HGZ No 31
NÄCHSTE AUSGABE 23. NOVEMBER
Die Bra nchenzeit ung der Hotel & Gastro Union seit 1886 Luzern, den 9. November 2022
Sonderthema
Gault Millau liess Punkte regnen und kürte den «Koch des Jahres».
Technik und Ambiente
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Ab Seite 13
CXXXVII. Jahrgang
Ausgabe: Deutsche Schweiz / Tessin
Pe r s ö n l i c h
www.hotellerie-gastronomie.ch
Schwerpunkt
Ivan Urech führt die Atelier Classic Bar in Thun/ BE und nimmt regelmässig an Wettbewerben teil. An den Swiss Cocktail Awards in Lugano hat der Berner Oberländer so richtig abgeräumt.
Packendes Finale erfreute Bäckerherzen
Die Zukunft des Nachwuchses ist den Metzgern nicht (Zungen-)Wurst.
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Zu kalt und sowieso mit Weihnachtsessen ausgebucht: Die meisten Gastrobetriebe wittern mit der WM kein grosses Geschäft, deshalb verzichten sie auf Public Viewings.
Z VG
ABPFIFF SCHON VOR DEM ANPFIFF In elf Tagen rollt der Ball an der WM in Katar. Doch schon vor dem Anpfiff ist klar: Ein dickes Geschäft für Gastronomen und vor allem für Betreiber von Public Viewings mit Grossleinwänden wird die Weltmeisterschaft nicht. Laut einer Umfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA gebe es kaum Gesuche für Grossveranstaltungen. Dies aus politischen Gründen, wegen der Winterkälte, einer drohenden Energiekrise und einer befürchteten neuerlichen Corona-Welle. In der Stadt Zü-
rich wurden zwei von drei Gesuchen die Basler Volta Bräu Bar und die Baltafür Public Viewings wieder zurückge- zar Bar ihre Gäste nicht bevormunden zogen, in Luzern und St. Gallen gibt es und zeigen die Spiele in ihren Räumen. kein einziges. In Winterthur sind es Spontan ein «anderes» Public Viewing mit der Winti-Arena und dem alten mit Politdiskussionen über die groben Busdepo zumindest zwei geplante Fan- Menschenrechtsfouls in Katar wollen zonen. Vor allem in Basel, Zürich und Fans und Gastronomen in derzeit leerBern polarisiert das Turnier die Gas- stehenden Räumen in den Vidmarhaltroszene. Während traditionelle Fuss- len in Liebefeld/BE auf die Beine stelballbeizen und -bars wie das Gare du len. Das Crowdfunding-Projekt nennt Nord in Basel und das Nordbrüggli sich «Dr Bitz». Mit im Boot ist die Menin Zürich das Turnier boykottieren, schenrechtsorganisation Amnesty Inmöchten andere Gastrobetriebe wie ternational. Die gemeinsame Mission:
AZA 6002 LUZERN
«Meine Branche. Mein Job.»
Adligenswilerstr. 22, 6006 Luzern
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alle Spiele von Anpfiff bis Abpfiff bei Pizza und Pasta «bewusst schauen», kein Eintritt, keine Werbung, kein Profit. Ein Public Viewing wie dasjenige in Bern ist die Ausnahme. Viele Gastrounternehmen wie die Zürcher Pumpstation GmbH haben schlicht aus Buchungsgründen kein Interesse an grossen Fussballkisten. So sagt Mitinhaber Florian Weber: «Jetzt im Winter finden wir bei den vielen Weihnachtsessen gar keine freie Daten für ein Public Viewing.» J Ö RG R U P P ELT
Kaum gestartet, haben bereits mehr als 2500 Gastgewerbler unsere Unterschriftensammlung «Gemeinsam gegen Personalmangel» unterzeichnet. Mit der Kampagne gibt die Hotel & Gastro Union all jenen eine Stimme, die Wut im Bauch haben, dass immer mehr Kolleginnen und Kollegen die Gastronomie, Hotellerie, Gemeinschaftsverpflegung und die Bäckerbranche verlassen. Seit Monaten wird das Thema beklagt. Doch Lösungsvorschlägen folgten bisher keine Taten. Mit der Unterschriftensammlung «Gemeinsam gegen Personalmangel» hat die Hotel & Gastro Union die vier wichtigsten Punkte zusammengefasst, die endlich angepackt werden müssen. Damit nicht noch mehr Leute der Branche den Rücken kehren und die Jungen wieder Bock auf eine gastgewerbliche Ausbildung kriegen, muss erstens mehr in die Bildung von Mitarbeitenden und Arbeitgebenden investiert werden. Zweitens: spürbar mehr Wertschätzung in den Betrieben. Drittens: Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Viertens: Mehr Lohn für alle! Die Faust im Sack machen, reicht nicht. Jede Unterschrift auf gegen-personalmangel.ch zählt. Je mehr Gastgewerbler mitmachen, desto grösser wird der Druck beim Verband Gastrosuisse, die L-GAV-Blockade endlich aufzugeben. J Ö RG R U P P ELT
Erscheint jeweils mittwochs