenKnechtenundallem,was ihmgehörte,ausdemLandderPhilisterindieFerneSie kamenindieNähevonHebronundbliebendort. AbrahamsKnechtegrubenBrunnen,undAbrahamund alles,wasihmgehörte,wohntenamWasserDahörtendie KnechteAbimelechs,desKönigsderPhilister,dieKunde davon,dassAbrahamsKnechteBrunnenandenGrenzen desLandesgegrabenhatten

5UndsiekamenundgerietenmitdenKnechtenAbrahams inStreitundraubtenihnendengroßenBrunnen,densie gegrabenhatten

6AlsAbimelech,derKönigderPhilister,vondieserSache hörte,kamermitPhikol,demHeerführer,undzwanzig seinerMännerzuAbrahamAbimelechredetemit AbrahamüberseineKnechte,undAbrahamtadelte AbimelechwegendesBrunnens,denseineKnechteihm geraubthatten

7UndAbimelechsprachzuAbraham:SowahrderHerr lebt,derdieganzeErdegeschaffenhat,ichhabebiszum heutigenTagnichtsvonderTatgehört,diemeineKnechte deinenKnechtenangetanhaben.

8UndAbrahamnahmsiebenweiblicheLämmerundgab sieAbimelechundsprach:Nimmdiesebitteausmeinen Händen,damitsiemireinZeugnisseien,dassichdiesen Brunnengegrabenhabe

9UndAbimelechnahmdiesiebenMutterschafe,die Abrahamihmgegebenhatte,dennerhatteihmauch reichlichRinderundHerdengegebenUndAbimelech schworAbrahamwegendesBrunnens;darumnannteer jenenBrunnenBeerscheba,denndorthattensiebeide darübergeschworen

10UndsieschlossenbeideeinenBundinBeerscheba. AbimelechmachtesichaufmitPhikol,demHeerführer, undallseinenMännern,undsiekehrtenindasLandder PhilisterzurückAbrahamundalles,waszuihmgehörte, wohnteninBeerscheba,underblieblangeZeitindiesem Land

11UndAbrahampflanzteinBeerschebaeinengroßen HainundmachteihmvierTore,dieindievierSeitender Erdegerichtetwaren,underpflanztedarineinenWeinberg, sodass,wenneinReisenderzuAbrahamkam,erineines derToreeintrat,dieanseinemWeglagen,unddortblieb undaßundtrankundsichsattaßunddannweiterzog 12DenndasHausAbrahamswarstetsoffenfürdie Menschenkinder,dievorüberzogenundwiederkehrten;sie

kamentäglich,umimHausAbrahamszuessenundzu trinken.

13UndwennjemandHungerhatteundzuAbrahamsHaus kam,gabAbrahamihmBrot,damiteressenundtrinken undsattwerdenkonnte;undwennjemandnacktzuihm kam,kleideteerihnmitKleidern,wieerwollte,undgab ihmSilberundGoldundkundtatihmdenNamendes Herrn,derihnaufErdengeschaffenhatte.Diestat AbrahamseinganzesLebenlang

14UndAbrahamundseineKinderundalles,waszuihm gehörte,wohnteninBeerscheba,underschlugseinZeltbis nachHebronauf

15AbrahamsBruderNahorundseinVaterundalle,diezu ihnengehörten,wohnteninHaran;dennsiewarennicht mitAbrahamindasLandKanaangekommen

16UndNahorwurdenKindergeboren,dieihmMilka,die TochterHaransundSchwesterSaras,derFrauAbrahams, geborenhatte

17UnddiessinddieNamenderer,dieihmgeboren wurden:Uz,Buz,Kemuel,Kesed,Chazo,Pildash,Tidlaf undBethuel,achtSöhneDiessinddieKinderMilkas,die sieNahor,demBruderAbrahams,geborenhat.

18NahorhatteeineNebenfrau,derenNameReumawar DiesegebarNahorvierSöhne:Sebach,Gachasch, TachaschundMaacha.

19NahorhattezwölfSöhneundzwölfTöchter;auchsie zeugteninHaranKinder

20UnddieKindervonUz,demErstgeborenenNahors, warenAbi,Cheref,Gadin,MelusundDeborah,seine Schwester

21DieSöhnedesBuzwarenBerachel,Naamath,Scheba undMadonu

22DieSöhneKemuelswarenAramundRecob

23DieSöhneKesedswarenAnamlech,Meschai,Benon undJifi;dieSöhneChazoswarenPildasch,Mechiund Opher

24DieSöhnePildaschswarenArud,Chamum,Meredund Moloch

25DieSöhneTidlafswarenMushan,CushanundMutzi

26DieKinderBethuelswarenSechar,Labanundihre SchwesterRebekka

27DiessinddieFamilienderSöhneNahors,dieihnenin Harangeborenwurden;undAram,derSohnKemuels,und Rechob,seinBruder,zogenvonHaranwegundfandenein TalimLandamFlussEuphrat

28UndsiebautendorteineStadtundnanntendieStadt nachdemNamenPetor,desSohnesArams,dasheißt Aram-NaherajimbisaufdenheutigenTag.

29UndauchdieSöhneKesedszogenhin,umsichdort niederzulassen,wosieeinenOrtfindenkonntenUndsie zogenhinundfandeneinTalgegenüberdemLandSchinar, undsieließensichdortnieder.

30UndsiebautensichdorteineStadtundnanntendie StadtKesednachdemNamenihresVaters;dasistdas LandKasdimbisaufdenheutigenTagUnddieKasdim wohnteninjenemLandundwarenfruchtbarundmehrten sichsehr.

31UndTerach,derVaterNahorsundAbrahams,ginghin undnahmsichinseinemAltereineandereFrau,undihr NamewarPelila,undsiewurdeschwangerundgebarihm einenSohn,undernannteihnZoba

32UndTerachlebtenochfünfundzwanzigJahre,nachdem erZobagezeugthatte.

33UndTerachstarbinjenemJahr,dasistdas fünfunddreißigsteJahrnachderGeburtIsaaks,desSohnes Abrahams.

34UndTerachwurdezweihundertundfünfJahrealtund wurdeinHaranbegraben

35UndZoba,derSohnTerachs,lebtedreißigJahreund zeugteAram,AchlisundMerik

36UndAram,derSohnZobas,desSohnesTerachs,hatte dreiFrauenundzeugtezwölfSöhneunddreiTöchter;und derHERRgabAram,demSohnZobas,Reichtumund BesitzundeineFüllevonVieh,SchafenundRindern,und derMannwurdesehrzahlreich

37UndAram,derSohnZobas,undseinBruderundsein ganzesHauszogenvonHaranfortundsuchtensicheinen Wohnort,dennihrBesitzwarzugroß,uminHaranzu bleiben;dennsiekonntennichtinHaranbeiihrenBrüdern, denSöhnenNahors,bleiben.

38UndAram,derSohnZobas,zogmitseinenBrüdernfort, undsiefandeneinTalinderFerneimöstlichenLandund ließensichdortnieder.

39UndsiebautendortaucheineStadtundnanntensie Aram,nachdemNamenihresältestenBruders;dasist AramZobabisaufdenheutigenTag.

40InjenenTagenwuchsIsaak,derSohnAbrahams,heran, undAbraham,seinVater,lehrteihndenWegdesHerrn, damiterdenHerrnerkenne;undderHerrwarmitihm.

41AlsIsaaksiebenunddreißigJahrealtwar,gingsein BruderIsmaelmitihmimZeltumher

42UndIsmaelrühmtesichvorIsaakundsprach:Ichwar dreizehnJahrealt,alsderHerrzumeinemVatersprach, dasserunsbeschneidensolle,undichtatnachdemWort desHerrn,daserzumeinemVatergesprochenhatte,und ichgabmeinLebendemHerrnundübertratseinWort nicht,dasermeinemVatergebotenhatte

43IsaakantworteteIsmaelundsprach:Warumrühmstdu dichvormirdieserkleinenMengeFleisch,dieduvon deinemLeibgenommenhast,wovondirderHerres gebotenhat?

44SowahrderHerrlebt,derGottmeinesVatersAbraham, wennderHerrzumeinemVatersagenwürde:Nimmnun deinenSohnIsaakundbringeihnalsOpfervormich herauf,sowürdeichnichtzögern,sondernfreudig zustimmen

45UndderHERRhörtedasWort,dasIsaakzuIsmael gesprochenhatte,undesgefieldemHERRN,under beschloss,AbrahamindieserSacheaufdieProbezu stellen

46UndeskamderTag,andemdieSöhneGotteskamen undsichvordenHerrnstellten;undauchderSatankam mitdenSöhnenGottesvordenHerrn.

47UndderHerrsprachzuSatan:Woherkommstdu? SatanantwortetedemHerrnundsprach:VomUmhergehen aufderErdeundvomAuf-undAbwandelnaufihr

48UndderHerrsprachzuSatan:Wassagstdumirüber alleKinderderErde?SatanantwortetedemHerrnund sprach:IchhabealleKinderderErdegesehen,diedir dienenundandichdenken,wennsieetwasvondir benötigen.

49Undwennduihnengibst,wassievondirverlangen,so sitzensiezufriedendaundverlassendichundgedenken deinernichtmehr

50HastduAbraham,denSohnTerachs,gesehen?Erhatte zunächstkeineKinder,dientedirunderrichtetedirAltäre, woimmererhinkam,undbrachtedaraufOpferdarund verkündetedeinenNamenunaufhörlichallenKindernder Erde.

51Undnun,daihmseinSohnIsaakgeborenist,haterdich verlassen;erhateingroßesFestmahlfüralleBewohnerdes LandesveranstaltetunddenHerrnvergessen

52Denninmittenalldessen,wasergetanhat,haterdir keinOpfergebracht,wederBrandopfernochFriedensopfer, wederRind,LammnochZiegevonallem,waserandem Taggeschlachtethat,alsseinSohnentwöhntwurde 53SchonseitderGeburtseinesSohnesbisjetzt,daer siebenunddreißigJahrealtwar,hatervordirkeinenAltar gebautunddirkeineOpfergabendargebracht;dennersah, dassduihmvordirgabst,worumerbat,unddarumverließ erdich

54UndderHerrsprachzuSatan:HastdumeinenKnecht Abrahamsobeachtet?DennesistkeinerwieeraufErden, einMann,dervormiruntadeligundrechtschaffenist,der GottfürchtetunddasBösemeidetSowahrichlebe,wenn ichzuihmsagte:BringedeinenSohnIsaakvormich herauf,sowürdeerihnmirnichtverweigern,umsomehr, wennichihmbefehlenwürde,einBrandopfervonseinen SchafenoderRindernvormichheraufzubringen.

55DaantwortetederSatandemHerrnundsprach:Rede nunzuAbraham,wiedugesagthast,undduwirstsehen, obernichtheuteübertrittunddeineWorteverwirft.

KAPITEL23

1ZujenerZeitergingdasWortdesHerrnanAbraham, undersprachzuihm:Abraham!,undersprach:Hierbin ich.

2Undersprachzuihm:NimmnundeinenSohn,deinen einzigenSohn,denduliebst,Isaak,undgehindasLand MorijaundopfereihndortalsBrandopferaufeinemder Berge,derdirgezeigtwerdenwird;denndortwirstdueine WolkeunddieHerrlichkeitdesHerrnsehen

3UndAbrahamsprachbeisich:WiesollichmeinenSohn IsaakvonseinerMutterSarascheiden,umihnzum BrandopfervordenHerrnzubringen?

4UndAbrahamgingindasZelthineinundsetztesichvor seineFrauSaraundsprachdieseWortezuihr:

5MeinSohnIsaakisterwachsengewordenundhatsich schonseiteinigerZeitnichtmehrmitdemDienstseines GottesbeschäftigtMorgenwerdeichihnzuSemund seinemSohnEberbringen,unddortwirderdieWegedes Herrnlernen.Dennsiewerdenihnlehren,denHerrnzu erkennenundzuwissen,dassderHerrihnerhörenwird, wennerbeständigzuihmbetetDarumwirderdortden Wegkennenlernen,demHerrn,seinemGott,zudienen

6UndSarasprach:DuhastrechtgesprochenGehhin, meinHerr,undtumitihm,wiedugesagthast;aber entferneihnnichtzuweitvonmirundlassihnnichtzu langedortbleiben,dennmeineSeeleistanseineSeele gebunden.

7UndAbrahamsprachzuSara:MeineTochter,lassunszu demHERRN,unseremGott,beten,dasserunsGutestue. 8UndSaranahmihrenSohnIsaak,underbliebdieganze Nachtbeiihr;undsieküssteundumarmteihnund unterwiesihnbiszumMorgen.

9Undsiesprachzuihm:MeinSohn,wiekönntesich meineSeelevondirtrennen?Undsieküssteundumarmte ihnnochimmerundgabAbrahamAnweisungenbezüglich ihm

10UndSarasprachzuAbraham:MeinHerr,ichbittedich, achteaufdeinenSohnundlassdeineAugenaufihn gerichtetsein;dennichhabekeinenanderenSohnund keineandereTochteraußerihm.

11Verlassihnnicht!WennerHungerhat,gibihmBrot, undwennerDursthat,gibihmWasserzutrinkenLassihn nichtzuFußgehenundlassihnnichtinderSonnesitzen. 12LassihnnichtalleinaufdemWeggehenundzwinge ihnnichtzudem,waserbegehrt;vielmehrhandlemitihm so,wieeresdirsagt.

13UndSaraweintedieganzeNachtbitterlichwegenIsaak undgabihmbiszumMorgenAnweisungen

14AmMorgensuchtesichSaraeinsehrfeinesund schönesKleidausdenKleidernaus,diesieimHaushatte unddieihrAbimelechgegebenhatte

15UndsiekleideteihrenSohnIsaakdamitanundsetzte ihmeinenTurbanaufdenKopfundschlosseinen EdelsteinindieSpitzedesTurbanseinundgabihnen ProviantfürdenWeg,undsiezogenaus,undIsaakging mitseinemVaterAbraham,undeinigeihrerDiener begleitetensie,umsieaufdemWegzuverabschieden 16UndSaragingmitihnenhinausundbegleitetesieauf demWeg,umsiezuverabschiedenDasagtensiezuihr: KehrezurückinsZelt

17AlsSaradieWorteihresSohnesIsaakhörte,weintesie bitterlich,undAbraham,ihrMann,weintemitihr,undihr Sohnweintemitihnensehr;auchdie,diemitihnen gegangenwaren,weintensehr.

18DaergriffSaraihrenSohnIsaak,hieltihninihren Armen,umarmteihnundweintemitihmUndSarasprach: Werweiß,obichdichnachdiesemTagwiedersehenwerde? 19UndAbraham,SaraundIsaakweintennochimmer zusammen,undalle,diesieaufdemWegbegleitethatten, weintenmitihnen.Sarawandtesichdanachvonihrem Sohnabundweintebitterlich,undalleihreKnechteund MägdekehrtenmitihrinsZeltzurück

20UndAbrahamgingmitseinemSohnIsaakhinauf,um ihnalsOpfergabevordenHerrnzubringen,wieerihm gebotenhatte.

21UndAbrahamnahmzweiseinerjungenMännermit sich,Ismael,denSohnHagars,undElieser,seinenKnecht, undsiegingenzusammenmitihnenUndwährendsieauf demWeggingen,sprachendiejungenMännerdieseWorte beisichselbst:

22UndIsmaelsprachzuElieser:NungehtmeinVater AbrahammitIsaakhinauf,umihndemHERRNals Brandopferdarzubringen,wieerihmgebotenhat 23Wennernunzurückkehrt,wirdermiralles,waser besitzt,geben,damitichnachihmerbe,dennichbinsein Erstgeborener

24ElieserantworteteIsmaelundsprach:Wahrlich, AbrahamhatdichmitdeinerMutterverstoßenund

geschworen,dassdunichtsvonseinemBesitzerbensollst WemaberwirderallseinenBesitzundallseineSchätze geben,wennnichtmir,seinemKnecht,derinseinem Hausetreugewesenist,derihmTagundNachtgedient undallesgetanhat,waservonmirverlangthat?Mirwird erbeiseinemTodallesvermachen,waserbesitzt

25UndalsAbrahammitseinemSohnIsaakaufdemWeg war,kamderSatanunderschienAbrahaminGestalteines sehraltenMannes,demütigundvonzerknirschtemHerzen; undertratzuAbrahamundsprachzuihm:Bistdudumm oderunvernünftig,dassduheutesoetwasdeinemeinzigen Sohnantunwillst?

26DennGotthatdirindeinenletztenTagen,indeinem hohenAlter,einenSohngeschenkt,undwillstduhingehen undihnheuteschlachten,weilerkeinUnrechtgetanhat, undwillstdudieSeeledeineseinzigenSohnesvonder Erdevertilgen?

27Weißtundverstehstdunicht,dassdiesnichtvomHerrn seinkann?DennderHerrkanneinemMenschenaufErden nichtsolchesBösesantun,dasserzuihmsagt:„Gehund schlachtedeinKind“

28Abrahamhörtediesunderkannte,dassesdasWort Satanswar,derihnvomWegdesHerrnabbringenwollte AberAbrahamwolltenichtaufdieStimmeSatanshören, sondernwiesihnzurecht,undergingweg.

29UndderSatankehrtezurückundkamzuIsaak;under erschienIsaakinGestalteinesjungenMannes,schönund ansehnlich.

30UndertratzuIsaakundsprachzuihm:Weißtund verstehstdunicht,dassdeinalter,törichterVaterdich heuteumsonstzumSchlachtenführt?

31Darum,meinSohn,hörenichtaufihnundbeachteihn nicht,denneristeintörichteralterMann,undlassdeine kostbareSeeleunddeineschöneGestaltnichtvonderErde verschwinden

32AlsIsaakdieshörte,spracherzuAbraham:Hastdu gehört,meinVater,wasdieserManngesagthat?Genauso hatergesprochen

33AbrahamantworteteseinemSohnIsaakundsprachzu ihm:HütedichvorihmundhörenichtaufseineWorteund beachteihnnicht;denneristderSatan,derunsheutevon denGebotenGottesabzubringensucht

34UndAbrahamwiesdenSatannocheinmalzurecht.Da gingderSatanvonihnenwegUndalsersah,dassersie nichtbesiegenkonnte,verbargersichvorihnenundging vorihnenheraufdemWeg.Underverwandeltesichin einengroßenWasserbachmittenaufdemWegUnd AbrahamundIsaakundseinebeidenKnechtekamenan jeneStelleundsaheneinenBach,großundmächtigwie diegewaltigenWasser

35UndsiegingenindenBachhineinunddurchquertenihn, unddasWasserreichteihnenzuerstbiszudenBeinen.

36UndsiegingentieferindenBachhinein,unddas WasserreichteihnenbiszumHals,undsiealleerschraken sehrvordemWasser;undalssiedenBachdurchquerten, erkannteAbrahamdieStelleundwusste,dassdortvorher keinWassergewesenwar.

37UndAbrahamsprachzuseinemSohnIsaak:Ichkenne diesenOrt,wowederBachnochWasserwar;darumistes nundieserSatan,derunsdiesallesantut,umunsheutevon denGebotenGottesabzubringen

38Abrahamaberwiesihnzurechtundsprachzuihm:Der Herrstrafedich,Satan!Weichevonuns,dennwirleben nachdenGebotenGottes

39DaerschrakderSatanüberdieStimmeAbrahamsund gingvonihnenweg,undderOrtwurdewiedertrockenes Land,wieeresamAnfanggewesenwar

40UndAbrahamgingmitIsaakandenOrt,denGottihm genannthatte.

41UndamdrittenTagerhobAbrahamseineAugenund sahdenOrtvonferne,denGottihmgenannthatte

42UndihmerschieneineFeuersäule,dievonderErdebis zumHimmelreichte,undeineWolkederHerrlichkeitauf demBerg,unddieHerrlichkeitdesHerrnwurdeinder Wolkegesehen

43UndAbrahamsprachzuIsaak:MeinSohn,siehstduauf jenemBerg,denwirvonferneerkennen,das,wasich daraufsehe?

44IsaakantworteteseinemVater:Ichseheundsiehe,eine FeuersäuleundeineWolke,unddieHerrlichkeitdesHerrn istaufderWolkezusehen

45UndAbrahamerfuhr,dassseinSohnIsaakvordem HerrnalsBrandopferangenommenwordenwar.

46UndAbrahamsprachzuElieserundzuIsmael,seinem Sohn:Sehtauchihrdas,waswiraufdemBerginderFerne sehen?

47Sieantworteten:„Wirsehennichtsanderesalsdie anderenBergederErde“Abrahamwusste,dasssievor demHerrnnichtangenommenwurdenundmitihnengehen wolltenDasagteerzuihnen:„BleibtihrhiermitdemEsel, währendichundmeinSohnIsaakaufjenenBerggehen unddortvordemHerrnanbetenunddannzueuch zurückkehrenwerden“

48UndElieserundIsmaelbliebenanjenemOrt,wie Abrahamesgebotenhatte.

49UndAbrahamnahmHolzfüreinBrandopferundlegte esaufseinenSohnIsaak;undernahmdasFeuerunddas Messer,undsiegingenbeideanjenenOrt.

50Undalssieweiterzogen,sagteIsaakzuseinemVater: Siehe,ichsehehierdasFeuerunddasHolz;woistdenn dasLamm,dasvordemHerrnalsBrandopferdargebracht werdensoll?

51AbrahamantworteteseinemSohnIsaak:DerHERRhat dich,meinenSohn,erwählt,dassduanstelledesLammes einvollkommenesBrandopferseinsollst

52UndIsaaksprachzuseinemVater:Ichwillallestun, wasderHERRdirgesagthat,mitFreudeundFröhlichkeit desHerzens

53UndAbrahamsprachabermalszuseinemSohnIsaak: IstindeinemHerzeneinGedankeoderRatschlagindieser Sache,dernichtrechtist?Sagesmir,meinSohn,ichbitte dich,verheimlicheesmirnicht

54UndIsaakantworteteseinemVaterAbrahamund sprachzuihm:MeinVater,sowahrderHerrlebtundso wahrdeineSeelelebt,esistnichtsinmeinemHerzen,was michveranlassenkönnte,auchnichtnachrechtsodernach linksvondemWortabzuweichen,daserzudirgeredethat 55WederGliednochMuskelhatsichdabeibewegtoder gerührt,undesistauchkeinGedankeoderböserRatin meinemHerzen,derdiesbetrifft

56AberichbinindieserSachevonfrohemundfröhlichem Herzenundsage:GepriesenseiderHerr,dermichheute erwählthat,vorihmeinBrandopferzusein

57AbrahamfreutesichsehrüberdieWorteIsaaks,undsie gingenweiterundkamenzusammenandenOrt,vondem derHerrgesprochenhatte

58UndAbrahamtrathin,umanjenerStelledenAltarzu bauen,undAbrahamweinte.IsaakabernahmSteineund Mörtel,bissiedenAltarfertiggebauthatten

59UndAbrahamnahmdasHolzundlegteesaufdenAltar, denergebauthatte

60UndernahmseinenSohnIsaakundfesselteihn,umihn aufdasHolzzulegen,dasaufdemAltarlag,umihnvor demHerrnalsBrandopferzuschlachten

61UndIsaaksprachzuseinemVater:Bindemichfestund legemichaufdenAltar,damitichmichnichtumdreheund bewegeundmichdurchdieWuchtdesMessersanmeinem FleischlosreißeunddadurchdasBrandopferentweihe UndAbrahamtatso.

62UndIsaaksprachnochzuseinemVater:MeinVater, wenndumichgeschlachtetundalsOpferverbrannthast, nimmmitdir,wasvonmeinerAscheübrigbleibt,und bringesmeinerMutterSaraundsprichzuihr:Diesistder lieblicheDuftIsaaks;abersagesihrnicht,wennsiesichan einenBrunnenoderaufeineAnhöhesetzt,damitsienicht ihreSeelemirnachwirftundstirbt

63UndAbrahamhörtedieWorteIsaaksunderhobseine Stimmeundweinte,alsIsaakdieseWortesprach;und AbrahamsTränenflossenaufseinenSohnIsaakherab,und IsaakweintebitterlichundsprachzuseinemVater:Eile, meinVater,undtuemitmirdenWillendesHerrn,unseres Gottes,wieerdirgebotenhat

64UnddasHerzAbrahamsundIsaaksfreutesichüberdas, wasderHerrihnengebotenhatte;aberdasAugeweinte bitterlich,währendsichdasHerzfreute

65UndAbrahambandseinenSohnIsaakundlegteihnauf denAltaraufdasHolz.UndIsaakstreckteseinenHalsauf demAltarvorseinemVateraus,undAbrahamstreckte seineHandaus,umdasMesserzunehmen,umseinen SohnalsBrandopfervordemHerrnzuschlachten.

66ZujenerZeittratendieEngelderBarmherzigkeitvor denHerrnundsprachenzuihmüberIsaak:

67OHerr,dubisteinbarmherzigerundmitfühlender Königüberalles,wasduimHimmelundaufErden geschaffenhast,undduerhältstsiealle;gibdaherLösegeld undErlösunganstelledeinesKnechtesIsaakunderbarme dichAbrahamsundIsaaks,seinesSohnes,dieheutedeine Gebotebefolgen.

68Hastdugesehen,Herr,wieIsaak,derSohnAbrahams, deinKnecht,wieeinTierzurSchlachtbankgeführtwird? DarumlassnundeinErbarmenmitihnenaufkommen,Herr 69ZujenerZeiterschienderHerrAbrahamundriefihm vomHimmelherabzu:„LegedeineHandnichtanden Knabenundtueihmnichtsan;dennnunweißich,dassdu Gottfürchtest,indemdudieseTatvollbringstundmir deinenSohn,deineneinzigenSohn,nichtvorenthältst“

70UndAbrahamhobseineAugenaufundsah,undsiehe, einWidderhattesichmitseinenHörnernimDickicht verfangen;daswarderWidder,denGottderHERRauf ErdengeschaffenhatteandemTage,alserErdeund Himmelmachte

71DennderHerrhattediesenWiddervonjenemTagan alsBrandopferanstelleIsaaksausersehen.

72UndalsdieserWidderaufAbrahamzuging,packteihn derSatanundverstrickteseineHörnerimDickicht,damit ernichtaufAbrahamzugingeundAbrahamseinenSohn tötenkonnte

73AlsAbrahamsah,dassderWidderaufihnzukamund derSatanihnzurückhielt,holteerihnundbrachteihnvor denAltarErlösteseinenSohnIsaakvondenFesselnund stelltedenWidderanseineStelleAbrahamschlachtete denWidderaufdemAltarundbrachteihnalsOpfergabe anstelleseinesSohnesIsaakherauf

74UndAbrahamsprengteetwasvondemBlutdes WiddersaufdenAltarundrief:DiesgescheheanderStatt meinesSohnes;diessollheutevordemHerrnalsdasBlut meinesSohnesgelten.

75Undalles,wasAbrahambeidieserGelegenheitam Altartat,rieferausundsagte:„Diesgeschiehtanstelle meinesSohnes,undesmögeheutevordemHerrnanstelle meinesSohnesgelten“UndAbrahamvollendeteden ganzenDienstamAltar,undderDienstwurdevordem Herrnangenommenundihmangerechnet,alswäreerIsaak gewesen;undderHerrsegneteAbrahamundseine NachkommenandiesemTag

76UndderSatangingzuSaraunderschienihrinGestalt einesaltenMannes,dersehrdemütigundsanftmütigwar; Abrahamwarabernochdabei,dasBrandopfervordem Herrndarzubringen.

77Undersprachzuihr:Weißtdudennnicht,was AbrahamheutemitdeinemeinzigenSohngetanhat?Denn ernahmIsaakundbauteeinenAltar,schlachteteihnund brachteihnalsOpferaufdenAltarIsaakaberschrieund weintevorseinemVater,dochdersahihnnichtanund hattekeinMitleidmitihm.

78UndderSatanwiederholtedieseWorteundgingvonihr fortSarahörtealleWortedesSatansundmeinte,erseiein GreisausdemVolkderMenschensöhne,dermitihrem Sohnzusammengewesenwarunddergekommenwar,um ihrdieszusagen

79UndSaraerhobihreStimmeundweinteundschrie bitterlichumihrenSohn;undsiewarfsichzuBodenund streuteStaubaufihrHauptundsprach:AchmeinSohn, Isaak,meinSohn,ach,wäreichdochheuteandeinerStelle gestorben!Undsieweinteweiterundsprach:Esschmerzt michumdich,achmeinSohn,meinSohnIsaak,ach,wäre ichdochheuteandeinerStellegestorben!

80Undsieweintenochimmerundsprach:Esschmerzt michumdich,nachdemichdichgroßgezogenunderzogen habe;nunistmeineFreudeinTrauerüberdichverwandelt, ich,dieichmichnachdirsehnteundzuGottschrieund betete,bisichdichimAltervonneunzigJahrengebar;und nunhastduheutedemMesserunddemFeuergedient,um einOpferdargebrachtzuwerden

81Aberichtröstemichmitdir,meinSohn,weilesdas WortdesHerrnist,dennduhastdasGebotdeinesGottes befolgt;dennwerkanndasWortunseresGottesübertreten, indessenHändendieSeelejedeslebendenWesensist?

82Dubistgerecht,HERR,unserGott,dennalldeine Werkesindgutundgerecht;dennauchichfreuemichüber deinWort,dasdugebotenhast,undwährendmeinAuge bitterlichweint,freutsichmeinHerz

83UndSaralegteihrHauptandenBuseneinerihrer Dienerinnen,undsiewurdelebloswieeinStein.

84Danachmachtesiesichaufundgingumher,um Nachforschungenanzustellen,bissienachHebronkam. Dortbefragtesiealle,dieihraufdemWegbegegneten, aberniemandkonnteihrsagen,wasmitihremSohn geschehenwar

85UndsiekammitihrenMägdenundKnechtennach Kireat-Arba,dasistHebron,undfragtenachihremSohn SiebliebdortundsandteeinigeihrerKnechteaus,umzu suchen,woAbrahammitIsaakhingegangenwarSie suchtenihnimHausvonSemundEber,konntenihnaber nichtfinden.SiesuchtenihnimganzenLand,abererwar auchnichtda

86Undsiehe,derSatankamzuSarainGestalteinesalten Mannes,tratvorsieundsprachzuihr:Ichhabefalschzu dirgeredet,dennAbrahamhatseinenSohnnichtgetötet, underistnichttotAlssiedashörte,wurdeihreFreude überihrenSohnsoüberausgroß,dassihreSeelevor Freudeausfuhr;siestarbundwurdezuihremVolk versammelt

87AlsAbrahamseinenDienstbeendethatte,kehrteermit seinemSohnIsaakzuseinenKnechtenzurück;undsie machtensichaufundgingengemeinsamnachBeerscheba undkamennachHause.

88UndAbrahamsuchteSaraundkonntesienichtfinden Ererkundigtesichnachihr,undmansagteihm:Sieistbis nachHebrongegangen,umeuchbeidedortzusuchen,wo ihrhingegangenseid;dennsowurdeihrmitgeteilt

89UndAbrahamundIsaakgingenzuihrnachHebron, undalssiefanden,dasssietotwar,erhobensieihre Stimmenundweintenbitterlichübersie;undIsaakfielauf dasAngesichtseinerMutterundweinteübersieund sprach:OmeineMutter,meineMutter,wiehastdumich verlassen,undwohinbistdugegangen?Owie,wiehastdu michverlassen!

90UndAbrahamundIsaakweintensehr,undalleihre KnechteweintenmitihnenwegenSara,undsietrauerten umsiemiteinergroßenundschwerenTrauer

KAPITEL24

1UndSarawurdeeinhundertsiebenundzwanzigJahrealt, undSarastarbDastandAbrahamvondenTotenauf,um einenBegräbnisplatzfürseineFrauSarazusuchenUnder ginghinundsprachzudenKindernHeths,denBewohnern desLandes,undsagte:

2IchbineinFremderundeinGastbeieuchineuremLand; gebtmireinenBegräbnisplatzineuremLand,damitich meineToten,dievormirgestorbensind,begrabenkann

3UnddieSöhneHethssprachenzuAbraham:Siehe,das Landstehtvordir;inderWahlunsererGräberbegrabe deineToten,dennniemandsolldichdaranhindern,deine Totenzubegraben

4UndAbrahamsprachzuihnen:Wennihrdamit einverstandenseid,gehthinundbittetfürmichEphron, denSohnZochars,dassermirdieHöhleMachpelagebe, dieamEndeseinesFeldesliegt,undichwillsieihm abkaufenzudemPreis,denerdafürverlangt

5UndEphronwohnteunterdenSöhnenHeths;undsie gingenhinundriefenihnUndertratvorAbraham,und

EphronsprachzuAbraham:Siehe,alles,wasduvon deinemKnechtverlangst,wirdertun.Abrahamaber sprach:Nein,sondernichwilldieHöhleunddasFeld,die duwertvollhast,kaufen,damitesfürimmereinBesitzund eineGrabstättesei.

6Ephronantwortete:Siehe,dasFeldunddieHöhlestehen vordir;gib,wasimmerduwillstAbrahamabersprach: NurzumvollenPreiswillichesvondirundvonden Leuten,diedurchdasTordeinerStadteintreten,undvon deinenNachkommenfürimmerkaufen

7AlsEphronundalleseineBrüderdieshörten,wog AbrahamEphronvierhundertSchekelSilberab,inEphrons undallerseinerBrüderHände;undAbrahamschrieb diesenVorgangniederundbezeugteihnmitvierZeugen

8UnddiessinddieNamenderZeugen:Amigal,derSohn Abischnas,desHetiters;Adichorom,derSohnAschunachs, desHiwiters;Abdon,derSohnAchirams,desGomeriters; Bakdil,derSohnAbudischs,desSidoniters

9UndAbrahamnahmdasKaufbuchundlegteesinseine Schätze,unddiessinddieWorte,dieAbrahamindasBuch geschriebenhatte,nämlich:

10DieHöhleunddasFeld,dieAbrahamvonEphron,dem Hetiter,undvonseinenNachkommenundvondenen,die ausseinerStadtweggehen,undvonderenNachkommen fürimmergekaufthatte,solltenAbrahamundseinen Nachkommenunddenen,dieausseinenLenden hervorgehen,einKaufsein,einewigerBesitzals Begräbnisstätte;underversahesmiteinemSiegelringund bezeugteesmitZeugen

11UnddasFeldunddieHöhle,diedarinwar,undder ganzeOrtwurdenAbrahamundseinenNachkommennach ihm,vondenSöhnenHeths,zugesprochen;siehe,esliegt vorMamreinHebron,dasistimLandKanaan

12DanachbegrubAbrahamdortseineFrauSara,undjener OrtundseineganzeGrenzewurdenAbrahamundseinen NachkommenzumBesitzeinerBegräbnisstätte

13UndAbrahambestatteteSaramitPrunk,wieesbeider BestattungvonKönigenüblichwar,undsiewurdeinsehr feineundschöneGewändergehülltbegraben

14UndanihrerBahrewarenSem,seineSöhneEberund Abimelech,zusammenmitAnar,AschkolundMamre,und alleGroßendesLandesfolgtenihrerBahre 15UndSarawurdehundertundsiebenundzwanzigJahrealt undstarbAbrahamhielteinegroßeundschwere TrauerfeierundvollzogdieTrauerritensiebenTagelang 16UndalleEinwohnerdesLandeströstetenAbrahamund seinenSohnIsaakwegenSara

17AlsdieTageihrerTrauervorüberwaren,schickte AbrahamseinenSohnIsaakfortundgingzumHausvon SemundEber,umdieWegedesHerrnundseine WeisungenzulernenAbrahambliebdortdreiJahre 18ZujenerZeitmachtesichAbrahammitallenseinen Dienernauf,undsiegingenundkehrtenheimnach Beerschebazurück,undAbrahamundalleseineDiener bliebeninBeerscheba

19UndzurZeitdesJahreswechselsstarbAbimelech,der KönigderPhilister;erwareinhundertdreiundneunzigJahre altbeiseinemTod;undAbrahamgingmitseinemVolkin dasLandderPhilister,undsietröstetendasganzeHaus undalleseineDiener,underkehrtedannumundgingnach Hause

20NachdemTodAbimelechsnahmendieLeutevonGerar seinenSohnBenmalich,dererstzwölfJahrealtwar,und ließenihnanderStelleseinesVatersliegen

21UndsienanntenihnAbimelechnachdemNamenseines Vaters,dennsowaresinGerarüblich,undAbimelech regierteanstelleseinesVatersAbimelechundsetztesich aufdessenThron

22UndLot,derSohnHarans,starbinjenenTagen,im neununddreißigstenLebensjahrIsaaks;Lotlebteinsgesamt einhundertvierzigJahreundstarb

23DiessinddieSöhneLots,dieihmvonseinenTöchtern geborenwurden:DerNamedesErstgeborenenwarMoab, derNamedesZweitenBenami.

24UnddiebeidenSöhneLotsgingenhinundnahmensich FrauenausdemLandKanaanundgebarenihnenKinder DieSöhneMoabswarenEd,Mayon,TarsusundKanvil, vierSöhne;diesesinddieStammväterderMoabiterbisauf denheutigenTag

25UndalleGeschlechterderSöhneLotszogenfort,sich überalldortniederzulassen,wosieeinenOrtfanden;denn siewarenfruchtbarundvermehrtensichsehr

26UndsiezogenhinundbautensichStädteindemLand, indemsiewohnten,undsienanntendieStädte,diesie bauten,nachihreneigenenNamen

27UndNahor,derSohnTerachs,derBruderAbrahams, starbinjenenTagenimvierzigstenLebensjahrIsaaks; NahorwurdeeinhundertzweiundsiebzigJahrealtundstarb undwurdeinHaranbegraben.

28AlsAbrahamhörte,dassseinBrudergestorbenwar, warersehrbetrübtundtrauertevieleTageumseinen Bruder.

29UndAbrahamriefEliëser,seinenoberstenKnecht,um AnweisungenfürseinHauszuerhaltenUndEliëserkam undtratvorihn.

30Abrahamabersprachzuihm:Siehe,ichbinaltund weißdenTagmeinesTodesnicht,dennichbinhochbetagt Darumstehnunauf,gehhinausundnimmmeinemSohn keineFrauvondiesemOrtundvondiesemLand,vonden TöchternderKanaaniter,unterdenenwirwohnen

31GehaberinmeinLandundanmeinenGeburtsortund nimmdirvondorteineFraufürmeinenSohnDennder Herr,derGottdesHimmelsundderErde,dermichaus demHausmeinesVatersgeholtundmichandiesenOrt gebrachthatundzumirsprach:„DeinenNachkommenwill ichdiesesLandzumewigenErbegeben“,derwirdseinen EngelvordirhersendenunddeinenWeggelingenlassen, damitdudireineFraufürmeinenSohnausmeinem GeschlechtundausdemHausmeinesVatersnimmst.

32DaantwortetederKnechtseinemHerrnAbrahamund sprach:Siehe,ichgehezudeinemGeburtsortundzum HausdeinesVatersundholemirvondorteineFraufür deinenSohn;wennaberdieFraunichtwill,mirindieses Landzufolgen,sollichdeinenSohnwiederindasLand deinesGeburtsorteszurückbringen?

33UndAbrahamsprachzuihm:Siehzu,dassdumeinen Sohnnichtwiederhierherbringst;dennderHERR,vor demichgewandeltbin,derwirdseinenEngelvordir hersendenunddeinenWeggelingenlassen

34UndEliesertat,wieAbrahamihmbefohlenhatte,und ElieserschworAbraham,seinemHerrn,indieserSache; undElieserstandaufundnahmzehnKamelevonden

KamelenseinesHerrnundzehnMännervondenKnechten seinesHerrnmitsich,undsiemachtensichaufundgingen nachHaran,derStadtAbrahamsundNahors,umeineFrau fürIsaak,denSohnAbrahams,zuholen;undwährendsie fortwaren,sandteAbrahamBotenzumHausvonSemund Eber,undsieholtenvondortseinenSohnIsaak 35UndIsaakkehrteindasHausseinesVatersnach Beerschebazurück,währendEliesermitseinenMännern nachHarankam;undsiebliebeninderStadtander Wasserstellestehen,underließseineKameleamWasser niederknienundsiebliebendort

36UndElieser,AbrahamsKnecht,beteteundsprach:O GottAbrahams,meinesHerrn,lassmirdochheuteGutes widerfahrenunderweisemeinemHerrndeineGüte,dass duheutedemSohnmeinesHerrneineFrauausseinem Geschlechtauswählst.

37UndderHERRerhörtedieStimmeEliesersumseines KnechtesAbrahamwillen,undesbegabsich,dassElieser dieTochterBethuels,desSohnesMilkas,dieFrauNahors, desBrudersAbrahams,traf,undEliesergingzuihrnach Hause

38UndEliesererzählteihnenalles,wasihnbeschäftigte, unddasserAbrahamsDienersei;undsiefreutensichsehr überihn

39UndallepriesendenHerrn,derdiesbewirkthatte,und gabenihmRebekka,dieTochterBetuels,zurFraufür Isaak

40UnddiejungeFrauwarvonsehransehnlichem Aussehen,siewarJungfrau,undRebekkawarinjenen TagenzehnJahrealt

41UndBethuelundLabanundseineSöhneveranstalteten injenerNachteinFestmahl,undElieserundseineMänner kamenundaßenundtrankenundfreutensichdortinjener Nacht.

42UndElieserstandamMorgenauf,erunddieMänner, diebeiihmwaren,underriefdasganzeHausBetuels zusammenundsprach:Lasstmichgehen,damitichzu meinemHerrnzurückkehrenkann!Dastandensieaufund ließenRebekkaundihreAmmeDebora,dieTochtervon Uz,gehenundgabenihrSilberundGold,Knechteund Mägdeundsegnetensie

43UndsieließenEliesermitseinenMännernfort;unddie KnechtenahmenRebekkamit,underginghinundkehrte zuseinemHerrnindasLandKanaanzurück

44UndIsaaknahmRebekkazusich,undsiewurdeseine Frau,underbrachtesieindasZelt.

45IsaakwarvierzigJahrealt,alserRebekka,dieTochter seinesOnkelsBethuel,zurFraunahm.

KAPITEL25

1UndzujenerZeitnahmAbrahamsichimhohenAlter wiedereineFrau,undihrNamewarKetura,ausdemLand Kanaan

2UndsiegebarihmSimran,Jokschan,Medan,Midian, JischbakundSchuach,insgesamtsechsSöhneSimrans SöhnewarenAbihen,MolichundNarim.

3DieSöhneJokschanswarenSchebaundDedan,die SöhneMedanswarenAmida,Joab,Gochi,Elisaund Notach;dieSöhneMidianswarenEpha,Epher,Chanoch, AbidaundEldaa

4UnddieSöhneIschbakswarenMakiro,Beyoduaund Tator.

5UnddieSöhneSchuachswarenBildad,Mamdad,Munan undMeban;diessindallesdieFamilienderKinderKeturas, derKanaaniterin,diesieAbraham,demHebräer,geboren hat

6UndAbrahamentließalledieseundgabihnen Geschenke,undsiezogenvonseinemSohnIsaakfort,um sichdortniederzulassen,wosieeinenOrtfindenwürden

7UndallediesezogenzudemBergimOstenundbauten sichdortsechsStädte,indenensiebisaufdenheutigen Tagwohnen

8AberdieSöhneSabasundDedans,dieSöhneJokschans, bliebenmitihrenKindernnichtbeiihrenBrüderninihren Städten,sondernsiezogenumherundlagertensichinden LändernundWüstenbisaufdenheutigenTag.

9UnddieSöhneMidians,desSohnesAbrahams,zogen östlichdesLandesKuschundfandendorteingroßesTal imöstlichenLand;undsiebliebendortundbauteneine Stadtundwohntendarin;dasistdasLandMidianbisauf denheutigenTag

10UndMidianwohnteinderStadt,dieererbauthatte,er undseinefünfSöhneundalles,wasihmgehörte

11DiessinddieNamenderSöhneMidiansnachihren NameninihrenStädten:Epha,Epher,Chanoch,Abidaund Eldaa

12DieSöhneEphaswarenMetach,Mescher,Abiund Zanua;dieSöhneEpherswarenEphron,Zur,Alirunund Medin;dieSöhneChanochswarenReuel,Rekem,Azi, AljoschubundAlad

13DieSöhneAbidaswarenChur,Melud,Keruryund Molchi;dieSöhneEldaahswarenMiker,Reba,Malchija undGabolDiessinddieNamenderMidianiternachihren Sippen;danachbreitetensichdieSippenMidiansim ganzenLandMidianaus

14DiesistdieGeschlechterfolgeIsmaels,desSohnes Abrahams,denHagar,dieMagdSaras,Abrahamgeboren hat

15UndIsmaelnahmsicheineFrauausdemLandÄgypten, undihrNamewarRiba,dasistauchMeriba.

16UndRibahgebarIsmaelNebayoth,Kedar,Adbeel, MibsamundihreSchwesterBosmath

17DaverstießIsmaelseineFrauRiba,undsiegingvon ihmundkehrtenachÄgyptenzurückindasHausihres Vatersundwohntedort;dennsiewarsehrschlecht gewordenindenAugenIsmaelsundseinesVaters Abraham 18DanachnahmsichIsmaeleineFrauausdemLand Kanaan,undihrNamewarMalchuth,undsiegebarihm Nischma,Duma,Masa,Chadad,Tema,Yetur,Naphisch undKedma

19DiessinddieSöhneIsmaels,unddiessindihreNamen, zwölfFürstennachihrenVölkern;unddieFamilien Ismaelsbreitetensichdanachaus,undIsmaelnahmseine KinderundallseinenBesitz,zusammenmitdenSeelen seinesHausesundallem,wasihmgehörte,undsiezogen hin,umsichdortniederzulassen,wosieeinenOrtfinden würden

20UndsiezogenhinundließensichinderNäheder WüsteParannieder,undihreWohnungwarvonHawilabis

Schur,dasheißtvorÄgypten,wennmannachAssyrien kommt.

21UndIsmaelundseineSöhnewohntenindemLand,und siehattenKinder,undsiewarenfruchtbarundvermehrten sichsehr.

22DiessinddieNamenderSöhneNebajots,des ErstgeborenenIsmaels:Mend,Send,Mayon;unddie SöhneKedarswarenAljon,Kesem,ChamadundEli.

23DieSöhneAdbeelswarenChamadundJabin;dieSöhne MibsamswarenObadja,EbedmelechundJeusch;diessind dieFamilienderNachkommenRibas,derFrauIsmaels 24DieSöhneMischmas,desSohnesIsmaels,waren Schamua,SekaryonundObed;dieSöhneDumaaswaren Kesed,Eli,MachmadundAmed

25DieSöhneMasaswarenMelon,MulaundEbidadon; dieSöhneChadadswarenAsur,MinzarundEbedmelech; dieSöhneTemaswarenSeir,SadonundJakol

26DieSöhneYeturswarenMerit,Jaisch,Aljound Pachoth;dieSöhneNaphischswarenEbed-Tamed, AbijasaphundMir;dieSöhneKedmaswarenKalif,Tachti undOmirDieswarendieSöhneMalchuths,derFrau Ismaels,nachihrenSippen.

27DiessindallesdieFamilienIsmaelsnachihren Geschlechtern,undsiewohnteninjenenLändern,indenen siesichStädtegebauthattenbisaufdenheutigenTag.

28Rebekka,dieTochterBetuels,dieFrauvonAbrahams SohnIsaak,warinjenenTagenunfruchtbarundhattekeine Nachkommen.IsaakaberwohntebeiseinemVaterim LandKanaan;undderHERRwarmitIsaakArpachschad, derSohnSems,desSohnesNoahs,starbinjenenTagenim 48.LebensjahrIsaaks.AlleTage,dieArpachschadlebte, waren438Jahre,understarb

KAPITEL26

1UndimneunundfünfzigstenLebensjahrIsaaks,des SohnesAbrahams,warRebekka,seineFrau,zujenerZeit nochunfruchtbar

2UndRebekkasprachzuIsaak:Wahrlich,ichhabegehört, meinHerr,dassdeineMutterSarainihrenTagen unfruchtbarwar,bismeinHerrAbraham,deinVater,für siebetete,undsievonihmempfing

3Darumstehnunauf,beteauchduzuGott,underwird deinGebeterhörenundinseinerBarmherzigkeitanuns denken

4IsaakantworteteseinerFrauRebekka:Abrahamhat schonfürmichzuGottgebetet,dasserseineNachkommen mehre;nunmussdieseUnfruchtbarkeitvondiraufuns kommen

5DasprachRebekkazuihm:Stehnunauchduaufund bete,dassderHerrdeinGebeterhöreundmirKinder schenke.UndIsaakhörteaufdieWorteseinerFrau,und IsaakundseineFraumachtensichaufundgingenindas LandMorija,umdortzubetenunddenHerrnzusuchen Undalssiedortangekommenwaren,standIsaakaufund betetezumHerrnfürseineFrau,dennsiewarunfruchtbar

6UndIsaaksprach:OHerr,GottdesHimmelsundder Erde,dessenGüteundBarmherzigkeitdieErdeerfüllen, du,derdumeinenVaterausdemHausseinesVatersund vonseinemGeburtsortgenommenundihnindiesesLand gebrachtundzuihmgesagthast:DeinenNachkommen

willichdasLandgeben,undduhastihmverheißenund erklärt:IchwilldeineNachkommenmehrenwiedieSterne amHimmelundwiedenSandamMeer,nunmögensich deineWorteerfüllen,dieduzumeinemVatergesprochen hast.

7DenndubistderHERR,unserGott,aufdichrichtensich unsereAugen,dassduunsMenschennachkommen schenkst,wieduesunsverheißenhast;denndubistder HERR,unserGott,undunsereAugensindnuraufdich gerichtet

8UndderHERRerhörtedasGebetIsaaks,desSohnes Abrahams,undderHERRließsichvonihmerbitten,und Rebekka,seineFrau,wurdeschwanger.

9UndetwasiebenMonatespäterrangendieKinderin ihremLeibmiteinander,undesschmerztesiesehr,dasssie ihretwegensoerschöpftwar.DasprachsiezuallenFrauen, diedamalsimLandwaren:IsteuchetwasÄhnliches widerfahrenwiemir?Undsieantwortetenihr:Nein 10Undsiesprachzuihnen:WarumbinichdieEinzige unteralldenFrauenaufErden,dieindieserSachesosind? UndsiegingindasLandMorija,umdenHerrndeswegen zubefragen;undsiegingzuSemundEber,seinemSohn, umsieindieserAngelegenheitzubefragen,unddassauch siedenHerrnindieserSache,diesiebetrifft,befragen sollten.

11UndsiebatAbrahamauch,denHerrnzubefragenund sichnachallemzuerkundigen,wasihrwiderfahrenwar

12UndsieallebefragtendenHerrnüberdieseSache,und siebrachtenihrdasWortdesHerrnundsagtenzuihr:Zwei KindersindindeinemLeib,undzweiVölkerwerdenaus ihnenhervorgehen;unddaseineVolkwirdstärkerseinals dasandere,unddasGrößerewirddemJüngerendienen

13UndalsdieTageihrerGeburterfülltwaren,knietesie nieder,undsiehe,ZwillingewareninihremLeib,wieder Herrihrgesagthatte

14Unddererstekamheraus,ganzrotwieeinhaariges Gewand,undallesVolkdesLandesnannteihnEsauund sprach:DieseristvonMutterleibanvollkommen

15DanachkamseinBruder,underergriffEsausFerse; darumnanntensieihnJakob.

16Isaak,derSohnAbrahams,warsechzigJahrealt,alser siezeugte

17DieKnabenwuchsenbiszuihremfünfzehnten LebensjahrheranundkamenunterdieMännerEsauwar einlistigerundgerissenerMannundeinerfahrenerJäger; JakobaberwareintugendhafterundweiserMann,derin Zeltenwohnte,HerdenhüteteunddieWeisungendes HerrnunddieGeboteseinesVatersundseinerMutter lernte

18UndIsaakunddieKinderseinesHauseswohntenmit seinemVaterAbrahamimLandKanaan,wieGottesihnen gebotenhatte.

19UndIsmael,derSohnAbrahams,gingmitseinen Kindernundallem,waszuihnengehörte,undsiekehrten dorthinzurückindasLandHawilaundwohntendort

20UndalleKinderderNebenfrauenAbrahamszogenin dasLanddesOstens,umdortzuwohnen;dennAbraham hattesievonseinemSohnfortgeschicktundihnen Geschenkegegeben,undsiezogenfort

21UndAbrahamgaballes,waserhatte,seinemSohn Isaak,undauchalleseineSchätze

22Undergebotihmundsprach:Weißtundverstehstdu nicht,dassderHerrGottimHimmelundaufErdenistund dasseskeinenanderennebenihmgibt?

23Erwares,dermichausdemHausmeinesVatersund ausmeinerGeburtsstadtherausnahmundmiralleFreuden aufErdenschenkte;ererrettetemichvordemRatder Bösen,dennaufihnvertrauteich

24UnderbrachtemichandiesenOrtunderrettetemich ausUr-Kasdim;undersprachzumir:Deinen NachkommenwillichalldieseLändergeben,undsie sollensieerben,wennsiemeineGebote,meineSatzungen undmeineRechtehalten,dieichdirgebotenhabeunddie ichihnennochgebietenwerde.

25Darumhörenun,meinSohn,aufmeineStimmeund haltedieGebotedesHerrn,deinesGottes,dieichdir gebotenhabe.WeichenichtvomrechtenWegab,weder zurRechtennochzurLinken,damitesdirunddeinen NachkommennachdirwohlgeheinEwigkeit

26UndgedenkederWundertatendesHerrnundseiner Güte,dieerunserwiesenhat,indemerunsausderHand unsererFeindeerrettethat;derHerr,unserGott,hatsiein unsereHändefallenlassen.Darumhaltenunalles,wasich dirgebotenhabe,undweichenichtabvondenGeboten deinesGottesunddienekeinemanderennebenihm,damit esdirunddeinenNachkommennachdirwohlgehe.

27UndlehredeineKinderunddeineNachkommendie WeisungendesHerrnundseineGeboteundlehresieden rechtenWeg,densiegehensollen,damitesihnenwohl gehefürimmer

28UndIsaakantworteteseinemVaterundsprachzuihm: WasmeinHerrmirgebotenhat,daswillichtun,undich willnichtabweichenvondenGebotendesHerrn,meines Gottes,ichwillalleshalten,wasermirgebotenhatUnd AbrahamsegneteseinenSohnIsaakundauchseineKinder; undAbrahamlehrteJakobdieWeisungdesHerrnund seineWege

29UndzujenerZeitstarbAbrahamimfünfzehnten LebensjahrJakobsundEsaus,derSöhneIsaaksAbraham warinsgesamteinhundertfünfundsiebzigJahrealt gewordenundstarbundwurdeingutemAlter,altund zufriedenmitseinenTagen,zuseinenVorfahren versammeltIsaakundIsmael,seineSöhne,begrubenihn 30AlsdieEinwohnerKanaanshörten,dassAbraham gestorbenwar,kamensieallemitihrenKönigenund FürstenundallihrenMännern,umAbrahamzubegraben 31AlssievomTodAbrahamshörten,kamenalle EinwohnerdesLandesHaran,alleSippendesHauses Abraham,alleFürstenundWürdenträgerunddieSöhne AbrahamsvondenNebenfrauenSieerwidertenAbrahams Güte,tröstetenseinenSohnIsaakundbegrubenAbraham inderHöhle,dieervonEphron,demHetiter,undseinen NachkommenalsGrabstätteerworbenhatte.

32UndalleEinwohnerKanaansundalle,dieAbraham gekannthatten,weinteneinganzesJahrlangumAbraham, undMännerundFrauentrauertenumihn

33UndallekleinenKinderundalleBewohnerdesLandes weintenumAbrahamswillen,dennAbrahamwargütigzu allengewesenundweilergerechtvorGottundden Menschengewesenwar

34UndesgabkeinenMann,derGottsofürchtetewie Abraham;dennAbrahamhatteseinenGottvonJugendauf

gefürchtetunddemHerrngedientundwarinallseinen Wegengegangen,vonseinerKindheitbiszuseinemTod.

35UndderHERRwarmitihmunderretteteihnvordem RatNimrodsundseinesVolkes;undalserKrieggegendie vierKönigevonElamführte,besiegteersie.

36UnderbrachtealleKinderderErdeindenDienst GottesundlehrtesiedieWegedesHerrnundließsieden Herrnerkennen.

37UnderlegteeinenHainanundpflanztedarineinen WeinbergUnderbereiteteinseinemZeltstetsSpeiseund Trankfürdie,diedurchdasLandzogen,damitsiesichin seinemHausstärkenkonnten

38UndGottderHERRerrettetedieganzeErdeum Abrahamswillen

39UndnachdemTodAbrahamssegneteGottseinenSohn IsaakundseineNachkommen.UndderHERRwarmit Isaak,wieermitseinemVaterAbrahamgewesenwar; dennIsaakhieltalleGebotedesHERRN,wieAbraham, seinVater,esihmgebotenhatte;erwichnichtnachrechts odernachlinksvondemrechtenWegab,denihmsein Vatergebotenhatte

KAPITEL27

1UndEsaugingzujenerZeit,nachdemTodAbrahams, häufigaufdieJagd

2AuchNimrod,derKönigvonBabel,derAmraphelwar, ginghäufigmitseinenHeldenaufdieJagdimFeldund wandertemitseinenMännerninderKühledesTages umher

3UndNimrodbeobachteteEsaualleTage,dennin NimrodsHerzenwarEifersuchtgegenEsauentstandenalle Tage

4UndeinesTagesgingEsauaufsFeld,umzujagen,und erfandNimrodmitseinenbeidenMännerninderWüste umhergehen

5UndalleseineHeldenundseinganzesVolkwarenmit ihminderWüste;abersieentferntensichineiniger Entfernungvonihmundgingeninverschiedene RichtungenaufdieJagd.Esauaberverbargsichvor NimrodundlauerteihminderWüsteauf

6UndNimrodundseineMänner,diebeiihmwaren, erkanntenihnnicht;undNimrodundseineMännergingen oftinderKühledesTagesaufdemFeldumher,umzu erfahren,woseineMänneraufdemFeldjagten

7UndNimrodundzweiseinerMänner,diebeiihmwaren, kamenandenOrt,wosiewarenDasprangEsauplötzlich vonseinemVersteckauf,zogseinSchwert,eilteundlief aufNimrodzuundschlugihmdenKopfab

8UndEsaukämpfteeinenerbittertenKampfmitden beidenMännern,diemitNimrodwaren;undalssieihn anriefen,wandtesichEsauihnenzuunderschlugsiemit seinemSchwert

9UndalletapferenMännerNimrods,dieihnverlassen hatten,umindieWüstezugehen,hörtendenSchreivon weitemunderkanntendieStimmenderbeidenMännerSie liefenhin,umdenGrunddafürzuerfahren,undfanden ihrenKönigunddiebeidenMänner,diemitihmgewesen waren,totinderWüsteliegen

10AlsEsaudieHeldenNimrodsvonWeitemkommensah, floherundentkamsoEsaunahmdiewertvollenKleider

Nimrods,dieNimrodsVaterihmvermachthatteundmit denenNimroddasganzeLandbeherrschte,undversteckte sieinseinemHaus

11UndEsaunahmdieseKleiderundflohindieStadtvor NimrodsMännern.Erkammüdeunderschöpftvom KampfindasHausseinesVatersundwarbereit,vor Kummerzusterben,alserzuseinemBruderJakobtratund sichvorihnsetzte.

12UndersprachzuseinemBruderJakob:Siehe,ich werdeheutesterben;wozubraucheichdanndas Erstgeburtsrecht?JakobhandelteindieserSacheklugmit Esau,undEsauverkaufteseinErstgeburtsrechtanJakob, dennsohatteesderHerrbewirkt.

13AuchEsausAnteilanderHöhleaufdemFeldvon Machpela,denAbrahamvondenHeternzumBesitzeines Begräbnisplatzesgekaufthatte,verkaufteEsauanJakob, undJakobkauftediesallesvonseinemBruderEsaufür dengegebenenGegenwert

14UndJakobschriebdasallesineinBuchundbezeugtees mitZeugen;underversiegeltees,unddasBuchbliebin JakobsHänden

15AlsNimrod,derSohnvonKusch,starb,hobenihnseine Männerauf,brachtenihnbestürztherbeiundbegrubenihn inseinerStadtNimrodlebteinsgesamt zweihundertfünfzehnJahreundstarb.

16UnddieTage,dieNimrodüberdasVolkdesLandes regierte,wareneinhundertfünfundachtzigJahre;und NimrodstarbdurchdasSchwertEsausinSchandeund Verachtung,undderSameAbrahamsverursachteseinen Tod,wieeresinseinemTraumgesehenhatte 17NachdemTodNimrodszerfielseinKönigreichinviele Teile,undalleGebiete,überdieNimrodgeherrschthatte, wurdendenjeweiligenKönigendesLandeszurückgegeben, diesienachNimrodsTodwiederinBesitznahmen.Das ganzeVolkausdemHauseNimrodwarlangeZeitden anderenKönigendesLandesunterworfen

KAPITEL28

1InjenenTagen,nachdemTodAbrahams,injenemJahr, brachtederHerreineschwereHungersnotüberdasLand UndalsdieHungersnotimLandKanaanwütete,machte sichIsaakauf,umwegenderHungersnotnachÄgypten hinabzuziehen,wieesseinVaterAbrahamgetanhatte 2UndderHERRerschieninjenerNachtdemIsaakund sprachzuihm:GehnichthinabnachÄgypten,sondern machdichaufundgehnachGerarzuAbimelech,dem KönigderPhilister,undbleibdort,bisdieHungersnot aufhört

3UndIsaakmachtesichaufundgingnachGerar,wieder Herrihmgebotenhatte,undbliebdorteinganzesJahr

4AlsIsaaknachGerarkam,sahendieLeuteimLand,dass Rebekka,seineFrau,schönaussahUnddieLeutevon GerarfragtenIsaaknachseinerFrau,undersagte:Sieist meineSchwesterDennerfürchtete,siealsseineFrauzu bezeichnen,damitihndieLeuteimLandihretwegennicht umbrächten.

5UnddieFürstenAbimelechsgingenhinundpriesendie FrauvordemKönig;abererantworteteihnennichtund hörteihrenWortennichtzu.

6Alseraberhörte,wiesiesagten,Isaakhabesiealsseine Schwesterbezeichnet,behieltderKönigdiesfürsich.

7AlsIsaakdreiMonateimLandgebliebenwar,schaute AbimelechausdemFensterundsah,dassIsaakmitseiner FrauRebekkaspielte;dennIsaakwohnteimäußerenHaus desKönigs,sodassdasHausIsaaksdemHausdesKönigs gegenüberlag

8UndderKönigsprachzuIsaak:Washastduunsda angetan,dassduvondeinerFraugesagthast:Sieistmeine Schwester?WieleichthätteeinerderGroßendesVolkes mitihrschlafenkönnen,undduhättestdannSchuldauf unsgebracht

9UndIsaaksprachzuAbimelech:Weilichfürchtete, wegenmeinerFrauzusterben,sagteich:Sieistmeine Schwester

10ZujenerZeitbefahlAbimelechallenseinenFürstenund angesehenenMännern,dasssieIsaakundseineFrau RebekkanahmenundsievordenKönigbrachten

11UndderKönigbefahl,sieinfürstlicheGewänderzu kleidenundsiedurchdieStraßenderStadtreitenzulassen undimganzenLandvorihnenauszurufen:„Diesistder MannunddiesistseineFrau;werdiesenMannoderseine Frauanrührt,solldesTodessterben“UndIsaakkehrtemit seinerFrauzumKönigspalastzurück,undderHerrwarmit Isaak,underwurdeimmergrößerundhattekeinenMangel. 12UndderHERRließIsaakGunstfindenbeiAbimelech undbeiallseinenUntertanen,undAbimelechhandelte gütigmitIsaak,dennAbimelecherinnertesichandenEid unddenBund,derzwischenseinemVaterundAbraham bestandenhatte

13UndAbimelechsprachzuIsaak:Siehe,dieganzeErde stehtdiroffen;bleibe,woesdirgefällt,bisduindeinLand zurückkehrstUndAbimelechgabIsaakFelderund WeinbergeunddasbesteStückLandGerar,damitersäe undernteundessedieFrüchtedesLandes,bisdieTageder Hungersnotvorüberwären

14UndIsaaksäteinjenemLandundernteteimselbenJahr hundertfach,undderHERRsegneteihn

15UndderMannwurdesehrmächtig;erbesaßSchafeund RinderundeinegroßeAnzahlvonKnechten.

16AlsdieTagederHungersnotvorüberwaren,erschien derHERRdemIsaakundsprachzuihm:Stehauf,gehvon diesemOrtwegundkehrezurückindeinLand,indas LandKanaan!DastandIsaakaufundkehrtezurücknach Hebron,dasimLandKanaanliegt,erundalles,wasihm gehörte,wiederHERRihmgebotenhatte.

17UndnachdiesemJahrstarbSchelach,derSohn,in Arpachschad.DieswardasachtzehnteLebensjahrJakobs undEsausSchelachwurdeinsgesamt vierhundertdreiunddreißigJahrealtundstarb

18ZujenerZeitschickteIsaakseinenjüngerenSohnJakob zumHausvonSemundEber.DortlernteJakobdie WeisungendesHerrnundblieb32JahrelangimHausvon SemundEberSeinBruderEsauabergingnichtmit,denn erwolltenichtmitgehen,sondernbliebimHausseines VatersimLandKanaan

19UndEsaugingunentwegtaufdieJagdindenFeldern, umnachHausezubringen,wasererbeutenkonnte;sotat EsaualleTage

20EsauaberwareinlistigerundbetrügerischerMann,der denMenschennachdemMundredeteundsieverführte

EsauwareintapfererKriegeraufdemFeldundgingnach einigerZeitwiegewohntaufdieJagd;underkambiszum FeldvonSeir,dasistEdom

21UnderbliebeinJahrundvierMonateimLandSeirund jagteaufdemFeld.

22UndEsausahdortimLandeSeirdieTochtereines Kanaaners,undihrNamewarJehudit,dieTochterBeeris, desSohnesEphers,ausdemGeschlechtHets,desSohnes Kanaans

23UndEsaunahmsiezurFrauundgingzuihr;Esauwar vierzigJahrealt,alsersienahm,underbrachtesienach Hebron,demLand,woseinVaterwohnte,underwohnte dort.

24UndesgeschahinjenenTagen,imhundertzehnten LebensjahrIsaaks,dasistimfünfzigstenLebensjahr Jakobs,dastarbSem,derSohnNoahs;Semwar sechshundertJahrealt,alserstarb

25AlsSemstarb,kehrteJakobzuseinemVaternach Hebronzurück,dasimLandKanaanliegt.

26ImsechsundfünfzigstenLebensjahrJakobskamenLeute ausHaran,undRebekkawurdeüberihrenBruderLaban, denSohnBetuels,berichtet.

27DennLabansFrauwarzujenerZeitunfruchtbarund gebarkeineKinder,undauchalleseineMägdegebaren ihmkeine.

28UndderHERRgedachtespäterAdina,derFrauLabans, undsiewurdeschwangerundgebarZwillingstöchterUnd LabannannteseineTöchternachihrenNamen:dieältere LeaunddiejüngereRahel

29UnddieseLeutekamenundberichtetenRebekkadies DafreutesichRebekkasehr,dassderHerrihrenBruder besuchthatteunddasserNachkommenbekommenhatte

KAPITEL29

1UndIsaak,derSohnAbrahams,wurdealtund hochbetagt,undseineAugenwurdenschwervorAlter;sie warentrübundkonntennichtmehrsehen

2ZujenerZeitriefIsaakseinenSohnEsauundsprach: NimmdochdeineWaffen,deinenKöcherunddeinen Bogen,stehaufundgehhinausaufsFeldundfangmir WildbretundbereitemireinschmackhaftesGerichtzuund bringesmir,damitichesseunddichsegne,bevorich sterbe,dennichbinschonaltundgrauhaarig

3UndEsautatso;undernahmseinGewehrundging hinausaufsFeld,umWildbretzujagen,wieesihm befohlenhatte,umesseinemVaterzubringen,damit dieserihnsegne.

4UndRebekkahörtealleWorte,dieIsaakzuEsau gesprochenhatte,undsieeiltehinundriefihrenSohn Jakobundsprach:SohatdeinVaterzudeinemBruder Esaugesprochen,undsohabeichesgehört;nuneiledu undtu,wasichdirsagenwerde

5StehaufundgehdochzurHerdeundholmirzwei schöneZiegenböcke,undichwerdedeinemVater schmackhaftesFleischholenDusollstihmdas schmackhafteFleischbringen,damiteresisst,ehedein BrudervonderJagdzurückkommt,unddamitdeinVater dichsegnet

6UndJakobbeeiltesichundtat,wieseineMutterihm befohlenhatte,underbereitetedasschmackhafteFleisch

zuundbrachteesvorseinenVater,eheEsauvonderJagd zurückkam.

7UndIsaaksprachzuJakob:Werbistdu,meinSohn?Er abersprach:IchbindeinerstgeborenerEsau.Ichhabe getan,wiedumirbefohlenhast.Nunstehaufundissvon meinerJagdbeute,damitdeineSeelemichsegne,wiedues mirversprochenhast

8UndIsaakstandauf,aßundtrank,undseinHerzwurde getröstet,undersegneteJakob,undJakobgingvonseinem VaterfortUndalsIsaakJakobgesegnethatteunddieser vonihmfortgegangenwar,siehe,dakamEsauvonder JagdvomFeldundbereiteteaucheinschmackhaftes GerichtundbrachteesseinemVater,damiterdavonaß undihnsegnete

9UndIsaaksprachzuEsau:Werwares,derWildbret gefangenundesmirvordeinerAnkunftgebrachthat,und denichgesegnethabe?Esauaberwusste,dassseinBruder Jakobdiesgetanhatte,undseinZornentbranntegegen seinenBruderJakob,dassdieserihmgegenüberso gehandelthatte

10UndEsausprach:HeißternichtmitRechtJakob?Denn erhatmichzweimalverdrängt,erhatmirmein Erstgeburtsrechtgenommenundnunhatermirauchnoch meinenSegengenommenUndEsauweintesehrAlsIsaak dieStimmeseinesSohnesEsauweinenhörte,spracherzu Esau:Waskannichtun,meinSohn?DeinBruderkammit ListundhatdirdeinenSegengenommenUndEsauhasste seinenBruderJakobwegendesSegens,denihmseinVater gegebenhatte,undseinZornentbranntesehrgegenihn 11JakobaberfürchtetesichsehrvorseinemBruderEsau; damachteersichaufundflohzumHausEbers,desSohnes Sems,undverbargsichdortwegenseinesBrudersJakob wardreiundsechzigJahrealt,alserausdemLandKanaan vonHebronwegging.UndJakobbliebvierzehnJahrelang imHausEbersverborgenwegenseinesBrudersEsauund lerntedortweiterhindieWegedesHerrnundseineGebote 12AlsEsausah,dassJakobvorihmgeflohenund entkommenwarunddassJakobdenSegendurchList erlangthatte,dawurdeEsausehrtraurigundzornigauf seinenVaterundseineMutter.Ermachtesichauf,nahm seineFrauundzogvonseinemVaterundseinerMutterin dasLandSeirundließsichdortniederDortsahEsaueine FrauausdemVolkderHeth,namensBosmat,dieTochter Elons,desHetiters,undernahmsiezusätzlichzuseiner erstenFrauzurFrauEsaunanntesieAda,weilersagte, derSegenseizujenerZeitvonihmgewichen.

13UndEsaubliebsechsMonateimLandSeir,ohneseinen VaterundseineMutterzusehen.DanachnahmEsauseine Frauen,machtesichaufundkehrteindasLandKanaan zurückUndEsaubrachteseinebeidenFrauenindasHaus seinesVatersinHebron

14DieFrauenEsausaberärgertenundreiztenIsaakund RebekkamitihrenTaten;dennsiewandeltennichtinden WegendesHerrn,sonderndientendenGötternihresVaters ausHolzundStein,wieihrVateressiegelehrthatte,und siewarenböseralsihrVater

15UndsiefolgtendenbösenBegierdenihrerHerzenund brachtendenBaalenOpferdarundräuchertenihnen Weihrauch;dawurdenIsaakundRebekkaihrer überdrüssig.

16Rebekkaabersprach:IchbinmeinesLebensmüde wegenderTöchterHeths;wennJakobsicheineTochter HethszurFraunimmt,wiediese,dievondenTöchterndes Landessind,wasnütztmirdannnochdasLeben?

17InjenenTagenwurdeAda,dieFrauEsaus,schwanger undgebarihmeinenSohnEsaunanntedenSohn,derihm geborenwar,ElifasEsauwarfünfundsechzigJahrealt,als sieihngebar.

18UndIsmael,derSohnAbrahams,starbinjenenTagen, imvierundsechzigstenJahrdesLebensJakobsAlleTage, dieIsmaellebte,wareneinhundertsiebenunddreißigJahre, understarb

19AlsIsaakhörte,dassIsmaelgestorbenwar,trauerteer umihnundbeklagteihnvieleTagelang

20NachvierzehnJahren,dieJakobimHauseEbers gewohnthatte,sehnteersichdanach,seinenVaterund seineMutterzusehenDagingJakobindasHausseiner ElternnachHebronEsauhattezujenerZeitvergessen, wasJakobihmangetanhatte,alserihmdenSegen entzogenhatte

21AlsEsauaberJakobzuseinemVaterundseinerMutter kommensah,erinnerteersichandas,wasJakobihm angetanhatte,underwurdesehrzornigaufihnundsuchte ihnzutöten

22Isaak,derSohnAbrahams,waraltundhochbetagt.Da sprachEsau:NunistdieZeitmeinesVatersnahe,dasser sterbenmuss;undwennergestorbenist,werdeichmeinen BruderJakoberschlagen.

23AlsRebekkadavonhörte,eiltesiehin,sandteBoten undließihrenSohnJakobrufenundsprachzuihm:Mach dichauf,gehundfliehnachHaranzumeinemBruder LabanundbleibdorteineZeitlang,bissichderZorn deinesBrudersvondirgewandthat;dannsollstdu zurückkehren.

24UndIsaakriefJakobundsprachzuihm:Nimmdir keineFrauvondenTöchternKanaans,dennsohatuns unserVaterAbrahamgebotennachdemWortdesHerrn, daserihmgebotenhatte,alsersprach:Deinen NachkommenwillichdiesesLandgeben;wenndeine KindermeinenBundhalten,denichmitdirgeschlossen habe,sowillauchichandeinenKindernerfüllen,wasich dirverheißenhabe,undichwillsienichtverlassen 25Darumhörenun,meinSohn,aufmeineStimmeundauf alles,wasichdirgebietenwerdeNimmdirkeineFrauvon denTöchternKanaans;machdichauf,gehnachHaran zumHausBetuels,desVatersdeinerMutter,undnimmdir dorteineFrauvondenTöchternLabans,desBruders deinerMutter.

26Darumhütedich,dassdudenHERRN,deinenGott, undalleseineWegeindemLand,indasdugehst,nicht vergesseunddichnichtmitdenBewohnerndesLandes verbindestundNichtigkeitennachjagstunddenHERRN, deinenGott,verlässt

27WennduaberindasLandkommstunddortdemHerrn dienst,soweichenichtnachrechtsodernachlinksvon demWegab,denichdirgebotenhabeunddendugelernt hast.

28UndderallmächtigeGottschenkedirGnadebeiden MenschenderErde,damitdudirdorteineFraunach deinerWahlnehmenkannst,eine,diegütigund rechtschaffenistindenWegendesHerrn

29UndGottgebedirunddeinenNachkommendenSegen deinesVatersAbrahamundmachedichfruchtbarund mehredich,undduwerdestzueinemgroßenVolkindem Land,wohindugehst,undGottlassedichzurückkehrenin diesesLand,dasLand,indemdeinVaterwohnt,mit KindernundmitgroßemReichtum,mitFreudeundWonne 30UndIsaakbeendeteseineWeisunganJakobund segneteihnundgabihmvieleGeschenke,zusammenmit SilberundGold,undließihnziehen;undJakobhörteauf seinenVaterundseineMutter;erküsstesieundstandauf undgingnachPaddan-Aram;undJakobwar siebenundsiebzigJahrealt,alserausdemLandKanaan vonBeerschebawegging.

31AlsJakobnachHaranaufbrach,riefEsauseinenSohn Elifasundsprachheimlichzuihm:Nunbeeiledich,nimm deinSchwertindieHandundverfolgeJakob,gehevorihm heraufdemWeg,lauereihmaufunderschlageihnmit deinemSchwertaufeinemderBergeundnimmalles,was ihmgehört,undkehrezurück.

32Elifas,derSohnEsaus,wareintatkräftigerMannund einExperteimBogenschießen,wieihnseinVatergelehrt hatte;erwareinbekannterJägeraufdemFeldundein tapfererMann

33UndElifastat,wieseinVaterihmbefohlenhatteElifas warzujenerZeitdreizehnJahrealt.Ermachtesichauf, ginghinundnahmzehnBrüderseinerMuttermitsichund verfolgteJakob

34UnderfolgteJakobdichtaufdenFersenundlauerte ihmanderGrenzedesLandesKanaangegenüberderStadt Sichemauf

35UndJakobsahElifasundseineMänner,dieihn verfolgtenDabliebJakobandemOrtstehen,woer hingegangenwar,umzuerfahren,wasdassollte,denner wusstenicht,wasloswar.ElifasaberzogseinSchwertund rücktemitseinenMännernweiteraufJakobzuUndJakob sprachzuihnen:Washabtihrhierzusuchen,dassihrmit eurenSchwerternhinterherjagt?

36UndElifastratzuJakobundantworteteihm:Sohatmir meinVatergeboten,unddarumwillichnunnichtvonden Gebotenabweichen,diemirmeinVatergegebenhat.Als Jakobsah,dassEsauzuElifasgesagthatte,ersolleGewalt anwenden,tratJakobzuElifasundseinenMännernundbat sieinständig:

37Siehe,alles,wasichhabeundwasmirmeinVaterund meineMuttergegebenhaben,nimmzudirundgehweg vonmirundtötemichnicht;unddiessolldirals Gerechtigkeitangerechnetwerden

38UndderHERRließJakobGnadefindenbeiElifas,dem SohnEsaus,undseinenMännern,undsiehörtenauf JakobsStimmeundtötetenihnnichtElifasundseine Männernahmenalles,wasJakobgehörte,zusammenmit demSilberundGold,daservonBeerschebamitgebracht hatte;sieließenihmnichts

39DazogenElifasundseineMännervonihmwegund kehrtenzuEsaunachBeerschebazurückundberichteten ihmalles,wasihnenmitJakobwiderfahrenwar,undgaben ihmalleszurück,wassievonJakobgenommenhatten.

40DawurdeEsauzornigaufseinenSohnElifasundauf seineMänner,diebeiihmwaren,weilsieJakobnicht getötethatten.

41DaantwortetensieundsprachenzuEsau:WeilJakob unsindieserSacheanflehte,ihnnichtzutöten,ergriffuns Mitleidmitihm,undwirnahmenalles,wasihmgehörte, undbrachteneszudir;undEsaunahmallesSilberund Gold,dasElifasvonJakobgenommenhatte,undlegtees inseinHaus

42AlsEsausah,dassIsaakJakobgesegnetundihm gebotenhatte:„DusollstdirkeineFraunehmenvonden TöchternKanaans“,unddassdieTöchterKanaansinden AugenIsaaksundRebekkasschlechtwaren, 43DanngingerindasHausseinesOnkelsIsmaelund nahmnebenseinenälterenFrauenauchMachlath,die TochterIsmaels,dieSchwesterNebajots,zurFrau.

KAPITEL30

1UndJakobzogweiternachHaranundkambiszumBerg MorijaundbliebdortdieganzeNachtinderNäheder StadtLuz;undderHERRerschienJakobinjenerNacht undsprachzuihm:IchbinderHERR,derGottAbrahams undderGottIsaaks,deinesVaters;dasLand,aufdemdu liegst,willichdirunddeinenNachkommengeben.

2Undsiehe,ichbinmitdirundwilldichbehüten,wohin duauchgehst,undwilldeineNachkommenmehrenwie dieSterneamHimmel,undwillalledeineFeindevordir fallenlassen;undwennsieKrieggegendichführen,sollen siedichnichtbesiegen,undichwilldichmitFreude,mit KindernundmitgroßemReichtumwiederindiesesLand bringen

3UndJakoberwachteausseinemSchlafundfreutesich sehrüberdieVision,dieergesehenhatte;undernannte denOrtBethel

4UndJakobstandfreudigvonjenemOrtauf,undalser ging,fühltensichseineFüßevorFreudeleichtan.Under gingvondortindasLandderKinderdesOstensund kehrtenachHaranzurückundsetztesichanden Hirtenbrunnen.

5UndertrafdorteinigeMänner,dievonHarankamen, umihreHerdenzuweidenJakobbefragtesie,undsie sagten:WirkommenausHaran.

6Undersprachzuihnen:KenntihrLaban,denSohn Nahors?Undsiesprachen:Wirkennenihn;undsiehe, seineTochterRahelkommt,umdieHerdeihresVaterszu weiden

7Währendernochmitihnenredete,kamRahel,die TochterLabans,umdieSchafeihresVaterszuweiden; dennsiewareineHirtin

8AlsJakobRahel,dieTochterLabans,desBrudersseiner Mutter,sah,lieferihrentgegen,küsstesieunderhobseine Stimmeundweinte

9UndJakobsagteRahel,dasserderSohnRebekkas,der SchwesterihresVaters,sei.Rahelliefunderzähltees ihremVaterJakobaberweinteweiter,weilernichtsbei sichhatte,waserLabanhättemitbringenkönnen

10AlsLabanhörte,dassJakob,derSohnseinerSchwester, gekommenwar,lieferihmentgegen,küssteihn,umarmte ihn,führteihninsHaus,gabihmBrot,underaß.

11UndJakobberichteteLaban,wasseinBruderEsauihm angetanhatteundwasseinSohnElifasihmaufdemWeg angetanhatte.

12UndJakobwohnteeinenMonatlangimHausLabans, undJakobaßundtrankimHausLabans.Danachsprach LabanzuJakob:Sagmir,wasdeinLohnseinsoll,denn wiekannstdumirumsonstdienen?

13LabanhattekeineSöhne,sondernnurTöchter;auch seineanderenFrauenundMägdewarenzujenerZeitnoch unfruchtbarDiessinddieNamenderTöchterLabans,die ihmseineFrauAdinageborenhatte:DieälterehießLea, diejüngereRahelLeahattezarteAugen,Rahelaberwar schönundanmutig,undJakobliebtesie

14UndJakobsprachzuLaban:IchwilldirsiebenJahre dienenumdeinerjüngerenTochterRahelwillenUnd Labanwilligteein,undJakobdienteLabansiebenJahre umseinerTochterRahelwillen

15ImzweitenJahr,alsJakobinHaranwohnte,dasistim neunundsiebzigstenLebensjahrJakobs,starbEber,der SohnSems;erwarvierhundertvierundsechzigJahrealt,als erstarb

16AlsJakobaberhörte,dassEbergestorbenwar,warer sehrbetrübtundklagteundtrauertevieleTageumihn

17ImdrittenJahr,alsJakobinHaranwohnte,gebar Bosmat,dieTochterIsmaels,dieFrauEsaus,ihmeinen Sohn,undEsaunannteihnReuel

18ImviertenJahr,alsJakobimHauseLabanswohnte, besuchtederHERRLabanundgedachteseinerumJakobs willen,undihmwurdenSöhnegeboren;seinErstgeborener warBeor,seinZweiterwarAlibundseinDritterwar Chorasch.

19UndderHerrgabLabanReichtumundEhre,Söhneund Töchter,undderMannwurdesehrzahlreichumJakobs willen.

20JakobdienteinjenenTagenLabaninallenArbeiten,im HausundaufdemFeld,undderSegendesHerrnkamauf alles,wasLabanimHausundaufdemFeldgehörte.

21ImfünftenJahrstarbJehudit,dieTochterBeeris,die FrauEsaus,imLandKanaan;siehattekeineSöhne, sondernnurTöchter.

22DiessinddieNamenihrerTöchter,diesieEsaugeboren hat:DieälterehießMarzith,diejüngerePuith

23AlsJehuditgestorbenwar,machtesichEsauaufund gingnachSeir,umdortwiegewöhnlichaufdieJagdzu gehen,undEsaublieblangeZeitimLandSeir

24ImsechstenJahrnahmEsauzusätzlichzuseinen anderenFrauenAhlibama,dieTochterZebeons,des Hiwiters,zusichundbrachtesieindasLandKanaan 25UndAhlibamahwurdeschwangerundgebarEsaudrei Söhne,Jeusch,JaalanundKorach

26InjenenTagenentstandimLandKanaaneinStreit zwischendenHirtenEsausunddenHirtenderEinwohner desLandesKanaanDennEsausViehundGüterwarenzu zahlreich,alsdasserimLandKanaan,imHausseines Vaters,bleibenkonnte;unddasLandKanaankonnteihn wegenseinesViehsnichtmehrernähren

27AlsEsausah,dassseinStreitmitdenEinwohnerndes LandesKanaanzunahm,machteersichaufundnahm seineFrauen,seineSöhneundseineTöchterundalles,was ihmgehörte,seinViehundallseinenBesitz,denerim LandKanaanerworbenhatte,underzogwegvonden EinwohnerndesLandesindasLandSeirUndEsauund alles,wasihmgehörte,wohntenimLandSeir.

28AberEsaugingvonZeitzuZeitindasLandKanaan, umseinenVaterundseineMutterzubesuchen.UndEsau heirateteeineHoriterinundgabseineTöchterdenSöhnen Seirs,desHoriters,zurFrau.

29UndergabseineältereTochterMarzithdemAna,dem SohndesZebeon,demBruderseinerFrau,undPuitgaber demAsar,demSohnBilhans,desHoriters;undEsau wohnteimGebirge,erundseineKinder,undsiewaren fruchtbarundmehrtensich

KAPITEL31

1ImsiebtenJahraberwarJakobsDienstzeitbeiLaban beendetDasprachJakobzuLaban:GibmirmeineFrau zurück,dennmeineDienstzeitisterfülltUndLabantates UndLabanundJakobversammeltendasganzeVolkdes OrtesundveranstalteteneinFestmahl

2AmAbendkamLabaninsHaus,unddanachkamJakob mitdenFestgästendorthin,undLabanlöschtealleLichter imHaus

3DasprachJakobzuLaban:Warumtustduunsdasan? Labanantwortete:SoistesindiesemLandüblichzu handeln

4DanachnahmLabanseineTochterLeaundbrachtesie zuJakob.Alserzuihrkam,erkannteJakobsienichtals Lea

5UndLabangabseinerTochterLeaseineMagdSilpazur Magd.

6Undalle,diebeimFestmahlwaren,wussten,wasLaban mitJakobgemachthatte;abersiesagtenesJakobnicht

7UndalleNachbarnkameninjenerNachtzuJakobsHaus, undsieaßenundtrankenundfreutensichundspieltenvor LeaaufTamburinenundtanztenundantwortetenvor Jakob:Helea,Helea.

8JakobhörteihreWorte,verstandabernicht,wassie bedeuteten;ermeintejedoch,esseiwohlBrauchindiesem Land.

9UnddieNachbarnsprachendieseWorteinderNachtvor Jakob,undalleLichter,dieindemHauswaren,dasLaban hatte,wurdeninjenerNachtgelöscht.

10UndamMorgen,alseshellwurde,wandtesichJakob seinerFrauzuundsah,undsiehe,eswarLea,diein seinemSchoßgelegenhatte.DasprachJakob:Siehe,jetzt weißich,wasdieNachbarnletzteNachtgesagthaben: Helea,sagtensie,undichwussteesnicht

11DariefJakobLabanundsprachzuihm:Washastdu mirdaangetan?IchdientedirdochumRahelswillen, warumhastdumichbetrogenundmirLeagegeben?

12LabanantworteteJakobundsprach:Soistesbeiuns nichtüblich,dieJüngerevorderÄlterenzugebenWenn dualsoauchihreSchwesterzudirnehmenwillst,sonimm siezudirfürdenDienst,dendumirnochsiebenJahre leistenwirst

13UndJakobtatso,undernahmauchRahelzurFrauund dienteLabannochsiebenJahreUndJakobkamauchzu RahelundliebteRahelmehralsLea,undLabangabihr seineMagdBilhazurDienerin.

14AlsderHERRsah,dassLeaverhasstwar,öffneteder HERRihrenLeib,undsiewurdeschwangerundgebar JakobinjenenTagenvierSöhne.

15UnddiessindihreNamen:Ruben,Simeon,Leviund Juda.DanachverließsiedasKindertragen.

16ZujenerZeitwarRahelunfruchtbarundhattekeine Nachkommen.RahelbeneideteihreSchwesterLea.Als Rahelsah,dasssieJakobkeineKindergebar,nahmsieihre MagdBilhazusich,unddiesegebarJakobzweiSöhne, DanundNaftali

17AlsLeasah,dasssienichtmehrgebärenkonnte,nahm sieauchihreMagdSilpaundgabsieJakobzurFrauUnd JakobkamauchzuSilpa,undsiegebarJakobzweiSöhne, GadundAscher

18UndLeawurdeabermalsschwangerundgebarJakobin jenenTagenzweiSöhneundeineTochter;unddiessind ihreNamen:Issachar,SebulonundihreSchwesterDina 19UndRahelwarinjenenTagennochunfruchtbarUnd RahelbetetezujenerZeitzumHerrnundsprach:Herr, meinGott,gedenkemeinerundbegegnemir,ichbittedich, dennnunwirdmichmeinMannverstoßen,weilichihm keineKindergeborenhabe.

20Nunaber,HERR,meinGott,erhöremeinFlehenvordir undsiehmeinElendanundgibmirKinderwieeineder Mägde,damitichmeineSchmachnichtlängertragenmuss.

21UndGotterhörtesieundöffneteihrenLeib,undRahel wurdeschwangerundgebareinenSohnUndsiesprach: DerHerrhatmeineSchmachvonmirgenommen.Undsie nannteihnJosefundsprach:DerHerrschenkemirnoch einenSohnJakobaberwareinundneunzigJahrealt,alssie ihngebar.

22ZujenerZeitschickteJakobsMutterRebekkaihre AmmeDebora,dieTochtervonUz,undzweiKnechte IsaakszuJakob.

23UndsiekamenzuJakobnachHaranundsprachenzu ihm:Rebekkahatunszudirgesandt,damitduindasHaus deinesVaters,indasLandKanaan,zurückkehrst.Und Jakobgehorchteihnenindem,wasseineMuttergesagt hatte

24ZudieserZeitwarendieübrigensiebenJahre,dieJakob LabanumRahelswillengedienthatte,vollendet,undnach vierzehnJahren,dieerinHarangewohnthatte,sprach JakobzuLaban:GibmirmeineFrauenundlassmich weggehen,damitichinmeinLandzurückkehrenkann; dennsiehe,meineMutterhatmirausdemLandKanaan geschickt,dassichindasHausmeinesVaters zurückkehrensolle

25Labanabersprachzuihm:Nein,ichbittedich;wenn ichGnadevordeinenAugengefundenhabe,soverlass michnicht;gibmirdeinenLohn,undichwillihndirgeben undbleibebeimir.

26UndJakobsprachzuihm:Diesistes,wasdumirals Lohngebensollst:Ichwerdeheutedurchdeineganze Herdegehenundallegesprenkeltenundgefleckten LämmerundallebraunenLämmerunterdenSchafenund unterdenZiegenwegnehmenUndwenndudiesfürmich tust,werdeichzurückkehrenunddeineHerdeweidenund siehaltenwiezuvor

27UndLabantatsoundnahmallesvonseinerHerdeweg, wasJakobgesagthatte,undgabesihm.

28UndJakobübergaballes,waservonLabansHerde entfernthatte,indieHändeseinerSöhne;undJakob weidetedenRestvonLabansHerde.

29AlsnundieKnechteIsaaks,dieerzuJakobgesandt hatte,sahen,dassJakobnichtmitihnenindasLand KanaanzuseinemVaterzurückkehrenwollte,verließensie ihnundkehrtenheimindasLandKanaan.

30DeboraaberbliebbeiJakobinHaranundkehrtenicht mitdenKnechtenIsaaksindasLandKanaanzurück, sondernDeborawohntebeiJakobsFrauenundKindernin Haran.

31JakobdienteLabannochsechsJahreAlsdieSchafe gelammthatten,sortierteJakobdiegesprenkeltenund geflecktenaus,wieeresmitLabanvereinbarthatteDas tatJakobsechsJahrelangbeiLabanUndderMannwurde sehrreichundbesaßRinder,Mägde,Knechte,Kameleund Esel

32JakobbesaßzweihundertRinderherdenSeineRinder warengroß,schönanzusehenundsehrfruchtbar.Alle MenschenfamilienwolltenetwasvonJakobsRindern haben,dennsiewarenüberausfruchtbar

33UndvieleMenschenkinderkamen,umsichetwasvon JakobsHerdezuerwerben,undJakobgabihneneinSchaf füreinenKnechtodereineMagdoderfüreinenEseloder einKamel,oderwasimmerJakobvonihnenverlangte, gabensieihm

34UndJakoberlangtedurchdieseGeschäftemitden MenschensöhnenReichtum,EhreundBesitztümer,unddie SöhneLabansbeneidetenihnumdieseEhre

35NacheinigerZeithörteerdieWortederSöhneLabans: „Jakobhatallesweggenommen,wasunseremVater gehörte,undhatsichvondem,wasunseremVatergehörte, alldiesenRuhmerworben“

36UndJakobsahdasAngesichtLabansundseinerSöhne an,undsiehe,eswarihminjenenTagennichtmehrso gesinntwiezuvor

37UndderHERRerschienJakobnachAblaufdersechs Jahreundsprachzuihm:Machdichauf,gehausdiesem LandundkehrezurückindasLanddeinerGeburt,undich willmitdirsein.

38UndJakobmachtesichzujenerZeitaufundsetzte seineKinderundFrauenundalles,wasihmgehörte,auf KameleundzogausindasLandKanaanzuseinemVater Isaak

39UndLabanwusstenicht,dassJakobvonihm weggegangenwar,dennLabanwarandiesemTagbeim Schafescherengewesen

40UndRahelstahldieGötzenbilderihresVaters,nahmsie undverstecktesieaufdemKamel,aufdemsiesaß,und gingweiter

41UnddiesistdieArtderGötzenverehrung:Mannehme einenerstgeborenenMann,schlachteihn,schneideihmdas HaarvomKopf,nehmeSalz,bestreuedenKopfdamitund salbeihnmitÖl,dannnehmemaneinekleineKupfertafel odereineGoldtafel,schreibedenNamendaraufundlege dieTafelunterseineZunge,nehmedenKopfmitderTafel unterderZunge,legeihnindasHaus,zündeLichterdavor anundverneigesichvorihm

42Undwennsiesichdavorniederbeugen,wirdeszuihnen redeninallenDingen,diesieesbitten,durchdieMacht desNamens,derdaringeschriebenist

43UndeinigefertigensieinGestaltvonMenschenan,aus GoldundSilber,undgehenzuihnenindenihnen bekanntenZeiten;unddieGestaltenempfangenden

EinflussderSterneundverkündenihnenzukünftigeDinge; undaufdieseWeisewarendieBilder,dieRahelvonihrem Vatergestohlenhatte

44UndRahelstahldieseBilder,dieihremVatergehört hatten,damitLabandurchsienichterfuhr,wohinJakob gegangenwar

45UndLabankamnachHauseundfragtenachJakobund seinemHaus,abererwarnichtzufinden.DasuchteLaban seineGötzenbilderauf,umzuerfahren,wohinJakob gegangenwar,abererkonntesienichtfindenDaginger zuanderenGötzenbildernundbefragtesie,undsiesagten ihm,dassJakobvonihmzuseinemVaterindasLand Kanaangeflohensei.

46DastandLabanauf,nahmseineBrüderundalleseine Knechte,ginghinausundverfolgteJakobundholteihnauf demGebirgeGileadein.

47UndLabansprachzuJakob:Washastdumirda angetan,dassdugeflohenbistundmichbetrogenhastund meineTöchterundihreKinderalsKriegsgefangenedurch dasSchwertmitdirgeführthast?

48Undduhastmirnichterlaubt,siezuküssenundsiemit Freudenwegzuschicken,sondernduhastmeineGötter gestohlenundbistweggegangen

49JakobantworteteLaban:„Weilichfürchtete,duwürdest mirdeineTöchtermitGewaltwegnehmen;undnunsoll jeder,beidemdudeineGötterfindest,sterben“

50UndLabansuchtenachdenGötzenbildernund untersuchtealleZelteundMöbelJakobs,konntesieaber nichtfinden

51UndLabansprachzuJakob:WirwolleneinenBund miteinanderschließen,unddassolleinZeugniszwischen mirunddirsein:WenndumeineTöchterbedrängstoder dirandereFrauennimmstalsmeineTöchter,sosollauch GottZeugezwischenmirunddirindieserSachesein.

52UndsienahmenSteineundhäuftensiezueinem SteinhaufenaufLabansprach:DieserSteinhaufensollein Zeugeseinzwischenmirunddir.Darumnannteerihn Gilead

53UndJakobundLabanbrachtenaufdemBergeinOpfer darundaßendortvomOpferhaufenundbliebendieganze NachtaufdemBergUndLabanstandfrühamMorgenauf undweintemitseinenTöchternundküsstesieundkehrte anseinenOrtzurück.

54UndereilteundschickteseinenSohnBeor,der siebzehnJahrealtwar,mitAbichorof,demSohndesUz, desSohnesdesNahor,undmitihnenzehnMänner.

55UndsieeiltenundgingenundzogenaufderStraßevor JakobherundkamenaufeinemanderenWegindasLand Seir

56UndsiekamenzuEsauundsprachenzuihm:Sospricht deinBruderundVerwandter,Laban,derBruderdeiner Mutter,derSohnBetuels:

57Hastdugehört,wasdeinBruderJakobanmirgetanhat?

Erkamzuerstnacktundbloßzumir,undichgingihm entgegenundbrachteihnehrenvollinmeinHausIch machteihngroßundgabihmmeinebeidenTöchterund auchzweimeinerMägdezuFrauen.

58UndGottsegneteihnummeinetwillen,underwurde sehrvielundzeugteSöhne,TöchterundMägde

59ErhatteaucheinenriesigenBestandanSchafenund Rindern,KamelenundEselnsowieSilberundGoldin

HülleundFülleAlsersah,dassseinReichtumzunahm, verließermich,währendichmeineSchafescherenging, understandaufundflohheimlich

60UnderhobseineFrauenundKinderaufKameleund führteallseinViehundseinenBesitz,denerinmeinem Landerworbenhatte,fortundwandtesichseinemVater Isaakzu,umindasLandKanaanzugehen

61Undererlaubtemirnicht,meineTöchterundderen Kinderzuküssen,sondernerführtemeineTöchterals Gefangene,dieermitdemSchwertgefangengenommen hatte,understahlauchmeineGötterundfloh

62Undnunhabeichihnundalles,wasihmgehört,im GebirgeamBachJabukzurückgelassen;esmangeltihman nichts

63Wennduzuihmgehenwillst,sogehhinunddortwirst duihnfindenundkannstmitihmtun,wasdeinHerz begehrt;undLabansBotenkamenundberichtetenEsauall dies

64AlsEsauaberalleWortederBotenLabanshörte, entbrannteseinZorngegenJakobsehr;ererinnertesichan seinenHass,undseinZornbrannteinihm

65DaeilteEsauhinundnahmseineKinderundKnechte undalleAngehörigenseinesHauses,sechzigMann,under ginghinundversammeltealleSöhneSeirs,desHoriters, undihrVolk,dreihundertvierzigMann,undnahmalle vierhundertMannmitgezücktenSchwerternundgingzu Jakob,umihnzuschlagen

66UndEsauteiltedieseZahlinmehrereTeileundnahm diesechzigMännerseinerSöhneundKnechteundalle AngehörigenseinesHausesalseinHauptundübergabsie Elifas,seinemältestenSohn.

67DieübrigenHäupteraberübergaberdensechsSöhnen Seirs,desHoriters,undsetztejedenvonihnenüberseine GenerationenundKinder.

68UnddasganzeLagerzogweiter,wieesgewesenwar; undEsaugingmittenunterihnenzuJakobundführtesie mitEile.

69DazogenLabansBotenvonEsaufortundgingenindas LandKanaanundkamenzumHausRebekkas,derMutter JakobsundEsaus.

70Daberichtetensieihr:Siehe,deinSohnEsauistmit vierhundertManngegenseinenBruderJakobgezogen; dennerhatgehört,dasserkommt,undisthingezogen,um Krieggegenihnzuführen,ihnzuschlagenundalleszu nehmen,waserhat

71DaeilteRebekkaundsandtezweiundsiebzigMänner ausdemKnechtschaftIsaaks,umJakobaufdemWegzu begegnen;dennsiesagte:VielleichtwirdEsauaufdem WegKriegführen,wennerihmbegegnet

72UnddieseBotenmachtensichaufdenWeg,umJakob zutreffen,undsietrafenihnamBachweg,aufderanderen SeitedesBachesJabuk.UndJakobsprach,alsersiesah: DiesesLageristmirvonGottbestimmtUndJakobnannte denOrtMachnajim

73UndJakoberkanntealleAngehörigenseinesVaters, underküssteundumarmtesieundgingmitihnenUnd JakobfragtesienachseinemVaterundseinerMutter,und siesagten:Esgehtihnengut

74UnddieseBotensprachenzuJakob:DeineMutter Rebekkahatunszudirgesandtunddirgesagt:Ichhabe gehört,meinSohn,dassdeinBruderEsaumitMännernaus

demStammSeir,demHoriter,gegendichaufdemWeg ausgezogenist.

75Darum,meinSohn,höreaufmeineStimmeund überlegedirgut,wasdutunwillst.Wennerzudirkommt, bitteihninständigundredenichtunbedachtmitihm, sonderngibihmeineGabevondem,wasdubesitztund womitGottdichbeschenkthat

76UndwennerdichnachdeinenAngelegenheitenfragt, soverheimlicheihmnichts;vielleichtlässtervonseinem Zorngegendichab,undduwirstdadurchdeinLebenund alles,wasdirgehört,retten;dennesistdeinePflicht,ihnzu ehren,weilerdeinältererBruderist

77AlsJakobaberdieWorteseinerMutterhörte,diedie Botenzuihmgesprochenhatten,erhoberseineStimme undweintebitterlichundtat,wieseineMutterihm befohlenhatte.

KAPITEL32

1ZujenerZeitsandteJakobBotenzuseinemBruderEsau indasLandSeirundsprachzuihmflehendeWorte

2Undergebotihnenundsprach:Sosolltihrzumeinem Herrn,zuEsausagen:SosprichtdeinKnechtJakob:Mein Herrsollnichtmeinen,dassderSegenmeinesVaters,mit demermichgesegnethat,mirzumVorteilgereichthat.

3DennichbinnunschonzwanzigJahrebeiLaban,under hatmichbetrogenundmeinenLohnzehnmalgeändert,wie esmeinemHerrnschonallesberichtetwurde.

4UndichdienteihminseinemHausmitgroßerMühe UndGottsahdanachmeinElend,meineMüheunddas WerkmeinerHändeundließmichGnadeundGunstvor seinenAugenfinden

5UndicherwarbspäterdurchGottesgroße BarmherzigkeitundGüteOchsen,Esel,Rinder,Knechte undMägde

6UndnunkommeichinmeinLandundmeineHeimatzu meinemVaterundmeinerMutter,dieimLandKanaan sind;undichhabeBotengeschickt,ummeinemHerrndies allesmitzuteilen,damitichGnadevordenAugenmeines Herrnfindeundernichtmeint,ichhätteauseigenerKraft ReichtumerlangtoderderSegen,mitdemmichmein Vatergesegnethat,hättemirgenützt

7UndjeneBotengingenzuEsauundfandenihnander GrenzedesLandesEdom,wieeraufJakobzuging;und vierhundertMannvomStammSeir,demHoriter,standen mitgezücktenSchwerternda.

8UnddieBotenJakobsberichtetenEsaualles,wasJakob ihnenüberEsaugesagthatte.

9EsauantworteteihnenmitStolzundVerachtungund sprachzuihnen:Wahrlich,ichhabegehörtundesistmir wahrhaftigberichtetworden,wasJakobmitLabangetan hat,derihninseinemHauserhöhtundihmseineTöchter zuFrauengegebenhat,underzeugteSöhneundTöchter undvermehrtesichdurchseineDiensteinLabansHaus reichlichanReichtumundGütern

10Alserabersah,dassseinReichtumgroßundseinBesitz gewaltigwar,flohermitallem,waserhatte,ausLabans HausundführteLabansTöchter,ohneesihmzusagen, wieKriegsgefangenemitdemSchwertvonihremVater fort.

11UndnichtnurLabanhatJakobsobehandelt,sondern auchmich,underhatmichzweimalverdrängt,undsollich schweigen?

12DarumbinichheutemitmeinenLagerngekommen, ihmentgegenzukommen,undichwerdemitihmtun,was miramHerzenliegt

13DakehrtendieBotenzurückundkamenzuJakobund sprachenzuihm:WirkamenzudeinemBruderEsauund habenihmallesgesagt,wasdugesagthast,undsohater unsgeantwortet;undsiehe,erkommtdirmitvierhundert Mannentgegen

14Nunabererkenneundsieh,wasdutunsollst,undbete zuGott,dasserdichvonihmerrette.

15AlsJakobaberdieWorteseinesBrudershörte,die dieserzudenBotenJakobsgesprochenhatte,erschraker sehrundwarbetrübt.

16UndJakobbetetezudemHERRN,seinemGott,und sprach:HERR,GottmeinerVäterAbrahamundIsaak,du hastzumirgesagt,alsichausdemHausmeinesVaters wegging:

17IchbinderHerr,derGottdeinesVatersAbrahamund derGottIsaaks.DirgebeichdiesesLandunddeine NachkommennachdirIchwilldeineNachkommenso zahlreichmachenwiedieSterneamHimmel,unddusollst dichausbreitenbiszudenvierHimmelsseiten,unddurch dichunddeineNachkommensollenalleGeschlechterder Erdegesegnetwerden

18UndduhastdeinWortgehaltenundmirReichtümer, KinderundViehgegeben,wiedudeinemKnechtdie höchstenWünschemeinesHerzenserfüllthast;duhastmir allesgegeben,worumichdichgebetenhabe,sodassesmir annichtsmangelte

19Unddusagtestspäterzumir:Kehrezurückzudeinen ElternundandeinenGeburtsort,undichwerdedir weiterhinGutestun

20Undnun,daichgekommenbinunddumichvonLaban errettethast,werdeichindieHändeEsausfallen,dermich unddieMüttermeinerKinderumbringenwird

21Darum,Herr,meinGott,errettemichdochauchausder HandmeinesBrudersEsau,dennichfürchtemichsehrvor ihm

22UndwennkeineGerechtigkeitinmirist,sotutesdoch umAbrahamsundmeinesVatersIsaakswillen.

23Dennichweiß,dassichdiesenReichtumdurchGüte undBarmherzigkeiterworbenhabe;nunbitteichdich, errettemichheutedurchdeineGüteundantwortemir.

24DahörteJakobaufzubetenundteiltedasVolk,dasbei ihmwar,samtdenHerdenunddemViehinzweiLager. DieeineHälfteübergaberDamesek,demSohnEliesers, AbrahamsDiener,alsLagerfürsichundseineKinder;die andereHälfteaberübergaberseinemBruderElianus,dem SohnEliesers,alsLagerfürsichundseineKinder.

25Undergebotihnenundsprach:HaltetAbstandvon eurenLagernundkommteinandernichtzunahe;undwenn EsauineinLagerkommtundesvernichtet,sowirdihm dasandereLager,dassichineinigerEntfernungdavon befindet,entgehen.

26UndJakobbliebinjenerNachtdortundgabseinen KnechtendieganzeNachtüberAnweisungenbezüglich desHeeresundseinerKinder.

27UndderHERRerhörteanjenemTagdasGebetJakobs underretteteJakobausderHandseinesBrudersEsau.

28UndderHerrsandtedreiEngelvondenEngelndes Himmels;undsiegingenvorEsauherundkamenzuihm.

29UnddieseEngelerschienenEsauundseinemVolkwie zweitausendMann,dieaufPferdenritten,diemitallerlei Kriegswaffenausgerüstetwaren,undsieerschienenEsau undallenseinenMännernalsinvierLagergeteilt,mitvier AnführernanjedemLager

30EinLagerzogweiterundfandEsaumitvierhundert Mann,dieaufseinenBruderJakobzukamenDarannte diesesLageraufEsauundseinVolkzuunderschrecktesie EsaufielvorSchreckvomPferd,undalleseineMänner wichenanjenemOrtvonihmzurück,dennsiefürchteten sichsehr

31UnddasganzeLagerschrieihnennach,alssievorEsau flohen,undallekriegerischenMännerantworteten: 32WirsinddochdieKnechteJakobs,dereinKnecht Gottesist;werkannesalsomitunsaufnehmen?UndEsau sprachzuihnen:Nun,meinHerrundBruderJakobisteuer Herr,denichzwanzigJahrelangnichtgesehenhabe,und jetzt,daichheutegekommenbin,ihnzusehen,behandelt ihrmichso?

33UnddieEngelantwortetenihm:SowahrderHerrlebt, wärenichtJakob,vondemdusprichst,deinBruder,so hättenwirkeinenvondirunddeinemVolkübriggelassen; nurumJakobswillenwollenwirihnennichtsantun 34UnddiesesLagerzoganEsauundseinenMännern vorbeiundentferntesichEsauundseineMännerwaren etwaeineMeilevonihnenentfernt,alsdaszweiteLager mitallerleiWaffenaufihnzukamundesEsauundseinen Männerngenausoantat,wieesdasersteLagerihnen angetanhatte

35Undalssieweiterzogen,siehe,dakamdasdritteLager aufihnzu,undalleerschraken,undEsaufielvomPferd, unddasganzeLagerschrieaufundsprach:Wahrlich,wir sinddieKnechteJakobs,dereinKnechtGottesist,undwer kanngegenunsbestehen?

36DaantworteteEsauihnenabermalsundsprach:Nun, Jakob,meinHerrundeuerHerr,istmeinBruder,undseit zwanzigJahrenhabeichseinAngesichtnichtgesehen,und alsichheutehörte,dasserkommenwürde,binichheute hingegangen,umihmentgegenzukommen,undihr behandeltmichso?

37Sieantwortetenihmundsprachenzuihm:Sowahrder Herrlebt,wäreJakobnichtdeinBruder,wiedugesagthast, sohättenwirkeinenRestvondirunddeinenMännern übriggelassen;aberweilJakob,vondemdusprichst,dein Bruderist,wollenwirunsnichtmitdiroderdeinen Männerneinlassen

38UndauchdasdritteLagerzoganihnenvorbei,under setzteseinenWegmitseinenMännerninRichtungJakob fort,alsdasvierteLageraufihnzukam;undauchsietaten mitihmundseinenMännern,wiedieanderenesgetan hatten

39AlsEsauabersah,wasdievierEngelihmundseinen Männernangetanhatten,fürchteteersichsehrvorseinem BruderJakobundgingihminFriedenentgegen

40EsauaberverbargseinenHassgegenJakob,weilerum seinLebenfürchtetewegenseinesBrudersJakobundweil

ermeinte,dievierLager,aufdieergestoßenwar,seien JakobsKnechte.

41UndJakobbliebinjenerNachtmitseinenKnechtenin ihremLagerundbeschlossmitseinenKnechten,Esauein Geschenkvonallem,waserbeisichhatte,undvonseinem ganzenBesitzzugeben;undJakobstandamMorgenauf, erundseineMänner,undsiesuchtensichunterdemVieh einGeschenkfürEsauaus.

42UnddiesistdieMengeanGeschenk,dieJakobvon seinerHerdeauswählte,umsieseinemBruderEsauzu geben:underwähltezweihundertvierzigStückvonden Schafenaus,underwähltevondenKamelenundEselnje dreißigausundvondenRindernwählteerfünfzigKühe aus

43UnderteiltesiealleinzehnHerdenauf,stelltejedeArt fürsichhinundübergabsieindieHändevonzehnseiner Knechte,jedeHerdefürsich

44Undergebotihnenundsprachzuihnen:HaltetAbstand voneinanderundlasstRaumzwischendenHerden.Wenn Esauunddie,diemitihmsind,euchbegegnenundeuch fragen:Wemgehörtihr,wohingehtihr,undwemgehört alldiesvoreuch?,sosolltihrihnenantworten:Wirsind dieKnechteJakobsundkommenEsauinFriedenentgegen; undsiehe,Jakobkommthinterunsher

45Unddas,wasvorunsliegt,isteinGeschenk,dasJakob seinemBruderEsaugesandthat

46Undwennsieeuchfragen:„Warumbleibterdenn hintereuch,umseinemBruderentgegenzukommenund ihnzusehen?“,dannsolltihrihnenantworten:„Erkommt dochvollerFreudehinterunsher,umseinemBruder entgegenzukommen,dennerhatgesagt:‚Ichwillihnmit demGeschenk,dasihmzuteilwird,besänftigen,und danachwillichihnsehen;vielleichtnimmteresjaan‘“

47SogelangtedasganzeGeschenkindieHändeseiner KnechteundzogandiesemTagvorihmherEr übernachteteindieserNachtbeiseinenLagernamUfer desBachesJabuk.MitteninderNachtstanderauf,nahm seineFrauenundseineMägdeundalles,wasihmgehörte, undzogindieserNachtmitihnenüberdieFurtJabuk

48Alsernunalles,wasihmgehörte,überdenBach gebrachthatte,bliebJakoballeinzurückDakameinMann zuihmundrangmitihmdieganzeNachtbiszumAnbruch desTages,undJakobsHüftewurdedurchdenKampf ausgerenkt

49AlsderTaganbrach,verließderMannJakobdort;er segneteihnundgingfort.JakobabergingamBachvorbei, alsderTaganbrach,undbliebaufseinerHüfteliegen

50AlserdenBachüberquerthatte,gingihmdieSonneauf, underkamhinaufzudemOrt,woseinViehundseine Kinderwaren

51UndsiezogenweiterbiszumMittag,undwährendsie zogen,gingdasGeschenkvorihnenher.

52DahobJakobseineAugenaufundschaute,undsiehe, EsaukamvonfernemitvielenMännern,etwavierhundert anderZahlUndJakobfürchtetesichsehrvorseinem Bruder

53DaeilteJakobundteilteseineKinderunterseine FrauenundMägdeauf;seineTochterDinaaberlegteerin eineKisteundübergabsieindieHändeseinerKnechte

54UndergingvorseinenKindernundFrauenher,um seinemBruderzubegegnen,underbeugtesichbiszur

Erdenieder,ja,erbeugtesichsiebenmalnieder,biserzu seinemBruderkam.UndGottließJakobGnadeundGunst vordenAugenEsausundseinerMännerfinden,dennGott hattedasGebetJakobserhört.

55UnddieFurchtJakobsundseinSchreckenbefielen seinenBruderEsau,dennEsaufürchtetesichsehrvor Jakobwegendem,wasdieEngelGottesanEsaugetan hatten;undEsausZorngegenJakobwandeltesichinGüte.

56AlsEsauJakobaufsichzulaufensah,liefaucherihm entgegen,fielihmumdenHals,sieküsstensichund weinten

57UndGottgabdenMännern,diemitEsaugekommen waren,EhrfurchtundGütegegenJakobinsHerz;undauch sieküsstenJakobundumarmtenihn

58AuchElifas,derSohnEsaus,weintemitseinenvier Brüdern,denSöhnenEsaus,mitJakob;sieküsstenund umarmtenihn,denndieFurchtvorJakobwarübersiealle gekommen

59UndEsauhobseineAugenaufundsahdieFrauenmit ihrenNachkommen,denSöhnenJakobs,diehinterJakob hergingenundsichaufdemWegvorEsauverbeugten

60DasprachEsauzuJakob:Wersinddiese,diebeidir sind,meinBruder?SindesdeineKinderoderdeine Knechte?JakobantworteteEsau:EssindmeineKinder,die GottdeinemKnechtgnädiggegebenhat.

61UndwährendJakobmitEsauundseinenMännern redete,sahEsaudasganzeLagerundsprachzuJakob: WoherhastdudasganzeLager,dasichgesternAbend gesehenhabe?Jakobantwortete:UmGnadevormeinem Herrnzufinden,istesdas,wasGottdeinemKnechtgnädig gegebenhat.

62UnddasGeschenkkamvorEsau,undJakobdrängte Esauundsprach:NimmdochdasGeschenk,dasich meinemHerrngebrachthabe!Esauabersprach:Wasist dasmeinVorhaben?Behalte,wasduhast,fürdich!

63UndJakobsprach:EsistmeinePflicht,dirdiesalleszu geben,daichdeinAngesichtgesehenhabe,damitdu weiterhininFriedenlebst

64Esauaberweigertesich,dasGeschenkanzunehmenDa sprachJakobzuihm:Ichbittedich,meinHerr,wennich nunGnadevordeinenAugengefundenhabe,sonimm meinGeschenkvonmiran;dennichhabedeinAngesicht gesehen,alssäheicheingöttlichesAngesicht,weildumir wohlgesinntwarst

65UndEsaunahmdasGeschenkan,undJakobgabEsau auchSilber,GoldundBdellium,dennerbedrängteihnso sehr,dasseresannahm

66UndEsauteiltedasVieh,dasimLagerwar,undgabdie eineHälftedenMännern,diemitihmgekommenwaren, dennsiewarenalsLohnarbeitergekommen;dieandere HälfteaberübergaberseinenKindern

67DasSilber,dasGoldunddasBdelliumgaberindie HändeseinesältestenSohnesElifasUndEsausprachzu Jakob:Lassunsbeidirbleibenundlangsammitdirgehen, bisdumitmiranmeinenOrtkommst,damitwirdort zusammenwohnenkönnen

68JakobantworteteseinemBruderundsprach:Ichmöchte tun,wiemeinHerrmirsagt;abermeinHerrweiß,dassdie KinderzartsindunddassdieHerdenundRindermitihren Jungen,diebeimirsind,nurlangsamgehen;dennwennsie

schnellgingen,würdensieallesterben;denndukennstihre LastenundihreMühen.

69DarumsollmeinHerrvorseinemDienerhergehen,ich aberwilllangsamweitergehenumderKinderundder Herdewillen,bisichzumeinemHerrnnachSeirkomme.

70DasprachEsauzuJakob:Ichwilleinigevonmeinem Volkmitdirstellen,diedichaufdemWegbeschützenund deineMüheundLasttragensollen.Erabersprach:Was brauchtes,meinHerr,wennichGnadevordeinenAugen finde?

71Siehe,ichwillzudirnachSeirkommen,umdortmitdir zusammenzuwohnen,wiedugesagthastGehnunhinmit deinemVolk,dennichwilldirfolgen.

72UndJakobsagtedieszuEsau,umEsauundseine Männervonihmwegzubringen,damitJakobdanachindas HausseinesVatersindasLandKanaangehenkonnte.

73UndEsauhörteaufdieStimmeJakobsundkehrtemit denvierhundertMann,diemitihmaufdemWegnachSeir waren,zurück.Jakobundalles,waszuihmgehörte,ging anjenemTagbisandieäußersteGrenzedesLandes KanaanundbliebdorteinigeZeit

KAPITEL33

1NacheinigerZeit,nachdemJakobdieGrenzendes Landesverlassenhatte,kamerindasLandSchalem,das istdieStadtSichem,dieimLandKanaanliegt,undlagerte sichvorderStadt.

2UnderkaufteeinStückvondemFeld,dasdortwar,von denNachkommenHamors,demVolkdesLandes,fürfünf Schekel.

3UndJakobbautesichdorteinHausundschlugseinZelt dortaufundmachteHüttenfürseinVieh;darumnannteer denOrtSukkot.

4UndJakobbliebeinJahrundsechsMonateinSukkot 5ZujenerZeitgingeneinigeFrauenausdemLandindie StadtSichem,ummitdenTöchternderStadtbewohnerzu tanzenundzufeiernAlssiefortgingen,gingenauchRahel undLea,dieFrauenJakobs,mitihrenFamilienhin,umdie FreudederTöchterderStadtzusehen.

6UndDina,dieTochterJakobs,gingmitihnenundsahdie TöchterderStadtUndsiebliebendortvordiesenTöchtern, währenddasganzeVolkderStadtumsieherumstand,um ihreFreudezusehen;unddasganzevornehmeVolkder Stadtwardort

7AuchSichem,derSohnHamors,derFürstdesLandes, standdort,umsiezusehen

8UndSichemsahDina,dieTochterJakobs,mitihrer MuttervordenTöchternderStadtsitzen,unddasMädchen gefielihmsehr,underfragtedortseineFreundeundsein Volk:WessenTochteristdas,diedaunterdenFrauensitzt, dieichindieserStadtnichtkenne?

9Undsiesprachenzuihm:Gewiss,diesistdieTochter Jakobs,desSohnesIsaaks,desHebräers,dieschoneinige ZeitindieserStadtgewohnthatAlssichdieNachricht verbreitete,dassdieTöchterdesLandeshinausgingen,um sichzufreuen,gingsiemitihrerMutterundihrenMägden hin,umsichuntersiezusetzen,wiedusiehst

10UndSichemerblickteDina,dieTochterJakobs,undals ersieansah,richtetesichseinBlickaufDina.

11UndersandteBotenundließsiemitGewaltholenUnd DinakamindasHausvonSichem,underergriffsiemit Gewalt,schliefmitihrunddemütigtesieUnderliebtesie überausundnahmsieinseinHausauf.

12UndsiekamenundberichtetenJakobdavon.AlsJakob hörte,dassSichemseineTochterDinageschändethatte, sandteJakobzwölfseinerKnechteaus,umDinaausdem HausSichemszuholen.Undsiegingenhinundkamen zumHausSichems,umDinavondortwegzubringen 13Alssiekamen,gingSichemmitseinenMännernihnen entgegenundtriebsieausseinemHausErerlaubteihnen nicht,vorDinazutreten;stattdessensaßSichembeiDina undküssteundumarmtesievorihrenAugen.

14DakehrtendieKnechteJakobszurückundberichteten ihm:Alswirkamen,triebenerundseineMännerunsfort, undsotatSichemDinavorunserenAugen.

15Jakobwussteaberauch,dassSichemseineTochter geschändethatte;ersagteabernichts,undseineSöhne weidetenseinViehaufdemFeld,undJakobschwiegbis zuihrerRückkehr

16BevorseineSöhnenachHausekamen,sandteJakob zweiMädchenausdemGeschlechtseinerKnechtezuDina indasHausvonSichem,damitsiedortaufsieaufpassten undbeiihrbliebenUndSichemsandtedreiseinerFreunde zuseinemVaterHamor,demSohnChiddekems,des SohnesPereds,undließihmsagen:„Holtmirdieses MädchenzurFrau“

17UndHamor,derSohnChiddekems,desHiwiters,kam indasHausseinesSohnesSichem,setztesichvorihnund sprachzuseinemSohn:Sichem,gibtesdennkeineFrau unterdenTöchterndeinesVolkes,diedunehmenwillst, eineHebräerin,dienichtzudeinemVolkgehört?

18DasprachSichemzuihm:Siealleinsollstdumirholen, dennsieistmirlieblich.UndHamortat,wieseinSohnihm gesagthatte,dennerwarihmsehrlieb

19UndHamorginghinauszuJakob,ummitihmüber dieseSachezureden.UndalserdasHausseinesSohnes Sichemverlassenhatte,nocheheerzuJakobkam,ummit ihmzureden,siehe,dakamendieSöhneJakobsvomFeld, sobaldsiegehörthatten,wasSichem,derSohnHamors, getanhatte

20UnddieMännerwarensehrbetrübtüberihreSchwester, undsieallekamenvollerZornnachHause,nochbevorsie ihrViehzusammentreibenkonnten

21UndsiekamenundsetztensichvorihrenVaterund redetenzornigzuihmundsprachen:Gewiss,derTodist diesemMannundseinemHausgebührt,weilderHerr,der GottderganzenErde,NoahundseinenKinderngeboten hat,dasseinMannniemalsraubennochdieEhebrechen soll;nunsiehe,SichemhatunsereSchwesterverwüstetund mitihrUnzuchtgetrieben,undkeinerausderganzenStadt hateinWortzuihmgesagt.

22Duweißtundverstehstdoch,dassSichem,seinVater unddieganzeStadtwegenseinerTatzumTodeverurteilt sind

23UndwährendsienochmitihremVaterdarüber sprachen,siehe,dakamHamor,derVatervonSichem,um JakobdieWorteseinesSohnesüberDinamitzuteilen,und ersetztesichvorJakobundvorseineSöhne

24UndHamorsprachzuihnen:MeinSohnSichemsehnt sichnacheurerTochterGebtsieihmzurFrauundheiratet

mituns;gebtunseureTöchter,undwirgebeneuchunsere Töchter,undihrsolltmitunsinunseremLandwohnen, undwirwolleneinVolkimLandsein

25DennunserLandistsehrweitläufig;darumwohntdarin, treibtHandeldarinunderwirbtBesitzdarinundtutdarin, wasihrwollt,undniemandwirdeuchdaranhindern, indemereinWortzueuchsagt

26DahörteHamorauf,mitJakobundseinenSöhnenzu reden,undsiehe,Sichem,seinSohn,kamnachihmund setztesichvorsie

27UndSichemredetevorJakobundseinenSöhnenund sprach:MögeichGnadevordeinenAugenfinden,dassdu mirdeineTochtergibst,undwasimmerdumirsagst,das willichfürsietun

28FordertvonmireinereicheMitgiftundGeschenke,und ichwerdesieeuchgeben,undwasimmerihrmirsagt,das werdeichtun,undwersicheurenBefehlenwidersetzt,der sollsterben;gebtmirnurdasMädchenzurFrau

29DaantwortetenSimeonundLeviHamorundSichem, seinemSohn,mitListundTückeundsprachen:Alles,was ihrunsgesagthabt,wollenwirfüreuchtun

30Undsiehe,unsereSchwesteristineuremHaus;aber halteteuchvonihrfern,biswirunseremVaterIsaakin dieserAngelegenheitetwaszusagenhaben;dennohne seineZustimmungkönnenwirnichtstun.

31DennerkenntdieWegeunseresVatersAbraham,und wasimmererunssagt,werdenwireuchsagen,wirwerden euchnichtsverheimlichen.

32UndSimeonundLeviredetendieszuSichemund seinemVater,umeinenVorwandzufindenundsich beratenzulassen,wasmitSichemundseinerStadtin dieserSachegeschehensollte

33AlsSichemundseinVaterdieWorteSimeonsund Levishörten,gefielesihnen,undsiemachtensichaufden Heimweg

34Undalssiefortgegangenwaren,sprachendieSöhne JakobszuihremVater:Siehe,wirwissen,dassdiese FrevlerundihreStadtdesTodesschuldigsind,weilsiedas übertretenhaben,wasGottNoahundseinenKindernund seinenNachkommengebotenhatte.

35UndauchweilSichemdiesanunsererSchwesterDina getanundsieentehrthat;dennsolcheineSchändlichkeit darfunterunsniemalsgeschehen.

36Nunaberwisstundseht,wasihrtunwollt,undsucht RatundeinenVorwand,wasmitihnengeschehensoll,um alleEinwohnerdieserStadtzutöten.

37UndSimeonsprachzuihnen:HieristeinguterRatfür euch:Sagtihnen,siesollenalleMännerunterihnen beschneiden,wiewirbeschnittensind;undwennsiedas nichttunwollen,werdenwirunsereTochtervonihnen nehmenundweggehen

38Undwennsieeinwilligenundestunwollen,dann werdenwir,wennsievorSchmerzenamBodenliegen,sie mitunserenSchwerternangreifenwieeinenRuhigenund Friedfertigen,undwirwerdenjedenMannunterihnen töten

39UndSimeonsRatgefielihnen,undSimeonundLevi beschlossen,esihnensozumachen,wieesihnen vorgeschlagenwordenwar

40AmnächstenMorgenkamenSichemundHamor,sein Vater,wiederzuJakobundseinenSöhnen,umüberDina

zusprechenundzuhören,welcheAntwortdieSöhne JakobsaufihreWortegebenwürden.

41DaredetendieSöhneJakobstrügerischzuihnenund sprachen:WirhabenunseremVaterIsaakalleeureWorte erzählt,undeureWortegefielenihm.

42Erabersprachzuuns:SohatAbraham,seinVater,ihm vonGott,demHerrnderganzenErde,geboten:Jeder Mann,dernichtzuseinenNachkommengehörtundeine seinerTöchterzurFraunehmenwill,sollalleseine männlichenAngehörigenbeschneidenlassen,wiewir beschnittensind;danndürfenwirihmunsereTochterzur Fraugeben

43NunhabenwireuchalleunsereWegekundgetan,die unserVaterunsgebotenhatDennwirkönnendas,wovon ihrunsgebotenhabt,nichttun,nämlichunsereTochter einemunbeschnittenenMannzugeben;dennesisteine Schandefüruns

44Aberhierinwerdenwireuchzustimmen,euchunsere Tochterzugeben,undwirwerdenaucheureTöchterzu unsnehmenunduntereuchwohnenundeinVolksein,wie ihrgesagthabt,wennihraufunshörtundeinwilligt,esuns gleichzutun,indemihrjedenMann,derzueuchgehört, beschneidet,wiewirbeschnittensind

45WennihrabernichtaufunshörtundalleMänner beschneidenlasst,wiewirbeschnittenwerden,wiewires gebotenhaben,dannwerdenwirzueuchkommen,unsere Tochtervoneuchnehmenundweggehen

46AlsSichemundseinVaterHamordieWortederSöhne Jakobshörten,gefielihnendieSachesehrUndSichem undseinVaterHamorbeeiltensich,denWünschender SöhneJakobsnachzukommen,dennSichemliebteDina sehrundwarihrganzergeben

47DaeiltenSichemundseinVaterHamorzumStadttor undversammeltenalleMännerihrerStadtundsprachenzu ihnendieWortederSöhneJakobs:

48WirkamenzudiesenMännern,denSöhnenJakobs,und sprachenmitihnenüberihreTochter,unddieseMänner werdeneinwilligen,nachunserenWünschenzuhandeln, undsiehe,unserLandistfürsievongroßerAusdehnung, undsiewerdendarinwohnenundHandeltreiben,undwir werdeneinVolksein;wirwerdenihreTöchternehmenund unsereTöchterihnenzuFrauengeben

49AbernurunterdieserBedingungwerdendieseMänner einwilligen,dieszutun,dassjederMannunteruns beschnittenwird,wiesiebeschnittenwerden,wieihrGott esihnengebotenhat,undwennwirnachihren Anweisungenbeschnittenwerden,dannwerdensiemit ihremViehundihremBesitzunterunswohnen,undwir werdenmitihneneinVolksein

50AlsnunalleMännerderStadtdieWorteSichemsund seinesVatersHamorhörten,warenalleMännerderStadt mitdiesemVorschlageinverstandenundließensich beschneiden;dennSichemundseinVaterHamorgenossen hohesAnsehenbeiihnen,dasiedieFürstendesLandes waren

51AmnächstenTagstandenSichemundHamor,sein Vater,frühmorgensaufundversammeltenalleMänner ihrerStadtinderMittederStadtSieriefendieSöhne Jakobsherbei,dieandiesemundamfolgendenTagalle Männer,diezuihnengehörten,beschnitten.

52UndsiebeschnittenSichemundHamor,seinenVater, unddiefünfBrüderSichems.Dannmachtesichjederauf undgingnachHause;denndieswarvomHerrngegendie StadtSichemgeschehen,undderRatSimeonsindieser SachewarvomHerrngekommen,damitderHerrdieStadt SichemindieHändederbeidenSöhneJakobsgebe

KAPITEL34

1DieGesamtzahlderbeschnittenenMännerbetrug sechshundertfünfundvierzig Männer und zweihundertsechsundvierzigKinder

2AberChiddekem,derSohnPereds,derVaterHamors, undseinesechsBrüderwolltennichtaufSichemund seinenVaterHamorhörenundsichnichtbeschneiden lassen,dennderVorschlagderSöhneJakobswarihnenein Gräuel,undihrZornentbranntedarüber,dassdie EinwohnerderStadtnichtaufsiegehörthatten

3AmAbenddeszweitenTagesfandensieachtkleine Kinder,dienichtbeschnittenwaren;dennihreMütter hattensievorSichemundseinemVaterHamorundvor denMännernderStadtverborgengehalten.

4UndSichemundseinVaterHamorsandtenBoten,um sievorsichzubringen,damitsiebeschnittenwürdenDa sprangenChiddekemundseinesechsBrüdermitihren Schwerternaufsiezuundsuchtensiezutöten

5UndsiesuchtenauchSichemundseinenVaterHamorzu tötenundsuchten,Dinamitihnenzutöten,wegendieser Sache

6Undsiesprachenzuihnen:Washabtihrdagetan?Gibt esdennkeineFrauenunterdenTöchterneurerBrüder,der Kanaaniter,dassihreuchTöchterderHebräernehmen wollt,dieihrvorhernichtkanntet,unddieseTat vollbringenwollt,dieeureVätereuchniegebotenhaben?

7Glaubstduetwa,dassdumitdieserTat,dieduvollbracht hast,Erfolghabenwirst?Undwaswirstdudeinen kanaanitischenBrüdernantworten,diemorgenkommen unddichnachdieserSachefragenwerden?

8UndwenneuerHandelnvorihrenAugennichtgerecht undguterscheint,waswerdetihrdannfüreuerLebenund ichfürunserLebentun,wennihrnichtaufunsereStimmen gehörthabt?

9UndwenndieEinwohnerdesLandesundalleeure Brüder,dieSöhneHams,voneurerTathörenundsagen:

10WegeneinerhebräischenFrautatenSichemundHamor, seinVater,undalleEinwohnerihrerStadtetwas,was ihnenunbekanntwarundwasihreVorfahrenihnennie gebotenhatten.Wohinwolltihrnunfliehenodereure Schandeverbergen,euerganzesLebenlangvoreuren Brüdern,denEinwohnerndesLandesKanaan?

11Nunkönnenwirdas,wasihrgetanhabt,nichtertragen, undwirkönnenunsdiesesJochnichtaufbürdenlassen,das unsunsereVorfahrennichtauferlegthaben

12Siehe,morgenwerdenwirhingehenundalleunsere Brüder,diekanaanitischenBrüder,dieimLandwohnen, versammeln,undwirwerdenallekommenundeuchund alle,dieaufeuchvertrauen,schlagen,sodasskeinRestvon euchoderihnenübrigbleibt

13AlsHamorundseinSohnSichemunddasganzeVolk derStadtdieWorteChiddekemsundseinerBrüderhörten,

fürchtetensiesichsehrvorihremLebenundbereuten,was siegetanhatten.

14DaantwortetenSichemundseinVaterHamorihrem VaterChiddekemundseinenBrüdernundsprachenzu ihnen:Alles,wasihrzuunsgesagthabt,istwahr.

15Nunsagtnichtundbildeteuchnichtein,dasswiraus LiebezudenHebräerndiesgetanhaben,wasunsunsere Vorfahrennichtgebotenhaben.

16Weilwirabersahen,dassesnichtihreAbsichtundihr Wunschwar,unseremWunschhinsichtlichihrerTochter undihrerMitnahmenachzukommen,außerunterdieser Bedingung,sohörtenwiraufihreStimmenundtatendies, wasihrgesehenhabt,umunserenWunschvonihnenzu erhalten

17UndwennwirdasvonihnenErbeteneerhaltenhaben, werdenwirzuihnenzurückkehrenundihnendastun,was ihrunsgesagthabt

18Wirbitteneuchdaherinständig,zuwarten,bisunser Leibgeheiltundwirwiederstarksind;dannwollenwir gemeinsamgegensieziehenundihnentun,wasineuren undunserenHerzenist

19UndDina,dieTochterJakobs,hörtealldieseWorte,die ChiddekemundseineBrüdergeredethatten,undwas HamorundseinSohnSichemunddieEinwohnerihrer Stadtihnengeantwortethatten.

20UndsieeilteundsandteeineihrerDienerinnen,dieihr Vatergesandthatte,umsichindemHausinSichemumsie zukümmern,zuJakob,ihremVater,undzuihrenBrüdern undließihrsagen:

21SorietenChiddekemundseineBrüdereuch,undso antwortetenHamor,SichemunddieEinwohnerderStadt ihnen

22AlsJakobdieseWortehörte,wurdeerzornigund empörtesichübersie;seinZornentbranntegegensie.

23UndSimeonundLevischworenundsprachen:Sowahr derHERRlebt,derGottderganzenErde,morgenumdiese ZeitsollkeineinzigerRestmehrinderganzenStadtübrig sein

24UndzwanzigjungeMännerhattensichversteckt,die nichtbeschnittenwaren.DiesejungenMännerkämpften gegenSimeonundLeviSimeonundLevitötetenachtzehn vonihnenZweiaberflohenundentkamenzueinigen KalkgrubeninderStadt.SimeonundLevisuchtennach ihnen,konntensieabernichtfinden

25UndSimeonundLevizogenweiterinderStadtumher undbrachtenalleEinwohnerderStadtmitdemSchwert um,sodasskeinerübrigblieb

26UndesentstandeinegroßeBestürzunginderStadt,und dasGeschreiderEinwohnerderStadtstiegbiszum Himmelempor,undalleFrauenundKinderschrienlaut

27SimeonundLeviaberbrachtendieganzeStadtum;es bliebkeinManninderganzenStadtübrig.

28UndsieerschlugenHamorundSichem,seinenSohn, mitdemSchwert;undsiebrachtenDinaausdemHaus Sichemswegundzogenvondortfort

29UnddieSöhneJakobsgingenhinundkehrtenzurück undkamenüberdieErschlagenenundraubtenallihren Besitz,derinderStadtundaufdemFeldwar

30WährendsiedieBeuteeinsammelten,standen dreihundertMannauf,bewarfensiemitStaubund schlugensiemitSteinenDawandtesichSimeonzuihnen

underschlugsieallemitderSchärfedesSchwertesDann wandtesichSimeonvorLeviundgingindieStadt.

31UndsienahmenihreSchafe,ihreRinderundihrVieh mitsich,auchdieübrigenFrauenundKinder,undführten allediesefort.DannöffnetensieeinTor,gingenhinaus undkamenmitgroßerKraftzuihremVaterJakob 32AlsJakobaberallessah,wassiederStadtangetan hatten,unddieBeutesah,diesieihrabgenommenhatten, wurdeJakobsehrzornigaufsieundsprachzuihnen:Was habtihrmirdaangetan?Siehe,ichhatteRuhebeiden kanaanitischenEinwohnerndesLandesgefunden,und keinervonihnenhatsichmitmirangelegt

33UndnunhastdumichbeidenBewohnerndesLandes, denKanaaniternundPerisitern,verhasstgemacht,undich gehörenurzueinerkleinenGruppe;undsiewerdensich allegegenmichversammelnundmichtöten,wennsievon deinemWerkmitihrenBrüdernhören,undichundmein ganzesHauswerdenumkommen

34DaantwortetenSimeonundLeviundalleihreBrüder, diebeiihnenwaren,ihremVaterJakobundsprachenzu ihm:Siehe,wirwohnenimLand,undsollteSichem unsererSchwestersoetwasantun?Warumschweigstduzu alldem,wasSichemgetanhat?Undsollteermitunserer SchwesterverfahrenwiemiteinerHureaufdenStraßen?

35UnddieZahlderFrauen,dieSimeonundLeviausder StadtSichemgefangengenommenhattenunddiesienicht getötethatten,betrugfünfundachtzig,dienochkeinen Mannerkannthatten.

36UnterihnenwaraucheinjungesMädchenvonschöner GestaltundanmutigerErscheinung,dashießBunaSimeon nahmsiezurFrau.DieZahlderMänner,diesiegefangen nahmenundnichttöteten,betrugsiebenundvierzig,die Übrigenabertötetensie

37UndallejungenMännerundFrauen,dieSimeonund LeviausderStadtSichemgefangengenommenhatten, dientendenSöhnenJakobsundderenNachkommenbiszu demTag,andemdieSöhneJakobsausdemLandÄgypten auszogen

38AlsSimeonundLevidieStadtverlassenhatten, erhobensichdiebeidenjungenMänner,dieübrig gebliebenwaren,diesichinderStadtversteckthattenund nichtunterdenEinwohnernderStadtgestorbenwarenSie gingenindieStadtunddurchstreiftensie.Siefandendie StadtverlassenundohneMannvor,nurweinendeFrauen DariefendiejungenMänner:„Seht,diesistdasUnheil, dasdieSöhneJakobs,desHebräers,dieserStadtangetan haben,alssieheuteeinederkanaanäischenStädte zerstörtenundsichnichtumihrLebenimganzenLand Kanaanfürchteten“

39UnddieseMännerverließendieStadtundgingenindie StadtTapnachDorthinkamensieundberichtetenden EinwohnernvonTapnachalles,wasihnenwiderfahrenwar undalles,wasdieSöhneJakobsderStadtSichemangetan hatten

40AlsdieNachrichtanJaschub,denKönigvonTapnach, gelangte,sandteerMännerindieStadtSichem,umdie jungenMännerzubefragen.DennderKönigglaubteihnen nichtundsprach:WiekönntenzweiMännereinesogroße StadtwieSichemverwüsten?

41DakamendieBotenJaschubszurückundberichteten ihm:WirkamenindieStadt,undsieistzerstört;esistkein

Mannmehrdort,nurnochweinendeFrauen;auchistkein Viehmehrda,dennalles,wasinderStadtwar,habendie SöhneJakobsweggenommen

42Jashubwundertesichdarüberundsprach:Wiekonnten zweiMännerdiestun,einesogroßeStadtzuzerstören,und keineinzigerMannkonntesichihnenentgegenstellen?

43DennseitdenTagenNimrodsundauchseitfrühester ZeitistnichtsVergleichbaresgeschehen.UndJaschub,der KönigvonTapnach,sprachzuseinemVolk:Seidmutig! WirwollenhingehenundgegendieseHebräerkämpfen undihnentun,wiesiederStadtgetanhaben,undwir wollendieSachederEinwohnerderStadträchen

44UndJaschub,derKönigvonTapnach,berietsichmit seinenRatgebernüberdieseAngelegenheit,undseine Ratgebersprachenzuihm:AlleinwirstdudieHebräer nichtbesiegenkönnen,dennsiemüssenmächtigsein,um diesesWerkanderganzenStadtzuvollbringen

45WennzweivonihnendieganzeStadtverwüstethaben undniemandsichihnenentgegengestellthat,sowerdensie sichgewissgegenunserhebenundunsebensovernichten, wenndugegensievorgehst

46WennduaberzuallenKönigenringsumsendestundsie zusammenkommenlässt,dannwollenwirmitihnengehen undgegendieSöhneJakobskämpfen;dannwirstduüber siesiegen.

47UndJaschubhörtedieWorteseinerRatgeber,undihre WortegefielenihmundseinemVolk,undertat,wiesie gesagtwurden;undJaschub,derKönigvonTapnach, sandtezuallenKönigenderAmoriter,dieSichemund Tapnachumgaben,undließihnensagen:

48Gehtmitmirhinaufundhelftmir,undwirwerden Jakob,denHebräer,undalleseineSöhneschlagenundsie vomLandevertilgen;dennsohateresmitderStadt Sichemgemacht,undwisstihrnichtsdavon?

49AlsnunalleKönigederAmoritervondemBösen hörten,dasdieSöhneJakobsderStadtSichemangetan hatten,warensiesehrentsetztdarüber.

50DaversammeltensichdiesiebenKönigederAmoriter mitallihrenHeeren,etwazehntausendMannmit gezücktenSchwertern,undsiekamen,umgegendieSöhne JakobszukämpfenAlsJakobhörte,dasssichdieKönige derAmoriterversammelthatten,umgegenseineSöhnezu kämpfen,erschrakJakobsehrundwarbestürzt.

51DaschrieJakobgegenSimeonundLeviundsprach: Washabtihrdagetan?Warumhabtihrmirgeschadet,dass ihralleKanaanitergegenmichaufgebrachthabt,ummich undmeinHauszuvernichten?DennichundmeinHaus lebteninRuhe,undihrhabtmirdasangetanunddurch euerHandelndieBewohnerdesLandesgegenmich aufgebracht

52JudaantworteteseinemVater:HabenmeineBrüder SimeonundLevietwaumsonstalleEinwohnervon Sichemgetötet?Gewiss,esgeschah,weilSichemunsere SchwestergedemütigtunddasGebotunseresGottes gegenüberNoahundseinenNachkommenübertretenhatte; dennSichemhatteunsereSchwestermitGewalt weggeführtundmitihrEhebruchbegangen.

53UndSichemtatalldiesesBöse,undkeinerder EinwohnerseinerStadtwidersetztesichihmundfragte: Warumtustdudas?MeineBrüdergingenjadeswegenhin undschlugendieStadt,undderHerrgabsieinihreHände,

weilihreEinwohnerdieGeboteunseresGottesübertreten hatten.Habensiedennalldiesumsonstgetan?

54Undnunwarumbistduängstlichundbedrückt,und warumbistduunzufriedenmitmeinenBrüdern,und warumistdeinZorngegensieentbrannt?

55Gewiss,unserGott,derdieStadtSichemundihre BewohnerinihreHandgegebenhat,derwirdauchalle kanaanitischenKönige,diegegenunskommen,inunsere Handgeben,undwirwerdenmitihnenverfahren,wie meineBrüdermitSichemverfahrensind

56NunaberseidgelassenundlassteureÄngstehinter euch,sondernvertrautaufdenHerrn,unserenGott,und betetzuihm,dasserunshelfeundunserlöseundunsere FeindeinunsereHändegebe

57DariefJudaeinemderKnechteseinesVaterszu:Geh nunhinundsiehnach,wodieKönige,diegegenuns ziehen,mitihrenHeerenstehen

58DagingderKnechthinundschauteindieFerneund stieggegenüberdemBergSihonhinaufundsahalleLager derKönigeaufdemFeldstehenUnderkehrtenachJuda zurückundsprach:Siehe,dieKönigesindaufdemFelde mitallihrenLagern,einVolkvonüberausgroßerZahl, wiederSandamMeeresstrand

59UndJudasprachzuSimeonundLeviundzuallen seinenBrüdern:StärkteuchundseidtapfereSöhne,denn derHERR,unserGott,istmituns;fürchteteuchnichtvor ihnen

60Jedersollhervortreten,umgürtetmitseinen Kriegswaffen,BogenundSchwert,undwirwollen hingehenundgegendieseUnbeschnittenenkämpfen;der HerristunserGott,erwirdunsretten.

61Undsiemachtensichaufundgürtetensichjedermit seinenKriegswaffen,GroßundKlein,elfSöhneJakobs undalleKnechteJakobsmitihnen.

62UndalleKnechteIsaaks,diemitIsaakinHebronwaren, kamenallezuihnen,ausgerüstetmitallerleiKriegswaffen; unddieSöhneJakobsundihreKnechte,insgesamt einhundertundzwölfMann,zogenzudiesenKönigen;und Jakobgingauchmitihnen

63UnddieSöhneJakobssandtenzuihremVaterIsaak, demSohnAbrahams,nachHebron,dasistKireat-Arba, undließenihmsagen:

64WirbittendichfürunszudemHerrn,unseremGott, dasserunsvordenKanaanitern,diegegenunskommen, beschützeundsieinunsereHändegebe

65UndIsaak,derSohnAbrahams,betetezumHERRNfür seineSöhneundsprach:HERR,meinGott,duhast meinemVaterverheißen:IchwilldeineNachkommen mehrenwiedieSterneamHimmel,undduhastauchmir verheißenunddeinWortbestätigt,nun,dadieKönige Kanaanszusammenkommen,umKrieggegenmeine Kinderzuführen,weilsiekeinUnrechtgetanhaben.

66Darum,Herr,meinGott,GottderganzenErde,wende dochdenRatdieserKönigeum,damitsienichtgegen meineSöhnekämpfen

67UndprägediesenKönigenundihrenVölkerndieFurcht vormeinenSöhneneinundbeugeihrenStolz,damitsie sichvonmeinenSöhnenabwenden

68UndmitdeinerstarkenHandunddeinem ausgestrecktenArmerlösemeineSöhneundihreKnechte

vonihnen;dennduhastdieMachtunddieKraft,diesalles zutun.

69UnddieSöhneJakobsundihreKnechtezogenzu diesenKönigenundvertrautenaufdenHERRN,ihrenGott. Undwährendsiezogen,beteteauchJakob,ihrVater,zum HERRNundsprach:OHERR,Gott,mächtigerund erhabenerGott,derduregierstvonaltersher,vondaanbis jetztundinEwigkeit.

70Dubistes,derKriegeentfachtundsiebeendet,in deinerHandliegenMachtundStärke,zuerhöhenundzu erniedrigenOmögemeinGebetvordirwohlgefälligsein, dassdudichmirindeinerBarmherzigkeitzuwendest,um dieHerzendieserKönigeundihresVolkesmitdem SchreckenmeinerSöhnezuerfüllenundsieundihreLager zuerschrecken,underlöseindeinergroßenGütealle,die aufdichvertrauen,denndubistes,derVölkerunterunsere HerrschaftbringenundNationenunsererMacht unterwerfenkann

KAPITEL35

1UndalleKönigederAmoriterkamenundstelltensich aufdasFeld,ummitihrenRatgebernzuberaten,wasmit denSöhnenJakobsgeschehensollte;dennsiefürchteten sichnochimmervorihnenundsagten:Siehe,zweivon ihnenhabendieganzeStadtSichemerschlagen

2UndderHERRerhörtedieGebeteIsaaksundJakobsund erfülltedieHerzenallerRatgeberdesKönigsmitgroßer FurchtundSchrecken,sodasssieeinmütigausriefen:

3Seidihrheutetöricht,oderhabtihrdenngarkein Verständnisdafür,dassihrmitdenHebräernkämpfen werdet?Undwarumfreutihreuchheuteübereuereigenes Verderben?

4Siehe,zweivonihnenkamenfurchtlosundschreckhaft indieStadtSichemundtötetenalleEinwohnerderStadt, sodassniemandihnenentgegentratWiewolltihrdagegen sieallekämpfen?

5Ihrwisstdoch,dassihrGottsieüberausgernhatund großeTatenanihnenvollbrachthat,wiesieseitaltersher nichtvollbrachtwurden;undunterallenGötternder Völkergibteskeinen,derseinenmächtigenTaten gleichkommt

6GewisshaterihrenVaterAbraham,denHebräer,ausder HandNimrodsundausderHandseinesganzenVolkes errettet,dasihnvieleMalezutötengesuchthatte 7ErerretteteihnauchausdemFeuer,indasihnKönig Nimrodgeworfenhatte,undseinGotterretteteihndaraus 8UndwersonstkönntedasGleichetun?Sicherlichwares Abraham,derdiefünfKönigevonElamerschlug,alssie denSohnseinesBrudersberührthatten,derinjenenTagen inSodomwohnte

9UndernahmseinentreuenDienerausseinemHausund einigeseinerMänner,undsieverfolgtendieKönigevon ElamineinerNachtundtötetensieundgabenseinem NeffenallseinenBesitzzurück,densieihmgenommen hatten

10Undihrwisstja,dassderGottdieserHebräerviel WohlgefallenanihnenhatunddassauchsieWohlgefallen anihmhaben,dennsiewissen,dassersievonallenihren Feindenerrettethat.

11Undsiehe,ausLiebezuseinemGottnahmAbraham seineneinzigenundkostbarenSohnundbeabsichtigte,ihn alsBrandopferfürseinenGottdarzubringen;undwenn Gottihnnichtdarangehinderthätte,sohätteeresaus LiebezuseinemGottgetan.

12UndGottsahallseineWerkeundschworihmund versprachihm,dasserseineSöhneundseinganzes GeschlechtvorallemUnglück,dassietreffenwürde, errettenwürde,weilerdiesgetanunddurchseineLiebezu seinemGottseinErbarmenmitseinemKindunterdrückt hatte

13Undhabtihrnichtgehört,wasihrGottmitdemPharao, demKönigvonÄgypten,undmitAbimelech,demKönig vonGerar,tat,alssieAbrahamsFrauzusichnahmen,der übersiegesagthatte:„SieistmeineSchwester“,damitsie ihnnichtihretwegentötetenundaufdieIdeekämen,sie zurFrauzunehmen?UndGotttatmitihnenundihrem Volkalles,wovonihrgehörthabt

14Undsiehe,wirsahenmitunserenAugen,dassEsau,der BruderJakobs,mitvierhundertMannzuihmkam,umihn zutöten;dennererinnertesichdaran,dasserihmden SegenseinesVatersgenommenhatte.

15Undergingihmentgegen,alserausSyrienkam,um dieMuttermitdenKindernzuschlagenUndwerhatihn ausseinenHändenerrettet,wennnichtseinGott,aufdener vertraute?ErhatihnausderHandseinesBrudersundauch ausderHandseinerFeindeerrettet,undgewisswirdersie auchwiederbeschützen.

16Werweißdennnicht,dassesihrGottwar,derihnendie Kraftgab,derStadtSichemdasBöseanzutun,vondemihr gehörthabt?

17HättendennzweiMännerauseigenerKrafteineso großeStadtwieSichemzerstörenkönnen,wennsienicht aufihrenGottvertrauthätten?Ersprachundtatihnenall diesan,umdieEinwohnerderStadtinihrerStadtzutöten 18Undkönntihreuchdanngegendiedurchsetzen,die gemeinsamauseurerStadthervorgekommensind,ummit ihnenallenzukämpfen,selbstwenneuchnochtausendmal sovielezuHilfekommen?

19Ihrwisstundverstehtdoch,dassihrnichtgekommen seid,ummitihnenzukämpfen,sondernummitihremGott Kriegzuführen,dersieerwählthat;darumseidihralle heutegekommen,umvernichtetzuwerden.

20SolasstnunabvondiesemÜbel,dasihrübereuch selbstzubringensucht;eswärebesserfüreuch,nicht gegensieindenKriegzuziehen,auchwennsienur wenigesind,dennihrGottistmitihnen

21AlsdieKönigederAmoriteraberalleWorteihrer Ratgeberhörten,ergriffsieeinetiefeFurcht,undsie fürchtetensichvordenSöhnenJakobsundwolltennicht gegensiekämpfen

22UndsieneigtenihreOhrendenWortenihrerRatgeber zuundhörtenaufalleihreWorte;unddieWorteder RatgebergefielendenKönigensehr,undsietatenso 23DawandtensichdieKönigeabundhieltensichvonden SöhnenJakobsfern;dennsiewagtennicht,sichihnenzu nähern,umKrieggegensiezuführen,dennsiefürchteten sichsehrvorihnen,undihrHerzverginginihnenvor Furchtvorihnen

24DenndiesgeschahvomHerrnzuihnen,weilerdie GebeteseinerKnechteIsaakundJakoberhörthatte,denn

sievertrautenihm;undalledieseKönigekehrtenanjenem TagmitihrenLagernzurück,jederinseineeigeneStadt, undsiekämpftenzujenerZeitnichtgegendieSöhne Jakobs.

25DieSöhneJakobsbliebenanjenemTagbiszumAbend gegenüberdemBergSihonstehenAlssiesahen,dass dieseKönigenichtkamen,umgegensiezukämpfen, kehrtendieSöhneJakobsnachHausezurück.

KAPITEL36

1ZujenerZeiterschienderHerrdemJakobundsprach: Machdichauf,gehnachBethelundbleibdortundbaue dorteinenAltardemHerrn,derdirerscheint,derdichund deineSöhneausderBedrängniserrettethat

2DamachtesichJakobmitseinenSöhnenundallem,was ihmgehörte,aufundsiegingenundkamennachBethel, wiederHerresihnenbefohlenhatte

3JakobwarneunundneunzigJahrealt,alsernachBethel hinaufzogUndJakobundseineSöhneunddasganzeVolk, dasmitihmwar,bliebeninBethelinLuzUnderbaute dortdemHerrn,derihmerschienenwar,einenAltar.Und JakobundseineSöhnebliebensechsMonateinBethel

4ZujenerZeitstarbDebora,dieTochterdesUz,die AmmeRebekkas,diemitJakobgewesenwar;undJakob begrubsieunterhalbvonBetheluntereinerdortstehenden Eiche

5AuchRebekka,dieTochterBetuels,dieMutterJakobs, starbzujenerZeitinHebron,dasistKireat-Arba,und wurdeinderHöhleMachpelabegraben,dieAbrahamvon denHeterngekaufthatte.

6RebekkawurdeeinhundertdreiunddreißigJahrealtund starbAlsJakobhörte,dassseineMutterRebekka gestorbenwar,weinteerbitterlichumseineMutterund hielteinegroßeTrauerfeierfürsieundfürDebora,ihre Amme,unterderEicheErnanntedenOrtAllon-Bachut 7UndLaban,derSyrer,starbinjenenTagen,dennGott schlugihn,weilerdenBundgebrochenhatte,derzwischen ihmundJakobbestand

8UndJakobwarhundertJahrealt,alsderHerrihm erschienundihnsegneteundihmdenNamenIsraelgab UndRahel,dieFrauJakobs,wurdeinjenenTagen schwanger.

9ZujenerZeitzogenJakobundalle,diezuihmgehörten, vonBethelnachHebron,umzuseinemVaterzugehen 10Undwährendsieunterwegswarenundesnochein kurzesStückbisnachEphratawar,gebarRaheleinenSohn undhatteschwereWehenundstarb.

11JakobbegrubsieandemWegnachEphrat,dasist Bethlehem,undererrichteteeinenGedenksteinaufihrem Grab,derdortbisaufdenheutigenTagstehtUndRahel wurdefünfundvierzigJahrealtundstarb.

12UndJakobnannteseinenSohn,derihmgeborenwar unddenRahelihmgeborenhatte,Benjamin;dennerwar ihmgeborenimLandezurRechten

13NachdemTodRahelsschlugJakobseinZeltimZelt ihrerMagdBilhaauf.

14DawurdeRubeneifersüchtigaufseineMutterLea deswegen,underwurdezornig;understandaufundging indasZeltBilhasundnahmvondortdasBettseines Vatersweg

15ZujenerZeitwurdedenSöhnenRubensdas Erstgeburtsrechtsamtdemköniglichenundpriesterlichen Amtaberkannt,weilerdasBettseinesVatersentweiht hatte.DasErstgeburtsrechtwurdeJosefgegeben,das königlicheAmtJudaunddasPriestertumLevi,weilRuben dasBettseinesVatersentweihthatte

16DiessinddieGeschlechterJakobs,dieihminPaddanAramgeborenwurden;eswarenzwölfSöhneJakobs.

17DieSöhneLeaswarenRuben,derErstgeborene,und Simeon,Levi,Juda,Issachar,SebulonundihreSchwester Dina;dieSöhneRahelswarenJosefundBenjamin 18DieSöhneSilpas,derMagdLeas,warenGadund Ascher,unddieSöhneBilhas,derMagdRahels,waren DanundNaftali;diessinddieSöhneJakobs,dieihmin Paddan-Aramgeborenwurden

19UndJakobundseineSöhneundalles,wasihmgehörte, zogenweiterundkamennachMamre,dasistKireat-Arba, dasistinHebron,woAbrahamundIsaakalsFremde gewohnthatten.UndJakobwohntemitseinenSöhnenund allem,wasihmgehörte,beiseinemVaterinHebron 20UndseinBruderEsauundseineSöhneundalles,was ihmgehörte,zogenindasLandSeirundwohntendortund hattenBesitzimLandSeir,unddieNachkommenEsaus warenfruchtbarundvermehrtensichsehrimLandSeir 21DiessinddieGeschlechterEsaus,dieihmimLand Kanaangeborenwurden;eswarenfünfSöhneEsaus 22UndAdagebarEsauseinenerstgeborenenSohnElifas undauchReguel,undAhlibamagebarihmJeusch,Jaalam undKorach

23DiessinddieSöhneEsaus,dieihmimLandKanaan geborenwurden;unddieSöhneElifas,desSohnesEsaus, warenTeman,Omar,Zepho,Gatam,KenasundAmalex, unddieSöhneReguelswarenNachat,Serach,Schamaund Mizza.

24DieSöhneJeuschswarenTimna,AlwaundJethet;die SöhneJaalamswarenAla,PhinorundKenas

25DieSöhneKorachswarenTeman,Mibzar,Magdielund Eram;diessinddieSippenderSöhneEsausnachihren FürstentümernimLandSeir

26DiessinddieNamenderSöhneSeirs,desHoriters,die imLandSeirwohnten:Lotan,Schobal,Zibeon,Ana, Dischan,EzerundDishon;eswarensiebenSöhne

27DieSöhneLotanswarenHori,Hemanundihre SchwesterTimnaDasistTimna,diezuJakobundseinen Söhnenkam;abersiewolltenihrnichtgehorchenDaging siehinundwurdedieNebenfrauvonElifas,demSohn Esaus,undgebarihmAmalek

28DieSöhneSchobalswarenAlwan,Manahat,Ebal, SchephoundOnam;dieSöhneZibeonswarenAjahund AnaDieswarjenerAna,derdieJemiminderWüstefand, alserdieEselseinesVatersZibeonhütete

29UndwährenderdieEselseinesVatershütete,führteer siezuverschiedenenZeitenindieWüste,umsiedortzu weiden

30UndesgeschaheinesTages,dassersieineineder WüstenamMeeresuferführte,gegenüberderWüste,inder dasVolklebte.Undwährendersieweidete,siehe,dakam einsehrheftigerSturmvomanderenUferdesMeeresund ruhteaufdenEseln,diedortweideten,undsiealleblieben stehen.

31Danachkamenetwahundertzwanziggroßeund schrecklicheTiereausderWüstejenseitsdesMeeresund kamenallezudemOrt,wodieEselwaren,undließensich dortnieder.

32UndjeneTierewarenvonderMitteabwärtsden Menschenkindernähnlich,undvonderMitteaufwärts glicheneinigeBären,anderewiederumdenKephas;mit Schwänzen,diezwischenihrenSchulternbiszurErde reichten,wiedieSchwänzederDucheephatUnddiese Tierekamen,stiegenaufundrittenaufdiesenEselnund führtensiefort,undsiezogenfortbisaufdenheutigenTag 33UndeinesdieserTierenähertesichAnah,schlugihn mitseinemSchwanzundflohdannvondort.

34AlseraberdiesesWerksah,fürchteteersichsehrum seinLeben,underflohundentkamindieStadt

35UndererzählteseinenSöhnenundBrüdernalles,was ihmwiderfahrenwar;undvieleMännergingenhin,umdie Eselzusuchen,abersiekonntensienichtfinden;undAna undseineBrüdergingenvondiesemTagannichtmehran diesenOrt,dennsiefürchtetensehrumihrLeben

36DieKindervonAna,demSohnSeirs,warenDishon undseineSchwesterAhlibamah;dieKindervonDishon warenHemdan,Eschban,IthranundCheran;dieKinder vonEzerwarenBilhan,ZaavanundAkan;dieKindervon DishonwarenUzundAran.

37DiessinddieFamilienderSöhneSeirs,desHoriters, nachihrenHerzogtümernimLandSeir 38UndEsauundseineNachkommenwohntenimLand Seir,desHoriters,desBewohnersdesLandes,undsie hattenBesitzdarinundwarenfruchtbarundvermehrten sichsehr.JakobaberundseineNachkommenundalles, waszuihnengehörte,wohntenmitihremVaterIsaakim LandKanaan,wiederHerresihremVaterAbraham gebotenhatte.

KAPITEL37

1UndimeinhundertfünftenLebensjahrJakobs,dasistdas neunteJahr,indemJakobmitseinenKindernimLand Kanaanwohnte,kamervonPaddan-Aram.

2InjenenTagenaberzogJakobmitseinenSöhnenvon Hebronfortundkehrtemitallem,wasihnengehörte,indie StadtSichemzurückundließsichdortnieder.Denndie SöhneJakobshatteninderStadtSichemgutesundfettes WeidelandfürihrViehgefunden,dadieStadtSichem wiederaufgebautwordenwarundesdortetwadreihundert MännerundFrauengab

3UndJakobundseineKinderundalles,wasihmgehörte, wohntenaufdemTeildesFeldes,denJakobvonHamor, demVatervonSichem,gekaufthatte,alserausPaddanAramkam,bevorSimeonundLevidieStadtgeschlagen hatten.

4UndalleKönigederKanaaniterundAmoriter,diedie StadtSichemumgaben,hörten,dassdieSöhneJakobs wiedernachSichemgekommenwarenundsichdort niedergelassenhatten

5Undsiesprachen:SollendieSöhneJakobs,desHebräers, wiederindieStadtkommenunddarinwohnen,nachdem sieihreEinwohnergeschlagenundvertriebenhaben?

Sollensienunzurückkehrenundauchdie,dieinderStadt wohnen,vertreibenodersietöten?

6UndalleKönigeKanaansversammeltensichabermals undkamenzusammen,umKrieggegenJakobundseine Söhnezuführen

7UndJaschub,derKönigvonTapnach,sandteauchzu allenseinenbenachbartenKönigen,zuElan,demKönig vonGaasch,undzuJhuri,demKönigvonSchilo,undzu Parathon,demKönigvonChazar,undzuSusi,demKönig vonSarton,undzuLaban,demKönigvonBetchoran,und zuSchabir,demKönigvonUthnay-ma,undließihmsagen: 8Kommherzumirundhilfmir,undlassunsJakob,den Hebräer,undseineSöhneundalle,diezuihmgehören, erschlagen;dennsiesindwiedernachSichemgekommen, umesinBesitzzunehmenundseineEinwohnerzutöten wiezuvor

9UndalledieseKönigeversammeltensichundkamenmit allihrenLagern,einVolk,überauszahlreichwiederSand amMeeresstrand,undsieallezogengegenTapnach 10UndJaschub,derKönigvonTapnach,zogmitseinem ganzenHeergegensieausundlagertesichmitihnen gegenübervonTapnachaußerhalbderStadtUndallediese KönigeteiltensichinsiebenAbteilungenauf,siebenLager bildetensichgegendieSöhneJakobs.

11UndsiesandteneineBotschaftanJakobundseinen Sohn:Kommtallezuunsheraus,damitwirunsinder EbenezusammensetzenunddieSachederMännervon Sichemrächenkönnen,dieihrinihrerStadterschlagen habtDannsolltihrwiederindieStadtSichem zurückkehrenunddarinwohnenundihreEinwohner erschlagenwiezuvor

12AlsdieSöhneJakobsdieshörten,entbrannteihrZorn überdieWortederKönigevonKanaansehr.Zehnder SöhneJakobseiltenherbei,standenaufundgürtetensich jedermitseinenKriegswaffen;undeinhundertzweiihrer Knechtewarenmitihnen,gerüstetzumKampf.

13UndalledieseMänner,dieSöhneJakobsmitihren Knechten,gingenzudiesenKönigenhin,undJakob,ihr Vater,warbeiihnen,undsieallestelltensichaufden HügelvonSichem

14UndJakobbetetezumHerrnfürseineSöhneund breiteteseineHändezumHerrnausundsprach:OGott,du bisteinallmächtigerGott,dubistunserVater,duhastuns geschaffen,undwirsinddasWerkdeinerHände;ichbitte dich,errettemeineSöhnedurchdeineBarmherzigkeitaus derHandihrerFeinde,dieheutekommen,ummitihnenzu kämpfen,undrettesieausihrerHand;dennindeinerHand istMachtundStärke,umdieWenigenvordenVielenzu retten

15UndgibmeinenSöhnen,deinenKnechten,Kraftund StärkeimKampfgegenihreFeinde,dasssiesie unterwerfenundihreFeindevorihnenfallenlassen,und lassmeineSöhneundihreKnechtenichtdurchdieHand derKanaanersterben.

16WennesaberindeinenAugengutist,dasLebenmeiner SöhneundihrerDienerzunehmen,sonimmsieindeiner großenBarmherzigkeitdurchdieHändedeinerDiener, damitsieheutenichtdurchdieHändederKönigeder Amoriterumkommen.

17UndalsJakobaufhörte,zumHerrnzubeten,erbebtedie ErdevonihremPlatz,unddieSonneverfinstertesich;und alledieseKönigeerschrakenundeinegroßeBestürzung ergriffsie

18UndderHERRerhörtedasGebetJakobsundderHERR erfülltedieHerzenallerKönigeundihrerHeerscharenmit SchreckenundEhrfurchtvordenSöhnenJakobs

19DennderHerrließsiedasStimmengewirrvon StreitwagenunddasGeschreimächtigerPferdevonden SöhnenJakobsunddasGeschreieinesgroßenHeeres,das siebegleitete,hören

20UnddieseKönigewurdenvongroßemSchreckenvor denSöhnenJakobsergriffen;undwährendsieinihren Gemächernstanden,siehe,darücktendieSöhneJakobs miteinhundertundzwölfMannunterlautemund gewaltigemGeschreiaufsiezu 21AlsdieKönigenunsahen,dassdieSöhneJakobsaufsie zukamen,gerietensienochmehrinPanikundwaren geneigt,wieschonzuvorvordenSöhnenJakobs zurückzuweichenundnichtmitihnenzukämpfen.

22Sieaberzogensichnichtzurück,sondernsagten:Es wäreeineSchandefüruns,vordenHebräernzweimalso zurückzuweichen.

23DatratendieSöhneJakobsheranundzogengegenalle dieseKönigeundihreHeereUndsiesahen,undsiehe,es wareinsehrmächtigesVolk,sozahlreichwiederSandam Meer

24UnddieSöhneJakobsriefenzumHerrnundsprachen: Hilfuns,Herr,hilfunsundantworteuns,dennwir vertrauenaufdich,undlassunsnichtsterbendurchdie HanddieserUnbeschnittenen,dieheutegegenuns gekommensind.

25UnddieSöhneJakobsgürtetenihreKriegswaffenan, undjedernahmseinenSchildundseinenSpeerindieHand undzogzumKampfheran.

26UndJuda,derSohnJakobs,liefvorseinenBrüdernher undzehnseinerKnechtemitihmundgingzudiesen Königen.

27AuchJaschub,derKönigvonTapnach,zogmitseinem HeeralsErstervorJudaherAlsJudaJaschubundsein Heeraufsichzukommensah,entbrannteJudasZorn,und seinGrimmbrannteinihm,undergingzumKampf,in demJudaseinLebenriskierte

28UndJaschubundseinganzesHeerzogengegenJuda. ErrittaufeinemsehrstarkenundkräftigenPferdJaschub wareinsehrtapfererMannundwarvonKopfbisFußmit EisenundBronzebehängt.

29UndwährenderaufdemPferdsaß,schossermitbeiden HändenPfeilevonvornundvonhinten,wieesseine GewohnheitinallenseinenSchlachtenwar,under verfehlteniedasZiel,aufdasermitseinenPfeilenzielte

30AlsaberJaschubgegenJudaindenKriegzogundviele PfeileaufJudaabfeuerte,fesseltederHERRJaschubs Hand,undallePfeile,dieerabschoss,pralltenaufseine eigenenMännerzurück

31TrotzdemrückteJaschubweiteraufJudazu,umihnmit PfeilenherauszufordernDerAbstandzwischenihnen betrugetwadreißigEllenAlsJudasah,dassJaschubseine Pfeileaufihnabfeuerte,lieferihmmitseinergrimmigen Kraftentgegen

32DahobJudaeinengroßenSteinvomBodenauf,der sechzigSchekelwog,undJudaliefaufJaschubzuund schlugihmmitdemSteinaufdenSchildJaschubwarvon demSchlagbenommenundfielvomPferdzuBoden.

33DazerbrachderSchildausderHandJaschubsundflog durchdieWuchtdesSchlagesetwafünfzehnEllenweit; undderSchildfielvordaszweiteLager

34DieKönigeaber,diemitJaschubgekommenwaren, sahenvonWeitemdieStärkeJudas,desSohnesJakobs, undwasermitJaschubgemachthatte,undsiefürchteten sichsehrvorJuda

35Alssiesahen,wieverwirrtJaschubwar,versammelten siesichinderNäheseinesLagersDazogJudasein SchwertunderschlugzweiundvierzigMannausJaschubs LagerDasganzeLagerJaschubsflohvorJuda,und niemandkonnteihmwiderstehenSieließenJaschub zurückundflohenvorihm,undJaschubbliebnocham Bodenliegen

36AlsJaschubsah,dassalleMännerseinesLagersvor ihmgeflohenwaren,eilteerheran,erhobsichinSchrecken gegenJudaundstelltesichaufseineFüßegegenübervon Juda

37JaschubliefertesicheinenZweikampfmitJuda,Schild gegenSchild,undalleMännerJaschubsflohen,dennsie fürchtetensichsehrvorJuda

38DanahmJaschubseinenSpeerindieHand,umJuda aufdenKopfzuschlagen;aberJudahatteschnellseinen SchildanseinenKopfgegenJaschubsSpeergelegt,sodass derSchildJudasdenSchlagvonJaschubsSpeerabbekam undauchderSchildzersplitterte

39AlsJudasah,dassseinSchildgespaltenwar,zoger hastigseinSchwertundschlugJaschubandenKnöcheln undhiebihmdieFüßeab,sodassJaschubzuBodenfiel undderSpeerausseinerHandfiel

40DahobJudaeiligJaschubsSpeerauf,schlugihmdamit denKopfabundwarfihnnebenseineFüße

41AlsdieSöhneJakobssahen,wasJudamitJaschub gemachthatte,liefensiealleindieReihenderanderen KönigeundkämpftenmitdemHeerJaschubsundmitden HeerenallerKönige,diedortwaren

42UnddieSöhneJakobsbrachtenfünfzehntausendihrer MännerzuFall;sieschlugensie,alsobsieaufKalebassen einschlugen;unddieÜbrigenflohenumihrLeben

43UndJudastandnochbeidemLeichnamJaschubsund zogJaschubseinenPanzerrockaus

44UndJudanahmauchdasEisenunddasErzab,das Jaschubumgab,undsiehe,neunMännervonden HauptleutenJaschubskamenherbei,umgegenJudazu kämpfen

45DaeilteJudaundhobeinenSteinvomBodenaufund schlugdamiteinemvonihnenaufdenKopf;undsein Schädelzerbrach,undderLeibfielauchvomPferdzu Boden

46DieachtHauptleute,dieübriggebliebenwaren,sahen dieStärkeJudasundfürchtetensichsehrSieflohen;Juda aberverfolgtesiemitseinenzehnMann,holtesieeinund erschlugsie

47UnddieSöhneJakobsschlugennochimmerdieHeere derKönigeunderschlugenvielevonihnen;aberjene KönigehieltenmitihrenHeerführerntapferstandund wichennichtvonihrenPlätzenzurück.Sieschriengegen diejenigenihrerHeere,dievordenSöhnenJakobs geflohenwaren,aberniemandwollteihnenzuhören,denn siefürchtetenumihrLeben,dasssiesterbenmüssten.

48UndalleSöhneJakobskehrten,nachdemsiedieHeere derKönigegeschlagenhatten,zurückundkamenvorJuda. UndJudawarnochdabei,dieachtHauptleuteJaschubszu tötenundihnendieKleidervomLeibzureißen.

49UndLevisahElon,denKönigvonGaasch,mitseinen vierzehnHauptleutenaufihnzukommen,umihnzu schlagen;aberLeviwussteesnichtmitSicherheit 50UndElonkammitseinenHauptleutennäher,undLevi blicktezurückundsah,dasservonhintenangegriffen wurdeDaliefLevimitzwölfseinerDienerhin,undsie gingenhinunderschlugenElonundseineHauptleutemit derSchärfedesSchwertes

KAPITEL38

1UndIhuri,derKönigvonSchilo,kamherbei,umElonzu helfen,undergingaufJakobzuDaspannteJakobseinen Bogen,denerinderHandhielt,undtrafmiteinemPfeil Ihuri,sodassdieserstarb.

2AlsaberJhuri,derKönigvonSchilo,gestorbenwar, flohendievierübrigenKönigemitdenübrigen HauptleutenvonihremPostenundversuchten,sich zurückzuziehen,indemsiesagten:WirhabenkeineKraft mehrbeidenHebräern,nachdemsiediedreiKönigeund ihreHauptleutegetötethaben,diemächtigerwarenalswir.

3AlsdieSöhneJakobssahen,dassdieübrigenKönige ihrenPlatzverlassenhatten,verfolgtensiesieAuchJakob kamvomHügelvonSichem,woergestandenhatte,und sieliefendenKönigennachundnähertensichihnenmit ihrenDienern

4AlsdieKönigeunddieHauptleutemitdemRestihrer Heeresahen,dassdieSöhneJakobssichihnennäherten, fürchtetensieumihrLebenundflohenbisindieStadt Chazar.

5UnddieSöhneJakobsverfolgtensiebiszumTorder StadtChasarundrichtetenunterdenKönigenundihren HeereneinegroßeNiederlagean,etwaviertausendMann. WährendsiedasHeerderKönigeschlugen,warJakobmit seinemBogenbeschäftigtundbeschränktesichdarauf,die Königezuschlagen,undererschlugsiealle.

6UndererschlugParathon,denKönigvonChazar,amTor derStadtChazarDanacherschlugerSusi,denKönigvon Sarton,undLaban,denKönigvonBetchorin,undSchabir, denKönigvonMachnaymah,undererschlugsieallemit Pfeilen,jedenvonihnenmiteinemPfeil,undsiestarben

7AlsdieSöhneJakobssahen,dassalleKönigetotwaren unddassihreHeerezerstreutwarenundflohen,setztensie denKampfgegendieHeerederKönigegegenüberdem TorvonChazarfortunderschlugennochetwavierhundert ihrerMann

8UnddreiMännerausJakobsGefolgefieleninjener Schlacht.AlsJudasah,dassdreiseinerKnechtegestorben waren,betrübteihndassehr,undseinZornentbranntein ihmgegendieAmoriter

9UndalleMänner,dievondenHeerenderKönigeübrig gebliebenwaren,fürchtetensehrumihrLeben;undsie flohenundbrachendasTorderMauernderStadtChazar aufundflohenalleindieStadt,umsichinSicherheitzu bringen

10UndsieverstecktensichmitteninderStadtChasar; denndieStadtChasarwarsehrgroßundausgedehntAls

alldieseHeereindieStadteingezogenwaren,liefendie SöhneJakobsihnennachindieStadt.

11Undviertapfere,kampferfahreneMännerzogenausder StadthervorundstelltensichmitgezücktenSchwertern undSpeerenindenHändenvordenEingangderStadt.Sie stelltensichdenSöhnenJakobsentgegenundließensie nichtindieStadthinein

12DaliefNaftalihinundtratzwischensieundschlugmit seinemSchwertzweivonihnenundhiebihnenmiteinem SchlagdieKöpfeab

13Underwandtesichdenbeidenanderenzu,undsiehe, siewarengeflohen;daverfolgteersie,holtesieein,schlug sieundtötetesie.

14UnddieSöhneJakobskamenindieStadtundsahen, undsiehe,dawarnocheineandereMauerumdieStadt UndsiesuchtendasTorderMauerundkonntenesnicht findenDasprangJudaaufdieMauerspitze,undSimeon undLevifolgtenihm,undalledreistiegenvonderMauer hinabindieStadt.

15UndSimeonundLevierschlugenalleMänner,diein dieStadtgeflohenwaren,umsichinSicherheitzubringen, undauchdieEinwohnerderStadtsamtihrenFrauenund Kindern;sieerschlugensiemitderSchärfedesSchwertes, unddasGeschreiderStadtstiegbiszumHimmelempor

16DasprangenDanundNaftaliaufdieMauer,umzu sehen,wasdasKlagegeschreiverursachte;denndieSöhne JakobssorgtensichumihreBrüderSiehörtendie EinwohnerderStadtweinendundflehendreden:Nehmt alles,waswirinderStadtbesitzen,undgehtweg;nurtötet unsnicht

17AlsJuda,SimeonundLeviaufgehörthatten,die EinwohnerderStadtzuschlagen,stiegensiedieMauer hinaufundriefenDanundNaftali,dieaufderMauer waren,unddieübrigenBrüder.SimeonundLevi berichtetenihnenvomEingangderStadt,undalleSöhne Jakobskamen,umdieBeutezuholen

18UnddieSöhneJakobsnahmendieBeuteausderStadt Chasar,dieSchafeundRinderunddenBesitz,undsie nahmenalles,wassieerbeutenkonnten,undzogenan diesemTagausderStadtweg.

19AmnächstenTaggingendieSöhneJakobsnachSarton, dennsiehattengehört,dasssichdieMännervonSarton, dieinderStadtgebliebenwaren,versammelten,umgegen siezukämpfen,weilsieihrenKöniggetötethattenSarton wareinesehrhochgelegeneundbefestigteStadt,dievon einemtiefenWallumgebenwar.

20DieSäuledesWallswaretwafünfzigEllenlangund vierzigEllenbreit;esgabkeinenWegfüreinenMenschen, indieStadthineinzukommen,wegendesWallsDieSöhne JakobssahendenWallderStadtundsuchteneinen Einganghinein,konntenihnabernichtfinden

21DennderEingangzurStadtbefandsichaufder Rückseite;undjeder,derindieStadtgelangenwollte,kam überdiesenWegundumrundetedieganzeStadt,underst dannkamerindieStadthinein

22AlsdieSöhneJakobssahen,dasssiedenWegindie Stadtnichtfindenkonnten,entbrannteihrZornsehr.Und alsdieEinwohnerderStadtsahen,dassdieSöhneJakobs zuihnenkamen,fürchtetensiesichsehrvorihnen;denn siehattenvonihrerStärkeunddem,wassieChazar angetanhatten,gehört

23DieEinwohnerderStadtSartonkonntennichtgegendie SöhneJakobsausziehen,nachdemsiesichinderStadt versammelthatten,umgegensiezukämpfen,damitdiese nichtindieStadteindrangen.Alssieabersahen,dasssie aufsiezukamen,fürchtetensiesichsehrvorihnen,denn siehattenvonihrerStärkeunddem,wassiemitChazar gemachthatten,gehört

24DarissendieEinwohnerSartonseiligdieBrücke,die zurStadtführte,vonihremPlatzweg,bevordieSöhne Jakobskamen,undbrachtensieindieStadt

25DakamendieSöhneJakobsundsuchtendenWegin dieStadthinein,konntenihnabernichtfindenDastiegen dieEinwohnerderStadtaufdieMauerhinaufundsahen, undsiehe,dieSöhneJakobssuchteneinenEingangindie Stadt

26UnddieEinwohnerderStadtschimpftenvonderMauer herabaufdieSöhneJakobsundverfluchtensieAlsdie SöhneJakobsdieSchmähungenhörten,gerietensiein großenZorn,undihrGrimmentbrannteinihnen.

27DawurdendieSöhneJakobswütendaufsie,undsie erhobensichalleundsprangenmitallerKraftüberden WallunddurchihreMachtüberwandendievierzigEllen breiteWallanlage

28UndalssiedenWallpassierthatten,standensieunter derStadtmauer,undsiefandenalleStadttoremiteisernen Türenverschlossen

29DakamendieSöhneJakobsnäher,umdieToreder Stadtaufzubrechen;aberdieEinwohnerließensienicht, dennsiewarfenSteineundPfeilevonderMaueraufsie

30DieZahlderLeute,dieaufderMauerwaren,betrug etwavierhundertMann.AlsdieSöhneJakobssahen,dass dieMännerderStadtihnendieStadttorenichtöffnen ließen,sprangensieaufundstiegenaufdieMauerhinauf JudagingzuersthinaufindenöstlichenTeilderStadt.

31UndGadundAscherfolgtenihmhinaufindie westlicheEckederStadt,SimeonundLevinachNorden undDanundRubennachSüden.

32AlsaberdieMänner,dieobenaufderMauerwaren,die EinwohnerderStadt,sahen,dassdieSöhneJakobszu ihnenheraufkamen,flohensieallevonderMauerhinunter indieStadtundverstecktensichmitteninderStadt

33UndIssacharundNaftali,dieunterderMauergeblieben waren,kamenheranundbrachendieTorederStadtauf undzündeteneinFeuerandenTorenderStadtan,sodass dasEisenschmolzUndalleSöhneJakobskamenindie Stadt,sieundalleihreMänner,undsiekämpftengegendie EinwohnerderStadtSartonundschlugensiemitder SchärfedesSchwertes,undniemandkonntesichihnen entgegenstellen

34UndetwazweihundertMannflohenausderStadtund verstecktensichalleineinemTurminderStadtJudaaber verfolgtesiebiszumTurmundrissdenTurmein,derauf dieMännerstürzte,undsieallestarben

35UnddieSöhneJakobsgingendenWeghinaufaufdas DachjenesTurms,undsiesahen,undsiehe,dawarnoch einandererstarkerundhoherTurminderFerneinder Stadt,undseineSpitzereichtebiszumHimmel.Unddie SöhneJakobseiltenhinabundgingenmitallenihren MännernzujenemTurmundfandenihngefülltmitetwa dreihundertMännern,FrauenundKindern.

36UnddieSöhneJakobsschlugendieMännerimTurm kräftig,undsieflohenvorihnen.

37SimeonundLeviverfolgtensie,alszwölftapfereund mutigeMännerausdemOrt,wosiesichversteckthatten, zuihnenherauskamen.

38UnddiesezwölfMännerliefertensicheinenheftigen KampfmitSimeonundLevi,undSimeonundLevi konntensienichtbesiegen.DiesetapferenMänner zerbrachendieSchildevonSimeonundLevi,undeiner vonihnenstießmitseinemSchwertnachLevisKopfDa legteLevihastigseineHandanseinenKopf,denner fürchtetedasSchwert,unddasSchwerttrafLevisHand, undesfehltenichtviel,bisLevisHandabgehacktwurde.

39DaergriffLevidasSchwertdestapferenMannesin seinerHand,rissesihmgewaltsamausderHandund schlugdamitaufdenKopfdesStarkeneinundhiebihm denKopfab

40DatratenelfMänneran,umgegenLevizukämpfen, dennsiesahen,dasseinervonihnengetötetwordenwar. UnddieSöhneJakobskämpften,aberdieSöhneJakobs konntensienichtbesiegen,dennjeneMännerwarensehr stark.

41AlsdieSöhneJakobssahen,dasssiesienichtbesiegen konnten,stießSimeoneinenlautenundgewaltigenSchrei aus,unddieelfstarkenMännererschrakenüberdenKlang vonSimeonsSchrei

42JudahörtevonweitemdasGeschreiSimeonsNaftali undJudaliefenmitihrenSchildenzuSimeonundLeviund fandensieimKampfmitdenstarkenMännernSie konntensichnichtgegensiedurchsetzen,daihreSchilde zerbrochenwaren.

43AlsNaftalisah,dassdieSchildevonSimeonundLevi zerbrochenwaren,nahmerzweiSchildevonseinen DienernundbrachtesiezuSimeonundLevi.

44UndSimeon,LeviundJudakämpftenanjenemTagalle dreigegendieelfHeldenbiszumSonnenuntergang,aber siekonntensienichtbesiegen.

45AlsJakobdieshörte,warersehrbetrübtundbetetezum Herrn;underundseinSohnNaftalizogengegendiese Helden.

46DatratJakobheran,spannteseinenBogenundkam naheandieHeldenheranunderschlugdreiihrerMänner mitdemBogen;dieübrigenachtaberkehrtenum.Und siehe,derKriegwurdegegensievonvornundvonhinten geführt,undsiefürchtetensehrumihrLebenundkonnten vordenSöhnenJakobsnichtbestehenundflohenvorihnen.

47AufihrerFluchtbegegnetensieDanundAscher,die ihnenentgegenkamen.Dastürztensiesichaufsie, kämpftenmitihnenunderschlugenzweivonihnenJuda undseineBrüderverfolgtensieundschlugendieübrigen underschlugensie

48UndalleSöhneJakobskehrtenzurückund durchstreiftendieStadtundsuchten,obsieMännerfänden UndsiefandenetwazwanzigjungeMännerineinerHöhle inderStadt;undGadundAschererschlugensiealleUnd DanundNaftalistießenaufdieübrigenMänner,dieaus demzweitenTurmgeflohenundentkommenwaren,und sieerschlugensiealle

49UnddieSöhneJakobsschlugenalleEinwohnerder StadtSarton;aberdieFrauenundKinderließensieinder Stadtzurückundtötetensienicht

50AlleEinwohnerderStadtSartonwarenstarkeMänner; einervonihnenkonntetausendverfolgen,undzweivon ihnenkonntenvorzehntausendderübrigenMännernicht fliehen.

51UnddieSöhneJakobserschlugenalleEinwohnerder StadtSartonmitderSchärfedesSchwertes,sodasssich ihnenniemandentgegenstellte;dieFrauenaberließensie inderStadtzurück.

52UnddieSöhneJakobsnahmendieganzeBeuteder Stadtundnahmensich,wassiebegehrten,undsienahmen Schafe,RinderundHabundGutausderStadtUnddie SöhneJakobstatenmitSartonundseinenEinwohnern,wie siemitChazarundseinenEinwohnernverfahrenwaren, unddannwandtensiesichabundzogenweg

KAPITEL39

1AlsdieSöhneJakobsvonderStadtSartonwegzogen, warensieetwazweihundertEllenweitgekommen,als ihnendieEinwohnervonTapnachentgegenkamenDenn siezogenaus,umgegensiezukämpfen,weilsieden KönigvonTapnachundseinganzesHeergeschlagen hatten

2Dazogenalle,dieinderStadtTapnachübriggeblieben waren,aus,umgegendieSöhneJakobszukämpfen,und siemeinten,dieBeuteunddenRaubzurückzuerobern,die sievonChazarundSartonerbeutethatten

3UnddieübrigenMännervonTapnachkämpftenan jenemOrtmitdenSöhnenJakobs,unddieSöhneJakobs schlugensie,undsieflohenvorihnen,undsieverfolgten siebisindieStadtArbelan,undsiefielenallevorden SöhnenJakobs

4UnddieSöhneJakobskehrtenzurückundkamennach Tapnach,umdieBeutevonTapnachwegzunehmen.Als sienachTapnachkamen,hörtensie,dassdieLeutevon Arbelanihnenentgegengekommenwaren,umdieBeute ihrerBrüderzuretten.DaließendieSöhneJakobszehn ihrerMännerinTapnachzurück,umdieStadtzuplündern, undzogengegendieLeutevonArbelanaus

5UnddieMännervonArbelanzogenmitihrenFrauenaus, umgegendieSöhneJakobszukämpfen,dennihreFrauen warenkampferfahrenEswareninsgesamtetwa vierhundertMännerundFrauen.

6UndalleSöhneJakobsschrienmitlauterStimmeund liefenalleaufdieEinwohnervonArbelanzuundmachten dabeieingewaltigesundohrenbetäubendesGeschrei.

7UnddieEinwohnervonArbelanhörtendasGeschreider SöhneJakobsundihrGebrüllwiedasGebrüllvonLöwen undwiedasTosendesMeeresundseinerWellen 8DaergriffFurchtundSchreckenihreHerzenwegender SöhneJakobs,undsiefürchtetensichsehrvorihnen;und siezogensichzurückundflohenvorihnenindieStadt, unddieSöhneJakobsverfolgtensiebiszumStadttorund trafensieinderStadt

9UnddieSöhneJakobskämpftenmitihneninderStadt, undalleihreFrauenwarendamitbeschäftigt,mit SchleuderngegendieSöhneJakobszuschießen,undder KampfwarsehrheftigunterihnendenganzenTagbiszum Abend

10UnddieSöhneJakobskonntensienichtbesiegen,und dieSöhneJakobswäreninjenerSchlachtbeinahe

umgekommenDaschriendieSöhneJakobszumHerrn undgewannengegenAbendgroßeKraft,unddieSöhne JakobserschlugenalleEinwohnervonArbelanmitder SchärfedesSchwertes,Männer,FrauenundKinder.

11AuchdenRestdesVolkes,derausSartongeflohenwar, schlugendieSöhneJakobsinArbelanSietatenmit ArbelanundTapnach,wiesiemitChazarundSarton verfahrenwaren.AlsdieFrauensahen,dassalleMänner totwaren,stiegensieaufdieDächerderStadtund schlugendieSöhneJakobs,indemsieSteinewieRegen herabregnenließen

12DaeiltendieSöhneJakobshinundkamenindieStadt undergriffenalleFrauenunderschlugensiemitder SchärfedesSchwertes,unddieSöhneJakobserbeuteten dieganzeBeuteunddenRaubgut,Schafe,RinderundVieh 13UnddieSöhneJakobstatenmitMachnajma,wiesiemit Tapnach,ChasarundSchiloverfahrenwaren;undsie wandtensichvondortabundgingenweg

14AmfünftenTaghörtendieSöhneJakobs,dasssichdie LeutevonGaaschgegensiezumKampfversammelthatten, weilsieihrenKönigundihreHauptleuteerschlagenhatten; denneshattevierzehnHauptleuteinderStadtGaasch gegeben,unddieSöhneJakobshattensiealleinderersten Schlachterschlagen

15UnddieSöhneJakobsgürtetenanjenemTagihre KriegswaffenundzogengegendieEinwohnervonGaasch indenKampfInGaaschwohnteeinstarkesundmächtiges VolkderAmoriter.Gaaschwardiestärksteundambesten befestigteStadtunterallenStädtenderAmoriter;siehatte dreiMauern

16UnddieSöhneJakobskamennachGaaschundfanden dieTorederStadtverschlossen;etwafünfhundertMann standenobenaufderäußerstenMauer,undeinVolk,so zahlreichwiederSandamMeeresstrand,lauerteden SöhnenJakobsvonaußerhalbderStadthinterihrauf 17UnddieSöhneJakobstratenheran,umdieToreder Stadtzuöffnen.Undalssiesichnäherten,siehe,dakamen die,dieimHinterlandderStadtlauerten,vonihrenPlätzen hervorundumzingeltendieSöhneJakobs

18DieSöhneJakobswarenzwischendenLeutenvon Gaascheingeschlossen,undderKampffandsowohlvorals auchhinterihnenstatt;undalleMänner,dieaufderMauer waren,warfenvonderMauerPfeileundSteineaufsie.

19AlsJudasah,dassdieMännervonGaaschzuschwer fürsiewurden,stießereinendurchdringendenund gewaltigenSchreiaus,undalleMännervonGaasch erschrakenvorJudasSchrei,undMännerfielenvonder MauerheruntervorseinemlautenSchrei,undalle,dievon außerhalbundinnerhalbderStadtwaren,fürchtetensehr umihrLeben

20UnddieSöhneJakobskamennochnäher,umdieTore derStadtaufzubrechen.DawarfendieMännervonGaasch SteineundPfeilevonderMaueraufsieundtriebensieaus demTorindieFlucht

21DazogendieSöhneJakobsgegendieMännervon Gaasch,dievonaußerhalbderStadtmitihnengekommen waren,undschlugensiefurchtbar,alswürdemanauf Kalebassenschlagen;undsiekonntendenSöhnenJakobs nichtwiderstehen,dennFurchtundSchreckenhattensie beimGeschreiJudasergriffen.

22UnddieSöhneJakobserschlugenalleMänner,die außerhalbderStadtwaren.UnddieSöhneJakobsnäherten sichnochimmerderStadt,uminsieeinzudringenund unterdenStadtmauernzukämpfen;abersiekonntenes nicht,dennalleEinwohnervonGaasch,dieinderStadt gebliebenwaren,hattendieMauernvonGaaschinalle Richtungenumzingelt,sodassdieSöhneJakobsnichtin derLagewaren,sichderStadtzunähern,umgegensiezu kämpfen

23AlsdieSöhneJakobssichbisaneineEckeunterder MauerzumKampfnäherten,warfendieEinwohnervon GaaschPfeileundSteineaufsiewieRegenschauer,undsie flohenunterderMauerhervor.

24UnddieLeutevonGaasch,dieaufderMauerstanden, sahen,dassdieSöhneJakobssievonunterhalbderMauer nichtbesiegenkonnten,undschimpftenmitdenSöhnen JakobsmitfolgendenWorten:

25WasistmiteuchimKampflos,dassihrnichtsiegen könnt?WolltihretwamitdermächtigenStadtGaaschund ihrenEinwohnerndasselbetunwiemitdenStädtender Amoriter,dienichtsostarkwaren?MitdenSchwachen unterunshabtihrdochdasselbegetanundsieam Stadteingangerschlagen,dennsiewarenkraftlos,alssie voreuremGeschreierschraken

26UndwolltihrnunandiesemOrtkämpfen?Gewiss werdetihrallehiersterben,undwirwerdendieSachejener Städterächen,dieihrverwüstethabt

27DieEinwohnervonGaaschaberschimpftenheftigmit denSöhnenJakobsundverhöhntensiemitihrenGöttern undwarfenweiterhinPfeileundSteinevonderMauerauf sie.

28AlsJudaundseineBrüderdieWortederEinwohner vonGaaschhörten,entbrannteihrZornJudawurdein dieserSacheeifersüchtigaufseinenGottundrief:„OHerr, hilf,sendeunsundunserenBrüdernHilfe!“

29UnderliefvonweitemmitallerKraft,dasSchwertin derHand,undersprangvonderErdeaufundstiegmit seinerKraftaufdieMauer;dabeifielihmdasSchwertaus derHand

30DaschrieJudaaufderMauer.AlleMänner,dieaufder Mauerwaren,erschrakensehr,undeinigestürztenvonder MauerindieStadtundstarbenDieaber,dienochaufder Mauerwaren,sahenJudasStärkeundfürchtetensichsehr.

SieflohenumihrLebenindieStadt,umsichinSicherheit zubringen

31EinigeaberfasstenMutundkämpftenmitJudaaufder MauerSiekamennaheheran,umihnzutötenAlssie sahen,dassJudakeinSchwertinderHandhatte,dachten siedaran,ihnvonderMauerzuseinenBrüdernzustürzen DakamenzwanzigMännerausderStadtherbei,umihnen zuhelfenSieumringtenJuda,schrienihnanundgingen mitgezücktenSchwerternaufihnzu.SieerschrecktenJuda, undJudaschrievonderMauerzuseinenBrüdern

32DazogenJakobundseineSöhnedenBogenunterder MauerhervorunderschlugendreiderMänner,dieoben aufderMauerwarenJudaaberschrieweiterundrief:„O Herr,hilfuns,oHerr,erlöseuns!“,underschriemitlauter StimmeaufderMauer,undseinSchreiwaringroßer Entfernungzuhören

33NachdiesemSchreistießerabermalseinenlauten SchreiausDaerschrakenalleMänner,dieJudaobenauf

derMauerumringthatten,undjederwarfseinSchwertaus derHandbeimKlangvonJudasGeschreiundseinem Bebenundflohen

34DanahmJudadieSchwerter,dieihnenausdenHänden gefallenwaren,undJudakämpftemitihnenunderschlug zwanzigihrerMänneraufderMauer

35UndetwaachtzigMännerundFrauenstiegennochvon derStadtmauerhinaufundumzingeltenJuda.DerHerr abermachteJudasofurchtsam,dasssiesichihmnicht nähernkonnten

36DazogenJakobundalle,diebeiihmwaren,denBogen unterderMauerhervorunderschlugenzehnMannaufder Mauer;undsiefielenunterdieMauervorJakobundseinen Söhnen

37AlsdasVolkaufderMauersah,dasszwanzigihrer Männergefallenwaren,liefensiemitgezückten SchwerternaufJudazu;abersiekonntennichtzuihm gelangen,dennsiefürchtetensichsehrvorJudasStärke

38UndeinerihrerHelden,mitNamenArud,tratheran,um JudamitseinemSchwertaufdenKopfzuschlagenDa legteJudahastigseinenSchildanseinenKopf,unddas SchwerttrafdenSchild,unddieserwurdeinzweiTeile gespalten

39UnddieserHeld,nachdemerJudageschlagenhatte, flohausFurchtvorJudaumseinLeben.Dabeirutschteer aufderMauerausundfielzudenSöhnenJakobs,die unterhalbderMauerwarenUnddieSöhneJakobs schlugenihnundtötetenihn.

40UndJudahattestarkeKopfschmerzenvondemSchlag desStarken,undJudawärebeinahedarangestorben 41UndJudaschrieaufderMauervorSchmerz,dender SchlagverursachthatteAlsDanihnhörte,entbranntesein Zorninihm,undaucherstandauf,gingvonweitemhin, lief,sprangvonderErdeundstiegmitseiner wutentfachtenKraftaufdieMauer

42AlsDanandieMauernaheJudaherankam,flohenalle Männer,dieaufderMauergegenJudagestandenhatten, undsiegingenhinaufzurzweitenMauerundbewarfen DanundJudavonderzweitenMauerausmitPfeilenund Steinenundversuchten,sievonderMauerzuvertreiben.

43UnddiePfeileundSteinetrafenDanundJuda,undsie wärenbeinaheaufderMauerumgekommen;undwo immerDanundJudavonderMauerflohen,wurdensie vonderzweitenMauerausmitPfeilenundSteinen angegriffen

44JakobundseineSöhnebefandensichnochamEingang derStadtunterhalbdererstenMauerundkonntenihren BogennichtgegendieEinwohnerderStadtspannen,dasie vondiesennichtgesehenwerdenkonnten,weilsieaufder zweitenMauerstanden

45AlsDanundJudadieSteineundPfeile,dievonder zweitenMaueraufsiefielen,nichtmehrertragenkonnten, sprangensiebeideaufdiezweiteMauer,nahezuden EinwohnernderStadtAlsdieEinwohnerderStadt,dieauf derzweitenMauerwaren,sahen,dassDanundJudazu ihnenaufdiezweiteMauergekommenwaren,schriensie alleaufundstiegenhinabzwischendieMauern.

46AlsJakobundseineSöhnedasGeschreiderEinwohner derStadthörten,warensienochamStadteingangund sorgtensichumDanundJuda,diesienichtsehenkonnten, dadiesesichaufderzweitenMauerbefanden

47UndNaftalistieghinauf,vonZornentfacht,undsprang aufdieersteMauer,umzusehen,wasdasGeschrei verursachte,dassieinderStadtgehörthattenUndIssachar undSebulontratenheran,umdieTorederStadt aufzubrechen,undsieöffnetendieTorederStadtund kamenindieStadthinein

48DasprangNaftalivondererstenMaueraufdiezweite undkamseinenBrüdernzuHilfe.AlsaberdieEinwohner vonGaasch,dieaufderMauerwaren,sahen,dassNaftali derDrittewar,derheraufgekommenwar,umseinen Brüdernzuhelfen,flohensiealleundgingenindieStadt hinabUndJakobundalleseineSöhneundalleihrejungen MännerkamenzuihnenindieStadt.

49UndJuda,DanundNaftalistiegenvonderMauerhinab indieStadtundverfolgtendieEinwohnerderStadt SimeonundLeviaberwarenvonaußerhalbderStadtund wusstennicht,dassdasToroffenwar;siegingenvondort hinaufzurMauerundkamenzuihrenBrüdernindieStadt hinab.

50UndalleEinwohnerderStadtwarenindieStadt hinabgestiegen,unddieSöhneJakobskamenihnenaus verschiedenenRichtungenentgegen,undeswurdevon vornundvonhintengegensiegekämpft,unddieSöhne Jakobsschlugensieschrecklichunderschlugenetwa zwanzigtausendvonihnen,MännerundFrauen;keinervon ihnenkonntedenSöhnenJakobswiderstehen

51UnddasBlutflossingroßerMengeinderStadt,undes warwieeinWasserbach;unddasBlutflosswieeinBach bisandenäußerenRandderStadtunderreichtedieWüste Betchorin

52UnddieEinwohnervonBetchorinsahenvonweitem dasBlutausderStadtGaaschfließen;undetwasiebzig Männervonihnenliefenhin,umdasBlutzusehen,undsie kamenandieStelle,wodasBlutwar.

53UndsiefolgtenderBlutspurundkamenandieMauer derStadtGaaschUndsiesahendasBlutausderStadt fließenundhörtendasGeschreiderEinwohnervonGaasch, dennesstiegbiszumHimmelauf,unddasBlutflossin reicherMengewieeinWasserbach

54UndalleSöhneJakobsschlugennochimmerdie EinwohnervonGaaschundwarendamitbeschäftigt,sie biszumAbendzutöten,etwazwanzigtausendMännerund Frauen.DasagtendieLeutevonChorin:Gewiss,dasist dasWerkderHebräer,dennsieführennochimmerKrieg inallenStädtenderAmoriter

55DaeiltedasVolkundliefnachBetchorin,nahmjeder seineKriegswaffenundriefallenEinwohnernvon Betchorinzu,dassauchsieihreKriegswaffenumgürteten, umgegendieSöhneJakobszukämpfen

56UndalsdieSöhneJakobsdieEinwohnervonGaasch geschlagenhatten,gingensieinderStadtumher,umalle Erschlagenenzuentkleiden.Undalssieindeninnersten TeilderStadtkamenundnochweitergingen,trafensieauf dreisehrstarkeMänner,dieaberkeinSchwertinderHand hatten

57DakamendieSöhneJakobszudemOrthinauf,wosie waren,unddiestarkenMännerflohen.Einervonihnen nahmSebulongefangen,deneralsjungenKnabenvon kleinerStaturerkannte,undwarfihnmitseinerganzen KraftzuBoden.

58DaliefJakobmitseinemSchwertaufihnzuundschlug ihmmitdemSchwertunterhalbderLendenundspaltete ihninzweiHälften;undderLeibfielaufSebulon 59Datratderzweiteheran,packteJakobundwarfihnzu Boden.Jakobaberwandtesichzuihmumundschrieihn anSimeonundLeviliefenherbei,stießenihmmitdem SchwertindieHüftenundwarfenihnzuBoden

60DaerhobsichderStarkevomBodenmitgrimmiger Macht,undJudakamzuihm,eheerfestenBodenunter denFüßenhatte,undschlugihmmitdemSchwertaufden Kopf,undseinKopfwurdegespalten,understarb 61AlsderdrittestarkeMannsah,dassseineGefährten getötetwordenwaren,flohervordenSöhnenJakobs davon,unddieSöhneJakobsverfolgtenihninderStadt; undwährendderstarkeMannfloh,fandereinesder SchwerterderEinwohnerderStadt,hobesaufundwandte sichgegendieSöhneJakobsundkämpftemitdiesem Schwertgegensie

62DaliefderStarkeaufJudazu,umihmmitdemSchwert aufdenKopfzuschlagenJudaaberhattekeinenSchildin derHandUndalsergeradezumSchlagausholte,nahm NaftalieiligseinenSchildundhieltihnJudaandenKopf. DatrafdasSchwertdesStarkendenSchildNaftalis,und JudaentkamdemSchwert

63DastürmtenSimeonundLevimitihrenSchwerternauf denStarkenzuundschlugenmitihrenSchwerternheftig aufihnein,unddiebeidenSchwerterdrangenindenLeib desStarkeneinundspaltetenihnderLängenachinzwei.

64UnddieSöhneJakobserschlugenzujenerZeitdiedrei HeldenzusammenmitallenEinwohnernvonGaasch,und derTagneigtesichdemEndezu.

65UnddieSöhneJakobszogenumGaaschherumund nahmendieganzeBeutederStadtansich;auchdieKinder undFrauenließensienichtamLeben.UnddieSöhne JakobstatenmitGaasch,wiesiemitSartonundSchilo verfahrenwaren

KAPITEL40

1UnddieSöhneJakobsführtendieganzeBeutedes GaaschfortundverließendieStadtbeiNacht

2SiezogenausundmarschiertenaufdieBurgBetchorin zu.DieEinwohnerBetchorinsgingenihnenentgegen.In jenerNachtkämpftendieSöhneJakobsmitden EinwohnernBetchorinsinderBurgBetchorin

3UndalleEinwohnervonBetchorinwarentapfereMänner; keinervonihnenwürdevortausendMannfliehen;undsie kämpfteninjenerNachtaufderBurg,undihrGeschrei warinjenerNachtvonfernzuhören,unddieErdeerbebte vonihremGeschrei

4UndalleSöhneJakobsfürchtetensichvordiesen Männern,weilsieesnichtgewohntwaren,imDunkelnzu kämpfen,undsiewarensehrbestürztUnddieSöhne JakobsschrienzumHerrnundsprachen:Hilfuns,Herr, erretteuns,dasswirnichtdurchdieHanddieser Unbeschnittenenumkommen

5UndderHERRerhörtedieStimmederSöhneJakobsund ließgroßeSchreckenundVerwirrungdasVolkvon Betchorinergreifen;undsiekämpftenuntereinanderinder FinsternisderNachtunderschlugeneinanderingroßer Zahl

6DieSöhneJakobsaber,diewussten,dassderHerreinen GeistderVerderbtheitunterdieseMännergebrachthatte unddassjedermitseinemNächstenkämpfte,zogenaus denScharenderLeutevonBetchorinhinausundgingen biszumAbhangderBurgBetchorinundnochweiterund bliebendortinSicherheitmitihrenjungenMännernin jenerNacht

7UnddieLeutevonBetchorinstrittendieganzeNacht, einermitseinemBruder,deranderemitseinemNachbarn, undsieschrieninalleRichtungenaufdieBurg,undihr Geschreiwarvonweitemzuhören,unddieganzeErde erbebtevonihrerStimme,dennsiewarenmächtigerals alleVölkerderErde.

8UndalleEinwohnerderStädtederKanaaniter,der Hetiter,derAmoriter,derHiwiterundalleKönigevon Kanaan,undauchdie,diejenseitsdesJordanswohnten, hörteninjenerNachtdasGeschrei

9Undsiesagten:DassindgewissdieKämpfederHebräer, diegegendiesiebenStädtekämpfen,dieihnennahe gekommensind;undwerkanndiesenHebräern widerstehen?

10UndalleEinwohnerderStädtederKanaaniterundalle, diejenseitsdesJordanswohnten,fürchtetensichsehrvor denSöhnenJakobs;dennsiesagten:Siehe,unswird dasselbewiderfahren,wiejenenStädtenwiderfahrenist; dennwerkannihrergewaltigenStärkewiderstehen?

11UnddasGeschreiderChoriniterwarinjenerNachtsehr großundwurdeimmerlauter;undsieschlugeneinander biszumMorgen,undvielevonihnenwurdengetötet

12UndalsderMorgenanbrach,standenalleSöhneJakobs beiTagesanbruchaufundgingenhinaufzurBurg.Undsie schlugendieübriggebliebenenChoriniteraufschreckliche Weise,undsiewurdenalleinderBurggetötet

13AmsechstenTagabersahenalleEinwohnerKanaans vonweitemdasganzeVolkvonBetchorintotinderBurg Betchorinliegen,verstreutwiedieKadavervonLämmern undZiegen.

14UnddieSöhneJakobsführtendieganzeBeute,diesie vonGaascherbeutethatten,undzogennachBetchorin UndsiefandendieStadtvollvonMenschenwiedenSand amMeer,undsiekämpftenmitihnen,unddieSöhne JakobsschlugensiedortbiszumAbend

15UnddieSöhneJakobstatenmitBethchorin,wiesiemit GaaschundTapnach,undwiesiemitChasar,Sartonund Schiloverfahrenhatten

16UnddieSöhneJakobsnahmendieBeutevonBetchorin unddieganzeBeutederStädtemitsichundkehrtenan diesemTagnachSichemzurück.

17UnddieSöhneJakobskehrtenindieStadtSichem zurückundbliebenaußerhalbderStadt;dortruhtensiesich vomKriegausundverbrachtendieNachtdort

18UndalleihreDienerzogenmitderganzenBeute,die sieausdenStädtengenommenhatten,vordieStadthinaus undgingennichtindieStadthinein,dennsiesagten: VielleichtwirdesnochmehrKämpfegegenunsgeben, undsiekönntenkommen,umunsinSichemzubelagern

19UndJakobundseineSöhneundihreKnechtebliebenin jenerNachtundamfolgendenTagaufdemTeildesFeldes, denJakobvonHamorfürfünfSchekelgekaufthatte,und alles,wassieeroberthatten,warbeiihnen.

20DieganzeBeute,diedieSöhneJakobserbeutethatten, lagaufdemFeldanteil,dersogroßwarwiederSandam Meeresstrand

21UnddieBewohnerdesLandessahensievonferne,und alleBewohnerdesLandesfürchtetensichvordenSöhnen Jakobs,diediesgetanhatten;dennkeinKönigseitalters herhattejemalsetwasVergleichbaresgetan 22UnddiesiebenKönigederKanaaniterbeschlossen, FriedenmitdenSöhnenJakobszuschließen,dennsie fürchtetensehrumihrLebenwegenderSöhneJakobs 23UndandiesemTag,demsiebtenTag,sandteJaphia,der KönigvonHebron,heimlichBotenzumKönigvonAi, zumKönigvonGibeon,zumKönigvonSchalem,zum KönigvonAdulam,zumKönigvonLachisch,zumKönig vonChazarundzuallenkanaanäischenKönigen,dieunter ihrerHerrschaftstanden,undließihnensagen: 24Gehtmitmirhinaufundkommtzumir,damitwirzu denSöhnenJakobsgehenundichFriedenmitihnen schließenundeinenVertragmitihnenabschließe,damit nichteuerganzesLanddurchdieSchwerterderSöhne Jakobsvernichtetwird,wiesieesmitSichemundden Städtenringsumgetanhaben,wieihrgehörtundgesehen habt

25Wennihrzumirkommt,sokommtnichtmitvielen Männern,sondernjederKönigsollseinedreiHauptleute mitbringenundjederHauptmanndreiseinerOffiziere 26UndkommtallenachHebron,undwirwollen gemeinsamzudenSöhnenJakobsgehenundsiebitten, dasssieeinenFriedensvertragmitunsschließen

27UndalledieseKönigetaten,wiederKönigvonHebron ihnenbefohlenhatte,dennsieallestandenunterseinem RatundBefehlUndalleKönigevonKanaan versammeltensich,umzudenSöhnenJakobszugehen undFriedenmitihnenzuschließen.AberdieSöhneJakobs kehrtenumundgingenaufdenTeildesFeldes,derin Sichemlag,dennsievertrautendenKönigendesLandes nicht.

28UnddieSöhneJakobskehrtenzurückundbliebenzehn TageaufdemTeildesFeldes,undniemandkam,umKrieg gegensiezuführen.

29AlsdieSöhneJakobssahen,dasskeinKriegbevorstand, versammeltensiesichalleundgingenindieStadtSichem, unddieSöhneJakobsbliebeninSichem.

30NachAblaufvonvierzigTagenversammeltensichalle KönigederAmoriterausallenihrenWohnortenundkamen nachHebronzuJaphia,demKönigvonHebron.

31UnddieZahlderKönige,dienachHebronkamen,um FriedenmitdenSöhnenJakobszuschließen,betrug einundzwanzigKönige,unddieZahlderHauptleute,die mitihnenkamen,betrugneunundsechzig,undihreMänner wareneinhundertneunundachtzigMann,undallediese KönigeundihreMännerlagertenamBergHebron.

32UndderKönigvonHebronzogmitseinendrei HauptleutenundneunMannaus,unddieseKönige beschlossen,zudenSöhnenJakobszugehen,umFrieden zuschließen

33UndsiesprachenzudemKönigvonHebron:Gehdu mitdeinenMännernvorunsherundsprichfürunszuden SöhnenJakobs;wirwollennachdirkommenunddeine Wortebestätigen.UndderKönigvonHebrontatso.

34AlsdieSöhneJakobshörten,dasssichalleKönige KanaansversammelthattenundinHebronlagerten, sandtendieSöhneJakobsvierihrerKnechteals Kundschafterausundsprachen:Gehthinunderkundet dieseKönigeunduntersuchtihreMänner,obeswenige odervielesind;undwennesnurwenigesind,sozähltsie alleundkommtzurück

35UnddieKnechteJakobsgingenheimlichzudiesen Königenundtaten,wiedieSöhneJakobsihnenbefohlen hattenUndanjenemTagkehrtensiezudenSöhnen Jakobszurückundsprachenzuihnen:Wirkamenzudiesen Königen,undsiesindnurwenigeanZahl,undwirzählten siealle,undsiehe,eswarenzweihundertachtundachtzig, KönigeundMänner

36DasprachendieSöhneJakobs:Siesindnurwenigean derZahl,darumwollenwirnichtallegegensie hinausgehenUndamMorgenstandendieSöhneJakobs aufundwähltenzweiundsechzigihrerMänneraus,und zehnderSöhneJakobsgingenmitihnen;undsiegürteten ihreKriegswaffenan,dennsiesagten:Siekommen,um mitunsKriegzuführen,dennsiewusstennicht,dasssie kommen,umFriedenmitihnenzuschließen.

37UnddieSöhneJakobsgingenmitihrenKnechtenzum TorvonSichem,zujenenKönigen;ihrVaterJakobwar beiihnen.

38Undalssiehinausgegangenwaren,siehe,dakamder KönigvonHebronmitseinendreiHauptleutenundneun MannmitihmdieStraßeentlanggegendieSöhneJakobs. DablicktendieSöhneJakobsaufundsaheninderFerne Japhia,denKönigvonHebron,mitseinenHauptleutenauf sichzukommen.UnddieSöhneJakobsstelltensichanden OrtdesSichem-Torsundgingennichtweiter

39UndderKönigvonHebronzogweiter,erundseine Heerführer,bisernahezudenSöhnenJakobskam.Da beugtenerundseineHeerführersichvorihnenbiszurErde nieder,undderKönigvonHebronsetztesichmitseinen HeerführernvorJakobundseinenSöhnen.

40DasprachendieSöhneJakobszuihm:Wasistdir zugestoßen,KönigvonHebron?Warumbistduheutezu unsgekommen?Waswillstduvonuns?UndderKönig vonHebronsprachzuJakob:Ichbittedich,meinHerr,alle KönigederKanaanitersindheutegekommen,umFrieden mitdirzuschließen.

41AlsdieSöhneJakobsdieWortedesKönigsvonHebron hörten,wolltensieseinenVorschlägennichtzustimmen, denndieSöhneJakobshattenkeinVertraueninihn;sie meinten,derKönigvonHebronhabesiebetrügerisch belogen.

42UndderKönigvonHebronmerkteandenWortender SöhneJakobs,dasssieseinenWortennichtglaubtenDa tratderKönigvonHebronnäherzuJakobundsprachzu ihm:Ichbittedich,meinHerr,seiversichert,dassalldiese KönigeinfriedlicherAbsichtzudirgekommensindDenn siesindnichtmitallihrenMännerngekommen,noch habensieihreKriegswaffenmitgebracht,sondernsiesind gekommen,umFriedenmitmeinemHerrnundseinen Söhnenzusuchen.

43DaantwortetendieSöhneJakobsdemKönigvon Hebron:SendeduzualldiesenKönigen,undwenndudie Wahrheitsagst,sollensieeinzelnvorunskommen.Wenn

sieunbewaffnetzuunskommen,werdenwirwissen,dass sieFriedenmitunssuchen.

44UndJaphia,derKönigvonHebron,sandteeinenseiner MännerzudenKönigen,undsiealletratenvordieSöhne JakobsundbeugtensichvorihnenbiszurErdenieder,und dieseKönigesetztensichvorJakobundseinenSöhnenund sprachenzuihnen:

45Wirhabenallesgehört,wasdudenKönigender AmoritermitdeinemSchwertunddeinemüberausstarken Armangetanhast,sodassniemandvordirbestehenkonnte, undwirfürchtetenunsvordirumunseresLebenswillen, damitunsnichtdasselbewiderfahrewieihnen

46Deshalbsindwirzueuchgekommen,umeinen FriedensvertragzwischenunszuschließenSchließtnun mitunseinenBunddesFriedensundderWahrheit,dass ihreuchnichtinunsereAngelegenheiteneinmischt,sowie wirunsauchnichtineureAngelegenheiteneingemischt haben

47DaerkanntendieSöhneJakobs,dasssieinWirklichkeit gekommenwaren,umFriedenmitihnenzusuchen,und dieSöhneJakobshörtenaufsieundschlosseneinenBund mitihnen.

48UnddieSöhneJakobsschworenihnen,dasssiesich nichtmitihneneinlassenwürden;undalleKönigeder Kanaaniterschworenihnenebenfalls;unddieSöhne JakobsmachtensievondiesemTagantributpflichtig 49DanachkamenalleHauptleutedieserKönigemitihren MännernvorJakobundbrachtenGeschenkefürJakobund seineSöhneSiebeugtensichvorihmbiszurErdenieder 50DadrängtendieseKönigedieSöhneJakobsundbaten sie,dieganzeBeutezurückzugeben,diesieausdensieben StädtenderAmoritereroberthattenUnddieSöhneJakobs tatenesundgabenalleszurück,wassieeroberthatten:die Frauen,dieKinder,dasViehunddieganzeBeute,diesie genommenhattenDannschicktensiesiefort,undjeder kehrteinseineStadtzurück

51UndalledieseKönigebeugtensichabermalsvorden SöhnenJakobsundsandtenoderbrachtenihneninjenen TagenvieleGeschenkeUnddieSöhneJakobsentließen dieseKönigeundihrHeer,undsiezogenfriedlichvon ihnenweginihreStädte,undauchdieSöhneJakobs kehrteninihreHeimatnachSichemzurück

52UndesherrschteFriedenvondiesemTaganzwischen denSöhnenJakobsunddenKönigenderKanaaniter,bis dieKinderIsraelskamen,umdasLandKanaanzuerben

KAPITEL41

1UndumdieWendedesJahreszogendieSöhneJakobs vonSichemfortundkamennachHebronzuihremVater Isaakundwohntendort;aberihreSchafeundRinder weidetensietäglichinSichem,denndortgabeszujener ZeitguteundfetteWeideJakobundseineSöhneundihr ganzesHauswohntenimTalHebron

2UndesgeschahinjenenTagen,injenemJahr,im einhundertsechstenLebensjahrJakobs,imzehntenJahr, nachdemJakobausPaddan-Aramgekommenwar,dass Lea,dieFrauJakobs,starb;siewareinundfünfzigJahrealt, alssieinHebronstarb

3UndJakobundseineSöhnebegrubensieinderHöhle aufdemFeldvonMachpela,dieinHebronliegt,die

AbrahamvondenHeterngekaufthatte,umeinen Begräbnisplatzzubesitzen.

4UnddieSöhneJakobswohntenmitihremVaterimTal Hebron,undalleEinwohnerdesLandeskanntenihre Stärke,undihrRuhmverbreitetesichimganzenLand.

5Josef,derSohnJakobs,undseinBruderBenjamin,die SöhneRahels,derFrauJakobs,warenzujenerZeitnoch jungundzogennichtmitihrenBrüdernindieKämpfein allenStädtenderAmoriter

6AlsJosefdieStärkeundGrößeseinerBrüdersah,lobte undpriesersie;erselbstaberhieltsichfürgrößeralssie underhobsichübersieAuchJakob,seinVater,liebteihn mehralsalleseineSöhne,dennerwarseinSohnimhohen Alter,undausLiebezuihmließerihmeinenbuntenRock anfertigen

7AlsJosefabersah,dassseinVaterihnmehrliebteals seineBrüder,erhobersichweiterhinüberseineBrüderund brachteseinemVaterböseKundeübersie

8AlsdieSöhneJakobsabersahen,wiesichJosefihnen gegenüberverhieltunddassihrVaterihnmehrliebteals alleanderen,hasstensieihnundkonntennichtfriedlichmit ihmredenalleTage.

9JosefwarsiebzehnJahrealtunderhobsichnochimmer überseineBrüderunddachtedaran,sichübersiezu erheben.

10ZujenerZeithatteereinenTraum,undergingzu seinenBrüdernunderzählteihnenseinenTraumund sprachzuihnen:IchhatteeinenTraum,undsiehe,wir bandenalleGarbenaufdemFeld,undmeineGarbeerhob sichundlegtesichaufdenBoden,undeureGarben umringtensieundbeugtensichvorihrnieder.

11SeineBrüderantwortetenihmundsprachenzuihm: WasbedeutetdieserTraum,dendugeträumthast?Meinst duetwa,überunszuherrschenoderzuregieren?

12UnderkamnochunderzählteesseinemVaterJakob AlsJakobdieseWorteausseinemMundhörte,küssteer Josefundsegneteihn.

13AlsaberdieSöhneJakobssahen,dassihrVaterJosef gesegnetundgeküssthatteunddasserihnüberauslieb hatte,wurdensieeifersüchtigaufihnundhasstenihnnoch mehr

14DanachhatteJosefeinenweiterenTraumunderzählte ihnseinemVaterimBeiseinseinerBrüder.Josefsprachzu seinemVaterundseinenBrüdern:Siehe,ichhabeabermals einenTraumgehabt,undsiehe,dieSonne,derMondund dieelfSterneneigtensichvormirnieder.

15AlsseinVaterdieWorteJosefsundseinenTraumhörte undsah,dassseineBrüderJosefdeswegenhassten,tadelte JakobJosefvorseinenBrüdernundsprach:Wasbedeutet dieserTraum,dendugeträumthast,unddiese SelbstverherrlichungvordeinenälterenBrüdern?

16Glaubstduetwa,dassichunddeineMutterunddeine elfBrüderkommenundsichvordirniederbeugenwerden, weildusoredest?

17SeineBrüderaberwareneifersüchtigaufihnwegen seinerWorteundTräume,undsiehasstenihnweiterhin; JakobaberbehieltdieTräumeinseinemHerzen.

18UnddieSöhneJakobsgingeneinesTagesnachSichem, umdieHerdeihresVaterszuweiden;dennsiewarenzu jenerZeitnochHirten.UndalsdieSöhneJakobsanjenem TaginSichemweideten,verspätetensiesich,unddieZeit,

dasViehzusammenzutreiben,verstrich,undsiewaren nichtangekommen.

19AlsJakobsah,dassseineSöhneinSichemaufhielten, dachteerbeisich:VielleichtsinddieLeutevonSichem aufgestanden,umgegensiezukämpfen,unddeshalb habensiesichheuteverspätet

20DariefJakobseinenSohnJosefundgebotihm:Siehe, deineBrüderweidenheuteinSichem,undsiehe,siesind nochnichtzurückgekehrtGehnunhinundsiehnach,wo siesind,undbringmirNachrichtzurücküberdas WohlergehendeinerBrüderundüberdasWohlergehender Herde

21UndJakobsandteseinenSohnJosefinsTalHebron. JosefkamnachSichem,umseineBrüderzuholen,konnte sieabernichtfindenDagingJosefumheraufdemFeld beiSichem,umzusehen,wohinseineBrüderabgebogen warenDocherverirrtesichinderWüsteundwusstenicht mehr,welchenWegergehensollte

22UndeinEngeldesHerrnfandihnaufdemWegzum FeldumherirrendUndJosefsprachzudemEngeldes Herrn:IchsuchemeineBrüder;hastdunichtgehört,wo sieweiden?UndderEngeldesHerrnsprachzuJosef:Ich sahdeineBrüderhierweidenundhörtesiesagen,dasssie nachDotangehenwollten,umdortzuweiden

23UndJosefhörteaufdieStimmedesEngelsdesHerrn undgingzuseinenBrüdernnachDotanundfandsiein Dotan,wosiedieHerdeweideten

24UndJosefgingzuseinenBrüdern;undeheerzuihnen gekommenwar,beschlossensie,ihnzutöten

25UndSimeonsprachzuseinenBrüdern:Siehe,derMann derTräumekommtheutezuuns;darumkommtnun,lasst unsihntötenundihnineinederGrubenwerfen,dieinder Wüstesind;undwennseinVaterihnvonunsholt,werden wirsagen,einwildesTierhabeihngefressen.

26AlsRubendieWorteseinerBrüderüberJosefhörte, spracherzuihnen:Tutdasnicht!Wiekönnenwirzu unseremVaterJakobaufblicken?WerftihnindieseGrube, damiterdortstirbt,aberstrecktkeineHandanihnaus, damitseinBlutnichtvergoss!Rubensagtedies,umihn ausihrerHandzubefreienundihnzuseinemVater zurückzubringen

27AlsJosefzuseinenBrüdernkamundsichvorsiesetzte, sprangensieauf,packtenihn,warfenihnzuBodenund rissenihmdenbuntenRockvomLeib

28UndsienahmenihnundwarfenihnineineGrubeIn derGrubewarkeinWasser,sondernSchlangenund SkorpioneJoseffürchtetesichvordenSchlangenund SkorpioneninderGrubeundschrielaut.Daverbargder HERRdieSchlangenundSkorpioneandenSeitender Grube,undsietatenJosefnichts

29DariefJosefausderGrubeseinenBrüdernzu:Was habeicheuchgetan?Womithabeichgesündigt?Warum fürchtetihrdenHerrnnichtmeinetwegen?Binichnicht voneuremFleischundBlut?IstnichtJakobeuerVater, meinVater?Warumtutihrmirdasheutean?Wiekönnt ihrdanochzuunseremVaterJakobaufblicken?

30UnderschrieweiterundriefausderGrubenachseinen Brüdern:„OJuda,SimeonundLevi,meineBrüder,zieht michheraufausderFinsternis,indieihrmichgesetzthabt, undkommtheuteunderbarmteuchmeiner,ihrKinderdes HerrnundSöhneJakobs,meinesVaters!Undwennich

gegeneuchgesündigthabe,seidihrnichtdieSöhne Abrahams,IsaaksundJakobs?WennsieeinenWaisen sahen,erbarmtensiesichseiner,undwennsieeinen Hungrigensahen,gabensieihmzuessen,undwennsie einenDurstigensahen,gabensieihmzutrinken,undwenn sieeinenNacktensahen,kleidetensieihn“

31WiekönntestdudanndeinemBruderdeinMitleid verweigern?IchbindochvondeinemFleischundBlut, undwennichgegendichgesündigthabe,wirstdudas gewissummeinesVaterswillentun!

32UndJosefredetedieseWorteausderGrubeherab;aber seineBrüderkonntenihmnichtzuhörenundihreOhren nichtdenWortenJosefszuneigen.UndJosefschrieund weinteinderGrube

33UndJosefsprach:OdassmeinVaterheuteerfahren würde,wasmeineBrüderanmirgetanundwassieheute zumirgesagthaben

34AlsaberalleseineBrüderseinSchreienundWeinenin derGrubehörten,gingensiewegvonderGrube,damitsie dasSchreienJosefsundseinWeineninderGrubenicht mehrhörten

KAPITEL42

1UndsiegingenhinundsetztensichaufdieandereSeite, etwaeineBogenschussweiteentfernt,undsiesetztensich dorthin,umBrotzuessen,undwährendsieaßen,berieten siemiteinander,wasmitihmgeschehensollte,obsieihn tötenoderihnzuseinemVaterzurückbringensollten

2SiewarennochinRat,alssieaufblicktenundsahen,und siehe,dakameineScharIsmaelitervonweitemaufder StraßevonGileadundzoghinabnachÄgypten

3UndJudasprachzuihnen:Wasnütztesuns,wennwir unserenBrudertöten?VielleichtwirdGottihnvonuns fordernDarumistderRat,dereuchhinsichtlichihm gegebenwurdeunddenihranihmtunsollt:Seht,diese ScharderIsmaeliterziehthinabnachÄgypten, 4Nunkommt,lasstunsihnihnenübergebenWirwollen ihnnichtselbsttöten,sondernsiewerdenihnmitsich führen,underwirdunterdemVolkdesLandesverloren gehenUndwirwollenihnnichtmitunsereneigenen HändentötenUndderVorschlaggefielseinenBrüdern, undsietaten,wieJudaesihnengesagthatte.

5WährendsienochüberdieseSacheredetenundbevordie ScharderIsmaeliterzuihnenkam,kamensieben midianitischeHändleranihnenvorbei.Alssie vorbeigingen,verspürtensieDurstDablicktensieaufund sahendieGrube,inderJosefeingemauertwar.Undsie schautenhin,undsiehe,alleArtenvonVögelnwarenauf ihm

6UnddieseMidianiterliefenzuderGrube,umWasserzu trinken,dennsiemeinten,sieenthalteWasser.Undalssie vordieGrubekamen,hörtensiedieStimmeJosefs,derin derGrubeweinteundschluchzteUndsieschautenindie Grubehinunter,undsiehe,dawareinjungerMannvon ansehnlichemAussehenundschönerGestalt

7Dariefensieihmzuundsprachen:Werbistduundwer hatdichhierhergebrachtundwerhatdichindieseGrube inderWüstegelegt?Undsiehalfenallemit,Josef aufzurichten,zogenihnherausundbrachtenihnausder

Grubeheraufundnahmenihnmitundzogenweiterauf ihrerReiseundgingenanseinenBrüdernvorbei.

8Dasprachendiesezuihnen:Warumtutihrdas,dassihr unserenKnechtvonunsnehmtundweggeht?Wirhaben diesenjungenManndochindieGrubegeworfen,weiler gegenunsrebellierthat,undihrkommtundholtihnherauf undführtihnweg;gebtunsnununserenKnechtzurück

9DieMidianiterantwortetendenSöhnenJakobs:Istdas euerKnechtoderdientereuch?Vielleichtseidihralle seineKnechte,denneristschönerundansehnlicherals jedervoneuchWarumredetihrallelügendzuuns?

10DarumwollenwirnunwederaufeureWortehören nochunsumeuchkümmern,dennwirhabendenJüngling inderGrubeinderWüstegefundenundihnmitgenommen; darumwollenwirweiterziehen

11DatratenalleSöhneJakobszuihnen,erhobensichund sprachenzuihnen:GebtunsunserenKnechtzurück! WarumwolltihralledurchdasSchwertsterben?Die Midianiteraberschriengegensie,zogenihreSchwerter undzogengegendieSöhneJakobszumKampf

12Undsiehe,SimeonstandvonseinemSitzgegensieauf, sprangaufdenBoden,zogseinSchwertundgingaufdie MidianiterzuundstießeinenfurchtbarenSchreivorihnen aus,sodassseinSchreivonweitemzuhörenwarunddie ErdevonSimeonsSchreierbebte.

13DieMidianiterabererschrakensehrvorSimeonund seinemlautenGeschrei;siefielenaufihrAngesichtund warenäußerstbeunruhigt.

14UndSimeonsprachzuihnen:Wahrlich,ichbinSimeon, derSohnJakobs,desHebräers,derichalleinmitmeinem BruderdieStadtSichemunddieStädtederAmoriter zerstörthabe;sowirdGottauchmitmirtun,dass,wenn alleeureBrüder,dasVolkderMidianiter,undauchdie KönigevonKanaanmiteuchkämen,sienichtgegenmich kämpfenkönnten

15DarumgebtunsnundenjungenMannzurück,denihr gefangengenommenhabt,damiticheuerFleischnichtden VögelndesHimmelsunddenTierenderErdezumFraß gebe

16DieMidianiteraberfürchtetensichnochmehrvor SimeonundnähertensichdenSöhnenJakobsmit SchreckenundFurchtundmitklagendenWortenund sprachen:

17Ihrhabtdochgesagt,derjungeMannseieuerKnecht undhabesichgegeneuchaufgelehnt,deshalbhabtihrihn indieGrubegeworfen.Waswolltihrnunmiteinem Knechttun,dersichgegenseinenHerrnauflehnt?Verkauft ihnunsnun,undwirwerdeneuchallesgeben,wasihrfür ihnverlangtUndderHerrhatdiesgetan,damitdieSöhne JakobsihrenBrudernichttöten

18DieMidianitersahen,dassJosefeinansehnliches AussehenhatteundvonansehnlicherGestaltwar;sie begehrtenihninihrenHerzenunddrängtendarauf,ihnvon seinenBrüdernzukaufen

19DahörtendieSöhneJakobsaufdieMidianiterund verkauftenihnenihrenBruderJoseffürzwanzig Silberstücke.Ruben,ihrBruder,warnichtbeiihnen.Die MidianiternahmenJosefmitundzogenweiternachGilead 20SiezogendieStraßeentlang,unddieMidianiter bereuten,wassiegetanhatten,nämlichdenjungenMann gekauftzuhabenUndeinersagtezumanderen:Was

habenwirnurgetan,alswirdiesenjungenMannvonden Hebräernnahmen,dereinansehnlichesundschönes Aussehenhat?

21VielleichtistdieserjungeMannausdemLandder Hebräerentführtworden,undwarumhabenwirdanndies getan?UndwennergesuchtundinunserenHänden gefundenwird,werdenwirdurchihnsterben 22NunhabenunsgewisstapfereundstarkeMännerden verkauft,denihrheutevoneinemgesehenhabt,dersoviel KraftbesaßVielleichthabensieihnmitihrerMachtund ihremstarkenArmausseinemLandgeraubtundihnuns deshalbfürdengeringenWertverkauft,denwirihnen gegebenhaben.

23Währendsienochmiteinanderredeten,schautensieauf undsahen,dassdieScharderIsmaeliter,diezuerst gekommenwarunddiedieSöhneJakobsgesehenhatten, aufdieMidianiterzukamDasprachendieMidianiter zueinander:Kommt,lasstunsdiesenjungenMannandie ScharderIsmaeliterverkaufen,dieaufunszukommt,und wirwollendasWenige,daswirfürihngegebenhaben, zurückbekommenundvonseinemÜbelbefreitsein 24UndsietatendiesundkamenzudenIsmaelitern.Da verkauftendieMidianiterJosefandieIsmaeliterfür zwanzigSilberstücke,diesieseinenBrüdernfürihn gegebenhatten.

25UnddieMidianiterzogenweiternachGilead;da nahmendieIsmaeliterJosefundließenihnaufeinemihrer KamelereitenundführtenihnnachÄgypten.

26AlsJosefhörte,dassdieIsmaeliternachÄgyptenzogen, beklagteundweinteerdarüber,dassersoweitvomLand Kanaan,vonseinemVater,entferntseinwürde.Erweinte bitterlich,währenderaufdemKamelrittDabemerkteihn einerihrerMännerundließihnvomKamelabsteigenund zuFußgehen.DochJosefweinteundschrieweiterundrief: „OmeinVater,meinVater!“

27DastandeinerderIsmaeliteraufundschlugJosefins Gesicht;underweinteimmernoch.Josefaberwurdeauf demWegmüdeundkonntevorlauterKummernicht weitergehenUndsiealleschlugenundmisshandeltenihn aufdemWegundängstigtenihn,damiteraufhörtezu weinen

28UndderHERRsahdenEhrgeizJosefsundseineNot, undderHERRließFinsternisundVerwirrungaufjene Männerherab,unddieHandaller,dieihnschlugen,wurde verdorrt

29Dafragtensieeinander:„WashatGottunsdaaufdem Wegangetan?“Siewusstenabernicht,dassihnendies wegenJosefwiderfahrenwar.UnddieMännerzogen weiterundkamenanderStraßenachEphratavorbei,wo Rahelbegrabenlag

30UndJosefkamzumGrabseinerMutter;undJosefeilte undliefzudemGrabseinerMutter;undfielaufdasGrab undweinte

31UndJosefschrielautamGrabseinerMutterundsprach: OmeineMutter,meineMutter,odu,diedumichgeboren hast,erwachenunundstehaufundsiehdeinenSohn,wie erzumSklavenverkauftwurdeundniemandMitleidmit ihmhat

32StehaufundsiehdeinenSohn,weinemitmirüber meineNöteundsiehdasHerzmeinerBrüder.

33WeckmeineMutterauf,weckauf,erwacheausdeinem SchlaffürmichundführedeineKämpfegegenmeine Brüder!OwiehabensiemichmeinesMantelsberaubtund michschonzweimalalsSklavenverkauftundmichvon meinemVatergetrennt,undniemandhatMitleidmitmir.

34ErhebedichundbringedeineSachegegensievorGott undsieh,wenGottimGerichtrechtfertigenundwener verdammenwird.

35Stehauf,meineMutter,stehauf,erwacheausdeinem SchlafundsiehmeinenVater,wieesseinerSeeleheutebei mirgeht,undtrösteihnundberuhigeseinHerz

36UndJosefredetedieseWorteweiter,undJosefschrie lautaufundweintebitterlichamGrabseinerMutter;und erhörteaufzureden,undvorBitterkeitimHerzenwurde erstillwieeinSteinamGrab

37UndJosefhörteeineStimmeausderTiefederErdezu ihmreden,dieihmmitbitteremHerzenundmitweinender undbetenderStimmeantwortete:

38MeinSohn,meinSohnJosef,ichhabedeinWeinenund deinKlagengehört,ichhabedeineTränengesehen;ich kennedeineNöte,meinSohn,undesschmerztmichum deinetwillen,undzumeinemSchmerzkommtnochviel mehrTrauerhinzu

39Darumnun,meinSohnJosef,meinSohn,hoffeaufden Herrnundharreaufihnundfürchtedichnicht,dennder Herristmitdir,erwirddichausallerNoterretten

40Stehauf,meinSohn,ziehhinabnachÄgyptenzu deinenHerrenundfürchtedichnicht,dennderHerristmit dir,meinSohnUndsieredeteweiterhinähnlichzuJosef, undsieschwieg

41AlsJosefdieshörte,wunderteersichsehrdarüberund weinteweiterDanachsahihneinerderIsmaeliteramGrab weinenundschreien;daentbrannteseinZorngegenihn, undertriebihnvondortfort,schlugihnundverfluchteihn. 42UndJosefsprachzudenMännern:MögeichGnadevor eurenAugenfinden,dassihrmichindasHausmeines Vaterszurücknehmt,underwirdeuchReichtümerinFülle geben

43Daantwortetensieihm:BistdunichteinSklave?Wo istdeinVater?HättestdueinenVater,wärstdunichtschon zweimalfürsowenigGeldzumSklavenverkauftworden UndihrZornentbranntenochimmergegenihn;undsie schlugenundzüchtigtenihnimmerwieder,undJosef weintebitterlich

44UndderHERRsahdasElendJosefsundschlugdiese Männerabermalsundzüchtigtesie.UndderHERRließ FinsternisübersieaufErdenhereinbrechen,undBlitze zucktenundDonnergrollte,unddieErdeerbebtevonder StimmedesDonnersunddesgewaltigenWindes,unddie Männererschrakenundwusstennicht,wohinsiegehen sollten

45DabliebendiewildenTiereundKamelestehen,undsie zogensievorsichher,abersiewolltennichtgehen;sie schlugensie,undsiefielenzuBodenUnddieMänner sprachenzueinander:WashatGottunsdaangetan?Was sindunsereVergehen,wassindunsereSünden,dassuns dieswiderfahrenist?

46Undeinervonihnenantworteteundsprachzuihnen: VielleichtistunsdiesheutewegenderSündewiderfahren, diesenSklavenzuquälen.Darumbittetihnnuninständig, unszuvergeben,unddannwerdenwirwissen,

wessentwegenunsdiesesÜbeltrifft,undwennGottsich unsererbarmt,dannwerdenwirerkennen,dassunsalldies wegenderSündewiderfahrenist,diesenSklavenzuquälen 47UnddieMännertatendiesundbatenJosefinständig, ihnenzuvergeben;undsiesprachen:Wirhabengegenden Herrnundgegendichgesündigt;darumbittenundeinen Gott,dasserdiesenTodvonunsnehme,dennwirhaben gegenihngesündigt.

48UndJoseftat,wiesieihmgesagthatten,undderHERR erhörteJosefundließdiePlagevondenMenschen,dieer umJosefswillenübersieverhängthatteDaerhobensich diewildenTierevomBodenundführtensie,undsiezogen weiter.DertobendeSturmlegtesich,unddieErde beruhigtesich,unddieMenschensetztenihreReisefort, umnachÄgyptenhinabzuziehenUnddieMenschen erkannten,dassdiesesUnglücksieumJosefswillen getroffenhatte

49Undsiesprachenzueinander:Siehe,wirwissen,dass unsdiesesÜbelwegenseinesLeidenswiderfahrenist; warumsolltenwirnundiesenTodüberunsbringen?Lasst unsberaten,waswirmitdiesemSklaventunsollen 50Daantworteteeinerundsprach:Sicherlichhateruns befohlen,ihnzuseinemVaterzurückzubringen;nun kommt,lasstunsihnzurückbringenundandenOrtgehen, denerunsnennenwird,undvonseinerFamiliedenPreis nehmen,denwirfürihnbezahlthaben,unddannwerden wirweggehen

51Undeinerantworteteabermalsundsprach:Siehe,dieser Ratistsehrgut;aberwirkönnenihnnichtbefolgen,denn derWegistsehrweitvonunsentfernt,undwirkönnen nichtvonunseremWegabweichen.

52Undeinerantworteteihnen:DiesistderRat,denwir befolgensollen;davonwollenwirnichtabweichenSiehe, wirgehenheutenachÄgypten,undwennwirnach Ägyptengekommensind,werdenwirihndortfüreinen hohenPreisverkaufen,undwirwerdenvonseinemÜbel erlöstwerden.

53UnddieMännerfandendasgutundtatenesso;undsie setztenihreReisemitJosefnachÄgyptenfort

KAPITEL43

1AlsdieSöhneJakobsihrenBruderJosefandie Midianiterverkaufthatten,fielesihnenimHerzenschwer, ihmzuverfallen,undsiebereutenihreTatundsuchtenihn, umihnzurückzubringen,konntenihnabernichtfinden.

2UndRubenkehrtezuderGrubezurück,indieJosef geworfenwordenwar,umihnherauszuholenundihnzu seinemVaterzurückzubringenUndRubentratandie GrubeundhörtekeinWortUnderrief:Josef!Josef!,aber niemandantworteteodersagteeinWort

3DasprachRuben:JosefistvorSchreckgestorben,oder eineSchlangehatihngetötetUndRubenstiegindie GrubehinabundsuchteJosefundkonnteihnnichtinder Grubefinden;underkamwiederheraus

4DazerrissRubenseineKleiderundsprach:DasKindist nichtda!WiesollichmeinenVatermitihmversöhnen, wennertotist?UndergingzuseinenBrüdernundfandsie traurigüberJosefSieberietenmiteinander,wiesieihren Vatermitihmversöhnenkönnten.UndRubensprachzu seinenBrüdern:IchkamzurGrube,undsiehe,Josefwar

nichtdaWassollenwirnununseremVatersagen?Denn meinVaterwirddenKnabennurvonmirverlangen.

5SeineBrüderantwortetenihm:Soundsohandeltenwir, unddanachschmerzteesunsimHerzenwegendieserTat, undnunsitzenwirdaundsuchennacheinemVorwand, wiewirunserenVaterdamitversöhnenkönnen

6UndRubensprachzuihnen:Washabtihrgetan,dassihr diegrauenHaareunseresVatersinTrauerzumGrab hinabgeführthabt?Dasistnichtgut,wasihrgetanhabt

7UndRubensetztesichzuihnen,undsieallestandenauf undschworeneinander,Jakobdiesnichtzuerzählen,und sieallesprachen:WerdiesunseremVateroderseinem HauserzähltodereseinemderKinderdesLandesberichtet, gegendenwerdenwirunsalleerhebenundihnmitdem Schwerttöten

8UnddieSöhneJakobsfürchteteneinanderindieser Sache,vomJüngstenbiszumÄltesten,undkeinersprach einWortdarüber,sondernsiebewahrtendieSacheinihren Herzen.

9Unddanachsetztensiesichzusammen,umzuüberlegen, wassieihremVaterJakobüberalldieseDingesagen sollten.

10UndIssacharsprachzuihnen:DiesisteinRatfüreuch: Wenneseuchgefällt,dieszutun,sonehmtdasGewand Josefs,zerreißtes,schlachteteinZiegenböckchenund tauchtesinseinBlut

11UndschickteszuunseremVater;undwenneressieht, wirdersagen:EinwildesTierhatihngefressen.Darum zerreißtseinGewand,undsiehe,seinBlutwirdanseinem Gewandsein;undwennihrdastut,werdenwirfreisein vomMurrenunseresVaters.

12UndihnengefielderRatIssachars;siehörtenaufihn undtaten,wasIssacharihnengeratenhatte

13Undsieeiltenhin,nahmenJosefsMantel,zerrissenihn, schlachteteneinZiegenböckchen,tauchtendenMantelin dessenBlut,zertratenihnimStaubundsandtendenMantel durchNaftalizuihremVaterJakobundbefahlenihm, folgendeWortezusprechen:

14WirhattendasViehzusammengetriebenundwarenbis zurStraßenachSichemundnochweitergekommen,als wirdiesenRockaufdemWeginderWüstefanden, getränktinBlutundStaub;nunfindeheraus,obesder RockdeinesSohnesistodernicht.

15UndNaftaliginghinundkamzuseinemVaterundgab ihmdasGewandundredetezuihmalleWorte,dieseine Brüderihmgebotenhatten.

16UndJakobsahJosefsRockunderkannteihn;underfiel mitdemGesichtzurErdeundwurdesteifwieeinStein; unddanachstanderaufundriefmitlauter,weinerlicher Stimme:EsistderRockmeinesSohnesJosef!

17DaeilteJakobundsandteeinenseinerKnechtezu seinenSöhnen.Diesergingzuihnenundfandsiemitder HerdeaufdemWegkommen

18UnddieSöhneJakobskamengegenAbendzuihrem Vater;undsiehe,ihreKleiderwarenzerrissenundStaub lagaufihrenHäuptern;undsiefandenihrenVater schreiendundweinendmitlauterStimme.

19UndJakobsprachzuseinenSöhnen:Sagtmir wahrhaftig,welchesUnheilhabtihrmirheuteplötzlich angetan?UndsieantwortetenihremVaterJakob:Wir warenheuteunterwegs,nachdemdieHerde

zusammengetriebenwordenwar,undwirkamenbiszur StadtSichemaufderStraßeinderWüste,undwirfanden diesenRock,vollBlut,aufdemBoden,undwirwusstenes undschicktenzudir,obdueswissenkönntest.

20UndJakobhörtedieWorteseinerSöhneundschriemit lauterStimme:EsistdasGewandmeinesSohnes,ein wildesTierhatesgefressen;JosefistinStückegerissen, dennichhabeihnheuteausgesandt,umzusehen,obes euchunddenHerdengutgeht,undummirwieder Nachrichtvoneuchzubringen,underging,wieichihm befohlenhatte,unddiesistihmheutezugestoßen,während ichdachte,meinSohnseibeieuch

21DieSöhneJakobsantworteten:Eristnichtzuuns gekommen,undwirhabenihnnichtgesehen,seitwirvon dirweggegangensindbisjetzt

22AlsJakobihreWortehörte,schrieerabermalslautauf, standauf,zerrissseineKleider,legtesicheinenSackum dieLenden,weintebitterlichundklagteunderhobseine Stimmeweinendundrief:

23MeinSohnJosef,meinSohnJosef,ichsandtedich heutezumWohledeinerBrüder,undsiehe,dubistin Stückegerissenworden;diesistdurchmeineHand meinemSohnwiderfahren

24Esschmerztmichumdich,meinSohnJosef,es schmerztmichumdich;wiesüßwarstdumirimLeben, undnunistmirdeinTodüberausbitter

25odassichandeinerStellegestorbenwäre,Joseph,mein Sohn,dennesschmerztmichsehrumdich,meinSohn,o meinSohn,meinSohnJoseph,meinSohn,wobistdu,und wohinwurdestduverschleppt?Stehauf,stehaufvon deinemOrtundkommundsiehmeinenKummerumdich, omeinSohnJoseph

26NunkommundzähledieTränen,dievonmeinen AugenübermeineWangenströmen,undbringsievorden Herrn,damitseinZornsichvonmirwende

27OmeinSohnJosef,wiekonntestdufallendurchdie Handdessen,durchdenseitAnbeginnderWeltbisauf diesenTagniemandgefallenist?Dennduwurdestdurch denSchlageinesFeindesgetötet,grausamzugefügt;aber ichweißgewiss,dassdirdieswegenderMengemeiner Sündenwiderfahrenist

28Wachaufundsieh,wiebittermeineNotumdichist, meinSohn,obwohlichdichnichterzogen,nochgeformt, nochdirAtemundSeelegegebenhabe,sondernGottdich geformtunddeineGebeineaufgebautundsiemitFleisch überzogenunddirdenAtemdesLebensindieNase gehauchthatunddichdannmirgegebenhat

29NunhatGott,derdichmirgegebenhat,dichmir genommen,undsoistesdirergangen

30UndJakobredeteweiterhininähnlichenWortenüber Josefundweintebitterlich;erfielzuBodenundbliebstill

31AlsnunalleSöhneJakobsdasElendihresVaterssahen, bereutensie,wassiegetanhatten,undweintenbitterlich

32DastandJudaauf,hobdenKopfseinesVatersvom BodenundlegteihninseinenSchoßundwischteseinem VaterdieTränenvondenWangenUndJudaweintesehr viel,währendderKopfseinesVatersstillwieeinSteinin seinemSchoßlag

33UnddieSöhneJakobssahendasElendihresVatersund erhobenihreStimmenundweintenimmerweiter;Jakob aberlagnochimmeraufdemBodenwieeinStein

34DastandenalleseineSöhne,seineKnechteunddie KinderseinerKnechteaufundstelltensichumihn,umihn zutrösten;abererwolltesichnichttröstenlassen 35DaerhobsichdasganzeHausJakobsundbeklagtesich sehrwegenJosefunddesLeidensihresVaters.Alsdie NachrichtanIsaak,denSohnAbrahams,denVaterJakobs, gelangte,weinteerbitterlichumJosef,erundseinganzes Haus.UndergingvondemOrt,woerinHebronwohnte, undseineMännerfolgtenihmErversuchte,seinenSohn Jakobzutrösten,aberJakobwolltesichnichttröstenlassen 36DanachstandJakobvomBodenauf,Tränenrannenihm überdieWangen,undersprachzuseinenSöhnen:Steht auf,nehmteureSchwerterundeureBogenundgehthinaus aufsFeldundsucht,obihrdenLeichnammeinesSohnes findenkönnt,undbringtihnzumir,damitichihnbegraben kann.

37SuchtdochauchunterdenwildenTierenundjagtsie; unddaserste,dasvoreuchkommt,ergreiftesundbringtes zumir.VielleichtwirdderHerrsichheutemeinerNot erbarmenundeuchdasbereiten,dasmeinenSohnzerrissen hat,undbringteszumir,undichwerdedieSachemeines Sohnesrächen.

38UndseineSöhnetaten,wieihnenihrVaterbefohlen hatte;undsiestandenfrühamMorgenauf,jedernahmsein SchwertundseinenBogenindieHandundgingenhinaus aufsFeld,umdiewildenTierezujagen

39Jakobaberschrieundweintenochimmerlautundging imHausaufundabundschlugmitdenHändenzusammen undsprach:Josef,meinSohn,Josef,meinSohn

40UnddieSöhneJakobsgingenindieWüste,umdie wildenTierezufangen.Undsiehe,einWolfkamaufsiezu; undsiepacktenihnundbrachtenihnzuihremVaterund sprachenzuihm:Diesistdererste,denwirgefunden haben,undwirhabenihnzudirgebracht,wieduuns befohlenhast;denLeibdeinesSohnesaberkonntenwir nichtfinden

41DanahmJakobdasTierausdenHändenseinerSöhne undschriemitlauter,weinerlicherStimme,währenderdas TierinseinerHandhielt,undsprachmitbitteremHerzen zudemTier:WarumhastdumeinenSohnJosef verschlungen?WiekonntestdudichnichtvordemGott derErdefürchtenundauchnichtvormeinemLeidum meinenSohnJosef?

42UndduhastmeinenSohnumsonstverschlungen,weil erkeinUnrechtgetanhat,undhastmichdadurch seinetwegenschuldiggemacht;darumwirdGottden Verfolgtenfordern

43UndderHerröffnetedemTierdasMaul,umJakobmit seinenWortenzutrösten,undesantworteteJakobund sprachdieseWortezuihm:

44SowahrGottlebt,derunsaufErdenerschaffenhat,und sowahrdeineSeelelebt,meinHerr,ichhabedeinenSohn nichtgesehen,nochhabeichihninStückegerissen; sondernichbinauchauseinemfernenLandgekommen, ummeinenSohnzusuchen,derheutevonmirgegangenist, undichweißnicht,oberlebtodertotist

45UndichkamheuteaufsFeld,ummeinenSohnzu suchen,undeureSöhnefandenmichundergriffenmich undvergrößertenmeinenKummer;undhabenmichheute vordichgebracht,undichhabedirnunallesgesagt,was ichsagenwollte

46Undnun,duMenschensohn,binichindeinerHand, undtuemitmirheute,wasdirgefällt;aberbeimLeben Gottes,dermichgeschaffenhat,ichhabedeinenSohn nichtgesehen,nochhabeichihnzerrissen,nochist MenschenfleischinmeinenMundgekommenalleTage meinesLebens

47AlsJakobdieWortedesTiereshörte,erschrakersehr undließdasTierausseinerHandentgleiten;undesging seinesWeges

48UndJakobschrieundweinteTagfürTaglautumJosef undtrauertevieleTageumseinenSohn

KAPITEL44

1UnddieSöhneIsmaels,dieJosefvondenMidianitern gekaufthatten,dieihnwiederumvonseinenBrüdern gekaufthatten,zogenmitJosefnachÄgypten,undsie kamenandieGrenzenÄgyptens,undalssiesichÄgypten näherten,begegnetensievierMännernausdemStamm Medan,desSohnesAbrahams,dieausdemLandÄgypten aufihrerReiseausgezogenwaren

2DafragtendieIsmaelitersie:WolltihrdiesenSklaven vonunskaufen?Sieantworteten:Gebtihnuns!Undsie gabenihnenJosefUndsiesahen,dassereinsehrschöner jungerMannwar.UndsiekauftenihnfürzwanzigSchekel. 3UnddieIsmaelitersetztenihreReisenachÄgyptenfort, undauchdieMedanimkehrtenandiesemTagnach Ägyptenzurück.UnddieMedanimsagtenzueinander: Siehe,wirhabengehört,dassPotifar,einOffizierdes Pharao,derOberstederLeibwache,einengutenDiener sucht,dervorihmstehenundihmdienenundihnzum AufseherüberseinHausundalles,wasihmgehört, machensoll

4Nunkommt,lasstunsihnihmverkaufenfürdas,waswir begehren,wennerunsgebenkann,waswirfürihn verlangen

5UnddieseMedanimgingenhinundkamenzumHaus Potifarsundsprachenzuihm:Wirhabengehört,dassdu einengutenDienersuchst,derdirdienensollSiehe,wir habeneinenDiener,derdirgefallenwird,wennduuns gebenkannst,waswirbegehren,undwirwollenihndir verkaufen

6UndPotifarsprach:Bringtihnvormich,undichwillihn sehen,undwennermirgefällt,willicheuchgeben,wasihr fürihnverlangt

7DagingendieMederhin,brachtenJosefundstelltenihn vorPotifarUndPotifarsahihnanundfandihnsehr gefällig.DasprachPotifarzuihnen:Sagtmir,wasihrfür diesenjungenMannverlangt

8Undsiesagten:VierhundertSilberstückewollenwirfür ihnPotifarabersagte:Ichwillsieeuchgeben,wennihr mirdieUrkundeüberseinenVerkaufbringtundmirseine Geschichteerzählt;dennvielleichtistergestohlenworden, denndieserJünglingistwedereinSklavenochderSohn einesSklaven,sondernichseheinihmdasAusseheneines schönenundstattlichenMannes

9DagingendieMedanimhinundbrachtendieIsmaeliter, dieihnansieverkaufthatten,zuihmUnddiesesagtenzu ihm:EristeinSklave,undwirhabenihnansieverkauft

10UndPotifarhörtedieWortederIsmaeliter,alserden MedanimdasSilbergab;unddieMedanimnahmendas

Silberundzogenweiter,undauchdieIsmaeliterkehrten nachHausezurück.

11UndPotifarnahmJosefundbrachteihninseinHaus, damiterihmdiene.UndJoseffandGnadevorPotifars Augen,undervertrauteihmundsetzteihnalsAufseher überseinHauseinundübergabihmalles,wasihmgehörte 12UndderHerrwarmitJosef,underwurdeein erfolgreicherMann,undderHerrsegnetedasHausPotifars umJosefswillen

13UndPotifarübergaballes,waserhatte,indieHand Josefs;Josefwares,derdafürsorgte,dassDingehinein undhinauskamen,undalleswurdeimHausePotifarsnach seinemWillengeregelt.

14JosefaberwarachtzehnJahrealt,einjungerMannmit schönenAugenundansehnlichemAussehen; seinesgleichengabesnichtimganzenLandÄgypten.

15ZujenerZeit,alsersichimHausseinesHerrnaufhielt undein-undausgingundseinemHerrndiente,erhob Zelika,dieFrauseinesHerrn,ihreAugenzuJosefundsah ihnan,undsiehe,erwareinjungerMannvonstattlicher GestaltundansehnlicherGestalt

16UndsiebegehrteseineSchönheitinihremHerzen,und ihreSeelewaraufJosefgerichtet,undsieumwarbihnTag fürTag,undSelikaredeteJoseftäglichzu,aberJosefhob seineAugennichtauf,umdieFrauseinesHerrnanzusehen.

17UndZelikasprachzuihm:WieschöndeinAussehen unddeineGestaltsind!Wahrlich,ichhabealleSklaven angesehenundkeinensoschönenSklavengesehenwie dichUndJosefsprachzuihr:Gewiss,dermichimLeib meinerMuttergeschaffenhat,hatauchdieganze Menschheitgeschaffen.

18Undsiesprachzuihm:WieschönsinddeineAugen, mitdenendualleEinwohnerÄgyptens,Männerwie Frauen,geblendethast!Erabersprachzuihr:Wieschön siesind,solangewirleben;aberwenndusieimGrab sähest,würdestdugewissvorihnenzurückschrecken

19Undsiesprachzuihm:Wieschönundlieblichsindalle deineWorte!NimmdochdieHarfe,dieimHausist,und spieledarauf,damitwirdeineWortehören

20Undersprachzuihr:Wieschönundwohlgefälligsind meineWorte,wennichdenLobpreismeinesGottesund seineHerrlichkeitverkündige!Undsiesprachzuihm:Wie schönistdeinHaupthaar!SiehdengoldenenKamm,der imHausist;nimmihndochundlockedeinHaupthaar!

21Undersprachzuihr:Wielangewillstdunochdiese Wortereden?Höreauf,dieseWortezumirzureden,und stehaufundkümmeredichumdeineHausangelegenheiten

22Undsiesprachzuihm:EsistniemandinmeinemHaus, undesgibtnichts,woraufichachtenmüsstealsaufdeine WorteunddeinenWunsch;dochtrotzalledemkonntesie Josefnichtzusichbringen,underblicktesienichtan, sondernrichteteseineAugennachuntenzurErde.

23UndZelikawünschtesichinihremHerzen,dassJosef mitihrschlafensollteUndwennJosefimHaussaßund seinerArbeitnachging,kamZelikaundsetztesichvorihn undverführteihntäglichmitihrenWorten,mitihrzu schlafenodersieauchnuranzusehen;aberJosefhörte nichtaufsie

24Sieabersprachzuihm:Wenndunichtsotust,wieich dirgesagthabe,sowillichdichmitdemTodezüchtigen unddireineisernesJochauflegen

25UndJosefsprachzuihr:Gewiss,Gott,derden Menschengeschaffenhat,löstdieFesselnderGefangenen; underistes,dermichausdeinemGefängnisundaus deinemGerichterrettenwird.

26Undalsesihrnichtgelang,ihnumzustimmen,undihre Seeleimmernochanihmhing,stürztesieihreSehnsucht ineineschwereKrankheit

27UndalleFrauenÄgyptenskamenzuihrundsprachen zuihr:WarumbistduindiesemerbärmlichenZustand? Dirfehltdochnichts;deinMannistdocheingroßerund angesehenerFürstindenAugendesKönigs,sollteesdir anetwasfehlen,wasdeinHerzbegehrt?

28DaantworteteihnenZelikaundsprach:Heutesolleuch kundgetanwerden,woherdieseUnordnungkommt,inder ihrmichsehtUndsiebefahlihrenMägden,füralleFrauen zukochen,undsierichteteeinFestmahlfürsieaus,und alleFrauenaßenimHausZelikas

29UndsiegabihnenMesser,umdieZitronenzuschälen undzuessen,undsiebefahlihnen,Josefinkostbare Gewänderzukleiden,unddasservorihnenerscheinen sollteUndJosefkamvorihreAugen,undalleFrauen sahenJosefanundkonntenihreAugennichtvonihm abwenden,undsieschnittensichallemitdenMessern,die sieindenHändenhielten,indieHände,undalleZitronen, diesieindenHändenhielten,wurdenmitBlutvollgesogen.

30Undsiewusstennicht,wassiegetanhatten,sondern schautenweiterhinaufdieSchönheitJosefsundwandten ihreAugennichtvonihmab.

31AlsZelikasah,wassiegetanhatten,sprachsiezuihnen: WasistdasfüreinWerk,dasihrgetanhabt?Seht,ichhabe euchZitronenzuessengegeben,undihrhabteuchallein dieHändegeschnitten

32UndalleFrauensahenihreHände,undsiehe,siewaren vollBlut,undihrBlutflossaufihreKleiderherab.Undsie sprachenzuihr:DieserKnechtindeinemHaushatuns überwältigt,undwirkonntenunsereAugennichtvonihm abwendenwegenseinerSchönheit.

33Undsiesprachzuihnen:Dasisteuchdochauch widerfahren,alsihrihnansahtundeuchnichtvonihm beherrschenkonntet.Wiekönnteichmichnunbeherrschen, daerständiginmeinemHausistundichihnTagfürTag ein-undausgehensehe?Wiekönnteichmichdenndavor bewahren,daranzuvergehenodergarumzukommen?

34Undsiesprachenzuihr:DieWortesindwahr;dennwer könntedieseschöneGestaltimHaussehenundsichvon ihmfernhalten?IsternichtdeinSklaveundDienerin deinemHaus?Warumsagstduihmnicht,wasindeinem Herzenist,undlässtdeineSeeledurchdieseSache zugrundegehen?

35Undsiesprachzuihnen:Ichbemühemichtäglich,ihn zuüberreden,abererwillmeinenWünschennicht nachkommen.IchhabeihmallesGuteversprochen,und dochhatermirnichtserwidertDeshalbgehtesmir,wie ihrseht,immerschlechter

36UndZelikawurdesehrkrankwegenihrerSehnsucht nachJosefundlittverzweifeltunterLiebeskummerwegen ihm.EswussteaberniemandimHausZelikaundauch nichtsdavon,dassZelikawegenihrerLiebezuJosefkrank war

37UndalleBewohnerihresHausesfragtensie:Warum bistdukrankundschwindetsosehr,undesfehltdiran

nichts?Sieabersprachzuihnen:Ichweißnicht,wasmich täglichbefällt.

38UndalleFrauenundihreFreundinnenkamentäglichzu ihr,undsieredetenmitihr,undsiesprachzuihnen:Dies kannnurdurchdieLiebeJosefsgeschehen;undsie sprachenzuihr:Überredeihnundnimmihnheimlichfest, vielleichtwirderaufdichhörenunddiesenTodvondir abwenden.

39UndZelikawurdedurchihreLiebezuJosefimmer schwächerundihrZustandverschlechtertesichzusehends, bissiekaumnochKrafthatte,zustehen

40UndeinesTageswarJosefimHausseinesHerrnmit derArbeitbeschäftigt.DakamSelikaheimlichundstürzte sichplötzlichaufihnJosefaberstandaufgegensie,under warstärkeralssie,underwarfsiezuBoden

41UndZelikaweintewegenderSehnsuchtihresHerzens nachihmundflehteihnunterTränenan,undihreTränen flossenüberihreWangen,undsiesprachzuihmmit flehenderStimmeundinbittererSeeleundsagte:

42HastdujevoneinersoschönenFrauwiemirgehört,sie gesehenodergekannt,odervoneiner,dieschöneristals ich,dietäglichzudirspricht,ausLiebezudirverfällt,dir alldieseEhreerweist,unddennochwillstdumeiner StimmenichtGehörschenken?

43UndwennesausFurchtvordeinemHerrngeschieht, dasserdichbestrafenkönnte,sosolldir,solangederKönig lebt,durchdieseSachekeinLeidvondeinemHerrn widerfahren;nunhöremirbittezuundwilligeeinumder Ehrewillen,dieichdirverliehenhabe,undentziehemir diesenTod;warumsollteichdenndeinetwegensterben? Undsieschwieg.

44Josefantworteteihrundsprach:Lassdichvonmirfern undüberlassdieseAngelegenheitmeinemHerrn;siehe, meinHerrweißnicht,wassichbeimirimHausbefindet, dennalles,wasihmgehört,hatermirindieHandgegeben; wiesollteichaberdieseDingeimHausmeinesHerrntun?

45DennerhatmichinseinemHaussehrgeehrtundmich zurAufseherinüberseinHausgesetztundmicherhöht; niemandistgrößerindiesemHausalsich,undmeinHerr hatmirnichtsverbotenaußerdir,seinerFrau.Wiekannst dudanndieseWortezumirsprechen?Wiekannichdiese großeSündegegenGottunddeinenMannbegehen?

46Darumlassnunvonmirabundsprichnichtmehr solcheWorte,dennichwilldeinenWortennichtgehorchen AberZelikawollteJosefnichtzuhören,alserdieseWorte zuihrsprach,sondernsiebeschworihntäglich,ihr zuzuhören

47UnddanachwurdederBachÄgyptensüberalleUfer getreten,undalleEinwohnerÄgyptensgingenhinaus,auch derKönigunddieFürstengingenhinausmitTamburinen undReigen,denneswareingroßesFestinÄgyptenund einFeiertagzurZeitderÜberschwemmungdesMeeres Sihor,undsiegingendorthin,umdenganzenTagzu jubeln

48AlsdieÄgypternunzumFlusshinausgingen,umsich zufreuen,wieesihreGewohnheitwar,gingdasganze HausPotifarsmitihnen;nurSelikawolltenichtmitgehen, dennsiesagte:„Ichbinkrank“Undsieblieballeinim Haus,undeswarniemandsonstbeiihrimHaus

49UndsiestandaufundginghinaufzuihremTempelim HausundkleidetesichinfürstlicheGewänderundsetzte

sichkostbareOnyxsteineaufihrHaupt,diemitSilberund Goldeingelegtwaren,undsieschmückteihrGesichtund ihreHautmitallerleireinigendenFlüssigkeitenfürFrauen undsieparfümiertedenTempelunddasHausmitZimt undWeihrauchundsiestreuteMyrrheundAloeausund setztesichdanachindenEingangdesTempels,inden DurchgangdesHauses,durchdenJosefging,umseine Arbeitzuverrichten.Undsiehe,JosefkamvomFeldund gingindasHaus,umdieArbeitseinesHerrnzuverrichten 50UnderkamandenOrt,durchdenerhindurchgehen musste,undsahalldieArbeitZelikasundkehrteum 51UndZelikasah,dassJosefsichvonihrabwandte,und riefihmzu:Wasfehltdir,Josef?KommandeineArbeit, undsiehe,ichwilldirPlatzmachen,bisduwiederan deinemPlatzbist

52UndJosefkehrtezurückundkamindasHausundging vondortzuseinemPlatzundsetztesichhin,umdieArbeit seinesHerrnzutun,wieesgewohntwar;undsiehe,Selika kamzuihmundtratvorihninfürstlichenGewändern,und derDuftihrerKleiderverbreitetesichbisindieFerne

53Undsieeiltehin,ergriffJosefundseineKleiderund sprachzuihm:SowahrderKöniglebt,wenndumeine Bittenichterfüllst,sollstduheutesterben!Undsieeiltehin, streckteihreandereHandausundzogeinSchwertunter ihrenKleidernhervor,legteesanJosefsHalsundsprach: StehaufunderfüllemeineBitte,sonststirbstduheute!

54UndJoseffürchtetesichvorihr,weilsiedastat,under standauf,umvorihrzufliehen.Dapacktesieihnam Oberkörper,undinderAngstvorseinerFluchtzerrissdas Gewand,dasZelikaergriffenhatteJosefließdasGewand inZelikasHandzurück,flohundentkam,dennerfürchtete sich

55AlsZelikasah,dassJosefsGewandzerrissenwarunder esinihrerHandgelassenhatteundgeflohenwar,fürchtete sieumihrLeben,dassdieKundevonihrdieRunde machenkönnteDastandsieauf,handeltelistig,legtedie Kleiderab,diesieanhatte,undzogihreanderenKleideran.

56UndsienahmJosefsGewand,legteesnebensichund setztesichandenOrt,wosiewährendihrerKrankheit gesessenhatte,ehedieLeuteihresHauseszumFluss hinausgegangenwarenDannriefsieeinenjungen Burschen,derzuderZeitimHauswar,undbefahlihm,die LeutedesHauseszuihrzurufen.

57Alssiesiesah,riefsieihnenmitlauterStimmeund Klagezu:Seht,welcheinenHebräereuerHerrmirins Hausgebrachthat;denneristheutegekommen,umbei mirzuschlafen

58Dennalsduhinausgegangenwarst,kamerinsHaus, undalsersah,dassniemandimHauswar,kamerzumir, packtemichundwolltemitmirschlafen

59DapackteichseineKleider,zerrisssieundschriemit lauterStimmegegenihn.AlsichmeineStimmeerhoben hatte,fürchteteerumseinLeben,ließseinKleidvormir liegenundfloh

60DieLeuteausihremHausabersagtennichts,sondern ihrZornentbranntesehrgegenJosef,undsiegingenzu seinemHerrnundberichtetenihm,wasermitseinerList angestellthatte

61UndPotifarkamzornignachHause,undseineFrau schrieihnanundsprach:Washastdumirdaangetan,dass dueinenBrauknerinmeinHausgebrachthast?Denner

kamheutezumir,ummitmirzuspielen;sohateresmir heuteangetan.

62AlsPotifardieWorteseinerFrauhörte,befahler,Josef mitstrengenSchlägenzubestrafen,undmantatesihm.

63Undwährendsieihnschlugen,schrieJosefmitlauter Stimme,hobseineAugenzumHimmelaufundsprach: Herr,meinGott,duweißt,dassichalldiesnichtschuldig bin.WarumsollteichheutedurchLügesterben,durchdie Handdieserunbeschnittenen,bösenMänner,diedukennst?

64UndwährendPotipharsMännerJosefschlugen,schrie undweinteerimmerweiterUndeswareinKinddort,elf MonatealtUndderHerröffnetedemKinddenMund,und essprachdieseWortevorPotipharsMännern,dieJosef schlugen:

65WaswolltihrvondiesemMann,undwarumtutihrihm diesesBösean?MeineMutterredetfalschundverbreitet Lügen;sogeschahes

66UnddasKinderzählteihnengenaualles,wasgeschehen war,undalleWorte,dieZelikaTagfürTagzuJosefgesagt hatte,verkündeteesihnen

67AlsdieMännerdieWortedesKindeshörten,wunderten siesichsehrüberdieWortedesKindes;dahörtedasKind aufzuredenundwurdestill

68PotifarschämtesichsehrüberdieWorteseinesSohnes undbefahlseinenMännern,Josefnichtmehrzuschlagen; unddieMännerhörtenauf,Josefzuschlagen

69DanahmPotifarJosefundbefahl,ihnvordiePriester, dieRichterdesKönigswaren,zubringen,damitsieüber ihnindieserSacheRechtsprächen

70UndPotifarundJoseftratenvordiePriester,diedie RichterdesKönigswaren,undersprachzuihnen: Entscheidetdoch,welchesRechtdemKnechtgebührt, dennsohatergehandelt

71DasprachendiePriesterzuJosef:Warumhastdu deinemHerrndasangetan?Josefantworteteihnen:Sowar esnicht,meineHerren,sowaresgeschehenUndPotifar sprachzuJosef:Ichhabedirdochallesanvertraut,wasmir gehörte,unddirnichtsvorenthaltenalsmeineFrau;wie konntestdudasoetwasBösestun?

72UndJosefantworteteundsprach:Nichtso,meinHerr, sowahrderHerrlebtundsowahrdeineSeelelebt,mein Herr,dasWort,dasduvondeinerFraugehörthast,ist falsch,dennsowaresheute.

73EinJahristvergangen,seitichindeinemHausbin;hast duirgendeineSündebeimirgesehenoderirgendetwas,das dichveranlassenkönnte,meinLebenzufordern?

74DasprachendiePriesterzuPotifar:Sendedochbitte daszerrisseneGewandJosefsvoruns,damitwirdenRiss darinsehenWennderRissabervorneamGewandist, dannmussseinGesichtihrabgewandtgewesensein,und siemussihnergriffenhaben,damiterzuihrkamUnd deineFrauhatalldas,wassiegesagthat,mitListgetan.

75UndsiebrachtenJosefsGewandvordiePriester,die Richterwaren,undsiesahen,undsiehe,dieTränewarvor JosefUndallePriester,dieRechtsprachen,erkannten, dasssieihnbedrängthatte,undsiesagten:DerTodist diesemKnechtnichtgebührt,dennerhatnichtsgetan;aber seinUrteilist,dasserinsGefängnisgeworfenwerdensoll wegendesGerüchts,dasdurchihngegendeineFrau verbreitetwurde.

76AlsPotifarihreWortehörte,brachteerihnins Gefängnis,wodieGefangenendesKönigsfestgehalten werdenJosefbliebzwölfJahreimGefängnis

77UnddennochwandtesichdieFrauseinesHerrnnicht vonihmabundhörtenichtauf,TagfürTagmitihmzu redenundihnzuermahnen,aufsiezuhörenUndnachdrei MonatengingZelikaweiterhinTagfürTagzuJosefindas Gefängnisundversuchteihnzuüberreden,aufsiezuhören.

DasprachZelikazuJosef:Wielangewillstdunochin diesemHausbleiben?HörenunaufmeineStimme,undich werdedichausdiesemHausherausführen

78Josefantworteteihr:Esistbesserfürmich,indiesem Hauszubleiben,alsaufdeineWortezuhörenundgegen GottzusündigenSieabersprachzuihm:Wenndumeinen Wunschnichterfüllst,werdeichdirdieAugenausreißen, dirFesselnandieFüßelegenunddichindieHändevon Leutenausliefern,dieduzuvornichtkanntest 79UndJosefantworteteihrundsprach:Siehe,derGottder ganzenErdekannmicherrettenvonallem,wasdumir antunkannst;denneröffnetdieAugenderBlindenund löstdieGebundenenundbewahrtalleFremden,diedas Landnichtkennen.

80AlsesSelikanichtgelang,JosefzumEinlenkenzu bewegen,hörtesieauf,ihnzuumwerben;undJosefblieb weiterhinimGefängnis.Jakob,JosefsVater,undalleseine BrüderimLandKanaantrauertenundweinteninjenen TagenumJosef,dennJakobwolltesichwegenseines SohnesJosefnichttröstenlassenundschrielautaufund weinteundtrauertealleTage

KAPITEL45

1UndesgeschahumjeneZeitinjenemJahr,demJahr,in demJosefnachÄgyptenhinabzog,nachdemihnseine Brüderverkaufthatten,dassRuben,derSohnJakobs,nach TimnagingundsichEliuram,dieTochterAvis,des Kanaaniters,zurFraunahmundzuihrkam.

2UndEliuram,dieFrauRubens,wurdeschwangerund gebarihmHanoch,Palu,ChetzronundKarmi,vierSöhne; undSimeon,seinBruder,nahmseineSchwesterDinazur Frau,undsiegebarihmMemuel,Yamin,Ohad,Jachinund Zochar,fünfSöhne

3DanachkamerzuBuna,derKanaaniterin.DasistBuna, dieSimeonausderStadtSichemgefangengenommen hatteBunastandvorDinaunddienteihrUndSimeon kamzuihr,undsiegebarihmSaul.

4UndJudagingzujenerZeitnachAdulamundkamzu einemMannausAdulam,undseinNamewarHira.Und JudasahdortdieTochtereinesMannesausKanaan,und ihrNamewarAlijat,dieTochterSchuasUndernahmsie zusichundgingzuihr,undAlijatgebarJudaEr,Onanund Schilo,dreiSöhne.

5UndLeviundIssacharzogenindasLanddesOstensund nahmensichdieTöchterJobabs,desSohnesJoktans,des SohnesEbers,zuFrauen;undJobab,derSohnJoktans, hattezweiTöchter;derNamederälterenwarAdina,und derNamederjüngerenwarArida.

6UndLevinahmAdinaundIssacharnahmAridaundsie kamenindasLandKanaan,indasHausihresVaters,und AdinagebarLevidreiSöhne:Gerschon,Kehathund Merari

7UndAridahgebarIssacharTola,Puvah,Hiobund SchomronvierSöhne;undDangingindasLandMoabund nahmsichAphalet,dieTochterChamudans,desMoabiters, zurFrauundbrachtesieindasLandKanaan.

8UndAphalethwarunfruchtbar,siehattekeine NachkommenUndGottgedachtespäterAphaleths,der FrauDans,undsiewurdeschwangerundgebareinenSohn, undsienannteihnChuschim.

9UndGadundNaftaligingennachHaranundnahmenvon dortdieTöchterAmurams,desSohnesUz,desSohnes Nahors,zuFrauen

10DiessinddieNamenderTöchterAmurams:Dieältere hießMerima,diejüngereUzith.NaftalinahmMerimaund GadnahmUzithundbrachtesieindasLandKanaan,in dasHausihresVaters

11UndMerimagebarNaftaliJachzeel,Guni,Jaserund SchalemvierSöhne;undUzithgebarGadZephion,Chagi, Schuni,Ezbon,Eri,ArodiundAralisiebenSöhne

12UndAscherginghinausundnahmAdon,dieTochter Aphals,desSohnesHadads,desSohnesIsmaels,zurFrau undbrachtesieindasLandKanaan

13InjenenTagenstarbAdon,dieFrauAschers.Siehatte keineNachkommenNachdemTodAdonsgingAscher ansandereUferdesFlussesundnahmHadura,dieTochter Abimaels,desSohnesEbers,desSohnesSems,zurFrau.

14DiejungeFrauaberwarvonansehnlichemAussehen undeineklugeFrau;siewardieFrauvonMalkiel,dem SohnElams,desSohnesSems,gewesen.

15UndHaduragebarMalkieleineTochter,undernannte sieSerachNachdiesemZeitpunktstarbMalkiel,und HaduraginghinundbliebimHausihresVaters.

16NachdemTodseinerFrauinAschergingerhinund nahmHadurazurFrauundbrachtesieindasLandKanaan; auchihreTochterSerachbrachteermit,diedreiJahrealt war,unddasMädchenwuchsimHausJakobsauf 17UnddasMädchenwarvonansehnlichemAussehenund wandelteindenheiligenWegenderKinderJakobs;es mangelteihrannichts,undderHerrgabihrWeisheitund Verstand

18UndHadura,dieFrauAschers,wurdeschwangerund gebarihmJimna,Jischwa,JischwiundBeria,vierSöhne 19UndSebulongingnachMidianundnahmsichMerischa, dieTochterMolads,desSohnesAbidas,desSohnes Midians,zurFrauundbrachtesieindasLandKanaan 20UndMeruschagebarSebulonSered,ElonundJachleel; dreiSöhne.

21UndJakobsandtezuAram,demSohnZobas,des SohnesTerachs,unddiesernahmMechalia,dieTochter Arams,zuseinemSohnBenjaminUndsiekamindas LandKanaanzumHausJakobs;undBenjaminwarzehn Jahrealt,alserMechalia,dieTochterArams,zurFrau nahm.

22UndMechaliawurdeschwangerundgebarBenjamin fünfSöhne:Bela,Becher,Aschbel,GeraundNaaman DanachgingBenjaminhinundnahmsichAribat,die TochterSchomrons,desSohnesAbrahams,zusätzlichzu seinererstenFrauzurFrau.ErwarachtzehnJahrealt. AribatgebarBenjaminfünfSöhne:Achi,Wosch,Mupim, ChupimundOrd

23InjenenTagengingJudazumHausSemsundnahm Tamar,dieTochterElams,desSohnesSems,zurFraufür seinenerstgeborenenSohnEr

24UndErkamzuseinerFrauTamar,undsiewurdeseine Frau,undalserzuihrkam,vernichteteeräußerlichseinen Samen;undseinTunwarböseindenAugendesHerrn, undderHerrtöteteihn

25NachdemTodErs,desErstgeborenenJudas,sprach JudazuOnan:GehzuderFraudeinesBrudersundheirate siealsnächsteVerwandteundzeugedeinemBruder Nachkommen

26UndOnannahmTamarzurFrauundgingzuihrUnd OnantatdasselbewieseinBruder;aberseinWerkwar böseindenAugendesHerrn,undertöteteauchihn

27AlsOnanstarb,sprachJudazuTamar:BleibimHaus deinesVaters,bismeinSohnSchiloerwachsenist.Und JudahattekeinGefallenmehranTamar,sieSchilozur Frauzugeben,dennersprach:Vielleichtwirdaucher sterbenwieseineBrüder.

28UndTamarstandauf,ginghinundbliebindemHaus ihresVaters,undTamarbliebeinigeZeitindemHaus ihresVaters.

29UndzurZeitdesJahreswechselsstarbAlijat,dieFrau Judas;undJudatrauerteumseineFrau,undnachdemTod AlijatsgingJudamitseinemFreundHiranachTimna hinauf,umihreSchafezuscheren

30AlsTamarhörte,dassJudanachTimnahinaufgegangen war,umdieSchafezuscheren,unddassSchiloerwachsen gewordenwar,hatteJudakeinGefallenanihr

31DastandTamarauf,legtedieKleiderihrer Witwenschaftab,legteeinenSchleierumundverhüllte sichganzDanngingsiehinundsetztesichaufdie Hauptstraße,dieanderStraßenachTimnaliegt

32UndJudagingvorüber,sahsieundnahmsiezusich undtratzuihrUndsiewurdevonihmschwangerUndals siegebar,siehe,dawarenZwillingeinihremLeibUnder nanntedenerstenPerezunddenzweitenSerach.

KAPITEL46

1ZujenerZeitwarJosefnochimGefängnisinÄgypten eingeschlossen

2ZujenerZeitstandendieDienerdesPharaovorihm,der OberstederMundschenkenundderOberstederBäcker, diedemKönigvonÄgyptengehörten

3UndderMundschenknahmWeinundstellteihndem KönigzumTrinkenvor,undderBäckerstellteBrotdem KönigzumEssenvor,undderKönigtrankvondemWein undaßvondemBrot,erundseineDienerundMinister,die amTischdesKönigsaßen

4Währendsieaßenundtranken,bliebenderMundschenk undderBäckerdort.UnddieMinisterdesPharaofanden vieleFliegenimWein,denderMundschenkgebrachthatte, undmanfandSalpetersteineimBrotdesBäckers

5UndderOberstederLeibwachesetzteJosefalsDiener beidenBeamtendesPharaoein,unddieBeamtendes PharaowurdeneinJahrlanggefangengehalten.

6UndamEndedesJahreshattenbeideineinerNachtan demOrt,wosiefestgehaltenwurden,einenTraumAm MorgenkamJosefwiegewöhnlichzuihnen,umsiezu

besuchenUndersahsie,undsiehe,ihreGesichterwaren niedergeschlagenundtraurig.

7UndJoseffragtesie:Warumsehtihrheutesotraurigund bedrücktaus?Sieantwortetenihm:WirhabeneinenTraum gehabt,undesgibtniemanden,derihnunsdeutenkann. DasprachJosefzuihnen:ErzähltmirdocheurenTraum, undGottwirdeucheinefriedvolleAntwortgeben,wieihr eswünscht.

8UndderMundschenkerzählteJosefseinenTraumund sprach:IchsahinmeinemTraum,undsiehe,eingroßer Weinstockwarvormir,undandiesemWeinstocksahich dreiZweige,undderWeinstockblühteschnellund erreichteeinegroßeHöhe,undseineTraubenwurdenreif undwurdenzuBeeren

9UndichnahmdieTrauben,presstesieineinenBecher, gabihndemPharaoindieHand,undertrank.Dasprach Josefzuihm:DiedreiReben,dieamWeinstockwaren, entsprechendreiTagen

10DochinnerhalbvondreiTagenwirdderKönigbefehlen, dichherauszubringen,underwirddichwiederindeinAmt einsetzen,unddusollstdemKönigseinenWeinzutrinken gebenwiezuvor,alsduseinMundschenkwarst;aberlass michGnadevordeinenAugenfinden,dassdudichan michbeimPharaoerinnerst,wennesdirgutgeht,und erweisemirGüteundlassmichausdiesemGefängnis herauskommen,dennichwurdeausdemLandKanaan verschlepptundandiesemOrtalsSklaveverkauft 11Auchdas,wasdirüberdieFraumeinesHerrnerzählt wurde,istfalsch;dennsiehabenmichumsonstindieses VerliesgeworfenUndderMundschenkantworteteJosef undsprach:WennderKönigmirsogutbehandelt,wiedu esmirzuletztgedeutethast,werdeichallestun,wasdu wünschst,unddichausdiesemVerliesherausholen 12AlsnunderBäckersah,dassJosefdenTraumdes Mundschenksrichtiggedeutethatte,traterauchzuihm underzählteJosefdenganzenTraum

13Undersprachzuihm:InmeinemTraumsahichdrei weißeKörbeaufmeinemHauptUndichschautehin,und siehe,imoberstenKorbwarenallerleigebackeneSpeisen fürdenPharao;undsiehe,dieVögelfraßensievon meinemHaupt

14UndJosefsprachzuihm:DiedreiKörbe,diedu gesehenhast,sinddreiTage.Dochinnerhalbvondrei TagenwirdderPharaodirdenKopfabschlagenunddich aneinenBaumhängen,unddieVögelwerdendeinFleisch vondirfressen,wieduesindeinemTraumgesehenhast.

15InjenenTagensolltedieKönigingebären,undan diesemTaggebarsiedemKönigvonÄgypteneinenSohn. Manverkündete,dassderKönigseinenerstgeborenen Sohnerhaltenhabe,unddasganzeVolkvonÄgypten, zusammenmitdenBeamtenundDienerndesPharao, freutesichsehr.

16AmdrittenTagnachseinerGeburtveranstalteteder PharaoeinFestmahlfürseineOffiziereundDiener,fürdas HeerausdemLandZoarundausdemLandÄgypten 17UnddasganzeVolkÄgyptensunddieDienerdes Pharaokamen,ummitdemKönigamFestseinesSohnes zuessenundzutrinkenundsichanderFreudedesKönigs zufreuen

18UndalleOffizieredesKönigsundseineDienerfreuten sichzujenerZeitachtTagelangbeidemFestund

vergnügtensichmitallerleiMusikinstrumenten,mit TamburinenundmitTänzenimKönigspalastachtTage lang

19UndderMundschenk,demJosefseinenTraumgedeutet hatte,vergaßJosefunderwähnteihndemKönignicht,wie eresversprochenhatte;denndiesgeschahvomHerrn,um Josefzubestrafen,weileraufeinenMenschenvertraut hatte.

20UndJosefbliebnachdiesemZeitpunktnochzweiJahre imGefängnis,biserzwölfJahrevollendethatte

KAPITEL47

1UndIsaak,derSohnAbrahams,wohntezujenerZeit nochimLandKanaanErwarhochbetagt,hundertachtzig Jahrealt.Esau,seinSohn,derBruderJakobs,wohnteim LandEdom,underundseineSöhnebesaßendortunterden SöhnenSeirsBesitz

2AlsEsauhörte,dassseinVaterimSterbenlag,ginger mitseinenSöhnenundseinemganzenHausindasLand Kanaan,zumHausseinesVatersJakobundseineSöhne zogenausvonHebron,wosiegewohnthatten,undkamen allezuihremVaterIsaakUndsiefandenEsauundseine SöhneimZelt

3UndJakobundseineSöhnesaßenvorseinemVaterIsaak, undJakobtrauertenochimmerumseinenSohnJosef 4UndIsaaksprachzuJakob:BringmirdeineSöhneher, undichwillsiesegnen.UndJakobbrachteseineelfSöhne vorseinenVaterIsaak

5UndIsaaklegteseineHändeaufalleSöhneJakobs, umfasstesie,umarmtesieundküsstesieeinennachdem anderenUndIsaaksegnetesieanjenemTagundsprachzu ihnen:DerGotteurerVätersegneeuchundmehreeure NachkommenwiedieSterneamHimmel.

6UndIsaaksegneteauchdieSöhneEsausundsprach: GottmacheeuchzueinemSchreckenundeinemGrauen füralle,dieeuchsehen,undfüralleeureFeinde.

7UndIsaakriefJakobundseineSöhne,undsieallekamen undsetztensichvorIsaak,undIsaaksprachzuJakob:Der Herr,derGottderganzenErde,sprichtzumir:Deinen NachkommenwillichdiesesLandzumErbegeben,wenn deineKindermeineSatzungenundmeineWegehalten, undichwillanihnendenEiderfüllen,denichdeinem VaterAbrahamgeschworenhabe

8Darum,meinSohn,lehredeineKinderundKindeskinder, denHerrnzufürchtenunddengutenWegzugehen,der demHerrn,deinemGott,gefälltDennwennihrdieWege desHerrnundseineSatzungenhaltet,sowirdderHerr auchseinenBundmitAbrahamaneuchhaltenundeuch undeurenNachkommenalleTageGutestun

9UndalsIsaakseineWeisunganJakobundseineSöhne beendethatte,verschiederundwurdezuseinemVolk versammelt

10DafielenJakobundEsauaufdasAngesichtihres VatersIsaakundweintenIsaakwarhundertundachtzig Jahrealt,alserimLandKanaan,inHebron,starbUnd seineSöhnetrugenihnindieHöhleMachpela,die AbrahamvondenHeternalsGrabstätteerworbenhatte

11UndalleKönigedesLandesKanaangingenmitJakob undEsau,umIsaakzubegraben,undalleKönigeKanaans erwiesenIsaakbeiseinemTodgroßeEhre

12UnddieSöhneJakobsunddieSöhneEsausgingen barfußumherundklagten,bissienachKireath-Arba kamen

13UndJakobundEsaubegrubenihrenVaterIsaakinder HöhleMachpela,dieinKireat-ArbabeiHebronliegt,und siebestattetenihnmitgroßerEhre,wiemanesbeider BeerdigungvonKönigentut

14UndJakobundseineSöhne,EsauundseineSöhneund alleKönigeKanaanshielteneinegroßeundschwere Trauerfeierab;siebegrubenihnundtrauertenvieleTage umihn

15NachdemTodIsaakshinterließerseinVieh,seinen Besitzundalles,wasihmgehörte,seinenSöhnen.Esau sprachzuJakob:Siehe,ichbittedich,alles,wasunser Vaterhinterlassenhat,wollenwirinzweiHälftenteilen, undichwilldieWahlhaben.Jakobsprach:Sowollenwir estun

16UndJakobnahmalles,wasIsaakimLandeKanaan übriggelassenhatte,dasViehunddenBesitz,underteilte esinzweiTeilevorEsauundseineSöhneundsprachzu Esau:Siehe,diesallesliegtvordir;wähledirdieHälfte, diedunehmenwillst.

17UndJakobsprachzuEsau:Höredoch,wasichdir sagenwill:SosprachderHerr,derGottdesHimmelsund derErde,zuunserenVäternAbrahamundIsaak:Deinen NachkommenwillichdiesesLandzumewigenErbegeben 18Nunliegtalles,wasunserVaterhinterlassenhat,vordir, undsiehe,dasganzeLandliegtvordir;wähledirausihnen, wasdubegehrst

19WenndudasganzeLandhabenwillst,sonimmesfür dichunddeineKinderfürimmerinBesitz,undichwill diesenReichtumhaben;undwenndudenReichtumhaben willst,sonimmihndirinBesitz,undichwilldiesesLand fürmichundmeineKinderhaben,damitsieesfürimmer erben

20Nebajot,derSohnIsmaels,warzujenerZeitmitseinen KindernimLand.EsauginganjenemTaghinundberiet sichmitihmundsprach:

21SohatJakobzumirgesprochen,sohatermir geantwortet;nungibdeinenRat,undwirwollenhören. 22UndNebajotsprach:WashatJakobdirdagesagt?Siehe, alleKanaaniterwohnensicherinihremLand,undJakob sagt,erwerdeesmitseinenNachkommenfüralleTage erben

23SogehnunhinundnimmalldenReichtumdeines VatersundlassJakob,deinenBruder,imLandzurück,wie ergesagthat

24UndEsaumachtesichaufundkehrtezuJakobzurück undtatalles,wasNebajot,derSohnIsmaels,ihmgeraten hatte;undEsaunahmalldenReichtum,denIsaak hinterlassenhatte,dieSeelen,dasVieh,dasViehundden BesitzundalldenReichtum;ergabseinemBruderJakob nichts;undJakobnahmdasganzeLandKanaan,vomBach ÄgyptensbiszumStromEuphrat,undernahmeszum ewigenBesitz,fürseineKinderundfürseine Nachkommennachihmfürimmer

25JakobnahmauchvonseinemBruderEsaudieHöhle MachpelainHebron,dieAbrahamvonEphrongekauft hatte,umsiealsewigeBegräbnisstättefürsichundseine Nachkommenzubesitzen.

26UndJakobschrieballdiesindasKaufbuch, unterschriebesundbezeugtediesallesmitviertreuen Zeugen

27UnddiessinddieWorte,dieJakobindasBuchschrieb undsprach:DasLandKanaanundalleStädtederHetiter, derHiwiter,derJebusiter,derAmoriter,derPerisiterund derGergaschiter,allesiebenVölkervomFlussÄgyptens biszumFlussEuphrat.

28UnddieStadtHebron-Kireat-ArbaunddieHöhle,die darinist,dasGanzekaufteJakobvonseinemBruderEsau zumPreis,zumBesitzundzumErbefürseine Nachkommennachihmfürimmer

29UndJakobnahmdasKaufbuchunddieUnterschrift, dasGebotunddieSatzungenunddasoffenbarteBuchund legtesieineinirdenesGefäß,damitsielangeZeiterhalten blieben,undübergabsieindieHändeseinerKinder.

30Esaunahmalles,wasseinVaterihmnachseinemTod vonseinemBruderJakobhinterlassenhatte,undernahm dengesamtenBesitzansich,anMenschenundVieh, KamelenundEseln,RindernundLämmern,Silberund Gold,SteinenundBdelliumundallenReichtum,derIsaak, demSohnAbrahams,gehörthatte;esbliebnichtsübrig, wasEsaunichtansichnahmvonallem,wasIsaaknach seinemTodhinterlassenhatte

31UndEsaunahmdiesallesundkehrtemitseinen NachkommenindasLandSeir,desHoriters,zurück,weg vonseinemBruderJakobunddessenNachkommen

32UndEsaubesaßunterdenSöhnenSeirs,undEsau kehrtevondiesemTagannichtmehrindasLandKanaan zurück

33UnddasganzeLandKanaanwurdedenIsraelitenzum ewigenErbe,undEsauerbtemitallseinenNachkommen dasGebirgeSeir

KAPITEL48

1InjenenTagen,nachdemTodIsaaks,gebotderHerrund ließeineHungersnotüberdieganzeErdekommen

2ZujenerZeitsaßderPharao,derKönigvonÄgypten,auf seinemThronimLandÄgypten,laginseinemBettund träumteUndderPharaosahinseinemTraum,dasseram UferdesFlussesÄgyptenstand

3Undwährenderdastand,saher,undsiehe,sieben wohlgenährteundschöneRinderstiegenausdemFluss herauf

4UndsiebenandereRinder,magerundhässlich,kamen nachihnenherauf,unddiesiebenhässlichenverschlangen dieschönen,undihrAussehenwarimmernochhässlich wiezuvor

5Undererwachte,schliefwiedereinundträumtezum zweitenMal,undersah,undsiehe,siebenÄhrenwuchsen aneinemHalm,vollundgut,undsiebendünneÄhren, vomOstwindverdorrt,wuchsennachihnenempor,unddie dünnenÄhrenverschlangendievollen,undderPharao erwachteausseinemTraum

6AmMorgenerinnertesichderKöniganseineTräume, undseinGeistwarwegenseinerTräumesehrbeunruhigt. DaeiltederKönigundsandteBotenundließalleMagier ÄgyptensunddieWeisenrufen;undsiekamenundtraten vordenPharao.

7UndderKönigsprachzuihnen:IchhabeTräumegehabt, undesgibtniemanden,dersiemirdeutenkann.Da sprachensiezudemKönig:ErzähledeinenDienerndeine Träume,undwirwollensiehören.

8UndderKönigerzählteihnenseineTräume,undsiealle antwortetenundspracheneinmütigzudemKönig:Der Königlebeewiglich!DiesistdieDeutungdeinerTräume 9DiesiebengutenKühe,diedugesehenhast,bedeuten siebenTöchter,diedirindenletztenTagengeboren werdenDiesiebenKüheaber,diedunachihnen heraufkommenundsieverschlingensahst,sindeinZeichen dafür,dassalleTöchter,diedirgeborenwerden,zu LebzeitendesKönigssterbenwerden.

10UndwasduimzweitenTraumgesehenhast,vonsieben vollen,gutenÄhren,dieaneinemHalmwuchsen,dasist ihreDeutung:DuwirstdirindenletztenTagensieben StädteimganzenLandÄgyptenbauen;undwasdu gesehenhast,vondensiebenverdorrtenÄhren,dienach ihnenwuchsenundsieverschlangen,währenddusiemit deinenAugenansahst,isteinZeichendafür,dassdie Städte,diedubauenwirst,alleindenletztenTagen,zur ZeitdesKönigs,zerstörtwerden.

11AlssiedieseWortegesprochenhatten,schenkteder KönigihnenkeinGehörundschenkteihnenkeinGehör, dennerwussteinseinerWeisheit,dasssiedieTräume nichtrichtigdeutetenUndalssievorihmausgeredet hatten,antworteteerihnen:„Washabtihrmirdagesagt? IhrhabtgelügtunddieUnwahrheitgesagt.Darumdeutet nunmeineTräumerichtig,damitihrnichtsterbt“ 12DanachbefahlderKönig,andereWeisezurufenSie kamenundtratenvordenKönig,undderKönigerzählte ihnenseineTräumeSiealleantwortetenihmgemäßder erstenDeutungDaentbranntederZorndesKönigs,under wurdesehrzornig.UndderKönigsprachzuihnen:Ihr redetLügenundsprechtFalschesindem,wasihrgesagt habt

13UndderKönigbefahl,dassimganzenLandÄgypten einAussprucherlassenwerdensolle:DerKönigundseine Weisenhabenbeschlossen,dassjederweiseMann,derdie DeutungvonTräumenkenntundverstehtundheutenicht vordenKönigkommt,sterbensoll

14UnddemMann,derdemKönigdierichtigeDeutung seinerTräumeerklärt,sollallesgegebenwerden,waser vomKönigverlangtUndalleWeisendesLandesÄgypten kamenvordenKönig,zusammenmitallenMagiernund Zauberern,dieinÄgyptenundinGoschen,inRamses,in Tachpanches,inZoarundanallenOrtenandenGrenzen Ägyptenswaren,undsieallestelltensichvordenKönig.

15UndalleEdlenundFürstenunddasGefolgedesKönigs kamenausallenStädtenÄgyptenszusammen,undsiealle setztensichvordenKönig,undderKönigerzählteden WeisenundFürstenseineTräume,undalle,dievordem Königsaßen,stauntenüberdieVision

16UndalleWeisen,dievordemKönigwaren,warensich inihrerDeutungseinerTräumesehruneinsEinigevon ihnendeutetensiedemKönigundsagten:Diesiebenguten KühesindsiebenKönige,dieausdemGeschlechtdes KönigsüberÄgyptenhervorgehenwerden

17DiesiebenbösenKühesindsiebenFürsten,diesichin denletztenTagengegensieerhebenundsievernichten werden;diesiebenÄhrensinddiesiebengroßenFürsten

Ägyptens,dieindenKriegenunseresHerrn,desKönigs,in dieHändedersiebenschwächerenFürstenihrerFeinde fallenwerden

18EinigevonihnenaberdeutetenesdemKönig folgendermaßen:DiesiebengutenKühesinddiestarken StädteÄgyptens,unddiesiebenschlechtenKühesinddie siebenVölkerdesLandesKanaan,dieindenletztenTagen gegendiesiebenStädteÄgyptenskommenundsie vernichtenwerden

19Unddas,wasduimzweitenTraumgesehenhast, nämlichsiebenguteundschlechteÄhren,isteinZeichen dafür,dassdieRegierungÄgyptenswiederzudeinem SamenzurückkehrenwirdwieamAnfang.

20UndwährendseinerHerrschaftwerdensichdie BewohnerderStädteÄgyptensgegendiesiebenStädte Kanaanswenden,diestärkersindalssie,undsiewerden sievernichten,unddieHerrschaftüberÄgyptenwirdzu deinenNachkommenzurückkehren

21EinigevonihnensagtenzumKönig:Diesistdie DeutungdeinerTräume:DiesiebengutenKühesind siebenKöniginnen,dieduindenletztenTagenzuFrauen nehmenwirst,unddiesiebenschlechtenKühebedeuten, dassdieseFrauenallezuLebzeitendesKönigssterben werden

22UnddiesiebengutenundschlechtenÄhren,dieduim zweitenTraumgesehenhast,sindvierzehnKinder;undes wirdindenletztenTagengeschehen,dasssiesich gegenseitigbekämpfenwerden,undsiebenvonihnen werdendiesiebenstärkerenerschlagen

23UndeinigevonihnensprachendieseWortezumKönig: DiesiebengutenKühebedeuten,dassdirsiebenKinder geborenwerden,unddiesewerdenindenletztenTagen siebendeinerKindeskindertöten;unddiesiebenguten Ähren,dieduimzweitenTraumgesehenhast,sindjene Fürsten,gegendiesiebenandere,wenigermächtige FürstenindenletztenTagenkämpfenundsievernichten unddieSachedeinerKinderrächenwerden,unddie HerrschaftwirdwiederandeineNachkommen zurückkehren

24UndderKönighörtealleWortederWeisenÄgyptens undihreDeutungseinerTräume,undnichtsdavongefiel demKönig

25DerKönigabererkannteinseinerWeisheit,dasssie nichtalleWorterichtigsprachen;denndiesgeschahvom Herrn,umdieWortederWeisenÄgyptenszuvereiteln, damitJosefausdemGefängnisherauskommenundin Ägyptengroßwerdenkonnte

26UndalsderKönigsah,dasskeinerunterallenWeisen undMagiernÄgyptensrichtigmitihmredete,entbrannte derZorndesKönigs,undseinGrimmbrannteinihm

27UndderKönigbefahl,dassalleWeisenundMagiervon ihmweggehensollten;undsiegingenallebeschämtundin SchandevondemKönigweg

28UndderKönigbefahl,dassinganzÄgypteneinAufruf verbreitetwerde,alleZaubererinÄgyptenzutöten,und dasskeinervonihnenamLebenbleibensolle

29DaerhobensichdieHauptleutederLeibwachedes Königs,jederzogseinSchwertundsiebegannen,die ZaubererÄgyptensunddieWeisenzuerschlagen

30DanachkamMerod,derObersteMundschenkdes Königs,verneigtesichvordemKönigundsetztesichvor ihn

31UndderMundschenksprachzumKönig:DerKönig lebeewiglich,undseineHerrschaftseierhöhtimLande.

32DuwarstzornigaufdeinenKnechtinjenenTagen, nunmehrvorzweiJahren,undhastmichindieAbteilung geworfen,undichwareinigeZeitinderAbteilung,ichund derOberstederBäcker

33EswarabereinhebräischerKnechtbeiuns,derdem OberstenderLeibwachegehörte;seinNamewarJosef DennseinHerrwarzornigaufihngewordenundhatteihn insGefängnisgeworfen;underdienteunsdort.

34EinigeZeitspäter,alswiraufderStationwaren,hatten wirineinerNachtTräume,ichundderOberbäcker;wir träumten,jedernachderDeutungseinesTraums.

35UndwirkamenamMorgenunderzähltensiejenem Knecht,underdeuteteunsunsereTräume,einemjeden nachseinemTraum,underdeuteteihnrichtig.

36Undesgeschah,wieeresunsausgelegthatte;keines seinerWortefielzuBoden

37Darum,meinHerrundKönig,tötetnunnichtmehrdas VolkÄgyptensumsonst;siehe,jenerSklaveistnoch immerimHauseingesperrtvomOberstenderLeibwache seinesHerrn,imGefängnis.

38WennesdemKöniggefällt,sollerihnrufenlassen, damitervordichkommtunddirdierichtigeDeutungdes Traumesmitteilt,dendugeträumthast.

39UndderKönighörtedieWortedesObersten Mundschenksundbefahl,dassdieWeisenÄgyptensnicht getötetwerdensollten.

40DabefahlderKönigseinenDienern,Josefvorihnzu bringen,undsprachzuihnen:Gehtzuihmunderschreckt ihnnicht,damiternichtverwirrtwerdeundnichtmehr richtigredenkönne

41DagingendieDienerdesKönigszuJosefundholten ihneiligausdemKerker.DieDienerdesKönigsschoren ihn,underwechselteseinGefängnisgewandundkamvor denKönig

42UndderKönigsaßaufseinemköniglichenThronin einemfürstlichenGewand,umgürtetmiteinemgoldenen Ephod,unddasfeineGold,dasdaraufwar,funkelte,und derKarfunkelundderRubinundderSmaragd,zusammen mitallenEdelsteinen,dieaufdemHauptdesKönigswaren, blendetendasAuge,undJosefstauntesehrüberdenKönig 43DerThron,aufdemderKönigsaß,warmitGoldund SilberundmitOnyxsteinenbedecktundhattesiebzig Stufen.

44UndeswarBrauchimganzenLandÄgypten,dassjeder Mann,derzumKönigkommenwollte,wennereinFürst odereinMannwar,derindenAugendesKönigshohes Ansehengenoss,biszureinunddreißigstenStufeaufden ThrondesKönigsstieg,undderKönigstiegbiszur sechsunddreißigstenStufehinabundsprachmitihm 45WennereinerausdemeinfachenVolkwar,stiegerbis zurdrittenStufehinauf,undderKönigstiegbiszurvierten Stufehinabundsprachmitihm.EswaraußerdemBrauch, dassjeder,derallesiebzigSprachenzusprechenverstand, diesiebzigStufenhinaufstiegundsolangemitihmsprach, biserdenKönigerreichte.

46UndwerdiesiebzigStufennichtvollendenkonnte,der stiegsovieleStufenhinauf,wieerSprachenzusprechen verstand

47UndeswarinjenenTageninÄgyptenüblich,dass niemandübersieherrschensollte,dernichtdiesiebzig Sprachenzusprechenverstand

48AlsJosefvordenKönigtrat,beugteersichvorihmzur ErdeundstiegbiszurdrittenStufehinauf.DerKönigaber setztesichaufdievierteStufeundredetemitJosef

49UndderKönigsprachzuJosef:IchhatteeinenTraum, undesgibtkeinenAusleger,derihnrichtigdeutenkann Ichhabeheutebefohlen,dassalleMagierundWeisen Ägyptensvormichkommensollen,undichhabeihnen meineTräumeerzählt,aberniemandhatsiemirrichtig gedeutet

50Unddanachhabeichheutevondirgehört,dassduein weiserMannbistundjedenTraum,denduhörst,richtig deutenkannst

51UndJosefantwortetedemPharaoundsprach:Der Pharaosollerzählen,wasergeträumthat;dieDeutung gehörtgewissGottUndderPharaoerzählteJosefseine Träume,denTraumvondenKühenunddenTraumvon denÄhren,undderKönighörteaufzureden

52UndJosefwurdevordemKönigmitdemGeistGottes bekleidet,underwusstealles,wasdemKönigvondiesem Taganwiderfahrenwürde,underwusstedierichtige DeutungdesTraumsdesKönigs,underredetevordem König.

53UndJoseffandGnadevordemKönig,undderKönig neigteseineOhrenundseinHerzundhörtealleWorte Josefs.UndJosefsprachzumKönig:Glaubenicht,dasses zweiTräumeseien,dennesistnureinTraumDennwas GottimganzenLandtunwill,haterdemKöniginseinem Traumgezeigt,unddiesistdierichtigeDeutungdeines Traums

54DiesiebengutenKüheundÄhrenwiegensiebenJahre, unddiesiebenschlechtenKüheundÄhrenwiegen ebenfallssiebenJahre;esisteineinzigerTraum

55Siehe,indenkommendensiebenJahrenwirdesim ganzenLandgroßenÜberflussgeben;danachaberwerden siebenJahreHungersnotfolgen,einesehrschwere Hungersnot;undderganzeÜberflusswirdausdemLand verschwinden,unddieHungersnotwirddieBewohnerdes Landesvertilgen

56DerKönighatteeinenTraum,unddieserTraumwurde demPharaowiederholt,weildieSachevonGott beschlossenistundGottsiebalderfüllenwird

57DarumwillichdirnuneinenRatgebenunddeineSeele unddieSeelenderBewohnerdesLandesvondemÜbel derHungersnoterretten:Sucheindeinemganzen KönigreicheinensehrverständigenundweisenMann,der sichmitallenRegierungsangelegenheitenauskennt,und setzeihnalsAufseherüberdasLandÄgyptenein

58UndderMann,denduüberÄgyptengesetzthast,soll Beamteuntersicheinsetzen,diedieganzeNahrungder kommendengutenJahreeinsammelnundGetreide aufschichtenundesindeinebestimmtenVorratskammern legen

59UndsiesollendieseSpeisefürdiesiebenJahreder Hungersnotaufbewahren,damitsiefürdich,deinVolkund

deinganzesLandgenügeundduunddeinLandnicht durchdieHungersnotausgerottetwerdet.

60EssollallenEinwohnerndesLandesbefohlenwerden, dassjederManndenErtragseinesFeldes,alleArtenvon Nahrungsmitteln,währenddersiebengutenJahre einsammeltundinseineVorrätelegt,damitsieinden TagenderHungersnotfürsiegefundenwerdenundsie davonlebenkönnen.

61DiesistdierichtigeDeutungdeinesTraums,unddies istderRat,derdirgegebenwird,umdeineSeeleunddie SeelenalldeinerUntertanenzuretten

62DaantwortetederKönigundsprachzuJosef:Werkann sagenundwerweiß,obdeineWorterichtigsind?Eraber sprachzumKönig:DiessolldireinZeichenseinfüralle meineWorte,dasssiewahrsindunddassmeinRatgutfür dichist.

63Siehe,deineFrausitztheuteaufdemStuhlderGeburt undwirddireinenSohngebären,undduwirstdichüber ihnfreuen;wenndeinKindausdemLeibseinerMutter hervorgegangenist,wirddeinerstgeborenerSohn,dervor zweiJahrengeborenwurde,sterben,undduwirstdichan demKindtrösten,dasdirheutegeborenwird.

64UndalsJosefdieseWortezudemKöniggesprochen hatte,verneigteersichvordemKönigundginghinaus UndalsJosefausderGegenwartdesKönigs hinausgegangenwar,geschahenandiesemTagdieZeichen, dieJosefdemKöniggesagthatte

65UnddieKönigingebarandiesemTageinenSohn.Als derKönigdiefroheBotschaftvonseinemSohnhörte, freuteersichUndalsderBoteausderGegenwartdes Königsgegangenwar,fandendieDienerdesKönigsden erstgeborenenSohndesKönigstotaufdemBodenliegen 66UndesentstandeingroßesWehklagenundLärmim HausdesKönigs.AlsderKönigeshörte,fragteer:„Was istdasfüreinLärmundWehklagen,dasichimHaus höre?“ManberichtetedemKönig,dassseinerstgeborener Sohngestorbensei.DaerkanntederKönig,dassalleWorte Josefs,dieergesprochenhatte,wahrwaren,undderKönig wurdedurchdasKind,dasihmanjenemTaggeboren wurde,getröstet.

KAPITEL49

1NachdiesenEreignissensandtederKönigalleseine BeamtenundDienersowiealleFürstenundAdligen,die demKöniggehörten,undversammeltesieallevorden König

2UndderKönigsprachzuihnen:Siehe,ihrhabtalle WortediesesHebräersgesehenundgehört,undalle Zeichen,dieerverkündethat,dasssieeintreffenwürden, undkeinesseinerWorteistaufdieErdegefallen

3Ihrwisst,dasserdenTraumrichtiggedeutethat,undes wirdgewisseintreffenDarumlassteuchberatenund überlegt,wasihrtunsolltundwiedasLandvonder Hungersnotbefreitwerdenkann

4Suchtnunundseht,obsicheinsolcherfindet,indessen HerzWeisheitundErkenntnisist,undichwerdeihnüber dasLandsetzen

5Dennihrhabtgehört,wasderHebräereuchgeratenhat, umdasLandvordemHungerzuretten;undichweiß,dass

dasLandnichtvordemHungergerettetwerdenkannaußer durchdenRatdesHebräers,dermichberatenhat.

6UndsiealleantwortetendemKönigundsprachen:Der Rat,dendieHebräerdiesbezüglichgegebenhaben,istgut; nun,unserHerrundKönig,siehe,dasganzeLandistin deinerHand,tue,wasgutistindeinenAugen

7WenduerwählstundvondemduindeinerWeisheit weißt,dasserweiseistundfähig,dasLandmitseiner Weisheitzuerlösen,densollderKönigzumUntergebenen überdasLandernennen

8UndderKönigsprachzuallenOffizieren:Ichhabe gedacht,dass,seitdemGottdemHebräeralleskundgetan hat,wasergesagthat,keinersoverständigundweiseist wieer;wenneseuchgefällt,willichihnüberdasLand setzen,dennerwirddasLandmitseinerWeisheitretten

9DaantwortetenalleOffizieredemKönigundsprachen: EsstehtdochgeschriebenindenGesetzenÄgyptens,und darandarfnichtgebrochenwerden,dassniemandüber ÄgyptenherrschenoderdemKönigderZweiteseinsoll, außereinem,derKenntnisseinallenSprachender Menschenhat

10Darum,unserHerrundKönig,siehe,dieserHebräer kannnurHebräischsprechen;wiekannerdannunser zweiterunterunssein,einMann,dernichteinmalunsere Sprachekennt?

11Nunbittenwirdich,sendeihnzudirundlassihnvor dichkommen;prüfeihninallemundhandledann,wiees dirgefällt.

12UndderKönigsprach:Essollmorgengeschehen,und wasihrgesagthabt,istgutUndalleOffizierekamenan diesemTagvordenKönig.

13UndinjenerNachtsandtederHerreinenseiner dienendenEngel;unddieserkamindasLandÄgyptenzu Josef.UndderEngeldesHerrnstandüberJosef,undsiehe, JoseflagnachtsimKerkerimHausseinesHerrn;dennsein HerrhatteihnwegenseinerFrauwiederindenKerker werfenlassen.

14DaweckteihnderEngelausdemSchlaf,undJosef standaufundstelltesichaufseineFüße;undsiehe,der EngeldesHerrnstandihmgegenüber;undderEngeldes HerrnredetemitJosefundlehrteihninjenerNachtalle SprachenderMenschen;undernannteihnJosef 15DagingderEngeldesHerrnvonihmweg,undJosef kehrtezurückundlegtesichaufseinBett,undJosef staunteüberdieVision,dieergesehenhatte 16UndesgeschahamMorgen,dassderKönigalleseine BeamtenundDienerzusichrief;undsieallekamenund setztensichvordenKönig.UndderKönigbefahl,Josefzu bringen;unddieDienerdesKönigsgingenhinund brachtenJosefvordenPharao 17UndderKönigkamherausundstiegdieStufendes Throneshinauf,undJosefredetemitdemKöniginallen Sprachen,undJosefgingzuihmhinaufundredetemitdem König,biservordemKönigaufdersiebzigstenStufe ankam,undersetztesichvordenKönig 18UndderKönigfreutesichsehrüberJosef,undalle BeamtendesKönigsfreutensichsehrmitdemKönig,als siealleWorteJosefshörten

19UndesschiendemKönigunddenBeamtengut,Josef zumStellvertreterdesKönigsüberdasganzeLand Ägyptenzuernennen,undderKönigsprachzuJosef:

20Duhastmirgeraten,einenweisenMannüberdasLand Ägyptenzusetzen,damitermitseinerWeisheitdasLand vorderHungersnotretteNun,daGottdiralldies kundgetanhatundalldieWorte,diedugesprochenhast, gibtesimganzenLandkeinenklugenundweisenMann wiedich

21UnddeinNamesollnichtmehrJosefheißen,sondern Zaphnath-PaneahsolldeinNamesein;dusollstmein Zweitersein,undnachdeinemWortsollallesinmeiner Regierunggeschehen,undaufdeinWorthinsollmein Volkaus-undeinziehen

22AuchmeineDienerundBeamtenwerdenvondeiner HandihrenmonatlichenLohnerhalten,undvordirwird sichdasganzeVolkdesLandesbeugen;nuraufmeinem Thronwerdeichgrößerseinalsdu

23DanahmderKönigseinenRingvonseinerHandund steckteihnJosefandieHandUndderKönigkleidete JosefineinfürstlichesGewand,setzteihmeinegoldene KroneaufseinHauptundlegteihmeinegoldeneKetteum denHals

24UndderKönigbefahlseinenDienern,undsieließenihn indemzweitenWagendesKönigsfahren,derdemWagen desKönigsgegenüberstandUnderließihnaufeinem großenundstarkenPferdausdemHofdesKönigsreiten unddurchdieStraßendesLandesÄgyptenführen.

25UndderKönigbefahl,dassalle,dieaufTamburinen, HarfenundanderenMusikinstrumentenspielten,mitJosef hinausgehensollten;tausendTamburine,tausendMecholot undtausendNebalimfolgtenihm

26UndfünftausendMännermitgezückten,glänzenden SchwerterninihrenHändenzogenundspieltenvorJosef her;undzwanzigtausendderangesehenenMännerdes Königs,umgürtetmitmitGoldüberzogenenLedergürteln, zogenzuJosefsRechtenundzwanzigtausendzuseiner Linken;undalleFrauenundMädchengingenaufdie DächeroderstandenaufdenStraßen,spieltenundfreuten sichüberJosefundbestauntenseinAussehenundseine Schönheit

27UnddasVolkdesKönigsgingvorihmherundhinter ihmherundparfümiertedenWegmitWeihrauch, ZimtkassieundallerleifeinenDuftstoffenundstreute MyrrheundAloeentlangdesWeges;undzwanzigMänner verkündetendieseWortevorihmimganzenLandmit lauterStimme

28SiehstdudiesenMann,denderKönigzuseinem Stellvertretererwählthat?AlleRegierungsgeschäfte werdenvonihmgeleitet,undwerseineBefehleübertritt odersichnichtvorihmbiszurErdebeugt,sollsterben, dennerrebelliertgegendenKönigundseinen Stellvertreter

29UndalsdieBotenaufgehörthattenzurufen,beugtesich dasganzeVolkÄgyptensvorJosefzurErdeundsprach: DerKöniglebe,undseinNachfolgerlebe!Undalle EinwohnerÄgyptensbeugtensichentlangdesWeges nieder,undalsdieBotensichihnennäherten,beugtensie sichniederundjubeltenmitallerleiTamburinen, TrommelnundPfeifenvorJosef.

30UndJosefhobaufseinemPferdseineAugenzum Himmelaufundrief:„ErhebtdenArmenausdemStaub empor,erhebtdenBedürftigenausdemMisthaufenempor. HerrderHeerscharen,wohldem,deraufdichvertraut!“

31UndJosefzogmitdenDienernundBeamtendesPharao durchdasganzeLandÄgypten,undsiezeigtenihmdas ganzeLandÄgyptenundalleSchätzedesKönigs

32UndJosefkehrtezurückundkamandiesemTagvor denPharao,undderKöniggabJosefeinBesitztumim LandÄgypten,einBesitztumanFeldernundWeinbergen, undderKöniggabJosefdreitausendTalenteSilberund eintausendTalenteGold,OnyxsteineundBdelliumund vieleGeschenke

33AmnächstenTagbefahlderKönigdemganzenVolk Ägypten,JosefOpfergabenundGabenzubringen,und dassderjenige,derdasGebotdesKönigsübertrat,sterben sollte.UndsieerrichteteneineOpferstättemittenaufder StraßederStadtundbreitetendortKleideraus;undwer Josefetwasbrachte,legteesaufdieOpferstätte

34UnddasganzeVolkÄgyptenswarfetwasaufdieHöhe; einereinengoldenenOhrring,derandereRingeund Ohrringe,dazuverschiedeneGefäßeausGoldundSilber, OnyxsteineundBdellium.Jederwarfetwasvondem,was erbesaß

35UndJosefnahmalldiesundbrachteesinseine Schatzkammern.UndalleBeamtenundEdlen,diedem Königgehörten,ehrtenJosefundbeschenktenihnreichlich, weilderKönigihnzuseinemStellvertretererwählthatte

36UndderKönigsandtezuPotiphera,demSohnAhirams, demPriestervonOn,unddiesernahmseinejungeTochter OsnathundgabsieJosefzurFrau

37UnddasMädchenwarsehrschön,eineJungfrau,die nochkeinManngekannthatte;undJosefnahmsiezurFrau UndderKönigsprachzuJosef:IchbinderPharao,und außerdirsollniemandeswagen,seineHandoderseinen Fußzuerheben,ummeinVolkimganzenLandÄgypten zuregieren

38UndJosefwardreißigJahrealt,alservordenPharao tratUndJosefgingvondemKönigwegundwurdeder zweitedesKönigsinÄgypten

39UndderKöniggabJosefhundertKnechte,dieihmin seinemHausdienensolltenUndJosefsandteauchBoten undkauftevieleKnechte,unddiesebliebeninJosefsHaus

40DabautesichJosefvordemHofdesKönigspalastesein sehrprächtigesHaus,ähnlichdenHäusernderKönige,und richteteindemHauseinengroßenTempelein,dersehr elegantaussahundfürseineWohnzweckegeeignetwar.

DreiJahrebrauchteJosef,umseinHauszuerrichten

41UndJosefmachtesicheinensehrprächtigenThronaus reichlichGoldundSilberundbedeckteihnmit OnyxsteinenundBdelliumundmachtedaraufeinAbbild desganzenLandesÄgyptenundeinAbbilddesFlusses Ägypten,derdasganzeLandÄgyptenbewässert;und JosefsaßsicheraufseinemThroninseinemHaus,undder HerrmehrteJosefsWeisheit

42UndalleEinwohnerÄgyptens,dieDienerdesPharao undseineFürstenliebtenJosefüberaus,denndieswarvom HerrnanJosefgeschehen

43UndJosefhatteeinHeer,dasindenKriegzog,mit einerZahlvon40600Mann,diekampffähigwaren,um demKönigundJosefgegendenFeindbeizustehen,dazu nochdieOffizieredesKönigsundseineDienerund unzähligeEinwohnerÄgyptens

44UndJosefgabseinenHeldenundseinemganzenHeer SchildeundSpeere,MützenundPanzerhemdenundSteine zumSchleudern

KAPITEL50

1ZujenerZeitzogendieKindervonTarsisgegendie SöhneIsmaelsundführtenKrieggegensie,unddieKinder vonTarsisplündertendieIsmaeliterlangeZeit

2DieNachkommenIsmaelswarenzujenerZeitnur wenigeanderZahl,undsiekonntendieNachkommenvon Tarsisnichtbezwingenundwurdenschwerunterdrückt

3UnddieÄltestenderIsmaelitersandteneineNachricht andenKönigvonÄgyptenundsprachen:Sendedochbitte deinenDienernOffiziereundHeere,dieunsimKampf gegendieSöhnevonTarsishelfen,dennwirwerdenschon seitlangerZeitvernichtet

4UndderPharaosandteJosefmitdenHeldenunddem Heer,diebeiihmwaren,undauchmitseinenHeldenaus demKönigspalast

5UndsiezogenindasLandHawilazudenNachkommen Ismaels,umihnengegendieNachkommenTarsis beizustehenUnddieNachkommenIsmaelskämpften gegendieNachkommenTarsis,undJosefschlugdie TarsisiterundunterwarfihrganzesLand,unddie NachkommenIsmaelswohnendortbisaufdenheutigen Tag

6AlsdasLandTarsisunterworfenwar,flohenalle TarsischiterundkamenandieGrenzezuihrenBrüdern, denSöhnenJavansJosefkehrtemitallseinenHeldenund seinemHeernachÄgyptenzurück,undesfehltekeiner vonihnen

7UndzurZeitdesJahreswechsels,imzweitenJahrder RegierungJosefsüberÄgypten,gabderHERRsieben JahrelanggroßenÜberflussimganzenLand,wieJosefes gesagthatte;dennderHERRsegneteinjenenTagen siebenJahrelangalleErträgederErde,undsieaßenund wurdensehrsatt

8ZujenerZeithatteJosefBeamteuntersich,diedie gesamteErntedergutenJahreeinsammeltenundJahrfür JahrGetreideanhäuftenundesindieSchatzkammern Josefsbrachten

9UndjedesMal,wennsiedieNahrungsammelten,befahl Josef,dasssiedasKornindenÄhrenbringenundauch etwasErdevomFeldmitbringensollten,damitesnicht verdarbe.

10UndJoseftatJahrfürJahrgenauso,wieesihm beschriebenwurde,underhäufteGetreideanwiedenSand amMeer,dennseineVorrätewarenunermesslichund konntenvorlauterFüllenichtgezähltwerden

11AuchsammeltenalleEinwohnerÄgyptensinden siebengutenJahrenallerleiLebensmittelingroßerMenge inihrenVorräten;abersietatenesnichtsowieJosef 12UndalleLebensmittel,dieJosefunddieÄgypterinden siebenJahrendesÜberflussesgesammelthatten,wurden fürdasLandinVorrätenfürdiesiebenJahreder HungersnotzurVersorgungdesganzenLandesgesichert. 13UnddieEinwohnerÄgyptensfülltenjederseinen VorratundseinVersteckmitGetreide,umsichwährend derHungersnotzuernähren.

14UndJosefbrachtealleLebensmittel,dieergesammelt hatte,inalleStädteÄgyptensundverschlossalle VorratskammernundstellteWachendarüber

15UndJosefsFrauOsnath,dieTochterPotipheras,gebar ihmzweiSöhne,ManasseundEphraim;Josefwar vierunddreißigJahrealt,alsersiezeugte

16UnddieKnabenwurdenerwachsenundbliebenin seinenWegenundinseinenUnterweisungen;siewichen nichtabvondemWeg,denihrVatersiegelehrthatte, wedernachrechtsnochnachlinks

17UndderHERRwarmitdenKnaben,undsiewuchsen heranunderlangtenEinsichtundGeschickinaller WeisheitundinallenRegierungsangelegenheiten;undalle BeamtendesKönigsundseineGroßenausÄgypten erhöhtendieKnaben,undsiewurdenunterdenSöhnendes Königserzogen.

18UnddiesiebenJahredesÜberflusses,dieimganzen Landgeherrschthatten,warenzuEnde,undnachihnen kamendiesiebenJahrederHungersnot,wieJosefesgesagt hatte,undesherrschteHungersnotimganzenLand 19UnddasganzeVolkÄgyptenssah,dassdieHungersnot imLandÄgyptenbegonnenhatte,unddasganzeVolk ÄgyptensöffneteseineGetreidevorräte,denndie Hungersnothattesieerfasst

20UndsiefandenalleLebensmittel,diesievorrätighatten, vollerUngezieferundungenießbar;undesherrschteeine HungersnotimganzenLand,undalleEinwohnerÄgyptens kamenundschrienvordemPharao,denndieHungersnot lasteteschweraufihnen

21UndsiesprachenzuPharao:GibdeinenKnechtenzu essen!WarumsollenwirvordeinenAugenverhungern, wirundunsereKinder?

22DaantworteteihnenderPharao:Warumschreitihrzu mir?HatJosefnichtbefohlen,dassindensiebenJahren desÜberflussesGetreidefürdieJahrederHungersnot eingelagertwerdensoll?Warumhabtihrnichtaufseine Stimmegehört?

23UnddasVolkvonÄgyptenantwortetedemKönig:So wahrdeineSeelelebt,unserHerr,deineDienerhabenalles getan,wasJosefbefohlenhat;denndeineDienerhaben auchdenganzenErtragihrerFelderwährenddersieben JahredesÜberflusseseingesammeltundihnbisaufden heutigenTagindieVorratskammerngelegt.

24AlsaberdieHungersnotüberdeineKnechte hereinbrach,öffnetenwirunsereVorräte,undsiehe,all unsereErntewarvollerUngezieferundungenießbar.

25AlsderKönigaberalleshörte,wasdenEinwohnern Ägyptenswiderfahrenwar,fürchteteersichsehrvorder HungersnotundwarsehrerschrockenDaantworteteder KönigdemVolkvonÄgyptenundsprach:Daeuchalldies widerfahrenist,gehtzuJosefundtutalles,wasereuch sagenwird;übertretetseineGebotenicht.

26DagingenalleÄgypterhinausundkamenzuJosefund sprachenzuihm:Gibunszuessen!Warumsollenwirvor dirverhungern?DennwirhabenindensiebenJahren,wie duesgebotenhast,unsereErnteeingebrachtundeinen Vorratangelegt;darumistesunsnunergangen.

27AlsJosefaberalleshörte,wasdieÄgypterzuberichten wusstenundwasihnenwiderfahrenwar,öffneteeralle seineVorräteanErzeugnissenundverkauftesieden Ägyptern

28UndesherrschteeineHungersnotimganzenLand,und dieHungersnotwarinallenLändern;aberimLand ÄgyptengabesnochErzeugnissezumVerkauf

29UndalleEinwohnerÄgyptenskamenzuJosef,um Getreidezukaufen,denndieHungersnothattesie heimgesucht,undihrganzesGetreidewarverdorben;und JosefverkaufteestäglichandasganzeVolkvonÄgypten 30AlsdieEinwohnerdesLandesKanaanunddiePhilister unddiejenseitsdesJordansunddieKinderdesOstensund alleStädtederfernenundnahenLänderhörten,dassesin ÄgyptenGetreidegab,kamensieallenachÄgypten,um Getreidezukaufen,denndieHungersnothattesie heimgesucht.

31UndJoseföffnetedieVorratskammernundsetzte Beamtedarüberein;unddiesestandentäglichdaund verkauftenanalle,diekamen.

32Josefwusste,dassauchseineBrüdernachÄgypten kommenwürden,umGetreidezukaufen,denndie HungersnotherrschteimganzenLand.UndJosefbefahl seinemganzenVolk,diesimganzenLandÄgyptenzu verkündenundzusagen:

33EsistderWilledesKönigs,seinesStellvertretersund ihrergroßenMänner,dassniemand,derinÄgypten Getreidekaufenwill,seineDienernachÄgyptenschicken soll,umeszukaufen,sondernseineSöhne,undauchjeder ÄgypteroderKanaaniter,dervoneinemderLager zurückkommt,umGetreideinÄgyptenzukaufen,undes dannimganzenLandverkauft,sollsterben,dennniemand solleskaufen,außerzumUnterhaltseinesHaushalts

34Undjeder,derzweioderdreiTiereführt,solldesTodes sterben;denneinMenschsollnurseineigenesTierführen.

35UndJosefstellteWachenandieToreÄgyptensund befahlihnen:„Werkommt,umGetreidezukaufen,soll nichthineingehen,bisseinName,derNameseinesVaters undderNameseinesVatersaufgeschriebensindWas tagsüberaufgeschriebenist,dassolltihrmirabendssenden, damitichihreNamenkenne.“

36UndJosefsetzteBeamteimganzenLandÄgyptenein undbefahlihnen,alldieszutun

37UndJoseftatalldiesunderließdieseSatzungen,damit erwisse,wannseineBrüdernachÄgyptenkommensollten, umGetreidezukaufen;undJosefsLeuteließenestäglich inÄgyptenausrufen,gemäßdiesenWortenundSatzungen, dieJosefgebotenhatte

38UndalleBewohnerdesöstlichenundwestlichenLandes undderganzenErdehörtenvondenSatzungenund Bestimmungen,dieJosefinÄgyptenerlassenhatte;und dieBewohnerderäußerstenEndenderErdekamenund kauftenTagfürTagGetreideinÄgyptenundzogendann wiederweg

39UndalleBeamtenÄgyptenstaten,wieJosefesihnen befohlenhatte;undalle,dienachÄgyptenkamen,um Getreidezukaufen,solltenvondenTorwächternmit NamenundVateraufgeschriebenundtäglichamAbend vorJosefgebrachtwerden

KAPITEL51

1AlsJakobspäterhörte,dassesinÄgyptenGetreidegab, rieferseineSöhne,siesolltennachÄgyptengehenund

Getreidekaufen,dennauchsiewarenvonderHungersnot betroffen.

2Siehe,ichhöre,dassesinÄgyptenGetreidegibtundalle VölkerderErdedorthingehen,umeszukaufen.Warum alsowolltihreuchvorderganzenErdesattsehen?Geht dochauchhinabnachÄgyptenundkauftunseinwenig Getreideunterdenen,diedorthinkommen,damitwirnicht sterben.

3UnddieSöhneJakobshörtenaufdieStimmeihresVaters undmachtensichauf,nachÄgyptenhinabzuziehen,um unterdenÜbrigen,diedorthingekommenwaren,Getreide zukaufen

4DagebotihnenJakob,ihrVater,undsprach:Wennihrin dieStadtkommt,solltihrnichtallezusammendurchein Torgehen,wegenderEinwohnerdesLandes

5UnddieSöhneJakobszogenausundgingennach ÄgyptenSietatenalles,wieihrVaterihnenbefohlenhatte BenjaminaberschickteJakobnichtmit,dennersagte,es könneihmnichtaufdemWegdasselbewiderfahrenwie seinemBruderZehnvonJakobsSöhnenzogenaus

6UndalsdieSöhneJakobsaufdemWegwaren,bereuten sie,wassieJosefangetanhatten,undsiesprachen zueinander:Wirwissen,dassunserBruderJosefnach Ägyptenhinabgegangenist,undnunwollenwirihnsuchen, woimmerwirhingehen,undwennwirihnfinden,wollen wirihnvonseinemHerrngegenLösegeldbefreien,wenn nicht,mitGewalt,undwirwerdenfürihnsterben 7UnddieSöhneJakobsstimmtendieserSachezuund stärktensichumJosefswillen,umihnausderHandseines HerrnzubefreienUnddieSöhneJakobszogennach Ägypten;undalssiesichÄgyptennäherten,trenntensie sichvoneinanderundgingendurchzehnToreÄgyptens UnddieTorwächterschriebenandiesemTagihreNamen aufundbrachtensieamAbendzuJosef.

8UndJoseflasdieNamenausderHandderTorwächter derStadtundfandheraus,dassseineBrüderdurchdiezehn TorederStadthineingegangenwaren.DabefahlJosef, dassesimganzenLandÄgyptenverkündetwerdensollte:

9Gehtnunhinaus,ihrVorratswächter,schließtalle Vorratskammernundlasstnureineoffen,damitdie,die kommen,dorteinkaufenkönnen

10UndalleBeamtenJosefstatendieszujenerZeit;und sieschlossenalleLädenundließennureinengeöffnet.

11UndJosefgabdem,derüberdenoffenen Vorratsspeichergesetztwar,dieNamenseinerBrüderin Schriftformundsprachzuihm:Wennjemandzudir kommt,umGetreidezukaufen,fragenachseinemNamen; undwennMännermitdiesenNamenvordichtreten,nimm siefestundschickesiewegUndsietatenso

12AlsdieSöhneJakobsindieStadtkamen,versammelten siesichinderStadt,umJosefzusuchen,bevorsiesich Getreidekauften.

13UndsiegingenzudenMauernderHurenundsuchten JosefdreiTagelangindenMauernderHuren,dennsie meinten,JosefwürdeindenMauernderHurenkommen; dennJosefwarsehrschönundvonansehnlichemAussehen UnddieSöhneJakobssuchtenJosefdreiTagelang,und siekonntenihnnichtfinden

14UndderMann,derüberdenoffenenVorratsraum gesetztwar,suchtenachdenNamen,dieJosefihmgenannt hatte,underfandsienicht

15UndersandteeineNachrichtanJosefundließihm sagen:„DreiTagesindvergangen,unddieMänner,deren Namendumirgenannthast,sindnichtgekommen“Da sandteJosefKnechteaus,umdieMänneringanzÄgypten zusuchenundsievorJosefzubringen.

16DagingendieDienerJosefshinundkamennach Ägyptenundkonntensienichtfinden;siegingennach Goschen,aberauchdortwarensienicht;danngingensiein dieStadtRamsesundkonntensieauchdortnichtfinden

17UndJosefsandteweiterhinsechzehnKnechteaus,um seineBrüderzusuchenSiegingenhinundverteiltensich andenvierEckenderStadtVierderKnechtegingenin dasHausderHurenundfandendortdiezehnMänner,die ihrenBrudersuchten

18UnddievierMännernahmensieundbrachtensievor ihn;undsiebeugtensichvorihmbiszurErdenieder.Josef abersaßaufseinemThroninseinemTempel,bekleidetmit fürstlichenGewändern,undaufseinemHaupttrugereine großegoldeneKrone;undalleHeldensaßenumihnherum. 19UnddieSöhneJakobssahenJosef,undseinAussehen undseineSchönheitundWürdeerschienenihnen wunderbar,undsiefielenabermalsvorihmbiszurErde nieder

20UndJosefsahseineBrüderunderkanntesie;abersie erkanntenihnnicht,dennJosefwarinihrenAugensehr groß;darumerkanntensieihnnicht

21UndJosefsprachzuihnen:Woherkommtihr?Siealle antworteten:DeineKnechtesindausdemLandKanaan gekommen,umGetreidezukaufen,dennesherrschteine HungersnotaufderganzenErdeUnddeineKnechtehaben gehört,dassesinÄgyptenGetreidegibt;darumsindsiezu denanderengekommen,umGetreidefürihren Lebensunterhaltzukaufen

22Josefantworteteihnen:Wennihrgekommenseid,um zukaufen,wieihrsagt,warumgehtihrdanndurchzehn TorederStadt?Ihrseidbestimmtnurgekommen,umdas Landauszukundschaften.

23UndsiealleantwortetenJosefgemeinsam:Nein,mein Herr,wirhabenrecht,deineDienersindkeineSpione, sondernwirsindgekommen,umGetreidezukaufen;denn deineDienersindalleBrüder,SöhneeinesMannesim LandKanaan,undunserVaterhatunsgeboten:Wennihr indieStadtkommt,solltihrnichtallezusammendurchein Torhineingehen,wegenderEinwohnerdesLandes

24UndJosefantworteteihnenabermalsundsprach:Das istes,wasicheuchgesagthabe:Ihrseidgekommen,um dasLandauszukundschaften;darumseidihralledurch zehnTorederStadtgegangen;ihrseidgekommen,umdie BlößedesLandeszusehen

25Jeder,derzumGetreidekaufkommt,gehtdochwieder seinerWege,undihrseidschondreiTageimLand,was machtihrdennindenMauernvonHuren,indenenihr diesedreiTageverbrachthabt?Wahrlich,Kundschafter treibenähnlicheDinge

26UndsiesprachenzuJosef:Dasseifernevonunserem Herrn,dassersorede,dennwirsindzwölfBrüder,die SöhneunseresVatersJakobimLandKanaan,desSohnes Isaaks,desSohnesAbrahams,desHebräersUndsiehe,der JüngsteistheutebeiunseremVaterimLandKanaan,und einerfehlt,denneristunsverlorengegangen,undwir dachten,erseivielleichtindiesemLandDarumsuchen

wirihnimganzenLandundsindsogarzudenHäusernvon Hurengekommen,umihndortzusuchen.

27UndJosefsprachzuihnen:Habtihrihndennaufder ganzenErdegesucht,dasseuchnurnochÄgyptenblieb, woihrihnsuchenkonntet?UndwassollteeuerBruderin denHäusernvonHurentun,wennerdochinÄgyptenwäre? Habtihrnichtgesagt,dassihrvondenSöhnenIsaaks,des SohnesAbrahams,abstammt?WassolltendanndieSöhne JakobsindenHäusernvonHurentun?

28Undsiesagtenzuihm:Weilwirgehörthaben,dass Ismaeliterihnunsgestohlenhaben,undmanunserzählt hat,dasssieihninÄgyptenverkaufthaben,unddein Knecht,unserBruder,sehrschönundansehnlichist, dachtenwir,erseibestimmtindenHäusernvonHuren, darumsinddeineKnechtedorthingegangen,umihnzu suchenundLösegeldfürihnzugeben.

29UndJosefantworteteihnenweiterhinundsprach: Wahrlich,ihrredetfalschundlügt,wennihrvoneuch selbstsagt,dassihrdieSöhneAbrahamsseid.Sowahrder Pharaolebt,ihrseidSpione;darumseidihrindieHäuser vonHurengekommen,damitihrnichterkanntwerdet

30UndJosefsprachzuihnen:Undnun,wennihrihn findetundseinHerrvoneucheinenhohenPreisverlangt, wolltihrihndanngeben?Siesprachen:Ersollgegeben werden.

31Undersprachzuihnen:WennaberseinHerrnicht einwilligt,ihnauchnichtfüreinenhohenPreisfreizugeben, waswolltihrdannseinetwegenmitihmtun?Sie antwortetenihm:Wennerihnunsnichtgebenwill,werden wirihntöten,unserenBrudernehmenundweggehen

32UndJosefsprachzuihnen:Dasistes,wasicheuch gesagthabe:IhrseidSpione,dennihrseidgekommen,um dieBewohnerdesLandeszutötenDennwirhabengehört, dasszweieurerBrüderalleEinwohnervonSichemim LandKanaanumeurerSchwesterwillenerschlagenhaben, undnunkommtihr,uminÄgyptendasselbeumeures Bruderswillenzutun.

33Nurdaranwerdeicherkennen,dassihraufrichtige Männerseid:WennihreinenvoneuchnachHauseschickt, dereurenjüngstenBrudervoneuremVaterholtundihnzu mirbringt;undwennihrdiestut,werdeichwissen,dass ihrrechtschaffenseid

34UndJosefriefsiebzigseinertapferstenMännerund sprachzuihnen:NehmtdieseMännerundbringtsieinden Tempelbezirk

35DanahmendieHeldendiezehnMänner,ergriffensie undbrachtensieindenArrest;undsiebliebendreiTage imArrest.

36AmdrittenTagließJosefsieausdemGefängnis herausführenundsprachzuihnen:Tutdiesfüreuchselbst, wennihraufrichtigeMännerseid,damitihrlebt:Einer eurerBrüdersollimGefängnisbleiben,währendihr hingehtunddasGetreidefüreureFamilieinsLandKanaan holtundeurenjüngstenBruderholtundihnzumirbringt, damitichweiß,dassihraufrichtigeMännerseid,wennihr diestut

37DagingJosefvonihnenwegundkamindieKammer undweintesehr,dennerhatteMitleidmitihnenErwusch sichdasGesichtundkehrtezuihnenzurückErnahm Simeonvonihnenwegundbefahl,ihnzufesseln.Aber

Simeonwolltenicht,dennerwareinsehrstarkerMann, undsiekonntenihnnichtfesseln.

38DariefJosefseineHeldenzusammen,undsiebzig tapfereMännertratenvorihn,dieSchwerterinihren Händen,unddieSöhneJakobserschrakensehrvorihnen. 39UndJosefsprachzuihnen:NehmtdiesenMannfestund werftihninsGefängnis,bisseineBrüderzuihmkommen DaeiltenJosefstapfereMännerherbeiundpacktenSimeon, umihnzufesselnSimeonstießeinenlautenund furchtbarenSchreiaus,undderSchreiwarinderFernezu hören

40UndalletapferenMännerJosefserschrakenbeimKlang desSchreissosehr,dasssieaufihrAngesichtfielenundin großerFurchtflohen

41UndalleMänner,diemitJosefwaren,flohen,dennsie fürchtetensehrumihrLeben;nurJosefundManasse,sein Sohn,bliebendortUndManasse,derSohnJosefs,sahdie StärkeSimeonsundwurdesehrzornig

42DatratManassas,derSohnJosefs,zuSimeonund schlugihmmitderFaustheftigindenNacken;dalegte sichSimeonsZorn

43DaergriffManassasSimeon,packteihnheftig,fesselte ihnundbrachteihnindasGefängnisAlleSöhneJakobs stauntenüberdieTatdesJünglings

44UndSimeonsprachzuseinenBrüdern:Keinervoneuch sollsagen,dassdiesdasSchlageneinesÄgypterssei, sondernesistdasSchlagendesHausesmeinesVaters

45DanachbefahlJosef,denVerwalterdesVorratshauses zurufen,derihreSäckemitGetreidefüllensollte,soviel sietragenkonnten,jedemseinGeldwiederinseinenSack legenundihnenProviantfürdenWeggebensollte.Undso tateresihnen

46UndJosefgebotihnenundsprach:Hüteteuchdavor, meineBefehlezuübertreten,eurenBruderherzubringen, wieicheuchgesagthabeWennihreurenBruderzumir bringt,dannwerdeichwissen,dassihraufrichtigeMänner seid,undihrwerdetHandeltreibenimLand,undichwerde eucheurenBruderzurückgeben,undihrwerdetinFrieden zueuremVaterzurückkehren

47Undsiealleantworteten:„WieunserHerrspricht,so wollenwirtun“UndsiebeugtensichvorihmbiszurErde nieder

48UndjederMannludseinGetreideaufseinenEsel,und siezogenhinausindasLandKanaanzuihremVaterUnd siekamenineineHerberge,undLevibreiteteseinenSack aus,umseinemEselFutterzugeben.Dasaher,undsiehe, seinGeldinvollemGewichtwarnochinseinemSack 49DaerschrakderMannsehrundsprachzuseinen Brüdern:MeinGeldistzurück,undsiehe,esistsogarin meinemSackDaerschrakendieMännersehrund sprachen:WashatGottunsdagetan?

50Undsieallesprachen:WoistdenndieGütedesHerrn gegenüberunserenVätern,Abraham,IsaakundJakob,dass derHerrunsheuteindieHändedesKönigsvonÄgypten gegebenhat,damitergegenunsintrigiere?

51Judaabersprachzuihnen:Wahrlich,wirsindschuldige SündervordemHERRN,unseremGott,weilwirunseren Bruder,unsereigenesFleisch,verkaufthabenWarumsagt ihrdann:WoistdieGütedesHERRNgegenüberunseren Vätern?

52Rubenabersprachzuihnen:Habeicheuchnichtgesagt: SündigtnichtandemKnaben,undihrwolltetnichtauf michhören?NunfordertGottihnvonuns,undwiekönnt ihrsagen:WoistdieGütedesHerrngegenüberunseren Vätern,woihrdochgegendenHerrngesündigthabt?

53UndsiebliebenüberNachtanjenemOrt,undsie standenfrühamMorgenaufundbeludenihreEselmit ihremGetreide,führtensievorsichherundzogenweiter undkamenzumHausihresVatersimLandKanaan

54UndJakobundseinHausgingenseinenSöhnen entgegenUndJakobsah,dassihrBruderSimeonnichtbei ihnenwarDasprachJakobzuseinenSöhnen:Woisteuer BruderSimeon,denichnichtsehe?UndseineSöhne erzähltenihmalles,wasihneninÄgyptenwiderfahrenwar

KAPITEL52

1UndsiegingeninihrHaus,undjederöffneteseinenSack, undsiesahen,undsiehe,einjederhatteseinBündelGeld dabei;darübererschrakensieundihrVatersehr 2UndJakobsprachzuihnen:Washabtihrmirdaangetan? IchhabeeurenBruderJosefgeschickt,ummichnach euremWohlergehenzuerkundigen,undihrhabtmirgesagt: EinwildesTierhatihngefressen

3UndSimeongingmitdir,umEssenzukaufen,unddu sagst,derKönigvonÄgyptenhabeihninsGefängnis geworfen,undduwillstBenjamingefangennehmen,um auchihnzutöten,undmichmitgrauenHaarenund KummerinsGrabbringenwegenBenjaminundseinem BruderJosef

4DarumsollnunmeinSohnnichtmiteuchhinabgehen, dennseinBruderistgestorben,underistallein zurückgeblieben;eskönnteihmaufdemWeg,denihrgeht, Unheilwiderfahren,wieesseinemBruderwiderfahrenist.

5UndRubensprachzuseinemVater:Dusollstmeine beidenSöhnetöten,wennichdeinenSohnnichtbringeund ihnvordichstelle.JakobabersprachzuseinenSöhnen: BleibthierundziehtnichthinabnachÄgypten,dennmein SohnsollnichtmiteuchhinabnachÄgyptenziehenund nichtsterbenwieseinBruder.

6UndJudasprachzuihnen:LasstihninRuhe,bisdie Kornerntebeendetist;dannaberwirdersagen:Nehmt eurenBrudermit!,wennerseineigenesLebenunddas LebenseinerFamiliedurchdieHungersnotinGefahrsieht

7InjenenTagenherrschteeinegroßeHungersnotim ganzenLand,undalleVölkerderErdegingenundkamen nachÄgypten,umLebensmittelzukaufen,denndie Hungersnotwarunterihnensehrgroß.DieSöhneJakobs bliebeneinJahrundzweiMonateinKanaan,bisihr Getreidevorrataufgebrauchtwar

8UndalsihrGetreideaufgebrauchtwar,wurdedasganze HausJakobsvonHungergeplagt.DakamenalleKinder derSöhneJakobszusammen,tratenzuJakob,umringten ihnundsprachenzuihm:GibunsBrot!Warumsollenwir allevordeinenAugenverhungern?

9AlsJakobdieWorteseinerSöhnehörte,weinteersehr bitterlich,underhatteMitleidmitihnen.UndJakobrief seineSöhne,undsieallekamenundsetztensichvorihn 10UndJakobsprachzuihnen:Habtihrnichtgesehen,wie eureKinderheuteübermichgeweintundgesagthaben:

GebtunsBrot,undesistkeinesda?Sokehrtnunzurück undkauftunseinwenigzuessen.

11JudaantworteteseinemVater:WennduunserenBruder mitunssendest,wollenwirhinabgehenundGetreidefür dichkaufen;wennduihnabernichtsendest,sowollenwir nichthinabgehenDennderKönigvonÄgyptenhatuns ausdrücklichgeboten:IhrsolltmeinAngesichtnichtsehen, esseidenn,euerBruderistbeieuch.DennderKönigvon ÄgyptenisteinstarkerundmächtigerKönig,undsiehe, wennwirohneunserenBruderzuihmgehen,sowerden wirallegetötetwerden

12Weißtdudennnichtundhastdunichtgehört,dass dieserKönigsehrmächtigundweiseistundeskeinenwie ihnaufderganzenErdegibt?Siehe,wirhabenalleKönige derErdegesehenundkeinenwiediesenKönig,denKönig vonÄgypten,gesehen;wahrlich,unterallenKönigender ErdeistkeinergrößeralsAbimelech,derKönigder Philister,dochderKönigvonÄgyptenistgrößerund mächtigeralser,undAbimelechkannnurmiteinemseiner Offiziereverglichenwerden

13Vater,duhastseinenPalastundseinenThronnicht gesehenundalleseineDienernichtvorihmstehen;duhast diesenKönignichtaufseinemThroninseinerPrachtund königlichenErscheinunggesehen,inseinenköniglichen GewändernundmiteinergroßengoldenenKroneaufdem Haupt;duhastdieEhreundHerrlichkeitnichtgesehen,die Gottihmgegebenhat,dennesgibtkeinen,derihmgleich istaufderganzenErde.

14Vater,duhastdieWeisheit,denVerstandunddie Erkenntnisnichtgesehen,dieGottinseinHerzgegeben hat,nochhastduseinelieblicheStimmegehört,alserzu unsredete

15Wirwissennicht,Vater,werihmunsereNamenund alles,wasunswiderfahrenist,mitgeteilthat;dennoch fragteerauchnachdirundsprach:LebtdeinVaternoch, undgehtesihmgut?

16Duhastnichtgesehen,wieerdieRegierungsgeschäfte Ägyptensregelte,ohnedasserseinenHerrn,denPharao, befragte;duhastnichtgesehen,welcheEhrfurchtund welchenSchreckenerallenÄgypterneinflößte.

17Undalswirvonihmfortgingen,drohtenwir,mit ÄgyptendasselbezutunwiemitdenübrigenStädtender Amoriter,undwirwarensehrzornigüberallseineWorte, dieerüberunsalsSpionegesprochenhatte,undwennwir nunwiedervorihntreten,wirdseineFurchtunsalletreffen, undkeinervonunswirdimstandesein,ihmetwasKleines oderGroßeszusagen

18Darum,Vater,sendedochbittedenKnabenmituns, damitwirhinabgehenunddirEssenkaufen,damitwir nichtverhungernUndJakobsprach:Warumhastdumirso etwasangetanunddemKönigerzählt,dassdueinen Bruderhast?Washastdumirdanurangetan?

19UndJudasprachzuJakob,seinemVater:Gibden KnabeninmeineObhut,undwirwollenaufbrechenund hinabnachÄgyptengehenundGetreidekaufenunddann zurückkehren;undwennderKnabebeiunsererRückkehr nichtbeiunsist,sosollichfürimmerdeineSchuldtragen. 20HastduallunsereKindervorHungerweinensehenund kannstsienichtsättigen?Nunerbarmedichihrerund sendeunserenBrudermituns,dannwollenwirgehen.

21DennwiesolldirdieGütedesHerrngegenüberunseren Väternoffenbarwerden,wenndusagst,derKönigvon ÄgyptenwerdedeinenSohnwegnehmen?Sowahrder Herrlebt,ichwerdeihnnichtverlassen,bisichihnzudir gebrachtundvordichgestellthabe.Bitteaberbetefüruns zumHerrn,dasserunsgnädighandleundunsvordem KönigvonÄgyptenundseinenMännernwohlwollendund freundlichempfange.Dennhättenwirnichtgezögert, wärenwirdochnunschonzumzweitenMalmitdeinem Sohnzurückgekehrt

22UndJakobsprachzuseinenSöhnen:Ichvertraueauf denHerrn,denGott,dassereucherrettenundeuchGunst verschaffenmögebeimKönigvonÄgyptenundbeiallen seinenMännern

23DarummachteuchnunaufundgehtzudemMannund nehmtihmeinGeschenkvondem,wasmanimLand bekommenkann,undbringtesvorihnDerallmächtige Gottmögeeuchvorihmgnädigsein,dassereureBrüder BenjaminundSimeonmiteuchsende.

24DastandenalleMännerauf,nahmenihrenBruder BenjaminundnahmeneinegroßeGabevondemBesten desLandesundaußerdemdiedoppelteMengeSilber.

25UndJakobgebotseinenSöhnenhinsichtlichBenjamin streng:„HüteteuchvorihmaufdemWeg,denihrgeht, undtrennteuchnichtvonihmunterwegs,auchnichtin Ägypten“

26DastandJakobvonseinenSöhnenauf,breiteteseine HändeausundbetetezumHerrnfürseineSöhne:„OHerr, GottdesHimmelsundderErde,gedenkedeinesBundes mitunseremVaterAbraham,gedenkeseinesBundesmit meinemVaterIsaakundhandlegnädigmitmeinenSöhnen undgibsienichtindieHändedesKönigsvonÄgypten;tu es,ichbittedich,oGott,umdeinerBarmherzigkeitwillen underlöseallemeineKinderundbefreiesieausder ägyptischenGewaltundsendeihnenihrebeidenBrüder“

27DahobenalleFrauenderSöhneJakobsundihreKinder ihreAugenzumHimmelaufundweintenallevordem Herrnundschrienzuihm,ermögeihreVäterausderHand desKönigsvonÄgyptenerretten

28UndJakobschriebeinenBerichtfürdenKönigvon ÄgyptenundgabihnindieHandvonJudaundindieHand seinerSöhnefürdenKönigvonÄgyptenundsprach:

29VondeinemKnechtJakob,demSohnIsaaks,demSohn Abrahams,desHebräers,demFürstenGottes,anden mächtigenundweisenKönig,denOffenbarervon Geheimnissen,denKönigvonÄgypten,Gruß.

30MeinemHerrn,demKönigvonÄgypten,seibekannt, dassunsimLandKanaaneineschwereHungersnot heimgesuchthatundichmeineSöhnezudirgesandthabe, damitduunseinwenigNahrungfürunserenUnterhalt kaufst

31DennmeineSöhneumringtenmich,unddaichsehralt bin,kannichmitmeinenAugennichtmehrsehen,denn meineAugensinddurchdasAltersehrschwergeworden, undauchdurchdastäglicheWeinenummeinenSohnJosef, dervormirverlorengegangenwarDeshalbbefahlich meinenSöhnen,dasssiedieTorederStadtnichtbetreten sollten,wennsienachÄgyptenkämen,wegender BewohnerdesLandes

32Undichbefahlihnenauch,inganzÄgyptennach meinemSohnJosefzusuchen,vielleichtwürdensieihn

dortfindenUndsietatenes,undduhastsiefür KundschafterdesLandesgehalten.

33Habenwirnichtvondirgehört,dassdudenTraumdes PharaogedeutetundihmdieWahrheitgesagthast?Wieso weißtdudannindeinerWeisheitnicht,obmeineSöhne Spionesindodernicht?

34Nunalso,meinHerrundKönig,siehe,ichhabemeinen Sohnvordirhergesandt,wieduesmeinenSöhnengesagt hast;ichbittedich,ihnimAugezubehalten,biserin FriedenmitseinenBrüdernzumirzurückkehrt

35Dennweißtdunicht,oderhastdunichtgehört,was unserGottmitdemPharaotat,alsermeineMutterSarazu sichnahm,undwasermitAbimelech,demKönigder Philister,ihretwegentat,undauch,wasunserVater AbrahammitdenneunKönigenvonElamtat,wieersie allemitwenigenseinerMännererschlug?

36Undauch,wasmeinebeidenSöhneSimeonundLevi mitdenachtStädtenderAmoritertaten,wiesiediese wegenihrerSchwesterDinavernichteten.

37UndauchwegenihresBrudersBenjamintröstetensie sichüberdenVerlustihresBrudersJosef;waswerdensie dannfürihntun,wennsiesehen,dassdieHand irgendeinesVolkesseinetwegenübersiesiegt?

38Weißtdudennnicht,KönigvonÄgypten,dassdie MachtGottesmitunsistunddassGottunsereGebete immererhörtundunsnichtverlässtalleTage?

39AlsmirmeineSöhnevondeinemTunmitihnen erzählten,riefichdeinetwegennichtzumHerrn,dennsonst wärstdumitdeinenMännernumgekommen,ehemein SohnBenjaminvordichkämeIchdachteaber,damein SohnSimeonindeinemHaussei,könntestduihm vielleichtgnädigbegegnen;darumtatichdirdiesnichtan 40Darum,siehe,meinSohnBenjaminkommtmitmeinen Söhnenzudir;nimmihnimAugeundrichtedeineAugen aufihn,unddannwirdGottseineAugenüberdichund deinganzesKönigreichrichten

41Nunhabeichdirallesgesagt,wasinmeinemHerzenist, undsiehe,meineSöhnekommenmitihremBruderzudir; untersucheumihretwillendasganzeAngesichtderErde undlassesieinFriedenzuihrenBrüdernzurückkehren.

42UndJakobübergabdasBuchseinenSöhnenzurObhut Judas,damitsieesdemKönigvonÄgyptenaushändigten

KAPITEL53

1DamachtensichdieSöhneJakobsaufundnahmen BenjaminunddieganzeGeschenkesammlung;undsie zogennachÄgyptenundtratenvorJosef.

2UndJosefsahseinenBruderBenjaminbeiihnenund grüßtesie;unddieseMännerkamenzuJosefsHaus 3UndJosefbefahldemHausverwalter,seinenBrüdernzu essenzugeben,unddiesertates.

4UmdieMittagszeitließJosefdieMännermitBenjamin zusichrufenDieMännerberichtetendemVerwaltervon JosefsHausvondemSilber,dasinihrenSäcken zurückgebrachtwordenwarErabersprachzuihnen:Es wirdeuchgutgehen,fürchteteuchnicht!Underbrachte ihrenBruderSimeonzuihnen

5UndSimeonsprachzuseinenBrüdern:DerHerrder Ägypterhatmirsehrgütiggehandelt;erhatmichnicht gefesseltgehalten,wieihrmiteurenAugengesehenhabt

DennalsihrausderStadthinausgingt,ließermichfreiund behandeltemichfreundlichinseinemHaus.

6UndJudanahmBenjaminbeiderHand,undsietraten vorJosefundbeugtensichvorihmbiszurErdenieder.

7UnddieMännergabenJosefdasGeschenk,undalle setztensichvorihnJoseffragtesie:Gehteseuchgut? GehteseurenKinderngut?GehteseurembetagtenVater gut?Sieantworteten:Ja,esgehteuchgut.UndJudanahm dieUrkunde,dieJakobgesandthatte,undgabsieJosef

8UndJoseflasdenBriefunderkannte,dassseinVater geschriebenhatte;underwollteweinen;underginginein inneresZimmerundweintesehr;unddanngingerwieder hinaus.

9UnderhobseineAugenaufundsahseinenBruder Benjaminanundsprach:IstdasdeinBruder,vondemdu mirerzählthast?UndBenjamintratzuJosef,undJosef legteihmdieHandaufdenKopfundsprachzuihm:Gott seidirgnädig,meinSohn

10AlsJosefseinenBruder,denSohnseinerMutter,sah, wollteerabermalsweinenErgingindasGemach,weinte dort,wuschsichdasGesicht,gingwiederhinausundhörte aufzuweinen.Ersprach:BereitetdasEssenzu!

11UndJosefhatteeinenBecher,ausdemertrank;erwar ausSilberundwunderschönmitOnyxsteinenund Bdelliumeingelegt.UndJosefschlugmitdemBechervor denAugenseinerBrüder,währenddiesemitihmzuessen saßen

12UndJosefsprachzudenMännern:Icherkennean diesemBecher,dassRuben,derErstgeborene,Simeonund LeviundJuda,IssacharundSebulonSöhneeinerMutter sind.SetzteuchnunhinundesstnacheurerGeburt.

13UndersetzteauchdieanderennachihrerGeburtan einenPlatzundsprach:Ichweiß,dassdieserdeinjüngster BruderkeinenBruderhat,undichhabeauchkeinenBruder; darumsollersichmitmirzuTischsetzen

14UndBenjamintratvorJosefundsetztesichaufden Thron.DieMännersahenJosefsTatenundstaunten darüberSieaßenundtrankenzujenerZeitmitJosef,und ergabihnenGeschenkeJosefgabBenjamineinGeschenk AuchManasseundEphraimsahendieTatenihresVaters undgabenihmGeschenkeOsnathgabihmeinGeschenk, undeswarenfünfGeschenkeinBenjaminsHand 15UndJosefbrachteihnenWeinzutrinken;abersie wolltennichttrinkenundsprachen:SeitdemTag,andem Josefverlorenging,habenwirwederWeingetrunkennoch irgendwelcheLeckerbissengegessen. 16UndJosefschworihnenundbedrängtesieheftig,und sietrankenreichlichmitihmandiesemTag.Danach wandtesichJosefanseinenBruderBenjamin,ummitihm zureden,undBenjaminsaßnochimmeraufdemThron vorJosef 17UndJosefsprachzuihm:HastduKindergezeugt?Er sprach:DeinKnechthatzehnSöhne,unddiessindihre Namen:Bela,Becher,Aschbal,Gera,Naaman,Achi, Rosch,Mupim,ChupimundOrd;undichhabesienach meinemBruderbenannt,denichnichtgesehenhabe 18Underbefahlihnen,ihmseineSternenkartezubringen, anhanddererJosefalleZeitenkannteUndJosefsprachzu Benjamin:Ichhabegehört,dassdieHebräermitaller Weisheitvertrautsind;weißtduetwasdavon?

19UndBenjaminsprach:DeinKnechtkenntauchdie ganzeWeisheit,diemichmeinVatergelehrthat.UndJosef sprachzuBenjamin:SiehdirnundiesesZeichenanund verstehe,wodeinBruderJosefinÄgyptenist,vondemdu sagtest,erseinachÄgyptenhinabgegangen.

20UndBenjaminsahdasInstrumentmitderSternenkarte desHimmelsErwarklugundschautehinein,umzu erfahren,woseinBruderwar.UndBenjaminteiltedas ganzeLandÄgypteninvierTeileUnderfandheraus,dass der,dervorihmaufdemThronsaß,seinBruderJosefwar UndBenjaminwundertesichsehrUndalsJosefsah,dass seinBruderBenjaminsoerstauntwar,spracherzu Benjamin:Washastdugesehen,undwarumbistduso erstaunt?

21UndBenjaminsprachzuJosef:Ichsehedaran,dass meinBruderJosefhiermitmiraufdemThronsitzt.Und Josefsprachzuihm:IchbinJosef,deinBruderVerrate diesdeinenBrüdernnicht;siehe,ichwerdedichmitihnen senden,wennsieweggehen,undichwerdebefehlen,dass siewiederindieStadtzurückgebrachtwerden,undich werdedichvonihnenwegnehmen

22UndwennsieihrLebenwagenundfürdichkämpfen, dannwerdeichwissen,dasssieihreTatengegenmich bereuthaben,undichwerdemichihnenzuerkennengeben Undwennsiedichverlassen,wennichdichnehme,dann sollstdubeimirbleiben,undichwerdemitihnenstreiten, undsiewerdenweggehen,undichwerdeihnennichtmehr bekanntwerden.

23ZujenerZeitbefahlJosefseinemOffizier,ihreSäcke mitEssenzufüllen,jedemseinGeldinseinenSackzu legen,denBecherinBenjaminsSackzutunundihnen ProviantfürdenWegmitzugeben;undsietaten,wieihnen befohlenwurde

24AmnächstenTagstandendieMännerfrühmorgensauf, beludenihreEselmitihremGetreideundzogenmit BenjaminausundgingenmitihremBruderBenjaminin dasLandKanaan.

25SiewarennochnichtweitvonÄgyptenentfernt,als JosefseinemHausverwalterbefahl:Stehauf,verfolge dieseMänner,ehesiezuweitvonÄgyptenentferntsind, undsprichzuihnen:WarumhabtihrdenBechermeines Herrngestohlen?

26DastandderDienerJosefsauf,gingzuihnenundsagte ihnenalles,wasJosefgesagthatteAlssiedashörten, wurdensiesehrzornigundsprachen:WerdenBecher deinesHerrnaustrinkt,sollsterben,undauchwirwollen seineSklavenwerden

27DaeiltensieundjedernahmseinenSackvomEselund schauteinihreSäcke,undderBecherwurdeinBenjamins SackgefundenDazerrissensiealleihreKleiderund kehrtenindieStadtzurückundschlugenBenjaminauf demWegundschlugenihnimmerwieder,biserindie Stadtkam,undsietratenvorJosef

28DaentbrannteJudasZorn,undersprach:DieserMann hatmichnurdeshalbzurückgebracht,umÄgyptenheutezu vernichten

29UnddieMännerkamenzuJosefsHausundfanden JosefaufseinemThronsitzenundalleHeldenzuseiner RechtenundzuseinerLinkenstehen

30UndJosefsprachzuihnen:Washabtihrdagetan,dass ihrmeinensilbernenBecherweggenommenundeuch

davongewendethabt?Ichweißaber,dassihrmeinen Bechergenommenhabt,umdadurchzuerfahren,in welchemTeildesLandessicheuerBruderaufhält

31UndJudasprach:WassollenwirunseremHerrnsagen, wassollenwirredenundwiesollenwirunsrechtfertigen?

GotthatheutedieSchuldallerdeinerKnechtegefunden, darumhaterunsheutediesangetan

32DastandJosefauf,packteBenjaminundrissihnmit GewaltvonseinenBrüdernwegErginginsHaus, verschlossihnendieTürundbefahldem,derübersein Hausgesetztwar,ihnenzusagen:SosprichtderKönig: GehtinFriedenzueuremVater!Siehe,ichhabedenMann ergriffen,indessenHandmeinBechergefundenwurde.

KAPITEL54

1AlsJudasah,wasJosefmitihnentat,gingerzuihmhin, öffnetedieTürundtratmitseinenBrüdernvorJosef

2UndJudasprachzuJosef:EssollmeinemHerrnnicht zurLastfallen;darfdeinDiener,ichbittedich,einWort vordirreden?UndJosefsprachzuihm:Rede!

3UndJudasprachvorJosef,undseineBrüderstandendort vorihnen;undJudasprachzuJosef:Gewiss,alswirzum erstenMalzuunseremHerrnkamen,umEssenzukaufen, hieltestduunsfürKundschafterdesLandes,undwir brachtenBenjaminvordich,undduspottestnochheute überuns

4DarumsollderKönigmeineWortehörenund,ichbitte dich,unserenBrudersenden,damitermitunszuunserem Vatergehe,damitdeineSeelenichtheutemitallenSeelen derEinwohnerÄgyptensumkomme.

5Weißtdunicht,waszweimeinerBrüder,Simeonund Levi,inderStadtSichemundinsiebenStädtender AmoriterwegenunsererSchwesterDinagetanhabenund wassieauchfürihrenBruderBenjamintunwollten?

6Undich,derichgrößerundmächtigerbinalssiebeide, werdeheutezudirunddeinemLandkommen,wenndu nichtbereitbist,unserenBruderzuschicken

7Hastdunichtgehört,wasunserGott,derunserwählthat, mitdemPharaowegenunsererMutterSaratat,dieer unseremVaternahm?ErschlugihnundseinganzesHaus mitschwerenPlagen,sodassdieÄgypternochheute einandervondiesemWundererzählen.SowirdunserGott auchmitdirverfahrenwegenBenjamin,denduheute seinemVatergenommenhast,undwegendesUnheils,das duheuteüberunsindeinemLandbringst.DennunserGott wirdanseinemBundmitunseremVaterAbraham gedenkenundUnheilüberdichbringen,weilduheutedie SeeleunseresVatersbetrübthast

8SohörenunmeineWorte,dieichheutezudir gesprochenhabe,undsendeunserenBruderweg,damiter nichtdurchdasSchwertumkomme,duunddasVolk deinesLandes,dennihrkönntmichnichtallebesiegen

9UndJosefantworteteJudaundsprach:Warumhastdu deinenMundsoweitaufgetanundwarumrühmstdudich überunsundsagst:Stärkeistmitdir?SowahrderPharao lebt,wennichallemeinetapferenMännerzumKampf gegendichbefehle,sowürdenduunddiesedeineBrüder gewissimSchlammversinken

10UndJudasprachzuJosef:Wahrlich,esgeziemtdirund deinemVolk,michzufürchten;sowahrderHerrlebt,

wennicheinmalmeinSchwertziehe,werdeichesnicht wiederindieScheidestecken,bisichheuteganzÄgypten erschlagenhabe;undichwerdemitdirbeginnenundmit Pharao,deinemHerrn,enden.

11Josefantworteteihm:Wahrlich,dieKraftgehörtnicht dirallein;ichbinstärkerundmächtigeralsduWahrlich, wenndudeinSchwertziehst,werdeichesdirundallen deinenBrüdernandenHalssetzen.

12Judasprachzuihm:Wahrlich,wennichheutemeinen Mundgegendichauftue,willichdichverschlingen,sodass duvonderErdeverschwindestundheutenochausdeinem KönigreichverschwindestJosefabersprach:Wahrlich, wenndudeinenMundauftust,habeichdieMachtund Kraft,direinenSteinindenMundzustopfen,bisdukein WortmehrsprechenkannstSieh,wievieleSteinevoruns liegen!Wahrlich,ichkanneinenSteinnehmen,ihndirin denMundstopfenunddirdenKieferbrechen

13Judaabersprach:GottistZeugezwischenuns,dasswir bishernichtmitdirKriegführenwollten;gibunsnur unserenBruder,undwirwollenvondirweggehenUnd Josefantworteteundsprach:SowahrderPharaolebt, selbstwennalleKönigeKanaansmitdirkämen,würdest duihnnichtausmeinerHandnehmen

14GehnunzudeinemVater,unddeinBrudersollmirals Sklavedienen,dennerhatdasHausdesKönigsausgeraubt. Judaabersprach:WasgehtesdichoderdenKönigan?Der KönigsendetdochausseinemHausimganzenLandSilber undGoldalsGeschenkeoderSpenden,undduredestnoch vondeinemBecher,denduindieTascheunseresBruders gelegthast,undsagst,erhabeihndirgestohlen?

15EsseifernevonunseremBruderBenjaminoder irgendeinemausAbrahamsGeschlecht,dassersoetwas täte,umvondirodervonirgendjemandemzustehlen,sei esKönig,FürstoderirgendeinMann.

16HörenunaufmitdieserAnklage,damitnichtdieganze ErdedeineWortehörtundsagt:„UmeinwenigSilberhat derKönigvonÄgyptenmitdenMännerngestritten,sie angeklagtundihrenBruderzumSklavengenommen“ 17Josefantworteteundsprach:NimmdiesenBecherund gehvonmirundlassdeinenBruderalsSklavenzurück; dennesistdasUrteileinesDiebes,einSklavezusein 18UndJudasprach:Warumschämstdudichnichtdeiner Worte,dassduunserenBruderverlässtunddeinenBecher nimmst?Wahrlich,wennduunsdeinenBechergibstoder tausendmalsoviel,werdenwirunserenBrudernichtfür dasSilberverlassen,dassichinderHandirgendeines Mannesbefindet,damitwirnichtseinetwegensterben 19UndJosefantwortete:WarumhastdudeinenBruder verlassenundihnfürzwanzigSilberstückebisaufdiesen Tagverkauft,warumwillstdudannnichtdasselbemit diesemdeinemBrudertun?

20UndJudasprach:DerHERRistZeugezwischenmir unddir,dasswirdeineKriegenichtwollen;gibunsnun unserenBruder,undwirwollenohneStreitvondir weggehen

21Josefantwortete:„WennsichalleKönigedesLandes versammelnwürden,könntensiedeinenBrudernichtaus meinerHandnehmen“Judafragte:„Wassollenwir unseremVatersagen,wennersieht,dassunserBruder nichtmitunskommt,underüberihntrauernwird?“

22Josefantworteteundsprach:Diesistes,wasdudeinem Vatersagensollst:DasSeilisthinterdemEimer hergegangen

23UndJudasprach:DubistdocheinKönig,warumredest dusoetwasundsprichsteinfalschesUrteil?Wehedem König,derdirgleichist!

24UndJosefantworteteundsprach:Esistkeinfalsches UrteilindemWort,dasichwegendeinesBrudersJosef gesprochenhabe,dennihrallehabtihnfürzwanzig SilberlingeandieMidianiterverkauftundeseuremVater verleugnetundzuihmgesagt:EinwildesTierhatihn gefressen,JosefistinStückegerissenworden

25UndJudasprach:Siehe,dasFeuervonSichembrenntin meinemHerzen;nunwillichdeinganzesLandmitFeuer verbrennenJosefaberantworteteundsprach:Gewiss, deineSchwägerinTamar,diedeineSöhnegetötethat,hat dasFeuervonSichemausgelöscht

26UndJudasprach:WennichauchnureineinzigesHaar vonmeinemLeibausreiße,sowillichganzÄgyptenmit seinemBluterfüllen

27Josefantwortete:„Soistesnunmalbeieuch,dassihr miteuremBruder,denihrverkaufthabt,sofahrtwiemit ihmIhrhabtseinGewandinseinBlutgetauchtundes euremVatergebracht,damitersagenkonnte:Einwildes Tierhatihngefressen,undhieristseinBlut.“

28AlsJudadieshörte,wurdeersehrzornig,undseinZorn entbrannteinihmUndeslagvorihmanjenerStelleein Stein,deretwavierhundertSchekelwog.Daentbrannte JudasZorn,undernahmdenSteinindieeineHand,warf ihngenHimmelundfingihnmitderlinkenHandwieder auf.

29DanachlegteerihnunterseineFüßeundsetztesichmit allerKraftdarauf;undderSteinwurdedurchdieKraft JudaszuStaub.

30AlsJosefdasTunJudassah,erschrakersehr;aberer befahlseinemSohnManassa,undauchdiesertatmit einemanderenSteindasselbewieJudagetanhatte.Und JudasprachzuseinenBrüdern:Niemandvoneuchsoll sagen:DieserMannisteinÄgypter;dennweilerdies getanhat,gehörterzuunseremVatergeschlecht.

31UndJosefsprach:NichteuchalleinistdieKraft gegeben,dennauchwirsindstarkeMänner;warumrühmt ihreuchüberunsalle?UndJudasprachzuJosef:Sende dochunserenBruderundbringedeinLandheutenichtins Verderben

32DaantworteteJosefundsprachzuihnen:Gehtundsagt euremVater,dasseinwildesTierihngefressenhat,wieihr übereurenBruderJosefgesagthabt.

33UndJudaredetemitseinemBruderNaftaliundsprach zuihm:Beeiledich,gehnunhinundzählealleStraßen Ägyptensundkommundberichteesmir!Simeonaber sprachzuihm:Lassdichdadurchnichtbeunruhigen!Ich willnunaufdenBergsteigenundeinengroßenSteinvom BergnehmenundihnaufjedeninÄgyptenplattwalzen undalletöten,diedarinsind

34UndJosefhörtealledieseWorte,dieseineBrüdervor ihmredeten,undsiewusstennicht,dassJosefsieverstand, dennsiemeinten,erkönnekeinHebräischsprechen

35UndJoseffürchtetesichsehrvordenWortenseiner Brüder,dasssieÄgyptenvernichtenwürden,underbefahl seinemSohnManasse:Gehnunschnellhinundversammle

zumiralleEinwohnerÄgyptensundalletapferenMänner; siesollenjetztzuPferdundzuFußundmitallerlei MusikinstrumentenzumirkommenUndManasseginghin undtat,wieihmgeheißen.

36UndNaftaliging,wieJudaihmbefohlenhatte;denn NaftaliwarleichtfüßigwieeinerderschnellenHirsche, undergingaufdenÄhren,undsiebrachennichtunterihm 37UnderginghinundzähltealleStraßenÄgyptensund fand,dasseszwölfwarenDagingereilendszurückund berichteteesJudaUndJudasprachzuseinenBrüdern: Beeilteuch,jederMannsollseinSchwertandieLenden legen,undwirwollenüberÄgyptenziehenundsiealle schlagenundkeinenRestübriglassen.

38UndJudasprach:Siehe,ichwillmitmeinerKraftdrei derStraßenzerstören,undihrsolltjedereineStraße zerstören.UndalsJudadiessagte,siehe,dakamendie EinwohnerÄgyptensundalleHeldenmitallerlei MusikinstrumentenundlautemGeschreiaufsiezu

39UndihreZahlbetrugfünfhundertReiterund zehntausendInfanteristenundvierhundertMann,dieohne SchwertundSpeer,nurmitHändenundKraft,kämpfen konnten.

40UndalleHeldenkamenmitgroßemGetöseund Geschreiherbei,umringtendieSöhneJakobsund erschrecktensie,unddieErdeerbebtevonihremGeschrei.

41AlsdieSöhneJakobsdieseScharensahen,fürchteten siesichsehrumihrLebenJoseftatdies,umdieSöhne Jakobszuerschreckenundsiesozuberuhigen.

42AlsJudasah,dasseinigeseinerBrüderverängstigt waren,spracherzuihnen:WarumhabtihrAngst,wodoch dieGnadeGottesmitunsist?UndalsJudasah,dassdas ganzeVolkÄgyptenssieaufBefehlJosefsumringte,um siezuerschrecken,befahlihnennurJosef:Rührtkeinen vonihnenan.

43DaeilteJudaherbei,zogseinSchwert,stießeinen lautenundbitterenSchreiaus,schlugmitseinemSchwert zuundsprangaufdenBodenundschrienochimmergegen dasganzeVolk

44Undalserdiestat,ließderHERRSchreckenüberJuda undseineBrüderkommenaufdietapferenMännerunddas ganzeVolk,dassieumgab

45UndsiealleflohenbeimKlangdesGeschreis,undsie erschrakenundfieleneinerüberdenanderen,undviele vonihnenstarbenbeimFallen,undsiealleflohenvorJuda undseinenBrüdernundvorJosef

46Undwährendsieflohen,verfolgtenJudaundseine BrüdersiebiszumHausdesPharao;undsiealleentkamen DasetztesichJudawiedervorJosefundbrüllteihnanwie einLöweundstießeinenlautenundgewaltigenSchreiaus 47UndderSchreiwarinderFernezuhören,undalle EinwohnervonSukkothörtenihn,undganzÄgypten erbebtebeimKlangdesSchreis,undauchdieMauern ÄgyptensunddesLandesGoschenstürztenvomBebender Erdeein,undauchderPharaofielvonseinemThronzu Boden,undauchalleschwangerenFrauenÄgyptensund GoschenserlittenFehlgeburten,alssiedasGeräuschdes Bebenshörten,dennsiefürchtetensichsehr.

48DasandtederPharaoBotenundließfragen:Wasistdas füreinEreignis,dasheuteimLandÄgyptengeschehenist? Undmankamunderzählteihmalles,vonAnfangbisEnde.

DaerschrakderPharao,wundertesichundfürchtetesich sehr.

49Alseraberalldieshörte,wuchsseineFurcht,under sandtezuJosefundließihmsagen:Duhastmirdie Hebräergebracht,umganzÄgyptenzuvernichten;was willstdumitdiesemdiebischenSklaventun?Schickihn wegundlassihnmitseinenBrüderngehen,damitwirnicht durchihreBosheitumkommen,wir,duundganzÄgypten.

50Undwenndudiesnichttunwillst,sowirfallmeine WertgegenständevondirundgehmitihneninihrLand, wennesdirgefälltDennsiewerdenheutemeinganzes LandvernichtenundmeinganzesVolkumbringen;ja,alle FrauenÄgyptenshabendurchihrSchreienFehlgeburten erlittenSieh,wassiealleindurchihrGeschreiundGerede angerichtethaben!UndwennsiemitdemSchwert kämpfen,werdensiedasLandvernichten.Sowählenun, wasduwillst:michoderdieHebräer,Ägyptenoderdas LandderHebräer

51UndsiekamenundberichtetenJosefalles,wasder PharaoüberihngesagthatteJosefabererschraksehrüber dieWortedesPharaoJudaundseineBrüderstandennoch immervorJosef,empörtundwütend,undalleSöhne JakobsbrülltenJosefanwiedasBrausendesMeeresund seinerWellen

52JosefaberfürchtetesichsehrvorseinenBrüdernund vordemPharao;deshalbsuchteJosefeinenVorwand,sich seinenBrüdernzuerkennenzugeben,damitsienichtganz Ägyptenvernichteten.

53UndJosefbefahlseinemSohnManasse,undManasse ginghinundtratzuJudaundlegteihmdieHandaufdie Schulter;dalegtesichderZornJudas.

54UndJudasprachzuseinenBrüdern:Niemandvoneuch sollsagen,diesseidieTateinesägyptischenJünglings; denndiesistdasWerkmeinesVaterhauses.

55AlsJosefsahundmerkte,dasssichderZornJudas gelegthatte,gingerzuJudahin,ummitihmin freundlichenWortenzureden.

56UndJosefsprachzuJuda:Wahrlich,dusprichstdie WahrheitundhastheutedeineBehauptungenüberdeine Stärkebewiesen.MögedeinGott,derWohlgefallenandir hat,deinWohlergehenmehrenAbersagemirwahrhaftig, warumduausgerechnetunteralldeinenBrüdernmitmir streitestwegendesKnaben,dakeinervonihneneinWort mitmirüberihngesprochenhat

57JudaantworteteJosef:Dumusstdochwissen,dassich fürdenKnabenbeiseinemVatergebürgthabe,dennich sagte:Wennichihnnichtzuihmbrächte,müssteichewig seineSchuldtragen.

58DarumbinichausderMittemeinerBrüderzudir gekommen,dennichsah,dassduihnnichtvondirgehen lassenwolltest;nunbitteichdichumGnade,dassduihn mitunsgehenlässt,undsiehe,ichwillanseinerStelle bleiben,umdirinallemzudienen,wasduwünschst;denn wohindumichsendest,werdeichgehen,umdirmit großemEiferzudienen

59SendemichnunzueinemmächtigenKönig,dergegen dichrebellierthat,undduwirsterfahren,wasichmitihm undseinemLandtunwerde;auchwennerReitereiund InfanterieodereinüberausmächtigesVolkhat,ichwerde siealleerschlagenunddenKopfdesKönigsvordich bringen

60Weißtdunicht,oderhastdunichtgehört,dassunser VaterAbrahammitseinemKnechtEliëserineinerNacht alleKönigevonElamsamtihremHeererschlug,sodass keinerübrigblieb?UndseitjenemTagistunsdieStärke unseresVaterszumErbegegeben,fürunsundunsere Nachkommenfürimmer

61Josefantworteteundsprach:DusprichstdieWahrheit, undLügeistnichtindeinemMund;dennunsistauch gesagtworden,dassdieHebräerMachthabenunddassder Herr,ihrGott,vielWohlgefallenanihnenhat;werkann dannvorihnenbestehen?

62UnterdieserBedingungaberwerdeichdeinenBruder senden,wenndumirseinenBruder,denSohnseiner Mutter,bringst,vondemdusagtest,erseivondirnach Ägyptenhinabgezogen;undwenndumirseinenBruder bringst,werdeichihnanseinerStellenehmen,weilkeiner voneuchfürihnvoreuremVatergebürgthat;undwenner zumirkommt,werdeichseinenBruder,fürdenihr gebürgthabt,mitdirsenden.

63DaentbrannteJudasZorngegenJosef,alserdiessagte, undseineAugenträntenvorZorn,undersprachzuseinen Brüdern:WiewilldieserMannheuteseineigenes VerderbenunddasVerderbenganzÄgyptenstrachten!

64SimeonantworteteJosefundsprach:Habenwirdir nichtschonzuerstgesagt,dasswirnichtwissen,wohiner gegangenistundobertotoderlebendigist?Warumredet meinHerrdanndergleichen?

65AlsJosefdasGesichtJudassah,erkannteer,dasssein Zornentbrannte,alserzuihmsprach:Bringmirdeinen anderenBruderanstellediesesBruders

66UndJosefsprachzuseinenBrüdern:Ihrsagtetdoch, euerBruderseientwedertotoderverschollenWennich ihnnunheuterufenwürdeundervoreuchkäme,würdet ihrihnmiranstelleseinesBrudersgeben?

67UndJosefbegannzuredenundrief:Josef,Josef,komm heutevormichunderscheinedeinenBrüdernundsetzdich vorsie.

68AlsJosefdiesvorihnengesagthatte,schautensiesich alleinverschiedeneRichtungenum,umzusehen,woher Josefvorihnenkommenwürde.

69UndJosefbeobachteteallihrTunundsprachzuihnen: Wasschautihrhierhinunddorthin?IchbinJosef,denihr nachÄgyptenverkaufthabt.Darumsolltihrnichtbetrübt sein,dassihrmichverkaufthabt,dennGotthatmichals StützewährendderHungersnotvoreuchhergesandt

70AlsseineBrüderdieWorteJosefshörten,erschrakensie sehrvorihm,undJudaerschrakaußerordentlichvorihm

71AlsBenjamindieWorteJosefshörte,gingervorihnen insInneredesHausesUndBenjaminliefzuJosef,seinem Bruder,umarmteihnundfielihmumdenHals,undsie weinten

72AlsnundieBrüderJosefssahen,dassBenjaminseinem BruderumdenHalsgefallenwarundmitihmweinte, fielenauchsieaufJosefundumarmtenihnundweinten sehrmitJosef

73UndmanhörteimHauseJosefs,dasssieJosefsBrüder seien,unddasgefieldemPharaosehr,dennerfürchtete sichvorihnen,dasssieÄgyptenvernichtenkönnten

74UndderPharaosandteseineDienerzuJosef,umihm überseineBrüderzugratulieren,diezuihmgekommen warenUndalleHeerführerundTruppenführer,diein

Ägyptenwaren,kamen,umsichmitJosefzufreuen,und ganzÄgyptenfreutesichsehrüberJosefsBrüder.

75DasandtederPharaoseineDienerzuJosefundließihm sagen:„SagdeinenBrüdern,siesollenalles,wasihnen gehört,holenundzumirkommen,undichwerdesieinden bestenTeildesLandesÄgyptenbringen“Undsietatenes 76UndJosefbefahldem,derüberseinHausgesetztwar, seinenBrüdernGeschenkeundKleiderzubringen.Under brachteihnenvieleKleider,nämlichköniglicheGewänder, undvieleGeschenke,undJosefverteiltesieunterseinen Brüdern

77UndergabjedemseinerBrüdereinGewandzum WechselnausGoldundSilberunddreihundert SilberstückeUndJosefbefahlihnenallen,sichindiese GewänderzukleidenundvordenPharaogebrachtzu werden.

78AlsderPharaosah,dassalleBrüderJosefstapfere MännerundvonschönemAussehenwaren,freuteersich sehr.

79DanachzogensieausderGegenwartdesPharaohinaus, umindasLandKanaanzuihremVaterzugehen;ihr BruderBenjaminwarbeiihnen.

80UndJosefstandaufundgabihnenelfWagenvom Pharao;undJosefgabihnenseinenWagen,mitdemeram TagseinerKrönunginÄgyptengefahrenwar,umseinen VaternachÄgyptenzuholen;undJosefsandteallenseinen BrüdersöhnenKleidernachihrerZahlundjedemvonihnen hundertSilberstücke;undersandteauchdenFrauenseiner BrüderKleidervondenKleidernderFrauendesKönigs

81UndergabjedemseinerBrüderzehnMänner,diemit ihnenindasLandKanaanziehensollten,umihnenzu dienen,umihrenKindernundallem,wasihnengehörte, beiihremKommennachÄgyptenzudienen

82UndJosefsandtedurchseinenBruderBenjaminzehn FestgewänderfürseinezehnSöhne,einenAnteilmehrals dieübrigenNachkommenJakobs

83UndersandtejedemfünfzigSilberstückeundzehn StreitwagenfürdenPharao;undseinemVatersandteer zehnEsel,beladenmitallemLuxusÄgyptens,undzehn Eselinnen,beladenmitGetreide,BrotundNahrungsmitteln fürseinenVaterundalle,diemitihmwaren,alsProviant fürdieReise

84UndersandteseinerSchwesterDinaKleiderausSilber undGold,WeihrauchundMyrrhe,Aloeund FrauenschmuckingroßerMenge;undersandtedasselbe vondenFrauendesPharaozudenFrauenBenjamins.

85UndergaballenseinenBrüdernundihrenFrauen allerleiOnyxsteineundBdellium.Vonalldenwertvollen DingenunterdemgroßenVolkÄgyptensbliebnichtsvon alldenkostbarenDingenübrigaußerdem,wasJosefan dasHausseinesVaterssandte

86UnderentließseineBrüder,undsiegingen;under schickteseinenBruderBenjaminmitihnen

87UndJosefgingmitihnenhinausundbegleitetesieauf demWegbisandieGrenzenÄgyptensUnderbefahl ihnenhinsichtlichseinesVatersundseinesHauses,nach Ägyptenzukommen.

88Undersprachzuihnen:Streiteteuchnichtaufdem Weg;denndiesgeschahvomHerrn,umeingroßesVolk vordemVerhungernzubewahren;denneswerdennoch fünfJahreHungersnotimLandsein

89Undergebotihnenundsprach:WennihrindasLand Kanaankommt,sotretetnichtunvermitteltindieser AngelegenheitvormeinenVater,sondernhandeltnach eurerWeisheit.

90DahörteJosefauf,ihnenzubefehlen,undwandtesich umundgingzurücknachÄgyptenDieSöhneJakobsaber zogenmitFreudeundJubelzuihremVaterJakobindas LandKanaan.

91UndsiekamenandieGrenzendesLandesundsprachen zueinander:WassollenwirindieserSachevorunserem Vatertun?Dennwennwirplötzlichzuihmkommenund ihmdieSacheerzählen,wirderüberunsereWortesehr erschreckenundunsnichtglauben.

92Undsiezogenweiter,bissieindieNäheihrerHäuser kamen,unddasahensieSerach,dieTochterAschers,die ihnenentgegenkam.UnddasMädchenwarsehrgutund klugundverstandes,Harfezuspielen

93Undsieriefensie,undsietratvorsie,küsstesie,undsie nahmensieundgabenihreineHarfeundsprachen:Geh nunvorunserenVater,setzdichvorihn,schlageaufder HarfeundsprichdieseWorte

94Undsiebefahlenihr,inihrHauszugehen;undsie nahmdieHarfeundeiltevorihnenher;undsiekamund setztesichnebenJakob

95UndsiespielteundsanggutundsprachmitderSüße ihrerWorte:MeinOnkelJoseflebtundherrschtüberdas ganzeLandÄgyptenundistnichttot

96UndsieredeteundsprachdieseWorteimmerwieder, undJakobhörteihreWorte,undsiegefielenihm

97Erhörtezu,alssieeszwei-unddreimalwiederholte, undFreudeerfüllteJakobsHerzbeiderSüßeihrerWorte, undderGeistGotteskamaufihm,undererkannte,dass alleihreWortewahrwaren

98UndJakobsegneteSerach,alssiedieseWortevorihm sprach,undersprachzuihr:MeineTochter,derTodsoll dichniemalsüberwältigen,dennduhastmeinenGeist erquickt;sprichnurnochvormir,wiedugesprochenhast, dennduhastmichmitalldeinenWortenerfreut

99UndsiesangdieseWorteimmerweiter,undJakob hörtezu,undesgefielihm,underfreutesich,undder GeistGottesruhteaufihm

100Währendernochmitihrredete,siehe,dakamenseine SöhnemitPferdenundWagenundköniglichenGewändern undDienern,dievorihnenherliefen,zuihm

101UndJakobstandauf,umihnenentgegenzugehen,und sahseineSöhneinköniglichenGewändernundsahalle Schätze,dieJosefihnengesandthatte

102Undsiesagtenzuihm:Lassdirmitteilen,dassunser BruderJoseflebtunddasserüberdasganzeLandÄgypten herrschtunddasseresist,dermitunsgesprochenhat,wie wiresdirgesagthaben

103UndJakobhörtealleWorteseinerSöhne,undsein HerzpochtebeiihrenWorten;dennerkonnteihnennicht glauben,biserallessah,wasJosefihnengegebenundwas erihmgesandthatte,undalleZeichen,vondenenJosefzu ihnengesprochenhatte

104UndsiebreitetenvorihmihreSchriftausundzeigten ihmalles,wasJosefgesandthatte,undgabenjedem,was JosefihmgesandthatteDaerkannteer,dasssiedie Wahrheitgesagthatten,undfreutesichsehrüberden BerichtseinesSohnes

105UndJakobsprach:Esgenügtmir,dassmeinSohn Josefnochlebt;ichwillhingehenundihnsehen,eheich sterbe

106UndseineSöhneerzähltenihmalles,wasihnen widerfahrenwar,undJakobsprach:IchwillnachÄgypten hinabgehen,ummeinenSohnundseineNachkommenzu sehen

107DastandJakobauf,zogdieKleideran,dieJosefihm geschickthatte,undnachdemersichgewaschenundsich dieHaaregeschorenhatte,setzteersichdenTurbanauf, denJosefihmgeschickthatte

108UnddasganzeHausJakobsundihreFrauenzogendie Kleideran,dieJosefihnengesandthatte,undfreutensich sehrüberJosef,dassernochlebteundinÄgyptenregierte

109AlsdieEinwohnerKanaansdavonhörten,kamensie undfreutensichsehrmitJakob,dassernochlebte.

110UndJakobveranstaltetedreiTagelangeinFestmahl fürsie,undalleKönigeKanaansunddieEdlendesLandes aßenundtrankenundfreutensichimHauseJakobs.

KAPITEL55

1Undesgeschahnachdiesem,dassJakobsprach:Ichwill hingehenundmeinenSohninÄgyptenbesuchenunddann indasLandKanaanzurückkehren,vondemGottzu Abrahamgesprochenhat;dennichkanndasLandmeiner Geburtnichtverlassen

2Undsiehe,dasWortdesHerrnerginganihn:Gehhinab nachÄgyptenmitdeinemganzenHausundbleibdort; fürchtedichnicht,hinabnachÄgyptenzugehen,dennich willdichdortzueinemgroßenVolkmachen.

3UndJakobsprachbeisich:Ichwillhingehenundnach meinemSohnsehen,obdieFurchtseinesGottesnochin seinemHerzenistinmittenallerEinwohnerÄgyptens.

4UndderHerrsprachzuJakob:Fürchtedichnichtum Josef,denneristnochimmertreuunddientmir,wieesdir gefällt.UndJakobfreutesichsehrüberseinenSohn.

5ZujenerZeitbefahlJakobseinenSöhnenundseinem ganzenHaus,nachÄgyptenzugehen,wiederHerresihm befohlenhatte.UndJakobmachtesichmitseinenSöhnen undseinemganzenHausaufundzogmitFreudeund WonneausdemLandKanaanvonBeerschebahinausund siegingenindasLandÄgypten.

6AlssiesichÄgyptennäherten,sandteJakobJudavor sichherzuJosef,damitdieserihmeineStelleinÄgypten zeige.Judatat,wieseinVaterihmbefohlenhatte,undeilte undliefzuJosefManwiesihnenundseinemganzenHaus einenPlatzimLandGoschenzu.Judakehrtezurückund kamaufdemWegzuseinemVater

7UndJosefspanntedenWagenanundversammeltealle seineHelden,seineDienerundalleOffiziereÄgyptens,um seinemVaterJakobentgegenzugehen.UndJosefsBefehl wurdeinÄgyptenverkündet:Alle,dienichtmitgehen,um Jakobentgegenzugehen,sollensterben

8UndamnächstenTagzogJosefmitganzÄgypten,einem großenundmächtigenHeer,ausAllewareninfeine Leinen-undPurpurgewändergekleidetundtrugensilberne undgoldeneWaffenundihreKriegswaffen

9UndsiegingenalleJakobentgegenmitallerlei Musikinstrumenten,mitTrommelnundTamburinen,und

streutenMyrrheundAloeaufdenganzenWeg,undsie zogenalleso,unddieErdeerbebtevonihremGeschrei.

10UndalleFrauenÄgyptensgingenaufdieDächer ÄgyptensundaufdieMauern,umJakob entgegenzukommen.UndaufdemHauptJosefswardie königlicheKronedesPharao,dennderPharaohattesie ihmgesandt,damitersieaufsetze,wennerseinemVater entgegengehe.

11AlsJosefbisauffünfzigEllenanseinenVater herangekommenwar,stiegervomWagenundgingzu seinemVaterhinAlsnunalleOffiziereundEdlen Ägyptenssahen,dassJosefzuFußzuseinemVater gegangenwar,stiegenauchsieabundgingenzuFußzu Jakobhin

12AlsJakobsichdemLagerJosefsnäherte,saherdas Lager,dasmitJosefaufihnzukam,undesgefielihm,und erstauntedarüber

13UndJakobsprachzuJuda:WeristderMann,denich imLagerÄgyptenssehe,bekleidetmitköniglichen Gewändern,miteinemsehrrotenGewandaufdemKopf undeinerköniglichenKroneaufdemHaupt,dervon seinemWagenabgestiegenistundaufunszukommt?Und JudaantworteteseinemVater:EristdeinSohnJosef,der KönigUndJakobfreutesich,dieHerrlichkeitseines Sohneszusehen.

14UndJoseftratzuseinemVaterundbeugtesichvor seinemVaternieder,undalleMännerdesLagersbeugten sichmitihmvorJakobbiszurErdenieder.

15Undsiehe,JakobliefundeiltezuseinemSohnJosef, fielihmumdenHalsundküssteihn,undsieweinten,und auchJosefumarmteseinenVaterundküssteihn,undsie weinten,unddasganzeVolkÄgyptensweintemitihnen 16UndJakobsprachzuJosef:Nunwillichfröhlich sterben,nachdemichdeinAngesichtgesehenhabe,dassdu nochlebstundinHerrlichkeitbist

17UnddieSöhneJakobsundihreFrauenundihreKinder undihreKnechteunddasganzeHausJakobsweintensehr mitJosef;sieküsstenihnundweintensehrmitihm 18UndJosefundseinganzesVolkkehrtendanachnach Ägyptenzurück.JakobundseineSöhneundalleKinder seinesHauseskamenmitJosefnachÄgypten,undJosef siedeltesieimbestenTeilÄgyptensan,imLandGoschen 19UndJosefsprachzuseinemVaterundzuseinen Brüdern:IchwillhinaufgehenunddemPharaosagen: MeineBrüderunddasHausmeinesVatersundalles,was zuihnengehört,sindzumirgekommen,undsiehe,siesind imLandeGoschen

20UndJoseftatdiesundnahmvonseinenBrüdernRuben, Issachar,SebulonundseinenBruderBenjaminundstellte sievordenPharao

21UndJosefsprachzuPharao:MeineBrüderunddas HausmeinesVatersundalle,diezuihnengehören,sind mitihrenHerdenundihremViehausdemLandKanaanzu mirgekommen,uminÄgyptenalsFremdezuwohnen; denndieHungersnothattesieschwergetroffen 22UndderPharaosprachzuJosef:SetzedeinenVaterund deineBrüderindenbestenTeildesLandes,verweigere ihnennichtallesGuteundlasssieessenvomFettdes Landes

23Josefantwortete:Siehe,ichhabesieimLandGoschen aufgestellt,dennsiesindHirten;darumsollensiein

GoschenbleibenundihreHerdenvondenÄgyptern fernhalten.

24UndderPharaosprachzuJosef:Tuemitdeinen Brüdernalles,wassiedirsagenwerden.UnddieSöhne JakobsbeugtensichvordemPharaoniederundgingenin FriedenvonihmwegDanachbrachteJosefseinenVater vordenPharao

25UndJakobkamundbeugtesichvordemPharaonieder undsegnetedenPharaoDanngingerhinaus;undJakob undalleseineSöhneundseinganzesHauswohntenim LandeGoschen

26ImzweitenJahr,dasheißtimeinhundertdreißigsten LebensjahrJakobs,ernährteJosefseinenVaterundseine BrüderunddasganzeHausseinesVatersmitBrotfürihre KinderwährenddergesamtenHungersnot;esmangelte ihnenannichts.

27UndJosefgabihnendenbestenTeildesganzenLandes; dasBestevonÄgyptenhattensiealleTageJosefs;und JosefgabihnenunddemganzenHausseinesVatersauch jedesJahrKleiderundGewänder;unddieSöhneJakobs bliebensicherinÄgyptenalleTageihresBruders 28UndJakobaßallezeitanJosefsTisch;Jakobundseine SöhneverließenJosefsTischwederTagnochNacht,außer dem,wasJakobsKinderinihrenHäusernaßen

29UndganzÄgyptenaßwährendderTagederHungersnot BrotausdemHausJosefs;dennalleÄgypterhattenwegen derHungersnotallesverkauft,wasihnengehörte 30UndJosefkauftefürdenPharaoalleLändereienund FelderÄgyptensalsBrotundversorgteganzÄgypten währendderHungersnotmitBrotUndJosefsammelte allesSilberundGoldein,dasihmfürdasGetreidezukam, dassieimganzenLandkauften,underhäufteeinegroße MengeGoldundSilberan,außerdemeineriesigeMenge Onyxsteine,BdelliumundwertvolleGewänder,diesie JosefausallenTeilendesLandesbrachten,alsihrGeld aufgebrauchtwar

31UndJosefnahmallesSilberundGold,dasinseine Händegelangte,etwazweiundsiebzigTalenteGoldund Silber,dazuOnyxsteineundBdelliumingroßerMenge, undJosefginghinundversteckteesinvierTeile.Einen TeilversteckteerinderWüsteamRotenMeer,einenTeil amFlussPerathunddendrittenundviertenTeilinder WüstegegenüberderWüstePersienundMedien.

32UndernahmeinenTeildesübriggebliebenenGoldes undSilbersundgabesallenseinenBrüdernunddem ganzenHausseinesVatersundallenFrauendesHauses seinesVaters;denRestaberbrachteerindasHausdes Pharao,etwazwanzigTalenteGoldundSilber.

33UndJosefgaballesGoldundSilber,dasvomBesitz übrigwar,demPharao,undderPharaolegteesindie SchatzkammerDanachhörtendieTagederHungersnotim Landauf,undsiesätenunderntetenimganzenLandund erntetenJahrfürJahrihregewohnteMenge;esmangelte ihnenannichts

34UndJosefwohntesicherinÄgypten,unddasganze LandstandunterseinerHerrschaft;undseinVaterundalle seineBrüderwohntenimLandGoschenundnahmenesin Besitz

35Josefaberwarsehraltundhochbetagt;undseinebeiden Söhne,EphraimundManasse,bliebenständigimHause JakobszusammenmitdenNachkommenderSöhneJakobs,

ihrenBrüdern,umdieWegedesHerrnundseinGesetzzu lernen.

36UndJakobundseineSöhnewohntenimLandÄgypten, imLandGoschen,undsienahmenesinBesitzundwaren fruchtbarundvermehrtensichdarin.

KAPITEL56

1UndJakobwohntesiebzehnJahreimLandÄgypten,und dieTageJakobsunddieJahreseinesLebensbetrugen einhundertsiebenundvierzigJahre

2ZujenerZeitwurdeJakobvonjenerKrankheitbefallen, andererstarb.DasandteerBotenundließseinenSohn JosefausÄgyptenholenUndJosef,seinSohn,kamaus ÄgyptenundkamzuseinemVater

3UndJakobsprachzuJosefundseinenSöhnen:Siehe,ich sterbe,undderGotteurerVäterwirdeuchbesuchenund euchzurückbringenindasLand,dasderHerreuchund eurenKindernnacheuchzugebengeschworenhat.Darum, wennichgestorbenbin,begrabtmichinderHöhle,diein MachpelabeiHebronimLandKanaanist,nahebeimeinen Vätern.

4UndJakobließseineSöhneschwören,ihninMachpela beiHebronzubegraben,undseineSöhneschworenihm diesbezüglich.

5Undergebotihnenundsprach:DientdemHERRN, euremGott;denner,dereureVätererrettethat,wirdauch euchausallemElenderretten.

6UndJakobsprach:RuftalleeureKinderzumir!Undalle SöhneJakobskamenundsetztensichvorihnUndJakob segnetesieundsprachzuihnen:DerHerr,derGotteurer Väter,wirdeuchtausendmalsovielgebenundeuch segnenundeuchdenSegeneuresVatersAbrahamgeben UndalleSöhneJakobszogenanjenemTagaus,nachdem ersiegesegnethatte

7UndamnächstenTagriefJakobabermalsseineSöhnezu sich,undsiealleversammeltensich,kamenzuihmund setztensichvorihn,undJakobsegneteandiesemTag seineSöhnevorseinemTod,jedennachseinemSegen; siehe,sostehtesgeschriebenimBuchdesGesetzesdes Herrn,dassichaufIsraelbezieht

8UndJakobsprachzuJuda:Ichweiß,meinSohn,dassdu einstarkerMannfürdeineBrüderbist;herrscheübersie, unddeineSöhnewerdenüberihreSöhneherrschenin Ewigkeit

9LehredeineSöhnenurdenBogenundalleWaffendes Krieges,damitsiedieSchlachtenihresBrudersschlagen können,derüberseineFeindeherrschenwird.

10UndJakobgebotseinenSöhnenanjenemTagabermals undsprach:Siehe,ichwerdeheutezumeinemVolk versammeltwerden;bringtmichheraufausÄgyptenund begrabtmichinderHöhleMachpela,wieicheuchgeboten habe

11Dochsehtzu,ichbitteeuch,dasskeinereurerSöhne michträgt,sondernnurihrselbstUndsosolltihrmitmir verfahren,wennihrmeinenLeichnamtragt,umihnmitins LandKanaanzunehmenundmichdortzubegraben.

12Juda,IssacharundSebulonsollenmeineBahreim Ostentragen;Ruben,SimeonundGadimSüden;Ephraim, ManasseundBenjaminimWesten;Dan,Ascherund NaftaliimNorden

13LevisolldieBundesladenichtmiteuchtragen,denner undseineSöhnewerdensiemitdenIsraelitenimLager tragenAuchmeinSohnJosefsollsienichttragen,dennals KönigsollseineEhregebühren.EphraimundManasse sollenanihrerStelledieBundesladetragen.

14Sosolltihrmitmirverfahren,wennihrmichwegführt; vergesstnichtsvonallem,wasicheuchgebiete;undes wirdgeschehen,wennihrdiesmitmirtut,dassderHerr euchundeurenNachkommennacheuchinEwigkeit gnädiggedenkenwird

15Undihr,meineSöhne,ehrtjederseinenBruderund seinenVerwandtenundgebieteteurenKindernund Kindeskindernnacheuch,demHerrn,demGotteurer Vorfahren,alleTagezudienen

16DamitihrlangeimLandelebt,ihrundeureKinderund Kindeskinderfürimmer,wennihrtut,wasgutund rechtschaffenistindenAugendesHERRN,euresGottes, undinallenseinenWegenwandelt

17Unddu,meinSohnJosef,vergibdochdeinenBrüdern ihreBosheitundallihreMissetaten,diesiedirangetan haben,dennGotthateszudeinemundzumWohldeiner Kindergewollt.

18UndmeinSohn,überlassdeineBrüdernichtden EinwohnernÄgyptensundkränkenichtihreGefühle;denn siehe,ichübergebesieindieHandGottesundindeine Hand,damitsiesievordenÄgypternbeschützenUnddie SöhneJakobsantwortetenihremVaterundsprachen:O unserVater,alles,wasduunsgebotenhast,wollenwirtun; Gottalleinseimituns

19UndJakobsprachzuseinenSöhnen:SoseiGottmit euch,wennihralleseineWegebewahrtundnichtvon seinenWegenabweicht,wederzurRechtennochzur Linken,sonderntut,wasgutundrechtistinseinenAugen

20Dennichweiß,dasseuchindenletztenTagenimLand vielschweresUnheiltreffenwird,ja,eureKinderund KindeskinderDientnurdemHerrn,underwirdeuchaus allemUnheilerretten.

21Undeswirdgeschehen,wennihrnachGottgeht,um ihmzudienen,undeureKinderundKindeskindernach euchlehrt,denHerrnzuerkennen,dannwirdderHerreuch undeurenKinderneinenKnechtauseurerMitteerwecken, undderHerrwirdeuchdurchseineHandausallerNot errettenundeuchausÄgyptenherausführenundeuch zurückbringenindasLandeurerVäter,damitihressicher erbt

22DahörteJakobauf,seinenSöhnenzugebieten,legte sichhin,starbundwurdezuseinemVolkversammelt

23UndJoseffielaufseinenVaterundschrieaufund weinteüberihnundküssteihnundriefmitbittererStimme: OmeinVater,meinVater!

24DakamendieFrauenseinesSohnesundseinganzes HausundfielenüberJakobher;sieweintenüberihnund schrienmitsehrlauterStimmeüberJakob

25DastandenalleSöhneJakobsauf,zerrissenihreKleider, legtensichalleSacktücherumdieLenden,fielenaufihr AngesichtundstreutenStaubaufihreHäuptergenHimmel

26AlsmanOsnath,derFrauJosefs,davonerzählte,stand sieauf,legteeinenSackumundkammitallenägyptischen FrauenundtrauerteundweinteumJakob

27Undalssiedieshörten,kamenalleÄgypter,dieJakob kannten,undganzÄgyptenweintevieleTagelang

28AuchausdemLandKanaankamendieFrauennach Ägypten,alssiehörten,dassJakobgestorbenwar,undsie weintensiebzigTagelanginÄgyptenumihn 29Undesgeschahdanach,dassJosefseinenDienern,den Ärzten,befahl,seinenVatermitMyrrheundWeihrauch undallerleiRäucherwerkundWohlgeruch einzubalsamieren,unddieÄrztebalsamiertenJakobein, wieJosefihnenbefohlenhatte.

30UnddasganzeVolkÄgyptens,dieÄltestenundalle EinwohnerdesLandesGoschenweintenundtrauertenüber Jakob,undalleseineSöhneunddieKinderseinesHauses beklagtenundtrauertenvieleTagelangüberihrenVater Jakob.

31UndalsdieTageseinesWeinensvorüberwaren,nach siebzigTagen,sprachJosefzuPharao:Ichwill hinaufgehenundmeinenVaterimLandKanaanbegraben, wieermichschwörenließ,unddannwillichzurückkehren 32UndderPharaosandteJosefundsprach:Gehhinauf undbegrabedeinenVater,wieergesagtundwieerdich schwörenließDamachtesichJosefmitallenseinen BrüdernaufdenWegindasLandKanaan,umihrenVater Jakobzubegraben,wieerihnengebotenhatte.

33UndderPharaobefahl,dassinganzÄgypten ausgerufenwerdensolle:WernichtmitJosefundseinen BrüdernhinaufgehtindasLandKanaan,umJakobzu begraben,sollsterben

34AlsganzÄgyptenvondemAufrufdesPharaohörte, machtensiesichallegemeinsamauf,undalleDienerdes PharaounddieÄltestenseinesHausesundalleÄltesten desLandesÄgyptenzogenmitJosefhinauf,undalle BeamtenundEdlendesPharaozogenalsDienerJosefs hinauf,undsiezogenhin,umJakobimLandKanaanzu begraben

35UnddieSöhneJakobstrugendieBahre,aufderer gelegenhatte;alles,wasihrVaterihnenbefohlenhatte, tatenseineSöhneihm

36DieBahrewarausreinemGoldundringsummit OnyxsteinenundBdelliumeingelegt;dieDeckederBahre warausGoldgewebe,mitFädenverbunden,unddarüber warenHakenausOnyxsteinenundBdelliumangebracht. 37UndJosefsetzteseinemVaterJakobeinegroßegoldene KroneaufundgabihmeingoldenesZepterindieHand; undsieumringtendieBahre,wieesbeiKönigenzuihren LebzeitenBrauchwar

38UnddasganzeHeerÄgyptenszogindieserAufstellung vorihmher,zuerstalleHeldendesPharaounddieHelden Josefs,undnachihnenderRestderEinwohnerÄgyptens SieallewarenmitSchwerternumgürtetundmit KettenhemdenundKriegsgeschirrenbekleidet

39UndalleWehklagendenundTrauerndengingenin einigerEntfernungvonderBahrewegundgingenweinend undklagend;derRestdesVolkesabergingderBahrenach.

40UndJosefundseinHausgingenbarfußundweinendzu derBahre,unddieübrigenKnechteJosefsgingenumihn herum;jederhatteseinenSchmuckansich,undallewaren mitihrenKriegswaffengerüstet

41FünfzigvonJakobsKnechtengingenvorderBahreher undstreutenMyrrhe,AloeundallerleiwohlriechendeÖle aufdenWegAlleSöhneJakobs,diedieBahretrugen, gingenaufdemwohlriechendenÖl,undJakobsKnechte gingenvorihnenherundstreutendasÖlaufdenWeg

42UndJosefzogmiteinemgroßenLagerhinauf,undsie tatendiesjedenTag,bissieindasLandKanaankamen. UndsiekamenzurTennevonAtad,diejenseitsdes Jordanslag,undhieltendorteineüberausgroßeund schwereTrauerfeier.

43AlsdieKönigevonKanaandavonhörten,gingensie allehinaus,einjederausseinemHaus,einunddreißig KönigevonKanaan,undsiekamenallemitihrenMännern, umzutrauernundüberJakobzuweinen

44UndalledieseKönigesahenJakobsBahre,undsiehe, dieKroneJosefslagdarauf;undsielegtenauchihre KronenaufdieBahreundumgabensiemitKronen

45UndalledieseKönigehieltenanjenemOrtmitden SöhnenJakobsundÄgyptenseinegroßeundschwere TrauerüberJakobab;dennalleKönigeKanaanskannten dieTapferkeitJakobsundseinerSöhne.

46UnddieNachrichterreichteEsau:JakobistinÄgypten gestorben,undseineSöhneundganzÄgyptenbringenihn insLandKanaan,umihndortzubegraben.

47AlsEsaudieshörte,underwohnteaufdemGebirge Seir,machteersichaufmitseinenSöhnenundseinem ganzenVolkundseinemganzenHaus,einemsehrgroßen Volk,undsiekamen,umüberJakobzutrauernundzu weinen

48UndalsEsaukam,trauerteerumseinenBruderJakob, undganzÄgyptenundganzKanaanerhobsicherneutund hieltmitEsauanjenemOrteinegroßeTrauerfeierüber Jakob.

49UndJosefundseineBrüderbrachtenihrenVaterJakob vondortwegundgingennachHebron,umJakobinder HöhlebeiseinenVäternzubegraben.

50UndsiekamennachKireat-ArbazuderHöhleUndals siekamen,stelltesichEsaumitseinenSöhnengegenJosef undseineBrüderundstelltesichihnenindenWeg.Er sprach:Jakobsollnichtdarinbegrabenwerden,dennsie gehörtunsundunseremVater

51AlsJosefundseineBrüderdieWortederSöhneEsaus hörten,wurdensiesehrzornigDatratJosefzuEsauund sprach:Washabensiedagesagt?MeinVaterJakobhates dirdochvorfünfundzwanzigJahrennachdemTodIsaaks fürgroßenReichtumabgekauft,undauchdasganzeLand Kanaanhaterdir,deinenSöhnenunddeinenNachkommen abgekauft.

52UndJakobkaufteesfürseineSöhneundseine NachkommennachihmzumewigenErbe;warumredest dudieseDingeheute?

53Esauantwortete:Duredestfalschundlügst!Dennich habenichtsvonmeinemEigentumindiesemganzenLand verkauft,wiedusagst,undmeinBruderJakobhatauch nichtsvonmeinemEigentumindiesemLandgekauft

54Esauredetediesalles,umJosefmitseinenWortenzu täuschen;dennEsauwusste,dassJosefinjenenTagen nichtanwesendwar,alseralles,waserimLandeKanaan besaß,anJakobverkaufte

55UndJosefsprachzuEsau:Gewiss,meinVaterhatdiese DingemitdirindasKaufbucheintragenlassenunddas BuchmitZeugenbezeugt,undsiehe,esistbeiunsin Ägypten

56Esauantworteteihm:BringdieAufzeichnungen,alles, wasduindenAufzeichnungenfindest,wollenwirtun.

57UndJosefriefseinenBruderNaftaliundsprach:Beeile dich,zögerenichtundeilenachÄgyptenundbringealle Urkundenmit;dieKaufurkunde,dieversiegelteUrkunde unddieoffeneUrkunde,undauchalleerstenUrkunden,in denenalleTransaktionendesErstgeburtsrechts aufgezeichnetsind,bringesiemit

58Unddusollstsiezuunsbringen,damitwirvonihnen alleWorteEsausundseinerSöhneerfahren,diesieheute gesprochenhaben

59UndNaftalihörteaufdieStimmeJosefsundeiltehinab nachÄgyptenNaftaliwarleichterzuFußalsalleHirsche, dieinderWüsteumherzogen,dennerkonnteaufÄhren gehen,ohnesiezuzertreten.

60AlsEsausah,dassNaftalihingegangenwar,umdie Schriftrollenzuholen,verstärktenerundseineSöhneihren WiderstandgegendieHöhle,undEsauundseinganzes VolkzogengegenJosefundseineBrüderzumKampfaus

61UndalleSöhneJakobsunddasVolkÄgyptens kämpftengegenEsauundseineMänner,unddieSöhne EsausundseinVolkwurdenvordenSöhnenJakobs geschlagen,unddieSöhneJakobserschlugenvierzigMann vonEsausVolk.

62UndChuschim,derSohnDans,desSohnesJakobs,war zujenerZeitbeidenSöhnenJakobs;erwaraberetwa hundertEllenvomOrtderSchlachtentfernt,dennerblieb beidenSöhnenJakobsbeiderBahreJakobs,umsiezu bewachen

63UndChuschimwarstummundtaub;dennochverstand erdieStimmederBestürzungunterdenMännern

64Underfragte:WarumbegrabtihrdieTotennicht,und wasistdiesegroßeBestürzung?Sieantwortetenihmmit denWortenEsausundseinerSöhne;underliefmittenin denKampfzuEsauunderschlugEsaumitdemSchwert undschlugihmdenKopfab,undersprangindieFerne, undEsaufielunterdasVolkdesKampfes

65AlsChuschimdiestat,siegtendieSöhneJakobsüber dieSöhneEsaus,unddieSöhneJakobsbegrubenihren VaterJakobmitGewaltinderHöhle,unddieSöhneEsaus sahenes

66UndJakobwurdeinHebroninderHöhleMachpela begraben,dieAbrahamvondenSöhnenHethsgekauft hatte,umsiealsBegräbnisstättezubesitzen,underwurde insehrkostbarenGewändernbegraben.

67UndkeinemKönigwurdeeinesolcheEhreerwiesen, wieJosefseinemVaterbeidessenToderwiesenhat;denn erbestatteteihnmitgroßerEhre,wiemanKönigebestattet. 68UndJosefundseineBrüderhielteneinesiebentägige TrauerzeitfürihrenVater.

KAPITEL57

1UnddanachführtendieSöhneEsausKrieggegendie SöhneJakobs;unddieSöhneEsauskämpftengegendie SöhneJakobsinHebron;undEsaulagnochtotdaundwar nichtbegraben

2UndesentbrannteeinheftigerKampfzwischenihnen, unddieSöhneEsauswurdenvordenSöhnenJakobs geschlagenDieSöhneJakobsabererschlugenvonden SöhnenEsausachtzigMann,undkeinervondenSöhnen Jakobsstarb.UnddieHandJosefssiegteüberdasganze VolkderSöhneEsausUndernahmZepho,denSohn

Elifas,denSohnEsaus,undfünfzigseinerMänner gefangen,fesseltesiemiteisernenKettenundgabsieindie HandseinerKnechte,damitsiesienachÄgyptenführten

3UndalsdieSöhneJakobsZephoundseinVolkgefangen genommenhatten,fürchtetensichalle,dieübriggeblieben waren,sehrvordemHausEsau,dassauchsiegefangen genommenwürden,undsiealleflohenmitElifas,dem SohnEsaus,undseinemVolk,mitEsausLeichnam,und zogenaufdenWegzumGebirgeSeir

4UndsiekamenzumGebirgeSeirundbegrubenEsauin Seir;abersiehattenseinenKopfnichtmitnachSeir gebracht,dennerwarandemOrtbegraben,woinHebron dieSchlachtstattgefundenhatte.

5UndalsdieSöhneEsausvordenSöhnenJakobsgeflohen waren,verfolgtendieSöhneJakobssiebisandieGrenzen vonSeir.AbersieerschlugenkeineneinzigenMannvon ihnen,alssiesieverfolgten,dennderLeichnamEsaus,den siemitsichtrugen,erregteihreVerwirrungSoflohensie, unddieSöhneJakobskehrtenvorihnenumundkamen hinaufzudemOrt,woihreBrüderinHebronwaren,und siebliebendortandiesemTagundamnächstenTag,bis siesichvomKampferholthatten.

6UndesgeschahamdrittenTag,dasssiealleSöhneSeirs, desHoriters,versammeltenundalleKinderdesOstens versammelten,einHeerwiederSandamMeer,undsie zogenhinabnachÄgypten,umgegenJosefundseine Brüderzukämpfen,umihreBrüderzubefreien

7UndJosefundalleSöhneJakobshörten,dassdieSöhne EsausunddieSöhnedesOstensübersiegekommenwaren, umgegensiezukämpfenundihreBrüderzubefreien

8UndJosefundseineBrüderunddiestarkenMänner ÄgyptenszogenausundkämpfteninderStadtRamses, undJosefundseineBrüderfügtendenSöhnenEsausund denSöhnendesOstenseinegewaltigeNiederlagezu.

9UndsieerschlugenvonihnensechshunderttausendMann, darunteralleHeldendesStammesSeir,desHoriters;nur wenigebliebenübrig.Sieerschlugenaucheinegroße MengederStämmeausdemOstenundderStämmeEsaus; undElifas,derSohnEsaus,unddieStämmeausdemOsten flohenallevorJosefundseinenBrüdern.

10UndJosefundseineBrüderverfolgtensiebisnach Sukkot;undsieerschlugeninSukkotdreißigvonihnen; dieÜbrigenaberentkamenundflohjederinseineStadt.

11UndJosefundseineBrüderunddieHeldenÄgyptens kehrtenmitFreudeundHerzensfreudevonihnenzurück, dennsiehattenalleihreFeindegeschlagen.

12UndZepho,derSohndesElifas,undseineMänner warennochimmerSklaveninÄgyptenbeidenSöhnen Jakobs,undihreLeidennahmenzu

13AlsnundieSöhneEsausunddieSöhneSeirsinihr Landzurückkehrten,sahendieSöhneSeirs,dasssieallein dieHändederSöhneJakobsunddesVolkesÄgypten gefallenwarenwegenderSchlachtderSöhneEsaus

14DasprachendieSöhneSeirszudenSöhnenEsaus:Ihr habtesgesehenundwisstdeshalb,dassdiesesLager euretwegenerrichtetwurde,undesistkeintapfererMann odereinerfahrenerKriegerübriggeblieben.

15DarumgehtnunausunseremLand,gehtvonunsindas LandKanaan,indasLand,woeureVäterwohnen;warum solleneureKinderinspäterenTagendasErbeunserer Kinderantreten?

16UnddieNachkommenEsauswolltennichtaufdie NachkommenSeirshören,unddieNachkommenSeirs beschlossen,Krieggegensiezuführen

17UnddieSöhneEsaussandtenheimlichzuAngeas,dem KönigvonAfrika,dasistDinhabah,undließenihmsagen: 18SendeeinigedeinerMännerzuuns,undsiesollenzu unskommen,damitwirgemeinsammitdenSöhnenSeirs, desHoriters,kämpfenkönnen;dennsiehabenbeschlossen, mitunszukämpfen,umunsausdemLandzuvertreiben 19UndAngeas,derKönigvonDinhaba,tatdies,denner warinjenenTagenmitdenNachkommenEsaus befreundetundsandtefünfhunderttapfereInfanteristenund achthundertReiterzudenNachkommenEsaus.

20DasandtendieSöhneSeirsBotenzudenSöhnendes OstensundzudenSöhnenMidiansundließenihnensagen: Ihrhabtgesehen,wasdieSöhneEsausunsangetanhaben, weshalbwirfastalleumgekommensind,inihremKampf mitdenSöhnenJakobs

21Nunkommtzuunsundhelftuns,damitwirgemeinsam gegensiekämpfenundsieausdemLandvertreibenund dieSacheunsererBrüderrächen,dieihretwegenimKampf gegenihreBrüder,dieSöhneJakobs,gestorbensind.

22UndalleSöhnedesOstenshörtenaufdieSöhneSeirs, undsiekamenzuihnen,etwaachthundertMannmit gezücktenSchwertern,unddieSöhneEsauskämpftenzu jenerZeitmitdenSöhnenSeirsinderWüsteParan 23UnddieSöhneSeirssiegtendamalsüberdieSöhne Esaus,unddieSöhneSeirserschlugenanjenemTagin jenerSchlachtvondenSöhnenEsausetwazweihundert MannausdemVolkAngeas,desKönigsvonDinhabah 24AmzweitenTagkamendieSöhneEsausaberwieder, umeinzweitesMalgegendieSöhneSeirszukämpfen DiesmalabererlittendieSöhneEsauseineschwere NiederlageundwarensehrbeunruhigtwegenderSöhne Seirs

25AlsdieNachkommenEsaussahen,dassdie NachkommenSeirsstärkerwarenalssie,wandtensich einigeMännerausdemStammEsauumundhalfenihren Feinden,denNachkommenSeirs

26UndesfielennochachtundfünfzigMannvomVolkder SöhneEsausinderzweitenSchlacht,vomVolkAngeas, demKönigDinhabahs

27AmdrittenTagaberhörtendieSöhneEsaus,dass einigeihrerBrüdersichvonihnenabgewandthatten,umin derzweitenSchlachtgegensiezukämpfen;unddieSöhne Esaustrauerten,alssiedashörten.

28Undsiesprachen:WassollenwirmitunserenBrüdern tun,diesichvonunsabgewandthaben,umdenSöhnen Seirs,unserenFeinden,zuhelfen?UnddieSöhneEsaus sandtenerneutzuAngeas,demKönigvonDinhaba,und ließenihmsagen:

29SendetunsabermalsandereMänner,damitwirmit ihnengegendieSöhneSeirskämpfenkönnen;dennsie sindschondoppeltsoschwerwiewir

30UndAngeassandteabermalszudenNachkommen EsausetwasechshunderttapfereMänner,unddiesekamen, umdenNachkommenEsauszuHilfezukommen.

31NachzehnTagenführtendieNachkommenEsaus abermalsKrieggegendieNachkommenSeirsinderWüste Paran.DerKampfwarsehrschwerfürdieNachkommen Seirs,unddieNachkommenEsaussiegtendiesmalüberdie

NachkommenSeirsDieNachkommenSeirswurdenvor denNachkommenEsausgeschlagen,unddie NachkommenEsauserschlugenetwazweitausendMann vonihnen.

32UndalletapferenMännerderKindervonSeirstarbenin dieserSchlacht,undnurihrekleinenKinderbliebenin ihrenStädtenzurück

33DaergriffenalleMidianiterunddieStämmedesOstens dieFluchtvordemKampfundließendieStämmeSeir zurückundflohen,alssiesahen,dassderKampfschwer übersiehereinbrachDieStämmeEsausaberverfolgten alleStämmedesOstensbiszuihremLand

34DieSöhneEsausabererschlugennochetwa zweihundertfünfzigMannvonihnen,undvomVolkder SöhneEsausfieleninjenerSchlachtetwadreißigMann; aberdiesesUnglückkamübersie,weilihreBrüdersich vonihnenabwandten,umdenSöhnenSeirs,desHoriters, zuhelfenUnddieSöhneEsaushörtenabermalsvonden bösenTatenihrerBrüderundtrauertenabermalsdarüber. 35UndesgeschahnachderSchlacht,dassdieSöhne EsausumkehrtenundnachSeirzurückkehrtenUnddie SöhneEsaustötetendiejenigen,dieimLandderSöhne Seirsgebliebenwaren;sietötetenauchihreFrauenund KinderSieließenkeineSeeleamLebenaußerfünfzig jungenKnabenundMädchen,diesieamLebenließen.Die SöhneEsaustötetensienicht,unddieKnabenwurdenihre Sklaven,unddieMädchennahmensiezuFrauen

36UnddieNachkommenEsauswohnteninSeirandem OrtderNachkommenSeirs,undsieerbtenihrLandund nahmenesinBesitz

37UnddieNachkommenEsausnahmenalles,wasim LanddenNachkommenSeirsgehörte,auchihrVieh,ihre StiereundihreGüter;undalles,wasdenNachkommen Seirsgehörte,nahmendieNachkommenEsaus,unddie NachkommenEsauswohnteninSeiranderStelleder NachkommenSeirsbisaufdenheutigenTag,unddie NachkommenEsausteiltendasLandunterdenfünf SöhnenEsausnachihrenSippenauf

38UndesgeschahinjenenTagen,dassdieNachkommen Esausbeschlossen,einenKönigübersichindemLand,das sieinBesitzgenommenhatten,zukrönenUndsie sprachenzueinander:Nein,dennerwirdüberunsin unseremLandherrschen,undwirwerdenseinemRat folgen,underwirdunsereKriegegegenunsereFeinde führenUndsogeschahes

39UndalleSöhneEsausschworen,dasskeinerihrer Brüderjemalsübersieherrschensolle,sondernein Fremder,dernichtzuihrenBrüderngehöre;denndie SeelenallerSöhneEsauswarenverbittert,einjedergegen seinenSohn,BruderundFreund,wegendesUnheils,das ihnenvonihrenBrüdernimKampfgegendieSöhneSeirs widerfahrenwar.

40DaschworendieSöhneEsaus:VondiesemTagan wollensiekeinenKönigmehrausihrenBrüdernwählen, sonderneinenauseinemfremdenLandbisaufden heutigenTag

41UndesgabdorteinenMannausdemVolkAngeas,den KönigvonDinhabah;seinNamewarBela,derSohnBeors ErwareinsehrtapfererMann,schönundansehnlichund weiseinallerWeisheit,einMannvonVerstandundRat;

undesgabkeinenunterdemVolkAngeas,derihm gleichkam.

42UndalleSöhneEsausnahmenihnundsalbtenihnund kröntenihnzumKönigundfielenvorihmniederund sprachenzuihm:DerKöniglebe,derKöniglebe!

43UndsiebreitetendasTuchausundbrachtenihmjeder MannOhrringeausGoldundSilberoderRingeoder Armbänder,undsiemachtenihnsehrreichanSilberund Gold,anOnyxsteinenundBdellium,undsiemachtenihm einenköniglichenThronundsetztenihmeinekönigliche KroneaufseinHaupt,undsiebautenihmeinenPalast,und erwohntedarin,underwurdeKönigüberalleSöhneEsaus 44UnddieLeutevonAngeasnahmenihrenLohnfürden KampfvondenSöhnenEsausundzogendannzurückzu ihremHerrnnachDinhabah

45UndBelaregiertedreißigJahreüberdieNachkommen Esaus,unddieNachkommenEsauswohntenimLand anstellederNachkommenSeirs,undsiewohntensicheran ihrerStattbisaufdenheutigenTag.

KAPITEL58

1UndesgeschahimzweiunddreißigstenJahr,nachdem dieIsraelitennachÄgyptengezogenwaren,dasistim einundsiebzigstenLebensjahrJosefs,dastarbderPharao, derKönigvonÄgypten,undseinSohnMagronregiertean seinerStatt

2UndderPharaobefahlJosefvorseinemTod,seinem SohnMagroneinVaterzusein,unddassMagronunter JosefsObhutundseinemRatstehensollte

3UndganzÄgyptenstimmtezu,dassJosefKönigübersie seinsollte;dennalleÄgypterliebtenJosefwiezuvor;nur Magron,derSohndesPharao,saßaufdemThronseines VatersundwurdeinjenenTagenanstelleseinesVaters König

4MagronwareinundvierzigJahrealt,alserKönigwurde, underregiertevierzigJahreinÄgypten,undganzÄgypten nannteihnPharaonachdemNamenseinesVaters,wiees inÄgyptenBrauchwar,jedenKönigzunennen,derüber sieherrschte.

5Undesgeschah,alsderPharaoanstelleseinesVaters regierte,dasserdieGesetzeÄgyptensundalle RegierungsgeschäfteindieHandJosefslegte,wiesein Vateresihmgebotenhatte

6UndJosefwurdeKönigüberÄgypten,dennersetztesich überganzÄgyptenauf,undganzÄgyptenstandunter seinerObhutundunterseinemRat;dennganzÄgypten neigtenachdemToddesPharaozuJosefundliebteihn überalles,dasserübersieregierte

7Esgababereinigeunterihnen,dieihnnichtmochtenund sagten:KeinFremdersollüberunsherrschenDennoch ginginjenenTagennachdemToddesPharaodieganze RegierungÄgyptensaufJosefüber;erwarderRegierende undkonnteimganzenLandtun,waserwollte,ohnedass sichjemandeinmischte

8GanzÄgyptenstandunterJosefsHerrschaft,undJosef führteKrieggegenalleseineFeinderingsumund unterwarfsie;auchdasganzeLandundallePhilisterbisan dieGrenzenKanaansunterwarfJosef,undsieallestanden unterseinerMachtundentrichtetenJosefeinejährliche Steuer

9UndderPharao,derKönigvonÄgypten,saßanstelle seinesVatersaufdemThron;abererstandunterder HerrschaftunddemRatJosefs,wieerzuvorunterder HerrschaftseinesVatersgestandenhatte.

10ErregiertenichtnurimLandÄgyptenallein,sondern aufRatJosefs;JosefaberregiertezujenerZeitüberdas ganzeLand,vonÄgyptenbiszumgroßenStromPerath

11UndJosefhatteErfolginallem,wasertat,undderHerr warmitihm,undderHerrgabJosefnochmehrWeisheit, Ehre,HerrlichkeitundLiebezuihmindenHerzender ÄgypterundimganzenLand,undJosefregiertevierzig JahrelangüberdasganzeLand

12UndalleLänderderPhilister,KanaanundSidonsowie dieGebietejenseitsdesJordansbrachtenJosefwährend seinergesamtenZeitGeschenke,unddasganzeLandwar inJosefsHand,undsiebrachtenihmjährlichden vorgeschriebenenTribut,dennJosefhattegegenalleseine umliegendenFeindegekämpftundsieunterworfen,und dasganzeLandwarinJosefsHand,undJosefsaßsicher aufseinemThroninÄgypten

13AuchalleseineBrüder,dieSöhneJakobs,wohnten sicherimLand,solangeJoseflebte,undsiewaren fruchtbarundvermehrtensichsehrimLandunddienten demHerrnihrganzesLebenlang,wieihrVaterJakobes ihnengebotenhatte.

14UndesgeschahnachvielenTagenundJahren,alsdie SöhneEsausruhiginihremLandwohntenmitihrem KönigBela,dassdieSöhneEsausfruchtbarwurdenund sichimLandvermehrtenDabeschlossensie,gegendie SöhneJakobsundganzÄgyptenindenKriegzuziehen undihrenBruderZepho,denSohndesElifas,undseine Männerzubefreien,dennsiewarenzujenerZeitnoch SklavenJosefs

15UnddieSöhneEsaussandtenBotenzuallenSöhnen desOstens,unddieseschlossenFriedenmitihnenDa kamenalleSöhnedesOstenszuihnen,ummitdenSöhnen EsausnachÄgyptenindenKriegzuziehen.

16UndeskamenauchBotenausdemVolkAngeas,dem KönigvonDinhabah,zuihnen;undsiesandtenauchBoten zudenSöhnenIsmaels,undauchdiesekamenzuihnen.

17UnddasganzeVolkversammeltesichundkamnach Seir,umdenSöhnenEsausimKampfbeizustehenUnd diesesLagerwarsehrgroßunddichtbevölkert,so zahlreichwiederSandamMeer,etwaachthunderttausend Mann,InfanterieundReitereiUndalldieseTruppen zogenhinabnachÄgypten,umgegendieSöhneJakobszu kämpfen,undsielagertenbeiRamses

18UndJosefzogmitseinenBrüdernunddentapferen MännernÄgyptens,etwasechshundertMann,ausund kämpftemitihnenimLandRamses;unddieSöhneJakobs kämpftenzujenerZeitwiedergegendieSöhneEsaus,im fünfzigstenJahr,nachdemdieSöhneJakobsnachÄgypten hinabgezogenwaren,dasistdasdreißigsteJahrder RegierungBelasüberdieSöhneEsausinSeir 19UndderHERRgaballetapferenMännervonEsauund vondenSöhnendesOstensindieHandJosefsundseiner Brüder;unddasVolkderSöhneEsausundvonden SöhnendesOstenswurdevorJosefgeschlagen 20UndvondemStammEsauunddenSöhnendesOstens, dieerschlagenwurden,fielenvordenSöhnenJakobsetwa zweihunderttausendMann,undihrKönigBela,derSohn

Beors,fielmitihneninderSchlachtAlsdieSöhneEsaus sahen,dassihrKöniginderSchlachtgefallenundtotwar, wurdenihreHändeimKampfschwach

21UndJosefundseineBrüderundganzÄgyptenschlugen nochimmerdasVolkdesHausesEsau,unddasganze VolkEsausfürchtetesichvordenSöhnenJakobsundfloh vorihnen

22UndJosefundseineBrüderundganzÄgypten verfolgtensieeinenTagesmarschweit,undsieerschlugen nochetwadreihundertMannvonihnen,indemsiesie weiterhinaufdemWegschlugen;unddanachwandtensie sichvonihnenab

23UndJosefundalleseineBrüderkehrtennachÄgypten zurück;esfehltekeinervonihnen,abervondenÄgyptern fielenzwölfMänner

24AlsJosefnachÄgyptenzurückkehrte,befahler,Zepho undseineMännerzusätzlichzufesseln;undmanfesselte siemitEisen,undsovergrößertesichihrLeid

25UnddasganzeVolkderSöhneEsausunddieSöhnedes OstenskehrtenbeschämtjederinseineStadtzurück,denn alleHelden,diemitihnengewesenwaren,warenim Kampfgefallen.

26AlsdieSöhneEsaussahen,dassihrKönigimKampf gefallenwar,eiltensieherbeiundnahmeneinenMannaus demVolkderSöhnedesOstens;seinNamewarJobab,der SohnSerachs,ausdemLandBotzra,undsiesetztenihn anstelleihresKönigsBelaalsKönigübersichein

27UndJobabsetztesichanstelleBelasaufdenThronund wurdeKönigJobabregiertezehnJahrelanginEdomüber alleSöhneEsausVondiesemTaganzogendieSöhne EsausnichtmehrgegendieSöhneJakobsindenKrieg, denndieSöhneEsauskanntendieTapferkeitderSöhne Jakobsundfürchtetensichsehrvorihnen

28AbervondiesemTaganhasstendieSöhneEsausdie SöhneJakobs,undderHassunddieFeindschaftwaren sehrstarkzwischenihnenalleTagebisaufdenheutigen Tag.

29UndesgeschahnachdiesenzehnJahren,dassJobab, derSohnSerachs,ausBotzrastarbDanahmendieSöhne EsauseinenMannnamensChushamausdemLandTeman undmachtenihnanstelleJobabszumKönigübersich ChushamregiertezwanzigJahrelanginEdomüberalle SöhneEsaus.

30UndJosef,derKönigvonÄgypten,undseineBrüder undalleIsraelitenwohnteninjenenTagensicherin Ägypten,zusammenmitallenNachkommenJosefsund seinerBrüder,ohnedassihnenetwaszustoßenoder Unglückwiderfuhr,unddasLandÄgyptenhattezujener ZeitRuhevorKriegindenTagenJosefsundseinerBrüder

KAPITEL59

1UnddiessinddieNamenderSöhneIsraels,diein Ägyptenwohnten,diemitJakobgekommenwaren;alle SöhneJakobskamennachÄgypten,jedermitseinemHaus 2DieKinderLeaswarenRuben,Simeon,Levi,Juda, IssacharundSebulonsowieihreSchwesterDina.

3UnddieSöhneRahelswarenJosefundBenjamin 4DieSöhneSilpas,derMagdLeas,warenGadundAscher 5DieSöhneBilhas,derMagdRahels,warenDanund Naftali

6DieswarenihreNachkommen,dieihnenimLand Kanaangeborenwurden,ehesiemitihremVaterJakob nachÄgyptenkamen

7DieSöhneRubenswarenChanoch,Pallu,Chetzronund Karmi.

8DieSöhneSimeonswarenJemuel,Jamin,Ohad,Jachin, ZocharundSaul,derSohnderkanaanäischenFrau

9DieSöhneLeviwarenGerschon,KehathundMerari sowieihreSchwesterJochebed,dieihnenaufihremWeg nachÄgyptengeborenwurde

10DieSöhneJudaswarenEr,Onan,Schela,Perezund Serach

11UndErundOnanstarbenimLandKanaan;unddie SöhnedesPerezwarenChezronundChamul

12DieSöhneIssacharswarenTola,Puwa,Hiobund Schomron.

13DieSöhneSebulonswarenSered,ElonundJachleel, undderSohnDanswarChuschim

14DieSöhneNaftaliswarenJachzeel,Guni,Jetzerund Silam

15DieSöhneGadswarenZiphion,Chaggi,Shuni,Ezbon, Eri,ArodiundAreli.

16DieSöhneAscherswarenJimna,Jischwa,Jischwi, BeriaundihreSchwesterSerach;dieSöhneBeriaswaren KeberundMalkiel.

17DieSöhneBenjaminswarenBela,Becher,Aschbel, Gera,Naaman,Achi,Rosch,Mupim,ChupimundOrd

18DieSöhneJosefs,dieihminÄgyptengeborenwaren, hießenManasseundEphraim

19UndeswareninsgesamtsiebzigSeelen,dieausdem GeschlechtJakobshervorgegangenwaren;diesewarenmit ihremVaterJakobnachÄgyptengekommen,umdortzu wohnenUndJosefundalleseineBrüderwohntensicherin ÄgyptenundaßenvondenbestenSpeisenÄgyptensalle TagedesLebensJosefs

20UndJoseflebtedreiundneunzigJahreimLandÄgypten, undJosefregierteachtzigJahreüberganzÄgypten.

21AlssichdieTageJosefsnäherten,dassersterbensollte, sandteerBotenundließseineBrüderunddasganzeHaus seinesVatersrufen;undsieallekamenzusammenund setztensichvorihn

22UndJosefsprachzuseinenBrüdernundzudemganzen HausseinesVaters:Siehe,ichsterbe,undGottwirdeuch gewissbesuchenundeuchausdiesemLandheraufführen indasLand,dasereurenVäterngeschworenhat,ihnenzu geben.

23UndwennGotteuchbesuchenwird,umeuchvonhier hinaufindasLandeurerVäterzubringen,dannbringt auchmeineGebeinemiteuchvonhierhinauf

24UndJosefließdieIsraelitenfürihreNachkommennach ihnenschwörenundsprach:Gottwirdeuchgewiss heimsuchen,undihrsolltmeineGebeinevonhiermiteuch heraufbringen

25UndesgeschahnachdiesemZeitpunkt,dassJosefin jenemJahr,demeinundsiebzigstenJahr,alsdieIsraeliten nachÄgyptenhinabzogen,starb

26UndJosefwarhundertzehnJahrealt,alserimLand ÄgyptenstarbDamachtensichalleseineBrüderundalle seineDieneraufundbalsamiertenJosefein,wieesihr Brauchwar.UndseineBrüderundganzÄgyptentrauerten siebzigTagelangumihn

27UndsielegtenJosefineinenSarg,dermit wohlriechendenÖlenundallerleiParfümgefülltwar,und begrubenihnamUferdesFlusses,dasistSihor,zusammen mitseinenSöhnenundallenseinenBrüdernunddem ganzenHausseinesVaters.SiebenTagelanghieltensie Trauerumihn

28NachdemTodJosefsbegannennunalleÄgypterin jenenTagen,überdieIsraelitenzuherrschen.Undder Pharao,derKönigvonÄgypten,deranstelleseinesVaters regierte,nahmalleGesetzeÄgyptensansichundleitete dieganzeRegierungÄgyptensnachseinemRat,under regiertesicherüberseinVolk

KAPITEL60

1UndalsdasJahrumwar,daszweiundsiebzigsteJahrseit demTodJosefs,alsdieIsraelitennachÄgypten hinabgezogenwaren,flohZepho,derSohnElifas,des SohnesEsaus,mitseinenMännernausÄgyptenundzog fort

2UnderkamnachAfrika,dasDinhabahheißt,zuAngeas, demKönigvonAfrika,undAngeasempfingsiemitgroßer EhreundsetzteZephozumHeerführerein

3UndZephofandGunstbeiAngeasundbeiseinemVolk, undZephowarvieleTagelangHeerführerdesAngeas,des KönigsvonAfrika

4UndZephoüberredeteAngeas,denKönigvonAfrika, seinganzesHeerzuversammeln,umgegendieÄgypter undgegendieSöhneJakobsindenKriegzuziehenundan ihnendieSacheseinerBrüderzurächen

5AberAngeaswolltenichtaufZephohören,dasserdas tunsollte,dennAngeaskanntedieStärkederSöhneJakobs undwassieseinemHeerimKrieggegendieSöhneEsaus angetanhatten.

6ZephowarinjenenTagensehrangesehenbeiAngeas undbeiseinemganzenVolkundversuchteständig,sie zumKrieggegenÄgyptenzuverleiten;abersiewollten nicht

7UndesgeschahinjenenTagenimLandeKittim,dassein ManninderStadtPusimnalebte,dessenNameUzuwar. UnderwurdevondenKindernKittimsaufwidernatürliche WeisevergöttlichtUndderMannstarbundhattekeinen Sohn,nureineTochter,derenNameJaniawar.

8UnddasMädchenwarüberausschön,anmutigundklug; esgabkeine,dieihranSchönheitundWeisheitglichim ganzenLand.

9UndalsdieLeutedesKönigsAngeasvonAfrikasie sahen,kamensieundpriesensievorihm.Dasandte AngeasBotenzudenSöhnenvonKittimundbatsie,siezu seinerFraunehmenzudürfenUnddieLeutevonKittim willigtenein,sieihmzurFrauzugeben

10UndalsdieBotendesAngeasausdemLandeChittim aufbrachen,umihreReiseanzutreten,siehe,dakamendie BotendesTurnus,desKönigsvonBibentu,nachChittim; dennauchTurnus,derKönigvonBibentu,sandteseine Boten,umJaniafürsichzuerbitten,damitersiezurFrau nehme,dennalleseineMännerhattensieihmgepriesen, darumsandteeralleseineDienerzuihr

11DakamendieDienerdesTurnusnachChittimund batenumJania,damitdiesezuihremKönigTurnuszur Fraugenommenwerde

12DasprachendieLeutevonKittimzuihnen:Wirkönnen sienichtgeben,dennAngeas,derKönigvonAfrika,hatte voreurerAnkunftverlangt,siezuseinerFrauzunehmen, unddasswirsieihmgebensollten.Deshalbkönnenwir AngeasnichtdasMädchenwegnehmen,umsieTurnuszu geben

13DennwirfürchtenunssehrvorAngeas,dassergegen unsindenKriegziehenundunsvernichtenkönnte,und Turnus,euerHerr,könnteunsnichtausseinerHand erretten

14AlsdieBotendesTurnusnunalleWortederSöhne Kittimsgehörthatten,kehrtensiezuihremHerrnzurück undberichtetenihmalles,wasdieSöhneKittimsgesagt hatten

15UnddieSöhnevonKittimsandteneineNachrichtan Angeasundließensagen:Siehe,TurnushatJaniaholen lassen,umsiezusichzurFrauzunehmen,undsohaben wirihmgeantwortet;undwirhabengehört,dassersein ganzesHeerversammelthat,umgegendichindenKrieg zuziehen,underbeabsichtigt,aufdemWegnachSardunia gegendeinenBruderLucuszukämpfen,unddanachwird erkommen,umgegendichzukämpfen.

16AlsAngeasdieWortederSöhneKittimshörte,diesie ihmschriftlichübermittelten,entbrannteseinZornEr standauf,versammelteseinganzesHeerundzogüberdie InselndesMeeres,denWegnachSardunien,zuseinem BruderLukus,demKönigvonSardunien

17AlsNiblos,derSohndesLukus,hörte,dassseinOnkel AngeasimAnmarschwar,gingerihmmiteinemgroßen HeerentgegenErküssteundumarmteihnundsprachzu Angeas:WenndumeinenVaternachseinemWohlergehen fragst,wennichmitdirgegenTurnusindenKriegziehen soll,bitteihn,michzumHeerführerzuernennenUnd Angeastatdies.DanngingerzuseinemBruder,unddieser kamihmentgegen,undererkundigtesichnachseinem Wohlergehen

18UndAngeaserkundigtesichbeiseinemBruderLucus nachseinemWohlergehenundbatihn,seinenSohnNiblos zumHeerführerzuernennenLucustatdiesUndAngeas undseinBruderLucusmachtensichaufundzogengegen TurnusindenKampfMitihnenwareingroßesHeerund einstarkesVolk

19UnderkammitSchiffenundsiekamenindieProvinz AstarteUndsiehe,Turnuskamihnenentgegen;denner warnachSarduniengezogen,umeszuzerstören,und wolltedanachvondortweiterziehenzuAngeas,ummit ihmzukämpfen

20UndAngeasundseinBruderLucustrafenaufTurnus imTalKanopia,unddortentbrannteeinheftigerund gewaltigerKampfzwischenihnen

21UnddieSchlachtwarschwerfürLucus,denKönigvon Sardunia,undseinganzesHeerfiel,undauchseinSohn NiblosfielindieserSchlacht

22UndseinOnkelAngeasbefahlseinenDienern,undsie fertigteneinengoldenenSargfürNiblosanundlegtenihn hineinUndAngeaskämpfteabermalsgegenTurnus,und Angeaswarstärkeralserunderschlugihnundschlugsein ganzesVolkmitderSchärfedesSchwertesUndAngeas rächtedieSachedesNiblos,seinesNeffen,unddieSache desHeeresseinesBrudersLucus.

23AlsTurnusstarb,wurdendieHändederer,dieden Kampfüberlebthatten,schwach,undsieflohenvor AngeasundseinemBruderLucus

24UndAngeasundseinBruderLucusverfolgtensiebis zurLandstraßezwischenAlphanuundRomahund erschlugenmitdemSchwertdasganzeHeerdesTurnus 25UndLucus,derKönigvonSardunia,befahlseinen Dienern,einenSargausBronzeanzufertigenundden LeichnamseinesSohnesNibloshineinzulegen,undsie begrubenihnandiesemOrt

26UndsiebautendaraufeinenhohenTurmander LandstraßeundnanntenihnnachdemNamenNiblosbis aufdenheutigenTag;undsiebegrubendortauchTurnus, denKönigvonBibentu,zusammenmitNiblos

27Undsiehe,anderLandstraßezwischenAlphanuund RomahliegtaufdereinenSeitedasGrabdesNiblosund aufderanderenSeitedasGrabdesTurnus,unddazwischen eingepflasterterWegbisaufdenheutigenTag

28UndalsNiblosbegrabenwar,kehrteseinVaterLucus mitseinemHeerinseinLandSarduniazurück,undAngeas, seinBruder,derKönigvonAfrika,gingmitseinemVolk indieStadtBibentu,dasistdieStadtTurnus.

29AlsdieEinwohnervonBibentuvonseinemRuhm hörten,fürchtetensiesichsehrvorihmundgingenihm weinendundflehendentgegen.DieEinwohnervon BibentubatenAngeasinständig,sienichtzutötenundihre StadtnichtzuzerstörenUndertates,dennBibentugaltzu jenerZeitalseinederStädtederSöhneKittims;darum zerstörteerdieStadtnicht

30AbervondiesemTaganzogendieTruppendesKönigs vonAfrikanachKittim,umeszuplündernundzu brandschatzen,undwannimmersiezogen,begleitetesie Zepho,derHeerführerdesAngeas

31DanachwandtesichAngeasmitseinemHeerundkam indieStadtPuzimnaDortnahmAngeasJania,dieTochter desUzu,zurFrauundbrachtesieinseineStadtinAfrika

KAPITEL61

1UndesgeschahzujenerZeit,dassderPharao,derKönig vonÄgypten,seinemganzenVolkbefahl,ihmeinenfesten PalastinÄgyptenzubauen

2UnderbefahlauchdenSöhnenJakobs,denÄgyptern beimBauzuhelfen,unddieÄgypterbauteneinenschönen undelegantenPalastalsköniglicheResidenz,under wohntedarinunderneuerteseineRegierungundregierte sicher

3UndinjenemJahr,demzweiundsiebzigstenJahrdes NiedergangsderIsraelitennachÄgypten,starbSebulon SebulonstarbimAltervoneinhundertvierzehnJahrenund wurdeineinenSarggelegtundindieHändeseinerKinder gegeben.

4ImfünfundsiebzigstenJahrstarbseinBruderSimeon;er warhundertzwanzigJahrealt,alserstarbAucherwurde ineinenSarggelegtundindieHändeseinerKinder gegeben

5UndZepho,derSohnElifas,desSohnesEsaus,der HeerführerdesAngeas,desKönigsvonDinhaba,drängte Angeastäglich,sichzumKampfgegendieSöhneJakobs inÄgyptenzurüsten;aberAngeaswolltediesnichttun, dennseineDienerhattenihmvonderganzenMachtder

SöhneJakobsberichtetunddavon,wassieihnenimKampf gegendieSöhneEsausangetanhatten.

6UndZephoverführteinjenenTagentäglichAngeaszum KampfgegendieSöhneJakobs.

7NacheinigerZeithörteAngeasaufZephosWorteund willigteein,dassermitdenSöhnenJakobsinÄgypten kämpfensollteUndAngeasversammelteseinganzesVolk, einVolksozahlreichwiederSandamMeeresstrand,und fasstedenEntschluss,nachÄgyptenzuziehen,umdortzu kämpfen

8UndunterdenDienerndesAngeaswareinJünglingvon fünfzehnJahren,Bileam,derSohnBeors,warseinName; undderJünglingwarsehrweiseundverstanddieKunst derZauberei

9UndAngeassprachzuBileam:Beschwöreunsdochmit Zauberei,damitwirerfahren,werindiesemKampf,zu demwirjetztziehen,siegenwird

10UndBileambefahl,ihmWachszubringen,under fertigtedarauseinAbbildvonStreitwagenundReiternan, diedasHeerdesAngeasunddasHeerÄgyptensdarstellten, underlegtesieindaskunstvollbereiteteWasser,daserzu diesemZweckhattebereithaltenlassen.Dannnahmer MyrtenzweigeindieHand,wandteseineListanundfügte sieüberdemWasserzusammen,unddaerschienenihmim WasserdieAbbilderdesHeeresdesAngeas,dievorden AbbildernderÄgypterundderSöhneJakobsniederfielen

11UndBileamerzähltediesAngeas;daverzweifelte Angeasundrüstetesichnicht,umnachÄgypten hinabzuziehenundzukämpfen,sondernbliebinseiner Stadt

12AlsZepho,derSohndesElifas,sah,dassAngeasdie Hoffnungaufgab,gegendieÄgypterindenKriegzu ziehen,flohZephovorAngeasausAfrikaundgingnach Kittim.

13UnddasganzeVolkvonKittimnahmihnmitgroßer Ehreaufundheuerteihnan,umalleTageihreSchlachten zuschlagen.ZephowurdeinjenenTagenüberausreich. UnddieTruppendesKönigsvonAfrikabreitetensich nochinjenenTagenausUnddieKindervonKittim versammeltensichundgingenzumBergCuptiziawegen derTruppendesAngeas,desKönigsvonAfrika,diegegen sievorrückten

14UndeinesTagesverlorZephoeinejungeKuh;under ginghin,umsiezusuchen,underhörtesieringsumden Bergmuhen

15UndZephoginghinundsah,undsiehe,amFußdes BergeswareinegroßeHöhle,undamEingangderHöhle lageingroßerStein.UndZephospaltetedenSteinund gingindieHöhlehineinundsah,undsiehe,eingroßes TierfraßdenOchsen;vonderMitteaufwärtsgliches einemMenschen,undvonderMitteabwärtsglicheseinem Tier.UndZephostelltesichgegendasTierunderschluges mitseinenSchwertern

16AlsdieEinwohnervonKittimdavonhörten,freutensie sichsehrundsprachen:WassollenwirmitdiesemMann tun,derdiesesTiererlegthat,dasunserViehgefressenhat?

17Undsiealleversammeltensich,umihmeinenTagim Jahrzuweihen,undsienanntenihnZephonachseinem Namen,undsiebrachtenihmJahrfürJahrandiesemTag TrankopferundGabendar.

18ZujenerZeiterkrankteJania,dieTochterUzus,der FraudesKönigsAngeas.AngeasundseineOffiziere warensehrbesorgtüberihrenZustandDafragteAngeas seineWeisen:„WassollichmitJaniatun?Wiekannich sievonihrerKrankheitheilen?“DieWeisenantworteten ihm:„WeildieLuftinunseremLandnichtmitderLuftim LandeKittimvergleichbaristundunserWassernichtmit ihremWasser,istdieKönigindeshalberkrankt.“

19DennsiewurdekrankdurchdenWechselvonLuftund Wasser,undauch,weilsieinihremLandnurdasWasser trank,dasausPurmakamunddasihreVorfahrenmit Brückenheraufgebrachthatten

20UndAngeasbefahlseinenDienern,undsiebrachten ihminGefäßenWasserausPurma,daszuKittimgehörte, undsiewogendiesesWasserzusammenmitallemWasser desLandesAfrikaundfanden,dassdiesesWasserleichter waralsdasWasserAfrikas

21AlsAngeasdiessah,befahlerallenseinenOffizieren, dieSteinmetzezuTausendenundZehntausenden zusammenzutreibenUndsiehauetenSteineinunzählbarer ZahlUnddieBauleutekamenundbauteneineüberaus starkeBrücke.UndsieleitetendasQuellwasserausdem LandeKittimnachAfrikaUnddiesesWasserwarfür KöniginJaniaundfürallihreBedürfnissebestimmt,damit siedavontrinken,backen,waschenundbadenkonnteund auchdamitalleSamen,ausdenenmanNahrunggewinnen kann,undalleFrüchtedesFeldesbewässernkonnte 22UndderKönigbefahl,dassmanErdevonChittimin großenSchiffenherbeibringensollte,undmanbrachte auchSteinezumBauen;unddieBauleutebautenPaläste fürdieKöniginJania,unddieKöniginwurdevonihrer Krankheitgeheilt

23UndzurZeitdesUmbruchskamendieTruppenaus AfrikaweiterhinindasLandKittim,umwiegewohntzu plündernZepho,derSohndesElifas,hörtevonihnen,gab BefehlegegensieundkämpftegegensieSieflohenvor ihm,underbefreitedasLandKittimvonihnen.

24AlsdieSöhneKittimsdieTapferkeitZephossahen, beschlossensie,ZephozumKönigübersichzumachen UnderwurdeKönigübersie,undwährendseiner Herrschaftzogensieaus,umdieSöhneTubalsundalle umliegendenInselnzuunterwerfen

25UndihrKönigZephozoganihrerSpitzeherundsie führtenKrieggegenTubalunddieInselnundunterwarfen sieUndalssievonderSchlachtzurückkehrten,erneuerten sieseineRegierungfürihnundbautenihmeinensehr großenPalastalsköniglichenWohnsitzundSitzund machtenihmeinengroßenThron.UndZephoregierte fünfzigJahrelangüberdasganzeLandKittimundüber dasLandItalien

KAPITEL62

1InjenemJahr,demneunundsiebzigstenJahr,nachdem dieIsraelitennachÄgyptengezogenwaren,starbRuben, derSohnJakobs,imLandÄgyptenRubenwar hundertfünfundzwanzigJahrealt,alserstarb;undman legteihnineinenSargundgabihnindieHändeseiner Kinder

2ImachtzigstenJahrstarbauchseinBruderDan;erwar hundertzwanzigJahrealt,alserstarb;aucherwurdein einenSarggelegtundindieHändeseinerKindergegeben 3InjenemJahrstarbChuscham,derKönigvonEdom. NachihmregierteHadad,derSohnBedads,fünfunddreißig JahrelangImeinundachtzigstenJahrstarbIssachar,der SohnJakobs,inÄgyptenIssacharwar hundertzweiundzwanzigJahrealt,alserstarb.Manlegte ihninÄgyptenineinenSargundgabihnindieHände seinerKinder

4ImzweiundachtzigstenJahrstarbseinBruderAscherEr warhundertdreiundzwanzigJahrealt,alserstarbMan legteihninÄgyptenineinenSargundgabihnindie HändeseinerKinder

5ImdreiundachtzigstenJahrseinesLebensstarbGadEr warhundertfünfundzwanzigJahrealt,alserstarb.Man legteihninÄgyptenineinenSargundgabihnindie HändeseinerKinder

6UndesgeschahimvierundachtzigstenJahr,dasistdas fünfzigsteJahrderRegierungHadads,desSohnesBedads, desKönigsvonEdom,dassHadadalleSöhneEsaus versammelteundseinganzesHeer,etwa vierhunderttausendMann,inBereitschaftversetzteund sichaufdenWegindasLandMoabmachte,umgegen Moabzukämpfenundsieihmtributpflichtigzumachen.

7AlsdieMoabiterdieshörten,fürchtetensiesichsehrund sandtenBotenzudenMidianitern,umihnenimKampf gegenHadad,denSohnBedads,denKönigvonEdom, beizustehen

8UndHadadkamindasLandMoab;unddieMoabiter unddieMidianiterzogenihmentgegenundstelltensich aufdemFeldvonMoabzumKampfgegenihnauf 9UndHadadkämpftegegenMoab,undesfielenvielevon denMoabiternunddenMidianitern,etwa zweihunderttausendMann

10UnddieSchlachtwarsehrheftigfürMoab,undalsdie Moabitersahen,dassdieSchlachtschwerfürsiewar, ließensienachundkehrtendenMidianiterndenRückenzu undüberließenesdenMidianitern,dieSchlacht weiterzuführen.

11DieMidianiteraberkanntendieAbsichtenMoabsnicht; sierüstetensichzumKampfundkämpftengegenHadad undseinganzesHeer,undganzMidianfielvorihm.

12UndHadadschlugganzMidianmiteinemheftigen HiebunderschlugsiemitderSchärfedesSchwertes;er ließkeinenvondenenübrig,dieMoabzuHilfegekommen waren

13UndalsalleMidianiterimKampfumgekommenwaren unddieMoabiterentkommenwaren,machteHadadganz MoabzuseinerTributpflichtigen,undsiegerietenunter seineHerrschaftundentrichtetenjährlichdie vorgeschriebeneSteuer.DannwandtesichHadadabund kehrteinseinLandzurück

14UndalszurZeitdesUmbruchsdesJahresdieübrigen Midianiter,dienochimLandwaren,hörten,dassalleihre BrüderimKampfgegenHadadumMoabswillengefallen waren,weildieMoabiterihnendenRückengekehrtund MidianzumKämpfenzurückgelassenhatten,da beschlossenfünfdermidianitischenFürstenzusammenmit denübrigenBrüdern,dieinihremLandgebliebenwaren,

gegenMoabzukämpfen,umdieSacheihrerBrüderzu rächen.

15DasandtendieMidianiterzuihrenBrüdern,den Ostianiten,undzuihrenBrüdern,denKeturachern,um MidianimKampfgegenMoabzuunterstützen.

16AlsdieMoabiterdieshörten,fürchtetensiesichsehr, dasssichalleVölkerdesOstensgegensiezumKampf versammelthatten.Dasandtensie,dieMoabiter,eine BotschaftinsLandEdomzuHadad,demSohnBedads, undließenihnsagen:

17Kommtnunzuunsundhelftuns,undwirwerden Midianschlagen;dennsieallehabensichversammeltund sindmitallihrenBrüdern,denSöhnendesOstens,gegen unszumKampfgezogen,umdieSacheMidianszurächen, dieinderSchlachtgefallensind

18UndHadad,derSohnBedads,derKönigvonEdom, zogmitseinemganzenHeerausundgingindasLand Moab,umgegenMidianzukämpfenUndMidianunddie SöhnedesOstenskämpftengegenMoabaufdemFeldvon Moab,undesentbrannteeinsehrheftigerKampfzwischen ihnen

19UndHadaderschlugalleMidianiterundalleOstianer mitderSchärfedesSchwertesZujenerZeiterrettete HadadMoabausderHandderMidianiterDiejenigenaber, dievondenMidianiternunddenOstianernübriggeblieben waren,flohenvorHadadundseinemHeerHadad verfolgtesiebisinihrLandundschlugsiemiteinemsehr schwerenGemetzel,unddieErschlagenenfielenaufdem Weg

20UndHadaderretteteMoabausderHandderMidianiter; dennalleMidianiterwarendurchdasSchwertgefallen. HadadaberwandtesichumundkehrteinseinLandzurück 21UndvondiesemTaganhasstendieMidianiterdie Moabiter,weildieseihretwegenimKampfgefallenwaren; undesherrschteeinegroßeundgewaltigeFeindschaft zwischenihnenalleTage

22Undalles,wasvonMidianaufderStraßeinsLand Moabgefundenwurde,kamdurchdasSchwertder Moabiterum,undalles,wasvonMoabitaufderStraßeins LandMidiangefundenwurde,kamdurchdasSchwertder Midianiterum;soverfuhrenMidianundMoabitvieleTage lang

23UndesgeschahzujenerZeit,dassJuda,derSohn Jakobs,inÄgyptenstarb,imsechsundachtzigstenJahr, nachdemJakobnachÄgyptenhinabgezogenwarJudawar hundertneunundzwanzigJahrealt,alserstarb.Man balsamierteihnein,legteihnineinenSargundgabihnin dieHändeseinerKinder.

24ImneunundachtzigstenJahrstarbNaftaliimAltervon einhundertzweiunddreißigJahrenManlegteihnineinen SargundgabihnindieHändeseinerKinder

25UndesgeschahimeinundneunzigstenJahr,nachdem dieIsraelitennachÄgyptenhinabgezogenwaren,dasistim dreißigstenJahrderRegierungZephos,desSohnesElifas, desSohnesEsaus,überdieSöhneKittims,dassdieSöhne AfrikasüberdieSöhneKittimskamen,umsiewie gewöhnlichzuplündern;abersiewarendreizehnJahre langnichtübersiegekommen

26UndsiekameninjenemJahrzuihnen,undZepho,der SohndesElifas,zogmiteinigenseinerMännergegensie ausundschlugsievernichtendDaflohendieTruppen

AfrikasvorZepho,unddieErschlagenenfielenvorihm nieder.ZephoundseineMänneraberverfolgtensieund schlugensieimmerweiter,bissienaheanAfrika herankamen.

27AlsAngeas,derKönigvonAfrika,hörte,wasZepho getanhatte,erzürnteihndassehr,undAngeasfürchtete sichalleTagevorZepho

KAPITEL63

1ImdreiundneunzigstenJahrstarbLevi,derSohnJakobs, inÄgyptenLeviwarhundertsiebenunddreißigJahrealt, alserstarb.ManlegteihnineinenSargundgabihnindie HändeseinerKinder

2UndesgeschahnachdemTodLevis,alsganzÄgypten sah,dassdieSöhneJakobs,dieBrüderJosefs,gestorben waren,dabegannenalleÄgypter,dieKinderJakobszu bedrängenundihnendasLebenzuverleiden,vondiesem TaganbiszudemTag,andemsieausÄgyptenauszogen, undsienahmenihnenalleWeinbergeundFelderweg,die Josefihnengegebenhatte,undalleprächtigenHäuser,in denendieIsraelitenwohnten,undallesFettÄgyptens;die ÄgypternahmendenSöhnenJakobsinjenenTagenalles weg

3UnddieHandganzÄgyptenswurdeinjenenTagen immerschwerergegendieKinderIsraels,unddieÄgypter verletztendieIsraeliten,bisdieKinderIsraelsvorden ÄgypternihresLebensmüdewurden.

4UndesgeschahinjenenTagen,imeinhundertzweiten Jahr,alsIsraelnachÄgyptenzog,dassderPharao,der KönigvonÄgypten,starbundseinSohnMelolanseiner Stattregierte;undalleHeldenÄgyptensunddasganze Geschlecht,dasJosefundseineBrüderkannte,starbenin jenenTagen.

5UndeskameineandereGenerationanihreStelle,diedie SöhneJakobsundalldasGute,dassieanihnengetan hatten,undallihreMachtinÄgyptennichtgekannthatte.

6DarumbegannvondiesemTaganganzÄgypten,das LebenderSöhneJakobszuerschwerenundsiemitjeder ArtvonharterArbeitzuplagen,weilsieihreVorfahren nichterkannthatten,diesieindenTagenderHungersnot errettethatten

7AuchdiesgeschahvomHerrnfürdieKinderIsraelszum NutzenfürsieinihrenletztenTagen,damitalleKinder IsraelsdenHerrn,ihrenGott,erkennenkönnten

8UndumdieZeichenundgroßenWunderzuerkennen, diederHerrinÄgyptenumseinesVolkesIsraelwillentun würde,damitdieKinderIsraelsdenHerrn,denGottihrer Väter,fürchtenundinallenseinenWegenwandeln,sieund ihreNachkommennachihnenalleTage

9MelolwarzwanzigJahrealt,alserKönigwurde,under regiertevierundneunzigJahre.GanzÄgyptennannteihn PharaonachdemNamenseinesVaters,wieesihrBrauch war,jedenKönigzunennen,derübersieinÄgypten herrschte

10ZujenerZeitzogenalleTruppendesKönigsAngeas vonAfrikawiegewöhnlichaus,umdasLandChittimzu plündern

11AlsZepho,derSohndesElifas,desSohnesdesEsau, ihreNachrichthörte,zogermitseinemHeergegensieaus undkämpftedortaufdemWeggegensie

12UndZephoschlugdasHeerdesKönigsvonAfrikamit derSchärfedesSchwertes,undesbliebkeinervonihnen übrig,undauchkeinerkehrtezuseinemHerrnnachAfrika zurück.

13AlsAngeashörte,wasZepho,derSohndesElifas,mit allseinenTruppengemachthatte,dassersievernichtet hatte,versammelteAngeasallseineTruppen,alleMänner desLandesAfrika,einVolk,dassozahlreichwarwieder SandamMeeresstrand

14DasandteAngeaseinenBotenzuseinemBruderLukus undließihmsagen:KommmitalldeinenMännernzumir undhilfmir,ZephoundalleSöhneKittimszuschlagen, diemeineMännervernichtethaben.UndLukuskammit seinemganzenHeer,einemsehrgroßenHeer,umseinem BruderAngeasimKampfgegenZephounddieSöhne Kittimsbeizustehen.

15AlsZephounddieSöhneKittimsdieshörten, erschrakensiesehr,undeinegroßeFurchtbefielihre Herzen.

16UndZephosandteaucheinenBriefinsLandEdomzu Hadad,demSohnBedads,demKönigvonEdom,undzu allenNachkommenEsaus,indemersprach:

17Ichhabegehört,dassAngeas,derKönigvonAfrika, mitseinemBrudergegenunsindenKriegzieht,undwir fürchtenihnsehr,dennseinHeeristsehrgroß,besonders daermitseinemBruderunddessenHeerebenfallsgegen unszieht

18Sokommnunauchdumitmirhinaufundhilfmir,und wirwerdengemeinsamgegenAngeasundseinenBruder Lukuskämpfen,undduwirstunsausihrerHandretten; wennabernicht,sowisst,dasswirallesterbenwerden.

19UnddieSöhneEsaussandteneinenBriefandieSöhne KittimsundanZepho,ihrenKönig,undließenihnensagen: WirkönnennichtgegenAngeasundseinVolkkämpfen, dennzwischenunsbestehtseitvielenJahrenein Friedensbund,seitdenTagenBelas,deserstenKönigs,und seitdenTagenJosefs,desSohnesJakobs,desKönigsvon Ägypten,mitdemwirjenseitsdesJordanskämpften,alser seinenVaterbegrub

20AlsZephoaberdieWorteseinerBrüder,derSöhne Esaus,hörte,hieltersichvonihnenfern;undZepho fürchtetesichsehrvorAngeas

21UndAngeasundseinBruderLukasstelltenihrganzes Heer,etwaachthunderttausendMann,gegendieSöhne Kittimsauf

22UndalleSöhneKittimssprachenzuZepho:Betefüruns zudemGottdeinerVäter,vielleichtmögeerunsausder HanddesAngeasundseinesHeereserretten;dennwir habengehört,dassereingroßerGottistunddasseralle errettet,dieihmvertrauen

23UndZephohörteihreWorteundfragtedenHerrn,und ersprach:

24OHerr,GottmeinerVorfahrenAbrahamundIsaak, heuteerkenneich,dassdueinwahrerGottbistundalle GötterderVölkernichtigundnutzlossind

25GedenkeheutevormirdeinesBundesmitAbraham, unseremVater,denunsereVorfahrenunserzählthaben, undhandleheutegnädigmitmirumAbrahamsundIsaaks, unsererVäter,willenundrettemichunddieSöhneKittims ausderHanddesKönigsvonAfrika,dergegenunszum Kriegzieht

26UndderHERRerhörtedieStimmeZephosundließsich vonihmerweichenumAbrahamsundIsaakswillen.Und derHERRerretteteZephounddieSöhneKittimsausder HandAngeas'undseinesVolkes.

27UndZephokämpfteanjenemTaggegenAngeas,den KönigvonAfrika,undgegenseinganzesVolk,undder HERRgabdasganzeVolkvonAngeasindieHändeder SöhneKittims.

28UndeskamzueinemschwerenKampfüberAngeas; ZephoerschlugalleMännerdesAngeasundseines BrudersLukasmitderSchärfedesSchwertes,undbiszum AbenddesselbenTagesfielenvonihnenetwa vierhunderttausendMann.

29AlsAngeassah,dassalleseineMännerumgekommen waren,sandteereinenBriefanalleEinwohnerAfrikas, damitsiezuihmkämenundihmimKampfbeistünden.In demBriefschrieber:„Alle,diesichinAfrikabefinden, sollenzumirkommen,vonzehnJahrenundälter;alle sollenzumirkommen;dennwennernichtkommt,soller sterben,undalles,waserhat,samtseinemganzenHaus, wirdderKönignehmen“

30UndalleübrigenBewohnerAfrikaserschrakenüberdie WortedesAngeas,undesgingenetwadreihunderttausend MännerundKnabenausderStadtundkamenzuAngeas

31NachzehnTagennahmAngeasdenKampfgegen ZephounddieSöhneKittimswiederauf,undesentbrannte einsehrgroßerundheftigerKampfzwischenihnen

32UndausdemHeerdesAngeasundLucusließZepho vieleVerwundetezusichbringen,etwazweitausendMann InderSchlachtfielauchSosiphtar,derHeerführerdes Angeas.

33AlsSosiphtargefallenwar,kehrtendieafrikanischen TruppenihmdenRückenzuundflohen;undAngeasund seinBruderLucuswarenmitihnen.

34UndZephounddieSöhnevonKittimverfolgtensieund schlugensienochschweraufdemWeg,etwazweihundert Mann.UndsieverfolgtenAsdrubal,denSohndesAngeas, dermitseinemVatergeflohenwar,undsieschlugen zwanzigseinerMänneraufdemWeg;Asdrubalaber entkamdenSöhnenvonKittim,undsietötetenihnnicht.

35UndAngeasundseinBruderLukasflohenmitdem RestihrerMännerSieentkamenundkamenmitSchrecken undBestürzungnachAfrika.Angeasfürchtetesichalle Tage,dassZepho,derSohndesEliphas,mitihminden Kriegziehenwürde

KAPITEL64

1UndBileam,derSohnBeors,warzujenerZeitmit AngeasimKampf;undalsersah,dassZephoüberAngeas siegte,flohervondortundkamnachKittim

2UndZephounddieSöhneKittimsempfingenihnmit großerEhre,dennZephokannteBileamsWeisheit,und ZephogabBileamvieleGeschenke,underbliebbeiihm

3UndalsZephovomKriegzurückgekehrtwar,befahler, alleSöhneKittimszuzählen,diemitihmindenKampf gezogenwaren,undsiehe,esfehltekeiner.

4UndZephofreutesichdarüberunderneuertesein KönigtumundveranstalteteeinFestmahlfüralleseine Untertanen.

5AberZephogedachtedesHerrnnichtundbedachtenicht, dassderHerrihmimKampfgeholfenundihnundsein VolkausderHanddesKönigsvonAfrikaerrettethatte, sondernerwandelteweiterhinindenWegenderSöhne KittimsundderbösenSöhneEsaus,umanderenGötternzu dienen,dieihnseineBrüder,dieSöhneEsaus,gelehrt hatten;darumheißtes:VomBösenkommtdasBöse 6UndZephoherrschtesicherüberalleSöhnevonKittim, abererkanntedenHerrnnicht,derihnundseinganzes VolkausderHanddesKönigsvonAfrikaerrettethatte; unddieTruppenvonAfrikakamennichtmehrnachKittim, umwiegewöhnlichzuplündern,dennsiekanntendie MachtZephos,dersieallemitderSchärfedesSchwertes geschlagenhatteSofürchtetesichAngeasalleTagevor Zepho,demSohndesElifas,undvordenSöhnenvon Kittim.

7AlsZephovomKriegzurückgekehrtwarundgesehen hatte,wieerüberalleVölkerAfrikasgesiegtundsieim KampfmitdemSchwertgeschlagenhatte,rietZephoden SöhnenKittims,nachÄgyptenzuziehenundgegendie SöhneJakobsundgegendenPharao,denKönigvon Ägypten,zukämpfen.

8DennZephohörte,dassdieHeldenÄgyptensgestorben warenunddassJosefundseineBrüder,dieSöhneJakobs, gestorbenwarenunddassalleihreKinder,dieKinder Israels,inÄgyptengebliebenwaren

9UndZephobeschloss,gegensieundganzÄgyptenin denKriegzuziehen,umdieSacheseinerBrüder,der SöhneEsaus,zurächen,dieJosefmitseinenBrüdernund ganzÄgyptenimLandKanaangeschlagenhatte,alssie hinaufzogen,umJakobinHebronzubegraben.

10UndZephosandteBotenzuHadad,demSohnBedads, demKönigvonEdom,undzuallenseinenBrüdern,den NachkommenEsaus,undließihnensagen:

11Hastdunichtgesagt,dassdunichtgegendenKönig vonAfrikakämpfenwürdest,weilereinMitglieddeines Bundesist?Siehe,ichhabemitihmgekämpftundihnund seinganzesVolkgeschlagen

12Darumhabeichbeschlossen,gegenÄgyptenunddie dortlebendenSöhneJakobszukämpfenundmichanihnen zurächenfürdas,wasJosef,seineBrüderundVorfahren unsimLandKanaanangetanhaben,alssiehinaufzogen, umihrenVaterinHebronzubegraben.

13WennihrnunzumirkommenundmirimKampfgegen sieundÄgyptenbeistehenwollt,dannwerdenwirdie SacheunsererBrüderrächen.

14UnddieSöhneEsaushörtenaufdieWorteZephos,und dieSöhneEsausversammeltensich,einsehrgroßesVolk, undzogenaus,umZephounddenSöhnenKittimsim Kampfbeizustehen

15UndZephosandtezuallenSöhnendesOstensundzu allenSöhnenIsmaelsWortewiediese;undsie versammeltensichundkamenZephounddenSöhnen KittimszuHilfeimKrieggegenÄgypten

16UndalledieseKönige,derKönigvonEdomunddie SöhnedesOstensundalleSöhneIsmaelsundZepho,der KönigvonKittim,zogenausundstelltenihrganzesHeer inHebronauf

17UnddasLagerwarsehrgroßunderstrecktesichüber eineStreckevondreiTagesreisen;eswareinVolkso

zahlreichwiederSandamMeeresstrand,denmannicht zählenkonnte.

18UndalledieseKönigeundihrHeerzogenhinabund kamengegenganzÄgyptenindenKampfundlagerten sichgemeinsamimTalPathros.

19UndganzÄgyptenhörteihreBotschaft,undauchsie versammeltensich,dasganzeVolkdesLandesÄgypten undausallenStädten,diezuÄgyptengehörten,etwa dreihunderttausendMann

20UnddieMännerÄgyptenssandtenBotenzuden Israeliten,diesichzujenerZeitimLandGoschen aufhielten,damitsiezuihnenkämenundgegendiese KönigeindenKriegzögen.

21DaversammeltensichdieMännerIsraels,eswaren etwahundertfünfzigMann,undsiezogenindenKampf, umdenÄgypternzuHilfezukommen.

22UnddieMännerIsraelsundÄgyptenszogenaus,etwa dreihunderttausendMannundeinhundertfünfzigMann, undsiezogengegendieseKönigezumKampfundstellten sichvonaußerhalbdesLandesGoschengegenübervon Pathrosauf

23UnddieÄgypterglaubtennicht,dassdieIsraelitenmit ihneninihrenLagernzumKampfziehensollten;dennalle Ägyptersagten:VielleichtwerdenunsdieIsraelitenindie HandderSöhneEsausundIsmaelsausliefern,dennsie sindihreBrüder

24DasprachenalleÄgypterzudenIsraeliten:Bleibt zusammenhierstehen,undwirwollengegendieSöhne EsausundIsmaelsindenKriegziehenUndwenndiese Königeunsbesiegen,dannkommtallezusammengegen sieundhelftuns!UnddieIsraelitentatenes.

25UndZepho,derSohnElifas,desSohnesEsaus,der KönigvonKittim,undHadad,derSohnBedads,derKönig vonEdom,undallihreLagerundalleSöhnedesOstens unddieSöhneIsmaels,einVolksozahlreichwiederSand, lagertensichzusammenimTalPathrosgegenübervon Tachpanches.

26UndBileam,derSohnBeors,desSyrers,wardortim LagerZephos;dennerwarmitdenSöhnenKittimsinden Kampfgezogen,undBileamwareinMann,derbeiZepho undseinenMännernhohesAnsehengenoss

27UndZephosprachzuBileam:Versuchefürunsdurch Weissagung,damitwirerfahren,werimKampfsiegen wird,wiroderdieÄgypter

28DamachtesichBileamaufundversuchtesichinder KunstderWahrsagerei.Erwardarinauchgeschickt,aber ergerietinVerwirrung,unddasWerkginginseinerHand verloren.

29Underversuchteesnocheinmal,aberesgelangihm nichtDaverzweifelteBileamdaran,gabaufund vollendeteesnicht;denndiesgeschahvomHerrn,um ZephoundseinVolkindieHandderIsraelitenfallenzu lassen,dieinihremKriegaufdenHerrn,denGottihrer Vorfahren,vertrauthatten

30DastelltenZephoundHadadihreHeerezumKampf auf,undalleÄgypterzogenalleingegensie,etwa dreihunderttausendMann,undkeineinzigerMannaus Israelwarmitihnen

31UndalleÄgypterkämpftenmitdiesenKönigen gegenüberPathrosundTachpanches,undderKampfwar heftiggegendieÄgypter

32UnddieKönigewarenindieserSchlachtstärkeralsdie Ägypter;undanjenemTagfielenetwaeinhundertachtzig MannvondenHeerenderKönigeundetwadreißigMann vondenHeerenderKönige.AlleMännerÄgyptensflohen vordenKönigen,unddieSöhneEsausundIsmaels verfolgtendieÄgypterundschlugensieimmerwiederbis zudemOrt,wodasLagerderKinderIsraelswar

33DaschrienalleÄgypterzudenIsraelitenundsprachen: EiltunszuHilfeundrettetunsausderHandEsaus, IsmaelsundderSöhneKittims!

34DaliefendiehundertfünfzigMannderIsraelitenvon ihremLagerplatzzudenLagerndieserKönigeundschrien zudemHerrn,ihremGott,dassersieerrettenmöge.

35UndderHERRerhörteIsraelundgaballeMännerder KönigeinihreHand;unddieIsraelitenkämpftengegen dieseKönigeunderschlugenetwaviertausendvonden MännernderKönige

36UndderHERRergriffgroßeBestürzungimLagerder Könige,sodassdieIsraelitenFurchtbekamen.

37UndalleHeerederKönigeflohenvordenIsraeliten, unddieIsraelitenverfolgtensieundschlugensiebisandie GrenzendesLandesKusch.

38UnddieIsraelitenerschlugenaufdemWegnoch zweitausendMannvonihnen,undvondenIsraelitenfiel keiner.

39AlsdieÄgyptersahen,dassdieIsraelitenmitso wenigenManngegendieKönigegekämpfthattenunddass derKampfsoheftiggegensieverlaufenwar,

40AlleÄgypterfürchtetensichsehrumihrLebenwegen desheftigenKampfes,undganzÄgyptenflohJederMann verstecktesichvordenaufgestelltenStreitkräftenundsie verstecktensichaufderStraßeundüberließendie IsraelitendemKampf

41UnddieIsraelitenfügtendenMännerndesKönigseine furchtbareNiederlagezu,unddiesezogensichvonihnen zurück,nachdemsiesiebisandieGrenzedesLandes Kuschgetriebenhatten.

42GanzIsraelwusste,wasdieÄgypterihnenangetan hatten:SiewarenimKampfvorihnengeflohenundhatten siealleinkämpfenlassen.

43DahandeltenauchdieIsraelitenlistig;undalsdie IsraelitenvomKampfzurückkehrten,fandensieeinige ÄgypteraufdemWegunderschlugensiedort.

44Undwährendsiesietöteten,sprachensiezuihnendiese Worte:

45Warumseidihrvonunsgegangenundhabtuns,ein kleinesVolk,imStichgelassen,umgegendieseKönige mitihremgroßenHeerzukämpfen,dieunsschlagen sollten,umsoeureSeelenzuretten?

46Undvoneinigen,denendieIsraelitenaufdemWeg begegneten,sprachendieIsraelitenuntereinander:„Schlagt, schlagt!DenneristeinIsmaeliterodereinEdomiteroder einervondenSöhnenKittims“Undsiestelltensichüber ihnundtötetenihn,undsieerkannten,dassereinÄgypter war

47DieIsraelitenabertatendieslistiggegendieÄgypter, weildiesesieimKampfverlassenhattenundvorihnen geflohenwaren

48UnddieIsraelitenerschlugenaufdieseWeiseetwa zweihundertMannvondenÄgypternaufdemWeg.

49UndalleMännerÄgyptenssahendasBöse,dasdie Israelitenihnenangetanhatten;darumfürchtetesichganz ÄgyptensehrvordenIsraeliten,dennsiehattenihregroße Machtgesehenunddassnichteinervonihnengefallenwar.

50SokehrtenalleIsraelitenvollerFreudeaufihremWeg nachGoschenzurück,undderRestÄgyptensbrachtejeden MannwiederanseinenOrtzurück

KAPITEL65

1UndesgeschahnachdiesenDingen,dassalleRatgeber desPharao,desKönigsvonÄgypten,undalleÄltestenvon ÄgyptenzusammenkamenundvordenKönigtratenund sichzurErdeniederwarfenundsichvorihmsetzten

2UnddieRatgeberundÄltestenÄgyptenssprachenzu demKönig:

3Siehe,dasVolkderKinderIsraelsistgrößerund mächtigeralswir,undduweißtalldasBöse,dassieuns aufdemWegangetanhaben,alswirvomKampf zurückkehrten

4UndduhastauchihregroßeMachtgesehen,denndiese MachthabensievonihrenVäterngeerbt.Dennnurwenige MännertratengegeneinVolk,dassozahlreichwarwieder SandamMeer,undschlugensiemitderSchärfedes Schwertes,undkeinervonihnenistgefallen.Wärensie zahlreichgewesen,hättensiesiegänzlichvernichtet

5SogibunsnunRat,waswirmitihnentunsollen,biswir sienachundnachausunsererMitteausgerottethaben, damitsieunsimLandnichtzuzahlreichwerden

6DennwennsichdieIsraelitenimLandvermehren, werdensieunszumHinderniswerden;undwenneszu einemKriegkommt,werdensiesichmitihrergroßen StärkemitunseremFeindgegenunsverbünden,gegenuns kämpfen,unsausdemLandvertilgenundvonihm wegziehen

7DaantwortetederKönigdenÄltestenÄgyptensund sprachzuihnen:DiesistderPlan,dergegenIsrael empfohlenwurde,undvondemwerdenwirnicht abweichen

8Siehe,imLandgibtesPithomundRamses,Städte,die nichtgegendenKampfbefestigtsindEsistunsereund eurePflicht,siezubauenundzubefestigen

9Darumgehtnunauchihrhinundhandeltlistiggegensie undruftaufBefehldesKönigsinÄgyptenundinGoschen aus:

10IhrMännervonÄgypten,Goschen,Pathrosundalle ihreEinwohner!DerKönighatunsbefohlen,Pitomund RamseszubauenundsiefürdenKampfzubefestigen. WervoneuchausganzÄgypten,vondenIsraelitenund vonallenEinwohnernderStädtebereitist,mitunszu bauen,demsolljederseinenLohntäglichaufBefehldes Königserhalten.Sogehtihrzuersthinundhandeltklug, versammelteuchundkommtnachPitomundRamses,um zubauen

11Undwährenddubaust,sollaufBefehldesKönigs täglichinganzÄgypteneinesolcheBekanntmachung erfolgen.

12WennnuneinigeIsraelitenkommen,ummiteuchzu bauen,solltihrihnenihrenLohnfüreinigeTagetäglich geben.

13UndwennsiemiteuchfürihrentäglichenLohngebaut haben,ziehteuchtäglicheinernachdemanderenheimlich vonihnenzurückDannsolltihraufstehenundihre AufseherundVerwalterwerden.Danachsolltihrsieohne Lohnweiterbauenlassen.Solltensiesichaberweigern,so zwingtsiemitallerMachtzumBau

14Wennihrdastut,wirdesunszumVorteilgereichen, unserLandgegendieIsraelitenzustärken;dennwegender MühendesBauensundderArbeitwirddieZahlder Israelitenabnehmen,weilihrsieTagfürTagihrerFrauen beraubenwerdet

15UndalleÄltestenÄgyptenshörtendenRatdesKönigs, undderRatschiengutinihrenAugenundindenAugen derDienerdesPharaoundindenAugenganzÄgyptens, undsietatennachdemWortdesKönigs

16UndalleDienergingenvomKönigwegundließenin ganzÄgypten,inTachpanchesundinGoschenundinallen StädtenringsumÄgypten,ausrufen:

17Ihrhabtgesehen,wasdieSöhneEsausundIsmaelsuns angetanhaben,diegegenunsindenKriegzogenunduns vernichtenwollten

18NunbefahlunsderKönig,dasLandzubefestigen,die StädtePitomundRamseszubauenundsiefürdenKampf zurüsten,fallssiewiedergegenunskommensollten

19WervoneuchausganzÄgyptenundvondenIsraeliten kommt,ummitunszubauen,demsollderKönigseinen täglichenLohngeben,wieeresunsbefohlenhat

20AlsÄgyptenundalleIsraelitenalleshörten,wasdie DienerdesPharaogesagthatten,kamenÄgypterund Israeliten,ummitdenDienerndesPharao,Pitomund Ramses,zubauen;aberkeinervondenLevitenkammit seinenBrüdern,umzubauen

21UndalleDienerdesPharaoundseineFürstenkamen zuerstmitList,ummitganzIsraelalsTagelöhnerzubauen, undsiegabenIsraelzuBeginnihrenTageslohn

22UnddieDienerdesPharaobautenmitganzIsraelund wareneinenMonatlangmitIsraelandieserArbeit beschäftigt

23UndamEndedesMonatsbegannenalleDienerdes Pharao,sichtäglichheimlichvomVolkIsrael zurückzuziehen

24UnddieIsraelitenarbeitetenzujenerZeitweiter, erhieltenaberihrenTageslohn,weileinigederÄgypterzu jenerZeitnochmitdenIsraelitenarbeitetenDarumgaben dieÄgypterdenIsraeliteninjenenTagenihrenLohn, damitauchsie,dieÄgypter,ihreArbeitskollegen,den LohnfürihreArbeiterhielten

25NacheinemJahrundvierMonatenhattensichalle ÄgyptervondenIsraelitenzurückgezogen,sodassdie IsraelitenalleinmitderArbeitbeschäftigtwaren 26NachdemsichalleÄgyptervondenIsraeliten zurückgezogenhatten,kehrtensiezurückundwurden UnterdrückerundAufseherübersie,undeinigevonihnen standenalsAufseherüberdenIsraeliten,umvonihnen alleseinzufordern,wassieihnenalsLohnfürihreArbeit gaben

27UnddieÄgyptertatendiesTagfürTagmitden Israeliten,umsiebeiihrerArbeitzuerschweren 28UnddieIsraelitenalleinwarenmitderArbeit beschäftigt,unddieÄgyptergabendenIsraelitenvonnun ankeinenLohnmehr

29AlsnuneinigederIsraelitensichweigertenzuarbeiten, weilsieihrenLohnnichterhielten,unterdrücktensiedie AufseherundDienerdesPharaoundschlugensieheftig undzwangensiemitGewaltzurück,damitsiewiedermit ihrenBrüdernarbeitenmussten.SoverfahrenalleÄgypter mitdenIsraelitenalleTagelang

30UndalleIsraelitenfürchtetensichsehrvorden Ägypterndeswegen,undalleIsraelitenkehrtenumund arbeitetenalleinohneLohn

31UnddieIsraelitenbautenPitomundRamses,undalle Israelitenhalfenmit,einigemachtenZiegel,anderebauten, unddieIsraelitenbautenundbefestigtendasganzeLand ÄgyptenundseineMauern,unddieIsraelitenwarenviele JahremitderArbeitbeschäftigt,bisdieZeitkam,dader HerrihrergedachteundsieausÄgyptenherausführte

32DieSöhneLeviaberwarenvonAnfanganbiszumTag ihresAuszugsausÄgyptennichtmitihrenBrüdernaus IsraelanderArbeitbeteiligt

33DennalleLevitenwussten,dassdieÄgypteralldiese WorteinbetrügerischerAbsichtzudenIsraelitengesagt hatten;darumhieltensichdieLevitendavonab,sichmit ihrenBrüdernandieArbeitzumachen.

34UnddieÄgypterkümmertensichspäternichtmehr darum,dieSöhneLevisarbeitenzulassen,weilsiejavon AnfangannichtbeiihrenBrüderngewesenwaren;darum ließendieÄgyptersieinRuhe

35UnddieMännerÄgyptensgingenmitanhaltender StrengegegendieIsraelitenbeidieserArbeitvor,unddie ÄgypterzwangendieIsraelitenzuharterArbeit

36UnddieÄgyptermachtendenIsraelitendasLeben schwerdurchharteArbeitbeimBearbeitenvonMörtelund ZiegelnundauchdurchalleArtenvonFeldarbeit

37UnddieIsraelitennanntenMelol,denKönigvon Ägypten,„Meror,KönigvonÄgypten“,weildieÄgypter inseinenTagenihrLebenmitallerleiArbeitverbittert hatten

38UndalleArbeit,diedieÄgypterdenIsraeliten auferlegten,triebensiemitHärtevoran,umdieIsraeliten zubedrücken;aberjemehrsiesiebedrückten,destomehr vermehrtensiesichundwurdenzahlreich,unddieÄgypter warenbetrübtüberdieIsraeliten

KAPITEL66

1ZujenerZeitstarbHadad,derSohnBedads,derKönig vonEdom,undSamlaausMesreka,ausdemLandder SöhnedesOstens,regierteanseinerStelle

2ImdreizehntenRegierungsjahrdesPharao,desKönigs vonÄgypten,dasdaseinhundertfünfundzwanzigsteJahr war,seitdieIsraelitennachÄgyptenzogen,regierteSamla seitachtzehnJahrenüberEdom 3UndalserKönigwurde,zogermitseinemHeerinden KrieggegenZepho,denSohndesElifas,unddieSöhne Kittims,weildiesegegenAngeas,denKönigvonAfrika, KrieggeführtundseinganzesHeervernichtethatten 4Aberergriffihnnichtan,denndieSöhneEsaus hindertenihndaranundsagten:ErseiihrBruder.Sohörte SamlaaufdieStimmederSöhneEsausundkehrtemit seinemganzenHeerindasLandEdomzurückundzog nichtgegenZepho,denSohnElifas,indenKampf.

5AlsderPharao,derKönigvonÄgypten,dieshörte, spracher:Samla,derKönigvonEdom,hatbeschlossen, gegendieSöhneKittimszukämpfen,unddanachwirder gegenÄgyptenindenKriegziehen.

6AlsdieÄgypterdieshörten,verstärktensiedieArbeit, diesiedenIsraelitenauferlegten,damitdieIsraelitenihnen nichtdasselbeantaten,wassieihneninihremKrieggegen dieNachkommenEsausindenTagenHadadsangetan hatten

7DasprachendieÄgypterzudenIsraeliten:Beeilteuch undvollendeteuerWerkundeureAufgabeundstärktdas Land,damitnichtdieSöhneEsaus,eureBrüder,gegenuns indenKriegziehen;dennumeuretwillenwerdensiegegen unsziehen

8UnddieIsraelitenverrichtetenTagfürTagdieArbeitder Ägypter,unddieÄgypterbedrängtendieIsraeliten,um ihreZahlimLandzuverringern

9AberjemehrdieÄgypterdieIsraelitenschuftenließen, destomehrvermehrtensichdieIsraeliten,undganz ÄgyptenwurdevonIsraelitenerfüllt

10ImeinhundertfünfundzwanzigstenJahr,nachdemIsrael nachÄgyptengezogenwar,sahenalleÄgypter,dassihr PlangegenIsraelnichterfolgreichwar,sonderndasssie sichvermehrtenundausbreiteten,unddasLandÄgypten unddasLandGoschenwurdenmitdenIsraelitengefüllt.

11DakamenalleÄltestenÄgyptensundseineWeisenvor denKönig,beugtensichvorihmniederundsetztensich vorihn.

12UndalleÄltestenÄgyptensundihreWeisensprachen zudemKönig:DerKöniglebeewiglich!Duhastunsden RatgegebengegendieKinderIsraels,undwirhabenan ihnengetan,wiederKönigesgesagthat

13AberimgleichenMaße,wiedieArbeitzunimmt, vermehrensiesichundbreitensichimLandaus,undsiehe, dasganzeLandistvollvonihnen

14Nunalso,unserHerrundKönig,dieAugenganz Ägyptenssindaufdichgerichtet,dassduihnenmitdeiner WeisheitRatgibst,damitsieüberIsraeldieOberhand gewinnen,umsiezuvernichtenodersieausdemLandzu vertreiben.UndderKönigantworteteihnenundsprach: GebtunsRatindieserSache,damitwirwissen,waswir mitihnentunsollen

15EinOffizier,einerderBeraterdesKönigs,namensHiob, ausMesopotamien,ausdemLandUz,antwortetedem König:

16WennesdemKöniggefällt,sohöreeraufdenRat seinesDienersUndderKönigsprachzuihm:Rede!

17UndHiobredetevordemKönig,denFürstenundallen ÄltestenÄgyptensundsprach:

18Siehe,derRatdesKönigs,denerzuvorhinsichtlichder ArbeitderKinderIsraelsgegebenhat,istsehrgut;undihr dürftihnendieseArbeitnichtfürimmernehmen.

19DiesistaberderRat,dereuchhilft,siezuverringern, wennesdemKöniggefällt,siezuheimsuchen

20Siehe,wirhabenschonlangedenKrieggefürchtetund gesagt:WennIsraelimLandfruchtbarwird,werdensie unsausdemLandvertreiben,fallseinKriegausbrechen sollte

21WennesdemKöniggefällt,solleinköniglicherErlass ergehenundindenGesetzenÄgyptens,dienicht widerrufenwerdendürfen,geschriebenwerden,dassvon

jedemmännlichenKind,dasdenIsraelitengeborenwird, seinBlutaufdieErdevergossenwerdensoll.

22UndwennihrdiestutundallemännlichenKinder Israelsgestorbensind,wirddasÜbelihrerKriegeaufhören. DerKönigsollsohandelnundallehebräischenHebammen rufenundihnenbefehlen,diesauszuführenSogefieles demKönigunddenFürsten,undderKönigtat,wieHiob esihmgesagthatte.

23UndderKönigließdiehebräischenHebammenrufen; dieeinehießSchefra,dieanderePua

24UnddieHebammentratenvordenKönigundstellten sichinseineGegenwart

25UndderKönigsprachzuihnen:WennihrdenDienst einerHebammeandenhebräischenFrauenverrichtetund sieaufdemStuhlseht,solltihr,wenneseinSohnist,ihn töten;wennesabereineTochterist,sollsieleben.

26Wennihraberdiesnichttut,werdeicheuchundalle eureHäusermitFeuerverbrennen

27DieHebammenaberfürchtetenGottundhörtenweder aufdenKönigvonÄgyptennochaufseineWorteWenn einehebräischeFrauderHebammeeinenSohnodereine Tochtergebar,danntatdieHebammeallesNotwendigefür dasKindundließesamLebenSotatendieHebammen alleTage

28AlsdiesdemKönigberichtetwurde,sandteerBoten undließdieHebammenrufenundsprachzuihnen:Warum habtihrdasgetanunddieKinderamLebengelassen?

29DaantwortetendieHebammenundsprachen miteinandervordemKönig:

30DerKönigsollnichtmeinen,diehebräischenFrauen seienwiedieägyptischenFrauen;dennalleIsraelitensind gesund,undehedieHebammezuihnenkommt,werdensie geborenUndwir,deineMägde,seitvielenTagenhat keinehebräischeFraumehrgeboren;dennallehebräischen FrauensindihreeigenenHebammen,weilsiegesundsind 31UndderPharaohörteihreWorteundglaubteihnenin dieserSache;unddieHebammengingenvomKönigweg, undGotttatihnenGutes,unddasVolkvermehrtesichund wurdesehrzahlreich

KAPITEL67

1EslebteeinMannimLandÄgypten,ausdemGeschlecht Levis,mitNamenAmram,derSohnKehats,desSohnes Levis,desSohnesIsraels

2UnddieserMannginghinundnahmsicheineFrau, nämlichJochebed,dieTochterLevis,derSchwesterseines Vaters;siewareinhundertsechsundzwanzigJahrealt,und ergingzuihr

3UnddieFrauwurdeschwangerundgebareineTochter, undsienanntesieMirjam,weildieÄgypterinjenenTagen dasLebenderKinderIsraelsverbitterthatten.

4Undsiewurdeabermalsschwangerundgebareinen SohnundnannteihnAaron;dennindenTagenihrer EmpfängnisbegannderPharao,dasBlutdermännlichen KinderIsraelszuvergießen

5InjenenTagenstarbZepho,derSohndesElifas,des SohnesdesEsau,desKönigsvonKittim,undJaneaswurde anseinerStelleKönig

6UnddieZeit,dieZephoüberdieSöhnevonKittim regierte,betrugfünfzigJahre.Dannstarberundwurdein derStadtNabnaimLandKittimbegraben

7UndnachihmregierteJanjaas,einerdertapfersten MännerausdemGeschlechtderSöhneKittims,under regiertefünfzigJahre

8NachdemToddesKönigsvonKittimflohBileam,der SohnBeors,ausdemLandKittimundgingnachÄgypten zumPharao,demKönigvonÄgypten

9UndderPharaoempfingihnmitgroßerEhre,denner hattevonseinerWeisheitgehört,underbeschenkteihn, machteihnzueinemRatgeberunderhobihninhohes Ansehen.

10UndBileamwohnteinÄgyptenundwurdevonallen EdlendesKönigsgeehrt,unddieEdlenerhobenihn,weil siealleseineWeisheitlernenwollten.

11ImeinhundertdreißigstenJahrdesNiedergangsIsraels nachÄgyptenträumtederPharao,ersäßeaufseinem königlichenThron.ErhobseineAugenaufundsaheinen Greisvorsichstehen;undindenHändendesGreishielter eineWaage,eineWaage,wiesievonKaufleutenbenutzt wird.

12UndderalteMannnahmdieWaageundhängtesievor denPharao

13UndderalteMannnahmalleÄltestenÄgyptensund alleseineEdlenundGroßen,bandsiezusammenundlegte sieaufeineWaage

14UndernahmeinMilchkitzundlegteesindieandere Waage;unddasKitzwogdeutlichmehralsalleanderen 15UndderPharaoerschraküberdieseschrecklicheVision, warumdasKindüberallemstehensollte.UndderPharao erwachteundsiehe,eswarnureinTraumgewesen

16UndderPharaostandfrühamMorgenauf,riefalle seineDienerzusammenunderzählteihnendenTraum;und dieMännerfürchtetensichsehr

17UndderKönigsprachzuallenseinenWeisen:Deutet mirbittedenTraum,denichgeträumthabe,damitichihn verstehe

18DaantworteteBileam,derSohnBeors,demKönigund sprachzuihm:Dasbedeutetnichtsanderesalseingroßes Unheil,dasindenletztenTagenüberÄgyptenkommen wird

19DenndemIsraelwirdeinSohngeborenwerden,der ganzÄgyptenundseineBewohnervernichtenunddie IsraelitenmitstarkerHandausÄgyptenherausführenwird 20Darum,oKönig,beratedichindieserSache,damitdu dieHoffnungundErwartungderKinderIsraels zunichtemachst,ehediesesUnheilüberÄgypten hereinbricht

21UndderKönigsprachzuBileam:Wassollenwirnun mitIsraeltun?Dennwirhattenjaschoneinmalaufeine bestimmteWeisegegensieberatenundkonntensienicht bezwingen

22DeshalbgebeicheuchnunauchRatschlägegegensie, durchdiewirsiebesiegenkönnen

23DaantworteteBileamdemKönigundsprach:Sende nundeinebeidenRatgeberundlasssierufen;wirwollen sehen,wasihrRatindieserSacheist;danachwirddein Dienersprechen

24DasandtederKönigBotenundließseinebeiden Ratgeber,Reguel,denMidianiter,undHiob,denUziter, rufen;undsiekamenundsetztensichvordenKönig 25UndderKönigsprachzuihnen:Siehe,ihrhabtbeide denTraumgehört,denichgeträumthabe,undseine Deutung;nungebtRatunderkennt,wasmitdenKindern Israelszutunist,damitwirsiebesiegenkönnen,eheihr Unheilüberunshereinbricht.

26UndReguel,derMidianiter,antwortetedemKönigund sprach:DerKöniglebe,derKöniglebeinEwigkeit 27WennesdemKöniggefällt,sosollervondenHebräern ablassenundsieinRuhelassenundseineHandnicht gegensieausstrecken.

28Denndiesesindes,diederHerrindenTagender VorzeiterwähltundsichzumErbteilausallenVölkernder ErdeundallenKönigenderErdegenommenhat;undwer hatseineHandungestraftgegensieausgestreckt,andenen ihrGottnichtgerächtwurde?

29Duweißtdoch,dass,alsAbrahamnachÄgypten hinabzog,derPharao,derfrühereKönigvonÄgypten,Sara, seineFrau,sahundsiezurFraunahm,weilAbrahamsagte: „SieistmeineSchwester“,dennerfürchtete,dieMänner ÄgyptenskönntenihnwegenseinerFrautöten

30UndalsderKönigvonÄgyptenSaragefangen genommenhatte,schlugGottihnundseinganzesHausmit schwerenPlagen,biserAbrahamseineFrauSara zurückgab;erstdannwurdeergesund 31UndAbimelech,derGerariter,derKönigderPhilister, wurdevonGottbestraftwegenSara,derFrauAbrahams, indemeralleLeiberverstopfte,vomMenschenbiszum Vieh.

32AlsihrGottAbimelechimTrauminderNachterschien undihnerschreckte,damiterAbrahamdieentführteSara zurückgab,unddanachwurdedasganzeVolkvonGerar umSaraswillenbestraft,undAbrahambetetefürsiezu seinemGott,undererhörteihnundheiltesie

33AbimelechaberfürchtetealldasUnheil,dasüberihn undseinVolkkam,undkehrtezuAbrahamundseiner FrauSarazurückundgabihmundihrvieleGeschenke

34DasselbetaterauchmitIsaak,alserihnausGerar vertriebenhatteUndGotthatteWunderbaresanihmgetan, dassalleWasserläufeinGeraraustrocknetenundihre fruchtbarenBäumekeineFrüchtemehrbrachten.

35BisAbimelechvonGerar,Ahuzzath,einerseiner Freunde,undPichol,derHeerführer,zuihmgingenund sichvorihmbiszurErdeverneigten.

36Undsiebatenihn,fürsieeinzutreten,underbetetefür siezumHerrn,undderHerrerbarmtesichseinerundheilte sie

37AuchJakob,deraufrichtigeMann,wurdedurchseine RechtschaffenheitausderHandseinesBrudersEsauund ausderHandLabans,desAramäers,desBrudersseiner Mutter,derihmnachdemLebentrachtete,errettet;ebenso ausderHandallerKönigeKanaans,diesichgegenihnund seineKinderverbündethatten,umsiezuvernichtenDoch derHerrerrettetesieausihrerHand,sodasssiesichgegen siewandtenundsieschlugen;dennwerhattejeungestraft seineHandgegensieausgestreckt?

38GewisshatderPharao,derVaterdeinesVaters,Josef, denSohnJakobs,überalleFürstendesLandesÄgypten erhoben,alserseineWeisheitsah;denndurchseine

WeisheitretteteeralleBewohnerdesLandesvorder Hungersnot.

39DanachbefahlerJakobundseinenKindern,nach Ägyptenhinabzuziehen,damitdurchihreTugenddasLand ÄgyptenunddasLandGoschenvonderHungersnotbefreit würden

40Wennesdiralsogefällt,sohöreauf,dieKinderIsraels zuvernichten;wennesabernichtdeinWilleist,dasssiein Ägyptenbleiben,solasssievonhierwegziehen,damitsie indasLandKanaangehen,dasLand,indemihre VorfahrenalsFremdegewohnthaben

41AlsderPharaodieWorteJitroshörte,wurdeersehr zornigaufihn,sodasserbeschämtvomKönigaufstand, nachMidianinseinLandgingundJosefsStabmitnahm

42UndderKönigsprachzuHiob,demUziter:Wassagst du,Hiob,undwelchenRatgibstdudenHebräern?

43DasprachHiobzumKönig:Siehe,alleBewohnerdes LandessindindeinerGewalt;derKönigtue,wasihm gefällt.

44UndderKönigsprachzuBileam:Wassagstdu,Bileam? Sprich,damitwireshören

45UndBileamsprachzudemKönig:Vonallem,wasder KöniggegendieHebräerbeschlossenhat,werdensie errettetwerden,undderKönigwirdmitkeinemRatschlag übersiebestehenkönnen.

46Dennwenndumeinst,siedurchflammendesFeuerzu mindern,sokannstdusienichtbezwingen;dennihrGott hatjaAbraham,ihrenVater,ausUrinChaldäaerrettet; undwenndumeinst,siemitdemSchwertzuvernichten,so wurdejaIsaak,ihrVater,darauserrettet,undeinWidder wurdeanseineStellegesetzt.

47Undwenndumeinst,siedurchharteundanstrengende Arbeitzuverringern,sowirstduauchdarinnichtErfolg haben;dennihrVaterJakobdienteLabaninallerleiharter ArbeitundhatteErfolg

48Darumhörenun,oKönig,meineWorte;denndiesist derRat,dergegensiegegebenwird,mitdemduübersie triumphierenwirstundvondemdunichtabweichensollst 49WennesdemKöniggefällt,sobefehleer,alleihre Kinder,dievondiesemTagangeborenwerden,insWasser zuwerfen;denndadurchkannstduihrenNamen auslöschen,weilkeinervonihnenoderihrenVäternauf dieseWeiseverurteiltwordenist.

50UndderKönighörtedieWorteBileams,undesgefiel demKönigunddenFürsten,undderKönigtat,wieBileam esihmgesagthatte.

51UndderKönigbefahl,dasseinErlasserlassenundein GesetzgemachtwerdeimganzenLandÄgypten,das besagte:„AllemännlichenKinder,diedenHebräernvon diesemTagangeborenwerden,solleninsWasser geworfenwerden“

52UndderPharaoriefalleseineKnechtezusammenund sprach:GehtnunhinundsuchtimganzenLandGoschen, wodieKinderIsraelswohnen,undsehtzu,dassjederSohn, derdenHebräerngeborenwird,indenFlussgeworfen wird,aberjedeTochtersolltihramLebenlassen

53AlsdieIsraelitendashörten,wasderPharaobefohlen hatte,nämlichihreSöhneindenFlusszuwerfen,trennten sicheinigevonihnenvonihrenFrauen,andereaber bliebenbeiihnen.

54UndvondiesemTagan,wenndieZeitderNiederkunft fürdieFrauenIsraelskam,diebeiihrenMännern gebliebenwaren,gingensieaufdasFeld,umdortzu gebären,undsiegebarenaufdemFeldundließenihre KinderaufdemFeldzurückundkehrtennachHause zurück

55UndderHerr,derihrenVorfahrengeschworenhatte,sie zumehren,sandteeinenseinerdienendenEngelausdem Himmel,umjedesKindmitWasserzuwaschen,eszu salbenundinKleiderzuhüllenundihmzweiglatteSteine indieHändezugeben,vondemeinenesMilchundvon demanderenHonigsaugte,underließihmHaarebiszu denKnienwachsen,damitessichdamitbedeckenkonnte, umeszutröstenundihminseinemErbarmenanhaftezu lassen

56UndalsGottsichihrererbarmteundesihmgefiel,sie aufErdenzumehren,befahlerseinerErde,sie aufzunehmenunddarinzubewahrenbiszuihrerGröße DanachtatdieErdeihrenMundaufundspiesiehervor, undsiesprossenausderStadthervorwiedasKrautder ErdeunddasGrasdesWaldes,undjederkehrtezuseiner FamilieundzuseinemVaterhauszurückundbliebbei ihnen

57UnddieKinderderIsraelitenwarenaufderErdewie dasKrautaufdemFelde,durchdieGnadeGottes,die ihnenwiderfahrenwar

58AlsnunalleÄgypterdiessahen,gingensiehinaus,ein jederaufseinFeldmitseinemOchsenjochundseiner Pflugschar,undsiepflügtenesum,wiemandieErdezur Aussaatpflügt

59Undalssiepflügten,konntensiedenSäuglingender IsraelitenkeinenSchadenzufügen,undsovermehrtesich dasVolkundwurdeüberauszahlreich

60UndderPharaobefahlseinenBeamten,täglichnach Goschenzugehen,umnachdenKindernderKinderIsraels zusuchen

61Undwennsieeinesgesuchtundgefundenhatten,rissen sieesmitGewaltausdemSchoßderMutterundwarfenes indenFluss;dasMädchenaberließensiebeiderMutter SotatendieÄgypterdenIsraelitenalleTagelang.

KAPITEL68

1UndzujenerZeitkamderGeistGottesaufMirjam,die TochterAmrams,dieSchwesterAaronsUndsieging hinausundweissagteimHausundsprach:Siehe,diesmal wirdunsvonmeinemVaterundmeinerMuttereinSohn geborenwerden,derwirdIsraelausderHandÄgyptens erretten

2AlsAmramdieWorteseinerTochterhörte,gingerhin undholteseineFrauzurückinsHaus,nachdemersiezu derZeitfortgeschickthatte,alsderPharaobefahl,alle männlichenKinderausdemHauseJakobinsWasserzu werfen

3SonahmAmramseineFrauJochebeddreiJahre, nachdemersieverstoßenhatte,wiederzusich,undsie wurdeschwanger.

4UndnachsiebenMonaten,seitihrerEmpfängnis,gebar sieeinenSohn,unddasganzeHauswurdeerfülltvon einemgroßenLicht,wievomLichtderSonneunddes MondeszurZeitihresScheins

5AlsdieFrausah,dassdasKindschönundansehnlich war,verstecktesieesdreiMonatelangineineminneren Raum

6InjenerZeitverschworensichdieÄgypter,umalle Hebräerdortzuvernichten.

7UnddieägyptischenFrauengingennachGoschen,wo dieIsraelitenwaren,undtrugenihreKleinen,ihre Säuglinge,dienochnichtsprechenkonnten,aufihren Schultern

8UndinjenenTagen,alsdieFrauenderKinderIsraels gebaren,verbargjedeFrauihrenSohnvordenÄgyptern, damitdieÄgypternichtsvonihrerGeburterfuhrenundsie nichtausdemLandvertilgten.

9UnddieägyptischenFrauenkamennachGoschenund trugenihreKinder,dienichtsprechenkonnten,aufihren Schultern.WenneineägyptischeFrauindasHauseiner hebräischenFraukam,fingihrKindanzuweinen 10Alsesaberschrie,antwortetedasKind,dasiminneren Zimmerwar.DagingendieägyptischenFrauenhinund berichtetenesdemPharao

11UndderPharaosandteseineBeamtenaus,umdie Kinderzuholenundzutöten;sotatendieÄgypteralle TagemitdenhebräischenFrauen

12UndetwadreiMonatenachJochebedsVerheimlichung ihresSohneswurdedieSacheimHausdesPharaobekannt.

13DaeiltedieFrau,ihrenSohnwegzunehmen,bevordie Beamtenkamen,undsienahmfürihneinKästchenaus Binsen,bestrichesmitLehmundPech,legtedasKind hineinundstellteesinsSchilfamUferdesFlusses 14SeineSchwesterMirjamaberbliebinderFernestehen, umzuerfahren,wasmitihmgeschehenwürdeundwasaus ihrenWortenwerdenwürde

15UndGottsandtezujenerZeiteinefurchtbareHitzeüber dasLandÄgypten,diedasFleischderMenschen verbranntewiedieSonneinihremKreislauf,undsie bedrücktedieÄgyptersehr

16UndalleÄgyptergingenhinabindenFluss,umzu baden,weildieHitzeihnendasFleischversengte 17AuchBathia,dieTochterdesPharao,gingwegender drückendenHitzezumFluss,umdortzubaden;undihre DienerinnengingenamFlussuferentlang,undalleFrauen Ägyptensebenfalls

18UndBathiahobihreAugenzumFlussaufundsahdie LadeaufdemWasserundschickteihreMagd,siezuholen 19UndsieöffneteesundsahdasKind,undsiehe,das Kindweinte,undsiehatteMitleidmitihmundsprach: DiesisteinesderhebräischenKinder

20UndalleFrauenÄgyptens,dieamFlussufer entlanggingen,wolltenihnstillen;abererwolltenicht saugen,denndieswarvomHerrngeschehen,umihn wiederandieBrustseinerMutterzubringen 21ZujenerZeitbefandsichMirjam,seineSchwester, unterdenägyptischenFrauenamFlussuferSiesahdies undsprachzuderTochterdesPharao:Sollichhingehen undeineAmmevondenhebräischenFrauenholen,diedas Kindfürdichstillensoll?

22DasprachdieTochterdesPharaozuihr:Gehhin!Und diejungeFrauginghinundriefdieMutterdesKindes 23DasprachdieTochterdesPharaozuJochebed:Nimm diesesKindundstilleesfürmich,undichwilldirdeinen

Lohnzahlen,zweiSilberstücketäglichUnddieFraunahm dasKindundstilltees.

24UndalsdasKindnachzweiJahrenherangewachsenwar, brachtesieeszurTochterdesPharao,underwarihrwie einSohn,undsienannteihnMose,dennsiesagte:„Weil ichihnausdemWassergezogenhabe“

25UndAmramsVaternannteihnChabar,dennersagte: SeinetwegenhaterwiederUmgangmitseinerFrau,dieer verstoßenhatte

26UndJochebed,seineMutter,nannteihnJekuthiel,denn siesprach:IchhabefürihnaufdenAllmächtigengehofft, undGotthatihnmirzurückgegeben

27UndMirjam,seineSchwester,nannteihnJered,denn siefolgteihmzumFlusshinab,umzuerfahren,wiesein Endeseinwürde

28UndAaron,seinBruder,nannteihnAbiZanuchund sprach:MeinVaterhatmeineMutterverlassenundist seinetwegenzuihrzurückgekehrt

29UndKehath,derVaterAmrams,nannteihnAbigdor, weilGottseinetwegendenRissimHausJakobrepariert hatte,sodasssieihreSöhnenichtmehrinsWasserwerfen konnten.

30IhreAmmenannteihnAbiSochoundsprach:Erwar dreiMonatelanginseinemZeltverborgengeblieben wegenderSöhneHams.

31UndganzIsraelnannteihnSchemaja,denSohn Netanels,dennsiesagten:InseinenTagenhatGottihr SchreienerhörtundsievonihrenUnterdrückernerrettet.

32UndMosewarimHausdesPharaoundgaltBatja,der TochterdesPharao,alsSohn,undMosewuchsunterden SöhnendesKönigsauf.

KAPITEL69

1UndderKönigvonEdomstarbinjenenTagen,im achtzehntenJahrseinerRegierung,undwurdeinseinem Tempelbegraben,denersichalsköniglicheResidenzim LandEdomhatteerbauenlassen

2UnddieSöhneEsaussandtenBotennachPetor,dasam Flussliegt,undholtenvondorteinenjungenMannmit schönenAugenundansehnlichemAussehen,derSaulhieß, undsiemachtenihnzumKönigübersichanstellevon Samla.

3UndSaulregiertevierzigJahrelangüberalle NachkommenEsausimLandEdom

4AlsnunderPharao,derKönigvonÄgypten,sah,dass derRatBileamsinBezugaufdieIsraelitennicht funktionierte,sonderndasssiesichdennochimganzen LandÄgyptenvermehrtenundfruchtbarwurden,

5DabefahlderPharaoinjenenTagen,dassinganz ÄgyptendenIsraelitenverkündetwerdensollte:Niemand solletwasvonseinemtäglichenLohnmindern.

6WennabereinManninseinertäglichenArbeit,seies beimMörtelnoderbeimZiegeln,alsungenügendbefunden wird,sosollseinjüngsterSohnanseineStelletreten

7UnddieArbeitderÄgypterwurdeinjenenTagenfürdie Israelitenimmerschwerer;undsiehe,wenneinemMann beiseinertäglichenArbeiteinZiegelfehlte,sonahmendie ÄgypterseinenjüngstenSohnmitGewaltvonseiner MutterundsetztenihnanstelledesZiegels,denseinVater vergessenhatte,indasGebäudeein

8UnddieMännerÄgyptenstatendiesmitallenIsraeliten TagfürTag,alleTageübereinenlangenZeitraum.

9AberderStammLeviarbeitetezujenerZeitnichtmit denIsraeliten,ihrenBrüdern,zusammen;denndieLeviten kanntendieListderÄgypter,diedieseanfangsgegendie Israelitenangewendethatten

KAPITEL70

1ImdrittenJahrnachderGeburtdesMosesaßderPharao beieinemFestmahlZuseinerRechtensaßdieKönigin Alparanith,zuseinerLinkenBatja,undderKnabeMose lagaufihrerBrust.AuchBileam,derSohnBeors,saßmit seinenbeidenSöhnenundalleFürstendesKönigreichs saßeninGegenwartdesKönigsbeiTisch

2UndderKnabestreckteseineHandaufdasHauptdes Königsaus,nahmdieKronevomHauptdesKönigsund setztesiesichselbstauf

3AlsderKönigunddieFürstensahen,wasderKnabe getanhatte,erschrakensiesehr,undeinersagtezuseinem Nachbarn:„Ichbinerstaunt“

4UndderKönigsprachzudenFürsten,dievorihmzu Tischsaßen:Wassagtihrdazu,ihrFürsten,indieserSache, undwiesolldasUrteilüberdenKnabenwegendieserTat lauten?

5UndBileam,derSohnBeors,derZauberer,antwortete vordemKönigunddenFürstenundsprach:Erinneredich nun,meinHerrundKönig,andenTraum,denduvor vielenTagengeträumthast,undandas,wasdeinDiener dirgedeutethat

6NunisteralsoeinKindausdemVolkderHebräer,in demderGeistGottesist;undmeinHerr,derKönig,möge nichtmeinen,dassdieserJünglingdiesohneWissengetan habe.

7DenneristeinhebräischerKnabe,undWeisheitund Verstandsindmitihm,obwohlernocheinKindist;und mitWeisheithaterdiesgetanundsichdasKönigreich Ägyptenerwählt

8DenndiesistdieArtallerHebräer,Königeundihre Edlenzutäuschen,indemsiealldieslistigtun,umdie KönigederErdeundihreUntertanenerzitternzulassen

9Duweißtdoch,dassAbraham,ihrVater,sohandelte,als erdasHeerNimrods,desKönigsvonBabel,und Abimelechs,desKönigsvonGerar,überlisteteundsichdas LandderHeth-StämmeundalleKönigreicheKanaans einverleibte.

10UnderginghinabnachÄgyptenundsagtevonseiner FrauSara:„SieistmeineSchwester“,umÄgyptenund ihrenKönigirrezuführen

11SeinSohnIsaaktatdasselbe,alsernachGerargingund sichdortaufhielt,undseineStärkesetztesichgegendas HeerAbimelechs,desKönigsderPhilister,durch.

12ErhatteauchdieAbsicht,dasKönigreichderPhilister inVerlegenheitzubringen,indemerbehauptete,seine FrauRebekkaseiseineSchwester

13AuchJakobhandeltetreulosanseinemBruderund nahmihmdasErstgeburtsrechtunddenSegen.

14ErgingdannnachPaddan-AramzumHausLabans,des BrudersseinerMutter,underlangtedurchListseine Tochter,seinViehundalles,wasihmgehörte,undfloh undkehrteindasLandKanaanzuseinemVaterzurück

15SeineSöhneverkauftenihrenBruderJosef,dernach ÄgyptenhinabgingunddortzumSklavenwurdeundzwölf JahrelangimGefängnissaß

16BisderfrüherePharaoTräumehatteundihnausdem GefängnisholteundihnüberalleFürsteninÄgyptenerhob, weilerihmseineTräumedeutete

17AlsGottabereineHungersnotimganzenLand verursachte,ließerseinenVaterundalleseineBrüderund dasganzeHausseinesVatersholenundversorgtesieohne GegenleistungundohneLohn;underkauftedieÄgypter zuSklaven

18Darum,meinHerrundKönig,siehe,dieserKnabeistan ihrerStattinÄgyptenaufgestanden,umzutun,wiesiees getanhaben,undummitjedemKönig,FürstenundRichter zuspielen

19WennesdemKöniggefällt,lasstunsnunseinBlutauf dieErdevergießen,damiternichtheranwächstunddirdie HerrschaftentreißtunddieHoffnungÄgyptensnachseiner Herrschaftzunichtewird.

20UndBileamsprachzudemKönig:Lassunsferneralle RichterÄgyptensundseineWeisenrufenundunswissen lassen,obdasTodesurteilüberdiesenKnaben gerechtfertigtist,wiedugesagthast;dannwollenwirihn töten

21DasandtederPharaoBotenundließalleWeisen ÄgyptensrufenUndsiekamenvordenKönig,undein EngeldesHerrntratuntersie;underwarwieeinerder WeisenÄgyptens.

22UndderKönigsprachzudenWeisen:Ihrhabtdoch sichergehört,wasdieserhebräischeJunge,derimHausist, getanhat,undsohatBileaminderSachegeurteilt.

23Richtetnunauchihrselbstundseht,wasdemJungen aufgrundseinerTatgebührt

24UndderEngel,derwieeinerderWeisendesPharao aussah,antworteteundsprachvorallenWeisenÄgyptens undvordemKönigunddenFürsten:

25WennesdemKöniggefällt,sollerMännerrufen,die ihmeinenOnyxsteinundeineglühendeKohlebringenund sievordasKindlegenWenndasKinddannseineHand ausstrecktunddenOnyxsteinnimmt,dannwissenwir,dass derJünglingalles,wasergetanhat,mitWeisheitgetanhat, undwirmüssenihntöten

26WenneraberseineHandnachderKohleausstreckt, dannwerdenwirerkennen,dasserdiesnichtwissentlich getanhat,underwirdleben

27UnddieSachegefieldemKönigunddenFürsten;sotat derKönig,wieihmderEngeldesHerrnbefohlenhatte

28UndderKönigbefahl,denOnyxsteinunddieKohlezu bringenundvorMosezulegen

29UndsiestelltendenKnabenvorsichher,undderKnabe versuchte,seineHandnachdemOnyxsteinauszustrecken; aberderEngeldesHerrnnahmseineHandundlegtesie aufdieKohle,unddieKohleerloschinseinerHand;under hobsieaufundstecktesieinseinenMund,undverbrannte sicheinenTeilseinerLippenundeinenTeilseinerZunge, underwurdeschwerimMundundaufderZunge

30AlsderKönigunddieFürstendiessahen,erkanntensie, dassMosenichtweisegehandelthatte,alserdemKönig dieKronevomHauptnahm

31DaließenderKönigunddieFürstenvonderTötungdes Kindesab,undMosebliebimHausdesPharaoundwuchs heran,undderHerrwarmitihm

32UndwährendderKnabeimHausdesKönigswar, wurdeerinPurpurgekleidetundwuchsunterdenSöhnen desKönigsauf

33AlsMoseimKönigshausherangewachsenwar, betrachteteihnBatja,dieTochterdesPharao,wieeinen Sohn;undderganzeHofstaatdesPharaoehrteihn,und alleMännerÄgyptensfürchtetenihn

34UndergingtäglichhinausundkamindasLand Goschen,woseineBrüder,dieKinderIsraels,wohnten, undMosesahsietäglichunterAtemnotundschwerer Arbeitleiden

35DafragteMosesie:WarumwirdeuchdieseArbeitTag fürTagauferlegt?

36Undsieerzähltenihmalles,wasihnenwiderfahrenwar, undalleGebote,diederPharaoihnenvorseinerGeburt auferlegthatte.

37UndsieerzähltenihmalleRatschläge,dieBileam,der SohnBeors,gegensiegegebenhatte,undauch,waser gegenihngegebenhatte,umihnzutöten,nachdemerihm dieKronedesKönigsvomHauptgenommenhatte

38AlsMosedieshörte,entbrannteseinZorngegenBileam, undersuchteihnzutötenundlauerteihmTagfürTagauf.

39UndBileamfürchtetesichvorMose,underundseine beidenSöhnemachtensichaufundzogenausÄgypten hinaus;sieflohenundrettetenihrLebenundbegabensich indasLandKuschzuKikianus,demKönigvonKusch

40UndalsMoseimPalastdesKönigsein-undausging, schenkteihmderHERRGnadebeidemPharaoundbei allenseinenDienernundbeidemganzenVolkÄgypten, undsieliebtenMoseüberaus

41UndalsderTagkam,dagingMosenachGoschen,um seineBrüderzubesuchen,saherdieIsraelitenunterihren LastenundihrerhartenArbeit,undMosewardarüber betrübt.

42UndMosekehrtenachÄgyptenzurückundkamzum HausdesPharaoundtratvordenKönig,undMosebeugte sichvordemKönignieder.

43UndMosesprachzuPharao:Ichbittedich,meinHerr, ichbingekommen,umeinekleineBitteandichzurichten; wendemeinAngesichtnichtleerab.UndPharaosprachzu ihm:Rede

44UndMosesprachzuPharao:GibdeinenKnechtenden Israeliten,dieinGoschensind,einenTagRuhevonihrer Arbeit

45DaantwortetederKönigMoseundsprach:Siehe,ich habedeinAngesichtindieserSacheemporgehoben,um deineBittezuerfüllen

46UndderPharaobefahl,inganzÄgyptenundGoschen einenAushangzuverbreiten,derlautete:

47Euchallen,ihrIsraeliten,sprichtderKönig:SechsTage solltihrarbeitenundeuchabmühen,aberamsiebtenTag solltihrruhenundkeineArbeitverrichtenSosolltihralle Tagetun,wiederKönigundMose,derSohnBatjas,es gebotenhaben.

48UndMosefreutesichüberdas,wasderKönigihm gewährthatte,undalleIsraelitentaten,wieMoseihnen gebotenhatte.

49DenndiesgeschahvomHerrnandieKinderIsraels; dennderHerrhattebegonnen,derKinderIsraelszu gedenken,umsieumihrerVäterwillenzuretten

50UndderHerrwarmitMose,undseinRuhmverbreitete sichinganzÄgypten.

51UndMosewurdegroßindenAugenallerÄgypterund indenAugenallerIsraeliten,weilerdasWohlseines VolkesIsraelsuchteundmitdemKönigFriedensworte übersiesprach

KAPITEL71

1AlsMoseachtzehnJahrealtwar,wollteerseinenVater undseineMuttersehenundgingzuihnennachGoschen AlsMoseindieNähevonGoschengekommenwar,kam erandenOrt,wodieIsraelitenarbeiteten,undersahihre LastenundsaheinenÄgypter,dereinenseinerhebräischen Brüderschlug

2AlsderGeschlageneMosesah,lieferzuihmundbatihn umHilfe;dennMosegenosshohesAnsehenimHausedes PharaoErsagtezuihm:MeinHerr,hilfmir!Dieser ÄgypterkamnachtsinmeinHaus,fesseltemichundging vormeinenAugenzumeinerFrau;nunwillermirdas Lebennehmen

3AlsMosedieseböseTathörte,entbrannteseinZorn gegendenÄgypterErwandtesichhinundher,undalser sah,dassdortniemandwar,erschlugerdenÄgypterund vergrubihnimSand.DannerretteteerdenHebräerausder Handdessen,derihnerschlagenhatte

4UndderHebräergingnachHause,undMosekehrtenach HausezurückundginghinausundkamwiederzumHaus desKönigs

5UndalsderMannnachHausezurückgekehrtwar,dachte erdaran,seineFrauzuverstoßen;denneswarimHause Jakobsnichtrecht,dasseinMannzuseinerFrau zurückkehrte,nachdemsieentehrtwordenwar

6UnddieFrauginghinunderzählteesihrenBrüdern;da suchtendieBrüderderFrauihnzutöten;eraberflohin seinHausundentkam

7AmzweitenTaggingMosezuseinenBrüdernhinaus undsah,dasszweiMännermiteinanderstrittenDasprach erzudemBösen:WarumschlägstdudeinenNächsten?

8Eraberantworteteihmundsprachzuihm:Werhatdich zumFürstenundRichterüberunseingesetzt?Willstdu michetwatöten,wiedudenÄgyptergetötethast?Da fürchtetesichMoseundsprach:IstdieSachenichtlängst bekannt?

9AlsderPharaovondieserSacheerfuhr,befahler,Mose zutötenDasandteGottseinenEngel,unddiesererschien demPharaoinGestalteinesOberstenderLeibwache

10UndderEngeldesHerrnnahmdemOberstender LeibwachedasSchwertausderHandundschlugihm damitdenKopfab;denndasBilddesOberstender LeibwachewarindasBilddesMoseverwandeltworden

11DaergriffderEngeldesHerrndierechteHanddes MoseundführteihnausÄgyptenherausundstellteihn außerhalbderGrenzenÄgyptensauf,eineEntfernungvon vierzigTagereisen

12Aaron,seinBruder,blieballeinimLandÄgypten zurückundweissagtedenIsraeliten:

13SosprichtderHerr,derGotteurerVorfahren:Schafft ab,einjeder,wasihmindenAugeneinGräuelist,und verunreinigteuchnichtmitdenGötzenÄgyptens

14DalehntensichdieIsraelitenaufundwolltenzujener ZeitnichtmehraufAaronhören.

15UndderHERRdachtedaran,siezuvernichten,wenner nichtandenBundgedachthätte,denermitAbraham, IsaakundJakobgeschlossenhatte.

16InjenenTagenbliebdieHanddesPharaostrenggegen dieKinderIsraels;erunterdrückteundquältesiebiszuder Zeit,alsGottseinWorterließundsichihrererbarmte

KAPITEL72

1UndesgeschahinjenenTagen,dasseingroßerKrieg zwischendenSöhnenKuschsunddenSöhnendesOstens undAramsentstand;undsierebelliertengegendenKönig vonKusch,indessenHandsiewaren

2SozogKikianus,derKönigvonKusch,mitdemganzen VolkvonKusch,einemVolksozahlreichwiederSandam Meer,aus,umgegenAramunddieVölkerdesOstenszu kämpfenundsiezuunterwerfen.

3AlsKikianusauszog,ließerBileam,denZauberer,mit seinenbeidenSöhnenunddemniedrigstenStanddes VolkesdesLandeszurück,umdieStadtzubewachen.

4DazogKikianushinausnachAramundzudenSöhnen desOstensundkämpftegegensieundschlugsie,undalle fielenverwundetvorKikianusundseinemVolknieder.

5Undermachtevielevonihnengefangenundunterwarf siewiezuvorundlagertesichinihremLand,umwie gewohntTributvonihnenzufordern.

6AlsderKönigvonKuschBileam,denSohnBeors, zurückgelassenhatte,umdieStadtunddieArmender Stadtzubewachen,erhobersichundrietdemVolkdes Landes,gegenKönigKikianuszurebellieren,damitdieser beiseinerHeimkehrnichtindieStadtzurückkehrendürfe 7UnddasVolkdesLandeshörteaufihn,schwörteihm undmachteihnzumKönigübersieundseinebeiden SöhnezuHeerführern

8SoerhobensiesichunderhöhtendieMauernderStadtan denbeidenEckenundbauteneinüberausfestesGebäude 9AnderdrittenEckegrubensieunzähligeGräben zwischenderStadtunddemFluss,derdasganzeLand Kuschumgab,undließendortdieWasserdesFlusses hervortreten

10AnderviertenEckesammeltensiedurchihre BeschwörungenundZaubersprüchezahlreicheSchlangen, befestigtendieStadtundwohntendarin,undniemandging vorihnenhinausoderhinein

11UndKikianuskämpftegegenAramunddieSöhnedes Ostensundunterwarfsiewiezuvor,undsiegabenihm ihrenüblichenTribut,undergingundkehrteinseinLand zurück

12AlsnunKikianus,derKönigvonKusch,mitallen HeerführerninseineStadtkam,blicktensieaufundsahen, dassdieMauernderStadtaufgebautundsehrhochwaren; darüberstauntendieMänner.

13Undsiesagtenzueinander:Weilsiesahen,dasswirim KampfaufgehaltenwurdenundgroßeAngstvorunshatten, habensiediesgetanunddieStadtmauernerhöhtund

befestigt,damitdieKönigevonKanaannichtgegensiein denKriegziehenkönnten.

14DanähertensichderKönigunddieTruppendem Stadttor,blicktenaufundsahen,dassalleTorederStadt verschlossenwaren.DariefensiedenWachenzu:„Macht unsauf,damitwirindieStadthineinkommenkönnen!“

15AberdieWächterweigertensich,ihnenaufBefehl Bileams,desZauberers,ihresKönigs,dieTürzuöffnen undließensienichtinihreStadt

16SokameszumKampfgegensiegegenüberdem Stadttor,undeinhundertdreißigManndesHeeresvon KikianusfielenandiesemTag

17AmnächstenTagaberkämpftensieweiterund kämpftenamFlussufer;sieversuchtenhinüberzukommen, aberesgelangihnennicht,undeinigevonihnensankenin dieGrubenundstarben.

18DabefahlderKönigihnen,Bäumezufällen,umFlöße darauszubauen,mitdenensiezuihnengelangenkonnten; undsietatenes.

19AlssieaberandieStellederGräbenkamen,wodas Wassermühlenartigaufgewühltwurde,ertranken zweihundertMannaufzehnFlößen.

20AmdrittenTagkamensie,umanderSeitezukämpfen, wodieSchlangenwaren;abersiekonntennichtdorthin gelangen,denndieSchlangenerschlugenvonihnen einhundertundsiebzigMannDahörtensieauf,gegen Kuschzukämpfen,undbelagertenKuschneunJahrelang; niemandkamherausoderhinein.

21ZujenerZeit,alsKriegundBelagerunggegenKusch geführtwurden,flohMoseausÄgyptenvordemPharao, derihntötenwollte,weilerdenÄgyptererschlagenhatte.

22MosewarachtzehnJahrealt,alservordemPharaoaus ÄgyptenflohErflohundgelangteindasLagerdes Kikianus,derzujenerZeitKuschbelagerte.

23UndMosebliebneunJahreimLagerdesKikianus,des KönigsvonKusch,währendderganzenZeit,alssieKusch belagerten;undMosegingmitihnenausundwieder zurück

24UndderKönigunddieFürstenundalleKriegerliebten Mose,dennerwargroßundwürdig;seineGestaltwarwie dieeinesedlenLöwen,seinAngesichtwiedieSonneund seineKraftwiedieeinesLöwen;underwarRatgeberdes Königs.

25NachneunJahrenwurdeKikianusvoneinertödlichen Krankheitbefallen,undseineKrankheitüberwältigteihn, understarbamsiebtenTag.

26DabalsamiertenihnseineDienerein,trugenihnfort undbegrubenihngegenüberdemStadttorimNordendes LandesÄgypten

27Undsiebautenüberihmeinelegantes,starkesund hohesGebäudeundlegtengroßeSteinedarunter

28UnddieSchreiberdesKönigshabenaufjeneSteinedie ganzeMachtihresKönigsKikianusundalleseine Schlachten,dieergeschlagenhat,eingraviert;siehe,sie sinddortnochheutegeschrieben

29NachdemToddesKönigsKikianusvonKusch trauertenseineMännerundTruppensehrwegendes Krieges

30Dasagtensiezueinander:GibunseinenRat,waswirin dieserZeittunsollen,dawirnunschonneunJahreinder WüstefernvonunserenHäusernweilen

31Wennwirsagen,wirwollengegendieStadtkämpfen, werdenvielevonunsverwundetodergetötetwerden;und wennwirhierinderBelagerungbleiben,werdenauchwir sterben.

32DennnunwerdenalleKönigevonAramundderSöhne desOstenshören,dassunserKönigtotist,undsiewerden unsplötzlichundfeindseligangreifenundgegenuns kämpfenundkeinenRestvonunsübriglassen.

33DarumlasstunsnunhingehenundeinenKönigüber unssetzenundinderBelagerungbleiben,bisdieStadtuns ausgeliefertwird

34UndsiewolltensichandiesemTagausdemHeerdes KikianuseinenMannzumKönigwählen;abersiefanden keinen,derihrenVorstellungenentsprachundderMoses alsKönigübersieherrschensollte

35DaeiltensieundzogenjedemMannseineKleideraus undwarfensieaufdieErde;siemachteneinengroßen HaufenundlegtenMosedarauf

36Undsiestandenauf,bliesendiePosaunenundriefen vorihmher:„DerKöniglebe!DerKöniglebe!“

37UnddasganzeVolkunddieEdlenschworenihm,ihm Adonja,dieKönigin,dieKuschiterin,dieFraudes Kikianus,zurFrauzugeben,undsiemachtenMosean diesemTagzumKönigübersich

38UnddasganzeVolkvonKuscherließandiesemTag einenAusspruchundsprach:JederMannsollMoseetwas vondemgeben,waserbesitzt

39UndsiebreiteteneinTuchaufdemHaufenaus,und jederwarfetwasvondem,waserhatte,darauf,dereine einengoldenenOhrring,derandereeineMünze

40AuchOnyxsteine,Bdellium,PerlenundMarmorwarfen dieKindervonKuschaufMosesaufdenHaufen,dazu SilberundGoldingroßerMenge

41UndMosenahmallesSilberundGold,alleGefäßeund dieBdellium-undOnyxsteine,dieihmalleSöhnevon Kuschgegebenhatten,undlegtesieunterseineSchätze 42UndMosewurdeandiesemTagKönigüberdieKinder vonKuschanstelledesKönigsKikianusvonKusch

KAPITEL73

1ImfünfundfünfzigstenJahrderRegierungdesPharao, desKönigsvonÄgypten,dasheißtim einhundertsiebenundfünfzigstenJahr,nachdemdie IsraelitennachÄgyptengezogenwaren,regierteMosein Kusch.

2MosewarsiebenundzwanzigJahrealt,alserdie HerrschaftüberKuschantrat,underregiertevierzigJahre.

3UndderHerrgewährteMoseGunstundGnadebeiallen Kusch-Söhnen,unddieKusch-Söhneliebtenihnüberaus, sodassMoseGunstbeimHerrnundbeidenMenschen fand.

4AmsiebtenTagseinerHerrschaftversammeltensichalle SöhnevonKusch,tratenvorMoseundbeugtensichvor ihmbiszurErdenieder

5UndalleKinderredetenmiteinandervordemKönigund sprachen:GibunsRat,damitwirsehen,wasmitdieser Stadtgeschehensoll

6DennnunschonseitneunJahrenbelagernwirdieStadt ringsumundhabenunsereKinderundunsereFrauennicht gesehen

7DaantworteteihnenderKönig:Wennihraufmeine Stimmehörtundallestut,wasicheuchgebietenwerde, dannwirdderHerrdieStadtinunsereHändegeben,und wirwerdensieunterwerfen.

8Dennwennwirmitihnenkämpfenwieindemfrüheren Kampf,denwirvordemToddesKikianusmitihnen geführthaben,werdenvielevonunswiezuvorverwundet zuBodenfallen.

9Darumsehtnun,diesisteinRatfüreuchindieserSache: WennihraufmeineStimmehört,sowirddieStadtin unsereHändegegebenwerden

10DaantwortetenalleHeeredemKönig:Alles,wasunser Herrbefehlenwird,daswerdenwirtun.

11UndMosesprachzuihnen:Gehthindurchundruftim ganzenLagerdemganzenVolkzu:

12SosprichtderKönig:GehtindenWaldundnehmtvon denJungendesStorchsmit,jedereinenJungeninseiner Hand

13Undjeder,dergegendasWortdesKönigsverstößtund seinKindnichtbringt,sollsterben,undderKönigsollalles, wasihmgehört,einziehen

14Wennihrsiezueuchbringt,solltihrsieineurerObhut behaltenundsieaufziehen,bissiegroßsindIhrsolltsie lehren,zustoßen,wieesdieJungendesHabichtstun

15DahörtenalleSöhnevonKuschdieWortedesMose underhobensichundließenimganzenLagerausrufen:

16Euchallen,denSöhnenvonKusch,befiehltderKönig, dassihrallezusammenindenWaldgehtunddortdie jungenStörchefangt,jederseinenJungenindieHand,und siedannnachHausebringt

17Jeder,dergegendenBefehldesKönigsverstößt,soll sterben,undderKönigsollalles,wasihmgehört, einziehen

18UnddasganzeVolktatdiesundginghinausinden WaldundkletterteaufdieTannenundfing,jederMann, einenjungenStorchinseinerHand,allejungenStörche, undsiebrachtensieindieWüsteundzogensieaufBefehl desKönigsaufundlehrtensie,wiediejungenFalkenzu stoßen

19NachdemdiejungenStörcheaufgezogenwaren,befahl derKönig,siedreiTagelanghungernzulassen,unddas ganzeVolktates

20AmdrittenTagsprachderKönigzuihnen:Kräftigt euchundwerdettapfereMänner!JedersollseineRüstung anlegen,seinSchwertumgürten,jedersollaufseinPferd steigenundjedersollseinenjungenStorchindieHand nehmen

21UndwirwollenaufstehenundgegendieStadtandem Ortkämpfen,wodieSchlangensind;unddasganzeVolk tat,wiederKönigbefohlenhatte

22UndsienahmenjederseinenjungenStorchindieHand undgingenfort.AlssieandenOrtderSchlangenkamen, sprachderKönigzuihnen:JedersollseinenjungenStorch aufdieSchlangensetzen

23UndsiesandtenaufBefehldesKönigsjederseinen jungenStorchaus;unddiejungenStörcheliefenaufdie Schlangenzuundfraßensiealleaufundvertilgtensieaus jenemOrt

24AlsderKönigunddasVolksahen,dassalleSchlangen andiesemOrtvernichtetwordenwaren,erhobdasganze VolkeingroßesGeschrei

25UndsierücktenvorundkämpftengegendieStadtund nahmensieeinundunterwarfensie,undsiezogenindie Stadtein

26UndandiesemTagstarbeneintausendundhundertMann vondenEinwohnernderStadt,alle,dieinderStadt wohnten;abervondenBelagerernstarbkeiner

27SogingenalleSöhneKuschsnachHause,jederzu seinerFrauundseinenKindernundzuallem,wasihm gehörte

28AlsBileam,derZauberer,sah,dassdieStadt eingenommenwar,öffneteerdasTor,underundseine beidenSöhneundachtBrüderflohenundkehrtennach ÄgyptenzumPharao,demKönigvonÄgypten,zurück.

29EshandeltsichumdieZaubererundMagier,dieim BuchdesGesetzeserwähntwerdenundsichgegenMose stellten,alsderHerrdiePlagenüberÄgyptenbrachte.

30SonahmMosedieStadtdurchseineWeisheitein,und dieKindervonKuschsetztenihnanstellevonKikianus, demKönigvonKusch,aufdenThron.

31UndsiesetztenihmdieköniglicheKroneaufundgaben ihmAdonja,diekuschitischeKönigin,dieFraudes Kikianus,zurFrau.

32UndMosefürchtetedenHerrn,denGottseinerVäter, sodassernichtzuihrkamundseineAugennichtzuihr wandte.

33DennMoseerinnertesichdaran,wieAbrahamseinen DienerEliëserhatteschwörenlassenundzuihmgesagt hatte:DusollstmeinemSohnIsaakkeineFrauausden TöchternKanaansnehmen

34EbensohandelteIsaak,alsJakobvorseinemBruder geflohenwarundihmgebotenhatte:Dusollstdirkeine FrauausdenTöchternKanaansnehmenundkeinBündnis miteinemderSöhneHamseingehen

35DennderHERR,unserGott,gabHam,denSohnNoahs, undseineKinderundallseineNachkommenalsSklaven denSöhnenSemsunddenSöhnenJaphetsundderen NachkommennachihnenalsSklavenfürimmer.

36DarumwandteMoseseinHerzundseineAugennicht derFraudesKikianuszu,solangeerüberKuschregierte

37UndMosefürchtetedenHERRN,seinenGott,sein ganzesLebenlangundwandeltevordemHERRNinTreue, mitganzemHerzenundganzerSeele;erwichnichtvom rechtenWegaballeTageseinesLebensundgingnichtvon demWegab,wederzurRechtennochzurLinken,den Abraham,IsaakundJakobgegangenwaren

38UndMosefestigteseineHerrschaftimKönigreichder KuschundleitetedieKuschmitseinergewohnten Weisheit,undMosehatteErfolginseinemKönigreich.

39ZujenerZeithörtenAramunddieSöhnedesOstens, dassKikianus,derKönigvonKusch,gestorbenwar DaraufhinrebelliertenAramunddieSöhnedesOstensin jenenTagengegenKusch.

40UndMoseversammeltealleSöhneKuschs,einsehr starkesVolk,etwadreißigtausendMann,undzogaus,um gegenAramunddieSöhnedesOstenszukämpfen

41UndsiegingenzuerstzudenStämmendesOstens;als aberdieStämmedesOstensvonihnenhörten,zogensie ihnenentgegenundkämpftenmitihnen

42UndderKriegwurdeheftiggegendieKinderdes Ostens.DagabderHerralleKinderdesOstensindieHand desMose,undetwadreihundertMannfielenerschlagen

43DakehrtenalleStämmedesOstensumundzogensich zurück.MoseunddieStämmevonKuschfolgtenihnen undunterwarfensieundlegtenihneneineSteuerauf,wie esihrBrauchwar.

44SozogenMoseunddasganzeVolk,dasmitihmwar, vondortindasLandAram,umdortzukämpfen

45UndauchdieAramäerzogenihnenentgegen,undsie kämpftengegensie.DerHERRgabsieindieHandMoses, undvieleAramäerfielenverwundetzuBoden

46AuchAramwurdevonMoseunddenKusch unterworfenundentrichteteauchihreüblicheSteuer

47UndMoseunterwarfAramunddieSöhnedesOstens denSöhnenvonKusch,undMoseunddasganzeVolk,das beiihmwar,wandtensichdemLandKuschzu

48UndMosefestigteseineMachtimKönigreichder Kusch-Söhne,undderHERRwarmitihm,undalleKuschSöhnefürchtetenihn

KAPITEL74

1NachlangerZeitstarbSaul,derKönigvonEdom,und Baal-Khanan,derSohnAchbors,regierteanseinerStelle.

2ImsechzehntenJahrderRegierungMosesüberKusch regierteBaal-Kanaan,derSohnAchbors,imLandEdom überalleEdomerachtunddreißigJahrelang.

3ZuseinerZeitrebellierteMoabgegendieMachtEdoms, nachdemesseitdenTagenHadads,desSohnesBedads, unterEdomgestandenhatte.HadadhatteMoabund MidiangeschlagenundMoabEdomunterworfen 4AlsBaal-Khanan,derSohnAchbors,überEdom herrschte,wandtensichalleMoabitervonEdomlos.

5InjenenTagenstarbAngeas,derKönigvonAfrika,und seinSohnAzdrubalwurdeanseinerStelleKönig

6InjenenTagenstarbJana,derKönigderSöhneKittims, undmanbegrubihnindemTempel,denersichinder EbenevonKanopiazumWohnsitzhatteerbauenlassen, undLatinusregierteanseinerStelle.

7ImzweiundzwanzigstenJahrderHerrschaftdesMose überdieKindervonKuschregierteLatinusfünfundvierzig JahrelangüberdieKindervonKittim.

8Underbautesichaucheinengroßenundgewaltigen TurmunderrichtetedarineinenprächtigenTempelals Wohnsitz,umvondortausseineRegierungzuführen,wie esBrauchwar

9ImdrittenJahrseinerHerrschaftließereinenAufrufan alleseinegeschicktenMännerverkünden,dievieleSchiffe fürihnbauten

10UndLatinusversammelteseinganzesHeer,undsie kamenmitSchiffenundfuhrendamitindenKrieggegen Azdrubal,denSohndesAngeas,denKönigvonAfrikaSie kamennachAfrikaundliefertensicheinenKampfmit AzdrubalundseinemHeer.

11UndLatinusbesiegteAzdrubalundnahmihmdie Wasserleitungab,dieseinVatervondenSöhnenChittims geholthatte,alserJaniah,dieTochterUzis,zurFraunahm SostürzteLatinusdieBrückederWasserleitungumund fügtedemganzenHeerAzdrubalseinenschwerenSchlag zu

12DieübrigentapferenMännervonAzdrubalaber stärktensich,undihreHerzenwurdenvollerNeid;sie

suchtendenTodundzogenabermalsindenKampfmit Latinus,demKönigvonChittim.

13UndeskamzueinerschwerenSchlachtunterallen MännernAfrikas,undallefielenverwundetvorLatinus undseinemVolk;auchKönigAzdrubalfielindieser Schlacht

14UndKönigAsdrubalhatteeinesehrschöneTochter,die hießUshpezena,undalleMännerAfrikassticktenihr BildnisaufihreKleiderwegenihrergroßenSchönheitund ihresanmutigenAussehens

15UnddieMännervonLatinussahenUshpezena,die TochterdesAzdrubal,undpriesensievorihremKönig Latinus.

16UndLatinusbefahl,siezuihmzubringen,undLatinus nahmUshpezenazurFrauundkehrtedannnachChittim zurück.

17UndnachdemTodAzdrubals,desSohnesdesAngeas, alsLatinusvonderSchlachtinseinLandzurückgekehrt war,erhobensichalleEinwohnerAfrikasundnahmen Anibal,denSohndesAngeas,denjüngerenBruder Azdrubals,undmachtenihnanstelleseinesBruderszum KönigüberdasganzeLandAfrika.

18UndalserKönigwurde,beschlosser,nachChittimzu gehen,ummitdenSöhnenChittimszukämpfen,umdie SacheseinesBrudersAzdrubalunddieSacheder BewohnerAfrikaszurächen,undertates 19UnderbautevieleSchiffeundkammitseinemganzen HeerdaraufundfuhrnachKittim.

20SokämpfteAnibalgegendieSöhneChittims,unddie SöhneChittimsfielenverwundetvorAnibalundseinem Heer,undAnibalrächtedieSacheseinesBruders.

21UndAnibalführtedenKriegachtzehnJahrelanggegen dieSöhneChittims;undAnibalwohnteimLandeChittim undlagertedortlangeZeit.

22UndAnibalschlugdieSöhnevonKittimsehrschwer undererschlugihreGroßenundFürsten;undvomübrigen VolkerschlugeretwaachtzigtausendMann.

23UndnachTagenundJahrenkehrteAnibalinseinLand AfrikazurückundregiertesicheranstelleseinesBruders Azdrubal.

KAPITEL75

1ZujenerZeit,imeinhundertachtzigstenJahr,alsdie IsraelitennachÄgyptenhinabzogen,zogendreißigtausend tapfereMännerausÄgyptenaus,zuFuß,vonden Israeliten,dieallevomStammJosef,vomStammEphraim, demSohnJosefs,waren.

2Dennsiesagten,dieZeitseierfüllt,diederHerrden IsraeliteninaltenZeitenauferlegthatte,wieeresAbraham gesagthatte

3UnddieseMännergürtetensich,jederlegteseinSchwert anseineSeiteundjederseineRüstunganundvertrauten aufihreKraftundzogengemeinsammitstarkerHandaus Ägyptenaus

4AbersiehattenkeineProviantfürdenWegdabei,nur SilberundGold,nichteinmalBrotfürdiesenTag.Denn siedachtendaran,ihrenProviantalsLohnvonden Philisternzubekommen,undwennnicht,würdensieihn sichmitGewaltnehmen.

5UnddieseMännerwarensehrstarkeundtapfereMänner; einerkonntetausendverfolgenundzweikonnten zehntausendindieFluchtschlagenDeshalbvertrautensie aufihreStärkeundzogenzusammen,wiesiewaren.

6UndsiezogenweiterinRichtungdesLandesGatund fandendortdieHirtenvonGat,diedasViehderGatKinderweideten

7DasprachensiezudenHirten:GebtunsvondenSchafen alsLohn,damitwiressenkönnen;dennwirsindhungrig, weilwirheutekeinBrotgegessenhaben

8DasprachendieHirten:SindesdennunsereSchafeoder unserVieh,dasswirsieeuchauchnochumBezahlung gebensollten?SokamendieSöhneEphraimsheran,umsie mitGewaltzunehmen

9UnddieHirtenvonGatschrienübersiehinweg,dassihr Schreienvonweitemzuhörensei;dagingenalleKinder vonGatzuihnenhinaus

10AlsdieSöhneGatsdiebösenTatenderSöhneEphraims sahen,kehrtensieumundversammeltendieMännervon Gat,jederlegteseineRüstunganundzoggegendieSöhne EphraimszumKampfaus

11UndsiekämpftenmitihnenimTalvonGat,undes entstandeineheftigeSchlacht,undsieerschlugenanjenem TageinegroßeMengeuntereinander

12AmzweitenTagsandtendieSöhneGatsBotenzuallen StädtenderPhilister,damitdieseihnenzuHilfekämen, undsprachen:

13Kommtheraufzuunsundhelftuns,damitwirdie SöhneEphraimsschlagenkönnen,dieausÄgypten gekommensind,umunserViehzuraubenundgrundlos gegenunszukämpfen.

14DieSöhneEphraimswarennunerschöpftvonHunger undDurst,dennsiehattendreiTagelangkeinBrot gegessen.Dazogen40.000MannausdenStädtender Philisteraus,umdenMännernvonGatzuHilfezueilen

15UnddieseMännerkämpftengegendieSöhneEphraims, undderHERRgabdieSöhneEphraimsindieHändeder Philister

16UndsieerschlugenalleSöhneEphraims,alle,dieaus Ägyptenausgezogenwaren;esbliebennurzehnMänner übrig,dievonderSchlachtgeflohenwaren

17DenndiesesUnheilkamvomHerrnüberdieSöhne Ephraims,weilsiedasWortdesHerrnübertretenhatten, indemsieausÄgyptenauszogen,bevordieZeit gekommenwar,diederHerrindenTagenderVorzeitfür Israelfestgesetzthatte.

18AuchvondenPhilisternfielenviele,etwa zwanzigtausendMann;ihreBrüdertrugensiefortund begrubensieinihrenStädten

19UnddieErschlagenenausdemStammEphraimblieben vieleTageundJahreimTalGatverlassenundwurden nichtbegraben,unddasTalwurdevollvon Menschengebeinen

20UnddieMänner,dieausderSchlachtentkommen waren,kamennachÄgyptenundberichtetenallen Israeliten,wasihnenwiderfahrenwar

21UndihrVaterEphraimtrauertevieleTagelangumsie, undseineBrüderkamen,umihnzutrösten

22UndergingzuseinerFrau,undsiegebareinenSohn, undernannteihnBeria,dennsiewarunglücklichin seinemHause

KAPITEL76

1UndMose,derSohnAmrams,warzujenerZeitnoch KönigimLandKusch,undesmangelteihmnichtan ReichtuminseinemKönigtum,underregiertedieKinder vonKuschmitRecht,GerechtigkeitundAufrichtigkeit 2UndalleSöhnevonKuschliebtenMosealleTage, solangeerübersieregierte,undalleEinwohnerdesLandes Kuschfürchtetenihnsehr

3ImvierzigstenJahrderRegierungdesMoseinKuschsaß MoseaufdemköniglichenThron,undAdonja,dieKönigin, saßvorihm,undalleEdlensaßenumihnherum.

4DasprachdieKöniginAdonjavordemKönigundden Fürsten:Wasistdas,wasihr,dieKindervonKusch,seitso langerZeittut?

5Ihrwisstdochsicher,dassdieserMannvierzigJahrelang überKuschgeherrschthatundsichwedermirgenähert nochdenGötternderKusch-Kindergedienthat.

6Darumhörtnun,ihrKindervonKusch,undlasstdiesen Mannnichtlängerübereuchherrschen,denneristnicht vonunseremFleisch.

7Siehe,meinSohnMenakrusisterwachsengeworden;er sollübereuchherrschen,dennesistbesserfüreuch,dem SohneuresHerrnzudienen,alseinemFremden,einem SklavendesKönigsvonÄgypten

8UnddasganzeVolkunddieEdlenderSöhneKuschs hörtendieWorte,diedieKöniginAdonjazuihnen gesprochenhatte

9UnddasganzeVolkbereitetesichbiszumAbendvor; undamMorgenstandensiefrühaufundsetztenMenakrus, denSohndesKikianus,zumKönigübersichein

10UndalleKuschnerfürchtetensich,ihreHandgegen Moseauszustrecken,dennderHERRwarmitMose;und dieKuschnererinnertensichandenEid,densieMose geschworenhatten,darumtatensieihmkeinLeid

11DieSöhnevonKuschaberbrachtenMoseviele GeschenkeundverabschiedetenihnmitgroßerEhre 12SozogMoseausdemLandKuschaus,kehrtenach HausezurückundregiertenichtmehrüberKusch.Mose warsechsundsechzigJahrealt,alserausdemLandKusch auszog;dennesgeschahvomHerrn,denndieZeitwar gekommen,dieerindenTagenderVorzeitfestgesetzt hatte,umIsraelausderBedrängnisderSöhneHams herauszuführen

13SogingMosenachMidian,dennerfürchtetesich, wegendesPharaonachÄgyptenzurückzukehren,under ginghinundsetztesichaneinenWasserbrunneninMidian.

14UnddiesiebenTöchterReguels,desMidianiters, gingenhinaus,umdieHerdeihresVaterszuweiden 15UndsiegingenzumBrunnenundschöpftenWasser,um dieHerdeihresVaterszutränken.

16DakamendieHirtenausMidianundtriebensiefort UndMosestandauf,halfihnenundtränktedieHerde 17UndsiekehrtenzuihremVaterReguelzurückund erzähltenihm,wasMosefürsiegetanhatte

18Undsiesagten:EinÄgypterhatunsausderHandder Hirtenerrettet;erhatunsWasserheraufgeschöpftunddie Herdetränkt

19UndReuelsprachzuseinenTöchtern:Woisterdenn? WarumhabtihrdenMannverlassen?

20DaschickteReguelnachihm,holteihnundbrachteihn nachHause,underaßmitihm.

21UndMoseberichteteReguel,dasserausÄgypten geflohenseiundvierzigJahrelangüberKuschgeherrscht habe.DanachhättensieihmdieRegierungentzogenund ihninFrieden,mitEhreundGeschenkenfortgeschickt

22AlsRegueldieWortedesMosehörte,spracherbeisich: IchwerdediesenManninsGefängniswerfenundsodie SöhnevonKuschversöhnen;denneristvonihnen geflohen

23UndsienahmenihnfestundwarfenihninsGefängnis MosewarzehnJahreimGefängnisWährendMoseim Gefängniswar,erbarmtesichZippora,dieTochterReguels, seinerundversorgteihnallezeitmitBrotundWasser

24UndalleIsraelitenwarennochimLandÄgyptenund dientendenÄgypterninallerleiharterArbeit;unddie HandÄgyptensbliebinjenenTagenstrengüberdie Israeliten

25ZujenerZeitschlugderHERRdenPharao,denKönig vonÄgypten,underwurdevonderFußsohlebiszum ScheitelmitAussatzheimgesucht;dieswardieFolgeder grausamenBehandlungderIsraelitendurchdenHERRN, denKönigvonÄgypten

26DennderHERRhattedasGebetseinesVolkes,der KinderIsraels,erhört,undihrSchreienwarzuihm gedrungenwegenihrerMühsal

27DochseinZornwandtesichnichtvonihnenab,unddie HanddesPharaowarweiterhingegendieKinderIsraels ausgestreckt,undderPharaoverhärteteseinenNackenvor demHerrnundverstärkteseinJochüberdieKinderIsraels undverbitterteihrLebenmitallerleiharterArbeit.

28UndalsderHerrdiePlageüberdenPharao,denKönig vonÄgypten,verhängthatte,baterseineWeisenund Zauberer,ihnzuheilen.

29UndseineWeisenundZauberersprachenzuihm:Wenn mandasBlutkleinerKinderinseineWundenträufelte, würdeergeheiltwerden.

30UndderPharaohörteaufsieundsandteseineBoten nachGoschenzudenIsraeliten,damitsieihrekleinen Kinderzusichnähmen.

31DagingendieDienerdesPharaohinundnahmendie SäuglingederIsraelitenmitGewaltausdenSchoßihrer MütterundbrachtensietäglichzumPharao,jedenTagein Kind,unddieÄrztetötetensieundlegtensiederPestaus; sotatensiealleTage

32UnddieZahlderKinder,diederPharaoerschlagenhat, betrugdreihundertfünfundsiebzig

33AberderHERRhörtenichtaufdieÄrztedesKönigs vonÄgypten,unddiePlagenahmimmermehrzu

34UndderPharaowurdezehnJahrelangvondieserPlage heimgesucht;dennochwardasHerzdesPharaogegendie KinderIsraelsnochverhärteter.

35UndnachzehnJahrenschlugderHerrdenPharao weiterhinmitverheerendenPlagen

36DaschlugihnderHerrmiteinemschlimmenGeschwür undeinerKrankheitimMagen;unddiesePlage verwandeltesichineinschweresFurunkel.

37ZujenerZeitkamendiebeidenMinisterdesPharaoaus demLandGoschen,wosichalleIsraelitenaufhielten, gingenzumHausdesPharaoundsagtenzuihm:Wirhaben

gesehen,dassdieIsraeliteninihrerArbeitnachlässigund inihrerMühenachlässiggewordensind.

38AlsderPharaodieWorteseinerMinisterhörte, entbrannteseinZorngegendieIsraelitensehr,dennerwar sehrbetrübtüberseinekörperlichenSchmerzen.

39Eraberantworteteundsprach:Nun,dadieIsraeliten wissen,dassichkrankbin,wendensiesichabundspotten überuns.SospanntnunmeinenWagenfürmichan,und ichwillnachGoschengehenunddenSpottderIsraeliten sehen,mitdemsiemichverhöhnenDaspanntenseine DienerdenWagenfürihnan

40Undsienahmenihnundzwangenihn,aufeinPferdzu steigen,dennerkonntenichtvonselbstreiten.

41UndernahmzehnReiterundzehnFußsoldatenmitsich undgingzudenIsraelitennachGoschen

42AlssieandieGrenzeÄgyptensgekommenwaren,ritt dasPferddesKönigsineineenge,erhöhteStelleim SenkrechtendesWeinbergs,dieaufbeidenSeitenvon einemZaunumgebenwar;aufderanderenSeitelagdie flacheEbene

43UnddiePferderanntenschnellanjenemOrtund drängteneinander,unddieanderenPferdedrängtendas PferddesKönigs

44UnddasPferddesKönigsstürzteindieEbene,während derKönigdaraufritt;undalserstürzte,kipptederWagen überdasGesichtdesKönigs,unddasPferdlagaufdem König;undderKönigschrieauf,dennseinFleischwar sehrwund.

45DawurdedemKönigdasFleischvomLeibgerissen, seineKnochenwurdenzerbrochen,underkonntenicht mehrreiten;denndiesgeschahvomHerrnanihm,denn derHerrhattedasSchreienseinesVolkes,derKinder Israels,undihrElendgehört

46UndseineDienertrugenihnaufihrenSchultern,Stück fürStück,undbrachtenihnzurücknachÄgypten;undauch dieReiter,diemitihmgewesenwaren,kehrtennach Ägyptenzurück.

47UndsielegtenihninseinBett,undderKönigwusste, dassseinEndegekommenwar,zusterbenDakam Aparanith,dieKönigin,seineFrau,undweintevordem König,undderKönigweintesehrmitihr

48UndalleseineEdlenundDienerkamenanjenemTag undsahendenKönigindieserNotundweintensehrmit ihm

49DarietendieFürstendesKönigsundalleseine RatgeberdemKönig,einenseinerSöhnealsseinen StatthalterimLandeeinzusetzen

50UndderKönighattedreiSöhneundzweiTöchter,die ihmseineGemahlin,dieKöniginAparanith,geborenhatte, abgesehenvondenKinderndesKönigsvonNebenfrauen 51UnddieswarenihreNamen:dieErstgeboreneOthri,die zweiteAdikamunddiedritteMorion,undihreSchwestern, derNamederälterenBathiaundderanderenAcuzi

52UndOthri,derErstgeborenedesKönigs,warein Dummkopf,voreiligundhastiginseinenWorten

53AdikamaberwareinlistigerundweiserMannund kanntedieganzeWeisheitÄgyptens;erwarjedochvon unansehnlichemAussehen,dickfleischigundvonsehr kleinerStatur;seineGrößebetrugeineElle

54AlsderKönigsah,dassseinSohnAdikaminallen Dingenintelligentundweisewar,beschlosser,dasser nachseinemTodanseinerStelleKönigwerdensollte

55UndernahmsichGeduda,dieTochterAbilots,zurFrau; erwarzehnJahrealt,undsiegebarihmvierSöhne.

56UndergingdanachhinundnahmdreiFrauenund zeugteachtSöhneunddreiTöchter

57UnddieUnordnungergriffdenKönigsehr,undsein FleischstankwiedasFleischeinesKadavers,derim SommerinderHitzederSonneaufdasFeldgeworfen wurde

58AlsderKönigsah,dassseineKrankheitihnsehr befallenhatte,befahler,seinenSohnAdikamzuihmzu bringen,undmansetzteihnanseinerStellealsKönigüber dasLandein

59NachdreiJahrenstarbderKönigbeschämt,inSchande undAbscheu;undseineDienertrugenihnundbestatteten ihnimGrabderKönigevonÄgypteninZoanMizraim

60Manbalsamierteihnabernicht,wieesbeiKönigen üblichwar,dennseinFleischwarverfault,undmankonnte sichihmwegendesGestanksnichtnähern,umihnzu balsamieren;deshalbbegrubmanihneilig.

61DenndiesesUnheilkamvomHerrnüberihn,weilder HerrihmBösesvergoltenhattefürdasUnheil,daserin seinenTagenanIsraelgetanhatte.

62UnderstarbvollerSchreckenundSchande,undsein SohnAdikamregierteanseinerStatt

KAPITEL77

1AdikamwarzwanzigJahrealt,alserüberÄgypten herrschte;erregiertevierJahre 2ImzweihundertsechstenJahrdesNiedergangsIsraels nachÄgyptenwurdeAdikamKönigüberÄgypten;aberer regiertenichtsolangeüberÄgyptenwieseineVäterregiert hatten

3DennseinVaterMelolregiertevierundneunzigJahrein Ägypten;abererwurdezehnJahrelangkrankundstarb, weilervordemHerrnbösegewesenwar

4UndalleÄgypternanntendenNamenAdikamPharao wiedenNamenseinerVäter,wieesinÄgyptenüblichwar 5UndalleWeisendesPharaonanntendenNamenAdikam Ahuz,kurzAhuzheißterinderägyptischenSprache.

6Adikamaberwarüberaushässlich;erwareineElleund eineSpannegroßundhatteeinenlangenBart,derbiszu seinenFußsohlenreichte.

7UndderPharaosetztesichaufdenThronseinesVaters undregierteüberÄgypten;underregierteÄgyptenin seinerWeisheit

8UndwährendseinerRegierungszeitübertraferseinen VaterundallevorhergehendenKönigeanBosheitund verschärfteseinJochfürdieKinderIsraels.

9UndergingmitseinenKnechtennachGoschenzuden IsraelitenundverstärktedieArbeitübersieundsprachzu ihnen:VollendeteureArbeit,jedenTageureAufgabe,und lassteureHändevondiesemTagannichtträgewerdenin unsererArbeit,wieihresindenTagenmeinesVaters getanhabt

10UndersetzteübersieBeamteausdenIsraelitenein, undüberdieseBeamtensetzteerAufseherausseinen Knechtenein

11UnderlegteihneneinMaßanZiegelnzu,damitsiees nachdieserZahlTagfürTagtunsollten.Dannkehrteer umundgingnachÄgypten

12ZujenerZeitordnetendieAufseherdesPharaoden OffizierenderIsraelitengemäßdemBefehldesPharaoan, dass

13SosprichtderPharao:TuedeineArbeitjedenTagund vollendedeineAufgabeundhaltedastäglicheMaßan Ziegelnein;nimmnichtsdavonweg

14Undessollgeschehen,wenneseuchanZiegelnfürden Tagmangelt,sowerdeicheureKinderanihreStellesetzen 15UnddieAufseherÄgyptenstateninjenenTagen,wie derPharaoesihnenbefohlenhatte.

16UndwennbeidenIsraeliteneinMangelanZiegelnfür ihrenTagfestgestelltwurde,gingendieAufseherdes PharaozudenFrauenderIsraelitenundnahmenSäuglinge derIsraeliteninderAnzahlderfehlendenZiegel,rissensie ihrenMütterngewaltsamausdemSchoßundlegtensie anstellederZiegelindasGebäude.

17WährendihreVäterundMütterübersieweintenund schluchzten,alssiedieweinendenStimmenihrerKinderin derMauerdesGebäudeshörten.

18UnddieAufsehersetztensichüberIsraeldurch,sodass dieIsraelitenihreKinderindasGebäudelegenmussten DalegteeinMannseinenSohnindieMauerundtränkte ihnmitMörtel,währendseineAugenüberihnweintenund seineTränenaufseinKindherabflossen

19UnddieAufseherÄgyptenstatendiesvieleTagelang mitdenKindernIsraels,undniemandhatteMitleidmitden KindernIsraels

20DieZahlallerKinder,dieindemGebäudegetötet wurden,betrugzweihundertundsiebzig;einigehattensie anstelledervonihrenVäternnichtverwendeten Ziegelsteineweitergebaut,anderehattensietotausdem Gebäudegeborgen

21UnddieArbeit,diedenIsraelitenindenTagen Adikamsauferlegtwurde,warschwereralsdie,diesiein denTagenseinesVatersverrichteten

22UnddieIsraelitenseufztenjedenTagwegenihrer schwerenArbeit;dennsiehattensichgesagt:Siehe,wenn derPharaostirbt,wirdseinSohnaufstehenundunsere Arbeiterleichtern!

23DochsietriebendieletzterenArbeitennochvoranals dieersteren,unddieIsraelitenseufztendarüberund klagtenGottüberihreMühen

24UndGotthörteinjenenTagendieStimmederKinder IsraelsundihrSchreienundgedenkteihrerseinesBundes, denermitAbraham,IsaakundJakobgeschlossenhatte.

25UndGottsahdieLastderIsraelitenundihreschwere ArbeitinjenenTagenundbeschloss,siezuerlösen

26UndMose,derSohnAmrams,warinjenenTagennoch imKerkerimHausReguels,desMidianiters,eingesperrt; undZippora,dieTochterReguels,versorgteihnheimlich TagfürTagmitEssen

27UndMosewurdezehnJahrelangimKerkerimHaus Reguelseingesperrt

28UndnachAblaufvonzehnJahren,demerstenJahrder RegierungdesPharaoüberÄgypten,anstelleseinesVaters, 29ZipporasagtezuihremVaterReguel:Niemandfragt nachdemHebräer,dendununschonzehnJahreim Gefängnishastgefangenhaltenlassen

30Wennesdiralsogefällt,lassunsBotenschickenund nachsehen,oberlebtodertotist;aberihrVaterwusste nicht,dasssieihnunterstützthatte

31DaantworteteihrVaterReguelundsprachzuihr:Ist jemalsetwasgeschehen,dasseinMenschzehnJahrelang imGefängnisohneEsseneingesperrtwirdundamLeben bleibt?

32ZipporaantworteteihremVater:Duhastdochsicher gehört,dassderGottderHebräergroßundfurchtbarist undallezeitWunderanihnentut

33Erwares,derAbrahamausUrinChaldäaerrettete, IsaakvordemSchwertseinesVatersundJakobvordem EngeldesHerrn,dermitihmanderFurtdesJabbukrang.

34ErhatmitdiesemMannschonvielesgetan;erhatihn ausdemFlussinÄgyptenundausdemSchwertdesPharao undausdenKusch-Stämmenerrettet;sokannerihnauch ausderHungersnoterrettenundihnamLebenerhalten

35UndReguelfanddieSachegutundtat,wieseine Tochterihmgesagthatte,undsandteBoteninsKerker,um sichzuvergewissern,wasmitMosegeschehenwar

36Undersah,undsiehe,derMenschMosewohnteim Kerker;erstandaufseinenFüßenundlobteundbetetezu demGottseinerVorfahren

37UndReguelbefahl,MoseausdemKerkerzuholenDa schorensieihn,underzogneueGefängniskleideranund aßBrot

38DanachgingMoseindenGartenReguel,derhinter demHauslag,undbetetedortzudemHerrn,seinemGott, dergroßeWunderanihmgetanhatte

39Undwährenderbetete,blickteerdemanderenEndeder Weltentgegen,undsiehe,einSaphirstablaginderErde, dermittenimGarteneingepflanztwar

40UndertratzudemStabundschautehin,undsiehe,der NamedesHerrn,desGottesderHeerscharen,wardarauf eingraviert,geschriebenundausgearbeitetaufdemStab

41UnderlasesundstreckteseineHandausundpflückte eswieeinenBaumausdemDickicht,undderStabwarin seinerHand

42UnddiesistderStab,mitdemalleWerkeunseres Gottesvollbrachtwurden,nachdemerHimmelundErde undihrganzesHeer,Meere,FlüsseundalleFischedarin geschaffenhatte

43UndalsGottAdamausdemGartenEdenvertrieben hatte,nahmerdenStabinseineHandundginghinund bebautedenAcker,vondemergenommenwar

44UndderStabkamzuNoahherabundwurdeSemund seinenNachkommengegeben,biserindieHand Abrahams,desHebräers,gelangte.

45UndalsAbrahamseinemSohnIsaakallesgegeben hatte,waserbesaß,gaberihmauchdiesenStab

46AlsJakobnachPaddan-Aramgeflohenwar,nahmeres inseineHand,undalserzuseinemVaterzurückkehrte, hatteeresnichtbeisichgelassen

47AlsernachÄgyptenhinabzog,nahmeresinseine HandundgabesJosef,einenAnteilmehralsseinen Brüdern,dennJakobhatteesseinemBruderEsaumit Gewaltabgenommen.

48NachdemTodJosefskamendieEdlenÄgyptensindas HausJosefs,undderStabgelangteindieHandReguels, desMidianiters.AlserausÄgyptenhinauszog,nahmer ihnindieHandundpflanzteihninseinenGarten

49UndalletapferenMännerderKiniterversuchten,den Baumauszureißen,alssieZippora,seineTochter,zurFrau nehmenwollten;aberesgelangihnennicht

50SobliebderStockimGartenReuelseingepflanzt,bis derkam,dereinAnrechtdaraufhatte,undihnnahm.

51AlsRegueldenStabinderHanddesMosesah, wunderteersichdarüberundgabihmseineTochter ZipporazurFrau.

KAPITEL78

1ZujenerZeitstarbBaal-Khanan,derSohnAchbors,der KönigvonEdom,undwurdeinseinemHausimLand Edombegraben

2NachseinemTodsandtendieSöhneEsausBotenindas LandEdomundholtenvondorteinenMann,derinEdom war,mitNamenHadad,undsetztenihnanstelleihres KönigsBaal-KhannanzumKönigübersichein

3UndHadadregierteüberdieKinderEdoms achtundvierzigJahre

4UndalserKönigwurde,beschlosser,gegendie Moabiterzukämpfen,umsiewiederunterdieHerrschaft derEsauszubringen,wiesieeszuvorgewesenwaren; aberesgelangihmnicht,weildieMoabiterdavonhörten undsicherhobenundsichbeeilten,einenKönigausihren Brüdernübersichzuwählen

5DanachversammeltensieeingroßesVolkundsandten ihreBrüderzudenAmmonitern,umHilfeimKampfgegen Hadad,denKönigvonEdom,zuerbitten

6AlsHadadhörte,wasdieMoabitergetanhatten, fürchteteersichsehrvorihnenundunterließes,gegensie zukämpfen

7InjenenTagennahmMose,derSohnAmrams,inMidian Zippora,dieTochterReguels,desMidianiters,zurFrau. 8UndZipporawandelteindenWegenderTöchterJakobs; siewarinihrerGerechtigkeitSaras,Rebekkas,Rahelsund Leasinnichtsnach.

9UndZipporawurdeschwangerundgebareinenSohn, undernannteihnGerschom,dennersagte:Ichbinein FremderineinemfremdenLand;abererbeschnittseine VorhautnichtaufGeheißseinesSchwiegervatersReguel 10Undsiewurdeabermalsschwangerundgebareinen Sohn,abersiebeschnittseineVorhautundnannteihn Elieser,dennMosesagte:„WeilderGottmeinerVäter meineHilfewarundmichvomSchwertdesPharaoerrettet hat.“

11UndderPharao,derKönigvonÄgypten,machteden IsraeliteninjenenTagenvielmehrArbeitundlegteihnen immerschwererdasJochauf

12Underbefahl,inÄgypteneinenAushangzumachen, dersprach:GebtdemVolkkeinStrohmehr,damites Ziegeldarausmache;siesollenhingehenundsichStroh sammeln,sovielsiefindenkönnen

13AuchdieZahlderZiegel,diesieherstellen,sollensie jedenTagweitergeben;undnehmtnichtsdavonab,denn siesindmitihrerArbeituntätig

14AlsdieIsraelitendieshörten,trauertensieundseufzten undschrienzumHerrnwegenderBitterkeitihrerSeelen 15UndderHERRhörtedasSchreienderKinderIsraels undsahdieUnterdrückung,mitderdieÄgyptersie unterdrückten

16UndderHERReiferteumseinVolkundseinErbeund hörteihrSchreienundbeschloss,sieausderBedrängnis ÄgyptensherauszuführenundihnendasLandKanaanzum Besitzzugeben.

KAPITEL79

1InjenenTagenweideteMosedieHerdeseines SchwiegervatersReguel,desMidianiters,jenseitsder WüsteSin;unddenStab,denervonseinem Schwiegervatergenommenhatte,hielterinderHand 2UndesgeschaheinesTages,dasssicheinZiegenbock vonderHerdeverirrte;undMoseverfolgteihn,underkam zumBergGottes,zumHoreb

3UndalserzumHorebkam,erschienihmderHERRdort imDornbusch,underfanddenDornbuschinFlammen, aberdasFeuerhattekeineMachtüberdenDornbusch,dass erihnverzehrte

4UndMoseerschraksehrüberdiesenAnblick,weshalb derDornbuschnichtverzehrtwurdeErtratnäher,um diesesgewaltigeEreigniszusehen,undderHerrriefMose ausdemFeuerundbefahlihm,nachÄgypten hinabzugehen,zumPharao,demKönigvonÄgypten,um dieIsraelitenausseinemDienstzubefreien

5UndderHerrsprachzuMose:Gehhinundkehrezurück nachÄgypten,dennalle,diedirnachdemLebentrachteten, sindtot;unddusollstmitdemPharaoreden,dasserdie KinderIsraelsausseinemLandhinauslasse.

6UndderHerrließihnZeichenundWunderinÄgypten tunvordenAugendesPharaoundseinerUntertanen, damitsieglaubten,dassderHerrihngesandthabe.

7UndMosehieltsichanalles,wasderHERRihmgeboten hatte,underkehrtezuseinemSchwiegervaterzurückund berichteteihmdieSache.DasprachReguelzuihm:Geh hininFrieden

8UndMosemachtesichauf,nachÄgyptenzugehen,und ernahmseineFrauundseineSöhnemitsich.Undalserin einerHerbergeanderStraßeübernachtete,kameinEngel GottesherabundsuchteeinenAnlassgegenihn

9Underwollteihntötenwegenseineserstgeborenen Sohnes,weilerihnnichtbeschnittenunddamitdenBund gebrochenhatte,denderHerrmitAbrahamgeschlossen hatte.

10DennMosehatteaufdieWorteseinesSchwiegervaters gehört,diedieserihmgesagthatte,seinenerstgeborenen Sohnnichtzubeschneiden;darumbeschnitterihnnicht.

11UndZipporasahdenEngeldesHerrn,dereinenAnlass gegenMosesuchte,undsieerkannte,dassdiesdaranlag, dasserihrenSohnGerschomnichtbeschnittenhatte

12DaeilteZipporahinundnahmeinenderscharfenSteine, diedortlagen,undbeschnittihrenSohnunderretteteihren MannundihrenSohnausderHanddesEngelsdesHerrn. 13Aaron,derSohnAmrams,derBruderdesMose,waran jenemTaginÄgyptenundgingamFlussuferentlang 14UndderHERRerschienihmanjenemOrtundsprach zuihm:GehnunzuMoseindieWüste!Underginghin undbegegneteihmaufdemBergGottesundküssteihn. 15DahobAaronseineAugenaufundsahZippora,die FraudesMose,undihreKinderUndersprachzuMose: Wersinddiesedir?

16UndMosesprachzuihm:DassindmeineFrauund meineSöhne,diemirGottinMidiangegebenhat;unddie SachebetrübteAaronwegenderFrauundihrerKinder 17DasprachAaronzuMose:SchickdieFrauundihre Kinderweg,damitsieindasHausihresVatersgehen könnenUndMosehörteaufAaronsWorteundtatso 18UndZipporakehrtemitihrenKindernzurückundging indasHausReguelsundbliebdortbiszuderZeit,dader HerrseinVolkbesuchtundsieausÄgyptenausderHand desPharaoherausgeführthatte

19UndMoseundAaronkamennachÄgyptenzuder GemeindederKinderIsraelsundredetenzuihnenalle WortedesHerrn,unddasVolkfreutesichsehr.

20AmnächstenTagstandenMoseundAaronfrühauf, gingenzumHausdesPharaoundnahmendenStabGottes inihreHände.

21UndalssiezumKönigstorkamen,warendortzwei jungeLöwenmiteisernenInstrumenteneingesperrt,und niemanddurftevorihnenhinausgehenoderhineingehen, außerdenen,diederKönigzukommenbefahlDann kamendieBeschwörerundriefendieLöwendurchihre Zaubersprüchezurück,unddiesbrachtesiezumKönig.

22DaeilteMoseundhobdenStabüberdieLöwenund ließsielos,undMoseundAarongingenindenPalastdes Königs.

23DieLöwenkamenfreudigmitihnenundfolgtenihnen undjubelten,wieeinHundjubelt,wennseinHerrvom Feldkommt.

24AlsderPharaodiessah,warerdarübererstauntund erschraksehrüberdieNachricht,dennihrAussehenglich demAussehenderKinderGottes.

25UndderPharaosprachzuMose:Wasverlangstdu?Sie antwortetenihm:DerHerr,derGottderHebräer,hatuns zudirgesandtundlässtdirsagen:SendemeinVolkaus, damitesmirdiene

26AlsderPharaoihreWortehörte,erschrakersehrvor ihnenundsprachzuihnen:Gehtheuteundkommtmorgen wiederzumirUndsietaten,wiederKönigihnenbefohlen hatte

27Alssiegegangenwaren,ließderPharaoBileam,den Zauberer,undseineSöhneJannesundJambressowiealle Zauberer,WahrsagerundRatgeber,diedemKönig gehörten,rufen;undsieallekamenundsetztensichvor denKönig

28UndderKönigerzählteihnenalleWorte,dieMoseund seinBruderAaronzuihmgesprochenhatten.Dafragten dieMagierdenKönig:„WiekonntendieMännerzudir kommen,dadochdieLöwenamToreingesperrtwaren?“

29UndderKönigsprach:WeilsieihrenStockgegendie Löwenerhobenundsielosgelassenhabenundzumir gekommensind,unddieLöwensichübersiefreuten,wie sicheinHundfreut,seinenHerrnzusehen.

30DaantworteteBileam,derSohnBeors,desZauberers, demKönig:„DassindnichtsanderesalsZaubererwie wir“

31Darumschicktnunnachihnen,undsiesollenkommen, undwirwerdensieprüfen.UndderKönigtatso.

32AmMorgenließderPharaoMoseundAaronzusich rufenSienahmendenStabGottes,tratenvordenKönig undsprachenzuihm:

33SosprichtderHerr,derGottderHebräer:Sendemein Volk,dasssiemirdienen.

34UndderKönigsprachzuihnen:Weraberwirdeuch glauben,dassihrGottesBotenseidunddassihraufseinen Befehlzumirkommt?

35DarumtuteinWunderodereinZeichenindieserSache, unddannwirdmaneurenWortenglauben

36DaeilteAaronundwarfdenStabausseinerHandvor demPharaoundvorseinenDienern;undderStab verwandeltesichineineSchlange

37AlsdieZaubererdiessahen,warfenjederseinenStab aufdieErde,undsiewurdenzuSchlangen

38UnddieSchlangeanAaronsStabhobihrenKopfund öffneteihrMaul,umdieStäbederZaubererzu verschlingen

39DaantworteteBileam,derZauberer,undsprach:Dies istsovonaltersher,dasseineSchlangeihreArtgenossen verschlingtunddassLebeweseneinanderverzehren

40DarumbringeihnwiederzueinemStabzurück,wieer ursprünglichwar,undauchwirwerdenunsereStäbe wiedersomachen,wiesieursprünglichwarenWennaber deinStabunsereStäbeverschlingt,dannwerdenwir erkennen,dassderGeistGottesindirist;wennabernicht, sobistdunureinHandwerkerwiewir

41DaeilteAaronundstreckteseineHandausundergriff denSchwanzderSchlange,underwurdeinseinerHandzu einemStabUnddieZauberertatendasGleichemitihren Stäben,undjederergriffdenSchwanzseinerSchlange,und siewurdenwiederzuStäbenwiezuvor 42UndalssiewiederzuStäbengeformtwaren,verschlang derStabAaronsihreStäbe.

43AlsderKönigdiessah,befahler,dasBuchder AufzeichnungenüberdieKönigevonÄgyptenzuholen ManbrachtedasBuchderAufzeichnungen,dieChroniken derKönigevonÄgypten,indenenalleGötzenbilder Ägyptenseingeschriebenwaren,dennsiemeinten,darin denNamenJehovaszufinden;abersiefandenihnnicht.

44DasprachderPharaozuMoseundAaron:Siehe,ich habedenNameneuresGottesnichtindiesemBuch geschriebengefunden,undichkenneseinenNamennicht.

45DaantwortetendieRatgeberundWeisendemKönig: Wirhabengehört,dassderGottderHebräereinSohnder Weisenist,einSohnalterKönige.

46DawandtesichderPharaoanMoseundAaronund sprachzuihnen:IchkennedenHerrn,denihrmirgenannt habt,nicht;ichwillauchnichtseinVolkaussenden.

47SieantwortetendemKönig:DerHerr,derGottder Götter,istseinName,underhatseinenNamenüberuns ausgerufenvondenTagenunsererVorfahrenanundhat unsgesandtundgesagt:GehtzumPharaoundsagtihm: SendemeinVolk,damitsiemirdienen

48Darumsendeunsnun,damitwirdreiTagelanginder Wüsteumherziehenundihmdortopfernkönnen;dennseit denTagenunseresAbstiegsnachÄgyptenhaterweder BrandopfernochSpeisopfernochSchlachtopfervonuns angenommenWennduunsabernichtsendest,wirdsein Zorngegendichentbrennen,underwirdÄgypten entwedermitderPlageodermitdemSchwertschlagen

49UndPharaosprachzuihnen:SagtmirnunseineMacht undseineStärke!Sieabersprachenzuihm:Erschuf HimmelundErde,dieMeereundalleihreFische,er

formtedasLicht,erschufdieFinsternis,erließesregnen aufdieErdeundtränktesie,erließdasKrautundGras sprießen,erschufMenschundViehunddieTieredes Waldes,dieVögeldesHimmelsunddieFischedesMeeres, unddurchseinenMundwerdensielebendigundsterben sie

50Wahrlich,erhatdichimMutterleiberschaffenunddir denAtemdesLebenseingehauchtunddichaufgezogen unddichaufdenköniglichenThronÄgyptensgesetzt;nun wirderdirdenAtemunddieSeelenehmenunddich zurückbringenzuderErde,vonderdugenommenwurdest 51DaentbranntederZorndesKönigsüberihreWorte, undersprachzuihnen:AberwerunterallenGötternder Völkerkanndiestun?MeinFlussgehörtmir,undichhabe ihnfürmichgeschaffen

52Undertriebsievonsichundbefahl,dassdieArbeitfür Israelhärterseinsolltealsgesternundzuvor

53DagingenMoseundAaronvomKönigwegundsahen dieIsraelitenineinemschlechtenZustand;denndie AufseherhattenihnendieArbeitsehrschwergemacht

54UndMosekehrtezumHerrnzurückundsprach:Warum hastdudeinVolksoschlechtbehandelt?Dennseitich gekommenbin,ummitdemPharaozureden,wozudu michgesandthast,haterdieKinderIsraelsüberaus schlechtbehandelt.

55UndderHERRsprachzuMose:Siehe,duwirstsehen, dassderPharaomitausgestreckterHandundschweren PlagendieKinderIsraelsausseinemLandvertreibenwird.

56UndMoseundAaronwohntenunterihrenBrüdern,den Israeliten,inÄgypten

57UnddenIsraelitenmachtendieÄgypterdasLeben schwerdurchdieschwereArbeit,diesieihnenauferlegten

KAPITEL80

1UndnachzweiJahrensandtederHerrMoseabermals zumPharao,umdieKinderIsraelsherauszuführenundsie ausdemLandÄgyptenzuführen

2UndMoseginghinundkamzumHausdesPharaound verkündeteihmdieWortedesHerrn,derihngesandthatte; aberderPharaowolltenichtaufdieStimmedesHerrn hörenDaentfesselteGottseineMachtinÄgyptengegen denPharaoundseinVolkundschlugdenPharaoundsein VolkmitsehrgroßenundschwerenPlagen

3UndderHERRsandtedurchdieHandAaronsund verwandeltealleGewässerÄgyptensinBlut,samtallen StrömenundFlüssen

4UndalseinÄgypterkam,umzutrinkenundWasserzu schöpfen,schauteerinseinenKrug,undsiehe,dasganze WasserwarzuBlutgeworden;undalserausseinem Bechertrinkenwollte,wurdeauchdasWasserimBecher zuBlut.

5UndwenneineFrauihrenTeigkneteteundihreSpeisen kochte,verwandeltesichihrAussehenindasvonBlut 6UndderHerrsandtewiederBotenundließinallihren GewässernFröschehervorbringen,undalleFröschekamen indieHäuserderÄgypter.

7UndalsdieÄgyptertranken,fülltensichihreBäuchemit Fröschen,undsietanzteninihrenBäuchen,wiesietanzen, wennsieimFlusssind.

8Undalles,wassietrankenundzumKochenverwendeten, wurdezuFröschen;auchwennsieinihrenBettenlagen, brachteihrSchweißFröschehervor

9TrotzalledemwichderZorndesHerrnnichtvonihnen, undseineHandwarausgestrecktgegenalleÄgypter,um siemitjederschwerenPlagezuschlagen

10UndersandteBotenundschlugihrenStaubzuLäusen, unddieLäusewurdeninÄgyptenbiszurHöhevonzwei EllenaufderErde

11EsgababerauchsehrvieleLäuseimFleischvon MenschundTier,unterallenEinwohnernÄgyptensAuch aufdenKönigunddieKöniginsandtederHERRdieLäuse, undesbetrübteÄgyptensehrwegenderLäuse.

12DochderZorndesHerrnwichnichtvonihm,undseine HandbliebüberÄgyptenausgestreckt

13UndderHERRsandteallerleiTieredesFeldesnach Ägypten;undsiekamenundverdarbenganzÄgypten, MenschundVieh,Bäumeundalles,wasinÄgyptenwar 14UndderHerrsandtefeurigeSchlangen,Skorpione, Mäuse,Wiesel,KrötenundandereTiere,dieimStaub kriechen

15Fliegen,Hornissen,Flöhe,WanzenundMücken,jede schwärmtnachihrerArt

16UndalleKriechtiereundgeflügeltenTierenachihrer ArtkamennachÄgyptenundbetrübtendieÄgyptersehr.

17UndeskamenFlöheundFliegenindieAugenund OhrenderÄgypter

18DakamdieHornissezuihnenundscheuchtesiedavon; undsieflüchtetenvorihrinihreGemächer;abersie verfolgtesie

19AlssichdieÄgypterwegendervielenTiereversteckten, verriegeltensieihreTürenhinterihnen,undGottbefahl demSulanuth,derimMeerwar,heraufzukommenund nachÄgyptenzuziehen.

20UndsiehattelangeArme,zehnEllenlangwieeine menschlicheElle

21UndsiestiegaufdieDächerunddecktedie DachsparrenundDielenaufundschnittsieabundstreckte ihrenArmindasHaushineinundentferntedasSchloss unddenRiegelundöffnetedieHäuserÄgyptens.

22DanachkamdieMengederTiereindieHäuser Ägyptens,unddieMengederTierevernichtetedieÄgypter, undsiebetrübtesiesehr.

23DochderZorndesHerrnwandtesichnichtvonden Ägypternab,undseineHandwarweiterhingegensie ausgestreckt.

24UndGottsandtediePest,unddiePestbreitetesichin ÄgyptenausunterdenPferdenundEselnundunterden KamelenundunterdenRinderherdenundSchafenund unterdenMenschen

25AlsdieÄgypteramfrühenMorgenaufstanden,umihr ViehaufdieWeidezutreiben,fandensieallihrViehtot.

26UndvondenRindernderÄgypterbliebnureinesvon zehnübrig;vondenRindernIsraelsinGoschenverendete aberkeineinziges

27UndGottsandteeinebrennendeEntzündungindas FleischderÄgypter,dassihreHautaufplatzte,undes wurdeeinheftigerJuckreizbeiallenÄgypternvonden FußsohlenbiszumScheitel

28UndihrFleischwarvollerGeschwüre,dassihrFleisch abfiel,bissiefauligundübelwaren

29DochderZorndesHerrnwichnichtvonihm,undseine HandwarnochimmerüberganzÄgyptenausgestreckt.

30UndderHerrsandteeinensehrschwerenHagel,der ihreWeinstöcketrafundihreFruchtbäumezerbrachund sieverdorrte,sodasseraufsieherabfiel.

31AuchallegrünenKräuterverdorrtenundvergingen; denninmittendesHagelskameinFeuervomHimmel,und HagelundFeuerverzehrtenalles.

32AuchMenschenundTiere,diesichdraußenaufhielten, kamendurchFeuerflammenundHagelum,undallejungen Löwenwurdenerschöpft

33UndderHerrsandteHeuschreckeningroßerZahlnach Ägypten,dieChasel,Salom,ChargolundChagole, HeuschreckenjederArt,dieallesauffraßen,wasderHagel übriggelassenhatte

34DafreutensichdieÄgypterüberdieHeuschrecken, obwohldiesedieFeldfrüchteverzehrten;siefingensiein großerZahlundsalztensieein,umsiezuessen

35DawandtederHerreinengewaltigenWinddesMeeres, deralleHeuschrecken,auchdiegesalzenen,wegnahmund insRoteMeerwarf;esbliebkeineeinzigeHeuschreckein Ägypten.

36UndGottsandteFinsternisüberÄgypten,dassdas ganzeLandÄgyptenundPathrosdreiTagelangfinster wurde,sodassniemandseineHandsehenkonnte,wenner siezumMundführte

37ZujenerZeitstarbenvieleIsraeliten,diegegenden HerrnrebellierthattenundnichtaufMoseundAaron hörenwolltenundnichtglaubten,dassGottsiegesandt hatte

38Undwerhattegesagt:WirwollennichtausÄgypten hinausgehen,damitwirnichtineinerödenWüstevor Hungerumkommen?,undwerwolltenichtaufdieStimme desMosehören.

39UndderHERRplagtesiedreiTagelanginder Finsternis,unddieIsraelitenbegrubensieinjenenTagen, ohnedassdieÄgypteretwasvonihnenwusstenodersich übersiefreuten

40UndeswurdeeinesehrgroßeFinsternisinÄgyptendrei Tagelang.Undwerstand,alsdieFinsterniskam,derblieb stehen;undwersaß,derbliebsitzen;undwerlag,derlag, derlag;undwerging,derbliebsitzenaufdemBodenan derselbenStelle.UnddiesgeschahmitallenÄgyptern,bis dieFinsternisvorüberwar

41UnddieTagederFinsternisvergingen,undderHerr sandteMoseundAaronzudenIsraelitenundsprach:Feiert euerFestundeuerPassahfest,dennsiehe,ichkomme mitteninderNachtzuallenÄgypternundwerdealleihre Erstgeborenenschlagen,vomErstgeborenendesMenschen biszumErstgeborenendesViehs;undwennicheuer Passahfestsehe,werdeichaneuchvorübergehen

42UnddieIsraelitentatenalles,wasderHERRMoseund Aarongebotenhatte;sotatensieinjenerNacht

43UndesgeschahmitteninderNacht,dassderHerr mitteninÄgyptenhinausgingundalleErstgeborenender Ägypterschlug,vomErstgeborenendesMenschenbiszum ErstgeborenendesViehs.

44UndderPharaostandmitteninderNachtauf,erund alleseineDienerundalleÄgypter,undeserhobsichein großesGeschreiinganzÄgypteninjenerNacht;dennes gabkeinHaus,indemnichteineLeichelag

45AuchdieAbbilderderErstgeborenenÄgyptens,diein dieWändeihrerHäusereingemeißeltwaren,wurden zerstörtundfielenzuBoden

46SogardieGebeineihrerErstgeborenen,dievordiesem ZeitpunktgestorbenwarenunddiesieinihrenHäusern begrabenhatten,wurdeninjenerNachtvondenHunden Ägyptensaufgescheucht,vordieÄgyptergeschleiftund vorsiegeworfen.

47UndalleÄgyptersahendiesesUnglück,dasplötzlich übersiegekommenwar,undalleÄgypterschrienmit lauterStimme

48UndinjenerNachtweintenalleFamilienÄgyptens,ein jederMannumseinenSohnundeinjederMannumseine Tochter,dieererstgeborenwar,unddasGetöseÄgyptens warinjenerNachtvonweitemzuhören

49UndBathia,dieTochterdesPharao,ginginjenerNacht mitdemKönighinaus,umMoseundAaroninihren HäusernzusuchenUndsiefandensieinihrenHäusern, wosieaßenundtrankenundsichmitganzIsraelfreuten.

50UndBathiasprachzuMose:IstdasderLohnfüralldas Gute,dasichdirgetanhabe,dichaufgezogenundgefördert habe,undduhastdiesesUnheilübermichundmein Vaterhausgebracht?

51UndMosesprachzuihr:Wahrlich,zehnPlagenhatder HerrüberÄgyptengebracht;istdirdurcheinevonihnen etwasSchlimmeswiderfahren?Hatdicheinevonihnen getroffen?Undsiesprach:Nein

52UndMosesprachzuihr:ObwohldudieErstgeborene deinerMutterbist,wirstdunichtsterben,undkeinÜbel wirddichinmittenÄgyptenstreffen

53Undsiesprach:Wasnütztesmir,wennichdenKönig, meinenBruder,undseinganzesHausundseineUntertanen indiesemÜbelsehe,derenErstgeborenemitallen ErstgeborenenÄgyptensumkommen?

54UndMosesprachzuihr:Wahrlich,deinBruderund seinHausundihreUntertanen,dieFamilienÄgyptens, wolltennichtaufdieWortedesHerrnhören;darumkam diesesUnheilübersie

55UndderPharao,derKönigvonÄgypten,tratzuMose undAaronundeinigenderIsraeliten,diemitihnenan jenemOrtwaren,undbetetezuihnenundsprach:

56StehtaufundnehmteureBrüder,alleIsraeliten,dieim Landsind,mitihrenSchafenundRindernundallem,was ihnengehörtSiesollennichtszurücklassen,sondernnur fürmichzumHerrn,euremGott,beten

57UndMosesprachzuPharao:Siehe,dubistder ErstgeborenedeinerMutter,fürchtedichnicht,denndu wirstnichtsterben;dennderHerrhatgeboten,dassdu lebensollst,umdirseinegroßeMachtundseinenstarken ausgestrecktenArmzuzeigen

58UndderPharaobefahl,dieIsraelitenwegzuschicken, undalleÄgypterrüstetensich,umsiewegzuschicken, dennsiesagten:Wirgehenalleum

59UndalleÄgypterließendieIsraelitenmitgroßem Reichtum,Schafen,RindernundkostbarenDingen ausziehen,gemäßdemEid,denderHerrzwischenihmund unseremVaterAbrahamgeschlossenhatte.

60DieIsraelitenaberzögerten,nachtshinauszugehenAls dieÄgypterzuihnenkamen,umsieherauszuholen,sagten siezuihnen:SindwirdennRäuber,dasswirnachts hinausgehen?

61UnddieIsraelitenverlangtenvondenÄgypternsilberne undgoldeneGefäßesowieKleider;unddieIsraeliten zogendieÄgypteraus

62DaeilteMose,standaufundgingzumFlussÄgyptens undholtevondortdenSargJosefsheraufundnahmihn mitsich

63AuchdieIsraelitenbrachtenherauf,einjederdenSarg seinesVatersunddieSärgeseinesStammes.

KAPITEL81

1UnddieIsraelitenzogenvonRamsesnachSukkot,etwa sechshunderttausendMannzuFuß,abgesehenvonden KindernundihrenFrauen

2AucheinegemischteMengezogmitihnenhinauf, HerdenundVieh,vielVieh.

3UnddieFremdezeitderIsraeliten,dieinÄgyptenunter schwererArbeitlebten,betrugzweihundertzehnJahre

4UndnachzweihundertzehnJahrenführtederHerrdie KinderIsraelsmitstarkerHandausÄgyptenheraus

5UnddieIsraelitenzogenausÄgypten,ausGoschenund ausRamsesundlagertensichamfünfzehntenTagdes erstenMonatsinSukkot

6UnddieÄgypterbegrubenalleihreErstgeborenen,die derHerrgeschlagenhatte,undalleÄgypterbegrubenihre ErschlagenendreiTagelang

7UnddieIsraelitenzogenvonSukkotweiterundlagerten sichinEtom,amEndederWüste.

8AmdrittenTag,nachdemdieÄgypterihreErstgeborenen begrabenhatten,machtensichvieleMännerausÄgypten aufundzogendenIsraelitennach,umsiezurRückkehr nachÄgyptenzuzwingen;dennsiebereuten,dieIsraeliten ausihrerKnechtschaftweggeschicktzuhaben

9UndeinersagtezuseinemNachbarn:Gewisshaben MoseundAaronmitdemPharaogesprochenundgesagt: WirwollendreiTagereisenweitindieWüstegehenund demHerrn,unseremGott,opfern.

10DarumlasstunsfrühamMorgenaufstehenundsiezur RückkehrzwingenWennsiemitunsnachÄgyptenzu ihrenHerrenzurückkehren,dannwerdenwirwissen,dass sietreusind;wennsieabernichtzurückkehren,dann werdenwirmitihnenkämpfenundsiemitgroßerMacht undstarkerHandzurRückkehrzwingen.

11AmMorgenstandenalleEdlendesPharaoauf,undmit ihnenetwasiebenhunderttausendMann,undsiezogenan diesemTagausÄgyptenausundkamenandenOrt,wodie KinderIsraelswaren

12UndalleÄgyptersahen,undsiehe,MoseundAaron undalleKinderIsraelssaßenvorPi-Hahirot,aßenund trankenundfeiertendasFestdesHerrn

13DasagtenalleÄgypterzudenIsraeliten:Ihrhabtdoch gesagt:WirwollendreiTageinderWüsteumherziehen, unseremGottopfernunddannzurückkehren

14NunsindesschonfünfTage,seitihrfortgegangenseid WarumkehrtihrnichtzueurenHerrenzurück?

15MoseundAaronantwortetenihnen:WeilderHERR, unserGott,unsbezeugthat:Ihrsolltnichtmehrnach Ägyptenzurückkehren,sondernwirwollenineinLand ziehen,woMilchundHonigfließen,wiederHERR,unser Gott,unserenVäterngeschworenhat,esunszugeben.

16AlsdieEdlenÄgyptenssahen,dassdieIsraelitennicht aufsiehörtenundnachÄgyptenzurückkehrten,rüsteten siesichzumKampfgegenIsrael

17UndderHERRstärktedieHerzenderIsraelitengegen dieÄgypter,sodasssieihneneineschwereNiederlage beibrachtenDerKampfwarfürdieÄgypterverheerend, undalleÄgypterflohenvordenIsraeliten,dennvielevon ihnenkamendurchdieHandIsraelsum.

18DagingendieEdlendesPharaonachÄgyptenund berichtetendemPharao:DieIsraelitensindgeflohenund werdennichtmehrnachÄgyptenzurückkehrenSohaben MoseundAaronzuunsgesprochen

19AlsderPharaodieshörte,wandtesichseinHerzund dasHerzallseinerUntertanengegenIsrael,undsie bereuten,dasssieIsraelgesandthatten;undalleÄgypter rietendemPharao,dieIsraelitenzuverfolgen,damitsiezu ihrenLastenzurückkehrten

20UndsiespracheneinjederzuseinemBruder:Was habenwirgetan,dasswirIsraelausunsererKnechtschaft gesandthaben?

21UndderHERRstärktedieHerzenallerÄgypter,die Israelitenzuverfolgen;dennderHERRwolltedieÄgypter imRotenMeervernichten

22DastandderPharaoauf,spannteseinenWagenanund befahlallenÄgyptern,sichzuversammeln;esbliebkein MannübrigaußerdenKindernunddenFrauen

23UndalleÄgypterzogenmitdemPharaoaus,umdie KinderIsraelszuverfolgen.DasLagerÄgyptenswarein überausgroßesundstarkesLager,etwa zehnhunderttausendMann

24UnddasganzeLagerzoghinundverfolgtedie Israeliten,umsienachÄgyptenzurückzubringen,undsie erreichtensie,alssieamRotenMeerlagerten

25DablicktendieIsraelitenaufundsahen,dassalle ÄgyptersieverfolgtenUnddieIsraelitenerschrakensehr vorihnenundschrienzumHerrn

26UndwegenderÄgypterspaltetensichdieIsraelitenin vierGruppenundwarenuneinsinihrenMeinungen,denn siefürchtetendieÄgypter;undMoseredetemitjedervon ihnen.

27DieersteAbteilungbestandausdenSöhnenRubens, SimeonsundIssachars;siebeschlossen,sichinsMeerzu stürzen,dennsiefürchtetendieÄgyptersehr.

28UndMosesprachzuihnen:Fürchteteuchnicht!Bleibt stehenundsehtdieRettungdesHerrn,dieereuchheute vollbringenwird.

29DiezweiteAbteilungbestandausdenSöhnenSebulons, BenjaminundNaftali,undsiebeschlossen,mitden ÄgypternnachÄgyptenzurückzukehren

30UndMosesprachzuihnen:Fürchteteuchnicht!Denn wieihrdieÄgypterheutegesehenhabt,sowerdetihrsie nichtmehrseheninEwigkeit.

31DiedritteDivisionbestandausdenSöhnenJudasund Josefs;siebeschlossen,denÄgypternentgegenzuziehen undgegensiezukämpfen

32UndMosesprachzuihnen:BleibtaneurenPlätzen stehen,dennderHerrwirdfüreuchkämpfen,undihrsollt schweigen

33DievierteAbteilungaberbestandausdenSöhnenLevi, GadundAscher.Siebeschlossen,mittenunterdieÄgypter zugehen,umsiezubeschämenDasprachMosezuihnen:

BleibtaneurenPlätzenundfürchteteuchnicht;ruftnur denHerrnan,dassereuchausihrerHanderrette.

34DanachstandMoseausderMittedesVolkesauf,betete zumHerrnundsprach:

35OHerr,GottderganzenErde,rettenundeinVolk,das duausÄgyptenherausgeführthast,undlassdieÄgypter sichnichtrühmen,dassihnenMachtundStärkegehören

36DasprachderHerrzuMose:Warumschreistduzumir? SprichzudenIsraeliten,dasssieweiterziehensollen,und streckedeinenStabüberdasMeerausundteilees,unddie Israelitensollenhindurchziehen

37UndMosetatso;underhobseinenStabüberdasMeer emporundteiltees.

38UnddasWasserdesMeereswurdeinzwölfTeilegeteilt, unddieIsraelitengingenhindurchzuFuß,mitSchuhen, wiemaneinenbefestigtenWegentlanggeht.

39UndderHerroffenbartedenIsraelitenseineWunderin ÄgyptenundimMeerdurchdieHandvonMoseund Aaron.

40AlsdieIsraeliteninsMeerhineingezogenwaren, folgtenihnendieÄgypterDaüberflutetesiedasMeer,und sieallesankenimWasser.EsbliebkeinMannübrigaußer demPharao,derdemHerrndankteundanihnglaubte DarumließderHerrihnzujenerZeitnichtmitden Ägypternumkommen.

41UndderHerrbefahleinemEngel,ihnausderMitteder ÄgypterzuholenDiesehattenihnindasLandNinive geworfen,underregiertedortfüreinelangeZeit.

42UndandiesemTagerrettetederHERRIsraelausder HandÄgyptens,undalleIsraelitensahen,dassdieÄgypter umgekommenwaren,undsiesahendiegroßeHanddes HERRN,dieerinÄgyptenundimMeergetanhatte 43DasangenMoseunddieIsraelitendemHerrndieses LiedandemTag,alsderHerrdieÄgyptervorihnenfallen ließ

44UndganzIsraelsangimChorundsprach:Ichwilldem Herrnsingen,denneristhocherhaben;RossundReiterhat erinsMeergestürzt;siehe,esstehtgeschriebenimBuch desGesetzesGottes

45DanachzogendieIsraelitenweiterundlagertensichin MaraDortgabderHERRdenIsraelitenSatzungenund Rechteundgebotihnen,inallenseinenWegenzuwandeln undihmzudienen.

46UndsiezogenvonMaraweiterundkamennachElim InElimgabeszwölfWasserquellenundsiebzig Dattelpalmen;unddieKinderlagertensichdortamWasser.

47UndsiezogenvonElimfortundkamenamfünfzehnten TagdeszweitenMonatsnachihremAuszugausÄgypten indieWüsteSin

48ZujenerZeitgabderHERRdenIsraelitendasManna zuessen,undderHERRließtäglichNahrungvomHimmel fürdieIsraelitenregnen.

49UnddieIsraelitenaßendasMannavierzigJahrelang, solangesieinderWüstewaren,bissieindasLandKanaan kamen,umesinBesitzzunehmen

50UndsiezogenausderWüsteSinweiterundlagerten sichinAlusch.

51UndsiezogenvonAluschweiterundlagertensichin Refidim

52AlsdieIsraeliteninRefidimwaren,kamAmalek,der SohnElifas,desSohnesEsaus,desBrudersZephos,um gegenIsraelzukämpfen

53UnderbrachteachthundertundeintausendMannmit sich,MagierundWahrsager,undrüstetesichzumKampf gegenIsraelinRefidim

54UndsieführteneinengroßenundheftigenKampfgegen Israel,undderHERRgabAmalekundseinVolkindie HandvonMoseunddenIsraelitenundindieHandvon Josua,demSohnNuns,demEphratiter,demKnechtvon Mose

55UnddieIsraelitenschlugenAmalekundseinVolkmit demSchwert;aberderKampfwarfürdieIsraelitensehr schmerzlich

56UndderHERRsprachzuMose:Schreibedieszum AndenkenfürdichineinBuchundgibesdeinemKnecht Josua,demSohnNuns,unddusollstdenIsraeliten gebietenundsagen:WennihrindasLandKanaankommt, solltihrdieErinnerunganAmalekunterdemHimmel gänzlichauslöschen

57UndMosetatsoundnahmdasBuchundschriebdiese Wortedaraufundsprach:

58Denkdaran,wasAmalekdiraufdemWegangetanhat, alsduausÄgyptenhinausgezogenbist

59DiediraufdemWegbegegnetenunddeinenRücken trafen,dieSchwachenhinterdir,alsdumüdeunderschöpft warst

60WennnunderHERR,deinGott,dirRuheverschaffthat voralldeinenFeindenringsumindemLand,dasder HERR,deinGott,dirzumErbegibt,damitdues einnimmst,dannsollstdudieErinnerunganAmalekunter demHimmelauslöschen,dusollstsienichtvergessen

61UndderKönig,dersichAmaleks,seinesAndenkens oderseinerNachkommenerbarmt,siehe,ichwerdeesvon ihmfordernundihnausseinemVolkausrotten

62UndMoseschrieballdiesineinBuchundgebotden Israeliten,sichanalledieseDingezuhalten.

KAPITEL82

1UnddieIsraelitenzogenvonRefidimausundlagerten sichinderWüsteSinai,imdrittenMonatnachihrem AuszugausÄgypten.

2ZujenerZeitkamReguel,derMidianiter,der SchwiegervatervonMose,mitseinerTochterZipporaund ihrenbeidenSöhnen;dennerhattevondenWunderndes Herrngehört,dieeranIsraelgetanhatte,nämlichdasser sieausderHandÄgyptenserrettethatte.

3UndReguelkamzuMoseindieWüste,woerlagerte, woderBergGotteswar

4UndMosegingseinemSchwiegervatermitgroßerEhre entgegen,undganzIsraelwarmitihm.

5UndReguelundseineKinderbliebenvieleTageunter denIsraeliten,undReguelerkanntedenHerrnvondiesem Tagan

6UndimdrittenMonatnachdemAuszugderIsraeliten ausÄgypten,amsechstenTagdesselben,gabderHERR demVolkIsraeldieZehnGeboteaufdemBergSinai

7UndganzIsraelhörtealledieseGebote,undganzIsrael freutesichanjenemTagsehrimHerrn.

8UnddieHerrlichkeitdesHerrnruhteaufdemBergSinai, underriefMose,undMosekaminmitteneinerWolkeund stiegaufdenBerg

9UndMosewarvierzigTageundvierzigNächteaufdem Berg;eraßkeinBrotundtrankkeinWasser,undder HERRunterwiesihnindenSatzungenundRechten,damit erdieKinderIsraelslehre

10UndderHERRschriebdiezehnGebote,dieerden Israelitengebotenhatte,aufzweiSteintafelnundgabsie Mose,damitersiedenIsraelitengebiete

11UndnachvierzigTagenundvierzigNächten,alsder HerrmitMoseaufdemBergSinaizuEndegeredethatte, gabderHerrMosediesteinernenTafeln,diemitdem FingerGottesbeschriebenwaren

12AlsdieIsraelitensahen,dassMosenichtvomBerg herunterkam,versammeltensiesichumAaronundsagten: „WasmitdiesemMosegeschehenist,wissenwirnicht“

13DarumstehnunaufundmacheunseinenGott,dervor unshergeht,damitdunichtstirbst.

14AaronaberfürchtetesichsehrvordemVolkundbefahl ihnen,ihmGoldzubringen;undermachtedarausein gegossenesKalbfürdasVolk.

15UndderHERRsprachzuMose,eheervomBerg herabgestiegenwar:Steighinab,denndeinVolk,dasdu ausÄgyptenherausgeführthast,hatsichverdorben.

16SiehabensicheingegossenesKalbgemachtund beugensichdavorniederNunlasstmichinRuhe,damit ichsievonderErdevertilgenkann;dennsiesindein halsstarrigesVolk

17UndMoseflehtedenHerrnan,ihmgnädigzusein,und betetezudemHerrnfürdasVolkwegendesKalbs,dassie gemachthattenDanachstiegervomBergherabundhatte diezweiSteintafelninseinenHänden,dieGottihm gegebenhatte,umdenIsraelitenzugebieten.

18AlsMosesichdemLagernäherteunddasKalbsah,das dasVolkgemachthatte,entbranntederZorndesMose, underzerbrachdieTafelnunterdemBerg.

19UndMosekaminsLagerundnahmdasKalb, verbrannteesimFeuer,zermahlteeszufeinemStaub, streuteesinsWasserundgabesdenIsraelitenzutrinken. 20UndeskamenetwadreitausendMännerausdemVolk durchdieSchwertervoneinanderum,diedasKalb gemachthatten.

21AmnächstenTagsagteMosezumVolk:Ichwillzum Herrnhinaufgehen,vielleichtkannichfüreureSünden,die ihrbegangenhabt,vordemHerrnSühneleisten.

22UndMosegingabermalshinaufzumHerrnundblieb vierzigTageundvierzigNächtebeimHerrn.

23UndwährenddervierzigTageflehteMosedenHERRN fürdieKinderIsraelsan,undderHERRerhörtedasGebet desMose,undderHERRließsichvonihmfürIsraelbitten 24DasprachderHerrzuMose,ersollezweiSteintafeln hauenundsiezumHerrnbringen,derdaraufdiezehn Geboteschreibenwürde

25Mosetatdies,stieghinab,hautediezweiTafelneinund ginghinaufzumBergSinaizumHerrn,undderHerr schriebdieZehnGeboteaufdieTafeln.

26UndMosebliebnochvierzigTageundvierzigNächte beimHerrn,undderHerrwiesihnan,Satzungenund Rechtezuverkünden,dieerIsraelmitteilensollte.

27UndderHERRgebotihmhinsichtlichderKinder Israels,dasssiedemHERRNeinHeiligtumerrichten sollten,damitseinNamedarinwohne,undderHERR zeigteihmdasBilddesHeiligtumsunddasBildaller seinerGeräte.

28UndnachAblaufdervierzigTagestiegMosevomBerg herab,unddiebeidenTafelnwareninseinerHand 29UndMosetratzudenIsraelitenundredetezuihnenalle WortedesHerrnundlehrtesieGesetze,Satzungenund Rechte,diederHerrihngelehrthatte

30UndMoseverkündetedenIsraelitendasWortdes HERRN:MansolleihmeinHeiligtumerrichten,damiter inmittenderIsraelitenwohne.

31UnddasVolkfreutesichsehrüberalldasGute,dasder HerrihnendurchMoseverheißenhatte,undsiesprachen: Alles,wasderHerrdirverheißenhat,wollenwirtun.

32UnddasVolkstandaufwieeinMannundbrachte reichlichGabenfürdasHeiligtumdesHerrndar;jeder brachteseineGabefürdenHerrndarfürdenBaudes HeiligtumsundfürseinenganzenDienst

33UndalleIsraelitenbrachtenjedervonallem,waser besaß,fürdenBaudesHeiligtumsdesHerrn:Gold,Silber, Kupferundalles,wasfürdasHeiligtumnützlichwar

34UndalleweisenMänner,dieinihremHandwerkgeübt waren,kamenundbautendasHeiligtumdesHerrn,wieder Herresgebotenhatte,jederindemHandwerk,indemer geübtwar;undalleweisenMännerfertigtenmitHerzdas HeiligtumundseineEinrichtungsgegenständeundalle GerätefürdenheiligenDienstan,wiederHerresMose gebotenhatte

35NachfünfMonatenwarderBaudesHeiligtumsder Stiftshütteabgeschlossen,unddieIsraelitentatenalles,was derHERRMosegebotenhatte

36UndsiebrachtendasHeiligtumundseinegesamte AusstattungzuMose;sowiederHerresMosegezeigt hatte,sotatendieIsraeliten

37UndMosesahdasWerk,undsiehe,sietatenes,wieder Herrihmgebotenhatte;dasegneteMosesie

KAPITEL83

1UndimzwölftenMonat,amdreiundzwanzigstenTagdes Monats,nahmMoseAaronundseineSöhneundkleidete sieinihreKleiderundsalbtesieundtatmitihnen,wieder Herrihmgebotenhatte,undMosebrachtealleOpfergaben herauf,diederHerrihmandiesemTaggebotenhatte.

2DanachnahmMoseAaronundseineSöhneundsprach zuihnen:SiebenTagesolltihramEingangdesHeiligtums bleiben,dennsohabeicheseuchgeboten

3UndAaronundseineSöhnetatenalles,wasderHERR ihnendurchMosegebotenhatte,undsiebliebensieben TagelangamEingangdesHeiligtums.

4AmachtenTag,demerstenTagdeserstenMonats,im zweitenJahrnachdemAuszugderIsraelitenausÄgypten, errichteteMosedasHeiligtumundstelltealleGeräteder StiftshütteundalleGerätedesHeiligtumsaufundtatalles, wasderHerrihmgebotenhatte.

5UndMoseriefAaronundseineSöhne,undsiebrachten dasBrandopferunddasSündopferfürsichunddieKinder Israels,wiederHERResMosegebotenhatte.

6AnjenemTagnahmendiebeidenSöhneAarons,Nadab undAbihu,fremdesFeuerundbrachtenesvordenHerrn, deresihnennichtbefohlenhatteDagingeinFeuervom Herrnausundverzehrtesie,undsiestarbenanjenemTag vordemHerrn.

7AmTag,alsMosedenBaudesHeiligtumsvollendet hatte,begannendieFürstenderIsraeliten,ihreOpfergaben vordenHerrnzubringen,umdenAltareinzuweihen.

8UndsiebrachtenihreOpfergabenherauf,jederFürst einenTaglang,jedenTageinFürstzwölfTagelang

9UndalleOpfergaben,diesiebrachten,jederMannan seinemTag,einesilberneSchalevoneinhundertdreißig SchekelGewicht,einesilberneSchüsselvonsiebzig SchekelnachdemSchekeldesHeiligtums,beidevollmit feinemMehl,mitÖlvermischt,alsSpeisopfer

10EinLöffel,zehnSchekelGoldschwer,gefülltmit Weihrauch

11EinjungerStier,einWidder,eineinjährigesLammals Brandopfer.

12UndeinZiegenböckchenalsSündopfer

13UndalsFriedensopfer:zweiOchsen,fünfWidder,fünf Ziegenböcke,fünfeinjährigeLämmer.

14SoverfuhrendiezwölfFürstenIsraelsTagfürTag,ein jederanseinemTag

15Undesgeschahdanach,amdreizehntenTagdesMonats, dassMosedenIsraelitengebot,dasPassahfestzufeiern 16UnddieIsraelitenfeiertendasPassahfestzuseinerZeit, amvierzehntenTagdesMonats,wiederHERResMose gebotenhatte;sotatenesdieIsraeliten

17UndimzweitenMonat,amerstenTagdesselben, sprachderHerrzuMose:

18ZähledieHäupterallermännlichenMännerderKinder IsraelsvonzwanzigJahrenunddarüber,duunddein BruderAaronunddiezwölfFürstenIsraels.

19UndMosetatsoUndAaronkammitdenzwölfFürsten Israels,undsiezähltendieKinderIsraelsinderWüste Sinai.

20DieZahlderIsraelitennachihrenSippenbetrug sechshundertdreitausendfünfhundertfünfzig,vonzwanzig Jahrenanaufwärts.

21AberdieSöhneLeviwurdennichtzuihrenBrüdern, denSöhnenIsraels,gezählt

22DieZahlallermännlichenKinderderKinderIsraels, vomerstenLebensmonatan,betrug22273

23DieZahlderSöhneLevis,voneinemMonataltund älter,betrugzweiundzwanzigtausend.

24UndMosesetztediePriesterunddieLevitenein,jeder zuseinemDienstundzuseinerAufgabe,demHeiligtum derStiftshüttezudienen,wiederHERResMosegeboten hatte

25AmzwanzigstenTagdesMonatswurdedieWolkevon derStiftshüttedesZeugnissesweggenommen.

26ZujenerZeitsetztendieIsraelitenihreReisevonder WüsteSinaifortundwandertendreiTagelangDieWolke ruhteüberderWüsteParan;dortentbranntederZorndes HERRNgegenIsrael,dennsiehattendenHERRNerzürnt, indemsieihnumFleischbaten,damitsieessenkönnten.

27UndderHERRerhörteihrSchreienundgabihnen Fleisch,vondemsieeinenMonatlangaßen

28DanachaberentbranntederZorndesHerrngegensie, underschlugsiemiteinergroßenSchlacht,undsie wurdendortanjenemOrtbegraben

29UnddieIsraelitennanntenjenenOrtKebrot-Hattaawa, weilsiedortdasVolkbegruben,dasnachFleischgierte.

30UndsiezogenvonKebrot-Hattaawafortundlagerten sichinHazeroth,dasinderWüsteParanliegt

31UndalsdieIsraeliteninHazerothwaren,entbrannteder ZorndesHERRNgegenMirjamwegenMose,undsie wurdeaussätzigundweißwieSchnee

32UndsiewurdesiebenTagelangaußerhalbdesLagers festgehalten,bissienachihrerAussatzerkrankungwieder aufgenommenwurde.

33DanachzogendieIsraelitenvonHazerothweiterund lagertensichamEndederWüsteParan

34ZujenerZeitsprachderHERRzuMose:Ersollezwölf MännerausdemVolkIsraelaussenden,jeeinenMannaus jedemStamm,umdasLandKanaanzuerkunden

35UndMosesandtediezwölfMänneraus,undsiekamen indasLandKanaan,umeszuerkundenundzuerforschen, undsiedurchstreiftendasganzeLandvonderWüsteSin bisnachRechob,womannachKamothkommt.

36NachvierzigTagenkamensiezuMoseundAaronund berichtetenihnen,wassieimHerzenbewegteZehnder MännerbrachtendenIsraeliteneineschlechteNachricht überdasLand,dassieerkundethatten,undsprachen:Esist besserfüruns,nachÄgyptenzurückzukehren,alsindieses Landzugehen,einLand,dasseineBewohnerverzehrt.

37AberJosua,derSohnNuns,undKaleb,derSohn Jephunes,diezudenengehörten,diedasLanderkundeten, sagten:DasLandistüberausgut.

38WennderHerrGefallenanunshat,dannwirderunsin diesesLandbringenundesunsgeben;dennesisteinLand, indemMilchundHonigfließen.

39AberdieIsraelitenwolltenihnennichtzuhören,sondern sieglaubtendenzehnMännern,dieeinschlechtesGerücht überdasLandverbreitethatten.

40UndderHERRhörtedasMurrenderKinderIsraelsund wurdezornigundschworundsprach:

41GewisswirdkeinerausdiesemgottlosenGeschlechtdas LandvonzwanzigJahrenanundaufwärtssehen,außer Kaleb,demSohnJephunes,undJosua,demSohnNuns 42AbergewisswirddiesesböseGeschlechtindieser Wüsteumkommen,undihreKinderwerdenindasLand kommenundesinBesitznehmenDaentbranntederZorn desHERRNgegenIsrael,underließsievierzigJahrelang inderWüsteumherirrenbiszumEndediesesbösen Geschlechts,weilsiedemHERRNnichtgefolgtwaren.

43UnddasVolkwohntelangeZeitinderWüsteParan undzogdannaufdemWegzumRotenMeerindieWüste

KAPITEL84

1ZujenerZeitnahmKorach,derSohnJetzers,desSohnes Kehats,desSohnesLevis,vieleMännerderIsraelitenmit sich,unddieseerhobensichundstrittenmitMoseund AaronundderganzenGemeinde.

2DawurdederHERRzornigaufsie,unddieErdetat ihrenMundaufundverschlangsiesamtihrenHäusernund allem,wasihnengehörte,undallenMännern,diezu Korachgehörten

3UnddanachließGottdasVolklangeZeitaufdemWeg umdenBergSeirherumziehen.

4ZujenerZeitsprachderHerrzuMose:Entfachtkeinen KrieggegendieNachkommenEsaus;dennichwilleuch nichtsvonihremBesitzgeben,nichteinmalsoviel,wiedie Fußsohlebetretenkann;dennichhabeEsaudasGebirge SeirzumErbegegeben

5DarumkämpftendieSöhneEsausinfrüherenZeiten gegendieSöhneSeirs,undderHERRgabdieSöhneSeirs indieHändederSöhneEsausundvertilgtesievorihnen her,unddieSöhneEsauswohntenanihrerStattbisaufden heutigenTag

6DarumsprachderHERRzudenIsraeliten:Kämpftnicht gegendieNachkommenEsaus,eureBrüder;dennnichtsin ihremLandgehörteuchIhrdürftaberfürGeld Lebensmittelvonihnenkaufenundessenundihrdürftfür GeldWasservonihnenkaufenundtrinken

7UnddieKinderIsraelstaten,wiederHerrihnengesagt hatte.

8UnddieIsraelitenzogeninderWüsteumher,denWeg umdenBergSinaiherum,undrührtendieSöhneEsaus nichtan,undsiebliebenneunzehnJahrelanginjener Gegend

9ZujenerZeitstarbLatinus,derKönigderSöhneKittims, imfünfundvierzigstenJahrseinerHerrschaft,dasistdas vierzehnteJahrdesAuszugsderKinderIsraelsaus Ägypten

10UndmanbegrubihnandemOrt,denersichimLande Kittimgebauthatte,undAbimnasregierteanseinerStelle achtunddreißigJahrelang

11UnddieIsraelitenüberschritteninjenenTagen,nach neunzehnJahren,dieGrenzedesStammesEsauund kamenundzogendurchdieWüsteMoab

12UndderHERRsprachzuMose:BelagereMoabnicht undkämpfenichtgegensie,dennichwerdedirnichtsvon ihremLandgeben

13UnddieIsraelitenzogenneunzehnJahrelangaufdem WegdurchdieWüsteMoab,ohnegegensiezukämpfen 14ImsechsunddreißigstenJahr,nachdemdieIsraelitenaus Ägyptenausgezogenwaren,schlugderHERRdasHerz Sihons,desKönigsderAmoriter,underzogindenKrieg undgegendieMoabiter

15UndSihonsandteBotenzuBeor,demSohndesJaneas, demSohnBileams,demRatgeberdesKönigsvonÄgypten, undzuBileam,seinemSohn,umMoabzuverfluchen, damitesindieHandSihonsgegebenwürde.

16UnddieBotengingenhinundholtenBeor,denSohn desJaneas,undBileam,seinenSohn,ausPetorin MesopotamienSokamenBeorundBileam,seinSohn,in dieStadtSihonundverfluchtenMoabundihrenKönigin GegenwartSihons,desKönigsderAmoriter

17SozogSihonmitseinemganzenHeerausundging nachMoabundkämpftegegensieundunterwarfsie,und derHerrgabsieinseineHände,undSihonerschlugden KönigvonMoab

18UndSihonnahminderSchlachtalleStädteMoabsein; auchHeschbonnahmerihnenab,dennHeschbonwareine derStädteMoabs,undSihonsetzteseineFürstenundseine EdleninHeschbonein,undHeschbongehörteinjenen TagenzuSihon.

19DarumsprachendieGleichnisrednerBeorundBileam, seinSohn:KommtnachHeschbon,dortwirddieStadt Sihongebautundgegründetwerden

20Wehedir,Moab!Dubistverloren,VolkvonKemosch! Siehe,esstehtgeschriebenimBuchdesGesetzesGottes.

21NachdemSihonMoaberoberthatte,stellteerWachen indieStädte,dieerMoababgenommenhatteDabeifiel einebeträchtlicheAnzahlderMoabiterinderSchlachtin SihonsHand,undermachteeinegroßeGefangenschaft unterihnen,SöhneundTöchter,undererschlugihren KönigDaraufhinkehrteSihoninseineigenesLandzurück 22UndSihonschenkteBeorundseinemSohnBileam zahlreicheGeschenkeausSilberundGold;dannentließer sie,undsiegingennachMesopotamieninihreHeimatund ihrLand

23ZujenerZeitzogenalleIsraelitenvonderStraßedurch dieWüsteMoabzurückundumzingeltendieWüsteEdom 24SokamdieganzeGemeindeimerstenMonatdes vierzigstenJahresnachihremAuszugausÄgyptenindie WüsteSin,unddieIsraelitenwohntendortinKadeschin derWüsteSin,undMirjamstarbdortundwurdedort begraben.

25ZujenerZeitsandteMoseBotenzuHadad,demKönig vonEdom,undließihmsagen:SosprichtdeinBruder Israel:LassmichdochdurchdeinLandziehen,wirwollen nichtdurchFelderoderWeinbergegehen,wirwollennicht dasWasserausdemBrunnentrinken;wirwollenaufder StraßedesKönigswandeln.

26DasprachEdomzuihm:Dusollstnichtdurchmein Landziehen!UndEdomzogaus,denIsraelitenmiteinem mächtigenHeerentgegen.

27UnddieSöhneEsausweigertensich,dieIsraeliten durchihrLandziehenzulassen;dazogendieIsraeliten vonihnenwegundkämpftennichtgegensie.

28DennzuvorhattederHERRdenIsraelitengeboten:Ihr solltnichtgegendieNachkommenEsauskämpfenDarum zogendieIsraelitenvonihnenwegundkämpftennicht gegensie

29SozogendieIsraelitenvonKadeschfort,unddasganze VolkkamzumBergHor.

30ZujenerZeitsprachderHerrzuMose:Sagdeinem BruderAaron,dasserdortsterbenwird;dennerwirdnicht indasLandkommen,dasichdenIsraelitengegebenhabe.

31UndAaronstiegaufBefehldesHerrnaufdenBergHor hinaufimvierzigstenJahr,imfünftenMonat,amersten TagdesMonats.

32AaronwareinhundertdreiundzwanzigJahrealt,alser aufdemBergHorstarb.

KAPITEL85

1AlsKönigArad,derKanaaniter,derimSüdenwohnte, hörte,dassdieIsraelitendurchKundschaftergekommen waren,stellteerseineStreitkräfteauf,umgegendie Israelitenzukämpfen

2UnddieIsraelitenfürchtetensichsehrvorihm,denner hatteeingroßesundstarkesHeer.Deshalbbeschlossendie Israeliten,nachÄgyptenzurückzukehren

3UnddieIsraelitenkehrtenumundgingenetwadrei TagereisenweitbisnachMaserathBeniJaakon,dennsie fürchtetensichsehrvorKönigArad

4UnddieIsraelitenkehrtennichtanihreWohnortezurück, sondernbliebendreißigTageinBeniJaakon.

5AlsdieSöhneLevisahen,dassdieSöhneIsraelsnicht umkehrenwollten,wurdensieeifersüchtigumdesHerrn willenunderhobensichundkämpftengegendieIsraeliten, ihreBrüder,underschlugeneinegroßeMengevonihnen undzwangensie,anihrenOrt,denBergHor, zurückzukehren.

6Undalssiezurückkehrten,warKönigAradnochdabei, seinHeerfürdenKampfgegendieIsraelitenzurüsten 7UndIsraelgelobte:WenndudiesesVolkinmeineHand gibst,sowillichihreStädtedemErdbodengleichmachen 8UndderHERRerhörtedieStimmeIsraelsundgabdie KanaaniterinihreHandundvernichtetesieundihreStädte völlig;undernanntedenOrtHorma

9UnddieIsraelitenzogenvomBergHorweiterund lagertensichinObot,undsiezogenvonObotweiterund lagertensichinIje-Abarim,anderGrenzeMoabs 10DasandtendieIsraelitenBotennachMoabundließen sagen:„LasstunsnundurcheuerLandinunserGebiet ziehen“AberdieMoabiterwolltennichtzulassen,dassdie IsraelitendurchihrLandzogen,dennsiefürchtetensehr, dassdieIsraelitenihnendasselbeantunwürdenwieSihon, derKönigderAmoriter,derihnenihrLandweggenommen undvielevonihnenerschlagenhatte.

11DarumerlaubteMoabdenIsraelitennicht,durchsein LandzuziehenDagebotderHERRdenIsraeliten,dass sienichtgegenMoabkämpfensollten.Sozogendie IsraelitenausMoabweg

12UnddieIsraelitenzogenvonderGrenzeMoabsweiter undkamenaufdieandereSeitedesArnon,derGrenze Moabs,zwischenMoabunddenAmoritern,undsie lagertensichimGebietSihons,desKönigsderAmoriter, inderWüsteKedemot.

13UnddieIsraelitensandtenBotenzuSihon,demKönig derAmoriter,undließenihmsagen:

14LasstunsdurchdeinLandziehen,wirwollennichtauf dieFelderoderindieWeinbergeabbiegen,sondernwir wollenaufderKönigsstraßeentlanggehen,biswirdeine Grenzeüberschrittenhaben;aberSihonwollteden IsraelitendenDurchgangnichterlauben

15DasammelteSihondasganzeVolkderAmoriterund zogindieWüste,umdenIsraelitenentgegenzutreten,und erkämpftegegenIsraelinJahaz

16UndderHERRgabSihon,denKönigderAmoriter,in dieHandderIsraeliten,undIsraelerschlugdasganzeVolk SihonsmitderSchärfedesSchwertesundrächtedieSache Moabs.

17UnddieIsraelitennahmendasLandSihonvonAram bisJabukinBesitz,biszudenAmmonitern,undsie nahmendieganzeBeuteausdenStädten

18UndIsraelnahmalledieseStädteein,undIsraelwohnte inallenStädtenderAmoriter

19UndalleIsraelitenbeschlossen,gegendieAmmoniter zukämpfenundauchihrLandeinzunehmen

20DasprachderHERRzudenIsraeliten:Belagertdie Ammoniternichtundstreitetnichtgegensie,dennichwill euchnichtsvonihremLandgebenUnddieIsraeliten hörtenaufdasWortdesHERRNundkämpftennichtgegen dieAmmoniter.

21DawandtensichdieIsraelitenumundzogenhinaufauf demWegvonBaschanindasLandOg,desKönigsvon BaschanUndOg,derKönigvonBaschan,zogaus,um denIsraelitenimKampfentgegenzutreten,underhatte vieletapfereMännerbeisichundeinsehrstarkesHeer vomVolkderAmoriter

22Og,derKönigvonBaschan,wareinsehrmächtiger Mann;aberseinSohnNaaronwarüberausmächtig,ja sogarnochstärkeralser

23UndOgsprachinseinemHerzen:Siehe,nunnimmtdas ganzeHeerIsraelseineFlächevondreiParsasein;nunwill ichsieaufeinmalerschlagen,ohneSchwertundSpeer

24UndOgstiegaufdenBergJahazundnahmvondort einengroßenStein,dessenLängedreiParsawar,undlegte ihnaufseinenKopfundbeschloss,ihnaufdasLagerder KinderIsraelszuwerfen,umalleIsraelitenmitdiesem Steinzuerschlagen

25DatratderEngeldesHerrnunddurchbohrtedenStein aufOgsHaupt;undderSteinfielaufOgsNacken,undOg fielzuBodenwegendesGewichtsdesSteinsaufseinem Nacken

26ZujenerZeitsprachderHERRzudenIsraeliten: Fürchteteuchnichtvorihm,dennichhabeihnundsein ganzesVolkundseinganzesLandineureHandgegeben, undihrsolltmitihmtun,wieihrmitSihongetanhabt.

27UndMosegingmiteinerkleinenAnzahlvonIsraeliten zuihmhinab,undMoseschlugOgmiteinemStockandie KnöchelseinerFüßeundtöteteihn.

28DanachverfolgtendieIsraelitendieSöhneOgsundsein ganzesVolkundschlugenundvernichtetensie,biskein Restvonihnenübrigblieb.

29DanachsandteMoseeinigeIsraelitenaus,umJaaser auszukundschaften,dennJaaserwareinesehrberühmte Stadt.

30UnddieKundschaftergingennachJaaserund erkundetenes;unddieKundschaftervertrautenaufden HerrnundkämpftengegendieMännervonJaaser.

31UnddieseMännernahmenJaaserundseineDörferein, undderHerrgabsieinihreHand,undsievertriebendie Amoriter,diedortgewohnthatten.

32UnddieIsraelitennahmendasLandderbeidenKönige derAmoriterein,sechzigStädte,diejenseitsdesJordans lagen,vomBachArnonbiszumBergHerman.

33UnddieIsraelitenzogenweiterundkamenindieEbene vonMoab,diediesseitsdesJordansbeiJericholiegt 34AlsdieMoabiteralldasBösehörten,dasdieIsraeliten denbeidenKönigenderAmoriter,SihonundOg,angetan hatten,fürchtetensichalleMoabitersehrvordenIsraeliten.

35DasprachendieÄltestenvonMoab:Siehe,diebeiden KönigederAmoriter,SihonundOg,diemächtigerwaren alsalleKönigederErde,konntendenIsraelitennicht widerstehen;wiekönntenwirdannvorihnenbestehen?

36GewisshattensieunsschonzuvoreineBotschaft geschickt,dasssieaufihremWegdurchunserLandziehen sollten,undwirwolltenesihnennichterlauben;nun werdensiesichmitihrenschwerenSchwerterngegenuns wendenundunsvernichten;undMoabwarbestürztüber dieKinderIsraelsundfürchtetesichsehrvorihnen,undsie berietenmiteinander,wasmitdenKindernIsraels geschehensollte.

37DabeschlossendieÄltestenvonMoab,einenihrer Männer,Balak,denSohnZippors,denMoabiter,zu nehmenundmachtenihnzujenerZeitzumKönigübersie BalakwareinsehrweiserMann.

38DamachtensichdieÄltestenvonMoabaufundsandten BotenzudenMidianitern,umFriedenmitihnenzu schließen;dennesherrschteinjenenTageneinegroße SchlachtundFeindschaftzwischenMoabundMidian,von denTagenHadads,desSohnesBedads,desKönigsvon Edom,derdieMidianiteraufdemFeldvonMoab geschlagenhatte,bisaufdieseTage

39DasandtendieMoabiterBotenzudenMidianiternund schlossenFriedenmitihnen.UnddieÄltestenvonMidian kamenindasLandMoab,umfürdieMidianiterFriedenzu schließen

40UnddieÄltestenvonMoabberietensichmitden ÄltestenvonMidian,waszutunsei,umihrLebenvor Israelzuretten

41DasagtenalleMoabiterzudenÄltestenvonMidian: NunfressendieIsraelitenallesauf,wasringsumist,wie derOchsedasGrasaufdemFeldaufleckt;dennsohaben sieesauchmitdenbeidenKönigenderAmoritergemacht, diestärkersindalswir

42DasprachendieÄltestenvonMidianzuMoab:Wir habengehört,dassSihon,derKönigderAmoriter,zurZeit, alsergegeneuchkämpfteundeuchbesiegteundeuerLand einnahm,BotenzuBeor,demSohndesJaneas,undzu Bileam,seinemSohn,ausMesopotamiensandte.Diese kamenundverfluchteneuch;darumhatSihonsHandüber euchgesiegt,underhateuerLandeingenommen

43DarumsendenunauchzuBileam,seinemSohn,denner istnochinseinemLand,undgibihmseinenLohn,damiter kommeundalldasVolkverfluche,vordemdudich fürchtest.AlsdieÄltestenvonMoabdieshörten,gefieles ihnen,zuBileam,demSohnBeors,zusenden

44DasandteBalak,derSohnZippors,derKönigvon Moab,BotenzuBileamundließihmsagen:

45Siehe,einVolkkommtausÄgypten,siehe,sie bedeckendasAngesichtderErdeundwohnenmir gegenüber.

46NunkommundverfluchediesesVolkfürmich,dennes istmirzumächtigVielleichtgelingtesmiraber,gegensie zukämpfenundsiezuvertreiben;dennichhabegehört, dass,wendusegnest,dergesegnetistundwendu verfluchst,derverfluchtist

47DagingendieBotenBalakszuBileamundbrachten Bileam,damiterdasVolkverfluche,gegenMoabzu kämpfen.

48UndBileamgingzuBalak,umIsraelzuverfluchenDa sprachderHERRzuBileam:VerfluchediesesVolknicht, dennesistgesegnet

49UndBalakdrängteBileamTagfürTag,Israelzu verfluchen;aberBileamhörtenichtaufBalakwegendes WortesdesHerrn,dasdieserzuBileamgesprochenhatte 50AlsBalaksah,dassBileamseinemWunschnicht nachkommenwollte,standeraufundgingnachHause AuchBileamkehrteinseinLandzurückundgingvondort nachMidian

51UnddieIsraelitenzogenweitervonderEbeneMoabs undlagertenamJordanvonBet-JesimothbisnachAbelSchittim,amEndederEbeneMoabs

52UndalsdieIsraeliteninderEbenevonSchittim lagerten,fingensiean,mitdenTöchternMoabsUnzucht zutreiben

53UnddieIsraelitenkamennäheranMoabheran,unddie MoabiterschlugenihreZeltegegenüberdemLagerder Israelitenauf

54UnddieMoabiterfürchtetensichvordenIsraeliten;und dieMoabiternahmenalleihreTöchterundihreFrauen,die schönanzusehenundanmutigwaren,undkleidetensiein GoldundSilberundkostbareGewänder

55DastelltendieMoabiterdieseFrauenandenEingang ihrerZelte,damitdieIsraelitensiesähenundsichihnen zuwandtenundnichtgegenMoabkämpften.

56UndalleMoabitertatendiesdenIsraelitenanJeder MannstellteseineFrauundseineTochterandenEingang seinesZeltes.UndalleIsraelitensahendasTunder MoabiterundwandtensichdenTöchternMoabiterszuund begehrtensie,undsiegingenzuihnen

57Undesgeschah,wenneinHebräerzumEingangdes ZeltesderMoabiterkamundeineTochterMoabssahund sieinseinemHerzenbegehrteundmitihramEingangdes Zeltessprach,waserbegehrte,sokamen,währendsie miteinandersprachen,dieMännerdesZeltesherausund sprachenzudemHebräermitfolgendenWorten:

58Ihrwisstdoch,dasswirBrüdersind,wiralle NachkommenLotsundNachkommenAbrahams,seines BrudersWarumwolltihrdannnichtbeiunsbleibenund warumwolltihrunserBrotundunserOpfernichtessen?

59AlsdieMoabiterihnmitihrenRedenüberwältigtund mitihrenschmeichelhaftenWortenumgarnthatten,setzten sieihninihrZeltundkochtenundopfertenihm,underaß vonihremOpferundvonihremBrot

60DagabensieihmWein,undertrankundwurde betrunken.UndsiestelltenihmeineschöneJungfrauvor, undertatmitihr,wasihmgefiel;dennerwusstenicht,was ertat,daerreichlichWeingetrunkenhatte

61SotatendieMoabiteranIsraelanjenemOrt,inder EbenevonSchittimDaentbranntederZorndesHERRN gegenIsraelwegendieserSache,undersandteeinePest untersie,undesstarbendortvondenIsraeliten vierundzwanzigtausendMann

62EsgababereinenMannausdemGeschlechtSimeons, namensSimri,denSohnSalus,dersichvordenAugen allerIsraelitenmitderMidianiterinKosbi,derTochter Zurs,desKönigsvonMidian,verbündete

63AlsPineas,derSohnElasers,desSohnesAarons,des Priesters,dieseböseTatSimrissah,nahmereinenSpeer, standauf,liefihnennach,durchbohrtesiebeideundtötete sieDahörtediePestaufunterdenIsraeliten

KAPITEL86

1ZujenerZeitnachderPestsprachderHerrzuMoseund zuElaser,demSohnAarons,desPriesters:

2ZähltdieHäupterderganzenGemeindederKinder Israels,vonzwanzigJahrenunddarüber,alle,diezum Heerausgezogensind.

3UndMoseundElaserzähltendieKinderIsraelsnach ihrenSippen,unddieZahlganzIsraelsbetrug siebenhunderttausendsiebenhundertdreißig.

4UnddieZahlderSöhneLevi,voneinemMonataltund darüber,betrugdreiundzwanzigtausend;undunterihnen warkeinMannvondenen,dieMoseundAaroninder WüsteSinaigezählthatten.

5DennderHerrhatteihnengesagt,dasssieinderWüste sterbenwürden;undsostarbensiealle,undesbliebkeiner vonihnenübrigaußerKaleb,demSohnJephunes,und Josua,demSohnNuns.

6UnddanachsprachderHerrzuMose:SagedenIsraeliten, siesollenandenMidianiternRacheübenfürdieSache ihrerBrüder,derIsraeliten

7UndMosetatso,unddieIsraelitenwähltenausihrer MittezwölftausendMänneraus,jetausendfürjeden Stamm,undzogennachMidian

8UnddieIsraelitenzogengegendieMidianiterinden KriegunderschlugenalleMänner,auchdiefünfFürsten derMidianiterundBileam,denSohnBeors,erschlugensie mitdemSchwert

9UnddieIsraelitennahmendieFrauenderMidianiter gefangen,samtihrenKindern,ihremViehundallem,was ihnengehörte

10UndsienahmendieganzeBeuteunddieganzeBeute undbrachtensiezuMoseundzuElaserindieEbenenvon Moab

11UndMoseundElaserundalleFürstenderGemeinde gingenihnenmitFreudeentgegen

12UndsieteiltendieganzeBeutederMidianiteruntersich auf,unddieIsraelitenhattensichandenMidianiternfür dieSacheihrerBrüder,derIsraeliten,gerächt

KAPITEL87

1ZujenerZeitsprachderHerrzuMose:Siehe,deineTage neigensichdemEndezu.NimmnunJosua,denSohnNuns, deinenKnecht,undstelleihnindieStiftshütte;undich werdeihmgebietenUndMosetat,wieersagte

2UndderHERRerschieninderStiftshütteineiner Wolkensäule,unddieWolkensäulestandamEingangder Stiftshütte

3UndderHERRgebotJosua,demSohnNuns,undsprach zuihm:Seistarkundmutig,denndusollstdieKinder IsraelsindasLandbringen,dasichihnenzugeben geschworenhabe,undichwillmitdirsein.

4UndMosesprachzuJosua:Seistarkundmutig,denndu wirstdenIsraelitendasLandzumErbegeben,undder HERRwirdmitdirsein,erwirddichnichtverlassennoch dichimStichlassen;fürchtedichnichtundseinicht verzagt.

5UndMoseriefalleIsraelitenzusammenundsprachzu ihnen:IhrhabtalldasGutegesehen,dasderHERR,euer Gott,aneuchinderWüstegetanhat

6SohaltetnunalleWortediesesGesetzesundwandeltauf demWegdesHerrn,euresGottes;weichtnichtabvondem Weg,denderHerreuchgebotenhat,wederzurRechten nochzurLinken

7UndMoselehrtedieIsraelitenSatzungen,Rechteund Gesetze,diesieimLandebefolgensollten,sowiederHerr esihmgebotenhatte

8UnderlehrtesiedenWegdesHerrnundseineGesetze; siehe,siesindgeschriebenaufdemBuchdesGesetzes

Gottes,daserdenKindernIsraelsdurchdieHandMose gegebenhat.

9UndMosehattedenIsraelitenseineGebotegegeben,da sprachderHERRzuihm:GehhinaufaufdenBergAbarim undstirbdort;undversammledichzudeinemVolk,wie deinBruderAaronversammeltwordenwar

10UndMosezoghinauf,wiederHERRihmgebotenhatte, understarbdortimLandMoabaufBefehldesHERRN, imvierzigstenJahrnachdemdieIsraelitenausdemLand Ägyptenausgezogenwaren

11UnddieIsraelitenweintendreißigTagelanginden EbenenMoabsumMose;unddieTagedesWeinensund TrauernsumMosewarenvollendet.

KAPITEL88

1UndnachdemToddesMosesprachderHERRzuJosua, demSohnNuns:

2ZiehtaufundgehtüberdenJordanindasLand,dasich denIsraelitengegebenhabe,undihrsolltdieIsraelitendas Landerbenlassen

3JederOrt,deneureFußsohlenbetreten,solleuchgehören; vonderWüsteLibanonbiszumgroßenStrom,demFluss Perath,solleureGrenzesein

4Niemandwirddirwiderstehen,solangedulebst.Wieich mitMosewar,sowerdeichauchmitdirseinSeinurstark undmutig,damitdudasganzeGesetzhältst,dasMosedir gebotenhat.WeichenichtvomWegab,wederzurRechten nochzurLinken,damitduErfolghastinallem,wasdutust 5UndJosuabefahldenOberstenIsraels:Gehtdurchdas LagerundgebietetdemVolk:BereiteteuchProviantvor, dennindreiTagenwerdetihrdenJordanüberqueren,um dasLandinBesitzzunehmen

6UnddieAnführerderIsraelitentatendies;siewiesendas Volkanundtatenalles,wasJosuaihnenbefohlenhatte

7UndJosuasandtezweiMänneraus,umdasLandJericho auszukundschaften.DieMännergingenhinunderkundeten Jericho

8NachsiebenTagenkamensiezuJosuainsLagerund sagtenzuihm:DerHerrhatdasganzeLandinunsereHand gegeben,undseineBewohnersindvorFurchtvoruns zerschmettert

9Undesgeschahdanach,dassJosuaamMorgenaufstand undganzIsraelmitihm,undsiezogenvonSchittimfort, undJosuaundganzIsraelmitihmzogenüberdenJordan; undJosuawarzweiundachtzigJahrealt,alsermitIsrael überdenJordanzogen

10UnddasVolkzogamzehntenTagdeserstenMonats vomJordanhinaufundlagertesichinGilgal,imOstenvon Jericho

11UnddieIsraelitenfeiertendasPassahfestinGilgal,in derEbenevonJericho,amvierzehntenTagdesMonats, wieesimGesetzdesMosegeschriebensteht

12UndzujenerZeit,amTagnachdemPassahfest,hörte dasMannaauf,undesgabkeinMannamehrfürdie Israeliten,undsieaßenvondenErzeugnissendesLandes Kanaan.

13UndJerichowarfürdieIsraelitenvölligverschlossen; niemandginghinausoderhinein

14UndesgeschahimzweitenMonat,amerstenTagdes Monats,dasprachderHerrzuJosua:Machdichauf,siehe,

ichhabeJerichosamtseinemganzenVolkindeineHand gegeben;undalledeineKriegersolleneinmaltäglichum dieStadtziehen,sosolltihressechsTagelangtun

15UnddiePriestersollendieTrompetenblasen,undwenn ihrdenSchallderTrompetehört,solldasganzeVolkein lautesGeschreierheben,damitdieMauernderStadt einstürzen;dasganzeVolksollhinaufziehen,einjeder gegenseinenGegner.

16UndJosuatatalles,wiederHerrihmgebotenhatte 17AmsiebtenTagzogensiesiebenmalumdieStadt herum,unddiePriesterbliesendiePosaunen

18UndindersiebtenRundesprachJosuazumVolk: Jubelt,dennderHerrhatdieganzeStadtinunsereHände gegeben

19NurdieStadtundalles,wasdarinist,solldemHerrn verfluchtsein;undhüteteuchvordemVerfluchten,damit ihrnichtdasLagerIsraelsverfluchtundesinUnruhe bringt

20AllesSilber,Gold,KupferundEisenabersolldem HerrngeweihtwerdenundindenSchatzdesHerrn kommen

21UnddasVolkbliesdieTrompetenundmachteein großesGeschrei,unddieMauernvonJerichofielennieder, unddasganzeVolkstieghinauf,jederManngeradeausvor sichher,undsienahmendieStadteinundvernichteten alles,wasdarinwar,MannundFrau,JungundAlt,Rind undSchafundEsel,mitderSchärfedesSchwertes

22UndsieverbranntendieganzeStadtmitFeuer;nurdie GefäßeausSilberundGold,ausBronzeundEisen brachtensieindenSchatzdesHerrn

23UndJosuaschworzujenerZeitundsprach:Verflucht seiderMann,derJerichobaut!ErsolldenGrundsteinbei seinemErstgeborenenlegenunddieTorebeiseinem jüngstenSohnaufrichten.

24UndAchan,derSohnKarmis,desSohnesSabdis,des SohnesSerachs,desSohnesJudas,handeltetreulosmit demVerfluchten;ernahmvondemVerfluchtenund versteckteesimZelt;daentbranntederZorndesHerrn gegenIsrael

25UndnachdemdieIsraelitenvonderZerstörungJerichos zurückgekehrtwaren,sandteJosuaMänneraus,umauch Aiauszukundschaftenundgegeneszukämpfen

26DazogendieMännerhinaufunderkundetenAi.Dann kehrtensiezurückundsprachen:NichtdasganzeVolksoll mitdirnachAihinaufziehen,sondernnuretwadreitausend MannsollenhinaufziehenunddieStadtschlagen,dennes sindnurwenigeMännerdarin

27UndJosuatatso,undeszogenmitihmhinaufvonden Israeliten,etwadreitausendMann,undsiekämpftengegen dieMännervonAi

28UndeskamzueinerschwerenSchlachtgegenIsrael; dieMännervonAierschlugensechsunddreißigIsraeliten, unddieIsraelitenflohenvordenMännernvonAi

29AlsJosuadiessah,zerrisserseineKleiderundwarf sichmitdenÄltestenIsraelsvordemHerrnaufdas AngesichtzurErde;undsiestreutensichStaubaufihre Häupter.

30UndJosuasprach:Warum,HERR,hastdudiesesVolk überdenJordangeführt?Wassollichsagen,nachdemdie IsraelitenihrenFeindendenRückengekehrthaben?

31NunwerdenalleKanaaniter,dieindiesemLand wohnen,dieshörenundunsumzingelnundunseren Namenausrotten

32UndderHERRsprachzuJosua:Warumfällstduauf deinAngesicht?Stehaufundgehrunter!Denndie IsraelitenhabengesündigtundvondemVerfluchten genommenIchwillnichtmehrmitihnensein,esseidenn, sievertilgendasVerfluchteausihrerMitte.

33DamachtesichJosuaaufundversammeltedasVolk undbrachtedieUrimnachdemBefehldesHerrn;undder StammJudawurdegefangengenommen,undAchan,der SohnKarmis,wurdegefangengenommen

34UndJosuasprachzuAchan:Sagmir,meinSohn,was hastdugetan?Achansprach:IchsahunterderBeuteein schönesGewandausSchinarundzweihundertSchekel SilberundeinenGoldbarrenvonfünfzigSchekelnGewicht; ichbegehrtesieundnahmsie,undsiehe,siesindallein derErdemittenimZeltvergraben

35DasandteJosuaMänneraus,diehingingenundsieaus demZeltAchansholtenundzuJosuabrachten

36UndJosuanahmAchanunddieseGeräte,seineSöhne undTöchterundalles,wasihmgehörte,undsiebrachten sieindasTalAchor

37UndJosuaverbranntesiedortmitFeuer,undalle IsraelitensteinigtenAchanmitSteinenundhäuftenüber ihmeinenSteinhaufenauf;darumnannteerjenenOrtdas TalAchorSolegtesichderZorndesHerrn,undJosua kamdanachindieStadtundkämpftegegensie.

38UndderHERRsprachzuJosua:Fürchtedichnichtund seinichtverzagt!Siehe,ichhabeAi,ihrenKönigundihr VolkindeineHandgegeben,unddusollstmitihnentun, wiedumitJerichoundihremKöniggetanhast;nurdie BeuteunddasViehsolltihrfüreuchnehmen;legteinen HinterhalthinterderStadt.

39SotatJosua,wiederHERRihmbefohlenhatte,under wählteausdenKriegssöhnendreißigtausendtapfere Männeraus,sandtesieaus,undsielegtensichineinen HinterhaltfürdieStadt

40Underbefahlihnenundsprach:Wennihrunsseht, werdenwirmitListvorihnenfliehen,undsiewerdenuns verfolgen;dannsolltihrausdemHinterhalthervorkommen unddieStadteinnehmenUndsietatenso

41UndJosuakämpfte,unddieMännerderStadtzogen gegenIsraelaus,ohnezuwissen,dasssieihnenhinterder StadteinenHinterhaltgelegthatten

42DastelltensichJosuaundalleIsraelitenvorihnenmüde undflohenmitListaufdemWegdurchdieWüste 43DaversammeltendieMännervonAidasganzeVolk, dasinderStadtwar,umdieIsraelitenzuverfolgenSie zogenausundwurdenausderStadtweggelockt;esblieb keinerübrigSieließendieStadtoffenundverfolgtendie Israeliten.

44Dastandendie,dieimHinterhaltlagen,vonihren Plätzenauf,eiltenzurStadt,nahmensieeinundzündeten sieanDieMännervonAiaberkehrtenum,undsiehe,der RauchderStadtstiegzumHimmelauf,undsiehatten keineMöglichkeit,sichzurückzuziehen,wederindieeine nochindieandereRichtung

45UndalleMännervonAiwarenmittenunterIsrael, einigeaufdieserundeinigeaufjenerSeite,undsie schlugensie,sodasskeinervonihnenübrigblieb

46UnddieIsraelitennahmenMelosch,denKönigvonAi, lebendgefangenundbrachtenihnzuJosua.Josuahängte ihnaneinHolz,understarb

47UnddieIsraelitenkehrtenindieStadtzurück,nachdem siesieniedergebrannthatten,underschlugenalle,diedarin waren,mitderSchärfedesSchwertes

48UnddieZahlderGefallenenvondenMännernvonAi, MännerwieFrauen,betrugzwölftausend;nurdasViehund dieBeutederStadtnahmensiefürsich,wiederHerres Josuabefohlenhatte

49AlsnunalleKönigediesseitsdesJordans,alleKönige Kanaans,vondemBösenhörten,dasdieIsraelitenan JerichoundAiverübthatten,versammeltensiesich,um gegenIsraelzukämpfen

50NurdieEinwohnervonGibeonfürchtetensichsehr davor,gegendieIsraelitenzukämpfen,ausFurcht, umzukommenDeshalbhandeltensielistigundgingenzu JosuaundganzIsraelundsprachenzuihnen:Wirsindaus einemfernenLandgekommen,schließtnuneinenBund mituns

51DakamendieEinwohnervonGibeondenIsraeliten näher,unddieIsraelitenschlosseneinenBundmitihnen, undsieschlossenFriedenmitihnen,unddieFürstender GemeindeschworenihnenSpäterabererkanntendie Israeliten,dasssieihreNachbarnwarenundunterihnen wohnten

52AberdieIsraelitentötetensienicht;dennsiehatten ihnenbeimHerrngeschworen,undsiewurdenHolzfäller undWasserträger

53UndJosuasprachzuihnen:Warumhabtihrmich betrogen,indemihrunsdiesangetanhabt?Sieantworteten ihm:WeildeinenKnechtenallesberichtetwurde,wasdu allenKönigenderAmoriterangetanhast,undwirgroße AngstumunserLebenhatten,undsotatenwires.

54UndJosuasetztesieanjenemTagein,Holzzuhauen undWasserzuschöpfen,undteiltesiealsSklavenaufalle StämmeIsraelsauf.

55AlsAdonizedek,derKönigvonJerusalem,alleshörte, wasdieIsraeliteninJerichoundAigetanhatten,sandteer BotenzuHoham,demKönigvonHebron,zuPiram,dem KönigvonJarmut,zuJaphia,demKönigvonLachisch, undzuDeber,demKönigvonEglon,undließihmsagen: 56Kommtherzumirundhelftmir,damitwirdie IsraelitenunddieEinwohnervonGibeonschlagen,diemit denIsraelitenFriedengeschlossenhaben

57Undsieversammeltensich,unddiefünfKönigeder AmoriterzogenhinaufmitallihrenLagern,einmächtiges Volk,sozahlreichwiederSandamMeeresstrand.

58UndalledieseKönigekamenundlagertensichvor Gibeonundbegannen,gegendieEinwohnervonGibeon zukämpfenDasandtenalleMännervonGibeonBotenzu Josuaundließenihmsagen:„Kommschnellheraufund hilfuns,dennalleKönigederAmoriterhabensich versammelt,umgegenunszukämpfen“

59UndJosuaunddasganzekriegerischeHeerzogenvon Gilgalhinauf,undJosuakamplötzlichzuihnenundschlug diesefünfKönigemitgroßerVernichtung.

60UndderHERRbeschämtesievordenIsraeliten,diesie inGibeonmiteinemschrecklichenGemetzelschlugenund sieaufdemWegnachBet-HoronbisnachMakkeda verfolgten,undsieflohenvordenIsraeliten

61Undwährendsieflohen,sandtederHerrHagelsteine vomHimmelaufsieherab,undesstarbenmehrvonihnen durchdenHagelalsdurchdasGemetzelunterden Israeliten.

62UnddieIsraelitenverfolgtensieundschlugensie immerwiederaufdemWeg,indemsieweiterzogenundsie schlugen

63Alssieaberschlugen,neigtesichderTagdemAbend zu,undJosuasprachvordemganzenVolk:Sonne,steh stillüberGibeonundMondimTalAjalon,bisdasVolk sichanseinenFeindengerächthat

64UndderHERRerhörtedieStimmeJosuas,unddie SonnestandstillmittenamHimmelundstandstill sechsunddreißigAugenblickelang,undauchderMond standstillundeiltenicht,unterzugehen,einenganzenTag lang.

65UndesgabkeinenTagwiediesen,wederdavornoch danach,andemderHERRaufdieStimmeeinesMenschen hörte;dennderHERRkämpftefürIsrael.

KAPITEL89

1DasprachJosuadiesesLiedandemTag,alsderHERR dieAmoriterindieHandJosuasundderIsraelitengegeben hatte,undersprachvorganzIsrael:

2DuhastGroßesgetan,HERR,duhastgewaltigeTaten vollbracht;weristdirgleich?MeineLippensollendeinen Namenpreisen.

3MeineGüteundmeineBurg,meinhoherTurm,dirwill icheinneuesLiedsingen,mitDankwillichdirsingen,du bistdieStärkemeinesHeils.

4AlleKönigederErdewerdendichpreisen,dieFürsten derWeltwerdendirsingen,dieKinderIsraelswerdensich freuenüberdeineRettung,siewerdensingenunddeine Machtpreisen

5Zudir,Herr,vertrautenwir;wirsagten:Dubistunser Gott,dennduwarstunsereZufluchtundstarkerTurm gegenunsereFeinde

6Zudirriefenwirundwurdennichtbeschämt,aufdich vertrautenwirundwurdenerrettet;alswirzudirriefen, hörtestduunsereStimme,duerrettetestunsereSeelenvom Schwert,duerwiesestunsdeineGnade,dugabstunsdein Heil,duerfreutestunsereHerzenmitdeinerStärke.

7DubistausgezogenzuunsererRettung,mitdeinemArm hastdudeinVolkerlöst;duhastunsvomHimmeldeiner Heiligkeitgeantwortet,duhastunsvorzehntausend Menschenerrettet

8SonneundMondstandenstillamHimmel,unddu standestindeinemZorngegenunsereUnterdrückerund sprachstdeineGerichteübersieaus

9AlleFürstenderErdestandenauf,dieKönigederVölker hattensichversammelt;sieerschrakennichtvordeiner Gegenwart,siewünschtensichdeineKämpfe

10IndeinemZornerhobstdudichgegensieundließest deinenGrimmübersieherab;indeinemZornvernichtetest dusieundrottestsieindeinemHerzenaus

11NationenwurdenvondeinemZornverzehrt, KönigreichegingenunterwegendeinesGrimms,duhast KönigeverwundetamTagdeinesZorns

12DuhastdeinenZornübersieausgegossen,dein grimmigerGrimmhatsieergriffen;duhastihreSchuldauf siezurückgeworfenundsieinihrerBosheitausgerottet

13SiestellteneineFalleaufundgerietenhinein;sie verfingensichimNetz,undihrFußverfingsich.

14DeineHandwarbereitfüralledeineFeinde,diesagten: „DurchihrSchwerthabensiedasLandinBesitz genommen,durchihrenArmhabensieinderStadt gewohnt“DuhastihreGesichtermitSchandeerfüllt,du hastihreHörnerzuBodengestoßen,duhastsieindeinem ZornerschrecktundsieindeinemGrimmvernichtet

15DieErdeerbebteundbebtevomGetösedeinesSturms überihnen;duhastihreSeelennichtvordemTodbewahrt undihrLebenhinabinsGrabgeführt

16DuhastsieindeinemSturmverfolgt,duhastsiein deinemWirbelwindverzehrt,duhastihrenRegeninHagel verwandelt,siesindintiefeGrubengefallen,sodasssie nichtwiederaufstehenkonnten

17IhreLeiberglichenMüll,dermittenaufdieStraßen geworfenwurde

18SiewurdenindeinemZornvernichtetundausgelöscht, duaberrettetestdeinVolkmitdeinerMacht.

19DarumfreutsichunserHerzüberdich,unsereSeele jubeltüberdeinHeil

20UnsereZungensollendeineMachtverkünden,wir wollensingenunddeineWundertatenpreisen

21DennduhastunsvonunserenFeindenerrettet,duhast unsbefreitvondenen,diesichgegenunserhoben,duhast sievorunsvernichtetundsieunterunsereFüßegedrückt

22SowerdenalledeineFeinde,oHerr,umkommen,und dieFrevlerwerdenwieSpreuvomWindverwehtsein,und deineGeliebtenwerdenwieBäumesein,dieanWassern gepflanztsind

23SokehrteJosuamitganzIsraelundihminsLagernach Gilgalzurück,nachdemeralleKönigegeschlagenhatte, sodasskeinRestvonihnenübrigblieb

24DiefünfKönigeflohenalleinzuFußvomSchlachtfeld undverstecktensichineinerHöhleJosuasuchtesieauf demSchlachtfeld,fandsieabernicht

25UndeswurdeJosuadanachberichtet:DieKönigesind gefundenworden,undsiehe,siesindineinerHöhle versteckt

26UndJosuasprach:SetztMännerandenAusgangder Höhle,diesiebewachensollen,damitsiesichnichtselbst fortbewegenUnddieIsraelitentatenso

27UndJosuariefganzIsraelzusammenundsprachzuden Heerführern:LegteureFüßeaufdieHälsedieserKönige! UndJosuasprach:SowirdderHerrmitalleneuren Feindenverfahren

28DanachbefahlJosua,dassmandieKönigetötenundin dieHöhlewerfenundgroßeSteinevordenEingangder Höhlelegensollte.

29UndJosuagingdanachmitdemganzenVolk,dasan jenemTagbeiihmwar,nachMakkedaundschlugesmit derSchärfedesSchwertes

30UndervernichtetealleSeelenundalles,waszurStadt gehörte,undertatmitdemKönigunddemVolkderStadt, wieermitJerichogetanhatte

31UnderzogvondortweiternachLibnaundkämpfte gegensie,undderHERRgabsieinseineHand,undJosua schlugsiemitderSchärfedesSchwertessamtallenihren

Seelen,undertatmitihrundihremKönig,wieermit Jerichogetanhatte.

32VondortzogerweiternachLachisch,umgegendie Stadtzukämpfen.Horam,derKönigvonGaza,eilteden MännernvonLachischzuHilfe.Josuaaberschlugihnund seinVolk,biskeinermehrvonihnenübrigwar

33UndJosuanahmLachischundalleseineEinwohner undtatmitderStadt,wieermitLibnagetanhatte.

34UndJosuagingvondortnachEglonundnahmauch dieseStadteinunderschlugsiesamtallen,diedarin wohnten,mitderSchärfedesSchwertes

35UndvondortzogernachHebronundkämpftegegenes undnahmeseinundvernichteteesvöllig.Undvondort kehrteermitganzIsraelnachDebirzurückundkämpfte gegenesunderschlugesmitderSchärfedesSchwertes

36UndervernichtetealleMenschendarin,dasskeiner übrigblieb,undertatmitihrundihremKönig,wieermit Jerichogetanhatte

37UndJosuaschlugalleKönigederAmoritervon Kadesch-BarneabisAsaundnahmihrLandsogleichein, dennderHERRhattefürIsraelgekämpft

38UndJosuakammitganzIsraelinsLagernachGilgal.

39AlsJabin,derKönigvonChazor,zujenerZeitalles hörte,wasJosuadenKönigenderAmoriterangetanhatte, sandteerBotenzuJobat,demKönigvonMidian,zuLaban, demKönigvonSchimron,zuJephal,demKönigvon Achschaf,undzuallenKönigenderAmoriterundließ ihnensagen:

40Kommtschnellzuunsundhelftuns,damitwirdie Israelitenschlagenkönnen,ehesieüberunskommenund unsdasantun,wassiedenanderenKönigenderAmoriter angetanhaben

41UndalledieseKönigehörtenaufdieWorteJabins,des KönigsvonChazor,undzogenmitihrenganzenHeeren aus,siebzehnKönige,undihrVolkwarsozahlreichwie derSandamMeeresstrand,dazuunzähligePferdeund Streitwagen,undsiekamenundlagertensichamWasser vonMeromundversammeltensichzumKampfgegen Israel

42UndderHERRsprachzuJosua:Fürchtedichnichtvor ihnen,dennmorgenumdieseZeitwerdeichsieallevordir erschlagengeben;dusollstihrePferdezerschmetternund ihreWagenmitFeuerverbrennen.

43DakamJosuamitallseinenKriegernplötzlichübersie undschlugsie,undsiefieleninihreHände,dennder HERRhattesieindieHändederIsraelitengegeben.

44DaverfolgtendieIsraelitenalledieseKönigemitihren Heerenundschlugensie,biskeinermehrvonihnenübrig warJosuatatmitihnen,wiederHerrihmgesagthatte

45UndJosuakehrtezujenerZeitnachChazorzurückund schlugesmitdemSchwertundvertilgteallesLebendarin undverbrannteesmitFeuer;undvonChazorzogJosua nachSchimronundschlugesundvernichteteesgänzlich

46VondortgingernachAchschafundverfuhrmitihm genausowiemitSchimron

47VondortzogerweiternachAdulamundschlugalle EinwohnerderStadt;ertatmitAdulam,wieermit AchshaphundSchimrongetanhatte

48UnderzogvonihnenweiterinalleStädtederKönige, dieergeschlagenhatte,underschlugallesVolk,dasvon ihnenübriggebliebenwar,undvernichtetesiegänzlich

49NurihreBeuteundihrViehnahmendieIsraelitenals Raubansich;abervonallenMenschen,diesieerschlugen, ließensiekeineneinzigenamLeben

50WiederHerresMosegebotenhatte,sotatenJosuaund ganzIsrael;ihnengelangesinnichts.

51SoschlugenJosuaundalleIsraelitendasganzeLand Kanaan,wiederHERResihnenbefohlenhatte,und schlugenalleihreKönige,nämlicheinunddreißigKönige, unddieIsraelitennahmenihrganzesLandein

52AbgesehenvondenKönigreichenSihonundOg,die jenseitsdesJordansliegen,vondenenMosevieleStädte geschlagenundsiedenRubeniternunddenGaditernund derHälftedesStammesManassegegebenhat.

53UndJosuaschlugalleKönige,diewestlichdesJordans lagen,undgabsiedenneunStämmenunddemhalben StammIsraelzumErbe.

54FünfJahrelangführteJosuadenKrieggegendiese KönigeundgabihreStädtedenIsraeliten,undeskehrte RuheeinindasLanddurchdieKämpfeindenStädtender AmoriterundKanaaniter

KAPITEL90

1UmdieseZeitimfünftenJahr,nachdemdieIsraeliten denJordanüberquerthattenundnachdemdieIsraeliten vonihremKrieggegendieKanaanitergeruhthatten, brachengroßeundheftigeKämpfezwischenEdomund denKittimernaus,unddieKittimerkämpftengegenEdom. 2UndAbianus,derKönigvonKittim,zoginjenemJahr, demeinunddreißigstenJahrseinerRegierung,miteinem großenHeertapfererMännerausdemStammKittimnach Seir,umgegendieSöhneEsauszukämpfen

3AlsHadad,derKönigvonEdom,vonseinerNachricht hörte,zogermiteinemgroßenHeerundstarker Streitmachtgegenihnausundkämpftemitihmaufdem FeldvonEdom

4UnddieHandKittimssetztesichgegendieSöhneEsaus durch,unddieSöhneKittimserschlugenvondenSöhnen EsauszweiundzwanzigtausendMann,undalleSöhne Esausflohenvorihnen.

5UnddieSöhnevonKittimverfolgtensieunderreichten Hadad,denKönigvonEdom,dervorihnenherliefSie fingenihnlebendeinundbrachtenihnzuAbianus,dem KönigvonKittim

6UndAbianusbefahl,ihnzutöten,undHadad,derKönig vonEdom,starbimachtundvierzigstenJahrseiner Herrschaft

7UnddieSöhneKittimssetztenihreVerfolgungEdoms fortundschlugensiemiteinergroßenSchlacht,undEdom wurdedenSöhnenKittimsunterworfen

8UnddieSöhneKittimsherrschtenüberEdom,undEdom gerietunterdieHandderSöhneKittimsundwurdevon diesemTaganeineinzigesKönigreich

9UndvondaankonntensieihreHäupternichtmehr erheben,undihrKönigreichwurdeeinsmitdemderSöhne Kittims

10AbianussetzteBeamteinEdomein,undalleEdomer wurdenihmuntertanundtributpflichtigAbianuskehrte danninseineigenesLand,nachKittim,zurück

11Undalserzurückkehrte,erneuerteerseineRegierung undbautesicheinengeräumigenundbefestigtenPalastals

königlicheResidenzundregiertesicherüberdieSöhne KittimsundüberEdom.

12InjenenTagen,nachdemdieIsraelitenalleKanaaniter undAmoritervertriebenhatten,warJosuaaltund hochbetagt.

13UndderHERRsprachzuJosua:Dubistaltund hochbetagt,undeingroßerTeildesLandesistnochzu besitzen.

14DarumteiltnundiesesLandunterdenneunStämmen unddemhalbenStammManassezumErbeaufUndJosua standaufundtat,wiederHerrihmgesagthatte

15UnderverteiltedasganzeLandunterdenStämmen IsraelsalsErbenachihrenjeweiligenAnteilen.

16DemStammLeviabergaberkeinErbe;dieOpfergaben desHERRNsindihrErbe,wiederHERResihnendurch dieHandMoseverheißenhatte.

17UndJosuagabKaleb,demSohnJephunes,denBerg Hebron,einenAnteilmehralsseinenBrüdern,wieder HERRdurchMosegesagthatte.

18SowurdeHebronbisaufdenheutigenTageinErbteil fürKalebundseineNachkommen

19UndJosuateiltedasganzeLanddurchdasLosunter ganzIsraelzumErbeauf,wiederHerresihmgeboten hatte

20UnddieIsraelitengabendenLevitenStädteausihrem ErbteilundVorortefürihrViehundihrenBesitz,wieder HERResMosegebotenhatteSotatendieIsraelitenund teiltendasLanddurchdasLosauf,obgroßoderklein.

21Undsiezogenhin,umdasLandnachihrenGrenzenzu erben,unddieIsraelitengabenJosua,demSohnNuns,ein Erbteiluntersich.

22AufGeheißdesHerrngabensieihmdieStadt,dieer verlangthatte,Timnat-SerachimGebirgeEphraim,under bautedieStadtundwohntedarin.

23DiessinddieErbteile,dieElaser,derPriester,und Josua,derSohnNuns,unddieOberhäupterderSippender StämmedenIsraeliteninSchilovordemHerrnam EingangdesHeiligtumsdurchdasLoszugeteilthaben,und siehörtenauf,dasLandzuteilen

24UndderHERRgabdasLanddenIsraeliten,undsie nahmenesinBesitz,wiederHERRihnengesagtundwie derHERRihrenVorfahrengeschworenhatte

25UndderHERRgabdenIsraelitenRuhevorallenihren Feindenringsum,undniemandkonntesichgegensie erheben,undderHERRgaballeihreFeindeinihreHände, undnichtsvonalldemGuten,dasderHERRdenIsraeliten verheißenhatte,bliebunerfüllt;ja,derHERRvollbrachte alles.

26UndJosuariefalleIsraelitenzusammen,segnetesieund gebotihnen,demHerrnzudienenDanachentließersie, undjederginginseineStadtundjederinseinErbteil

27UnddieIsraelitendientendemHERRNalleTage Josuas,undderHERRgabihnenRuhevorderBedrängnis ringsum,undsiewohntensicherinihrenStädten

28UndesgeschahinjenenTagen,dassAbianus,der KönigvonKittim,imachtunddreißigstenJahrseiner Regierung,dasistdassiebteJahrseinerRegierungüber Edom,starb,undmanbegrubihnandemOrt,denersich hattebauenlassen,undLatinusregierteanseinerStatt fünfzigJahre.

29UndwährendseinerRegierungszeitbrachteereinHeer hervorundzogindenKrieggegendieEinwohner BritanniensundKernaniens,dieSöhneElisas,desSohnes Javans,undbesiegtesieundmachtesietributpflichtig.

30Alserhörte,dassEdomsichvonderHerrschaftder Kittimslosgesagthatte,gingLatinuszuihnen,schlugsie undunterwarfsieundgabsieindieHandderKittims,und EdombildetefüralleTageeinKönigreichmitdenKittims.

31UndvieleJahrelanggabeskeinenKöniginEdom,und ihreRegierunglagbeidenSöhnenKittimsundihrem König

32ImsechsundzwanzigstenJahr,nachdemdieIsraeliten denJordandurchquerthatten,dasheißtim sechsundsechzigstenJahr,nachdemdieIsraelitenÄgypten verlassenhatten,warJosuaaltundhochbetagt;erwarin jenenTageneinhundertundachtJahrealt.

33UndJosuariefganzIsraelzusammen,ihreÄltesten, ihreRichterundBeamten,nachdemderHERRallen IsraelitenRuhevorallenihrenFeindenringsumverschafft hatteUndJosuasprachzudenÄltestenIsraelsundzu ihrenRichtern:Siehe,ichbinaltundhochbetagt,undihr habtgesehen,wasderHERRmitallenVölkerngetanhat, dieervoreuchvertriebenhat;dennderHERRistes,der füreuchgekämpfthat

34SostärktnuneureKräfte,alleWortedesGesetzesMose zuhaltenundzubefolgen,nichtdavonabzuweichen, wedernachrechtsnochnachlinks,undeuchnichtunter dieVölkerzubegeben,dieimLandübriggebliebensind; auchsolltihrdenNamenihrerGötternichtnennen, sonderndemHERRN,euremGott,anhängen,wieihres bisaufdenheutigenTaggetanhabt.

35UndJosuaermahntedieIsraeliteneindringlich,dem HERRNzudienenalleTageihresLebens

36UndalleIsraelitensprachen:WirwollendemHERRN, unseremGott,dienenalleunsereTage,wirundunsere KinderundKindeskinderundunsereNachkommenfür immer.

37UndJosuaschlossanjenemTageinenBundmitdem VolkundentließdieIsraeliten,undjedergingzurückin seinErbteilundinseineStadt.

38UndesgeschahinjenenTagen,alsdieIsraelitensicher inihrenStädtenwohnten,dasssiedieSärgederStämme ihrerVorfahrenbegruben,diesieausÄgypten heraufgeführthatten,jederMannnachdemErbeseiner Kinder;diezwölfSöhneJakobsbegrubendieIsraeliten, jederMannnachdemBesitzseinerKinder.

39DiessinddieNamenderStädte,indenensiediezwölf SöhneJakobsbegrabenhaben,diedieIsraelitenaus Ägyptenheraufgeführthatten

40UndsiebegrubenRubenundGadaufdieserSeitedes Jordans,inRomia,dasMoseihrenKinderngegebenhatte 41SimeonundLeviwurdeninderStadtMaudabegraben, dieerdenSöhnenSimeonsgegebenhatte;derVorortder StadtaberwarfürdieSöhneLevisbestimmt

42JudaaberbegrubensieinderStadtBenjamin,die Bethlehemgegenüberliegt

43DieGebeinevonIssacharundSebulonbestattetensiein Sidon,indemErbteil,dasihrenNachkommenzufiel

44UndDanwurdeinderStadtseinerKinderinEschtael begraben,undNaftaliundAscherbegrubensiein

Kadesch-Naftali,jederandemOrt,denerseinenKindern gegebenhatte.

45DieGebeineJosefsbegrubensieinSichem,aufdem TeildesFeldes,denJakobvonHamorgekaufthatteund derJosefzumErbewurde.

46UndsiebegrubenBenjamininJerusalemgegenüber demJebusiter,dasdenSöhnenBenjaminszugeteiltwar; dieSöhneIsraelsbegrubenihreVäter,jederinderStadt seinerSöhne

47NachzweiJahrenstarbJosua,derSohnNuns,imAlter voneinhundertzehnJahrenDieZeit,dieJosuaIsrael richtete,betrugachtundzwanzigJahre,undIsraeldiente demHerrnalleTageseinesLebens.

48UnddieübrigenTatenJosuasundseineSchlachtenund seineErmahnungen,mitdenenerIsraelermahnte,und alles,waserihnengebotenhatte,unddieNamenderStädte, diedieKinderIsraelszuseinerZeitbesaßen,siehe,siesind geschriebenimBuchderWorteJosuasandieKinder IsraelsundimBuchderKriegedesHerrn,dasMoseund JosuaunddieKinderIsraelsgeschriebenhatten

49UnddieIsraelitenbegrubenJosuaanderGrenzeseines Erbteils,inTimnat-Serach,dasihmimGebirgeEphraim gegebenwordenwar

50InjenenTagenstarbElaser,derSohnAarons,undman begrubihnaufeinemHügel,derseinemSohnPineas gehörteundderihmimGebirgeEphraimgegebenworden war

KAPITEL91

1ZujenerZeit,nachdemTodJosuas,befandensichdie KanaaniternochimLand,unddieIsraelitenbeschlossen, siezuvertreiben

2UnddieIsraelitenfragtendenHERRN:Wersollfüruns alsErsterhinaufziehengegendieKanaaniter,umgegensie zukämpfen?DerHERRsprach:Judasollhinaufziehen

3DasprachendieSöhneJudaszuSimeon:Gehmituns hinaufinunserGebiet,undwirwollengegendie Kanaaniterkämpfen;undwirwollenauchmitdir hinaufziehenindeinGebiet.SozogendieSöhneSimeons mitdenSöhnenJudas

4UnddieKinderJudaszogenhinaufundkämpftengegen dieKanaaniter.DagabderHERRdieKanaaniterindie HändederKinderJudas,undsieschlugensieinBezek, zehntausendMann

5UndsiekämpftenmitAdonibezekinBezek,underfloh vorihnen,abersieverfolgtenihnundholtenihneinund packtenihnundhiebenihmdieDaumenunddiegroßen Zehenab

6UndAdonibezeksprach:SiebzigKönige,denendie DaumenunddiegroßenZehenabgehacktwurden, sammeltenihrFleischuntermeinemTisch,wieiches getanhabe;sohatGottmirvergoltenUndsiebrachtenihn nachJerusalem,understarbdort

7UnddieSöhneSimeonszogenmitdenSöhnenJudas zusammenundschlugendieKanaanitermitderSchärfe desSchwertes.

8UndderHERRwarmitdenSöhnenJudas,undsie nahmendenBerginBesitz;unddieSöhneJosefszogen hinaufnachBethel,dasistLuz,undderHERRwarmit ihnen

9UnddieSöhneJosefserkundetenBethel,unddie WächtersaheneinenMannausderStadthinausgehen;und sieergriffenihnundsprachenzuihm:Zeigunsnunden EingangderStadt,undwirwerdendirFreundlichkeit erweisen.

10UndjenerMannzeigteihnendenEingangderStadt, unddieSöhneJosefskamenundschlugendieStadtmitder SchärfedesSchwertes.

11UndsieschicktendenMannmitseinerFamiliefort,und ergingzudenHetiternundbauteeineStadtundnanntesie LuzSowohntenalleIsraeliteninihrenStädten,unddie KinderIsraelswohnteninihrenStädten,unddieKinder IsraelsdientendemHERRNalleTageJosuasundalle TagederÄltesten,dienachJosuaeinlängeresLeben hattenunddasgroßeWerkdesHERRNsahen,daserfür Israelvollbrachthatte.

12UnddieÄltestenrichtetenIsraelnachdemTodJosuas siebzehnJahrelang

13UndalleÄltestenkämpftenauchindenKriegenIsraels gegendieKanaaniter,undderHERRvertriebdie KanaanitervordenKindernIsraels,umdieIsraeliteninihr Landzubringen.

14Undererfülltealles,waserAbraham,IsaakundJakob gesagthatte,unddenEid,denergeschworenhatte,ihnen undihrenNachkommendasLandderKanaaniterzugeben. 15UndderHERRgabdenIsraelitendasganzeLand Kanaan,wieeresihrenVorfahrengeschworenhatte,und derHERRgabihnenRuhevordenVölkernringsum,und dieIsraelitenwohntensicherinihrenStädten

16GepriesenseiderHerrinEwigkeitAmen,Amen 17StärkteuchundlasstdieHerzenaller,dieaufdenHerrn vertrauen,mutigseinEnde

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