HGZ No 20
Die Branchenzeitung der Hotel & Gastro Union seit 1886 Luzern, den 14. August 2024
CXXXIX. Jahrgang
Aspekte
Carmen Többen reist mit Lampenfieber und Glücks-T-Shirt nach Lyon.
Kompromisslos regionale Vegi-Küche
Seite 10
Seite 12
Nächste Ausgabe am 28. August
Ausgabe für Deutsche Schweiz und Tessin
Hotel & Gastro Union
Schwerpunkt
Elvira Schwegler hat mit dem Berufsverband Hotellerie & Hauswirtschaft viel erreicht. 23 Jahre war sie dessen Geschäftsführerin. Nun geht sie in Pension – wird jedoch noch für die OdA tätig sein. Seite 17
Wann ist ein Hotel ein Hotel?
Das Foodlab 2024 in Zürich bietet jungen Kochtalenten eine Plattform.
Seite 6
Seite 3
Bitte lass es bleiben
Der Einstieg ins Berufsleben – in einen komplett neuen Lebensabschnitt – muss gut begleitet und sorgsam angegangen werden.
A D O B E-S TO CK
DIE NEUEN LERNENDEN KOMMEN In diesen Wochen starten zahlreiche junge Menschen ins Abenteuer Berufslehre. Schweizweite Zahlen, wie viele Lehrverträge per Herbst 2024 unterzeichnet wurden, liegen noch nicht vor. Eine Stichprobe bei einigen Kantonen und Bildungsinstitutionen zeigt jedoch, dass sich für die Berufe der Hotellerie und Gastronomie eine durchaus positive Entwicklung abzeichnet. «Wir dürfen in diesem Schuljahr knapp 230 neue Lernende in den überbetrieblichen Kursen begleiten», sagt Thomas
Tellenbach, Geschäftsführer des Ausund Weiterbildungszentrums G’Art in Luzern. Das bedeute eine signifikante Zunahme. «Speziell freut uns, dass wir bei den Kochlernenden und Küchenangestellten 120 Neueintritte hatten – so viele wie seit 2016 nicht mehr.» Ebenso erfreut zeigt sich Hansueli Käch, Berufsverantwortlicher Kochberufe am Bildungszentrum Interlaken BZI. «Es sieht aus, als würde sich die Lage entspannen», sagt er. «Viele Eltern erkennen, dass es im Gastge-
AZA 6002 LUZERN
Post CH AG
werbe tolle Lehrbetriebe gibt. Für die Betriebe hat der Fachkräftemangel die Ausbildung von jungen Berufsleuten wieder in den Fokus gerückt.» Bei den Köchen tritt mit dem neuen Lehrjahr auch die neue Bildungsverordnung in Kraft. «Es wird etwas Zeit brauchen, bis alle Player entsprechend eingespielt sind», so Käch. Die OdA und Berufsfachschulen würden die Betriebe gerne unterstützen. Im Kanton Bern starten diesen Herbst laut aktueller Zahlen des Kantons 437 Lernende
in einem Beruf im Gastgewerbe. Davon 255 Köchinnen und Köche EFZ und Küchenangestellte EBA, 67 Restaurant- fachfrauen und -fachmänner EFZ sowie Restaurantangestellte EBA und 41 Hotelkommunikationsfachleute EFZ. 64 Personen starten die Ausbildung im neuen Beruf Fachfrau/-mann Hotellerie-Hauswirtschaft. Weitere 50 haben einen Lehrvertrag als Bäcker-Konditor-Confiseurin unterzeichnet. Fortsetzung auf Seite 2
Adligenswilerstr. 22, 6006 Luzern
Unlängst habe ich zur Einstimmung auf die nächsten Ferien einen Beitrag über Wales angeschaut. Darin erklärt der Moderator Mark Wolters, was man in Wales unbedingt bleiben lassen soll. Unter anderem sagt er, dass man unter keinen Umständen versuchen solle, Walisisch zu sprechen. «Das kommt bei den Leuten ganz schlecht an», betont er. Ausserdem rät Mark Wolters den Zuschauerinnen und Zuschauern, sich nie über das Wetter zu beklagen: «Wenn du Regen nicht magst, dann bleib besser zu Hause.» Auch für die Schweiz gibt es solche Ratschläge. Diese betreffen jedoch eher unsere Pünktlichkeit und Korrektheit oder die hohen Preise. Sehr wahrscheinlich wäre man in einigen Orten hierzulande froh, wenn es Ratschläge gäbe, in denen es heisst, dass man keinesfalls auf privatem Grund parkieren soll. Oder dass Fussball spielen auf einem Friedhof komplett daneben ist. Ein weiterer Ratschlag wäre, nicht nur Interlaken, Luzern oder das Jungfraujoch zu besuchen. Es ist verständlich, dass diejenigen, die in Orten leben, welche stark von Touristen frequentiert werden, manchmal genervt sind. Vielleicht nützt es, wenn man zwischendurch das Gespräch mit den Gästen sucht und sie freundlich, aber bestimmt auf ihr Fehlverhalten aufmerksam macht. DA N I EL A O EG ER LI
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