Abschlussdokumentation
ZWEIBEINER E Hochschule für Design und Kunst
Petra Wyss
VARIANTE 1
VARIANTE 2
Herbstsemester 2016
VARIANTE 3
Die Heuschrecke
Das Erdmännchen
Das Federvieh
Getrocknetes Gras von der Wiese und
Erde aus dem Wald in der Kombination
Federn von Enten und Gänsen ver-
fragile, stäbchenförmige Beine prägen
mit männchenartigen Beinen bilden
bunden mit Beinen vom Schaf bilden
die Heuschrecke
das Erdmännchen
das Federvieh
dokumentation Ăźber die zweibeiner petra wyss
vorwort
01
Diese Dokumentation zeigt den Entstehungsprozess der "Zweibeiner" auf. Von der ersten Idee bis zum Endprodukt passiert viel. Im Prozess sind verschiedene Konzepte entstanden, welche die Prototypen prägen und mitbestimmen. Die Umwege und vertieften Auseinandersetzungen mit der Thematik beeinflussen die Zweibeiner in ihrem Erscheinungsbild. Überprüfung, Reflexion und Kritik begleiten und führen den Prozess. Mitbestimmend ist auch die Definiton des Gruppenthemas. Jeder Umweg hinterlässt kleine oder grosse Spuren an den Endprodukten. Ausschlaggebend für den Grundtypus ist ein Missgeschick im Modellbau, dieser führt zur Grundidee der Prototypen.
02 inhaltsverzeichnis
KAPITEL 1
publik
7
EIN DASEIN IN DEN GÄRTEN DER ANDEREN
prozess
9
ÜBERSICHT ÜBER DEN GANZEN PROZESS
das andere
10
DEFINITION DES GRUPPENTHEMAS
zweibeiner
13
BESCHREIBUNG DES PROJEKTS "ZWEIBEINER"
zugang zum thema
16
THEORIEWOCHE
konzept n o 1
20
ERSTE INTERESSEN
23
WIEDERERKENNUNG
25
FLOW
31
nO 2, UMFALLER
33
INSPIRATION
34
KONZEPT, KONZEPTMODELL
37
VARIANTEN
45
FUNKTIONSMODELL
47
ZWEIBEIN, MENSCHLICH
48
VOLUMENMODELL
50
MATERIAL FÜR MENSCHLICHE FORMENSPRACHE
konzept n o 2.2
56
BACK TO THE ROOTS, SPIELERISCH
konzept n o 2.3
62
WOLF & SCHAF, DAS FIGÜRLICHE ZWEIBEIN
konzept n o 2.4
67
ZWEIBEINER, MATERIALITÄT, BILDERRÄTSEL
KAPITEL 2
KAPITEL 3
konzept n o 2
KAPITEL 4
konzept n o 2.1
KAPITEL 5
KAPITEL 1
publik prozess das andere zweibeiner
05
01 Garten
I Verbindung zwischen einem Garten und der Ă–ffentlichkeit
publik EIN DASEIN IN DEN GÄRTEN DER ANDEREN
07
Das Luzerner Theater eröffnet neben der Jesui-
Innen- und Aussenraum ist fliessend. Im Garten
tenkirche einen zusätzlichen Raum, der program-
unter den Bäumen laden Sitzgelegenheiten zum
matisch für den Aufbruch der neuen Intendanz
Verweilen ein. Die Leitung des Theaters und sein
steht: Die BOX!
Team sehen sich als Gastgeber.
Die Box ist ein Holzgebäude mit flexiblem Innenraum (200 qm). Dieser wandelbare Spielort ist nicht
Die Studierenden (3. Semester) der Innenarchi-
nur Veranstaltungsort, sondern vor allem ein Ort
tektur von der Hochschule für Technik und Archi-
der Begegnung, ein kleiner Marktplatz der Ideen,
tektur absolvieren ein Austauschsemester an der
des Denkens, des Fühlens und der Kunst. Offen für
Hochschule für Design und Kunst in der Rubrik Ob-
Alle. Die gesellschaftsbildende Funktion des The-
jektdesign. Für die neue OPEN BOX des Theaters
aters liegt dem neuen Intendanten Benedikt von
produzieren sie ein Sitzmöbel. Zusammen mit an-
Peter am Herzen. Im Sommer wenn es draussen
deren Studierenden aus dem Departement erar-
warm ist, öffnet sich die Box am Abend und wird
beiten alle eine individuelle Sitzgelegenheit unter
zur Lounge, der OPEN BOX. Der Übergang von
den definierten Gruppenthemen. 1
Briefing IA HS 16-17, Elvira Mühlebach.
1
1
DIE TYRANNEI DER INTIMITÄT
2
ZWEIERLEI
3
WIEDERERKENNUNG & FLOW
Das Projekt beginnt mit dem Text „Die Tyran-
Zweierlei beschreibt zwei verschiedene Kom-
Über die Wiedererkennung durch das Möbel
nei der Intimität“ von Richard Sennett. Im Text
ponenten, welche der gleichen Gattung an-
sollen Erinnerungen an die Vergangenheit
wird der Verlust der Intimität behandelt und
gehören und wird zum Gruppenthema.
ausgelöst werden, die den Benutzer in eine
die Gesellschaft wird mit Akteuren und Zu-
Art Traumwelt oder Flow versetzen.
schauern verglichen.
4
6
5 Der Kreisel steht anfänglich für das in Gang
Das Konzeptmodell unterstützt das Versin-
Ein weiteres Konzeptmodell ist das Gestell
kommen des Flows, später im Projekt ent-
ken in Gedanken und das Vergessen der
mit zwei Rädern und einer Sitzschale. Das
puppt er sich als Sinnbild für die Abhängig-
Zeit, indem es eine ruhige Schaukelbewe-
Modell funktioniert nicht wie geplant, durch
keit vom Benutzer.
gung zulässt.
die schwere Sitzschale fällt es um.
7
8
9
Aus dem misslungenen Konzeptmodell ent-
In einem weiteren Schritt bekommt das
Die Suche nach der stimmigen Form läuft in
stehen die drei ersten Entwürfe für das Mö-
Zweibein eine Form mit menschlichen Merk-
eine komplett andere Richtung als geplant.
bel. Alle verfolgen das Prinzip des Umfallens.
malen. Dieser Entwurf verfolgt die Idee Ak-
Aus der menschlichen Form entsteht eine
teur und Zuschauer zu schaffen.
Sitzschale mit betontem Übergang zu den Beinen, die menschliche Form verschwindet.
10
DAS ANDERE
11
12
Aus dem Text von Richard Sennett entsteht
Die Verwendung von Heu und Harz soll das
Der Weg führt über das spielerische Zweib-
ein gemeinsamer Gruppentext, der den Titel
Spielerische und Wilde betonen. Mit dieser
ein mit dem Heu weg vom Menschlichen
der Gruppe in "das Andere" ändert. Die indivi-
Art von Stuhl soll der Benutzer aus der Kon-
und zurück zum Figürlichen. Durch das Heu
duelle Definition des Anderen führt zu einer
vention des Alltags ausbrechen. Wippen wie
ergibt sich der Zugang zur Schafwolle. Aus
neuen Interpretationsperspektive.
er es als Kind auf dem Spielplatz gemacht
der Schafwolle entsteht die hintere Hälfte
hat.
des figürlichen Schafes.
13
14
15
Zur Ergänzung des Schafes bietet sich der
Die Weiterentwicklung der Kombination zeigt
Bei der Suche nach der Formensprache für
Wolf an. Die Suche nach weiteren Kombina-
Schwierigkeiten auf in der Verarbeitung des
die Beine vom Schaf, prägt das Wollschwein
tionen führt zu Paarungen wie Huhn und
Wolfs, da für das Schaf echte Schafwolle ver-
das Projekt. Ein Schwein mit Wolle, komisch.
Fuchs oder Arm und Reich.
wendet wird, kommt eine künstliche Nachbil-
Daraus entsteht die Heuschrecke, das Erd-
dung für den Wolf nicht in Frage.
männchen und das Federvieh.
09 prozess Die Grafik verschafft einen Überblick über den Prozess des Projekts "Zweibeiner". Im September 2016 beginnt der Prozess mit der Theoriewoche. In dieser Woche steht der Text von Richard Sennett im Zentrum. Die darauf folgenden Wochen sind in verschiedene Phasen eingeteilt, in welchen sich das Projekt immer mehr formt. Zwischen den einzelnen Schritten gibt es grosse und kleine Veränderungen am Projekt. Für die Endprodukte sind diese Schritte prägend und mitbestimmend.
10 das andere GRUPPENTHEMA
Wir, die Lebewesen sind die Gegenüberstellung vom Anderen, dem Objekt. Der Mensch ist das Lebendige und das Andere das greifbare Objekt. Er, der Mensch ist verantwortlich für seine Handlungen, ob sie kontrolliert, instinktiv oder unbewusst passieren. Es, das Objekt reflektiert das Verhalten, die Tätigkeit und die Einstellung des Benutzers. Durch die Benutzung des physischen Objekts wird im Mensch eine Erinnerung geweckt. Diese Reaktion kann unerwartetes Handeln, aber auch eine gedankliche Verknüpfung an bekannte Situationen hervorrufen. Ob in der Form, Benutzung oder Materialität, das Objekt ist anders dargestellt als es in der Realität ist. Trotzdem soll es Erinnerungen wecken oder Gedankenanstösse geben. Das Objekt ist ein Abbild vom Leben des Benutzers 02 Schatten
I verzerrt auf einer Treppe
und reflektiert Handlungen und Situationen aus dem Alltag. Die Neugier des Benutzers bringt ihn möglicherweise dazu, sich auf ein neues, ungewohntes Erlebnis einzulassen. Wir, die Menschen sollen durch das Objekt verbunden und der soziale Austausch gefördert werden. Da es für das Eine das Andere braucht entsteht eine Einheit. Nutzer und Möbel erscheinen als vertraute Gesamterscheinung.
03 Schatten
I Ein Schatten der lebendig wird und ein Mensch der zum Schatten wird
04 Makeup
05 Hybrid
I Aus einem Mann wird eine Frau
I Verschmelzung von Subjekt und Objekt
13 zweibeiner EINZELPROJEKT
Einsam haben sie etwas gemeinsam, das Eine
Sinnbild für die Rollenverteilung sind der Akteur
und das Andere. Für den Grundtypus steht das
und der Zuschauer. Nur durch den Zuschauer
Eine, ergänzend bildet das Andere den Gegenpol.
wird der spielende Mensch zum Akteur und fällt
Ersteres geht voran, ist signifikant, prägend und
in seine Rolle. Durch den Kontakt zwischen dem
gibt den Takt an. Das Zweite folgt, übernimmt und
menschlichen Zweibein und dem anderen Zweib-
bildet in Abhängigkeit das asymmetrische Gegen-
ein entsteht ein Dialog. Gemeinsam werden sie
über. Gegenseitige Verbundenheit zeigt sich in der
zum Akteur und die Grenzen zwischen Objekt und
unzertrennlichen Gesamterscheinung als Ganzes.
Subjekt verschwimmen.
Wie ein Schatten entspringt das Andere aus dem
Ob das Objekt zum Stuhl wird, weil sich der Nut-
Einen und bildet eine eigenständige Verkörperung.
zer setzt, oder ob sich der Nutzer setzt, weil es
Verschmelzung und vollständige Trennung gehen
ein Stuhl ist, bleibt ungeklärt. Unumstritten ist,
Hand in Hand miteinander.
dass der Benutzer durch die Sitzgelegenheit in eine vierbeinige Rolle schlüpft, in welcher er zum
Im Entwurf steht die Abhängigkeit vom Gegenüber
hybriden Fabelwesen zwischen Mensch und Ob-
im Fokus. Für die Handlung braucht es einen Nut-
jekt wird.
zer und ein Möbel. Ohne Benutzer gibt es nur ein Objekt, aber kein Möbel. Bei einer Interaktion wird
In der Formensprache und Materialität basieren
der Nutzer zum stabilisierenden Komponenten,
die materiellen und leblosen Objekte auf ver-
während aus dem funktionslosen Zweibein eine
schiedenen Tiernamen. Aus Heu und der fragilen
bequeme Sitzgelegenheit wird. Der Dialog ba-
Gestalt von Beinen entsteht eine Heuschrecke.
siert auf der Abhängigkeit und kommt nur bei der
Abgeleitet von einer figürlichen Marionette ent-
Verschmelzung zu tragen. Damit die Verbindung
stehen Beine, in der Kombination mit Erde werden
entstehen kann und die Funktion gewährleistet
diese zum Erdmännchen. Federn und Beine von
ist, braucht es Aktivität. Beim Verlassen des Stuhls
einem Schaf sind die Grundlage für das Federvieh.
wird eine sofortige Auflösung der Beziehung her-
Aus der bildsprachlichen Übersetzung der Tierna-
beigeführt. Die Einheit zerfällt in ein eigenstän-
men entstehen die drei Fabelwesen Heuschrecke,
diges, menschliches Ich und ein funktionsloses
Erdmännchen und Federvieh.
Objekt.
KAPITEL 2
zugang zum thema o konzept n 1
15
zugang zum thema THEORIEWOCHE
16
In der Theoriewoche findet eine starke Ausein-
Aus diesem Text entsteht eine Zusammenfas-
andersetzung mit dem Text von Richard Sennett
sung in der Gruppe mit dem Oberthema Zweier-
statt. Dieser Text stammt aus dem Buch „Verfall
lei. Zuschauer und Akteur sind zwei verschiedene
und Ende des öffentlichen Lebens. Die Tyrannei
Dinge aus der selben Gattung. Heute schlüpfen
der Intimität“
viele Personen in eine Rolle sobald sie sich in der Öffentlichkeit befinden. Das Leben beinhaltet das
Der publicman des 19. Jahrhunderts war lieber
Wechselspiel zwischen der Rolle „draussen“ und
Zeuge der Darstellung als selber etwas darzu-
dem Leben „drinnen“. Zwischen dem öffentlichen
stellen. Mit Passivität erhoffte sich der Zuschauer
und privaten Leben gibt es keine klaren Grenzen.
eine Verstärkung seiner Empfindung. Es ist falsch
Die neue Intimität ist das Leben Dahinter und nicht
zu sagen der öffentliche Akteur beherrsche die
mehr das Leben zuhause in der Privatsphäre.
schweigenden Zuschauer. Denn die Zuschauer waren mehr an der Persönlichkeit und dem Leben
Das Mindmap bildet erste Zugänge zum Thema
des Akteurs interessiert, als an seiner Darbietung.
Zweierlei ab. Zweierlei hat viele Gesichter und
Auch wenn es keine Theater mehr gibt, wird es
kommt in verschiedenen Themenbereichen vor.
noch Zuschauer geben. Wo ein Zuschauer ist, ist
Beispielsweise in der Radiosendung "Zweierleier",
auch ein Akteur. Jetzt wendet sich aber die Auf-
bei welcher zwei Schauspieler in verschiedene Rol-
merksamkeit des Zuschauers irgendeiner Person
len schlüpfen. Schauspieler die vorgeben etwas zu
aus dem öffentlichen Raum zu, statt dem Akteur
sein, was sie nicht sind. Eine Lüge, die wir ihnen,
auf der Bühne.
zumindest während der Darbietung, glauben.
2
2
Text Richard Sennett, 1983.
06 Mindmap
I Ăźber Zweierlei
n
o
1.0
konzept no 1 ERSTE INTERESSEN
20
Die ersten Interessen zum Thema liegen in der Bewegung und der Wiedererkennung. Bei der Bewegung geht es um eine instabile Sitzgelegenheit, die eine gewisse Elastizität zulässt. Für das Konzept werden Referenzbilder zu Sitzgelegenheiten gesammelt, welche sich mit dem Thema Bewegung auseinandersetzen. Zum Thema Wiedererkennung werden auch Referenzbilder gesucht. Die Objekte auf den Bildern, welche an Bekanntes erinnern oder in denen wir etwas erkennen was sie gar nicht sind, sind ausschlaggebend für den weiteren Verlauf des Projekts. Durch die starke Verbindung zur Realität ist es einfach in den Objekten, das zu erkennen was sie darstellen sollen. Möglicherweise sind sogar diese Bilder fähig den Betrachter an Ereignisse aus der Vergangenheit zu erinnern.
07 Sella
I von Achille Castiglioni
08 Schaukelstuhl
I von den Designer von Paulsberg
09 Eternit Guhl Chair
I von Willy Guhl
10 Donut
I Schwimmring
11 Stacheldraht
13 Abflussdeckel
I Kaktus
12 Entwässerungsschacht
14 BĂźroklammern
I Abtropfgestell
I College- Hut I zwei Menschen
15 Schere
I Augen
16 Kneifzange
I Krawatte
17 Sitzschale an Rädern
20 Sitzschale an Gestell aus Rädern
18 Hängendes Sitznest an Gestell
21 Sitzrondelle
19 Sitzschale auf hohem Sockel
22 Halbrunder Sitz
konzept no 1 WIEDERERKENNUNG
23
Beim Themenbereich Wiedererkennung soll im Möbel etwas erkannt werden. Diese Erkennung führt zu Erinnerungen. Die Erinnerung soll den Benutzer in Gedanken vertiefen und ihn in vergangenen Zeiten schwelgen lassen. Die hervorgerufene Erinnerung kann sowohl positiv wie auch negativ sein, die Kontrolle darüber liegt beim Benutzer. Neben der Erinnerung kann das Möbel auch das Nachdenken über die Gegenwart und Zukunft anregen. Mit einer leichten Schaukelbewegung wird die Vertiefung unterstützt und verstärkt. Die sechs Varianten zeigen mögliche Schaukelabläufe und Formensprachen auf.
23 Auszug aus dem Logbuch zum Thema Flow
25 no 1 FLOW
Neben der Erinnerung an Vergangenes und dem Nachdenken über Gegenwart und Zukunft, kann die Erinnerung auch weitere Kreise ziehen. Je tiefgründiger die Erinnerungen sind, desto vertiefter ist der Benutzer. Die Abwesenheit löst den Nutzer für einen Moment ganz aus dem Alltag heraus. Das tiefe Abtauchen in Erinnerungen ist ein Flow. Ein Flow funktioniert so, dass der Benutzer immer tiefer in die Gedanken und die Thematik der Erinnerung eintaucht. Durch einen Aspekt in der Rückschau denkt der Nutzer plötzlich an ein anderes vergangenes Ereignis. So kann der Flow sehr lange andauern.
KAPITEL 3
konzept no 2 inspiration konzept varianten
27
n
o
2.0
24 Melkstuhl
I gefertigt aus Holz mit einem Gurt aus Leder
inspiration STRUKTURMODELL
31
Grundlage für das Konzept no 2 ist das Grundprinzip des Kreisels, welcher durch Rotation an Stabilität gewinnt. Diese Rotation erhält er nur durch den Benutzer der dem Kreisel Schwung verleiht. Sobald sich die Rotation dem Ende neigt, fällt der Kreisel um. Damit er seine Position in der Vertikalen wieder einnehmen kann, braucht es erneut den Benutzer. Ein Beispiel für eine Sitzgelegenheit, welche nur mit dem Benutzer funktioniert ist der Melkstuhl. Dieser gewinnt durch den Benutzer Stabilität und ist nur ein Stuhl in der Kombination mit dem Nutzer. In diesem Sinne funktioniert auch das Sitzmöbel für das Theater. Der Benutzer ist für die Stabilität des Stuhls verantwortlich. Um auf dem Stuhl Platz zu nehmen, muss er die Sitzgelegenheit vom Boden aufheben, wie der Melkstuhl der von der Wand genommen wird oder der Kreisel der den Anschub bekommt.
25 Kreisel
I Strukturmodell
26 Melkstuhl
I angewendet im Stall
27 Arbeitsmodell
I vom Konzept no 1
33 no 2.0 UMFALLER
Das Konzept no 1 mit dem Flow und der Wiedererkennung wird verworfen. Das neue Konzept no 2 entsteht durch ein Modell aus dem ersten Konzept. Weil für das eine Modell die falsche Materialität gewählt wird, funktioniert es nicht wie gewünscht. Die an einem Gestell, mit zwei Rädern, befestigte Sitzschale, ist viel zu schwer für die gewünschte Funktion. Somit rollt die Sitzgelegenheit immer wieder zum Boden ab. Für das zweite und somit neue Konzept ist diese Funktionsweise aber gerade richtig. Der Stuhl fällt um, solange er nicht von Menschenhand gehalten wird. Dieses neue Konzept greift auf die Bewegungsthematik von Seite 20 zurück und bildet den Grundtypus für das Endprodukt.
34
28 Gebrauchsstudie
I Konzeptmodell
n 2.0 o
KONZEPTMODELL
Die ungeplante Entstehung des ersten Konzeptmodells führt zum neuen Konzept. Um den Stuhl zu nützen, muss der Benutzer ihn vom Boden aufheben und sich vorsichtig darauf setzen. Während dem Sitzen muss der Nutzer das Gleichgewicht halten. Verlässt der Sitzende den Stuhl fällt dieser um. Es entsteht eine Sitzgelegenheit, die ohne Benutzer umfällt und unbrauchbar ist. Für den Grundtypus gibt es unzählige Möglichkeiten in der Formensprache.
29 Varianten in Skizzen / Schale, Zweibein, kristalliner Kรถrper
37
varianten AREITSMODELL
Die Form und Ausführung der Struktur beeinflussen die Art und Weise wie das Möbel umfällt und in welche Richtungen die Stabilität gewährleistet werden muss. Daraus entstehen drei Varianten. Zum einen entsteht eine Schale, die wie beim Kreisel eine zentral liegende Fläche hat, auf welcher der Benutzer das Gleichgewicht finden muss. Damit die Stabilität gewährleistet ist, muss der Benutzer in alle Richtungen balancieren. Bei der niedrigen Sitzhöhe ist das sehr anspruchsvoll und unbequem. Bei der zweiten Variante handelt es sich um ein Zweibein. Bei dieser Form ist das Gelichgewicht nur zwischen hinten und vorne zu finden, seitlich ist diese Variante stabil. Da hier mehr Sicherheit vorhanden ist, animiert das Möbel zum Wippen. Die dritte Form ist ein kristalliner Körper. Bei diesem gibt es eine mittelgrosse Fläche, auf welcher der Benutzer den Ruhepunkt findet. Auf diesem Punkt ist das Möbel stabil. Auch bei diesem Entwurf hat der Benutzer in alle Richtungen für die Stabilität zu sorgen.
varianten
38
FORMENSPRACHE
Das Arbeitsmodell "Zweibein" dient der Weiterentwicklung. Es entstehen zwei weitere Varianten in derselben Kipp- und Stabilitätssprache. Die Grundidee gleicht einem Hocker oder Schemel, während die zwei neuen Entwürfe eher einem herkömmlichen Stuhl gleichen. Eine der Varianten ist als Stuhl mit Arm- und Rückenlähne angedacht. Die Beine bilden die Verlängerung der Lehne und verlaufen diagonal zum Boden. Der andere Entwurf ist eine Mischung aus einem herkömmlichen Stuhl, einem Melkstuhl und dem Zweibein. Wie beim Hocker umfasst die Sitzgelegenheit das Gesäss und die Distanz zwischen den Stuhlbeinen öffnet sich gegen den Boden. Für die Weiterentwicklung wird der Hocker verwendet. Da eine möglichst grosse Distanz zu einem herkömmlichen Stuhl gewünscht ist.
30 Variante Zweibein
I ähnlich wie normaler Stuhl
31 Variante Zweibein
I Mischung aus Stuhl und Hocker
32 Variante Zweibein
I Hocker, Schemel
KAPITEL 4
zweibein
41
n
o
2.1
33 Funktionsmodell
I Ansicht
zweibein FUNKTIONSMODELL
45
Das Funktionsmodell dient der Überprüfung von der Funktionalität in der realen Grösse. Zu diesem Zweck wird die Form des Zweibeins abstrahiert und vereinfacht. Für das Modell werden Kanthölzer mit einer Mitteldichtenfaserplatte verschraubt. Die vereinfachte Sitzgelegenheit ist eine Hilfestellung bei der Suche nach der richtigen Sitzposition. So ist es möglich verschiedene Sitzneigungen zu testen. Im Fokus steht nicht nur das bequeme Sitzen sondern auch das Hinsetzen. Ziel ist es dies so bequem und einfach wie möglich zu gestalteten. Es hat sich heraus gestellt, dass das Zweibein am bequemsten ist, wenn die Sitzfläche nach Hinten um acht Grad angehoben wird. Ist die Sitzfläche auf die andere Seite angehoben, ist das Hinsetzen sehr schwierig und das Sitzen erfordert viel Muskelkraft.
34 Funktionsmodell
I verschiedene Sitzpositionen
zweibein MENSCHLICH
Die gesässumschliessende Sitzschale in der Kom-
Das Ziel dieser Form ist, dass der Benutzer die
bination mit zwei Beinen ruft nach einer figürlichen
Rolle des Zuschauers übernimmt und in dieser
Formensprache. Es gibt verschiedene Varianten
auf den Stuhl zu geht. Im Stuhl bildet sich das
dieses Figürliche zu interpretieren. Eine Variante
Gegenüber in Form des Akteurs, sobald sich der
für die Sprache ist die Adaption vom menschlichen
Nutzer setzt. Nur zusammen sind sie Akteur und
Körper. Dabei liegt der Fokus auf den Umrissen der
Zuschauer. Sobald der Nutzer den Akteur verlässt
menschlichen Beine, von der Wade über das Knie
wird dieser wieder zum Stuhl und der Zuschauer
bis hin zum Gesäss.
wird zum Benutzer.
35 Plan
I Ansicht, seitliche Ansicht, Draufsicht
47 36 Skizzen
I Varianten fĂźr die Beinform
37 Plan
I Fallstudie
zweibein VOLUMENMODELL
48
Als Ergänzung zum abstrahierten und vereinfachten Funktionsmodell entsteht das Volumenmodell, welches die organischen Formen zeigt. Aus Papmaschee, Drahtgitter und Styropor entstehen diese Formen für das Modell in realer Grösse. Die Umrisse des Zweibeins sind stark von den menschlichen Beinen geprägt, gleichzeitig wirken sie durch die Abstraktion künstlich. Es entsteht ein Gleichgewicht zwischen Natur und Kunst. Der Dialog zwischen dem menschlichen Zweibein und dem anderen Zweibein wird ersichtlich.
38 Volumenmodell 1:1 I Hocker mit menschlicher Formensprache
50 zweibein MATERIALITÄT
Für das Zweibein, welches dem Menschen in sei-
Die Beine werden separat aus einem Stück Voll-
ner Silhouette ähnlich ist, soll ein kompostierbarer
holz geformt. In einem weiteren Schritt müssen die
Werkstoff verwendet werden. Dies weil auch der
Beine an der Schale befestigt werden. Weil diese
Mensch biologisch abbaubar ist. Für dieses Vor-
Variante viel Verschnitt mit sich bringt, ist sie nicht
haben stehen vier ausgewählte Materialien zur
ökologisch.
Verfügung. Sperrholz, Massivholz, Papier und Bio-
Die Variante aus Papier wird in einem Gussverfah-
kunststoff.
ren mit einer passenden Gegenform hergestellt.
Sperrholz wird in Schichten aufeinander gestapelt.
Für die Beine muss hier auf Grund der geringen
Damit die organische Form erreicht werden kann,
Druckfestigkeit von Papier auf Holz oder ein an-
müssen die Schichten zueinander verschliffen
deres kompostierbares Material zurückgegriffen
werden. Mit dieser Produktionsart ist es möglich
werden.
die Beine in die Sitzschale hineinfliessen zu lassen.
Kompostierbarer Kunststoff wird bereits für Ge-
Das Wechselspiel zwischen dunklen und hellen
schirr verwendet. Er ist sehr robust und langlebig.
Schichten verstärkt die kurvige Form.
Die erweiterte Recherche zeigt, dass dieser nur mit
Bei der Produktion mit Massivholz wird die Sitz-
Spezialmaschinen verarbeitet werden kann.
schale aus einem grossen Block herausgearbeitet.
39 Lampe aus Sperrholz
43 Stuhl aus Sperrholz
40 Innenverkleidung aus Massivholz
44 Innenverkleidung aus Massivholz
41 Sitzschale aus Papier
45 Sitzschale aus Papier
42 Behälter aus Biokunststoff
46 Objekte aus Biokunststoff
KAPITEL 5
konzept no 2.2 o konzept n 2.3 konzept no 2.4
53
n
o
2.2
back to the roots KONZEPT. MATERIAL. MODELL
56
Zwischenzeitlich stellt sich die Frage wie stark die
und es ist nicht möglich, komplett ruhig auf dem
Rollen vom Akteur (Stuhl) und Zuschauer (Nutzer)
Stuhl zu sitzen, da ständig das Gleichgewicht
wirklich sind und wie stark die Rollenverteilung
kontrolliert und ausgeglichen werden muss. So
wahrgenommen wird. Denn die Zeitspanne, in wel-
ist schon ein Teil der alltäglichen Konvention zer-
cher der Benutzer auf dem Stuhl sitzt, ist undefi-
stört. Für die Materialität eignet sich dazu die Ver-
niert und hat keine Funktion.
bindung zwischen Heu und Bioresin. Dies verleiht
Es entwickelt sich eine neue Kernaussage. Mit dem
dem Zweibein einen wilden, unstrukturierten und
Zweibein soll der Nutzer aus den alltäglichen Kon-
spielerischen Ausdruck.
ventionen ausbrechen können. Damit sind ruhiges
Um die Stabilität der genannten Verbindung zu
Sitzen, rechte Winkel und Geradlinigkeit gemeint.
testen, entsteht ein Funktionsmodell aus Kantholz,
Dabei verschwindet die Rollenverteilung zwischen
Heu und Bioresin. Eine Negativform der Sitzschale
Akteur und Zuschauer. Sobald sich der Benutzer
dient der Abformung der Sitzfläche. Die Beine aus
setzt, soll er sich lösen können vom strengen All-
einfachem Kantholz werden mit dem Heu- Harzge-
tag. Mit dem Zweibein wird das Wippen gefördert
misch umzogen und so befestigt.
47 Funktionsmodell 1:1 I Hocker aus Heu, Bioresin und Holz
48 Gegenform Sitzschale 1:1 I beklebt mit Heu und Harz
49 Herstellung der Sitzschale 1:1
50 Materialprobe mit Schafwolle I Schafwolle und Bioresin
back to the roots BEINFORM
59
Bei der Suche nach der passenden Sprache für die Beine, steht der Fokus auf einer spielerischen Form. Dies weil die Sitzschale aus Heu den wilden und spielerischen Ausdruck vorgibt. Diese Form zu finden und den die Anforderung zu erfüllen, gestaltet sich schwierig. Bei der Überprüfung und Reflexion des Projekts zeigt sich wenig Übereinstimmung mit der vorhandenen Formensprache. Die zwei Beine und die ergonomische Sitzschale, verlangen eindeutig ein figürliches Aussehen. Somit beginnt die Suche nach dem spielerischen Ausdruck in der figürlichen Formensprache. Daraus entsteht ein neues Materialmuster aus Schafwolle.
51 Skizzen I spielerische Beinform
n
o
2.3
wolf & schaf
62
FIGÜRLICHES ZWEIBEIN
Mit dem Materialmuster aus Wolle beginnt erneut die Suche nach der passenden Form für den Stuhl. Beim neuen Kozept, soll der Benutzer eine Rolle einnehmen sobald er sich auf das Zweibein setzt. Verlässt der Nutzer die Sitzgelegenheit ist sie nutzlos. Erst in der Kombiantion werden die beiden Komponenten (Stuhl und Nutzer) zum Akteur und verschmelzen zu einer vierbeinigen Rolle. Es entstehen viele Skizzen, mit dem Resultat eine Gegenüberstelltung von mehreren Stühlen zu schaffen. Das Ziel ist der Vergleich zwischen Schaf und Wolf. Mit dabei sind auch Kombinationen wie Fuchs und Huhn sowie Arm und Reich. Schnell hat sich herausgestellt, dass es schwierig ist den Wolf genauso wahrheitsgetreu darzustellen wie das Schaf. Denn für das Wolfsfell müsste eine künstliche Nachbildung neben der echten Rohwolle stehen.
53 Skizzen I Studie für die Ermittlung der Form der Schafbeine
52 Skizzen I Formensprache von Wolf und Schaf
54 Referenzbilder I verschiedene Schafbeine
n
o
2.4
zweibeiner MATERIALITÄT
Die Schwierigkeit mit dem Wolfsfell hat zur endgültigen Formensprache geführt. Mit dem Ziel erneut die spielerische Form in der figürlichen Sprache zu suchen. Damit diese spielerische Art erreicht werden kann, darf das Tier nicht in seiner Ganzheit abgebildet werden, wie es bei Wolf und Schaf der Fall wäre. Sondern eine Art Fabelwesen muss entstehen. Die Sitzschale soll aus dem Material bestehen, welches im Namen eines Tieres vorkommt. Dieses Material wird mit Bioresin gemischt, damit eine feste Schale entsteht. Für die Stuhlbeine wird jeweils die Form der tierischen Beine verwendet. Beim Erdmännchen, ist die Sitzschale aus Erde gefertigt und trägt die Beine des Erdmännchens. Das selbe Prinzip wird für die Heuschrecke und das Federvieh angewendet.
55 Photomontage I Skizzen von Zweibeinern, mit eingefügtem Material
67
56 Zweibeiner im Gebrauch I Ansicht von Vorne
57 Zweibeiner verschmilzt mit dem Nutzer I Ansicht von Hinten
zweibeiner BILDERRÄTSEL
69
Nach der tieferen Auseinandersetzung mit der neuen Formensprache und dem neuen Konzept hat sich gezeigt, dass kaum jemand weiss, wie die Beine eines Erdmännchens aussehen. Um die spielerische Sprache in den Zweibeinern zu verstärken und dem Ausdruck gerecht zu werden, wird der Name des Tieres annähernd bildlich umgesetzt. Bei der Heuschrecke, für welche die Sitzschale aus Heu und Bioresin hergestellt wird, bleibt die Kombination gleich und die Beine der Heuschrecke werden abstrahiert abgebildet. Für das Erdmännchen bedeutet das neue Prinzip, dass die Sitzschale aus Erde mit Beinen von einer figürlichen Marionette ergänzt wird. Für das Federvieh werden Enten- und Gänsefedern verwendet und die Beine eines Schafes in abstrahierter Form wiedergegeben. Durch diese Kombintionen entstehen drei Fabelwesen, in einem spielerische Ausdruck. Sobald sich ein Benutzer auf den Zweibeiner setzt, verschmilzt er mit dem Stuhl zu einem Hybrid und wird so zum Akteur.
58 Zweibeiner I Erdmännchen, Federvieh, Heuschrecke
schlusswort
71
Das Projekt "Publik: Ein Dasein in den Gärten der Anderen" war eine sehr lehrreiche und neue Erfahrung. Durch die starke Auseinandersetzung mit der Thematik über eine längere Zeitspanne, setzte sich der Fokus auf Details und Einzelheiten. Meine ganze Aufmerksamkeit konnte ich einem Projekt widmen und fokussiert daran arbeiten. Bei der Recherche haben so tiefgründige und detailierte Informationssuchen stattgefunden. Durch die Vertiefung wurden Reflexion und Selbstkritik angeregt, welche das Projekt im Wesentlichen geprägt haben. Mit der langen und intensiven Beschäftigung mit den Sitzgelegenheiten hat sich die Form dementsprechend häufig geändert und den neuen Erkentnissen angepasst. Die Stühle haben ihre Form nicht über einen konkreten Plan erhalten, sondern über die Suche nach dem Richtigen. Bei der Entwicklung stand das Ausprobieren und Suchen nach anderen Varianten im Zentrum. Während des Prozesses wurden die Zweibeiner häufig mit Adaption und Übersetzung konfrontiert und dadurch verändert. Auch Umwege und extra Runden haben das Projekt geformt und mitgeprägt. Aus dem Projekt für das Theater nehme ich verschiedene Aspekte mit. Mir wurde bewusst, dass es einfacher ist ein Möbel zu gestalten, wenn man die Lösung nicht von Anfang an im Hinterkopf hat. Denn nur wenn es vor dem inneren Auge noch keine Lösung gibt, ist es möglich der Phantasie freien Lauf zu lassen und das Objekt im Laufe der Zeit zu modellieren.
verzeichnis BILDQUELLEN
01 Garten I
Briefing HS 2016 von Elvira Mühlebach
02 Schatten I
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03 Schatten I
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04 Makeup I
www.google.ch/search?q=zwei+gesichter
05 Mindmap I
Petra Wyss
06 Hybrid I
Petra Wyss
07 Sella I
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08 Sitzschale I
www.wanted.de/graue-ware-moebel-aus-beton
09 Eternit Chair I
www.webshop.houseofgreen.nl/index.php/eternit-guhl-chair
10 Donut I
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11
Stacheldraht I
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12
Entwässerungsschacht I
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13 Abflussdeckel I
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14 Büroklammern I
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15 Schere I
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16 Kneifzange I
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17 Sitzschale and Rädern I
Petra Wyss
18 Hängendes Sitznest an Gestell I
Petra Wyss
19 Sitzschale auf hohem Sockel I
Petra Wyss
20 Sitzschale an Gestell aus Rädern I
Petra Wyss
21 Sitzrondelle I
Petra Wyss
22 Halbrunder Sitz I
Petra Wyss
23 Auszug aus dem Logbuch I
Petra Wyss
24 Melkstuhl I
Peta Wyss
25 Kreisel I
www.google.ch/search?q=melkstuhl&hl
26 Melkstuhl I
Petra Wyss
27 Arbeitsmodell I
www.google.ch/search?q=melkstuhl&hl
28 Gebrauchsstudie I
Petra Wyss
29 Varianten in Skizzen I
Petra Wyss
30 Variante Zweibein I
Petra Wyss
31 Variante Zweibein I
Petra Wyss
32 Variante Zweibein I
Petra Wyss
33 Funktionsmodell I
Petra Wyss
34 Funktionsmodell I
Petra Wyss
35 Plan I
Petra Wyss
36 Skizze I
Petra Wyss
37 Plan I
Petra Wyss
38 Volumenmodell I
Petra Wyss
39 Lampe aus Sperrholz I
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40 Innenverkleidung Massivholz I
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41 Sitzschale aus Papier I
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42 Behälter aus Biokunststoff
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43 Stuhl Sperrholz I
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44 Innenverleidung aus Massivholz I
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45 Sitzschale aus Papier I
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46 Behälter aus Biokunststoff I
www.google.ch/search?hl=de-CH&q=Alge&
47 Funktionsmodell 1:1 I
Petra Wyss
48 Gegenform Sitzschale 1:1 I
Petra Wyss
49 Herstellung der Sitzschale I
Petra Wyss
50 Materialprobe mit Schafwolle I
Petra Wyss
51 Skizzen I
Petra Wyss
52 Skizzen I
Petra Wyss
53 Skizzen I
Petra Wyss
54 Referenzbilder I
www.google.ch/search?q=Schaf
55 Photomontage I
Petra Wyss, www.google.ch/search?q=material+textur
56 Zweibeiner im Gebrauch I
Petra Wyss
57 Zweibeiner verschmilzt mit dem Nutzer I Petra Wyss 58 Zweibeiner I
Petra Wyss
Und wenn du den Eindruck hast, dass das Leben Theater ist, dann such dir eine Rolle aus, die dir so richtig Spass macht. – william shakespeare
(1564 - 1616)
Abschlussdokumentation
ZWEIBEINER E Hochschule für Design und Kunst
Petra Wyss
VARIANTE 1
VARIANTE 2
Herbstsemester 2016
VARIANTE 3
Das Federvieh
Das Erdmännchen
Die Heuschrecke
Federn von Enten und Gänsen verbun-
Erde aus dem Wald in der Kombination
Getrocknetes Gras von der Wiese und
den mit Beinen vom Schaf bilden
mit männchenartigen Beinen bilden das
fragile, stäbchenförmige Beine prägen
das Federvieh
Erdmännchen
die Heuschrecke