HGZ No 31
Die Branchenzeitung der Hotel & Gastro Union seit 1886 CXXXIX. Jahrgang
Luzern, den 13. November 2024
Ausgabe für Deutsche Schweiz und Tessin
Aspekte
Bäcker-KonditorGAV: Die soziale Sicherheit ist b esser als im Gesetz.
Wo bleibt die Regionalität beim Schweizer Wein?
Seite 23
Seite 16
Pe r s ö n l i c h
Sarah Bischof arbeitet als Köchin auf dem Kreuzfahrtschiff Europa 2. Auch wenn die Tage lang sind, hat sie von Madeira bis Bali so einiges gesehen. Und sie hat enorm viel dazugelernt.
Nächste Ausgabe am 20. November
Aspekte
Notfälle im Alltag
Der WWF fordert mehr Vielfalt auf den Schweizer Tellern.
Seite 18
Seite 2
Seite 12
Handwerk und Ansehen
An der 42. Delegiertenversammlung wählten die Mitglieder der Hotel & Gastro Union einen neuen Zentralvorstand und neue Berufsverbandsvorstände.
D I GI TA LE M A S S A R B EI T
ENGAGIERT FÜR UNSERE BERUFE «Für eine starke Arbeitnehmerorgani- Gastro Union für die Branche. So hat politik und Kampagnen bei der HGU te die Zusammenlegung der Grundbilsation in der Gastronomie, Hotellerie die Arbeitnehmerorganisation in der fest. Auf eine erfolgreiche Arbeit in den dung zu Fachleuten Hotellerie-Hausund Bäckerbranche» – unter diesem Sozialpolitik ihr Profil schärfen können. vergangenen drei Jahren blickten die wirtschaft. Der Berufsverband Hotel, Motto trafen sich am Wochenende Mit der viel beachteten Unterschriften- fünf Präsidentinnen und Präsidenten Administration & Management erfreut 174 Mitglieder der Hotel & Gastro Union sammlung «Gemeinsam gegen Perso- der Berufsverbände mit ihren Ge- sich grosser Nachfrage beim Lehrgang HGU in Sursee/LU. Anlass war die alle nalmangel» und der jüngst zu Ende ge- schäftsberichten zurück. Der Schwei- Director of E-Commerce. Und der Bedrei Jahre stattfindende Delegierten- gangenen Gastro-Umfrage hat die HGU zer Kochverband vermeldete die erfolg- rufsverband Bäckerei & Confiserie erversammlung, das höchste O rgan der den Puls der Arbeitnehmenden gefühlt. reiche Revision Koch EFZ und Küchen- reichte mit seinen Sozialpartnern eiArbeitnehmerorganisation. Unter Lei- «Wir haben dabei festgestellt, dass es angestellter EBA, der Berufsverband nen Landesgesamtarbeitsvertrag, der tung von Präsidentin Esther Lüscher vor allem bei der Mitsprache und der Service/Restauration die erstmals der deutliche Verbesserungen für alle Arund des neuen Geschäftsleiters der Wertschätzung von Mitarbeitenden breiten Öffentlichkeit präsentierte Ser- beitnehmenden bringt. HGU Oliver Schärli ging es um die Er- in den Betrieben endlich vorangeht», vicemeisterschaft. Der Berufsverband gebnisse des Engagements der Hotel & stellte Roger Lang, Leiter Recht, Sozial- Hotellerie & Hauswirtschaft verkündeWeitere Berichte ab Seite 6
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Auf die Frage, welches Gymnasium meine Tochter besuchen werde und welches Studium sie anschliessend plane, antwortete ich vor mehr als zehn Jahren: «Keines. Sie möchte Restaurantfachfrau werden.» Daraufhin verzogen die Fragesteller, Bekannte aus meiner Gemeinde mit gleichaltrigen Kindern, das Gesicht oder lächelten milde. Man gab mir damit zu verstehen, wie bedauernswert es doch sei, dass meine Tochter einen in ihren Augen niederen handwerklichen Beruf ergreifen wolle oder müsse. Diesen herablassenden Ton schlugen vor allem jene an, bei denen damals und heute der Besuch eines hoch dotierten Restaurants wöchentlich zum guten Ton gehört und die eine exzellente Weinberatung am Tisch zu schätzen wissen. Dass jemand diese gastronomische Dienstleistung von der Pike auf erlernt, womöglich aus dem Bekanntenkreis oder aus der Familie? Unmöglich! Meine Tochter hat mit Begeisterung die Lehre zur Restaurantfachfrau EFZ absolviert, an der Servicemeisterschaft für Lernende teilgenommen und bald darauf mehrere Jahre auf dem Beruf gearbeitet. Später erfüllte sie sich den Wunsch eines Fachhochschulstudiums Tourismus. Heute ist sie als Eventmanagerin tätig. Handwerk hat eben wortwörtlich für vieles, was du im Leben erreichen willst, goldenen Boden. J Ö RG R U P P ELT
hotellerie-gastronomie.ch
Ec h Kä Wa ter seg llis enu er ss 22.10.24 14:37