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HG-Zeitung 05/2023

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HGZ No 5

NÄCHSTE ­AUSGABE 15. MÄRZ

Die Bra nchenzeit ung der Hotel & Gastro Union seit 1886 CXXXVIII. Jahrgang

Luzern, den 8. März 2023

Schwerpunkt

Für den Tourismus war 2022 das Jahr der Erholung.

Schlafen in Stoffen aus Milch und Soja

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Ausgabe: Deutsche Schweiz / Tessin

Pe r s ö n l i c h

Marc-André Dietrich ist überzeugt, dass faktenbasiert über den Fleischkonsum geredet werden muss. Studierende der SHL erleben deshalb auf einem Bauernhof, wie ein Tier zu Fleisch verarbeitet wird.

hotellerie-gastronomie.ch

Ser vice

Lehrbetriebe mit Zertifikat nehmen zu

Bei der Berufswahl kommt die Gastronomie oft erst an zweiter Stelle.

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Mehr Schein als Sein

Frauen kämpfen an vielen Orten für ihre Rechte, nicht nur im beruflichen Umfeld. Der heutige internationale Tag der Frau (8. März) wird auch Frauenkampftag genannt. I LLU S T R ATI O N SO N JA B U R I

DAUERBRENNER GLEICHSTELLUNG Heute, am 8. März, ist der internationale Frauentag. Er entstand als Initiative sozialistischer Organisationen in der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg. Die Frauen kämpften um die Gleichberechtigung, das Wahlrecht für Frauen sowie Emanzipation von Arbeiterinnen. Erstmals fand der Frauentag am 19. März 1911 statt. 1921 wurde sein Datum endgültig auf den 8. März gelegt. So viel zu der Geschichte – aber wie sieht die Gegenwart aus, insbesondere in der Hotellerie und der Gastronomie?

Herrscht in dieser Branche Gleichstellung zwischen Frau und Mann? «Grundsätzlich ja, jedoch wird in der Hotellerie die Leitung der Hauswirtschaft im Vergleich zu dem Salär des Küchenchefs oder des F&B Managers oft nicht gebührend honoriert», sagt beispielsweise Yvette Thüring, General Manager im Sorell Hotel Merian in Basel. In einer Branche, in welcher der Frauenanteil schon immer hoch war, und die ausserdem im Vergleich zu an-

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deren Branchen ein niedrigeres Lohn­ meine Mitarbeitenden eine Wirkung», niveau aufweise, sei der Spielraum für erklärt Claudia Züllig, Gastgeberin im Ungleichheiten sicher eingeschränk- Hotel Schweizerhof in Lenzerheide. Es ter. «Ich glaube daher nicht, dass die sei eine unheimlich schöne Aufgabe, Branche ein ‹Gleichberechtigungspro- Menschen zu begeistern und zu motiblem› hat», ist Esther Brühwiler, Di- vieren, gemeinsam mit ihnen ein Unrektorin & Gastgeberin im Hotel Basel ternehmen zu führen. in Basel, überzeugt. Jungen Frauen, die eine leitende Viele Frauen schätzen ihre Verant- Position einnehmen möchten, rät wortung im Betrieb. Für sie bedeutet Yvette Thüring: «Zeigen Sie Freude an die leitende Funktion jedoch auch eine der Arbeit, verfolgen Sie Ihre gesetzten gewisse Belastung. «Ich nehme eine Ziele hartnäckig und verlieren Sie nie Vorbildrolle ein und mein Tun hat auf den Glauben an die Menschen.» (D O E)

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«Liebe Mutti, ich kratuliere dier ganz lieb zum internationalen Frauentag!» Mit krakeliger Handschrift und nicht astreiner Rechtschreibung haben wir frisch eingeschulten DDR-Jungpioniere in den 1970er-Jahren unseren Müttern Glückwunschkarten zum Frauenkampftag überreicht. Im Sozialismus war der 8. März gleich nach dem Tag der Arbeit der wichtigste Staatsfeiertag. Die Chefs in den Betrieben hielten den Frauen die Türe auf. Es gab rote Nelken, Streuselkuchen und eine Tasse Bohnenkaffee. Für das Ausland mag die Heroisierung werktä­ tiger Frauen überaus fortschrittlich gewesen sein. In Tat und Wahrheit wurden Frauen im Beruf gefördert, weil man auf deren Arbeitskraft in der Planwirtschaft nicht verzichten konnte. Die Frau im Sozialismus durfte und musste arbeiten, darüber hinaus oblagen ihr die Kindererziehung und der Haushalt. Zwar galt die Devise «gleicher Lohn für gleiche Arbeit», doch schufteten DDR-Frauen vornehmlich in Berufen, in denen niedrige Löhne ausbezahlt wurden. Mit der Folge, dass das Rentenniveau ostdeutscher Frauen heute um 40 Prozent niedriger ist als das der Männer. Schön, wenn die Gleichstellung von Mann und Frau überall im Gesetz festgeschrieben ist. Im Alltag sah es früher und sieht es heute immer noch anders aus. J Ö RG R U P P ELT

Erscheint jeweils mittwochs

«Meine Branche. Mein Job.»

Meh r ! ng u t h c a e B


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