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HG-Zeitung 09/2024

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HGZ No 9

Die Branchenzeitung der Hotel & Gastro Union seit 1886 CXXXIX. Jahrgang

Luzern, den 10. April 2024

Aspekte

Progresso: vom Flüchtling zum Gastgeber im eigenen Restaurant.

Zeitreise im Emmental

Seite 11

Seite 14

Nächste Ausgabe am 24. April

Ausgabe für Deutsche Schweiz und Tessin

Aktuell

Schwerpunkt

Arlette Scheidegger ist Präsidentin des Berufsverbands Hotel, Administration & Management. In dieser Funktion will sie ausländische Mitarbeitende besser in die Branche ­integrieren.

Mit Benefits Mitarbeitende gewinnen

Wechsel in der Leitung des Berufsverbands Hotellerie & Hauswirtschaft.

Seite 6

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Fluch der Unverbindlichkeit

Nicht zuletzt dank des frühen Schneefalls im November kann die Schweizer Tourismusbranche grösstenteils auf einen äusserst erfolgreichen Winter zurückblicken.

K E YS TO N E-S DA

SO GUT WAR DER WINTER Mit den Ostertagen ist auch die Winter­ unter den ersten Skigebieten, die auch saison in der Schweiz weitestgehend zu unter der Woche öffnen konnten.» Der Ende gegangen. Mittels einer landes­ frühe Schneefall war wichtig. Denn weiten Pulsmessung zieht Schweiz der Novemberschnee sei der wichtigste Tourismus eine erste Bilanz: Sowohl und beste Schnee, vor allem, wenn er Skigebiete wie städtische Destinatio­ liegen bleibe. Auch der Dezember war nen verbuchen eine sehr gute Saison, gut gebucht. So spricht etwa Reto Staub, die vielerorts gar den bereits überaus CEO der Pizolbahnen im Kanton erfolgreichen Winter 2022/23 schlägt. St. Gallen, von einem «erfreulichen «Die Schneesituation war sehr früh Gästeaufkommen über Weihnachten sehr gut», freut sich etwa Samuel und den Jahreswechsel». Und auch das ­Rosenast, Leiter Kommunikation bei Val d’Anniviers/VS verzeichnete gemäss Davos-Klosters Tourismus. «Wir waren Marketingdirektor Julien Petit e­inen

AZA 6002 LUZERN

ausserordentlichen Winter mit über lange Zeit ausgebuchten Unterkünften. Die Schlechtwetterperioden im Februar und Anfang März dagegen bremsten das Wintergeschäft an vielen Orten kurz­ zeitig etwas. Bezüglich Gästeher­ kunft zeigt die Umfrage von Schweiz Tourismus: Die Wintersaison ist und bleibt in erster Linie getragen von ein­ heimischen, aber auch europäischen Gästen. «Daneben fallen jedoch vor al­ lem die vielen Touristinnen und Touris­ ten aus den USA auf», heisst es in der

Post CH AG

Mitteilung. So meint etwa Marc Unge­ rer, Geschäftsführer von Jungfrau Re­ gion Tourismus: «Es kommen vor allem Amerikanerinnen und Amerikaner, ins­ besondere junge.» Mit dem Oster­ wochenende ging die Saison vielerorts zu Ende – meist mit erfreulichen Bu­ chungszahlen. Im Berner Oberland ­waren vor allem Wellness-Hotels be­ liebt. «In Hotels mit grossem Spa-Ange­ bot gab es eine Auslastung von 70 bis 100 Prozent» sagt Flurin Riedi, Direktor Gstaad-Saanenland Tourismus. (AHÜ)

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Diesen Frühling geht es für mich in die USA. Dafür galt es, nicht nur Hotels zu buchen, sondern natürlich auch einige Restaurants. Beim Reservieren merkte ich schnell, dass die Gastronomie auf der anderen Seite des grossen Teichs etwas anders tickt. Nicht selten wird eine Reservationsgebühr erhoben, oder ein fixes Menü muss bereits bei der Buchung bezahlt werden. Eine Praxis, die No-shows vorbeugen soll – Verbindlichkeit ist heutzutage leider für viele ein Fremdwort. Es soll Gäste geben, die am selben Abend in mehreren Restaurants reservieren und spontan entscheiden, wohin sie tatsächlich gehen. Ebenfalls auffällig bei US-amerikanischen Restaurants: Eine Reservation für mehr als ­anderthalb Stunden ist kaum zu kriegen – die Tische werden praktisch überall mehrmals pro Abend vergeben. Ich habe Verständnis für solche Massnahmen, schliesslich geht es um viel Geld in einer sonst schon schwierigen Branche. Umso mehr appelliere ich an den Anstand der hiesigen Gäste: Reservationen müssen eingehalten oder mit genug Vorlauf abgesagt werden. Und wer lange sitzt, sollte nicht nur eine halbe Portion und ein Glas Hahnenwasser bestellen. Nur so bleiben Reservationen kostenlos – und man kann den Restaurantbesuch auch künftig gemütlich ausklingen lassen, ohne nach dem letzten Bissen gleich weggeschickt zu werden. A N G EL A H Ü P P I

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