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Modulare Trennwand für Mietwohnungen, Nadja Knuchel, BA Objektdesign, 2026

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Modulare Trennwand für Mietwohnungen

Dokumentation der Bachelorarbeit 2026

Inhalt Kontext

Inspiration

Anwendungsmöglichkeit

Entwicklung Umsetzung

Kontext

Motivation und Kontext

Mietwohnungen können unterschiedliche Anzahl Zimmer haben. So gibt es Mietwohnungen mit mehreren Zimmern, so dass man ein separates Schlafzimmer oder sogar ein zusätzliches Büro besitzen kann oder auch Mietwohnungen mit nur einem oder eineinhalb Zimmer, in dem dann Wohn- und Schlafzimmer integriert werden müssen. Manche Wohnungen haben eher kleinere Zimmer und andere wiederum grössere. So ergibt es vor allem in Wohnungen mit wenigen, aber grösseren Zimmer Sinn, eine Trennwand aufzustellen, um die einzelnen Wohnbereiche aufteilen zu können und etwas mehr Sichtschutz bzw. Privatsphäre zu schaffen. Da die Zimmer wie erwähnt verschieden gross sein können, ist es sinnvoll, wenn die Trennwände in unterschiedlichen Grössen bestellt und zusammengesetz werden können.

Auch die Mieter*innen haben unterschiedliche Bedürfnisse. So gibt es Mieter*innen, die gerne viel Stauraum haben und ein Gestell als Trennwand praktisch fänden, andere, die lieber eine zusätzliche Wand haben wollen, um dort zum Beispiel ein paar Bilder mehr aufhängen zu können, wieder andere bevorzugen einen Spiegel, damit der Raum grösser erscheint und einige entscheiden sich vielleicht für einen Vorhang, den man auch als Durchgang benutzen kann.

Durch die verschiedenen Bedürfnisse und Raumgrössen ergibt es Sinn, eine Trennwand anbieten zu können, die modular und den jeweiligen Anforderungen anpassbar ist. Eine Trennwand, die nicht für immer gekauft werden muss, sondern während der Mietdauer der Wohnung gemietet werden und beim Umziehen, angepasst oder zurückgebracht werden kann.

Projektidee

Die Trennwand soll aus zwei bis drei verschiedenen Modulen bestehen, die man unterschiedlich kombinieren und zusammensetzen kann. Die Anzahl der Module und somit auch die Grösse können von der Kundschaft selbst bestimmt werden. Die Trennwand soll für die Kundschaft einfach zusammensetzbar sein und nach Gebrauch oder für den Umzug, wieder in die Einzelteile zerlegt werden können. Braucht die Kundschaft die Trennwand nicht mehr, kann sie zurückgebracht werden. Die Module werden in Kleinserie hergestellt und können gemietet oder bei länger geplanter Nutzung gekauft werden. Der mögliche Hersteller für die Serie hängt vom ausgewählten Material und Herstellungsverfahren ab, welche sich durch das Design ergeben (ist es zum Beispiel ganz aus Holz, könnte es von einer Schreinerei hergestellt werden).

Die Zielgruppe für die Trennwand besteht aus Personen, die in wenigen, aber eher grösseren Wohnräume leben und diese deshalb in mehr Wohnbereiche aufteilen möchten.

Zum Beispiel Personen mit einer Einzimmerwohnung, die das Schlafzimmer abtrennen wollen, Familien, die ein grosses Kinderzimmer in mehrere Zimmer (je eines für ein Kind) aufteilen möchte, Personen die Homeoffice haben oder studieren und ein seperates Büro möchten oder solche, die offene Küchen nicht mögen und diese vom Wohnzimmer trennen wollen. Zu Beginn besteht die Zielgruppe erst mal aus Personen, die in der Schweiz wohnen.

Vorgehen: Ich werde mit einer Recherche beginnen und kleine Modelle zu den Varianten anfertigen, Zeichnungen erstellen, dann das Material für den Prototypen bestellen und danach den Prototypen herstellen.

Inspiration

Byobu: Autumn Grasses; Sotatsu Tawaraya
Shoji; Shoji Raum

Pegboard Room Divider Folding Sreen; Kreisdesign

Qadro Dividing Wall; ICF Office
Patio; Cascando, Robert Bronwasser
Whisperwool Standschaf Diva; Tante Lotte, Stefan Steiner

Akustikvorhang; Annette Douglas Textile ACOUSTICS®

Paravent rote Hecke; fräch, Anja Matzke

Anwendungsmöglichkeit

Mit der Trennwand kann zum Beispiel in 1.5 Wohnungen ein abgetrenntes Schlafzimmer erstellt werden oder Arbeits- und Freizeitbereich aufgeteilt werden.

In rot sind zwei Möglichkeiten aufgezeichnet.

Es gibt verschiedene Arten eine Trennwand zu gestalten. Als Gestell (Rechteck), als Vorhang (Wellen) oder als Stellwand (Strich).

Mögliche Bedürfnisse der Mietenden

Situationen:

- 1 Zimmer für Bett, Esstisch, Sofa > Trennmöglichkeit und Sichtschutz

- Sicht- und Schallschutz zwischen Küche und Wohnzimmer

- Trennmöglichkeit von Arbeitszimmer und Schlafzimmer

- Sichtschutz für Lagerraum, schnelle Aufräumaktionen, Wäscheständer, ...

Funktionen:

- Als Gestell, um Bücher oder Gegenstände zu lagern

- schliess- und aufmachbar (z.Bsp. Vorhang, Schiebetür, ...)

- umstellbar/mobil (leicht oder mit Räder)

- mit integriertem Büro

-abwinkeln mit Scharniere

Rahmen

-Paravent

-lichtdurchlässig/ schallabsorbierend -Gestell-Möglichkeit -modular

Entwicklung

In meinem Notizbuch habe ich verschiedene Möglichkeiten und Bauteile für die Trennwand skizziert und miteinander verglichen.

Die Trennwandidee setzte ich dann in Schaumkarton um, um zu sehen, wie es proportional aussehen würde. Ich entschied mich für weniger Unterteilungen, um visuelle Komplexität und Herstellungs- sowie Aufbauaufwand zu verringern.

Ich entschied mich für eine Einfache Variante mit einem Brett im unteren Bereich der Trennwand-Module.

Mit der Verbindung der Trennwand-Module wollte ich die Möglichkeit bieten, die Trennwand-Module 360° drehen zu können. Dazu testete ich eine Verbindung mit Schnur.

Im Rhino visualisierte ich die Trennwand und suchte nach Ideen, wie zum einen Stabilität garantiert und zum anderen die Möglichkeit für eine Schreibtischnutzung gewärleistet werden kann.

Ich entschied mich für die dritte Variante, da die die Mitte so stabil ist, keineunpassenden Diagonalen enthält und gleichzeitig, die Möglichkeit bietet, die unteren Regalböden weglassen zu können.

Für die Schreibtischnutzung besteht die Möglichkeit ein ausfahrbares Brett unter den mittleren Regalböden mit Schienen zu befestigen.

Umsetzung

Da die Schnurvariante etwas umständilch zu montieren ist, habe ich nach einem Scharnier mit der gleichen Eigenschaft für die 360°-drehung gesucht.

Bevor ich das Holz zusägte, legte ich die Befestigungselemente auf den Tisch. Die Schrauben wechselte ich später noch zu messingfarbenen aus, damit sie besser zu den Scharnieren passten.

Nach dem Zusägen der Holzplatte, bestimmte ich die genaue Position der Befestigungselemente.

Da die Trennwand-Module für den Transport nicht wieder auseinandergenommen werden müssen. leimte ich diese zusammen.

Der Paravent mit dem Gestell, stellte ich für ein paar Fotos auf und habe den noch ungenähten Stoff schonmal aufgehängt, um zu sehen, wie es dann ungefähr aussehen würde.

Als Stoff wählte ich einen weissen, lichtdurchlässigen Baumwollsatin, der gleichzeitig Blickdicht war.

Um die Messingelement der Paravent-Scharniere in den Stoff zu übernehmen, wählte ich messingfarbene Knöpfe und passenden Faden.

Um die Anzahl der Knöpfe zu bestimmen legte ich sie vorgängig aus.

Ich entschied mich für sechs Knöpfe pro Stoffbahn, da so die Abstände visuell nicht zu gross sind und gleichzeitig nicht allzu viele Knöpfe befestigt werden müssen.

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